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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (20.02.2015)

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Vorhang auf: Wie sich Hollywood auf die Oscar-Verleihung vorbereitet
Feuilleton
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
(SZ) Als Gutsherr hat man es auch nicht
leicht. Man besitzt vielleicht ein großzügiges Anwesen mit allerhand Ländereien,
aber es ist heute nicht mehr möglich, anständiges Personal zu finden. Vor, sagen
wir, 150 Jahren hat der Name des Gutsherrn genügt, und der Landrat riss sich
den Zylinder vom Haupte. Heute schickt er
den Landesdenkmalpfleger ins Schloss,
der dort ungnädig erläutert, dass die Doppelgarage nahe der Remise sowie die Wildsau-im-Schnee-Tapete im Salon unverzüglich und auf eigene Kosten zu entfernen seien. Der Junker alten Schlages ist eine ausgestorbene Spezies, auch wenn der eine
oder andere seine Güter östlich der Elbe zurückgekauft hat.
Geblieben ist der Geist der Junker, und
er geht nicht nur in den alten Gemäuern ihrer aufgelassenen Herrensitze um. Gehalten hat sich in gewissen Kreisen vor allem
die Gutsherrenart, also die Kunst des möglichst herablassenden Umgangs mit niederen Lebensformen. Ein Großmeister dieser Fähigkeit ist bekanntlich Finanzminister Wolfgang Schäuble, gleich ob er seinem
Pressesprecher öffentlich die verbale Reitpeitsche gibt oder den griechischen Kollegen mit dem Goethe-Zitat belehrt: „Ein jeder kehre vor seiner Tür, und rein ist jedes
Stadtquartier.“
Das hätte Bismarck gefallen, dem alten
Hagestolz. Das nahende 200. Geburtsjubiläum des Reichsgründers von 1871, ostelbischen Junkers und Erzpreußen wird mit allerlei Feiern und Ausstellungen begangen.
Man tut ihnen vielleicht nicht völlig Unrecht mit der Vorahnung, dass sie einen Aspekt nicht in den Vordergrund rücken werden, welcher der festlichen Würdigung im
Wege steht: Der Demokratenfresser Otto
von Bismarck war nämlich „enne fiese
Möpp“, wie die Rheinländer sagen (die erwachen ja soeben aus dem Taumel des Karnevals, der zur Verhohnepiepelung der ungeliebten preußischen Besatzer erfunden
wurde). Wir in Bayern wissen ebenfalls,
was er uns raubte, das stolze, eigenstaatliche Königreich, das er dem bedauernswerten Märchenkönig Ludwig II. abluchste.
Noch lange berichteten bayerische Veteranen, der Sechsundsechziger-Krieg, obgleich verloren, sei der schönste von allen
gewesen, denn damals, 1866, habe man wenigstens auf die sakrischn Preißn schießen
dürfen. Aber die hatten natürlich bessere
Gewehre. Nur vier Jahre später erhielt Bismarck das berühmte Telegramm seines
Münchner Botschafters: „Ganz geheim.
Der König von Bayern ist durch Bauten
und Theater in große Geldverlegenheit geraten. Sechs Millionen Gulden würden ihm
sehr angenehm sein, vorausgesetzt, dass
die Minister nichts erfahren . . .“. Und
schon kaufte Bismarck der armen Seele
Ludwigs die Zustimmung zur Reichsgründung ab. Das war fies. Man kann natürlich
auch Gutes über Bismarck sagen, zum Beispiel, dass jene, die direkt nach ihm kamen, noch viel fiesere Möppe waren.
MÜNCHEN, FREITAG, 20. FEBRUAR 2015
71. JAHRGANG / 8. WOCHE / NR. 42 / 2,60 EURO
Durch die Blume In diesem Frühling
blüht es in der Mode: In den Entwürfen des
Designers Dries Van Noten zum Beispiel,
der im Interview von seiner Liebe zur Gartenarbeit erzählt. Außerdem: ein Ausflug
zu einem besonderen Beet im Weltall. Und
der Abgesang auf eine Firmentradition:
den Büroblumenstrauß. Ein Modeheft
im Zeichen des Gartens.
