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Lösungen zu den Lernstationen

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deutsch.punkt 1 (Gymnasium) – Lösungen zu den Lernstationen
Lernstation: Lesestrategien, Lesetechniken
1. Lesen ist nicht gleich Lesen: Lesestrategien
Hier sind unterschiedliche Lesesituationen im Foto eingefangen worden. Stelle Vermutungen
über diese Situationen an und überlege,
• wo und wann
• was
• wie und
• warum in den einzelnen Situationen gelesen wird.
Du kannst deine Überlegungen mit Hilfe einer Tabelle ordnen:
Situa- Wo und wann?
tion
1
zuhause, in der
Bibliothek;
beim Lernen
2
am Strand, in
den Ferien
3
Unterrichtsraum, Kirche
4
tagsüber in der
Innenstadt von
Leipzig
abends im Bett
5
Was?
Warum?
Wie?
ein Buch – vielleicht ein
historischer Roman oder
ein Sachbuch
schlecht zu erkennen – in
dieser Situation (Ferien!)
vermutlich ein Krimi,
vielleicht auch eine
Zeitschrift
ein Buch, vielleicht mit
religiösem Inhalt
will vielleicht etwas
Bestimmtes wissen
oder ein Problem lösen
zur Unterhaltung, um
keine Langeweile zu
bekommen
angespannt,
konzentriert,
nachdenkend
entspannt, locker,
zügig – aber ohne
Zeitdruck
den Innenstadtplan von
Leipzig (für Touristen)
ein spannendes Buch,
vielleicht ein
Abenteuerroman oder ein
Krimi
konzentriert –
aber ohne
Anspannung
aufmerksam,
interessiert,
entspannt
will wissen, wie die
vertieft,
Geschichte weitergeht; versunken,
zur Unterhaltung
konzentriert –
aber ohne Stress
man sucht oder
wiederholt vielleicht
eine bestimmte Stelle
man sucht etwas, will
sich orientieren
2. Überfliegendes Lesen
2.2 Augenbewegungen kontrollieren
Führe diese Übung mit einem kleinen Kartonkärtchen durch (Blitzkartentechnik). Zunächst
verdeckst du mit der Karte den Text. Dann gibst du die jeweils nächste Zeile durch eine
ruckartige Bewegung ganz kurz frei. Dabei ist der Text zwischen einer Fünftel- und einer
Zehntelsekunde sichtbar.
In dieser Zeit sollten deine Augen das Gedruckte erfassen.
1
Man kann sich weitere „Augenbewegungsbilder“ selbst zeichnen (mit unterschiedlichen
Haltepunkten). Man kann sich aber auch beliebige Raumpunkte (im Klassenzimmer, auf einem
Plakat gegenüber der Bushaltestelle usw.) ausdenken bzw. festlegen und mit ihnen üben; die
Raumpunkte müssen dabei im Sichtfeld liegen, d.h. der Kopf sollte beim Üben möglichst nur
ganz geringfügig bewegt werden.
2.3 Beim Lesen mitdenken und vorausschauen
Was fehlt bei diesen Wörtern? Welche Wörter sind leicht zu erkennen?
Was würde sich an der Verständlichkeit ändern, wenn man die Groß- und Kleinschreibung
beachtet? Bei welchen Wörtern müsste man den Zusammenhang kennen, um zu wissen, was
gemeint ist?
Bei den Wörtern fehlen die Vokale bzw. die Diphthonge. – Die Wörter sind umso leichter zu
erkennen, je mehr Konsonanten ein Wort enthält. – Zu den meisten Konsonantengruppen können
nur Nomen gebildet werden. Hier spielt die Groß- und Kleinschreibung für die Verständlichkeit
keine Rolle. Bei „tsch“ könnte aber auch die Befehlsform von „tauschen“, also „tausche“,
eingesetzt werden. In solchen Fällen würde die Groß- und Kleinschreibung helfen. Man weiß
dann, ob „tausche“ oder z.B. „Tisch“ gesucht wird. – Ohne den Zusammenhang sind folgende
Beispiele unklar: „mnd“ („Mund“, „Mond“ sowie, als Fremdwort, „Mind“, vgl. „Mind-MapVerfahren“), „tsch“ („Tisch“, „Tasche“, „Tausch“, „Tusche“) und „mlch“ („Milch“, „Molch“).
In diesem Beispiel sind mehr als 50% der Schrift eingeschwärzt. Kannst du den Textabschnitt
trotzdem lesen? Was macht dein „Kopf“, wenn du bestimmte Buchstaben oder Wörter nicht
zweifelsfrei identifizieren kannst?
Der Text bleibt trotz der Einschwärzungen relativ gut lesbar, da der „Kopf“ die richtigen
Buchstaben aus dem Zusammenhang erschließt bzw. das Schriftbild ergänzt.
Macht es hinsichtlich der Verständlichkeit einen Unterschied, ob die Zeilen oben, in der Mitte
oder unten geschwärzt sind?
Ob die Zeilen oben oder unten eingeschwärzt sind, ist relativ egal. Wären die Zeilen aber in der
Mitte eingeschwärzt, wäre der Text nur noch sehr, sehr schwer zu entziffern.
Wie lange brauchst du (in Minuten), um alle Lücken zu ergänzen und den Text flüssig zu lesen?
Der Lesetext (S. 206 unten) ohne Lücken:
Am 12. März 1930 macht sich Mahatma Gandhi im Westen Indiens zu Fuß auf den Weg ans 380
Kilometer entfernte Meer. Er will Salz holen. Die Briten herrschen in Indien. Sie haben verboten,
aus dem Meer Salz zu gewinnen, obwohl die Einheimischen das immer so gemacht haben. Die
Briten aber wollen die Menschen zwingen, das teure besteuerte Salz bei ihnen zu kaufen. Gandhi,
ein friedlicher Mensch, den viele verehren, will dagegen protestieren. Vier Wochen später ist
Gandhi am Meer. Tausende Menschen sind ihm gefolgt. Gandhi hebt Salz auf, und viele machen
es ihm nach. Immer mehr Inder kommen an das Meer – und werden dafür eingesperrt. Nach ein
paar Tagen sind 100.000 Menschen im Gefängnis! Daraufhin geben die Engländer nach! Die
Inder, die am Meer wohnen, dürfen ihr Salz wieder aus dem Meer holen.
2
3. Gezielt bestimmte Informationen ermitteln – Suchendes Lesen
Du suchst nach einer Ärztin, deren Name – soweit erinnerst du dich – mit J anfängt und die
wahrscheinlich im Freiherr-vom-Stein-Weg wohnt. Wie gehst du vor? Wie schnell hast du die
Telefonnummer gefunden?
Man sucht zunächst nach Personen, die „Dr. med.“ sind, und prüft dann, ob sie im Freiherr-vomStein-Weg wohnen. Die Ärztin heißt „Jods, Elisabeth Dr. med.“ (Rufnummer: 7348319).
Diese Zeilen enthalten je fünf Wörter. Eines davon passt inhaltlich nicht zu den anderen. Decke
jede Zeile nur kurz auf (Blitzkartentechnik!). Notiere das Wort, das nicht in den
Sinnzusammenhang der Zeile passt.
Nicht in die jeweilige Reihe passen: „Wüste“ (kein Gewässer), „Fledermaus“ (kein Jagdvogel),
„Elke“ (kein Männername), „Löwe“ (kein landwirtschaftliches Nutzvieh), „Kartoffel“ (kein
Obst), „hässlich“ (kein positives Adjektiv; kleingeschrieben).
Um welche Karten geht es, wenn man den folgenden Spieler zum Aufnehmen von zwei Karten
oder zum Aussetzen zwingen will?
Beim suchenden Lesen – das weißt du bereits – „überfliegt“ man den Text und konzentriert sich
auf bestimmte Wörter. Nach welchen Wörtern hast
du gesucht, um die Antwort auf die erste Frage zu finden?
Gesucht wird nach der Sieben („Aufnehmen von zwei Karten“) und der Acht („einmal
aussetzen“).
Eine weitere Technik des suchenden Lesens ist, die Anfänge der Textabschnitte zu lesen und
festzustellen, worum es in dem Abschnitt geht und ob die gesuchte Information vorkommen
könnte. Was verraten dir die Anfänge der Textabschnitte in diesem Fall?
Die Anfänge „Der Kartengeber …“ bzw. „Vorhand spielt als Erster aus.“ zeigen, dass es hier um
den allgemeinen Spielablauf geht, also noch keine Details oder Varianten des Spiels besprochen
werden dürften.
4. Sich mit einem Text in Einzelheiten auseinander setzen – Genaues Lesen
4.2 Leseklippen überwinden
Probiere diese Technik selbst aus. Du kannst dir einen Text aus deutsch.punkt 1 kopieren und
so auf ein leeres Blatt kleben, dass ein breiter Rand bleibt. Notiere auf diesen Rand dein
Gespräch (Fragen, Antworten, Bemerkungen) mit dem Text.
Zwischen den Klammern steht die genaue Bezeichnung, auch lateinisch („Desmodontidae“), der
Vampire. – „Familie“ bedeutet, dass Vampire eng mit den Fledermäusen verwandt sind und ihnen
zugeordnet werden. – Die Subtropen und Tropen liegen von uns aus gesehen südlich im Umkreis
des Äquators.
Mache dir die Leseklippen bewusst, auf die du in diesem Lexikon-Eintrag stößt:
Was z.B. steht am Anfang zwischen den runden Klammern? G
•G
•
Was hat es mit dem ungewöhnlichen Wort „Desmodontidae“ auf sich?
•
Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Familie“?
•
Wo findest du auf dem Globus die Tropen und die Subtropen?
