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TREFFPUNKT
Zukunft Personal 2014
Interaktiv wie nie zuvor
Seitdem die „Zukunft Personal“ vor 15 Jahren erstmals stattfand, hat sie
sich inhaltlich und konzeptionell kontinuierlich verändert. Welche neuen
Formate und thematischen Schwerpunkte in diesem Jahr auf die Besucher
warten, haben wir Christiane Nägler, Projektleiterin bei spring Messe
Management, gefragt.
Christiane Nägler
Personalwirtschaft: Frau Nägler, was ist
in diesem Jahr die größte Neuerung auf
der „Zukunft Personal“?
Christiane Nägler: Die Messe ist so interaktiv wie nie zuvor. Damit sind wir auf den
Wunsch einer wachsenden Zahl von Ausstellern und Besuchern eingegangen. Für beide Seiten wird der gegenseitige Austausch
und Dialog immer wichtiger – statt Frontalbeschallung in Vorträgen ist mehr Interaktion und der direkte Response vom Markt
gewünscht.
Wie zeigt sich das im Messeprogramm?
Wir haben in Kooperation mit der Unternehmensberatung nextpractice zwei neue
Formate entwickelt: das FutureLAB HR und
den HR Solution Check. Beide Formate laufen an allen drei Messetagen im gleichen
Praxisforum in der Halle 3.2 „HR Software
& Hardware“. Das FutureLAB ist im Prinzip
ein softwaregestütztes Gruppen-Brainstorming, bei dem die Teilnehmer mithilfe eines
Moderations-Tools über Zukunftsfragen des
HR-Managements
diskutieren können. Zu den Themen gehören etwa „New Work Order“ oder die „Demokratisierung von Führung“. Die Ergebnisse der Debatten stehen am Ende der Sessions
sofort zur Verfügung und die Teilnehmer
können diese auf Wunsch selbstverständlich
auch von uns bekommen. Der Solution
Check dagegen ist ein komprimierter Anbietervergleich: Vier bis fünf Dienstleister stellen nacheinander zu einem bestimmten HRHandlungsfeld ihre Produkte vor. Die
Teilnehmer wiederum können über das
Moderations-Tool ihre Kommentare abgeben oder Fragen stellen – insbesondere für
Personalmanager, die vor Investitionsentscheidungen stehen, ist das sehr hilfreich.
Eckdaten zur Zukunft Personal (HRM Expo) 2014
Termin: 14. bis 16. Oktober, jeweils 9 bis 17.30 Uhr
Ort: Koelnmesse, Hallen 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 (Eingang Süd)
Daten und Fakten:
Rund 600 Aussteller und 16 000 Besucher
Circa 220 Vorträge, Diskussionen und Präsentationen
Linktipps:
Überblick über Interaktionsformate: http://www.interaktiv.zukunft-personal.de/
Überblick über die Themenreihen: www.themenreihen.zukunft-personal.de
Multimedialer Marktplatz für Trainer und Weiterbilder: www.marketplacetraining.de
Neu: Messe-App „Zukunft Personal | HRM Expo“ jetzt im App Store herunterladen
Zur Anmeldung: www.zukunft-personal.de/registrierung
16
10 | 2014
www.personalwirtschaft.de
Info
Welche weiteren Veränderungen gibt es?
Erstmals bieten wir im E-Learning-Café ein
Speed Coaching: Experten des Bundesverbandes für Online-Bildung coachen Interessierte an allen drei Messetagen – passend
zu dem jeweiligen Schwerpunkt-thema im
E-Learning-Forum – von MOOCs über ELearning für Professionals bis zu Serious
Games und Gamification. Neu ist zum Beispiel auch die Themenreihe „Cross-Border
Recruiting“, in der unter anderem StepStone
und index brandaktuelle Studienergebnisse für die grenzübergreifende Personalgewinnung vorstellen. Vorreiter aus der Praxis
sind insbesondere beim diesjährigen Spotlight Skandinavien vertreten: In Zusammenarbeit mit Great Place to Work präsentieren
wir in diesem Rahmen zahlreiche Beispiele für gute Personalarbeit in Dänemark,
Schweden, Norwegen und Finnland.