Liegt nicht der gesamten Auslandsauflage bei
Sechs Seiten Beilage
Heute mit Immobilien:
Kauf- und Mietmarkt
Viele Griechen haben 1981 den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Gemeinschaft gefeiert. Die Mitgliedschaft in der EG weckte wirtschaftliche Hoffnungen, doch die
Industrie entwickelte sich schwächer als anderswo. Die Schulden wuchsen, es ging bergab: aus Euphorie wurde Enttäuschung.
FOTO: DDP-IMAGES
Brief aus Athen führt zu Zerwürfnis
Finanzminister Schäuble stellt sich gegen Griechenlands Antrag, das Hilfsprogramm zu verlängern.
Berlin vermisst ein deutliches Bekenntnis zu Reformen, andere Länder halten sich mit Kritik zurück
von guido bohsem
und cerstin gammelin
Berlin/Brüssel – Bundesfinanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU) hat die griechischen Vorschläge zur Lösung der Finanzprobleme des Landes strikt zurückgewiesen. In harschen Worten wies er einen Antrag seines Kollegen Yanis Varoufakis auf
eine Verlängerung des bestehenden Rettungsprogramms zurück. „Der Brief aus
Athen ist kein substanzieller Lösungsvorschlag“, sagte sein Sprecher.
Varoufakis hatte am Donnerstag schriftlich beantragt, das noch bis 28. Februar laufende Rettungsprogramm um sechs Monate zu verlängern. Schäuble zufolge erfüllt
dieser Antrag jedoch nicht die von den Euro-Partnern gestellten Anforderungen. Er
laufe vielmehr auf eine „Brückenfinanzie-
rung“ hinaus – also darauf, noch offene
Kredite aus dem Rettungsprogramm zu erhalten, ohne sich zugleich zu den bestehenden Spar- und Reformauflagen zu verpflichten. Mit dieser ungewöhnlich harten
Reaktion hat Schäuble den Konflikt mit
der griechischen Regierung deutlich verschärft. Um eine Lösung zu finden, bat der
griechische Premierminister Alexis Tsipras am Donnerstagnachmittag um ein Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Beide Regierungschefs
sprachen erstmals seit der Amtsübernahme von Tsipras Ende Januar miteinander.
Angesichts der außergewöhnlichen
Schärfe des Konflikts wird erwartet, dass
sich die Staats- und Regierungschefs der
Euro-Zone auf einem Sondergipfel in den
nächsten Tagen über einen Kompromiss
verständigen müssen. Zuvor sollen sich die
Finanzminister der Euro-Länder an diesem Freitag in Brüssel noch einmal beraten. Schäubles Ressortkollegen hielten
sich am Donnerstag mit Kritik zurück.
Auch Jeroen Dijsselbloem, Leiter der EuroGruppe, bestätigte lediglich, den Brief von
Varoufakis erhalten zu haben. Der spanische Minister Luis de Guindos forderte, beide Seiten sollten „konstruktiv reden“.
Bundesfinanzminister Schäuble hält
den Antrag des griechischen Finanzministers für so geschickt formuliert, dass er auf
völlig unterschiedliche Art und Weise interpretiert werden könnte. So bekenne sich
das Land nicht klar dazu, die Auflagen aus
dem laufenden Reformprogramm zu erfüllen. Es kündige in dem Schreiben lediglich
an, sich auf einen Abschluss des Programms zubewegen zu wollen. Dies reiche
jedoch nicht aus, hieß es im Finanzministe-
rium. Klare Aussagen seien zwingend notwendig, um weiter mit dem Land zusammenzuarbeiten.
