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Lösungen zu den Lernstationen

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deutsch.punkt 2 (Gymnasium) – Lösungen zu den Lernstationen
Lernstation: Lesestrategien, Lesetechniken
1. Lesegewohnheiten – Prüfe dich selbst
Welche guten oder schlechten Lesegewohnheiten kennst du sonst noch?
Zu den schlechten Lesegewohnheiten gehört noch das flüchtige, oberflächliche Lesen, dort, wo es
nicht angebracht ist. Man liest zwar, konzentriert sich aber nicht voll auf den Text. Entsprechend
ist das konzentrierte Lesen eine gute Lesegewohnheit: Man konzentriert sich nur auf den Text
(und sieht nicht z.B. nebenbei fern oder hört Radio bzw. Musik).
2. Lesegeläufigkeit – dazu braucht man Training
2.1 Den Blick für Wortgrenzen, Zeilengrenzen schärfen
Lies den Text laut und so oft, bis du es schaffst, den Text zügig und ohne Verhaspeln laut lesend
vorzutragen.
Es war einmal ein Prinz, weit drüben im Märchenlande. Weil der nur ein Träumer war, liebte er
es sehr, auf einer Wiese nahe dem Schlosse zu liegen und träumend in den blauen Himmel zu
starren. Denn auf dieser Wiese blühten die Blumen größer und schöner wie sonst wo. –
Und der Prinz träumte von weißen, weißen Schlössern mit hohen Spiegelfenstern ...
Es geschah aber, dass der alte König starb. Nun wurde der Prinz sein Nachfolger. Und der neue
König stand nun oft auf den Zinnen von weißen, weißen Schlössern mit hohen Spiegelfenstern.
Und er träumte von einer kleinen Wiese, wo die Blumen größer und schöner blühten denn sonst
wo.
2.2 Den Blick für Satzzeichen schärfen
Lies den Text laut und so oft, bis du es schaffst, den Text zügig und mit angemessener Betonung
und Stimmführung so vorzutragen, dass auch die fehlenden Satzzeichen „hörbar“ werden.
Beim Abendessen, sie waren schon beim Nachtisch, es gab Karamellpudding, sagte der junge
König zu seiner Mutter: „Ich gehe heute ins Kino, Mama.“ Der Mutter gefiel das gar nicht. „Ja
wenn du deine alte Mutter hier allein lassen willst!“, sagte sie. Das war ihre Art, so etwas zu
sagen. „Ich muss das Leben endlich kennen lernen, Mama“, sagte der König, „lies du nur
unterdessen deine Zeitung!“ Was sollte sie da machen?
„Aber du nimmst mir auf keinen Fall den roten Umhang“, sagte sie, „der ist für besondere
Gelegenheiten.“ Und sie gab ihm den blauen Umhang. […]
Dem König war es gleich. Sie gab ihm auch Geld für das Kino und sagte: „Nimm eine Loge,
damit du nicht unter den Leuten sitzt!“ […]
Die Mutter sah ihm vom Fenster aus nach, wie er die Auffahrt zum Palast hinunter ging. „Wozu
will er das Leben kennen lernen“, dachte sie. „das kann er doch ebenso gut hier.“ Sie war zornig,
weil es ihr nicht gefiel. Aber was sollte sie machen? „Es gibt so viele Luder“, dachte sie.
Natürlich dachte sie es nicht laut. Das gehört sich nicht. Aber wenn die Mutter eines Königs so
etwas denkt, ist es nicht zu überhören.
1
2.3 Beim Lesen Sinnschritte feststellen
Wie viele Sinnschritte hast du erlesen? Welche Wörter im Text haben dir geholfen, Sinnschritte
(hier: Handlungsschritte) zu erkennen?
Es lassen sich vier Sinn- bzw. Handlungsschritte benennen: König kauft Kinokarte (bis „… einen
Gangsterfilm im Fernsehen und die meisten Leute bleiben zu Haus.“) – König soll den Mantel
abgeben (bis „… meine Mutter hat mir gesagt, ich soll ihn anbehalten.“) – Verkäuferin ruft und
informiert Marie (bis „…nicht über seinen blauen Mantel stolpert, er muss das ja erst lernen.“) –
Marie führt den König an einen Platz
2.4 Auf die Sinnentwicklung achten
In welche Reihenfolge hast du die Abschnitte gebracht?
Auf welche Wörter achtest du beim Lesen der Abschnitte, um sie in die richtige Reihenfolge zu
bringen?
C In einem Kloster lebte
einst ein Tor …
E Als dieser König … nun
ausging, um seinen Teich
…
D Beim ersten Schein des
folgenden Morgens …
B Dort verlebte der …
F Er kam in sein Kloster.
„lebte einst“ ist typischer Märchenanfang; zweimal
unbestimmter Artikel (einem, ein), davon war also noch nicht die
Rede
„seinen Teich“ knüpft inhaltlich an Abschnitt C an; „nun“
signalisiert den Beginn der eigentlichen Handlung;
Demonstrativpronomen „dieser“ verweist auf die Einführung
„folgenden Morgens“ knüpft an „Morgen bei Tagesgrauen“ aus
Abschnitt C an
„Dort“, nämlich „auf den Gipfeln des Himalaja“ (Abschnitt D)
inhaltliche Fortsetzung zum Schlusssatz aus Abschnitt B: „…
ging er nach Hause.“
3. Lesestrategien – Sich für die richtige entscheiden
3.1 Sich für eine Lesestrategie entscheiden
Welche Lesestrategien passen zu welchen Lesesituationen? In welchen
Situationen ist es sinnvoll, zwei oder mehrere Strategien zu kombinieren?
(Situation) a: suchendes bzw. überfliegendes Lesen – b: suchendes Lesen – c: unterhaltendes
Lesen – d: genaues Lesen – e: suchendes bzw. überfliegendes Lesen
3.2 Einzelheiten erfassen und behalten
Überlege für B – D, wie du beim Lesen vorgehst.
Die Lesestrategie bleibt für alle Fragestellungen im Wesentlichen die gleiche, nämlich suchendes
Lesen, wie im Buch zum Beispiel A beschrieben. Nur „scannt“ man den Text jeweils nach
anderen Wörtern ab: B – „Gletscher fließen“ (= 24 bis 120 Meter am Tag); C – „QuarayaGletscher“ (= in Grönland); D – „Polklappen dick“ (= 2000 bis 4800 Meter).
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3.3 Beim Lesen Vermutungen anstellen, Zusammenhänge erfassen
Worauf hat das Wort „Diamant“ im Titel hingewiesen? Was verbindet „Winter“ mit dem Wort
„Diamant“ in der Überschrift?):
Es werden mögliche Gedanken (aus dem Cluster) zu „Diamant“ aufgegriffen: „vereist“,
„glänzten“, „Silbertaler“.
Welche Vermutung kannst du von dem Wort „totenstill“ für den weiteren Gang der Handlung
ableiten? Was für eine Geschichte erwartest du – heiter, lustig, traurig, spannend, unheimlich?
Das Wort „totenstill“ lässt eine „unheimliche, spannende“ Erzählweise erwarten.
Was findest du in diesem Abschnitt als Bestätigung des Wortes „totenstill“? Musst du deine
Erwartungen bezüglich der Art der Geschichte (heiter, lustig, traurig, spannend, unheimlich)
ändern oder findest du sie bestätigt?
Zu „totenstill“ passt „unheimlich“ und „ausgestorben“ („Nirgendwo waren Menschen zu sehen
…“). Die beschriebene Atmosphäre („blasses Licht“, „Zähe Nebel“, „Dunst“) bestätigen die
Erwartung einer „unheimlich, spannenden“ Geschichte.
