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300 Millionen Euro werden in regionales Stromnetz investiert

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LESESTOFF: DIE ANGST VOR DEM SCHULDENSCHNITT | WIRTSCHAFT
FreiePresse
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 17. Februar 2015
Narren nehmen
aktuelle Politik
aufs Korn
LOKALES
PLAUEN
Ausländer
kommen und gehen
Ein Motivwagen zum Thema „Krieg
und Frieden“ war einer der Hingucker des gestrigen Rosenmontagsumzuges in Düsseldorf. Die große
Politik bescherte den Karnevalisten
in diesem Jahr jede Menge Motive.
So wurden der islamistische Terror,
der Ukraine-Konflikt, die Flüchtlingswelle und die islamfeindlichen
„Pegida“-Proteste aufs Korn genommen. In Köln, wo rund 1,2 Millionen Schaulustige den Rosenmontagsumzug verfolgten, wurde das
Thema islamistischer Terror sensibel aufgegriffen. An der Stelle des
Zuges, wo der ursprüngliche „Charlie-Hebdo-Wagen“ fahren sollte,
fuhr ein grauer Wagen ohne Aufbauten und närrische Bemalung
mit. Der Schriftzug „Das ist was
bleibt! Das freudeversprühende
Grau!“ sollte ein Zeichen dafür setzen, dass fanatische Islamisten
nicht den Frohsinn des Karnevals
verhindern. FOTO: ROLAND WEIHRAUCH/DPA
Die Kurve geht nach oben: Der
verstärkte Zuzug von Menschen
aus allen Teilen der Welt nach
Plauen ist an der Statistik der
Stadtverwaltung deutlich abzulesen. Lag ihre Anzahl viele Jahre
auf einem relativ gleichbleibenden Niveau, so steigt sie seit 2010
an. Besonders der Sprung von
2013 auf 2014 ist deutlich sichtbar. Plauen ist für viele Ausländer
aber offenbar nur eine Durchgangsstation. Viele ziehen im Laufe der Zeit wieder weg. Die Ausländerquote in der Stadt Plauen liegt
aktuell bei rund 3,3 Prozent. (tb)
Seite 9: Bericht
PLAUEN
HCC-Narren
gehen neue Wege
Nach 27 Karneval-Saisons wird es
den Plauener Handwerker Carneval Club (HCC) in der bisherigen
Form nicht mehr geben. Der
HCC-Präsident legt sein Amt nieder. Und weil sich kein Ersatz
fand, wurde nun die Hochzeit mit
dem SV 04 Oberlosa besiegelt.
Dort finden die Karnevalisten ein
neues Zuhause. Der Sportverein
übernimmt alle HCC-Gruppen.
Die neue Abteilung der SchwarzGelben nennt sich „Tanz und
Seite 10: Bericht
Aerobic“. (tv)
IN DIESER AUSGABE
Wirtschaft Sigmar Gabriel
erwartet 170.000 neue
Arbeitsplätze in diesem Jahr
Sport Chemnitzer Bahnradfahrer peilen bei der WM in
Frankreich Medaillen an
Kultur Der Rockstar unter
den Literaten: T. C. Boyle
bei einer Lesung in Leipzig
Alle Leute lügen
Im Film „Vorsicht vor Leuten“
wird gelogen, dass sich die Balken
biegen. Theaterstar Natalia Belitski ist mit viel Spielfreude dabei. Zu sehen ist der Film nächsten Mittwoch, 20.15 Uhr, ARD.
WETTER VOR ORT
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Ausführliches Wetter: Ratgeber
20008
Einzelpreis 1,00 Euro
Seite 8: Bericht
300 Millionen Euro werden in
regionales Stromnetz investiert
Noch nie wurde so viel
Strom aus erneuerbaren
Energien produziert. Ohne
Ausbau und Modernisierung der Netze droht
allerdings der Kollaps.
VON RAMONA NAGEL
CHEMNITZ — Die
Mitteldeutsche
Netzgesellschaft Strom (Mitnetz) investiert dieses Jahr rund 300 Millionen Euro in ihre Stromnetze. Mit
dem Geld werden die Anlagen ausgebaut und verstärkt, Umspannwerke und Trafostationen modernisiert
sowie Freileitungen durch Erdkabel
ersetzt. „Wir reagieren damit auf die
steigende Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien“, sagte Geschäftsführer Adolf Schweer. Mehr
als die Hälfte der Gelder fließt nach
Sachsen, es folgen Brandenburg mit
66, Sachsen-Anhalt mit 64 und Thü-
ringen mit zehn Millionen Euro.
Mitnetz ist eine Tochter des in
Chemnitz ansässigen Energiedienstleisters Envia M.
In Ostdeutschland sind die Netze
besonders gefährdet, denn hier wird
deutlich mehr Grüner Strom erzeugt als verbraucht. 2014 waren es
insgesamt 10,4 Milliarden Kilowattstunden und damit sechs Prozent
mehr als im Vorjahr. Jeder ostdeutsche Kunde erhält mittlerweile rund
70 Prozent Ökostrom, bundesweit
sind es erst knapp 30 Prozent. Die
Vergütung für die Erzeugung ist
zwar deutlich gesunken, aber immer noch so attraktiv, dass in großem Umfang Anlagen installiert
werden. Im Gebiet von Mitnetz sind
es insgesamt 36.636. Mit mehr als
33.000 Anlagen steht dabei die Solarenergie an erster Stelle, gefolgt
von über 2600 Windkraftanlagen.
Die Netze sind jedoch überhaupt
nicht auf solche Strommengen ausgelegt und deshalb bei sehr sonnigem oder windigem Wetter schnell
überlastet. „Die Reserven im ost-
deutschen Netz sind aufgebraucht“,
meinte Schweer. Immer häufiger
müssen deshalb die Ingenieure und
Techniker von Mitnetz eingreifen
und regulieren. Im vergangenen
Jahr hatten sie 34-mal die normalen
Kraftwerke abgeschaltet. 2013 war
dies 22-mal der Fall. Sie wieder hochzufahren, dauert Stunden.
Bislang fließt sogar noch ein Teil
des Stroms unkontrolliert nach
Tschechien und Polen ab. Die beiden
Nachbarländer wollen das aber
künftig mit entsprechender Technik
verhindern. „Dann verschärft sich
die Situation für uns deutlich“,
meinte Schweer. Auch der von der
neuen sächsischen CDU-/SPD-Regierung vereinbarte Ausbau der bislang im Freistaat wenig beachteten
Windenergie bringt die Netze noch
schneller an die Kapazitätsgrenze.
Für Schweer gibt es deshalb nur eine
Lösung. „Die erneuerbaren Energien
können nicht mehr schneller ausgebaut werden als die Netze. Hier muss
sich dringend etwas ändern“, forderte der Energieexperte.
Wichtige Vorhaben im Freistaat
Die Hochspannungsleitung zwischen Zwönitz und Gersdorf bekommt
neue Masten. Sie haben eine Lebensdauer von etwa 80 Jahren.
Zwischen Wegefahrth und Kleinwaltersdorf (beide Orte bei Freiberg)
wird die Hochspannungsleitung erweitert.
Die Hochspannungsleitung von
Oberschöna nach Clausnitz (beide Orte bei Freiberg) wird verstärkt. Dabei
werden unter anderem die Fundamente verstärkt und Isolatoren erneuert. Damit hält die Leitung noch
mehr Eis- Schneeablagerungen aus.
Eine Modernisierung ist für die Umspannwerke Groitzsch (Leipzig), Rackwitz (Leipzig) und Zwönitz (Erzgebirge) vorgesehen. (na)
Wie dunkel ist ihr Leberfleck wirklich?
Eine Journalistin hat ein unbearbeitetes Foto von Cindy Crawford veröffentlicht - Die Reaktionen sind gespalten
Ist sie das wirklich? Cindy Crawford
war einst das bestbezahlte Model der
Welt. Straffer Körper, glatte Haut –
das gehörte zu dem Bild, das wir von
Crawford hatten. Wie der Leberfleck
links über ihrer Lippe.
Doch nun? Die Journalistin Charlene White hat ein Foto des 1990erJahre Top-Models in den sozialen
Netzwerken veröffentlicht, bevor es
durch die Photoshop-Behandlung
ging, die heutzutage eigentlich jedes
Mode-Foto erhält. Das 48-jährige
Model sieht darauf aus wie eine 48jährige Mutter eben aussieht – und
ganz Twitter findet es super. Es wird
ihr Mut bejubelt, sich so zu zeigen,
wie sie ist. Dabei steht nicht einmal
fest, ob sie sich zeigen wollte, wie sie
Der Tweet, der die Modewelt bewegt.
FOTO: SCREENSHOT
nun gezeigt wird – oder ob ihr das
eher peinlich ist. Geäußert hat sie
sich bisher nicht dazu. Dafür allerdings die Redaktion der mexikanischen Ausgabe der Modezeitschrift
„Marie Claire“, aus deren Archiv das
unbearbeitete Bild offensichtlich
stammt. „Das Foto ist echt, ehrlich
und es ist großartig“, kommentierte
das Magazin – und setzte noch hinzu: „Dieses Bild lässt uns sie nur
noch mehr lieben.“
Wie dem auch sei: Das Foto ist
nicht schön und fände wohl nicht
mal Eingang in ein Familienalbum,
auch wenn Fans von wahrer Schönheit faseln. Das Licht ist unvorteilhaft. Die starken Schatten verstärken die Falten. Die gesamte Lichtsi-
tuation ist darauf ausgerichtet, dass
das Foto später nachbearbeitet wird.
Dabei werden wie von Geisterhand
Unebenheiten entfernt und die
Haut geglättet, bis sie aussieht, wie
die einer 20-Jährigen. So erhalten
wir das Bild, das wir gewöhnt sind.
Und das ist ein grundsätzliches
Problem: Man erhebt die unrealistische Perfektion zum Ideal. Sie wird
zur Vision. Visionen aber sind nicht
die Wirklichkeit. Und so weiß auch
kein Außenstehender, was an dem
Model Crawford wahrhaftig ist. Ein
Tölpel, wer glaubt, dass es je so
schön war, wie wir es immer zu sehen bekamen. Und: Kaum jemand
weiß, wie dunkel der Leberfleck
wirklich ist. (mit dpa)
Eva Prase
Ansturm
auf die Rente
mit 63
14.300 Sachsen haben
bereits Antrag gestellt
DRESDEN — Deutlich mehr Arbeit-
nehmer als ursprünglich angenommen wollen nach 45 Beitragsjahren
mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen.
Das belegen aktuelle Zahlen der
Rentenversicherung. Bis Ende Januar waren demnach in Deutschland
etwa 232.000 Anträge gestellt worden. Die Regierung war von rund
200.000 ausgegangen. Mehr als
14.300 Anträge wurden von Sachsen
gestellt – knapp 12.000 sind positiv
beschieden. Lediglich bei 115 Versicherten mussten die Anträge abgelehnt werden, weil die Voraussetzungen nicht gegeben waren. Die
Altersrente für besonders langjährig
Versicherte gehört zu dem zum 1. Juli 2014 in Kraft getretenen Rentenpaket. Angesichts der neuen Zahlen
schlägt die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) Alarm: Ein
Fünftel aller sächsischen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten
habe in den nächsten Jahren Anspruch auf einen abschlagsfreien
früheren Renteneintritt. Die VSW
geht davon aus, dass die Rente mit
63 die Fachkräfteengpässe verschärRatgeber: Interview
fen wird. (gfl)
FRIEDENSPLAN
Waffenruhe in der
Ukraine hält nicht
KIEW/DONEZK — Zahlreiche Verstöße
gegen die Waffenruhe in der Ostukraine belasten den Friedensprozess.
„Die Lage ist fragil“, warnte Kanzlerin Angela Merkel gestern. Vor allem der geplante Abzug schwerer
Waffen ist gefährdet: Solange die
prorussischen Separatisten Stellungen der Armee unter Feuer nähmen,
werde die Ukraine ihre Geschütze
nicht zurückziehen, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko in Kiew.
„112 Mal Beschuss - das ist keine
Waffenruhe“, kritisierte er. Auch die
Aufständischen warfen dem Militär
Verstöße gegen die Feuerpause vor.
(dpa) Seite 3/4: Reportage/Leitartikel
4 190932 901004
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 40, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
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MONTAG BIS FREITAG: 6.00–18.00 Uhr | SAMSTAG: 6.00–13.00 Uhr
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2 Freie Presse
NACHRICHTEN
VERKEHR
Tempo-Blitzer nach
Vierteljahr abbezahlt
HOHNDORF — Die zwei stationären
Geschwindigkeitsmessgeräte an der
B 174 in Hohndorf (Erzgebirgskreis)
haben rund ein Vierteljahr nach ihrer Inbetriebnahme bereits ihre Anschaffungskosten eingespielt. Von
Anfang Oktober bis Ende Dezember
lösten sie 9600-mal aus. Der Erzgebirgskreis verschickte anschließend
Verwarn- und Bußgeldbescheide in
Höhe von rund 166.000 Euro, wie
das Landratsamt auf Nachfrage der
„Freien Presse“ mitteilte. Für Erwerb
und Installation der beiden Tempoblitzer hatte der Landkreis 165.000
Euro ausgegeben. Diese Zahlen zeigten die missliche Situation an der
B 174 in Hohndorf, sagte Bürgermeister Uwe Günther. Die Gemeinde sowie eine Bürgerinitiative fordern wegen der erheblichen Lärmbelästigung seit mehreren Jahren
den Bau einer Ortsumfahrung. Laut
Zählungen der Bürgerinitiative rollen täglich rund 15.000 Fahrzeuge
auf der B 174 durch den Ort. (hfn)
NATURSCHUTZSTATION
Früherer Chef
freigesprochen
SACHSEN
Pegida kündigt
OB-Kandidatur
für Dresden an
Lutz Bachmann nannte
keinen Namen. Er verlas
nur ein neues Thesenpapier, das auch für andere
„Gida“-Proteste gilt. Der
Zulauf stagniert allerdings.
VON TINO MORITZ
DRESDEN — Diese Überraschung hat
sich Lutz Bachmann für den Schluss
seiner Rede aufgehoben. Erst verliest
der Pegida-Gründer vor den laut Polizei rund 4000 Menschen, die sich
gestern Abend zum mittlerweile
„15. Großen Abendspaziergang“ vor
der Frauenkirche einfanden, ein
neues – für Bachmann mittlerweile
das dritte – Positionspapier. Danach
Lutz Bachmann
Pegida-Gründer
CHEMNITZ — Bei der juristischen Auf-
arbeitung des Brandes in der Naturschutzstation Herrenhaide in Burgstädt (Landkreis Mittelsachsen) hat
es eine spektakuläre Wendung gegeben: Das Landgericht Chemnitz hat
gestern den Gründer und ehemaligen Chef der Einrichtung in zweiter
Instanz vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen. Die Richter
werteten die Beweise als nicht ausreichend. Zudem hätten auch Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu), der die Station betreibt, ein Motiv für die Brandstiftung gehabt,
weil das Haus erst kurz zuvor hoch
versichert wurde. Der Angeklagte
war in erster Instanz zu einem Jahr
und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht hatte als Motiv das Zerwürfnis zwischen ihm und Nabu-Mitgliedern angenommen. Die Station
war im Juni 2013 abgebrannt und ist
inzwischen weitgehend wieder aufgebaut worden. (lumm)
ERMITTLUNGSERGEBNIS
Kerze löste tödlichen
Wohnungsbrand aus
LOMMATZSCH — Eine brennende Kerze hat den verhängnisvollen Wohnungsbrand vor einer Woche in
Lommatzsch (Landkreis Meißen)
ausgelöst. Das bestätigte die Polizei
gestern. Bei dem Unglück waren eine 49 Jahre alte Frau und ihr 48 Jahre
alter Mann ums Leben gekommen.
Die Mutter (74) der Frau, die im selben Mehrfamilienhaus wohnt, erlitt
eine Rauchgasvergiftung. (dpa)
WILDUNFALL
Wolf von Auto
überfahren
MAUKENDORF — Ein 20-Jähriger hat
nahe Maukendorf (Kreis Bautzen)
mit seinem Wagen einen Wolf überfahren. Das Tier war am Sonntagabend plötzlich auf eine Bundesstraße gelaufen, wie die Polizei gestern
berichtete. Der Mann habe den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können. Der Wolf verendete
noch am Unfallort. (dpa)
LIEBHABERSTÜCK
Diebe stehlen Harley
mit Ural-Beiwagen
KAMENZ — Amerikanisch-russisches
Gespann: In Kamenz ist einem Motorradfan ein besonderes Liebhaberstück gestohlen worden. Der 54-Jährige hatte eine Harley-Davidson mit
einem Beiwagen der russischen
Marke Ural kombiniert. Wie die Polizeidirektion Görlitz gestern mitteilte, wird der Zeitwert des Gespanns auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Der Mann bemerkte den
Diebstahl am Sonntag, als er aus
dem Urlaub zurückkehrte. (dpa)
FOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
erwähnt er die Muslime in seinem
Freundeskreis, die genauso wie er
fänden, „dass der Islam eine Reformation benötigt, welche das Christentum bereits durchlaufen durfte“.
Und erst dann sagt der 42-Jährige,
dass sich Pegida „nach langem Hin
und Her und einer Vorauswahl möglicher Kandidaten und diversen
Treffen mit den Aspiranten“ entschlossen habe, „einen Kandidaten
oder eine Kandidatin zur kommenden Oberbürgermeisterwahl in
Dresden zu stellen“.
Im einsetzenden Jubelsturm geht
beinahe Bachmanns Nachsatz unter,
dass man noch entscheiden müsse,
welcher der angeblich „drei Favoriten“ an den Start gehen solle. „Zeitnah“ sollen die Sympathisanten informiert und der OB-Bewerber „ausführlich öffentlich“ vorgestellt werden. Eine Nachricht, die vor allem
Sachsens Innenminister Markus Ulbig interessieren dürfte. Der wird im
Juni selbst für die Dresdner CDU ins
Rennen ums Rathaus gehen – gegen
Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Stange (SPD), die auch von Grünen
und Linken unterstützt wird, sowie
FDP-Mann Dirk Hilbert. Die AfD
will sich am Freitag erklären: Im Januar hatte sie noch angekündigt,
mit drei Kandidaten zu sprechen –
keiner davon gehöre zum PegidaUmfeld, hieß es damals.
Bis auf die Ankündigung eines eigenen Kandidaten zur OB-Wahl gibt
es vor der Frauenkirche keinen
Wink, wie Pegida eigene Forderungen durchsetzen will. Die wurden allerdings inzwischen offenbar mit
Ablegern in anderen Städten abgestimmt. Bachmann zufolge gab es
dazu am Wochenende ein „Deutschland-Treffen“ in Dresden. Wie viele
„Gidas“ tatsächlich vertreten waren,
verriet er nicht. Immerhin lässt sich
über Youtube-Clips verfolgen, dass
mindestens in Leipzig, Chemnitz,
Dresden und Kassel A4-Papiere mit
den neu erarbeiteten zehn „Dresdner Thesen“ an Kirch- oder Rathauseingängen angeheftet wurden. Pegida-Gründer Bachmann tat selbiges
an der Kreuzkirche – und sprach in
Anlehnung an Martin Luther gleich
vom „Anschlagen“ der Thesen.
Nun müssten Presse und Politik –
in Sprechchören wieder als „Lügenpresse“ und „Volksverräter“ beschimpft – doch begreifen, dass Pegida weder rassistisch noch rechtsradikal sei, sagt Bachmann. Im Papier
wird weiter ein Zuwanderungsgesetz gefordert, die sofortige Abschiebung abgelehnter Asylbewerber, die
Einführung bundesweiter Volksentscheide und das Ende des PolizeiStellenabbaus. Neu dazu gekommen
ist die Ablehnung von Freihandelsabkommen wie TTIP. Auch von einer „Reformation der Familienpolitik sowie des Bildungs-, Renten- und
Steuersystems“ war bislang noch
keine Rede gewesen. Ziel müsse ein
„Stopp oder sogar die Umkehr des
demografischen Wandels“ sein.
EIN VIDEO von Bachmanns
„Thesenanschlag“ können Sie
aufrufen, wenn Sie den Code
mit dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/gidas
Kundgebungen auch in Leipzig und Chemnitz
Ableger der Dresdner Pegida-Bewegung haben gestern auch in Leipzig
und Chemnitz protestiert.
Die Legida-Bewegung durfte gestern
Abend in Leipzig nicht demonstrieren,
sondern nur eine Kundgebung abhalten. Die Stadt hatte einen Aufmarsch
untersagt. Die Veranstalter gingen
dagegen gerichtlich vor – vergeblich.
Das Verwaltungsgericht Leipzig wies
die Beschwerde ab: Die zur Verfügung
stehenden 15 Hundertschaften der
Polizei könnten einen Aufzug der Legida nicht absichern. Und ein Marsch
über den Innenstadtring stelle eine
„unmittelbare Gefahr für die öffentli-
che Sicherheit und Ordnung“ dar. Das
danach von den Veranstaltern angerufene Oberverwaltungsgericht Bautzen schloss sich dem an. In der Leipziger Innenstadt versammelten sich am
Abend einige Hundert Legida-Anhänger, ebenfalls mehrere Hundert Teilnehmer protestierten gegen die islamfeindliche Gruppierung.
In Chemnitz kamen zu einer Demonstration von Pegida ChemnitzErzgebirge im Stadtzentrum der Polizei zufolge 500 Menschen. Zudem
wurden etwa 230 Gegendemonstranten gezählt. 120 Polizisten waren im
Einsatz. (dpa/fp)
Dienstag, 17. Februar 2015
Über 120 Jahre alten Waggon gerettet
Letzter Vergleich mit den Plänen: Ein rekonstruierter
120 Jahre alter Schmalspur-Waggon wird in den
nächsten Tagen die Werkstatt des Regionalverkehrs
Erzgebirge in Marienberg verlassen. Bei der Interessengemeinschaft Verkehrsgeschichte Wilsdruff wird
das seltene Exemplar schon sehnsüchtig erwartet.
Und Uwe Mehnert, Peter Langer sowie Jörg Bergelt
(von links), die in Marienberg für das Projekt verantwortlich zeichneten, sind zufrieden mit ihrem Werk.
Der Waggon mit der Typbezeichnung 235K entstand
1894 in Chemnitz, in einer Werkstatt der KöniglichSächsischen Staatseisenbahnen. Insgesamt 102 Exem-
plare wurden davon gebaut. Nur 16 sind in Fragmenten noch erhalten. Fahrbereit ist keiner mehr. Das galt
ursprünglich auch für den Waggon, der 2009 in die
Marienberger Werkstatt kam. Wichtige Teile fehlten,
und vom Kastenaufbau waren nur noch Reste übrig.
Anhand der noch vorhandenen Teile und einer Originalzeichnung von 1892 bauten die Experten den Waggon Stück für Stück neu auf. Viele Teile mussten speziell angefertigt werden. Der Wilsdruffer Verein übernimmt nun den Innenausbau des Wagens. Die Rettung des historischen Waggons hat bisher schon rund
FOTO: JAN GÖRNER
50.000 Euro gekostet.
Seit Jahresbeginn drei
Masernfälle registriert
BUSVERKEHR
Sachsen hat bundesweit die niedrigste Impfquote
CHEMNITZ — Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für heute Morgen Warnstreiks im Gebiet von drei
regionalen Busverkehrsunternehmen angekündigt. Die Aktionen sollen mit Schichtbeginn starten und
bis 10 Uhr dauern, teilte die Gewerkschaft gestern mit. Betroffen seien
der Regionalverkehr Erzgebirge, der
Regionalverkehr Westsachsen und
die Gesellschaft Regiobus Mittelsachsen. Am Streik beteiligen sollen
sich Busfahrer, Schlosser und Verwaltungsangestellte. Die Gewerkschaft will so ihren Forderungen gegenüber dem Arbeitgeberverband
Nachdruck verleihen. Sie verlangt
eine Lohnerhöhung von 200 Euro
für alle Vergütungsgruppen. (fp)
DRESDEN/BERLIN — In Sachsen sind
in diesem Jahr bisher drei Menschen
an Masern erkrankt. Das teilte das
Gesundheitsministerium mit. Im
gesamten Vorjahr gab es sechs Fälle.
Beim letzten größeren Masern-Ausbruch 2013 waren in Sachsen 56
Menschen
betroffen.
Solche
Schwankungen seien nicht verwunderlich, sagte Susanne Glasmacher,
Sprecherin des für die Überwachung von Infektionskrankheiten
zuständigen Robert-Koch-Instituts
in Berlin. Ursache seien die bundesweit niedrigen Impfraten vor allem
unter Jugendlichen und jungen Er-
wachsenen. Sachsen hat unter den
Bundesländern die niedrigste Impfquote bei Schulanfängern. Weniger
als 90 Prozent der Erstklässer sind
hier zweimal gegen Masern geimpft.
Der Freistaat unterhält eine eigene Impfkommission, die die nötige
Auffrischung der ersten Impfung
erst für das sechste Lebensjahr empfiehlt. Dadurch erreiche man eine
bessere Langzeitwirkung, argumentiert die Kommission. Alle anderen
Bundesländer orientieren sich dagegen an der Empfehlung, bereits im
zweiten Lebensjahr zum zweiten
Mal zu impfen. (dpa/gt)
Gewerkschaft ruft
zu Warnstreiks auf
Rechnungshof machtlos gegenüber dem Landtag
Geht es um die Finanzen
der Fraktionen, sparen die
Prüfer nicht mit Kritik.
Noch sitzen die Fraktionen
am längeren Hebel.
VON UWE KUHR
DRESDEN — Die Fraktionen im Land-
tag bekommen viel Geld vom Staat
für ihre Arbeit. Aber so richtig in die
Karten schauen lassen wollen sie
sich auch vom Rechnungshof nicht.
Einmal in fünf Jahren muss er prüfen, ob die Fraktionen ihre Mittel regelkonform ausgeben. Zum Beispiel
dürfen sie keine Werbung für ihre
Parteien machen, denn das ist nicht
Sache des Staates. Doch immer wieder, so die in Leipzig angesiedelte
Prüfbehörde, würden rote Linien
überschritten. Die ansonsten weitreichenden Kompetenzen der Revisoren haben die Fraktionen über
Jahre hinweg ausgehöhlt. Jetzt fordern die obersten Kassenprüfer, das
Fraktionsgesetz endlich an der Landesverfassung auszurichten.
Es geht um viel Geld. Im Haushaltsentwurf für 2015 und 2016 sind
für die fünf Fraktionen von CDU,
SPD, Linken, AfD und Grünen mit
zusammen 126 Abgeordneten jährlich insgesamt knapp zehn Millionen Euro nur für Faktionszuschüsse
geplant. Bezugsgröße für künftige
Anpassungen des Sockelbetrags je
Fraktion sind Werte aus dem Jahr
2012 von monatlich rund 71.700
Euro. Darüber hinaus erhielten die
Fraktionen für jeden Abgeordneten
Karl-Heinz
Binus
Präsident des
Rechnungshofes
FOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
noch einmal gut 2500 Euro pro Monat. Die Oppositionsfraktionen bekamen zudem einen Oppositionszuschlag von monatlich 26.600 Euro.
Kein Wunder, dass der Rechnungshof genau hinschauen will.
Das kann er aber oftmals nicht. Alle
Parteien erheben einen verständlichen Anspruch auf Geheimhaltung.
Und selbst dort, wo die Prüfer hinschauen dürfen, stehen ihnen die
Haare zu Berge. Davon spricht der
jüngste Prüfbericht, in dem die Kontrolleure nach geltendem Recht
nicht einmal Ross und Reiter nennen dürfen. Gern würden von den
Fraktionen zu hohe Rücklagen gebildet, heißt es darin. Das lasse eine
Überfinanzierung vermuten. Aber
auch Reisekostensätze würden mitunter falsch angesetzt, Bewirtungsgelder – statt für Repräsentationszwecke nach außen – für interne
Veranstaltungen verwendet oder
Blumen und Präsente für die eigenen Leute und Fraktionsmitarbeiter
aus der Staatskasse bezahlt.
Für solche Fälle pocht der Rechnungshof auf Rückzahlungen, denen die Fraktionen unterschiedlich
nachkämen. Dieser Pflicht entledigten sie sich zwischen unaufgefordert und gar nicht. Das Abgeordnetengesetz sieht jedoch auch keinen
Rückforderungsanspruch durch die
Landtagsverwaltung vor, kritisiert
der Rechnungshof. Das müsse sich
endlich ändern.
Eine verfahrene Lage, heißt es aus
der Verwaltung. Denn das Gesetz
machen die Abgeordneten selbst.
„Die entstandene Patt-Situation
können nur die Fraktionen selbst
auflösen“, so der Sprecher von Parlamentspräsident Matthias Rößler
(CDU). „Ein Antrag auf Gesetzesänderung liegt dazu nicht vor.“
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 17. Februar 2015
Freie Presse
3
Wo der Frieden noch weit weg ist
Seit Sonntag sind zumindest die
dumpfen Explosionen verstummt,
die Artjomowsk seit Wochen in
Angst und Schrecken versetzt haben. Ob der vereinbarte Waffenstillstand tatsächlich den erhofften Frieden bringt? Viel mehr als eine kurze
Verschnaufpause sei das nicht – das
ist der Tenor unter jenen, mit denen
man spricht. „Ich bin so verunsichert, wie das alles weitergeht und
was ich tun soll“, sagt Julia, eine junge Frau, die ihre Tochter im Kinderwagen vor sich herschiebt. „Sollen
wir unser Zuhause aufgeben und
woanders hinziehen? Wie geht es
weiter?“ Auf den Waffenstillstand
angesprochen, zuckt sie die Achseln.
„Frieden hat es auch nach den anderen Friedensabkommen nicht gegeben – warum also jetzt?“
Der Friedensplan von
Minsk hängt am seidenen
Faden. Kämpfe toben um
die Stadt Debalzewo,
aber auch die Menschen
im übrigen Donbass
glauben nicht an eine
dauerhafte Waffenruhe –
sie bereiten sich schon
auf neue Angriffe vor.
VON SIMONE BRUNNER
SLOWJANSK — „Der Krieg zehrt einen
aus“, seufzt Tatjana. Sie nimmt einen Zug an ihrer Zigarette. „Ich bin
52 Jahre alt. Aber ich weiß, ich sehe
viel älter aus.“ – Ihre klaren, blauen
Augen gehen ins Leere, sie lächelt
milde. „Ich habe abgenommen. Tagelang hatte ich oft nicht mehr zu
essen als nur ein Stück Brot.“
Am Bahnsteig Nummer drei in
der ostukrainischen Stadt Slowjansk haben Tatjana und andere
Flüchtlinge dicht zusammengedrängt in Eisenbahnwaggons Unterschlupf gefunden. Seit die Kämpfe
zwischen der ukrainischen Armee
und den prorussischen Separatisten
in den vergangenen Wochen immer
härter und erbitterter geführt wurden, sind Tausende aus den Kriegsgebieten geflohen. Die Regionen, in
denen nicht gekämpft wird – wie
das von den Ukrainern kontrollierte
Slowjansk –, sind mit dem Flüchtlingsstrom überfordert.
Es gibt vielerorts keinen Strom,
kein fließendes Wasser und schon
gar kein Fernsehen oder Internet.
Vom Friedensabkommen in Minsk
und der vereinbarten Waffenruhe
haben hier die wenigsten gehört.
Und selbst wenn die Waffenruhe
halten sollte: Die Häuser und Wohnungen der meisten Menschen, die
hierher geflohen sind, sind nur noch
Ruinen. Sie stehen vor dem Nichts.
Tatjana stammt aus Horliwka im
Verwaltungsbezirk Donezk. Die
Stadt wird von den Separatisten
kontrolliert, auch dort tobt der
Krieg. Irgendwann hielt es Tatjana
nicht mehr aus – sie floh. Allerdings
ohne ihren Sohn, der ist geblieben.
Um nicht zum ukrainischen Heer
eingezogen zu werden, wie Tatjana
sagt. „Ich weiß nicht, ob ich ihn jemals wiedersehen werde.“
Der Friedensplan, den die Parteien in Minsk ausgehandelt hatten,
hängt am seidenen Faden. Harte
Kämpfe toben insbesondere um die
strategisch wichtige Stadt Debalzewo. Die Ukraine beschuldigt die
Separatisten inzwischen, die Waffenruhe zu brechen. Die Ukrainer
wollen ihre schweren Waffen nun
vorerst nicht wie vereinbart aus
dem Osten des Landes zurückholen.
Auch in der nahegelegenen Stadt
Kramatorsk will keiner so recht an
„Krieg – das ist
doch nur ein Geschäft für ein paar
Politiker, und wir
müssen dafür den
Kopf hinhalten!“
FOTO: FLORIAN BACHMEIER/N-OST
Tatjana ist vor den Kämpfen geflüchtet und in Slowjansk gelandet – die 52-Jährige haust dort in einem Eisenbahnwaggon.
Wladimir Sportlehrer
EU verhängt Einreisesperren
Die schweren Waffen bleiben: Dieses Foto eines ukrainischen Soldaten auf einem Raketenwerfersystem entstand gestern bei Debalzewo. FOTO: G. GARANICH/RTR
den Frieden glauben. Nur Stunden
bevor in Minsk am vergangenen
Freitag der Waffenstillstand vereinbart wurde, starben hier 17 Menschen durch Raketen. Die Stadt galt
bisher als relativ sicher – das hat sich
nun geändert. „Wir haben neue Instruktionen ausgearbeitet, wie man
sich bei einem neuerlichen Angriffsfall zu verteidigen hat“, sagt Alexander Kichtenko, Vorsitzender der Donezker Administration über die von
Kiew kontrollierten Gebiete. Anstatt auf einen Frieden zu hoffen,
werden in Kramatorsk neuerdings
wieder Bombenkeller inspiziert.
Kramatorsk fiel wie Slowjansk im
vergangenen Frühling an die Separatisten, die Städte wurden aber im
Sommer von der ukrainischen Ar-
mee zurückerobert. Das Trauma der
vergangenen Tage hängt tief über
Kramatorsk. Große öffentliche Veranstaltungen sind verboten, die Einsatzkräfte wurden in der 160.000Einwohner-Stadt aufgestockt. „Aber
natürlich können wir unsere Stadt
nicht vor russischen Raketen schützen – das liegt außerhalb unserer
Macht“, sagt Kichtenko.
„Sie töten uns – jeden Tag. In den
Bussen, in den Geschäften, in den
Kindergärten und in unseren Wohnungen. Sie bringen uns sogar um,
wenn wir auf den Friedhof gehen,
um uns von denen zu verabschieden, die gestorben sind“, sagt ein
Redner bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer. Frauen legen Rosen auf das Denkmal des ukraini-
Der stellvertretende russische Verteidigungsminister Arkadi Bachin
sowie andere ranghohe Militärs dürfen künftig nicht mehr nach Deutschland oder in andere EU-Staaten einreisen. Die Maßnahme gehört zu neuen Sanktionen der EU gegen Russland
und prorussische Separatisten in der
Ukraine. Diese umfassen auch das
Einfrieren von möglicherweise in EUStaaten vorhandenen Vermögenswerten. Die EU veröffentlichte gestern
die Liste der betroffenen Personen.
Auf die Ausweitung der Sanktionen
hatten sich die EU-Staaten bereits vor
der Friedensinitiative geeinigt. Anlass
waren die Kämpfe in der ostukrainischen Hafenstadt Mariupol, bei denen
auch viele Zivilisten starben. (dpa)
schen
Nationaldichters
Taras
Schewtschenko. Die Veranstaltung
steht unter dem Motto „Je suis Kramatorsk“ – in Anlehnung an das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.
In Kramatorsk fühlen sich mittlerweile selbst die Menschen, die
weiter aus dem Osten geflohen sind,
nicht mehr sicher. In einem Flüchtlingsheim packen bereits die ersten
Familien ihre Sachen. Sie werden
weiter nach Westen gebracht. „Wir
rechnen mit dem Schlimmsten“,
sagt Helferin Jelena, die Säcke mit
Kartoffeln und Zwiebeln an die Bedürftigen verteilt. „Wir treffen gerade die ersten Vorkehrungen, um alle
hier wegzubringen.“
Auch 50 Kilometer weiter südöst-
aktuelles
Separatistengebiet
U K R A I N E
Slowjansk L U G A N S K
Kramatorsk
Artjomowsk
DONEZK
Lugansk
Debalzewo
Horliwka
Donezk
RU SSL A N D
Mariupol
50 km
Asowsches
* laut ukrainischem
Meer
Verteidigungsministerium
dpa
lich gehört der Krieg zum Alltag.
Artjomowsk ist die Frontstadt auf
ukrainischer Seite, die nur noch wenige Kilometer vom Frontverlauf
entfernt ist. Dumpfes Grollen
schwerer Artillerie rollt seit Wochen durch die 77.000-EinwohnerStadt. Auch über Artjomowsk hängt
der Schleier des Todes: „Es war eine
Serie von Explosionen, nicht nur eine Explosion“, erinnert sich Natalja
Jurjewna mit zittriger Stimme. Sie
ist Direktorin jener Schule, in deren
Nähe ein siebenjähriger Junge am
Freitag von einer Rakete getroffen
wurde. Rund um die Schule lesen
Helfer die Reste der zerborstenen
Fenster auf. „Er hat noch versucht,
sich in Sicherheit zu bringen – aber
er war einfach nicht schnell genug.“
Mit jeder Gewehrsalve und jedem
leeren Versprechen ist hier das Vertrauen in die Politik gesunken.
„Krieg – das ist doch nur ein Geschäft für ein paar Politiker, und wir
müssen dafür den Kopf hinhalten!“
schimpft Wladimir, ein Sportlehrer
in Artjomowsk. „Außerdem wissen
wir ja gar nicht, von wo die Raketen
abgeschossen werden“, mischt sich
ein junger Mann in das Gespräch.
