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AUS
DEM
BISTUM
Nr. 8 · 22. Februar 2015
Austausch, Gebet und Geselligkeit
150 Mesnerinnen und Mesner auf dem Hirschberg / Neuer stellvertretender geistlicher Beirat
er Mesnerverband der Diözese
Eichstätt sei „wie eine große
Familie“, betonte Diözesanvorsitzender Reinhard Brock bei den
traditionellen zwei Schulungsund Besinnungstagen auf Schloss
Hirschberg. 150 Mesnerinnen und
Mesner hatten sich dazu versammelt, um die Gemeinschaft zu pflegen und den neuen stellvertretenden geistlichen Beirat in ihrer Runde zu begrüßen.
Der erste Abend galt dagegen
der Weiterbildung: Mesner Xaver
Meyer aus Kottingwörth sprach
zum Thema „Liturgische Bücher“.
Der 74-Jährige erklärte die Gliederung der Inhalte, ebenso die Vorbereitung und das Aufschlagen der
Bücher zum Gottesdienst. Danach
beantwortete der mit 53 Dienstjahren sehr erfahrene Mesner viele
Fragen aus dem Kollegenkreis.
KEIN UNBEKANNTER
Die Diözesanversammlung eröffnete der geistliche Beirat des
Mesnerverbands, Domkapitular em.
Monsignore Rainer Brummer, mit
einem geistlichen Wort. Im Gebet
gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres. Diözesanvorsitzender
Brock hieß als 450. Mitglied im
Mesnerverband Elisabeth Scharpf
aus Erasbach willkommen. Als
neuen stellvertretenden geistlichen
Beirat stellte er Pfarrer Martin
Fuchs vor, der mit viel Beifall begrüßt wurde. Der Geistliche, langjähriger Leiter der Zirkus- und
Schaustellerseelsorge in Deutschland und jetzt Pfarrer von Berg und
Hausheim, erklärte, dass das Mesnerhandwerk sein großes Steckenpferd sei. Er kenne bereits viele
Mesner und pflege einen „guten
Draht“ zu ihnen. Bereits als zehnjähriger Ministrant habe er begonnen, sich für den Mesnerdienst zu
interessieren, erzählte Fuchs. Sein
Lehrmeister und Vorbild sei der
damalige Mesner seiner Heimatpfarrei St. Johannes in Neumarkt,
Albert Hiereth, gewesen. 2006
nahm Fuchs zusammen mit Pfarrer
Franz Glötzner an der Mesnerwallfahrt nach Rom teil und wurde damals Mitglied im Mesnerverband.
So wie der erste Tag mit einer
Andacht zum seligen Franz Jägerstätter, einem Patron der Mesner,
endete, so begann auch der zweite
Tag mit einem gemeinsamen Ge-
Fotos: van der Roost
D
Die Mesner werden
jünger. Im Bild oben
Peter Stiborsky (hinten,
M.) mit seinen Kollegen
aus dem Pfarrverband
Herrieden.
Diözesanleiter Brock
(Abb. r., M.) mit
geistlichem Beirat
Monsignore Brummer
(l.) und dessen neuem
Stellvertreter Fuchs.
bet. Nach dem Frühstück referierte
der Leiter des Eichstätter Seelsorgeamts, Domkapitular Alfred Rottler,
über die geplante Neuordnung der
Seelsorgeeinheiten (die KiZ berichtete) und stellte sich den Fragen
der Anwesenden, „die ja längst mit
der Praxis konfrontiert sind“, wie
Domkapitular em. Brummer im
Gespräch mit der KiZ feststellte.
STRUKTURWANDEL
Brummer hielt mit Domkapitular
Rottler die Heilige Messe zum
Abschluss der Tagung. Wie es
die Mesner von ihrem seit mehr als
20 Jahren amtierenden geistlichen
Beirat gewohnt sind, hielt dieser
seine Predigt in Reimform – ein
Zugeständnis an das Faschingswochenende, an dem die Jahrestagung stets stattfindet, weil die
Mesner laut Brummer „da einfach
am meisten Zeit haben“. In seiner
Predigt ging der Geistliche auch auf
gemeinsame Unternehmungen ein,
wie etwa eine Mesner-Fahrt nach
Budapest im vergangenen Herbst.