Ist Bölle wichtig für den weiteren Fortgang der Handlung? Ist er auf der Seite des Ich-Erzählers
oder sein Gegner? Was vermutest du?
Auf welche Wörter in dem Abschnitt stützt du deine Vermutungen?
Bölle wird wohl wichtig für den weiteren Verlauf der Handlung sein, da er sonst gar nicht so
ausführlich beschrieben worden wäre. Vermutlich ist er nicht auf der Seite des Erzählers, sondern
vielleicht ein Eigenbrötler (er antwortet nicht, sondern schüttelt nur „drohend die Faust“; „lachte
lautlos in sich hinein“).
Wie geht es dir – machst du dir auch keine Gedanken mehr über Bölle? Was hast du bis jetzt über
den seltsamen Nachbarn erfahren, und worauf deutet das hin?
Bölle wird immer unheimlicher beschrieben („Gesicht: wie mit Raureif bedeckt“); es bestätigt
sich, dass er wohl noch eine wichtige Rolle spielen wird.
Welche Zusammenhänge kannst du zwischen seinem Gesicht und den vereisten Frostscheiben
erkennen? Welche Schlüsse ziehst du daraus?
Bölle scheint sein Haus nicht zu heizen, es scheint, als habe er die Nacht tatsächlich „im
Eisschrank“ verbracht. Die Vermutung drängt sich auf, dass mit Bölle irgendetwas nicht stimmt.
Erinnerst du dich noch an das Wort „totenstill“? Was ist daraus jetzt geworden?
Das Wort „totenstill“ wird als Bild (dem Sinn nach) vielfach aufgegriffen: „leer“, „kahle Gräber“,
„Friedhof“, „erstickte alles Leben“; das „Unheimliche“ der Geschichte verstärkt sich mehr und
mehr.
In diesem Abschnitt geht es um „Riesen in Tarnanzügen, die lauernd Wache stehen“: Sind sie
vielleicht ein Hinweis darauf, wie dieses Kältegewitter zu erklären ist?
Die „Riesen in Tarnanzügen“ erklären das Kältegewitter nicht wirklich, werden aber wie
Personen beschrieben, die handeln können („standen lauernd Wache“, „rückten unmerklich auf
das Haus zu“) und könnten so als Verursacher eines Geschehens in Frage kommen (vgl. „Die
Invasion der weißen Riesen“).
3
4. Lesen – aber mit gesichertem Verständnis
4.1 Zügig lesen – Thema/Inhalt insgesamt erfassen
Fasse Thema/Inhalt des Textabschnitts so knapp wie möglich zusammen.
„Die Dinosaurier entwickelten sich vor ca. 230 Millionen Jahren auf dem „Pangäa“ genannten
Urkontinent. Sie waren sehr entwicklungsfähig und beherrschten die Erde über 150 Millionen
Jahre.“
4.2 Konzentriert lesen – Einzelheiten erfassen
Was hast du über die Welt der Dinosaurier verstanden/behalten? Beantworte die folgenden
Fragen zügig und ohne weiter nachzudenken:
Ja
Pangäa nennt man das große Meer, das im Erdmittelalter existierte.
Damals gab es nur zwei Kontinente.
Der Urvater der Dinosaurier tauchte vor 230 Millionen Jahren auf der Erde auf.
Dinosaurier sind Säugetiere.
Dinosaurier sind vor 230 Millionen Jahren ausgestorben.
Es gab Dinosaurier, die ein Federkleid hatten, genau wie Vögel.
Bestimmte Dinosaurier lebten auch im Meer und konnten schwimmen wie die
Fische.
Nein Weiß
nicht
x
x
x
x
x
x
x
4.3 Zusammenhänge erfassen, Schlüsse ziehen – mehrmals lesen
Welche Erklärung legt der Text für das endgültige Aussterben der Saurier nahe?
Im Text wird die Vermutung geäußert, die Dinosaurier könnten aufgrund der Folgen eines
Meteoriteneinschlags ausgestorben sein.
Lernstation: Sich und andere informieren
1. Möglichkeiten des Informierens erkunden
Überlege: Warum unterscheidet man zwischen Berichten und Beschreiben?
Bei Berichten geht es immer um ein einmaliges Ereignis in der Vergangenheit, bei dem man
darstellt, was geschehen und wie es dazu gekommen ist. Bei Beschreibungen wird entweder der
Ablauf eines Vorgangs geschildert, der immer gleich bleibt bzw. sich wiederholt, oder das
Aussehen einer Person oder eines Gegenstandes (wie sie oder er gerade ist) dargestellt. Man
unterscheidet also zwischen dem Beschreiben und Berichten, weil sie sich auf unterschiedliche
Bereiche beziehen.
4
2. Berichten
Prüfe, ob der Verfasser sich an die Merkpunkte auf der vorigen Seite gehalten hat. Warum hat er
wohl den letzten Satz später gestrichen?
Der Verfasser hat sich im Wesentlichen an die Merkpunkte gehalten. Für den Unfallhergang nicht
wichtig ist allerdings der Hinweis, dass er Richtung Freibad fuhr, „um dort zu schwimmen“.
Neben dem Schlusssatz ist auch „krachte voll“ stilistisch unangemessen („kam ich ins
Schleudern, stürzte und schlug mit dem Fahrrad auf der Straße auf“). Auch die Unfallursache
könnte man knapper schildern: „sah ich plötzlich einen PKW mit hoher Geschwindigkeit auf
mich zukommen“/„sah ich plötzlich einen PKW, der trotz der hier geltenden Rechts-vor-LinksRegelung mit hoher Geschwindigkeit auf mich zu kam“.
Untersuche im Buch auf Seite 59 und 62f. die Berichte auf die Merkpunkte oben.
Der Zeitungsbericht „Fußgänger mitgeschleift …“ (S. 59) hält sich an die Merkpunkte, erwähnt
nur das Wichtigste in knapper Form und ist sachlich geschrieben. Offen bleibt aber, wie es dazu
kam, dass der Mann vom Außenspiegel des Lasters erfasst wurde. Ebenso fehlen genauere
Angaben über die Art der Verletzungen, die der Mann davon getragen hat, sowie darüber, wer
den Unfall schließlich gemeldet hat. Erwähnen hätte man außerdem können, ob auch der
Zeitungsverkäufer verletzt wurde oder nicht.
Beim Bericht über die Skatingtour (S. 62 f.) handelt es sich um einen Reisebericht, in den
durchaus auch persönliche Einschätzungen einfließen dürfen, solange sie für die Leser interessant
sind, etwa weil sie planen, eine solche Reise einmal selbst zu unternehmen (man kann also
durchaus erwähnen, dass z.B. Gland ein „schönes Strandhotel“ hat). Zu persönlich und für den
Leser uninteressant ist dagegen, dass die beiden Frauen schon länger nicht mehr in einem Zelt in
den Walliser Bergen geschlafen haben („so etwas hatten wir lange nicht mehr erlebt“), sie ihre
Beine nicht hinreichend bedeckten bzw. schützten oder dass sie gläubig sind („Wir waren Gott
dankbar, dass wir beschützt worden sind.“). Insgesamt jedoch ist der Bericht weitgehend sachlich
und schildert die Ereignisse in der richtigen zeitlichen Reihenfolge.
Wie würdest du diese Schadensmeldung zu Ende schreiben?
In das Ende der Schadensmeldung gehört noch der Befund des Arztes (Was hat er bei der
Untersuchung festgestellt? Wie lange wird es dauern, bis der Fuß wieder völlig in Ordnung ist?).