3
Eine leichter lesbare Fassung könnte so lauten:
„Die Echten Vampire, sie heißen lateinisch Desmodontidae, sind zwar mit unseren Fledermäusen
verwandt, kommen aber nur in Mittel- und Südamerika vor. Sie sind zwischen 6,5 und 9 cm lang
und haben keinen von außen sichtbaren Schwanz. Vampire sind nachts aktiv. Erst bei völliger
Dunkelheit verlassen sie ihren Schlafplatz und gehen auf die Jagd. Sie ernähren sich vom Blut
von Säugetieren oder Vögeln. Diesen fügen sie mit ihren messerscharfen Zähnen kleine Wunden
zu und lecken das austretende Blut auf. Früher haben manche Menschen geglaubt, dass Vampire
verstorbene Menschen seien, die nun nachts anderen das Blut aus den Adern saugen würden.“
4.3 Themen und Inhalte ermitteln
Welche Wörter hättest du im vierten Absatz als Schlüsselwörter markiert oder notiert?
Mögliche Schlüsselwörter könnten sein: „Hohle Bäume … abgeholzt“, „Sumpfgebiete …
trockengelegt“, „Insektengifte gespritzt“, „weniger Nahrung“ und „weniger Fledermäuse“
Formuliere Überschriften für die einzelnen Abschnitte sowie für den ganzen Text.
Absatz 1: Was Fledermäuse sind; Absatz 2: Fledermausarten; Absatz 3: Lebensgewohnheiten der
Fledermäuse; Absatz 4: Bedrohter Lebensraum – die Überschrift für den ganzen Text könnte
einfach „Über die Fledermaus“ heißen
Lernstation: Sich und andere informieren
1. Fragestellungen klären
Um welche Fragen geht es in diesen Zeitungsberichten? Welche Fragen hast du selbst dazu?
Beide Zeitungsartikel antworten auf die W-Fragen (siehe dazu den zweiten Aufgabenteil). Der
Text „Wolf im Bramwald“ stellt darüber hinaus Fragen („Erster wilder Wolf im Bramwald seit
200 Jahren?“, „Auf uraltem Fernwechsel?“, „Warum nicht jetzt auch weiter westlich?“), zum Teil
auch, um die Leserinnen und Leser auf den Bericht neugierig zu machen. Auch der Text „HarzLuchse“ enthält drei Fragen, die aber nicht als Fragesätze formuliert sind („Hat auch ein drittes
Muttertier Junge geworfen?“, „Starb ein kleiner Luchs in Folge des Autounfalls?“, „Haben vier
der ausgesetzten Tiere den Harz bereits wieder verlassen?“).
Setze das Verfahren fort. Wie würden deine Fragen zu den jungen Luchsen aussehen?
Mache dir klar, welche weiteren Fragen du vielleicht noch zum Thema „Wölfe“ hast und
worüber du dich noch informieren möchtest.
Dazu kannst du das Mind-Map-Verfahren (Gedanken-Landkarte) anwenden:
Versuche die Mind-Map weiter auszubauen.
Wie würde die Gedanken-Landkarte z.B. für Luchse oder ein anderes Tier aussehen?
Entsprechend der Fragenübersicht zu den Wölfen können auch Fragen zu Luchsen oder anderen
Tieren erstellt werden. Die Mind-Map (vgl. den dritten und vierten Aufgabenteil) soll nur dabei
helfen, weitere eigene Fragen zu finden.
4
W-Fragen Informationen aus dem
Fragen des Textes
Text „Wolf im Bramwald“
Wer?
Wer hat ihn gesehen?
Wer hat Wölfe in
Brandenburg gesehen?
Wo?
Wo wurde er gesehen?
Bewegt er sich auf dem
uralten Fernwechsel?
Wann?
Wann hat man ihn
Seit wann genau ist der
gesehen? Seit wann ist er
Wolf wieder im
Bramwald?
ausgestorben?
Was?
Was genau wurde
Handelt es sich wirklich
beobachtet?
um einen Wolf?
Wie?
Warum?
Wozu?
Wie (Unter welchen
Umständen) wurde die
Beobachtung gemacht?
Wie sah er aus?
Warum ist die
Beobachtung so
außergewöhnlich?
Wie alt war das Tier?
Warum ist der Wolf
zurückgekehrt?
eigene Fragen
Wer hat Wölfe in
Deutschland ausgerottet?
Wo leben Wölfe sonst noch?
Wann (und: Warum) gehen
Wölfe auf Wanderschaft,
einen Fernwechsel?
Kann ein Wolf dem
Menschen gefährlich
werden?
Wie kann man einen Wolf
von einem Hund
unterscheiden?
Warum sind Wölfe in
Deutschland so selten?
2. Informationen sammeln
Ordne die Informationsmöglichkeiten rechts den Texten bzw. Bildern A bis F zu.
Welche anderen Möglichkeiten, dich zu informieren, kennst du?
A: Experten-Befragung; B: Lexikonauskunft; C: Buchhandlung; D: Bücherei/Bibliothek; E:
Internet-Recherche; F: Fernsehsendung, Hörfunk. Andere Informationsmöglichkeiten: Zeitungen,
Zeitschriften, Archive, Institute, Behörden, weitere Personen (Eltern, Lehrerinnen und Lehrer
usw.).
Mache dir klar, welche Informationsmöglichkeiten es gibt und welche Vor- und Nachteile sie
haben. Ordne dazu die folgenden Anleitungen (S. 217/218) den Informationsmöglichkeiten (oben)
zu. Ergänze bzw. vervollständige gegebenenfalls die Anleitungen.
ExpertenBefragung
Lexika
Internet
Buchhandlung
Bibliothek
Vorteile
• man kann nachfragen, wenn man
etwas nicht verstanden hat
• leicht zugänglich
• man hat alles „auf einen Blick“
• man kann alles finden
• leicht und jederzeit zugänglich
• viele Bilder und Videos
• fachkundige Beratung
• fachkundige Beratung
• man kann Bücher ausleihen und
bestellen
Nachteile
• Experten schwer zu erreichen
• verlangt Vorwissen
• oft schwer verständlich
geschrieben/viele Fachwörter
• man muss oft lange suchen, bis man
gefunden hat, was man sucht
• Informationen oft unzuverlässig
• manchmal sind die gesuchten Bücher
nicht da oder gar nicht mehr lieferbar
• sich in großen Bibliotheken
zurechtzufinden, muss man erst lernen
und üben
5
Fernsehen
• leicht zugänglich
• meistens gut verständlich und
unterhaltsam
• man hat keinen Einfluss auf das
Programm (es kommt nur selten genau
das, was man braucht)
3. Informationen auswerten
Wie ist der Bearbeiter vorgegangen? Vergleiche mit dem „6-Schritte-Verfahren“ auf S. 218.
Der Bearbeiter hat wichtige Textpassagen markiert und die Schlüsselwörter (vgl. Schritt 5 des „6Schritte-Verfahrens“) herausgeschrieben. Er hat ebenfalls deutlich gemacht, welche
Wortbedeutung („variabel“) er klären muss, um sicher zu sein, sie richtig erfasst zu haben.
Kopiere dir den Text und setze das Untersuchungsverfahren fort. (Evtl. kannst du dir den Text
auch aus dem Internet herunterladen.)
In der Übersicht sind (vgl. Schritt 4 des „6-Schritte-Verfahrens“) mögliche Überschriften für die
einzelnen Abschnitte angegeben:
Aussehen, Beschreibung (Abschnitt 1)
• Wildhund mit mehreren Unterarten
• Stammform aller Haushundrassen
• Kopfrumpflänge, Schwanzlänge und Gewicht
• Fell variabel (= wechselnd, schwankend?)
• kräftiges Raubtiergebiss, buschiger Schwanz
Fortpflanzung (Abschnitt 3)
• Bau des Wolfes: hohler Baumstamm, Erdloch
• Fortpflanzungszeit: Frühjahr
• Weibchen: vier bis sieben Junge
• geschlechtsreif mit ein bis drei Jahren
• Alter von zehn Jahren (Gefangenschaft 20)
Verbreitung (Abschnitt 5)
• größere Bestände in Osteuropa, Asien, Alaska
und Kanada
• Westeuropa: Restpopulationen
• zugewanderte Wölfe in Ostdeutschland, der
Schweiz und Norwegen
Lebensweise und Ernährung (Abschnitt 2)
• besiedelt Prärien, Wälder, Tundren und
Gebirge
• leben in Familienrudeln
• Nahrung: kleine Wirbeltiere, Vögel
• gemeinsame Hetzjagd auf große Säugetiere
Verhalten der Wölfe (Abschnitt 4)
• Familienrudel verteidigt gemeinsames Revier
• führende Männchen: alpha-Männchen
• ausgeprägte Sozialstruktur
• Geheul: Kommunikation im Rudel und
Revierabgrenzung
Bedeutung des Wolfes (Abschnitt 6)
• Rückgang des Wolfes: Eingriffe des
Menschen (Nahrungskonkurrent)
• wichtige Rolle in Nahrungsnetzen: starke
Zunahme ihrer Beutetiere
Bearbeite zur Übung einen anderen Lexikonartikel, z.B. über „Luchse“ oder „Fledermäuse“
Ein möglicher Übungstext könnte sein:
.
Eurasischer Luchs (Lynx lynx)
• Mit einer Körperlänge von bis zu 1,30 m (ohne den zwischen 11 und 25 cm langen Schwanz)
und einer Schulterhöhe von ca. 65 cm ist der Luchs die größte Katze Europas. Er wiegt bis zu 38
kg. Mit den anderen Arten der Gattung teilt er die langen Pinselohren, den rundlichen Kopf und
den sehr kurzen Schwanz. Sein Fell ist gelb bis graubraun und trägt oft eine Zeichnung aus
dunkleren Flecken oder Streifen. Die Fleckung ist vom Lebensraum abhängig und ändert sich von
Region zu Region. Der Luchs trägt einen sehr ausgeprägten Backenbart. Hochbeinigkeit, kurzer
Schwanz und kurze Ohren sowie die stark behaarten Pfoten stellen Anpassungen an Kälte und
hohe Schneelagen dar.
6
• Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Luchses reichte von den Pyrenäen in einem breiten
Gürtel bis nach Sibirien. In Deutschland wurden die letzten Luchse 1846 bei der Ruine
Reußenstein und um 1850 in den bayerischen Alpen getötet. Bis etwa 1960 war der Luchs in
Westeuropa vollständig ausgerottet. In großen Teilen Nord-, Ost- und Südosteuropas sowie in der
sibirischen Taiga konnte sich die Art jedoch halten. Durch Einbürgerungen sind heute einige
Gegenden im westlichen Europa wiederbesiedelt (Alpen, Jura, Vogesen, Böhmerwald). In
Deutschland gibt es wieder Luchse im Pfälzer Wald und einzelne aus Tschechien eingewanderte
Luchse im Bayerischen Wald. Im Jahre 2002 kam es zu der ersten Geburt frei lebender Luchse
seit der Wiedereinführung: Im Harz hatte ein Luchspaar Nachwuchs geworfen.
