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Gesamtausgabe der Zeitschrift "ihk.wirtschaft"

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1/2 – 2015
ihk.wirtschaft
Dresden · Meißen · Sächsische Schweiz – Osterzgebirge · Bautzen · Görlitz
D IE 25 -JÄ HRI GEN
Glückwünsche
für die Gründer
der Wendezeit
AUSG EZEICHNET
Die besten
Ausbildungs26 betriebe 2014
Digitale Wirtschaft – intelligente Produktion
Industrie 4.0
www.dresden.ihk.de
VER ANSTALTUNG STIPP
Deutsche Firmen
im globalen
42 Wettbewerb
52
» WIR ZEIGEN DEUTSCHLAND,
» WIR
DEUTSCHLAND,
WO'SZEIGEN
LANGGEHT.«
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im k iess
WO'S
LANGGEHT.«
AN ZE IGE
gedacht. gem acht.
geschäftsführer schilderwerk beutha gmbh
stollberg
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im k iess
geschäftsführer schilderwerk beutha gmbh
stollberg
Beim Vergleich mit dem Schilderwerk Beutha sieht die Konkurrenz blass
aus. Denn Verkehrsschilder aus Beutha strahlen und reflektieren bis zu
zwölf Jahre lang. Das ist sicherer, günstiger und umweltschonend. Und
das Erzgebirge kann noch mehr. In über 400 spezialisierten Unternehmen der Metallverarbeitung heißt es jeden Tag: Anpacken statt abwarten.
Eben »Gedacht. Gemacht.«
Das Projekt wird mit Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung
der regionalen Wirtschaftsstruktur« durch den Freistaat Sachsen unterstützt.
www.wirtschaft-im-erzgebirge.de
blickpunkt
»Industrie 4.0« – ein Schlüsselbegriff für Innovation und Zukunft
»Durch die zunehmende Digitalisierung aller Bereiche der
Produktentwicklung, -fertigung und -nutzung ergeben sich
ganz neue Möglichkeiten und Chancen.«
B
ereits als die Bundesregierung im
Jahr 2011 ihre Initiative zu »Industrie 4.0« bekannt gab, ging es um
die Zielstellung, die heute durch innovative, wettbewerbsfähige Produkte gekennzeichnete deutsche Wirtschaft fit
für die Zukunft zu machen. Denn dieses
Potenzial zu halten und nach Möglichkeit
weiter auszubauen, ist eine große Herausforderung. Ganz neue Möglichkeiten und
Chancen ergeben sich dabei durch die zunehmende Digitalisierung aller Bereiche
der Produktentwicklung, -fertigung und
-nutzung.
Die Entwicklung, Herstellung und
Vermarktung innovativer Produkte sowie die Fähigkeit, auf sich dynamisch
wandelnde Märkte zu reagieren, ist eine
wichtige Voraussetzung zur Aufrechthaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einem globalen Umfeld.
Die hohe Komplexität der Produkte und
der zu ihrer Entstehung erforderlichen
Entwicklungs- und Fertigungsprozesse
erfordern neue Methoden und Werkzeuge. Dabei sind eingebettete Systeme
aus Elektronik und Software wesentliche
Innovationstreiber für die traditionellen
Märkte der deutschen Industrie. Indem
die Marktführer wie der Maschinen- und
Anlagenbau oder die Automobilindustrie sich in immer größerem Umfang der
Innovationskompetenz der Informationstechnologie bedienen, können die Funktionalität und der Gebrauchswert der
Produkte sowie die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie
weiter wesentlich erhöht werden. Die er-
Prof. Dr. Ralph H. Stelzer ist Dekan der Fakultät
Maschinenwesen und Sprecher für den Bereich
Ingenieurwissenschaften der TU Dresden. Seit
2001 hat er die Professur für Konstruktionstechnik/CAD inne und leitet seit 2006 das Zentrum
Virtueller Maschinenbau.
forderlichen Grundlagen für diese Entwicklung werden heute allgemein unter
dem Schlüsselbegriff »Industrie 4.0« zusammengefasst.
Kern dieser Entwicklung ist die zunehmende Vernetzung aller Bereiche der
industriellen Fertigung. Dies betrifft die
Produktentwicklung, die Fertigung und
Logistik sowie die Komponenten der Produkte selbst. So können Maschinen nicht
mehr nur mit ihrem Bediener kommunizieren, sondern in immer größerem Umfang Informationen direkt austauschen.
Dies ermöglicht völlig neue Konzepte der
Produktionssteuerung, die flexibler auf
geänderte Anforderungen oder auch auftretende Fehler reagieren können. Darüber hinaus entstehen weitere Möglichkeiten, indem auch die Produkte bzw. deren
Komponenten in dieses Informationsnetz
integriert werden. Denn diese tragen wiederum selbst die für sie relevanten Informationen über Zweckbestimmung und
Reifegrad. So entsteht ein Internet der
Dinge (Cyber-Physikalische-Systeme).
In dem so gebildeten System sind Maschinen in der Lage, auf Anforderungen
und Restriktionen der in den Produktionsprozess eingebrachten Komponenten
direkt zu reagieren. Dadurch wird die
Fertigung flexibler und auch die effiziente Herstellung kleinster Stückzahlen möglich. Allerdings umfassen die unter »Industrie 4.0« zusammengefassten
Techniken und Methoden mehr als die
Gestaltung neuartiger Konzepte für Produktionsprozesse. Denn das Internet der
Dinge eröffnet insbesondere auch für die
Funktionalität der Produkte selbst neue
Möglichkeiten. So können Schwärme von
Maschinen – zum Beispiel Erntemaschinen auf dem Feld – ihre Arbeit untereinander koordinieren. Indem Produkte in
Fertigung und Nutzung in immer umfassendere Netzwerke eingebunden sind,
entstehen zum anderen auch für die Produktentwicklung völlig neue Herausforderungen. Denn neben mechanischen
Produktkomponenten stellen Elektronik
und Software einen immer größeren Anteil am Produkt dar. Heutige Organisationsformen in den einzelnen Fachdisziplinen müssen dazu überdacht werden. Die Entwicklung integrierter, disziplinübergreifender Konstruktions- und
Entwurfsmethoden ist eine große Herausforderung.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
1
inhalt
Neues Recht
Mit Beginn des Jahres trat eine Reihe von
Gesetzesänderungen in Kraft. Eine Übersicht listet einige Neuerungen auf, die für
Arbeitgeber und Arbeitnehmer besonders
Seite 20 f.
relevant sind.
titelthema
DIGITALE WIRTSCHAFT – INTELLIGENTE PRODUKTION
Industrie 4.0
Industrie 4.0 wird Deutschland stark verändern – nicht nur die Industrie selbst, sondern die gesamte Arbeitswelt. IT-Wissen wird die Berufsbilder verändern und ein
Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung werden. Doch in vielen Unternehmen ist
das keine Zukunftsmusik mehr, selbst hier in der Region gibt es Firmen, für die die
Digitalisierung der Produktion und der Produkte gelebter Alltag ist. Es geht bei all
diesen Themen aber auch um die Verfügbarkeit der Daten- und Kommunikationsnetze
und nicht minder wichtig: um die Fragen der Sicherheit.
Seite 8 ff.
im blickpunkt
Prof. Dr. Ralph Stelzer:
Industrie 4.0 – Schlüsselbegriff
für Innovation und Zukunft . . . . . . . . . . . . . 1
kurz und knapp
Berlin und Brüssel:
Nachrichten für die Wirtschaft . . . . . . . . . . 4
............5
titelthema
Wirtschaft digital:
Die vierte industrielle
Revolution kommt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Mensch-Maschinen-Sprache:
IT-Start-up entwickelt
Kommunikations-Software . . . . . . . . . . . . . 13
Transportroboter:
Unterwegs in Reinräumen . . . . . . . . . . . . . . 15
Spionagegefahr:
Schwachstellen und
Schutzmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
ihk-news
Aus der Vollversammlung:
Minister Dulig stellt sich vor
Industrie 4.0 in der Praxis:
Dresdner Maschinenbauer
setzt auf Kundennutzen . . . . . . . . . . . . . . . . 12
betrieb und praxis
Exist-Förderung:
Verbesserte Konditionen
Mobilität 2030
Die sächsischen IHKs haben ein Forderungspapier zum Erhalt der Verkehrsinfrastruktur erarbeitet, denn noch in diesem Jahr soll der neue Bundesverkehrswegeplan beschlossen werden. Seite 28
wirtschaft und region
Neujahrsbrunch in Görlitz:
Unternehmerschaft trifft
neuen Wirtschaftsminister
. . . . . . . . . . . . . 30
Marketingpreis 2014:
Erfolg mit Sauermilchkäse
. . . . . . . . . . . . . 32
Neues aus der Region:
Firmen-News
und Wirtschaftsthemen
. . . . . . . . . . . . . . . . 33
Veranstaltungstipp:
Ernährungsbranche trifft sich
. . . . . . . . . 41
bildung und zukunft
. . . . . . . . . . . . . . . 24
Sächsischer Umweltpreis:
Bewerbung bis 15. März . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Auszeichnung:
Die besten Ausbildungsbetriebe . . . . . . . 42
Trendwende:
Wieder mehr Azubis in 2014
. . . . . . . . . . . 50
A NZE I G E
KDDVH PDUWLQ
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Wirtschaftspolitik
Das Jahr der 25er
Gerade einmal drei Wochen im Amt,
stellte sich Anfang Dezember der neue
sächsische Wirtschaftsminister in der IHKVollversammlung vor. Diskutiert wurde
vor allem zum Mindestlohn.
Seite 5
3.500 Mitgliedsunternehmen der IHK
Dresden feiern im Jahr 2015 ihr 25-jähriges
Bestehen. Sie gehören zu den ersten Mitgliedern der ebenfalls 1990 wieder neu
gegründeten Kammer.
Seite 26 f.
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Daumen hoch
:HEVLWHV
Die IHK Dresden verlieh sechs
ausgewählten Unternehmen das
Prädikat »Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb« für ihre wegweisenden Aktivitäten bei der Nachwuchsgewinnung und -fördeSeite 42 ff.
rung.
Expertentreff:
Balance der Bildungswege
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. . . . . . . . . . . . . 50
Zusatzqualifikation:
Weinberater erhalten Zeugnisse
. . . . . . . 51
märkte und trends
Außenwirtschaftswoche:
Know-how für Exporteure
. . . . . . . . . . . . . . 52
Umfrageergebnisse:
Russland-Sanktionen
schwächen deutschen Export
. . . . . . . . . 54
Außenwirtschaftsnachrichten:
Ab sofort in Farbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
in eigener sache
Die IHK Dresden gibt bekannt:
Wirtschaftssatzung für 2015 . . . . . . . . . . . . 62
Geplante Erträge und
Aufwendungen 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Änderung der Prüfungsordnung
Finanzanlagenfachmann/-frau . . . . . . . . 65
Einigungsstelle 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Änderungen des Gebührentarifs . . . . . . 67
Änderung der Satzung . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
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rubriken
Börsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Terminkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Rätsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
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ausblick
Im nächsten Heft
Kulturtipp
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
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kurz und knapp aus brüssel und berlin
FAMILIENPFLEG EZEIT
Foto: Jens Schicke
DIHK erreicht Ausnahmen
Pressekonferenz zum Integrationsgipfel: DIHK-Präsident Eric Schweitzer (r.) mahnte verlässliche Rahmenbedingungen für Flüchtlinge und
Betriebe an.
I N T EGR AT IO N S G I PF EL
Wirtschaft fordert Abschiebestopp
für Azubis
Berlin. Beim diesjährigen Integrationsgipfel stand die Verbesserung der Ausbildungssituation von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund im Mittelpunkt. Bundeskanzlerin
Merkel hatte Vertreter aus Politik, Wirtschaftsverbänden,
Gewerkschaften und Migrantenverbänden ins Kanzleramt
geladen. DIHK-Präsident Eric Schweitzer betonte: »Für die
deutsche Wirtschaft sind die Menschen mit Migrationshintergrund eine große Chance. Wir wollen unseren Beitrag
dazu leisten, gerade die Jugendlichen in die Ausbildung zu
integrieren.« Zugleich mahnte er verlässliche Rahmenbedingungen für Flüchtlinge und Betriebe an. Es müsse sichergestellt werden, dass geduldete Ausländer, die eine Ausbildungsstelle in Deutschland gefunden haben, diese auch
abschließen können. Außerdem sollten Asylverfahren wesentlich beschleunigt werden. Bis über einen Asylantrag entschieden wird, vergingen im Schnitt sieben Monate. »Das
ist eine belastende Zeit der Unsicherheit für die Flüchtlinge,
aber auch für potenzielle Ausbildungsbetriebe«, so Schweitzer. Auch sollten allen Asylsuchenden von Anfang an Sprachkurse zur Verfügung stehen.
(Kis./DIHK)
ER B S CH A FTST E U E R
Kurzfristig Rechtssicherheit schaffen
Berlin. »Es ist gut, dass das
Bundesverfassungsgericht die
Verschonung von Betriebsvermögen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Unternehmen grundsätzlich bestätigt.
Allerdings führt das Urteil mit
seinen vielen Auflagen zu großer Verunsicherung bei hun4
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
derttausenden Betrieben«,
kommentierte DIHK-Präsident
Eric Schweitzer die in Karlsruhe getroffene Entscheidung
zur Erbschaftsteuer. Die Politik müsse jetzt kurzfristig
Rechtssicherheit für die Unternehmen schaffen, dass das
bisherige Gesetz bis zur ange-
Berlin. Gute Nachricht für
kleinere Betriebe: Unternehmen mit bis zu 25 Beschäftigten werden vom Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit ausgenommen. Ursprünglich sollte die Grenze bereits
bei 15 Mitarbeitern liegen.
Doch vielen kleinen Betrieben bereiten schon die bestehenden Ansprüche auf Freistellung und Teilzeit organisatorische Schwierigkeiten.
Darauf hatte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in der Bundestagsanhörung hingewiesen und
die praktischen Probleme verdeutlicht, die durch die Vielzahl einseitiger Rechtsansprüche entstehen – mit Erfolg!
Damit werden gegenüber dem
ursprünglichen Entwurf gut
80.000 Unternehmen von dieser Regelung ausgenommen.
(Kön./DIHK)
ENER G IEEFFIZIENZ
Empfehlungen für KMUs
Berlin. Vor allem für große Betriebe ist Energieeffizienz gelebter Alltag – kleine und
mittlere Unternehmen (KMU)
tun sich häufig schwerer, weil
Geld und Personal knapp
sind. Das zeigt eine neue Studie der Mittelstandsinitiative
Energiewende und Klimaschutz. Über 80 Prozent der
befragten KMUs scheuen vor
hohen Investitionskosten zurück oder sie zweifeln an der
Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen. Die IHK-Organisation hat deshalb 20 Empfehlungen entwickelt, um diese
Hemmnisse abzubauen. So
sollte die Politik die Förderung von der Erstberatung
bis zur Umsetzung zusammenführen, vereinfachen und
beschleunigen. Weitere Informationen stehen unter www.
mittelstand-energiewende.de.
(Koh./DIHK)
mahnten Neuregelung uneingeschränkt gelte. Ansonsten
drohten negative Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen und Arbeitsplätze.
Schweitzer betonte zudem:
»Die Unternehmen setzen auf
die Zusage der Regierung,
dass die Unternehmensnachfolge auch künftig nicht durch
die Erbschaftsteuer gefährdet
und sie deshalb auch mittelstandsfreundlich gestaltet
wird.« Das Urteil legt dem Ge-
setzgeber eine Reihe von
schwierigen Detailfragen auf
den Tisch. Es komme jetzt darauf an, eine Regelung zu finden, die möglichst unbürokratisch ist gerade für kleine
Unternehmen. Aber auch die
vom Gericht geforderte »Bedürfnisprüfung« müsse den
betrieblichen Anforderungen
gerecht werden. Das gelte
ebenso auch für die Neuregelung beim Verwaltungsvermögen.
(Kar./DIHK).
ihk-news
AUS DER VOLLVERSAMMLUNG BERICHTET:
Wirtschaftsminister Dulig
stellt sich vor
Gerade einmal drei Wochen im Amt, stellte sich der neue sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig am 3. Dezember der IHK-Vollversammlung vor.
Besonders das Thema Mindestlohn brennt den Unternehmern unter den
Nägeln.
E
s war einer der ersten Termine
des neuen sächsischen Wirtschaftsministers: Zur letzten Sitzung der
IHK-Vollversammlung im Jahr 2014
nutzte Martin Dulig die Gelegenheit,
seine Agenda für die Wirtschaftspolitik
in den nächsten fünf Jahren vorzustellen. Er hob hervor, dass die Verbindung
einer starken Wirtschaft mit sozialer Gerechtigkeit als Leitbild dienen soll. Dies
ist auch an den Vereinbarungen im
Koalitionsvertrag abzulesen, die Dulig
den Vollversammlungsmitgliedern präsentierte: die Einführung des Mindestlohns aktiv gestalten, Innovationen stärken, Breitbandausbau verbessern, Fusionen und Nachfolgen fördern. Darüber
hinaus soll bei einer neuen Fachkräfteallianz vor allem auch das Potenzial ausländischer Fachkräfte und die Stärkung
der dualen Ausbildung eine Rolle spielen.
