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3 - Landratsamt Vogtlandkreis

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LESESTOFF: DIE LUXUSVILLA AUS DEM DRUCKER | AUS ALLER WELT
FreiePresse
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 24. Februar 2015
Einzelpreis 1,00 Euro
LOKALES
Die Oscars
glänzen bis
nach Sachsen
PLAUEN
Bergknappe will
Burgruine retten
Der Mauerkranz auf dem Plauener Dobenaufelsen soll gerettet
werden. Das ist das Ziel von Hobby-Bergknappe Gert Müller. Für
die Umsetzung seines Planes hat
der Plauener bereits alles in Sack
und Tüten: die denkmalschutzrechtliche Genehmigung, die Abstimmung mit den Archäologen.
Selbst für eine Straße hat er gesorgt, mit der die Burgreste, die bis
vor vier Jahren hinter Bäumen
verschwunden waren, für Bagger
und schwere Technik erreichbar
Seite: 11: Bericht
sind. (manu)
Im Freistaat wurde bei der
Gala diesmal ganz besonders mitgefiebert. Und tatsächlich: Gleich vier Trophäen gingen an die Komödie „Grand Budapest
Hotel“, die zu großen Teilen in Sachsen entstand.
Gedreht wurde unter anderem in Schloss Waldenburg, auf der Burg Kriebstein und im Dresdner
Zwinger – vor allem aber
in Görlitz (im Bild die
Stadthalle). Was die Preise
für Görlitz bedeuten, lesen
Sie auf Seite 3. FOTO: W. WITTCHEN
PLAUEN
Kleiderkammer
für junge Menschen
In Plauen ist am Montag die erste
Kleiderkammer des Vogtlands eröffnet worden, die sich speziell an
Kinder und junge Erwachsene bis
zu einem Alter von etwa 27 Jahren richtet. Betreiber ist die Fördergesellschaft für berufliche Bildung. Die Kleiderkammer soll
jungen Leuten bei der Gründung
ihres ersten eigenen Haushalts
helfen, sagte Anett Schmidt, Geschäftsführerin des Betreiber-Vereins. Sie können dort gebrauchte
Kleidung, Schuhe und Haushaltsgegenstände kaufen. (kej)
Seite 11: Bericht
IN DIESER AUSGABE
Politik Der Auftakt im Prozess gegen Sebastian Edathy
war nur eine kurze Show
Wirtschaft Die Deutsche
Bahn weitet ihr Angebot bei
Fernbussen aus
Sport Trainer Nystad verrät
das Erfolgsgeheimnis der
norwegischen Skilangläufer
Kleinkind stirbt an Masern –
Impfpflicht kein Tabu mehr
Die Zahl der Erkrankungen steigt weiter. Besonders viele Fälle gibt es in
Berlin, doch auch in
Sachsen sind wieder mehr
Kinder erkrankt.
VON RONNY SCHILDER
LEIPZIG/BERLIN — In Sachsen ist die
Zahl der registrierten Masern-Erkrankungen auf 36 gestiegen. Das
teilte das Sozialministerium gestern
in Dresden mit. Vorige Woche waren 29 Fälle aktenkundig. Der
Schwerpunkt der Erkrankungen
liegt nach wie vor im Raum Leipzig.
In der Stadt gebe es fünf neue Verdachtsfälle, allerdings noch ohne Bestätigung durch Laborbefund, informierte gestern das Leipziger Gesundheitsamt. Alle Erkrankten in
Sachsen sind nach Angaben des Mi-
nisteriums ungeimpft. Bei 16 der 36
Erkrankten handele es sich um Kinder unter fünf Jahren. Nils Lahl,
Sachgebietsleiter im Leipziger Gesundheitsamt, sagte gestern, dass
derzeit viele Eltern für sich und ihre
Kinder die Kombinationsimpfung
gegen Masern, Mumps und Röteln
(MMR) nachfragen. Im Gesundheitsamt würden mehrmals täglich
diese Impfungen verabreicht.
In Berlin ist ein Kind wahrscheinlich an Masern gestorben. Der Junge
im Alter von eineinhalb Jahren sei
am 18. Februar in einem Krankenhaus der Krankheit erlegen, sagte
Gesundheitssenator Mario Czaja
(CDU) gestern. Die Charité teilte am
Abend mit, dass die Todesursache
noch nicht abschließend untersucht
sei. In Berlin grassieren seit Oktober
die Masern. Derzeit gebe es etwas
mehr als 500 Erkrankte, sagte Czaja.
Wegen des Masern-Ausbruchs blieb
eine Sekundarschule in Berlin gestern vorsorglich geschlossen.
Trotz des Masern-Ausbruchs
steht für das Bundesgesundheitsministerium eine Impfpflicht vorerst
nicht zur Debatte. Zwar nehme man
die Lage sehr ernst, sagte eine Ministeriumssprecherin gestern. „Aber
wir setzen jetzt erst mal auf eine
Impfberatung vor Kita-Eintritt und
die Überprüfung des Impfschutzes
bei Gesundheitsberatungen.“ Den
Vorrang der Prävention betonte gestern auch Sachsens Sozialministerin
Barbara Klepsch (CDU). Sie sagte,
Sachsen setze vor allem auf eine
Sensibilisierung der Eltern durch
Aufklärung und begleitende Kampagnen. Eine Impfpflicht schloss
Klepsch nicht kategorisch aus: „Sollten alle präventiven Maßnahmen
nicht den erhofften Erfolg erzielen,
muss auch eine Impfpflicht geprüft
werden.“ (mit dpa)
Seite 4/Ratgeber: Leitartikel/Interview
INTERAKTIVE KARTEN zur
Verbreitung der Masern sehen
Sie, wenn Sie den Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/masern
Gegen Impfungen eingestellte Eltern
bringen bei sogenannten Masern-Partys ihre nicht infizierten Kinder mit
bereits erkrankten Kindern bewusst
zusammen. Die gesunden Kinder sollen sich dort anstecken und durch die
Erkrankung auf natürlichem Weg immun werden. Viele Ärzte sehen so ein
Vorgehen kritisch. Masern seien keine
harmlose Kinderkrankheit. Angesichts
UKRAINE
Masern schwächen das Immunsystem und können bei Komplikationen
zu schweren Infektionen wie zum Beispiel Lungen- und Gehirnentzündungen führen. (dpa)
KIEW — Die prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Ostukraine haben für heute den Abzug schwerer
Artillerie angekündigt. Die Militärtechnik solle unter Kontrolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
von den Frontlinien abgezogen werden, sagte gestern ein Separatistensprecher. Zuvor hatten sich die
Kriegsparteien gegenseitig vorgeworfen, die in Minsk vereinbarte
Waffenruhe zu brechen. (dpa)
WETTER VOR ORT
6 Uhr 10 Uhr 14 Uhr 18 Uhr
0°
1°
Morgen
2°
-2°
2°
0°
Übermorgen
3°
-3°
Ausführliches Wetter: Ratgeber
20009
Ein Glückspilz aus Sachsen knackt den Jackpot und wird Multi-Millionär
chenbach und Plauen ebenfalls eine
Summe von neun Millionen Euro.
Wer der neue Millionär ist, ist nicht
Glück in Form von Zahlen: 6 aus 49.
DRESDEN/LEIPZIG/CHEMNITZ — Gestern Abend sind in den drei großen
sächsischen Städten wieder Tausende Menschen auf den Straßen unterwegs gewesen – sowohl bei den islamkritischen Kundgebungen als
auch bei den Gegenveranstaltungen. Die Pegida-Bewegung verzeichnete in Dresden mit rund 4800 Teilnehmern wieder einen leicht steigenden Zulauf. Vorige Woche waren
4300 Menschen gekommen. Zu dem
Konzert des Netzwerks „Dresden für
alle“ kamen 250 Menschen. In
Chemnitz waren laut Veranstalter
rund 600 Cegida-Anhänger und 250
Gegendemonstranten unterwegs.
Seite 2: Bericht
(fp/epd)
der möglichen Komplikationen ist ein
solches Verhalten in den Augen von
Experten nicht nur verantwortungslos, sondern sogar Körperverletzung.
Leipziger im Lotto-Glück
Wenn das so weitergeht, wird 2015
für die Sachsen ein ertragreiches
Lotto-Jahr. Gestern teilte die sächsische Lotto-Gesellschaft mit, dass ein
Leipziger fast zehn Millionen Euro
gewonnen hat. Insgesamt füllte der
Glückspilz sechs Tippfelder für je einen Euro aus, gleich im ersten Feld
gelangen ihm die sechs Richtigen.
Da er auch die korrekte Superzahl
hatte, knackte er den Jackpot, der
mit rund 19 Millionen Euro gefüllt
war. Ein zweiter Gewinner kommt
aus Nordrhein-Westfalen. Beide Lottospieler erhalten nun jeweils
9.833.995,90 Euro – ein akzeptabler
Ausgleich für die sechs Euro Einsatz.
Im Vorjahr gewann ein Ehepaar
aus einem kleinen Ort zwischen Rei-
Pegida wieder mit
etwas mehr Zulauf
Masern-Partys – auf natürlichem Weg immun?
Hartes Historiendrama
Die Schauspielerin Silke Bodenbender spielt im Historiendrama
„Die Seelen im Feuer“, nächsten
Montag im ZDF, eine Frau, die in
den Strudel der Hexenverfolgung
gerät. Mehr dazu lesen Sie heute
im Fernsehmagazin „rtv“.
ISLAMKRITIKER
bekannt. „Er ist der 123. Sachsenlotto-Millionär“, teilte Siegfried Schenek, Geschäftsführer der Sächsi-
FOTO: ULRICH BAUMGARTEN/VARIO IMAGE
schen Lotto GmbH, lediglich mit. 13
Wochen habe der Tipper Zeit, seinen
Gewinn abzuholen. Es ist bereits der
zweite Millionen-Gewinn in Sachsen in diesem Jahr. Erst vergangene
Woche heimste ein Tipper aus dem
Landkreis Bautzen rund eine Million Euro ein. Im Vorjahr gab es im
Freistaat vier Millionengewinne.
2015 sind es nun schon zwei – und
das Jahr hat noch zehn Monate.
Die Wahrscheinlichkeit für einen geknackten Jackpot liegt in
Deutschland bei 1 zu 140 Millionen.
Das Risiko, vom Blitz getroffen zu
werden, ist höher. Mal schauen, wie
oft die Sachsen 2015 der Wahrscheinlichkeit noch ein Schippchen
schlagen.
Christian Meyer
Separatisten wollen
Artillerie abziehen
SPORT
Mindestlohn gilt nicht
für Ehrenamtliche
BERLIN — Bundesarbeitsministerin
Andrea Nahles (SPD) hat sich mit
den Spitzen des Sports über Ausnahmen vom Mindestlohn verständigt.
Ehrenamtliche in den 90.000 Sportvereinen in der Bundesrepublik, die
etwa als Übungsleiter tätig sind, sollen mit Aufwandsentschädigungen
und der Erstattung ihrer Auslagen
bezahlt werden. Sie sollten keine
Minijob-Verträge erhalten, damit sie
nicht unter die Mindestlohnregelung fallen. (epd) Sportteil: Bericht
4 190932 901004
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 46, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
SERVICE-TELEFON: 0800 80 80 123
MONTAG BIS FREITAG: 6.00–18.00 Uhr | SAMSTAG: 6.00–13.00 Uhr
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2 Freie Presse
SACHSEN
NACHRICHTEN
Sandstein und Orgel in Sachsens kleinster Hallenkirche restauriert
Dienstag, 24. Februar 2015
HUNDEKÖDER
Leipzigs Vierbeiner
besonders gefährdet
LEIPZIG — Bei gefährlichen Hundeködern war Leipzig im vergangenen
Jahr trauriger Spitzenreiter in Sachsen. Mindestens 23-mal wurden die
vermeintlichen Leckerbissen dort
gefunden, wie aus den Daten der
App „GiftköderRadar“ hervorgeht.
In Dresden waren es acht Köder, in
Chemnitz drei. Ein Hund soll dabei
gestorben sein. Bei den Hundeködern handelt es sich um Fleischoder Wurststückchen, in denen Gift,
Nägel, Angelhaken oder Rasierklingen versteckt werden. (dpa)
KLINIKKONZEPT
Rochlitz verliert
Intensivstation
Krankenhaus im
mittelsächsischen Rochlitz soll es
künftig keine Intensivstation und
keine chirurgische Abteilung mehr
geben. Das sieht ein Standortkonzept vor, das die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH gestern
vorlegte. Stimmt die Gesellschafterversammlung zu, werden die Bereiche am Hauptstandort in Mittweida
konzentriert. In Rochlitz verbleibt
nur eine Innere und eine Interdisziplinäre Station sowie eine tagsüber
geöffnete Notaufnahme. Die kommunale Klinikgesellschaft schreibt
seit Jahren rote Zahlen. Ende 2013
wurde bereits der Standort Frankenberg aufgegeben. (acr/grit/jl)
SOZIALLEISTUNGEN
380.000 Sachsen
leben von Hartz IV
KAMENZ — Knapp 380.000 Menschen
in Sachsen haben im Januar von
Hartz IV gelebt. Knapp ein Viertel
davon waren Kinder, wie das Statistische Landesamt gestern mitteilte.
Konkret erhielten im Januar rund
280.000 erwerbsfähige Sachsen Arbeitslosengeld II. Rund 95.800 lebten von dem für nicht erwerbsfähige
Personen gezahlten Sozialgeld in sogenannten Bedarfsgemeinschaften.
Die Hartz-IV-Leistungen sind seit ihrer Einführung vor zehn Jahren die
am häufigsten gewährten Sozialleistungen in Sachsen. Ende 2013 machten sie 89,7 Prozent der gezahlten
Mindestleistungen aus. (epd)
RIESA
Fremdenfeindlicher
Angriff auf Eritreer
RIESA/LEIPZIG — In Riesa sind zwei
Männer aus Eritrea mehrfach geschlagen und fremdenfeindlich beschimpft worden. Die Eritreer hatten in der Nacht zum Sonntag vor einer Diskothek gestanden, als sie
plötzlich von einem Mann beleidigt
und mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurden, wie das Operative
Abwehrzentrum Sachsen gestern in
Leipzig mitteilte. Die Opfer flüchteten in die Disko, wo sie wieder von
zwei weiteren unbekannten Männern angegriffen wurden. Als die
Eritreer das Lokal verließen, wurden
sie von mehreren Unbekannten verfolgt. Die Männer trennten sich,
doch eines der Opfer wurde an einer
Tankstelle erneut niedergeschlagen
und am Boden liegend getreten. Die
Polizei sucht nach Zeugen. (epd)
Die St.-Annen-Kirche in Ruppertsgrün (Kreis
Zwickau) erstrahlt wieder in neuem Glanz.
Anlass für die Arbeiten war das 500-jährige
Bestehen des Gotteshauses, das bereits vor
zwei Jahren gefeiert wurde. Jetzt stehen die
Markus Ulbig und EvaMaria Stange wollen im
Juni Stadtoberhaupt in
Dresden werden. Ein Verhaltenskodex soll Konflikte
im Kabinett vermeiden.
VON KAI KOLLENBERG
DRESDEN — Die
Ausgangssituation
ist pikant. Gleich zwei Minister wollen am 7. Juni Oberbürgermeister in
Dresden werden. Innenminister
Markus Ulbig wurde zum Spitzenkandidaten der Union ausgerufen,
Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Stange wird von Rot-Rot-Grün und
einem Bürgerbündnis gestützt. Damit das Kabinett unter dem Wahlkampf nicht leidet, haben die Spitzen der Koalition nun gehandelt.
Zwar sieht Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) allgemein kein
Problem darin, dass zwei Minister
im unmittelbaren Wettstreit miteinander stehen. Auch Stange und Ulbig haben sich versichert, auf persönliche Angriffe verzichten zu wollen. Dennoch hat Tillich gemeinsam
mit dem SPD-Vorsitzenden und
Wirtschaftsminister Martin Dulig
gewisse Spielregeln festgelegt: Sie
sollen helfen, dass Stange und Ulbig
eine saubere Trennung zwischen
Kandidatur und Ministerposten garantieren. Dabei geht es auch um
Formalitäten: Unter anderem wurde
beiden empfohlen, nicht mit dem
der Einbau eines computergesteuerten Heizungs- und Lüftungssystem. Im Vorjahr erfolgte die Aufarbeitung des Altars. Zu dem
Gesamtvorhaben gehörte auch die ReiniFOTOS: THOMAS MICHEL
gung der Orgel (links).
Dienstwagen zu Wahlkampfterminen zu fahren. Weitere Details sollen aber nicht in der Öffentlichkeit
diskutiert werden.
„Mir geht es darum, dass es eine
faire Grundlage gibt, die allgemeingültig ist“, sagt Tillich. Auch Dulig
ist das wichtig: „Wir haben uns mit
den beiden Ministern, die für das
Amt des Dresdner Oberbürgermeisters kandidieren, abgesprochen,
dass es sinnvoll ist, ein paar Spielregeln im Wahlkampf aufzustellen. So
soll es fair bleiben, es soll keine
Schaukämpfe im Kabinett geben.“
Die vergangenen Wochen haben
gezeigt, dass es Gründe für einen Kodex gibt. Zu viel hängt für beide Parteien an der Entscheidung über die
Dresdner Stadtspitze. Die CDU muss
beweisen, dass sie in einer Großstadt
gewinnen kann. Bis auf Dresden
werden alle deutsche Kommunen
mit mehr als 500.000 Einwohnern
von einem Stadtoberhaupt regiert,
Markus Ulbig
Innenminister und
OB-Kandidat der CDU
FOTO: OLIVER KILLIG/DPA
Eva-Maria
Stange
Ministerin für
Wissenschaft und
OB-Kandidatin der SPD
FOTO: GOETZ SCHLESER/SPD
das ein SPD- oder ein grünes Parteibuch hat. In Sachsen sind Chemnitz
und Leipzig durch Barbara Ludwig
und Burkhard Jung in der Hand der
Sozialdemokraten. Und in Dresden
waren die Vorzeichen für die Union
schon einmal besser: Seit dem Sommer geben SPD, Linke, Grüne und
Piraten im Stadtrat den Ton an.
AfD schickt Stefan Vogel ins Rennen um das Dresdner Rathaus
Stadtrat-Fraktionschef Stefan Vogel
tritt für die Alternative für Deutschland (AfD) zur Oberbürgermeisterwahl
Dresden an. Der gebürtige Dresdner,
der seit Mai 2013
AfD-Mitglied ist,
wurde von seinem
Kreisverband mit
großer Mehrheit nominiert. Der 57-Jährige war der einzige Kandidat. Ursprünglich hatte die AfD mit einem
unabhängigen Bewerber geliebäugelt,
Kreischef Jürgen Schulz war noch im
Januar von einem Sonderparteitag eigens ermächtigt worden, Gespräche
mit drei Kandidaten zu führen.
Von 1999 bis 2004 war Vogel Geschäftsführer der AWO Chemnitzer
Land/Stollberg/Hohenstein-Ernstthal,
seit 2011 ist er als Finanz- und Versicherungsmakler tätig. Neben Vogel
und den beiden Ministern stellt sich
auch Wirtschaftsbürgermeister Dirk
Hilbert (FDP) zur Wahl. (tz)
Für die SPD ginge ein lange gehegter Traum in Erfüllung, wenn
Stange die Nachfolgerin der Dresdner OB Helma Orosz (CDU) würde.
Alle drei sächsischen Metropolen
wären dann in der politischen Farbenlehre rot. Die Genossen sprechen von einem möglichen Signal
für die Landtagswahl 2019: In Dresden könnte nach Jahrzehnten der
CDU-Dominanz etwas gehen, hoffen sie. Vielleicht haben sie deswegen seit Kurzem in den Angriffsmodus gegenüber Ulbig geschaltet.
Ursache für die Attacken auf den
CDU-Mann war dessen Treffen mit
Pegida-Organisatoren. Nicht wenige
Sozialdemokraten vermuteten dahinter vor allem taktische Gründe.
Der Innenminister weist solche Vorhaltungen zurück: In seiner ersten
Rede als Oberbürgermeister-Kandidat vor zwei Wochen machte er das
Treffen aber zum Thema. Pegida
dürfe nicht isoliert werden, sagte er.
Auch den Koalitionsfrieden sprach
er an: „Natürlich ist der Innenminister in die Disziplin von Koalition
und Kabinett eingebunden.“ Aber es
freue ihn, als OB-Kandidat eine „gewisse Beinfreiheit“ zu erhalten.
Längst sind sich aber nicht alle einig, ob ein Kabinettskodex künftige
verbale Spitzen verhindern kann.
Aus den Koalitionsparteien sind
pragmatische Töne zu hören. Sicher,
Spielregeln seien nicht schlecht,
heißt es. Stange und Ulbig würden
sich dadurch nicht zu hart attackieren können. Aber es finde sich immer jemand, der gegen den einen
oder die andere austeilt.
Älteste Frau
Deutschlands
ist tot
Sächsin Johanna Klink
starb mit 112 Jahren
OSCHATZ — Johanna Klink, die älteste
Frau Deutschlands, ist tot. Wie die
Stadtverwaltung in Oschatz gestern
auf Anfrage bestätigte, starb die Seniorin bereits Ende vergangener
Woche im Alter von 112 Jahren in
einem Pflegeheim der nordsächsischen Stadt.
Lange hatte Frieda Szwillus aus
Raschau im Erzgebirge als älteste
Deutsche auf einer von der US-Forschungsgruppe Gerontology Research Group geführten Liste der ältesten Menschen der Welt gestanden. Nach ihrem Tod im September
2014 nahm Johanna Klink diesen
Johanna Klink
(1903-2015)
FOTO: DIRK HUNGER/ARCHIV
Platz ein. Sie hatte einmal erklärt, sie
wolle Johannes Heesters überleben.
Das gelang ihr deutlich: Der Schauspieler starb im Dezember 2011 – im
Alter von 108 Jahren. Johanna Klink
feierte noch am 17. Januar 2015 im
kleinen Kreis ihren 112. Geburtstag.
Auch die beiden Schwestern der
1903 in Oberschlesien geborenen
Klink erreichten mit 98 und 105 Jahren ein hohes Alter.
Älteste Deutsche ist nun mit
111 Jahren Charlotte Klamroth in
Ludwigshafen. Sie stammt aus Sachsen-Anhalt. (fp/dpa)
Pegida-Chef kündigt „Charta“ für Muslime an
Polizei stellt Dieb
nach wilder Raserei
LICHTENSTEIN — Ein
VON TINO MORITZ UND OLIVER HACH
mutmaßlicher
Einbrecher hat sich im Landkreis
Zwickau eine Verfolgungsjagd mit
der Polizei geliefert. Der Mann sollte
am Sonntag in Lichtenstein kontrolliert werden, weil er im Auto nicht
angeschnallt war. Statt anzuhalten,
raste er davon und konnte erst nach
40 Minuten in Gersdorf gestellt werden. Dort stellte sich heraus: Der
Mann stand unter Drogen und hatte
weder Führerschein noch Fahrzeugpapiere. Die Kennzeichen waren gestohlen. Im Auto wurden Drogen,
Diebesgut und Einbruchswerkzeug
gefunden. (dpa)
nen Säulen (Mitte). Die bestehen aus Zwickauer Kohlesandstein. Das Material ist heute nicht mehr vorrätig. Verursacht wurden
die Schäden durch die hohe Luftfeuchtigkeit
im Gebäude. Um die zu reduzieren, erfolgte
Zwei Minister im OB-Wahlkampf:
Regierung legt Spielregeln fest
Nur in Dresden ziehen die
Islamkritiker mehrere Tausend Demonstranten an.
In Leipzig gehen die meisten Gegner auf die Straße.
VER FOLGUNGSJAGD
umfangreichen Arbeiten in Sachsens kleinster Hallenkirche (rechts) vor dem Abschluss.
Den Auftakt bildete die Trockenlegung des
Gebäudes. Begonnen wurde mit der Sanierung der sieben im Kirchenschiff vorhande-
FOTO: AFD
ROCHLITZ — Am
DRESDEN/CHEMNITZ/LEIPZIG — Dieses
Mal ist es keine OberbürgermeisterKandidatur, die Lutz Bachmann ankündigt. Diese Personalie spricht er
eine Woche nach seinem Überraschungscoup, dass da jemand auf Pegida-Ticket an der Dresdner Wahl
am 7. Juni teilnehmen werde, mit
keinem Wort an. Dafür hat er gestern Abend vor der Frauenkirche eine andere Botschaft parat, eine mit
Termin. Am Mittwoch, so ruft Bachmann den laut Polizei 4800 De-
monstranten zu, werde Pegida eine
„Charta“ veröffentlichen. Muslimische Verbände hätten durch ihre
Unterschrift „die Chance, sich klar
von IS, Boko Haram, Muslimbruderschaft und so weiter zu distanzieren
und diese als Kriminelle zu deklarieren und unser Grundgesetz und unsere kulturellen Werte anzuerkennen“. Spätestens dann, so fährt Bachmann fort, werde sich „die Spreu
vom Weizen trennen“.
Allzugroße Resonanz erwarte er
nicht, „als Ausrede wird sicher kommen, dass man kein Pegida-Nazi-Papier unterschreiben will“. Schon zuvor war bekannt geworden, dass
Bachmann nun doch Pegida-Vorstand bleibt – obwohl er nach Bekanntwerden seiner „Viehzeug“und
„Dreckspack“-Äußerungen
über Ausländer im Januar reumütig
seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Nun nennt er es einen Erfolg,
dass Pegida vier Monate nach dem
Auftakt mit damals 350 Demonstranten für eine zuvor angeblich jahrelang nicht da gewesene Diskussi-
Lutz Bachmann
Alter und neuer
Pegida-Vorstand
FOTO: SEBASTIAN KAHNERT/DPA
on um brisante, unerwünschte Themen gesorgt habe. Dann spricht
Bachmann von „manipulierten
Nachrichtensendungen“, vom Mitgliederschwund der als „Scharia Partei Deutschlands“ bezeichneten SPD
und „Sigmar Gabriel und seinen
Schergen“. Als Gastredner tritt René
Stadtkewitz auf – der die Menge ausdrücklich ermuntert, „Volksverräter“ zu rufen, was neben „Lügenpres-
se“ und „Wir sind das Volk“ längst
zum Standardrepertoire gehört.
Stadtkewitz saß mal für die CDU im
Berliner Abgeordnetenhaus, inzwischen ist er Chef der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung Pax Europa“. In Dresden fordert er Muslime
auf, sich „einen neuen Koran 2.0“ zu
schreiben.
Eine Grußbotschaft von Holocaust-Überlebenden an die PegidaDemonstranten in Dresden stellte
sich indes als Fälschung heraus. Auf
der Kundgebung am 9. Februar hatte
Bachmann ein angeblich an die Demonstranten gerichtetes Schreiben
des Ehepaars Ingrid und Otto Wustrack (beide 85) aus Hannover verlesen. Otto Wustrack sagte gestern der
„Freien Presse“, seine jüdische Frau,
die den Holocaust in Berlin überlebte, habe an den Zentralrat der Juden
in Deutschland geschrieben und vor
einer Vorverurteilung der Demonst-
ranten gewarnt. Das Schreiben sei
jedoch „in falsche Hände geraten“
und gegen den Willen des Ehepaars
als Grußwort auf der Kundgebung
missbraucht worden. „Das war nicht
in unserem Sinne“, sagte Wustrack.
Etwa 250 Gegendemonstranten setzen in Dresden einen musikalischen
Abendspaziergang gegen Pegida.
Bei der vierten Montagsdemonstration des Chemnitzer Pegida-Ablegers ziehen nach Angaben der Veranstalter rund 600 Teilnehmer
durch die Innenstadt. Als Gastrednerin tritt die frühere Hamburger
AfD-Politikerin Tatjana Festerling
auf, die seit dem Wochenende auch
Pegida-Vereinsmitglied ist. Rund 250
Menschen demonstrieren für ein
weltoffenes Chemnitz. Auch in
Leipzig wird demonstriert. Örtliche
Medien melden etwa 800 Teilnehmer bei Legida sowie etwas mehr
Gegendemonstranten.
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 24. Februar 2015
Freie Presse
3
DAS THEMA: DIE OSCAR-NACHT
Gold für Görlitz
Die Komödie „Grand Budapest Hotel“ räumt vier Oscar-Trophäen ab, deshalb fühlt sich auch die Filmstadt als Sieger. Schon lange haben
Filmteams aus aller Welt die Region für sich entdeckt – mit dem Triumph in Hollywood dürfte der Drehort jetzt noch bekannter werden.
VON HEINRICH MARIA LÖBBERS
Gewinner der Oscar-Nacht
GÖRLITZ — Bill Murray schwört auf
Die Sieger in einigen ausgewählten
Kategorien:
Bratwürste. Gleich zwei auf einmal
bestellt er sich im Senfladen an der
Brüderstraße. „Die haben hier auch
heftigen Senf“ schwärmt er. Am
liebsten extra scharf. Und Gurken
hätte er gern auch dazu. Lustvoll
ditscht der Hollywood-Star die
Wurst in den Bautzner Senf und beginnt von diesem Ort zu schwärmen. Görlitz! „Diese kleine, schöne,
so gut erhaltene Stadt. Ich habe noch
nie etwas ähnliches gesehen“, sagt
Murray. Im Hotel Börse hat er Anfang 2013 mit vielen anderen Stars
und der Filmcrew über Wochen gewohnt – und sich in die Stadt verliebt. „Ich würde so gern noch mal
privat zurückkommen mit Familie
und Freunden, um ihnen das hier zu
zeigen.“ Auch seine Kollegen
schwärmen in diesem kurzen Werbefilm über den Drehort von „Grand
Budapest Hotel“. Man kann ihn bei
Youtube gucken. Ein Dankeschön
aus Hollywood an Görliwood.
Dank an den „lieben Regisseur“
Jetzt gibt es noch so einen kleinen
Film, diesmal aus der anderen Perspektive. Da sitzt der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege
stolz hinter seinem imposanten
Schreibtisch und bedankt sich „bei
dem „lieben Regisseur Wes Andersen und dem ganzen Filmteam für
diese tolle Zeit und für diesen fantasievollen Film“. Der OB schwärmt:
„Wir haben zusammen gearbeitet,
gefeiert, gelacht und viel Spaß gehabt. Und manchmal haben wir Unmögliches möglich gemacht.“
An diesem Montagmorgen im Februar 2015, an dem der Film auf der
Internetseite „So geht Sächsisch“
veröffentlicht wird, kann man sagen: Es hat sich gelohnt. „The Grand
Budapest Hotel“, der zum größten
Teil in Görlitz gedreht und vor fast
genau einem Jahr zum ersten Mal
hier gezeigt wurde, hat abgeräumt.
Für neun Oscars war er nominiert,
vier der vergoldeten Trophäen hat er
bekommen. Und auch wenn es
nicht die wichtigsten Kategorien
sind, so ist es doch ein Riesenerfolg.
Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Frisuren, Beste Filmmusik
und Bestes Szenenbild.
Vor allem auf diesen letzten Preis
hatten sie in Görlitz gewartet. Es ist
im Grunde genommen der Oscar für
Görlitz, für das „Kulissenimperium“,
für die Stadt mit ihrem unzerstörten
historischen Ambiente, in die sich
schon so viele Filmemacher verguckt haben. Unlängst schlug die
englische Zeitung „The Guardian“
vor, Görlitz habe einen Preis für die
Bester Film: „Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“
Regie: Alejandro G. Iñárritu („Birdman“)
Hauptdarsteller: Eddie Redmayne
(„Die Entdeckung der Unendlichkeit“)
Hauptdarstellerin: Julianne Moore
(„Still Alice“)
Nebendarstellerin: Patricia Arquette
(„Boyhood“)
Nebendarsteller: J.K. Simmons
(„Whiplash“)
Nicht-englischsprachiger Film:
„Ida“ (Polen)
Kamera: „Birdman“
Filmmusik: Alexandre Desplat
(„Grand Budapest Hotel“)
Bestes Szenenbild: „Grand Budapest
Hotel“
Dokumentarfilm: „Citizenfour“
Make-up: „Grand Budapest Hotel“
Kostümdesign: „Grand Budapest Hotel“
Prächtige Kulisse: Szene aus „Grand Budapest Hotel“, gedreht im gut 100 Jahre alten Görlitzer Kaufhaus in der Innenstadt.
beste Filmstadt verdient. Nun ist es
quasi so gekommen. Der Ort sonnt
sich im Glanz der Filmpreise, doch
dieser Film hätte ohne Görlitz vielleicht gar keinen Preis bekommen.
Es ist eine skurrile, rasante Tragikkomödie um den Concierge eines Luxushotels in dem osteuropäischen Fantasieland Zubrowka in
den 1920er-Jahren. Eine schrille, beinahe märchenhafte Geschichte,
ebenso heiter wie spannend. Sie besticht durch pompöse Bilder, schräge Typen, schrille Outfits, absurde
Szenen und spektakuläre Stunts.
Das gut 100 Jahre alte Görlitzer
Kaufhaus steht dabei als Schauplatz
im Mittelpunkt. Monatelang nahm
die Filmcrew das Jugendstilgebäude
dafür in Beschlag. Mittlerweile hat
es der Unternehmer Winfried Stöcker gekauft, der daraus wieder ein
Kaufhaus machen will. Doch der
Kaufhausretter geriet Ende des vergangenen Jahres mit fremdenfeindlichen Äußerungen ins Zwielicht
und sorgte weit über Görlitz hinaus
für Schlagzeilen, die eine internationale Filmstadt überhaupt nicht ge-
brauchen kann. Inzwischen hat sich
die Aufregung gelegt und Stöcker
bedauert ein wenig. Der Film, in
dem es auch um ein Migrantenschicksal und um Nationalismus
geht, gefalle ihm allerdings nicht,
hat er neulich der „Süddeutschen
Zeitung“ verraten. „Ein unangenehmer Klaumaukfilm“, findet er, „ich
verstehe die Aussage nicht.“
Hollywood-Größen in Kneipen
Es war die bisher aufwendigste und
mit 23 Millionen Euro teuerste Filmproduktion aller Zeiten in Sachsen.
Im Kaufhaus im Herzen der Stadt
richtete die Filmcrew die Hotellobby ein. Dort befand sich auch die
Maske und die Kostümabteilung,
die nun mit einem eigenen Oscar gewürdigt wurde. Umgestaltet wurde
auch die geschlossene Görlitzer
Stadthalle direkt an der Grenze zu
Polen, dort war unter anderem die
Küche des „Grand Budapest Hotel“.
Ein Teil der Aufnahmen entstand in
den Filmstudios Babelsberg, aber es
war auch beinahe ganz Görlitz einbezogen.
Im Fitnessstudio traf man Schauspieler, in den Kneipen hockten
abends Hollywood-Größen, beim
Augenoptiker tauchte eine Requisiteurin mit einem Karton voller Brillengestelle auf, um sie für die Komparsen herrichten zu lassen. Ein
Wirt lieferte mehr als 1000 Liter
Suppe für die Crew, ein Dreiseitenhof diente als Kulisse. Neben Stars
wie Jeff Goldblum, Ralph Fiennes,
Tilda Swinton oder Jude Law wurden rund 1000 Komparsen in der Region gecastet. Und alle sind nun ein
bisschen Oscar. Die Sänger vom Bäckerchor Zittau bekamen eine Tonsur verpasst und spielten Mönche.
Konditorin Anemone Müller-Großmann vom Café Care in Königshain
kreierte eine verführerische, dreistöckige Köstlichkeit, die im Film als
„Mendls Courtisan au chocolate“
auftaucht. Selbst ein örtlicher Kater
namens Silver, das Haustier der Görlitzerin Anne Grützner, wirkte mit –
an der Seite von Schauspieler Jeff
Goldblum. Der Perser-NorwegerMix findet im Film allerdings ein
tragisches Ende und wird aus dem
FOTO: FOTEX
Fenster geworfen – dem Fenster des
Bürgermeisterzimmers, in dem die
Szene gefilmt wurde.
Dann waren da noch die beiden
Hobbyschrauber Torsten Seidel und
Torsten Täubel, die ein Motorrad aus
dem Jahr 1933 zu Verfügung stellen.
Auf dieser BMW R11 raste Willem
Dafoe durch die Gegend. Unter anderem durch den Dresdner Zwinger.
Auch dort wurde nämlich gedreht,
ebenso wie – meist unter strenger
Geheimhaltung – in der berühmten
Pfunds Molkerei in Dresden, auf
Burg Kriebstein, auf der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz, in
einer Winterlandschaft bei Pirna
oder im Zittauer Gefängnis, wo ein
spektakulärer Ausbruch spielt. Wer
sich auskennt in Sachsen, der erkennt vieles wieder in diesem Film,
in dem die Szenen natürlich in ganz
anderen Zusammenhängen stehen
– weit weg von Sachsen.
Film- und Fernsehteams aus aller
Welt haben die Region als Drehort
entdeckt. Wegen der eindrucksvollen Kulissen, aber auch, weil es hier
nach Einschätzung des Filmverban-
des viel Verständnis bei Behörden
und Bevölkerung gebe. Und obendrein ordentliche finanzielle Unterstützung durch die Mitteldeutsche
Medienförderung. Der Drehort Görlitz indes wird nun wohl noch bekannter werden. Hier wurden ja
schon Filme wie „In 80 Tagen um die
Welt“ mit Jackie Chan oder „Der
Vorleser“ mit Kate Winslet gedreht.
Nicht aus Spaß sondern als Marketingmaßnahme hat sich die Stadt
den Namen Görliwood als Marke
schützen lassen, sowohl mit i als
auch mit y. Die Statistiker melden
steigende Besucherzahlen. Auf der
Facebook-Seite „Filmstadt Görlitz –
die coolste Film-Location“ malte
sich gestern ein Cineast die passende Reaktion auf die Oscars aus: „Mal
schauen, wann der Schriftzug Görliwood auf der Landeskrone auftaucht.“ (sz)
WIE SICH GÖRLITZ beim
Filmteam bedankt, können
Sie sehen, wenn Sie diesen
Code mit dem Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/goerlitz
Politische Töne prägen Oscar-Gala
„Birdman“ – eine bitterböse Komödie
Einige Gewinner nutzten die Bühne für emotionale Auftritte
Im Gewinnerfilm versucht sich Michael Keaton als abgewrackter Superheld
HOLLYWOOD — Eines der politischsten Statements des Abends kam in
allerletzter Minute. Der mexikanische Regisseur Alejandro González
Iñárritu hatte seine Oscar-Dankesrede für den besten Film schon gehal-
Patricia
Arquette
Oscar-Gewinnerin
FOTO: PAUL BUCK/DPA
ten, da griff er sich erneut das Mikrofon. Er widme seinen Preis auch den
jungen Immigranten der USA: „Ich
bete dafür, dass sie mit derselben
Würde und demselben Respekt behandelt werden wie diejenigen, die
vor ihnen kamen und diese unglaubliche Einwanderer-Nation aufgebaut haben“, sagte er mit seiner
Trophäe in der Hand. Iñárritus Rede
war symptomatisch für diese 87. Oscar-Verleihung: In einer fast schon
langweiligen Show lieferten die Gewinner die stärksten Momente.
„Heute ehren wir Hollywoods Weißeste, äh, Entschuldigung, Hellste“,
hatte Moderator Neil Patrick Harris
gleich zu Beginn der Show noch sarkastisch prophezeit.
Patricia Arquette, die einen Oscar
als beste Nebendarstellerin in „Boyhodd“ erhielt, nutzte die Bühne für
den ersten Appell des Abends. „Nun
ist endlich unser Moment gekommen – für gleiche Löhne und gleiche
Rechte für Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika“, rief sie
unter dem Applaus von Stars wie
Meryl Streep. Deren begeistertes
Klatschen wurde online zum tausendfach geteilten Bild des Abends.
John Legend, der für den „Selma“-Song „Glory“ gewann, erinnerte
in seiner Rede an die Ungleichheit,
die in den vergangenen Monaten
LOS ANGELES — Der große Oscar-Ge-
schwarze Bürger wie in Ferguson zu
Protestmärschen auf die Straße
brachte: „Es sind heute mehr
Schwarze unter Kontrolle der Justiz
als zu Zeiten der Sklaverei 1850. Leute, die zu unserem Lied marschieren,
sollen wissen, wir sind bei euch.
Marschiert weiter!“
Ein weiteres politisches Zeichen
setzte die Akademie in der Kategorie
beste Dokumentation. Dort ging der
Deutsche Wim Wenders zwar leer
aus, dafür gewann die deutsche KoProduktion „Citizenfour“ über Edward Snowden – den Mann, der die
geheimen Machenschaften des USGeheimdienstes NSA enthüllte und
das Ansehen der USA international
erheblich schädigte. (dpa)
EIN VIDEO zur Oscar-Gala
können Sie sehen, wenn Sie
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oder Tablet scannen.
» www.freiepresse.de/oscarnacht
Michael Keaton hebt ab: Szene aus
„Birdman“.
FOTO: 20TH CENTURY FOX/DPA
winner „Birdman“ – das ist eine bitterböse Komödie über die Vergänglichkeit des Ruhms, die Eitelkeiten
des Filmbetriebs in Hollywood und
die Abgründe des Menschen. Die Satire des mexikanischen Regisseur
Alejandro G. Iñárritu wurde mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet,
darunter als bester Film und für die
beste Regie.
Iñárritu erzählt in seinem Künstlerdrama von der Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit und karikiert die Eitelkeiten Hollywoods. Er
schafft einen Film über das Theater,
den Film im Theater und vermischt
dabei immer wieder Realität mit
Imagination.
Im Mittelpunkt von „Birdman
oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ steht der abgehalfterte Hollywoodstar Riggan Thomson alias „Birdman“. Er versucht, am
Broadway an seinen einstigen Ruhm
anzuknüpfen – und scheitert kläglich. „Birdman“ verwechselt Bewunderung mit Liebe, die eigenen Ambitionen mit realistischen Möglichkeiten.