„Vielleicht von den Separatisten,
aber vielleicht doch von der ukrainischen Armee?“ Die Raketenangriffe
auf Artjomowsk und Kramatorsk
waren zuletzt den Separatisten zugeschrieben worden.
Es ist dunkel geworden am Bahnhof von Slowjansk. Tatjana sitzt am
Fenster des Großraumwaggons und
blickt lethargisch in den Abendhimmel. Im Hintergrund schreien Kinder, schimpfen Männer, weinen
Frauen. Es sind Geschichten von zerbombten Häusern, entzweiten Familien und entsetzlicher Ohnmacht. „Ich habe zwei Häuser in Debalzewo“, sagt ein alter Mann mit
heiserer Stimme. „Sie wurden beide
zerstört.“ – „In Debalzewo ist es
schlimmer als in der Hölle“, sagt die
Frau im Verschlag nebenan. (n-ost)
EINEN LEITARTIKEL zur Ukraine-Krise lesen
Sie auf Seite 4.
EIN VIDEO aus dem Kampfgebiet können Sie aufrufen,
wenn Sie diesen Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/ukr1702
Ein schicker Haarschnitt dank Papst Franziskus
Der Oberhirte hat sich
den Armen verschrieben.
Nun sind Duschen und ein
Friseur für Obdachlose am
Petersplatz eröffnet. Nicht
jedem gefällt das.
VON ANNETTE REUTHER
ROM — In der einen Schlange stehen
Tausende Touristen, um den monumentalen Petersdom anzuschauen.
In der anderen, wenige Meter daneben, steht ein Dutzend Obdachloser,
um endlich mal wieder zu duschen
oder einen Haarschnitt zu bekommen. Unter den Kolonnaden des Petersplatzes hat Papst Franziskus
nicht nur Duschen für Obdachlose
einrichten lassen, sondern auch einen Friseur. Ein Polizist passt bei der
Eröffnung gestern auf, dass Journalisten nicht in die Räume gehen. Der
Respekt gegenüber den Hilfsbedürftigen soll gewahrt werden.
„Es ist wunderbar, hier arbeiten
Menschen mit Herz, es gibt alles –
Spiegel, einen richtigen Friseurstuhl“, schwärmt Barbara, eine der
Ersten, die sich die Haare schneiden
ließ. Umringt von Journalisten, beschreibt sie, wie gut es ihr getan habe, sich pflegen zu lassen und etwas
für die Schönheit zu tun. Die Anlagen seien neu und sauber – also eine
Welt von dem entfernt, was in Rom
sonst so an öffentlichen WCs oder
Duschen geboten wird. In den
Papst-Duschen bekommen die Obdachlosen einen Hygienebeutel mit
Handtuch, Seife und Deo.
Für den Friseur wurden Shampoo, Bürsten und alle anderen Utensilien gespendet. Immer montags,
wenn die anderen Friseure in Rom
geschlossen haben, arbeiten hier
Gregorio im Glück: Der aus Polen stammende Obdachlose küsst nach seinem
Friseurbesuch ein Porträtfoto des Papstes.
FOTO: CLAUDIO PERI/DPA
ausgebildete Coiffeure auf Freiwilligenbasis. Und es gibt nicht nur den
Billighaarschnitt. „Sie sollen sich
fühlen, als würden sie zum Friseur
mit allem Drum und Dran gehen.
Wenn sie eine Tolle haben wollen
oder einen modischen Spitzbart,
wollen wir das erfüllen“, sagt die Fri-
seurin Arianna Corsi der Zeitung „Il
Messaggero“.
Am Petersplatz – Roms Sehenswürdigkeit schlechthin – haben seit
langem zahlreiche Obdachlose ihr
Quartier aufgeschlagen. Um ihnen
ihre Würde zurückzugeben, hat der
Almosenpfleger des Papstes, der polnische Erzbischof Konrad Krajewski, die Duschen und den Friseur
einrichten lassen.
Franziskus hat sich seit seinem
Amtsantritt vor knapp zwei Jahren
vorgenommen, dass sich die Kirche
wieder den Bedürftigen nähert. So
lässt er gerne Regenschirme oder
Schlafsäcke an Obdachlose verteilen
oder besucht schon mal überraschend ein römisches Armenviertel.
Doch das Projekt mitten auf dem Petersplatz hat nicht nur Freunde.
Kunsthistoriker hatten sich daran
gestoßen, dass die Einrichtung unter
den Kolonnaden das Werk des Barock-Architekten Gian Lorenzo Ber-
nini störe. „Diese Initiative beleidigt
Bernini“, sagte Kunstkritiker Gianluca Marziani dem „Messagero“. „Ich
würde nicht wollen, dass nach den
Duschen und dem Friseur auch Betten unter den Kolonnaden ausgebreitet werden.“
Andere machen sich Sorgen, dass
das Projekt weitere Obdachlose anziehe. Der Vatikan kann dies nicht
nachvollziehen. „Wir Christen sollten das akzeptieren“, sagt Vize-Vatikansprecher Ciro Benedettini.
Auch Touristen am Petersplatz
stören sich nicht an der unauffälligen Einrichtung. „Ich finde das Projekt gut, und das entspricht doch
ganz Franziskus’ Linie“, sagt Antje
Strothe aus Bonn, die mit Mann und
Kindern Urlaub in Rom macht und
sich den Petersdom ansehen will.
Und ihr Mann fügt hinzu: „Auf den
Dienst-Mercedes, den das Projekt
kostet, kann der Vatikan sicher gut
verzichten.“
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 17. Februar 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Makabres
Mikado
Grass: Weltkrieg
der anderen Art
STEPHAN LORENZ
ZUR FRAGILEN WAFFENRUHE
IN DER UKRAINE
Nobelpreisträger besorgt wegen Vielfalt an
Konflikten und Machtschwund der Politik
FOTO: MARKUS SCHOLZ/DPA
4 Freie Presse
stephan.lorenz@freiepresse.de
D
er Tag eins nach der in
Minks vereinbarten Waffenruhe stimmt nicht allzu
hoffnungsvoll. Es wird weiter geschossen und getötet – etwas weniger als die Wochen zuvor. Aber nach
einem stabilen Waffenstillstand sah
es zumindest gestern in der Ostukraine nicht aus. Zu tief sitzt das Misstrauen auf beiden Seiten. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Separatisten warfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vor und schlossen den für
heute geplanten Beginn des Abzugs
schwerer Waffen vorerst aus.
Kiew, Moskau und die Separatisten wähnen sich offenbar in einem
makabren Mikado-Spiel: Wer sich
zuerst bewegt, also mit dem Abzug
der schweren Waffen beginnt, der
verliert im Machtspiel um die Ukraine. Das Ziel sind nach wie vor Geländegewinne. Alle Beteiligten beäugen sich argwöhnisch, weil ihnen
der Wille zum Frieden fehlt. Der Leidensdruck dafür ist bei den Verantwortlichen immer noch nicht groß
genug – bei über 5000 Opfern in
dem Konflikt kaum zu glauben. In
den Kampfgebieten mischen viele
Gruppen mit, die vor Ort ihre Einzelinteressen verfolgen. Jetzt ist auch
die Zeit der Saboteure, die weder
Moskau noch Kiew unter Kontrolle
haben. Die lange Nacht von Minsk
war ein kleiner Hoffnungsschimmer. In den nächsten Tagen könnte
sich die diplomatische Großoffensive der Europäer aber leider als Fehlschlag erweisen. Auch nach über 14
Stunden zäher Verhandlungen in
der vergangenen Woche waren die
Positionen noch meilenweit voneinander entfernt. Die Waffenruhe ist
aber die Grundlage für alles andere:
So sollen etwa die schweren Waffen
abgezogen, Gefangene ausgetauscht, die russisch-ukrainische
Grenze durch neutrale Beobachter
überwacht und Lokalwahlen nach
ukrainischem Recht abgehalten
werden.
Ein ambitioniertes Programm,
dem der politische Überbau fehlt: eine Teilautonomie für den Donbas,
die Grenzkontrollen und das vom
Westen geforderte Bekenntnis Moskaus zur Anerkennung der Souveränität und Integrität der Ukraine gehen nur schwer zusammen. Der Kitt
dafür wäre Vertrauen. Es ist an der
Zeit, dass die Schlüsselfrage nach
Russlands Sicherheit an den Grenzen zu Osteuropa und im Dunstkreis der Nato endlich mit offenen
Karten diskutiert wird.
IMPRESSUM
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Lichtgestalten.
KARIKATUR: TOMICEK
Literaturnobelpreisträger Günter
Grass hat sich besorgt über die weltweiten Konflikte geäußert. Er frage
sich, ob nicht bereits ein dritter
Weltkrieg begonnen habe, „auf eine
ganz andere Art, als wir es vom Ersten und Zweiten Weltkrieg her kennen“, sagte er der Bielefelder „Neuen
Westfälischen“. Es seien neue
Kampfformen entwickelt worden:
„Allein über das Internet können
heute Systeme blockiert und Wirtschaftskriege geführt werden.“
Das laufe parallel zu den klassischen kriegerischen Konflikten etwa in der Ukraine und in Syrien ab,
sagte der 87-jährige Schriftsteller. Es
sei „eine unüberschaubare Lage ent-
standen, die mich sehr sorgenvoll
stimmt“. Grass kritisierte, dass der
Handlungsspielraum der Politik immer weiter verkleinert worden sei:
„Immer mehr Macht geht von Banken und Lobbygruppen aus, dadurch verkommen die demokratisch gewählten Parlamente zu
Spielstätten ökonomischer Interessen.“ Das mache es für Politiker
deutlich schwieriger und führe
auch zu geringen Wahlbeteiligungen und Zulauf für Gruppen wie die
islamfeindliche „Pegida“-Bewegung.
Grass vermisst zudem eine friedensstiftende Kraft in Europa, die die
weltweiten Konflikte lösen helfen
könnte. (dpa)
CDU verdaut ihre Hamburger Niederlage
Die Union hat bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg eine historische
Schlappe erlitten. Ein
Grund war der starke
SPD-Amtsinhaber Olaf
Scholz. Aber nicht nur.
VON ALESSANDRO PEDUTO
BERLIN — Angela Merkel hat in ihrer
Zeit als CDU-Chefin schon etliche
Niederlagen ihrer Partei bei Landtagswahlen miterlebt. Der Tiefschlag, den die CDU am vergangenen Sonntag bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg kassiert hat, dürfte aber selbst Merkel unerwartet
hart getroffen haben. Sie ist die beliebteste Politikerin der Republik
und die mächtigste Frau Europas.
Doch in Hamburg hat ihrer Partei
das nichts geholfen. Die CDU kam
an der Alster nur auf beschämende
15,9 Prozent. Es ist das schlechteste
Ergebnis der Christdemokraten bei
einer Landtagswahl seit fünfeinhalb
Jahrzehnten.
„Machtoption sehr klein“
Merkel gibt sich dennoch gelassen,
als sie in der Parteizentrale im Berliner Konrad-Adenauer-Haus gemeinsam mit dem gescheiterten Hamburger
CDU-Spitzenkandidaten
Dietrich Wersich vor die Presse tritt.
Sie sieht die Ursachen für die Niederlage vor allem darin, dass Hamburgs Regierender Bürgermeister
Olaf Scholz von der SPD sämtliche
wichtigen Themen besetzt hatte, die
den Hamburger Wählern wichtig
waren. Da sei es für den Herausforderer schwer, neue und eigene Themen zu setzen, sagt Merkel. Zudem
habe Scholz‘ Kurs Zustimmung bis
weit in der CDU-Anhängerschaft erfahren, „Wenn der Amtsinhaber keinerlei Fehler macht, ist die Machtoption sehr klein“, räumt Merkel ein.
Wer wollte, konnte es aber auch als
Kompliment an Scholz verstehen.
Zugleich muss sich Merkel gestern erneut Fragen nach dem „Großstadt-Problem“ der CDU gefallen lassen. Denn zum wiederholten Mal ist
es der Partei nicht gelungen, in einer
bevölkerungsreichen Kommune erfolgreich zu sein. Jedoch gibt es aus
Merkels Sicht keine Notwendigkeit,
über eine eigene Großstadt-Strategie
der Union zu diskutieren. „Wir sollten nicht eine Stadt- und eine Landprogrammatik haben, sondern die
CDU-Programmatik muss insgesamt stimmig sein“, sagt die Parteivorsitzende.
Merkel allein reicht nicht
Die Parteienforscherin Isabelle Borucki von der Universität Trier sieht
die Ursachen für das Problem vor allem in der Struktur der Wählerschaft in den Großstädten. Das städtische Publikum sei ein anderes als
auf dem Land, sagt die Politikwissenschaftlerin der „Freien Presse“.
„Für die CDU bedeutet das, dass sie
Kandidaten finden muss, die zur jeweiligen Stadt und deren Menschen
passen. Dann könnte sie auch dort
Dietrich Wersich, CDU-Spitzenkandidat bei der Hamburger BürgerschaftsWahl, und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern auf dem Weg zur
FOTO: MAURIZIO GAMBARINI/DPA
Pressekonferenz in Berlin.
erfolgreich sein“, glaubt Borucki.
Das Schwierigkeit der CDU sei
derzeit aber ihre sehr dünne Personaldecke. Es fehle gerade in Großstädten an Leuten, „die überzeugend
und authentisch für Partei und Programm stehen“. Die Strategie, auch
bei Landtags- und Kommunalwahlkämpfen auf die Strahlkraft der
Kanzlerin zu setzen, funktioniere indes nicht, denn es gehe dort um sehr
spezifische lokale und regionale
Themen. „Es sind andere Mechanismen, die die Menschen bei regionalen Wahlen antreiben. Die Politik
von Angela Merkel im Bund spielt
da kaum eine Rolle“, stellt die Parteienforscherin fest.
In ihrer Analyse kommt Borucki
zu dem Schluss, dass sich die CDU
zu sehr auf Merkel fokussiert. Die
CDU habe offenbar „keinen Plan für
die Zeit nach Merkel“. Derzeit gebe
es keine Personen auf der Führungsebene, die direkt in Merkels Fußstapfen treten könnten, ob als Kanzlerin oder als Parteivorsitzende. „Ursula von der Leyen und Thomas de
Maizière bringen sich zwar in Stellung. Die Frage ist aber, ob sie letztlich in der Breite genug Rückhalt in
der Partei haben“, gibt Borucki zu bedenken.
Personalmangel der CDU
Die CDU habe es versäumt, rechtzeitig neue Gesichter nach oben zu
bringen. „So lange Merkel im Amt
ist, fällt das weniger auf. Wenn sie
aber eines Tages abtritt, wird die
CDU in ernsthafte personelle
Schwierigkeiten geraten“, prophezeit die Forscherin.
Knackpunkte bei Rot-Grün
Die bisher letzte rot-grüne Koalition in Hamburg unter Bürgermeister
Ortwin Runde haben weder SPD noch
Grüne in sonderlich guter Erinnerung.
Schließlich wurde das Bündnis 2001
abgewählt. Nun wollen es SPD und
Grüne wieder miteinander versuchen.
Die möglichen Knackpunkte:
Umwelt: Nach Ansicht der Grünen
macht die SPD in diesem Bereich viel
zu wenig. Bürgermeister Olaf Scholz
(SPD) dürfte jedoch nichts dagegen
haben, wenn sich die Grünen hier
austoben – sofern die Wirtschaft darunter nicht leidet und die Elbvertiefung kommt.
Flüchtlinge/Innere Sicherheit: Die
Grünen sind mit dem harten Kurs der
SPD beim Umgang etwa mit den
„Lampedusa-Flüchtlingen“ nicht einverstanden. Und auch die Ausweisung
von Gefahrengebieten mit Sonderrechten für die Polizei lehnen sie ab.
Verkehr: Dort prallen Welten aufeinander. Die Grünen sind gegen das 260
Millionen Euro teure Busbeschleunigungsprogramm der SPD, wollen
stattdessen mehr Fahrradverkehr und
eine Stadtbahn. Scholz lehnt eine
Stadtbahn ab, setzt auf den teureren
Aus- und Neubau von U-Bahnen.
Olympia: Die SPD will die Sommerspiele 2024 oder 2028 nach Hamburg
holen. Die Grünen haben sich für ein
„Ja, wenn“ entschieden. Die bisherigen Ausführungen des Senats etwa zu
den Kosten reichen ihnen nicht. (dpa)
IS benutzt Libyen und fordert Ägypten heraus
Die Terror-Miliz expandiert: In Ägypten wie
Libyen gibt es Zellen der
Extremisten. Nun zeigt ein
Video den Tod mehrerer
ägyptischer Kopten.
VON MARC RÖHLIG
KAIRO — Sie stünden „heute im Sü-
den Roms, in Libyen“, sagt ein Vermummter in die Kamera. Hinter
ihm branden graue Wellen am Ufer.
Dann hebt er drohend ein Messer
und sagt: „Wir werden das Meer mit
eurem Blut tränken.“ Die Szene ist
Teil eines am Sonntag im Internet
verbreiteten Videos der Terrormiliz
Islamischer Staat (IS). Wie bei vorherigen Filmen inszenieren die Dschihadisten das Grauen bis ins Detail.
Dutzende in Schwarz gekleidete
Männer schleppen ihre in orange
Overalls gesteckten Geiseln an den
Strand und schneiden ihnen die
Köpfe ab. Die Opfer sind Mitglieder
der christlichen Minderheit der
Kopten, die zwischen Ende Dezember und Anfang Januar in Libyen
verschwanden. Die Männer hätten
als Gastarbeiter in dem Bürgerkriegsland gearbeitet, bestätigte gestern die koptische Kirche.
Laut IS wurden die Hinrichtungen nahe der libyschen Hauptstadt
Tripolis gefilmt. Wahrscheinlicher
ist das ostlibysche Derna, das IS-Anhänger seit vergangenem Sommer
kontrollieren - oder das zentral gelegenen Nufalija.
Vor rund drei Monaten schwor eine Miliz ehemaliger Rebellen in Libyen dem IS die Treue. Mit dem Video liefern sie nun den Beweis, wie
weit sich die IS-Ideologie exportieren lässt. Im ölreichen Libyen tobt
seit Monaten ein blutiger Machtkampf zwischen zwei Regierungen.
Der IS hat sich das Chaos zunutze
gemacht. Nun, wo die Regierungen
seit Mitte vergangener Woche erstmals auf UN-Vermittlung an einem
Tisch sitzen, startet der libysche Ableger seine Propagandaschlacht. Li-
byen, so zeigt es ein größenwahnsinniges Strategiepapier der Miliz, gilt
als wesentlicher Anker im Feldzug
gegen Europa. Der soll 2020 beginnen. Auch wenn die Dschihadisten
von Europa nur träumen können den Nahen Osten haben sie schon in
eine schwere Krise gestürzt.
Abdel Fattah
al-Sisi
Ägyptens Präsident
FOTO: DPA/ARCHIV
Ägypten reagierte gestern mit aller Härte. Am Morgen starteten
Kampfjets ins Nachbarland und
bombardierten IS-Stellungen. Die
Luftwaffe der mit Kairo verbündeten Regierung aus Ostlibyen flog
ebenfalls Angriffe. Die von Islamisten geführte westlibysche Regierung nannte die Schläge hingegen
einen „Angriff auf die Souveränität“.
Ägypten soll bereits zuvor Ziele
in Libyen bombardiert haben, stritt
dies aber immer ab. Nun sucht Präsident Abdel Fattah al-Sisi den offenen
Kampf. Die toten Kopten gelten als
„Märtyrer“, im Land wurde eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen.
Aus den Dschihadisten vor der
Haustür – neben Libyen hat sich
auch eine IS-Zelle im Nordsinai gegründet – schlägt Al-Sisi innen- wie
außenpolitisch Kapital.
Um die Menschenrechte ist es
schlecht bestellt, seit der Ex-General
an der Macht ist. Vor allem Oppositionelle und Muslimbrüder werden
zu Hunderten eingesperrt. Kritiker
fürchten eine neue Militärdiktatur,
schlimmer als unter dem einstigen
Langzeitherrscher Husni Mubarak.
Der Kampf gegen den Terror ist AlSisis einzige Ausrede, um Vergehen
an der Bevölkerung zu rechtfertigen.
Das Spiel scheint aufzugehen:
gestern unterzeichneten Ägypten
und Frankreich einen Waffendeal
über 24 französische Rafale-Jets.
Laut Pariser Medien wird Kairo die
Flugzeuge aber erst mal für eine Parade geliehen bekommen. Bis zur
Lieferung dauere es noch. (dpa)
Koptische Christen in Ägypten
weitgehend akzeptiert
Zehn Prozent der 90 Millionen Ägypter sind koptisch-orthodoxe Christen.
Die Minderheit bildet eine Strömung
der altorientalischen Kirchen, Oberhaupt ist Papst Tawadros II. mit Sitz
in Alexandria. Die Gemeinde lebt
weitgehend friedlich mit der Mehrheit
der Muslime zusammen. Das koptische Weihnachtsfest ist seit 2002 als
Feiertag im ganzen Land anerkannt.
Nach Übergriffen von Islamisten auf
die Kopten betont Präsident Abdel
Fattah al-Sisi die Einheit der Religionen. Als erstes ägyptisches Staatsoberhaupt besuchte er im Januar das
koptische Weihnachtsfest. Am Neujahrstag 2011 starben 23 Menschen
bei einem Bombenanschlag auf eine
Kirche in Alexandria.
Außer in Ägypten gibt es auch noch
vereinzelt koptische Gemeinden im
Sudan, in Äthiopien und sowie in Libyen. (dpa)
POLITIK
Dienstag, 17. Februar 2015
BERLIN — Die Bundesregierung will
die Regeln für Krankschreibungen
in Deutschland nicht ändern. Ein
Sprecher des zuständigen Arbeitsministeriums sagte gestern; man
halte die Regelung so, „wie sie ist, für
sinnvoll und nützlich“. Auch die Arbeitgeber sehen keinen Handlungsbedarf. Das Ministerium reagierte
auf Äußerungen von Medizinern
der Uni Magdeburg, die zur Entlastung der Hausärzte vorgeschlagen
hatten, dass sich Beschäftigte für bis
zu einer Woche selbst krankmelden
können. Der Unions-Fraktionsvize
Michael Fuchs sagte der „Bild“ dagegen: „Es muss für Unternehmer
möglich sein, Krankschreibungen
zu überprüfen. Sonst ist ein Missbrauch nicht ausgeschlossen.“ (dpa)
KZ AUSCHWITZ
Anklage gegen
SS-Mann erhoben
DORTMUND — Gegen einen 93-jähri-
gen Mann aus dem nordrhein-westfälischen Lage hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage wegen
Beihilfe zum Mord im NS-Vernichtungslager Auschwitz erhoben. Das
Landgericht Detmold entscheidet
Ende März über die Zulassung der
Klage. Der frühere SS-Mann soll
1942 in das KZ im besetzten Polen
versetzt worden sein und für die Bewachung des Lagers Auschwitz I zuständig gewesen sein. Als Angehöriger der Wachmannschaft soll er an
der Tötung von 170.000 Menschen
in der Zeit von Januar 1943 bis Juni
1944 beteiligt gewesen sein. Der
Rentner bestreitet dies. (dpa)
ÖSTERREICH
Verbot anstößiger
Kfz-Kennzeichen
WIEN — Unter Rechtsextremisten be-
liebte Buchstaben- und Zahlencodes
sollen künftig auf Kfz-Wunschkennzeichen in Österreich verboten
werden. Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) plane eine Novelle des
Kraftfahrzeuggesetzes, bestätigte
das Ministerium gestern. Die Negativliste entsprechender Nazi- und
Rassisten-Chiffren steuert das Mauthausen Komitee bei, das gegen alle
Formen des Extremismus kämpft.
Derzeit sind „ anstößige Buchstabenkombination“ verboten. Künftig gilt
das auch für Zahlen. Codes können
unter anderem 18 (steht für die Initialen Adolf Hitlers) und 88 (Heil Hitler) sein. Auch in Deutschland sind
Kennzeichen verboten, die gegen
die guten Sitten verstoßen. (dpa)
Vom guten Jungen zum Terroristen
Der Attentäter von Kopenhagen war ein junger Mann, voll Hass auf alles Jüdische. Er war der Polizei bekannt. Aber das
hilft den Sicherheitsorganen nicht immer weiter. Solidarität mit den europäischen Juden kommt von höchster Ebene.
VON JULIA WÄSCHENBACH
KOPENHAGEN — Vor der Haustür mit
der Nummer „1“ steht am Montag
ein Jugendlicher mit kurzen dunklen Haaren und fuchtelt aufgebracht
mit einer Hand. In der anderen hält
er einen Motorradhelm. „Er war ein
guter Junge!“ ruft er. „Er“ ist Omar
Abdel Hamid El-Hussein. Der 22-jährige Kopenhagener mit palästinensischen Wurzeln, der am Wochenende zwei Menschen getötet hat, bevor er selbst starb. Vor genau dieser
Haustür am Svanevej im bei Migranten beliebten Stadtteil Nørrebro hatten Polizisten ihn erschossen. Nun
liegen Blumen neben der Tür. Aus einer Wohnung im zweiten Stock
blickt eine Blondine auf die Reporter
auf der Straße, die sich unter die Anwohner mischen. Der dunkelhaarige Junge, der so wütend wird, hat
hier mit seinem Moped angehalten.
El-Hussein war ein Bekannter, sagt
er. Fragt: „Wo sind die Beweise, dass
er es wirklich war?“ Dann setzt er
sich den Helm auf, steigt auf das Moped und braust davon.
Die Polizei ist überzeugt, dass es
El-Hussein war, der mit seinen Anschlägen auf ein Kulturcafé und eine Synagoge den Terror für 14 Stunden nach Kopenhagen brachte. Zwischendurch hielt er sich hier auf, am
Svanevej, und in dem Internetcafé
„Power-Play“ in der Nähe.
Nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt von der Adresse liegt der
Mjølnerpark – ein riesiger Wohnblock, flankiert von einer weitläufigen Rasenfläche mit einem Fußballfeld. An einer Wohnungstür trifft
ein Reporter der „Jyllands-Posten“
den Vater von El-Hussein an. „Ich
bin genauso schockiert wie der Rest
der Welt.“ Mehr will er nicht sagen.
Berichten zufolge sind er und seine
Frau Palästinenser, sein Sohn aber
wurde hier geboren, wuchs in Dänemark auf. Aus seiner Abneigung gegen Juden machte er angeblich kein
Geheimnis. „Er hatte keine Angst,
laut auszusprechen, dass er Juden
hasste“, sagt ein früherer Klassenkamerad dem „Ekstrabladet“. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina
war ein Thema, das er immer wieder
temperamentvoll mit Mitschülern
diskutierte. Von einer Minute auf
die andere habe er völlig aus der
Haut fahren können.
Zuletzt war El-Hussein zum Zentrum für Erwachsenenbildung im
Kopenhagener Vorort Hvidovre gegangen, hatte dort auf seine Hochschulreife hingearbeitet. „Er war ein
Berlin und Paris sichern Juden
bestmöglichen Schutz zu
Nach dem tödlichen Anschlag auf
einen Wachmann in einer Synagoge in
Kopenhagen wird über die Auswanderung von Juden und die Sicherheit jüdischer Einrichtungen diskutiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
sagte gestern, man werde alles dafür
tun, dass die Sicherheit jüdischer Einrichtungen und die Sicherheit der
Bürger, die jüdischer Herkunft sind,
gewährleistet werde. „Wir sind froh
und auch dankbar, dass es wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt“,
ergänzte die Regierungschefin.
Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, stellte sich gegen den Aufruf
des israelischen Regierungschefs
Benjamin Netanjahu an die europäischen Juden, nach Israel auszuwandern. „Ein Exodus der europäischen
Juden nach Israel ist keine Lösung der
massiven Gefährdung durch islamistischen Terror“, sagte sie. Der islamistische Terror bedrohe die europäischen
Demokratien als Ganzes.
Zehntausend Menschen trauerten gestern Abend in Kopenhagen auf einer
Gedenkstunde um die beiden Anschlagsopfer.
FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
Der Attentäter: Omar Abdel Hamid
El-Hussein.
FOTO: ACTION PRESS
sehr fleißiger und begabter Schüler“,
sagt der Rektor Peter Zinkernagel
dem dänischen Fernsehen.
Das Gebäude neben der S-BahnStation Åmarken ist ein trister grauer Klotz mit vier langen Fensterreihen und einer Baustelle davor. „Ich
habe ihn manchmal auf dem Flur
mit seinen Freunden gesehen“, erzählt Selina, die hier auch zur Schule geht. Das zierliche Mädchen wedelt aufgeregt mit einer Zeitung, auf
deren Titelseite das Bild des mutmaßlichen Täters prangt. Das erscheine ihr alles so unwirklich.
So genau kann sich die 20-Jährige
erinnern, weil sie sein Bild schon
einmal in der Zeitung gesehen hat.
Im November 2013, als El-Hussein
in einer S-Bahn mit einem Messer
auf einen Jugendlichen eingestochen hat – angeblich unter Haschisch-Einfluss. Damals hatte sich
Selina bei der Polizei gemeldet, weil
sie ihn erkannt hatte. „Der geht doch
auf meine Schule, habe ich gedacht.“
Das war das Ende der schulischen
Laufbahn von El-Hussein, der für die
Ermittler da schon kein Unbekannter war. Anfang 2014 kam er ins Gefängnis. Eigentlich sollte er zwei Jahre einsitzen, doch vor knapp zwei
bro zum Thaiboxen gegangen. Im
selben Stadtteil, in dem der 22-Jährige in dunkler Skikleidung und mit
rot-orangenem
Halstuch
vermummt das Feuer auf das Café
„Krudttønden“ eröffnete.
Hier sammeln sich zwei Tage
nach dem Attentat Journalisten, Politiker, Angehörige, Kopenhagener.
Wer der junge Mann wirklich war,
der ihre friedliche Stadt in einen Terror-Tatort verwandelt hat, und wieso er ausrastete, können sie immer
noch nicht begreifen. Am Abend
versammeln sich schließlich mehrere zehntausend Menschen zu einer
Gedenkstunde für die beiden Männer, die El-Hussein getötet hat. (dpa)
Wochen wurde El-Hussein entlassen. Danach sei er ein anderer
Mensch gewesen, erzählen Freunde.
Er habe nicht mehr dieselben Themen gehabt wie sie. Im Gefängnis
soll er den Wunsch geäußert haben,
sich der Terrormiliz Islamischer
Staat anzuschließen und in Syrien
zu kämpfen. Das will die Zeitung
„Berlingske“ aus dem Umfeld der Behörde erfahren haben. Für andere
kommt das völlig überraschend.
„Vor der Zeit im Gefängnis war er
ein richtig cooler Kerl, sehr ruhig“,
beschreibt ihn ein Nachbar aus dem
Mjølnerpark. Habe sich mit den anderen Jungen aus dem Wohnblock
getroffen. Sei im bürgerlichen Øster-
Mohammed-Karikaturen-Zeichner Vilks verlässt sein Zuhause
Nach den Terroranschlägen von Kopenhagen verlässt der schwedische
Mohammed-Karikaturen-Zeichner
Lars Vilks einem Medienbericht zufolge für unbestimmte Zeit sein Zuhause. Grund seien Sicherheitsbedenken
der Anwohner in Vilks‘ Heimatkommune Höganäs in Schweden, berichtete gestern der schwedische Rundfunk. Der Karikaturist soll Ziel des
ersten Attentats auf ein Kulturcafé in
der dänischen
Hauptstadt am Wochenende gewesen
sein. Er blieb bei
dem Anschlag aber
unverletzt.
Vilks‘ Haus liegt
dem Rundfunkbericht zufolge in der Nähe einer Vorschule und Schule. (dpa)
FOTO: IMAGO/ARCHIV
Regierung: Es bleibt
beim Krankenschein
5
DAS THEMA: TERRORANGST IN EUROPA
NACHRICHTEN
KRANKSCHREIBUNG
Freie Presse
In einer Reaktion auf den Terroranschlag in Kopenhagen hatte Netanjahu den Juden in Europa und weltweit
versichert, Israel erwarte sie mit offenen Armen: „Israel ist eure Heimstätte.“ Zur Aufnahme von Juden aus Belgien, Frankreich und der Ukraine plane seine Regierung die Bereitstellung
von 40 Millionen Euro.
Dänemarks Chefrabbiner Jair Melchior erklärte dagegen gestern : „Wir
haben keine Angst. Wir lassen uns
nicht von Terroristen dazu zwingen,
unser tägliches Leben zu ändern, in
Angst zu leben und an andere Orte zu
fliehen.“
Widerspruch kam auch aus Frankreich. Präsident François Hollande
appellierte an die französischen Juden, nicht zu emigrieren. „Juden haben ihren Platz in Europa und insbesondere in Frankreich“, sagte Hollande. Frankreich werde Antisemitismus
entschlossen bekämpfen.
Im elsässischen Sarre-Union waren
zuvor auf einem Friedhof Hunderte
jüdische Gräber geschändet und zerstört worden. Gestern wurden fünf
Jugendliche gefasst. Sie bestritten,
aus Hass auf Juden gehandelt zu haben. Die jüdische Gemeinschaft in
Frankreich ist mit rund 500.000 Mitgliedern die größte in Europa. (dpa)
RUMÄNIEN
13. Ex-Mitglied einer
Regierung verurteilt
BUKAREST — Die frühere rumänische
Jugendministerin Monica Iacob-Ridzi muss wegen Amtsmissbrauchs
für fünf Jahre ins Gefängnis. Das
oberste Gericht verurteilte die 37Jährige gestern rechtskräftig, weil
sie als Ministerin 2009 illegal Verträge mit Firmen zur Organisation von
Freiluft-Popkonzerten abgeschlossen habe. Durch die überteuerten
Verträge sei dem Staat ein Schaden
in Höhe von 3,1 Millionen Lei
(709.000 Euro) entstanden. Ridzi ist
das 13. Ex-Regierungsmitglied Rumäniens, das seit 2005 wegen Korruption verurteilt wurde. (dpa)
NIGERIA
Armee erobert
Kleinstadt zurück
ABUJA — Die nigerianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben
einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Nordosten des Landes von
der Terrormiliz Boko Haram zurückerobert. Mit Luftangriffen und einer
Bodenoffensive sei die Kleinstadt
Monguno gestern befreit worden,.
Es habe Festnahmen und auch Tote
gegeben. Zudem seien Waffen der
sunnitischen Fundamentalisten beschlagnahmt worden. (dpa)
Möglichkeiten der Sicherheitskräfte sind begrenzt
Die einen Täter radikalisieren sich unbemerkt, andere fallen durchs Raster von Ermittlern – Beklagt werden zuwenig Mittel und Personal
BERLIN — Der 22-Jährige, der den Ter-
ror nach Kopenhagen brachte, war
der Polizei schon aufgefallen und
kam gerade aus dem Gefängnis und
er hatte Unterstützer. Auch den Sicherheitsbehörden in Deutschland
gibt das zu denken. Die „Freie Presse“ beantwortet wichtige Fragen.
Wie groß ist die Gefahr eines
Anschlags hierzulande?
Bundesinnenminister Thomas de
Maizière (CDU), Nachrichtendienste und Polizei betonen, dass auch ein
Attentat in Deutschland nie ganz
auszuschließen ist. Sorgen machen
sie sich vor allem über Einzeltäter,
die bis zu einem Anschlag gar nicht
auffallen. Ein solcher Fall war Arid
Uka, der 2011 am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschoss
und zwei weitere schwer verletzte.
Es war der bislang einzige islamistische Anschlag auf deutschem Boden. Andere Versuche wurden vereitelt. Uka war allein. Er hatte sich seinen Hass auf die westliche Ordnung
im Internet einflüstern lassen.
Wie ist es mit der Bedrohung
durch polizeibekannte Extremisten?
Die Anschläge in Kopenhagen und
zuvor schon in Paris zeigen, dass dies
ebenfalls eine große Gefahr ist. In
beiden Fällen waren die mutmaßlichen Täter keine Unbekannten für
die Polizei. Die Attentäter von Paris
waren fest in der islamistischen Szene verankert, galten als gewaltbereit, mindestens einer hatte sich im
Ausland in einem Terrorcamp ausbilden lassen - und trotzdem konnten sie ein Blutbad anrichten. Auch
Polizei und Nachrichtendienste in
Deutschland räumen ein, sie könnten nicht alle gefährlichen Islamisten rund um die Uhr überwachen.
Dafür fehle das Personal. Eine Herausforderung sei auch, „Alt-Dschihadisten“, die nach aktiven Zeiten
kaum noch in Erscheinung träten,
über Jahre im Blick zu behalten.
Gibt es auch Leute, die komplett
durchs Raster fallen, obwohl sie
in der Szene aktiv sind?
Ja. Im vergangenen Herbst etwa
durchsuchten hessische Ermittler
die Wohnung eines jungen Mannes– eigentlich wegen eines Drogendeliktes. Doch die Fahnder fanden Waffen, Munition, eine schusssichere Weste und ein Kapuzenshirt
mit dem Symbol der Terrormiliz Islamischer Staat. Die Behörden hatten vorher nicht gewusst, dass der
Mann ein Dschihadist war, der gerade erst aus Syrien heimgekehrt war.
rien und im Irak wächst stetig und
damit auch die Zahl der kampferprobten Rückkehrer. Sie werden intensiv beobachtet, in den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Festnahmen und Durchsuchungen.
Beim Bundeskriminalamt (BKA)
und der Bundesanwaltschaft sind
die Ermittlungsverfahren gegen Islamisten in die Höhe geschnellt. Allein beim BKA sind es rund 500.