Der Luchs ist ein Waldtier, das offene Landschaften und menschliche Siedlungen nur randlich
und temporär nutzt; daneben finden sich die Tiere auch in der felsigen Gebirgszone und in den
Hochebenen Zentralasiens.
• Der Luchs lebt als Einzelgänger, der vor allem in der Dämmerung und nachts jagt. Kleine und
mittelgroße Huftiere werden bevorzugt, im Übrigen umfasst das Beutespektrum praktisch alle im
jeweiligen Lebensraum vorhandenen kleinen und mittelgroßen Säuger und Vögel. In den Alpen
dominieren in der Nahrung Rehe und Gämse, im Bayerischen Wald spielen neben Rehen auch
Rothirschkälber und Feldhasen eine wichtige Rolle. In der Taiga werden vor allem Schneehasen
und Raufußhühner erbeutet. Nur gelegentlich spezialisieren sich einzelne Luchse auf Haustiere
wie Ziegen und Schafe. Die Jagd erfolgt nach Katzenart durch Anschleichen mit anschließendem
Anspringen oder einem kurzen Spurt meist unter 20 m Länge.
• Die Pärchen finden sich nur zur Paarungszeit zwischen Februar und April zusammen. Die zwei
bis drei Jungen werden meist nach einer Tragezeit von zehn Wochen in einer Felsenhöhle
geboren und bleiben bis zum nächsten Frühjahr bei der Mutter.
Die Lebensdauer eines Luchses liegt bei zehn bis zwölf Jahren, es wird allerdings auch von bis zu
24 Jahre alten Einzeltieren berichtet.
4. Ein Tier beschreiben
Welche Informationsabsicht steht wohl hinter diesem Schaubild? Und in welchem
Zusammenhang könnte diese Abbildung vorkommen?
Das Schaubild will über die Körpersprache bei Wölfen informieren und könnte so in einem
Schulbuch für Biologie oder in einem Sachbuch vorkommen.
Worauf hat der Bearbeiter geachtet, der seine Beobachtungen zur „Körpersprache“ des Wolfes
in der Tabelle geordnet hat? Vervollständige die Tabelle.
WOLF
Schnauze
Imponieren
geschlossen
Ohren
gespitzt
Schwanz
erhoben
Angriffslust
aufgerissen,
Zähne gebleckt
nach vorne
gerichtet
waagerecht
Augen
geöffnet, Brauen
entspannt
geöffnet, Brauen
hochgezogen
Demut
geschlossen
Angst
weit aufgerissen
nach hinten
angelegt
zwischen den
Beinen
schlitzförmig
geöffnet
nach hinten
gestellt
angelegt am
Unterleib
weit geöffnet,
Brauen gespannt
7
Nase
nicht gerümpft
gerümpft
Beinstellung
(hinten)
stark versetzt
geschlossen
nach vorne
leicht gerümpft
geschoben (Kopf)
geschlossen,
geschlossen,
leicht gebeugt
deutlich gebeugt
Wie könnte die Tabelle für ein anderes Tier aussehen, z.B. einen Luchs?
Die Tabelle für einen Luchs wird ganz ähnlich aussehen. Wichtig ist für jedes Tier vor allem,
dass man die genauen und treffenden Wörter für seine Beschreibung findet.
Beschreibe nun in einem kleinen zusammenhängenden Text die der „Körpersprache“ beim Wolf.
Du kannst so beginnen:
Will der Wolf Angriffslust zeigen, so bleckt er bei aufgerissener Schnauze die Zähne. Die Ohren
hat er dabei aufgestellt und nach vorne gerichtet. Sein Schwanz steht waagerecht vom aufrechten
Körper ab. – In demütiger Haltung beugt der Wolf seine Hinterbeine, zwischen denen er seinen
Schwanz einzieht, leicht ein. Sein Kopf ist leicht nach vorne geschoben, die Ohren hat er nach
hinten angelegt. – Hat der Wolf Angst, macht er sich klein, die Hinterbeine sind deutlich gebeugt.
Seinen Schwanz legt er am Unterleib an. Dabei hat er die Schnauze weit aufgerissen und die
Ohren nach hinten gestellt.
Beschreibe zur Übung die drei unterschiedlichen Bewegungsarten des Wolfes: Trab – leichter
Galopp – voller Galopp. Versuche auch deren Zweck zu erklären.
Beim Traben hat der Wolf eine aufrechte Kopfhaltung, seine Ohren sind aufgerichtet und zeigen
nach vorne. Die Beine bewegt er körperseitig versetzt, d.h. während das linke Vorderbein und das
rechte Hinterbein nach vorne gehen, zeigen das rechte Vorderbein und linke Hinterbein nach
hinten. Sein Schwanz steht nach hinten ab, ist aber leicht einbogen. – Beim nicht eiligen Galopp
ist die Kopfhaltung ebenfalls aufrecht, aber der Kopf doch leicht nach vorne geschoben. Die
Ohren stehen, wie beim Trab, aufgerichtet und zeigen nach vorne. Die Vorder- und Hinterbeine
bewegt der Wolf weitgehend parallel, d.h. wenn beide Vorderbeine nach vorne gehen, zeigen
beide Hinterbeine nach hinten. Sein Schwanz steht nach hinten ab, neigt aber wieder leicht nach
unten. – Beim eiligen Galopp ist der Kopf des Wolfes ganz nach vorne geschoben und seine
Ohren sind nach hinten an den Körper angelegt; außerdem hat er seine Schnauze aufgerissen.
Seine Vorder- und Hinterbeine bewegt er wieder parallel, aber so kräftig, dass bei den Sprüngen
die Hinterbeine zwischen die beiden Vorderbeine kommen. Dadurch kommt es zu Flugphasen, in
denen der Wolf mit keinem Bein den Boden berührt, bevor es zum nächsten Absprung kommt.
Der Schwanz steht dabei senkrecht von der leicht nach oben gewölbten Wirbelsäule ab und bildet
mit dem Kopf eine Linie.
5. Einen Weg beschreiben
Welchen Weg hat der Ortsunkundige erfragt?
Der Ortsunkundige hat nach dem Haupteingang des Rathauses gefragt.
Zeichne eine Wegeskizze, mit der du prüfst, ob die Wegbeschreibung hinreichend klar ist. Ziehe
dabei die Merkpunkte heran.
Die Wegbeschreibung erfüllt alle Merkpunkte und ist hinreichend deutlich. Durch eine
Wegskizze wird dies noch klarer.
8
Wodurch unterscheidet sich eine schriftliche von einer mündlichen Wegbeschreibung?
Wie kannst du dich bei der (mündlichen) Wegbeschreibung vergewissern, dass dein Adressat
deine Beschreibung richtig verstanden hat?
Bei mündlichen Wegbeschreibungen „arbeiten“ der Fragende und Erklärende zusammen, indem
der Fragende immer wieder signalisiert, was er verstanden bzw. noch nicht ganz verstanden hat
(er kann Rückfragen stellen; der Erklärende kann Teile der Beschreibung wiederholen, auch mit
anderen Worten). Ein weiterer Vorteil mündlicher Wegbeschreibungen ist, dass Zeigegesten die
Erklärung („Sie gehen da runter …“; „An dieser Ecke müssen Sie …“ usw.) begleiten und
unterstützen. Schriftliche Wegbeschreibungen haben dagegen den Vorteil, dass man sie
mitnehmen und immer wieder lesen kann. Man muss sich also nicht so viel auf einmal merken.
6. Informationen präsentieren
Hier hat jemand ein Plakat zum Thema „Wolf“ entworfen. Wie ist er dabei vorgegangen und was
war wohl seine Absicht?
Die Absicht des Plakatgestalters war es, auf die Gefährdung von Wölfen aufmerksam zu machen
und zu ihrem Schutz aufzurufen.
Wie schätzt du die Wirkung des Plakates ein?
Wie würdest du selbst ein Plakat zum Thema „Wölfe“ gestalten?
Und was wäre dir bei einer Plakatgestaltung über „Kröten“, „Störche“, „Luchse“ wichtig?
Das Plakat ist übersichtlich und abwechslungsreich gestaltet: es wird auch sehr gut deutlich, was
mit ihm erreicht werden soll. Darauf muss bei der Gestaltung jedes Plakats geachtet werden.
Darüber hinaus hätte man aber noch deutlich machen können, warum Wölfe vom Aussterben
bedroht sind und weshalb es schade wäre, wenn es keine Wölfe mehr in Deutschland gäbe.
Lernstation: Erzählen
2. Erzählideen finden und ein Erzählkonzept entwickeln
Mache dir klar, wie der „Geschichtenschieber“ funktioniert: Bestimme, was jeweils in den
„Fenstern“ steht, und gib den „Streifen“ treffende Überschriften:
•
„Art der Geschichte“
•
„Erzählweise“…
Entwickle mit dem „Geschichtenschieber“ weitere, eigene Erzählkonzepte, indem du auf den
Streifen weitere Angaben notierst.
Vorschläge zur Ergänzung des Geschichtenschiebers (vgl. den dritten Aufgabenteil) sind kursiv
gesetzt.
Art der
ErzählGeschichte
weise
Abenteuer- spannend
geschichte
Kriminal-
spannend
(Haupt-)
Personen
Huckleberry
Finn und Tom
Sawyers
Inspector
Ort/
Zeit
Schauplatz
Am Mississippi Ende des 19.
Jhd.
