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Stadt St.Gallen
Kommunikation
Medienmitteilung
vom 20. Februar 2015
Auch am Marktplatz: Nachfrage bestimmt über Angebot
In einem Tagblatt-Artikel (Ausgabe vom 18. Februar 2015) bekräftigen
einige Markthändler ihren Wunsch, am ständigen Markt festhalten zu
wollen. Aufgrund der veränderten Einkaufsgewohnheiten beurteilt
der Stadtrat dessen längerfristige Erfolgsaussichten kritisch. Er bietet
den Markthändlern Hand zu ständigen, allerdings mobilen Lösungen.
Ein ständiger Markt kann in einer Halle oder an permanenten Ständen abgehalten werden. Ersteres hat das Stadtparlament aus Kostengründen und
in Nachachtung des Volksentscheids von 2011 (Vox-Analyse) verworfen.
Eine Überwälzung der Investitionskosten auf die Mieten wäre angesichts
der Umsatzzahlen ohnehin nicht realistisch gewesen. Die Händler wären
folglich mit Steuergeldern subventioniert worden.
Die Einrichtung permanenter Stände wiederum wäre unter anderem aufgrund der Lebensmittelgesetzgebung ebenfalls sehr kostspielig. Vor allem
aber würden solche Einzelstände die der südlichen Altstadt nachempfundene Offenheit des Platzes beeinträchtigen und andere Platznutzungen erheblich erschweren.
Eine objektive Chancenbeurteilung für die Fortführung eines ständigen
Markts fiel mit Blick auf die Angebote der Grossverteiler in der Innenstadt
überdies negativ aus. Sie gründete auch auf einer Befragung aller heutigen
Markthändler im Zuge der seinerzeitigen Planung einer Markthalle (Projekt
2011); eine Nachfolgeregelung bestand lediglich bei drei Anbietern, was
auch mit der Nachfrage nach den jeweiligen Angeboten und der Konkurrenz in der Innenstadt in Zusammenhang stehen dürfte.
Mit der Neugestaltung wird es künftig wieder möglich, den ganzen Wochen- und Bauernmarkt (Mi, Fr, Sa) auf dem Marktplatz abzuhalten, dies
mit ausgebauter Infrastruktur (z.B. Wasser- und Elektroanschlüsse). An den
www.stadt.sg.ch
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übrigen Tagen (Mo, Di, Do) können - auch von den heutigen Standbetreibern - mobile Stände aufgestellt werden. Zudem steht in der sanierten
Rondelle täglich ein Marktangebot mit Früchten, Gemüse, Backwaren, Café, Imbiss und Kiosk zur Verfügung. Sollte die Nachfrage dieses Angebot
übertreffen, kann der Bau einer Markthalle zu einem späteren Zeitpunkt
immer noch ins Auge gefasst werden.
Die alten Keller unter den heutigen grünen Ständen sind aufgrund der Lebensmittelgesetzgebung jedoch nicht mehr tolerierbar und müssen aufgegeben werden. Die im Taubenloch einzelnen Markthändlern zur Verfügung
gestellten Lagerräume können aber weiterhin, auch von zusätzlichen
Markthändlerinnen und -händlern genutzt werden.
Mit dem Neugestaltungsprojekt können die belebten und beliebten Märkte
– vor allem der Wochenmarkt und der Bauernmarkt – aufgewertet und attraktiver werden. Die heutige Beschränkung auf Mittwoch, Freitag und
Samstag fällt weg, die Händler können bei Bedarf an jedem Wochentag ihren Stand aufstellen. Von einer Marktplatz-Vorlage ohne Markt kann also
nicht die Rede sein. Als Konsequenz aus dem veränderten Einkaufsverhalten ist es für Stadtrat und Stadtparlament aber nicht mehr vertretbar, öffentliche Gelder in Millionenhöhe in neue permanente Marktstände oder in
einer Markthalle zu investieren.
Weitere Auskünfte:
Dr. Patrizia Adam, Stadträtin, Direktion Bau und Planung, 071 224 55 71
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