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ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL.
AUSGABE NR. 1 / FEBRUAR 2015
Liebe Leserinnen und
Leser, liebe Nachbarn!
Traditionelle Erdölförderung
Wintershall stärkt niedersächsischen
Standort Barnstorf
Viel Bewegung bei Wintershall in Barnstorf. Das Traditionsunternehmen investiert rund 20 Millionen Euro in den Standort. Neben
der Modernisierung der Erdölaufbereitung plant die BASF-Tochter
den Bau einer neuen Erdölleitung in das Feld Düste. Damit rüstet
sich Wintershall für eine Fortsetzung der traditionellen Erdölförderung in der Region.
Seite 4
Barnstorf
Kreative Köpfe
Gleich zwei deutsche Trios haben den
weltweiten HS3E-Wettbewerb der Wintershall gewonnen. Mit der begehrten
Trophäe werden Verbesserungen beim
Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz ausgezeichnet. Seite 2 bis 3
Die erste Journalausgabe im neuen Jahr beginnt gleich mit einem
Rückblick: 2014 war für Wintershall ein erfolgreiches Jahr. So haben
wir die seismischen Messungen in Bockstedt deutlich früher abgeschlossen als erwartet. Ohne die vertrauensvolle Zusammenarbeit
mit Landwirten und Anwohnern wäre das nicht möglich gewesen.
Dafür möchte ich Danke sagen!
Wir stellen in Barnstorf die Weichen für die Zukunft. Wintershall
investiert hier rund 20 Millionen Euro. Das ist ein starkes Signal für
unseren Standort und für die 350 Arbeitsplätze.
Besonders stolz bin ich auf die guten Ideen unserer Mitarbeiter.
Zwei Teams aus Deutschland haben den weltweit ausgeschriebenen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzpreis der Wintershall gewonnen. Mit Innovationen, die Wintershall
nun weltweit einsetzt. Mehr Anerkennung kann es
nicht geben. Herzlichen Glückwunsch!
Nun aber viel Freude bei der Lektüre des
aktuellen Journals.
Ihr Andreas Scheck,
Leiter Wintershall
Deutschland
Emlichheim
Clevere Ingenieure
Wie Wintershall mit heißem Wasserdampf
Erdöl in Emlichheim fördert. Und warum eine
neue Idee Hoffnung auf mehr macht. Ein
Blick hinter die Kulissen des tra­ditionellen
Dampfflutverfahrens an der deutsch-nieder­
ländischen Grenze.
Seite 5
Aitingen
Gute Nachbarn
Die Mitarbeiter am Standort Aitingen in
Bayern staunten nicht schlecht, als Biolandwirt Klaus Meitinger sie mit einer Palette voller leckerer Kartoffeln überraschte.
Wir sagen: danke schön!
Und guten Appetit! Seite 8
HÄTTEN SIE ES GEWUSST?
Über 1.000 Pferdekopfpumpen in Deutschland versorgen uns täglich
mit heimischem Erdöl. Und jede einzelne nickt etwa 5.000-mal am Tag.
Mehr Informationen unter: www.wintershall.de
VON DER NORDSEE
BIS ZU DEN ALPEN:
Wo wir in Deutschland tätig sind.
Karte auf Seite 6
WINTERSHALL DEUTSCHLAND HS3E
AWARD
Die Gewinner der Kategorie „HS3E-Projects“: Peter Schermer,
Michael Pilber und Alexander Steigerwald (von links)
Die Gewinner der Kategorie „Simple Solutions“: Marwin Meyer,
Frank Wilkening und Holger Lembke (von links)
Deutsche Trios triumphieren
mit guten Ideen
Kreative Köpfe. Gleich zwei Teams der deutschen Standorte haben den weltweit ausgeschriebenen
HS3E-Award von Wintershall gewonnen.
BARNSTORF. Mit dem HS3E-Award zeichnet Wintershall seit 2007
weltweit einzelne Mitarbeiter oder Teams aus, die an ihrem Standort
oder in ihrem Betrieb mit besonderem Engagement zur Verbesserung von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz beigetragen
haben. „Wir wollen die Entwicklung neuer Ideen fördern. Auch
Ideen, die nicht gewinnen, tragen zu Verbesserungen bei“, sagt Guido
Schnieders, Leiter der HSE-Abteilung von Wintershall. HS3E steht
für Health, Safety, Security, Sustainability and Environment.