3. Beschreiben: Einen Gegenstand beschreiben
Vervollständige die Beschreibung des Fahrrads anhand des Schaubilds. Verwende
Fachausdrücke für die Teile des Fahrrads (siehe Schaubild). Beschreibe nicht nur das Aussehen
der Teile, sondern erkläre auch, wie sie funktionieren und zusammenspielen.
So könnte die Beschreibung des Fahrrades weitergehen:
Das Fahrrad wird mit zwei Pedalen über die Tretkurbel angetrieben, die über eine Kette die Kraft
auf das Hinterrad überträgt. Die Umsetzung ist dabei über einen Schalthebel, der am Unterrohr
angebracht ist, steuerbar. Neben dem Schalthebel besteht die Schaltung noch aus zwei
Kettenumwerfern. Zum Schutz vor Spritzwasser sind am Vorder- und am Hinterrad Schutzbleche
angebracht. Zur weiteren Ausstattung des Rades gehören: …
5
Überlege, zu welchem Zweck und für welchen Adressaten die Beschreibung eines Fahrrads
sinnvoll sein könnte (z.B. bei einer Diebstahlsanzeige oder einer Verkaufsannonce). Wie müsste
sich die Beschreibung des Fahrrads jeweils ändern? Probiere das an einem Beispiel (z.B.
Diebstahlsanzeige) aus.
Bei einer Diebstahlsanzeige wird man natürlich nicht auf die Funktionsweise von Fahrrädern
eingehen, sondern vielmehr die besonderen Merkmale des gestohlenen Fahrrades (genaues
Aussehen, Zubehör, Aufkleber, eventuelle Beschädigungen usw.) beschreiben.
4. Eine Person beschreiben
Vervollständige die Liste rechts und erstelle daraus eine treffende und anschauliche
Personenbeschreibung des Mädchens.
dunkelblondes, in der Mitte gescheiteltes Haar, das nach hinten gekämmt und dort
(wahrscheinlich) zusammengebunden ist • längliches Gesicht mit einer großen, hohen Stirn;
schmale Brauen und (vom Lachen) zusammengekniffene, schlitzförmige Augen; gerade Nase;
(zum Lachen geöffneter) Mund mit schmalen Lippen; rundes, kerbenloses Kinn • bekleidet ist das
Mädchen mit einem …
5. Einen Vorgang beschreiben
5.1 Beispiel: Spielanleitung
Prüfe nach, ob du nach dieser Spielanleitung „Dame“ spielen kannst.
Die Spielanleitung zum „Dame“-Spiel (auf S. 252) ist vollständig und korrekt. Man kann nach ihr
problemlos spielen.
Untersuche an der Spielanleitung die Schrittfolge:
•
Voraussetzungen des Spiels
•
Vorbereitung (Auswürfeln des „Anfängers“, Aufstellen der Steine)
•
Ziehen
•
Springen und Schlagen
•
…
•
Ende des Spiels
Weitere Punkte der Schrittfolge: • Springen und Schlagen
• Erreichen einer Dame
• Ziehen mit der Dame
• Nichtschlagen eines gegnerischen Steines
• Ende des Spiels
Überprüfe die Spielanleitung auf der vorigen Seite auf die genannten Merkpunkte.
Spielanleitung zum „Dame“-Spiel erfüllt alle genannten Merkpunkte. Als „Fachausdrücke“
könnten „Dame“ und „knobeln“ genannt werden.
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Verfasse in entsprechender Weise eine Spielanleitung für „Mühle“ oder „Halma“.
Mühle
Brettspiel für zwei Personen
Zum Spiel gehören: ein Spielplan, neun weiße und neun schwarze Steine.
Spielablauf:
Durch das Los werden die Steine den beiden Spielern zugeteilt. Weiß beginnt und setzt einen
Stein auf das Feld. Abwechselnd setzen die Spieler ihre weiteren Steine. Ziel des Spiels ist es,
„Mühlen“ zu bilden. Eine „Mühle“ besteht aus drei Steinen, die auf einer (waagrechten oder
senkrechten) Spiellinie liegen. Gelingt einem Spieler die Bildung einer Mühle, so darf er einen
Stein des Gegners vom Brett und damit aus dem Spiel nehmen (herausgenommene Steine dürfen
nicht wieder eingesetzt werden). Steine, die sich in einer Mühle befinden, dürfen nicht
herausgenommen werden.
Sind alle Steine gesetzt, werden die Steine den Linien entlang um jeweils ein Feld verschoben.
Ziel ist dabei wieder die Bildung von Mühlen. Hat ein Spieler nur noch drei Steine, darf er mit
diesen springen, d.h. jedes freie Feld auf dem Brett besetzen.
Sieger des Spiels ist, wem es entweder gelingt, den Gegner zu blockieren (d.h. seine Steine so zu
setzen, dass der Gegner nicht mehr ziehen kann), oder der dem Gegner seinen drittletzten Stein
wegnimmt. Gelingt dies keinem der beiden Spieler, so endet das Spiel unentschieden.
Halma
Brettspiel für zwei bis sechs Personen
Zum Spiel gehören: ein Spielplan, pro Spieler 15 Spielfiguren in einer Farbe.
Spielablauf:
Durch das Los wird die Reihenfolge der Spieleröffnung festgelegt. Ziel des Spiels ist es, seine
Figuren schnellstmöglich vom eigenen Feld (eines der sechs Dreiecke) in das gegenüberliegende
Feld, das bei gerader Spielerzahl von einem Gegenspieler besetzt sein muss, zu bringen.
Die Figuren werden bewegt, indem man sie entweder spielpunktweise in jeder gewünschten
Richtung zieht oder andere Figuren überspringt. Das ist möglich, wenn zwischen den Figuren
(den eigenen und/oder denen des Gegners) genau ein Spielpunkt bzw. nach der letzten
übersprungenen Figur mindestens ein Spielpunkt frei ist.
Sieger des Spiels ist, wer zuerst alle seine Steine ins Zielfeld gebracht hat. Das Spiel endet
unentschieden, wenn jeweils die gleiche Anzahl von Spielzügen benötigt wurde (Reihenfolge der
Spieleröffnung beachten).
5.3 Beispiel Versuchsbeschreibung
Beschreibe den Versuch zum Nachweis von Stärke in Lebensmitteln. Halte dich dabei an die
Merkpunkte oben.
Für den Versuch zum Nachweis von Stärke in Lebensmitteln werden benötigt: Petrischalen,
Tropfpipette, Jod- bzw. Jodkaliumlösung, ggf. einen Mörser, Speisestärke sowie weitere
Lebensmittel. – Die Lebensmittel werden, ggf. zuvor zerkleinert bzw. zerstoßen, auf die
Petrischale gegeben. Mit der Pipette entnimmt man der Flasche einige Tropfen Jodlösung und
tröpfelt sie auf das Lebensmittel. Verfärbt sich die rote Lösung in einen lila bis braunblauen Ton,
so enthält das getestete Lebensmittel Stärke, bleibt die Lösung dagegen rot, so ist das
Lebensmittel weitgehend stärkefrei.
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Lernstation: Erzählen
1. Erzählweisen und Arten von Geschichten erkunden
Warum kann man manche Geschichten mehreren Erzählweisen zuordnen (z.B.
Lügengeschichten)?
Geschichten können mehrere Erzählenweisen auf sich vereinen; bei der Lügengeschichte ist so
der Inhalt „verrückt“ und gerade dadurch „lustig“. Ein anderes Beispiel ist der Schwank. Er ist
„lustig“, kann aber auch lehrreich sein, da er menschliche Schwächen offenbart.