Dass im Jahr 2014 die Zahl der neu
eingetragenen Ausbildungsverhältnisse
bei der IHK Dresden erstmals wieder ge-
stiegen ist, wertete der Wirtschaftsminister als ein außerordentlich gutes Zeichen.
IHK-Präsident Dr. Günter Bruntsch
und die Vollversammlungsmitglieder
würdigten, dass Minister Dulig so früh
den Dialog mit den Unternehmern sucht.
Sie drückten aber auch ihre Erwartungen zum weiteren wirtschaftspolitischen
Kurs der Landesregierung aus. Besonders hinsichtlich der vielen ungeklärten
Fragen bei der Umsetzung des Mindestlohns erwarten die Betriebe zeitnahe Lösungen. Martin Dulig konnte hierzu zumindest versichern, dass intensive Gespräche mit dem Bundesarbeitsministerium bereits im Gange seien.
Kammerfinanzen für 2015 beschlossen
Fotos: Oheimb
Im zweiten Sitzungsteil beschloss die
Vollversammlung eine Reihe von wichtigen Grundlagen für die Kammerarbeit
im nächsten Jahr. Durch effizienten Mitteleinsatz und die anhaltend gute Geschäftslage in vielen Mitgliedsunternehmen kann die IHK Dresden auch im Jahr 2015 mit
0,09 Prozent einen der
bundesweit niedrigsten
Umlagebeiträge aufweisen. Die Vollversammlung bestätigte die Beitragssätze
gemeinsam
mit dem Wirtschaftsplan
und der Wirtschaftssatzung 2015. Darüber hinaus wurde die Satzung
der Kammer hinsichtlich
des Auslagenersatzes für
ehrenamtliche Tätigkeit
bei der IHK Dresden konDie Unternehmer nutzten die Möglichkeit, ihre Fragen mit dem
Minister zu diskutieren.
kretisiert.
IHK-Fachausschüsse berichten
Der Fachausschuss Umwelt und Energie
unter Leitung des IHK-Vizepräsidenten
Dr. Wolfgang Groß hat in den vergangenen Jahren immer wieder für die Wirtschaft auch öffentlich Stellung bezogen.
Nicht nur die wechselvollen Entwicklungen der Energiewende haben den Ausschuss beschäftigt, sondern auch eine
Vielzahl anderer Themen wie die Umweltallianz Sachsen, die Rohstoffpreise
oder die Verbesserung von Genehmigungsverfahren. Ein viel diskutiertes
Thema im Handelsausschuss unter Vorsitz des IHK-Präsidiumsmitglieds Christian Lorenz war in den vergangenen Jahren der Ladenschluss. Die aktuelle Kontroverse zur Sonntagsöffnung in Dresden setzt diese Diskussion fort. Andere
Schwerpunkte der Ausschussarbeit betrafen grenzüberschreitende Kundenströme, die Strukturveränderung bezüglich stationärem und Online-Handel sowie die Tourismusabgabe.
IHK Dresden ab 2015 Sprecher der
sächsischen IHKs
Turnusmäßig ist am 1. Januar 2015 die
Sprecherfunktion in der Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen Industrieund Handelskammern (LAG) auf die IHK
Dresden übergegangen. Die Sprecherkammer vertritt das Gesamtinteresse der
gewerblichen Wirtschaft im Freistaat
und ist somit erster Ansprechpartner für
die Belange der sächsischen Gewerbetreibenden. Im Rahmen dieser Aufgabe
wird die IHK Dresden im Namen der LAG
abgestimmte Stellungnahmen in die
Landespolitik einbringen und in den verschiedenen Gremien vertreten. (K.S.)
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
5
kurz und knapp
Foto: IHK Dresden
FOR SCHUNG U ND
ENT W ICKLUNG
Begrüßung der Gäste in der IHK Dresden – in der Mitte Dr. Stefano Caldoro, Ministerpräsident der Region Kampanien, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann.
WI RTS CH A FTS D E L EGATI ON
Besuch aus Italien in der IHK
Eine Wirtschaftsdelegation aus
der Region Kampanien unter
Leitung von Ministerpräsident
Stefano Caldoro besuchte im
Dezember die IHK Dresden. Die
Vertreter aus Verwaltung, von
Kammern und Unternehmen
waren an einem Erfahrungstausch zur dualen Berufsausbildung sowie Unternehmens-
gründung in Deutschland interessiert. Außerdem wurde
vereinbart, kleine und mittelständische Unternehmen aus
Sachsen und Kampanien bei
der Kooperationsanbahnung
zu unterstützen. Potenziale
werden dabei unter anderem
in den Branchen Luft- und
Raumfahrt, Nahrungsmittel,
Abfallentsorgung und Logistik
gesehen.
Der Außenhandel zwischen Sachsen und Italien hat
im Zeitraum Januar bis September 2014 (im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum) um
13 Prozent bei den sächsischen Exporten und um zwölf
Prozent beim Import zugelegt.
Aus Sachsen werden vor allem Kraftfahrzeuge, Maschinenbauerzeugnisse wie auch
Nahrungs- und Genussmittel
geliefert.
(R.R.)
I N T ER ESSE N V E RT R ETU NG
WI RTS C HAFTSJUNIOR EN
Erstes Treffen mit
den neuen
Staatssekretären
Ein Dresdner vertritt
Deutschlands junge
Wirtschaft
Die Hauptgeschäftsführer der sächsischen
Industrie- und Handelskammern, der
Handwerkskammern und der Vereinigung
der Sächsischen Wirtschaft e.V. sind am
20. Januar mit den neuen Staatssekretären
im Wirtschaftsministerium, Stefan Brangs
und Dr. Hartmut Mangold, zusammengekommen. Bei diesem ersten Treffen stand
der Austausch zu den Schwerpunktthemen in diesem Jahr im Mittelpunkt. Doch
auch die neuen Förderrichtlinien des Freistaates und die Digitale Offensive Sachsen
wurden erörtert. Die Teilnehmer bekräftigten, auch in der neuen Legislaturperiode den regelmäßigen Austausch
zwischen Ministerium und sächsischer
Wirtschaft in Form der traditionellen
Quartalsgespräche fortzuführen.(K.S.)
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland haben auf ihrer Delegiertenversammlung im
Rahmen der Weltkonferenz Ende November in Leipzig den Dresdner Unternehmer
Daniel Senf zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Am 1. Januar hat er die Führung des bundesweit größten Verbandes
der jungen Wirtschaft übernommen. Der
38-Jährige will die Verbesserung von Bildungschancen in Deutschland in den Mittelpunkt der Verbandsarbeit rücken. »Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels
können wir es uns nicht leisten, junge
Menschen aufgrund schlechter Bildungsvoraussetzungen als mögliche Mitarbeiter
zu verlieren«, betont Senf. Die Wirtschaftsjunioren erreichen mit zahlreichen ehrenamtlichen Projekten mehr als 200.000 Ju-
6
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Start für neue
Technologieförderperiode
Die sächsische Staatsregierung hat Mitte Januar die
Schwerpunkte für die künftige
Technologieförderung im Freistaat beschlossen. Klar im Fokus steht dabei der Austausch
von Wissen und Technologie
zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft. Insgesamt stehen
550 Millionen Euro an ESF-,
EFRE- und Landesmitteln bereit. Über die genauen Förderinhalte und -verfahren informieren die Internetseiten der
SAB. Ausführlichere Informationen darüber werden auch
für die nächste Ausgabe der
»ihk.wirtschaft« vorbereitet.
(Schae./H.K.)
Der Dresdner Unternehmer
Daniel Senf wurde zum neuen
Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Deutschland gewählt.
gendliche pro Jahr. Im kommenden Jahr
wollen sie ihr Engagement für benachteiligte Jugendliche weiter intensivieren.
Der gebürtige Dresdner ist Inhaber
und Geschäftsführer von zwei bundesweit
aktiven und auf den Geschäftskundenbereich spezialisierten Fremdsprachen- und
Übersetzungsinstituten mit derzeit rund
40 Mitarbeitern.
(L.F.).
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titelthema
DIGITALE WIRTSCHAFT – INTELLIGENTE PRODUKTION
Wenn die Maschine sich über
das soziale Netzwerk meldet
Industrie 4.0 wird Deutschland stark verändern – nicht nur die Industrie selbst.
Mit dem Einsatz dieser neuen Technologien wachsen aber auch die Ansprüche an
die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten- und Kommunikationsnetze.
D
eutschland legt beim Thema Industrie 4.0 ein rasantes Tempo
vor. Vor einem Jahr noch von
manchem als neues Modewort belächelt,
steht die Digitalisierung der Produktion
und der Produkte inzwischen auch auf
der politischen Agenda ganz oben. Im
Koalitionsvertrag wird das »Zukunftsprojekt Industrie 4.0« als Arbeitsauftrag
für die Bundesregierung festgeschrieben, unter anderem um die starke deutsche Position im Maschinenbau zu er8
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
halten. Diese politische Flankierung ist
richtig und wichtig – und sie kommt zur
passenden Zeit. Noch nie hatte irgendeine Branche für eine durch Technologie
getriebene, wirtschaftlich revolutionäre
Entwicklung eine derart große Bedeutung wie die IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) für Industrie 4.0. Das
Neue ist: Gleichzeitig die Infrastruktur
bereitzustellen, das Prozess-Know-how
einzubringen, Teile der Technologie
selbst zu liefern und das Ganze auch
noch sicher zu machen. Diesem Sicherheitsaspekt kommt eine herausragende
Bedeutung zu. Sicherheit ist und bleibt
die größte Herausforderung in der ITK.
Daran wird auch deutlich: Industrie 4.0
ist ein umfassender Umbau, der nur evolutionär geschehen kann.
Mit Industrie 4.0 wird der Schritt in
die vollständig digital vernetzte Welt für
eine neue Stufe der Organisation und
Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von
titelthema
Produkten vollzogen. Wesentliche Voraussetzung für diese Entwicklung ist der
Einsatz zukunftsfähiger Technologien,
die keinen Bruch mit der bestehenden
Welt erforderlich machen, sondern einen
smarten Übergang ermöglichen. Bestehende Fertigungssysteme müssen integriert und migriert werden können. Die
gesamte Infrastruktur muss durch ein
leistungsfähiges Sicherheitssystem geschützt werden. Die Anzahl künftig erforderlicher Messpunkte (Sensoren) und
aktiv zu steuernder Einrichtungen (Aktoren) wird deutlich zunehmen. Es ist
beispielsweise in Echtzeit zu erfassen,
welche Fertigungsstraßen, Maschinen,
Werkzeuge oder Vormaterialien Informationen bereitstellen oder abrufen.
Große Mengen an Daten werden dafür
gesammelt und verarbeitet, um eine
übergeordnete Optimierung der Wertschöpfungsketten zu ermöglichen.
Unterstützende Geschäftsanwendungen sind auf die neuen Anforderungen
umzustellen. Dazu sind die Datenübertragungs- und Kommunikationsnetze
der verschiedenen Kontroll- und Steuerungsebenen innerhalb und außerhalb
der Fertigungsstandorte und Unternehmen miteinander zu verbinden. Materialflüsse, Produktions- und Logistikdaten
werden mit Qualitäts- sowie Prognosedaten verknüpft. Damit die Informations- und Kommunikationstechnologie
ihre Aufgaben in einem vollständig digitalisierten Fertigungsprozess erfüllen
kann, sind übergreifende Datenmodelle,
Meta-Daten-Management, Identitätsmanagement und Accounting notwendig.
Je umfangreicher die Vernetzung ist,
desto wichtiger werden Aspekte wie Verfügbarkeit und Systemsicherheit der ITK.
Integrität und Konsistenz der virtuellen
Welt mit der physikalischen Welt sind
dabei ein hohes Gut, da fehlerhafte oder
fehlende Daten zu Fehlsteuerungen,
Versagen der Fertigungstechnik und
Fehlentscheidungen führen. Je nach Anwendungsfall beziehungsweise Themengebiet ist die Frage zu beantworten: Welches Schutzbedürfnis, Verfügbarkeitserfordernis oder Volumen haben die Datenströme beispielsweise aus Marktforschung und Vertrieb, aus technischen
Prozessen und Maschinen oder Werkzeugen?
Internet und Wertschöpfungsketten
wachsen zusammen
Durch Industrie 4.0 wird die ITK-Branche künftig stärker denn je mit der Fertigungsindustrie verzahnt – nicht nur mit
dem Maschinen- und Anlagenbau, sondern ebenso mit der Elektrotechnik oder
dem Automobilbau. Die digitale Welt
und die Welt der Entwicklung, Fertigung
und Auslieferung eines Produkts werden
zusammengeführt. Das Internet wird zur
prägenden Infrastruktur. In völlig neuer
Form konvergieren Branchen. Zum Beispiel die hochflexible Personaleinsatzsteuerung, bei der die Werker eigenbestimmt über Arbeitseinsätze bestimmen
können: Die Maschine oder Anlage meldet sich über einen cloud-basierten
Dienst auf den Smartphones der Werker
in der Schicht. Diese stimmen sich dann
für den Reparatur- oder Wartungseinsatz
über soziale Medien unter Berücksichtigung des Online vorliegenden Auftragsstandes ab und erhalten vor Ort aus der
Cloud dazu kontextbezogene Informationen für die Arbeitsaufgabe. Diagnose
und Ergebnis des Einsatzes werden über
Video und Gestensteuerung dokumentiert beziehungsweise mit Kollegen geteilt. Das Ziel ist die Flexibilisierung und
Automatisierung.
Schon aufgrund des weitreichenden
Effektes dieser Veränderung auf Technologie, Produktivität, Wissenschaft und
Arbeitsorganisation kann von der vierten industriellen Revolution gesprochen
Das Thema »Industrie 4.0« hat für
die ITK-Branche deutlich an Bedeutung gewonnen. Rund jedes vierte ITUnternehmen (23 Prozent) bietet
mittlerweile spezielle Lösungen für
die Steuerung von Entwicklung und
Produktion über das Internet an.
Ähnlich viele Unternehmen (26 Prozent) entwickeln derzeit solche Angebote. Noch vor einem Jahr waren
es erst zehn beziehungsweise 13 Prozent. Damit hat sich der Anteil der ITUnternehmen, die intensiv an Industrie-4.0-Lösungen für ihre Kunden
aus der Fertigungsindustrie arbeiten,
mehr als verdoppelt.
werden. Mit Hilfe von Sensoren und softwareintensiven, eingebetteten Systemen
können aber auch intelligente Objekte
erstellt werden. Diese geben ein genaues
Abbild der realen Welt, also von Gütern,
Fertigungsanlagen und Werkzeugen entlang der Lieferkette. Die dabei in Echtzeit
entstehenden Daten der Produktionswelt können von diesen intelligenten Objekten selbst gefiltert, aggregiert und dargestellt werden. »Gitterbox ruft Maschine« – so findet zukünftig durch selbstgesteuerte Flexibilität die papierlose und
gabelstaplerfreie Intralogistik statt.
Selbstfahrende Werkstückboxen tragen
Werkstücke, die wiederum selbst den
nächsten Arbeitsschritt kennen und mit
den zur Verfügung stehenden Maschinen verhandeln, an denen sie weiterbearbeitet werden. Die damit gewonnene
Kapazitätsflexibilität wird entscheidend
für Unternehmen, um in »Losgröße 1«
Unikate mit den Kostenvorteilen der
Massenproduktion fertigen zu können.
Das Internet der Dinge,
Daten und Dienste
Wir erleben einen Trend, bei dem es
möglich wird, eine neue Entwicklung
durch eine kreative Idee zu einem Geschäftsprozess oder einem Dienst im Internet einfach zu verbinden. Die Vision
ist das Internet der Dinge, Daten und
Dienste. Im heutigen Internet sind es
Menschen, die das Netz nutzen. Zukünftig entsteht ein Internet, das die Dinge
untereinander und den Menschen verbindet. Das gemeinsame, verbindende
Element in dieser Vision ist Software.
In Nischen existiert diese Software
bereits, wobei fast alle der vorgestellten
Anwendungen auf B2C-Konzepten der
Internetwirtschaft, also endkundenorientiert, beschrieben sind. Die B2B, also
die Geschäftskundenorientierung, ist
bislang noch unterentwickelt. Dabei ist
der notwendige Schritt in diese Richtung
relativ klein. Ein Ideengeber aus der
Fabrik, oder ein Webentwickler, dessen
Idee eine Anwendung in der Fabrik finden soll, müssten zusammentreffen und
gemeinsam die Software entwickeln
oder schreiben. Das gilt vor allem für das
Konzept der Apps, denn die kleine Entwicklung der App nutzt eine Plattform,
über die sich diese mit Diensten zu eiihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
9
titelthema
Foto: Bitkom
Was verbirgt sich hinter dem Begriff
»Industrie 4.0«?
Welche Bereiche sind betroffen?
Welches Potenzial an Wirtschaftskraft
steht dahinter?
Und wo gibt es Handlungsbedarf?
Diese Fragen erörtert Wolfgang Dorst,
Bereichsleiter Industrie 4.0 beim Bitkom
Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien e.V.
nem größeren Ganzen verbindet. Das ermöglicht oft niedrige Entwicklungs- und
Einführungskosten. Allerdings funktioniert dieses Konzept nur, wenn Schnitt-
stellen vorhanden sind, um in die produzierenden Unternehmen hineinzukommen. Bisher sind die Eingänge in die Fabrik für das Internet verschlossen und
auch wenn diese geöffnet werden, fehlt
es noch an Standards für geeignete
Schnittstellen, um die internetbasierten
Dienstplattformen mit der Fabrik und
den Produkten zu verbinden.