Prämiert wird je eine Idee in den Kategorien „HS³E Projects“ und
„Simple Solutions“, um auch kleinen „Tüftlerlösungen“ eine Plattform
zu bieten. Der Wettbewerb fand in der sechsten Auflage viel Resonanz. Mitarbeiter aus Deutschland, Russland, Norwegen, Libyen
sowie aus der Zentrale in Kassel haben Projekte eingereicht.
Die Bandbreite der eingereichten Vorschläge reichte von technischen und umweltfreundlichen Verbesserungen bis hin zu kulturellen, gesundheitsfördernden Themen. Wichtig sei vor allem, dass
sich die Mitarbeiter proaktiv Gedanken machen, betont Guido
Schnieders. „Es sollen Lösungen aus der Motivation unserer Mitarbeiter heraus entstehen.“
In der Kategorie „HS3E-Projects“ setzte sich die Idee des Trios Peter
Schermer, Leiter der Bohrabteilung, Bohringenieur Michael Pilber
und Alexander Steigerwald, Leiter der Erdöl- und Erdgasproduktion
Norddeutschland, durch. Sie haben das Bohrdesign der Bohrung
Bockstedt 87 bei Barnstorf optimiert. Damit konnte unter anderem
der Umfang potenziell gefährlicher Arbeiten am Bohrturm stark reduziert werden.
Der Preis in der Kategorie „Simple Solutions“ ging an Kollegen aus
dem Erdgasförderbetrieb Rehden. Mit der Idee von Marwin Meyer,
Frank Wilkening und Holger Lembke kann die sogenannnte Revisionsarbeit an Druckventilen einfacher und sicherer gemacht werden.
„Für die Gewinner-Teams gab es jeweils Geldpreise. Die Ideen der
beiden Trios können künftig an allen Standorten von Wintershall
weltweit eingesetzt werden“, so Schnieders.
3 Weitere Informationen:
www.wintershall.de/verantwortung
2 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 01 / 2015
Gewinner in der Kategorie
„Simple Solutions“
entschrau
Bohrarbeiter
itsbühne.
auf der Arbe
ben Bohrstran
gelemente
Das sogenannte Casing ist für den Einbau
in die Bohrung vorbereitet.
Gewinner in der Kategorie
„HS3E-Projects“
Was war das Problem?
Vor allem bei Ölfeldern mit einem abgesenkten Lagerstättendruck ist das
Bohrungsdesign komplex und die Umsetzung aufwendig. Bisher wurden
zum Beispiel Stufenzementer eingesetzt, um die Bohrungen zu zementieren. Zudem waren mehrere Bohrgarnituren nötig, sodass die Arbeiter den
Strang immer wieder aus- und einbauen mussten. Damit waren schwere
manuelle Arbeiten und ein hohes Gefährdungspotenzial verbunden.
Was ist die Idee/die Lösung?
Ein verbessertes Bohrungsdesign. So ist es durch eine optimierte Spülung nicht mehr nötig, den Bohrstrang innerhalb einer Sektion aus- und
wieder einzubauen. Der Einsatz von Leichtzement macht den Stufenzementer überflüssig. Und die Reinigung des Bohrlochs wird jetzt mit der
Ölfeldwinde durchgeführt. Somit reduzieren sich die schweren manuellen Arbeiten auf ein Minimum.
Wie wurde die Idee umgesetzt?
Die Idee entstand im Zuge der Zusammenarbeit der Teams des Bohrund des Förderbetriebes in Barnstorf. Dank der großen Erfahrung aller
Beteiligten war bereits die erste Umsetzung im Januar 2014 an der Bohrung Bockstedt 87 erfolgreich.
Was war das Problem?
Bei Defekten und während der jährlichen Revision müssen die Deckel und
die Distanzhülsen der 24 Druckventile in der Gasverdichteranlage in Rehden demontiert und montiert werden. Sie wiegen 30 bzw. 35 Kilogramm
und sind schwer zugänglich. Bisher mussten die Mitarbeiter die Bauteile in
einer ungünstigen Haltung heben, wobei auch erhebliche Verletzungsgefahr bestand.
