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Dauergrünland - Freistaat Sachsen

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Dauergrünland (DGL)
17.02.2015
Greeningverpflichtungen
❙
Anbaudiversifizierung
❙
Flächennutzung im Umweltinteresse (Ökologische Vorrangflächen/
EFA-Flächen)
❙
Erhalt des bestehenden Dauergrünlands und Beibehaltung des
Dauergrünlandanteils (Sicherstellung, dass Anteil der Flächen mit DGL an der gesamten
landwirtschaftlichen Fläche nicht um mehr als 5% im Vergleich zum Referenzanteil abnimmt)
2 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Ab 1. Januar 2015 (Broschüre BMEL, Abschnitt 1 – Termine)
❙
Betriebsinhaber, die den Anforderungen des Greenings unterliegen, dürfen
Dauergrünland nur noch mit Genehmigung in andere landwirtschaftliche
Nutzung umwandeln.
❙
Sie dürfen umweltsensibles Dauergrünland in FFH – Gebieten weder
umwandeln noch pflügen.
3 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
EuGH – Urteil (EuGH-Urteil v. 02.10.14 – C-47/13)
→ neue Auslegung der Dauergrünlanddefinition
Dauergrünland
sind Flächen, die durch
Einsaat oder Selbstbegrünung zum Anbau von
Gras oder anderen Grünfutterpflanzen
genutzt werden und
seit mind. 5 Jahren nicht Bestandteil der Fruchtfolge
waren.
4 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Es können auf diesen Flächen auch andere
Pflanzenarten wachsen wie Sträucher oder Bäume,
die abgeweidet werden können, sofern Gras und
andere Grünfutterpflanzen weiterhin vorherrschen.
(Art.4 Abs.1 Bst. H VO(EU)Nr. 1307/2013 i.V. m. §2 DirektZahlDurchfG)
www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/33504.htm
5 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Definition „Gras und Grünfutterpflanzen“
❙ alle Pflanzen, die herkömmlicher Weise in natürlichem
Grünland anzutreffen oder normalerweise Teil von
Saatgutmischungen für Weideland und Wiesen sind
❙ unabhängig davon, ob die Flächen als Viehweiden genutzt
werden
❙ als Flächen, die zum Anbau von Gras und anderen
Grünfutterpflanzen genutzt werden und 5 Jahre nicht
Bestandteil der Fruchtfolge waren, zählen damit auch
Flächen mit ununterbrochenem Anbau von z.B. Kleegras,
Gras und Klee-Luzerne-Gemischen
6 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
5-Jahres-Regelung
❙
jährliche Entstehung von Dauergrünland, wenn 5 aufeinanderfolgende Jahre
Gras oder andere Grünfutterpflanzen auf der Fläche stehen
❙
Wechsel der Kulturen, z.B. zwischen Acker- und Kleegras, schützt den ALStatus nicht mehr – nach 5 Jahren = Dauergrünland
❙
aus der Produktion genommene Ackerflächen - nach 5 Jahren =
Dauergrünland
❙
Wechsel des Nutzungscode für Ackerfutter sowie Umbruch + Neuansaat
Ackerfutter durchbricht nicht mehr – nach 5 Jahren = Dauergrünland
❙
Ansaatjahr = Antragsjahr, welches auf die Ansaat folgt
7 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Was ist 2015 zu beachten?
❙
Neue Auslegung greift bundesweit ab dem 01.01.2015
❙
Flächen sind im Grünlandkataster registriert und werden auf Feldblockebene
angezeigt (Antrags-CD, GIS-Online vorauss. Mitte März)
❙
Wenn AL noch nicht DGL ist, entscheidet der Nutzungscode im
Sammelantrag 2015, ob Dauergrünland auf dem Ackerland entsteht
(z.B. NC 421 – 425 oder 441 - 443 = DGL)
❙
Wenn AL noch nicht DGL - Brache als ökologische Vorrangfläche (EFA –
Brache) = Erhalt des AL-Status nach z.B. 5 Jahren Ackerfutter möglich;
ABER: Bedingungen der EFA-Brache beachten
8 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Ackerland hat DGL-Status erhalten
Was nun?
9 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Überprüfen!
❙ Befindet sich das Dauergrünland in einem FFH – Gebiet?