Der Streit um Finanzhilfen spaltet die
Bundesregierung. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte die
harsche Ablehnung Schäubles. Das schriftliche Angebot aus Athen sei „ein erster
Schritt in die richtige Richtung“, hieß es in
Ministeriumskreisen. Diese neue Haltung
sollte „als Ausgangspunkt für Verhandlungen“ genutzt und nicht vorher öffentlich
abgelehnt werden.
Die Euro-Partner haben Griechenland
geraten, das bis 28. Februar laufende Rettungsprogramm bis Sommer zu verlängern, um kurzfristig zahlungsfähig zu bleiben. Athen muss dieses Jahr 17 Milliarden
Euro an Kreditgeber zurückzahlen und ist
dazu auf Hilfe angewiesen. Seiten 2, 4
HEUTE
Seite Drei
Das Jugendstil-Kaufhaus von
Görlitz ist eine Perle. Und sein
Besitzer ein Fremdenfeind?
3
Meinung
Der Fall Nisman spaltet
und radikalisiert
Argentiniens Gesellschaft
4
Panorama
Getötet aus Langeweile. Der
Krankenpfleger von Delmenhorst
spricht vor Gericht
9
Feuilleton
Das verletzte Frankreich
befragt seine Schriftsteller über
Religion und Gewalt
11
Unter allen langlebigen Diktaturen Afrikas ist die von Teodoro Obiang die langlebigste. Seit 35 Jahren beherrscht er das
winzige Äquatorialguinea, das er wie seinen Privatbesitz führt. Da das Land die
drittgrößte Ölförderung Afrikas hat, wird
Obiangs Vermögen von der Zeitschrift Forbes auf 600 Millionen Dollar geschätzt; genau weiß man es nicht, denn Transparenz
gehört nicht zu seinen Prioritäten. 3,5 Millionen Dollar dürften in jedem Fall nicht
viel Geld für ihn sein. Diese Summe soll
der Diktator nun für den Karneval in Rio
gespendet haben – um Reklame für sein
Land zu machen. Seitdem wird in Brasilien heftig darüber gestritten, ob der weltberühmte Karneval käuflich sei.
Empfängerin von Obiangs Zuwendung
war die Sambaschule Beija-Flor (Kolibri).
Alljährlich wetteifern die Sambaschulen
um den Titel der besten Show. Dieser ging
in diesem Jahr unangefochten an BeijaFlor, die ein prachtvolles Defilee mit Tän-
Wissen
Wie der Abbau von Torf
die globale Erwärmung
beschleunigt
18
Medien, TV-/ Radioprogramm
Kinder- und Jugendliteratur
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
33,34
17
28,29
9
32
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51008
4 190655 802602
Diktatoren-Samba
Brasilien streitet über eine dubiose Spende für den Karneval
zerinnen, Trommlern und riesigen Motivwagen mit bunten Impressionen aus Afrika präsentierte – unter besonderer Erwähnung Äquatorialguineas. Der Verein
bekam von der Jury am Mittwoch 269,9
von 270 möglichen Punkten.
Sponsoring ist nicht unüblich beim
Karneval, Brauereien werben dort, auch
die unverdächtige Schweiz hat Geld für eine Samba-Show ausgegeben. „Bei knapp
30 Grad Hitze lieferte Vorjahressieger Unidos da Tijuca den Zuschauern den Winter
aus Europa, genauer aus der Schweiz, frei
Haus. Auf einem Wagen war eine Eisfläche installiert, auf dem Schlittschuhläufer Samba tanzten“, berichtete die Schweizerische Depeschenagentur SDA dazu.
Aber ein Diktator wie Obiang? Eines hat
er erreicht: Seitdem O Globo von der Spende berichtete, weiß jeder Brasilianer, was
„Guiné Equatorial“ ist. Reporter folgten
der Diktatorenfamilie auf Schritt und
Tritt, berichteten, dass sie im Copacabana Palace logierte und ein Bankett für 40
Personen ausrichtete, das umgerechnet
24 000 Euro gekostet habe. Zudem wurde
gemeldet, dass die Bevölkerung Äquatorialguineas bettelarm sei und das Land eine der höchsten Kindersterblichkeit aufweise. Kritiker landeten dort im Kerker.