Thema/
Handlungsidee
Floßfahrt auf dem
Mississippi
In einem
Der Erbonkel wird
In einer
9
Geschichte
Sciencefiction
spannend
Clark; die
Familie, die im
Schloss lebt
Captain Kirk
und die
Mannschaft von
Orion X
Märchen
lehrreich
Rotkäppchen
Gruselgeschichte
spannend
Problemgeschichte
traurig
Lügengeschichte
lustig
Fantasiegeschichte
verrückt
Gespenst; die
Familie, die im
Schloss lebt
Die Klasse 5b
gegen die
Bande aus der
Schlüterstraße
Baron von
Münchhausen
und die Armee
des Sultans
Ich und die
Gefahren des
Dschungels
Schloss in
Schottland
finsteren Nacht bei einem
Familientreffen
ermordet
Im Weltraum Im Jahre 2084, Durch die
Zeitspirale
und vielleicht aber dann
wieder auch im entkommen und
auf dem
sich im Zeitnebel
Mittelalter
Planeten
verirren
Naxos
Irgendwo in
Es war einmal Rotkäppchen wird
einem Dorf bei vor vielen,
von einem Wolf
einem Wald
vielen Jahren gefressen
Kurz vor und Gespenst spukt
In einem
kurz nach
durchs Schloss
Schloss in
Schottland
Mitternacht
Hier in
Letztes Jahr
Erst Prügelei, dann
BergischFußballspiel, aber
Gladbach
nur zwischen den
Mädchen
Ende des 19.
Auf einer
Vor Istanbul
Jhd.
Kanonenkugel über
und am
Bosperus …
Mauern und Meer
steigen
Vielleicht auf Letztes Jahr
Ich habe ein
Borneo oder
Krokodil dressiert
am Amazonas
Untersuche mit dem „Geschichtenschieber“ Geschichten in diesem Buch. Falls es notwendig ist,
kannst du dazu die Streifen noch erweitern.
Dargestellt sind die Geschichten im Unterrichtsvorhaben Mutproben (vgl. im Buch S. 153 ff.):
Art der
(Haupt-)
Geschichte/
Personen
Geschichte Erzählweise
„Das Maul
spannende
Igraine Ohnefurcht;
des
Abenteuerder traurige Ritter;
steinernen
geschichte
sechs Männer
Gilgalads
Löwen“
„Eine schöne lehrreiche
Bernhard;
Geschichte“ ProblemEberhard, Heinz
geschichte
(Chefs); Herr
Burger (Lehrer)
spannende
Patrick; Evelyn;
„Die
Mutprobe“
Problemverschiedene
geschichte
Mitglieder der
Turmbande
„Löcher in
lehrreiche,
Nora, ihre Freundin
Ort/
Schauplatz
Zeit
Thema/
Handlungsidee
vor der
Burg
Bibernell
im Mittel- gemeinsam im
alter
Kampf gegen eine
Übermacht bestehen
in der
Schule
unbestimmt,
aber nicht
lange her
unbestimmt,
aber nicht
lange her
unbe-
Burgruine
und die
Umgebung
im Zimmer
anderen helfen und
darin Unterstützung
erfahren bzw. nicht
erfahren
eine Mutprobe
bestehen; nicht zu
einer Gruppe/Bande
passen
dem Druck der
10
den Ohren“
spannende
Problemgeschichte
Sabina und Fanny
Sabinas
Freundinnen
stimmt,
aber nicht standhalten; nur tun,
lange her was man will
3. Eine Geschichte entfalten und geordnet erzählen
Was hältst du von dieser Einleitung zu einer Geschichte Verbessere sie und beachte dabei alle
fünf Punkte („Erzählelemente“).
Nicht beachtet werden der Zeitpunkt der Handlung (Wann?) und der Handlungsansatz (Was?).
Nicht genau genug beschrieben werden der Ort und die Personen (Wer ist eigentlich Kilian?). –
Eine verbesserte Einleitung könnte so lauten: „Also gestern wäre ich beinahe ertrunken. Obwohl
mir meine Eltern verboten haben, zu diesem kleinen Tümpel da beim Auwald zu gehen, bin ich
mit Kilian, meinem besten Freund, doch wieder hingegangen. Zuerst haben wir nur flache Steine
über das Wasser geworfen, doch dann …“
Untersuche die Schlüsse: Passen sie zu den oben genannten Möglichkeiten? Welche anderen
Schlüsse fallen dir ein?
„ … doch dann haben wir diesen Kammmolch gesehen. Kilian hat natürlich gleich gesagt: „Den
fang ich!“ Sofort hatte er seine Schuhe ausgezogen und ist ein Stück in den Tümpel
hineingegangen. Da habe ich gedacht: „Ich geh mit.“ Und als ich mir gerade auch die Schuhe
ausziehen will, höre ich Kilian rufen: „Mist, ich steck fest! Komm, hilf mir!“ Ich schaue auf und
seh Kilian mit den Armen rudern. „Komm, mach schon“, rief er, „ich bin eingesackt!“ Vorsichtig
gehe ich also auch in den Tümpel, auf Kilian zu. Ich konnte fast schon seine Hand erreichen. Da
plötzlich merke ich, dass ich auch in diesem Schlammboden feststecke. Mit ist es ganz kalt den
Rücken runtergelaufen. „Jetzt steck ich auch fest!“, hab ich Kilian zugerufen. „Was machen wir
denn jetzt?“, hat Kilian gefragt. „Wir müssen um Hilfe rufen!“, hab ich gesagt und sofort
angefangen zu schreien. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir gerufen haben, genützt hat es nichts.
Wir waren schon ganz fertig und den Tränen nahe. Da hörten wir plötzlich einen Traktor. Und
tatsächlich. Der Traktor kam auf das Feld, das längs am Tümpel liegt, zugefahren. Wie haben
wieder wie verrückt geschrieen. Doch der Traktor war zu laut, der Bauer hat uns nicht gehört.
Dann aber hat er auf dem Feld gewendet und uns gesehen. Wir haben wie wild mit den Armen
gerudert. Und da kam er dann angefahren. Der hat sofort gesehen, was los war, hat gar nichts
gesagt, sondern ist mit dem Traktor ein Stück rückwärts in den Teich gefahren und hat uns
nacheinander rausgezogen.
Schreibe selbst einen Schluss, der dir passend/treffend erscheint.
Gut gelungen sind die Beispiele „Als ich abends nach Hause kam … froh, dass alles noch einmal
so gut abgelaufen ist.“ und „Der Bauer hat uns dann …“.
4. Eine Geschichte ausgestalten und anschaulich erzählen
Sammle Wörter und Wendungen, die die unterschiedlichen Sinneseindrücke anschaulich zum
Ausdruck bringen.
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groß, schön, hässlich, scheußlich, winzig, kümmerlich, kränklich, prächtig, herrlich,
sehen
harmlos, vertrauenswürdig, bunt, drollig, ehrlich, würdig, klein, schäbig, dünn, fett,
lang, hoch, imposant, furchterregend, sympathisch, verträumt, abgehetzt, müde …
laut, leise, dröhnend, zischend, dumpf, monoton, klirrend, verdächtig, seltsam,
hören
aufregend, erschütternd, gewaltig …; Knall, Klang, Ton, Hupe, Sirene, Glocke …;
summen, brummen, wiehern, bellen, kläffen, raunzen, donnern, plärren, klicken …
duften, stinken, müffeln, dünsten; verpestet, übel, angenehm, abscheulich,
wohltuend, anregend, verlockend, abstoßend, herrlich, fürchterlich, schrecklich,
riechen
faulig, modrig, wunderbar, fantastisch, ekelerregend, stechend, scharf, ätzend …
süß, sauer, scharf, bitter, salzig, fad, langweilig, würzig, gut, schlecht, herzhaft,
schmecken pikant, feurig, prickelnd, beißend, blumig, aromatisch, appetitlich, bekömmlich,
angebrannt, abgestanden, mild, verlockend, angenehm, undefinierbar, nach nichts …
geschmeidig, rau, kalt, heiß, warm, weich, hart, spröde, glatt, zart, rissig, holprig,
wellig, matschig, schwabbelig, eisig, fest, glühend, breiig, samten, flaumig,
fühlen
glitschig, uneben, rein, nachgiebig, fettig, ölig, schmierig, sauber, feucht, nass …
Sammle solche Wörter und Wendungen und beschreibe anschaulich und genau die Situationen:
als Kilian untergeht, als ihr beide um Hilfe ruft, als der Bauer auftaucht
Wörter und Wendungen
als Kilian untergeht Ich: riesigen Schreck bekommen, Herz in die Hose rutschen, kalt den
Rücken herunterlaufen, Gänsehaut bekommen, in Panik geraten, mulmig
werden … – Kilian: um Hilfe rufen, mit den Armen fuchteln, strampeln,
prusten, sich verschlucken, panisch …
als ihr beide um
aus vollem Halse/mit aller Kraft schreien, wild mit den Armen fuchteln,
Hilfe ruft
kreischen, heulen, an nichts mehr anderes denken können, panische/
fürchterliche Angst haben
winken, rufen, vor Freude überglücklich sein, wie verrückt sein vor Freude,
als der Bauer
kommt
ein Stein vom Herzen fallen, jubeln …
5. Mündlich und schriftlich erzählen
Vergleiche und überprüfe die beiden Geschichten „So ein Schreck“ und „Ich muss euch was erzählen!“ (S. 30) auf diese Möglichkeiten und Merkmale des mündlichen und schriftlichen
Erzählens.
Merkmal
Satzbau
Wortwahl
Ich muss euch was erzählen!
Dann ging ich – rannte ich jedenfalls
schon mal voraus und versteckte mich.
Schreck gekriegt
Als die Schlange den Kopf zur Seite
machte,
ich hatte das am Halbmond am Kopf
gemerkt
Als ich wach wurde, habe ich überall
So ein Schreck
Da mein Bruder als erster suchen sollte,
war ich im ein Stück vorausgelaufen.
Ich erstarrte vor Schreck
Als die Schlange ihren Kopf etwas zur
Seite drehte,
erkannte ich einen Halbmond
Als ich aufwachte, war ich vor
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Tempus
„mündliche“
Floskeln
Korrekturen/
Versprecher
geschwitzt.
oft Perfekt: hab` ich gekriegt, hab`
vergessen, hab` gerufen
also, war dran, schon mal, na, ja
Aufregung völlig verschwitzt.
