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Erlösung nach dem Fehlstart - EHC Zuchwil

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EISHOCKEY 11
SZ/GT
MONTAG, 16. FEBRUAR 2015
Remo Hirt (vor dem Tor, grün) traf doppelt und setzt sich hier gegen die Walliser Verteidiger erfolgreich durch.
AESCHBACHER
Nach Visps Führung fielen die Tore
National League B Der EHC Olten gewinnt den zweiten Playoff-Viertelfinal mit 6:1 und führt in der Serie gegen Visp nun mit 2:0
Als der EHC Visp in der 31. Minute
durch den Amerikaner William Rapuzzi
in Führung ging, schwante vielen Zuschauern im Kleinholz Böses. Die alte
Sportlerweisheit «Wenn du sie nicht selber machst, kriegst du sie hinten rein»
dürfte dem einen oder anderen durch
den Kopf gegangen sein.
plays zweimal nur knapp daneben. In
der 15. und 18. Minute scheiterte er an
Visp-Keeper Matthias Schoder.
Und auch im Mittelabschnitt hatte der
EHCO nochmals drei Hochkaräter, als
Codey Burki in der 27. Minute alleine
vor dem Tor den Puck nicht unter Kontrolle bekam und Remo Hirt in der 28.
Minute ebenso wie Cédric Schneuwly an
Schoder scheiterte.
0:1 wie aus heiterem Himmel
«Hat uns nicht gestört»
Tatsächlich fiel das 0:1, das James Desmarais mit einem Pass von hinter dem
Tor auf den freistehenden Rapuzzi mustergültig vorbereitete, völlig entgegen
dem Spielverlauf. Die Oltner hätten bereits im ersten Drittel mit mindestens
drei Toren in Führung liegen müssen. So
vergab alleine der dank Adam Courchaines «Krankheit» wieder ins Team gerutschte Shayne Wiebe vier hochkarätige Chancen. In der 4. und 5. Minute
schoss er während eines EHCO-Power-
Doch zur grossen Verblüffung seiner
eigenen Fans liess sich der EHCO durch
Rapuzzis Gegentreffer nicht aus dem
Konzept bringen – im Gegenteil. «Das 0:1
hat uns gar nicht gross gestört», meinte
Remo Hirt nach der Partie. Wichtig war,
dass wir weiterhin mehrheitlich im
Scheibenbesitz blieben und mit vier Linien Vollgas gaben.»
Und wie die Oltner das machten: Sie
spielten weiterhin konsequent nach vorne und begannen nach dem 0:1 endlich
VON MARKUS ANGST
TELEGRAMM
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Olten – Visp 6:1 (0:0, 2:1, 4:0)
Kleinholz. – 4794 Zuschauer. – SR:
Kämpfer / Wirth, Huggenberger /
Schüpbach.
Tore: 31. Rapuzzi (Desmarais) 0:1. 34.
Weber (El-Assaoui, Wiebe, angezeigte Strafe gegen Visp) 1:1. 39. Hirt
(Schwarzenbach, Ganz) 2:1. 50. Feser
(Wiebe) 3:1. 53. Weber (Feser, El-Assaoui) 4:1. 58. Ganz (Burki) 5:1. 59.
Hirt (Schneuwly, Burki, Ausschluss
Schmutz) 6:1. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen Visp.
Olten: Tobler; Pargätzi, Meister; Parati, Ganz; El Assaoui, Bagnoud; Schnyder; Aeschlimann; Weber, Feser, Wiebe; Schwarzenbach, Schneuwly, Hirt;
Wüthrich, Burki, Wüst; Scherwey, Studer, Lüthi.
Visp: Schoder; Leu, Bucher; Wollgast, Wiedmer; Heldstab, Heynen;
Rapuzzi, Desmarais, Schmutz; Botta,
Brunold, Dolana; Furrer, Heitzmann,
Keller; Michailow, Neher, Altorfer.
zu treffen. Nur drei Minuten nach Visps
Führungstor glich Tim Weber bei einer
angezeigten Strafe gegen die Walliser
(Michael Tobler hatte sein Tor allerdings
noch nicht verlassen) zum 1:1 aus. «Dass
der Ausgleich so schnell kam, war natürlich wichtig», meinte Remo Hirt. Dieser
brachte sein Team nur fünf Minuten später mit einem herrlichen Ablenker nach
Vorarbeit von Diego Schwarzenbach
endlich in Führung.