Alejandro
G. Iñárritu
„Birdman“-Regisseur
FOTO: PAUL BUCK/DPA
Iñárritu wählt surreale Bilder
und erzeugt bei aller ironischen Komik immer wieder eine Atmosphäre
von Schwermut und Tragik. Für die
Hauptrolle hätte der Regisseur wohl
kaum einen Besseren wählen können als Michael Keaton - jenen
Mann, der schon 1989 als fliegender
Held „Batman“ die Welt rettete und
wenige Jahre später als solcher zurückkehrte. (dpa)
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 24. Februar 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Ansteckende
Affekte
Karsai kritisiert
Einsatz der Nato
RONNY SCHILDER
ZUM STREIT ÜBER
EINE IMPFPFLICHT
Der frühere afghanische Präsident erhebt
schwere Vorwürfe gegen die USA
FOTO: SUBEL BHANDARI/DPA
4 Freie Presse
ronny.schilder@freiepresse.de
M
asern-Krise in Berlin. Und
die Befürworter und Gegner von Massenimpfungen debattieren wieder mit heiligem
Zorn. Jede Seite hat, wie es meistens
so ist, ein paar bessere und schlechtere Argumente bei der Hand. Aber
da sich ein moralisierender Ton bei
uns in jede Debatte mischen muss,
wir sind schließlich in Deutschland,
hüpfen wir rasch über alle Argumente hinweg und werfen uns gegenseitig mindestens die Absicht
der Körperverletzung (Impfgegner)
oder grob fahrlässiges Verhalten
zum Nachteil der Allgemeinheit
(Impfbefürworter) vor.
Ich bin grundsätzlich für Impfungen – aber ich bin weder Arzt,
noch Pharmazeut, noch Epidemiologe. Wenn ich meine Ansicht prüfe,
bin ich wohl ein Kind des 20. Jahrhunderts, ein Fortschrittsoptimist.
Die Welt, in der ich mich verorte,
hat das geistige Erbe von Louis Pasteur und Robert Koch angetreten,
nicht ausgeschlagen, und zwar
meistens, wie ich glaube, zu ihrem
Nutzen. Dass ich mich vor Pest und
Pocken nicht mehr fürchten muss,
verdanke ich moderner Medizin.
Die durchschnittliche Lebenserwartung unserer Kinder liegt bei über
80 Jahren. Das hat Gründe, auch in
der medizinischen Vorsorge.
Allerdings gibt es Impfschäden,
und eine Pharmaindustrie, die auch
ich gelegentlich als übergriffig empfinde. Einer allzu fröhlichen Wissenschaft kann man mit Fug und
Recht entgegenhalten, die Natur wäre nicht bis in ihre letzten Zusammenhänge erforscht. Und es wäre
nicht das erste Mal in der Geschichte
der Menschheit, dass die Weisheit
von heute der Irrtum von morgen
ist. Wer so redet, muss kein schlechter, dummer oder verantwortungsloser Mensch sein. Im Gegenteil. Mit
Überheblichkeit wischt man solche
Argumente nicht vom Tisch.
Martin Kessel, ein Schriftsteller
aus Plauen, hat geschrieben: „Auch
die Wahrheit gedeiht nur in einer
bestimmten Vegetation und Temperatur. Sobald man sie erhitzt, wird
sie fanatisch, sobald man sie unterkühlt, zynisch.“ Wir sollten Ruhe bewahren, auch in der Masern-Krise.
Eine Impfpflicht, die im Gefahrenfalle ausgerufen werden kann, gibt
es schon seit 2001, sie steht im Infektionsschutzgesetz. Das Gesundheitsministerium hat eine solche Pflicht
bis heute nie angeordnet. Wir sind
nicht ohne Schutz. Wir haben Zeit,
Argumente auszutauschen.
„... Der Fall Edathy!“
KARIKATUR: TOMICEK
Der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan mit Tausenden Toten ist nach
Einschätzung des früheren Präsidenten Hamid Karsai ein Misserfolg
gewesen. Er trauere mit den Familien der Opfer, sagte Karsai in einem
Gespräch mit deutschen Medien.
Zwar bewerte er den Kampfeinsatz
„negativ“, für die zivile Hilfe sei er
aber sehr dankbar, sagte Karsai. Der
heute 57-Jährige war nach dem
Sturz des Taliban-Regimes Ende
2001 bis September 2014 Staats- und
Regierungschef Afghanistans.
Die USA und die Nato seien nach
Afghanistan gekommen, um Terrorismus, Extremismus und Radikalismus zu bekämpfen, sagte Karsai. Sie
hätten ihr Ziel verfehlt. „Radikalismus ist nicht verschwunden, er hat
zugenommen.“ Die Nato hat ihren
Kampfeinsatz in Afghanistan Ende
2014 beendet. Mit einer Folgemission sollen afghanische Sicherheitskräfte ausgebildet werden.
Karsai erhob erneut schwere Vorwürfe gegen die USA. Als er begonnen habe, Washingtons Afghanistan-Politik zu kritisierten, hätten die
USA versucht, ihn und seine Regierung mit Korruptionsvorwürfen zu
untergraben. Eine Rückkehr ins
Amt schloss Karsai aus: „Ich habe
meine Zeit abgeleistet. Wir sollten
nicht in der Geschichte steckenbleiben. Ich bin Geschichte.“ (dpa)
Griechenland braucht heute ein klares Ja
Die Finanzminister der
Eurogruppe prüfen die
Reformversprechen der
Hellenen. Athen will nun
endlich auch reiche Bürger
besteuern.
VON DETLEF DREWES
BRÜSSEL — Es soll der vorerst letzte
Akt in Sachen Griechenland werden: Mit einem Tag Verspätung will
die griechische Regierung heute ihr
Reformpapier vorlegen, das die
Fachleute in Athen und Brüssel gestern in intensiver Pendel-Diplomatie ausgearbeitet haben. Danach
werden sich die Experten von EUKommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem
Währungsfonds über das Papier
beugen. Es ist die Liste der Reformen, die Ministerpräsident Alexis
Tsipras seinen Euro-Partnern zugesagt hatte und die Voraussetzung für
die Bewilligung weiterer Milliarden-Hilfen ist. Eigentlich sollte sie
schon gestern Abend vorliegen.
„Die Regierung hat Entwürfe geschickt. Wir sagen ihnen nicht, was
sie tun sollen, wir geben Ratschläge“, beschrieben Brüsseler Diplomaten gestern ihre Zusammenarbeit
mit den Unterhändlern von Finanzminister Gianis Varoufakis. Ein Vorgehen, das in Kreisen der Kommission als normal hingestellt wurde.
Schließlich wolle man vorab klären,
dass sich Deutschland und Spanien,
die als besonders kritisch gelten, am
Ende nicht querlegen. Der Finanzex-
perte der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber,
zeigte sich indes empört: „Für mich
ist es ein Skandal, dass eine griechische Regierung, die von ihren Geldgebern weiterhin Unterstützung
möchte, nicht einmal in der Lage ist,
selbstständig Briefe zu schreiben.“
Möglichst noch heute wollen die
übrigen 18 Finanzminister in einer
Telefonkonferenz – möglicherweise
aber auch wieder kurzfristig in Brüssel – die Zusagen der Hellenen prüfen, um dann die Billigung ihrer nationalen Parlamente einzuholen.
Mögliche Schwerpunkte der geplanten Reformen machten gestern in
Brüssel bereits die Runde. Demnach
will man den Benzin- und Zigaretten-Schmuggel scharf bekämpfen
und dadurch 1,5 Milliarden beziehungsweise 800 Millionen Euro einnehmen. Reiche Griechen und Ree-
der sollen endlich besteuert werden,
was 2,5 Milliarden Euro in die
Staatskasse spülen dürfte. Zusätzlich wollen die Behörden ausstehende Steuern konsequenter eintreiben,
wodurch sich Einnahmen von weiteren 2,5 Milliarden Euro erzielen
ließen. Außerdem plant Athen offenbar, die gestoppte Privatisierung
von Staatsunternehmen und Staatsbeteiligungen wieder in Gang zu
bringen. Und auch das Versprechen,
keine Wahlgeschenke wie die Erhöhung des Mindestlohns und der
Renten ohne solide Gegenfinanzierung zu machen, wird dem Vernehmen nach in dem Papier stehen.
Sollten die Experten der Institutionen – also jenes Kreises, der noch
bis vor kurzem „Troika“ heißen durfte – zufrieden sein, winken den Griechen etwa 3,7 Milliarden Euro aus
dem Rettungsfonds des Euro-Raums
und von der EZB, die Gewinne mit
dem Verkauf hellenischer Staatsanleihen erzielt hatte. Weitere 10,9
Milliarden stünden aus bisher blockierten Geldern für die griechischen Banken bereit.
Selbst wenn am Ende des heutigen Tages grünes Licht gegeben
wird, handelt es sich allerdings nur
um eine kurze Atempause. Bereits
Ende April muss sich Athen eine erneute Überprüfung der Reformfortschritte durch die Institutionen gefallen lassen. Spätestens im Juli
kommt dann die griechische Situation wieder auf den Prüfstand. Bis dahin wollen Eurogruppe und die hellenische Regierung neue Vereinbarungen aushandeln. Vier Monate, in
denen das Land vor allem eines wiederherstellen kann: das Vertrauen
der Euro-Partner und der Finanzmärkte. (mit dpa)
Die nächsten Schritte
Die Geldgeber prüfen heute die Pläne, die Athen vorgelegt hat. Wenn sie
grünes Licht geben, kann eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland um weitere vier Monate offiziell beschlossen werden. In einigen
Ländern muss dann noch das Parlament zustimmen. Der Deutsche Bundestag könnte dies am Freitag tun.
Am Samstag läuft eigentlich das aktuelle Hilfsprogramm der Europäer
aus. Wenn alles glattgeht, wird es allerdings bis zum 30. Juni verlängert.
Bis Ende April muss die griechische
Regierung dann eine finale Aufstellung ihrer Reformpläne vorlegen. Sie
sind die Voraussetzung für ein Folgeprogramm. (dpa)
Athens Finanzminister Gianis Varoufakis will heute liefern. Ob seine Kollegen
aus den anderen Euroländern zufrieden sind?
FOTO: YANNIS KOLESIDIS/DPA
KOMMENTAR
Letzte
Chance
VON DETLEF DREWES
nachrichten@freiepresse.de
D
ie Liste der versprochenen
Reformen ist ein Schlüssel
für die weitere Operation
„Rettet Athen“. Aber weder Finanzminister Gianis Varoufakis noch
Premier Alexis Tsipras sollten sich
wundern, wenn Begeisterungsstürme ausbleiben. In den zurückliegenden fünf Jahren, in denen die Staatsschuldenkrise der Hellenen die Euro-Familie beschäftigt, haben mehrere Ministerpräsidenten das Blaue
vom Himmel herunter versprochen.
Wie oft wurde zugesagt, die Korruption zu bekämpfen, ausstehende
Steuern einzutreiben und die wohlhabenden Bürger endlich an den Abgaben zu beteiligen? Es gibt zahllose
Papiere der Eurogruppe, in denen
solche heiligen Eide festgehalten
wurden. Aber niemand hat sie bisher umgesetzt. Deshalb darf sich die
neue Regierung auch nicht wundern, dass man ihr erst glaubt, wenn
sie aus Zusagen Gesetze gemacht
hat, wenn sie Gesetze auch vollzieht. Um es offen zu sagen: Die ständige Betrügerei der Euro-Partner
muss ein Ende haben. Griechenland
bekommt eine Chance. Es wird die
letzte sein. Wenn Tsipras und seine
Leute das Vertrauen der Europäer erneut verspielen, werden sie mit Konsequenzen rechnen müssen.
IMPRESSUM
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Jubiläum ohne Feuerwerk: Milbradt ist 70
Sachsens Altministerpräsident Milbradt feiert seinen
Geburtstag im Sommer
nach und auch das nur privat. Die Landespolitik beeinflusst er weiter – inzwischen ohne eigenes Zutun.
VON TINO MORITZ
DRESDEN — Wenn es am Sonntag
nicht eine höfliche Grußadresse seines Nachfolgers Stanislaw Tillich
gegeben hätte – wer weiß, ob überhaupt jemand Notiz vom Jubiläum
Georg Milbradts genommen hätte.
Gestern ist Sachsens Ex-Ministerpräsident 70 Jahre alt geworden –
aber zelebriert hat er das nicht. „Ich
bin im Augenblick auf einer auswärtigen Tagung. Der Geburtstag wird
später gefeiert“, mailt er auf Anfrage
zurück – und auch, dass er sich wie
erbeten auch mal ausführlicher zu
politischen Fragen äußern könne –
„allerdings nicht zu sächsischen
Themen“. Ans eherne Prinzip, seinem Nachfolger nicht dazwischenzufunken, hat sich der gebürtige
Sauerländer mittlerweile fast sieben
Jahre gehalten. Und bisher öffentlich jedes kritische Wort über Vorgänger Kurt Biedenkopf vermieden.
Milbradt hatte „König Kurt“ nach
einem lange schwelenden Machtkampf im Frühjahr 2002 abgelöst,
sechs Jahre später fiel er über die Beinahe-Pleite der Landesbank Sachsen. Mittlerweile ist er damit der am
kürzesten amtierende Ministerpräsident Sachsens. Aber da sind auch
noch die rund zehn Aufbaujahre als
Finanzminister vom Herbst 1990 bis
Januar 2001 – und die machen ihn
zu Sachsens Ex-Landespolitiker mit
dem nachhaltigsten Einfluss.
Auch wenn selbst Parteifreunde
inzwischen von einem „missverstandenen Erbe“ sprechen. „Milbradt hat nicht nur seine Spar-
schweine im Haushalt gefüttert – er
hat auch gewusst, wann er wofür
Geld ausgeben muss“, sagt ein CDUMann gestern. Einen ausgeprägten
Georg Milbradt
Altministerpräsident
Sachsens
FOTO: ULF DAHL/ARCHIV
Willen zum Gestalten sprechen ihm
auch seine einstigen Widersacher in
der Opposition nicht ab. Werner
Glaesel war von 1990 bis 2014 Parlamentarischer Berater der Linken im
Landtag. Er sagt, dass Milbradt
schon zu Biedenkopfs Zeiten „die gestaltende Kraft“ war: „Milbradt hatte
fast immer einen Plan.“
Unter ihm als Finanzminister hat
Sachsen nach der Wende gezielt
Grundstücke im Raum Leipzig/Halle erworben – und so Flughafen-Erweiterung und Gewerbegebiet er-
möglicht, ohne großes Trara um diese Pläne zu machen. „Beim Berliner
Flughafen hat man es umgekehrt gemacht, hat erst geredet und hat dann
festgestellt, dass die Preise zu hoch
waren“, ließ sich Milbradt in einem
seiner seltenen Interviews für die Serie „Jung & Naiv“ entlocken.
Und das, wo ihm Eigenlob ansonsten fremd ist. Ex-Regierungssprecher Christian Striefler erinnert
sich an einen ziemlichen Anschiss,
weil Milbradt mal vom „Focus“ als
Ministerpräsident mit den meisten
Fremdsprachen-Kenntnissen gelobt
wurde. Striefler war stolz auf seinen
Coup – aber Milbradt herrschte ihn
an, dass das doch niemanden etwas
anginge. Sich selbst nennt Milbradt
inzwischen einen „außerplanmäßigen Professor“ – seinen Job an der
TU Dresden mache er umsonst, er
bekomme schließlich eine „anständige Pension vom Staat“. Milbradt
ist als Berater viel im In- und Ausland unterwegs, beschäftigt sich mit
Demografie oder dem Kranken-
haussystem. Er ließ sich als Schlichter von Tarifkonflikten berufen, derzeit gehört er der AtomendlagerKommission an, die bis 2016 einen
Standort auswählen soll.
CDU-Generalsekretär Michael
Kretschmer sagt, dass er vergebens
versucht habe, Milbradt zum 70. zu
einem Empfang zu überreden. „Er
ist einer der bescheidensten Menschen, die ich kenne.“ Zum 80. von
Milbradts Vorgänger Biedenkopf
hatte die CDU 2010 eine rauschende
Feier im Dresdner ICC ausgerichtet
– rund 1300 Gäste kamen, die Festrede hielt Kanzlerin Angela Merkel,
zum Finale gab es ein großes Feuerwerk. Alles, was man bislang von
Milbradts Feier weiß, ist, dass es sie
im Sommer geben soll – und zwar in
einem kleineren, privaten Rahmen.
DAS INTERVIEW mit Georg
Milbradt (ca. zwei Stunden)
können Sie aufrufen, wenn Sie
den Code per Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/milbradt
POLITIK
Dienstag, 24. Februar 2015
Freie Presse
Regierung:
Litauen kann
Waffen kaufen
NACHRICHTEN
SAUDI-ARABIEN
Großimam für
Reform des Islam
Baltischer Staat will
Radpanzer und Haubitzen
MEKKA — Der Vorsteher der aner-
kannten ägyptischen Azhar-Universität hat sich auf einer Anti-Terrorismus-Konferenz in Saudi-Arabien für
eine Modernisierung des Islam ausgesprochen. Es habe eine „historische Ansammlung“ falscher Interpretation islamischer Quellen gegeben, die zu Extremismus und Gewalt unter Muslimen geführt hätten, sagte Großimam Scheich Ahmed el Tajib in seiner gestern veröffentlichten Rede zur Eröffnung der
Konferenz in Mekka. Die Rechtsprechung der Azhar-Universität ist
wegweisend für Millionen Muslime
in aller Welt. Muslime müssten zu
einer neuen Einheit finden und eine
religiöse Erneuerung anstreben, die
mehr Toleranz erlaube, sagte El Tajib. Nur so könne auch der wachsenden Islamfeindlichkeit in Europa begegnet werden. Am wichtigsten sei
die Bildung der Jugend. (rtr)
BERLIN — Die Bundesregierung hat
UMFRAGE
60 Prozent zweifeln
an Demokratie
BERLIN — Einer Studie zufolge glau-
ben mehr als 60 Prozent der Bürger,
dass in Deutschland keine echte Demokratie herrscht. Schuld sei der
starke Einfluss der Wirtschaft auf
die Politik, die mehr zu sagen habe
als der Wähler. Das ist das Ergebnis
einer gestern veröffentlichten Untersuchung
des
Meinungsforschungsinstituts Infratest-Dimap
im Auftrag der Freien Universität
Berlin. Jeder Dritte ist demnach davon überzeugt, dass der Kapitalismus zwangsläufig zu Armut und
Hunger führe. Den Kommunismus
und Sozialismus halten 37 Prozent
aller West- und 59 Prozent aller Ostdeutschen für eine gute Idee, die bisher nur schlecht ausgeführt wurde.
Befragt wurden im Sommer 2014
knapp 1400 Personen. (dpa)
Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (links) und sein Anwalt Christian Noll (hinten) im Gerichtssaal.
Groß sind die Erwartungen an das Verfahren, doch
der Auftakt ist schnell
vorbei. Die Verteidigung
bremst wo sie kann. Ihre
Taktik könnte aufgehen.
VON MARCO HADEM
VERDEN — Sebastian Edathy ist ge-
Somalische Miliz ruft
zu Anschlägen auf
nervt. Einmal mehr muss er sich in
der Öffentlichkeit wegen seiner sexuellen Neigung rechtfertigen. Hier,
im nicht ganz vollbesetzten
Schwurgerichtssaal des Landgerichts Verden in Niedersachsen soll
bis Ende April die Frage öffentlich
verhandelt werden, die er vor Weihnachten bei seiner Pressekonferenz
noch locker abgewehrt hat. „Ob ich
pädophil bin oder nicht – es geht Sie
nichts an“, raunzte er damals einen
Journalisten an. Jetzt zum Prozessauftakt geht das nicht. Deshalb
schweigt Edathy einfach. Kein einziger Satz ist an diesem Montag von
dem früheren SPD-Bundestagsabgeordneten zu hören.
Stattdessen hat sich der 45-Jährige jemanden mitgebracht, der für
ihn Wort und Partei ergreift: Christian Noll. Seit Beginn der schmutzigen Affäre vor etwas mehr als einem
Jahr ist der Berliner Anwalt sein
Sprachrohr. Und Noll hat viel zu sagen: Das gesamte Verfahren müsse
rorgruppe El Shabaab hat zu Anschlägen auf Einkaufszentren in Europa und Amerika aufgerufen. In einem mehr als einstündigen Video
nannte El Shabaab mehrere westliche Einkaufszentren als konkrete
Ziele. Dazu gehören Anlagen in
Minnesota (USA), im kanadischen
Edmonton und in London. In allen
drei Städten leben viele Exilsomalier. Im September 2013 hatten ElShabaab-Kämpfer in einem Einkaufszentrum in der kenianischen
Hauptstadt Nairobi mehr als 60
Menschen getötet. Dieser Anschlag
soll dem Video zufolge die Vorlage
für ähnliche Attentate im Westen
sein. El Shabaab kontrolliert weite
Teile Somalias, steht aber unter
Druck. Mehr als 20.000 Soldaten unter dem Mandat der Afrikanischen
Union verdrängten die Islamisten
zuletzt aus deren Hochburgen. (epd)
MAJESTÄTSBELEIDIGUNG
Studenten in
Thailand verurteilt
BANGKOK — Zwei Studenten sind ges-
tern in Thailand nach der Aufführung eines eigenen Theaterstücks
über einen fiktiven König wegen
Majestätsbeleidigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Was genau die Behörden erzürnte,
blieb unklar. Berichterstatter würden sich selbst strafbar machen,
wenn sie Einzelheiten nennen würden. Thailand hat strikte Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft. Die Gesetze
unterbinden jede Kritik an dem
schwerkranken Monarchen Bhumibol, seiner Frau Sirikit und dem
Thronfolger. Im Mai 2014 hatte das
Militär geputscht. Der seitdem als
Regierungschef fungierende Putschführer nutzt nach Ansicht von Menschenrechtlern die Gesetze, um
friedliche Meinungsäußerungen zu
kriminalisieren. (dpa)
FOTO: CARMEN JASPERSEN/DPA
Edathy-Prozess: Talkshow-Streit
statt Beweisaufnahme
TERRORISMUS
MOGADISCHU — Die somalische Ter-
5
eingestellt werden, da ein fairer Prozess gegen Edathy gar nicht mehr
möglich sei. „Da ist etwas aus dem
Lot geraten“, betont er. Edathy sei öffentlich gebrandmarkt, habe längst
Job, Freunde und Ruf verloren.
Er spielt damit auf die stetigen
Durchstechereien von Interna an.
Immer wieder tauchen in den Medien Dinge auf, die eigentlich nur die
Verfahrensbeteiligten wissen dürften. So ist im Internet zu lesen, dass
Edathy seine Fotos und Videos auf
russischen Pornoseiten heruntergeladen haben soll. In Zeitungen wird
auch aus dem Abschlussbericht der
Ermittler zitiert.
Für Noll – der einen Freispruch
erreichen soll – sind die Fälle von
Geheimnisverrat und die deshalb inzwischen laufenden Ermittlungen
gegen den Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig ein Steilpass. „Der
Fall Lüttig ist doch nur ein Bruchteil
des Problems“, betont Noll und erinnert auch an die Indiskretionen im
Korruptionsprozess gegen Ex-Bun-
despräsident Christian Wulff. Allein
in Niedersachsen sollen über 60 Personen über die Edathy-Ermittlungen informiert gewesen sein.
„Da ist etwas aus
dem Lot geraten.“
Christian Noll Verteidiger
Für die niedersächsische Justiz wäre
es ein Desaster, wenn Edathy wegen
undichten Stellen in den eigenen
Reihen um ein Urteil herumkäme.
Oberstaatsanwalt Thomas Klinge
will deshalb von einer Einstellung
oder auch nur von einer Unterbrechung nichts wissen: Die Kritik an
den plaudernden Ermittlern sei unerheblich für die Feststellung der
Schuld. Zudem habe auch das Bundesverfassungsgericht es für richtig
erklärt, gegen Edathy zu ermitteln.
Dessen Name hatte auf der Kunden-
Der Paragraf 184 b
Die Strafbarkeit von Kinderpornografie wurde in den vergangenen Jahren schrittweise verschärft. Zuletzt
wurde im Dezember eine Änderung
des Paragrafen 184 b („Verbreitung,
Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften“) des Strafgesetzbuches beschlossen. Demnach droht für
die Beschaffung von kinderpornografischem Material eine Geldstrafe oder
eine Freiheitsstrafe von bis zu drei
Jahren. Die Novelle ist zum Teil eine
Reaktion auf die Affäre um den SPDPolitiker Sebastian Edathy. Auf seinen
Prozess hat sie keine Auswirkungen.
In seinem Verfahren wird das zur Tatzeit zwischen November 2013 und Februar 2014 geltende Strafmaß angelegt. Dies sieht bis zu zwei Jahre Haft
oder eine Geldstrafe vor. (dpa)
liste eines kanadischen Filmvertriebs gestanden.
Und so kann Noll nicht verhindern, dass die Anklageschrift verlesen wird. Neuigkeiten stehen kaum
darin. 2013 soll Edathy mit seinem
danach als gestohlen gemeldeten
Laptop Pornos mit nackten Jungen
unter 14 Jahren heruntergeladen
und einen Bildband sowie eine CD
besessen haben, deren Inhalt jugendpornografisch sein soll.
Wer aber glaubte, der Prozess
könne mit der Befragung des ersten
Zeugen – eines Informatikers – jetzt
losgehen, irrt. Denn Nolls Taktik
sieht eine weitere Bremse vor: Er
will sich auch bei der bereits gescheiterten Prozess-Einstellung gegen Geldauflage noch nicht geschlagen geben. „Man kann eine Lösung
nur finden, wenn man sich unterhält“, sagt er und kritisiert Klinges
fehlende Bereitschaft. Minutenlang
diskutieren beide. Klinge sagt: „Es
hängt an Ihrem Mandanten.“ Dieser
„mauere“. Um sich eine Einstellung
des Verfahrens gegen eine Geldauflage „im mittleren vierstelligen Bereich“ vorstellen zu können, müsse
dieser sich „geständig zeigen“.
Am Ende ist es Richter Jürgen Seifert leid. „Ich möchte das Ganze
nicht zu einer Talkshow verkommen lassen“, betont er und beendet
nach nur eineinhalb Stunden die
Sitzung. Bis zum 2. März sollten Anklage und Verteidigung nun schauen, ob sie sich doch noch auf eine
Einstellung einigen. (dpa)
sich gegen den Vorwurf verwahrt,
sie verweigere dem Nato-Partner Litauen Rüstungslieferungen zum
Schutz vor möglichen russischen
Angriffen. „Dieser Tenor ist falsch“,
sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Deutschland messe der Ertüchtigung und
Entwicklung der Streitkräfte seiner
Nato-Partner einen hohen Stellenwert bei, erklärte auch Regierungssprecher Steffen Seibert.
Auslöser für die Debatte war ein
Medienbericht, wonach Deutschland eine Anfrage Litauens zur Lieferung von Radpanzern des Typs Boxer abgelehnt hat. Das Fahrzeug
wird von den deutschen Rüstungskonzernen
Rheinmetall
und
Krauss-Maffei Wegmann gebaut.
Litauen habe Interesse am Kauf
von bis zu 100 neuen Radpanzern
des Typs Boxer geäußert, nicht an
der Abgabe der Fahrzeuge durch die
Bundeswehr, stellte der Ministeriumssprecher klar. Jedes Nato-Mitglied, das in Deutschland neues Gerät kaufen will, könne dies natürlich
auch tun. Ein offizieller Antrag liege
bisher jedoch nicht vor. Die Bundeswehr könne indes keine Radpanzer
an Litauen abgeben, da sie davon
selbst nicht genug habe. Die Bundeswehr hat 272 Boxer bestellt, von denen bisher rund 200 geliefert wurden. Der Kauf von weiteren 131 Boxer ist geplant. Doch selbst dann
würden die sechs deutschen PanzerBataillone jedoch nur zu 75 Prozent
mit diesen Radpanzern ausgestattet
sein, sagte der Sprecher. Litauen habe auch Interesse an der Panzerhaubitze 2000 geäußert. Dazu gebe es
aber ebenfalls noch keine offizielle
Anfrage. (rtr)
EIN BUNDESWEHRVIDEO
über den Radpanzer Boxer
können Sie aufrufen, wenn Sie
den Code per Smartphone
scannen.
» www.freiepresse.de/boxer
TECHNIKPROBLEME
Hubschrauber NH90
darf wieder starten
BERLIN — Die Bundeswehr nimmt
den aus Sicherheitsgründen ausgesetzten Flugbetrieb mit dem Transporthubschrauber NH90 von Airbus wieder auf. Die Piloten müssten
vorerst jedoch bestimmte zusätzliche Verfahren beachten, sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. So sei der Flugbetrieb
für eine Übergangszeit zu verantworten, bis Airbus eine dauerhafte
technische Lösung gefunden habe.
Die Bundeswehr hatte den Flugbetrieb mit dem NH90 am 6. Februar
wegen Problemen mit der Feuerlöschanlage ausgesetzt. (rtr)
Wählerschwund setzt Orban unter Druck
Die verlorene Nachwahl in
Veszprem kostet Ungarns
Regierungschef nicht nur
die Zweidrittelmehrheit.
Das Ergebnis zeigt einen
Abwärtstrend der Fisdesz.
VON GREGOR MAYER
BUDAPEST — Für Ungarns rechtskon-
servativen Ministerpräsidenten Viktor Orban war 2014 ein famoses Jahr.
Bei der Parlamentswahl im April errang sein Bund Junger Demokraten
(Fidesz) erneut eine – wenn auch
knappe – Zweidrittelmehrheit. Bei
der Europawahl im Mai und den
Kommunalwahlen im Oktober dominierte die Regierungspartei. Doch
kaum waren die Abstimmungen
vorbei, geriet die erfolgsverwöhnte
Fidesz-Maschinerie ins Stottern.
Orbans Idee einer Internet-Steuer
brachte Zehntausende empörte Demonstranten auf die Straße. Für Unmut sorgten neue Mauterhebungen
für bisher gebührenfreie AutobahnUmfahrungen sowie der Ladenschluss am Sonntag, der ab Mitte
März gelten soll. Schließlich zelebrierte zu Monatsbeginn der Oligarch
und Medienzar Lajos Simicska den
offenen Bruch mit seinem Schulund Studienfreund Orban. Dabei erging er sich in unflätigen Beschimpfungen, was das Regierungslager
nicht gut aussehen ließ.
Seit Sonntag ist nun auch die
Zweidrittelmehrheit im Parlament
weg. Bei der Nachwahl in der westungarischen Stadt Veszprem setzte
sich der Oppositionskandidat Zoltan Kesz überraschend deutlich gegen den Fidesz-Vizebürgermeister
Lajos Nemedi durch. Eine Detailanalyse zeigt: die Oppositionsanhänger,
die sich mit dem 41-jährigen partei-
Ungarns Premier Viktor Orban verliert an Zustimmung. Die für Verfassungsänderungen nötige Zweidrittelmehrheit ist weg. FOTO: M. PALINCHAK/DPA
losen Englischlehrer Kesz zu identifizieren vermochten, wurden nicht
zahlreicher – gut die Hälfte der Fidesz-Wähler blieb einfach zu Hause.
Die Wählerbasis der Regierungspartei bröckelt. Schon Ende 2014
hatten Meinungsforscher darauf
hingewiesen, dass der Fidesz
900.000 von 2,1 Millionen Wählern
verloren hat. Zugleich konnten aber
die linken und liberalen Oppositionsparteien bislang daraus keinen
Nutzen ziehen. „Nicht Kesz hat das
Mandat gewonnen, sondern Fidesz
hat es verspielt“, stellte das Portal
„hvg.hu“ gestern fest.
Noch in der Wahlnacht ließ Orban auf seiner Facebook-Seite der geschlagenen Partei ausrichten: „Die
Lehre daraus ist: Wir dürfen uns
nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.“ Doch einige Gefolgsleute gehen inzwischen weiter und verlangen einen Kurswechsel. „Der Wäh-
ler hat immer recht, deshalb muss
die Partei eine neue Strategie entwickeln“, meinte der Ex-Minister Tibor
Navracsics. Er hatte das Veszpremer
Mandat im April 2014 noch mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten vor dem damaligen sozialistischen Kandidaten gewonnen.
Das Mandat musste er niederlegen,
weil er als EU-Kommissar nach
Brüssel ging, was die Nachwahl erforderlich machte.
Der Verlust der Zweidrittelmehrheit schmerzt und hat große Symbolwirkung. Im Regierungsalltag
wird er aber eine eher untergeordnete Rolle spielen. Einerseits hat Orban
die Zweidrittel-Gesetze, die er
braucht, bereits geändert. Andererseits lässt sich das nötige Quorum
bei bestimmten Vorhaben auch unter mehr oder weniger offener Einbeziehung der rechtsextremen Jobbik-Partei herstellen. (dpa)
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
Dienstag, 24. Februar 2015
Wema erhält
Intec-Preis
für eine
Weltneuheit
Heidelberger Druck gibt Leipzig auf
NACHRICHTEN
MINDESTLOHN
Taxi-Tarife im
Vogtland steigen
PLAUEN — Im Vogtlandkreis wird die
Erhöhung von Taxi-Tarifen geplant
– je nach Strecke und Tageszeit um
zwischen 20 und 45 Prozent. Als
Grund für die Preissteigerung wird
der Antrag mehrerer Unternehmen
infolge der Mindestlohnregelung
genannt. Der Kreistag entscheidet
am kommenden Donnerstag über
die neuen Preise, die wiederum eine
Splittung in Tages- und Nachttarife
vorsehen. Das war erstmals 2009
eingeführt worden, als die Preise zuletzt angehoben wurden. (us)
Glauchauer Hersteller
stellt neue Generation von
Schleifmaschinen vor
VON RAMONA NAGEL
Knapp einen Monat vor dem endgültigen Aus
von Heidelberger Druckmaschinen in Leipzig
ist ein neuer Investor weiterhin nicht in Sicht.
„Die große Lösung, also das Werk als Ganzes zu
erhalten, wird es nicht geben“, räumte Leipzigs
IG-Metall-Chef, Bernd Kruppa, ein. Einiges sei in
der Schwebe, aber noch nicht spruchreif. Es ge-
LASTWAGEN
Daimler setzt
auf Nordamerika
STUTTGART — Daimler setzt seine
Hoffnungen im Lastwagen-Geschäft
in diesem Jahr auf Nordamerika. Die
Verkäufe in den USA, Kanada und
Mexiko dürften deutlich über dem
Vorjahr liegen, sagte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard gestern. Auch in Asien rechnet
er insgesamt mit einer positiven
Entwicklung. Insgesamt will der Autobauer aber Absatz und operativen
Gewinn im Lkw-Geschäft erneut
deutlich steigern. Im vergangenen
Jahr hatte Daimler 496.000 Nutzfahrzeuge verkauft und den Gewinn
dank seines laufenden Sparprogramms weiter gesteigert. Bis 2020
soll der Absatz auf 700.000 anwachsen. (dpa)
MOBILE DATENDIENSTE
Umsatz höher
als bei Telefonie
re Eintritte werde es zum 1. April geben. Die
Heidelberger Druckmaschinen AG schließt den
Leipziger Standort im Zuge ihres Sanierungsprogramms mit Auslaufen des Geschäftsjahres
zum 31. März. Momentan seien noch 40 Mitarbeiter in der Produktionsstätte beschäftigt, sagte
FOTO: HENDRIK SCHMIDT/DPA
Felder.
Bahn weitet Angebot auf
dem Fernbusmarkt aus
Lange hat die Deutsche
Bahn den Fernbusmarkt
nur beobachtet. Dabei hat
sie Kunden an neue
Konkurrenten verloren.
Jetzt bläst der Staatskonzern zur Gegenoffensive.
VON BERND RÖDER
BERLIN — Mobile Datendienste ent-
wickeln sich zum wichtigsten Umsatzmotor für Telekom-Firmen und
werden in diesem Jahr in Deutschland erstmals das Geschäft mit mobilen Sprachdiensten übertreffen.
Der Branchenverband Bitkom geht
von einem Zuwachs von 6,3 Prozent
auf 10,3 Milliarden Euro aus. Dagegen werde der Umsatz mit HandyGesprächen um 8 Prozent auf 9,7
Milliarden Euro zurückgehen, prognostizierte der Digitalverband gestern. Zu den Treibern des Wandels
gehören demnach der schnelle LTEDatenfunk, die mobile Nutzung von
Netzwerken und Apps sowie die Digitalisierung der Industrie. (dpa)
he jetzt darum, das Potenzial an hochqualifizierten Fachkräften in der Transfergesellschaft zu
bewahren. Dort befindet sich inzwischen ein
Großteil der 220 Beschäftigten. Die Transfergesellschaft habe zu Jahresbeginn die Arbeit aufgenommen, wie der Personalchef der Heidelberger Gruppe, Rupert Felder, gestern sagte. Weite-
BERLIN — Mit deutlich mehr eigenen
Fernbussen reagiert die Deutsche
Bahn auf die wachsende Konkurrenz zur Schiene. Bis Ende 2016 will
der bundeseigene Konzern die Zahl
seiner Fernbus-Verbindungen vervierfachen. Von Juli an soll das Streckennetz ausgebaut werden, sowohl
innerhalb Deutschlands als auch –
je nach Nachfrage – ins Ausland,
teilte die Bahn gestern mit.
„Wir können den Fernbusmarkt
nicht einfach links liegen lassen“,
sagte der für den Personenverkehr
verantwortliche Bahn-Vorstand Ulrich Homburg. Der Markt habe sich
nach der Öffnung 2013 viel dynami-
scher entwickelt, als die Bahn dies
erwartet hatte. Für 2014 geht die
Branche von einer Verdoppelung
der Passagierzahl auf gut 16 Millionen aus – davon fuhr ein großer Teil
zuvor Bahn.
Die Fernbus-Konkurrenz belastete das Ergebnis der Bahn im vergangenen Jahr mit 120 Millionen Euro.
Anfang Januar hatten sich die größten deutschen Fernbus-Anbieter
MeinFernbus und FlixBus zusammengeschlossen. Sie kommen nach
Angaben des Berliner Iges-Instituts
auf einen Marktanteil von 74 Prozent. Die Bahn hat mit ihren derzeit
20 nationalen Fernbuslinien und 25
Verbindungen ins Ausland laut Iges
einen Marktanteil von neun Prozent. Ein Teil der Busse fährt bisher
unter der Marke IC Bus. Künftig sollen alle Fahrzeuge als Berlinlinienbus unterwegs sein. An diesem Unternehmen ist die Bahntochter BEX
zu 65 Prozent beteiligt. Details zu
neuen Strecken und Taktfrequenzen gab Homburg zunächst nicht
bekannt. „Unsere Wettbewerber interessiert nichts mehr als das“, erklärte er. Schienenverbindungen
würden wegen des Fernbus-Ausbaus
nicht eingestellt. Einen aggressiven
Preiskampf will die Bahn mit den
Fernbussen nicht führen. „Diese Zeiten sind nach unserer Auffassung
vorbei“, sagte Homburg.
Als nächsten Schritt will die
Bahn ein neues Konzept für den
Fernverkehr auf der Schiene vorstellen. Homburg will diese Pläne für
den ICE- und IC-Verkehr zunächst
dem Aufsichtsrat am 18. März prä-
sentieren und dann der Öffentlichkeit.
Bahnchef Rüdiger Grube hatte im
Januar angekündigt: „Wir werden
mit dem Fernverkehr in die Offensive gehen, an die Fahrgastrekorde der
vergangenen Jahre anknüpfen und
sie sogar übertreffen.“ Das Unternehmen hatte auch klargestellt, dass
es die Bahncards in bisheriger Funktion behalten will. (dpa)
Streik bei der Bahn vorerst abgewendet
Bahnreisende können aufatmen:
Der angekündigte Streik der Lokführergewerkschaft GDL ist abgewendet,
wie die Deutsche Bahn gestern mitteilte. Bei Gesprächen mit der Gewerkschaft über einen künftigen Tarifvertrag seien Ergebnisse erzielt
worden. Die nächste Verhandlungsrunde sei nun für Donnerstag vorgesehen. Der Deutsche Beamtenbund
(dbb), Dachorganisation und Geldgeber der GDL, zeigte sich erleichtert.
„Wir sind beiden Tarifparteien dankbar, dass sie damit einen monatelangen Streit über Verfahrensfragen beendet haben“, sagte der dbb-Vorsitzende Klaus Dauderstädt.
Im laufenden Tarifkonflikt hatte die
GDL bereits sechsmal gestreikt und in
der vergangenen Woche einen weiteren bis zu 100 Stunden währenden
Ausstand angekündigt, ohne allerdings einen Zeitpunkt zu nennen. Sie
hatte immer argumentiert, die Bahn
wolle verhindern, dass sie unabhängig von der größeren Konkurrenzgewerkschaft EVG für ihre Mitglieder
auch beim Zugpersonal eigene Verträge aushandelt. Die Tarifgespräche
sind schwierig, da die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft
(EVG) teils für dieselben Beschäftigtengruppen Abschlüsse erzielen wollen. (rtr)
CHEMNITZ — Bei der Eröffnung der
Maschinenbaumesse Intec in Leipzig hat gestern Abend die Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau einen
der begehrten Preise gewonnen. In
der Kategorie „Unternehmen bis 100
Mitarbeiter“ siegte der Betrieb mit
einer Weltneuheit. Die spezielle
Kühlung erhöht die Energieeffizienz bei Innenrund-, Universalrundund Wälzlagerschleifmaschinen.
Sie wurde in Zusammenarbeit mit
dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU entwickelt. Die Neuheit
leitet eine neue Generation von
Schleifmaschinen ein und revolutioniert den Bearbeitungsprozess, begründete die Jury ihr Votum. Sieger
in der Kategorie „Unternehmen
über 100 Mitarbeiter“ wurde das
Emuge-Werk Richard Glimpel aus
Lauf an der Pegnitz (Mittelfranken)
für die Entwicklung einer neuen Gewindetechnologie. Bisher folgen
konventionelle
Gewindebohrer
oder Gewindeformer bei der Gewindeerstellung der Geometrie des Gewindes. Das in Zusammenarbeit mit
einem Automobilhersteller entwickelte Verfahren vereinfacht diesen
Prozesses stark und bringt eine Zeitersparnis von 75 Prozent.
Der Intec-Nachwuchspreis ging
an die Niles-Simmons Industrieanlagen und Oliver Georgi. Im Rahmen seiner Diplomarbeit sollte Georgi Möglichkeiten zur Optimierung des Arbeitsraumes einer Werkzeugmaschine von Niles-Simmons
analysieren, Auswirkungen auf den
Bearbeitungsprozess beschreiben
sowie Ableitungen für technologische Anwendungsfälle definieren.