Was bedeutet das für die Sicherheitsbehörden?
Polizei, Verfassungsschutz und Justiz beklagen, sie hätten allmählich
ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Die
Chefs von Verfassungsschutz und
BKA, Hans-Georg Maaßen und Holger Münch, sagten kürzlich, angesichts dieser Aufgaben könnten andere Bereiche nicht mehr so intensiv
beobachtet werden. Die Bedrohung
durch islamistischen Terror binde
enorm viele Kräfte, die an anderer
Stelle fehlten. Ohne zusätzliches
Personal seien sie gezwungen, Prioritäten zu setzen.
Sicherheitskräfte vor dem Hauptquartier der Polizei in Kopenhagen, wo gestern zwei Verdächtige verhört wurden.
FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
Gibt es denn Aussicht auf mehr
Personal für Polizei und Geheimdienste?
De Maizière hat nach den Anschlägen von Paris prüfen lassen, wie die
deutschen Sicherheitsbehörden aufgestellt sind. Er hat vorsichtig ein
Plus an Personal und Ausstattung in
Aussicht gestellt und verhandelt darüber derzeit mit Finanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU). Details
nennt er nicht. Kurzfristig ist aber
keine Aufstockung in Sicht. Aus
dem Innenressort heißt es, derzeit
seien die Behörden hinreichend ausgestattet, um ihre Aufgaben zu erfüllen. (dpa)
Wie gefährlich ist die deutsche
Islamisten-Szene?
Die Zahl der islamistischen „Gefährder“ ist mit rund 270 so hoch
wie nie zuvor. Das sind Menschen,
denen die Polizei grundsätzlich einen Terrorakt zutraut. Die Zahl der
Ausreisen in die Kampfgebiete in Sy-
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
Dienstag, 17. Februar 2015
Puma wieder auf dem Weg nach oben
NACHRICHTEN
DISCOUNTER
Lidl will
moderner werden
NECKARSULM — Mit einer breit angelegten Kampagne will der Discounter Lidl den Druck auf Supermärkte
erhöhen. „Lidl hat in den vergangenen Jahren einen starken Veränderungsprozess durchlaufen“, sagte
Christoph Pohl, in der Lidl-Geschäftsleitung zuständig für den
Einkauf, in einer gestern veröffentlichten Mitteilung. Dazu gehöre
auch, das Sortiment auszubauen.
Künftig sollen verstärkt auch regionale Produkte angeboten werden.
Gleichzeitig sollen die rund 3300 Filialen in Deutschland modernisiert
werden. (dpa)
KOMMERZIELLE DROHNEN
US-Behörde
stellt Auflagen vor
Der Sportartikelhersteller Puma sieht sich
WASHINGTON — Die amerikanische
Luftfahrt-Aufsicht FAA hat ihre geplanten Regeln für den geschäftlichen Einsatz von Drohnen veröffentlicht – und erntete prompt Kritik von Amazon. Der Online-Händler werde mit den vorgesehenen Beschränkungen sein Projekt zur
Drohnen-Zustellung von Waren
nicht fortführen können, erklärte
Amazon-Manager Paul Misener. Der
Vorschlag der FAA vom Wochenende sieht unter anderem vor, dass die
Drohnen immer von einer Person
mit Luftfahrtwissen gesteuert werden müssen, die zudem stets Sichtkontakt zu ihnen haben soll. Außerdem dürften die Fluggeräte nicht
über Menschen fliegen, die nicht direkt in den Betrieb der Drohnen eingebunden sind. (rtr)
ZULIEFERER
Stabilus hebt
Umsatzprognose an
HAMBURG — Der Autozulieferer Stabilus ist mit einem deutlichen Gewinnplus in sein Geschäftsjahr gestartet und hebt angesichts des starken Dollar-Kurses die Umsatzprognose an. Die Erlöse sollen nun im
Gesamtjahr in einer Spanne zwischen 575 und 585 Millionen Euro
liegen, wie der Hersteller von Gasfedern, Dämpfern und elektromagnetischen Antrieben gestern mitteilte.
Bislang hatte das Management den
Zielkorridor 25 Millionen Euro
niedriger angesetzt. (rtr)
nach schwierigen Jahren am Wendepunkt.
„Das Jahr 2015 wird unserer Auffassung nach
zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“,
sagte Puma-Chef Björn Gulden gestern in
Herzogenaurach. Puma versucht seit längerem, ausufernden Kosten mit einem Sparprogrammen zu begegnen. Außerdem will der
nach Nike und Adidas drittgrößte Sportartikelkonzern der Welt das Vertrauen der Kon-
sumenten zurückgewinnen, nachdem die
Marke stark an Beliebtheit verloren hatte. Im
vergangenen Jahr erhielten die Franken auch
Gegenwind durch negative Währungseffekte. In Euro lag der Umsatz nach einem star-
ken Schlussspurt im vierten Quartal mit 2,97
Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn von Puma vervielfachte sich von 5,3 Millionen auf 64,1 MillioFOTO: DANIEL KARMANN/DPA
nen Euro.
Gabriel erwartet 170.000 neue
Arbeitsplätze in diesem Jahr
Bundeswirtschaftsminister
sieht eine gute wirtschaftliche Entwicklung, warnt
aber vor der anhaltenden
Investitionsschwäche in
Deutschland.
VON CHRISTOPH ULRICH
CHEMNITZ — Bundeswirtschaftsmi-
nister Sigmar Gabriel (SPD) hat den
Jahresempfang der Industrie- und
Handelskammer Chemnitz (IHK)
gestern Abend genutzt, um für das
Freihandelsabkommen mit den
USA (TTIP) zu werben. „Wir sollten
nicht zum letzten Mal die Chance
verpassen, die Welt-Standards zu beeinflussen“ sagte Gabriel vor rund
250 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die asiatischen Länder ständen längst in den
Startlöchern, um im Falle eines
Scheiterns von TTIP einzuspringen.
„Wir müssen deshalb selbstbewusst
in diese Verhandlungen gehen“, erklärte der Vizekanzler. Dies gelte
auch für das Thema Schiedsgerichtsbarkeit, wo er sich vorstellen
könne, eine neue Form von Handelsgerichten mit staatlich bestellten
Richtern zu vereinbaren.
Angesichts der guten Konjunktur erwartet Gabriel in diesem Jahr
zusätzlich 170.000 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. „Das wird die Binnenkonjunktur weiter beleben“, meinte
der Minister. Gleichzeitig warnte er
davor den niedrigen Ölpreis und
den abgewerteten Euro auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die gute
Wechselkurslage darf nicht dazu
führen, zu glauben, alles ist in bester
Ordnung.“ Dann könne die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ganz
schnell wieder verloren gehen.
Gabriel kündigte an, die Investitionsschwäche in Deutschland zu bekämpfen. „Wir wollen die Bedin-
gungen für Investitionen verbessern“, sagte er. Ein Kernpunkt dabei
sei auch die Entlastung der Kommunen, damit Städte und Gemeinden
mehr Spielraum für notwendige Investitionen in die Infrastruktur hätten. Von den Unternehmen erwarte
er zudem ein stärkeres Engagement
bei der Digitalisierung. Deutschland
dürfe bei diesem „Innovationstreiber“ nicht abgehängt werden.
bildung und Gymnasium wieder
stärker zu verbinden.
Wichtig für die Leistungsfähigkeit sei zudem das Gelingen der
Energiewende. Gabriel kündigte ein
neues Marktdesign für den Strommarkt noch in diesem Jahr an. „Wir
brauchen wieder Planbarkeit auf
dem Energiemarkt“, erklärte der
SPD-Politiker.
Bei seiner Begrüßung hatte IHKPräsident Franz Voigt über die Verunsicherung der Unternehmer angesichts der Herausforderungen des
Mindestlohnes, der Wachstumsschwäche im Euroraum und wegen
der Russlandkrise berichtet. Der Anteil der pessimistischen Erwartungen sei binnen Jahresfrist von zehn
auf 17 Prozent gestiegen, sagte Voigt.
Zudem kritisierte der IHK-Präsident
die Rente mit 63 Jahren und die erst
spät veröffentlichten Verordnungen
des Mindestlohngesetzes. „Das alles
schafft unnötigen Frust“, sagte Voigt. Er warnte davor, dem Arbeitsmarkt weitere Fesseln anzulegen.
Sigmar Gabriel
Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler
FOTO: GREGOR FISCHER/DPA
Ein deutliches Plädoyer hatte Gabriel auch für die berufliche Bildung
parat. „Wir müssen wieder mehr dafür tun, dass berufliche Bildung
nicht zweite Wahl wird“, sagte der
Bundeswirtschaftsminister.
Er
sprach sich für die Idee aus, Berufs-
TARIFRUNDE
Erneute Warnstreiks
in Metallbranche
DRESDEN — Rund 400 Metaller haben
gestern im Tarifstreit der Metallund Elektroindustrie in Sachsen
zeitweise die Arbeit niedergelegt.
Vor den Toren von Thyssen-Krupp
Presta in Chemnitz versammelten
sich Delegationen aus mehreren Betrieben zu einer Warnstreik-Kundgebung, wie die IG Metall BerlinBrandenburg-Sachsen mitteilte. Bei
den Flugzeugwerken in Dresden traten etwa 300 Beschäftigte in den
Warnstreik. Für die Nacht zu Dienstag rief die Gewerkschaft nochmals
300 Mitarbeiter der Handtmann
Leichtmetallgießerei in AnnabergBuchholz zum Ausstand auf. Bundesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben 4500 Beschäftigte aus 13 Betrieben an den Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaft ruft seit zwei Wochen immer
wieder zu Warnstreiks auf. Am Freitag war die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 175.000 Beschäftigten der Branche in Sachsen
ergebnislos zu Ende gegangen. Die
Gewerkschaft fordert ein Lohnplus
von 5,5 Prozent sowie flexible Altersübergänge. Die Arbeitgeber boten 2,2 Prozent mehr Geld an. (dpa)
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WIRTSCHAFT
Dienstag, 17. Februar 2015
Freie Presse
7
Air Berlin muss Werbebanner ändern
NACHRICHTEN
LKW-GESCHÄFT
MAN will weniger
produzieren
BERLIN/MÜNCHEN — Wegen
der
Nachfrageflaute in Europa und Südamerika erwägt MAN, die Kapazität
seiner Lkw-Produktion in Deutschland und Österreich zu drosseln. Das
Management der Kernsparte Truck
& Bus spreche mit dem Betriebsrat
über eine mögliche Neuordnung der
Produktion an den Standorten München, Salzgitter und Steyr, sagten
drei mit der Situation vertraute Personen. Dies beinhalte auch eine
eventuelle Anpassung der Kapazität. Insgesamt arbeiten in den drei
Werken rund 13.000 Menschen.
Kündigungen seien aber nicht geplant, hieß es. Weder das Unternehmen noch die Arbeitnehmerseite
wollte sich dazu gestern äußern. (rtr)
BRAUNKOHLE
Neuer Käufer
für Vattenfall
PRAG/COTTBUS — Für die Vattenfall-
Braunkohlesparte in der Lausitz gibt
es einen neuen Kaufinteressenten.
Es handelt sich um den teilstaatlichen tschechischen Stromkonzern
CEZ. „Ja, wir interessieren uns für
diese Kraftwerke, seit Vattenfall ihren Verkauf angekündigt hat“, sagte
CEZ-Sprecher Ladislav Kriz gestern
und bestätigte damit einen Bericht
des „Wall Street Journal“. Das Interesse gelte sowohl den zum Verkauf
stehenden kohlebetriebenen Kraftwerken als auch den von Vattenfall
betriebenen thüringischen Wasserkraftwerken. Ein Vattenfall-Sprecher sagte: „Wir schließen es nicht
aus, auch die Wasserkraftwerks-Aktivitäten zu verkaufen.“ (dpa)
BAHN
Noch keine Reaktion
auf GDL-Ultimatum
BERLIN — Die Deutsche Bahn hat ges-
tern noch nicht auf das Ultimatum
der Lokführergewerkschaft GDL reagiert. Das Unternehmen soll bis
morgen ein Papier unterschreiben,
das einen Zwischenstand der Tarifverhandlungen im Sinne der Gewerkschaft festhält. Sonst will die
GDL zu einem etwa viertägigen
Streik aufrufen. „Wir bewerten das
derzeit“, sagte eine Bahnsprecherin
gestern in Berlin. In dem sogenannten Verhandlungsprotokoll hat die
GDL festgehalten, dass sie Tarifergebnisse unabhängig von Verträgen
mit der konkurrierenden EVG erzielen kann. (dpa)
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dem Festnetz der Deut. Telekom.
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Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 16. 2. 2015, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Begriffe „Olympia“ und „Olympische
Spiele“ dürfen Unternehmen nur dann in ih-
rer Werbung verwenden, wenn sie offizieller
Partner des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sind. Aus diesem Grund
muss Air Berlin sein Logo auf den A320-Ma-
schinen seiner Flotte ändern. Der DOSB und
die Fluglinie bestätigten gestern einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. „Wir
bleiben natürlich Partner der Olympia-Initiative und werden unsere Unterstützung weiterhin durch die Welt tragen“, sagte Air-Ber-
lin-Sprecher Aage Dünhaupt. Das Banner auf
dem Airbus A320 werde kreativ umgestaltet.
DOSB-Sprecher Christian Klaue bewertete
die Sache gelassen: „Wir freuen uns über die
Aktivitäten in den Bewerberstädten. Da
kann es auch mal passieren, dass der eine
oder andere über das Ziel hinausschießt.“
Berlin will die Olympischen Spiele 2024 oder
2028 austragen. Konkurrent im eigenen
Land ist Hamburg. Der DOSB will am 21.
März entscheiden, mit welcher der beiden
FOTO: GREGOR FISCHER/DPA
Städte er antritt.
„Die griechische Seite braucht
einen Erfolg für ihre Klientel“
Finanzexperte Friedrich Thießen warnt vor den Konsequenzen eines Schuldenschnitts für Griechenland
CHEMNITZ — Der Streit um die
Schuldenkrise in Griechenland
wird die Europäische Union noch
einige Zeit lang beschäftigen.
Christoph Ulrich sprach mit dem
Finanzwissenschaftler Friedrich
Thießen über mögliche Folgen eines Schuldenschnitts.
Freie Presse: Die Griechen haben
einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Wird der griechische
Staat das jemals zurückzahlen
können?
Friedrich Thießen: Jeder Häuslebauer hat am Anfang drei oder viermal so viele Schulden relativ zu seinem Einkommen auf dem Buckel
wie jetzt die Griechen. Trotzdem
tilgt der Häuslebauer diese Schulden
im Verlauf von 20 oder 30 Jahren.
Dafür macht er sich ordentlich
krumm und schränkt sich ein. Generell wird bezweifelt, dass sich
Staaten ähnlich krumm machen.
Das Geld haben frühere Generationen ausgegeben – oft für Konsum
statt für Investitionen. Warum sollten sich die folgenden Generationen
20 oder 30 Jahre lang krumm machen? In den USA haben regionale
Gebietskörperschaften ihre Zahlungen an Banken eingestellt mit der
Begründung, eine Steuererhöhung
wäre ihren Bürgern nicht zumutbar.
Insgesamt gesehen muss damit gerechnet werden, dass die westlichen
Staaten inklusive Griechenlands ihre Schulden nicht zurückzahlen
werden und dass es nur darum geht,
die Bedienung der Schulden mit Zinsen und Tilgungen über die jeweils
voraussehbare Zukunft aufrechtzuerhalten.
Mit ihrer Ankündigung, einen
Schuldenschnitt
anzustreben,
haben die Griechen ihre Partnerländer aufgeschreckt. Welche
Konsequenzen hätte ein Schuldenschnitt für Europa?
Die Konsequenzen eines Schuldenschnitts können ziemlich dramatisch sein. Griechenland gehört zum
westlichen Kulturkreis. Bisher galt
der Westen als Garant von Stabilität.
Die größten Schuldner der Welt sind
nicht die Entwicklungsländer und
nicht die Schwellenländer, sondern
die westlichen Industriestaaten. Die
USA, Japan, Deutschland, Italien,
Frankreich, Großbritannien sind absolut die größten Schuldner der Erde. Die Zweifel der Gläubiger an
dem Willen der Abgeordneten, sich
bedingungslos zu ihren Pflichten zu
bekennen, wachsen. Viele Menschen haben mittlerweile Angst um
ihre Ersparnisse. Deshalb gibt es ein
Junktim unter den Regierungen der
westlichen Welt: Niemand rührt an
der These, dass alle Schulden jederzeit ordnungsgemäß bedient werden. Diskussionen darüber sind Tabu. Daran halten sich nun die Griechen nicht. Sie denken sehr laut
über eine Nichttilgung ihrer Kredite
nach. Die gesamte Welt beobachtet
dies. Wenn die Griechen durchkommen und sich ihrer Schulden entledigen, kann es zu erdrutschartigen
Erschütterungen kommen.
Die Korruption in Griechenland
verhindert offenbar einen zielgerichteten Aufbau des Landes.
Haben Sie die Hoffnung, dass die
neue Regierung die Korruption
bekämpfen wird?
Griechenland gehört zu den korruptesten Ländern in Europa. Überall
auf der Welt wird die Korruption zunehmend ernsthaft bekämpft und
zurückgedrängt – auch in Griechenland. Aber das sind lang dauernde
Prozesse. Schnelle Erfolge gibt es
nicht. Aus Sicht der Gläubiger sind
in korrupten Ländern Regierungswechsel gefährlich. Regierungen bedienen mit verfügbaren Geldern vor
allem ihre eigene Klientel. Kommt
eine neue Regierung, hat sie überhaupt kein Interesse, sich für die
Schulden der alten krumm zumachen. Die neue Regierung will ihre
eigene Klientel bedienen. Das geht
nur, wenn entweder frisches Geld
ins Land kommt oder man auf die
Rückzahlung der alten Schulden
verzichtet. Das genau spielt sich derzeit in Griechenland ab.
Wie sieht aus Ihrer Sicht die
wahrscheinlichste Lösung im
Schuldenstreit mit Griechenland
aus?
Die neue Regierung scheint nicht
den Mut zu haben, die Schuldenbedienung, so wie die Argentinier das
regelmäßig machen, kategorisch zu
verweigern. Die wahrscheinlichste
Lösung ist deshalb, dass die westlichen Geldgeber Griechenland gerade so viele neue Kredite geben, dass
der Schuldendienst (Zins und Tilgungen) damit im Wesentlichen geleistet werden kann. Dann kann jede
Seite das Gesicht wahren und die
Frage, ob westliche Staatsschulden
„sicher“ sind, kann vertagt werden.
Aber darüber hinaus braucht die
griechische Seite einen Erfolg für ihre Klientel. Sie muss ihren Wählern
ein Geschenk machen. Über dessen
Höhe wird hart gefeilscht werden.
Die Gläubiger werden vom Schuldner erpresst mit der Drohung, das
Gebäude der Staatsschulden einstürzen zu lassen. Das wird wirken.
Griechenland wird eine Hilfe erhalten.
Ist der Euro in Gefahr, wenn
Griechenland seine Schulden
nicht mehr bedient?
Mit dem Euro hat die Griechenlandkrise wenig zu tun. Eine Währung
ist etwas anderes als eine Staatsschuld. Beide sind nur begrenzt aneinander gekoppelt. Das gilt insbesondere für das riesige Euro-Währungsgebiet. Wenn irgendwo in diesem Gebiet eine Regierung ihre Zahlungen einstellt, gefährdet das die
Währung Euro nicht. Umgekehrt allerdings, das heißt aus Sicht der
Griechen, hätte ein Euroaustritt
schreckliche Folgen. Denn in einem
hochkorrupten Land kann man von
einer Zentralbank nicht viel Gutes
erwarten. Das würden die Griechen
Friedrich
Thießen
Professor für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
FOTO: RALF HIRSCHBERGER/DPA
„Die EZB ist an die
Grenze ihrer Politik
gekommen und
muss diese
überdenken.“
Friedrich Thießen
Der Universitätsprofessor leitet
den Lehrstuhl für Finanzwirtschaft
und Bankbetriebslehre an der Technischen Universität Chemnitz. Der in
Bonn geborene 58-jährige Wissenschaftler studierte in Köln und Frankfurt am Main, wo er auch habilitierte.
Zudem arbeitete er auch für Konzerne wie Shell und Hoechst als Finanzexperte. (cul).
antizipieren, und es würde zu heftigen Erschütterungen kommen.
Die Europäische Zentralbank
(EZB) hat in den vergangenen
Jahren längst einen rein geldpolitischen Kurs verlassen. In welche Gefahr begibt sich die EZB,
wenn sie immer mehr Staatsanleihen von Krisenländern aufkauft?
Der Euro insgesamt war ein großer
Erfolg. Aber die EZB ist eine noch
ganz junge Institution. Es gibt noch
keine Einigung in der Interpretation
der Aufgaben der EZB. Die Deutschen möchten die EZB auf geldpolitische Aufgaben beschränken – dies
entspricht deutschen Traditionen
mit der Bundesbank. Die Südländer
möchten die EZB benutzen, um
Wirtschaftshilfe zu leisten – dies
entspricht Traditionen in diesen
Ländern. Zwei Welten prallen im
EZB-Direktorium aufeinander.
Wie kann man einen gemeinsamen Weg finden?
Es wird viele Jahre dauern, bis sich
ein Konsens und eine Tradition herausbilden. Die Deutschen dachten,
dass die EZB-Verträge so formuliert
seien, dass sie ihre Meinung unterstützen. Aber die Südländer entdecken überall Lücken, die sie zur Unterstützung ihrer Ansicht verwenden. Die EZB selbst ist dem Wunsch
nach Wirtschaftshilfe für schwache
Länder immer bereitwilliger nachgekommen. Dies begann unter Trichet und hat unter Draghi große Dimensionen erreicht. Die EZB hat
Griechenland 27 Milliarden Euro geliehen. Würde dieses Geld ausfallen,
würde es die EZB nicht gefährden.
Aber es wäre ein großer Gesichtsverlust für das Direktorium der EZB, das
dann aus Leuten bestünde, welche
das Geld der europäischen Steuerzahler verschleudern. Das bedeutet,
dass die Griechenlandkrise auch dazu führt, dass die EZB vorgeführt
wird. Die EZB ist an die Grenze ihrer
Politik gekommen und muss diese
überdenken.
Kann es denn noch schlimmer
kommen?
In dem hypothetischen Fall, dass
weitere Länder ihre Schuldenbedienung einstellten, wäre die EZB nach
dem Aufkauf so vieler Staatsanleihen in ihrem Bestand gefährdet.
Dasselbe gilt aber auch für viele andere Gläubiger in Europa. Das wäre
ein neues Kapitel. Diesen Fall darf es
einfach nicht geben.
Frist bis Freitag
Die Euro-Länder setzen Griechenland im Schuldenstreit eine Frist bis
Freitag. Der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jeroen Dijsselbloem,
forderte die Regierung in Athen dazu
auf, eine Verlängerung des laufenden
Hilfsprogramms zu beantragen. Dies
hat sie bislang entschieden abgelehnt. Dijsselbloem betonte nach
knapp vierstündigen Beratungen in
der Eurogruppe, der Antrag müsse bis
zu einem außerordentlichen Eurogruppen-Treffen spätestens am Freitag vorliegen. „Dies würde uns erlauben, an künftigen Lösungen zu arbeiten“, ergänzte er.
Das Ultimatum der Eurogruppe
lehnte der griechische Finanzminister
Gianis Varoufakis gestern ebenso ab,
wie eine Verlängerung des Hilfsprogramms für sein Land. „Wir wollen einen neuen Vertrag“, sagte Varoufakis
gestern Abend. Das alte Programm
sei die Ursache und nicht die Lösung
für die Probleme Griechenlands. Weiter sagte Varoufakis, er gehe davon
aus, dass es in den kommenden 48
Stunden weitere Verhandlungen auf
europäischer Ebene geben könne.
Was er genau damit meint, sagte er
nicht. Maltas Finanzminister Edward
Scicluna betonte indes, Griechenland
müsse den Ernst der Lage erkennen.
Sollte das Land keine Verlängerung
des Programms beantragen, drohe
ihm ein „Desaster“. „Dann wär’s das.“
Im von Griechenland abgelehnten
Entwurf hieß es, dass Griechenland
eine „technische Verlängerung“ des
aktuellen Hilfsprogramms um sechs
Monate beantragen soll. Die griechische Regierung solle sich zudem zu
einem „angemessenen“ Primärüberschuss des Staatshaushaltes verpflichten. Bisher hatten die internationalen Geldgeber für dieses Jahr ein
Plus von drei Prozent verlangt. Im
Primärüberschuss wird der Schuldendienst nicht berücksichtigt.
Ziel der geforderten Verlängerung
des Hilfspakets ist es, Zeit für weitere
Verhandlungen mit der griechischen
Regierung zu gewinnen. Die Euro-Finanzminister ringen unter Zeitdruck
um eine Lösung, weil das aktuelle
Programm, dessen Sparauflagen die
linke Regierung in Athen als zu einschneidend ablehnt, bis Ende Februar
läuft und danach die Pleite des Landes droht. Laut „Süddeutscher Zeitung“ wollte der griechische Finanzminister Varoufakis ein Moratorium
von drei bis vier Monaten vorschlagen, in dem die griechische Regierung
keine Versprechen aus dem Wahlprogramm der linksradikalen SyrizaPartei realisiere. Im Gegenzug sollten
die Euro-Partner über die Europäische Zentralbank (EZB) in der Zeit die
Liquidität der griechischen Banken sicherstellen. (rtr/dpa)
8 Freie Presse
AUS ALLER WELT
Dienstag, 17. Februar 2015
Bezwinger des
Südpols droht
Bußgeld
NACHRICHTEN
CHINA
Alkoholvergiftung
nach Geschäftsessen
Umweltbundesamt leitet
Verfahren ein
PEKING — Tödliches Gelage während
der Arbeitszeit: Ein chinesischer
Funktionär ist nach exzessivem Alkoholtrinken während eines Geschäftsessens gestorben. Dafür wurden sieben seiner Kollegen bestraft,
wie es in einem gestern von Staatsmedien abgedruckten Text der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua
heißt. Sechs von ihnen wurden verwarnt, einer wurde entlassen. Die
Angestellten arbeiteten für die Lebensmittel- und Medikamentenbehörde der Gemeinde Tongshan in
der Provinz Hubei. Die Behörde ist
unter anderem dafür zuständig, die
Einhaltung von Essensvorschriften
zu prüfen. Alkoholtrinken ist für
Funktionäre während der Mittagspause verboten. (dpa)
BALINGEN — Nach seiner Expedition
zum Südpol muss sich der Extremsportler Martin Szwed aus Balingen
(Baden-Württemberg) beim Umweltbundesamt (UBA) rechtfertigen. Die Behörde hat ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen den
33-Jährigen eingeleitet, weil er den
Trip nicht angemeldet hatte. Ihm
könnte ein Bußgeld von bis zu
50.000 Euro drohen – darüber ist
aber noch nicht entschieden. Der
33-Jährige hatte sich nach eigenen
Angaben beim UBA entschuldigt,
dass er seine Weihnachten 2014 gestartete Reise trotz Hinweisen des
Amts nicht angemeldet hatte. Vielmehr hatte er sogar behauptet, das
Vorhaben sei verschoben worden –
TSCHECHIEN
Polizei entdeckt
drei Babyleichen
MIKULOV — Polizisten haben in ei-
nem Haus im Südosten Tschechiens
drei Baby-Leichen gefunden. Das
teilte ein Sprecher gestern mit. Gegen die 25-jährige mutmaßliche
Mutter wird wegen Mordverdachts
ermittelt. Nach Polizeiangaben soll
sie mit ihrem Lebenspartner in dem
Haus in einem Dorf bei Mikulov außerdem eine Drogenküche für Crystal Meth betrieben haben. (dpa)
FEUER
Großbrand in
Hendl-Schlachterei
BOGEN — Ein Großbrand in einer
Hähnchen-Schlachtanlage im niederbayerischen Bogen hat gestern
einen Schaden von mehr als zehn
Millionen Euro verursacht. In einer
2400 Quadratmeter große Halle war
gegen Mitternacht das Feuer ausgebrochen. Die Flammen hielten die
Einsatzkräfte fast den ganzen Tag in
Atem. Nach Angaben des Unternehmens konnten sich die Mitarbeiter
in Sicherheit bringen, auch Tiere seien nicht umgekommen. Die Brandursache war zunächst unklar. (dpa)
FRÜH DRAN
Mutter erteilt Kind
Fahrunterricht
GRAFENWÖHR — Ein gerade einmal
zwölf Jahre altes Mädchen hat von
ihrer Mutter auf einem Parkplatz in
Grafenwöhr in Bayern Fahrstunden
bekommen. Eine Polizeistreife beobachtete die illegalen Fahrübungen
am Sonntag. Die Beamten wurden
stutzig, als sie die sehr jung aussehende Fahrerin bemerkten. Die 35
Jahre alte Mutter saß auf dem Beifahrersitz. Die Mutter muss nun mit
einem Strafverfahren rechnen. (dpa)
FOTO: ROLAND WEIHRAUCH/DPA
Ein Karnevalswagen zeigt in Düsseldorf das Motiv „Charlie Hebdo – Satire kann man nicht töten“.
Martin Szwed
Narren feiern am Rosenmontag
die Angst vor dem Terror weg
Karneval verkörpert alles,
was islamistische Fanatiker hassen. Dass sich
Jecken und Narren den
Höhepunkt der fünften
Jahreszeit nicht vermiesen
lassen, ist deshalb auch ein
politisches Signal.
VON JÜRGEN HEIN
KÖLN — Mit Pappnase oder Kostüm
auf die Straße zu gehen, erfordert
manchmal genau so viel Zivilcourage wie eine politische Demonstration. Der Terror von Kopenhagen, der
abgesagte Karnevalszug in Braunschweig – die Jecken und Narren in
Köln, Düsseldorf und Mainz hatten
das im Hinterkopf, als sie ihren Rosenmontag feierten. Die 62-jährige
Christel (62) ließ sich nicht Bange
machen und jubelte trotzdem dem
Zug in Köln zu: „Das macht mir keine Angst. Man darf sich nicht einschüchtern lassen. Das ist Freiheit,
das ist Karneval!“
Dass der Rosenmontag fast so ablief wie immer und die Menge sang,
schunkelte und feierte, war nicht
selbstverständlich. Die Anschläge
auf Islamkritiker und Juden im Januar in Frankreich und nun Dänemark zeigen, dass islamistische Terroristen bereit sind, alles anzugreifen, was sie hassen. Deswegen – so
die Befürchtung mancher Experten
– könnte auch der Straßenkarneval
ins Visier islamistischer Fanatiker
geraten. Nicht nur, weil ein Anschlag hier besonders großes Aufsehen erregen würde. Wer meint, dass
Frauen nur verschleiert auf die Straße dürfen, wer Musik für Sünde hält,
und wer glaubt, religiöse Vorstellungen mit Gewalt durchsetzen zu
müssen, kann den Karneval und die
ausgelassene Lebensfreude der Narren und Jecken nur hassen.
„Wir demonstrieren heute dafür,
dass wir uns von solchen Sachen
nicht beeinflussen lassen“, sagte der
Pirat Udo (43), der mit seinem Sohn
Tim (5) und seiner Mutter (75) aus
Berlin in seine alte Heimat Köln ge-
kommen war. „Wer Angst hat, darf
einfach nicht auf so eine Veranstaltung gehen“, meinte eine 24 Jahre alte Närrin in Mainz. Oder er wählt einen Mittelweg – wie ein Trapper in
Düsseldorf: „Sonst sind wir auf der
Kö.“ Aus Angst vor einem Anschlag
meiden er und seine Freunde diesmal die Einkaufsmeile und schauen
dem Zug vom Rhein aus zu.
Immer schon liegt den Karnevalisten das Rebellische im Blut. Narrenfreiheit und Meinungsfreiheit
sind zwei Seiten derselben Medaille.
Und deshalb fuhr das Thema Terror
als Motiv auf den Wagen der Umzüge mit. In Düsseldorf war ein kopfloser Mann auf der Flucht vor einem
Maskierten zu sehen, der ein blut-
„Traumhaft jeck“ – unter diesem Motto feiern diese Clowns in Düsseldorf den
FOTO: FEDERICO GAMBARINI/DPA
Rosenmontag.
tropfendes Schwert schwingt. Das
Opfer trägt das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in den
Händen, und aus seinem offenen
Hals kommt die Sprechblase: „Satire
kann man nicht töten.“ Nachdem
das Kölner Festkomitee vor gut zwei
Wochen einen ersten Entwurf zurückgezogen hatte, rollte dort nun
ein Clown durch die Stadt, der einen
Buntstift-Baum wachsen ließ, in Erinnerung an die Zeichner von „Charlie Hebdo“. Es war eine abgeschwächte Version. Der Terrorist,
den der mutige Clown im ursprünglichen Entwurf stoppen sollte, war
nur unfertig am Boden zu sehen.
Heinz (53), der mit seiner Tochter
Marie (9) in Köln feierte, findet solche Symbole wichtig. Man dürfe mit
seiner Meinung nicht aus Angst hinter den Berg halten, meinte er. Courage brauchten nicht nur Jecken,
Narren und Wagenbauer. Die Sicherheitsbehörden reden nicht viel
darüber, aber es dürfte eine der
schwierigsten Gratwanderungen
sein, zwischen Sicherheit und Freiheit abzuwägen. Die Entscheidung
von Braunschweig zeigt, was den
Unterschied macht: Bei einer konkreten Drohung wird abgesagt. Eine
allgemeine Sorge reichte aber nicht,
um den Höhepunkt der fünften Jahreszeit zu stoppen. (dpa)
EINE BILDERGALERIE zum
Rosenmontag können Sie
ansehen, wenn Sie diesen
Code scannen.
» www.freiepresse.de/rosenmontag
GEWONNEN?
Keno
Ziehung vom 16. Februar: 1, 5, 11, 14, 16,
18, 25, 26, 33, 36, 38, 39, 41, 42, 43, 44,
49, 53, 55, 69
Zusatzlotterie Plus 5: 38339
Auswahlwette
10, 16, 19, 21, 23, 29, Zusatzspiel: 41
Ergebniswette
2, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 2, 2, 0, 1, 2, 2
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 675.091,80 ¤,
Kl. 3: 17.765,50 ¤, Kl. 4: 6589,80 ¤,
Kl. 5: 277,80 ¤, Kl. 6: 66,00 ¤, Kl. 7:
26,30 ¤, Kl. 8: 14,10 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤.
Ergebniswette
Kl. 1: 128.003,30 ¤, Kl. 2: 2399,90 ¤,
Kl. 3: 151,10 ¤, Kl. 4: 21,20 ¤
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: unbesetzt,
Kl. 3: 2179,10 ¤, Kl. 4: 40,40 ¤,
Kl. 5: 40,40 ¤, Kl. 6: 3,80 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Superstart für Sado-Maso-Romanze
Der verfilmte Roman
„Fifty Shades of Grey“
lässt weltweit die Kassen
klingeln. Die Kinobranche
freut sich über den „besten
Start eines von einer Frau
inszenierten Films“.
VON GISELA OSTWALD
UND GREGOR THOLL
BERLIN — Die
Sado-Maso-Romanze
„Fifty Shades of Grey“ hat wohl den
besten Kinostart eines Films von einer Regisseurin hingelegt. Dem
Branchendienst „Blickpunkt Film“
zufolge zählte die Bestsellerverfilmung allein in Deutschland in den
ersten vier Tagen nach dem Start
1,35 Millionen Zuschauer und setzte
12,3 Millionen Euro um. Es sei „einer der 40 besten Starts aller Zeiten
und vor allem der beste Start eines
von einer Frau inszenierten Films“.
Regie führte die 47-jährige Britin
Sam Taylor-Johnson. In Deutschland schaffte der Film den besten Kinostart seit dem James-Bond-Film
„Skyfall“, der Ende 2012 mit 1,9 Millionen Zuschauern angelaufen war.
In den USA und Kanada spielte der
Erotikfilm am Wochenende etwa 72
Millionen Euro ein (81,7 Millionen
Dollar). Damit sei er der bestbesuchte Film der Geschichte an einem Valentinstag.
In Deutschland ist der Film laut
FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der
Filmwirtschaft) ab 16 Jahren empfohlen. In der Verfilmung des ersten
Teils der Erotik-Trilogie der Britin
E.L. James (51) sind in den Hauptrollen die Amerikanerin Dakota Johnson (25) – Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson – sowie der
irisch-britische Schauspieler Jamie
Dornan (32) zu sehen. Dornan spielt
den reichen Unternehmer Christian
Grey, der die von Johnson verkörperte Studentin Anastasia Steele zum
SM-Sex führt. Auch die Bücher der
Trilogie waren in Deutschland wie-
der gefragt. In der TaschenbuchBestsellerliste landete die Filmedition des ersten Bandes „Geheimes Verlangen“ laut GfK Entertainment auf
Platz vier. Der Soundtrack zum Film
kletterte in Deutschland und Dutzenden anderen Ländern auf den
ersten Platz der I-Tunes-Charts. Laut
„Hollywood Reporter“ rechnen die
Universal Studios weltweit mit Auftakt-Einnahmen von mehr als 248,7
Millionen Dollar. Auch der Flens-
burger Erotik-Anbieter Beate Uhse
erwartet eine deutliche Belebung
seiner Geschäfte und hat zusätzlich
Sexspielzeug wie Handschellen, Liebeskugeln oder Peitschen in den
Handel gebracht. (dpa)
EIN VIDEO zum neuen Boom
bei Sexspielzeug können Sie
aufrufen, wenn Sie den Code
mit dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/fsog1702
FOTO: DPA
um der Bürokratie zu entkommen.