Überlege, welche Arten von Geschichten du noch kennst, und erweitere das Cluster.
Eingefügt werden könnten in den Cluster die Formen Anekdote („lustig“), Gleichnis, Parabel,
Legende, Sage, Reisegeschichte („lehrreich“), Kriminal- bzw. Detektivgeschichte („spannend“)
und Liebesgeschichte („traurig“). Aus der Liebesgeschichte ließe sich dabei eine weitere
Erzählweise ableiten: „poetisch“ oder „schön“ (etwa auch für Kunstmärchen oder
Fantasiegeschichte).
2. Das Erzählen planen und geordnet erzählen
Diese Geschichte ist durcheinander geraten. Ordne sie so, dass sie einem schlüssigen Erzählplan
folgt.
Die richtige Reihenfolge der Textbausteine ist: B – C- A – G – E – D – F.
Entwirf einen Erzählplan für eine spannende, unheimliche Geschichte, z.B. über ein verzaubertes
Haus, eine Giftspinne oder einen düsteren Dachboden, und erzähle dann die Geschichte.
Thema: Unheimliche Geschichte von einem mutigen Eskimojäger und einem bösen Geist
Einleitung
Personen:
Jäger Kujavarsuk („Spieler“) – Onkel als Zauberer („Gegenspieler“)
Ort:
Grönland, am Meer
Zeit:
früher (es „lebte einmal …“); Tempus: Präteritum
Vorgeschichte:
bisherige Jagderfolge Kujavarsuks
Handlungsansatz: Neid des Onkels, der zugleich ein (böser) Zauberer ist
Hauptteil
1. Erzählschritt:
Der Onkel fühlt sich durch Kujavarsuk und dessen Frau erniedrigt und
beschließt sich zu rächen, indem er einen Rachegeist erschafft, der Kujavarsuk verfolgen soll.
2. Erzählschritt: Der Rachegeist als Seehund: Er greift Kujavarsuk in seinem Kajak an, doch
dieser ist sehr geschickt und übersteht den Angriff unbeschadet.
3. Erzählschritt: Der Rachegeist in Kujavarsuks Haus: Er will Kujavarsuk erschrecken, doch
dieser sieht ihn nicht an und so hat der Geist keine Macht über ihn.
4. Erzhälschritt: Der Rachegeist will erneut in das Haus eindringen, wird aber abgewehrt und
vertrieben (unter dem Haus, auf dem Dach).
5. Erzählschritt: Der Rachegeist ist verzweifelt und verschlingt im Zorn seinen Erschaffer.
Schluss:
Kujavarsuk erreicht in Frieden ein hohes Alter
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3. Anschaulich und spannend erzählen
3.1 Erzählstrategien
Sammle (z.B. auf Kärtchen) weitere Wörter und Wendungen, die eine „innere Handlung“
anschaulich und treffend zum Ausdruck bringen.
Wunsch/Hoffnung
Gefühl
Gefühl/ Gedanke
Angst/Furcht
voller Sehnsucht blickt er; ich klammerte mich an das Fünkchen
Hoffnung…
ich war wie gelähmt; da verlor ich die Besinnung; ich machte innerlich
einen Freudensprung
mir war, als lege sich mir eine eisige Hand auf die Schulter
er spürte, wie ihm die Angst die Kehle zuschnürte; ich erschauerte; vor
Angst und Entsetzen wurde ich fast wahnsinnig
Stelle dir einen geheimnisvollen „Fall“ vor und schreibe dazu einen Abschnitt mit Andeutungen
und Ahnungen.
Text 1 („… während der Sturm …“): Ist der Ort doch bewohnt? Ist der Lichtschein nur
Täuschung? – Text 2 („Das Gesicht …“): Kennt sie/er die alte Dame? Woher? – Text 3: Woher
kennt sie/er das Haus? Kennt sie/er es überhaupt?)
Übe das Verzögern, indem du die Situationen weitererzählst. Du kannst auch selbst Situationen
erfinden, die du spannend verzögerst.
Text 1 könnte so weitergehen: Ein dunkler Spalt öffnete sich, wie mir schien, unendlich langsam.
Millimeter für Millimeter, Zentimeter für Zentimeter vergrößerte sich die Öffnung. Doch noch
immer war nichts zu hören oder zu erkennen. In mir baute sich eine ungeheuere Spannung auf.
Da, endlich …
3.2 Der „Spannungsprüfer“
Untersuche mit Hilfe des Spannungsprüfers weitere Geschichten in diesem Buch.
Für den Romanauszug „Titus kommt nicht alle Tage“ (S. 230 f.) sieht die Untersuchung mit dem
„Spannungsprüfer“ so aus:
Wahrnehmungen
Zeitangaben
wörtl. Rede
Vergleiche,
sprachl. Bilder
unvollständige
Sätze
anschaul. Wörter
Beispiel(e)
Sabine hatte den Eindruck, dass sich Titus jetzt an etwas erinnerte. (Z. 75)
auf einmal (Z. 68), jetzt (Z. 75)
„Wer?“ Sven kapierte gar nichts. (Z. 79)
„ … mit einem gespannten Unterton in der Stimme, als sei er plötzlich auf
der Hut.“ (29/30)
„Die Schale mit den Schlangen, die der Praefectus meiner Schwester
mitbrachte, war tausendmal schöner …“ (Z. 76/77)
„kniff die Augen zusammen“ (Z. 68/69), „murmelte er vor sich hin“ (Z. 76)
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4. Erzählmöglichkeiten nutzen
4.1. Eine Geschichte weitererzählen
Erzähle die Geschichte „Die weiße Insel“ zu Ende. Beachte dabei die Merkpunkte.
Bei der Weitererzählung sollten die im Text angelegten Spuren (Wie und wo hatte Tim die
Rückseite der Insel sehen können? Warum sind die Mauern und Türme der Stadt blutrot?)
aufgegriffen und auch die Figuren entsprechend gestaltet werden: Tim ist derjenige, der die
Handlung vorantreiben wird (er hat die Rückseite bereits gesehen und erwähnt sie überhaupt),
während Tom eher zurückhaltend und vorsichtig ist („Tom schwieg. Was sollte man darauf
antworten?“). Die Atmosphäre muss geheimnisvoll und spannend bleiben („Timm machte ein
geheimnisvolles Gesicht“).
4.2 Einen Erzählkern ausgestalten
Gestalte den Erzählkern aus und erzähle die Geschichte. Du kannst dabei den folgenden
Vorschlag verwenden.
Der Anfang der Geschichte könnte so aussehen:
Vor vielen Jahren lebte im Harz, unweit der Stadt Harzburg ein Mann, der in Frieden mit sich und
Welt lebte. Nur eines wünschte er sich, das war ein Kind. Aber da er und seine Frau noch jung
waren, verzagte er nicht und ging tagaus, tagein seiner schweren Arbeit als Schmied nach. Eines
Tages nun sollte er ein besonders wildes Pferd beschlagen, das er schon nur mit großer Mühe in
seine Werkstatt brachte. Als er endlich …
4.3 Eine Geschichte in eine Szenenfolge umformen
Vergleiche den Beginn der Geschichte über Parvana mit der szenischen Fassung und mache dir
die Unterschiede mit Hilfe der Merkpunkte klar.
Neben dem unterschiedlichen Layout, das durch die Abfolge von Figurenrede und
Regieanweisungen entsteht (der Erzähltext macht nur Absätze), ist vor allem zu beachten, dass
der Handlungsablauf durch die Figurenrede verständlich bleibt. Dazu müssen manchmal die
Figuren in der Szenenfolge mehr sagen als im Erzähltext, da in der Spielszene keine Erzähler
vorkommt, der etwas erklären könnte.