Das Ergebnis war so gut, dass es auf
weitere Baureihen des Unternehmens übertragen wird. Oliver Georgi wurde nach Abschluss seines Studiums an der TU Chemnitz von Niles-Simmons übernommen. Heute
startet die Intec offiziell. Bis zum
vom 27. Februar präsentieren sich
1433 Aussteller aus 33 Ländern.
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WIRTSCHAFT
Dienstag, 24. Februar 2015
Freie Presse
7
Hausmesse für
das Erzgebirge
NACHRICHTEN
NIEDRIGZINS EN
Haspa verlangt
staatlichen Ausgleich
Kerstin Drechsel (rechts) fährt seit
1992 jedes Jahr zur „Cadeaux“ nach
Leipzig. Diese findet vom 28. Februar bis zum 2. März auf dem neuen
Messegelände statt. Die Inhaberin
der Flade-Werkstätten in Olbernhau hält die „Cadeaux“ für die
Hausmesse der Erzgebirgischen
Kunsthandwerker. Sie ist mit etwa
300 Artikeln aus ihrem Portfolio
vertreten. Dazu zählen Miniaturen
wie Kathrinchen Zimtstern, die
Spieldose zum Thema „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sowie die
modern anmutenden Kirschbaumengel, die ihr Vater Helmut Flade
bereits vor 60 Jahren entworfen hat.
Außerdem präsentieren Kerstin
Drechsel und Handwerksmeisterin
Marie-Theres Langer (links) ihr neues Messestandkonzept. Dabei handelt es sich nicht nur um flexibel
zusammensetzbare
Regalwände.
Kerstin Drechsel bezieht regionale
Künstler unter anderem aus den Bereichen Malerei, Porzellan, Keramik
und Fotografie in ihre Präsentation
FOTO: JAN GÖRNER
ein.
HAMBURG — Im
Sparkassen-Lager
mehren sich die Forderungen nach
einer staatlichen Sparprämie. Es sei
das Gebot der Stunde, dass der Staat
einen Teil der Ersparnis, die er durch
die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) habe, an
die Sparer zurückgebe, sagte Harald
Vogelsang, der Chef der Hamburger
Sparkasse (Haspa), gestern anlässlich der Bilanzpräsentation 2014.
„Wir glauben, dass es hier einen Lastenausgleich geben sollte.“ Details
ihrer Initiative will Deutschlands
größte Sparkasse in den nächsten
Tagen vorstellen. Kürzlich haben bereits die baden-württembergischen
Sparkassen eine staatliche Prämie
gefordert, um die Sparbereitschaft
zu erhöhen. (rtr)
APPLE
Zwei Milliarden an
deutsche Zulieferer
GERSTHOFEN/CORK — Apple hat im
vergangenen Jahr rund zwei Milliarden Euro an Zulieferer aus Deutschland gezahlt. Das sagte Konzernchef
Tim Cook gestern der Deutschen
Presse-Agentur. Der I-Phone-Konzern kündigte zudem den Bau von
zwei neuen Rechenzentren in Dänemark und Irland mit Investitionen
von 1,7 Milliarden Euro an. In ihnen
sollen die Datendienste für europäische Apple-Kunden laufen. Cook besuchte in Gersthofen bei Augsburg
den Glasspezialisten Seele, dessen
Tochtergesellschaft Sedak die Frontscheiben des neuen Apple-Hauptquartiers in Cupertino und Fassadenelemente für zahlreiche AppleStores liefert. (dpa)
BANKEN
HSBC legt
schwache Zahlen vor
LONDON — Mitten im internationa-
len Skandal um die Steuerpraktiken
der britischen Großbank HSBC hat
das Geldinstitut schwache Zahlen
für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt. Der Gewinn fiel 2014
unter dem Strich um satte 15 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar (12,1
Milliarden Euro), wie die Bank gestern mitteilte. Die Erträge stagnierten bei rund 62 Milliarden Dollar.
Auch für das laufende Jahr hatte
Bankchef Stuart Gulliver schon einmal eine Warnung parat: „Es sind
noch eine Reihe von Altlasten abzubauen, und wir werden diesen Weg
2015 weitergehen“, sagte er. (dpa)
TELEFONTARIFE
Telefonieren Call by Call Übersicht
über günstige Telefonanbieter (Gebühren in Cent/Min. inkl. MwSt.) aus
dem Festnetz der Deut. Telekom.
Nationale Ferngespräche
Festnetz zu Festnetz
Zeit
Anbieter
Montag bis Freitag
Preis
Vorwahl
7-19
1,48
1,48
0,6
0,61
01012
01011
01070
01013
19-7
01012telecom
01011
Arcor
Tele2
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
00-24
010052telecom 1,27
star79
1,68
010052
01079
Preisvergleich mit dem Handy:
Kunden feilschen im Geschäft
Was kostet die Kamera
woanders? Bekomme ich
das Fahrrad im Netz
billiger? Ist der Mantel
tatsächlich ein Schnäppchen? Viele Käufer greifen
im Laden schnell zum
Handy, um den Preis zu
vergleichen. Die Händler
schauen dann häufig in die
Röhre – und suchen nach
Lösungen.
VON ELKE RICHTER
NÜRNBERG — Noch vor wenigen Mi-
nuten hat sich der Kunde in der Kältekammer wohlig in den Schlafsack
gekuschelt, jetzt will er es sich noch
einmal überlegen. Er schlendert
weiter; außer Sichtweite zückt er
zwischen den Regalreihen das Handy. Jens Holst vom Outdoor-Spezialisten Globetrotter weiß, was das bedeutet: Der Kunde überprüft, was
der Schlafsack im Internet kostet.
„Noch vorm Verlassen des Ladens
wird die Internetbestellung ausgelöst“, berichtet der Leiter der
Münchner Filiale. „Das kommt immer häufiger vor.“
Gut ein Viertel aller Handynutzer
vergleicht einer gestern veröffentlichten Studie zufolge regelmäßig
die Preise von Produkten, während
Zeit
täglich
Anbieter
Preis
Vorwahl
00-24
010018
Ventelo
1,77
3,39
010018
01040
BONN — Die Bundesregierung will
Zeit
Anbieter
Montag bis Freitag
Preis
Vorwahl
7-19
1,45
1,47
0,68
0,87
01038
01028
01070
01013
0,86
0,87
01038
01088
19-7
tellmio
Sparcall
Arcor
Tele2
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
00-24
tellmio
01088telecom
zu den Mobilnetzen
Tarife mit Einwahlgebühr oder Abrechnung schlechter als
Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 23. 2. 2015, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
nen verschärften Preisdruck. In bestimmten Branchen ist es keine Seltenheit mehr, dass die Kunden mit
dem Smartphone in der Hand um
ein besseres Angebot feilschen. Bei
machen Händlern haben sie damit
Erfolg, bei anderen beißen sie auf
Granit. So ist es bei einigen Elektronik-Märkten ein offenes Geheimnis,
dass man in der Regel den Preis des
größten Internethändlers heraushandeln kann.
„Da kommt man
gar nicht dagegen
an, gegen diese
Preise. Noch vorm
Verlassen des Ladens wird die Internetbestellung
ausgelöst.“
Jens Holst Globetrotter-Filialist
Globetrotter hingegen macht bei
dieser Entwicklung nicht mit. „Da
kommt man gar nicht dagegen an,
gegen diese Preise“, erklärt Holst.
Der Outdoor-Händler setze deshalb
auf eine große Auswahl, besondere
Farben und persönliche Beratung,
aber auch auf längere Garantie und
kulanten Service. Ein guter Weg angesichts fehlender Patentrezepte, ur-
teilt Handelsexperte Hudetz. Nur
über zusätzlichen Service, etwa Lieferung und Einrichtung elektronischer Geräte oder einen zuverlässigen Reparaturdienst, könnten die
Kunden bei der Stange gehalten
werden. Auch für den Mehrwert, ein
auserwähltes Produkt sofort mitnehmen zu können, statt nach einer
Bestellung lange warten zu müssen,
könne ein stationärer Händler einen
kleinen Preisaufschlag vom Kunden
nehmen.
Ein anderer Weg ist die sogenannte Bestpreisgarantie: Wenn der
Kunde das gleiche Produkt woanders billiger findet, bekommt er es
rückwirkend ebenfalls zum günstigeren Preis. In den USA ist dieses
Vorgehen schon üblich, auch in
Deutschland werben Optiker, Reiseveranstalter und Baumärkte damit.
„Das ist brutal, weil es die Marge heftig schmälert“, analysiert Hudetz.
„In einem transparenten Markt ist es
aber eine konsequente Maßnahme,
die zumindest dafür sorgt, dass der
Kunde Ihr Kunde bleibt.“
Letztlich seien aber allen Kassandrarufen zum Trotz nur wenige
Branchen betroffen, bei denen hoch
standardisierte Produkte leicht zu
vergleichen seien – etwa Unterhaltungselektronik oder Markenbekleidung. Aus Händlersicht kann Hudetz dem Internet durchaus auch Positives abgewinnen, schließlich können sich die Kunden dort umfassend
informieren. „Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Beratungsdiebstahl insgesamt signifikant abnimmt.“ (dpa)
Neue Vorschläge zum
Freihandelsvertrag
BERLIN — Bundeswirtschaftsminis-
ter Sigmar Gabriel will den Streit
über den Investorenschutz im transatlantischen
Freihandelsabkommen über ein neuartiges Schlichtungsmodell entschärfen. Gabriel
schlug gestern auf dem „Transatlantischen Wirtschaftforum“ in Berlin
ein modernisiertes Verfahren zur
Schlichtung von Streit zwischen
Staaten und Investoren vor. „Wir
brauchen ein modernes Investitionsschutzregime“, forderte der
SPD-Politiker. Das gelte auch für das
Freihandelsabkommen TTIP mit
den USA, und zwar gerade dann,
wenn man es zum „Goldstandard“
für andere Vereinbarungen weltweit
machen wolle. Gabriel betonte, dass
das „Primat der Politik über die
Märkte“ nicht angetastet werden
dürfe. Dies sei eine Kernbedingung
für TTIP. Die Regelungs- und Gesetzgebungskompetenzen der Staaten
dürften in keiner Weise beeinträchtigt werden. In den Verhandlungen
über das TTIP-Abkommen mit den
USA sind inzwischen acht Runden
absolviert. Die EU und die USA erhoffen sich von der transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft zusätzliche Wachstums- und Beschäftigungsimpulse.
Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage gibt es allerdings vor allem in
Deutschland eine breite Front von
TTIP-Kritikern, zu denen Gewerkschaften ebenso gehören wie Umwelt- und Verbraucherschutzverbände und Kirchengruppen. (rtr)
Tierschützer loben Ausstieg aus Kükentötung
21 Millionen männliche
Küken werden Jahr für
Jahr nach dem Schlüpfen
geschreddert oder vergast.
Sie können keine Eier
legen – und sind damit für
Geflügelzüchter nutzlos.
Die Regierung will dem
nun ein Ende setzen.
Ortsnetzgespräche
sie in einem Geschäft stehen. Fast
ebenso viele machen Fotos oder
kontaktieren Freunde und Familienangehörige, um diese um Rat zu fragen. Immerhin zwölf Prozent der
Handynutzer kaufen nach eigenem
Bekunden zwischen Regalen stehend per App, acht Prozent per Webseite im Internet ein. Dies hat eine
repräsentative Online-Studie des
Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK ergeben.
Im internationalen Vergleich
sind die Deutschen demnach noch
relativ zurückhaltend. Dennoch betrachtet Kai Hudetz vom Institut für
Handelsforschung in Köln die Zahlen skeptisch. Aussagefähiger wäre
es seiner Meinung nach, zu wissen,
bei wie vielen tatsächlich getätigten
Kaufvorgängen das Handy den Ausschlag gegeben habe, woanders zuzuschlagen. Nichtsdestrotrotz bestätigt Hudetz, dass der mobile Zugang
zu Preisvergleichsportalen gerade
bei teuren und standardisierten Produkten eine zunehmende Rolle
spielt. „Wenn Sie sich im Laden zum
ersten Mal einen Fernseher anschauen und Ihnen wird suggeriert, das ist
das absolute Superangebot, kostet
aber schlappe 1200 Euro – da wären
Sie ja dumm, wenn Sie nicht im Internet schauen, was das woanders
kostet“, schildert Hudetz den Blickwinkel des Verbrauchers.
Allerdings gebe es Grenzen.
Schließlich lohne sich eine etwaige
Ersparnis erst bei größeren Summen. „Für einen Fernseher mache
ich das, für eine DVD nicht.“ Für die
Händler bedeutet das vor allem ei-
SPD will
Abkommen
retten
demnächst ein Konzept zur Beendigung der massenhaften Tötungen
männlicher Küken vorlegen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte, er wolle
„noch vor Ostern einen realistischen
Zeitplan zum Ausstieg aus der Kükentötung vorlegen“. Deutschland
solle auf diese Weise „Vorreiter für
mehr Tierschutz in der Eierproduktion werden“. Seinen Angaben zufolge kommt ein Forschungsprojekt,
durch das zukünftig schon im Ei das
Geschlecht eines Kükens bestimmt
werden soll, gut voran. Wie aus Erhebungen des Landwirtschaftsministeriums hervorgeht, schlüpfen
jährlich etwa 21 Millionen männliche Küken, die sofort getötet werden, da sie keine Eier legen.
Der Deutsche Tierschutzbund
unterstützt diese Initiative. Das Kükentöten sei ein eklatanter Verstoß
gegen das Tierschutzgesetz, erklärte
der Verband gestern in Bonn. Es sei
erfreulich, dass nun endlich auch
auf Bundesebene über ein Konzept
zur Beendigung der massenhaften
Tötungen männlicher Küken nachgedacht werde. Nach Angaben des
Deutschen Tierschutzbundes werden jedes Jahr rund 45 Millionen
männliche Eintagsküken getötet,
weil sie aus Sicht der Geflügellobby
wirtschaftlich nicht nutzbar sind.
Auch zum Mästen werden nur ausgewählte männliche Tiere genutzt.
Die Tierschützer kämpfen seit Jahren gegen diese Praxis. Es dürfe nun
aber nicht nur darum gehen, Ausstiegsfristen zu verhandeln, fordert
der Präsident des Tierschutzbundes,
Thomas Schröder. Der Debatte um
das Kükentöten war ein Erlass der
nordrhein-westfälischen Landesregierung vorausgegangen, mit dem
das Töten der männlichen Küken
verboten werden sollte. Anfang Februar hob das Verwaltungsgericht
Minden diesen Erlass jedoch wieder
auf. Nach Ansicht des Gerichts muss
ein tierschutzrechtliches Tötungsverbot vom Gesetzgeber und nicht
von einer Behörde erlassen werden.
Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel
Die massenhafte Tötung von Küken soll bald ein Ende haben.
(Grüne) hatte Berufung angekündigt und den Bund aufgerufen, ein
Verbot der Tötung männlicher Eintagsküken in das Bundestierschutzgesetz aufzunehmen. (epd)
FOTO: IMAGO
EIN VIDEO zur Entwicklung
von Küken im Ei können Sie
sehen, wenn Sie diesen Code
mit dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/kueken
8 Freie Presse
AUS ALLER WELT
Dienstag, 24. Februar 2015
Wer ist die
Schönste im
ganzen Land?
NACHRICHTEN
MORDSERIE
Ermittler
exhumieren Leichen
24 junge Frauen stehen im Finale
zur Wahl der „Miss Germany 2015“.
Um den Titel der Schönheitskönigin kämpfen Kandidatinnen aus
ganz Deutschland im Alter von 17
bis 28 Jahren, teilten die Organisatoren gestern in Rust bei Freiburg mit.
Gewählt wird am kommenden
Samstag im Europa-Park in Rust.
„Miss Germany“ ist nach eigenen
Angaben der älteste und bedeutendste
Schönheitswettbewerb
in
Deutschland. Gewählt wird seit
1927. An den deutschlandweit 155
Vorwahlen nahmen den Angaben
zufolge diesmal 5115 Frauen teil
und damit mehr als sonst. Bei der
Wahl am Samstag treten die Siegerinnen der Landeswahlen gegeneinander sein. Eine Prominenten-Jury
kürt die Schönste von ihnen. Juroren sind unter anderem der CDUPolitiker Wolfgang Bosbach, der frühere Fußballmanager Reiner Calmund, Schönheitschirurg Werner
Mang, Ex-Boxer Axel Schulz sowie
die TV-Darsteller Motsi Mabuse
und Natascha Ochsenknecht.
OLDENBURG — Nach der mutmaßlichen Mordserie eines früheren
Krankenpflegers wollen die Ermittler in den nächsten Wochen acht
Leichen exhumieren. Für vier weitere Tote liegen ebenfalls Genehmigungen vor. Alle zwölf waren Patienten am Klinikum im niedersächsischen Delmenhorst. Polizei und
Staatsanwaltschaft
verdächtigen
den ehemaligen Pfleger, den Kranken eine Überdosis eines Herzmedikaments gespritzt und dadurch tödliche Komplikationen verursacht zu
haben. Im Prozess hat er gestanden,
für den Tod von bis zu 30 Patienten
verantwortlich zu sein. (dpa)
TOTSCHLAGSVERDAC HT
Baby stirbt nach
Hieb in Bauch
BRILON/ARNSBERG — Ein Familienva-
Trächtige Kegelrobbe
verschwunden
GREIFSWALDER OIE — Experten ban-
gen um die erste Geburt einer Kegelrobbe an der deutschen Ostseeküste
seit Jahrzehnten. Die trächtige Kegelrobbe sei an der Insel Greifswalder Oie seit Tagen nicht mehr gesehen worden, sagte der Leiter der Vogelbeobachtungsstation Jordsand,
Mathias Mähler, gestern. Möglicherweise habe sich das Tier nach kräftigen Winden zusammen mit anderen Artgenossen auf den Weg Richtung Bornholm gemacht. (dpa)
BANGLADESCH
69 Tote bei
Fährunglück
DHAKA — Bergungskräfte
haben
nach dem schweren Fährunglück in
Bangladesch im Schiffsinneren zahlreiche weitere Leichen entdeckt. 28
Leichen seien gestern gefunden
worden, als Helfer das Schiff vom
Grund des Flusses gehoben hätten,
teilten die Behörden mit. Die Gesamtzahl der Toten stieg demnach
auf 69. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 23. Februar: 1, 2, 3, 8, 10,
11, 13, 14, 15, 27, 37, 44, 48, 54, 57, 58,
60, 62, 67, 70
Zusatzlotterie Plus 5: 22113
Auswahlwette
1, 3, 5, 6, 13, 21 Zusatzspiel: 7
Ergebniswette
0, 2, 0, 1, 0, 0, 0, 1, 2, 1, 1, 2, 0
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: 9.833.995,90 €, Kl. 2: 1.056.081,10
¤, Kl. 3: 8656,40 ¤, Kl. 4: 3762,70 ¤,
Kl. 5: 208,30 ¤, Kl. 6: 43,60 ¤, Kl. 7:
24,50 ¤, Kl. 8: 10,70 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤.
Ergebniswette
Kl. 1: 110.366,40 ¤, Kl. 2: 2522,60 ¤,
Kl. 3: 255,30 ¤, Kl. 4: 41,20 ¤
Auswahlwette
Kl. 1: 172.268,50 ¤, Kl. 2: 3796,30 ¤,
Kl. 3: 94,00 ¤, Kl. 4: 4,00 ¤,
Kl. 5: 1,70 ¤, Kl. 6: 1,30 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Chinesen drucken Luxusvilla
Der Firma Winsun ist es
gelungen, mit einem 3-DDrucker eine Villa und ein
fünfstöckiges Wohnhaus
herzustellen. Der Clou:
Die Füllmasse besteht aus
Bauschutt.
VON FELIX LEE
SUZHOU — Im Zickzack fährt eine
überdimensionierte Düse eine vorprogrammierte Bahn ab und schichtet eine wurstförmige graue klebrige
Masse auf. Das ganze Prozedere erinnert an einen Konditor, der eine Torte mit dem Spritzbeutel verziert.
Nur dass hier keine Sahne verspritzt
wird, sondern ein Gemisch aus Zement, Bauschutt und Industrieabfällen. Bei der Düse handelt es sich um
einen 3-D-Drucker. Und „gespritzt“
werden eine Villa und ein fünfstöckiges Appartementhaus.
3-D-Drucker fertigen längst Plastikskulpturen, Spielzeug, Maschinengewehre, sogar Autos. Und im
vergangenen Jahr hat die chinesische Firma Winsun erstmals Fertighäuser gedruckt. An nur einem Tag
spuckte der Drucker die Wände für
zehn einstöckige Gebäude aus.
Nun sorgt das Unternehmen für
eine weitere Premiere: In einem Industriepark im ostchinesischen Suzhou druckte Winsun eine zweistöckige Villa mit insgesamt 1100 Quadratmeter Wohnfläche sowie einen
fünfstöckigen Wohnblock – das bis-
lang größte Objekt aus einem 3-DDrucker. „Für ein Haus aus echtem
Stein müssen Bergarbeiter mühselig
die Steinblöcke frei klopfen und sie
zur Baustelle schleppen“, sagt Firmenchef Ma Yihe. Das schade
Mensch und Umwelt. „Mit dem 3D-Drucker verwerten wir Bauschutt
wieder.“ Das sei sehr viel schneller
und günstiger.
Der Drucker ist rund sechs Meter
hoch und hat ein Druckbrett von
mehr als 350 Quadratmetern Fläche.
Für die Füllmasse verwendet das Unternehmen Bauschutt, schnell
trocknenden Zement und ein spezielles Härtungsmittel. Diese Mischung wird erhitzt und durch Kanülen geleitet. Mit den Düsen spritzt
der Drucker dann auf den Millimeter genau die vorher auf einem Computer entworfenen Wände und
Dachteile. Diese Elemente werden
auf der Baustelle an herkömmliche
Stahlträger gesteckt, mit Drahtgestellen verbunden und die Hohlräume mit Isolierstoffen gefüllt. Schon
ist das Gebäude fertig. Nur die Fenster werden weiterhin herkömmlich
geliefert. Das ist wie Lego, nur für Erwachsene. Was vor allem am 3-DDrucker chinesischer Fabrikation
beeindruckt, ist die Geschwindigkeit. Einen Tag dauert der Druckprozess, weitere fünf Tage der Zusammenbau. Das schaffen andere 3-DDrucker bislang noch nicht. „Wir
können mit dieser Technik so ziemlich jedes Gebäude entwerfen und
drucken“, sagt Ma. Er tüftelt seit
zwölf Jahren an der Technik und hat
diesen speziellen 3-D-Drucker entwickelt .
Von außen ist die ausgedruckte
Villa kaum von einem anderen Gebäude im viktorianischen Stil zu unterscheiden. Dass sie quasi aus einem Guss kommt, hat sogar Vorteile: Risse an den Wänden, wie sie
häufig an chinesischen Häusern zu
sehen sind, finden sich keine. Was
den Innenausbau betrifft, dürfte
sich der eine oder andere potenzielle
Häuslekäufer ein Treppengeländer
Die zweistöckige Villa aus dem 3-D-Drucker.
FOTO: WINSUN
aus echtem Holz wünschen und
nicht eine Nachahmung aus Mischbeton. Vor allem auf eines ist Firmenchef Ma stolz: auf den sparsamen Ressourcenverbrauch. Es entstehe so gut wie gar kein Abfall. Im
Gegenteil: Bei dem verwendeten
Schutt handelt es sich um Bau- und
Industrieabfall, der so recycelt wird.
Zudem verwendet der Drucker haargenau die Menge an Material, die der
Computer vorher berechnet hat.
Auch die Kosten sind vergleichsweise gering. Bei nicht einmal einer
Million Yuan liegt der Preis für die
Villa, umgerechnet 140.000 Euro.
Die einstöckigen Häuser, die die Firma vor einem Jahr gedruckt hat,
sind bereits für umgerechnet rund
5000 Euro zu haben. Die Firma Winsun geht davon aus, dass der 3-DDruck im Vergleich zum herkömmlichen Hausbau 60 Prozent an Materialien einspart, 70 Prozent an Zeit
und 80 Prozent an Arbeitskraft.
Diese 3-D-Häuser dürften alle
derzeit gängigen Normen erfüllen,
attestiert Ma Rongquan vom Ingenieurbüro China Construction No. 8
auf Anfrage des Branchendiensts
3ders.org. Die Häuser seien sicher. Er
forderte eine rasche Genehmigung
der chinesischen Behörden zur Massenproduktion. Derzeit arbeitet
Winsun an 3-D-Druckern, die auch
Teile für ganze Brücken und sogar
Wolkenkratzer drucken sollen.
WIE EIN HAUS GEDRUCKT
wird, können Sie sehen, wenn
Sie diesen Code mit dem
Smartphone scannen (Englisch). » www.freiepresse.de/hausdruck
Rieke sucht in England neuen Anschluss
Wenn das Berliner
Orang-Utan-Baby in England ankommt, wartet dort
schon ein Spielkamerad.
Das Auffangzentrum
Monkey World gilt als
weltweit führend.
VON MICHAEL DONHAUSER
WOOL — Wenn es um das Wohl von
Affen geht, kann Alison Cronin richtig kratzbürstig werden. „In Großbritannien ist es genauso leicht, einen Schimpansen als Haustier zu
kaufen wie einen Goldfisch“, wettert
sie, als sie vor dem Umweltausschuss des britischen Parlaments als
Sachverständige geladen ist. Die
Frau meint es ernst. Seit über 20 Jah-
ren kümmert sie sich in der Monkey
World in Wool (Grafschaft Dorset)
um zurückgelassene, geschlagene,
vernachlässigte und misshandelte
Affen. Die Monkey World ist das
weltweit anerkannteste Zentrum
dieser Art. Und es ist die neue Heimat von Rieke, dem Urang-Utan-Baby, das seit Januar im Berliner Zoo
aufgepäppelt wurde.
Alison Cronin hat das Zentrum
an der südenglischen Kanalküste gemeinsam mit ihrem amerikanischen Mann Jim gegründet. Damals
holten die beiden Schimpansen von
den Stränden der Welt, die dort als
Touristenattraktionen
herhalten
mussten. Heute leben auf dem 25
Hektar großen Gelände mehr als 250
Affen, darunter drei Gruppen Orang
Utans und rund 60 Schimpansen.
Die Monkey World ist inzwischen
nicht nur das größte Auffangbecken
und Rettungszentrum für Men-
schenaffen weltweit. Es ist auch eine
Attraktion für die Urlauberregion
im Süden Englands. Vor allem Familien mit Kindern zieht es in den Erlebnispark. Künftig werden sie dort
auch Rieke bestaunen. Gestern sollte das am 12. Januar in Berlin geborene Urang-Utan-Baby nach einer
1300 Kilometer langen Reise zusammen mit Tierpfleger Christian Aust
in England eintreffen. Die große
Orang-Utan-Baby Rieke zieht nach
England um.
FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
Hoffnung ist, dass einer der Bewohner sie besonders herzlich in Empfang nimmt: Seit kurz vor Weihnachten lebt in Dorset ein kleiner
Sumatra-Orang-Utan mit Namen
Bula Mata, selbst erst fünf Monate
alt. „Wir freuen uns, dass Rieke in
Monkey World nicht nur ein neues
Zuhause unter Artgenossen, sondern auch einen Spielkameraden in
ihrem Alter bekommt“, sagt Aust.
Die Mutter des Babys war im Zoo
von Budapest kurz nach der Geburt
gestorben. Die Pfleger in Berlin wie
in Dorset hoffen, dass die beiden
schnell Freunde werden und wie Geschwister aufwachsen können. Der
kleine Bulu Mata wurde von einer
der Orang-Utan-Damen im Park versorgt. Das Weibchen hat eine besonders soziale Ader – sie hatte bereits
zuvor ein dreijähriges Junges adoptiert. Ob sie sich auch um Rieke
kümmert, muss sich zeigen. (dpa)
VOLKSMUSIK-SHOW
„Musikantenstadl“
trennt sich von Borg
MÜNCHEN — Aus für Andy Borg beim
„Musikantenstadl“ – der 54 Jahre alte Moderator muss Abschied von
seiner Volksmusik-Show nehmen.
Das teilten die ARD, ORF und SRF
gestern in München mit. Der
„Stadl“ soll künftig
eine jüngere Zielgruppe
ansprechen, das Sendungskonzept
gründlich überarbeitet werden. Darum solle es „eine neue Art der Präsentation“ geben – „inhaltlich wie
personell“. Künftig werde es auch eine „etwas veränderte musikalische
Bandbreite“ geben. Borg zeigte sich
betroffen. „Ich hab mir so sehr gewünscht und dafür gekämpft, dass
der „Stadl“ weitergeht“, sagte er.
„Dass ich nicht mehr dabei sein werde, schmerzt natürlich.“ (dpa)
FOTO: BODO SCHACKOW/DPA
OSTS EEKÜSTE
FOTO: PATRICK SEEGER/DPA
LEUTE HEUTE
Lucas Cordalis und Freundin Daniela
Katzenberger. FOTO: CAROLINE SEIDEL/DPA
Daniela Katzenberger (28), TVSternchen, und Lucas Cordalis (42),
Sänger, ziehen in den Schwarzwald.
Sie werden sich dort „ein Nestchen“
bauen, sagte Katzenbergers Managerin gestern. Das Paar habe sich bewusst für den Schwarzwald als neue
Heimat entschieden, das Haus werde zurzeit renoviert. Der Sohn von
Sänger Costa Cordalis (70) ist hier
aufgewachsen, die Familie hat lange
in Freudenstadt im Schwarzwald gewohnt. (dpa)
Emma Watson (24), Schauspielerin, hat Berichte dementiert, sie würde sich heimlich mit dem britischen
Thronfolger Prinz
Harry (30) treffen.
Zuvor hatten verschiedene Boulevard-Medien über
eine
angebliche
Liebschaft
zwischen beiden gemutmaßt. „Um eine Prinzessin zu sein, muss man keinen Prinzen heiraten“, schrieb Watson auf Twitter und verlinkte auf einen Filmausschnitt aus „Little Princess“ von „Harry Potter“-Regisseur
Alfonso Cuaron. Sowohl Harry als
auch Watson sind seit geraumer Zeit
wieder solo. (dpa)
FOTO: WILL OLIVER/DPA
ter aus dem sauerländischen Brilon
soll seinen vier Monate alten Sohn
zu Tode geboxt haben. „Der Mann
wurde am Samstag wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft genommen“, teilte die
Staatsanwaltschaft gestern mit. Ein
Rechtsmediziner hatte laut den Ermittlern festgestellt, dass das Kind
vermutlich in den Bauch geboxt
wurde. Der Mann habe angegeben,
sein Sohn habe sich übergeben, danach habe er ihm mehrfach auf den
Bauch gedrückt. (dpa)
PLAUENER ZEITUNG
Freie Presse
Dienstag, 24. Februar 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
ULRICH RIEDEL
03765 5595-15540
red.reichenbach@freiepresse.de
Seite 9
MOMENT MAL
Komm, lieber Mai!
Derzeit geht im Vogtland allerhand
voll gegen den Baum! Erst will die
Forstbehörde den Triebtal-Wald abholzen. Dann orakelt Plauens OB
über Millioneneinnahmen aus
Waldverkäufen. Neuerdings verfärben sich Baumrinden rot. Wegen
Algen, die mit Benzinauto-Abgasen
in die Luft geblasen werden. Umweltsünder gebärden sich allemal
als Unschuldslämmer. Ohne Schamesröte. Naturfreunde und Baumschützer müssen wohl oder übel
auf den Mai warten. Und auf das
schöne Frühlingslied: „Der Mai ist
gekommen, die Bäume schlagen
aus...“ Hoffentlich treffen sie die
Richtigen! (ach)
NACHRICHTEN
91 Taxiunternehmen gibt es im Vogtlandkreis – auch sie müssen das Mindestlohngesetz einhalten. Das Gewerbe fürchtet durch die neuen Tarife einen Umsatzeinbruch.
POLITIK
DSU: Lupart hat das
Recht, so zu reden
PLAUEN — Die DSU nimmt ihren we-
gen „Lügenpresse“-Rufen bei einer
Pegida-Demonstration in die Kritik
geratenen früheren Landeschef Ulrich Lupart in Schutz. Wer Lupart
das Recht auf freie Meinungsäußerung abspreche, stelle sich außerhalb des Grundgesetzes, erklärt
DSU-Bundesvorsitzender Roberto
Rink. Wenn bei dem Begriff auf die
NS-Zeit verwiesen werde, wie es
vogtländische SPD-Politiker getan
haben, zeugt das für Rink von „einer
eingetrichterten, abartigen Denkweise“. Schon 1914 habe der Dichter
Gerhart Hauptmann in einem Brief
an Romain Rolland diesen Begriff
verwendet. Auch Lupart bezieht
Stellung zu seinem Auftritt: „Ich war
empört, wie einseitig und abfällig
Mainstreammedien über Sorgen
und Nöte der Bürger berichten. Im
Gegensatz dazu nehme ich als Mann
aus dem Volk und für das Volk ihre
Sorgen und Nöte ernst.“ (hagr)
Seite 14: Bericht und Kommentar
BEUTEZUG
Einbrecher dringen
in Kindergärten ein
PLAUEN — Unbekannte Täter sind am
Wochenende in Plauener Kindergärten auf Beutezug gegangen. Darüber berichtete gestern die Polizei.
Offenbar nichts zu holen gab es für
die Einbrecher im Kindergarten
„Mäuseburg“ an der Haselbrunner
Straße. Die Täter hatten im Gebäude
mehrere Türen aufgehebelt und
Sachschaden in Höhe von 500 Euro
angerichtet. Gestohlen wurde nach
ersten Erkenntnissen nichts. Auch
im Kindergarten „Zwergenland“ an
der Wettinstraße waren die Täter am
Werk. Dort wurden Türen und
Schränke ebenfalls gewaltsam geöffnet und durchsucht. Der hinterlassene Sachschaden beläuft sich auf
rund 1000 Euro. Gestohlen wurde
offensichtlich auch im „Zwergenland“ nichts. (bju)
FOTO: RENE RUPRECHT/DPA
Taxifahrten im Vogtland werden teurer
Die Branche hat das lange
kommen sehen: Gesetzlich
verordneter Mindestlohn
zwingt dazu, Taxi-Tarife
zu erhöhen.
VON UWE SELBMANN
PLAUEN — Um mehr als 20 Prozent
sollen die Tarife fürs Taxifahren im
Vogtland steigen. Je nach Fahrtstrecke und Tageszeit kann der künftige
Fahrpreis auch schnell um mehr als
40 Prozent über dem bisherigen liegen (Tabelle). Der Kreistag berät am
Donnerstag in Markneukirchen die
neuen Tarife. Als Hauptgrund der
drastischen Erhöhung gilt der Mindestlohn.
Üblicherweise werden Taxifahrer nicht nach Stunden bezahlt. Eine
vom Taxigewerbe bundesweit angestrebte Einführung des Mindestlohns erst bis 2017 scheiterte jedoch
Taxi-Tarife im Vergleich
Tarife im Vogtland
Tarif alt
Grundtarif
1. bis 2. km, pro km
über 2 km, pro km
Wartezeit/Stunde
Anfahrtgebühr
(bei Nichtinanspruchnahme)
Großraumtaxi
Gepäck max.
Vergleich und Beispielrechnung
Landkreis Zwickau
Erzgebirgskreis
Landkreis Greiz
Vogtlandkreis neu
Tag
2,30
1,80
1,40
16,00
Nacht*
2,30
1,90
1,50
16,00
4,60
4,60
4,00
4,00
1,00
1,00
Fahrtstrecke von 5 km
Tag
Nacht
14,60
15,70
11,00
12,00
14,30
14,30
13,00 (+28,7 %)
14,90 (+40,6 %)
Tarif neu
Tag
3,50/4,00**
2,20
1,70/1,80**
23,00
7,00
Nacht*
4,00
2,30
2,10
23,00
8,00
5,00
5,00
2,00
2,00
Fahrtstrecke von 10 km
Tag
Nacht
23,10
25,20
19,00
20,00
24,80
24,80
21,50 (+25,7 %) 25,40 (+40,3%)
Die Beispielrechnungen beruhen noch auf dem alten Beschlussvorschlag. Stimmt der Kreistag der Empfehlung seines Fachausschusses zu, fallen die Tariferhöhungen zum Teil
noch deutlicher aus. *sowie an Sonn- und Feiertagen, **laut einstimmigem Beschluss des Kreistags-Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus, da dieser Antrag die
Mehrheit der Stimmen der Taxiunternehmen widerspiegele, die sich an der Anhörung beteiligten.
Quelle: Landratsamt Vogtlandkreis, Beschlussvorlage für Kreistag am 26. Februar
Ariane Bühner
am Widerstand der Gewerkschaft.
Taxiunternehmen aus Plauen und
Oelsnitz beantragten bereits im Juli
vorigen Jahres neue Tarife. Angaben
des Landratsamtes zufolge wichen
die Vorschläge jedoch voneinander
ab. Die Kreisverwaltung erarbeitete
deshalb ein eigenes Tarifmodell und
bat alle 91 Taxiunternehmen der Region um Stellungnahme. Nur etwas
mehr als die Hälfte (48) äußerte sich,
eine Mehrheit davon (26) stimmte
für das Modell, 18 Unternehmen dagegen. Sie favorisierten einen Vorschlag der Taxigenossenschaft Plau-
en. Von dort war gestern keine Reaktion dazu zu erhalten.
Die Industrie- und Handelskammer kritisierte unterdessen die Unterteilung des Grundtarifs. Den
Nachttarif für Fahrten ab dem dritten Kilometer hält sie für zu hoch.
Die Bedenken sollen jedoch ohne
Folgen bleiben – im Gegenteil: Der
Fachausschuss des Kreistages packte in seiner Vorberatung noch einige
Cent auf die ursprüngliche Variante
obendrauf. Es habe einen nochmaligen Antrag von Taxifirmen dazu gegeben, hieß es. Zudem solle ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden. Dass abends und nachts kaum
Taxis zu bekommen sind, gilt schon
lange als Problem: Taxis machen ihren Hauptumsatz mit Vertragsfahrten für Krankenkassen, Schülerbeförderung und Reisebüros.
Werden die neuen Preise beschlossen, gelten sie ab 7. April, dem
Dienstag nach Ostern. Die bislang
letzte Anpassung der Taxitarife im
Vogtland gab es zum 1. Januar 2009.
Stadtverwaltung gibt Eltern kontra
Findelkind: Adoption
„Bounty“-Anlage: Am 7. März private Putzaktion – Rathaus: „Bisher keine Klagen“
Amt sucht Eltern für Maria – Mutter meldet sich nicht
PLAUEN — Das Rathaus widerspricht
dem Vorwurf einer Elterninitiative.
Diese hatte sich jüngst beklagt, dass
es mit der Sauberkeit auf dem größten Spielplatz der Stadt, dem „Bounty“-Areal vor der Lindgren-Grundschule im Mammengebiet, nicht
zum Besten steht.
Zuständig ist die Firma Immobilien Service Plauen (ISP), eine Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG). Gisela Kraus
vom Fachgebiet Tiefbau informiert
zum Saubermach-Turnus: „Die Reinigung des Spielplatzes wird ganz-
PLAUEN — Die Identität der Eltern
von Findelkind Maria bleibt unklar.
Das teilte das Kreisjugendamt gestern mit. Das neugeborene Mädchen
war am Tag vor Weihnachten in die
Plauener Babyklappe gelegt worden.
Die Frist, wonach sich Marias Mutter melden und ihr Kind unbürokratisch zu sich zurückholen könnte,
ist jetzt abgelaufen.
Das Baby lebt derzeit in einer
Pflegefamilie und entwickelt sich altersgerecht. Um ihm ein dauerhaftes
Nest zu suchen, hat das Jugendamt
die Adoption eingeleitet. Nach An-
jährig durchgeführt.“ Von Dezember bis Februar geschehe das zwar
nur 14-tägig, aber regelmäßig. Für
Schulelternsprecher Peter Frost ist
deshalb unerklärlich, weshalb auf
dem Spielplatz an manchen Tagen
kaputte Bierflaschen und anderer
Unrat liegen.
Den Unmut der Eltern und Anwohner kann Ulf Merkel nicht
nachvollziehen. Er ist im Plauener
Rathaus für die Spielplätze verantwortlich. Seiner Meinung nach ist
die Grünanlage in gutem Zustand.
„Bisher gab es keine Klagen“, sagt er.
Und: „Dass die ISP ihre Arbeit ordentlich macht, spiegelt die Beurteilung unserer Spielplatzumfrage wider.“ Es gab zum Beispiel sieben Mal
„gut“ und nie ein „Schlecht“.
Peter Frost hat ein halbes Jahr
lang versucht, Kontakt mit der Behörde aufzubauen. Telefonisch, per
E-Mail. Er hätte auch im Internet eine Mängelanzeige ausfüllen können, heißt es aus dem Rathaus.
Die Elterninitiative ruft für
nächsten Samstag, 7. März, ab
8.30 Uhr zur privaten Putz- und Reparaturaktion auf. (sasch)
gaben von Sozialamtschef Berthold
Geier werden bereits Gespräche mit
geeigneten Familien geführt. Etwa
ein halbes Jahr dauere das Verfahren. Ein Paar, das in der engen Auswahl steht, habe bereits Kontakt zu
dem Baby.