Für seinen Marsch über rund 1300
Kilometer will Szwed nach eigenen
Angaben nur 14 Tage, 18 Stunden
und 43 Minuten benötigt haben –
das wäre Weltrekord. Experten
zweifeln den Rekord an, da Szwed
keine Zeugen für die Tour habe.
Um die Natur der Antarktis zu
schützen, haben sich mehr als 50
Staaten im Rahmen des Umweltschutzprotokolls zum Antarktisvertrag darauf verständigt, dass jede
menschliche Aktivität auf dem Eiskontinent vorab geprüft werden
muss. Szwed argumentiert, er habe
sich an die Vorgaben gehalten und
etwa allen Müll mitgenommen. „Ich
hoffe auf eine Einigung“, sagte er
gestern. Für die Reise hat Szwed
nach eigenen Angaben 80.000 Euro
gezahlt. (dpa)
LEUTE HEUTE
FOTO: NIEHAUS/IMAGO
Simone Thomalla (49/links),
Schauspielerin, und ihre Tochter
Sophia (25/rechts) stehen erstmals
gemeinsam vor der Kamera. Einen
entsprechenden Bericht der „Bild“Zeitung bestätigte das Management
von Simone Thomalla gestern. Die
beiden treten dem Blatt zufolge
auch im Film als Mutter-Tochter-Gespann auf – in der „wilden, punkigen Lebensgeschichte“ des Fotografen Oliver Rath. Das Drehbuch werde noch geschrieben, ein Termin für
den Kinostart stehe noch nicht fest.
Simone Thomalla war am Sonntag
zum vorletzten Mal als Kommissarin Eva Saalfeld im Leipziger „Tatort“ zu sehen. Der Krimi mit dem
Titel „Blutschuld“ verfehlte mit
9,4 Millionen die Zehn-MillionenMarke. (dpa)
Olaf Schubert (47)‚ Komiker, wechselt mit seiner Show vom MDR Fernsehen ins „Erste“. Viermal im Jahr ist
das sächsische Original aus Plauen
mit Rauten-Pullunder künftig mit der
Comedy-Show
„Olaf verbessert die
Welt“ im ARDHauptprogramm
zu sehen, wie der
Mitteldeutsche
Rundfunk gestern
mitteilte. In der ersten Sendung an
diesem Donnerstag (22.45 Uhr) geht
es um das Thema Liebe. Als Gäste
hat er sich die Hamburger Kiez-Größe Kalle Schwensen und die RTLDschungelcamperin Larissa Marolt
eingeladen. (dpa)
FOTO: HENDRIK SCHMIDT/DPA
Gewinnzahlen
Extremsportler
Schmerzen mit Herzen: Sado-Maso-Spielzeug.
FOTO: CHRISTIAN CHARISIUS/DPA
PLAUENER ZEITUNG
Freie Presse
Dienstag, 17. Februar 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
HEIKE MANN
03744 8276-15245
red.auerbach@freiepresse.de
Seite 9
Auto-Blinklicht
als Schmuck
MOMENT MAL
Fremdenbonus
Wenn es mal überall so zuginge wie
im Verkehr. Ja, dann ... wäre vielleicht sogar einiges besser in unserem Land. Glaube ich jedenfalls.
Gestern war ich notgedrungen mit
einem sehr auswärtigen Kennzeichen unterwegs. Und sei es die gefühlte Wahrheit oder die wahre
Wahrheit: Man wird als Fremder
besser behandelt. Die Abstände sind
größer, zuvorkommende Gesten
hier und da sollen einem weiterhelfen. Eigentlich sind wir doch ein
Volk von Autofahrern ... Ich plädiere
hiermit dafür, dass das Zuvorkommende gegenüber Fremden auf andere Lebensbereiche ausgeweitet
wird. (kru)
Mit diesen Hinguckern an Ohren und
Hals sorgt Heike Gliemann für Er-
staunen: Die Chefsekretärin des
Plauener Lampenherstellers Vosla
trägt seit Neuestem Autolämpchen
als Schmuck. Zu Messen und Kundenbesuchen hat sie damit schon so
manchen Geschäftspartner überrascht. Die Lämpchen werden normalerweise unter anderem in Porsche-Fahrzeugen als Blinklichter
eingebaut – die Frau eines Mitarbeiters hat sie einfach umfunktioniert,
Gliemann hat sich die Idee abgeschaut. Leuchten oder blinken
kann der Schmuck allerdings nicht,
denn „dafür werden die Lampen zu
heiß“, sagt die Vogtländerin. Nicht
nur Vosla-Mitarbeiter können die
ungewöhnlichen Verzierungen an
Ohr und Hals tragen: Jeder kann die
Exemplare in der Firma kaufen. Ein
Plauener Juwelier macht die Lämpchen zu Schmuckstücken. Für die
Faschingszeit sind Heike Gliemann
die Ohrringe freilich zu schade: „Ich
repräsentiere damit die Firma und
möchte sie nicht ins Lächerliche
ziehen. Außerdem ist der Schmuck
nicht ganz billig.“ FOTO: ELLEN LIEBNER
NACHRICHTEN
LINKEN-VORSTANDSWAHL
Janina Pfau bleibt
Kreis-Vorsitzende
PLAUEN/OELSNITZ — Landtagsabgeordnete Janina Pfau bleibt für die
nächsten zwei Jahre Kreis-Chefin
der vogtländischen Linken. Der
Kreisverband hat die Mechelgrünerin am Samstag in Oelsnitz zur Vorstandswahl als Vorsitzende bestätigt. Pfau als Stellvertreter zur Seite
stehen die Plauenerin Petra Rank
und der Falkensteiner Rolf Steiniger.
Als Kreisschatzmeisterin setzt Sigrid Mann ihre Arbeit fort und das
Amt des Geschäftsführers übernimmt Jan Windisch. Der geschlechterquotierte Kreisvorstand
wird laut Mitteilung ergänzt um:
Agnes Descher, André Hegel, Ilka
Reißner, Lars Legath, Käty Mothes,
Maik Schwarz, Karin Höfer, Lothar
Huberty und Paul Gruber. (nd)
BEUTEZUG
Einbrecher in der
Karl-Marx-Schule
PLAUEN — In die Plauener KarlMarx-Grundschule an der Forststraße ist am Wochenende eingebrochen worden. Wie die Polizei gestern berichtete, wurden im Inneren
sämtliche Türen zu Büros und Klassenzimmern sowie Schränke aufgehebelt und durchsucht. Ob etwas gestohlen wurde, ist noch unklar. Offen ist ebenso die Frage, wie die Täter
in das Gebäude gelangten. Der angerichtete Sachschaden summiert sich
auf über 1000 Euro. (bju)
Ausländer in Plauen:
Ein großes Kommen und Gehen
Wie viele Menschen aus
anderen Ländern leben in
der Stadt und wie bewegen sich die Zahlen? „Freie
Presse“ hat in die Statistik
der Stadtverwaltung geschaut. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse.
VON TINO BEYER
Die Kurve geht nach oben: Der
verstärkte Zuzug von Menschen aus
allen Teilen der Welt ist an der Statistik der Plauener Stadtverwaltung
deutlich abzulesen. Lag ihre Anzahl
viele Jahre auf einem relativ gleichbleibenden Niveau, so steigt sie seit
dem Jahr 2010 an. Besonders der
Sprung von 2013 auf 2014 ist deutlich sichtbar.
UNFALL
Zusammenstoß gibt
Polizei Rätsel auf
PLAUEN — Zwei
Kleintransporter
sind am Montagmorgen auf der
Kreuzung Wiesen-/Böhlerstraße in
Plauen zusammengestoßen. Verletzt wurde niemand. Die 48-jährige
Fahrerin eines VW Kleinbusses war
auf der Böhlerstraße in Richtung
Südinsel unterwegs, als sie mit dem
Mercedes-Van eines 49-Jährigen kollidierte. Dieser war auf der Wiesenstraße in Richtung Unterer Bahnhof
unterwegs und nach eigenen Angaben bei Grün losgefahren. Laut Aussage der VW-Fahrerin hatte sie an
der Ampel Gelb gesehen. (bju)
ZEUGENSUCHE Wegen widersprüchlicher
Angaben zum Unfall sucht die Polizei (Telefon
03741 140) Zeugen.
KE LLERE INBRUCH
Diebe lassen
Beute zurück
PLAUEN — In den Keller eines Mehrfamilienhauses an der Friedrich-Engels-Straße sind in der Nacht zu
Sonntag Unbekannte eingedrungen. Sie verstauten Diebesgut in einem dort vorgefundenen Koffer und
in einer Kühltasche. Vermutlich
wurden die Täter gestört und flüchteten. Die Beute ließen sie im Kellergang zurück. (bju)
die der Wegzüge an. Erst das vergangene Jahr brachte einen signifikanten Wanderungsgewinn für Plauen
mit sich. Dabei werden sowohl EUAusländer als auch Nicht-EU-Ausländer gezählt.
liegt bei etwa 2,6 Prozent. Mit
4,5 Prozent ist die Quote beispielsweise in Chemnitz etwas höher. Der
Ausländeranteil in Deutschland insgesamt wird mit etwa 9 Prozent angegeben.
Die Ausländerquote: In Plauen
waren 2134 Ausländer in der Einwohnerstatistik 2014 registriert. Das
entspricht bei einer Einwohnerzahl
von rund 65.000 einer Quote von
3,3 Prozent. Damit liegt Plauen
leicht über dem sächsischen Durchschnitt. Die Quote für den Freistaat
Woher die Menschen stammen:
Die überwiegende Anzahl der in
Plauen lebenden Ausländer sind Europäer (1130), gefolgt von Asiaten
inklusive der Türkei (688) sowie Afrikanern (270). Der Rest verteilt sich
auf andere Erdteile. Unter den Neuankömmlingen 2014 waren 307
Entwicklung der Ausländer-Zahl in Plauen
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
2500
2134
Anzahl insgesamt
2000
1500
1549
1397 1360
1280 1255 1193
1284 1304 1367
1117
1665
1000
500
Viele kommen, viele gehen: Plauen ist für viele Ausländer offenbar
nur eine Durchgangsstation. Darauf
deutet die Statistik hin. „Es handelt
sich um eine sehr bewegliche Bevölkerungsgruppe“, sagt Rathaus-Statistiker Steffen Kretzschmar. Bis
2008 zogen sogar mehr Ausländer
aus Plauen weg, als neu hinzukamen. In den Folgejahren stiegen sowohl die Anzahl der Zuzüge als auch
1200
900
600
300
0
1200
900
600
300
0
1114
Zuzüge
309
228
246
223
227
267
259
285
273
430
563
682
717
549
471
503
491
557
Wegzüge
364
Tilo Steiner
632
263
Quelle: Statistisches Landesamt
EU-Bürger, davon ein Drittel Bulgaren. Sie profitieren von der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen
Union. Viele Menschen stammen
auch aus Syrien und Tunesien.
Die Effekte für die Einwohnerstatistik: Die in Plauen lebenden
Menschen nicht deutscher Staatsbürgerschaft werden in die Einwohnerstatistik eingerechnet. Daher ist
diese einer der Gründe, weshalb
Plauen erstmals seit der Wende wieder mehr Einwohner zählt. Die
Gruppe der Ausländer belegt in der
Zuzugsstatistik nach den „Zuwanderern“ aus Sachsen den zweiten Platz.
Gleichwohl: Auch wenn nur deutsche Staatsbürger betrachtet würden, weist Plauen seit 2010 eine positive Tendenz aus: Mehr Menschen
ziehen in die Stadt, als sie wieder
verlassen. Allerdings fällt das Plus
mit 66 für das vergangene Jahr eher
dünn aus.
Grenzen der Statistik: „Die Statistik dient grundsätzlich dazu, Veränderungen anzuzeigen, nicht aber
diese zu interpretieren“, so RathausStatistiker Kretzschmar. Anmerkung zur Grafik: Die Kurve der absoluten Anzahl sowie die der Zu -und
Wegzüge beruhen auf verschiedenen Datenreihen, die zum Teil zeitlich versetzt erfasst werden. Die Kurven können deshalb nicht zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Feuerwehr
holt Mann
vom Dach
27-Jähriger will
von Haus springen
PLAUEN — Während
in seinem
Wohnzimmer an der Herbartstraße
ein Schwelbrand erheblichen Schaden anrichtete, kletterte ein 27-Jähriger gestern auf ein Haus an der
Oelsnitzer Straße. Der offenbar betrunkene Mann wollte vom Dach
springen, teilte die Polizei mit.
Zum Brandort wurden Feuerwehr und Polizei von einem Nachbarn gerufen. Da die Wohnzimmertür dicht geschlossen war, breitete
sich das Feuer bis zum Eintreffen der
Einsatzkräfte nicht auf andere Zimmer aus. Es wurde gelöscht und so
Schlimmeres verhindert, sagte ein
Feuerwehrsprecher. Direkt im Anschluss fuhr die Feuerwehr in die
Oelsnitzer Straße, wo der Bewohner
der Brandwohnung von einem Dach
springen wollte. Gemeinsam mit
Mitarbeitern des Rettungsdienstes
konnte die Feuerwehr den 27-Jährigen bergen. Er wurde vorsorglich in
ein Krankenhaus gebracht. Warum
das Feuer in der Wohnung des Mannes ausgebrochen ist, bleibt zunächst unklar. Auch zur Schadenshöhe liegen noch keine näheren Angaben vor. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Durch die Löscharbeiten kam es
im Bereich um den Brandort zu
überfrorenen Straßen, sodass der
Winterdienst angefordert werden
musste. (kej)
Behörde lässt Post künftig durch Automat öffnen
Das Landratsamt ist in
Finanznot? Offenbar nicht:
Wenn die Kreisverwaltung
etwas will, finden sich
noch immer Mittel und
Wege zum Geldausgeben.
VON UWE SELBMANN
PLAUEN — Das Landratsamt mietet
für die nächsten fünf Jahre ein technisches Gerät, um die Behördenpost
zu bewältigen. Für rund 43.500 Euro
jährlich soll eine Station angeschafft
werden, die Briefe nahezu vollautomatisch öffnet und scannt.
Die Anmietung hat der Kreisausschuss beschlossen – mit fünf Gegen- zu sechs Ja-Stimmen bei zwei
Enthaltungen. Landrat Tassilo Lenk
(CDU) votierte mit für die Ausgabe.
Die Abgeordneten rief er zweimal
zum Abstimmen auf: Zunächst hatte es ein Patt gegeben, die gezählten
Stimmen hatten aber nicht mit der
Zahl der anwesenden Kreisräte
übereingestimmt. Bei dem Patt wäre
die Miete des Geräts nicht zu Stande
gekommen.
Dem Beschluss pro Investition
ging eine lebhafte Diskussion voraus. Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) erinnerte,
dass der Kreistag noch keinen Haushalt beschlossen habe. Im Zuge vorläufiger Haushaltsführung dürften
nur unaufschiebbare Ausgaben erfolgen: „Wie wollen sie die Rechtmäßigkeit des Beschlusses herstellen?“ fragte er.
Vertreter der Kreisverwaltung argumentierten, dass der Einzug in die
neue Zentrale Anfang 2016 erfolge.
Das lasse eine Verschiebung nicht
zu. Um das Vorhaben den Kreisräten
schmackhaft zu machen, hatten sie
keine Mühen und Wege gescheut:
Im Landratsamt Görlitz, wo solch
ein Gerät bereits im Einsatz ist, war
ein kurzes Video gedreht worden.
Die Szene wurde der bisherigen Arbeitsweise in der Bußgeldstelle des
Landratsamtes gegenüber gestellt:
Dort öffnen Mitarbeiter die Briefe
selbst, falten sie anschließend gegen,
um sie glatt in den Scanner stecken
zu können. Nach dem digitalen Einlesen werden die Vorgänge dann
elektronisch weiter bearbeitet.
Für Irritation bei Abgeordneten
sorgte, dass die Investition ohne
Ausschreibung erfolgen soll. Das
System sei „das einzige bekannte Gerät, das Posteingangsbearbeitung
und Digitalisierung in einem zusammengehörigen Bearbeitungssystem vereint“, hieß es dazu. Die freihändige Vergabe sei gerechtfertigt.
Zudem drohe eine Preiserhöhung:
Das Angebot der Firma gelte nur
noch für drei Tage, danach sei mit
höheren Preisen zu rechnen.
Die Kreisräte fühlten sich durch
die Frist unter Druck gesetzt: Die
Verwaltung habe Einspareffekte
nicht dargestellt. Wenn das Gerät
Personal spare, müsse das auch im
Stellenplan der Kreisverwaltung
dargestellt werden, forderten unter
anderem Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und Knut
Kirsten (CDU) aus Auerbach.
Landrat Lenk bot nach der knappen Abstimmung an, den Beschluss
nicht zu vollziehen, sollte die Verwaltung die Wirtschaftlichkeit der
Investition nicht nachweisen können. Prompt reichte das Amt tags darauf eine „Wirtschaftlichkeitsbetrachtung“ nach: Der Kostenvorteil
durch Anmietung der Scanstation
wird darin auf rund 60.000 Euro pro
Jahr beziffert. An anderer Stelle
heißt es in dem Papier aber auch:
„Eine exakte Zahl an jährlichen Posteingängen liegt nicht vor.“
10 Freie Presse
PLAUENER ZEITUNG
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110, Feuerwehr und Rettungsdienst 112, Giftnotruf 0361 730730
Röntgenstraße 2, 03741 4914600,
03741 4914599, 03741 457222
ALLGEMEINMEDIZIN
Plauen Stadt und Landkreis Vogtland:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
Elsterberg: 19 - 7 Uhr, Rufbereitschaft, 116117, 0365 412176
AUGENARZT
Plauen: 19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, Peter Zill, Oelsnitz, 0172 1758596, 037421 23755,
03741 457222
KINDERARZT
Plauen: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde
19 - 22 Uhr, MVZ Helios Vogtlandklinikum - Kinder- und Jugendmedizin,
APOTHEKEN
Plauen: 8 - 8 Uhr, Westend-Apotheke,
Kasernenstraße 1, 03741 131119
Jocketa: 8 - 8 Uhr, Linden-Apotheke,
Bahnhofstraße 27, 037439 6596
Dienstag, 17. Februar 2015
Großes Finale bei HCC-Narren:
Karnevalisten gehen neue Wege
TIERARZT
Plauen: 16 - 6 Uhr, Großtiere, TA Gerd
Winkler, 0176 70725343
Plauen: 18 - 22 Uhr, Kleintiere, Kleintierklinik Vogtland Dr. Roland Zeißler,
03744 212471
Plauen Umland: 16 - 6 Uhr,
DVM Gerdhold Werner,
036645 22259
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
A N ZE I G E
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WIR GRATULIEREN
Wallengrün: Karl-Hermann Bartnick
81 Jahre. Oberreichenau: Elfriede
Kleist 80 Jahre. Rodau: Sabine Albert
73 Jahre. Mehltheuer: Helga Jacob
70 Jahre. Leubnitz: Christa Sachs
85 Jahre. Trieb: Rosemarie Gerbet
75 Jahre. Elsterberg: Ingeborg Heckel
85 Jahre. Gutenfürst: Werner Fritsche
70 Jahre.
Allen die besten Wünsche!
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Schurigstraße, Kopernikusstraße, Chrieschwitzer Straße, Hofer Straße, Steinsdorf; Bergen,
Plauensche Straße; Netzschkau,
Mylauer Straße.
Morgen: Plauen, Kopernikusstraße,
Untermarxgrüner Straße, Kauschwitz;
Pausa, Paul-Scharf-Straße.
Die Vereinshochzeit ist besiegelt. Der scheidende HCC-Präsident Wolfgang Müller (4. von rechts) feiert auf der Bühne der Festhalle mit SV 04-Schatzmeister
FOTO: THOMAS VOIGT
Wilfried Keßler (rechts), Katrin Teuschler (HCC) und Bernd Märtner, dem Chef der schwarz-gelben Handball-Macht.
Der Handwerker Carneval
Club (HCC) und der
SV 04 Oberlosa gaben sich
am Samstagabend in der
ausverkauften Festhalle
das Ja-Wort. Künftig treten die Narren der Handwerker unter der Flagge
der Oberlosaer auf.
VON THOMAS VOIGT
PLAUEN — „Es bleibt alles anders“,
verkündete Wolfgang Müller am
Ende seiner Faschingsrede. Nach
14 närrischen Jahren an der Spitze
des Vereins legt der HCC-Präsident
sein Amt nieder. Weil die Handwerker keinen Ersatz fanden, machten
sie dem SV 04 Oberlosa kurzerhand
einen Heiratsantrag. Die Hochzeit
wurde am Samstagabend auf der
Bühne symbolisch vollzogen. Vertreter beider Vereine standen für das
schillernde Hochzeitspaar Spalier.
Die Botschaft des Abends: Mit dem
Ja-Wort verschwindet der HCC aus
dem Vereinsregister – aber nicht von
der karnevalistischen Bildfläche.
Die Trauzeugen im Saal atmeten
auf. Auch im nächsten Jahr wird es
an gleicher Stelle wieder eine
feuchtfröhliche Faschings-Party geben. Allerdings unter der Flagge der
Oberlosaer. SV-04-Präsident Bernd
Märtner darf sich über die üppige
Mitgift freuen. Der Sportverein
übernimmt alle Gruppen des HCC.
Die neue Abteilung der SchwarzGelben nennt sich ab sofort „Tanz
und Aerobic“. Katrin Teuschler vom
HCC führt künftig die Regie.
Die Hochzeit war von langer
Hand vorbereitet, verriet Müller.
„Wir reden schon seit zwei Jahren
darüber.“ Der scheidende Handwerker-Präsident zeigte sich am Samstagabend erleichtert. „Ich bin froh,
dass es weitergeht.“ Der HCC brachte es auf 27 Saisons. Laut dem scheidenden Präsident treten die meisten
der rund 80 Mitglieder dem Oberlosaer Verein bei.
„Es gab nicht nur Befürworter“,
A N ZE I G E
" "
!
gab SV-04-Schatzmeister Wilfried
Keßler rückblickend zu. Die positiven Aspekte des „Ehevertrages“
überwogen jedoch. „Wir stehen auf
finanziell gesunden Füßen.“ Und
weil beim Fasching auch mal gefrotzelt werden darf, setzte der KassenChef noch einen drauf. „Mit dem
VFC hätten wir nicht fusioniert.“
Beim Fußball-Regionalligisten läuft
derzeit ein Insolvenzverfahren.
„Ich bin froh, dass
es weitergeht.“
Wolfgang Müller HCC-Präsident
Am Samstagabend gab es schon mal
einen Vorgeschmack, wie sich das
Eheleben in Zukunft gestalten
könnte. Die unverwüstlichen Damen des „Krampfadergeschwaders“
krauchten in Zeiten des Pflegenotstandes auf allen Vieren die Treppe
zur Bühne hinauf. Anschließend ließen sie sich vom Pflegepersonal waschen und füttern. Zu guter Letzt
Voigt spricht sich
für Prämie aus
Gemeindefusionen sollen
weiter gefördert werden,
sagt der CDU-Kreisvorsitzende. Seit 1. Januar gibt es
dafür kein Geld mehr.
VON ULRICH RIEDEL
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warf das Geschwader mit Konfetti
aus Nachttöpfen um sich. Ob die
„Krampfadern“ künftig in der Halbzeitpause bei den Handballern des
SV 04 auftreten, bleibt abzuwarten.
Größere Chancen haben vielleicht
die Tanzmäuse oder die ShowtanzDamen des HCC. Zusammen mit
den Funken und der Playback Dance
Company sorgten die Showeinlagen
für Stimmung im Saal. Vor dem großen Finale zog das Männerballett
des HCC ganz ungeniert blank. Vorher zeigten die Damen und Herren
der Oberlosaer Aerobic-Gruppe, wie
fit und geschmeidig sie sind. Bevor
die Live-Band Rockpirat loslegte,
blies das Original Vogtlandecho zur
Attacke. Die närrische Tanzgesellschaft war nicht mehr zu halten.
Wild entschlossen enterten die Partylöwen im Polonaise-Schritt die
Bühne. Moderator Friedbert „Sammy“ Sammler ließ anschließend im
kleinen Saal der Festhalle die DiscoKugel rotieren.
Heute treten die Handwerker unter blau-weißer Flagge noch einmal
im Plauen-Park auf. Ab 14.30 Uhr
fliegen die Löcher aus dem Käse.
Bekenntnis zu dieser richtigen Entwicklung“, erklärt Sören Voigt.
Neben einer Fortführung der bisherigen Praxis, wäre aus Sicht des
CDU-Kreisvorsitzenden auch ein
Ansatz prüfenswert, „der die Lösung
jeweils bestehender Fusionshemmnisse berücksichtigt“. Womit Voigt
das Problem andeutet, dass viele Fusionsideen bis heute nicht umgesetzt sind. Größere Fusionen gab es
PLAUEN — Der Landtagsabgeordnete
und CDU-Kreisvorsitzende Sören
Voigt plädiert für eine Verlängerung
der sogenannten Hochzeitsprämie.
Jener Zuschuss, mit dem der Freistaat Sachsen das freiwillige Zusammengehen von Kommunen mit Finanzspritzen versüßt hat, lief Ende
2014 aus.
Voigt wirbt für eine Berücksichtigung der erforderlichen Mittel in
Sachsens Doppelhaushalt 2015/16.
„Der Koalitionsvertrag zwischen
CDU und SPD sieht eine weitere Förderung solcher freiwilligen Zusammenschlüsse vor“, schreibt der Falkensteiner an seine CDU-Landtagskollegen. Unter Begleitung der
Staatsregierung und des finanziellen Anreizsystems sei es zu einer
Reihe von erfolgreichen Gemeindezusammenschlüssen gekommen.
„Aus meiner Sicht ist eine Anschlussfinanzierung daher auch ein
Sören Voigt
Landtagsabgeordneter
und Kreisvorsitzender
der CDU
FOTO: FRANKO MARTIN/ARCHIV
im Vogtland nicht. Die seit den
1990er Jahren kursierende Idee einer Göltzschtalstadt mit Auerbach,
Falkenstein, Ellefeld und Rodewisch
stagniert. In den ebenfalls lange Zeit
auf Eis liegenden Zusammenschluss
Reichenbachs mit Mylau und eventuell Netzschkau ist zuletzt Bewegung gekommen. Doch ausgerechnet jetzt fällt die Förderung weg.
Ab 2008 hatte der Freistaat Gemeindezusammenschlüsse
pauschal bezuschusst. Zum 1. Januar
2015 ist die Hochzeitsprämie weggefallen – vorläufig zumindest.
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 17. Februar 2015
NACHRICHTEN
ASCHERMITTWOCH
Narren geben die
Stadtkasse zurück
PLAUEN — Nach einem gelungenen
Faschingsumzug am Sonntag in
Plauen mit rund 30.000 Besuchern
heißt es jetzt wieder: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Das gilt
auch für die Herrschaft der Plauener
Narren. Deshalb werden sie morgen
um 11 Uhr im Plauener Rathausfoyer die Stadtkasse und den Schlüssel
der Stadt Plauen an Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) zurückgeben. Der Vorstand des Vereins
Vogtländischer Carnevalisten hat
sich auch diesmal wieder eine Überraschung ausgedacht. (bju)
ARBEITSBESUCH
Staatssekretär bei
Arbeitsloseninitiative
PLAUEN — Stefan Brangs, Staatssekre-
tär im Ministerium für Wirtschaft
und Arbeit im Freistaat Sachsen,
wird am Montag, 2. März die Arbeitsloseninitiative in Plauen besuchen. Erörtert werden soll, wie Menschen mit Projekten Wege aus der
Arbeitslosigkeit aufgezeigt werden
können. Hintergrund: Mit Beendigung der Fördermaßnahme „Bürgerarbeit“ gibt es für die Arbeitsloseninitiative Sachsen kaum noch Projektmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose – die es trotz Rückgangs der
Arbeitslosenquote nach wie vor
gibt. Die Arbeitsloseninitiative hatte
sich deshalb an verschiedene Partner gewandt. Markus Schlimbach
vom Deutschen Gewerkschaftsbund Sachsen nahm sich dem Anliegen an und vermittelte den Termin
mit Brangs. Zum Abschluss des
Treffens wird es am 2. März gegen
12 Uhr im Tagestreff an der Schlossstraße 15-17 eine offene Gesprächsrunde mit Vertretern des Landratsamtes Vogtlandkreis, des Jobcenters
und der Parität zur Entwicklung des
Arbeitsmarktes geben. (bju)
FERIENAUSKLANG
Winterspaß in
den Weberhäusern
PLAUEN — Zum Ausklang der Win-
terzeit laden die Hexen der Plauener
Weberhäuser für Freitag ab 17 Uhr
zu einem Winterfeuer mit Punsch,
Glühwein und Musik ein. Am letzten Ferientag soll es nicht langweilig
werden, und so können Besucher in
den Werkstätten von 17 bis 19 Uhr
Kerzen tauchen, Schneeglöckchen
filzen und Lesezeichen aus Leder gestalten. Auch ein Hexenbuffet wird
geboten. Mit Glühwein, Roster,
Steak und Speckfettbrot ist für das
leibliche Wohl gesorgt. Musikalisch
unterhält Manfred Dornig mit Gitarre am Feuer. Im Hexen- und im
Holzhaus haben die Gäste die Möglichkeit, sich aufzuwärmen. (bju)
KURZ GEMELDET
Friedensrichter berät
PLAUEN — Wenn
Nachbarschaftsstreit geschlichtet werden muss,
hilft mitunter bereits der Gang zum
Friedensrichter. Heute findet die
nächste Sprechstunde des juristischen Helfers im Ehrenamt statt. Interessenten können in der Zeit von
16 bis 18 Uhr im Rathauszimmer 50
vorsprechen. (bju)
Spielenachmittag
PLAUEN — Die Landeskirchliche Ge-
meinschaft Plauen an der Fabrikstraße 6 lädt für Samstag wieder
zum Spielenachmittag ein. Es ist zu
einer Tradition im Winterhalbjahr
geworden, gemeinsam an einem
Nachmittag im Monat zu spielen.
Ziel ist es, sich kennenzulernen und
ins Gespräch zu kommen. Beginn ist
15 Uhr. (bju)
Einwohner können fragen
PLAUEN — Der
städtische Verwaltungsausschuss
tagt
morgen,
16.30 Uhr, im Rathauszimmer 154 b
unter Leitung von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP). Einwohner können in einer Fragestunde das
Wort ergreifen. (bju)
Freie Presse
Wer mordet wo im Vogtland?
Die Organisatorin der Krimi-Literatur-Tage gibt einen „kriminellen Freizeitplaner“ heraus, der elf Krimis und 125 Freizeit-Tipps
für die Region vereint.
Auch neu: Mit dem Original Vogtlandecho werden
erstmals waschechte
Vogtländer zu Opfern.
PLAUEN — Leser,
So geht Vogtländisch
„Damit bieten wir den Lesern hier eine neue Art des regional verankerten Krimis und machen mit ernsten,
witzigen, boshaften und bisweilen
auch grausamen Geschichten neugierig auf Schlösser, Burgen, Parks,
Kurorte, Kirchen, Berge, Täler, Wälder, Aussichtstürme oder museale
Einrichtungen im Vierländereck
Vogtland“, sagt Herausgeberin Petra
Steps, die nicht nur als Organisatorin der Krimi-Literatur-Tage Vogtland via Buch für die Einmaligkeit
des Vogtlandes wirbt. Auch bei den
Vogtländern selbst. „Denn manchmal sind es die ganz einfachen Dinge, deren Schönheit man immer
wieder neu entdecken kann.“
In Abwandlung des Titels kann
man auch sagen: Wer mordet wo im
Vogtland? Erschienen ist der spannende Reiseführer im baden-württembergischen Gmeiner-Verlag, der
bereits seit einiger Zeit mit seiner
Aufbegehren
gegen die
Landesspitze
FDP-Kreisverband fordert
personelle Erneuerung
VON GERD MÖCKEL
die das neueste
Werk von Petra Steps lesen und die
eine oder andere Regieanweisung
befolgen, werden die Schönheiten
der Region wohl fortan mit ganz anderen Augen betrachten. Denn die
von sechs Autoren des vogtländischen Krimi-Stammtischs gefüllte
Krimi-Sammlung „Wer mordet
schon im Vogtland?“ verwandelt so
manche touristische Attraktion
zum Tatort. Von A wie Alaunbergwerk Mühlwand über M wie Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen bis Z wie Zobes. Das funktioniert via Ziffern im Text, zu denen es
am Ende Erläuterungen gibt. Ein
umfangreiches Register erlaubt zudem den schnellen Zugriff.
11
Veranstalterin, Autorin, Herausgeberin und unermüdliche Botschafterin des Vogtlands: Petra Steps. FOTO: CARSTEN STEPS
„Wer mordet schon in ...?“-Reihe erfolgreich ist. Bisher schrieb dabei je
ein Autor den kriminellen Freizeitplaner für einen Tatort. Petra Steps
hat mit Blick auf das Vierländereck
sechs Autoren und damit den Blick
über den Tellerrand des sächsischen
Vogtlands durchgesetzt.
So schrieben am Vogtland-Krimi-Reiseführer Manfred Köhler aus
Hof, Christoph Krumbiegel aus
Treuen, Maren Schwarz aus Rodewisch, Roland Spranger aus Hof,
Gunnar Schuberth aus Nürnberg
und Petra Steps aus Lambzig: „Ich
bin durch und durch Vogtländerin
und sehe das Buch als Teil eines modernen Vogtland-Marketings, das
sich allen Medien öffnen sollte. Dahingehend sind wir Entwicklungsland. Etwa in der Eifel ist man da
schon viel weiter. Dort gibt es EifelKrimis an jeder Ecke, sogar beim
Fleischer liegen Bücher aus, es gibt
dort einen Krimi-Steig und KrimiWochenenden.“ Und schließlich setze ja auch die „Tatort“-Reihe in der
ARD betont regionale und lokale
Akzente. „Mich würde mal interessieren, wie viele Zuschauer sich davon inspirieren lassen.“
Trend zur Lokalisierung
Dieser Meinung ist auch Volker
Rausch vom Original Vogtlandecho.
Wir Vogtländer sind streitbar, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken. Das
Vogtlandecho mit Volker Rausch (links) und Frank Jahn. FOTO: ELLEN LIEBNER/ARCHIV
„Diese Wendung hin zu regionalen
Schauplätzen und Eigenarten beobachte ich schon länger als Trend. Insofern liegt das Buch da genau richtig. Und auch von den Geschichten
her finde ich das Buch gelungen. Eine tolle Sache mit amüsanten Geschichten. Ja und die mit uns, das ist
natürlich auch eine schöne Werbung“, sagt Volker Rausch, der im
wahren Leben Dozent an der Staatliche Studienakademie Plauen ist und
jetzt einige der Mords-Bücher mit zu
einem Vogtlandecho-Konzert in
Neuensalz genommen hatte. „Ich
hab‘s nur kurz vorgestellt, und ruckzuck waren alle verkauft.“
Kein Wunder, gehören doch Volker Rausch und Frank Jahn zum lebenden Inventar des Buches. Im
Steps-Krimi „Nie mehr dieses Niveau“ – darin wird auch an einen
kleinen, Jahre zurückliegenden Kulturstreit im Vogtland erinnert – werden die Echo-Musiker zu Opfern.
Mitgespielt hat das Duo auf eigenen
Wunsch. „Sie sagten mir mal, ‚wenn
sich so eine Gelegenheit ergibt,
dann wollen wir dabei sein‘. Nun, es
hat sich ergeben“, sagt Petra Steps.
WER MORDET schon im Vogtland? von Petra
Steps (Herausgeberin) gibt es für 9,99 Euro in
allen „Freie Presse“-Shops des Vogtlands.
PLAUEN — Die FDP im Vogtland hat
sich vor dem nächsten Landesparteitag Mitte März für eine personelle
Erneuerung der Landesspitze und
einen inhaltlichen Neuanfang der
liberalen Partei ausgesprochen, die
bei den Landtagswahlen 2014 an der
Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und
aus dem Parlament geflogen war.
Die Vogtland-FDP stellt sich damit
offen gegen den Landesvorsitzenden Holger Zastrow, der seit 1999
diese Funktion ausübt.
In einem Brief an andere Kreisverbände Sachsens schreibt FDPVogtlandchef Uwe Geisler: „Lasst
uns gemeinsam an einem echten
Neuanfang arbeiten.“ Dazu bedürfe
es „mehr als nur der Anhörung
durch den Landesvorsitzenden in
Regionalkonferenzen“. Gefragt seien
„allumfassende Aufarbeitung und
ein reger innerparteilicher Diskurs“.
Nicht zuletzt benötige ein Neuanfang ein glaubwürdiges Gesicht:
„Wer dem Glauben nachhängt, es
müssten nur ein paar Überschriften
ausgetauscht werden und bis zur
nächsten Wahl hätten die Menschen vergessen, der irrt.“
Das Schreiben zieht Kreise. Erstmals hat kein offizieller Vertreter
des Landesvorstandes für den Politischen Aschermittwoch der vogtländischen FDP in Plauen zugesagt. Die
„Leipziger Volkszeitung“ berichtete
über den Vorstoß der Vogtländer unter der Schlagzeile „FDP-Basis muckt
gegen Zastrow auf“. Darin hieß es:
„Nun spielt der Kreisverband Vogtland FDP-intern schon seit langem
eine Art Sonderrolle. Selbst in jenen
Zeiten, als die FDP noch auf Erfolgskurs war und Zastrow unumstößlich Nummer 1, waren aus Plauen
und Umgebung immer mal wieder
kritische Töne ... zu vernehmen.“
Angesichts der misslichen Lage der
FDP komme dem Schreiben nun
aber besondere Bedeutung zu: Es
scheine die Stimmung der Basis gut
zu treffen. Die FDP im Vogtland
zählt knapp 200 Mitglieder. (us)
DER POLITISCHE ASCHERMITTWOCH der
FDP im Vogtland findet morgen im Hotel Alexandra, Bahnhofstraße 17, statt. Beginn ist
19 Uhr. Redner ist Heinz-Peter Haustein, Bürgermeister von Deutschneudorf (Erzgebirge).
LESERFORUM
„Waldverkauf wäre unglaublich kurzsichtig von Verantwortlichen“
Zu dem Vorhaben der Stadtverwaltung, die Ex-Schwimmhalle
an der Hainstraße abzureißen.