Zusätzlich verändern sich mit der Anwendung in der Industrie auch die Anforderungen an das Internet selbst. Nicht
nur der flächendeckende und breitbandige Ausbau allein ist notwendig, sondern vor allem eine hohe Verbindungsstabilität mit garantierten Latenzzeiten.
Entscheidend ist also die Robustheit.
Und falls das Netz ausfällt, muss der Betrieb dezentral autonom funktionieren.
Kein Wirtschaftsbereich funktioniert
mehr ohne Digitalisierung. Gleichzeitig
ist Digitalisierung der größte Treiber für
Innovationen. Gleichwohl sind Datenschutz und Datensicherheit dabei wesentliche Trends. Alle künftigen Geschäftsmodelle werden nur dann zum
Tragen kommen, wenn sich Anwendungsfälle im Rahmen von vernünftigen
A N Z EIG E
Kein Buch mit sieben Siegeln
Lehrgangsangebote im Bereich Finanz- und Rechnungswesen
Die Weiterbildungen zum Geprüften Controller oder Geprüften Bilanzbuchhalter sind moderne, handlungsorientierte Qualifikationen. Sie vermitteln
Kompetenzen, die Sie in die Lage versetzen, branchenübergreifend Führungsund Organisationsaufgaben im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen
zu übernehmen.
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beiden Lehrgangsangeboten im IHK-Bildungszentrum Dresden, Mügelner Str. 40, statt.
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Inhalte des Moduls „Steuerrechtliche Grundlagen“ werden Ihnen ab 25. März 2015 vermittelt.
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10
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
titelthema
Richtlinien und Grundsätzen lohnen und
nachvollziehbaren geldwerten Nutzen
schaffen. Die Akzeptanz bei den Zielanwendern ist entscheidend für den Erfolg.
Milliarden-Chancen für den
Wirtschaftsstandort
Der Wirtschaftsstandort Deutschland
kann von der vierten industriellen Revolution kräftig profitieren. Durch die sogenannte Industrie 4.0 sind allein in
sechs volkswirtschaftlich wichtigen
Branchen bis zum Jahr 2025 Produktivitätssteigerungen in Höhe von insgesamt rund 78 Milliarden Euro möglich.
Durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr
und Branche können als zusätzliche
Bruttowertschöpfung erzielt werden. Der
Begriff umschreibt den Gesamtwert aller
produzierten Waren und Dienstleistungen, abzüglich der Vorleistungen. Besonders stark können der Maschinenund Anlagenbau, die Elektrotechnik sowie die chemische Industrie profitieren.
Grundvoraussetzungen für Industrie 4.0
sind ein flächendeckend breitbandiges
Internet und eine hohe Verbindungsstabilität mit garantierten Latenzzeiten:
Wenn verteilte Wertschöpfungsnetzwerke
etabliert werden sollen, müssen auch
Produzenten auf der Schwäbischen Alb
oder in Vorpommern mit einem Industrie-Internet erreicht werden.
Zugleich wird Industrie 4.0 die Arbeitswelt, die Arbeitskultur und das Wissen verändern. Die Datenmenge in den
Unternehmen wird steigen, auch die
personenbezogener Daten. Wir brauchen gesetzliche Regelungen für einen
adäquaten Umgang mit ihnen. Zudem
muss sich die Industrie bei der Rekrutierung und Ausbildung zukünftiger Fachkräfte umstellen: Eigene Industrie-4.0Kompetenzprofile sind nötig, ohne dass
die grundständige Ausbildung obsolet
wird. Der Wirtschaftsinformatiker sollte
zusätzlich Module aus den Bereichen
Maschinenbau oder Elektrotechnik bele-
gen. Idealerweise brauchen wir interdisziplinäre Lehrstühle an den Hochschulen.
Auch die Fort- und Weiterbildung der
Werker verändert sich. Sie erfolgt mehr
und mehr durch E-Learning und wird
dadurch bedarfsorientierter. Das kontinuierliche Lernen benötigt die Akzeptanz bei den Beschäftigten, deshalb ist
die Zusammenarbeit der Sozialpartner
unabdingbar. Das Zusammenwirken von
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist
ein wichtiger Innovationstreiber. Mit auf
Innovationen ausgerichteten Förderinstrumenten, wie zum Beispiel interdisziplinären Leuchtturmprojekten, gilt es,
Perspektiven zu entwickeln und Vertrauen zu schaffen.
Industrie 4.0 wird eine Industrienation wie Deutschland stark verändern. Es
ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diese
Transformation in den Politikfeldern
Wirtschaft, Bildung, Arbeit und Soziales
zu gestalten. (Autor: Wolfgang Dorst)
A NZE I G E
Wertsteigernd: Feuchtes Mauerwerk auf Dauer trocken gelegt
Physikalische Lösung – ohne Bauaufwand – zig vorzeigbare Referenzen
keit entzogen. Eine erste Messung der
Restfeuchtigkeit zeigte bereits erfreulich verbesserte Werte. Ein „abschließendes Urteil“,
so der Hauseigentümer, wolle er nach etwa
drei Jahren abgeben. Eingebaut hat ihm die
Matrolan-Anlage die Struppener
Bausanierungsfirma Günter Groß.
Michael Weimer: „An der Beratung
und am Service gab’s nichts auszusetzen. Ich bin bisher zufrieden,
dass ich mich für diese Lösung
entschieden habe. Die Feuchtigkeit entweicht nachweisbar, aber
es dauert noch eine Weile. Das war
von vornherein klar.“
Nasse Wände, modrige Gerüche
oder Schimmel sind bei zahlreichen Hauseigentümern dauerhaft kein Thema mehr, wenn Sie
„Nägel mit Köpfen machen“ und
der Feuchtigkeit auf diesem
Familie Weimer lässt ihr Haus in Dresden-Hellerau mit Matrolan dauerhaft
patentierten physikalischen Weg
trocken legen. Die kleine patentierte Anlage im Keller war ohne nennenswerten Bau-Aufwand schnell installiert.
den Kampf ansagen.
Zufriedene Matrolan-Kunden und vorzeigbare
Referenz-Objekte überzeugen. Das Verfahren
bewährt sich seit Jahrzehnten ohne „Macken“
zig-fach. Unter den trocken gelegten Objekten
fehlt kaum ein Haus-Typ – vom Einfamilienhaus bis zur Schule, von der Kirche bis zum
unter Denkmal-Schutz stehenden architektonischen Kleinod ist quasi alles darunter.
Günter Groß nicht ohne Stolz: „Ausschlaggebende Vorzüge sind für Interessierte
meist neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis, dass wir keine Chemie einsetzen.
Aufwändige Bauarbeiten sind nicht notwendig. Und, wir geben eine verbindliche
Garantiezusage, statt leerer Versprechen.“
Haben Sie als Hauseigentümer ähnliche
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Dem Dresdner Fotografen Michael Weimer
gehört ein hübsches Haus im Stadtteil
Hellerau. Seit über einem Jahr wird dem 1909
errichteten Mauerwerk mit einer kleinen
Anlage im Keller Stück für Stück die Feuchtig-
Harald Eichhorn
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
11
titelthema
DIE BEDEUTUNG VON INDUSTRIE 4.0
Fragen an einen
Dresdner Mittelständler
Welche Bedeutung hat die Initiative Industrie 4.0 für Xenon – wird das Unternehmen
maßgebliche Veränderungen erfahren?
Für uns als Maschinenbauunternehmen,
das Anlagen für die automatisierte Fertigung neuester Produkte vor allem für die
Automobil- und Elektronikindustrie entwickelt,
ist das entscheidende
Kriterium jeder Innovation der Kundennutzen.
Nur dann, wenn die Produktion effizienter, mit
höherer Qualität oder mit
geringerem Materialaufwand erfolgen kann,
werden sich Innovationen durchsetzen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Maschinen intelligenter zu machen, die Kommunikation
Mensch-Maschine zu verbessern, Daten
zu generieren und optimal für die Effizienzsteigerung zu nutzen.
biet der Soft- und Hardware, der Vernetzung von Datenströmen und auch der
Nutzung des Internets in die Gestaltung
automatisierter Fertigungsprozesse einfließen zu lassen. Da ist in den letzten Jahren eine Menge passiert. Ich möchte dies-
Dann ist Industrie 4.0 für Sie keine neue
Revolution?
Diese Diskussion möchte ich den Wissenschaftlern und Wirtschaftspolitikern
überlassen. Als Geschäftsführer sehe ich
mich in der Verantwortung, kontinuierlich Innovationen auch unserer Lieferanten und Kooperationspartner auf dem Ge-
Wird Ihrer Meinung nach die Bedeutung
von Industrie 4.0 zu hoch gehandelt?
Ich bin überzeugt davon, dass die Produktionen, die unsere Kunden Bosch,
Continental, Infineon, Sennheiser – um
nur einige zu nennen – in den letzten Jahren mit unseren Anlagen gestartet haben,
zu den modernsten der Welt zählen. Wir
Dr. Hartmut Freitag ist
Geschäftsführer der Xenon
Automatisierungstechnik
GmbH, Dresden.
sind also Vorreiter und stehen an der
Spitze dieses Prozesses. Sicher gibt es in
der Gesellschaft Bereiche, in denen Industrie 4.0 zu umfassenderen Veränderungen führen wird als in der vollautomatisierten Elektronikfertigung.
Ich glaube, dass unsere heutige Gesellschaft vor allem dann
die Notwendigkeit von
Veränderungen wahrnimmt, wenn diese als
spektakuläre, sensationelle Kampagnen
präsentiert werden.
Der deutsche Maschinenbau ist aber vor allem deshalb so erfolgreich, weil kontinuierlich Innovationen einfließen. Dennoch
freue ich mich darüber, dass mit Industrie
4.0 die Öffentlichkeit darauf gelenkt wird,
wie spannend, modern und mit Informationstechnik durchsetzt unsere Produktionsprozesse sind. Das kann der Industrie und vor allem dem Maschinenbau nur
gut tun.
»Der deutsche Maschinenbau ist deshalb so
erfolgreich, weil Innovationen kontinuierlich
einfließen. Mit Industrie 4.0 wird jetzt öffentlich gemacht, wie spannend und modern
unsere Produktionsprozesse sind.«
Werden sich die Berufsbilder beziehungsweise Tätigkeitsprofile ändern?
Das Entwickeln und Betreiben von Maschinen und ganzer Fertigungsabschnitte
wird zunehmend komplexer. Die traditio-
Fotos: Xenon
bezüglich unter anderem an die Robotertechnik, die produktbezogene Datenverfolgung oder an die Vernetzung der Produktionsanlage mit MES- und ERP-Systemen erinnern. Also für mich ist das eher
ein evolutionärer Prozess.
Montageanlage für Drucksensoren. Bild rechts: Sensormontage mit Produktdatenverfolgung.
12
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
nellen Grundlagen der Mechanik, Elektrotechnik und Mechatronik behalten auf
jeden Fall ihre Bedeutung, zusätzlich
kommen auf jeden Mitarbeiter massiv
Aufgaben der IT zu. Das sehe ich als große
Chance für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Wenn wir diesbezüglich die im globalen
Wettbewerb bewährten Berufsbilder des
Facharbeiters und Diplomingenieurs weiterentwickeln, haben wir beste Chancen,
die Produktentwicklung und die Produktion in Deutschland zu halten. Die XenonErfahrungen in China mit unserem Joint
Venture und dem 2013 gegründeten eigenen Tochterunternehmen zeigen, dass gerade die Beherrschung und Durchdringung komplexer Prozesse »deutsche Tugenden« sind, die nicht so schnell kopiert
werden können.
Wie ist Xenon auf die Veränderungen vorbereitet und welche Hinweise geben Sie
anderen Unternehmen?
Seit der Gründung von Xenon vor mehr
als 20 Jahren setzen wir bei Neueinstellungen auf junge, modern ausgebildete
Absolventen und bilden auch selbst aus.
Damit hat sich inzwischen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Mitarbeitern gebildet – eine notwendige Voraussetzung, um Veränderungen zu initiieren und umzusetzen. Dazu kommt die
enge Vernetzung mit wissenschaftlichen
Einrichtungen. Weiterbildungsprogramme und Qualifizierung gehören zum Firmenalltag. In Unternehmen mit einer
überalterten Mitarbeiterstruktur wird es
schon schwieriger. Denn, das muss auch
ich mir eingestehen (die 50 habe ich
schon vor einigen Jahren überschritten)
– Treiber für die Anwendung neuer ITTechnologien und Kommunikationsformen ist natürlich die jüngere Generation.
Uns »Erfahrungsträgern« steht die Aufgabe zu, die Effizienz zu hinterfragen. Allein mit dem Label Industrie 4.0 hat man
noch »kein Geld« verdient. Ein verkaufbarer Kundennutzen ist letztlich immer
noch das entscheidende Kriterium für
uns Mittelständler.
Wir danken für das Gespräch.
(P.B.)
Foto: Alexander Deck
titelthema
Die Gründer der Monkey Works GmbH (v.l.n.r.): Stefan Hennig (Produktplanung und -entwicklung, technischer Leiter, CTO), Linus Kuch (Controlling und Finanzen) und Henning Hager (Marketing und Vertrieb).
HERAUSFORDERUNGEN FÜR IT-EXPERTEN
Visualisieren statt
programmieren
Mit den Mensch-Maschine-Schnittstellen und der Software-Entwicklung durch
Apps befasst sich das Team des Dresdner Start-ups Monkey Works.
M
it der Industrie 4.0 erhalten
Smart Mobile Devices wie Tablets, Phablets und Smartphones Einzug in die industrielle Produktion. Anpassungen des Produktionsprozesses, Vorgaben von Produktionszielen
sowie Eingriffe im Notfall können damit
noch schneller und ortsunabhängig vorgenommen werden. Smart Mobile Devices unterstützen die Arbeiter bei ihren
vielfältigen Aufgaben im industriellen
Alltag.
Doch wie werden Automatisierungsund Maschinenbauingenieure bei der
Entwicklung von Visualisierungen für
Android, iOS und Windows unterstützt?
Derzeit erfordern diese stark unterschiedlichen Geräte und Technologien
eine Mehrfachentwicklung gleicher Entwürfe – in der Informatik wird dies liebevoll mit Monkey Work umschrieben. Außerdem ist ein umfangreiches Fachwissen über die verschiedenen Technologien erforderlich, was besonders kleine
und mittlere Unternehmen belastet.
Für die Akzeptanz und den ökonomischen Erfolg der Industrie 4.0 sind neuartige und effiziente Software-Entwicklungsansätze ausschlaggebend. Einen
neuartigen Ansatz realisiert die Monkey
Works GmbH mit ihrem EngineeringTool »Movisa«. Dieses ProgrammierWerkzeug kombiniert die aus der Informatik bekannte »modellgetriebene Softwareentwicklung« mit auf die Bedarfe
der Automatisierungs- und Maschinenbauingenieure zugeschnittenen Editoren
und Konzepten.
Mit der Spezialsoftware Movisa gestalten und parametrieren Ingenieure Visualisierungslösungen sehr effizient mit
grafischen GUI-Editoren sowie Editoren
zur Konfiguration der Prozessdaten. Hinter den Kulissen hält diese die Daten in
Form eines Visualisierungsmodells, das
auf innovativen Softwaretechnologien
basiert. Auf Knopfdruck exportieren leistungsfähige Exportmodule dieses Visualisierungsmodell in sofort lauffähigen, nativen Programmcode für Android-Smartihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
13
phones oder iPads. Wird später im Projekt zum Beispiel noch Windows Phone
gefordert, so ist lediglich ein weiterer Exportvorgang notwendig – ohne manuelle
Programmierung. Ein wesentlicher Vorteil von Movisa ist also, dass automatisiert nativer Programmcode erzeugt
wird, der die Möglichkeiten des jeweiligen Endgeräts optimal ausnutzt und
keine funktionalen Einschränkungen
hat. Ingenieure werden mit diesem Ansatz von wiederkehrender Programmierarbeit befreit und können sich auf ihre
Kernkompetenz konzentrieren: auf die
Konzeption intuitiver und ergonomischer Prozessvisualisierungen.
Ein großer Meilenstein für das junge
Dresdner Unternehmen war im November 2014: Eine erste öffentliche Version
von Movisa war fertig und steht nun zum
Download unter www.monkey-works.de
bereit. Interessierte Anwender und neugierige Ingenieure können diese spezielle Software selbst ausprobieren und
Bild: Monkey Works
titelthema
Smart Mobile Devices in der Industrie 4.0.
sich davon überzeugen, wie einfach die
Industrie 4.0 realisiert werden kann. Das
nächste Ziel von Monkey Works ist es,
weitere Partner und Kunden für Pilotpro-
jekte zu finden, die frühzeitig ihre speziellen Anforderungen in die Entwicklung von Movisa einfließen lassen.
(Autor: Dr. Stefan Hennig)
A N Z EIG E
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Wenn das Ziel noch nicht
zu sehen ist,
wissen wir, wo es liegt.