5. Nach Textmustern erzählen
5. 1 Eine Fabel erzählen
Erzähle eine Fabel zu dem Bild. Überlege zuvor, ob du den Wolf oder den Storch „siegen“ lassen
willst und mit welcher „Lehre“ deine Fabel enden soll. Halte dich an die Merkpunkte.
Der römische Fabeldichter Phaedrus hat folgende Fabel erzählt, die gut zum Bild auf Seite 266
passt:
WOLF UND KRANICH (statt „Storch“)
Wer Lohn will, wenn er einem Schurken wohltat,
Fehlt doppelt: einmal half er einem Schurken,
Und Spott und Schaden hat er noch dazu. –
Ein Knochen blieb dem Wolf im Halse stecken.
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Es tat ihm weh, und hohen Lohn versprach er,
Wenn irgendeiner ihn davon befreite.
Erst als er schwur, ließ endlich sich der Kranich
Bereden, dass er mit dem langen Schnabel
Ihm in den Hals fuhr und den Knochen holte.
Doch als er dann um den bedungnen Lohn bat,
Da sprach der Wolf: „Das ist also der Dank!
Dein Kopf war ungestraft in meinem Rachen,
Und jetzt verlangst du noch von mir Belohnung!“
Lernstation: Sich verständigen – Gespräche führen – Auffordern
1. Gespräche im Unterricht
An welcher Stelle des Modells würdest du Gespräche im Unterricht einordnen, und warum?
Welche Formen von Unterrichtsgesprächen kennst du?
Gespräche im Unterricht sind face-to-face-Gespräche, wären also neben die Beispiele „Gespräch
mit Freunden“ und „Verkaufsgespräch“ einzuordnen.
Was weißt du über Gesprächsregeln und die Aufgaben eines Diskussionsleiters? Du kannst dich
z.B. in deutsch.punkt 1 informieren.
Gruppenarbeit
Vorteile
gegenseitige Kontrolle und
Unterstützung; hilft beim Finden von
Ideen; Verantwortung wird geteilt
Sitzkreis
alle sehen sich: gut für gemeinsame
Gespräche
Lehrer vor
der ganzen
Klasse
Einzel- oder
Gruppenreferat
Aufmerksamkeit auf eine Person
konzentriert; guter Blick für alle auf die
Tafel
Schüler können am besten einschätzen,
was ihre Mitschüler interessiert, nicht
wissen und wie man ihnen etwas erklärt
Nachteile
man kann sich gegenseitig ablenken;
niemand kann nach seinem eigenen
Tempo arbeiten; einzelne Schüler
können sich leichter „drücken“
nicht alle sehen gleich gut auf die
Tafel; Konzentration auf eine Person ist
erschwert
Gespräch der Schüler untereinander ist
schwieriger
die Vortragenden haben vielleicht
selbst Wissenslücken oder sind sehr
nervös
Was weißt du über Gesprächsregeln und die Aufgaben eines Diskussionsleiters?
Du kannst dich z.B. in deutsch.punkt 1 informieren.
Die wichtigsten Gesprächsregeln sind: • Sich melden und nicht einfach drauflos reden! • Den
anderen zuhören! • Die anderen Teilnehmer ausreden lassen und ihnen nicht ins Wort fallen! •
Andere nicht lächerlich machen oder beleidigen! • Sich kurz fassen und nicht zu lange reden! –
Die wichtigsten Aufgaben eines Diskussionsleiters sind: • das Thema der Diskussion nennen und
die Diskussion eröffnen • Wortmeldungen entgegennehmen und das Wort in der richtigen
Reihenfolge erteilen • Gesprächsbeiträge zusammenfassen, aber nicht selbst zum Thema sprechen
• auf die Einhaltung der Gesprächsregeln achten • ggf. die Diskussion beenden und/oder eine
Abstimmung herbeiführen
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2. Zum Thema sprechen
Mache dir klar: Was ist das Thema dieser Äußerungen? Wer hält sich nicht an das Thema?
Die Äußerungen behandeln das Thema „Wandertage“. In der Diskussion geht es offenbar darum,
wie ein Wandertag genutzt werden soll. Wenn darüber diskutiert wird, wie ein konkreter Tag
genutzt werden soll, dann weicht Äußerung 3 („Wandertage sind doof …“) ab, da die
Möglichkeit Wandertage „zusammenzufassen“ nicht zur Debatte steht. Wird dagegen darüber
gesprochen, wie Wandertage grundsätzlich zu nutzen sind, weicht Äußerung 2 („Ich würde gerne
mal …“) ab, da nicht das Wandern selbst diskutiert wird (man kann ja etwa auch im Rahmen
einer Klassenfahrt eine Wanderung unternehmen).
Was passiert, wenn sich Gesprächsteilnehmer nicht an das Thema halten? Wer hat darauf zu
achten, dass die Teilnehmer zum Thema sprechen?
Halten sich die Gesprächsteilnehmer nicht an das Thema, redet man aneinander vorbei und das
Gespräch bzw. die Diskussion wird kein Ergebnis bringen. Darauf, dass die Teilnehmer zum
Thema sprechen, muss vor allem der Diskussionsleiter achten. Aber auch die
Gesprächsteilnehmer selbst tragen dafür Verantwortung.
3. Eine eigene Meinung finden
Wer begründet hier seine Meinung, und auf welche Weise? Wer nicht?
Nicht begründet wird die Meinung in Äußerung 3 („Kindercamp …“). – Die Meinung in
Äußerung 1 („Ich bin für …“) wird durch ein Argument gestützt, das durch eine Konjunktion
(„denn“) eingeleitet wird. – Ebenfalls durch ein Argument gestützt ist die Meinung in Äußerung 2
(„Weil ich selbst …“), wobei die Begründung der Meinungsäußerung (mit dem Begründungswort
„deshalb“ eingeleitet) vorangeht. Der Sprecher von Äußerung 2 stützt sich allerdings auf eine
persönliche Erfahrung, die natürlich nur bedingt überprüf- bzw. nachvollziehbar ist.
4. Sich mit der Meinung anderer auseinander setzen
Untersuche den folgenden Gesprächsausschnitt; ziehe dabei die Merkpunkte heran.
Merkpunkte
zuhören/ausreden
lassen
anknüpfen
Beispiel(e)
unterbrochen wird nur Paulas Äußerung („… zum Beispiel bei „Mc Donald`s“
…“), Philipp lässt sie hier nicht zu Ende reden
bis auf Paulas letzte Äußerung („Wie sieht es in unserer Schule aus?“)
knüpfen alle Redner an die vorangehenden Beiträge an, zum Teil mit direkten
Wortübernahmen („Müllhalde“, „vermeiden“) bzw. Synonymen
(„Abfalleimer“ – „Papierkörbe oder Mülleimer“)
teilweise
„Eine ´Müllhalde` nicht, aber guck …“ (Merle) – „Das kann schon sein
zustimmen
Kilian. Aber nimm dagegen …“ (Paula)
ganz zustimmen „Vermeiden wäre gut, da stimme ich dir zu.“ (Philipp)
ablehnen
„Du siehst das viel zu einfach, Philipp.“ (Julia) – „Also Julia, das hört sich ja
an wie ´am besten alle gleich ins Gefängnis!` Nee, nee …“ (Kilian)
Gegenargumente „Aber nimm dagegen den Kirchgarten.“ (Paula) – „Aber das geht nicht immer
so leicht.“ (Philipp) – „Die Leute werfen doch nur dann ihre … nicht mehr
weg, wenn …“ (Julia)
12
5. Zu einem Ergebnis kommen – Beschlüsse fassen
Ordne die abschließenden Redebeiträge den Merkpunkten zu. Finde weitere Beispiele.
