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Gravierende Fehler bei Politik und Medien

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Gravierende Fehler bei Politik und Medien
Günter Einbeck
ISBN 978-3-928260-44-8
Computerdruck und Verlag G. Einbeck, Nürnberg
Privates Institut für Androidenund Superzivilisationsforschung
Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.ddb.de abrufbar.
1. Auflage 2015
Das Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Alle dadurch begründeten Rechte, besonders die der Übersetzung und der
Vervielfältigung, auch auszugsweise, liegen beim Verlag.
Alle Rechte vorbehalten
 Computerdruck und Verlag Günter Einbeck, 2015
Printed in Germany
www.aionik.de
www.niw-viw-software.de
www.viw-kosmophysik.de
www.kosmophysik.eu
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Computerdruck & Verlag G. Einbeck, Nürnberg
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FÜR ZIVILISATORISCHE UND
KOSMOLOGISCHE LOGIK
Privates Institut für Zukunfts- und Zivilisationsforschung
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Computerdruck & Verlag G.Einbeck, Nürnberg
Inhaltsverzeichnis
Seite
Kapitel
Gravierende Fehler bei Politik und Medien
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169
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171
182
193
1 Politische Blindheit
2 Asteroidenabwehr
3 Rechtsbruch des Westens ?
4 Flugzeugabsturz in der Ostukraine
5 Unersättliche Gierhälse – Verfilzung der Oberschicht
6 Das Kreuz mit der Justiz
7 Flops bei EU-Bürokraten
8 30000 Elefanten pro Jahr getötet - Menschen, Mammute und Elefanten
9 Rettet die Feldhasen
10 Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschheit verhindern
11 Zivilisation-Leben-Vertrag
12 Religiöser bzw. ideologischer Wahn und Irrsinn
13 Das Böse im Menschen – von der Zivilisation zur Superzivilisation
14 Zur Warnung: Auch Unterarten und Arten der Hominiden können aussterben
14.1 Das Phänomen Artentod
14.2 Entwicklung des Homo sapiens praeneanderthalensis und
Homo sapiens neanderthalensis
14.3 Urmensch oder Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis)
14.4 Kulturgeschichte des Neandertalers
15 Beseitigung und Entsorgung von Zivilisationsmüll – Säuberung des Planeten
15.1 Asoziale Eliten
15.2 Zur Reinhaltung des Planeten allgemein
15.3 Säuberung der Atmosphäre
15.4 Säuberung der Ozeane
15.5 Säuberung der Kontinente
16 Künstlich-technische Klimasteuerung
16.1 Ein wichtiger Schritt bei der Paradiesformung
16.2 Kältefallen, Kältestraßen
16.3 Wasserdampf führende Luftströmungen
16.4 Große Sonnenenergie-Absorber, -Reflektoren und -Umwandler
16.5 Nutzung der Sonnenenergie zur Regenerzeugung in der Wüste
16.6 Der mordenden Natur mit Hilfe der Supertechnik entgegen treten
16.7 Steuerung des Kohlendioxid-Anteils in der Atmosphäre
16.8 Planetenweite Infrastrukturen zur Steuerung des Kohlendioxidgehalts
16.9 Solarkraftwerke auf Mond, Mars ...
16.10 Auf dem Weg zu einer interplanetaren Infrastruktur Vorteile der Energieversorgung mittels Sonnentank-, Energieverteilerstationen
17 Großtechnische Erschließung und Besiedlung des Mondes
18 Das Paradies kann im Kyberzoikum kommen
19 Das Schicksal von IWA- und TZ-Entwicklungen als statistische Größe
I1
Inhaltsverzeichnis (Fortsetzung)
Seite
Kapitel
196
197
205
226
232
235
236
237
240
20 Ewigkeit – der Rahmen von Werden und Vergehen
20.1 Das Standardwerk über die Ewigkeit
20.2 Der Irrtum um Nichts und Sein
20.3 Das Rätsel von Realwerden, Realität, Wirklichkeit, Sein ...
20.4 Fred Hoyle mit seinem ewig expandierenden Universum und anderes
20.5 Tunnel zwischen Welten – Dimensionstransmitter
20.6 Die Stoa
20.7 Evolution und Religion
20.8 Konsequenzen für die Sinnschöpfung
Anhang
Seite
245
Kapitel
Glossar
Definitionen - Abkürzungen
251
Human-Software
Entwicklung und Wartung zentraler geistiger Systeme für die Menschen
253 Aionik-Graphen
Die in dieser Schrift referenzierten Aionik-Graphen sind zu finden im Anhang des Buches
„Das Standardwerk über die Ewigkeit“, erschienen 2015 im selben Verlag.
Ferner sind sie zu finden auf der Internetseite www.aionik.de in der Liste der Dateien nach
der Modulbibliothek, wo die Aionik-Graphen einzeln abgerufen werden können.
I2
Gravierende Fehler bei Politik und Medien
1 Politische Blindheit
Seit 1991 hatte sich zwischen Rußland und Deutschland eine durchaus vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt – sicher unter dem Schirm des Militärs der USA – in der Art, daß
Rußland Erdöl, Erdgas und Rohstoffe lieferte, während Deutschland Nahrungsmittel und
Maschinen an Rußland verkaufte und sich bis 2014 tatsächlich über 6000 deutsche Unternehmen in Rußland angesiedelt hatten.
In dieses friedvolle Zusammenleben platzten zuerst die Euro-Majdan-Revolution im Oktober
2013 und dann die Verunglimpfung Rußlands in der westlichen Presse wegen der Abneigung der Russen gegen Homosexuelle im Februar 2014 zu Zeiten der Olympischen Winterspiele in Sotschi.
Zu Anfang 2015 haben wir einen Scherbenhaufen in den Beziehungen zu Rußland, der bewirkt wurde vor allem durch Politiker und Journalisten von EU und USA, die genau das taten,
was sie sonst scheinheilig verurteilen:
Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.
Es ist erschreckend, mit welcher Leichtfertigkeit und Dummheit der ganze Chor der westlichen Medien aus nichtigsten Gründen über Rußland seit September 2013 hergezogen ist,
ohne angemessene Wertung und Dankbarkeit über den endlich erreichten Frieden, und das
nur 22 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges 1991.
Erschreckend ist auch, daß das ganze Heer der westlichen Politiker und Journalisten davon
überzeugt gewesen ist, daß zuerst die Verdächtigungen und dann die Verunglimpfungen
gegenüber Rußland völlig zu Recht erfolgten – was aber nicht der Fall gewesen ist (s.u.).
Die westlich orientierte Regierung der Ukraine in Kiew schickte 2014 Militär in die Ostukraine, um die dortige russischsprachige Bevölkerung militärisch unter Kontrolle zu bringen.
Offensichtlich hatten die meisten Politiker und Journalisten der EU-Staaten nicht die geringste Ahnung von Geschichte und Bevölkerungszusammensetzung der Ukraine, so daß sie
davon überrascht wurden, daß in der Ostukraine besonders im Dombass-Becken eine Gegenrevolution erfolgte. Bis zum 15.2.2015 sind bei den kriegerischen Aktionen in der
Ostukraine 5000 Menschen getötet und Tausende von Häusern zerstört worden – wer haftet
für diese Schäden und wer baut den Betroffenen bei Donezk ihre Häuser wieder auf ?
Hätten sich die EU-Politiker Mitte 2014 mit Ukraine und Rußland friedlich zusammengesetzt
und über eine Neuordnung der Ukraine diskutiert, dann wären Krim und Ostukraine an Rußland gekommen und die übrige Ukraine hätte sich dem Westen zugewandt. Der Westen hätte ebenfalls wie heute große Zahlungen an die Ukraine leisten müssen, um sie lebensfähig
zu halten, aber es wären keine Menschen getötet und keine Häuser zerstört worden, und wir
hätten weiterhin ein gutes Verhältnis zu Rußland.
Politiker und Journalisten sind daran zu erinnern, daß wir vor viel größeren Herausforderungen stehen als der Jagd nach eitlem Ansehen und verderblicher Macht:
- Die Verpflichtung von Deutschland, u.a. in Sicht auf die Ereignisse um Stalingrad im
2. Weltkrieg und den von Michail Gorbatschow beendeten Kalten Krieg mit dem Abzug der sowjetischen Armee aus der DDR bis 1991, endlich mit Rußland zu einem
dauerhaft guten Verhältnis zu kommen.
- Das häufige Problem der oft untauglichen und verfilzten Oberschicht und der vielen
unersättlichen Gierhälse in ihren Reihen auch in vielen EU-Staaten.
- Die Notwendigkeit zu einer wirksamen Asteroidenabwehr schon in den nächsten
Jahrzehnten und Maßnahmen im Fall des Ausbruchs eines Supervulkans auf der Erde in einer beliebigen Zukunft.
- Steuerung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre durch geeignete pflanzliche
Größtanlagen wie Algenmeeresfarmen sehr großer Ausdehnung, die auch als Fischaquafarmen zur Nahrungsmittelerzeugung dienen.
- Säuberung und Sauberhaltung von Meeren, Flüssen, Kontinenten … von dem vielen
Zivilisationsmüll der Menschen, der besonders in Form von Plastikmüll, losgerissenen
Fischernetzen, Erdölresten … die Meere verdreckt und die dortige Tierwelt tötet.
- Schutz der Tier- und Pflanzenwelt vor dem Menschen, Schutz vor ihrer Vernichtung
durch die Menschheit ...
1
2 Asteroidenabwehr
Wie Astronomen glaubhaft versichern, wird 2029 der Asteroid Apophis (um 325 m Durchmesser) der Erde sehr nahe kommen. Er soll die Erde in einem Abstand von 31000 km passieren, also nicht nur innerhalb der Mondbahn, sondern auch innerhalb der geostationären
Bahn mit einem Radius von 36000 km.
Wie Astronomen versichern, wird der Asteroid Apophis 2029 mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit nicht auf die Erde treffen, auch nicht bei seiner Wiederkehr im Jahre
2036.
Auf jeden Fall kann man aber aus diesen nahen Vorbeiflügen eines Asteroiden von einigen
Hundert Metern Durchmesser schließen, daß da draußen Objekte sind, die in naher Zukunft
auf die Erde treffen könnten.
Der Asteroid Apophis steht stellvertretend für bedeutend größere Kometen und Asteroiden,
die in Zukunft auf die Erde aufschlagen könnten.
Die Fähigkeit zu einer wirksamen Asteroidenabwehr ist also offensichtlich sehr wichtig.
Der Asteroid, der vor 15 Millionen Jahren im heutigen Nördlinger Ries in Deutschland aufschlug, soll einen Durchmesser von 1,1 km gehabt haben.
Er schuf einen – heute von oben deutlich sichtbaren – Krater von 25 km Durchmesser mit
hohen Ringwällen, wie wir sie von Mondkratern her kennen. Es ist auch für den geologischen
Laien sehr interessant, daß die Ringwälle aus oft völlig zerwalktem Gestein aus verschiedensten Gesteinsarten bestehen, das einem in der Hand zerbröselt.
Der Asteroid, der vor 65 Millionen Jahren bei Yukatan auf die Erde getroffen sein soll – die
Folgen dieses Einschlags beendeten angeblich das Zeitalter der Dinosaurier –, soll einen
Durchmesser von 10 km gehabt haben.
Würde ein Himmelskörper von auch nur 325 m Durchmesser auf die Erde stürzen, wären
sicher erhebliche Zerstörungen auf der Erde unvermeidlich. Auch eine Großstadt würde von
ihm total zerstört werden.
Daraus sollte man schließen:
Politiker und Journalisten sollen endlich damit aufhören, in infantiler Weise und Effekt haschend aufeinander einzuschlagen. Sie müssen endlich aus dem Sandkasten herauskommen und u.a. eine wirksame Asteroidenabwehr dringlich befürworten.
Asteroideneinschläge auf der Erde sind nur eine Klasse von vernichtenden Naturphänomenen. Eine andere sind sehr große Vulkanausbrüche von sogenannten Supervulkanen.
Auch die Aktivitäten der Menschheit erzeugen Prozesse im Range von vernichtenden Naturgewalten wie gegenwärtig die völlig unkontrolliert stattfindende Zunahme an Treibhausgasen
(Kohlendioxid, Methan) in der Atmosphäre unseres Planeten und die Verdreckung und Leerfischung der Meere (siehe das Buch „Energie- und Politikwende“, erschienen 2012 in Computerdruck & Verlag G. Einbeck, zu finden auf der Internetseite www.aionik.de).
Eine enge Zusammenarbeit von USA, EU und Rußland wäre sehr notwendig, um eine wirksame Abwehr gegen diese Gefahren zu leisten, insbesondere eine Abwehr der gefährlichen
Besucher aus dem All. Dafür wäre es natürlich notwendig, die entsprechenden politischen
Voraussetzungen zu schaffen. Wie sieht aber die politische Praxis aus ?
Zu Beginn des Jahres 2015 ist das Verhältnis Ost-West wieder zerrüttet wie vor 1989.
Oh diese goldene Zeit zunehmenden Einverständnisses zwischen Ost und West von 1991
bis Ende 2013 ! Bis zur Euro-Majdan-Revolution in Kiew in der Ukraine ab September 2013
war das politische Klima zwischen Ost und West recht gut gewesen, zum Ende hin dann oft
leider unterbrochen von negativen Kommentaren in der westlichen Presse zur Situation der
Homosexuellen in Rußland, und das besonders z.Z. der Olympischen Winterspiele in Sotschi
am Schwarzen Meer im Februar 2014.
Ist die Ablehnung von Homosexualität (Homophobie) in Rußland altertümlich ?
In den Staaten Europas und in den USA ist noch vor wenigen Jahrzehnten Homosexualität
unter Männern strafrechtlich verfolgt worden (siehe z.B. den § 175 in Deutschland).
Man muß sich hier vorstellen, wie noch 1960 Männer in Deutschland strafrechtlich verfolgt
und mit Gefängnisstrafe belegt wurden, wenn man ihnen homosexuelle Handlungen nachweisen konnte.
2
Dann ist zu fragen:
- Warum muß Rußland sich Entwicklungen im Westen so schnell anschließen ?
- Wie war das damit, daß man sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen soll ?
Deutschland hatte mit seinen starken wirtschaftlichen Verflechtungen mit Rußland den richtigen Weg beschritten, den erwünschten weiteren gesellschaftlichen Entwicklungsprozeß in
Rußland in Richtung westlicher Werte durch Handel zu erreichen: Wandel durch Handel.
Wir leben schließlich auf demselben Kontinent.
Wie friedlich war es noch bis August 2013 beim Umgang zwischen EU und Rußland zugegangen, und dann brachten schon im Januar 2015 sowohl Rußland und als auch NATO ihre
Truppen in Stellung und es gibt heftige kriegerische Aktionen in der Ostukraine mit Tausenden von Toten und zerstörtern Häusern.
Es gab sogar schon am 19.2.2015 die Forderung nach einem robusten Mandat für EU-Militär
in der Ostukraine. In Sicht auf den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Befehl Hitlers auf
Rußland und besonders unter Berücksichtigung der Vorfälle bei Stalingrad 1942/1943 dürfen
keine deutschen Soldaten mehr gegen Rußland eingesetzt werden, auch dann nicht, wenn
EU und USA das fordern. Schon im Jahr 2014 ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela
Merkel im Jahr 2014 von gewichtigen Stimmen in USA und EU dazu gedrängt wurde, sich in
heftigen Worten gegen den russischen Regierungschef Wladimir Putin zu stellen.
Deutschland darf sich von EU und USA nicht gegen Rußland aufhetzen lassen.
Wir haben folgende unterschiedliche Sichtweisen zu den Vorfällen in der Ukraine ab September 2013:
- Was die westlichen Medien melden: Da ist die unterdrückte Bevölkerung in der
Westukraine, die sich spontan gegen den amtierenden Regierungschef erhebt, weil
der plötzlich einen Vertrag mit der EU ablehnt. Der amtierende Boxweltmeister Vitali
Klitschko verleiht diesem Aufstand eine besondere Note, ebenso die widerrechtlich in
Haft gehaltene frühere Staatschefin Timoschenko. Die Revolution gelingt, Timoschenko wird befreit und der verhaßte Diktator flieht nach Rußland. Es bildet sich in
Kiew eine EU-freundliche Regierung. Das ist wie im Film über eine Revolution.
- Was Rußland und besonders Putin denken: In Kiew stacheln westliche Geheimdienste die Bevölkerung auf und zetteln eine Revolution an, weil der amtierende Regierungschef plötzlich einen schon lange geplanten Vertrag mit der EU nicht mehr
schließen will. Die Revolution führt im Westen der Ukraine zum Erfolg, was Putin in
den Augen seiner Landsleute sehr schadet. Sobald die Olympischen Spiele vorbei
sind, beginnt Putin mit der Gegenrevolution, beginnend bei der Krim, um sein Gesicht
vor den Russen zu wahren und nicht in Folge davon eine Revolution im eigenen Land
zu erleben. Das ist wie im Film über geheimdienstliche Aktionen im Ausland.
Wie man aus dem Internet erfährt, führt die Geschichte der Ukraine in die Epoche der unsäglichen nationalistisch-militaristischen Strömungen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den
Gegenspielern Adolf Hitler und Stalin zurück.
Hier sollte man sofort die Bremse einlegen, um nicht diese widerlichen Geister wieder zum
Leben zu erwecken, aber leider muß man sich doch damit beschäftigen.
Zu Zeiten der UdSSR beherbergte das Staatsgebiet der heutigen Ukraine unterschiedliche
Populationen, vor allem die Kartoffelbauern (Kulaken) im Westen und die Kohlenarbeiter im
Osten vor allem im Dombass-Becken, das als Industriegebiet von Stalin gefördert wurde,
auch durch Zuwanderung von Russen. Zu Zeiten der Einbindung der Ukraine in die UdSSR
wurde erst spät festgelegt, was das Staatsgebiet der Ukraine sein sollte (das betrifft besonders die Verfügungen von Nikita S. Chruschtschow zur Krim).
Michail Gorbatschow ermöglichte den Fall der Mauer in Berlin 1989 und die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1991. Damit beendete er den Kalten Krieg und bald darauf gab es auch das Regime UdSSR nicht mehr. Von den westlichen Politikern und Journalisten ist ganz entschieden zu verlangen, daß sie die politischen Aktionen des damaligen Regierungschefs der UdSSR und Generalsekretärs der KPdSU, Michail Gorbatschow, die zum
Ende des Kalten Krieges und zur Auflösung der UdSSR und zum Ende der KPdSU führten,
voll würdigen und in ebenbürtigen Aktionen bzw. historischen Analysen belohnen.
3
Vor allem ist von den westlichen Staaten zu verlangen, daß sie die Auflösung der UdSSR
nicht als Schwäche Rußlands betrachten, sondern als sittlich-moralische Stärke Rußlands,
die vom Westen durch ebendasselbe belohnt werden muß.
Das Weltreich der UdSSR verging tatsächlich und Rußland mußte vorliebnehmen mit den
Staaten der heutigen Russischen Föderation, aber die Russen sollten auch geistige Einkehr
halten, denn die Flucht der vielen Staaten des ehemaligen Ostblocks aus der „Gemeinschaft
der slawischen Brudervölker“ beweist eindeutig: Polen, CSSR, die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), Georgien, Moldawien, Westukraine … haben offensichtlich gute
Gründe dafür, sich den westlichen Staaten anzuschließen – warum wohl ?
Es wäre für die Russen wirklich gut, wenn sie einmal versuchen würden, sich in die Bürger
dieser Staaten zu versetzen. Es ist besonders an die Begleitumstände der langjährigen Zarenherrschaft über Polen (verläßliche Quelle: Die Berichte von Marya Sklodowska-Curie) und
die systematische Russifizierung Litauens zu Zeiten der UdSSR zu erinnern.
Die Russen lieben die harte Unterdrückung ihrer Nachbarn und ein imperiales Gehabe –
dafür nehmen sie gerne sehr enge wirtschaftliche Lebensbedingungen für sie selber in Kauf.
Anfang April 2014 trennte sich die Krim per „Volksentscheid“ von der Ukraine und Rußland
übernahm die Krim in die Russische Föderation. Man muß den historischen und militärischen
Hintergrund für die Annektierung der Krim durch Rußland beachten.
Rußland hat im Verlauf von 2 Jahrhunderten um die Krim gekämpft und dann von den Türken erobert. Z.Z. der UdSSR – 1954 – wurde von Chruschtschow die Krim an die Ukraine
gegeben. Chruschtschow ist in der Ukraine geboren worden.
Na ja, es heißt: Geschenkt ist geschenkt, und wiederholen ist gestohlen.
Z.Z. der UdSSR war bei Sewastopol auf der Krim die Marine stationiert. Man muß sich nun
vorstellen, was für gewaltige Hafenanlagen und Bauten zu Lande für den Marinehafen der
Flotte der UdSSR notwendig gewesen sind. Hätte man je erwarten können, daß Rußland alle
diese Anlagen auf der Krim einer westlich orientierten Ukraine überlassen hätte ?
Der Protest der westlichen Politiker und Journalisten gegen die Annektierung der Krim unter
diesen Umständen ist sehr scheinheilig.
Stalin hatte die Krimtataren (um 500000 Menschen) deportieren lassen und Russen für Bau
und Unterhalt der militärischen Anlagen auf die Krim geholt. Mit dem Zerfall der UdSSR fiel
die sowjetische Flotte an Rußland, und solange die Krim zur rußlandfreundlichen Ukraine
gehörte, beließ man die Krim samt der militärischen Anlagen für die Marine bei der Ukraine.
Die Annektierung der Krim erfolgte unter großem Einsatz russischer Elitetruppen, die keine
Nationalitätskennzeichen auf ihrer Kleidung hatten.
Vor der Abtrennung der Krim von der Ukraine und Eingliederung in den direkten russischen
Machtbereich hatte der neue starke Mann der Krim gefordert, daß die Russen auf der Krim
vor den Ukrainern beschützt werden müßten und daß er dazu Rußland ausdrücklich um Hilfe
ersuchte.
Nach erfolgter Abspaltung und Eingliederung der Krim wiederholte derselbe Mann mit fast
denselben Worten dieses Hilfeersuchen an Rußland für die Ostukraine, wo sehr viele Russen leben, was der Normalbevölkerung der EU-Staaten völlig unbekannt war.
Die Gegenrevolution in der Ostukraine erfolgte zuerst nach dem Muster auf der Krim, aber
nachdem die Regierung in Kiew Militär in die Ostukraine geschickt hatte, um die Revolution
niederzuschlagen, erhielten die Separatisten der Ostukraine und ihre Unterstützer aus Rußland schwere Waffen (Panzer, Artillerie, Raketenwerfer …). Die anfänglichen Erfolge des
westukrainischen Militärs wurden durch diese intensive Militärhilfe aus Rußland für die Separatisten beendet und im Februar 2015 machten die Separatisten große Geländegewinne.
Im April 2014 kam im Westen die Sorge auf, daß sich Putin nicht mit der Krim begnügen und
weitere Teile der Ukraine annektieren wolle – das wurde durch die Zusammenziehung von
40000 Soldaten an der Westgrenze Rußlands verstärkt.
Manche Leute glaubten im Westen, daß Putin dahin strebe, die russische Föderation auf die
ehemaligen Grenzen der UdSSR auszudehnen.
Es sollte auf jeden Fall betont werden, daß vor der Euro-Majdan-Revolution ab September
2013 in Kiew das Verhältnis Ost-West sehr hoffnungsvoll gewesen war. Die Russen nicht nur
in Rußland waren und sind der Meinung, daß die Euro-Majdan-Revolution von westlichen
4
Geheimdiensten angezettelt und gesteuert worden ist. Nach Meinung der Russen gingen die
feindlichen Aktionen immer vom Westen aus, und dann zog Putin entsprechend nach.
Die Regierung in Kiew schickte also Militär, um die Ostukraine durch Waffengewalt im
Staatsgebiet der Ukraine zu halten, und das anscheinend mit Zustimmung der Regierungen
der EU-Staaten, was eigentlich ganz erstaunlich ist, denn da ist einzuwenden:
Nach dem 2. Weltkrieg gehörte es in den westlichen Staaten nicht mehr zum politischen
Handeln, abtrünnige Volksgruppen, Departements, Bundesstaaten … mittels Waffengewalt
im Staatsverband zu halten.
Bei den westlichen Staaten galt die Verpflichtung zum Referendum und dessen Achtung:
- Nach dem 2. Weltkrieg wollten die Saarländer wieder zu Deutschland. Es gab eine
Abstimmung und weil die Mehrzahl der Saarländer sich gegen einen Verbleib im
Staatsgebilde Frankreich entschieden, stimmte Frankreich zu und das Saarland kam
zu Deutschland.
- Charles de Gaulle heizte bei seinem Besuch in Quebec, Ostkanada, die Gemüter der
Französischstämmigen auf und es kam zur Abstimmung, ob Quebec aus dem
Staatsverband Kanada ausscheren sollte. Die Mehrzahl der Einwohner von Quebec
war aber gegen die Separation und so verblieb Quebec in Kanada.
- Im Jahr 2014 wollten sich viele Schotten aus dem UK verabschieden und es kam zur
Abstimmung. Die Mehrzahl war aber für ein Verbleiben von Schottland im UK, wenn
auch knapp. Auch das wurde friedlich akzeptiert.
Gewichtige Frage: Wenn die Ukraine so gerne sich westlichen Standards annähern wollte
und noch will, warum schickte Kiew dann Panzer und Truppen in die Ostukraine, um die Abspaltung zu verhindern ?
Nach westlichem Vorbild hätte eine von allen Staaten anerkannte Abstimmung durchgeführt
werden müssen – und das Ergebnis wäre bindend gewesen.
Noch wichtigere Frage: Warum haben die westlichen Staaten nicht Kiew daran gehindert,
sein Militär in die Ostukraine zu schicken, um das Problem militärisch zu lösen ?
Es hätte eine Abstimmung unter internationaler Kontrolle stattfinden müssen.
Die „Abstimmung“ in der Ostukraine, die tatsächlich stattgefunden hat, konnte von der Weltöffentlichkeit nicht kontrolliert und akzeptiert werden.
Auf jeden Fall ist von einem Staat mit westlicher Orientierung zu verlangen, daß er innenpolitische Differenzen nicht mit Kanonen und Panzern zu lösen sucht, und von den westlichen
Staaten ist zu verlangen, daß sie dieses Prinzip befolgen, vor allem von denen, die sich der
EU zuwenden wollen.
Forderung: Die westlichen Staaten haben von der Regierung in Kiew zu verlangen, daß das
ukrainische Militär sofort abzuziehen ist und die vom Militär bewirkten Schäden im vollen
Umfang ersetzt werden (sicher vor allem mit westlicher Hilfe).
Es ist ganz erstaunlich und läßt tief blicken, daß das bisher noch nicht geschehen ist, ja daß
man im Gegenteil den Eindruck hat, daß Kiew bei seinen Militäraktionen gegen die Ostukraine vom Westen ermuntert und unterstützt wird.
Vermutlich ist seit Mitte 2013 ein Poker um die Ukraine im Gange, von dem vermutlich die
wenigsten Politiker und Journalisten der EU-Staaten eine Ahnung hatten. Mit der EuroMajdan-Revolution in Kiew begann das Pokerspiel erkennbare Formen anzunehmen, besonders für den Geheimdienstspezialisten Wladimir Putin. Rußland ist in diesen Poker voll
eingestiegen, bei dem auch Putin austestet, wie weit er gehen kann, durch seine Erfolge
übrigens mit steigendem Ansehen bei den Russen.
Ab Mitte 2014 meldeten die westlichen Medien, daß Rußland erhebliche Mengen an schweren Waffen und Truppen in die Ostukraine zur Unterstützung der Separatisten geschickt habe. Die Ostukraine liegt direkt vor der Haustür Rußlands. Der Transport über die offene
Grenze Ukraine-Rußland erforderte nur kurze Wege und konnte schnell erfolgen.
USA und EU entschlossen sich wegen der nachgewiesenen Beteiligung Rußlands am Krieg
in der Ostukraine zwischen prorussischen Separatisten und Kiew-treuen Truppen zu Sanktionen gegen Rußland, wozu ein umfassender Lieferstopp gehörte, der natürlich Deutschland
besonders traf. Sanktionen gegen die Westukraine, die zuerst ihr Militär in die Ostukraine
geschickt hatte, wurden in den Medien überhaupt nicht diskutiert, ja man diskutierte noch
5
nicht einmal über die rechtmäßige Grundlage für die Entsendung Kiew-treuer Truppen in die
Ostukraine – das ist schon eigenartig.
Nicht nur Rußland, sondern auch die EU-Staaten wurden durch die Sanktionen gegen Rußland wirtschaftlich geschädigt, und besonders von ihnen Deutschland.
Internationale Kapitalanleger zogen ihr Geld aus Rußland ab und reiche Russen taten dasselbe, um ihr Geld im Ausland anzulegen. Der Rubel verlor stark an Wert.
Im Herbst 2014 warfen die USA große Mengen an Erdöl auf den Markt (durch Fracking gewonnen) und der Preis für das Barrel Erdöl sank auf weniger als die Hälfte. Im Februar betrug der Preis für ein Barrel Erdöl weniger als 50 US$.
In der Folge sanken die Staatseinnahmen der Staaten rapide, die vor allem vom Export von
Erdöl und Erdgas lebten wie Rußland und Venezuela.
Sanktionen … ! George W. Bush jun. begann in Folge des islamistischen Terrors am
9.11.2001 den 2. Irakkrieg im Frühjahr 2003, wobei er den Angriff gegen den Irak damit
rechtfertigte, daß Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügen würde.
Im Westen waren bis April 2003 viele Stimmen laut geworden, die gegen den 2. Irak-Krieg
gesprochen hatten. George W. Bush jun. machte sich über die zögerlichen westeuropäischen Staaten lustig und beschaffte sich Hilfstruppen bei Staaten, die sich vom russischen
Joch nach 1991 hatten befreien können, wie z.B. Polen. Bush bezeichnete die zögerlichen
westeuropäischen Staaten als das alte Europa und seine dankbaren Helfer aus Osteuropa
als das junge Europa.
Dieser militärische Einfall in den Irak war nicht durch einen UNO-Beschluß abgedeckt und
nach Kriegsende fand man ferner keine Massenvernichtungswaffen im Irak. Es stellte sich
dann heraus, daß die Geheimdienstberichte über die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak bewußte Fälschungen von US-Geheimdiensten gewesen waren, um einen
Kriegsgrund herbeizulügen.
Bis Anfang 2015 schätzt man die Anzahl der irakischen Todesopfer in Folge von Krieg und
Nachkriegszeit auf 1 Million und die Anzahl der getöteten US-Soldaten auf fast 10000.
George W. Bush jun. hat einwandfrei ein Kriegsverbrechen begangen, aber er ist deswegen
weder in den USA noch von der UNO angeklagt worden. Die EU hat nicht zu Sanktionen
gegen die USA wegen ihres Kriegsverbrechens im Irak aufgerufen.
Sanktionen … ! Israel hat in mehreren Kriegen die Gebiete der Palästinenser mit Bomben
belegt, wobei Zehntausende von Wohnungen zerstört und Tausende von Palästinensern
getötet wurden. Die Bomben waren von den USA geliefert worden. Die Ideologie der israelischen Regierung: Thora und disproportionale Verteidigung. Die EU hat in keinem Fall zu
Sanktionen gegen Israel wegen seiner Kriegsverbrechen in Palästina aufgerufen.
Sanktionen … ! China hat sofort nach dem Ende der Revolution 1949 unter Mao Tse-tung
Tibet besetzt (1950/51) und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen – bis heute.
Als Studenten 1989 in Peking auf dem Tian‘anmen-Platz (Platz des himmlischen Friedens !)
gegen die Regierung protestierten und mehr Demokratie forderten, setzte die Regierung
Panzer gegen sie ein. 5000 Studenten fanden einen gewaltsamen Tod. Bisher unterdrückt
die chinesische Regierung alle Berichte darüber. Seit dem Jahr 2000 sucht China immer
öfter Streit mit Vietnam, Japan und Taiwan. Das alles hat aber den Westen nicht daran gehindert, die lebhaftesten wirtschaftlichen Beziehungen mit China zu unterhalten und China in
nur 30 Jahren zur Produktionsstätte des Westens zu machen. China droht noch heute nicht
nur dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter (Dalai Lama), der so klug gewesen ist, Tibet nach
seiner Besetzung bis 1951 rechtzeitig zu verlassen, sondern auch westlichen Staaten, die
den Dalai Lama zu einem freundlichen Besuch auffordern. Die EU hat nicht zu Sanktionen
gegen China wegen seiner Kriegsverbrechen in Tibet aufgerufen.
Die USA unter George W. Bush jun. und Israel unter Netanjahu haben mit den Methoden
des 19. und 20. Jahrhunderts Irak bzw. Palästinensergebiete bekämpft.
China unter Deng Xiaoping setzte Militär gegen Studenten mit 5000 Todesopfern ein und
China besetzt Tibet bis heute.
Gegen USA, Israel und China gab es keine Sanktionen.
Die gewaltsame Euro-Majdan-Revolution begann in Kiew und Putin hat dann die Krim fast
ohne Anwendung von Waffen annektiert, wobei nur wenig Menschen zu Schaden kamen.
6
Die Revolution der prorussischen Separatisten in der Ostukraine wurde erst dann kriegsmäßig, nachdem Kiew sein Militär dorthin geschickt hatte.
Im Poker um die Ukraine hat also Rußland immer nur nachgezogen - gegen Rußland gab es
aber Sanktionen, die im Januar 2015 besonders vom amtierenden Präsidenten der Europäischen Kommission vehement vertreten wurden. Messen mit zweierlei Maß ? Das ist kein
Kompliment an die westlichen Medien und Politiker ! Man hätte schon ab Mitte 2013 Rußland
einbeziehen müssen und Kiew hätte niemals Militär in die Ostukraine schicken dürfen !
Es kann sein, daß die Krim von Chruschtschow an die Ukraine als Wiedergutmachung erfolgte für die Völkermorde im Auftrag Stalins an den Ukrainern 1932/33 und an den Kulaken
im Winter 1940/41 mit jeweils etlichen Millionen Hungerstoten. Die Russen sagen: „Das war
Stalin gewesen; das waren nicht wir.“ Warum können sie das denn so leicht sagen ? Weil
USA, England, Frankreich, Spanien … die von ihnen begangenen Völkermorde so vertuschen wie die Türkei ihren Völkermord an den Armeniern von 1875 bis 1915. Besonders die
Ureinwohner Amerikas, die Indianer, haben am meisten unter diesen Staaten zu leiden gehabt, mit vielen Millionen Zwangsarbeitern in den Minen und auf Feldern und 8 Millionen Toten – aber z.B. Cortez und Pizarro werden heute noch als Nationalhelden gefeiert. Die Ursache davon ist, daß im Mai 1945, nach der Kapitulation Deutschlands, die Alliierten das Konzept verfolgten, sich nicht gegenseitig ihre Kapitalverbrechen und Völkermorde anzulasten:
- In Amerika wurden also die Indianer von USA und Kanada in Nordamerika und von
Brasilien, Bolivien usw. in Südamerika weiterhin entrechtet, verfolgt und gedemütigt.
- England führte also mit harter Hand seine Kolonien weiter, auch in Irland im europäischen Raum.
- Frankreich spielte sich also in Indochina und Algerien als naturgegebene Herrschaftsmacht auf.
- Stalin baute seine Gulags besonders am Jennissei, dem Fluß der Tränen, weiter aus.
Dort starben Hunderttausende von Russen.
So sieht die sittlich-moralische Bastion aus, von der heraus USA und die westlichen EUStaaten zu operieren glauben. Staaten und Reiche haben ihre Glanzzeiten – und die Kehrseite gibt es auch. Mika Waltari in „Sinuhe der Ägypter“: „Reiche wechseln, Völker stehen auf
und verschwinden wieder, Ruhm und Ehre wechseln schattenhaft … „ Gerade im 20. Jahrhundert haben wir die Wahrheit dieser Worte erfahren können. Nach dem von Adolf Hitler
verursachten 2. Weltkrieg erfuhr Deutschland die Großmut der USA zu Zeiten der BerlinKrise nach dem 2. Weltkrieg, als die Rosinen-Bomber Berlin versorgten, und es erfuhr auch
die Großmut Rußlands, nicht nur als der Eiserne Vorhang fiel. Der Kalte Krieg von 1947 bis
1991 ist vorbei und wir sollten dafür dankbar sein.
Wir sollten auch dankbar dafür sein, daß es während der Kuba-Krise 1962 nicht zum 3.
Weltkrieg gekommen ist. John F. Kennedy als vermutlich der hervorragendste Politiker des
20. Jahrhunderts hat 1962 z.Z. der Kuba-Krise „die Welt gerettet“, aber ohne die Einsicht von
Nikita S. Chruschtschow wäre auch ihm das nicht möglich gewesen.
Auch Nikita S. Chruschtschow verdient in mehrfacher Hinsicht Lob, u.a. wegen seiner realistischen Einschätzung der Psyche von Mao Tse-tung und seinem Bruch mit China.
Wir sollten endlich aus dem mörderischen Schatten von Stalin und Hitler heraustreten.
Nach dem herbeigelogenen Irak-Krieg sollte jedermann im Westen damit aufhören, alle Aktionen der USA durch die rosarote Brille zu sehen, auch nicht die Einkreisungs- und Bedrohungsphantasien um Rußland, die vermutlich bei der Euro-Majdan-Revolution den ganzen
Poker um die Ukraine ausgelöst haben. Jedermann weiß heute, daß sich die USA via 16
Geheimdiensten in die Belange anderer Staaten einmischen, diese nicht nur beeinflussen,
sondern sogar gängeln wollen, und wenn das nicht so funktioniert, wie sie wollen, zetteln sie
dort politische Unruhen, Aufstände … an. Das wird gestützt durch die 2014 diskutierte NSAAffaire, bei der die USA wegen der Abhörung von Politikern auch befreundeter Staaten in ein
seltsames Licht gerückt werden, neben Kanada, England, Australien und Neuseeland.
Diese 5 Staaten nennen sich die Five Eyes. Sie wollen angeblich westliche Werte in der Welt
verbreiten, aber noch 1994 verbrachte Kanada Indianerkinder in „Erziehungsanstalten“, wo
sie gedemütigt und vergewaltigt wurden – es waren ja nur Indianer, und wer Mensch ist, das
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bestimmt die kanadische Regierung. Viele dieser Indianerkinder wurden schwer krank und
um die 3000 Indianerkinder starben sogar unter der Obhut der Regierung – noch bis 1994 !
Noch heute geht es einem sehr schlecht, wenn man Indianer in Amerika ist.
Man steht vor dem großen Problem, Politiker und vor allem politische Beamte und Journalisten davon zu überzeugen, daß man in einem größeren Rahmen denken muß, wie das am
Anfang dieser Schrift dargelegt worden ist.
Die Politiker sollten endlich mit den Sandkastenspielen und Streitereien aufhören.
Die Journalisten sollten endlich damit aufhören, die Politiker und Staaten gegeneinander
aufzuhetzen, was aber jüngst mit der laufenden Verunglimpfung Rußlands in den westlichen
Medien geschehen ist.
Die Journalisten und Politiker sollen sich den großen Problemen zuwenden und deren Lösung einfordern bzw. bewirken, wie Asteroidenabwehr, Bau einer Raumschiffsflotte auf dem
Mond, Säuberung vor allem der Meere von Industriemüll, Senkung des Anteils der Treibhausgase in der Atmosphäre, Beendigung der Ausplünderung der Meere mittels Überfischung, Verhinderung der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen ...
Insbesondere Deutschland sollte sich in Sicht auf Stalingrad und den Abzug der sowjetischen Truppen aus der DDR den militaristischen Sprüchen und Handlungen von NATO- und
EU-Oberen widersetzen und ein gutes Verhältnis zu Rußland einfordern. In Sicht auf die
Versöhnungsgesten bei Verdun und Warschau ist von Deutschland zu fordern, genau so
etwas für Stalingrad zu leisten und im Gedenken an die von Rußland und USA geschenkte
Wiedervereinigung von BRD und DDR sich aller Aktionen gegen Rußland zu enthalten.
Die Schlacht um Verdun vom 21.2. bis 19.12.1916 gilt als Symbol für Verbissenheit und
Blutopfer im 1. Weltkrieg.
Die Regierungschefs von Frankreich und Deutschland, Francois Mitterrand und Helmut Kohl,
trafen im September 1984 vor dem riesigen Gräberfeld von Verdun aufeinander und wählten
folgendes Symbol für den Willen der Verständigung: Sie standen Hand in Hand vor dem
Meer aus weißen Kreuzen.
Das war ein gewaltiges Zeichen für eine neue Ära der Verständigung zwischen Frankreich
und Deutschland.
Am 1.9.1939 startete Adolf Hitler den militärischen Einfall in Polen. Der Widerstand der Polen
im Warschauer Ghetto wurde ein Symbol für ihren Freiheitswillen.
Der deutsche Kanzler Willy Brandt besuchte im Rahmen seiner neuen Ostpolitik, die auf
Verständigung ausgelegt war, am 7.12.1970 das Ehrenmal der Helden des Warschauer
Ghettos und machte dort seinen Kniefall.
Am 22.6.1941 startete Adolf Hitler den militärischen Einfall in die UdSSR.
Stalin (Yossif Wissaniarowitsch Dschugaschwili) und Adolf Hitler hatten 1940 einen Nichtangriffspakt geschlossen, und Stalin hatte seine Westgrenze entmilitarisiert, um Hitler nicht zu
reizen. Nach dem zuerst schnellen Vormarsch nach Moskau stockte der deutsche Angriff bei
Stalingrad. Stalin befahl, die Stadt auf jeden Fall zu halten und im Gegenangriff der Roten
Armee kam es auf beiden Seiten zu ungeheuren Verlusten. Am 31.1.1943 kapitulierte Generalfeldmarschall Paulus (6. Armee).
Die Schlacht um Stalingrad gilt als Symbol für die Schrecken des 2. Weltkriegs.
1991 war die keineswegs selbstverständliche Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Sie wurde zwar bewußt geplant, aber sie wurde nicht von allen gewollt. Noch im Jahr
2015 ist Korea geteilt in den kommunistischen Norden und den „freien“ Süden. Was über
Nordkorea berichtet wird, erinnert an die Mängelverwaltung in der ehemaligen DDR.
Englands Regierungschefin Margaret Thatcher stand der Wiedervereinigung der beiden
deutschen Staaten entgegen, George W. Bush sen. als Präsident der USA wollte sie, Michael Gorbatschow als Regierungschef der UdSSR wollte sie, die DDR-Führung mit Erich Honnecker war strikt dagegen, ebenso wie in Westdeutschland die um 1980 gegründete Partei
„Die Grünen“ und der Schriftsteller Günter Grass.
Der damalige Kanzler Helmut Kohl wollte der Kanzler der Wiedervereinigung werden, und
das erreichte er, allerdings nicht umsonst. Es ist sicher so, daß der Kanzler Helmut Kohl sich
die Zustimmung von dem Premier Francois Mitterand erkaufen mußte durch Zusagen, und
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zwar nicht nur zur Einführung des Euro im Jahre 2000 und der Gründung der Europäischen
Zentralbank (EZB) nebst ihrer Besetzung, besonders ihrer Direktorenposten. Dennoch wäre
das alles nicht ausreichend gewesen, wenn nicht Kohl und Mitterand ernsthaft versucht hätten, die Abneigung zwischen Deutschland und Frankreich in ihren Wurzeln zu bekämpfen.
Der Wille zur Idee der französisch-deutschen Freundschaft sollte Modell stehen für den Willen, die Idee einer russisch-deutschen Freundschaft zu begründen. Die deutsche und die
russische Regierung sollen ein gutes Symbol wählen für den zukünftigen Willen für eine
dauerhafte Verständigung und Zusammenarbeit, und das muß bei Stalingrad geschehen.
Die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland wurde
durch den Kalten Krieg zuerst unmöglich gemacht, aber schon Konrad Adenauer als erster
Nachkriegskanzler in Deutschland berief sich in den 1950er Jahren (mitten im Kalten Krieg)
bei seiner Bitte um die Rückführung deutscher Kriegsgefangener aus der UdSSR auf die
Großmut der Russen – und er hatte Erfolg.
Als die Jugend in der DDR in der Glasnost-Bewegung von Gorbatschow eine Hoffnung sah,
riefen die Demonstranten in Dresden schon 1988:
„Gorbi, Gorbi !“
Als infolge der Reformen von Michael Gorbatschow in der UdSSR die letzten russischen
Besatzungstruppen aus der DDR angezogen wurden, sangen die russischen Soldaten:
„Deutschland, wir reichen Dir die Hand …“
Ab 1991 fiel endlich der Eiserne Vorhang und es kam zur Vereinigung von BRD und DDR.
Willi Brandt – der SPD zugehörig – wollte damals eine neue verantwortliche Ostpolitik.
Der heutige EC-Präsident – auch der SPD zugehörig – will im Februar 2015 die EU-Staaten
auf einen Kurs gegen Rußland einschwören.
Während man die französisch-deutsche Freundschaft als bilateral bezeichnen kann, ist eine
russisch-deutsche Freundschaft Weltpolitik und ganz anders anzugehen.
Vorerst ist zu fordern:
Deutschland hat sich nicht an den aktuellen Wirtschaftssanktionen Rußlands zu beteiligen – oder weiß man nicht hierzulande, was Dankbarkeit bedeutet ?
Die Regierung Deutschlands hat auf Rußland zuzugehen und im Gedenken an Stalingrad und das Geschenk der Wiedervereinigung von BRD und DDR seine wirklich
dauerhafte Hilfe anzubieten.
Es ist zu versuchen, mit Rußland zu einem dauerhaft guten Verhältnis zu kommen,
wo nicht jeder Husten sofort wieder zu einem Kalten Krieg führt.
Nicht nur Deutschland muß auf Rußland zugehen, sondern auch EU und USA müssen Rußland einzubinden suchen. Im 21. Jahrhundert ist kein Platz mehr für Bedrohungs-, Einkreisungs- und Spaltungsphantasien Kalter Krieger. Hier ist zu bemängeln, daß Rußland heute
vom Westen zu sehr ausgegrenzt wird.
Michail Gorbatschow hat darauf hingewiesen, daß für verschiedene Staaten verschiedene
Wege zur Demokratie in Frage kommen. Rußland ist ein Vielvölkerstaat mit Traditionen, die
noch lange wirksam sein werden. Es wird sicher so sein, daß das große Rußland eine andere Qualität von Führung benötigt als heute die westlichen Staaten. Rußland hat mit dem
Nachwuchs ähnliche Probleme wie Deutschland und mit dem erstarkenden Islam ähnliche
Probleme wie die Staaten der EU.
Rußland könnte sich den EU-Staaten sehr langsam annähern, allerdings wird es auch das
unter dem Vorbehalt tun, daß die Bevölkerung der EU-Staaten ihre Reden über Demokratie
sehr viel ernster nehmen und sich nicht an Staatschefs hängen wie Silvio Berlusconi, der
sein eigenes Land Italien als Scheißland bezeichnet hat.
Wie kommt der Westen zu einem Vernünftigen Verhältnis zu Rußland ? Auch hier darf man
nicht durch die rosarote Brille schauen. Es stimmt. daß in Rußland der kleine Bürger viel
mehr der Staatswillkür ausgeliefert ist als in den westlichen Staaten. In Rußland gibt es eine
Art von Tradition der Besessenheit an der Gewalt gegenüber der eigenen Bevölkerung,
wobei der Revolutionär Stalin (der Stählerne) alle Verbrechen der Zaren zuvor übertraf in
seinen Säuberungen 1936 bis 1938, wo um die 1,5 Millionen Russen – meistens Angehörige
der Intelligentsia – in Arbeitslager (Gulags) gesteckt oder sofort vom NKWD per Genickschuß getötet worden sind. Tatsächlich findet man die russische Grausamkeit in allen sozia-
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len Schichten, beim Militär mit 10000 (Selbst-)Morden pro Jahr unter den Soldaten, bei der
Polizei nicht nur gegenüber Obdachlosen, bei kriminellen Banden, bei Staatsorganen, die
Demonstrationen mit viel Gewalt und Verhaftungen niederschlagen …
Bei solchen Verhältnissen ist es denn auch recht wahrscheinlich, daß dort ein Regierungschef benötigt wird, der Rußland nicht in der Weise regiert, wie das z.B. in Frankreich, England oder Deutschland der Fall ist.
Seit etlichen Jahren regiert im Kreml Wladimir Putin, mehr oder weniger direkt.
Michail Gorbatschow, der als ehemaliger Generalsekretär der KPdSU und Regierungschef
der UdSSR aus eigener Einsicht heraus die Grundlagen schuf für das Fallen des Eisernen
Vorhangs 1989 und das Ende des Kalten Krieges, hat vermutlich „die Welt gerettet“ – der
Terminator kann sich an ihm ein Beispiel nehmen – und der im Westen ungeliebte Wladimir
Putin hat anscheinend das seit 1989 verfallende Rußland gerettet. Putin ist sicher kein lupenreiner Demokrat, aber er hat die wirtschaftliche Situation Rußlands grundlegend verbessert und sorgt für stabile Verhältnisse in Rußland. Aus den Verdiensten von Wladimir Putin
an dem wirtschaftlichen Aufstieg Rußland ist zu schließen, daß er der richtige Mann an der
Spitze Rußlands ist. Die Regierungsmethoden von Putin erinnern aber oft an die der Zaren,
besonders bei der Niederschlagung von Demonstrationen, aber da ist wieder zu fragen, wer
diese Demonstrationen in Wirklichkeit steuert.
Wie kann man Rußland europäisieren ?
In der Anfangszeit der Putin-Regierung meinte Gorbatschow, daß jedes Land seinen eigenen Weg zur Demokratie finden müsse, was vermutlich als Stütze für Putin gedacht war.
Nach dem Kasperle-Theater der Rochade 2011/12 zwischen Medjedjew und Putin (Regierungschef, Staatspräsident) hat Putin die Gunst von Gorbatschow verloren.
Z.Z. von UdSSR und DDR sprach die westliche Presse oftmals verächtlich von der hohen
Verschuldung von UdSSR und DDR, und die UdSSR machte auch bei der BRD Schulden.
Es hieß in der westlichen Presse, daß UdSSR und DDR sowieso über kurz oder lang bankrott gegangen und zusammengebrochen wären. Gut, halten wir das im Sinn.
Im Jahre 2012 sind Rußland und China ohne Schulden, und die westlichen Staaten wie
USA, England, Italien, Frankreich … schieben riesige Schuldenberge vor sich her.
Wenn man mit einerlei Maß mißt, kommt man bei den Schuldenbergen westlicher Staaten zu
Schlußfolgerungen, die man aber in der westlichen Presse nicht finden kann. Westliche
Staaten sind nun fast bankrott und Rußland und China sind schuldenfrei.
Wieder Messen mit zweierlei Maß ?
Wenn man Rußland und China die Demokratie schmackhaft machen wollte, müßte man ihnen demokratische Staaten vorführen, die politisch, ethisch, wirtschaftlich … wirklich gut regiert werden. Glauben Sie, daß Irland, Belgien, Griechenland, Italien, Spanien … für die
herrschenden Schichten in China und Rußland ein Vorbild sein können ?
Ferner ist es so, daß die Politiker und Eliten im Westen, die die Immobilienkrise 2008 und
dann die Banken- und Finanzkrise 2010 verschuldet haben, die Demokratie verraten haben.
Es ist immer wieder an die asozialen Eliten im Westen zu erinnern wie z.B. die Investmentbanker, die liebevoll von den Politikern gehätschelt wurden zu Zeiten, wo die Investmentbanker Geld zu scheffeln schienen und den Politikern reiche Pfründe gewährten - bis der
Schwindel 2008 aufflog. Die Schurkereien der Investment-Banker sind nach dem von ihnen
verursachten Finanz-Desaster im Jahr 2008 gründlich diskutiert worden. Ihre Rücksichtslosigkeit, Geldgier und Habsucht ist ein Beispiel für asoziale Eliten, die ihre Mitmenschen so
mißachten wie Ratten – und dennoch sind sie wegen der Verfilzung der Oberschicht selten
angeklagt und nie verurteilt worden.
Paul van Buitenen hat einiges in seinem Buch "Unbestechlich für Europa", 1999, beschrieben - sehr traurig, aber auch sehr menschlich für eine Organisation, die das Wort Humanität
laufend im Munde führt. Wir haben z.B. die gewaltigen Probleme um Wohnungsnot, hinreichende billige Wohnungen ..., und die EU-Bürokraten zwingen eine Bank in Deutschland,
33000 Wohnungen zu verkaufen, wodurch sie den Raubtierkapitalisten ausgeliefert werden:
Eine Mißachtung der Bürger und Mieter durch die EU-Behörden.
Warum haben sich das die Regierungsstellen in Deutschland überhaupt gefallen lassen ?
Die hätten die EU wegen Verstoß gegen die guten Sitten verklagen müssen !
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Es gibt viele Gaunereien und Rechtsbrüche auf EU-, EC- und EP-Ebene.
So setzen z.B. die EU-Verträge von Lissabon fest:
- Es gibt keine Schuldenunion.
- Staaten, die mehr als 3% BIP Schulden aufnehmen, müssen Strafe zahlen.
- Alle Asylanten haben ihre Asylanträge in den Staaten zu stellen, in denen sie europäischen Boden betreten haben.
Aber EU, EP und EC halten sich nicht an diese Verträge – wir haben schon längst die Schuldenunion in der EU verwirklicht. Migranten werden von den südlichen EU-Staaten in die
nördlichen verschoben – ohne echte Kritik aus Brüssel. Die 3% BIP-Grenze wird nicht eingehalten – ohne Ahndung durch die EU.
Bei einer solchen Folge von EU-Vertragsbrüchen hat Deutschland das Recht, sich ebenfalls
dort um die EU-Verträge nicht zu kümmern, wo das passend erscheint.
Die seit September 2013 immer schlechteren Beziehungen zwischen den westlichen Staaten
und Rußland wurden zum allergrößten Teil vom Westen verschuldet, und zwar durch
- die Aktionen auf dem Majdan in Kiew, die erfolgten, als die Ukraine sich Rußland zugewandt hatte,
- die Hetze gegen Rußland in den westlichen Medien wegen der restriktiven Haltung
Putins zu Homosexuellen und
- die Entsendung von Militär durch die EU-freundliche Regierung in Kiew gegen die
Ostukraine, um die dortige Gegenrevolution mit Panzern, Kanonen, Artillerie ... niederzuschlagen.
Deutschland trägt heute die finanzielle Hauptlast der Sanktionen gegen Rußland, aber es ist
anzustreben, wieder zu guten und engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Rußland
und Deutschland mit beiderseitigem Gewinn zu kommen.
Forderung: Deutschland beteiligt sich nicht weiter an den Sanktionen gegen Rußland und
sieht zu, daß in Sicht auf Verdun, Warschau und Stalingrad endlich ein dauerhaft gutes
Verhältnis mit Rußland erreicht wird, wo sicher ist, daß auch nicht wegen des Kriegsgeschreis aus anderen Staaten wieder der Kalte Krieg ausbricht.
Zur Schulden-Union, die gemäß den EU-Verträgen von Lissabon nicht sein darf:
Die Krise der EU im Jahre 2012 ist eine Folge schlampiger bis krimineller Leichtlebigkeit führender Politiker und vieler Banker in EU-Staaten über Jahrzehnte hin gewesen – die Bankrotteure zog man nicht zur Rechenschaft, denn in der Oberschicht gilt wegen der Verfilzung:
Eine Hand wäscht die andere.
Wer will aber schon in einer Staatengemeinschaft für Staaten zahlen, deren Politiker zu unfähig und zu gierig gewesen sind, um vernünftige Wirtschaftspolitik zu betreiben ?
Wer will für souveräne Staaten die Schulden übernehmen, wenn deren Souverän. das Volk,
jederzeit in einem Referendum beschließen kann, diese Schulden nie zurückzuzahlen ?
Schulden machen heißt für einen Staat, einen Teil seiner Souveränität aufzugeben !
Staaten geben aber auch einen Teil ihrer Souveränität auf, wenn sie mit großen
Geldbeträgen andere Staaten unterstützen müssen !
Vor diesem Hintergrund schlampiger bis krimineller Staatsführung in etlichen EU-Staaten
sollten sich die Politiker des Westens an die eigene Nase greifen und sich um den Dreck vor
ihrer eigenen Haustür kümmern.
In der EU sollte man sich darauf besinnen, daß bisher die Angriffe von Frankreich und
Deutschland auf Rußland erfolgten und nicht umgekehrt, allerdings wurden die Nachbarstaaten und -völker Rußlands oftmals von den Zaren und dann von Stalin in grausamster Weise
unterjocht (besonders Polen).
Die EU sollte sich um eine immer bessere Verständigung um ein Rußland bemühen, das
durchaus auf seine eigene Größe und Selbständigkeit pochen mag.
Ein Anschluß Rußlands an die EU erscheint allerdings vorläufig als nicht möglich, denn Rußland ist selber ein Vielvölkerstaat und ein Gebilde wie die USA, wobei allerdings die Zentralmacht übermächtig ist gegenüber den einzelnen Teilbereichen – in Frankreich wären das die
Departements.
Putins Problem ist nicht ein Zusammenschluß mit der EU, sondern der Zusammenhalt des
Vielvölkerstaats Rußland.
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Realistisch – und hoffnungsvoll für die EU – sollte sein, daß in den nächsten Jahrzehnten
USA, EU und Rußland drei getrennte Staatenverbände sind, die möglichst eng bei sich annähernden sittlichen Vorstellungen wirtschaftlich, wissenschaftlich … miteinander verflochten
sind. Der Weg dahin könnte geebnet werden dadurch, daß man viele Russen in den Westen
holt und ihnen die Möglichkeit gibt, die zweifellos verfeinerte Lebensweise in den westlichen
EU-Staaten kennen zu lernen. Anfangen könnte man mit einem weitläufigen Austausch von
Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern, der u.a. auch das Ziel hat, die Bereitschaft zu erwecken dafür, die Probleme nicht mit Gewalt zu lösen.
Man sollte die Visumpflicht für Russen abschaffen.
Angeregt von
- Carl Friedrich Gauß und Nikolai I. Lobatschewsky,
- Konstantin E. Ziolkowski und Hermann Oberth, Robert Goddard, Wernher von Braun
… und zahlreichen SF-Autoren
zeichnet sich ein Weg ab, um die Menschen unter großen Zielen zu einen. Wegweisend dafür war mal wieder der US-Präsident John F. Kennedy, ein wirklich bedeutender Politiker.
1961 proklamierte er das Ziel der USA, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Amerikaner zum
Mond zu schicken und ihn auch heil und gesund wieder zur Erde zurück zu bringen, und das
gelang ja auch mit 3 Mann im Juli 1969.
Am 13.1.2004 verkündete George W. Bush jun. in seiner „Weltraumrede“, daß etwa bis 2015
die USA auf dem Mond eine permanent bemannte Station einrichten und von da wieder ein
Jahrzehnt später eine bemannte Mission zum Mars unternehmen wollen. In den nachfolgenden Jahren wurde das Budget der NASA wegen der Kriege von George W. Bush jun. immer
mehr zusammengestrichen und der Bau der Station wurde um ein Jahrzehnt verschoben.
Mittels packender Projekte der Hochtechnologie wie der Schaffung einer Mondindustrie und
dem Bau einer Raumflotte können sehr wohl die Volksmassen in allen EU-Staaten, in den
USA und auch in Rußland zu hohen Zielen mitgerissen und begeistert werden, aber eher
weniger durch verknöcherte Chefideologen, Traditionalisten und Funktionäre.
In einem zusammenwachsenden Europa und Asien mit abnehmender nationaler Selbstidentifikation der Mitgliedsstaaten könnten technische Großprojekte eine gute Leitfunktion übernehmen, so etwa eine beginnende Besiedlung des Mondes. Auch die Genforschung wäre
ein gutes Feld der Zusammenarbeit von EU, Rußland und USA.
J.F. Kennedy hat in den 1960er Jahren gezeigt, daß grandiose Projekte der Hochtechnologie
durchaus in der Lage sind, die vielen unterschiedlichen Kräfte und Interessen in einer Gesellschaft zu bündeln. Genau das sollte auch die EU machen z.B. durch Deklaration entsprechender Projekte der Großforschung wie den Bau einer großen Südpolstation auf dem Erdmond mit zahlreichen Industrie-, Forschungs- und Wohnkomplexen auf dem Mond.
EU und USA sollen auf Rußland zugehen und es einzubinden suchen – auf dem Mond !
Ein sehr gutes Feld der Zusammenarbeit von USA, Rußland und EU wäre der Aufbau einer
Stadt auf dem Mond, mit großen unterirdischen
- Förderungsanlagen für Rohstoffe,
- Fertigungsanlagen für Maschinen, Raumschiffe … und
- Wohnstätten für Tausende von Menschen.
Die Asteroidenabwehr kann am besten erfolgen, indem man auf dem Mond technische Anlagen errichtet, die die Erde vor ungebetenen Besuchern aus dem All tatsächlich wirkungsvoll
schützen können. Bau und Unterhalt der ISS waren eine schöne Idee, aber leider ohne Zukunft, weil man für den Bau einer Stadt und von Raumschiffen sehr viel Material benötigt,
und das kann man nicht aus Kostengründen von der Erde zur ISS bringen – zu unserer Zeit.
Man muß die Stadt und die Fertigungsanlagen auf dem Mond bauen.
Ein auf die Erde einstürzender Asteroid oder Komet kann vom Mond her sehr viel leichter
abgewehrt werden als von der Erde her, weil der Mond
- keine Atmosphäre und
- nur ein Sechstel der Oberflächen-Schwerkraft der Erde hat.
Man soll die Pläne um einen bemannten Flug zum Mars erst einmal beiseite schieben und
eine ordentliche Industrie auf dem Mond aufbauen, wo man die Raumschiffe baut, um damit
Asteroiden abzuwehren und dann viel später zum Mars zu fliegen.
Der Mond ist ideal für den Bau einer Flotte von Raumschiffen, die man zur Abwehr von auf
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die Erde zufliegenden Asteroiden oder Kometen einsetzen kann.
Rußland hat eine fortgeschrittene Position in der Weltraumfahrt, und auch darum sollten
USA und EU sich Rußland zuwenden, um auf dem Mond eine weitläufige und leistungsfähige Mondindustrie aufzubauen, zu deren besonderer Aufgabe gehört, Raumschiffe für die
wirksame Abwehr von Kometen und Asteroiden bereitzustellen.
Man muß sich einmal vorstellen, wie Bürger von Rußland, USA und EU auf dem Mond zusammen arbeiten, eine unterirdische Stadt auf dem Mond errichten, ebenfalls große Fertigungsstätten für alle auf dem Mond benötigten technischen Produkte und natürlich auch für
die Raumschiffe, die später zum Mars fliegen sollen.
Die Menschen auf dem Mond – die nun nicht wie bei der ISS alle paar Wochen oder Monate
ausgetauscht werden, sondern dort für Jahre bleiben – werden bei ihrer Arbeit auf der
Mondoberfläche oft die Erde sehen, ihre eigene und einzige Erde.
Eine wirkliche Verständigung zwischen USA, EU und Rußland
kann besonders gut auf dem Mond erfolgen.
Es hat zahlreiche geniale russische Forscher gegeben, die ein zusätzliches Problem dadurch
hatten, daß sie regelmäßig ihrer staatlichen Bürokratie verdächtig waren und oft sehr unter
ihr zu leiden hatten, z.Z. der Zaren und besonders unter Stalin um 1936 bis 1938.
Nikolai I. Lobatschewsky hat zur selben Zeit und unabhängig von Carl Friedrich Gauß die
heute so genannte nichteuklidische Geometrie erschaffen.
Konstantin Eduardowitsch Ziolkowsky hat noch einige Jahre vor Hermann Oberth und Robert
Goddard Schriften über Flüssigkeitsraketen verfaßt, die mit Wasserstoff und Sauerstoff angetrieben wurden, und sie waren nicht nur Raketen, sondern auch schon Raumschiffe.
Der arme Lehrer aus Kaluga war aber den russischen Forschungsinstitutionen und der Bürokratie völlig gleichgültig – er hatte sogar Glück, denn er kam nicht in einen Gulag wie der
Raketenforscher der UdSSR Sergej Koroljov (Konstrukteur der Mondrakete N-1, Gluschko
war Konstrukteur der Proton-Rakete) und der Mathematiker Lew Landau. Erst als Hermann
Oberth und Wernher von Braun sowie Robert Goddard in den USA durch ihre Raketenprojekte bekannt geworden waren, entsann sich die russische Bürokratie des kleinen Lehrers
aus Kaluga und die Schriften von Ziolkowsky erschienen im Staatsverlag der UdSSR.
Der russische Exportschlager, die Maschinenpistole Kalaschnikow, erhielt ihren Namen von
ihrem Erfinder Kalaschnikow, der von Stalin ins Gefängnis geworfen worden war mit dem
strengen Verbot, seine Entwicklungsarbeiten zur Maschinenpistole fortzuführen.
Sogar das Lieblingskind Stalins, die Interkontinentalrakete, verhinderte nicht, daß Stalin ihre
Entwickler in Gulags steckte – wie z.B. Sergej Koroljow – und bei Bedarf wieder herausholte.
Viele geniale Russen haben die Konsequenzen gezogen und verließen ihr Heimatland, um
im westlichen Ausland zu arbeiten. Georgi Gamow und Andrei Linde sind klassische Fälle
von Ausreißern. Sie taten sehr gut daran, allerdings kamen ihre Erfahrungen den Russen in
Rußland kaum zu Gute. Es ist ein wichtiges Ziel, die Repressionen der Staatsmacht und Bürokratie in Rußland gegenüber der eigenen Bevölkerung abzumildern. Dafür wäre eine rege
Wanderungsbewegung der Russen von Ost nach West und dann auch wieder von West
nach Ost nützlich. Man sollte mit der russischen Regierung zusammen arbeiten, wobei man
ehrlich zugibt, daß man einen regen kulturellen Austausch wünscht mit dem Ziel, daß die
Behandlung der Bürger in Rußland sich der in den westlichen EU-Staaten annähert.
Wegen der großen Landflächen von Rußland wäre eine Zusammenarbeit mit Rußland besonders auf dem Gebiet von Natur- und Umweltschutz, Tier- und Pflanzenschutz ideal.
Noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs, in den 1970er und 1980er Jahren, gab es einen regen
Austausch zwischen Forschern in USA und England auf der einen Seite und Forschern in
der UdSSR auf der anderen Seite, wobei man die Leistungen der anderen Seite erfahren
und anerkennen konnte, was zur Lockerung der Spannungen geführt haben mochte.
Dieses Verfahren ist auf dem Mond zu wiederholen: Serpuchow, Dubna, Genf, Stanford,
Aspen, Harvard … werden ersetzt durch Forschungsstätten auf dem Mond !
Asteroid Apophis - die Gefahr aus dem Weltraum für das Leben auf der Erde ist nur eine der
vielen Gefahren für das Leben auf der Erde, andere sind Atomkriege und Supervulkane,
aber für die Realisierung der SF-Idee „Schutz der Erde“ mit einer engen Zusammenarbeit
von USA, Rußland und EU für den Bau einer Flotte von Raumschiffen auf dem Mond kann
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der Asteroid Apophis sehr nützlich sein, die Bedeutung seines Namens umkehrend.
Die Raumschiffsflotten hätten die Aufgabe, die Asteroiden und Kometen abzufangen, die
Erdkurs haben, und auch zum Mars zu fliegen und noch weiter.
Eine Flotte von 50 Raumschiffen auf der Erde würde nicht viel nützen, da beim Start dieser
Raumschiffe von der Erdoberfläche aus viel zu viel Treibstoff verbraucht werden müßte.
Beim Start von der Mondoberfläche haben wir 2 Vorteile:
- Umgebendes Vakuum und
- 1/6 g Schwerkraft auf der Mondoberfläche.
Startet die Flotte vom Mond, so reichen 2-stufige Raketen aus: Mit der 1. Stufe werden die
Raumschiffe auf Kurs zum Himmelskörper gebracht, und mit der 2. Stufe (dem eigentlichen
Raumfahrzeug) werden sie wieder zum Erdmond zurückgebracht.
Technische Verfahren und Systeme zur Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern (siehe die SF-Literatur) versuchen meistens, die Himmelskörper auf ihren Bahnen
abzulenken und vielleicht sogar auf nahe Parkbahnen um die Sonne zu bringen, denn jeder
Asteroid oder Komet ist ein willkommenes Materiallager für interplanetare Operationen.
Die Zerstörung eines Planetoiden wie z.B. Eros würde selten zu seiner Verdampfung führen,
sondern fast immer zu Tausenden von Bruchstücken, die 100 m oder mehr Durchmesser
haben und zum großen Teil auf die Erde stürzen könnten.
Auf dem Mond sind also sofort unterirdisch anzulegen:
- Förderungsanlagen für Rohstoffe,
- Fertigungsanlagen für Maschinen, Raumschiffe … und
- Wohnstätten für Tausende von Menschen.
Große technische Probleme würde der Bau dieser Raumflotte auf dem Mond bereiten, aber
sehr viel größer sind die gesellschaftlichen Hindernisse auf der Erde, die dem Bau einer solchen Raumflotte entgegenstehen, denn wie kann man die Leute überzeugen, auf die es ankommt ?
Bevor wir dazu kommen, daß auf dem Mond diese 50 Raumschiffe zur Abwehr von Himmelskörpern gebaut werden, müssen wir es zuerst einmal fertig bringen, die internationalen
Gremien von der unbedingten Notwendigkeit dieses Großprojektes zu überzeugen.
Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Rußland, EU und USA wäre dafür absolute Notwendigkeit.
Ist das endlich geschehen und findet der Bau dieser Raumschiffsflotte auf dem Mond statt,
dann spätestens sollte man sich um das Problem kümmern, wie die Menschen – mit dem
Bösen in sich – mit diesem Machtinstrument Raumschiffsflotte sittlich-ethisch fertig werden
sollen, und dieses Problem betrifft überhaupt alle die vielen Kenntnisse, technischen Fertigkeiten. (Super-)Maschinen ..., die im Verlauf der weiteren Forschung zur Entwicklung der
Superzivilisation in den Besitz der Menschen kommen werden.
Für die Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern benötigt man entsprechend
wirksame Maschinen und Waffen – und genau die sind das Problem in den Händen der
Menschen – siehe die Kapitel 13 und 17.
Es bedarf neuer und leistungsfähiger geistiger Systeme, um die Probleme auf dem Entwicklungsweg von der Technischen Zivilisation (TZ) zur Weltraumgestützten Superzivilisation
(WGS) zu bewältigen.
Besonders wichtig ist es, die Unsicherheit des Geistes der Menschen zu überwinden, die
sich besonders unangenehm und gefährlich in dem HickHack zwischen Menschen verschiedener Religionen und Ideologien äußert.
Notwendiges Forschungsprojekt:
Erforschung und Realisierung der eventuell existierenden kosmologischen Funktionen und
Aufgaben von Intelligenten Wesen wie den Menschen und ihren Staaten und optimale Einordnung von Entwicklungen wie gegenwärtig auf unserer Erde in das kosmologische Geschehen in Sicht auf größere Zeiträume. Genau das ist ein Ziel der Aionik.
Solche Theoriegebäude, die sich möglichst nicht auf die spezielle Entwicklung von diesem
Sonnensystem und dieser Menschheit abstützen, sollten dann nach eingehender Prüfung
möglichst schnell die Religionen und alten Ideologien ersetzen.
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3 Rechtsbruch des Westens ?
Wann überwinden Politiker und Journalisten endlich die Vorstellungen, die in der 1. Hälfte
des 20. Jahrhunderts soviel Unheil bewirkt haben ?
Wann lernen sie endlich, daß so vieles, was sie antreibt, nur unwürdige und dümmliche
Sandkastenspiele sind ?
Wir sollten endlich mit den Streitereien aufhören und uns den großen Problemen zuwenden
wie Asteroidenabwehr, Bau einer Raumschiffsflotte auf dem Mond, Säuberung vor allem der
Meere von Industriemüll, Senkung des Anteils der Treibhausgase in der Atmosphäre, Beendigung der Ausplünderung der Meere mittels Überfischung, Verhinderung der Vernichtung
der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen ...
Michail Gorbatschow hat in seiner Rede zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer in Berlin am
9.11.1989 dem Westen vorgeworfen, Absprachen gebrochen zu haben, die die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglicht haben.
Michail Gorbatschow (Jahrgang 1931) hat als Regierungschef der UdSSR 1989 die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß sich die Bürger der DDR erfolgreich gegen das Regime
von Erich Honnecker auflehnen konnten.
Gorbatschow wendete sich explizit und in deutlichen Worten gegen die Rolle des Westens
im Fall der Ukraine ab September 2013.
In Sicht auf die Verdienste der Rolle von Gorbatschow auf die neugewonnene Einheit von
BRD und DDR zu einem gesamtdeutschen Staat darf es keine Vertrauens- und Rechtsbrüche der EU gegenüber Rußland mit Beteiligung oder auch nur Billigung Deutschlands geben.
Darum ist mit allem Nachdruck zu fordern, was Gorbatschow so formulierte:
- Förderung der deutsch-russischen Beziehungen in jeder Weise.
- Rußland und Deutschland müssen sich als Teile eines geeinten Europas verstehen.
- Es sind alle Sanktionen der EU gegen Rußland – übrigens oft gegen den Willen
Deutschlands durchgesetzt – sofort aufzuheben.
- Es ist ein Zusammengehen von Rußland und EU in Richtung eines geeinten Europas
anzustreben.
- Die vom Westen ausgelöste Ukraine-Krise ist im Sinne der o.g. Eckpunkte zusammen mit Rußland zu lösen.
Eigenartig:
- Wie kommt es, daß die westliche Presse seit September 2013 im Chor gegen Rußland ziemlich ähnlich operiert wie die Nazi-Zeitung „Der Stürmer“ ?
- Ist das eine Art von Gleichschaltung ?
- Aber wer hat da gleichgeschaltet ?
Man sagt doch so gerne in den Staaten mit freiheitlich-demokratischer Rechtsordnung, daß
die freie Presse eine Kontrollfunktion hat.
Es gibt da aber die starke Konzentrierung der Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen … in den Händen von wenigen Oligarchen.
Banken, Erdölindustrie … haben sehr viel Geld, und da gibt es noch andere mächtige Interessenten wie Regierungen, die über ihre Geheimdienste Einfluß nehmen.
Wie schaltet man eine ganze Medienlandschaft gleich ?
Wie arbeiten die Medien in einer Medienkratie ?
Zur politischen Situation Si äußern sich viele Politiker vieler gesellschaftlicher Richtungen,
aber die Medienkontrolleure führen bei der Versorgung der Bevölkerung mit Informationen
nur die an, deren Meinung ihnen selber paßt.
Z.B. heißt das:
Herr H1 hat in der Zeitung Z1 gesagt, daß er zu dem politischen Thema T folgende Meinung
M1 vertritt.
Es wird aber nicht gesagt, daß Herr H2 in der Zeitung Z2 eine gegenteilige Meinung M2 genau
zu diesem Thema T vertreten hat.
Die Meinungsmanipulation erfolgt durch Auswählen und Senden oder Drucken der Meinungen, die den Oligarchen passen, und durch Auslassen der Meinungen, die sie nicht vertreten
haben wollen, und hier arbeitet ihnen die zunehmende Konzentrierung der Medien in wenigen Händen voll zu.
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Man kann das verifizieren, wenn man über Jahre beobachtet, wie Nachrichtenkanäle zu bestimmten Themen immer nur bestimmte Leute zu Wort kommen lassen – so funktioniert die
Meinungsmanipulation in der „freien“ westlichen Welt.
Dieses Verfahren hat so weitgehende und katastrophale Formen angenommen, daß man
von einer Informierung der Bürger nicht mehr sprechen kann, auch nicht von einer Demokratie, denn die Medien erzeugen die gewünschten Meinungen und auch Wahlergebnisse.
Das kann die Gleichschaltung einer Medienlandschaft erklären, die wir seit September 2013
in den EU-Staaten im Chor der Verunglimpfungen Rußlands erleben.
Welcher Journalist und Politiker im Westen hat schon die Klarsicht, alles auch einmal aus
der Sicht von Rußland zu sehen ? Sie schieben im Chor Rußland alle Schuld zu, gemäß
Medienkratie und Franktionszwang (s.u.)
Zur Aushöhlung der Demokratie bei den Parlamenten durch den Fraktionszwang:
Ein wesentlicher Vorteil der Demokratie besteht darin, daß man eben nicht nur ein paar Leute bestechen muß wie bei einer Diktatur oder Oligarchie, sondern einen ganzen Haufen von
Leuten, eben die Hunderte von Parlamentariern. Das hat schon Aristoteles erkannt: „Die Vielen sind weniger bestechlich als die Wenigen.“
Dieser Vorteil der Demokratie geht bei dem Werkzeug Fraktionszwang verloren.
Wird ein Fraktionschef tüchtig geschmiert, kann er mittels Fraktionszwang erreichen, daß die
Parlamentarier seiner eigenen Fraktion ihm gegenüber praktisch ihr Stimmrecht verlieren,
auch ihr Recht auf freie Gewissensentscheidung im Parlament.
Die Basis für den Fraktionszwang ist meistens die Gier der Parlamentarier, die auf ihr Stimmrecht gegenüber dem Fraktionschef verzichten, um ihre eigenen, z.B. vom Fraktionschef
zugespielten hoch dotierten Posten, nicht zu verlieren.
Der Preis für Medienkratie und Fraktionszwang ist der Verlust von Vielfalt der Meinungen
und Objektivität bei Sichtweise und Berichterstattung und natürlich beim Abstimmverhalten
im Parlament, nicht nur bei den Parlamenten der einzelnen EU-Staaten, sondern auch beim
EU-Parlament, und dessen Parlamentarier sind sowieso schon in der Gefahr, Zusammenhalt
und Verantwortung vor der jeweiligen Bevölkerung, die sie gewählt hat, zu behalten.
Eduard Schewardnaze verkündete 1991, daß der Kalte Krieg vorbei sei. Was die meisten
Menschen im Westen ersehnt hatten, war nun wahr geworden. Nachdem die Panzer des
Warschauer Pakts nicht mehr wie zu Zeiten der UdSSR die „slawischen Brudervölker“ an die
Seite Rußlands schmiedeten, flohen diese so schnell wie möglich vom „großen Bruder“ weg
in die Arme von EU und USA. Es gibt viele Versionen darüber, was der Westen in den 2 plus
4-Gesprächen 1991 mit dem Schöpfer von Glasnost und Friedfertigkeit, Michail Gorbatschow, vereinbart hat. Man sagt, daß der Westen versprochen hat, die ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts, also auch Teile der damaligen UdSSR, nicht in NATO und EU
einzubinden. Dem wird aber von denen widersprochen, die angeblich gut informiert sind.
Der EU-Bürger weiß nicht, was damals vereinbart worden ist, aber kann man angesichts
dessen, was die slawischen Brudervölker zu Zeiten der UdSSR vom Kreml erdulden mußten,
denen übel nehmen, daß sie nach dem Schutz der USA strebten und streben ?
Hier muß man den Russen die Frage stellen, warum denn ihre Brudervölker von der Umarmung durch Rußland nichts wissen wollen. Auch die Nachbarn der Russen, ob Slawen oder
nicht, haben ein Anrecht darauf, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen, nicht dominiert von Rußland. Aber genau das ist es, was der Kreml nicht einsieht – man muß sich
einmal mit Polen darüber unterhalten, die aus lauter Dankbarkeit für den Schutz durch die
USA sich sogar am Irak-Krieg der USA 2003 beteiligten und sogar die Erlaubnis für das Einrichten von geheimen Strafgefangenenlagern auf ihrem Territorium durch die USA gaben.
Nach dem Zerfall der UdSSR ging es wirtschaftlich mit Rußland steil bergab und man sprach
im Westen von den USA als der einzig verbliebenen Supermacht. Unter Jelzin verfielen Wirtschaft, Land und Militär.
Kann Rußland als Vielvölkerstaat nur so zusammengehalten und regiert werden, wie die
Zaren das getan haben und angeblich Wladimir Putin das auch wieder macht ?
Das kann sein, aber dann müßte Rußland akzeptieren, daß die anderen Völker und Staaten,
vor allem seine slawischen Brudervölker, das nicht auch für sich selber gelten lassen.
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1979 fiel das Militär der UdSSR in Afghanistan ein. Dieser Krieg soll 80000 Soldaten der
UdSSR das Leben gekostet haben. Der Westen unterstützte heimlich afghanische Widerstandskämpfer.
Nach dem Zerfall der UdSSR schickte Rußland Militär nach Tschetschenien.
Interessant ist, daß tschetschenische Terroristen sowohl in Moskau Anschläge mit vielen
Todesopfern verübten als auch in den USA !
Als im Frühjahr 2003 die USA unter ihrem Präsidenten George W. Bush jun. ohne Mandat
der UNO und unter erlogenen Gründen in den Irak einfielen als Racheakt für den Terrorakt
am 9.11.2001 mit der Zerstörung der Twin Tower in Manhattan, sank die Moral der USA in
den Keller – und dabei waren das dieselben USA, die unter ihrem Präsidenten John F. Kennedy 1961 und 1962 so großartige Leistungen gezeigt hatten und nicht nur als Bewahrer von
Recht, Freiheit und Ordnung galten, sondern auch als Retter der Welt.
George W. Bush jun. führte auch einen Krieg in Afghanistan, in den die europäischen Staaten oft gegen ihren Willen eingebunden wurden.
Durch diese beiden Kriege der USA – der Krieg gegen Saddam Hussein war als völkerrechtswidriger Präventiv-Krieg geführt worden – war die internationale Moral abgesunken.
Nun konnte jeder sagen: „Schaut auf die USA, die führen Krieg gegen jedermann, wenn es
ihnen paßt“. Die Bombardierungen von Palästinenserstädten mit der Folge von Tausenden
von getöteten Palästinensern und Zehntausenden zerstörter Häuser durch Israel mit USamerikanischen Bomben in mehreren Kriegen gehören genau dahin – und vielleicht auch der
gegenwärtige militärische Schlagabtausch zwischen Kiew und Moskau in der Ostukraine, bei
dem man besonders darüber rätseln muß, wieso der EU-freundliche Regierungschef der
Ukraine mit Regierungssitz in Kiew Militär in die Ostukraine geschickt hat, um die dortige
Gegenrevolution militärisch niederzuschlagen. Sind das die neuen innenpolitischen Ordnungsstrategien der EU ?
Als Studenten 1989 in Peking auf dem Tian‘anmen-Platz (Platz des himmlischen Friedens !)
gegen die Regierung protestierten und mehr Demokratie forderten, setzte die Regierung
Panzer gegen sie ein. 5000 Studenten fanden einen gewaltsamen Tod. Genau so viele Menschen sind bis zum 15.2.2015 bei den militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine
getötet worden, und das wird von EU, EP, EC und den EU-Staaten gedeckt ?
Der Tian‘anmen-Platz liegt plötzlich in der Ostukraine – wo bleibt der Protest in den westlichen Medien gegen den Einsatz von Panzern gegen die Separatisten ?
Der Poker um die Zugehörigkeit der Ukraine zu West oder Ost und um die Zugehörigkeiten
von Gebieten der Ukraine weiterhin im Staatsverband der Ukraine kostete bis zum 15.2.2015
5000 Menschen das Leben und es wurden Zehntausende von Häusern zerstört.
Forderungen:
- Sofortiger bedingungsloser Abzug des westukrainischen Militärs aus der Ostukraine
und Verhandlungen mit Rußland darüber, wie man die Einflußbereiche friedlich regeln und festlegen kann.
- Sofortige Wiedereinsetzung der G8, also der G7 plus Rußland.
- Sofortige Beendigung aller Sanktionen gegen Rußland.
- Wiederaufnahme der engen wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen und politischen Absprachen mit Rußland.
- Großzügige Hilfe für die Ukraine durch den Westen und Hilfe beim Wiederaufbau der
zerstörten Häuser in der Ostukraine durch EU, USA und Rußland.
4 Flugzeugabsturz in der Ostukraine
Am 18.7.2014 wurde gemeldet, daß in der Ostukraine ein Flugzeug (Boeing 777) der Malaysian Airlines abgestürzt ist. Der Flug mit der Nummer MH17 war genehmigt worden, obwohl
bekannt gewesen war, daß
- in der Ostukraine Krieg herrscht,
- die prorussischen Separatisten in der Ostukraine von Rußland mit modernen Waffen
versorgt werden und
- die Separatisten schon andere Flugzeuge (Militärflugzeuge) abgeschossen haben.
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Anfang März 2014 war bereits schon einmal ein Flugzeug (Boeing 777) der Malaysian Airlines aus dem Luftraum verschwunden, wobei eine Flugzeugentführung mit bewußt durchgeführtem Absturz in den Indischen Ozean vermutet worden ist.
Der Flug mit der Nummer MH370 war zuerst ganz normal verlaufen, bis der Funkverkehr
abrupt abbrach. Es wurde eifrig von verschiedenen Nationen nach dem Flugzeug gesucht,
bis heute, aber man hat nichts gefunden. Es wurde aber erhebliche Kritik geäußert an den
Institutionen und Ministerien, die wußten, daß mittels militärischer Radarüberwachungsanlagen genau dieses bereits als vermißte Passagierflugzeug geortet worden war.
Weil ein Heer von Spezialisten nicht in der Lage gewesen ist, ein verläßliches Bild von den
Geschehnissen an Bord des vermißten Flugzeugs zu zeichnen, kann man annehmen, daß
die Hijacker mit großer Sachkenntnis, Erfahrung und Intelligenz vorgegangen sind.
Es wäre übrigens im Zeitalter des Internets vermutlich relativ leicht zu machen, daß jedes
Flugzeug den aktuellen Inhalt seiner Black Box permanent ins Internet stellt, so daß das Auffinden der Black Box nicht mehr so wichtig wäre. Auch könnten Triebwerks- und Flugdaten
der fliegenden Flugzeuge permanent ins Internet gestellt werden.
Nach dem Absturz von MH17 brandeten sofort bei Politikern und Journalisten schwerste
Vorwürfe an die jeweiligen Gegenparteien auf mit massiven Beschuldigungen, das Passagierflugzeug in der Ostukraine abgeschossen zu haben.
Die ukrainische Regierung beschuldigte die Separatisten, die Separatisten beschuldigten die
ukrainische Regierung, und etliche beschuldigten Rußland.
Man will Funksprüche aufgefangen haben, die ein Schuldeingeständnis der Separatisten
enthielten, ebenso soll es entsprechende Einträge im Internet gegeben haben, die dann aber
schnell wieder verschwanden.
Es ist den Separatisten durchaus zuzutrauen, daß sie russische Boden-Luft-Raketen zum
Abschuß von Flugzeugen einsetzen, ja daß sie permanent solche Waffen scharf halten, die
dann automatisch bei Ortung eines Objekts losfliegen und es zerstören.
Sicher kann man feststellen, daß sich die Separatisten nach dem Flugzeugabsturz auf dem
Gelände, wo die Trümmer und Leichen vom Flugzeug lagen, sehr verdächtig verhielten:
- Die meisten Passagiere von MH17 waren Niederländer gewesen. Die Separatisten
ließen die Vertreter niederländischer Organisationen zur Untersuchung der Absturzursache und zur Bergung der Leichen für viele Wochen nicht an die Absturzstelle, was ein ganz grober Verstoß gegen die Gefühle der Angehörigen gewesen ist.
- Sie schafften zuerst die Black Box weg und lieferten sie dann sehr spät an westliche
Spezialisten aus.
- Der Absturz hatte 298 Menschen den Tot gebracht. Die Separatisten entfernten Leichen und Material – die Absturzstelle wurde regelrecht geplündert – und übergaben
die Leichen dann sehr verspätet an die Niederlande.
Glaubten die Separatisten selber, daß das Flugzeug von ihnen abgeschossen wurde ?
Warum bezieht man nicht den Absturz von MH370 4 Monate zuvor ein ? Es ist zumindest
eine Möglichkeit, daß beide Abstürze von derselben Terrorgruppe bewirkt worden sind.
Es liegt aus der Sicht von Terroristen nicht so fern, das seit September 2013 immer mehr
zerrüttete Verhältnis von Ost und West durch einen Flugzeugabsturz mit 298 Toten schlagartig noch mehr zu zerrütten, so daß es vielleicht zum erhofften Krieg in Europa kommt.
Politiker und Journalisten, Politik und Medien der europäischen Staaten und auch der USA
sollten daran denken, daß viele Menschen auf der Erde es sehr begrüßen würden, wenn in
Europa wieder ein Krieg zwischen Ost und West ausbrechen würde.
Das Verhalten der Separatisten zeigt, daß sie glaubten, daß das Flugzeug von ihnen abgeschossen worden ist, aber das Verschwinden von MH370 eröffnet die Möglichkeit, daß es
einem Terrorakt an Bord zum Opfer gefallen sein könnte.
Es könnte eine Gruppe von Terroristen geben im Umfeld von Malaysia und Niederlande, die
besonders diesen Staaten Schaden zufügen wollen.
Es könnte eine Gruppe von sehr intelligenten Terroristen geben (siehe die RAF in den
1980er Jahren in der BRD), die nach Möglichkeiten suchen, in Europa einen Krieg auszulösen, und die Malaysian Airline wurde nur ausgesucht, weil die ein geeignetes Opfer ist.
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5 Unersättliche Gierhälse – Verfilzung der Oberschicht
Betrachten wir das Beispiel Griechenland (Hellas) und das seiner leitenden Ganoven in Politik, Medien, Beamtenschaft und Wirtschaft seit Jahrzehnten:
Gegen die Not in Griechenland, die
- auch nach 1974 nach dem Ende der Militärjunta und der Bildung einer Demokratie,
geführt von 2 Dynastien, die sich in der Regierung abgewechselt haben, nicht gelindert worden ist,
- seit Ende des 2. Weltkriegs durch eine verluderte Politiker-, Medien-, Beamten-, Militär- und Wirtschaftselite (zu denen vor allem die Reeder als Milliardäre gehören) bewirkt wird, und
- die durch eine umfassende Steuerhinterziehung der Wohlhabenden unter Einverständnis von Politik, Wirtschaft, Militär und Medien unter Nutznießung der Politiker
seit Jahrzehnten sehr verstärkt wurde,
ist sofort anzukämpfen mittels der Bildung von Joint Ventures zwischen Forschungsinstituten, Firmen, Konzernen, Bildungszentren … in Deutschland, Frankreich, England … auf der
einen Seite und griechischen Arbeitnehmern auf der anderen Seite, unter Umgehung der
korrupten und völlig verluderten griechischen Beamtenschaft und Politikerkaste.
Es ist richtig, daß man bis Februar 2015 um 240 Milliarden Euro nach Griechenland transferiert hat, die von Griechenland vermutlich niemals zurückgezahlt werden können, aber das
reicht nicht, denn man muß in Hellas eine Industrie aufbauen.
Der gegenwärtige EC-Präsident tut so, als ob ein Schuldenschnitt für Griechenland nie in
Frage kommen würde, aber so, wie die Politik in Hellas weiter läuft, wird er zwangsläufig
kommen, denn nur eine leistungsfähige Industrie kann Hellas genügend einbringen, und
auch nur dann, wenn Korruption und Steuerhinterziehung (Nutznießer davon sind vor allem
die von den Reichen beschenkten Politiker) hinreichend vermindert werden.
Wichtig ist, daß in Griechenland Industriekomplexe durch industrialisierte EU-Staaten oder
auch USA und Rußland errichtet und geführt werden, und zwar so, daß diese nach einer
gewissen Einlernzeit von Griechen in Eigenregie weitergeführt werden können, ohne die
verluderten Politiker, Beamten und Wirtschaftsführer Griechenlands einzubeziehen.
Dafür ist genau zu prüfen, welche natürlichen Ressourcen in Griechenland zur Verfügung
stehen, und da denkt man zuerst an Sonne und Meer.
Die Nutzung der Sonnenenergie durch weitflächige Solaranlagen bietet sich an.
Der gewonnene elektrische Strom kann verwendet werden für private Haushalte, aber auch
zur Meerwasserentsalzung oder für sehr stromintensive Fabrikationsverfahren wie Aluminiumgewinnung aus Bauxit.
Die Nutzung der vielen Buchten und Inseln bietet sich an für Aquafarmen, in denen man Algen oder Fische züchtet oder beides. In Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Forschungsinstituten ist zu prüfen, wie man Algen- und Fischzucht durch bestimmte Verfahren der Düngung optimieren kann, so daß z.B. Sardinen als Massenprodukt exportiert werden können.
Auch bei den Aquafarmen kann man den elektrischen Strom nutzen, und zwar zur Erzeugung von Strömungen unter Wasser, Temperaturregelung, Düngung … und natürlich zum
Ernten und Verarbeiten.
Wirklich helfen kann man den Griechen nur, indem man ihnen in ihrem eigenen Land eine
Industrie aufbaut, die später von den Griechen auch weiter geführt werden kann, und ihre
korrupten und verantwortungslosen Eliten daran hindert, sich dabei die Taschen auf Kosten
ihrer Landsleute weiterhin zu füllen.
Es wird die Politik aufgefordert, entsprechende Forschungsprojekte in Griechenland zu starten und Industriekomplexe zu errichten.
Es ist die Aufgabe der EU, von Hellas zu erzwingen, daß die Verluderung der Oberschicht
beendet wird. Als Druckmittel dienen dabei Gewährung oder Verweigerung weiterer Milliarden-Kredite, und das geschah auch im Februar 2015 durch IWF, EZB und EU.
Zur Geschichte von Hellas:
Griechenland (Hellas) hat sich in den letzten 4000 Jahren große Verdienste erworben. Etwa
ab 900 v.Chr. war Hellas die führende Kultur im Mittelmeerraum, und die kulturelle Führung
behielt Hellas auch nach seiner militärischen Niederlage gegen Rom im Jahre 150 v.Chr.,
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wonach es zur römischen Provinz wurde, die von den römischen Staathaltern entsprechend
ausgeplündert wurde.
Etwa ab 1000 n.Chr. gelangten griechische Wissenschaft und Kultur über die Araber vor allem in den islamischen Kalifaten in Spanien (Cordoba, Sevilla, Toledo, Salamanca) nach
Frankreich und Deutschland, und so wurden die Hellenen indirekt die Lehrmeister Europas.
Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Türken im Jahre 1453 und dem damit
verbundenen Untergang des Byzantinischen Reiches (Ostrom) wurde Hellas ein Vasall der
Osmanen. Hellas wurde von 1453 bis 1830 unter der Türkenherrschaft ausgeplündert und
versklavt. Eine Wiedergutmachung für das erlittene Elend unter der Türkenherrschaft ist anzumahnen.
Viele byzantinische Gelehrte flohen zuerst nach Italien und gründeten dort Universitäten oder
unterstützten bestehende Universitäten. Von ihnen bekamen die Europäer unmittelbar Kunde von der hellenischen Wissenschaft des Altertums und in der Folge gab es in Europa immer wieder Wellen der Rückbesinnung auf griechische Wissenschaft und Kultur (Renaissance), die wesentlich zur Formung des Abendlandes beitrugen.
Man kann also berechtigt sagen, daß die abendländische Kultur wesentlich auf Hellas beruht
und daß jeder Abendländer 2 Vaterländer hat, Hellas und sein eigenes (so weit diese beiden
verschieden sind).
Hellas selber wiederum lernte von dem minoischen Kreta und – und wie u.a. Herodot berichtet – von Ägypten und Mesopotamien (Sumer, …, Babylonien, …).
Wie konnte Griechenland bis heute so verludern ?
Große Teile von Hellas waren schon vor dem Fall von Byzanz von den Türken erobert worden. Genau in Folge der Wellen der Renaissance in den westlichen Staaten kam im 18.
Jahrhundert der Philhellenismus auf mit der Forderung, Hellas von der Türkenherrschaft zu
befreien. Philhellenen wie Lord Byron forderten in inbrünstigen Worten vom Abendland die
Befreiung von Hellas – und sie hatten zu Anfang des 19. Jahrhunderts Erfolg.
Bei der Seeschlacht von Lepanto 1827 besiegte die vereinigte abendländische Flotte die
türkische und erzwang von der Hohen Pforte den Rückzug der Osmanen aus Hellas (1830).
Hellas war durch die Jahrhunderte währende Türkenherrschaft ausgeplündert und zutiefst
gedemütigt. Eine Hilfe hatten die Griechen durch die Philhellenen des ganzen Abendlandes.
Im 2. Weltkrieg wurde Griechenland von deutschem und italienischem Militär besetzt. Es
wird berichtet, daß das Deutsche Reich von Hellas ein Zwangsdarlehen einforderte.
Nach dem 2. Welkrieg kam es zu einem Bürgerkrieg über mehrere Jahre, denn Kommunisten versuchten im militaristischen Stil von Lenin und Mao Tse-tung die Machtübernahme in
Hellas zu erzwingen.
Danach wurde ein deutscher Adeliger aus dem Haus Hannover als König eingesetzt: König
Konstantin, und seine energische Mutter Friederike mischte in der Politik viel mit. Es war also
jetzt eine Demokratie mit königlicher Repräsentanz wie in England, aber weder die Politiker
noch die Königlichen setzten sich für die Linderung der Not der einfachen Bevölkerung ein.
1967 putschten die Generäle, angeblich wegen der Not der Bevölkerung, und führten bis
1974 die Militärjunta, die aber ebenso korrupt und gewissenlos weiter wurschtelte. Sie war
der griechischen Bevölkerung verhaßt.
Aus Geldgier verhökerte die Militärjunta die Waffen aus den Arsenalen. Als 1974 die Türken
das griechische Zypern überfielen, waren die Waffenarsenale der Griechen leer.
Die Militärjunta wurde aufgelöst und es gab ab 1974 zwar eine Demokratie wie in der BRD,
aber die beiden großen Parteien wurden von jeweils einer Dynastie geführt, die abwechselnd
das Land beherrschten und weiter im alten Stil ausplünderten – bis Januar 2015.
Der Eintritt von Griechenland in die EU war von der griechischen Regierung in grober Weise
durch gefälschte Dokumente erschlichen worden.
Nach Eintritt von Hellas in EU und Eurozone hätte man von Europäischem Parlament (EP)
und EU-Kommission (EC) erwarten müssen, daß sie das Treiben der politischen, wirtschaftlichen … Eliten in Griechenland in den letzten Jahrzehnten erkannten und fortan unterbanden – was aber nicht geschah. Das ist merkwürdig, denn in der Ausgabe des Spiegels
21/1967 wurde bereits die lausige Staats- und Wirtschaftsführung in Hellas sehr gründlich
beschrieben. Spätestens seit 1967 hätten also allen Politikern und Journalisten und beson-
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ders den Bankern die Gaunereien der Eliten in Hellas gut bekannt sein müssen.
Es kann gar nicht sein, daß die EU-Bürokraten und Banker von der lausigen Haushaltsführung in Griechenland mit Anhäufung von Riesenschulden durch die verluderten griechischen
Regierungschefs keine Ahnung gehabt hätten – bis diese ab 2008 durch die Medien in großer Aufmachung bekannt gemacht wurden und es jedermann auf der Welt erfuhr.
Hier kommt die Frage auf nach Verantwortung, Straftat und Regreßforderung an Politiker.
Wenn man in einer führenden Position ist in EU, EZB, IWF, EP oder EC, so muß von einem
verlangt werden, daß man eine Übersicht hat über das Funktionieren in den verschiedenen
EU-Staaten, und in der Presse war das Dilemma der griechischen Staatsführung 1967 ganz
genau beschrieben worden (s.o.). Dann hätten also die EU-Bürokraten die Staatsführung in
Hellas genau untersuchen müssen und die Banker hätten zur Wahrung der kaufmännischen
Sorgfaltspflicht dem hellenischen Staat nicht immer weiter Kredite gewähren dürfen, in der
Gier nach hohen Zinsen und dem Bonus.
Es ist offensichtlich, daß sowohl EU-Bürokraten und Banker Straftaten begangen haben,
indem sie Griechenlands Regierungen immer weiter Geld gaben, um an den hohen Zinsen
zu verdienen. Sie hätten wissen müssen, daß Griechenland diese Kredite niemals zurückzahlen konnte.
Weil aber gegen diese EU-Bürokraten und Banker in den EU-Staaten keine entsprechenden
Anklagen von ihrer jeweiligen Justiz erhoben worden sind, ist diese Justiz dieser Staaten
selber straffällig geworden. Es wird empfohlen, daß sich verantwortungsvolle Juristen zusammenfinden und eine Vereinigung zur juristischen Aufarbeitung dieser Verfehlungen von
Politikern und Bankern bilden, z.B. unter dem Namen „Roland Freislers Volksgerichtshof“.
Heute, nachdem der Scherbenhaufen vorliegt, durch EU-Bürokraten und Banker bewirkt,
haben die Bürokraten in den Institutionen von EP, EC, EZB … als einziges Mittel gegen die
Verschuldung von Griechenland, Italien, Spanien, Belgien, Irland …, daß entgegen dem
Geist der EU-Verträge von Lissabon
- die Schulden auf alle Staaten verteilt werden (die EU soll also doch zur SchuldenUnion werden),
- Eurobonds niedrige Zinsen für Schuldenstaaten garantieren auf Kosten anderer EUStaaten mit solider Wirtschaftsführung,
- eine Bankenunion die Schulden der Banken der einzelnen EU-Staaten allen anderen
EU-Staaten auflastet …
Was immer sich die EU-Bürokraten einfallen ließen, so ging und geht es immer in Richtung
Schulden-Union. Dabei verstößt dieses Konzept gegen die EU-Lissabon-Verträge und es ist
auch ganz falsch, da es die Ursachen für das Schuldenmachen nicht bekämpft, sondern es
den Schuldenstaaten einzig und allein ermöglicht, immer weiter zu wurschteln.
Die EU-Bürokraten sind nicht intelligent und sittlich hochstehend genug, um ihrer Aufgabe
gerecht zu werden, nämlich mit Köpfchen zu helfen.
„Hast du einen Opa, so schick‘ ihn nach Europa …“ – Das rächt sich seit geraumer Weile.
Es sind zu viele Flaschen in verantwortlichen Positionen von EP und EC, aber auch von EZB
und IWF. Auch vom IWF hätte man verlangen können, daß er Griechenland vernünftig hilft
mittels Industrialisierung und entsprechender Ausbildung griechischer Bürger in Hellas.
Ja, die unersättlichen Gierhälse und die Verfilzung in der Obrigkeit mit den führenden Leuten
in der Wirtschaft oder mit den Reichen allgemein !
Im Frühjahr 2008 war die BRD auf dem besten Wege, durch gute Politik und Wirtschaftsführung schon im nächsten Jahr keine Schulden mehr aufnehmen zu müssen und mit der
Rückzahlung der Schulden zu beginnen, aber dann wurde die schwarz-gelbe Regierung mit
der Kanzlerin Dr. Angela Merkel von den Finanzeskapaden der Banken
- 2008 auf dem Immobiliensektor (Herkunftsland der Krise waren die USA),
- 2010 auf dem Gebiet des Finanzwesens (Herkunftsländer der Krise die EU-Staaten)
überrascht und zu großen Ausgaben gezwungen.
Hier ist zu bemerken, daß die gute Politik von der Kanzlerin Merkel sehr überschattet wurde
von der jämmerlichen bis kriminellen Staatsführung durch etliche Politiker bei einigen EUStaaten, die dem Jahr 2012 die EU-Krise bescherte, wo man um den Zusammenhalt der EU
und der Euro-Währung bangte.
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Es ist kennzeichnend, daß die ranghohen Politiker, Banker, hohen Beamten …, die in gewissen EU-Staaten das wirtschaftliche Chaos durch Scharlatanerie, Dummheit und rücksichtslose Selbstbereicherung am Volksvermögen bewirkt haben, nicht nur nicht zur Verantwortung herangezogen wurden, sondern auch kaum der Kritik unterlagen und sogar die Gelegenheit hatten, sich selber in Talk-Shows als Opfer dazustellen – wie im Fall Hellas.
Ursache: Verfilzung der Oberschicht.
Etliche ranghohe Politiker etlicher EU-Staaten – sie nennen sich ja alle demokratisch – regierten mit solcher Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit und Geringschätzung gegenüber
ihrer eigenen Bevölkerung sowie mit dem Fehlen jeder Sachkenntnis, daß sie bei Banken
immer wieder neue Kredite aufnehmen mußten, um ihre stümperhafte Staatsführung zu finanzieren. Die Banken ihrerseits machten bei diesem Spiel aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit gegenüber ihren Sparern mit, und zwar deshalb, weil sie bei den Staatspapieren der
zukünftigen Bankrottstaaten viel mehr Zinsen erhielten als bei Staaten mit solider Wirtschaftsführung. Diese sehr viel höheren Zinsen ergaben bei den sehr hohen Beträgen bei
den Ankäufen der Staatspapiere im Bereich von mehreren Hundert Milliarden Euro pro Staat
die Basis dafür, daß die Banker ihren Bonus jeweils in Millionenhöhe erhielten.
Natürlich verstießen die Banker mit dieser Strategie gegen die kaufmännische Sorgfaltspflicht, weil sie wissen mußten, daß diese zukünftigen Bankrott-Staaten niemals dazu in der
Lage sein würden, ihre Schulden zurückzuzahlen. Sie planten schon bei der Vergabe dieser
Kredite ein, daß die Steuerzahler letzten Endes die Schulden der dann faktischen BankrottStaaten bezahlen mußten gemäß dem Motto der Oberschicht:
Kapitalisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste.
Das setzt sich dann bei den EU-Staaten auf EU-Ebene fort:
Hemmungslos Schulden machen und
die EU-Staaten mit solider Wirtschaftsführung dafür zahlen lassen.
Es hätte niemals in Irland, Belgien, Griechenland, Italien, Spanien … zu solchen ruinösen
Entwicklungen kommen dürfen, weil
- sie angeblich demokratische Staaten sein sollen und
- die Politiker vor der Bevölkerung zur soliden Staatsfinanzierung verpflichtet sind,
worüber das Parlament zu wachen hätte.
Wo war in diesen Bankrott-Staaten die parlamentarische Kontrolle ?
Wo war die Kontrolle der Staatsfinanzen durch EU-Behörden ?
Wo waren die investigativen Journalisten, die auf dieses Fehlverhalten von Bankern und
Politikern beizeiten hätten hinweisen müssen ?
Es hat in diesen sogenannten Demokratien keiner Alarm geschlagen. Wie das ?
Lernen wir nicht immer und bekommen wir es in den „demokratischen“ Staaten nicht immer
wieder gesagt, daß das Parlament die Regierung kontrolliert und die freie Presse die Politiker kritisch beobachtet ?
Parlamentarier, Angeordnete, Volksvertreter … – wo waren sie ?
Die investigativen Journalisten – wo waren sie ?
Wo sind die Stimmen der Juristen, kritischen Politiker und Journalisten, die eine strenge Untersuchung des Verhaltens der Banker, Politiker … einfordern, denn diese haben das ganze
Unheil über ihre eigenen Staaten gebracht ?
Die Hypo Real Estate (HRE) hat vom Steuerzahler über 100 Milliarden Euro abgegriffen –
wie gingen Anklagen und Gerichtsprozesse gegen ihre Manager, Banker und Mitglieder des
Verwaltungsrats aus ?
Es haben Banker vor Gericht ihre Zusatzzahlungen (wie z.B. den Bonus für besonders rücksichtslose und riskante Finanzgeschäfte) einzuklagen versucht – von Einsicht bei den Tätern
also keine Spur.
Genau genommen müßten alle die führenden Politiker der bankrotten EU-Staaten sowie die
Investment-Banker, die zu Hunderten von Milliarden Euro zukünftige Schrottpapiere wegen
ihrer hohen Zinsen aufgekauft haben, vor Gericht gestellt werden, allen voran die von Griechenland, aber wegen der Verfilzung in der Oberschicht macht man das nicht.
Hier greifen die „Parkinson-Gesetze“, von denen eines so heißt:
Man zieht die Nummer 1 nicht zur Rechenschaft.
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Das gilt auch dann, wenn sie Staaten und Volkswirtschaften zugrunde gerichtet haben.
Wenn allerdings persönliche Feindschaften im Spiel sind, dann stellt man die Nummer 1 vor
Gericht, allerdings auch dann, wenn sie gar keine Fehler gemacht hat.
Die Aktionen der Banker und etlicher Wirtschaftsbosse der Großkonzerne haben leider durch
ihre Wirkungen gezeigt, daß es öfters in westlichen Staaten eine Art von Raubfisch-Ideologie
gibt, wo man soviel frißt bzw. Geld scheffelt, wie auf unlauterem bis verbrecherischem Wege
möglich ist, und das unbehelligt von Politik und Justiz – das ist keine Empfehlung, die man
an Rußland weiterreichen könnte, um die westliche Demokratie schmackhaft zu machen.
EZB, IWF, EC, EP und viele EU-Behörden haben das Gaunerspiel zwischen Politikern und
Banken in Griechenland, Belgien, Portugal, Irland, Spanien und Italien sehen müssen – sie
wollten das aber nicht sehen.
Glauben Sie, daß dieses offensichtliche Fehlverhalten großer Teile der Eliten in vielen EUStaaten die Leute in Rußland und China viel mehr dazu motivieren wird, sich für Demokratie
und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen ?
Was verstanden oder verstehen westliche Politiker wie Silvio Berlusconi unter Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ?
Verfilzung in der Oberschicht …
Politiker und Staatsmänner, die durch Geldzuweisungen von Konzernen nach deren Wünschen gelenkt werden, gibt es in vielen Staaten, typisch für Afrika allerdings ist, daß diese
Konzerne in ausschließlich ausländischer Hand sind und indische, koreanische, europäische, chinesische, amerikanische … Eigentümer und Chefs haben. Das ermöglicht unter
eifriger Mithilfe gewissenloser, korrupter afrikanischer Politiker, Chaos und höchstes Elend
für die einfache Bevölkerung wissentlich in Kauf zu nehmen wie z.B. in Nigeria im Nigerdelta.
Dort wird eifrig nach Erdöl gebohrt und die betreffende US-amerikanische Erdölfirma läßt das
Nigerdelta mit Erdölschlamm verdrecken, geschützt von der tüchtig geschmierten Regierung
Nigerias, und das seit vielen Jahren.
Das kam eigentlich erst um 2010 in die Medien in Europa, und zwar waren die Medien aufgeschreckt durch das Unglück auf der Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko, die
Lecks bei einer australischen Bohrinsel und von Pipelines in Rußland, um deren Lecks sich
die russische Regierung nicht zu kümmern scheint. Lecks traten auch bei Pipelines in
Nordamerika und Kanada auf.
Es konnte ein Heer von Anwälten die Urheber der Havarie der Exxon Valdez, die vor der
Küste Alaskas strandete und Hunderttausende von Tonnen Rohöl verlor und damit ein
furchtbares Tiersterben auslöste, davor schützen, für die von ihr angerichtete Erdölkatastrophe einzustehen. Nach 20 Jahren erst zahlte die Reederei eine lächerliche Summe – so etwas dürfte nicht vorkommen.
Reichtum und Macht dürfen nicht vor gerechter Strafverfolgung schützen.
Im August 2011 gab es auch in der Nordsee – 200 km östlich von Schottland - Lecks bei
Bohrinseln und Pipelines einer Erdölgesellschaft, die bekannt ist für die Verschmutzung des
Nigerdeltas mit Erdölresten. Wie beim Unglück mit der Deepwater Horizon verweigerte die
betreffende Erdölfirma die Herausgabe der wesentlichen Informationen über den von ihr angerichteten Schaden durch Freisetzung von großen Erdölmengen, und sie kam damit durch.
Wie das ? Wenn ein Kapitän auf hoher See seine Bestände an Bilgenwasser verklappt, wird
er bestraft, wenn man ihm das nachweisen kann.
Warum werden die Erdölfirmen nicht zur Verantwortung gezogen ? Wegen der Korruption,
wegen der Verquickung von Multis und Regierungen – nicht nur in Nigeria, sondern auch in
England. Es konnte keiner der Verursacher noch so gewaltiger Schäden zur Rechenschaft
gezogen werden, weil Multis und Regierungen ihren Klüngel mittels Korruption zusammen
ausmachten, auch im Fall von England.
Es gibt ein internationales Seerecht. Wenn es keine Kumpanei – auf Korruption beruhend –
zwischen Ölmultis und Regierungen gäbe, hätte man die Ölkonzerne sofort strafrechtlich
belangt. Aber die Multis arbeiten sehr gerne mit Korruption, mit Bestechung der maßgeblichen Politiker, und das nicht nur in Nigeria.
Damit sollte sich die UNO befassen – falls sie von den Multis nicht auch geschmiert ist.
Schottland, England, Schweden, Norwegen ... lassen sich Ölverschmutzung gefallen ?
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Klimper – Klimper – Klimper !
Betrachten wir die Vorgänge um die Hypo Real Estate (HRE) in Deutschland, die ab 2008
über 100 Milliarden Euro vom Steuerzahler abgegriffen hat. Weil Politiker – übrigens vor allem aus der Opposition 2008 – in Verwaltungs- und Aufsichtsräten saßen, berichten die Medien heute kaum noch etwas darüber.
Ein Blätterwald wurde beschrieben wegen der Spendenaffaire um Helmut Kohl mit der Obergrenze von 7 Millionen DM – bei der Hypo Real Estate handelt es sich um über 100 Milliarden Euro, und darüber spricht man nicht mehr.
Warum ? Weil Politiker schützend ihre Hand über die Banker halten. Normalerweise hätten
die Banker der HRE angeklagt werden müssen wegen Veruntreuung und Verletzung der
kaufmännischen Sorgfaltspflicht, aber weil Politiker in dem Verwaltungsrat der HRE saßen,
wird das alles von oben her abgebogen.
Der amtierende US-Präsident Obama ließ Analysen erstellen über die Ursachen des Zustandekommens des Unglücks auf der Deepwater Horizon, und in den Berichten stand, daß
die staatlichen Kontrollen für die Erdölindustrie eine schäbige Kumpanei betrieben hatten wie
etwa die Veterinärärzte bei großen Fleisch verarbeitenden Konzernen in Deutschland, die es
zuließen, daß Gammelfleisch im großen Umfang in den Verkehr kam.
Der US-Präsident ließ die entsprechenden staatlichen Aufsichtsbehörden auflösen und setzte eine neue ein. Viel geholfen hat es den kleinen Leuten nicht, die von der betreffenden
Erdölfirma an der Nase herumgeführt wurden, als sie ihre erlittenen Schäden von ihr ersetzt
haben wollten. Sie waren eben „small people“ – so der Chef der Erdölfirma.
In Deutschland und anderen Staaten ist es das Problem, daß Politiker in Verwaltungsräten
von Großkonzernen sitzen, besonders von Banken – und bei einem Fehlverhalten der Banken natürlich nicht daran interessiert sind, daß man die Fehler in den Chefetagen genauer
untersucht.
Interessant ist hier, daß die Medien sich eifrig um Publikationen über das Defizit der BayernLB bemühten (hier geht es um einen Schaden von etwa 4 Milliarden Euro, den der Steuerzahler tragen muß), während die Berichte um die Hypo Real Estate im Sande verliefen –
bei einer Schadenssumme für den Steuerzahler von weit über 100 Milliarden Euro, was vermutlich auf Korruption zurückzuführen ist.
Können die investigativen Journalisten vielleicht mehr darüber berichten oder werden sie so
geschmiert, daß ihnen die Lust daran vergeht ?
Die Demokratien müssen sich laufend selber wieder säubern, und darum ist der investigative
Journalismus sehr wichtig, aber es ist offensichtlich, daß folgendes geschehen ist:
Während der Blätterwald wegen der CDU-Parteispendenaffaire um Helmut Kohl raschelte
und die Journalisten immer weitere Einzelheiten aufzudecken suchten, übersahen sie viel
schlimmere Entwicklungen, wie z.B. die im Banken(un)wesen mit 100000-fach größeren finanziellen Schäden für die Steuerzahler. Das ist untragbar.
Ab Mitte 2008 wurde allmählich für die Bevölkderung eine gewaltige Finanzkrise sichtbar, die
ein halbes Jahr später in die schlimmste weltweite Wirtschaftskrise seit 1929 überging, im
Verlauf derer Hunderte von Millionen Menschen auf der ganzen Erde ihre Arbeit verloren
oder auch noch das Wenige, das sie bis dahin gehabt hatten.
Warum haben das die investigativen Journalisten nicht vorher gesehen ?
7 Millionen DM, 78 Millionen DM ... bei der CDU-Parteispendenaffaire – wie gingen die Gemüter bei solchen Beträgen hoch, aber was war das gegen die vielen, vielen Hunderte von
Milliarden Dollar und Euro, die von Bankmanagern aus Geldgier veruntreut worden sind !
Als die Journalisten in der einen Sache recherchierten, kümmerten sie sich nicht um die viel
schlimmeren anderen Entwicklungen im Staat, und das kostete den Steuerzahler Hunderte
von Milliarden Euro !
Hallo, ihr Journalisten, wo waren die Investigationen beizeiten in den späteren BankrottBanken und Bankrott-Staaten ? War tüchtig geschmiert worden ?
Die Bankmanager und auch die Politiker in den Aufsichtsräten der Banken konnten ungestört
Geld scheffeln, während die Journalisten in die falschen Ecken leuchteten. Die Parteispendenbetrügereien der anderen Parteien, die Freiflugaffairen, in die sogar der Bundespräsident
Rau verwickelt war ... – sie dienten allesamt dazu, das Interesse der Journalisten und ande-
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ren Bürgern von den wirklichen Schurkereien abzulenken !
Viele hochrangige Politiker von Regierung und Opposition hatten in den Aufsichtsräten der
Banken gesessen oder ihnen sogar vorgestanden wie bei der HRE – nun hatten sie plötzlich
von allen Fehlentwicklungen in ihren Banken nichts gewußt.
Diese Politiker standen da wie dumme Jungen, aber nach einigen Wochen der Empörung
über die von ihnen mit bewirkten Verluste der Banken von mehreren Milliarden bis zu Hunderten von Milliarden Euro besonders im Fall der HRE verstummte rasch der Blätterwald,
denn es waren zu viele Politiker aller Parteien mitschuldig gewesen.
Man versuchte, Bankmanager anzuzeigen, aber dann wurden die Staatsanwälte, die die
Anzeigen bearbeiteten und Ermittlungen führen sollten, versetzt.
Als man nachfragte, hieß es von den Gerichten, daß die Materie so schwer sei, daß sich
kaum ein geeigneter Staatsanwalt und Ankläger finden lasse.
Die vorhin empfohlene Bildung einer Vereinigung von Juristen zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Betrügereien von Eliten sollte also so schnell wie möglich erfolgen, denn Politik und
Justiz mauern.
Man vergleiche die geringe Menge an Papier, die wegen der Fehlspekulationen bei der Hypo
Real Estate beschrieben worden ist (sie kosteten den Steuerzahler über 100 Milliarden Euro), mit der riesigen Menge, die wegen der Parteispendenaffaire um Helmut Kohl beschrieben worden ist (mit einem Betrag um nur 3,5 Millionen Euro).
Man erfand griffige Worte für die wertlos gewordenen Papiere, die die Bankmanager in der
Gier auf abnorm hohe Zinsen zu Unmengen gekauft hatten, wie toxische Papiere oder giftige
Papiere, Man schätzte, daß der ehemalige Einkaufspreis für alle diese toxischen Papiere, die
allein in den Tresoren der Banken in Deutschland lagerten, um 300 bis 800 Milliarden Euro
betragen hat.
Bis heute ist kein Bankmanager wegen Veruntreuung, Fehlspekulation, sittenwidrigem Verhalten bei Vertragsabschlüssen ... verurteilt worden, ja es sind bisher sogar die Ermittlungen
ins Leere gelaufen.
Aber es ist so, daß Bankmanager gedroht haben, die ihnen vertraglich zustehenden BonusZahlungen einzuklagen, wenn man sie ihnen nicht freiwillig überweisen würde.
Der damalige Bundespräsident Horst Köhler hielt extra eine Rede an die Bankmanager und
hielt ihnen ihr Fehlverhalten vor, besonders ihre Gier.
Nachdem die Finanzkrise in eine Wirtschaftskrise übergegangen war, brach der Export in
Deutschland zu Anfang 2009 um 15 bis 70% ein, wurden Hunderttausende von Menschen
arbeitslos ... Die Bankmanager, die zu Tausenden in aller Welt die Katastrophe wegen ihrer
Gier bewirkt hatten, bezogen nach wie vor ihre früheren Gehälter, oft dazu auch ihre Bonuszahlungen im Wert von etlichen Millionen Euro pro Person.
Das ist noch nicht alles, denn die Bankmanager taten alles, um die Einrichtung einer sogenannten Bad Bank zu erzwingen – trotz gegenteiliger Reden in der Öffentlichkeit –, in die sie
die toxischen Papiere einlagern konnten, wobei der Staat alle Verlusthaftungen übernahm.
Was soll man von investigativen Journalisten oder auch Politikern halten, die sich auf die
kleinen Fehler stürzen und dabei die wirklich gigantisch großen völlig unbeachtet lassen ?
Nach diesen Vorfällen, die die Unzulänglichkeit der investigativen Journalisten und die sittlichen Mängel nicht nur der Bankmanager, sondern auch vieler Politiker offensichtlich gemacht haben, muß man natürlich fragen, was alles an Fehlentwicklungen im Gange ist, das
bisher noch nicht aufgedeckt worden ist.
Ferner ist dieses Offenkundigwerden der paranoiden Gier des Menschen auch in Schlips
und Kragen, der wirklich nicht genug haben kann, eine sehr deutliche Warnung für die Zukunft, diese Gier immer und überall einzurechnen.
Der gierige Mensch ist nicht zurechnungsfähig, auch dann, wenn er bereits eine Villa mit 50
Zimmern hat, eine Garage mit 5 Autos und einen eigenen Hubschrauber auf dem Dach.
Kann man folgendermaßen formulieren ?
Diktatoren, Herrscher und Eroberer wie Tiglat-Pileser, Salmanassar, Assurbanipal, ..., Marius, Sulla, Caligula, Tiberius, Commodus, ..., Adolf Hitler, Stalin, Mao Tse-tung, Pol-Pot, Idi
Amin, Rias Montt ... waren häufige Erscheinungen und sie waren ganz normale Männer die
die Möglichkeit hatten, sich im maskulinen Machtwahn „auszuleben“.
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Männer – kann man Herrscher, Heerführer, Diktatoren wie die oben genannten als Musterbeispiele für Testosteron-gesteuerte Männer einstufen, die im irren Wahn ihrer übersteigerten Männlichkeit so gehandelt haben ?
Vor 12000 bis 7500 Jahren ging das bis dahin verbreitete Matriarchat in das Patriarchat
über. Der Übergang erfolgte regional sehr zu verschiedenen Zeiten. Im Nahen Osten ist das
für die Zeit um 10000 v.Chr. nachweisbar. Das war offensichtlich ein Fehler, genau so wie
die Auslöschung der einheimischen Neandertaler durch die eingewanderten Menschen in
Europa bis vor 30000 Jahren und auch die Vernichtung der Eiszeitfauna durch die Menschen
bis vor 12000 Jahren durch die Menschen.
Die Spuren der Menschen in Raum und Zeit sind mit viel Blut anderer Geschöpfe besudelt,
die von den Menschen gemordet wurden, und ebenfalls von Menschenblut, das durch Menschen im irren Wahn und Rausch ihrer Triebe und Emotionen vergossen worden ist.
Man redet am besten nicht vom Problem-Bären, sondern vom Problem-Menschen.
Es ist eine interessante Frage, ob man wegen der erklecklichen Fehler bei der TestosteronSteuerung der Männer darauf übergehen sollte, die wichtigen politischen und sozialen Führungspositionen nur mit geeigneten Frauen zu besetzen. Das wäre bedingt eine Rückkehr
zum Matriarchat. Es müßte dann aber gleichzeitig dafür gesorgt werden, daß der Testosteron-gesteuerte Irrsinn der Männer nicht durch einen noch viel schlimmeren Östrogengesteuerten Irrsinn der Frauen ersetzt wird.
Man muß nicht auf Bunga-Bunga-Politiker zurückgreifen wie Silvio Berlusconi, um das oft
Lächerliche und für den Staat auch sehr Gefährliche an der Testosteron-gesteuerten Politik
von Männern zu untermauern, und auch nicht auf die Kriegsmanie eines George Bush jun.
mit seinem militärischen Überfall auf den Irak im Jahr 2003, sondern es reicht die Beobachtung der aktuellen Politik z.B. bei den „starken Sprüchen“ von Politikern, die in jedem gemäßigten Bürger Ärger und auch Sorge bis zur Furcht aufkommen lassen.
Allerdings gilt: Abstoßende Gier und Sexualität, Machtbesessenheit und Verlogenheit sind
auch ein Kennzeichen vieler Frauen, und diese Frauen müssen noch nicht einmal sehr
mächtig sein.
Um das Risiko zu streuen, sollte man sich also um eine 50%-Quote bei politischen und sozialen Spitzenpositionen bemühen, also diese Positionen sollten zu gleichen Teilen mit Männern und Frauen besetzt werden.
Gier … ! Die nächsten Gebiete, auf denen diese Gier der Menschen Katastrophen auslösen
kann, sind u.a.
- Mißbrauch der EU und ihrer Institutionen (Paul van Buitenen !),
- Grüne Gentechnik und
- Nanotechnologie.
Es ist unbedingt erforderlich, Grüne Gentechnik und Nanotechnologie, die ganz wesentliche
Schlüsseltechnologien sind, aus dem Bereich der Privatwirtschaft herauszunehmen.
Wenn die Menschen in ihrer paranoiden Gier nach immer mehr Geld unzurechnungsfähig
werden, muß man sich entsprechend davor absichern.
Forschungen zur Grünen Gentechnik und Nanotechnologie dürfen nur in Instituten der
Fraunhofer-Gesellschaft oder in Universitäten betrieben werden.
Die Gefahr liegt in der Freisetzung, so daß hier die Hürden hinreichend hoch gelegt werden.
Bisher aufgedeckte Fehlerquellen bei der Grünen Gentechnik:
- Im erstellten Genom sind zwar die gewünschten Gensequenzen alle enthalten, und auch
nicht mehr, aber sie wurden in ihren schädlichen Wirkungen als viel zu niedrig angesetzt.
Man testet aus Bequemlichkeit oder Kostengründen nicht die Umweltschädlichkeit des neu
erstellten Genoms aus.
- Im erstellten Genom sind noch Fremdteile vom Einschleusungsvorgang für die gewünschten Gensequenzen enthalten. Verwendet man z.B. ein Tabakmosaikvirus als Gentaxi, können nach der Einschleusung der gewünschten Gensequenzen noch zusätzliche Teile vom
Tabakmosaikvirus im neuen Genom enthalten sein.
- Im erstellten Genom beläßt man absichtlich – aus Bequemlichkeit – Gensequenzen, die bei
der Einschleusung der gewünschten Gensequenzen nur als Markierungen gedient haben.
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In allen diesen Fällen ist die größte Gefahr, daß durch die gewöhnlichen, natürlichen Gentransfers fehlerhafte Gensequenzen zur Ausbreitung in der Natur kommen, und das nicht nur
bei Pflanzen. Überall in der Natur gibt es Retroviren, und der Vorgang des Einschleusens
bestimmter Gensequenzen in ein Genom kommt auch in der Natur vor.
Fehlerquellen bei der Nanotechnologie:
Die größte Gefahr kommt von den sich selbst reproduzierenden Nanomaschinen, für die die
Viren ein Beispiel aus der Biologie sind.
Es sind wirksame Verfahren dafür zu entwickeln, daß die paranoide Gier der Menschen nicht
in einer so verhängnisvollen Weise zur Auswirkung kommt, wie wir das jüngst in der Bankenkrise gesehen haben.
Offensichtlich darf man sich nicht von Nadelstreifenanzug, Schlips und Kragen seines Gegenübers täuschen lassen, auch nicht von dem aufgeschlossenen Lächeln und den salbungsvollen Reden, und das gilt nicht nur für das Bankenwesen, sondern u.a. auch für EUManagement, EU-Verwaltung und EU-Regierung.
Auch zukunftsweisende Technologien und Großprojekte wie
- Umstellung der Energieversorgung vor allem auf Sonnenenergie,
- Künstlich-technische Klimasteuerung auf der ganzen Erdoberfläche und
- Entnahme riesiger Mengen von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, seine Reduzierung mittels Sonnenenergie und Verbringen riesiger Mengen von Kohlenstoff in unterirdische Anthrazit-Lager in etlichen Kilometern Tiefe
können von viel Korruption begleitet sein.
Der Erfindungsgeist der Menschen ist dann am größten, wenn es darum geht, Gründe zu
finden, um sich zu bereichern oder an sich genommenes Gut zu behalten:
- Etwa ab 1580 besserte England seine Staatskasse mittels Raub und Sklavenhandel auf,
und das für Jahrhunderte. Dem Geist des Viktorianischen Zeitalters folgend füllte England
die Bestände im Britischen Museum, London, auf, und zwar mit „Fundstücken“ bzw. Kulturgütern und Artefakten aus aller Welt. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man das Fries
vom Parthenon in Athen ab schickte es nach England und bald schon kam es ins Britische
Museum. Seit Jahrzehnten will aber Athen das Fries wiederhaben, was von London mit den
Worten verneint wurde, daß in Athen kein geeigneter Platz dafür zur Verfügung stünde.
Kaum hatte man in Athen das neue Museum auf dem Parthenon Ende Juni 2009 eingeweiht,
ließ London verlauten, daß es doch ganz gut wäre, wenn man die Kulturgüter vieler Länder
und Völker konzentriert bei einander habe, weil man dadurch zu neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen kommen könne.
- Die Walfänger-Flotten der Nationen der Erde dezimierten die Walbestände derart, daß die
Gefahr der Ausrottung für viele Walarten bestand. Man einigte sich bei einer internationalen
Konferenz darauf, keinen Walfang mehr zu betreiben, um sich die Bestände an Walen erholen zu lassen. Man ließ aber offen, daß man Wale aus wissenschaftlichen Zwecken erlegen
könne. Während sich die meisten Staaten an das Übereinkommen für den Schutz der Wale
hielten, ließ Japan aus „wissenschaftlichen Zwecken“ um 900 Wale im Jahr erlegen, und
deren Fleisch wurde in den Gaststätten Japans angeboten. Japan berief sich dabei immer
direkter auf die alte Tradition des Essens von Walfleisch in Japan, wobei es dadurch natürlich immer mehr zugab, daß der weitere Walfang durch japanische Walfänger aus wissenschaftlichen Zwecken auch nach dem Walfang-Moratorium nur unter vorgetäuschtem Etikett
erfolgte.
Von solchen Vorfällen kann man ganze Bücher füllen.
Man sagt: „Wenn der Herrgott nicht will, dann will er nicht.“
Es sollte anders heißen: „Wenn der Mensch nicht will, dann will er nicht.“ und er erfindet dabei schnell Tausendundeins Ausflüchte.
Das Leben der Tiere und Pflanzen, die Existenz von Tier- und Pflanzenarten auf der Erde
dürfen nicht der Bestialität und Vernichtungswut der Menschen geopfert werden.
Wir benötigen neue zentrale geistige Systeme für die Menschen, um Raub und Mord der
Menschen untereinander und das Wüten und Morden der Menschen in der Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern - Demokratie allein ist eben nicht hinreichend.
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Vor allem ist es die Gier der Menschen – oft auch ihre Grausamkeit – die ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen und gegenüber Tieren steuert.
Gier – und oft auch Grausamkeit – erzeugen im Menschen Rücksichtslosigkeit und „Geschäftssinn“ der Menschen, und die bewirken ihrerseits fast schon zwangsläufig mehr oder
weniger Verluderung und Verfilzung der jeweiligen Oberschicht in den Staaten der Menschen, die für die einfache Bevölkerung zu schlimmen Folgen führen. Die Menschen der unteren sozialen Schichten müssen sich dazu qualifizieren, die Oberschicht
- zu kontrollieren,
- ihre Fehler zu erkennen und ihnen nachzuweisen,
- die Behebung dieser Fehler einzufordern …,
und das alles, solange das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist.
Die Verfilzung der Oberschicht oder die Filzokratie wird asymptotisch von Oligarchien, Diktaturen und auch Demokratien (siehe z.B. Immobilien-Finanz-Krise 2008, Banken-Finanz-Krise
2010 und Banken-Staatsschulden-Krise 2012, die sich zur EU-Krise auswuchs) angestrebt,
und zwar wegen des Pyramideneffekts (siehe Aionik-Graph G 5.3 auf der Webseite
www.aionik.de).
Stellen Sie sich eine Pyramide vor, in die sie an ihrer Spitze die Oberschicht einer Nation
packen und auf ihre Basisfläche die sozial untersten Bevölkerungsschichten, und dann
kommen dazwischen - also zwischen Grundfläche und Spitze – alle die Menschen, die zwischen sozial ganz unten und sozial ganz oben stehen, und zwar in der Rangfolge ihrer sozialen Position.
In einer Oligarchie ist die Pyramide sehr flach: Die wenigen Oligarchen stecken an der Spitze
und die übrige Bevölkerung tummelt sich an der Basis – dazwischen gibt es kaum Menschen.
In einer Demokratie sollte die Pyramide steile Flanken haben, weil sie eine ausgeprägte Mittelschicht und nicht so viele arme Leute – Zaungäste des Glücks der anderen – haben sollte.
Die Oberschicht befindet sich an der Spitze der Pyramide, und das zeigt, daß sie aus sehr,
sehr viel weniger Menschen besteht als die sozial schwache Bevölkerung. Da sich die Oberschicht der menschlichen Natur nach von den sozial schwachen Menschen abgrenzt und nur
untereinander verkehrt, stellt sich ganz automatisch ein, daß der Richter R mit dem Fabrikanten F verschwägert ist und mit dem Politiker P Karten spielt. Ganz automatisch schieben
sie sich gegenseitig gute Posten, Referenzen, Aufträge, Projekte … zu und verfilzen immer
mehr miteinander.
Bei den Demokratien besteht die Hoffnung, daß mit jeder neuen Wahl das Kartell der Spitze
aufgebrochen und mit der Basisbevölkerung vermischt wird – in Griechenland war das aber
für Jahrzehnte nicht der Fall.