Schaulaufen im Schlussdrittel
Zwar hatte Julian Schmutz in der 44.
Minute den Visper Ausgleich ein letztes
Mal auf dem Stock, als er nur den Pfosten traf. Doch dies war das letzte Lebenszeichen der Gäste. Das Schlussdrittel wurde zu einem eigentlichen Schaulaufen der Oltner. In der 50. Minute erhöhte Justin Feser auf 3:1. In der 53. Minute erzielte Tim Weber mit seinem
zweiten Tor das 4:1. Zwei Minuten vor
Schluss reihte sich mit Fabian Ganz
sung des Stürmers Christian Reber
nach Dissonanzen mit dem Team gleich
selber, anderseits fällt mit Matthias von
Dach ein weiterer Stürmer mit einem
Wadenbeinbruch aus. Präsident Ulrich
bemängelt «das schmale Kader, das
werden wir auf die nächste Saison hin
entsprechend korrigieren müssen»,
schaut er bereits über die Playoffs hinaus. Die Mannschaft bleibe weitgehend
zusammen, Wechsel seien möglich und
man sei auch auf dem Transfermarkt
aktiv, sagt Ulrich.
VON DANIEL MONNIN
Noch am Nachmittag hatte ZuchwilPräsident Walter Ulrich im Gespräch
vom zweiten Platz als «eigentlichem
Ziel» gesprochen, wenige Stunden später umarmte er den Trainer Max Weibel: Zuchwil hatte das Vorhaben mit einem 7:5-Sieg im letzten Qualifikationsspiel gegen Thun erreicht. Und aus der
Kabine klang die Freude und Genugtuung durch die geschlossene Tür.
Dabei sah es am Anfang gar nicht danach aus, die Solothurner wurden regelrecht überfahren, Thun ging verdient mit 2:0 und später 3:1 in Führung. «Doch danach», sagte Trainer
Max Weibel, der wie sein Assistent Milan Mrukvia seinen Vertrag verlängert
hat, «haben wir das umgesetzt, was wir
in der Garderobe nach dem Fehlstart
besprochen haben. Wir haben den
Kampf angenommen und die Hauptprobe für die Playoffs mit Bravour be-
Gute Bilanz gegen Wiki
Die Zuchwiler haben Grund zu jubeln.
standen.» In der Tat: Gemessen an der
Leistung des zweiten und dritten Drittels ist Zuchwil gegen Wiki-Münsingen
im Viertelfinal klarer Favorit und dürfte
sein zweites Ziel erreichen: HalbfinalQualifikation. Damit wäre man da, wo
man eigentlich im erfolgsverwöhnten
Umfeld der Solothurner wieder hin
wollte: an die Spitze der 1. Liga. Allerdings ist auch in Zuchwil nicht alles
MARCEL BIERI
Gold, was glänzt. Das weiss auch Präsident und Sportchef Walter Ulrich und
vor allem sein Trainer Max Weibel.
«Wir haben ein schmales Kader», sagt
Weibel, «viel mehr als drei Blöcke werden wir in den Playoffs nicht stellen
können.» Und das bei einem SpielRhythmus im Zwei-Tages-Takt (best of
five). Ausgedünnt hat Zuchwil sein Kader einerseits mit der Vertragsauflö-
«Hinten wars ruhiger»
«Wir haben deutlich weniger zugelassen als im Match in Visp», analysierte
Goalie Michael Tobler nach der Partie.
«Wichtig war , dass wir auch nach dem
Rückstand ruhig geblieben sind. Wir
hatten während der ganzen Partie viel
mehr Scheibenbesitz und konnten so
mehr nach vorne spielen – mit dem positiven Nebeneffekt, dass wir es hinten
deutlich ruhiger hatten.»
Mehr Bilder vom Spiel finden
Sie online.
SPORTSERVICE
Erlösung nach dem Fehlstart
1. Liga Zuchwil schlägt Thun
im Spitzenkampf und trifft in
den Viertelfinals auf Wiki.