Nach Auffinden des Kindes hatte
es mehrere Bewerbungen von Adoptionswilligen gegeben. Geier verweist jedoch an die Adoptionsvermittlungsstelle des Landkreises. Zugleich bedauert er, dass die Mutter
dem Kind nichts mitgegeben hat:
„Oft liegt ein Teddy dabei.“ (manu)
A N ZE I G E
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3589756-10-1
10 Freie Presse
PLAUENER ZEITUNG
RAT & HILFE
Notruf
Polizei 110
Feuerwehr und Rettungsdienst 112
Giftnotruf 0361 730730
ALLGEMEINMEDIZIN
Plauen Stadt und Landkreis Vogtland:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
Elsterberg: 19 - 7 Uhr, Rufbereitschaft, 116117, 0365 412176
AUGENARZT
Plauen: 19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, DM Angelika
Dorer, Rodewisch, 03744 48611,
0160 95379360, 03741 457222
KINDERARZT
Plauen: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde
19 - 22 Uhr, Dr. Peter Quick, Seminarstraße 7, 03741 132175, 0162 9708211,
03741 457222
APOTHEKEN
Plauen: 8 - 8 Uhr, Neue Schloßapotheke, Klosterstraße 4,
03741 20900
Elsterberg: 8 - 8 Uhr, Burg-Apotheke,
Lange Straße 15, 036621 20352
TIERARZT
Plauen: 16 - 6 Uhr, Großtiere,
Tierärztin Katharina Winkler,
0173 3738229
Plauen: 18 - 22 Uhr, Kleintiere, Kleintierklinik Vogtland Dr. Roland Zeißler,
Auerbach, 03744 212471
Plauen Umland: 16 - 6 Uhr, DVM Gerdhold Werner, 036645 22259
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
VERANSTALTUNGEN
Plauen: Begegnungszentrum der
Volkssolidarität, Karlstraße 14, Zusammenkunft der Kontinenz-Selbsthilfegruppe Plauen, 15 Uhr
Plauen: Altenpflegeheim „Am Komturhof“, Schulberg 4, Treff der Frauenselbsthilfe nach Krebs, Abendgruppe, Thema des Abends ist Fotoschau
Natur und Landschaft, 19 Uhr
Oelsnitz: Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Treffen der IG Bandscheibe,
14 Uhr
Oelsnitz: DRK-Begegnungszentrum,
August-Bebel-Straße 31, Treff der
Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose,
Thema: Enzyme, 14 - 17 Uhr
WIR GRATULIEREN
Plauen: Ingrid Gehrmann 74 Jahre.
Thierbach: Christa Leheis 77 Jahre.
Mehltheuer: Hartmut Hellwich
72 Jahre. Syrau: Gerlinde Mosch
71 Jahre. Jocketa: Dr. Herbert Römer
85 Jahre, Carla Teubert 71 Jahre.
Elsterberg: Elisabeth Eisenreich 75
Jahre. Theuma: Günter Bräutigam
75 Jahre.
Allen die besten Wünsche!
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Am Preißelpöhl, Bismarckstraße, Ortsteil Neundorf; Wernesgrün, B 169; Rothenkirchen B 169;
Falkenstein, Ellefelder Straße.
Morgen: Plauen, August-Bebel-Straße, Dresdener Straße, Leuchtsmühlenweg; Mühltroff, B 282 in Richtung
Plauen; Langenbach, B 282.
Dienstag, 24. Februar 2015
Zinsen und Euro im Keller –
Handel mit Kunst im Aufwind
ren Wert des Euro wird es für Kunden außerhalb des Währungsraums
günstiger, in der Eurozone einzukaufen. Da Schweizer und Chinesen
Kunst aus ihren Heimatländern bevorzugen, bemerkt Mehlis einen gestiegenen Absatz bei dieser. Vor allem chinesische Kunden durchforsten auf ihrer Suche das ganze Internet, erzählt Mehlis, „Dann kommen
manchmal riesige Zuschläge zusammen für Dinge, die Europäer nicht
verstehen, etwa für einen bestimmten Buddha oder eine Vase.“
Nicht vom abstürzenden Euro
profitieren russische Sammler –
weil der Rubel-Kurs noch viel
schlechter ist. Für russische Kunst
erzielt Mehlis deshalb gerade keine
Top-Preise.
Legt man sein Geld aufs
Sparbuch, wird es von der
Inflationsrate aufgezehrt.
Davon und von der
internationalen Finanzlage
profitiert das Plauener
Auktionshaus Mehlis. Am
Donnerstag beginnt dort
die aktuelle Versteigerung.
VON JULIA KELLER
PLAUEN — Dekorativ, selten – mög-
lichst mit Unikatcharakter – und international handelbar: Wenn eine
Antiquität oder ein Kunstwerk diese
Merkmale besitzt, handelt es sich
um eine gute Geldanlage, sagt Auktionator Jens Mehlis. Der Plauener,
der am Donnerstag mit einer neuen
Auktion startet, merkt deutlich, dass
die Nachfrage nach Kunst, Antiquitäten und Gold gestiegen ist. Verantwortlich dafür macht er die Lage an
den Finanzmärkten.
Zinsen niedrig, Aktienkurs
hoch: Die Zinsentwicklung sorgt
bei deutschen Sparern schon seit
Monaten für lange Gesichter: Sparkonten bringen kaum Zinsen – berücksichtigt man die Inflationsrate,
wird das angelegte Geld also immer
weniger. Um in Aktien zu investieren, ist es aber auch nicht der richtige Zeitpunkt: Sie sind gerade teuer,
also ist damit zu rechnen, dass ihr
Preis wieder sinken wird. Das sind
zwei Gründe für viele Deutsche,
Kunst und Antiquitäten zu kaufen.
Für Jens Mehlis gibt es noch einen weiteren: „An Kunst kann man
sich täglich erfreuen.“ Seine Kunden
fragen im Moment häufig nach Möbeln und Dekorationsgegenständen.
Viele verstehen Antiquitäten und
Kunstwerke nicht mehr als reine
Sammlerstücke, sondern als Teil der
Wohnungseinrichtung. Das reine
Biedermeierzimmer ist allerdings
out: Immer seltener werden vollständige, einheitliche Sammlungen,
bei denen vom Sofa über die Vitrine
bis hin zu den Porzellanfiguren auf
den Ablagen alles zusammenpasst.
Stattdessen stehen Stücke verschiedener Stile und Epochen nebenein-
Goldpreis hoch: Gold geht immer,
ist Mehlis‘ Erfahrung. Zwar steigt
der Preis nicht mehr so stabil wie
noch vor einigen Jahren, dennoch
verkauft der Auktionator Uhren
und Schmuck aus Gold seit Jahren
gut – vor allem Stücke, für die er nur
den Materialwert verlangt. Wie sie
aussehen, ist zweitrangig. In jeder
Krise steigt die Nachfrage nach
Gold, hat der Plauener beobachtet.
Drei Tage Auktion
Donnerstag, 16 bis circa 19.00 Uhr:
unter anderem russische Kunst, außereuropäische Kunst und Militaria.
Freitag, 10 bis circa
17 Uhr: unter anderem Uhren,
Schmuck, Möbel, Jugendstil, Art Deco
und Design ab 1945.
Samstag, 10 bis circa 17.30 Uhr: unter anderem Glas, Skulpturen, Grafik,
regionale Künstler.
Sonderauktion Skulpturen: Samstag, ab 13 Uhr.
Vorbesichtigung: noch heute und
morgen 10 bis 18 Uhr sowie während
der Auktionen.
Auktionator Jens Mehlis mit der Skulptur „Tanzender Massai“ von Fritz Behn
FOTO: ELLEN LIEBNER
aus der aktuellen Sonderauktion.
ander. „Der bunte Mix macht es interessant“, sagt Mehlis.
Die Kunden entscheiden nach
der Optik, ob sie ein Teil kaufen. Besonders begehrt sind Seltenheiten
und Unikate, Massenware wie Bier-
krüge sind kaum noch gefragt.
Eurokurs auf Sinkflug: Ob Chinesen, Amerikaner oder – seit der Franken nicht mehr vom Euro abhängt –
Schweizer: Mit dem immer geringe-
Gebote können telefonisch (ab einem
Gebot von 200 Euro, bedeutet automatisch das Bieten des Limits) oder
auf der Internetseite des Aukionshauses (nach Registrierung) abgegeben
werden. Dort befinden sich auch der
Katalog und der Zeitplan. (kej)
» www.mehlis.eu
A N ZE I G E
Tauziehen um Fahrdienst
SPD startet im Stadtrat Anlauf zum Erhalt des Services
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PLAUEN — In Plauen gibt es ein Tau-
ziehen um den Behindertenfahrdienst, ein Überbleibsel aus kreisfreien Zeiten. Die Stadt will ihn abschaffen, weil der Kreis für die Betreuung von behinderten Menschen
zuständig ist. Die SPD startet im
Stadtrat jedoch einen Anlauf, ihn
doch weiter zu erhalten. Der Rat soll
dafür auf Sitzungsgeld verzichten,
so der Vorschlag von Haushaltsexperte Christian Hermann. Hansgün-
ter Fleischer (CDU) konterte: „Die
SPD hat wohl die Worte ihres früheren Fraktionschefs Rainer Kett nicht
gehört.“ Kett hatte stets gefordert,
Plauen solle aufhören, „ein bisschen
kreisfrei zu spielen“.
38 Menschen nutzen den Behindertenfahrdienst. Sollte er abgeschafft werden, will der OB den Betroffenen Unterstützung beim Beantragen der Leistungen im Landratsamt bieten. (tb)
Michael Hirte bei Maxi Arland
Entertainer Maxi Arland (rechts) ist am Samstagabend in einer gut ge-
füllten Plauener Festhalle auf eine musikalische Traumschiffreise gegangen. Zur Crew gehörte unter anderem Michael Hirte mit seiner
FOTO: ELLEN LIEBNER
Mundharmonika.
3581211-10-1
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 24. Februar 2015
Freie Presse
11
Plauen soll eine Burg-Ruine bekommen
NACHRICHTEN
SPENDENSAMMLUNG
Spielgerät
für Jößnitzer Park
JÖSSNITZ — Noch im Frühjahr soll im
Jößnitzer Schloss-Park ein neues
Spielgerät aufgestellt werden. „Wir
stehen in den Startlöchern“, berichtet Christoph Stengel, 1. Vorsitzender des Fördervereins Schloss Jößnitz. Noch ist die Finanzierung über
Spenden aber nicht gesichert. Es fehlen noch 400 Euro. Das Seniorenzentrum Salus hat sich bereits mit
200 Euro an dem Vorhaben beteiligt.
Geschäftsführerin Karla McCabe
übergab jetzt einen Spendenscheck
und verwies auf das Projekt „Jung
trifft alt“, mit dem sich das Seniorenzentrum Salus als fester Bestandteil
der Kinder- und Seniorenarbeit in
der Ortschaft etabliert habe. (bju)
PARKPLATZ
Gert Müller, Chef des Plauener Bergknappenvereins, will den Mauerkranz auf dem Dobenaufelsen im Syratal rekonstruieren.
17-Jähriger
fährt gegen Baum
PLAUEN — Ein 17-Jähriger ist am
Sonntagabend auf dem Gelände des
Media-Marktes an der Dürerstraße
in Plauen aus Unachtsamkeit mit einem VW Up gegen einen Baum gefahren. Der Sachschaden beläuft
sich auf 3000 Euro. Da der junge
Mann nur in Begleitung eines Elternteiles ein Fahrzeug führen darf,
wird nun laut Polizei gegen die
18-jährige Halterin des Autos wegen
Gestatten des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. (bju)
AMTSANTRITT
Kettner neuer Chef
der Bildungsagentur
Hobby-Bergknappe Gert
Müller gräbt an jeder Ecke
Plauens. Sein nächster
Plan: Er will den Mauerkranz auf dem Dobenaufelsen retten.
VON MANUELA MÜLLER
PLAUEN — Gert Müller hat alles in
Sack und Tüten: die denkmalschutzrechtliche Genehmigung, die Abstimmung mit den Archäologen.
Selbst für eine Straße hat er gesorgt,
mit der die Burgreste, die bis vor vier
Jahren hinter Bäumen verschwun-
den waren, für Bagger und schwere
Technik erreichbar sind.
Müller, Chef des Plauener Bergknappenvereins, will den Mauerkranz auf dem Dobenaufelsen im
Syratal rekonstruieren. Insgesamt
60 Meter, schätzt der Heimatforscher. Die Mauern sollen von einer
Burg stammen, die eine der ersten
Burgen des Vogtlands war. Es gibt
Überlegungen, wonach diese Burg
schon vor der Johanniskirchweihe
gestanden haben könnte. Die Kirche
existiert seit 1122, und damit beginnt die Geschichte Plauens.
Im Zeitraffer-Tempo will Gert
Müller die Überbleibsel der Burg
jetzt sichern. „Wir haben bis Ende
nächsten Jahres Zeit, um das zu
schaffen“, sagt er. Dann soll die Stra-
ße wieder weg, die auf den Felsen
führt. Bergsicherer hatten sie vergangenes Jahr angelegt, als sie einen
einsturzgefährdeten Schacht auf
Gert Müller
Heimatforscher
FOTO: ELLEN LIEBNER/ARCHIV
dem Felsen entschärfen mussten –
im Auftrag des Oberbergamtes in
Freiberg. Inzwischen sind auch Teile
des Stollens originalgetreu wieder
hergerichtet worden.
Um den Mauerkranz so hinzubekommen, dass er die Ausflügler im
Syratal künftig ins Schwärmen
bringt, braucht der Bergknappenverein Geld. Müller ist optimistisch:
„Bisher haben wir alles hinbekommen.“ In den nächsten Wochen will
er seine Kontakte spielen lassen und
sich mit potenziellen Sponsoren
treffen, ihnen den Plan schmackhaft
machen. Immerhin will OB Ralf
Oberdorfer (FDP) die Landesgartenschau ins Syratal holen.
Bei der Bürgerstiftung hat Müller
bereits eine Finanzspritze beantragt,
um den Dobenaufelsen mit einem
Eisengeländer sichern zu können.
Etwa 30 Meter gehe es abwärts. Mit
5000 Euro würde er weit kommen,
sagt Plauens bekanntester Bergknappe. Mit Hilfe der Bürgerstiftung
hatte er im vergangenen Jahr bereits
FOTO: ELLEN LIEBNER
angefangen, die Mauer zu sanieren.
Jetzt will er den Felsen so herrichten,
dass er zum sicheren Aussichtspunkt wird: „Mit einem freien Blick
über das Syratal. Wie die Loreley im
Triebtal – die Loreley von Plauen sozusagen.“
Nicht nur in dem Naherholungsgebiet sind die Knappen dabei, Sehenswürdigkeiten für Plauen zu
schaffen. Müller und seine Männer
tanzen auf vielen Hochzeiten. Sie betreuen das Alaunbergwerk im Stadtzentrum, den Luftschutzkeller am
Schlosshang und dessen Nachbarkeller. Dort hat Müller jetzt archäologische Grabungen in Gang gebracht. Der Dobenaufelsen mit seinem versteckten Mauerkranz steht
seit vier Jahren auf ihrer To-do-Liste.
PLAUEN/ZWICKAU — Hagen Kettner
FOTO: PRIVAT
(54) übernimmt ab 1. März die Leitung der Regionalstelle Zwickau der
Sächsischen Bildungsagentur. Der
Diplomlehrer für
Mathematik und
Physik folgt Walter
Kämpfer, der kürzlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Kettler
hat über zehn Jahre
zwei Mittelschulen
im Raum Dresden geleitet, ehe er ab
2001 in verschiedenen Funktionen
im Regionalschulamt Dresden arbeitete. Im Jahr 2007 wurde er Abteilungsleiter in der Regionalstelle
Bautzen. Anschließend wirkte der
Pädagoge im sächsischen Kultusministerium. Seit 2013 war Kettner Abteilungsleiter in der Regionalstelle
Chemnitz der Bildungsagentur. Der
54-Jährige ist verheiratet und Vater
eines Sohnes. (vim)
KURZ GEMELDET
Standesamt geschlossen
PLAUEN — Wegen einer turnusmäßi-
gen Weiterbildung der Standesbeamten des Vogtlandkreises bleibt
das Standesamt Plauen am Mittwoch, 4. März geschlossen. Ab dem
darauffolgenden Tag sind die Mitarbeiter wieder zu den gewohnten Zeiten erreichbar, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. (bju)
CDU-Stammtisch zu Asyl
PLAUEN — Der CDU-Stadtverband be-
schäftigt sich am Donnerstag an seinem nächsten Stammtisch mit dem
Thema Asyl. Der Stadtverbandsvorsitzende Frank Heidan geht dabei
der Frage „Wie geht es weiter in
Sachsen?“ nach. Zudem werden Informationen zum sächsischen
Haushalt gegeben und auch andere
aktuelle Themen diskutiert. Das öffentliche Treffen beginnt 18 Uhr im
Café Trömel am Plauener Klostermarkt. (bju)
Seniorenkolleg wählt
PLAUEN — Das Plauener Seniorenkol-
leg lädt seine Mitglieder für morgen,
14 Uhr zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung in den Gesellschaftsraum der Gaststätte Biller
ein. Auf dem Programm stehen
neben dem Jahresbericht des Vorstandes auch die Wahl eines neuen
Vorstandes für die nächsten zwei
Jahre. (bju)
Kleiderkammer für junge Menschen eröffnet
Die Fördergesellschaft für berufliche Bildung will damit Kinder und Erwachsene bis zum Alter von 27 unterstützen
PLAUEN — Gestern ist in Plauen eine
Kleiderkammer eröffnet worden,
die sich an Kinder und junge Erwachsene bis zu einem Alter von etwa 27 Jahren richtet. Betrieben wird
sie von der Fördergesellschaft für berufliche Bildung auf deren Gelände
an der Dobenaustraße 80.
Das Hauptziel sei, jungen Menschen beim Gründen ihres ersten eigenen Haushalts zu helfen, so die
Geschäftsführerin der Fördergesellschaft, Annett Schmidt. Deshalb
achte man auch bei der Annahme
der Sachen darauf, dass sie für junge
Menschen geeignet sind. Kunden
müssten nicht nachweisen, dass sie
bedürftig sind, sagte Schmidt. Verkauft werden in der Einrichtung gebrauchte Schuhe, Kleidung und
Hausrat sowie Arbeiten der Werkstatt Textil/Kreatives Gestalten der
Produktionsschule der Fördergesellschaft.
Schüler der Produktionsschule
sind es auch, welche die Kleider-
kammer führen: von der Annahme
und dem Sortieren von Spenden
über das Festlegen der Preise und
den Verkauf bis hin zur Buchführung kümmern sich Schüler der
Fachrichtung Lager/Verkauf/Informationstechnik um den Laden. Kleinere Mängel an der Kleidung werden ebenfalls von Produktionsschülern behoben. Von den Einnahmen
durch die Kleiderkammer soll künftig Material für die Produktionsschule gekauft werden.
An Produktionsschulen lernen
Jugendliche und junge Erwachsene,
die ohne Abschluss die Schule verlassen haben oder keine Berufsausbildung gefunden haben. Sie haben
hier beispielsweise die Möglichkeit,
ihren Schulabschluss nachzuholen.
GEÖFFNET HAT DIE KLEIDERKAMMER
der Fördergesellschaft für berufliche Bildung
montags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr
sowie von 13 bis 15 Uhr, außerdem dienstags
von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr.
BEUTEZUG
Einbruch in
Geschäftsräume
PLAUEN — Wegen einer Beute von
20 Euro haben unbekannte Einbrecher rund 4000 Euro Sachschaden
angerichtet. Darüber berichtete
gestern die Polizei. Die Täter waren
über das Wochenende gewaltsam in
Büro- und Geschäftsräume sowie
Werkstätten verschiedener Firmen
an der Gustav-Freytag-Straße in
Plauen eingebrochen. Durch Aufhebeln und Eintreten von Türen summiert sich der Sachschaden auf 4000
Euro. (bju)
LESERFORUM
„Die Mehrheit der Kreisräte winkt alles kommentarlos durch“
Zur möglichen Sanierung der
Plauener Rathaus-Fassade. Noch
ist nicht entschieden,ob der in
die Jahre gekommene NordWest-Flügel des Rathauses neu
gebaut oder saniert wird.
„Fassade hat Futuristisches“
Als Nichtplauener hätte mir die
Glasfassade des Rathauses vielleicht
auch nicht besonders gefallen, aber
als Plauener lebe ich nun schon Jahrzehnte mit ihr und habe mich nicht
nur daran gewöhnt, denn sie hat ihre Geschichte, und diese Geschichte
gehört nun einmal zu Plauen.
Ich habe als Kind die Bombardierung Plauens miterlebt, hatte einen
Luftangriff mit meiner Mutter in
dem zerstörten Wohnhaus Schildstraße 18 gerade so überlebt. Auch
der Eingangsbereich des Rathauses
wurde beschädigt, und die Ruine
war jahrelang zu sehen. Geld war in
der DDR knapp, und so waren wir
froh, dass diese hässliche Baulücke
endlich geschlossen wurde. Und wir
Plauener haben diesen „Lückenbau“
mit der Zeit akzeptiert, jedoch von
einer städtebaulichen Katastrophe
zu reden, ist Quatsch, da gab es vor
und nach der Wende ganz andere
Katastrophen in unserer Stadt.
Diese Fassade hat sogar etwas Futuristisches an sich, und die Geschichte begann am 7. Oktober 1989, als
vor dieser Fassade die erste Demonstration der Plauener gegen das
DDR-Regime stattfand. Schutzstaf-
feln der Volkspolizei riegelten damals den Zugang zum Rathaus hermetisch ab. Auf der Treppe unter
dieser Fassade hat damals der Superintendent Küttler die Plauener aufgerufen, jeden Samstag zur Demo zu
kommen, und wir kamen und zogen
wochenlang an dieser Fassade vorbei. Deshalb hat sie Geschichte und
gehört zu Plauen und sollte unbedingt erhalten werden. Und war sie
nicht sogar denkmalsgeschützt? Es
ist doch wohl heute architektonisch
und baulich möglich, die Fassade so
aufzuhübschen, dass sie sich in den
alten, großkotzigen Baukörper spielerisch einfügt und so als Denkmal
bestehen bleibt. Übrigens: Dieser
DDR-Lückenbau war allemal baulich wesentlich stabiler ausgeführt
als der Rathaus-Neubau.
Hans-Jürgen Meinel, Plauen
Zum Beitrag „44 Ausländer
bekommen BRD-Pass“.
„Finanzielle Mehrbelastungen“
Es geht weniger um die Anzahl derer, die einen deutschen Pass bekommen. Von Bedeutung ist vielmehr,
wie viele von den Zuwanderern eine
Perspektive haben werden. Es geht
nicht um die Zuwanderer, denen der
Staat eine Arbeit anbieten kann und
bei welchen die Fähigkeit und Bereitschaft vorliegt, diese auch auszuüben. Sie sind willkommen. Es geht
um den Anteil derer, die glauben, bis
zum Lebensende in Deutschland
bleiben zu können, auch im Wissen,
dass der Staat nicht in der Lage ist,
die erforderlichen Arbeitsplätze beizubringen. Die Gemeinden unseres
Kreises werden sich auf finanzielle
Mehrbelastungen und die Bürger
auf längere Wartezeiten bei Ärzten
und auf Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas einstellen müssen. Und wenn staatliche Organe auf
Versuche, das Bleiberecht zu erpressen, weiter mit Zugeständnissen reagieren, darf man sich nicht wundern, wenn alle Neuankömmlinge
„in einen Topf“ geworfen werden.
Harry Suhr, Ruppertsgrün
Zur Rechnungsprüfer-Kritik an
der Müllfirma KEV, die Dezernent
Lars Beck aus dem Landratsamt
des Vogtlandkreises ein Dienstauto überließ, und weiteren Turbulenzen im Landratsamt.
„Sache der Staatsanwaltschaft“
Der Volljurist und Dezernent Lars
Beck hat Landrat Dr. Tassilo Lenk
schon wieder in ein schlechtes Licht
gerückt. Als Amtsleiter des Dezernats II Wirtschaftsförderung, Innovation und Bildung ist er seit Gründung des Vogtlandkreises 1996 der
engste Vertraute und juristische Berater des Behördenleiters. In allen
Fragen der Wirtschaft, Entwicklung,
Bildung und Müllentsorgung, des
Fördermittelmanagements, der Im-
mobilienverwaltung, der Strukturentwicklung, der Auslandsbeziehungen, der Kulturraumförderung,
der Vogtland Arena, der EU-Förderprogramme, der Finanzgeschäfte
und der kreiseigenen Tochterfirmen
und Aufsichtsratpöstchen, ist er entscheidender Experte und Lenker.
Mit verständlichen Worten: Herr
Dezernent Beck ist in seiner Dienstverantwortung als Leiter des Dezernats II der Kreisverwaltung in die
Aufsichtsposition einer kreiseigenen Firma entsandt worden. Er hat
also
einen
schuldrechtlichen
Dienstvertrag mit dem Vogtlandkreis, für den er zu versteuerndes
Gehalt bekommt. Als entsandtes
Aufsichtsratsmitglied steht ihm
Aufwandsentschädigung zu. Wenn
es denn sein Dienstherr, der Landrat,
gewollt hätte, dann hätte dem Dezernenten ein angemessener Dienstwagen zugestanden, mit dem er die
Entsendeaufgaben als „ehrenamtlicher“ Aufsichtsrat erledigen hätte
können. Der geldwerte Vorteil wäre
über sein Gehalt als Dezernent versteuert worden. Ob es ein zu tolerierendes Privileg eines fleißigen Mitarbeiters gewesen ist oder sogar eine
Vorteilsnahme im Amt bzw. ein
Straftatdelikt der Untreue, hat die
Staatsanwaltschaft nun zu prüfen.
Petra Friedrich, Auerbach
„Mehrheit winkt alles durch“
Noch macht die Exekutive das, was
sie am besten kann: Geld ausgeben.
Schuld an diesem Management
muss man aber der Legislative geben. Seit der Vogtlandkreis besteht,
winkt die Mehrheit der Kreisräte, also die Mehrheitsfraktion CDU, alles
kommentarlos durch. In letzter Zeit
fällt da nur der Auerbacher Kreisrat
Knut Kirsten aus dem Rahmen. Ich
erkläre mir das so: Es macht Arbeit,
sich mit Vorlagen zu beschäftigen,
Änderungen einzubringen.
Wo leben wir denn, wenn diese Räte
vor der Exekutive zurückschrecken?
Befürchten sie Unannehmlichkeiten? Wieso stellen sich solche Leute
zur Wahl? Die größte Oppositionspartei hat dazu auch noch ihre Stimme verloren, man hört nicht mehr,
dass sie aufmuckt. Ich kann mir vorstellen, dass es der SPD nach der
Landratswahl nur noch um den
Stellvertreter-Posten geht.
Die vorerst letzte Chuzpe: Man hat
sich aus den Müllrücklagen bedient.
Wie Insider erzählen, kommt bald
der nächste Griff in die Kreiskasse,
wenn die vogtländischen Busunternehmen mit 5,7 Millionen entschädigt werden, bevor sie in die Pleite
gehen.
Karin Diener, Rodewisch
LESERBRIEFE Die Redaktion behält sich vor,
Leserbriefe sinnwahrend zu bearbeiten. Die
Lesermeinungen müssen nicht mit denen der
Redaktion übereinstimmen. E-Mails müssen
die vollständige Adresse enthalten. Anonyme Zuschriften werden grundsätzlich nicht
veröffentlicht.
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 24. Februar 2015
Rodewischer bringt Träume aufs Papier
Mario Schmidt ist
Gestaltungstechnischer
Assistent. Sein Ziel:
Irgendwann möchte der
30-Jährige von seiner
Kunst leben können.
KONZERT
Tonträger:
Laut, aber komisch
ZWICKAU — Wer sagt da, Rock‘n‘Roll
dürfe nicht auch Spaß machen?
Klar darf er das. Und insofern ist
die Band, die morgen Abend die
Bühne des „Alten Gasometer“ unsicher macht, für diese Form von
Liedgut prädestiniert: Tonträger
nennt sich das Quartett, das neben
allerlei sittenwidrigem Unfug vor
allem Lärm macht. Lärm, der allerdings Platz genug lässt für Geschichten über Brillen, Gummibärchen und reiche Französinnen.
Lärm, der im Grunde harmonisch
anmutet und gelegentlich auch a
cappella erklingt. Lärm, den man
„Blues“ nennen könnte, käme er etwas weniger gut gelaunt daher.
Und mit ein paar weniger Überraschungseffekten im Text. Etwa
wenn es heißt: „Uns trennt nur ein
Zentimeter... ein Zentimeter... ein
Zentimeter... Make Up“. Überhaupt
ist das Leben voll von skurrilen Begebenheiten, – oder man erfindet
sie – die sich zu musikalkomödiantischen Miniaturen umformen ließen. In dieser Kunst attestiert ihnen auch der Kollege Bodo Wartke
große Könnerschaft: „Tonträger
sind abgefahren, grandios, phantastisch. Die Jungs sprühen vor
Energie, ihre Texte sind klug und
gut gereimt und die Musik macht
unglaublich viel Spaß“, sagt er. (tk)
TONTRÄGER sind morgen, 20 Uhr im „Alten Gasometer“, Kleine Biergasse 3, zu
Gast. Karten à 12,70 Euro sind in allen Geschäftsstellen der „Freien Presse“ erhältlich,
an der Abendkasse kosten sie 13 Euro.
BÜHNE
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstr. 7, Puppentheater Eckstein, zeigt „Die starken Männer von Flake“, 10 Uhr, 03765 12188
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Wo die
Zitronen blühen, Konzert mit dem Trio Vivace
der Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
Bad Elster: Kunstwandelhalle, Badstr. 6,
Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein
Hund, ein Abend mit Liedern von Reinhard
Mey, 19.30 Uhr, 037437 53900
Kurhaus, Badstraße 25, Nachmittagskonzert
mit dem Trio Divertimento, der Chursächsischen Philharmonie, 15 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstraße 4, Jugendzentrum, Zeichenspiel:
Dreiecke schließen, 14-20 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Kochküche, 13-15 Uhr; Kinder Schwarzlicht
Theater Black Magic, „Peter und der Wolf“,
16-18 Uhr
Stadt-Galerie, Postplatz 1, Interaktive Mitmach-Ausstellung Tüfteln und Knobeln,
Führungen, Dauer 1 Stunde, 9.30-15 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30,
Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, fröhliche
und spannende Geschichten, 16 Uhr
Auerbach: Begegnungszentrum Zebra,
Katzensteinstraße 1, Ausflug zur Auerbacher
Feuerwehr, 16-17.30 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33,
Billard-Lounge gestalten, 14-20 Uhr,
03744 308686
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Straße 19, Märzplanung, 12-18 Uhr
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
VON PETER ALBRECHT
PLAUEN — Eine neue Ausstellung mit
Werken des Rodewischer Mario
Schmidt ist jetzt im Plauener Amtsgericht zu sehen. Der 30-Jährige hat
eine umfassende Schau seiner Werke aus den vergangenen zehn Jahren
zusammengestellt. Im Erdgeschoss
und in der ersten Etage des Amtsgerichts im Behördenzentrum sind 80
Bilder zu sehen.
Noch bis kurz vor der Ausstellungseröffnung gestern Mittag eilte
das Mitglied des Kunstvereins Zwickau durch die Flure, um die Kunst
auch am richtigen Platz zu platzieren. Die Vielfalt ist groß: Porträts,
Landschaftsbilder, Stillleben und
vom Surrealismus beeinflusste Darstellungen schmücken die Räume.
„Ich wollte alles zeigen, was ich mache“, begründete der Maler die Vielfalt und die Menge der präsentierten
Arbeiten. Seine Lehrerin im Fach
Kunsterziehung habe sein Talent
einst entdeckt, sagte er. „Ich male
schon seit der Kindheit“, berichtete
der Vogtländer.
Vieles an den Wänden wurde mit
Acrylfarben gemalt. „Teilweise male
ich aber auch mit Ölfarben“, gewährte Mario Schmidt einen Einblick in
sein Schaffen.
Dass er aus der Gegend um Auerbach kommt, ist nicht schwer zu erraten – die Bilder lassen darauf
schließen. Da wäre „Der Vagabund“
mit der angedeuteten Drei-TürmeStadt im Hintergrund. Die Schulstraße des Ortes aus alten Tagen und
anderes beschäftigten den jungen
Künstler ebenso sehr, dass er es aufs
Papier bringen musste. Er sei auch
„vom Surrealismus beeinflusst“, ließ
er die Gäste der Vernissage wissen.
Auch den Inhalt einer seiner Träume setze er in Malerei um. In „Der
Schlaf oder Der Traum“ erkennt der
Betrachter am Ende einer Linie mehrere, zum Teil übereinanderliegende
Bilder, die Traumbilder vielleicht.
Eine ausgesprochen schöne
Landschaft mit Bäumen und einer
kleinen Lichtung, durch die Sonnenlicht einfällt, nennt der Maler
„Ein Flecken Licht“. „Kollektion“
zeigt junge Damen, die allem Anschein nach Dessous präsentieren,
und „Fräulein Träumerchen“ präsentiert einmal die Füße und einmal
die Beine einer jungen Dame – und
auf einem Baumstumpf daneben
den darüber gestülpten Hut.
Arbeiten von Mario Schmidt waren schon im Krankenhaus Obergöltzsch in Rodewisch, im Museum
Auerbach, im Gebäude des Zweckverbandes Wasser Abwasser Vogtland in Plauen und bei verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen
wie mit der Hartensteinerin Ramona Markstein zu sehen. Neben seiner
Mitgliedschaft im Zwickauer Kunstverein gehört er auch dem Förderstudio für Malerei und Grafik an, wo
er auch mit Gerhard Bachmann zusammenarbeitet. Am Beruflichen
Schulzentrum e.o.plauen, wo er den
Beruf des Gestaltungstechnischen
Assistenten erlernte, ist er von Andreas Rudloff, Katrin Lenk und Peter
Luban unterrichtet worden.
Schmidt will irgendwann vom
Verkauf seiner Bilder leben können.
Das kann er jetzt noch nicht. Er nehme aber auch Auftragsarbeiten an.
Die im Amtsgericht ausgestellten
Arbeiten sind zu haben. Interessenten können sich in der Verwaltung
der Einrichtung melden.
FOLKLORE
LIEDERABEND
KAPELLE NEUENSALZ
LESUNG
VORTRAG
Blasmusik aus
dem Dreiländereck
Von Hunden und
Einhandseglern
Tischschmuck aus
Ästen und Zweigen
Autor berichtet
über Rocker-Gangs
Über die wilden
Jahre der Wismut
BAD ELSTER — Mit Blasmusik aus
Bayern, Böhmen und dem sächsischen Vogtland stellen sich morgen
Abend die Dreiländereck-Musikanten in der Kunstwandelhalle Bad
Elster vor. Das Ensemble aus Markneukirchen feiert in diesem Jahr
sein 20-jähriges Bestehen und gestaltet regelmäßig Konzerte im Kurort.
Zum Programm ab 19.30 Uhr wird
Glühwein ausgeschenkt, so lang der
Vorrat reicht. Karten: 8 Euro. (hagr)
BAD ELSTER — Die Lieder von Rein-
NEUENSALZ — Im Konzert- und Ausstellungszentrum Kapelle Neuensalz ist morgen unter dem Motto
„Zweigebündel“ wieder Kreativität
gefragt. Ab 16 Uhr wird aus Ästen
und Zweigen ein dekorativer Tischschmuck hergestellt. Der Clou sind
die integrierten Reagenzgläser für
frühlingsfrische Blüten. Kursleiterin Ulrike Stier kommt aus Mylau.
Für die Teilnahme wird eine Gebühr
von 8,50 Euro erhoben. (sasch)
GREIZ — Rocker-Gangs wie die Hells
Angels, die Bandidos oder die Outlaws und Gremium sorgen seit Jahren für Schlagzeilen: Heute, 19 Uhr
bietet Autor und Journalist Claas
Meyer-Heuer in der Greizer Bibliothek im Rahmen einer Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringens und der
Bibliothek einen kenntnisreichen
Einblick in die Welt dieser ordensgleichen Banden. (gem)
AUE — Hermann Meinel, Leiter des
Museums Uranbergbau Bad Schlema, referiert heute, 15 Uhr im Bürgerhaus Aue, Postplatz 3, zum Thema „Als Texas noch im Erzgebirge
lag: Die wilden Anfangsjahre der
Wismut“. Veranstalter ist der Auer
Kulturbund. Meinel beleuchtet Geschichte und Einfluss des Uranbergbaus nach dem Krieg und die Jahre
danach. Eintritt für Nicht-Kulturbundmitglieder 2,50 Euro. (ane)
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Leubnitz: Fahrbibliothek, Schloss, 15-16 Uhr
Mehltheuer: Alte Feuerwache, Spielpunkt,
Freizeitangebot des Kinderland Plauen,
15-18 Uhr
Fahrbibliothek, Grundschule, 8.15-12.30 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte
Reichenbacher Str. 27, Breitensportangebot,
15.30-19 Uhr; Trampolinnachmittag, 16.3018 Uhr
Reichenbach: Kinder- und Jugendzentrum „Moskito“, Ulmenstraße, Spielenachtmittag, 14 Uhr, 03765 16120
Schönberg: Fahrbibliothek, Bahnhof,
13.30-14.15 Uhr
Tischendorf und seine Vaterstadt Lengenfeld;
Die Geschichte des Tuchfärberhauses,
10-16 Uhr, 037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, „Bahn und Natur“, Ölbilder von Jürgen Batschik aus Leubnitz,
9-16 Uhr
Markneukirchen: Historisches Sägewerk,
Trobitzschen 14, Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, Mechanische Musikinstrumente, von der Singvogelspieldose bis zur
großen Karussellorgel, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten 2, Geschichte des Instrumentenbaus, 3200
Musikinstrumente aus aller Welt, 10-16 Uhr
Oelsnitz: Schloss Voigtsberg, Schlossstr. 32,
Mineraliengewölbe Oelsnitz, vogtländische Mineralien, vogtländischer Bergbau und deren
Geschichte; Illusorium, Dauerausstellung zum
Lebenswerk von Buchillustratorin Regine
Heinecke, 11-17 Uhr
Teppichmuseum, Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32, Maschinen aus alten Tagen, 11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Erzählende Buchstaben, Malerei und Schriftbilder
von Jo Schütt, 9-16 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Vernissage „Mit spitzem Zeichenstift“, mit Grafiker Jörg Halsema (Mylau),
15 Uhr, 03765 69327
Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, Nah und
Fern, - Stuck zu Stuck (Fotos von Viola UngerBauer), Island - Insel der Kontraste (Fotos von
Jonas Klemm) und Malerei von Sarah Bauer,
10-18 Uhr, 03765 12188
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, Mineralien und Gesteine, 250 Fossilien: versteinerte Hölzer, Farne, Muscheln und
Fische bis zu 500 Millionen Jahre alt, 10-17 Uhr
Töpen: Deutsch-Deutsches Museum , Mödlareuth 13, „Umweg Prag - Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst ’89“; Geschichte
der deutschen Teilung, 9-17 Uhr
Zwota: Harmonikamuseum, Kirchstraße 2,
Zungeninstrumentensammlung, zu sehen sind
Mundharmonika, Deutsche Harmonika, Wiener
Harmonika, Akkordeon, Konzertina, Bandonion
und Harmonium, 10-16 Uhr
Tagestreff der Arbeitsloseninitiative,
Schlossstraße 15 - 17, Vortrag zum aktuellen
Mietrecht, 9 Uhr
Adorf: Rathaus, Markt 1, Gedenkveranstaltung anlässlich der letzten Deportation von
Juden, aus dem Vogtland 1945, 18 Uhr
Auerbach: Café Nebenan, Goethestraße 7,
Tanztee, 15.30 Uhr
Greiz: Stadt- und Kreisbibliothek, Kirchplatz 4, Lesung mit Claas Meyer-Heuer, aus
„Rocker Krieg“ - Warum Hells Angels und
Bandidos immer gefährlicher werden, 19 Uhr,
03661 703425
Klingenthal: Seniorenverein, Kirchstr. 14,
Musik/Unterhaltung mit Bernd Zabel, 14 Uhr
Lengenfeld: Hotel „Lengenfelder Hof“,
Mühlengeschichte im Raum Lengenfeld, Buchpräsentation/Vortrag von Friedrich Machold
und Wolfgang Viebahn, 19 Uhr, 037606 8770
Pausa: Rathaus, Neumarkt 1, Seniorennachmittag mit vortrag zum Thema: Versicherungen im Alter und was muss ich beachten,
14.30 Uhr
Reichenbach: Jürgen-Fuchs-Bibliothek,
Markt 1, Lesezeit, „Das Lieblingsbuch von Benni
Stern“ in der Reihe Dabei ab Drei, 16 Uhr,
03765 524-4141
Schneckenstein: Schaubergwerk Grube
Tannenberg, Zum Schneckenstein 42, Führung, 10, 11.30, 13, 14.30 Uhr, 037465 41993
Syrau: Drachenhöhle, Höhlenberg 10, Einzige Schauhöhle Sachsens, in 16 m Tiefe gibt es
unterirdische Schönheiten wie Sinterschmuck,
kristallklare Seen und Lehmkegel an den Höhlenwänden, 10-16 Uhr, 037431 3735
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7, „Bewegende Bilder - Bewegung im Bild“, Ausstellung
zum Schaffen des bekannten Plauener Zeichners Erich Ohser (1903-1944), 11-17 Uhr
Spitzenmuseum, im Alten Rathaus, Kostbarkeiten aus Plauener Spitze, 10-17 Uhr
Stadtarchiv, Herrenstraße, Fotoausstellung:
„Rudolf Fröhlich - Ein Fotograf sieht seine
Stadt“, Aufnahmen der Friedlichen Revolution
in Plauen, Eintritt frei, 9-18 Uhr
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
„Im Unruhestand“, Werke von Wilhelm Mühsam, 10-18 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13, Zeichnungen, letzte Station der Ausstellungstrilogie
rund um den 90. Geburtstag des Grafikers Lothar Rentsch; Napoleonzimmer und vogtländische Malerei, 11-17 Uhr
Adorf: Perlmuttermuseum, Freiberger Tor,
Stadtgeschichte/Perlmutter, Lebensweise der
Flussperlmuschel, Perlenfischerei im Vogtl./
Perlmutterwarenherstellung, 9-12, 13-17 Uhr
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, Geschichte des vogtländischen Musikinstrumentenbaus und des Klingenthaler Skisports, 10-16 Uhr
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstraße 57, Sonderausstellung zum 200. Geburtstag
Constantin von Tischendorfs,
Regina Tolksdorf, Diana Ratke, Alexander Beyer (von links) und Pia Prenzel (rechts) betrachteten gestern die Werke von Mario Schmidt.
hard Mey stehen heute im Mittelpunkt eines Konzerts mit Ludwig
Müller aus Leubnitz. Das 19.30 Uhr
beginnende Programm in der Kunstwandelhalle ist mit „Es gibt Tage, da
wünscht ich, ich wär mein Hund“
überschrieben. Ludwig Müller
spannt dabei den Bogen von „Ich
wollt wie Orpheus singen“ (1967) bis
zum „Einhandsegler“ (2001). Der
Eintritt beträgt 10 Euro. (hagr)
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; Baymax - Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J, 14.15 Uhr; Der kleine Drache
Kokosnuss, 14.30 Uhr; Die Frau in Schwarz 2:
Engel des Todes, ab 12 J, 20.15 Uhr; Fifty Shades
of Grey, ab 16 J, 14, 17, 20 Uhr; Frau Müller
muss weg!, ab 6 J, 17.15 Uhr; Fünf Freunde 4,
ab 6 J, 14.30 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14,
16.45, 19.45 Uhr; Into the Woods, ab 6 J, 14,
17, 20 Uhr; Jupiter Ascending 3D, ab 12 J,
20 Uhr; Let’s be Cops - Die Partybullen,
ab 12 J, 17 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner,
ab 6 J, 17 Uhr; SpongeBob Schwammkopf 3D,
14.30, 17.15, 20.15 Uhr; Traumfrauen, ab 12 J,
14.15, 17, 20.15 Uhr; Wild Card, ab 16 J,
20.15 Uhr
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, 03741 15320;
Timbuktu, ab 12 J, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; Baymax - Riesiges Robowabohu, ab 6 J, 17.30 Uhr; Fifty Shades of
Grey, ab 16 J, 17.15, 20 Uhr; Honig im Kopf,
ab 6 J, 20.15 Uhr; Traumfrauen, ab 12 J, 17.30,
20 Uhr
Greiz: UT 99, Thomasstr. 6, 03661 629111;
Baymax - Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J,
14.30, 17.15 Uhr; Fifty Shades of Grey, ab 16 J,
14.30, 17.15, 20 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J,
19.45 Uhr; SpongeBob Schwammkopf 3D,
14.45, 17.30, 20.15 Uhr; Traumfrauen, ab 12 J,
14.45, 17.30, 20.15 Uhr
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Auch beim Fotografiertwerden zeigen die vier Jungs von Tonträger
FOTO: AGENTUR
Sinn für Humor.