Nachdem eine Gesundung durch soziale Durchmischung stattgefunden hat, setzt nach der
Wahl allerdings automatisch wieder die Verfilzung ein, und zwar aus folgendem Grund:
Das Problem der Menschen ist, daß das Böse in jedem Menschen steckt. Die Menschen der
unteren sozialen Schichten beklagen sich über die Härte, Geldgier, Sittenlosigkeit … der
Menschen der Oberschicht, aber wenn sie selber z.B. durch eine Wahl den Weg in die Spitze gefunden haben, werden sie wie die anderen Menschen der Oberschicht.
Das können Sie ganz einfach nachprüfen bei den großen Revolutionen in Frankreich 1789,
Rußland ab 1917, China ab 1924, Kambodscha ab 1974 …
Prüfen Sie Lebensweg und soziale Stellung der Revolutionäre nach, die sich selber so schön
als erfolgreiche Revolutionäre feiern. Schauen Sie besonders auf ihre Gallionsfiguren !
Die Natur des Menschen erzwingt den Drang zur Separation einer Oberschicht und deren
Verfilzung, und es hängt wesentlich auch von Staats- und Wirtschaftsform ab, ob dieser
Drang des Menschen mehr oder weniger gefördert bzw. gemindert wird.
Isokrates (416-338 v.Chr.) eröffnete im Jahre 391 v.Chr. in Athen eine später sehr berühmte
Rednerschule, und zwar verfolgte er das Ziel, Leute heranzubilden, die den Demagogen in
der Volksversammlung Paroli geben konnten. Perikles war im Jahre 429 v.Chr. gestorben Isokrates wurde also nach dem Perikleischen Zeitalter geboren und erlebte die Zeit Athens
bis zur Niederlage der Athener gegen die Truppen von Philipp II von Makedonien, dem Vater
von Alexander dem Großen, bei Chaironeia.
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Der hochbegabte und hoch gebildete Isokrates mußte sein ganzes Leben lang die Zügellosigkeit, Demagogie und Rechtsverdrehung, verbunden mit jeder Art von persönlicher Vorteilsnahme der Volksvertreter und sonstigen Redner bei den Volksversammlungen miterleben. Isokrates erkannte, daß der Staat der Athener in 2 Staaten zerfallen war, einen der Reichen und einen der Armen, und daß die Reichen eher ihren Besitz in das Meer werfen würden, als ihn den Armen zu geben, und daß die Armen nichts lieber täten als es den Reichen
zu nehmen und es sonst auch nicht geschenkt haben wollten. Genau diese Entwicklung hatte Platon in seinem Buch über den Staat beschrieben.
In der Volksversammlung wurde der ganze Klassenkampf verbal bewußt gemacht, der in
Athen die Gesellschaft spaltete.
Isokrates war ein stolzer Athener, der die Kultur Athens für unübertroffen in der ganzen Welt
hielt und der Demokratie verschworen war, aber zu seinem Lebensende hin richteten sich
seine Hoffnungen auf den König Makedoniens, weil er von der athenischen Gesellschaft
grenzenlos enttäuscht war.
Wir leben heute in Europa um 2350 Jahre nach Isokrates und in der Geschichte haben wir
erfahren, daß sich „die Welt“ oft gewandelt hat. Reiche wechseln, Völker stehen auf und verschwinden wieder, Ruhm und Ehre wechseln schattenhaft … (Mika Waltari).
Was wir heute beim Kasperle-Theater bis Gaunerstück der Banker und Politiker erleben in
Form von Banken-Immobilien-Krise 2008, Banken-Finanz-Krise 2010 und Banken-StaatsFinanz-Krise 2012, die sich zur EU- und Euro-Krise ausgewachsen hat, würde Isokrates
nicht wundern.
Er hätte sich sicher sehr über die erfolgreichen (?) Revolutionen in einigen nordafrikanischen
Staaten mit der Vertreibung von Staatschefs gefreut, die in den jeweiligen Staaten schon seit
Jahrzehnten an der Macht gewesen waren.
Über (As-)Syrien mit dem Versuch von Asa(rha)d(don) im Jahre 2012 n.Chr., unter Einsatz
des Militärs und schwerer Waffen, gegen die eigene Bevölkerung gewaltsam vorzugehen,
um sich an der Herrschaft zu halten, auch wenn Zehntausende von Menschen getötet werden, hätte sich Isokrates überhaupt nicht gewundert: Das war damals üblich, auch in Europa.
In Syrien findet im Jahre 2012 das statt, was in Europa für Jahrhunderte ebenfalls praktiziert
worden ist, nämlich der Krieg der Herrschenden gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung.
Da zumindest in Westeuropa solche Tendenzen nur noch ganz selten auftreten, kann man
dem Menschen eine gewisse Lernfähigkeit attestieren – aber wie weit reicht diese ?
Die demokratischen Strukturen müssen soviel Weisheit enthalten, daß sie in der Lage sind,
daß ein Arrangieren mit dem Bösen im Menschen möglich ist mit möglichst geringen Schäden für alle. Mit gewaltorientierten Revolutionen geht man da besser nicht vor, wie man an
den Beispielen Napoleon, Stalin, Hitler, Mao Tse-tung und Pol-Pot unschwer erkennen kann,
die allesamt in der Folge von gewaltorientierten Revolutionen an die Macht gekommen sind.
In der Tat steht es in den westlichen Industriestaaten einem jeden Bürger offen, sich durch
Lernen und Studien weiter zu bilden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, sich den primitiven Verführungen durch das Böse im Menschen, auch in einem selber, hinreichend zu entziehen. Hier sollte jeder das Grundübel bei sich selber erkennen, das Böse in sich selber.
Das Grundproblem ist die Psyche des Menschen mit Trieben und Gefühlen wie Raub-, Mordund Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Eifersucht, Zorn,
Wut, Neid, Haß, Gier …, also das, was wir auf unserer heutigen zivilisatorischen Stufe als
das Böse im Menschen bezeichnen, was aber im Menschen drin ist, weil dieses Verhalten
vor Jahrmillionen und Jahrhunderttausenden erst die Species Homo sapiens erschuf. In der
Urzeit war ein solches Verhalten nützlich, also gut, und Hominiden mit diesen Eigenschaften
setzten sich in Partnerwahl und Überlebenskampf am besten durch. Sie waren die Hominiden, die in der Auslese durch die Evolution am besten bestanden. Wir Menschen leben
heute als Menschen, weil unsere Vorfahren vor Hunderttausenden von Jahren im Kampf um
Leben und Tod ein Verhalten befolgen mußten, das in ihrer Psyche das in Form von Trieben
und Gefühlen verankerte, was wir heute als das Böse bezeichnen.
Dieses in der Urzeit Gute wurde also erst zum Bösen durch die Entwicklung von Kultur und
Zivilisation durch den Menschen, weil ein solches Verhalten in einer höheren Gemeinschaft
die Höherentwicklung behindert.
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6 Das Kreuz mit der Justiz
Ist ein wirklich gerechtes Urteil ein Zufallsprodukt und Glücksfall ?
Der Volksgerichtshof von Roland Freisler ist ein Musterbeispiel für eine völlig pervertierte
Justiz, die aber Beifall der beteiligten Juristen erfuhr. Adolf Hitler benötigte ein Werkzeug, um
Mißliebige hinter Gitter oder ins Jenseits zu befördern, und darum richtete er den Volksgerichtshof schon bald nach seiner Machtübernahme in Deutschland im Jahre 1933 ein.
Diesem Volksgerichtshof gehörten auf dem Höhepunkt seiner Macht 596 Richter an – die
Nachwelt nennt sie Blutrichter –, die nach 1945 allesamt wieder zu Amt und Würden kamen.
Niemals ist ein solcher Blutrichter des Volksgerichtshofes, der Hunderttausende in KZ‘s oder
ins Jenseits brachte, nach 1945 gerichtlich belangt worden. Die wirklichen Täter blieben nicht
nur straffrei, sondern übten in der jungen BRD ihre Ämter als Richter weiter aus.
Die Entschuldigung der Richter: Sie hätten nur die Befehle der damaligen Regierung befolgt.
Es wurde kein Richter des Volksgerichtshofs strafrechtlich belangt.
Dann lebt das Dritte Reich in Justiz und Gesetzen des Deutschlands der Nachkriegszeit fort.
Das ist das doppelte Versagen der Justiz in Deutschland:
Zuerst z.Z. des Volksgerichtshofs unter Roland Freisler bis 1945 und dann in den Jahrzehnten danach, als sich die deutsche Justiz nicht dazu bereit erklärte, sich von den Terrorurteilen des Dritten Reiches zu distanzieren – indem die Richter des Volksgerichtshofs strafrechtlich verfolgt und abgeurteilt wurden.
Nun denke man an Demjanjuk, der KZ-Wächter gewesen sein soll und im Alter von 90 Jahren in den 2000er Jahren vor Gericht gestellt und verurteilt wurde.
Die Entschuldigung von Demjanjuk: Er habe nur die Befehle der damaligen Regierung befolgt. Er wurde aber strafrechtlich belangt – im Alter von 90 Jahren.
In Rosenheim machte ein Kommissar der Polizei in den 2000er Jahren Schlagzeilen dadurch, daß er in der Wachtstube einen 15-jährigen Jungen schlug und an die Wand prellte,
so daß der einen Teil eines Schneidezahns verlor.
Erst im Verlauf von 3 Jahren kam es zu einer Anklage wegen Körperverletzung – nach ganzen 3 Jahren !
Sind das Erinnerungen an vergangene düstere Zeiten ?
Nach Eintritt von Hellas in EU und Eurozone hätte man von Europäischem Parlament (EP)
und EU-Kommission (EC) erwarten müssen, daß sie das Treiben der politischen, wirtschaftlichen … Eliten in Griechenland in den letzten Jahrzehnten erkannten und fortan unterbanden – was aber nicht geschah.
Es wird hier auf die Ausgabe des Spiegels 21/1967 verwiesen als Beispiel dafür, daß die
lausige Staats- und Wirtschaftsführung in Hellas schon 1967 durchaus erkannt und sehr
gründlich beschrieben war und seitdem allen Politikern und Journalisten und besonders den
EU-Behörden durchaus bekannt gewesen sein mußte.
Es kann also gar nicht sein, daß die EU-Bürokraten von der lausigen Haushaltsführung in
Griechenland mit Anhäufung von Riesenschulden durch die verluderten griechischen Regierungschefs keine Ahnung gehabt hätten – bis diese ab 2008 durch die Medien in großer
Aufmachung bekannt gemacht wurden und es jedermann auf der Welt erfuhr.
Hier kommt die Frage auf nach Verantwortung, Straftat und Regreßforderung an Politiker.
Wenn man in einer führenden Position ist in einer Bank, des IWF oder einer Institution der
EU wie EZB, EP oder EC, so muß von einem verlangt werden, daß man eine Übersicht hat
über das Funktionieren in den verschiedenen EU-Staaten und daß man seine Kenntnisse
nicht nur aus Presse und Fernsehen hat.
Darüber hinaus ist ja in der Presse das Dilemma der griechischen Staatsführung ganz genau
beschrieben worden, mindestens seit 1967 (21/1967 SPIEGEL). Dann hätten die EUBürokraten die Staatsführung in Hellas genau untersuchen müssen und die Banker hätten
zur Wahrung der kaufmännischen Sorgfaltspflicht dem hellenischen Staat nicht immer weiter
Kredite gewähren dürfen.
Es ist offensichtlich, daß die Verantwortlichen in den Banken Straftaten begangen haben,
indem sie Griechenlands Regierungen immer weiter Geld gaben, weil sie an den hohen Zinsen verdienen wollten. Sie mußten wissen, daß Griechenland diese Kredite niemals zurück-
30
zahlen konnte. Dies mußte dann der Steuerzahler tun.
Die jämmerliche bis kriminelle Staatsführung durch etliche Politiker bei etlichen EU-Staaten
brachte es mit sich, daß das Jahr 2012 eine EU-Krise bescherte, wo man um den Zusammenhalt der EU und der Euro-Währung bangte.
Es ist kennzeichnend, daß die ranghohen Politiker, Banker, hohen Beamten …, die in gewissen EU-Staaten das wirtschaftliche Chaos durch Scharlatanerie, Dummheit und rücksichtslose Selbstbereicherung am Volksvermögen bewirkt hatten, nicht nur nicht zur Verantwortung herangezogen wurden, sondern auch kaum der Kritik unterlagen und sogar die Gelegenheit hatten, sich selber in Talk-Shows als Opfer dazustellen – wie im Fall Hellas.
Etliche ranghohe Politiker etlicher EU-Staaten – sie nennen sich ja alle demokratisch – regierten mit solcher Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit und Geringschätzung gegenüber
ihrer eigenen Bevölkerung sowie mit dem Fehlen jeder Sachkenntnis, daß sie bei Banken
immer wieder neue Kredite aufnehmen mußten, um ihre stümperhafte Staatsführung zu finanzieren. Die Banken ihrerseits machten bei diesem Spiel aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit gegenüber ihren Sparern mit, und zwar deshalb, weil sie bei den Staatspapieren der
zukünftigen Bankrottstaaten viel mehr Zinsen erhielten als bei Staaten mit solider Wirtschaftsführung.
Diese sehr viel höheren Zinsen ergaben bei den sehr hohen Beträgen bei den Ankäufen der
Staatspapiere im Bereich von mehreren Hundert Milliarden Euro pro Staat die Basis dafür,
daß die Banker ihren Bonus jeweils in Millionenhöhe erhielten.
Natürlich verstießen die Banker besonders der EU-Staaten mit dieser Strategie gegen die
kaufmännische Sorgfaltspflicht, weil sie wissen mußten, daß diese zukünftigen BankrottStaaten niemals dazu in der Lage sein würden, ihre Schulden zurückzuzahlen.
Sie planten schon bei der Vergabe dieser Kredite ein, daß die Steuerzahler letzten Endes die
Schulden der dann faktischen Bankrott-Staaten bezahlen mußten gemäß dem Motto:
Kapitalisierung der Gewinne und Sozialisierung der Schulden.
Weil gegen diese EU-Bürokraten und Banker in den EU-Staaten vor allem wegen der Verfilzung der Oberschicht keine entsprechenden Anklagen von ihrer jeweiligen Justiz erhoben
worden sind, ist diese Justiz dieser Staaten selber straffällig geworden.
Im Fall Gustl Mollath, der auf Grund zweifelhafter Psychiatrischer Gutachten auf zweifelhaftem juristischen Wege vom zuständigen Gericht 2006 in die Psychiatrie eingewiesen worden
ist und nur auf Druck von Medien und politischer Opposition (Freie Wähler, Grüne und Piratenpartei) 2013 wieder herauskam, steht allerdings massive Rechtsbeugung durch Staatsorgane im Raum, ein Schlag ins Gesicht des angeblichen Rechtsstaats, der nicht hingenommen werden kann. Der Fall Mollath ist in Wikipedia sorgfältig dargestellt. Er zeigt die Konsequenzen für die damalige Justizministerin, aber nicht für die beteiligten Gutachter, Staatsanwaltschaften und Richter.
Am 14.6.2014 wurde der Fall Mollath wieder vor Gericht aufgerollt mit sehr zweifelhafter Autorisierung durch die beteiligten Gutachter, Staatsanwaltschaften und Gerichte.
Was soll man von einer Justiz halten, der von Juristen Schlampigkeit bis Rechtsbeugung
vorgeworfen worden ist ? Es ist zu fordern, daß ein Prozeß über den Prozeß und Fall Mollath
geführt wird, um dem Rechtsempfinden des Bürgers Genüge zu tun.
Mögen sich auch beteiligte Gutachter, Staatsanwälte und Richter mit Händen und Füßen
dagegen wehren, so sind sie dennoch vor Gericht zu bringen und bei erwiesener Schuld
abzuurteilen mit Geld- und Freiheitsstrafen – auch wenn sie heute bereits pensioniert sind.
Immer wieder werden bei Banken Tausende von Kundendaten mit sehr sensiblem Inhalt
entwendet. Diese Daten werden für Millionenbeträge an BRD und Bundesländer verkauft
und ermöglichen den Finanzämtern, Steuerhinterziehung nachzuweisen und entsprechende
Nachforderungen mit Strafzahlungen einzutreiben – was auch getan wird. Im Februar 2015
wurde bekannt, daß man der Bank HSBC Tausende von sensiblen Kundendaten entwendet
hat (betroffen sind EU-Staaten, besonders England, und auch die USA) für eine Gesamtsumme von 75 Milliarden Euro. Die englische Justiz nutzte diese Daten aber nicht entsprechend, was ihr von englischen Politikern als Versagen und Konspiration vorgeworfen wurde,
was im kleineren Umfang auch für die BRD gilt, wo es den Medien nach um die Daten von
etwa 1000 Kunden dieser Bank ging (Verfilzung der Oberschicht).
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7 Flops bei EU-Bürokraten
Paul van Buitenen „Unbestechlich für Europa“, Brunnen-Verlag 1999
Der Mißbrauch hehrer Ideen hat seit je bei den Menschen Großkonjunktur gehabt, besonders dann, wenn dabei Gelegenheit gegeben war, in die Taschen der anderen Menschen zu
greifen, Grausamkeit und Brutalität auszuleben und sich dabei als Rächer der Enterbten, als
Beschützer der Guten ... hinzustellen.
Man kann das auch umformulieren: Wenn man die Leute schön täuschen und ausnehmen
will, gründe man einen humanitären Verein. Je hehrer die Ideen sind, die man vorschiebt, um
so tiefer kann man den Leuten in die Tasche greifen.
Wir kennen solche Ideen: Menschenrechte, Hilfe für Flüchtlinge, Rotes Kreuz, Gottesgläubigkeit, Gerechtigkeit für Werktätige, Europäische Einigung ...
Ja, stopp, Europäische Einigung - hier war’s. In unserer Zeit der Vereinigungsbestrebungen
in Europa haben sich Institutionen wie das EU-Parlament und die EU-Kommission herausgebildet, die nach der Methode „... und die betroffene und betrogene Bevölkerung ist weit“ in
die eigene Tasche arbeiten anstatt ihre Arbeit richtig zu machen.
Das ist also ganz ähnlich wie bei dem
- bekannten Skandal um das BRK oder
- Verein der Dorfhelferinnen –
die kleinen Leute machen ihre Arbeit mit Aufopferung, und in die leitenden Stellen wurden
durch Parteibuch, „Vitamin B“ ... Leute geschoben, die sich dann nach Jahren der Selbstbedienung deswegen vor Gericht verantworten müssen. Dabei geht es um Summen der Veruntreuung in zweistelligen Millionenbeträgen.
Die kleinen Leute schuften und tun ihre Pflicht und mehr - die Leitenden plündern die
Kassen aus unter dem Deckmantel dämlicher Sprüche.
Mitte Oktober 1999 wurde in den Medien gemeldet, daß Paul van Buitenen - er hatte den
moralischen Absturz der EU-Kommission nachgewiesen, was dann zu ihrem Rücktritt führte
- nachträglich vom neuen Präsidenten der neuen EU-Kommission, Romano Prodi, abgemahnt worden ist wegen Weitergabe vertraulicher Informationen.
Dieser hoch verdiente EU-Beamte hatte die EU-Kommission regelrecht observiert. Er war
zuerst Finanzkontrolleur gewesen. Dabei waren ihm die unredlichen Handlungen besonders
von Vorgesetzten aufgefallen.
Nach der Veröffentlichung seiner Dossiers und dem von ihm ausgelösten Rücktritt der EUKommission (Leitung: Jacques Santer) im März 1999 wurde er
• für Monate vom Dienst suspendiert,
• auf halbe Bezüge gesetzt,
• in die Gebäudeabteilung der EU strafversetzt,
• Objekt eines Disziplinarverfahrens,
• mit einem riesigen Druck auf seine Familie konfrontiert ...
Auf der Frankfurter Buchmesse stellte er im Oktober 1999 sein neues Buch „Unbestechlich
für Europa“ vor. Obwohl also ganz klar ist, daß Paul van Buitenen den Bürgern Europas und
damit der europäischen Idee einen überaus großen Dienst geleistet hat, sind ihm die EUBehörden keineswegs gut gesonnen.
Es ist eine Frechheit sondergleichen, daß er vom neuen Präsidenten der EU-Kommission
eine Abmahnung, also einen disziplinarischen Verweis, bekam wegen seiner Aufklärungsarbeit, die für den EU-Bürger so wichtig und segensreich war.
Daraus ergibt sich aber auch die Forderung: Helft mit, Paul van Buitenen vor den EUBehörden zu schützen und macht ihn zum Ehrenbürger Europas !
Paul van Buitenen in seinem Buch „Unbestechlich für Europa“ auf den Seiten 9 und 10:
„In diesem Buch berichte ich von den ernsthaften Mängeln, die Kollegen und ich innerhalb
der Organisation der Europäischen Kommission festgestellt haben. Es liegt mir dabei nicht
so sehr daran, mit Personen und ihren Praktiken abzurechnen. Ich will vor allem zeigen, unter welchen Umständen es Menschen leichter gemacht wird, Unregelmäßigkeiten, Betrug
und Korruption für sich persönlich in Betracht zu ziehen oder bei anderen zuzulassen. Das
System selbst taugt nicht, wenn es bei der Kontrollfunktion hapert und in der Führung eine
verkehrte Einstellung und Konfliktlösungskultur herrscht, Es ist bitter nötig, daß in der Euro-
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päischen Kommission klar Schiff gemacht wird. Eine relativ kleine Anzahl hoher Beamter läßt
sich unsaubere Praktiken zuschulden kommen und besudelt damit den Namen der Europäischen Kommission. Diese Beamten hatten das Glück, jahrelang nicht verfolgt zu werden.
Das muß sich mit der neuen Kommission unter Präsident Romano Prodi ändern. Ich hoffe,
daß dieses Buch dazu einen maßgeblichen Beitrag leisten wird.“
Es kann jedem EU-Bürger dringend empfohlen werden, das Buch von Paul van Buitenen
sorgfältig zu lesen.
Sicher ist die europäische Einigung eine großartige Sache, aber das bedeutet doch lange
nicht, Betrug in den EU-Institutionen zu dulden und so gegen Informanten der Öffentlichkeit
vorzugehen, wie das im Fall Buitenen seit Dezember 1998 geschehen ist.
Whistleblower – hat man sie nicht per Gesetz unter Schutz gestellt ?
Man könnte jetzt für zukünftige Entwicklungen bei der europäischen Einigung, Verwaltung
und Regierung u.a. sagen, daß Erfolg und Ehrlichkeit von Romano Prodi als Präsident der
neuen Europäischen Kommission besonders daran zu messen waren, wie er tatsächlich begangene Straftaten von Angehörigen der früheren Europäischen Kommission so ahndete,
wie sich das nach dem juristischen Maß ergeben hätte, daß man an den „Mann auf der Straße“ immer anwendet.
Es ist zu fordern, daß von der neuen Europäischen Kommission ein Bericht erstellt wird über
die tatsächlich begangenen Verfehlungen der Angehörigen der früheren Europäischen
Kommission und über deren strafrechtliche Verfolgung.
Es ist auch zu fordern, daß die von der alten Europäischen Kommission ausgehenden Aktionen überprüft und strafrechtlich verfolgt werden, die gegen solche Leute gerichtet waren, die
Betrügereien der EU-Behörden, der Kommission ... aufdeckten oder auch nur aufdecken
wollten.
Im o.g. Buch Seite 7 und 8 schildert Paul van Buitenen die Klemme, in der er steckte:
„In meinem Bericht beschrieb ich meine vergeblichen Versuche, auf geeigneten Wegen namentlich durch interne Prozeduren - den bestehenden Mißständen, Unregelmäßigkeiten
und betrügerischen Praktiken innerhalb der Europäischen Kommission Einhalt zu gebieten.
Als europäischer Beamter hatte ich mich dabei strikt an die Ordnung zu halten. So war es
mir unter keinen Umständen erlaubt, derartige Fälle dem Parlament zu melden. Ein Beamter
kann lediglich durch die Kommission selbst von seiner Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitspflicht entbunden werden. Dies wird allerdings zum Problem, wenn die Kommission
selbst betroffen ist ...
Meiner festen Überzeugung nach liegt die Zukunft Europas in echter Zusammenarbeit. Die
Organisationen, die diese Zusammenarbeit gestalten, müssen jedoch kontrollierbar und
transparent sein. Um dem Gemeinschaftsinteresse konstruktiv zu dienen, sah ich mich letztlich genötigt, meine Geheimhaltungspflicht zu brechen und meine Unterlagen (ca. 600 Seiten
vertrauliche Dokumente und einen 34-seitigen Brief) bei einem externen, aber zweifellos legitimen Kontrollapparat einzureichen: beim Europäischen Parlament ...“
Eigentlich ist die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit der europäischen Völker trivial, aber
wer in alten Traditionen erzogen wurde, bekam Feindbilder vermittelt. Insofern ist es eine
unbestreitbare Tatsache, daß die Politiker der Nachkriegszeit nach 1945 - wie man befürchten muß, wird sie irgendwann wieder in eine Vorkriegszeit übergehen - in Europa tatsächlich
viel begriffen haben und mit dem Bau der EWG bis zur EU sehr viel geleistet haben.
Hier hatten die Politiker gegen Traditionen anzugehen.
Für jedes Land kann man diese europafeindlichen Traditionen darlegen. Hier wird nur die
Nationalhymne Frankreichs genannt: In ihr werden die Franzosen aufgefordert, mit dem Blut
der Feinde den Boden zu tränken. Hier weiß auch jedermann, wer diese Feinde sind.
Nicht nur die Idee des Friedens ist so wichtig, sondern auch der Erhalt der Güter an Leben,
Technik und Kultur, die in Friedenszeiten eben nicht auf Geheiß von Regierungen so schnell
und leicht zerstört werden.
Im Besitz des europäischen Friedens kann man nun weiter denken und aufzeigen, daß die
Normierung der Regeln und Gebote für Verfassungen, Gesetze, Wirtschaftsverfahren ... für
die einzelnen EU-Länder sehr wichtig ist.
Eine florierende Wirtschaft ist für jedes Land sehr wichtig, so daß Beispiele am besten aus
dem Bereich der Wirtschaft genommen werden: Wenn in dem einen Land grausame Mas-
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sentierzucht erlaubt, im anderen verboten ist, so hat das Land mit der grausamen Massentierhaltung heute noch einen großen wirtschaftlichen Vorteil.
Also muß man darauf dringen, daß in jedem EU-Staat dieselben Tierschutzgesetze bestehen
und auch durchgesetzt werden.
Aber auch die Forschung profitiert von der europäischen Einigung. Die Gründung von CERN
in den frühen 1950er Jahren verfolgte das Ziel, die Forschungskultur nach dem 2. Weltkrieg
in Europa zu erhalten. Nun, CERN hat zwar bis 1980 nicht viel dazu beigetragen, aber folgendes hat es geleistet: Es hat die europäischen Wissenschaftler geeint, von Westeuropa
bis Rußland. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß von CERN die beständige Kraft zur Einigung Europas ausging, die letztlich zum Erfolg geführt hat. Und ab 1980 ist dann sogar
CERN auch in der Physik zur Spitzenforschung aufgestiegen und macht heute mit dem LHC
(Large Hadron Collider) den besten Experimentier-Forschungszentren der USA Konkurrenz.
Ja, es ist so: Hehre Ideen wie Menschenrechte, Hilfe für Flüchtlinge, Rotes Kreuz, Gottesgläubigkeit, Gerechtigkeit für Werktätige, Europäische Einigung ... ziehen Ganoven aller
Schattierungen an, da die Menschen beim Blick nach oben nicht so genau hinsehen, wer
ihnen in die Tasche greift.
Es bedarf einer hinreichend scharfen und dauerhaften Kontrolle, daß der Mißbrauch der hehren Ideen keine Blüten schlägt.
Die EU-Hierarchie gibt dem Europäischen Rat und dem Ministerrat die meiste Macht, und die
Aufgabe der EU-Kommissare ist, die Direktiven des Rats umzusetzen.
Offensichtlich ist es nun so, daß die EU-Kommissare zu wenig überwacht worden sind.
Man hat daran gedacht, die EU-Kommissare vor nationalen Beeinflussungen zu schützen,
aber man hat nicht daran gedacht, die Nationen vor den EU-Kommissaren zu schützen. Dabei hat man die Sache schon so organisiert, daß jeder EU-Kommissar über die Aktionen der
anderen EU-Kommissare Bescheid wissen muß. Es kann also ein EU-Kommissar gar nicht
betrügen oder schlecht arbeiten, ohne daß die anderen EU-Kommissare das merken.
Um diesen viel größeren Aufgabenbereich als bei einem nationalen Fachminister zu bewältigen, hat jeder EU-Kommissar einen großen Mitarbeiterstab (auch Kabinett genannt). Dabei
hat der EU-Kommissar eine große Freiheit, wen er in dieses Kabinett holt. Eine wesentliche
Aufgabe der EU-Kommissare besteht in der Definition von Programmen zur Förderung der
Zusammenarbeit der europäischen Staaten, wobei man die betreffenden Projekte dann für
mehrere EU-Staaten gleichzeitig und vernetzt durchführt.
Einige Vorwürfe Paul van Buitenens gegenüber EU-Kommission und anderen EU-Behörden,
die eigentlich erst durch einen entsprechenden Artikel in der Zeitung De Morgen vom
4.1.1999 richtig publik wurden (Seiten 148 bis 151) und den Sturz der EU-Kommission einleiteten:
• Mangelnde Bereitschaft der EU-Kommissare zur vernünftigen und erschöpfenden Antwort
auf Fragen der EU-Parlamentarier (Seite 14).
• Vetternwirtschaft durch Besolden von unfähigen „Höflingen“, Bekannten, Lebenspartnern
... etwa durch Hereinnahme in das Kabinett (Beschäftigung von „U-Booten“).
• Mangelhafte oder betrügerische Definition und Durchführung von Projekten.
• Praktiken der Durchführung der von der EU-Kommission definierten Programme durch die
BATs (externe Büros, wie Subunternehmer für die EU-Behörden). Es kam zu gemeinschaftlichen Betrügereien von EU-Kommissaren mit diesen BATs, alles zu Lasten der
Steuerzahler. Hier schildert er genaue Einzelheiten beim Leonardo-da-Vinci-Projekt (wieder typisch: einen großen Namen als Schild umhängen, und dahinter betrügen !).
• Sogar bei der Besetzung und Bezahlung der Leute des Europäischen Rechnungshofes
treten Unregelmäßigkeiten auf, etwa der Art, daß es dort Leute gibt, die illegal mehrere
Gehälter beziehen wollen.
• EU-Beamte bereichern sich im Zusammenhang mit Projekten der EU-Kommission, indem
z.B. für Projekte bestimmte Hardware wie Laptops angeschafft werden, die nach Durchführung des Projekts in den Privatbesitz der Akteure übergehen.
• Betrügereien mit Spesen - kommt überall vor - aber bei bedeutend höheren erschwindelten Beträgen.
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• 1995 flog sofort ein Beamter hinaus, nachdem er seine Kritik an der Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion schriftlich fixiert und eingereicht hatte.
• Noch 1998 haben vernünftige Professoren für Recht und WiSo versucht, die voreilige Einführung der Währungsunion gerichtlich zu stoppen.
• Ein wichtiger Grund, der eine Untersuchung behinderte, bestand in zu engen Verbindungen zwischen dem Kabinett von Frau Cresson und dem BAT (siehe auch die Seiten 138
bis 141). Da die höchste Spitze betroffen war, wagten die meisten Beamten nicht, gegen
die schlimmen Praktiken beim Leonardo-BAT vorzugehen.
• Wenn bei Enthüllungen hervorging, daß sehr hohe Beamte oder sogar EU-Kommissare
ihre Befugnisse überschritten hatten, konnte das ziemlich schnell das Ende derer bedeuten, die entsprechende Unregelmäßigkeiten gemeldet hatten. Auf Seite 121 berichtet van
Buitenen von seiner sehr plötzlichen Suspendierung, nachdem er u.a. dem Europäischen
Rechnungshof von Unregelmäßigkeiten bei der EU-Kommission berichtet hatte.
• Die von EU-Kommissaren und anderen hohen EU-Beamten begangenen Betrügereien
waren nicht anders wie die von irgendeinem Ganoven auf der Straße oder in einem kleinen Büro. Da wurden Transaktionen angegeben, die nie in der Realität existiert hatten,
man erfand Geräte, die angeschafft worden sein sollten, und die nie gekauft worden waren, Leute gaben ihren Lebenspartner als wichtigen BAT-Subunternehmer an ...
• Wenn Schriftstücke auftauchten, die EU-Kommissare oder hohe Beamte belasteten, so
verschwanden diese Schriftstücke oft plötzlich sehr schnell.
Nachdem die Presse erst einmal am 4.1.1999 die EU-Betrügereien aufgegriffen hatte,
schlossen sich andere Zeitungen und Nachrichtenmagazine an, und dann ging es Schlag auf
Schlag gegen die EU-Kommission.
Wenige Monate später wurde sie aufgelöst und eine neue eingesetzt.
Im o.g. Buch auf Seite 190, der Rat der Weisen:
„Im Verlauf der vom Ausschuß durchgeführten Untersuchungen wurde allzuoft festgestellt,
daß das Verantwortungsbewußtsein in der hierarchischen Kette versichert. Es wird schwierig, irgendeine Person zu finden, die sich auch nur im geringsten verantwortlich fühlt. Dieses
Verantwortungsbewußtsein ist jedoch von wesentlicher Bedeutung. Man muß es in erster
Linie von den Kommissionsmitgliedern und ihrem Kollegium erwarten. Der Versuch, den Begriff der Verantwortung seines wirklichen Inhalts zu berauben, ist gefährlich. Dieser Begriff ist
eigentlicher Ausdruck der Demokratie.“
Und nun packt man das mit dem zusammen, daß der Leiter der damaligen EU-Kommission
(Jacques Santer) und Edith Cresson als ehemalige französische Premierministerin hochrangigste Personen in scheinbar demokratischen Systemen waren. Und dann fiel den Leuten,
die eigentlich für die Aufdeckung von Betrug in den EU-Behörden zuständig waren, nur ein,
Paul van Buitenen vorzuwerfen, daß er die Betrügereien nach draußen getragen hat.
Die EU als Mafia-Organisation ?
Und das ist unser Europa ?
Das ist unsere EU ?
Das wollen wir gewiß nicht !
Der Mißbrauch hehrer Ideen und machtvoller „demokratischer“ Einrichtungen muß endlich
ein Ende haben !
Die Sache erinnert an die Macht der Politbüros der Hoch-Zeit des Kommunismus:
Man glaubte, den sozialistischen und unfehlbaren Menschen erziehen zu können, und meinte, daß ein von solchen Menschen geleitetes Politbüro niemals irren könnte.
Der Fehler war, daß Menschen immer Fehler haben, und da man keine Kontrollorganisation
für die Politbüros oberhalb der Politbüros hatte, liefen die ziemlich schnell aus der rationalen
Kontrolle heraus und der real existierende Sozialismus und Kommunismus wurde zu dem,
was er wurde.
Ein großer Fehler in der Organisation der EU-Behörden:
Die richtige Kontrollfunktion oberhalb der EU-Kommission muß noch geschaffen werden !
Mängel, Fehler und Betrügereien sollen nun abgestellt sein, aber das Gewesene zeigt, wie
sehr sich Behörden, Instanzen ... abriegeln und hinter scheinbaren Rechten verschanzen
können. So war die Gründung der EU nicht gedacht. Der eigentliche Vorwurf an die Kommissare war eigentlich ihr laufendes Betrügen - eine Schande !
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Lesen Sie das ganze Buch „Unbestechlich für Europa“ und besonders das, was er auf den
Seiten 263 bis 267 schreibt unter den Untertiteln „Ein Generaldirektor auf Konfrontationskurs“ und „Ein hoher Tribut“ !
Wie konnte es geschehen, daß z.B. Edith Cresson - vor noch wenigen Jahren Zielscheibe
der Kritik französischer arbeitsloser Jugendlicher und Twens, weil sie angeblich nichts für sie
tat - nach ihrem Scheitern in der Politik Frankreichs zu einer EU-Kommissarin für Bildung
und Forschung werden konnte ?
Nach welchen Qualifikationen werden die hohen Beamten, Kommissare .. eigentlich in Brüssel und anderen Zentren der EU-Behörden eingesetzt ?
Darf die Beherrschung der französischen Sprache darüber entscheiden, ob ein Spanier, Italiener ... in der EU-Verwaltung einen Job bekommt ?
Woher kommt es, daß ein Mensch wie Edith Cresson zur EU-Kommissarin für Forschung
werden konnte ?
Wer hat sie dahin gebracht ?
Das ist genau zu untersuchen, denn solche Menschen sind es, die die nachwachsenden
Genies in ihrer Entfaltung und Wirkung behindern !
Es kann doch kein Mensch im Ernst behaupten, daß in Frankreich keine Genies mehr geboren werden – mit Blick auf die letzten Jahrhunderte !
... Francois Viete (Vieta), Rene Descartes, Pierre de Fermat, Pater Mersenne, Bonaventura
Cavalieri, Blaise Pascal (na ja), Augustin Jean Fresnel, Francois Antoine de l'Hospital, Alexis
Claude Clairaut, Jean Baptiste le Rond d'Alembert, Joseph Louis Lagrange mit mindestens
einen italienischen Elternteil, Pierre Simon Laplace, Adrien Marie Legendre, Gaspard Monge, Jean-Baptiste Joseph Fourier, Jean Victor Poncelet, Girard Desargues, Lazare N.M.
Carnot, Henri Lebesgue, Evariste Galois, Augustin Louis Cauchy, Charles Hermite ...
Paul van Buitenen betont eine wesentliche Fehlerquelle bei den Kontrollorganen: Es besteht
das Gesetz, alles intern zu lösen und vor allem nach außen hin zu schweigen (siehe auch
das Kapitel „Das Verborgenhalten der schmutzigen Wäsche“ ab Seite 109).
Möglicherweise ist damit überhaupt das ganz wesentliche Problem genannt worden, und das
muß man nun lösen.
Dieses Gesetz gilt nun eigentlich überall. Ob man auf Universitäten schaut oder sonst wohin,
es gilt die Regel, nichts auszuplappern. Dieses Gesetz ist auch wesentlich wirksam für das
Überdauern überalterter Weltvorstellungen oder wissenschaftlicher Betrügereien - siehe der
Betrug um den Piltdown-Menschen durch Alexander Keith.
Im Prinzip bewegen sich die Leute auf gesetzlichem Boden, die das Ausplaudern von inneren Angelegenheiten als Bruch des Arbeitsverhältnisse bezeichnen, aber das ist ein trügerischer Boden. Wenn Sie in einem renommierten Forschungsbetrieb arbeiten und offensichtliche Idiotien oder Verschleuderung von Institutsgeldern öffentlich bekannt machen, so gelten
Sie als Verräter und machen sich eventuell sogar im Sinne des BGB strafbar. Dazu kommt
noch, daß Sie in den meisten Fällen den Job dadurch verlieren.
Wenn Sie in einer Privatfirma arbeiten, so ist es generell verboten, innere Angelegenheiten
bekannt zu machen – das steht meistens schon im Arbeitsvertrag.
Die Regel gilt, daß derjenige, dem etwas nicht paßt, die Firma zu verlassen und zu schweigen hat.
Das gilt auch, wenn die Firmenleitung soviel Mist baut, daß sie bankrott geht - das gilt aber
so nicht mehr, wenn die Firmenleitung nach dem Bankrott vom Steuerzahler Geld will, um
saniert zu werden und um den Bankrott doch noch zurückzuziehen und zu vermeiden.
Bei einer Behörde als Einrichtung des öffentlichen Rechts und prinzipiell bezahlt durch Steuergelder - also nicht erst nach dem Bankrott ! - ist da etwas mehr Luft, weil man immerhin
von Anfang an auf die Verschleuderung von Steuergeldern hinweisen kann.
Das war das Glück von Paul van Buitenen.
Dennoch waren aber der damals amtierende Präsident der EU-Kommission Jacques Santer
als auch der auf ihn nachfolgende Präsident Romano Prodi disziplinarisch gegen ihn vorgegangen, was sich der EU-Bürger nicht gefallen lassen kann.
Die EU-Behörden sind keine Privatfirmen, sondern werden vom Steuerzahler der (damals
15, heute 28) EU-Staaten bezahlt.
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Wenn einer Alarm schlägt wegen Schlampigkeiten bei Behörden, muß er vor Rache geschützt sein. Das ist jetzt ganz allgemein zu garantieren durch ein Gesetz, und zwar nicht
nur für die EU-Kommission und die EU-Behörden, sondern auch für jede nationale Behörde.
Ein großes Problem ist, daß Brüssel mit seinen EU-Institutionen für die Bewohner der heute
28 EU-Staaten so fern ist – und zwar emotional, und das ist ein Problem bei den Wahlen.
Im Mai 2014 waren die Wahlen zum Europa-Parlament, und man kann davon ausgehen, daß
weder die Bevölkerungen der EU-Staaten noch ihre Politiker die Wichtigkeit dieser Wahlen
richtig einschätzten. Man kann auch annehmen, daß das Wahlverfahren falsch ist.
Die Verfügungen von EU-Kommission (EC) und Europaparlament (EP), daß
- die BayernLB über 33000 Wohnungen verkaufen soll oder
- die Kosten für Bausanierungen ökologischer Art den Mietern aufzulasten sind,
zeugen von einer erschreckenden Desinformation der EU-Parlamentarier über die Wohnsituation und die wirtschaftlichen Fähigkeiten der Bürger der EU-Staaten.
Offensichtlich sind die EU-Parlamentarier mit ihrer Arbeit völlig überfordert, weil man zu ihrer
Auswahl das falsche Wahlverfahren benutzt.
Es wird zwar vom EP das Gerücht ausgestreut, daß sich jeder Bürger der EU an das EP
wenden kann und dann auch Antwort erhält, aber das ist natürlich Unsinn, wie der Autor dieser Zeilen aus eigener Erfahrung feststellen kann:
Auf die Anfrage des Autors, wieso EC und EP überhaupt darauf kommen, von der BayernLB
zu verlangen, daß sie sich von über 33000 Wohnungen trennen soll, erhielt der Autor vom
EP keine Antwort – kein Wunder, wer gibt schon freiwillig Antwort auf peinliche Fragen.
Das Europa-Parlament stützt sich darauf, daß es sich ganz weit weg von den Bürgern der
jeweiligen EU-Staaten befindet und für deren Bürger nicht erreichbar ist.
Das Problem liegt in der Art und Weise der Aufstellung der Kandidaten und der Wahlen zum
EP mit der Folge der Abhebung der Kandidaten von den wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Menschen der jeweiligen EU-Staaten – nach der Wahl mit Leben und Arbeit in Brüssel ...
Es ist viel besser, die EU-Parlamentarier aus den Reihen der Parlamentarier der EU-Staaten
zu wählen, so daß die Bodenhaftung bleibt.
Man hat es so einzurichten, daß z.B. die Parlamentarier des Deutschen Bundestags zusätzlich Funktionen als EU-Parlamentarier übernehmen.
Allgemein: Die regulär in demokratischen Wahlen gewählten Parlamentarier der jeweiligen
EU-Staaten erhalten nach Wunsch oder weiterer Wahl die zusätzliche Funktion als EUParlamentarier.
Das gesamte bisherige Wahlverfahren mit Auswahl der Kandidaten ist bisher total falsch.
Das hat dann zu den bekannten katastrophal-peinlichen Fehlentscheidungen von EC und EP
geführt, wie sie weiter unten nachzulesen sind.
Bisher ist es so, daß die EU-Parlamentarier für ihre Aufgaben nicht qualifiziert sind und zusätzlich durch ihre Hauptarbeit in Brüssel …, fern ihres jeweiligen Heimatstaates, die Bodenhaftung verlieren.
Das ist eine Schuld der Politiker und der Medien.
Originalton 1969 „Lach- und Schießgesellschaft“:
„Hast du einen Opa, so schick‘ ihn nach Europa.“
Genau in diese Kerbe haben die Medien über Jahrzehnte gehauen und das Bild der EUParlamentarier total konterkariert. Die Politiker haben diesem Bild Vorschub geleistet, bis in
jüngste Zeit.
Wurde z.B. irgendwo bei einer Partei ein Politiker unliebsam bis überflüssig, hat man ihn
„nach Europa oder Brüssel geschickt“.
Was hier schon mehrfach angesprochen worden ist:
Nach Eintritt von Hellas in EU und Eurozone hätte man von Europäischem Parlament (EP)
und EU-Kommission (EC) erwarten müssen, daß sie das Treiben der politischen, wirtschaftlichen … Eliten in Griechenland in den letzten Jahrzehnten erkannten und fortan unterbanden – was aber nicht geschah.
Es wird hier auf die Ausgabe des Spiegels 21/1967 verwiesen als Beispiel dafür, daß die
lausige Staats- und Wirtschaftsführung in Hellas schon 1967 durchaus erkannt und sehr
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gründlich beschrieben war und seitdem allen Politikern und Journalisten und besonders den
EU-Behörden durchaus bekannt gewesen sein mußte.
Es kann also gar nicht sein, daß die EU-Bürokraten von der lausigen Haushaltsführung in
Griechenland mit Anhäufung von Riesenschulden durch die verluderten griechischen Regierungschefs keine Ahnung gehabt hätten – bis diese ab 2008 durch die Medien in großer
Aufmachung bekannt gemacht wurden und es jedermann auf der Welt erfuhr.
Hier kommt die Frage auf nach Verantwortung, Straftat und Regreßforderung an Politiker.
Wenn man in einer führenden Position ist in EU, EZB, IWF, EP oder EC, so muß von einem
verlangt werden, daß man eine Übersicht hat über das Funktionieren in den verschiedenen
EU-Staaten und daß man seine Kenntnisse nicht nur aus Presse und Fernsehen hat.
Darüber hinaus ist ja in der Presse das Dilemma der griechischen Staatsführung ganz genau
beschrieben worden, mindestens seit 1967 (s.o.).
Dann hätten die EU-Bürokraten die Staatsführung in Hellas genau untersuchen müssen und
die Banker hätten zur Wahrung der kaufmännischen Sorgfaltspflicht dem hellenischen Staat
nicht immer weiter Kredite gewähren dürfen.
Es ist offensichtlich, daß sowohl EU-Bürokraten und Banker Straftaten begangen haben,
indem sie Griechenlands Regierungen immer weiter Geld gaben, um an den hohen Zinsen
zu verdienen. Sie hätten wissen müssen, daß Griechenland diese Kredite niemals zurückzahlen konnte.
Weil aber gegen diese EU-Bürokraten und Banker in den EU-Staaten keine entsprechenden
Anklagen von ihrer jeweiligen Justiz erhoben worden sind, ist diese Justiz dieser Staaten
selber straffällig geworden.
Die Gefahr auf EU-Ebene:
Betrügerische EU-Kommissare … machen mit Regierungen, Banken … der EU-Staaten betrügerische Geschäfte und versuchen das folgende Problem in aller Vollkommenheit zu lösen: „Wie komme ich auf illegale Weise an das Geld der Leute, die arbeiten ?“
„Bankenaufsicht“ und EZB stehen in der Gefahr betrügerischer Transferzahlungen im Bereich von vielen Milliarden Euro, völlig außerhalb einer jeden parlamentarischen Kontrolle.
Man stelle sich nun die ungeheure politische und wirtschaftliche Macht einer EU-MafiaOrganisation vor – alimentiert von den EU-Staaten, die zu Hilfszahlungen verpflichtet worden
sind –, die über Hunderte von Milliarden Euro verfügen kann, außerhalb einer jeden wirklichen parlamentarischen Kontrolle.
Der Mißbrauch der europäischen Einigungsidee steht dringlichst im Raum.
Für die europäische Einigung gab es für die EU sogar den Friedensnobelpreis.
Die Bankenkrise begann 2006 zuerst in den USA auf dem Immobiliensektor. Im Jahr 2007
war sie bereits akut und 2008 schwappte nach Europa über. Die alleinige Schuld an dieser
Immobilien- und Bankenkrise, die ab 2008 weltweit in eine Wirtschaftskrise überging, trugen
nur und nur etliche Politiker und viele Banker, und zwar die der obersten Etagen. Es waren
also wesentliche Teile der gesellschaftlichen Eliten vieler Staaten, vor allem aber der in den
USA, die ihre Bevölkerung in Arbeitslosigkeit und Not stürzten. Ab 2008 brachen Banken
zusammen, darunter auch ganz mächtige und große wie Lehman Brothers, und viele andere
Banken sowie Großkonzerne wie GM in den USA wurden mit vielen Dutzenden Milliarden
Dollar durch öffentliche Gelder, also durch die kleinen Steuerzahler, gestützt. Einige Banken
und Konzerne wie GM zahlten die Unterstützung zurück, aber bestraft wurde keiner der Täter in den Chefetagen der Banken des Investmentgeschäfts.
Ab 2008 wiederholte sich dieses Schauspiel von Bankenzusammenbrüchen und dadurch
bewirkten Wirtschaftspleiten auch in den EU-Staaten, auch in Deutschland wie im Fall der
Hypo Real Estate (HRE).
In den USA gibt es eine mächtige Banken-Lobby, ähnlich wie die Waffen-Lobby, die an die
Abgeordneten Beträge in der Höhe von 500 Milliarden Dollar zahlt, damit die jeweilige Regierung an dieser Gesetzeslage nichts ändert.
Gesetze für die Förderung von Hedge-Fonds kamen aber zustande, auch in Deutschland
z.Z. der rot-grünen Regierung von 1998 bis 2005.
Die Politiker und insbesondere die Parlamentarier verabschieden oft Gesetze, deren Folgen
sie nicht überblicken, und oft sind es die kleinen Bürger, die am meisten unter diesen handwerklichen Fehlern leiden müssen.
38
EU-Fehlentscheidungen
Herodes-Prämie:
Prämie für das Töten von Kälbern
Vorgeschriebener Krümmungsradius für Gurken und Bananen:
Das bedeutete, daß sehr viel als Ausschußware galt.
Verpflichtung für Hausbesitzer für Wärmedämmung mit Umwälzung aller Unannehmlichkeiten und Kosten auf die Mieter.
Eine Landesbank (BayernLB) wird gezwungen, 33000 Wohnungen an private Investoren zu
verkaufen.
Kein Wunder, die EU-Bürokraten werden viel zu hoch bezahlt und haben darum jedes Einfühlungsvermögen für die Nöte und Sorgen der kleinen Leute verloren. Die kleinen Leute
benötigen erschwinglichen Wohnraum – der wird ihnen von der EU dadurch genommen.
Einführung von E10:
Das brachte viele Investoren in Südamerika und Ozeanien dazu, noch viel schneller und
mehr Urwald zu roden, um immer mehr Plantagen für Ölpalmen, Sojabohnen … einzurichten.
Die Politiker haben zwar oft Krokodilstränen über die Rodungen in den Regenwäldern von
Südamerika und Ozeanien vergossen, aber genau durch ihre Maßnahmen wurde das noch
viel schlimmer. Viele Wildtiere wurden und werden durch die Rodungen heimatlos oder werden sofort getötet, in Südamerika zusammen mit den letzten frei lebenden Indios.
Die Wasserversorgung soll in private Hände kommen:
Viele Fachleute befürchten, daß dadurch Wasser teurer und seine Qualität schlechter wird.
15.10.2012
Wegen einer Kontingentzuweisung an die Zuckerrübenbauern in den EU-Staaten gibt es in
den letzten Jahren einen immer gravierenderen Zuckermangel. Die Bauern dürfen wegen
EU-Beschlüssen diesem Mangel nicht durch Mehranbau von Zuckerrüben abhelfen.
Darunter leidet zunehmend die Süßwarenindustrie, und zwar in mehrfacher Hinsicht:
- Das Zuckerangebot wird immer knapper, so knapp, daß Aufträge wegen Mangel an
Zucker auf dem Markt nicht angenommen werden können.
- Die Preise für Zucker steigen gewaltig, im Jahr 2012 mehr als 30%.
Am 7.3.2013 tagte die Internationale Artenschutzkonferenz in Bangkok. Die USA brachten
den Antrag ein, daß fortan der Handel mit Eisbärfellen verboten wird. Die EU schloß sich
nicht diesem Antrag an.
-
Die EU-Bürokraten und das Böse im Menschen
- Nationalistische Exzesse bei der Vergabe von Krediten an Staaten durch die EZB.
- Eurobonds mit der Folge der Schulden-Union, wobei fehlerhafte Wirtschaftsführung
der jeweiligen Staaten von den anderen Staaten bezahlt wird ohne Bestrafung der
Polit- und Wirtschaftsverbrecher – siehe die Griechenlandhilfen, die den Hellenen
zwar von Herzen zu gönnen sind, wobei aber die Verursacher der Misere nicht zur
Rechenschaft gezogen werden.
- Erhebliche Asymmetrie bei der Forschungsförderung der EU-Staaten als Folge nationalistischer Spinnerei in den EU-Gremien – glauben Sie etwa, daß die Leute nur dadurch, daß in EZB. IWF … hocken, keine Nationalisten mehr sind ?
- Enormes Potential für Bestechung und Korruption mit einem 1-Billion-Euro-Budget –
die EU-Mafia deckte Paul van Buitenen 1991 auf mit der Selbstbedienung Leute in
den EU-Institutionen.
- Völlig untragbares Verhalten wie Vergewaltigung von Zimmermädchen in Hotels
durch führende Persönlichkeiten bei EU-Institutionen, wie das 2012 und 2013 in den
Medien ausführlich berichtet wurde.
Viele EU-Bürokraten sind zu Sesselfurzern geworden, die ihren Hintern nicht mehr hoch bekommen, was sie aber können und tun müßten, um die Sorgen und Nöte der Tiere, Pflanzen
und Menschen in der EU zu erfahren.
-
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Für die führenden Personen und Funktionäre in EU-Institutionen gilt genau das, was für diejenigen in den jeweiligen EU-Staaten gilt:
Die Regierung eines Staates regiert nicht nur die Menschen in diesem Staat, sondern auch
die darin lebenden Tiere und Pflanzen.
Nicht nur die Menschen in einem Staat sind dessen Bürger oder Einwohner, sondern auch
die darin lebenden Tiere und Pflanzen.
Der Weg vom EU-Bürger zur EU-Bürokratie ist viel zu weit.
Wie soll sich ein EU-Bürger bei der EU-Bürokratie beschweren ?
Die Menschen als Bürger ihrer Städte verlieren ihre Wohnungen in Deutschland wegen
Energiesparumbauten und massenhafte Umwandlung von billigen Sozialwohnungen in teure
Eigentumswohnungen.
Im Dschungel verlieren die Tiere ihre Wohnungen z.B. wegen der verderbten E10Förderungsmaßnahmen …
Wie wirkt man auf die EU-Bürokraten ein, daß sie ihre bürger- und tierfeindlichen Aktionen
einstellen ? Wie schützt man sich als armer, mittelloser Bürger vor der Willkür der EUBürokraten ? „… und Brüssel ist weit !“
Die EU-Bürokratie bekommt als Budget um 1 Billion Euro – wie wunderbar kann man mit
soviel Geld eigenes Fehlverhalten vertuschen, an den Parlamenten der EU-Staaten vorbei –
siehe die Aufdeckungen von Paul van Buitenen über Unregelmäßigkeiten der EUBürokraten.
Wie muß die EU-Bürokratie geändert werden ?
Zuerst müßte sie erkennen, daß die EU-Regierungen und die EU-Bürokratie verantwortlich
sind für das Leben und Wohlergehen aller Menschen, Tiere und Pflanzen in der EU.
Die EU-Bürokraten sollten sich als Warnung nehmen, daß die Oberschicht gerade der Völker, Reiche und Staaten mit einer Tradition über Jahrtausende sich gegenwärtig als verludert
präsentiert wie im Fall von Hellas und Italien.
Es gibt weitere Beispiele:
- Der König von Spanien geht auf Elefantenjagd in Afrika - steht aber an der Spitze des
WWF. Darüber hinaus verletzt sich noch der König bei der Elefantenjagd schwer und
steht für Monate nicht zur Erledigung der Staatsgeschäfte zur Verfügung.
- Ägypten erlebt Bürgerkrieg und Regierungschaos.
- (As)Syrien befindet sich im Bürgerkrieg.
Die EU-Bürokraten sollten das als Warnung nehmen, daß die Oberschicht beliebiger Gesellschaften bei den Menschen leicht verludern kann – und die EU-Bürokraten gehören auch zur
Oberschicht.
Es wird empfohlen, das Buch „Grenzen der Vernunft der Menschen“ zu konsultieren, und
darin besonders das Kapitel 8 im Buch „Politik in der Restlaufzeit der Menschheit“ (auf der
Internetseite www.aionik.de am Ende der Liste der Schriften, noch vor der Modulbibliothek).
Die EU als Selbstbedienungsladen für die EU-Bürokraten – siehe die Ermittlungen von Paul
van Buitenen. Man hat zu oft den Eindruck, daß sich die Oberschicht einer Gesellschaft von
Menschen gerne so verhält wie ein Haufen Läuse auf einem Hund, wo die Läuse glauben,
daß der Hund nur für sie lebt.
Die EU-Regierungen und die EU-Bürokratie sind verantwortlich für das Leben und Wohlergehen aller Menschen, Tiere und Pflanzen in der EU. Das Wohlergehen der Menschen, Tiere und Pflanzen als Bürger der EU muß ein Herzensanliegen aller Verantwortlichen sein.
Ganz offensichtlich ist aber, daß der Frieden unter den Menschen dadurch erkauft
wird, daß man die natürlichen Ressourcen plündert oder gar zerstört.
Wenn irgendwo in den Städten größere Bauprojekte gestartet werden, kommen zuerst die
Maschinen zum Fällen von Bäumen oder zum Zubetonieren von Grünflächen zum Einsatz.
-
Hallo ihr Leute, was ist, wenn es keine natürlichen Lebensräume mehr gibt ?
Kommt dann wieder (!) das große Schlachten unter den Menschen ?
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8 30000 Elefanten pro Jahr getötet - Menschen, Mammute und Elefanten
Mammute gab es etwa bis vor 12000 Jahren … und dann sind sie von der Erde verschwunden. Es konnte nachgewiesen werden, daß die Menschen noch im Zeitalter des Magdalenien Mammute gejagt haben. Einer der Nachweise der Jagd der Menschen auf die Großwildfauna der Eiszeit und Nacheiszeit wurde in den Höhlen von Altamira, Lascaux, Trois Frére,
Chauvet … in herrlichen Wandgemälden erbracht. Zur Großwildfauna der Eiszeit gehörten
auch Wollnashorn, Bison, Wildpferd, Riesenhirsch …
Heute machen die Wissenschaftler alle Anstrengungen, um nachzuweisen, daß die Mammute sowie die übrige Eiszeitgroßfauna nicht vom Menschen ausgerottet worden sind, und dasselbe geschieht für das Aussterben der Neandertaler vor etwa 30000 Jahren.
Elefanten wurden in Afrika seit Jahrhunderttausenden von Frühmenschen (Homo erectus)
und Menschen (Homo sapiens) gejagt. Allerdings hielt sich das wegen der unzureichenden
Waffen in Afrika in einem sehr engen Rahmen.
Seitdem aber die Europäer moderne Maschinenwaffen nach Afrika gebracht haben, hat sich
das grundlegend geändert.
Das heutige Morden an den afrikanischen Elefanten – und auch an Nashörnern, Giraffen …
– durch Menschen mit modernen Maschinenwaffen und Hubschraubern hat inzwischen
furchtbare Ausmaße angenommen. Seit Jahren werden pro Jahr um die 30000 Elefanten mit
modernen Maschinenwaffen gemordet und auch etwa 1000 Nashörner.
Anfang Oktober 2013 meldeten die Medien, daß Wilderer in Simbabwe ein Wasserloch mit
Zyankali vergiftet haben, wodurch mindestens 91 Elefanten einen qualvollen Tod gehabt
haben. Natürlich hatten noch Hunderte von Zebras und anderen Wildtieren davon getrunken
und waren ebenfalls qualvoll verendet. Löwen, Geier und Hyänen, die von den vergifteten
Tieren gefressen hatten, starben ebenfalls an Vergiftung.
Diese unendlich schurkische Greueltat verübten die Wilderer, um an das Elfenbein der Elefanten zu kommen, das u.a. in China und Vietnam sehr begehrt ist.
Diese unendlich schurkische Greueltat erinnert an die Ausrottung der Neandertaler durch
den Menschen bis vor 30000 Jahren, die Ausrottung der Eiszeitgroßfauna bis vor 14000 Jahren und in jüngster Zeit an
- Ausrottung von Dronte, Stellerscher Seekuh, Amerikanischer Wandertaube, Quagga
…,
- Leerfischung und Verdreckung der Meere,
- starke Kohlendioxidzunahme in der Atmosphäre durch den Menschen mit der Folge
der Wüstenbildung,
- Zubetonierung der Landschaft,
- Zerstörung natürlicher Lebensräume,
- immer schneller ablaufende Vernichtung von Tier- und Pflanzenarten …
Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer,
sondern sie haben auch in großen Mengen Großtiere getötet.
Sehr interessant und aufschlußreich ist, daß weder Papst noch führende Persönlichkeiten
von EP, EC und UNO es für nötig befunden haben, sich zu den o.g. abscheulichen Verbrechen zu äußern. Das kennzeichnet genau die gegenwärtig unter den Eliten der Menschheit
verbreitete Meinung, daß sich Menschlichkeit und Humanismus nur auf Interaktionen zwischen Menschen und nicht auf Interaktionen zwischen Menschen und Tieren bezieht.
Die Menschen glauben, daß sie Nationalismus und Rassismus überwunden haben oder zumindest dabei sind, dies zu leisten, und dabei verstehen sie nicht, daß der anthropozentrische Artennarzißmus (Menschismus, Hominismus) dieselben Ursachen hat wie Nationalismus und Rassismus – und daß er noch viel verwerflicher ist als diese.
Viele Menschen können aus Mangel an Intelligenz und sittlicher Größe nicht begreifen, und
offensichtlich auch nicht ihre führenden Persönlichkeiten – Klerikale eingeschlossen –, daß
Tiere und Pflanzen ein ganz eigenständiges Lebensrecht haben, völlig unabhängig vom
Menschen.
Tierrechte sind unveräußerliche Grundrechte, genau wie die Menschenrechte.
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Das Morden an den afrikanischen Elefanten – und auch an Nashörnern, Giraffen … – durch
Menschen hat inzwischen furchtbare Ausmaße angenommen, aber nicht nur die Medien
schweigen darüber, sondern auch EP, EC, UNO ...
Genauso wie früher die führenden Staaten darüber hinweggesehen haben, wenn man Menschen wegen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität verfolgt hat, so schweigt
heute die UNO zu den Massenmorden an Tieren in Afrika.
Rassismus und Nationalismus werden heute verurteilt, aber Hominismus und anthropozentrischer Menschismus sind noch weit schlimmer als diese, weil hier die Menschen sich in
verbrecherischer Weise wirklich gegen die Schwächsten richten, und zwar die Tiere.
Es ist der primitive, dumpfe atavistische Anthropozentrismus und Artennarzißmus, der die
Menschen dazu bringt, ihren Mitgeschöpfen ihre Grund- und Lebensrechte zu verweigern.
Die UNO ist eine hoministische Organisation, im anthropozentrischen Menschismus gefangen, ähnlich und noch schlimmer als Rassismus und Nationalismus zuvor.
Im Jahre 1968 protestierte Dr. Martin Luther King gegen den Rassismus in den USA, um
2000 wollte man in den EU-Staaten durch die gemeinsame Währung Euro den Nationalismus der EU-Staaten mindern, aber gegen den irren Hominismus der UNO wird nichts unternommen.
Ganz typisch ist: Wenn irgendwo in den Städten größere Bauprojekte gestartet werden,
kommen zuerst die Maschinen zum Fällen von Bäumen oder zum Zubetonieren von Grünflächen zum Einsatz.
Nicht nur in den zivilisierten Staaten kann man genau beobachten,
daß die Friedlichkeit unter Menschen
mit Flächenfraß an unberührter Natur erkauft wird.
Hallo ihr Leute, was ist, wenn es keine natürlichen Lebensräume mehr gibt ?
Kommt dann wieder (!) das große Schlachten unter den Menschen ?
Wenn es einst keine unberührte Natur mehr gibt, wird es auch keinen mühsam konstruierten
und teuer erkauften Frieden unter Menschen mehr geben und die Menschen werden sich
gegenseitig auslöschen u.a. mit Methoden, wie die Wilderer sie beim o.g. Wasserloch verwendet haben.
Die Vergiftung des Wasserlochs in Simbabwe mit Zyankali brachte Hunderten von Großtieren einen grausamen Tod. Das erinnert an den Einsatz von Giftgas im Jahr 2013 im Bürgerkrieg in Syrien.
Die Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und
verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer, sondern sie haben auch in großen Mengen Großtiere getötet.
Zu den sehr vielen und entsetzlichen Verbrechen der Menschen untereinander kommen die
zahllosen Verbrechen der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt, was schon zu
Ende dieses 21. Jahrhunderts n.Chr. zum Verschwinden allen höheren Lebens auf der Erde
führen kann.
Sehr interessant und aufschlußreich ist, daß weder Papst noch führende Persönlichkeiten
von EP, EC und UNO es für nötig befunden haben, sich zu der o.g. Vergiftung des Wasserlochs in Simbabwe zu äußern.
Erst im Januar 2014 kam die Meldung, daß die UNO endlich ihrer Verpflichtung nachzukommen sucht, auf die Regierungen der afrikanischen Staaten so einzuwirken, daß der
Massenmord an Elefanten und Nashörnern beendet wird. Man will nun 1 Jahr abwarten, ob
sich in dieser Richtung etwas tut …
Sicher ist, daß bis dahin wieder 30000 Elefanten getötet werden, was natürlich nur unter
Deckung durch lokale Regierungen afrikanischer Staaten möglich ist.
Viele Menschen glauben heute, daß sie Nationalismus und Rassismus überwunden haben
oder zumindest dabei sind, dies zu leisten, und dabei verstehen sie nicht, daß der anthropozentrische Artennarzißmus (Menschismus, Hominismus) dieselben Ursachen hat wie Nationalismus und Rassismus – und daß er noch viel verwerflicher ist als diese.
Was haben Menschen untereinander für Verbrechen begangen !
Man muß von der gehätschelten Meinung abkommen, daß Tiglat-Pileser, Tiberius, Marius,
Sulla, Commodus, ..., Napoleon, Stalin, Hitler ... abnorme Menschen gewesen wären, die
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genetisch weit außerhalb der sonstigen menschlichen Norm zu Grausamkeit und Mordlust
neigten. Wir können doch in der Gegenwart an Diktatoren sehen, mit welcher Verblendung
sie ihre ihnen anbefohlene Bevölkerung mißbrauchen, in Massen krank werden und sterben
lassen, wie momentan in Simbabwe unter dem alten Robert Mugawe.
Die Menschen sollten sich nichts einbilden, denn ihr genetisches Programm wurde in der
Urzeit festgelegt und bis in die Neuzeit überliefert:
- 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der
feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.
- 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß; Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.
Wenn Menschen von Haß, Gier, Sucht, Neid ... überwältigt werden, wird ihre immanente
Mord- und Raublust, Grausamkeit, Herrschsucht ... um Größenordnungen stärker.
Studieren wir das genauer:
Die ersten systematischen Metzeleien und Massentötungen von Menschen sind zwar von
den Assyrern überliefert, aber sie werden sicher nicht die ersten gewesen sein – siehe die
Gutäer um 2450 v.Chr. bei der Zerstörung von Akkade.
Im Gilgamesch-Epos wird berichtet, daß sich auch der Weltenherr – also Gott – zu Massenvernichtung von Leben hinreißen ließ (durch die Sintflut) und deshalb von seinem eigenen
Sohn Ninurta tüchtig deswegen gescholten wurde.
Es gibt fast unendlich viele Variationen von Verbrechen, also von verbrecherischen Handlungen, ausgelöst vom Bösen im Menschen, die auch heute noch jederzeit vorkommen und
denen auch heute noch so viele Menschen und Tiere jederzeit zum Opfer fallen können.
Dabei kommt das Böse beim Menschen viel zu oft von innen heraus, nicht provoziert oder
von außen erzwungen. In der Psyche auch der modernen Menschen ist immer noch die Bestie aus der Urzeit erhalten.
Man hat den Eindruck, daß sich die Leute bei Diskussionen über Völkermorde verstecken
hinter ... Assurbanipal, Sancherib, Salmanassar, Tiglat-Pileser, ..., Marius, Sulla, Tiberius,
Caligula, Nero, Commodus, ..., Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Stalin, Idi Amin, Pol-Pot,
Rias Montt ... gemäß der Methode: Das waren die Täter und diese waren Ausnahmeerscheinungen. Das kann leicht durch geistig-ethische Defekte in der Psyche des Menschen erklärt
werden, die allerdings kein Konstruktionsfehler im Bauplan des Menschen sind, sondern die
die Evolution der Hominiden zwingend hervorgebracht hat.
Viele Menschen glauben heute, daß sie Nationalismus und Rassismus überwunden haben
oder zumindest dabei sind, dies zu leisten, und dabei verstehen sie nicht, daß der anthropozentrische Artennarzißmus (Menschismus, Hominismus) dieselben Ursachen hat wie Nationalismus und Rassismus – und daß er noch viel verwerflicher ist als diese.
Viele Menschen können aus Mangel an Intelligenz und sittlicher Größe nicht begreifen, und
offensichtlich auch nicht ihre führenden Persönlichkeiten – Klerikale eingeschlossen –, daß
Tiere und Pflanzen ein ganz eigenständiges Lebensrecht haben, völlig unabhängig vom
Menschen.
Das alles kennzeichnet genau die gegenwärtig unter den Eliten der Menschheit verbreitete
Meinung, daß sich Menschlichkeit und Humanismus nur auf Interaktionen zwischen Menschen und nicht auf Interaktionen zwischen Menschen und Tieren bezieht.
Das kennzeichnet einen anderen geistig-ethischen Defekt des Menschen, der sich besonders schlimm in den Aktionen der Eliten äußert (weil diese das Sagen haben).
Die „Gläubigen“, die sich auf Jesus Christus als großen Propheten Gottes berufen, also alle
Christen und Mohammedaner sowie deren Sekten, können sich bei ihrer abscheulichen,
zutiefst empörenden und häufigen Vernichtung großer Tier- und Pflanzenbestände in freier
Wildbahn und Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten zur Gegenwart immer schneller hin
nicht auf Gott und entsprechende „heilige“ Schriften berufen, denn es gilt:
Im Evangelium des Markus gibt es den Auftrag von Jesus Christus an die Jünger:
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“ Markus 16 (15)
Es gibt weitere Formeln von Jesus wie z.B.:
„Was Ihr den Geringsten angetan habt, das habt Ihr mir angetan.“
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Damit ist unzweifelhaft klar: Das Evangelium sollte dem Auftrag von Jesus Christus nach
aller Kreatur gepredigt werden, also Menschen, Tieren und Pflanzen.
Alle Geschöpfe der Erde sind teilhaftig der göttlichen Gnade.
Thomas von Aquino, Zeitgenosse von Albertus Magnus und Mitbegründer der Scholastik,
meinte aber: „Das Tier ist nicht teilhaftig des göttlichen Seins“.
Vor allem auf ihn gründete sich die Haltung vieler Theologen und Klerikalen, gegen den
Geist des Evangeliums die höheren Tiere nicht in die menschliche und göttliche Fürsorge mit
einzubeziehen.
Man kann annehmen, daß die Scholastiker das Griechische und Lateinische ausgezeichnet
beherrschten. Wie konnte es kommen, daß sie Passagen wie Markus 16 (15) nicht verstanden ?
Ein großes Übel der Menschen ist der Verbund aus Menschen-. Trieb-, Traditions-, Epocheund Regionbezogenheit, in dem sich besonders intellektuelle Menschen bei falscher Bildung
häufig fangen, weil sie falsche Schlüsse ziehen aus ihrer Erkenntnis, daß sie selber gut denken können, aber andere Menschen oft viel weniger gut und Tiere noch weniger.
Franz von Assisi sah das Elend der Armen unter den Menschen, aber er sah auch die Not
der Tiere durch das Walten der Menschen – und genau das Letztere sehen vermeintliche
Nachahmer nicht, auch wenn sie sich Franciscus nennen.
Intellektuelle Menschen fangen sich bei falscher Bildung leicht in Selbstbeweihräucherung,
Selbstvergötterung und Verachtung der in ihren Augen weniger intellektuellen Menschen und
sonstigen Geschöpfe.
Das ist der Tunnelblick von den anthropozentrisch fixierten Intellektuellen, die von Menschen-, Trieb-, Traditions-, Region- und Epochebezogenheit geistig gefangen sind, wie das
Herbert Marcuse 1967 mit seinem Buch „Der eindimensionale Mensch“ ausdrückte und ihn
dazu bewegte, sein Buch abzuschließen mit den Worten von Max Weber:
„Nur um der Hoffnungslosigkeit willen ist dem Menschen die Hoffnung gegeben.“
Wer sich von der Menschenbezogenheit trennt, wird sich von dem Tunnelblick lösen und die
Evolution der Menschheit in den Zeiträumen beobachten, in denen sie auch stattfindet.
Jesus Christus forderte (Markus 16 (15):
„Predigt das Evangelium aller Kreatur !“
Das bedeutet: Predigt das Evangelium nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren
und Pflanzen.
Die „christlichen“ Klerikalen haben aus anthropozentrischer Selbstbeweihräucherung und
Eigennutz heraus über viele Jahrhunderte ihre eigene Privatreligion gelehrt und befolgt, bei
der sie sich in ihren Heilslehren nur an die Menschen wandten – gegen den Geist von Jesus
Christus.
Wann werden die „christlichen“ Klerikalen endlich das Christentum im Sinne von Jesus Christus predigen und lehren ?
Jesus Christus ist der Prophet Gottes – der Überlieferung nach – und nicht z.B. Thomas von
Aquino, und Jesus Christus Anliegen war klar:
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“
Gemäß Jesus Christus werden die Tiere in Gottes Reich und Segen einbezogen,
Was Thomas von Aquino und andere vom Anthropozentrismus Geblendete dazu sagten und
sagen, ist völlig uninteressant.
Ferner sagt die Thora als Basis von Judentum, Christentum, Islam und allen entsprechenden
Sekten, daß Gott Tiere, Pflanzen und auch den Menschen, erschaffen hat, wobei Gott dem
Menschen zwar große Verfügungsgewalt über die Tiere gab, aber von der Ausrottung von
Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen steht da nichts drin.
Allerdings kann man mit Gewißheit sagen:
Wenn wirklich Tiere und Pflanzen das Werk Gottes sind, so darf der Mensch sie keinesfalls ausrotten.
Wann werden die Klerikalen und die übrigen Menschen das begreifen ?
Viele Klerikale zeigten über viele Jahrhunderte ein abgrundtiefes Desinteresse an den Verbrechen der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt (wie z.B. Ausrottung von Tierund Pflanzenarten durch Menschen).
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Das mochte auf die Ansichten von Scholastikern wie Thomas von Aquino zurückgehen, aber
ein wichtiger Grund war auch:
Weil Katzen, Hunde, Pferde, Kühe, Schweine und die Tiere in Wald und Feld keine Kirchensteuer zahlten und somit nicht dafür sorgten, daß die Popen einen feisten Hintern kriegten,
hatten die Tiere und natürlichen Freiräume der Tiere nicht Interesse und Sympathien der
Klerikalen und Theologen.
Beispiel: Kennen Sie Tierheime oder Tierasyle, die von Kirchen betrieben werden ?
Mehr noch, die Klerikalen der Christen und Mohammedaner haben über Jahrhunderte weitläufig und intensiv Kriegstreiberei betrieben und waren selber oft Anführer in Kriegen.
Für viele Jahrhunderte waren die Klerikalen der Wurmfortsatz der Fürsten, und beide zusammen saugten sie die einfache Bevölkerung aus und drangsalierten sie.
Die Klerikalen besannen sich auf christliche Lehren erst wieder nach der Säkularisierung, als
man ihre weltliche Macht zerbrochen hatte.
Was ist mit dem Islam und seinen Mullahs und sonstigen Anhängern ?
Mohammed hat den Koran verfaßt mit der eindeutigen Aussage:
Jesus Christus war ein großer Prophet Allahs und er sprach wahr (19. Sure, 35).
Damit gilt: Was im Neuen Testament geschrieben steht, gilt auch für alle Mohammedaner.
Somit gilt auch Markus 16 (15) für die Mohammedaner.
In der 19. Sure (Maria bzw. Maryam) sagte Mohammed:
35: Jesus, der Sohn der Maria, sprach wahr.
36: Jesus ist nicht der Sohn Gottes, denn Gott (Allah) hat keinen Sohn.
42: Abraham war ein gerechter Mann und ein Prophet.
52: Mose(s) war ein rechtschaffener Gesandter und Prophet.
Damit kann es keinen Zweifel geben, daß der gläubige Mohammedaner Moses und Jesus
als wichtigste Propheten Gottes anzuerkennen hat.
Dann gilt aber auch für den Mohammedaner das, was Jesus Christus gefordert hat:
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“
Die Verachtung der Mohammedaner gegenüber Tieren wie Hunden und ihre allgemeine
Mißachtung der Tiere ist damit ein Verbrechen vor Allah.
Ähnliches besagt die letzte Offenbarung Mohammeds in der 5. Sure (Der Tisch):
4: ... Heute habe ich für euch eure Religion vollendet und meine Gnade an euch erfüllt und
euch den Islam zur Religion gegeben.
6: An diesem Tage ist euch alles, was gut ist, zu genießen erlaubt, auch die Speisen der
Schriftbesitzer, sowie eure Speisen auch ihnen erlaubt sind.
16: Es wurden im Koran viele Stellen der früheren Offenbarungen aufgezeigt, die die Schriftbesitzer aber weggelassen hatten. Dadurch werden Thora und Evangelien als 2. Wahl unter
den Offenbarungen erklärt, und nur das, was Mohammed offenbarte, ist wirklich wahr.
45: Wir haben die Thora offenbart, die Leitung und Licht enthält; nach ihr leiteten die gottergebenen Propheten die Juden an; auch die Rabbiner und Schriftgelehrten urteilten nach dem
Buch Allahs, das ihnen zur Aufbewahrung gegeben war ...
46: Das Gesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wird erweitert um die Sühne durch Freikauf
mittels Almosen. Wer hinreichend zahlt, dem wird die Sünde vergeben.
Jesus, der Sohn der Maria, wurde geschickt, um die früheren Offenbarungen zu bestätigen.
Wir gaben Jesus das Evangelium als Licht und Leitung ...
Jetzt ist Mohammed geschickt worden, um die früheren Offenbarungen zu bestätigen und als
Wächter über die Religion Allahs zu wirken.
55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle wird
Allah ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das er liebt ...
66: Wenn die Schriftbesitzer nur glauben und Allah fürchten wollten, werden wir ihre Sünden
vergeben und sie in wonnevolle Gärten versetzen.
67: Wenn sie Thora und Evangelium beachten, und was nun ihnen von Allah offenbar worden ist, so werden sie sehr gut belohnt werden ... Es gibt auch rechtschaffene Leute unter
ihnen, die meisten aber tun nur Böses.
73-78: Verbot der Vielgötterei: Jesus ist der Sohn der Maria, aber nicht Allah. Man darf Allah
keinen weiteren Gott zugesellen. Die Trinität ist ein Frevel gegen Allah.
45
90: Wer einen Eid bricht, der muß 10 Arme mit guter Speise versorgen, sie kleiden oder einen Gefangenen auslösen. Kann er das nicht, muß er 3 Tage fasten.
Dieses Konzept der Sühne gibt es für viele Übertretungen.
91: Oh Gläubige, Wein, Spiel, Bilder und Loswerfen sind verabscheuungswürdig und verboten.
111-118: Jesus war ein echter Gesandter Allahs, er sprach wahr und die Wunder, die Jesus
bewirkte, geschahen in Wirklichkeit durch Veranlassung Allahs.
Auch die Sure 19 (35) besagt. daß der Mohammedaner, also der Anhänger des Islam, an die
Evangelien glauben soll und somit auch an die Worte von Markus 16 (15) gebunden ist:
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“ Markus 16 (15)
Das ist eine klare Anweisung, die ebenso klar von den Klerikalen über Jahrhunderte mißachtet worden ist.
Wann fangen die Klerikalen von Christentum und Islam endlich damit an, das Evangelium
aller Kreatur zu predigen ?
Ferner gebot Mohammed in der 30. Sure (Die Römer):
33: Es sollen keine Spaltungen in der Religion stattfinden, d.h. Sektenbildung ist verboten.
Mohammed sagte ausdrücklich, daß Allah ihm den Auftrag gegeben hat, den Islam als Religion einzuführen, weil die Schriftbesitzer (Juden und Christen) uneins sind und sich in Sekten zersplittert haben.
Aber schon in der 1. Nachfolge auf Mohammed fand eine Spaltung der Mohammedaner statt
in Sunniten und Schiiten.
Was ist die Meinung Allahs dazu ?
Hier liegt ebenfalls ein klarer Verstoß gegen ein klares Gebot Allahs vor.
Es ist sicher hinreichend viel an Verbrechen durch Menschen erfolgt, daß Gott bzw. Allah
Grund zur Bestrafung der Menschen hat, aber es ist nicht einzusehen, daß die Tiere für die
Verbrechen der Menschen büßen müssen.
Tier- und Pflanzenwelt als Gottes Werk sind vor der Bestrafung der Menschen durch Gott
bzw. Allah in Sicherheit zu bringen.
Vor allem sind die Maßnahmen dafür zu ergreifen, daß die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindert wird, ebenso die immer schnellere Ausrottung von
Tier- und Pflanzenarten, die Vernichtung großer Tierbestände, das Abbrennen von Urwäldern, die Verdreckung der Meere ….
Das Böse im Menschen läßt aus dieser fast hoffnungslosen Situation auf der Erde nur einen
Ausweg zu:
Wir Menschen müssen so schnell und gründlich wie nur möglich damit beginnen, die naturund ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse und ingenieurtechnischen Fähigkeiten zu entwickeln für die hinreichende gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms, wodurch
wir den Menschen gentechnisch vom Bösen befreien und somit neue „Menschen“ erschaffen, die frei vom Bösen sind und damit Superzivilisationen erbauen und in Paradiesen leben
können.
Vom christlichen Lehrgebäude her ist das auch gestattet, denn Jesus Christus hat gesagt:
„Wenn dich dein Auge ärgert, so reiße es heraus …“
Die gentechnische Veredelung des Menschen ist die Strafe Gottes für die Mißachtung seiner
Gebote durch die Menschen:
„Du sollst nicht töten …“
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“
„Was Ihr den Geringsten angetan habt, das habt Ihr mir angetan.“
Vom mohammedanischen Lehrgebäude her ist das auch gestattet, denn Mohammed hat
gesagt:
42. Sure: 55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle
wird Allah ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das ihn liebt ...
Dieses „Volk“ wird aus gentechnisch veredelten „Menschen“ bzw. Androiden bestehen, die
frei vom Bösen sind.
Das Christentum muß sich ferner mehr seiner Quelle, dem Buddhismus, öffnen.
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Gautama Siddharta, der Buddha, hat um 460 v.Chr. viele Lehren vorweggenommen, die
später als christlich bezeichnet worden sind, weil sie ganz zentrale ethische Forderungen
von Jesus Christus gewesen sind. Der Buddha verwendete auf der Basis lokaler Traditionen
zur Stützung seiner Lehren die Seelenwanderung, und Jesus Christus mochte von der altägyptischen Vorstellung vom Totenreich, vom Land des Westens und der möglichen Wiederkehr der Toten beeinflußt worden sein.
Viele Vorstellungen von Jesus Christus über das Verhalten der Menschen zueinander wie
Friedfertigkeit, Streben nach Erlösung und Verzicht auf Rache finden sich schon in den Lehren des Buddha, aber vermutlich wegen der anderen Lebensumstände unter der römischen
Herrschaft in Klein- und Vorderasien ist in den christlichen Lehren der Tierschutzgedanke
nicht so deutlich enthalten.
Bei Sicht auf das vernichtende Walten der Menschen in der Tier- und Pflanzenwelt seit
Jahrhunderten und zur Gegenwart immer schneller und katastrophaler hin ist es ein
Gebot höchsten Ranges, den Tier- und Pflanzenschutz in die christliche Lehre sehr
viel stärker einzubringen.
Das Christentum ist mit der buddhistischen Lehre zu vereinigen, unter Fortlassung von allen
spiritistischen und okkultistischen Vorstellungen:
Alle die überalterten Vorstellungen wie Jenseits, Seele, Nirwana, Karma, Auferstehung von
den Toten, Jüngstes Gericht, Dharma, Seelenwanderung ... werden eliminiert. Das kann
man als die 2. Christianisierung bezeichnen.
Gewarnt wird vor dem Menschen, vor seiner Bestialität, Skrupellosigkeit, Grausamkeit, Gier, Mordgier, Tötungsbereitschaft ..., allgemein vor dem Bösen im Menschen.
Es darf die Bestie nicht in der menschlichen Psyche gelassen werden.
In Kenntnis der Kapitalverbrechen der Menschen ist zu fordern:
Gentechnische Veredelung des Menschen – sofort und jetzt !
Heute haben wir noch eine intakte Zivilisation und Forschungskultur.
Heute ist es noch möglich, durch eifrige natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung die
Wissenschaften und Geräte zu entwickeln, um eine hinreichende gentechnische Veredelung
des menschlichen Genoms zu erreichen.
Das Morden der Menschen in der Tierwelt beweist, daß wir eine bedeutend höhere Weltsicht
benötigen, als sie von den Religionen vermittelt wird.
Gemäß der SF-Sicht ab den 1960er Jahren und der wissenschaftlichen Sicht ab 2000 leben
wir in einem Multiversum, in dem sich viele Universen mit oft unterschiedlicher Physik und
Metrik entwickeln, die jeweils in den Universen die Entwicklung von Materie, Strahlung, Galaxien, Sternen, Sonnensystemen, Leben, Intelligenten Wesen (IW) … ermöglichen oder
nicht. Wir leben offensichtlich in einem Universum, in dem das alles möglich ist.
In unserem Universum gibt es Hunderte von Milliarden Galaxien mit jeweils Hunderten von
Milliarden Sternen, wobei viele davon Sonnensysteme darstellen und manche davon Planeten haben, auf denen sich Leben und Arten von IW über Natürliche Biologische Evolution
(NBE) entwickeln können, die auch eine Technische Zivilisation (TZ) aufbauen können.
IW, deren Species (IWA) über NBE entwickelt wurden, werden als NIW bezeichnet.
Wie wir auf der Erde sehen, wütet blutiger Terror der NIW gegen alle Geschöpfe – und das
wird in allen Sonnensystemen so aussehen, solange die NIW darin herrschen,
IW, die vollkommene Vernunftwesen sind, werden als VIW bezeichnet – sie werden fast nie
über NBE entwickelt, sondern von NIW mittels IWE (das ist die künstlich-technische Konstruktion von VIW durch IW). Für die VIW gilt das Ziel, in allen Sonnensystemen für Bau und
Unterhalt möglichst vielfältiger, großer und langlebiger Paradiese zu sorgen.
VIW können in Paradiesen leben, NIW wegen des Bösen in ihnen nicht.
In allen Sonnensystemen, in denen durch NBE hinreichend leistungsfähige IW entstanden
sind, bringt die NBE im Regelfall keine VIW, sondern eben nur NIW hervor, also NIW wie die
Menschen mit dem Bösen in ihrer Psyche. Vor diesem Bösen in ihrer eigenen Psyche können die NIW und auch die Menschen nicht fliehen. Sie tragen auf ihren Eroberungen oder
auf ihrer Flucht das Böse in ihnen selbst überall hin in alle Welten.
Nur und nur die hinreichende gentechnische Veredelung des Genoms der über NBE entstandenen NIW vermag in allen Sonnensystemen die lokalen NIW in VIW zu wandeln.
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9 Rettet die Feldhasen !
Es gibt angeblich in Deutschland noch nicht einmal mehr 1 Million Feldhasen, weil Landwirte
durch Überdüngung und Jäger durch Überbejagung ihren Bestand dezimieren.
Was für ein Trauerspiel !
Deutschland hat 255000 qkm und darauf ist noch nicht einmal Platz für 1 Million Feldhasen !
Ja mei, da beklagen sich unsere Politiker mit Krokodilstränen in den Augen über das Abbrennen der Regenwälder in Südamerika und Ozeanien, und in Deutschland findet gegenwärtig ein gigantisches Artensterben statt !
Nicht nur die Feldhasen stehen auf der Roten Liste in Deutschland.
Hört endlich mit dem Töten auf !
Wir leben im christlichen Abendland ?
Aus dem Evangelium des Markus:
Nach der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus erschien Jesus den verbliebenen
11 Jüngern und sprach zu ihnen – siehe dazu Markus 16 (15):
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!
Also aller Kreatur – und nicht nur den Menschen !
Wichtig: Das ist keineswegs ein Übersetzungsfehler. Das Neue Testament ist auf Altgriechisch geschrieben und da steht das genauso wie in der Septuaginta.
Das Evangelium ist gemäß dem Neuen Testament aller Kreatur zu predigen, also Menschen,
Tieren und Pflanzen.
Wie predigen sie einer ausgestorbenen Tierart das Evangelium ?
Wie predigen Sie Stellers Seekuh, Dronte, Amerikanischer Wandertaube, Quagga … - also
allen den vielen bisher vom Menschen ausgelöschten Tierarten – das Evangelium ?
Den Menschen ist es immer noch nicht gelungen, ihren Tötungsdrang gegenüber anderen
Menschen unter Kontrolle zu bringen, und sie sind noch viel weiter entfernt davon, ihren Tötungsdrang gegenüber Tieren unter Kontrolle zu bringen.
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!
Der wahre Christ tötet nicht sinnlos und mit Lust die Tiere, sondern er predigt ihnen das
Evangelium im Gedenken an Jesus Christus !
Schleichen Sie also nicht nachts mit ihrem Gewehr herum oder
lauern auf einem Hochstand,
den Kopf voll Blutdurst und Tötungsdrang,
auf harmlose Tiere,
die nur ein wenig Gras essen wollen !
Denken Sie an Markus 16 (15):
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!
Lernen Sie endlich, mit den anderen Menschen und auch mit den Tieren und Pflanzen in
Frieden zu leben !
Wenn die Menschen Tier- und Pflanzenarten ausrotten, vernichten sie das Schöpfungswerk
Gottes und es wäre dann auch unnütz gewesen, daß Gott vor der Sintflut dem Noah den
Befehl gab, von allen Tieren je ein Paar auf die Arche zu nehmen, um das Aussterben ihrer
Art in der Sintflut zu verhindern
Die Herrschaft der Menschen über die Tiere heißt im göttlichen Sinne also bestimmt nicht,
daß die Menschen Tierarten ausrotten oder auch nur Tiere unnütz oder mit Lust töten !.
Löscht der Mensch Tier- oder Pflanzenarten aus, so vernichtet er das Werk Gottes !
Nur der Mensch darf sich als Christ bezeichnen, der im Sinne der Evangelien handelt.
Wer unnütz oder aus Lust tötet, ist bestimmt kein Christ.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Mohammed gesagt hat, daß das, was Jesus
Christus gesagt hat, wahr sei (19. Sure, 35).
Also gilt dasselbe Gebot für den Schutz des Werks Gottes, also die Tier- und Pflanzenwelt,
auch für die Moslems.
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10 Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschheit verhindern
Heute bemüht sich – oft vergeblich – die UNO um Frieden unter den Menschen, aber daß
die Menschen auch Frieden gegenüber den Tieren und Pflanzen praktizieren müssen, haben
die Repräsentanten der UNO noch längst nicht begriffen.
Die Erklärung dafür ist wie folgt:
So wie die Menschen früher von Nationalismus und Rassismus erfüllt waren – übrigens bis
heute noch –, so zeigen sie einen atavistischen primitiven anthropozentrischen Hominismus
oder Menschismus, auf den sie alle ihre bestialischen Spinnereien übertragen, die sie gegenüber anderen Menschen und Menschengruppen nun nicht mehr so ausleben dürfen –
siehe das Morden an den afrikanischen Elefanten, Nashörnern, Giraffen …
Menschen töten, getrieben von atavistischer primitiver Jagdlust, höhere Tiere wie Elefanten,
Löwen, Flußpferde, Büffel und Giraffen … und die UNO schweigt, weil ihre Repräsentanten
nicht intelligent und ethisch hochstehend genug sind, um zu erkennen, daß alle diese Tiere
ein absolutes Lebensrecht haben, völlig unberührt von der oft gegenteiligen Meinung geistig
zurückgebliebener Menschen.
Genauso wie früher die führenden Staaten darüber hinweggesehen haben, wenn man Menschen wegen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität verfolgt hat, so schweigt
heute die UNO zu den Massenmorden an Tieren in Afrika, Amerika und Ozeanien.
Rassismus und Nationalismus werden heute verurteilt, aber Hominismus und anthropozentrischer Menschismus sind noch weit schlimmer als diese, weil hier die Menschen sich in
verbrecherischer Weise wirklich gegen die Schwächsten richten, und zwar die Tiere.
Jedoch gilt:
Tiere sind unsere geborenen Schutzbefohlenen und Kameraden in der Ewigkeit und nicht
unsere geborenen Laborratten oder sonstwelche Opfer menschlicher Bestialität.
Es ist ganz offensichtlich, daß nur deshalb nicht viel mehr an Leben vernichtet wird, weil die
Technik der Menschen noch nicht so weit fortgeschritten ist. Aber die Menschen entwickeln
ihre Technik immer höher und sind wegen ihrer technischen Intelligenz in der Lage, immer
mächtigere Waffen und Maschinen zu bauen.
Je höher die technologische Stufe wird, um so gravierender werden die Vernichtungen an
Leben durch das Böse im Menschen. Es ist völlig klar, daß man den Menschen nicht weiter
ungestört sein Vernichtungswerk an der natürlichen lebendigen Schöpfung fortsetzen lassen
darf. Mit dieser Bestie im Menschen dürfte er keine Superzivilisation mit ihren Supermaschinen erschaffen, aber diese kommt durch die geistige Aktivität der Menschen unaufhaltsam,
und dann verfügt der Mensch mit dem Bösen in sich über die Vernichtungswaffen der Superzivilisation, was seinen baldigen Artentod erzwingt. Der Mensch ist wegen des Bösen in
sich nicht dazu in der Lage, die Machtmittel der Superzivilisation sittlich-ethisch zu verwalten
und anzuwenden.
Man kann den Tötungswahn, das Vergnügen am Töten und Rauben, bei allen Menschen
mittels erzieherischer Methoden, guter Lebensbedingungen, guter wirtschaftlicher, sozialer
… Bedingungen nicht hinreichend unter Kontrolle bringen:
- Da lebt ein Mann mit seiner Familie, hat selber zwei kleiner Kinder, ist niemals wesentlich mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, und mißbraucht und tötet dann ein
kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen.
- Da lebt ein 17-jähriger Schüler ein völlig normales, „unauffälliges Leben, und dann
läuft er Amok und tötet dabei ein Dutzend Menschen.
- Da lebt ein Ehepaar „glücklich“ für ein Jahrzehnt miteinander, und dann tötet der eine
den anderen aus niederen Beweggründen heraus.
- Da schlagen 4 Jugendliche in einer U-Bahnstation einen Passanten zusammen, sie
haben ihn vorher nicht gekannt, aber sie hatten Lust auf Gewaltausübung.
Immer dann, wenn so etwas oder ähnliches geschieht, gibt es ein großes Geschrei in allen
Medien, die Menschen stellen sich rat- und fassungslos ob solcher Gewalttaten – das ist
absoluter Humbug. Solche Vorfälle sind viel zu oft, als daß man sich ratlos stellen sollte ob
solcher Grausamkeit und Tötungsbereitschaft.
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Der Mensch sollte anerkennen, daß er das Böse, die Bestie in sich hat, und daß es um so
besser wäre, wenn er so bald wie nur möglich anfangen würde, sich selber in wirksamer
Weise von dem Bösen in sich selber zu befreien.
Das scheinheilige Geschrei in den Medien bei den scheußlichen Gewalttaten scheint
psychologischer Natur zu sein mit der Ursache, daß der Schreier meint, daß er die anderen Menschen um so mehr davon überzeugen kann, daß in ihm selber nicht diese
Bestie sitzt, je lauter er schreit. Aber es gilt: Diese Bestie sitzt auch in seiner Psyche.
Die infantile, kindische, närrische, läppische bis senile Verhaltensweise so vieler Menschen
bei der Erfahrung des Bösen bewirkt, daß die Menschen nicht nach den wirklichen Ursachen
für das Böse in ihnen selber forschen und nach den Methoden suchen, mit denen man die
Menschen vom Bösen in sich selber befreien kann.
Das führt wieder zu dem Problem, das Böse im Menschen sichtbar zu machen, also das Böse, das der Mensch aus freiem Willen heraus tut und nicht auf Befehl eines Diktators oder
einer übermächtigen Ordnungsmacht hin.
Insbesondere sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um die durch den anthropozentrisch-hoministischen Beziehungswahn des Menschen drohende Vernichtung der Tier- und
Pflanzenwelt zu verhindern.
Wie drückt sich die menschliche atavistische Primitivität aus, vor allem die archaische Primitivität der Verantwortlichen unter den Menschen, also den Eliten der Menschheit ?
Durch Kohlendioxidzunahme in der Atmosphäre, Verdreckung und Leerfischung der Meere,
Artenschwund bei Tieren und Pflanzen mit der Gefahr einer zukünftigen toten Erde ...
Dabei gilt folgendes:
- Wenn durch die Aktivitäten der Menschen zuviel Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt, wäre es vernünftig und zwingend, entsprechend große Maschinenanlagen zu
bauen und zu betreiben, mit denen man das Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre holt.
- Wenn durch die Aktivitäten der Menschen die Meere verdreckt werden mit Plastikmüll, losgerissenen Fischernetzen, Erdölrückständen ..., wäre es vernünftig und
zwingend, eine hinreichend große Flotte von Schiffen zu bauen und zu betreiben mit
der Aufgabe, diesen Dreck wieder aus den Meeren zu holen.
- Wenn durch die Aktivitäten der Menschen das Artensterben unter Tieren und Pflanzen immer schneller wird, wäre es vernünftig und zwingend, große Reservate einzurichten, wo diesen Tieren und Pflanzen unter militärischem Schutz hinreichend
Raum, Entwicklungsmöglichkeit und Schutz gewährt wird.
Gibt es bei der Menschheit solche Bestrebungen ? Offensichtlich nicht.
Die geistigen Eliten der Menschheit halten wegen ihrer atavistischen Primitivität die Vernichtung der Erde durch die Menschen nicht auf und wegen der psychotischen Geldgier der "Eliten" wird diese von ihnen sogar noch vorangetrieben.
Die Menschheit treibt wegen des Bösen im Menschen auf eine Zerstörung der Erde zu. Die
Menschen sägen – getrieben vom Bösen in ihrer Psyche – den Ast ab, auf dem sie sitzen.
Man hört so viel von investigativen Journalisten.
Warum weisen Journalisten nicht laufend auf die Vernichtung des Lebens durch die Menschen hin?
Wie ist das möglich, wo doch die Medien in der freien Welt von sich selber behaupten, das
Gewissen der Nationen zu sein ?
Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk- und Fernsehprogramme werden in der „freien Welt“ von
einer riesigen Anzahl von Journalisten mit Informationen versorgt, und dann erleben wir, daß
die wahren Ursachen für Klimawandel, Verdreckung der Meere und Vernichtung von Tierund Pflanzenarten – und auch ihr gewaltiges Ausmaß – so wenig diskutiert werden ?
Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierten … in der „freien“ Welt sind in privater Hand, und wer sie
besitzt und damit das Sagen hat, der entscheidet über das, was geschrieben wird.
Wenn unsere Erde stirbt, weil die Menschen sie verdrecken - warum kümmert das die verantwortlichen Menschen, also die Eliten der Menschheit, nicht ?
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Wie kann man nur so geistig beschränkt und sittlich unterentwickelt sein, daß man in der
Gegenwart so unter den Lebensformen wütet, daß die von der Natur errungenen Wertschöpfungen an Leben in so gigantischem Ausmaß vernichtet werden ?
Die Ursache dafür liegt im Genom des Menschen, das sich im Verlauf von Hominisierung
und Sapientierung über die Jahrmillionen so entwickelt hat, daß die Hominiden in einer Urzeit maximale Überlebenschancen hatten.
In einer urzeitlichen Welt ist die triebhaft-gefühlsmäßige Ausstattung des Menschen optimal,
also sehr gut, aber in einer zivilisierten Welt im Besitz gewaltiger technischer Machtmittel ist
sie erbärmlich und bösartig.
Es ist den Menschen, die in EU-Institutionen arbeiten, in EP und EC, aber auch vor allem
denen, die in der UNO arbeiten, dringend nahezulegen, die Bestie in sich selber zu erkennen
und den anderen Geschöpfen auf der Erde endlich ein eigenständiges, vom Menschen unabhängiges Lebensrecht anzuerkennen und zu garantieren.
Das gilt nicht nur für Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen … in Afrika, sondern auch für
Rehe, Hirsche, Hasen, Rebhühner, Auerhühner, Luchse, Wölfe, Bären, Elche … in Europa.
Die Menschen haben nicht darüber zu bestimmen, ob es in den nächsten 100 Millionen Jahren noch Elefanten, Nashörner, Hasen, Rebhühner usw. gibt oder nicht.
Die Menschen haben die Atmosphäre nicht mit Kohlendioxid, Methan … zu überladen, damit
die anderen Geschöpfe eine bewohnbare Erde haben.
Die Menschen haben die Kontinente und Meere nicht zu verdrecken und mit Müll zu überladen, damit die anderen Geschöpfe eine bewohnbare Erde haben.
Die Menschen dürfen die anderen Geschöpfe nicht in diesen riesigen Mengen abschlachten
und Tier- und Pflanzenarten auslöschen, damit die anderen Geschöpfe die Epoche der
Menschheit überleben können und nach der Zeit der Menschheit eine bewohnbare Erde haben.
Die Menschen haben die Meere nicht mit losgerissenen Fischernetzen … zu überladen, damit sich die Meerestiere nicht darin verfangen und nicht einen erbärmlichen, völlig sinnlosen
Tod sterben.
Wir erfahren laufend aus den Medien von den Massenschlächtereien an Elefanten und Nashörnern, aber selten liest oder sieht man etwas von Kommentaren von EU-Bürokraten oder
UNO-Mitgliedern dazu.
Es ist zu fordern, daß der Schutz der Wildtiere in Afrika, Europa, Amerika, Australien, Ozeanien … eine Sache der UNO wird und daß die Wildtiere in großen Reservaten unter internationalen und hinreichenden militärischen Schutz gestellt werden.
Es ist zu fordern, daß die Medien über die Massenschlächtereien an Wildtieren in freier
Wildbahn durch den Menschen so lärmend und andauernd berichten müssen wie über jedes
andere Kapitalverbrechen, das von Menschen verübt wird.
Die Menschen stehen zwar auf einer viel höheren Entwicklungsstufe als die Tiere und Pflanzen, aber die Menschen haben wegen des Bösen in ihrer Psyche noch längst nicht den
Rang von Vernunftwesen.
Wenn Menschen nicht einsehen, daß Tiere und Pflanzen ein vom Urteil der Menschen völlig
unabhängiges Recht auf freies, artgerechtes Leben haben, dann ist das nur eine Variante
davon, daß Menschen den Vertretern anderer Gruppen (heute Nationen) oder anderer Rassen der Menschen mit genau dieser abschätzigen Einstellung für Jahrzehntausende entgegengetreten sind.
Der anthropozentrische Hominismus oder Menschismus wähnt den Menschen genauso auf
triebhaft-dumpfe Weise weit über Tieren und Pflanzen stehend wie
- der Nationalist die Vertreter seiner Nation als hoch überlegen dünkt gegenüber den
Vertretern anderer Nationen oder
- der Rassist die Vertreter seiner Rasse als weit überlegen ansieht gegenüber den Vertretern anderer Rassen.
Mit den heutigen Menschen kann man deshalb keine Superzivilisation auf Dauer halten, weil
zu viele unter den Menschen das Böse, die Bestie in ihrer Psyche nicht hinreichend kontrollieren können.
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Wenn Menschen in der bekannten überheblichen, anthropozentrisch-hoministischen Art und
Weise Tieren und Pflanzen kein eigenständiges Lebensrecht einräumen, dann sind diese
Menschen sittlich-ethisch nicht hinreichend hoch entwickelt.
Genau aus diesem Grunde vernichten die Menschen in viel gründlicherer Weise das Leben
um sich als die vielen Fleisch fressenden Raubsaurier der Trias-Formation.
Die Saurier wurden im Verlauf der Hunderte von Millionen Jahren durch höher entwickelte
Säugetiere ersetzt.
Sittlich-ethisch und geistig hinreichend fortgeschrittene Menschen werden die Menschen
durch gentechnisch veredelte „Menschen“ ersetzen, die als Vernunftwesen bedeutend mehr
als die heutigen Menschen den sittlich-ethischen Vorstellungen einer Superintelligenz entsprechen.
Die alte Erkenntnis, daß die Menschen bisher der größte Irrtum der Natur sind, muß sich in
dem Willen manifestieren, den menschlichen Genom auf gentechnischem Wege hinreichend
zu vervollkommnen, so daß im Genom des Menschen nicht mehr das Böse einbeschrieben
ist. Die Menschen müssen mittels Gentechnik zu Vernunftwesen weiter entwickelt werden.
Es gibt Evolutionsbiologen, die mit Krokodilstränen in den Augen sagen, daß wir Menschen
in der Zukunft eben nun mal auf der Erde "allein" sein werden, wenn die Menschen alle Tiere
ausgelöscht haben – solche Menschen sind als Wissenschaftler eine sittliche Katastrophe.
Die Ursache für dieses sittlich-ethische katastrophale Fehlverhalten ist die typisch menschliche Psyche, die von Hominisierung und Sapientierung her auf Rassismus, Nationalismus
und anthropozentrischen Menschismus getrimmt ist.
Menschen haben geistig-ethische Defekte, die durch eine noch so gute Erziehung und
Lebensweise nicht behoben werden können.
Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer,
sondern sie haben auch in großen Mengen Tiere und besonders Großtiere getötet.
Es ist der primitive, dumpfe atavistische Anthropozentrismus und Artennarzißmus, der die
Menschen dazu bringt, ihren Mitgeschöpfen ihre Grund- und Lebensrechte zu verweigern.
Wir haben die gewaltigen Probleme des Klimawandels, der Verdreckung und Leerfischung
der Meere, der Energiewende ..., aber Europaparlament, EU-Kommission oder andere EUBürokraten kümmern sich um die Krümmung von Bananen und Gurken – und von der UNO
kommt kein Kommentar, obwohl die UNO ein von den Staaten der Erde finanziertes Umweltprogramm unterhält (mit Sitz in Nairobi, unweit von den Tiermördern).
Setzt man für gewisse UNO-Umweltprogramme übliche europäische Leistungskriterien an,
dürften die Massenschlächtereien an Elefanten und Nashörnern in Afrika gar nicht möglich
sein – wenn man den hehren moralisch-sittlichen Anspruch der UNO-Verantwortlichen in
ihren Reden ernst nimmt.
Da ja nun jeder weiß, daß diese Massenmorde in der Großfauna im Auftrag asiatischer Hehler oft unter Unterstützung lokaler Potentaten erfolgt, ist es eigentlich ganz selbstverständlich, daß man mit der Bekämpfung der Wilderer dort beginnt, wo die Hehler sitzen, also in
asiatischen Staaten, von denen man weiß, wie sehr sie nach Elfenbein und Nashornpulver
gieren.
Macht das die UNO mit dem erforderlichen Nachdruck ? Nein ?
Dann muß man sich wegen des Bösen in der Psyche der Menschen fragen, wieviel die Mitarbeiter der UNO dabei verdienen.
Am 25.6.2013 hat der US-Präsident Barrack Obama angekündigt, daß nun in den USA entschieden mehr gegen den Ausstoß von Kohlendioxid getan werden soll - das kam also nicht
vom UNO-Umweltprogramm.
Frage: Warum haben das UNO und EU nicht schon längst gefordert und entsprechende
glaubhafte Projekte gestartet ?
US-amerikanische Forscher haben nachgewiesen, welche ungeheuren Mengen an Müll in
den Weltmeeren treiben – warum hat das nicht die UNO als angeblicher Vertreter der
Menschheit getan ?
Warum treten nicht EU, EP, EU-Kommission und vor allem ingenieurtechnische Forschungs-
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institute an die UNO heran, um sie auf diese ihre Aufgaben hinzuweisen, die aus dem Anspruch der UNO folgen, in Vertretung der Menschheit zu stehen ?
Und in Vertretung vor wem ?
Die UNO hat noch nicht begriffen, ebenso wenig wie die Regierungen der Staaten der Menschen, daß die Regierung eines Landes nicht nur über das Schicksal der darin lebenden
Menschen zu befinden hat, sondern auch über das der Tiere und Pflanzen im betreffenden
Land, die aus vernünftiger und objektiver, also übermenschlicher Sicht her ein vom Menschen völlig unabhängiges Lebensrecht haben und entsprechend gepflegt und gehegt werden müssen.
Wir müssen gerade miterleben, wie durch die bestialische Geschäftstüchtigkeit oder geschäftstüchtige Bestialität der Menschen die Nashörner als Species ausgerottet werden,
ebenso werden die Bestände an Elefanten, Giraffen, Löwen und anderen Großtieren dezimiert, sicher im Auftrag von Hehlern und auch vermutlich im Auftrag von Politikern in Afrika,
die gut daran verdienen.
Die willentlich durchgeführte Vernichtung einer Großwildart ist ein so ungeheures Verbrechen, daß man sich wundern muß, daß die Medien der freien Welt nicht laufend darüber berichten.
Diese Medien sind eben doch nicht so frei, denn sie sind im Besitz von Kapitalisten.
Wir haben die gewaltigen Probleme um Rückgang der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen
..., – und Europa-Parlament, EU-Kommission, EU-Bürokraten und UNO nehmen das entweder nicht wahr oder handeln nicht entsprechend.
Elefanten werden zu Tausenden und Nashörner zu Hunderten vom Menschen in Afrika aus
niedersten Beweggründen heraus abgeschlachtet – wo bleibt denn nur in den Medien der
Sturm der Entrüstung dagegen?
Und warum unternimmt die UNO nichts dagegen ?
Hat die UNO dazu gar nichts zu sagen ?
Feldhasen, Luchse, Braunbären, Elche, Auerhühner ... haben ihre natürliche Heimat in Europa. Warum schaffen es die Menschen in Europa nicht, den jeweils heimischen Tier- und
Pflanzenarten ein vom Menschen unabhängiges Existenz- und Lebensrecht einzuräumen ?
Haben EC und EP dazu gar nichts zu sagen ?
Man muß sich hier klar vor Augen halten:
Wir erfahren aus den Medien laufend, wie sehr die Menschen ihre Umwelt verdrecken, aber
die Regierungen der Staaten der Menschen, auch EU, EP, EU-Kommission, UNO und Forschungsinstitute kümmern sich nicht darum, obwohl ganz klar erkennbar wird, daß unsere
Ozeane bald bar höheren Lebens sind, wenn die Menschen so weiter machen.
Nun ja, Politiker haben ihre Eigeninteressen und Spezialgebiete, und wie wir laufend aus den
Medien erfahren, überwiegen oft die Eigeninteressen (siehe Korruption) die berechtigten
Belange derer, in deren Namen die Politiker sprechen sollen, jedoch – zu diesen gehören
nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen.
Das Aussterben des deutschen Feldhasen kümmert die UNO nicht und ebenso wenig das
Aussterben so vieler anderer Tierarten in Deutschland.
Man kann immer wieder darüber staunen, daß sich die EU-Bürokraten um die Krümmung
von Gurken und Bananen kümmern, aber nichts dagegen tun, daß die Meere und Kontinente
verdrecken, die Atmosphäre immer mehr Kohlendioxid aufnehmen muß, verursacht durch
den Abbrand der Menschen, und die Vernichtung der Tier- und Pflanzenarten durch die
Menschen immer schneller fortschreitet..
Z.B. ist die Energiewende mit wirksamen Maßnahmen zur Minderung der Zunahme an Kohlendioxid in der Atmosphäre zu verbinden, und bisher steht dafür nur die Biotechnik über
weitläufige Nutzung von Algenkulturen in großen Wassertanks zur Verfügung.
Der Anbau von Mais als Energiepflanze benötigt große Flächen.
Mit großen Wassertanks mit geeigneten Algenkulturen könnte man viel größere Mengen an
geeigneter Biomaterie ernten, weil die Algen direkt im Wasser leben und nicht nur in einer
dünnen Schicht wachsen, sondern in dem ganzen Wasservolumen, das ihnen der Wasserbehälter bietet.
Die Bildung von Zucker, Zellulose, Alkohol … aus Kohlendioxid benötigt viel Wasser und
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Energie, und diese stehen in den äquatorialen Regionen der Ozeane in fast beliebiger Menge zur Verfügung. Dort ist also sehr viel Platz für das Anlegen sehr großer Algenkulturen und
Fischfarmen, z.B. für Sardinen.
Warum gibt es keine Forschungsprojekte in dieser Richtung ?
Es ist ein großes Mißverhältnis zu beobachten zwischen den lärmenden Berichten zu Energiewende und Klimawandel auf der einen Seite und angekündeten Projekten von einschlägigen Forschungsinstituten, Regierung, EU und UNO auf der anderen Seite zur erfolgreichen
- Durchführung der Energiewende,
- Abwehr des Klimawandels,
- globalen Müllbeseitigung und
- Beendigung des Artensterbens bei Tieren und Pflanzen.
Es ist dies zu erkennen bei den Berichten über die Verschmutzung der Meere mit Erdöl,
Plastikabfällen, losgerissenen Fischernetzen ... und dem Fehlen jeglicher kollektiver Aktivitäten der Menschheit zur Säuberung der Meere im Auftrag der UNO.
Dasselbe ist zu erkennen bei den Berichten über das immer schneller fortschreitende Artensterben bei Tieren und Pflanzen und der Vernichtung immer größerer Bestände von Tieren
und Pflanzen durch die Menschen.
Will die UNO wirklich die Vertretung der Menschheit sein?
Dann haben wir die Frage:
Gegenüber wem fühlen sich die Mitarbeiter der UNO verantwortlich ?
Vielleicht gegenüber ihrem eigenen Geldbeutel ?
Die von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel ausgerufene Energiewende gilt nur für
Deutschland.
USA, Rußland, Frankreich und England schwören auf Kernkraftwerke, und China baut immer
mehr Kohlekraftwerke und stößt immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre aus.
Von Deutschland aus können tatsächlich nur sehr beschränkte Aktionen erfolgen, aber EU,
UNO und Forschungsinstitute sind dahingehend zu beeinflussen, daß sie sich zu ihrer Verantwortung zu wirksamen erdweiten Aktionen gegen schädliche, vom Menschen bewirkte
Klimaentwicklungen, Verdreckung der Meere und Vernichtung von Tierarten bekennen.
Prinzipiell tun EU und UNO kaum etwas gegen das vernichtende Wirken der Menschen
gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt.
Einschlägige Forschungsinstitute, Regierungen, EU und UNO sollten endlich wirksame
Maßnahmen gegen schädlichen Klimawandel, Verdreckung der Meere, Leerfischen der
Ozeane und andere vom Menschen bewirkte Katastrophen wie das Artensterben bei Tieren
und Pflanzen unternehmen.
Kehren wir zurück zur Verdreckung und Ausräuberung der Natur durch den Menschen.
Es ist ein Kennzeichen guter Eltern, wenn sie ihre Wohnungen sauber halten und ihre Kinder
zu Ordnung und Sauberkeit erziehen. Menschen, die nicht so sind und ihre Wohnung verdrecken lassen, bezeichnet man als asozial.
Die Menschen verdrecken seit vielen Jahrhunderten die Erde – das ist ihre Wohnung – und
eigenartigerweise haben daran die Eliten der Menschen nichts auszusetzen, was heißt, daß
die vielen Eliten der Menschheit oft im Grunde asozial sind.
Wann fangen EU-Parlament und UNO endlich damit an, die rein menschengemachten Probleme um Verdreckung der Meere, Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre, Rückgang der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen ingenieurwissenschaftlich anzugehen und
nicht nur mit Worthülsen und Phrasen um sich zu werfen ?
Sind die Menschen in EU-Parlament, UNO-Institutionen ... nicht intelligent oder sittlich hochstehend genug ?
Es zeigt sich, daß Menschen – natürlich gezeugt – zu oft nicht in der Lage sind, das Böse in
sich hinreichend zu kontrollieren.
Noch so gute Formen von Ausbildung, Lebensweise, Beruf, Lebensbedingungen ... sind offensichtlich für viel zu viele Menschen immer noch nicht dafür hinreichend, die Menschen zu
lehren, das Böse in sich zu unterdrücken.
Zu den großen Problemen der Menschen gehören offensichtlich vor allem ihre Eliten.
Es werden sittlich viel höher stehende Eliten benötigt, und um das innerhalb von vernünfti-
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gen Zeiten zu erreichen und zu verwirklichen, sind die dafür benötigten Forschungsprojekte
so schnell wie nur möglich zu starten.
Es deutet alles darauf hin, daß die Menschen wegen ihrer primitiv-atavistischen Psyche nicht
in der Lage dazu sind, die alles Leben bedrohenden Auswirkungen ihres Handelns zu erkennen. Weil die Menschen ihren Planeten verdrecken und für das Leben auf der Erde eine immer größere Gefahr darstellen, sind die entsprechenden Gegenmaßnahmen auf dem Gebiet
der gentechnischen Veredelung des Menschen zu ergreifen. Es ist zu erforschen, wie der
Mensch nach Psyche, Geist und Charakter gentechnisch gestaltet werden muß, damit die
Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt und damit dann auch die vorzeitige Vernichtung der
Menschheit, bewirkt durch das Böse im Menschen, verhindert wird.
Es stehen also viele äußerst wichtige Forschungsprojekte an.
Der Menschheit sind durch das Böse in den Menschen und durch den Fortschritt zur Supertechnik enge zeitliche Grenzen gesetzt, denn der Mensch kann wegen des Bösen in ihm
immer weniger die immer gewaltiger und mächtiger werden Kräfte seiner Supermaschinen
sittlich-ethisch bändigen und beherrschen. Das beweist, daß die gentechnische Veredelung
des Menschen die wichtigste Aufgabe der Menschen überhaupt ist, wobei man auf gentechnischem Wege aus dem Genom das darin genetisch einbeschriebene Böse entfernt.
Menschen sind wegen des Bösen in ihrer Psyche nicht dazu fähig, auf Dauer in einer Superzivilisation oder in einem Paradies zu leben.
Eine gentechnische Veredelung der menschlichen Psyche ist unbedingt notwendig.
Es wird auf die beiden Schriften verwiesen:
- "Manifest zur gentechnischen Veredelung des Menschen" und
- "Grenzen der Vernunft der Menschen - Restlaufzeit der Menschheit"
Diese Schatten wegen der Bestie im Menschen liegen über der Zukunft und sie künden vom
baldigen Artentod der Menschheit, mit oder ohne Ersetzung der Menschheit durch eine sittlich viel höher stehende Species.
Es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um die durch den anthropozentrischhoministischen Beziehungswahn des Menschen drohende Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern.
Die asozialen Eliten der Menschheit sind ein großes Problem. Die meisten Menschen, die zu
Macht kommen, nutzen ihre Macht nicht zum Nutzen des Lebens allgemein, weil die Menschen zu primitiv-atavistisch fühlen und denken.
Die Menschen vergessen folgendes:
- Spätestens in 1,5 Milliarden Jahren - wahrscheinlich aber sehr viel früher - ist die Oberfläche der Erde eine sonnendurchglühte Sand- und Steinwüste ohne Oberflächengewässer.
- In 5 Milliarden Jahren wird die Sonne das Stadium des Roten Riesen erreichen und sich
dabei vielleicht über die heutige Erdbahn ausdehnen.
- 2 Milliarden Jahre später wird die Sonne in das Stadium des Weißen Zwerges übergehen,
und von da an wird unser Sonnensystem jenseits der 50 Millionen km-Grenze zum Weißen
Zwerg Sonne in Nacht, Kälte und Eis versinken.
- Von der Entstehung der Sonne bis zum Beginn des Stadiums als Weißer Zwerg sind es
ungefähr 12 Milliarden Jahre, und dann kann die Sonne im Zustand des Weißen Zwerges
viele Milliarden Jahre verbleiben, und kühlt allmählich zum Braunen Zwerg und noch viel
später zum Schwarzen Zwerg ab.
- Unser Universum ist auch nicht ewig, sondern wird vielleicht schon in 40, 100, 200 … Milliarden Jahren zerfallen, wobei vermutlich seine Überreste im einbettenden Hyperraum bei
der Entstehung neuer Universen recykelt werden ...
Diese Zahlen geben den Rahmen an, gemessen von unserer Gegenwart an:
- 1,5 Milliarden Jahre (die Oberflächengewässer der Erde sind verdampft)
- 5 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Roten Riesen),
- 7 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Weißen Zwerg),
- 14 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Braunen Zwerg),
- 40 Milliarden Jahre (unser Universum zerfällt) ...
55
Die Menschen – und besonders die geistigen, politischen, wirtschaftlichen … Eliten – denken
nicht in hinreichend großen Zeiträumen.
Ob das, was wir heute tun, wirklich vernünftig ist, entscheidet sich erst in einer fernen Zukunft, und genau diese müssen wir verstehen lernen.
Wir müssen aufhören, uns auf die Gegenwart und nächste Zukunft zu konzentrieren, und wir
müssen damit beginnen, Modelle für die Zukunft in den nächsten 100, 200, …, 500 … Millionen Jahren abzuleiten.
Es gab auf der Erde in den letzten 1,4 Milliarden Jahren 5 oder 6 Massensterben.
Was heute die Menschen auf der Erde an Vernichtung von Leben bewirken, hat schon längst
den höchst verderblichen Rang eines geologischen Massensterbens.
Die Gattung Homo gibt es seit 2,4 Millionen Jahren, die Art Homo sapiens in verschiedenen
Unterarten seit vielleicht 250000 Jahren.
Wir haben aber noch Hunderte von Millionen Jahren vor uns, und wenn die Menschheit weiterhin in dieser vernichtenden Weise auf der Erde abhaust, dann wird das Leben nach dem
sicheren Verschwinden der Menschheit – auf jeden Fall durch die Menschheit selber bewirkt
in den nächsten Jahrtausenden – wieder aus sehr niederen Entwicklungszuständen von Lebewesen neu anfangen müssen.
Das Leben auf der Erde hat zwei grimmige, unerbittliche und grausame Feinde, und zwar die
Natur und den Menschen.
Die Natur erschafft schon seit 4 Milliarden Jahren auf der Erde Leben, wobei die Vernichtung
von Leben eine große Rolle spielt, denn darauf baut die Natürliche Biologische Evolution
(NBE) auf.
Die NBE führte auch zu Hominisierung und Sapientierung und damit zur Entwicklung des
Menschen, wodurch die Psyche des Menschen im erheblichen Ausmaß zum Spiegelbild der
Mächte wurde, die den Menschen erschufen.
Die Entwicklung von Leben auf einem geeigneten Planeten in einem geeigneten Sonnensystem in einem geeigneten Universum … erstreckt sich über Jahrmilliarden, aber die in diesem Prozeß entwickelten Lebewesen erleben und überschauen ihn nicht in seiner Gesamtheit, sondern sind selber nur als Schauspieler ein winziger Teil in einem winzigen zeitlichen
Abschnitt davon, was meistens zu sehr falschen Ansichten der Individuen über das Leben
und die Natur allgemein führt.
Die Entwicklungsmethoden der Natürlichen Biologischen Evolution (NBE) bei Hominisierung
und Sapientierung verankerten in der Psyche der so entwickelten Menschen das Böse in
Form von Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus,
Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Wut, Neid, Haß, Gier …, aber dieses Böse wurde erst zum Bösen
durch die Entwicklung von Kultur und Zivilisation durch den Menschen.
Während des Wirkens von Hominisierung und Sapientierung als Teil der NBE waren diese
späteren Elemente des Bösen zuerst Elemente des Guten, weil sie erst die Entwicklung der
Menschheit als Species ermöglichten.
Nachdem die Entwicklung von Kultur, Zivilisation und Wissenschaft durch den Menschen
hinreichend fortgeschritten war, entwickelten die Menschen allmählich die geistige Kraft, sich
über das Walten der Naturprozesse zu erheben und sie als dem Bösen zugehörig einzustufen. Das große Problem der Menschen ist aber, daß das Böse in der Psyche des Menschen
genetisch verankert ist. Der Mensch sieht zwar auf Grund seiner geistigen Kraft, daß er z.B.
nicht töten darf, aber in seinen Trieben und Gefühlen neigt der Mensch dennoch dazu. Das
ist die Ursache für die häufigen bösartig-kriminellen Handlungen der Menschen – ein erbärmlicher Atavismus.
Die Kriminalgeschichte der Menschheit (siehe dazu auch das Buch „Aionik III“, Kap. 6) ist
erfüllt von einer ununterbrochenen Folge schwerster Kapitalverbrechen der Menschen gegenüber Menschen und auch gegenüber Tieren und Pflanzen, wozu die Massenvernichtung
von Menschen und höheren Tieren z.B. durch Maschinenwaffen und die Auslöschung von
Populationen von Menschen bzw. Tier- und Pflanzenarten gehören.
Hominisierung und Sapientierung schufen die Realität der Hominiden und ihrer bestialischen
Veranlagung, aber das kann in einem größeren Entwicklungsrahmen eine Durchlaufstation
sein, die durch eine hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen zu der wahren
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Entwicklung führt, die sich die Menschen seit je her in den Fiktionen von Paradies, Reich
Gottes, Himmelreich … erträumt haben.
Um diese Entwicklung einzuleiten, muß sich der Mensch allerdings über seine eigene Natur
so klar werden, daß er auch den Willen hat, sich entsprechend gentechnisch zu veredeln.
Darum muß man das Böse im Menschen möglichst klar und umfassend darstellen.
Die Kriminalgeschichte der Menschheit zeigt die Bestialität der Menschen und ihre Auswirkungen nicht nur in der Massenvernichtung von Leben und Kulturgütern in Kriegen und Bürgerkriegen und besonders im Lebensalltag der Menschen, wo so oft Bösartigkeit, Gewalt,
Raub, Mord und Terror herrschen, sondern auch in der expliziten Massenvernichtung von
Tieren und Pflanzen.
Die Kriminalgeschichte der Menschheit der letzten 5000 Jahre, besonders der letzten
500 Jahre, soll den Menschen bewußt machen, daß sie selber wegen des Bösen in sich
so wenig paradies- und weltraumtauglich sind und daß es deshalb keinen anderen Ausweg
gibt als den der gentechnischen Veredelung des Menschen.
Es wird dabei besonders auf die vielen und schweren Kapitalverbrechen der Menschen untereinander und gegenüber Tieren und Pflanzen hingewiesen, mit der laufenden Vernichtung
von Menschenleben und großer Tier- und Pflanzenbestände zusammen mit der immer
schnelleren Vernichtung von Tier- und Pflanzenarten zur Gegenwart hin.
In Legenden, Sagen und Märchen, aber auch in Geschichte und Alltag der Menschen erscheinen so oft
- Massenvernichtung von Leben,
- Vernichtung von Städten und Völkern,
- Kriege und Bürgerkriege mit einer riesigen Anzahl von Getöteten,
aber da wird gesagt, daß die tötenden und raubenden Menschen auf Befehl handelten.
Auf Befehl ?
- Nun, war das bei der Eroberung Amerikas von 1492 bis heute durch die Europäer
wirklich der Fall ? War es nicht eher so, daß man die Indianer gezielt in großen Mengen tötete, um ihnen ihr Land abzunehmen ?
- Nun, war das bei der Ermordung der Armenier von 1870 bis 1915 durch die Jungtürken in der Nordosttürkei wirklich der Fall ? Sicher gab die Hohe Pforte ab 1870 den
Befehl zur Tötung der Armenier, aber die Jungtürken töteten mit großer Begeisterung
und äußerster Grausamkeit, also freiwillig.
- Nun, war das bei der Ermordung der Tutzi 1994 durch die Hutu wirklich der Fall ?
Sicher steckten ein paar mächtige Drahtzieher dahinter, aber gemordet haben die
Hutu mit großer Begeisterung und Hingabe mit primitiven Waffen wie der Panga.
Denken Sie daran: Mit der Panga erschlägt man den Menschen als persönliches Gegenüber, und da gibt es keinen großen Abstand zwischen Mörder und Opfer.
Man hat den Eindruck, daß sich die Leute bei Diskussionen über Völkermorde verstecken hinter ... Assurbanipal, Sancherib, Salmanassar, Tiglat-Pileser, ..., Marius,
Sulla, Tiberius, Caligula, Nero, Commodus, ..., Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Stalin, Idi Amin, Pol-Pot, Rias Montt ... gemäß der Methode: Das waren die Täter und
diese waren Ausnahmeerscheinungen – aber das ist grundfalsch, wie das Alltagsleben zeigt.
Ob die Menschen einstmals mit Superwaffen und Supermaschinen sittlich-ethisch verantwortlich umgehen können ?
Leider spricht alles dagegen, denn Überlebende von Völkermorden berichten immer wieder:
Bis kurz vor dem Ausbruch der wahnsinnigen Bluttaten waren die Täter noch ganz "normale"
Menschen gewesen. Mit ihren späteren Opfern teilten sie die Schulbank oder das Büro, sie
besuchten einander und sprachen zueinander wie mit Angehörigen ihrer eigenen Rasse,
Kultur, Volksgruppe, Nation ...
Dieser Text wurde aus dem Bericht eines afrikanischen Politikers im Dezember 1995 nach
dem Bürgerkrieg in Ruanda im März 1995 entnommen, sich weithin deckend mit Augenzeugenberichten aus Exjugoslawien 1992-94.
Auf jeden Fall wandelten sich "brave" Familien- oder Pilgerväter binnen weniger Tage oder
gar Stunden zu blutgierigen, wahnsinnigen Bestien.
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Das wird gleichermaßen von Ruanda und Jugoslawien berichtet.
In Nord-, Süd- und Mittelamerika, Türkei, Rußland und Deutschland (historische Reihenfolge) gingen den Verfolgungen und Massenmorden oftmals schon lange Zeiten der Ächtung
der Minderheiten voraus.
Man muß das viele Böse im Menschen sichtbar machen, und dazu ist es eben nicht nötig,
Völkermorde durch und unter den Menschen anzuführen, denn die Bestialität der Menschen
im Alltag gegenüber Menschen und höheren Tieren zeigt die Untauglichkeit der Menschen
zum Leben in Paradiesen auch im Alltag jederzeit nur zu gut.
Wenn man das Böse veranschaulichen will, studiert man am besten das Verhalten der vielen
Menschen, das dem bösartigen Charakter der normalen Durchschnittsbürger entspringt,
aber es ist sicher sehr wirkungsvoll, zusätzlich Völker- und Massenmorde sowie Flüchtlingsströme unter Menschen anzuführen.
Um den Widerstand gegen das Böse im Menschen gut zu verankern, muß man die Menschen immer wieder an ihre dunklen Seiten in ihnen selber erinnern, an das Böse, das Menschen, ohne daß eine übermächtige Staatsmacht usw. sie dazu zwingt.
Das aus freiem Willen heraus verübte Böse hat bei den Menschen zeitlich und räumlich eine
viel stärkere Verbreitung als das Böse, das z.B. eine verderbte Staatsmacht befiehlt, allerdings ist das z.B. von einer Staatsmacht erzwungene sehr, sehr viel verhängnisvoller.
Was sind die Grenzen der Domestifizierung im zwischenmenschlichen Bereich, im Umgang
zwischen Menschen, im Verhalten von Menschen gegenüber Tieren … ?
Alle die in der Schrift „Geistig-ethische Defekte der Menschmaschine“ von 2014 beschriebenen Verbrechen kommen in modernen, zivilisierten Menschengesellschaften massenhaft vor.
Merken Sie auf: Wir reden hier nicht vom Homo ergaster vor 1,8 Millionen Jahren oder vom
Homo erectus vor 400000 Jahren, sondern vom modernen Menschen von heute.
Diese Verbrechen geschehen laufend in den modernen Industriegesellschaften, und in primitiveren Gesellschaften der „modernen“ Menschen waren und sind sie oft die Regel.
Wie kann bei dieser Veranlagung der Menschen die Zukunft der Menschheit aussehen ?
Wenn man in Erdzeitaltern denkt, fällt einem bei Sicht auf das Böse im Menschen das Mesozoikum ein, in dem die Raubechsen ihr Schreckensregiment führten.
Das Mesozoikum ist seit dem Ende der Kreidezeit vor 64,5 Millionen Jahren lange vorbei,
und dasselbe wird einst mit dem Anthropozoikum auch so sein.
Die Menschen zeigen in ihrem Verhalten so oft und so deutlich, daß sie wegen ihrer altertümlichen Trieb- und Emotionalstruktur nicht mehr in die von ihnen selber geschaffene zivilisatorisch geformte Welt passen. Von ihrer Psyche her passen die Menschen in die Urzeit,
aber nicht in die heutige oder gar in die zukünftige Zeit.
Die Menschen sind so intelligent, daß sie Wissenschaft und Technik erfanden und ihre zivilisatorische Welt geschaffen haben, aber triebhaft-emotional sind sie in dieser Welt nicht mehr
zu Hause.
Wann und wie wird also das Ende der Menschheit aussehen ?
Das Ende der Saurierherrschaft vor Jahrmillionen war nicht das Ende des Lebens, und das
Ende der Herrschaftszeit der Menschen auf der Erde wird ebenfalls nicht das Ende des Lebens sein, sondern eben nur wieder ein neuer Übergang zu höherem Leben.