Welche drei Keynotes würden Sie sich
als Besucherin auf keinen Fall entgehen
lassen?
Schwere Entscheidung. Denn mit über 200
Vorträgen und Diskussionsrunden hat das
Vortragsprogramm der „Zukunft Personal“
absolut Kongressniveau. Ich persönlich
freue mich besonders auf Roger Willemsen
am dritten Messetag. Er ist für mich die Eloquenz schlechthin im deutschen Medienund Literaturgeschehen. Seine Keynote über
den Wert des Scheiterns wird für Personalentscheider sicher eine herausragende Inspirationsquelle sein. Auch den Vortrag von
Bascha Mika, ebenfalls am 16. Oktober, zum
Zur Person
Info
Christiane Nägler
Christiane Nägler ist seit März 2012 Projektleiterin der „Zukunft Personal“. Davor war
sie drei Jahre lang mit einer Veranstaltungsagentur selbstständig und hat dabei unter
anderem das innovative Veranstaltungsformat „be.connected“ ins Leben gerufen
(heute Messe Frankfurt). Christiane Nägler
war zudem für verschiedene Weiterbildungsveranstalter tätig.
Thema „Frau und Beruf“ kann ich nur jedem
empfehlen. Zudem haben wir auch hochkarätige internationale Sprecher im Programm. Ich möchte auf keinen Fall den Vortrag von Management-Vordenker Professor
Alf Rehn aus Finnland verpassen.
Messen sind immer ein Spiegel des jeweiligen Marktes. Welche Entwicklungen
zeichnen sich in den Messehallen der
„Zukunft Personal“ ab?
Große Nachfrage nach Standflächen erleben wir wie in den Vorjahren in den Bereichen, die mit Nachwuchsgewinnung und
Mitarbeiterbindung zu tun haben: Talent
Management, Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter-Incentivierung – wobei
sich bei Letzterem einige neue Firmen am
Markt etablieren. Auch E-Learning ist eines
der strategisch wachsenden Felder auf unseren Personalmessen – sowohl auf der Ausstellungsfläche als auch im Programm, wo
wir es noch einmal aufgewertet haben. Gleiches gilt für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Grundsätzlich machen wir
als Messeveranstalter aber eine Unterscheidung zwischen Themen, die wir als Wachstumsmärkte für Produkte und Dienstleistungen sehen, und solchen, die wir für die
Arbeitswelt als zukunftsweisend halten.
Welche Themen sind das?
Azubi-Mangel, Demografie-Management,
New Work Order oder die Internationali-
Personalwirtschaft Online
Als weitere Einstimmung auf das Messeprogramm finden Sie auf www.personalwirtschaft.de unter „Aktuelle Ausgabe“
ein Interview mit Professor Dr. Torsten
Biemann (Universität Mannheim) zum
Thema seines Vortrags „Big Data in HR“.
sierung des HR-Managements sind wichtige strategische Themen, bieten sich aber
von der Anzahl der Anbieter her bislang
weniger für einen eigenständigen Themenpark in den Messehallen an. Dafür stützen
wir sie in unserem Vortragsprogramm –
wie beispielsweise mit der neuen Themenreihe „Berufliche Ausbildung“ oder mit verschiedenen Keynotes, die sich mit der
„Demokratisierung von Unternehmen“ auseinandersetzen. Zudem bringen Kooperationspartner spannende Themen mit: Mit
der Neugestaltung der Arbeitswelt beschäftigt sich beispielweise die INQA (Initiative
TREFFPUNKT
Zukunft Personal 2014
Neue Qualität der Arbeit/d. Red.) an zwei
Tagen sehr intensiv.
Die „Zukunft Personal“ ist Europas größte Messe für HR-Management. Wie international aber ist die Veranstaltung tatsächlich?
Internationalität generiert sich über Besucher, Aussteller sowie wichtige Kooperationspartner und Multiplikatoren und ist
eine langfristig zu sehende Herausforderung für einen Messeveranstalter. Auf der
inhaltlichen Seite sind wir mit knapp 15
Prozent englischsprachigen Vorträgen sehr
gut aufgestellt. Auf Ausstellerseite wachsen wir ebenfalls seit Jahren kontinuierlich.