= „umweltsensibles Dauergrünland“
- Umwandlung von „umweltsensiblem Dauergrünland“ darf
grundsätzlich nicht erteilt werden, Pflugverbot
(Flachgründige Bodenbearbeitungsmaßnahmen mögl., die nicht zur Zerstörung der
Grasnarbe führt. Anzeige 3 Tage vor Beginn. Ausgenommen Walzen, Schleppen,
Striegeln zur Pflege sowie Aussaat oder Düngung mit Schlitzverfahren – vorbehaltlich
noch zu erlassender Rechtsvorschrift)
10 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Anderes Dauergrünland
❙
darf ab dem 1.
werden
❙
Genehmigung ist zu erteilen wenn:
-
DGL nach dem 01.01.2015 entstanden
-
im Freistaat Sachsen (Region) eine entsprechend große andere
Fläche als DGL angelegt wird (1:1 Tausch) - entfällt, wenn öffentl.
Interesse bzw. unzumutbare Härte
Quadratmeter nur mit Genehmigung umgewandelt
11 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
❙
Keine Genehmigung wenn:
-
nach Prüfung durch die UNB der Umwandlung Vorschriften des EU-Rechts
oder nationalen Rechts entgegenstehen (z.B. Schutzgebietsverordnungen)
-
oder das Dauergrünland in der Region um mehr als 5% abgenommen hat
12 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Antragsstellung/ -formulare
❙
Ganzjährig bei dem Förder- und Fachbildungszentren (z.B. Nossen – Sitz
Döbeln) bzw. der zugehörigen Informations- und Servicestellen (z.B.
Großenhain)
❙
Formulare im Internet: www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/35191.htm
13 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Grünland umgebrochen
oder
Neuanlage gefordert
14 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Neuanlage – Was ist zu beachten?
❙
Neuanlage nicht im eigenen Betrieb – dann Neuanlage nur auf Flächen
eines Betriebsinhabers mit Greeningverpflichtungen!
(Öko/ Kleinerzeuger – Nein!)
❙
Bereitschaftserklärung des anderen Betriebsinhabers
❙
Pachtfläche = Zustimmung des Grundeigentümers
❙
Abschluss der Neuanlage spätestens bis zum Abgabetermin des Antrag
auf Direktzahlung und Agrarförderung, der auf die Genehmigung des
Antrags auf Umbruch folgt.
❙
Neuangelegtes DGL gilt ab dem ersten Tag der Neuanlage als DGL und
muss mind. 5 Jahre für den Anbau von Gras und Grünfutterpflanzen
genutzt werden.
15 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Umweltsensibles Grünland umgebrochen
- Wer umweltsensibles Dauergrünland umgewandelt oder gepflügt hat,
ist verpflichtet, diese Fläche wieder in Dauergrünland
umzuwandeln.
- Die zuständige Behörde unterrichtet den Antragsteller schriftlich durch
Bescheid über die Verpflichtung zur Rückumwandlung und die
Frist, innerhalb derer die Rückumwandlung zu erfolgen hat.
- Die Frist für die Rückumwandlung soll einen Monat ab der
Bekanntgabe der Unterrichtung des Antragstellers nicht
überschreiten.
16 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
- Die zuständige Behörde kann bei Vorliegen ungeeigneter
Witterungsverhältnisse für die Rückumwandlung oder außerhalb
der Vegetationsperiode eine in dem erforderlichen Umfang
längere Frist festsetzen.
- Der Abschluss der Rückumwandlung ist von der zuständigen
Behörde zu kontrollieren und zu dokumentieren.
17 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Mein Vorschlag
❙
Informationen „sacken lassen“
❙
Antrags-CD/ GIS-Online abwarten
❙
Betriebsflächen überprüfen auf Schläge die zu DGL geworden sein
könnten(eigene Übersichten)
❙
Abgleich mit Antrags-CD/ GIS-Online
❙
Umbruchoptionen prüfen
❙
Schlagübersicht erstellen – AL = ha-ges. je Fruchtart, DGL aus AL
(Welche Schläge? Wie zu DGL geworden? Wann Aussaat?)
18 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
❙
Anbaudiversifizierung prüfen und 5% EFA-Flächen festlegen
❙
Möglichkeiten für das neue Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm
prüfen
19 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
Vielen Dank für
die
Aufmerksamkeit!

20 | 17. Februar 2015 | Heike Weiß
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