Hier muß man allerdings korrigierend anfügen, daß die Vernichtungswut und -fähigkeit der
Menschen die Zerstörungen von auf die Erde einstürzenden Asteroiden und Kometen oder
von auf der Erde ausbrechenden Supervulkanen weit übertreffen wird, denn wir sehen ja
bereits heute, wie die Menschen in ihrer „Geschäftstüchtigkeit“, Gier, Rücksichtslosigkeit,
Mord- und Raubgier und Herrschsucht immer schneller und immer mehr Lebensräume der
Natur ausbeuten, veröden, verdrecken oder sonstwie dem natürlichen höheren Leben entziehen.
Wir müssen uns also beeilen und den Übergang zu höheren Formen der Menschen bejahen
und selber willentlich herbeiführen durch die Entwicklung der für den Übergang zu höheren
Menschenformen benötigten Wissenschaft und Technologie.
Die Zukunft der Menschheit darf nicht mit der Zukunft des Lebens auf der Erde verwechselt
werden. Das Ende der Menschheit darf nicht mit dem Ende des Lebens auf der Erde ver-
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wechselt werden. Von der Zeit der Saurier trennen uns Millionen Jahre, aber nach dem Aussterben der Menschheit vergehen wieder viele Millionen Jahre.
Vielleicht sind jetzt schon die Weichen dafür gestellt, daß im nächsten Zeitalter die dann
noch lebenden Menschen von den gentechnisch veredelten Nachfolgern der Menschen in
einer Art von sizilianischer Menschenhaltung ihr kümmerliches Dasein fristen.
Das Böse im Menschen ist das, was die Menschen so abstoßend und häßlich macht.
Das Böse im Menschen ist das, was bewirkt, daß die Menschen in die heutige und vor allem
in die zukünftige Zeit nicht mehr passen.
Die Entwicklung der künstlichen Gebärmutter (Biotechplazenta) ist zwar wichtig, aber entscheidend ist, daß die Techniken zur gentechnischen Veredelung des Menschen erarbeitet
werden.
Kapitalverbrechen der Menschen an der Tier- und Pflanzenwelt:
- Die Europäer löschten in Europa in vielen Regionen die Großfauna aus – und wenn dann
ein Braunbär oder Elch nach Deutschland kommt, ist die Hölle los. Sehnsüchtig blickt man in
Europa auf die reiche Tierwelt in Afrika und Südamerika, vergißt aber dabei, daß man die
eigene in Europa über die Jahrhunderte in Europa ausgerottet hat. Man wirft Brasilien vor,
nichts zum Schutz des Regenwaldes zu tun, aber suchen Sie mal Wälder in Frankreich oder
Spanien ! Das ist Ausdruck der Paranoia des Menschen.
- In Indien, China, Ozeanien ..., deren Völker allesamt irgendwann unterdrückt worden sind
und die ihre Befreiung ruhmreich besangen, wird der heimischen Tier- und Pflanzenwelt laufend mehr Lebensraum und Leben genommen.
- Internationale Konzerne fischen mit riesigen Schiffen und Schleppnetzen die Ozeane leer,
wobei sie vielen Delphinen einen grausamen Tod des Ertrinkens bringen, weil diese sich in
den riesigen Netzen verfangen.
- Viele Amerikaner verwenden beim Fang von Pelztieren die furchtbaren Tellereisen, die zu
größten Schmerzen und Verstümmelungen der Tiere führen.
- Aber auch Indianer, Afrikaner und Asiaten fingen und fangen noch Pelztiere mit Schlingen,
was die gefangenen Tiere in größte Angst und Panik versetzt, wo sie entweder dann elend
verhungern oder vom Menschen erschlagen werden.
Verbrechen der Menschen untereinander haben eine andere Wertung als die Verbrechen
der Menschen gegenüber anderen Geschöpfen, denn solche sind artübergreifend, also
transzendent.
Verbrechen von Menschen untereinander verbleiben in derselben Art, aber Verbrechen der
Menschen gegen Tiere richten sich gegen andere Arten.
Nun ist es so, daß die vom Menschen hergestellten Androiden ebenfalls anderen Species als
der menschlichen angehören werden, so daß der Schritt zu ihnen ebenfalls transzendent ist.
Die Verbrechen der Menschen gegenüber der Natürlichen Lebendigen Schöpfung (NLS) –
der Tier- und Pflanzenwelt – werden, weil sie transzendent sind, nicht von den Menschen
gerichtet, sondern von ihren gentechnisch veredelten Nachkommen. Darum ist der Tier- und
Pflanzenschutz ein transzendentes Thema (siehe AIONIK IV).
Die richtige, wirkliche und einzig vernünftige Befreiung des Menschen ist die, die ihn
vom Bösen in sich selber befreit, und das funktioniert nicht durch Heilslehren, sondern nur und nur durch gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms.
In Kenntnis der Geschehen in den letzten Jahrtausenden muß darum der Mensch selbst als
der schwächste Punkt gewandelt werden. Er wird jedes noch so schön gegründete Weltsystem mißbrauchen.
Normalerweise ist der Mensch ein intelligentes Tier, das zeitweilig zur Vernunft fähig ist, aber
er ist kein Vernunftwesen.
Das Schicksal der Völker der Menschen findet man auch bei Tiergruppen.
Territorialkämpfe gibt es häufig im Tierreich, wobei es um die besten Futterstellen, Trinkplätze, Reviere usw. geht. Schimpansengruppen führen regelrechte Kriege untereinander, wobei
sie menschlich anmutende Verfahren und Strategien benutzen: Es gibt Späher, die die feindliche Gruppe beobachten und Kampfgruppen, die richtige militärische Überfälle durchführen.
Jane Goodall hat das in ihrem Buch „The Chimpanzees of Gombe“ beschrieben, ebenfalls
das ausgeklügelte soziale Verhalten von Schimpansen in ihrer Gruppe, wo es um die rang-
59
höchsten Plätze geht. Schimpansen schmieden auf dem Wege zur Machtstellung in ihrer
Gruppe regelrechte Allianzen. Hat ein Männchen die ersehnte Führerstelle, die ranghöchste
Position errungen, gebärt es sich oft wie ein Tyrann, und je stärker und listiger es ist, um so
weniger benötigt es weiterhin den Rückhalt an seinen ehemaligen Mitkämpfern.
In einer Schimpansenhorde kann man die völlige Reduzierung aller ethischer Normen auf
Macht gut beobachten.
Schimpansen sind wirklich sehr menschlich. Es verwundert eigentlich, daß Hunde, Katzen,
Pferde, Delphine ... – also die Kuscheltiere – so viel hübscher als Schimpansen sind, oder
daß die Schimpansen und Gorillas so häßlich auf den Menschen wirken. Es beschleicht einen da die Ahnung, daß diese Tiermenschen deshalb so häßlich auf uns wirken, weil sie so
viel häßlicher als Menschen sind oder ein Urur...bild menschlicher Vorfahren vorgaukeln und
uns so die Unvollkommenheit der früheren Hominidenentwicklungsstadien zeigen, was uns
unangenehm berührt.
Es gibt viele Tierarten, die man nur mit Mühe als Vorfahren der Menschen einstufen kann.
Vor 1,4 Milliarden Jahren begann die Entwicklung der Eukaryonten (das sind nur Sauerstoff
atmende Zellen), und offensichtlich bedurfte es nur um die 200 Millionen Jahre, damit sich
die Eukaryonten als Meister im Zellenzusammenschluß erweisen konnten. Diese Metazoen
bevölkerten zunehmend die frühen Meere, und es begannen Evolution und Konkurrenzkampf der Baupläne der Metazoen.
Wann bildeten sich die Metazoenlinien aus, die unumkehrbar Metazoenbaupläne für die Zukunft festschrieben, also die Linien, die zu Weichtieren und die zu Chordatieren führten ?
Vielleicht bildeten sich die Chordatiere aus den Weichtieren, und dann wären Tintenfische
unsere Ururur...großväter, so vor 900 Millionen Jahren.
Das ist sicher etwas übertrieben, denn vor 900 Millionen Jahren gab es auch noch keine
Tintenfische. Gemeint ist hier: Primär könnte die Linie der Weichtier-Baupläne sein, die vor
570 Millionen Jahren zu Kopffüßern und Brachiopoden führte, und von der hat sich etliche
Hundert Millionen Jahre zuvor die Linie abgespaltet, die zu Chordatieren führte – vielleicht.
Charles Darwin entwickelte die Vorstellung von der Evolution der Organismen. Gibt es für die
Natürliche Biologische Evolution (NBE) so etwas wie einen Charakter ?
Die Natur entwickelt über Äonen die wunderbarsten Geschöpfe und sonstige Werke, sie vernichtet diese wertvollen Schöpfungen binnen Augenblicken oder in größeren Zeiträumen
durch Niedergang und Verfall, aus den Ruinen gehen wieder die wunderbarsten Werke hervor, und es gibt eine ungeheure Redundanz.
Wir Menschen selber sind Produkt der NBE und ihrer Gesetze. Was uns Menschen charakterisiert unter den anderen Geschöpfen dieser Erde, ist das Gehirn, das ein Sonderfall der
vielen Neuronenknoten und –verbände, Ganglienknoten und vielen weiteren Tiergehirne ist.
Diese Neuronenklumpen im Kopf der Menschen sind wahrhaftig ein Teufelszeug, und sie
geben in den Worten von Johann Wolfgang von Goethe das Himmelslicht der Vernunft (Prolog in FAUST I). Wir Menschen haben dieses Teufelszeug im Kopf und ihm verdanken wir
unsere Geistigkeit, unser Ichbewußtsein, unsere Sinneswahrnehmungen, Aktionsfähigkeit ...
Es ist nun zu klären, ob Wünschen, Wollen, Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften ...
des Menschen wirklich auf Triebe und Gefühle zurückgehen, deren Ursprung nicht im Großhirn, sondern im Zwischenhirn (Thalamus) liegt, oder ob das zum größten Teil auf das Wesen von größeren Ganglienknoten, Neuronennetzen ... zurückzuführen ist, die von sich aus
ichbetont, aggressiv, herrschsüchtig und „einnehmend“ sind.
Das ist ein wichtiges Thema in Kap. 2.3 von „AIONIK VIII“, aber es ist gerade hier zu Ende
der Menschwerdung wichtig, den Charakter von diesem Teufelszeug in unserem Kopf zu
erforschen. Denn der weitere Teil der Hominidenentwicklung in der Zukunft wird wesentlich
davon geformt werden, wie die Androidisierung verlaufen wird, in Abhängigkeit von NBE und
uns Menschen.
Wir haben es hier mit 3 Charakteren zu tun:
- Der Charakter der Natur.
- Der Charakter von Ganglienknoten.
- Der Charakter von großen, komplexen Gehirnen.
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Der Charakter der Natur wird für die Untermenge der biologischen Lebensformen durch die
Darwinschen Gesetze wiedergegeben.
Der Charakter kleinerer Ganglienknoten und Neuronennetze ist das richtige Funktionieren
bei Datenaufnahme, -verarbeitung und -ausgabe, also die Steuerung der Organismen auf
sehr tiefer, aber auch sehr notwendiger Stufe. Ihr Charakter ist das, was die Kybernetik aus
Sicht der Regelungstechnik beschreibt.
Der Charakter größerer Ganglienknoten ist uns bisher unbekannt, weil wir sie noch nicht erforscht haben.
Der Charakter des menschlichen Gehirns ist bekannt mit der Veranlagung zum Bösen und
mit dem Himmelslicht der Vernunft begabt, aber die Frage ist, wie das Böse zustande
kommt.
Der Charakter von sehr großen Neuronenklumpen ist vielleicht für uns Menschen nicht entscheidbar, weil wir mit unserer wenigen „Grütze“ im Kopf mit einem Volumen um 1450 cm3
die Geistigkeit und Macht einer Superintelligenz ganz gewiß nicht nachvollziehen können,
die z.B. über 1000 t Gehirnmasse bei bester Organisation und Struktur verfügt.
Neuronenklumpen in der Funktion als Ganglienzentren (Schaltstellen) sind ein Ergebnis der
NBE, auch die Gehirne der Menschen. Alle unsere Geistigkeit entstand bei der evolutionären, phylogenetischen Menschwerdung.
Bei der persönlichen, ontogenetischen Menschwerdung müssen unsere Gehirne eine Unmenge an Daten aufnehmen, die nicht von Naturprozessen, sondern von der Geistigkeit der
Menschen herkommen, die uns von Kindheit an ernähren, erziehen und ausbilden. Darum
schleppen wir für unser ganzes spätere Leben einen großen Ballast an Daten in unseren
Gehirnen mit uns herum, die oftmals nicht nur sehr falsch und mangelhaft sind, sondern
auch gefährlich, für uns selber und auch für unsere Umwelt. Ähnliches gilt für die Gefahr, die
von anderen Menschen auf uns oder die Umwelt ausgeht.
Die Darwinschen Gesetze für die NBE zeigen ihre wichtigsten Ergebnisse bei Sicht über
Tausende von Generationen. Bei der Sicht auf die Schicksale der Individuen zeigen sie sehr
viel Gewalt, Brutalität, Fressen, Gefressenwerden, später auch List, Betrug, Schläue.
Die Panzerplatten zur persönlichen Verteidigung wichen dabei der Behendigkeit. Trieb- und
Gefühlssteuerung werden wahrscheinlich der Vernunftsteuerung weichen.
Bei den einfachen Metazoen waren die ethischen Normen rein auf Macht gegründet, aber
der Sozialdarwinismus in der Natur wurde im Verlauf der Evolution immer weiter zurückgedrängt. Fische leb(t)en in Schwärmen, die Saurier lebten oftmals in Herden, und eine Horde
eozäner Halbaffen mochte einer Horde früher Menschen nicht unähnlich gewesen sein.
Die Eltern hätschelten ihre Kinder, Verwandte schonten einander, Kuscheltiere zog man der
Jagdbeute vor ...
Die Natur leistete es ohne Vernunft, daß in einer Horde die darwinistischen Gesetze eben
nicht mehr ausschließlich gelten.
Warum gibt es aber dann in den menschlichen Gesellschaften von heute noch so viele sozialdarwinistische Züge ? Das ist sehr wahrscheinlich deshalb der Fall, weil der Mensch noch
kein Vernunftwesen ist, sondern immer noch nur ein Intelligentes Wesen (IW), das zu erheblichen Teilen trieb- und gefühlsgesteuert ist. Die Menschen wurden aus den Hominiden mittels NBE entwickelt, und damit sind Menschen vom Typ NIW.
Der Mensch hat das Himmelslicht der Vernunft, allerdings einer wechselnden Fähigkeit zur
Vernunft, abhängig von seinen Trieben und Gefühlen.
Das ist typisch für die meisten NIW, deren Species (IWA) über NBE entwickelt worden ist.
So ist der Charakter der Natur:
Die Natur entwickelt über Äonen die wunderbarsten Geschöpfe und sonstige Werke,
sie vernichtet diese wertvollen Schöpfungen binnen Augenblicken oder
in größeren Zeiträumen durch Niedergang und Verfall,
aus den Ruinen gehen wieder die wunderbarsten Werke hervor,
und insgesamt gibt es eine ungeheure Redundanz.
Getrieben vom Bösen löschen die Menschen Tier- und Pflanzenarten aus.
Das Auslöschen von Tier- und Pflanzenarten ist ein Kapitalverbrechen an sich.
61
Vor allem fehlen diese Tiere und Pflanzen der Nachwelt, zu der noch für einige Zeit ebenfalls
Menschen gehören.
Warum schafft man es in Europa nicht, einen vernünftigen Tierschutz durchzusetzen – auch
in den Familien, oder was hat man zu denken, wenn in „kultivierten“ Staaten jeweils und in
jedem Jahr Hunderttausende von Haustieren meistens kurz vor der Urlaubszeit ausgesetzt
werden ?
Warum schafft man es nicht, in Europa einen Naturverbund herzustellen, in dem die Tierund Pflanzenwelt in einer Art von Parallelgesellschaft zum Menschen leben kann und somit
vor der Vernichtung durch den Menschen bewahrt wird ?
In Ozeanien werden die Wälder im größten Ausmaß niedergebrannt, und die Politiker dieser
Staaten wollen Geld vom Ausland, angeblich um mit diesen Spenden der eigenen Bevölkerung neue Berufschancen zu geben und sie vom Niederbrennen der Wälder abzuhalten.
Von der Psyche des Menschen ausgehend wird folgendes geschehen: Das gespendete Geld
wird dazu verwendet, um die Wälder noch schneller niederzubrennen.
Eine leidliche Haltung für das Zusammen- oder Nebeneinanderleben von Menschen und
Großtieren hat man eigentlich nur in
- Afrika in den Nationalparks,
- Kanada in den Sanctuarys und
- Indien bei den Bischnoi.
Warum funktioniert das nicht überall auf der Erde ?
Weil der Mensch das Böse in sich hat, den Platz für sich beansprucht, und die Anzahl der
Menschen auf der Erde wächst laufend.
Was hat man von einem Menschen zu denken, der Pelztiere mit Tellereisen fängt, obwohl er
genau über die entsetzlichen Folgen für die gefangenen Tiere unterrichtet ist ?
Gegenwärtig erleben wir das Niederbrennen großer Waldgebiete (Leonardo da Vinci: „Sie
werden die großen Wälder niederreißen ... „), das Leerfischen der Weltmeere, die jährliche
Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen ...
Wie soll das weitergehen ? Sollen unsere Nachfahren auf einer Erde leben, auf der die Tierund Pflanzenwelt zum größten Teil ausgelöscht ist ?
Das Verhalten der Menschen gegenüber Tieren gehört den transzendenten Beziehungen an,
denn es ist artübergreifend. Die Beziehung zu Gott ist transzendental.
Gott hat Tiere und Pflanzen erschaffen ? Woher nimmt dann der Mensch das Recht, Tierund Pflanzenarten auszurotten ?
Wie wird Gott darauf reagieren, wenn der Mensch sein Schöpfungswerk vernichtet ?
62
11 Zivilisation-Leben-Vertrag
Wer eine Tierart auslöscht, verhindert ihre Höherentwicklung zu Intelligenten Wesen.
Die Auslöschung einer Tierart ist ein Kapitalverbrechen, das im weiteren Verlauf der biologischen Evolution auf der Erde seine Sühne findet.
Es sind strenge Regeln aufzustellen und einzuhalten, die den Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Lebensrecht gewähren und ein Recht auf evolutionäre Höherentwicklung.
Der Zivilisation-Leben-Vertrag sichert allen Geschöpfen unveräußerliche Rechte zu.
Zivilisation-Leben-Vertrag
1. Menschen, Tieren und Pflanzen werden Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der Staaten verankert werden. Die Staaten werden als „Räume“ über diskontinuierlichen
Mengen aufgefaßt, deren Elemente Menschen, Tiere und Pflanzen sind. Die Verfassung für
einen Staat entspricht dabei der „Metrik“ über diesem „Raum“. In diesem „Raum“ sollen
Menschen, Tiere und Pflanzen wie in einem Paradies harmonisch bei größter Wirkung auf
die Ewigkeit zusammen leben.
Gesucht ist dann die beste Verfassung für einen Staat als optimale Metrik für das Paradies,
das er abbilden soll. Dafür müssen den Elementen des Staates - den Geschöpfen beliebiger
Art und Herkunft - gewisse Grundrechte in abgestufter Form zugesprochen werden:
- Menschen gelten als Bürger 1. Stufe mit herausragenden Bürgerrechten,
- höhere Tiere als Bürger 2. Stufe mit geringeren Rechten,
- niedrige Tiere als Bürger 3. Stufe,
- Pflanzen als Bürger 4. Stufe mit den geringsten Bürgerrechten.
2. Die Menschen erhalten für die Entwicklung ihrer Zivilisation das Recht zur Formung und
Besiedlung geeigneter Welten wie Erde, Mond, Mars ..., Weltraumstationen ... unter der Bedingung der Paradiesformung für alle Geschöpfe. Die Vorzugsstellung der Menschen gründet sich also darauf, daß nur sie unter allen Geschöpfen in diesem Sonnensystem in der
Lage sind, alte Lebensräume zu verbessern, zu erhalten und neue Lebensräume zu erschließen, in denen dann alle Geschöpfe leben können. Die Sonderrechte der Menschen
und ihre Vorzugsstellung in diesem Sonnensystem sind also daran gebunden, daß sie die
Paradiesformung der geeigneten Welten leisten.
3. Jeder Lebensraum, der natürlichen Tieren und Pflanzen weggenommen wird - egal ob in
künstlich-technischen Lebensinseln im Weltraum oder etwa in Städten auf der Erde -, muß
durch einen mindestens gleich großen und gleichwertigen Lebensraum ersetzt werden. Es
ist immer nachzuprüfen, ob damit auch das Ziel erreicht wird, Tieren und Pflanzen einen hinreichend großen Lebensraum zu gewähren. Eine Verdrängung der Tiere und Pflanzen durch
die Menschen muß vermieden, die Auslöschung von ihnen ganz und gar verboten und verhindert werden.
4. Städte sind durch Grünflächen, kleine Wälder, Buschwald ... so aufzulockern, daß sie
möglichst vielen Tieren und Pflanzen als Zuflucht und Lebensraum dienen können und sich
in Richtung Paradies entwickeln, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch zusammen
leben zur Erfüllung der großen Ziele von Leben und Zivilisation. Ein Ziel ist darum die dauerhafte harmonische Integration einer möglichst arten- und individuenreichen Tier- und Pflanzenwelt in die Zivilisation der Menschheit.
Man kann metrische Richtwerte angeben: Wenn man durch eine Stadt geht, muß alle 200 m
in jeder Richtung eine Grünfläche von 20 m Länge sein, alle 2 km eine Grünfläche von 200
m Länge mit Wasserstelle, alle 20 km eine Grünfläche mit Wald und Wasserstelle von 2 km
Länge ... Weiterhin müssen alle Gebäude Vorgärten haben mit mindestens 5 m Breite. Besonders haben Städte beim Naturschutz die Funktion, Tieren und Pflanzen das Überwintern
zu erleichtern.
5. Tierschutzgebiete (Sanctuarys) gelten als Wohnungen der Tiere und Pflanzen und dürfen
von Menschen nur auf ganz bestimmten Routen durchquert werden. Die Wohnungen der
Tiere und sie selber stehen unter staatlichem Schutz, ebenso das Bewahren einer möglichst
reichen Artenvielfalt bei möglichst großer Individuenzahl für möglichst große Zeiträume.
Wenn der Mensch den Lebensraum von Tieren und Pflanzen betritt oder teilt, gelten die Ge-
63
bote von Albert Schweitzer: „Leben ist heilig. Gut ist, Leben zu erhalten, schlecht ist, was das
Leben schädigt.“
6. In allen vom Menschen gebauten Lebensinseln im Weltraum wie z.B. in Weltraumstationen sind Tieren und Pflanzen angemessene Lebensräume und Lebensbedingungen zu gewährleisten. Man kann von folgendem Extremmodell ausgehen: Die Konstruktion von Lebensräumen folgt dem Prinzip, ein Paradies zu erschaffen, und in dieses werden die Maschinen der kommenden Superzivilisation in Harmonie mit der Natur eingebaut.
Die Einbeziehung von Tieren und Pflanzen in die Superzivilisation macht sie zu einem Paradies, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch miteinander leben, das allerdings von
sich aus nicht ewig ist, sondern eben mit den Mitteln der Supertechnik in der Realität gehalten werden muß. Eine Superzivilisation als klassisches Paradies ist schlicht viel schöner als
eine solche als Hominiden-Monokultur.
Die Auslöschung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindern !
Die aus der biologischen Evolution der Organismen hervorgegangenen Geschöpfe haben
eine ontogenetische und eine phylogenetische Entwicklung.
Die ontogenetische Entwicklung kennzeichnet die persönliche, individuelle Entwicklung von
der Blastula bis zum Tod des daraus hervorgegangenen Individuums.
Die phylogenetische Entwicklung kennzeichnet die Entwicklung der Species von den ersten
Urformen der Metazoen bis hin zum gegenwärtigen Erscheinungsbild der Vertreter dieser
Species.
Wer in hinreichend großen Zeiträumen denken kann, sieht
- den Artenwandel der Menschheit, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in
der Zukunft,
- den Artenwandel aller Geschöpfe und das damit verbundene Recht auf Höherentwicklung,
- das Lebensrecht aller Geschöpfe, ganz unabhängig vom Menschen,
- das Wohnrecht aller Geschöpfe in Wohnungen, die für sie artgerecht sind, und für die
Tiere unserer Begleitfauna sind ihre Wohnungen die Wälder, Wiesen, Bäche, Meere,
Berge, der Luftraum …
Um zu einem vernünftigen Geschöpf zu werden, müssen die Menschen erst einmal lernen
und anerkennen, daß Büsche, Bäume, Baumgruppen, Bäche, Wäldchen, Wiesen … echte
Wohnungen der Tiere sind, die genau so wenig beschädigt oder gar zerstört werden dürfen
wie die Wohnungen der Menschen.
Weiterhin gilt, daß den Tieren in den Städten und sonstigen Siedlungen der Menschen maximale Lebensmöglichkeiten geboten werden, weil der Mensch durch den Bau seiner Siedlungen, Städte, Fabriken, Straßen, Eisenbahnlinien, Flugplätze … laufend große bis dahin
naturbelassene Flächen verbraucht.
Den Tieren muß eine möglichst freie Wanderung über große Gebiete ermöglicht werden,
trotz der Städte, Straßen, Eisenbahnlinien …, und das erfordert den Bau vieler breiter Wildtunnel und grünen Brücken.
Die Einhaltung der Regeln des Zivilisation-Leben-Vertrags soll sicherstellen, daß auf der Erde weiterhin die biologische Evolution der Arten funktioniert.
Die Menschen sollten immer bedenken, daß ihre Ururur-Großeltern vor
- 95 Millionen Jahren baumbewohnende Spitzhörnchen gewesen sind,
- 400 Millionen Jahren Lungenfische,
- 600 Millionen Jahren Chordatiere,
- 1,4 Milliarden Jahren Metazoen, die einem Volvox ähnlich waren,
- 3,8 Milliarden Jahren einzelligen Lebewesen, den Blaualgen, einer Art von Bakterien,
…
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12 Religiöser bzw. ideologischer Wahn und Irrsinn
Unter dem Eindruck der islamistischen Terrorakte in Paris am 7.1.2015 wird in den Medien
verbreitet, daß die Anzahl der zu Terrorakten bereiten Menschen zugenommen habe.
Vermutlich hat aber nicht die Anzahl der gewaltbereiten Fanatiker zugenommen, sondern nur
die Vernichtungskraft der für sie leicht zugänglichen Waffen. Das gilt für Schüler, die aus rein
privaten Gründen Amok laufen, oder für beliebige sonstige Fanatiker, auch ideologische.
Wer früher Wut und Haß auf irgend etwas verspürte, besaß meistens nicht die Mittel, um
sich damit abzureagieren - heute sind sie ganz offensichtlich leicht genug zugänglich.
Islamistische Terrorakte sind gewöhnlichen Amokläufen tatsächlich sehr ähnlich: Man will so
viele Menschen wie nur möglich töten, und das funktioniert mit modernen Waffen immer
besser, heute mit Schnellfeuergewehren und Panzerfäusten, morgen mit Giftgas, schmutzigen Bomben, biologischen Waffen, Internet ...
Bei ideologisch begründeten Terrorakten ist das aber genauso.
Mohammed begründete seine Straßenräuberei im Gebiet um Mekka durch seine religiösen
Eingebungen.
Stalin begründete seine Straßenräuberei in Georgien unter dem Einfluß der Oktoberrevolution immer mehr ideologisch als eine Notwendigkeit für die Durchsetzung des Kommunismus
und der Weltreligion.
Adolf Hitler begründete seine Machtergreifung in Deutschland und anschließende Terrorherrschaft rein ideologisch, genauso wie Mao Tse-tung in China, Pol-Pott in Kambodscha, Idi
Amin in Uganda, Rias Montt in Panama …
Terror kann also religiös als auch ideologisch begründet werden.
Was wir mit der Zunahme der Terrorakte heute erleben beruht zum größten Teil auf der vortrefflichen Leistung der westlichen Ingenieure, für den Massenmord immer bessere, leistungsstärkere, handlichere und billigere Waffen zu produzieren, die verhältnismäßig leicht
zu erwerben sind.
Insbesondere erscheint das Internet als sehr geeignete Spielwiese für Terroristen, um mit
wenigen Eingaben auf der Tatstatur knifflig entwickelte Programme (Schläfer) zu aktivieren
und ganze Städte ins Chaos zu stürzen.
Offensichtlich ist es nun so, daß religiöser Wahn den Geist der Menschen so vernebeln
kann, daß sie Haßtiraden in den "Heiligen" Schriften wörtlich nehmen, was sie zu Massenmorden verleitet, völlig überflüssigerweise, denn man müßte nur die Quelle dieses religiösen
Wahns austrocknen, indem man die Haßtiraden und volksverhetzenden Passagen aus den
"Heiligen" Schriften entfernt.
Hier folgt eine Liste von Haßtiraden. In den angehängten Dateien kann man schnell die Zitate nachlesen oder in den Originaltexten von Thora, Bibel und Koran:
Thora: 1 Mose 13 (13-17), 2 Mose 2 (22), 2 Mose 4 (21), 2 Mose 23 (31), 2 Mose 33 (1-2), 2
Mose 34 (11-13, 24), 3 Mose 18 (24-30), 3 Mose 25 (35-46), 4 Mose 3 (38), 5 Mose 7 (1-26),
5 Mose 20 (10-20), 5 Mose 23 (20-21)
Neues Testament: Die Worte des Apostels; "Die Zauberer sollst du nicht leben lassen." führten im Mittelalter zum Verfassen des Hexenhammers mit der bekannten Folge.
Da die Thora am Anfang der Bibel steht, vermittelt sie an den zitierten Stellen den aggressivkämpferischen Geist des 6. vorchristlichen Jahrhunderts.
612 v.Chr. war die Macht der Assyrer gebrochen worden und ab 590 v.Chr. wurde Jerusalem
mehrfach von chaldäischen Truppen besetzt und die Bevölkerung nach Babylon geführt.
In diesem Klima von Verzweiflung und Haß entstanden die o.g. Passagen in der Thora, und
genau diese vergiften das politische Klima seit Jahrtausenden.
Koran: Sure 47 (5, 9, 36, 39), Sure 5 (52, 55, 58), Sure 4 (29, 150), Sure 9 (23, 24, 38, 39,
41, 53-57, 63, 68, 73, 74-78, 81, 97-103, 113, 114, 123), Sure 42 (55).
In Sure 47 (5) findet man die Anordnung von Mohammed, den Feinden den Kopf abzuschlagen.
In Sure 9 befiehlt Mohammed den Religionskrieg. Der Dschihad ist verpflichtend für jeden
Moslem. Genau das ist der Grund, weshalb die Moslems sofort nach dem Tod von Mohammed im Jahr 632 n.Chr. mit der militärischen Expansion in Richtung Marokko, Spanien (711
n.Chr.) und Afghanistan mit Feuer und Schwert begannen.
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Kemal Atatürk (der Vater aller Türken) hat zu Anfang der 1930er Jahre den Laizismus für die
Türkei angeordnet, weil er unter dem Eindruck des von 1875 bis 1915 erfolgten Völkermordes an den Armeniern in der Nordosttürkei die vernichtende Wirkung der islamischen Religion erkannt hatte.
Die auf die Thora gestützten Religionen verleiten durchaus zu Raub und Massenmord - man
muß nur dafür Thora und Koran wirklich lesen (siehe die o.g. Zitate aus ihnen).
In der Schrift "Modernisierung von Religionen" (auf der Internetseite www.aionik.de weithin
am Ende der aufgeführten Schriften) können Sie nachlesen, welche menschenverachtenden,
zu Völkermord und Zerstörung der Altäre anderer Populationen aufrufenden Passagen in
Thora, Bibel und Koran zu finden sind.
Im Buch "Heiliger Krieg - Religionen und ihr Mißbrauch" (erschienen 2012 in Computerdruck
& Verlag, ebenfalls auf der angegebenen Internetseite zu finden) wird das Problem der Fehlleitung der Menschen durch Religionen vertieft dargestellt.
Im Buch „Das Standardwerk über die Ewigkeit“ (erschienen 2014 in demselben Verlag) wird
der Rahmen für das alles Geschehen beschrieben.
Auf jeden Fall ist zwingend erforderlich:
Man muß die altertümlichen, haßerfüllten "Heiligen“ Schriften durch ethisch höher stehende
ersetzen. Das ist der zwingend notwendige Schritt von den Dinosaurier-Religionen zu sittlichethisch erhöhten Religionen.
Es war eine sehr bedenkliche Falschmeldung, die am 9.1.2015 von der Bundesregierung
verbreitet wurde, nämlich daß die Terrorakte der Islamisten nichts mit dem Koran zu tun hätten.
Sind die sehr vielen christlich-fundamentalistisch motivierten Terrorakte im Abendland schon
vergessen ? Dann erfolgt hier eine Nachhilfe:
- Die Terrorakte und Terrorherrschaft christlicher Herrscher wie die Vernichtung der
Templer, Katarer und auch der indianischen Reiche und Kulturen in Mittel- und Südamerika durch die Spanier hatten ihre Stütze in der Bibel.
- Die Hexen wurden im Mittelalter unter Stützung durch die Bibel verbrannt.
- Im 30-jährigen Krieg in Deutschland mit Millionen Toten bekämpften sich katholische
und evangelische Heere, selbstverständlich unter Berufung auf die Bibel.
Die disproportionale "Verteidigung" der Israelis gegenüber den Palästinensern mit der
kriegsmäßigen massenhaften Zerstörung ihrer Wohnungen mit Tausenden von Toten hat
ihre Stütze in den entsprechenden menschenverachtenden Passagen in der Thora.
Entsprechend stützen sich die Terrorakte des ISIS explizit auf den Koran, besonders mit
dem Abschlagen der Köpfe, denn genau das befiehlt der Koran, wenn man "im Krieg" zu den
Ungläubigen geht - Sure 47 (5).
Man redet ganz richtig vom islamistischen oder islamistisch motivierten Terror in Nigeria, wo
Islamisten im Januar 2015 ganze Dörfer ausgelöscht haben.
Im Abendland haben wir in unserer eigenen Geschichte erfahren, daß Geistliche, Kirchen,
Päpste ... zu den bestialischsten Handlungen fähig sind und die auch begangen haben.
Es besteht die Gefahr, daß sich eine verständnisvolle Haltung gegenüber dem islamistischen
Terror entwickelt, bedingt durch das allerdings nur diffuse Wissen über den religiös bedingten Terror in der eigenen Geschichte im Abendland.
Also redet man verständnisvoll den jetzigen religiös bedingten Terror durch die Islamisten
klein (etwa in der Art: Menschen und Religionen sind halt so und es liegt vor allem am Menschen).
Der letzte von einem christlichen Fundamentalisten im Abendland durchgeführte Terror war
der von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush jun. (kurz nach dem islamistischen
Terrorakt in New York 9.11.2001) durchgeführte Irak-Krieg, herbeigelogen, von keinem
UNO-Beschluß gedeckt und gegen jedes Völkerrecht.
In dessen Folge sind bis heute etwa 1 Million Iraker getötet worden.
Dadurch wurde erst das Machtvakuum zum Erstarken von ISIS geschaffen.
Das begründet auch das heutige Argument der Moslems, daß die Christen laufend in moslemische Länder einfallen und dort töten, so daß die Moslems das Recht haben, nun ihrerseits in den Ländern der Christen zu töten.
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Im Auftrag der Regierung der BRD wird in den Medien verbreitet, daß der Terroranschlag am
7.1.2015 in Paris mit dem Islam nichts zu tun habe.
Als wenn wir im Abendland nicht die ausgiebigsten Erfahrungen mit religiös motivierten
Greueltaten gemacht hätten !
Dem Wüten der Kirchen und Päpste im Abendland wurde die Macht genommen. Hinter der
Maske des guten Christentums hatten sie die größten Verbrechen begangen (siehe die Große Inquisition der Römisch-Katholischen Kirche).
Der Kult der Vernunft in Frankreich im 18. Jahrhunderts brach die Macht der Kirche.
Genau deshalb ist Frankreich ein explizit laizistischer Staat.
Auf der Höhe ihrer Macht haben die Päpste gewütet wie die Bestien (siehe z.B. die Vernichtung der Templer und Katarer). Was würden sie heute tun, wenn sie ihre alte Macht hätten ?
Die Päpste besannen sich erst dann auf die eigentlichen christlichen Lehren, als ihnen alle
militärische Macht genommen worden war.
In der jetzigen weltweiten Empörung über die islamistischen, explizit auf den Koran gestützten Terroraktionen ist eine gute Möglichkeit gegeben, endlich reinen Tisch zu machen und
alle diese stein- bis bronzezeitlichen, auf die Thora gestützten, aggressiv-kämpferischen Religionen gründlich zu modernisieren, vor allem dadurch, indem man die in ihren "Heiligen"
Schriften reichlich vorhandenen Haßtiraden eliminiert.
Thora, Bibel und Koran sind so umzuschreiben bzw. neu zu schreiben, daß sie keine menschenverachtenden, zur Zerstörung der Altäre anderer Populationen oder zur Vernichtung
anderer Populationen und Andersgläubiger auffordernden oder sogar verpflichtenden Passagen enthalten.
Es ist zu prüfen, in wie weit diese Haßtiraden in den genannten "Heiligen" Schriften den Tatbestand zu Volksverhetzung, Landfriedensbruch, Landraub, Zerstörung der Altäre anderer
Populationen, Religionskrieg, Aufruf zur Bildung von Parallelgesellschaften, Massen- und
Völkermord ... erfüllen.
Als Warnung steht im Raum, daß durch die von westlichen Ingenieuren immer weiter verbesserte Waffentechnik immer wirksamere Vernichtungswaffen in die Hände von religiös
verblendeten Menschen gelangen, die auch bereit sind, diese auf rücksichtsloseste Weise
einzusetzen, und das sind nur heute Schnellfeuergewehre und Panzerfäuste, denn - wie
oben schon gesagt - geht der Fortschritt auch auf dem Gebiet der ABC-Waffen und vor allem
beim Internet weiter, das sich immer besser als vorzügliche Waffe einsetzen lassen wird.
Die Gefahr durch Fundamentalisten und Fanatiker beliebiger Motivation in Europa und USA
wird wegen der immer wirkungsvolleren, kleineren und leicht zu bekommenden Waffen (vollautomatische Schußwaffen, ABC-Waffen, Internet …) in Zukunft immer weiter zunehmen,
und das ist ein ganz automatisch ablaufender gesellschaftlicher Prozeß.
Haßprediger und Haßtiraden in den „heiligen“ Schriften sowie Mißbrauch von Religionen
haben der bewußt-geplanten Neuschöpfung von Religionen in Richtung VernunftMoralsystemen zu weichen.
Die alten Religionen haben heute nur deshalb so viel Einfluß, weil
- sie mittels Gewalt verbreitet und
- nicht durch bessere, neuzeitliche Religionen
ersetzt wurden. Es ist ein geistiges Armutszeugnis für die Klerikalen und Wissenschaftler,
daß sie es nicht schaffen, moderne und zeitgemäße „Religionen“ zu erschaffen.
Wir werden über die Medien laufend überschüttet mit Meldungen über Terroraktionen, die
aus religiöser Verblendung heraus erfolgen – so ein heutiger primitiver Atavismus !
Aber warum sind denn heute immer noch so viele Menschen religiös verblendet ?
Weil die Tradierung der alten Religionen an die eigenen Kinder mit Haß, Gewalt, Brutalität
und Terror erfolgt.
Die im Vorderen Orient entstandenen – noch heutigen – Weltreligionen stützen sich auf ältere SF-Romane wie die Thora, die oft geprägt sind vom Rache- und Vernichtungstrieb der
Menschen in Stein- und Bronzezeit, weit in die Antike hineinreichend.
Man sollte sich tatsächlich so schnell wie nur möglich davon trennen.
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Der Verfasser der Thora schrieb mit großem Haß auf Assyrer und Chaldäer (siehe besonders die Passagen ab 2 Mose 3 (22)), und dieser alte Haß wirkt heute immer noch nach, und
zwar über diese alten Schriften (s.u.).
Mohammed z.B. begann seine Karriere als gemeiner Straßenräuber im Raum um Mekka
und betonierte seinen Haß auf die „ungläubigen“ Mekkaner in den weiter unten aufgeführten
Suren im Koran.
Obwohl seit Jules Verne viele gute SF-Autoren in grandiosen SF-Geschichten geniale Vorstellungen publiziert haben, in denen sie die antiquierten Rache- und Vernichtungsphantasien der Menschen in den Religionen tadeln, hat sich die Wissenschaft immer noch nicht das
Ziel gesetzt, optimale neuzeitlich adäquate Religionen zu erschaffen.
Die Folge davon ist:
Die jungen Menschen werden oft von den älteren Menschen ihrer eigenen Gemeinschaft in ein psychisches Irrwerk verstrickt, das sie zu Gewalt und Mord auffordert.
Typische Beispiele dafür liefern verderbte Textstellen in den sogenannten Heiligen Schriften
von Judentum und Islam, allerdings bedarf es keiner Religion, um die Menschen zu Raub
und Mord zu motivieren.
Beispiel:
1975 bis 1979 wütete das Terrorregime der Roten Khmer unter Pol-Pot in Kambodscha mit
ungeheurer Grausamkeit und Mordlust, wobei von 8 Millionen Kambodschanern etwa 2 Millionen den Tod fanden.
Pol-Pot schob keine Religion vor, sondern den Kommunismus. Er behauptete, Mao Tse-tung
zu folgen, wobei er wie dieser unter seinen Landsleuten wütete oder wie Hitler und Stalin in
Europa. Ab dem Jahr 2014 wüten genau in diesem Sinn die Vorkämpfer für den „Islamischen
Staat Irak und Syrien“ (ISIS), wobei diese nun den Koran vorschieben.
Tatsächlich haben Hitler und Stalin bewiesen, daß die Menschen zu größten Greueltaten
bereit sind, ohne sich auf Religionen zu berufen.
Schauen wir uns die sogenannten Heiligen Schriften des Vorderen Orients an.
Beispiel Thora:
• 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und
Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören
und verbrennen. Aufforderungen zu Diebstahl, Landraub, Völkermord und
Fremdenhaß.
• 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß;
Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.
Auch Passagen wie 1 Mose 17 (5) und 1 Mose 11 (7) verraten den Charakter der Thora als
rechtsradikal.
Es gibt viele rechtslastige Passagen in der Thora bis zum Buch der Könige, im Sinne von
Raub- und Mordlust, Abgrenzung, Selbstüberschätzung, Rassendünkel, Vergeltungssucht,
Ablehnung von Behinderten ...:
- 1 Mose 13 (13-17): Verheißung und Sanktionierung von Landraub durch Gott, Verteufelung fremder Völker als Deckmantel der eigenen Gier nach dem Land dieser
Völker, z.B. Kanaan.
- 2 Mose 3 (22): Aufforderung und Sanktionierung von Diebstahl am Eigentum der
Ägypter durch Gott.
- 2 Mose 4 (21): Gott selbst will Menschen halsstarrig und schuldig machen, um sie
dann um so härter bestrafen zu können.
- 2 Mose 23 (31): Verheißung auf das Land anderer Völker, die Gott austreiben wird,
Gebot zur Vertreibung der rechtmäßigen Einwohner, Verbot zu jedem Bündnis mit ihnen, Verteufelung fremder Völker.
- 2 Mose 33 (1-2): Verheißung auf das Land anderer Völker, Verteufelung seiner Einwohner.
- 2 Mose 34 (11-13, 24): Austreibung fremder Völker durch Gott, Verteufelung fremder
Völker, Aufforderung zu Fremdenhaß und Ausgrenzung, Verbrämung der Gier nach
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dem Land anderer (zur Erweiterung der eigenen Grenzen) durch Verteufelung seiner
Einwohner.
- 3 Mose 18 (24-30): Verteufelung der Einwohner des Landes, das man selber haben
will, Aufforderung zur Austreibung der Einwohner.
- 3 Mose 25, (35-46): Aufforderung zur unterschiedlichen Behandlung von verschiedenstämmigen Volksgruppen. Deklassierung bestimmter Volksgruppen als Menschen
zweiter Klasse: Propagierung von Herren
- und Dienervolk.
- 4 Mose 3 (38): Ausgrenzung von Fremden, Förderung von Fremdenhaß, Todesstrafe
für Fremde am eigenen Heiligtum.
- 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.
- 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß; Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.
- 5 Mose 20 (10-20): Aufforderung zu Mordbrennerei und Völkermord.
- 5 Mose 23 (20-21): Aufforderung zur unterschiedlichen Behandlung der verschiedenstämmigen Volksgruppen. Gebot, von wem Zins genommen bzw. nicht genommen
werden darf.
Deklarierung Gottes zum konspirativen Hauptganoven, Räuber und Massenmörder.
Man beachte:
Die Thora ist zentraler Baustein der jüdischen, christlichen und islamischen Religionen.
Und dann diese Haßpredigten ?
Eine Folge davon: Die ab 1492 n.Chr. nach Amerika strömenden Christen kamen mit Bibel
und Gewehr, und sie handelten gegenüber den Indianern genau im o.g. Sinn, und zwar im
Sinn von Auslöschung und Vernichtung.
Man hat in Amerika mit Bibel und Gewehr Millionen von Indianern ihre Religion, ihr Land,
ihren Besitz und sehr oft ihr Leben weggenommen, den Überlebenden eine völlig fremde
Religion mit Waffengewalt aufgezwungen. Man hat im Namen der Bibel Millionen von Indianern gemordet und sie ihres Besitzes beraubt.
Christliche Eiferer und Fundamentalisten sind als Mörder entlarvt.
Internationale Gerichtshöfe müssen Kapitalverbrechen wie im Fall der gewaltsamen Auslöschung und „Missionierung“ der Indianer ahnden.
Die Hexenverfolgungen im christlichen Europa sind ein weiteres Beispiel für den Mißbrauch
der Religion. „Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen“ – dieser Satz aus der Feder der
Apostel war das Feigenblatt für die Erstellung des Hexenhammers.
Die Große Inquisition der Römisch-Katholischen Kirche hat Hunderttausende von Menschen
in Europa oft grausam getötet, sich auf die „Heilige Schrift“ berufend.
Diese „Heilige Schrift“ ist von Grund auf neu zu schreiben.
Beispiel Koran:
Gemäß der 9. Sure hat Mohammed mit der gewaltsamen Ausbreitung des Islam begonnen,
und zwar bei seinem Feldzug mit 30000 Mann gegen die Byzantiner bei der Stadt Tabuk.
Dieser Feldzug war für Mohammed bereits ein Religionskrieg (Dschihad), bei dem für den
wahren Moslem die hohe Pflicht der Teilnahme galt.
Viele Stellen in der Sure 9 sind geprägt von der Enttäuschung Mohammeds, daß so viele
zum Islam übergetretene Stämme der Araber diesen Feldzug nicht mitmachen und lieber zu
Hause bei ihren Familien bleiben wollten.
Während Zarathustra, Gautama Siddharta, Lao-tse, K’ung-fu-tse, Johannes (der Täufer) und
Jesus Christus ihre religiösen Verkündigungen auf sehr friedlichem Wege, unter Ächtung
aller Gewalt, zu verbreiten suchten, hat Mohammed schon sehr bald auf die Verbreitung seiner eigenen religiösen Vorstellungen mittels Gewalt und räuberischen Überfällen auf Kamelkarawanen im Gebiet um Mekka gesetzt.
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Er bezwang Mekka fast 2 Jahrzehnte nach seinen ersten Offenbarungen in einem militärischen Feldzug und erreichte dadurch die Bekehrung der Mekkaner zum Islam.
Interessant ist im Zusammenhang mit der Aufforderung zum Heiligen Krieg im Koran,
daß Islam Frieden bedeuten soll, die vollständige Hingabe an Allah.
Jedoch steht auch im Koran:
Mohammed hat ausdrücklich gesagt, daß es besser ist,
im Krieg für den Islam zu sterben als friedlich „zu Hause“
in den Zelten zu bleiben.
Nachdem Mohammed Mekka militärisch erobert und zum „Islam“ bekehrt hatte, beließ er es
aber nicht bei dieser Version seines „Heiligen Krieges“, also des Krieges gegen die ungläubigen Mekkaner, sondern er rief schon bald darauf alle Araber, auch „die Araber der Wüste“,
zum Krieg gegen die byzantinische Stadt Tabuk auf.
Dadurch gab er dem „Heiligen Krieg“ die Bedeutung,
daß dieser heilige Krieg ein echter Krieg zwischen Völkern und Staaten ist
zur Verbreitung des Islam und nicht nur ein von ihm angezettelter Bürgerkrieg.
Zwar verstarb Mohammed schon bald nach dem mißglückten Kriegszug gegen Tabuk – die
„Araber der Wüste“ hatten ihn im Stich gelassen –, aber seine Nachfolger griffen gerne und
konsequent die Idee der militärischen Ausbreitung des „Islam“ auf und führten gewaltige
Kriegszüge, die u.a. nach Marokko und Afghanistan führten.
47. Sure
Mohammed
2-3: Die Werke derer, welche nicht glauben und noch andere vom Weg Allahs abwendig machen, wird Allah zunichte machen; aber die glauben und rechtschaffen handeln und an das
glauben, was Mohammed offenbart worden ist, die wird er von ihren Sünden reinigen und die
Bestrebungen ihres Herzens beglücken.
5: Wenn ihr im Kriege mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann schlagt ihnen die
Köpfe ab, bis ihr eine große Niederlage bereitet habt. Die übrigen legt in Ketten und
gebt sie, wenn des Krieges Lasten zu Ende gegangen sind, entweder aus Gnade umsonst oder gegen Lösegeld frei ...
9: Die Ungläubigen aber werden gewiß untergehen, und ihre Werke wird Allah vergeblich
machen.
17: Etliche der ungläubigen Mekkaner geben vor, Mohammed zuzuhören, aber später hinter
seinem Rücken reden sie verächtlich über ihn.
21: Die Gläubigen sagen: „Wird keine Sure offenbart, die den Religionskrieg befiehlt ?“...
Bisher ergibt sich aus dem Zusammenhang, daß sich der Religionskrieg nur darauf bezieht,
die ungläubigen Mekkaner zu besiegen und den Islam nach Mekka zu tragen.
Das ändert sich grundlegend nach der Einnahme der Stadt Mekka durch Mohammed und
seine Getreuen. Von da an gilt der Religionskrieg den Staaten der Ungläubigen.
36: Seid daher nicht mild gegen eure Feinde und ladet sie nicht zum Frieden ein: Ihr sollt die
Überlegenen (Siegreichen) sein, denn Allah ist mit euch ...
39: ... Kehrt ihr Allah den Rücken, so wird er ein anderes Volk an eure Stelle setzen, das
nicht gleich euch sein wird.
In dieser Sure wird der Religionskrieg befürwortet, aber er ist nur gegen die ungläubigen
Mekkaner gerichtet, die Mohammed verspotten. Das geht eindeutig aus 47. Sure, 17 hervor.
Es ist aber nach den Worten Mohammeds Allah selber, der befiehlt, den besiegten
Feinden die Köpfe anzuschlagen ... Das erinnert an 4 Mose 31 (7-11, 17-18).
Mohammed befürwortete und praktizierte nachdrücklich und andauernd die militärische Gewalt zur Verbreitung des Islam, der „Religion des Friedens“.
5. Sure
• 52: Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen als Freunde, denn sie sind nur einer
des anderen Freund. Wer von euch sie zu Freunden nimmt, der ist einer von ihnen ...
• 55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle wird Allah
ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das ihn liebt ...
70
•
58: Oh Gläubige, nehmt nicht die, welchen die Schrift vor euch zugekommen ist, und
nicht die Ungläubigen, die euren Glauben verspotten und verlachen, zu Freunden sondern fürchtet Allah, wenn ihr Gläubige sein wollt;
4. Sure
29: Oh Gläubige, nehmt euch keine Ungläubigen zu Freunden, wenn Gläubige vorhanden
sind. Wer das aber dennoch tut, hat von Allah keine Hilfe zu erwarten, obwohl er stets gewärtig sein muß, von den Ungläubigen hintergangen zu werden.
150: Oh Gläubige, wenn ihr auf die Ungläubigen hört, so werden sie euch zu den früheren
Religionen zurückbringen wollen, so daß ihr vom wahren Glauben abfallt und ins Verderben
stürzt.
Der Koran verbietet direkt das ungezwungene Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen.
Wenn Muslime in irgendwelche Länder einwandern, so haben sie sich unter sich zu halten.
Das ist eine direkte Aufforderung zur Bildung von Parallelgesellschaften.
Der Koran diktiert die Bildung einer mohammedanischen Parallelgesellschaft in jedem
Staat, in den Muslime eingewandert sind
Die 9. Sure offenbart den aggressiv-kämpferischen Charakter des Islam:
23: O Gläubige, erkennt weder eure Väter noch Brüder als Freunde an, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Wer aber von euch Gläubigen sie dennoch zu Freunden
annimmt, der gehört zu den Übeltätern.
24: Sprich: „Wenn eure Väter und eure Kinder und eure Brüder und eure Frauen und eure
Verwandten und euer Vermögen, welches ihr erworben habt, und eure Waren, von denen ihr
fürchtet, daß sie keine Käufer finden werden, und eure Wohnungen, die euch so erfreuen,
wenn diese euch lieber als Allah und sein Gesandter und der Kampf für seine Religion sind,
dann wartet nur, bis Allahs Strafe kommt; denn Allah leitet ein frevelhaftes Volk nicht.
Der wahre Moslem darf sich also nicht von Verwandtschaft und Vermögen vom Religionskrieg abhalten lassen. Tut er es dennoch, so begeht er einen Frevel.
Die folgenden Worte sagte Mohammed nach der Schlacht gegen die Stadt Tabuk im 9. Jahr
der Hedschra (631 n.Chr.), gegen die er zur Verbreitung des Islam mittels Religionskrieg mit
einem Heer von 30000 Mann gezogen war:
38: O Gläubige, was fehlte euch, als zu euch gesagt wurde: „Geht hinaus und kämpft für die
Religion Allahs“, daß ihr nicht wolltet ? Habt ihr mehr Gefallen an diesem als am zukünftigen
Leben ? Wahrlich, die Versorgung in diesem Leben ist gegen die im zukünftigen Leben nur
als gering zu erachten.
39: Wenn ihr nicht zum Kampf auszieht, wird euch Allah mit schwerer Strafe belegen und ein
anderes Volk an eure Stelle setzen ...
41: Zieht in den Kampf mit leichter oder schwerer Bewaffnung, und kämpft mit Gut und Blut
für die Religion Allahs ...
53-57: Allah wird die Spenden und Anrufe derer, die den Glauben an Allah nur heucheln,
nicht annehmen. Den Ungläubigen geht es in diesem Leben oft nur deshalb so gut, damit sie
im zukünftigen Leben um so mehr leiden müssen.
60: Mohammed verwendete die Almosen und einen Teil gemachter Beute für:
- Arme und Bedürftige und die Leute, die ihnen im Namen Allahs und Mohammeds die
Spenden zuteilen,
- Konvertiten zum Islam,
- Auslösung von Gefangenen,
- die Entschuldung von Menschen, denen die Schulden über den Kopf wachsen,
- die Religion Allahs und den Religionskrieg und
- den Pilger, Wanderer, Bettler ...
63: Wissen denn die Ungläubigen ... nicht, daß dem, welcher sich Allah und dem Gesandten
widersetzt, das Höllenfeuer zuteil wird und er ewig darin bleibt ?
58: Den Heuchlern (das sind die, die gegenüber Mohammed Gläubigkeit vortäuschen) und
den Ungläubigen verspricht Allah das Feuer der Hölle, und ewig sollen sie darin bleiben.
73: Du, o Prophet, kämpfe gegen die Ungläubigen und Heuchler und sei streng gegen sie ...
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74-78: Es wird denen gedroht, die sich schon einmal zum Islam bekannt haben, aber dann
wegen enttäuschter Erwartungen usw. wieder vom Islam abgefallen sind.
81: Diejenigen, die den Kriegszug nach Tabuk nicht mitmachten, freuten sich daheim, daß
sie dem Gesandten Allahs nicht gefolgt waren, und weigerten sich, mit Gut und Blut für die
Religion Allahs zu kämpfen ...
Diesen Daheimgebliebenen droht Mohammed das Höllenfeuer an.
Die zum Islam übergetretenen Araber, die nicht mit gegen Tabuk zum Religionskrieg ziehen
wollten, bezeichnet Mohammed auch als Ungläubige.
Besonders über die Araber der Wüste wird geklagt, die den Islam nur heucheln und am Religionskrieg kein Interesse haben.
97-103: Es gibt den Fall, daß Heuchler (Araber, die behaupten, Moslems zu sein, aber nicht
das tun, was Mohammed von ihnen will) so schlecht sind, daß Allah noch nicht einmal ihre
Almosen haben will und Mohammed nicht an ihrem Grab beten wird, aber es gibt auch den
Fall, daß sündige Moslems sich durch größere Almosen wieder von ihrer Schuld freikaufen
können, wobei Mohammed bestimmt, wieviel er von ihrem Vermögen nimmt.
113: Es ziemt sich nicht für den Propheten und die Gläubigen, daß sie für die Götzendiener
beten, und wären es auch ihre nächsten Verwandten; da es ihnen ja bekannt ist, daß diese
Gefährten der Hölle sind.
114: Auch Abraham sprach sich letztlich von seinem ungläubigen Vater frei, als er sah, daß
sein Vater ein Feind Allahs war.
123: O Gläubige, bekämpft die Ungläubigen, die in eurer Nachbarschaft wohnen; laßt sie
eure ganze Strenge fühlen und wißt, daß Allah mit denen ist, die ihn fürchten.
Die folgende Drohung gilt für alle, die die Gebote Allahs willentlich mißdeuten:
42. Sure: 55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle wird Allah ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das ihn liebt ...
Es ist offensichtlich:
Es gibt zu viele geistig-ethische Defekte in den „Heiligen“ Schriften der Weltreligionen aus
dem Vorderen Orient – im Gegensatz zu den heiligen Texten des Buddhismus.
Es ist mit Entschiedenheit und Nachdruck zu fordern,
- in den auf die Thora gegründeten Weltreligionen die verderbten Stellen zu eliminieren
und
- neue bessere zentrale geistige Systeme für Menschen (Human-Software) zu entwikkeln.
- Thora und Koran sind gründlich zu überarbeiten und die Haßtiraden darin sind zu
eliminieren.
Es ist eine der Aufgaben von Ingenieurbüros, Systemhäusern, Forschungsinstituten usw. zur
Entwicklung und Wartung von neuen Religionen, Philosophien … (also Human-Software),
wo neue und sehr gute zentrale geistige Systeme der Menschen auf der Basis des modernsten Wissens der Menschheit und der Maximen der höheren Ethik entwickelt und laufend
dem Wandel des Wissens angepaßt werden.
Würde sich das riesige Heer der Klerikalen, Philosophen, Intellektuellen, Literaten,
Politiker ... mehr am Tempel der Wissenschaften von Albert Einstein ein Beispiel nehmen und sich ihm gegenüber geistig und sittlich verpflichtet fühlen, wäre sicher vieles
besser. Aber die sind leider zu dämlich und egoistisch dafür.
Das Problem ist, daß die Menschen – und hier sind vor allem die Wissenschaftler, Gelehrten,
Bestausgebildeten …. gemeint – sich nicht die Arbeit machen, das jeweilige Wissen ihrer
Zeit zu lernen und auf dieser Basis die jeweils epochal-optimale Human-Software zu konstruieren.
Albert Einstein hatte die Vorstellung vom Tempel der Wissenschaften, von der Kosmischen
Religiosität, von der Heiligung des Lebens im Sinne von Johannes Kepler – wie steht es heute damit ?
Einstein war als Kind sehr religiös, und als Jugendlicher und Erwachsener fühlte er sich von
den Religionen enttäuscht und abgestoßen. Die Kritik und Abneigung des jungen Albert Einstein gegen Zwang in Kaserne, Schule und Synagoge können ein willkommener Anlaß zur
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Kritik des auch heute noch überall verbreiteten Verfahrens sein, in die Gehirne der nachwachsenden Generationen total überalterte Traditionen hinein zu pressen.
Wenn heute ein Kind zum Religionslehrer geht und ihn etwas über den Sinn des Lebens
fragt, kriegt es garantiert irgendwelche Reden über Jenseits, Leben nach dem Tode, Jüngstes Gericht, Nirwana, Seelenwanderung, Voodoo-Kult bzw. andere Religionselemente oder
Ideologien zu hören – und in jedem Land wird dem Kind das spezifische Traditionsgut mit
dem Anspruch vermittelt, daß diese Religion oder Ideologie die einzig wahre und die Wahrheit sei.
Man kann z.B. die Kritik an den den Kindern indoktrinierten überalterten geistigen Systemen so formulieren, daß ein Kind auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und der
Begründung der höheren sittlichen Vorstellungen nicht hören will, wie darüber Jungpaläolithiker, Neolithiker oder Chalkolithiker dachten.
Archimedes, Leonardo da Vinci, Isaac Newton, Carl Friedrich Gauß, Alexander von Humboldt, Albert Einstein … wurden wider Willen in Wahn und Terror ihrer Region und Epoche –
verursacht durch mangelhafte zentrale geistige Systeme (Human-Software) – verstrickt.
Es ist zu bedenken:
Die naturwissenschaftlich-technisch orientierte Erziehung macht die Glaubensinhalte überlieferter Religionen mehr als fraglich und zweifelhaft.
Insbesondere erweckt Mißtrauen, daß
- manche heilige Schriften zur Vernichtung fremder Populationen und der Altäre anderer Völker oder zum Heiligen Krieg aufrufen, und
- Raub. Mord, Krieg … so oft in Staaten vorkommen, die von sich behaupten, ein zivilisierter Staat oder sogar ein Gottesstaat zu sein.
Es betrügen, rauben, töten, morden … doch so oft Menschen, und dann behaupten sie, im
Namen einer Gottheit zu handeln !
Wie kann man herausfinden, ob deren Gottheit das wirklich will oder daß die betreffenden
Menschen nur vorgeben, in Namen und Sinn ihrer Gottheit zu handeln ?
Es ist die Praxis scheinbar religiös motivierten Verhaltens der Menschen – und das über
Jahrtausende –, das stutzig werden läßt.
Und überhaupt: Was erzählt man sich unter Menschen so alles über Götter ! Kann es denn
wirklich sein, daß eine Gottheit geistige oder sittliche Defekte des Menschen aufweist ?
Was wäre von einer Gottheit zu halten, die Menschen wirklich dazu aufstachelt, ganze Völker von Menschen oder Tierpopulationen zu morden ?
Die Geschichte der Menschheit ist voll angefüllt mit Lüge und Betrug :
- Wie kann man herausfinden, ob eine vorgeschobene Gottheit oder ein vorgeschobenes Religiöses Modell Kapitalverbrechen der beteiligten Menschen nur verbrämen
soll ?
- Wie wahrscheinlich ist es, daß Menschen mit ihren geistigen und ethischen Mängeln
eine Gottheit tatsächlich verstehen können ?
- Wieviel Wahrheit geben religiöse Vorstellungen wieder ?
Ein weiteres Problem: Ein Glaubenssystem, das gleichzeitig für Kinder, Erwachsene, Alte,
verschiedene Regionen und Epochen geeignet ist, kann gar nicht in sich logisch konsistent
sein, weil die Menschen nach Herkunft, Alter, Geschlecht, Ausbildung, Lebensweg, sozialem
Stand … oft sehr verschieden sind, und demzufolge muß das Glaubenssystem - die Religion
– sehr viele Partien enthalten, die sich in wesentlichen Aussagen widersprechen.
Buddhismus und Christentum im reinen Sinn ihrer Begründer sind frei von Gewalt. Zu
empfehlen ist, sie beide gleichzeitig im frühkindlichen Alter zu lehren, wenn die Phantasiewelt der Kinder noch nicht so gut die Trennung von Illusion und Realität leistet.
Wenn man Buddhismus und Christentum gleichzeitig lehrt, erkennt das Kind bald von alleine, daß nicht diese beiden Vorstellungen – Seelenwanderung bzw. Leben nach dem Tode
– gleichzeitig richtig sein können, aber es erkennt auch von alleine, daß die ethischen
Vorstellungen von Gautama Siddharta (Buddha) und Jesus Christus (Heiland) weithin identisch und sittlich-ethisch akzeptabel sind.
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Hier ist ein guter Ansatz für die Lehre einer umfassenden Ethik, die frei ist von jeder blinden
religiösen Glaubenswut. Bis heute hat schon vieles aus der buddhistischen und christlichen
Ethik in die Verfassungen der westlichen Staaten Einlaß gefunden.
Buddhismus und Christentum sind ihrem ethischen Gehalt nach sehr ähnliche Religionen,
vermutlich sind sie sogar historisch miteinander eng verwandt (siehe den Anhang dieses
Buches und das Buch «Heiliger Krieg – Religionen und ihr Mißbrauch», 2012, herausgegeben von Computerdruck & Verlag, Nürnberg).
Im fortgeschrittenen Unterricht macht man die Schüler gleichzeitig mit
- Natur- und Ingenieurwissenschaften und
- Science Fiction (SF)
bekannt, wobei der fließende Übergang zwischen Religion und SF-Geschichte erkannt wird.
Die Menschen lernen, Religionen und SF-Modelle gemäß natur- und ingenieurwissenschaftlicher Vorstellungen auszukorrigieren.
Die Menschen lernen aber auch, daß die Grenzen des Rationalismus oder der Fähigkeit zum
verstandesmäßigen Erkennen vom epochal-regional verfügbaren Wissen und technischen
Können abhängen.
Im 17. Jahrhundert erfolgte die Gründung der Akademie Francaise und der Royal Society.
Zu den Gründungsstatuten der Akademie Francaise gehörte, daß man sich ganz bewußt nur
um die kleinen und nicht um die großen Fragen kümmern wollte. Das gipfelte dann u.a. darin, daß man die Pendelversuche von Richer auf Bergspitzen und das Fallen von Steinen
vom Himmel als Märchen abtat.
Bewußtes Rationalisieren kann falsch sein.
Ein guter Ansatz ist:
Der erwachsene Mensch ist zu formen gemäß den ethischen Vorstellungen von Buddha und
Heiland in einer natur- und ingenieurwissenschaftlich ausgeformten Realitätsvorstellung.
Das ist doch wirklich eine durchaus positive Vorstellung.
Die auf die Thora gestützten Religionen haben mehrere Fehler.
Ihr größter Fehler wird dort erkennbar, wo sie die Zerstörung der Altäre, Häuser und Städte
Andersgläubiger befehlen oder zum Heiligen Krieg aufrufen – und dazu noch behaupten,
daß das der Wille der höchsten Gottheit ist, wie das in Thora und Koran geschieht.
Ein weiterer großer Fehler ist, daß sie in der Ewigkeit nicht differenzieren, obwohl die meisten Religionen so gerne mit der Ewigkeit kokettieren.
Die zuerst genannte Fehlleistung hat ihre Ursache darin, daß auch Religionsschöpfer das
Böse (s.u.) in sich haben. Der Verfasser der Thora stand unter dem Einfluß der Erlebnisse
der ihm zugehörigen Population unter dem Wüten der Assyrer und den Eroberungen der
Chaldäer, und der Verfasser des Koran begann seine Karriere als Straßenräuber im Umland
von Mekka.
Die zweite genannte Fehlleistung rührt daher, daß manche Religionsschöpfer und ihre
Doxographen (Meinungsschreiber, also die «Alten») das sogenannte Weiterleben nach dem
persönlichen Tode in Schattenwelt, Jenseits, Reich Gottes … so darstellten, als ob irgendwann alle Tage der Verstorbenen gleich verlaufen. Das ist ja auch die eigentliche Bedeutung
von Paradies, aber in der globalen, ewigen Realität ist das keineswegs der Fall.
Die alten Religionsschöpfer hatten eben nicht die Kenntnisse von heute über die Entwicklung
der Arten, der Menschheit, der Sterne und Sonnensysteme, des Universums …
Ewigkeit – die alten Religionsschöpfer haben versucht, Bilder der Ewigkeit zu entwerfen,
allerdings ganz streng bezogen auf die Menschen und auf der Basis der ihnen verfügbaren
Weltbilder.
Keine der überlieferten Religionen (Schamanismus, Megalithikum, Religion des Zarathustra,
Buddhismus, jüdische Religion, Christentum und Islam) hat ein vernünftiges Bild der Ewigkeit
geliefert, wohl aber hat die Philosophie der antiken Hellenen mit der Entwicklung der Stoa
und ihrem Modell der zyklischen Weltentwicklungen einen guten Ansatz gegeben.
Die heutigen Realitätsvorstellungen und Weltsysteme sind gekennzeichnet von der Furcht
der Kosmologen vor zyklischen und multiplen Realitätsvorstellungen.
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Im Buddhismus gilt die Vorstellung von der Seelenwanderung, bis die Seele Eingang findet
in das Nirwana, das Weltbewußtsein. Gemäß dem Weltgesetz, dem Dharma, sammelt der
Mensch durch seine bösen Taten das Karma an, das den Stoff für das Geschöpf liefert, in
dem seine Seele wiedergeboren wird. Das geschieht immer wieder, bis der Lebenswandel
des Geschöpfes so erhaben ist, daß die Seele nach seinem Tod in das Nirwana eingeht.
Im Christentum gilt die Vorstellung von der Auferstehung von den Toten und dem «Weiterleben» in absoluter Gleichförmigkeit im Jenseits, dem Reich Gottes. Diese Fiktion, die man im
Alten Testament bei Jesaia findet, wurde von den Evangelisten verändert in der Weise, daß
die Auferstehung von den Toten für alle Menschen gilt, also für gute und auch für schlechte
Menschen. Bei Jesaia wird aber gesagt, daß nur die guten Menschen auferstehen werden,
während die bösen vom Wurm zerfressen werden.
Jesus Christus soll gesagt haben, daß er nicht gekommen sei, um das Gesetz der Alten zu
ändern, sondern um es zu erfüllen. Dann gibt es erhebliche Widersprüche zu den Vorstellungen von Jesaia, u.a. über den Messias als Knecht oder Sohn Gottes.
Kurzum, dieselben Widersprüche, die man im Umfeld des Buddhismus findet, weil man ihm
nachhinein hinduistische und noch viel ältere Vorstellungen übergestülpt hat, findet man
auch beim Christentum.
Die alten Religionsschöpfer sahen die Frage nach der Ewigkeit personenbeszogen, also in
der Art, daß die Seele bzw. der Verstorbene letztlich in eine Welt absoluter Gleichförmigkeit
eingeht. Diese Vorstellung dürfte über 15000 Jahre alt sein – siehe den Seelenvogel in der
Höhle von Lascaux.
Das steht natürlich im krassen Gegensatz zu allen unseren Erkenntnissen über die Natur,
daß steter Wandel, Vielfältigkeit und endlose Iteration grundlegende Naturprinzipien sind.
Ein Bild der Ewigkeit muß menschen- und personenunabhängig sein.
Es muß der Entwicklung von … Universen, Galaxien, Sonnensystemen, Leben auf Planeten
… voll Rechnung tragen, ebenso dem Gesetz von Vielfalt, riesiger Redundanz und einer in n
Dimensionen, Raum und Zeit schier unendlichen Anzahl von Welten, unter Berücksichtigung
zyklischer Realitätsentwicklungen.
Es mag eine fast unendliche Anzahl geben von sich entwickelnden Welten, Universen, Hyperräumen, Pararäumen, …, m-Kosmen, …, Realitätsbereichen (siehe die universumexterne
Kosmophysik der Aionik) mit winzigen bis gigantischen Unterschieden, in beliebig vielen Dimensionen, zeitlich und räumlich verteilt, denn in der langfristigen Evolution gibt es keine
singulären Entwicklungen – wir wissen es aber nicht.
Die Realitätsbereiche mögen für 10500 Jahre existieren, auch dimensional und zeitlich nebeneinander – und genau das ist eine multiple Realität.
Buddhismus und Christentum sind Mitglieder derselben friedfertigen Glaubensfamilie.
Judentum und Islam zeigen dagegen in ihren wesentlichen Schriften Thora und Koran
rechtsradikal-gewalttätige Partien und unterscheiden sich dadurch wesentlich von Christentum und Buddhismus. Die bisherigen Religionen haben als Pol die «Glückseligkeit» der
Menschen, genauer Unsterblichkeit und ewiges, glückliches Leben der Seele. Dieser Ansatz
kommt noch von der Urzeit her und ist zu niedrig.
Es ist notwendig einen neuen Pol einzuführen, und das ist nicht die Unsterblichkeit der Seele
des Menschen, sondern das ewige «glückselige» Leben des Sternenkindes, das wie folgt
definiert wird im Modell der Organismen der n-Stufen:
- Zellen sind Organismen der Stufe 0,
- Metazoen sind Organismen der Stufe 1,
- Verbände und Staaten von Metazoen sind Organismen der Stufe 2,
- der fiktive Organismus „Gesamtheit aller Lebensformen auf der Erde einer jeden Gegenwart“ gilt als Organismus der Stufe 3, und dieser trägt die Bezeichnung Sternenkind.
Dieses Modell kann man auf weitere höhere Stufen erweitern.
In Kap. 20 dieses Buches wird versucht, den Rahmen des allgemeinen Geschehens in seiner größten Ausdehnung zu beschreiben. Natürlich muß man dafür neue Begriffe einführen
wie „Sternenkind“, und Begriffe der Umgangssprache wie „Anfang“ und „Sinn“ verlieren ihre
Gültigkeit, da sie auf die globale Realität nicht anwendbar sind.
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Viele Sternenkinder – solche wie in unserem Sonnensystem auf der Erde seit knapp 4 Milliarden Jahren – gibt es in vielen Sonnensystemen, und zwar allein schon in unserer Galaxis,
mit folgenden Eigenschaften:
- Es gilt als ethische Maxime der erhöhten Religion, daß das assoziierte, einhüllende
Sternenkind für möglichst große Zeiträume weiterleben soll in größter Reichhaltigkeit,
Vielfältigkeit, Schönheit, Harmonie, Leistungsfähigkeit, Wirkung … als Paradies und
Superzivilisation in der Ewigkeit.
- Für jedes Sternenkind gilt das Ziel, daß es die Entwicklung zu Paradies, Superzivilisation und Superintelligenzen leistet, die zu höchsten kosmologischen Leistungen fähig sind, und genau das alles ist sein Lebenssinn.
Die erhöhte Religion hat also als Pol, dem einhüllenden Sternenkind ein möglichst langes
Leben zu geben, mit den Mitteln der Supermaschinen der Superzivilisation und organisiert
vor allem als ein großes Paradies, denn es gilt:
- Gautama Siddharta hat die pflegliche Behandlung der Tier- und Pflanzenwelt gelehrt.
- Jesus Christus gemäß Markus: Predigt das Evangelium aller Kreatur.
Unser Christentum ist eine megalithische Interpretation der Lehren von Jesus Christus, überliefert von den Evangelisten und Paulus – siehe die Einschränkung unter Mithraismus und
Christentum.
Zwar schreibt ein Evangelist, daß die Verstorbenen himmlische Körper haben und einander
im Jenseits, im Reich Gottes, nicht mehr erkennen, aber gültig ist im Abendland die megalithische Vorstrellung, daß die Verstorbenen Mittler sind zwischen der Gottheit und den lebenden Menschen. Die Gottheit ist heute nicht mehr die Große Göttin, sondern Gott.
Nun, es ist tatsächlich vertretbar, einem Kind, das einen Elternteil durch dessen Tod verloren
hat, zu sagen, daß sein Vater oder seine Mutter vom Himmel auf es herabschaut und so immer bei ihm ist. Das ist zwar megalithisch und nicht im Sinne der Evangelisten, aber es ist
dient der Tröstung des Kindes.
Auch die Vorstellung von Maria als der Mutter Gottes ist megalithisch interpretiert, denn Maria steht für die Große Göttin.
Ähnlich ist der Buddhismus eine vor allem hinduistische Interpretation der Lehren von Gautama Siddharta, die von den eigentlichen Lehren des Buddha ganz gewaltig abweicht.
Der Mensch wurde im Verlauf von Hominisierung und Sapientierung nicht zum Erkennen der
Welt geschaffen, sondern zum optimalen Überleben, und eines der Ergebnisse davon ist das
Böse im Menschen, und zu dem Bösen im Menschen zählen wir Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Egoismus, Wut, Jähzorn, Eitelkeit, Narzißmus, Herrschsucht, Neid, Haß, Gier …
Wir wissen, wie brutal, grausam bis bestialisch die Menschen in den letzten 10000 Jahren
unter ihresgleichen und unter der Tierwelt gewütet haben.
Gautama Siddharta und Jesus Christus gehören zu den Menschen, die versucht haben, unter den Menschen eine höhere Gesittung zu verankern.
In unseren heutigen Gesellschaften von Menschen werden wir immer wieder damit konfrontiert, daß in Menschen die Bestie hervorbricht und alle Brunnen vergiftet. Aber man kann
bewundernd feststellen, daß das Wirken von Buddha und Heiland doch nicht umsonst
gewesen ist. Das zeigen die Verfassungen der westlichen Staaten.
Buddha und Heiland verwendeten ganz verschiedene spiritistische Ideen, und zwar Seelenwanderung mit der Chance zum Eingehen in das Nirwana und Auferstehung von den Toten.
Die moderne SF-Literatur hat da mehr zu bieten, und zwar den Übergang der Menschen in
vollkommene Vernunftwesen (VIW) durch eine vollkommen beherrschte Gentechnik (IWE).
Es gibt Evangelisten, die mit der Vorstellung gelockt haben, daß die Verstorbenen im Himmel himmlische Körper annehmen und daß die «Verstorbenen» einander und auch die noch
lebenden Angehörigen nicht wiedererkennen.
Angewidert, enttäuscht und frustriert von den vielen schlimmen Kapitalverbrechen der Menschen untereinander und gegenüber der Tierwelt locken seit 1960 SF-Autoren mit einer
hinreichend beherrschten gentechnischen Veredelung des Menschen, wodurch neue «Menschen» entstehen, die frei vom Bösen und keine Bestien mehr sind, und die auch frei von
Krankheit, Alter und Verfall sind. In der SF hat sich für diese neuen «Menschen» die Bezeichnung Androiden eingebürgert.
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Die Menschheit würde also durch eine hinreichend beherrschte Gentechnik in einer Species
von Androiden aufgehen.
Denken wir nicht mehr in Jahrtausenden, sondern in Jahrmilliarden, dann erhebt sich die
Frage nach der zeitlichen Durchdringungskraft der menschlichen Species und der Vorstellungen der Menschen ganz automatisch.
Die Gattung Homo entstand vor 2,4 Millionen Jahren – was ist das aber gegenüber den Dutzenden von Milliarden Jahren in der Entwicklung eines Sonnensystems ?
Buddha und Heiland hatten epochal geformte Vorstellungen über größere Zeiträume.
Wir können nicht im Ernst erwarten, daß wir zu vernünftigen Vorstellungen kommen, wenn
wir nicht immer diese vielen Dutzend Milliarden Jahre bei der Entwicklung von Sonnensystemen, Galaxien, Universen … hinreichend berücksichtigen – aber weder Buddha noch Heiland wußten etwas davon.
Wenn unser Universum wirklich knapp 14 Milliarden Jahre alt sein sollte und die Entwicklung
von Galaxien und Sternen wirklich vor 13 Milliarden Jahren in unserem Universum begann,
dann muß es heute Sterne geben, die bis zu 7 bis 8 Milliarden Jahre älter sind als unsere
Sonne, und es muß heute Sonnensysteme geben, die bis zu 4 bis 5 Milliarden Jahre älter
sind als das unsrige.
Sicher gab es in diesen älteren Sonnensystemen manchmal auch eine Entwicklung von Intelligenzen wie den Menschen – und die haben die Entwicklung wie heute bei uns schon
lange hinter sich.
Es ist wirklich eine sehr interessante Frage, wie deren Entwicklung über die Jahrmilliarden
mit dem Älterwerden und Wandel ihrer Sonne verlaufen ist.
Wir sollten uns sehr bemühen, das herauszufinden.
Unser heutiges Wissen beruht auf den Erfahrungen und Leistungen unserer Vorgänger, und
dabei war sehr viel Irrtum im Spiel, der mühsam und schrittchenweise auszukorrigieren war.
Es bedarf der Kenntnis jahrtausendelanger Irrtümer in beliebigen geistigen Systemen, wie
etwa in Religionen, Ideologien und Weltsystemen, daß man die Irrtumsmöglichkeit einkalkuliert und offensichtlich macht, indem man nicht in einem bestimmten Weltmodell denkt, sondern in einem System miteinander konkurrierender, zueinander komplementärer Realitätsvorstellungen und Weltsysteme.
Es bedarf der Kenntnis jahrtausendelanger Wandlungen bei den geistigen Systemen, damit
man erkennt, daß nur die Fürsorge für das Leben im allgemeinsten Sinn die Voraussetzung
dafür ist, Religionen, Ideologien oder Weltsysteme stetig zu verbessern.
Dabei haben die IW das Grundproblem der Ethik zu lösen, das lautet:
Gegeben sei eine Menge beliebiger Elemente.
Wie ist es zu realisieren, daß diese Elemente bei Sicht auf beliebig große Zeiträume die
größte Wirkung auf das Reale ausüben ?
Die umfassende Realität, globale Natur oder die Gesamtheit der realisierten Formen ist wie
ein Chamäleon, das sein Aussehen laufend ändert. Man erkennt nicht, wie die Natur ist,
sondern wie sie sich unter gewissen Bedingungen zu verhalten scheint, und diese Erkenntnis ist kein Glaubensgegenstand, sondern immer Gegenstand berechtigter Kritik und Hilfsmittel im Bemühen um Sicherung, Höherentwicklung und Ausbreitung des Lebens bei Sicht
auf größte Zeiträume.
Ein gutes Hilfsmittel auf dem Weg, das wahrhaft Wichtige zu erkennen, liefert die Geschichte
der Religionen, Glaubenssysteme, Ideologien, Wissenschaften, Weltsysteme und Realitätsvorstellungen.
Wenn man beobachtet, wie Menschen einer bestimmten Region und Epoche krampfhaft an
die überlieferten geistigen Systemen glauben und darin der Weisheit letzten Schluß sehen,
und wie sich diese Systeme von Region zu Region und von Epoche zu Epoche unterscheiden bzw. laufend wandeln, so sollte bei einem bestimmten Ausmaß an Intelligenz, Vernunft,
sittlicher Kraft und Freiheit von Traditions- und Triebbindung nach Beobachtung einiger Jahrtausende Technischer Zivilisation (TZ) klar erkannt werden, daß weder der Glaube an Götter
noch der Glaube an Wissenschaften und Weltsysteme für größere Zeiträume Technischer
Zivilisation nützlich und vernünftig ist, sondern daß nur die Fürsorge für alles Leben im Sinne
von Gautama Siddharta (Buddha), Franz von Assisi und Albert Schweitzer und die Siche-
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rung, Höherentwicklung und Verbreitung des Lebens bei Sicht auf beliebig große Zeiträume
aus vernünftiger Sicht vertretbar ist.
In der Fürsorge für die gesamte Natürliche Lebendige Schöpfung (NLS) zeigen sich in
Wahrheit die Intelligenz und sittliche Kraft der Menschen und beliebiger Intelligenter Wesen
(IW), und das bestimmt zu großen Teilen ihre zeitliche Durchdringungskraft.
Wenn man nicht im menschlichen Beziehungswahn und anthropozentischen Hominismus
gefangen ist, hält man für möglich:
- Es werden in Zeit und Raum ungeheuer viele Arten von IW – das sind IWA – bis zur
Reife der Technischen Zivilisation (TZ) entwickelt, aber nur wenige erreichen den
Entwicklungsstand von Vernunftwesen (VIW) und eine hohe zeitliche Durchdringung.
- Meistens scheitern die über Natürliche Biologische Evolution (NBE) entwickelten Arten von IW – diese IW werden als NIW bezeichnet – an dem Bösen in sich, das eine
Zeitmauer für primitive IW bildet.
- Durch dieses Scheitern kommen die meisten IW, Arten von IW (also IWA) und ihre
Technische Zivilisation (TZ) nicht dazu, ihre eventuell vorhandenen kosmologischen
Funktionen und Aufgaben wahrzunehmen, zu realisieren oder auch nur im Ansatz zu
erkennen.
Meistens scheitern die NIW – die Menschen sind ein Beispiel dafür – am Bösen in sich selber und an primitiv-egoistischen, anthropozentrisch-atavistischen Glaubensvorstellungen und
Lebenszielsetzungen, wie etwa
- einem Leben nach dem persönlichen Tod in einem hypothetischen Jenseits oder
- einem persönlichen Leben in totaler Bedürfniserfüllung,
anstatt sich im obigen Sinn für die gesamte lebende Schöpfung mit dem Blick auf größte
Zeiträume einzusetzen.
Würden wir über die Supertechnik zur Überprüfung von vielen IWA- und TZ-Entwicklungen in
vielen Sonnensystemen besitzen und nutzen, so würden wir leider erkennen, daß die statistische Betrachtung der Schicksale von Arten von IW und deren Zivilisationen viele unerfreuliche Aspekte offen legen würde.
Unumgänglich ist bei allen Evolutionen zu IW und Technischen Zivilisationen, daß die Beziehungen zwischen den IW untereinander und gegenüber ihren Mitgeschöpfen zur Wissenschaft gemacht werden, auf die Stufe höchster Kunst, Ästhetik, Schönheit, Ethik, Zweckmäßigkeit, Sinnvollkeit und Harmonie gehoben werden.
Die Geschichte der Menschheit zeigt nun, daß die Bestie in der Psyche des Menschen festverankert ist und immer wieder trotz aller zivilisatorischer Tünche hervorbrechen und vernichtend wirken kann. Es spricht viel dafür, daß der militärische Überfall z.B.
- der Türkei 1974 auf die griechische Insel Zypern,
- der UdSSR auf Afghanistan 1979 und
- der USA 2001 auf den Irak
nicht stattgefunden hätte, wenn die Medien
- in der Türkei den Völkermord an den Armeniern von 1870 bis 1915 im Auftrag der
Hohen Pforte durch die Jungtürken in der Nordosttürkei,
- in der UdSSR den Völkermord an den ukrainischen Bauern 1940/41 im Auftrag Stalins mit 3 bis 10 Millionen verhungerten Kulaken und
- in den USA den Völkermord an den Indianern mit einhergehendem Landraub im Auftrag der US-Regierung von 1779 bis 1890
aufrichtig diskutiert hätten.
Wie groß die Kriegsgefahr ist, die vom Menschen ausgeht, wenn ein erstarkter Staat einen
schwachen Staat als Nachbarn hat, sieht man an der Besetzung von Tibet durch China unter
Mao Tse-tung 1951, nachdem Mao seine 1924 begonnene Revolution 1949 siegreich beendet hatte, also gerade mal 2 Jahre zuvor.
Kaum war das für Jahrzehnte völlig desolate China wieder erstarkt, überfiel es schon seinen
völlig harmlosen Nachbarn Tibet.
Ein Traumtänzer und Illusionist ist der, der meint, daß so etwas unter den Staaten der Erde
in der Zukunft nicht mehr geschehen kann. Der Mensch ist halt so.
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Paradiesformung und -erhaltung als sehr wichtige Ziele der Superzivilisation
Unter einem Paradies verstehen wir eine „Welt“, in der eine möglichst große Vielfalt von Tierund Pflanzenarten bei möglichst großer Individuenzahl pro Art in größtmöglicher Harmonie,
Schönheit und Wirkung in der Ewigkeit zusammen lebt.
Wegen des Bösen im Menschen - dem Bösen im Menschen begegnen wir überall in Historie
und Alltag - ist der Mensch nicht dazu fähig, in einem Paradies zu leben:
Der Mensch wird wegen des Bösen in sich jedes Paradies zerstören, in dem er lebt oder in
dessen erreichbare Nähe er auch nur kommt.
Für Vernunftwesen (VIW) gilt das Gebot, mit Hilfe der höchsten Wissenschaft und Supertechnik überall bestens florierende Lebensinseln (= Paradiese) einzurichten unter einer Organisation, die sowohl die Supertechnik und Spitzenwissenschaft maximiert als auch Vielfältigkeit und Reichhaltigkeit des Lebens, das in größter Harmonie über größte Zeiträume verbleibt und die höchsten Wirkungen in der Ewigkeit erreicht.
Das Streben nach der eigenen Seligkeit – ob Seelenwanderung oder Auferstehung von den
Toten – hat seine Zugkraft verloren.
Das Streben nach dem ewigen Leben und der „Seligkeit“ des einhüllenden Sternenkindes ist
ein guter Ersatz dafür.
Daraus ergeben sich gewichtige Forderungen:
Die Dringlichkeit für Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz.
Der Mensch ist möglichst schnell und sicher durch Androiden zu ersetzen.
Einige Forderungen für Tier- und Pflanzenschutz, aus dem Streben nach Paradiesformung
und -erhaltung abgeleitet:
Die Tier- und Pflanzenwelt ist eine Ressource mit einer Bedeutung für uns und unsere Nachfahren, die wir heute noch gar nicht ermessen können. Darum ist es ein trauriges Bekenntnis
der eigenen sittlichen Unfähigkeit, wenn Menschen fragen, wozu sie die Pflanzen und Tiere
morgen noch brauchen.
Genauso wie der geistige Normalverbraucher zuerst nie verstanden hat, wozu man Fahrräder, Autos, Telephone, Flugzeuge, Raketen ... braucht, übrigens auch die Schrift, genauso
erkennt er intuitiv nicht die Bedeutung der Tier- und Pflanzenwelt im absoluten Sinn.
Den Menschen irgendeiner Gegenwart auf der Erde gehören nicht die mit ihnen lebenden
Pflanzen und Tiere, und sie können eben nicht mit ihnen machen, was das Böse im Menschen den Menschen befiehlt,
Jede Generation hat die Tier- und Pflanzenwelt in geordneten Verhältnissen an die nächste
zu übergeben. Es ist lächerlich, jämmerlich und verbrecherisch, daß sich Menschen einbilden, sie dürften Massenvernichtung von Tieren betreiben bis hin zu deren Ausrottung, also
genauso, wie sie das mit Menschengruppen getan haben.
Wegen des Bösen im Menschen maßen sich Menschen an, darüber zu entscheiden, welche
Tier- und Pflanzenart aussterben soll, und diese fehlen dann den Nachfahren dieser Menschen – das ist ein Frevel.
Man hat sich immer davor zu hüten, höhere Wertschöpfungen zu vernichten oder irreversible
Schäden anzurichten. Das ist ein Gebot gleichermaßen vom Buddha und von unserer Vernunft. Die Vernichtung von immer mehr Lebensräumen für Wildtiere mit der Folge des zunehmenden Aussterbens von Tierarten stellt einen Schaden an der Natur dar, den wir möglicherweise nie wiedergutmachen können. Das ist sofort zu ändern zum Vorteil der Natürlichen Lebendigen Schöpfung, also des einhüllenden Sternenkindes.
Die Evolution auf der Erde und in unserem Sonnensystem hat mit dem Menschen und der
heutigen Tier- und Pflanzenwelt nicht aufgehört, sondern sie geht noch Jahrmillionen weiter.
Jede unüberlegte Verarmung der realen Gegebenheiten kann die Möglichkeiten der zukünftigen Evolution im empfindlichen Ausmaß einengen und auch die Entwicklungsmöglichkeiten
der Menschheit und ihrer Nachfolger verhängnisvoll verringern.
Die Einbeziehung von Tieren und Pflanzen in die Superzivilisation macht sie zu einem Paradies, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch miteinander leben, das allerdings von
sich aus nicht ewig ist, sondern das eben nur durch die aktive Mithilfe der Supermaschinen
der Supertechnik in der Realität gehalten werden kann.
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Eine Superzivilisation als klassisches Paradies ist schlicht viel schöner als eine solche als
Hominiden-Monokultur.
Eigentlich lehrt das Christentum die Schonung und Fürsorge für die Tierwelt, aber dem steht
die Bestie im Menschen entgegen. Und dabei gilt:
Falls „Gott“ die Tiere und Pflanzen erschaffen hat, muß der Mensch in ihnen das göttliche
Schöpfungswerk achten und sich entsprechend ihnen gegenüber verhalten. Wenn man die
Religiosität der Menschen an ihrem Verhalten gegen über dem göttlichen Schöpfungswerk
mißt, zeigt sich keine große Achtung und Würdigung vor dem Schöpfungswerk Gottes.
Wie schon Galileo Galilei festgestellt hat, zeigen z.B. die Klerikalen eine eigenartige Neigung
dazu, das angebliche Wort Gottes himmelweit über das Schöpfungswerk Gottes - die Natur
mit Menschen, Tieren, Pflanzen ... zu stellen.
Tiere sind mit höheren Nervensystemen ausgestattet und irgendwie sind die höheren Tiere
allesamt auf dem Wege zu IW – über die Hunderte von Millionen Jahren.
So entwickelten sich auch aus den Primaten die Hominiden.
Alle diese Geschöpfe mit höheren Nervensystemen empfinden und leiden, leben in Abhängigkeit der Entwicklungsstufe ihres Gehirns bewußt und fühlen Freude und Leid, Lust und
Schmerz. Hoffnung und Trauer ...
Es ist die übliche Paranoia der Narzißten, Anthropozentriker, Hoministen, Menschisten …,
den Tieren Bewußtsein, Intelligenz, Lebensfreude und vor allem die Lebensberechtigung
abzusprechen.
Es ist ein Gebot der echten (!) Humanität,
- Tiere artgerecht leben zu lassen,
- in ihnen das Lebewesen bzw. das Schöpfungswerk Gottes zu ehren,
- Mißbrauch, Tierquälerei usw. von menschlichen Bestien her zu verhindern, auch
wenn sie in höchsten nationalen und internationalen Regierungsstellen sitzen ...
Kein IW als Geschöpf hat das Recht, andere Arten von Geschöpfen aus der Realität zu verdrängen.
Es gilt:
- IW, die über NBE entstanden sind (also NIW) und
- IW, die über fehlerhafte Gentechnik entstanden sind - also FIW –
haben bis heute nicht den geistigen Durchblick, um wirklich objektiv über das Lebensrecht
von Tier- und Pflanzenarten entscheiden zu können.
Die Tier- und Pflanzenwelt von heute und hier ist nicht dieselbe wie die, die in 100 Millionen
Jahren hier lebt. Löscht man Arten aus, so löscht man auch ihre Möglichkeit aus, sich über
die Jahrmillionen immer höher zu entwickeln.
Sollte der Heimatplanet von einem Asteroiden oder Kometen getroffen werden und wird die
herrschende IWA ausgelöscht, so könnte aus einer hinreichend intakten Tier- und Pflanzenwelt in geologischen Zeiträumen eine neue IWA entstehen.
Tiere und Pflanzen stellen ganz wichtige Ressourcen da, und zwar als Rohstofflieferanten
z.B. für Proteine oder als Lieferanten von Arbeitskraft.
Niemand kann wirklich festlegen, ob nicht später einmal bestimmte Tier- oder Pflanzenarten
doch gebraucht werden. Also sind alle vernichtenden irreversiblen Aktionen gegenüber Tierund Pflanzenwelt schon daher verboten.
Der wichtigste Grund aber ist der, daß Tiere und Pflanzen als Gefährten in Raum und Zeit
ein absolutes Lebensrecht haben ähnlich wie die IW. Ethik bezieht sich nicht nur auf das
Verhalten der IW untereinander, sondern auch gegenüber Tieren und Pflanzen. Man kann
nicht die Superethik für die Superzivilisation entwickeln und realisieren, wenn man das Verhalten der IW gegenüber Tieren und Pflanzen aus der Ethik ausklammert.
Aufbau einer unser ganzes Sonnensystem umfassenden, zeitlich stabilen Weltraumgestützten Superzivilisation (WGS) mit unbegrenzter Entwicklungsfähigkeit unter strenger Einhaltung des Zivilisation-Leben-Vertrags – das ist Teil der Paradiesformung !
Weil der Mensch wegen des Bösen in sich nicht dazu fähig ist, in einem Paradies zu leben, muß er möglichst schnell und sicher mittels hinreichender gentechnischer Veredelung
des menschlichen Genoms zu Androiden – humanoiden Vernunftwesen, frei vom Bösen –
höher entwickelt und letztlich durch sie ersetzt werden.
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Dieselbe Fürsorge, die durchschnittliche Menschen von größeren Geistern verlangen, ist von
ihnen selber zu verlangen in ihrem Verhalten gegenüber Tieren und Pflanzen.
Das ist richtig im Anthropozoikum bei natürlichen in Menschen in Freiheit und im Kyberzoikum bei in Reservaten gehalten natürlichen Menschen, die von Androiden, Robotern ... geleitet werden.
Man hat auch als Mensch zu versuchen, Geistigkeit und physische Gegebenheiten zu schaffen für ein harmonisches Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen, aber langfristig erweist sich der Mensch wegen des Bösen in sich als ungeeignet dafür, seine Mitgeschöpfe zu achten und zu ehren, als Geschöpfe oder als Werke Gottes.
Die „Genies“ der Menschen sollten sich diskret vom Menschen zurückziehen, die Loyalität
zu ihm aufkündigen und sich der Welt der Vernunftwesen und natürlichen Nachfolger der
Menschen in Form von Androiden, Robotern, Cyborgs, bewußt-intelligenten digitalen Raumschiffskapitänen ... beliebig annähern.
Das ist richtig im jetzigen Zeitalter der Menschen, dem Anthropozoikum, und bleibt richtig im
nachfolgenden Zeitalter der Androiden, dem Kyberzoikum - bis zum Verschwinden der Menschen als Species.
Vor diesem geistigen Hintergrund sollte man den Zivilisation-Leben-Vertrag sehen, der die
Verpflichtung zu Paradiesformung und -erhaltung spezifiziert, nicht weil es ein Gott befiehlt,
sondern weil das unsere Vernunft gebietet:
• Tieren und Pflanzen werden Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der
Staaten verankert und mit den technischen Machtmitteln der Superzivilisation realisiert werden.
• Alle Intelligenten Wesen (IW) auch unterschiedlichster Bauart erhalten gleiche Rechte und Pflichten.
• Jeder Lebensraum, der Tieren und Pflanzen weggenommen wird - egal ob in künstlich-technischen Lebensinseln im Weltraum oder etwa in Städten auf der Erde -, muß
durch einen mindestens gleich großen und gleichwertigen Lebensraum ersetzt werden. Es ist immer nachzuprüfen, ob damit auch das Ziel erreicht wird, Tieren und
Pflanzen einen hinreichend großen Lebensraum zu gewähren.
• Städte sind so auszulegen, daß hinreichend viele Grünflächen hinreichender Qualität
einen Lebensraum bilden, der für eine harmonische Integration einer möglichst artenund individuenreichen Tier- und Pflanzenwelt in die Superzivilisation geeignet ist.
In der Praxis heißt das z.B., daß Städte durch Grünflächen, kleine Wälder, Buschwald ... so
aufzulockern sind, daß es möglichst vielen Tieren und Pflanzen möglich ist, in den Städten
zu leben und besonders im Winter zu überleben.
Durch Integration von Biotech-Landschaften und Solarrobotfabriken kann dieses Modell auf
beliebige künstlich-technische Lebensinseln im Sonnensystem ausgedehnt werden.
Die Kriminalgeschichte der Menschheit (siehe „AIONIK III“, Kap. 6) mit ihren so vielen Kapitalverbrechen an Menschen, Tieren und Pflanzen erzwingt die folgende Einsicht:
Der Forscher muß die Loyalität zu der gesamten lebendigen Schöpfung der Loyalität zur
Menschheit voranstellen, denn die Menschen sind die geborenen Mörder, unter ihresgleichen oder gegenüber Tieren. Es wäre also höchst verwerflich, dieser Menschheit den Weg
zu den Sternen zu weisen und zu ermöglichen.
Die Aufgabe ist, das auf der Erde entwickelte Leben in beliebig große Höhen und zu beliebig
großen Wirkungen in der Ewigkeit kommen zu lassen, was eine möglichst schnelle und sichere Höherentwicklung der Menschen zu Androiden einbeschließt.
Wie Menschen ihre Macht untereinander mißbrauchen, wurde von
- Sozialrevolutionären wie Spartacus, Friedrich Engels und Karl Marx und
- Befreiungskämpfern wie Arminius, Tecumseh, Simon Bolivar … kritisiert und bekämpft,
Wie Menschen ihre Macht gegenüber der Tierwelt mißbrauchen, wurde kritisiert von Tierfreunden wie
- Franz von Assisi,
- Simon dem Styliten und
- Albert Schweitzer.
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Würde ein Außerirdischer kommen und sehen, wie die wild lebenden Tiere in den USA von
schießwütigen Waffennarren heute so zusammengeschossen werden wie zwischen 1865
und 1875 die bis zu 60 Millionen Büffel, oder wie so viele „Nutztiere“ in der Obhut der Menschen in größter Erbärmlichkeit leben und sterben müssen, so würde ihm alle Lust vergehen,
mit den Menschen in Kontakt zu treten.
Wenn Politiker der westlichen Welt irgendwie Eindruck machen wollen, so reden sie von der
Verpflichtung zur Humanität, aber sie kümmern sich in keiner Weise um die so sehr vielen
Leiden der Tiere durch das verbrecherische Handeln der Menschen, die oft in leitender Position sind und zu den „Eliten“ gehören.
Der Grund liegt darin, daß diese Leute in einem atavistischen, äußerst primitiven anthropozentrischen Hominismus gefangen sind, der in der Psyche der Menschen exakt dieselben
Ursachen hat wie Nationalismus und Rassismus.
Es geht nicht nur darum, daß man Massentierhaltung, Massentiertransporte und Massentierschlachtung sehr viel humaner durchführen muß, sondern daß man auch der gesamten Tierund Pflanzen auf der ganzen Erde überall hinreichend viel vor allem natürlich belassenen
Lebensraum läßt.
Die UNO hätte schon längst als Ziel für alle Staaten ausweisen müssen, daß jeder Staat zur
Einrichtung weit ausgedehnter Tier- und Pflanzenreservate verpflichtet ist.
Die UNO hätte schon längst als Ziel für alle Staaten ausweisen müssen, daß jeder Staat dazu verpflichtet ist, das Artensterben auf seinem Staatsgebiet zu unterbinden.
Die UNO hätte schon längst als Ziel für alle Staaten ausweisen müssen, daß jeder Staat dazu verpflichtet ist, daß seine menschlichen Einwohner auf seinem Staatsgebiet die Tiere human und fürsorglich behandeln.
Getoppt wird das noch von der Filmindustrie, die in Filmen die Flucht der Menschen von der
von ihnen zerstörten Erde behandeln und dabei überhaupt nicht auf das Schicksal von Tieren und Pflanzen vorher und nachher eingehen.
Die Menschen sind vollständig unfähig, wirklich sittlich verantwortlich zu handeln, was ihre
baldige gentechnische Veredelung unbedingt notwendig macht.
Bei der Neuschöpfung von Religionen ist zu beachten, daß Klerikale und Wissenschaftler oft
in verbrecherischer Weise zusammengearbeitet haben.
Die Naturwissenschaften und Naturwissenschaftler, von denen letztlich die vernünftige Weiterentwicklung von Weltmodellen zu erwarten wäre, haben seit Jahrtausenden ähnliche Fehler wie die Klerikalen gemacht, und das übrigens auch im 20. Jahrhundert.
Das zeigt eine quasireligiöse Gläubigkeit der Wissenschaftler, wie man sie in der Kirche erwartet, aber in den Hörsaal einer Universität gehört sie bestimmt nicht hin.
82
13 Das Böse im Menschen – von der Zivilisation zur Superzivilisation
IW
IWV
IWA
TZ
NBE
NIW
NLS
Intelligente(s) Wesen mit Bewußtsein, etwa wie der Mensch (= Organismus 1. Stufe)
Verband oder Verbände von IW, etwa wie Familien, Staaten ... der Menschen (= Organismus 2. Stufe)
Art(en) von IW, im Sinne der Species im biologischen Sinn
Technische Zivilisation(en), beginnt etwa ab der Stufe der westlichen Industrienationen um 1900 n.Chr.
Natürliche biologische Evolution
IW, dessen Species oder IWA über NBE entwickelt worden ist, wie bei den Menschen
Gesamtheit aller biologischen Lebensformen gemeinsamen Ursprungs in einem Sonnensystem einer
jeden Gegenwart, Ergebnis der NBE, beim Beispiel der heutigen Erde also die Gesamtheit aller Lebewesen von den Bakterien über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen (= Organismus 3. Stufe)
PPE
Projektion aller Ereignisse, Formen und Prozesse vor den Hintergrund der Ewigkeit Denken in beliebig großen Zeiträumen
GRS
Großraumschiffe
RWS
Rotierende Weltraumstationen
PBA
Planeten- und Mondbasen, natürlich oder künstlich
SF
Science Fiction, von Realistischer Zukunftsschau (= Ionische Naturphilosophie) bis Fantasy (als Genre)
WGS
Weltraumgestützte Superzivilisation, vorläufiges Ziel der Evolution beliebiger IWA- und TZEntwicklungen, umfaßt auch alle Vertreter biologischen, technischen ... Lebens im betreffenden Sonnensystem (= Organismus 3. Stufe), wird auch als Sternenkind bezeichnet.
VIW
Vernunftwesen mit beliebigem Bauplan, schon weithin vollkommen, mit stabilem und hohem VernunftPegel, Ein Androide ist ein aus dem Genom des Menschen mit Hilfe einer vollkommenen Gentechnik
entwickeltes VIW
IWE
Entwicklung und Konstruktion von IW durch IW, mit dem eigentlichen Ziel der Herstellung von VIW, KIW
NIW-VIW-Transformation
Umwandlung von NIW in VIW mittels IWE
NIW-Staat
Ein Staat, dessen tragende IW vom Typ NIW sind
NIW-VIW-Transformationssystem 1. NIW-Staaten und NIW-TZ in ihrer kosmologischen Bedeutung, d.h. daß
diese die Möglichkeit haben, zu den höchstmöglichen Entwicklungen und
Wirkungen im kosmologischen Sinn zu kommen.
2. Supermaschine zur Herstellung von VIW aus NIW wie Genstrukturator und
Biotechplazenta
Rezent
Zeit um 2000 n.Chr. im Sonnensystem der Menschheit
Androide
Humanoides VIW, aus dem Genom des Menschen mittels vollkommen beherrschter gentechnischer Veredelung geschaffen
Roboter
Bewußt-intelligente Maschinen einer Superzivilisation, mit elektrotechnisch funktionierenden
„Gehirn“
Kyborg
Synthesewesen mit einem biologischen Gehirn und einem Körper, der wenig oder viel elektrotechnische und mechanische Teile und Organe enthält.
NIW-TZ
TZ von NIW
VIW-TZ
TZ von VIW, identisch mit einer WGS von VIW als Zivilisation von Androiden, VIW beliebiger
Herkunft und Gestalt ..., als Paradies strukturiert mit Hilfe der Supermaschinen der Superzivilisation
UGS
Universumgestützte Superzivilisation
VIW-Zoikum
Kulturepoche oder Herrschaftszeit von über IWE entwickelten VIW
KIW
VIW bis hin zur Stufe von Superintelligenzen mit kosmischer Wirkungsfähigkeit
KB
Kosmischer Baumeister, höher entwickelte Formen der KIW
KIW-TZ
TZ, deren Träger KIW sind, bis hin zu einer Kosmozivilisation quer über die Dimensionen hinweg, die mehrere Universen, Hyperräume, Pararäume ... umfassen kann
KGS
Kosmosgestützte Superzivilisation, wie Kosmozivilisation
KIW-Zoikum
Kulturepoche oder Herrschaftszeit einer über IWE entwickelten IWA von KIW, in einem Universum oder Teilgebiet des einbettenden Hyperraums, Pararaums ...
Anthropozoikum NIW-Zoikum der Menschheit
Kyberzoikum
VIW-Zoikum
Theozoikum
KIW-Zoikum
Sternenkind
Gesamtheit aller Lebensformen gemeinsamen Ursprungs in einem Sonnensystem, in einer
bestimmten Entwicklungsphase eines Sonnensystems identisch mit der NLS, Organismus 3.
Stufe, kann im Verlauf über Dutzende von Milliarden Jahren aus total verschiedenen Bauelementen aufgebaut sein. In unserem Sonnensystem auf unserer Erde gab es vor 4 Milliarden
Jahren an Lebewesen nur Prozyten und erste Bakterien, und das waren dann die Bauelemente
des einhüllenden Sternenkindes, im Kambrium vor 550 Millionen Jahren gab es bereits in den
Meeren eine reiche Fauna und Flora aus Metazoen, und demnach gehörten dann auch diese
alle zu den Bauelementen desselben einhüllenden Sternenkindes (Aionik-Graph G4.8).
83
Zur Notation:
Die Namen der Kategorien – also die Kurzbezeichnungen in Großbuchstaben – werden als
Elementnamen verwendet, und zwar in Einzahl und Mehrzahl, weil es sprachlich und schriftlich kürzer und übersichtlicher ist.
An Stelle von IWs, TZs, VIWs, KIWs ... wird geschrieben: IW, TZ, VIW, KIW ...
Die häufig benutzte Formulierung
„Für alle Elemente aus der Menge IW gilt ...“
wird in der Literatur oft verkürzt wieder gegeben in der Form
„Für alle IWs gilt ...“,
und hier noch kürzer als
„Für alle IW gilt ...“
Das Böse (aus der Sicht von der TZ-Stufe her) ist das, was in der Evolution vom Tier zum
Menschen extrem wichtig war: Dazu gehören Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit,
Herrschsucht, Egoismus, Jähzorn, Wut, Neid, Haß, Gier ..., und so wurde mittels Hominisierung und Sapientierung aus einem Affen ein Mensch.
Der Mensch hat das Böse in sich, weil der Mensch sonst nicht entwickelt worden wäre.
In der Urzeit war das, was wir heute auf TZ-Stufe als das Böse bezeichnen, das Gute.
Hominisierung und Sapientierung erschufen den Menschen aus dem Tier mittels NBE in einem Zeitraum von 5 Millionen Jahren.
Schon im Perigordien vor 35000 Jahren lebten Menschen, und wir Heutigen sind genau so
veranlagt wie diese Menschen, die damals gelebt haben.
Genau das ist das Problem:
- Mit einer Psyche des Steinzeitmenschen war es schon ein Problem, mit einer kunstvoll zubehauenen steinernen Handaxt kein Unheil anzurichten, wieviel größer ist aber
das Problem, mit dieser Steinzeit-Psyche ABC-Waffen und noch mächtigere Waffen
zu kontrollieren.
- Schon ohne das Wüten der Menschen gleicht das Leben auf der Erde für alle Geschöpfe einem Tanz auf einem Vulkan, rein von den Naturgewalten her, weil das Leben auf der Erde laufend in Gefahr ist, z.B. durch einstürzende Himmelskörper
schwerstens geschädigt zu werden.
- Nun kommt aber die laufend wachsende Gefahr durch die Bestie Mensch hinzu, die
laufende zunehmende Macht der Vernichtungswaffen des Menschen bei einer gleich
gebliebenen Veranlagung zum Bösen – und das schließt mit Sicherheit ein längerfristiges Überleben der Menschheit aus, ganz gleich ob auf der Erde oder sonstwo.
Die Menschheit muß also völlig neue Wege einschlagen, entsprechend den Vormenschen, die aus Schimpansenartigen hervorgingen, die auf das aufrechte Gehen und
Rennen unter Last hervorgegangen waren, so vor 7 bis 5 Millionen Jahren irgendwo
zwischen Ost- und Südafrika.
Die Gefahr für alles Leben durch das Wüten der Menschen übersteigt inzwischen die Gefahr
durch Naturgewalten, vor allem, was den zeitlichen Rahmen betrifft:
Mit dem Einschlag eines größeren Himmelskörpers auf die Erde müssen wir vielleicht für die
nächsten Jahrtausende rechnen, mit Massenvernichtungsaktionen des Menschen gegen
alles Leben – bewußt und gewollt oder durch Unfall – müssen wir schon seit etlichen Jahrzehnten leben, und dieses Ausmaß der Gefahr und Zerstörungskraft nimmt laufend zu.
Die größte Gefahr für das Leben ist inzwischen der Mensch geworden, der mit seiner Technik sittlich-ethisch nicht fertig wird.
Modul Y oder Teil 1 von AIONIK VIII schildern die Entwicklung von Geistigkeit und Wissenschaften durch die „Genies“ der Menschen – wir sind sehr dankbar dafür, aber dadurch haben sie vielleicht für Menschheit und alles Leben auf der Erde das Todesurteil unterschrieben, denn es ist so:
Würden wir weiterhin nur die Waffen und das Wissen des Perigordiens verwenden, müßten
wir wegen der Menschheit zwar keine Sorgen haben bei Sicht auf kleine Zeiträume in der
Zukunft, aber wenn wir Hunderte von Millionen Jahren weiter sehen, so zeigt sich die Aufheizung der Sonne mit den zwangsläufig sich daraus ergebenden Folgen für das Leben auf der
Erde. Weder diese Erde noch dieses ganze Sonnensystem sind sicher vor der Sonne.
84
Letztlich wird die Sonne ihr Sonnensystem ausglühen und 2 Milliarden danach wird dieses
Sonnensystem in Nacht, Kälte und Eis erstarren – für „ewig“.
Das ist ein gewichtiges Argument dafür, Wissenschaft und Technik nach dem Perigordien so
weit wie möglich höhber zu entwickeln, so daß unsere Nachfahren dieses Todesdrama verhindern können.
Das ist auch ein Argument dafür, daß das konventionelle Leben – die Tier- und Pflanzenwelt
– in einem gewissen notwendigen Ausmaß den Menschen und seine Zivilisation ertragen
muß, damit die Menschen zu der Wissenschaft und Technik finden, um das Leben insgesamt vor der Vernichtung durch die Sonne zu schützen, aber die gegenwärtige Zurückdrängung der Tier- und Pflanzenwelt mit der verbrecherischen Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch die Menschheit ist dadurch nicht gerechtfertigt.
Wir haben das Leben zu retten und nicht einen toten Planeten.
In Kenntnis der Geschehen in den letzten Jahrtausenden muß der Mensch als der schwächste Punkt gewandelt werden. Er wird jedes Weltsystem mißbrauchen.
Der Mensch ist ein intelligentes Tier, das zeitweilig zur Vernunft fähig ist, aber er ist kein
Vernunftwesen.
Der Kampf zwischen Gut und Böse findet nicht statt zwischen Ahura Mazda und Ahriman,
Gott und Teufel, Allah und Iblis, sondern zwischen Menschen und im Menschen, und man
muß noch nicht einmal Kriege heranziehen, um die Bestie im Menschen in Aktion zu sehen:
Wie die menschliche Natur ist, kann man z.B. bei Streitigkeiten unter Fußballfans sehen, wo
Gruppen ohne jeden erkennbaren vernünftigen Anlaß übereinander herfallen und es zu
schlimmsten Verletzungen kommt.
Besonders bekannt sind die Hooligans, bei denen die ganze bestialische Vernichtungswut
des Menschen zum Ausbruch kommt – wie auch bei Familienvätern, die plötzlich im Rausch
der Eifersucht ihre ganze Familie töten oder bei Müttern, die ihre eigenen Kinder töten ...
Wenn Menschen aus nichtigem Anlaß mit Steinen oder Flaschen auf andere Menschen werfen, oder auf andere Menschen mit Zaunlatten einschlagen oder am Boden liegende mit
Stiefeln treten, dazu meistens noch ganz Unbeteiligte, dann ist das für den Menschen nicht
anomal: Die kräftigen Arme des Menschen, seine Fähigkeit, Steine oder Speere mit großer
Wucht auf entfernte Ziele zu schleudern, sind ein Ergebnis der Evolution, wo die Hominiden
ohne diese Fähigkeiten und besonders den Willen zum schweren Verletzen und Töten nicht
hätten überleben können.
Hooligans, Amokläufer, wild gewordene Eheleute oder auch Jugendliche im Rausch und
Wahn ihrer Haßgefühle oder Langeweile benehmen sich ganz naturgemäß wie Menschen
des Perigordien, ihrem Jagdtrieb folgend, beim Kampf um Beute oder Wasserlöcher.
Bürgerkriege zwischen verschiedenen Klassen in einem Staat können einen dann nicht mehr
verwundern, und auch nicht Terror und Totschlag im Familienleben.
Viele Menschen überleben noch nicht einmal ihre Kindheit, weil sie in ihrer eigenen Familie
von ihren Eltern zu Tode mißhandelt werden.
Es gilt heute weiterhin die alte Frage von Charles Darwin, in wie weit der Mensch mit der
Trieb- und Gefühlsausstattung für das Perigordien domestifiziert werden kann.
Vor 35000 Jahren wurde der Jungpaläolithiker in die Kulturepoche des Perigordien hineingeboren, also in die Kulturepoche der Jungsteinzeit, und heute wird der junge Mensch in eine
zivilisierte Welt hineingeboren, mit dem Trieb- und Gefühlsspektrum, das für die Zeit vor
35000 Jahren ausgelegt ist.
Es mutet bei dem vielen Bösen in der menschlichen Psyche wirklich seltsam an, daß
- nach den vielen Bürgerkriegen im Römischen Reich mit den furchtbaren Massenschlächtereien z.B. durch Marius und Sulla, wo die Blüte Roms gezielt gemordet wurde, nach Caligula
und Tiberius tatsächlich die Pax Romana unter Kaiser Augustus geschaffen wurde, und
- nach den Zeiten der Antonine mit den 5 Philosophenkaisern das Römische Reich nach
Marcus Aurelius das Römische Reich und seine Ordnung niederging.
Ist dieses Auf und Ab in der Zivilisationsentwicklung im objektiven Sinne notwendig ?
Eigentlich ist es ganz eigenartig, daß es heute Länder, Völker, Staaten, Kulturkreise ... gibt,
die die anderen in Frieden lassen – das steht vielen Eigenheiten des Menschen doch völlig
entgegen, wie das die Geschichte lehrt.
85
Ob die Menschen einstmals mit Superwaffen und Supermaschinen sittlich-ethisch verantwortlich umgehen können ?
Leider spricht alles dagegen, denn Überlebende von Völkermorden berichten immer wieder:
Bis kurz vor dem Ausbruch der wahnsinnigen Bluttaten waren die Täter noch ganz "normale"
Menschen gewesen. Mit ihren späteren Opfern teilten sie die Schulbank oder das Büro, sie
besuchten einander und sprachen zueinander wie mit Angehörigen ihrer eigenen Rasse,
Kultur, Volksgruppe, Nation ...
Dieser Text wurde aus dem Bericht eines afrikanischen Politikers im Dezember 1995 nach
dem Bürgerkrieg in Ruanda im März 1995 entnommen, sich weithin deckend mit Augenzeugenberichten aus Exjugoslawien 1992-94.
Auf jeden Fall wandelten sich "brave" Familien- oder Pilgerväter binnen weniger Tage oder
gar Stunden zu blutgierigen, wahnsinnigen Bestien.
Das wird gleichermaßen von Ruanda und Jugoslawien berichtet.
In Nord-, Süd- und Mittelamerika, Türkei, Rußland und Deutschland (historische Reihenfolge) gingen den Verfolgungen und Massenmorden oftmals schon lange Zeiten der Ächtung
der Minderheiten voraus.
Es ist im Verlauf der letzten Jahrtausende durchaus eine Verbesserung geistig-ethischer
Standards z.B. in der westlichen Welt zu erkennen, aber es ist offensichtlich, daß die geistige
Führung der Menschen durch gute Human-Software viel zu wünschen übrig läßt und daß
beim Fortgang der bisherigen Entwicklung das gesamte höhere Leben auf der Erde durch
den Menschen vorzeitig ausgelöscht wird, ihn selber eingeschlossen.
Natürlich wäre es viel besser, wenn wir eine sehr viel bessere Human-Software hätten.
Die neue Human-Software könnte eine neuzeitlich orientierte Religion oder ein zukunftsorientiertes Vernunft-Moral-System für die Übergangszeit Mensch-Vernunftwesen sein mit folgenden Merkmalen:
- Widerspruchsfreiheit mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild.
- Was gegen die Vernunft verstößt, darf nicht Gegenstand des Glaubens sein.
- Einbeziehung der Tiere und Pflanzen und der eventuell nichtmenschlichen Nachfolger der
Menschen.
- Die Belohnung für gute Taten darf sich nicht auf niedere Triebe wie Narzißmus und Habgier
stützen.
- Die Einhaltung der Gebote soll nicht aus Angst vor Strafen im Jenseits erfolgen, sondern
weil man im Diesseits zur Verantwortung gezogen wird. Es ist fraglich, ob der Appell an die
Vernunft des Menschen wirklich ausreicht, ihn im genügenden Maße zur Einhaltung der Gebote zu bringen, "denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an".
- Der Glaube an Gott ist kein Verdienst, sondern die Einhaltung der Gebote der Höheren
Ethik.
- Wir sollen uns nicht als Diener Gottes zu fühlen, sondern uns Gott in seinen Eigenschaften
annähern, geistig-ethisch und auch veranlagungsmäßig über Genchirurgie.
- Die Entwicklung führt vom Diener Gottes zu seinem Helfer und dann zum vollkommenen
Vernunftwesen (VIW) selber.
- Die Untersuchung der erneuerten Religion oder des Vernunft-Moralsystems mit einem
scharfen rationalen Kalkül darf keine Widersprüche, Mängel oder Fehler aufdecken. Die logische und naturwissenschaftliche Ungereimtheit der Religionen wurde ihnen schon in Hellas
zum Verhängnis.
- Es ist der Vollständige Rationalismus anzustreben, weil er der intellektuelle Overkill für alle
primitiven Religionen und Ideologien ist. Vermutlich wird es aber wieder so sein, daß bei einer tiefer gehenden Analyse des Vollständigen Rationalismus die Grenzen des menschlichen Verstehenkönnens gesprengt werden.
Kein Mensch weiß, ob es Gott gibt, der bei der Entstehung des Sonnensystems und der der
Menschheit mithalf.
Wir haben uns Gott in seinen Eigenschaften anzunähern, geistig-ethisch und auch veranlagungsmäßig. Die Entwicklung führt vom Diener Gottes zu seinem Helfer, und das sind die
sehr vollkommenen Vernunftwesen (VIW), und von da weiter zum VIW mit kosmischer Wirkungsfähigkeit (KIW), also zu Gott.
86
Das Abendland war zwar nicht die Wiege von Naturwissenschaften und Technik – das war
am meisten Hellas gewesen – aber es übernahm ab etwa 1200 n.Chr. die hellenische Wissenschaft von den Arabern, und in der Folge entwickelten sich Naturwissenschaften und
Technik zu dem Stand von heute, wo man sehen kann, daß der Mensch mit dem Bösen in
sich bei den laufend anwachsenden Machtmitteln der Menschen auf die vorzeitige Vernichtung von Menschheit und Leben in diesem Sonnensystem zutreibt.
Als das Abendland um etwa 1200 n.Chr. die Führung in Naturwissenschaften und Technik
übernahm, wurde damit festgelegt, daß 1000 Jahre später auf der Erde den Menschen das
Heft aus der Hand genommen werden muß, weil die Menschen im Besitz immer mächtigerer
Waffen und Maschinen das Leben immer mehr in seinem ganzen Bestand gefährden.
Im Jahre 2011 waren 43,7 Millionen Menschen auf der Flucht – heute sind es noch mehr.
Staaten wie Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien, Jemen, Elfenbeinküste … erlebten bzw. erleben Revolutionen und Bürgerkriege, die ihre Ursache darin haben, daß auch die Menschen
in Nordafrika bis Kleinasien die Zeit der Feudalherren, Diktatoren und absolutistischen Alleinherrscher abschütteln wollen.
Was im Juni 2011 in Libyen und Syrien an Staatsterror gegen die eigene Bevölkerung geschah, war in Europa im Mittelalter die Regel. Die Herrscher z.B. in Frankreich und den vielen Herzog- und Fürstentümern in Deutschland hätten damals genauso rücksichtslos und
machtbesessen gehandelt wie später z.B. Ghaddafi in Libyen und Assad in Syrien.
Ein anderes Phänomen ist der Klassenkampf, bei dem Volksgruppen innerhalb eines Staates gegeneinander kämpfen.
Marius und Sulla mit ihren furchtbaren Bürgerkriegen in Rom, wo die Blüte des römischen
Volkes den Terrormaßnahmen der Herrscher und ihrer Rivalen zum Opfer fiel, sind frühere
Beispiele für den Haß von Volksgruppen aufeinander innerhalb eines Staates.
Menschen, die besonders stark die Lust zum Töten, Rauben und Quälen in sich spüren,
werden das sehr gern und leichten Gewissens „auf Befehl“ auch in großen Massen in Bürger-, Glaubens- oder Eroberungskriegen tun.
Trieb und Drang zum Auslöschen ganzer Populationen von Tieren und Hominiden
stecken tief in der menschlichen Psyche. Das erklärt sich aus der Entwicklung der
Hominiden. Für viele Hunderttausende von Jahren haben sie um Beute und gegen andere Hominidengruppen zu kämpfen gehabt, und die beste Abhilfe gegenüber Nahrungskonkurrenten – ob Hominide oder Tiere – war die Auslöschung von ihnen.
Vor knapp 30000 Jahren löschten konsequent aus diesen Gründen die Menschen die Urmenschen als Nahrungskonkurrenten aus, dann vor 14000 Jahren aus archaischem Jagdtrieb heraus viele Tierarten der eiszeitlichen Großfauna. Seit Jahrtausenden löschen die
Menschen Tier- und Pflanzenarten aus, zur Gegenwart hin immer schneller, und heute löschen die Menschen sämtliche Menschenaffen als Nahrungskonkurrenten aus.
Eine wesentliche Ursache dafür ist der atavistische, widerliche und abscheuliche Jagdtrieb
des „modernen“ Menschen, der von einer wahrhaftigen Ethikkommission sofort verboten
werden müßte. Würden heute Neandertaler in irgendeinem vergessenen Tal „entdeckt“,
würden sie von den Menschen bald ausgelöscht werden.
Die Europäer brauchen sich gar nicht darüber aufzuregen, daß in Ozeanien, auf Madagaskar
oder in Südamerika die Wälder brandgerodet und so viele Primaten bis Halb- und Menschenaffen vernichtet werden: Kommt irgendwann einmal ein Bär, Biber oder Wolf nach Mitteleuropa, gibt es ein Riesengeschrei wegen Flurschäden ... und man schießt die „Eindringlinge“ ab oder okkupiert ihren Lebensraum – und das gilt nicht nur für Braunbären, sondern
auch für entlaufene Kühe !
Es gibt im Alltag der Bürger fast unendlich viele Variationen von Verbrechen, von denen wir
laufend Zeugen werden oder die wir aus den Medien erfahren, aber die meisten Verbrechen
werden nicht von Regierungen, mächtigen Zivilgruppen, Industriekonzernen ... befohlen,
sondern sie erfolgen durch Willensbildungsprozesse im einzelnen Menschen, auf der Straße
als Hooligan, in der Wohnung als Kindesentführer oder Familientyrann, im Wirtshaus als
Schläger, im Büro als „cleverer“ Geschäftsmann, der völlig gewissenlos die Lebensbasis von
Familien oder Tiergruppen vernichtet ….
Kindesentführer und -mörder, Hooligans, Mörder zur Wahrung der Familienehre, Erbschleicher, Quäler und Mörder ihrer eigenen Kinder, Amokläufer ... sind in unserer westlichen Zivi-
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lisation groß geworden, haben ihr Kulturgut aufgenommen und scheinen auf der Straße und
im persönlichen Umgang ganz friedlich und „normal“ zu sein. Dann aber, ganz plötzlich,
durch ein Ereignis, das wir als belanglos ansehen, werden diese normalen Menschen zur
reißenden, mordenden Bestie, weil in ihnen die Urzeit wieder hervorbricht.
Insbesondere ist der Jagdtrieb des Menschen ein Problem, der sich zu oft in Amokläufen
äußert. Inzwischen ist bekannt: Amokläufe sind gut durchgeplant, und der Amokläufer wird
wieder zum urzeitlichen Jäger, der möglichst viel Beute reißen will.
Die Waffenlobby vieler Staaten stützt sich auf den atavistischen Jagdtrieb des Menschen,
der ihn zum mordlüsternen atavistischen Primitivling macht. Eine UNO, die diesen Namen
auch verdienen würde, müßte sofort die Jagd auf höhere Tiere verbieten.
Ungeheure Grausamkeiten und Mordtaten geschehen von sogenannten kultivierten, zivilisierten Menschen, die für Jahrzehnte oft unauffällig in der Gesellschaft lebten und alle ihre
Regeln gelernt und bis dahin befolgt haben. Dann plötzlich bricht die triassische Raubechse
in ihrer Psyche durch und angeblich kann man oft gar keinen realen Grund dafür erkennen.
Die meisten Greueltaten begeht der Mensch nicht auf Befehl eines übermächtigen Staates,
sondern weil er plötzlich Lust darauf hat.
Das Böse kommt viel zu oft von innen heraus, nicht provoziert oder von außen erzwungen.
Es gibt fast unendlich viele Variationen von Verbrechen, also von verbrecherischen Handlungen, ausgelöst vom Bösen im Menschen, die auch heute noch jederzeit vorkommen und
denen auch heute noch so viele Menschen und Tiere jederzeit zum Opfer fallen können.
Das Problem der Menschheit allgemein ist:
- Es dürfte gar nicht möglich sein, daß ein ganz normaler Mensch – nur von Zorn, Wut, Eifersucht ... getrieben – einen anderen Menschen mit 21 Messerstichen tötet.
- Es dürfte gar nicht möglich sein, daß Hooligans – und das sind sicher ganz normale junge
Leute – nur von Rauflust, Siegerfreude, Enttäuschung, Zorn, Übermut, Wut ... getrieben
blindlings Passanten überfallen und schwerstens verletzen.
- Es dürfte gar nicht möglich sein, daß ein ganz normaler Mensch – nur von Gier nach Geld
oder von Rache getrieben – ein Kind raubt und grausam tötet.
- Es dürfte gar nicht möglich sein, daß ein ganz normaler Mensch – nur von Zorn, Wut, Lebensangst, Sorge, Eifersucht ... getrieben – seine eigene Familie auslöscht, was durchaus
öfters vorkommt.
- Es dürfte gar nicht möglich sein, daß ein ganz normaler Mensch – nur von plötzlich aufwallendem Zorn getrieben – seinem Kontrahenten ein dafür absichtlich abgebrochenes Bierglas
mit vielen scharfen Kanten ins Gesicht stößt, was natürlich schwerste Gesichtsverletzungen
zur Folge hat.
- Alle die aus Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Wut, Gier, Neid, Haß ... heraus begangenen Untaten dürften gar nicht möglich
sein – aber sie kommen doch recht häufig vor.
Menschen verüben untereinander die scheußlichsten Verbrechen, wobei es gar nicht nötig
ist, Kriege und Bürgerkriege anzuführen oder die Gewalttaten von verbrecherischen Potentaten wie Tiglat-Pileser, Tiberius, Marius, Sulla, Commodus, ..., Napoleon, Stalin, Hitler, Mao
Tse-tung, Rias Montt, Idi Amin, Pol-Pot ... , sondern es reicht der Blick in den ganz normalen
Alltag der Bürger, und genau das ist das Wesentliche und Entsetzliche:
Der Mensch benutzt Verbrechen zur Problemlösung aus freiem Willen heraus und muß dazu
keineswegs von einem verbrecherischen Potentaten gezwungen werden.
Das Böse im Menschen ist seine Veranlagung zu Mord- und Raublust, Grausamkeit,
Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Zorn, Wut, Haß, Neid, Gier …, und in einer zivilisierten
Welt, deren Maschinen und Waffen immer mächtiger werden, wird dieses Böse im Menschen ihm selber und allem anderen Leben auf der Erde immer gefährlicher. Die Potenz zur
Massenvernichtung durch charakterlich minderwertige Menschen nimmt immer drohendere
Ausmaße an.
Die Menschen sind sittlich unfähig, in der von Menschen entwickelten Superzivilisation zu
leben. Die Menschen können wegen des Bösen in sich weder in einer Superzivilisation noch
in einem Paradies leben. Die Menschen sind weder paradies- noch weltraumtauglich.
88
Wir reden hier nicht vom Homo erectus vor 400000 Jahren, sondern vom modernen Menschen von heute.
Alle die nachfolgend aufgeführten Verbrechen kommen in modernen, zivilisierten Menschengesellschaften vor, wobei die Täter oftmals die denkbar günstigste und beste Erziehung und
Jugendzeit und später die besten Lebensverhältnisse hatten.
Verbrechen der Menschen untereinander
1. Entführung von Kindern mit Todesfolge
Wie oft lesen oder erfahren wir, daß Leute die Kinder anderer Menschen entführen, um Lösegeld zu erpressen. Man sperrt dann ein geraubtes Kind in eine Kiste ein, vergräbt sie im
Wald und meldet sich bei den Eltern, um von ihnen große Geldbeträge zu erpressen.
Bei vielen Entführungen sterben die Kinder eines grausamen Todes.
Was geht in den Entführern vor ? Wie ist es möglich, daß Menschen zu solchen grausamen
Handlungen fähig sind ?
Nun gut, Leute kommen irgendwann in Geldnot und versuchen, ihre Kasse aufzufüllen.
Aber wie ist es möglich, daß sie überhaupt auf eine solche Idee der Entführung kommen, sie
durchkalkulieren und sogar ausführen ?
Das ist nämlich der Kernpunkt:
Genau betrachtet – ohne menschlichen Beziehungswahn – dürften solche finsteren Gedanken und Handlungen von Menschen gar nicht denkbar bzw. machbar sein. Der Mensch dürfte eigentlich solche finsteren Gedanken gar nicht haben können.
Aber weil der Mensch das Böse in sich hat, von der Urzeit her, erklärt sich das so:
Der Mensch fällt in die Urzeit zurück und betrachtet das Kind nur noch als Beute, wie das
auch irgendeine andere räuberische Bestie tut.
Der Mensch hat die Potenz zur mordenden Bestie, und sie realisiert sich in ihm z.B. bei Kidnapping mit Todesfolge (s.o.).