Das Plauener Jugendparlament
hat diese Pläne kritisiert, weil
Jugendinitiativen die Halle weiternutzen wollten. Das Gremium
sieht die Jugend in der Stadt
nicht ausreichend beachtet.
„Stadt vernachlässigt Jugend“
Jugend braucht Zuhörer und keine
Besserwisser! Unsere Stadt vernachlässigt immer öfters die Belange der
Jugend und bietet keine Alternativen, wo junge Leute ihre Freizeit
nach ihren eigenen Vorstellungen
ausleben können, ohne gleich in
Verbänden oder Vereinen sich an Regeln und Vorschriften zu halten, wo
sie auch nicht bevormundet werden. Es ist wichtig, dass die
Jugend selbst herausfindet wo ihre
Grenzen sind.
Dieses Thema geht uns alle an, jeden
Bürger aber auch unsere gewählten
Volksvertreter in Stadt, Land oder
Bund. Es wird in den Behörden und
auf Sitzungen unserer Abgeordneten ob Land oder Bund, sowie der
Kommunalvertreter in Stadt und
Kommune das Thema Jugend nur
diskutiert und über ihre Köpfe hinweg Beschlüsse gefasst, die aber
auch gar nichts mit unserer Jugend
zu tun haben und an den Problemen
vorbei gehen.
Es ist Zeit, endlich auch mal auf die
Jugend zu hören, zuzuhören und auf
sie zu zugehen.
Josef Teufel, Plauen
Zu den Plänen der Plauener Rathaus-Spitze, Wald zu verkaufen.
„Ausverkauf der Natur“
Mit wachsender Empörung haben
wir vom Vorhaben der Stadt Plauen
gelesen, jetzt möglicherweise sogar
Wald zu verkaufen. Was wohl auf jeden Fall bedeutet, dass größere
Waldflächen abgeholzt werden. Dabei ist doch die waldreiche Natur das
größte Plus des Vogtlandes. Uns haben Bekannte aus anderen Gegenden, wenn sie hier zu Besuch waren,
immer gesagt, wie schön sie die Natur im Vogtland finden. Wenn die
Stadt nun einen Ausverkauf der Natur beginnt, ist das alarmierend. Und
es wäre unglaublich kurzsichtig von
den Verantwortlichen.
Eine wichtige Einnahmequelle für
das Vogtland dürfte doch gerade der
Tourismus sein. Dieser wäre mit Sicherheit für Jahrzehnte stark rückläufig, denn welcher Tourist möchte
sich schon eine durch Kahlschläge
zerlöcherte Landschaft anschauen?
Einen schlechteren Weg als den Verkauf von Wäldern kann es wohl
kaum geben, um anderweitig (wirklich in jeden Fall dringend notwendige?) Gelder zu beschaffen.
Familie Manfred Schneider, Plauen
„Geld aus Wald? Halt!“
Wenn Ihr den letzten (volkseigenen!) Wald und Baum verkauft; den
letzten Ast auf dem wir sitzen abgesägt habt, was dann? Was dann zu
Geld machen? Auf Grund des bewussten Ausverkaufs des Staates
durch Privatisierung und Teilprivatisierung bleibt ja nicht mehr so viel
übrig, was noch zu 100 Prozent dem
Staat, also unserer Allgemeinheit gehört, aber eigentlich gehören muss!
Eventuell könnte man auch noch
die letzten wenigen staatlichen
Krankenhäuser und Schulen, Bibliotheken, Theater, Museen, Flüsse
oder Autobahnen verschachern.
Selbst unsere Polizei wäre vor einer
Privatisierung nicht gefeit. Aber viel
mehr ist dann kaum noch übrig.
Eigentlich alles Tabus, genau wie
unsere Wälder! Und was dann,
wenn all das, was einen Staat ausmacht, und das Erbe unserer Vorfahren privatisiert ist? Dann habt Ihr,
liebe Volksdiener, in noch nie da gewesener Art und Weise versagt, seid
eurer Verantwortung und Pflicht
dem sächsischen Volk gegenüber
nicht nachgekommen. Und zwar so
nachhaltig, dass unsere nachkommenden Generationen noch lange
unter dieser Schande leiden werden!
Wollt Ihr das wirklich? Ihr habt unserem Volk und Land einen Eid geschworen, vergesst das nicht!
Daniel Uschner, Planschwitz
Zum drohenden Anstieg der
Eintrittspreise im Stadtbad.
„Ans richtige Maß denken“
Gut durchdacht ist die erste Erhöhung der Eintrittspreise im Stadtbad, da wie angekündigt schon die
zweite Erhöhung droht. Eine Angleichung ist vielleicht sogar be-
rechtigt, wobei man aber auch an
das richtige Maß denken sollte. Wer
besucht denn wöchentlich die Sauna? Das sind überwiegend Rentner,
die schon lange nicht mehr als „Ermäßigte“ gelten. Sie müssen es sich
überlegen, ob sie weiterhin regelmäßig saunieren, was ihrem Gesundheitszustand sehr zugute kommt.
Man muss insgesamt sehen, wie die
Preisentwicklung stetig nach oben
geht. Die Rente und auch die Löhne
halten bei weitem nicht mit. Könnten wir, wie ein gut verdienender
Teil, einfach die Diäten erhöhen,
würden uns die Preiserhöhungen
ebenfalls nichts ausmachen. Die Realität sieht jedoch anders aus.
Die Verantwortlichen sollten sich
ernsthaft Gedanken machen, ob
sich der Rückgang an Badegästen
mit den Mehreinnahmen die Waage
hält. Der Rentner kalkuliert seine
Rente und reagiert vielleicht schneller als seine Stadtväter.
Roland Männel, Plauen
Zu den Fichten-Abholzungsplänen des Staatsbetriebs
Sachsenforst im Triebtal.
„Naturraum erhalten“
Trotz sachlicher Einwände einer
Bürgerinitiative in Pöhl und Jocketa
und einer durchgeführten Demonstration zum Erhalt der Erholungslandschaft der Talsperre hält der
Staatsbetrieb Sachsenforst mit geringen Abstrichen an seinen Plänen
fest. Mir ist es unverständlich, wie
arrogant dieser Staatsbetrieb sich
über die sachlichen Bedenken von
Bürgern über die Zerstörung der
Landschaft mit schwerster Forsttechnik in einem ausgewiesenen
Naturschutzgebiet hinwegsetzt.
Man muss sich nicht mehr wundern, wenn die Politikverdrossenheit der Bürger immer mehr anwächst. Ich bin bestimmt kein Gegner eines behutsamen und notwendigen Waldumbaus hin zu einem
naturnahen Mischwald. Dafür gibt
es in den letzten 20 Jahren positive
Beispiele, zum Beispiel im Bereich
des Forstbezirks Eibenstock.
Oder setzt sich hier nur die auf Gewinn orientierte Politik durch? Der
Holzpreis ist ja bei Fichte pro lfd/Fm
Rundholz von 40 Euro im Jahre 2009
auf 80 Euro im Jahr 2014 gestiegen.
Zu einem schonenden Waldumbau
in einem Naturschutzgebiet gehört
meiner Meinung nach der Einsatz
von Forstpferden. Die Tendenz von
großflächigen Abholzungen besteht
auch in anderen Gebieten des Vogtlandes und Erzgebirges seit
2012/2013. Ich bitte, der Landschaftszerstörung Einhalt zu gebieten und den von vielen Bürgern geschätzten Naturraum zu erhalten.
Sigmar Thomser, Plauen
LESERBRIEFE Die Redaktion behält sich vor,
Leserbriefe sinnwahrend zu bearbeiten. Die
Lesermeinungen müssen nicht mit denen der
Redaktion übereinstimmen. E-Mails müssen
die vollständige Adresse enthalten. Anonyme Zuschriften werden grundsätzlich nicht
veröffentlicht.
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 17. Februar 2015
Spree-Athener stellen in Schönfels aus
Unter dem Titel
„Steine und Landschaften“
wird auf der Burg Schönfels seit gestern eine
Sonderausstellung mit
Arbeiten von zwei
Berliner Künstlern gezeigt.
VON ANDREAS WOHLAND
SCHÖNFELS — Christine
KONZERT
Pop-Duo spielt
im Malzhaus
PLAUEN — Ein Duo, das sich als au-
ßergewöhnliches Pop-Projekt einen Namen gemacht hat, gastiert
am Freitag im Plauener Malzhaus.
Carolin No ist ein Musikduo,
bestehend aus den miteinander
verheirateten Musikern Carolin
und Andreas Obieglo. Die Beiden
lernten sich 1999 während ihres
Studiums an der Hochschule für
Musik in Würzburg kennen. Seit
2008 sind sie miteinander verheiratet. Das Duo tritt seit 2007 unter
dem Namen Carolin No auf, unter
dem es vier Alben, mehrere Singles
und zwei Live-Tonträger veröffentlicht hat. Benannt haben sich die
beiden nach dem Song „Caroline,
no“ von Brian Wilson.
Nach ihrem, von der Fachpresse
hochgelobten und mehrfach ausgezeichneten Studioalbum „Favorite Sin“ (2013), haben die Träger des
„Nachwuchsförderpreises für junge Songpoeten“ während ihrer
letztjährigen Tournee und zweiten
großen USA-Reise ein neues Album aufgenommen und produziert: mit internationalen Gastmusikern, „Produktionsstätten“ auf
zwei Kontinenten und knapp
30.000 zurückgelegten Kilometern. (ike)
DAS KONZERT mit Carolin No beginnt am
Freitag um 21 Uhr im Malzhaus Plauen.
PARTY
Plauen: The Ranch, Eugen-Fritsch-Straße 7,
Fasching mit OB live, Rockparty, 20 Uhr
Rodewisch: Sax Clubzone, Parkstraße 7,
Tuesdayclub, Ferienspecial, 22 Uhr, freier Eintritt bis 22.30 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Elster Park, Äußere Reichenbacher
Straße 64, Möglichkeit zum Spielen an acht
Trick-Pin-Anlagen, kostenlos, 10-18 Uhr; Fanprojekt Plauen, Dobenaustraße 9, Offener Jugendtreff, 9-15 Uhr; Festhalle, Äußere Reichenbacher Straße, Kinder- und Familienfasching mit dem Spiel-Spaß-Kindertreff, 1618 Uhr; Jugendzentrum Oase, Dr.-Karl-Gelbke-Straße 1, Teeniebereich, Kochen, 11 Uhr;
Teeniebereich, Faschingsmuffeltreff und Billard-Turnier, 14.30-19 Uhr; Oase-Keller, Treff,
15-20 Uhr; Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstraße 4, Fasching unter dem Motto „Im
eSeF-Dschungel“, 15-19 Uhr; Markuskeller,
Morgenbergstr. 34, Kindertreff (6-13 Jahren),
13-19 Uhr; Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12, Gesellige Kreistänze, 9.30 Uhr;
Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr, (ab 6 Jahre),
16.30 Uhr; Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30, Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr; Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8, Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, 16 Uhr
Adorf/V.: Arbeiterwohlfahrt Mobile Jugendarbeit, August-Bebel-Straße 8, Ferienprogramm: Ferienmittagessen, anschließend
Mit Pauken und Trompeten - Fasching in Jugelsburg, 11-17.30 Uhr
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstr. 49, Märzplanung, 15-20 Uhr;
Familien-/Begegnungszentrum, A.-Schubert-Str. 19, Eltern-Kind-Kreis, 9-12 Uhr; Faschingsparty mit der ganzen Familie, 10 Uhr;
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Str. 19,
Faschingsfeier im ganzen Haus, 10 Uhr
Beerheide: Fahrbibliothek, An der
Kindertagesstätte, 12.30-13 Uhr
Ellefeld: Fahrbibliothek, Grundschule,
11-11.30 Uhr
Dewerny
und Manfred Pietsch zeigen seit gestern in den Sonderausstellungsräumen der Burg Schönfeld, zwischen
Reichenbach und Zwickau, eine
Auswahl ihre Arbeiten. Besuchern,
die regelmäßig einen Blick in die
Sonderschauen auf der mittelalterlichen Wehranlage werfen, dürfte zumindest einer der beiden Spreeathe-
Manfred
Pietsch
Maler
FOTO: ANDREAS WOHLAND/ARCHIV
Christine Dewerny bevorzugt als Ausgangsmaterial für ihre Skulpturen Sandstein, der durch seine Struktur oftmals
FOTO: ANDREAS WOHLAND
erstaunliche Effekte hervorbringt.
ner bereits bekannt sein.
Der seit 1977 als freischaffender
Maler und Grafiker arbeitende Manfred Pietsch stellte bereits 2013 einige seiner Arbeiten auf der Burg vor.
Damals wählte er Motive und Impressionen aus, die während seiner
umfangreichen Reisen vor und nach
dem Mauerfall entstanden sind. Die
Ölbilder und Aquarelle, die er diesmal präsentiert, widmen sich hauptsächlich dem Thema Mensch und
Natur. Beides setzt er mit einer delikaten Farbigkeit in Szene.
Im Gegensatz zu ihrem Künstlerkollegen, stellt Christine Dewerny
erstmals in Schönfels aus. „Manfred
Pietsch hat mich eingeladen und
mich in unseren Gesprächen auch
ein wenig neugierig auf die Region,
die Menschen und natürlich die
Burg gemacht. Wir haben zuvor
schon einmal zusammen ausgestellt
und dafür unter dem Titel ‚Menschen in Landschaft‘ ein gemeinsames Ausstellungskonzept mit einer
großen künstlerischen Bandbreite
entwickelt“, sagte sie. Die in Schönfels gezeigten Werke von Christine
Dewerny sind ein eindrucksvoller
Querschnitt ihres Schaffens. Besonders gespannt dürfen Besucher der
Ausstellung auf ihre Skulpturen
sein, ihn denen sie klassische bildhauerische Formensprache mit heutigem Zugriff auf Thema und Mate-
DIE SONDERAUSSTELLUNG „Steine und
Landschaften“ mit Arbeiten von Christine Dewerny und Manfred Pietsch ist zu den regulären Öffnungszeiten der Burg Schönfels –
außer Montag und Freitag täglich in der Zeit
von 10 bis 17 Uhr – sowie nach entsprechender Terminvereinbarung geöffnet.
» www.burg-schoenfels.de
FÜHRUNG
RUNDGANG
MUSEUM
VORTRAG
COMEDY
Theater erlaubt Blick Fernheizwerk öffnet
hinter die Kulissen
heute seine Türen
Entdecker nutzen
Taschenlampen
Referent entführt
in Welt der Vulkane
Vicki Vomit lädt
ins Malzhaus ein
BAD ELSTER — Einen Blick hinter die
BAD ELSTER — Sachsens ältestes Fern-
heizwerk lädt heute zu einer Führung. Die 1898 eingeweihte Anlage
des Energieversorgers eins steht in
Bad Elster. Beim etwa einstündigen
Rundgang ab 14 Uhr können Besucher erfahren, wie das Kraftwerk per
Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit
Wärme und Strom versorgt. Die
Führung startet am Werkstor Forststraße, ist kostenlos und für Teilnehmer ab zwölf Jahren möglich. (hagr)
SCHWARZENBERG — Eine spannende
Taschenlampenführung wartet auf
Besucher von Schloss Schwarzenberg. Kleine und große Entdecker
können im begrenzten Lichtschein
morgen die Ausstellung „Perla Castrum – ein Schloss voller Geschichte“ erkunden. Das Licht der Taschenlampen eröffnet ganz neue Sichtweisen auf die Exponate, verspricht
das Museumsteam. Die Führung beginnt 18 Uhr. (ane)
SCHWARZENBERG — Die Vulkane im
Mittelmeer stehen am Donnerstag
im Haus „Schlossblick“ in Schwarzenberg im Fokus. Berndt-Michael
Rassenberg hält darüber einen Vortrag. Es geht unter anderem um den
Ätna, dessen Ausbrüche seit Jahrtausenden genau erfasst werden. Die
erste nachgewiesene Eruption fand
1500 vor Christus statt. Seither gab
es 190 weitere Ausbrüche. Beginn
des Vortrags ist 14 Uhr. (ane)
PLAUEN — Zur Comedy-Lounge lädt
Kulissen des fast 101 Jahre alten Elsteraner König-Albert-Theaters können Interessierte heute beim Rundgang durch alle Technik- und Publikumsräume werfen. Dabei ist zu sehen, wie hinter dem Vorhang ein
Rad ins andere greift, damit die Theaterproduktionen passen. Der Rundgang beginnt 16 Uhr, die Teilnahme
kostet 5 Euro. Anmeldungen unter
Telefon 037437 53900. (hagr)
Falkenstein: Tiergarten, Allee 9, 10-16 Uhr
Grünbach: Kinderspielhaus und -fahrschule, Siehdichfürer Str. 2 a, Kinderfasching,
9 Uhr, 03745 751650
Hirschberg: Kulturhaus, Gerberstraße 17,
18. Vereinsfasching des Faschingsclubs: „Der
Hexenkesel raucht und knallt - beim HFC im
Zauberwald“, 20 Uhr
Hohengrün: Fahrbibliothek, Am Altenheim,
12-12.15 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr; Tierpark,
Amtsberg 22, 10-16 Uhr, 037467 22397
Markneukirchen: Kinder- und Jugendtreff, Wernitzgrüner Straße 38, Offener Treff,
13.30-19.30 Uhr
Mylau: Burg Mylau - Barocksaal, Burg 1, 22.
Puppenspielfest - Bunte Bühne Frankenberg:
Rumpelstilzchen, 10 Uhr; Schneeweißchen und
Rosenrot, 14 Uhr
Mühlleithen: Skilift, B 283, Skifasching,
15-21 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Str. 27, Treff mit Breitensportangebot, 15.30-19 Uhr; Trampolinnachmittag,
16.30-18 Uhr; Kinderzentrum „Goldene Sonne“, Rudolf-Breitscheid-Platz 1, Treff, 13-18 Uhr
Vogtlandsporthalle, Adolf-Damaschke-Str. 55,
Kinderfasching des Oelsnitzer Carnevalsclub
mit DJ Kay, 14 Uhr
Reumtengrün: Fahrbibliothek, Grundschule, 10-10.30 Uhr
Rodewisch: Kinder- und Jugendfreizeittreff, Busbahnhof 3, Treff, Kreatives, Spiele,
14-20 Uhr, 03744 48426
Theuma: Dorfgemeinschaftshaus, Schulstraße 9, Kinderfasching mit DJ Wolfi, 15.30 Uhr
Weischlitz: Vereinsturnhalle, Thossener
Straße 14 b, Kinderfasching des Dorf Carneval
Clubs, 15 Uhr
Wernesgrün: Turnhalle, Kinderfasching,
15 Uhr
Galerie im Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, Eingeschlossen: Ausgeschlossen? Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl,
Fotodokumentation, 13-18 Uhr, 03741 15320
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
„Im Unruhestand“, Werke von Wilhelm Mühsam, 8-15 Uhr
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25, Schöne
Welt, Ausstellung von Malerei und Collagen des
Familien- und Kulturzentrums, 9-17 Uhr
Landwüst: Freilichtmuseum, Rohrbacher
Straße 4, Historisches Spielzeug aus der
Sammlung von Volker Karp, 10-16 Uhr,
037422 2136
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstraße
57, Sonderausstellung zum 200. Geburtstag
Constantin von Tischendorfs; Die Geschichte d.
Tuchfärberhauses, 10-16 Uhr, 037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, „Bahn und Natur“, Ölbilder von Jürgen Batschik, 9-16 Uhr
Markneukirchen: Historisches Sägewerk,
Trobitzschen 14, Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Mehltheuer: Kleinstes Musikinstrumenten-Museum, Hohe Straße 9, 1500 Raritäten,
9-12 Uhr, 037431 4159
Oelsnitz: Zoephelsches Haus, Grabenstr. 31,
Erzählende Buchstaben, Malerei und Schriftbilder von Jo Schütt, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, Nah und Fern, - Stuck zu Stuck (Fotos
von Viola Unger-Bauer), Island - Insel der Kontraste (Fotos von Jonas Klemm) und Malerei von
Sarah Bauer, 10-18 Uhr, 03765 12188
Rodewisch: Museum Göltzsch, Schlossinsel, Große Spielzeugschau, 10-12, 13-16.30 Uhr
Zwota: Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2, 15-jähriges Jubiläum des Baus der
Klingenthaler Eisenbahnbrücke, 10-16 Uhr
(Ein Blick auf Lebensbedingungen. Asylbewerberinnen in Sachsen), 20 Uhr, 03741 15320
Auerbach/V: Begegnungszentrum Zebra,
Katzensteinstraße 1, Bastelkurs, 16-17 Uhr
Café Nebenan, Goethestraße 7, Tanztee,
15.30 Uhr
Eberhard Gütter, Feldstraße 27, Auerbacher
Modellbahnausstellung, komplette Sammlung
der deutschen Eisenbahngeschichte in HO,
60 Züge, 14.30-18 Uhr
Bad Elster: Fernheizwerk, Forststraße 9,
Kraftwerksführung durch das älteste Fernheizwerk Sachsens, Treffpunkt: Werkstor, 14 Uhr,
Eintritt frei
Kurhaus, Badstraße 25, Irland, Dia-Multivisionsschau mit Sigrid Wolf-Feix, Hof, 19.30 Uhr
König-Albert-Theater, Theaterplatz 1,
Führung durch historische Publikumsbereiche
inkl. Bühnentechnik, 16 Uhr, 037437 53900
Klingenthal: Cura-Seniorenzentrum,
Jahnstraße 32, Konzert mit dem Shanty-Chor,
15 Uhr
Seniorenverein, Kirchstraße 14,
Fasching, 14 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte,
Nordhorner Platz 3, Begegnung/Vortrag
am Dienstag:, Fastnacht, 14 Uhr, 03765 69327
Westsächsische Hochschule, Hörsaal 306,
Klinkhardtstraße 30, Vogtländisches Seniorenkolleg mit Vortrag zum Thema: Geschichte als
politische Keule und: Wie man sich wehren
kann, Referent ist Frank Richter (Direktor d
er Landeszentrale für politische Bildung),
14.30 Uhr
Rodewisch: Sternwarte, Rützengrüner
Straße 41, Reise durch das Sonnensystem,
10.30 Uhr, 03744 32313
Tannenbergsthal: DRK Seniorenbegegnungsstätte, Klingenthaler Straße 25,
Fröhlicher Faschingsnachmittag bei Spiel und
leckeren Naschereien, 14.30 Uhr
16.45 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss,
14.30 Uhr; Fifty Shades of Grey, ab 16 J, 14, 17,
20 Uhr; Frau Müller muss weg!, ab 6 J, 17.15,
20.15 Uhr; Fünf Freunde 4, ab 6 J, 14.30, 17 Uhr;
Honig im Kopf, ab 6 J, 14, 16.30, 19.45 Uhr; Jupiter Ascending 3D, ab 12 J, 20 Uhr; Let’s be Cops
- Die Partybullen, ab 12 J, 20.15 Uhr; Mortdecai Der Teilzeitgauner, ab 6 J, 17 Uhr; Paddington,
14.30 Uhr; SpongeBob Schwammkopf 3D,
14.15, 17 Uhr; The Interview, ab 12 J, 20 Uhr;
Wild Card, ab 16 J, 20 Uhr; Malzhaus, Alter
Teich 7 - 9, 03741 15320; Can’t be silent, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstraße 35, 03744 217272; Baymax - Riesiges
Robowabohu 3D, ab 6 J, 10 Uhr; Fifty Shades
of Grey, ab 16 J, 17.15, 20 Uhr; Fünf Freunde 4,
ab 6 J, 10, 17.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 17.15,
20 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab 6 J,
20.15 Uhr; Paddington, 10 Uhr
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7, Ausstellung zum Schaffen des bekannten Plauener
Zeichners Erich Ohser (1903-1944), 11-17 Uhr
SONSTIGES
Plauen: Helios Vogtland-Klinikum, Röntgenstraße 2, Infos rund um die Geburt,
(Besichtigung des Kreißsaales, Vorträge,
Gespräche und Videovorführungen), 19 Uhr
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, „Cant be silent“,
Film im Rahmen der Aktionswoche „View to
life conditions. Asylum seekers in Saxony“
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstraße 33, 03741 1469050; Baymax - Riesiges
Robowabohu, ab 6 J, 14.15 Uhr; Baymax - Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J, 17 Uhr; Bibi und
Tina - Voll verhext, 14 Uhr; Blackhat, ab 16 J,
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Carolin No sind ein Pop-Duo, bestehend aus Carolin und Andreas
Obieglo. Sie gastieren am Freitag
im Plauener Malzhaus. FOTO: PRIVAT
rial verbindet. Dazu verwendet sie
mit Vorliebe Sandstein. Der Clou:
Christine Dewerny verbringt jedes
Jahr die Monate Mai und September
in einem Steinbruch in der Sächsischen Schweiz. „Ich habe im dortigen Abbau eine kleine Bude, in der
ich arbeite. Das erste Mal war ich
1986 mit dem sogenannten Berliner
Steinsymposium dort. Nach der
Wende ging das Symposium den
Bach runter, aber ich habe diesem
außergewöhnlichen ‚Atelier‘ die
Treue gehalten.“
Am Sandstein fasziniert sie vor
allem seine marmorierte Spielart.
„Während er für die Steinbruchbetreiber mehr oder weniger wertlos
ist, kann ich als Künstlerin gerade
aus der farbigen Schichtenstruktur
interessante Effekte herausholen,
die meist erst im Verlaufe der Arbeit
zutage treten.“
Christine Dewerny präsentiert
auf der Burg auch noch eine andere
Seite ihres Schaffens: Aktmalerei.
Dazu triff sie sich jede Woche einmal mit Kollegen, um vier Stunden
lang Akte aufs Papier zu bringen.
„Meiner Meinung nach ist es für einen Künstler ungeheuer wichtig
und anregend, nach der Natur zu arbeiten“, sagte sie.
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Vicki Vomit morgen wieder ins
Plauener Malzhaus ein. Dieses Mal
zu Gast sind André Kaiser, Manuel
Wolff und Michael Schönen. Kaiser
nimmt die Energie des Stand-up Comedians und verbindet sie mit der
Schärfe des Kabarettisten. Schönen,
„Dichterfürst unter den Comedians“
beweist, dass Gereimtes keineswegs
out ist und Humor auch intelligent
sein kann. Los geht es 21 Uhr. (ike)
WINTERSPORT
Auerbach/V: Loipen rund um Auerbach,
Zinsbach-, Sonnen-, Röthelsteinloipe, Grünheider Rundloipe, kleine Rundloipe am Sportplatz
Beerheide, Vogtlandsee-, Eulenberg-Loipe
bedingt befahrbar
Erlbach: Loipen, Loipen gespurt,
Schneetelefon 037422 6125 oder www.kegelberg.de
Skilifte am Kegelberg, 9-17 Uhr, Schneetelefon 037422 6125
Gottesgab (Bozi Dar): Skiareal Keilberg,
gespurt sind 20 Kilometer für klassischen
Langlauf
Grünbach: Loipen, Loipen gespurt,
bis 20 Uhr beleuchtet, Anschlussloipe zur
Kammloipe (Einstieg Dorfplatz Muldenberg)
sowie Sonnenloipe (Einstieg an der Turnhalle)
gespurt, Schneetelefon: 03745 5303
Hammerbrücke: Loipen, Bergland-Rundloipe mit Anbindung an Kammloipe sowie Ortsloipe gespurt; Nachtloipe beleuchtet, Einstieg an
der Grundschule, gespurt, 17-21 Uhr
Klingenthal: Loipen, Sonnenloipe grenzüberschreitend gespurt, Schwarzbergloipe
teilweise präpariert, Schneetelefon:
037467 22494
Skilift Jägerstraße, 13-21 Uhr, Infos unter
0176/27148167
Mühlleithen: Loipen, Kammloipe und
Kielloipe gespurt, Schneetelefon:
037467 22494
Skilift, B 283, 10-21 Uhr, Schneetelefon:
037467 22494
Schneckenstein: Loipe, Kammloipe gespurt, www.kammloipe.com
Schwaderbach (Bublava): Skilifte,
9-20 Uhr, Bleiberg, Schneetelefon 00420
352696830
Schöneck: Loipen, Ortsloipen und Kammloipe gespurt; Skiwelt, Hohe Reuth, Lifte,
9-18 Uhr, Schneetelefon 037464 82000
oder www.schoeneck.eu
Zauberteppich, 9-17 Uhr
Tannenbergsthal: Loipen, Ortsloipe
gespurt
Zwota: Loipe, Herrenberg- und Schlosserbergloipe gespurt
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 17. Februar 2015
Freie Presse
Pirk: Mehr Ruhe in der Badezone
NACHRICHT
SITZUNG
Spielgemeinde
zeigt neues
Theaterstück
Stadtrat von
Pausa-Mühltroff tagt
Premiere am Samstag in
der Michaeliskirche Pausa
PAUSA-MÜHLTROFF — Das Baugesche-
hen in der Stadt Pausa-Mühltroff
und Schulangelegenheiten stehen
auf der Tagesordnung der nächsten
öffentlichen Stadtratssitzung, die
am Donnerstag ab 19.30 Uhr im Rathaussaal Pausa stattfindet. Darüber
hinaus soll der Stadtrat die jüngst
neu gewählte Leitung der Ortsfeuerwehr Ranspach bestätigen. (bju)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
PUTZ-SKANDAL IN PLAUEN — Die Affäre um ein verdrecktes Gymnasium
wirbelt in Plauen viel Staub auf. Die
beauftragte Reinigungsfirma und
die Stadtverwaltung sind unter
Druck geraten. Die Industriegewerkschaft Bau bezeichnet die Vergabepraxis der Stadt als illegal. Tarifverträge und Gesetze würden unterlaufen. Der Direktor der Schule hatte die Affäre ins Rollen gebracht, als
er darauf aufmerksam machte, dass
das Gebäude zusehends verlottere.
Vor 50 Jahren
HEIZTRASSE VERLEGT — Das Verlegen
der Fernheiztrasse unter der Bahnhofstraße in Plauen hindurch ist
schwierig. Die Straßenbahnschienen mussten zu diesem Zweck mit
vier je 13 Meter langen Doppelträgern abgestützt werden. Der Straßenbahnverkehr soll während der
Arbeiten ohne Probleme weiterrollen. Über die Rohre sollen die Wohngebäude im Gebiet westlich der
Bahnhofstraße mit Wärme versorgt
werden.
Vor 100 Jahren
WOHNUNG
AUSGERAUBT — In
der
Nacht ist einem an der Karlstraße in
Plauen wohnenden, höheren königlichen Beamten die Wohnung ausgeraubt worden. Der Wohnungsbesitzer war nicht da, weil er zum Militärdienst einberufen wurde. (pa)
13
An der Talsperre Pirk ruht der See – aber nur scheinbar. Unter der Oberfläche brodelt es – vor allem bei Anglern, die ein weitgehendes Verbot ihres Hobbys
befürchten. Das Drohnen-Foto entstand vor wenigen Tagen.
FOTO: OLIVER ORGS
Angler an der Talsperre
Pirk fürchten, dass ihnen
ein Angelverbot droht. In
dem Konflikt meldet sich
jetzt erstmals die Fischereigenossenschaft zu Wort.
VON CHRISTIAN SCHUBERT
PLAUEN/OELSNITZ — Die Fischereige-
nossenschaft Plauen will HobbyAngler nicht von der Talsperre Pirk
vertreiben. Das versichert Geschäftsführer Matthias Weinhold.
Im Konflikt um ein drohendes Angelverbot zwischen den Anglern
und den Verantwortlichen der Naherholungsgesellschaft Talsperre Pirk
versucht Weinhold, die Wogen zu
glätten. Ausgangspunkt der Überlegungen, die zum Angeln erlaubten
Flächen zu reduzieren: „Es ist in letzter Zeit immer wieder zu Konflikten
zwischen Badegästen und Anglern
gekommen. Badende sind in Angelhaken getreten und in Netze geschwommen. Die Naherholungsgesellschaft hatte es deswegen nicht
immer einfach“, sagt Weinhold. Deshalb plane man, bestimmte Bereiche mit Hinweisschildern zu versehen. Sie sollen deutlich machen, wo
geangelt und wo gebadet werden
kann. An der Talsperre Pirk ist das
bisher nicht klar gekennzeichnet. Er
bekräftigt: „Nicht alle Angler sind
gleich. Viele verhalten sich vorbildlich und halten die Bereiche sauber.
Die geplanten Maßnahmen sollen
jedoch in Zukunft für mehr Ruhe in
der Badezone sorgen.“
Zu einem für den 24. Februar ge-
planten Treffen seien mit Uwe Bochmann und Mike Uhlmann Vertreter
des Angelverbandes Südsachsen
eingeladen. Weinhold hofft, „dass
für alle ein Kompromiss gefunden
wird“.
Die Aufregung unter Anglern
über die drohende Einschränkung
zog unterdessen weitere Kreise. So
meldete sich Hans Gerber aus Syrau
zu Wort. Er ist Ausbilder für Vorbereitungslehrgänge zur staatlichen
Fischereiprüfung. Er sagte: „Das Fischereirecht an der Pirk hat die Fischereigenossenschaft Plauen. Diese
stellt Erlaubnisscheine für das Angeln an der Talsperre aus. Ebenso
gelten Jahresangelberechtigungen
der Mitglieder des Anglerverbandes
Südsachsen Mulde/Elster.“ Demzufolge seien rund 10.000 Angler an
der Talsperre angelberechtigt. Betreiber und Nutzer von Camping-
plätzen dürften Inhaber von Angelerlaubnisscheinen laut Sächsischem Fischereigesetz nicht an der
Nutzung des Ufers hindern. „Der
Einzige, der Nutzungsverbote aussprechen kann, ist der Besitzer des
Fischereirechts, also die Genossenschaft.“ Gerber findet, dass diese sich
„nicht von der Naherholungsgesellschaft beeinflussen lassen“ sollte:
„Die Talsperre Pirk wird von vielen
Interessengruppen und Einzelpersonen genutzt. Das heißt gegenseitige Rücksichtnahme.“
Jahresangelberechtigungen seien
zudem unter den bisherigen Bedingungen gekauft worden. „Die Sperrung würde eine Reduzierung der
Leistung bedeuten. Das wäre Betrug
am Angler. Wir beschweren uns
auch nicht, wenn wir durch Badende oder Bootsverkehr beeinträchtigt
werden.“
PAUSA — Am Samstag, 19 Uhr wird
in der Michaeliskirche Pausa die Premiere des Theaterstückes „Draußen
vor der Tür“ nachgeholt. Die Evangelische Spielgemeinde Pausa wollte das Stück, ein Drama von Wolfgang Borchert, ursprünglich bereits
im November aufführen.
Besonders interessant dürfte diese Aufführung für die Schüler und
Jugendlichen sein, da das Stück
auch im Lehrplan der Schulen zu
finden ist. Das Drama „Draußen vor
der Tür“ entstand vermutlich in den
letzten Monaten des Jahres 1946
und wurde erstmals vom NDR im
Februar 1947 als Hörspiel ausgestrahlt; die Uraufführung erfolgte
dann im November 1947 in den
Hamburger Kammerlichtspielen, einen Tag nach dem Tod des Autors
mit nur 26 Jahren während eines
Kuraufenthaltes in Basel. Borcherts
Stück wurde als Aufschrei einer zuvor schweigenden jungen Generation gewertet und gilt heute als eines
der wichtigsten Nachkriegsdramen,
in deren Mittelpunkt ein deutscher
Kriegsheimkehrer steht, der sich
nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft außerstande fühlte, sich wieder ins Zivilleben einzugliedern.
Gerade in diesen Monaten ereilt
besonders Flüchtlingen und Heimatvertriebenen ein ähnliches
Schicksal. Sie laufen von Tür zu Tür,
werden weitergereicht und bleiben
dann doch „draußen“. „Das Stück ist
ein menschlicher Verzweiflungsschrei gegen den Krieg. Trotz seines
Vergangenheitsbezuges soll das
Stück ein Mahnen direkt in unsere
Zeit bringen, in der wieder allzu
leichtfertig von Krieg gesprochen
wird“, so das Statement der Evangelischen Spielgemeinde Pausa. (fba)
IM ANSCHLUSS an die Premiere findet am
Samstag eine Gesprächsrunde für interessierte Besucher statt. Der Eintritt ist frei.
An Urvater des Taubenmarktes erinnert
Statt zum Fasching geht’s
zum Taubenmarkt. In
Mühltroff hat dies Tradition. Der gastgebende Verein hatte sich auch diesmal
etwas Besonderes für die
Gäste ausgedacht.
VON SIMONE ZEH
Erinnerung an Gründungsmitglied Johann Flügel, der dazumal Taubenhändler in Mühltroff war. Ihn verkörperte gestern Walter Schneider (Mitte).
Das Schild dazu hielt Carsten Weiß. Ralf Schinnerling, der Vorsitzende des
Geflügelzüchtervereins 1871 Mühltroff und Umgebung, zeigte eine indische
Pfautaube .