Präteritum: erstarrte ich, hörte ich,
erkannte ich
-
Teich – äh – na – Tümpel
Eine R – eine Schlange
-
Untersuche darauf hin auch die Texte in diesem Buch auf Seite 50 und 60.
Merkmal
Satzbau
Wortwahl
Tempus
„mündliche“
Floskeln
Paul (S. 50)
Klar kriegst du auch überall was zu
essen. Pizza und so.
drinstehst, kriegst
einmal Perfekt: haben wir die Arena
auch sofort gefunden
super, und so, total
Typisch Familie! (S. 60)
Keine Muckis, gar nichts!, Und
außerdem!
cool, Muckis
hier gibt es nur direkte Reden, es wird
nicht erzählt
mal, „Mann, Schwesterchen“,
6. Eine Geschichte nacherzählen
Lies dir die Geschichte auf Seite 156 f. einmal durch und erzähle sie dann nach.
Halte dich dabei an die Merkpunkte.
Der Anfang der Nacherzählung könnte so lauten:
Bernhard hatte einmal eine Geschichte gelesen, über die er sich sehr geärgert hat. In der
Geschichte geht es um einen Günter Bärlin, der einen türkischen Klassenkameraden namens
Arkan hatte, mit dem er sich gerne auch unterhalten hätte. Aber der Klassenchef, Hans, mochte
Türken nicht und hat allen verboten, mit Arkan zu reden. Und weil vor Hans alle Angst haben,
hat auch niemand mit Arkan geredet. Außerdem hat Hans immer Kleinere und Schwächere
gequält, vor allem einen Schüler namens Harald. An einem Mittwoch nun kam Hans mit einem
Blasrohr in die Schule und hat dem Lehrer, Herrn Kleiner, ein Papierkügelchen an den
Hinterkopf geschossen. Herr Kleiner wollte sofort wissen, wer das war. Alle haben zwar Hans
angesehen, aber gesagt hat niemand etwas. Als Herr Kleiner dann allen eine Strafarbeit aufgeben
wollte, meldete sich Hans und sagte, dass es Harald gewesen sei. Keiner hat etwas gesagt, nur
Harald fing an zu weinen. Und plötzlich rief Arkan von hinten: „Ist gelogen! War nicht Harald,
war Hans!“ Alle starrten Arkan ganz verblüfft an und Hans bekam eine lange Strafarbeit. Und
nun reden und spielen alle mit Arkan, während mit Hans keiner mehr etwas zu tun haben möchte.
Das war die Geschichte, über die sich Bernhard also geärgert hat. Warum? Gleich am nächsten
Tag erlebte Bernhard in seiner Klasse etwas ganz Ähnliches. Dort sind Eberhard und Heinz die
Klassenchefs …
13
Lernstation: Sich mit anderen verständigen
1. Sich verständigen
Beschreibe – auch mit Hilfe der Zeichnungen – unterschiedliche Situationen, in denen
Menschen sich verständigen. Welche weiteren Situationen kennst du?
Der Normalfall der Verständigung ist ein Gespräch der Beteiligten von Angesicht zu Angesicht
(face-to-face-Kommunikation). Mit Hilfe moderner Telekommunikationsmittel kann man sich
aber auch über große Entfernungen mit anderen austauschen, entweder mündlich (z.B. Telefon)
oder schriftlich (z.B. Chat im Internet). Zeitlich vermittelt ist die Kommunikation mittels Brief
(oder E-Mail, Fax, Telegramm).
Nicht in allen Fällen gelingt die Verständigung. Woran liegt das deiner Meinung nach?
Zum einen kann der Kanal gestört sein bzw. werden (der Computer stürzt beim Chatten ab; man
kommt beim Telefonieren mit dem Handy in ein Funkloch; die Lehrerin/der Lehrer fängt mein
Briefchen ab; der Nachbar flüstert zu leise; die Musik ist zu laut usw.). Zum anderen kann die
Botschaft falsch interpretiert werden (vgl. das Beispiel auf S. 240 im Schülerbuch).
Finde Beispiele für die unterschiedlichen Fälle, die hier beschrieben sind.
mindestens zwei Menschen, die sprechen und zuhören: z.B. ein Gespräch in der Familie beim
Mittagstisch; eine Diskussion in der Klasse – zum Sprecher wird man erst, wenn andere zuhören:
z.B. wenn ein Referat gehalten werden soll, müssen sich alle auf den Sprecher konzentrieren –
man wird nicht richtig verstanden und wiederholt dann das Gesagte: z.B. wenn der Lehrer etwas
Schwieriges erklärt, wiederholt er sich oft – nicht einer Meinung sein: z.B. in Diskussionen oder
beim Streit
Suche Beispiele für Situationen, in denen du dich ohne Sprache, nur mit Mimik und Gestik
verständlich machen musstest.
Zu solchen Situationen kann es kommen, wenn man nicht sprechen darf oder kann (z.B. im
Unterricht während einer Klassenarbeit) oder wenn ein Gespräch unmöglich ist, weil die
Entfernung zu groß und/oder die Geräuschkulisse zu hoch ist (z.B. auf dem Sportplatz, in der
Diskothek, über eine stark befahrene Straße hinweg, aus einem fahrenden Zug auf den Bahnsteig
usw.). Schließlich muss man sich auf Mimik und Gestik verlassen, wenn der Partner eine andere
Sprache spricht (z.B. im Urlaub beim Gespräch mit einem Einheimischen, dessen Sprache man
nicht bzw. nicht richtig beherrscht).
Was geschieht, wenn bei einem deiner Gesprächspartner Mimik und Gestik nicht zu dem passen,
was er/sie sagt?
Wenn Gestik und Mimik nicht zum Gesagten passen, kann es zu Missverständnissen kommen
(Hat er/sie das jetzt wirklich so gemeint?). Manchmal kann man an der Gestik/Mimik auch
erkennen, dass jemand lügt oder etwas nicht ernst meint.
Mache dir den Unterschied zwischen direkter und indirekter Kommunikation anhand von
Beispielen klar. Überlege, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Verständigungsmöglichkeiten für dich haben.
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indirekte mündliche
Verständigung
Beispiele
Gespräch unter
Freunden, Interview,
Verkaufsgespräch
Telefon, Sprechfunk,
Videokonferenz
Vorteile
• Mimik/Gestik
erkennbar
• man kann nachfragen
• auch über große
Entfernungen möglich
indirekte schriftliche
Verständigung
Briefe, Postkarten, EMail, SMS
• dauerhaft (man kann
eine Botschaft
mehrfach lesen)
Verständigungsform
direktes Gespräch
Nachteile
• setzt Anwesenheit
aller Beteiligten voraus
• Mimik/Gestik nicht
oder nur schlecht
erkennbar
• teuer
• zeitlich nicht
simultan
• man kann nicht
unmittelbar nachfragen
Woran erkennst du als Sprecher, dass dein Zuhörer dich richtig verstanden hat?
Ob man richtig verstanden wurde, erkennt man meist an der Reaktion des anderen, daran, was er
sagt und/oder tut.
Wie verschaffst du dir im Alltag Gewissheit, wenn du nicht sicher bist, ob der andere dich
verstanden hat?
Gewissheit verschaffen kann man sich, indem man nachfragt oder sich das Gesagte wiederholen
lässt.
2. Formen der Verständigung
Finde weitere Beispiele und erweitere das Modell.
Direkte Kommunikation: z.B: Interview, Verkaufsgespräch, Wegauskunft – indirekte schriftliche
Kommunikation: z.B.: Flaschenpost, Notizzettel, Telegramm – indirekte mündliche
Kommunikation: z.B. Sprechfunk.
3. Gespräche im Alltag
Welche dieser Verständigungsformen verwendest du in deinem Alltag besonders häufig, welche
gar nicht?
Alle abgebildeten Gesprächssituationen (Interview, Beratungsgespräch, Referat,
Podiumsdiskussion, Streit, Unterhaltung beim Essen, Pausengespräch) sind Beispiele für direkte
Kommunikation.
Überlege dir Beispiele zu den verschiedenen Gesprächsarten auf S. 241 und untersuche sie näher
mit Hilfe des Schemas.
GesprächsSituation
form
Interview, nach einen
z.B.:
Schulwettkampf
Streit, z.B.: nach einem
Beteiligte
Thema
Sportler,
Interviewer
die beiden
die guten
Leistungen
die Schuld
Zweck
Gesprächsregeln
Bericht für die
werden
Zeitung/das Radio eingehalten
Schuldfrage klären, werden
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Postkarte,
z.B.:
(vermeidbaren)
Auffahrunfall
aus dem Urlaub
SMS, z.B.: am Wochende
Telefon,
z.B.:
am Wochende
Fahrer
des anderen;
Auto fahren
Schreiber und Wetter, Essen
der/die Leser usw.
Wut ablassen, sich
rechtfertigen
Verwandte oder
Freunde zu Hause
informieren, grüßen
Verabredung, eine Verabredung
Pläne
treffen
Verabredung, eine Verabredung
Pläne
treffen
nicht
eingehalten
gibt es hier
nicht
Sender und
Empfänger
Sprecher und
sein Freund
gibt es hier
nicht
werden
eingehalten
4. Gespräche im Unterricht – Gesprächsregeln und Gesprächsleitung
Mache dir die Regeln für die Gesprächsteilnehmer und den Gesprächsleiter im Einzelnen klar.
Überlege, ob es noch weitere wichtige Regeln geben sollte.
Weitere Gesprächsregeln könnten sein: sich kurz fassen, nicht zu lange reden; wenn möglich auf
die Vorredner eingehen; immer zur Sache sprechen, nicht das Thema wechseln oder abschweifen
– weitere Aufgaben der Gesprächsleitung könnten sein: Redezeit kontrollieren bzw. Dauerredner
dazu anhalten, zum Schluss zu kommen; Wortmeldungen bzw. Gesprächsbeiträge thematisch
bündeln (etwa nach pro und contra); Gesprächsergebnisse festhalten.
5. Sprechen – Handeln – Auffordern
Ordne die Beispielsätze den sprachlichen „Handlungen“ zu.
Suche zu jeder Handlung weitere Beispiele.