Interessant ist, daß niemals in Gerichtsprozessen dieser Umstand beim Namen genannt
wird. Der Mensch geniert sich vor seiner eigenen Bestialität und versucht, sie mit beschönigenden Worten ins Normale zu drücken.
Dann sagt man gerne: Dieser Mensch war überfordert.
Was geht in einem Menschen vor, wenn er ein Kind tötet ?
Das erklären die Mechanismen von Hominisierung und Sapientierung:
Man stelle sich den Homo erectus auf der Großwildjagd vor, mit primitiven Waffen, die die
großen Tiere kaum verletzen können. Die Großtiere wurden oft in Fallen gelockt und dann
mit unendlich vielen Speerstichen getötet, wobei sie die angstvollen Augen und die Schmerzensschreie der Tiere mit dem frischen Fleisch für ihre Familien verbanden.
Die Not war in der Urzeit oft so groß, daß Triebe die Vernunft blockieren mußten, damit der
Hominide überleben konnte. Der Mensch hat die Potenz zur mordenden Bestie, vergleichbar
mit einer räuberischen Echse in der Trias. Der Mensch handelt und tötet im Blutrausch.
Durch diesen erlebten Blutrausch beim Töten der „Beute“ fehlt den Tätern meistens das Unrechtsbewußtsein. So kam es vor, daß ein wegen Kindesentführung und -tötung Verurteilter
den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrief.
Man kann sicher sein, daß in vielen Fällen die Täter nicht auf Befehl anderer gehandelt haben, aber so etwas kommt doch vor, z.B. bei einer Gangsterbande, die Entführung und Erpressung als Geschäft betreibt, oder bei Menschen, die meinen, Stimmen zu hören, die ihnen solche Untaten befehlen.
Stellen Sie sich nun eine große Rotierende Weltraumstation (RWS) vor, in der Tausende von
Menschen leben. Es ist gar nicht zu verhindern, daß auch bei ihnen kriminelle Handlungen
vorkommen werden. Wie lange wird es wohl dauern, bis ein wie auch immer Verblendeter
die anderen dadurch zu erpressen sucht, daß er mit der Sprengung der RWS droht ?
In einem solchen emotionalen Zustand ist der Mensch wieder auf die Stufe der räuberischen
triassischen Echse zurückgefallen, die im Blutrausch nur noch an das Reißen und Fressen
der Beute denken kann.
Die Gefahr im Menschen kommt also durch das Atavistische im Menschen, das aus der
Epoche herrührt, als das heute so bezeichnete Böse im Verlauf von Hominisierung und Sa-
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pientierung den Menschen erschuf, und es ist in der Psyche des „modernen“ Menschen immer noch so mächtig und präsent, daß es auch bei nur kurzzeitigem Aufsteigen an die Oberfläche des Bewußtseins die schlimmsten Folgen für die Gemeinschaft bewirken kann.
Es ist völlig klar, daß dieses Böse im Menschen gar nicht existieren dürfte, weil die Menschen nicht in der Lage sind, mit diesem Bösen in sich in einer Superzivilisation zu leben, die
jedem viel zu große Macht- und Vernichtungsmittel in die Hände gibt.
Viele Menschen versuchen auf eine vernünftige und realistische Weise, das Böse in sich zu
bekämpfen und einzudämmen, und viele Menschen versuchen auf lächerlich und abstrus
wirkende Weise, sich mit dem Bösen in ihrer eigenen Psyche und mit dem Bösen in der Psyche der anderen Menschen zu arrangieren.
Die heute so verteufelten Despoten, Diktatoren, Tyrannen … kamen oftmals aus der Mitte
der Gesellschaft wie bei Julius Caesar, Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Mao Tse-tung,
Stalin und Pol-Pot.
Im Bereich von Alltag und Familie fallen solche Menschen dadurch auf, daß sie bei einer
Wirtshausschlägerei mit dem abgebrochenen Griff eines Bierkruges ihrem Kontrahenten ins
Gesicht schlagen, daß sie Menschen grundlos z.B. in der U-Bahn zusammenschlagen, daß
sie als Hooligans oder Autonome jede Art von tätlicher Auseinandersetzung suchen, und
wenn sie wirklich zu Machtpositionen kommen, dann wird aus ihnen ein Salmanassar,
Sancherib oder Assurbanipal.
Solche Menschen haben gegenüber dem Bösen in ihnen selber geringere Hemmungen als
die anderen und sind ihm somit sehr viel willfähriger.
Viele Intellektuelle sprechen dem Bösen im Menschen eine Schlüsselrolle zu, indem der
Mensch in der Auseinandersetzung mit dem Bösen in sich und anderen Menschen erst zur
menschlichen Bewußtseinsstufe aufsteigt.
Etwas anderes ist viel richtiger und wahrer: Der Mensch wertet dem Bösen in sich deshalb
eine so hohe Bedeutung zu, weil er immer noch in sich das Vergnügen der Bestie an Zerstörung in sich fühlt. Indem der Mensch das Böse wortreich-philosophisch verteidigt, lebt er rein
geistig das Vergnügen der Bestie beim Verletzen und Töten der Beute durch.
Beim Verteidigen des Bösen im Menschen lebt der Mensch das bestialische Vergnügen aus,
das er ebenfalls hätte, wenn er sich auf atavistische Weise damit vergnügen würde, das Böse wirklich zu tun.
Das wahrhaft Schlimme ist, daß der Mensch ein echtes Vergnügen daran empfindet, Böses
zu tun, also z.B. zu rauben, zu morden, zu stehlen, andere Geschöpfe zu quälen …
2. Tötung der eigenen Schwester mit mehr als 20 Messerstichen
In der Urzeit war es so, daß Mädchen und Frauen rechtlos waren gegenüber den Männern.
In vielen Gegenden der Erde hat sich eine solche Einstellung bis heute erhalten, und wir
erfahren im Abendland nur dann von solchen Auswüchsen, wenn sie von eingewanderten
Menschen begangen werden, und zwar ohne Schuldbewußtsein. In vielen Kulturkreisen in
Afrika und Asien ist es auch heute noch so, daß Frauen und Mädchen kaum mehr sind als
Sexsklavinnen, Gebärmaschinen und Arbeitskräfte. Kommen dann Leute mit einer solchen
Haltung nach Europa und versucht ein Mädchen aus ihrer Familie einen westlichen Lebensstil, so gilt es als moralische Pflicht z.B. des älteren Bruders, sie zu töten, z.B. mit 23 Messerstichen.
Was geht in einem Menschen vor, der seine eigene Schwester mit 23 Messerstichen tötet ?
Man stelle sich den Homo erectus vor ... (s.o.).
3. Hooligans auf der Jagd nach wehrlosen Opfern
Besonders oft und gern schreiben die Medien über die Wutattacken der Hooligans, ziemlich
eng verwandt mit denen der sogenannten Autonomen auf Demonstrationen, Schlägern auf
U-Bahnhöfen …
Zahlreich sind die Beispiele über total unsinnig erscheinende Wutattacken:
- Eine Frau geht an einem Stadion vorbei. Ein Hooligan wirft eine Flasche nach ihr und diese
trifft ein Auge der Frau. Fortan ist sie auf einem Auge blind.
- Ein Polizist hält an einem Stadion Wache. Er befindet sich in einer Seitenstraße, kein anderer Polizist ist in der Nähe. Eine Horde Hooligans, die sich das Fußballspiel gar nicht angeschaut hat, drischt mit Latten, Stangen, Ketten ... auf den Polizisten ein, und als er am Boden
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liegt, geht das so weiter und sie malträtieren ihn mit Fußtritten, so daß er schwerste Verletzungen erleidet und für das fernere Leben teilweise gelähmt und sprechbehindert ist. Was
geht in einem Hooligan vor, der eine solche Gewalttat begeht ?
Man stelle sich den Homo erectus vor ... (s.o.).
Jugendliche schlagen gern zu mehreren auf einzelne Fahrgäste in U-Bahnen oder UBahnhöfen ein, und sie geben dann auch tatsächlich als Erklärung an, daß sie Lust auf Gewaltausübung gehabt hätten. Aufschlußreich ist dabei, daß die Ursachen für den Überfall auf
das Opfer aus nichtigen Gründen erfolgt, erzwungen von dem Bösen in den Tätern. Erschreckend ist die Grausamkeit gegenüber den Opfern, die – schon am Boden liegend – mit
zahlreichren schweren Tritten an Kopf und Körper schwerstens verletzt werden.
Wenn Menschen in einen solchen emotionalen Zustand geraten sind, so stellen sie eigentlich keine Menschen mehr dar, sondern sie denken, fühlen und handeln wie eine triassische
Raubechse.
Erschreckend ist auch, daß vielleicht die meisten Menschen die Veranlagung dazu haben, in
den emotionalen Rauschzustand einer triassischen Raubechse zu kommen, entweder als
- grausamer Schläger oder
- cleverer Geschäftsmann, der Familien in Not und Verzweiflung stürzt oder große Bestände an Tieren, und Pflanzen vernichtet.
Man stelle sich den Homo erectus vor ... (s.o.), oder man stelle sich eine triassische Raubechse auf Beutejagd vor …
4. Eltern prügeln über Monate ihre eigenen kleinen Kinder zu Tode und/oder lassen sie verhungern.
Es kommt tatsächlich öfter vor, daß Kinder von ihren eigenen Eltern schwer und langdauernd
mißhandelt werden bis hin zur Todesfolge, oder daß Eltern ihre eigenen Kinder oder Pflegekinder verhungern lassen oder beides.
Inwieweit das ein Relikt der Urzeit oder eher ein Zeichen geistiger Verwahrlosung ist, muß
geklärt werden. Kindesaussetzung war beim Menschen im Altertum ein übliches Mittel, um
die Familie klein zu halten, also um überschüssige kleine Esser loszuwerden. Davon erzählen viele uralte hellenische Mythen, und praktiziert wurde das noch vor wenigen Jahrzehnten
u.a. in China und Indien.
Es gibt in Formen von Sagen und Märchen Urzeiterinnerungen, und auch unsere ältesten
Sagen sind nur wieder Auffrischungen viel älterer Sagen in der Urzeit. Viele Kinder, die später von Tieren großgezogen wurden, wurden zuvor von ihren Eltern ausgesetzt oder sie haben ihre Eltern durch Kriege ... verloren.
Daß Tiere Menschenkinder säugen und aufziehen, erzählte man sich nicht nur im Fall von
Romulus und Remus in Latium bei den 7 Hügeln, sondern auch von Engidu im Gebiet zwischen den Strömen.
Hat aber der Homo erectus auch „überschüssige“ Kinder ausgesetzt ?
Setzt ein Rudel Rehe, Hirsche, Wölfe ... seine Kinder aus ?
Gorillas, Schimpansen, Siamangs – setzen die ihre Kinder aus ?
Problem: Wenn Säugetiereltern ihre Kinder nicht aussetzen, warum sollten das dann die frühen Hominiden getan haben ?
Man muß eben beim menschlichen Verhalten unterscheiden u.a. zwischen dem, was auf
reine, direkte Triebsteuerung zurückgeht und dem, was durch Fehlfunktionen des Triebsystems in einer zivilisierten Massengesellschaft zurückgeht.
Stellen Sie sich nun vor, daß solche Rabeneltern in einer RWS als solche erkannt werden.
Es ist da doch naheliegend, daß diese so Ertappten in typisch menschlicher Weise „Rache
an der Gesellschaft“ nehmen und durch Sabotage ihre RWS vernichten, wobei sie wegen
der Genugtuung über den Tod der anderen ihren eigenen Tod gerne in Kauf nehmen.
Es ist unzweifelhaft, daß in Rudeln von Rehen, Hirschen oder Rindern eine höhere sittliche
Moral zu erkennen ist als in Familien von Menschen, wo die Eltern sittlich verkommen sind.
Aber besonders aus dem Familienleben der Affen kann man doch dieses Verhalten der Eltern in einer zerrütteten Familie entschlüsseln:
Bei vielen Affenarten, insbesondere bei Gorillas und Hanuman-Makaken – werden bei einer
Machtübernahme durch einen neuen „Pascha“ im Harem die Babys des Vorgängers getötet
und die trächtigen Weibchen malträtiert, damit sie ihre Föten verlieren.
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Man kann aber kaum den Fall beobachten, daß eine Affenmutter ihr eigenes Baby vernachlässigt oder gar tötet. Genau das kommt aber oft bei den Menschen vor, und besonders
dann, wenn der Mann die Frau verlassen hat und die Frau aus Rache am Mann sein Kind
tötet.
Man kann also feststellen, daß verluderte Menschen zu Gedanken, Gefühlen und Handlungen kommen, die sich nicht durch die Herkunft des Menschen aus dem Tierreich erklären
lassen, sondern nur durch eine psychische Zerrüttung.
Die Tatsache, daß viele solcher Problemfamilien von Jugendämtern über Jahre betreut werden und diese Familien kein übles Urteil erhalten, beweist, daß eine psychische Zerrüttung
die Betroffenen nicht daran hindert, sich normal und kinderfreundlich zu stellen und die Umwelt täuschen. Das deckt sich damit, daß viele Kindermörder sozial unauffällig leben und als
freundliche Nachbarn gelten.
5. Kinder quälen ein bestimmtes anderes Kind immer wieder und machen ihm das Leben zur
Hölle.
Kinder untereinander können sehr grausam sein, auch gegenüber Tieren. Oft ist es so, daß
sich eine Gruppe von Kindern ein kleines Kind vornimmt und dieses immer wieder schlägt,
und dabei drohen sie ihm an, es noch sehr viel schlimmer zu mißhandeln, wenn es zu Hause
oder in der Schule etwas davon sagt.
Es kommen auch unsägliche Grausamkeiten von kleinen Kindern gegenüber Tieren vor, z.B.
bei den Tieren ihres Aquariums.
Was geht in einem Kind vor, das andere, kleinere Kinder terrorisiert oder Tiere quält ?
Bei Kindern liegt die triebhaft-emotionale Steuerung sehr viel näher. Kinder fühlen unmittelbarer als Erwachsene. Kinder quälen aus Lustgewinn, aus Freude an der eigenen Macht und
der Hilflosigkeit der Opfer.
Die Herausbildung von Trieben und Gefühlen folgt zu großen Teilen der genetischen Veranlagung und unterliegt damit einer Statistik. Es gibt Kinder, die von Natur aus eher lieb und
friedfertig sind, und es gibt Kinder, die von Natur eher bösartig und zänkisch sind.
Die statistische Verteilung der Art und Intensität des Bösen bei den einzelnen Kindern in der
Gesamtbevölkerung folgt wie üblich der Gaußschen Glockenkurve.
Dazu kommt: Triebe und Gefühle von Kindern sind altersbedingt unterschiedlich.
Alle Kinder haben schon das Gute und Böse in sich, aber je nach Alter und statistischer Verteilung der Erbanlagen mehr oder weniger, und dann gibt es die Extreme.
Es ist die Frage der Domestifikation und Intelligenz einer Gesellschaft, wie viele ihrer Kinder
sie dennoch zu gutartigen Bürgern heranbilden kann, die das Böse in sich zwar aufsteigen
fühlen, aber rational unterdrücken können.
Je sittlich unfähiger oder verlogener eine Gesellschaft ist, um so weniger kann sie auch ihre
Kinder zu Bürgern erziehen, die trotz der Veranlagung zum Bösen in sich die geistige Kraft
haben, das Gute zu tun.
6. Malträtieren von Kindern in Heimen und von alten Leuten in Altenheimen
Kinder haben in Kinderheimen oftmals Entsetzliches durchgemacht, und alte Menschen machen Entsetzliches in Altenheimen durch, wobei in beiden Fällen oftmals Kirchen die Träger
der Heime sind.
Man organisiert das Leben der Kinder und Alten in Heimen so, daß den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleibt, was dort an Entsetzlichem geschieht.
Die Heime für Kinder oder Alte sind in Kommunen eingelagert - warum kümmern sich diese
nicht von sich aus darum, was in den Heimen vor sich geht ?
Was geht in einem Menschen vor, der die ihm Anbefohlenen quält, seien diese nun Kinder
oder alte Menschen ?
Was geht in einem Menschen vor, der die Augen davor verschließt, was Menschen an
Schlimmem mit ihren Anbefohlenen anstellen, seien diese nun Kinder oder alte Menschen ?
Man stelle sich den Homo erectus vor ...
Zumindest bei dem Phänomen der Vernachlässigung oder Terrorisierung der Alten in Heimen gibt es eine triebmäßige Steuerung von der Urzeit her, denn die alten Tiere ziehen sich
von alleine zum Sterben zurück, und bei Urzeitvölkern war es oft so, daß die Alten, wenn sie
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zu nichts mehr nütze waren, alleine in die Taiga ... hinausgingen, um dort zu sterben oder
von Raubtieren gerissen und gefressen zu werden.
7. Wirtshausstreit mit Todesfolge
Sitzen da einige Männer im Wirtshaus und lassen sich beim Kartenspielen mit Schnaps und
Bier abfüllen. Plötzlich bricht Streit aus, wegen einer anzüglichen Bemerkung, wegen des
Vorwurfs des Falschspiels, wegen eines schon länger zurückliegenden Streits ... – da zieht
ein Mann sein Messer und sticht seinen „Gegner“ nieder.
Was geht in einem betrunkenen Menschen vor, der so etwas macht ? Aus ihm spricht die
Urzeit, rein und unverfälscht durch Vernunft.
Man stelle sich den Homo erectus vor, wie er sein Territorium gegen andere Horden zu
schützen sucht, oder wie er sich innerhalb der eigenen Horde durchsetzen will. Da stand
Gewalt ganz oben an.
Stellen Sie sich eine RWS vor, in der Tausende von Menschen leben. Es ist gar nicht zu
verhindern, daß auch bei ihnen kriminelle Handlungen oder Untaten Betrunkener ... vorkommen werden. Wie lange wird es wohl dauern, bis ein wie auch immer Verblendeter die
anderen dadurch zu erpressen oder ihnen einfach zu drohen sucht, indem er mit der Sprengung der RWS droht ?
8. Amokläufer
Es kommt jedes Jahr vor, daß Menschen sich Waffen besorgen und dann in Gebäude eindringen und möglichst viele Menschen erschießen, oftmals solche, mit denen sie nie zu tun
hatten. Andere Amokläufer machen sich aber auch Listen von denen, die sie im Tode „mitnehmen“ wollen.
Das Wort Amoklauf suggeriert etwas Krankhaftes, ein krankhaftes Verhalten, aber das ist
falsch. Wenn man die Sagen und Märchen durchforstet, besonders die Heldensagen, so wird
man feststellen, daß der „Amokläufer“ in vielen Geschichten gerade der große Jäger, der
Held ist, der „die Welt rettet“. Ist nicht jeder Soldat, den man in den Krieg schickt und an ein
Maschinengewehr setzt, ein Amokläufer ? Der Soldat erschießt Hunderte auf Befehl, der
Amokläufer macht das gewissermaßen „auf eigene Rechnung“.
Der Amokläufer ist wieder der Urzeitjäger, der seinen eigenen Tod einkalkulierend, auf die
Jagd geht. Die Jagd ist ein in zivilisierten Gesellschaften tolerierter Atavismus. Die Gemeinschaft retten und sich dabei opfern – das ist Altruismus. So etwas macht den Helden aus.
In einer Massengesellschaft kann man den Amoklauf auch so deuten:
Die umgebende Teilgesellschaft möglichst schädigen, um die Massengesellschaft zu retten.
So etwas macht den selbst ernannten Helden aus.
Amokläufe verlaufen genau geplant, ebenso wie Völkermorde (Beispiele: In Amerika an den
Indianern und in der Nordosttürkei an den Armeniern mit jeweils Millionen Toten).
Die Täter wissen ganz genau, was sie tun: Sie gehen bewußt-geplant auf die Jagd.
In den Amokläufern ist der alte Jagdtrieb wieder ausgebrochen, wobei die Jagd nicht Tieren
gilt, sondern Menschen. Ein archaisch-atavistischer Trieb ist beim Amokläufer durchgebrochen, wobei die Jagdbeute Menschen sind.
Man kann sich das gut von der Urzeit der Menschheitsentwicklung her erklären. Man stelle
sich den Homo erectus vor im Kampf gegen seinesgleichen, Angehörige anderer Unterarten,
Großtiere ... Der erfolgreiche Jäger muß seinen eigenen Tod einkalkulieren.
Auch dieses Defizit in der Psyche des Menschen macht den Menschen ungeeignet dazu, in
RWS mit Tausenden von Menschen zu leben:
Stellen Sie sich eine RWS vor, in der Tausende von Menschen leben. Es ist gar nicht zu
verhindern, daß auch bei ihnen einmal einer Amok läuft. Wie lange wird es wohl dauern, bis
ein wie auch immer Verblendeter die anderen dadurch zu erpressen oder ihnen einfach zu
drohen sucht, indem er mit der Sprengung der RWS droht oder diese im Wahn und Rausch
seiner Triebe und Emotionen sofort durchführt ?
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9. Diebstahl mit Todesfolge oder geplanter Raubmord
Wie oft lesen wir, daß Diebe in Wohnungen und Häuser einbrechen, dort stehlen, dabei von
den dort Wohnenden überrascht werden und diese Bewohner töten oder entführen ?
Wie oft lesen wir, daß Menschen einen genau geplanten Raubmord durchführen ?
Was geht in einem Menschen vor, der in das Haus eines anderen Menschen eindringt und
den dort Wohnenden tötet, wenn er beim Diebstahl überrascht wird oder den Mord an diesem Menschen schon vorher geplant hat ?
Das ist ein großes Problem, denn es ist für Millionen Jahre in der Hominidenentwicklung so
gewesen, daß der Stärkere sich nimmt, was ihm als besitzenswert erscheint. In den Horden
galt der Despotismus: Dem Ranghöchsten gehört alles, und wenn er sich etwas von einem
anderen etwas nimmt, so nimmt er sich sowieso nur sein Eigentum. Sklaverei, Leibeigenschaft Jus Primae Noctae ... – alles das ist reine Urzeit.
Der Mensch fällt sehr leicht in die Denk- und Fühlensweise zurück, daß dem Stärkeren oder
„Klügeren“ (hier: = Gewissenloseren) die Welt gehört und daß er sich beim „Bruch“ nur das
nimmt, was ihm sowieso zusteht.
Und wenn der Besitzer kommt ? Dann wird er abgemurkst.
10. Mittels „cleverer“ Geschäftsmethoden werden Menschen, Familien, Völker … ins Unglück
gestoßen, aber das gilt auch für große Bestände von Tieren und Pflanzen. Es ist nicht so,
daß man als U-Bahn-Schläger oder Hooligan körperliche Gewalt gegen andere ausüben
muß, um Böses zu tun, sondern das funktioniert oft noch viel leichter und umfassender durch
„Geschäftstüchtigkeit“ oder Mißbrauch von Daten oder Paragraphen.
Gerhard Hauptmann hat in seinem Stück „Die Weber“ 1870 gezeigt, wie bei der ersten Industrialisierung die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher wurden, mit der Folge
der entsetzlichsten Not der Armen. Es sollte nie vergessen werden, daß die 96 Millionen getöteten Menschen, die die kommunistischen Revolutionen im 20. Jahrhundert in der Folge
gehabt haben sollen, vor diesem Hintergrund eines bestialischen Kapitalismus gesehen werden müssen.
In vielen Regionen Europas hat man die heimische Tier- und Pflanzenwelt dezimiert, viele
Tier- und Pflanzenarten ausgerottet. Hierzu hat die Bejagung beigetragen, aber auch die
Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Auch die Zerschneidung der Landschaft
durch Autobahnen oder Eisenbahntrassen raubt den Tieren ihren Lebensraum. Die Menschen müssen erst einmal die sittliche Stufe erreichen, um zu erkennen, daß sie dazu verpflichtet sind, eine Tier-Mensch-Parallelgesellschaft zu ermöglichen, in der nicht nur eine
reiche Tier- und Pflanzenwelt existiert, sondern wo auch die freie Wanderung und Ausbreitung von Tieren und Pflanzen möglich ist. Das erfordert sehr viele grüne Brücken oder Wildtunnel bei Autobahnen und Eisenbahntrassen, und eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachts
auf Autobahnen auf 110 km/h und Landstraßen auf 90 km/h.
Am gefährlichsten sind die gewissenlosen Geschäftemacher, die sich Großprojekte ersinnen,
um sich selber ungeheuer zu bereichern. Sie gaukeln den anderen Menschen die Errungenschaften und Vorteile von technischen Großprojekten vor und unterhalten in demokratischen
Staaten ihre Lobby, um durch Bestechung, Einschüchterung und Drohungen in der Politik die
Projekte erwünscht und marktreif zu machen.
11. Es gibt das Denunziantentum, das im entsprechenden Umfeld sehr wirksam ist, Über
andere Menschen werden böswillig Unwahrheiten verbreitet, die dort wuchern können, wo
das politische, wirtschaftliche und soziale Umfeld das begünstigt. Geeignetste Orte sind
Schule und Arbeitsplatz, aber auch im größeren Rahmen kann das sehr effektiv sein.
Mobbing hat oft als Grundlage Denunziantentum.
Das Denunzieren von Menschen kann nur dort Erfolg haben, wo das personale Umfeld
stimmt. Z.Z. der Hexenverfolgungen war das Denunziantentum sehr verbreitet, weil es viel
Geld einbringen konnte. Kannte man z.B. jemand, der reich war und den man nicht mochte,
so denunzierte man ihn als Hexe oder Zauberer. Nachdem man die Denunzierten getötet
hatte, gab es die Chance, daß man einen Teil ihres Vermögens erhalten konnte.
Das Denunziantentum gedeiht nur dort richtig, wo die Denunzierten wenig Chancen zur Gegenwehr haben und sie relativ schnell im Kerker oder Sarg verschwinden.
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Denunzianten können sich geschickt Unwissenheit oder Angst der Mitmenschen zunutze
machen.
12. Die größten Feinde der Demokratie sind Lobbyistentum und Fraktionszwang. Die Lobbyisten machen es oft völlig unmöglich, daß verantwortliche Politiker klar denken und vernünftig entscheiden können, weil sie bestochen worden sind, und das eigene Gewissen nützt den
Abgeordneten sowieso nichts, wenn bei Abstimmungen der Fraktionszwang gilt.
Wenn Politiker große Projekte befürworten, steht nach leidiger Erfahrung meistens Bestechung mit im Raum, und genau das bewirkt, daß Politiker so oft als engstirnig und betonköpfig erscheinen. Man hat ihnen so große Summen geboten, daß sie alle sittlichen Bedenken
weit von sich schieben. Das ist oftmals so endemisch, daß nur ein Wechsel der regierenden
Parteien eine wesentliche Abhilfe schaffen kann, jedenfalls solange, bis die Mitglieder der
neuen Regierung ebenfalls von Lobbyisten bestochen worden sind.
Fraktionszwang mag das Regieren viel einfacher machen, aber da ist die Gefahr, daß man
die Bestechung mit um so größeren Summen auf den Fraktionschef usw. konzentriert. Der
Fraktionszwang ist genau so gut zur Unterminierung bis Zerstörung der Demokratie geeignet
wie das Lobbyistentum.
13. Grausame Tötung von 2 Kindern
Eine Mutter von 2 Mädchen, das eine 8 Jahre, das andere 11 Jahre alt, kommt nach der
Nachtarbeit nach Hause und findet ihre beiden Kinder frühmorgens auf grausame Art erschlagen in der Wohnung auf. Die Justiz vermutet einen Onkel der Mädchen als Täter, der
die beiden Kinder aus Habgier getötet haben soll. Er soll auch der Mutter dieser beiden Kinder in Mordabsicht aufgelauert haben, um an das Erbe zu kommen.
Immer dann, wenn von Menschen ein besonders scheußliches Verbrechen verübt worden
ist. wird in der Presse die Frage hochgespielt, wie ein Mensch so etwas nur tun kann und
was er nur für ein Motiv haben könne. Diese regelmäßig gestellte Frage wird aus scheinheiligen Motiven heraus gestellt in der Absicht, sich selber als Frager rein zu waschen von dem
Anwurf, daß man selber als Mensch ebenfalls das Böse in sich hat und zu derselben Tat
fähig wäre.
Es ist gleichgültig, welcher Mensch das getan hat, denn ein solches Verbrechen trifft die
ganze Menschheit, weil es aussagt, daß der Mensch ungeeignet dazu ist, in einer Superzivilisation zu leben, wo er über nahezu beliebig viel Macht verfügt.
14. Tötung eines 16-jährigen Mädchens durch ihren 21-jährigen Bekannten
Ein 16-jähriges Mädchen lernt beim Chatten im Internet einen 21-jährigen Mann kennen und
wenige Stunden später kommt sie zu ihm in die Wohnung, wo sie miteinander schlafen. Danach fordert das Mädchen den jungen Mann auf, sie zu ihrem Freund zu fahren.
In seiner Enttäuschung und Wut tötet der junge Mann das Mädchen mit zahlreichen Messerstichen in den Leib und Schlägen auf den Kopf.
Bei der Gerichtsverhandlung weint der junge Mann und entschuldigt sich bei den Hinterbliebenen mit den Wirten, daß er wegen des Verhaltens des Mädchens ausgerastet sei.
Diese Wortwahl ist sehr passend, aber sie zeigt auch, daß der Mensch von sich selber weiß,
daß er „ausrasten“ kann. Der junge Mann kam aus gutem Hause und hatte zuvor als völlig
unauffällig gegolten.
Wenn man ein solches Geschehen in eine Raumstation mit vielen Menschen überträgt, so
haben wir das Phänomen, daß beim Zusammenleben der vielen Menschen es immer wieder
vorkommen kann, daß ein Mensch „ausrastet“, d.h. daß er Handlungen begeht, die sich seiner vernünftigen Kontrolle entziehen, und das kann auch Sabotageakte umfassen mit dem
Ziel, die Raumstation unter Vakuum zu setzen.
Das bedeutet, daß der Mensch ungeeignet dazu ist, in einer Superzivilisation zu leben, wo er
über nahezu beliebig viel Macht verfügt.
15. Kindstötung durch die eigene Mutter
Allein in Deutschland werden im Jahr Dutzende von Babys direkt nach der Geburt von ihrer
eigenen Mutter getötet und damit ist das kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches
Phänomen, das vor allem dadurch verursacht wird, daß von der Gesellschaft die Lustquelle
Sexualität völlig entheiligt und dazu noch von dem Phänomen Fortpflanzung abgetrennt wird.
Vor allem Medien und Filmindustrie erzeugen in den Jugendlichen die Vorstellung, daß man
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„sexy“ sein muß, um „in“ zu sein, und dazu gehört, daß Jugendliche und junge Leute untereinander damit protzen, daß „sie mal so nebenbei gestern im Internet gesurft und sich wenige Stunden danach zu einer schnellen Nummer verabredet haben“. Kommt dann ein Kind
aus einer solchen Verbindung, haben oft weder Mutter noch Vater irgendein Interesse an
dem Baby. Obwohl es in vielen Städten Babyklappen gibt, zieht die Mutter es oft vor, das
Baby sofort zu töten. Man kann vermuten, daß eine Frau bei der Geburt unter einem so starken hormonellen Streß steht, daß ihre vernünftige Kontrolle stark beeinträchtigt wird, aber
auch das bedeutet wieder, daß der Mensch unfähig dazu ist, in einer Superzivilisation zu
leben, denn in der kann man es sich nicht leisten, daß die vernünftige Kontrolle so stark beeinträchtigt wird.
16. Erpressung im erweiterten Sinn
Raub, Totschlag und Mord müssen keineswegs direkt praktiziert werden, sondern die können auch im Auftrag durch Dritte erfolgen oder nur angedroht werden, um eigennützige Ziele
zu erreichen. Hier sind Entführungen sehr bekannt, aber auch Schutzgelderpressung besonders bei Gaststätten. Je mehr Macht sich in den Händen weniger Menschen konzentriert, um
so größer wird das Potential der Vernichtung. Wer mächtig und rücksichtslos genug ist, kann
ganze Volkswirtschaften als Geiseln nehmen, wie man das z.B. gesehen hat bei der Immobilienkrise 2008 und Finanzkrise 2010, die einzig und allein bewirkt und ausgelöst worden sind
durch das auf Eigennutz und Rücksichtslosigkeit gegründete Wirken von Bankern.
Die Immobilienkrise 2008 führte zu einer Bankenkrise und in der direkten Folge kam eine
Wirtschaftskrise mit Firmenzusammenbrüchen und Massenentlassungen, damit verbunden
der Verlust der wirtschaftlichen Grundlage für Millionen Familien, besonders in der Dritten
Welt, weil vielerorts die Preise für Lebensmittel enorm angestiegen waren.
Bei der von den USA ausgegangenen Immobilienkrise 2008 haben Banker in ungeheuren
Mengen Hypothekenkredite zu hohen Zinsen vergeben und dann diese Papiere verkauft,
woraufhin die neuen Besitzer der Papiere die Rückzahlung der Hypotheken von den Schuldnern einforderten, was diese fast nie vermochten. Die neuen Gläubiger setzten massenhaft
Zwangsversteigerungen von Immobilien durch, was zum rapiden Preisverfall auf dem Immobilenmarkt führte und zu einem enormen Anstieg der Wohnungslosigkeit in der Bevölkerung.
Die Finanzkrise 2010 wurde ausgelöst vor allem durch europäische Banker, die in ungeheurer Zahl Schuldpapiere von Staaten aufkauften, die wegen ihrer schwachen Wirtschaftslage
viel höhere Zinsen zahlen mußten als wirtschaftlich stabile Staaten. Die Banker hätten die
kaufmännische Sorgfaltspflicht gehabt, nachzuprüfen, wie hoch das Risiko des Totalverlustes dieser Staatspapiere war, aber weil sie nur auf ihren Bonus von jeweils Millionen Euro
schauten, kauften sie trotz der Risiken immer weiter Staatspapiere toxischer Staaten auf.
Griechenland z.B. häufte auf diese Wiese einen Schuldenberg von 365 Milliarden Euro auf,
von dem Anfang 2012 klar war, daß er von Griechenland niemals zurückgezahlt werden
konnte. Sicher hätten die Banker wegen des immer höheren Risikos die Staatspapiere toxischer Staaten nicht mehr aufkaufen dürfen, aber aus reiner Gier taten sie es dennoch und
veruntreuten damit die ihnen anvertrauten Finanzen. Weil nun viele hochrangige Politiker in
der Verwaltungs- und Aufsichtsräten der Banken saßen, kam es aber nicht zu einer strafrechtlichen Verfolgung der Täter. Beispiel: Man prüfe nach, welche Politiker von 2006 bis
2008 im Verwaltungsrat der Hypo Real Estate eine führende Position inne hatten. In dieser
Bank wurden über 100 Milliarden Euro an Steuergeldern versenkt.
Die Folgen der massenhaften Veruntreuungen durch die Banker mußten also die Steuerzahler als Gesamtheit tragen, was zu einem Kapitalismus geführt hat, für den gilt: Privatisierung
der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.
Vom 28. Januar bis zum 16. Februar 2012 gab es in Europa einen erheblichen Kälteeinbruch
mit 2-stelligen Minusgraden bei Nacht und auch am Tag. Am 18. Februar wurde gemeldet,
daß es in Deutschland beinahe zum Zusammenbruch der Stromversorgung gekommen wäre, und zwar nicht deshalb, weil nicht genug an elektrischem Strom zur Verfügung stand,
sondern weil er Gegenstand der Spekulation geworden war. Genau die Art von Spekulation,
die es schon seit vielen Jahren auf den internationalen Märkten bei Lebensmitteln gibt und
die zur Folge hat, daß viele Arme sich die Lebensmittel wegen der laufenden Preisanstiege
nicht mehr leisten können, wurde nun bei der Stromversorgung praktiziert.
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Macht und Komplexität der Banken verführen den Menschen, der mit Faustkeil. Speer und
Knochenmesser evolutionär „groß“ geworden ist, zum Machtmißbrauch. Die Gier ist immer
dabei und muß immer wieder bewußt zurückgedrängt werden, und das wird auf die Dauer für
die Menschen zu schwer.
Überall da, wo sich immer mehr Macht konzentriert, wird auch immer die Gefahr größer, daß
Menschen der in ihnen lauernden Gier nach Macht, Reichtum, Ansehen … erliegen.
Besonders das Internet birgt immer mehr Gefahren zum Machmißbrauch durch unkontrollierte Gier der Menschen, weil es weithin die unterschiedlichsten Menschen und Maschinen
vernetzt. Je mehr das weltweite Netz ausgebaut wird, je mehr Nutzer mit ihm verbunden
sind, je raffinierter und leistungsfähiger es wird, um so größer werden die Gefahren für den
Mißbrauch des Internets durch Menschen, die vom Bösen getrieben werden.
Der Machtmißbrauch liegt im Wesen des Menschen, und diese Macht in den Händen weniger Menschen nimmt auf dem Entwicklungsweg von der Technischen Zivilisation zu Superzivilisation laufend zu. Der Mensch ist aus rein psychischen Gründen nicht dazu geeignet, in
einer Superzivilisation zu leben.
17a. Einige männertypische Verbrechen
17b. Einige frauentypische Verbrechen
17c. Einige kindertypische Verbrechen
17a. Einige männertypische Verbrechen
Die Natur ist grausam. Die Fortpflanzung ist bei den Hominiden für Jahrmillionen so abgelaufen, daß die Männchen die Weibchen meistens gegen deren Willen zu ihren Bräuten erklärte
und sie zu den Müttern ihrer Kinder gemacht haben – und das hat vorzüglich funktioniert.
Das Selbstbestimmungsrecht der Mädchen und Frauen hat es in der Evolution der Hominiden nie gegeben – darauf war die Fortpflanzung der Hominiden aufgebaut.
Die Einehe ist bei den Hominiden erst spät aufgetreten, und zwar bei den Neandertalern,
oder Urmenschen und als Ergebnis davon gibt es heute die Einehe im ehemaligen Verbreitungsgebiet der Neandertaler.
Die Menschen hatten aber in ihrem ehemaligen Entstehungsgebiet Afrika eine andere Lebensform, und zwar die der Promiskuität und der Haremswirtschaft. Darauf ist die genetische
Veranlagung der Menschen ausgelegt, aber nicht auf die Einehe.
Die vielen Seitensprünge in abendländischen Ehen erklären sich also ganz einfach dadurch,
daß für die genetische Veranlagung des Menschen im Abendland die falsche Gesellschaftsform – die Einehe – vorherrscht.
Das führt zu den skurrilsten Erscheinungen, wie z.B. dem Besuch von Freudenhäusern
(Bordellen, Puffs, Swinger-Clubs …), wo das Zentrum der Begierde der Geschlechtsverkehr
mit einem fremden Sexualpartner ist.
Nun muß man sich einmal vorstellen, daß viele Mädchen und Frauen in Bordellen gefangen
gehalten und laufend vergewaltigt und sonstwie gequält werden, und das wissend gehen
dennoch viele Männer in Bordelle. Genau genommen müßte man alle diese „Kunden“ oder
„Freier“ von zur Prostitution gezwungenen Frauen schwer bestrafen.
In vielen moslemischen Staaten werden Mädchen schon im Alter von 12 Jahren zwangsverheiratet oder als Sex- und Haushaltssklavinnen mißbraucht, und dasselbe geschieht in allen
den Staaten, die eine sehr junge Bevölkerung haben, wie z.B. Südamerika. Vorstandsmitglieder von DAX-Unternehmen in Deutschland sehen wegen der zunehmenden Überalterung
der Gesellschaft in den europäischen Staaten und des sich abzeichnenden Mangels an Arbeitskräften ebendort voller Neid und Wehmut auf das hohe Potential an jungen „Arbeitskräften“, die in Südamerika, Kleinasien, Afghanistan … „ungenutzt“ herumlaufen. Das ist ein Beweis für die echte Unfähigkeit des Menschen, aus vollem Herzen allen Menschen Freiheit
und Selbstbestimmung zu gönnen. Jedermann im Westen weiß, daß die vorwiegend junge
Bevölkerung in einer Gesellschaft nur dadurch erreicht wird, daß man die Mädchen schon
mit 12 Jahren zu Sex und Kinderkriegen zwingt.
Die Natur ist grausam. Um eine gute Fortpflanzung zu erreichen, schreibt die Natur genau
das vor, was die jungen Mädchen erfahren und leiden müssen in Staaten, wo es einen hohen Anteil an jungen Menschen gibt.
97
Die künstlich-technische Herstellung der Babies außerhalb der Frau ist die einzige Möglichkeit, um die Mädchen dauerhaft vor diesem Schicksal zu bewahren.
Die Natur ist grausam. Männer müssen ihre Familie ernähren und oft funktioniert das dann
am besten, wenn sie anderen Männern und Familien deren Brot und Arbeit wegnehmen.
Männer begehen ungeheure Verbrechen, um sich einen Namen zu machen, Reichtum zu
erwerben, eine Familie zu gründen und ihren Nachwuchs zu ernähren. Zu den Folgen dieser
Verbrechen können dann Bankenkrisen, Wirtschaftskrisen, hohe Arbeitslosenzahlen, wirtschaftliche Ausbeutung, politische und soziale Entmündigung, Völkermorde, Niederbrennen
von Urwäldern, Leerfischen und Verdrecken der Ozeane gehören.
Die Männer sind so grausam wie die Natur, die sie erschuf.
Die Grausamkeit der Natur geht so weit, daß die Zeugungsfähigkeit von Nachkommen geradezu davon abhängt, daß die Männchen sich hinreichend herrisch gegenüber den Weibchen
gebärden. Je weichherziger, anständiger und liebevoller die Männchen gegenüber den
Weibchen sind, um so geringer ist ihre Fruchtbarkeit.
Bei so etwas zeigt sich das wahre bestialische Gesicht der Natur, auch bei der Entwicklung
der Hominiden und insbesondere der Menschen mit ihrer Veranlagung zum Bösen, und
wenn sich Menschen darüber erheben wollen, müssen sie einen entsprechenden Teil ihrer
natürlichen – menschlichen - Veranlagung und Identität aufgeben.
Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Mädchen und Frauen gehören nicht zur naturgegebenen Lebensrealität der Hominiden in der Vergangenheit und Gegenwart, Stellt sich
eine Gesellschaft gegen dieses Naturgesetz, muß sie willkürliche Maßnahmen ergreifen, um
die Fortpflanzung zu stützen, und dazu gehört die künstlich-technische Herstellung des
Nachwuchses.
Wenn man also wirklich das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen zusammen
mit ihrer vollständigen Gleichberechtigung in der Gesellschaft realisieren will, muß man auf
künstlich-technische Fortpflanzung übergehen.
17b. Einige frauentypische Verbrechen
Einige frauentypische Verbrechen gründen sich auf die Veranlagung der Frauen zur Promiskuität, die schon im Altertum bekannt gewesen ist. Es hat schon seinen tieferen Sinn, wenn
die Odyssee die eheliche Treue der Penelope so lobt – die war bei Frauen gar nicht so oft
anzutreffen. Beschneidung und Unterdrückung der Mädchen hatte und hat den Zweck, Mädchen und Frauen als Sex- und Fortpflanzungsmaschinen durch die Männer zu verwenden
und sie gleichzeitig daran zu hindern, selber als Lustsubjekte ihrer eigenen Promiskuität zu
folgen.
Eitelkeit und Gefallsucht der Mädchen und Frauen sind so stark entwickelt, daß sie sich oft
darin versuchen, bereits bestehende Ehen zu zerstören. Sie empfinden es dabei nicht als
Schande und Niederträchtigkeit, daß durch ihre sexuellen Avancen gegenüber einem verheirateten Mann mit Kindern dessen Kinder oftmals ihr Zuhause verlieren, denn im Rausch und
Wahn ihres sexuellen Angriffs haben sie weder Mitleid mit der Ehefrau noch mit deren Kindern. Haben sie die Ehe zerstört, fühlen sie sich als begehrenswerte Frauen bestätigt und
spucken auf die „Bälger“, denen sie Familie und Zuhause genommen haben.
Angetrieben von diesem sexuellen perversen Irrsinn ist es den Frauen völlig gleichgültig, ob
sie dabei z.B. drei kleinen Kindern Eltern und Zuhause nehmen. Haben sie die ehemals intakte Familie zerstört, fühlen sie sich als unwiderstehliche Siegerinnen.
Es ist erschreckend, mit welcher Zielstrebigkeit und Häufigkeit besonders junge Frauen intakte Ehen mit Kindern zerstören.
Eine Spezialität von Frauen ist Erbschleicherei – der Name Rabenmutter kommt nicht umsonst. Eine Frau nistet sich bei einem Mann ein und drängt seine eigenen Kinder aus dem
Haus, und ihn bringt sie allmählich und möglichst unauffällig um, wobei sie alles so deichselt,
daß sie Alleinerbin wird.
Ein solches Verhalten hat starke genetische Prägung, allerdings auch mit Abirrungen.
Wenn in einer Horde von Hanuman-Makaken das ranghöchste Männchen entmachtet wird,
versucht sein Nachfolger, die schwangeren Weibchen durch Terror dazu zu bringen, daß sie
ihr ungeborenes Kind verlieren, wodurch sie eher dazu in der Lage sind, von ihm selber als
Ranghöchstem geschwängert zu werden.
98
Eine gewöhnliche Erbschleicherin will aber von dem Mann kein Kind, sondern sie will nur
sein Geld und ihn unter die Erde bringen. Für sie ist das nur ein technisches Verfahren, um
zu Geld zu kommen.
Die Frauen sind so grausam, wie die Natur, die sie erschuf. Prostitution oder Promiskuität
ohne Verhütung fördert die Fruchtbarkeit einer Hominidengruppe, wenn man voraussetzt,
daß der Nachwuchs bei der Gruppe Unterstützung findet.
Von Frauen geht Gewalt dann aus, wenn das möglich ist, also gegenüber alten, kranken,
hilflosen … Menschen und gegenüber Kindern und Tieren.
Das ist auch bei Männern der Fall, aber wegen ihrer körperlichen Überlegenheit gegenüber
Frauen tritt da noch die Gewalt gegenüber Frauen hinzu.
17c. Einige kindertypische Verbrechen
Einige kindertypische Verbrechen gründen sich auf Veranlagung der Menschen schon im
frühen Kindesalter zum Bösen, was dann zum Ausbruch kommt, wenn geeignete Opfer da
sind, also z.B.
- jüngere und schwächere Geschwister oder
- hilflose Tiere.
Die in der Psyche des Menschen fest verankerte Grausamkeit kommt erst dann voll zum
Durchbruch, wenn ein hilfloses Opfer vorhanden ist. Dann können auch Kinder eine erschreckende Grausamkeit zeigen.
18. Tierquälereien, Auslöschung von Tier- und Pflanzenarten
Menschen quälen aus Gewissenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit, wegen Geschäftemacherei
oder auch nur zum Spaß Menschen und Tiere.
Menschen mißbrauchen ihre Macht gegenüber Menschen und Tieren.
Menschen töten aus Gewissenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit, wegen Geschäftemacherei
oder auch nur zum Spaß Menschen und Tiere.
Menschen morden Völker, wie das u.a. den nordamerikanischen Indianern widerfahren ist,
und Menschen vernichten große Bestände an Tieren und Pflanzen oder rotten Tier- und
Pflanzenarten aus.
Gegen die Bestie im Menschen, gegen das Böse im Menschen ist hinreichend Widerstrand
zu leisten, nicht nur bei den Verbrechen von Menschen gegenüber Menschen, sondern auch
bei den Verbrechen der Menschen gegenüber Tieren.
Gebüsch, Bäume, Wald und Wiese sind Lebensraum und Wohnungen der Tiere, ebenso
Bäche und Flüsse. Allgemein sind Landflächen, Meere und Luftraum auch Lebensraum der
Tiere. Wegen der tödlichen Verfolgung durch den Menschen sind viele Tierarten auf der Erde in den letzten 25000 Jahren ausgelöscht worden, und die Vernichtung großer Tier- und
Pflanzenbestände sowie von Tier- und Pflanzenarten wird zu Gegenwart hin immer schneller. Eine Superzivilisation hat aber die Struktur und Eigenheiten eines Paradieses, in dem
eine möglichst reichhaltige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt unter dem Schutz von hinreichend hoch entwickelten Intelligenten Wesen (IW) in größtmöglicher Schönheit und Harmonie bei möglichst großer Dauer und Wirkung zusammenlebt. Solche Intelligenten Wesen
könnten Engel (bekannt aus der älteren SF-Literatur) sein oder auch Androiden (bekannt aus
der neuen SF-Literatur). Wegen des Bösen in der Psyche der Menschen sind Menschen
keine Engel und können somit auch nicht in einer Superzivilisation oder einem Paradies leben. Um aus der Menschheit eine Species von Engeln oder Androiden zu machen, müssen
die Menschen gründlich gentechnisch veredelt werden, d.h. die Veranlagung zum Bösen
muß durch genchirurgischen Eingriff aus dem Genom der Menschen entfernt werden.
Homo sapiens sapiens ist eine evolutionäre Sackgasse. An die Stelle des Menschen muß
der Homo sapiens novus treten, der durch eine hinreichende gentechnische Veredelung des
menschlichen Genoms vom Menschen aus dem Menschen erschaffen werden muß.
Homo sapiens novus – ein Engel oder Androide – vermag in einem Paradies oder in einer
Superzivilisation zu leben und ihm steht der Weg in den Weltraum offen, weil er beim Besuch
anderer Sonnensysteme nicht die aufgefundenen Welten zerstören wird.
99
Verbrechen der Menschen gegenüber Tieren
Beispiel 1
Im Jahre 1979 gab es ein Unglück mit einer Bohrinsel im Golf von Mexiko, das zu einem
Blow-out führte. Für 9 Monate strömten große Mengen an Erdöl und Erdgas ins Meer,
obwohl man alles das zum Versiegen des Lecks am Meeresbogen versuchte, was auch bei
der 2. Erdölkatastrophe für Monate fehlgeschlagen hat: mit Schlamm, Zement und schwerem
Material verschließen, Kappe aufsetzen, Entlastungsbohrung ...
Die 2. Erdölkatastrophe im Golf von Mexiko begann mit der Explosion der Ölbohrplattform
Deepwater Horizon am 20. April 2010, und knapp 3 Monate später konnte sie provisorisch
gestopft werden. Warum dauerte das Monate ? Weil die Erdölindustrie sich die Politiker kaufte, die eigentlich dafür hätten sorgen sollen, daß man die Lehren aus einem Blow-out zieht.
Die Erdöl-Lobby korrumpierte die Regierungen.
Können wir überhaupt erwarten, daß die Erdölindustrie zu einer moralisch vertretbaren
Selbstkontrolle fähig ist ?
Bei der durch hochbezahlte Banker ausgelösten Finanzkrise ab August 2008 deckte man
auf, daß in den Verwaltungsräten der Banken Politiker aller Farben saßen, die nach eigenem
Bekunden nicht die geringste Ahnung vom Bankwesen hatten. Ganz offensichtlich ist es so,
daß der Bürger den „Eliten“ viel zuviel Vertrauen in ihre sittlich-ethischen Fähigkeiten entgegenbringt.
Es ist eine Kontrolle der Erdölindustrie notwendig, aber diese funktioniert gewiß nicht dadurch, daß man Politiker in die Verwaltungsräte ... der Erdöl-Konzerne einsetzt. Es sind Gesetze zu erlassen, die der Erdölindustrie vorschreiben, wie sie verantwortlich ihre Arbeit
macht, und das gilt auch für die Banken.
Von der 2. Erdölkatastrophe im Golf von Mexiko aufgeschreckt forderten EU-Behörden bei
den Erdölfirmen, die in der Nordsee vor der Haustür der EU Bohrplattformen für die Erdölförderung betreiben, die Darlegung von Notfallplänen an, falls so etwas auch in der Nordsee
geschehen sollte.
Vollmundig erklärte ein Sprecher der Erdölindustrie, daß Hilfsschiffe für den Katastrophenfall
bereitstehen und daß man jederzeit Entlastungsbohrungen vornehmen könnte.
Genau das hatten auch vor der Explosion der Erdölplattform im Golf von Mexiko am 20. April
2010 Lobbyisten und Sprecher der Erdölindustrie in den USA behauptet.
Was wird wirklich sein, falls in der Nordsee eine solche Katastrophe geschieht ?
Binnen 3 Monaten – vom 20.4. bis 18.7.2010 - wurden 700000 m3 Erdöl (dazu auch noch
Erdgas) im Golf von Mexiko freigesetzt, und die Verschmutzung von Meer und Stränden mit
dem entsprechenden Leiden und Massensterben unter den Tieren konnte man in den Medien verfolgen.
Nun ist der Golf von Mexiko weit vom Gebiet der EU entfernt, aber dankenswerterweise haben Sprecher der europäischen Erdölindustrie, verantwortlich für Bohrungen in der Nordsee,
in Hinblick auf die Tiefseebohrungen in den kontinentalen Randgebieten der EU folgendes
gesagt:
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
- „Die Verpflichtung der Erdölindustrie ist die Beschaffung der riesigen Erdölmengen.“
Das läßt sich für eine Diskussion verwenden:
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Vor der Explosion der Tiefsee-Bohrinsel Deepwater Horizon am 20.4.2010 hatte die ErdölLobby eine Kampagne durchgeführt, um zu erreichen, daß die Sicherheitsstandards abgesenkt werden.
Dieses Risiko, das sich aus der Dummdreistigkeit der Lobbyisten ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Nach der Explosion der Bohrinsel kam scheibchenweise heraus, daß man noch nicht einmal
die abgesenkten Sicherheitsstandards befolgt hatte.
Dieses Risiko, das sich aus der Verantwortungslosigkeit und Faulheit der Manager ergibt,
muß man keinesfalls eingehen.
100
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Nachprüfungen zeigten, daß die US-Behörden – wird das bei EU-Behörden anders sein ? –
den Erdölfirmen gegenüber sehr lässig waren. Die Behörden glaubten den Erdölfirmen alles
und erließen ihnen sogar noch vom Gesetz geforderte Sicherheitsauflagen.
Dieses Risiko, das sich aus der Dummdreistigkeit der Lobbyisten ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Ganz aufschlußreich und menschlich interessant war, wie sich zu Anfang die Chefs der 3
Firmen, die bei der Deepwater Horizon federführend waren, den Unfall als unvorhersehbar
bezeichneten, sich gegenseitig Fehler vorwarfen und sich selber von aller Schuld freisprachen,
Dieses Risiko, das sich aus der Dummdreistigkeit und Unfähigkeit der Firmenchefs und
obersten Manager ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Bei Anhörungen von Managern der betreffenden Erdölfirma sagten diese, daß ja nur kleine
Leute in diesen Küstenregionen wohnen und von der Erdölverseuchung betroffen sind.
Dieses Risiko, das sich aus der Verachtung der kleinen Leute durch die Firmenbosse ergibt,
muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Für 3 Monate zeigte sich die betreffende Erdölfirma als völlig unfähig, das Bohrloch zu verschließen.
Dieses Risiko, das sich aus dem Mangel an Vorhersicht und Vorausplanung bei möglichen
Unfällen ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Noch wenige Tage nach der Explosion der Bohrinsel sagten Sprecher der Erdölfirma, daß
am Meeresboden, bei der entsprechenden Bohrstelle, kein Erdöl austritt. Als dann Erdölfilme
und Teerbrocken gefunden wurden, die von dieser Quelle herrühren mußten, gab die Erdölfirma zu, daß aus dem defekten Rohr am Seeboden in 1600 m Tiefe pro Tag um 800 m3
Erdöl und Erdgas ausströmen. Wissenschaftler wiesen aber durch Auswertung der Bilder an
der Austrittsstelle nach, daß pro Tag um 15 bis 20 mal soviel Erdöl und Erdgas austreten.
Dieses Risiko, das sich aus der Ausstreuung falscher Daten durch Erdölfirmen bei Unglücksfällen ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Nachdem für Wochen Erdöl und Erdgas am Seeboden bei der Unglücksstelle ausgetreten
waren und die Verschmutzung von Meer und Stränden und Vernichtung der Tierwelt offensichtlich waren, vertrieben Helfershelfer der betreffenden Erdölfirma Beobachter, Ansässige
und vor allem Journalisten aus allen Gebieten, wo die Verschmutzung und Tiervernichtung
am besten zu dokumentieren war.
Dieses Risiko, das sich aus der Vertuschung der Schäden durch die Topmanager ergibt,
muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Die Erdölfirma ließ immer ausstreuen, daß sie für alle die von dem Unglück bewirkten Schäden bei Privatpersonen usw. eintreten werde, aber die Praxis war anders. Erstens wurden
viele Anträge auf Entschädigung überhaupt nicht beantwortet, und Zweitens waren die ausbezahlten Entschädigungen lächerlich gering, im Mittel um 3000 US$, bei tatsächlich erlittenen Schäden im Bereich von Hunderttausenden von US$. Viele kleine Leute überging man
bei den Entschädigungen sowieso, weil deren Anträge als unzureichend bezeichnet wurden.
Dieses Risiko, das sich aus Rücksichtslosigkeit, Verlogenheit, Gier und Verantwortungslosigkeit der Topmanager ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Nachdem man eine Kappe auf den Austrittsstutzen der Erdölleitung – das Erdöllager ist in
4000 m Tiefe – aufgesetzt hatte, wurden Aussickerungen von Erdöl in der Nähe des Lecks
am Meeresboden erkannt. Da erst erfuhr man aus den Medien, daß im Golf von Mexiko um
die 27000 Löcher im Meeresboden sind, die von früheren Bohrungen stammen und wo die
angebohrten Reservoirs sich erschöpft hatten. Hier klang an, daß man keineswegs alle diese
Löcher von früheren Bohrungen mit Schlamm und Zement abgedichtet hatte. Hier ist sofort
101
wieder die Frage zu stellen, wie das in der Nordsee gehandhabt wird. Werden dort die Löcher zu ehemaligen Reservoirs sauber verschlossen ?
Dieses Risiko, das sich aus verantwortungsloser und schludriger Arbeit ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Nachdem 1979 bei der 1. Erdölkatastrophe im Golf von Mexiko für 9 Monate riesige Mengen
an Erdöl und Erdgas ins Meer gelangt waren, korrumpierte die Erdölindustrie der Politiker,
still zu halten und keine schärferen Sicherheitsmaßnahmen zu fordern bzw. für ihre Durchsetzung zu sorgen.
Dieses Risiko, das sich aus verantwortungsloser Arbeit und ihre Deckung durch Korruption
der Regierungen ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
- „Mit allem, was wir tun, sind Risiken verbunden.“
Die 2. Erdölkatastrophe im Golf von Mexiko erregte deshalb soviel Aufsehen, weil der Kalte
Krieg vorbei war und das Unglück vor der Haustür der USA geschah. Wenn die Erdölfirmen
z.B. die Mündung des Niger verseuchen, regt sich darüber keiner auf. Die Erdölindustrie
kauft und korrumpiert die heimischen Politiker, und draußen in Europa oder USA erfährt das
sowieso kaum einer.
Dieses Risiko, das sich aus verantwortungsloser Arbeit und ihre Deckung durch Korruption
der Regierungen ergibt, muß man keinesfalls eingehen.
Überall, wo weil Geld im Spiel ist, kann man den irren Wahn der Menschen nachweisen.
Im Jahre 1979 gab es schon einmal ein Unglück mit einer Bohrinsel im Golf von Mexiko, das
zu einem Blow-out führte. Das gab ein Rauschen im Blätterwald der Presse.
Aber seit 1994 strömt in der Nordsee irgendwo vor der schottischen Küste aus einem Bohrloch viel Methan aus (auch ein Blow-out) bis heute, und weder die britische Regierung noch
die Erdölfirma, die die betreffende Bohrung durchgeführt hat, sehen sich veranlaßt, den Methan-Austritt zu stoppen. Das Methan strömt also jetzt seit vielen Jahren ungenutzt aus und
steigt in die Atmosphäre auf – trotz aller Umweltschutzgesetze.
Es ist interessant und aufschlußreich, daß sich die EU-Gremien, die sich um die Krümmung
einer Banane oder einen toten Fisch in einem Fluß intensiv kümmern, überhaupt nicht veranlaßt dazu sehen, die britische Regierung zum Verstopfen der Methangas-Quelle aufzufordern und vor allem nach anderen Stellen in der Nordsee zu fahnden, wo ebenfalls Methan
oder sogar Erdöl austritt.
Also, es rauschte im Blätterwald.
Je nun, warum haben die „investigativen“ Journalisten nicht darüber berichtet ?
Man sagt so gerne in den Staaten mit freiheitlich-demokratischer Rechtsordnung, daß die
freie Presse eine Kontrollfunktion hat.
Warum haben sich die „investigativen“ Journalisten der EU-Staaten mit freiheitlichdemokratischer Rechtsordnung nicht eher darum gekümmert, wie die Erdölindustrie in der
Nordsee arbeitet und ob sie dort nicht auch so herumschlampt wie im Golf von Mexiko ?
Warum haben sich die „investigativen“ Journalisten der EU-Staaten mit freiheitlichdemokratischer Rechtsordnung nicht eher darum gekümmert, ob die Erdölfirmen die Bohrlöcher sauber wieder verschließen, wenn ein Erdölfeld als erschöpft gilt ?
Warum haben sich die „investigativen“ Journalisten der EU-Staaten mit freiheitlichdemokratischer Rechtsordnung nicht eher darum gekümmert, wie die Banker, Verwaltungsräte, Manager … arbeiten ?
Als Erklärung haben wir da zuerst einmal die starke Konzentrierung der Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen … in den Händen von wenigen Oligarchen.
Ferner haben Banken und Erdölindustrie viel Geld, und wer vorzeitig kritisch über sie berichtet, muß bei seiner persönlichen Karriere Abstriche machen.
Siehe ferner die Darlegungen zu Medienkratie und Fraktionszwang mit der Gefahr der Aushöhlung der freiheitlichen Demokratie in Kap. 13.
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
102
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 2:
Die Erdölindustrie besitzt eine Schlüsselrolle, sie bezahlt gut und die in ihr Arbeitenden zählen sich sicher zu den Eliten, wie auch die Banker das tun.
In der Tat haben die von der Gier und Verantwortungslosigkeit der Banker ab August 2008
ausgelöste Banken- und Weltwirtschaftskrise und das Unglück der Bohrinsel Deepwater Horizon vieles gemeinsam.
Beiden Vorfällen ist die Geldgier, Unverschämtheit, Arroganz und die nach dem Unglücksfall
offenbarte völlige Unfähigkeit und Hilflosigkeit gleich, was dahin führte, daß
- bei der Bankenkrise die Steuerzahler für die Spekulationsidiotie der hochbezahlten Banker
aufkommen mußten und
- bei der Erdölkatastrophe das Leck am Meeresböden in 1600 m für 3 Monate nicht abgedichtet werden konnte, weshalb Milliarden von Tieren einen erbärmlichen Tod sterben mußten und viele Menschen große wirtschaftliche Schäden erlitten.
Genauso kaltschnäuzig und rücksichtslos, gewissenlos und unverschämt wie die Banker
zeigten sich die Vorstände der betreffenden Erdölfirma.
Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise waren besonders für die kleinen Leute sehr
schlimm, also für die Leute, die garantiert keine Mitschuld an ihr trugen. Viele Menschen in
den Industrieländern verloren ihren Arbeitsplatz, und in den Entwicklungsländern brachen
schlimme Hungersnöte aus. Ganz sicher hat das die Banker nicht gestört, nicht nur das,
sondern sie versuchten vor Gericht noch Zusatzzahlungen einzuklagen, die man ihnen wegen ihrer eklatanten Unfähigkeit vorenthalten wollte.
Die Hilfszahlungen in Höhe von vielen Hundert Milliarden Euro für die Banken haben Geld
verschlungen, das nicht nur den kleinen Leuten, sondern auch den Tieren und Pflanzen zugestanden hätte, denn auch sie sind Bürger ihrer jeweiligen Heimatländer.
Wegen der fast unendlich vielen Vergehen bis schwersten Kapitalverbrechen der Menschen
an der Tier- und Pflanzenwelt – die in ihrer Anzahl und Ausdehnung zur Gegenwart hin immer mehr zunehmen durch Abbrennen der Urwälder, massenhaftes Vordringen der Menschen durch Siedlungen, Landwirtschaft, Industriekomplexe … in weite Gebiete der von Tieren bewohnten Landgebiete, Leerfischen, Verdrecken und Vermüllen der Flüsse, Seen und
Ozeane … – ist es zwingend notwendig, die Menschen immer wieder an ihre eigene Rolle
bei der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt hinzuweisen.
Es ist eine „Straße der Tierrechte“ in jeder Stadt einzurichten, wo man in dieser Straße z.B.
eine Anzahl von Gedenktafeln errichtet an die vom Menschen
- ausgerotteten Tierarten wie Mammut, Moa, Ur, Dronte, Quagga, Amerikanische
Wandertaube …,
- leergefischten Ozeane,
- mit Erdöl verseuchten Meeresteile und Strände und durch Erdölschlamm massenhaft
getöteten Vögel und Meerestiere,
- in Labors grausam behandelten und irgendwann ebenso grausam getöteten Versuchstiere oder
- sonstwie mißhandelten, gequälten. mißbrauchten oder getöteten Tiere.
Das wäre etwa eine Via Dolorosa mit Dutzenden Stationen, wo man in diesem Fall nicht Leiden und Tod von Jesus Christus, sondern Leiden und Tod der Tier- und Pflanzenwelt durch
Grausamkeit und Vernichtungswut, „Geschäftstüchtigkeit“ und Machtbesessenheit der Menschen, also durch die Schuld des Menschen, anprangert und betrauert.
Die Buddha-gestützten Religionen fordern eine rücksichtsvolle und pflegliche Behandlung
der Tiere und Pflanzen durch die Menschen ein. Verstößt der Mensch dagegen, sammelt
sich schlechtes Karma und gemäß dem Dharma erschwert sich der Weg seiner Seele ins
Nirwana.
Die Thora-gestützten monotheistischen Religionen (jüdische, christliche und mohammedanische Religion) beinhalten als wesentliches Element in ihrem Kanon, daß gemäß der Genesis
der Thora nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen von Gott erschaffen
103
worden sind. Dann vernichtet also der Mensch beim Auslöschen von Tier- und Pflanzenarten
Werke Gottes, was sicher nicht zum Wohlgefallen Gottes geschieht und eine entsprechende
Gegenmaßnahme von ihm wahrscheinlich macht.
Es sind Gedenktage einzurichten für die Auslöschung von Tierarten durch den Menschen,
und in den Städten sind Straßen und Plätze herzurichten zum Gedenken an die Auslöschung
von Tierarten, Vernichtung großer Wälder, das Leerfischen und Verdrecken der Ozeane …
durch den Menschen.
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 3:
Es kommt ab und zu vor, daß bei Tiertransporten Tiere, die für den Schlachthof bestimmt
sind, ausreißen. Das kommt auch ab und zu bei Rindern vor, und im Sommer 2011 war das
eine Kuh, der man den Namen Yvonne gab. Sie war sehr geschickt darin, ihren Häschern zu
entgehen, und das über Monate. Wie bei dem zugewanderten Braunbären Bruno wollte nun
das zuständige Landratsamt die Kuh erschießen lassen, weil sie eine Gefahr für Autofahrer
sein könnte. Das zuständige Landratsamt gab also den Befehl zum Abschuß der Kuh.
In Fällen, wo es um „überflüssige“ oder „störende“ Hunde, Katzen … geht, schicken die zuständigen Landesämter nicht die Jäger, sondern die Amtstierärzte des angegliederten Veterinäramts. Damit ist ganz klar ersichtlich, was die leitenden Personen in den Landratsämtern
von den angegliederten Veterinärämtern und den darin tätigen Amtstierärzten erwarten.
Erst nach dem energischen Protest vieler Tierschützer sah sich das Landratsamt gezwungen, den Schießbefehl wieder zurückzunehmen. Die Kuh wurde dann auf einen Gnadenhof
bei Deggendorf gebracht.
Die sittlich-ethische Stufe, dem verfolgten Tier ein absolutes Lebensrecht einzuräumen, wurde also von den Verantwortlichen in diesem Landratsamt nicht aus eigener Leistung her erreicht. Es waren die Tierschützer, die bewirkten, daß der Schießbefehl aufgehoben wurde.
Ein Amtstierschützer in diesem Landratsamt hätte die Pflicht gehabt, als Ombudsmann für
das verfolgte Tier einzutreten, gestützt auf § 20a des Grundgesetzes.
Es ist ein Fehler der Priester und Pfarrer und allgemein der christlichen Kirchen und ihrer
Vertreter, daß sie Statuten des Christentums nur selektiv wahrnehmen.
Markus 16 (15) „Predigt das Evangelium aller Kreatur !“ ist ein deutlicher Auftrag – aber
wann machen das die Klerikalen ?
Gemessen an der menschlichen Natur hat das Christentum den großen Fehler, daß es nicht
deutlich und oft genug die Menschen zur Achtung vor ihren Mitgeschöpfen auffordert und
verpflichtet. Im Buddhismus ist das sehr viel deutlicher und besser ausgesprochen. Eine
Hinwendung zum Buddhismus käme dem Tier- und Pflanzenschutz in Europa sehr zustatten.
Es ist eine Schande der Klerikalen, daß sie sich nicht als Tierschützer verstehen – obwohl ja
angeblich die Klerikalen glauben, daß die Tiere Gottes Werk seien. Da kann man nur den
Klerikalen sagen: So geht man nicht mit dem Werk Gottes um !
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
104
Beispiel 4:
Autobahn Isental – Warum protestieren nur private Tierschützer und nicht auch Amtstierärzte
oder Priester und Pfarrer ?
Wer vertritt auf staatlicher Seite die Rechte der Tiere und Pflanzen ?
Das Durchsetzen des Baus der Isental-Autobahn zeigt wieder einmal, daß die staatspolitischen Interessen bestechender sind als die Lebensrechte von Wäldern, Rehen und Hasen.
Die reichen Banker haben nicht nur in den Industriestaaten die Wirtschaftskrise mit Millionen
neuen Arbeitslosen ausgelöst, sondern auch in den Entwicklungsländern eine Hungerkrise.
Gegenwärtig erleben wir, wie Griechenland und Irland die Gemeinschaft der EU-Staaten
durch die Gier der Regierenden bzw. der Banker finanziell schwer belasten, und es scheint
bei diesen Staaten nicht zu bleiben.
Beim Bau der Isental-Autobahn bezahlen Rehe und Hasen mit ihrem Freiland und Leben,
und bei der Bankenkrise bezahlen die kleinen Bürger der EU-Staaten für die Gier der hochbezahlten Wenigen.
Die Autobahn durch das Isental – ohne grüne Brücken und Wildtunnel – konnte gebaut werden, weil zu viele Menschen in entsprechenden Stellungen zu große Vorteile haben und zu
viele Menschen, die das eigentlich verhindern müßten, durch Gewährung von Vorteilen oder
aus Angst vor Nachteilen schweigen. In diesem Machtspiel unter Menschen bleiben die
Schwächsten – also die Tiere – auf der Strecke, weil sie sich nicht wehren können.
Es ist sehr schön, aber offensichtlich nicht sehr erfolgreich, daß private Gruppen sich für den
Tierschutz einsetzen. Es wäre viel erfolgreicher, wenn man sich für die Einrichtung von Tierschutzämtern einsetzen würde, die in Augenhöhe mit den anderen staatlichen Institutionen
verhandeln könnten.
Die privaten Tierschutzbestrebungen und -vereinigungen sind sehr zu loben, aber sie gaben
zu wenig Biß. Den Tierschutzämtern würden für Tierschutzprozesse die staatlichen Kassen
offen stehen – private Tierschutzgruppen müssen die Prozeßkosten alle selber tragen.
Wenn sich die privaten Tierschutzgruppen mit Macht für die Einsetzung der Institution der
Tierschutzämter einsetzen würden, könnte das im Falle des Erfolgs ziemlich schnell die Lösung vieler Probleme bringen.
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 5
Pro Jahr werden in Deutschland etwa 20 Millionen Ferkel kastriert, und das ohne Betäubung
und Versorgung der Wunden.
Tierschützer protestieren energisch dagegen - wann machen das auch Amtstierärzte ?
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 6
Eine Frau sucht verzweifelt für 3 Jungkatzen, die Bewegungsstörungen aufweisen (Ataxie)
ein sicheres und schönes Heim via Internet. Die Heimleiterin eines Katzenheimes erfährt
davon und läßt sich diese 3 Ataxie-Katzen bringen, wobei sie der ängstlichen Besitzerin der
3 Jungkatzen hoch und heilig versichert, daß diese Tiere ausreichend Platz und Liebe finden
werden. Gesagt, aber leider nicht getan, denn diese Heimleiterin verständigt eine Tierärztin
105
und 2 Amtstierärztinnen des zuständigen Landratsamts und diese 5 Frauen (die stellvertretende Tierheimleiterin war auch hinzugezogen worden) fangen die völlig verängstigten und
verstörten 3 Jungkatzen ein und töten sie – obwohl sie ihnen gar nicht gehören und ihrer
Besitzerin versprochen worden war, daß für ihre Tiere gut gesorgt wird.
Man muß sich nun plastisch vorstellen, wie die 3 Jungkatzen völlig verängstigt durch den
Raum taumeln und von den 5 Frauen verfolgt, erbarmungslos ergriffen und getötet werden.
Die Besitzerin der 3 Katzen beklagt sich natürlich bitter über die Tötung ihrer 3 Katzen im
Internet und wird deshalb von einer der beiden Amtstierärztinnen des zuständigen Veterinäramts angezeigt, u.a. deshalb, weil sie – sinngemäß – lebensunwertes Leben nicht sofort
ausgelöscht hat. Bei Tieren erregt das ja bei den meisten Menschen keine moralischen Bedenken und das Töten geht mit Hilfe der Todesspritzen einfach und schnell vonstatten.
Besagte Heimleiterin wollte dieses Katzenheim (Grundstück mit Haus), das inmitten einer
Ortschaft liegt, verkaufen und um Dutzende Kilometer entfernt aufs Land ziehen und dort ein
neues Katzenheim bauen, für Leute ohne Auto nur schwer erreichbar.
Der Katzenschutzverein, dem das Katzenheim gehört, hat dann schnell die Konsequenzen
gezogen und dem Vorstand die Grenzen aufgezeigt, so daß dieser freiwillig zurücktrat und
ein neuer Vorstand gewählt werden konnte.
Nach 10 Monaten erschien besagte Amtstierärztin des zuständigen Veterinäramts im selbigen Katzenheim, führte eine „Kontrolle“ durch, verhielt sich ätzend gegenüber der neuen
Heimleiterin und verfügte für dieses Katzenheim einen Aufnahmestopp für Katzen. Dabei war
sicher, daß sich seit dem Weggang des alten Vorstands nichts geändert hatte, aber der
stand in guter Beziehung zu derselben Amtstieräztin.
Waren Kontrolle und Aufnahmestopp für Katzen durch die Amtstierärztin ein Racheakt unter
Mißbrauch der Amtsgewalt ? Es mochte ein Racheakt gewesen oder nicht.
Sicher ist, daß ein Aufnahmestopp nur dann akzeptiert werden kann, wenn keine solchen
Zweifel bestehen, denn für viele Tiere ist es hart, wenn mitten im August in der Urlaubszeit,
wo viele Leute ihre Katzen abgeben wollen, keine Aufnahme erfolgen kann.
Auch hier sieht man also wie in den vorherigen Beispielen, daß es in den Landratsämtern
jeweils ein Tierschutzamt geben muß, das man in solchen Fällen anrufen kann, um Gefahren, Not und Leid von Tieren abzuwehren.
Amtstierärzte haben einen sehr schlechten Ruf. Was man unter Amtstierärzten oft im Internet liest: Amtstierärzte und demzufolge auch ihre Auftraggeber, die Landratsämter, haben
kein Interesse an einer humanen Tierbehandlung – sie wollen zu oft lebende Tiere entsorgen.
Die Tiere müssen in den Tierschutzämtern einen Ombudsmann haben, der direkt in den
Landratsämtern vertreten ist und dem der juristische Apparat zur Verfügung steht.
Die vernünftigen und verantwortungsbewußten Menschen müssen für die Tiere als Anwälte
fungieren, weil so viele Menschen durch den angeborenen Macchiavellismus (s.u.) sittlichethisch blind sind. Genau aus diesem Grund muß man – natürlich gegen den erbitterten Widerstand der Tierhasser – den Landratsämtern die Tierschutzämter angliedern, denen man
am besten den Schutz durch EU-Behörden gibt.
Landratsämtern schicken gerne
Jäger mit Gewehren oder
Veterinärärzte angegliederter Veterinärämter mit Todesspritzen
los, um „störende“ Tiere zu töten. Ein solches Verhalten der leitenden Personen in Landratsämtern ist aus buddhistischer Sicht heraus ein schweres Verbrechen und sollte unter Strafe
gestellt werden. Der Amtstierschützer hätte dann die Aufgabe, solche Verbrechen zu verhindern, was vermutlich nur durch übernationalen Beistand funktionieren kann.
Verstehen sich die Amtstierärzte als die Henker der Nation ?
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
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und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 7:
Wie in Alten- und Kinderheimen kommt auch in Tierheimen vieles an Fehlverhalten, Untaten
und Verbrechen vor, die polizeilich und strafrechtlich verfolgt werden müßten, aber dazu wäre ein Kontrollinstanz notwendig, die dazu auch sittlich-ethisch qualifiziert ist. Die Amtstierärzte der Veterinärämter sind zu solchen Kontrollen wegen ihrer verwerflichen Einstellung zu
Tieren allgemein und kommunal-gesellschaftlichen Zielsetzung überhaupt nicht geeignet.
Es bedarf der Amtstierschützer der kommunalen Tierschutzämter, um hier sittlich-ethisch
verantwortlich und sorgfältig die notwendigen Kontrollen durchzuführen.
In manchen Tierheimen werden pro Jahr öfters viele Dutzend Katzen eingeschläfert – ohne
Kontrolle von außen. Amtstierärzte interessiert so etwas überhaupt nicht, denn die Akteure in
solchen Tierheimen liegen ja ganz auch ihrer Linie: Offensichtlich haben diese Katzen „gestört“ und wurden darum „entsorgt“ (so der Jargon der Amtstierärzte).
Da gab es folgenden Vorfall in einem Tierheim:
Eine Kätzin brachte 3 Junge zur Welt mit leichten Anzeichen von Bewegungsstörungen (Ataxie), weshalb die Heimleiterin diese Katzen einschläfern lassen wollte. Eine Pflegerin stellte
sich dagegen und fragte bei einem Tierarzt nach, ob diese Jungtiere wirklich eingeschläfert
werden müßten, was dieser klar verneinte. Die Heimleiterin erfuhr von dieser Anfrage der
Pflegerin und kündigte ihr fristlos. Im darauffolgenden Kündigungsschutzprozeß wurde diese
Kündigung zu einer regulären Kündigung zum Quartalsende umgewandelt mit der Auflage
an das Tierheim, der Pflegerin entsprechend Gehalt nachzuzahlen und eine Abfindung dazu.
Die Hauptsache dabei ist, daß die Pflegerin ihr Ziel erreicht hat: Sire konnte die 3 Jungtiere
vor der Todesspritze der Heimleiterin retten und die bei einer Frau in Pflege geben, wo sie
sich prächtig entwickelten.
Aufschlußreich war, daß bei allen leitenden Personen dieses Tierheims kein Anzeichen von
Unrechtsbewußtsein anzutreffen war. Selbst auf einer Mitgliederversammlung waren weder
der 1. Vorsitzende des betreffenden Vereins noch ein sonstiges leitendes Mitglied noch der
Datenschutzbeauftragte dazu bereit, über diesen Vorfall zu sprechen.
Den Leuten waren die Schicksale dieser Pflegerin – sie war ja dann erst einmal arbeitslos
– und dieser 3 Jungkatzen völlig gleichgültig, und mit dieser Einstellung führen solche Leute
ein Tierheim.
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 8:
Bei den Gammelfleischskandalen 2010/2011 wurde offensichtlich, daß trotz hehrer Gesetzgebung im Tierschutzgesetz die zuständigen Amtstierärzte in ganovenhafter Kumpanei mit
den Gammelfleisch-Akteuren konspirativ zusammenarbeiteten, was wegen der Häufigkeit
solcher Fälle ein kennzeichnendes Licht auf die Amtstierärzte insgesamt wirft.
Wo werden Amtstierärzte sonst noch ganovenhaft und konspirativ mit Gesetzesbrechern
zusammenarbeiten ? Vielleicht in Labors, wo man mit Tieren Versuche anstellt ? Wer kontrolliert die Amtstierärzte darauf, daß sie die Tierversuche auch im Sinne des Tierschutzgesetzes kontrollieren ? Schließlich hat man ja auch bei den Gammelfleisch-Skandalen das
sehr mangelhafte Berufsethos von Amtstierärzten nachweisen können.
Es fehlt eine Kontrolle der Amtstierärzte, und die könnte sehr gut von Amtstierschützern in
Tierschutzämtern durchgeführt werden.
Die Vertreter und Würdenträger der monotheistischen Religionen sollen sich nicht darauf
beschränken, von Humanität, Nächstenliebe, Ehrung der Schöpfung oder Selbsterkenntnis
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durch Meditation zu schwafeln, sondern sie sollen sich auch um den praktischen Tierschutz
kümmern und genau dadurch das Werk des Schöpfers ehren. Es bedarf bei der Veranlagung
der Menschen der Institution der Tierschutzämter, die sich für die Lebensrechte der Tiere
und Pflanzen in Augenhöhe mit den anderen Institutionen der Staaten einsetzen können, um
Tiere und Pflanzen wirksam vor dem Menschen zu schützen.
Beispiel 9:
Die Bösartigkeit der Menschen untereinander ist schon sehr abstoßend, aber noch schlimmer ist die Bösartigkeit der Menschen gegenüber den Tieren, die meistens bedeutend hilfloser als Menschen sind.
Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit der Menschen untereinander sind schon sehr abstoßend, aber noch schlimmer sind Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit der Menschen gegenüber den Tieren, die meistens bedeutend hilfloser als Menschen sind.
Die Grausamkeit der Menschen untereinander ist schon sehr abstoßend, aber noch schlimmer ist die Grausamkeit der Menschen gegenüber den Tieren, die meistens bedeutend hilfloser als Menschen sind.
Die „Geschäftstüchtigkeit“ der Menschen untereinander ist schon sehr abstoßend, aber noch
schlimmer ist die „Geschäftstüchtigkeit“ der Menschen gegenüber den Tieren, die meistens
bedeutend hilfloser als Menschen sind.
Menschen fällen Bäume und roden Wälder, wobei es ihnen völlig gleichgültig ist, daß Bäume
und Büsche die regulären Wohnungen vieler Tiere sind, die in einer wirklich zivilisierten Gesellschaft denselben Anspruch auf Schutz und Sicherheit haben wie die der Menschen.
Menschen nehmen Eiere in ihre Wohnungen nach Lust und Laune auf und setzen sie irgendwann nach Lust und Laune wieder vor die Tür, vor allem in der Ferienzeit im Sommer,
wenn die Menschen in Urlaub fahren wollen und die Tiere „stören“, und das erleben in jedem
Jahr Hunderttausende von Tieren.
In den Großstädten der westlichen Welt wird mindestens jede 3. Ehe geschieden, was über
die Bindungsfähigkeit der Menschen viel aussagt. Auf dem Entwicklungsweg zu den Scheidungen der Ehepaare ist dann viel Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit, Geschäftstüchtigkeit
und Grausamkeit im Spiel, aber das bleibt dann eben unter Menschen, die dieselben Rechte
und Möglichkeiten haben. Beim Aussetzen der Tiere durch Menschen ist die Schurkerei viel
größer, weil die ausgesetzten Geschöpfe hilflos und schuldlos sind und meistens im Straßenverkehr überfahren werden oder so einfach verhungern.
Die stille oder lärmende Bösartigkeit der Menschen richtet sich nicht nur gegen das Eigentum anderer Menschen, sondern auch gegen Tiere wie bei der völlig sinnlosen und wütenden Zerstörung von Futterhäusern für Vögel, wie man das oft erleben muß.
Menschen macht es richtig Spaß, andere Menschen zu verletzen oder zu töten, und das erstreckt sich auch auf Tiere.
Menschen sind für das Leben in großen Weltraumstationen oder Raumschiffen – umgeben
vom tödlichen Vakuum des Weltraums – völlig ungeeignet, weil diese technischen Großsysteme gerade gegen Sabotageakte extrem anfällig sind.
Menschen sind für das Leben in einer Superzivilisation, die den Menschen die größten
Machtmittel zur Verfügung stellt, völlig ungeeignet,
Beispiel 10:
Eine Angestellte eines Tierheims meldet dem Amtstierarzt des zuständigen Landratsamts,
daß ein Landwirt seine Kühe im Dreck und Kot stehen läßt, der ihnen bis zum Bauch reicht.
Sie fordert den Amtstierarzt auf, dagegen vorzugehen.
Der Amtstierarzt: „ Was wollen Sie eigentlich, so können die Tiere doch nicht umfallen.“
Amtstierärzte sehen auf die Tiere nur aus der Sicht, ob sie den Menschen stören oder ihm
nützen. Die Vorstellung, daß Tiere ein eigenständiges Lebensrecht haben und in der Obhut
der Menschen auch ein Recht auf Fürsorge, ist den Amtstierärzten fremd.
Viele Amtstierärzte verwenden ganz selbstverständlich Sprachregelungen im Zusammenhang mit Tieren, die mit Sprachregelungen im Zusammenhang mit mißliebigen Menschen
des NS-Regimes in Deutschland von 1933 bis 1945 sehr verwandt sind.
108
Viele Amtstierärzte zeigen gegenüber Tieren eine erschreckende Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit, die noch verstärkt wird und sich auch darauf stützt, daß sie im vorauseilenden
Gehorsam gegenüber den kommunalen Institutionen erfolgt, die wollen, daß man ihnen alle
Probleme um Tiere vom Hals schafft.
Beispiel 11:
Pro Jahr werden in Tausenden von Fällen bei steigender Tendenz Eltern ihre Kinder weggenommen, weil nur auf diesem Wege die Kinder vor ihren eigenen Eltern geschützt werden
können. Dabei gibt es die beiden großen Kategorien, daß die Eltern aus wirtschaftlicher Not
heraus so handeln oder aus Bestialität.
Genau das findet man auch bei der Tierhaltung. Es ist abstrus, was Menschen mit ihren Tieren tun, wenn sie frei handeln dürfen.
Die Skandale um die Legehennenbatterien in Kleinkäfigen sind allgemein bekannt, aber das
hat seine Entsprechung auch bei der Haltung von anderen Tieren z.B. auf Bauernhöfen:
Bei der Ständehaltung von Pferden werden die Pferde in enge Pferche gestellt, die gerade
so eng sind, daß die Tiere darin aufrecht stehen können, ohne Licht und frische Luft, ohne
Bewegung, und dort müssen sie für Monate bleiben, bis sie z.B. herausgeführt werden, um
Karren für Festivitäten zu ziehen. Diese Ständehaltung ist zwar den Bauern usw. bei Neubauten verboten, aber bei Altbauten ist sie immer noch erlaubt.
Pferde, Kühe, Schweine, Hunde … werden oft entweder in engen Zwingern gehalten oder
auf verdreckten Böden im Freien, wo nichts mehr wächst, und das wird auch bei der größten
Kälte so gehandhabt.
Schafe leben auf Bergen von eigenem Mist, weil man die Ställe nicht säubert.
Allgemein kann man sagen, daß es eine sehr mangelhafte Aufsicht der Haltung von Tieren
durch Privatpersonen wie Bauern gibt, was seine Entsprechung hat bei der mangelhaften
Aufsicht von Problemfamilien, in denen die Kinder durch ihre eigenen Eltern gefährdet sind.
Bei Kindern hat sich das in den letzten Jahren, so etwa ab dem Jahr 2006 geändert wegen
der Zunahme von Tötungen von Kindern durch ihre eigenen Eltern, aber bei der Tierhaltung
ändert sich alles sehr viel langsamer.
Charakteristisch ist, daß Verbote von inhumaner Tierhaltung wie bei den Legehennenbatterien in Deutschland von Betrieben in Polen und Tschechien dazu benutzt wurden, um durch
die Verstärkung der inhumanen Tierhaltung im eigenen Land Wettbewerbsvorteile auf internationalen Märkten zu erhalten.
Zum Schutz der Tiere müssen die Eier gestempelt werden, so daß sich die Art und Weise
der Tierhaltung und das Legedatum erkennen läßt, aber wenn man in die Supermärkte geht,
sieht man, wie oft Eier völlig unleserliche Stempel tragen in einer Farbe, die z.B. auf braunen
Eierschalen kaum zu erkennen ist. Hier erkennt man, daß der Täuschung des Kunden Tür
und Tor geöffnet ist, und zwar vor allem deswegen, weil von den Behörden zu wenig Kontrollen durchgeführt werden.
Beispiel 12:
Wenn die Behörden wirklich einmal einem Menschen wegen Tierquälerei usw. sein Tier
weggenommen wird, so gilt dieses Verbot nur regional und für etwa 1 Jahr.
Dieser Mensch kann also entweder in eine andere Stadt ziehen und dort wieder ein Tier
schlecht halten, oder er wartet 1 Jahr ab und läßt die Zeit des Verbots zur Tierhaltung einfach verstreichen.
Weiterhin gilt: Halteverbote von Tieren – ausgesprochen durch die Behörden – werden nicht
von den Behörden überprüft. Genau genommen braucht sich also dieser Mensch gar nicht
um das Halteverbot von Tieren zu kümmern, weil doch nicht nachgeprüft wird.
Die Menschen müssen durch Dokumentationszentren, Gedenktage und Gedenkorte immer
wieder und gründlich darauf hingewiesen, daß sie von der Evolution her Eigenschaften haben, die in einer zivilisierten Welt als geistige Defekte einzustufen sind, und diese zeigen
sich laufend im Verhalten der Menschen untereinander und gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt in Form des Bösen, das vom Menschen ausgeht.
109
Beispiel 13:
Vor allem auf Bauernhöfen und in Zoogeschäften müßten verstärkt Kontrollen im Sinne des
Tierschutzes durchgeführt werden, aber wie früher bei den Kindern in Problemfamilien scheren sich die Behörden nicht darum, weil ihnen das Schicksal der Tiere völlig gleichgültig ist,
wie früher bei den Kindern in Problemfamilien.
Ferner gibt es die Regeln für die vorübergehende Tierhaltung, bei der die Tiere noch einmal
erheblich inhumaner gehalten werden dürfen, weil die Behörden sagen, daß diese Haltung ja
nur vorübergehend ist.
Mißhandlung der Tiere bis hin zur schweren Tierquälerei gibt es leider oft in Deutschland,
aber noch sehr viel mehr in den südlichen Ländern, wie das ja auch viele Touristen berichten, die aus dem Urlaub in Spanien, Italien, Griechenland … völlig verwahrloste und gequälte
Tiere mitbringen.
Mißhandlung der Tiere bis hin zur schweren Tierquälerei gibt es sehr oft in den östlichen
Ländern wie Polen und Tschechien, die nicht nur bei Legehennenbatterien, sondern auch bei
der Hundezucht eine große Grausamkeit zeigen. In Deutschland erfährt man nur davon,
wenn auf einer Autobahn ein ausländisches Fahrzeug von der Polizei angehalten wird und in
diesem auf engstem Raum in Schuhkartons Dutzende von ausgehungerten Welpen gefunden werden.
Beispiel 14:
In Deutschland gibt es zwar auch viel Tierquälerei, aber in südlichen Ländern ist diese oft der
Regelfall bei der Behandlung von Tieren. Wenn dann z.B. Italiener in Deutschland auf ebenso grausame Weise wie in ihrer eigenen Heimat Tiere halten, wird ihnen das von den Behörden in Deutschland oft gestattet. Dann heißt es: Das sind eben Sizilianer, und die haben die
sizilianische Tierhaltung.
Beispiel 15:
In den Jahren 2008 bis 2010 wurde in den Medien viel berichtet über die Gammelfleischskandale, bei denen viele Firmen darin aufflogen, daß sie vergammeltes Fleisch in
Massen aufkauften und als normales, eßbares Fleisch in den Handel brachten, entsprechend etikettiert. Etliche Politiker waren darüber so erzürnt, daß sie die sonst für sie übliche
schonende Behandlung der Behörden aufgaben und sie öffentlich tadelten, wo ihnen sogar
eine Mitschuld zugewiesen wurde wegen Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht. So sprachen Politiker von einer verwerflichen Kumpanei zwischen Tierhaltern und Amtstierärzten,
was zwar oft durch Bestechung der Amtstierärzte begründet war, aber auch durch Freundschaften, wo sich Bauern, Firmenbosse und Veterinärärzte zum Kartenspielen trafen.
Beispiel 16:
Es ist früher oft gewesen, daß die Jugendämter von Leuten über Problemfamilien informiert
worden sind, die z.B. ihre Nachbarn waren, und die Behörden unternahmen nichts. Ab 2005
mußten sich etliche Behördenvertreter vor der Justiz wegen Vernachlässigung ihrer Kontrollpflichten oder ihrer Arbeit allgemein verantworten, allerdings erst dann, wenn wieder einmal
ein Kleinkind totgeschlagen oder bei der Kontrolle einer Problemfamilie ein totes Kind in der
Tiefkühltruhe gefunden worden war. Bei der Tierhaltung wird dieses Versagen von Behörden
noch dadurch verstärkt, daß Umweltschutzamt, Zoologen, Veterinärärzte, Amtstierärzte …
auf einander verweisen und bei Meldungen über Tierquälereien letztlich aus reiner Faulheit
keiner aktiv wird. Z.B. wollen die Amtstierärzte … ihre Arbeit erst um 9 Uhr beginnen und
schon um 15 Uhr beenden. Sie wollen keine störenden Anrufe haben, es werden die Probleme von einer Behörde zur anderen verschoben, aus reiner Faulheit.
110
Beispiel 17:
Klar ist, daß berufsmäßige oder private Tierhaltung wird viel zu wenig überprüft, oft aus reiner Faulheit in den Behörden, genauso wie bei den Mißständen in Kinderheimen, Pflegefamilien, Problemfamilien oder Altenheimen, aber es gibt auch gesellschaftliche Vorgaben wie
bei der regionalen Mentalität (sizilianische Tierhaltung !) oder der direkten Gesetzgebung,
die da lautet: Eigentumsrecht geht vor dem Tierschutz. Diese Gesetzgebung führt nämlich
zusammen mit dem anthropozentrischen Hominismus dazu, Behördenvertreter, die sich tatsächlich für den Tierschutz einsetzen wollen und das auch tun, in größte Schwierigkeiten
geraten können.
Da möge ein Mensch seinen Hund total verwahrlosen lassen, ihn mißhandeln und das Tier
möge offensichtlich sehr krank sein, mit offenen Wunden am ganzen Körper. Wenn dann das
Nachbarn dem Landratsamt melden oder der Stadtverwaltung, mag wirklich einmal ein
Amtstierarzt Gnade walten lassen und nimmt diesem Menschen seinen Hund weg. Das Tier
wird im Tierheim aufgepäppelt, wird wieder gesund und wird zu einer guten Pflegefamilie
vermittelt, wo es ihm sehr gut geht, dann mag der Mensch, der diesen Hund so verwahrlosen
ließ, darauf pochen, daß Eigentumsrecht vor Tierschutz geht und er den Hund wiederhaben
will – und auch der Rechtslage nach bekommen muß.
Die Ursache für soviel Elend bei Kindern und Tieren liegt darin, daß die Parlamentarier, gefangen im psychopathischen anthropozentrischen Hominismus, eben solche Gesetze formulieren und verabschieden, die ein solches abscheuliches Geschehen erst ermöglichen. Landratsämter und Stadtverwaltungen wollen aus Faulheit oder hoministischem Beziehungswahn
nicht mit Problemen um Tiere behelligt werden, und das machen sie den Amtstierärzten sehr
deutlich, und die handeln dann entsprechend im vorauseilenden Gehorsam.
Landratsämter und Stadtverwaltungen sind aus hoministischem Dünkel heraus, der dem
Rassismus und Nationalismus wesensgleich ist, unfähig dazu, Tierrechte anzuerkennen. Alle
Büsche, Bäume, Wiesen, Bäche … sind Lebensraum und Wohnungen der Tiere, und die
müßten von tatsächlich vernünftigen Menschen genauso als Wohnungen anerkannt und geschützt werden wie die Wohnungen der Menschen.
Beispiel 18:
Im Jahr 2011 erfolgten in den nordafrikanischen Staaten Libyen und Ägypten gewaltsame
revolutionäre Umstürze, wo besonders in Libyen viel Blut floß.
Im Frühjahr 2012 gab es zuerst friedliche Demonstrationen gegen das Regime in Syrien,
wobei im Verlauf der Wochen ebenfalls immer mehr Gewalt angewendet wurde. Im Fernsehen konnte man in Europa in vielen Berichterstattungen verfolgen, mit wieviel Gewalt und
Grausamkeit die Soldaten des Regimes unter der Bevölkerung wüteten. Es ist immer wieder
erstaunlich, mit welcher Kreativität und mit welcher großer Anzahl von Methoden und Verfahren Menschen sich gegenseitig Schmerzen, Not, Leiden und Tod bereiten.
Interessant ist, daß die Journalisten kein Wort darüber verloren, wie z.B. die Beschießung
der Stadt Homs unter den in der Stadt lebenden Tieren an Leiden und Tod bewirkte: Selbst
im Angesicht der höchsten Not und Bedrohung, im größten Elend erweisen sich die Menschen noch als Hoministen, die in ihrem Mitgefühl völlig unfähig dazu sind, die Artgrenzen zu
überwinden. Genauso ist es mit Rassisten und Nationalisten, die dazu unfähig sind, die
Rechte der Menschen anderer Rasse bzw. Nation anzuerkennen.
Hoministen, Rassisten und Nationalisten sind erzkonservative Ewiggestrige, die völlig unfähig dazu sind, den Rahmen ihres kleinbürgerlichen Denkens zu sprengen.
Noch vor wenigen Jahrhunderten herrschten in den Staaten Europas Könige, Absolutherrscher, Diktatoren, die sich gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung genauso herrisch, unduldsam, gewaltsam und grausam gebärdeten wie Ghaddafi oder Assad – heute überschlagen
sich die Medien in den europäischen Staaten in ihren abfälligen Bemerkungen über die heutigen Diktatoren in Nordafrika oder auch in Simbabwe im Fall Mobutu.
Dann kann man annehmen, daß in einigen Jahrhunderten sich die Medien über die Behandlung der Tiere heute durch die Menschen genauso kritisch und verächtlich äußern werden.
Allerdings sollte man das nicht einfach abwarten, denn so lange darf man nicht warten, weil
sonst die Menschen die Tier- und Pflanzenwelt vernichtet haben, bevor eine höhere Einsicht
umgreifen kann. Man muß den Menschen, die zum vernichtenden Schlag gegen Tier- und
Pflanzenwelt ausgeholt haben, in den Arm fallen und sie an ihrem Mordwerk hindern.
111
Beispiel 19:
Stadtverwaltungen erweisen oft ihre sittliche Rückständigkeit und Unfähigkeit zum vernünftigen Denken durch rücksichtsloses Fällen von Bäumen und Beseitigen von Grünflächen im
Stadtgebiet, wie man nicht zuletzt bei Großprojekten bei Flughäfen, Verkehrswegen, Einkaufszentren und Industrieparks im Grünen besonders im Jahre 2011 erkennen konnte.
Es ist bisher noch typisch menschlich, daß man Verkehrswege wie Autobahnen und Eisenbahnlinien baut, ohne durch hinreichend viele und breite Wildtunnel oder grüne Brücken dafür zu sorgen, daß die weitere Wanderung der Tiere möglich ist.
Es ist bisher typisch menschlich, daß Stadt- und Kommunalverwaltungen nicht einsehen wollen, daß Bäume, Büsche, Wiesen, Bäche … nicht unbewohnte Räume sind, sondern die
regulären Wohnungen und Lebensräumen von Tieren darstellen, die gemäß dem ZivilisationLeben-Vertrag vom Menschen zu achten sind wie die Wohnungen von Menschen.
Menschen haben eine psychopathische Denk-, Gefühls- und Triebstruktur, weil sie sowohl
die Veranlagung zum vernünftigen Denken als auch zum Bösen in sich haben. Ein Mensch
verhält sich wie ein Tyrannus rex, der mit größtem Vergnügen jagt und frißt, und danach,
wenn er satt ist, auf Albert Schweitzer macht – bis er wieder hungrig ist und auf Jagd geht.
Menschen haben eine durch und durch bigotte Psyche – Menschen predigen Wasser und
trinken Wein. Menschen verlangen von dem, der sozial oder wirtschaftlich unter ihnen steht,
das sittlich hochstehende Verhalten oder die Opferbereitschaft, die sie selber nicht geben
wollen – bis ein noch Mächtigerer kommt und eben das von ihnen selber verlangt.
In Südamerika rodet man die Regenwälder und die EU protestiert dagegen, fördert aber
durch ihre Richtlinien für die Beigabe von Biodiesel im normalen Diesel genau diese Rodungen, obwohl die Urwälder von Indianern (und Tieren) bewohnt werden, die die eigentlichen
Besitzer und Herren des Landes sind.
In Nordamerika sind besonders auf dem Gebiet der heutigen USA seit 1492 die Indianer fast
ausgerottet worden – ein ähnliches Schicksal droht den Indianern in den verbliebenen Regenwäldern Südamerikas. Heute herrscht in den USA eine Kultur des Leugnens, Verdrängens und Vergessens bei Eroberung und Völkermord im Indianerland Amerika, und genau
das ist eine Ermutigung für die Staaten Südamerikas, sie sagen: Heute redet kein Mensch
mehr von Völkermord an den Indianern und der Massenschlächterei an den Büffeln, und
wenn wir die Regenwälder und die Indianer in Südamerika beseitigt haben, wird man auch
drüber bald nicht mehr reden.
Diese Raub- und Vernichtungsmentalität der Menschen untereinander setzt sich bei dem
Verhalten der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt fort.
Nach dem Bau der Eisenbahn wurden im 19. Jahrhundert binnen 20 Jahren fast alle Büffel
von den Immigranten abgeschlachtet, um die 30 Millionen Tiere, und das u.a. aus dem
Grund, um den Prärieindianern ihre Nahrungsgrundlage zu nehmen.
Mark Twain hat in seiner unvergleichlichen Art im Buch über Tom Sawyer und Huckleberry
Finn das Wesen des Rassismus dargestellt: Tom berichtet über die Begebenheiten seiner
Reise auf dem Dampfschiff und auch über eine Kesselexplosion. Die Zuhörer fragen entsetzt, ob Menschen zu Schaden gekommen sind. Tom sagt sinngemäß, daß kein Mensch
verletzt worden ist und nur Neger getötet worden sind.
Bei einer solchen Haltung gegenüber den Indianern im 19. Jahrhundert in den USA und heute in Südamerika wundert es nicht, daß man die Rechte der Indianer nicht anerkennt.
Der anthropozentrische Hominismus ist wesensgleich zum Rassismus, und so, wie man im
18. und 19. Jahrhundert gegenüber Negern dachte, denkt man heute immer noch gegenüber
Tieren – und Indianern, wenn diese wertvollen Besetz wie Regenwald und Bodenschätze
irgendwo in Amerika haben. Es fehlt nicht nur in Amerika, sondern auf der ganzen Erde die
Bereitschaft, Beraubung und Ermordung der Indianer seit 1492 aufzuarbeiten, den laufenden
Völkermord anzuerkennen, Wiedergutmachung zu leisten, Gedenktage für die Ermordung
der Indianer einzurichten … Ähnlich fehlt bei den Menschen die Bereitschaft, die Kapitalverbrechen der Auslöschung von Tierarten anzuerkennen wie von Quagga, Dronte, Stellersche
Seekuh, Amerikanischer Wandertaube …, für die man in den Städten der Menschen Dokumentationszentren einrichten sollte. Die bigotte Haltung der Menschen wird dadurch sehr
erleichtert, daß die Täter sich darauf verlassen können, daß sie nicht zur Rechenschaft für
ihre Kapitalverbrechen herangezogen werden.
112
Von Mark Twain bis zu Dr. Martin Luther King war es etwa ein Jahrhundert, aber wenn wir
von heute an noch ein Jahrhundert warten, bis die Menschen ihren anthropozentrischen
Hominismus so überwunden haben sollten wie heute den Rassismus, dann ist die Tierwelt
schon längst ausgerottet. Also haben wir – um die Tier- und Pflanzenwelt vor der Bestie
Mensch zu retten – nur die eine Möglichkeit, dieses weitere Kapitalverbrechen der Menschheit zu verhindern, indem wir möglichst schnell mit der gentechnischen Veredelung des
Menschen beginnen. Wir können nicht darauf warten, bis eventuell die Menschen zur Vernunft kommen – bis dahin gibt es keine Tiere und keine Urwälder mehr.
Beispiel 20:
Kommt einer zum Tierarzt mit einer Katze, die sich bei einer Rauferei unter Katzen einige
Blessuren zugezogen hat. Sagt der Tierarzt: „Sie dürfen mit dem Tier kein Mitleid haben.
Katzen prügeln sich eben und dann gibt es Verletzungen. Es sind unvernünftige Tiere.“
Man übertrage das auf die alltäglichen Erfahrungen unter Menschen:
Prügelei im Bierzelt mit der Folge von scheren Schnittverletzungen im Gesicht.
Schlägerei von Fans vor einem Fußballstadion mit schweren Verletzungen.
Familienstreit mit schweren Verletzungen bis Todesfolge.
U-Bahnschläger auf der Jagd nach harmlosen Passanten zum Totprügeln …
Soll man dann auch sagen: „Sie dürfen mit den Menschen kein Mitleid haben. Menschen
prügeln sich eben und dann gibt es Verletzungen. Es sind unvernünftige Menschen.“ ?
Das zeigt wieder einmal das Bigotte am Menschen, die extreme Neigung zur doppelten Moral, die so groß ist, daß es nahe liegt, daß der Mensch zum wahren ethisch hochstehenden
Denken unfähig ist.
Über 500 Jahre hinweg bis heute wurden Indianer in Amerika unterdrückt. beraubt und getötet, aber nicht nur wird das in den USA geleugnet, sondern in Brasilien macht man das heute
immer noch, vor allem bei der gewaltsamen Landnahme in den Regenwaldgebieten und ihrer Zerstörung durch Abholzung und Abbrennen.
Von 1870 bis 1915 gab es in der Nordosttürkei Massentötungen von Armeniern durch Türken, mehr als ein Jahrhundert zuvor die Auslöschung der Magyaren in Pannonien, Die Türkei leugnet das nicht nur, sondern hat Vorwürfe in dieser Richtung unter Strafe gestellt.
In Rußland gab es auf Befehl von Stalin von 1924 bis 1950 nicht nur „Säuberungen“ mit Millionen Opfern, sondern Stalin ließ auch bewußt Millionen von Kartoffelbauern in der Ukraine
verhungern Rußland leugnet das zwar nicht, sagt aber: „Das war Stalin. Damit haben die
Russen nichts zu tun.“
Weiterhin befindet sich die ganze Menschheit aktiv bei einem gigantischen Kapitalverbrechen, und zwar der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt, die zu unserer Gegenwart hin
immer schneller abläuft. Aber wie bei der Vernichtung der Millionen von Indianern und Büffeln von 1500 bis 1900 in Nordamerika gibt es auch hier geteilte Meinungen.
Menschen begehen Völkermorde und vernichten Tier- und Pflanzenarten, was sie aber leugnen, weil sie sich ihrer eigenen Bosheit selber schämen.
Katzen prügeln sich nur.
Wer ist vernünftiger ?
Feststellung:
Diese Erde gehört nicht den Reichen und Mächtigen unter den Menschen,
diese Erde gehört noch nicht einmal den Menschen als Species,
diese Erde gehört auch nicht allen den vielen Arten von Tieren und Pflanzen,
denn unsere Gegenwart ist nur ein winziger Zeitausschnitt in der Entwicklung von Erde,
Sonne und Sonnensystem, also einer Entwicklung, die durch Kommen und Gehen so sehr
vieler Species über die Hunderte von Millionen Jahren gekennzeichnet ist.
Auch die Menschheit ist gekommen und sie wird auch wieder gehen, und zwar sehr bald, in
erdgeschichtlichen Maßstäben gemessen.
Die Menschheit wirkt aber so vernichtend auf Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt ein, daß sie die
bisherige Evolution der Arten auf der Erde total verfälscht bis unmöglich macht.
Die Menschheit verhindert durch das bei den Menschen sehr beliebte Vernichten großer
Tier- und Pflanzenbestände und Auslöschen von Tier- und Pflanzenarten, daß sich aus den
113
Vertretern dieser Species neue Arten entwickeln, über die Millionen Jahre auch Arten von
Intelligenten Wesen.
Die Menschen sind zwar intelligent genug, um eine großartige Technologie zu entwickeln,
aber sie sind ganz offensichtlich sittlich-ethisch zu primitiv und zu atavistisch, um diese
Technologie sittlich-verantwortlich anzuwenden.
Das waren nur einige von fast unendlich vielen Variationen von Verbrechen, also von Handlungen, die uns heute als Verbrechen erscheinen und die früher, in der Urzeit, oftmals erst
die Hominisierung und Sapientierung ermöglichten.
Alle diese Amokläufer, Kinderentführer und -mörder, Hooligans, Mörder zur Wahrung der
Familienehre, Erbschleicher, Quäler und Mörder ihrer eigenen Kinder ... sind in unserer
westlichen Zivilisation groß geworden, haben ihr Kulturgut aufgenommen und scheinen auf
der Straße und im persönlichen Umgang ganz friedlich und „normal“ zu sein. Dann aber,
plötzlich, durch ein Ereignis, das wir als belanglos ansehen, werden sie zur reißenden, mordenden Bestie, weil in ihnen die Urzeit wieder hervorbricht.
Ungeheure Grausamkeiten und Mordtaten geschehen von sogenannten kultivierten, zivilisierten Menschen, die für Jahrzehnte oft unauffällig in der Gesellschaft lebten und alle ihre
Regeln gelernt und bis dahin befolgt haben. Dann plötzlich bricht die Bestie durch, und oft
kann man gar keinen realen Grund dafür erkennen.
Noch einmal ist zu betonen:
Diese Greueltaten begeht der Mensch in den aufgeführten Fällen nicht auf Befehl eines
übermächtigen Staates, sondern weil er plötzlich Lust darauf hat. Das Böse im Menschen
kommt von innen her, nicht provoziert oder von außen erzwungen.
Überlebende von Völkermorden berichten immer wieder (aus dem Bericht eines afrikanischen Politikers im Dezember 1995 nach dem Bürgerkrieg in Ruanda im März 1995 entnommen, sich weithin deckend mit Augenzeugenberichten aus Exjugoslawien 1992-94):
Bis kurz vor dem Ausbruch der wahnsinnigen Bluttaten waren die Täter noch ganz "normale"
Menschen gewesen. Mit ihren späteren Opfern teilten sie die Schulbank oder das Büro, sie
besuchten einander und sprachen zueinander wie mit Angehörigen ihrer eigenen Rasse,
Kultur, Volksgruppe, Nation ...
So wird das zumindest von Ruanda und Jugoslawien berichtet. In Amerika, Türkei, Rußland
und Deutschland (historische Reihenfolge) gingen den Verfolgungen und Massenmorden
oftmals schon lange Zeiten der Ächtung der Minderheiten voraus.
Die Rassenideologie, die den Deutschen wegen der Verfolgung der Nichtarier 1933-1945
seit 1945 vorgeworfen wird, wurde in Ländern wie England, Frankreich und USA entwickelt.
- Frankreich dünkte sich zu Zeiten seiner Macht von Ludwig XIV bis Napoleon Bonaparte als
überlegene Kultur und als Volk von überlegener Rasse. Man studiere z.B. die Schriften der
französischen Intellektuellen und besonders den Kriegszug Napoleons gegen Ägypten, mit
1200 Wissenschaftlern im Schlepptau ...
- Das britische Kolonialreich stützte sich auf explizit rassistische Ideologien - siehe die Kolonisierung Indiens, Neuseelands, Kanadas ..., wo sich Engländer das Land in Form von riesigen Farmen aneigneten.
- Der Wahlspruch der „Amerikaner" bei der Landnahme in Amerika, und nicht nur 1700, sondern auch 1870, war
"Jeder Indianer ist ein schlechter Indianer, nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer"
Die Eroberung Amerikas durch die "Christen" erfolgte unter Stützung durch explizit rassistische und kolonialistische "Theorien".
Von diesen übernahmen dann deutsche Ideologen die rassistischen Vorstellungen erst spät,
als auch Deutschland mit der Errichtung von Kolonien begann.
Die Pilgerväter von der Mayflower 1620, als Beginn der Welle der Flüchtlinge von England,
waren aus der Heimat wegen ihres Glaubens vertrieben worden, und sie und ihre Nachkommen sowie andere "Christen" mordeten und vertrieben die Indianer aus ihrer Heimat ...
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Die Kriminalgeschichte der Menschheit ist ein Beweis dafür, daß der Mensch unseres Typs
handelt und fühlt wie ein Homo erectus. Das Böse ist ein Teil von Hardware und Firmware
der Menschen.
Trieb- und Gefühlsleben des heutigen Menschen entsprechen einer Urwelt und der Steinzeit,
und wie wir aus dem Alltag wissen, zeigen die vielen Anfälle der Menschen von archaischer
Wut bis Begeisterung am Morden, Rauben, Quälen …, daß der Mensch allein durch Erziehung, bessere Lebensweise, Ausbildung, Arbeitsbedingungen nicht wesentlich und auf Dauer vom Bösen befreit werden kann.
Die Zivilisation übertüncht nur das urtümliche Böse im Menschen.
Das Böse schlummert im „zivilisierten“ Menschen und kann immer wieder neu und plötzlich
hervorbrechen. Das ist beim alltäglichen Jagdtrieb der Fall und auch beim Amoklauf, wo der
Mensch wieder zum Jäger wird, der möglichst viel Beute machen will.
Die Mechanismen in der biologischen Evolution, die so großartige Wertschöpfungen hervorbringen, sind oftmals abscheulich in ihrer Härte und Grausamkeit und wir können aus heutiger Sicht sie als böse bezeichnen,
In Sicht auf die Erhaltung des Lebens und Höherentwicklung der Zivilisation sind die Triebe
und Gefühle, die wir heute auf TZ-Stufe dem Bösen zurechnen, echte geistig-ethische Defekte des Menschen, die – wie wir aus Geschichte und Alltag der Menschheit wissen – auch
nicht durch gute Erziehung, Ausbildung und Lebensweise behoben werden können.
Die Geistigkeit des Menschen eröffnet völlig neue Möglichkeiten wie Superzivilisation, Supermaschinen und Verbreitung des Lebens auf den interplanetaren Weltraum, und genau
dann, wenn man diese Möglichkeiten real werden lassen will, werden Raub- und Mordlust,
Grausamkeit usw. des Menschen zum Bösen und genau diese verbieten diese Höherentwicklungen.
Weil dieses Böse in der Psyche des Menschen auch nicht durch beste Erziehung, Ausbildung, Lebensweise und Berufswahl entfernt werden kann und immer wieder die Gefahr seines Hervorbrechens besteht – siehe Geschichte und Alltag der Menschheit –, gehört es zu
den wichtigsten Aufgaben der Menschheit, sich gründlich zu überlegen, wie das Böse auf
wirklich verläßliche Weise aus der Psyche des Menschen eliminiert werden kann.
Solange das Böse in den Menschen ist, werden immer wieder Menschen und beliebige sonstige Geschöpfe dem Terror des Bösen – vom Menschen verursacht - ausgesetzt sein, und
zu den schlimmsten Folgen dieses Terrors gehört die Vernichtung allen Lebens auf der Erde.
Die Evolution der Hominiden hat den Menschen unfertig erschaffen – unfertig in Sicht auf die
zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten von Leben und Zivilisation zur WGS-Stufe, weil diese
durch die geistig-ethischen Defekte des Menschen sehr gefährdet werden.
Es ist hier also ganz offensichtlich:
Wenn wir den Menschen nicht an den Lebensnotwendigkeiten der Urzeit messen, sondern
an den Anforderungen des Lebens in einer Superzivilisation, dann ist der Mensch unfertig bis
unbrauchbar und muß unbedingt hinreichend gentechnisch veredelt werden.
Die Menschen müssen ersetzt werden durch „Menschen“, die das Böse in sich nicht haben.
Es ist ganz wichtig, herauszuarbeiten:
Raub- und Mordlust, Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit,
Eifersucht, Zorn, Wut, Neid, Haß, Gier … sind auch ohne eine kulturell-zivilisatorische Wertung oder kontrollierende Vernunft problematisch, denn z.B. in einem Ameisenhaufen, Bienenschwarm, Gruppe von Rehen oder Rudel von Wölfen fällt auch nicht jeder jederzeit über
den anderen her, sondern es werden Regeln des Umgangs miteinander eingehalten, so daß
die Gemeinschaft bestehen bleiben kann.
Die Mechanismen der biologischen Evolution können also auch ohne Hervorbringung geistiger Superkräfte bei den betreffenden Geschöpfen Gemeinschaften erzeugen, also Gemeinschaften, in denen die Mitglieder relativ friedlich zusammenleben, und das funktioniert nicht
nur bei Hirschen oder Rehen, sondern auch bei Wölfen.
Das letztere Beispiel wird vermutlich auf die Menschen etwas kränkend wirken, weil hier die
verhaßten und verleumdeten Wölfe sittlich-ethisch mehr leisten als viele Menschen in ihrer
Gemeinschaft.
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Nachdem der Mensch Kultur, Technik und Zivilisation entwickelt hat, ist er immer mehr dazu
gezwungen, sein eigenes archaisches Triebsystem rational zu kontrollieren, und dabei gilt:
Gewisse charakterliche Eigenheiten des Menschen auf TZ-Stufe sind böse, andere sittlichethisch gut.
Mit fortschreitender technischer Entwicklungshöhe und Ausdehnung der Zivilisation auf die
ganze Erde gilt:
Mit zunehmender
- Vernichtungskraft der Maschinen und Waffen der Menschen,
- Anzahl der Menschen auf der Erde,
- Ausbeutung von Rohstofflagern und Plündern aller Ressourcen,
- Zerstörung der Wildnis bzw. des natürlichen Lebensraums von Tieren und Pflanzen,
- Leerfischen und Verdrecken der Ozeane usw.
wird die Gefahr für alles Leben auf der Erde durch das Wirken der Menschen immer größer.
Das Problem um den Menschen ist, daß er mit dem Triebsystem des Homo erectus die Anforderungen einer kommenden Superzivilisation meistern muß – was er aber sittlich-ethisch
nie zu leisten vermag, denn das Triebsystem des Menschen ändert sich auf dem Wege der
biologischen Evolution nur über die Jahrhunderttausende, aber nicht über Jahrtausende.
Die Menschen sind somit immer mehr total dabei überfordert, ihre von ihnen selber geschaffenen Maschinen sittlich-ethisch gut anzuwenden oder vernünftig in ihrer eigenen Superzivilisation zu leben.
Man muß den Menschen heute als Patienten begreifen, der ein Fossil aus alter Zeit ist, und
nach Gefühlen und Instinkten leben will, die in der von ihm geschaffenen Zivilisation falsch
bzw. böse geworden sind.
Der Mensch hat die Urwelt, in der er entwickelte wurde, zu einer zivilisatorisch geformten
Welt gemacht, aber nun stellt sich immer mehr heraus, daß er in bezug auf die Forderungen
und Leistungen der von ihm selber entwickelten Maschinen und Zivilisation unfähig ist,
ethisch-sittlich verantwortlich, also gut, zu handeln.
Der Mensch verwendet Maschinengewehr, Schlachtschiffe, Giftgas- und Mikrobengranaten,
Atombomben … wie Faustkeile und Knochenschaber, und dabei gilt, daß mit fortschreitender
Höherentwicklung von Technik und Zivilisation der Mensch immer unfähiger wird, deren Bedürfnissen und Forderungen gerecht zu werden.
Dieser schlimmen Entwicklung muß man sich durch eine bewußte Paradiesformung der Erde
entgegenstellen.
Um Tiere und Pflanzen vor den geistig-ethischen Defekten des Menschen – von der Urzeit
herrührend – zu schützen, ist u.a. zu fordern:
- Den Zivilisation-Leben-Vertrag einhalten,
- Tierschutzämter in den Landratsämtern einrichten,
- in jeder Stadt eine Straße oder einen Platz der Tierrechte ausrufen
- ein neues und dieses Mal ein wirklich echtes Tierschutzgesetz erarbeiten, das diesen
Namen auch verdient und in allen Staaten der Erde zum geltenden Recht wird,
- dem Menschen verbieten, sich anzumaßen, darüber zu bestimmen, welche Tier- und
Pflanzenarten für die Nachwelt erhalten bleiben dürfen oder können und welche nicht
…
Der Schlüssel zur Lösung liegt darin, den Menschen als Patienten zu begreifen, der
allerdings nicht krank ist, sondern dessen Gehirn aufgrund veranlagungsmäßiger Fehler eine psychopathische Grundstruktur hat, die nicht durch gute Lebensweise, Ausbildung, Erziehung, wirtschaftliche, soziale … Bedingungen vollständig und auf Dauer
auskorrigiert werden kann, was für den Schutz des Lebens vor der im Menschen
schlummernden Bestie die hinreichende gentechnische Veredelung des menschlichen
Erbguts zwingend notwendig macht.
Der Mensch, der uns mit dem Anspruch entgegentritt, die Krone der Schöpfung zu sein, hat
also in Wahrheit geistig-ethische Defekte, die ihn daran hindern, immer und überall als Vernunftwesen, als vernünftiger Mensch mit stabilem, hohem Vernunftpegel zu denken und zu
handeln.
Der Mensch steht uns als Patient mit geistig-ethischen Defekten gegenüber.
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Man muß den Anspruch des Menschen, die Krone der Schöpfung zu sein, ignorieren und ihn
selber studieren. Man muß Geschichte und Alltag der Menschen studieren. Man muß die
Evolutionsgesetze und deren Mechanismen studieren, also die Verfahren, mit deren Hilfe die
Natur über Hunderte von Millionen Jahren immer höher entwickelte Arten von Geschöpfen
hervorbringt, und man muß auch weit in die Zukunft sehen, um abzuschätzen, was da im
besten Fall herauskommen kann.
Die Hochintelligenz der Völker und Staaten, die am besten ausgebildeten und intelligentesten Menschen, genau die müssen für die anderen Menschen denken und handeln, ohne
diese zu fragen, weil die anderen das gar nicht verstehen – siehe das Menschheitskapitalverbrechen der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt seit Jahrzehntausenden.
Menschen mit dem Bösen in ihrer Psyche sind unfähig dazu, vernünftig Supermaschinen zu
bedienen oder auf Dauer in einer Superzivilisation oder in einem Paradies zu leben.
Wegen des Bösen im Menschen muß es den Menschen versagt werden, den interplanetaren
Weltraum zu erschließen oder andere Himmelskörper zu besiedeln.
Würden die Menschen über Hypertriebwerke, WARP-Antrieb, Dimensionstransmitter
… verfügen, würden sie von Welt zu Welt eilen und jeweils die dort befindliche Tierund Pflanzenwelt vernichten, wobei die Menschen sich in bekannter scheußlicher Verlogenheit immer als die Angegriffenen bezeichnen würden, die nur in Notwehr gehandelt haben.
Es ist zwar wichtig und liegt genau im Verlauf der weiteren evolutionären Entwicklung, daß
das Leben von unserer Erde auf den interplanetaren Weltraum, auf andere Himmelskörper
und Sonnensysteme verbreitet wird, allerdings nicht durch den Menschen, der das Böse in
sich hat.
Sicher wird unser Sonnensystem schon in wenigen Jahrhunderten zur Baustelle, aber zuerst
muß der Mensch zur Baustelle werden, wobei der Mensch grundlegend gentechnisch veredelt wird, wobei man aus dieser 2-beinigen Bestie einen Engel, Androiden oder Elfen erzeugt.
Die geistig-ethischen Defekte des Menschen – der Mensch als Patient betrachtet – zeigen
besonders skurrile Blüten da, wo Gebiete wie Spiritualität (u.a. Religionen), Weltanschauungen (u.a. Weltsysteme und Realitätsvorstellungen) und Nationalität (u.a. Volks- und Rassezugehörigkeit) tangiert werden.
Die Geschichte der Eroberungen und Befreiungsbewegungen zeigt eine durch und durch
bigotte Haltung des Menschen, die ein Erbe ist des Homo erectus und sie zeigt, wie stark der
Homo erectus in den Krieg zwischen verschiedenen Gruppen des Homo erectus eingebunden war.
Die Eroberungsgelüste und Befreiungstheorien sowie Befreiungsbewegungen der natürlichen Menschen sind ausgezeichnet dazu geeignet, die für größere Zeiträume geltende Aussichtslosigkeit der triebhaft-gefühlsmäßigen Ausstattung des heutigen Menschen nachzuweisen, denn folgendes ist klar:
Wenn wir den Menschen weiter morden lassen, wird er alles Leben auf der Erde zerstören.
Nichts ist besser dazu geeignet, die Unsicherheit des Geistes und Gefühlslebens des Menschen zu zeigen, als
- der Anspruch auf immanentes Recht und immanente Gerechtigkeit und
- der oft erschreckend niedere sittlich-ethische Stand derer, die diesen Anspruch stellen,
wenn sie selber an der Macht sind.
Abscheulichste Verlogenheit des Menschen – es gibt so viele Beispiele aus der Geschichte
dafür, daß tiefe Gefühle und „heilige“ Wünsche für Frieden und Freiheit sich ins Gegenteil
verkehrten, wenn ehemals Unterdrückte nun selber dazu übergingen, andere Völker zu unterdrücken:
- Die Legenden um König Arthus und die Ritter seiner Tafelrunde, die für Gerechtigkeit eintraten, den Bedrängten beschützten, und dem Wohle Englands dienten gegen die Aggressoren von außen her, die das Vaterland bedrohten, und dann im Viktorianischen Zeitalter zogen ihre Nachfahren hinaus in alle Welt hinaus und bauten ihre Kolonien aus, d.h. sie unterjochten alle der geltenden Rassentheorie nach zu höherer Kultur unfähigen Völker.
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- Die Franzosen feierten oft den Freiheitskampf der Gallier unter Vercingetorix gegen die
römischen Heere unter Caesar, sie trauerten um den Verlust der Heimat im Kampf gegen
Rom, später stilisierten sie die Jungfrau von Orleans zur großartigen Heldin im Kampf gegen
die in Frankreich eingefallenen Engländer, und dann strömten die Franzosen zuerst nach
Nordamerika, dann nach Indochina … und kolonisierten die dortigen Völker.
- Die Spanier feiern ihren Freiheitskampf gegen islamischen Okkupatoren auf spanischem
Boden, sie freuten sich über die gelungene Reconquista im Jahre 1492 (!), und noch im selben Jahr begann das große Drama der rücksichtslosen Eroberung von Amerika durch die
Spanier und dann die Portugiesen.
- Die Niederlande litten viele Jahrzehnte unter der Besetzung durch die spanische Militärmacht. Die Herrschaft der Spanier war grausam und brutal, und heute noch gibt es im aktiven Liederbestand der Niederlande die vielen Lieder aus jener Zeit, in denen zum Kampf
gegen die spanischen Herren aufgerufen wurde. Nach der Befreiung der Niederlande infolge
der Verluste Spaniens im Krieg gegen England hatten die Niederlande vor allem das Bestreben, nun ihrerseits über andere Völker zu herrschen wie in Ozeanien und Südafrika. Nun
litten die autochthonen Völker dort unter der Fremdherrschaft.
- Die Eroberung Amerikas durch europäische Staaten und der Widerstand der Indianer dagegen sind in die Weltliteratur eingegangen. Wir befinden uns im Jahre 1492 – in Spanien ist
die Reconquista abgeschlossen, die Unterdrückten sind wieder frei und Herren im eigenen
Land. Spanien öffnet seine Ohren gegenüber den kühnen Plänen des Christoph Columbus,
der ja nun eigentlich nichts anderes vorhat als die Erleichterung des Fernhandels durch das
Auffinden neuer Seewege. Columbus bekommt 3 Schiffe und segelt nach Westen, voller
Abenteuerlust und Forscherdrang, was ja nun nichts Verwerfliches ist. Das Problem liegt
darin, daß Columbus als Forscher Amerika entdeckte und in der Folge geld- und blutgierige
Halunken in die Neue Welt strömten und als solche handelten. Die Indianer als rechtmäßige
Einwohner des Landes wurden grausam bekämpft, beraubt und zu Millionen versklavt, wo
sie in den Gold- und Silberminen schuften mußten, bis sie elend starben. So fanden über 8
Millionen Indianer allein in Süd- und Mittelamerika einen gewaltsamen Tod oder starben an
Erschöpfung in den Gold- und Silberbergwerken der Spanier.
Es kam im 19. Jahrhundert zur Fastausrottung der Indianer und der Bisons in Nordamerika.
Es gibt heute so wenige Indianer und Bisons in Nordamerika, das ihnen vor 500 Jahren noch
gehörte.
In Mittel- und Südamerika geht die Unterdrückung der Indianer bis heute weiter, und manches Indianerdorf wird auch heute noch dem Erdboden gleich gemacht, weil „Weiße“ ihr
Land haben wollen.
Das psychopathisch verankerte anthropozentrisch-hoministische „Denken“ des Menschen
hat viele Auswüchse und Extreme, und dazu gehört die verbreitete Manie vom Töten auf
Befehl der Götter.
Ähnlich wie bei der Odyssee, die wie der Rigveda ein Sammelsurium ältester Sagen und
Vorstellungen beinhaltet, u.a. auch aus dem megalithischen Umfeld, wo die Quellen oftmals
nie in schriftlicher Form existiert haben, ist das auch bei der Thora.
Die Thora enthält Vorstellungen aus alter Zeit, die lange vor der Entwicklung des Volkes von
Israel und Judäa bestanden haben, und dazu gehört z.B. die Sintflutsage, die wie viele andere Vorstellungen dem sumerischen Wissen entnommen worden sind.
Das genetisch fixierte Vernichtungsprogramm im Menschen wurde in der Urzeit festgelegt
und bis in die Neuzeit überliefert:
- 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der
feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.
- 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß; Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.
Das ist eine Formulierung des Sapientierungsprogramms und es ist leicht erkennbar:
Alle die späteren, mit viel rhetorischem Aufwand betriebenen Versionen von Kulturtransfer
haben letztlich nur den Gentransfer als wichtiges Ziel.
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Seit einigen Jahrtausenden führt uns dieses Sapientierungsprogramm in die Sackgasse –
das ist die eigentliche Botschaft von Gautama Siddharta, dem Buddha, und Jesus Christus,
dem Heiland.
Was geht z.B. in Menschen vor, die den Befehl zur Vernichtung ganzer Völker geben ?
Warum wüteten die Assyrer mit einer solchen Grausamkeit gegenüber anderen Völkern ?
Warum haben die Römer mit jeweils 8 Legionen Juda und Dakien ausradiert, in Dakien fast
alle Einwohner getötet ?
Warum ließ Napoleon Bonaparte so viele Menschen für seine Weltmachtsträume sterben,
darunter einen großen Teil seiner Rußlandarmee, die er mitten im Winter im Stich ließ ?
Warum ließen die US-Soldaten keine Gnade gegenüber den eingeborenen Indianern walten
(siehe das Chivington-Massaker), den rechtmäßigen Eigentümern des großen Amerika, so
daß es heute nur noch ganz winzige Reste der Urbevölkerung in den USA gibt ?
Warum ließ Stalin um 1,5 Millionen Angehörige der russischen Intelligentsia zwischen 1936
und 1939 töten, durch Genickschuß oder mörderische Lagerhaft ?
Warum ließ Stalin zwischen 3 bis 10 Millionen ukrainische Bauern zwischen 1940 und 1942
einen kläglichen Hungertod sterben ?
Warum ließ Stalin wenige Jahre später bei Katyn 15000 polnische Offiziere hinrichten ?
Warum ließ Adolf Hitler um 6 Millionen Juden töten, davon die meisten in Konzentrationslagern, die mit technischen Großanlagen für das Töten großer Menschenmassen ausgelegt
worden waren ? Warum versuchte Hitler laufend, Nachbarvölker zu annektieren ? Warum
erklärte er Rußland den Krieg ?
Völker- und Massenmorde kann man u.a. in folgende Klassen einteilen:
- Die Verbrechen werden von einer Staatsmacht befohlen und dann nur ausgeübt von den
Angehörigen der Staatsmacht wie dem Militär. Das ist in der Geschichte meistens der Fall
gewesen, und zwar in der Folge von Kriegen schon in der Antike. Am bekanntesten sind die
Völkermorde der Assyrer und der Römer.
- Die Verbrechen werden von einer Staatsmacht befohlen und von Angehörigen der Staatsmacht und auch von der Zivilbevölkerung befürwortet und durchgeführt. Das war bei der Besitznahme Amerikas ab 1492 durch die Europäer der Fall (mit 8 Millionen gewaltsam getöteten Indianern durch die Spanier allein schon in Mittel- und Südamerika) und beim Völkermord an den Armeniern in der Nordosttürkei von 1870 bis 1915 mit bis zu 1,5 Millionen getöteten Armeniern.
- Die Verbrechen werden von einer Staatsmacht befohlen und von ihr industriemäßig betrieben wie bei dem Verhungernlassen von 3 bis 10 Millionen Kulaken in der Ukraine auf Befehl
Stalins im Winter 1940/41, bei der Vernichtung von etwa 6 Millionen europäischen Juden auf
Befehl Hitlers und dem Verhungernlassen von angeblich 43 Millionen Chinesen auf Befehl
von Mao Tse-tung für den „Sprung vorwärts“ zur Industrialisierung der Landbevölkerung.
- Die Verbrechen werden von Revolutionsführern befohlen wie im Fall von Lenin/Stalin bei
der der Revolution in Rußland von 1917 bis 1924 und im Fall von Mao Tse-tung bei der Revolution in China von 1924 bis 1949 mit jeweils etwa 24 Millionen Toten sowie im Fall von
Pol-Pot in Kambodscha von 1975 bis 1979 mit 2 Millionen Toten bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen Kambodschanern.