FOTO: SIMONE ZEH
MÜHLTROFF — Zur Eröffnung des
Taubenmarktes erinnerte man gestern an Gründungsmitglied Johann
Flügel, der dazumal Taubenhändler
in Mühltroff war, aber auch Hunde
anbot. Ihn verkörperte gestern Wal-
ter Schneider. Mit weißer Schürze,
Hut und Stab ausgerüstet und der
Kiepe auf dem Rücken, gab er den altertümlichen Handelsmann. Am
Rosenmontag im Jahr 1871 war
nach dem ersten Markttag, so ist es
überliefert, der Geflügelzüchterverein im Gasthof „Halber Mond“ ins
Leben gerufen worden.
Gestern trafen sich in Mühltroff
Züchter aus nah und fern. Aus Mittweida war Eckard Dietrich samt
Sohn und Enkelin gekommen. Zum
Verkauf boten sie Zwergkaninchen
und Meerschweinchen an. „Die Tauben sind schon verkauft“, erzählte
der Züchter am späten Vormittag.
Und: „Wir sind zum ersten Mal hier
– es ist einmalig.“
Die Mitglieder des Geflügelzüch-
tervereins 1871 Mühltroff und Umgebung waren vollends zufrieden.
„Es war ein richtiger Ansturm“, resümierte Ralf Schinnerling, der Vereinsvorsitzende. „Die Käfige reichten gar nicht aus. Wir hatten 300
vorbereitet und mussten nachträglich noch 40 aufstellen.“ Dass für jeden anreisenden Kleintierzüchter,
der seine Tiere verkaufen möchte,
ein Käfig bereit steht, das ist den
Mühltroffern wichtig. Neben der guten Organisation nennt Ralf Schinnerling auch den dieses Jahr frühen
Termin des Rosenmontags und das
schöne sonnige Wetter für den Erfolg des Taubenmarktes.
Fündig wurden Züchter jeglicher
Kleintiere allemal. Ob Wachteln,
Tauben, Kaninchen oder Wellensit-
tiche. „Der hat ein Fell wie Samt“,
pries Günter Dreikorn aus Pöllwitz
sein schwarz-weiß geflecktes Kaninchen der Rasse Dalmatiner Rex an.
Tobias Schulz aus Auerbach, mit 15
Jahren ein Jungzüchter, zeigte seine
Zwergkaninchen Hermelin Blauauge. „Seit zwei Jahren züchte ich. Dazu auch noch die Rasse Havanna.“
Zum Hobby kam er durch seinen Vater, auch die Schwester züchtet. „Das
liegt bei uns in der Familie.“
Vor der Turnhalle konnte man
Futtermöhren oder auch frische
Pfannkuchen kaufen. Ein paar
Schritte weiter lag das nächste Ziel
der Kleintierzüchter: Im Schützenhaus lockte ein zünftiger Frühschoppen mit deftiger Blasmusik
der Wisentataler.
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Traueranzeigen
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14 Freie Presse
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 17. Februar 2015
Schule in
Cossengrün
droht das Aus
NACHRICHTEN
POLITISCHE BILDUNG
Frank Richter spricht
heute in Hörsaal 306
Kreistag Greiz entscheidet
am 3. März zu Schließung
REICHENBACH — Der Leiter der Lan-
COSSENGRÜN — Der
FOTO: IMAGO/MÜLLER-STAUFFENBERG
deszentrale für politische Bildung
Sachsen, der Theologe Frank Richter, spricht heute, 14.30 Uhr auf Einladung des Vogtländischen Seniorenkollegs Reichenbach im Hörsaal
306 der Fachhochschule in Reichenbach. Thema von
Richters Vortrag:
„Geschichte als politische Keule und Wie man sich
wehren kann“. Der 54-Jährige sieht
derzeit eine Politisierung der Gesellschaft wie vor 25 Jahren während
der Wendezeit und hat sich unter
anderem dazu wiederholt zu Wort
gemeldet. Für Diskussionen sorgte
zuletzt seine Entscheidung, eine Pegida-Pressekonferenz in seinem
Hause stattfinden zu lassen. Im
Wendeherbst 1989 war Richter als
junger katholischer Pfarrer Mitbegründer der „Gruppe der 20“, die in
Dresden in den Dialog mit der
Staatsmacht eintrat. (gem)
VON ECKHARD SOMMER
HAMMERBRÜCKE — Alaska ist wunderschön und nicht Tausende Kilometer entfernt. Zumindest konnte
man diesen Eindruck am Wochenende in Hammerbrücke haben. Die
Sonne ließ die Eiskristalle glitzern
wie kleine Edelsteine, die Bäume im
Wald beugten sich unter der Last des
Schnees und im Trappercamp ging
es zu wie auf einem Jahrmarkt.
So wie die Sonne am azurblauen
Himmel strahlte am Samstag auch
Claus Seidel. Bei ihm liefen wie seit
Jahren schon die Fäden der Organisation zusammen. In Sachen Schlittenhunde ist er eine Institution in
Hammerbrücke, schließlich war er
es, der 1989 das damals noch exotische Rennen ins Vogtland gebracht
hat. „Im Jahr zuvor lernte ich Helmut Hamann aus Luckenwalde in
Oberhof kennen. Zusammen haben
wir ausgetüftelt, dass so etwas auch
bei uns stattfinden sollte.“
Claus Seidel braucht nur eine
Hand, um zu zeigen, wie oft das
Schlittenhunderennen seit der Premiere ausgefallen ist – weil es an genügend Schnee mangelte. Wie auch
im vergangenen Jahr. „Diesmal haben wir Glück gehabt. Besser könnte
es nicht sein.“ Nur mit Glück allerdings kamen der Chef und sein rund
100-köpfiges Team nicht aus. Zwei
Tage lang wurden die Strecken präpariert und abgesteckt und an den
Wettkampftagen wimmelte es nur
so vor fleißigen Helfern.
Die 27. Auflage des Schlittenhunderennens war ein Traum für die
40 Musher – unter ihnen natürlich
auch die Legende Helmut Hamann,
der weitangereiste Stammgast Arie
Verschoor aus Holland und der Erststarter Sebastian Schüller aus Erlbach – und erst recht für die einige
Hundert Besucher, die mit Anfeuerung nicht sparten, als die Gespanne
mit einem „Good mushing!“ auf den
Kurs durch den Wald geschickt oder
beim Ziel bejubelt und in Empfang
genommen wurden. Während die
Siberian und Alaskan Huskys vor
Ungeduld und Renngier jaulten,
weil sie den Start kaum erwarten
konnten, ließen sie sich wenigstens
kurze Zeit von Besuchern ablenken,
die durchs Mushercamp stromerten.
Viele nutzten die Gelegenheit, um
den Tieren ganz nah zu kommen
und sie zu liebkosen.
Der Mann der ersten Stunde, der Neuling aus dem Vogtland und der Stammgast aus Holland
Helmut Hamann
aus Luckenwalde:
Wenn ich bedenke,
wie klein wir damals
hier angefangen haben, dann kann man
sich nur darüber
freuen und stolz darauf sein, was daraus geworden ist.
Ich fühle mich hier in Hammerbrücke
richtig wohl. Bei uns hat in diesem
Jahr nur ganz wenig Schnee gelegen –
hier ist es herrlich.
Sebastian Schüller
aus Erlbach: Ich
starte heute das
erste Mal bei einem
Schlittenhunderennen und bin bestimmt aufgeregter
als mein Hund Luna.
Für das Skijöring
haben wir in den
letzten Tagen viel trainiert, obwohl
ich gesundheitlich nicht ganz auf dem
Posten war. Aber dieses Rennen wollte ich unbedingt mitmachen.
Arie Verschoor aus
Eindhoven/Holland: Die lange Anreise hierher hat
mir nichts ausgemacht. Ich bin schon
ein paar Mal in
Hammerbrücke gewesen und kann immer wieder nur sagen: ein super Wettkampf, herrliches
Wetter und bestens organisiert. Dafür
kann man Claus Seidel und seine Leute gar nicht genug loben.
FOTO: ECKHARD SOMMER
WEISCHLITZ — Der Prüfzug des Automobilclubs ADAC ist in dieser Woche auf dem Parkplatzgelände des
Globus-Marktes in Weischlitz zu
finden. Geprüft wird bis einschließlich Freitag täglich von 10 bis 13 Uhr
und von 14 bis 18 Uhr. Alle interessierten Kraftfahrer erhalten eine
kostenfreie Prüfung ihrer Wahl, für
ADAC-Mitglieder steht das gesamte
Programm zur Verfügung. Mithilfe
moderner Diagnosetechnik können
Mängel am Fahrzeug entdeckt werden. Die Messergebnisse werden
dem Fahrzeugführer als Ausdruck
mitgegeben. Mit dem Prüfprotokoll
und der entsprechenden Beratung
kann der Fahrer bei Bedarf seiner
Werkstatt einen gezielten Reparaturauftrag erteilen. (bju)
Traumwetter, Besucherandrang, 40 Musher mit
rund 200 Vierbeinern –
das 27. Internationale
Schlittenhunderennen in
Hammerbrücke war ein
Höhepunkt des Wochenendes im oberen Vogtland.
FOTO: ECKHARD SOMMER
ADAC prüft
Fahrzeuge
FOTO: ECKHARD SOMMER
Schlittenhunde geben alles
FOTO: ECKHARD SOMMER
KONTROLLE
Bei traumhaften Bedingungen fand in Hammerbrücke das Schlittenhunderennen statt. Es lockte mehrere Hundert Besucher an.
Grundschule
„Ferdinand Haußmann“ in Cossengrün droht die Schließung. Der auf
Ostthüringer Gebiet nahe Elsterberg
und Pöhl liegenden Bildungseinrichtung gehen die Schüler aus. Am
3. März soll der zuständige Kreistag
von Greiz über die Schließung entscheiden. Das Damoklesschwert
schwebt schon seit mehreren Monaten über Cossengrün. Gründe für die
drohende Schließung seien laut
Landratsamt neben der immer geringer werdenden Schülerzahl,
Probleme bei der Absicherung der
Betreuung im Schulhort und ein Investitionsstau. Im Schuljahr 2014/
15 wurde kein Schüler des Vogtlandkreises in Cossengrün mehr eingeschult. Die Schülerzahl sank von
39 auf 30, die in zwei Klassen schuljahresübergreifend
unterrichtet
werden.
Der Stadtrat Greiz hatte in der
vergangenen Woche mehrheitlich
eine Schließung der Cossengrüner
Schule abgelehnt. Sein Beschluss ist
für eine Entscheidung aber nicht
bindend. Stadtrat Johannes Arzt (Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit) führte an, dass gerade „Schulen im ländlichen Raum“
zu erhalten seien. Elternvertreter appellierten, vor allem an die Kinder
zu denken und nicht nur „die Zahlen im Auge“ zu haben. Zudem seien
kleine Schulen „ein Gewinn für die
Region.“ Schließt die Cossengrüner
Schule, könnten die Schüler nach
Greiz wechseln, wo eine hochmoderne Schule ausreichend Kapazität
hat. Im Gegenzug ist aber auch Elsterbergs Bürgermeister Volker Jenennchen derzeit dabei, den Cossengrüner Schülern den Standort Elsterberg schmackhaft zu machen.
Entsprechende Werbe-Schreiben an
die Eltern sind bereits verschickt
worden. Da Elsterberg zwischen
Cossengrün und Greiz liegt, ist das
für viele eine Option. (agm)
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3589760-10-1
16 Freie Presse
LOKALSPORT
Dienstag, 17. Februar 2015
Spielfreier SVV Plauen nur noch auf Tabellenplatz 4
SPORT IN ZAHLEN
Tischtennis
Vogtlandliga
Treuen II
- Schönbrunn
1. Neumark
104: 63
2. Plauen-Mitte
123: 62
3. Treuen II
109: 71
4. Schönbrunn
107: 90
5. Schreiersgrün II 102: 66
6. Muldenhammer II 104: 79
7. Post Plauen II
65:116
8. Falkenstein
74:109
9. Auerbach II
53:113
10. Tirpersdorf II
55:127
10: 5
20: 2
19: 5
18: 6
16:10
15: 7
14:10
7:17
4:20
3:19
2:22
Vogtlandklasse
Ellefeld III
- Syrau II
1. Ellefeld III
107: 90
2. Jößnitz
119: 62
3. Schöneck
105: 77
4. Plauen-Mitte II
112: 87
5. Neustadt
93: 90
6. Lengenfeld IV
92: 89
7. Oelsnitz
82:100
8. Syrau II
85:115
9. Röthenbach II
75:124
10. Mühltroff
73:109
8: 8
19: 7
18: 6
17: 7
17: 9
12:12
12:12
10:14
9:17
6:20
4:20
Plauener mit starker
Defensive in Uerdingen
PLAUEN — Nicht Wasserballfreunde
Handball
2. Bezirksklasse Männer
Crottendorf
- Einheit Plauen III
1. Weißenborn II
393:319
2. Hoh.-E./Oberl./Grü. 419:328
3. HSC Chemnitz
448:344
4. Thalheim
365:338
5. Einheit Plauen III
374:349
6. Claußnitz
330:290
7. Rittersgrün
312:321
8. Klingenthal
297:329
9. Annaberg-Buchh. II 318:409
10.USG Chemnitz II
319:390
11.Crottendorf
379:475
12.Fraureuth II
299:361
29:27
25: 3
23: 5
20: 8
20: 8
18:12
15:13
14:14
12:16
8:20
7:21
5:25
3:25
Sachsenliga männliche Jugend A
1. SG LVB Leipzig
284:185 14: 2
2. SC DHfK Leipzig 262:225 12: 4
3. HSV Dresden
268:203 10: 6
4. Oelsnitz/Oberlosa 253:246
9: 7
5. NSG Westsachsen 262:268
9: 7
6. Heidenau
239:275
2:14
7. Mölkau
193:359
0:16
Sachsenliga männliche Jugend B
1. EHV/Nickel. Aue 514:328
2. SC DHfK Leipzig II 500:383
3. Riesa/Oschatz
409:349
4. SC DHfK Leipzig 440:364
5. Oelsnitz/Oberlosa 419:426
6. Koweg Görlitz
412:402
7. HSV Dresden
385:399
8. LHV Hoyerswerda 418:423
9. Chemnitz-Rottluff 397:419
10. NSG Westsachsen 407:467
11. Radebeul
297:490
12. HSG Freiberg
452:600
30: 2
25: 7
21: 9
20:12
19:13
17:11
17:11
14:16
10:20
7:25
2:26
0:30
Sachsenliga männliche Jugend C
1. EHV/Nickel. Aue 532:262
2. SC DHfK Leipzig 447:315
3. Glauch./Meerane 417:342
4. LHV Hoyerswerda 510:407
5. NSG Westsachsen 463:474
6. Dresden/Heiden. 385:374
7. EHV/Nickel. Aue II 377:416
8. Riesa/Oschatz
357:412
9. Koweg Görlitz
359:472
10. Rottl./Limbach-O. 400:492
11. Böhlen
341:459
12. Oelsnitz/Oberlosa 314:477
30: 0
24: 6
24: 6
20:10
15:15
14:14
12:18
12:18
11:17
6:24
4:24
4:24
Bezirksliga männliche Jugend A
1. Weißenborn
317:190
2. Glauchau/Meerane348:204
3. Zwönitztal
275:278
4. Chemnitz-Rottluff 395:282
5. HC Einheit Plauen 272:230
6. HSG Freiberg
384:397
7. Limbach-Oberfro. 218:297
8. Altzella
194:333
9. Geringswalde
134:326
10. Mulde-Zschopau
0: 0
16: 2
14: 2
12: 6
12: 8
10: 6
10:12
4:12
2:14
0:18
0: 0
Bezirksliga männliche Jugend B
1. Neudorf/Döbeln 398:257
2. Limbach-Oberfro. 435:324
3. Glauch./Meerane 378:272
4. HC Einheit Plauen 381:251
5. Zschop./Borstend. 303:339
6. Annaberg-Buchh. 317:346
7. Weißenborn
285:427
8. Lok Chemnitz
299:336
9. Mulde-Zschopau 289:333
10. Mittweida
325:442
11. Hohenst.-E./Grüna 279:362
24: 0
23: 5
20: 4
20: 6
13:13
8:18
8:18
7:17
6:18
6:20
5:21
Bezirksliga männliche Jugend D
1. EHV/Nickel. Aue 458:159
2. Rottl./Limbach-O. 365:225
3. NSG Westsachsen 246:228
4. Oelsnitz/Oberlosa 247:302
5. HSG Freiberg
247:345
6. Weißenborn
214:280
7. EHV/Nickel. Aue II 244:333
8. HC Einheit Plauen 198:357
9. Fraureuth
0: 0
26: 2
24: 4
17:11
14:14
10:18
9:19
8:20
4:24
0: 0
Bezirksliga weibliche Jugend B
1. Marienberg
335:212
2. Chemnitz-Rottluff 226:145
3. Sa. Zwickau II
211:166
4. Aue/Schneeberg 219:190
5. Langenh./Crimm. 202:188
6. Penig
185:213
7. Oelsnitz/Oberlosa 94:157
8. Chem./Limb.-O. II 102:184
9. Burgstädt
84:203
20: 2
14: 4
14: 4
11:11
10:10
9:11
2:14
2:14
2:14
Bezirksliga weibliche Jugend C
1. Aue/Schneeberg 319:246
2. Fraureuth
215:205
3. Oberlosa
261:243
4. Raschau-Beierfeld 205:207
5. Langenh./Crimm. 190:249
6. Glauch./Meerane 168:208
22: 2
12: 6
11: 9
5:13
5:15
3:13
Bezirksliga weibliche Jugend D
1. Marienberg
372:168
2. HV Chemnitz
306:123
3. Glauch./Meerane 234:148
4. Oberlosa
209:207
5. Weißenborn
174:245
6. MSG Zwickau II
149:233
7. Raschau-Beierfeld 60:380
22: 0
18: 4
16: 6
10:12
6:16
6:16
0:24
Vogtlandpokal Männer
Oelsnitz II
- Rodewisch II
32:36
Wasserball:
U 17 gewinnt
Relegation
Nach zwei Wochen Pause greifen die Wasserbal-
ler des SVV Plauen in dieser Woche wieder in
das Spielgeschehen der Bundesliga ein. Am
Samstag sind die Vogtländer beim Aufsteiger
SpVg Laatzen zu Gast, die Partie im eigenen
Becken konnten sie klar 14:6 gewinnen. Ein Tor
steuerte damals Stepan Rezek bei (Foto). Ein
Erfolg in Niedersachsen ist für das Team wichtig, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Da Krefeld zuletzt deutlich 30:4 gegen
Leimen/Mannheim gewann, liegen die Plauener
durch das schlechtere Torverhältnis nur noch
auf Platz 4. Der bedeutet zwar die Qualifikation
für die Playoffs, dort wartet dann aber der Fünf-
te aus der A-Gruppe. Mit dem Spitzentrio Neustadt, Krefeld und Potsdam wartet auf das
SVV-Team zudem ein schweres Restprogramm.
Am 28. Februar ist außerdem Weiden im Stadtbad zu Gast, die Oberfranken erspielten sich
zuletzt ein Unentschieden gegen TabellenfühFOTO: OLIVER ORGS
rer Neustadt.
Oberlosaer Handballer müssen
die Cupverteidigung abhaken
Nach dem Gewinn des
Sachsenpokals 2014 ist
diesmal im Halbfinale
Schluss für die Plauener.
Beim Ligakonkurrenten
Radeburg gab es am Samstag eine 21:24-Niederlage.
VON ANIKA HEBER
RADEBURG/PLAUEN — Jörg Grüner,
Trainer des SV 04 Oberlosa, hat am
Samstag eine Leistungssteigerung
seiner Mannschaft im Vergleich zur
Vorwoche gesehen. Aber diese reichte für die Plauener nicht, um nach
2014 erneut ins Finale des Sachsenpokalwettbewerbs
einzuziehen.
Nach dem 12:12-Pausenstand unterlagen die Schwarz-Gelben bei Ligakonkurrent TSV Radeburg 21:24.
Einen möglichen Erfolg hatte
Grüners Mannschaft Anfang der
zweiten Halbzeit verspielt. Bis dahin
sahen die Zuschauer in der Paul-Tiedemann-Sporthalle eine ausgeglichene Partie zwischen den beiden
Sachsenligisten. „Wir sind vernünftig reingekommen und konnten das
Spiel ausgeglichen halten. Zwi-
schendurch gab es sogar eine ZweiTore-Führung für uns“, sagt Jörg
Grüner. Nach dem Seitenwechsel
aber zogen die Hausherren bis zur
45. Minute auf fünf Tore davon. „Wir
haben nach der Pause zu viele technische Fehler gemacht. Das nutzt
eine erfahrene Mannschaft wie
Radeburg aus“, so der SV-Trainer. In
den Reihen der Radeburger stehen
mit Mario Scholz und Martin Kaiser
unter anderem zwei Spieler, die vergangene Saison noch beim HC Elbflorenz auf Torejagd gingen und mit
diesem Fünfter in der 3. Liga Ost
wurden.
Oberlosa schaffte es zwar bis zur
52. Minute, wieder bis auf zwei Tore
heranzukommen, mehr war für die
Gäste aber nicht drin. „Die Radeburger haben insgesamt verdient
gewonnen. Sie waren vor der Saison
einer meiner Aufstiegsfavoriten. Die
schlägt man nicht mal einfach so“,
macht Jörg Grüner deutlich. Für den
Gastgeber war der Erfolg zugleich
Revanche für die knappe 24:25-Niederlage beim Punktspiel Anfang Januar in Plauen. Im direkten Vergleich steht es in dieser Saison damit
1:1. Ein Aufeinandertreffen wartet
noch auf beide Teams: Ende April
muss Oberlosa im letzten Ligaspiel
erneut in Radeburg ran.
Wichtig für die Vogtländer war
am Samstag, dass die Verletztenliste
nicht länger wurde. Nachdem Christoph Märtner vor wenigen Wochen
Jörg Grüner
Trainer
SV 04 Oberlosa
FOTO: ELLEN LIEBNER
„Wir haben nach
der Pause zu viele
technische Fehler
gemacht. Das nutzt
eine erfahrene
Mannschaft wie
Radeburg aus.“
einen Kreuz- und Außenbandriss erlitt, muss Jörg Grüner zudem weiterhin auf die Langzeitverletzten Erik
Petzoldt sowie Robert Fickel (beide
Meniskus-OP) verzichten. Ein weiterer Ausfall wäre nur schwer zu verkraften. Schon jetzt sieht der Trainer
bei seinem Team Substanz- und
Qualitätsverluste. Zwar sei die Verpflichtung von Jan Brabec – der
Tscheche war nach der vergangenen
Saison zurückgetreten und steht
aufgrund der Verletzungen wieder
im Kader – gut: „Aber man muss
auch sagen, dass er mehr als sechs
Monate keinen Ball in der Hand hatte. Das macht sich bemerkbar.“
Am Sonntag werden die Oberlosaer trotzdem nicht mit angezogener Handbremse spielen. Dann wartet auf die Mannschaft im hessischen Langgöns-Oberkleen das Viertelfinale im DHB-Amateurpokal.
Die Vogtländer sind dabei gegen die
beiden Oberligisten HV Grün-Weiß
Werder sowie den Gastgeber HSG
Kleenheim nur Außenseiter. „Wir
wollen die bestmögliche Leistung
abrufen und uns auf das Spiel gegen
Cunewalde eine Woche später vorbereiten. Zur Zeit müssen wir vor
allem die Konzentration steigern“,
sagt Jörg Grüner.
OBERLOSA: Klaus, Fuchs; Richter, Wetzel,
Anlauf, Fickel, Englert, Roth, Brabec, Pich,
Peschke, Frost, Weikert.
Spandau, sondern Hellas Hildesheim heißt der Viertelfinalgegner
der U-17-Wasserballer des SVV Plauen in der Endrunde um die Deutsche
Meisterschaft. Wie Trainer Torsten
Schmidt gestern sagte, wird seine
Mannschaft nach dem 9:5-Erfolg in
Uerdingen am Samstag auf Platz 6
gesetzt und trifft damit auf den Dritten der Vorrundengruppe A. Die
Vogtländer hatten die B-Gruppe als
Tabellenführer beendet.
In Uerdingen zeigten die SVVSpieler vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung und
lagen 4:0 vorn. „Wenn wir vor dem
Tor noch abgeklärter sind, ist das
Spiel da eigentlich schon entschieden“, so Torsten Schmidt. Er hatte
sich im Vorfeld der Partie intensiv
mit der Taktik der Uerdinger
beschäftigt und sich zudem beim
Bundestrainer informiert. Zwar kam
der Gastgeber in der zweiten Hälfte
beim 2:4 sowie 4:6 bis auf zwei Treffer an den SVV heran, am Ende aber
konnten die Plauener jubeln. „Es hat
funktioniert, auch wenn nicht alles
optimal lief“, zeigte sich Schmidt
zufrieden. Seine Mannschaft habe
vor allem gezeigt, dass sie als Team
gefestigt ist. Bereits nach drei Minuten hatte Plauens bester Torschütze
Lasse Iffland zwei Hinausstellungen
– eine dritte hätte das vorzeitige
Ende für ihn bedeutet. Für Iffland
und seine Mitspieler steht bis zum
Hinspiel am 21. März zu Hause gegen Hildesheim ein straffes Trainingsprogramm an. Grundlagenausdauer, Schnelligkeit – Trainer
Schmidt will optimal vorbereitet ins
Viertelfinale gehen. (aheb)
BASKETBALL
Homesquad zeigt
eine solide Leistung
ZITTAU — Die Oberliga-Basketballer
von Homesquad Plauen haben am
Samstag ihr Punktspiel beim Tabellenvorletzten Turbine Zittau 78:58
gewonnen. Eine solide Leistung
reichte den Plauenern gegen schwache Gastgeber zum ungefährdeten
Erfolg. Nach verzögerter Anfahrt
wegen eines Staus auf der Autobahn
begann das Spiel 15 Minuten verspätet. Plauen spielte locker einen Vorsprung heraus. Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, und Zittau kam bis
zur Pause heran. Deutliche Worte
von Trainer Wriecz sorgten für den
Hallo-Wach-Effekt. 13:2 Punkte
innerhalb der ersten vier Minuten
im dritten Abschnitt brachten die
Vorentscheidung. Homesquad ist
zurzeit Tabellensechster. (wrk)
PLAUEN: Stegner (20), Blenz (16), Thoß (15),
Kuntke (12), Winkler (8), Borrmann (4), Riedel
(2), Wriecz.
VFC holt sich im zweiten Anlauf den Titel
Die Traditionsmannschaft
des Plauener Fußballvereins hat das Ü-35-Turnier
des SV Concordia gewonnen. Der Gastgeber stellte
den besten Torhüter des
Turnieres.
VON KARSTEN REPERT
PLAUEN — Die Traditions-Mannschaft des VFC Plauen hat am Wochenende im zweiten Anlauf das
Ü-35-Turnier des SV Concordia Plauen in der Kurt-Helbig-Halle gewonnen. Im vergangenen Jahr hatten die
favorisierten Oldies bei der Premiere
noch gepatzt.
Diesmal erreichten die ehemaligen Regionalliga-Fußballer jedoch
das Finale und gingen als Sieger vom
Parkett. Im Endspiel um den 2. FairPlay-Sport-Cup lag zunächst jedoch
der stark aufspielende SV Merkur
Oelsnitz durch ein Tor von Danny
Tischer in Führung. In der Folge
setzte sich immer wieder Mario
Dietz in Szene. Überhaupt spielte
der SV Merkur einen tollen Ball. Die
Plauener hatten aber einen entscheidenden Vorteil. „Bei uns ist jeder
Spieler torgefährlich“, so VFC-Trainer Jens Starke.
Genau diese Tatsache nutzte der
VFC, um das Blatt zu wenden. Thomas Wolfrum und Detlef Rabe trafen zur 2:1-Führung. Gegenüber
fehlte den Oelsnitzern das Abschlussglück. Danny Tischer war
dennoch zufrieden: „Es hat uns riesigen Spaß gemacht, hier zu spielen.“
Der Merkur-Stürmer wurde mit sieben Treffern Torschützenkönig. Als
bester Torhüter des Turniers führte
Daniel Roth seinen SV Concordia
immerhin ins kleine Finale. Dort
geriet der in der Vorrunde überragend aufspielende Post SV Plauen
durch ein Eigentor unglücklich in
Rückstand. Lutz Rosenkranz erhöhte für Concordia auf 2:0. Der
Anschluss-Treffer von Post-Haudegen Dieter Müller kam zu spät. Concordia gewann 2:1.
Vorjahressieger
Fortuna/VFC
Plauen stellte diesmal als Fünfter
mit Rico Kurzendörfer den besten
Spieler. Trotz einiger Terminüberschneidungen kamen noch 140 Zuschauer (Vorjahr 280) in die KurtHelbig-Sporthalle.
ENDSTAND 1. VFC Plauen, 2. SV Merkur Oelsnitz, 3. SV Concordia Plauen, 4. Post SV Plauen, 5. SpG Fortuna Plauen/VFC Plauen, 6. FSV
Bau Weischlitz, 7. SpG Lok Plauen/Plauen
Nord, 8. TSG Ruppertsgrün, 9. SG Unterlosa,
10. 1. FC Wacker Plauen.
Das siegreiche Team des VFC: hinten von links Thomas Wolfrum, Sven Gemeiner, Ronny Welsch, René Schulze, Jens Starke sowie Pokalsponsor Holger
Korschelt. Vorn von links Matthias Köhler, Betreuerin Daniela Meinhardt,
Heiko Riedel, Detlef Rabe, Enrico Brust und Michael Ott.
FOTO: ELLEN LIEBNER
SPORT
Dienstag, 17. Februar 2015
SKI ALPIN
Weltmeisterschaft
in Beaver Creek (USA):
Männer, Slalom: 1. Grange (Frankreich)
1:57,47 min (1:04,26 min; 53,21 s), 2. Dopfer (Garmisch) 1:57,82 (1:04,31; /53,51), 3.
Neureuther
(Partenkirchen)
1:58,02
(1:04,47; 53,55), 4. Kristoffersen (Norwegen) 1:58,04 (1:04,64; 53,40), 5. Hargin
1:58,09 (1:04,23; 53,86), 6. Myhrer 1:58,21
(1:04,04; 54,17), 7. Larsson (alle Schweden)
1:58,47 (1:05,15; 53,32), 8. Choroschilow
(Russland) 1:58,94 (1:03,66; 55,28), 9. FossSolevåg (Norwegen) 1:59,78 (1:05,61;
54,17). 10. Strasser (München) 1:59,85
(1:05,67; 54,18), 17. Schmid (Oberstaufen)
2:00,97 (1:06,35; 54,62).
FUSSBALL
Freie Presse
Medaillen für Chemnitzer keine Utopie
Bei der Bahnrad-WM, die
von morgen bis Sonntag in
Saint-Quentin-en-Yvelines
nahe Paris stattfindet,
besitzen Joachim Eilers,
Stefan Bötticher, Kristina
Vogel sowie Maximilian
Levy beste Chancen,
weit vorn zu landen.
Bundesliga
Frauen, 14. Spieltag: Frankfurt – Potsdam
5:1, Freiburg – Duisburg 2:2, Hoffenheim –
München 1:2, Wolfsburg – Leverkusen 5:0, Essen – Sand 2:2.
1. VfL Wolfsburg
14 39: 1 38
2. Bayern München
14 41: 5 36
3. FFC Frankfurt
14 49:12 31
4. Turbine Potsdam
14 36:19 31
5. SGS Essen
14 19:20 18
6. SC Freiburg
14 19:37 16
7. TSG Hoffenheim
14 13:24 15
8. USV Jena
13 17:22 14
9. Bayer Leverkusen
14 14:30 13
10. SC Sand
14 17:30 11
11. MSV Duisburg
14 10:35
8
12. Herforder SV
13 13:52
2
Regionalliga
A-Junioren: Energie Cottbus – SSV Markranstädt 5:0. B-Junioren: Viktoria Berlin – Hansa
Rostock 2:3.
Landespokal
A-Junioren, Viertelfinale: SG Weixdorf –
Chemnitzer FC 1:3.
Landesklasse: B-Junioren: SpG Chemnitz
(Reichenhain/Bernsdorf/Blau-Weiß) – SpG
Strehla/Canitz/Röderau 7:2.
VOLLEYBALL
VON MARTINA MARTIN
CHEMNITZ — Trotz Vorstartfiebers
bestens gelaunt, meldeten sich die
Sprintasse des Chemnitzer PSV gestern aus dem WM-Austragungsort
bei „Freie Presse“. „Ich kann es kaum
erwarten, am Mittwoch den Gashahn wieder voll aufzudrehen“,
schrieb Joachim Eilers über den
Nachrichtendienst
WhatsApp.
Auch Stefan Bötticher meinte auf
gleichem Weg: „Ich bin schon gespannt und freue mich, wenn es
endlich losgeht.“ Beide berichteten
unisono, dass sie sich gerüstet und
stark in Form fühlen. Und wenn sie
in den entscheidenden Momenten
ihr Leistungsvermögen abrufen,
was ihnen bei ihren bisherigen
WM-Auftritten fast immer gelang,
dann sollte in Richtung Spitzenplätze einiges möglich sein.
3. Liga Ost
Männer: Friedberg- Hammelburg 2:3, Gotha Marktredwitz 2:3, Neumarkt - München 3:1.
Regionalliga Ost: Frauen: Chemnitz II - VJ
Thüringen 3:0, Borna - Lichtenstein 3:1, VJ
Thüringen - Weimar 3:2.
Sachsenklasse West: Frauen: Adelsberg VSV Oelsnitz 3:0.
Maximilian
Levy
Bahnradsprinter
FOTO: IMAGO
BADMINTON
Regionalliga
Zwenkau - Nürnberg 1:7, - Marktheidenfeld
4:4, Leipzig - Marktheidenfeld 4:4, - Nürnberg
5:3, Gittersee - Bamberg 3:5, - Marienberg
6:2, Dresden - Marienberg 6:2, - Bamberg 4:4.
Abschlusstabelle:
1. TV Marktheidenfeld
74:38 23: 9
2. DHfK Leipzig
67:45 20: 8
3. TSV Dresden
59:53 15:13
4. ESV Flügelrad Nürnberg 59:53 15:13
5. SG Gittersee
59:53 15:13
6. BV Bamberg
44:68 10:18
7. BV Zwenkau (Absteiger) 44:68
7:21
8. BV Marienberg (Abst.)
44:68
7:21
HOCKEY
Joachim Eilers nennt dabei ganz
klar sein Ziel: „Mein Traum ist es,
mindestens ein Trikot zu erkämpfen.“ Denn das begehrte Regenbogentrikot, das jeder Weltmeister erhält, fehlt noch in seiner Sammlung.
Der 24-Jährige startet seit 2010 zum
sechsten Mal in Folge bei einer WM.
Als wertvollste Ergebnisse stehen
bislang Silber (2014) und Bronze
(2013) – jeweils im 1000-m-Zeitfahren – zu Buche. Erstmals hat er dabei
drei Möglichkeiten. Als amtierender
Europameister im Keirin besitzt er
automatisch in dieser Disziplin
einen persönlichen Startplatz, im
Die Sprinter Joachim Eilers (links) und Stefan Bötticher werden beim Chemnitzer PSV von den Trainern Ralph Müller
FOTO: KRISTIN SCHMIDT
und Andreas Hirschligau betreut.
Kristina Vogel möchte auch 2015
wieder jubeln. FOTO: LEONARDO MUNOZ/DPA
nichtolympischen Zeitfahren konnte er sich erneut gegen die nationale
Konkurrenz behaupten.
Zudem darf er endlich seine Premiere im Teamsprint (mit René Enders und Robert Förstemann) bestreiten. Im bisherigen Saisonverlauf hatte er bei Weltcups und der
EM stets Topzeiten gebracht. Bereits
im vergangenen Winter konnte er
ähnlich glänzen, Bundestrainer Detlef Uibel hatte sich dennoch für den
routinierten Maximilian Levy entschieden. „Das war damals deprimierend für mich, denn schon da
war ich der Beste auf Position drei“,
erinnert sich der dreifache Europameister. Aber dieses Mal ging kein
Weg an ihm vorbei. Uibel legte sich
vor wenigen Tagen fest. „Joachim
Eilers ist sicher der Aufsteiger der
Saison. Er hat auch die nötige Konstanz gezeigt“, begründete der Coach
mit der großen Hoffnung, dass sich
das deutsche Trio nach Silber 2014
Gold zurückholt.
Stefan Bötticher hatte diesen, bislang letzten Triumph 2013 miterkämpft. Liebend gern wäre er natürlich auch dieses Mal wieder an den
Start gegangen. Doch aus krankheits- und verletzungsbedingten
Gründen (bakterielle Infektion,
muskuläre Probleme), die ihn mehr-
mögens gewann er in der klassischen Disziplin 2013 überraschend
Gold und 2014 trotz Problemen in
der Vorbereitung Silber.
Kristina Vogel, die für das Chemnitzer Erdgasteam fährt, avancierte
bei der WM 2014 in Cali zur überragenden Sprinterin. Drei Regenbogentrikots (Sprint, Keirin, Teamsprint mit Miriam Welte) hatte die
Erfurterin auf der Rückreise im Gepäck. Sie konnte sich aktuell optimal vorbereiten und ist guter Dinge.
„Ich bin auf jeden Fall die Gejagte,
noch mehr als zuvor. Aber ich gebe
wie immer mein Bestes“, sagte die
24-jährige Frohnatur. Gestern posteten sie und ihr Teamgefährte Maximilian Levy noch ein gemeinsames
Foto aus Frankreich an die Fans. Bei-
de machten vor dem Schloß Versailles während einer Trainingsfahrt
in bester Stimmung kurz Station.