Was ist die Idee/die Lösung?
Kran statt Muskelkraft: Eine U-förmige Metallkonstruktion – Traverse genannt – hängt am Kran im Gebäude und nimmt das Gewicht der Bauteile
auf. Um den Ventildeckel zu heben oder zu senken, wird ein dreiarmiger
Aufsatz auf der Traverse befestigt. Für die Distanzhülse hat das Team
eine Spannvorrichtung entwickelt, sodass das Bauteil fixiert ist und sich
sicher bewegen lässt.
Wie wurde die Idee umgesetzt?
Den dreiarmigen Aufsatz hatten die Kollegen schon früher entwickelt – er
diente bisher dazu, die Bauteile mit einem Wagenheber zu bewegen. Die
Traverse und die Spannvorrichtung hat das Team neu konzipiert und
selbst in der Werkstatt gebaut. Nach einem ersten Test und weiteren
Verbesserungen war die Lösung einsatzbereit.
Was hat es gebracht?
Seit einem Jahr ist die neue Lösung im Einsatz und hat alle Erwartungen
voll erfüllt. Das Arbeiten ist jetzt nicht nur weniger anstrengend und
sicherer – Demontage und Montage lassen sich auch schneller bewerkstelligen. Die Lösung lässt sich überall einsetzen, wo es ähnliche Kolbenverdichter wie in Rehden gibt.
DAS URTEIL DER JURY
Die Idee überzeugt mit Innovationskraft und Einfachheit. Außerdem
kann sie gut auch an anderen Standorten angewendet werden.
Aufsatz
Der dreiarmige
hält den schw
eren Ventildec
kel.
Was hat es gebracht?
Durch das neue Verfahren werden schwere manuelle Arbeiten um 30
Prozent reduziert und der Einsatz von Leichtzement eliminiert einen Zementationsjob. Das vereinfachte Reinigungsverfahren spart bis zu zwei
Arbeitstage. Das optimierte Bohrlochdesign wird bereits an drei weiteren
Bohrungen in Deutschland eingesetzt.
DAS URTEIL DER JURY
Ein komplexes Projekt, das mit viel Eigeninitiative und Teamgeist rea­
lisiert wurde. Eine großartige Verbesserung für die Arbeitssicherheit.
Zum Wechseln der Ventile ist oft wenig Platz. Mit einer
Spannvorrichtung wird die Traverse angehoben.
01 / 2015 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 3
WINTERSHALL DEUTSCHLAND 51
Barnstorf
Clausheide
Hartingen
Neu
Eydelstedt
Die neue, zwölf Kilometer lange, unterirdische Leitung
verbindet die Produktionsbohrungen im Ölfeld DüsteValendis, bevor sie ihren Weg zum Wintershall
Werkplatz nimmt.
Brockmannshausen
Hollen
Gothel
Wintershall
Werkplatz
Schierholz
Hun
te
Överlingen
Eydelstedt
Loge
Düste 11
Scharrel
Rechtern
Wintershall stärkt Standort Barnstorf
BARNSTORF. Wintershall investiert in den kommenden Jahren
rund 20 Millionen Euro in den Standort Barnstorf: Neben der Modernisierung der Erdölaufbereitung plant die BASF-Tochter den Bau
einer neuen Erdölleitung in das Feld Düste. „Diese hohen Investitionen sind ein starkes Bekenntnis zum heimischen Standort. Damit
rüsten wir uns für die traditionelle Erdölförderung in den nächsten
30 Jahren“, sagt Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland.
Wintershall beschäftigt am niedersächsischen Standort Barnstorf
(Landkreis Diepholz) 350 Mitarbeiter.
Insgesamt vier Stahltanks, die zur Erdölaufbereitungsanlage gehören, werden neu gebaut. Der erste Flachbodentank konnte bereits im
Herbst 2014 den Betrieb aufnehmen. Drei weitere Tanks mit einem
Fassungsvermögen zwischen 1,5 Millionen und 2,5 Millionen Litern
folgen. Der Neubau soll dann im Oktober kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Die Erneuerung der unterirdischen Erdölleitung vom Betriebsgelände in Barnstorf in das nahe gelegene Ölfeld Düste ist ebenfalls für dieses Jahr geplant. Sobald die Genehmigung vorliegt, sollen die Arbeiten
im Frühjahr 2015 beginnen. Im Erdölfeld Düste fördert Wintershall seit
1954 bisher insgesamt rund zwei Millionen Kubikmeter Erdöl. Und es
besteht noch Potenzial: Aktuellen Planungen zufolge kann weitere 30
Jahre Erdöl aus der Lagerstätte gewonnen werden. Von den Investi­tio­
nen in den Standort Barnstorf profitiert auch die Wirtschaft der Region.