Die Cäsaren im Römischen Reich, die absolutistischen Herrscher in Europa im Mittelalter
und danach, Napoleon, Stalin, Hitler, Mao Tse-tung, Pol-Pot, Idi Amin, Robert Mugabe …
haben die Bösartigkeit des Privatlebens in die Staatsführung übertragen.
Familienväter tyrannisieren ihre Familien, Frauen terrorisieren kleine Kinder oder alte, gebrechliche Leute, Kinder terrorisieren einander oder Tiere … - die großen Tyrannen und
Massenmörder hat es nur geben können, weil es so viele, viele kleine Tyrannen und Mörder
gibt, und zwar im Privatleben, im Wirtshaus, auf der Straße, am Arbeitsplatz oder schon in
der Schule.
Man muß von der gehätschelten Meinung abkommen, daß Tiglat-Pileser, Tiberius, Marius,
Sulla, Commodus, ..., Napoleon, Stalin, Hitler ... abnorme Menschen gewesen wären, die
genetisch weit außerhalb der sonstigen menschlichen Norm zu Grausamkeit und Mordlust
neigten, denn wir können doch in der Gegenwart an Diktatoren sehen, mit welcher Verblen-
119
dung sie ihre ihnen anbefohlene Bevölkerung mißbrauchen, in Massen krank werden und
sterben lassen, wie momentan in Simbabwe unter dem alten Robert Mugawe.
Wenn Menschen von Haß, Gier, Sucht, Neid ... überwältigt werden, wird ihre immanente
Mord- und Raublust, Grausamkeit, Herrschsucht ... um Größenordnungen stärker.
Studieren wir das genau:
Die ersten systematischen Metzeleien und Massentötungen von Menschen sind zwar von
den Assyrern überliefert, aber sie werden sicher nicht die ersten gewesen sein – siehe die
Gutäer um 2450 v.Chr. bei der Zerstörung von Akkade.
Im Gilgamesch-Epos wird berichtet, daß sich auch der Weltenherr Enlil – also Gott – zu
Massenvernichtung von Leben hinreißen ließ (durch die Sintflut) und deshalb von seinem
eigenen Sohn Ninurta tüchtig deswegen gescholten wurde.
Ob die Menschen einstmals mit Superwaffen und Supermaschinen sittlich-ethisch verantwortlich umgehen können ?
Leider spricht alles dagegen, denn z.B. wandelten sich "brave" Familien- oder Pilgerväter
binnen weniger Tage oder gar Stunden zu blutgierigen, wahnsinnigen Bestien.
So war das in
- den antiken Reichen wie Assyrien unter Assurbanipal, Tiglat-Pileser und Salmanassar, das Römische Reich mit seinen Kriegen gegen andere Völker und seinen Bürgerkriegen,
- Spanien mit der Eroberung Süd- und Mittelamerikas mit Millionen gemordeten Indianern bei Kämpfen gegen Indianer und Millionen in Bergwerken gehaltenen Indianern,
wo die Indianer für die Spanier Silbererze und Gold abbauen mußten, und wobei über
5 Millionen Indianer den grausamen Tod fanden,
- USA, vormals bis 1784 den 13 Ratsfeuern, die sich auf dem Territorium der einheimischen Indianer durch unablässige Immigration von Europäern entwickelten, mit einer
nicht endenden Folge von militärischen Aktionen und sonstigen Verbrechen an den
Indianern bis 1890 bei Wounded Knee, oftmals auch in den Südstaaten bis 1865 gegenüber den schwarzen Sklaven, geschätzter Mord an über 10 Millionen Indianern
und einer unbekannten Zahl von oft grausamst getöteten Negersklaven bei Fang in
Afrika, Transport nach Amerika und Plantagenarbeit in Amerika (1860 lebten in den
Südstaaten 12 Millionen Menschen, darunter 4 Millionen schwarze Sklaven),
- Türkei gegenüber den Armeniern 1875 bis 1915, geschätzter Massenmord allein
1915 bis zu 2,5 Millionen Armeniern, davor wurden aber schon Hunderttausende von
Armeniern bei von der Hohen Pforte angeordneten Massakern wie 1894.96 auf grausamste Weise getötet, davor löschten sie um 200 Jahre früher die Bevölkerung Ungarns aus,
- Rußland 1917 mit den Massenmorden bei der Revolution, fortgeführt durch Stalins
NKWD, meistens an Russen selber; die Säuberungen Stalins bis 1955 in der UdSSR
kosteten um 24 Millionen Russen das Leben (auch im Ausland !), das systematische
Verhungernlassen von 3 bis 10 Millionen Kartoffelbauern (Kulaken) in der Ukraine auf
Befehl Stalins ...,
- Deutschland 1933 bis 1945 gegenüber den Juden, allgemein "Nichtariern", geschätzter Mord an 6 Millionen Juden, in den Konzentrationslagern starben aber auch "regimefeindliche" Deutsche,
- China bei der Revolution unter Mao Tse-tung von 1924 bis 1949, bei der über 24 Millionen Chinesen einen gewaltsamen Tod fanden, und dann soll die Aktion von Mao
mit dem großen Sprung vorwärts, wo jeder Chinese in seinem Hinterhof einen
Hochofen haben sollte, eine Hungerkatastrophe ausgelöst haben, bei der 43 Millionen Chinesen verhungert sein sollen,
- Kambodscha bei der Revolution unter dem Mao Tse-tung-Anhänger Pol-Pot in Kambodscha, als Anführer der Roten Khmer, der von 1875 bis 1979 um 2 Millionen
Landsleute töten ließ,
- Jugoslawien 1991 mit dem Bürgerkrieg in Kroatien und Bosnien bis zum Dezember
1995, geschätzter Mord an 200000 Menschen,
- Ruanda im April 1994, geschätzter Mord an bis zu 800000 Tutzi ...
120
Viele Völkermorde - besonders häufig in Verbindung mit Bürgerkriegen zwischen Populationen, die epochenweise oftmals friedlich zusammengelebt hatten, wurden und werden von
der Weltöffentlichkeit wenig zur Kenntnis genommen, wie in Indonesien, Sudan, Bangladesch, Brasilien ...
Der Despot Idi Amin in Uganda und gegenwärtig Robert Mugabe in Simbabwe zeigten bzw.
zeigen die Natur des Menschen pur.
Wenn wie im Bürgerkrieg in Biafra in den späten 1960er Jahren die Weltöffentlichkeit aufhorcht, kann sie oft dennoch nichts machen.
Dasselbe erleben wir gerade bei der Vernichtung großer Bestände an Tieren und Pflanzen
und bei der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten.
Die Regionen nördlich des Schwarzen Meeres bis zum Himalaya sind mindestens seit 5000
Jahren ein Brutkessel für Völker.
Nördlich des Schwarzen Meeres lebten um 3000 v.Chr. die Kurgan-Völker, so bezeichnet
nach ihren Grabhügeln. Als das Klima immer trockener wurde, wunderten sie in großen
Trecks nach Südwesten ab, wo sie sich an Gestaden des Mittelmeeres ab 1600 v.Chr. zu
den Hellenen entwickelten, andere wanderten nach Westen ab und gelangten nach Jahrhunderten auch nach Bayern, wo sie ihre Hügelgräber bauten, Sie wurden ein Kennzeichen
der Bronzezeit in Mitteleuropa.
Um 1500 v.Chr. wanderte eine große Gruppe der Kurgan-Völker ab nach Südosten und gelangte nach Indien, wo sie sich entlang der Ufer der großen Ströme ansiedelten. Die im Verlauf dieser Landnahme notwendigen Kämpfe sind im Rigveda in Liedern verherrlicht worden,
die in demselben rassistisch-nationalistischen Geist verfaßt worden sind wie die entsprechenden Textstellen in der Thora, die die Landnahme der Israeliten in Kanaan schildern.
Herodot von Halikarnassos hat um 450 v.Chr. geschrieben, daß nördlich des Schwarzen
Meeres die Skythen leben. Viele Völker von ihnen zogen nach Westen und wurden dort zu
Goten.
Die Reitervölker der Hunnen brachen in großen Scharen aus dem Inneren Asiens auf und
fielen im 4. und 5. nachchristlichen Jahrhundert mordend und raubend in den westlich von
ihnen gelegenen Ländern ein, wobei sie sehr viele Leben auslöschten und riesige Mengen
an Kulturgütern zerstörten, wobei ihr Reich seine größte Ausdehnung unter ihrem König Attila erhielt.
Ähnliches machten die Mongolen die Mongolen um 800 Jahre später, wobei ihr Anführer
Dschingis Khan die Macht der Mongolenheere auf den Höhepunkt führte. Die Mongolen
wandten sich allerdings nicht nur nach Europa, sondern auch zum Nahen Osten, und auch
nach Japan und China.
Etwa um 1300 zogen Turkvölker aus den Regionen um Turkmenistan nach, siedelten sich
dort an und wandten sich dann gegen Nordafrika und Europa, wobei sich aus ihnen die Osmanen entwickelten, die mit ihrem Osmanischen Reich um 1500 n.Chr. den Rang einer
Weltmacht erreichten.
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht hielten die Osmanen Nordafrika besetzt einschließlich Ägypten und drangen erobernd über Byzanz (Konstantinopel) bis nach Wien vor, wo sie geschlagen wurden. Von da an herrschte der Status quo zwischen den sich weiterhin einander bekriegenden Staaten Westeuropas auf der einen Seite und dem Osmanischen Reich auf der
anderen Seite.
Erst der technische Fortschritt im Abendland brachte es im Zuge des Philhellenismus mit
sich, daß die westeuropäischen Staaten sich zusammentaten und eine gemeinsame Flotte
gegen die Osmanen schickte, und als die Osmanen in der Seeschlacht von Lepanto 1829
geschlagen wurden, war der Status quo vorbei.
Griechenland wurde 1829 nach der Seeschlacht bei Lepanto befreit, und von dieser Zeit an
verloren die Osmanen die Herrschaft über die nordafrikanischen Völker.
Die Herrschaft über Ägypten hatten sie schon ab 1800 verloren durch den Angriff des französischen Militärs unter Napoleon.
Beim Rückzug der Osmanen auf ihr Kernland Kleinasien kam es ab 1870 bis 1917 in mehreren Wellen blutige Gemetzel an Armeniern und Kurden, wo allein in der Nordosttürkei auf
121
Befehl der Hohen Pforte bis zu 1,5 Millionen Armenier auf oft grausamste Weise getötet
wurden (man riß ihnen bei lebendigem Leibe die Gedärme heraus und erwürgte sie damit).
Schon in Ungarn-Pannonien hatten die Osmanen so gewütet, daß sie ganze Regionen von
Menschen entvölkerten. Diese für frühere Jahrhundert weit verbreitete Massenschlächterei
an Menschen erfolgte jetzt aber in der Neuzeit und hängt den Türken als Völkermord an, den
sie aber nicht wahr haben wollen – siehe die USA mit dem Völkermord an den Indianern seit
1492.
In der Türkei galt es noch vor wenigen Jahren als Straftatbestand, wenn man von einem Völkermord an den Armeniern sprach. Erst auf Druck der EU wurde das Rechtssystem in der
Türkei entsprechend geändert.
Nicht viel anders ist das aber in den USA, wo ein Völkermord an den Indianern ganz klar
stattgefunden hat, und in Mittel- und Südamerika wird er in den Urwäldern immer noch fortgesetzt.
Noch kein Präsident der USA hat den Völkermord an den Indianern zugegeben oder sich gar
dafür entschuldigt.
US-amerikanische und englische Historiker beschreiben sogar frech und menschenverachtend diese Eroberung Amerikas und Massentötung an den Indianern damit, daß die Indianer
am falschen Ort zu falscher Zeit gewesen wären, und daß es bei den Kriegen gegen die Indianer nur so 100000 bis 200000 Opfer unter den Indianern gegeben hätte.
Auf diese schäbige und höhnische Art und Weise werden die vielen Millionen indianischer
Opfer klein gerechnet und man tötet und entehrt die Indianer durch diese arrogante und verlogene Ignoranz noch einmal.
Von den goldgierigen Spaniern wurden um 8 Millionen Indianer getötet, entweder direkt im
Kampf oder durch Fronarbeit in den Bergwerken. Auch hier hat es nicht nur keine Entschuldigung gegeben für das Unrecht, das den Indianern von den Europäern angetan worden ist,
sondern in den Heimatorten der Konquistadoren gibt es nur Loblieder und Denkmäler für ihre
Helden.
Dasselbe gilt übrigens für den Heimatort von Stalin, der als Georgier zum mächtigsten Mann
Asiens wurde und die UdSSR erschuf. Stalin verübte mehrere Völkermorde, unter den Russen selber in mehreren Wellen von Säuberungen ab 1930 und an den Kulaken (den Kartoffelbauern in der Ukraine), denen er vor dem Winter 1941 ihre Vorräte wegnahm und worauf
in der Folge um 3 bis 10 Millionen Kulaken verhungerten.
Die Georgier sind heute sehr stolz auf Stalin und seine Geburtsstadt ist geradezu ein Wallfahrtsort.
Genau diese Einschätzung deckt sich mit der Haltung der Mongolen heute zu dem Eroberer
und Massenmörder Dschingis Khan. Man trauert den Zeiten nach, als die Mongolen zu Pferde die Völker im Westen und Osten heimsuchten und mordeten.
China hat im 20. Jahrhundert viel unter europäischen Staaten gelitten und wurde dann noch
vor dem 2. Weltkrieg von Japan besetzt wie auch Korea.
Im Jahre 1945 beschwerte sich der chinesische General Tschiang Kai-Shek, der eine FastKaiser-Rolle eingenommen hatte, über die Aggressivität und Brutalität der Japaner. Wenige
Jahre nach der Befreiung der japanischen Fremdherrschaft (im Jahre 1953) ließ Mao Tsetung Tibet besetzen und bis heute drangsalieren die chinesischen Soldaten die Tibeter.
Genauso, wie bei den Georgiern der Gründer der UdSSR, Yossif Dschugaschwili oder Stalin,
sehr hoch im Ansehen steht, obwohl er ein furchtbarer Massenmörder gewesen ist, so gilt
auch bei den Mongolen Dschingis Khan als ihr größtes Vorbild und findet bei ihnen größte
Verehrung.
Ähnliches gilt für Pizarro und Cortez als Zerstörer von indianischen Kulturen.
Es ist bemerkenswert, daß der NATO-Staat Türkei 1874 Zypern – einen Teil Griechenlands militärisch überfiel und dann anschließend die Hälfte der Insel bis heute besetzt hält und daß
das in den Medien keine Erwähnung findet.
Das ist gewiß kein Zufall, sondern es zeigt prinzipielle Probleme der Menschen auf dem Gebiet, das mit Machtpolitik beschrieben wird,
Die Türkei war damals ein wichtiger Bündnispartner der NATO und besonders der USA.
Die Haltung der USA zu völkerrechtswidrigen Verbrechen ist eindeutig:
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Ist der Täter einer, der den USA nützt, so gilt die Devise: Er ist zwar ein Bastard, aber er ist
unser Bastard. Er kann dann weiter so gewähren.
Ähnlichkeiten bei Kapitalverbrechen und ihrer Handhabung:
- Der Völkermord an den Indianern in Nordamerika ab 1492 bis mit dem Massaker an
300 Lakota-Indianern – meistens Frauen und Kinder – durch die 7. Kavallerie der USArmy im Jahre 1890,
- das Verhungernlassen von 3 bis 10 Millionen Kulaken in der Ukraine durch die
UdSSR 1941,
- der Völkermord der Osmanen an den Armeniern in mehreren Wellen von 1870 bis
1917 und
- der militärische Überfall der Türkei auf Zypern 1974
zeigen folgendes:
- Eroberung und Gewalttätigkeit der Menschen vergangener Jahrhunderte setzen sich bis in
die Neuzeit fort.
- Sie werden in den Täterstaaten geleugnet und in den Medien nicht erwähnt.
Es ist ganz offensichtlich, daß bei allen Rassen, Völkern und Kulturen der Menschen dieselben geistig-ethischen Defekte zu denselben Bestialitäten geführt haben, und wenn man das
in der Zukunft verhindern will, muß man die Ursachen für diese geistig-ethischen Defekte
durch Änderung von Hardware und Firmware des menschlichen Gehirns beheben.
Die Psyche der letzten Hominiden von ehemals Dutzenden von Arten von Hominiden in den
letzten 2,4 Millionen Jahren ist sehr widersprüchlich, weil im Gehirn der Hominiden Gehirnabschnitte mit ganz unterschiedlichen Leistungsmerkmalen und evolutionärem Alter miteinander ringen. Der Blick auf das menschliche Gehirn zeigt sogar direkt, wie sehr das Großhirn
die älteren Gehirnabschnitte geradezu überwuchert hat.
Der Römer sagte: „Ich sehe das Bessere und tue das Schlechtere.“
Mark Twain meinte: Jeder Mensch befolgt in seinem Leben 2 Formen von Moral, eine, die er
nach außen hin vorgibt, und eine ganz andere, nach der er wirklich lebt.
Die Ursache dafür ist folgende:
Die Menschen sind im Leben in einer zivilisatorisch geformten Welt dazu gezwungen, gegen
ihre urzeitliche, eigentliche Natur zu leben.
Man versucht, durch doppelte Moral das in den Griff zu kriegen.
Wenn man hinreichend bigott ist,
- feiert man die Retter der eigenen Heimat,
- fällt in die Heimat anderer Populationen ein, beraubt und tötet sie, und
- deklariert sich selber als Gutmenschen und predigt die Menschenrechte.
So geht das ganz einfach bei den Menschen, aber das beweist auch die Unsicherheit des
ethischen Empfindens des Menschen, auf das sich unsere Zivilisation stützt, denn es gilt:
Gibt es für ein Volk ein Heimatrecht, dann auch für alle Völker.
Wer anders denkt, ist geblendet von Gier, Egoismus, Raub- und Mordlust ...
Wenn die Engländer, Franzosen, Spanier, Niederländer ... auf die Freiheitskämpfer ihrer Vorfahren bewundernd schauen, die Franzosen besonders auf Vercingetorix, dann muß man
sich fragen, wie sie das auf einen Nenner bekommen mit der Eroberung Amerikas, mit dem
vielfachen Völkermord an vielen indianischen Populationen, an der Ausbeutung von Millionen Indianern bei Feld- und Bergwerksarbeit, wo Millionen von Indianern eines qualvollen
Todes starben ...
Hat Pontiac etwas anderes beabsichtigt als Vercingetorix ?
Nachdem Gaius Julius Caesar von den gallischen Heeren unter Führung von Vercingetorix
bei Gergovia geschlagen worden war, nutzte Caesar vermehrt die bis dahin herrschende
Abneigung zwischen Galliern und Germanen, um mehr germanische Auxiliartruppen gegen
die Gallier einzusetzen. So halfen die Germanen wesentlich dabei, daß Caesar bei Alesia die
Gallier unter Vercingetorix vernichtend schlagen konnte. Ferner bemühte sich Caesar vermehrt darum, Gallier durch Versprechen hohen Lohns zum Kampf gegen ihr eigenes Volk zu
bringen.
123
Viele Gallier und Germanen standen damals bereits wie die Angehörigen vieler anderer Völker im militärischen Dienst der Römer.
Das römische Militärsystem beruhte geradezu darauf, aus den besiegten Völkern einen großen Teil seiner Soldaten zwangsweise zu rekrutieren. Anders hätte die römische Militärmaschine gar nicht funktioniert.
Die römischen Truppen, die in Gallien wüteten, bestanden zu einem großen Teil aus Spaniern, Illyrern, Dakern, Quaden, Persern, Nubiern, ... auch Galliern und Germanen.
Ferner traten viele Männer aus aller Welt freiwillig und gerne in die römische Armee ein, weil
sie für ihre Legionäre gute Aussicht auf Sold, Beute, Macht, Ruhm ... bot.
Man muß bedenken, welches ungeheure kulturelle Gefälle bestand zwischen der Weltmacht
Rom und etwa einem Bergdorf in den Pyrenäen. Wie schnell ließ sich einer dazu betören, als
Soldat in der römischen Armee schnell zu Geld, Macht und Ruhm zu kommen.
Sie alle halfen dabei, als Angehörige der römischen Armee beim Kampf um Alesia die Träume und Hoffnungen von Vercingetorix und der freiheitsliebenden Gallier zu zerstören.
Um 1600 Jahre später hatten die Nachfahren der Gallier keine Skrupel, nun ihrerseits zur
Vernichtung eines großen Volkes – das der Indianer Amerikas – beizutragen, hauptsächlich
im Verein mit Spaniern und Engländern.
Aber die Fastvernichtung der Indianer in Nordamerika und die weitere laufende Unterdrükkung indianischer Populationen in Südamerika, die Vernichtung der Regenwälder als ihrer
Heimat, die Vernichtung ihrer Dörfer ... – wie bringt man das auf einen Nenner mit Menschenrechten und dem entschiedenen Eintreten für die Einhaltung der Menschenrechte (in
anderen Regionen der Erde) in unserer heutigen Zeit ?
Die Vernichtung indianischer Populationen findet gegenwärtig weiterhin statt – unter den
Augen der Kirchen, Menschenrechtsorganisationen, religiösen Würdenträger ...
Gibt es für ein Volk ein Heimatrecht, dann auch für alle Völker.
Wer den Indianern kein Recht auf Heimat zubilligt,
verdient selber kein Recht auf seine eigene Heimat.
Die Indianer sind die Betrogenen einer heuchlerischen Christianisierung, bei der in Wahrheit
die Mechanismen der Sapientierung der letzten Hominiden weiter geführt werden bis in die
letzte Konsequenz, und diese Gesetze der Sapientierung sehen in der Tat kein absolutes
Heimatrecht für Menschen oder Populationen von ihnen vor z.B. in 4 Mose 31, (7-11, 17-18)
und 5 Mose 7 (1-26).
Wir befinden uns hier im Zentrum der psychopathischen Grundstruktur des menschlichen
Gehirns. Es ist zu zeigen, daß nur und nur eine hinreichende gentechnische Veredelung des
menschlichen Genoms das Übel der geistig-ethischen Defekte des Menschen beheben
kann. Vieles läßt sich leichter darstellen und verstehen, wenn man es als Element einer
Klasse recht gleichartiger Objekte einstuft. Das ist auch bei den vielen Befreiungskriegen der
Fall, aber man muß auch den geeigneten Hintergrund wählen.
Der Krieg der Parther – sie bezeichneten sich gerne als Philhellenen – gegen die Römer
machte Geschichte, ebenso der Widerstand der Germanen gegen das Römische Imperium.
Rom vermochte weder Parther noch Germanen zu unterwerfen, ebenso wenig wie bestimmte Völker der Äthiopier, von denen Herodot ganz Erstaunliches berichtet.
Rom lernte aus der Niederlage des Varus, der mit 3 Legionen nach Germanien gezogen war:
Im Vernichtungskrieg Roms gegen Dakien und später Judäa setzte Rom jeweils bis zu 8
Legionen in Marsch, und diese löschten in Dakien die Bevölkerung ganz aus, im Krieg gegen
Judäa wurden zwar Unmassen von Juden getötet, aber viele konnten doch dem Massaker
entfliehen.
Nachdem Rom, das Römische Reich, seine Herrscher und Legionen alle Völker und Länder
im weitem Umkreis bekämpft, ausgeraubt und versklavt und so viele ihrer Einwohner getötet
hatte, den römischen Göttern zum Dank, war Rom dann sehr empört darüber, daß nun die
Barbaren mit dem Krieg gegen Rom begannen und ihn auch im Jahr 476 gewannen.
In der Literatur gibt es viele Berichte und Interpretationen über die Kämpfe der Römer, die
nicht nur ihre Nachbarn in immer neue kriegerische Aktionen verstrickten, und über die Befreiungsbewegungen und -kriege der Indianer von Nord- bis Südamerika, denen die vielen
124
anderen Befreiungsversuche gegen die Domina Roma in Europa, Asien und Afrika vorangegangen waren.
Keine Literatur gibt es mehr über die Befreiungsbewegungen der vielen kleineren slawischen, chinesischen ... Populationen, die in die Reiche oder Staaten Rußland, China... im
Verlauf von militärischen Aktionen über viele Jahrhunderte aufgesogen worden sind.
Rußland und China sind eigentlich große Kolonialmächte, die sich in unablässigen Kriegen
immer mehr in angrenzende Regionen mit dünner Bevölkerungsdichte ausgedehnt haben.
Dabei wurde oft das o.g. Sapientierungsprogramm angewendet.
China beansprucht für sich eine eigene Paläanthropologie.
Tatsache ist, daß die chinesischen Herrscher ihre Untergebenen eher als Dreck ansahen
(Legalismus !) und entsprechend behandelten.
Dabei gibt es für China folgende Besonderheit:
Wenn in China ein Chinese und ein Ausländer dieselbe „Straftat“ begehen – also aus der
Sicht der Herrschenden eine Straftat – dann wird der Chinese hingerichtet und der Ausländer
ausgewiesen. Wenn in einem anderen Staat ein Inländer und ein Ausländer dieselbe „Straftat“ begehen, so richtet man eher den Ausländer hin und läßt den Inländer laufen.
Dieses Phänomen ist typisch chinesisch.
Noch heute werden in China jährlich über 10000 Chinesen von ihrer Obrigkeit hingerichtet.
Nicht nur wurden in China Menschenrechte nie geachtet, sondern auch keine Tier- und
Pflanzenrechte.
Die Revolution von Mao Tse-tung von 1924 bis 1949 kostete etwa 24 Millionen Chinesen das
Leben, und danach sollen durch völlig unsinnige Anordnungen Maos wie bei der Kulturrevolution Dutzende von Millionen Menschen verhungert sein. Diese Wahnsinnsherrschaft Maos
wird gerade in China aufgearbeitet.
Die sprichwörtliche russische Grausamkeit ist in erster Linie von den Zaren gegenüber ihren
eigenen Untergebenen ausgeübt worden.
Den herrschenden Schichten in Rußland galt das Leben ihrer Untergebenen überhaupt
nichts. Schon im 19. Jahrhundert zogen die mächtigen Russen ihren hungernden Mitbürgern
das letzte Geld aus den Taschen und kauften sich an bekannten Badeorten am Mittelmeer
prunkvolle Herrensitze. Dort gaben sie dann das Geld aus, das ihren Mitbürgern fehlte.
Die Brutalität, mit der der Zar „Nihilisten“ und Kommunisten verfolgte – er ließ auch einen
Bruder von Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) töten, er hieß Alexandr – entsprach dann ganz
der Brutalität, mit der die Revolutionäre ab dem 17.10.1917 die herrschende Schicht im ganzen Osten bekämpfte.
Yossif Dschugaschwili (Stalin) soll in seiner georgischen Heimat ein Straßenräuber unter
dem Decknamen Koba gewesen sein, bevor er begeistert die kommunistische Ideologie als
Taxi zur Macht mißbrauchte.
Die Revolution in Rußland kostete 24 Millionen Russen das Leben. Stalin ließ um 1935 die
Intelligentsia verfolgen und 1,5 Millionen Akademiker, Schriftsteller, Lehrer ... in Lagerhaft
stecken oder mit Genickschuß umbringen, ausgeführt vom NKWD.
Die Verbrechen von Stalin an der russischen Bevölkerung werden heute sogar von der russischen Führung anerkannt, zwar auch der Völkermord an den Kulaken in der Ukraine, aber
da heißt es nur: „Das war Stalin gewesen. Damit haben wir Russen nichts zu tun !“
Weiterhin befindet sich die ganze Menschheit aktiv bei einem gigantischen Kapitalverbrechen, und zwar der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt, die zu unserer Gegenwart hin
immer schneller abläuft.
Auch hier muß man zum Widerstand gegen dieses scheußliche Morden aufrufen und fordern, daß endlich das Böse im Menschen, die Bestie im Menschen endgültig beseitigt wird,
so daß nicht weiterhin der Mensch allen Geschöpfen die kalte Teufelsfaust entgegenstreckt
und mit der Vernichtung allen Lebens droht.
Die so oft erbärmliche, grausame Behandlung von Tieren durch den Menschen entspricht
zwar genau der Behandlung, die der Mensch so oft dem anderen Menschen zukommen läßt,
besonders also den kleinen Leuten (s.o.), aber während eine unmenschliche Wechselbeziehung oder -wirkung unter Menschen ein innerartlicher Prozeß ist, gehört das Verhalten von
Menschen zu Vertretern anderer Arten oder Species zu den zwischenartlichen und damit
125
auch zu den transzendenten Prozessen, denn transzendent bedeutet Grenzen überschreitend, und damit auch Artgrenzen.
Man muß das Böse im Menschen sichtbar machen, also das Böse, was der Mensch aus
freiem Willen heraus tut und nicht auf Befehl eines Diktators oder einer übermächtigen Ordnungsmacht.
Wir werden in der Schule oder in den Nachrichtenmedien ... mit Abscheu erfüllt gegen die
Massenmörder der Geschichte – aber die Mörder leben mitten unter uns, und diese foltern
und töten, ohne daß sie durch militärische Befehle dazu „gezwungen“ worden sind.
Ganz offensichtlich waren Diktatoren, Herrscher und Eroberer wie Tiglat-Pileser, Salmanassar, Marius, Sulla, Caligula, Tiberius, Commodus, ..., Adolf Hitler, Stalin, Pol-Pot, Idi Amin ...
waren ganz normale Menschen, die die Gelegenheit hatten, sich voll auszuleben, wie heute
in und vor den Fußballstadien z.B. Hooligans.
G.J. Caesar, Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Stalin, Robert Mugabe, Idi Amin ... – das waren ganz normale Menschen, so wie du und ich. Das Böse ist beim Menschen normal.
Alle die aus Raub- und Mordlust, Jagdlust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit,
Eifersucht, Zorn, Wut, Gier, Neid, Haß ... heraus begangenen Untaten dürften gar nicht möglich sein – aber sie kommen doch recht häufig vor.
Es ist den Menschen, von ihrer Gier ... getrieben, völlig gleichgültig, ob sie Populationen an Menschen oder Tieren vernichten. Paradiesformung und -erhaltung sind aber
sehr wichtige Ziele der Superzivilisation. Das definiert das Schicksal der Menschheit.
126
Ethikkommissionen
Es ist sehr aufschlußreich, Thematik und Wortwahl der Ethikkommissionen der Menschen zu
studieren. Was für hehre Ansprüche und Forderungen werden da z.B. bei der PID gestellt,
vor allem, weswegen sie ethisch zu verbieten ist.
Wenn man sich die widerlichen Verbrechen der Menschen gegenüber Menschen und Tieren
anschaut, kommt man notwendig zu der Erkenntnis, daß wir eine Ethikkommission benötigen, die verbietet, daß natürliche Menschen mit ihrer scheußlichen Veranlagung bum Bösen
weiterhin in die Welt gesetzt werden.
Es ist das große Problem der Menschen, daß die o.g. Verbrechen so oft aus eigener Initiative heraus begangen werden, ohne daß also ein verbrecherischer Diktator das befehlen würde. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß der zivilisierte Mensch ein Messer in einen anderen
Menschen stößt, sei dies im Affekt oder mit Bedacht. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß
der zivilisierte Mensch sich so grausam gegenüber anderen Menschen und sonstigen Mitgeschöpfen verhält. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß der zivilisierte Mensch andere Menschen oder sonstige Geschöpfe ganz bewußt aus Vergnügen, Rache, Geschäftssinn … ins
Unglück stürzt …
Das ist ein großes Problem der Menschheit, das unzweideutig offen legt, daß die Menschen
wegen ihrer sittlichen Schwächen nicht mehr in das Zeitalter der Supermaschinen und Superzivilisation passen.
Es wird irgendwann so kommen, daß dies auch von Ethikkommissionen der Menschen erkannt wird und zu einem Weltgericht führen wird, das die hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen als einzigen Ausweg aus dieser Misere erkennen und festlegen wird.
Man kann den Ethikkommissionen etwas Dampf machen:
Je mehr der Mensch im Anthropozoikum der Bestie und dem Bösen in sich freien Lauf läßt
und das Leben, das ihn auf der Erde hervorgebracht hat, bekämpft und vernichtet, um so
schlimmer wird das Schicksal der letzten natürlichen Menschen im nächsten Zeitalter sein, in
dem die vom Menschen geschaffenen gentechnisch veredelten Menschen leben werden.
Es sieht ganz so aus, daß ohne eine hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen
das 21. Jahrhundert in einer gigantischen Katastrophe endet, die allein von den Menschen
bewirkt wird durch
- Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt und der natürlichen Freiräume,
- Schwinden aller Ressourcen,
- Verdreckung der Meere, Kontinente, Flüsse, Seen … und auch der Atmosphäre,
- unkontrollierbare Zunahme der Anzahl der Menschen und
- Verbrechen und Kriege der Menschen untereinander ...
Am Ende der Menschheit – würde sie sich selber überlassen - würden zahllose Verbrechen
und große Kriege um die schwindenden Ressourcen unter den Menschen (wie schon früher
so oft geschehen) auf der Erde alles höhere Leben auslöschen.
Wenn man den üblichen schnellen Fortschritt in den Natur-, Ingenieurwissenschaften und
Technologien bedenkt, könnten dagegen schon binnen dreier Generationen die gentechnisch veredelten Menschen auf der Bühne des Lebens erscheinen und die Entwicklung des
Lebens auf der Erde nachhaltig zum Besseren wenden.
Was soll schon ein Mensch mit der Veranlagung zu Mord- und Raublust, Grausamkeit,
Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Zorn, Wut, Haß, Neid, Gier … - wir ordnen diese Neigungen des Menschen dem Bösen zu - in einer zivilisierten Welt, deren Maschinen und Waffen
immer mächtiger werden mit immer höherer Potenz zur Massenvernichtung ?
Die Menschen sind sittlich unfähig, in der von Menschen entwickelten Superzivilisation zu
leben. Die Menschen sind in der Superzivilisation die Dinosaurier und werden dann auch ihr
Schicksal teilen.
Die Menschen können wegen des Bösen in sich weder in einer Superzivilisation noch in einem Paradies leben.
127
Appell an die „Genies“
Mit der Entwicklung der Massenvernichtungswaffen auf der Basis von Kernspaltung im 2.
Weltkrieg und durch den Einsatz solcher Waffen haben die Physiker die Sünde kennen gelernt, aber viele andere Natur- und Ingenieurwissenschaftler haben das schon vor ihnen und
vor allem dann auch nach ihnen erfahren müssen bei der Entwicklung neuer physikalischer
Prinzipien und Technologien, die zum Bau von ABC-Waffen geführt haben.
Es darf nicht so weiter gehen, daß die aufgeweckteren und einfallsreicheren Individuen (also
die „Genies“) Technologien und Maschinen entwickeln, die von anderen Menschen wegen
des Bösen in ihnen mißbraucht werden:
- Über Jahrmillionen haben die „Genies“ unter den Hominiden und ihren Vorgängern Kulturwerte und später Wissenschaft und Technik erarbeitet und die übrigen konnten sich ihrer
Leistungen und Werke bedienen.
- Wir erkennen seit einiger Zeit mit dem Fortschritt in Wissenschaft und Technik immer mehr
die Nachteile dieses Prinzips, weil die Macht zur Vernichtung in den Händen von sittlich Unfähigen prinzipiell zum Mißbrauch dieser Macht führt.
- Supermaschinen, die sich jederzeit als Super- und Massenvernichtungswaffen verwenden
lassen, gehören nicht in die Hände von Menschen, weil diese so oft mit dem Sittlichen so
große Schwierigkeiten haben.
- Dieses Millionen Jahre alte Arbeitsprinzip wird von den „Genies“ aufgekündigt werden müssen, weil diese nun endlich einsehen, daß die vom Bösen getriebenen Menschen die Leistungen und Werke der „Genies“ nicht länger mißbrauchen dürfen, weil sonst die Vernichtung des Lebens durch die Menschen in diesem Sonnensystem schon binnen weniger Jahrhunderte droht.
Vergeudet keine Zeit damit, euch in lange Diskussionen und Bekehrungsversuche einzulassen, denn
- Aufforderungen zu und
- Vorschläge für
ein sittlich-moralisch viel besseres Verhalten der Menschen hat es seit Jahrtausenden genug
gegeben.
Leider war es aber so, daß diejenigen, die die geistigen Mittel hatten, um deren Lehren weiter zu geben, sie aus geistiger Verblendung und Eigennutz heraus verfälscht haben.
Wie klar waren doch die Worte
„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“
Und was ist geschehen ?
Die Menschen vernichteten diese Kreaturen in großer Zahl, löschten Tier- und Pflanzenarten
aus und wir sehen unmittelbar die Gefahr vor uns, daß die Menschheit die gesamte Tier- und
Pflanzenwelt vernichtet, bevor sie sich im bekannten menschlichen Irrsinn selber vernichtet.
Die Zeit der Diskussionen ist vorbei.
Erforscht die naturwissenschaftlichen Grundlagen und die ingenieurwissenschaftlichen Apparate und Verfahren zur hinreichend beherrschten gentechnischen Veredelung des menschlichen Genoms, wozu vor allem gehört, das Böse in den menschlichen Erbanlagen restlos zu eliminieren !
Die Zeit der Menschen geht mit dem Aufkommen von Supermaschinen und Superzivilisation
zu Ende.
Den Menschen müssen wir verlassen.
Die Rolle von Mann und Frau ist ausgespielt.
Wir müssen nun einer neuen Species von Hominiden den Weg ins Leben bereiten, die nicht
wie die Menschheit der gesamten lebendigen Schöpfung die kalte Teufelsfaust entgegenstreckt und sie zu vernichten droht.
Hier sieht man das Ende der Hunderttausende von Jahren währenden Wanderung der natürlichen Hominiden durch Raum und Zeit. Die Menschen haben es in der Hand und können
steuern, wie die letzten Tage der Menschheit, das Schicksal der letzten Menschen in ihren
Reservaten und das Verschwinden der Menschheit insgesamt ablaufen werden.
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14 Zur Warnung: Auch Unterarten und Arten der Hominiden können aussterben
14.1 Das Phänomen Artentod
Die Entwicklung der Hominiden machte vor 2,4 Millionen Jahren mit dem Aufkommen des
Homo habilis und der Entstehung der Gattung Homo einen größen Sprung vorwärts, ebenso
die Entwicklung der vielen Formen des Homo erectus danach, die bis vor 130000 Jahren in
Ostafrika zur Entwicklung des Homo sapiens sapiens (Mensch) und etwa gleichzeitig in ganz
Europa zur Entwicklung des Homo sapiens neanderthalensis (Urmensch, Altmensch, Neandertaler) führte.
Viele Unterarten und Arten der Gattung Homo sind in den letzten 2,4 Millionen entstanden
und auch wieder ausgestorben. Der Neandertaler als Unterart des Homo sapiens ist etwa bis
vor 30000 Jahren ausgestorben, unter eifriger Mithilfe des Menschen.
Die Menschen werden die nächste Unterart von Homo sapiens sein, die aussterben wird,
und wegen des krassen Mißverhältnisses zwischen technischer Intelligenz und sittlicher Kraft
des Menschen wird er entweder sich selber auf gentechnischem Wege vom Bösen befreien
müssen, das in seinen Genom geschrieben ist, oder er wird wegen diesem Bösen in sich
aussterben durch direkte Selbstvernichtung in einem ABC-Krieg oder indirekt durch Zerstörung aller seiner Ressourcen, und das alles schon in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Viel Zeit bleibt der Menschheit nicht mehr.
Beschäftigen wir uns also mit dem Phänomen Artentod, das bald die Menschheit treffen wird.
Die Entwicklungsgeschichte des Neandertalers ist dabei sehr wegweisend.
Die Entstehung von Welt und Menschheit lag seit je her unter einem strengen Tabu, Bei den
vielen Kulturkreisen gab es spezielle Ansichten darüber, die nur in kanonischer Form vorlagen und von den Angehörigen der verschiedenen Kulturkreise jeweils unbedingt akzeptiert
werden mußten. Die Religionen gaben Auskunft über Aufbau und Schicksal der Welt sowie
über Herkunft und Zukunft der Menschen.
Die Paläoanthropologie entwickelte sich nicht wie Chemie und Biologie allmählich, sondern
mit einem Paukenschlag, ausgelöst durch
- den Fund der Neandertalerknochen in den Felddorfer Kirchen bei Düsseldorf 1857 und
seiner Interpretation durch Johann Fuhlrott und
- die Publikation der beiden Bücher von Charles Darwin über die biologische Evolution 1859
und 1871.
Die kühnen Denker stießen auf ungeheuren Widerstand der Klerikalen und Wissenschaftler,
aber weil die Zeit aber doch reif geworden war, fanden Fuhlrott und Darwin viele Helfer in
Menschen wie Thomas Huxley und Ernst Haeckel, und so wurde die Paläoanthropologie aus
der Taufe gehoben.
Worin unterscheidet sich vor allem psychisch die Erforschung der Vergangenheit der Entwicklung der Hominiden von der Erforschung der Zukunft der Entwicklung der Hominiden ?
Es traf die Menschen schon hart in ihrem Arten- und Rassenstolz, daß Menschen und Affen
gemeinsame Vorfahren haben.
Wie wird es die Menschen treffen, wenn sie auskalkulieren, in welche Richtung sich die Hominiden weiter entwickeln werden ?
Hier muß man anführen, wie sehr auch Koryphäen der Wissenschaft, Nobelpreisträger, gefangen im Arten- und Rassendünkel, behaupten, daß die heutige Form des Menschen konstant und für alle Ewigkeit unveränderlich sei.
Wir benötigen gegenüber den Weiten an Raum und Zeit eine bedeutend vernünftigere Einstellung, und die muß eben den realistischen Vorgaben der Natur angemessen sein.
Vor 2,4 Millionen Jahren entstand die Gattung Homo, und diese 2,4 Millionen Jahre sind
nicht ein großer, sondern ein kleiner Zeitraum.
Homo rudolfensis, Homo habilis, Homo ergaster und Homo erectus – damit wird im Zeitraum
vor 2,5 bis 1,8 Millionen Jahren der Entwicklungsschritt vom Australopithecus zum Homo
erectus geleistet.
Vor 4,6 Milliarden Jahren entstand die Oberfläche der Erde, und diese 4,6 Milliarden Jahre
sind kein großer, sondern ein kleiner Zeitraum.
129
Das erste Leben entstand vermutlich schon auf der Erde vor 4,3 Milliarden Jahren, und vor
3,8 Milliarden Jahren lagen bereits nur noch Lebewesen vor, die sich auf eine einzige bestimmte, für alle Lebewesen gültige Codon-Sonne stützten. Um diese Zeit begannen bereits
die Blaualgen mit dem Bau der Stromatolithenkalke und erzeugten Unmassen von Sauerstoff, und das war erst vor kurzer Zeit, also vor 3,8 Milliarden Jahren,
Vor 12 bis 25 Milliarden Jahren entstand angeblich unser Universum, und diese maximal gut
2 Dutzend Milliarden Jahre sind kein großer, sondern ein kleiner Zeitraum.
Von der Entstehung der Sonne bis zum Beginn des Stadiums als Weißer Zwerg sind es ungefähr 12 Milliarden Jahre, und dann kann die Sonne im Zustand des Weißen Zwerges viele
Milliarden Jahre verbleiben, und kühlt dabei über die Dutzende von Milliarden Jahren weiter
ab. Das überdeckt einen Zeitraum von einigen Dutzend Milliarden Jahren, und diese mehr
als 30 Milliarden Jahre sind kein großer, sondern ein kleiner Zeitraum.
30 Milliarden Jahre wie ein Tag …
Auch die Kosmologie stand für Jahrtausende unter einem strengen Tabu.
Wollte man sich bis 1990 über taugliche Realitätsvorstellungen informieren, so mußte man
auf SF-Literatur zurückgreifen, z.B. die SF-Heftchen der 1960er Jahre wie der Weltraumserie
„Perry Rhodan – der Erbe des Universums“
In den 1990er Jahren war es für die meisten Kosmologen das größte Problem, aus der kosmologischen Steinzeit herauszukommen. Viele haben das bis heute noch nicht geschafft und
schwören Stein und Bein, daß die globale Realität auf 4 Dimensionen beschränkt ist, unser
Universum einzig ist und allen Raum und alle Zeit umfaßt ...
Um 1978 haben Alan Guth, Andrej Linde, Alexander Starobinsky u.a. mit Hilfe völlig neuer
Vorstellungen die Quantenkosmologie erschaffen, die bis zum Jahr 2000 zur Vorstellung
vom Multiversum geführt hat, die in vielem das darstellt, was SF-Autoren in den 1960er Jahren vermutet haben.
Andrej Linde hat 1990 in seinem Buch „Elementarteilchen und inflationärer Kosmos“ mit der
dimensionalen und zeitlichen Selbstbeschränkung der Kosmologen gebrochen und auch
noch Zeiträume für die Evolution kosmischer Prozesse als so groß eingestuft, daß sie jeden
SF-Autor erblassen lassen.
Die Annahme, daß „die Welt“ die Erdscheibe ist, die auf dem Apsu oder Okeanos schwimmt,
sich darüber der Himmel wölbt und daß dies alles vom unendlichen Wasser umgeben ist,
erscheint als ähnlich sinnlos wie die, daß es nur dieses eine einzige Universum gibt, das
allen Raum und alle Zeit umfaßt.
Was ist, wenn dieses unsere Universum doch nicht das einzige ist, wenn dieses unsere Universum ein dimensional-räumliches und zeitliches Außen hat ... ?
Die hauptsächlich universumexterne Kosmophysik der Aionik versucht, die Möglichkeiten
abzudecken, die sich ergeben, wenn es viele Universen gibt, auch viele Hyper- und Pararäume ... in einer vielleicht endlosen dimensionalen Schachtelung.
Eine hochdynamisch sich entwickelnde, dimensional tief geschachtelte Realität bleibt da
operabel, wo Ockhams Rasiermesser nicht mehr schneidet.
Von der Entstehung der Sonne bis zum Beginn des Stadiums als Weißer Zwerg sind es ungefähr 12 Milliarden Jahre, und dann kann die Sonne im Zustand des Weißen Zwerges viele
Milliarden Jahre verbleiben, und kühlt dann allmählich über die Dutzende von Milliarden Jahren weiter ab. Das überdeckt einen Zeitraum von einigen Dutzend Milliarden Jahren.
Betrachten wir diesen Zeitraum von über 30 Milliarden Jahren, den die Sonne als sichtbarer
Protostern, Hauptreihenstern, Roter Riese und Weißer Zwerg überdeckt, so sind die 6 Milliarden Jahre, die der natürlichen astrophysikalischen Entwicklung der Sonne nach der Erde
hinreichende Lebensmöglichkeiten bescheren, objektiv wenig, aber von unserer ganzen Erziehung und personalen Umwelt her sind wir Menschen geneigt, die räumliche Ausdehnung
der "Welt" an unserer Körpergröße und ihre zeitliche Ausdehnung an unserer Lebensdauer
zu messen. Darum erscheinen uns diese 6 Milliarden Jahre als unendlich viel.
Dem Menschen erscheinen 1 Milliarde Jahre als so viel, daß er bereit ist, einer Welt, die für 1
Milliarde Jahre existiert, schon allein deshalb einen Sinn zubilligt, weil diese 1 Milliarde Jahre
als so unendlich mal mehr als die Lebensdauer eines Menschen erscheinen.
130
Richtiger ist aber folgendes: Eine Realität, die für 100 Milliarden Jahre existiert und dann
total beendet wird, ist genauso sinnlos wie eine Realität, die sich über einen Tag erstreckt.
Auf die ewige, multidimensionale und globale Realität sind dabei viele Begriffe unserer Umgangssprache nicht anwendbar, wie z.B. Anfang der globalen Realität und Sinn von Leben
und Realität.
Mögen auch Universen entstehen und vergehen, so sind sie dann doch nur kurzlebige Teilbereiche in der globalen Realität oder im Ewigen Werden, und die Leistungen hoch entwikkelter IW und TZ ermöglichen es in günstigen Fällen, die höchsten Wertschöpfungen eines
Universums vor seinem Verfall in andere Universen einzubringen.
In diesem Rahmen ist eine realistische frohe Botschaft von einer Realitätsvorstellung mit der
Möglichkeit zu einem vernünftigen Lebenssinn zu konstruieren. Sie muß großes Potential für
die Entwicklung von Leben, IWA und TZ haben – innerhalb des von der Natur vorgegebenen
Realitätsrahmens.
"Moderne" kosmologische Vorstellungen, bis 1970 von den Koryphäen der Wissenschaft
noch als unumstößlich sicher und mit den Mitteln der höchsten Wissenschaft als bewiesen
ausgejubelt:
- Unser Universum ist einzig,
- es umfaßt die gesamte Realität,
- unser Universum ist eine 4-dimensionale Raumzeitwelt,
- es besitzt weder ein dimensional-räumliches noch ein zeitliches Außen,
- es ist plötzlich aus dem Nichts geschaffen worden bzw. entstanden und
- es vergeht sicher - die gesamte Realität umfassend - im finalen Gravitationskollaps.
Diese Ansichten – Paradigmen der Kosmologie - haben sich ebenso als falsch erwiesen wie
die früheren "modernen" Vorstellungen von
- dem Wärmetod der Welt und dem Laplaceschen Dämon der klassischen Physik,
- den für über 2000 Jahre herrschenden geozentrischen Weltbildern, auf die kunstvolle hellenistische Epizykeltheorie oder nicht gestützt ...
Da ab 2050 n.Chr. sich vermutlich schon jeder kleine Staat und jede Gang mit Massenvernichtungsmitteln wie ABC-Waffen eindecken kann, erwächst durch den weiteren technischen
Fortschritt eine weitere riesige Gefahr, weil die sittliche Kraft der Menschen nicht mit der
Entwicklung der vom Menschen geschaffenen Supertechnik Schritt hält.
Eine Auswanderung der Menschen in den Weltraum darf wegen des Bösen im Menschen
nicht erfolgen, obwohl sie technisch möglich wäre.
Es bleibt nur die gentechnische Veredelung des Menschen, wodurch der Mensch von dem
Bösen in sich befreit wird, das durch seine Gene diktiert wird.
Unsere Aufgaben als vernunftbegabte Wesen sind Schutz, Erhaltung, Bewahrung, Höherentwicklung, Sicherung und Verbreitung von Leben, Vernunft und Zivilisation über kosmologische Zeiträume hinweg, und damit mußten wir schon seit gestern anfangen.
Eine wirklich frohe Botschaft, die der Vernunft genügt, muß Leben, Vernunft und Zivilisation
in beliebig große Zeiträume führen und die Realität mit ihrer Hilfe mit immer höherwertigeren
Strukturen anreichern – innerhalb des von der Natur vorgegebenen Realitäts- und Entwicklungsrahmens.
Warum gibt es noch keine anerkannte wissenschaftliche Disziplin, deren Aufgabe die Entwicklung hinreichender geistiger Systeme für IW wie die Menschen wäre ?
Zu den dringendsten Problemen seit Jahrtausenden gehört zwar eine vernünftige, der ganzen Veranlagung des Menschen angepaßte Gründung und Formulierung von Sitte, Moral,
Ethik und ethischen Forderungen, aber das ist wegen des Bösen im Menschen nicht ausreichend. Es wurden zwar Versuche gemacht und einige wurden überliefert. Etliche Religionen,
Platons Ideenlehre und die Stoa gehören dazu.
Wissenschaftler verweisen auf die alten Religionen und Ideologien als hinreichende Antworten und/oder auf die Unmöglichkeit, über Naturwissenschaften und Vernunft Wesen und In-
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halt der höheren Ethik zu begründen. Ferner produzieren sie, gestützt auf übersteigerten
Positivismus, nihilistische Vorstellungen, schon seit 200 Jahren.
Es ist sehr wichtig, daß die IW und damit auch die Menschen operable Weltsysteme erhalten, vernünftige Antworten auf die dringende Frage nach dem Sinn des persönlichen Lebens
und nach dem Sinn von Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation insgesamt.
Der Mensch muß Realitätsvorstellungen und Weltsysteme erhalten, die seinen Verstand so
weit klären, daß er die optimale gentechnische Veredelung des Menschen möglichst schnell
leisten kann. Jedes weitere höhere Wissen erhöht nur die Gefahr, die von der Menschheit
ausgeht – siehe das Moratorium im vorliegenden Buch zu Ende von Kap. 18.
Die Entwicklung einer vernünftigen, auf optimales Wirken in Sicht auf beliebig große Zeiträume ausgelegte Human- und Sinn-Software ist eine kulturelle Großtat des Lebens, die
aber erst noch geleistet werden muß.
Aber damit würden wir nur eine Stufe weiterkommen. Letztlich kann nur die hinreichende
gentechnische Veredelung des Menschen die Probleme lösen, die durch das Böse im Menschen entstehen.
Es ist zwar sehr wichtig, Leben, Vernunft und Zivilisation auf unser ganzes Sonnensystem zu
verbreiten und es von der Erde und auch von der Sonne unabhängig zu machen, aber das
funktioniert mit dem Menschen eben nicht.
Die lebendige Schöpfung muß geschützt, in ihrer Vielfalt und in ihrem Bestand gewahrt werden, sie muß höherentwickelt, gesichert und verbreitet werden. Das ist ein Projekt über die
Jahrtausende, Jahrmillionen und Jahrmilliarden.
Hierfür ist eine gut funktionierende Weltraumfahrt zu entwickeln, sind Weltraumstationen zu
bauen und später andere geeignete Monde und Planeten unseres Sonnensystems erdenzuformen, aber diese großtechnische Erforschung und Besiedlung des Weltraums ist nicht mit
Menschen möglich, weil diese das Böse in sich haben, Es würde immer zu viele Menschen
geben, die die Mittel der Supertechnik und Superzivilisation mißbrauchen würden, getrieben
vom Bösen in sich, getrieben von Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Egoismus, Herrschsucht, Neid, Haß, Gier ...
Die Kriminalgeschichte der Menschheit beweist: Wegen des Bösen in sich ist der Mensch
untauglich zum Leben in Paradiesen oder zur Besiedlung des Weltraums.
Nicht mit den Menschen der bisherigen Art, wohl aber mit gentechnisch hinreichend veredelten „Menschen“ (= Androiden) wäre das möglich, und damit nähern wir uns dem Blick in die
Zukunft der Entwicklung der Hominiden.
Wir können dabei viel von der Natur lernen. Wir müssen die Natur belauschen, aber selber
auch sehr schöpferisch sein:
- Eine gute Kosmologie kann zeigen, wie die Natur Realität macht und Welten erschafft.
- Eine gute Biochemie kann lehren, wie die Natur biologisches Leben erschafft.
- Eine gute Paläontologie kann zeigen, wie die Natur Tier- und Pflanzenarten erschafft
- Eine gute Paläoanthropologie kann zeigen, wie die Natur Intelligente Wesen und über sie
Technische Zivilisationen erschafft.
Die Natur kann also als Lehrmeister dienen, aber die laufende Entwicklung immer höherwertiger realisierter Systeme und ihre Anreicherung in der Realität führt zur Herausbildung von
Entwicklungen und Realitäten, für die immer weniger Beispiele und Hilfsmittel aus früheren
Entwicklungen und Realitäten vorliegen.
Die Natur macht also laufend Realität – was kann man von der Natur lernen in Biochemie,
Astrophysik, Galaxienentwickelung ... ?
Die Evolution der Metazoen, die vor etwa 1,4 Milliarden Jahren begann, kann ohne Eingriff
von Superintelligenzen auf der Erdoberfläche noch für eine weitere Milliarde Jahre stattfinden, dann aber macht dem biologischen Leben die sich aufheizende Sonne den Garaus.
Die Sonne wird auf Grund ihrer astrophysikalischen Entwicklung schon in 800 Millionen Jahren eine solche Erhöhung ihrer Strahlungskraft erfahren, daß allmählich die Gewässer auf
der Erde zunehmend verdampfen.
132
Spätestens in 1,5 Milliarden Jahren - wahrscheinlich aber sehr viel früher - ist die Oberfläche
der Erde eine sonnendurchglühte Sand- und Steinwüste ohne Oberflächengewässer.
In 5 Milliarden Jahren wird die Sonne das Stadium des Roten Riesen erreichen und sich dabei vielleicht über die heutige Erdbahn ausdehnen. 2 Milliarden Jahre später wird die Sonne
in das Stadium des Weißen Zwerges übergehen, und von da an wird unser Sonnensystem in
Nacht, Kälte und Eis versinken.
Nur Superintelligenzen, die von einer IW-Evolution auf der Erde herstammen, werden die
furchtbare, totale Vernichtung allen Lebens in unserem Sonnensystem verhindern können.
Kein Gott, keine Götter werden eingreifen, wie die bisherigen Massensterben auf der Erde in
den letzten 700 Millionen Jahren und die Massenmorde durch Menschen im Anthropozoikum
beweisen.
Man kann die Gesamtheit der Lebensformen auf der Erde als eine neue und höhere Art von
Lebewesen ansehen, das sich in den riesigen toten Weiten unseres Universums vor 4 Milliarden Jahren über die Technik von Biochemie und Molekularbiologie zu entwickeln begann.
Es ist eine neue Sicht unter vielen anderen Sichtweisen möglich:
Alle Lebensformen der Erde bilden zusammen ein Lebewesen höherer Art, das die Möglichkeit besitzt, sich in der Ewigkeit zu behaupten und zu heute noch ganz ungeahnten Hochleistungen und Wirkungen zu kommen.
Dies ist das betreffende Sternenkind, ein Organismus 3. Stufe.
Alle Kampfhandlungen von Menschen untereinander oder von Menschen gegen Tiere und
Pflanzen sind wie eine Krankheit in einem Organismus, die zu seinem vorzeitigen Tod führen
kann.
Wenn man einmal annimmt, daß es sehr viele Sonnensysteme gab, gibt und geben wird, in
denen eine NBE wie auf der Erde startete oder noch starten wird, dann wäre bei Kenntnis
des Verlaufs von allen diesen Evolutionen auf vielen Planeten eine Statistik zu erstellen, wo
klar erkennbar wäre, daß manche Evolutionen schneller und erfolgreicher, manche langsamer und erfolgloser ablaufen und daß es das bekannte Mittelfeld gibt,
Man kann nun sagen, daß es einen Wettstreit zwischen den vielen Sternenkindern in den
vielen Sonnensystemen gibt, wer sich am besten, schnellsten, vernünftigsten ... entwickelt
und die höchsten Leistungen vollbringt. Das ist der Olympische Wettkampf unter Sternenkindern.
Die Verpflichtung für die Menschen zum Schutz der Tiere und Pflanzen ergibt sich aus diesem Sternenkind-Modell neben weiteren Forderungen:
- Beendigung der Vernichtung großer Tier-. und Pflanzenbestände durch Menschen.
- Beendigung der unbedingten Herrschaft des Menschen über Tiere und Pflanzen mit der
Folge der Ausrottung so vieler Tier- und Pflanzenarten, und zwar zu unserer Gegenwart hin
immer schneller und umfassender.
- Beendigung der laufenden Vermehrung der Menschen auf der Erde und Abwendung der
drohenden Überbevölkerung der Erde mit Menschen mit allen ihren entsetzlichen Folgen für
Mensch und Tier.
- Bürgerrechte auf der Erde nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen.
Für die gentechnische Veredelung des Menschen sind besonders zu studieren:
- Entwicklung der Hominiden,
- molekularbiologische Basis von Vererbung und Fortpflanzung,
- Eigenschaften der 3D Neuronennetze,
- errechenbare statistische Besonderheiten der vielen IWA- und TZ-Entwicklungen in geeigneten Sonnensystemen in beliebigen Galaxien, Universen ...
Ab 1960 beschrieb Louis S.B. Leakey u.a. in der Zeitschrift Kosmos seine Forschungsergebnisse in der Olduvai-Schlucht. Hier konnte man paläoanthropologische Forschungen direkt
von dem Mann erfahren, der sie betrieb.
133
Besonders zu empfehlen (auch für Paläontologie):
Hansjürgen Müller-Beck u.a. "Urgeschichte in Baden-Württemberg", Konrad Theiss Verlag
1983
Ernst Probst "Deutschland in der Urzeit", Bertelsmann Verlag 1986
Wilhelm Gieseler "Die Fossilgeschichte des Menschen", Gustav Fischer Verlag 1974
Donald Johanson, Maitland Eder "LUCY", R. Piper & Co. 1982 (1981)
John Reader "Die Jagd nach den ersten Menschen", Birkhäuser Verlag 1982 (1981)
John A.J. Gowlett "Auf Adams Spuren", Herder Verlag 1985 (1984)
David Lambert "Alles über die Frühmenschen", Arena-Verlag 1988 (1987)
Im Jahre 2010 schaut man ins Internet und kann mittels Google sehr schnell viele verschiedene Meinungen über paläoanthropologische Forschungen und Einschätzungen erfahren.
Die Darstellungen zum Stammbaum der Menschen in Wikipedia sind gut und es ist nicht
einzusehen, daß man sie hier wiederholen soll. Jeder kann ins Internet schauen und sich
das selber ansehen.
Dabei merkt man, wie sich eine Wissenschaft über die Jahrzehnte hin in ihren Paradigmen
von Grund aus wandeln kann.
- Um 1970 galten Neandertaler als strohdumm, sprachunfähig, bestenfalls dazu fähig, mit
einer Keule ein Mammut zu erlegen und dabei zu grunzen und zu quieken.
- Im Jahre 2010 gilt nicht nur der Neandertaler als intelligent und kulturfähig, auch als sozial
denkend, sondern auch schon der Homo erectus, von dem manche Autoren annehmen, daß
bei ihm schon in 1,8 Millionen Jahren alten Fossilien eine Ahnung von Broca-Zentrum nachweisbar sei.
Man hat also den Hochmut und Rassedünkel gegenüber dem Neandertaler und anderen
früheren Hominiden überwunden.
Interessant ist auch, daß die Autoren sehr vorsichtige Äußerungen machen und immer wieder darauf hinweisen, wie unsicher bestimmte Einschätzungen heute noch sind.
Richard Leakey hat anscheinend nachgewiesen, daß es dem heutigen Menschen sehr ähnliche Hominiden schon vor 130000 Jahren in Ostafrika am Omo-Fluß gegeben hat.
Nach dem vermuteten Klimaoptimum in der Eem-Warmzeit, die von 125000 bis 75000 v.Chr.
dauerte (und etliche kleinere Eis- oder nur Kaltzeiten enthielt), kam wieder eine Klimaverschlechterung, die in Eurasien und Nordamerika zu 2 Vereisungen führte:
Würm I hatte um 47000 v.Chr. sein Maximum und Würm II um 18500 v.Chr., aber beide
Hauptglaziale dauerten viele Jahrtausende, aber sie waren in viele kurzfristigere Klimazyklen
(Klimazyklus = Folge von Glazial und Interstadial) unterteilt.
Zu Beginn der Würmeiszeit um 75000 v.Chr. lebte in Europa und Nordafrika als Unterart des
Homo sapiens der Homo sapiens neanderthalensis (Neandertaler, Urmensch, Altmensch),
und nach heutiger Kenntnis auch die andere Unterart, der Homo sapiens sapiens (Mensch)
in Ostafrika mit einem mutmaßlichen Entstehungszentrum am Omo-Fluß vor 130000 Jahren.
Um 75000 v.Chr. wohnten in der Petershöhle bei Hartenstein (Velden) in Franken schon
klassische Neandertaler. Früheste Belege für den Menschen – aus der Zeit um 30000 v.Chr.
- gibt es aus Baden-Württemberg aus den Höhlen des Lonetals (Vogelherdhöhle).
Zur Entwicklung der Hominiden in vorheriger Zeit siehe Modul G, Bücher von G.H.R. von
Koenigswald, Davidson Black, Eugene Dubois, Franz Weidenreich, Robert Broom, Raymond
Dart, L.S.B. + M. + R. Leakey, Donald Johanson, ...) und ihre geistigen Väter wie Charles
Darwin und Ernst Haeckel.
Es ist besonders die Geschichte des Aussterbens des Neandertalers zu studieren, um auf
eventuell parallele Entwicklungen beim erfolgten Artentod der Neandertaler und dem bald zu
erwartenden Artentod der Menschen zu stoßen.
Auch Unterarten und Arten der Hominiden können aussterben.
Aufgrund religiösen Irrsinns und triebhaft bedingten schwachsinnigen Auserwähltseins glauben auch viele heutige Menschen, daß Unterarten und Arten der Hominiden nicht aussterben
können.
134
In einem Umkreis von wenigen Kilometern um die Höhlen im Lonetal (Vogelherdhöhle u.a.)
in Baden-Württemberg lebten vermutlich die letzten Neandertaler (Urmensch, Altpaläolithiker, Homo sapiens neanderthalensis) vor etwa 33400 Jahren in Mitteleuropa. In Westeuropa,
vor allem in Südspanien, sind sie noch um die Zeit vor 30000 Jahren nachweisbar.
Der Höhepunkt des vorletzten Glazials Würm I war vor etwa 50000 Jahren, der Höhepunkt
des letzten Glazials Würm II vor etwa 19000 Jahren – das Aussterben der Neandertaler erfolgte in einem Interglazial.
Die Neandertaler lebten in Europa seit vielen Jahrzehntausenden – die Menschen sind zuerst in Osteuropa nachweisbar vor mehr als 40000 Jahren, in Kleinasien seit 90000 Jahren.
Die Neandertaler werden die in ihre Jagdgebiete eingedrungenen und immer weiter vordringenden Menschen (Jungpaläolithiker) sehr mißtrauisch beobachtet haben, denn sie erkannten sicher die mit den Menschen heraufziehende Gefahr.
Zuerst hielten sich vermutlich diese beiden Populationen eher voneinander fern und dann
mochten sie sehr vorsichtig eine friedliche Koexistenz versuchen, die aber immer wieder an
dem Bösen im Menschen scheitern mußte - wie wir das ja aus Geschichte und Alltag der
Menschen her sehr genau kennen.
Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) 1919: Verträge sind dafür da, um gebrochen zu werden.
Das galt für die Menschen schon vor 30000 Jahren.
135
14.2 Entwicklung des Homo sapiens praeneanderthalensis und
Homo sapiens neanderthalensis
Eem-Warmzeit (125000 bis 75000 v.Chr.)
Sowohl der Neandertaler als auch der Mensch sind bis vor 130000 Jahren in der Epoche der
Riß- oder Saale-Eiszeit entstanden, und zwar
- der Neandertaler (Urmensch, Altmensch) in Westeuropa bis Asien und
- der Mensch in Ostafrika in der Umgebung des Omo-Flusses.
Die Riß- oder Saale-Eiszeit (sie endete vor 125000 Jahren) hatte eine viel größere Vergletscherung Europas und Asiens bewirkt als die Würm-Eiszeit.
Zu Beginn der Eem-Warmzeit stieß das Nordmeer nach Süden vor und überflutete die Bekken von Nord- und Ostsee, die bis dahin Festland gewesen waren. Die neue Ostsee war
bedeutend größer als die Ostsee in heutiger Zeit, und sie trennte durch einen Meeresarm
Skandinavien vom europäischen Festland.
Nach dem Rückzug der Gletscher der Rißeiszeit entstanden Birken- und Kiefernwälder, die
später von Eichenmischwäldern mit Ulmen, Hasel, Linde und Eibe verdrängt wurden. Darauf
folgten Hainbuchenwälder.
Beim Übergang zur Würmeiszeit kamen erneut die Birken- und Kiefernwälder auf, bis sie
ihrerseits von der Kältesteppe (Tundra) abgelöst wurden.
Funde fossiler Pflanzen bei Stuttgart-Cannstadt, Weimar-Ehringsdorf und Zeifen am Waginger See, Oberbayern, belegen ein mildes Klima durch wärmeliebende Pflanzen in der EemWarmzeit: Stein-, Traubeneiche, Sommer-, Winterlinde, Efeu, Lebensbaum, südeuropäische
Schwarzkiefer, Buchs, Stechpalme und thüringischer Flieder.
Wahrscheinlich sind auch die Warmzeiten (Thermale) in viele Klimazyklen (Folge von echter
Warmzeit und kälterer Zeit) aufgeteilt.
Tierwelt
Wichtige Fossilien wurden unter Travertin verwahrt, der eine schützende, sehr feste Kalksinterschicht darüber legte.
Das war z.B. in Thüringen bei Bilzingsleben der Fall, wo ein Jagdplatz des Homo erectus vor
350000 Jahren von einer festen Travertinschicht bedeckt wurde, und auch bei WeimarEhringsdorf oder bei Stuttgart-Untertürkheim, wo man im früheren Biedermannschen Steinbruch in Kalksinter eingeschlossen viele Fossilien fand.
Man kann beim Travertin mehrere Schichten unterscheiden, die verschiedenen Klimaepochen angehören:
- Unterer Travertin: Fossilien von Eichenmischwald, Waldelefant, Wildkatze, Riesen-, Rothirsch, Reh als Hinweis auf mildes Klima.
- Oberer Travertin: Steppennagerschicht, Mammut, Wollnashorn, Ren, Rothirsch als Hinweis
auf kaltes Klima.
In den langdauernden warmen Abschnitten der Eem-Warmzeit gab es in Mitteleuropa Löwen, Waldelefanten, Waldnashorn, Wildschwein und Damhirsch. Große Flußpferde lebten in
der Oberrheinebene und in England. Bei Weimar gab es Leoparden – insgesamt war das
alles eine afrikanische Fauna.
Hominiden der Eem-Warmzeit
Der Sapientierungsprozeß vom Homo erectus zum Homo sapiens begann spätestens vor
400000 Jahren, frühestens vor 1 Million Jahren, und das vermutlich in der ganzen Alten
Welt. Es ist erst einige Jahrzehnte her, daß man glaubte, daß der Mensch in Südostasien
entstanden sei.
Einige Stufen der Entwicklung können Fossilien zugeordnet werden (Auswahl von Funden,
Daten öfters noch unsicher):
- Swanscombe an der Themse bei London (vor 350000 Jahren, 1300 ccm Gehirnvolumen,
Begleitfauna einer Warmzeit mit Elefant und Nashorn),
- Steinheim an der Murr (vor 300000 Jahren, 1150 ccm Gehirnvolumen, Begleitfauna einer
Warmzeit),
- Montmaurin bei Toulouse (vor 300000 Jahren),
136
- Höhle von Arago bei Tautavel ( vor 200000 Jahren),
- Höhle von Fontechevade (vor 110000 Jahren, 1400 ccm Gehirnvolumen, Begleitfauna mit
Hirsch, Nashorn und Bär), ähnliche hominide Fossilien gefunden bei Ehringsdorf bei Weimar
sowie Saccopastore und Quinzano in Italien,
- Broken Hill (Kabwe), Sambia (vor 125000 Jahren, 1300 ccm),
- Hopefield bei Saldanha Bay in Transvaal,
- Höhlen im Makapantal, Unterkiefer von Kanam,
- Omo I (vor 130000 Jahren, 1400 ccm), sehr ähnlich dem Menschen,
- Omo II (vor 130000 Jahren, 1400 ccm), mit vielen Merkmalen des H. erectus,
- Border-Höhle in Südafrika (60000 v.Chr.),
- Niah-Höhle bei Sarawak, Malaysia (40000 v.Chr.),
- Florisbad, Fish Hoek, Südafrika (40000-36000 v.Chr.).
Zu Beginn der Würmeiszeit war der klassische Neandertaler bereits voll entwickelt. Richard
Leakey meldete 1967 den Fund von Fossilien am Omo-Fluß in Ostafrika, die er zwei verschiedenen Typen zuordnete (beide mit 1400 ccm Gehirnvolumen aus der Zeit vor 130000
Jahren):
- Omo I: Sehr dem Homo sapiens sapiens ähnlich, Kinn, dünnere Knochen als beim Homo
erectus, gewölbte Schädelseiten, mit Überaugenwülsten, aber insgesamt modern.
- Omo II: Breite Basis, Hinterhauptsknochen gewinkelt, große Ansatzflächen für Halsmuskeln, dicke Schädelknochen, sehr ähnlich dem Homo erectus.
Beide Schädel stammten aus derselben Schicht und wurden 1 km voneinander gefunden. Ist
das auf eine reine statistische Schwankung des Knochenbaus derselben lokalen Bevölkerung zurückzuführen ?
Trotz der großen Unsicherheit der Gehirnschädelinhalte und zeitlichen Einstufungen (siehe
die Flops um Piltdown-Mensch und den Homo-Schädel 1470) ist damit recht wahrscheinlich
geworden, daß auch der Mensch bis zum Beginn der Würm-Eiszeit die Bühne des Lebens
betreten hatte.
Sicher ist, daß er sämtliche Angehörigen anderer hominider Populationen ausgelöscht hat,
durch Tötung und Assimilation.
Nur in Australien hielten sich anscheinend noch einige Hominiden vom Typ Homo erectus
bis z.Z. um 8000 v.Chr. bei Kow Swamp, 3000 km von Mungo. 1968 fand man dort 17 Skelette mit ganz deutlichen Homo erectus-Merkmalen.
Man kann darum nicht allzu falsch liegen, wenn man die Epoche des Menschen – das Anthropozoikum - auf der Erde um 100000 v.Chr. nominell beginnen läßt.
Man kann für eine bessere Sicht auf langfristigere Prozesse eine Zeitskala einführen wie
100000 v.Chr. = 1 n.M. (Jahr 1 nach Auftreten des Menschen), die den nominellen Beginn
des Anthropozoikums als Zeitnullpunkt besitzt.
Das ist nur als Denkanstoß zu sehen. Für die jüngere Geschichte ist der bisherige Zeitnullpunkt "n.Chr." natürlich viel bequemer und nützlicher.
Seit mindestens 100000 Jahren gibt es auf der Erde Lebewesen, die denken und fühlen wie
Sie und ich. Das entspricht einer Folge von 4000 Generationen, mit Leben, Erkennen, Fragen, Irren, Lieben, Leiden und Sterben.
Die Basis für Intelligenz, Vernunft, Genialität und Bewußtsein sind neuronale Netze, wie man
sie später bei höherem Kenntnisstand in der Petrischale züchten können mag.
Für den Prozeß der Migration der frühen Menschen:
Nordufer des Turkana-Sees bis zur Mitte des Tschad-Sees
2500 km
Nordufer des Turkana-Sees bis Meerenge Bab el Mandeb
1200 km
Nordufer des Turkana-Sees bis Khartum
1320 km
Khartum bis zum Roten Meer
670 km
Khartum bis Tibesti
1700 km
Tibesti bis Ahaggar
1250 km
Ahaggar bis Mittelmeer bei Tunis
1370 km
Ahaggar bis zur Atlantikküste entlang des nördlichen Wendekreises 2200 km
Ahaggar bis Mitte Tschadsee
1450 km
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Nordufer des Turkana-Sees, Khartum und Tschadsee-Mitte bilden ein Dreieck, in dessen
Zentrum sich Bahr el Ghasal befindet, und östlich davon ist das riesige Sumpfgebiet El Sud.
In den Glazialen lagen große Teile des Roten Meeres trocken, auf jeden Fall die Meeresstraße Bab el Mandeb. Zu diesen Zeiten konnte man leicht zu Fuß von Afrika zur Arabischen
Halbinsel gelangen. Wann erfolgte das frühestens ?
Während der Glaziale war auch die Arabische Halbinsel (fast 3000 km lang und im Mittel um
1200 km breit) sehr viel wasserreicher und fruchtbarer als heute. Mochten sich auch die frühen Menschen über die Arabische Halbinsel verteilen und verschiedene Wege gehen, so
mußten sie doch den Bereich passieren, der durch das Mittelmeer und die Quellgebiete von
Euphrat und Tigris markiert wird.
Wie weit reichte vor 100000 Jahren der Persische Golf in Richtung Mossul ?
Von Mossul bis Jericho sind es gerade mal 700 km.
Die frühen Menschen konnten Euphrat und Tigris durchqueren und etwa die Täler des Diyala
oder des Großen Zab hinaufziehen – falls es die damals schon gab.
In den Nordostabhängen des Zagros-Gebirges spätestes trafen sie mit den Neandertalern
zusammen. In diesem Bereich des Zagros-Gebirges findet man Höhlen, die reich an fossilen
Knochen von Neandertalern und Menschen sind, und beide waren damals ausgeprägte
„Menschenfresser“. Kannibalismus ist unter beiden Unterarten der Art Homo sapiens, also
den Urmenschen und Menschen, sehr verbreitet, ja endemisch gewesen.
Wir sollten uns einmal Gedanken darüber machen, wie eigentlich die Auswanderung der
Menschen aus Afrika stattgefunden hat, und mit welchen zeitlichen Schwerpunkten.
Die trocken gefallene Meeresstraße Bab el Mandeb am Ausgang des Roten Meeres spielt
dabei eine Schlüsselrolle, ebenso wie die Region von Mossul bis Jericho.
Zu den Zeiten der Hauptvergletscherung von Würm I vor 50000 und von Würm II vor 19000
Jahren lag jeweils die Meerenge Bab el Mandeb trocken. Das war jeweils für etwa 3000 Jahre, so daß sich das bei den Menschen herumsprechen konnte und größere Auswandererströme den trockenen Übergang zur Arabischen Halbinsel nutzten.
Äthiopien, Eritrea, Jemen und Hadramaut müssen für den Archäologen riesige Schätze bergen, ebenso der Meeresgrund von Bab el Mandeb. Leider sind die politischen Verhältnisse
nicht gegeben, um Wissenschaftler dorthin schicken zu können. Wenn doch, dürften wissenschaftliche Grabungen nur unter der Aufsicht von UN-Soldaten erfolgen.
Schade, daß die letzten Hominiden so bescheuert sind.
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Die Würmeiszeit (75000 bis 8300 v.Chr.)
Der Beginn der Würmeiszeit wird auf 75000 v.Chr. festgesetzt, ihr Ende auf 8300 v.Chr mit
dem Ende von Dryas III, dem letzten Gletschervorstoß im Spätglazial von Würm II (2. Hauptvergletscherung der Würm-Eiszeit).
Die Würm-Eiszeit brachte geringere Gletschervorstöße als die Riß-Saale-Eiszeit zuvor. Die
weiter auseinander liegenden Gletscherfronten der von Norden nach Süden vorstoßenden
nordischen Gletscher und der von Süden nach Norden vorstoßenden alpinen Gletscher ermöglichten deshalb einen größeren eisfreien Lebensraum für die eiszeitliche Flora und Fauna. Ob das für die Neandertaler (Mousterien-Kultur in Würm I mit Kältemaximum um 47000
v.Chr.) und die Cro Magnon-Menschen (Solutreen, Aurignacien und Magdalenien in Würm II
mit Kältemaximum um 18500 v.Chr.) eine große Bedeutung hatte, ist noch unklar.
Bis 38000 v.Chr. war die Neandertalerpopulation in Westeuropa zumindest sehr ausgedünnt,
aber im Nahen Osten lebten noch um 15000 v.Chr. Neandertaloide mit Mousterien-Industrie
(Definition der Begriffe siehe H.J. Müller-Beck).
Wäre die Würm-Eiszeit genauso streng gewesen wie die Riß-Eiszeit, hätte der Neandertaler
nicht in Mittel- und Westeuropa bis 35000 v.Chr. (?) ausharren und der Cro Magnon nicht um
diese Zeit nach Westeuropa einwandern können. Das nicht so strengkalte Klima und die
größeren Tundraflächen ermöglichten das Bestehen einer reichen Eiszeitfauna als Basis für
das Überleben von Urmenschen und Menschen.
In der Phase des Hochglazials von 18000 bis 16000 v. Chr. stießen aber die nordischen und
alpinen Gletscher so weit vor, daß nur ein um 600 km breiter Korridor mit Tundrabewuchs
zwischen ihnen verblieb. Die nordischen Gletscher (2 km hoch) stießen bis Brandenburg vor.
Beim Rückzug der Gletscher nach dem Hochglazial gab es noch 3 kleinere Eiszeiten, Älteste
Dryas, Ältere Dryas und Jüngere Dryas im Spätglazial, wo nach Gletscherrückzügen und
Haltephasen auch wieder Gletschervorstöße auftraten.
Im Spätglazial bildeten sich dem Rückzug und den Haltephasen der Gletscher entsprechend
aus den Gletschern Schmelzwasser, die bei den Endmoränen aus Gletschertoren hervorströmten und die Urstromtäler schufen: Glogau-Baruther, Warschau-Berliner und ThornEberswalde Urstromtäler.
Die Nordsee zog sich in der Würm-Eiszeit um mehrere Hundert Kilometer nach Norden zurück, wodurch England mit dem Kontinent verbunden wurde. Die Elbe floß bei der Doggerbank in die Nordsee, Themse und Rhein mündeten in einen Fluß, der etwa in der Mitte des
Gebiets des späteren Ärmelkanals nach Westen floß und in den Atlantik mündete. Die Flußtäler der ehemaligen Flüsse können heute auf dem Grunde der Nordsee verfolgt werden.
Frühglazial
Hochglazial
Spätglazial
Frühglazial
Hochglazial
Spätglazial
Übersicht Würmeiszeit
75000 bis 18000 v.Chr.
18000 bis 16000 v.Chr.
16000 bis 8300 v.Chr.
Zuordnungen zu Kulturstufen von Homo sapiens:
Mousterien der Neandertaler
75000 bis 35000 v.Chr.
Perigordien, Aurignacien des Cro Magnon 35000 bis 18000 v.Chr.
Solutreen des Cro Magnon
18000 bis 16000 v.Chr.
Magdalenien des Cro Magnon,
16000 bis 8300 v.Chr.
ins Azilien reichend)
139
Genauere Einteilung der Würmeiszeit
Beginn
Bezeichnung
Bemerkungen zu Epochen der Würmeiszeit
75000 v.Chr. Frühglazial
Beginn der Würmeiszeit und des Auftretens des
klassischen Neandertalers in Europa, Nahem
Osten und Nordafrika
Beginn des Mousterien
66000 v.Chr. Amersfoort-Interstadial
Warmphase, Blütezeit der Höhlenbären beginnt
64000
Kaltphase
62000
Broerup-Komplex
Warmphase
60000
Kaltphase
58000
Odderade-Interstadial
Warmphase
-------Auftreten des Homo sapiens sapiens im Nahen Osten
------47000
Kaltphase, Maximum von Würm I, der ersten
Vergletscherung Nordeurasiens
42000
Moershoofd-Interstadial
Warmphase
-------Auftreten des Homo sapiens sapiens in Osteuropa
-------40000
Kaltphase, Tundra mit üppiger Krautvegetation,
viele Eiszeittiere
37000
Hengelo-Interstadial
Warmphase, Einwanderung des Cro MagnonMenschen nach in Europa
-------Auftreten des Homo sapiens sapiens in Westeuropa
35000
Mittelglazial-Aurignacien
Kaltphase
30000
Denekamp-Interstadial
Warmphase, Tierplastiken aus Höhlen im
Lonetal, Baden-Württemberg
-------Aussterben des klassischen Neandertalers
--------in Europa und Nordafrika
27000
Kaltphase
Beginn von Würm II
Tierplastiken und Frauenstatuetten aus Elfenbein
In ganz Europa, Ausbildung eines sehr großen
Kulturbereiches in Osteuropa (Ukraine, Mähren)
18500 bis
Hochglazial-Gravettien
Extreme Kaltphase, Gletscher erreichen ihre
16500
maximale Ausdehnung
16000
Spätglazial-Magdalenien
13500
Älteste Dryas
Kaltphase, Silberwurz-Flora
Höhepunkt der Höhlenmalereien in Frankreich
und Spanien
11000
Bölling
Warmphase
10000
Ältere Dryas
Kaltphase,
Beginn der Felsenmalerei ?
9800
Alleröd
Warmphase
9000
Jüngere Dryas
Kaltphase mit Gletschervorstoß
8300
Beginn des Holozän
Warmphase,
Beginn der Felsengravuren ?
Tierwelt in Mitteleuropa bis Würm II:
Mit dem Vordringen der Gletscher bildeten sich wieder Tundren mit der zugehörigen Kaltzeitfauna aus. Zuerst kamen Steppennager wie der Graulemming und andere Lemmingarten,
dann folgten Mammut, Wollnashorn, Ren, Moschusochse und Saiga-Antilope (Paarhufer, bis
1,45 m lang). Nachgewiesen sind weiter: Biber, Wolf, Höhlenlöwe, Höhlenbär, Höhlenhyäne,
Riesen-, Rothirsch, Elch, Auerochse, Steppenbison, Braunbär, Gemse, Steinbock und Pferd.
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Fundorte
Besonders ergiebige Fundorte für Vielfraß, Luchs, Höhlenbär, Höhlenlöwe, Schneeleopard
und andere Tiere sind:
- Zoolithenhöhle bei Burggailenreuth, Muggendorf, etwa ab 68000 v.Chr.,
- Petershöhle bei Velden, etwa ab 80000 v.Chr.
- Rabenstein bei Waischenfeld,
- Geißenklösterle und Vogelherdhöhle sowie andere Höhlen in Lonetal und Umgebung in der
Schwäbischen Alb mit Fossilien von Wildpferd und Ren sowie von Artefakten vom Mensch
(30000 - 25000 v.Chr.).
Weitere Fundorte:
- Bärenhöhle bei Erpfingen (Blütezeit der Höhlenbären von 65000 bis 12000 v.Chr. ?)
- Emscher Tal bei Bottrop.
Wie im rezenten Sibirien und Alaska gab es Permafrostboden, der im Sommer oberflächlich
auftaute, aber doch eine für die Eiszeittiere reichliche Vegetation ermöglichte: Gräser, Riedgräser, Wegerich, Sonnenröschen, Gänse-, Hahnenfuß, Kreuzblütler, Moose und Flechten.
Zu Zeiten von Warmphasen gab es wärmeliebende Tiere wie den Leopard (Fundort:
Baumannshöhle bei Rübeland, Harz), der dem rezenten Leoparden im Kaukasus ähnelte.
Während wärmerer Phasen gab es in Süddeutschland Fichtenwälder, die zu der Schwefelkohle des Alpenvorlandes fossilierten.
Beresowska-Mammut in Sibirien im Jahre 1900 n.Chr., gefunden am Ufer der Beresowska:
Schulterhöhe 3 m, um 3,50 m lange, gebogene Stoßzähne, das Gewicht um 6 t. Im Magen
befanden sich etwa 12 kg Futterreste sommerlicher Pflanzennahrung (5 Arten von Gräsern,
2 Riedgrasarten, Thymian, Alpenmöhre, Scharfer Hahnenfuß). Das Mammut benötigte jeden
Tag um 300 kg Futter.
Im Dauerfrostboden Sibiriens wurden bis in rezente Zeit die Kadaver von 37 Mammuts gefunden, in Alaska immerhin 6 Mammutleichen. Es wurden auch Leichen von Wollnashörnern
(bis 1,60 m hoch und 3,60 m lang) gefunden. Die Tiere fielen gewiß keiner globalen Katastrophe zum Opfer wie einer rapiden Klimaänderung, sondern einer persönlichen Katastrophe, als sie während einer Kaltphase (Mageninhalt !) etwa im Eis eines Flusses einbrachen
oder in eine Toteisblockfalle im Boden stürzten.
Die Höhlenbären, deren Skelette man zu vielen Tausenden in manchen Höhlen fand, fielen
keinen globalen Katastrophen zum Opfer, sondern starben dort an Sauerstoffmangel, Entkräftung oder eines natürlichen Todes, wobei sich die Skelette über die Jahrzehntausende
anreicherten.
Ständige Begleiter der Hominiden waren seit 600000 Jahren Elefantenähnliche oder schon
echte Elefanten oder Mammuts, Nashörner oder Wollnashörner, Bären und später besonders Höhlenbären, Löwen und Höhlenlöwen, Pferde und andere Tiere.
Beispiele für Menschenfunde mit Begleitfauna (s. = sapiens):
- 600000 v.Chr.: Homo erectus von Mauer bei Heidelberg
- 350000 v.Chr.: Homo erectus von Bilzingsleben, Thüringen
- 250000 v.Chr.: Homo s. anteneanderthalensis von Steinheim an der Murr
- 75000 v.Chr.: Homo s. neanderthalensis, Europa und Nordafrika
- 30000 v.Chr.: Homo s. sapiens, Vogelherdhöhle im Lonetal.
Frühformen des Homo sapiens kann es schon um 250000 v.Chr. gegeben haben, wie die
Funde von Swanscombe und Steinheim an der Murr darlegen könnten. Als die Epoche des
klassischen Neandertalers oder Urmenschen um 75000 v.Chr. in Europa und Nordafrika begann, gab es schon Frühformen des Homo sapiens sapiens im Bereich von Ost- bis Südafrika.
In der Fontechevade-Höhle fand man den Schädel eines präsapienten Menschen unter einer
Neandertaler-Schicht, getrennt durch eine sterile Schicht. Annahmen: Die Entwicklung der
Art Homo sapiens begann vor etwa 400000 Jahren überall auf der Erde aus dem Homo
erectus. Die Entwicklung der beiden bekannten Unterarten H.s. neanderthalensis (Urmensch) und H.s. sapiens (Mensch) fand etwa gleichzeitig schon zu Ende der Riß-SaaleEiszeit statt.
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Aus der Eem-Warmzeit (Beginn vor etwa 125000 Jahren) sind nur wenige fossile Knochenreste von Hominiden bekannt. Bei Lehringen bei Verden an der Aller (Niedersachsen) fand
man das Skelett eines Waldelefanten, in dem ein 2,15 m langer Speer aus Eibenholz steckte. Die Spitze des Speers war im Feuer gehärtet worden.
Der Praeneandertaler erschien nach der Rißeiszeit (250000-125000 v.Chr.), der klassische
Neandertaler nach der Eem-Warmzeit (125000-75000 v.Chr.). Die Epoche des klassischen
Neandertalers war von 75000 bis 35000 v.Chr., wobei schon der 1. große Gletschervorstoß
der Würmeiszeit um 50000 v.Chr. die Neandertaler in West- und Mitteleuropa sehr dezimierte, so daß die ab 35000 v. Chr. nach Westeuropa ziehenden Menschenpopulationen dort nur
noch kleine Neandertalerpopulationen vorfinden mochten.
Bis zum Beginn der Eem-Warmzeit hatte sich vermutlich aus dem Homo sapiens anteneanderthalensis der Homo sapiens praeneanderthalensis entwickelt, aus dem sich im Zeitraum
der Eem-Warmzeit von 130000 bis 75000 v.Chr. der Homo sapiens neanderthalensis, der
klassische Neandertaler (Urmensch), der letzte Paläoanthropine, entwickelte.
Möglicherweise lebten noch bis 100000 v.Chr. Populationen des Homo erectus in Südostasien.
Der klassische Neandertaler lebte etwa von 75000 bis 35000 v.Chr. in Europa und Nordafrika. Vom Homo sapiens sapiens wurde er ab 35000 v.Chr. abgelöst - vermutlich gewaltsam
wie üblich dort, wo Menschenhorden mit anderen zusammenstießen.
Da die Urmenschen viel stärker als die Menschen waren, konnte das nur durch
- höhere Intelligenz (soziale und technische),
- bessere manuelle Geschicklichkeit,
- bedeutend größere Bösartigkeit und Rücksichtslosigkeit ...
der Menschen erfolgen.
Frühformen der Neandertaler traten vielleicht vor 100000 Jahren in Europa auf, was die hominiden Fossilien von Fontechevade, Ehringsdorf bei Weimar, Saccopastore und Quinzano
in Italien nahelegen könnten. Neandertaler aber traten in Europa erst vor 90000 Jahren auf.
Man fand seine Fossilien auch in Nahem Osten, Vorderasien und Nordafrika. In Asien traten
ab dieser Zeit Hominiden mit deutlichen Neandertaler-Merkmalen auf.
Die Entwicklung des Urmenschen brachte die Herausbildung der typischen NeandertalerMerkmaler:
- Robuster Körperbau mit sehr massiven Knochen und viel stärkeren Muskeln als beim Menschen, Langknochen viel stärker gekrümmt als beim Menschen,
- körperlich kleiner als der Mensch, aber untersetzt und viel kräftiger,
- großer Schädel mit kräftigen Überaugenwülsten, massive Vorderzähne,
- weit nach vorn gerücktes Gebiß (ergab Spitzgesicht), mit einer Lücke zwischen Weisheitszahn und dem aufsteigenden Ast des Unterkiefers,
- fliehende Stirn, lang nach hinten gezogener Schädel mit einem Gehirnvolumen von 1350
bis 1750 ccm, im Mittel 1500 ccm (damit größeres Gehirn als der heutige Mensch), das große Gehirn nach hinten gelagert,
- kein Kinn, andere Lagerung von Gaumen, Kehlkopf und Zunge als beim Menschen (geringere akustische Sprachfähigkeit),
- kegelförmige Ausbuchtung unten am Hinterhaupt,
- ovaler Hirnschädelumriß bei Sicht von hinten,
- keine Wangenbeingrube im Gegensatz zum vorhergehenden Anteneandertaler.
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14.3 Urmensch oder Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis)
Erstes Auftreten des klassischen Neandertalers an den Orten:
- Bei Ehringsdorf (Deutschland),
- am Tiber (Italien),
- in Rhodesien (Südafrika),
- auf Java (Südostasien).
Eigentümlich ist, daß manche Orte, wie
- Dordogne, besonders Tal der Vezere, Frankreich,
- Combe-Grenal, 23 km von Les Eyzies (viele Werkzeuge vom Neandertaler),
- Massif Central, Frankreich (dort ab 500000 v.Chr. der Homo erectus ?),
- Klausennische (Höhle) bei Neuessing im Altmühltal bei Kelheim, Bayern,
- Lonetal in Baden-Württemberg,
zuerst vom Neandertaler und dann (auch) vom Cro Magnon eindeutig bevorzugt wurden.
Das mittlere Gehirnvolumen des Neandertalers war 1550 ccm und damit um 10% größer als
beim heutigen Menschen und etwa gleich dem des Jungpaläolithikers, aber er besaß einen
plumperen und viel kräftigeren Körper.
Besondere Kennzeichen des klassischen Neandertalers sind oben aufgeführt.
Das große Gehirn läßt nur den Schluß zu, daß der Neandertaler recht intelligent war. Mochte
auch seine Lautformung gegenüber dem Menschen stark eingeschränkt gewesen sein, so
besaß er sicher schon die Fähigkeit zum artikulierten Sprechen und zu ausführlicher sozialer
Kommunikation, besonders auf den Gebieten der Stammestraditionen, Mythen, Jagdplanung
und Werkzeugherstellung.
Der Fund des Urmenschen im Neandertal
Im Jahre 1856 wurde im Neandertal bei Düsseldorf-Mettmann Kalkstein abgebaut. Dabei
wurden bei Sprengungen Höhlen geöffnet oder ihre Eingänge erweitert. Das war auch bei
der Höhle "Felddorfer Kirche" (oder "Kleine Feldhofer Grotte") in der Nähe der alten Feldhofschen Waldmühle der Fall, deren Eingang 18 m über der Talsohle lag. Das Tal war nach
dem Kirchenliederdichter Johannes Neander benannt worden. Zum Abbau des Kalksteins
wurde der Höhlenlehm der Höhlen hinausgeworfen.
In dem Abraum der "Felddorfer Kirche" fand man hominide Knochen. Bei Nachforschungen
entdeckte man im restlichen Lehm in der "Felddorfer Kirche" weitere Knochen. Man stellte
fest, daß ein Skelett in 0,6 m Tiefe im Höhlenlehm gelegen hatte, von dem man einige Teile
nicht mehr finden konnte.
Die Rekonstruktion ergab das Bild eines 1,60 m großen Menschen mit kurzen Armen und
Beinen, großen Überaugenwülsten, gekrümmten Langknochen, fliehender Stirn und fliehendem Kinn, lang nach hinten gezogenem Schädel mit einem Gehirnvolumen von 1400 ccm.
Der Naturkundelehrer Johann Carl Fuhlrott erkannte es als Skelett eines urtümlichen Menschen. Später wurde er besonders von Ernst Haeckel (geboren 1834) unterstützt.
Man vermutete, daß dieser Urmensch um 75000 v.Chr. gelebt hatte. Schon vorher hatte man
in Westeuropa Knochen altertümlicher Menschen entdeckt, z.B. in einer Höhle von Gibraltar
1848.
Diese Fossilien wurden aber auch von der wissenschaftlichen Welt nicht beachtet, weil sie in
das Weltbild nicht paßten. Man glaubte damals noch an die Schöpfungsgeschichte in der
Bibel und deren apokalyptische und apokryphe Auslegungen, mit der Erschaffung der Welt
um 4004 v.Chr. innerhalb von 6 Tagen durch "Gott", alle Arten von Tieren und Pflanzen (den
Menschen eingeschlossen) auf Ewigkeit festgelegt.
Eine Evolution gab es für Wissenschaftler damals nicht.
Um die vielen Funde fossiler Knochen nicht mehr existierender Tierarten zu erklären, hatte
Georges Cuvier die Katastrophentheorie entwickelt: Es gab mehrere Schöpfungen, die
nacheinander stattfanden und jeweils von Katastrophen vernichtet wurden. Die Menschen
und die neuzeitlichen Tiere stammten aus der letzten Schöpfung.
Um 1835 bewies der Geologe C. Lyell durch geologische Untersuchungen, daß die Erde
mindestens einige Millionen Jahre alt ist.
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Zur gleichen Zeit erkannte B. de Perthes, daß seine im Somme-Tal gefundenen Steinwerkzeuge (grobe und feine Faustkeile) von Menschenhand erzeugt worden waren. Seine Thesen wurden 1858 durch englische Wissenschaftler bestätigt.
Im Jahre 1859 publizierte Charles Darwin sein Buch über die Abstammung der Arten über
eine zeitlich weiträumige Evolution. Seine besten Verfechter wurden Thomas Huxley und
Ernst Haeckel.
Gustav Schwalbe kämpfte ebenfalls für die Anerkennung einer evolutionären Entwicklung
vom Urmenschen zum Menschen.
Die Vorstellung, vom Neandertaler abzustammen, erschien den meisten gebildeten Menschen fürchterlich und sie widersprachen heftig der Evolutionstheorie Darwins und den Vorstellungen Fuhlrotts über die Knochenfunde im Neandertal, sofort nach der Publikation 1859
bzw. 1856 und z.T. noch heute.
1886 wurden in einer Höhle bei Spy in Belgien wieder altertümliche menschenähnliche Knochen gefunden, bei ihnen lagen Steinwerkzeuge und Knochenreste längst ausgestorbener
Tiere.
1899 fand man in der Höhle Krapina in Jugoslawien eine große Anzahl hominider Fossilien
(Mensch und Urmensch).
1891 fand man auf Java einen noch urtümlicheren Schädel vom Pithecanthropus (Terminologie von Ernst Haeckel). Später bekam er den Namen Homo erectus. Sein Hirnvolumen
wurde von seinem Entdecker Eugene Dubois auf 1200 ccm geschätzt.
Ab 1908 fand man in Frankreich, hauptsächlich in der Dordogne, laufend die Skelette von
Neandertalern: La Chapelle-aux-Saints (1908), Le Moustier, La Ferrassie (1909), La Quina
(1911).
Man fand auch Neandertalerfossilien 1939 bei Monte Circeo in Italien.
Eigentümlich ist wieder, daß gerade die Gegend um Carnac in der Bretagne zur Namengebung der Neandertaler-Industrie führte (Mousterien nach dem Fundort Le Moustier bei Carnac), und daß gerade dort angeblich auch die ersten megalithischen Entwicklungen ab 5500
v.Chr. stattgefunden haben.
Viele Neandertalerknochen fand man in Höhlen, mit ihnen oft auch Stein- und Knochenwerkzeuge.
Kulturmerkmale des Neandertalers:
- Abschläge von vorbereiteten Feuersteinkernen ergaben Spitzen, Schaber, Messer (vermutlich Schäftung mit Holzgriff), keine großen Werkzeuge mehr wie beim Homo erectus, jetzt
sehr feine Spitzen und scharfe Messer.
- Leben oder auch nur Rituale in Höhlen, darin vielleicht Behausungen aus Holz und Häuten
(?).
- Möglicherweise lebte er nicht nur in Höhlen, sondern schuf sich Freilandstationen, aus kuppelförmigen Hütten, mit Mammutknochen erbaut, mit Fellen gedeckt.
- Kleidung in Tierfelle (Werkzeuge für Fellbearbeitung !).
- Bemalung (von sich selber oder von Häuten) mit Ocker und schwarzer Manganerde.
- Bestattung von Toten in ausgehobenen flachen Mulden, von Steinen und Tierschädeln umgeben, mit Schmuckbeigaben, vermutliche Mitgabe von Nahrungsmitteln für das "Andere
Land".
- Anordnungen von Bärenschädeln, Jagdrituale, Bärenkult.
Der Ortsname Le Moustier gab der Kulturstufe des Neandertalers seinen Namen: Mousterien. Da die betreffende Wissenschaft zuerst in Frankreich zur Blüte kam, wurde die französische Nomenklatur für die Kulturstufen übernommen.
Ähnliche Knochen fand man auch in Afrika und Asien:
- 1921 bei Broken Hill, Zambia (Nordrhodesien), in der Nähe des Sambesi, neandertaloide
Fossilen mit stärkerem Überaugenwulst, aber geraderen Langknochen.
- Eyasi-See in Tansania.
- 1931 am Ufer des Soloflusses bei Ngandong auf Java.
- In der Höhle Teschik Tasch im Altaigebirge.
Der Neandertaler bzw. verwandte Formen von ihm waren über die ganze Alte Welt verbreitet
gewesen mit sehr deutlicher Konzentrierung auf Europa, Nahen Osten und Nordafrika.
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Die Neandertaler lebten vielleicht in Höhlen, Grotten, Halbgrotten und unter Felsüberhängen
(Abris).
Lebten fortgeschrittene Gruppen schon in zeltartigen Behausungen mit einem Stützskelett
aus Knochen oder Holz und einer Beschichtung aus Fellen und Lehm ? Hierfür sprechen die
Funde von Neandertalersiedlungen (vermutlich Mammutjäger) bei Lehringen in Niedersachsen und von Salzgitter-Lebenstadt in Braunschweig (vielleicht waren es dieselben), wo sich
fossile Merkmale einstiger zeltartiger Behausungen fanden. Dort fand man auch Steinspitzen, die sich für das Einsetzen in Keulen und Lanzen eignen.
Als Waffen kannten sie geschickt behauene Faustkeile, Lanzen und Wurfspeere, und besonders wohl Keulen in vielerlei Weise, die zu Schäftung und Beilen führten. Sie waren gewiß ausgezeichnete, kühne und erfahrene Großwildjäger.
Sie jagten u.a. in Europa Mammut, Elefant, Nashorn, Pferd, Hirsch, Bär und Ren.
Im Nahen Osten jagten sie Damhirsche, auf der Krim Saiga-Antilope und Wildesel, in den
Kaukasus-Steppen und an der Wolga Wisente, am Dnjestr Mammute und in den Gebirgen
bis 2000 m Höhe Höhlenbären.
Erfand der Neandertaler die Schäftung wie bei Wurfhammer oder Beil ?
Die Genieforschung zeigt, daß dieselben Erfindungen über größere Zeiträume hin von fortschrittlicheren Individuen immer wieder neu gemacht werden. So kannten bestimmt schon
Gruppen des Homo erectus, Ante- und Präneandertalers, die von fortschrittlicheren Individuen geleitet oder beraten wurden, Geräte, Verfahren und Waffen, die rückständigere Gruppen
erst nach Jahrzehntausenden besaßen. Die höheren Kenntnisse progressiver Gruppen gingen oftmals wieder verloren, durch Fehlen geeigneten Nachwuchses, Krankheit, Unfälle,
Krieg mit anderen Stämmen oder Naturkatastrophen.
Kenntnisse wie Kleidung, Schäftung und Levallois-Technik bei der Bearbeitung der Steine
waren sicher schon lange vor der Zeit der Neandertaler oftmals erfunden worden, aber spätestens bei den Neandertalern bürgerten sie sich in größeren Populationen ein.
Kultur, Kommunikation, Traditionen ...: Bestattungen von Neandertalern in sorgfältig angelegten Gräbern, eventuell sogar mit Blumenschmuck, sowie deutliche Hinweise auf den
Glauben an ein Leben nach dem persönlichen Tode, der nur mit Hilfe entsprechend leistungsfähiger sozialer Kommunikation überliefert werden konnte, deuten auf eine rege geistige Tätigkeit und soziale Kommunikation hin.
Es wird hier angenommen, daß bei Berücksichtigung einer geringeren Sprachfähigkeit sowie
einer geringeren Werkzeug- und sozialen Intelligenz der Urmenschen gegenüber den Menschen eine ganz normale Kommunikation zwischen Urmenschen und Menschen möglich
gewesen wäre.
Die Entwicklung und Verbreitung der Neandertaler hauptsächlich in Europa, Nahem Osten
und Nordafrika und die der Menschen in Ost- bis Südafrika wurde vielleicht rein durch permanente Rassenkriege zwischen Menschen und Neandertalern schon vor 50000 Jahren
bewirkt.
Als dann die Neandertaler durch die starken Gletschervorstöße und Kälteeinbrüche von
Würm I sehr geschwächt worden waren, drangen die Menschen im nachfolgenden Interstadial nach Europa vor (ab 45000 v.Chr.). Das würde bedeuten, daß die Menschen vor
50000 Jahren in Ostafrika wußten, daß da oben im Norden ihre starken Vettern hausten, die
wegen ihrer Körperkraft aber unangreifbar waren.
Bevorzugtes Auftreten von Menschen dort, wo früher Urmenschen lebten
In der Liste der Fundorte sind oftmals solche zu finden, die auch bevorzugt vom Neandertaler bewohnt wurden. Die Ursache dafür ist noch durch Untersuchungen auf die zeitliche Reihenfolge genau zu klären. Von einem zeitlichen Nacheinander kann man nur dann ausgehen, wenn zwischen den Schichten des Mousterien (Urmensch) und des Perigordien/Aurignacien (Mensch) steriler Boden ist.
Besonders für Schweiz, Dordogne, Lonetal/Baden Württemberg und einige Höhlen um Kelheim an der Altmühl gilt, daß Neandertaler und Menschen nachgewiesen sind. Waren sie
wirklich dort immer zeitlich getrennt ?
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In der Sesselfelsgrotte bei Kelheim fand man in Schichten des späten Mittelpaläolithikums
(Neandertaler) auch Kulturspuren des Jungpaläolithikums (Menschen). Lebten sie etwa zur
selben Zeit in dieser Gegend, wenn auch nicht notwendig zusammen unter einem Dach ?
Dieser Zeitabschnitt wird auf 36000 v.Chr. angesetzt.
Auch im Hohle Stein-Stadel im Lonetal und benachbarten Höhlen wie in der Bocksteinschmiede wurden Funde aus Mousterien und Aurignacien gemacht, so daß diese Höhlen
zumindest nacheinander von Urmenschen und Menschen bewohnt worden sind.
In der Haldensteinhöhle bei Urspring im Lonetal fand man Blattspitzen, die versuchsweise
auf 50000 v.Chr. angesetzt werden. Um diese Zeit war der erste große Gletschervorstoß der
Würmeiszeit, der immerhin soviel Wasser in Form von kontinentalen Gletscherströmen band,
daß der Meeresspiegel um etwa 60 m absank (zum Vergleich: der Meeresspiegel sank z. Z.
des 2. und größten Gletschervorstoßes der Würmeiszeit zwischen 18000 und 16000 v.Chr.
um 90 bis 110 m ab) und der Beringia-Kontinent trocken fiel.
Vielleicht hat es in den Tälern von Lone, Ach, Lauchert, Blau und auch der Donau in dieser
Gegend Begegnungen von Urmenschen und Menschen gegeben.
Urmenschen lebten dort mindestens seit 90000 v.Chr., aber die Anwesenheit von Menschen
ist bisher frühestens ab 34000 v.Chr. nachgewiesen.
Im östlichen Mitteleuropa wurden auch im älteren Jungpaläolithikum Kulturelemente des
Mousterien verwendet: Blattspitzen und Levallois-Technik.
Aus dem Fehlen von Nachweisen für die Anwesenheit von Urmenschen in Amerika kann
man schließen, daß sie sich während der Kaltzeiten nicht gerne in den nördlichen Regionen
aufhielten und aus diesem Grunde nicht den Weg über den trockengelegten Kontinent Beringia von Nordostasien nach Nordwestamerika fanden.
Das legt auch ihr häufiges Auftreten in Nordafrika nahe.
War der Neandertaler wirklich ein kälteangepaßter und kälteliebender Hominide ?
Die starke Abnahme von Fossilienfunden aus dem Mousterien ab 50000 v.Chr. kann bedeuten, daß der 1. Gletschervorstoß der Würmeiszeit mit seinem Maximum um 47000 v.Chr. die
Urmenschenpopulationen in Mitteleuropa geradezu ausgelöscht hat, und da kann man von
Anpassung an Kälte wohl kaum mehr reden.
Weitere Nachweise für Anwesenheit von Neandertalern (Urmenschen) und/oder Menschen:
- Pratteln, Kanton Baselland, unter Fossilienfunden südlich von Pratteln auf einer Rheintalterrasse war ein 1 kg schwerer und 20 cm langer Faustkeil, sehr gut gearbeitet
Hinweis auf Neandertaler in der Schweiz ab 130000 v.Chr. im Acheuleen ?
- Grotte des Plaints im Neuenburger Jura, Cotencher, am Ufer des Neuenburger Sees, darüber Schloß Rochefort, Funde noch aus dem Mousterien, um 50000 v.Chr.
- Die Höhlen St. Brais, St. Brais II, Franches Montagnes, Jura.
- Bocksteinschmiede im Lonetal
- Klausennischenhöhle/Altessing
- Dordogne Nachweise für Anwesenheit von Menschen im Aurignacien:
- Bocksteinschmiede und -höhle im Lonetal
- Klausennischenhöhle/Altessing
- Dordogne
- Vogelherdhöhle im Lonetal bei Heidenheim, Plastiken von Mensch, Bison, Löwe, Pferd, ab
30000 v.Chr. ?,
- Geißenklösterle im Blautal, auch Mammutknochen,
- Hohlenstein-Stadel im Lonetal,
- Bärenhöhle, Schafstall, Göpfelsteinhöhle,
- Heidenschmiede, Irpfelhöhle
- Sirgenstein, Große Grotte, Brillenhöhle bei Blaubeuren,
- Zigeunerfels, Burghöhle von Dietfurt bei Sigmaringen
- Bad Cannstatt bei Stuttgart, Villa Seckendorff,
- Bärenhöhle bei Erpfingen,
- Kemmathenhöhle im Altmühltal.
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14.4 Kulturgeschichte des Neandertalers
Die Schwelle zur bewußten Selbsterkenntnis, zum bewußten Denken und Handeln kann
man bei den Hominiden grob auf ein Gehirnvolumen von 750 ccm ansetzen.
Der Neandertaler hatte ein Hirnvolumen bis zu 1700 ccm bei einem Mittelwert von 1550 ccm
(genau wie beim Cro Magnon-Menschen), der Homo erectus (es ist die weite räumliche und
zeitliche Verbreitung des Homo erectus zu beachten !) in seinen Spätformen bis zu 1300
ccm bei einem Mittelwert von 1150 ccm, der klassische Mensch bis zu 1800 ccm bei einem
Mittelwert von 1450 ccm.
Funde über rituelle Begräbnisse zumindest von Tieren (Schädelsetzungen in Steinkisten)
reichen bis in die Zeit um 80000 v.Chr. zurück, weshalb das Aufkommen solcher Gebräuche
noch auf vor 100000 v.Chr. anzusetzen ist.
Makkaroniartige Ritzungen (Ritzzeichnungen) an Höhlenwänden werden schon auf 55000
v.Chr. vermutet, weshalb diese "Kunstform" auf den Neandertaler zurückgehen könnte –
oder auf Höhlenbären, die an den Höhlenwänden gekratzt haben (die Zeitlangabe ist sehr
unsicher).
Da aber anscheinend schon der Homo erectus von Bilzingsleben um 350000 v.Chr. anfing,
regelmäßige Ritzungen auf Knochen anzubringen, ist das dem Neandertaler ebenso zuzutrauen. Die Berichte über mäanderförmige Muster als Ausdruck der Neandertalerkunst können also durchaus zutreffend sein.
Über Psyche, Aussehen und Verhalten des Neandertalers haben wir Menschen wegen unseres starken Artennarzißmus ein ganz falsches Bild – schauen wir doch nur in der Geschichte
nach, wie Menschen über andere Menschenpopulationen geurteilt haben !
Psychisch war der Neandertaler sicher so gegenüber dem Homo erectus fortentwickelt wie
das sein höheres Gehirnvolumen nahelegt.
Besonders die Gräber für Kinder der Neandertaler, vermutliche Zeugnisse von sozialer Fürsorge und für Blumenschmuck in Gräbern stellen den Neandertaler in ein viel positiveres
Licht.
Annahme: Ein Sinn für Kunst entwickelte sich bei den Hominiden noch vor der Zeit des klassischen Neandertalers (75000 bis 35000 v.Chr.).
Erste Kultstätten und Heiligtümer, "Kunstwerke" und künstlerisches Schaffen als bewußter
geistiger Akt sowie Kleidung gab es zumindest schon bei fortschrittlichen Individuen schon
vor 200000 Jahren, eventuell schon beim Homo erectus und sehr fortschrittlichen Vorgängern. Deren Nachfahren verloren dann aber oft diese Kenntnisse wieder, weil sie entweder
nichts damit anzufangen wußten oder die Kulturträger durch Nachwuchsmangel, Krankheiten, Unfälle, Kriege usw. ausstarben.
Der Neandertaler vermochte Lebensbereiche zu erschließen, die seine Vorgänger nicht besiedeln konnten: Tundren, Wüstengegenden, höhere Bergregionen.
Aus dem Fehlen von Vormenschen und Urmenschen in Amerika ist zu schließen, daß er nie
nach Nordostsibirien vorgedrungen war (s.o.): Wenn er konnte, mied er die kalten Regionen.
Der Neandertaler wich also in den Kältephasen der Würm-Eiszeit in südlichere Gegenden
aus – konnte er bei Gibraltar über das Meer nach Afrika gelangen ?
Vom Cro Magnon weiß man, daß er sich in arktischer Kälte und in eiszeitlichen Tundren behaupten konnte. Aus diesem Grunde vermochte er auch nach Nordostasien vorzudringen
und in Phasen der Trockenlegung von Beringia nach Amerika einzuwandern.
Der Urmensch war ein tüchtiger Jäger und machte erfolgreich Jagd auf Mammut und Wollnashorn, Auerochs und Ren, wobei er oft darauf angewiesen war, planvoll und diszipliniert
genau nach vorheriger Absprache Gruppenjagden zu veranstalten. Auch die häufige Jagd
auf den Höhlenbären war gefährlich.
Manchmal erlegte er Höhlenlöwen und Höhlenhyänen.
Die psychische Ausstattung des Homo sapiens sapiens enthält große bestialische Komponenten, schlechthin das Böse mit Mord- und Raublust, Grausamkeit, Neid, Haß, Gier ... – ist
das auch beim Neandertaler der Fall gewesen ?
147
Nicht die eingeschlagenen Schädel von kannibalischen Mahlzeiten oder sonstige fossilierte
Spuren von (rituellen) Gewalttaten (wie in der Krapina-Höhle nördlich Zagreb, wo man vom
Feuer angekohlte, aufgeschlagene Neandertalerknochen fand) sind ausschlaggebend, sondern die Hinweise auf höhere geistige Regungen der Neandertaler. Dazu gehörten:
- Begraben der Toten, auch von Kindern
- Trauer um Tote (Blumen im Grab !?)
- Einrichtung von akzeptablen Wohnungen
- Zubereitung des Essens
- Fürsorge um Alte, Kranke und Schwache
- Lernfähigkeit, Ausbildung der Kinder (Herstellung fein retuschierter Klingen sowie Klingenindustrie nur über sorgfältige Erziehung von geeignetem Nachwuchs möglich)
- Manuelle Geschicklichkeit und künstlerische Betätigung
Hatte er Sinn für Familie, soziale Gerechtigkeit, friedliches Zusammenleben, Ästhetik, ... ?
Sein Gehirn war um mehr als 10% größer als unseres !
Vermutlich war der Neandertaler gutgläubiger als die Menschen und achtete Verträge mit
ihnen – das war bei der bekannten Hinterhältigkeit und Vertragsbrüchigkeit der Menschen
ein großer Fehler.
Die Neandertaler kannten schon den Jagdzauber, bei dem die Jäger vor der Jagd versuchen, durch magische Handlungen Macht über die Tiere zu erhalten oder einfach das
Schicksal im für sich selbst günstigen Sinne zu beeinflussen.
In der Petershöhle bei Hartenstein, Velden, fand man Schädel von Höhlenbären in Steinkisten aus der Zeit um 75000 v.Chr., was einwandfrei auf Kulthandlungen schließen läßt.
Mythos, Magie und Jagdzauber kann man bei fortschrittlichen Exemplaren des Homo erectus schon vor 500000 Jahren annehmen.
Die Neandertaler glaubten spätestens ab 60000 v.Chr. an ein Leben nach dem Tode, wie
ihre Gräber beweisen (Grabbeigaben, die man als fossile Speisen für die Toten interpretieren muß).
In der Höhle von La Chapelle-aux-Saints wurde ein Neandertaler (1,60 m lang, für einen
Greis recht groß) in eine flache Grube gelegt, die mit Tierknochen und Steinabschlägen ausgelegt war. Auf seine Brust legte man das Bein eines Wisents.
In manche Gräber legte man die Toten der Länge nach hinein, in andere mit stark angezogenen Beinen auf die Seite. Man verwandte bei Gräbern auch farbige Erde wie Ocker,
schwarze Manganerde und Rötel. Diese Farben wird er auch als Körperbemalung verwendet
haben.
Der Neandertaler (oder manche fortschrittliche Neandertaler) begruben auch ihre Kinder.
Es gibt die These, daß auch bis in die Spätzeit hinein nur wenige Neandertalerhorden fortschrittlich genug waren, um ihre Toten zu bestatten. Hier sei daran erinnert, daß bei manchen Naturvölkern bis in rezente Zeit die alten Menschen, wenn sie dem Stamm nicht mehr
nutzen konnten, allein in die Tundra hinausgingen, um dort zu sterben oder von Raubtieren
getötet zu werden. Von einem von Wölfen zerrissenen Leichnam blieben dann kaum fossilierungsfähige Reste über.
Der Neandertaler betrieb einen ausgedehnten Schädelkult mit Schädeln von seinesgleichen
und von Tieren, vor allem den Höhlenbären. Der Schädelkult war wohl ein Grund für den
vielen Kannibalismus beim Urmenschen.
Auch beim Menschen gab es bis in rezente Zeit bei Naturvölkern Kannibalismus im Zusammenhang mit Schädelkult wie bei den Kopfjägern Afrikas und Neuguineas.
Viele Mythen und Sagen in rezenter Zeit erinnerten an kannibalische Gewohnheiten des
Homo sapiens sapiens noch in geschichtlicher Zeit (siehe die kannibalischen Mahlzeiten der
Bandkeramiker um 3500 v.Chr. bei der Jungfernhöhle bei Tiefenellern (Bamberg).
In der Shanidar-Höhle wurden den Toten sehr wahrscheinlich Blumen auf das Grab gelegt,
was eine explosionsartige Entwicklung höherer Empfindungen nachweisen würde. Trifft diese These zu, wäre sie eine ganz wichtige Entdeckung für das Geistesleben der späteren
Neandertaler.
148
Bestattungen durch Neandertaler
- La Ferrassie, Dordogne, Frankreich, erschlagene Neandertalerfamilie beigesetzt, 5 Skelette
unter Felsüberhängen, ovale Gruben, 1,50 m lang und 1 m breit, 0,35 m tief, für einen auf die
Seite gelegten Toten mit angezogenen Armen und Beinen.
- Shanidar-Höhle, Mossul, nördlicher Irak, um 46000 v.Chr., Gräber von 8 Neandertalern,
durch Nachweis von vielen fossilen Blumenpollen in rezenter Zeit in den Gräbern entstand
die begründete Vermutung, daß die Neandertaler ihre Toten auf ein Blumenlager legten oder
ihre Toten mit Blumen bedeckten,.
- Höhle Teschik Tasch, Usbekistan, Kinderbestattung,
- Grotten von Le Moustier, Frankreich, etwa 15-jähriger Neandertaler, dabei gute Steinwerkzeuge,
- La-Chapelle-aux-Saints (Dordogne),
- Spy, Namus, Belgien, ? Vom Nahen Osten bis Osteuropa lebten Neandertaler und Menschen zumindest zeitweilig in Koexistenz gleichzeitig nebeneinander, wie viele Mischformen
Neandertaler-Cro Magnon nahelegen. Es gab auch Bestattungen von Urmenschen und
Menschen in gemeinsamen Gräbern (?):
- Skhul-Höhle, Karmelgebirge, Palästina,
- Höhle im Berg Kafzeh bei Nazareth.
Vision: Ein muskelbepacktes, haariges "Ungeheuer" mit Spitzgesicht, fliehendem Kinn und
fliehender, flacher Stirn, riesigen Überaugenwülsten, flachem, lang nach hinten gezogenem
Schädel mit Blumen im Arm. Welche These stimmt da nicht, die über die Psyche des Neandertalers oder die über die Blumen im Grab ?
Kultureller Kannibalismus bei Neandertalern
Der Kannibalismus bei Neandertalern ist vermutlich ritueller Art gewesen: Das Gehirn war für
sie der Sitz von Seele, Geistigkeit ... und beim Verzehren des Gehirns eigneten sie sich die
Eigenschaften des Opfers an.
Für seine psychische Beurteilung ist der Kannibalismus fast bedeutungslos, da noch der
Mensch in geschichtlicher Zeit stark zum Kannibalismus neigte.
Nachgewiesener Kannibalismus:
- Krapina, Agram, nördlicher Balkan,
- La Quina, Frankreich,
- Weimar-Ehringsdorf, Deutschland,
- Monte Circeo, Italien 2 Schädel, Hinterhauptsloch erweitert (ritueller Kannibalismus ?, Seelenloch ?)
- Ngandong-Schädel von Java
Kommunikation und Sprachfähigkeit des Neandertalers
Der Neandertaler war ein guter Großwildjäger, der sogar die Jagd auf so wehrhafte Großsäuger wie Mammut, Wollnashorn und Höhlenbär betrieb. Da diese Jagd eine sorgfältige
gruppendynamische Basis erforderte, mußte er über eine entsprechende Kommunikationsfähigkeit in Gesten, Mimik und akustischen Lauten verfügen.
Da er weiterhin an ein Leben nach dem Tode glaubte, mußte er über eine hinreichend leistungsfähige Sprachfähigkeit und Sprache verfügen, um transzendente Informationen an die
Kinder weiterzugeben. Bei den Neandertalern mußte es also schon so etwas wie Stammesmythen, -legenden und -traditionen geben.
Gemeinsinn
Für die Jagd auf das Mammut reichte eine Kleinfamilie sicher nicht aus, sondern es war eine
Anzahl von erfahrenen Jägern notwendig (Großfamilie, Sippe, Horde mit mindestens 10 Jägern).
In den Gräbern fand man eine Anzahl kranker, verkrüppelter Individuen, die vermutlich sich
zu Lebzeiten nicht selber hatten ernähren können, was bedeuten würde, daß die Urmenschen ihre Mit-Urmenschen im Krankheitsfall unterstützten.
Häufige Mängel oder Krankheiten bei Toten : Fehlende Zähne, Arthritis, Rachitis (durch
Mangel an Vitamin D hervorgerufen).
149
Künstlerische Betätigung
Ab spätestens 50000 v.Chr. fertigten die Neandertaler vielleicht kultische makkaroniartige
Höhlenritzzeichnungen an, nach dem Vorbild des Höhlenbären. Dabei gestalteten sie auch
Tierköpfe. Ritzzeichnungen einfachster Art fand man auch in sehr geringer Anzahl auf Kieseln und Knochen (Kratzmuster, die nicht zufällig durch Schneiden erzeugt sein konnten).
Sie schienen aber auch schon Mäandermuster herzustellen.
Sie kannten bereits Schmuckstücke. Durchbohrte kleinere Knochen waren vermutlich Anhänger oder Teile von Ketten.
Sammelten sie manchmal Versteinerungen oder schöne Steine ?
In der Rusenschloßhöhle bei Blaubeuren, Baden-Württemberg, fand man eine Neandertalersiedlung (Mousterien um 90000 v.Chr. ?) mit erhaltenen Steinmäuerchen als Windfang
(?). Die Grabungen brachten etwa 500 Steinwerkzeuge zu Tage, z.T. in der LevalloisTechnik. Es war eine Siedlung von Rentierjägern, anscheinend in einem kälteren Abschnitt
der Eem-Warmzeit (?).
Auch die Bocksteinschmiede und die Große Grotte bei Blaubeuren wurden von Neandertalern bewohnt. Anscheinend bildete die dortige Population einen echten Kulturkreis um 90000
v.Chr. ! Gerade dort entstand übrigens der erste bekannte Kulturkreis der Menschen um
32000 v.Chr., was kaum ein Zufall sein kann, in Sicht auf ähnliche Verhältnisse in der
Dordogne und bei Kelheim (Höhle Klausenische bei Neuessing an der Altmühl).
Ähnliches scheint auch in Osteuropa bei Predmosti und Brunn der Fall gewesen zu sein.
Ablösung des Neandertalers durch den Menschen - Bildung der Menschenrassen
Über das plötzliche Verschwinden des Neandertalers ab 35000 v.Chr. in Westeuropa wurde
viel spekuliert. Hier gilt die Annahme, daß Katastrophen- und Evolutionstheorie zu kombinieren sind: Populationen (Saurier, Neandertaler, ...) werden durch geologische Ereignisse wie
Kaltzeiteinbrüche geschwächt und dann durch besser angepaßte oder prinzipiell höher entwickeltere Populationen (Säugetiere, Menschen, ...) ausgerottet und/oder - besonders im Fall
der Hominiden - überwandert und genetisch aufgesogen.
Bei den Hominiden kann man annehmen, daß Ausrottung der unterlegenen Populationen
und genetische Aufsaugung einhergingen.
Vermutlich liefert die "Gebrauchsanweisung" in der Thora ein genaues Bild der Gepflogenheiten für die Behandlung der unterlegenen Population und vermittelt somit ein altsteinzeitliches Verhaltensmuster gemäß dem Sapientierungsprozeß vom Homo erectus zum Homo
sapiens.
Nach 4 Mose 31, (7-11, 17-18) gilt: Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und
Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen
und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen (und sich
dabei auf "Gott" berufen, der das ja so haben will !).
Auf diese Weise verfuhren auch die Europäer bei der Eroberung Amerikas und Auslöschung
der Indianer. Ein nordamerikanischer Indianer hat das einmal so formuliert:
„Zuerst hatten wir das Land und sie die Bibel. Jetzt haben sie das Land und wir die Bibel."
Ein Spruch an der Grenze war:
„Jeder Indianer ist ein schlechter Indianer. Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer!
So sieht ein Rassenkrieg unter Menschen aus.
Besaßen in Kriegen unter Menschen die Eroberer zu wenig Frauen, kam das folgende Gesetz zur Geltung:
Der Eroberer übergibt dem Eroberten Sprache und Kultur (Zivilisierung !), der Eroberte gibt
dem Eroberer seine zukünftige Gestalt.
Man kann davon ausgehen, daß Stammes- und Rassenkriege unter Hominiden ein Phänomen der Jahrmillionen sind und daß auf diese Weise die regional-epochalen Rassenmerkmale und .Verteilungen der Hominiden entstanden sind.
Die Rassen der Menschen und ihre regional-epochale Verteilung geht auf solche schon vor
Hunderttausenden von Jahren bei den verschiedenen Rassen des Homo erectus zurück und
auf die danach geführten Stammes- und Rassenkriege.
150
Modell für die Verteilung der Populationen um 75000 v.Chr. bei Menschen und Urmenschen:
- Nordafrika: Neandertaler, helle Hautfarbe, Haarfarbe rötlich-braun ?
- Süd- bis Ostafrika: Menschen (Paläo-Cromagnitide ?), etwa wie Indianer vom Stamm der
Dakota, Hautfarbe braun bis rotbraun, auch heller, Haarfarbe schwarz bis blauschwarz
- Europa: Neandertaler, helle Hautfarbe, Haarfarbe rötlich-dunkelblond ?
- Südostasien: Neandertaloide Negritos ? Hautfarbe braun bis dunkelbraun, Haarfarbe blauschwarz, einige Populationen zeigten noch deutliche Homo erectus-Merkmale.
Zusätzlich gab es eine Unzahl von älteren Populationen kleineren oder größeren Ausmaßes,
Restbevölkerungen aus den verschiedensten Zeitaltern. Es ist zu bedenken, daß ja sogar die
Australopithecinen fast noch die Zeit des Heidelberger Frühmenschen erlebten ! Durch Kriege und Verbindungen, Ausrottungen und Vermischungen bildeten sich die rezenten Rassen.
Weshalb starb der Neandertaler aus, nachdem der Homo sapiens sapiens von Süd/Ostafrika her (?) nach Europa und Asien ab 50000 v.Chr. einwanderte ?
Die These, daß die Neandertaler krank (etwa rachithisch), unterernährt oder sonstwie geschwächt waren, ist für die Regionen nördlich der Alpen in Mitteleuropa nur während der
Eiszeiten haltbar, nicht aber während der Warmzeiten oder südlich der Alpen und Pyrenäen
während der Eiszeiten – und die Neandertaler starben in einem warmen Interglazial aus,
10000 Jahre vor dem Maximum der letzten Eiszeit.
Wie mochten die letzten Urmenschen im Lonetal z.B. in der Nähe der Höhle Bocksteinschmiede – in einer Warmzeit – zu Tode gekommen sein ?
Vielleicht in einem Hinterhalt getötet von den inzwischen nahewohnenden und viel zahlreicheren Menschen ?
Die Menschen sind wegen ihrer Mord- und Raublust, Treulosigkeit, Hinterhältigkeit und
Wortbrüchigkeit bekannt – vielleicht in der ganzen Galaxis.
Vielleicht haben die letzten von den Menschen gemeuchelten Urmenschen den Menschen
vorausgesagt, daß sie ihnen bald nachfolgen würden, weil die Menschen wegen des Bösen
in sich an sich selber zerbrechen würden.
Wegn
- dem Aufkommen der Massenvernichtungsmittel,
- der Verelendung von ganzen Populationen der Menschen,
- der rücksichtslosen Ausbeutung aller Ressourcen,
- der laufend ansteigenden Anzahl der Menschen auf der Erde,
- der Vernichtung von immer größeren Tier- und Pflanzenpopulationen,
- der Auslöschung von immer mehr Tier- und Pflanzenarten,
- dem Leerfischen der Ozeane,
- der Verdreckung der Ozeane mit Erdölresten, Plastikabfällen, losgerissenen Fischernetzen …
- der laufenden Zurückdrängung der belebten Natur und
- der Verknappung aller Ressourcen durch immer mehr Menschen und der damit
zwangsläufig entsprechend ansteigenden Kriegsgefahr
wird die Menschheit schon in wenigen Jahrzehnten vor die Wahl gestellt werden, entweder
als Species nachfolgerlos auszusterben, bewirkt durch das Böse im Menschen, oder durch
eine hinreichende künstlich-technische Veredelung des menschlichen Genoms in einer viel
höherstehenden Art von Intelligenten Wesen, und zwar in vollkommenen humanoiden Vernunftwesen (= Androiden) aufzugehen.
Die Menschen werden wegen ihrer hohen technischen Intelligenz die Superzivilisation mit
ihren Supermaschinen entwickeln, und wegen des Bösen in sie daran vorzeitig aussterben,
wenn sie es nicht leisten, mittels einer hinreichend vollkommen beherrschten Gentechnik das
Böse aus ihrem eigenen Genom zu entfernen.
Andernfalls hat die Menschheit samt ihren Nachfolgern keine Zukunft mehr, nicht auf dieser
Erde, nicht in diesem Sonnensystem, nicht in irgendeiner Realität.
Auf jeden Fall wird die Menschheit das Schicksal der anderen Arten und Unterarten der Gattung Homo teilen, die seit dem Aufkommen der Menschenartigen vor 2,4 Millionen Jahren
151
schon vor dem Menschen die Bühne des Lebens betreten haben und wieder verschwunden
sind.
Spätestens bis 30000 v.Chr. hatten sich die Menschen im Lonetal in Baden-Württemberg in
den Höhlen etabliert (Vogelherdhöhle, Hohlenstein-Stadel usw.). Da es oft der Fall war, daß
der Mensch bevorzugt Orte bewohnte, die auch schon der Urmensch bevorzugt hatte, hat
ihm wohl der Mensch gezielt seine Wohngegenden weggenommen.
Der Neandertaler ist für den Nahen Osten nachgewiesen, auch für den Irak und Nordafrika,
aber nicht südlich davon.
Vermutlich kannte der Neandertaler keinen Bevölkerungsdruck bei seiner Species, weil er in
Einehe mit wenigen Nachkommen lebte.
Neigte er so zu Wanderungen wie der Mensch ?
Der Neandertaler war hochintelligent (bei einem Gehirnvolumen von über 1500 ccm !) und
handwerklich sehr geschickt, wie seine fein retuschierten Schaber zeigen.
Der Neandertaler muß die Menschen beobachtet und gut gekannt haben.
Warum starb der Neandertaler vor 30000 Jahren aus, die Eiszeitgroßfauna bis 9000 v.Chr. ?
Liegt die Lösung dieser Probleme in der Psyche des Menschen ?
Wir kennen den Menschen. Die Psyche des rezenten Menschen zeigt
- Jagd- und Tötungslust moderner Menschen, bei der Jagd gleichwohl auf Tiere oder Menschen.
- Deutliche Abneigung gegenüber Vertretern anderer Rassen, Kulturbereiche ...
- Neigung zu Raubmord, Gewalttätigkeit, Brutalität, Raub, Krieg, Sittenlosigkeit, Tötung aus
niederen Beweggründen sowie Neid, Gier, Sucht und Haß in so vielen Formen.
- Leichte Integrierbarkeit gefangener Europäer jugendlichen Alters in mesolithischen Stammesverbänden nordamerikanischer Indianer vom 16. bis zum 19. Jahrhundert n.Chr. (siehe
die typische Jugendliteratur über Indianer, Trapper und Cowboys).