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titelthema
IDEEN FÜR SCHWIERIGE TRANSPORTWEGE
Der Materialtransport in Chipfabriken
und anderen Reinräumen stellt
besondere Anforderungen. Damit
befasst sich auch ein Dresdner Unternehmen.
D
er Dresdner Automatisierungsspezialist Roth & Rau – Ortner
GmbH hat gemeinsam mit seinem
Partner MetraLabs aus Ilmenau den frei
navigierenden mobilen Roboter »Scout«
entwickelt und damit den HandlingAward (2014) der Weka Business Medien
GmbH gewonnen.
Der mobile Roboter wurde für den
flexiblen Materialtransport in Chipfabriken und anderen Reinräumen konzipiert.
Festinstallierte Transportsysteme wie
Schienen- oder Conveyor-Systeme zur
automatisierten Beförderung von Halbleitermaterialien lassen sich in einigen
Fabrikbereichen nicht realisieren oder
sind für kleinere bis mittlere Transportaufkommen zu teuer. Für solche Anwendungsfälle ist dieser Roboter die ideale
Alternative. Er ist in der Lage, verschiedenste Materialien und Produkte zwischen beliebigen Punkten in der Fabrik
zu befördern und zu übergeben, aber
auch Messungen durchzuführen. Durch
seine kompakte Größe und die zuverlässige Sensortechnik kann der Scout
sehr sicher auf engstem Raum in gemischten Mensch-Maschine-Umgebungen arbeiten.
Foto: Roth & Rau – Ortner
Roboter findet seinen Weg allein
Die Scout-Versionen triax & active-Operator.
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
15
titelthema
Herzstück von Scout ist seine autonome Navigation, das heißt, er findet seinen Weg zu seinem Ziel ohne zusätzliche
Infrastruktur wie Schienen, Führungslinien, Magnete oder andere Hilfsmittel.
Der Roboter zeichnet sich dabei durch
höchste Flexibilität aus, er reagiert in
Echtzeit auf Hindernisse, die er mittels
Sensoren wahrnimmt, und trifft auf Basis der gewonnen Informationen eigenständig Entscheidungen zum Umfahren
des Hindernisses oder über die Planung
einer neuen Route. Zusätzlich können
über die Navigationssoftware auch sogenannte »No-Go-Areas« zur Streckensperrung oder »Speed-Areas« für die Festlegung unterschiedlicher Geschwindigkeiten eingestellt werden. Neue Ziele und
Strecken können einfach und schnell,
ohne jeglichen Installationsaufwand angepasst werden.
Über ein standard-konformes Software-Interface können Transportaufträge per WLAN übermittelt oder direkt
am Fahrzeug per Touchscreen an einer
grafischen Benutzeroberfläche eingegeben werden. Wichtige Statusinformationen werden angezeigt. Das Gerät ist reinraumtauglich bis zur Klasse ISO 3/US
FED 1 und hat mit über 5.000 km Laufleistung im Reinraum seine Zuverlässigkeit bewiesen.
Durch verschiedene Aufbauten wie
Roboterarme oder Linearachsen für die
Handhabung und den Transport verschiedenster Nutzlasten – zum Beispiel
SMIF-Pods und HA200-Boxen – lässt
sich das Gerät je nach Einsatzwunsch
auch noch an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpassen. Die Produktversion
Scout-active, die mit einem 6-Achs-Roboter ausgestattet ist, kann Waferkassetten nicht nur transportieren, sondern
diese auch selbstständig von beispielsweise Loadports abholen und am nächsten Prozesstool abstellen. Es ist das erste
mobile Handlings- und Transportsystem
für reine Räume, das auf +/- 1 mm exakt
Material aufnehmen und absetzen kann.
Zur Koordinierung und Überwachung mehrerer Roboter innerhalb einer
Produktionsumgebung bietet Roth &
Rau – Ortner auch den speziell entwickelten, mit Standardschnittstellen versehenen Scout-Flotten-Manager an.
(Ste.)
16
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
IHK-JAHRESTHEMA 2015/2016
Digitalisierung ist schon längst
keine Zukunftsmusik mehr
D
ie Digitalisierung bietet viele
neue Möglichkeiten in nahezu
allen Lebensbereichen. Die sogenannte vierte industrielle Revolution löst einen gravierenden Strukturwandel in den Schlüsselbranchen aus
– mit großem Potenzial für die gesamte Industrie, Dienstleistungswirtschaft, Energiewirtschaft, Handel und
Logistik.
Vertrauen der Nutzer ist
entscheidend
Neue technische Möglichkeiten, beispielsweise in der Gesundheitswirtschaft, werden die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Neben all
diesen Chancen dürfen jedoch die Risiken nicht vergessen werden. Die
schöne neue Welt funktioniert auch auf
Basis riesiger Datenmengen (Big Data),
die vor allem beim Surfen im Internet
generiert werden. Das verunsichert
mittlerweile viele Nutzer. Unternehmen, deren Entscheidungen immer
stärker auf Informationen basieren,
müssen deshalb diese Befürchtungen
ernst nehmen. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wird künftig darauf beruhen, dass
die Nutzer einen vertrauensvollen Umgang mit ihren Daten voraussetzen
können. Hierfür bedarf es verlässlicher
Rahmenbedingungen, die die Privatsphäre schützen und zugleich Geschäftsmodelle auf Basis von Big Data
ermöglichen. Genau hier setzt die geplante europäische Datenschutzgrundverordnung an. Ihre Verabschiedung
ist deshalb ein wesentlicher Meilenstein, denn sie bietet Schutz bei der
Verarbeitung personenbezogener Daten und beim freien Datenverkehr.
Voraussetzungen für die digitale
Zukunft schaffen
Professionell mit den Veränderungen
in einer digitalen Welt umzugehen, bedeutet, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Die IHK-Organisation
wird sich verstärkt dieser Frage widmen. Neben der Sicherheit der Daten
spielen zwei weitere Themen eine
wichtige Rolle: Zum einen muss eine
hochleistungsfähige Breitbandinfrastruktur marktgetrieben von den Telekommunikationsnetzbetreibern
bereitgestellt werden und zum anderen
benötigen die Unternehmen digital
kompetente Mitarbeiter.
Der DIHK setzt sich aktiv dafür ein,
dass die Sicherheitsforschung einen
Schwerpunkt auf die Entwicklung von
einfach nutzbaren Verschlüsselungstechnologien legt, damit die Verschlüsselung von Daten, Dokumenten
und E-Mails im unternehmerischen
Alltag leichter wird. Die IHKs engagieren sich in den Regionen aktiv für
Breitbandanschlüsse, die unternehmerischen Anforderungen Rechnung
tragen. Notwendig ist, dass bei einer
volkswirtschaftlich so bedeutsamen
Infrastruktur ebenso wie in der Energie- und Umweltpolitik längerfristige
Ziele formuliert und die gesamtwirtschaftlichen und die regionalen Planungen darauf ausgelegt werden. Und
nicht zuletzt wirken die IHKs entscheidend daran mit, dass die Vermittlung
digitaler Kompetenzen in der Aus- und
Weiterbildung Eingang findet. Diese
Investitionen in Infrastruktur und Bildung sind wichtige Voraussetzungen
dafür, dass digitale Innovationen entstehen.
(Sob./DIHK)
A NZE I G E
Mit MPLS-Technologie und Datacenterlösung
sicher in Richtung Zukunft
Sie wollen Ihre Unternehmensdaten barrierefrei, sicher und immer mit der optimalen
Bandbreite an jedem Ihrer Unternehmensstandorte abrufen? Aber Ihr bisheriges Unternehmensnetzwerk stößt an seine Leistungsgrenze? Die modernste und flexibelste
Lösung heißt MPLS (Multi-Protokoll-Label-Switching). Eine Netztechnologie mit komplexen Möglichkeiten für individuelle und sichere Firmennetzwerke, die für zukünftige
Anforderungen und neue Technologien noch ausreichend Spielraum lässt.
Bedingt durch die Zunahme von Softwarediensten und breitbandintensiven Anwendungen
moderner Unternehmen, stoßen die existierenden Netzwerke immer öfter an ihre Leistungsgrenze. Bisherige Unternehmensnetze wurden gebildet, indem Festverbindungen zwischen der Unternehmenszentrale und den Außenstellen geschaltet wurden und Mitarbeiter
des Unternehmens Leitungseinkauf, Störungsmanagement und Netzbetrieb selbst in der
Hand hatten. Moderne Netzbetreiber können all
dies mit Hilfe der MPLS-Technologie besser und
kostengünstiger. Sie konzentrieren die Bandbreitenanforderung optimal in ihrem Netz, integrieren den Internetanschluss und bieten in
ihren Datacentern Platz für breitbandintensive
Internetapplikationen der Unternehmen.
Die MPLS-Technologie bietet den Vorteil, verschiedene Zugangstechnologien, wie SDSL,
Festverbindungen und mobile Internetzugänge
für die Bereitstellung eines privaten Unterneh-
mensnetzwerkes zu bündeln und gleichzeitig
sicher zu stellen, dass jeweils nur die für das
spezielle Netz vorgesehenen Standorte miteinander kommunizieren können. Optional ermöglicht die Technologie den Zugang aus dem
MPLS-Netz ins Internet über eine hochverfügbare Firewall. Hiermit ist ein sicherer Anschluss
des Unternehmensnetzes an das Internet gewährleistet. Mit dieser Firewall ist es auch möglich, von außerhalb über einen beliebigen
Internetanschluss gesichert auf das eigene Unternehmensnetz zuzugreifen. So kann zum Beispiel ein Mitarbeiter von einem Heimarbeitsplatz aus arbeiten oder ein Vertriebsmitarbeiter
mobil auf interne Unterlagen zugreifen. Ein weiterer Vorteil der Technologie ist die Möglichkeit,
durch verschiedene Serviceklassen Dienste unterschiedlich zu steuern. So sorgt MPLS mit seinen Mechanismen zur Klassifizierung und
Priorisierung von Daten dafür, dass zeitkritische
und auslastungsintensive Anwendungen wie
Sprach- und Videokommunikationskanäle über
das Netzwerk betrieben werden können, ohne
Störungen im Datenverkehr zu verursachen.
Ein wichtiger Baustein in einem Firmennetzwerk ist die zentrale Bündelung der Unternehmensdaten in einer sicheren Geschäftsumgebung – einem hochverfügbaren Datacenter.
envia TEL betreibt vier solcher Hochleistungsrechenzentren an den Standorten Taucha bei
Leipzig, Chemnitz, Plauen und Kolkwitz bei
Cottbus. Im Mai 2014 wurde in Taucha das
jüngste Datacenter – das Datacenter Leipzig –
eröffnet. Gebaut nach modernsten Maßstäben,
bietet es eine optimale Infrastruktur für hochsensible Daten und Server auf höchstem Sicherheitsniveau. Das Informations-SicherheitsManagement-System ist nach ISO 27001 zertifiziert. Alle betriebsnotwendigen Systeme, wie
Stromversorgung, Klimatisierung und Breitanbindung sind mehrfach vorhanden. Darüber
hinaus sorgen ein spezielles Zutrittssystem und
eine 24-Stunden-Überwachung an 365 Tagen
für physische Sicherheit. Damit ist das Datacenter Leipzig eines der sichersten Rechenzentren
in ganz Deutschland.
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stehen wir Ihnen telefonisch unter 0800
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titelthema
WIRTSCHAFTSSPIONAGE
Industrie 4.0 und das
Sicherheitsproblem
Das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Vision und der Bedrohung
durch Wirtschaftsspionage ist Thema dieses Beitrags. Absolute Sicherheit
gibt es nicht. Ziel kann es nur sein, die Hürde für Angreifer entsprechend
höher zu legen.
F
remde Nachrichtendienste, global
agierende Unternehmen und zunehmend die organisierte Kriminalität
beschaffen sich das Know-how und Informationen zur Entwicklung ihrer eigenen Märkte und kriminellen Geschäftsmodelle in Deutschland. Deutschland ist
stark zunehmend Aktionsraum für das internationale Verbrechen. Seit jeher gehört
Deutschland zu den bevorzugten Aufklärungszielen fremder und professioneller
Angreifer. Die Grenzen zwischen Wirtschaftsspionage, CyberCrime und dem organisierten Verbrechen verschwimmen
immer mehr.
Die Spionage
Als aktuell stärkste Nation in der EU und
als eines der innovationsstärksten Länder
der Erde steht Deutschlands Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft an der
Spitze der Aufklärungsziele im Kontext
von Spionage. Die stark zunehmende Globalisierung und Vernetzung unserer Welt
wird durch die rasante Entwicklung von
neuen Technologien getrieben. Die rasant
fortschreitende digitale Sozialisation – unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft
– bildet den Nährboden für das rasant zunehmende transnationale Verbrechen.
Machtblöcke auf der Erde verschieben
sich, Machtblöcke gehen und neue entstehen. Die Regionen Asien, Mittlerer Osten
und Süd- und Lateinamerika erfahren einen
wirtschaftlichen Aufschwung. Die weltweite Sicherheitsarchitektur und Bedrohungskulisse ist aktuell stark in Bewegung.
In diesem Kontext entstehen große
Risiken durch Spionage gegen Deutschland. Neben der politischen Spionage ist
die Spionage gegen die Wirtschaft ein
Schwerpunkt. Zur Entwicklung der eige18
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
nen und oft unterentwickelten Fähigkeiten greifen andere Staaten und auch deren Industrien auf Mittel der Spionage zurück. Die Vorgaben von Nationalstaaten
an ihre Geheimdienste ist die strategisch
organisierte und getarnte Beschaffung
von nicht öffentlich zugänglichen Informationen. Denn was im eigenen Land
nicht entwickelt oder gekauft werden
kann, wird mit anderen Mitteln beschafft,
dem Mittel der Spionage. Eines der Hauptmotive staatlich gelenkter Spionage gegen Deutschland ist das Aufholen des
Wissens- und Zeitvorsprungs, das den
Wettbewerbsvorteil Deutschlands gegenüber anderen Nationen ausmacht.
Ein Großteil der ausländischen Agenten ist in Deutschland in so genannten
Legalresidenturen platziert. Hierbei handelt es sich um Standorte von Nachrichtendiensten in offiziellen und halboffiziellen Vertretungen in Deutschland. Zu
den offiziellen Vertretungen gehören Botschaften und Konsulate. Zu den halboffiziellen Organisationen können Presseund Medienagenturen, Reisebüros und
Fluggesellschaften gehören. Die Agenten
betreiben legale und illegale Informationsbeschaffung über verschiedenste Kanäle und Quellen in Deutschland. Diplomaten und Journalisten zum Beispiel
haben erleichterten Zugang zu ihren
Quellen, Diplomaten haben den Status
der Immunität und bei Journalisten ist es
nicht auffällig, wenn sie wissbegierig sind
und viele Fragen stellen. Im Falle einer
Enttarnung profitieren Agenten vom Status der Immunität oder besonderen Regelungen, die sie vor der Strafverfolgung
in Deutschland schützen.
Nennenswert als Bedrohung ist weiterhin die Ausspähung durch »Non Pro-
fessionals« in Deutschland. Hierbei handelt es sich um Studenten, Doktoranden,
Praktikanten und Trainees, die in Organisationen und der Wirtschaft positioniert
werden. Sie werden mit entsprechenden
Lebensläufen, Bewerbungsunterlagen
und Legenden »kultiviert« und in Schlüsselpositionen gebracht. Die Schäden, die
durch solche Innentäter verursacht werden können, sind enorm.
Akteure und ihre Methoden
Hauptakteure im Kontext von Wirtschaftsspionage sind fremde Geheimdienste und
Wirtschaftsunternehmen, die Industrieoder Wettbewerbsspionage betreiben. Wobei die Unternehmen oft mit ihren Geheimdiensten zusammenarbeiten. Die Angriffsarten und Methoden sind nahezu gleich.
Ein Großteil der deutschen Wirtschaft
denkt in erster Linie in seinem Verständnis
von Sicherheit an IT und physikalischen
Schutz. Das gesamtheitliche Verständnis
für Schutz und das breite Spektrum der
Bedrohungen und Angriffe sowie die
Quellen für ungewollten Informationsabfluss fehlen meist. Studien belegen, dass
der Großteil der Schadensfälle für ungewollten Know-how-Verlust nicht über die
IT kommt. Das Problem ist die Verortung
der Information, die Migration der Information und die Zugänge zur Information.
In bis zu 80 Prozent der Fälle ist der
Mensch die Schwachstelle.
Die Angriffsmethoden und damit die
Bedrohungen sind äußerst vielfältig.
Schwachstellen und fehlende Schutzmaßnahmen sind in der Regel im Bereich Innen-/Außentäter, Social Engineering, Social Media, IT/Hacking, Kommunikation,
Geschäftsreisen, Besucher/Delegationen,
Wirtschaftspartner, Messen und externe
Dienstleister zu finden. Übergeordnet ist
die größte Schwachstelle meist der Schutz
der kritischen Information eines Unternehmens. Hier fehlen neben der gesamtheitlichen Betrachtung die unternehmensspezifischen Schutz- und Präventionskonzepte für das Know-how.