3 Weitere Informationen:
www.wintershall.de/standort
Neujahrsempfang: Jede Menge gute Vorsätze
Frohes neues Jahr (v. l.): Ilka Strehlow, Pastorin der St.-Veit-Kirche;
Jürgen Lübbers, Samtgemeindebürgermeister Barnstorf; Andreas Scheck,
Leiter Wintershall Deutschland; Werner Schneider, stellv. Landrat Diepholz;
Peter Winkelmann, Gemeindebrandmeister.
BARNSTORF/EMLICHHEIM. Erstmals hat Wintershall am
Stammsitz in Barnstorf und am Standort Emlichheim zu Neujahrsempfängen eingeladen. Andreas Scheck, seit September 2014 neuer Leiter von Wintershall Deutschland, begrüßte in Barnstorf rund 50
Gäste, in Emlichheim waren es etwa 30.
In seinen Ansprachen betonte Scheck, er wolle die traditionelle
Erdöl- und Erdgasförderung in Niedersachsen und in Deutschland
Empfang in Emlichheim (v.l): Emlichheims Polizeichef Hubert Timmer;
Thomas Ruttmann und Andreas Scheck, beide Wintershall; Helmut Tieneken,
stellv. Gemeindebrandmeister; Daniela Kösters, Samtgemeindebürgermeisterin;
Horst Prei, Wintershall.
nicht nur fortsetzen, sondern auch ausbauen. „Und ich möchte unser Unternehmen als wichtiges Ausbildungs- und Innovationszen­
trum weiterentwickeln.“
Auf dem Neujahrsempfang in Emlichheim stellte Scheck auch Horst
Prei vor, der die Leitung des Standortes von Mario Dreier übernommen
hat. Horst Prei war vor seinem Wechsel nach Emlichheim mehr als
zehn Jahre für Wintershall in Libyen tätig.
4 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 01 / 2015
Heißer Dampf macht Hoffnung auf mehr
Bis zu einer halben Million Tonnen Erdöl extra: Wintershall setzt am Standort Emlichheim ein
bewährtes Förderverfahren in einer weiteren Erdölformation ein.
EMLICHHEIM. Es ist mehr ein Marathonlauf als ein Sprint: Die Bedampfung einer weiteren Formation in Emlichheim, des Gildehäuser
Sandsteins, zeigt erste Erfolge. Dort breitet sich 300 Grad heißer
Dampf im Gestein aus und bringt das vorhandene Öl in Bewegung.
„Die ersten Tendenzen sind gut, es ist aber noch ein weiter Weg“,
sagt Horst Prei, Betriebsleiter in Emlichheim.
Im April 2014 startete die Heißdampfinjektion in den Gildehäuser
Sandstein. Mit einem Injektor werden seitdem täglich bis zu 60 Tonnen Dampf mit einem Druck von fast 100 bar rund um die Uhr in die
Lagerstätte geleitet. „Unser Ziel ist es, zähes Öl mobil zu machen,
sodass es Richtung Förderbohrung fließen kann“, erläutert Prei.
Denn in Emlichheim klebt das Öl in den Gesteinsporen und ist
schwer zu fördern.
Seit drei Jahrzehnten wird bereits heißer Dampf erfolgreich in den
Bentheimer Sandstein in einer Tiefe von 700 bis 900 Metern injiziert,
Noch lange
nicht erschöpft
Das Erdölfeld Emlichheim
ist eines der größten und
ältesten in Deutschland. Mit
der Entwicklung innovativer
Fördertechnologien und dem
Einsatz des Dampfflutverfahrens seit 1981 konnte
Wintershall die Lebensdauer
signifikant verlängern. Die
BASF-Tochter fördert in
Emlichheim seit 70 Jahren.
auch hier muss das Öl durch die eingebrachte Wärme flüssig gemacht werden. Nun soll mit dieser Methode aus der darüber liegenden Gildehäuser-Sandstein-Formation der zähe Rohstoff gewonnen
werden. Rund drei Millionen Euro wurden in das Projekt investiert.