Überstehen sie diese Hürde,
ist alles offen, sind die Solothurner überzeugt.
auch noch ein Verteidiger zum 5:1 unter
die Torschützen ein. Und in der 59. Minute liess sich auch Remo Hirt als Doppeltorschütze zum 6:1, notabene dem
einzigen Tor in Überzahl, feiern. Mit
vier Treffern innerhalb von neun Minuten hatten die Oltner die 2:0-Führung in
der Playoff-Serie festgenagelt.
Doch vorerst stehen die Playoffs an.
Max Weibel ist mit dem Gegner Wiki
zufrieden. Sein Team hat die beiden
Vergleiche in der Qualifikation gewonnen (5:4 auswärts und 4:1 zu Hause),
«aber letzte Saison auch schon mal verloren». Für Weibel ist die Marschroute
klar: «Wir haben gegen Thun zwei Drittel lang gezeigt, wie wir spielen müssen.» Vorerst nehme man «step by
step», sagen Präsident und Trainer unisono, doch im Hinterkopf hat sich
schon weiteres Ziel eingenistet: Der Final – und vielleicht gar noch mehr.
Mehr Fotos von der Partie
finden Sie online
EISHOCKEY
1. Liga. Gruppe 2. Obere Masterround. Zuchwil
Regio - Thun 7:5. Lyss - Brandis 4:2. – Schlussrangliste: 1. Lyss 40. 2. Zuchwil Regio 35. 3. Thun
32. 4. Brandis 32. 5. Argovia Stars 23.
Zuchwil-Regio - Thun 7:5 (1:3, 4:2, 2:0)
Sportzentrum – 316 Zuschauer – Tore: 5. (4.32) Zürcher (Reymondin, Kachramanow) 0:1. 5. (4.56) Amstutz 0:2. 18. Steiner (Stoller, Vogt) 1:2. 20. Rossel
(Amstutz) 1:3. 22. Zwahlen (Steiner, Blumenthal/Ausschluss Lorenz) 2:3. 28. Rohrbach (Dominic Lüthi)
3:3. 29. Kachramanow 3:4. 33. Leuenberger (Vogt,
Blumenthal/Ausschlüsse Keller, Florian Lüthi) 4:4. 34.
Blumenthal (Vogt/Ausschluss F. Lüthi) 5:4. 38. Lorenz
(Eicher, F. Lüthi) 5:5. 50. Vogt (Wüthrich) 6:5. 51. Leuenberger (Müller, Born) 5:5. – Strafen: Je 4-mal 2 Minuten.
Zuchwil: Zaugg; Wüthrich, Aeschlimann; Blumenthal, Brunner; Hirsbrunner, Dominic Lüthi; Müller,
Born, Leuenberger; Stoller, Vogt, Steiner; Hojac,
Rohrbach, Messerli; Zwahlen.
FUSSBALL
Grenchen bleibt sieglos
Der in der 1.-Liga-Meisterschaft gebeutelte FC Grenchen kommt auch in der Vorbereitung nicht zu einem
Erfolgserlebnis. Nach dem 1:1 gegen den Zweitligisten Blustavia unter der Woche gab es am Samstag
ein 0:3 beim Zürcher Zweitligisten Regensdorf. Damit
wartet der FCG auch nach sieben Testspielen auf einen Sieg. Der FC Solothurn trifft morgen (19.30 Uhr)
im heimischen Stadion auf Breitenrain. (NCH)
HANDBALL
1. Liga. Gruppe 3. Solothurn - Vevey Crissier 42:12.
Biel - West HBC 23:18. Herzogenbuchsee - Birsfelden II 29:27. Yverdon - BSV Bern II 23:27. Leimental Lyss 21:33. Thun - Visp 34:22. – Ranglistenauszug
1. Solothurn 17/31. 2. Biel 16/25. 3. West 16/23.
11. Birsfelden 17/7. Vevey Crissier 16/4.
UNIHOCKEY
NLA.. Männer. Langnau - Waldkirch-St. Gallen 8:4.
– Qualifikationen: Wiler-Ersigen, GC, Malans, Köniz,
Chur, Langnau, Grünenmatt und Rychenberg Winterthur für die Playoffs qualifiziert; Thun, Kloten, Uster und Waldkirch-St. Gallen in den Playouts.
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