Die Metatrends und Industrie 4.0 – Der
Brandbeschleuniger für die Bedrohung
durch Wirtschaftsspionage
Was sind die aktuellen neuen Entwicklungen und die Themen der Zukunft? Social Media, mobile Endgeräte, vernetzte
titelthema
Das
Thema Wirtschaftsschutz
Das Thema Wirtschaftsschutz
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Günter Holzhauser, der Autor dieses
Beitrags, arbeitet branchenunabhängig im
Bereich Wirtschaftsschutz und
Spionageabwehr. Er verfügt über Hochschulausbildungen im Bereich Maschinenbau, Security Management und
Wirtschaftsschutz (Spionageabwehr).
Aktuell promoviert er mit einem Thema
der Spionageabwehr. Er hat 24 Jahre
Branchenerfahrung in Defence &
Security, National und international für
Wirtschaft, Regierungsorganisationen,
Spezialkräfte und Dienste.
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Spionage
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© Dipl.-Ing. Gunter Holzhauser 2014
Mobilität, Internet der Dinge, Industrie 4.0
und die Metaebene Social Business respektive Social Enterprise. Die Vernetzung
von Mensch und Unternehmen schreitet
unaufhörlich und mit rasantem Tempo
voran. Alle Trends überlagern sich, sie
vernetzen sich und stehen in Abhängigkeit zueinander. Hier entstehen komplexe
und heterogene Bedrohungen und Risiken, die wir heute noch nicht absehen
können. Jedoch ist bereits jetzt schon abzusehen, dass diese Trends und Entwicklungen dazu führen, zukünftig Menschen
und vertrauliche Informationen schneller
zu enttarnen, Menschen, Informationen
und Prozesse schneller zu manipulieren
und Produktionsnetzwerke/kritische Infrastrukturen schneller zu sabotieren. Aus
Sicht des Autors wird die Sabotage und
die Desinformation in Zukunft eine Hauptbedrohung werden. Fremde Nachrichtendienste – damit Nationalstaaten – können
sicherlich heute schon Netzwerke (beispielsweise Industrie 4.0) und kritische
Infrastrukturen in verschiedenen Ländern
per Mausklick manipulieren oder abschalten. Wirtschaftsspionage kann letztendlich auch bedeuten, einen industriellen
Wettbewerber mit seinem Produktionsnetzwerk auszuschalten.
Gerade im Kontext von Industrie 4.0
verschwinden die territorialen Grenzen.
Die klassischen hierarchischen Organisationen von Unternehmen werden sukzessive durch autonome und virtuelle Organisationen ersetzt. Im Vordergrund dieser
Bestrebungen steht die Erhöhung der Produktivität durch Vernetzung und die
Sichtbarmachung von Menschen und
Wissen. Wenn wir angegriffen werden,
stellt sich die Frage, sind wir die Opfer
und die Unschuldigen oder sind wir sel-
ber Teil des Problems? Der Autor ist der
Meinung, dass die komplexe und heterogene Bedrohungslage mit ihren noch
nicht abzusehenden Risiken für die Metatrends Industrie 4.0, Internet der Dinge,
vernetzte Mobilität und Social Business
als Bedrohung in Politik und Wirtschaft
noch nicht angekommen ist.
Im Kontext von Bedrohungen und Risiken kann Industrie 4.0 nicht alleine betrachtet werden. Im Kontext der Sicherheit
müssen zukünftig die Netzwerke mit allen
Beteiligten betrachten werden, die Betrachtung einzelner Beteiligter oder Unternehmen greift zu kurz. Nur durch Bedrohungs- und Risikoanalyse eines Netzwerkes mit seinem Umfeld können notwendige Sicherheitsstrukturen abgeleitet
werden. 100-prozentige Sicherheit gibt es
heute nicht und wird es erst recht in Zukunft nicht geben. Wir sollten versuchen,
durch geeignete Schutzmaßnahmen die
Hürde für Angreifer höher zu legen.
Im Kontext der Sicherheit und der
Spionage können diese Entwicklungen
für Gesellschaft, Personen und die Wirtschaft verheerende Folgen haben, wenn
für diese Entwicklungen die Sicherheitsarchitektur vernachlässigt wird. Fremde
Geheimdienste und Angreifer freuen sich
sicherlich über diese Entwicklung. Mit
den bereits heute vorhandenen Technologien der Nachrichtendienste eröffnet
sich ein breites Spektrum für Angriffe.
Was kann getan werden?
Wir sollten uns bewusst werden, dass wir
in Deutschland an der Spitze der auszuspähenden Länder liegen. Als natürliche Person, Wissenschaftler, Unternehmer oder
Behörde kann man sehr leicht Zielobjekt
von Spionage werden. Entscheidend ist,
was an Information »angeboten« werden
kann.
Wirtschaftsspionage zum Beispiel ist
unabhängig von Unternehmensgröße,
Branche und Wertschöpfungstiefe. Kleine
mittelständische Unternehmen sind genauso betroffen wie große Konzerne. Der
Verbund von Unternehmen und Organisationen zu Industrie 4.0 bietet sogar
noch mehr Angriffsfläche als die einzelnen beteiligten Unternehmen. Entscheidend für den Impuls zur Wirtschaftsspionage ist die Kernkompetenz eines Unternehmens oder eines Industrie 4.0-Verbundes und der handelnden Akteure.
Das ganze Thema Wirtschaftsspionage wird in Deutschland massiv unterschätzt. Gerade im Mittelstand. Viele Unternehmen haben keine Transparenz über
die Bedrohungen und Risiken, die im
Kontext ihrer unternehmerischen Tätigkeit existieren. Risiko- und Bedrohungsanalysen, Umfeldanalysen und Lagebilder
sind in vielen Unternehmen Fremdwörter.
Die Problematik gilt sicherlich auch für
Regierungsorganisationen, Behörden und
die Hochschulen.
Absolute Sicherheit kann selbst mit
enormen finanziellen Mitteln nicht hergestellt werden. Ziel kann es nur sein,
durch Methodik, Tools, geeignete Prozesse und entsprechende Schulungsmaßnahmen die Hürde für Angreifer entsprechend höher zu legen. Schutzmaßnahmen und Prozesse müssen Akzeptanz
finden und gelebt werden. Die besten
Schutzmaßnahmen können nicht helfen,
wenn den Akteuren die Einsicht fehlt. Die
Anforderungen an die Sicherheit der Industrie 4.0 sind deutlich höher, als bei
einzelnen Unternehmen oder Organisationen. (Autor: Günter Holzhauser)
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
19
betrieb und praxis
NEUES JAHR – NEUE REGELN
Bild: Danu | fotolia
Das ändert sich
Die folgende Übersicht listet einige der wesentlichen Neuerungen mit Relevanz
für Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf. Weitergehende Informationen können im
Internet unter www.dresden.ihk.de (docID: D62374) nachgelesen werden.
M
it Beginn des neuen Jahres ist
eine Reihe von Gesetzesänderungen in Kraft getreten. Die folgende Übersicht zeigt einige der wesentlichen Neuerungen mit Relevanz für
Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wobei teilweise noch die erforderliche Zustimmung
von Bundestag und/oder Bundesrat aussteht. Die Aufstellung, die unter anderem
unter Verwendung von Material der Datev
eG, der MLP AG, der Bundesministerien
für Gesundheit sowie für Arbeit und Soziales, des Bundesverbandes Deutscher
Banken und des Umweltbundesamtes erstellt wurde, erhebt keinen Anspruch auf
Vollständigkeit.
Mindestlohn
Mit Beginn des Jahres 2015 gilt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn.
Arbeitnehmern steht damit ein BruttoStundenlohn von mindestens 8,50 Euro
zu. Arbeitgeber sind verpflichtet zu prüfen, für welche ihrer Arbeitnehmer dadurch Änderungen notwendig werden.
Vorübergehende Ausnahmen gelten le20
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
diglich in den Branchen, in denen die Tarifpartner bereits einen für allgemeinverbindlich erklärten Mindestlohn vereinbart haben. Es ist zu erwarten, dass die
Zollverwaltung und die Sozialversicherungsprüfer intensiv kontrollieren werden, ob der Mindestlohn und die damit
verbundenen Anforderungen eingehalten werden. Neben Nachzahlungen von
Löhnen und Sozialversicherungsbeiträgen drohen bei Verstößen Geldbußen bis
zu 500.000 Euro.
Minijobs
Parallel zur Einführung des Mindestlohns
tritt eine stärkere Nachweispflicht der Arbeitszeiten bei Minijobbern, kurzfristig Beschäftigten und Arbeitnehmern in bestimmten Wirtschaftsbereichen (nach § 2a
des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes
zum Beispiel für Bau, Gaststätten und Gebäudereinigung) in Kraft. Beginn, Ende
und Dauer der Arbeitszeit sind für diese
Mitarbeiter dann täglich zu dokumentieren. Die Dokumentation muss mindestens
zwei Jahre aufbewahrt werden. Beschäf-
tigen Unternehmen Mitarbeiter, die in eine
dieser Kategorien fallen, müssen sie prüfen, ob bereits eine entsprechende Zeiterfassung erfolgt und die Dokumentation
gegebenenfalls einführen oder anpassen.
Gehören Unternehmen einer der genannten Branchen an, gilt die Aufzeichnungspflicht für alle Arbeitnehmer, also auch
für diejenigen mit festem monatlichen
Entgelt und fest vereinbarter Arbeitszeit.
Geringfügige Beschäftigung
Die Übergangsregelungen enden. Seit
der sogenannten Minijob-Reform von
2013 gilt für die geringfügig Beschäftigten das Maximalgehalt von 450 Euro.
Bislang gab es aber für Beschäftigungsverhältnisse, die vor dem 1. Januar 2013
bestanden haben, besondere Bestandsschutz- und Übergangsregelungen. Waren etwa Arbeitnehmer, deren regelmäßiges monatliches Entgelt zwischen
400,01 Euro und 450,00 Euro liegt, nicht
von der Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung befreit, galten sie weiterhin als »Arbeitnehmer in der Gleit-
A NZE I G E
betrieb und praxis
zone«. Ab 2015 gelten Arbeitnehmer in
dieser Gehaltsspanne automatisch als
geringfügig entlohnte Beschäftigte.
Weitere Änderungen betreffen
– Kurzarbeitergeld: Verlängerung der
Bezugsdauer.
– Elterngeld Plus: Weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten möglich.
– Pflege- und Familienpflegezeit: Arbeitnehmer haben Anspruch auf Freistellung.
– Arbeitslosengeld: Verlängerung der
Sonderregelung.
– Weiterbildungsförderung: Verlängerung der Weiterbildungsförderung von
unter 45-Jährigen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).
– Eingliederungszuschüsse: Verlängerung der Sonderregelung zur Eingliederung über 50-Jähriger.
– Berufsbezogene Sprachförderung für
Menschen mit Migrationshintergrund:
Das Programm des Europäischen
Sozialfonds wird wieder aufgelegt.
– Mindesteinkommen Blue-Card: Neue
Werte ab 2015.
Lohn- und Einkommensteuer
Neuregelungen bei der Abrechnung betreffen zum Beispiel die Behandlung von
Arbeitgeberleistungen für die Kinderbetreuung, Kriterien für die Erst- und
Zweitausbildung oder eine höhere Freigrenze für Betriebsveranstaltungen. Arbeitgeber müssen das bei der Abrechnung der Lohnsteuer berücksichtigen.
Änderungen gibt es ebenso beim
– EU-Umsatzsteuerverfahren; hier geht
der Leistungsort auf das Land des
Leistungsempfängers über.
– Die Kirchensteuer wird bei Kapitalerträgen künftig automatisch einbehalten und durch die Banken und Sparkassen an das Finanzamt abgeführt.
– Bei den Bankguthaben wird die Einlagensicherungsgrenze angepasst.
– Ombudsmannverfahren: Der bindende
Streitwert wird verdoppelt.
– Der Investitionszuschuss für Wagniskapital wird von Steuern befreit.
– Mietrechtsreform: Ab 2015 sind unter
anderem die Mietpreisbremse und das
Bestellerprinzip für Maklerverträge
geplant.
Gesetzliche Krankenversicherung
Gesetzliche Krankenversicherer können
künftig wieder individuelle Beitragssätze
erheben. Zum 1. Januar 2015 wird der allgemeine Beitragssatz von 15,5 auf 14,6
Prozent gesenkt. Gleiches gilt für den ermäßigten Beitragssatz, der von 14,9 auf
14,0 Prozent sinkt. Zusätzlich können die
Krankenkassen aber einen individuellen
einkommensabhängigen Zusatzbeitrag
erheben, den ausschließlich der Arbeitnehmer entrichtet. Für die korrekte Berechnung und Abführung der Beiträge ist
der Arbeitgeber zuständig.
– Krankenversicherung: Beitragsbemessungsgrenze und PKV-Versicherungspflichtgrenze steigen.
– Gesetzliche Pflegeversicherung: Zum
1. Januar 2015 tritt der erste Teil des
Pflegestärkungsgesetzes in Kraft. Damit erhöhen sich die Leistungen aus
der Pflegeversicherung. Allerdings
steigt auch der Beitragssatz.
– Lebensversicherungen: Der Garantiezins sinkt; bei bestehenden Lebensversicherungen gilt weiterhin der ursprünglich vereinbarte Garantiezins.
– Rentenversicherung: Der Beitragssatz
zur gesetzlichen Rente sinkt 2015 um
0,2 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent.
– Altersvorsorge: Die Beitragsbemessungsgrenze steigt.
– Basis-Rente: Der Sonderausgabenabzug steigt um zwei Prozentpunkte.
– Künstlersozialversicherung: Abgabe
bleibt stabil, aber mit Neuerungen.
Verwendungsverbot für
HFCKW-Kältemittel
Um die Ozonschicht zu schützen, ist es
ab 1. Januar 2015 europaweit verboten,
teilhalogenierte ozonabbauende Kältemittel (HFCKW) wie R22 zu verwenden.
Diese werden zum Beispiel noch zur Gebäudeklimatisierung in Kälte- und Klimaanlagen eingesetzt. Verboten ist unter
anderem auch das Nachfüllen mit gebrauchtem Kältemittel und alle Maßnahmen, bei denen in den Kühlkreislauf eingegriffen werden muss, die der Instandhaltung und Wartung dienen.
Weitergehende Informationen zu den
hier genannten Stichpunkten sind unter
www.dresden.ihk.de und der docID:
D62374 zu finden.
(C.P./L.F./H.K.)
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
21
betrieb und praxis
VERGÜTUNGSOPTIMIERUNG DURCH ENTGELTBAUSTEINE
Win-Win-Situation für
Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Statt Lohnsteigerungen gibt es Entgeltbausteine als Gehaltsextras und eine
betriebliche Altersvorsorge. Wichtig ist jedoch, dass vorher die Rechtskonformität durch Fachanwälte und Wirtschaftsprüfer garantiert und in individuellen
Gutachten ausgearbeitet wird.
B
ei der Vergütungsoptimierung
durch Entgeltbausteine können
Arbeitgeber und Arbeitnehmer
gemeinsam beschließen, einen geringen
Teil des Bruttolohns exakt 1:1 gegen
steuer- und sozialversicherungsbegünstigte Sach- und Barzuschüsse auszutauschen. Das können Tankgutscheine, Warengutscheine, Mobilfunkkostenübernahme oder auch Einkaufs- und Verzehrgutscheine sein. Dadurch steigen beim
Arbeitnehmer die Nettoeinkünfte und
beim Arbeitgeber fallen weniger Lohnnebenkosten an. Der Gesamtlohnanspruch
des Mitarbeiters besteht in voller Höhe
weiter, es sinkt nur der zu versteuernde
und zu verbeitragende Teil des Lohns
(siehe Grafik, mittlere Säule).
Diese Win-Win Situation kann durch
eine betriebliche Altersvorsorge (bAV)
optimiert werden, die wiederum die
Lohnnebenkosten reduziert. Dabei wird
für Arbeitnehmer die Möglichkeit geschaffen, sich eine eigene, unverfallbare
Betriebsrente per Entgeltoptimierung in
Kombination mit gängigen (praxisnahen) Entgeltbausteinen aufzubauen. Aus
der Grafik (Seite 23) wird ersichtlich,
dass bei gleichem Brutto das Nettoentgelt bei Säule links und Säule rechts
gleich bleibt, obwohl rechts der steuer/sozialversicherungsbefreite Maximalbetrag von monatlich 242 Euro in einen
bAV-Vertrag eingezahlt wird. Möglich
wird das durch den sinnvollen Einsatz
von Entgeltbausteinen, die den bisherigen Netto-Eigenanteil bei der Entgeltumwandlung komplett finanzieren. Ergebnis: Betriebsrente zum Nulltarif. Mit diesem in der Praxis bewährten und juristisch abgesicherten Weg leistet die DG22
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Gruppe für Mitarbeiter einen wichtigen
Beitrag zur finanziellen Absicherung des
Ruhestandes. Die Deutsche Gesellschaft
für Entgeltoptimierung mbH präsentiert
dazu ein Beispiel, das einem 30-jährigen
Arbeitnehmer eine betriebliche Altersvorsorge mit zirka 360 Euro garantierter
monatlicher Betriebsrente ohne eigenen
finanziellen Aufwand ermöglicht. Der
Arbeitgeber profitiert durch Ersparnisse
im Lohnnebenkostenbereich bis zu mehrere Hundert Euro im Jahr pro Mitarbeiter. Somit kann der Arbeitgeber ohne finanziellen Mehraufwand einen betrieblichen Altersvorsorge-Zuschuss leisten
und erhält zudem ein starkes Instrument
zur Mitarbeitermotivation.