Großer Pluspunkt für die Planer ist die vorhandene Infrastruktur. So
konnten bestehende Bohrungen zur Produktion und Dampfinjektion
genutzt werden. Der bedampfte Sandstein wird erdgeschichtlich
dem Hauterive zugeordnet, einer Formation der marinen Unterkreide. Er befindet sich in einer Tiefe von 680 bis 880 Metern. Wenn die
Bedampfung funktioniert, dann könnten im gesamten Feld bis zu
500.000 Tonnen Öl mehr gefördert werden. „Für Euphorie ist es
noch zu früh. Aber wir haben einen langen Atem“, sagt Prei.
3 Weitere Informationen:
www.wintershall.de/emlichheim
Erfolgreich
seit 1981
Heißdampf
lässt zähes Öl
in Emlichheim
fließen.
0m
100 m
200 m
Gildehaus Sandstein
Bentheimer Sandstein
300 m
Über die Produktionsbohrungen wird neben Öl auch Gas und
Wasser gefördert.
400 m
500 m
600 m
700 m
Im Westen was Neues:
Emlichheim im Kino
Als Dankeschön für sieben
Jahrzehnte gute Nachbarschaft hat Winterhall in
Emlichheim einen Kinospot
gedreht. Der 31-sekündige
Spot verbindet die Emlichheimer Fahrradtradi­tion auf
unterhaltsame Art mit der
Erdölförderung in der Region.
Den Kinospot können Sie
hier ansehen: http://
wintershall.com/kinospot
800 m
900 m
1 Der Dampf wird mit
280 Grad Celsius und mit
einem Druck von 85 bar
in den Sandstein injiziert.
2 Das klebrige Öl löst
sich von den Gesteinsporen im Sandstein
und fließt in Richtung
Förderbohrung.
01 / 2015 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 5
WINTERSHALL DEUTSCHLAND
Von der Nordsee bis zu den Alpen
Wintershall ist weltweit aktiv. Ob in der libyschen Wüste,
den hohen Wellen der Nordsee oder dem Permafrost Sibiriens.
Die Heimat ist und bleibt jedoch Deutschland. Lesen Sie hier,
was an unseren heimischen Standorten passiert.
MITTELPLATE
Neue Bohrungen
Wintershall Deutschland und RWE Dea setzen auf der Bohr- und
Förderinsel Mittelplate im Wattenmeer die Serie neuer Bohrungen
fort. Das Programm sieht unter anderem vier neue Produktionsbohrungen vor. Bereits im Oktober 2014 wurde mit der zweiten
Bohrung A 26 als duallaterale Produktionsbohrung begonnen. Die
Bohrung soll eine Endteufe von über 6.000 Metern erreichen. Mit
der A 26 wird auf Mittelplate bereits zum vierten Mal die
sogenannte Duallateral-Technologie angewandt. Die neuen
Bohrungen sollen dazu beitragen, dass die Ölförderung auf dem
derzeitigen Niveau fortgesetzt werden kann.
BOCKSTEDT
Feldtest wird verlängert
Seit rund zwei Jahren läuft der erste
Praxistest mit dem Biopolymer Schizophyllan
im Ölfeld Bockstedt. Erfreulich: In einer der
Bohrungen wird bereits seit Monaten mehr Öl
gefördert. Nun soll der Test fortgesetzt
werden: „Wir haben beim zuständigen
Bergamt eine Verlängerung des Feldtests
beantragt“, sagt Gesamtprojektleiter
Burkhard Ernst. Bis Ende 2015 soll das
Gemisch aus Lagerstättenwasser und dem
Verdickungsmittel Schizophyllan in die
Lagerstätte injiziert werden.