Sprachhandlung
Kompliment
Beleidigung
Beschimpfung
Beispiel
„Du bist das schönste Mädchen …“
„Sie sind, mit Verlaub, ein A-loch!“
„Ihr seid die größten Nieten …“
„Ich finde dich sowas von gemein.“
Liebeserklärung -
weiteres Beispiel
„Du bist wirklich ein klasse Freund!“
„Du Vollidiot!“
„Pass doch besser auf, du verdirbst
noch alles mit deiner Schusseligkeit!“
„Ich liebe dich!“
Überlege, welche anderen „Sprechhandlungen“ du noch kennst. Suche auch dafür Beispiele.
Beispiele für weitere Sprachhandlungen: Glückwunsch: „Alles Gute zum Geburtstag!“ –
Versprechen: „Ich komme ganz bestimmt um drei Uhr.“ – Warnung: „Pass auf, ein Auto!“ –
Begrüßung: „Guten Tag, Frau Müller.“ – Erklärung: „Um zum Bahnhof zu kommen, müssen Sie
an der Ampel rechts gehen, dann immer geradeaus bis zum Kreisverkehr, dann sehen Sie den
Bahnhof schon.“ – Entschuldigung: „Das wollte ich nicht, tut mir leid.“
Wodurch unterscheiden sich diese Appelle? Suche weitere Beispiele.
Die Appelle unterscheiden sich in ihrer Direktheit und damit in ihrer Höflichkeit. Ein weiterer
Unterschied ist, dass jeder bitten, empfehlen und auffordern kann, man aber zum Anordnen,
Befehlen und Verbieten die entsprechende Macht haben muss.
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Spiele weitere Beispiele durch, z.B.
•
Du willst jemand auffordern, dir 5,– € zu leihen.
•
Du bittest jemand, sein Handy benutzen zu dürfen.
„Hättest du wohl die Güte, mir fünf Euro auszuleihen, mein Bester.“ – „Bist du wohl so nett und
leihst mir fünf Euro?“ – „Könntest du mir vielleicht fünf Euro leihen?“ – „Leih mir doch bitte
fünf Euro!“ – „Gib fünf Euro her, die leih ich mir!“
Lernstation: Umgang mit literarischen Texten
1. Sich in der Vielfalt von Texten orientieren
Welche der Beispiele A bis G gehören in die Welt der Texte, welche in die Welt der anderen
Medien?
Texte: A, B, D, F – Medien: C, E, G
Ist die Welt, von der im ersten Text erzählt wird, wirklich oder ist sie erfunden? Stelle dieselbe
Frage auch an den zweiten Text.
Die Welt im Text „Der Froschkönig“ ist erfunden, im Text „Frösche (Froschlurche)“ ist sie es
nicht.
Welche der genannten Texte können den literarischen Texten und welche den Sach- und
Gebrauchstexten zugeordnet werden?
literarische (fiktionale) Texte
Sach- und Gebrauchstexte
(nicht-fiktionale Texte)
Abenteuergeschichte, Drehbuch für einen Film, Zeitungsbericht, Gebrauchsanweisung,
Gruselgeschichte, Krippenspiel, Liebesgedicht, Lexikoneintrag, Schulbuch für den
Mathematikunterricht, Urkunde, Wetterbericht
Roman, Weihnachtslied
Vergleiche die Texte A, B und C. Welchen Text würde man laut vorlesen, welchen leise für sich
lesen und welchen vielleicht sogar vor anderen spielen?
Text A ist ein erzählender Text (den man am ehesten leise für sich lesen würde), Text B ist ein
Gedicht (das man auch gut vorlesen kann) und Text C ein szenischer Text (der auch gespielt
werden kann).
Suche in diesem Buch weitere Beispiele für erzählende Texte, Gedichte und szenische Texte.
Weitere erzählende Texte findet man im Textsortenverzeichnis im Buch (vgl. S. 292 ff.) unter
den Stichworten „Geschichte/Erzählung“, „Jugendbuch/Roman“, „Koboldgeschichte“,
„Märchen“ und „Sage“. Dort gibt es auch ein Stichwort „Gedicht“.
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Erläutere anhand des nebenstehenden Schemas mit deinen eigenen Worten, wie man sich in der
Vielfalt der Buchstaben, Bilder, Klänge und Geräusche orientieren und Ordnung herstellen kann.
In der Welt der Medien trennt man die Texte (alles, was gewöhnlich gedruckt wird) von den
übrigen Medien. Die Texte unterscheidet man dann danach, wie sie sich zur Wirklichkeit
verhalten, ob sie „erfunden“ sind oder nicht. Innerhalb der literarischen oder fiktionalen Texte
werden schließlich drei Hauptarten unterschieden (nach formalen Kriterien, z.B.: Gibt es einen
Erzähler? Ist die Sprache poetisch oder gereimt?).
2. Geschichten untersuchen
2.1 Das Wichtigste herausfinden
Was ist das Besondere an dieser Geschichte, und wie könnte sie weitergehen?
Das Besondere an der Geschichte ist, dass aus der Sicht einer (gefangenen und zu
Versuchszwecken missbrauchten) Ratte erzählt wird. – Die weitere Untersuchung der Geschichte
„Die Ratten von Nimh“ nach den im Buch aufgeführten Punkten könnte so aussehen:
Handlung
• 63 Ratten, darunter
die erzählende („ich“)
und ihre Freundin
Jenner, werden,
offenbar zu
Versuchszwecken, in
Einzelkäfige gesperrt
und zu Dr. Schulz
gebracht
• einige Ratten
reagieren aggressiv,
andere ergeben sich in
ihr Schicksal
Gestaltung
• es wird aus Sicht
einer gefangenen Ratte
erzählt
• die Ratte berichtet
die Ereignisse sachlich
und objektiv
• keine normale
Tiergeschichte (Fabel
oder Märchen) –
Roman
Sinn
• auch Ratten sind
Lebewesen, die etwas
fühlen
• der Mensch verhält
sich den Geschöpfen
der Natur gegenüber
oft grausam
• Tierversuche sind oft
überflüssig
• die Leser spannend
unterhalten; sie auf die
Probleme aufmerksam
machen …
Reaktion
• die Geschichte hat
mir gefallen/nicht
gefallen
• ich habe Mitleid mit
der Ratte
• ich würde die
Geschichte (un)gern
weiterlesen
• ich finde die
Geschichte/Ratten
eklig
•…
2.2 Märchen untersuchen
In dem Bild sind verschiedene Märchen versteckt. Notiere diejenigen, die du erkennst.
In dem Bild ist das Märchen „Der Froschkönig“ versteckt; es kommen aber noch andere Figuren
vor (ein Zauberer, ein Königspaar, ein Narr).
Von welchem Märchen ist in den vier Punkten die Rede? Und was kannst du mit Hilfe des
Schemas (S. 250) darüber herausfinden? Ergänze die Notizen.
Die Rede ist von dem Märchen „Hänsel und Gretel“.
Inhalt,
Handlung
Personen: Hänsel und Gretel, Vater und Mutter, Hexe
Ort und Zeit: vor und im Wald, Hütte der Eltern, Knusperhaus der Hexe, Käfig;
die Zeit ist unbestimmt in der Vergangenheit
Handlungsschritte: Hänsel und Gretel werden wegen Armut von ihren Eltern (der
Mutter) im Wald ausgesetzt; dort geraten sie in Gefangenschaft einer Hexe,
18
Sinn,
Absicht
Art,
Gestaltung
können sich befreien (= Höhepunkt) und kehren reich zurück; die Mutter ist
unterdessen gestorben
Das Märchen will vielleicht zeigen, dass Armut Menschen zu eigentlich
unverantwortbaren Taten treiben kann, aber auch, dass man nicht aufgeben soll.
Der Erzähler ist nicht am Geschehen beteiligt.
Sprache: „Knusper, knusper, knäuschen, …“, „Der Wind, der Wind, das
himmlische Kind“, „Entchen, Entchen, da steht Gretel und Hänsel. Kein Steg und
keine Brücke, nimm …“ (= Märchensprüche)
2.3 Sagen untersuchen
Untersuche weitere Sagen und berücksichtige die für die Sage typischen Merkpunkte.
Beispiel für die Untersuchung einer Sage („Der Fischerknabe am Laacher See“, S. 182) nach den
Merkpunkten:
Inhalt,
Handlung
Sinn,
Absicht
Art,
Gestaltung
Personen: Fischer, der Knabe, seine Großmutter
Ort und Zeit: Ufer des Laacher Sees, auf dem See; die Zeit ist unbestimmt in der
Vergangenheit („in einer sternenklaren Nacht“)
Handlungsschritte: verführt durch die Erzählungen der Großmutter, fährt der
Knabe zur Seemitte, wo er von Nixen (vergleichbar einem Märchen) angelockt
wird und in den See gleitet (= Höhepunkt); am nächsten Morgen findet der Fischer
nur noch das Boot (kein positives Ende wie im Märchen)
Die Sage will vielleicht belegen, dass es Naturwesen wie Nixen und Feen wirklich
gibt. Vielleicht ist der Laacher See aber auch ein besonders geheimnisvoller Ort.
Der Erzähler ist nicht am Geschehen beteiligt, die Sage hat eine gewisse
Ähnlichkeit mit einem Bericht und ist recht knapp erzählt, ausgeschmückt wird
aber das, was der Knabe auf dem See erlebt. Die Sprache ist in diesem Teil
gehoben und anschaulich („erscholl froher Becherklang“ oder „das kriegerische
Klirren der Waffen“).
3. Umgang mit Gedichten
3.1 Wo sich etwas reimt und warum
Wenn man diese Texte laut oder leise liest, klingen sie, weil sich zwei oder mehrere Zeilen
reimen. Was meinst du, woher stammen diese Zeilen? Ordne die Texte den Bezeichnungen und
Fundstellen zu.
„Unsere Oma …“ – Familiennachrichten; „So viele Jahre …“ – Poesiealbum“; „Der Laubfrosch
ist …“ – Gedicht „Zoologie“; „Er ist´s“ – Mörike; „Abendlied“ – Abendlied; „Was du heute
kannst besorgen, …“ – Sprichwort (als Möglichkeit im Buch nicht vorgegeben)
Was bewirkt der Reim in den einzelnen Texten? „Übersetze“ zur Probe einzelne Texte in deine
Alltagssprache und vergleiche die Wirkung.