Entsprechend die Entrüstung: „Unser
Karneval ist zu einer Industrie verkommen“, schimpfte Roberto DaMatta, Autor
eines Buches über den Karneval: Die Sambaschule habe ihr Prestige verkauft an einen Diktator. Beija-Flor-Präsident Farid
Abraao gab zu, man habe Zuschüsse erhalten, nannte aber keine Beträge. Ein anderer Sprecher der Sambaschule sagte, es
habe lediglich „kulturelle Unterstützung“
gegeben, um das Bild Afrikas zu verbessern. Das ist durchaus naheliegend: Die
Hälfte der Brasilianer hat afrikanische
Wurzeln, in Musiktraditionen wie der
Samba ist das gut erkennbar.
Doch ausgerechnet Äquatorialguinea
ist als Referenz ungeeignet. Es war spanische, nicht portugiesische Kolonie, was
sich bis heute auswirkt. Teodoro Obiang
etwa soll beim Abendessen auf seiner spanischen Paella bestanden haben, die in
Brasilien nur schwer erhältlich ist. Und
auch die gesponserte Show sei nicht wirklich gelungen, sagte die Anthropologin Alba Zaluar zu O Globo. Sie sei zwar farbenprächtig und schön gewesen, trotzdem habe der Umzug sie wütend gemacht. Denn
er habe nichts anderes gezeigt als AfrikaKlischees.
sebastian schoepp
Lokführer zunehmend isoliert
Nach der Streik-Drohung der GDL distanziert sich jetzt der Dachverband und stellt Hilfe für neuen Ausstand infrage
München – Die Gewerkschaft Deutscher
Lokomotivführer (GDL) kann offenbar
nicht länger auf die uneingeschränkte Unterstützung ihres Dachverbands, des Beamtenbunds (DBB), zählen. Dessen Vorsitzender Klaus Dauderstädt distanzierte
sich am Donnerstag vom Plan der GDL, im
Konflikt mit der Deutschern Bahn erneut
einen großen Streik auszurufen. Es sei
„jetzt nicht die Zeit für Eskalation, sondern
für intensive Verhandlungen“, sagte Dauderstädt dem Tagesspiegel.
Die Organisation machte auch auf Nachfrage kein Geheimnis daraus, wie diese Äußerung gemeint war. Der Beamtenbund
führt die Streikkasse für die 43 Gewerkschaften, die ihm angehören. Auf Antrag einer Gewerkschaft unterstützt er pro Streiktag jeden Streikenden mit maximal 50 Eu-
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www.sz-content.de
Jegliche
ro. Darüber muss aber der Vorstand der
DBB-Bundestarifkommission jedes Mal
einzeln abstimmen. Für mehrere Streiks
im vergangenen Jahr hatte die GDL die erforderlichen Anträge gestellt, „die im
Grundsatz akzeptiert worden sind“, wie es
beim DBB hieß. Abgerechnet habe die GDL
diese Streiks aber noch nicht. Auf die Frage, ob der DBB auch den Streik wieder mitfinanzieren wird, der nun von GDL-Chef
Claus Weselsky angekündigt wurde, sagte
ein DBB-Sprecher nur: „Erst mal brauchen
wir einen Antrag.“ Die Organisation lässt
die Lokführer also ausdrücklich im Unklaren, ob sie erneut mit Geld rechnen dürfen.
Dauderstädts Äußerung wurde jedoch
allgemein so interpretiert, dass er eine weitere Unterstützung aus der Streikkasse derzeit nicht befürworten würde. Der Vorsit-
zende sagte weiter: „Zwei aktuelle Positionspapiere liegen auf dem Tisch und müssen in Übereinstimmung gebracht werden.“ Er fordere die Tarifparteien „nachdrücklich auf, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren“. Im Herbst
hingegen hatten Dauderstädt und sein Vize Willi Russ die Streiks der GDL noch öffentlich verteidigt.