Der Cottbuser ist dabei froh,
überhaupt seine zehnten Titelkämpfe in Angriff nehmen zu können. Bei der WM 2014 hatte er sich
bei einem Sturz im Keirinfinale das
Schlüsselbein gebrochen. Eine
schwierige Zeit, in der er allein dreimal operiert wurde und es immer
wieder Entzündungen sowie Rückschläge gab, folgte. Stück für Stück
tastete er sich wieder heran. In seiner Paradedisziplin Keirin (u. a.
WM-Erster 2009 und Olympiazweiter 2012) will er nun alles versuchen.
„Eine Medaille wäre eine Belohnung
nach diesem Jahr der Leiden“, blickte der 27-Jährige voraus.
(Unna), Nils Schomber (Neuss), Kersten Thiele (Sinsheim), Dominic Weinstein (Villingen), Anna Knauer (Rottal), Mieke Kröger (Bielefeld), Tanja
Paller (Lenggries), Stephanie Pohl
(Cottbus), Gudrun Stock (München).
Zeitplan: Mittwoch: 20.40 Uhr:
Punktefahren (Frauen), 21.15: Teamsprint (F); 21.35: Teamsprint (Männer). Donnerstag: 19 Uhr: Zeitfahren
(F), 20.15: Mannschaftsverfolgung (F),
20.45: Keirin (M), 21.05: Scratch (M),
21.40: Mannschaftsverfolgung (M),
Freitag: 19 Uhr: Zeitfahren (M), 20.15:
Punktefahren (M), 21.45: Einerverfolgung (F); Sonnabend: 19.10: Scratch
(F), 19.55: Omnium (M); 20.55: Einerverfolgung (M), 21.20: Sprint (F);
Sonntag: 14.10: Omnium (F), 15.25:
Keirin (F), 15.45: Madison, 16.40:
» www.tissottiming.com
Sprint (M).
BASKETBALL
EISHOCKEY
Bundesliga
DEL
Frauen, 18. Spieltag: Marburg - Oberhausen
69:53 (34:20), Rotenburg-Sch. - Donau-Ries
77:65 (44:41), Bad Aibling - Freiburg 56:74
(24:30), Langen - Halle 52:66 (24:40), Saarlouis - Chemnitz 73:60 (34:30), Wasserburg Herne 82:66 (38:41).
1. TSV Wasserburg
1477:1083
36
2. TV Saarlouis
1328:1168
28
3. Herner TC
1302:1138
28
4. BG Donau-Ries
1278:1202
22
5. Rotenburg-Scheeßel 1295:1256
20
6. SV Halle
1171:1179
20
7. USC Freiburg
1184:1245
18
8. BC Marburg
1096:1202
14
9. Chem-Cats Chemnitz 1182:1359
10
10. RMB Langen
1151:1316
8
11. NB Oberhausen
1216:1305
8
12. TuS Bad Aibling
1054:1281
4
47. Spieltag: Berlin - Nürnberg 3:2 n. P. (0:0,
1:0, 1:2), Augsburg - Schwenningen 5:2 (3:1,
0:1, 2:0), Ingolstadt - Köln 5:3 (0:1, 5:1 ,0:1),
Krefeld - Hamburg 3:2 n. V. (1:0, 1:0, 0:2),
Straubing - Iserlohn 4:1 (2:0, 1:1, 1:0), Düsseldorf - Wolfsburg 3:1 (1:0, 1:1, 1:0), München - Mannheim 1:3 (1:1, 0:1, 0:1).
1. Adler Mannheim
46 159: 109 97
2. EHC München
47 149: 114 86
3. ERC Ingolstadt
47 161: 140 86
4. Hamburg Freezers
47 152: 137 81
5. Düsseldorfer EG
47 141: 136 79
6. Iserlohn Roosters
47 161: 134 77
7. Eisbären Berlin
47 147: 125 74
8. GA Wolfsburg
47 139: 128 72
9. Nürnberg Ice Tigers 47 154: 136 71
10. Krefeld Pinguine
46 135: 155 64
11. Kölner Haie
47 112: 134 64
12. Augsburger Panther 47 130: 172 50
13. Straubing Tigers
46 99: 151 45
14. Schwenninger WW
46 95: 163 35
fach seit November plagten, bekam
er kaum Möglichkeiten, seinen Platz
(Position 2) bei der internen Konkurrenz zu erobern. Als die Auswahl im
Januar zum Vorbereitungslehrgang
in Kapstadt weilte, musste er ebenso
passen, um sich in Chemnitz einer
intensiven Zahnbehandlung zu unterziehen. „Im Training hat ,Bötti’
zwar zuletzt mit seinen Zeiten überzeugt und Detlef Uibel ins Grübeln
gebracht. Aber er ist wohl bei seiner
Entscheidung geblieben“, meinte
Heimcoach Ralph Müller, dem bis
gestern keine andere Information
vorlag. Ungeachtet dessen ist Stefan
Bötticher in der Lage, sowohl im Keirin als auch im Sprint in die Spitzenränge zu fahren. Auch dank seines
außergewöhnlichen taktischen Ver-
Aufgebot und Service zur WM
Deutsches Aufgebot: Kurzzeit: Stefan Bötticher, Joachim Eilers (beide
Chemnitzer PSV), Kristina Vogel (Erfurt); Maximilian Levy (Cottbus/beide
Erdgasteam Chemnitz),Miriam Welte
(Kaiserslautern), Eric Engler (Cottbus), René Enders (Erfurt), Robert
Förstemann (Gera).
Ausdauer: Maximilian Beyer, Henning Bommel, Theo Reinhardt, Charlotte Becker (alle Berlin), Lucas Liss
Regionalliga Ost
Männer: Meerane – Jena 14:3, Königs Wusterhausen – Potsdam 5:16, RvC Berlin – Köthen
14:10, Spandau – Berliner SV 4:6.
1. SV Motor Meerane
13 100: 54 29
2. Potsdamer SU
13 112: 70 29
3. Berliner SV
13 98: 64 27
4. Real v. Chamisso Berlin 13 116: 102 27
5. CHC Köthen
13 92: 90 16
6. Spandauer HTC
13 87: 90 14
7. SSC Jena
13 62: 103 4
8. Königs Wusterhausen 13 58: 133 4
Oberliga: Frauen, Staffel B: Leipziger SC –
Meerane 2:4, Osternienburg II – Leuna 2:2,
Dresden II – HCLG Leipzig II 2:8, Leipziger SC –
Osternienburg II 3:0, Dresden II – Meerane
0:6, Leuna – HCLG Leipzig II 2:2.
LEICHTATHLETIK
HANDBALL
International
Europapokal der Pokalsieger: Frauen, Achtelfinale: Lok. Zagreb - HSG Blomberg-Lippe
17:27 (6:14); Blomberg-L. - Zagreb 24:20
(15:10); Blomberg-L. im Viertelfinale
Champions League: Männer, Gr. A: THW Kiel
- Metalurg Skopje 35:16 (17:3); Gr. C: Medwedi Tschechow - RN Löwen 26:32 (14:18).
Frauen, Gr. 1: HC Leipzig - Thüringer HC
25:34 (11:14).
EHF-Pokal: Männer, Gr. C: FC Porto - Füchse
Berlin 20:26 (12:14); Gr. D: MT Melsungen Guif Eskilstuna 31:27 (16:14); Frauen, Achtelfinale, Rückspiel: Buxtehuder SV - Bayer
Leverkusen 34:29 (16:16); Hinspiel: 29:31;
Buxtehude damit im Viertelfinale.
2. Bundesliga
Deutsche Jugendmeisterschaft
in Neubrandenburg: U 20: männlich: 60 m
Hürden: 1. Elger 7,80 m. Drei: 2. Bauer (beide LAC Chemnitz) 14,99. Diskus: 2. Klaus
58,95, 6. Zeuke 54,36. weiblich: Kugel: 6.
Schmidt 13,97. Diskus: 4. Schmidt 43,67.
Hammer: 4. Hoffmann 48,49. U 18 männlich: Hammer: 5. Thalhäuser (alle LV Erzgebirge) 57,57.
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Männer, 23. Spieltag: Emsdetten - Bittenfeld
24:22 (11:9), Saarlouis - Neuhausen/E. 23:20
(10:9), Eisenach - Hildesheim 37:30 (20:13),
Coburg - Leipzig 18:19 (9:10), Baunatal Hamm-W. 23:43 (12:20), Rostock - Rimpar
25:24 (11:13), Nordhorn-L. - Großwallstadt
30:23 (14:8), Aue - Essen 26:19 (10:10), Bad
Schwartau - Hüttenberg 26:20 (12:11).
1. DHfK Leipzig
671: 560 39: 7
2. TV Bittenfeld
661: 565 35:11
3. DJK Rimpar
588: 540 35:11
4. HSG Nordhorn-Lingen 593: 549 32:14
5. ASV Hamm-Westfalen 691: 635 30:16
6. HSC 2000 Coburg
639: 592 30:16
7. ThSV Eisenach
703: 613 29:17
8. TV Großwallstadt
618: 575 28:18
9. VfL Bad Schwartau
600: 577 25:21
10. EHV Aue
572: 543 24:20
11. TV Neuhausen/Erms 602: 574 21:25
12. TV Emsdetten
648: 667 21:25
13. HC Empor Rostock
622: 667 19:27
14. HG Saarlouis
604: 664 18:28
15. SV Henstedt-Ulzburg 588: 639 17:29
16. TuSEM Essen
545: 599 15:31
17. Bayer Dormagen
591: 666 15:31
18. Eintracht Hildesheim 576: 651 14:32
19. TV Hüttenberg
551: 621 8:38
20. Eintracht Baunatal
554: 720 5:43
Frauen, 18. Spieltag: Zwickau - Beyeröhde
28:26 (14:14), Halle-N. - Dortmund 34:29
(16:13), Rödertal - Nellingen 33:25 (15:11),
Rosengarten-B. - Neckarsulm 27:25 (13:15),
Allensbach - Haunstetten 25:28 (13:12),
Mainz - Bensheim/A. 29:28 (11:17), Herrenberg - Travemünde 30:24 (18:11).
1. Rosengarten-Buchholz 520: 444 29: 7
2. Borussia Dortmund
522: 436 28: 8
3. Sachsen Zwickau
475: 450 26:10
4. SU Neckarsulm
553: 503 25:13
5. Bensheim/Auerbach 468: 453 23:13
6. TV Nellingen
496: 470 22:14
7. Union Halle-Neustadt 509: 491 22:14
8. SG H-2-Ku Herrenberg 450: 444 16:20
9. HC Rödertal
462: 468 15:21
10. FSV Mainz 05
479: 500 15:21
11. TV Beyeröhde
495: 512 13:23
12. TSV Haunstetten
418: 479 13:23
13. SV Allensbach
439: 536 4:32
14. TSV Travemünde
408: 508 3:35
Staßfurt 51:33, Plauen - Grubenlampe 26:24,
Aschersleben - Oebisfelde 34:29, Burgenland
- Radis 25:24, Spergau - Halle 33:45.
1. HC Glauchau/Meerane 534: 492 28: 6
2. HC Einheit Plauen
497: 441 24:10
3. USV Halle
571: 519 24:10
4. HSG Freiberg
758: 703 20:14
5. HC Burgenland
573: 550 20:14
6. SV Hermsdorf
507: 484 20:14
7. TuS Radis
512: 479 19:15
8. HV Rot-Weiß Staßfurt 565: 566 18:16
9. HC Aschersleben
519: 526 15:19
10. HSG Go-Go Hornets
489: 501 15:19
11. ZHC Grubenlampe
482: 473 14:20
12. HSG Werratal
516: 618 9:25
13. SG Spergau
525: 608 7:27
14. SV Oebisfelde
532: 620 5:29
Frauen: Neustadt - Hoyerswerda 25:24,
Markranstädt - Thüringer HC II 34:29, Magdeburg - Rödertal II 32:34, Burgenland - Niederndodeleben 34:37.
1. SC Markranstädt
417: 332 24: 2
2. SG HV Chemnitz
324: 296 17: 7
3. TSV Niederndodeleben 332: 327 15: 9
4. HC Burgenland
346: 329 14:10
5. Magdeburg-Olvenstedt 350: 347 13:11
6. SV Koweg Görlitz
325: 316 10:14
7. HC Rödertal II
377: 388 10:16
8. Thüringer HC II
302: 304 8:14
9. SC Hoyerswerda
315: 356 5:19
10. HC Neustadt-Sebnitz 215: 308 4:18
Mitteldeutsche Oberliga
Sachsenpokal
Männer: Hermsdorf - Go-Go Hornets 30:19,
Glauchau/M. - Werratal 36:25, Freiberg -
Männer, Halbfinale: TSV Radeburg - SV Plauen-Oberlosa 24:21.
Regenstauf - DJK Effeltrich 3:9, SV Schott Jena
- SpVgg Thalkirchen 9:4.
Frauen: SV Schott Jena - Lok Pirna 8:4, Lok
Zwickau - TTC Birkland 3:8, VfB Lengenfeld TTC Birkland 3:8, Leutzscher Füchse II - Lok
Zwickau 8:5.
Leipzig - ABS Aue 8:8, TTV Burgstädt - Elbe
Dresden 13:2, TTC Holzhausen II - MSV Bautzen 8:8.
Frauen: Unikl. Dresden - TTV Hohndorf 3:8,
TTC Großpösna - TTV Holzhausen 2:8, Elbe
Dresden II - SV Dresden-Mitte II 1:8, Motor
Wilsdruff - TTV Hohndorf 3:8, SV Dresen-Mitte
II - TTC Großpösna 8:5, TTC Neukirch - TSV
Falkenau 3:8.
TISCHTENNIS
3. Bundesliga
Frauen: Süßen - Sindelfingen 6:1, Schwabhausen II - Chemnitz 6:2, Süßen - Schwabhausen II 6:1, Langweid - Chemnitz 6:1, Weil Hofstetten 6:2.
1. TTC Langweid
81:27 25: 3
2. ESV Weil
76:36 23: 5
3. TTG Süßen
64:37 18: 6
4. TSV Schwabhausen II
68:54 17:13
5. TTF Frankenthal
57:42 15: 9
6. Saarlouis-Fraulautern 42:49 10:12
7. BSC Rapid Chemnitz
41:60
8:16
8. VfL Sindelfingen
42:72
7:21
9. TV Hofstetten
38:70
7:21
10. TTC HS Schwarza
10:72
0:24
Oberliga Mitte
Männer: Med. Magdeburg - SV Dresden-Mitte
9:1, MSV Hettstedt - TTV Schwarzenberg 9:1,
Elektr. Gornsdorf - Post Zeulenroda 9:6, Med.
Magdeburg - TTV Schwarzenberg 9:3, MSV
Hettstedt - DJK Biederitz 7:9.
Frauen: Sponeta Erfurt - Elbe Dresden 8:4,
TTC Schwarza II - Elbe Dresden 7:7, Aufbau
Schwerz - TTC Schwarza II 2:8.
Regionalliga Süd
Sachsenliga
Männer: SSV Schlotheim - SpVgg Thalkirchen
9:3, SV Schott Jena - SR Hohenstein-E. 9:4, TB
Männer: Rot. Süd Leipzig - MSV Bautzen 5:10,
TTC Holzhausen II - ABS Aue 11:4, Rot. Süd
Landesliga
Männer: TSV Penig - MSV Bautzen III 12:3, SR
Hohenstein-E. II - MT Wilkau-Haßlau 12:3.
Bezirksliga: Dresden: Männer: TTV Oederan
- TSV Radeburg II 7:9.
2. Bezirksliga: Chemnitz: Staffel Ost: SV
Großrückerswalde - GW Niederwiesa 6:9
Dresden: Staffel 1: Motor Mickten II - SV Mulda 11:4.
2. Bundesliga Pro A
Männer, 22. Spieltag: Essen - Baunach 78:63
(42:35), Paderborn - Nürnberg 59:76
(35:45), Leverkusen - Vechta 68:55 (29:26),
Hamburg - Cuxhaven 89:71 (46:44), Heidelberg - Jena 56:97 (29:57), Ehingen - Chemnitz 77:94 (45:43), Gotha - Kirchheim 72:64
(33:32), Würzburg - Gießen 75:54 (36:23).
1. Würzburg Baskets
1893:1566
40
2. Nürnberger BC
1872:1624
32
3. Gießen 46-ers
1661:1521
30
4. BIG Gotha
1666:1542
28
5. ETB Baskets Essen
1668:1608
26
6. Hamburg Towers
1720:1729
26
7. USC Heidelberg
1697:1752
26
8. Science-City Jena
1848:1757
24
9. BV Chemnitz 99
1625:1747
18
10. SC Rasta Vechta
1610:1677
18
11. FC Baunach
1779:1737
18
12. VfL Kirchheim
1796:1885
18
13. Paderborn Baskets 1594:1695
16
14. Giants Leverkusen
1585:1665
14
15. Cuxhaven Bas-Cats 1503:1827
10
16. Erdgas Ehingen
1538:1723
8
2. Regionalliga: Männer, 4. Spieltag: Leipzig
Eagles - Science-City Jena II 75:93 (35:39).
Oberliga: Männer: BC Dresden - USC Leipzig
II 48:67 (28:35), Wurzen - Adelsberg 70:85
(29:43), SV Leipzig - BV Leipzig II 79:82
(46:43), Zittau - Plauen 58:78 (33:37), HSG
Dresden - Freiberg 80:75 (37:27); Frauen: BC
Dresden - Leipzig Lakers 30:67 (15:35).
Landesliga: Männer: Mittweida - Bautzen
80:48 (36:26), Sörnewitz - Adelsberg II 63:54
(28:20), Dresden Titans III - BV Chemnitz III
53:63, BC Dresden II - SSV Chemnitz 61:65
(27:33), Leipzig Lakers - BC Dresden III 80:76
(45:38); Bezirksliga: Männer: Lichtenstein ESV Chemnitz 58:71 (26:30).
DEL 2
48. Spieltag: Crimmitschau - Kaufbeuren 5:2
(2:1, 1:0, 2:1), Dresden - Frankfurt 1:5 (0:0,
1:3, 0:2), Landshut - Ravensburg 3:2 (1:1,
2:1, 0:0), Riessersee - Bietigheim 4:2 (1:1,
3:1, 0:0), Rosenheim - Bad Nauheim 4:3 n. P.
(0:3, 1:0, 2:0), Weißwasser - Kassel 2:4 (0:1,
2:2, 0:1), Heilbronn - Bremerhaven 1:2 (0:1,
1:1, 0:0).
1. Bietigheim Steelers 48 205: 134 108
2. Kassel Huskies
48 176: 125 88
3. Ping. Bremerhaven
46 156: 134 84
4. Löwen Frankfurt
47 193: 137 83
5. Ravensburg TS
48 168: 162 81
6. Starbulls Rosenheim 48 146: 133 78
7. EV Landshut
48 164: 156 76
8. SC Riessersee
48 146: 131 74
9. RT Bad Nauheim
48 158: 162 72
10. Lausitzer Füchse
47 171: 167 71
11. Dresdner Eislöwen
48 162: 177 70
12. EP Crimmitschau
48 168: 182 59
13. Heilbronner Falken
48 110: 207 31
14. ESV Kaufbeuren
48 113: 229 27
BILLARD-KARAMBOLE
Oberliga
Endrunde: SV Dresden - SG Meerane 5:11, SV
Pirna - TSV Leipzig 10:6, SG Meerane II - SC
Reichenbach 6:10, Chemnitzer BC - SG Meerane III 8:8.
SPORT
Freie Presse
FUSSBALL I
St. Pauli verliert
gegen Fürth 0:1
„Extrem schön“ – Dopfer und
Neureuther veredeln WM-Finale
HAMBURG — Schlusslicht FC St. Pauli
hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga
einen
herben
Dämpfer hinnehmen müssen. Das
Team von Trainer Ewald Lienen verlor gestern Abend mit 0:1 (0:1) gegen
die SpVgg Greuther Fürth. Vor
22.383 Zuschauern am Hamburger
Millerntor beendete Kacper Przybylko mit seinem Treffer in der 27. Minute eine Fürther Serie von 573 Minuten ohne Tor. Während Fürth mit
26 Zählern auf Rang 13 der 2. Fußball-Bundesliga kletterte, bleibt St.
Pauli mit 17 Punkten Tabellenletzter. (dpa)
Mehrere Störenfriede
vom 6. Februar erhalten
Stadionverbot in Aue
FUSSBALL II
Hjulmand muss
in Mainz gehen
MAINZ — Die Tage von Kasper Hjul-
mand als Trainer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 sind offenbar gezählt. Nach Informationen der
Fachzeitschrift „kicker“ soll der Däne heute entlassen werden. Sein
Nachfolger kommt mit Martin
Schmidt aus den eigenen Reihen.
Der Schweizer trainiert seit 2010 die
U23 der Rheinhessen. Unter dem
Dänen Hjulmand starteten die
Rheinhessen nach dem Aus in der
Europa-League-Qualifikation und
im DFB-Pokal gegen den Chemnitzer FC gut in die Bundesliga und legten eine Serie von acht Spielen ohne
Niederlage hin. Nach dem 2:1 gegen
den FC Augsburg am 18. Oktober
folgte aber die Wende im negativen
Sinn. Seitdem gelang Mainz nur
noch ein Sieg in 13 Spielen. (fp)
LEICHTATHLETIK
Elger mit Bestzeit
zum Meistertitel
NEUBRANDENBURG — Patrick
Elger
(LAC Chemnitz) ist deutscher Jugendmeister über 60 m Hürden. In
Neubrandenburg verwies er mit persönlicher Bestzeit von 7,80 s den
Dresdner Jonathan Petzke in 7,87 s
auf Rang zwei. Für die Leichtathleten aus der Region gab es zudem
zwei Silbermedaillen: Benjamin
Bauer (LAC) wurde im Dreisprung
der U 20 Zweiter und verfehlte mit
14,99 m die 15-m-Marke nur um einen Zentimeter. Maximilian Klaus
vom LV 90 Erzgebirge kam im Diskuswurf auf 58,95 m und sicherte
sich damit ebenfalls einen Podestplatz. (zps)
RADSPORT
Contador will 2016
Karriere beenden
MADRID — Der zweimalige Tour-de-
France-Sieger Alberto Contador will
Ende 2016 seine Radsport-Karriere
beenden. „Es war schon immer mein
Traum, mich auf dem Höhepunkt
meiner Laufbahn und nach dem Gewinn wichtiger Rennen aus dem
Profi-Sport zurückzuziehen“, sagte
der 32-Jährige der spanischen Zeitung „El Mundo“und betonte: „So
wie ich es jetzt sehe, bleiben mir
noch dieses und das nächste Jahr.“
Definitiv festlegen wolle er sich aber
nicht. (dpa)
FOTO: STEPHAN JANSEN/DPA
Ein tolles Team: die Medaillengewinner Felix Neureuther (r.) und Fritz Dopfer.
Zwei Medaillen im letzten
Rennen, drei insgesamt:
Die deutschen Skirennfahrer liefern auf der Zielgeraden der Alpin-WM in den
USA schließlich doch noch
die erhofften Resultate.
VON MAXIMILIAN HAUPT
UND MICHAEL BREHME
VAIL — Das schwarze T-Shirt mit
Champagner getränkt, in der Hand
ein Glas Weißbier: Bronze-Fahrer Felix Neureuther hat es auf der finalen
Jubel-Party im deutschen Haus richtig krachen lassen. „Ich denke, dass
ich echt sehr, sehr glücklich nach
Hause fahren kann“, sagte der 30Jährige bei der zünftigen Feier in
Vail, bei der neben Neureuther vor
allem auch Fritz Dopfer im Mittelpunkt stand. Der Silbermedaillengewinner blieb von einer SchampusDusche durch Trainer Mathias Berthold am späten Sonntagabend verschont, genoss aber jeden Moment:
„Das ist ein sehr schöner Abschluss
von zwei Wochen in Amerika, die
mir wohl immer im Gedächtnis
bleiben werden.“ Auch wenn es mit
einem Titel im dramatischen Slalom zum Abschluss der alpinen SkiWM nichts wurde, eine weltmeisterliche Verneigung aus der Heimat
gab es trotzdem. „Klasse Jungs, Silber und Bronze! Bärenstark, Fritz
und Felix! Was für ein Rennen!“,
twitterte Bastian Schweinsteiger.
Zwei deutsche Skirennfahrer auf
einem WM-Podest – das hatte es zuletzt vor 28 Jahren gegeben, als
Frank Wörndl den Slalom-Titel holte und Armin Bittner Dritter wurde.
„Ich bin ehrlich tief bewegt“, gestand der deutsche Alpindirektor
Wolfgang Maier. „Ich habe mir gedacht, wenn der eine draufsteht und
der andere runterfällt, das hätte eine
gewisse Bitternis gehabt, weil beide
eine extrem gute Saison fahren. Dieses Mal hatten wir mal das Glück,
dass der Hirscher ausgelassen hat.“
Netter Nebeneffekt: Das Ziel von
drei WM-Plaketten erreichte der
Deutsche Skiverband nach Silber
für Viktoria Rebensburg noch auf
den letzten Drücker.
„Wenn ich heute
wieder Vierter
geworden wäre,
hätte ich mich tief
eingebuddelt.“
Felix Neureuther WM-Dritter im Slalom
Das letzte Rennen der WM war an
Spannung und Dramatik kaum zu
überbieten. Erst als der große Favorit
und zur Halbzeit führende Österreicher Marcel Hirscher als letzter Star-
ter im Schneegestöber einfädelte
und ausschied, wurde Jean-Baptiste
Grange aus Frankreich zum Weltmeister, aus Dopfers Bronze wurde
Silber – und aus Neureuthers Beinahe-Blech Bronze. Papa Christian,
selbst einst erfolgreicher Skirennfahrer, stand mit Tränen in den
Augen hinter einer Bande und
machte Fotos.
„Wenn ich heute wieder Vierter
geworden wäre, das wäre Wahnsinn
gewesen. Da hätte ich mich tief eingebuddelt“, meinte sein Sohn – zwei
Tage zuvor hatte Felix Neureuther
im Riesenslalom eine Medaille als
Vierter verpasst. „Ich war auch echt
angespannt. Aber im Endeffekt: Ende gut, alles gut. Drei Deutsche unter den ersten zehn, das ist mannschaftlich ein richtig geiles Ergebnis. Da können wir alle sehr zufrieden sein“, sagte Neureuther. Linus
Strasser wurde starker Zehnter, zudem fuhr Philipp Schmid noch auf
Rang 17.
Über mangelnde Schulterklopfer
konnte sich auch Dopfer nicht beklagen beim stimmungsvollen Einmarsch zu „Tage wie diese“ in der
„Bully Ranch“. „Es ist extrem schön,
dass man einer der Hauptdarsteller
ist“, sagte der 27-Jährige. Dem beseelten Gesichtsausdruck nach zu
urteilen, konnte er seinen Erfolg aus
dem Torlauf von Beaver Creek noch
nicht fassen. Schon unmittelbar
nachdem Dopfer die erste Einzelmedaille seiner Karriere umhängen
hatte, blieb er sich und seiner nüchternen Art treu. „Ich bin nicht so ei-
ner, der da voll aus sich rausgeht.
Sondern eher einer, der das still genießt und extrem dankbar ist für solche Momente, die einem der Skisport auch geben kann“, sagte der
Sportler des SC Garmisch nach dem
finalen WM-Kraftakt.
Die Weltcup-Saison ist aber noch
nicht zu Ende. Im Endspurt um die
kleine Kristallkugel für den besten
Slalom-Fahrer der Weltcup-Saison
sieht Berthold seinen Schützling
Neureuther nun im Vorteil. Bei noch
zwei ausstehenden Rennen führt
der mit 66 Punkten Vorsprung auf
Hirscher. „Selbstvertrauen gibt das
auf alle Fälle. Diesen Slalom-Weltcup zu gewinnen, ist sicher ein großes Ziel“, sagte der Österreicher.
Neureuther meinte: „Es sind zwei
Rennen, da fängt es wieder bei null
an. Aber wenn du die WM verbockst
– es ist relativ knapp im SlalomWeltcup –, das würde das Ganze
nicht unbedingt einfacher machen.“
In Méribel Ende März gibt es also
womöglich die nächste Party – Alpinchef Maier jedenfalls gab sich zuversichtlich: „Der Felix hat jetzt
schon eine Serie, das ist der Hammer. Ich weiß nicht, wie viele Rennen das jetzt waren. Dass er jedes
Mal am Podium steht, das gibt ihm
schon ein bisschen Rückenwind für
die Kugel.“ (dpa)
EIN ZDF-VIDEO zu Siegen
und Dramen in Vail können
Sie aufrufen, wenn Sie den
Code mit dem Smartphone
scannen.
» www.freiepresse.de/vail
Ukraine-Trip mit mulmigem Gefühl
Das Spiel heute in der
Champions League gegen
Schachtjor Donezk ist für
den FC Bayern keines wie
jedes andere. Es findet in
einem Land statt, das ein
Krisenherd in Europa ist.
MOTORRAD-WM
Ducati präsentiert
neuen Prototypen
BOLOGNA — Die beiden Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Andrea
Iannone haben gestern in Borgo Panigale bei Bolgna die neuen Werksmaschinen für die Motorrad-WMSaison 2015 vorgestellt. Wie Ducati
mitteilte, wird das neue Motorrad
beim zweiten Sepang-Test Ende des
Monates debütieren. Die sichtbarsten Unterschiede zur Vorjahresversion sind im Bereich der Aerodynamik zu erkennen, dabei hat sie einen
neuen Lufteinlass erhalten und eine
schmalere Verkleidung bekommen.
Weitere technische Verbesserungen
bei der Elektronik und beim stufenlosen Getriebe enthalten, wie Manager Luigi Dall’Igna erklärte. (fp)
FCE reagiert
schnell und
verhängt
erste Strafen
LWIW — Ängstlich musste beim FC
Pep Guardiola beim Abschlusstraining in München. FOTO: PETER KNEFFEL/DPA
Bayern München keiner die fragwürdige Champions-League-Reise
in die Ukraine antreten – mit gemischten Gefühlen schon. Trainer
Guardiola sprach von einer „komischen Situation“, Weltmeister Thomas Müller bezeichnete es als „surreal“, heute (20.45 Uhr/Sky) im Ausweich-Spielort Lwiw (Lemberg) zum
Achtelfinal-Hinspiel gegen Schachtjor Donezk anzutreten. Einem Club,
dessen Heimat in einem Kriegsgebiet liegt. „Man fährt da nicht hin
und schaltet alles aus“, erklärte auch
Arjen Robben trotz der aktuellen
Feuerpause. „Das ist schon im Kopf.
Wir sind zwar Fußballspieler, aber
zuallererst Menschen.“ Und Fußball
ist nicht gerade das, was die Leute in
der krisengeplagten Ukraine gerade
zum Leben benötigen, auch nicht
im mehr als 1000 Kilometer von Donezk entfernten Lwiw im Westteil
des Landes. „Die Uefa hat entschieden, dass wir da spielen, wo wir jetzt
spielen. Das haben wir zu akzeptieren“, erklärte Bayern-Chef KarlHeinz Rummenigge. Immerhin mache die Waffenruhe den Ausflug ein
Stück entspannter: „Wir sind alle zufrieden, dass dieser Waffenstillstand
ausgehandelt worden ist.“
Der FC Bayern beschränkt seinen
Ukraine-Trip zeitlich auf das Nötigste. Das Abschlusstraining wurde
gestern noch in München absolviert; auch der zuletzt angeschlagene Xabi Alonso war dabei. Nach dem
Spiel geht es mit dem Charterflieger
direkt zurück, geplante Landung: in
München um 2.15 Uhr in der Nacht
zum Mittwoch. Für Kapitän Bastian
Schweinsteiger und seine Teamkollegen geht es trotz der ungewöhnlichen Bedingungen in erster Linie darum, einen Job zu erfüllen. „Die Situation dort ist anders, aber wir haben
ein Spiel zu spielen. Darauf muss die
Konzentration liegen“, sagte Nationalspieler Holger Badstuber. Das 8:0
gegen den Hamburger SV gibt Rückenwind. Aber Übermut hat es bei
Münchens Ballermännern nicht
ausgelöst. (dpa)
WEITERE SPIELE: Heute: Paris St. Germain
- FC Chelsea (20.45 Uhr/Sky). Mittwoch: FC
Schalke 04 - Real Madrid (ZDF und Sky), FC
Basel - FC Porto (Sky).
AUE — Beim
Fußball-Zweitligisten
FC Erzgebirge Aue geht es voran: in
sportlichen Belangen mit zwei Siegen in Folge und auch im Hinblick
auf die üblen Vorkommnisse beim
Heimspiel gegen RB Leipzig. Wie die
Auer gestern in einer Stellungnahme mitteilten, wurden erste harte
Strafen verhängt. „Der Verein hat
bereits namhaft gemachte Störer
sanktioniert. Nach akribischen Ermittlungen wurden erste Stadionverbote verhängt“, teilte der FCE
mit. Über die genaue Anzahl der Betroffenen wurden mit dem Verweis
auf ein laufendes Verfahren keine
weiteren Aussagen gemacht. Soweit
weitere Täter ausfindig gemacht
werden, drohen aber auch ihnen
Stadionverbote.
In einer Stellungnahme gegenüber dem Kontrollausschuss des
Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
bedauerte der Klub die Zwischenfälle vom 6. Februar nochmals. Während des Spiels hatten einige Fans
kurzzeitig ein Transparent hochgehalten, auf dem RB-Mäzen Dietrich
Mateschitz in Nazi-Uniform zu sehen war. Auf einem Banner stand:
„Ein Österreicher ruft und ihr folgt
blind, wo das endet, weiß jedes Kind.
Ihr wärt gute Nazis gewesen!“
Nach Einschätzung des Vereins
und von Fachleuten hatten die Vorkommnisse keinen rechtsradikalen
Hintergrund. „Das rechtfertigt das
Geschehen jedoch in keiner Weise“,
teilten die Veilchen mit. Und weiter
hieß es: „Die Banner und das Transparent, das Herrn Mateschitz zeigt,
verunglimpfen Herrn Mateschitz
bzw. die Anhänger von RB Leipzig in
strafbarer Weise, weil sie diese mit
den einzigartigen Verbrechen der
Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung bringen.“
Mit den Stadionverboten reagierten die Auer schnell auf die Vorkommnisse, die deutschlandweit
für Aufsehen gesorgt hatten. Das
konsequente Vorgehen, welches
auch Präsident Helge Leonhardt gefordert hatte, und der Fakt, dass die
Fans der Erzgebirger bisher kaum
für negative Schlagzeilen gesorgt
hatten, sprechen für den Verein. Die
Auer müssen dennoch mit einer
hohen Geldstrafe rechnen, im
schlimmsten Fall droht ein Spiel unter Ausschluss der Zuschauer. (fp)
DYNAMO DRESDEN
Trainer Stefan Böger
beurlaubt
DRESDEN — Fußball-Drittligist Dyna-
mo Dresden hat sich von Trainer
Stefan Böger (Foto) getrennt. Das
gab der Verein gestern Abend nach
einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung bekannt. Das Gremium
stimmte dem Vorschlag der Geschäftsführung einstimmig zu. Der
Tabellenachte hatte nach der Winterpause drei Niederlagen in Folge
kassiert und dadurch den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. „Diese Personalentscheidung
ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse der sportlichen Entwicklung in den letzten
Monaten, aber auch der aktuellen Situation“, sagte Sportdirektor Ralf
Minge. Über einen möglichen Nachfolger will der Verein heute auf einer
Pressekonferenz informieren. Der
48-jährige Böger hatte im vergangenen Sommer nach dem Abstieg unter Olaf Janßen eine neuformierte
Truppe übernommen und sollte daraus langfristig eine schlagkräftige
Mannschaft für den Wiederaufstieg
formen. Dies traut der Verein ihm
scheinbar nicht mehr zu. Zuletzt
verlor Dynamo in Kiel 0:1. (dpa)
FOTO: MATTHIAS HIEKEL/DPA
NACHRICHTEN
Dienstag, 17. Februar 2015
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 17. Februar 2015
Seite A1
Fernsehen
Komödie: Zwei
sehr verschiedene Familien
stranden auf
Mauritius. S. A3
Die Defekte in der Demokratie
NACHRICHTEN
THE ATER
Treffen der
Landesbühnen
RADEBEUL — Im März ist Radebeul
Gastgeber der 16. Deutschen Landesbühnentage. Das Festival entstand 1981 und findet alle zwei bis
drei Jahre an wechselnden Standorten statt. Wie die Landesbühnen
Sachsen mitteilten, sind vom 15. bis
29. März unter dem Motto „Treffpunkt Familie“ Produktionen von
18 Landesbühnen zu sehen, darunter aus Esslingen, Halberstadt, Detmold, Stendal, Hildesheim, Eisleben,
Memmingen und Tübingen. Die
Landesbühnen Sachsen beteiligen
sich mit einer Premiere an dem Festival: Am 21. März kommt das Musiktheater „Parthenogenesis“ von
James MacMillan auf die Bühne.
» www.landesbuehnentage.de
(dpa)
KLASSIK-STIFTUNG
Cranach und
die Reformation
WEIMAR — Die
Weimarer KlassikStiftung stellt dieses Jahr die Malerfamilie Cranach in den Mittelpunkt
ihrer Vorhaben. Mit der Jahresausstellung „Bild und Botschaft“ im
Schillermuseum solle die entscheidende Bedeutung von Thüringen
und der Residenzstadt Weimar für
die Reformation und deren Bildgebung verdeutlicht werden, sagte gestern Stiftungspräsident Hellmut
Seemann. Für den Herbst kündigte
er den Baustart für das seit Jahren geplante neue Bauhaus-Museum an.