Wichtig dabei ist, dass vorher die
Rechtskonformität für jedes Unternehmen durch Fachanwälte und Wirtschaftsprüfer garantiert und in individuellen Gutachten ausgearbeitet wird. Die
Entgeltoptimierung muss immer aktuell
mit dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt abgestimmt werden.
»Kalte Progression« aushebeln
Ein Mitarbeiter mit 2.800 Euro Bruttogehalt (Steuerklasse 1) soll eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent erhalten. Für
den Arbeitnehmer bedeuten 2,5 Prozent
ein Gehaltsplus von 70 Euro brutto. Ohne
Optimierung kommen auf dem Gehaltskonto 35 Euro an – gerade die Hälfte der
Gehaltserhöhung. Für den Arbeitgeber
bedeutet das Gehaltsplus Mehrkosten
von 84,75 Euro. Wird jedoch die Gehaltserhöhung über zwei praxisnahe Entgeltbausteine gewährt, wird die »kalte Progression« komplett ausgehebelt: Der Mitarbeiter erhält Warengutscheine für 44
Euro (per monatlicher Aufbuchung auf
eine spezielle Mastercard) und die Übernahme der Handykosten in Höhe von 26
Euro. So bleibt die vorgesehene Gehaltserhöhung von 70 Euro (2,5 Prozent) als
Netto erhalten. Auch der Arbeitgeber
spart: Ihn kostet die Gehaltsanhebung 78
Euro und damit zehn Prozent weniger als
bei einer normaler Gehaltserhöhung.
Entgeltoptimierung in der Wandlung
Wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern mehr Netto zukommen lassen, aber
zusätzliche Gehaltskosten vermeiden
möchte, lassen sich Entgeltbausteine ins
bestehende Gehalt »reinwandeln« mit
freier Wahl der Bausteine, wobei der Bruttolohnanspruch des Mitarbeiters gleich
bleibt. Dazu können folgende Bausteine
eingesetzt werden: Einkaufsgutscheine
(pro Tag 6,10 Euro, konservativ auf 13 Arbeitstage pro Monat gerechnet) 79,30
Euro, Warengutscheine 44 Euro, Handykostenübernahme 20 Euro. Diese 143,30
Euro umgewandelt bedeuten 70 Euro
mehr Netto für den Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber spart an den Lohnnebenkosten
rund 22 Prozent, die er zu einer betrieblichen Altersvorsorge beisteuern kann. Einbußen, die durch die Gehaltsreduzierung
im Bereich Rente, Krankentagegeld und
Arbeitslosengeld entstehen könnten, lassen sich über günstige Gruppenversicherungen absichern.
Vergütungsoptimierung kann also
als »Add-ons« oder in Form von Entgeltverzicht bei gleichbleibendem Bruttolohnanspruch gestaltet werden. Die
Maßnahmen sind bekannt und zig-fach
gerichtlich überprüft: Statt Lohnsteigerungen setzen informierte Unternehmer
Entgeltbausteine als Gehaltextras ein,
um ihren Belegschaftsmitgliedern steuerfrei Werte zukommen zu lassen, die
jeder brauchen kann. Häufig genutzt
werden Restaurantschecks, Warengutscheine, Handykostenpauschale, Erholungspauschalen etc. Mit diesen Leistungen kann eine Gehaltserhöhung gewährt
werden, die beim Arbeitnehmer weder
Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge auslöst.
Immer sind jedoch steuerliche, tarifliche, arbeitsrechtliche sowie Belange
der Sozialgesetzgebung zu beachten. Mit
Argusaugen verfolgen die Betriebsstät-
betrieb und praxis
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len Landesteilen kann diese Gesellschaft
in kurzer Zeit komplette Unternehmensbelegschaften in Einzelberatungen über
die individuell richtigen Optimierungsmaßnahmen informieren. Zentral werden
für die Arbeitnehmer Essensgutscheine/
Restaurantschecks ausgefertigt und verschickt, Mastercards mit dem monatlichen
Höchstwert für Warengutscheine (früher:
Tankgutscheine) geladen und die weiteren Optimierungen verwaltet. Damit reduzieren sich das Haftungsrisiko der Unternehmen und vor allem der Aufwand.
Unter dem Dach der DG-Gruppe AG
sind Spezialisten der Aufgabenbereiche
betriebliche Altersversorgung und Vergütungsoptimierung vereint; auch in
Sachsen stehen Ansprechpartner bereit.
Ansprechpartner auch bei der IHK
tenfinanzämter und die Sozialversicherungen die Handhabung. Wenn nicht bei
der Implementierung Spezialisten eingeschaltet sind, die alle Einzelmaßnahmen
sauber durchführen, birgt die auszahlungsoptimierte Entgeltgestaltung bei
Betriebsprüfungen das Risiko hoher
Nachzahlungen.
Haftungsrisiko und Aufwand
Wirtschaftsprüfer und Steuerkanzleien
können den Anstoß zur Vergütungsoptimierung geben, verweisen zur Durchführung aber meist auf die Manpower von
Unternehmen wie die DGEO – Deutsche
Gesellschaft für Entgeltoptimierung. Als
Teil der DG-Gruppe mit Fachleuten in al-
Das »Kompetenzteam betriebliche Altersvorsorge« bei der IHK Dresden besteht
aus externen Fachleuten auf diesen Gebieten und ist ebenfalls ein möglicher Ansprechpartner, an den sich Unternehmer
mit ihren Fragen zu den hier genannten
Themen und speziell zur betrieblichen Altersversorgung wenden können. (Autor:
Matthias von Debschitz/bearb. H.K.)
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23
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QUER SCHNITTSTECHNOLOGIE N
Zuschüsse
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überarbeitet
Käufer kleinster KWK-Anlagen (KraftWärme-Kopplung) bis zu 1 kW Leistung
(elektrisch) erhalten pauschal einen Zuschuss von 1.900 Euro. Dieser Zuschuss
steigt auf bis zu 3.500 Euro für eine 20
kW-Anlage. Zusätzlich können Investoren
einen Bonus für besonders wärmeeffiziente Anlagen (+25 Prozent Bonus zur
Basisförderung) bzw. besonders stromeffiziente (+60 Prozent Bonus zur Basisförderung) erhalten. Mehr zu den grundsätzlichen Voraussetzung für die Förderung und weitere Informationen stehen
im Netz unter www.dresden.ihk.de (docID: D62423).
(U.M./H.K.)
Die neue Förderrichtlinie zum Programm
Querschnittstechnologien ist am 31. Dezember 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Im Grundsatz wird das
Programm in der bekannten Form mit einer Förderung für sogenannte Einzelmaßnahmen und sogenannte systemische Optimierungen fortgeführt. Die Fördersätze wurden zwar nicht geändert, es
gibt jedoch Neuerungen bei den jeweils
förderfähigen Maßnahmen. Die Details
zu diesem Förderprogramm stehen auf
den Internetseiten der Kammer unter
www.dresden.ihk.de und der docID:
D62418.
(U.M./H.K.)
GRÜ NDE R STIPENDIUM UND FOR SCHUNG STR ANSFER
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Mit der Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinien zum Exist-Gründerstipendium und zum Exist-Forschungstransfer
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Das Gründerstipendium wird um
25 Prozent angehoben, die Investitionsmittel dabei von 17.000 auf 30.000 Euro
fast verdoppelt. Im Forschungstransfer
fallen die Verbesserungen noch deutlicher aus. Für besonders forschungsintensive und risikoreiche Gründungsvor-
haben im Hochtechnologiebereich werden die Investitionsmittel von 70.000 auf
250.000 Euro mehr als verdreifacht. Das
soll vor allem solchen Gründungsteams
helfen, die etwa in den Bereichen Cleantech, Energie oder im Life-Science-Sektor Demonstrationsanlagen bauen oder
langwierige Zertifizierungen durchlaufen müssen. Die neuen Förderrichtlinien
gelten für die Dauer von sieben Jahren.
Weitere Informationen dazu sind auf der
Internetseite www.exist.de abrufbar.
(U.Z./H.K.)
L EBENSMITTELINFOR MATIONEN
nung ist es, die Verbraucher verstärkt
über Allergene, Energie- und Nährwerte,
über Lebensmittelimitate und die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren.
Damit ändert sich auch einiges für Unternehmen.
Die wichtigsten Änderungen wurden
in dem Infoblatt Allergenkennzeichnung
des DIHK zusammengestellt, das unter
www.dresden.ihk.de (docID: D62321) zu
finden ist.
(N.C./H.K.)
B13
HALLE 2
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24
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Seit dem 13. Dezember 2014 müssen die
Vorschriften der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) beachtet werden. Diese beruht auf einer EU-Verordnung (Nr. 1169/2011) aus dem Jahr 2011
und gilt für ganz Europa. Ziel der Verord-
betrieb und praxis
BES O ND E R E AU S GL EI C HREGELUNG
Übergangsfrist für den Einsatz
geeichter Stromzähler
Im November veröffentlichte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(BAFA) ein Hinweisblatt mit Angaben
zum verpflichtenden Einsatz geeichter
Stromzähler für den Nachweiszeitraum
2015. Demnach müssten für die erfolgrei-
che Antragsstellung und Inanspruchnahme der Besonderen Ausgleichregelung ab Januar 2015 alle Abnahmestellen
über geeichte Stromzähler an allen Entnahmepunkten, Eigenversorgungsanlagen und Übergabestellen an nachgelager-
te Verbraucher verfügen. Das BAFA gewährt dafür nun eine Übergangsfrist bis
zum 31. März 2015. Sind bis zu diesem
Zeitpunkt die Vorgaben erfüllt, können
auch zuvor über nicht geeichte Zähler erfasste Strommengen im Rahmen einer
Antragsstellung nach den §§ 63 ff. EEG
2014 berücksichtigt werden. Wie dies erfolgen soll, wird derzeit zwischen dem
Bundeswirtschaftsministerium und dem
BAFA beraten. Mehr unter www.dresden.
ihk.de (docID: D62419). (U.M./H.K.)
UMWELT PR E IS 2 0 1 5
ZIM- R ICHTLINIE FÜR 2015
Bewerbungen bis 15. März möglich
Erste Informationen aus dem BMWi
Sachsens neuer Umweltminister Thomas Schmidt hat
den Startschuss für den Wettbewerb um den Sächsischen
Umweltpreis 2015 gegeben.
Unternehmen aus Industrie,
Handwerk, Dienstleistungsgewerbe und der Land- und
Forstwirtschaft, aber auch
Organisationen, Verbände,
Vereine und private Personen
können sich bis zum 15. März
bewerben. Gesucht sind kreative, zukunftsorientierte und
wirtschaftliche
Lösungen,
die die Umwelt entlasten und
Ressourcen schonen. Ebenso
sind Projekte, die dem Schutz
der Natur dienen, gefragt. Es
gibt vier Kategorien: umwelt-
freundliche Produkte, umweltfreundliche
Technologien, innovativ-kreative Leistungen im Umwelt- und Naturschutz sowie herausragende Leistungen in der Umweltbildung.
Der Sächsische Umweltpreis 2015 ist mit insgesamt
50.000 Euro dotiert. Über den
Vorschlag zur Vergabe entscheidet eine Jury; die Preisverleihung findet am 27. Juni
im Rahmen einer Festveranstaltung in Dresden statt. Den
Teilnahmebogen sowie weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet
unter www.smul.sachsen.de/
umweltpreis. (Böt./H.K.)
Am 5. Januar veröffentlichte
das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die neue, jedoch noch vorläufige ZIMRichtlinie, die von 2015 bis
2019 gelten soll. Daraus geht
hervor, dass sowohl der
Name des Programms als
auch dessen grundsätzliche
Ausrichtung und Struktur erhalten bleiben. Wie es heißt,
sollen Ende Januar auch die
neuen Antragsformulare abrufbar sein. Die neue ZIMRichtlinie tritt erst mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, die an die Neuausschreibung der Projektträgerschaft geknüpft ist. Die
Bestellung der Projektträger
erfolgt voraussichtlich noch
im ersten Quartal 2015; dann
können neue Projektanträge
eingereicht werden. Außerdem sei ab 2015 eine Erhöhung des Budgets für das ZIM
um 30 Mio. Euro vorgesehen,
damit möglichst viele anspruchsvolle
Forschungsund Entwicklungsprojekte
von antragstellenden Unternehmen gefördert werden
können. Achtung! Der Entwurf einer Richtlinie als auch
die angesprochenen Antragsformulare berechtigen nicht
zu einer Antragstellung –
eine Antragstellung ist derzeit noch nicht möglich.
(P.B./H.K.)
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wirtschaft und region
DAS JUBILÄUMSJAHR 2015
Glückwünsche für die Gründer
der Wendezeit
Mehr als dreitausend IHK-Unternehmen feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges
Bestehen. Die IHK Dresden gratuliert.
N
ach den Feierlichkeiten zum 25.
Jahr des Mauerfalls kann in diesem
Jahr auch eine ganze Reihe von
Mitgliedsunternehmen der IHK Dresden
ihr 25. Jubiläum feiern. Die Kammer nutzt
deshalb die Gelegenheit, auf die bewegte
Wendezeit zurückzuschauen und die Leistungen der Unternehmer der ersten
Stunde zu würdigen. Mit viel Mut und Zuversicht haben sie unter denkbar schlechten Voraussetzungen und trotz unzähliger
Hindernisse den Grundstein für den wirtschaftlichen Neubeginn gelegt.
Während im ersten Jahr nach der
Wende hunderte Betriebe abgewickelt
wurden, kämpften die neu gegründeten
26
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Unternehmen um ihren Platz im vereinigten deutschen Markt. Manche Unternehmer verwirklichten ihren Traum und
starteten ihre eigene Firma bei Punkt
Null. Andere gründeten aus einzelnen
Bereichen der vormaligen Volkseigenen
Betriebe heraus. Und wieder andere
gründeten traditionsreiche Betriebe,
welche teils noch in den 70er und 80er
Jahren verstaatlicht worden waren, neu
oder setzten deren Reprivatisierung
durch. In der Ungewissheit direkt nach
der Wende gehörte eine gehörige Portion
Mut dazu, Verantwortung zu übernehmen und das unternehmerische Erbe in
der Region anzutreten.
Die neuen Betriebe mussten nicht
nur den Systemwechsel von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft bewältigen. Sie standen über Nacht auch im
Wettbewerb mit Firmen aus den alten
Bundesländern, teils sogar aus der ganzen Welt. Nicht nur deshalb liefen die
Uhren in den Betrieben während dieser
Pionierzeit um vieles schneller. Oft fehlten betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse und viel musste improvisiert werden. Doch getragen von einer Aufbruchsstimmung und dem Gefühl, wieder etwas
verändern zu können, wurden in den Betrieben die Ärmel hochgekrempelt und
der Transformationsprozess angegan-
Kommentar
OSV-U NT E R N E H ME R P REI S 20 14
Die Auszeichnung geht
nach Zittau
Der Unternehmer-Preis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) ist
ein Aushängeschild für die Leistungen
vieler Ostdeutscher. Ende November
wurde er in Potsdam zum 18. Mal vergeben. »Für mich ist der UnternehmerPreis einer der besten Werbeträger für
Ostdeutschland. Er steht für die Kreativität, das Durchhaltevermögen, die Leistungskraft und die Energie vieler beeindruckender Menschen. Die Sieger setzen
Maßstäbe, wir können stolz auf sie sein«,
lobte der Geschäftsführende OSV-Präsident, Dr. Michael Ermrich, das Engagement der Sieger. Aus Sachsen ist das die
fit GmbH aus Zittau.
»Auch im hart umkämpften Spülund Waschmittelmarkt kann man sich
mit guten Ideen und Konzepten von der
Die Gründer der
ersten Stunde
Sie taten das, was bis heute größten Respekt verdient: Inmitten der ungewissen
Wendezeit haben sie sich ein Herz gefasst und ein Unternehmen gegründet.
Rund 3.500 dieser Betriebe feiern in diesem Jahr nun ihr 25. Jubiläum. Hierzu
möchte ich aufs Herzlichste gratulieren.
Diese Unternehmer der ersten Stunde
waren es auch, welche bereits im Frühjahr 1990 die IHK Dresden als erste Industrie- und Handelskammer auf dem
Gebiet der ehemaligen DDR neu gründeten. Wie in den Unternehmen war
auch die Kammerarbeit der ersten Jahre
geprägt von Improvisationen und rasanten Veränderungsprozessen.
Ich wünsche den Jubiläumsbetrieben, dass der Geist der Gründerjahre –
Mut, Ideen, Visionen, Gestaltungswille
und Leistungsbereitschaft – die Unternehmen auch in den folgenden Jahren
tragen wird. Denn nach den vielen,
Konkurrenz absetzen. Der fit GmbH aus
Zittau, dem ‘Unternehmen des Jahres’
aus Sachsen, gelingt dies. So verzichtet
das Unternehmen auf Phosphate bei
Spülmitteln, die gereinigten Gläser glänzen dennoch. Die Ost-Traditionsmarke,
die 1993 neu gestartet wurde, hat bekannte Westmarken wie Sunil, Sanso,
Rei und Kuschelweich aufgekauft und ist
bereits seit vielen Jahren bei westdeutschen Ketten bestens gelistet. In Zittau
verlassen täglich fast 280.000 Packun-
Dr. Bruntsch,
Präsident der
IHK Dresden.
meist nicht vorhersehbaren Problemen
und Hemmnissen der Wendezeit wird
es auch zukünftig Herausforderungen
geben, die es zu bewältigen gilt. Die fortschreitende Digitalisierung und Globalisierung wie auch das notwendige stärkere Wachstum der Unternehmen sind
solche aktuellen Aufgaben.