Die Äußerungen 1 und 2 („Ich gebe zu, dass …“ und „Wenn ich alle Vor- und Nachteile …“)
belegen das Abwägen von Pro- und Contra-Argumenten bzw. die Überlegung, ob sich die eigene
Meinung seit Diskussionsbeginn verändert hat. Äußerung 3 dagegen („Ich stand ja von Anfang an
…“) kann als Beleg eines sturen Beharrens auf einer Meinung verstanden werden. Möglich ist
aber auch, dass der Sprecher nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen ist, dass sich
seine Einstellung nicht verändert hat.
6. Direktes und indirektes Auffordern
Ordne die Beispiele nach direkter und indirekter Aufforderung.
Bei der Werbung („Fresh Jeans“) handelt es sich um einen indirekten Appell, bei den beiden
anderen Beispielen um direkte Appelle.
In beiden Beispielen muss/sollte der Angesprochene in einem Fall der Auf-forderung Folge
leisten, im anderen nicht. Erkunde im Alltag weitere Situationen, in denen Aufforderungen und
die Reaktion darauf durch „Spielregeln“ festgelegt sind.
Weitere Beispiele sind: „Ihren Führerschein bitte!“ (Polizist –Autofahrer); „Erheben Sie sich!“
(Pfarrer – Gemeinde oder Richter – Angeklagter/Zeuge); „Zeig mir mal deine Hausaufgaben!“
(Lehrer – Schüler oder Eltern – Kinder)
Überlege, was passiert, wenn sich jemand nicht an die „Spielregeln“ hält. Gibt es dann
rechtliche, persönliche oder gar keine Konsequenzen?
Verletzungen der „Spielregeln“ werden in jedem Fall bestraft. Die Schwere der Bestrafung hängt
vom (gesellschaftlichen) Verhältnis der Gesprächspartner ab. Im Beispiel des Arzt-PatientenGesprächs („Machen Sie Ihren Oberkörper frei!“) könnte ein Behandlungsabbruch die Folge sein;
im Falle etwa der amtlich/behördlich gerechtfertigten Appelle (Polizist, Richter) können
Ordnungsstrafen, in besonderen Fällen (Polizei) vielleicht sogar Strafverfahren die Folge sein.
7. Schriftlich auffordern
Ordne die Beispiele auf der folgenden Seite den fünf Begriffen zu.
Notiere für jedes Beispiel: Wer fordert wen wozu auf? In welchen Situationen begegnen dir
solche Texte?
Text 1: Bestellung (Else Feierlich fordert einen unbekannten Adressaten zur Lieferung auf
Rechnung bestimmter Artikel auf) – Text 2: Werbeanzeige (Visaphon Deutschland fordert alle
Leser der Anzeige dazu auf, sich über den Kauf dieses Handys Gedanken zu machen) – Text 3:
Beschwerde (Markus Miesepeter fordert Frau und Herrn Fröhlich auf, Störungen künftig zu
vermeiden) – Text 4: Plakat (Aktion Baumpatenschaft fordert die Betrachter zur Übernahme
einer Patenschaft auf) – Text 5: Flugblatt (Erna und Ernst Grün fordern alle Anwohner des
Birkenwegs auf, zu einer Anwohnerversammlung zu kommen)
13
Welche anderen Aufforderungstexte kennst du?
Weitere Aufforderungstexte sind z.B.: Einladungen, Rechnungen bzw. Mahnungen,
Vorladungen, Erpresserbriefe usw.
Wie beurteilst du die Wirkung der beiden Straßenfest-Einladungen?
Verfasse eine Einladung zu einem Straßenfest (Handzettel), die dir für deine Wohnsituation
angemessen erscheint. Achte dabei auf die Merkpunkte oben.
Text 1 ist in der Anrede zu steif, die Wortwahl wirkt teilweise veraltet; Text 2 dagegen ist zu
salopp/umgangssprachlich verfasst. – Eine angemessene Einladung kann als Mischform der
beiden Vorlagen gestaltet werden.
Was hältst du von diesen beiden Beschwerdebriefen? Ziehe bei deiner Einschätzung die
Merkpunkte heran.
Text 1 („Liebe Nachbarn, …“) ist ein gelungenes Beispiel für einen Beschwerdebrief; Text 2
(„Geehrte Familie Gärtner, …“) zeigt, wie man es nicht machen sollte.
Lernstation: Umgang mit literarischen Texten
1. Die Vielfalt literarischer Texte erkunden
Was weißt du über die Unterschiede zwischen den drei so genannten „Gattungen“: Gedichte
(Lyrik) – erzählende Texte (Epik) – szenische Texte/Theaterstücke (Drama)?
Die drei Gattungen lassen sich am besten durch ihren unterschiedlichen Aufbau beschreiben. In
epischen Texten kann Figurenrede vorkommen, immer gibt es aber auch einen Erzähler (Ichoder Er-Erzähler). In szenischen Texten gibt es gerade keinen Erzähler; dort muss alles durch die
Figurenrede zum Ausdruck gebracht werden. Szenische Texte haben außerdem durch die
Regieanweisungen ein besonderes „Layout“. Gedichte erkennt man oft am Reim, immer aber
durch ihre besondere Sprache, die (bewusst) von der Alltagssprache abweicht.
2. Erzählende Texte untersuchen
Untersuche die gesamte Geschichte „Das Neujahrsgelübde“ (Seite 20˺ f.). Ziehe dazu die
genannten Merkpunkte heran.
G
Die Geschichte „Das Neujahrsgelübde“ (S. 20 f.):
Inhalt,
Handlung
Sinn, Absicht
Art,
Gestaltung
Personen: Joel (und sein Bruder Samuel)
Ort und Zeit: auf einem Friedhof in der Silvesternacht um Mitternacht herum
Handlungsschritte: Joel hatte sich im Vorjahr vorgenommen, die
Neujahrsgelübde auf dem Friedhof abzulegen – auf dem Friedhof legt er die
Gelübde ab, hört dann aber bei einem Grab ein Keuchen – er rennt davon und
kommt erst zu Hause wieder zur Ruhe
Die Geschichte will durch Spannung unterhalten.
Die Geschichte wird von einem Er-Erzähler erzählt und ist sehr spannend. Die
Spannung entsteht dabei durch die anschauliche, lebendige Sprache und das
Thema (nachts auf dem Friedhof).
14
Schreibe deine Ergebnisse in einem kleinen zusammenhängenden Text auf.
Bei der Geschichte „Das Neujahrsgelübde“ von Henning Mankell geht es um einen Jungen, Joel,
der in der Silvesternacht auf dem Friedhof seine Neujahrsgelübde ablegt und ein merkwürdiges
Grab entdeckt. Die Gruselgeschichte ist spannend erzählt und will unterhalten.
2.1 Eine Fabel untersuchen
Ordne diese „Merkmale“ der Fabel den vier Punkten des Schemas auf Seite 279 zu.
Merkmale
Inhalt, Gang
der Handlung
Sinn, Absicht
Fabel
Thema: Lehre oder Kritik an den gesellschaftlichen Missständen
Figuren: Tiere, die sprechen, denken und fühlen können; verkörpern
menschliche Eigenschaften
Geschehen: Gegensätze und Konflikte
Aufbau: Einleitung (Ausgangssituation) – Hauptteil – Schluss (Lehre)
Belehrung, Lehre: sprichwörtliche Lehre, Kritik an den gesellschaftlichen
Missständen
Untersuche die Fabel „Das Pferd und der Esel“ (Seite 208) und belege die für die Fabel
typischen Merkpunkte mit Beispielen aus dem Text.
