close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Chorfreizeit Neckarelz 2015

EinbettenHerunterladen
Zum Psalmodieren ins „Bruder Klaus Haus“ in Neckarelz
5. KKC Chorwochenende
Getreu den Worten des Psalms 30, Vers 13 „Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen“ luden die Chorvorsitzende Elke Weisbrod und die Dirigentin Irmtrud Menz die
Mitglieder des Katholischen Kirchenchors zum 5. Chorwochenende ins „Bruder Klaus Haus“
nach Neckarelz ein, und fast alle kamen. Am Freitagabend um 17.00 Uhr hatten sich bereits
dreißig Sängerinnen und Sänger
zur ersten Probe eingefunden. Einige weitere kamen am nächsten
Morgen hinzu.
Das musikalische Ziel für dieses
Wochenende hieß, um bei den
Worten der Psalme zu bleiben:
„Singt ihm ein neues Lied“
(Psalm 33, Vers 3). Neues Liedgut
sollte gelernt werden, um das Repertoire des Chores noch breiter
aufzustellen. Das hieß: Sich Altes im alten Gewand, Altes in neuem Gewand anzueignen und
angefangene Choräle und Messen klanglich zu gestalten und musikalisch zu verfeinern. Das
waren unter anderem „Ave Maria zart“, ein Stück aus dem 17. Jahrhundert in einem Chorsatz
des 20. Jahrhunderts von Karl Ludwig Nies, oder
„Also hat Gott die Welt geliebt“ im Stil des 17. Jahrhunderts. Weitere Herausforderungen waren ein Spiritual „Sinner you know“ und ein englisches Lied
„Holy Spirit“, beide von Rolf Menz mit deutschem
Text versehen. Daneben wurde ein neues „Halleluja“
und ein afrikanisches „Ave Maria“ in Angriff genommen. Stücken wie „Lord of the Dance“ und „All Day,
All Night“ wurden mit einem letzten Schliff und neuem Glanz versehen, ehe es daran ging, die „Messe
brève no. 7“ von Charles Gounod weiter zu vertiefen.
Dies alles kostet Kraft und braucht Stärkung, und dafür sorgte das Küchenteam des „Bruder
Klaus Hauses“ in bewährter Form mit köstlichem Essen bei Frühstück, Kaffeezeit und Hauptmahlzeiten. Kein Wunder, dass am ersten Abend nach der zweiten Probe ausgelassen getanzt
wurde. Die Geselligkeit und der Gedankenaustausch zum Ausklang ist etwas, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit Jahren zu schätzen wissen.
Neben der Aneignung neuer Stücke ging es natürlich auch um die Stärkung der Stimmen
und der Verbesserung des Chorklangs. Getreu nach der Devise der Chorleiterin: „Engagiertes
Singen soll Freude bereiten, aber keinesfalls in verkrampftes Gehabe ausarten“, spielten Entspannungsformen, Stimmbildung und Schulung des Klangs eine übergreifende Rolle. Mit
Atem- und Wahrnehmungsübungen sorgte Monika Krebs einerseits für die richtige Entspannung zur rechten Zeit, andererseits aber auch für die Sensibilisierung der Sängerinnen und
Sänger für die Musik und für das Singen selbst. Neben Stimmbildungsübungen zum kehlkopfschonenden Singen, sorgte auch ein dickes, ausgelegtes Seil, über das die Sängerinnen und
Sänger schritten, sich und seinen Körper beim Singen besser spüren und erfahren zu lernen.
Sich wahrnehmen heißt auch, das Wesen eines Stückes besser wahrnehmen zu können und
trotz einer entspannten Herangehensweise einen optimalen Chorklang zu schaffen.
Die einen nutzen die Zeit nach dem Essen zur Mittagsruhe, die anderen erkunden die Umgebung. Für letztere hatte Manuela Palmer
die Kapelle im finnischen Stil der Tagungsstätte der evangelischen Jugend in
Neckarzimmern auserkoren. Weitgehend
von Jugendlichen erbaut, lädt die Holzkirche zur Andacht, zur Meditation – oder, wie in unserem Fall, zum Singen ein. Gleich nebenan
befindet sich in Form des Davidsterns das Mahnmal anlässlich der Deportation der jüdischen
Bevölkerung Badens nach Gurs und Auschwitz. Ein gemeinsames Projekt der Evangelischen
Landeskirche und des Erzbistums Freiburg, das mit von Jugendlichen gestalteten Denkmalstelen an die Deportation aus über einhundertsiebenunddreißig badischen Gemeinden und Städte
erinnert und betroffen macht.
Wir waren – wie schon oft – nicht die einzigen Gäste im Haus, und während der Essenszei ten ergab sich die Gelegenheit zu den Tänzerinnen und Tänzern von ChoRa Kontakt aufzunehmen. Kreis- und Gruppentänze für jedes Alter standen auf deren Seminarprogramm.
Wie heißt es in Psalm 87, Vers 7? „Und sie werden beim Reigentanz singen.“ Genau das taten sie denn auch. Erst kamen die ChoRa Tanzfreunde zum Singen zur gemeinsamen Taizéandacht in die anrainende Kirche der ehemaligen Johanniterburg, anschließend luden sie die
Sangesfreunde des Katholischen Kirchenchors zu einem Schnupperkurs im Kreistanz zu sich
in ihren Seminarraum ein. Nach einer guten halben Stunde und fünf gemeinsamen internationalen Kreistänzen in lockerer Atmosphäre gingen die Gruppen wieder getrennte Wege, damit
für beide Seiten auch noch genug Zeit blieb, den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Als am Sonntag zum Mittagessen
ein intensives Probenwochenende zu
Ende ging, waren alle erstaunt, wie
schnell die Zeit vergangen war.
„Schade, dass es schon rum ist“, war
der einhellige Tenor. „Ich freue mich
schon aufs nächste Jahr und natürlich
auf die nächste Singstunde“, hieß es.
Was will man mehr? Es braucht
keine weiteren Worte, um zu zeigen,
wie erfolgreich in jederlei Hinsicht auch dieses Wochenende verlaufen ist. Also dann, bis zum
nächsten Mal. (rome)
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
6
Dateigröße
909 KB
Tags
1/--Seiten
melden