In diesem Jahr neu mit an Bord sind zwei
niederländische und ein finnischer Personalverband sowie Linked:HR, die mit
900.000 Mitgliedern größte internationale HR-Gruppe auf LinkedIn. Great Place to
Work wiederum unterstützt uns beim Spotlight Skandinavien mit einem Best-Practice-Panel führender skandinavischer Unternehmen.
Mit dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) kooperieren Sie bereits. Für
2014 haben Sie die Deutsche Gesellschaft
für Personalführung (DGFP) als Partner
der Messe präsentiert. Worin besteht die
Zusammenarbeit, und welche Impulse
erhoffen Sie sich für die Messe?
Die Personalverbände sind für uns sehr
wichtige Partner, da sie im Kontakt mit
ihren Mitgliedern ganzjährig nah am Puls
der Personaler sind und wichtige HR-Forschung betreiben. Zudem steckt dahinter
selbstverständlich auch ein großes Besucherpotenzial. Die Formen der Zusammenarbeit sind unterschiedlich und reichen von
einer Standpräsenz über eine Beteiligung am
Programm, etwa mit Podiumsdiskussionen,
bis hin zur Ausrichtung des parallelen
E-Learning-Kongresses FUTURA.
Wie wird sich die „Zukunft Personal“
weiterentwickeln?
Interaktivität ist sicherlich ein Trend, der
sich auf der „Zukunft Personal“ fortsetzen
wird. In diesem Sinne überlegen wir beispielsweise, welche Mitmachformate wie
Barcamps, Speed Dating und Ähnliches sich
auch auf eine Messe übertragen lassen. Thematisch werden sich teilweise die Schwerpunkte verschieben: Im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement wird uns
etwa der Aspekt des alternsgerechten Arbeitens in den nächsten Jahren zunehmend
begleiten und psychische Erkrankungen
und Burn-out-Prophylaxe als Topthemen
ablösen. Daneben gibt es Themen, die heute insgesamt noch keine so große Rolle auf
der Ausstellungsfläche spielen, aber an Relevanz gewinnen werden. Dazu zähle ich Relo-
Zukunft Personal 2014
Info
Podiumsdiskussion der Zeitschrift
Personalwirtschaft
Schöne neue Arbeitswelt – HR zwischen
Gelassenheit und Ratlosigkeit, Arbeitswelt
2030, Smarter Workforce, Big Data, Industrie
4.0 – an Schlagworten mangelt es nicht, wenn
es darum geht, innovative Entwicklungen in
den Unternehmen zu beschreiben. Doch welche Rolle spielt die Personalarbeit, wenn sich
in den Werkhallen und Büros technische und
kulturelle Revolutionen vollziehen? Wie sieht
eine HR-Agenda 2030, eine HR-Arbeit 4.0 aus?
Diese zukunftsweisenden Fragen diskutieren
wir mit namhaften Experten aus Wirtschaft und
Wissenschaft.
Moderation: Erwin Stickling, Chefredakteur
der Zeitschrift Personalwirtschaft
Zeit:
Mittwoch, 15. Oktober,
15:30 bis 16:15 Uhr
Ort:
Forum 6, Halle 3.1
cation – also alles, was mit Expatriates, Mitarbeiterentsendung und interkulturellen
Aktivitäten zu tun hat. Aber auch in den
Bereichen Social Collaboration, mobiles
Arbeiten und insgesamt der Gestaltung von
Arbeitsumgebungen werden sich voraussichtlich in den kommenden Jahren mehr
Aussteller als heute präsentieren.
Das Interview führte Alexander Kolberg.