Merkmale
Inhalt, Gang
der Handlung
Sinn, Absicht
Fabel „Das Pferd und der Esel“ (S. 208)
Thema: (Nutzen der) Hilfsbereitschaft
Figuren: Pferd (hartherzig, stark) – Esel (schwach)
Geschehen, Aufbau: Einleitung (Esel und Pferd haben Lasten zu tragen) –
Hauptteil (1. Schritt : Esel bittet das Pferd um Hilfe, dieses lehnt ab; 2. Schritt:
Esel stirbt, das Pferd muss nun alles tragen und bereut seine Hartherzigkeit) –
Schluss (Lehre)
Belehrung, Lehre: „Hilf zeitig, wo du helfen kannst. Hilf dem Nachbarn löschen,
ehe das Feuer auch dein Dach ergreift.“
2.2. Eine Lügengeschichte untersuchen
Untersuche die Lügengeschichte auf Seite 190f. und prüfe, ob die genannten Merkmale zutreffen.
Die Geschichte „Abenteuer auf Wildschweinjagd“ (S. 190 f.) weist alle wesentlichen Merkmale
einer Lügengeschichte auf und weicht nur im Bereich „Art und Gestaltung“ leicht von den
angeführten Punkten ab (keine ausdrückliche „Betonung der Wahrheit“, keine „drastische
Sprache“).
Wodurch unterscheidet sich eine Lügen-geschichte von einem Schwank (z.B. „Till Eulenspiegel in
Bayreuth“, Seite 184f.)?
Im Gegensatz zu Lügengeschichten könnte die Schwankerzählung wahr sein, weshalb die
Wahrheit des Erzählten in der Regel auch nicht eigens betont wird. Schwänke werden außerdem
in der Er-Form erzählt und haben nicht nur eine unterhaltende, sondern oft auch eine belehrende
Aufgabe.
15
3. Gedichte untersuchen
3.3 Ein Gedicht erschließen
Wähle im Unterrichtsvorhaben „Feuer und Wasser“ ein Gedicht aus, das dir besonders gut
gefällt, und erschließe es so wie bei dem Beispiel „Besagter Lenz ist da“.
Das Gedicht „Feuerwoge jeder Hügel“ (S. 70):
Inhalt,
Handlung
Sinn,
Absicht
Art,
Gestaltung
Thema ist eine Landschaftsbeschreibung (Hügel, Felder, Wiesen); alles wird
beschrieben, als ob es brennt. Das Gedicht wirkt dabei aber nicht bedrohlich;
vielleicht ist an eine Landschaft (im Spätsommer oder in der Abendsonne) bei
Wind („Rührt der Wind“) gedacht.
Das Gedicht will eine bestimmte Stimmung vermitteln und zeigen, dass man die
Natur auf ganz unterschiedliche Weise betrachten kann.
Gedicht aus drei Strophen mit je vier versen (Kreuzreim: abab)
Metrum: vier betonte Silben („Féuerwóge jéder H´ügel)
Rhythmus: nur wenige Sinnbetonungen, vielleicht nur eine pro Vers (Féuerwoge –
Gr´ünes Feuer– Flámmenhügel – góldner Rauch)
Vergleich: „Wölkt der Staub wie goldner Rauch“;
Personifikation: „Feuerköpfige Blumen rennen“
viele sprachliche Bilder: „Grünes Feuer“, „Feuerköpfige Blumen“
4. Szenische Texte untersuchen
Untersuche und beschreibe die anderen Texte auf den Seiten 48/49; ziehe dabei die folgenden
Merkpunkte heran
Der Text „Wie Bernd und Frieder miteinander reden“ (S. 48):
Inhalt,
Handlung
Sinn,
Absicht
Art,
Gestaltung
Thema: Konfliktentstehung und -vermeidung
Figuren: Bernd (aggressiv, großsprecherisch) legt es auf einen Streit mit Frieder
(selbstbewusst, überlegt) an, den dieser jedoch vermeidet; Frieder entlarvt Bernds
Großtuerei
Schauplatz, Zeit: irgendwo im Freien; keine Zeitvorgabe
will zum Nachdenken darüber anregen, wie Streit entsteht und wie man sich in
Streitsituationen verhalten kann
kurze Szene mit knappem Dialog; normale Alltagssprache; es gibt keine
Regieanweisungen
Lernstation: Umgang mit Sach- und Gebrauchstexten
1. Sich einen Überblick über Sach- und Gebrauchstexte verschaffen
Was soll mit diesen Beispielen für Sach- und Gebrauchstexte jeweils bewirkt werden?
Welche Mittel der Darstellung werden eingesetzt?
Text 1 (Pizzeria): für etwas werben (Funktion), einzelne Wörter, Fotos, Zahlen
(Darstellungsmittel); Text 2 (Lotterie): für etwas werben (F.), Fotos, kürzere Texte (D.);
16
Text 3 („Fit für …“): erklären, etwas empfehlen (F.), schematische Zeichnung, einzelner Halbsatz
(D.); Text 4 (Ernährungspyramide): erklären, etwas empfehlen (F.), schematische Zeichnung (D.);
Text 5 (Zeitungsbericht): über Ereignisse berichten, aufmerksam machen (F.), kürzerer Text (D.);
Text 6 (Einkaufszettel): Erinnern unterstützen (F.), einzelne Wörter und zahlen (D.); Text 7
(Postkarte): etwas Persönliches mitteilen (F.), kürzerer Text (D.)
Suche selbst weitere Beispiele für Sach- und Gebrauchstexte und ordne sie in dieses Schema ein.
Weitere Beispiele sind unter anderem:
Telefonbuch: Erinnern unterstützen, nachschlagen (F.); einzelne Wörter, Zahlen (D.);
Spielanleitung: beschreiben, erklären (F.); kürzerer Text, Illustrationen (D.); Schulordnung:
definieren, erlauben, verbieten (F.); kürzerer bis umfangreicher Text (D.); Poesiealbum:
Persönliches mitteilen, erinnern (F.); Illustrationen, kürzere Texte (D.); Stadtplan: beschreiben
(F.); schematische Zeichnung, einzelne Wörter (D.)
2. Fragen richtig stellen: Fragebögen, Interviews
2.1 Was man mit Fragen ermitteln kann
Was soll mit den Fragen jeweils ermittelt werden? Ordne sie dem richtigen Kasten zu.
„Wie viele SMS-Botschaften bekommst du durchschnittlich?“: Wissensfrage – „Ist es deiner
Meinung nach sinnvoll, …“: Wertfrage – „Wie findet man den billigsten Tarif?“:
Verständnisfrage
Formuliere selbst für jede Frageart weitere Beispielfragen, die sich auf die Mediengewohnheiten
von Kindern und Jugendlichen beziehen.
Wertfragen: „Ist es deiner Meinung nach sinnvoll, bewusst einen fernsehfreien Tag pro Woche
einzulegen?“, „Sollte man Altersbeschränkungen grundsätzlich beachten?“, „Auf welches
Medium bzw. Kommunikationsmittel könntest du am ehesten verzichten?“ – Verständnisfragen:
„Wo bekommt man im Internet die besten Informationen über Spielfilme?“, „Was gefällt dir an
der Serie xyz besonders? Warum siehst du sie dir regelmäßig an?“, „Wie kann man sich über
diese Serie und ihre Stars informieren?“ – Wissensfragen: „Wie oft pro Woche siehst du fern?“,
„Musst du die Gebühren für dein Handy selbst bezahlen?“, „Hast du einen eigenen Fernseher?“
2.2 Wie man Fragen formulieren kann
Formuliere weitere Beispiele für geschlossene, offene und halboffene Fragen.
geschlossene Fragen: „Auf welche Schule gehst du?“, „Wie viel Taschengeld bekommst du?“ –
offene Fragen: „Was denkst du über Soaps?“, „Wie sieht für dich das idelae Fernsehprogramm
aus?“ – halboffene Fragen: „Welche Medien habt ihr zuhause?“, „Auf welches Medium könntest
du am ehesten verzichten?“
17
Setze den Leitfaden für Interviews in konkrete Fragen um.