» www.klassik-stiftung.de
(epd)
HOLLYWOODSCHAUSPIELER
Louis Jourdan
gestorben
PARIS — Hollywoods Charmeur Lou-
FOTO: IMAGO
is Jourdan ist tot. Der aus Marseille
stammende Schauspieler, der unter
anderem in „James
Bond 007 – Octopussy“ (1983) zu sehen war, starb am
Samstag im Alter
von 93 Jahren in Beverly Hills, wie sein
offizieller Biograf
Olivier Minne berichtete. Jourdan
(„Gigi“) sei der letzte „French Lover“
Hollywoods gewesen, erklärte Minne. Jourdan war in etwa 80 Film- und
Fernsehrollen zu sehen. Seit längerem lebte Jourdan zurückgezogen.
Seine letzte größere Rolle – in „Das
Jahr des Kometen“ – liegt mehr als
zwei Jahrzehnte zurück. (dpa)
Noch vor dem Erscheinen
des Buches „Hart auf
hart“ in den USA stellte es
der exzentrische Kalifornier T. C. Boyle bei einer
Lesung in Leipzig vor –
und begeisterte sein
Publikum.
Die britische Krimi-Queen
Ruth Rendell wird heute
85 Jahre alt
VON TERESA DAPP
VON ULRICH STEINMETZGER
war Leipzigs
Buchmessechef Oliver Zille stolz auf
so einen Start des Mammutprogramms von „Leipzig liest“, das am
Sonntagabend zum nachdrücklichen Vorglühen auf die Buchmesse
mit etwa 3000 Veranstaltungen
wurde. Er begrüßte „die Glücklichen
der ersten Nacht“, versprach einen
frischen Autor, dem er nach dem ersten, eher braven Beifall dann noch
einen deutlich frenetischeren herbeimoderierte. T. C. Boyle winkte
entspannt in die Gemeinde, die er
auf Deutsch begrüßte, um dann die
Inspiration für den Titel der amerikanischen Originalausgabe seines
15. Romans „The Harder They Come“ singend von Jimmy Cliffs Reggae-Song herzuleiten.
Ja, „Romane sind wie Rockkonzerte: Entweder bringst du die Leute
zum Tanzen, oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf“, postulierte Boyle einst. Insofern war das komplett
ausverkaufte Werk 2 genau der richtige Ort. Dies war der erste öffentliche Auftritt des Kultautors mit seinem neuen Buch „Hart auf hart“ –
nicht daheim, sondern dort, wo er so
gemocht wird. Warum, fragt Moderator Joachim Scholl vom Deutschlandradio Kultur. „Wenn ihr mich
liebt, liebe ich euch auch“, ist die lapidare Retourkutsche.
Boyle ist im Gespräch ein Meister
der treffsicheren Antworten. „Das
Beste, was man erreichen kann, ist
es, das Schlechteste zu vermeiden“,
beruft er sich auf Italo Calvino,
nachdem er erklärt hat, in seinem
Frank-Lloyd-Wright-Haus im kalifornischen Montecito bei Santa Barbara ersetze der Hund die Waffen.
Um Waffenbesitz, Selbstjustiz und
wieder einmal um die amerikanische Seele geht es in seinem neuen,
richtig guten Buch. Dem Motto von
D. H. Lawrence zufolge ist diese Seele „hart, einzelgängerisch, stoisch
und ein Mörder“. Und wieder einmal ist es, als würde die reale Welt
Boyles gesteigerten Szenarien
Schritt für Schritt ähnlicher.
LEIPZIG — Natürlich
Unterstreicht das Gelesene mit weit ausgreifenden Händen: T. C. Boyle.
Alternierend liest er mit Michael
Pempelforth vom Schauspiel Leipzig aus den Eingangskapiteln. Nachdem seine Frau Carolee ihn dazu gedrängt hat, unternimmt Sten Stenson mit ihr eine Urlaubs-Kreuzfahrt.
Er ist siebzig, war Schuldirektor, hatte einst vielleicht einen Vietnamesen getötet und ist nun Pensionär im
kalifornischen Eigenheim mit
Meerblick. Mit seinem grauen Pferdeschwanz ist er das Bild eines Amerikaners. Als vorbildlicher Bürger
kauft er einheimische Produkte,
kompostiert und recycelt. Er musste
mal weg. Als seine Reisegruppe
beim Landgang in Costa Rica überfallen wird, tötet er per Würgegriff
einen Angreifer: „einmal Marine,
immer Marine“. Nun ist er Held und
Mörder mit noch einem weiteren
Grund für ein schlechtes Gewissen.
Boyle liest noch aus dem Manuskript, denn kurioserweise wird
„The Harder They Come“ erst am
31. März in Amerika erscheinen. Er
unterstreicht das Gelesene mit weit
ausgreifenden Händen, um dann zugeneigt schmunzelnd dem exzellen-
ten deutschen Vortrag zu folgen. Er
mag es, wie sein Text öffentlich
funktioniert.
„Romane sind wie
Rockkonzerte:
Entweder bringst
du die Leute zum
Tanzen, oder sie
feuern dir Bierdosen an den Kopf.“
T. C. Boyle Schriftsteller
Weil Boyle unter den Literaten wie
ein Rockstar ist und eine gigantische
Tour folgen wird, ist ihm das wichtig. Das Rot seiner Schuhe kommt
im Druck auf seinem T-Shirt wieder,
ansonsten schwarz unterm Flammenhaar, so wächst der 66-Jährige
schlaksig empor am Pult.
FOTO: WOLFGANG ZEYEN
Dann erzählt er von Sara und
Adam, dem Sohn von Sten und Carolee, den eigentlichen Hauptfiguren seines Buches, die ausrasten an
den amerikanischen Verhältnissen.
Er erzählt von seinen Recherchen in
Polizeiberichten und wie seine fiktiven Stoffe aus Realien wachsen, vom
gigantischen Einfluss der National
Rifle Association, der Waffen-Lobby,
auf die Politik und davon, wie in
Amerikas Historie Waffen und
Landgewinn eine bis heute fortdauernde Mesalliance bilden. An seinem infernalisch ausrastenden Duo
Sara-Adam, anarchistische Autoritätsverweigererin und Psychopath,
dekliniert er bis zum bitteren Ende
die Defekte in der Demokratie
durch. „Wir sind Barbaren“, fasst er
zusammen. Boyle ist immer weniger der uns zum schenkelklopfenden Amüsement treibende Großerzähler und immer mehr der kulturpessimistische Warner, der sein
Land in voller Breite und geschichtlicher Tiefe durchmisst. Langer Beifall dafür und eine noch längere
Schlange beim Signieren.
Einladung ins Kuriositätenkabinett
Sieben Szenen über die
Liebe sorgen im Chemnitzer Schauspiel für einen
skurrilen Abend voller
Überraschungen.
VON UTA TRINKS
nett (Ausstattung: Stefan Morgenstern), vollgestopft mit allerlei Dingen, die keine sinnfällige Verbindung untereinander erkennen lassen, geschweige denn eine zeitliche
Zuordnung. Zu schauen gibt’s jedenfalls genug, die Neugier hat reichlich Nahrung. Und es bleibt spannend – die ganze Inszenierung über
(Regie: Silke Johanna Fischer). In
mehr als einem halben Dutzend
Ländern kam „Gegen die Liebe“
schon auf Spielpläne. In Chemnitz
erlebte die Szenenfolge nun ihre
Deutsche Erstaufführung.
„Hab mich lieb“ schnurrt eine
männliche Gestalt schon, da suchen
sich die Zuschauer noch ihre Plätze.
„Hab mich lieb“ – immer wieder, in
verschiedene Richtungen. Die eckigen Bewegungen des Automaten
werden zusehends langsamer und
ersterben. Hier müsste einer neu
aufziehen, damit die Floskel erneut
zu hören wäre. Tut aber keiner. Warum auch? Der folgende Geschichtenreigen erzählt ja von dem, was
nicht so funktioniert in Sachen
Zweierbeziehung: Ein Bauer macht
einer Prinzessin einen Heiratsantrag, und die willigt erstaunlicherweise ein. Zuvor aber verlangt sie einen unglaublich grausamen Liebes-
CHEMNITZ — Ein großes Bett domi-
niert den Raum. Was sonst? Geht es
doch um das größte und schönste
Gefühl, das wir kennen. Wirklich?
Das Stück, das am Freitagabend im
Ostflügel des Chemnitzer Schauspielhauses Premiere hatte, lässt
Zweifel an dieser Aussage zu. Die sieben burlesken Dramolette von Esteve Soler, die hier zu erleben sind,
werden schließlich unter dem Titel
„Gegen die Liebe“ geführt. Und dass
dies kein gewöhnlicher Theaterabend wird, offenbart sich bereits,
wenn man den ansonsten kargen
Raum der eher für experimentelles
Theater vorgesehenen Bühne betritt. Da landet man ganz unvermittelt in einer Art Kuriositätenkabi-
Zwischen
Morden und
menschlichen
Abgründen
Das Stück
Esteve Soler behandelt in sieben
burlesken Dramoletten verschiedene
Seiten der Liebe zwischen Mann und
Frau. Der katalanische Autor reißt mit
den skurril-humorvollen Szenen den
unverbesserlichen Romantikern allerdings die rosarote Brille von der Nase. „Gegen die Liebe“ ist Teil einer Trilogie, zu der auch „Gegen den Fortschritt“ und „Gegen die Demokratie“
gehören. (ut)
Sie (Magda Decker) ist nicht seine (Grégoire Gros) Frau, denn diese liegt nach
einem Streit in Scherben vor dem Bett.
FOTO: DIETER WUSCHANSKI/THEATER
Nächste Aufführungen am 20. Februar, 7. und 20. März, jeweils 20 Uhr.
Kartentelefon: 0371/4000430.
» www.theater-chemnitz.de
beweis. Eine Frau wird ihren Ex
nicht los. Der hat sich unter ihrer
Haut verschanzt. Ein Paar streitet,
und die Frau zerspringt in Scherben,
die aufgekehrt werden müssen.
Zwei Astronauten sind nicht nur in
den sperrigen Anzügen in ihren Bewegungen eingeschränkt, sondern
auch in ihrer Kommunikation. Sagt
da jemand was? Hört da jemand zu?
Lebt da wer noch?
Was ist nicht schon alles über die
Liebe geschrieben, gesagt, gesungen,
gemalt worden? Und eigentlich hat
Esteve Soler dem nichts Neues hinzuzufügen. Trotzdem leuchtet er
überraschend anders hinein in das
Wirrwarr der Paar-Gefühlswelt – ohne Euphorie, aber mit Melancholie.
Gewohnte Abziehbilder haften hier
nicht und machen den Blick auf die
dunklen Seiten der Liebe frei. Magda
Decker, Bianca Kriel, Grégoire Gros
und Fabian Jung sind in schnell
wechselnden Rollen gefordert – einsam, grausam, schrill, manipulativ,
rätsel- oder schmerzhaft, traurig
oder wütend sind ihre Figuren.
Für diesen surrealen wie anregenden Abend gab es viel Beifall.
LONDON — Der etwas brummelige
Scotland-Yard-Ermittler Reginald
Wexford machte sie berühmt: Ruth
Rendell liefert Fans britischer Krimis seit gut 50 Jahren reichlich Leseund Diskussionsstoff. Mehr als 60
Romane hat die Bestseller-Autorin,
die unter dem Pseudonym Barbara
Vine auch Psychothriller schreibt,
inzwischen veröffentlicht. Heute
wird sie 85 Jahre alt.
Bis vor wenigen Wochen sah es
nicht danach aus, als denke Rendell
an Ruhestand. Erst 2014 erschien ein
neuer Rendell-Krimi, ein weiterer
soll im Herbst folgen. Dann die schockierende Nachricht Mitte Januar:
Nach einem Schlaganfall sei ihr Zustand „kritisch“. Doch gestern teilte
ihr Agent Charles Walker mit: „Es
scheint aber aufwärts zu gehen.“
Wer einen Krimi von Rendell
liest, bekommt stets mehr serviert
als ein Verbrechen und seine Aufklärung. Die Lehrerstochter konzentriert sich eher auf die Mordumstände und die seelischen Abgründe ihrer Figuren, die meistens tief sind.
Ihre Geschichten wurden in
21 Sprachen übersetzt, viele gewannen Auszeichnungen oder wurden
verfilmt, zum Beispiel „Live Flesh –
Mit Haut und Haar“ unter der Regie
des Spaniers Pedro Almodóvar.
Ruth Rendell
Schriftstellerin
FOTO: J. BAUER HUTCHINSON/DPA
Ruth Barbara Grasemann, so Rendells Mädchenname, kam am 17. Februar 1930 als einziges Kind eines
Lehrerpaares zur Welt und wuchs in
London auf. Bereits in der Schule begeisterte sie sich fürs Schreiben.
Nach dem Abschluss arbeitete sie
für verschiedene Zeitungen und heiratete 1950 einen Kollegen, mit dem
sie einen Sohn bekam. Am Schreiben hielt sie auch noch fest, als sie
dem Journalismus den Rücken kehrte. „Alles Liebe vom Tod“ („From
Doon with Death“) hieß der erste
Wexford-Krimi, den Rendell eigentlich eher zum Spaß verfasst hatte.
Über einige Jahre hatte sie erfolglos
Verlagen ihre Arbeiten angeboten,
der schweigsame und zum Sarkasmus neigende Ermittler Wexford
brachte schließlich den Durchbruch. Der Roman erschien 1964
und war gleich ein großer Erfolg.
In England wurde der glücklich
verheiratete Familienvater bald so
bekannt wie Sherlock Holmes und
Miss Marple. Als sie gemerkt habe,
dass sie eine ganze Weile mit diesem
fiktiven Mann leben müsse, habe sie
ihn ein bisschen netter gemacht,
schrieb Rendell zu Wexfords 50. „Geburtstag“ im vergangenen Jahr. „Ich
wollte, dass er gebildeter ist, liberaler, freundlicher, sensibler.“
In Rendells jüngstem Buch „The
Girl Next Door“ ermittelt ein anderer Kommissar. Sie widmet sich darin dem Thema Altern. Eine deutsche Übersetzung gibt es noch nicht.
Seit 1999 lebt die Autorin in London
und hat seit 1997 einen Platz im britischen Oberhaus – für die LabourPartei. Seit ihrer Erhebung in den
Adelsstand heißt sie offiziell Baroness Rendell of Babergh. (dpa)
DAS HÖRSPIEL „Blutschrift“
von Ruth Rendell können Sie
aufrufen, wenn Sie den Code
mit dem Smartphone scannen. » www.freiepresse.de/blutschrift
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
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ir können uns ja zurückhalten. Ich dachte nur,
wir sollten nachträglich
feiern, dass wir Sarajewo überlebt
haben. Ich war damals manchmal so
ausgehungert, dass ich Ihren Hund
aufgegessen hätte, wäre er mir in die
Hände gefallen“, sagte der Reporter,
als Bruno ihn ins Haus führte. „Aber
schauen Sie sich erst einmal Ihr Geschenk an.“
Er reichte ihm ein Fax, auf dem
ein Gebiss abgebildet war.
„Das ist der Beweis. Die Tote ist
Athénaïs de Bourbon.“
„Françoise-Athénaïs“, korrigierte
Bruno. „Ein Familienmitglied hat sie
auf dem Foto wiedererkannt, das Sie
mir zugeschickt haben.“
Nach dem ersten Gang – Brunos
selbstgemachter foie gras – bat Bruno
seinen Gast in die Küche, um ihn zu
überraschen. Er öffnete die Ofenklappe, zog vorsichtig das Backblech
heraus und stellte es auf den Herd.
„Poulet bière au cul“, erklärte er triumphierend. „Erinnern Sie sich?
Wir waren im Konvoi unterwegs
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Martin Walker (aus dem Englischen von Michael Windgassen)
Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 108
und wurden von einem texanischen
Radioreporter bekocht. Er hat dieses
tolle Gericht zubereitet. Das Bier
verdampft im Inneren des Huhns,
und das Fleisch bleibt wunderbar
saftig.“
„Putain, ja, jetzt erinnere ich mich
wieder“, antwortete Gilles. „Er behauptete, für das Bier zehn Dollar
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Alzheimer und kommt aus ihrem
Bett nicht mehr heraus.“
„Dann unterhalte ich mich eben
mit der Schwester.“
„Ich fürchte, die hat mit der Presse nicht viel im Sinn“, sagte Bruno.
„Damit kann ich umgehen. Der
Name Paris Match bewirkt immer
noch Wunder.“
Sie setzten sich mit Brandygläsern wieder ans Feuer, und Bruno erzählte: von dem Feriendorf in Thivion, der Roten Komtesse im Wintergarten des Châteaus, Fouchers Vorstrafe wegen Insidergeschäften und
den Partys der Rüstungslobby in der
auberge des Grafen. Gilles machte
sich Notizen.
Als Bruno fertig war und ein
Holzscheit nachlegte, meinte Gilles:
„Dreh- und Angelpunkt scheint die-
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„Fertig“, rief Gilles und füllte die
Gläser zur Begleitung für den Käse.
„Wir haben nur gerade ein bisschen
an den Schlagzeilen, den Bildunterschriften und am Aufmacher gebastelt. Eine gute, wenn auch traurige
Story. Sie wollen wissen, was als
Nächstes passiert, nach dem Exorzismus. Ob’s eine Fortsetzung gibt.“
„Wäre das nicht ein fulminanter
Abschluss?“
„Aber erst muss noch geklärt
werden, wer den Teufel in der Höhle
beschworen und warum Athénaïs
ihren Selbstmord mit satanistischen
Symbolen ausstaffiert hat. Meine Redaktion will, dass ich ein Interview
mit der Roten Komtesse führe.“
„Die Komtesse hat Athénaïs
nicht identifiziert. Es war ihre
Schwester. Die Komtesse leidet an
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auf dem Schwarzmarkt bezahlt zu
haben.“ Bruno befreite das Hühnchen von der Bierdose, legte es mit
den Kartoffelscheiben auf einen Servierteller und bat Gilles, es zum
Tisch zu tragen und dort zu zerteilen, während er noch schnell die
Sauce zubereitete. Eine halbe Stunde später war das Hühnchen verzehrt und vom Pomerol nur noch
ein Drittel übriggeblieben, als Gilles’
Handy klingelte. Seine Redaktion
wollte mit ihm sprechen. Bruno
räumte den Tisch ab, servierte den
Käse und löste für Balzac Fleischreste von den Hühnerknochen. Weil
Gilles’ Gespräch länger dauerte,
spülte Bruno in der Zwischenzeit
das Geschirr, räumte die Küche auf
und brachte frische Bettwäsche und
Handtücher ins Gästezimmer.
ser Graf zu sein. Was hat er zu all
dem zu sagen?“
„Ich habe ihn noch nicht vernehmen können.“
„Hätten Sie was dagegen, wenn
ich mich einschalte? Er ist der Cousin der Toten, nicht wahr? Wenn Athénaïs der einzige Nachkomme der
Komtesse war, wird der Graf nicht
nur seine Großmutter beerben, sondern auch die Rote Komtesse.“
Bruno fuhr zusammen. Warum
hatte er daran noch nicht gedacht?
Doch dann ließ er sich wieder in den
Sessel zurückfallen. Der Graf konnte
sie nicht beerben.
„Laut Autopsie hat Athénaïs irgendwann ein Kind zur Welt gebracht“, sagte Bruno. „Vielleicht ist
das die Fortsetzung Ihrer Story. Sie
haben doch bestimmt einen Korrespondenten in Hollywood, der dieses
Kind leichter ausfindig machen
Fortsetzung folgt
kann als ich.“
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 17. Februar 2015
IM RADIO
HÖRSPIEL
In der Hitze
von Jamaika
DLF 20.10 UHR
Während ihr Ehemann, ein amerikanischer Professor,
sich auf einer Forschungsreise in Europa befindet, urlaubt Mary Watson
auf Jamaika, weil es dort im August
am billigsten ist. Ist es die Hitze, ehelicher Überdruss oder einfach Abenteuerlust – Mary wünscht sich eine
Affäre. Doch nur ein älterer, recht
unansehnlicher Mann macht ihr
den Hof – ob Mary sich darauf einlässt? Das erzählt der britische
Schriftsteller Graham Greene in seinem Hörspiel „Billig im August“. (fp)
Freie Presse
Klassenk(r)ämpfe auf Mauritius
A3
Genialen
Ideen auf
der Spur
Zwei Familien unterschiedlicher Herkunft finden sich
urplötzlich auf einer einsamen Insel wieder – und
Rettung ist nicht in Sicht.
MDR-Magazin zu Gast
bei der „Freien Presse“
ne eine eigene Werkstatt eröffnen
und braucht dazu einen größeren
Kredit; Sandy liebäugelt mit einem
kleinen Restaurant. Banker Hubertus kanzelt sie alle ab, auch und vor
allem die eigene Frau, die sich nach
und nach als schwere Trinkerin erweist, aber mit traumhafter Baccardi-Erotik den Handtaschen-Retter
als „Mein Held!“ tituliert.
Das könnte einen Film lang so
weitergehen, einen Schauplatzwechsel bräuchte man nicht. Doch
Timothy Tremper (Drehbuch) lässt
die Partygesellschaft nach zu viel Alkoholgenuss in einer gemieteten
Jacht davonsausen – bis zum Horizont und darüber hinaus. Wie durch
ein Wunder überleben alle und finden sich auf einer gottverlassenen
Insel unter glühender Sonne wieder.
Auch hier wird nun nach Trinkbarem und anderen Lebensmitteln
gesucht. Proll-Vater Franky hat sie
alle so ziemlich in der Hand – er baut
die besten Hütten und erklettert die
wichtigsten Früchte. Und weil die
Streitereien trotz aller Inseleinsamkeit weiter eskalieren, zieht Hubertus, der Banker, dessen Antlitz von
Minute zu Minute immer mehr einer Tomate gleicht, erst einmal eine
Demarkationslinie über das Eiland,
die niemand übertreten darf. Das
schafft einen durchaus drollig herbeizitierten Ost-West-Konflikt, den
die Regie (Andi Niessner) glücklicherweise nicht überstrapaziert.
Doch so schön und unbeschwert
wie am Anfang wird es nicht mehr
sein – mögen sie sich auch irgendwann noch versöhnt in den Armen
liegen. Dazu ist dieses Insel-Abenteuer dann doch zu dünn. Aber an
den munteren Schauspielern und
ihrem lockeren Treiben hat, wer
sich nicht zu viel erwartet, schon
seinen Spaß. (tsch)
MDR 19.50 UHR Wie entsteht eine Zeitung? Matze Brand, Moderator der
Sendung „Einfach genial“ ist dabei,
wenn in Chemnitz die „Freie Presse“
entsteht. Von den letzten Besprechungen in der Redaktion bis hin
zum druckfrischen Blatt ist jede
Menge interessanter Technik im
Einsatz.
Die Sicherung von Rollläden
wird im MDR-Magazin in der heutigen Sendung ebenso beleuchtet wie
das Thema „Intelligentes Fenster“.
Dieses reguliert die Lufterneuerung
im Raum selbstständig. Die Sensoren messen Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Kohlendioxid-Konzentration. Wenn eine Steuereinheit feststellt, dass gelüftet werden muss, öffnet sie Klappen unterhalb des Rahmens.
Immer und überall das Handy laden? Das wäre natürlich prima. Ein
Team aus Dresden hat dafür ein
Kraftwerk für die Hosentasche entwickelt, das bald vom Band geht.
Werner Kessel aus Kühlungsborn
dagegen hat sich eine einfache
Schwimmhilfe für Kinder ausgedacht. Sie besteht aus Neopren, hält
Bauch, Brust und Rücken warm, hat
Auftrieb im gesamten Rumpfbereich und lässt Arme sowie Beine
frei beweglich. (fp)
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VON WILFRIED GELDNER
SAT1 20.15 UHR
„Er war gleich geschickt für die Orgel, den Sang, den
Schulkatheder und die Kanzel... war
zum Schulmann geboren... und hatte die trefflichste Anlage zum Redner.“ So hat sich der Schriftsteller
und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart (1739–1791) selbst
einmal dem großen Publikum vorgestellt. Seine Lieder waren sehr beliebt, seine Gedichte wurden mehrfach vertont, so etwa „Die Forelle“,
die Franz Schubert berühmt machte. Richard Schroetter stellt Schubart, der ab 1777 auf dem Hohenasperg eine zehnjährige Haftzeit verbüßte, vor. (fp)
„Sonne, Strand, Meer“
verspricht Sat1 mit seinem Ferienmovie „Zwei Familien auf der Palme“. Die „Traumreise“ geht nach
Mauritius – sowohl für die Berliner
Prollfamilie Kowalski als auch für
die des stinkreichen Münchner Investment-Bankers Hubertus von
Zangenheim (Hajo von Stetten).
Weil die Handtasche der BankerGattin (Nadeshda Brennicke) entwendet wird, finden beide am Zielflughafen zusammen: Tankwart
Franky fasst schnell den Dieb und
wird zum Dank mit Frau Sandy (Valerie Niehaus) und Tochter (Anna
Lena Klenke) zum Barbecue im
Fünf-Sterne-Ressort eingeladen. Zur
Versöhnung zwischen den Klassen
kommt es freilich vorerst nicht. Im
Gegenteil.
Wie so oft hat man bei der Ouvertüre den meisten Spaß. Die einen
spreizen sich vor Überheblichkeit,
die anderen geben sich „arm, aber
glücklich“ und sind mit ihrer Absteige in Flughafennähe hochzufrieden.
Geträumt werden darf aber auch:
Franky (Dirk Borchardt) würde ger-
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PORTRÄT
Der Musiker und
Publizist Schubart
DR-KULTUR 22 UHR
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Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: Dirk Borchardt und Hejo von Stetten (links).
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FOTO: SAT1
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 17. Februar 2015
Wer bekommt die Rente mit 63?
RATGEBER IM TV
Eiskalt!
15.00 Uhr im MDR: Lexi-TV. Der
Mensch kann extremen Minusgraden wenig entgegensetzen. Dennoch faszinieren die Auswirkungen
des Winters. Die Sendung besucht
das finnische Eis-Hotel und Eiskletterer in Bayern.
9.05 Uhr ZDF: Volle Kanne.
Waschbärenplage; 18.35 Uhr n-tv:
Ratgeber Bauen und Wohnen. Der
eigene Kamin.
KINDER, KINDER!
Furcht vor
Hunden
Rund 12.000 Sachsen dürfen bereits eher in den Ruhestand – Doch nicht jeder Antrag wird auch genehmigt
NACHRICHTEN
ERNÄHRUNG
Nur eine Rebsorte
taugt für Prosecco
Anders als für Sekt gibt es für Prosecco genaue Vorgaben, aus welcher
Rebsorte und in welcher Region er
hergestellt werden darf. Darauf
weist die Verbraucherzentrale Bayern hin. Prosecco war ursprünglich
der Name einer weißen Rebsorte, die
nur in einem kleinen Teil der Region
Venetien wächst. Im Jahr 2010 wurde diese Sorte in Glera umbenannt.
Ein Prosecco muss also aus der Glera-Traube gekeltert sein und aus einer bestimmten Region in der italienischen Provinz Treviso stammen.
Beim Prosecco Spumante entsteht
die Kohlensäure wie beim Sekt
durch Flaschengärung oder Gärung
in Tanks. Prosecco Frizzante gehört
dagegen zu den Perlweinen. Die
Kohlensäure kommt durch Druck
in den stillen Wein. (dpa)
Freie Presse: Welche Zeiten werden berücksichtig?
Sylvia Heuberg: Auf die 45 Jahre
werden angerechnet: Zeiten mit
Pflichtbeiträgen aus Beschäftigung,
Zeiten der geringfügigen, nicht versicherungspflichtigen
Beschäftigung anteilig, Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus selbstständiger Tätigkeit,
Zeiten mit freiwilligen Beiträgen,
wenn mindestens 18 Jahre mit
Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit
nachweisbar sind. Zudem Zeiten der
Wehr- oder Zivildienstpflicht, der
nicht erwerbsmäßigen Pflege von
Angehörigen, der Kindererziehung
bis zum zehnten Lebensjahr des
Kindes, Zeiten, in denen Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld, Leistungen bei Krankheit oder Übergangsgeld bezogen wurden, Zeiten
des Bezugs von Leistungen bei beruflicher Weiterbildung, des Bezugs
von Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld und Winterausfallgeld, von
Insolvenzgeld und Konkursausfallgeld bei Zahlungsunfähigkeit des
Arbeitgebers sowie Ersatzzeiten
(zum Beispiel politische Haft in der
DDR).
Nicht berücksichtigt werden dagegen bestimmte Anrechnungszeiten
wie Schul-, Fachschul- oder Hochschulbesuch, Zeiten des Bezugs von
Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II, Zurechnungszeiten und zusätzliche Wartezeitmonate aufgrund eines Versorgungsausgleichs
oder Rentensplittings. Zudem werden freiwillige Beiträge in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn
nicht mitgezählt.
HEIMWERKER
Fliesen parallel zu
Wänden ausrichten
Die Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln rät, beim Verlegen von
Fliesen auf dem Boden eine Richtschnur zu spannen. Bei rechtwinkligen Räumen verläuft die Schnur am
besten mittig und parallel zu den
Wänden. Daran richtet sich die erste
Fliesenreihe aus – entweder mit Fuge oder Fliesenmitte. Dann wird im
rechten Winkel die hinterste Reihe
entlang der Wand ergänzt. So geht es
weiter. Der Kleber wird mit Spachtel
oder Glättkelle auf dem Boden aufgebracht. Die Klebemasse wird vor
dem Verlegen mit einer Mittelbettkelle oder einem Zahnspachtel
durchkämmt, so dass Rillen entstehen. Für eine dickere Schicht sollte
die Kelle eine Zahnung von mindestens zehn Millimetern haben. Die
Fliesen werden dann fest in das Klebebett geschoben und mit einem
Gummihammer angeklopft. (dpa)
PROF. VEIT RÖSSNER
ÜBER KINDERÄNGSTE
UND WIE MAN SIE BESIEGT
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
Unsere Tochter (6) hat große Angst
vor Hunden. Können wir ihr helfen
und wenn ja, wie?
0351 48642807:
Matthias Herberg,
Fachanwalt für Sozialrecht in Dresden.
Angst ist wichtig für eine gesunde Entwicklung, gehört sie doch
zum natürlichen Warnsystem vor
möglichen Gefahren. Zudem verschwinden viele Kinderängste in
der Entwicklung von allein. Selbst
wenn Ihrem Kind objektiv keine Gefahr droht, sollten Sie seine Ängste
niemals ignorieren. Für die Kleinen
ist Furcht in einem solchen Augenblick etwas ganz Bedrohliches.
Sprechen Sie offen über Ängste.
Ihr Kind sollte wissen, dass sich
auch Erwachsene manchmal fürchten. Es hilft, wenn Sie erzählen, wovor Sie als Kind Angst hatten, und
was Ihnen damals geholfen hat.
Auch können Rituale Ihrem Kind Sicherheit geben. Dies kann ein gemeinsam gesungenes Lied oder gemütliches Kuscheln am Abend sein.
Lassen Sie Ihr Kind zeichnen, was
ihm Angst bereitet. Vielleicht mag
es Dinge und Situationen ergänzen,
in denen es die Angst besiegt. Dies
kann eine Ritterrüstung oder ein
Tuch, das die Angst zudeckt, sein.
Viele Angstreaktionen sind erlernt. Kleinkinder kennen viele
Ängste gar nicht. Wenn Eltern vor
jedem Kleintier panisch die Flucht
ergreifen, signalisiert das dem Kind,
dass so eine Spinne gefährlich sein
muss. Fragen Sie Ihr Kind, was ihm
helfen könnte, die Situation besser
zu meistern. Versuchen Sie, die Vorschläge umzusetzen.
Ihr Kind hat so starke Angst vor
Hunden, dass es in die Wohnung
möchte, sobald es einen Hund hört?
Ermutigen Sie es, bei einem Bellen
nachzusehen, ob das Gartentor geschlossen ist, damit das Tier nicht
eindringen kann. Sie können sich
gemeinsam Bücher ansehen, in denen „gute“ Hunde vorkommen. Suchen Sie nach der Möglichkeit, sich
langsam einem ruhigen und geduldigen Hund anzunähern, vom Beobachten bis zur Kontaktaufnahme.
Wenn trotzdem die Angst anhält
und/oder noch stärker wird, sollten
sie einen Experten aufsuchen.
Fragen per E-Mail an telefonforum@redaktion-nutzwerk.de.
PROF. DR. VEIT RÖßNER ist Kinder- und
Jugendpsychiater am Dresdner Uniklinikum.
Christine Feister aus Kirschau ist verärgert: Sie wollte mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen, weil sie 45 Versicherungsjahre vorweisen kann. Nun will die Rentenversicherung Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht anrechnen. Das Problem: Sie wurde nach Schließung ihres Betriebes in eine Transfergesellschaft
übernommen und danach arbeitslos. Diese Zeit will die Rentenversicherung aber nicht anerkennen, sodass Frau Feister 7,2 Prozent weniger Rente erhalten würde. Dagegen ist sie in Widerspruch gegangen.
FOTO: KAIROSPRESS
Gibt es Ausnahmen bei der Berechnung der Studienzeiten?
Hier muss man unterscheiden, ob
ein Direkt- oder Fernstudium absolviert wurde. Während eines Fernstudiums in der DDR war man in der
Regel über das laufende Beschäftigungsverhältnis pflichtversichert,
sodass Pflichtbeiträge vorliegen, die
für die 45 Jahre zählen. Zeiten eines
Direktstudiums zählen nicht mit.
Gibt es eine Sonderregelung für
Schwerbehinderte?
Die Altersrente für Schwerbehinderte gibt es weiterhin. Das Rentenpaket hat die Voraussetzungen für
diese Rente nicht geändert.
Warum werden Anträge von der
Rentenversicherung abgelehnt?
Wenn der Antrag auf abschlagsfreie
Rente mit 63 abgelehnt wird, dann
meist deshalb, weil die Wartezeit
von 45 Jahren nicht erfüllt wurde.
Was sind die häufigsten Fragen
bei der Bearbeitung ?
Die meisten Probleme bereitet die
Sylvia Heuberg
Die Rentenberaterin
arbeitet im Regionalzentrum Chemnitz der Deutschen
Rentenversicherung
Mitteldeutschland.
Sie ist im Bereich
Produktion und Service tätig.
FOTO: RENTENVERSICHERUNG
Seit 1. Juli 2014 können Berufstätige unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 63 Jahren ohne
Abschläge in Altersrente gehen.
Ein Angebot aus dem „Rentenpaket“ der Bundesregierung, das bereits von deutlich mehr Menschen
in Anspruch genommen wurde als
ursprünglich vorausgesagt: So
sind allein bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland bis Ende Januar mehr als
14.300 Anträge aus Sachsen eingegangen, teilte Pressesprecherin Ursula Wächter mit. „Davon wurden
bereits 11.992 bewilligt.“ Die Behörde verwaltet die Unterlagen
von etwa jedem zweiten Rentenversicherten in der Region. Trotzdem bleiben viele Fragen. Mit Sylvia Heuberg vom Chemnitzer Regionalzentrum der Rentenversicherung sprach Gabriele Fleischer.
Ermittlung der anrechenbaren Kalendermonate. Zu den häufigen Fragen gehören beispielsweise die zu
den Anrechnungszeiten. Denn auch
wenn eine Zeit rentenrechtlich doppelt belegt ist wie durch Kindererziehungszeit und berufliche Tätigkeit, so zählt jeder Monat für die
Wartezeiterfüllung nur einmal und
nicht doppelt. Auch Zeiten wie Arbeitslosengeld-II-Bezug und Arbeitslosenhilfe zählen nicht.
Die meisten Versicherten informieren sich bereits im Vorfeld, inwieweit sie die Voraussetzungen für die
Altersrente für besonders langjährig
Versicherte erfüllen. Doch auch wer
die 45 Jahre Beitragszeit nicht erfüllt, könnte schon mit 63 in Rente
gehen – müsste dann allerdings
mehr oder weniger hohe Abschläge
in Kauf nehmen. Außerdem gilt:
Wer die Altersrente vor der Regelaltersgrenze in Anspruch nimmt, darf
nur begrenzt hinzuverdienen. Für
den Geburtsjahrgang 1951 gilt zum
Beispiel eine Regelaltersgrenze von
65 Jahren und fünf Monaten. Vorher
müssen die Hinzuverdienstgrenzen
beachtet werden.
Können auch Jüngere ohne Abschläge in Rente gehen?
Ab Geburtsjahrgang 1953 steigt die
Altersgrenze für die abschlagsfreie
Rente für besonders langjährig Versicherte schrittweise an. Wer im Jahr
1957 geboren ist, kann beispielsweise mit 63 Jahren und 10 Monaten in
Rente gehen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt. Bei dem, der 1963 ge-
boren ist, beträgt das Renteneintrittsalter schon 64 Jahre und 10 Monate. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt es wieder wie bislang bei
65 Jahren – sofern sie 45 Beitragsjahre vorweisen können.
Expertenrat zur Rente mit 63
Nicht jeder, der 63 wird, kann mit
der seit 1. Juli vergangenen Jahres
geltenden neuen Regelung abschlagsfreie Altersrente in Anspruch nehmen. Welche Voraussetzungen für die
abschlagsfreie Altersrente ab 63 noch
erfüllt werden müssen und andere
Fragen zum Thema beantworten Rentenexperten und ein Fachanwalt
am Dienstag, dem 24. Februar, von
14 bis 16 Uhr:
0351 48642805:
Sabine Gerstmann,
Deutsche Rentenversicherung, Regionalstelle Dresden;
0351 48642806:
Christian Lindner,
Rentenberater
in Langebrück;
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