Bei der Diözesanversammlung
wurde augenscheinlich, dass im
Mesnerdienst ein Strukturwandel
Emsing) ist und seine Kenntnisse
aus dem Einführungskurs auf dem
Mariahilfberg in Neumarkt ausbauen wollte. Siegfried Allmannsberger aus Heideck dagegen
kommt seit Jahren gerne, um sich
mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu treffen. Wichtig seien ihm
Gespräche, Erfahrungsaustausch
und Geselligkeit, viele neue Infos
und die Dia-Show mit Bildern des
Vereinsjahrs, erzählte er der KiZ.
Peter Stiborsky war mit vier
Mesnerkolleginnen und einem
-kollegen aus dem Pfarrverband
Herrieden gekommen und berichtete von positiven Erfahrungen der
Zusammenarbeit der vier Pfarreien
im Pfarrverband. Die Aufregung
in Sachen „Seelsorgeeinheiten“
könnten sie nicht verstehen, meinten sie übereinstimmend, denn es
funktioniere bei ihnen sehr gut. Gesprächsbereitschaft, Kooperation
und eine positive Einstellung seien
jedoch nötig.
MIT 27
stattfindet. Wenn langjährige Mesnerinnen und Mesner aus gesundheitlichen Gründen und wegen
Altersbeschwerden nicht mehr in
der Lage sind, ihren Dienst auszuüben, oder wenn Todesfälle eine
Lücke hinterlassen, finden sich
immer seltener Nachfolger für das
Ehrenamt. So entstehen in den
Pfarreien zunehmend Teams engagierter Gemeindemitglieder, die
sich den Mesnerdienst aufteilen –
zum Beispiel Wochenende und
Werktage, Früh- oder Abendmesse,
Beerdigungen und Taufen, Blumenschmuck, Pflege der Außenanlagen. Dadurch gibt es immer mehr
jüngere Leute im Mesnerverband,
dessen Mitgliederzahl stetig steigt.
„Neue“ werden entsprechend geschult: Die Mitglieder der Vorstandschaft gehen auf Anfrage in
die Pfarreien, um vor Ort eine
Schulung zu halten. Dieses Angebot werde gerne angenommen,
hieß es auf dem Hirschberg.
Für einige Mesner war die Diözesanversammlung eine Premiere,
zum Beispiel für Nikolaus Frey,
der seit einem Jahr verantwortlicher Mesner in Altdorf (Pfarrei
IM
VORSTAND
Johannes Freihart aus der Pfarrei
St. Nikolaus in Oening ist 27 Jahre
jung und seit 2014 Beisitzer in
der Vorstandschaft des diözesanen
Mesnerverbands. Durch dieses
Engagement habe er schon viele
Freunde gewonnen, freute er sich
und kündigte an, sich künftig noch
mehr im Verband zu engagieren
und für weitere Aufgaben bereitzustehen. Daheim in der Pfarrei übernimmt er die Dienste bei Abendund Sonntagsgottesdiensten. Zum
Mesnerdienst kam er durch einen
Cousin, der ebenfalls Mesner ist.
Ulrike Heinrichmeier (47) ist seit
Juni 2013 ehrenamtliche Leiterin
des Mesnerteams (zwei Männer
und drei Frauen) in der Pfarrei
St. Jakobus der Ältere in Ornbau.
Nach dem frühen Tod ihres Mannes, der als hauptamtlicher Mesner
und Hausmeister angestellt war und
den sie immer in seiner Tätigkeit
unterstützt hatte, hat die evangelische Christin – mit Zustimmung
von Pfarrer und Kirchenverwaltung – dieses Amt übernommen
und ist mit Freude und Engagement
dabei. In der Vorstandschaft des
Mesnerverbandes ist sie Beisitzerin. Sie komme zu den Treffen
sehr gerne, sagt sie, nicht zuletzt
wegen der Gemeinschaft und Geselligkeit.
vb/gg
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