EMLICHHEIM
Auszubildende sind Jahrgangsbeste
Die beiden Industriemechaniker Janis Bosmann (2. v. l.) und Jannis Roeles (3. v. l.) aus
Emlichheim haben jetzt ihre Ausbildung als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Wintershall bildet
seit Jahrzehnten erfolgreich aus. In den letzten Jahren wurde die Zahl der Lehrlinge ständig
erhöht. Die Qualität der Ausbildung sichert eine umfangreiche Betreuung. Johann Niers (r.)
ist seit mehr als 40 Jahren bei Wintershall tätig, als Meister in der mechanischen Werkstatt hat
er die beiden Industrie­mechaniker in Emlichheim auf ihre Prüfung vorbereitet. „Die Verantwortung für junge Menschen zu übernehmen, ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.
Es macht mir viel Freude, meine Erfahrung weiterzugeben“, so Niers.
LANDAU
Ab ins Beet
Vom 17. April bis 18. Oktober 2015 findet in Landau die
Landesgartenschau statt. Knapp 600.000 Blumenfreunde werden in diesem Zeitraum erwartet. Als offizieller
„Förderer“ wird Wintershall dieses besondere Ereignis
unterstützen. In den „Gärten der Pfalz“ wird das Thema
Erdölförderung als regionale Besonderheit gezeigt: Ein
eigens angelegter „Ölgarten“ unterstreicht die enge
Verbindung von Wintershall und der Pfalz. An prominenter Stelle wird außerdem eine Pferdekopfpumpe für
Aufmerksamkeit sorgen.
AITINGEN
Von der Technik begeistert
Wer einmal in den Genuss kommt, mit Sophie Oberbichler das Aitinger Betriebsgelände zu besichtigen, der lässt sich sofort anstecken von der Technikbegeisterung der jungen Produktionsingenieurin. Die 28-Jährige ist seit Januar stellvertretende Betriebsleiterin am bayerischen Wintershall-Standort. Zuvor studierte die
gebürtige Salzburgerin Petroleum Engineering an der Montanuniversität Leoben
und absolvierte zwei Praktika bei Wintershall. Im Oktober 2012 startete Oberbichler
im Nachwuchsprogramm SPEAD durch. Nach Stationen in Barnstorf, Stavanger
und Rijswijk sorgt sie nun für frischen Wind in Aitingen.
NEWSTICKER:
+++ Die Auszubildenden der Wintershall haben ihre Jugendausbildungsvertretung (JAV) gewählt. +++ Die
Ortsgruppe Barnstorf der IG BCE hat mit 100 Gästen ihren 60. Geburtstag gefeiert. +++ Wintershall prüft die Wiedererschließung
des ehemaligen Erdölfelds Suderbruch im Landkreis Nienburg. +++
6 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 01 / 2015
DREI FRAGEN AN
LYNN SCHRÖDER
macht bei Wintershall
in Barnstorf eine
Ausbildung zur
technischen
Produkt­designerin.
01
Frau Schröder, warum haben Sie sich
für eine Ausbildung im technischen
Produktdesign entschieden?
Ich hatte in den letzten zwei Schuljahren
das Fach Gestaltung. So bin ich überhaupt
darauf gekommen, dass ich einen Beruf mit
Zeichnen machen möchte. Beim Produkt­
design wird nicht mit dem Stift, sondern mit
dem PC gezeichnet, Kreativität braucht es
aber trotzdem. Spannend ist dabei, dass
jedes Projekt eine neue Herausforderung ist.
02
Was macht eine technische Produkt­
designerin eigentlich genau?
Am Anfang musste ich die Grundlagen des
technischen Zeichnens lernen – also die
Theorie. Aber dann ging es recht schnell in
die Praxis. Ich bekomme beispielsweise ein
Foto von einem Bauteil aus der Werkstatt.
Mit den CAD-Programmen am PC fertige
ich daraus zuerst eine Skizze und anschlie­
ßend eine dreidimensionale Grafik, bei der
auch Werkstoffeigenschaften eingebunden
sind. Aus der Grafik ziehe ich dann die
Zeichnungen aus den verschiedenen Blick­
winkeln – von vorne, hinten oder in der
Draufsicht. So sieht man, wie das Bauteil
letztlich aussehen soll.
Wintershall wertet Daten der
seismischen Messungen aus
BOCKSTEDT. Wintershall hat die seismischen Messungen in Bockstedt bei Barns­
torf im Dezember deutlich früher abgeschlossen als erwartet. Neben optimalen
Wetterbedingungen hat die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten geholfen, die
seismischen Messungen um etwa zwei
Monate zu verkürzen.