Die „Übersetzung“ der Familiennachricht könnte etwa heißen: „Unsere Großmutter feiert heute
ihren 70. Geburtstag. Darüber freuen auch wir uns sehr und deshalb gratulieren wir ihr …“. – Die
Reime sind einprägsamer (wie etwa beim Sprichwort) und schöner. Sie zeigen auch, dass die
Verfasser sich Mühe beim Formulieren der Botschaft gegeben haben (z.B. beim Poesiealbum).
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3.2 Was Gedichte können
Was „kann“ das Gedicht von Bertolt Brecht?
Das Gedicht beschwört den Drachen und bringt uns vielleicht in die Stimmung, einen Drachen
steigen lassen zu wollen.
3.3 Auf Gedichte reagieren
Was fällt dir an dem Gedicht von Ringelnatz auf? Ergänze die Notizen zu den einzelnen Punkten
des Schemas.
Mache dir anhand des Schemas Notizen zu dem Gedicht von Peter Huchel.
Thema, Inhalt?
Sinn, Absicht?
Art und
Gestaltung?
Die zwei Wurzeln
• zwei Tannenwurzeln unterhalten
sich über das, was oben in ihren
Wipfeln passiert
• keine richtige Unterhaltung nur
„knig“ und „knag“
• ein altes Eichhörnchen hört dabei
gleichgültig zu
• lustig sein und unterhalten
• will vielleicht sagen, dass unten egal
ist, was oben geschieht
• es wird etwas beschrieben
• vier zweizeilige Strophen; reimt sich
• lustige Sprache (Eichhorn, knig,
knag)
Unter der Kiefer
• beschreibt, was unter einer Kiefer ist
• es gibt (Boden)Nebel, der im Baum
hängt
• am Boden liegen „Fischgräten“
(Nadeln, die im Nebel weiß wirken?)
• am Stamm wächst langsam Efeu nach
oben
• will vielleicht zeigen, wie ein Baum
im Nebel wirken kann oder wie er alles
mit sich geschehen lassen muss
• es wird etwas beschrieben
• reimt sich nicht
• „komische“ Sprache (Efeu klettert mit
Katzenpfoten, Nadel ohne Öhr)
Auch Texte, in denen man keinen Reim findet, können Gedichte sein. Was spricht dafür, dass man
den Text von Peter Huchel als „Gedicht“ bezeichnet? Achte auf die Zeilenschreibung.
Dafür, Huchels Text als Gedicht zu bezeichnen, spricht zunächst die Zeilenanordnung, die nicht
einem „normalen“ Text entspricht und auf diese Weise eigene Sinneinheiten schafft. Es kommen
auch ungewöhnliche sprachliche Bilder vor, die wir in der Alltagssprache nicht benutzen würden
(„der Nebel zieht …“, „der Efeu klettert mit Katzenpfoten“). Auch hält sich Huchel nicht an die
Satzbauregeln: „Fischgräten, in den Sand gescharrt“ (Satz ohne Prädikat).
Suche in den Gedichten von Ringelnatz und Huchel Beispiele für die besonderen Merkmale von
Gedichten.
Wichtigstes Gedichtmerkmal im Gedicht von Ringelnatz ist der Reim. Sein Gedicht hat auch
einen eigenen Rhythmus (Wechsel von betonten und unbetonten Silben). Ringelnatz geht
außerdem spielerisch mit der Sprache um („knig, knag“). Zum Gedicht von Huchel siehe den
zweiten Aufgabenteil.
20
4. Mit einer Spielszene umgehen
Worum geht es in dieser Szene? Mache dir zunächst Notizen zu „Inhalt, Gang der Handlung“.
Was ist die Ausgangssituation? Wodurch wird die Handlung ausgelöst? – Wie könnte die Szene
enden?
Was ist Sinn und Absicht dieses szenischen Textes?
Bearbeite den Text, indem du dir Notizen zu den anderen Punkten des Schemas machst.
Ich soll den Clown spielen?
Inhalt, Gang der Handlung Armando will im gemeinsamen Spiel der Kinder nicht den Clown
spielen, macht sich über seine Rolle lustig und wird von den anderen
bestätigt („Du kannst es ja!“)
Art und Gestaltung
Spiel im Spiel: Armando muss spielen, wie jemand nicht spielen
will; zahlreiche Regieanweisungen; Handlung entwickelt sich
dialogisch
Sinn und Absicht
zeigt vielleicht, wie jemand über das Tun in seine Rolle
hineinwachsen kann und dass man nur den Mut finden muss, Dinge
auszuprobieren
Lernstation: Umgang mit Sach- und Gebrauchstexten
1. Sich einen Überblick über Sach- und Gebrauchstexte verschaffen
Sach- und Gebrauchstexte sind – im Gegensatz zu den literarischen Texten – nicht „erfunden“
und beziehen sich direkt auf die Wirklichkeit. Um welche Textarten handelt es sich hier (A–F)
und welchen Zweck erfüllen sie?
A: Inhaltsverzeichnis (mit Wettervorhersage) – ermöglichen eine schnelle Orientierung; B: CDROM-Cover – wirbt für das Produkt und gibt Hinweise auf den Inhalt; C: (informeller) Brief –
teilt (persönliche) Erfahrungen, Erlebnisse, Wünsche usw. mit; D: Zeitungsbericht – informiert
über (aktuelle) Ereignisse; E: Kochrezept – leitet zur Herstellung einer Mahlzeit an; F: Grafik
(Schaubild) – stellt einen Sachverhalt (überwiegend) visuell dar; G: Platzreservierung (Fahrkarte)
– berechtigt ihren Besitzer zur Benutzung eines bestimmten Platzes (bestimmter Züge)
Welche Funktionen erfüllen die Sach- und Gebrauchstexte A–F auf der Seite 259? Zu welchen
Ecken des Schemas passen sie jeweils?
A: „aufmerksam machen“, „über Ereignisse berichten (Wetter)“; B: „aufmerksam machen, für
etwas werben“; C: „Persönliches mitteilen“, „über Ereignisse und Vorgänge berichten“; D: „über
Ereignisse und Vorgänge berichten“, „aufmerksam machen“; E: „etwas beschreiben, erklären“; F:
„etwas definieren, beschreiben, erklären“, „das Denken unterstützen“; G: „etwas regeln“
Welchen Punkten würdest du die folgenden Sach- und Gebrauchstexte zuordnen?
Tafelanschrieb – Hausordnung – Wetterbericht – Fahrplan – Beipackzettel für Arzneimittel – Besprechung eines Jugendbuchs – Glückwunschkarte zum Geburtstag –
Protokoll – Jugendschutzgesetz …
21
Tafelanschrieb: „das Denken und erinnern unterstützen“, „etwas definieren, beschreiben,
erklären“; Hausordnung: „etwas definieren, beschreiben, erklären“; Wetterbericht: „aufmerksam
machen“, „über Ereignisse berichten“; Fahrplan: „etwas beschreiben“, „aufmerksam machen“;
Beipackzettel: „aufmerksam machen“, „etwas empfehlen“, „etwas beschreiben“; Besprechung:
„etwas empfehlen“, „etwas beschreiben“, „aufmerksam machen, für etwas werben“;
Glückwunschkarte: „Persönliches mitteilen“; Protokoll: „das Denken und Erinnern unterstützen“,
„über Ereignisse und Vorgänge berichten“; Jugendschutzgesetz: „etwas definieren, beschreiben,
erklären“
Wo würdest du ein Schema wie auf der nächsten Seite sonst finden und wo würdest es in der
Tabelle einordnen?
Eine solche Grafik könnte man in einem für ein breites Publikum geschriebenen Sachbuch, in
Infobroschüren, Schulbüchern und ggf. auch einem Zeitungsbericht finden.
Für welche Zellen der Tabelle kannst du Beispiele geben?
Cover-Bilder, Werbeplakate
Wetterbericht, Grafiken, einfache
Gebrauchsanweisungen
Inhaltsverzeichnisse, Telefonbuch
Notiz-, Einkaufszettel, Telegramme,
Gebrauchsanweisungen, Kochrezepte
Zeitungsberichte, Briefe, Tagebuch
Sachregister
(wissenschaftliche) Grafiken, schematische
Darstellungen (Sternenkarten, Elemententafel)
Tabellen
Lexikonartikel, Protokolle, Anleitungen
Zusammenfassungen, Fachrezensionen,
Beipackzettel
Infobroschüren, Zeitungsberichte
statistisches Material, Illustrationen in
Fachartikeln und -büchern
Infobroschüren, populärwissenschaftliche
(wissenschaftliche) Zeitschriftenartikel;
Zeitschriftenartikel (PM, Psychologie heute …) Vorlesungsmanuskripte
populärwissenschaftliche Sachbücher; Kinder- (wissenschaftliche) Fachliteratur
und Jugendsachbücher
2. Kombinationen von Wörtern, „Bildern“, Zahlen
Mache dir die einzelnen Schritte auf dem Weg vom Weizenfeld zur Mehlpackung in allen
Einzelheiten klar. Achte dabei auch auf Details (z.B.: Wie werden die Körner aus dem Silo
herausbefördert? Wie gelingt es, in der Mühle Mehl, Gries und Schrot zu trennen?).
Vervollständige die oben stehende Beschreibung der schematischen Darstellung.
„Als zweiten Schritt zeigt das Schaubild, wie die Körner von einem Traktor in ein Silo abgeladen
werden. In das Silo selbst gelangen die Körner mit Hilfe eines Förderbandes oder eines Gebläses,
sodass das frische Getreide stets oben liegt und das älteste immer zuerst weiterverarbeitet wird.