Die friedliche Revolution und die
Überwindung der Planwirtschaft haben
es ermöglicht, dass Unternehmerpersönlichkeiten ihre Begabung wieder frei
entfalten konnten. Diese Persönlichkeiten haben den erfolgreichen Neustart
unserer Wirtschaft geprägt. Und sie
haben eines bewiesen: Alles ist wieder
möglich. Auch das gibt es in diesem Jahr
zu feiern.
gen Spül- und Waschmittel sowie Weichspüler das Werk. 209 Mitarbeiter, viermal so viele wie 1993, erwirtschaften einen Jahresumsatz von knapp 136 Mio.
Euro«, heißt es in der Laudatio.
Die OSV-Auszeichnung »Unternehmen des Jahres« würdigt Betriebe, die
sich mit einem modernen Marketing und
einem kreativen Potenzial am Markt behaupten und durch ein stabiles Wachstum dauerhaft Arbeitsplätze schaffen.
(Nin./H.K.)
Foto: Thomas Trutschel/photothek/OSV
gen. Bereits fünf Jahre nach der Wende
waren über 70 Prozent der ostdeutschen
Arbeitnehmer in Unternehmen beschäftigt, welche nach 1990 gegründet wurden. Diese Betriebe waren zwar oft klein,
aber sie waren flexibel und widerstandsfähig. Diese Eigenschaften sind einer der
Gründe, weshalb die inzwischen 25-jährigen Unternehmen sich heute stärker
denn je in den globalisierten Märkten behaupten können.
25 Jahre stehen landläufig auch für
den Zeitraum einer Generation. Es überrascht deshalb nicht, dass der Generationenwechsel in vielen Betrieben derzeit
ein Thema ist. Bei der Unternehmensnachfolge steht viel auf dem Spiel: ein
Betrieb, Arbeitsplätze und meist auch
ein Lebenswerk. Die Organisation der
Nachfolge markiert daher für zahlreiche
Unternehmen der Wendezeit den nächsten Meilenstein in ihrer noch jungen Unternehmensgeschichte.
3.500 Mitgliedsunternehmen der IHK
Dresden feiern im Jahr 2015 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie gehören zu den ersten
Mitgliedern der ebenfalls 1990 wieder
neu gegründeten Kammer.
(K.S.)
fit-Geschäftsführer
Dr. Wolfgang Groß
(Mitte) freute sich
über den Preis.
Ihm gratulierten
Dr. Michael Ermrich,
Geschäftsführender
OSV-Präsident (li.),
und Frank Hensel,
Vorstandsmitglied
der Sparkasse
Oberlausitz-Niederschlesien.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
27
Abbildung: Eisenhans | fotolia
wirtschaft und region
VERKEHRSPOLITISCHE FORDERUNGEN
Für die Wettbewerbsfähigkeit der
regionalen Wirtschaft
Die sächsischen IHKs haben in dem
gemeinsamen Forderungspapier
»Mobilität 2030« Schwerpunkte für
den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur
erarbeitet und an Minister Dulig
übergeben.
N
och in diesem Jahr soll der neue
Bundesverkehrswegeplan (BVWP)
beschlossen werden. Das weckt
selbstverständlich die Begehrlichkeiten
der einzelnen Länder bis hin zu den Wahlkreisabgeordneten, die um ihre unverzichtbaren überregionalen und regionalen
Projekte, die bereits über mehrere Jahre
auf ihre Vollendung warten, kämpfen.
Das Bundesverkehrsministerium (BMVI)
verwies die Länder auf eine neue Grundkonzeption des Bundesverkehrswegeplans
und stellte mit der neuen Kategorie »vordringlicher BedarfPlus« bereits die Weichen auf eine strikte Priorisierung der
wichtigsten Projekte, die der Engpassbeseitigung dienen und ein hohes KostenNutzen-Verhältnis aufweisen. Doch allein
die Vielzahl der Projekte, die die einzelnen
Länder angemeldet haben, lässt Zweifel am
Willen der Beteiligten erkennen. So wird
ein harter Kampf um das begrenzte Budget
im Verkehrshaushalt unausweichlich.
28
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Eine weitere Devise des BMVI bei der
Priorisierung der Projekte heißt »Erhalt
vor Neubau« und lässt viele Regionalpolitiker um ihre Ortsumgehungen bangen.
Auch der Freistaat Sachsen muss sich
auf diese Situation einstellen und auf die
Fertigstellung der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturprojekte drängen, die bereits seit Jahren wegen fehlender finanzieller Mittel auf der Warteliste stehen.
»Mobilität 2030« für Sachsen
In Anbetracht des Planungshorizontes bis
2030 haben die sächsischen IHKs die wesentlichen Forderungen der Wirtschaft
zusammengefasst und das gemeinsam
abgestimmte verkehrspolitische Papier
»Mobilität 2030« erarbeitet. Sie wollen damit notwendige Impulse zur Einordnung,
Planung und Finanzierung weitergeben.
Ziel ist die infrastrukturelle Sicherstellung
der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Die Auflistung der fertigzustellenden Projekte erhebt nicht den Anspruch
auf Vollständigkeit, vielmehr räumen die
Kammern ein, dass es entwicklungsbedingt durchaus auch zu Prioritätsverlagerungen kommen kann.
Zum Arbeitstreffen mit dem sächsischen Wirtschafts- und Verkehrsminister, das am 30. Januar stattfand, über-
reichten die sächsischen IHKs das Forderungspapier an Martin Dulig. Damit soll
die sächsische Regierung die Landesinteressen in Berlin vertreten und der regionalen Wirtschaft wichtige Rahmenbedingungen sichern.
Neben 14 wichtigen Straßenverkehrsprojekten wurden zehn Schienenprojekte
besonders hervorgehoben. Mit Sorge beobachten die sächsischen Kammern zum
Beispiel die Entwicklung im Schienenverkehr, vor allem die unzureichende Anbindung der Landeshauptstadt Dresden im
Schienenfernverkehr und das nicht mehr
an den Schienenfernverkehr angeschlossene Ballungsgebiet Chemnitz. Ebenso ist
die direkte Einbindung Sachsens in transeuropäische Schienen- und Straßennetze
voranzubringen. Für die Wirtschaft ist es
wichtig, multimodale Transportketten unter Einbeziehung des Schienen- und Wasserweges für den Hinterlandverkehr von
und zu den deutschen Seehäfen zu nutzen. Dabei geht es auch um Kapazitätserweiterungen im kombinierten Verkehr.
Weitere Forderungen beziehen sich auf
die Stärkung des Frachtlogistik-Knotens
am Flughafen Leipzig sowie die Erhöhung
der Attraktivität der beiden sächsischen
Flughäfen. Die Verkehrsbroschüre kann
über die IHK Dresden angefordert werden.
(U.S./H.K.)
Ihr Ansprechpartner
Ursula Strohbach
Tel. 0351 2802-140
strohbach.ursula@dresden.ihk.de
wirtschaft und region
Foto: SMWA/Oberthür
Minister Dulig mit dem Gewinner des Votings, Sebastian Müller,
sowie Katrin und Johannes Miunske (v.l.n.r.).
FAC H KR Ä FT E FÜ R SAC HSEN
Comeback des Jahres
Staatsminister Martin Dulig
hat im Dezember den Gewinner des Votings zum »Comeback des Jahres« gekürt und
allen 35 Kandidaten für ihre
Teilnahme und ihr berufliches
Engagement im Freistaat Sachsen gedankt. Gewinner der Abstimmung ist der Diplom-Ingenieur (FH) Sebastian Müller
aus Ohorn, der bei Fahrzeugbau Miunske GmbH in Großpostwitz beschäftigt ist. Das
Voting lief vom 1. Oktober bis
15. November 2014; über 4.000
Stimmen wurden insgesamt
für die Kandidaten abgegeben.
»Jeder, der in seine Heimat
Sachsen zurückkehrt oder
Sachsen für sich als Heimat
entdeckt, ist uns herzlich willkommen und trägt dazu bei,
dass Sachsen ein attraktiver
Ort zum Leben, Lernen und
Arbeiten ist und bleibt«, so
Staatsminister Dulig. »Faire,
sichere und gut bezahlte Arbeit, Investitionen in Bildung
und Ausbildung – damit sichern wir dauerhaft den wirt-
schaftlichen Erfolg Sachsens
und machen den Standort
wettbewerbsfähig und attraktiv für kommende Generationen«. Das bestätigt auch Johannes Miunske, Arbeitgeber
des Gewinners: »Familie ist ein
Erfolgsfaktor. Dabei steht ,Familie‘ auch für Sachsen, für
Heimatverbundenheit und für
die ,Firmenfamilie‘. Als mittelständisches Unternehmen gehört es zu unseren Aufgaben,
neben dem Erhalt der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens und unserem sozialen Engagement in der Region auch für den Einklang
von Familie und Beruf zu sorgen. Das ist Teil unserer Unter-
nehmenskultur und Attraktivität als Arbeitgeber, für die
wir mit dem Qualitätssiegel
,Familienfreundlicher Arbeitgeber‘ ausgezeichnet wurden.«
Das Voting zum »Comeback des Jahres« ist Teil der
Initiative »Heimat für Fachkräfte«, mit der Sachsens
Wirtschaftsministerium für
das Leben und Arbeiten im
Freistaat wirbt. Kern der Kampagne ist ein Informationsund Serviceportal (www.
heimat-für-fachkräfte.de) zum
Leben und Arbeiten in Sachsen, das auch Informationen
zu den Rückkehrern und ihren
Beweggründen enthält.
(Schae./H.K.)
Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Dresden, die sich mit
ihren neuen Mitarbeitern – den »Rückkehrern« – an der
Umfrage zum Comeback des Jahres beteiligt haben:
Lange Uhren GmbH/Glashütte, Eberspächer Exhaust Technology/Wilsdruff, Sächsische Bildungsagentur/Regionalstelle Dresden, Mindbox GmbH/Dresden, Vorwerk Nickern/
Dresden, Fahrzeugtechnik Miunske GmbH/Großpostwitz,
fit GmbH/Zittau, IHK Dresden/Dresden-Bautzen, Globalfoundries/Dresden, Yados GmbH/Hoyerswerda.
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wirtschaft und region
Der Neujahrsbrunch bot auch Gelegenheit für
individuelle Gespräche mit dem Wirtschaftsminister; hier (v.l.n.r) Heiko Kammler (vorn),
Sylvio Prauß, Martin Dulig, Christian Puppe und
Dr. Knut Scheibe.
NEUJAHRSBRUNCH DER WIRTSCHAFT IN GÖRLITZ
Standort-Themen im
Fokus der Diskussion
D
er dritte Neujahrsbrunch der Görlitzer Wirtschaft stand im Zeichen
der Botschaften Richtung Landeshauptstadt. Etwa 270 Gäste aus Wirtschaft und Politik konnten am 11. Januar
in der Landskron Kulturbrauerei begrüßt
werden. Darunter auch der Sächsische
Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr, Martin Dulig. Unter dem Motto
»Über den Tellerrand« sollte die weitere
Entwicklung des Wirtschaftsstandortes
im Fokus stehen. Dafür muss neben der
Formulierung einer konkreten Zielstellung auch klar sein, welche Aufgaben
vor Ort bewältigt werden können und
welche Unterstützung aus der Landeshauptstadt erwartet wird.
Laut Heiko Kammler hat die Region
gegenwärtig nicht das Potenzial zum
Wachstum »Wir haben es in den letzten
25 Jahren nicht geschafft, die Randlage zu
einem Vorteil für uns zu entwickeln«, so
30
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
der Vorsitzende des Unternehmerverbandes Görlitz und Umgebung e.V. Neben Defiziten in der Verkehrsinfrastruktur sei vor
allem die mangelhafte Breitbandversorgung ein Standortnachteil. Ein weiteres
drängendes Problemfeld ist die Sicherheitslage im Grenzraum. Kreishandwerksmeister Dr. Knut Scheibe sieht hier
Versäumnisse der Politik, die zum Wettbewerbsnachteil der Wirtschaft werden:
Fotos: Ingo Goschütz
Die Görlitzer Unternehmerschaft
fordert Unterstützung von
Wirtschaftsminister Martin Dulig.
Landrat Bernd Lange (li.) im Gespräch mit Roland
Jäkel, Unternehmer und Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins Niederschlesien e.V.
»Wir rüsten die Betriebe mit Sicherheitstechnik auf, das kostet zusätzlich Geld.
Deshalb fordern wir finanzielle Unterstützung sowie eine bessere personelle und
technische Ausstattung der Polizei.«
Trotz aller Defizite sichert der Mittelstand in Görlitz derzeit 21.000 Arbeitsplätze. »Eine Leistung, die Respekt verdient und Ansporn ist, Probleme gemeinsam zu lösen«, betonte Christian Puppe.
Für den Leiter der IHK-Geschäftsstelle
Görlitz gibt es viele Aufgaben, die mit
dem Stadtrat und der Verwaltung gelöst
werden können. Bei strukturellen Problemen bedarf es jedoch der politischen Unterstützung aus Dresden.
Der Wirtschaftsminister würdigte die
Beharrlichkeit, mit der sich die Region
entwickelt hat. »Görlitz ist heute ein über
die Region hinaus bekannter, moderner
und weltoffener Wirtschaftsstandort.
Dies ist die Leistung der Unternehmer
und ihrer Mitarbeiter«, so Martin Dulig.
Die Anbindung der B178 an die A4 bei
Weißenberg, die Elektrifizierung der
Bahnlinie Dresden-Görlitz-Breslau und
der Ausbau der niederschlesischen Magistrale von Hoyerswerda nach Horka
sind laut Dulig derzeit infrastrukturelle
Schwerpunkte im Landkreis Görlitz. Bis
2020 wird der Freistaat Sachsen 145 Mio.
Euro in die Verkehrsinfrastruktur investieren. Im Rahmen der digitalen Agenda
soll auch die Breitbandversorgung in
Sachsen vorangetrieben werden.
Bereits zum dritten Mal fand der Neujahrsbrunch der Wirtschaft als gemeinsame Veranstaltung der Görlitzer Geschäftsstelle der IHK Dresden, der Kreishandwerkerschaft, des Allgemeinen Unternehmerverbandes Görlitz und Umgebung
e.V. und der Wirtschaftsjunioren Görlitz
e.V. statt. Mit einer Stimme sprechen und
an einem Strang ziehen, ist das erklärte
Ziel dieser Zusammenarbeit.
(IGo.)
A NZE I G E
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Foto: Christian Scholz
wirtschaft und region
Das Siegerfoto mit Marketing Club-Präsident Frank Kebbekus (li.), Annett Stang, Marketingleiterin der
Käserei Loose, und Wolfram Schnelle, Geschäftsführer Industrie und Außenwirtschaft der IHK Dresden.
20. DRESDNER MARKETING-PREIS
Der Preis geht nach »Heldendorf«
Die Käserei Loose gewinnt den Wettbewerb 2014 mit ihrer erfolgreichen
Kampagne für Sauermilchkäse.
D
ie Käserei Loose aus Leppersdorf
erhielt den Dresdner MarketingPreis 2014 für ihre Kampagne
»Aus Luschendorf wird Heldendorf«, mit
der sie kalorienarmen Sauermilchkäse
als Geheimtipp von Sportlern vermarktet. Der Marketing-Club Dresden hatte
bereits zum zwanzigsten Mal Akteure
aus dem Regierungsbezirk gesucht, die
in den vergangenen zwölf Monaten
durch herausragende Aktivitäten im
Marketing aufgefallen waren. 26 Projekte
von 19 Unternehmen und Institutionen
waren eingereicht worden, 15 kamen
schließlich in die Bewertung durch die
Jury. Im Finale standen dann neben der
32
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Käserei ebenfalls die Rink GmbH aus
Dresden für ihren Markenrelaunch und
die Nachwuchskampagne der Polizei in
Sachsen: »Verdächtig gute Jobs«.
