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Flyer Lieferanspruch - Nordzucker Holding AG

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Fragen und Antworten
zum Thema
Lieferanspruch
Was ist der Lieferanspruch und warum
tritt er in Kraft?
Der Lieferanspruch ist in den Satzungen der Nordzucker
Holding AG und der Union-Zucker Südhannover GmbH
verankert. Er ist an die Aktie bzw. den Geschäftsanteil
geknüpft und beschreibt den Anspruch, dem Unter­
nehmen Rüben liefern zu können. Im Folgenden werden
die Regelungen für die Nordzucker Holding AG be­
schrieben.
Der Lieferanspruch tritt in Kraft, wenn das Zuckerquoten­
system endet. Sinn und Zweck des Lieferanspruchs ist
es, den Aktionären der Nordzucker Holding AG für die
Zeit nach dem Zuckerquotensystem, die Berechtigung
zur Andienung von Zuckerrüben zu garantieren.
Es ist zwischen Lieferanspruch und Lieferrecht
zu unterscheiden. Ab dem Anbaujahr 2017
löst der Lieferanspruch das Lieferrecht ab.
Welche Folgen ergeben sich für die Zeit
ab 2017?
Ab dem Anbaujahr 2017 richtet sich die Vertragsmenge
der von Nordzucker abgenommenen Zuckerrüben
nicht mehr nach gesetzlich vorgegebenen Quoten,
sondern nach der tatsächlich benötigten Produktions­
menge. Diese erstmals im Sommer 2016 festzusetzende
Menge Rüben wird zunächst den Inhabern des Liefer­
anspruchs angeboten. Nur die Lieferanspruchsinhaber
haben damit ab 2017 einen garantierten Anspruch zur
Lieferung von Zuckerrüben an die Nordzucker AG.
Wie erfahre ich, wie hoch mein
Lieferanspruch ist?
Über die Höhe ihres Lieferanspruchs werden die Aktio­
näre noch mittels eines separaten Schreibens informiert.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen nur den Wert mittei­
len werden, welcher sich auf Grundlage des Aktienre­
gisters (historisches A-Lieferrecht) ergibt. Insofern kann
diese Mitteilung nur der Orientierung dienen. Die ge­
naue Höhe des Lieferanspruchs kann erst nach der Fest­
setzung der benötigten Gesamtrübenmenge für die
Kampagne 2017 mitgeteilt werden. Auf der Grundlage
der aktuellen Vertragsmenge ergäbe sich ein Aufschlag
von ca. 20 % (Faktor 1,2).
Die Abfrage der Höhe des Lieferanspruchs wird künftig
auch über das Agri-Portal möglich sein.
Was passiert, wenn der Lieferanspruch
nicht von allen Lieferanspruchsinhabern
ausgeübt wird?
In diesem Fall verbleibt eine Restmenge oder auch
„freie Menge“, die nicht mehr nach Maßgabe des
Lieferanspruchs verteilt wird. Ziel ist es, die freie
Menge Rübenanbauern nach wirtschaftlichen
Kriterien anzubieten.
Kann der Lieferanspruch – ähnlich wie das
Lieferrecht – übertragen werden?
Der Lieferanspruch ergibt sich – ähnlich dem An­
spruch auf Dividendenzahlung – aus dem Eigentum
an der Aktie. Er ist daher grundsätzlich mit der Aktie
verbunden. Ein Aktionär kann seinen Lieferanspruch
allerdings auch ohne Aktie übertragen bzw. abtreten.
Dies wird auf ähnliche Weise möglich sein, wie es
heute bei den Lieferrechten der Fall ist. Allerdings
ist zu beachten, dass die Höhe des Lieferanspruchs
von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen kann. Die
Holding wird zur Abtretung von Lieferansprüchen
ein Formular erstellen, in dem auch die Richtlinien
zur Abtretung beschrieben sind.
Was sollten Anbauer ohne oder mit wenig
Kapitalbeteiligung beachten?
Anbauer, die derzeit mehr Rüben liefern oder künftig
liefern wollen, als rechnerisch auf ihre Kapitalanteile
(Lieferanspruch) entfallen, können sich bis zur Kam­
pagne 2017 mit einer ausreichenden Menge Liefer­
anspruch ausstatten. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:
1.Hinzuerwerb von Aktien der Nordzucker Holding AG
bzw. Gesellschaftsanteilen der Union-Zucker
Südhannover GmbH (Kauf oder Wertpapierleih­
geschäft).
2. Hinzuerwerb des Lieferanspruchs.
Was passiert mit der bisherigen Lieferrechts­
garantie?
Mit dem Wegfall des Quotensystems gibt es zum
Anbaujahr 2017 auch keine Grundlage für die bis­
herigen Lieferrechtsgarantien mehr. Die an die ein­
zelnen Rübenanbauer ausgegebenen Lieferrechts­
garantien enden daher automatisch. Die Inhaber
einer Lieferrechtsgarantie werden über das Auslaufen
ihrer Garantie noch schriftlich informiert.
Was passiert mit bestehenden Lieferrechts­
pachtverträgen?
Welche konkreten Folgen sich für die einzelnen Verträge
ergeben, muss individuell geprüft werden. In jedem
Fall können zum Anbaujahr 2017 die auf den Garantien
beruhenden Lieferrechte nicht mehr über­tragen, veroder gepachtet werden. Insbesondere ist es auf Grund­
lage von Lieferrechtspachtverträgen nicht mehr mög­
lich, Rüben für die Nordzucker AG anzubauen.
Was sollten Pächter und Verpächter bisheriger
Lieferrechte beachten?
Pächter und Verpächter sollten unbedingt rechtzeitig
über die Auswirkungen der Umstellung auf den Liefer­
anspruch und die hierzu ggf. erforderlichen Vertrags­
anpassungen sprechen. Voraussichtlich wird es in
vielen Fällen möglich sein, dass der Pächter künftig
Lieferanspruch an Stelle des Lieferrechts pachtet.
Nordzucker Holding Aktiengesellschaft
Küchenstraße 9 · 38100 Braunschweig
Telefon: 0531 2411-119 · Telefax: 0531 2411-101
nordzucker-holding@nordzucker.de
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