Musterfragebogen
Fragebogen „Kinder und ihre Medien“
1. Kreuze an, wie alt du bist.
10 J. 11 J. 12 J. 13 J. 2. Bist du ein Junge oder ein Mädchen? Kreuze an.
Junge Mädchen 3. Über wie viel Taschengeld verfügst du durchschnittlich pro Woche?
0-5 Euro 6-10 Euro 11-15 Euro 16-20 Euro mehr 4. Auf welche Medien kannst du zu Hause zurückgreifen?
Fernsehen Computer Radio Spielkonsole Internet Telefon CD-Player andere , welche: _______________________________
5. Welche Medien kannst du nur außerhalb des Elternhauses (z.B. bei Freunden) zurückgreifen?
Computer Internet Spielkonsole andere , welche: _______________
6. Wie viel Zeit verbringst du durchschnittlich pro Tag vor dem Fernseher?
unter 1 St. 1-2 St. 2-3 St. 3-4 St. mehr als 4 St. 7. Welches sind deine drei liebsten Fernsehprogramme? Nenne sie.
_________________
__________________
___________________
8. Welches sind deine drei liebsten Computerspiele? Nenne sie.
_________________
__________________
___________________
9. Wie oft sprechen deine Eltern mit dir über Medien (Spiele, Fernsehen, Handy usw.)?
gar nicht eher selten gelegentlich häufig sehr oft 10. Wie viel Geld gibst du durchschnittlich pro Monat für dein Handy aus?
0-5 Euro 6-10 Euro 11-15 Euro 16-20 Euro mehr Vergleiche den Interview-Leit-faden mit dem Fragebogen. Was hat sich geändert, was ist gleich
geblieben?
Im Fragebogen werden zu den Themen des Interviewleitfadens konkrete Fragen bzw.
Anweisungen formuliert und bei geschlossenen (sowie ggf. halboffenen) Fragen (mögliche)
Antworten vorgegeben. Die Abfolge der Themen bzw. Fragen bleibt unverändert.
18
3. Fragebögen und Interviews auswerten
Wie würdest du die Ergebnisse zum Aspekt „Fernsehen“ zusammenfassen?
Alle Befragten haben zu Hause Zugang zu mindestens einem Fernsehgerät. Über einen eigenen
Apparat verfügt niemand/nur wenige der Befragten. Deutlich wird, dass das Interesse am
Fernsehen von den übrigen Familienmitgliedern geteilt wird. Über (gemeinsame)
Sehgewohnheiten (Lieblingssendungen, Fernsehzeiten, Streit ums Programm o.Ä.) wird nichts
mitgeteilt.
4. Telekommunikation: Sachtexte, die etwas definieren, beschreiben, erklären
Mache dich mit dem Thema und dem Ankertext dieser komponierten Sachtextseite vertraut.
Worum geht es hier?
Der Ankertext beschreibt, dass sich die Pioniere des Telefons dessen rasante Entwicklung und
zunehmende Bedeutung nicht vorstellen konnten. Damit ist zugleich auf die Bedeutung der
Telekommunikation heute aufmerksam gemacht.
Wie viele einzelnen Elemente sind mit Thema und Ankertext verknüpft? Was sind die Teilthemen
dieser Elemente, und worauf beziehen sie sich im Ankertext?
Die Darstellung enthält über den Ankertext hinaus vier weitere Bildelemente mit
Erläuterungstext. Die Elemente „Faxgerät“, „Bildtelefon“ und „Lichtleiter“ (jeweils Text und
Bild) können als Beleg der „rasanten“ Entwicklung gelesen werden. Das Element
„Designertelefon“ ist dagegen nur mittelbar an den Ankertext geknüpft (durch das übergeordnete
Thema „Telefone früher und heute“), in dem es nicht um das (schöne) Aussehen der Geräte geht.
Welche Elemente findest du auf dieser Seite? Erkläre, wie sie zu Teilthemen zusammengestellt
sind.
In der Darstellung (die als Ganzes keine Überschrift hat) finden sich fast alle aufgeführten
Elemente. Lediglich Funktionszeichnungen und Tabellen bzw. Diagramme sowie Definitionen
kommen nicht vor.
Was tragen sie dazu bei, das Verständnis des Themas insgesamt zu erleichtern und zu vertiefen?
Die Darstellung will die zunehmende Bedeutung der Telekommunikation erläutern. Dazu hätte
der Kasten unten in der Mitte („Der Umsatz der Mobilfunkbranche …“) genügt. Die restlichen
Darstellungselemente liefern nur Zusatzinformationen bzw. eine Meinung (Zitat aus dem
„SPIEGEL“).
5. Texte mit Konsequenzen
Untersuche diese Werbeanzeige im Detail: Wo verbergen sich die Informationen, zu welchen
Bedingungen man dieses Handy für 1,- t kaufen kann?
Die Details stehen „am Ende der Werbeseite“, der Hinweis darauf erfolgt mit einer Fußnote
(beim Preis 1.00 Euro).
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Wogegen sichert sich der Anbieter mit dem Satz „Solange der Vorrat reicht“ ab? Was bedeutet
der Satz für den Käufer?
Der Anbieter macht mit dem Satz deutlich, dass es sich um ein befristetes Angebot handelt, auf
das der Käufer nur bedingt Anspruch hat. Der Satz hat darüber hinaus einen
werbepsychologischen Aspekt, indem Interessenten zur schnellen Entscheidung angehalten
werden und das Angebot als einmalig und nur kurzfristig erhältlich besonders begehrenswert
erscheinen lässt.
Berechne die minimalen Kosten für den Kauf des Handy und für die beiden ersten Jahre der
Nutzung.
Zu bezahlen sind 24 mal 25 Euro (monatlicher Paketpreis für zwei Jahre = 600 Euro), der
einmalige Bereitstellungspreis von 25 Euro sowie das Gerät selbst (1 Euro), insgesamt also
mindestens 626 Euro.
Wann kannst du frühestens aus dem Vertrag aussteigen, wenn dir die Kosten zu viel werden?
Der Vertrag bindet die Partner auf zwei Jahre.
Suche aus den oben stehenden Beispieltexten Belege für die Sprache der Verträge, Gesetze und
Geschäftsbedingungen.
Beispiele für die genannten Merkmale sind: Begriffsdefinitionen: die Bestimmung von
„Wandlung“, „Minderung“ usw. (Text 1) – Nennung der Beteiligten: „… und den Endkunden (im
Folgenden „Nutzer“ genannt)“ (Text 2) – Sachverhalte in allgemeiner Form: „… Wenn eine
Ware fehlerhaft ist“ (Text 3), was Fehler aller Art einschließt – Verweise auf andere Texte: „Der
Versender wird hiervon unterrichtet.“ (Text 3) – Rechte und Pflichten/komplexer Satzbau:
„Werden beim Versand von einer E-Mail-Adresse oben genannte Obergrenzen überschritten,
werden diese E-Mails nicht zugestellt.“ (Text 3)
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