SONSTIGES
Plauen: Agentur für Arbeit, Neundorfer
Straße 70, Berufsinformationszentrum,
Arbeitgeber Bundeswehr - Karriere in Uniform und Zivil, Informationsveranstaltung,
8 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Teeverkostung mit dem Fachgeschäft „Tee aus
aller Welt“, mit Informationen rund um Herkunft und Zubereitung, 19 Uhr
Räume des Malteser Hospizdienstes, Thomas-Mann-Straße 12, Themenabend: Zwischen
Tod und Bestattung, 19.30 Uhr
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FOTO: ELLEN LIEBNER
WINTERSPORT
Erlbach: Loipen, Loipen gespurt, Schneetelefon 037422 6125 oder www.kegelberg.de
Grünbach: Loipen, Loipen gespurt, bis 20
Uhr beleuchtet, Anschlussloipe zur Kammloipe
(Einstieg Dorfplatz Muldenberg) sowie Sonnenloipe (Einstieg an der Turnhalle) gespurt,
Schneetelefon 03745 5303
Hammerbrücke: Loipen, Bergland-Rundloipe mit Anbindung an Kammloipe sowie Ortsloipe gespurt; Nachtloipe beleuchtet, Einstieg an
der Grundschule, gespurt, 17-21 Uhr
Klingenthal: Loipen, Sonnenloipe grenzüberschreitend gespurt, Schwarzbergloipe teilweise präpariert, Schneetelefon 037467 22494
Mühlleithen: Loipen, Kammloipe und Kielloipe gespurt, Schneetel. 037467 22494; Skilift, B 283, Schneetel. 037467 22494, 13-21 Uhr
Schneckenstein: Loipe, Kammloipe gespurt, www.kammloipe.com
Schwaderbach (Bublava): Skilifte, Bleiberg, Schneetel. 00420 352696830,
9-20 Uhr
Schöneck: Loipen, Ortsloipen und Kammloipe gespurt; Skiwelt, Hohe Reuth, Lifte,
Schneetel. 037464 82000 oder www.schoeneck.eu, 9-18 Uhr; Zauberteppich, 9-17 Uhr
Tannenbergsthal: Loipen, Ortsloipe
gespurt
Zwota: Loipe, Herrenberg- und Schlosserbergloipe gespurt
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 24. Februar 2015
Freie Presse
Neue Buslinie:
Fleischer sieht
Kundenverlust
Modellbahnschau an den nächsten Wochenenden in Mühltroff
NACHRICHTEN
KATZENDRECK-GESTANK
Treffen der
Umweltminister
Geschäftesterben
in Pausa befürchtet
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Wegen der
Beschwerden über sogenannten
Katzendreck-Gestank aus Tschechien in den deutschen Grenzgebieten
ist nach Informationen von Radio
Prag in dieser Woche ein Treffen
zwischen Umweltminister Richard
Brabec (Ano-Partei) und seinem
sächsischen Amtskollegen Thomas
Schmidt (CDU) anberaumt. In den
vergangenen Wochen hat die tschechische Umweltinspektion demnach 13 Beschwerden über sogenannte Geruchsereignisse aus dem
Nachbarland erhalten. Die Bewohner von Grenzgemeinden in Erzgebirge und Vogtland klagen vor allem
über Probleme wie Kopfschmerzen,
Durchfall und Nasenbluten wegen
des Gestanks. (tm)
PAUSA-MÜHLTROFF — Die neue Buslinie „V 2 Mehltheuer-Weischlitz“, die
die Mobilität der Einwohner rund
um Pausa-Mühltroff erhöht, stößt
nicht bei allen auf ein positives
Echo. Kritik kam in der jüngsten
Stadtratssitzung von Janko Wohlleben, der in Pausa eine Fleischerei betreibt. Er befürchtet, Kunden zu verlieren und fragte die Stadträte:
„Muss man die Leute jetzt zum Globus nach Weischlitz fahren? Wie
soll die Zukunft in Pausa aussehen,
wenn das Handwerk ausstirbt?“ Die
Politik könne nicht in die Wirtschaft eingreifen, erwiderte Bürgermeister Jonny Ansorge (CDU). Und
Stadtrat Maik Kunstmann (CDU),
der zu den Initiatoren der Buslinie
gehörte, meinte: „Wir werden die
Bürger nicht einsperren können.
Wenn die Leute die Wurst und das
Brot gut finden in Pausa, dann werden sie das auch weiterhin dort kaufen. Wenn sie aber zum Arzt in einen anderen Ort müssen, ist das
richtig, dass es den Bus gibt.“ (sim)
GEDENKEN
Modelleisenbahnen werden am kommenden
Der Erste Weltkrieg
in Langenbach
LANGENBACH — Zum nächsten Heimatabend in Langenbach wird für
Freitag in den Saal des Gasthofs „Zur
guten Quelle“ eingeladen. Das Thema lautet: „Langenbach und der Erste Weltkrieg“. „Es waren fast alle Familien im Dorf betroffen“, sagt Hartmut Philipp, der den Abend mit vorbereitet hat. „Auch an die damals Gefallenen wollen wir gedenken.“ Der
Vorstand des Langenbacher Dorfvereins heißt alle Bürger aus Langenbach und alle Interessierten willkommen. Beginn ist 19.30 Uhr. (sim)
ANMELDUNG
Frauenfrühstück
in Unterreichenau
UNTERREICHENAU — Das
nächste
Frühstückstreffen für Frauen in Unterreichenau bei Pausa widmet sich
am Samstag, 21. März dem Thema
„Die Kunst, die richtige Entscheidung zu treffen“. Es spricht Dorothee Döbler aus Berlin. Außerdem
erwartet die Teilnehmer ein Lebensbericht von Sabine Spörl aus Rodau.
Für die musikalische Umrahmung
sorgt ein Ehepaar aus Ilmenau. Das
Frühstückstreffen findet von 9 bis
11.45 Uhr im Saal der Agrargenossenschaft statt. (bju)
ANMELDUNG bis spätestens Dienstag,
17. März bei Claudia Neumann, Telefon
037432 50694 (bitte auch auf den Anrufbeantworter sprechen). Der Unkostenbeitrag
beträgt 9,50 Euro. Kinder zahlen nichts. Im
Preis ist ein Frühstück enthalten.
13
Wochenende im Schloss Mühltroff zu sehen
sein. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Modelleisenbahn laden dazu für Samstag von
10 bis 18 Uhr und für Sonntag von 10 bis 17 Uhr
zum Besuch ein. Mit dabei sind dann Roland
und Matthias Kühn (rechts) aus Mühltroff mit
ihrer Alpenlandschaft. Dort fahren die Züge auf
Neun-Millimeter-Spur den Berg hinauf. „Zu sehen sein werden unsere Clubanlage, Anlagen
der Spuren LGB, Ho, Hoe, TT und N, eine Feuerwehranlage sowie die Anlage Z von unserem
Modellbahnfreund aus Hirschberg“, blickt Rainer Fischer von den Modelleisenbahnern voraus. Zudem finden an den Ausstellungstagen
Führungen durch die Heimatstuben und durchs
Mühltroffer Schloss statt. Am Wochenende darauf, 7. und 8. März, wird nochmals zur Modellbahnschau eingeladen. Am Samstag, 7. März,
fährt außerdem die Wisentatalbahn von Schönberg über Mühltroff und Langenbuch nach
Schleiz und zurück. Die Fahrzeiten erfährt man
im Internet unter www.wisentatalbahn.de.
FOTO: SIMONE ZEH
Thierbacher Wehr fühlt sich vernachlässigt
Deutlich verjüngt hat sich
die Leitung der Ortsfeuerwehr Thierbach. Die Neuwahl wurde genutzt, um in
Richtung Pausaer Rathaus
Kritik loszuwerden.
VON SIMONE ZEH
THIERBACH — André Riedel ist neuer
Ortswehrleiter in Thierbach. Der
38-Jährige, seit vier Jahren Mitglied
in der Freiwilligen Feuerwehr und
von Beruf Kraftfahrer, will sich zusammen mit Bert Freund als neuer
Stellvertreter – ebenfalls 38 Jahre alt
und seit 1997 in der Feuerwehr Mitglied – der Herausforderung stellen.
„Wir wollen die Feuerwehr im Ort
aufrecht erhalten“, bekräftigte Riedel bei der Neuwahl am Freitagabend. Mit der Wahl wurde die
Wehrleitung deutlich verjüngt.
Aufgabe der neuen Wehrleitung
wird es unter anderem sein, sich im
Rathaus von Pausa-Mühltroff mehr
Gehör zu verschaffen. Der bisherige
Wehrleiter Klaus-Dieter Söll und
weitere Thierbacher Floriansjünger
sparten in der Jahreshauptversammlung mit Blick auf den anwesenden Bürgermeister Jonny Ansorge (CDU) nicht mit Kritik. Der scheidende 66-jährige Thierbacher Wehrleiter sprach von ungenügender
Ausrüstung der Feuerwehrleute gegenüber denen der Pausaer Wehr.
„Ein Karton mit Feuerwehrhelmen,
an dem Thierbach stand, kam nicht
zu uns.“ Die Kritik ging zugleich
über die Belange der Feuerwehr hinaus: „Die Straßen und Bürgersteige
sind, wenn man sich in Thierbach
umschaut, in einem miserablen Zustand.“ Die Ortsverbindungsstraßen
etwa nach Langenbuch und Wallengrün seien eine Katastrophe.
Gunnar Heyer aus Thierbach wurde
noch konkreter: „Ich versuche seit
zwei Jahren, einen passenden Helm
zu bekommen. Die wir haben, sind
mir zu eng. Damit kann ich nicht arbeiten.“ Trotz Nachfragen sei nichts
passiert. Stadtbrandmeister Wolfgang Rauh versprach nun Abhilfe
und kündigte zudem an, alle Feuerwehrleute mit Gummistiefeln ausstatten zu wollen. Zudem sei angestrebt, zumindest für die jeweilige
Besatzung eines Löschfahrzeuges
Regenjacken anzuschaffen. Grund:
„Wir haben immer mehr Einsätze
mit Wasser oder Hochwasser“, so
Rauh.
Die Thierbacher Ortswehr zählt
derzeit 27 Mitglieder. 30 Mitstreiter
sind es im Feuerwehrverein. „Ich se-
Die neue, verjüngte Wehrleitung der Ortswehr Thierbach: Ortswehrführer
FOTO: SIMONE ZEH
André Riedel (links) und Stellvertreter Bert Freund.
he die Thierbacher Feuerwehr nicht
abgehängt“, reagierte Bürgermeister
Jonny Ansorge auf die Kritik. Zum
Thema Infrastruktur sagte Ansorge,
dass die Ortsdurchfahrt Thierbach
auf Vordermann gebracht werden
soll. Am Zustand der Straße nach
Wallengrün werde sich in absehbarer Zeit aber nichts ändern.
Im vergangenen Jahr gab es für
die Thierbacher Wehr nur einen
Einsatz: Im Januar musste ein Baum
auf der Straße nach Lössau beseitigt
werden. „Da aber war zu sehen, dass
im Ernstfall genügend Kameraden
bereit stehen“, resümierte KlausDieter Söll. Ansonsten konnte er
von zahlreichen Aus- und Weiterbildungen der Florianjünger im Ort berichten. Arbeitseinsätze galten insbesondere dem Feuerlöschteich im
Ort. Der Teichrand wurde erneuert,
an einer Seite ein Schutzgitter angebracht und anderes mehr.
Für 25 Jahre ehrenamtlichen
Dienst in der Feuerwehr wurden Andreas Nistler und Bernd Ritte ausgezeichnet.
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14 Freie Presse
NACHRICHTEN
TRAUUNGEN
PLAUENER ZEITUNG
Der Lautsprecher
Planetarium als Ort Dass Ulrich Lupart mit
für Eheschließungen Worten voll daneben liegt,
RODEWISCH — Der
Rodewischer
Stadtrat hat zugestimmt, das Planetarium der Sternwarte als Eheschließungsort zu widmen. Damit stehen
Heiratswilligen in Rodewisch und
Lengenfeld zur Verfügung: der Ratssaal und das Schlösschen in Rodewisch, das Rathaus Lengenfeld und
eben jetzt das Planetarium. Laut Bürgermeisterin Kerstin Schöniger
(CDU) habe es in der Vergangenheit
bereits Anfragen zu Eheschließungen im Planetarium gegeben. Außerdem wird ein Ausweich für die Zeit
gebraucht, in der Bauarbeiten am
Rodewischer Schlösschen geplant
sind. Als Nebeneffekt erhofft sich
die Bürgermeisterin, dass das Planetarium noch mehr Leuten bekannt
wird. (ike)
GOTTESDIENST
Weltgebetstag
in Arnsgrün
ARNSGRÜN — Zum
Weltgebetstag
wird im Pfarrbereich PöllwitzSchönbach am Freitag, 6. März, um
19 Uhr in Arnsgrün im Haus „Selbstgemacht“ eingeladen. Das gastgebende Land 2015 sind die Bahamas.
Wie in jedem Jahr können nach
dem Gottesdienst gemeinsam landestypische Speisen probiert werden. Zudem besteht für die Besucher
Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. (sim)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
NEUE
INTERNETSEITE — Nachdem
Rechtsradikale Einträge im Gästebuch auf der Internetseite von Tannenbergsthal hinterlassen haben
und diese dadurch negativ ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten ist,
will der Gemeinderat die Homepage
von Grund auf neu gestalten lassen.
Die rechtsradikalen Einträge sind
gelöscht worden.
Vor 50 Jahren
KNÜLLER AUS PLAUEN — Bei der anste-
henden Leipziger Frühjahrsmesse
wollen Plauener Firmen mit besonders attraktiven Produkten die Kunden aus dem In- und Ausland locken: Die Elgawa mit dem Elektronenblitzgerät minilux, die Damenkonfektion mit einem bügelfreien
Kleid, das Kabelwerk mit einer
neuen Wendelschnur mit kleineren
Abmessungen für das Telefon,
das Glühlampenwerk mit Lichtwurflampen nach internationalem
Standard.
Vor 100 Jahren
Dienstag, 24. Februar 2015
KOMMENTAR
VON RONNY HAGER
red.ovl@freiepresse.de
VON RONNY HAGER
U
OELSNITZ/REUTH — Chuzpe.
Dieses
Wort aus dem Jiddischen bringt es
wohl am besten auf den Punkt, wie
der DSU-Politiker Ulrich Lupart auftritt: Er ist kein Mann für Abwägen
und Zwischentöne, er ist Experte für
deftige Aussagen, für eine Welt geteilt in Schwarz und Weiß. So ist er
seit 25 Jahren in der vogtländischen
Kommunalpolitik aktiv. Dass er sich
mit seiner Einstellung eher nicht
links im politischen Farbenspektrum bewegt, daraus macht er kein
Geheimnis. In dieses Bild passt sein
„Lügenpresse“-Ruf – ein Wort wie
ein Schuss. Jetzt soll er Buße tun,
sich schämen, sich entschuldigen?
Lupart grinst. Er sagt nichts, aber er
meint wohl: Da lach’ ich ja drüber.
Der Strafraumspieler
Wem es zu heiß wird, der darf halt
nicht in die Küche gehen: Das würde
Lupart sofort unterschreiben. Er war
und ist Strafraumspieler – früher als
Kreisklassestürmer, heute auf anderer Bühne. Durchwühlen, Tor erzielen, schreien – das kann er. Kein
Mannschaftsspieler, eher einer, der
schon mal den Groll der anderen auf
sich zieht. Den Mund, den kann er
nicht halten – und da wird’s bei ihm
grundsätzlich: Jede Erklärung zur
Pausa-Mühltroff sucht
ab sofort Vorschläge
Erklärung
muss sein
ist kein Betriebsunfall.
Es passt beim Oelsnitzer
ins Bild. Eine Analyse.
Die Lust auf den Fettnapf
Ganz einerlei ist es ihm doch nicht.
Ausgerechnet er groß im ZDF-Bild,
wo doch bei Pegida so viele... – „aber
ich hab halt ein Fernsehgesicht“, ist
bei Lupart der Hauch des Zweifels
schnell wieder verflogen. Wer sich
die Szene ansieht, findet Indizien für
die Lupartsche Version des Auftritts.
Die geht so – Journalist: Sagt mal
was. „Volk“: „Lügenpresse, Lügenpresse“ – und zwar lachend, nicht
mit Groll auf „Systemmedien“. Fast
scheint es so, als springe Lupart mit
Inbrunst in den großen, bereitgestellten Fettnapf. Andere in der
Kommunalpolitik umschiffen dagegen ängstlich jedes mögliche Problem mit fein abgezirkelten Aussagen. Sie ergehen sich in wohlklingenden, aber hohlen Wortkaskaden,
um ja nur keinen Fehler zu machen.
Aus zwei
Wappen soll
eines werden
Ulrich Lupart, der Wortschütz: Mit markigen Sprüchen ist der 63-Jährige seit
langem unterwegs. Gern mit Megafon, wie hier am 10. August 1990 bei einer
Blockade auf der Oelsnitzer Hauptverkehrsader, der Dr.-FriedrichsStraße. Damals wurde die Ortsumgehung gefordert. FOTO: VOLKER DWORZSAK/ARCHIV
Finanzlage versieht er mit dem
Spruch, Deutschland könne nicht
Zahlmeister Europas sein, die Regierung solle gefälligst ihrem Bürger
Ulrich Lupart
DSU-Politiker
FOTO: HARALD SULSKI/ARCHIV
das Geld geben, statt es in der Welt
zu verteilen. Mit solchen Worten ist
er nicht allein auf weiter Flur. Anders als früher platzt er damit aber
für die große Politik heraus, vor Ort,
wo’s gleich wehtut, ist auch Ulrich
Lupart milder geworden. Denn dass
er – wie einst – Journalisten zuflüstert, nach einer Serie von Insolvenzen sei nun auch die größte vogtländische Baufirma pleite (was eine Ente war) oder das Lied vom Industriegebiet Johannisberg Oelsnitz als Fördermittelgrab singt (ebenso falsch) –
es ist eher nicht mehr zu erwarten.
Ein Lemming – oder ein Grieche?
„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ – wie weiland Luther vor dem
Reichstag würde Lupart wohl antworten, wenn ihn wer fragt, warum
er so ist, wie er ist. Bei Luther geht‘s
noch weiter: „Gott helfe mir, Amen!“
– aber das überlässt Lupart lieber
Oelsnitz’ Oberbürgermeister Mario
Horn, der in Reden gern auf Gottes
Segen baut. Lupart baut auf sich
lrich Lupart hat Mist gebaut
– und das kräftig. Nein, er
ist eben keine Privatperson,
wenn er in Dresden „Lügenpresse“
in die Kameras ruft. Er ist Politiker.
Und wer diesen Begriff in den Mund
nimmt, der will eines ganz bestimmt nicht – nämlich fein säuberlich unterscheiden, dass damit die
Presse mit den bunten Bildern und
großen Buchstaben gemeint ist,
nicht aber die Zeitungen daheim im
Vogtland. Wer „Lügenpresse“ ruft,
stellt Journalisten unter Generalverdacht, bewusst Unwahres zu berichten. Dafür, und dafür, dass mit Luparts Rufen alles andere als Ruhm
auf Oelsnitz und das Vogtland gefallen ist, sollte Ulrich Lupart sich entschuldigen – am besten öffentlich
morgen im Stadtrat. Diese Erklärung muss sein, sie wird zu Recht gefordert. Von den Rücktrittsforderungen halte ich dagegen nichts – zumal interessant zu beobachten ist,
wer so zum „Freund“ der Presse
wird. Danke, aber Journalisten können in der Regel sich ganz gut selbst
gegen Anwürfe verteidigen. Und
schaden kann es nicht, über die eigene Arbeit nachzudenken. Denn der
Journalist, der von seiner eigenen
Fehlerlosigkeit überzeugt ist, ist ein
schlechter Journalist.
selbst, er läuft seine eigene Runde,
ob früher beim Fußball, beim Oelsnitzer Silvesterlauf oder in der Politik. Nur passt der Pegida-Auftritt da
nicht ins Bild: Lupart läuft anderen
hinterher, ruft, was andere rufen. Lupart, der Lemming? Da würde er
wohl doch sauer, genauso, wenn
man ihn ob seiner Finanzsorgen in
Reuth und der ihm deshalb auf die
Finger klopfenden Aufsichtsbehörde als Grieche „Ulricus Lupartas“ ins
Heer der geldnotgeplagten Hellenen
einreiht. Lupart besetzt Leerstellen,
die ihm gelassen werden, in der
Oelsnitzer, in der vogtländischen Politik. Wo andere ihre Arbeit nicht erklären, sticht er zu, geht auch mal zu
Boden. Aber ein Stehaufmännchen
war er bisher immer.
Bundespolizei schickt eingereiste Serben zurück
Nächtliche Kontrolle auf dem Autobahnparkplatz Neuensalz – Gültige Reisedokumente aber zu wenig Bargeld
NEUE FLOTTENBUNDGRUPPE — In der
NEUENSALZ — Beamte der Bundespo-
Stadt Auerbach wird eine Jugendgruppe der Ortsgruppe des Flottenbundes deutscher Frauen gegründet.
Ihr gehören bereits 250 Mitglieder
an. (pa)
lizeiinspektion Klingenthal haben
in der Nacht zum Montag auf dem
Autobahnparkplatz Neuensalz vier
unerlaubt eingereiste serbische
Staatsangehörige gestellt. Die Poli-
zisten kontrollierten einen Pkw mit
serbischen Kennzeichen, der in
Richtung Chemnitz unterwegs war.
Im Wagen saßen drei Erwachsene
und ein sechsjähriges Kind. Alle vier
konnten zwar gültige Reisedoku-
mente vorlegen, nicht jedoch ausreichend Geld, mit denen sie ihren vorgesehenen Aufenthalt in Deutschland hätten bestreiten können. Damit war ihre Einreise illegal. Laut
Bundespolizei wurden die Serben –
wie in solchen Fällen üblich – nach
Feststellung der Personalien wieder
auf freien Fuß gesetzt und aufgefordert, Deutschland zu verlassen. Sie
konnten mit dem Auto weiterfahren. (bju)
PAUSA-MÜHLTROFF — Pausa ist stolz
auf seinen Löwen, für Mühltroff
steht ein Fisch. So unterschiedlich
die Wappen der beiden Teilstädte
sind, für die Zukunft will man ein
gemeinsames schaffen. „Es gibt den
Wunsch danach, auch wenn es
nicht im Vereinigungsvertrag steht“,
so Bürgermeister Jonny Ansorge
(CDU) zur jüngsten Sitzung. „Wer
will, kann Vorschläge einbringen. Es
soll aber keine Neuschaffung werden.“ Das heißt, die beiden bisherigen Wappen sollen als solche auch
weiterhin im Wappen erkennbar
sein. Stadtrat Maik Kunstmann
schlug vor, auch die Bevölkerung
mit Ideen und Vorschlägen einzubeziehen. Zustimmung für ein gemeinsames Wappen kam auch von
Mühltroff. Ortsvorsteher Steffen
Rauchfuß und Mattias Kleemeyer
bezeichneten das Vorhaben als eine
gute Sache. Vorschläge dazu waren
auch schon vom Heimat- und Wanderverein Mühltroff gekommen.
„Wir stehen nicht unter Zugzwang und können uns in Ruhe damit beschäftigen“, so der Bürgermeister. Mit den Kosten habe man
sich auch noch nicht befasst.
Jonny Ansorge: „Ich schätze ein,
dass wir mit unserem Zusammenschluss schon einiges erreicht haben“. Das „Ich“ in der jeweiligen Teilstadt sei nicht mehr so ausgeprägt,
man ziehe gemeinsam an einem
Strang. Auch wenn es freilich noch
Ecken und Kanten gebe, sei man auf
gutem Wege. (sim)
VERSTEIGE RUNG
Bahnhof Pirk kommt
unter den Hammer
PIRK — Bei der diesjährigen Frühjahrsauktion
der
Sächsischen
Grundstücksauktionen am Dienstag, 3. März in Dresden kommt auch
der Bahnhof Pirk unter den Hammer. Damit wird für das um 1870 erbaute Bahnhofsgebäude mit angrenzendem Wohnhaus und Nebengebäude ein neuer Eigentümer gesucht. Das Mindestgebot liegt bei
10.000 Euro. Insgesamt 60 Immobilien aus ganz Sachsen kommen zum
Aufruf. Auf der Auktionsliste stehen
vor allem Wohn- und Geschäftshäuser, Eigentumswohnungen, Grundstücke und Gewerbeimmobilien.
Insgesamt neun Objekte stammen
aus dem Vogtlandkreis. Die Auktionsimmobilie aus dem Vogtland
mit dem höchsten Startpreis ist ein
Wohnblock aus Falkenstein. Das
um 1983 errichtete, fünfstöckige Gebäude umfasst insgesamt 40 überwiegend vermietete Wohnungen. Es
wurde 1990 teilsaniert. Das Mindestgebot für die Immobilie liegt bei
190.000 Euro. (bju)
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16 Freie Presse
NACHRICHTEN
LOKALSPORT
Dienstag, 24. Februar 2015
Fußball-Landesklasse: Sieg und Niederlage für Plauener Teams
KEGELN
KSV Plauen Vierter
in der Bezirksliga
Kegeln: Vorsprung auf
Abstiegsränge wird kleiner
PLAUEN — Mit
einem deutlichen
5227:5121-Erfolg bei der SG Neukirchen haben sich die Männer des
KSV Plauen am letzten Spieltag der
Bezirksliga noch Tabellenplatz 4 gesichert. Die Gäste lagen bereits nach
dem ersten Paar mit Andre Arnold
(835) und Marco Seitz (909) klar
vorn. Martin Lawerenz (842) und Ersatzspieler Steve Schuster (824) hielten diesen Vorsprung. Im letzten
Durchgang spielten Holger Schierenbeck (897) und Christian Fritsch
(920) gute Ergebnisse, die zu einem
klaren Sieg mit 106 Kegeln Differenz führten. (ehyo)
MEHLTHEUER — Durch eine unnötige
SCHACH
SK König wahrt
Aufstiegschance
HALLE — Der SK König Plauen bleibt
weiterhin im Rennen um den Aufstieg in die 2. Schach-Bundesliga.
Am achten Spieltag der Oberliga Ost
gewannen die Vogtländer knapp
4,5:3,5 beim USV Halle und verbesserten sich damit auf den zweiten
Tabellenplatz. Mit zwei Punkten
Vorsprung ist die SG Aufbau Elbe
Magdeburg weiter Spitzenreiter der
Oberliga. Am 15. März tritt der SK
König beim Tabellenneunten TuS
Coswig an. Das Saisonfinale steigt
für die Plauener dann mit einer Doppelrunde am 11. und 12. April. Gegner in Aue sind dort die beiden
Dresdner Mannschaften SG GrünWeiß, aktuell Tabellensechster und
USV TU II, derzeit Dritter. Auch
Magdeburg trifft noch auf Coswig
sowie den USV, außerdem spielen
sie zum Saisonabschluss gegen den
Fünften aus Hoyerswerda. (ban)
Mit einer 0:2-Niederlage ist der FC Fortuna Plau-
en in die Frühjahrsrunde der Fußball-Landesklasse gestartet. Gegen den TSV Germania
Chemnitz hatten die Plauener anfangs viel
Pech. So traf Schröter bei einem Freistoß nur
den Innenpfosten und Kevin Herrmann – in
dieser Szene versucht er sich gegen Eric Meißner (links) und Ronny Schweinitz durchzusetzen – scheiterte per Kopf am Aluminium. Zudem rettete Gäste-Schlussmann Gellner zweimal auf der Linie. Chemnitz hatte so gut wie
keine Offensivaktionen. Nach einer Stunde
patzte Fortuna-Torwart Grötzsch, seinen Fehlpass nutzte Möschwitzer zum 0:1. Schweinitz
legte zehn Minuten später nach. „Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Das Ergebnis
aber ist ernüchternd“, so Fortuna-Trainer Roger
Fritzsch. Während sein Team nun Tabellenletzter ist, kletterte die zweite Mannschaft des VFC
Plauen dank des überraschenden 3:2-Sieges gegen den VfB Fortuna Chemnitz erstmals seit
vier Monaten wieder auf einen Nichtabstiegs-
platz. Der VFC startete gegen den Tabellendritten gut in die Partie, Schuster sorgte im Nachsetzen für die Führung. Doch wenig später verursachte VFC-Keeper Rausch einen Strafstoß, der
zum 1:1-Ausgleich führte. Die Gastgeber ließen
aber nicht locker. Nach Weigl-Flanke köpfte
Maschke zum 2:1 ein. Gleich nach Wiederanpfiff erhöhte Ketzel nach einer Köttnitz-Eingabe
auf 3:1. Die Chemnitzer Fortunen konnten zwar
noch verkürzen. Am verdienten Plauener Sieg
war aber nicht zu rütteln. (kare) FOTO: OLIVER ORGS
Oberlosaer Team überzeugt im
Pokal trotz zweier Niederlagen
SCHWIMMEN
Plauenerin gewinnt
in Gera Bronze
GERA — Schwimmerin
Anastasia
Herbst vom SC Plauen 06 hat sich
am Wochenende bei den Offenen
Thüringer Meisterschaften die Bronzemedaille über 800 m Freistil gesichert. Im Feld der elf Starterinnen
musste die 13-Jährige nur der Erfurterin Celina Schieck sowie Sina Felten aus Leipzig den Vortritt lassen.
In 10:27,1 Minuten hatte Herbst
knapp eine Sekunde Vorsprung vor
der Viertplatzierten. Über 400 m Lagen reichte es für die Plauenerin zu
Rang 6. (roa)
BASKETBALL
Homesquad-Frauen
mit Heimniederlage
PLAUEN — Die
Basketballerinnen
von Homesquad Plauen müssen in
ihrer ersten Saison in der Landesliga
weiter Lehrgeld zahlen. Am Wochenende verlor das Team gegen die
dritte Mannschaft vom USV TU
Dresden deutlich 20:89. Mit nur einem Sieg aus zehn Spielen sind die
Plauenerinnen damit weiter Tabellenletzter. Am 8. März haben sie die
Möglichkeit, diese Bilanz zu verbessern. Dann kommt mit dem ATSV
Freiberg der Vorletzte ins Vogtland.
Eine Woche später wartet das letzte
Saisonspiel bei der zweiten Mannschaft des BC Dresden, aktuell Tabellenführer der Landesliga. (aheb)
Nichts zu holen gab es für
die SV-Handballer in Hessen. Trainer Jörg Grüner
war mit dem Auftritt seiner Spieler aber zufrieden.
LANGGÖNS-KLEENHEIM — 700 Kilometer im Bus, zwei Spiele hintereinander, insgesamt 14 Stunden unterwegs – die Viertelfinalteilnahme im
Deutschen Amateurpokal war für
die Handballer des SV 04 Oberlosa
am Sonntag eine anstrengende Angelegenheit. Im hessischen Langgöns-Kleenheim gab es zudem zwei
erwartet klare Niederlagen gegen
die beiden Oberligisten Werder
(19:33) und Kleenheim (20:29).
Lichtblick für die Randplauener
war die Tatsache, dass Robert Fickel
erstmals nach seiner Knieverletzung wieder im Aufgebot stand. Seit
Anfang Januar musste SV-Coach
Jörg Grüner auf den Rückraumspieler verzichten. Hingegen fiel Andreas Weikert mit Grippe aus, auch
Youngster Philipp Trommer-Ernst
konnte nicht eingesetzt werden. Im
ersten Spiel gegen den HV Grün-
Plauener gewinnt
Traditionsturnier
LENGENFELD — Mit einem Sieg von
VON MIRKO MODES
Matthias Hiemisch aus Plauen ist
am Samstag das 24. Skatturnier um
den Chrysler-Cup in Lengenfeld zu
Ende gegangen. Im Hotel „Lengenfelder Hof“ reichten ihm 2633 Punkte zum knappen Sieg vor Elmar
Wohler aus Thüringen (2627) und
Pia Hoferichter (2463 ) vom Gastgeber SC „Göltzschgrund“ Lengenfeld.
Der Verein richtet das Traditionsturnier gemeinsam mit dem Autohaus
Mauersberger aus. Diesmal beteiligten sich 25 Skatfreunde aus dem
Vogtland, Thüringen, Erzgebirge
und der Region Zwickau. (wpp)
Weiß Werder, der in der OstseeSpree Oberliga auf Punktejagd geht,
hatten die Oberlosaer die lange Anreise aber schnell aus den Gliedern
geschüttelt und konnten die Partie
in der ersten Halbzeit dank einer
sehr guten Abwehrleistung lange
ausgeglichen gestalten. Nach dem
zwischenzeitlichen 8:9 ließen aus
Sicht der Vogtländer strittige Entscheidungen der Schiedsrichter den
Rückstand bis zur Pause auf fünf
Tore anwachsen.
„Wir konnten einige
Dinge, die wir unter der Woche trainiert haben, hier
sehr gut umsetzen.“
Jörg Grüner Trainer Oberlosa
In der zweiten Halbzeit wechselte
Jörg Grüner munter durch, dennoch
hielt seine Mannschaft den Rückstand auch beim 14:19 noch kons-
tant. Eine Fülle an Zeitstrafen für die
Schwarz-Gelben und eine nochmalige Tempoverschärfung von Werder führten dann aber zum deutlichen 19:33-Endstand. „Werder hat
klar verdient gewonnen. Das Zeitstrafen-Verhältnis von acht für uns
und drei für Werder empfinde ich
als völlig überzogen. Wäre hier
nicht mit zweierlei Maß gemessen
worden, geht das Spiel vielleicht mit
sieben bis acht Toren Differenz aus“,
sagte SV-Manager Rico Michel nach
der Partie.
Den Oberlosaern blieb wenig Zeit
zur Erholung, als Verlierer mussten
sie direkt im Anschluss gegen den
Gastgeber HSG Kleenheim auf das
Parkett. Erneut zeigte sich der SV in
der Deckung äußerst kompakt. Bis
zum 3:3 konnte der Sachsenligist jeweils vorlegen, der ebenfalls in der
Oberliga spielende Gastgeber glich
aber stetig aus. Beim 6:3 hatte Kleenheim das Kommando übernommen
und schien davonziehen zu können.
Doch die Vogtländer hielten dagegen und so ging es mit einem unerwartet knappen 12:9 für den Tabellenzweiten aus Hessen in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Schwarz-Gelben den besse-
ren Start und konnten beim 12:12
sogar ausgleichen.
Nun allerdings scheiterten die
die Männer von Jörg Grüner gleich
dreimal in Folge am Gebälk, die HSG
zog wieder mit 16:12 in Front. Gegen
Ende der zweiten Begegnung
schwanden zudem auch zusehends
die Kräfte. Bis zum 20:15 konnten
die ausgepumpten Oberlosaer noch
einigermaßen Schritt halten, dann
war der Akku endgültig leer und
Kleenheim gewann klar 29:20. „Das
war gut, was wir hier angeboten haben. Wir konnten einige Dinge, die
wir unter der Woche trainiert haben, sehr gut umsetzen. Mit diesem
Auftritt bin ich über weite Strecken
zufrieden“, erklärte Trainer Jörg Grüner nach Ende der Begegnung.
Für den SV 04 gilt es nun, die positiven Ansätze aus diesen Spielen
mitzunehmen in den Liga-Alltag.
Dort wartet am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenzehnten
Cunewalde eine lösbare Aufgabe auf
den Spitzenreiter der Sachsenliga.
OBERLOSA: Fuchs, Klaus; Anlauf (6 Tore/davon 1 Siebenmeter), Wetzel (2), Peschke
(14/6), Brabec (2), Frost (2), Englert (4), Fickel
(3), Pich, Zobel (2), Roth (1), Richter (3). (rimi)
3:5-Niederlage gegen den ESV Lok
Elsterwerda haben es die Kegler der
SG Grün-Weiß Mehltheuer am Wochenende auf eigener Bahn verpasst,
einen großen Schritt in Richtung sicherer Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu tun. Da Lutz Möckel
krankheitsbedingt nicht antreten
konnten, starteten Daniel Höring
und Andy Spranger für die Hausherren in die Partie.
Der Auftakt aber misslang deutlich: Spranger hatte dem Elsterwerdaer Uwe Scheibe beim 559:636
nichts entgegenzusetzen. Höring
hatte im ersten Satz seinen Gegner
Frank-Rüdiger Beier zwar sicher im
Griff. Nachdem sich dieser aber verletzungsbedingt auswechseln lassen
musste, ging bei Höring nur noch
wenig und er unterlag 573:605. Erst
Dirk Lorenz mit seinem deutlichen
589:533 brachte Mehltheuer ins
Spiel. Ein Duell auf Augenhöhe lieferten sich Thomas Großer und Robert Groschopp, wobei Groschopp
knapp 565:556 die Nase vorn hatte.
So war die Aufgabe im Schlusspaar für Alexander Kelz und Florian
Lamprecht klar – beide Duelle gewinnen und die 62 Holz Rückstand
aufholen. Zwar gelang es den beiden, mit dem 562:540 für Kelz sowie
dem 583:564 für Lamprecht nach
den Duellen für den 3:3-Ausgleich
zu sorgen. In der Kegelwertung allerdings konnte Elsterwerda knapp
3443:3422 die Führung verteidigen
und sich so die beiden Punkte zum
5:3-Erfolg holen. Die Vogtländer haben als Tabellensechster durch die
Niederlage nur noch drei Punkte
Vorsprung auf die Abstiegsränge.
Am Samstag müssen sie zum Achten nach Senftenberg. (llf)
LEICHTATHLETIK
Silberne Titelkämpfe
für Lucas Jakubczyk
KARLSRUHE — Um eine Hundertstel-
sekunde hat Lucas Jakubczyk bei der
Deutschen Hallenmeisterschaft in
Karlsruhe das angestrebte Gold über
60 m verpasst. Der 29-jährige Sprinter vom SCC Berlin, der in Syrau aufgewachsen ist, bestätigte in 6,58 s
seine Saisonbestzeit. Nur der Wattenscheider Christian Blum war in
6,57 s noch einen Tick schneller.
Auch über 200 m sprintete der Vogtländer hinter Robin Erewa (Wattenscheid/20,70 s) auf den zweiten Platz
und lief in 20,76 s persönliche Bestzeit. So fällt das Fazit positiv aus. „Ich
bin mit meinen Zeiten sehr zufrieden und konnte fünf stabile Läufe
abliefern. Das stimmt mich positiv
für die EM in Prag“, sagt Lucas Jakubczyk. Sein Ziel für die internationalen Titelkämpfe vom 5. bis 8. März
ist der Einzug ins 60-m-Finale. (tyg)
Ranch-Turniere sehen fünf verschiedene Sieger
Der Plauener Fußballclub
trug am Wochenende fünf
Hallenturniere aus und
war positiv überrascht hinsichtlich der Resonanz.
SKAT
Mehltheuer
lässt wichtige
Punkte liegen
PLAUEN — Der 1. FC Ranch Plauen
hat am Wochenende seine Hallenturniere in der Mehrzweckhalle an
der Kasernenstraße ausgetragen.
Insgesamt stritten 30 Mannschaften
in fünf verschiedenen Altersklassen
um Pokale, Medaillen und Preise.
Präsident Thomas Sadzewicz zeigte
sich vorgestern Abend kurz nach
20 Uhr sehr zufrieden und war überrascht, wie viele Sportler und Zuschauer die beiden Tage zu einem
unvergesslichen Erlebnis machten.
Am Samstagvormittag eröffneten die Alten Herren die Turnierserie. Beim Kirsch-Cup siegte im
Finale Stahlbau Plauen über Post
Plauen mit 3:1. Den dritten Platz sicherte sich der TSV Nema Netzschkau mit einem 7:3-Erfolg über das
Team des Gastgebers. Auf Platz 5
kam der SpuBC Plauen ein.
Der Schöpplein-Cup für Männermannschaften fand am Nachmittag
statt. Dabei dominierte der diesjährige Vizekreismeister der vogtländischen Hallenmeisterschaft, die SG
Rotschau, und wiederholte ihren
Vorjahreserfolg beim Ranch-Turnier. Das Endspiel gewannen die
Randreichenbacher gegen die Rancher klar 6:0. Im Spiel um Platz 3 war
Jößnitz mit 2:1 über das Freizeitteam
des FSV Victoria Plauen erfolgreich.
Die weiteren Plätze belegten Post
Plauen und die zweite Mannschaft
des Gastgebers.
Sieben D-Junioren-Teams, flankiert von den Schiedsrichtern Marco (links)
und Michael Leihkamm, präsentierten sich am Sonntag vor Beginn des Hallenturnieres des 1. FC Ranch Plauen.