Meistens stehen solche Silos direkt an einer Mühle, in die der Weizen bei Bedarf hineingefördert
wird (Gebläse, Förderband). In der Mühle (dritter Schritt) wird das Getreide zunächst gewaschen
und gebürstet, dann gemahlen. Eine feststehende Siebvorrichtung mit unterschiedlich breiten
Schlitzen sorgt dafür, dass Mehl, Grieß und Schrott getrennt ausgeworfen werden. Das Mehl
(vierter Schritt) wird dann für den Handel automatisch verpackt und mit LKW´s an die Kunden
ausgeliefert.“
22
Aus welchen graphischen und sprachlichen Elementen besteht das Schaubild? Wofür stehen diese
Elemente? Vervollständige die Beschreibung des Schaubilds.
Das Schaubild besteht aus dem Teilsatz „Ein Bauer ernährt“, den Jahreszahlen sowie aus
Mengensymbolen, die die Anzahl der von einem Bauer ernährten Menschen repräsentieren (1900
vier, 1950 zehn und 1980 80 Personen). Zusätzlich wird eine im Vergleich zu den
Mengensymbolen überdimensionierte Bauernfigur gezeigt, womit das Verhältnis auch optisch
angedeutet wird.
„Übersetzt“ die anderen rot umrandeten Textelemente und Bilder.
Zu welchem Textelementen passt das Bild, das in der Mitte der Verpackung als Blickfang steht?
Mitte (Zentrum): In den Riegeln sind viele Erdnüsse. Mitte unten („Jetzt probieren“, Bezug auf
das Bild im Zentrum): Probieren Sie die Kombination von Schokolade und Erdnüssen und kaufen
Sie sich die Riegel. Unten links: Die Riegel können überall gegessen werden, im Büro und
unterwegs, als Snack in der Arbeit und in der Freizeit; beim Sport liefern die Riegel viel Energie.
Unten Mitte: Besuchen Sie im Internet unsere Homepage. Dort erfahren Sie mehr über die Riegel
und können sogar etwas gewinnen. Unten rechts: Dieses Produkt wurde von der Firma Schwartau
hergestellt.
Rechts siehst du die Rückseite der Verpackung: Mit welchen Begriffen und Abkürzungen hast du
Schwierigkeiten? Was kannst du tun, um diese Schwierigkeiten auszuräumen?
Die schwierigen Begriffe lassen sich mit einem Wörterbuch/Lexikon klären. Emulgator: Ein
chemisches Mischmittel, das Stoffe verbindet, die sich natürlich nicht verbinden lassen; Glukose:
Traubenzucker; Fruktose: Fruchtzucker; kJ: Kilojoule, 1000 Joule (= Maßeinheit der Energie);
kcal: Kilokalorie (= Maßeinheit für den Energiewert von Lebensmitteln)
Kläre, welche Informationen in den farbig umrandeten Textelementen aufgeführt werden und
warum diese Informationen wichtig sein könnten.
Die Rückseite gibt Auskunft über die Zusammensetzung des Lebensmittels und seinen Energieund Eiweißgehalt. Die Informationen können für Kranke (Diabetis, Allergie u. Ä.), aber auch für
ernährungsbewusste Menschen (hoher Fett- und Zuckergehalt, chemische Zusatzstoffe) wichtig
sein.
Wie unterscheiden sich diese Textelemente von der Vorderseite der Verpackung?
Welche Funktion von Sach- und Gebrauchstexten dominiert auf der Vorderseite, welche auf der
Rückseite der Verpackung?
Die Rückseite enthält die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise in knapper, sachlicher Form
(überwiegend Text, Tabelle, präzise Angaben); sie informiert. Die Vorderseite enthält kaum
Textelemente, dafür vielmehr Bilder; sie will zum Kauf des Produkts animieren.
3. Nützliche Kurztexte
Mit welcher Lesestrategie gehst du an das Rezept heran, wenn du
•
kurz vor Ladenschluss noch einkaufen willst?
•
alle Zutaten beisammen hast und anfangen willst, den Pfannkuchenteig zu machen?
Vor dem Einkauf empfiehlt sich die Strategie „suchendes Lesen“, vor dem Kochen muss „genau“
gelesen werden.
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Ist das Rezept verständlich formuliert? Kläre alle sprachlichen Details. Achte dabei auf
•
Begriffe der Küchensprache (Was genau muss man z. B. tun, um „Eier zu trennen“?)
•
Abkürzungen (Abk. für Mengen-oder Größenangaben wirst du kennen, aber wofür z.B.
steht E, F, Kh, kJ, kcal?).
Das Rezept ist weitgehend verständlich formuliert (die Formulierung „Bevor der Pfannenkuchen
gewendet wird, etwas Fett in die Pfanne geben.“ aber nur aus dem Kontext heraus verständlich:
Das Fett soll nicht vor dem Wenden, sondern bevor die nicht gebackene Seite auf den
Pfannenboden kommt, zugegeben werden.). – „Eier trennen“: Eigelb von Eiweiß trennen, indem
man das Eiweiß aus dem aufgeschlagenen Ei abfließen lässt; „verschlagen“: gründlich verrühren;
„von der Mitte aus dazugeben“: die Flüssigkeit nach und nach dazurühren; „unter den Teig
heben“: vorsichtig vermischen – „E“: Eiweiß; „F“: Fett; „Kh“: Kohlenhydrate; „kj“; Kilojoule;
„kcal“: Kilokalorie
Wie ist das Rezept gegliedert? Wie sind die Textelemente angeordnet? Findest du das
übersichtlich? Begründe deine Meinung.
Überschrift – Zutaten – Nährwertangaben – („1.“) Teigherstellung – („2.“) erster Backvorgang –
(„3.“) Wiederholung des Vorgangs – Serviertipp – Zubereitungstipp – Zubereitungszeit. Die
Gliederung ist übersichtlich, zusammengefasst werden könnten die Punkte 2. und 3.
Überprüfe die Angaben in der Einladung: Sind sie genau und vollständig?
Was kann man an Einladung und Wegbeschreibung besser machen?
Einladung: Hier fehlt die Uhrzeit, zu der das Fest beginnt. Verbessert werden könnte die
Einladung, indem die Adressaten angesprochen werden (allgemein: „Liebe Freunde!“, besser
noch persönlich) und die Adresse genannt wird. – Wegbeschreibung: Ist knapp, aber vollständig
(in Teilen sogar überflüssig deutlich, vgl. den „Revierpark“ im Postskriptum und der
Beschreibung selbst).Verbessert werden könnte die Beschreibung durch weitere Hinweise (Zahl
der Stationen, die mit Bahn und Bus jeweils zu fahren sind; Straßennamen; ggf. Nennung
weiterer örtlicher Besonderheiten) sowie die genaue Zieladresse, damit man sich auch
selbstständig durchfragen kann.
Schau dir die Gütekriterien (S. 263) für informierende Gebrauchstexte des Alltags genau an und
prüfe, ob alle erforderlichen Arbeitsschritte durch die bildlichen Darstellungen erfasst sind. Falls
erforderlich ergänze die Zahl der Arbeitsschritte und bringe sie in eine sinnvolle und
nachvollziehbare Reihenfolge.
Schreibe zu jedem Arbeitsschritt eine kurze Anleitung, so dass die Anleitung
insgesamt auch ohne Bilder verständlich und nachvollziehbar ist.
Zuerst muss der schadhafte Schlauch aufgepumpt unter Wasser gehalten werden, damit die
austretenden Luftblasen die schadhafte Stelle anzeigen (Schritt und Bild 1). Diese Stelle wird
gereinigt und getrocknet (Arbeitsanweisung fehlt), dann mit Schmirgelpapier aufgerauht (Schritt
und Bild 2). Danach wird die Haftflüssigkeit/der Klebstoff dünn auf die aufgerauhte Stelle
aufgetragen (Schritt und Bild 3). Hat man die Stelle so vorbereitet, wird die (Aluminium)Schutzfolie vom Flickgummi gelöst (Schritt und Bild 4) und der Flicken auf die schadhafte
Stelle gedrückt, wobei alle Stellen, an denen der Flicken aufliegt, berücksichtigt werden müssen,
damit auch die Außenränder des Gummis haften (Schritt und Bild 5). Nach fünf Minuten (Schritt
und Bild 6) kann die hintere Plastikfolie vom Flicken gelöst werden (Arbeitsanweisung fehlt).
Der Reifen ist nun repariert.
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4. Umfangreichere Sachtexte, die ein Thema entfalten
Ist dir das Erschließen dieses Textes eher schwer oder eher leicht gefallen? Warum? Achte
besonders auf die Sprache, in der dieser Text abgefasst ist.
Vierter Schritt (Überschriften): Die Welt ohne Geld? (1. Absatz, Fragestellung); Leben der Jäger
und Sammler (2. Absatz); Arbeitsteilung und Tausch (3. Absatz); Geld als Vergleichsmittel (4.
Absatz); Andere Zahlungsmittel (5. Absatz); Vorstufen des heutigen Geldes (6. Absatz);
Münzprägung (7. Absatz)
Fünfter Schritt (Schlüsselwörter): kein Geld, keine Ungerechtigkeit? (1. Absatz); Jäger und
Sammler, Gesellschaft ohne Geld, man jagte Wild, wenn jemand zu schwach, starb er (2.
Absatz); unterschiedliche Fähigkeiten, auf bestimmte Arbeiten spezialisieren, später Geld, damals
konnten sie damit nichts anfangen, tauschen, dazu brauchte niemand Geld (3. Absatz); NomadenGesellschaften, spielte Eigentum keine große Rolle, Menschen sesshaft, Ackerbau, Viehzucht,
etwas völlig Neues, Spezialisten, jeder eine Aufgabe, satt werden, brauchte Maßstab, schwer
Vergleichbares vergleichen, Geld (4. Absatz); bevor die ersten Münzen geprägt wurden, vielerlei
Zahlungsmittel, Steine, Salz, Felle, Muscheln, Gold, Silber, Material musste selten sein, nicht
schnell verderben, nicht zu unhandlich sein (5. Absatz); Geldscheine oder Münzen praktisch,
nicht wiegen, nur zählen, Menschen einige tausend Jahre durchgewurschtelt, die Ersten, Lydier in
Vorderasien, Münzen herstellen, niemand sicher sein, dass Gold oder Silber abgeschabt (6.
Absatz); später Münzen prägen, Stempel, Kopf des Herrschers, Hoheitsgebiet, Währung (7.
Absatz)
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