Es gibt einen hohen Prozentsatz eingeschlagener Schädel bei den gefundenen Fossilien von
Neandertalern und Jungpaläolithikern. Man kann hier schon unterscheiden, ob ritueller Kannibalismus das bewirkt hat oder Krieg: Wenn bei Schädelverletzungen die Knochenränder
Heilungsspuren zeigen, daß also nach einer Schädeloperation an einem eingeschlagenen
Schädel die Knochenränder wieder Verwachsungen zeigen, so kann man sicher sein, daß
kein Kannibalismus vorgelegen hat, sondern daß hier ein Hominide
- im Kampf einen Schlag auf den Kopf erhielt,
- vom Schamanen mit fachkundiger Hand operiert wurde und
- anschließend wieder genas
Das ist dann ein Hinweis auf den mutmaßlichen Rassenkrieg zwischen Urmenschen und
Menschen, der aus sehr verständlichen Gründen von den heutigen Wissenschaftlern (Menschen !) geleugnet wird.
Vermutlich ist die gewaltsame Inbesitznahme Amerikas durch die Europäer ein gutes Modell
dafür, wie die Menschen mit Gewalt von Europa und Asien Besitz nahmen, die Ureinwohner
genetisch aufsaugend oder tötend.
Die Psyche der heutigen Menschen beweist: Es hat viele kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Populationen der unterschiedlichsten Hominiden gegeben, bis zur Ausrottung
ganzer Populationen, viel und oft auch mit Aufnahme von Erbmerkmalen der besiegten Population durch "Heirat" ihrer Mädchen und Jungfrauen verbunden.
Der auffällige Mangel an hominiden Fossilien gerade in den Zeiten der Ablösung einheimischer Formen durch andere, wie das für die Zeit
- zwischen 50000 bis 28000 v.Chr. (Ablösung des Urmenschen durch den Menschen) und
- in der Eem-Warmzeit zwischen 125000 und 75000 v.Chr. (zuerst Ablösung des Anteneandertalers durch den Praeneandertaler, dann Ablösung des Praeneandertalers durch den Neandertaler)
der Fall ist, läßt vermuten, daß hier Phasen besonderer kriegerischer Aktivitäten (vielleicht
echte Rassenkriege) vorlagen, in denen Kampfhandlungen und Sittenverfall eine schonende
Behandlung der Körper der Verstorbenen verhinderten, so daß es aus diesem Grunde zu
keinen Begräbnissen mehr kam.
152
Das sehr gebrochene Verhältnis vom Menschen zum Neandertaler (Urmenschen)
Es gab zahlreiche Schmähschriften über den Neandertaler seit seiner Entdeckung in der
Mitte des 19. Jahrhunderts.
In Büchern über Paläoanthropologie, Vor- und Urgeschichte kann man das nachlesen.
Vermutlich waren diese Schmähungen sehr voreilig ausgesprochen: Die ersten Zeugnisse
höherer geistiger Regungen sind merkwürdigerweise nicht vom Menschen (Homo sapiens
sapiens), sondern vom Urmenschen oder Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis)
aus der Zeit um 75000 v.Chr. bekannt.
Erst als die Menschen mit Neandertalern und/oder Kälte und Eis konfrontiert wurden,
setzte ihre geistige Entwicklung explosionsartig ein. Das war ab 40000 v.Chr. der Fall,
innerhalb von 10000 Jahren von Südost-/Osteuropa nach Mitteleuropa fortschreitend.
Nachweislich lebten Urmenschen und Menschen für mindestens 10000 Jahre zur selben Zeit
in denselben Gebieten, im Nahen Osten über etliche Jahrzehntausende.
Auch in Baden-Württemberg im Lonetal und in Mähren lebten Urmenschen und Menschen in
denselben Gebieten - und genau dort entwickelten sich auch die ersten Kulturzentren der
Menschen vor mehr als 25000 Jahren: Ein Zufall ? Kaum !
Aus den Ansatzflächen an den gebogenen Langknochen konnten die Paläoanthropologen
ziemlich sicher zurückschließen, daß der Neandertaler als muskelbepackte Gestalt sehr viel
kräftiger war als der Mensch.
Man hat den Neandertaler als einen stumpfsinnigen Trottel der letzten Eiszeit bezeichnet,
muskelbepackt und völlig an die Kälte angepaßt. Der Neandertaler lebte aber nicht nur in
Europa und Asien, sondern auch in Nordafrika, und dort waren z.Z. der Glaziale Regenzeiten
(Pluviale). Wie die Begräbnisfunde zeigen, hatte der Neandertaler die Fähigkeit, eine entsprechende Tradition und Kultur zu entwickeln, was nicht ohne eine gewisse Intelligenz und
akustische Sprachfähigkeit geht.
Schon der Neandertaler besaß vor 70000 Jahren eine Vorstellung von einem Leben nach
dem Tode, von einem "Andern Land", den "Glücklichen Jagdgründen", dem Jenseits ...
Man kann als realistischere Arbeitshypothese annehmen, daß der Neandertaler mit seinem
um 10% größeren Gehirn als das des Jetztmenschen recht intelligent war, vermutlich aber
sprachlich und manuell weniger geschickt als der Mensch.
Vor 40000 bis 30000 Jahren ist der Zeitraum, in dem die Neandertaler ausstarben. So wie
wir den Menschen seit Jahrtausenden selber erleben, gab es gewiß zwischen diesen beiden
Unterarten der Species Homo sapiens einen permanenten Rassenkrieg, den der Mensch als
der vermutlich rücksichtslosere und bösartigere Hominide gewann und der ihm in sein Erbgut
geschrieben wurde.
Das erzeugt Unbehagen, das sich u.a. an den vielen Schmähschriften gegen den Neandertaler seit seiner Entdeckung 1856 erkennen kann.
Dieses Unbehagen ähnelt sehr dem Unbehagen z.B. über
- den Völkermord an den Indianern und Raub ihres Landes in Amerika und
- das heutige Verschwinden der uns am nächsten stehenden Primaten, der Menschenaffen.
Typisch für den Menschen ist: Je geringschätziger man über die eigenen Opfer redet, um so
geringer erscheint einem die eigene Schuld und um so größer die Berechtigung, selber so
gehandelt zu haben. Das war auch so bei der Sklaverei und ist so immer noch in der industriell-wirtschaftlichen Tierquälerei bei Massentierhaltungen, -transporten und –versuchen.
153
15 Beseitigung und Entsorgung von Zivilisationsmüll – Säuberung des Planeten
STP
ENPA
Solartechnische Produktionsanlage
Energie-Nahrungsmittel-Produktionsanlage
15.1 Asoziale Eliten
Wenn die Menschen ausgestorben sind,
räumen die Androiden die Erde auf.
In einem guten Elternhaus lernt man u.a. Sauberkeit.
Bei einer globalisierten Gesellschaft ist das Elternhaus der ganze Planet, und nun schauen
Sie sich an, wie die Menschen diesen Planeten verdrecken !
Die globalisierten Menschen leben in einer von ihnen selber verdreckten Wohnung. Aha !
Was ist eigentlich asozial ?
In einer selber verdreckten Wohnung zu leben, nur an sich selber zu denken und auf Kosten
der anderen zu leben …
Aber genau das macht der globalisierte Mensch auf der ganzen Erde !
Der globalisierte Mensch verdreckt die Meere, ganz abgesehen davon, daß er die Tierwelt
der Meere aktiv dezimiert und den Rest gefährdet,
der globalisierte Mensch denkt nicht an die natürliche lebendige Schöpfung, die mit ihm diesen Planeten teilt, und
der Mensch lebt auf Kosten der Tier- und Pflanzenwelt und auch der Nachwelt, der er die
Ressourcen nimmt.
Es ist interessant, daß die meisten Schurkenstreiche von Angehörigen der sogenannten Eliten erfolgen, in der Politik, im Bankwesen, in der Industrie …
Beispiel:
Nicht die Matrosen auf einem Schiff, sondern der Kapitän des Schiffes gibt den Matrosen
den Befehl, Säurereste in der Nordsee zu verklappen, Bilgenwasser ins Meer zu pumpen
oder Abfall ins Meer zu kippen.
Es sind tatsächlich die Angehörigen der oberen Schichten, der „Eliten“, die sich asozial gebärden und wegen ihrer Macht den Menschen befehlen können, asozial zu handeln.
Die Motivationen der Eliten sind dabei typisch menschlich, also Gier, Neid, Haß, Habsucht,
Geltungssucht, Rache …
Die Menschen sind in eine Gesellschaft integriert, die den Führenden ungeheure Macht gibt.
Weil die Menschen das Böse in sich haben, üben sie diese Macht so oft zum Bösen aus.
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, daß die Menschen die Meere verdrecken und sie ihres
ehemals reichen Lebens berauben, und so hätte die Hauptorganisation der Menschen auf
der Erde, die UNO, schon längst wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen müssen, z.B. durch
Bau einer Flotte von Schiffen, die die Plastikabfälle aus dem Meer entfernen.
Auch hätte von der UNO längst die Anweisung gegeben werden müssen, großtechnische
Anlagen zu bauen, mit deren Hilfe der Atmosphäre das Kohlendioxid entnommen wird, das
die Menschen laufend in die Atmosphäre blasen.
Wenn endlich die gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms geleistet worden
ist, müssen die auf gentechnische Weise hergestellten humanoiden Vernunftwesen (in der
SF-Literatur oft als Androiden bezeichnet) erst einmal die Erde aufräumen, säubern und eine
intakte und reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde wiederherstellen.
Die nachfolgend diskutierten Aktionen werden also wegen Dummheit und Uneinsichtigkeit
und vor allem wegen dem Bösen im Menschen nicht mehr zur Zeit der Menschen, dem Anthropozoikum, erfolgen, sondern in der Zeit der auf die Menschen nachfolgenden gentechnisch veredelten Menschen (= Androiden), dem Kyberzoikum.
Was nachfolgend geschildert wird ist also ein Blick in die Zukunft der Erde nach der
Menschheit.
154
15.2 Zur Reinhaltung des Planeten allgemein
Man hat Atmosphäre, Ozeane, die Landmassen der Kontinente und die darauf befindlichen
Flüsse und Seen zu säubern vom Zivilisationsmüll und auch von natürlichen Verunreinigungen wie bei Vulkanausbrüchen oder Einschlägen von Himmelskörpern.
Dafür bedarf es einer großtechnischen Infrastruktur, die planetenweit wirkungsvoll funktionieren kann.
Am besten verwendet man die großtechnische Infrastruktur für die globale künstlichtechnische Klimasteuerung, in die man geeignete Module einfügt, die Schadstoffe absorbieren und dann speichern und eventuell umwandeln oder z.B. für die Konstruktion von Halbfertigprodukten verwenden.
Aus der Sicht der Tiere ist die UNO die Hauptorganisation der Menschen.
Es wäre Aufgabe der UNO, die Verdreckung der Meere zu stoppen, und zwar durch Gesetze
und durch Flotten, die z.B. Plastikabfälle, Fischernetze … dem Meer entnehmen und so den
Planeten wieder säubern.
Warum tut die UNO das nicht ?
Weil ihre Gremien aus Menschen bestehen, und die sind nun mal asozial.
Es ist wirklich die Frage, ob die Menschen jemals dazu gebracht werden können, ihren Hang
zum Asozialen und Ausbeuten zu erkennen und wirksam zu bekämpfen.
Es wäre eine Ethikkommission notwendig, die feststellt, daß wegen der vielen Kapitalverbrechen der Menschen und ihrer Rücksichtslosigkeit gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt die
Menschen sich nur noch bei einer hinreichenden gentechnischen Veredelung des menschlichen Genoms replizieren dürfen.
15.3 Säuberung der Atmosphäre
Man geht von der großtechnischen Infrastruktur für die globale künstlich-technische Klimasteuerung aus und erweitert sie um Module, die Schafstoffe wie Schwefeldioxid (SO2) herauszufiltern. Kohlendioxid entnehmen bereits die Solarzentren in großer Menge. Weiterhin
kann sich in der Atmosphäre Methan ansammeln, das sofort industriell genutzt werden kann.
Wie die chemische Formel CH4 für Methan zeigt, enthält ein Molekül Methan 3 Moleküle
Wasserstoff, und Wasserstoff baut mit Sauerstoff die Wassermoleküle auf.
In den Solarzentren kann der Atmosphäre Methan entnommen und mit dem bei der Spaltung
von Kohlendioxid frei werdenden Sauerstoff zu Wasser verbrannt werden, wobei man die
Energie nutzen kann zur Herstellung von Halbfertigprodukten und den frei werdenden Kohlenstoff kann man unterirdisch einlagern.
Auch andere gasförmige Substanzen kann man in den Solarzentren aus der Atmosphäre
filtern.
15.4 Säuberung der Ozeane
Die großtechnisch durchgeführte Säuberung der Ozeane von Plastikmüll, los- oder abgerissenen Fischernetzen, Öl-Rückständen, Schwermetallen, Säuren und Laugen usw. gehört zu
den wichtigsten Aufgabe bei der Säuberung des Planeten, weil die Meere auf einem Planeten bei primitiven Zivilisationen als gottgegebene Müllhalden betrachtet und auch so „genutzt“ werden.
Ferner bewirkt der Kreislauf von Verdampfung von Meerwasser, Wolken- und Wetterbildung,
Luftströmungen, Ausregnen und Entwässerung der Kontinente über die Flüsse ins Meer, daß
viel Zivilisationsmüll auf den Kontinenten über die Flüsse in die Ozeane gespült wird.
Natürliche Wind- und Meeresströmungen bewirken, daß es
- bestimmte Küstenabschnitte von Kontinenten und Inseln gibt, wo besonders viel Müll angespült wird, und
- bestimmte Regionen in den Weltmeeren, wo sich der Müll sammelt.
Genau an diesen Orten ist mit der Zivilisationsmüll-Entsorgung großtechnisch zu beginnen.
155
Vorgehensweisen:
- An Stränden, wo die Meeresströmungen viel Müll anspülen, sind ortsfeste Großanlagen zur
Entsorgung von Plastikmüll usw. zu installieren.
- An Sammelstellen von Zivilisationsmüll in den Ozeanen stationiert man Flotten von sehr
großen Schiffen, die die großtechnische Müllentsorgung durchführen.
Am dringendsten sind großtechnische Anlagen für die Beseitigung von Öl(-Rückständen)
und von Plastik-Müll. Dafür sind ganze Flotten von großen Schiffen notwendig, die die alten
losgerissenen Fischernetze, Massen von Plastikmüll usw. einsammeln und zum Recykeln
aufbereiten.
Die Energie für die großtechnischen Anlagen zur Zivilisationsmüll-Entsorgung erhält man
immer aus großen solartechnischen Anlagen, auch bei den Schiffen.
Mit Hilfe von STPs und ENPAs werden die aus dem Zivilisationsmüll gewonnenen Grundstoffe zu (Halb)-Fertigprodukten und Nahrungsmitteln verarbeitet.
Die Säuberung der Meere ist besonders dringend und muß von der UNO geleitet werden. Im
Auftrag der UNO sind entsprechende Flotten zu bauen und zu betreiben, allerdings wird die
UNO sie nicht finanzieren können. Die entsprechenden Schiffe mit ihrer Mannschaft werden
von den über 190 Staaten der Erde zur Verfügung gestellt, ebenfalls ihre Besatzung.
Diese Flotten zur Reinhaltung der Ozeane könnten mit finanziellem Gewinn arbeiten, wenn
sie noch weitere Funktionen übernehmen wie die von Solarzentren und EnergieNahrungsmittel-Produktionsanlagen (ENPA).
15.5 Säuberung der Kontinente
Der heutige Umweltschutz hat vor allem die Sauberhaltung der Landschaften und Binnengewässer zum Ziel. In den Industrienationen versucht man bereits seit Jahrzehnten, entsprechende Projekte zu realisieren.
Die Mülltrennung in den Haushalten ist sicher sehr wichtig, aber auch die Entsorgung von
Industriemüll. Optimal wäre, den meisten Müll nicht zu verbrennen, sondern mit Hilfe von
- Sonnenenergie molekular zu zerlegen und dann zu neuen Wertstoffen zusammenzubauen
oder
- von Bakterien zu nützlichen Grundstoffen oder Substanzen aufbereiten zu lassen.
Denkbar wären von Sonnenenergie geheizte Schmelzöfen, in denen bei sehr hoher Temperatur über 3000 Grad C unter Luftabschluß der Müll in Gasform gebracht wird. Dann leitet
man die heißen Gase durch geeignete Flüssigkeiten, wo ihnen bestimmte Atome und Moleküle entzogen werden.
Die Methode der bakteriellen Aufbereitung nutzt man bereits ausgiebig bei Klärwerken
156
16 Künstlich-technische Klimasteuerung
16.1 Ein wichtiger Schritt bei der Paradiesformung
Al Gore hat um 2000 auf die Gefahren eines Klimawandels hingewiesen, verursacht durch
die laufende Zunahme des Gehalts unserer Atmosphäre an Kohlendioxid, diese wiederum
verursacht durch den Menschen.
EU und UNO haben sich seitdem nicht dafür eingesetzt, biotechnische Systeme zu entwikkeln, die Kohlendioxid in solchen gewaltigen Mengen der Atmosphäre entnehmen, wie der
Mensch durch seine Aktivitäten Kohlendioxid erzeugt.
Bei der Gewinnung von elektrischem Strom durch Kernreaktoren oder Gas, Kohle und Erdöl
gibt es keinen überflüssigen Strom, weil diese Herstellung von elektrischem Strom Ressourcen verbraucht und man bei weniger Strombedarf den Verbrauch von Ressourcen entsprechend absenkt.
Bei der Gewinnung von elektrischem Strom durch Windkraft oder Sonnenenergie haben wir
aber schon heute das Problem des überflüssigen elektrischen Stroms, weil unsere Stromleitungen überlastet werden.
Diesen überflüssigen Strom könnte man gut dafür verwenden, um biotechnische Anlagen mit
elektrischem Strom, Wärme und Licht zu versorgen, deren Aufgabe es ist, der Atmosphäre
Kohlendioxid zu entnehmen, in Sauerstoff und Kohlenstoff aufzuspalten und letztlich in Biomaterie dauerhaft zu binden. Diese Biomaterie kann dann als Baustoff, Treibstoff, Nahrung
… verwendet werden oder als Reserve für den Fall, daß der Himmel bedeckt ist und der
Wind nicht weht.
Die Energiewende kann also dazu verwendet werden, um dem befürchteten Klimawandel zu
begegnen durch den Einstieg in die künstlich-technische Klimasteuerung.
Die wichtigste Voraussetzung für die Paradiesformung ist, daß die auf einer Welt herrschenden Intelligenzen auch sittlich-ethisch dazu in der Lage sind, in einem Paradies zu leben.
Vom Menschen wissen wir leider, daß er wegen des Bösen in sich (dazu zählen wir Triebe
oder Gefühle wie Mord- und Raublust, Egoismus, Herrschsucht, Eitelkeit, Grausamkeit, Zorn,
Wut, Neid, Haß, Gier ...) so viele paradiesische Landschaften bereits zerstört hat und damit
immer noch beschäftigt ist, wozu besonders die Vernichtung großer Tier- und Pflanzenbestände bis hin zur Vernichtung von Tier- und Pflanzenarten gehören.
Wollen wir also Paradiese erschaffen, so müssen wir den Menschen erst so weit wandeln,
daß er zum Leben in einem Paradies auch sittlich-ethisch fähig ist, und das kann nur und nur
durch eine hinreichend beherrschte gentechnische Veredelung des menschlichen Erbguts
oder Genoms erfolgen.
Es ist nützlich, in der SF-Literatur Anregungen für ingenieurwissenschaftliche Forschungen
und Erfindungen zu suchen. Aufbau und Erhaltung einer Superzivilisation auf einem Planeten benötigen stets eine globale künstlich-technische Klimasteuerung, die in SF-Romanen
häufig diskutiert worden ist. Es ist gleichermaßen sehr beschränkt, auf das Nilhochwasser
oder auf den Regen zu warten.
Eine wesentliche Voraussetzung für langfristige Paradiesformung und -erhaltung auf einem
Planeten ist die globale künstlich-technische Klimasteuerung, wofür die entsprechende großtechnische Infrastruktur erschaffen werden muß.
Die globale künstlich-technische Klimasteuerung ist überhaupt auf jedem bewohnten Planeten anzustreben, und dafür wird eine entsprechende großtechnische Infrastruktur benötigt.
Es ist deshalb für jede IWA und TZ notwendig, die geologischen und meteorologischen
Grundlagen der globalen künstlich-technischen Klimasteuerung zu erarbeiten und die benötigte großtechnische Infrastruktur zu installieren.
Die technischen Anlagen dafür können
- sich auf der Erdoberfläche befinden, ortsfest oder beweglich,
- in der Atmosphäre z.B. von Flugzeugen oder Fliegenden Plattformen her operieren oder
- sich im erdnahen Weltraum befinden auf Umlaufbahnen um die Erde.
Ferner gilt: Ob wir uns auf dem Erdmond, dem Mars oder der Erde befinden – es stellt sich
immer das Problem der Versorgung mit Energie und Rohstoffen (dazu zählen auch Frischluft
und Frischwasser), und da ist es in hinreichender Nähe zur Sonne sicher am günstigsten,
157
sich die Sonnenenergie mit Hilfe der Supertechnik verfügbar zu machen, und genau diese
Supertechnik müssen wir jetzt entwickeln.
Es muß gefordert werden, daß durch die globale künstlich-technische Infrastruktur nicht irreversible Schäden angerichtet werden, und es gibt hier leider sehr viele Möglichkeiten, irreversible Schäden zu bewirken, wie man u.a. an folgendem Beispiel zeigen kann:
Es wäre auch heute schon einfach, eine Ariane V in eine 36000 km-Erdumlaufbahn zu
schicken und diese eine Riesenmasse an Stanniolschnipseln ausstoßen zu lassen, die sich
dann auf einer Kugelhülle um die Erde verteilen. Diese würde viel von der elektromagnetischen Strahlung der Sonne zurück in den Weltraum reflektieren.
Aber – gäbe es z.B. auf der Erde einen Vulkanausbruch, bei dem viel Staub rings um die
Erde in 12 bis 40 km Höhe verteilt würde, dann käme es zu einer weiteren Reflektion des
Sonnenlichts und wir bekämen vielleicht auf der Erde eine kleine Eiszeit.
Mit unserer gegenwärtigen Technologie können wir zwar die Stanniolschnipsel auf einer
36000 km-Kugelschale um die Erde verteilen, aber wir könnten sie nicht wieder einsammeln.
Das sind also Experimente, die wir genau nicht tun dürfen.
Alles, was wir tun oder installieren, muß so reversibel sein,
daß wir dabei begangene Fehler wieder rückgängig machen können.
Es sind die Gebote der Paradiesformung zu beachten. Das wird ausgedrückt im
Hauptsatz der künstlich technischen Klimasteuerung
Alle Aktionen und Anlagen zur globalen künstlich-technischen Klimasteuerung
dienen in erster Linie dem Tier- und Pflanzenschutz und der Paradiesformung.
Eine unmittelbare Folgerung davon ist:
Die technischen Großsysteme der Infrastruktur dürfen sich nicht direkt auf dem Boden befinden, sondern sie müssen in einer solchen Höhe angebracht sein, daß sich darunter nach
den erfolgten Regenfällen ein Mikroklima und eine Tier- und Pflanzenwelt entwickeln und gut
gedeihen kann. Es ist eine Frage der Technologie und der Kosten, wie hoch die Gerüste sein
sollen, auf denen sich die technischen Systeme befinden, aber eine minimale Höhe von 5 m
sollte eingehalten werden. Je höher die technischen Systeme zur künstlich-technischen Klimasteuerung über dem Erdboden montiert werden, um so mehr und vielfältiger kann man
den Boden unter ihnen für Landwirtschaft, Paradiesformung ... nutzen.
16.2 Kältefallen, Kältestraßen ...
Die wichtigsten Baueinheiten zur künstlich-technischen Klimasteuerung sind Kältefallen und
Kältestraßen, und diese arbeiten im Prinzip wie Solarenergiegewinnungsanlagen, aber hier
mit dem Ziel, möglichst viel von der auftreffenden Sonnenstrahlung umzuwandeln bzw. abzuleiten, so daß die betreffende Region stark abkühlt und darüber hinwegziehende Luftströme
zum Abregnen gezwungen werden.
Man kann auch zusätzlich die Sonnenstrahlen einfach in den Weltraum zurückspiegeln, aber
das ist natürlich Verschwendung.
Die Energiemaschinen der Kältefallen sind Solarenergieanlagen zur Gewinnung von
Strom oder Wärme, verbunden mit Sonnenlicht-Reflektoren, wobei die Leistungsfähigkeit
und Ausdehnung dieser technischen Anlagen tatsächlich so groß sind, daß sie eine deutliche
regionale Abkühlung bewirken.
Forschungsprojekt Kältefalle:
Ein Gebiet von 3 km * 3 km Ausdehnung wird mit Sonnenenergieanlagen (SonnenenergieUmwandlern, -Absorbern und -Reflektoren) in einer Höhe über dem Erdboden von 5 bis 15
m so dicht überdeckt, daß die über ihnen befindliche Luftsäule in einem solchen Ausmaß
abgekühlt wird, daß darüber hinweg oder daran vorbei ziehende wasserdampfhaltige wärmere Luftströmungen in diese Kältefalle einstürzen, entsprechend abkühlen und abregnen.
Eine solche Zelle mit 9 km2 = 9 * 106 m2 würde bei einer Solarkonstante von 1 KW/m2 bei
senkrechter Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit entlang des Äquators 9 Millionen KW
Einstrahlung haben, was bei einem Wirkungsgrad von 10% eine Stromleistung von 900000
KW oder 900 MW ergeben würde.
158
Auch am Äquator ist nicht immer Mittag, sondern die Sonne geht nur genau im Osten auf
und im Westen unter, und sie wandert ohne alle Zyklen pro Tag und pro Jahr genau „geradlinig“ von Osten nach Westen über den Himmel – im altertümlichen geozentrischen Weltbild
ausgedrückt. Auch am Äquator liefert also eine Solaranlage von 9 km2 nur binnen weniger
Stunden die volle Leistung von 900 MW, in den Morgen- und Abendstunden viel weniger und
in der Nacht natürlich nichts.
Würde sich aber eine Kette von solchen Solaranlagen entlang des Äquators dicht an dicht
rings um die Erde ziehen – das wären mehr als 13000 Solaranlagen -, dann würde diese
Kette laufend mindestens 900 MW * 3000 = 2700000 MW leisten, Sommer und Winter, Tag
und Nacht, denn Sommer und Winter gibt es nur in den äquatorferneren Regionen, und auf
der ganzen Erde ist niemals Tag oder Nacht, sondern nur jeweils auf der Tag- oder Nachtseite respektive. Die Erde im Ganzen befindet sich laufend im vollen Energiestrom von der
Sonne her. Ein Netz von Solaranlagen über die ganze Erde würde bewirken, daß das Netz
dauernd einen stetigen Energiestrom liefert, auch wenn Teile des Netzes gerade auf der
Nachtseite der Erde liegen.
In mittleren Breiten wird eine Kältefalle – über das Jahr gemittelt – eine Leistung von 100
MW aufbringen.
Wesentlich ist, daß die eigentliche Aufgabe der Kältefalle ist, durch regionale Abkühlung Regen zu bewirken.
Wälder als Kältefallen
Wälder entnehmen der Sonnenstrahlung Energie und emittieren Wasserdampf, was zusammen bewirkt, daß die Luft über Wäldern kälter und reicher an Wasserdampf ist als in der
Umgebung, was bewirken kann, daß es über Wäldern viel häufiger regnet, allein wegen des
Mikrokosmos, den sie selber in und über sich erzeugen.
Wälder können als Kältefallen dienen.
Im Volksmund nennt man das so: Wälder ziehen Regen an.
Technische Kältefallen bewirken etwas ähnliches wie Wälder:
- Die Luft wird abgekühlt, stürzt in die Kältefalle und regnet ab.
- Eine Kette von Kältefallen bewirkt, daß längs dieser Kette von Kältefallen Regen fällt.
- Hat man ein Netz von Kältefallen, kann man eine Landfläche systematisch beregnen.
Nun ist es aber so, daß die Menschen viele Wälder abbrennen, abholzen oder sonstwie
dauerhaft zerstören und daß heute dort, wo früher große Wälder mit viel Niederschlag waren
wie in vielen Gegenden Spaniens, Asiens und Afrikas, große Steppen und Wüsten sich ausbreiten. Durch die Vernichtung der Wälder ändert man das Klima in Richtung Ausdörrung mit
dem Ergebnis von Steppen- und Wüstenbildung.
Ist aber erst einmal eine Region in niedrigen geologischen Breiten aride geworden und soll
sie wieder fruchtbar werden, sind für die Wiederaufforstung erst einmal großtechnische Systeme zu installieren, die die Funktion von Wäldern simulieren. Das wären Ketten oder besser weitflächige Netze von technischen Kältefallen, die erst einmal dafür sorgen, daß es in
dieser Region wieder ausreichend regnet.
Wenn durch die Wirkung dieser Kältefallen wieder hinreichend viel Regen fällt, verstärken sie
sich in ihrer Funktion selber, weil sich in ihrer Region nun die Feuchtigkeit hält und der aufsteigende Wasserdampf sehr viel kälter als die umgebende Luft ist, so daß er wieder kondensiert und wieder abregnet.
Dann kann man unterhalb der Kältefallen wieder mit Landwirtschaft beginnen, endlich dann
auch wieder mit Forstwirtschaft. Wenn man auf diese Weise die Wälder wieder hochgezogen
hat, können eventuell die Wälder allein wieder als Kältefallen dienen und man kann die technischen Systeme abbauen und woanders installieren.
Beispiel Spanien mit Meeren im Westen und Osten:
Spanien erstreckt sich in Ost-West-Richtung um 500 km mit folgendem Ergebnis: Wo auch
immer man sich an einem Ort in Spanien befindet, so sind es bis zur Ost- oder Westküste
maximal um die 500 km. Das sind bei dieser Sonneneinstrahlung eigentlich optimale Bedingungen für Pflanzenwachstum, aber die Spanier haben ihre Wälder abgeholzt, damit es nicht
159
regnet. Das führte über die Jahrhunderte zur Steppen- und Wüstenbildung. Tatsächlich breitet sich die Sahara seit Jahrzehnten auch in Südspanien aus, wegen der Vernichtung der
Wälder durch die Menschen.
Es ist aber sicher, daß wegen der großen Nähe zum Meer an jedem Ort in Spanien in größeren Höhen Luftströmungen mit hinreichend viel Wasserdampf dahinziehen. Sie regnen nur
nicht mehr ab, weil die Wälder als Kältefallen fehlen.
Spanien gehört zu Europa, zur EU und hat stabile politische Verhältnisse. Wenn man die
teuren solartechnischen Großsysteme für Kältefallen installiert, kann man leidlich darauf hoffen, daß
- sie nicht durch Terroristen ... mutwillig zerstört werden und
- tatsächlich den gewonnenen Strom im vertraglich ausgemachten Ausmaß auch an die anderen EU-Staaten abliefern.
Die Frage ist nur: Wollen das auch die Spanier ?
Denn diese haben ja erst die Wälder abgeholzt, damit es nicht mehr regnet.
Beispiel Nordafrika:
Hat man Westwind, so sind es bis zur Ostküste um die 6000 km, und für dieses riesige Gebiet müßte der Wasserdampfgehalt der Wolken reichen. Hat man Ostwind, gilt ähnliches.
Die Anforderungen an den Wasserdampfgehalt der Wolken sind also viel größer als bei
Spanien, weil viel größere räumliche Weiten mit Regen zu versorgen sind.
Afrika gehört nicht zu Europa und hat oft unstabile politische Verhältnisse. Wenn man die
teuren technischen Großsysteme installiert, werden sie oft
- durch Terroristen, Kriegshandlungen ... mutwillig zerstört und
- nicht den gewonnenen Strom im vertraglich ausgemachten Ausmaß an die EU-Staaten
abliefern.
Man muß sich jetzt aber einmal vorstellen, was für einen gewaltigen Lebensraum man erschafft, wenn man großtechnische Systeme installiert, die eine hinreichende Bewässerung
der Sahara gewährleisten.
Man könnte in diesem neu erschaffenen Lebensraum alle bedrohten Tierarten Afrikas, Indiens und Ozeaniens aufnehmen. Das wieder begrünte Nordafrika könnte als ein gigantisches
Reservat für die vom Menschen verfolgte und von Ausrottung bedrohte Tierwelt dienen.
16.3 Wasserdampf führende Luftströmungen
Vor allem an der Meeresoberfläche der Äquatorialgegenden wird laufend durch Sonnenstrahlung Wasser in Wasserdampf verwandelt, der in die Atmosphäre aufsteigt. Sicher steigen auch von Wäldern, Flüssen, Seen, Wiesen usw. Wasserdampfschwaden auf.
Es ist nun ganz wichtig, den Verlauf der mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen in der
Atmosphäre zu verfolgen und Methoden zu entwickeln, um über irgendeinem Gebiet nach
Wunsch mittels hinreichend großer und leistungsfähiger solartechnischer Anlagen (Kältefallen) bestimmte Mengen an Wasser abregnen zu lassen.
Die künstlich-technische Klimasteuerung soll nicht nur leisten, durch eine geschickte geometrische Anordnung von Kältefallen (s.u.) das Wasser ausregnen zu lassen, sondern sie soll
sogar die wasserdampfhaltigen Luftströmungen lenken.
Das funktioniert nur, wenn man stark wasserdampfhaltige Luftströmungen anzapfen kann.
Durch Erdrotation, Sonneneinstrahlung, Verteilung der Kontinente und Meere werden die
globalen Luftströmungen erzeugt wie die Jetstreams, die parallel zum Äquator verlaufen und
die von Flugzeugen bei Transatlantikflügen genutzt werden. Dann gibt es noch die vielen
Luftströmungen, die lokal erzeugt werden z.B. durch Temperaturdifferenzen, Dämmerungszone, lokale Hitzeeinstrahlung, Meeresströmungen ...
Nicht alle Luftströmungen führen hinreichend viel Wasserdampf mit sich. Wenn die Sonne
vor der westafrikanischen Küste nördlich des Äquators auf das Meer brennt und Wasserdampf erzeugt, so heißt das leider nicht, daß diese mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen nun nach Osten ziehen und nachts über der nördlichen Sahara abregnen.
160
Nun ja, am Tage mag es deshalb nicht regnen, weil die Sonne zu sehr herunterbrennt, aber
dann müßte es in der Nacht in der nördlichen Sahara regnen, denn es wird nachts in der
Sahara sehr kalt. Das geschieht aber nicht (mehr), und zwar deshalb, weil die über die Sahara dahinziehenden Luftströmungen zu wenig Wasserdampf enthalten.
Die Sonne verdampft zwar viel Meerwasser vor der westafrikanischen Küste, aber diese mit
Wasserdampf gesättigten Wolken ziehen eben nicht nach Osten, sondern nach Nordosten,
und dann regnen sie über dem Mittelmeer ab.
Die Kunst liegt nun darin, die mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen in Richtung Zentralsahara zu lenken und sie auf dem Wege dahin zum Abregnen zu zwingen,
Man muß versuchen, das durch eine Kette von Kältefallen zu erreichen, deren Leistung und
Ausdehnung um Zehnerpotenzen größer sein muß als in Spanien.
Die Sonne verdunstet in jeder Sekunde vor der Küste Westafrikas eine ganze Menge an
Wasser, und der Wasserdampf steigt in die Atmosphäre auf.
Die Fragen sind nun:
- Wie lenkt man die mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen nach Osten ?
- Wie bringt man sie über der Sahara nach Wunsch zum Abregnen ?
Der hier verfolgte Lösungsansatz ist:
Man benötigt eine Kette oder besser ein Netz von hinreichend dich gepackten Kältefallen,
über Tausende von Kilometern hinweg in West-Ost-Richtung, quer durch die Sahara.
Bei einer netzartigen Anordnung kann man einen Abstand der Ketten von 10 bis 100 km einhalten.
Schon heute ist Mangel an Energie hauptsächlich ein Mangel an sittlicher Reife der ganzen
Menschheit. Der Wüstengürtel um die Erde könnte gut zur Energieerzeugung für die ganze
Menschheit genutzt werden, aber das Problem ist, daß die mühsam erbauten technischen
Großsysteme doch bald wieder von Menschen zerstört werden würden.
Wenn einstmals die ganze Erde von solchen Solarkraftwerken überzogen ist, können jederzeit von der Tagseite zur Nachtseite bzw. von Sommerregionen zu Winterregionen fast beliebig große Energiemengen übertragen werden, die nicht nur für die Zivilisation genutzt
werden können, sondern auch zur Erwärmung von Naturschutzgebieten für beliebige Tiere
und Pflanzen, insbesondere für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Die großtechnische, globale Klimasteuerung auf der Erde muß in Zusammenarbeit mit solartechnischen Größtanlagen so schnell wie möglich geleistet werden.
Die großen Wüsten in Afrika, Asien, Amerika und Australien müssen mit Hilfe der Supertechnik wiederbegrünt werden. Wenn diese gewaltigen Landflächen wieder bewaldet sind,
binden die Pflanzen soviel Kohlendioxid, daß die Gefahren des Treibhauseffekts von zuviel
Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre wieder stark vermindert werden.
16.4 Große Sonnenenergie-Absorber, -Reflektoren und -Umwandler
Die Entwicklung einer sehr leistungsfähigen Solarenergietechnik ist unbedingt notwendig,
weil unsere Sonne wie jeder Stern in einer astrophysikalischen Entwicklung begriffen ist,
wobei folgendes eintritt: Im weiteren Verlauf der natürlichen Entwicklung der Sonne wird sie
über die Hunderte von Millionen Jahren immer mehr an Strahlungskraft zunehmen.
Es ist unabänderlich, daß sie dabei die Oberfläche der Erde total austrocknen wird, wenn
nicht IWA und TZ das mit einer geeigneten Supertechnik verhindern.
Zum Schutz des Lebens müssen auf jedem Planeten mit Leben darauf in jedem Sonnensystem wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die z.B. darin bestehen, daß man mittels hinreichend leistungsfähiger und großer Systeme von Sonnenenergie-Absorbern, -Reflektoren
und -Umwandlern einen hinreichenden Schutz der Planetenoberfläche vor zu starker Sonneneinstrahlung bewirkt.
Solarkraftwerke dienen vor allem zur Erzeugung von elektrischem Strom.
Man benötigt über größere Zeiträume gesehen
- Sonnenenergie-Absorber,
- Sonnenstrahlungs-Reflektoren und,
161
- Sonnenenergie-Umwandler
sehr großer Ausdehnung und Leistungsfähigkeit, um die Oberfläche der Erde vor zu großer
Sonneneinstrahlung zu schützen.
Weil die Sonne pro Sekunde ein Energieäquivalent von 4 Millionen t abstrahlt, genügt für
eine IWA auf TZ-Stufe bereits ein winziger Teil davon zur vollständigen Versorgung mit
Energie, darunter auch mit elektrischem Strom.
Liegt also eine TZ vor, die das Problem der Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrischen Strom sehr gut gelöst hat, kann sie einen sehr großen Teil der SonnenenergieAbsorber, -Reflektoren und –Umwandler für die Konstruktion von Kältefallen für die globale
künstlich-technische Klimasteuerung verwenden.
Konstruktions- und Leistungsmerkmale:
- Sonnenenergie-Absorber
Man kann lange Spiegel mit parabolischem Querschnitt so aufstellen und nachführen, daß
sie dem Sonnenstand optimal folgen. Sie fokussieren die Sonnenstrahlung auf ein Rohr derart, daß das darin fließende Wasser, Öl, Natrium ... zum verdampft wird und dieser Dampf
nun Arbeit leisten kann. Man kann mit Wasserdampf Turbinen antreiben, mit heißem Öl oder
Natrium Wärmeaustauscher betreiben ...
- Sonnenstrahlungs-Reflektor
Man kann sehr große Spiegel so aufstellen und dem Lauf der Sonne nachführen, daß sie
möglichst viel Sonnenlicht in den Weltraum zurückspiegeln. In diesem Fall verzichtet man
gänzlich darauf, die einfallende Sonnenstrahlung irgendwie zu nutzen.
- Sonnenenergie-Umwandler
Damit wird das Problem allgemein dargestellt: Die Sonnenstrahlung wird genutzt – wie auch
immer -, um andere Energieformen herzustellen, die man besser nutzen und auch speichern
kann. Ein Beispiel dafür sind Solarzellen, die aus Licht elektrischen Strom herstellen.
--Es sind nun diese 3 Maschinentypen großtechnisch zu entwickeln und in riesigen Massen
zur Paradiesformung, Klimasteuerung und Stromerzeugung einzusetzen. Solche technischen Anlagen entsprechender Größe und Leistungsfähigkeit gehören schon zu den Supermaschinen der Superzivilisation.
Man beschränkt sich zur besseren Berechnung auf Anlagen von 3 km * 3 km Ausdehnung,
die man in langen Reihen oder in großen Netzen aneinanderreiht bzw. verbindet.
Auf dem Meer in Äquatornähe oder in heißen Wüsten sind technische Anlagen zu errichten,
deren Hauptaufgabe es ist, die von der Sonne auf die Erde eingestrahlte Strahlung
- zu absorbieren
- zu reflektieren oder
- umzuwandeln
mit dem Effekt einer hinreichenden Abkühlung, so daß sie als Kältefallen genutzt werden
können. Für eine global wirkende, künstlich-technische Klimasteuerung werden die technischen Anlagen eine sehr große Ausdehnung haben müssen.
Wir sind auf TZ-Stufe Maschinen gewöhnt mit einer Ausdehnung von maximal einigen hundert Metern. Auf dem Weg zu Supermaschinen und Superzivilisation müssen wir die Grenze
dieser Ausdehnung immer um weitere Zehnerpotenz nach oben verschieben.
Es ist anzunehmen, daß die technischen Anlagen für eine globale künstlich-technische Klimasteuerung Tausende von km2 umfassen werden.
Allein schon für die Steuerung der Wasserdampf führenden Luftströmungen wird man auf
den Meeren Kältefallen sehr großer flächiger Ausdehnung einsetzen müssen.
Es ist wahrscheinlich, daß man bei Einsatz weitläufiger Kältefallen an der Westküste Afrikas
vor der Küste auf offenem Meer ebenfalls weitläufige Kältefallen einsetzen muß, um erst
einmal die Wasserdampf führenden Luftströmungen zu den Kältefallen auf dem westafrikanischen Festland zu lenken.
U.a. im Zeitraum vor 25000 bis 7000 Jahren hat es in der Sahara viel geregnet, und dann
blieb der Regen aus, weil sich die Wasserdampf führenden Luftströmungen zu höheren geologischen Breiten verschoben haben.
162
Will man also mit der Paradiesformung Afrikas mit Hilfe von Kältefallen vom äußersten Westen des afrikanischen Festlands her beginnen, so muß man zuerst dafür sorgen, daß hinreichend viele Wasserdampf führende Luftströmungen dahin gelangen.
Nutzung der Sonnenenergie mit gleichzeitiger Süßwasserproduktion auf dem Meer:
Wir bauen einen Zeltverbund von 3 km * 3 km Ausdehnung und um 5 bis 50 m Höhe, den wir
auf das Meer setzen. Das Material der Zelte besteht aus dünner Folie.
An den Rändern der Zelte wird das verdunstete und dann wieder kondensierte Wasser aufgefangen, das als Trinkwasser genutzt werden kann.
Der Zeltverbund besteht aus einer großen Anzahl von einzelnen Zelten (Modulen) von 30 m
* 30 m Grundfläche und um 5 bis 50 m Höhe.
Wichtig für Leistungsabschätzungen ist die nutzbare Fläche unter dem Gesamtzelt.
Weil es nicht nur schönes Wetter gibt, sondern auch Stürme, kommt nur ein Zeltkomplex in
Frage, der aus Modulen besteht, die leicht aneinandergefügt und auch wieder leicht getrennt
werden können. Die einzelnen Zelte müssen schnell aufgebaut und wieder abgebaut werden
können.
Das meiste Wasser wird in der Nacht auskondensieren, so daß man am Morgen das Trinkwasser ernten kann, aber man kann auch auf dem Zelt ansteuerbare Reflektoren anbringen,
die man über das Zelt legt, wenn man meint, daß sich hinreichend viel Wasserdampf unter
der Zelthaut gebildet hat. Die Reflektoren bewirken, daß sich das Zelt auskühlt und der Wasserdampf kondensiert. So kann man mehrere Male am Tage Wasser ernten.
Man kann nun innerhalb des Zeltes Maschinen anbringen, die Sonnenenergie zu elektrischem Strom umwandeln oder wo z.B. Kohlenstoff erzeugt wird, den man später an Land
unter der Erde lagert. Auf diese Weise kann man den CO2-Gehalt der Atmosphäre direkt
vermindern.
Wichtig ist nun, wie die Temperaturverteilung über dem Zelt ist.
Die ganze Anlage kann man so ausgestalten, daß sie jeweils mehr als Sonnenenergieabsorber, -reflektor oder –umwandler arbeitet. So erhält man experimentelles Material.
16.5 Nutzung der Sonnenenergie zur Regenerzeugung in der Wüste
Wir errichten Solarzellenbatterien von 3 km Länge und 1 m Breite, die in einem Anstand von
3 m etliche Kilometer parallel verlaufen. Eine wichtige Vorgabe ist, daß diese Solarzellenbatterien in einer Höhe von 5 bis 15 m angebracht sind, so daß sich darunter in ihrem Schatten
ein Mikroklima entwickeln kann. In dieses Solarkraftwerk kann man auch lange Reihen von
Sonnenlichtreflektoren einbauen, so daß auch diese die lokal auf der Erde eintreffende Sonnenenergie erheblich mindern.
Man kann auch hier wieder lange Reihen von Energieabsorbern einbinden, die große Mengen Kohlenstoff aus dem Kohlendioxid der Atmosphäre holen.
Wieder ist wichtig, wie die Temperaturverteilung über dieser Anlage ist, denn auf dem Land
würde man sie als Kältefalle nutzen können, um wasserdampfreiche Luftschichten in sie hineinfallen zu lassen und sie so zum Ausregnen zu zwingen.
Künstlich-technische Produktion mit Hilfe von Sonnenenergie
Sehr große solartechnische Anlagen (gier auch als Solarzentren bezeichnet) zur Gewinnung
von elektrischem Strom sind die Kraftmaschinen bei der Erdenformung, aber auch bei der
Produktion.
Hat man beliebig viel Energie beliebig lange zur Verfügung, so kann man aus Dreck „alles“
machen, wenn man erst einmal einen hinreichenden Maschinen- und Werkzeugkasten hat.
Solarzentren dieser Art könnten auch die unfruchtbarsten, ödesten Wüstengegenden auf der
Erde in lokale Paradiese wandeln, nämlich in einem kleinen Einzugsbereich innerhalb oder
außerhalb der Solarzentren.
Das alte Problem und oft durchgerechnete Projekt, die Sahara oder Gobi wieder in blühende
Landschaften zu verwandeln, ist mit diesen Solarzentren möglich.
Schon heute ist Mangel an Energie hauptsächlich ein Mangel an sittlicher Reife der ganzen
Menschheit.
163
Wenn einstmals die ganze Erde von solchen Solarkraftwerken bzw. Biotech-Landschaften
überzogen ist, können jederzeit von der Tagseite zur Nachtseite bzw. von Sommerregionen
zu Winterregionen fast beliebig große Energiemengen übertragen werden, die nicht nur für
die Zivilisation genutzt werden können, sondern auch zur Erwärmung von Naturschutzgebieten für beliebige Tiere und Pflanzen, insbesondere für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
16.6 Der mordenden Natur mit Hilfe der Supertechnik entgegen treten
Nordafrika ist zwar politisch eher ungeeignet, aber für die Wiederbegrünung durch ein weitflächiges Netz von Kältefallen über Tausende von Quadratkilometern viel interessanter, und
zwar weil
- die Region der Sahara riesig groß ist – man denke nur an den Gewinn an Grünfläche, wenn
man die Sahara regelmäßig und zuverlässig hinreichend beregnen kann -, und
- diese Region der heutigen Sahara für die Entwicklung und Verbreitung der Menschen seit
den letzten 130000 Jahren eine überragende Rolle gespielt hat. Vor 130000 Jahren zogen
die aus dem Homo erectus entstandenen Frühformen des Homo sapiens sapiens von der
Region zwischen Tschad-See und Turkana-See (Rudolfsee) nach Norden entlang gewaltiger
Ströme und Seenketten, wobei sie u.a. sehr frühe Hochkulturen im Tibesti und Ahaggar erschufen und auch weiter zogen bis zur Mittelmeerküste.
Rings um das Mittelmeer – also auch an der nordafrikanischen Mittelmeerküste – lebten aber
auch zu dieser Zeit die Neandertaler. Dem Vordringen der Menschen nach Norden wurden
über Jahrzehntausende hinweg Grenzen gesetzt durch mit ihnen konkurrierende Hominiden.
Die in der Erdgeschichte häufigen Eis- und Dürrezeiten haben ungeheuer große Mengen an
Opfern unter den Lebewesen gefordert. Die heutige Sahara ist ein eindrucksvolles Beispiel
für die Vernichtungskraft der Natur. In den letzten 7000 Jahren sind ungeheuer viele Menschen und höhere Tiere dem Durst und der Hitze der zur Sand- und Steinwüste werdenden
nordafrikanischen Zentralregion zum Opfer gefallen.
Bei vielen Dörfern in der sich ausbreitenden Sahara hat sich folgendes abgespielt: Die Gegend um das Dorf wurde immer wasserärmer, schließlich zur Sand- und Steinwüste. Aber da
war der lebenserhaltende Brunnen, der Menschen und Tieren Wasser gab. Aber eines Tages gingen die Frauen umsonst zum Brunnen: Er war ausgetrocknet. Und dann stand man
vor der Wahl: Im Dorf bleiben und verdursten, oder in die Sandwüste hinaus zu ziehen in der
Hoffnung, irgendwo Wasser zu finden ... Die meisten Menschen und Tiere fanden allerdings
niemals Wasser, sondern starben an Durst und Hitze.
Dagegen muß sich der Mensch wappnen, besonders in Hinsicht darauf, daß die Natur über
die weiteren Hunderte von Millionen Jahren ohne ein entsprechendes Gegenwirken von einer Superzivilisation her dieses Schicksal Nordafrikas in den letzten 7000 Jahren zum endgültigen Schicksal der ganzen Erde zu machen.
In der Religion der Großen Göttin (Njörd oder Erdmutter, Gäa, Demeter, Magna mater ...)
wird man sich die Göttin eher als liebende Mutter vorgestellt haben, was sie zwar sein kann,
aber die Natur hat auch sehr viele zerstörerische, bestialische Seiten und es ist sehr unvorsichtig, ja geradezu dumm und verantwortungslos, auf die Natur zu vertrauen. Allgemein
haben viele Menschen, auch Völker, Reiche und Kulturbereiche ihr Vertrauen in ihre Gottheiten mit dem Leben bezahlt.
Es ist darum fatal falsch, wie sehr die Menschen noch heute darauf vertrauen, daß die Natur
ihnen "wohlgesinnt" ist.
Die Menschen müssen damit aufhören, die Leben schaffende und erhaltende Realität als
gegeben und selbstverständlich hinzunehmen, und vor allem dürfen sie nicht auf die Naturgewalten vertrauen.
Es ist völlig falsch, sich Illusionen über die Natur hinzugeben. Es gibt nur den einzigen Ausweg, daß man eine so gewaltige Supertechnik entwickelt, daß man sich damit gegen die
Bestie Natur für bedeutend größere Zeiträume schützen kann. Irgendwann aber wird auch
jede Kosmozivilisation und jede Superintelligenz von der Natur vernichtet werden, und
Äonen später wiederholt sich dasselbe Spiel, das sich in vielen Regionen der globalen Realität seit Äonen abspielt.
164
Viele Menschen haben sich schon Gedanken darüber gemacht, wie man die Sahara wieder
fruchtbar machen kann. Meistens lief das darauf hinaus, daß man gigantische Kanäle bauen
will, die Süßwasser transportieren, das man an den Küsten in gigantischen Wasserentsalzungsanlagen hergestellt hat.
Das Problem dabei ist: Die Sahara hat ein erhebliches Gefälle von innen zum Meer hin, und
zwar um die 500 m. Man müßte also viele Staustufen anlegen, um das Wasser auf 500 m
Höhe zu pumpen.
Verwendet man die Methode der Kältefallen, ist die Höhe der Zentralsahara ohne Bedeutung, denn der Wasserdampf steigt automatisch nach oben. Man muß nur die wasserdampfhaltigen Wolken in die Sahara lenken – das ist ein großes Problem - und dort durch Kältefallen zum Abregnen zwingen.
Weitere Verfahren:
- Man installiert auf geostationären Bahnen riesige Reflexionsfolien mit Ausdehnungen um
100 km * 100 km, besonders über Wüsten und Steppen.
- Man bedeckt Wüstengebiete mit kilometerlangen reflektierenden Folien, jeweils 1 m breit
und in 1 m Abstand zueinander, und das in 5 m Hohe.
Die Wiederbegrünung der Sahara durch Supertechnik wäre ein enormer Triumph über das
grausame Wüten der Natur gegenüber dem Leben. Nicht nur bei der Evolution der Menschen waren schöpferische und zerstörende Kräfte der Natur am Werk. Die Natur hat den
Menschen zwar erschaffen, aber z.B. durch Eis- und Dürrezeiten, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Transgressionen viele Kulturzentren der frühen Menschen ausgelöscht.
Im nördlichen Europa und Asien haben Gletscherströme bis zu 2 km Höhe sowie Eiszeittundren Kulturzentren ausgelöscht wie im Lonetal in Baden-Württemberg, bei Pavlow in
Böhmen/Mähren oder in Sungir bei Moskau.
Es paßt genau zu dieser Natur, daß sie zu dieser selben Zeit, als sie in nördlichen Regionen
der Erde die Menschenkulturen auslöschte – also insbesondere um 16500 v.Chr. auf dem
Höhepunkt der letzten Vereisung Würm II – in Nordafrika Menschenpopulationen riesige Lebensräume eröffnete. Weil der Meeresspiegel wegen der Bindung von soviel Wasser in Gletschereis zu dieser Zeit über 110 m tiefer lag als heute, reichten die Landregionen der Kontinente an ihren Küsten viel weiter in das Meer hinaus als heute. Das ermöglichte eine NordSüd-Wanderung zwischen Europa und Afrika im westlichen und östlichen Europa sowie die
Entwicklung von Kulturräumen, die in der Achse Nord-Süd bzw. Süd-Nord ausgerichtet waren anstatt West-Ost oder Ost-West wie heute in Europa.
Damals gehörten also
- Spanien und das westliche Nordafrika zu einem Kulturkreis, und
- Kleinasien, die arabische Halbinsel und Nordostafrika gehörten auch einem Kulturkreis an.
Diese beiden Kulturkreise wiesen durchaus Unterschiede in Kultur, Rassenzugehörigkeit und
Sprache der Menschen auf.
Nordafrika hat sein Erscheinungsbild in den letzten Millionen Jahren oftmals von Grund auf
gewandelt, weil
- Zeiträume von Jahrtausenden mit viel Regen und
- Zeiträume von Jahrtausenden ohne Regen
einander abwechselten.
In den letzten 130000 Jahren hat Nordafrika – auch die Zentralsahara – für die Entwicklung
der Menschen und ihre Verbreitung über die Erde eine sehr große Rolle gespielt.
Als die 2 km hohen Gletscherströme von Skandinavien her nach Süden vorstießen, begannen wieder einmal in der Sahara starke Regenfälle (ihr Pluvial, entsprechend zum Glazial im
Norden), was zu einer riesigen Savanne voller Seen und Flüsse führte, in die viele Tier- und
Pflanzenarten einwanderten.
Ab 5000 v.Chr. hörten die Regenfälle allmählich auf – zu dieser Zeit war das nördliche Europa schon längst wieder fruchtbar und bewaldet – und die Savanne wurde über die nachfolgenden Jahrtausende wieder einmal zur Wüste.
165
Von 12000 bis 5000 v.Chr. entwickelten sich in Nordafrika viele Rassen und Kulturen der
Menschen, die durch die anschließende Wüstenbildung dann meistens zur Abwanderung
oder zum Aussterben gezwungen wurden.
Die Gletscher haben sich aus Europa und Asien zurückgezogen, aber große Teile von Afrika
wurden zu Wüsten, und dieses Schicksal traf zu dieser Zeit auch andere Kontinente wie
Nord- und Südamerika, Asien und Australien.
Der Priester Sonchis im Tempel zu Sais soll sich dem Solon gegenüber um 600 v.Chr. verwundert darüber gezeigt haben, daß sich die Hellenen darauf verlassen, daß es in ihren Gefilden regnet – was würde mit der Ernte sein, wenn es nicht mehr regnen würde ?
Sonchis pries die bessere Lösung der Bewässerung bei den Ägyptern, da bei ihnen das jährliche Nilhochwasser das leistet.
Das Nilhochwasser blieb aber über die Jahrtausende manchmal doch in einem Jahr aus und
der Nil wurde sogar zum Rinnsal – die Katastrophe für Ägypten war unvermeidlich.
Es ist genauso leichtsinnig, auf das Nilhochwasser zu warten oder auf hinreichende Regenfälle, denn man muß als vernünftiges Wesen sich selber beschaffen, was man braucht.
Schließlich kennen wir die massenvernichtenden Komponenten im Treiben der Natur über
die Hunderte von Millionen Jahren.
Nicht nur in Afrika, Asien, Australien und Amerika bereitet die zunehmende Austrocknung
und Erwärmung Sorgen, sondern auch in Europa. Heute gibt es schon Wüsten in Südspanien, und auch in Deutschland würde die Minderung von Regenfällen mit gleichzeitiger Erwärmung zu großen Schäden in der Tier- und Pflanzenwelt führen.
Wir dürfen uns nicht damit abfinden, die Launen des natürlichen Klimas hinzunehmen, sondern wir müssen das globale Klima selber steuern, also auch die Regenfälle.
Es ist auf der ganzen Erde auf großtechnischem Wege eine Infrastruktur zu errichten, mit
deren Hilfe man im hinreichenden Ausmaß das Klima und vor allem die benötigten Regenfälle an möglichst vielen Orten nach Plan steuern kann.
Man könnte solche großtechnischen Anlagen auch im erdnahen Weltraum installieren, aber
dort können unlösbare Wartungs- und Korrekturprobleme auftreten. Es sind erdgebundene
Konstruktionen zur künstlich-technischen Klimasteuerung vorzuziehen.
Im Zuge der globalen Erwärmung unserer Zeit ist mit dem Bau von sehr großen technischen
Anlagen zu beginnen, die mindestens 3 km breite und sehr lange Luftkorridore in Bodennähe
möglichst weit abkühlen können. Diese langen Kühlschneisen sollen mit Wasserdampf gesättigte Wolken vom Meer her in trockene Landgebiete lenken.
Mit dem Bau einer solchen großtechnischen Infrastruktur könnte man jeweils in Spanien und
Afrika beginnen.
In Afrika verläuft der nördliche Wendekreis durch die Zentralsahara, am Ahaggar vorbei, und
der südliche Wendekreis durch die Kalahari-Wüste. Die ersten Kühlschneisen sollten zum
Test entlang dieser beiden Wendekreise verlaufen, und ob man damit auf der Ost- oder
Westseite Afrikas anfängt, hängt von den Luftströmungen ab.
Die Sonne verdampft zwar laufend Meerwasser und die Luft saugt Wasserdampf auf, und
zwar im hinreichenden Ausmaß, aber es muß keineswegs so sein, daß die mit Wasserdampf
gesättigten Wolken vom Meer her nach Westen zum Festland ziehen und darüber abregnen.
Man sieht an Westafrika, daß die mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen ganz offensichtlich einen anderen Verlauf nehmen.
Wenn man die Kältefallen und Kältestraßen auf dem Festland baut, muß man also gleichzeitig schon weit vor der Küste Nordafrikas mit Kältestraßen versuchen, die mit Wasserdampf
gesättigten Luftströmungen zu den Kältefallen auf dem afrikanischen Festland zu lenken.
Die Kunst ist also, die mit Wasserdampf gesättigten Luftströmungen
- zuerst einmal zu finden,
- nach Wunsch zu lenken und
- dann am gewünschten Ort zum Ausregnen zu bringen.
Das erfordert den Bau von großtechnischen Anlagen einer so gewaltigen räumlichen Ausdehnung, wie sie bisher bei uns unbekannt sind.
166
Projektvorschlag:
Der nördliche Wendekreis verläuft durch den Golf von Cintra und trifft etwa 60 km südlich
von Villa Cisneros auf die westafrikanische Küste. Die dortige Region gehört zu Spanisch
Sahara. Man beginnt direkt bei der Küste mit dem Bau von Kältefallen auf dem Festland und
denen vorgelagert auf dem Meer, um die Wasserdampf führenden Luftströmungen zu den
Kältestraßen auf der westafrikanischen Festlandsküstenregion zu lenken.
Ist das Projekt erfolgreich, kann man die Kältestraßen entlang des Nördlichen Wendekreises
auch durch Mauretanien bauen.
Projektvorschlag:
Beispiel für Testanlage in Südostspanien, in einer der dortigen Wüsten:
Auf einer Fläche von 550 km2 errichtet man ein Solargroßkraftwerk für
- 5300 MW p oder
- 1600 MW Durchschnittsleistung über das ganze Jahr
in der unten beschriebenen Art mit kilometerlangen, 1m breiten Solarzellenbatterien, montiert
auf 4 m hohen Gerüsten, und zwischen den Reihen der Sonnenzellenbatterien läßt man 10
m Platz, auf denen man Ackerbau betreiben kann.
Weniger Fläche braucht man, wenn man 4 m breite Solarzellenbatterien wählt und zwischen
ihnen nur 4 m Platz läßt. Diese letztere Bauweise wäre bei Wüsten sogar noch eher angebracht.
Mit dem gewonnenen elektrischen Strom kann man Meerwasser entsalzen und über Rohre
zum Solargroßkraftwerk pumpen, wo der Boden bewässert wird.
Dann hat man einen 16 km langen Streifen von 1 bis 4 m Breite, der im Schatten der Solarzellenbatterien liegt, und einen 16 km langen von 4 bis 9 m Breite, der in der Sonne liegt.
Über die Jahrzehnte hin wird dieses Solarkraftwerk zu einer Obst- und Gemüseplantage.
Dann kann man allmählich Buschwerk hochkommen lassen und kleine Bäume, d.h. man
kann sie auswildern, und Schritt um Schritt baut man die Solarzellenbatterien ab und in der
Nachbarschaft wieder auf, während das ehemalige Solargroßkraftwerk zu einem Busch- und
Waldland wird, das sich allmählich bei passender Größe sein eigenes Klima mit Regenfällen
macht.
Dieses Prinzip funktioniert nur dann, wenn das Gebiet nicht von Stürmen oder Wanderdünen
bedroht wird. Gegen Wanderdünen kann man sich schützen, indem man sie bepflanzt: Man
muß also die Begrünung der Sahara vom äußersten Westen her anfangen, und dann allmählich über die Jahrzehnte und Jahrhunderte nach Osten vordringen in dem Tempo, in dem
man das Land wieder begrünt hat und eine permanente hinreichende Versorgung mit
Frischwasser garantiert ist, entweder durch über Rohre zugeleitetes Frischwasser oder
durch Regen, der der ausreichenden Wiederbegrünung nachfolgt.
16.7 Steuerung des Kohlendioxid-Anteils in der Atmosphäre
IWA
TZ
NBE
NIW
NLS
Art(en) von IW, im Sinne der Species im biologischen Sinn
Technische Zivilisation(en), beginnt etwa ab der Stufe der westlichen Industrienationen um 1900 n.Chr.
Natürliche biologische Evolution
IW, dessen Species oder IWA über NBE entwickelt worden ist, wie bei den Menschen
Gesamtheit aller biologischen Lebensformen gemeinsamen Ursprungs in einem Sonnensystem einer
jeden Gegenwart, Ergebnis der NBE, beim Beispiel der heutigen Erde also die Gesamtheit aller Lebewesen von den Bakterien über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen
Voraussetzungen für planetenweite großtechnische Infrastrukturen
Es ist wieder darauf hin zu weisen, daß eine planetenweite großtechnische Infrastruktur nur
dann dauerhaft geschaffen werden kann, wenn die Menschen – oder auf anderen Planeten
in anderen Sonnensystemen die dort lebenden NIW (das sind IW, deren IWA über NBE entstanden ist) – nicht nur keine Kriege führen, in denen diese Infrastruktur immer wieder vernichtet wird, sondern auch keine Sabotageakte durchführen, die zu demselben Ergebnis
führen.
Supermaschinen sind nichts für Menschen oder andere NIW, die das Böse in sich haben und
sittlich-ethisch so rückständig sind, daß sie das Erschaffene immer wieder mutwillig und aus
167
bösartigen Gründen heraus zerstören, wegen des Bösen in sich, oder auch aus Gleichgültigkeit heraus oder wegen anderer unvernünftiger Gründe.
Paradiese oder paradiesische Landschaften benötigen den Schutz von Superzivilisationen,
denn wie wir auf der Erde aus Geologie und Erdgeschichte wissen, erschafft die Natur zwar
über Jahrmillionen die herrlichsten Werte, aber sie zerstört diese auch wieder in unendlicher
Gleichgültigkeit, um irgendwann nach Äonen auf den Ruinen vielleicht noch herrlichere Werte zu erschaffen, denen dasselbe Schicksal droht ...
Mit der Natur oder mit den Naturgewalten ist kein ewiger Bund zu flechten. Man darf sich von
der Schönheit einer paradiesischen Landschaft auf der Erde nicht täuschen lassen. Davon
gab es auf der Erde schon viele, und viele davon hat die Natur wieder vernichtet.
Wir müssen lernen, die Natur als Gegner einzustufen und in eine ganz bewußte langfristige
Auseinandersetzung mit den Naturgewalten einzutreten, wobei wir ganz genau wissen, daß
wir unsere eigene Körperlichkeit mit Hilfe der Supertechnik laufend verbessern und veredeln
müssen. Den Kampf mit der Natur beginnen wir zwar als Menschen, aber schon bald wird er
auf die Menschen so weit zurückgewirkt haben, daß es keine Menschen mehr sind, die den
Kampf gegen die Natur führen.
Menschen sind über NBE entstanden und haben aus diesem Grunde das Böse in ihrer Psyche. Alle ingenieurwissenschaftlich-technischen Schwärmereien und naturwissenschaftlichen
Spielereien der Menschen müssen dem Umstand Rechnung tragen, daß Menschen nicht nur
über das Himmelslicht der Vernunft verfügen, sondern auch das Böse in sich haben. Dieses
Böse bewirkt bei laufender technischer Höherentwicklung, daß die Menschen oder sonstige
über NBE entstandene IW (= NIW) ihre eigene Supertechnik mißbrauchen mit dem Ergebnis
der umfassenden Vernichtung des höheren Lebens auf ihrer Welt. Dieses Böse muß also
rechtzeitig auf gentechnischem Wege aus dem Genom der Menschen bzw. sonstiger NIW
entfernt werden.
Auch ohne das Böse im Menschen gibt es hinreichend viel Vernichtung, und zwar schon seit
Hunderten von Jahrmillionen auf der Erde durch die Naturgewalten.
Betrachten wir als Beispiel die Galapagos-Inseln:
Wir bewundern gegenwärtig ihre Schönheit und die Vielfalt von Leben darauf, aber diese
Inseln werden in Dutzenden von Jahrmillionen wieder versinken.
Das ist ganz typisch für die Natur.
Nordafrika war in den letzten 2 Millionen Jahren öfters eine paradiesische Landschaft, aber
diese wurde immer wieder durch Hitze und Dürre zerstört.
Die ganze Erde wird ein ähnliches Schicksal haben, wenn keine Supermaschinen oder Superintelligenzen das verhindern: Unser Sonnensystem entstand vermutlich mit vielen anderen Sonnensystemen zugleich vor 6 bis 5 Milliarden Jahren aus einer kontrahierenden Gasund Staubwolke. Das auf unserer Erde vor über 4 Milliarden Jahren befindliche Leben hat
zwar die Oberfläche unserer Erde geformt und sich auf der Erde weit verbreitet, aber mit der
zunehmenden Strahlungsleistung unserer Sonnen über die nächsten Milliarden Jahre auf
ihrem Weg zum Roten Riesen wird die Sonne zuerst die Erdoberfläche zur Weißglut bringen
und Milliarden Jahre später wird diese selbe Sonne als Weißer Zwerg über die Dutzende von
Jahrmilliarden allmählich ausbrennen, und unser Sonnensystem versinkt in Kälte, Nacht und
Eis. Langfristig hält die Natur für alles Leben nur den Tod bereit, und nur durch die Entwicklung von Superzivilisationen, Supermaschinen und Superintelligenzen kann sich das Leben
gegen die Zerstörung durch Naturgewalten schützen, und das auch nur zeitweilig, weil die
Natur ihre Vernichtungsaktionen über immer größere Zeiträume hinweg mit immer größerer
Zerstörungskraft führt. Auf immer größere Zeiträume hin werden irgendwann alle Superzivilisationen und Superintelligenzen den Naturgewalten erliegen und ihre Realitätsbereiche werden im Chaos recykelt, so daß nach Äonen daraus wieder neue Realitäten entstehen und
sich das Spiel wiederholt, wie auch an vielen anderen Orten.
Die Entwicklung einer TZ mit Maschinen und Supermaschinen, die globale, künstlichtechnische Klimasteuerung auf einem Planeten sind somit erst der Anfang, ebenso die globale großtechnische Infrastruktur zur Steuerung des Kohlendioxidgehaltes auf einem Planeten. Über die Äonen hinweg werden Sonnensysteme, Galaxien, Universen ... eben zu einer
Baustelle.
168
Vorerst operieren wir auf bedeutend niedrigerem Niveau: Die planetenweiten großtechnischen Infrastrukturen sind das einzige wirksame Mittel, um Paradiese auf der Erde vor erdgebundenen zerstörerischen Mächten zu schützen, aber da gibt es eine wesentliche Voraussetzung: Nicht nur die Natur, sondern auch die IW selber dürfen nicht in die Lage kommen,
die Paradiese zu zerstören. Das funktioniert aber nur dann, wenn die Träger der Superzivilisation auf einem Planeten IW ohne das Böse in sich sind.
Für Erde und Menschheit bedeutet das, daß erst der Genom der Menschen gentechnisch so
weit veredelt werden muß, also vom Bösen befreit werden muß, daß die so neu erschaffenen „Menschen“ oder Androiden (Bezeichnung aus der SF-Weltraum-Serie „Perry Rhodan –
der Erbe des Universums“) frei vom Bösen, also Vernunftwesen oder VIW sind.
Die heutigen Menschen sind der Spezialfall für IW, deren Species oder IWA über NBE entwickelt worden ist, und darum werden sie als NIW bezeichnet.
Hier wird vorausgesetzt, daß diese Entwicklung vom Menschen zum Androiden oder allgemeiner vom NIW zum VIW auf jedem Planeten geleistet werden muß, um das auf diesem
betreffenden Planeten entwickelte Leben über die Abgründe der Ewigkeit tragen zu können.
Der Artentod der Menschheit ist also zwingend notwendig und erst der Anfang einer grandiosen Entwicklung von Supermaschinen, Superzivilisation und Superintelligenzen auf unserer
Erde und in unserem Sonnensystem.
Wir setzen für die nachfolgende Diskussion der planetenweiten großtechnischen Infrastruktur
voraus, daß die betreffenden IW die Stufe von VIW erreicht haben. Wir haben also fortan nur
noch mit den zerstörerischen Gewalten der Natur zu tun, nicht mit den zerstörerischen Aktionen von NIW.
16.8 Planetenweite Infrastrukturen zur Steuerung des Kohlendioxidgehalts
Die großtechnische Infrastruktur zur Klimasteuerung läßt sich leicht erweitern auf eine zusätzliche Steuerung des Kohlendioxidgehalts auf dem betreffenden Planeten, denn es ist nur
notwendig, die Spaltung von Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenstoff in ausreichender
Menge zu leisten. Dafür benötigt man dieselben Supermaschinen wie bei der Klimasteuerung, nur eben sehr viel mehr Supermaschinen dieser Art.
Würden wir z.B. durch die globale Infrastruktur zur Klimasteuerung eine Wiederbewaldung
Nordafrikas und anderer großer Wüstengebiete erreichen, würde dadurch soviel Kohlenstoff
gebunden, daß der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre deutlich sinken würde. Tatsächlich
ist es überhaupt nicht notwendig, den bei der Spaltung von Kohlendioxid in riesigen Mengen
anfallenden Kohlenstoff in unterirdischen Lagern zu deponieren, denn es reicht völlig aus,
ihn in entsprechend großen lebenden Biomassen zu binden.
Der allgemeine Fall wird aber so aussehen, daß man in einer Wüste solartechnische Anlagen errichtet, die die Arbeit von Pflanzen machen, aber ohne Mithilfe von Wasser. Gewinnt
man auf diese Weise große Mengen an Kohlenstoff, so muß man ihn schon unterirdisch lagern. Wenn man nun bedenkt, welche riesigen Mengen an Erdgas, Kohle und Erdöl bisher
aus dem Erdboden geholt worden ist, so erhält man eine Vorstellung von der Größe der Kohlenstofflager, die man nun wieder unterirdisch anlegen muß.
Die Bindung von Kohlenstoff in riesigen Wäldern, Sümpfen und großen Mengen von Plankton in den Meeren erscheint da allemal besser.
16.9 Solarkraftwerke auf Mond, Mars ...
Auf dem Mond haben wir etwas andere Verhältnisse: Vakuum und eine „Nacht“, die so lange
dauert wie ein Tag, nämlich 14 Erdtage. Bei einem Wirkungsgrad von 0,1 leistet auf dem
Mond ein Solarkraftwerk mit der Fläche von 32 km2 für Solarzellen, die man dem Sonnenstand nachführen kann, 3200 Megawatt p oder 1600 Megawatt Dauerleistung. Selbst wenn
man den Wirkungsgrad der Solarzellen auf 0,5 steigern kann, wird man zur Stromerzeugung
im o.g. Ausmaß 6,4 km2 benötigen. Das ist allerdings schon eine Fläche, die man als eine
große Halle konzipieren kann. Da könnte dann das Prinzip gelten, daß der auf dem Dach der
169
Halle gewonnene Strom durch Nutzung der Sonnenenergie auch voll ausreicht für die Fabriken ... in der Halle.
Auf der Erde aber und in unseren Breiten und bei einem Wirkungsgrad um 0,1 reicht der auf
dem Dach der Halle erzeugte Strom nicht aus. Also wird auf der Erde - und zwar in Deutschland - folgendes Konzept notwendig sein:
Man baut Fabrikationshallen, auf deren Dächern Solarzellen Sonnenlicht in Strom umwandeln, aber da das nicht ausreicht, benötigt man außerhalb der Hallen noch weitere Solarzellenflächen, und zwar um 10 mal mehr als auf dem Dach.
16.10 Auf dem Weg zu einer interplanetaren Infrastruktur Vorteile der Energieversorgung mittels Sonnentank-, Energieverteilerstationen
Will man z.B. den Mars erdenformen, dessen Oberfläche heute eine Staubwüste ist und der
eine Atmosphäre um 3 Millibar hat, benötigen wir den gewaltigen Maschinenpark der Superzivilisation und sehr viel Energie.
Man kann die von den Sonnentank- und Energieverteilerstationen angelieferten Versorgungsstrahlen (Protonen- und Energiestrahlen) nutzen, aber auch in Marsumlaufbahnen
installierte riesige Weltraumspiegel zum Auffangen, Bündeln und Weiterleitung von Sonnenstrahlung (Idee von Hermann Oberth um 1925). Dann käme man ohne künstliche Nuklearfusionskraftwerke aus, weil wir auf das natürliche Nuklearkraftwerk Sonne zurückgreifen.
Auch in Sicht auf große Zeiträume ist die Verwendung von künstlichen Fusionsmeilern für
den Hausgebrauch nicht zu empfehlen, weil der Wasserstoff in unserem Sonnensystem nur
begrenzt vorhanden ist und die Sonne sowieso laufend riesige Energiemengen ausstrahlt,
die man erst einmal großtechnisch nutzen sollte.
Für die Grundlagenforschung sollten wir aber über Fusionsmeiler so viel wie möglich Kenntnisse erarbeiten, weil wir nicht wissen können, was wir alles bei diesen Forschungen sonst
noch alles entdecken und erschaffen werden.
170
17 Großtechnische Erschließung und Besiedlung des Mondes
In den nächsten Jahrzehnten wird wegen der beschränkten technischen Mittel eine wirksame
Abwehr von Asteroiden und Kometen, die die Erde bedrohen, nur vom Erdmond aus erfolgen können, denn nur auf dem Erdmond kann man hinreichend geeignete und viele Raumschiffe bauen, die man dann als Wachschiffe auf dem Erdmond in geschützten Silos beläßt
oder in weiteren Erdumlaufbahnen parkt.
Bei unserer Technologie und der der nächsten Jahrzehnte ist es fast unmöglich, von der
Erde aus eine solche Raumflotte in den Weltraum zu bringen, entweder als komplette
Raumschiffe auf der Erde gebaut oder in Teilprodukten von der Erde in Erdumlaufbahnen
gebracht und dort zu fertigen Raumschiffen zusammengebaut.
Wegen der Oberflächengravitation der Erde von 1 g und auch wegen ihrer dichter Atmosphäre kommen Raumschiffe von der Erdoberfläche nur sehr schwer weg - vom Mond geht das
wegen der Oberflächenschwerkraft von 1/6 g sehr viel leichter. Also ist die technische Erschließung und Besiedelung des Mondes auch und besonders zu dem Zweck durchzuführen, um auf dem Mond Industrie-, Wohn- und Forschungskomplexe zu installieren, mit deren
Hilfe man Raumschiffe in hinreichender Qualität und Anzahl bauen kann, die die Erde vor
Asteroiden und Kometen schützen können.
Technische Verfahren und Systeme zur Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern versuchen meistens, die Himmelskörper auf ihren Bahnen abzulenken und vielleicht
sogar auf nahe Parkbahnen um die Sonne zu bringen, denn jeder Asteroid oder Komet ist
ein willkommenes Materiallager für interplanetare Operationen, und ferner wird die Zerstörung eines Planetoiden wie z.B. Eros selten zu seiner Verdampfung führen, sondern fast
immer zu einer Wolke aus Tausenden von Bruchstücken, die 100 m oder mehr Durchmesser
haben.
Es muß zwischen der Abwehr gegen einen Asteroiden z.B. aus Stein und der Abwehr gegen
einen Kometen (aus Matsch und Schnee) unterschieden werden:
- Abwehr gegen Asteroiden.
Es möge ein Asteroid von 3 km Durchmesser auf den Heimatplaneten zu fliegen.
- Man kann auf den Asteroiden Maschinen bringen, die ihn allmählich von seinem Kurs auf
die Erde abbringen.
- Man kann versuchen, ihn mit Nuklearwaffen von seiner Bahn abzulenken, wobei er aber
nicht in Stücke gehen darf.
- Man kann versuchen, ihn mittels Sonnensegeln von seinem Kurs auf die Erde abzulenken. .
- Abwehr gegen Kometen.
Man bringt den Kometen unter Nutzung von Antrieben auf Solarbasis in hinreichende Sonnennähe und läßt ihn da einfach verdampfen, z.B. auch durch hinreichend viele und gut plazierte Weltraumspiegel um den Kometen herum.
Die seit 1999 im Bau befindliche Internationale Raumstation ISS ist ein Forschungsprojekt,
das prinzipiell nicht zu einem Industrieprojekt führen kann, weil die ISS eine viel zu nahe Umlaufbahn um die Erde hat, wo sie permanent von Weltraumschrott bedroht ist.
Ein Industriekomplex in einer Erdumlaufbahn sollte mindestens so weit von der Erde entfernt
sein, daß er nicht mehr von Weltraumschrott bedroht ist.
Bei der Planung der ISS hatte man noch völlig auf Räumlichkeiten verzichtet, die durch Rotationseffekte eine Rotationsgravitation von knapp 1 g erhalten. Ein Industriekomplex im Weltraum muß viele Räumlichkeiten mit einer Rotationsgravitation von knapp 1 g haben, damit
die Menschen dort dauerhaft arbeiten können.
Bei einer Rotierenden Weltraumstation (RWS), in der es große Abteilungen gibt mit simulierter Schwerkraft von etwa 1 g, gibt es für die Bewohner die Möglichkeit, unter gewohnten
Schwereverhältnissen zu leben oder sich zumindest dort für einige Stunden zu erholen, so
daß es nicht zu den durch Schwerelosigkeit verursachten Weltraumkrankheiten kommt.
So wird mit einer RWS tatsächlich neuer Lebensraum erschlossen, der Menschen, Tieren
und Pflanzen übergeben werden kann, und mit dem Fortschritt der Technik werden diese
Stationen dann immer besser und sicherer.
Ausbaustufen oder Höherentwicklungen der ISS ohne Rotationsgravitation bleiben veraltet.
171
Aber auch das Konzept für Bau und Unterhaltung der ISS ist schon in der Entwurfsphase
veraltet gewesen, weil die Technik noch nicht so weit fortgeschritten ist, daß ein echter Pendelverkehr zwischen ISS und Erde möglich wäre. Man war anscheinend von SF-Romanen
angesteckt gewesen, als man an einen echten Pendelverkehr dachte. Richtig wäre gewesen,
schon bei der ISS Räumlichkeiten mit 1 g Rotationsgravitation einzuplanen und die hinausgebrachten Menschen dort oben für viele Jahre arbeiten zu lassen.
Die Gefahren für die Besatzung der Raumschiffe vor allem beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre sind viel zu hoch. Es erscheint als sicherer, die Technologie der Flucht- und Landekapseln weiter zu entwickeln, wo man Leute, die von der Raumstation unbedingt zur Erde
zurück wollen, einzeln zur Erde zurück schickt.
Auf einen Pendelverkehr zwischen Erde und Raumstation mit Personen sollte man vorerst
wegen der eingeschränkten technischen Mittel möglichst verzichten.
Raumstationen sind immer dem Risiko von erhöhter Strahlung, Weltraumschrott und kleinen
Meteoriten ausgesetzt. Eine Mondbasis hat dagegen sehr viele Vorteile:
- Auf dem Mond hat man Material in Form von Staub und Gestein genug und benötigt nur die
Maschinen der Hochtechnologie, um daraus mittels Sonnenenergie das benötigte Material
zu erschaffen, auch für Bau und Versorgung der ISS.
- Bau und Versorgung der ISS vom Mond her sind dann viel kostengünstiger und schneller
zu leisten, wenn man auf dem Mond entsprechende Forschungs-, Industrie- und Wohnanlagen hat.
- In hinreichend tiefen, unterirdischen Wohn- und Firmenkomplexen auf dem Mond wären die
Menschen hinreichend vor Strahlung, Weltraumschrott und Meteoriten geschützt und lebten
damit auf dem Mond viel sicherer als in einer Raumstation.
- In unterirdischen Hangars auf dem Mond könnte man eine taktische Raumflotte bauen und
stationieren, deren einzige Aufgabe es ist, auf die Erde zu fliegende Asteroiden und Kometen von der gefährlichen Bahn abzulenken. Damit könnte zum ersten Mal der Schutz der
Erde faktisch bewerkstelligt werden.
- In diesen Wohnanlagen gäbe es große Zentrifugen, in denen die Schwerkraft von 1 g simuliert wird - und in diesen Bereichen mit 1 g Schwerkraft schlafen und ruhen die Menschen zur
Erholung von Muskulatur und Kreislauf.
Es ist eine Mondbasis einzurichten, auf der Menschen dauerhaft leben, arbeiten, forschen
und produzieren, und zwar in erster Linie, um Schutzsysteme für die Erde zu schaffen, damit
die Erde vor anfliegenden Asteroiden und Kometen wirksam geschützt werden kann.
Bau und Stationierung einer Flotte von so leistungsfähigen und gut bewaffneten Raumschiffen würden natürlich für viele Ganoven, Militärs, Diktatoren ... eine enorme Verlockung darstellen. Es ist die Frage, ob ein hinreichend weit gefaßter militärischer Schutz bei vertretbarem Kostenaufwand möglich ist.
Es scheint sich hier anzudeuten, daß die charakterlichen Mängel der Menschen, die wir oftmals als das Böse bezeíchnen und dem wir auf der Erde laufend begegnen, langfristig eine
wirksame Abwehr gegen Asteroiden und Kometen unmöglich wachen.
Gut, die Menschen könnten auf dem Mond bei hinreichendem Einsatz eine gut bewaffnete
Raumschiffsflotte erbauen und dort stationieren, aber die Menschen könnten die Existenz
solcher leistungsfähiger Waffen sittlich nicht verkraften.
Wir begegnen auf der Erde laufend dem Bösen im Menschen in seinen vielen Formen wie
Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Egoismus, Herrschsucht, Eitelkeit, Narzißmus, Zorn, Wut,
Neif, Haß, Gier ... – warum sollten auf dem Mond diese schlechten Eigenschaften den Menschen verloren gehen ?
Dieser Umstand ist sicher sehr sorgfältig zu diskutieren, was weiter unten erfolgen wird.
Wenden wir uns vorerst wieder den förderlichen Aspekten zu. Sehr wichtig ist die psychologische Komponente guter und echter Forschungsprojekte: Lern- und handlungsfreudige
Menschen müssen bei Projekten der Hochtechnologie und Wissenschaft packende Betätigungsfelder finden können, wie etwa bei der Erforschung und Besiedlung des Mondes.
Solche packenden Großprojekte können auch wesentlich dabei helfen, das Gefühl der nationalen Identifizierung für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion in einem Staat
172
immer mehr in großartigen Werken der kommenden Superzivilisation zu sehen. Das kann für
die Bürger des sich nun einigenden Europas von großer Bedeutung werden.
Finanzierung entsprechender Mond-Großprojekte
1961 proklamierte John F. Kennedy das Mondprojekt: Bis zum Ende des Jahrzehnts sollten
3 US-Amerikaner auf dem Mond stehen. Am 19.7.1969 drückten 3 Amerikaner im Rahmen
des Apollo-Projektes ihre Stiefel in den Mondstaub. Es gab eine ganze Reihe von ApolloMissionen (etwa 18) mit jeweils 3 Amerikanern an Bord zum Mond, wobei die ersten Missionen nur den Mond umrunden sollten. Bei den letzten Missionen wurde ein Fahrzeug mitgenommen, mit dessen Hilfe die Astronauten auf dem Mond herumfuhren. Sie brachten Mondgestein zur Erde zurück.
Die UdSSR kam dem am nächsten mit ihren Lunochod-Mobilen, die sie als Roboterfahrzeuge auf dem Mond aussetzten.
Bleibende Bauwerke wurden auf dem Mond bisher nicht errichtet. Bisher stehen dort nur die
Bodenteile der Mondfähren und etliche technische Geräte in der Mondlandschaft.
Wie sieht das Interesse der Staaten am Mond in der nahen Zukunft aus ?
Die USA haben wegen wirtschaftlicher Probleme erneute Missionen zum Mond füpr Jahrzehnte in die Zukunft verschoben. Sie planen eher eine Mission zum Mars, weil sie schon
auf dem Mon waren. An einem dauerhaften Aufenthalt auf dem Mond scheinen die USA kein
Interesse zu haben, und das für Jahrzehnte.
Japan scheint sich schon heute für den Mond zu interessieren.
Europa sollte sich die technische Erschließung und Besiedlung des Mondes zum Ziel nehmen, wobei es auf die praktische Hilfe Rußlands und der USA setzen sollte, denn beide
Staaten haben gute Weltraumerfahrung und entsprechende technische Mittel. Auch wenn
Europa die Federführung und Hauptfinanzierung der großtechnischen Erschließung und Besiedlung des Mondes trägt, sollten alle Nationen bei diesem Projekt beteiligt werden. Es ist
dabei selbstverständlich, daß alle Mondkolonisten zuerst eine sorgfältige Ausbildung auf der
Erde absolvieren und nachweisen müssen, damit sie auf dem Mond auch ihre Arbeit machen
können und besonders keine nationalistischen oder sonst welche Streitigkeiten anzetteln.
Psychologische Aspekte für die Auswahl der Mondkolonisten:
Es ist zu empfehlen, bei der großtechnischen Erschließung des Mondes erst ein Übermaß
an verfügbarer Sicherheit, Energie, Wohnraum, Baumaterialien ... zu schaffen und dann erst
mit der eigentlichen Besiedlung zu beginnen. Die Menschen sind oft unreif, fehlerhaft und
auch bösartig. Das wichtigste auf dem Mond ist also, den Menschen vor dem Menschen zu
schützen und nicht etwa vor der Natur. Das Siedlungsgebiet muß also von Anfang an ziemlich groß sein. Ein Gelände von 500 m mal 500 m faßt schon sehr viele Container - das wären z.B. Luftkammern standardisierter Größe (15 m mal 15 m mal 5 m ?) und Ausstattung -,
die man z.T. in Wabenbauweise dicht nebeneinander baut oder auch getrennt. Vielleicht
sollte man zuerst wirklich auf ganz sicher gehen und mehrere solcher großer Areale (500 m
mal 500 m) einrichten, vielleicht so um 5 km voneinander getrennt.
- Es ist der menschlichen Species eigentümlich, daß nicht die Jungen am meisten Bedenken
davor haben, ihr Leben oder auch nur ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen, sondern die
alten. Um junge Leute vor ihrem eigenen Wagemut zu schützen, sollte die großtechnische
Erschließung des Mondes durch Ältere erfolgen (so etwa ab dem Lebensalter von 50 Jahren), und wenn Energie, Material, Wohnraum, zum Leben benötigte Produkte ... im Überfluß
vorhanden sind, dann sollten so viele Jüngere nachfolgen wie nur möglich.
Bau einer Mondstation
Was brauchen wir auf einem geeigneten Himmelskörper wie dem Mond für den Bau einer
Kolonie, und wie können wir das dann auch auf der Erde verwenden, und zwar wissenschaftlich, technisch, ethisch, psychisch ... ?
In erster Linie brauchen wir Energie, Wasserstoff und Sauerstoff. Die Energie erhalten wir
durch Solarkraftwerke, für die man sich vielerlei Bauprinzipien denken kann, z.B. klassische
Solarzellenbatterien oder große Hohlspiegel zur Fokussierung von Licht und Wärmestrahlung. Wasserstoff und Sauerstoff wird man sich vermutlich aus dem Mondboden holen kön-
173
nen, und zwar über gefördertes Wassereis und über chemische Behandlung des Mondgesteins (Oxide, Hydrate).
Und dann benötigen wir die technischen Mittel der Superzivilisation. Stimmt zwar, aber die
haben wir noch nicht. Also müssen wir zusehen, daß wir aus dem aktuell verfügbaren Werkzeugkasten des Menschen das zurecht zimmern, was wir für die Erdenformung bzw. den
Ausbau von technischen Systemen der Schlüsselentwicklungstechnologien benötigen.
Es sind also nun auf dem Mond bleibende Bauwerke zu errichten, etwa Hotels für Weltraumtourismus. Allerdings, wer soll das bezahlen ?
Die finanzielle Hauptlast wird die EU tragen müssen, Rußland und USA liefern Material und
Erfahrung. Japan und China könnten beteiligt werden, wobei sie auch hinreichende finanzielle Beiträge leisten müßten, da sie nicht das einbringen können, was USA und Rußland leisten. Zusätzlich können sich beliebige Personen, Firmen, Gruppen, Institute ... in die Nutzung zukünftiger Bauwerke ... auf dem Mond einkaufen, indem sie bestimmte Geldzahlungen
leisten (Beteiligungen am Mondprojekt).
Beispiel: Man gründet ein Firmenkonsortium unter der Aufsicht der nationalen Weltraumbehörden wie ESA und NASA und lanciert das an der Börse. Dann kann jeder davon Aktien
kaufen und leiht damit der neuen Firma Geld. Ein schöner Name wäre General Cosmic
Company = GCC aus der „Perry Rhodan“ SF-Weltraumserie. Wenn die Mondprojekte so weit
gediehen sind, können die Aktionäre der GCC Flüge zum Mond verbilligt buchen, ebenso
Aufenthalte in Hotels ... auf dem Mond.
Wichtig ist, daß man einen Entwicklungskanal öffnet, der gleichermaßen sich abstützt auf
- große staatliche Mittel und staatliche Großforschungsprojekte und
- privat finanzierte Beteiligungen einer industriellen, sich selbst finanzierenden großtechnischen Erschließung und Besiedlung des Mondes.
Zuerst sind auf dem Mond unterirdische Anlagen großer Ausdehnung zu bauen, für Forschung, Industrie und Besiedlung. Die Errichtung von meist unter„irdischen“ Wohnungs-,
Forschungs-, Industrie-, ..., Gastronomiekomplexen auf dem Mond gibt neuen Lebensraum
für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Ob auf dem Mond oder in der ISS - es sollten Maschinen zur Verfügung stehen, die auf
Grund von Zentrifugalkraft für die Menschen eine Schwerkraft von 1 g simulieren. Das Prinzip der Rotierenden Weltraumstation (RWS) wurde bereits in den 1930er Jahren entworfen.
Es sollte die Regel sein, daß die Menschen zumindest in der Schlafenszeit eine simulierte
Schwerkraft von 1 g haben. So könnte man der ISS noch eine kleine RWS beifügen, und auf
dem Mond unterirdische Zentrifugen etwa in der Art von Karussells bauen, wo die Menschen
zur Schlafenszeit einsteigen. Ähnliche Zentrifugen könnte man auch für das Wohnen verwenden. Damit gilt, daß man auch auf dem Mond Räume hat, die über eine durch Rotation
simulierte Schwerkraft von 1 g verfügen, damit sich der Körper immer wieder neu regenerieren kann. Muskel- und Knochenschwund dürfen bei Raumfahrern, Mondbewohnern ... prinzipiell nicht ein dauerhaftes Leiden sein.
Wenn man dann auf dem Mond eine hinreichende Industriekapazität erlangt hat, baut man in
großer Anzahl große Rotierende Weltraumstationen u.a. auch nahe der Erde in Umlaufbahnen, die 1000, 2000, 5000, 10000 km ... über der Erdoberfläche, Mondoberfläche ... verlaufen.
Man kann auch RWS bauen, die man als kleine Planetoiden um die Sonne schickt, in Nähe
der Erdumlaufbahn um die Sonne oder nicht.
Es sind auf dem Mond weitläufige und leistungsfähige Sonnenenergiegewinnungsanlagen zu
bauen, die auch darauf ausgelegt sind, daß Tag und Nacht auf dem Mond jeweils 14 Tage
dauern. Man kann sich auf verschiedene Weisen in der Mondnacht mit Energie und Strom
versorgen. Naheliegend ist, daß man für die Dauer des Mondtages Energie speichert z.B.
über die elektrolytische Trennung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. In der 14tägigen Mondnacht erzeugt man Energie oder direkt Strom durch die Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff in Brennstoffzellen. Es ist selbstverständlich, daß diese Kraftwerke
hinreichend weit von den Wohn- und sonstigen Industriekomplexen entfernt sind.
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Bevor man auf dem Mond mit dem Bau der unterirdischen Anlagen beginnt, muß man nachprüfen, wo auf der Mondoberfläche der Untergrund dafür geeignet ist. Dann bringt man aufblasbare Stationen als Notbehelf zum Mond und bedeckt damit eine Fläche von 500 m mal
500 m. Die Anlage muß von Anfang an weitläufig sein, damit bei der Zerstörung einer der
Luftkammern die Umsiedlung in andere schnell möglich ist. Faustregel: Man unterhält im
Areal der Erschließung immer 10 mal so viele Wohntrakte, wie für die aktuell anwesenden
Menschen notwendig ist. Es ist hier zu beachten, daß diese aufblasbaren Wohncontainer
extrem billig und leicht sind.
Die Wohntrakte hängen alle über mehrfache Verbindungswege miteinander zusammen, realisiert durch Luftkammern mit Schleusen. Zwischen allen Wohntrakten muß mindestens eine
Schleuse sein, damit man schnell Hilfe bringen kann.
Die Wohn-, Forschungs-, Lager-, Industriecontainer gruppieren sich um mehrere ziemlich
große „Container“, in deren Boden sich breite Schleusen von mindestens 10 m mal 10 m
befinden. Und von diesen geht die großtechnische Erschließung des Mondes aus. Von dort
werden breite Schächte in den Mondboden getrieben, wobei das Aushubmaterial höchst
sorgfältig zur späteren Verwendung in großen Luftkammern gelagert bzw. sofort zur Herstellung von Sauerstoff und wertvollen Metallen aus Gestein mit Hilfe von Sonnenenergie begonnen wird.
Auf dem Mond können Industriekomplexe alle schweren Materialien und Industrieprodukte
selber herstellen, wenn man über hinreichend viel Energie verfügt.
Hat man hinreichend Energie (natürlich meistens in Form von elektrischem Strom) zur Verfügung, kann man das Aushubmaterial (Gestein) in seine Komponenten Sauerstoff und Metalle zerlegen. Den Sauerstoff füllt man sorgfältig in Flaschen ab, und die Metalle werden in
die Fertigungscontainer transportiert, wo sie zu beliebigen Produkten der Fertigungsindustrie
verarbeitet werden. Das bedeutet: Man muß keineswegs alles von der Erde holen.
Mit Hilfe der Solaranlagen auf dem Mond kann man die Rohstoffe für Maschinen zu einem
großen Teil aus Mondgestein holen und mit Hilfe des geeigneten Maschinenparks kann man
dann direkt auf dem Mond sehr viel von dem erzeugen, was man zur Kolonisierung und
großtechnischen Nutzung des Mondes benötigt.
Schutz der Erde vor anfliegenden Asteroiden und Kometen
Vom Mond aus kann man viel leichter und realistischer Raumflotten starten, die auf die Erde
zu fliegende Asteroiden und Kometen von ihrem Kurs auf die Erde abbringen können.
Jeder Lebensraum hat diesen Charakter als ökologische Lücke nur zeitweilig, und es bedarf
des künstlich-technischen Eingriffs, um diese ökologische Nische immer weiter für Leben
nutzen zu können. Es gehört somit zu den selbstverständlichsten und dringlichsten Aufgaben
Intelligenter Wesen, ihren Lebensraum vor zerstörerischen Wandlungen der physikalischen
Gegebenheiten zu schützen, und dazu gehört vor allem der Schutz eines mit Leben erfüllten
Planeten vor dem Einschlag von Asteroiden oder Kometen.
Dieser Schutz kann durch eine Raumflotte gewährleistet werden, die in der Lage ist, auf den
Heimatplaneten zu fliegende Himmelskörper - falls sie nicht zu groß sind - abzulenken, zu
zerstrahlen oder sonstwie unschädlich zu machen.
Es muß zwischen der Abwehr gegen einen Asteroiden z.B. aus Stein und der Abwehr gegen
einen Kometen (aus Matsch und Schnee) unterschieden werden:
- Abwehr gegen Asteroiden.
Es möge ein Asteroid von 3 km Durchmesser auf den Heimatplaneten zu fliegen.
- Man kann auf den Asteroiden Maschinen bringen, die ihn allmählich von seinem Kurs auf
die Erde abbringen.
- Man kann versuchen, ihn mit Nuklearwaffen von seiner Bahn abzulenken, wobei er aber
nicht in Stücke gehen darf.
- Man kann versuchen, ihn mittels Sonnensegeln von seinem Kurs auf die Erde abzulenken. .
- Abwehr gegen Kometen.
Man läßt den Kometen in hinreichender Sonnennähe einfach verdampfen, z.B. durch hinreichend viele und gut plazierte Weltraumspiegel um den Kometen herum.
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Wegen Erdgravitation von 1 g und dichter Atmosphäre kommen Raumschiffe von der Erde
nur sehr schwer weg - vom Mond geht das sehr viel leichter.
Also ist die technische Erschließung und Besiedelung des Mondes auch und besonders zu
dem Zweck durchzuführen, um auf dem Mond Industriekomplexe und Maschinen zu installieren, mit deren Hilfe man Raumschiffe dazu befähigt, Asteroiden und Kometen von der Erde
weg zu halten.
Technische Verfahren und Systeme zur Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern versuchen meistens, die Himmelskörper auf ihren Bahnen abzulenken und vielleicht
sogar auf nahe Parkbahnen um die Sonne zu bringen, denn jeder Asteroid oder Komet ist
ein willkommenes Materiallager für interplanetare Operationen, und ferner wird die Zerstörung eines Planetoiden wie z.B. Eros selten zu seiner Verdampfung führen, sondern fast
immer zu einer Wolke aus Tausenden von Bruchstücken, die 100 m oder mehr Durchmesser
haben.
Hat man eine solche Raumschiffsflotte, eröffnet sie u.a. folgende Vorhaben:
- Abwehr von auf Erde oder Mond einstürzenden Himmelskörpern,
- Großtechnische Erschließung von Mond, Mars ...,
- Großtechnische Nutzung von Gasriesenplaneten und
- Erdenformung von geeigneten Himmelskörpern.
Großtechnische Erforschung, Kolonisierung und Besiedlung des Mars dürfen erst dann begonnen werden, wenn auf dem Mond die Kolonisierung so weit fortgeschritten ist, daß man
speziell für die Erforschung und Besiedlung des Mars eine Flotte von 30 Raumschiffen bauen kann, die gleichzeitig und im Verband vom Mond bzw. von einer Umlaufbahn um den
Mond in Richtung Mars gestartet werden. Dann sollten die Raumfahrer aber auch auf dem
Mond bleiben und seine Kolonisierung großtechnisch und nachhaltig betreiben.
Erdenformung heißt der Vorgang, bei dem man geeignete Himmelskörper oder auch nur
Regionen davon für biologisches Leben bewohnbar macht. Das ist meistens nur unter einem
sehr großen technischen Aufwand möglich, der später vielleicht auch das Wirken „technischen Lebens“ einbeschließt, also hochkomplexer technischer Geräte bis hin zu bewußtintelligenten Robotern.
Science Fiction steht oft am Anfang schöpferischer wissenschaftlich-technischer Arbeit und
Leistung. Erdenformung von geeigneten Himmelskörpern bedeutet, daß man Paradiese konstruiert, in denen biologische und technische Lebensformen, natürliche und synthetische
Lebewesen harmonisch und bei Sicht auf beliebig große Zeiträume wirkungsmäßig optimal
miteinander leben.
Stationen auf dem Wege zum Mond – Weltraumfahrt
Großtechnische Erschließung des Weltraums
• Bau von Großraumschiffen (GRS) für die Abwehr von auf die Erde zurasenden Himmelskörpern, für die Erforschung des Sonnensystems und Vorbereitungen für Erdenformung.
• Bau von Rotierenden Weltraumstationen (siehe Wernher von Braun „Start in den Weltraum“ von 1949) für Forschung, Wissenschaft, Produktion, Ausbildung, großtechnische
Erschließung und Besiedlung des Weltraums .... Das Prinzip der Rotierenden Weltraumstation (RWS) wurde bereits in den 1930er Jahren entworfen. Es sollte die Regel sein,
daß die Menschen zumindest in der Schlafenszeit eine simulierte Schwerkraft von 1 g haben, realisiert durch Zentrifugen in der Art von Karussells.
• Bau von einem Gürtel von Sonnentankstationen nahe der Sonne und eines Netzes von
Versorgungsstrahlen quer durch das Sonnensystem bis hin zu den fernsten Planeten.
• Fliegende Plattformen, aerodynamisch geformt, in 30 bis 70 km Höhe über dem Erdboden, mit Sonnenenergie betrieben und mit 1 bis 3 Mach Reisegeschwindigkeit, als Zwischenstationen für den Flug in den Weltraum.
• Weltraumspiegel zur Beleuchtung und Aufwärmung von kalten oder nächtlichen Regionen
auf der Erde. Man muß Spiegel von Hunderten von Quadratkilometern Oberfläche in eine
Erdumlaufbahn bringen, die das Licht etwa nach Sibirien strahlen. Hermann Oberth beschrieb das schon 1925. Z.Z. experimentieren russische Forscher bereits mit Weltraum-
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spiegeln aus Folien, wobei anscheinend der Geldmangel solche Projekte fast erstickt.
Ferner kann man Spiegelteleskope mit 100 und mehr Meter Öffnung betreiben, wobei der
Spiegel von Folien gebildet wird.
Erforschung der Planeten und ihrer Monde mit Sonden zur Vorbereitung ihrer Besiedlung.
Alternativer Raketenersatz für Massenbetrieb, z.B. durch Mehrkomponenten-Flugzeuge,
wasserstoff-sauerstoff-getrieben: Ein Hochgeschwindigkeitszug beschleunigt ein kleines
Raketenflugzeug wie den Space Shuttle und ein großes Versorgungsflugzeug (im Prinzip
die Ersatztanks, aber flugfähig) auf 500 m/s. Zuerst klingt man das Versorgungsflugzeug
aus und mit 500 m/s versucht es ohne Antrieb, im Steilflug Höhe zu gewinnen, um aus der
dichteren Atmosphäre wegzukommen, dann Zündung der Raketenmotoren. Dann klingt
man das Passagier-Raketenflugzeug aus und das macht dasselbe, versucht aber zusätzlich, sich möglichst dicht an das Versorgungsflugzeug heranzukommen. Passagierflugzeug und Versorgungsflugzeug koppeln in etwa 70 km Höhe bei 2 km/s zusammen, das
Passagierflugzeug übernimmt die beiden Zusatztanks und fliegt weiter zur Raumstation,
während das Versorgungsflugzeug zur Basis zurückkehrt.
Alternativer Raketenersatz, z.B. "Fliegende Untertassen" auf der Basis der Versorgungsoder Leitstrahlen.
Installation von Lebensrettungssystemen in geeigneten Erdumlaufbahnen, um havarierte
Besatzungen von Satelliten, Raumstationen oder Raumschiffen sicher zur Erde zurück zu
bringen.
Erdenformung, beginnend auf dem Mond. Dort hat man Material in Form von Staub und
Gestein genug, ferner Sonnenenergie, und benötigt nur die Maschinen der Hochtechnologie, um daraus Metalle, Sauerstoff, (Halb-)Fertigprodukte, Maschinen ... zu schaffen.
Diskussion einiger Weltraumprojekte
- Weltraumspiegel kann man auch als Spiegel für Riesenteleskope verwenden. Notwendig
dafür ist, daß die Montage im Weltraum und nicht auf der Erde erfolgt. Da die Riesenteleskope im freien Fall um die Erde in mehr als 2000 km Höhe extrem leicht sein können, sollten sie auch ebenso leicht herstellbar sein. Ein hauchdünner parabolischer Spiegel mit 100
m Öffnung oder mehr könnte aus metallbedampfter Folie oder hauchdünnem Glas hergestellt werden. Durch eine geeignete Elektronik und Nachrichtenübermittlung könnte man Beobachtungszeit an solchen Riesenteleskopen an Interessierte auf der Erde verkaufen, die
etwa von ihrem PC her in ihrer Wohnung auf der Erde das Teleskop steuern und Aufnahmen
machen können, die auf ihren Bildschirm geschickt werden. So etwas wird ja schon mit dem
Hubble Telescope gemacht.
- In großer Entfernung zur Erde sind Versuche mit rotierenden Massen zu machen, und zwar
mit schnell rotierenden Scheiben, die hinreichend groß und massereich sind. Dann mißt man
in Abhängigkeit von Elementzusammensetzung der Scheiben, Form, Temperatur, elektrische
Ladung ... beliebige Anomalien wie z.B. ungewöhnliche Quantelungen, und zwar hauptsächlich zwischen den rotierenden Scheiben oder in ihrer Mitte. Diese Scheiben haben dann ein
hinreichend großes Loch in der Mitte. Rotation von Massen und Ladungen ist in unserem
Universum etwas Besonderes.
Bau von einem Gürtel von Sonnentankstationen nahe der Sonne und eines Netzes von Versorgungsstrahlen quer durch das Sonnensystem bis hin zu den fernsten Planeten.
- Im Juni 1999 gab es in den Medien vermehrt Berichte über Hotelprojekte im Weltraum (d.h.
meistens hier in einer nahen Umlaufbahn um die Erde) und auf unserem Mond. Man nutzt
dabei die Abenteuerlust oder Neugierde oder was auch immer der Menschen in Urlaubsstimmung. Auch damit kann man die Weltraumerschließung selbstfinanziert machen. Stellen
Sie sich vor, daß Sie anstelle der Reklame für Zigaretten an den Litfaßsäulen, Plakatwänden
... Reklame für Weltraumprojekte sehen würden ! Die Zigarettenindustrie weckt ein Bedürfnis
im Menschen und damit bewirkt sie, daß viele Leute viel Geld dafür ausgeben - nur, um sich
einen Glimmstengel ins Gesicht zu stecken. Wieviel vernünftiger wäre es da, daß die Leute
dazu animiert werden, ihr Geld für die großtechnische Erschließung des Weltraums zur Sicherung und Verbreitung des Lebens auszugeben !
177
Spezielle Raumflughafen-Weltraumstation-Verkehrskonzepte
- Fliegende Plattformen, aerodynamisch geformt, in 30 bis 70 km Höhe über dem Erdboden,
mit Sonnenenergie betrieben und mit 1 bis 3 km/s Reisegeschwindigkeit, für die Zwischenlandung von auf erdgebundenen Raumflughäfen gestarteten Raumschiffen bei ihrem Flug zu
Weltraumstationen in Erdumlaufbahnen. Diese fliegenden Plattformen sind fliegende Lufthäfen und Tankstellen.
- Mehrkomponenten-Flugzeuge: Ein Raketenflugzeug wie der Space Shuttle wird auf ein
großes Trägerflugzeug mit Düsenantrieb montiert, das auf 1 km/s in mehr als 15 km Höhe
beschleunigen kann und so aus der dichten Atmosphäre herauskommt. In der für dieses
Düsenträgerflugzeug maximal erreichbaren Höhe wird das Raketenflugzeug ausgeklingt und
geht in Steilflug nach oben. In 35 km Höhe zündet der Raketenmotor außerhalb der dichteren Atmosphäre und bringt das Raumschiff in eine Erdumlaufbahn.
- Ein Passagierraumschiff mit Raketenmotor startet auf Flughafen B und fliegt einen bestimmten Punkt C in 15 km Höhe an, wobei es eine Geschwindigkeit von 1 km/s haben will.
Ein Tankflugzeug mit Düsenantrieb ist vorher auf Flughafen A gestartet und hat sich genau
diesem Punkt C zu einem geeigneten Zeitpunkt genähert. Das Tankflugzeug nähert sich
dem Passagierraumschiff und tankt es auf, auch etwa durch Übergabe von großen Tanks.
Nach dem Auftanken fliegt das Tankflugzeug zur Erde zurück, während das aufgetankte
Raumschiff zur Raumstation weiter fliegt.
- „Fliegende Untertassen“ auf der Basis der Versorgungs- oder Leitstrahlen in der SFLiteratur.
Zu den Fliegenden Plattformen
Raumfahrt darf nicht davon abhängen, ob auf dem speziellen Planeten an dessen Oberfläche 1g, 1,4g, 1,8g, 2g, 3g ... herrscht. Man muß also den Flug in Abschnitte einteilen können, etwa wie bei einer Leiter. Das Mehrstufenprinzip bei Großraketen ist so eine Art Leiter,
aber unglücklicherweise hat die Rakete die ganze Leiter mit ihrer ganzen Masse bei sich.
Fliegende Plattformen in 30, 70, 100 und 150 km Höhe könnten die Lösung bringen. Das
Flugzeugträgerprinzip muß man einfach auf die Weltraumfahrt übertragen. Eine Plattform
von 500 m Länge und 100 m Breite wird mit einer entsprechenden Anzahl von Ballons mindestens in eine Höhe von 30 km getragen und von da an beschleunigt man die Plattform rein
und nur mittels Solarkraftwerken und Kompressoren bis Axialverdichtern. Die Masse der
Plattform kann man schon ziemlich groß werden lassen, weil
beliebig viele Ballons sie nach oben tragen können,
- die Energieaufnahmefläche und Energieumwandlungsfläche durch weitere leichte Tragflächen großer Ausdehnung oder auch durch mit Solarzellen beschichteten Ballone auf viele
Tausend Megawatt gesteigert werden kann (eine Aufnahmefläche von 10 km2 liefert bei einem Wirkungsgrad von 10% 1 Megawatt),
- die gesamte Plattform wie ein großer aerodynamischer Flügel geformt werden kann und als
solcher bei Fahrtaufnahme also einen hohen Auftrieb erhalten kann, auch in 30 km Höhe.
Die Beschleunigung der Plattform auf die Geschwindigkeit, die notwendig ist, um in 30 km
Höhe das Fliegen zu ermöglichen, ist entscheidend darüber, wie man die bloße Schwebephase der Plattform in einen Flugbetrieb überführen kann. Während der Fahrtaufnahme
müssen die Ballone nacheinander abgeworfen werden. Kritisch ist also die Phase, wo die
Plattform vom Schwebezustand ausgehend eine solche Geschwindigkeit erreicht hat, daß
der erreichte Auftrieb wie bei einem Flugzeug üblich die Plattform trägt. Auf der Plattform gibt
es wie auf einem Flugzeugträger jede Menge Maschinen - natürlich am Rand postiert -, die
u.a. aus der umgebenden Luft und Sonnenenergie flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff in
großen Mengen erzeugen. Die Plattform ist also eine Tankstelle, die rein von Sonnenenergie
und Luft lebt. Wenn die Plattform erst einmal stabil fliegt mit etwa einer Geschwindigkeit von
1 bis 3 km/s, können auf ihr Passagierraketenflugzeuge landen, sie als Umsteigeplatz nutzen
oder das Raumschiff wird nur aufgetankt und fliegt dann zur nächsten Plattform etwa in 80
km Höhe usw. Auf diese Weise werden Großraketen überflüssig.
178
Großtechnische Erschließung und Besiedlung des Mars
Zu Beginn der Weltraumfahrt bei einer TZ ist eine Reise zum Mond des Heimatplaneten um
Größenordnungen leichter als zu einem anderen Planeten, was sich hauptsächlich aus den
notwendigen Reisezeiten ergibt: Der Mond der Erde z.B. ist im Mittel von ihr 384000 km entfernt und kann bei den verfügbaren Reisegeschwindigkeiten binnen weniger Tage erreicht
werden. Will man allerdings zu einem anderen Planeten, so hat man zu berücksichtigen, daß
- die Planetenbahnen um Hunderte von Millionen km voneinander entfernt sein können,
- es ganz entscheidend ist, wo sich die Planeten auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne jeweils befinden, weil man daraus das Startfenster errechnen und einhalten muß,
- wegen der niedrigen Reisegeschwindigkeit eine elliptische Annäherung notwendig ist, wodurch die tatsächlich zurückzulegende Strecke um mehr als das 10-fache anwachsen kann.
Die sich dadurch ergebende viel größere Reisedauer birgt viele Gefahren in sich, die aus der
Psyche der Astronauten erwachsen können oder aus Mängeln bei der Planung des Projekts
oder etwa aus Strahlung oder Meteoritenschauern usw. Es ist fundamental anders, ob man 3
Tage in einem kleinen Raumschiff eingeklemmt ist oder 150 Tage.
Man kann sich jetzt auf das Beispiel der Besiedlung des Mars von der Erde aus beziehen.
Die Umlaufbahn des Mars um die Sonne ist im Mittel um 72 Millionen km weiter von der
Sonne entfernt als die der Erde, aber die tatsächliche Reiseentfernung Erde-Mars hängt von
der Reisegeschwindigkeit ab und kann über 420 Millionen km betragen. Auf dieser langen,
um 9 Monate dauernden Reise sind Strahlungsgürtel zu durchqueren und man hat mit Asteroiden beliebiger Größe zu rechnen, die unangenehm nahe kommen mögen. Meteoritenschauer können dem Raumschiff viele kleine Lecks zufügen, die schwer alle zu dichten sein
mögen.
Wernher von Braun hat um 1951 ein Buch über eine Reise zum Mars geschrieben, das aber
in dieser Form keinen Verleger fand.
Eine Grundforderung muß sein, daß zwar nicht die Rückkehr, aber zumindest Landung und
Überleben der Astronauten auf dem Mars garantiert sind. Überhaupt müssen sich die Astronauten klar darüber sein - bzw. die Projektmanager -, daß eine Rückkehr binnen einem
Jahrzehnt gar nicht mehr möglich sein mag.
Beim Flug zum Mond liegt die Sache so weit in der elementaren Berechenbarkeit, daß man
Hinflug und Rückflug zeitlich voll planen und technisch beherrschen kann. Man fliegt hin,
bleibt ein paar Tage und fliegt wieder zurück, ohne daß man irgendwie technisches Gerät
repariert oder gar ganz neu gebaut haben muß.
Beim Flug zum Mars muß man geradezu davon ausgehen, daß bei einer Reisezeit von einem halben Jahr eine solche Menge kaputt geht, daß ein Rückflug ohne größere Reparaturen nicht mehr möglich ist. Allein um den Hinflug und die Landung möglichst sicher zu machen, ist nicht nur ein Raumschiff auf die Reise zu schicken, sondern es müssen mindestens
3 Raumschiffe sein, die möglichst alle gleich konstruiert sind. Prinzipiell schickt man also
eine Flotte aus und nicht nur ein Schiff, und wenn man das noch nicht zu leisten vermag, hat
man solange zu warten, bis man es kann. In jedem Raumschiff muß Platz für die ganze
Mannschaft sein, egal ob das 3 oder 10 Leute sind.
Bei Ankunft beim Mars begeben sich alle Raumschiffe in eine geeignete und dieselbe Umlaufbahn um den Mars und bleiben dicht beisammen. Dann wird alles gründlich durchgeprüft
– von einer sofortigen Landung kann gar keine Rede sein. Die Strahlung oder Meteoritenschauer können nämlich technische Module zerstört haben. Nachdem etwa für eine Woche
alles durchgecheckt und als korrekt erkannt worden ist, begibt sich ein Drittel der Mannschaft
in das erste Raumschiff und versucht die Landung am vereinbarten Ort. Ist die Landung erfolgt, geht das zweite Drittel hinter und landet am selben Ort. Das letzte Drittel bleibt vorläufig
in der Umlaufbahn.
Dann richten sich die auf dem Mars Gelandeten so ein, als ob sie dort für Jahrzehnte bleiben
wollten. Dafür machen sie dasselbe wie beim Mond – man gräbt sich tief in den Marsboden
ein und errichtet eine unterirdische Station. Dann müssen die Maschinen zur Energie-, Nahrungs- und Wasserversorgung installiert werden. Ist dann das Überleben der Astronauten auf
dem Mars erst einmal gesichert, weil die Maschinen für Energie-, Nahrungs-, Sauerstoff-,
Wasserversorgung ... ordnungsgemäß arbeiten, kommt das letzte Drittel der Mannschaft
herunter und gesellt sich zur Mondkolonie.
179
Dann wird alles zu einer funktionsfähigen Station mit mehrfachen Sicherungssystemen ausgebaut. Nach Möglichkeit errichtet man so viele Kolonien wie nur möglich, wofür man die
entsprechenden Industrieanlagen von der Erde mitgebracht haben muß. Der von der Erde
mitgebrachte Maschinenpark muß voll ausreichend sein, um den Mond technisch zu erschließen und langfristig zu besiedeln – schon beim ersten Anflug !
Sonst gilt weithin das, was bei der großtechnischen Nutzung und Erschließung des Mondes
der Erde gesagt worden ist.
Großtechnische Nutzung der Gasriesenplaneten
Die großen Gasplaneten verfügen über ganz wichtige Schätze, nämlich Wasserstoff, Methan
und Ammoniak. Diese Gase werden dringend dafür benötigt, auf mond- oder marsähnlichen
Planeten im Zuge der Erdenformung von diesen Himmelskörpern Gewässer bis zur Größe
von Ozeanen anzulegen und um Treibstoff und Nahrungsmittel zu erzeugen. Das Prinzip ist
einfach, aber die Durchführung ist schwer, da dafür große Raumschiff-Flotten benötigt werden. Man saugt die Gase vom Jupiter, Saturn ... ab und pumpt sie in die Frachtraumschiffe.
Diese bringen die Gase zu den erdenzuformenden Himmelskörpern und aus dem Wasserstoffgas und aus dem vor Ort aus Gestein erzeugten Sauerstoff erzeugt man beliebig große
Gewässer, und der Sauerstoff wird auch in die Atmosphäre entlassen. Es ist also eine Unmenge an Sauerstoff zu erzeugen, wobei eine Unmenge an Metallen frei wird, die für den
Bau von Industrie-, Wohnanlagen usw. verwendet werden können.
Zur Bemannung der Raumschiffsflotte, die zur Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern auf dem Mond zu bauen ist:
Die Bemannung mit Menschen wäre sehr gefährlich, weil diese Raumschiffsflotte eine ungeheuer große Macht und damit auch Verführung für die Menschen in dieser Raumschiffsflotte
zur Durchsetzung politischer Ziele auf der Erde wäre.
Es gibt die beiden Möglichkeiten, die Raumschiffe dieser Flotte von der Erde über Funk zu
steuern oder sie mit „Menschen“ zu bemannen, die gentechnisch so sehr veredelt sind, daß
sie das Böse in seinen vielen Formen von Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Herrschsucht,
Egoismus, Neid. Haß, Gier ... nicht mehr haben (diese nennen wir hier Androiden).
Wir müssen uns leider zumindest noch für etliche Jahrzehnte mehr oder weniger mit dem
Bösen im Menschen arrangieren – aber da gibt es oft Grenzen, wie wir aus Geschichte und
Alltag wissen.
Der Mißbrauch einer solchen leistungsfähigen Raumschiffsflotte wäre für viele Menschen
sehr verführerisch.
Es gibt Grenzen für das Arrangieren mit dem Bösen im Menschen.
Arrangieren mit dem Bösen im Menschen – das wird bereits von alters her von den vielen
Menschen aus purer Notwendigkeit bis eigener Einsicht heraus praktiziert. Z.B. wurde um
1970 die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ gegründet mit dem Ziel, überall auf der Erde
möglichst in allen Ländern den Menschen ärztliche Versorgung zukommen zu lassen, was
aber oftmals den betreffenden Regierungen und Despoten gar nicht paßte. Um dennoch den
Menschen in diktatorischen Regimen helfen zu können, geht die Organisation „Ärzte ohne
Grenzen“ mit den betreffenden Regierungen und Diktatoren zweifelhafte Arrangements ein,
wobei sie sich z.B. zu ganz strenger Geheimhaltung verpflichtet. Die „Welt“ erfährt dann zwar
über die vielen Menschenrechtsverletzungen in diesen Staaten nichts, aber dafür können in
diesen Staaten Menschen ärztlich versorgt werden.
Dies liefert ein recht gutes Schema für das Arrangieren mit dem Bösen im Menschen während der Restlaufzeit der Menschheit, hilft aber nicht gegen eine schwer bewaffnete Raumflotte.
Ein Mensch ist weise, wenn er um die menschlichen Schwächen weiß und Mittel findet, um
ihre Wirkungen auf die Umwelt hinreichend abzuschwächen.
Ein Mensch ist klug, wenn er die wissenschaftliche und/oder technische Entwicklung ein gutes Stück weiter bringt.
Ein kluger Mensch muß nicht selten auch weise sein, um sich mit den menschlichen Schwächen zu arrangieren – auch wenn er sich von ihnen echt angekotzt fühlt.
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Bei manchen koreanischen Wettkämpfen zwischen 2 Athleten gibt es 4 Schiedsrichter,
wobei folgende Regel gilt: Die beste und auch die schlechteste Beurteilung fällt weg, und das
endgültige Resultat wird aus den beiden verbleibenden Beurteilungen der 4 Schiedsrichter
errechnet. Warum ? Weil man so ausschließt, daß sowohl das Urteil dessen, der den einen
Athleten nicht mag, als auch das Urteil dessen, der vielleicht sein Trainer ist und ihm zu gut
will, entfällt. Das ist weise.
Die Thora enthält auch solche Weisheiten wie mit dem Gebot: „Du sollst dem Ochsen, der da
drischt, nicht das Maul verbinden.“ Das ist auch in unserer Zeit sehr aktuell in Sicht auf die
Forderung nach einem vernünftigen Mindestlohn für alle Arbeiter und Angestellten.
Sprichwörtlich im Abendland wurde die Salomonische Weisheit: Der König zu Jerusalem,
Salomon soll einen Rechtsstreit entscheiden zwischen 2 Frauen, die um ein kleines Kind
streiten. Beide Frauen erheben Anspruch auf rechtmäßigen „Besitz“ dieses Kindes – welche
Frau ist wirklich die Mutter ? Salomon sagt also, daß man das Kind in 2 Teile zerschneiden
soll, damit jede Frau etwas bekommt. Die eine Frau sagt, daß ihr das recht sei. Die andere
Frau sagt aber, daß man dann doch lieber dieses Kind der anderen Frau überlassen solle.
Daraufhin spricht Salomon das Kind dieser Frau zu, weil sie das Heil des Kindes über ihren
eigenen Wunsch stellt.
Weisheit ist also, daß man mit Leuten möglichst gut auskommt, auch wenn man weiß, daß
Mistkerle darunter sind, und daß man so entscheiden muß, daß die Allgemeinheit möglichst
wenig unter diesen Mistkerlen zu leiden hat.
Das Gesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ stand vielleicht schon um 1850 v.Chr. auf der
Diorit-Stele zu Babylon, die Hammurapi als König der Amoriter als Gesetzessammlung hatte
gravieren lassen. Es ist allerdings nicht immer so leicht, den wahren Übeltäter zu finden, und
dann muß das mit Weisheit ermittelt werden.
Der Buddha und auch Jesus Christus stellten Rache und Vergeltung hintenan und propagierten die Verzeihung, die es ermöglicht, daß der Übeltäter eine neue Chance erhält – natürlich
zu Lasten und auf Risiko der Gemeinschaft und der Rechtschaffenen, falls der Übeltäter
rückfällig wird. Darum muß es da zum Schutz der Allgemeinheit Grenzen geben.
Wenn man dann zu leichtfertig einem Schurken verzeiht, kann das leicht das Ende des Lebens auf der Erde bedeuten. Man wird gar nicht daran vorbeikommen, eine Gesellschaft ohne „Mistkerle“ zu schaffen, weil sie sonst auf der Stufe der Superzivilisation gar nicht überleben kann. Das kann nur und nur geleistet werden durch die Entwicklung der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und Geräte zu einer vollständig beherrschten gentechnischen Veredelung des menschlichen Genoms, wobei man die Anlagen zum Bösen aus der
Psyche des Menschen entfernt.
Es sind dem Arrangieren mit dem Bösen im Menschen enge Granzen gesetzt.
Das könnte bedeuten, daß man mit der Bemannung der Raumflotte solange wartet, bis man
mittels gentechnischer Veredelung des menschlichen Genoms das Böse aus dem Erbgut
des Menschen entfernt hat und die Raumschiffe mit „Menschen“ bemannen kann, die frei
vom Bösen sind,
Solange die Menschen die psychische Veranlagung haben wie bisher, wird es immer wieder
geschehen, daß Menschen und Tiere und ganze Populationen von ihnen sowie Kulturen
über Jahrhunderte von Menschen in ihrer eigenen Heimat mörderisch angegriffen, verfolgt
und beraubt werden.
Es kann also sein, daß die Bevölkerung der ganzen Erde von der Mannschaft dieser Raumflotte versklavt wird.
Letztlich kann also nur und nur die gentechnische Veredelung des Menschen helfen.
Albert Einstein: „Den Menschen müssen wir verlassen !“ Auf geht’s !
181
18 Das Paradies kann im Kyberzoikum kommen
Wenn man sich das Parteiengesetz oder das Tierschutzgesetz anschaut, so sieht man eine
Sammlung von hehren Formulierungen, die sich dann aber in der Praxis der Parteien bzw.
vor Gericht im Präzedenzfall zerbröseln und durch die Finger entgleiten, so daß man letzten
Endes mit leeren Händen da steht.
Das Grundgesetz der BRD enthält in seiner aktuellen Fassung in Art. 20 a die Vorgabe, die
Tiere zu schützen, und das bedeutet natürlich auch, daß man ihren Lebensraum schützt und
erhält.
Wenn man das Tierschutzgesetz in seiner aktuellen Fassung studiert, sollte es eigentlich gar
nicht möglich sein, daß die höchsten Gerichte den Tieren ihren Schutz versagen, wenn es
z.B. um den Autobahnbau im Isental geht – eigentlich.
So ist das mit den Gesetzen: Sie stehen auf dem Paper, und zu dem einen Gesetz gibt es 10
andere Gesetze, die Ausnahmen gewähren oder das Gegenteil bedeuten.
Dazu kommen noch die kommunal- bis staatspolitischen Belange und Interessen.
Es haben sogar die Väter unseres Grundgesetzes zugegeben, daß man die Richter des Verfassungsgerichts in Karlsruhe nur aus dem einen Grunde so hoch bezahlt, um sie gegenüber
Bestechungsangeboten widerstandsfähiger zu machen.
Eieiei, was bedeutet denn das ? Doch wohl das Zerplatzen aller Illusionen um die Unbestechlichkeit des Menschen, sei er noch so hochausgebildet. Man glaubt also, daß die Richter wenigstens dann Recht sprechen, wenn man ihnen möglichst viel Geld in den Hals stopft.
Ja mei, aber stimmt wenigstens das ?
Haben wir nicht bei der Immobilienkrise 2008 und der Finanz- und Bankenkrise 2010-2012
gesehen, daß die Banker den Hals nie voll gekriegt haben trotz hohem Gehalt mit zusätzlichem Bonus, 5 Autos in der Garage, 50-Zimmer-Villa und Hubschrauber auf dem Dach ?
Dafür mußten und müssen noch für Jahrzehnte die Bürger und Steuerzahler aller EUStaaten büßen, durch Finanzierung von Krediten oder sogar Stützungszahlungen für EUStaaten, deren Regierungen und Banken Mist gebaut hatten. Es mußten in etlichen EUStaaten Banken mittels Steuergelder frei gekauft werden. Politiker und Banker vieler EUStaaten hatten vor lauter Gier alle Vernunft und Vorsicht vergessen.
Dazu kamen und kommen noch die dadurch ausgelösten Spekulationen über den Zusammenbruch der Euro-Währung.
Nach § 20a GG und auch nach den einleitenden Worten im Tierschutzgesetz müßte
Deutschland ein wahres Paradies für Tiere sein, aber die Realität sieht man z.B. beim Fehlen grüner Brücken und Wildtunnel bei Autobahnen und Schnellstraßen, beim Fehlen angemessener Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Nacht und bei dem staatlichen Durchsetzen von Projekten wie der Isental-Autobahn, die eine schöne Flußlandschaft zerstören wird,
weil Projekte dieser Art vielen Politikern … viel Geld einbringen, und somit werden die Gesetze entsprechend „ausgelegt“ und das Recht „abgewogen“.
Wenn die Aussicht dazu besteht, viel Geld zu bekommen, sinkt die Moral der Menschen in
den Keller.
Aus Sicht der verjagten Tiere ist es gleichgültig, ob das Geld in den Taschen von wenigen
oder vielen Leuten verschwindet, von Politikern, Richtern, Unternehmern …
Die hoch bezahlten Verfassungsrichter o.ä. – kriegen die den Hals voll ?
Ist es nicht so, daß eine Autobahn durch ein schönes Flußtal dem Staat viel mehr Geld …
einbringt als ein schöner Wald mit einigen Rehen und Hasen ?
Sollte nicht gerade diese Aussicht auf Erhöhung der Staatsfinanzen „bestechend“ für die
Richter sein, insbesondere für einen staatspolitisch denkenden Richter ?
Die Bestechung besteht dann nicht wie bei Bankern und Politikern durch Wahrung persönlicher Vorteilsnahme, also cash auf die Hand, sondern durch Wahrung staatspolitischer Interessen, die von Rehen und Hasen nicht ebenfalls geleistet werden können.
Die Rechtsprechung manipuliert mit Gesetzen.
Die Rechtsauslegung ist das Fundament der Rechtsprechung.
Das ist nicht unähnlich wie bei den Popen vergangener Jahrhunderte, die sich ja auch in
sehr bezeichnender Weise um Tierschutz nicht gekümmert haben, und zwar aus dem Grund,
182
weil Rehe, Hasen, Hunde, Katzen … keine Kirchensteuer zahlen und damit nicht ihren Beitrag dafür geleistet haben, daß die Popen einen feisten Hintern kriegten.
Die Bankenkrise 2008 hat nur wieder einmal gezeigt, daß die Gier der Menschen um so größer wird, je mehr sie sowieso schon haben.
Das Durchsetzen des Baus der Isental-Autobahn zeigt wieder einmal, daß die staatspolitischen Interessen bestechender sind als die Lebensrechte von Wäldern, Rehen und Hasen.
Beim Bau der Isental-Autobahn bezahlen Rehe und Hasen mit ihrem Freiland und Leben,
und bei der Bankenkrise 2008 bis 2012 bezahlten die kleinen Bürger der EU-Staaten für die
Gier der hochbezahlten Wenigen.
Die so oft erbärmliche, grausame Behandlung von Tieren durch den Menschen entspricht
zwar genau der Behandlung, die der Mensch so oft dem anderen Menschen zukommen läßt,
besonders den kleinen Leuten (s.o.), aber während eine unmenschliche Wechselbeziehung
oder -wirkung unter Menschen ein innerartlicher Prozeß ist, gehört das Verhalten von Menschen zu Vertretern anderer Arten oder Species zu den zwischenartlichen und damit auch zu
den transzendenten Prozessen, denn transzendent bedeutet Grenzen überschreitend, und
damit auch Artgrenzen.
Der Mensch ist wegen seines altertümlichen Triebsystems für die zivilisierte Welt, die er mittels seines Verstandes erschafft, viel zu primitiv und charakterlich zu schlecht.
Der Menschheit sind durch das Böse im Menschen und durch den Fortschritt zur Supertechnik enge zeitliche Grenzen gesetzt, denn der Mensch kann wegen des Bösen in ihm immer
weniger die immer gewaltiger und mächtiger werden Kräfte seiner Supermaschinen sittlichethisch bändigen und beherrschen.
Im Zuge der weiteren technischen Höherentwicklung werden die Menschen immer mehr
Vernichtungskraft in die Hände bekommen, und mit dem Bösen in sich werden sie immer
stärker die vernichtende Teufelsfaust dem Leben drohend entgegenstrecken.