FOTO: OLIVER ORGS
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Nachwuchsfußballs bei
drei Turnieren um den SchöppleinFairplay-Cup. Früh begannen die
E-Junioren und die Zuschauer sahen
mit dem VFC Plauen einen hochverdienten Sieger. Mit einem Torver-
hältnis von 36:2 konnte der VFC alle
Spiele klar für sich entscheiden. Die
zwei Teams des Gastgebers folgten
auf den Rängen zwei und drei. Mit
zwei Remis belegte Stahlbau den
vierten Platz vor Wismut Gera, das
neben drei Niederlagen wenigstens
einmal unentschieden spielte. Sieben Mannschaften stritten dann um
Punkte bei den D-Junioren. Dort sicherte sich die SG Neustadt in ihrem
letzten Spiel durch ein 2:0 über die
Rancher den Turniersieg und verdrängte den FSV Bau Weischlitz
noch auf Rang 2. Oelsnitz/Eichigt/
Lauterbach fegte im letzten Spiel
Fortuna/SpuBC Plauen mit 8:0 vom
Feld und wurde dadurch noch vor
dem 1. FC Ranch Plauen Dritter. Die
weiteren Plätze belegten der VfB
Plauen Nord, der 1. FC Greiz und die
SpG Fortuna/SpuBC Plauen.
Zum Abschluss traten acht C-Junioren-Teams gegeneinander an. Im
Finale besiegte Zobes/Ruppertsgrün
den 1. FC Ranch Plauen. Auf den
weiteren Plätzen folgten SpG Fortuna Plauen/Großfriesen, FSV Klingenthal, FSV Rempesgrün, FSV Bau
Weischlitz, SpG Oelsnitz/Eichigt/
Triebel und Concordia Plauen.
SPORT
Dienstag, 24. Februar 2015
NACHRICHTEN
HANDBALL
Champions League
Die Bundesliga-Wasserballer des SVV Plauen feierten einen
deutlichen 14:7-Erfolg beim Aufsteiger in Laatzen. Von Beginn an wurden die Vogtländer ihrer Favoritenrolle gerecht und zeigten eine starke
Abwehrleistung. Zudem ist Plauens
Torwart Mihaly Peterfy weiterhin in
bestechender Form und parierte
zahlreiche Würfe. Mit 15 Punkten
steht der SVV aktuell auf Tabellenplatz vier, der die Qualifikation für
die Playoffs bedeutet. Auf Spitzenreiter Neustadt fehlt ein Zähler, Krefeld und Potsdam sind nur dank des
besseren Torverhältnisses vor den
Vogtländern. Am Samstag erwarten
die Plauener den SV Weiden. (aheb)
Männer: Gruppe A:
1. THW Kiel
322:259
18
2. Paris St. Germain
297:266
12
3. Croatia Zagreb
241:248
12
4. Naturhouse Logroño
305:305
9
5. HC Brest
267:293
6
6. Metalurg Skopje
233:294
3
Gruppe B: Wisla Plock - SG Flensburg-Handewitt 31:29 (14:13).
1. FC Barcelona
338:280
17
2. KIF Kolding
292:273
14
3. Wisla Plock
288:280
13
4. SG Flensburg-H.
288:277
12
5. Alingsås HK
252:298
2
6. Besiktas Istanbul
253:303
2
Gruppe C:
1. MKB Veszprem
300:262
18
2. Vardar Skopje
313:289
15
3. Rhein-Neckar Löwen
302: 282
12
4. Montpellier AHB
293:317
8
5. Celje Pivovarna Lasko 284:293
6
6. Medwedi Tschechow
300:349
1
Gruppe D:
1. KS Vive Kielce
312:271
20
2. Pick Szeged
276:264
13
3. Dünkirchen HB
257:263
8
4. Aalborg HB
256:269
7
5. HC Saporoschje
283:284
6
6. Kadetten Schaffhausen 264:297
6
Gruppen-1.-4. im Achtelfinale.
BOXEN
Bundesliga
WASSERBALL
SVV Plauen gewinnt
beim Aufsteiger
PLAUEN —
BCC beendet Saison
als Vizemeister
CHEMNITZ — Der Boxklub Chemnitz
hat die Saison in der 2. Bundesliga
als Vizemeister abgeschlossen. Im
letzten Vergleich trennten sich die
„Wölfe“ Remis (11:11) von der KG
Hertha BSC Berlin/Cottbus. Bei diesem Duell siegten Sandro Omerovic,
Stephan Nikitin und Ronny Beblik,
für den sich erneut kein Gegner
fand. Philipp Gruner kämpfte gegen
Stefan Nicolic „unentschieden“, ein
Urteil, welches auf Chemnitzer Seite
auf großes Unverständnis stieß. Am
Ende blieb nach einer laut Trainer
Olaf Leib „guten und abwechslungsreichen Saison“ hinter dem Boxteam
Hanse Wismar ein starker zweiter
Platz für die Chemnitzer Wölfe. (fp)
HOCKEY
Meerane kehrt in
2. Bundesliga zurück
MEERANE — Das Team von Motor
Meerane hat in der HallenhockeyRegionalliga Ost der Herren den
Meistertitel erkämpft und damit
den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Die Schützlinge von Trainer
Thomas Hertzsch gewannen das
letzte Punktspiel des ostdeutschen
Oberhauses klar mit 11:4 bei Real
von Chamisso Berlin und bauten damit ihren Tore-Vorsprung vor der
punktgleiche Vertretung der Potsdamer Sport-Union weiter aus. Die
Westsachsen kehren nach siebenjähriger Abstinenz in die zweithöchste deutsche Spielklasse zurück, der sie in der Saison 2007/08
letztmals angehört hatten. (rbc)
GEWIC HTHEBEN
Rodewisch kämpft
weiter um Platz drei
GRÄFENRODA — Die TSG Rodewisch
verlor in der 2. Gewichtheber-Bundesliga beim SV Gräfenroda mit
379,0:403,0-Punkten. „Normalweise
hätten wir eine Siegchance gehabt,
aber wir konnten nur mit fünf Akteuren antreten. Diese zeigten starke
Leistungen und versuchten alles,
um zumindest im Stoßen einen
Punkt zu holen. Aber es klappte leider nicht ganz“, berichtete TSG-Trainer Frank Kraus. Nach dem Ausfall
von Mara Leucht meldete sich kurzfristig Michelle Taubert, die über
80 Zähler erreichen kann, krank.
Nun visieren die Vogtländer im abschließenden Vergleich gegen den
KSV Langen einen Sieg an, um Tabellenplatz drei zu sichern. (mm)
A N ZE I G E
KONTAKTE
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Männer, 22. Spieltag: HSV Hamburg - N-Lübbecke 34:26 (14:12), Gummersbach - Erlangen 24:21 (12:10), Lemgo - Friesenheim
32:32 (16:18), Minden - Bergischer HC 28:30
(12:16), Kiel - Bietigheim 40:27 (18:17).
1. THW Kiel
694:561 40: 6
2. Rhein-Neckar Löwen 660:534 38: 6
3. SC Magdeburg
683:615 35:11
4. SG Flensburg-H.
651:547 34:10
5. Frisch Auf Göppingen 628:625 26:20
6. MT Melsungen
682:650 25:21
7. Füchse Berlin
626:630 24:22
8. VfL Gummersbach
631:639 24:22
9. HSG Wetzlar
603:597 22:24
10. HSV Hamburg
660:650 22:26
11. TSV Hannover-B.
666:673 22:26
12. Bergischer HC
616:669 21:25
13. HBW Balingen-W.
566:607 20:26
14. TuS N-Lübbecke
620:628 18:26
15. TBV Lemgo
692:698 16:32
16. TSG Friesenheim
577:670 15:31
17. HC Erlangen
585:661 15:33
18. GWD Minden
607:669 14:32
19. SG BBM Bietigheim
592:716 7:39
Frauen, 15. Spieltag: Buxtehude - Metzingen
28:23 (13:10), Blomberg-L. - Trier 32:24
(17:15), Thüringer HC - Berlin 41:28 (20:15),
Koblenz/Weibern - Celle 27:20 (14:9), Bietigheim - Leverkusen 30:34 (14:16), Oldenburg
- Bad Wildungen 38:32 (18:13).
1. Thüringer HC
512:382 27: 5
2. Buxtehuder SV
463:379 26: 4
3. VfL Oldenburg
500:444 24: 8
4. HC Leipzig
461:405 23: 9
5. TuS Metzingen
450:395 21:11
6. Bayer Leverkusen
432:425 19:11
7. HSG Blomberg-Lippe 437:399 18:12
8. Füchse Berlin
419:417 13:17
9. HSG Bad Wildungen
369:447 9:21
394:436 9:23
10. SG BBM Bietigheim
11. SVG Celle
371:458 8:24
12. VL Koblenz/Weibern 367:428 7:23
13. Frisch Auf Göppingen 382:424 6:24
14. DJK/MJC Trier
357:475 6:24
2. Bundesliga
Männer, 24. Spieltag: Essen - Hildesheim
30:27 (15:12), Hamm-W. - Saarlouis 32:30
(13:12), EHV Aue - Coburg 29:26 (16:12),
Henstedt-Ulzburg - Baunatal 32:22 (16:9),
Rimpar - Nordhorn-Lingen 21:18 (12:11),
Hüttenberg - Dormagen 25:29 (12:13), Bittenfeld - Bad Schwartau 23:24 (11:10), Neuhausen/Erms - Rostock 31:19 (19:10).
1. DHfK Leipzig
671:560 39: 7
2. DJK Rimpar
609:558 37:11
3. TV Bittenfeld
684:589 35:13
4. ASV Hamm-Westfalen 723:665 32:16
5. HSG Nordhorn-Lingen 611:570 32:16
6. ThSV Eisenach
727:637 30:18
7. HSC Coburg
665:621 30:18
8. TV Großwallstadt
642:599 29:19
9. VfL Bad Schwartau
624:600 27:21
10. EHV Aue
601:569 26:20
11. TV Neuhausen/Erms 633:593 23:25
12. TV Emsdetten
648:667 21:25
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3. Liga Ost
Frauen: 19./21. Spieltag: SG Kirchhof - TSV
Hahlen 35:15 (16:5), SC Bad Salzuflen - HSG
Hannover-West 22:36 (12:19).
1. SG Kirchhof
553:429 34: 4
2. Germania Fritzlar
463:382 28: 8
3. HSV Marienberg
512:437 25:11
4. HC Salzland
450:412 23:13
5. HaSpo Bayreuth
451:433 23:13
6. HSG Blomberg-Lippe II 508:490 19:17
7. SC Bad Salzuflen
473:516 18:20
8. HC Leipzig II
497:494 15:21
9. HSG Hannover-West
540:551 15:23
10. HSG Osterode-Harz
473:535 14:22
11. HSG Union Halle
439:444 13:23
12. MTV Rohrsen
419:482 11:25
13. HSV Minden-Nord
457:513 9:27
14. TSV Hahlen
440:557 9:29
Mitteldeutsche Oberliga
Männer: GoGo Hornets - HCE Plauen 28:23,
Werratal - SV Hermsdorf 20:28, TuS Radis Aschersleben 31:28, USV Halle - ZHC Grubenlampe 27:25, Oebisfelde - HSG Freiberg
50:50, SG Spergau - HC Burgenland 26:34,
Staßfurt - HC Glauchau/Meerane 36:34.
1. HC Glauchau/Meerane 568: 528 28: 8
2. USV Halle
598: 544 26:10
3. HC Einheit Plauen
520: 469 24:12
4. HC Burgenland
607: 576 22:14
5. SV Hermsdorf
535: 504 22:14
6. HSG Freiberg
808: 753 21:15
7. TuS Radis
543: 507 21:15
8. Rot-Weiß Staßfurt
601: 600 20:16
9. HSG GoGo Hornets
517: 524 17:19
10. HC Aschersleben
547: 557 15:21
11. ZHC Grubenlampe
507: 500 14:22
12. HSG Werratal
536: 646 9:27
13. SG Spergau
551: 642 7:29
14. SV Oebisfelde
582: 670 6:30
Frauen: Koweg Görlitz - HC Sachsen Neustadt
26:15, HC Rödertal II - SG HV Chemnitz
18:22, TSV Niederndodeleben - BSV Magdeburg 24:19, HC Burgenland - SC Markranstädt
27:39.
1. SC Markranstädt
456: 359 26: 2
2. SG HV Chemnitz
346: 314 19: 7
3. TSV Niederndodeleben 356: 346 17: 9
4. HC Burgenland
373: 368 14:12
5. BSV Magdeburg-O.
369: 371 13:13
6. SV Koweg Görlitz
351: 331 12:14
7. HC Rödertal II
395: 410 10:18
8. Thüringer HC II
302: 304 8:14
9. SC Hoyerswerda
315: 356 5:19
10. HC Neustadt-Sebnitz 230: 334 4:20
Sachsenliga: Frauen: SG HV Chemnitz - Waldheim 25:32.
Bezirkspokal
Viertelfinale: Männer: SV Beierfeld - SSV
Chemnitz-Rottluff 32:33, SV Niederwiesa - HC
Fraureuth 37:41, FSV Rittersgrün - USG
Chemnitz 23:26, ZHC Grubenlampe II - Oederan 31:30 n. V.; Frauen: SG CPSV/Stahl Chemnitz - HC Annaberg-Buchholz 18:40, SG Aue SG HV Chemnitz III 23:27, Burgstädter HC II Chemie Zwickau II 20:16, HSV Marienberg II HC Fraureuth 27:31.
HOCKEY
GEWICHTHEBEN
Regionalliga Ost
Bundesliga
Männer: Real Berlin – Motor Meerane 4:11,
HC Königs Wusterhausen – Spandauer HTC
10:13, Potsdamer Sport-Union – Berliner SV
92 6:5, CHC Köthen – SSC Jena 15:1.
Abschlusstabelle:
1. SV Motor Meerane
14 111: 61 32
2. Potsdam
14 118: 80 32
3. Berliner SV
14 103: 70 27
4. Real Berlin
14 120:113 27
5. CHC Köthen
14 107: 91 19
6. Spandauer HTC
14 100:100 17
7. SSC Jena
14
62:128 4
8. Königs Wusterhausen 14
68:146 4
SCHACH
2. Bundesliga Ost
9. Runde: Bad Mergentheim - Nickelhütte Aue
2:6, Forchheim - SG Leipzig 4,5:3,5, Bindlach Zugzwang München 4:4, Erfurt - Rosenheim
6:2. 10. Rd.: Aue - Forchheim 3,5:4,5, SG
Leipzig - Bad Mergentheim 5:3, Passau - Neutraubing 4:4, Zugzwang München - Erfurt 4:4,
Rosenheim - Bindlach 4,5:3,5.
Abschlussstand: 1. Erfurt 15/44, 2. Zugzwang München 14/44, 3. Forchheim 14/40,
4. Aue 12/43,5, 5. Bindlach 8/33,5, 6. Bad
Mergentheim 6/33, 7./8. Neutraubing und SG
Leipzig 6/32 (Stichkampf notwendig), 9. Rosenheim 6/31,5, 10. Passau 3/26.5.
Oberliga Ost
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13. SV Henstedt-Ulzburg 620:661 19:29
14. HC Empor Rostock
641:698 19:29
15. HG Saarlouis
634:696 18:30
16. TuSEM Essen
575:626 17:31
17. Bayer Dormagen
620:691 17:31
18. Eintracht Hildesheim 603:681 14:34
19. TV Hüttenberg
576:650 8:40
20. Eintracht Baunatal
576:752 5:45
Frauen, 19. Spieltag: TSV Travemünde - FSV
Mainz 26:24 (13:10), HSG Bensheim/Auerbach - Sachsen Zwickau 28:23 (13:10), TV
Nellingen - SGH Rosengarten-Buchholz 31:32
(14:16), TSV Haunstetten - HC Rödertal 19:31
(7:13), SU Neckarsulm - Union Halle-Neustadt
33:29 (20:16), Borussia Dortmund - SG Herrenberg 25:26 (19:19), TV Beyeröhde - SV Allensbach 23:21 (13:10).
1. SGH Rosengarten-B. 552:475 31: 7
2. Borussia Dortmund
547:462 28:10
3. SU Neckarsulm
586:532 27:13
4. Sachsen Zwickau
498:478 26:12
5. HSG Bensheim/A.
496:476 25:13
6. TV Nellingen
527:502 22:16
7. Union Halle-Neustadt 538:524 22:16
8. SG Herrenberg
476:469 18:20
9. HC Rödertal
493:487 17:21
10. TV Beyeröhde
518:533 15:23
503:526 15:23
11. FSV Mainz
12. TSV Haunstetten
437:510 13:25
13. TSV Travemünde
434:532 5:35
14. SV Allensbach
460:559 4:34
Staffel A: 8. Rd.: SG Leipzig II - TU Dresden II
2:6, USG Chemnitz - Rochade Magdeburg
4,5:3,5, Grün-Weiss Dresden - Aufbau Elbe
Magdeburg 3:5, Coswig - Löberitz 4,5:3,5,
Hoyerswerda - Aue II 5:3, VB Halle - König
Plauen 3,5:4,5. Stand: 1. Aufbau Elbe Magdeburg 14/26, 2. König Plauen 12/39, 3. TU
Dresden II 12/36,5, 4. Aue II 11/35,5, 5. Hoyerswerda 9/35,5, 6. GW Dresden 8/33,5, 7.
SG Leipzig II 8/31, 8. Löberitz 7/30, 9. Coswig
6/28,5, 10. VB Halle 5/27, 11. Rochade Magdeburg 2/27, 12. USG Chemnitz 2/24,5.
Staffel B: KG Görlitz-Zittau - Chemnitzer AC
483,8:655,0 (3:0); SSV Samswegen - Atlas
Plauen 738,8:631,0 (3:0); KG Schwedt/Stralsund - AC Meißen 663,0:561,0 (3:0).
1. Chemnitzer AC
4319,8
18: 0
2. SSV Samswegen
3330,8
9: 6
3. Schwedt-Stralsund 3156,6
9: 6
4. Berliner TSC
3122,0
7: 8
5. AC Atlas Plauen
2992,8
6: 9
6. AC Meißen
2612,4
3:12
7. KG Görlitz-Zittau
2827,3
2:13
2. Bundesliga
Staffel Mitte: SV Gräfenroda - TSG Rodewisch
403,6:379,0 (3:0): TSG: Meisel 117 Relativpunkte (Reißen: 107 kg; Stoßen: 140);
Schmidt 96,6 (120; 145); Peterhänsel 73
(102; 125); F. Hartenberger 48,6 (98; 125);
Gebhardt 43,8 (90; 115).
AC Suhl - KSV Langen 408,6:313,0
1. AC Suhl
2193,7
12: 3
2. SV Gräfenroda
2029,2
8: 7
3. KSV Langen
2092,8
6: 9
4. TSG Rodewisch
1950,5
4:11
Sachsenliga: Dresden-Torgau - Meißen II
233,3:191,2 (3.0); Görlitz-Eibau II - Riesaer
AC 298,0:209,7 (3:0)
TENNIS
Ostdeutsche Hallen-Meisterschaft
der Senioren in Leipzig:
Damen 40: Halbfinale: Sabine Schmidt-Wetzel (Chemnitz Küchwald) – Ulrike Reinhardt
(Leipziger SC) 7:6, 7:5. Endspiel: Tina Mutert
(Leipziger SC) – Schmidt-Wetzel 6:2, 6:4.
Herren 50: Halbfinale: Ernst Schneider
(Waldheim) – Hartmut Briese (Sportpark Plauen) kampflos für Schneider. Endspiel: Schneider – Thomas Nöcker (Naunhof) 6:2, 6:0.
Herren 60: Endspiel: Peter Kruber (FCE Aue)
– Josef Bokelmann (Uni Greifswald) 6:4, 6:3.
Freie Presse
KEGELN
FUSSBALL
EISHOCKEY
Bundesliga
Bundesliga
DEL
120 Männer: TSV Zwickau - BW Peiting 6:2,
SKV RW Zerbst - SKK Amberg 6:2, Lorsch Schwabsberg 6:2, SKC Bamberg - EKC Lonsee
8:0, Straubing - Staffelstein 6:2.
1. RW Zerbst
99: 21 28: 2
2. Schwabsberg
73: 47 22: 8
3. SKC Bamberg
79: 41 21: 9
4. Lorsch
72: 48 21: 9
5. SKK Amberg
64: 56 16:14
6. Staffelstein
63: 57 15:15
7. Straubing
52: 68 12:18
8. TSV Zwickau
45: 75
8:22
9. BW Peiting
36: 84 6:24
10. EKC Lonsee
17:103 1:29
Frauen, 100: SC Riesa - BSG Erfurt
2491:2469, BW Lauterbach - Hagenwerder
2593:2483, KSV Welzow - Brand-Erbisdorf
2498:2349, BW Auma - KSC Seelow
2730:2638, Motor Dresden - Cranzahl
2525:2504.
1. SC Riesa
38.352:38.130 20:10
2. Lauterbach
39.238:38.581 18:12
3. Br.-Erbisdorf
38.976:38.623 18:12
4. KSV Cranzahl 39.541:39.037 16:14
5. SV BW Auma
39.327:39.493 16:14
6. Motor Dresden 38.405:38.644 16:14
7. KSV Welzow
37.532:37.352 16:14
8. BSG Erfurt
38.506:38.294 14:16
9. Hagenwerder 38.555:39.041 10:20
10. KSC Seelow
37.476:38.713 6:24
2. Bundesliga
Männer: ATSV Freiberg - TuS Leitzkau 8:0,
Schönebecker SV - RW Zerbst II 2:6, GW Mehltheuer - Elsterwerda 3:5, SV Leipzig - Senftenberg 6:2, SV BW Auma - L. Rudolstadt 2:6.
1. RW Zerbst II
106,5:37,5
34: 2
2. ATSV Freiberg
91,5:36,5
25: 9
3. Rudolstadt
78,5:57,5
23:13
4. SV Leipzig
73,0:63,0
20:14
5. TuS Leitzkau
63,5:72,5
18:16
6. GW Mehltheuer 65,0:71,0
16:18
7. Elsterwerda
64,0:72,0
15:21
8. Senftenberg
60,5:75,5
13:21
9. SV BW Auma
58,0:78,0
13:21
10. Schönebeck
53,0:83,0
12:22
11. ESV Roßlau
30,5:97,5
1:33
Frauen: Sandersdorf - ATSV Freiberg 5:3, SV
Schafstädt - Bennewitz 6:2, MSV Bautzen Dresdner SV 6:2, Schönebecker SV - Holzweißiger SV 7:1, Sangerhausen - SKC Berlin 3:5.
1. SV Schafstädt
77,0:43,0
24: 6
2. MSV Bautzen
74,0:46,0
22: 8
3. SKC Berlin
76,0:44,0
20:10
4. Sangerhausen
64,0:56,0
16:14
5. Sandersdorf
55,5:64,5
13:17
6. KSV Bennewitz 51,0:69,0
12:18
7. Holzweißiger SV 48,0:72,0
12:18
8. ATSV Freiberg
51,0:69,0
11:19
9. Schönebecker SV 53,5:66,5
10:20
10. Dresdner SV
50,0:70,0
10:20
Bezirksliga
Männer: Neukirchen - Plauen 5121:5227,
Mittelbach - Zschorlau 5360:5218, Ellefeld Mühltroff 5203:5234, Geyer - Werdau
5103:4.923. Abschlussstand: 1. Mittelbacher SV 26/5296,57, 2. ESV Zschorlau 22/
5374,14, 3. SG Neukirchen 16/5198,71, 4.
KSV Plauen 11/5270,71, 5. Mühltroffer SV
10/5220,57, 6. TSV Geyer 10/5093,36, 7. TV
Ellefeld 10/4909,21, 8. Werdau 7/5309,21.
VOLLEYBALL
2. Bundesliga Süd
Frauen: Vilsbiburg II - Sonthofen 3:1, Volleys
Chemnitz - TV Holz 1:3, VCO Dresden - VC Offenburg 0:3, MTV Stuttgart II - SV Lohhof 0:3,
VCO Dresden - TV Holz 1:3, Bad Soden - SWE
Erfurt 3:0, Grimma - Offenburg 3:1.
1. FTSV Straubing
18
54: 9 52
2. Sonthofen
18
48:23 41
3. Vilsbiburg II
19
45:27 40
4. SV Lohhof
18
41:24 37
5. VV Grimma
18
39:33 30
6. TV Holz
19
27:39 24
7. VCO Dresden
18
32:37 24
8. SWE Erfurt
18
31:37 23
9. MTV Stuttgart II
18
28:36 23
10. TG Bad Soden
19
33:42 21
11. VC Offenburg
19
27:46 17
12. Lok Engelsdorf
19
25:49 16
13. Volleys Chemnitz
19
24:52 12
3. Liga Ost
Männer: TSV Niederviehbach - TSV Zschopau
3:1, Marktredwitz - MTV München 0:3, Kempfenhausen - Neumarkt 0:3, Mühldorf - Hammelburg 0:3, VC Gotha - SC Freising 3:1.
1. TV Hammelburg
15
44:14 39
2. ASV Neumarkt
15
42:19 37
3. VC Gotha
16
37:25 31
4. VGF Marktredwitz
17
37:32 29
5. TSV Niederviehbach 16
33:26 28
6. TSV Friedberg
16
33:31 26
7. MTV München
16
33:32 24
8. TSV Zschopau
16
30:36 20
9. SC Freising
15
26:33 17
10. TSV Mühldorf
15
16:43
7
11. VCO Kempfenhausen 17
9:49
3
Regionalliga Ost
Männer: L. E. Volleys II - VC Dresden II 0:3,
Ohrdrufer SV - TU Dresden 2:3, Markkleeberg
- SV Chemnitz-Harthau 3:1, VC Altenburg - SV
Reudnitz 3:2, VSV Jena - VSV Oelsnitz 3:2.
1. VC Dresden II
15 45:12 43
2. VSV Oelsnitz
15 39:19 35
3. VC Altenburg
15 34:20 31
4. USV TU Dresden
15 34:23 28
5. SV Reudnitz
15 29:27 23
6. VSV Jena
15 30:28 22
7. TSG Markkleeberg
15 24:36 17
8. L.E. Volleys II
15 20:39 11
9. Ohrdrufer SV
15 15:41
8
10. SV Chemnitz-Harthau 15 16:41
7
Frauen: CPSV II - Weimar 3:1, Borna - SWE
Volley Team II 3:2, L. E. Volleys - VJ Thüringen
3:1, TSV Leipzig - Dresdner SC II 0:3, Gotha Meiningen 1:3, Lichtenstein - Oly. Dresden II
3:0.
1. L.E. Volleys
17 51:10 49
2. SWE Volley Team II
17 42:21 38
3. Chemnitzer PSV II
17 40:24 34
4. Dresdner SC II
17 36:24 33
5. VV Meiningen
16 35:29 28
6. HSV Weimar
17 30:32 25
7. SV Einheit Borna
17 33:36 25
8. TSV Leipzig
16 25:32 20
9. SSV Lichtenstein
17 30:37 20
10. VJ Thüringen
17 21:45 12
11. VC Gotha
16 22:43 11
12. Olympia Dresden II
16
13:45
5
Sachsenliga
Frauen: Lichtenstein II - Nünchritz 2:3, Zschopau 3:2, Engelsdorf II - Dresdner SC III
1:3, - Dippoldiswalde 3:1.
Sachsenklasse West
Frauen: VV Grimma II - Burgstädt 3:1, - Mauersberg 3:0.
Frauen: Potsdam – Freiburg 6:1, Duisburg –
Hoffenheim 0:4, Leverkusen – Herford 3:0,
Sand – Frankfurt 1:2, Jena – Essen 1:1, Bayern
München – Wolfsburg 0:0.
1. VfL Wolfsburg
15 39: 1 39
2. Bayern München
15 41: 5 37
3. 1. FFC Frankfurt
15 51:13 34
4. Turbine Potsdam
15 42:20 34
5. SGS Essen
15 20:21 19
6. TSG Hoffenheim
15 17:24 18
7. Bayer Leverkusen
15 17:30 16
8. SC Freiburg
15 20:43 16
9. USV Jena
14 18:23 15
10. SC Sand
15 18:32 11
11. MSV Duisburg
15 10:39
8
12. Herforder SV
14 13:55
2
Regionalliga Nordost
A-Junioren: Energie Cottbus – Union Berlin
3:1, Hertha Zehlendorf – 1. FC Magdeburg
0:1, Borea Dresden – SSV Markranstädt 1:3,
Viktoria Berlin – SV Babelsberg 2:2, Germania
Halberstadt – Berliner AK 0:3.
B-Junioren: Dynamo Dresden – RB Leipzig II
2:5, Hertha Zehlendorf – JFV Eichsfeld 8:0,
FCE Aue – Chemnitzer FC 1:3, Energie Cottbus
II – Union Berlin 1:3, Erfurt – Hertha BSC II
1:1, Hansa Rostock – FC Frankfurt 4:0.
Landesliga
A-Junioren: SV Liebertwolkwitz – Oberlausitz
Neugersdorf 0:0, VfB Auerbach – FC Eilenburg
1:0, Concordia Schneeberg – FC Grimma 1:3,
FSV Zwickau – Lok Leipzig 5:0, Dresden-Striesen – VFC Plauen 2:0.
B-Junioren: Dresden Süd-West – Borea Dresden 1:0, Dresden-Striesen – Dynamo Dresden
II 2:2, Lok Leipzig – FSV Zwickau 3:0.
C-Junioren: FC Eilenburg – Markranstädt 3:0,
RB Leipzig II – Pirna-Copitz 4:0, VfB Chemnitz
– Dresden-Striesen 2:0, Grimma – Chemnitzer
FC II 0:2, FSV Zwickau – Lok Leipzig 3:1, Dynamo Dresden II – Budissa Bautzen 4:0.
50. Spieltag: Krefeld Pinguine - Adler Mannheim 5:2 (1:0, 1:2, 3:0).
1. Adler Mannheim
49 167:120 101
2. EHC München
50 162:121 95
3. Hamburg Freezers 50 161:140 90
4. ERC Ingolstadt
50 169:149 89
5. Düsseldorfer EG
50 151:146 84
6. Iserlohn Roosters 50 173:144 82
7. Wolfsburg
50 148:135 78
8. Nürnberg Ice Tigers 50 164:142 77
9. Eisbären Berlin
50 155:138 75
10. Krefeld Pinguine
49 146:163 70
11. Kölner Haie
50 121:145 68
12. Augsburg
50 136:182 50
13. Straubing Tigers
49 103: 163 45
14. Schwenningen
49 101:169 40
DEL2
50. Spieltag: Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars 3:4 (1:3, 2:1, 0:0), Pinguins
Bremerhaven - ESV Kaufbeuren 3:0 (1:0, 1:0,
1:0), Eispiraten Crimmitschau - Kassel Huskies
5:7 (3:1, 2:4, 0:2), EV Landshut - Rote Teufel
Bad Nauheim 5:2 (2:0, 2:1, 1:1), SC Riessersee - Starbulls Rosenheim 3:2 (2:0, 0:0, 1:2),
Löwen Frankfurt - Lausitzer Füchse 5:1 (2:1,
2:0, 1:0), Heilbronner Falken - Dresdner Eislöwen 5:1 (2:0, 0:0, 3:1).
1. Bietigheim
50 213:141 111
2. Kassel Huskies
50 189:131 94
3. Bremerhaven
49 168:139 93
4. Löwen Frankfurt
49 203:139 89
5. Ravensburg
50 174:168 84
6. Rosenheim
50 151:136 81
7. EV Landshut
50 169:161 79
8. SC Riessersee
50 150:139 77
9. Lausitzer Füchse
50 177:179 74
10. Dresdner Eislöwen 50 165:183 73
11. Roe Bad Nauheim 50 161:172 72
12. Crimmitschau
50 174:191 59
13. Heilbronner Falken 50 116:210 34
14. ESV Kaufbeuren
50 116:237 27
Landesklasse
A-Junioren, West: Fort. Chemnitz – SpG Glauchau 2:2. B-Junioren, West: Concordia
Schneeberg – VfB Annaberg 3:1. D-Junioren,
Mitte: Ifa Chemnitz – Dynamo Dresden 0:5.
BASKETBALL
2. Bundesliga Pro A
Herren, 23. Spieltag: Cuxhaven BasCats - FC
Baunach 78:70 (45:42), BV Chemnitz - Würzburg Baskets 74:89 (39:40), Science City Jena
- ETB Baskets Essen 85:74 (49:46), Paderborn Baskets - BIG Gotha 59:69 (35:26), VfL
Kirchheim - Giants Leverkusen 76:66 (40:32),
Nürnberger BC - USC Heidelberg 89:80
(45:40), SC Rasta Vechta - Hamburg Towers
86:61 (41:30), Gießen - Erdgas Ehingen
82:76 (35:46).
1. Würzburg Baskets 23 1982:1640 42
2. Nürnberger BC
23 1961:1704 34
3. Gießen
23 1743:1597 32
4. BIG Gotha
23 1735:1601 30
5. Science City Jena 23 1933:1831 26
6. ETB Baskets Essen 23 1742:1693 26
7. Hamburg Towers
23 1781:1815 26
8. USC Heidelberg
23 1777:1841 26
9. SC Rasta Vechta
23 1696:1738 20
10. VfL Kirchheim
23 1872:1951 20
11. BV Chemnitz
23 1699:1836 18
12. FC Baunach
23 1849:1815 18
13. Paderborn Baskets 23 1653:1764 16
14. Giants Leverkusen 23 1651:1741 14
15. Cuxhaven BasCats 23 1581:1897 12
16. Erdgas Ehingen
23 1614:1805 8
2. Regionalliga
Männer: BBC Coburg - Jena II 93:77 (46:39),
Rockets Gotha II - SV Stauf 82:74 (35:35), BC
Zwickau - Leipzig Eagles 103:71 (57:23), Regnitztal - TG Würzburg II 72:68 (40:41), TTL
Bamberg - Dresden Titans II 58:73 (34:40),
Rattelsdorf - BV Chemnitz II 101:109 (59:48).
1. BC Zwickau
17 1632:1227 34
2. BBC Coburg
17 1362: 976 30
3. Regnitztal
17 1246:1159 22
4. Rockets Gotha II
17 1370:1352 22
5. Jena II
17 1325:1233 18
6. TG Würzburg II
17 1278:1185 18
7. BV Chemnitz II
17 1234:1304 16
8. SV Stauf
17 1243:1346 13
9. Dresden Titans II 17 1197:1342 12
10. TTL Bamberg
17 1105:1204 10
11. Leipzig Eagles
17 1028:1440 5
12. Rattelsdorf
17 1239:1491 4
Oberliga
Männer: USC Leipzig II - Turbine Zittau 97:51,
ATSV Freiberg - BC Dresden 62:99, BV Leipzig
II - Wurzen 86:56, BBC Ottendorf-Okrilla - SVA
Leipzig 74:67, SG Adelsberg - Lok Dresden
66:56.
Frauen: BC Dresden - Jena II 52:32, Leipzig
Lakers - Zwickau 72:81, Chem-Cats II - TU
Dresden II 55:41, Chem-Cats III - Leipzig Eagles 73:68.
Landesliga
Männer: SV Motor Sörnewitz - BC Dresden II
82:72, MSV Bautzen - Dresden Titans III
78:83, BV Chemnitz III - SSV Chemnitz 72:64,
SG Adelsberg II - Leipzig Lakers 59:57.
Frauen: ATSV Freiberg - Leipzig Lakers 48:42,
Plauen Homesquad - TU Dresden III 20:89, BC
Dresden II - Turbine Zittau 72:46.
Rollstuhlbasketball
Bundesliga: Hamburg - Trier 81:74 , Köln Jena 80:58 , RSV Lahn-Dill - St. Vith 93:54 ,
Roll. Devils - Main. Skywheelers 75:68, Zwickau - Oettinger RSB 60:62.
1. RSV Lahn-Dill
1284: 760 30: 4
2. Oettinger RSB 1274: 882 30: 4
3. Zwickau
1145: 936 24:10
4. Hamburg
1191:1023 22:12
5. Trier
1136:1045 20:14
6. Roll. Devils
1016:1100
14:20
7. Skywheelers
955:1117
12:22
8. Bulls St. Vith
984:1275
10:24
9. Köln
925:1123
8:26
10. Jena Caputs
651:1300
0:34
WASSERBALL
Bundesliga
Männer: SC Neustadt - Leimen/Mannheim
14:9, Krefeld - Wedding Berlin 12:8, Weiden Potsdam 9:12, Laatzen - Plauen 7:14.
1. SC Neustadt
113: 67 16: 2
2. OSC Potsdam
130: 84 15: 3
3. SV Krefeld
134: 76 15: 5
4. SVV Plauen
115: 72 15: 5
5. SC Wedding Berlin
78: 86 6:12
6. SV Weiden
96: 107 5:15
7. Spvg Laatzen
77: 144 4:16
8. SGW Leimen/Mannheim
50: 157 0:18
BOXEN
2. Bundesliga
BC Chemnitz - Hertha BSC/Cottbus 11:1
52 kg: Ronny Beblik; 56 kg: Sandro Omerovic - Marko Lebeda; 60 kg: Hagen Worofka Murat Yildirim; 64 kg: David Asubonteng Kasem Rodi; 69 kg: Stepan Nikitin - Dadaev
Zelinhan; 75 kg: Tobias Funke - AbuLubdeh
Abdulrahman; 81 kg: Kazakis Athanasios Abdulai Sadula; + 81 kg: Philipp Gruner Stefan Nikolic - remis. Sieger fettgedruckt.
Abschlusstabelle:
1. BT Hanse Wismar
8: 4 73:66
2. BC Chemnitz
7: 5 71:67
3. KG Hertha BSC/Cottbus
5: 7 65:70
4. UBV Schwedt
4: 8 67:73
BADMINTON
Bezirksliga
BC Stollberg-Niederdorf II - TSV Niederwürschnitz II 5:3; - BV Annaberg-Buchholz
5:3, BC Stollberg-Niederdorf III - BV Annaberg-Buchholz 0:8; - BV Marienberg II 3:5, SV
Empor-West Zwickau - BV Marienberg II 1:7,
SG Meerane II - TSV Niederwürschnitz II 3:5.
Abschlußtabelle:
1. TSV Niederwürschnitz II 22: 2
76:20
2. BC Stollberg-N. II
18: 6
59:37
3. BV Annaberg-Buchholz 16: 8
65:31
4. BV Meerane II
14:10 51:45
5. BV Marienberg II
10:14 44:52
6. SV Empor-West Zwickau
3:21 22:74
7. BC Stollberg-N. III
1:23 19:77
Dresden: Großenhain - ATSV Freiberg 6:2.
TISCHTENNIS
3. Bundesliga
Damen: Saarlouis-Fraulautern - TTC Schwarza
6:0, TTF Frankenthal - Rapid Chemnitz 5:5,
TTF Frankenthal - TTC Schwarza 6:0, Saarlouis-Fraulautern - Rapid Chemnitz 6:3.
1. TTC Langweid
81:27 25: 3
2. ESV Weil
76:36 23: 5
3. TTG Süßen
64:37 18: 6
4. TTF Frankenthal
68:47 18:10
5. TSV Schwabhausen II
68:54 17:13
6. Saarlouis-Fraulautern 54:52 14:12
7. BSC Rapid Chemnitz
49:71
9:19
8. VfL Sindelfingen
42:72
7:21
9. TV Hofstetten
38:70
7:21
10. TTC Schwarza
10:84
0:28
Regionalliga Süd
Herren: SSV Schlotheim - Leutzscher Füchse
9:3, Schott Jena - SpVgg Effeltrich 9:3, TTC
Holzhausen - TB Regenstauf 9:2, SSV Schlotheim - SpVgg Effeltrich 9:6.
Damen: VfL Lengenfeld - Lok Zwickau 7:7.
Oberliga Mitte
Herren: Medizin Magdeburg - Elektronik
Gornsdorf 9:3, TTV Schwarzenberg - HTTC
Wernigerode 4:9, DJK Biederitz - Elektronik
Gornsdorf 9:3, Post Zeulenroda - SV DresdenMitte 8:8, Schott Jena II - Wernigerode 2:9.
Damen: Sponeta Erfurt - Börde Magdeburg
5:8, Aufbau Schwerz - TTC Colditz 1:8, Sponeta Erfurt - TTC Schwarza II 7:7.
Sachsenliga
Herren: BSC Freiberg - TTC Holzhausen II 9:6,
TTV Burgstädt - Radeburg 11:4, MSV Bautzen
- Lückersdorf-Gelenau 9:6, Rot. Süd Leipzig TTC Holzhausen II 4:11.
Damen: TTV Hohndorf - Elbe Dresden II 8:1,
TTC Großpösna - Motor Wilsdruff 8:4.
Landesliga
Herren: TSV Penig - MSV Bautzen III 9:6, VfL
Lengenfeld - SR Hohenstein-E. II 2:13, Fortuna
Grumbach - Leutzscher Füchse II 0:15.
Damen: SV Hirschstein - TSG Markkleeberg
8:4, HSG Mittweida - Rot. Süd Leipzig 8:4,
Leutzscher Füchse III - TTC Großpösna II 8:0.
1. Bezirksliga
Herren: TTV Schwarzenberg II - Rapid Chemnitz 13:2, SR Hohenstein-E. III - TTV Hohndorf
10:5, Aufbau Chemnitz - TTC Lugau 9:7, Germania Werdau - SG Vielau 13:2, TTV Schwarzenberg II - SR Hohenstein-E. III 10:5, Lok Zwickau II - SV Muldenhammer 8:8.
Damen: TTV Hohndorf III - TTV Amtsberg
14:0, Handwerk Tannenberg - ESV Eibenstock
5:9, Tanne Thalheim II - SV Adorf 9:5.
Bundesranglistenturnier TOP 12
Jungen U 18: 3. Neumann-Manz ; Schüler U
15: 5. Koschmieder (beide SR Hohenstein-E.).
SPORT
Freie Presse
Dienstag, 24. Februar 2015
„Der Langlauf wohnt in unserer Seele“
NACHRICHTEN
FUSSBALL I
Zweitligist Fürth
holt Büskens zurück
FÜRTH — Mike Büskens (Foto) kehrt
FOTO: DANIEL KARMANN/DPA
als Trainer zur SpVgg Greuther
Fürth zurück und löst damit den
zuvor beurlaubten Frank Kramer ab.