TREFFPUNKT
Zukunft Personal 2014
Mit den richtigen Themen
und Konzepten glänzen
Am 15. Oktober werden Rahmen der Messe Zukunft Personal auf einer Abendgala die diesjährigen
Preisträger des Deutschen Personalwirtschaftspreises gekürt. Mit dabei sind auch die Sponsoren
ADP, Fidelis, Ernst & Young und Oracle. Wir baten sie im Vorfeld um ein Statement: Was sind die
Zukunftsthemen im HR-Bereich, mit denen sich Personalmanager auseinandersetzen müssen?
er HR-Markt steht vor vielfältigen
Herausforderungen: Generation
Y, der demografische Wandel sowie
der viel zitierte Fachkräftemangel sind
nur einige Beispiele hierfür. Qualifizierte Mitarbeiter werden angesichts
dieser massiv veränderten Rahmenparameter immer mehr zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Vor diesem
Jörg John, Geschäftsführer, fidelis HR
Hintergrund sind Unternehmen zukünftig noch stärker als bisher gefordert, bestehende Mitarbeiter gezielt zu entwickeln und zugleich qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Unternehmen, die diesen Herausforderungen über
durchgängige HR-Konzepte erfolgreich begegnen, haben die
wesentlichen Weichen für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit gestellt.
D
n den kommenden Jahren werden
sich Personalmanager viel stärker
auf die CEO/GF-Agenda konzentrieren:
Innovationsfähigkeit, Wettbewerb, Profitabilität und der Umgang mit disruptiven Risiken werden von den Personalmanagern dabei in proaktive Strategien umgesetzt werden müssen.
Aufgrund radikal verbesserter, techni- Nelson Taapken, Partner,
scher Analyse- und Vorhersagemög- Advisory Services,
Ernst & Young (EY)
lichkeiten erhöhen sich die Möglichkeiten, als echter Business Driver mit den Themen „Talent
Risikomanagement“, „Strategische Personalplanung“, „Leadership und Change Enablement“ die Rolle einzunehmen, die HR
schon seit langem inne halten sollte.
Die klassischen Bereiche der Personalarbeit werden einen
extrem hohen Professionalisierungs- und Automatisierungsgrad erreichen, der den Beschäftigungsgrad mit Administration für den Personalmanager endgültig marginalisiert.
I
ersonaler werden auf verschiedenen
Ebenen gefragt sein – als Berater des
Managements ebenso wie bei der Optimierung der eigenen Prozesse. Als Überthema wirkt überall dort, wo sich Unternehmen in knappen Arbeitsmärkten
bewegen, die Gewinnung und Bindung
qualifizierter Mitarbeiter. Auch wird
von HR stärker gefordert werden, EntProfessor Andreas Kiefer,
Vorsitzender der
scheidungen des Managements zu unterGeschäftsführung,
stützen – etwa durch die aussagekräftiADP Employer Services
ge Auswertung von Daten (beispielsweise
aus Social Media) und die Bereitstellung von KPI’s. Dafür brauchen
Personalmanager Freiräume: Am Abbau der Komplexität von HRAdministrationsprozessen führt kein Weg vorbei. Ziel sollte es sein,
die Software-, IT- und Up-Date-Kosten durch Flexibilität, mehr Service und Kernwertschöpfung zu ersetzen. Den Königsweg gibt es
hier nicht: Die Migration bestehender und die Integration neuer
HR-Funktionen sollte allerdings in ein ganzheitliches HR-System münden, das den Einsatz von mobilen Lösungen möglich macht.
P
nser Alltagsleben wird zunehmend
digitalisiert. Alles wird „intelligenter“ beziehungsweise „smart“. Wir
bekommen „smart“ cars, „smart“ watches und so weiter. Wie wird sich das
wiederspiegeln, wie wir miteinander
kommunizieren und/oder Geschäfte
machen? Die hohe globale Dynamik wird
bleiben. Arbeiten wird internationaler, Joachim Skura,
zeitversetzter und mobiler. Wie schnell Sales Development
Manager HCM,
habe ich aussagekräftige Reports für mei- Oracle Deutschland
ne Geschäftsführung? Wo habe ich die
nötigen Daten her?
Die HR Abteilung wird sich in einer Weise verändern, dass sie aktiver Bestandteil der Unternehmenssteuerung ist. Das erfordert andere Tools, aber auch ein höheres Verständnis für die Business-Seite.
U
10 | 2014
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