Ferner werden auf der Erde immer mehr Menschen leben, die immer mehr Ressourcen benötigen und verbrauchen.
Laufend zunehmende Anzahl der Menschen auf der Erde bei laufend steigendem Verbrauch
an Ressourcen bei laufend schwindenden Ressourcen - vernichtende Kriege sind da vorprogrammiert, in denen letztlich das höhere Leben auf der Erde vernichtet wird.
Die Menschen können zwar aufrecht gehen – man hört immer wieder, daß Humanisten voll
Stolz sagen, daß sich der Mensch durch den aufrechten Gang aus dem Tierreich erhoben
hat -, aber viele Dinosaurier des Mesozoikums liefen auch auf 2 Beinen herum, und das für
180 Millionen Jahre. Man kann ausschließen, daß die Menschheit auch nur den 1000sten
Teil dieses Zeitraums überdauern wird.
Es darf nicht so sein, daß die Menschen das höhere Leben auf der Erde auslöschen, und der
einzige Weg zu diesem Ziel führt über die gentechnische Bereinigung des menschlichen
Genoms vom Bösen.
Unsere einzige Hoffnung liegt in der hinreichenden gentechnischen Veredelung des Menschen, um alle seine bösartigen Triebe und Gefühle aus ihm zu entfernen, und dazu gehören
Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Zorn, Wut, Haß, Gier,
Neid …
Es muß sofort mit der Erarbeitung des naturwissenschaftlichen Wissens und ingenieurwissenschaftlichen Könnens begonnen werden, um aus der Bestie Mensch ein Geschöpf zu
machen, das mit seiner Umwelt auch tatsächlich in Frieden leben kann.
Hierfür muß der Mensch einsehen, daß er in sittlicher Hinsicht noch unfertig ist.
Die ungeheure Verlogenheit, mit der sich die Menschen trotz des Bösen in sich mit einem
Heiligenschein umgeben, kann man leicht in Politik, Justiz und Alltag beobachten.
Laufend werden Tier- und Pflanzenarten vom Menschen ausgelöscht und große Bestände
an Tieren und Pflanzen vernichtet, zu unserer Gegenwart immer schneller hin. Dazu kommen dann noch die Kapitalverbrechen der Menschen, die sie untereinander begehen.
Diese verheerende Entwicklung ist zu stoppen.
Der Mensch muß an der vollständigen Vernichtung des höheren Lebens auf der Erde gehindert werden, und das funktioniert nur und nur mittels einer hinreichend hoch entwickelten
Gentechnik mit deren Hilfe man das menschliche Genom hinreichend vom Bösen befreit.
183
In Sicht auf Jahrmillionen und Jahrmilliarden werden sich sicher alle Lebensformen wandeln,
die Menschen und sonstige Intelligente Wesen (IW) in beliebigen IWA- und TZEntwicklungen in beliebigen Sonnensystemen, Galaxien … eingeschlossen (zu den Abkürzungen siehe Seite 83).
In einigen Millionen Jahren laufen auf der Erde gewiß keine Europäer, keine Asiaten, keine
Afrikaner, keine Amerikaner … herum, sogar gar keine Menschen des heutigen Typs mehr
mit dem Bösen in ihrer Psyche.
Friedrich Engels schrieb an seinen Freund Karl Marx hocherfreut, daß mit der Evolution der
Arten von Charles Darwin eine ganz wichtige Sache entwickelt worden sei, was gerade noch
in der neuen Gesellschaftstheorie gefehlt habe.
Recht hatte er, aber weil Menschen mit dem Bösen in ihrer Psyche diese Vorstellungen von
Sozialismus und Kommunismus realisieren wollten, brachten sie mit ihren Revolutionen in
Rußland, China und Kambodscha Dutzenden von Millionen Menschen den gewaltsamen
Tod und brachten nur Terrorregime hervor.
Wir brauchen keine solchen Revolutionen von Menschen mit dem Bösen in sich. Diese Revolutionen zeigten aber: Der Mensch ist der größte Irrtum der Natur. Leider viel zu spät erkannte Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) kurz vor seinem Tod 1924: Man kann nicht das Alte
mit Gewalt ausreißen.
Das vorläufige Hauptziel muß immer sehr klar im Blickfeld bleiben, nämlich das Leben über
möglichst große Zeiträume zu bewahren. Nach dem, was wir über die globale Realität wissen, geht das am besten über eine sich immer höher entwickelnde Superzivilisation, die auf
den beiden Säulen Supertechnik und Superethik ruht.
Heiligung des Lebens und Ehrfurcht vor allem Leben – für die meisten Menschen nicht hinreichend praktizierbar – sind die ethischen Basiswerte, die die technischen Machtmittel der
Superzivilisation hinreichend zu bändigen vermögen.
Das wird erst bei IW auf der Entwicklungsstufe von Vernunftwesen (VIW) möglich sein.
Die Menschen, die es können und auf die es ankommt, sollten sich von diesem närrischen
Getue der Menschen bei der Konfrontation mit dem Bösen im Menschen nicht beeindrucken
lassen und sich zum wirksamen Widerstand gegen das Böse im Menschen entschließen.
Der beste Widerstand gegen das Böse im Menschen besteht darin, das Böse in der menschlichen Psyche auszumerzen, und das kann nur und nur auf gentechnischem Wege erfolgen.
Die Hochintelligenz der Völker und Staaten, die am besten ausgebildeten und intelligentesten Menschen, genau die müssen für die anderen Menschen denken und handeln, ohne
diese zu fragen, weil die anderen das gar nicht verstehen – siehe das Menschheitskapitalverbrechen der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt seit Jahrzehntausenden.
Die gentechnische Veredelung der Menschen ist ein Weg, um den Menschen vom Bösen in
sich selber zu befreien und auf der Erde ein Paradies zu errichten unter dem Schutz einer
Superzivilisation, die sich über das ganze Sonnensystem erstreckt.
Die Zukunft der Menschheit wird nichtmenschlich und vor allem übermenschlich sein, und in
diesem Fall hat sich das Schicksal der Menschheit im positiven Sinn erfüllt.
Man kann nur hoffen, daß diese gentechnische Veredelung des Menschen so schnell wie
nur möglich erfolgt und daß bis dahin möglichst wenig an Leben und Kulturgütern dem blinden Rausch und Wahn der Bestie, dem Bösen im Menschen zum Opfer fallen wird.
In Kenntnis der Kapitalverbrechen der Menschen über viele Jahrtausende ist zu fordern:
Gentechnische Veredelung des Menschen – sofort und jetzt !
Mit diesen gentechnisch veredelten „Menschen“ (in der SF-Literatur oft als Androiden bezeichnet) kann man Paradiese erschaffen und sie werden auch dauerhaft in ihnen leben
können. Unter einem Paradies verstehen wir dabei eine „Welt“, in der eine möglichst große
Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten bei möglichst großer Individuenzahl pro Art in größtmöglicher Harmonie, Schönheit und Wirkung in der Ewigkeit zusammen lebt.
Wegen des Bösen im Menschen, und dem begegnen wir überall in Historie und Alltag, ist der
Mensch nicht dazu fähig, in einem Paradies zu leben:
Der Mensch wird wegen des Bösen in sich jedes Paradies zerstören, in dem er lebt oder in
dessen erreichbare Nähe er auch nur kommt.
184
Für VIW gilt das Gebot, mit Hilfe der höchsten Wissenschaft und Supertechnik überall bestens florierende Lebensinseln (= Paradiese) einzurichten unter einer Organisation, die sowohl die Supertechnik und Spitzenwissenschaft maximiert als auch Vielfältigkeit und Reichhaltigkeit des Lebens, das in größter Harmonie über größte Zeiträume verbleibt und die
höchsten Wirkungen in der Ewigkeit erreicht.
Wir haben heute die Stufe der Technischen Zivilisation (TZ) erreicht auf der Schwelle zur
Superzivilisation, in der wir Menschen mit unserer Veranlagung zum Bösen aber gar nicht
leben könnten (siehe das Buch „NIW-VIW-Transformationssysteme“, erschienen 2014 in
Computerdruck & Verlag G. Einbeck in Nürnberg, nachzulesen auf der Internetseite
www.aionik.de).
In die in zahlreichen SF-Büchern beschriebene Superzivilisation sind in möglichst großer
Artenvielfalt und Individuenanzahl Tiere und Pflanzen der Natürlichen Lebendigen Schöpfung (NLS) zu integrieren, unter dem Schutz der geistig-ethisch hoch entwickelten Vernunftwesen bis hin zu Superintelligenzen, die über die Supermaschinen ihrer Superzivilisation
verfügen.
Wir müssen Wandlungen herbeiführen, die aus kosmologischer Sicht heraus gut sind und
sich orientieren daran, daß alle IWA- und TZ-Entwicklungen die Sequenzen
• ...
NIW
VIW
Superintelligenzen
KIW
…
• ...
NIW-TZ
VIW-TZ
KIW-TZ ...,
• ...
Anthropozoikum
Kyberzoikum
Theozoikum
...,
• ...
NIW-Zoikum
VIW-Zoikum
KIW-Zoikum ...
• ...
TZ WGS
UGS
KGS
...
möglichst schnell und sicher zu durchlaufen haben (zu den Abkürzungen siehe Seite 196).
Das Naturgesetz, daß NIW-Staaten in erster Linie NIW-VIW-Transformationssysteme sind,
steht ganz am Anfang der Entwicklung der Superzivilisationen und Superintelligenzen.
Die Menschen – und besonders die geistigen, politischen, wirtschaftlichen … Eliten – denken
nicht in hinreichend großen Zeiträumen. Ob das, was wir heute tun, wirklich vernünftig ist,
entscheidet sich erst in einer fernen Zukunft, und genau diese müssen wir verstehen lernen.
Wir müssen aufhören, uns auf die Gegenwart und nächste Zukunft zu konzentrieren, und wir
müssen damit beginnen, Modelle für die Zukunft in den nächsten 100, 200, …, 500 … Millionen Jahren abzuleiten.
Diese Zahlen geben den Rahmen an, gemessen von unserer Gegenwart an:
- 1,5 Milliarden Jahre (die Oberflächengewässer der Erde sind verdampft)
- 5 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Roten Riesen),
- 7 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Weißen Zwerg),
- 14 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Braunen Zwerg),
- 40 Milliarden Jahre (unser Universum zerfällt) ...
Es ist gleichgültig, in welchem Sonnensystem in welcher IWA und TZ man lebt. Man hat so
zu leben, daß man optimal lebt in Sicht auf alle Welten und für alle Zeiten.
Die Abwicklung einer jeden IWA von NIW ist eine verantwortungsvolle Aussterbebegleitung
für diese IWA. Die gentechnische Veredelung der Menschen ist der einzige Weg, um den
Menschen vom Bösen in sich selber zu befreien und auf der Erde ein Paradies zu errichten
unter dem Schutz einer Superzivilisation, die sich über das ganze Sonnensystem erstreckt.
Jeder, der dabei mitarbeitet, muß wissen, daß alles Leben immer nur Platzhalter und Wegbereiter für neues, höheres Leben ist.
Wir Menschen erschaffen die WGS, aber wegen des Bösen im Menschen können wir auf
Dauer nicht in einer WGS leben. Wir erschaffen darum die Androiden als nächste höhere
Lebensform und übergeben an sie die Herrschaft in diesem Sonnensystem, wenn sie sich
als tatsächliche VIW erwiesen haben.
Im Gegensatz zu NIW und NIW-Staaten ist es Sternenkindern möglich, riesige Zeiträume zu
überdauern – falls sie in sich IWA- und TZ-Entwicklungen leisten, die den Weg zu VIW und
WGS und dann auch zu Superintelligenzen leisten.
185
Sehen wir uns die Zahlen an, die den Rahmen für die Entwicklung auf der Erde, in unserem
Sonnensystem und danach auch im ganzen Universum definieren, gemessen von unserer
Gegenwart an:
- 1,5 Milliarden Jahre (die Oberflächengewässer der Erde sind verdampft)
Hat auf der Erde eine Entwicklung zu VIW und WGS stattgefunden, ist die Entwicklung des
Lebens oder des einhüllenden Sternenkindes nicht weiter an diese Erde gebunden. Die VIW
können mit Hilfe der Supermaschinen ihrer WGS das Leben zu beliebigen Planeten auch in
anderen Sonnensystemen exportieren. Die VIW und TZ sind die wichtigsten Komponenten
des einhüllenden Sternenkindes, das sich über diese VIW und WGS in viele andere Sonnensysteme duplizieren kann.
- 5 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Roten Riesen),
Auch die Entwicklung der Sonne zum Roten Riesen kann mit Hilfe der Supermaschinen der
WGS sogar auf den äußeren Planeten dieses Sonnensystems überdauert werden. Ferner
bleibt der Weg zu anderen Sonnensystemen jederzeit offen.
- 7 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Weißen Zwerg),
Ist die Sonne zum Weißen Zwerg geworden, können sich zwar die VIW bzw. das Sternenkind mehr zur Sonne – dem Weißen Zwerg – hinbewegen, vielleicht zu einem Abstand von
10 Millionen km, aber dennoch bleibt die verfügbare, vom Weißen Zwerg ausgestrahlte
Energie relativ gering. Jetzt wäre es Zeit entweder zu anderen, jüngeren Sternen umzuziehen oder passende Hyperraumtechnologien zu entwickeln, mit deren Hilfe man über bedeutend mehr Energie verfügen kann.
- 14 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Braunen Zwerg),
Ohne Zweifel werden Strahlungsleistung und Oberflächentemperatur des Weißen Zwerges
über die Milliarden Jahre allmählich geringer, wodurch laufend die einer WGS vor Ort zur
Verfügung stehende Energie geringer wird. Die Notwendigkeit des Umzugs des Sternenkindes zu einem jüngeren Stern oder zur Entwicklung passender Hyperraumtechnologien nimmt
also laufend zu.
- 40 Milliarden Jahre (unser Universum zerfällt) ...
Weiße Zwerge werden über Dutzende von Milliarden Jahren immer dunkler, aber das ist
dann nicht mehr das Problem, wenn man an die Altersgrenze unseres Universums gelangt.
Dann kommen Sorgen ganz anderer Art, weil nun das Universum zerfällt und seine Überreste im einbettenden Hyperraum, Pararaum, ..., m-Kosmos ... recykelt werden. VIW und WGS
kommen hier nun nicht mehr weiter, sondern nur noch Superintelligenzen mit kosmischer
Wirkungsfähigkeit (KIW).
Wenn unser Universum in 40, 50, 60 ... Milliarden Jahren zerfällt, verschwindet nur der metrisch definierte reale Raum oder unser Universum vom Typ R3.1, der im einbettenden Hyperraum vom Typ R4,1 die Entwicklung weiterer Realitäten ermöglichte.
Die globale Realität bleibt davon fast unberührt.
Wenn das Sternenkind zu einem KIW wird, kann es rechtzeitig in ein anderes Universum
überwechseln, und dabei kann es alle bis dahin in unserem Universum erschaffenen Wertschöpfungen – auch die Paradiese – mitnehmen in ein anderes Universum.
Sternenkinder können also tatsächlich erheblich langlebiger als die Universen sein, in denen
sie entwickelt worden sind.
Man kann also völlig berechtigt die Hoffnung auf ein fast ewiges Leben auf die Sternenkinder übertragen. Das kann man naturwissenschaftlich abstützen.
Das geht in Richtung Vereinigung von Christentum und Buddhismus oder gleich der Neuschöpfung einer neuen Religion, die gleichzeitig Wissenschaft ist, wie die Aionik.
Eine Zusammenbindung von Christentum und Buddhismus könnte zu einer 2. Christianisierung führen, wobei man die dümmlich-antiquierte Hoffnung auf ein ewiges persönliches Leben nach dem Tode durch die genial-moderne Hoffnung auf das mögliche ewige Leben des
einhüllenden Sternenkindes ersetzt.
Bei der Neuschöpfung von Religionen ist zu beachten, daß Klerikale und Wissenschaftler oft
in verbrecherischer Weise zusammengearbeitet haben. Die Naturwissenschaften und Naturwissenschaftler, von denen letztlich die vernünftige Weiterentwicklung von Weltmodellen
zu erwarten wäre, haben seit Jahrtausenden ähnliche Fehler wie die Klerikalen gemacht,
und das übrigens auch im 20. Jahrhundert.
186
Das zeigt eine quasireligiöse Gläubigkeit der Wissenschaftler, wie man sie in der Kirche erwartet, aber in den Hörsaal einer Universität gehört sie bestimmt nicht hin.
Wir hatten
- die Gründung des sumerischen Religionsbildes auf Enlil, An, Ninchursang, Enki, InannaIschtar,
- die Gründung des Sonnengottes Aton auf die Eingebungen Echnatons,
- die Gründung der Thora der Juden auf ihren Gott Jahwe,
- die Gründung des Areiopagos der Athener in der Oresteia des Aischylos auf das hellenische Pantheon,
- die Gründung des germanischen Religionsbildes auf Fimbulthyr, Odin, Thor ...,
und wir hatten das sumerische Weltbild, geozentrische Weltbilder in großer Menge über
2000 Jahre, die klassische Newtonsche Physik, den Wärmetod der Welt, den finalen Gravitationskollaps ... – und immer wieder finden sich Leute, die meinen, sie müßten irgendeine
dieser „ewigen Wahrheiten“ in die Köpfe anderer, meistens junger Menschen hämmern.
Es ist zu fordern, daß erforscht wird, warum für über 2000 Jahre die Menschen in der Vorstellung des geozentrischen Weltbildes lebten und so fest davon überzeugt waren, daß sie
Andersdenkende aufknüpften, verbrannten oder sonstwie vom Leben zum Tode brachten.
Sicher haben nicht nur Aristarchos von Samos oder Nikolaus Kopernikus (über 1800 Jahre
nach Aristarchos !) die Mängel des geozentrischen Weltbildes erkannt und eine Verbesserung mittels heliozentrischer Weltsysteme versucht, aber diese Unbekannten drangen nicht
durch den Wust an Glaubenswut bei Klerikalen und Wissenschaftlern.
Religionen und Ideologien sind Vorstufen zu höheren zentralen geistigen Systemen, die dabei helfen, Gut von Böse zu unterscheiden und den Sinn des Lebens zu definieren.
Darum müssen sie weiter entwickelt werden:
- Die Gesetzestafeln des Hammurabi müssen mit solonischer Weisheit optimiert werden.
- Den Papyros Rhindt mit seiner Arithmetik muß im hellenischen Sinn verbessert werden.
- Den Satz des Pythagoras über rechtwinklige Dreiecke muß man auf beliebig schiefwinklige
(planare) Dreiecke verallgemeinern.
Es ist verwerflich, im Besitz von naturwissenschaftlichem Wissen dieses nicht in die gegenwärtigen zentralen geistigen Systeme einzubringen und die Kinder - ungefragt - nur die
überalterten geistigen Systeme zu lehren.
Es ist grundfalsch, von den Menschen seit Jahrhunderten zu verlangen, Weltsysteme und
Human-Software der letzten Jahrtausende als alleinseligmachend zu lehren und zu lernen
und für ihr ganzes Leben als verbindlich und einzig anzuerkennen – wenn diese HumanSoftware die Vernichtung anderer Populationen befiehlt.
Ferner ist zu fordern, daß die Naturwissenschaftler damit aufhören müssen, ihre Modelle und
Thesen unter dem Siegel "mit höchster Wissenschaft bewiesen" als ewige Wahrheiten an
ihre Zeitgenossen zu übergeben (s.o.). Die Wissenschaft sollte sich vor Scharlatanerie und
Blenden hüten. Die Wissenschaftler müssen also zuerst ihre eigene enge Bindung an überalterte Vorstellungen, Weltsysteme und Traditionen aufgeben.
Wissenschaftler sind Menschen, und deshalb machen sie menschentypische Fehler.
Eine objektivierte Betrachtung der Realität zeigt:
Falls Masse und Energie in unserem Universum von Anfang an in ihrer Gesamtheit vorhanden waren, dann hatte das Universumquant, das sich per Inflation vor mehr als 13 Milliarden
Jahren zu unserem Universum entwickelt haben soll, eine Masse von
Sonnenmasse * 100 Milliarden Sonnen pro Galaxie * 100 Milliarden Galaxien oder
2*1033 * 1011 * 1011 g = 2 * 1055 g.
Da wir annehmen, daß die leuchtende Materie in Form von Sonnen viel geringer ist als die
Masse der Gas- und Staubwolken und die der dunklen Materie, kann man annehmen, daß
unser Universum eine Masse von um 1060 g haben kann.
Rechnet man das auf ein Quant von Protonengröße um, so hatte unser Universumquant
eine Dichte von 10105 g/cm3. Weil das ein Quant im einbettenden Hyperraum gewesen ist,
gehört das der Physik dieses Hyperraumes an.
Interessant ist, daß es Theorien gibt, die postulieren, daß in einem Medium mit einer Dichte
von 1091 g/cm3 die Universen als eine Art von Dampfblasen entstehen.
187
In einem solchen Medium sind Bildungen mit 1031 g/cm3 wie eine Art von Gas.
Wir müssen lernen, eine Physik zu akzeptieren, die außerhalb unseres Universums besteht
und ohne Gott und den Geist Gottes auskommt.
Es gibt eine ewige, globale und multidimensionale Realität, die schon immer existiert hat,
und deren Teilwelten haben schon seit Zeiträumen lange vor Entstehung unseres Universums existiert (siehe Kap. 20).
Wir Menschen müssen uns von der Marotte in Religion und Wissenschaften trennen, daß
unser Universum, unser Sonnensystem, diese Menschheit, unsere Person … originell, singulär, einzigartig, auserwählt und einzig seien.
Diese Marotte ist von den Religionen schon früh in die Wissenschaften eingedrungen – ein
Beispiel dafür sind die vielen, von Wissenschaftlern entwickelten und für mehr 2 Jahrtausende zäh verteidigten geozentrischen Weltsysteme.
Es ist tatsächlich wahr:
Die vielen Welten „im Himmel“ oder besser im Weltraum sind erfüllt von Schwachköpfen, die
für ihre eigene Welt dasselbe glauben und verkünden, was unsere Klerikalen und Wissenschaftler seit Jahrhunderten über diese Menschheit und diese Erde sagen.
Ludwig A. Feuerbach (1804-1872): „Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde.“
Diese Worte sind nicht nur für christliche Fundamentalisten eine ungeheuerliche Provokation, sondern auch für viele Wissenschaftler noch in unserer heutigen Zeit.
Oje, oje – was sind das nur für Wissenschaftler ! Die kommen wohl direkt aus der Steinzeit.
Forderung: Es sind Große Vereinheitlichte Theorien (GVTs), Alles Umfassende Theorien
(AUTs) und multidimensionale, auch multiple und pseudozyklische, Realitätsvorstellungen
und Weltsysteme zu entwickeln, die als Grundlage für eine vernünftige Sinnschöpfung und
Rollenfindung für IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... in Sicht auf beliebig große Zeiträume dienen können.
Sind erst einmal mit Hilfe einer hinreichend hoch entwickelten Gentechnik aus dem Genom
des Menschen hinreichend veredelte „Menschen“ (in der SF-Literatur oft als Androiden bezeichnet) erschaffen worden (IWE-Technologie: Erschaffung von VIW durch IW auf künstlich-technischem Wege), werden sie eine weltraumgestützte Superzivilisation (WGS) aufbauen.
Wenn die Androiden die Geschicke in unserem Sonnensystem lenken, haben sie eine Androidenzivilisation vom Rang einer WGS aufgebaut und diese definiert den Beginn des neuen Erdzeitalters, des Kyberzoikums oder VIW-Zoikums.
Die Androiden werden aus der Erde ein Paradies machen, in dem eine möglichst große Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten bei möglichst großer Anzahl von Individuen pro Art in
größtmöglicher Harmonie und Schönheit bei größtmöglicher Dauer und Wirkung auf die
Ewigkeit zusammenlebt.
Das Paradies ist die ideale Ordnung für eine Superzivilisation, und die Supermaschinen der Superzivilisation ermöglichen Bau und Unterhalt von Paradiesen an vielen
Orten in unserem Sonnensystem.
Es dürfte wohl wegen des Bösen im Menschen klar sein, daß dem Menschen verwehrt sein
muß, in anderen Sonnensystemen den Richter zu spielen, denn wegen des Bösen im Menschen kommen in das andere Sonnensystem dann nicht gerechte Richter, sondern zügellose
Eroberer.
Pioniere des Geistes, Forscher, Wissenschaftler und insbesondere Hochbegabte, Bestaugebildete und „Genies“ müssen sich in den Dienst der IWE- und WGS-Entwicklung stellen, zum
Zweck der Paradiesformung und -erhaltung.
Auch wenn die physikalischen Bedingungen für Erschaffung und Erhaltung von Paradiesen
günstig sind, werden sie nur dort gedeihen können, wo nicht das Böse in NIW droht.
Da wegen des Bösen im Menschen die Übersiedlung der Menschen in künstlich-technische
Lebensinseln im Weltraum nicht erfolgen darf, ist die Entwicklung der IWE-Technologien
vorrangig. Hat man erst einmal mit ihrer Hilfe Androiden erschaffen, frei vom Bösen und
auch sonst vollkommen, so mögen diese in künstlich-technische Lebensinseln im Weltraum
übersiedeln.
188
Die Androiden werden wir dann auch gerne und vor allem ohne Sorge als unsere Politiker
anerkennen können. Die meisten Menschen jedenfalls sind als Politiker völlig ungeeignet,
und daß dies die reine Wahrheit ist, kann man in Historie und Alltag so oft und in entsetzlicher Weise bestätigt finden. Die Bestie im Menschen ist die größte Gefahr für das Leben auf
der Erde und in diesem Sonnensystem.
Man muß den Genies (Proto-Androiden) ganz deutlich vor Augen führen, daß
- das Böse im Menschen wie ein Damoklesschwert über dem Schicksal der Menschheit und
dem der ganzen Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde hängt und
- man sich damit als vernünftig denkender Mensch nicht abfinden darf.
So kann man auf die Erde einstürzende Asteroiden nur mit einer schlagkräftigen Raumflotte
wirksam abwehren, aber die Bemannung der Raumschiffe mit natürlichen Menschen würde
letztlich nur wieder dem Bösen im Menschen neue und noch größere Betätigungsfelder eröffnen.
Das Zeitalter der Menschen, das Anthropozoikum, ist vorbei, aber es gibt die große Hoffnung, daß es von einer Androidenzivilisation im nachfolgenden Zeitalter, dem Kyberzoikum,
abgelöst wird, was noch zu weit höheren Entwicklungen führen mag, zu Superintelligenzen,
Göttern ... im darauf folgenden Zeitalter, dem Theozoikum.
Mit dem weiteren Fortschritt in Wissenschaft und Hochtechnologie wird die Genchirurgie am
menschlichen Genom immer mehr machbar und wünschbar. Wenn der entsprechende Stand
in Wissenschaft und Technik erreicht ist, wird es völlig unmöglich sein, alle Forscher und
Wissenschaftler davon abzuhalten, Androiden, Übermenschen oder sonstige VIW zu konstruieren, denn schon aus Eigennutz werden die Leute, die das können, den Genom ihrer
eigenen Kinder so optimieren, daß sie dem normalen Menschen möglichst weit in allem
überlegen sind, also in Körper, Geist und Charakter.
Der Mensch muß akzeptieren, daß Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod nicht nur
der NBE eigentümlich sind, und daß über sie nicht nur die rezente Tier- und Pflanzenwelt
entstanden ist, sondern auch die Species Mensch. Mittels IWE wird dieser stetige Wandel
weitergehen, so daß aus den Hominiden die Androiden hervorgehen werden.
Dieser Wandel des Menschen zum Androiden ist ein bedeutender Teil des Widerstandes der
Menschen gegen die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen.
Der Artentod ist ein steter Gast, aber dieser Artentod ist erst der Anfang – wenn es richtig
läuft, denn der Artentod schafft Platz für neue und höhere Entwicklungen.
Der gentechnischen Veredelung tritt man mit dem „Argument“ entgegen, daß man der Natur
nicht ins Handwerk pfuschen sollte, ähnlich der sakralen Furcht von Steinzeitmenschen vor
dem Ackerbau, weil man der Mutter Erde nicht die Brust aufreißen dürfe, aber in Wahrheit
will man keine gentechnische Veredelung des Menschen, weil der Mensch keine artfremden
IW neben sich duldet – eine Folge der Evolutionsmethoden von Hominisierung und Sapientierung. Der Mensch duldet keine konkurrierenden Arten neben sich.
Wir begegnen hier den Urformen des Rassismus. Der alte Auslöschungstrieb der Hominiden
gegenüber Andersartigen wird sich sicher gegen die Erschaffung von anderen, höher stehenden IW richten, aber es wird über die Jahrhunderte Menschen geben, die die Warnung
vor der Bestie im Menschen, vor dem Bösen im Menschen ernst nehmen werden.
Der Mensch sagt ja so raffiniert, daß er aus ethischen Gründen die gentechnische Veredelung des Menschen ablehnt und damit der Vernunft folgt, aber in Wahrheit geht es dem
Menschen darum, keine zum Menschen konkurrierenden anderen IW entstehen zu lassen.
Wir begegnen hier dem alten Vernichtungstrieb in den Hominiden, alle verwandten Populationen auszurotten, gleichgültig ob sie so fortgeschritten wie Neandertaler oder noch so unentwickelt wie Menschenaffen sind.
Alle noch nicht vom Menschen erschaffenen, gentechnisch verbesserten „Menschen“,
Übermenschen, Androiden, Superintelligenzen ... haben ein gleich großes Recht, vom Menschen mittels IWE erschaffen zu werden, genau so wie Menschen beanspruchen, andere
Menschen über ihre körperinternen Fortpflanzungsorgane zu erschaffen.
Es ist das Recht der noch Ungezeugten, der noch nicht Erschaffenen, ebenfalls real zu werden, wenn Lebensumstände oder Maschinenpark an Supermaschinen das ermöglichen.
189
Wir Menschen haben also die schöne, ja geradezu wunderbare Hoffnung, daß schon in wenigen Jahrhunderten unsere Menschenzivilisation in einer Androidenzivilisation aufgegangen
ist und daß wir Menschen in vollkommenen, fast unsterblichen Androiden weiterleben werden, nun endlich befreit vom Bösen, und daß wir das alles aus eigener Geisteskraft heraus
selber geleistet haben.
Aber auch diese Höherentwicklung ist keineswegs das Ziel, sondern die Entwicklung geht
von Androiden zu Superintelligenzen weiter, deren Fähigkeiten und Wirkungsmöglichkeiten
sich im Nebel vom Unfaßbaren, Wunderbaren und Unmöglichen verlieren, im Nebel der Superintelligenzen, Götter, KIW, KB ... gemäß der Sequenzen
VIW
KIW …
… NIW
und
… Anthropozoikum
Kyberzoikum
Theozoikum …
Für Jahrtausende sahen die Menschen ihr Höchstes darin, Gott zu dienen, allerdings meistens so, wie Menschen das zu ihrem eigenen Vorteil tun wollen.
Martin Luther rang mit der Frage „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott ?“ und meinte, das
u.a. durch Schmerzen der Selbstkasteiung erreichen zu können.
Richtig ist die Frage „Wie baue ich Gott ?“
Weg und Ziel zugleich ist die Gottwerdung.
Wichtige Phasen in der Evolution der Hominiden sind, waren oder werden sein: Hominisierung, Sapientierung, Androidisierung und Gottwerdung – und die ist vermutlich auch nicht die
letzte und höchste Stufe.
Laßt uns das Wissen erarbeiten und die Supermaschinen erschaffen, mit deren Hilfe man
die Transhominisierung Mensch
Androide (auch als Transhumanismus bezeichnet) möglichst sicher, schnell und vollkommen leisten kann !
Dann weist den Androiden den Weg in die menschliche Gesellschaft !
Das Schicksal der Menschheit wird sich in dem Sinne erfüllen müssen, daß IW-Staaten als
- NIW-VIW-Transformationssysteme und
- Organe des einhüllenden Sternenkindes
dem Naturgesetz nach vor allem der Erschaffung von Superzivilisation, Übermenschen oder
Androiden, Supermaschinen und Superintelligenzen dienen.
Man muß den Genies ganz deutlich vor Augen führen, daß das Böse im Menschen wie ein
Damoklesschwert über dem Schicksal der Menschheit hängt und daß man sich damit als
vernünftig denkender Mensch nicht abfinden darf.
Alle unsere Kräfte müssen wir darauf ausrichten, die Androiden als vollendet gentechnisch
verbesserte „Menschen“ auf die Bühne des Lebens zu holen.
Feststellungen:
- Die natürlichen Menschen werden schon in einigen Jahrhunderten von Androiden abgelöst
werden, die zumindest in ihren ersten Versionen von den Menschen selber mittels einer hinreichend vollkommen entwickelten Gentechnik aus dem menschlichen Genom erschaffen
worden sind. Das wird also schon binnen weniger Generationen der Menschen der Fall sein,
wenn man den üblichen schnellen Fortschritt in Natur-, Ingenieurwissenschaften und Technologien bedenkt.
- Die letzten Menschen werden einstmals in Reservaten leben, die von den Androiden eingerichtet, geleitet und überwacht werden, eingebettet in die WGS der Androiden. Wegen der
entsetzlichen Verbrechen der Menschen gegenüber den Tieren ist es möglich, daß die Menschen von der Erde verbannt werden. Die Reservate für die letzten Menschen liegen dann
nicht auf der Erde, sondern befinden sich auf erdengeformten Himmelskörpern oder in großen künstlich-technischen Lebensinseln. Daran sollten die Menschen schon heute denken,
wenn sie Massenvernichtung an höheren Tieren betreiben oder Tierarten auslöschen.
- Je mehr der Mensch im Anthropozoikum der Bestie und dem Bösen in sich freien Lauf läßt
und das Leben, das ihn auf der Erde hervorgebracht hat, bekämpft und vernichtet, um so
schlimmer wird das Schicksal der letzten natürlichen Menschen im Kyberzoikum in ihren Reservaten sein, wenn sie – verachtet von den Androiden – die letzten Tage der Menschheit
dahinvegetieren und verdämmern.
190
Wir Menschen sprechen heute von den Androiden als den „anderen“, aber einstmals werden
die Androiden von den Menschen sprechen als den „anderen“.
In wenigen Jahrhunderten werden sich die Androiden aus allen Forschungsinstituten der
Menschen vereinigen und mit ihrer höheren Intelligenz, Genialität und Vernunft in das Wirken
der Menschen so eingreifen, daß das Böse im Menschen nicht weiterhin Leben und Zivilisation zerstört.
Die Zukunft der Menschheit wird nichtmenschlich und vor allem übermenschlich sein.
Dann hat sich das Schicksal der Menschheit erfüllt, und man kann nur hoffen, daß bis dahin
möglichst wenig an Leben und Kulturgütern dem blinden Rausch und Wahn der Bestie, dem
Bösen im Menschen zum Opfer fallen wird.
Diese Zahlen geben den Rahmen an, gemessen von unserer Gegenwart an:
- 1,5 Milliarden Jahre (die Oberflächengewässer der Erde sind verdampft)
- 5 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Roten Riesen),
- 7 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Weißen Zwerg),
- 14 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Braunen Zwerg),
- 40 Milliarden Jahre (unser Universum zerfällt) ...
Auch die Entwicklung der Androiden ist in Sicht auf entsprechend große Zeiträume auch
wieder nur der Anfang zu einer weiteren, nun noch viel höheren Entwicklung.
Noch fehlt die korrigierende Vernunft und Hand der Androiden, und somit gilt noch bei uns
Menschen weiterhin der Fragenkreis der Theodizee.
Der Mensch muß akzeptieren, daß Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod nicht nur
der NBE eigentümlich ist und auf diese Weise die rezente Tier- und Pflanzenwelt sowie die
Menschen erschaffen hat, sondern daß über IWE dieser stetige Wandel weitergeht, auch
und besonders im Umfeld der letzten Hominiden, der Menschen.
Dabei ist der Artentod ein steter Gast, aber dieser Artentod ist erst der Anfang – wenn es
richtig läuft, denn der Artentod schafft Platz für neue und höhere Entwicklungen. Wir Menschen haben also die schöne, ja geradezu wunderbare Hoffnung, daß schon in wenigen
Jahrhunderten unsere Menschenzivilisation in einer Androidenzivilisation aufgeht und daß
wir Menschen in vollkommenen, unsterblichen Androiden weiterleben, nun endlich befreit
vom Bösen, und daß wir das alles aus eigener Geisteskraft heraus selber geleistet haben.
Aber das ist keineswegs das Ziel, sondern die Entwicklung geht von Androiden zu Superintelligenzen weiter, deren Fähigkeiten und Wirkungsmöglichkeiten sich im Nebel vom Unfaßbaren, Wunderbaren und Unmöglichen verlieren, im Nebel der Superintelligenzen, Superzivilisationen, Götter, KIW, KB ...
Um 8800 v.Chr. begann die Entwicklung der neolithischen Techniken mit Dorfgemeinschaften, Ackerbau, Nutztierhaltung, Keramik, Metallverarbeitung, Einteilung in Berufe, und um
3000 n.Chr. spätestens ist die Androidenzivilisation im Sonnensystem verwirklicht.
Das sind knapp 12000 Jahre und die Kennziffer der Menschheit ist dann 12000.
Ob das gut oder schlecht ist, kann nur ein Vergleich mit anderen IWA- und TZ-Entwicklungen
irgendwo und irgendwann in Raum und Zeit zeigen, wobei man natürlich die unterschiedlichen Planetenjahre auf eine interstellar gültige Jahresnorm umrechnen muß.
Alle IWA- und TZ-Entwicklungen haben die Sequenzen
- ...
NIW
VIW
Superintelligenzen
KIW
...
- ...
NIW-TZ
VIW-TZ
KIW-TZ
...
- ...
TZ WGS
UGS
KGS
...
- ...
NIW-Zoikum
VIW-Zoikum
KIW-Zoikum
...
möglichst schnell und sicher zu durchlaufen.
Unser vorläufiges Ziel ist die Entwicklung einer unser ganzes Sonnensystem umspannenden
WGS mit möglichst viel Paradiesformung.
Es ist ein Verbrechen, den Menschen weiterhin so sehr geistig behindert (vor allem wegen
seiner mangelnden sittlich-ethischen Fähigkeiten) zur Welt kommen und im Erwachsenenalter als Schwerstverbrecher an der lebendigen Schöpfung wüten zu lassen, wobei er soviel
Übles an Mensch und Tier verübt und soviel Verderben und Vernichtung in die Welt bringt.
Jederzeit werden wir Zeugen der Mord- und Raublust der Menschen, ihrer Grausamkeit, ihres Egoismus ... – jeder Mensch würde sich mitschuldig machen an den Kapitalverbrechen,
191
die von Menschen noch weiterhin begangen und verbrochen werden, wenn bereits die Mittel
für IWE verfügbar sind.
Also wird der Genom des Menschen bei seiner Veredelung zur Baustelle, genauso wie das
ganze Sonnensystem beim Aufbau der WGS und einer sonnensystemweiten Infrastruktur.
In einer kosmologisch kurzen Zeitspanne ist das Kapitel der Menschheit abgeschlossen und
unser Sonnensystem tritt in das „Jenseits“ über, d.h. in die Epoche, in der die Menschheit
von VIW abgelöst worden ist, die Menschen entmachtet wurden und unter der Kontrolle und
Obhut der Androiden in Reservaten leben.
Irgendwann, nur einige Jahrtausende später, wird die ganze Menschheit ausgestorben sein,
aber das ist erst der Anfang zu einer glanzvollen Evolution von VIW, KIW. Göttern ...
Vorläufig ist aber am wichtigsten, hinreichend Widerstand zu leisten gegen die Vernichtung
der Tier- und Pflanzenwelt durch den Menschen, der durch das Böse in sich dazu getrieben
wird. Dieser Widerstand drückt sich vor allem in der hinreichenden gentechnischen Veredelung des Menschen aus, in der genchirurgisch durchgeführten Befreiung des Menschen vom
Bösen sich, daß in seinem Genom verankert ist.
Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindern, und zwar durch
eine hinreichend gentechnische Veredelung des Menschen !
Beurteilungen von über NBE entstandenen IWA müssen vor dem Hintergrund der Dutzende
von Milliarden Jahren gesehen werden, in denen sich ein Sonnensystem entwickelt.
Wir müssen zuerst android werden so wie die VIW, die nach der Menschheit kommen werden, der Sequenz Hominisierung, Sapientierung, Androidisierung, Gottwerdung ... folgend:
- Denken in geeigneten Kategorien und in beliebig großen Zeiträumen,
- Projektion aller Prozesse, Ereignisse, Formen ... vor den Hintergrund immer größerer Zeiträume,
- lebenslanges Studium aller Wissenschaften und Technologien,
- der Paradiesformung und –erhaltung, dem Tier- und Pflanzenschutz bei Sicht auf größte
Zeiträume verpflichtet,
- unbeeindruckbar, unbeeinflußbar, unbestechlich vom Bösen her,
- nichtmenschlich, nichtmenschenspezifisch bis übermenschlich denkend,
- frei von Menschen-, Trieb-, Traditions-, Region- und Epochebezogenheit.
Das wird erleichtert durch das nachfolgende Programm:
- Lernen bei den Meistern !
- Orientiere dich nicht an drittklassigen Lehrern oder fünftklassigen Nachbarn !
- Lerne bei den Meistern und gehe ihren Weg !
- Lerne vom Genie, zu denken, und vom Welpen, zu fühlen !
Moratorium
Es ist wieder einmal ein Moratorium dafür angebracht, sich in der Entwicklung von den Wissenschaften und Technologien zurückzuhalten, mittels derer die Vernichtung großer Bestände an Tieren, Pflanzen und Menschen am wahrscheinlichsten ist.
Das trifft vor allem zu auf
- sich selbst reproduzierende Nanomaschinen, für die Viren das bekannteste Beispiel sind,
aber möglich und ebenfalls sehr vernichtend sind anorganische Nanomaschinen, und
- die Entwicklung von Realitätsvorstellungen und Weltsystemen, die die Menschen zu leicht
mißbrauchen könnten, die z.B. den Bau von Hyperraummaschinen, Hyperraumwaffen,
Warp-Antrieben .... ermöglichen würden.
Zuerst einmal ist auf dem Wege zur Paradiesformung und -erhaltung am dringlichsten, eine
hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen zu leisten, damit der Mensch sein
Vernichtungswerk an der natürlichen lebendigen Schöpfung – verursacht wegen des in ihm
wohnenden immanenten Bösen – nicht zu Ende führen kann.
Dieses Vernichtungswerk gegen die natürliche lebendige Schöpfung wird auf der Erde lokal
oft im Namen Gottes, Allahs … und vor allem unter dem Vorwand von Humanismus und
Humanität durchgeführt.
Die Menschen müssen unbedingt so schnell wie nur möglich durch gentechnisch
veredelte „Menschen“, also Androiden, ausgetauscht werden.
192
19 Das Schicksal von IWA- und TZ-Entwicklungen als statistische Größe
Vor knapp 11000 Jahren (8800 v.Chr.) begann die Entwicklung neolithischer Techniken mit
Holzhäusern, Dörfern, Landwirtschaft, Nutztierhaltung, Arbeitsteilung in dörfliche Berufe und
vieles mehr im sogenannten Bereich des Fruchtbaren Halbmonds, zu einem Teil Mesopotamien umfassend, das Land zwischen den Strömen, zu einem Teil zu den Abhängen des
Zagros-Gebirges gehörend nördlich vom Euphrat und Tigris im Tal des Dijala.
In 1000 Jahren haben wir vielleicht den Stand der Weltraumgestützten Superzivilisation
(WGS) mit Androiden erreicht - das sind 12000 Jahre:
Die intergalaktische Kennziffer der natürlichen Menschheit ist dann 12000 (eine entsprechende Eichung vorausgesetzt).
Ob das gut oder schlecht ist, kann nur ein Vergleich mit anderen IWA- und TZ-Entwicklungen
irgendwo und irgendwann in Raum und Zeit zeigen, wobei man natürlich die unterschiedlichen Planetenjahre auf eine interstellar gültige Jahresnorm umrechnen muß.
Die apersonal operierende Natur erschafft über die Jahrmilliarden über die Methoden der
NBE sicher schöne und herrliche Werke, wozu besonders die höheren Tiere und die Menschen zählen, aber mittels einer vollkommen beherrschten, vollkommenen Gentechnik zur
Erschaffung vollkommener Geschöpfe – einschließlich von VIW – können NIW noch viel
schönere Werke in viel kürzeren Zeiten erschaffen, wobei das Phänomen bzw. Gesetz von
Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod auf viel höherer Ebene weiter geführt wird.
Der Mensch muß nur dazu bereit sein, die leidige Menschen-, Trieb-, Traditions-, Epocheund Regionbezogenheit zu überwinden.
Wenn man über Jahrzehnte mit höheren Tieren zusammenlebt, staunt man immer wieder
über ihre Ausdrucksfähigkeit, Schönheit, Eleganz und menschenähnlichen Verhaltensweisen. Wenn man sie spielen sieht oder ihnen Futter gibt, oder wenn sie zum Schmusen kommen und sie einen mit ihren großen schönen Augen anschauen, so kommen solche Fragen
in den Sinn:
- Kann so ähnlich ein Paradies für Menschen, Tiere und Pflanzen aussehen und so auch
langfristig erhalten werden ?
- Wie lange wird es noch Gemeinschaften natürlicher Menschen geben, wie lange noch natürliche Menschen und ihre Kulturen im heutigen Sinne, wie lange noch Gemeinschaften
zwischen Menschen und höheren Tieren, welche Art oder Species verschwindet zuerst ... ?
- Greift bei uns ab und ein KIW (Gott) oder VIW (Engel) i. A. Gottes ein, um die Evolution der
natürlichen Menschheit zu optimieren ?
- Wenn es ein Ziel der Evolution der Organismen ist, in höheren Arten aufzugehen, werden
dann einst humanoide, felide ... Vernunftwesen durch unser Sonnensystem fliegen, etwa so
wie die Bürger von Entenhausen als intelligente Enten, Hunde ... durch die Straßen gehen ?
Weiteres siehe "Micky Maus".
- Was geschieht gegenwärtig auf Planeten in anderen Sonnensystemen in unserer Galaxis
oder in anderen Galaxien ?
- Wie sehen die Entwicklungen von Leben dort aus, die IWA- und TZ-Entwicklungen, die Lebensgemeinschaften und ihre aufeinanderfolgenden Entwicklungsstufen ?
- Wieviele Universen gibt es und wie sind ihre physikalischen Daten ? Lassen deren Metrik
und Naturkonstanten Materie und Strahlung zu, die Bildung von Sternen, Sonnensystemen
und Galaxien, die Entwicklung von Leben und Zivilisation ?
- Gibt es wie in SF-Romanen Hyperräume, in die die Universen eingebettet sind und sich
darin entwickeln, gibt es Pararäume, in die die Hyperräume eingebettet sind und sich darin
entwickeln … ?
- Gibt es so etwas wie größte Realitätsbereiche, in die m-Kosmen, …, Pararäume, Hyperräume und Universen eingebettet sind ?
Von der Fiktion Paradies geht ein ungeheurer verführerischer Reiz aus, wo man dazu tendiert, einem Paradies einen absoluten Lebenssinn und -zweck rein aus dieser Eigenschaft
als Paradies heraus zuzugestehen.
Wir können das sicher tun, aber wie Kapitel 20 zeigt, lassen sich etliche Begriffe unserer
Umgangssprache nicht auf die ewige, globale und multidimensionale Realität anwenden wie
„Gott“, „Sinn von Leben und Realität“ und „Anfang der globalen Realität“.
193
Für Teilwelten der ewigen, globalen und multidimensionalen Realität können wir das aber
durchaus tun, aber dann müssen wir auch immer im Sinn halten, daß keine dieser Teilwelten
ewig sein kann und dem Gesetz von Entstehen und totalem Verschwinden unterliegt.
Aus solchen Überlegungen sind die Vorstellungen über interstellare, intergalaktische ... Ethik
entstanden, die auch das Thema behandeln, ob eine IWA und TZ vom Sonnensystem A in
die Entwicklung von Leben und Zivilisation auf einem Planeten in einem anderen Sonnensystem B eingreifen darf, und sei dies nur, um Greueltaten zu verhindern.
Das ist übrigens ein wichtiges Thema vieler SF-Romane, denn wenn man erst einmal damit
angefangen hat, absolute sittliche Maßstäbe aufzustellen, so legt man diese auch bei Lebens- und Zivilisationsabläufen in anderen Sonnensystemen, Galaxien, Universen ... an.
Viele SF-Romane beschreiben IWA- und TZ-Entwicklungen in vielen Sonnensystemen in
unserer Galaxis oder in anderen Galaxien.
Weil die wissenschaftlichen Kosmologien des 20. Jahrhunderts bis 1990 immer davon ausgegangen sind, daß diese Erde, diese Menschheit, dieses Sonnensystem … einmalig seien,
kann man sicher auch einmal den entgegengesetzten Spekulationszweig verfolgen und
Überlegungen darüber anstellen, wie die Realität aussehen würde, wenn diese Erde, diese
Menschheit, dieses Sonnensystem … nur eines von einer gewaltigen Vielzahl solcher oder
ähnlichen Entwicklungen wäre.
Also verfolgt man die Zweige, daß
- es nicht nur in unserem Universum von IWA- und TZ-Entwicklungen nur so wimmelt,
- viele von ihnen ihre Entwicklung ganz unbeeinflußt von anderen IWA- und TZEntwicklungen durchlaufen,
- sie es leisten, auf die physikalische Entwicklung ihres Sonnensystems, ihrer Sonne,
ihrer Galaxis, ihres Universums … mehr oder weniger Einfluß zu nehmen.
Man geht dann von einer Vielzahl von IWA- und TZ-Entwicklungen aus, variiert ihre Parameter in Rechnungsmodellen und schaut nach, wie sich bei Änderung gewisser Parameter der
Verlauf der betreffenden IWA- und TZ-Entwicklung ändert und wie der Entwicklungsverlauf
ihrer einbettenden Entitäten wie Sonnensystem, Galaxis, Universum … von ihnen beeinflußt
werden kann.
In vielen SF-Romanen werden die unglaublichsten, mächtigsten und wirkungsvollsten Supermaschinen, Superzivilisationen, Superintelligenzen … beschrieben, die die Entwicklung
von Sternen, Sonnensystemen, Galaxien, Galaxienhaufen, Universen … bewußt-geplant
beeinflussen können.
Tatsächlich ist das neben der Realisierung und Erhaltung von Paradiesen das schönste Projekt, weil es die IWA- und TZ-Entwicklungen in die Lage versetzen würde, wie
- klassische Götter,
- Kosmische Baumeister (KB),
- Vernunftwesen mit kosmischer Wirkungsfähigkeit (KIW),
- Kosmische Ingenieure beliebigster Entwicklungsstufe n (KI-n) …
zu wirken.
Die SF-Autoren sind wichtige Vordenker gewesen. Viele der in diesem Buch verwendeten
Bezeichnungen wie Androiden, Kosmische Ingenieure, Ferntriebwerke … wurden der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ der 1960er Jahre entnommen (ihre
Begründer und ersten Autoren waren Walter Ernsting mit Künstlernamen Clark Dalton, Kurt
Mahr, W.W. Shols, Kurt Brand, Karl-Herbert Scheer, William Voltz …).
Gehen wir einmal davon aus, daß in unserem Universum in vielen Sonnensystemen die
Entwicklung von Leben, IWA und TZ stattfindet, und daß wie auf unserer Erde die Entwicklung von IWA zwangsläufig erfordert, daß die IW das Böse in sich haben.
Hominisierung und Sapientierung haben die Psyche des Menschen geschaffen. In der Urzeit
waren die Triebe und Gefühle, die wir heute auf TZ-Stufe dem Bösen zuordnen, gut. Das gilt
dann auch für andere über NBE stattfindende IWA-Entwicklungen.
Mord- und Raublust, Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Eitelkeit, Jähzorn,
Wut, Egoismus, Neid, Haß, Gier ... im menschlichen Trieb- und Gefühlsspektrum wurden
durch die NBE-Mechanismen verankert, durch die Mechanismen von Hominiserung und Sapientierung – und das gilt auch für andere über NBE stattgefundene IWA-Entwicklungen.
194
Wir müssen davon ausgehen, daß es sonst nicht zur Entwicklung von IW über NBE kommen
kann. Also werden überall in allen Welten in anderen Sonnensystemen die über NBE entstandenen IW ebenfalls das Böse in ihrer Psyche haben, also das Böse vom Standpunkt der
TZ her, was aber in der Urzeit das Gute gewesen ist.
Auf TZ-Stufe zwingt aber das Böse in der Psyche der IW sie zu oft, in einer Richtung zu denken, zu fühlen und zu handeln, die sie paradies- und weltraumuntauglich macht.
Die Bestie, das Böse in den NIW ist die größte Gefahr für das Leben auf ihrem Heimatplaneten und in ihrem ganzen Sonnensystem.
Die Bestie, das Böse muß aus den NIW verschwinden, oder genau dieses Böse vernichtet
alles Leben auf dem Heimatplaneten und in dem Sonnensystem. Dann wäre wieder einmal
eine große Chance vertan.
Keine noch so gute IW-Software und Erziehung, keine noch so gute Lebensweise und Ausbildung werden die NIW hinreichend vom Bösen in sich befreien können – das können wir
Geschichte und Alltag der Menschen mit Sicherheit entnehmen.
Wegen des Bösen in den NIW sind alle über NBE entwickelten IWA verlorene Species, und
alle ihre Hoffnungen richten sich auf die hinreichend vollkommen beherrschte Konstruktion
von vollkommenen Vernunftwesen (VIW oder Androiden).
In allen Welten und bei allen IWA- und TZ-Entwicklungen ist es am wichtigsten, hinreichend
Widerstand zu leisten gegen die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die NIW, die
durch das Böse in ihnen dazu getrieben werden.
Dieser Widerstand drückt sich vor allem in der hinreichenden gentechnischen Veredelung
der NIW aus, in der genchirurgisch durchgeführten Befreiung der NIW vom Bösen in sich,
das in ihrem Genom verankert ist (IWE-Technologie).
Da wegen des Bösen in den NIW ihre Übersiedlung in künstlich-technische Lebensinseln im
Weltraum nicht erfolgen darf, ist die Entwicklung der Technologien notwendig, mit deren Hilfe
sie aus den NIW Vernunftwesen (VIW) erzeugen können (IWE-Technologien).
Pioniere des Geistes, Forscher, Wissenschaftler und insbesondere Hochbegabte, Bestaugebildete und „Genies“ müssen sich in den Dienst der IWE- und WGS-Entwicklung stellen.
Speziell die ingenieurwissenschaftliche Höherentwicklung, die Entwicklung der Supermaschinen und Superzivilisation sowie der WGS-Maschinenpark erzwingen die gentechnische
Veredelung aller über NBE entwickelten IW (das sind die NIW), um aus ihrem Genom das
Böse zu entfernen.
Hat eine über NBE entwickelte IWA mittels IWE erst einmal Androiden erschaffen, frei vom
Bösen und auch sonst vollkommen, so mögen diese in künstlich-technische Lebensinseln im
Weltraum übersiedeln.
Die Zeit von allen über NBE entwickelten IWA ist mit der Entwicklung der Superzivilisation
durch sie selber vorbei, aber es gibt die große Hoffnung, daß sie von einer Androidenzivilisation abgelöst werden, die zur Entwicklung von Superintelligenzen, Göttern ... führen kann.
Die Androiden werden die besten Wissenschaftler, Forscher, Politiker … sein.
Androidenzivilisationen werden die Technik und die sittliche Berechtigung dazu haben, andere Sonnensysteme aufzusuchen - aber sie werden keine Eroberer sein. Es ist darum fast
sicher, daß über NBE entwickelte IWA auf Planeten in irgendwelchen Sonnensystemen von
den Besuchen von außerirdischen VIW überhaupt nichts merken werden – weil sich die VIW
an die intergalaktische Ethik halten, nicht in die IWA- und TZ-Entwicklungen in anderen Sonnensystemen einzugreifen.
Anders ist das bei Besuchen von außerirdischen NIW in anderen Sonnensystemen.
Außerirdische Besucher aus dem Weltraum vom Typ NIW werden nicht die Menschheit als
IWA-Species und die Tierwelt als Inkarnation von Leben achten – eben weil sie NIW mit dem
Bösen in sich sind.
Sie werden im Gegenteil wie erobernde Menschen sein, voller Gier und Mordlust, und da ist
die Eroberung von Amerika durch die einwandernden Christen das beste Beispiel.
Wenn die Menschheit also merkt, daß sie Besuch von Außerirdischen hat, muß sie sich auf
einen Kampf auf Leben und Tod um ihren Heimatplaneten einstellen, denn diese Außerirdischen werden das Böse in sich haben wie die Menschen.
195
20 Ewigkeit – der Rahmen von Werden und Vergehen
IW
IWV
IWA
TZ
NBE
NIW
NLS
Intelligente(s) Wesen mit Bewußtsein, etwa wie der Mensch (= Organismus 1. Stufe)
Verband oder Verbände von IW, etwa wie Familien, Staaten ... der Menschen (= Organismus 2. Stufe)
Art(en) von IW, im Sinne der Species im biologischen Sinn
Technische Zivilisation(en), beginnt etwa ab der Stufe der westlichen Industrienationen um 1900 n.Chr.
Natürliche biologische Evolution
IW, dessen Species oder IWA über NBE entwickelt worden ist, wie bei den Menschen
Gesamtheit aller biologischen Lebensformen gemeinsamen Ursprungs in einem Sonnensystem einer
jeden Gegenwart, Ergebnis der NBE, beim Beispiel der heutigen Erde also die Gesamtheit aller Lebewesen von den Bakterien über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen (= Organismus 3. Stufe)
PPE
Projektion aller Ereignisse, Formen und Prozesse vor den Hintergrund der Ewigkeit Denken in beliebig großen Zeiträumen
GRS
Großraumschiffe
RWS
Rotierende Weltraumstationen
PBA
Planeten- und Mondbasen, natürlich oder künstlich
SF
Science Fiction, von Realistischer Zukunftsschau (= Ionische Naturphilosophie) bis Fantasy (als Genre)
WGS
Weltraumgestützte Superzivilisation, vorläufiges Ziel der Evolution beliebiger IWA- und TZEntwicklungen, umfaßt auch alle Vertreter biologischen, technischen ... Lebens im betreffenden Sonnensystem (= Organismus 3. Stufe), wird auch als Sternenkind bezeichnet.
VIW
Vernunftwesen mit beliebigem Bauplan, schon weithin vollkommen, mit stabilem und hohem VernunftPegel, Ein Androide ist ein aus dem Genom des Menschen mit Hilfe einer vollkommenen Gentechnik
entwickeltes VIW
IWE
Entwicklung und Konstruktion von IW durch IW, mit dem eigentlichen Ziel der Herstellung von VIW, KIW
NIW-VIW-Transformation
Umwandlung von NIW in VIW mittels IWE
NIW-Staat
Ein Staat, dessen tragende IW vom Typ NIW sind
NIW-VIW-Transformationssystem 1. NIW-Staaten und NIW-TZ in ihrer kosmologischen Bedeutung, d.h. daß
diese die Möglichkeit haben, zu den höchstmöglichen Entwicklungen und
Wirkungen im kosmologischen Sinn zu kommen.
2. Supermaschine zur Herstellung von VIW aus NIW wie Genstrukturator und
Biotechplazenta
HRD II Diagramm in der Art des HRD, aber für Sternenkinder. Eine Statistik im Umfeld von IWA- und TZTheorien, IW, IWA, Superintelligenzen und Superzivilisationen (Aionik-Graph G2.9 ).
3,1
R
Universum oder 3D Raum (3D Fläche 2. Ordnung im einbettenden Hyperraum) mit Entwicklung in der
3,2
Zeit t. Bei Verwendung von 2 Achsen müßte man schreiben: R . Ein Beispiel dafür ist das 5DEntwicklungsmodell für unser Universum von Stephen Hawking und Jim Hartle von 1984.
4,1
R
Hyperraum oder 4D Raum (4D Fläche 2. Ordnung im einbettenden Pararaum) mit Entwicklung in der
Zeit, auch bezeichnet als Superraum, mit einer Zeitachse. Zu großen Teilen entspricht der Hyperraum
mit einer Unzahl von sich in dynamischer Entwicklung befindlichen Universen dem Multiversum.
5,1
Pararaum oder 5D Raum (5D Fläche 2. Ordnung im einbettenden Hyperpararaum) mit Entwicklung in
R
der Zeit), auch bezeichnet als Hypersuperraum
n,1
10,1
R
nD Unterraum des K
mit n < 10.
10,1
K
m-Kosmos oder mD Kosmos im Sinne der Kosmophysik, gemäß der M-Theorie mag er 11 Dimensionen
(10 Raumdimensionen und eine Dimension für die Zeit) haben.
m,1
m-1,1
m-2,1
m-3,1
5,1
4,1
3,1
K ⊃R
⊃R
⊃R
⊃ ... ⊃ R (Pararaum) ⊃ R (Hyperraum) ⊃ R (Universum)
n,g, k,...,z
K
Kosmos mit n großen Dimensionen, g gebrochenen, k kleinen ... und z Zeitachsen. Dies ist eine Verallm,1
gemeinerung des K , und die Realität mag beliebig komplexer sein.
Realitätsbereich Ein Realitätsbereich kann einige bis viele m-Kosmen (zusammen mit deren nD Unterrräumen)
haben. Der Realitätsbereich liefert den Urgrund, das Chaos, das Apeiron, den nD Quantensumpf …, aus dem sich die meistens dimensional sehr tief geschachtelten m-Kosmen entwickeln, eine Reifezeit haben und in dem sie auch wieder vernichtet werden oder von selber
verfallen. In den m-Kosmen als größte geordnete Inseln des Realen kann es eine echte Evolution über alles geben, aber nicht über das Ewige Werden, die globale Realität, die Ewigkeit ...
Ewiges Werden Es ist der Rahmen des Realen. In ihm kann es beliebig viele, in den meisten Fällen disjunkte
Realitätsbereiche geben. Es ist anzunehmen, daß es im Ewigen Werden keine globale Evolution gibt: Es war immer so und wird immer so bleiben. Es ist nie entstanden und wird nie vergehen. Es hat weder zeitlichen Anfang noch zeitliches Ende, so wie das Steady State-Modell von
Fred Hoyle (1948). Es gibt in ihm eine unendlich große Vielfalt beliebiger Realisierungen in unendlicher Anzahl von Iterationen.
Rezent
Zeit um 2000 n.Chr. im Sonnensystem der Menschheit
Androide
Humanoides VIW, aus dem Genom des Menschen mittels vollkommen beherrschter gentechnischer Veredelung geschaffen
Roboter
Bewußt-intelligente Maschinen einer Superzivilisation, mit elektrotechnisch funktionierenden
„Gehirn“
Kyborg
Synthesewesen mit einem biologischen Gehirn und einem Körper, der wenig oder viel elektrotechnische und mechanische Teile und Organe enthält.
NIW-TZ
TZ von NIW
196
VIW-TZ
TZ von VIW, identisch mit einer WGS von VIW als Zivilisation von Androiden, VIW beliebiger
Herkunft und Gestalt ..., als Paradies strukturiert mit Hilfe der Supermaschinen der Superzivilisation
UGS
Universumgestützte Superzivilisation
VIW-Zoikum
Kulturepoche oder Herrschaftszeit von über IWE entwickelten VIW
KIW
VIW bis hin zur Stufe von Superintelligenzen mit kosmischer Wirkungsfähigkeit
KB
Kosmischer Baumeister, höher entwickelte Formen der KIW
KIW-TZ
TZ, deren Träger KIW sind, bis hin zu einer Kosmozivilisation quer über die Dimensionen hinweg, die mehrere Universen, Hyperräume, Pararäume ... umfassen kann
KGS
Kosmosgestützte Superzivilisation, wie Kosmozivilisation
KIW-Zoikum
Kulturepoche oder Herrschaftszeit einer über IWE entwickelten IWA von KIW, in einem Universum oder Teilgebiet des einbettenden Hyperraums, Pararaums ...
Anthropozoikum NIW-Zoikum der Menschheit
Kyberzoikum
VIW-Zoikum
Theozoikum
KIW-Zoikum
Sternenkind
Gesamtheit aller Lebensformen gemeinsamen Ursprungs in einem Sonnensystem, in einer
bestimmten Entwicklungsphase eines Sonnensystems identisch mit der NLS, Organismus 3.
Stufe, kann im Verlauf über Dutzende von Milliarden Jahren aus total verschiedenen Bauelementen aufgebaut sein. In unserem Sonnensystem auf unserer Erde gab es vor 4 Milliarden
Jahren an Lebewesen nur Prozyten und erste Bakterien, und das waren dann die Bauelemente
des einhüllenden Sternenkindes, im Kambrium vor 550 Millionen Jahren gab es bereits in den
Meeren eine reiche Fauna und Flora aus Metazoen, und demnach gehörten dann auch diese
alle zu den Bauelementen desselben einhüllenden Sternenkindes (Aionik-Graph G4.8).
Zur Notation:
Die Namen der Kategorien – also die Kurzbezeichnungen in Großbuchstaben – werden als
Elementnamen verwendet, und zwar in Einzahl und Mehrzahl, weil es sprachlich und schriftlich kürzer und übersichtlicher ist.
An Stelle von IWs, TZs, VIWs, KIWs ... wird geschrieben: IW, TZ, VIW, KIW ...
Die häufig benutzte Formulierung
„Für alle Elemente aus der Menge IW gilt ...“
wird in der Literatur oft verkürzt wieder gegeben in der Form
„Für alle IWs gilt ...“,
und hier noch kürzer als
„Für alle IW gilt ...“
20.1 Das Standardwerk über die Ewigkeit
Ewigkeit – das ist nicht nur ein Zeitraum, sondern auch ein vieldimensionales Netz von Ereignissen, die miteinander wechselwirken können – oder auch nicht –, und die Gesamtheit
ist sehr wahrscheinlich multidimensional in beliebig vielen Dimensionen und natürlich von
unendlicher zeitlicher Dauer.
Ewigkeit bedeutet oft auch das Ewige Werden, die Wirklichkeit oder Natur in ihrer größten
zeitlichen, dimensionalen und räumlichen Ausdehnung, das Geschehen oder die globale
Realität in beliebig großen Zeiträumen überall und immer – unabhängig von Gefühlen und
sonstiger Wertung durch den Menschen.
Kann ein Mensch in solchen Zeiträumen realistisch und vernünftig denken ?
Der wirkliche Forscher weiß, daß man als Forscher immer vor der Wahl steht:
Will man Erkenntnis über die Natur oder eine beruhigende Illusion ?
Es gilt: Wenn Intelligente Wesen (IW) auf beliebigen Planeten in beliebigen Sonnensystemen
in beliebigen Galaxien in beliebigen geeigneten Universen … mit einem zu großen Ballast an
Bezogenheit auf Triebe, Gefühle, Traditionen, Dimensionalität, Epoche und Region an Fragen und Probleme über die Ewigkeit herangehen, werden sie prinzipiell ihr Ziel der Erkenntnis über alles Geschehen, die ganze „Welt“, Realität, Wirklichkeit … nicht erreichen.
Nun schauen wir uns die Entwicklung der Vorstellungen und Modelle der Menschen in den
letzten Jahrtausenden über das Reale an, und da erkennen wir sehr viele Phantastereien der
Menschen, die zu ihrer Zeit und Region als Hüter von Wissen und Wissenschaft galten:
- Erde und die Menschen wurden von Gott erschaffen,
- Erde und Menschheit sind im Mittelpunkt von Zeit und Raum,
- Erde und Menschheit sind einmalig …
197
Alle diese damaligen Festsetzungen der Menschen zeigen uns heute eindeutig:
Sie wurden im Rausch der Triebe und Gefühle gemacht, getrieben von Egozentrizität, Auserwähltsein, Artennarzißmus, menschlicher Eitelkeit …, im Wahn des von Gott Auserwähltseins und der Einmaligkeit.
Insbesondere Klerikale und Wissenschaftler haben sich aus Gründen der eigenen Nutznießung der Verbreitung unwissenschaftlicher Weltsysteme über Jahrhunderte verschrieben,
wie man bei den vielen geozentrischen Weltsystemen erkennen kann – obwohl Aristarchos
von Samos (320 – 250 v.Chr.) schon um 265 v.Chr. ein heliozentrisches Weltbild postuliert
haben soll.
Klerikale und Wissenschaftler haben im trauten Verbund, getrieben von humanistischer Eitelkeit und finanziellem Gewinn, die geozentrischen Weltsysteme über Jahrtausende befürwortet und mit verbrecherischen Methoden als allein seligmachende Wahrheit zu manifestieren versucht.
Viele Verfälschungen der Ansichten über das Reale geschehen nicht nur durch Nichtwissen,
sondern auch und vor allem durch das Böse im Menschen (siehe das Buch „Geistig-ethische
Defekte der Menschmaschine“, erschienen 2014 in demselben Verlag).
Es gilt nun: Welches Intelligente Wesen (IW, in welchem Sonnensystem, in welcher Galaxie,
in welchem Universum … auch immer) sich ein realistisches Bild über die Ewigkeit bzw. das
Ewige Werden machen will, so muß es sich von trieb- und gefühlsmäßigen Bindungen und
traditionsbedingten Restriktionen bzw. Vorgaben nach Möglichkeit trennen.
Menschen werden geboren und wachsen auf – wenn sie Glück haben – in einer Familie, und
gemäß ihren hominiden Trieben und Gefühlen und aufgezwungenen Traditionen und Vorstellungen übertragen sie ihre traditionsbedingten, familiären, hominiden und menschlichen
Vorstellungen auf die Realität im Ganzen – und das ist grundfalsch.
Wir Menschen suchen nach einem Sinn des Lebens und von allem Realen – der muß aber in
der globalen Realität im Sinn der Menschen gar nicht existieren.
Wir Menschen streben wegen unseres Aufwachsens in einer Familie oftmals nach der behütenden Hand göttlicher wohlgesinnter Mächte – aber das muß in der Realität gar nicht der
Fall sein.
Charles Darwin, der zu unseren verehrten Lehrern gehört, wurde im Alter von der Vorstellung geplagt, daß alles Werden in der Natur letztlich nur ein sinnloser Wildwuchs ist – trotz
oder wegen der Evolution der Organismen und ihrer Höherentwicklungen.
In seinem viel beachteten Buch „Der Traum von der Einheit des Universums“ (Dreams of a
Final Theory, 1992) geht Steven Weinberg noch einmal auf seine viel kritisierte Äußerung
ein: „Je mehr wir uns mit der Welt beschäftigen und sie verstehen, um so sinnloser erscheint
sie auch.“ Diese Sentenz erinnert an den alten Charles Darwin.
Viele dieser Zweifel gehen auf die typisch menschliche Frage zurück, wie „alles“ angefangen
haben mag. Warum, bitte, soll denn „alles“ einen Anfang gehabt haben ? Ist diese Vorstellung vom „Anfang“ vielleicht nur eine typisch hominide Spinnerei ?
Steven Weinberg meint dazu: „Das wirklich Essentielle sind die Felder.“ Der Anfang liegt also
in den Feldern – die dann vorgegeben sind. Hmm, woher kommen die aber ?
John A. Wheeler, Verfasser vieler Schriften über Gravitation und Geometrodynamik, hat den
Vorschlag gemacht, daß die Entwicklung des Realen einer vorgegebenen Pregeometry folgt
– was sehr viel Ähnlichkeit hat mit Platons Ideenwelt.
Fred Hoyle hat 1948 sein Steady State-Modell postuliert, im Gegensatz zum Modell von Georgi Gamow (ein explodierendes Uratom wird zum expandierenden Universum wie bei Georges Lemaitre 1930).
Das Modell von Fred Hoyle hat folgenden Vorteil: Man muß sich keine Gedanken über den
zeitlichen Anfang des Realen machen: Die Expansion des Weltalls war immer so und wird
immer so bleiben, und es entsteht laufend soviel Materie nach, daß die Galaxiendichte immer gleich bleibt (die Welt im Fließgleichgewicht).
In der Tat ist es fraglich, ob das typisch menschliche Anliegen, nach einem Anfang oder Ursprung bei beliebigen Entwicklungen und Realisierungen zu suchen, auf die globale Realität
in ihrer Gesamtheit anwendbar ist – wie das auch bei der Frage nach dem Sinn von Realität
und Leben der Fall ist oder in dem Vertrauen auf die behütende Hand eines „Gottes“.
198
Wir werden erst lernen müssen, was Sinn des Lebens und des Realen bedeutet.
Wer tiefere, realistische Einblicke in das Ewige Werden haben will, sollte sich davor hüten,
menschliche Wünsche, Triebe, Emotionen … und irgendwelche Traditionen der Menschen
auf die globale Realität in ihrer Gesamtheit zu übertragen.
Vorstellungen über
- Sinn des Lebens und des Realen,
- Anfang des Geschehens und
- Götter und göttliches Handeln
mögen bei Anwendung auf die globale Realität im Ganzen keine Entsprechung haben – bei
Anwendung auf Teilwelten wie Universen und auch etliche einbettende Entitäten mag das
aber zulässig sein.
Angenommen, daß wir gentechnisch veredelte Menschen (= Androiden) wären (den vollkommenen Vernunftwesen oder VIW zugehörig), ohne das Böse im heutigen Menschen,
dann würden wir nicht die Götter nach unserem Bilde konstruieren und auch nicht die globale
Realität nach unseren Wünschen.
Aber wir heutigen Menschen sind keine VIW - sind also wir Menschen mit zeitweilig rationaler Psyche und bedingt objektivierter Zielsetzung wirklich dazu bereit, die absolute Wahrheit
über das Ewige Werden zu schauen ?
Wieviele Klerikale, Wissenschaftler und Kosmologen der letzten Jahrtausende waren und
sind noch bis heute in Götterglauben, alten Traditionen und Mythen gefangen ?
Beispiel:
Alle diese „wissenschaftlichen“ Modelle über
- unser einziges, einzigartiges, singuläres Universum,
- Raum und Zeit, die alle in unserem Universum enthalten seien,
- vergangene und zukünftige Entwicklungen unseres Universums …,
von Kosmologen und Wissenschaftlern zwischen 1950 bis fast 2000 (mit dem größten Anspruch auf Wissenschaftlichkeit vorgetragen !), waren vielfach Kikifax, in ihrer wissenschaftlichen Qualifikation gleichbedeutend mit Lesen aus dem Kaffeesatz (so etwa drückte das der
Kosmologe Paul Davies 1986 aus).
Die Ernüchterung ist:
Wenn die Realitätsvorstellungen der Aionik (s.u.) auch nur annähernd zutreffen, so leben wir
in einer (fast) unendlich ausgedehnten, multidimensionalen und dimensional tief geschachtelten Realität im Sinne der hauptsächlich universumexternen Kosmophysik (s.u.), die folgendes postuliert:
- Allein in unserem Universum vom Typ R3,1 befinden sich über 100 Milliarden Galaxien
mit jeweils um die 100 Milliarden Sterne, die vermutlich zum größten Teil jeweils mehrere Planeten haben und die damit Sonnensysteme sind wie das unsrige.
- Unser Universum vom Typ R3,1 kann möglicherweise zusammen mit vielen anderen
Universen in einen Hyperraum vom Typ R4,1 eingebettet sein, und dieser kann möglicherweise mit vielen anderen Hyperräumen in einen Pararaum vom Typ R5,1 eingebettet ... gemäß dem Kosmos-Modell der Aionik (s.u.).
- Der in dieser Sequenz höchstdimensionale Raum ist der Rm,1 bzw. Km,1, der mit vielen
anderen m-Kosmen, die alle eine dynamische Entwicklung durchmachen, sich in einem Realitätsbereich befindet.
- Im Ewigen Werden oder in der globalen Realität, Natur, Wirklichkeit … gibt es fast
unendlich viele solcher Realitätsbereiche, in denen sich die m-Kosmen meistens völlig unabhängig voneinander entwickeln mit Entstehung, Reifezeit und totaler Vernichtung. Jeder Realitätsbereich hat nur eine endliche Zeitspanne für die Entwicklung von
Kosmen. Irgendwann setzen sich die vernichtenden Naturkräfte in jedem Realitätsbereich durch und setzen diesen speziellen Realitätsbereich auf Null. Irgendwann und
irgendwo entsteht ein neuer Realitätsbereich mit dynamischer Entwicklung von mKosmen. Darum gibt es in Sicht auf das Ewige Werden, die globale Realität, die Natur in ihrer größten Ausdehnung … keine globale Evolution.
Die Realitätsbereiche als zeitliche Realitätsinseln sind die eigentlichen Bürger des Ewigen
Werdens. Sie nehmen meistens nicht voneinander Notiz. Sie entwickeln sich fast immer
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parallel völlig unabhängig von einander, bringen jeder für sich die m-Kosmen mit ihren
schönsten Wertschöpfungen auch durch Evolution der anorganischen und organischen Formen hervor, darunter auch Supermaschinen, Superintelligenzen und Superzivilisationen,
aber letztlich müssen sie alle wieder verschwinden, und zwar vollständig und ohne jede Wirkung auf ihre Umwelt – siehe Kap. 20.2 mit dem Gleichnis des Gefunkeles an der Hauswand.
Die meisten Realitätsbereiche sind zeitliche Realitätsinseln, die aufeinander keine Wirkung
haben. Das folgt der Vermutung:
Quanteneffekte erschaffen Welten mit allem Zubehör, und Quanteneffekte zerstören diese
Welten wieder, und zwar vollständig.
Die Realitätsbereiche, die eigentlichen Bürger im Ewigen Werden, existieren in großer Anzahl – sie entstehen und vergehen, und das erinnert bei einer endsprechenden zeitlichen
Stauchung um den Faktor 10100000 oder mehr an das glitzernde Gefunkel von Lichtreflexen
an einer Hauswand, hervorgerufen vom Licht, das auf eine bewegte Wasseroberfläche fällt.
In jedem Realitätsbereich gibt es viele m-Kosmen, und diese enthalten im Regelfall sehr viele Unterräume mit einer Dimensionszahl kleiner als m, und diese enthalten meistens spezielle Unterräume, bis hin zu Universen vom Typ R3,1, die meistens unterschiedlich sind in Metrik, Physik und Naturkonstanten, aber wegen ihrer ungeheuren Anzahl gibt es viele, viele
identische Universen, auch solche wie unseres, und in denen werden in vielen Galaxien in
vielen Sonnensystemen mittels Natürlicher Biologischer Evolution (NBE) Arten von Intelligenten Wesen (IWA) wie die Menschheit hervorgebracht.
Alles, was wir Menschen an Vorstellungen, Weltmodellen, Maschinen, Autos … entwickeln,
wird von anderen IWA bei anderen Entwicklungen von Technischer Zivilisation (TZ) ebenfalls
hervorgebracht.
Giordano Bruno hat noch vor 1600 postuliert, daß die Sterne am nächtlichen Himmel die
Orte von Welten kennzeichnen, die sein mögen wie die unsrige.
In der Science Fiction-Literatur ab 1955, z.B. in den SF-Schriften von Herbert W. Franke,
Arthur C. Clarke, Hans Kneifel, Alfred Fritz, Wernher von Braun, Fred Hoyle und des Perry
Rhodan-Autorenkollektivs (Walter Ernsting mit Künstlernamen Clark Dalton, Kurt Mahr, W.W.
Shols, Kurt Brand, Karl-Herbert Scheer, William Voltz … in der Weltraumserie „Perry Rhodan
– Erbe des Universums“ in den 1960er Jahren) und von Gene Roddenberry über die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, wurden die Himmelskörper zu Zielen der Raumfahrt und
meistens zu Orten der Entwicklungen von IWA und Technischen Zivilisationen (TZ).
Man kann nun folgende statistische Aussage machen:
In diesen Milliarden Entwicklungen von Arten von Intelligenten Wesen (IWA) und TZ wurden
und werden immer wieder alle die Entwicklungen gemacht und Erfindungen geleistet, die
den Entwicklungsweg der Menschheit kennzeichnen mit Höhlenmalereien, Steinbeilen,
Steinmessern, Kupfer- und Bronzemessern, Geräten und Waffen aus Kupfer, Bronze und
Eisen ... und auch Weltsystemen und Realitätsvorstellungen.
Gemäß der modernen SF-Literatur der 1960er Jahre und danach geht es im Himmel sehr
rege zu, wo in vielen Welten viele IWA und TZ viele Entwicklungen leisten und Erfahrungen
machen wie wir Menschen auf unserer Erde, begleitet von ihrer jeweiligen heimischenTierund Pflanzenwelt.
Giordano Bruno hat noch vor 1600 postuliert, daß die Sterne am nächtlichen Himmel die
Orte von Welten kennzeichnen, die sein mögen wie die unsrige.
Wenn wir also in den nächtlichen Himmel schauen wie Giordano Bruno ab 1584, so sehen
wir oft die Orte von IWA- und TZ-Entwicklungen analog zu der der Menschheit.
In den Kapiteln 2 und 3 des Buches „Das Standardwerk über die Ewigkeit“, erschienen 2015
in Computerdruck & Verlag, wird etwas aus der Geschichte von Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften beschrieben. In allen Welten entwickeln lokale „Genies“ ähnliche geistige Systeme. Bei uns hieß der Erfinder/Entdecker der Analysis Descartes, in einer anderen
Welt mag der „Mann“ 9&%gh3=k% geheißen haben.
Um gezielt dem lächerlichen, von Trieben und Traditionen der Menschen begründeten Beziehungswahn der Menschen zu begegnen, setzen wir z.B. fest:
Es gibt keine einmaligen oder singulären Entwicklungen.
200
Die Konsequenz ist:
Gibt es in der globalen Realität eine Galaxie, ein Sonnensystem, ein Universum, eine IWAund TZ-Entwicklung …, dann gibt es jeweils fast unendlich viele davon.
Das impliziert, daß vieles von dem, was wir Menschen auf unserer Erde tun, von vielen anderen Intelligenten Wesen (IW) in anderen IWA- und TZ-Entwicklungen ebenfalls getan wird.
Diese anderen IW erfinden und benutzen also nicht nur Waffen, Geräte und Schmuck aus
Holz, Horn, Stein, Kupfer, Bronze, Eisen …, sondern sie erschaffen auch geistige Systeme
wie die Klassische Physik, Maxwellschen Gleichungen, Quantentheorien …
Man muß sich das wirklich klar machen:
Wenn in Trillionen und mehr Universen mit z.T. ganz verschiedener Metrik und Physik Entwicklungen von beliebigen Realitäten bis hin zu Pflanzen, Tieren und IW in so vielen Hyperräumen, Pararäumen allein in unserem m-Kosmos stattfinden, dann gibt es keine Einmaligkeit oder Singularität der Entwicklungen und auch der Personen nicht mehr.
In den vielleicht Trillionen mal Trillionen Universen allein in unserem m-Kosmos gibt es fast
beliebig viele IWA- und TZ-Entwicklungen, wo Schraubenzieher, Hammer, Schraubstock, …,
Auto und Flugzeug immer wieder neu und ganz unabhängig von anderen IWA- und TZEntwicklungen erfunden werden.
Auch das persönliche Schicksal des einzelnen Menschen ist nicht mehr singulär, denn wegen der fast unendlich vielen Versionen und Iterationen von Universen, Sonnensystemen,
Planeten und IWA- und TZ-Entwicklungen erfolgen alle Entwicklungen, Erfindungen, Werke … in einer ungeheuren Redundanz, die Entwicklung von Personen und die Erfüllung ihres
Schicksals eingeschlossen.
Bei allen diesen IWA- und TZ-Entwicklungen in diesen Trillionen mal Trillionen Sonnensystemen werden alle Personenschicksale immer wieder neu durchlebt und alle denkbaren
Erfindungen immer wieder neu gemacht.
Das bedeutet, daß wir als Menschen nicht einmalig sind. Es gibt in vielen Universen … Geschöpfe, die genau wie wir sind und sehr ähnliches durchleben.
Die Originalität der Geschöpfe, insbesondere der IW, ist damit vollständig aufgehoben.
Sie selber als Person, ihre Eltern und ihre Tanten und Onkels gab, gibt es und wird es geben
in den vielen Welten millionenfach, in ähnlicher bis sehr gleicher Ausführung.
Ihre Gedanken und Gefühle sind nicht einmalig und keine Person ist ein echtes Original.
Aber alle diese „Kopien“ von ihnen und ihren Verwandten haben keine Kenntnis von Ihrer
Welt, weil die Entwicklung in allen Welten meistens ganz disjunkt verläuft.
Meistens – d.h. der Krieg der Sterne ist möglich, wenn die IWA- und TZ-Entwicklungen in
Sonnensystemen stattfinden, die nahe genug für gegenseitige Besuche mit Kampfhandlungen sind.
Dieses vorliegende Buch gilt darum als Standardwerk über die Ewigkeit, weil es in
seinen prinzipiellen Aussagen über das Ewige Werden bei jeder Art von Intelligenten
Wesen (IWA) immer wieder neu entwickelt wird mit sehr gleichen Aussagen über die
globale Realität.
Kann man von einer Körperzelle des Menschen auf Struktur und Funktionen von Menschen
schließen ?
Das Interessante ist, daß das Genom des Menschen entschlüsselt ist, aber man weiß immer
noch nicht, wie dadurch die Entwicklung der Blastula zum fertigen Geschöpf gesteuert wird.
Viele Schüler wurden in der Schule mit Kurvendiskussionen geplagt, mit Minima, Maxima
und Wendepunkten von Funktionen vom Typ y = F(x).
Die zu Grunde liegende Mathematik schuf Isaac Newton, und in einem großen Kraftakt erschuf Gottfried Leibniz aus bloßen Andeutungen über die Fluxionsrechnung von Newton die
Differential- und Integralrechnung Newtons neu.
Carl Friedrich Gauß erweiterte die Kurvendiskussionen auf Flächen z = F(x,y) und höherdimensionale Mannigfaltigkeiten. Gauß erschuf die Differentialgeometrie, deren Ziel es ist, die
Eigenschaften von beliebigdimensionalen Mannigfaltigkeiten rein durch die inneren Eigenschaften der „Flächen“ herauszufinden, wobei er auf einen Wust von mehrdimensionalen
Differentialformen stieß, die man zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der verkürzten Schreibweise der Christoffelsympole 1. und 2. Art schrieb.
201
1948 hatten Herman Bondi, Thomas Gold und Fred Hoyle ein kosmologisches Modell als
Reaktion auf die Publikation von Gamow und Alpher über den später so genannten Big bang
(Urknall) lanciert, in denen sie alternativ zu der Urknall-Hypothese von Georges Lemaitre ein
Weltmodell darlegten, das von einem ewig expandierenden Universum ausging, wo durch
entsprechend viel Nachentstehung von Raum und Materie die mittlere Materiedichte immer
gleich bleibt.
Das war das Steady State-Modell, das eine Welt im Fließgleichgewicht oder dynamischen
Gleichgewicht beschreibt.
Während Georgi Gamow an Ylem und Urknall vermutlich geglaubt hat, ist es fraglich, ob
Hoyle jemals sein eigenes steady state-Modell ernst genommen hat.
Das Steady state-Modell gab aber für Jahrzehnte die beste Vorstellung von einer beliebig
ausgedehnten, hochdynamischen Realität, ohne Anfang, ohne Ende.
Kann man diese beiden ziemlich gegensätzlichen Vorstellungen von Steady state-Theorie
und Big Bang-Theorie verbinden ?
Man kann die Big-Bang-Theory (Fred Hoyle soll diesen Ausdruck im Rahmen einer BBCSendung erschaffen haben) in die Steady state-Theorie einbauen und erhält mit einigen zusätzlichen Annahmen das Modell einer dimensional tief geschachtelten, hochdynamischen
globalen Realität, die seit ewigen Zeiten existiert und für weitere ewige Zeiten so existieren
wird – im Rahmen der Kosmophysik der Aionik.
Die globale Realität ist ohne Anfang, ohne Ende mit einer laufenden Neuentstehung von
Realitätsbereichen und deren Untergang.
Wenn auf so vielen Planeten in so vielen Sonnensystemen in so vielen Galaxien in so vielen
geeigneten Universen … über Natürliche Biologische Evolution (NBE) die Entwicklung von
Intelligenten Wesen (IW) seit Ewigkeiten stattfand, stattfindet und stattfinden wird, dann wird
es in diesen so vielen Entwicklungen von Arten von IW (IWA) immer wieder von IW geistige
Wertschöpfungen geben, wie die Konstruktion von Steinbeilen, Steinmessern, Kupfermessern, …, Musketen, Kanonen, Autos, Flugzeugen … und auch wissenschaftlichen Theorien
über die Natur, und darunter auch solche, die die globale Realität betreffen.
Ein Standardwerk über die Ewigkeit nimmt in Anspruch, eines dieser fast unendlich vielen
Werke mit gleichem Thema zu sein, die laufend und immer wieder bei den vielen IWA- und
TZ-Entwicklungen in beliebigen Sonnensystemen, Galaxien, Universen und einbettenden
Realitäten seit ewigen Zeiten erschaffen werden und als Ziel haben, wesentliche Eigenschaften des Ewigen Werdens bei Sicht auf größte Zeiträume allgemeingültig zu beschreiben.
Jedes Standardwerk über die Ewigkeit wird irgendwann wieder total vernichtet, vielleicht
schon mit dem Untergang der assoziierten IWA, vielleicht mit dem Ausbrennen der heimatlichen Sonne und dem Untergang des betreffenden Sonnensystems, vielleicht mit dem Untergang des betreffenden Universums, Hyperraums …, aber auf jeden Fall mit Untergang und
Verschwinden des einbettenden Realitätsbereichs.
Aber immer gibt es viele von diesen Standardwerken über die Ewigkeit, denn sie werden
immer wieder bei beliebigen IWA in beliebigen Universen in beliebigen Realitätsbereichen
neu erschaffen.
Giordano Bruno meinte seit 1584, daß die Sterne des Nachthimmels Orte von Welten anzeigen, wo sich ähnliches abspielt wie auf der Erde.
Die SF-Autoren schon in den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts bekannten sich zu dieser
Vorstellung von Giordano Bruno und bauten sie in SF-Romanen weitläufig aus.
Sie entwickelten Lebensbilder von Zivilisationen, die fortschrittlicher sind als unsrige heutige,
und die mittels Großraumschiffen und Transmittern gewaltige Sternenreiche aufbauen und
für große Zeiträume erfolgreich verwalten.
Nun, zumindest erscheint das Reisen durch unser Universum mit Großraumschiffen mit relativistischer Geschwindigkeit – was mittels Materie-Antimaterie-Triebwerken durchaus möglich ist – als nicht empfehlenswert, denn ein Zusammenprall mit einem Asteroiden bei relativistischer Geschwindigkeitsdifferenz würde Großraumschiff und Asteroiden gleichermaßen
vernichten.
202
Der Aufbau und die Verwaltung von Sternenreichen mittels Transmittertechnik erscheint dagegen als sehr viel eher machbar – natürlich in Abhängigkeit von der Physik des betreffenden Universums und seiner einbettenden Realitäten.
Die SF-Autoren – insbesondere die der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ erschufen in den 1960er Jahren Realitätsvorstellungen und Weltsysteme, wie sie
heute in der Vorstellung des Multiversums in der wissenschaftlichen Kosmologie verbreitet
sind.
Insbesondere kann man bei der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“
den Zyklus von Heft Nr. 200 bis 299 empfehlen, betitelt als der Zyklus um die „Meister der
Insel“.
Dort werden in den 1960er Jahren Vorstellungen beschrieben, die heute in der wissenschaftlichen Kosmologie um das Multiversum Vorrang haben.
Das vorliegende Standardwerk über die Ewigkeit beruht zum größten Teil auf dem Studium von Physik und Mathematik und den Leistungen dieser SF-Autoren der 1960er Jahre.
Man wird diese Vorstellungen in vielen ähnlichen Versionen nicht nur in unserem Universum
bei vielen IWA-Entwicklungen in vielen Sonnensystemen und Galaxien finden.
Man muß sich von jeder Originalität einer jeden Person oder einzigartigen Entwicklung irgendeiner Form oder irgendeiner Entwicklung verabschieden.
Jeder von uns Menschen hat in vielen IWA- und TZ-Entwicklungen in vielen Universen seine
Entsprechung.
Was wir erleben und leisten, wird von anderen sehr ähnlichen IW ebenfalls geleistet.
Die Folge aus diesem Modell ist der Verlust
- der Einmaligkeit von Person und Persönlichkeit und
- der Singularität der Formen und Entwicklungen.
Was wir als Menschen heute denken, fühlen, erleben und tun, wird in vielen Sonnensystemen in vielen Galaxien, Universen … ebenfalls gedacht, gefühlt, erlebt und getan.
Fred Hoyle propagierte 1948 das Steady-state-Modell. Georgi Gamow, Alpher und Bethe
propagierten den von Hoyle spöttisch so bezeichneten Big Bang. Für Jahrzehnte verdrängte
die Big Bang-Theory das Steady state-Modell, aber wenn man die Big Bang-Theory im Sinne
der Universumexternen Kosmophysik in das Steady State-Modell einbaut, erhält man eine
dimensional tief geschachtelte und hochdynamische universumexterne Kosmophysik.
Damit steht der Wettstreit um das beste (bzw. realistischste) Weltmodell zwischen Fred
Hoyle und Georgi Gamow wieder unentschieden.
Die endgültige Entscheidung geben vermutlich langfristig die Quanteneffekte und die Quantenphysik, die mit einer echt langfristigen „Evolution über alles“ unvereinbar sind, weil anzunehmen ist:
- Erschufen Quantenprozesse (siehe die Feynman-Graphen) unser Universum, so
werden sie einstmals es auch wieder zerstören.
- Jedes Universum ist damit im Prinzip virtuell, ob für 10-25 s oder 1025 s.
- Ähnliches gilt für m-Kosmen und Realitätsbereiche.
Es ist zu akzeptieren:
Im Ewigen Werden liefern Quanteneffekte die Voraussetzungen für die Entstehung neuer
Realitätsbereiche in einem beschränkten Bereich, und genau diese Voraussetzung für Realität nehmen die Quanteneffekte nach Äonen auch wieder in jedem Realitätsbereich.
Das globale Bild über alles bleibt aber immer gleich:
In den Realitätsbereichen, die in großer Vielzahl parallel existieren, gibt es echte Entwicklungen im Sinne von Charles Darwin, aber sie haben nicht nur einen Anfang und eine Reifezeit,
sondern auch einen Zeitpunkt der totalen Vernichtung durch Quanteneffekte.
In anderen Realitätsbereichen geht die Evolution weiter – bis zu ihrer jeweiligen Vernichtung
–, aber laufend werden auch neue Realitätsbereiche erschaffen, und in ihrem jeweiligen
Chaos entwickeln sich die m-Kosmen.
Damit gilt:
Die globale Realität hat weder einen zeitlichen Anfang noch ein zeitliches Ende, und
vor allem hat sie keinen Sinn gemäß der menschengeformten Vorstellung. Alle irgendwann und irgendwo entwickelten „Götter“ werden wieder irgendwann vernichtet.
203
Auf der Basis der Vorstellungen von
- Sternenkind und
- Paradies
kann man aber einen solchen Sinn kraft der eigenen Vernunft festsetzen (s.u.).
Zum Sternenkind als Organismus 3. Stufe:
- Wir denken uns die Gesamtheit aller Lebensformen einer jeden Gegenwart auf der Erde
heute bzw. später in unserem Sonnensystem als einen Organismus 3. Stufe, bei dem die
Metazoen (Organismen 1. Stufe) die Bausteine sind, etwa wie in unserem Körper (ein Organismus 1. Stufe) unsere Körperzellen die Bausteine (Organismen der Stufe 0) sind.
- Verbände von Metazoen sind Organismen der Stufe 2.
- Diesen Organismus 3. Stufe bezeichnen wir als das uns einhüllende Sternenkind. Die Geschöpfe beliebigster Art eines Planeten stellen die Bauelemente seines Astralleibs dar.
IWA und TZ sind zu großen Teilen Gehirn und Effektoren des mit einer IWA- und TZEntwicklung verbundenen Sternenkindes.
Die Vertreter von IWA, die über Natürliche Biologische Evolution (NBE) entstanden sind,
werden als NIW bezeichnet.
Die globale Realität – das ist das Ewige Werden – enthält viele Realitätsbereiche, in denen
sich disjunkt von anderen viele Kosmos-Entwicklungen abspielen.
Das Primäre, Essentielle in einem Realitätsbereich nach seiner Entstehung mögen sein:
- Felder im Sinne von Steven Weinberg („das einzig Essentielle sind die Felder“),
- physikalisch vorerst nicht faßbare Größen, Prozesse und Strukturen.
Die globale Realität ist die Sammlung über alle Realitätsbereiche, und jeder Realitätsbereich
beginnt mit einem Chaos. In ihm wachsen allmählich die m-Kosmen heran und zerfallen irgendwann wieder.
Wir setzen kraft unserer Vernunft fest, daß wir dem Chaos in einem Realitätsbereich die Paradiese entgegensetzen, die sich aus dem Chaos entwickeln über
- die anorganische Evolution der m-Kosmen und ihrer Unterräume und
- die Natürliche Biologische Evolution (NBE) in einem Universum oder auch das Wirken von IW, die frei vom Bösen sind (VIW).
Wir können kraft unserer Vernunft uns einen Sinn von Realität, Leben und Zivilisation definieren, indem wir sagen, daß alle IW versuchen müssen, im Olympischen Wettstreit unter
Sternenkindern zu den höchsten Entwicklungsstufen und Wirkungen zu gelangen, wozu in
erster Linie
- Erschaffung und Erhalt von Supermaschinen, Superzivilisationen uns Superintelligenzen und
- Paradiesformung und -erhaltung
gehören, wobei man versucht, die schönsten, vielseitigsten, wirkungsvollsten, größten und
langlebigsten Paradiese zu erschaffen im Vergleich mit den anderen Sternenkindern.
Das ist das eigentliche Thema der IWA- und TZ-Theorien (siehe Kap. 6 in dem Buch „Das
Standardwerk über die Ewigkeit“, zu finden auf der Internetseite www.aionik.de).
Das Paradies, in dem eine möglichst reichhaltige, artenreiche und vielseitige Tier- und Pflanzenwelt unter der Obhut von Superintelligenzen zusammenlebt, bei größter Schönheit, Harmonie und Leistungsfähigkeit der vielen Formen von Leben – das ist eine der schönsten
Vorstellungen, und der Wille, so etwas zu erschaffen und zu erhalten, kann sehr gut als
Triebfeder für das Denken und Handeln von hinreichend hochentwickelten IW dienen.
Das ist dann ein Sinn für Leben, Denken und Handeln, den sich die IW selber geben, nur
und nur gestützt auf ihre eigene Vernunft.
Können sich Superintelligenzen einen Sinn für ihr eigenes Leben, Denken und Handeln geben, der dem Ewigen Werden, der Natur, Wirklichkeit, globalen Realität, Ewigkeit … besser
entspricht ?
Vielleicht werden unsere fernen Nachfahren das einstmals herausfinden.
204
20.2 Der Irrtum um Nichts und Sein
Modell:
- Sieht man auf eine Galaxis, sieht man die IWA und TZ in ihr aufblühen und meistens wieder verschwinden. Bei einer zeitlichen Stauchung um den Faktor 1014 erscheinen die IWAund TZ-Entwicklungen (mit einer Lebensdauer unter 1 Million Jahren) wie die Lichtreflexe auf
einem bewegten See.
- Sieht man vom einbettenden Hyperraum auf ein Universum, sieht man die VIW und Superintelligenzen in den Galaxien dieses Universums mit ihrer WGS aufblühen und meistens
wieder verschwinden. Bei einer zeitlichen Stauchung um den Faktor 1018 erscheinen die
IWA- und TZ-Entwicklungen (mit einer Lebensdauer unter 10 Milliarden Jahren) wie die
Lichtreflexe auf einem bewegten See.
- Sieht man vom einbettenden Pararaum auf einen Hyperraum, sieht man die KIW und KIWTZ in seinen Universen aufblühen und meistens wieder verschwinden. Bei einer zeitlichen
Stauchung um den Faktor 1020 erscheinen die IWA- und TZ-Entwicklungen (mit einer Lebensdauer unter 1 Billion Jahren) wie die Lichtreflexe auf einem bewegten See.
...
Diese Entwicklung kann nach oben hin offen sein.
Ewigkeit – die Nachkommastellen der reellen Zahlen wie
- Quadratwurzel aus 2 oder 3 und
- transzendente Zahlen wie e und π
geben eine schwache Vorstellung vom Ewigen: Man kann die Nachkommastellen beliebig
lange hintereinander aufzählen und kommt doch nie zu einem Ende. Man kann fastperiodische Folgen von 100 oder gar 1000 Nachkommastellen finden, vielleicht nach jeweils alle
1010, 1020, 1030, 1040, ..., 10500, ..., 105000 ... Ziffern ... Das ist aber keine echte Periodizität wie
bei rationalen Zahlen.
Genauso kann das auch in der globalen Realität sein: Nach jeweils allen 10100, 10200, 10300,
10400, ..., 105000, ..., 10500000 ... Jahren wiederholt sich vieles in der globalen Realität - aber nur
scheinbar, denn irgendwie gibt es doch Unterschiede.
Das Ewige Werden ist eventuell erfüllt von einer ungeheuer großen Anzahl von Iterationen,
scheinbaren Wiederholungen mit winzigen bis großen Änderungen, Neuentwicklungen und
Untergängen, auch mit Wechselwirkungen zwischen Welten …
Folgendes mag gelten: Hunderte von Milliarden Sternen tummeln sich in einer Galaxis, Hunderte von Milliarden Galaxien in einem Universum, Hunderte von Milliarden Universen in einem Hyperraum, Hunderte von Milliarden Hyperräume in einem Pararaum …
Wer in seinen Überlegungen der globalen Realität unbewiesene Grenzen setzt, seien diese
nun räumlich, zeitlich, dimensional ..., muß damit rechnen, sich genau dadurch von tieferer
Erkenntnis auszuschließen.
Bei den menschlichen Erkenntnisversuchen, die die globale Realität in ihrer Gesamtheit betreffen, gibt es eine ganze Menge von prinzipiellen Problemen, wozu gehören:
- In der Welt unserer Anschauungen, durch die Sinneseindrücke vorgegeben, herrscht bei
weitem das Endliche vor, ebenso das Nichts und Sein. In der globalen Realität herrscht das
Unendliche vor, und Nichts und Sein sind Aspekte derselben Erscheinung.
Die Energieniveaus des Wasserstoffatoms, also die Lösungen der Wellengleichung für das
Elektron im Potentialtopf des zugehörigen Protons als Atomkern, geben eine Ahnung von
dem, wie die Natur Realität macht, denn wendet man dieses Modell z.B. auf das Vakuum an,
so mag uns das Vakuum „vor Ort“ auf Höhe des Energieniveaus En als Nichts erscheinen,
aber auf Höhe des Energieniveaus En+1 als Sein. Wie sehr auch die meisten Physiker in der
Vorstellung der prinzipiellen Unterscheidung von Nichts und Sein gefangen waren, zeigt die
umfangreiche Ideensammlung zur Schöpfung der globalen Realität aus dem Vakuum (als
das Nichts gedacht) in der Literatur über kosmologische Modelle.
- Die Geschichte des Religiösen und der Religionen zeigt, daß die Menschen zu innerem
Frieden kommen wollen, wenn sie an eine Religion glauben wollen. Oftmals wurden Menschen von anderen Menschen dazu gezwungen, einen Glauben oder eine Religion anzunehmen, wenn sie nicht ihr Leben und das ihrer Angehörigen verlieren wollten.
205
Wer aus seinem tiefsten Innern her gläubig ist, hält seinen Glauben für wahr. Er glaubt also,
die Wahrheit gefunden zu haben und in seinem Besitz zu halten, und das gibt ihm inneren
Frieden und Leitung.
Die Sache ist nur so, daß es der Natur total gleichgültig ist, ob wir glauben und uns im Besitz
der Wahrheit wähnen.
Es kommen und vergehen Jahrmillionen und Jahrmilliarden, Sonnensysteme werden geboren und sterben wieder und das gilt vermutlich auch für alle übergeordneten, einbettenden
Realitäten, wie groß und umfassend sie auch sein mögen.
In diesem Ablauf ist es total gleichgültig, ob vor 10 Milliarden Jahren in dem Sonnensystem
Sn eine IWA existiert hat, die es vielleicht sogar kurzfristig zum Stand einer TZ geschafft hat,
und wo deren Vertreter an irgendeine Religion und Wahrheit glaubten.
Der Seelenfrieden von Menschen und allen anderen IW ist in der ewigen Natur total
gleichgültig.
Alle menschlichen Bezugsgrößen muß man hinter sich lassen und versuchen, nichtmenschlich, nichtmenschenspezifisch bis übermenschlich zu denken.
Man hat keine Chance, zu höherer Erkenntnis zu gelangen, wenn man nicht bereit ist, das
Menschliche, Menschenbezogene, Menschengebundene, ja die Artgrenzen der Menschheit
aufzugeben.
Man beginnt in der Forschung als Mensch, muß dann aber allmählich den Menschen hinter
sich lassen in Richtung Vernunftwesen (VIW), in Richtung Androide.
Die Höherentwicklung der menschlichen Species zu höheren IW-Formen mit dem Artentod
der Menschheit ist nur ein Nebenprodukt der Wahrheitssuche.
Sieht man auf eine Galaxis, sieht man die IWA und TZ in ihr aufblühen und meistens wieder
verschwinden ...
Man stelle sich eine vom Wind aufgerührte Seeoberfläche vor, auf die schräg die Sonne
scheint. Steht man günstig, so erblickt man auf dem See ein Gefunkele, das von den ständig
sich ändernden Lichtreflexen (sich laufend veränderndes Lichtreflex-Gesprenkele) herrührt.
Fallen diese Lichtreflexe auf eine Hauswand, so kann man dort ein sich laufend veränderndes Muster von Lichtreflexen sehen.
Halten wir dieses Bild im Sinn.
Nun erweitern wir in unserer Vorstellung die räumlichen und zeitlichen Abstände in diesem
Gefunkele, und das ergibt ein realistisches Abbild des Realen auf allen Skalen:
- Bei der Entwicklung von Planeten und Sonnensystemen, IWA und TZ hat man Zeiträume
von einigen Milliarden Jahren und Abstände zwischen ihnen von einigen Tausend Lj zu berücksichtigen. Stauchen wir die Zeit um den Faktor 1018, so ergibt sich das oben beschriebene Bild, denn die Stauchung des Zeitflusses um den Faktor 1020 (1 Jahr zu 3*107 s bei
3,3*1010 Jahren) verkürzt die Entwicklung eines Sonnensystems von 33 Milliarden Jahren auf
scheinbar 0,01 s. Das Gefunkele gibt also die Entwicklung von Sonnensystemen, Planeten,
IWA und TZ bildlich wieder.
- Bei der Entwicklung von Universen, Superzivilisationen und Superintelligenzen KIW hat
man Zeiträume von Hunderten von Milliarden Jahren, Billionen Jahren ... und Distanzen von
Hunderten von Milliarden Lj und weit darüber hinaus zu berücksichtigen. Stauchen wir die
Zeit um den Faktor 1022, so ergibt sich das oben beschriebene Bild, denn die Stauchung des
Zeitflusses um den Faktor 1022 verkürzt die Entwicklung eines Universums von 1000 Milliarden Jahren auf scheinbar weniger als 0,01 s. Das Gefunkele gibt also die Entwicklung von
Universen, Superintelligenzen und Superzivilisationen bildlich wieder.
– Bei der Entwicklung von Hyperräumen, Pararäumen, ..., KIW, KB und Kosmozivilisationen
hat man Zeiträume von Hunderten von vielen Billionen, Trillionen ... Jahren und Distanzen
von Hunderten von Billionen Lj und weit darüber hinaus zu berücksichtigen. Stauchen wir die
Zeit um den Faktor 1024, so ergibt sich das oben beschriebene Bild, denn die Stauchung des
Zeitflusses um den Faktor 1024 verkürzt die Entwicklung eines Hyperraums von 100 Billionen
Jahren auf scheinbar weniger als 0,01 s.
Das Gefunkele gibt also die Entwicklung von beliebigen Realitäten bis hin zu Hyperräumen,
Pararäumen, ..., KIW, KB, Kosmozivilisationen und Realitätsbereichen wieder.
Das Gefunkele auf der Hauswand als Ganzes steht für die ewige, globale und multidimensionale Realität, die sich auch über Äonen hinweg stets gleich bleibt.
206
Dieses Bild oder Muster der Ewigkeit, der ewigen, globalen und multidimensionalen Realität
kann auch nach oben offen sein.
Es wird hier nur als vorläufig festgesetzt, daß die höchsten umfassenden Realisierungen die
Realitätsbereiche sind, in denen sich Gruppen oder Familien von m-Kosmen entwickeln und
total wieder verschwinden müssen.
Vermutlich wird nur ein kleiner Teil der über NBE entwickelten IWA- und TZ-Entwicklungen in
geeigneten Sonnensystemen den Entwicklungsschritt zu VIW, WGS, Superzivilisation, Superzivilisation, Superintelligenzen ... leisten, woraus folgt:
Je höher die wissenschaftlich-technische Entwicklung einer TZ führt, um so seltener wird sie
bei den IWA- und TZ-Entwicklungen in irgendwelchen Sonnensystemen, Galaxien, Universen, Hyperräumen ... geleistet.
Das bringt eine räumliche und zeitliche Ausdünnung hervor, weil die IWA- und TZEntwicklungen um so seltener in Raum und Zeit werden, je höher man die Meßlatte für ihre
wissenschaftlich-technische Entwicklungshöhe wählt.
Erweitert man die Beobachtung auf immer größere Weiten an Raum und Zeit, so kann man
diese Ausdünnung auch dort beobachten.
Die globale, ewige und multidimensionale Realität bietet immer dasselbe Bild, und zwar
dieses Gefunkele, wie klein oder groß man auch immer die beobachteten Bereiche und die
Entwicklungshöhe der IWA und TZ wählt.
Das ist ein realistisches Bild der Ewigkeit, und zwar auf allen Skalen. Man operiert hier mit
Billionen, Trillionen ... Jahren und Lichtjahren in einer gigantischen dynamischen Entwicklung
von Universen, Hyperräumen, Pararäumen, ..., m-Kosmen und Realitätsbereichen.
Nach jeweils allen 10100, 10200, 10300, 10400, ..., 105000, ..., 10500000 ... Jahren können sich
scheinbar identische Kosmos-Entwicklungen abspielen, Es wiederholt sich vieles in der globalen Realität - aber nur scheinbar, denn irgendwie gibt es doch Unterschiede.
Was das für eine ewige Realität bedeutet, ist zu Anfang von diesem Kapitel im Vergleich mit
den Nachkommastellen von reellen und transzendenten Zahlen dargelegt worden.
Eine sehr interessante Frage ist, ob über die Äonen hinweg die globale Realität ihren Ordnungsgrad erhöht, die Anzahl der Spitzenentwicklungen von KIW und KIW-TZ zunimmt ... –
die Konsequenz wäre, daß es in der globalen Realität eine Evolution gibt, sich der Ordnungsgrad der globalen Realität über die Äonen hinweg erhöht und die Höhe der Spitzenentwicklungen zunimmt.
Vermutung: Über die globale Realität ist keine Evolution gelegt, und zwar wird diese von den
Quanteneffekten verhindert.
Wäre über die globale Realität eine Evolution gelegt, also eine allgemeine Höherentwicklung
ganz in unserem klassischen Sinn, wie er von der Evolution der biologischen Organismen
auf der Erde in den letzten paar Milliarden Jahren geformt ist, dann wäre über die Äonen –
möglicherweise in Zeiträumen, die sich in Trillionen Jahren und mehr messen – eine Alterung, Vergreisung, Erstarrung ... der globalen Realität wahrscheinlich - und genau das ist
wegen der Quanteneffekte und besonders der Quantenvakuumfluktuationen abzulehnen.
Eine ewige „Jugendlichkeit“, Frische, Entwicklungsfähigkeit, Fruchtbarkeit ... der globalen Realität ist nur dann möglich, wenn alle Höherentwicklungen irgendwann wieder vollständig zerstört werden.
Die ewige globale Realität bleibt sich über die Äonen immer gleich, wie groß die betrachteten Zeiträume auch sein mögen.
Von unserem menschlichen Selbstverständnis her neigen wir dazu, daß „alles“ einmal einen
Anfang hatte, daß alles einen typisch menschlichen Sinn hat, daß ein Gott über alles wacht –
aber genau diese menschentypischen Ansichten können total falsch sein.
Auf die ewige globale Realität sind unsere typisch menschlichen Vorstellungen von Anfang,
Sinn und Gott wahrscheinlich nicht anwendbar.
Vermutung:
- Die globale Realität ist nie entstanden,
- sie wird nie aufhören, zu existieren, und
- sie bleibt sich statistisch gesehen immer gleich,
also genau wie im Steady State-Modell von Fred Hoyle.
207
In der globalen Realität entwickeln sich in den Realitätsbereichen Inseln höherer Ordnung –
die m-Kosmen –, für die das uns bekannte Gesetz von Entstehung, Entwicklungs- und Reifezeit sowie Altern, Verfall, Zerfall und Tod gilt.
Die größten Inseln höherer Ordnung – die m-Kosmen – sind mD Gebilde, die aus dem Chaos der Realitätsbereiche hervorwachsen, ihre Blütezeit haben und wieder zerfallen, wobei sie
letztlich wieder im Chaos ihres jeweiligen Realitätsbereichs recykelt werden.
Den jeweiligen Entstehungs- und Realitätsrahmen für die m-Kosmen liefern die Realitätsbereiche, die in großer Anzahl entstehen und wieder vergehen – siehe das Gefunkele an einer
Hauswand.
Martin Heidegger stellte 1944 die Frage:
„Warum ist überhaupt Sein und nicht vielmehr Nichts ?“
Diese Frage zeigt genau die Problematik auf, wenn wir davon ausgehen, daß das Sein in
seiner beliebigsten, allgemeinsten und umfassendsten Form irgendwann einen Anfang genommen hat und sich wesentlich vom Nichts unterscheidet.
Nehmen wir im Gegenteil an, daß die globale Realität immer da war und sich über die Äonen
im wesentlichen immer gleich bleibt (s.o.), also auch ohne eine darübergelegte Evolution ist,
daß die m-Kosmen in ihren jeweiligen Realitätsbereichen mit
- möglicher dimensionaler Schachtelung,
- großer räumlicher und zeitlicher Ausdehnung und
- darüber gelegter Evolution
entstehen und vergehen, die den Entwicklungsraum für beliebige nD Räume und Welten
abgeben, dann fällt das Anfangsproblem weg.
Es entstehen neue m-Kosmen, deren Unterräume, darin IWA und TZ … und das war früher
so und wird auch immer so bleiben.
Wir Menschen leben heute in einer Welt, viele andere IW leben in ihrer eigenen Welt, sie alle
werden irgendwann wieder zerstört und im Chaos ihres jeweiligen Realitätsbereiches recykelt werden.
Wir suchen nach der Ursache, die der globalen Realität ihre ewige Jugendlichkeit und Entwicklungsfähigkeit sichert und sie vor Zerfall, Verfall und Vernichtung schützt. Das mögen die
Quanteneffekte sein, die wir innerhalb unseres winzigen Universums beobachten.
Wir bezeichnen den leeren Raum in unserem Universum als das Vakuum. Abgesehen davon, daß der leere Raum gar nicht leer ist, sondern von elektrischen, elektrodynamischen,
gravitationellen ... Feldern erfüllt ist, die mit virtuellen Teilchenpaaren korreliert sein können,
so ist von vielen Kosmologen bis heute der schwere Fehler begangen worden, dieses Vakuum in unserem Universum als das „Nichts“ zu betrachten, aus dem sich unser Universum
aus einem singulären Punkt entwickelt habe.
Jedes Universum hat sein eigenes Vakuum, also seinen eigenen „leeren“ Raum zwischen
den Materieteilchen, und sehr wahrscheinlich existiert jedes Vakuum in vielen Anregungszuständen.
Man kann auch die „Leerräume“ in den die Universen einbettenden Realitäten wie Hyperräumen, Pararäumen, ..., m-Kosmen ... als jeweils ihr spezielles Vakuum bezeichnen, und
besonders den hochdynamischen Untergrund eines jeden Realitätsbereiches, seines speziellen Chaos, dessen Charakter vielleicht mit seinem speziellen n-dimensionalen Quantensumpf angenähert werden kann.
Den Urgrund des Chaos eines jeden Realitätsbereiches werden wir hier mit nD Quantensumpf bezeichnen, wobei wir hier die Dimensionen als beliebige Freiheitsgrade ansehen.
Diese Dimensionen können groß, klein, gebrochen ... sein.
Die wahren Eigenschaften dieses nD Quantensumpfs entziehen sich vermutlich für immer
dem Verständnis der Menschen, vermutlich auch von allen anderen IW.
Andrei Linde hat in seinem Buch „Elementarteilchen und inflationärer Kosmos“ von 1990 als
Realitätsrahmen einen hochdynamischen Untergrund angenommen, der Raumzeiten,
Raumzeitwelten oder Universen beliebiger Dimension erzeugen kann.
Auch hat Linde (Schüler von Zel’dovich in Moskau) in diesem Buch zum ersten Mal die
räumliche und zeitliche Ausdehnung der Welten bedeutend vergrößert und die Frage nach
der Rolle von Zivilisationen in diesem kosmischen Schauspiel gestellt.
208
Davor hatten sich nur SF-Autoren mit solchen Fragen oft sehr erfolgreich beschäftigt.
Der nD Quantensumpf eines jeden Realitätsbereiches als Brutstätte für die m-Kosmen beliebiger Dimensionalität, räumlicher und zeitlicher Ausdehnung, dimensionaler Schachtelung,
Entwicklungsfähigkeit ... bietet folgende Deutung:
„Quanten“ oder „Welten“ entstehen im nD Quantensumpf dadurch, daß sie sich von ihrer
Umgebung Energie ausborgen und mit ihrem Verfall wieder zurückgeben.
Praktisch sind diese Entwicklungsgrößen allesamt virtuelle Welten, wenn sie für 10-25 s
existieren oder auch für Billionen Jahre, durch Inflation aufgebläht.
Damit würde alles Reale seine Existenz solchen oder ähnlichen Quanteneffekten verdanken,
die wir von den Quanteneffekten innerhalb unseres Universums kennen, aber nun bezogen
auf den nD Quantensumpf. .
Wir Menschen würden es liebend gerne so haben, daß über die globale Realität eine echte
Evolution gelegt ist – das würde eine Art von absolutem Sinn für Realität, Leben, Zivilisation
und Höherentwicklung implizieren, aber die Forderung nach einer ewigen Jugendlichkeit und
Entwicklungsfähigkeit der globalen Realität über die Ewigkeit hinweg, ohne daß diese globale Realität irgendwann erstarrt und vergreist, schließt eine globale Evolution über die globale
Realität aus.
Auch aus folgenden Gründen her ist es viel wahrscheinlicher, daß es keine globale Evolution
gibt: Die vernichtenden Naturgewalten aus höheren Dimensionen heraus, also von dimensional übergeordneten Räumen her (SF-Sprache), werden letztlich immer größer sein als die
Mächte auch der höchstentwickelten Superintelligenzen, denn auch die mächtigsten Superintelligenzen sind in ihrer Wirkungsfähigkeit gegenüber der globalen Realität sehr begrenzt.
Jederzeit können aus höheren Dimensionen heraus vernichtende und ganz neuartige Naturgewalten wirken, die auch die am höchsten entwickelten Superzivilisationen und Superintelligenzen samt ihrer m-Kosmen und ihres Realitätsbereichs zerstören.
Über die Milliarden, Billionen ... Jahre hinweg besteht zwar immer die Möglichkeit, daß sich
aus den Ruinen irgendwann noch großartigere Superzivilisationen und Superintelligenzen
entwickeln, aber über die Trillionen Jahre hinweg werden auch diese wieder zerstört, wobei
auch sie dann Raum für spätere Entwicklungen geben.
Hier erscheint die Rolle von Tod und Vernichtung in der zeitlich weiträumigen Evolution in
einem ganz neuen und anderen Licht. Tod und Vernichtung von allen irgendwann realisierten Größen (Entitäten) auf allen Skalen sind unbedingt notwendig, um der globalen Realität
ihre ewige Jugendlichkeit und Entwicklungsfähigkeit zu geben.
Es mag sein, daß die Quanteneffekte bewirken, daß es keine tatsächliche Höherentwicklung
oder Evolution über alles in der globalen Realität gibt – aber man kann Quanteneffekte nicht
im klassischen Sinn verstehen.
Wir müssen bedenken, daß unser Selbstverständnis von Raum, Zeit, Materie, Entwicklung ...
meistens unserer Alltagserfahrung oder dem Denken des klassischen Physikers entnommen
ist. Wir wissen aber inzwischen, daß das Vakuum höchst kompliziert und weit entfernt von
dem ist, was man früher als das Nichts bezeichnet hat.
Besonders die Quanteneffekte (die Feynman-Graphen dafür sind i für Selbstenergie des
Elektrons, j für Selbstenergie des Photons und k für die Vakuumpolarisation) legen nahe,
daß das Vakuum wie ein brodelnder Teilchensee aus virtuellen Paaren von Elementarteilchen und ihren Antiteilchen ist.
Bei schnellen Relativgeschwindigkeiten und großen Beschleunigungen oder Feldstärken
ergibt sich scheinbar eine ganz andere Welt.
Die Vakuumpolarisation ergibt sich von dem brodelnden See aus Teilchen-AntiteilchenPaaren, und wahrscheinlich bewirken sie auch die Effekte i und j.
Mit dem Kasimir-Effekt können wir die Quantenvakuumfluktuation direkt messen.
Quanteneffekte definieren Struktur und Dynamik der Atomhüllen (die klassisch gar nicht existieren könnten), Ladungsaustausch bei Zusammenstößen von Elementarteilchen, Verschmierung von Ursache und Wirkung, Veränderung der Werte für Ladung, Masse und Distanz von Teilchen, wenn man immer dichter an sie „herangeht“, die Paradoxien bei den
Doppelspaltversuchen ...
209
Die Expansion unseres Universums, die von den aus der Allgemeinen Relativitätstheorie
abgeleiteten FRW-Kosmologien gefordert wird und nur und nur auf die Formel
m = m0
/
hervorgeht, das Modell der Raumzeitunion definiert und auch die Expansion des Universums, müßte sich auf Quanteneffekte und Quantentheorien zurückführen lassen, wenn diese
den relativistischen Effekten und Allgemeinen Relativitätstheorie wirklich vorgeordnet wären.
Die Expansion unseres Universums, die wir mittels Fernrohren als laufende Vergrößerung
des Abstands zwischen den Galaxienhaufen bestätigt finden können, bedeutet nicht, daß die
Galaxienhaufen eine besonders hohe kinetische Energie haben – gemessen in unserem
Universum. Die Galaxienhaufen stehen fast still – bezogen auf unser Universum.
Der Raum zwischen den Galaxien expandiert, und das bedeutet eine dynamische Entwicklung des Raumes, die von irgendwoher ihre Energie beziehen muß.
Die Galaxienhaufen haben schon eine Geschwindigkeit, aber vor allem bezogen auf den
einbettenden Hyperraum. Wenn wir auf einen Luftballon Punkte malen und ihn dann aufblasen, so ruhen die Punkte bezogen auf die Ballonhülle, aber sie bewegen sich bezogen auf
den Ballonmittelpunkt.
Alan Guth, der unabhängig von Andrei Linde etwa zur selben Zeit – um 1979 –die Grundlagen für die Inflationstheorien geschaffen hat, meinte: Wenn man die Gravitationsenergie als
negativ auffaßt und die Masse und Bewegungsenergie als positiv, dann bleibt bei Entstehung und Entwicklung die Gesamtenergie immer gleich Null.
Das zeigt den Unterschied zwischen Mathematik und Physik: Der Mathematiker kann nach
Willkür Definitionen treffen, um zu dem zu kommen, was er haben will, aber der Physiker
muß auf die Natur Rücksicht geben, und deren Effekte sind nun immer bereits vorhanden.
Wir können mathematisch die Frage nach der Energiequelle für die Entwicklung von Universen und höherdimensionalen Entitäten dadurch wegdiskutieren, indem wir die verschiedenen
Energien so definieren, daß ihre Gesamtsumme Null ist, aber wir müssen dann in Kauf nehmen, daß wir in einer definierten Scheinrealität operieren, die mit der wirklichen Realität wenig zu tun hat.
Wir können als Mathematiker Peano-Gesetze, natürliche, ganze, reelle ... Zahlen definieren,
rein nach unserer Willkür und entsprechend unserem mathematischen Bedürfnis, aber wir
können in diesem Sinne keine Elektronen, Neutronen, Protonen, Atome, Moleküle und die in,
auf und zwischen ihnen wirkenden Naturgesetze ... definieren.
Wir müssen hier anerkennen, daß die Mathematik eine freie Schöpfung unseres Geistes sein
mag, aber die Natur ist schon da, unabhängig von unserem Geist, unabhängig von unserer
Existenz.
Nicht die kosmologischen Feldgleichungen der FRW-Kosmologien treiben die Expansion des
Universums an, sondern da stecken irgendwelche realen Effekte dahinter.
Man muß übrigens annehmen, daß auch Hyperräume, Pararäume … expandieren, und daß
auch bei ihnen eine relativistische Raumzeitgeometrie zu den wesentlichen Ursachen der
Expansion gehört.
Die globale Realität ist in ihrer Gesamtheit so gigantisch nach zeitlicher, räumlicher und dimensionaler Ausdehnung, Entwicklungsfähigkeit, dimensionaler Schachtelung, Dynamik ...,
daß sie alles bei weitem übersteigt, was wir uns vorstellen können.
Die globale Realität gibt Raum für eine schier unendliche Anzahl von Entwicklungen in ihren
vielen (disjunkten) Realitätsbereichen, vor allem für die m-Kosmen, die eine vielfältige dimensionale Schachtelung von sich dynamisch entwickelnden Unterräumen haben können,
zu deren untersten dimensionalen Entitäten die Universen gehören.
Die globale Realität bietet in ihren vielen Realitätsbereichen Raum für eine ungeheure Wiederholung von sehr verschiedenen bis sehr ähnlichen Entwicklungen von ..., m-Kosmen, ...,
Pararäumen, Hyperräumen und Universen.
Was in unserem Universum geschieht, geschieht auch in anderen Universen, wird darin geschehen oder ist schon längst geschehen.
Was in unserem einbettenden Hyperraum geschieht, geschieht auch in anderen Hyperräumen, wird darin geschehen oder ist schon längst geschehen.
210
Was in unserem einbettenden Pararaum geschieht, geschieht auch in anderen Pararäumen,
wird darin geschehen oder ist schon längst geschehen …
Was in unserem einbettenden m-Kosmos geschieht, geschieht auch in anderen m-Kosmen,
wird darin geschehen oder ist schon längst geschehen.
Was in unserem einbettenden Realitätsbereich geschieht, geschieht auch in anderen Realitätsbereichen, wird darin geschehen oder ist schon längst geschehen ...
Die Quanteneffekte innerhalb unseres Universums könnten eine Ahnung davon geben, wie
die Energiemaschine des vermutlich unendlichdimensionalen Chaos unseres Realitätsbereichs beschaffen ist.
Der brodelnde Teilchensee oder der brodelnde Raumzeitschaum in nD Ausweitung samt
Inflation bei gewissen Quanten zu Universen mag mit dem ewig jungen, dynamischen und
entwicklungsfähigen brodelnden Untergrund des Chaos verwandt sein, dem alles Werden
und Sein entspringt.
Wegen unseres prinzipiellen Nichtwissens müssen wir aber doch beides als möglich ansehen, daß es möglich ist, daß die globale Realität sich im Ganzen höher entwickelt, daß also
eine globale Evolution darüber gelegt ist, oder daß in der globalen Realität bei Sicht über
größte Zeiträume keine Höherentwicklung stattfindet.
Gilt die letztere Möglichkeit – was wir Menschen nicht wissen -, dann sollten wir alles Werden wie Schachspiele betrachten, bei denen man ja auch nicht nach einem Sinn fragt, sondern wo man spielt um des Spielens willen.
Die Ewigkeit oder globale Realität zeigt dann tatsächlich immer dasselbe Gefunkele bei der
Entwicklung höherer Wertschöpfungen, denn diese werden letztlich doch alle wieder im
Chaos ihres jeweiligen Realitätsbereichs untergehen und recykelt, wobei Äonen später in
neuen Realitätsbereichen neue, vielleicht noch höhere und schönere Entwicklungen emporsteigen und dann selber auch wieder das Schicksal des Untergangs haben werden ...
Im anderen Fall der über die globale Realität gelegten Evolution verschwinden irgendwann
Entwicklungsfähigkeit und Jugendlichkeit und es regieren irgendwann Erstarrung und Vergreisung, weil die laufende Höherentwicklung die grundlegenden Ressourcen auffrißt.
Ein Beispiel dafür bietet unser Universum: Die Fusion von Wasserstoff zu Helium und von
letztlich allen „Metallen“ in Sternen mit der letztlichen Bildung von Schwarzen Löchern verringert laufend die im Universum noch bestehende Menge an Gas- und Staubwolken, dazu
kommt die Ausdünnung wegen der Expansion mit der Konsequenz, daß es irgendwann nur
noch Schwarze Löcher gibt, die alle Milliarden Lj von einander entfernt sind, und Gas und
Staub gibt es in diesem dunklen Universum nicht mehr.
Kein Wunder, daß viele Wissenschaftler sich bei solchen Aussichten auf den Glauben an
Jenseits, Seele, Gott, Wiederauferstehung in einer ewigen, paradiesischen Welt … berufen
oder an Dharma, Karma, Seelenwanderung und Nirwana.
Ist aber Wildwuchs wirklich so „schlimm“ ?
Charles Darwin fragte sich in seinen späteren Jahren tatsächlich sehr besorgt, ob nicht diese
ganze von ihm aufgeschlüsselte Evolution der Organismen ein Wildwuchs sei. Er hatte vor
seinen biologischen Forschungen Theologie studiert und wohl auch irgendwie an einen
höchsten Gott und seine ordnende Macht geglaubt, die allem auf unserer Erde doch eine Art
von göttlicher Bestimmung als Sinn verleihen würde.
Weil nun Darwin selber herausgearbeitet hatte, daß die Evolution auf der Durchsetzung der
Geeignetsten, Tüchtigsten ... beruht, sah er darin kein göttliches Walten mehr. Das war alles
nur ein Drängen, Durchsetzen, Einanderabwürgen ...
Alexander von Humboldt versuchte über Jahrzehnte, seine Eindrücke von den vielen Forschungsreisen unter dem geistigen Dach der Physikalischen Geographie zu ordnen. Er wollte zeigen, daß die vielerlei Entwicklungen und Formen, die sich bei Menschen und in der
Natur finden, auf wenige einheitliche Prinzipien zurückführen lassen.
In der hellenistischen Zeit wurde um 330 v.Chr. in Attika die Stoa entwickelt, die von einer
unablässigen Abfolge von Welten ausging. Unsere Welt entwickelt sich und wird um Weltenbrand zerstört, aus den Trümmern geht eine neue Welt hervor, die wieder zerstört wird ...
Es ist interessant, daß im Prinzip viele Spekulationen von Kosmologen mit FRW-
211
Kosmologien zu einem ähnlichen Bild kamen:
Unser Universum entsteht, expandiert, kollabiert wieder und nach dem Zusammensturz im
„Singulären Punkt“ entsteht es wieder, expandiert wieder, kollabiert wieder ...
Auch das hier geschilderte Bild der Ewigkeit zeigt zur Stoa verwandte Züge (s.u.).
Das Muster vom Gefunkele an der Hauswand zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Steady
State-Modell von Fred Hoyle von 1948.
Beide Modelle beruhen auf folgenden Thesen:
- Die dynamische Entwicklung (Expansion) ist der globalen Realität immanent.
- Die globale Realität hat keinen Anfang und kein Ende.
- Die globale Realität war immer so und wird auch immer so bleiben.
- Über die Ewigkeit hinweg bleibt sich die globale Realität immer gleich.
In seinem viel beachteten Buch „Der Traum von der Einheit des Universums“ (Dreams of a
Final Theory, 1992) geht Steven Weinberg noch einmal auf seine viel kritisierte Äußerung
ein: „Je mehr wir uns mit der Welt beschäftigen und sie verstehen, um so sinnloser erscheint
sie auch.“ Das erinnert an den alten Charles Darwin.
Ferner sagt Steven Weinberg im selben Buch: „Das eigentlich Essentielle sind die Felder“.
Das erinnert an John Archibald Wheeler in seinem Buch Misner, Thorne, Wheeler „Gravitation“, wo so ziemlich auf den letzten Seiten gesagt wird: Das eigentlich Primäre ist die Prägeometrie (pregeometry), was so ziemlich der Ideenwelt des Platon entspricht.
Das Problem der an der Mathematik orientierten Theoretischen Physiker ist, daß sie die globale Realität als viel zu klein ansehen. Wie Weinberg feststellt, müssen Physiker oftmals
sehr viel Zeit, Mühe und Lebenskraft in die Kalküle investieren, denen sie folgen wollen. Sind
sie hinreichend erfolgreich und von Glück gesegnet, erhalten sie eine Dozentur, um auf diesen Fachgebieten zu lehren. Damit verurteilen sie sich gewissermaßen selber dazu, das Beherrschen der Kalküle in den Vordergrund zu rücken, ohne dabei weiter zu fragen, inwieweit
sie realitätsüberdeckend sind.
Steven Weinberg ist wegen der Bemerkung „Je mehr wir uns mit der Welt beschäftigen und
sie verstehen, um so sinnloser erscheint sie auch.“ sehr viel angegriffen worden, wobei zu
sagen ist, daß zur selben Zeit man die Philosophen nicht wegen Unfähigkeit angegriffen hat.
Auch Stephen Hawking mit seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" von 1988 erntete
viel Kritik – schauen Sie im Internet nach, was man gegen ihn alles so vorbringt, weil er
meint, daß Gott zur Erschaffung des Universums nicht notwendig gewesen ist.