„Wir haben nur einen Sieg in den
letzten zehn Spielen erreicht und
gerade zu Hause
unseren Fans seit
sechs Begegnungen
kein eigenes Tor
mehr
schenken
können“, begründete Präsident Helmut Hack gestern
den Wechsel beim
Fußball-Zweitligisten. Die Franken
gewannen ihr letztes Heimspiel am
3. Oktober (2:0 gegen Aue). Vor
knapp zwei Jahren hatte Kramer in
Fürth Büskens beerbt. Kramers Vertrag lief bis zum Sommer. Büskens
plant vorerst bis zum Saisonende.
„Es geht jetzt nur um die letzten
Spiele. Der Rest wird sich zeigen“,
sagte der 46-Jährige, der von 2009 bis
2013 schon einmal in Fürth arbeitete und bis zum 30. Juni dieses Jahres
unterschrieb. (dpa)
FUSSBALL II
Fortuna trennt sich
von Trainer Reck
DÜSSELDORF — Fußball-Zweitligist
FOTO: REVIERFOTO/DPA
Fortuna Düsseldorf hat sich gestern
von seinem Cheftrainer Oliver Reck
getrennt. „Das Abschneiden in dieser Saison kann uns nicht zufriedenstellen. Wir möchten durch diesen
personellen Wechsel ein klares Zeichen an die Mannschaft setzen, dass
die Saison für uns noch nicht abgehakt ist“, teilte Fortunas
Sportvorstand
Helmut
Schulte in einer
schriftlichen Erklärung mit. Einen Tag
nach der 1:3-Heimniederlage gegen
den 1. FC Nürnberg
entschied sich die Chefetage des Traditionsvereins für eine Trennung
von Reck und beförderte bis auf weiteres U-23-Coach Taskin Aksoy
(Foto) zum Nachfolger. Der einst als
Torwarttrainer verpflichtete Reck,
der am Freitag 50 Jahre alt wird, hatte dem Club zweimal als Interimscoach aus der Patsche geholfen: einmal nach der Trennung von Mike
Büskens und später noch einmal
nach der Erkrankung von LorenzGünther Köstner. (dpa)
FUSSBALL III
Braunschweig und
Leipzig ohne Sieg
BRAUNSCHWEIG — Eintracht
Braunschweig und RB Leipzig warten im
neuen Jahr weiter auf den ersten
Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga.
Die beiden Teams trennten sich gestern 1:1 (1:0) und holten ihren ersten
Punkt nach zwei Niederlagen. Emil
Berggreen (45.) brachte die Gastgeber vor 20.650 Zuschauern kurz vor
der Pause in Führung. Leipzigs Kapitän Dominik Kaiser (84.) schaffte
den Ausgleich. Kurz danach sah
RB-Stürmer Yussuf Poulsen (86.) die
Geld-Rote Karte nach wiederholtem
Foulspiel. Braunschweig bleibt
Tabellenfünfter, Leipzig rangiert
weiter an achter Stelle. (dpa)
Warum sind die Wikinger
in der Loipe so stark?
Trond Nystad ist Cheftrainer der norwegischen
Langlaufmannschaft und
vergleicht den Sport in
seinem Land mit dem
deutschen Fußball.
VON THOMAS PRENZEL
FALUN — Für das Scandic-Hotel, in
dem während der WM deutsche,
norwegische und andere Nationen
nächtigen, gibt es keinen Zutritt.
Auch ins Foyer dürfen wir nicht.
Trond Nystad kommt zum Interviewtermin und erklärt die strikten
Vorschriften. „In dieser Region sind
zu dieser Zeit die Magen-DarmErkrankungen am häufigsten. Da
will keiner ein Risiko eingehen“,
meint der Ehemann der Erzgebirgerin Claudia Nystad, die sich heute
über 10 km Freistil für einen Staffeleinsatz empfehlen will. Trond, der
Cheftrainer der norwegischen Langlaufmannschaft ist, weiß, wovon er
spricht. Er muss aktuell auf einen
seiner besten Leute, den Tour-deSki-Sieger Martin J. Sundby, wegen
einer Erkältung verzichten.
Auch wenn Sundby nicht mehr
fit werden sollte, die Chancen aufs
Podium sind für die Wikinger immer gut. Denn sie können aus einem
schier riesigen Reservoir schöpfen,
beherrschen die Szene fast nach
Belieben. Bis auf den Skiathlon der
Herren holten die Norweger in allen
bisherigen Langlaufentscheidungen
von Falun Gold. Der Gesamtweltcup
wird bei den Frauen momentan von
fünf Norwegerinnen mit Marit
Björgen an der Spitze angeführt. Bei
den Herren sieht es mit Spitzenreiter
Sundby und fünf Athleten unter den
besten elf nicht ganz so dominant
aus. Nystad erklärt den Erfolg seiner
Landsleute ganz einfach: „Der Langlauf ist unsere Kultur, er wohnt in
unserer Seele. Das ist wie mit dem
Fußball in Deutschland. Jedes Kind
will bei Euch mal in Dortmund oder
bei den Bayern spielen. So ist es
bei uns mit dem Langlauf. Er ist unglaublich wichtig“, erzählt der 44Jährige, der in diesen Tagen ein viel
gefragter Mann ist: „Ich habe gelesen, dass bei uns in einem Jahr mehr
über Petter Northug in den Medien
berichtet wurde als über alle norwegischen Fußballklubs zusammen.“
Auf Skirollern zur Arbeit
Für den hohen Stellenwert des Langlaufs in Norwegen gibt es etliche
Beispiele. Wer einen neuen Job haben will, sagt Nystad, verbessere die
Chancen, wenn er in die Bewerbung
seine Bestzeit vom „Birkebeinerrennet“ schreibt. Bei dem Volksskilanglauf über 54 km von Rena nach Lillehammer muss der Langläufer einen
mindestens 3,5 Kilo schweren Rucksack mit sich führen. Und in Oslo
kommt es zum Beispiel nicht selten
vor, dass die Leute auf Skirollern zur
Arbeit fahren.
Wo die Bedeutung eines Sports so
riesengroß ist, entwickelt sich auch
Die Nummer 1 in der Welt: Die Norweger Finn Haagen Krogh und Petter Northug nach ihrem Sieg im Teamsprint.
etwas. „Wir können aus einem
großen Haufen auswählen und nehmen nur die Besten“, erläutert Trond
Nystad. Das System Norwegen ließe
sich deshalb nicht auf Deutschland
überstülpen. Hierzulande gibt es
viel weniger Kinder und Jugendliche, die Langlauf betreiben. Es ist
alles sehr strukturiert, schon vom
Jugendbereich angefangen, mit
Wettkämpfen, Kaderstatus und
zentralen Lehrgängen spätestens im
Trond Nystad
Cheftrainer der norwegischen Langläufer
FOTO: GETTY IMAGES
Juniorenalter. „Bei uns sind Ergebnislisten bis zum 12. Lebensjahr
tabu. Auch danach ist unser System
mehr auf Klubs und Regionalmannschaften ausgerichtet. Es geht nicht
nach Jahrgängen. Wir nennen es
eine Entwicklungstreppe. Wir lassen den Sportlern mehr Zeit. Sie sollen Spaß haben, wenn sie jung sind.
Es gibt keinen Zwang“, erklärt Nystad: „Wenn es Talente nicht gleich in
die Spitze schaffen, fallen sie dennoch nicht sofort durchs Sieb. Sie
haben im Klub- oder Regionaltrainer immer einen Ansprechpartner.“
Dass dagegen der deutsche Langläufer zu zeitig ausgelaugt ist und
keinen Bock mehr aufs Schinden
hat, war ein Thema eines Langlauftrainer-Symposiums im Frühjahr.
Im Ergebnis dessen wurde der Rahmentrainingsplan, der ein Grund-
konzept von der Jugend bis zu den
Erwachsenen vorgibt, überarbeitet.
Karin Orgeldinger, Sportdirektorin
im Skiverband, sagte gestern in Falun: „Wir müssen Trainingsformen
finden, mit denen auch Ausdauersport Spaß macht. Unsere Zukunft
liegt darin, dass wir Talente breit
ausbilden, dann könnten sie auch
noch später die Disziplin wechseln.“
Trond Nystad will nicht, dass falsche Vorstellungen aufkommen.
Von viel kommt viel, dieser Langlaufspruch gilt auch in Norwegen.
Und dazu braucht es eben einen langen Atem. In Falun sind die meisten
Top-Athleten aus Norwegen so um
die 30 Jahre alt. „Mit 27, 28 Jahren
sollte der Langläufer voll da sein“,
sagt Nystad, der unumwunden zugibt, keine Trainerausbildung absolviert zu haben. Sein Assistenzcoach,
Steinar Mundal, sei ausgebildeter
Polizist, der Frauennationaltrainer
Egil Kristiansen gelernter Elektriker.
„Ich war kein guter Langläufer.
Von Sport habe ich keine Ahnung“,
sagt Nystad ehrlich, sieht darin aber
keinen Nachteil: „Wenn ich einsehe,
dass ich nicht alles weiß, nehme ich
Dinge besser auf. Jeder Mensch ist
anders, und entsprechend flexibel
müssen wir sein. Wir haben keinen
Trainer-Guru in unserem Team,
dafür aber ein gutes Klima. Und alle
arbeiten zusammen für den Erfolg“,
philosophiert Trond Nystad. Der
letzte Satz war übrigens bei der Fußball-WM in Brasilien oft von einem
gewissen Joachim Löw zu hören ...
WEGWEISER Heute, 13.30 Uhr, Skilanglauf,
Damen, 10 km Freistil. (ARD und Eurosport).
WM-TAGEBUCH
Gold-Gruva
VON THOMAS PRENZEL
thomas.prenzel@freiepresse.de
D
ieser Mann weiß alles, sagt
mir die freundliche Frau
an der Rezeption im Pressezentrum. Sie meint Sven Olsson.
Der Pensionär war einst Direktor
des ortsansässigen Museums in
Falun. Wer, wenn nicht er, kann uns
die Geschichte der Stadt näherbringen. Aus „Tyskland“?, fragt Sven bei
der Begrüßung. Und mein Nicken
sorgt für ein Lächeln.
Der grauhaarige Mann drückt
mir ein Buch, das er selbst geschrieben hat, in die Hand: „Falun Mine“
heißt der Titel der englischen
Fassung. In Schwedisch heißt es
„Falu Gruva“. Und Sven Olsson hat
nicht wenig Verdienst daran, dass
die Bergwerke Faluns mit den Arbeitervierteln und der Industrielandschaft heute zum Weltkulturerbe
der UNESCO zählen.
Seit nachweislich dem 11. Jahrhundert wurde am Tiskasjöberg
zunächst von Bauern Kupfer, Gold
und Silber abgebaut. Mit der wachsenden Bedeutung des Rohstoffabbaus wuchs um das Bergwerk eine
Siedlung. 1641 erhielt Falun das
Stadtrecht. „Falun war nach Stockholm früher einmal die zweitgrößte
Stadt Schwedens“, sagt Olsson.
Weil im Schacht nur planlos
gearbeitet wurde, stürzte ein Teil der
Kein Mindestlohn für Amateurspieler
FORMEL 1
Alonso bleibt vorerst Die Verunsicherung in den
deutschen Sportvereinen
im Krankenhaus
BARCELONA — Auf der Suche nach der
Ursache für den Unfall von Fernando Alonso bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona ist McLaren
einen großen Schritt weitergekommen. „Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Unfall durch den
unvorhersehbar böigen Wind verursacht wurde, der zu diesem Zeitpunkt auf diesem Teil der Strecke
herrschte“, teilte der Rennstall mit.
Alonso war am Sonntag mit seinem
Rennwagen gegen eine Mauer gekracht. Er habe sich keine ernsthaften Verletzungen zugezogen, bleibe
aber vorerst im Krankenhaus. (dpa)
war groß. Gestern sorgte
Arbeitsministerin Andrea
Nahles für Klarheit.
BERLIN — Amateur-Vertragsspieler
im deutschen Sport fallen nicht unter die Mindestlohnregelung. Dies
stellte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gestern in Berlin
klar, nachdem es in den Vereinen
erhebliche Verunsicherungen gegeben hatte. Die Vertragsspieler, die
Vereinsmitglieder sein müssten, bekämen eine geringe Aufwandsentschädigung und seien in der Regel
als Minijobber angemeldet. Die Vereinstätigkeit sei in aller Regel nicht
der Hauptbroterwerb. Nahles hatte
sich zuvor mit den Spitzen von
Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) und Deutschem Fußball-Bund (DFB) getroffen.
DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte, diese Regelung betreffe
auch die vielen Ehrenamtlichen in
den Vereinen, die eine geringe Aufwandsentschädigung
bekämen.
Man habe eine Regelung für die
praktische Arbeit vor Ort gefunden.
DFB-Schatzmeister
Reinhard
Grindel betonte, die Regel, bei einem
Minijob gelte der Mindestlohn, „gilt
für Vertragsspieler nicht“. Solche
Verträge sollten die Spieler an den
Verein binden und hätten mit klassi-
schen Arbeitsverhältnissen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nichts zu tun. Dies gelte im
Übrigen nicht nur für den Fußball,
sondern für alle Sportarten mit Vertragsspielern. Im Fußballbereich gebe es rund 8800 solcher Spieler, die
in der Regel um die 250 Euro Aufwandsentschädigung
bekämen.
Grindel unterstrich zugleich, Angestellte von Vereinen, wie hauptamtliche Platzwarte, fielen jedoch unter
die Mindestlohnregelung.
„Ich freue mich über das hervorragende Ergebnis, das unser Schatzmeister Reinhard Grindel und Vizepräsident Rainer Koch im Dialog
mit dem DOSB und der Politik für
den deutschen Fußball erreicht haben. Für Spieler und die vielen Eh-
FOTO: PETER KLAUNZER/DPA
renamtlichen an der Basis wurde
eine praxisnahe Lösung gefunden,
die ihr großes Engagement würdigt“, sagte DFB-Präsident Wolfgang
Niersbach. Nahles betonte, dass die
Unsicherheiten in den Vereinen ausgeräumt werden konnten. Der deutsche Sport lebe auch vom ehrenamtlichen Engagement. Hörmann
machte deutlich, die 90.000 Vereine
in Deutschland seien auf diese Menschen angewiesen. Gerade in den
unteren Spielklassen war die Verunsicherung groß. Die Spielergewerkschaft begrüßt dagegen den Mindestlohn. Viele Spieler verdienten in
den unteren Ligen derzeit vier Euro
pro Stunde, arbeiteten aber teilweise
hundert Stunden und mehr im Monat unter Profibedingungen. (dpa)
Grube im Jahr 1687 ein. Erst durch
die Anbindung von Falun ans Eisenbahnnetz in die Städte Gävle, Orsa
und Göteborg erfuhr die Stadt wieder einen Aufschwung.
Ich erzähle Sven Olsson vom
Erzgebirge, von der „Macht aus dem
Schacht“, und seine Augen leuchten.
Ja, es gäbe auch Parallelen der „Falu
Gruva“ nach Deutschland, zum
Rammelsberg, erklärt der Historiker
seinem staunenden Gegenüber.
Den Rammelsberg kenne ich vor
allem als Scharfrichter beim Kammlauf auf dem Weg von Mühlleithen
nach Carlsfeld. Olsson aber spricht
vom Kupferbergwerk am Rammelsberg bei Goslar im Harz, das 1988
nach über 1000 Jahren nahezu
ununterbrochener Erzförderung
den Abbau einstellte und seit 1992
zum Weltkulturerbe gehört.
Im gleichen Jahr besuchte ich
die „Falu Gruva“ beim Forum
Nordicum, einem internationalen
Journalistentreffen. Ich frage den
Fachmann, wann in Falun letztmals
abgebaut wurde. „1992“, sagt Olsson
und lacht. Ein Schelm, der jetzt
denkt, nach meinem Besuch waren
die Gold- und Silbervorräte in Falun
aufgebraucht. Dann wäre ich 23 Jahre später wohl eher WM-Besucher
als -Arbeiter.
FUSSBALL
BVB: Kampl fehlt im
Abschlusstraining
TURIN — Borussia Dortmund geht
mit Zuversicht in das heutige Champions-League-Achtelfinale (20.45
Uhr/Sky) gegen Juventus Turin.
Ungeachtet der noch immer vorherrschenden Nöte in der FußballBundesliga hofft Jürgen Klopp auf
eine starke Leistung seiner Mannschaft. „Übermorgen geht es in der
Bundesliga wieder gegen den
Abstieg, aber morgen wird man uns
nicht anmerken, dass wir im
Abstiegskampf stecken“, sagte der
BVB-Trainer gestern Abend in Turin.
Allerdings verpasste Mittelfeldspieler Kevin Kampl am Abend das Abschlusstraining. Der Winter-Neuzugang hatte auf dem Flug nach Turin
über Übelkeit geklagt. (dpa)
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 24. Februar 2015
NACHRICHTEN
KRAFTKLUB
Ausweitung der
Radio-Aktivität
BERLIN/CHEMNITZ — Die Band Kraftklub bekommt nun auch beim Berliner Sender „Fritz“ ihr „Radio mit K“:
Ab Samstag moderieren Sänger Felix Kummer und Gitarrist Steffen Israel im Jugendprogramm vom
Rundfunk Berlin-Brandenburg, wie
der Sender gestern mitteilte. An jedem letzten Samstag des Monats
sprechen sie von 20 bis 22 Uhr über
ihre Erlebnisse und Gedanken, spielen ihre Lieblingsmusik und laden
befreundete Musiker ein. Das Konzept stammt von MDR Sputnik:
Dort gibt es „Radio mit K“ bereits seit
einiger Zeit, aktuell läuft die Sendung jeden letzten Donnerstag im
Monat zur gleichen Zeit. (dpa)
CHRISTOPH HEIN
„Deutschstunde“
kommt ins Theater
BERLIN — Der Schriftsteller Christoph Hein („Willenbrock“) hat Siegfried Lenz’ (1926–2014) Jahrhundertroman „Deutschstunde“ für die
Bühne bearbeitet. Wie das Berliner
Ensemble gestern mitteilte, ist die
Premiere für Anfang Mai geplant.
Die Inszenierung übernimmt der
Regisseur Philip Tiedemann. Der
1968 erschienene Erfolgsroman gilt
wegen seiner epischen Breite als
schwer umsetzbar. Erstmals gab es
2014 zwei Bühnenadaptionen: am 4.
November von Stefan Zimmermann
in Lahr, am 22. November von Johan
Simons am Thalia Theater Hamburg. Lenz setzt sich in dem Roman
beispielhaft mit dem Thema Schuld
und Verstrickung im Nationalsozialismus auseinander. (dpa)
CIRCUS SARRASANI
24.800 Gäste sahen
Varieté-Show „Pur“
DRESDEN — Der Dresdner Circus Sar-
rasani hat die elfte Spielzeit seines
Dinner-Varieté-Theaters „Trocadero“ beendet: 24.800 Gäste sahen die
Show „Pur“ mit einem internationalen Ensemble aus Comedians, Magiern und Artisten. „Neben dem Erfolg
der Show freut mich vor allem, das
unser neuer Standort am Wiener
Platz so gut angenommen wurde“,
so Unternehmenschef André Sarrasani. Auch in Zukunft soll sich dort
von November bis Februar der Vorhang öffnen, auch wenn mit der
Stadtverwaltung nicht alle Probleme ausgeräumt sind. (na)
Fernsehen
Sympathische
Schauspieler in
einer Körpertausch-Komödie.
Seite A3
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Brückenschlag zu den Herzen
Zusammenleben macht
Spaß – dies ist die Botschaft der Musiker um
Heinz Ratz, der am Sonntag im Malzhaus vor einem
bunten, internationalen
Publikum spielte.
Kirsten Fuchs schickt
eine „Mädchenmeute“
ins Erzgebirge
VON MANUELA HASELBERGER
VON MATTHIAS ZWARG
CHEMNITZ — Kirsten Fuchs, 1977 in
Karl-Marx-Stadt geboren, wurde mit
dem Gewinn des Berliner Literaturwettbewerbs „Open Mike“ 2003 bekannt. Nach mehreren Romanen (z.
B. „Die Titanic und Herr Berg“) und
Sachbüchern (etwa „Nicht der Süden“) erscheint nun ihr dritter Roman „Mädchenmeute“. Charlotte,
fünfzehn, hat eigentlich keine besondere Lust auf ein AbenteuerCamp in den Ferien. Sie ist schüchtern, will am liebsten in Ruhe gelassen werden. Bei ihrer Leuchtturmgröße fällt der rote Kopf, den sie immer dann bekommt, wenn sie etwas
gefragt wird, ganz besonders auf.
PLAUEN — Strom und Wasser sind es,
die manchen der Flüchtlinge, die am
Sonntagabend das Plauener Malzhaus bevölkerten, in ihrer Heimat
fehlen. Strom und Wasser heißt
auch die Band von Heinz Ratz, die
am Sonntagabend dort für ein im
wahrsten Sinne des Wortes bunt gemischtes Publikum spielte. Strom
und Wasser kann Heinz Ratz ihnen
nicht bringen. Aber er hilft – gemeinsam mit vielen anderen, auch
in Plauen – dass sich Flüchtlinge in
Deutschland willkommen und geborgen fühlen können.
Vier Jahre lang hat der Kieler Liedermacher ein inzwischen mehrfach ausgezeichnetes Projekt namens „Refugees“ gemeinsam mit
asylsuchenden,
musizierenden
Flüchtlingen realisiert. Eigentlich
war es schon abgeschlossen, auch
weil sich der Musiker wieder etwas
mehr der Kunst widmen wollte.
Doch Kunst und Politik sind für ihn
gar nicht zu trennen – „und wenn
man uns braucht, dann kommen
wir“, sagt er der „Freien Presse“ in
Plauen. Ganz bewusst sei er also mit
seiner Band Strom und Wasser und
einigen mitmusizierenden ausländischen Künstlern nach Plauen gekommen, um lokale und regionale
Flüchtlingshilfsgruppen in Sachsen
zu unterstützen.
„Viele Menschen tragen in sich
die Sehnsucht, sich mit den Dingen
nicht abzufinden“, hat Ratz auf seinen Touren mit den Refugees erfahren. Aber er habe auch viel „Hilflosigkeit, Ahnungslosigkeit, ausgebrannte Sozialarbeiter“ erlebt. Dass
Musik eine wichtige Rolle spielen
kann, um Verständnis füreinander
zu gewinnen, beweist Strom und
Wasser mit dem Konzert. Nicht immer wird im Malzhaus so viel getanzt wie an diesem Abend, nicht
immer ist das Publikum so bunt gemischt. Sprachprobleme können im
Rhythmus von Rap, Hip-Hop, Folk,
Jazz und Schlagern – Heinz Ratz beherrscht die gesamte Palette musikalischer Möglichkeiten – auch mal
weggetanzt und weggelächelt wer-
Der begnadete Artist Tamero aus Äthiopien bereichert das Strom-und-Wasser-Programm in Plauen. FOTO: MATTHIAS ZWARG
Heinz Ratz
Musiker
FOTO: MATTHIAS ZWARG
„Viele Menschen
tragen in sich die
Sehnsucht, sich mit
den Dingen nicht
abzufinden.“
den. Nicht immer ganz klischeefrei,
aber immer zwischen bissiger Ironie
und warmer Empathie wechselnd,
zieht Heinz Ratz gegen Hartherzigkeit und Ignoranz zu Felde, verteidigt dagegen das „immer noch blü-
hende zärtliche Leben“. Während er
mit der „stählernen altdeutschen
Art“, die „hinter jeder Tragik ein ,Na
und‘“ findet, nichts anfangen kann,
wirbt er für ein offenes Miteinander.
„Musik ist eine schöne Brücke zu
den Herzen“, ist Heinz Ratz überzeugt. Diese Brücke im wörtlichen
Sinne schlägt zum Beispiel Tamero
aus Äthiopien, der dem Drahtseilakt
des Lebens mit eindrucksvollen akrobatischen Balancen begegnet.
Oder Esther aus Kenia – sie hat sich
Heinz Ratz während eines Projektes
für besonders gefährdete Flüchtlingsfrauen angeschlossen –, die lächelnd singt „every little thing is
gonna be alright“ – was zumindest
für ein paar Stunden an diesem
Abend zutreffen mag. „Can’t Be Silent“ heißt ein Film über die Flüchtlingsfrauen, der auch in Plauen gezeigt wurde und der manchen erst
anregte, das Konzert zu besuchen.
Heinz Ratz wird weiter Kunst
und Politik betreiben. „Ich erwarte
nichts von den Leuten. Es gibt das
Gute und die Bestie in uns“, sagt er.
Dass sich „überall in Deutschland,
nicht nur im Osten“, so Ratz, eine
stärkere Ausländerfeindlichkeit bemerkbar mache, überrasche ihn
nicht. Er führt dies darauf zurück,
dass die Probleme der Welt auch den
Deutschen näherkommen. Man
könne diese Probleme aber nur gemeinsam lösen, „wenn man zusammenhält“. Sein Konzert ist ein Beispiel dafür, dass es gelingen kann.
IM KONZERT „Strom und Wasser“ mit
Heinz Ratz und Band gibt es zusammen mit
Sarah Connor & den Flüchtlingsfrauen am
Donnerstag in der Kulturbrauerei Görlitz zu
erleben. Am Freitag ist das Programm in der
Scheune Dresden; dort ist außerdem Dota
Kehr dabei. Am Samstag kommt Ratz in die
Nato Leipzig.
DEN TRAILER zu dem Film
„Can’t Be Silent“ können Sie
aufrufen, wenn Sie den Code
mit dem Smartphone scannen. » www.freiepresse.de/cantbesilent
Doppelte Lebenshilfe
Im Kino war die
Geschichte ein Hit. Jetzt
finden „Ziemlich beste
Freunde“ in der Comödie
in Dresden zusammen.
VON UTA TRINKS
DRESDEN — Diese Inszenierung star-
tet mit einem Gunstvorschuss. Der
französische Film „Ziemlich beste
Freunde“, der auf einer wahren Begebenheit beruht, begeisterte allein in
Deutschland 8,5 Millionen Kinobesucher. Die Dresdner Comödie erwies sich zur Premiere am Freitag
entsprechend als Zuschauermagnet.
Und Christian Kühn, der die von
Gunnar Dreßler fürs Theater bearbeitete Geschichte inszenierte, hat
auch gar nicht erst vor, eine zu weit
von der Leinwand abweichende Version zu präsentieren.
Als sich der wohlhabende, bis
zum Hals gelähmte Philippe einen
neuen Pfleger aussucht, fällt seine
Wahl auf den gerade aus dem Gefängnis entlassenen Sozialhilfeemp-
Horror
im Camp
und die
erste Liebe
fänger Driss, der den schwierigen
Hintergrund einer Einwandererfamilie mit sich herumschleppt. Der
will den Job eigentlich gar nicht,
sondern nur eine Ablehnung seiner
Bewerbung. Von denen braucht er
insgesamt drei, um Arbeitslosengeld
zu bekommen. Das Schicksal von
Philippe lässt ihn unberührt. Doch
gerade, weil der Kandidat kein Mitleid zeigt, will ihn Philippe. Und unversehens zieht Driss dem Gelähmten Gummistrümpfe an, füttert und
rasiert ihn. Doch so einfach ist das
nicht, schließlich prallen hier zwei
gegensätzliche Welten aufeinander.
Wenn der kunstsinnige wie solvente Philippe ein teures Gemälde erwirbt, hat Driss nur die Bemerkung
auf der Zunge, das sähe ja aus, als habe der Maler Nasenbluten gehabt.
Zwischen Kunstdiskussion und
Körperpflege kommt es, wie es kommen muss: Die beiden verstehen
sich immer besser, Schritt für
Schritt, und jeder profitiert dabei.
Die Energie und Lockerheit von
Driss gibt Philippes Lebensfreude
wieder Nahrung. Driss erfährt, was
Verantwortung heißt, sieht bald Bilder mit neuen Augen, hört klassi-
sche Musik ... Die durch zuweilen
recht lange Umbauten (Ausstattung
Sabine Pommerening) nicht ganz
flüssig wirkende Szenenfolge erzählt die Geschichte dieser ungewöhnlichen Freundschaft humorvoll und unsentimental. Sascha
Gluth, der von 2002 bis 2012 auf der
Seebühne in Ralswiek den Seeräuber Klaus Störtebeker gab, bleiben in
der Rolle des Philippe nur wenige
Gestaltungsmöglichkeiten. Allein
mit Stimme und Mimik gelingt ihm
aber eine treffliche Charakterzeichnung. Hans-Jürgen Helsig trägt bei
seinem Driss leider hin und wieder
zu dick auf. Dass das gar nicht nötig
ist, beweist er in den stilleren Momenten der Handlung. Die restlichen Rollen des Stücks – und das
sind eine ganze Menge – werden von
Dorothea Maria Kriegl und Christian Backhauß bestritten. Die beiden
dürfen ihrem Affen so richtig Zucker geben, da rutscht die Inszenierung auch schnell mal ins Fach der
Klamotte.
Das Publikum dankte für einen
sowohl amüsanten als auch nachdenklichen Abend mit viel Applaus.
Das Stück
Drei gescheiterte Vorstellungsgespräche braucht der Sozialhilfeempfänger Driss, um Arbeitslosenhilfe zu
bekommen. Der bis zum Hals gelähmte, wohlhabende Philippe stellt ihn
aber als Pfleger ein – weil Driss der
Einzige ist, der kein Mitleid mit ihm
hat. Unterschiedlicher könnten die
zwei Männer nicht sein, die beide
voneinander lernen: Driss Verantwortungsbewusstsein und Kultiviertheit,
Philippe erlangt Lebensfreude zurück.
Ihr gemeinsamer Start war holprig. Zunehmend aber verstehen sich Philippe
(Sascha Gluth, links) und Driss (Hans-Jürgen Helsig) besser. FOTO: ROBERT JENTZSCH
Nächste Aufführungen bis 28. Februar täglich, jeweils 19.30 Uhr, am
1. März, 15 Uhr, neue Staffel vom
7. bis 19. April. Kartentelefon: 0351/
866410. » www.comoedie-dresden.de
Wenn Abenteuer, dann richtig
Als Alternative zu einem Besuch bei
Oma ist das Ferienlager allerdings
verlockend, und so sitzt sie schneller, als ihr lieb ist, in einem Kleinbus
mit sieben anderen Mädchen. Die
Handys mussten abgegeben werden,
Tabletts sind verboten, die Gruppe
soll sich ganz auf ein Leben in der
Natur einlassen. Genau das erleben
die Mädchen, doch auf ganz andere
Art, als sie oder ihre Betreuerin Inken sich das vorstellen können.
Schon der Anfang läuft schief.
Das angekündigte Baumaterial ist
zerstört, die Baracken, in denen sie
untergebracht werden, sind mehr
als desolat, und Inken verschwindet
in der Nacht und lässt ihre Schützlinge allein. Als dann auch noch Katzenleichen auftauchen, beschließen
die Mädchen abzuhauen. Anuschka
kennt in ihrer Heimat, im Erzgebirge, einen alten Bergwerkstunnel.
Dort war sie schon als Kind mit ihrem Opa. Den könnte man sich doch
anschauen. Wenn schon Abenteuer,
dann aber richtig. Für ihre Reise entwenden die Mädchen einen Hundetransporter und sind plötzlich auch
noch für eine Reihe von Vierbeinern
verantwortlich. Ob das gut geht?
Am Ende entdecken sie ein Skelett
in einem Tunnel, fünf Mädchen und
drei Hunde sind spurlos verschwunden, und eine alte Frau geistert mit
einem Benzinkanister durch den
Wald.
Ein frischer Stil
Kirsten Fuchs hat ihre Geschichte
vielseitig angelegt. Zunächst erleben
die Mädchen den blanken Horror im
Camp, mit unheimlichen Begegnungen, die erst zum Schluss aufgelöst werden. Im zweiten Teil lebt die
Gruppe alleine im Wald, versorgt
die Hunde, kümmert sich um die
tägliche Nahrungsbeschaffung. Gar
nicht so einfach, wenn man gewöhnt ist, dass das Essen automatisch auf dem Tisch steht und trockene sowie saubere Kleider selbstverständlich sind. Dann entwickelt
sich obendrein ein richtiger Krimi,
in dem die Wende und die ehemalige DDR eine Rolle spielen, und ganz
am Ende tauchen drei nette Jungs
auf – auch wenn die Mädchen nicht
ganz sicher sind, welche Rolle die
drei spielen, denn plötzlich suchen
Journalisten nach ihnen. Wichtig
ist: Charlotte trifft ihre erste Liebe.
Das Besondere bei Kirsten Fuchs’
Roman ist ihre Sprache. Sie erzählt
ihre Geschichte aus Charlottes Sicht
in einem frischen Stil mit neuen,
nicht abgenutzten Sprachbildern,
ohne sich an die Jugendsprache anzubiedern. Eine Kostprobe: „Ich beruhigte mich ganz langsam. Herzen
haben einen langen Bremsweg.“
DAS BUCH Kirsten Fuchs: „Mädchenmeute“. Rowohlt Verlag. 464 Seiten. 19,95 Euro.
ISBN 978-3-87134-764-1.
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
E
ine solche Untersuchung habe sich bei Junots Leiche allerdings wegen der schweren
inneren Verletzungen erübrigt.
„Wir haben aber an den Armen
beider Leichen Einstichstellen entdeckt“, sagte sie. Es sei zwar nicht zu
beweisen, aber sehr wahrscheinlich,
dass der Frau Luft injiziert worden
sei, die zuerst in die rechte Herzkammer und von dort in die Lunge gelangt sei, wo sie Kapillaren verstopft
und den Kollaps ausgelöst habe. Sie
sei wohl an Atemnot gestorben, sagte Fabiola, denn der Körper reagiere
wie auf Luftmangel. Weil Junot aber
nicht vorher geröntgt worden sei,
fehle auch dieser Beweis.
„Bei Junot sind Prellungen festgestellt worden, die von körperlicher
Gewaltanwendung herrühren, aber
eben auch auf den Unfall zurückgeführt werden können“, fuhr sie fort.
„In beiden Fällen deutet der Einstich
jedenfalls auf eine sehr große Injektionsnadel hin, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer medizinisch ausgebildeten Person gesetzt
Dienstag, 24. Februar 2015
Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 114
wurde. Man braucht dafür zweihundert Milliliter, was ungefähr einer
Tassenfüllung entspricht. Eine gewöhnliche Spritze fasst aber nur
zwanzig Milliliter.“
„Sie tippen also auf Mord durch
Luftinjektion, wenn ich richtig verstehe. Ihr Befund müsste eigentlich
reichen, um die Staatsanwaltschaft
GEWINNSPIEL
in Aktion treten zu lassen.“ – „Aber
Sie brauchen zusätzliche Beweise“,
sagte sie. „Unser Befund ist nicht abgesichert. Andere Ärzte würden vielleicht zu einem anderen Ergebnis
kommen. Der Gerichtsmediziner –
ein Freund von mir – wird seinen Bericht an die Staatsanwaltschaft faxen und auch an Sie und an JeanJacques. Übrigens, Junot hätte wahrscheinlich ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt. Er hatte geschwollenes Brustgewebe, und seine
Leber war gelb-orange. Eindeutige
Zeichen für eine fortgeschrittene Leberzirrhose.“
Bruno war, während er ihr zuhörte, über den Parkplatz gegangen und
stand nun vor einer großen Hecke,
durch die er weitere Fahrzeuge erspähen konnte, unter anderem ei-
nen großen Pick-up, von denen es in
Frankreich nur sehr wenige gab. Er
schlüpfte durch eine Lücke in der
Hecke und entdeckte einen älteren
Toyota Hilux, ein starkes DreiliterModell mit wuchtigen Stoßstangen
vorn wie hinten. Er ging um den
Wagen herum und fragte sich, ob
womöglich damit die Holzbarriere
am Straßenrand gerammt und zerschmettert worden war. Die vordere
Stoßstange war zwar ziemlich zerkratzt, aber sonst intakt, die hintere
nur etwas eingedellt. Die Ladefläche
war mit einer schmutzigen alten
Plane abgedeckt, die an mehreren
Stellen aufgerissen war. Blut- oder
frische Ölspuren, die auf den Transport eines Motorrades hingedeutet
hätten, konnte Bruno nicht ausmachen. Aber es war auch möglich,
dass man die Stoßstange vor dem
Crash mit der Plane umwickelt hatte. Bruno zog einen Plastikbeutel aus
der Tasche und zupfte einen Faden
aus der Plane. Dann kehrte er auf die
Terrasse zurück, wo bereits der Kaffee serviert wurde. Béatrice saß zwischen dem Baron und Jean-Jacques,
die sich angeregt mit ihr unterhielten. Bruno trat auf sie zu, bat die Störung zu entschuldigen und Béatrice
um ein Gespräch unter vier Augen.
„Sie Langweiler“, rüffelte sie ihn,
gab dem Baron einen letzten Knuff
in den Arm und führte Bruno in ihr
Büro. „Wird es lange dauern?“
„Ich hoffe nicht“, antwortete er.
„Es geht um Francettes Vater. Ist er
nach unserem Besuch noch einmal
hier aufgetaucht?“
„Nein. Was soll die Frage? Sie sag-
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LÖSUNGEN
Wir verlosen unter den richtigen Einsendungen
24 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
Wir wünschen viel Glück!
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Wenn Sie das Lösungswort herausgefunden haben, rufen Sie einfach an unter
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Nennen Sie die Lösung und ihre Adresse. Teilnahmeschluss ist heute um
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ten doch, er sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.“
„Wir versuchen gerade, seine letzten Stunden zu rekonstruieren, bis
hin zu dem Unfall in der Nacht von
Samstag auf Sonntag.“
„Ich habe ihn jedenfalls hier
nicht mehr gesehen.“
„Danke für die Auskunft“, sagte
Bruno und drehte sich halb um, als
wollte er gehen. „Noch eine Frage.
Wenn ich mich richtig erinnere, sagten Sie bei unserer ersten Begegnung, vor Ihrer Beschäftigung hier
im Hotel für ein Catering-Unternehmen gearbeitet zu haben. Wann war
das und wo? Wir überprüfen gerade
alle Ausschanklizenzen, die in unserem Département ausgestellt wurden.“
„Damit habe ich nichts zu tun.
Das ist Sache des Grafen“, antwortete sie.
Martin Walker (aus dem Englischen von Michael Windgassen)
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Fortsetzung folgt
DIESES BUCH gibt es in allen Geschäftsstellen
und im Online-Shop der „Freien Presse“.
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KAKURO
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Sudoku schwer
Tragen Sie die Zahlen von 1 bis 9 so in das Rätselgitter ein, dass sich
die jeweils angegebenen Zahlen als Summen ergeben. In keiner „Antwort“ (horizontal bzw. vertikal) darf eine Zahl doppelt vorkommen.
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LÖSUNGSWORT:
israel.
Politiker
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Ablichtung
Pumpenventil d.
Blasinstrumente
hohe
Spielkarte
Abk.:
Stück
dänische korroNorddiert
seeinsel (Eisen)
Halbinsel im
Adriat.
Meer
franz.
Name
der Saar
Namensgebung,
Sakrament
Zeichen
für
Kosinus
lat.:
Lebewohl
math.
vereinfachte
Erdfigur
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rumän.- Gefranz.
Philosoph schwin(E. M.) † digkeit
maritimer
Bereich
unter
1000 m
Hülsenfrucht
sowjet.
Straflager
(Kurzw.)
Verdrossenheit
Hauptstadt v.
Bangladesch
schwerfällig
Kurort
an der
ital.
Riviera
Hauptstadt
von
Korsika
Staat
in Südamerika
Befehlseingabetaste
(engl.)
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Abk.:
water
closet
Befähigung,
Qualifizierung
rundliches
Ende
(Finger)
zusammenzählen
Jargon:
Kleidung
(engl.)
4
Abk.:
unseres
Erachtens
weibliches
Borstentier
3. u. 4.
Fall
von wir
Fahndung,
Aufspürung
Klage-,
Wehlaut
nordamerik.
Indianerstamm
Laubbaum
Riese
Handgriff
am
Pflug
aufschwatzen
schwanzloser
Lurch
Traubenernte
Spaßmacher
im
Zirkus
12
Gericht
in der
Speisenfolge
Sportwettbewerb
österr.
Fernsehkoch
(Johann)
ugs. Abschiedsgruß aus
dem Ital.
in
hohem
Grade
früherer
Titel in
Venedig
u. Genua
Provinz
u. Stadt
in NWSpanien
wenig
befestigt,
lose
Volksrepublik
in Ostasien
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Titelfigur b.
Freytag
Menschengewühl
Käufer
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Schwierigkeit: mittel
Sohn
Davids
(A. T.)
Rauschgift
Branchentelefonbuch
dt. Philosoph †
5
exklusives Fest
Mais
(türk.slaw.)
beugen,
neigen
junger
Mensch
(ugs.)
Vorname
des Schauspielers
Delon
Gymnastikutensil
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deutsche
Vorsilbe
russ.
Grütze
Kindersprache:
Bett
Sammelbuch
Wassersportler
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Schläge,
Prügel
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Berufstätigkeit
Südfrucht
deutscher
Dichter
(Theodor)
† 1888
„Wüstenschiff“
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SUDOKU
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schweizerischfranz.
Strom
franz.
Dichter
(Henri de)
† 1936
Goldminenanteil
(engl.)
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Die Zahlen von 1 bis 9 sind so einzutragen, dass sich jede dieser neun
Zahlen nur einmal in einem Neunerblock, nur einmal auf der Horizontalen und nur einmal auf der Vertikalen befindet.
schweizerisch:
Speiseeis
glasartiger
Überzug
Laubbaum
rutschig
ein
erhabenes
Gefühl
Vorname
Rubinsteins
† 1982
längl.
Vertiefung,
Fuge
angebl.
Körperausstrahlung
Hauptstadt
von
Lettland
Schwermetall
Erdfarbe,
-braun
deutsches
Topmodel
(Julia)
Sicherheitsluftsack
im Auto
engl.:
Damenrock
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synth.
hornartige
Masse
Kosename
der Eva
Perón
† 1952
Grabschmuck
Anschluss
FernseherDVD-Player
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ugs.:
Stil
(engl.)
widerwärtig
Scherzname
des Elefanten
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russ.