Der Bahnkonzern nutzte die Gelegenheit, um daran zu erinnern, wie der Beamtenbund sonst seine Tarifverhandlungen
führt, zum Beispiel im öffentlichen Dienst.
Personalvorstand Ulrich Weber sagte in einer Telefonkonferenz mit Journalisten:
Dauderstädt habe „ja eigene Erfahrungen“, wie eine Gewerkschaft zwar im Wettbewerb mit einer anderen – Verdi – stehen,
aber dennoch bei Tarifverhandlungen ko-
operieren könne. Es sei dabei für jede Gewerkschaft möglich, ihr „eigenes Profil zu
bewahren“. Der Tarifkonflikt bei der Bahn
zieht sich deshalb so hin, weil die konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG
es ablehnen, gemeinsam mit dem Konzern
zu verhandeln. Also laufen die Verhandlungen getrennt; und besonders die GDL befürchtet, die Bahn wolle sie am Ende in ein
Korsett zwingen, das sie zuvor mit der EVG
schneidern werde.
Unterdessen hat sich ein Minister entschlossen, in dem Konflikt Partei zu ergreifen – jedoch nicht der Verkehrs-, sondern
der ebenfalls der CSU angehörende Landwirtschaftsminister. Christian Schmidt
sagte: „Es fällt schwer, für zeitlich und örtlich breite Streiks Verständnis zu entwickeln.“ detlef esslinger
Seite 4
Waffenruhe
angemahnt
Minsker Runde beharrt auf
Vereinbarung für die Ostukraine
München – Nach der Einnahme der ostukrainischen Stadt Debalzewe durch Separatisten halten Russland, die Ukraine,
Frankreich und Deutschland weiter am
Minsker Abkommen fest. In einem Telefonat verurteilten Kanzlerin Angela Merkel
sowie die Präsidenten Russlands, der Ukraine und Frankreichs, Wladimir Putin, Petro Poroschenko und François Hollande,
den Bruch der Waffenruhe. Sie mahnten
Schritte für ein Ende der Kämpfe im Osten
des Landes an. sz
Seiten 4 und 8
EZB veröffentlicht
Sitzungsprotokoll
Frankfurt – Die Europäische Zentralbank
(EZB) hat am Donnerstag erstmals das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung
veröffentlicht. Der EZB-Rat beschloss vor
vier Wochen den umstrittenen Ankauf von
Staatsanleihen. Mit der Dokumentation
kommt die EZB der Forderung nach mehr
Transparenz nach. zyd
Wirtschaft
SPD-Linke kritisiert
Freihandelsabkommen
Berlin – In der SPD regt sich neuer Widerstand gegen das umstrittene Freihandelsabkommen der EU mit Kanada, Ceta. In einem Positionspapier fordert die Parlamentarische Linke der Fraktion massive Nachbesserungen. Das Abkommen ist bereits
ausgehandelt. miba
Wirtschaft
Das Armutsrisiko
in Deutschland wächst
Berlin – Mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht, so viele wie nie zuvor seit der Wende. Das geht aus einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hervor. Im Norden und Osten sind die Einkommen besonders niedrig. sz
Seite 5, Wirtschaft
Dax ▲
Dow ▼
Euro ▼
Xetra 16.30 h
10976 Punkte
N.Y. 16.30 h
17976 Punkte
16.30 h
1,1378 US-$
+ 0,15%
- 0,30%
- 0,0015
DAS WETTER
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NACHTS
Über den Norden und Westen breiten sich
Wolken mit Regen und Sprühregen aus.
Sonst ist es nach Auflösung von Nebel
meist freundlich und trocken. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen vier
und zwölf Grad.
Seite 17
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