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Krankenhaus-Umbau in Sögel macht Wege in den OP kürzer

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Krankenhaus-Umbau in Sögel macht Wege in den OP kürzer
Hümmling-Hospital investiert rund sechs Millionen Euro – Neuerungen in der Endoskopie verdoppeln Kapazitäten
Von Jennifer Kemker
SÖGEL. Das Hümmling-Hospital in Sögel investiert rund
sechs Millionen Euro in den
Umbau der Endoskopieabteilung sowie in die Schaffung
von zwei neuen Operationssäle. Die Bauarbeiten werden
zu einem großen Teil mit
Landesmitteln
finanziert
und sollen bis April abgeschlossen sein.
Einer Gruppe um Landtagspräsident Bernd Busemann, der sich bei einem Besuch einen Überblick über
die Bauarbeiten verschaffen
wollte, schlossen sich Sögels
Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU),
Hermann Bröring von der
Gesellschafterversammlung
des Hospitals, Krankenhausgeschäftsführer Ansgar Veer
und ärztliche Vertreter an.
Sie starteten die Besichtigung im Kreißsaal, der bereits umgebaut worden ist.
„Bevor wir damit begonnen
Die Baupläne für die Umbauarbeiten erläuterte Ansgar Veer
Günter Wigbers, Bernd Busemann und Hermann Bröring
Foto: Jennifer Kemker
(von links).
haben, die Kreißsäle zu erweitern, gab es lediglich rund
200 Entbindungen im Jahr.
Das war damals eine sehr kritische Zahl“, erklärte Veer.
Heute komme die Station auf
über 400 Entbindungen. Seit
Beginn des Jahres ist die Gynäkologieabteilung Veer zufolge fertiggestellt.
Die zweite Station führte
die Gruppe in die Funktions-
diagnostik der Endoskopie.
Für diese Art der medizinischen Untersuchung von
Körperhöhlen und Hohlorganen ohne oder nur mit einem
kleinen chirurgischen Eingriff soll der vorhandene
Platz erweitert und effizienter gestaltet werden. „Ein
zweigeteilter Bereich soll in
diesen Räumen sowohl ambulanten als auch stationä-
ren Patienten Platz für eine
umfassende Versorgung bieten“, erklärte Veer. Vor allem
werde auf eine Erweiterung
der technischen Möglichkeiten abgezielt, sodass dem
Krankenhaus insgesamt doppelte Kapazitäten vorlägen.
Schließlich warfen die Besucher einen Blick auf die
Baustelle, auf der zwei neue
Operationssäle
entstehen
werden. Diese OPs werden
Veer zufolge von zwei Seiten
zu erreichen sein, sodass die
Krankenhausmitarbeiter
Zeit und Wege sparen. Die bestehenden OPs würden dabei
nicht nachteilig beeinflusst
werden. „Dadurch, dass wir
die Wege so optimiert haben,
ist es möglich, mit wenigen
Komplikationen und Hindernissen, den Patienten in den
OP zu befördern“, so Veer.
gung in unserer Region. „Momentan ist das Emsland gesperrtes Gebiet für fast alle
Facharztrichtungen, und in
den Metropolen herrscht ein
Überangebot an fachärztlicher Versorgung“, kritisierte
Wigbers. Dieses Problem bestehe schon seit Jahrzehnten,
für das es nach Angaben von
Busemann auch bis heute
keine „Patentlösung“ gibt.
„Wir bekommen in den
nächsten Jahren sowieso
massive Probleme in diesem
Bereich, da es zu wenig oder
erschwerte Zugänge zu den
medizinischen Studiengängen gibt“, erklärte Wigbers.
„Insgesamt werden zu wenig junge Menschen im medizinischen Bereich ausgebildet. Diejenigen, die ausgebildet werden, landen gar nicht
im Krankenhaus, sondern in
der Wissenschaft“, erklärte
Problem Ärztemangel
Veer. Aus diesem Grund müsEin Thema des Besuchs se mehr Geld in die Studienwar aber auch das Problem gänge fließen, die die praktider fachärztlichen Versor- sche Versorgung von Patien-
ten mehr einschlössen und
die Organisation im Ganzen
optimierten. Über Stipendien sollen Busemann zufolge
diese Studiengänge attraktiver gemacht werden, sodass
die jungen Menschen, die
nicht ins Ausland gehen wollen, frühzeitig an ihre Region
gebunden werden können.
2014 hatte das HümmlingHospital nach Angaben von
Veer mehr als 7000 Menschen stationär und rund
52 000 ambulant behandelt.
Um die Kranken kümmern
sich rund 450 Mitarbeiter.
„Unsere Patienten kommen
heute, im Gegensatz zu früher, auch aus anderen Regionen zu uns. Dabei wollen wir
allen eine wohnortnahe Versorgung bieten“, sagte Veer.
Die Zusammenarbeit in einem Verbund mit der Lingener St.-Bonifatius-Hospitalgesellschaft hat das Haus
Bröring zufolge leistungsstärker gemacht, als es alleine je sein könnte.
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