Raumschiff
kleiner
Kellerkrebs
nicht
gerade
ärgerlich,
doof
ital.:
Ostern
russ.
Dirigent
Seezeichen (Jewgeni)
†2002
besitzanzeigendes
Fürwort
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nicht zuständig,
nicht berechtigt
verneinendes
Wort
Meerbusen
Inhaltslosigkeit
Nachkomme
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Besitz,
Vermögen
kath.
Hilfsgeistlicher
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höchster frz.
germa- männl.
nischer
Vorname
Gott
einteilige
Unterwäsche
(Kurzw.)
Nadelbaum
glänzendes
Gewebe
kroat.amerik.
Physiker
† 1943
Haartracht
Zughaltestation
mit
Gebäude
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Fahrwasserkundiger
auf
einen
Grundton
bezogen
Abk.:
Handelskammer
ugs.:
wenig
Geld
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erforderlich,
unerlässlich
unteres
Ende der
Wirbelsäule
nur mit
Frühstück
(Hotel)
militärische
Aktion
Textilfacharbeiter
Einfahrt,
Eingang
Vorname
von
Ochsenknecht
vorderasiat.
Staat
12
14
25
Stadt der
Winterspiele
2014
Pass im
Kanton
Graubünden
(CH)
29
Sand-,
Schneeanhäufung
1
®
s2227.5-56
Auflösung vom 23.02.2015:
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(1-12) Muenchhausen
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Schwierigkeit: schwer
FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 24. Februar 2015
IM RADIO
LÄNDERREPORT
Ein literarischer
Streifzug
„Kein deutsches
Land und kein deutscher Stamm hat
innerhalb weniger Jahrzehnte so
viele Dichter von Bedeutung hervorgebracht wie das alte Württemberg
Ende des 18. und 19. Jahrhunderts.“
Schiller, Hölderlin, Mörike, Uhland,
Hegel und noch einige mehr. Für
Bernhard Zeller, ehemaliger Direktor des Schiller-Nationalmuseums
und des Deutschen Literaturarchivs,
war es einst der schwäbische Parnass. Uschi Götz hat sich auf die
Wegspuren der schwäbischen Dichter begeben. (fp)
DR-KULTUR 13.30 UHR
Freie Presse
Typisch Mann, typisch Frau
A3
Pizza
gegen
Roulade
Männer merken meist erst,
was sie an einer Frau
haben, wenn es zu spät ist.
In „Verliebt, verlobt, vertauscht“ bekommt Sven
eine allerletzte Chance,
seine Freundin nicht für
immer zu verlieren –
indem er mit ihr den
Körper tauscht.
Das ZDF fragt: Wie gut
ist die deutsche Küche?
nen Leibe zu spüren, wie es ist, ein
Mann oder eine Frau zu sein, das
würde wahrscheinlich jeden reizen.
Doch für den Fahrradkurier Sven
und die Ärztin Katharina ist der Body-Switch alles andere als ein Vergnügen: Plötzlich muss er Schwangerschaftsübelkeit und hormonell
bedingte Heulkrämpfe erleben. Lediglich ihre Brüste, die ihm nun Tag
und Nacht zum Anfassen zur Verfügung stehen, begeistern ihn. Katharina entdeckt hingegen die Vorzüge
des im Stehen Pinkelns und erlebt
ihre erste Erektion.
Da das Paar den Körper getauscht
hat, kann es sich logischerweise perfekt in die Lage des anderen hineinversetzen, und das Verständnis für
einander wächst. Allerdings weiß
außer ihren besten Freunden Flo
(Axel Stein) und Melanie (Susan Sideropoulus) niemand über die neue
Lebenssituation Bescheid. Dadurch
plaudern ihre Mitmenschen so
manches, unangenehmes Geheimnis aus, und die Hochzeit rückt in
weite Ferne.
Dass eine Körpertausch-Komödie nicht ohne „Typisch Mann, ty-
pisch Frau“-Klischees auskommt, ist
klar.
Allerdings sind diese in „Verliebt,
verlobt, vertauscht“ allzu oft unter
der Gürtellinie angesiedelt. Die „geschlechtsumwandelnden“, schauspielerischen Leistungen der sympathischen Darsteller können dies
an vielen Stellen ausgleichen. Die
Fans der RTL-Soap „Gute Zeiten,
schlechte Zeiten“ werden sich über
ein Wiedersehen mit Susan Sideropoulus freuen, für die die Rolle in
Josh Broeckers Komödie ein charmantes Comeback darstellt. (tsch)
ZDF 20.15 UHR Mit den Vorzügen regionaler Produkte wird gerne geworben. Vor allem die besseren Restaurants schreiben sich etwa die angebliche Frische eines Saiblings aus
dem Ammersee auf die Speisekarte.
Gleichzeitig jedoch machen immer
mehr traditionelle Gaststätten
dicht. In den entlegensten Winkeln
der Republik gibt es zwar Döner und
Pizza, aber oft kein Wirtshaus mehr.
Schmeckt Großmutters Sauerbraten
denn nicht mehr? Das fragt sich
diesmal in der Test-Sendung im Rahmen von „ZDF-Zeit“ Spitzenkoch
Nelson Müller.
Es heißt, die traditionellen einheimischen Gerichte seien zu kalorienreich, zu ungesund und zu aufwendig. Müller will dies jedoch
nicht so recht gelten lassen. Er zeigt
auf, wie sich Weltoffenheit auf dem
Speiseplan mit den Vorteilen regionaler Herkunft vereinen lässt. Dafür
präsentiert er Zahlen und Fakten aus
eigens für die Sendung in Auftrag
gegebenen Laboruntersuchungen.
Der Aufwand, den das Doku-Format im Zweiten mit dem Koch für
ihre gemeinsamen Test-Sendungen
rund um das Thema Essen und Ernährung aufbringen, lohnt sich, wie
sehr gute Einschaltquoten der früheren Ausgaben belegen. (tsch)
ZDF
MDR
RTL
ARTE
3 SAT
5.30 ARD-Morgenmagazin 9.05 Rote Rosen 9.55 Sturm der Liebe 10.45 Um Himmels Willen 11.35 Giraffe & Co. 12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet. U.a.: Zuschauerfragen zum Thema: aktuelle Rechtsurteile / Foodpairing 13.00 Ski nordisch.
WM. Langlauf: 10 km Damen. Aus Falun
15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe
5.30 ARD-Morgenmagazin 9.05 Volle Kanne – Service täglich. U.a.: Top-Thema:
Fremde Kinder – Konfliktpotenzial in
Patchworkfamilien 10.30 Die RosenheimCops 11.15 SOKO Wismar 12.00 heute
12.10 drehscheibe 13.00 ARD-Mittagsmagazin 14.00 heute – in Deutschland 14.15
Lafer!Lichter!Lecker! 15.05 Topfgeldjäger
5.50 Sehen statt Hören 6.20 LexiTV – Wissen für alle 7.20 Rote Rosen 8.10 Sturm
der Liebe 9.00 Brisant 9.45 Mach dich ran!
10.10 Giraffe, Erdmännchen & Co. 11.00
MDR um elf 11.40 In aller Freundschaft
12.30 Die Alpenklinik – Riskante Entscheidung. TV-Drama, D/A 2009 14.00 MDR
um zwei 15.00 LexiTV – Wissen für alle
5.35 Explosiv – Das Magazin 6.00 Guten
Morgen Deutschland. Moderation: Wolfram Kons, Angela Finger-Erben 8.30 Gute
Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns
9.30 Betrugsfälle 10.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 11.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 12.00 Punkt 12 – Das
RTL-Mittagsjournal 14.00 Verdachtsfälle
19.30 Die Magie der Aleutischen Inseln
20.15 Mein wunderbarer Arbeitsplatz
21.40 Gespräch. Mit Costa-Gavras 21.50
Macht ohne Kontrolle – Die Troika. Dokufilm, D 2015. Regie: Arpad Bondy, Harald
Schumann 23.25 100 Tage Jean-Claude
Juncker 0.20 Der große Crash – Margin
Call. Thriller, USA 2011 2.00 Snowman’s
Land. Krimikomödie, D 2010 3.35 Yourope
17.00 Wilder Wald im Land des Eisens
17.45 Wildes Wasser, blanker Fels – Nationalpark Gesäuse 18.30 nano 19.00 heute
19.20 Kulturzeit 20.00 Tagesschau 20.15
Trau niemals deiner Frau. TV-Krimikomödie, D/A 2012 21.45 Close Up 22.00 ZIB 2
22.25 Das Ende war der Anfang 23.15 Dein
Schmerz ist auch mein Schmerz 0.05
Schlaflos durchs erste Jahr (VPS 0.10)
16.00 Tagesschau
16.10 Panda, Gorilla & Co. Geschichten
aus dem Zoo und Tierpark Berlin
17.00 Tagesschau
17.15 Brisant
18.00 Quizduell
18.50 Unter Gaunern Der Onkel aus
Amerika. Krimiserie
19.45 Wissen vor acht – Mensch
19.50 Wetter vor acht
19.55 Börse vor acht
16.00 heute – in Europa
16.10 SOKO Kitzbühel
Ein Tod, ein Leben. Krimiserie
17.00 heute
17.10 hallo deutschland
17.45 Leute heute
18.05 SOKO Köln
Mord am Hochsitz. Krimiserie
19.00 heute
19.25 Die Rosenheim-Cops
Der König kommt. Krimiserie
16.00 MDR um vier Neues von hier
17.45 Aktuell
18.10 Brisant
18.54 Unser Sandmännchen Lola
Langohr: „Das frierende Schaf”
19.00 SachsenSpiegel
19.30 Aktuell
19.50 Einfach genial Das Erfindermagazin. U.a.: Die Geheimnisse
eines guten Kaffees: Der
Geschmack entsteht beim Rösten
17.00 Betrugsfälle
17.30 Unter uns Daily Soap
18.00 Explosiv – Das Magazin
Moderation: Elena Bruhn
18.30 Exclusiv – Das Star-Magazin
Moderation: Frauke Ludowig
18.45 RTL Aktuell
19.05 Alles was zählt Daily Soap
19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Daily Soap. Mit Daniel Fehlow,
Janina Uhse, Wolfgang Bahro
NDR
WDR
20.00 Tagesschau
20.15 Um Himmels Willen
Der Maibaum. Unterhaltungsserie
21.00 In aller Freundschaft
Keine Kompromisse. Arztserie
21.45 Report München Magazin
22.15 Tagesthemen
22.45 Menschen bei Maischberger
Zar Wladimir I. – Was will Putin
wirklich? Zu Gast: Gabriele KroneSchmalz, Werner Schulz u.a.
20.15 Wie gut ist die deutsche Küche?
Die deutsche Küche scheint auf
dem Rückzug zu sein. Traditionelle
einheimische Gerichte gelten als zu
kalorienreich und ungesund.
Aber ist das wirklich so?
21.00 Frontal 21 Moderation: Ilka Brecht
21.45 heute-journal
22.15 Ottfried Fischer und sein Freund
Parkinson Start in ein neues Leben
22.45 Markus Lanz
20.15 Umschau U.a.: Klagefreudige
Anwälte: Bei welchen Verfahren sie
ohne Aufwand viel verdienen
20.45 Der Osten Das Geheimnis des
Uni-Riesen in Leipzig – Vom
Weisheitszahn zum City-Hochhaus
21.15 Echt Gespenst Fracking
21.45 Aktuell
22.05 Stasikinder Mein Vater war bei MfS
22.50 Polizeiruf 110 Thanners neuer Job.
TV-Krimi, D 1991. Mit Eberhard Feik
20.15 CSI: Vegas Wunden der
Weihnachtsnacht. Krimiserie
Das CSI-Team muss den Mord an
einem Weihnachtsmann klären.
21.15 The Blacklist Lord Baltimore (Nr.
104). Krimiserie. Mit James Spader,
Megan Boone, Diego Klattenhoff
22.15 The Blacklist Die Monarch Douglas
Bank (Nr. 112). Krimiserie
23.10 CSI: Miami Wölfe zur
Sonnenfinsternis. Krimiserie
16.10 Mein Nachmittag 17.10 Panda, Gorilla & Co. 18.00 Niedersachsen 18.00 Uhr
18.15 NaturNah: Bella, Bulle, Bisonkuh
18.45 DAS! 19.30 Hallo Niedersachsen
20.00 Tagesschau 20.15 Visite 21.15 Panorama 3 21.45 NDR//Aktuell 22.00 Tatort.
Borowski und der freie Fall. TV-Kriminalfilm, D 2012 23.30 Weltbilder 0.00 Wem
gehört die Stadt? Wenn das Geld die Menschen verdrängt. Dokumentarfilm, D 2014
16.00 WDR aktuell 16.15 daheim + unterwegs 18.05 Hier und Heute 18.20 Servicezeit 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit
20.00 Tagesschau 20.15 Abenteuer Erde
21.00 Quarks & Caspers: Vegetarier – 7
Dinge, die Sie wissen sollten 21.45 WDR
aktuell 22.00 WDR-Weltweit 22.30 West
ART 23.15 Und täglich grüßt das Murmeltier. Fantasykomödie, USA 1993 0.50 Erlebnisreisen-Tipp 1.00 Domian. Talkshow
RBB
KIKA
0.00 heute nacht
0.20 Robin Hood Abenteuerfilm, GB/
USA 2010. Mit Russell Crowe u.a.
Regie: Ridley Scott
2.25 SOKO Köln (VPS 0.14)
3.10 Frontal 21 (VPS 2.30)
0.10 Tage, die bleiben Drama, D 2011
Mit Götz Schubert, Max Riemelt
u.a. Regie: Pia Strietmann
1.55 Umschau MDR-Magazin
2.25 Der Osten Entdecke wo du lebst
2.55 Echt Das Magazin zum Staunen
14.15 Planet Wissen 15.15 Bilderbuch: Basel 16.05 Der Berlin-Brandenburg Check
16.50 kurz vor 5 17.05 Giraffe, Erdmännchen & Co. 18.00 rbb um sechs – Das Ländermagazin 18.30 zibb 19.30 Regional
20.00 Tagesschau 20.15 Geheimnisvolle
Orte 21.00 Geheimnisvolle Orte 21.45 rbb
aktuell 22.15 Thadeusz und die Beobachter (VPS 22.14) 23.15 Putins Spiele – Ein
Jahr danach (VPS 23.14) 0.15 Putins Volk
12.50 Sherlock Yack – Der Zoodetektiv
13.15 Ein Fall für TKKG 13.40 Die Pfefferkörner 14.10 Schloss Einstein – Erfurt
15.00 Der Sleepover Club 15.25 Lenas
Ranch 15.50 Astrid Lindgrens: Pippi Langstrumpf 16.20 Garfield 16.45 Marsupilami – Im Dschungel ist was los 17.10 Das
Dschungelbuch 17.35 SimsalaGrimm 18.00
Shaun das Schaf 18.15 Q Pootle 5 18.40
Lauras Stern 18.50 Unser Sandmännchen
VON VANESSA SCHWAKE
Tun wir es, weil
es erwartet wird? Weil wir eine
Dienstleistung wertschätzen? Aus
Mitleid, Dankbar- oder Gönnerhaftigkeit? Würden Sie einem Küchenchef Trinkgeld geben? In Deutschland ist das Bediengeld im Restaurant die Regel, in Italien ist es nicht
üblich, in Japan wird es als Beleidigung empfunden. Für die Friseurin
oder den Toilettenmann liefert es oft
ein wichtiges Neben-, wenn nicht
das Haupteinkommen. Was sagt das
Finanzamt? Was sagt der Ökonom?
Was sagt die Moral? Günter Rohleder geht diesen Fragen nach. (fp)
Eine Frau will einen
Mann nur verändern, wenn ihr etwas an ihm liegt. Diese Beziehungsweisheit erfährt Sven (Sebastian
Ströbel) ausgerechnet von seiner Ex
bei einem Seitensprung mit ihr. Um
seine Freundin Katharina (Marie
Burchard) nicht zu verlieren, macht
er ihr noch in derselben Nacht einen
Heiratsantrag. Sie nimmt ihn trotz
vieler Zweifel an. Doch einer entspannten Hochzeit stehen in „Verliebt, verlobt, vertauscht“ (2014)
noch einige Hindernisse im Weg:
Liebeleien am Arbeitsplatz, eine verheimlichte Schwangerschaft und
vor allem die Tatsache, dass die beiden beim Aussuchen der Eheringe
ihre Körper tauschen!
Einmal im Körper des anderen
Geschlechts zu stecken und am eige-
ARD
FEATURE
Warum geben
wir Trinkgeld?
DR-KULTUR 19.30 UHR
0.00 Nachtmagazin
0.20 The Music Never Stopped Drama,
USA 2011. Mit J.K. Simmons u.a.
2.00 Menschen bei Maischberger
3.15 ttt – titel thesen temperamente
3.45 Brisant Magazin
SAT1 20.15 UHR
Katharina (Marie Burchard) und Sven (Sebastian Ströbel) verstehen sich bald besser.
0.00 RTL Nachtjournal
0.30 CSI: Vegas
1.25 CSI: Miami
2.15 Die Trovatos – Detektive
decken auf Doku-Soap
3.05 RTL Nachtjournal
FOTO: MAOR WAISBURG/SAT1
SAT 1
PRO 7
RTL 2
BR
KABEL 1
VOX
5.30 SAT.1-Frühstücksfernsehen. U.a.:
Talk: Susan Sideropoulos und Marie Burchard zum SAT.1 FilmFilm „Verliebt, verlobt, vertauscht”/ Wellness für den Mann
/ The Voice Kids: Das ist neu 10.00 Auf
Streife 11.00 Richterin Barbara Salesch
12.00 Richter Alexander Hold 13.00 Richter Alexander Hold 14.00 Auf Streife
15.00 Im Namen der Gerechtigkeit
6.05 Suburgatory 6.25 Two and a Half Men
7.35 Mike & Molly 8.00 Mike & Molly 8.25
How I Met Your Mother 9.45 The Big Bang
Theory 11.05 Mike & Molly 11.30 Mike &
Molly 11.55 Two and a Half Men 12.25 Two
and a Half Men 13.20 2 Broke Girls 13.45
New Girl 14.15 The Big Bang Theory 14.40
The Big Bang Theory 15.05 The Big Bang
Theory 15.35 How I Met Your Mother
5.10 Grip – Das Motormagazin 5.50 Die
Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim 6.40 Die Kochprofis – Spezial
7.40 Infomercial 7.55 Die Kochprofis – Einsatz am Herd 8.55 Frauentausch 10.55 Family Stories 11.55 Köln 50667 12.55 Berlin – Tag & Nacht 13.55 Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt... 14.55 Der Trödeltrupp –
Das Geld liegt im Keller. Doku-Soap
6.50 Sturm der Liebe 7.40 Tele-Gym 7.55
Panoramabilder / Bergwetter 8.35 TeleGym 8.50 Panda, Gorilla & Co 9.40 Abendschau 10.25 Wir in Bayern 11.40 Dahoam is
Dahoam 12.10 In aller Freundschaft 12.55
Elefant, Tiger & Co 13.45 Das Beste vom
Nockherberg 2012 14.15 Die Nordsee –
Von Schottland zu den Halligen 15.05 Polizeiinspektion 1 15.30 Wir in Bayern
10.00 Castle 11.00 Without a Trace –
Spurlos verschwunden 11.55 Numb3rs
12.55 Cold Case 13.50 Navy CIS 14.50 The
Mentalist 16.00 Castle 17.00 Mein Lokal,
Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?
18.00 Abenteuer Leben 19.00 Achtung
Kontrolle! Einsatz für die Ordnungshüter
20.15 Rosins Restaurants – Ein Sternekoch
räumt auf! 22.20 K1 Magazin 23.20 Abenteuer Leben 1.10 K1 Reportage spezial
11.00 Mein himmlisches Hotel 12.00
Shopping Queen 13.00 Wer weiß es, wer
weiß es nicht? 14.00 Flirt oder Fiasko 15.00
Shopping Queen 16.00 4 Hochzeiten und eine Traumreise 17.00 Mein himmlisches Hotel 18.00 mieten, kaufen, wohnen 19.00
Das perfekte Dinner 20.00 Prominent!
20.15 Game of Chefs (1/12) 22.15 Goodbye
Deutschland! Die Auswanderer 0.15 vox
nachrichten 0.35 Medical Detectives
16.00 Anwälte im Einsatz
Doku-Soap
17.00 Mein dunkles Geheimnis
Doku-Soap. Rache ist süß
17.30 Schicksale – und plötzlich ist
alles anders Papa? Nein danke!
18.00 In Gefahr – Ein verhängnisvoller
Moment Doku-Soap. Gina – Mein
verschwundener Ehemann
19.00 Newtopia
19.55 SAT.1 Nachrichten
Moderation: Marc Bator
16.00 How I Met Your Mother
Jugendliebe. Comedyserie
16.30 How I Met Your Mother
Die Ziege. Comedyserie
17.00 taff
18.00 Newstime
18.10 Die Simpsons Donnerstags
bei Abe. Zeichentrickserie
18.40 Die Simpsons Es war einmal in
Springfield. Zeichentrickserie
19.05 Galileo Magazin
Moderation: Aiman Abdallah
16.00 Der Trödeltrupp –
Das Geld liegt im Keller
17.00 Die Geissens – Eine schrecklich
glamouröse Familie!
18.00 Köln 50667 Doku-Soap
Chantal kann ihre Handyrechnung
nicht bezahlen. Anna möchte ihr
helfen und Valentin um das nötige
Geld bitten. Bruno steckt Alex,
dass Inka mehr von ihm will
als eine lockere Affäre.
19.00 Berlin – Tag & Nacht
16.45 Rundschau
17.00 Das Beste vom Nockherberg 2013
17.30 Regional
18.00 Abendschau
18.45 Rundschau
19.00 Gesundheit! U.a.: Grippewelle in
Bayern – Warum sich das
Influenza-Virus derzeit besonders
schnell ausbreitet / Hallux
valgus – Lässt sich eine OP
des Ballenzehs vermeiden?
19.45 Dahoam is Dahoam Soap
HR
TELE 5
20.15 Verliebt, verlobt, vertauscht
TV-Liebeskomödie, D 2015
Mit Marie Burchard u.a.
22.15 akte 20.15 – Reporter kämpfen
für Sie! U.a.: Hinter den Kulissen
von Newtopia: Wie funktioniert das
größte TV-Experiment? / Abschied
für ein Jahr: Wie sich Angehörige
und Freunde der Pioniere fühlen.
23.15 24 Stunden Gut beraten?
Mediziner im Check (2)
20.15 Two and a Half Men Hochzeit auf
Ibiza. Comedyserie. Weil man nur
als verheirateter Mann Kinder
adoptieren kann, hat Walden Alan
einen Heiratsantrag gemacht.
20.45 Two and a Half Men Mit Waldi
in die Zukunft. Comedyserie
21.15 The Flash Captain Cold
22.15 Gotham Arkham. Krimiserie
23.15 TV total Zu Gast: David Wessel
alias Ben Stilller (Mashup-Künstler)
20.00 RTL II News
20.15 Zuhause im Glück – Unser
Einzug in ein neues Leben
Als ihr Ehemann Horst unerwartet
stirbt, steht Andrea mit einem
stark sanierungsbedürftigen Haus
allein da. Ihr Wunsch, ihrer Familie
ein gemütliches Zuhause zu
bieten, droht zu scheitern.
22.15 Die Bauretter
Doku-Soap
20.15 Tatort Starkbier. TV-Kriminalfilm,
D 1999. Mit Miroslav Nemec
Traditioneller Starkbieranstich in
München. Mit dabei ist auch der
Werbechef Dr. Meindl. Am nächsten
Morgen findet man den Mann
tot in seinem Wagen.
21.45 Rundschau-Magazin
22.00 Münchner Runde
22.45 Beerland Dokumentarfilm, D 2013
Regie: Matt Sweetwood
17.50 hessenschau kompakt 18.00 maintower 18.20 Brisant 18.50 service: reisen
19.15 alle wetter! 19.30 hessenschau
20.00 Tagesschau 20.15 Hessische Hoheiten 21.00 Flussgeschichten aus Hessen:
Am Main (VPS 20.59) 21.45 Damals am
Fluss 22.30 hessenschau kompakt 22.45
So war das alte Hessen – Schwalm 23.30
Kommissar Beck – Die neuen Fälle 0.55
Mord mit Aussicht 1.40 Hessenreporter
14.25 Star Trek – Deep Space Nine 15.25
Stargate Universe 16.20 Stargate Universe 17.15 Star Trek – Enterprise 18.10 Star
Trek – Raumschiff Voyager 19.10 Star
Trek – Deep Space Nine 20.15 XIII – Die
Verschwörung (1). TV-Actionfilm, F/CDN
2008 22.05 XIII – Die Verschwörung (2).
TV-Actionfilm, F/CDN 2008 0.00 Nikita.
Thriller, F/I 1990 2.10 Supernova. Science-Fiction-Horror, USA/CH 2000
SPORT 1
EUROSPORT
8.00 Teleshopping 8.30 Sport-Quiz 11.30
Teleshopping 14.30 Teleshopping 15.00
NORMAL 15.30 Storage Wars – Die Geschäftemacher 16.00 Storage Wars – Die
Geschäftemacher 16.30 Container Wars
17.00 Container Wars 17.30 Aussie Pickers – Die Trödelexperten 18.30 Bundesliga aktuell 19.45 Goooal! – Das internationale Fußball-Magazin 20.15 Fantalk 23.15
Fußball 0.00 Sport-Quiz 2.05 Teleshopping 2.20 SPORT CLIPS 3.05 Teleshopping
8.30 Ski nordisch 9.00 Ski nordisch 10.00
Eurogoals 10.45 Snooker 12.45 Ski nordisch 13.15 Ski nordisch. Weltmeisterschaften. Langlauf: 10 km freier Stil Damen. Übertragung aus Falun (S) 14.45 Ski
nordisch 16.00 Eurogoals 16.45 Fußball.
UEFA Youth League. Achtelfinale, Rückspiel: Manchester City – FC Schalke 04.
Übertragung aus Hyde (GB) 19.00 Snooker
20.00 Boxen 22.00 Ski nordisch 23.00 Superbike 23.30 Supersport 0.00 Superbike
0.15 Criminal Minds Stalker. Krimiserie
1.15 Criminal Minds Tabula Rasa
2.05 In Gefahr Doku-Soap
Blaue Zeiten = Programmaktualisierung
0.15 Two and a Half Men
0.40 Two and a Half Men
1.10 Fringe – Grenzfälle des FBI
Wechselspiel. Mysteryserie
2.00 Fringe – Grenzfälle des FBI
0.15 Der Trödeltrupp – Das Geld
liegt im Keller Doku-Soap
1.05 Klick-stars
2.00 Crash! Knapper geht’s nicht
2.30 Ärger im Revier Doku-Soap
0.10 Rundschau-Nacht
0.20 Gingerbread Man – Eine
nächtliche Affäre Thriller, USA
1998. Mit Kenneth Branagh u.a.
2.05 Dahoam is Dahoam
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 24. Februar 2015
Alle Kranken ohne Impfschutz
TELEFONFORUM
Heute Expertenrat
zur Rente mit 63
MEIN GARTENTIPP
Das große
Blühen
Nach dem ersten Maserntoten warnen Ärzte vor mangelnder Vorsorge – Impfung ist jetzt noch möglich
Nicht jeder, der 63 wird, kann mit
der seit 1. Juli des Vorjahres geltenden neuen Regelung abschlagsfreie
Altersrente in Anspruch nehmen.
Welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen und andere
Fragen zum Thema beantworten
Rentenexperten und ein Fachanwalt
heute, von 14 bis 16 Uhr:
In Berlin ist ein Kleinkind an Masern gestorben. In Sachsen steigt
die Zahl der Kranken. Stephanie
Wesely sprach mit dem Vorsitzenden der Sächsischen Impfkommission über die Situation in Sachsen.
Freie Presse: Was macht eine
Masererkrankung so schwerwiegend, dass sie sogar zum Tode führen kann?
Dr. Dietmar Beier: Es sind die
Komplikationen dieser Infektionskrankheit. Das Risiko einer Lungenentzündung beträgt zum Beispiel
1:20, das einer Hirnhautentzündung
1:500 und das einer Gehirnentzündung 1:1000.
Wie viele Masernerkrankte gibt
es in Sachsen?
Bis jetzt sind es 36. Gemessen an Berlin mit mehr als 500 Betroffenen
klingt das wenig, ist aber für sächsische Verhältnisse schon sehr ungewöhnlich, da es in den letzten Jahren nur wenige Einzelerkrankungen gab. Alle 36 Masernkranken in
Sachsen hatten keinen Impfschutz.
Betroffen waren alle Altersgruppen:
von Kindern unter einem Jahr bis
hin zu Erwachsenen mit 44 Jahren.
Wie ist die Impfbeteiligung in
Sachsen?
Zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung hatten weniger als
90 Prozent der Kinder beide Masernimpfungen. Unser Ziel war 95 Prozent, um die Bevölkerung wirksam
geschützt zu wissen.
Wie hoch ist das Risiko, wenn
nur eine Impfung erfolgte?
Nach der ersten Impfung gibt es etwa fünf Prozent Impfversager. Diese
Gruppe fangen wir mit der zweiten
Impfung auf. Außerdem dient die
zweite Impfung als Langzeitschutz.
Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?
Die Masern sind hochansteckend.
Ein ungeimpftes Kind kann 17 weitere anstecken. Die Krankheit greift
also blitzschnell um sich.
Die erste Impfung wird sowohl
von der sächsischen als auch von
der ständigen Impfkommission
etwa mit einem Jahr empfohlen.
Was ist vor dieser Zeit?
Vier bis sechs Monate hält der sogenannte Nestschutz an. Die Mutter
gibt Antikörper an das Kind weiter,
wenn sie selbst geimpft ist oder die
Masern durchgemacht hat. Die Antikörper bauen sich dann nach und
nach ab. Vor dem ersten Lebensjahr
gibt es mehr Impfversager, deshalb
empfehlen wir den 13. Lebensmonat als frühesten Zeitpunkt. Die
Spanne zwischen Ende des Nest-
0351 48642805:
Sabine
Gerstmann, Deutsche
Rentenversicherung, Regionalstelle Dresden;
0351 48642806:
Christian Lindner,
Rentenberater
in Langebrück;
0351 48642807:
Matthias Herberg,
Fachanwalt für
Sozialrecht
in
Dresden.
Fragen per E-Mail an telefonforum@redaktion-nutzwerk.de.
NACHRICHTEN
Vegetarier
21.00 Uhr im WDR: Quarks & Caspers. Vegetarier galten lange als Außenseiter, aber ihre Zahl nimmt zu.
Sind Vegetarier wirklich gesünder?
12.15 Uhr in der ARD: Buffet. U.
a.: Aktuelle Rechtsurteile; 20.15 Uhr
im NDR: Visite. Mit: Tinnitus – Musik kann helfen.
NACHRICHT
HAUSHALT
Wie Tee richtig
aufbewahrt wird
Loser Tee sollte mit einigem Abstand zum Gewürzregal aufbewahrt
werden. Denn die gemahlenen Blätter saugen andere Aromen leicht
auf. Der beste Standort für Tee ist ein
trockener, lichtgeschützter Platz bei
Zimmertemperatur. Feuchtigkeit
bereitet einen Nährboden für Mikroorganismen, erklärt der Deutsche Teeverband. Wer von frisch gekauftem Tee lange etwas haben
möchte, füllt ihn am besten in eine
Dose um, die luftdicht schließt. Wie
lange loser Tee haltbar ist, hängt von
der Sorte und der Qualität ab. (dpa)
Hat gar nicht weh getan, schützt aber über viele Jahre.
FOTO: BODO MARKS/DPA
Und das sagen Impfgegner
Dr. Michael Friedl ist Kinderarzt in
Heidelberg (Baden-Württemberg) und
leitet den Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung. Er hat die Erfahrung gemacht, dass Masern nur zu
Komplikationen führen, wenn man
das Fieber bekämpft. „Als naturheilkundlich arbeitender Kinderarzt plädiere ich dafür, Fieber bis 40,8 Grad
Celsius zuzulassen. Schwere Krankheitsverläufe hat es in der Vergangenheit nur dann gegeben, wenn das
Fieber künstlich, zum Beispiel durch
Medikamente oder auch durch Wadenwickel, auf 38,5 Grad heruntergedrückt wurde. Diese Temperatur
reicht für eine erfolgreiche Abwehr
nicht aus“, sagt er.
„Mit einer Impfpflicht nehmen wir
Eltern die Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die ihrer Kinder. Das steht uns nicht zu. Auch ein
Todesfall, so schlimm das für die betroffenen Eltern ist, ändert daran
nichts. In meiner Praxis kläre ich Eltern auf, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit
einer Impfung gibt und dass beides –
Impfen und Nichtimpfen – Risiken
bergen. Eltern, die sich kritisch mit
dem Thema Impfen auseinandersetzen, sind meist sehr bewusst in ihrem
Gesundheitsverhalten, in der Ernährung oder im Schutz der Umwelt. Das
sind keine Dummen, die wir bevormunden müssen“, sagt Dr. Friedl. (sw)
schutzes und Impftermin ist kritisch. Dann profitieren die Kleinen
von einer geschützten Umgebung,
in der nicht mehr so viele Masernviren zirkulieren.
Die zweite Impfung wird in
Sachsen im sechsten Lebensjahr
empfohlen, die ständige Impfkommission rät dazu bereits im
zweiten Lebensjahr. Wieso gibt
es diesen Unterschied?
Der spätere Zeitpunkt ist besser für
den Langzeitschutz. Vor zwei Jahren
gab es schon einmal einen großen
Masernausbruch. Dort wurde genau
untersucht, wie wirksam die Impfung war. Es war kein einziger Fall
dabei, der mit einer früheren Impfung hätte vermieden werden können. Das hat uns bestärkt, die sächsische Regelung beizubehalten. Sie ist
aber kein Dogma. Wir empfehlen eine vorgezogene Erst- oder Zweitimpfung, wenn es Erkrankte im unmittelbaren Wohnumfeld gibt.
1970 wurde in der DDR die Impfpflicht für Masern eingeführt.
Wer vor dieser Zeit geboren ist,
machte meist die Masern durch.
Was raten Sie Erwachsenen, die
keine Nachweise über die Impfung mehr haben und nicht wissen, ob sie als Kind die Masern
hatten?
Sie sollten sich zur Sicherheit nochmals zwei Impfungen geben lassen.
Lieber zu viel impfen als zu wenig.
Wer ganz sicher sein will, kann auch
eine serologische Blutuntersuchung
vornehmen lassen. Dabei wird geprüft, ob Antikörper im Blut vorhanden sind. Personen, die nach
1958 geboren sind, erkrankten nicht
mehr so selbstverständlich an Masern, wie vor diesem Zeitpunkt. Sie
sollten die Impfung nachholen.
Sollte man sich jetzt noch gegen
Masern impfen lassen, auch
wenn gerade eine Erkrankungswelle grassiert?
Ja, unbedingt. Der Schutz tritt allerdings erst etwa nach zwei Wochen
ein, hält dann aber auch zuverlässig
viele Jahre an. Denn es kann niemand sagen, ob die Erkrankungszahlen weiter steigen oder ob die
Welle bald vorüber ist.
Sind Sie für eine Masern-Impfpflicht in Deutschland?
Ja. Wir haben zu DDR-Zeiten damit
gute Erfahrungen gemacht. Eine
Impfpflicht wäre aber nur die zweitbeste Lösung. Die beste wäre es, eine
hohe Impfbeteiligung allein durch
Aufklärung zu erreichen. Doch der
Gesundheitsschutz der Bevölkerung
hat meiner Ansicht nach einen höheren Stellenwert.
WOLFGANG FRIEBEL
ZUR KAMELIE
UND IHRER PFLEGE
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
A
n den sächsischen Kamelienstandorten beginnt das
große Blühen. Das Winterwetter hat hier, wo die Kamelien alle
im Glashaus wachsen, nicht so großen Einfluss, wie das weiter südlich
in Europa ist, wo diese Pflanzen im
Freien stehen.
Wer Kamelien nicht die richtigen
Bedingungen bieten kann, wird
Probleme bekommen. Im Grunde
sind die Pflanzen anspruchslos, aber
diese Anspruchslosigkeit zu erfüllen, ist oft nicht so einfach. Unter
unseren Bedingungen ist eine Freilandkultur nicht zu empfehlen.
Vom späten Frühjahr bis zum Beginn des Winters ist der beste Platz
aber im Garten. Den richtigen Zeitpunkt zum Umzug muss man vom
Wetter abhängig machen. Am besten eignet sich ein Platz an der Westseite unter schattenspendenden Gehölzen. Wenn man die Töpfe leicht
in die Erde einsenkt, hat man es mit
dem Gießen einfacher, das allerdings muss regelmäßig erfolgen.
Der Standort im Winter sollte
hell und kühl sein. Bei einem zu
warmen Standort ist die Pflanze
nicht in der Lage, die Blätter und
Blüten ausreichend mit Wasser zu
versorgen, die sie dann abwirft. Eine
gleichmäßige Wasserversorgung
ohne Staunässe ist wichtig. Je nach
Wurzelbildung kann es ratsam sein,
den Topf aller ein bis zwei Wochen
in einem Gefäß mit Wasser sich
richtig vollsaugen und dann das
Wasser wieder ablaufen zu lassen.
Sorten mit stark gefüllten Blüten
haben es in der Wohnung schwerer,
ihre Blüten zu öffnen als solche mit
einfachen Blüten. Trotz guter Voraussetzungen wird man um einen
Blattfall kaum herumkommen. Im
schlimmen Fall schneidet man die
Pflanzen kräftig zurück. Dann kann
der Neuaustrieb für einen Neuaufbau genutzt werden. Auch Umtopfen ist nach der Blüte angesagt. Dazu
wird Erde verwendet, die man auch
für Rhododendron nimmt. Sparsam
gedüngt wird vom Beginn des Aufblühens bis zum Beginn des Sommers. Dann werden bei günstiger
Witterung neue Knospen angelegt.
WOLFGANG FRIEBEL ist Gartenmeister im
Dresdner Schloss Pillnitz.
Karte: Westermann Schulbuchverlag
DAS WETTER AM DIENSTAG
7
6
7
2
Hoyerswerda
2
2
Riesa
Leipzig
Görlitz
4
Rochlitz
0
Mittweida
Dresden
Bautzen
Freiberg
2
Chemnitz
4
1
Glauchau
Marienberg
Zwickau
Annaberg-Buchholz
Auerbach
Aue
Plauen
Fichtelberg
1215 Meter
Klingenthal
-2
25
Wind in km/h
24.02.2015
Bewölkt, aber trocken
Heute: Heute ist es stark bewölkt
oder bedeckt, die Sonne kommt nur
vereinzelt durch. Doch es bleibt
überwiegend trocken. Dabei werden
im Tagesverlauf 2 bis 7 Grad erreicht.
Der Wind weht mäßig und leicht
böig aus West. In der kommenden
Nacht entstehen einige Wolkenlücken. Weiterhin bleibt es trocken.
Die Temperaturen sinken auf 1 bis
minus 5 Grad.
Oslo
Aussichten: Auch morgen hat die
Sonne gegen kompakte Wolkenfelder kaum Chancen. Die Höchstwerte
betragen 5 Grad, die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 3
Grad. Der Wind weht schwach aus
West. Bis zum Monatsende herrscht
meist trockenes Spätwinterwetter.
Biowetter: Die aktuelle Wetterlage
bringt leicht vermehrte rheumatische und asthmatische Beschwerden, Gelenk-, Muskel- und Gliederschmerzen. Viele Menschen fühlen
sich gut gelaunt. Hasel- und Erlenpollen fliegen mäßig.
Dublin
Helsinki
Stockholm
Kopenhagen
London
Berlin
Warschau
Prag
Paris
Basel
Wien
Budapest
07:04 Uhr
Sonnenaufgang:
Sonnenuntergang: 17:40 Uhr
09:50 Uhr
Mondaufgang:
––:–– Uhr
Monduntergang:
Biarritz
Lissabon
Bukarest
Madrid
Rom
Tunis
Kanarische Inseln
Istanbul
Athen
Algier
Rostock
Hamburg
Berlin
Vorschau für Chemnitz
Mi
5
Do
5
-2
0,5
0,5
-4
0
5
heiter
sonnig
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Fr
7
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Sa
4
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0
5,5
So
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0
3
Höchstwerte in °C
Tiefstwerte in °C
Niederschlagsdauer in h
Sonnenscheindauer in h
SchneeRegenNebel
Regen
stark
Schneeschauer
schauer
bewölkt
regenbedeckt
SprühGewitter schauer SchneeSchnee
regen
regen
Temperaturen gestern 12 Uhr:
Aue
4 Grad
Berlin
5 Grad
Carlsfeld
-2 Grad
Chemnitz
4 Grad
Dresden
6 Grad
Fichtelberg
-4 Grad
Gera
3 Grad
Görlitz
5 Grad
Leipzig
3 Grad
Plauen
3 Grad
Zinnwald
-2 Grad
-15°C
-10°C
-5°C
0°C
5°C
Wetterlage: Tief Uli zieht zur nördlichen Nordsee und wird dort ein wenig
schwächer. In seinem Umfeld gibt es von Norwegen bis zur Biskaya vereinzelte Schauer und Graupelgewitter. Über Italien bildet sich Tief Volker. Die Ausläufer des Tiefs erfassen auch das südliche Mitteleuropa und den Alpenraum.
Köln
Chemnitz
Frankfurt
Nürnberg
München
10°C
15°C
20°C
25°C
30°C
35°C
Temperaturangaben bilden die Höchst- und Tiefstwerte des 24-Stunden-Tages ab.
Reisewetter heute
16°
heiter
Athen
12°
Regen
Antalya
15°
wolkig
Barcelona
13° stark bewölkt
Budapest
12°
bedeckt
Istanbul
17° Regenschauer
Kairo
5°
wolkig
Kopenhagen
15°
wolkig
Lissabon
8°
wolkig
London
Moskau
Nizza
Palma d. M.
Paris
Prag
Rom
Stockholm
Tunis
Varna
Wien
2°
bedeckt
12° Regenschauer
16°
wolkig
10° stark bewölkt
7°
bedeckt
12°
Regen
5°
wolkig
16° Regenschauer
11°
bedeckt
6°
Regen
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