In den nächsten Monaten werden die bei
den Messungen gewonnenen Daten ausgewertet. „Wir können Ende 2015 sagen, wo
sich noch Bohrungen im Erdölfeld Bockstedt
lohnen“, sagt Projektleiter Tobias Fuhren.
Wintershall hatte die seismischen Messungen Ende August 2014 begonnen und
eine Fläche von 59 Quadratkilometern vermessen. Ziel der 3-D-Seismik ist es, neue
Ölvorkommen innerhalb des Erdölfelds
Bock­stedt zu finden und dessen Lebensdauer zu verlängern.
Während der seismischen Messungen hat
Wintershall vier Vibrationsfahrzeuge einge-
3 Weitere Informationen:
www.wintershall.de/bockstedt
Testförderung in Bedernau und Lauben
03
Was gefällt Ihnen an der Ausbildung
bei Wintershall?
Die Öl- und Gasbranche ist spannend,
abwechslungsreich und ein Bereich, der
uns alle betrifft. Das Wintershall-Team in
Barns­torf hat mich hier herzlich aufgenom­
men. Ich fühle mich sehr wohl und wurde
gleich in Projekte eingebunden. Ich kann
hier viel lernen, werde gut auf Prüfungen
vorbereitet und habe viele Möglichkeiten. Im
Rahmen der Ausbildung bin ich für drei
Monate in der Werkstatt und lerne dort, wie
aus unseren Zeichnungen letztlich die Bau­
teile entstehen.
setzt. Rund 140 Mitarbeiter haben jeden Tag
Datenkabel mit einer Gesamtlänge von über
300 Kilometern verlegt. Von 15.000 Punkten
aus haben die Vibrationsfahrzeuge Signale
in den Bockstedter Untergrund gesendet,
die dann von Geophonen aufgenommen
worden sind.
Im letzten Drittel der Messarbeiten hat
Wintershall erstmals auch den Einsatz kabelloser Geophone getestet. Die Datenübertragung erfolgt über WLAN. Damit entfallen die bisherigen langen Kabelstrecken
zum Messwagen. „Das ist ein großer Vorteil,
insbesondere innerorts, wo Straßen und
Bahngleise zukünftig mühelos überwunden
werden können“, erklärt Fuhren. „Aufgrund
der guten Erfahrungen wollen wir diese
Technologie auch bei künftigen seismischen
Messungen einsetzen.“
BEDERNAU/LAUBEN. Wintershall Deutsch­
land hat für die im Herbst 2014 abgeschlossenen Erkundungs­bohrungen im Unterallgäu eine Testförderung gestartet. Der Test
soll zeigen, ob eine Wiederaufnahme der
traditionellen Erdölförderung in Bedernau
und Lauben möglich ist.
Um den Fördertest durchführen zu kön-
nen, hat Wintershall jeweils eine Testpumpe
in die etwa 1.500 Meter tiefen Bohrlöcher in
Bedernau und Lauben eingesetzt. Das so
geförderte Erdöl wird zum Betrieb nach
Aitingen bei Augsburg transportiert. Die
Testproduktion wird voraussichtlich Ende
März abgeschlossen sein. „Bis Mitte des
Jahres fällt dann die Entscheidung, ob und
in welchem Umfang wir die traditionelle Erdölproduktion in der Region wiederaufnehmen
könnten“, sagt Projektleiter Andreas Hollauer.
20 Jahre sind vergangen, seit die letzten
Pferdekopfpumpen in den nicht weit von
Bedernau und Lauben entfernten Erdölfeldern Mönchs­rot und Hauerz abgebaut wurden – nun prüft Wintershall ihre Rückkehr.
Wintershall richtet daher das Interesse da­
rauf, diese traditionellen Erdölfelder neu zu
bewerten und zu schauen, ob man Öl aus
den bereits bekannten Feldern fördern kann.
3 Weitere Informationen:
www.wintershall.de/bedernau
01 / 2015 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 7
WINTERSHALL DEUTSCHLAND
Biolandwirt überrascht Mitarbeiter mit Kartoffeln
Guter Nachbar in Aitingen: Klaus Meitinger hat den Familienbetrieb 2010
zu einem Biobauernhof umgebaut.