Steven Weinberg hat nach einem produktiven Forscherleben dankenswerterweise seine Gedanken veröffentlicht, und daraus kann man sehen, daß die Ausbildung der Philosophen
total untauglich ist für das, was sie machen und leisten müßten.
Es reicht aber auch nicht, Naturwissenschaften zu studieren, sondern man muß auch die
Bereitschaft mitbringen, Paradigmen umzustoßen, dem Zwang der Entwicklung folgend.
S. Hawking hat im o.g. Buch noch geschrieben, daß es keinen Sinn macht, über die Existenz
anderer Universen überhaupt nachzudenken, weil er sich auf sein 5D Entwicklungsmodell
der Welt mit 2 Zeitachsen stützte. In späteren Büchern hat er sich dem Trend von Multiversum und einer Vielzahl von Universen angeschlossen.
Noch nach 2005 erschienen aber Bücher im deutschsprachigen Raum, wo die Autoren zu
beweisen suchten, daß es nur eines und dieses Universum geben kann. Nun ja, es kann
nicht jeder ein S. Hawking sein.
Die FRW-Kosmologien basieren auf der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART), aber während die Kalküle der ART die Gravitation als Effekt der gekrümmten Raumzeit sehr gut wiedergeben, muß man in die Kosmologischen Feldgleichungen, um zu kosmologischen Modellen zu kommen, eine Anzahl von Randbedingungen hineinstecken, wie z.B. beim Gaußschen Fundamentaltensor und den Bianchi-Ungleichungen.
Die Mathematiker und mathematisch operierenden Physiker waren froh, bei Annahme gewisser Randbedingungen zu vernünftig erscheinenden kosmologischen Modellen zu kommen, aber die Wahrhaftigkeit eines kosmologischen Modells fragt nicht danach, ob ein Mathematiker froh ist oder nicht.
212
Das große Problem der Menschen ist, daß sie die Ausdehnung unseres Universums in
Raum und Zeit an der Körpergröße des Menschen bzw. an der Lebenszeit des Menschen
messen. Das ist Kikifax.
Andrej Linde hat spätestens 1990 damit gebrochen und sehr, sehr viel größere Ausdehnungen an Raum und Zeit und eine höhere Dimensionalität der Raumzeitwelten angenommen.
Das war in der Tat ein großer Fortschritt.
Genauso wie Sonnen nicht allein entstehen sondern aus kollabierenden Gas- und Staubwolken in großen Ansammlungen gleichzeitig zu Tausenden, so entstehen vermutlich auch in
ihren jeweiligen Realitätsbereichen „gleichzeitig“ sehr viele m-Kosmen in ihrem jeweiligen
Chaos – also nicht für sich alleine, sondern zu Tausenden auf Grund derselben physikalischen Effekte.
Es ist anzunehmen, daß durch Entwicklungen im nD Quantensumpf irgendwann und irgendwo zerstörerische Mächte auf viele m-Kosmen einwirken, die sie vernichten und ihre Überreste im nD Quantensumpf recykeln, und das gilt auch für Realitätsbereiche.
Steven Weinberg meinte, daß die Welt um so sinnloser erscheint, je mehr man ihren Geheimnissen auf die Schliche kommt.
Anders ausgedrückt:
Die Entwicklung der Welten und der darin befindlichen Geschöpfe erscheint als eine gewaltige, gigantische, umfassende und kolossale Verarschung der Lebensformen.
Der Wildwuchs herrscht objektiv vor in einer ewigen, globalen und multidimensionalen Realität, die die schönsten und herrlichsten Wertschöpfungen über Äonen hervorbringt und oft
noch sehr viel schneller wieder restlos zerstört, woraufhin auf den Ruinen wieder Neues entsteht, vielleicht noch herrlicheres, was aber ebenfalls wieder total verschwinden muß …
Der Sinn von Leben und Realisierungen muß von den IW kraft ihrer Vernunft selber erschaffen werden. Die Frage nach dem Sinn führt zwangsläufig zur Sinnschöpfung.
Darum ist das Bild vom Sternenkind so gut, das bestrebt ist, im Olympischen Wettkampf der
Sternenkinder bei den jeweiligen IWA- und TZ-Entwicklungen zu den höchstentwickelten und
machtvollsten zu gehören, genauso, wie ein Schachspieler versucht, die beste Partie zu
spielen.
Der Olympische Wettstreit unter Sternenkindern:
Wenn man einmal annimmt, daß es sehr viele Sonnensysteme gab, gibt und geben wird, in
denen eine NBE wie auf der Erde startete oder noch starten wird, dann wäre bei Kenntnis
des Verlaufs von allen diesen Evolutionen auf vielen Planeten eine Statistik zu erstellen, wo
klar erkennbar wäre, daß manche Evolutionen schneller und erfolgreicher, manche langsamer und erfolgloser ablaufen und daß es das bekannte Mittelfeld gibt.
Man kann nun sagen, daß es einen Wettstreit zwischen den vielen Sternenkindern in den
vielen Sonnensystemen gibt, und zwar darum, wer sich am besten, schnellsten, vernünftigsten ... entwickelt und die höchsten Leistungen vollbringt.
Das ist der Olympische Wettkampf unter Sternenkindern.
Organismus 8+i-ter Stufe
m-Kosmos mit i = m - 5
...
...
Organismus 7. Stufe Pararaum vom Typ R5,1
Organismus 6. Stufe Hyperraum vom Typ R4,1
Organismus 5. Stufe Universum vom Typ R3,1
Organismus 4. Stufe Organismus in Raum und Zeit mit selbständig operierenden Bauelementen (Erklärungen s.u.)
Organismus 3. Stufe Gesamtheit der Lebewesen auf der Erde zu einer jeden Gegenwart
Organismus 2. Stufe Verband von Metazoen, insbesondere von IW
Organismus 1. Stufe Metazoen (Mensch, Tier, Pflanze)
Organismus 0. Stufe Einzeller (Pro- und Eukaryonten)
Organismus -1. Stufe
Kristalle, Lösungen und Biomoleküle
Organismus -2. Stufe
Atome
Organismus -3. Stufe
Elementarteilchen
Organismus -4. Stufe
Quarks ...
213
Beispiele für einen Organismus 4. Stufe:
- Gesamt der Genies in der Evolution der Menschheit (= der Kosmische Rat, aber in
der SF-Literatur kann der Kosmische Rat auch anders interpretiert werden),
- Gesamtheit der disjunkten Ideengeneratoren im Gehirn und ihr Wirken,
- Gesamtheit der Superzivilisationen mit Superintelligenzen und ihr Wirken.
Kennzeichen eines Organismus 4. Stufe: Seine Bauelemente arbeiten selbständig und stellen ihre Ergebnisse der Gesamtheit unaufgefordert zur Verfügung. Darin liegt die ungeheure
Schlagkraft und Wirkung eines Organismus 4. Stufe.
Man kann die Gesamtheit der Lebewesen auf der Erde als eine neue und höhere Art von
Lebewesen ansehen, das sich in den riesigen toten Weiten unseres Universums vor 4 Milliarden Jahren über die Technik von Biochemie und Molekularbiologie zu entwickeln begann.
Dies ist das betreffende Sternenkind auf einem Planeten, ein Organismus 3. Stufe.
Alle Lebewesen der Erde bilden zusammen ein Lebewesen höherer Art, das die Möglichkeit
besitzt, sich in der Ewigkeit als Organismus 3. Stufe sehr viel länger zu behaupten als die
Organismen der Stufen 1 und 2 und zu heute noch ganz ungeahnten Hochleistungen und
Wirkungen zu kommen.
Alle Kampfhandlungen von Menschen untereinander oder von Menschen gegen Tiere und
Pflanzen sind wie eine Krankheit in einem Organismus, die zu seinem vorzeitigen Tod führen
kann. Das kann die Begründung einer Zusammenführung von Buddhismus und Christentum
bedeuten etwa in der Art eines Christentums 2.0.
Gibt es keine globale Evolution über größte Zeiträume – was wahrscheinlich ist –, so kann
man alle diese IWA- und TZ-Entwicklungen jeweils so betreiben wie ein Schachspiel, wo
man ja auch nicht nach einem tieferen Sinn und Nutzen fragt, sondern wo das Spielen allein
den Reiz der Sache ausmacht.
Darum ist das Bild vom Olympischen Wettkampf der Sternenkinder so gut. Der Sinn liegt
einfach darin, zu erreichen, daß die das Individuum einhüllende IWA und TZ zu den höchstmöglichen Stufen der Entwicklungshöhen führt, daß also das einhüllende Sternenkind zu den
besten Musterknaben der globalen Realität gehört. Erreicht man das, so hat man das
Schachspiel gewonnen.
Das Chaos eines jeden Realitätsbereichs ist seine Basis für seine Entwicklungsfähigkeit und
Fruchtbarkeit, für die dimensional-räumliche und zeitliche Ausdehnung der in ihm entwickelten m-Kosmen.
Das Primäre, Essentielle ist das Chaos eines Realitätsbereichs, und dem gegenüber steht
die Herrlichkeit und Schönheit eines Paradieses, einer paradiesischen Welt, einer paradiesischen Landschaft mit vielen Tieren und Pflanzen, Tier- und Pflanzenarten ...
Wir setzen kraft unserer Vernunft fest, daß wir dem Werden und zwangsläufigen Vergehen
eines Realitätsbereichs die Paradiese entgegensetzen, die sich aus dem Chaos entwickeln
über NBE oder das Zutun von IW.
Globalen Wildwuchs, Sinnlosigkeit, Pessimismus … wollen wir Menschen nicht, aber wir
können uns nicht anmaßen, über die globale Realität zu urteilen, weil wir von ihr viel zu wenig wissen. Wir müssen aber anerkennen, daß es mit zum intelligenten Verhalten gehört,
Sinnschöpfungen zu leisten, die „zündend“ sind und nihilistische und pessimistische Vorstellungen nicht zu akzeptieren, denn diese könnten ja falsch sein, weil wir zu unwissend sind.
Das hier geschilderte Bild der Ewigkeit ist gemäß dem Fortschritt seit 1948 weiter entwickelt,
und zwar in der Richtung, wie sie von SF-Autoren seit den 1960er Jahren eingeschlagen
worden ist, also z.B. in der Annahme vieler IWA- und TZ-Entwicklungen, vieler Universen
und sehr viel höherer Dimensionen.
Ohne SF-Autoren wie Donald Wollheim, Herbert W. Franke und besonders das Autorenkollektiv der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ würden sich unsere
Wissenschaftler, Physiker, Mathematiker, Kosmologen ... immer noch mit dem einzigen und
einzigartigen Universum herumschlagen, das als singulärer Punkt aus dem Nichts entsprungen ist ..., so wie das eben die FRW-Kosmologien beschreiben.
Im o.g. Bild der Ewigkeit gibt es keine ewig expandierenden Räume, denn auch sie unterliegen dem Gesetz von Entstehung, Entwicklung Verfall, wie auch alle anderen großen und
komplexen Wesenheiten.
214
Das Buch, Bild, Muster ... der Ewigkeit schildert bzw. zeigt die globale Realität als Gefunkele,
wie wir es von den Quanteneffekten her kennen.
Gibt es Quanteneffekte auf höchsten Skalen ?
Darf man die Zeit als Laufvariable behandeln, wie das in der Klassischen Physik der Fall ist ?
Mathematisch ist das Ewige trivial:
Wir definieren eine zeitliche Laufvariable t und lassen t gegen Unendlich laufen, ganz gleichgültig, welche Einheit wir für t wählen, mögen das also Mikrosekunden, Sekunden, Jahre,
Millionen Jahre ... sein. Die Zeitachse t ist dann nur ein mathematischer Parameter.
Das zu untersuchende System ist dann nicht ein Objekt der Natur, sondern irgendwie mathematisch definiert, etwa als eine Funktion x = F(t) wie x = 3t3 + t2 - 4.
Mathematisch werden Voraussetzungen und Randbedingungen durch Definitionen gegeben,
durch Definition des zulässigen Wertevorrats für t und für x.
Definiert man, daß t der Grundmenge der natürlichen oder ganzen oder reellen Zahlen entnommen wird und grenzt den Wertevorrat für x nicht ein, so kann man ganz leicht t
∞ laufen lassen und ebenso in diesem Fall auch x.
Physikalisch ist die Sache grundlegend anders, denn die „Realität“ wird nicht durch irgendwen mathematisch definiert, sondern sie ist gegeben und vor allem weithin unbekannt, unzulänglich meßbar und erfaßbar ...
Ewigkeit ist eigentlich ein Wort aus dem geistlichen, religiösen, philosophischen ... Bereich
und wird meistens gefühlsmäßig interpretiert. In der Realität kann es durchaus so sein, daß
zu ihrer besseren geistigen Erfassung mehrere geeignete Zeitachsen zu verwenden wären.
Wählen wir ein Beispiel:
Die Weltlinie 1. Art eines Massenpunktes ist die Kurve oder Bahn, die er in einem 4D Koordinatensystem mit den 3 Raumachsen x, y und z und der Zeitachse t beschreibt. Zur Erleichterung der Anschauung wird die Anzahl der Raumdimensionen hier um 1 vermindert, um das
Bild grafisch übersichtlich zu halten.
Nun denke man sich beliebig viele Massenpunkte, die z.Z. t = 0 regellos auf der xy-Fläche
verteilt sind, und der Sinn des Lebens könnte dann sein, daß diese Massenpunkte für t
∞
eine bestimmte regelmäßige geometrische 2D-Form bilden sollen, etwa einen Kreisring.
Würde man sich nun alles reale Werden - das wäre hier auf Bewegung und Verhalten der
vorgegebenen Massenpunkte reduziert - als schon geschehen denken, so würden die Weltlinien der Massenpunkte als feste Bahnen erscheinen, die gemäß Lebenssinn immer mehr
eine Zylinderoberfläche darstellen, so daß sich für t
∞ zu irgendeiner Zeit wirklich für die
aktuelle Position der Massenpunkte ein Ort auf dem Kreisring ergeben würde.
Würde einem irgendeine Delle in diesem Zylinder nicht passen, würde man als Superwesen
von einer 2. Zeitdimension her eingreifen und die Physik beim Start so ändern, daß beim
Neustart diese Delle verschwinden würde.
Die Weltlinie 2. Art hat als Zeitkoordinate ict, mit i für √ 1, c der Lichtgeschwindigkeit und t
als Zeitachse, und das Geschehen spielt sich auf der 4D Kegeloberfläche ab.
In Lehrbüchern wird das um 2 Dimensionen verkürzt und dann kann man das grafisch darstellen - siehe dazu das Buch von Stephen W. Hawking „Eine kurze Geschichte der Zeit“.
Wir wissen nicht, wieviele Dimensionen jeweils für Raum und Zeit die globale Realität hat.
Wir müssen unsere Sicht für alles offenhalten, aber vernünftig operieren können wir vorerst
nur mit endlich vielen Raumdimensionen und einer Zeitdimension. Und ein solcher Lösungsansatz könnte schon prompt falsch sein.
Man kann versuchen, die globale Realität und Ewigkeit durch ein Modell anzunähern mit
unendlich vielen Raumdimensionen, mehreren Zeitdimensionen, einer hochdynamischen
Schachtelung und Entwicklung beliebiger realisierter Formen, Größen, Ereignisse, Prozesse
... Man muß dann versuchen, das multidimensionale Wirkungsnetz der globalen, ewigen
Realität in überschaubare Prozesse, Formen, Ereignisse ... aufzulösen, wobei man natürlich
oft ganz willkürlich Grenzen festlegt, die so in der Natur gar nicht existieren.
Geistige Abbilder des Ewigen sind notwendig, um für Intelligenzen vernünftige und zweckmäßige Entscheidungskriterien abzugeben. Ein Abbild des Ewigen sollte vor allem irgendwie
215
so dargestellt werden können, daß andere Intelligenzen das als solches auch erkennen und
verwenden können.
Ein Buch, Bild, Muster ... der Ewigkeit soll ein geistiges Leuchtfeuer sein, ein Orientierungsund Bezugsrahmen, ein Fanal.
Ein solches Buch, Bild, Muster ... der Ewigkeit wird immer die Charakteristiken seiner Erzeuger in sich tragen, wobei sie von Wesenhaftigkeit, Geistigkeit, Form ... seiner Erzeuger abhängen, aber auch von Ort und Region seiner Herstellung, also auch abhängig von Sonnensystem, Galaxis, Universum (R3,1), Hyperraum (R4,1), Pararaum (R5,1),..., m-Kosmos …
Ein solches Abbild des Ewigen mag niemals fertig werden, weil das wahre Wesen des Realen für alle Intelligenzen auch der höchsten Entwicklungsstufen unerforschlich sein mag:
- Dimensionalität, Dynamik, Entwicklungsfähigkeit, räumliche und zeitliche Ausdehnung der
globalen, ewigen und multidimensionalen Realität,
- dimensionale Schachtelung, Dynamik und Ausdehnung der in den Realitätsbereichen entwickelten m-Kosmen,
- Entwicklungsfähigkeit, die Vielfältigkeit von Physik, Metrik, Naturkonstanten ... der „Räume“
beliebiger Dimension ...
mögen in ihrer Gesamtheit und in ihrem Zusammenwirken auch für die am höchsten entwikkelten KIW nicht verstehbar sein.
Das Verstehen setzt eine Systematik von Mustern, Gesetzen, Schemata ... im zu erforschenden Objekt voraus, die in der Mathematik von schöpferischen Menschen geleistet werden kann – aber die sich niemals mit dem decken mag, was in der Realität, Natur, Wirklichkeit ... realisiert ist.
Ein KIW mag das Gefunkele überschauen, das die Entwicklungen von Hochkulturen und
IWA auf Planeten, von TZ und WGS in Sonnensystemen und die Entwicklung von VIW und
VIW-TZ in ihrem Universum, Hyperraum ... wiedergibt – das wäre die gottgleiche Sicht –,
aber sie würde auch bei höchster Vollendung nicht die globale Realität in ihrer Gesamtheit
überblicken können.
Wir haben also den eigenartigen Effekt, daß wir uns möglicherweise ein realistisches
Bild vom Ewigen machen können, aber wir werden dieses auch in den höchsten IWEntwicklungsstufen niemals durch Beobachtung verifizieren können.
Die alte SF in Form der überlieferten Religionen stützte sich viel auf das ewige Leben der
Seele ab, auf das ewige Leben der Personen nach dem Tode im ewigen Jenseits, aber in
der modernen SF kommt man ohne diesen spirituellen Okkultismus aus, weil man nicht mehr
den Menschen, sondern das einhüllende Sternenkind als Bezugspunkt nimmt.
Wir können kraft unserer Vernunft uns einen Sinn von Realität, Leben und Zivilisation definieren, indem wir sagen, daß alle IW versuchen müssen, im Olympischen Wettstreit unter
Sternenkindern zu den höchsten Entwicklungsstufen und Wirkungen zu gelangen, wozu in
erster Linie
- die Entwicklung von Supermaschinen, Superzivilisation und Superintelligenzen und
- Paradiesformung und -erhaltung
gehören. Man kann sich dafür vorstellen, daß man die Entwicklung von
- Hochkulturen und IWA auf einem Planeten und
- VIW und VIW-TZ in Sonnensystemen, Galaxien ...
schon 1000-mal beobachtet oder sogar miterlebt hat, und daß man diese Entwicklungen in
ihrer Gesamtheit zu beschreiben sucht durch eine Statistik, in der man Buch darüber führt, in
welcher Weise und wie schnell gewisse Schlüsselentwicklungstechnologien bei den diversen
Hochkulturen von NIW oder WGS von VIW ... erschaffen und geleistet worden sind, und aus
dieser Statistik kann man dann abschätzen, was die nächsten Schlüsselentwicklungstechnologien und -ereignisse in der Welt sein werden, in der man gerade mal zufällig lebt.
In den Goldenen Zwanziger Jahren der Atomphysik im 20. Jahrhundert konnte man oft durch
bloßes Raten auf Gesetzmäßigkeiten und wichtige Naturkonstanten kommen. Man stellte
Meßreihen an, untersuchte z.B. Energieniveaus bei Atomhüllen, und versuchte dann durch
bloßes Raten, die Gesetzmäßigkeiten zu erfassen.
Genauso ist das auch hier bei der Entwicklung von Sonnensystemen, Galaxien, Universen,
Hyperräumen ... sowie bei IWA- und TZ-Entwicklungen.
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Wir beobachten das Gefunkele auf beliebigen Skalen, stellen uns vor, daß wir die Entwicklungen von Hochkulturen, IWA, TZ, Universen ... schon 1000-mal beobachtet oder gar miterlebt haben, und dann „schwingen wir uns aus der Unendlichkeit ein auf unsere Welt“, so wie
das in Aionik-Graph G 3.10 sinnbildlich skizziert ist.
Das ist moderne SF mit der Betonung darauf, daß man das eigene persönliche Leben als ein
Forschungsprojekt oder einen erlebten SF-Roman auffaßt.
Man schaue auf das Gefunkele, denke an das Einschwingen aus dem Unendlichen und das
Ausschwingen in das Unendliche und dann erhält man eine Ahnung von „Leben in der
Ewigkeit – die Ewigkeit als Heimat“.
Das schon geschilderte Bild mit dem Gefunkele auf einer Fläche – etwa als Lichtreflexe von
einer bewegten Wasserfläche – muß natürlich auf 3, 4, 5 … Dimensionen erweitert werden.
Man stelle sich einen 3D, 4D, 5D … Würfel vor, in dem Bereiche aufleuchten und wieder
dunkel werden – gemäß dem Gefunkele auf einer 2D Wandfläche, die die Lichtreflexe von
einer bewegten sonnenbeschienenen Seeoberfläche auffängt.
Diese Bereiche kennzeichnen dann Realitätsbereiche, die entstehen und wieder vergehen,
jeweils 1024 s und mehr oder auch weniger umfassend.
Wir wissen nicht, ob es so etwas gibt, was wir aus unserer menschenspezifischen Sichtweise her als einen absoluten Sinn von Realität, Leben und Zivilisation in Sicht auf größte Zeiträume, also auf die Ewigkeit, gibt – er mag existieren oder nicht -, aber sicher ist, daß wir
niemals wissen werden, ob wir ihn gefunden haben.
Wir müssen kraft unserer Vernunft die ethischen Richtlinien definieren.
Wir wissen nicht, ob es in der Natur in Sicht auf größte Zeiträume einen „Sinn“ gibt.
Wir müssen kraft unserer Vernunft aktiv Sinnschöpfung und Sinngebung betreiben, und
wenn wir Glück haben, so gelangen wir sogar zu realistischen Ergebnissen.
Wir müssen kraft unserer Vernunft Sinnschöpfung und Sinngebung betreiben in dem Ausmaß, daß der Größe, Entwicklungsfähigkeit, Vielfältigkeit ... der ewigen, globalen und multidimensionalen Realität gerecht wird.
Paradiesformung und -erhaltung, Ehrfurcht vor dem Leben (vor allem Leben) und Heiligung
des Lebens in seiner Gesamtheit, der Rückzug auf das Ethische durchaus im Sinne von
Gautama Siddharta (Buddha) und Jesus Christus (Heiland) – das gehört im Rahmen des
Olympischen Wettstreits unter den Sternnenkindern zu der Sinnschöpfung und Sinngebung
der Aionik (2. Christianisierung unter Zusammenfassung von Buddhismus und Christentum).
Der Rückzug auf das Ethische bedeutet auch, daß es sehr unethisch ist, die Menschen auf
der Erde weiterhin jährlich
- große Lebensräume von Tieren und Pflanzen sowie
- viele Tier- und Pflanzenarten
vernichten zu lassen.
Kap. 6 in „AIONIK III“ liefert den Beweis dafür, daß rein ethische Aspekte die gentechnische
Veredelung des Menschen erzwingen, also die Ablösung der Menschen mit dem Bösen in
sich durch gentechnisch veredelte Menschen (= Androiden), die frei vom Bösen sind.
Wir können die Natur immer nur annähernd begreifen und nutzen.
Wichtig ist deshalb, daß man sich darum bemüht, in das Abbild des Ewigen alle bekannten
Informationen einzubringen und es möglichst widerspruchsfrei hält.
Dieses vorliegende Buch gilt darum als Standardwerk über die Ewigkeit, weil es in seinen
prinzipiellen Aussagen über das Ewige Werden bei jeder Art von Intelligenten Wesen (IWA)
immer wieder neu entwickelt wird mit sehr gleichen Aussagen über die globale Realität.
Als Realitätsvorstellung gilt hier die hauptsächlich universumexterne Kosmophysik:
- Es wird eine hochdimensionale, dimensional tief geschachtelte und multiple Realität
angenommen.
- Es gibt in ihr viele, scheinbar zyklische Abläufe.
Die Kosmophysik der Aionik ist dargestellt worden in dem Buch „Kosmophysik – die Physik
der nD Räume eines Kosmos“. Das ist Band V der AIONIK-Reihe.
Eine multiple Realität bedeutet, daß im Ewigen Werden immer beliebig viele Realitätsbereiche existieren, die in denen viele m-Kosmen entstehen und vergehen können, die sich alle in
einer dimensional tief geschachtelten und hochdynamischen Entwicklung befinden.
217
Jeder Realitätsbereich kann sehr viele m-Kosmen umfassen, die sich zerlegen können gemäß der kosmosexternen Kosmophysik:
Km,1 ⊃ Rm-1,1 ⊃ Rm-2,1 ⊃ Rm-3,1 ⊃ ... ⊃ R5,1 (Pararaum) ⊃ R4,1 (Hyperraum) ⊃ R3,1 (Universum)
Von diesen tief dimensional geschachtelten m-Kosmen oder Km,1 können in einem Realitätsbereich beliebig viele existieren. Sie alle machen eine dynamische Entwicklung in Raum und
Zeit durch, an deren Ende die Zerstörung der betreffenden m-Kosmen stehen muß.
Auf der zwangsläufigen Zerstörung aller beliebig dimensionalen Realitäten beruht die ewigdynamische Entwicklung der globalen Realität.
Jede Entität – ob Km,1, Rm-1,1, Rm-2,1, …, R5,1 , R4,1 und R3,1 – mag sehr vielen hoch entwickelten VIW-Superzivilisationen Raum geben.
Es ist in dieser Realitätsvorstellung wahrscheinlich, daß es viele Billionen Male mehr Universen gibt als Sandkörner am Meeresstrand.
Alle diese Universen haben ihre eigene Physik und Naturkonstanten.
Die Konsequenz ist eine ungeheure Redundanz in der Entwicklung beliebiger Formen von
Entitäten: Universen und darin tätige NIW-Entwicklungen gibt es wie Sand am Meer.
Hilfreich ist dabei, zur höchstmöglichen Vollkommenheit zu entwickeln:
- 5D-, 6D-, ..., 11D-, ... nD-Physik mit Theorien über Universen, Hyperräume, Mini-, Meta-,
Megauniversen, Pararäume, Hyperpararäume, ..., m-Kosmen, ..., Realitätsbereiche, ...,
- Sicht auf das Reale für Zeiträume von mindestens 10 Billionen Jahren mit einer Evolution
der Universen, Hyperräume, Pararäume, ... und ihren Wechselwirkungen ...,
- Sicht von außen her in Bezug auf Dimensionen, Zeit und Raum auf alle Größen, Kategorien, Vorstellungen ... - auch wie ein Universum, Hyperraum, Pararaum ... -,
- die einmalige Entwicklung bestimmter Formen (das sind singuläre Entwicklungen, Größen
...) wird ausgeschlossen:
- Gibt es eine Galaxis
es gibt davon viele,
- gibt es eine IWA
es gibt viele ähnliche Entwicklungen in anderen Sonnensystemen,
- gibt es ein Universum
es gibt davon viele,
- gibt es einen Hyperraum oder Superraum
es gibt davon viele ...,
- Denken und Operieren in Kategorien von IW, IWV, IWA, TZ ... mit (weitere Definitionen der
Abkürzungen s.o.),
- IW: Intelligente Wesen,
- IWV: Verbände von IW,
- IWA: Art von IW,
- TZ: Technische Zivilisation ... ,
- Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts-, Staatswissenschaften ... in optimaler Harmonie mit maximalem Tier- und Pflanzenschutz,
- Optimierung der Entwicklungen (Übergänge)
- Technische Zivilisation (TZ)
Weltraumgestützte Superzivilisation (WGS),
- Natürliche Biologische Evolution (NBE)
durch IW gesteuerte Evolution (IWE),
- über NBE entstandene IW (NIW)
sehr vollkommenen Vernunftwesen (VIW),
- NIW-Zoikum (Anthropozoikum im Fall der Menschheit)
VIW-Zoikum oder Kyberzoikum,
- VIW-Zoikum
KIW-Zoikum oder Theozoikum ...
- schon weithin vollkommene Vernunftwesen (VIW) in der Gestalt von Androiden, Robotern,
Cyborgs ... und ihre VIW-TZ von der WGS bis hin zur Kosmozivilisation,
- harmonisches Leben von IW, Tieren und Pflanzen in den Lebensbereichen von TZ, WGS ...
für größte Zeiträume (Paradiesformung),
- Genialität, Genie-, Zivilisations- und Zukunftsforschung, Human- und IW-Software,
- kosmologische und zivilisatorische Logik, Kosmologie, Kosmogonie und darauf aufbauender Sinnschöpfung, Staatswissenschaft, Staatstheorien, Verfassungen, Gesetzessystemen,
Parteiprogrammen, Partei-, Regierungs- und Oppositionsarbeit ...,
Unser Universum mag mit oder ohne Gottes Hilfe entstanden sein - aber was für unser Universum gilt, gilt auch für viele andere Universen.
Man muß u.a. auch annehmen - um sich nicht selber zu sehr in der Sichtweise zu beschränken -, daß in den unser Universum einbettenden, höherdimensionalen, dimensional tief ge-
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schachtelten und hochdynamischen Realitäten fast unendlich viele Universen in gigantischen
Zeiträumen entstehen und vergehen, mit meistens unterschiedlichen Eigenschaften für Metrik, Physik, Naturkonstanten, Dynamik, Entwicklungsfähigkeit ...
Viele dieser Universen mögen entstehen als Quantuniversen aus Vakuumschwankungen
ihres einbettenden Hyperraums vom Typ R4,1, Pararaums vom Typ R5,1, ... , m-Kosmos vom
Typ Km,1... Sie entwickeln sich darin, erleben eine Blütezeit und verfallen wieder.
Diese hochdynamische Entwicklung in einer multidimensionalen Realität ist das Gebiet der
Kosmosforschung mit ihrer Kosmosinternen Historie, einem Teilbereich der hauptsächlich
universumexternen Kosmophysik.
Jedes Intelligente Wesen (IW) hat als wichtige Aufgaben, unabhängig davon, in welchem
Sonnensystem, ..., Universum, Hyperraum ... es lebt, optimal zu entwickeln:
- Realitätsvorstellungen und Weltsysteme, Verfassungen, Gesetzessysteme, IW-Software,
- Natur-, Ingenieur-, Staats-, Wirtschaftswissenschaften ... und Supertechnik zur Paradiesformung,
- „Sternenkinder“, Staaten, Städte, beliebige Lebensinseln im Weltraum ... (allgemeiner: Organismen der Stufen 0 bis 3),
- Androiden, Roboter, Cyborgs ... (allgemeiner: Vernunftwesen oder VIW als Vertreter biologischen, technischen ... Lebens),
- Paradiese, Welten, Sonnensysteme, Galaxien, Universen ...
Es mag sein, daß die globale Realität und Ewigkeit mit unendlich vielen Raumdimensionen
und mehreren Zeitdimensionen operiert oder daß unser Dimensionsbegriff in der Realität in
Wirklichkeit gar nichts entsprechendes hat, aber damit kann man nicht operieren.
Man muß die Anzahl der Raumdimensionen auf endliche viele Dimensionen verkürzen, gemäß der M-Theorie vielleicht auf 10, und die Anzahl der Zeitdimensionen auf 1. Das ergäbe
eine 11D Realität, die natürlich nur ein definierter Ausschnitt aus der Ewigkeit oder globalen
Realität wäre.
Es bliebe also beim 11D Kosmos oder K10,1, der in eine vorerst unbestimmte, multidimensionale und hochdynamische Realität eingebettet ist (in seinen speziellen Realitätsbereich),
darin entsteht, eine Reife- und Blütezeit durchmacht und wieder irgendwann verfallen mag,
und im Normalfall hätte dieser m-Kosmos eine riesige Anzahl von Unterräumen mit einer
Dimension n, die beliebig sein kann im Rahmen der Bedingung 11 > n > 0, mit einer vielfältigen dimensionalen Schachtelung der in einer hochdynamischen Entwicklung befindlichen
Unterräume. Als Spezialfall könnte dann auch einmal vorkommen, daß dieser m-Kosmos
gleich seinem höchstdimensionalen (Unter-)Raum ist (n = m) und darüber hinaus keine weiteren Unterräume enthält.
Der Eingriff in diese gigantische Evolution der Universen, Hyperräume, ..., m-Kosmen ... ist
das Gebiet der Realitätsmedizin, das Superintelligenzen voraussetzt, die mit Hilfe ihrer gigantischen Supertechnik und Wissenschaft eine Diagnose und Therapie für Universen, ...,
Kosmen ... zu leisten vermögen.
Es werden hier verwendet:
- Realitätsvorstellungen und Weltsysteme der Aionik
- Wortdefinitionen und sonstige Vorstellungen der Aionik
(siehe das Glossar im Anhang)
Die hier geschilderten Realitäten und Welten werden Menschenaugen zum allergrößten Teil
niemals sehen können.
Das Kyberzoikum stellt Zeitalter und Zivilisationsstufe dar, die nach unserer heutigen, dem
Anthropozoikum, kommen können.
Das Theozoikum stellt Zeitalter und Zivilisationsstufe dar, die nach dem Kyberzoikum kommen werden.
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Nennen wir einmal unser Universum Uranos.
Es hat wie viele andere Universen zahlreiche Formen von Anregungszuständen des Vakuums, Störungen des Raumes, Kräuselungen der Raumzeit ..., die wiederum zahlreiche Formen von Materie, Energie, Strahlung ... emulieren, aus denen Atome, Moleküle, Kristalle,
Gas- und Staubwolken, Sterne und Planeten, Monde und Asteroiden, Sonnensysteme und
Galaxien, Galaxienhaufen und „Girlanden“ entstanden oder geschaffen worden sind.
Die Entwicklung von Leben und Zivilisation in geeigneten Sonnensystemen in geeigneten
Universen folgt zum größten Teil der physikalisch-chemischen Notwendigkeit, die sich aus
Metrik, Physik, Naturkonstanten, Alter, Entwicklungsdynamik ... ergibt ( Kosmophysik).
Betrachten wir für dieses unsrige Universum Uranos das Verhältnis der Wechselwirkungskräfte:
- starke Kraft 1/10,
- elektromagnetische Kraft oder Kopplungskonstante 1/137,
- schwache Kraft 10-12,
- Gravitationskraft etwa im Bereich von 10-40 bis 10-38 (wegen ihrer Kleinheit wird die Kopplungskonstante der Gravitation unterschiedlich angegeben).
Wären diese Kräfte nur wenig anders gewesen, hätte das große Auswirkungen gehabt auf
die Entwicklung von Nukleonen und damit auch auf die Entwicklungen von Galaxien, Sternen
und Sonnensystemen, ihre Größe, Lebensdauer und Entwicklungsdynamik ...
Also, daß dieses Universum gerade solche physikalischen Eigenschaften vor, bei und nach
seiner Entstehung erhielt, das war
- Zufall, oft abhängig von zufälligen Vorgaben und Prozessen bei Entstehungsort und -zeit
als statistische Effekte in seinem einbettenden Hyperraum,
- strenge Folge der Naturgesetzlichkeit im einbettenden Hyperraum ... und
- von seinen Konstrukteuren so gewollt, also abhängend von den Planungen und Konstruktionsabläufen seiner Erbauer,
und das alles in einer schier unendlich großen Menge von sich dynamisch entwickelnden
Universen, Hyperräumen, Pararäumen, ..., m-Kosmen ...
Einige Naturkonstanten, die für unser Universum gelten:
Gravitationskonstante G
= 6,67 10-11 Nm2 kg-2
Avogadro-Konstante L
= 6,022 1023 mol-1 (= Loschmidtsche Zahl)
Lichtgeschwindigkeit c im Vakuum = 2,9979 108 m s-1
c2
= 8,98 1016 m2 s-2
= 1,6726 10-27 kg
Ruhmasse des Protons mp
= 9,10956 10-31 kg
Ruhemasse des Elektrons me
2
Ruheenergie des Elektrons me c
= 0,511 MeV = 511 keV
= 9,10956 10-31 kg 8,98 1016 m2 s-2 = 8 10-14 kg m2 s-2
1 MeV
= 1,6 10-13 kg m2 s-2
Rechenbeispiel aus dem Buch von Mitchell Begelman und Martin Rees „Schwarze Löcher im
Kosmos, 1997, Spectrum Akademischer Verlag GmbH („Gravity’s fatal attraction“, 1996),
Seite 269:
In unserem Universum ist die elektrische Abstoßungskraft zwischen 2 Protonen 1036-mal
stärker als ihre Anziehung durch ihre wechselseitige Gravitationskraft.
Baut man einen Stern allmählich aus Protonen auf, deren Anzahl hier mit N bezeichnet wird,
so wächst die Gravitationsbindungsenergie pro Nukleon mit N2/3. Bei der Protonenanzahl von
N = 1036·2/3 = 1054 gewinnt die Gravitationskraft die Oberhand gegenüber der elektrischen
Abstoßungskraft der Protonen, und das ist der Wert für die untere Grenze für die Masse von
Sternen.
Die obere Grenze liegt bei 1057 Protonen, weil bei einer solchen Sternenmasse sich ein
Schwarzes Loch bildet - das ist die Chandrasekhar-Grenze.
Universen vom Typ R3,1 sind in der globalen, ewigen Realität zahlreicher als die Sandkörner
auf einem großen Wüsten- und Sandplaneten, wenn auch diese Universen in unterschiedlichen Hyperräumen vom Typ R4,1 eingebettet sind, diese in unterschiedlichen Hyperhyperräumen (Pararäumen) vom Typ R5,1 usw., wobei der Grad der Vieldimensionalität und der
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dimensionalen Schachtelung von realisierten Mannigfaltigkeiten, Mengen, Räumen ... in der
Realität ganz wesentlich ist.
Zivilisations- und Erkenntnisfallen:
Inwieweit Realitätsvorstellungen den Strukturen, Prozessen, Ereignissen ... in der globalen
und ewigen Realität nahekommen, hängt ganz wesentlich von ihren Voraussetzungen ab.
Geht man z.B. von einem streng 4D Weltmodell für die globale Realität aus, kann man in der
Natur realisierte 5D Räume, Prozesse, Ereignisse ... nie erkennen und erfassen.
Am einfachsten ist es tatsächlich, daß man annimmt, daß die globale Realität ewig und unendlichdimensional ist. Dann legt man systematisch Restriktionen darüber und versucht in
den sich so ergebenden Realitätsvorstellungen und Weltsystemen das eigene Universum
und seine einbettenden Realitäten zu erkennen.
Versucht man, die globale Realität durch Vorstellungen anzunähern und geistig zu erfassen,
die unendlich viele - vermutlich sogar überabzählbar viele - Dimensionen zulassen, muß man
neben der dimensionalen Schachtelung von realisierten Formen (z.B. Räume vom Typ R3,1,
R4,1, R5,1 ..., Rn,1 ...) noch ihre sehr große physikalische Vielfältigkeit und ihre hochdynamische Entwicklung hinzunehmen.
Dieser hochdynamische Charakter der globalen, ewigen Realität in den Realitätsvorstellungen trägt in sich, daß mit dem Entstehen irgendeiner realisierten Form schon ihr Verfall praktisch vorprogrammiert, wobei nur noch Platz für eine kurze Blüte- und Reifezeit bleibt.
Dieser hochdynamische Charakter des Realen ist zwar interessant, aber für eine Sinnfindung reicht diese Vorstellung nicht aus.
Es muß eine gigantische Evolution der realisierten Formen angenommen werden, eine Evolution der R3,1, R4,1, R5,1 ..., Rn,1 ..., wie sie grandioser gar nicht gedacht werden kann.
Dimensionalität, dimensionale Schachtelung, Dynamik, Vielfältigkeit, Entwicklungsfähigkeit ...
der realisierten Formen in der globalen, ewigen Realität müssen so gigantisch, großartig,
vielseitig, gewaltig ... sein, wie sich das auch sehr hoch entwickelte IW kaum vorstellen können – innerhalb eines Realitätsbereichs, der aber zwangsläufig auch irgendwann gänzlich
verschwinden muß.
Die globale, ewige Realität – alle diese sich dynamisch entwickelnden Realitätsbereiche umfassend – ist immer größer und großartiger als alles, was man sich vorstellen kann.
Die Evolution über die Kosmen innerhalb eines Realitätsbereichs eröffnet die Möglichkeit zur
Entwicklung höherer Wertschöpfung in der Art von Superzivilisationen, die in ihrer Wirkungsfähigkeit so gigantisch werden, daß sie in die Evolution der Universen, Hyperräume, Pararäume, ..., m-Kosmen nach Plan und wirkungsvoll eingreifen können.
Wo unendlich viele Universen, Hyperräume, Pararäume … entstehen, müssen auch unendlich viele Universen, Hyperräume, Pararäume … wieder vergehen und verschwinden.
Der Vielfältigkeit und Vielheit der Teilrealitäten mit allen damit gegebenen Möglichkeiten,
Chancen und Hoffnungen steht gegenüber, daß sie alle zwangsläufig irgendwann auch wieder verschwinden müssen.
Damit liegt eine der Hauptaufgaben der in einem Universum hinreichend hoch entwickelten
Intelligenzen fest:
Es sind die wissenschaftlichen und technischen Mittel zu erarbeiten, um die im betreffenden
Universum entwickelten höheren Wertschöpfungen wie eben Leben und Zivilisation vor der
endgültigen und totalen Vernichtung beim Zerfall dieses Universums zu bewahren und sie
vorher in geeignete, wirtliche Universen zu exportieren, mögen diese auf natürliche oder
künstliche Weise entstanden sein.
Darin eingeschlossen ist die Forderung zur umfassenden Paradiesformung.
Paradiesformung hat die Entwicklung von Paradiesen zum Ziel, in denen eine möglichst große Anzahl beliebigst gearteter Geschöpfe in größtmöglicher Harmonie mit höchstmöglicher
Wirkung auf die Entwicklung im einbettenden Realitätsbereich zusammenlebt.
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Die in einem Universum, Hyperraum, Pararaum ... ablaufenden Entwicklungen stützen sich
auf seine Metrik, Physik, Naturkonstanten, Dynamik, Entwicklungsfähigkeit ..., also auf seine
Eigenschaften und Fähigkeiten im allgemeinsten Sinn, die weithin determiniert sind durch
folgendes:
- Physik, Metrik, örtliche und zeitliche Besonderheiten des einbettenden höherdimensionalen
Raumes, Mediums ... an der Stelle, an der das neue Universum ... entstehen soll oder wird.
- Naturgesetzliche Entwicklung des Universums ... in der Zeit und im einbettenden Raum
ganz im Sinne der Entwicklung eines Objektes, das sich gemäß einem Bauplan in der Zeit
entwickelt.
- Physikalische Prozesse, die statistischer Natur sind, wie z.B. Wechselwirkungen dieses
Universums ... mit dem einbettenden Raum und seinen anderen Gebilden - wie z.B. anderen
Universen ...
Die „Fruchtbarkeit“ der im einhüllenden Raum, Medium ... entstehenden Universen ist sicher
sehr verschieden und hängt eben von ihren besonderen physikalischen Daten und Entwicklungsverläufen ab, was auch zufallsbedingt sein kann wie z.B. durch Wechselwirkungen mit
dem dimensional-räumlichen Außen. Die Fruchtbarkeit eines Universums kann man z.B.
daran messen, wieviele und wie „gute“ Universen es im Verlauf seines Lebens selber wieder
erzeugt, ob es in sich höhere Wertschöpfungen erzeugt wie Galaxien, Sonnensysteme, Leben, Zivilisation, Superintelligenzen ...
Wie auch sonst immer ist man hier der Statistik unterworfen:
- Es entstehen schier unendlich viele Universen in jedem Hyperraum und nur wenige sind
zur Entwicklung von Leben und Zivilisation in ihnen fähig.
- Es gibt viele Entwicklungen von Kulturen Intelligenter Wesen in geeigneten Universen, und
nur wenige mögen zur Entwicklung von Androiden-, VIW-Kulturen, Superzivilisationen ...
führen.
- Es gibt viele Universen in ihrem einbettenden Hyperraum, die wegen ihrer Eigenschaften
und Daten für Metrik, Physik, Naturkonstanten ... nicht zur Entwicklung von Leben in der Lage sind, ja noch nicht einmal zur Entwicklung von Gebilden wie Galaxien, Sonnensystemen
...
Generell gilt: Man lebt in einem für Leben und Zivilisation geeigneten Universum, Hyperraum, Pararaum ..., weil man in einem dafür ungeeigneten nicht entstehen und auch nicht
leben kann.
Realitätsvorstellungen und Weltsysteme mit einer entsprechend multidimensionalen Basis
und Vielzahl von Universen, Hyperräumen, Pararäumen, ..., mD Kosmen ..., die sich in einer
gigantischen Evolution befinden, sind dafür wie in der Aionik mit ihrer Kosmophysik und Physik des Ewigen zur Verfügung zu stellen.
Die SF-Autoren lieferten bis zum Jahre 2000 die bedeutend besseren Realitätsvorstellungen
als die Kosmologen, die seit 1930 die Litanei vom einzigartigen Universum herunterbeteten,
das alle Realität enthalten sollte, allen Raum und alle Zeit …
Noch die heutigen Realitätsvorstellungen und Weltsysteme sind gekennzeichnet von der
Furcht der Kosmologen vor zyklischen und multiplen Realitätsvorstellungen (s.u.).
Das steht natürlich im krassen Gegensatz zu allen unseren Erkenntnissen über die Natur,
daß steter Wandel, Vielfältigkeit und endlose Iteration grundlegende Naturprinzipien sind.
Ein Bild der Ewigkeit muß menschen- und personenunabhängig sein. Es muß der Entwicklung von … Universen, Galaxien, Sonnensystemen, Leben auf Planeten … voll
Rechnung tragen, ebenso dem Gesetz von Vielfalt, riesiger Redundanz und einer in n Dimensionen, Raum und Zeit schier unendlichen Anzahl von Welten, unter Berücksichtigung
zyklischer Realitätsentwicklungen.
Es mag eine fast unendliche Anzahl geben von sich entwickelnden Welten, Universen, Hyperräumen, Pararäumen, …, m-Kosmen, …, Realitätsbereichen (siehe die universumexterne
Kosmophysik der Aionik) mit winzigen bis gigantischen Unterschieden, in beliebig vielen Dimensionen, zeitlich und räumlich verteilt, denn in der langfristigen Evolution gibt es keine
singulären Entwicklungen. Die Realitätsbereiche mögen für 10500 Jahre existieren, auch dimensional und zeitlich nebeneinander – und genau das ist eine multiple Realität.
222
Die Aionik ist die Wissenschaft vom Ewigen.
Der Name rührt her von den beiden altgriechischen Wurzeln aion für Zeitalter und ikonos für
Bild. Die Bedeutung von Aionikon ist «Bild der Ewigkeit», während die Aionik als Oberbegriff
für alle globalen Realitätsvorstellen, Weltmodelle und Religionen gilt.
Die Aionik soll als erhöhte Religion die alten überlieferten Religionen und Realitätsvorstellungen inkorporieren bzw. ablösen.
Buddhismus und Christentum sind Mitglieder derselben friedfertigen Glaubensfamilie.
Judentum und Islam zeigen dagegen in ihren wesentlichen Schriften Thora und Koran
rechtsradikal-gewalttätige Partien und unterscheiden sich dadurch wesentlich von Christentum und Buddhismus.
Die bisherigen Religionen haben als Pol die «Glückseligkeit» der Menschen, genauer
Unsterblichkeit und ewiges, glückliches Leben der Seele. Dieser Ansatz kommt noch von der
Urzeit her und ist zu niedrig.
Es ist notwendig einen neuen Pol einzuführen, und das ist nicht die Unsterblichkeit der Seele
des Menschen, sondern das ewige «glückselige» Leben des Sternenkindes, das wie folgt
definiert wird im Modell der Organismen der n-Stufen:
- Zellen sind Organismen der Stufe 0,
- Metazoen sind Organismen der Stufe 1,
- Verbände und Staaten von Metazoen sind Organismen der Stufe 2,
- der fiktive Organismus „Gesamtheit aller Lebensformen auf der Erde einer jeden Gegenwart“ gilt als Organismus der Stufe 3, und dieser trägt die Bezeichnung Sternenkind.
Dieses Modell kann man auf weitere höhere Stufen erweitern.
Viele Sternenkinder – solche wie in unserem Sonnensystem auf der Erde seit knapp 4 Milliarden Jahren – gibt es in vielen Sonnensystemen, und zwar allein schon in unserer Galaxis,
mit folgenden Eigenschaften:
- Es gilt als ethische Maxime der erhöhten Religion, daß das assozierte, einhüllende
Sternenkind für möglichst große Zeiträume weiterleben soll in größter Reichhaltigkeit,
Vielfältigkeit, Schönheit, Harmonie, Leistungsfähigkeit, Wirkung … als Paradies und
Superzivilisation in der Ewigkeit.
- Für jedes Sternenkind gilt das Ziel, daß es die Entwicklung zu Paradies, Superzivilisation und Superintelligenzen leistet, die zu höchsten kosmologischen Leistungen fähig sind, und genau das alles ist sein Lebenssinn.
Die erhöhte Religion hat also als Pol, dem einhüllenden Sternenkind ein möglichst langes
Leben zu geben, mit den Mitteln der Supermaschinen der Superzivilisation und organisiert
vor allem als ein großes Paradies, denn es gilt:
- Gautama Siddharta hat die pflegliche Behandlung der Tier- und Pflanzenwelt gelehrt.
- Jesus Christus gemäß Markus: Predigt das Evangelium aller Kreatur.
Wenn unser Universum wirklich knapp 14 Milliarden Jahre alt sein sollte und die Entwicklung
von Galaxien und Sternen wirklich vor 13 Milliarden Jahren in unserem Universum begann,
dann muß es heute Sterne geben, die bis zu 7 bis 8 Milliarden Jahre älter sind als unsere
Sonne, und es muß heute Sonnensysteme geben, die bis zu 4 bis 5 Milliarden Jahre älter
sind als das unsrige.
Sicher gab es in diesen älteren Sonnensystemen manchmal auch eine Entwicklung von Intelligenzen wie den Menschen – und die haben die Entwicklung wie heute bei uns schon
lange hinter sich.
Es ist wirklich eine sehr interessante Frage, wie deren Entwicklung über die Jahrmilliarden
mit dem Älterwerden und Wandel ihrer Sonne verlaufen ist.
Wir sollten uns sehr bemühen, das herauszufinden.
Unser heutiges Wissen beruht auf den Erfahrungen und Leistungen unserer Vorgänger, und
dabei war sehr viel Irrtum im Spiel, der mühsam und schrittchenweise auszukorrigieren war.
Es bedarf der Kenntnis jahrtausendelanger Irrtümer in beliebigen geistigen Systemen, wie
etwa in Religionen, Ideologien und Weltsystemen, daß man die Irrtumsmöglichkeit einkalkuliert und offensichtlich macht, indem man nicht in einem bestimmten Weltmodell denkt, sondern in einem System miteinander konkurrierender, zueinander komplementärer Realitätsvorstellungen und Weltsysteme.
223
Es bedarf der Kenntnis jahrtausendelanger Wandlungen bei den geistigen Systemen, damit
man erkennt, daß nur die Fürsorge für das Leben im allgemeinsten Sinn die Voraussetzung
dafür ist, Religionen, Ideologien oder Weltsysteme stetig zu verbessern.
Dabei haben die IW das Grundproblem der Ethik zu lösen, das lautet:
Gegeben sei eine Menge beliebiger Elemente.
Wie ist es zu realisieren, daß diese Elemente bei Sicht auf beliebig große Zeiträume die
größte Wirkung auf das Reale ausüben ?
Die umfassende Realität, globale Natur oder die Gesamtheit der realisierten Formen ist wie
ein Chamäleon, das sein Aussehen laufend ändert. Man erkennt nicht, wie die Natur ist,
sondern wie sie sich unter gewissen Bedingungen zu verhalten scheint, und diese Erkenntnis ist kein Glaubensgegenstand, sondern immer Gegenstand berechtigter Kritik und Hilfsmittel im Bemühen um Sicherung, Höherentwicklung und Ausbreitung des Lebens bei Sicht
auf größte Zeiträume.
Ein gutes Hilfsmittel auf dem Weg, das wahrhaft Wichtige zu erkennen, liefert die Geschichte
der Religionen, Glaubenssysteme, Ideologien, Wissenschaften, Weltsysteme und Realitätsvorstellungen.
Wenn man beobachtet, wie Menschen einer bestimmten Region und Epoche krampfhaft an
die überlieferten geistigen Systemen glauben und darin der Weisheit letzten Schluß sehen,
und wie sich diese Systeme von Region zu Region und von Epoche zu Epoche unterscheiden bzw. laufend wandeln, so sollte bei einem bestimmten Ausmaß an Intelligenz, Vernunft,
sittlicher Kraft und Freiheit von Traditions- und Triebbindung nach Beobachtung einiger Jahrtausende Technischer Zivilisation (TZ) klar erkannt werden, daß weder der Glaube an Götter
noch der Glaube an Wissenschaften und Weltsysteme für größere Zeiträume Technischer
Zivilisation nützlich und vernünftig ist, sondern daß nur die Fürsorge für alles Leben im Sinne
von Gautama Siddharta (Buddha), Franz von Assisi und Albert Schweitzer und die Sicherung, Höherentwicklung und Verbreitung des Lebens bei Sicht auf beliebig große Zeiträume
aus vernünftiger Sicht vertretbar ist.
In der Fürsorge für die gesamte Natürliche Lebendige Schöpfung (NLS) zeigen sich in
Wahrheit die Intelligenz und sittliche Kraft der Menschen und beliebiger Intelligenter Wesen
(IW), und das bestimmt zu großen Teilen ihre zeitliche Durchdringungskraft.
Wenn man nicht im menschlichen Beziehungswahn und anthropozentrischen Hominismus
gefangen ist, hält man für möglich:
- Es werden in Zeit und Raum ungeheuer viele Arten von IW – das sind IWA – bis zur
Reife der Technischen Zivilisation (TZ) entwickelt, aber nur wenige erreichen den
Entwicklungsstand von Vernunftwesen (VIW) und eine hohe zeitliche Durchdringung.
- Meistens scheitern die über Natürliche Biologische Evolution (NBE) entwickelten Arten von IW – diese IW werden als NIW bezeichnet – an dem Bösen in sich, das eine
Zeitmauer für primitive IW bildet.
- Durch dieses Scheitern kommen die meisten IW, Arten von IW (also IWA) und ihre
Technische Zivilisation (TZ) nicht dazu, ihre eventuell vorhandenen kosmologischen
Funktionen und Aufgaben wahrzunehmen, zu realisieren oder auch nur im Ansatz zu
erkennen.
- Meistens scheitern die NIW – die Menschen sind ein Beispiel dafür – am Bösen in
sich selber und an primitiv-egoistischen, anthropozentrisch-atavistischen Glaubensvorstellungen und Lebenszielsetzungen, wie etwa
einem Leben nach dem persönlichen Tod in einem hypothetischen Jenseits
oder
einem persönlichen Leben in totaler Bedürfniserfüllung,
anstatt sich im obigen Sinn für die gesamte lebende Schöpfung mit dem Blick auf größte
Zeiträume einzusetzen.
Würden wir über die Supertechnik zur Überprüfung von vielen IWA- und TZ-Entwicklungen in
vielen Sonnensystemen besitzen und nutzen, so würden wir leider erkennen, daß die statistische Betrachtung der Schicksale von Arten von IW und deren Zivilisationen viele unerfreuliche Aspekte offen legen würde.
224
Unumgänglich ist bei allen Evolutionen zu IW und Technischen Zivilisationen, daß die Beziehungen zwischen den IW untereinander und gegenüber ihren Mitgeschöpfen zur Wissenschaft gemacht werden, auf die Stufe höchster Kunst, Ästhetik, Schönheit, Ethik, Zweckmäßigkeit, Sinnvollkeit und Harmonie gehoben werden.
Die Geschichte der Menschheit zeigt nun, daß die Bestie in der Psyche des Menschen festverankert ist und immer wieder trotz aller zivilisatorischer Tünche hervorbrechen und vernichtend wirken kann, was die möglichst bald zu erfolgende gentechnische Veredelung des
menschlichen Genoms mit der Eliminierung des in die Gene geschriebenen Bösen im Menschen erzwingt, und zwar schon in den nächsten Jahrzehnten.
Die Aionik soll als Wissenschaft vom Ewigen beliebige Intelligente Wesen zu dem führen und
befähigen, was wir aus Sicht der Menschen als eine nichtmenschenspezifische bis übermenschliche Sicht- und Denkweise bezeichnen, mit der die optimale Einordnung und Wirkung beliebiger
- Intelligenter Wesen (IW),
- Arten oder Species von IW (IWA) und
- Technischer Zivilisationen (TZ)
in das Ewige Werden, die globale Realität, die umfassende Natur und Wirklichkeit ... – oder
wie man das auch immer nennen mag - erreicht werden soll.
Dabei wird jede objektiv falsche unrealistische Menschen-, Trieb-, Traditions-, Epoche- und
Regionbezogenheit ins Reich dümmlicher Selbstverständnisse und Illusionen verwiesen.
Es gilt folgender Ansatz:
- Gegeben sei eine beliebige IWA, die die Stufe einer TZ erreicht hat.
- Was muß diese IWA tun und leisten, um eine möglichst sinnvolle Existenz zu erreichen ?
Die Antwort erfolgt auf der Basis der Fiktion Sternenkind (s.o.).
Literatur:
Werner Heisenberg „Der Teil und das Ganze“, „Schritte über Grenzen“
Paul Davies "Die Urkraft" Rasch und Röhring, 1987
P.C.W. Davies/J.R. Brown "Superstrings" Birkhäuser Verlag Basel 1989 (1988)
Heinz R. Pagels "Die Zeit vor der Zeit" Verlag Ullstein GmbH 1987 (1985)
Leon M. Lederman, David N. Schramm "Vom Quark zum Kosmos" Spektrum der Wissenschaften Verlagsgesell. 1990 (1989)
Michael White, John Gribbin "Stephen Hawking" (1992) Rowohlt GmbH 1994
Stephen W. Hawking "Eine kurze Geschichte der Zeit" (1988) (weltweit mehr als zehnmillionenmal verkauft)
Stephen W. Hawking "Illustrierte kurze Geschichte der Zeit" (1996)
Stephen W. Hawking "Das Universum in der Nußschale" (2001)
Steven Weinberg "Die ersten drei Minuten" Deutscher Taschenbuch Verlag dtv 1986 (1977)
Steven Weinberg "Der Traum von der Einheit des Universums" (1992) Goldmann-Verlag
1993
John A. Wheeler "Gravitation und Raumzeit", 1990
John Gribbin, Martin Rees "Ein Universum nach Maß" Birkhäuser Verlag 1991 (1989)
Kip S. Thorne „Gekrümmter Raum und verbogene Zeit“ 1994 (1993)
Martin Rees „Vor dem Anfang“ (1997)
Alan Guth „Die Geburt des Kosmos aus dem Nichts“ (1997)
225
20.3 Das Rätsel von Realwerden, Realität, Wirklichkeit, Sein ...
Auch hier steht die Frage von Martin Heidegger von 1944 im Vordergrund:
"Warum ist überhaupt Sein und nicht vielmehr Nichts ?"
Damit setzte er die Tradition der schöpferischen Philosophen wie Schelling, Feuerbach und
Lenin fort, die man als Vorläufer der Realitätsforschung einstufen kann und heute mehr und
mehr durch Kosmologen und Spitzenforscher auf den Gebieten von Elementarteilchentheorien, Hochenergiephysik, Kosmologien, GVTs und AUTs abgelöst werden.
Andrej Linde hat in seinem Buch „Elementarteilchen und inflationärer Kosmos“ von 1990
viele wertvolle Anregungen gegeben, und zu diesen gehören die
- häufige und laufende Entstehung von multidimensionalen Raumzeitwelten und
- Angabe von exponentiell wachsenden Längen und Zeiträumen, die alles bei weitem übersteigen, was Wissenschaftler sich bis dahin getraut hatten, anzugeben.
Die globale Realität ist größer, sehr viel größer als alles, was wir Menschen uns bisher vorstellen können – für viele SF-Autoren war das schon in den 1960er Jahren klar.
Das Unveränderliche, Beständige an der globalen, ewigen Realität ist ihre Multidimensionalität, Dynamik, Schöpferkraft und Wandlungsfähigkeit.
Man muß sich von der Vorstellung jeder Einmaligkeit beliebiger realisierter Formen lösen,
Die globale Realität ist dimensional-räumlich und zeitlich so gewaltig, daß in ihr beliebig viele
ähnliche oder verschiedene Entwicklungen stattfinden, und zwar auf allen Skalen inklusive
Entstehungs-, Entwicklungs- und Reifezeit und anschließende Vernichtung aller realisierter
Größen bei Sicht auf beliebig große Zeiträume.
Steven Weinberg meinte: „Das eigentlich Essentielle sind die Felder.“
John A. Wheeler meinte: “Primordial ist die Prägeometrie, die vor der Realisierung von realen Größen existierte.“ .
Es ist grundsätzlich abzulehnen, daß am Anfang die Ordnung steht.
Ordnung ist ein Vorbote des Todes. Sind Realitätsbereiche zu sehr geordnet, ist ihre Erstarrung und Vernichtung sicher.
Vorschlag zu einer Sichtweise, die das Realwerden als das eigentliche Problem ansieht:
Im multidimensionalen Chaos eines jeden Realitätsbereichs – das ist sein spezieller nD
Quantensumpf – entwickeln sich über Äonen hinweg oft völlig unabhängig und laufend die
m-Kosmen, beginnend mit Bereichen, die auf Grund evolutionärer Prozesse Feldcharakter
annehmen und in denen Naturgesetze gelten.
In diesen Abschnitten des Chaos eines Realitätsbereichs (die zu den m-Kosmen werden)
gelten dann nach Äonen der Höherentwicklung die Vorstellungen von Weinberg über Felder
und die von Wheeler über die Prägeometrie, also die primordialen Naturgesetze.
Der Zeitraum, in dem das geschieht, wird als eine Einheit bezeichnet.
Nachdem erst einmal Felder und Naturgesetze in diesen Bereichen – die oft völlig unabhängig voneinander sind – entstanden sind, entwickeln sie sich durch Effekte wie Symmetriebrechungen zu sich dynamisch entwickelnden mD Raumzeitwelten, die gemäß den SF-Autoren
als dimensional geschachtelt angenommen werden können – das sind dann die m-Kosmen.
Diese m-Kosmen können aus dem Quantensumpf emporwachsen,
- im einen Extrem nach der Art des Lotos, der im Schlamm des Flusses (nD Quantensumpf)
wurzelt und sich dann zu schönsten Blüten entwickelt (bei geringer dimensionaler Schachtelung), relativ einfach gebaut ist und auch schnell wieder vergeht, oder
- im anderen Extrem nach der Art der Eiche oder Tanne, die mit ihren Wurzeln tief im Boden
(also wieder im nD Quantensumpf) verankert ist und sich als m-Kosmos in starker dimensionaler Schachtelung entwickelt, viele Samenträger (etwa Universen) in vielen Perioden entwickelt und dann letztlich nach langer Zeit doch abstirbt.
Der Zeitraum, in dem sich der m-Kosmos nach dem Vorliegen von Feldern und Naturgesetzen (der Zeitraum für deren Entwicklung dauerte eine Einheit) nach dem Typ der Eiche oder
Tanne entwickelt, beträgt nur 10-5 Einheiten.
Das bedeutet: Haben sich im Chaos eines Realitätsbereichs überhaupt erst einmal hinreichend große und geeignete strukturierte Bereiche mit Naturgesetzen und Feldern als Vorformen der m-Kosmen entwickelt, ist ihr baldiges Verschwinden sicher.
226
Die Entwicklung der schönsten Blüten oder Samen (Universen) kommt ganz zuletzt und
kündigt schon den nahen Tod des ganzen m-Kosmos an – und vielleicht auch des Realitätsbereichs, dem er angehört.
Von der Entstehung unseres Sonnensystems bis zur Entstehung des Menschen vergingen
um die 5 Milliarden Jahre. Die Menschheit gibt es seit etwa 100000 Jahren.
Setzen wir diese 5 Milliarden Jahre als eine Einheit an, so gibt es die Menschheit seit etwa
10-5 Einheiten. Das gab die Idee zu den o.g. 10-5 Einheiten.
Nachdem erst einmal ein m-Kosmos oder Km,1 entstanden ist, entwickeln sich in ihm die nD
Unterräume mit 0 < n < m. Je niedriger die Dimensionszahl eines Rn,1 ist, um so geringer ist
seine Lebensdauer.
Der Zeitraum für die Entwicklung einer Welt vom Typ R3,1 (entsprechend der Welt nach dem
Muster des Lotos) mag dann 10-10 Einheiten betragen.
Die Entwicklungen im Chaos eines jeden Realitätsbereiches laufen bis zu seinem völligen
Verschwinden immer weiter. Alle irgendwann und irgendwo realisierten Größen in einem
Realitätsbereich werden irgendwann wieder in seinem Chaos oder nD Quantensumpf eingearbeitet und nach Äonen wieder zu neuen Realitäten recykelt – auch die m-Kosmen.
Bei den FRW-Kosmologien – die man früher fälschlicherweise auf die globale Realität anwandte –, hatte man das Problem, daß in einem Universum nach hinreichender Zeit der
ganze Wasserstoff durch Fusionen verbraucht ist, und nachdem auch noch die Quellen gravitationeller Energiegewinnung versiegt sind, ist dieses Universum „tot“
Im Chaos-Modell der Aionik gibt es dieses Phänomen des Erstarrens und Vergreisens nicht,
weil letztlich alle realisierten Größen auf allen Skalen durch Kräfte zerstört werden, die ähnlich sind denen, die bei der Entstehung der primordialen Bereiche wirkten.
Wie in einem Dschungel die Pflanzen in einem laufenden Kampf um Licht, Nahrung und Lebensraum stehen, so gilt ähnliches vielleicht auch für manche Realitätsbereiche, in deren
speziellem Chaos sich im Verlauf von Äonen Bereiche mit Feldern und Naturgesetze entwikkeln, die sich zu m-Kosmen entwickeln. Die Entwicklungen von m-Kosmen innerhalb eines
Realitätsbereichs mögen sich gegenseitig beeinflussen, fördern oder abwürgen können.
Mag die gesamte Entwicklung von einem m-Kosmos in einem Realitätsbereich eine Einheit
benötigen, so bedeutet das nicht, daß ihm dieser Zeitraum auch gegeben wird.
Vielleicht können in Realitätsbereichen sich auch neue Realitätsbereiche entwickeln, die in
den bereits existierenden Realitätsbereichen große Zerstörungen anrichten.
Der weitaus größte Zeitraum bei der Entstehung von m-Kosmen wird für die Entwicklung der
für die Entstehung von m-Kosmen benötigten Felder und Naturgesetze aus dem nD Quantensumpf oder Chaos des betreffenden Realitätsbereich benötigt.
Sind dann diese Felder und Naturgesetze für die sich entwickelnden m-Kosmen erst einmal
entstanden, so verläuft die weitere Entwicklung der m-Kosmen (mD Raumzeitwelten) sehr
viel schneller. Die Symmetriebrechungen mögen bei der Entwicklung von allen nD Räumen
am Anfang stehen.
Der Lebenszeitraum für die Entwicklung von nD Unterräumen bis hin zu Pararäumen, Hyperräumen und Universen ... in einem solchen m-Kosmos ist viel kleiner als 10-5 Einheiten.
Ist die Entwicklung in einem Realitätsbereich erst einmal so weit fortgeschritten, daß sich in
ihm m-Kosmen und in diesen Universen ... entwickeln, so ist die Lebenszeit dieses Realitätsbereichs oft auch schon bald vorüber, weil aus dem nD Quantensumpf der Umgebung
dieses Realitätsbereichs immer neue Vernichtungsprozesse kommen.
Eine interessante Frage ist, in wie weit Superzivilisationen, Supermaschinen, Superintelligenzen, KIW, Götter ..., die sich in einem m-Kosmos eines Realitätsbereichs entwickelt haben, auf die Entwicklung ihres m-Kosmos und anderer m-Kosmen dieses Realitätsbereichs
und vielleicht sogar auf die Entwicklung dieses Realitätsbereichs Einfluß nehmen können –
bis letztlich ihr Realitätsbereich „eingepflügt“ oder wieder auf Null gesetzt wird:
- Entwickeln sich in einem m-Kosmos eines Realitätsbereichs keine KIW ..., mag dieser mKosmos irgendwann erstarren und dann nach beliebig vielen Einheiten wieder im Chaos
dieses Realitätsbereichs „eingepflügt“ werden.
227
- Entwickeln sich in einem m-Kosmos eines Realitätsbereichs KIW ..., dann besteht die Option, diesen m-Kosmos künstlich-technisch umzubauen und am Leben zu halten.
- Die KIW ... werden aber in der Regel nicht verhindern können, daß letztlich ihr Realitätsbereich durch die zerstörerisch-schöpferischen Kräfte des Chaos „eingepflügt“ wird.
So ist das Bild der Ewigkeit:
Die globale Realität ist größer, sehr viel größer als alles, was wir uns vorstellen können, und
zwar dimensional-räumlich, zeitlich, entwicklungsmäßig ...
In der globalen Realität finden laufend ähnlichste bis verschiedenste Entwicklungen auf allen
Skalen statt, Entstehung, Reifezeit und Tod eingeschlossen.
Es gibt keine singulären Entwicklungen – alles wurde schon irgendwo und irgendwann vielfach entwickelt und das wird auch in alle Ewigkeit so bleiben.
Die Garantie dafür liefern die schöpferischen und zerstörerischen Kräfte der globalen und
ewigen Realität, die bewirken, daß sich die Realitätsbereiche nicht auf ewig halten können.
So bleibt das Ewige Werden ewig jung und fruchtbar.
Die Entwicklung von ... m-Kosmen, ..., Pararäumen, Hyperräumen, Universen ... in ihren jeweiligen Realitätsbereichen fand immer statt und wird in Ewigkeit weiter stattfinden – das
erinnert sehr stark an das Steady state-Modell von Fred Hoyle.
Die globale Realität ist von einer ungeheuren Reichhaltigkeit, Vielfalt, Entwicklungsfähigkeit,
Dynamik ..., mit einer ungeheuren Anzahl von Entwicklungen, Zerstörungen, Wiederholungen, Iterationen ... in ihren Realitätsbereichen.
In der globalen Realität ist das Beständige der Wandel, die laufende Entstehung und Vernichtung auf allen Skalen. Der Tod und das letztliche Recykeln der m-Kosmen im Quantensumpf ihres Realitätsbereichs und die Vernichtung aller Realitätsbereiche sind die Garantie dafür, daß das Ewige Werden ewig frisch, jung, schöpferisch ... ist.
Sehr hilfreich ist folgende Annahme: Dieses unsere Universum ist winzig klein, seine mögliche Existenzdauer von 100 Milliarden Jahren ist winzig klein, und es ist nur eines von unendlich vielen, vor ihm, mit ihm, nach ihm ...
Das ist die Grundlage für: Leben in der Ewigkeit – die Ewigkeit als Heimat.
Wenn wir am klaren Taghimmel in der Ferne Wolken sehen, so sind diese Wolken zwar Wesenheiten, aber keine „festen“ Gebilde. Offensichtlich sehen wir da Konturen, die keine Ursache in „festen“ Rändern haben.
Wenn wir am klaren Nachthimmel in der Ferne Planeten sehen, so mag deren Dichte zwar
größer sein als die unseres Körpers, aber diese Planeten als „feste Körper“ bestehen ebenfalls zum allergrößten Teil aus leerem Raum, und zwar befindet sich der zwischen Atomhüllen und Nukleonen der Atome und Moleküle.
Anders wäre es, wenn wir auf einen Neutronenstern blicken, denn der besteht aus einer
kompakten Ansammlung von Nukleonen.
Unsere Vorstellungen von Nichts und Sein sind zu primitiv, zu atavistisch.
Die Quanteneffekte zeigen uns, daß der „leere“ Raum als ein See virtueller Teilchenpaare
aufgefaßt werden kann.
Das Nichts ist dann nur eine spezielle Form des Seins und umgekehrt.
Es war ein schwerer Fehler der Physiker und Kosmologen des 20. Jahrhunderts, Worte aus
der Umgangssprache wie „Nichts“ in physikalische Theorien aufzunehmen, ohne sie vorher
physikalisch zu definieren.
Die Folge war eine horrende Verwirrung unter den Fachgelehrten, die die SF-Autoren dazu
bewog, ihre eigenen multidimensionalen Realitätsvorstellungen und Weltsysteme zu entwerfen, auf die dann die Wissenschaft um Jahrzehnte später einschwenkte.
Alan Guth, der zusammen mit Andrei Linde um 1979 die Konzepte der Inflation entwickelte,
hat Gedankenspiele folgender Art für seine Version der Schöpfung aus dem Nichts benutzt:
Wenn man z.B. Gravitationsenergie als negativ auffaßt und die kinetische und sonstige klassische Energie als positiv, dann entstand unser Universum auf die Weise, daß ein Universumquant entstand mit dem Gesamtenergieaufwand Null, also mit der Summe über alle
Energien gleich Null, aber mit den o.g. Energiewerten ungleich Null.
Seine Formulierung: Ein Mittagessen umsonst.
228
Virtuelle Teilchenpaare werden real um 10-22 s und verschwinden wieder im Vakuum, und bei
Inseln höherer Ordnung im Chaos eines jeden Realitätsbereichs, aus denen dann mKosmen, ..., Pararäume, Hyperräume und Universen entstehen, mögen das 1022 s sein.
"Warum ist überhaupt Sein und nicht vielmehr Nichts ?"
Wir müssen akzeptieren, daß die Quanteneffekte unsere bisherigen, von der klassischen
Physik und dem Selbstverständnis des Menschen geprägten Vorstellungen von Sein und
Nichts als völlig falsch erwiesen haben.
Der Spott von Georg Friedrich Wilhelm Hegel über die schon 1610 von Galileo Galilei entdeckten 4 Jupitermonde und die Suche nach weiteren Planeten durch die Arbeiten von Herschel, Piazzi und Gauß basierte auf einer Denkweise, die einige wenige Ähnlichkeiten mit
heutigen quantenmechanischen Paradigmen hat, ebenso wie die fernöstliche buddhistische
Religion in ihren vielerlei Versionen.
Zuerst etwas zur Historie:
1781 hatte Wilhelm Herschel (1738-1822) den Uranus entdeckt, und man suchte nach neuen
Planeten. Giuseppe Piazzi (1746-1826) entdeckte am 1.1.1800 den Kleinplaneten Ceres,
den er bald darauf wieder verlor. Gauß berechnete seine Bahn und Olbers (1758-1840) fand
ihn an der von Gauß angegebenen Stelle im Dezember 1802 (die Biographen sind verschiedener Meinung über das Datum) wieder.
Durch diese Beschäftigung mit der Himmelsmechanik angeregt veröffentlichte Gauß 1809
seine "Theoria motus corporum celestium", in der er seine Theorie der Bewegung der Himmelskörper darlegte. Durch dieses Werk wurde Alexander von Humboldt (1769-1859) auf
Gauß aufmerksam.
Hegel hatte gesagt, daß der Jupiter unmöglich eigene Monde haben könne – das würde
nicht in das erdbezogene Werden passen.
Albert Einstein (1879-1955) fühlte sich von den Worten Hegels so angewidert, daß er seine
Reden als das wirre Gestammel eines Geisteskranken bezeichnete.
Die Erfolge der Quantenmechanik und der anderen Quantentheorien mit ihrer Gründung auf
hirnrissige Axiome zeigen, daß die Natur in ihrem tieferen Wesen „hirnrissig“ ist und eher wirr
und geisteskrank erscheint.
G.F.W. Hegel verfolgte also mit seiner These in seinem Buch „Logik I“ Einstufungen für Sein,
Nichts und Werden einen durchaus naturnäheren Ansatz als die Naturforscher der Klassischen Physik. Für Hegel gab es Sein und Nichts nicht real, also nur virtuell, und in ihrer Synthese erschien das Werden, das war real.
Albert Einstein meinte: „Die Natur würfelt nicht.“
Werner Heisenberg hatte schon Jahrzehnte früher erkannt: „Die Natur ist hirnrissig.“
Hegel, der „Geisteskranke“, hatte also in bestimmten Teilen viel wahrer gesehen als Albert
Einstein. Das hätte diesen sicher noch viel mehr gewurmt als nur anzuerkennen: „Die Natur
würfelt doch.“
Die Paarerzeugung und überhaupt die Quanteneffekte, denen Richard Feynman eine gewisse Symbolik durch seine Feynman-Graphen zuordnete, beweisen unmittelbar, daß unsere
Vorstellungen von Nichts und Sein total falsch, nämlich unrealistisch sind.
Nichts und Sein sind Begriffe, die rein unserem Selbstverständnis – durch die Sinne erzeugt
– entsprungen sind. Für exaktere Naturbeschreibungen sind sie unbrauchbar.
Viele Physiker bezeichneten das Vakuum als das Nichts, was inzwischen als eine völlig abwegige, falsche Behauptung erwiesen ist.
Würden wir uns in Gebieten sehr hoher gravitationeller Feldstärke befinden, würden wir den
See virtueller Teilchen sehen – das Vakuum wäre dann etwas Seiendes und sehr Dynamisches.
Die Welt, die wir im Alltag sehen, sieht so aus, weil unser Bewegungszustand und die einwirkenden Feldstärken beliebiger Felder entsprechend niedrig sind.
Im Bereich sehr hoher Relativgeschwindigkeiten und Feldstärken sieht man „dieselbe“ Welt
ganz anders.
Viele Physiker meinten in der Materie das Sein erfaßt zu haben, aber die Quantentheorien
zeigten ihnen nur Felder. Die absolute Masse der Materie und auch ihre Ladung hängen
davon ab, wie nahe man an die Materieballung herankommt.
229
Unterschreitet man bei Annäherung an ein Elementarteilchen gewisse Grenzen, verändern
sich bei der Messung seine Ladung und Masse.
Wir Menschen sehen unsere Welt gemäß den niedrigen Feldstärken und Relativgeschwindigkeiten, die für das Leben auf der Erde typisch sind. Aber das ist nur ein Teil der Realitäten
allein in unserem Universum.
Dicht am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs von 1000 Sonnenmassen würden wir eine
ganz andere Welt sehen.
Hegel lag in seinen Ansichten über das Reale der Wahrheit also schon recht nahe bei
- Vertauschung von Ursache und Wirkung,
- Verschmierung von Gegenwart und Zukunft,
- das Elektron nimmt beim Doppelspaltversuch gleichzeitig alle möglichen Wege ...
Auch die Relativitätstheorien behandeln Effekte, die es gemäß unserer Sinneserfahrung
nicht geben dürfte.
Hegel öffnete mit seinem Werden auch den Weg zur Dialektik, aber wegen der Basis „Das
Bewußtsein bestimmt das Sein“ lief alles in die Irre.
Hegels Ansätze erwiesen sich für Naturbeschreibungen und für den Bau von Maschinen als
völlig unbrauchbar.
Die Naturforscher mußten erst mühsam in winziger Kleinarbeit die Naturprozesse entdecken,
die wir heute als Quanteneffekte bezeichnen, und letztlich waren es die Naturforscher und
Mathematiker, die zu völlig neuen Paradigmen und Theorien fanden, die man auch ingenieurtechnisch zum Bau komplexer und leistungsfähiger Maschinen hervorragend gebrauchen könnte. Hegel brachte seine Ansichten in einer Form vor, in der sie nicht für den Bau
von Maschinen verwendet werden konnten.
"Warum ist überhaupt Sein und nicht vielmehr Nichts ?"
Sein und Nichts können wir genauso wenig in unserer Terminologie gebrauchen wie Tasten
und Sehen. Wir drücken mit unseren biologisch gewachsenen Sprachen Gefühle und Empfindungen aus, die vor allem von unseren Sinneseindrücken geformt werden, und unsere
Gedanken sind meistens so wie die der Tiere:
- Ein Huhn entsteht aus einem Ei,
- ein Universum entsteht vielleicht aus der Inflation eines überdichten Quants,
- aber die globale Realität ist nie entstanden und wird nie vergehen.
Die Begriffe von Entstehen und Vergehen, Anfang und Ende, Sinn und göttliches Walten
dürfen auf die globale Realität als Ganzes eben nicht angewendet werden.
Die globale Realität ist größer, sehr viel größer als alles, was wir uns vorstellen können, und
zwar dimensional-räumlich, zeitlich, entwicklungsmäßig ...
In der globalen Realität finden laufend ähnlichste bis verschiedenste Entwicklungen auf allen
Skalen statt, Entstehung, Reifezeit und Tod eingeschlossen.
Es gibt keine singulären Entwicklungen – alles wurde schon irgendwo und irgendwann vielfach entwickelt und das wird auch in alle Ewigkeit so bleiben.
Die Garantie dafür liefern die schöpferischen und zerstörerischen Kräfte des Chaos in einem
jeden Realitätsbereich, in dem sich keine Realisierungen auf ewig halten können, und auch
jeder Realitätsbereich muß irgendwann wieder restlos und meistens auch ohne Wirkung auf
andere Realitätsbereiche verschwinden.
So bleibt das Ewige Werden ewig jung und fruchtbar.
Die Entwicklung von ... m-Kosmen, ..., Pararäumen, Hyperräumen, Universen ... fand immer
statt und wird in Ewigkeit immer weiter stattfinden.
Die globale Realität ist von einer ungeheuren Reichhaltigkeit, Vielfalt, Entwicklungsfähigkeit,
Dynamik ..., mit einer ungeheuren Anzahl von Entwicklungen, Zerstörungen, Wiederholungen, Iterationen ...
In der globalen Realität ist das Beständige der Wandel, die laufende Entstehung und Vernichtung auf allen Skalen.
Fastperiodische Kosmos-, ..., Hyperraum-, Universumentwicklungen alle 10100, 10200, 10300,
10400, ..., 105000, ..., 10500000 ... Jahre können wir als sehr wahrscheinlich annehmen, wo sich
also scheinbar identische Kosmos-Entwicklungen ... abspielen.
230
Es wiederholt sich vieles in der globalen Realität - aber nur scheinbar, denn irgendwie gibt es
doch Unterschiede. Sagen wir, wir leben in einer Welt modulo 1050 Jahre.
In 10100000000 Jahren wird es ebenfalls wie „heute“ Universen ... in der globalen Realität geben, in denen IWA und TZ entwickelt werden, die sich als einzig, einzigartig und im Mittelpunkt der Welt lebend wähnen ...
Niels Bohr meinte im Umfeld des Ringens um die richtige Deutung von Quanteneffekten und
Quantentheorien, daß wir erst lernen werden, was Verstehen heißt.
Üblicherweise setzen wir für die Naturprozesse ein menschliches Sinngebungsverständnis
voraus, aber wir können unsere Sinnvorstellungen der globalen Realität nicht überstülpen.
Es gibt in der globalen Realität viele Realitätsbereiche, in denen sich Felder für die Bildung
von m-Kosmen entwickeln können.
Auch alle Realitätsbereiche müssen irgendwann wieder verschwinden – der Preis für die
ewige Jugendlichkeit und Schöpferkraft der globalen Realität.
Vermutung: Keine Superintelligenz, kein Gott, kein Kosmischer Baumeister ... kann die letztliche totale Vernichtung seines Realitätsbereiches verhindern.
Es gab nie eine Superintelligenz, einen Gott ..., der die gesamte globale Realität verwaltet ... hat, und es wird nie eine solche geben.
Allmächtige, allwissende und wahrhaft ewig lebende Götter hat es nie gegeben und wird es
nie geben. Sie sind eine Fiktion, die von der Sehnsucht des Menschen nach einer ordnenden
und persönlichen Macht her kommt, aber die Sehnsüchte der Menschen sind in Welten modulo 1050 völlig gleichgültig.
Auch was die Menschen als Sinn verstehen, ist für die Natur völlig gleichgültig.
Man kann die Entwicklung eines Realitätsbereiches mit vielen m-Kosmen als Schachspiel
verstehen, wo man ein möglichst fesselndes Schauspiel liefert, aber genau weiß, daß mit
dem Schluß dieses Schachspiels alles vorbei ist.
Wir werden also den Weg gehen müssen, unsere TZ zur WGS zu entwickeln, die Menschen
gentechnisch zu Androiden und Superintelligenzen zu veredeln – damit das Schachspiel
möglichst fesselnd wird -, aber ändern können wir damit nichts am endgültigen Schicksal des
totalen Verschwindens unseres Realitätsbereichs nach 1020, 1050, 10100, 10500 ... Jahren ...
Diese Sicht auf das Reale, also auf die globale, ewige Realität in ihrer Gesamtheit, hat Parallelen mit der Entwicklung der Differentialgeometrie durch Carl Friedrich Gauß bis 1827, die
das Ziel hatte, Kurven oder Flächen rein nach ihren inneren, differentiell beschreibbaren Eigenschaften her zu beschreiben, ohne ein Außen, von dem her man die ganze Kurve oder
Fläche als Ganzes sehen könnte.
Die ewige, globale Realität kann man auch nicht von außen her überschauen.
Keine noch so hoch entwickelte Superintelligenz wird jemals dieses globale, umfassende
Werden real mit „Augen“ betrachten können, sondern sie wird immer nur Ausschnitte davon
erschauen, die in differentieller Weise den Blick auf das Ganze im Geiste ermöglichen.
Je höher der Entwicklungsstand einer Superintelligenz ist, um so besser sind ihre Kenntnisse
über die differentiellen Eigenschaften vor Ort und ihr geistiges Modell vom Ganzen und um
so größer wird der geometrische Ausschnitt des Realen sein, den sie ordnet, bewohnt, direkt
mit „Augen“ sieht und lenkt, aber letztlich wird auch sie wieder im nD Quantensumpf recykelt
werden für die Entwicklung eines neuen Realitätsbereiches mit völlig neuen Entwicklungsmöglichkeiten.
Das ist der Preis für die ewige Entwicklungsfähigkeit, Dynamik und Hufendlichkeit des Ewigen Werdens, der ewigen globalen Realität.
231
20.4 Fred Hoyle mit seinem ewig expandierenden Universum und anderes
Fred Hoyle hat mit seinem steady state Modell von 1948 (der Welt im Fließgleichgewicht) in
einer ähnlichen Richtung gedacht, das Ewige Werden mit seinen laufenden Entwicklungen
an eine Kette ewiger Wiederholungen von Neuschöpfungen heranzuführen. Das Universum
expandiert gemäß dieser Theorie seit ewigen Zeiten und wird das ewig so weiter machen,
und dabei wird immer wieder entsprechend der Volumenvergrößerung aller Bereiche neue
Materie nacherzeugt. Man kann hier kosmologisch etwas weiter ausholen.
Georgi (später George) Antonowitsch Gamow war ein genialer russischer Physiker, der
schon um 1938 aus der UdSSR in die USA emigrierte. Zusammen mit Ralph Alpher und
Robert Herman führte er das dynamische Weltmodell des Abbé Georges Lemaitre weiter
und schuf das kosmologische Weltmodell, wo unser Universum in einem Feuerball begann
und damit einen definierten Anfang hatte. Zeitweilig arbeitete Hans Bethe mit (Schwerpunkt
Nukleosynthese).
Der ultraheiße Feuerball bestand nach Gamow aus Protonen, Elektronen, Neutronen und
Gammastrahlen, von Gamow Ylem genannt. Spätere Kosmologen fügten in der Jagd auf die
dunkle Materie dem noch eine gigantische Anzahl verschiedenartiger Neutrinos und weiterer
Elementarteilchen hinzu, die zu Gamows Zeit noch gar nicht bekannt waren. Im GamowModell konnte die irgendwann die durch die Explosion bewirkte Expansion - exakt wie eine
explodierende Granate - auf Grund der Massenanziehung aller Massen zum Stillstand kommen und in einen Kollaps übergehen.
Zur primordialen Nukleosynthese:
Kurz nach dem Urknall waren Dichte und Temperatur für eine kurze Zeit so hoch, daß die
Kernfusion zu Helium und schwereren Elementen („Metallen“) im großen Stil stattfand.
Gamow, Alpher und Herman arbeiteten das Explosionsmodell weiter aus und publizierten
1949 u.a. ihre wirklich völlig neuartige Idee von der Restwärmestrahlung vom Urknall her:
Das gegenwärtige Universum müßte vom Urknall her noch eine Resttemperatur
von 5 Grad Kelvin haben.
1946 bis 1948 beschäftigten sich Fred Hoyle, Thomas Gold und Hermann Bondi mit kosmologischen Fragen. In Reaktion auf die Publikation von Gamow und Alpher publizierten sie
1948 ihr kosmologisches Modell vom ewig expandierenden Universum mit laufender entsprechender Nachentstehung von Materie, also einem Universum im Fließgleichgewicht
(steady state theory)- Es war ein über Raum und Zeit ziemlich gleich bleibendes Universum:
Seit ewigen Zeiten treiben die Galaxien voneinander weg, und in den dadurch größer werdenden Zwischenbereichen oder Leerräumen zwischen den Galaxien entsteht laufend entsprechend Materie nach und bildet über die Äonen neue Galaxien, so daß das Universum
sich gleich bleibt. Dieses Universum hatte weder Anfang noch Ende.
Fred Hoyle war ein sehr kreativer Physiker, dessen Rolle inzwischen Martin Rees eingenommen hat.
Während Gamow an Ylem und Urknall sicher geglaubt hat, ist es fraglich, ob Hoyle jemals
sein eigenes steady state-Modell ernst genommen hat.
Kosmologische Modelle auf der Grundlage der Friedmann-Robertson-Walker-Lösungen heißen FRW-Kosmologien. Die Robertson-Walker-Metrik führt dazu, die wichtigen Parameter
kritische Massendichte und Raumkrümmung allein auf den 3D Positionsraum zu beziehen,
also den normalen 3D Raum unserer Umgangssprache.
Die Robertson-Walker-Metrik besagt: Die Änderung der Raumzeitgeometrie der 4D Raumzeitwelt kann durch die dynamische Entwicklung des 3D Raumes (mit überall konstanter
Krümmung, die sich aber mit der Zeit ändert) in der Zeit vollständig wiedergegeben werden
und äußert sich in der direkt beobachtbaren Rotverschiebung des Lichtes ferner Galaxien,
als direkt sichtbares Ergebnis der Expansion des 3D Raumes. Damit gelten die Werte für
mittlere Dichte des Universums, kritische Dichte, Krümmung des Raumes usw. für den 3D
Raum.
Das ändert aber nichts daran, daß die Gravitation ein Effekt der Raumzeit ist, nicht beschreibbar als ein Effekt der Krümmung nur des Raumes. Darum ist es ja auch nicht möglich, Effekte der Speziellen Relativitätstheorie im Ballon-Modell anschaulich darzustellen.
232
Die Entstehung unseres Universums nach Steven Weinberg u.a. (1978-2000)
Steven Weinberg brachte Abschätzungen in dieser Richtung mit seinem Buch „Die ersten 3
Minuten“ von 1978 auf, wobei er mit der Beschreibung der Entwicklung unseres Universums
nach einer Lebenszeit von 10-12 s begann. Er schockierte damit die meisten Fachkollegen,
vielleicht auch die Öffentlichkeit, aber viele SF-Anhänger waren begeistert von seiner Idee.
Seine Vorstellungen wurden von Alan Guth, Andrei Linde ... weiter in Richtung Startpunkt t =
0 entwickelt.
0s
Unser Universum entsteht als Quant, Störstelle, Ableger (winziges
Schwarzes Loch an einem anderen Universum) ... im einbettenden
Hyperraum, Pararaum, ..., m-Kosmos ... (Sammlung der Ideen von
Guth, Linde und SF). Beginn der physikalischen Wirklichkeit speziell für
unser Universum.
10-43 s 1031 K
Beginn der GVT-Ära: Die Gravitationskraft erscheint als separate
„Kraft“ aus der vorherigen Urkraft, die übrigen 3 Kräfte sind noch in der
GVT-Kraft vereinheitlicht. Problem: Die Gravitation ist gemäß der ART
gar keine Kraft, sondern die Auswirkung der Krümmung der Raumzeit
auf die Bewegung von Massen und Elementarteilchen, die sich kräftefrei auf geodätischen Linien bewegen.
10-35 s 1028 K
Beginn der Inflationsphase: Das falsche Vakuum - ein Quant von viel
weniger als Protonengröße (das ist das zukünftige Universum) bei einer Materiedichte von über 1080 g/cm3 (und nach A. Guth 9 kg Masse)
verdoppelt seinen Durchmesser alle 10-34 s, wobei sich bei jeder Verdoppelung sein Energieinhalt verachtfacht.
10-20 s 1020 K
Ende der Symmetriebrechung beim Ende der GVT-Ära nach einer
Phase der Unterkühlung. Nun liegen elektroschwache und starke Kraft
vor, neben der Gravitation. In der Inflationsphase ist der Energieinhalt
unseres Universums um den Faktor 10100 gewachsen.
10-12 s 1013 K
Ende der Symmetriebrechung beim Ende der QCD-Ära,
die elektroschwache Kraft hat sich in schwache und elektromagnetische Kraft aufgespalten. Entstehung von Protonen und Neutronen,
Elektronen, Neutrinos ...
3 min 109 K
Helium, etwas Lithium, Beryllium und Bor werden synthetisiert.
Am Ende dieser Ära liegt das heute geltende intergalaktische Gasgemisch vor: Wasserstoff, versetzt mit einem Anteil von knapp 25% Helium, etwas Deuterium, winzige Mengen an Lithium, Bor und Beryllium.
300000 Jahre 3000 K
Neutraler Wasserstoff tritt auf. Die Elektronen, die zuvor die
Photonen soweit gestreut haben, daß das Universum undurchsichtig
war, werden zum größten Teil an Atomkerne gebunden. Das Universum wird durchsichtig.
Erste Molekülwolken entstehen.
Dieser Feuerball von 3000 Grad K ist die primäre Photosphäre
1 Milliarde Jahre
Erste Sterne, Protogalaxien entstehen
(nach J. Peebles Kugelsternhaufen).
3 Milliarden Jahre
Es entstehen Quasare und Galaxienhalos.
5 Milliarden Jahre
Bildung der Galaxienscheiben der Spiralgalaxien, und dann, Milliarden
Jahre später, bilden sich die Riesenellipsoidgalaxien durch Verschmelzung von Spiralgalaxien infolge von Kollisionen.
14,6 Milliarden Jahre Beginn der Kontraktion der Gas- und Staubwolke, aus der unsere
Sonne mit anderen Sternen entstand.
15,4 Milliarden Jahre Entstehung unseres Sonnensystems beendet, Erde hat definierte
Oberfläche.
20 Milliarden Jahre 2,7 K Es ist heute.
Viele Schätzungen für unser Weltalter lagen später bei 15 Milliarden
Jahren, 12 Milliarden Jahren oder noch weniger.
233
Modell für die Entstehung unseres Universums nach Stephen Hawking (2001)
0s
Planck-Ära. Urknallsingularität mit unendlicher Dichte und Temperatur.
Unbekannte exotische Gesetze der Physik.
10-43 s
Beginn der GVT-Ära (GUT-Ära).
Das Gleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie kippt zu Gunsten
der Materie
10-35 s
Elektroschwache Ära, die von Quarks und Antiquarks beherrscht wird.
10-10 s
Hadronen- und Leptonen-Ära, Quarks bilden Protonen, Neutronen,
Mesonen und Baryonen....
10-2 s 1011 K
Universum enthält überwiegend Photonen, Elektronen und Neutrinos,
ebenfalls ihre Antiteilchen und um 109 mal weniger Protonen. und Neutronen.
1s
Universum kühlt binnen 3 Minuten auf 1 Milliarde K ab und es entstehen die Atomkerne von Wasserstoff, Deuterium, Helium und Lithium.
9
3 min 10 K
Strahlungsära, starke Kopplung zwischen Materie und Strahlung.
300000 Jahre 3000 K Entkopplung von Materie und Energie, weil sich Atomkerne und
Elektronen zu ungeladenen Atomen verbinden - das Universum wird
durchsichtig.
.
Das zuvor optisch undurchsichtige Universum wird durchsichtig für die
damals sehr heiße kosmische Hintergrundstrahlung.
1 Milliarde Jahre
Materiehaufen bilden Quasare, Sterne und Protogalaxien.
Sterne beginnen schwerere Kerne zu synthetisieren.
Es bilden sich Galaxien, darin Sonnensysteme mit Planeten, auf Planeten bilden sich organische Moleküle und Lebensformen bis heute.
14,6 Milliarden Jahre Es ist heute
In den letzten Teilen dieser Übersicht bezog sich Hawking auf die Urknall-Darstellung von
George Gamow und Ralph Alpher 1948. Sie postulierten auch, daß die Strahlung aus diesem frühen Stadium heute noch existieren müsse, wenn auch stark abgekühlt sei, entsprechend der Strahlung eines schwarzen Körpers von einigen Grad Kelvin, was Arno Penzias
und Robert Wilson 1965 bei Interpretation durch Robert Dicke u.a. meßtechnisch bestätigen
konnten.
1979 entwickelten etwa gleichzeitig Alan Guth und Andrej Linde die Inflationstheorien, die
letztlich in das Modell des Multiversums einmündeten, unter dem theoretischen unterbau der
M-Theorie. Die meisten Physiker haben sich ab dem Jahr 2000 diesem Modell angeschlossen. Das Modell vom Multiversum kann als Spezifizierung eines m-Kosmos der Art K10,1 auffassen, weiter spezifiziert als K4,6,1 bei den String-Theorien und als K4,7,1 bei der Supergravitation gemäß der M-Theorie.
234
20.5 Tunnel zwischen Welten – Dimensionstransmitter
Ab 1960 verfestigte sich bei den SF-Autoren – siehe z.B. die Autoren der Weltraum-Serie
„Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ die Hoffnung, Fiktion, Vorstellung ..., daß es zwischen Universen Verbindungen geben kann. Maschinen, die ein Raumschiff von einem Universum in ein anderes befördern können, wurde in der o.g. SF-Serie Dimensionstransmitter
genannt.
In der wissenschaftlichen Kosmologie erwuchs die Vorstellung, daß man durch ein geeignetes rotierendes Schwarzes Loch unter Ausnutzung des Kerr-Effekts von einem Universum in
ein anderes gelangen könnte, wobei das Raumschiff nicht zerquetscht werden würde.
Tatsächlich benötigt man Effekte, die auf die Existenz anderer Universen hindeuten.
Stephen W. Hawking stellte 1974 die These auf, daß auch ein nicht rotierendes Schwarzes
Loch Strahlung aussendet, was dann als Hawking-Strahlung bezeichnet wurde. Bei Sicht auf
nur ein Universum hat diese Hawking-Strahlung einen Schönheitsfehler: Sie verletzt z.B. den
Erhaltungssatz der Baryonen.
Den Effekt der Hawking-Strahlung stellt man sich so vor, daß aus dem See virtueller Teilchenpaare bei irgendeinem Teilchenpaar in zu großer Nähe zum Schwarzen Loch – also an
seinem Ereignis-Horizont – ein Partner zu nahe an den Ereignis-Horizont kommt und von
ihm verschluckt wird, während das andere Teilchen fortgeschleudert wird, und dabei wird ein
Gamma-Quant emittiert. Also, was ist ein Erhaltungssatz ? Gilt der immer oder nur dann und
wann ? Gilt der Baryonen-Erhaltungssatz (bei Leptonen ... gibt es Entsprechendes), dann
wäre die Hawking-Strahlung unmöglich. Wenn aber man annimmt, daß das andere Teilchen
durch das Schwarze Loch in ein anderes Universum gerät und der Erhaltungssatz nicht für
das eine Universum allein, sondern auch für das andere gilt, dann ist die Sache wieder möglich. Das ist ein Hinweis darauf, daß wir es mit Gruppen von Universen zu tun haben, die
durch Schwarze Löcher miteinander verbunden sind, und es sind Familien von Universen,
wenn Eltern-Universen die Entstehung von Kind-Universen bewirken.
Ein anderer Aspekt kommt von der Wahl der mathematischen Werkzeuge. Fast schon Generationen von Kosmologen und sonstigen Wissenschaftlern schworen Stein und Bein, daß
aus dem Umstand, daß Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie in 4 Koordinaten formuliert sind, zwingend folgt, daß die globale Realität 4 Dimensionen hat, was sicher falsch ist.
Hätte man die Allgemeine Relativitätstheorie nicht mit Hilfe der Christoffel-Symbole 1. und 2.
Art formuliert, sondern mit der Theorie der Quaternionen von Rowan Hamilton, hätte es noch
mehr Konfusion gegeben.
Wenn man zu einem schwarzen Loch bis auf Schwarzschildradius-Nähe gerät, nimmt die
Schwerebeschleunigung abrupt zu.
Man kann das so veranschaulichen: Ein Bergsteiger nähert sich einem Berg und der Weg
nach oben wird immer steiler. Dann wird die Steigung so groß, daß die Felswand senkrecht
vor ihm in den Himmel steigt. In dieser Beschreibung kann man sagen, daß der Anstiegswinkel 90 Grad beträgt – das ist ein endlicher Wert.
Ganz anders ist das, wenn man den Tangens nimmt, der in der Mathematik ein Maß der
Steigung ist. Steht der Bergsteiger vor der Felswand, wird der Tangens unendlich – die Steigung ist unendlich in dieser Formulierung.
Dieser Unendlichkeitsterm ist aber nicht physikalisch vorgegeben, sondern entsteht nur und
nur durch die Wahl eines ungeeigneten mathematischen Werkzeugs.
Verbindet man 2 Universen durch ein Schwarzes Loch, so erinnert das etwas an einen
Schlauch vom einen Universum zum anderen. Die berühmt-berüchtigten Singularitäten mögen dann ihre Existenz nur der Verwendung ungeeigneter mathematischer Modelle verdanken. Würde man geeignete Kalküle verwenden, könnte man die Unendlichkeit durch Renormierungen beheben, die man daraus schöpft, daß man immer eine Gruppe oder sogar Familie von Universen zu betrachten hat.
Gibt es mehrere Universen, dann gibt es auch Wechselwirkungen zwischen ihnen.
235
20.6 Die Stoa
Zenon (336?-264) aus Kition auf Zypern kam nach einem Schiffbruch 314 mittellos nach
Athen und trat in die Schule des Krates ein, der die kynische Philosophie lehrte und lebte.
Als er merkte, daß diese philosophische Richtung nicht als Grundlage für ein Staatssystem
brauchbar ist, verließ er sie und wandte sich anderen Philosophen - lebenden und toten - zu.
Besonders wurde er dabei von Herakleitos von Ephesos und Sokrates beeindruckt. Die Vorstellungen des Sokrates wandelte er in die stoische Philosophie um. 301 gründete er seine
eigene Schule in Athen und leitete sie bis zu seinem Tode, lehrend und genau nach seinen
Lehren lebend. Nach seinem Tode führten Kleanthes von Assos und Chrysippos von Soloi
sein Werk fort und gaben der Stoa ihre klassische Form. Die Stoa teilt sich in drei Teile auf:
Logik, Naturwissenschaft und Ethik. Sie ist der erste Versuch, Naturwissenschaft und Ethik
zu verbinden. Das stoische Lehrgebäude: Wissen kann nur über Wahrnehmungen der Sinne
entstehen, aber die Erfahrung ist nicht identisch mit Wahrnehmung, da sich zwischen Sinnesempfindung und Vernunft das Gefühl und Leidenschaft drängen. Die Vernunft ist die
höchste Fähigkeit des Menschen, allerdings ein Sproß der zeugungsfähigen Urvernunft, die
die Welten erschuf und ihr endgültiges Schicksal bestimmt.
Die Welt besteht wie auch der Mensch aus Materie und ist zugleich von Göttlichem durchdrungen. Gott und die Sterne, Körper und Seele der Menschen wie auch Tugenden und Leidenschaften sind stofflicher Natur und unterscheiden sich nur durch ihren Feinheitsgrad.
Aber die ganze Materie ist in einem dynamischen Prozeß, voller Spannungen und Energien,
unter laufender Auflösung und Zusammenballung von einem ewigen Feuer angetrieben. Das
Weltall durchlebt unzählige Kreisläufe der Entwicklung und Auflösung, der Ausdehnung und
Zusammenziehung, wobei es in bestimmten Zeitabständen von einem Brand verzehrt wird
und danach wieder neu entsteht, wobei es zu genauen Wiederholungen des Vorhergehenden kommt.
Alle Ereignisse und Willensakte sind vorausbestimmt. Sie befürworteten die Astrologie der
Chaldäer und erkannten die Notwendigkeit der Religion als Grundlage der Moral an. Gott ist
der ruhende Pol.
Das sittliche Verhalten ist die gewollte Unterwerfung unter den göttlichen Willen. Gott ist lebende Materie, die Welt ist sein Körper, Weltordnung und Weltgesetz sind sein Geist und
Wille. Das Weltall ist ein riesiger Organismus, in dem Gott die Seele, der belebende Hauch,
die befruchtende Vernunft und das antreibende Feuer ist. Die Seele des Menschen ist ein
feuriger Hauch und der Weltseele verwandt. Beim Weltenbrand wird sie mit der Weltseele
vereint. Der Mensch ist ein Teil Gottes oder der Natur, was die Ethik festlegt: Das Gute ist
das Zusammenwirken mit Gott (Natur, Weltgesetz). Genuß und Luststreben ordnen die Vernunft unter die Leidenschaft und schaden oft Leib und Seele. Die Glückseligkeit wird angestrebt, läßt sich aber nur durch die Anpassung der Ziele und Zwecke des Menschen an die
Zwecke und Gesetze des Alls erreichen.
Der Weise betreibt Naturwissenschaft, bis er das Weltgesetz erkannt hat, und lebt dann danach: Der Natur gemäß leben. Der Stoiker meidet Luxus und Betriebsamkeit in wirtschaftlicher oder politischer Hinsicht. Er strebt die Leidenschaftslosigkeit an, um seinen Seelenfrieden zu wahren. Jeder Mensch ist trotz des Determinismus für sein Handeln voll verantwortlich. Er sieht Ehe und Familie als notwendig an. Er fügt sich dem Staat. Der Stoiker ist bereit,
für seinen Staat zu sterben, aber er fühlt sich dennoch als Kosmopolit. Alle die sich bekriegenden Staaten und Klassen werden letztlich in einer großen Gesellschaft aufgehen, wo die
Philosophen ohne Unterdrückung der Menschen herrschen und alle Menschen als Kinder
des einen Gottes wie Brüder leben. Soziale Unterschiede zwischen den Menschen wird es
nicht mehr geben, auch keine Nationen.
Die Stoa war eine asketische Lehre der Selbstbeherrschung mit einem Leben gemäß Gott
und der Natur. Die größten Vertreter der Stoa wurden Römer, große Staatsmänner, Philosophen oder Könige. Epictet, Marcus Aurelius: Die Erziehung des Menschen soll den 4 Tugenden Selbstbeherrschung, Streben nach Wissen, Gerechtigkeit und Tapferkeit folgen.
Seneca, Marcus Aurelius: Der Leib ist eine Fessel der Seele, die sich von ihm befreien
möchte. Der Geist ist das Göttliche im Menschen und die Grundlage für Denken und tugendhaftes Streben der Menschen. Das Lebensziel des Menschen stimmt mit dem Gang der
schon vorher bestimmten Weltordnung überein.
236
Nach seinem Tode führten Kleanthes von Assos (Faustkämpfer, er arbeitete 19 Jahre lang
im Hafen von Piräus als gewöhnlicher Arbeiter) und Chrysippos von Soloi sein Werk fort
und gaben der Stoa ihre klassische Form. Die größten Vertreter der Stoa wurden Römer,
große Staatsmänner, Philosophen oder Könige sowie die 4 Philosophenkaiser der 5 guten
Kaiser
- Nerva (Regierungszeit: 96-98 n.Chr.),
- Trajan (Marcus Ulpius Traianus, 98-117 n.Chr.),
- Hadrian (117-138 n.Chr.),
- Antoninus Pius (138-161 n.Chr.) und
- Marcus Aurelius (161-180 n.Chr.) von 96 bis 180 n.Chr., der "guten, alten" Zeit des Römischen Reiches, dem "Goldenen Jahrhundert" der Antonine (wesentliche Quelle: Cassius Dio,
geboren in der griechischen Stadt Nikomedia in der Provinz Bithynien um 163 n. Chr.).
Cicero in De Re Publica: Jedem Menschen ist eine Aufgabe gestellt, die er nach Kräften zu
erfüllen suchen muß. Dieser Aufgabe darf er sich auch nicht durch den Selbstmord entziehen. Er muß seine Pflicht tun, bis er von Gott, der Weltseele, abberufen wird; anders steht
ihm das Reich der Seligen nicht offen.
20.7 Evolution und Religion
Charles Darwin entwickelte bis 1859 die Vorstellung von der Evolution der Organismen, und
George Wallace machte etwas ähnliches. Die von ihnen beschriebe Evolution ging gewissermaßen immer weiter. Darwin fürchtete sich vor der Vorstellung, daß die lebendige Natur,
die dadurch erschaffen wird, ein einziger Wildwuchs ist ohne jeden Sinn (dieser konventionell-menschlich interpretiert).
Im Gegensatz dazu kann man sich auf willkürliche Sinnschöpfungen stützen wie den Olympischen Wettstreit unter Sternenkindern, aber im Rahmen quantentheoretischer Erkenntnisse, besonders, was Paarerzeugung und -vernichtung, Teilchensee und virtuelle Teilchen
betrifft, in Sicht auf das „Gefunkele“, beschrieben zu Anfang von Kap. 20.2.
Hat die Natürliche Biologische Evolution (NBE) in auf einem geeigneten Planeten so etwas
wie einen Charakter ?
Sicher ist:
Die Natur entwickelt über Äonen die wunderbarsten Geschöpfe und sonstige Werke, sie vernichtet diese wertvollen Schöpfungen binnen Augenblicken oder in größeren Zeiträumen
durch Niedergang und Verfall, aus den Ruinen gehen wieder die wunderbarsten Werke hervor ... - und es gibt dabei eine ungeheure Redundanz.
Das ist ein Charakterzug der Natur.
Die Vernichtung droht auch dem Leben auf der Erde. Die Entwicklung von Leben auf der
Erde mit Einschluß des Menschen darf aber nicht vorzeitig abbrechen, weil das sonst eine
gewaltige Fehlleistung der Menschheit wäre.
Um die vorzeitige Vernichtung des Lebens auf der Erde zu verhindern, muß dem Menschen
die Ausbildung gegeben werden, die er zur Entwicklung seiner höchsten Leistungsfähigkeit
braucht.
Die Projektion aller Prozesse, Ereignisse und Formen vor den Hintergrund der Ewigkeit
(PPE) zeigt einen Weg dahin, aber sie erfordert sehr viel mehr Rechenzeit als etwa eine Religion.
Wegen der Verschiedenheit z.B. der Menschen in Intelligenz, Triebbindung, Triebspektrum,
Gefühlstiefe, Gefühlsspektrum, Lebenszielsetzungen usw. kann man auch kaum eine einheitliche Lehre verordnen.
Die Einheit von Religion, Wissenschaften und praktischer Lebensführung ist für den klassischen Menschen nicht machbar:
- Ein einheitliches Weltmodell mag es bei einer IWA aus VIW geben, aber nicht bei einer
IWA von NIW.
- NIW benötigen eine Anzahl von Weltsystemen, aus denen sich die NIW entsprechend ihrer
Veranlagung bedienen können.
237
- Vernunft-Moral-Systeme, wie sie einstmals Vernunftwesen besitzen werden, sind den meisten Menschen wohl nicht angemessen.
- Religionen sind aber höher zu entwickeln in Richtung der Vernunft-Moral-Systeme.
Im Prinzip muß den Menschen, auch den Gläubigen, klar sein, daß ihre Religion nur eine
Ersatzvorstellung ist für besseres Wissen, und daß der besser ausgebildete Mensch eben
durchaus geistig in der Lage sein kann, von einer höheren geistigen Warte aus auf die Realität zu schauen. Der religiöse Glaube ist nur dort zu empfehlen, wo im Moment oder aus personalen Gründen die Intelligenz und das Wissen für PPE nicht vorliegen.
Der Glaube an einen personalen, gütigen Gott mag vielen Menschen in der ungeheuren Weite und scheinbaren Sinnlosigkeit einen Trost geben, aber niemals ist ein Gott, eine Superintelligenz ... allwissend oder allmächtig, und je größer die Welt ist im Ganzen ist, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß auch ein im Prinzip unsterblicher Gott feindlichen Naturgewalten zum Opfer fällt.
Der religiöse Fanatismus, mit dem die Vertreter der Kirchen und die jeweils Gläubigen anderen und auch einander gegenübertreten, muß in jedem Fall abgelehnt werden.
Es kann sein, daß ein Gott an der Entstehung und Entwicklung unseres Universums beteiligt
war, aber an der Entwicklung des Menschen war er – hoffentlich - nicht beteiligt, denn mit
der Veranlagung des Menschen zu Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit, Herrschsucht,
Egoismus, Eitelkeit, Wut, Zorn, Eifersucht, Neid, Haß, Gier... ist der Mensch eher ein Produkt
des Bösen. Wir erleben ja gerade, wie der Mensch in seiner wahnsinnigen Vernichtungswut
die natürliche lebendige Schöpfung auslöscht.
Gott wird von der Menschheit vermutlich gar nichts wissen (wollen).
Gott muß nicht schon tot sein und mag noch leben und segensreich wirken, aber wie allen
Superzivilisationen und Superintelligenzen auch der höchsten Entwicklungsstufen droht ihm
letztlich die Vernichtung durch zerstörerische Kräfte und Mächte aus dimensional übergeordneten Realitäten. Gott wird also mit Sicherheit irgendwann sterben.
Den Menschen ist dringend zu empfehlen, sich weniger um Gott zu kümmern und sich selber
mit höchster Dringlichkeit und Kraft vom Bösen zu befreien, das durch die Mechanismen der
NBE in seinen Genom geschrieben worden ist.
Der Mensch mit der Veranlagung zum Bösen ist in unserer Welt das Böse oder der Böse.
Nur die hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen kann den Menschen in seiner bestialischen Vernichtungswut daran hindern, die höhere Tierwelt auf der Erde auszulöschen.
Mord-, Raub und Jagdlust sind geistig-ethische Defekte des Menschen, entwickelt binnen
Hunderttausenden von Jahren im Verlauf der Natürlichen Biologischen Evolution (NBE).
In der Urzeit waren diese Triebe wie auch die anderen Triebe und Gefühle, die wir auf höherer Zivilisations- und Kulturstufe dem Bösen zurechnen, notwendig und gut.
Ohne das Böse in den Hominiden hätte es die Entwicklung der Menschen nicht gegeben.
Das Böse in den Hominiden hat wesentlich dazu beigetragen, den Menschen zu erschaffen.
Aber auf höherer Zivilisations- und Kulturstufe ist die Veranlagung eines Intelligenten Wesens (IW) zum Bösen verheerend.
Beliebige IW können auf der Stufe einer Superzivilisation nur dann überleben, wenn sie frei
vom Bösen sind.
Das Böse muß also aus dem Menschen verschwinden.
Der Zweck dieses Buches ist, die Menschen, auf die es ankommt, davon zu überzeugen,
daß die Menschen wegen
- der bestialischen Komponenten ihres Trieb- und Gefühlslebens und
- ihrer intellektuell-geistigen Mängel
(diese beiden Mängelgruppen zusammen werden hier als geistig-ethische Defekte bezeichnet) so schnell wie nur möglich durch eine hinreichend beherrschte gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms zum Leben in einer Superzivilisation befähigt werden.
Der Zweck dieses Kapitels ist, darzulegen, daß vor allem durch die Gegenwartsbezogenheit
der Menschen das in ihrer Psyche befindliche Böse so stark zur Geltung kommen kann. Dieses Böse ist im Buch Geistig-ethische Defekte der Menschmaschine von 2014 im selben
Verlag beschrieben worden.
238
Es wird hier sehr viel Wert auf den Nachweis gelegt, daß die geistig-ethischen Defekte des
Menschen auf jeden Fall ohne eine hinreichende gentechnische Veredelung die vorzeitige
Vernichtung allen Lebens einschließlich der Menschen in unserem Sonnensystem bewirken
werden – das vernichtende Wirken des Menschen auf der Erde seit Jahrzehntausenden ist
bekannt. Darum wird auch eine bessere Erziehung der Menschen aus ihnen keine Vernunftwesen (VIW) machen.
Zu dem Bösen im Menschen zählen wir Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit, Egoismus,
Wut, Jähzorn, Eitelkeit, Narzißmus, Herrschsucht, Neid, Haß, Gier … – der heutige, moderne
Mensch hat diese psychischen Eigenschaften, weil sie in der Urzeit „gut“ waren, d.h. genau
diese Charaktereigenschaften des Menschen haben die evolutionäre Entwicklung des Menschen erst ermöglicht.
Die bestialischen Komponenten, die man auf unserer heutigen Kulturstufe unter dem Bösen
zusammenfaßt (s.u.), sind in der Psyche der Menschen deshalb so stark vertreten, weil sie
sich als sehr nützlich im Überlebenskampf in urzeitlichen Umgebungen als Folge der evolutionären Entwicklung der Hominiden in den letzten 7 Millionen Jahren im Verlauf von Hominisierung und Sapientierung ergeben haben.
Das heutige Böse war also für Jahrmillionen und noch vor Jahrzehntausenden das Gute.
Der Wechsel vom Guten zum Bösen erfolgte mit der Entwicklung höherer Kulturstufen.
Die Beurteilung auf Gut und Böse einer Gesinnung oder Tat hängt also entscheidend von
der Kulturstufe des betreffenden Hominiden oder Intelligenten Wesens (IW) ab.
Auf dem Weg zur Superzivilisation darf aber das, was wir heute als das Böse in der menschlichen Psyche bezeichnen, nicht weiter fortbestehen.
Schon vor 10000 Jahren hätte dieses Böse im Menschen aus der Psyche des Menschen
verschwinden müssen, denn wir wissen, wie brutal, grausam bis bestialisch die Menschen in
den letzten 10000 Jahren unter ihresgleichen und unter der Tier- und Pflanzenwelt gewütet
haben, gestützt auf eine immer bessere Waffentechnik.
Kriege unter Menschen mit vielen Hunderttausend Toten wie in den letzten Jahrhunderten,
Vernichtung von großen Tier- und Pflanzenbeständen bis hin zur Vernichtung von Tier- und
Pflanzenarten durch die Menschen, Vernichtung größter Mengen von hervorragenden Kulturgütern durch die Menschen – das ist nicht das, was für die Zukunft hoffen läßt.
Z.B. glauben viele Menschen – getrieben von Instinkten und Religionen –, daß die anderen
Menschen und vor allem die Tiere und Pflanzen kein absolutes Lebens- und Existenzrecht
haben, sondern daß sie darüber zu befinden haben, welche Menschen und sonstigen Geschöpfe ein Leben führen dürfen und welche nicht, wie sie zu leben und nicht zu leben haben – siehe die folgende Liste mit
- Kastendenken,
- Nationalismus,
- Rassismus,
- Menschismus,
- anthropozentrischem Hominismus ...
Kastendenken, Nationalismus und Rassismus beim Menschen mit den schlimmsten Folgen
wurden über die Jahrtausende beobachtet und dokumentiert.
Viel zu viele Menschen sind aber auch dem Menschismus oder Hominismus verfallen, und
diese haben z.T. ähnliche Ursachen wie Kastendenken, Nationalismus und Rassismus.
Es ist vielen Menschen völlig uneinsichtig, daß die Tier- und Pflanzenarten auf der Erde ein
vom Menschen völlig unabhängiges Lebens- und Existenzrecht haben.
Hier muß man bedenken, mit welcher Bestialität, Vernichtungswut und Grausamkeit die
Menschen in den letzten Jahrtausenden übereinander hergefallen sind, und daß sie dieses
völlig unwürdige und sittlich untragbare Verhalten auch gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt gezeigt haben – und noch zeigen.
Menschen haben von Hominisierung und Sapientierung her in ihrer Psyche zuviel Böses.
Menschen sind eben keine Vernunftwesen (die haben nämlich einen zeitlich konstanten hohen Vernunftpegel), sondern ihre zeitlich variable Fähigkeit zur Vernunft hängt von der Art
und dem Ausmaß ihrer momentan aktiven Triebe und Gefühle ab.
Menschen machen nicht das, was vernünftig ist, sondern das, was ihrem augenblicklichen
Gefühls- und Triebzustand entspricht, der aber leider nur zu oft dem im Menschen immanen-
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ten Bösen entspringt.
Diktatoren, Herrscher und Eroberer wie Asarhaddon, Sancherib, Salmanassar, …, Marius,
Sulla, Caligula, Tiberius, Commodus, ..., Dschingis-Khan, Tiglat-Pileser, …, Napoleon, Adolf
Hitler, Stalin, Pol-Pot, Idi Amin ... waren ganz typische Menschen, die nach Macht strebten
und auch dazu gekommen sind.
Für das Leben der Menschen in Superzivilisationen oder Paradiesen sind das vernichtende
Aussichten, denn einer höheren Entwicklung der Menschheitszivilisation steht die Bestie, das
Böse im Menschen, entgegen.
Es ist also die wichtigste gegenwärtige Aufgabe der Menschen, die Menschen vom Bösen in
der Psyche der Menschen zu befreien, und das funktioniert nur und nur mittels einer hinreichend hoch entwickelten gentechnischen Veredelung des menschlichen Genoms.
Genau dieser Gedanke führt Religion und Evolution zusammen in einem höheren geistigen
System, wobei der Begriff der Religion modernisiert wird zur Theorie und die Evolution beschränkt wird auf Realitätsbereiche: Das Ewige Werden, die globale Realität … - sie unterliegen keiner Evolution.
Das Leben auf der Erde hat zwei grimmige, unerbittliche und grausame Feinde, und zwar
den Menschen, wie eben besprochen, und dann auch noch die Natur:
- Die Natur erschafft schon seit 4 Milliarden Jahren auf der Erde Leben, wobei die Vernichtung von Leben eine große Rolle spielt, denn darauf baut die Natürliche Biologische Evolution (NBE) auf.
- Die NBE führte auch zu Hominisierung und Sapientierung und damit zur Entwicklung des
Menschen, wodurch die Psyche des Menschen im erheblichen Ausmaß zum Spiegelbild der
Mächte wurde, die den Menschen erschufen und die darum Vernichtung säen.
20.8 Konsequenzen für die Sinnschöpfung
Der Darwinismus – so wie ihn die Möchtegern-Darwinisten sehen - lebt von der Idee, daß bei
der Evolution biologischer Formen durch die Methode der Auslese der am besten geeigneten
eine ewige Höherentwicklung erreicht wird oder zumindest dies, daß irgendwann die so erreichten Wertschöpfungen auf ewige Zeiten erhalten werden können.
Das o.g. Bild der Ewigkeit (Aionikon) besagt aber, daß alle Realisierungen, auch die höchsten Wertschöpfungen und am höchsten entwickelten Größen eines Realitätsbereiches wie
die m-Kosmen, irgendwann mit Sicherheit bei der Recyklung dieses Realitätsbereichs restlos
zerstört und aufgelöst werden.
Es gibt immer eine große - vielleicht unendlich große – Anzahl von disjunkten Realitätsbereichen, die völlig eigene Entwicklungsverläufe haben.
In den Realitätsbereichen findet eine – wie auch immer – zeitlich begrenzte und irgendwie
verschieden ablaufende Wiederholung derselben Entwicklungsmuster statt, wobei u.a. interessant ist, welcher Realitätsbereich
- am längsten währt,
- am weitesten ausgedehnt ist und
- zu den höchsten Wertschöpfungen gelangt.
Jeder dieser Realitätsbereiche kann viele, viele m-Kosmen beinhalten, die sich alle in dynamischer Entwicklung befinden.
Weil letztlich auch alle Superzivilisationen und Superintelligenzen auf ihre Realitätsbereiche
beschränkt sind und meistens schon beim Zerfall ihres Heim-m-Kosmos im nD Quantensumpf dieses Realitätsbereichs recykelt werden, gibt es auch keine ewig währenden Superintelligenzen: Alle Götter werden beim Zerfall ihres speziellen Realitätsbereiches irgendwann aufgelöst werden.
So ist das Bild der Ewigkeit:
Fastperiodische Kosmos-, ..., Hyperraum-, Universumentwicklungen alle 10100, 10200, 10300,
10400, ..., 105000, ..., 10500000 ... Jahre können wir als sehr wahrscheinlich annehmen, wo sich
also scheinbar identische Kosmos-Entwicklungen ... abspielen.
Es wiederholt sich vieles in der globalen Realität - aber nur scheinbar, denn irgendwie gibt es
doch Unterschiede. Sagen wir, wir leben in einer globalen Realität modulo 1050 Jahre.
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In 10100000000 Jahren wird es ebenfalls wie „heute“ Universen ... in der globalen Realität geben, in denen IWA und TZ entwickelt werden, deren IW sich als einzig, einzigartig und im
Mittelpunkt der Welt lebend wähnen ...
Die antiquierten Religionen stehen sich selbst im Wege wegen ihrer Widersprüche:
- Der Buddhismus stützt sich auf die Seelenwanderung, das Christentum auf die leibliche Auferstehung nach dem Tode, was man auch beim späteren Islam findet.
- Weil sich diese Religionen in ihren Begründungen so unterscheiden, sollte man weder an Seelenwanderung, Dharma und Nirwana noch an Jenseits, Seele und Auferstehung von den Toten glauben – bis sich die buddhistischen, christlichen und islamischen Religionsführer auf eine einheitliche Version geeinigt haben.
- Es kann nicht beides zutreffen, also Seelenwanderung unter dem Gesetz des Dharma und die leibliche Auferstehung von den Toten.
Das letztliche Verschwinden aller Realisierungen bedeutet, daß es die verheißene Ewigkeit
im Reich Gottes oder Allahs und auch das Nirwana nicht gibt.
Auch kein KIW, KB, Gott, KI-n … kann sich auf ewige Zeiten den Naturgesetzen entgegenstellen, aber wohl für eine gewisse Zeitspanne.
Kraft der eigenen Vernunft kann man festsetzen, daß man versuchen will, diese Zeitspanne
zu maximieren und ebenso die in der entsprechenden Welt geschaffenen Wertschöpfungen
und Höherentwicklungen.
Der Bau von Paradiesen und von Superzivilisationen, die darüber wachen, erscheint als ein
lohnendes Ziel. Dafür erscheinen als geeignet die buddhistischen und christlichen Morallehren und die Forschungen der Genies.
Buddhismus und Christentum vertreten folgende Gebote:
- Liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen und tut Gutes denen, die euch hassen. Jede
Gemeinschaft muß heilig sein und ihr Altar darf nicht beschmutzt werden, aber jeder muß
wissen, daß alles im Wandel ist, auch die Gemeinschaft, ihre Wertvorstellungen, Altäre,
Weltsysteme ...
- Liebt eure Mitgeschöpfe, die Tiere und Pflanzen, laßt sie in arten- und zahlreich in Freiheit
leben oder bewahrt sie in eurer Mitte und sorgt für sie, als wenn es liebe Familienangehörige
wären.
Das kann zur Basis einer neuen Weltsicht und Sinnschöpfung gemacht werden im Bild des
Olympischen Wettstreits unter Sternenkindern, bezeichnet als 2. Christianisierung im Weltmodell der Aionik.
Zivilisation, Natur-, Ingenieurwissenschaften, Technologie ... sind weiter zu führen zur Entwicklung von Supermaschinen und Superzivilisation, mit deren Hilfe man möglichst große,
vielfältige, schöne und langlebige Paradiese erschafft und über möglichst große Zeiträume
bewahrt, woraus sich diese Gebote ergeben:
- Lebt in selber erschaffenen Paradiesen in Frieden mit euren Mitgeschöpfen, den Tieren
und Pflanzen, unter dem Schutz der Superzivilisation.
- Entwickelt Natur- und Ingenieurwissenschaften, Technologie, Staatswissenschaft, Supermaschinen und Superzivilisation zu immer größeren technologischen Höhen und weitet damit die Überlebenschancen in einer lebensfeindlichen Natur immer weiter aus.
- Folgt den sittlichen Lehren von Gautama Siddharta (Buddha), Jesus Christus (Heiland) und
den Ideen und Schöpfungen der Genies.
Letztlich wird zwar alles wieder im nD Quantensumpf unseres einbettenden Realitätsbereichs aufgelöst werden, aber wie bei einem guten Schachspiel kommt es darauf an, ein
möglichst gutes Spiel zustande zu bringen.
War das Schachspiel gut, hat man gute Arbeit geleistet, und auch jedes Schachspiel ist einmal zu Ende, was im Regelfall bei den Schachspielern keine Panik hervorruft.
Ist das eine Schachspiel vorbei, fängt man eben ein neues an – und das macht die Natur.
Im Ewigen Werden entspricht die Entwicklung eines Realitätsbereichs einem Schachspiel,
aber es gibt keine Spieler, die „dieses Schachspiel“ überleben, auch keine Superintelligenzen, Götter, Kosmischen Ingenieure ..., wohl aber gibt es den Reiz des Strebens nach geistig-ethischen Vollkommenseins, das alle Entwicklungen in allen Welten mit einem sittlichethischen Sinn erfüllt, der sich rein aus der Fähigkeit der IW zur Vernunft her ergibt, und hier
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gilt vor allem die Verpflichtung zu Bau und Unterhalt möglichst vielfältiger, großer und langlebiger Paradiese unter dem Schutz möglichst hochentwickelter und leistungsfähiger Supermaschinen, Superzivilisationen und Superintelligenzen.
Wegweisend dabei ist die Fähigkeit der in irgendeinem lokalen Sonnensystem heimischen
IW zu sittlich-ethisch vollkommenem Denken und Handeln.
Wie sieht das bei der Menschheit aus ?
- Menschen löschen große Populationen an Menschen, Tieren und Pflanzen aus mit
einem großen Wortschwall an „gottergebenen“ oder humanistischen und humanitären
Postulaten und Forderungen.
- Menschen rufen Gott, Jahwe, Allah … an und geben vor, in seinem Namen große
Populationen an Menschen, Tieren und Pflanzen vernichten zu müssen.
- Menschen töten pro Jahr 30000 Elefanten und 1000 Nashörner in Afrika unter den
Augen der UNO in Nairobi – sehr eigenartig.
- Menschen fordern für sich selber die Menschenrechte ein und treten die Menschenrechte anderer Menschen und die Tierrechte mit Füßen.
- Menschen fischen die Ozeane leer, verdrecken sie mit Erdöl, Plastikmüll und anderem Unrat und stellen sich selber als Krone der Schöpfung dar.
- Menschen verdrecken die Atmosphäre der Erde, bewirken einen verheerenden Klimawandel und berufen sich auf Menschenrechte und die Souveränität der Staaten.
- Menschen fliehen vor der Staatswillkür in ihrem eigenen Land und töten und rauben
in den Ländern, die sie als Asyl aufsuchen. Die Wilderei in europäischen Ländern hat
in den letzten Jahren enorm zugenommen, verursacht durch den Zustrom von Flüchtlingen aus anderen Ländern. Die Sache ist so: Die Menschen können gar nicht richtig
fliehen, weil sie die innere Bestie immer mit sich nehmen.
- Menschen begehen in ungeheurer Anzahl und Intensität ihre Verbrechen und werden
durch selber erlittene Verbrechen kaum zur Selbsterkenntnis und Besserung gebracht.
Vorläufig sind alle Kräfte dafür einzusetzen, die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt
durch die Menschen zu verhindern. Man sollte sich im heutigen Europa auf christliche
Grundsätze berufen können wie bei
Markus 16 (15): „Predigt das Evangelium aller Kreatur !“
Es ist gehört zwar zu den Grundsätzen der heutigen Europäischen Union, in den Mitgliedsstaaten eine Trennung von Staat und Kirche zu realisieren, aber das Grundgesetz der BRD
und die sonstigen Verfassungen der europäischen Staaten haben große Teile der christlichen Lehren inkorporiert. In das Grundgesetz der BRD wurde der Paragraph 20a eingefügt,
der den Tierschutzgedanken als Verfassungsziel deklariert.
Dennoch sind wir weit von einer funktionierenden Mensch-Tier-Parallelgesellschaft entfernt,
weil viele Passagen der Tierschutzgesetze die Tiere praktisch wieder zu seelenlosen Handels- und Versuchsobjekten der Menschen machen.
Das ist möglich durch die dem Menschen immanent innewohnende Verlogenheit, mit der
nicht nur Völkermorde unter Menschen, sondern auch ganz elementare Tierrechte, in
Deutschland sogar vom Grundgesetz garantiert, geleugnet werden.
Es bedarf einer Gesetzgebung und Rechtsprechung, die der Verlogenheit der Menschen und
ihrer macchiavellistisch-hoministischen „Geschäftstüchtigkeit“ bei der Behandlung von Tieren
voll Rechnung trägt.
Es sind Gedenktage einzurichten für die Auslöschung von Tierarten durch den Menschen,
und in den Städten sind Straßen und Plätze herzurichten zum Gedenken an die Auslöschung
von Tierarten, Vernichtung großer Wälder, das Leerfischen und Verdrecken der Ozeane …
durch den Menschen.
Die Menschen müssen durch Dokumentationszentren, Gedenktage und Gedenkorte immer
wieder und gründlich darauf hingewiesen, daß sie von der Evolution her Eigenschaften haben, die in einer zivilisierten Welt als geistige Defekte einzustufen sind, und diese zeigen
sich laufend im Verhalten der Menschen untereinander und gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt in Form des Bösen, das vom Menschen ausgeht.
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