AITINGEN. Es müssen ja nicht immer Pralinen und Wein sein, die
man als Geste des Dankes überreicht. Auch eine Ladung Kartoffeln
kann bisweilen Freude bei den Beschenkten auslösen! Diese außergewöhnliche Idee hatte Biolandwirt Klaus Meitinger aus Großaitingen
in Bayern, der die Wintershall-Mitarbeiter mit einer ganzen Palette
der frischen Feldfrüchte bedachte. Doch von vorn: Im Jahr 2006
übernahm Meitinger den Familienbetrieb von seinem Vater und baute
ihn 2010 zu einem Biobauernhof um. Auf den Feldern wachsen seit-
her Kartoffeln, Mais, Karotten und Zuckerrüben aus nachhaltigem
Anbau. Und da die hochwertigen Bioerzeugnisse bei den Verbrauchern sehr gefragt sind, muss Meitinger seine Lagerhalle dringend
erweitern. Das Problem: Eine unterirdische Rohrleitung, die seit Jahren
frisch gefördertes Erdöl zum Wintershall-Betriebsgelände transportiert,
liegt zu nah am geplanten Neubau. Kein Problem für Wintershall –
schließlich arbeitet man seit Ende der 1970er-Jahre ver­trauensvoll
mit dem Bauernhof zusammen. Kurzerhand wurde die Rohrleitung
um wenige kostbare Meter verlegt und schon steht dem Bauvorhaben nichts mehr im Weg. Sehr zur Freude Klaus Meitingers. „Wir
arbeiten mit Wintershall schon immer gut und reibungslos zusammen und jeder weiß, was er am anderen hat. Das passt einfach!“
Aitingen ist der mit Abstand größte Ölförderbetrieb im Alpenvorland. Seit 1979 betreibt die Wintershall das südlich von Augsburg
gelegene Fördergebiet und arbeitet seit Beginn eng mit den örtlichen
Bauern zusammen. Derzeit werden jährlich rund 40.000 Tonnen
Rohöl aus dem Lechfeld gefördert und fließen über ein Rohrnetz
zum Betriebsgelände der Wintershall. Darunter auch die Rohrleitung, die den Biobauernhof kreuzt. Neun Mitarbeiter sind derzeit auf
dem Betriebsgelände beschäftigt – dank Meitingers kleiner Aufmerksamkeit freuen sie sich nun über Pellkartoffeln, Bratkartoffeln
und Gratin zum Abendbrot!
eitere Informationen:
3W
www.wintershall.de/aitingen
ANGEKLICKT
Neue Internetseite für die
heimischen Förderregionen
Die Erdöl- und Erdgasaktivitäten von Wintershall in Deutschland präsentieren sich jetzt mit
einem neuen, eigenständigen Internetauftritt. Multimedial und mobil umfassend nutzbar,
kommt die neue Internetseite www.wintershall.de auch dem gewachsenen Informations­
bedürfnis in Deutschland und insbesondere in den heimischen Förderregionen entgegen.
Ziel der neuen deutschen Website ist vor allem die Unterstützung der Kommunikation
rund um die Regionen der deutschen Öl- und Gasförderung. Die Website soll Nachbarn,
Medien, Politik und Interessierte bei allen aktuellen Themen und Projekten auf dem Laufenden halten. Das Online-Angebot gibt spannende Einblicke in die Welt von Erdöl und Erdgas. Aktuelle Projekte präsentieren sich dabei mit vielen anschaulichen Bildern und Grafiken sowie Info-Filmen. In einer interaktiven Karte erhalten Nutzer einen Überblick über die
Produktionsstandorte und Konzessionen, in denen Wintershall aktiv ist.
http://www.wintershall.de
KONTAKT
Wintershall Holding GmbH
Rechterner Straße 2
49406 Barnstorf
Mark Krümpel
Tel. +49 5442 20-1251
Fax+49 5442 20-493
mark.kruempel@wintershall.com
8 HEIMISCHE FÖRDERUNG – ERDÖL UND ERDGAS IN DEUTSCHLAND. NEUES VON WINTERSHALL. 01 / 2015
Hier können Sie das Journal
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und abbestellen:
www.wintershall.de/journal
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