Die Sieger-Kampagne »Aus Luschendorf wird Heldendorf« dient der Vermarktung der Quark-Käse-Kombination
»Quäse«, die landläufig als »Stinkekäse«
gilt. Dieses Produkt zu vermarkten, ist
nach Ansicht der Jury auf besondere
Weise gelungen. »Die vorgelegte zielgruppenspezifische Kampagne ist sehr
mutig, witzig und ideenreich. Unter konsequenter Einbeziehung von SocialMedia-Mitteln wurde ein sehr spezielles
Produkt mit ebenso ungewöhnlichen
Mitteln in den Mittelpunkt gestellt. Die
Einbeziehung der Menschen aus Luschendorf und die offensichtliche Erfolgsgarantie des Einsatzes von Quäse
unter Nutzung pseudosportlicher Wett-
bewerbe wurden zielgruppengerecht,
nachvollziehbar und letztlich erfolgreich
ein- und umgesetzt. Mit harten Fakten
zur Produktqualität wurden Hindernisse
in unterhaltsamer und begeisternder Art
und Weise genommen«, so Wolfram
Schnelle, Geschäftsführer Industrie und
Außenwirtschaft der IHK Dresden und
Vorsitzender der Jury. Die Marketingleiterin der Käserei Loose, Annett Stang,
freute sich: »Wir sind stolz, in diesem
harten Wettbewerb mit ‘Quäse’ gewonnen zu haben – genau wie unsere Luschendorfer Sportler.«
Der Sächsische Staatsminister für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin
Dulig, lobte in seinem Grußwort: »Sachsen ist ‘Innovationsland’ und ein attraktiver Standort, auch dank seines starken
Mittelstands. Erfolgreiche Wirtschaft resultiert neben Innovation und guter Arbeit auch aus gutem Marketing. Der
Dresdner Marketing-Club fördert das
und alle drei Finalisten zählen zu den
sächsischen Vorbildern. Die Staatsregierung wird sich dafür einsetzen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen
noch weiter zu stärken. Wir investieren
in Innovationen: in Forschung und Wissenschaft, in den Unternehmen und
nicht zuletzt in ‘kluge Köpfe’. Zusammen
mit gut ausgebildeten Fachkräften schaffen wir so die beste Basis für weiteres
Wachstum und weitere Ansiedlungen.«
Frank Kebbekus, Präsident des Marketing Clubs und Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK Dresden, resümierte:
»Viele Unternehmen in der Region haben ihren Markenauftritt komplett überdacht und sich quasi neu erfunden. Als
Marketing-Club Dresden vermitteln wir
das dafür nötige Wissen und bieten eine
wichtige Plattform für den fachlichen
Austausch. Wer führend, leitend oder
lehrend im Marketing tätig ist, ist als Mitglied willkommen.«
Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2015, in dem der Marketing-Club
Dresden die Gründung des Vereins vor
25 Jahren feiert, laufen bereits auf Hochtouren. Höhepunkt wird die Festveranstaltung zum Jubiläums-Sommermarketing am 2. Juli in der Börse Dresden sein.«
Der Dresdner Marketing-Preis wird seit
1995 jährlich für besonders erfolgreiches
Marketing vergeben.
(Bla./H.K.)
dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge wirtschaft und region
PREI SV E R G A B E
Familienfreundlichstes Unternehmen Dresdens
2014 geehrt
Gevekom-Chef Roman Molch freut
sich über die Auszeichnung ganz besonders: »Wir wissen, wie schwer es in unserer Branche ist, sich als Unternehmen einen guten Ruf aufzubauen. Mit vielen
guten Ideen, vor allem aber mit viel Herz
und Blick auf die Belange unserer Mitarbeiter haben wir es geschafft, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für einen attraktiven Arbeitsplatz zu schaffen.
Dass wir dafür als familienfreundlichstes
Foto: gevekom
Der vierte Dresdner Innovationspreis
»Familienfreundlichstes Unternehmen
Dresdens« ging 2014 an die gevekom
GmbH. Am 4. Dezember überreichte
Oberbürgermeisterin Helma Orosz dem
Geschäftsführer des Siegerunternehmens, Roman Molch, die Preisskulptur,
eine Bronzeplastik der Künstlerin Magorzata Chodakowska. An der feierlichen
Übergabe nahmen die Jurymitglieder,
Mitarbeiter der gevekom sowie die anderen Bewerber im diesjährigen Wettbewerb teil.
Die gevekom GmbH wurde 2006 gegründet und betreibt Call- und Servicecenter mit mehr als 200 Arbeitsplätzen an
vier Standorten: Dresden-Neustadt, Dresden-Plauen, Leipzig und Neubrandenburg. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren vor allem folgende
Fakten: Für ein Call- und Servicecenter
ist die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitmodelle einschließlich Vertrauensarbeitszeit für Führungskräfte bemerkenswert, da Direktmarketing-Projekte meist
strengen zeitlichen Rahmen unterliegen,
die vom Auftraggeber vorgegebenen sind.
Demnächst eröffnet am Standort
Dresden-Plauen die firmeneigene Kindertagespflege. Eine qualifizierte Tagesmutter wird hier bis zu vier Kinder betreuen. Ein weiterer Ausbau ist bereits in
Planung. Die Kinderbetreuung kann zukünftig auch am Wochenende genutzt
werden. Eine Option, die kein anderer
Bewerber vorzuweisen hatte. Das Unternehmen stellt gern junge Mütter und Väter sowie Alleinerziehende ein. Außerdem unterstützt gevekom junge Familien
mit betrieblichen Darlehen. Für berufliche Quereinsteiger werden bei Bedarf die
kompletten Kosten für eine Ausbildung
auf dem zweiten Bildungsweg übernommen. Gleiches trifft für Weiterbildungen
zu. Die Unternehmensführung möchte
die Beschäftigten weiter für den ausgeübten Beruf qualifizieren. Die gevekom
GmbH wurde von Beschäftigten des Unternehmens vorgeschlagen.
Unternehmen der Stadt Dresden ausgezeichnet wurden, macht mich schon sehr
stolz.«
2014 standen 13 Firmen zur Auswahl.
In der Jury entscheiden Mitglieder der
IHK und der Handwerkskammer Dresden, des Vereins Lokales Bündnis für Familie Dresden e.V., des Büros der Oberbürgermeisterin, der Drewag und des
Wirtschaftsbeirates gemeinsam mit dem
Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert und
dem Sozialbürgermeister Martin Seidel.
Auch 2015 wird wieder das »Familienfreundlichste Unternehmen Dresdens«
gesucht. Die neue Ausschreibung ist ab
1. Mai 2015 im Internet zu finden unter
www.dresden.de/familienfreundlich.
(Schu.)
Ohne Glück im familiären Umfeld werde kein Mitarbeiter dauerhaft Großes im Job leisten können,
meint Roman Molch (l.), Geschäftsführer der gevekom GmbH, die 2014 von Helma Orosz (r.) zum familienfreundlichsten Unternehmen Dresdens ernannt wurde.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
33
wirtschaft und region dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge
Know-how zur Unternehmensführung
Programm stehen zwei Fachvorträge.
Gastrednerin Prof. Jutta Rump greift mit
»Generation Y versus Generation Baby
Boomer« ein Generationenthema auf,
das Rückschlüsse auf die Entwicklung
der Gesellschaft und der Arbeitswelt zulässt. Interessante Unterhaltung bietet
Foto: IHK Dresden
Unter dem Motto »Werte im Wandel –
Eine neue Herausforderung für die Führungsebene« organisieren das Regionalbüro Riesa der IHK Dresden und die Wirtschaftsförderung Region Meißen GmbH
am 3. März in Radebeul den 4. Wirtschaftstag im Landkreis Meißen. Auf dem
Den Wirtschaftstag
im Landkreis
Meißen – hier die
Veranstaltung 2014
in Riesa – nutzen
Unternehmer der
Region, um Geschäftskontakte zu
pflegen und neue
Geschäftspartner
kennenzulernen.
JUBILÄUM
Reisen in die
ganze Welt
Der Dresdner Spezialreiseveranstalter
schulz aktiv reisen begeht in diesem Jahr
seinen 25. Geburtstag. Inhaber und Namensgeber Frank Schulz veranstaltet
Reisen in über 100 Länder, beschäftigt 24
Mitarbeiter und ist einer der etablierten
Spezialveranstalter in Deutschland.
Rund 8.000 Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum reisten
2014 mit schulz aktiv, das sind über 50
Prozent mehr als vor fünf Jahren. Auch
ein Reisebüro und die Reise-Kneipe gehören zum Unternehmen. Als neues
Standbein wächst seit 2013 die Marke
»schulz sportreisen« mit den Schwerpunkten Lauf- und Skimarathon heran.
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Zum runden Geburtstag machte sich
Unternehmer Frank Schulz nun selbst ein
Geschenk und übernahm am 1. Januar die
Reisezeit Tourismus GmbH in Berlin. Der
Sportreiseveranstalter ist seit 20 Jahren
auf dem Markt. Jetzt gingen die Inhaber
in den Ruhestand. Die beiden Angestellten wurden übernommen. Insgesamt 15
etablierte Reisezeit-Sportreisen werden
nun unter dem Dach von schulz Sportreisen fortgeführt, darunter eine Tour zum
beliebten Médoc-Marathon durch das
französische Weinbaugebiet, bei dem
mehr als 90 Prozent der Teilnehmer kostümiert auf die Strecke gehen. »Mit der
Übernahme der Reisezeit wollen wir unsere Kompetenz in Bezug auf Sportreisen
weiter ausbauen«, erklärt Frank Schulz.
»Wichtigstes Standbein sind aber unsere
klassischen Angebote, also Natur- und Erlebnisreisen für alle, die auf der Suche
nach dem Besonderen sind.« (Mut.)
auch der zweite Gastredner Alexander
Groth mit seinem Vortrag »Führungsstark im Wandel«, der vor allem Managern zeigen kann, wie sie die Talente ihrer Mitarbeiter erkennen und gezielt zur
Leistungssteigerung einsetzen können.
Die Veranstalter möchten mit diesem
jährlich stattfindenden Event die Wirtschaftskraft im Landkreis Meißen präsentieren und Stärken zusammenführen. Die Unternehmer und Vertreter wirtschaftsnaher Institutionen nutzen diese
Veranstaltung als Plattform, um sich
auszutauschen, um Geschäftskontakte
zu pflegen und neue Geschäftspartner
kennenzulernen. Der Wirtschaftstag wird
musikalisch umrahmt von dem Radebeuler Künstler Torsten Voigtmann. Der
Abend klingt aus bei einem gemeinsamen Buffet.
(H.Ho.)
Ihr Ansprechpartner
Peggy Strehle
Tel. 03525 5140-56
strehle.peggy@dresden.ihk.de
Foto: Uta Zänker
WI RTS CH A FTSTA G I M L A NDK REI S M EI SSEN
Frank Schulz, Inhaber von schulz aktiv reisen, hat
sein Angebot mit Sportreisen erweitert.
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FASER OPTIK-SPEZIALIST
Eine Menschenkette
zum stillen Gedenken
Nachfolge und
Wachstum
Auch in diesem Jahr wird in Dresden wieder an die Zerstörung Dresdens und die
Opfer erinnert. »Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der Menschenkette aktiv zu beteiligen und so ein
sichtbares Zeichen des stillen Gedenkens
für Gewaltfreiheit, Frieden und Toleranz
zu setzen. In Zeiten der politischen Polarisierung unserer Stadt wird dieser Ausdruck unseres Gemeinsinns über alle
trennenden Grenzen hinweg wichtiger als
je zuvor«, sagt Dr. Joachim Klose, Moderator der Dresdner AG 13. Februar.
Auftakt ist auf dem Neumarkt, wo ab
16 Uhr mit der Übertragung der Gedenkveranstaltung aus der Frauenkirche begonnen wird. Sprechen werden Bundespräsident Joachim Gauck und Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Etwa um
18 Uhr soll der Zusammenschluss der
Menschenkette beim Geläut der Dresdner
Kirchenglocken erfolgen. Die Menschenkette wird den bekannten Verlauf nehmen (Rathaus-Synagoge-CarolaplatzBlockhaus-Augustusbrücke-SchlossplatzPostplatz-Wallstraße und Dr. Külz-Ring)
Mit einer Nachfolgelösung an der Führungsspitze und der Investition in neue,
größere Geschäftsräume war das Jahr
2014 ein wichtiges für die Optocon AG in
Dresden. Das Unternehmen entwickelt
faseroptische Temperatursensoren und
Messgeräte zur Temperaturmessung.
Diese kommen an Orten zum Einsatz, an
denen mit elektrischen Temperatursonden eine Messung nicht möglich ist –
beispielsweise in elektromagnetisch
stark beeinflussten Umgebungen, in Mikrowellenfeldern, in Hochspannungsanlagen sowie in Ex-Schutzbereichen.
Vor mehr als 20 Jahren wagte Dr.
Claus Renschen den Weg in die Selbstständigkeit und legte den Grundstein für
die heutige Optocon AG. Sein Erfindergeist brachte ihm zahlreiche Patente auf
dem Gebiet der Faseroptik ein, wodurch
nach und nach eine reiche Produktpalette entstand. 2014 wurde die Geschäftsführung des mittlerweile in der zweiten
Generation befindlichen Familienbetriebs an Elisa Renschen übertragen, die
langjährige Auslandserfahrung in Asien
mitbrachte. Die Optocon AG konnte sich
von da an zunehmend international etablieren. Aufgrund des personellen und
wirtschaftlichen Wachstums der Firma
entschied sich das Management auch für
die Investition in neue Geschäfts- und
Produktionsräume sowie in die technische Ausstattung.
(Gra./H.K.)
W I RTS CH A FTS K A N Z LEI
Neue Geschäftsräume
und Auszeichnungen
Mit einem Grußwort des sächsischen
Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler
wurden im Januar die neuen Räumlichkeiten der Moog Partnerschaftsgesellschaft mbB in Dresden offiziell eröffnet.
Die aus zehn Gesellschaftern bestehende
Partnerschaftsgesellschaft betreut mit 23
Steuerberatern, Rechtsanwälten und
Wirtschaftsprüfern und insgesamt rund
80 Mitarbeitern Unternehmen, Kapitalgesellschaften und Privatpersonen an den
Standorten Darmstadt, Dresden und Freiberg in Sachsen. Die multidisziplinäre Be-
und zusätzlich auch vom Schlossplatz
über die Brühlsche Terasse bis zur Synagoge aufgebaut. Die Versammlungsleitung hat wieder der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Hans
Müller-Steinhagen, übernommen und die
Teilnehmer werden als Symbol wieder
eine weiße Rose tragen. (Schu./H.K.)
ratung spiegelt sich wider im Firmenmotto: »Von der Vielfalt profitieren«.
2014 wurde die Wirtschaftskanzlei
mehrfach ausgezeichnet: Im März wurde
sie erneut durch »Focus-Money« ins Ranking der »Top-Steuerkanzleien« aufgenommen und hierbei der Bereich Wirtschaftsprüfung zusätzlich anerkannt.
Später folgte die Anerkennung als eine
der führenden Kanzleien für Rechtsberatung im Immobilienrecht durch das Branchenmedium »Immobilien Zeitung«
sowie als eine von 22 Top-Wirtschaftskanzleien in Hessen (exkl. Frankfurt a.M.)
durch das »Juve Handbuch Wirtschaftskanzleien«. Als Mitglied des MSI Global
Alliance verfügt die Moog Partnerschaftsgesellschaft nach eigenen Angaben auch
über eine starke internationale Beratungskompetenz.
(Ach./H.K.)
Foto: Optocon AG
DER 13 . FE B R UA R 2 0 15 I N DRES DEN
Die Firmenspitze von Optocon (v.l.n.r.): Helmut
Sebastian, Elisa Renschen, Dr. Claus Renschen.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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wirtschaft und region dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge
AU S B ILD U N G S B Ö R SE 20 15
Berufschancen in der
Region Radebeul
Foto: Jörg Reuther
Die dritte Auflage von »Radebeul jobbt«,
inzwischen zum festen Bestandteil der berufsvorbereitenden Veranstaltungen der
Region geworden, wird auch im Jahr 2015
wieder als Gemeinschaftsprojekt stattfinden. Im vergangenen Jahr beteiligten sich
an der Veranstaltung rund 70 Unternehmen
und etwa 1.000 Besucher wurden gezählt.
Am 14. März von 10.00 bis 15.00 Uhr
im Berufsschulzentrum Meißen-Radebeul
in Radebeul bietet die Veranstaltung die
Möglichkeit der direkten Kommunikation
Foto: Stadtverwaltung Radebeul
Die Kinoenthusiasten Sven Weser (l.) und Jana Engelmann (Mitte) aus dem Programmkino Ost in
Dresden erhielten den Spitzenpreis des Bundes für das beste Jahresfilmprogramm 2013. Die Auszeichnung überreichte Monika Grütters, Bundesministerin für Kultur und Medien.
Auf der Ausbildungsbörse »Radebeul jobbt!« finden Jugendliche ihre Ausbildungschancen in der
Region. Auf der Vorjahresveranstaltung 2014, hier
im Bild, wurden rund 1.000 Besucher gezählt.
zwischen Unternehmen und Jugendlichen. Firmen haben die Möglichkeit, ihre
Ausbildungsangebote sowie KarriereChancen zu präsentieren. Die Teilnahme
an der Veranstaltung ist kostenfrei. Auf
der Internetseite www.radebeul.de und
dem Link »Radebeul jobbt 2015« sind detaillierte Informationen, unter anderem
bereits angemeldete Unternehmen sowie
das Formular zur direkten Anmeldung,
zu finden. An der Teilnahme interessierte
Firmen können sich auch direkt per EMail anmelden.
(Bäß.)
Ihr Ansprechpartner
Gabriele Bäßler
Tel. 0351 8311-910
wifoe@radebeul.de
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
SPI TZENPR EIS
Dresdner Kino in Striesen
macht das beste Programm
Für das beste Jahresfilmprogramm 2013
erhielt das Dresdner Programmkino Ost
den Spitzenpreis im Rahmen der Auszeichnung der Sieger der Kinoprogammund Verleiherpreise 2014. Jedes Jahr vergibt Monika Grütters, Bundesministerin
für Kultur und Medien (BKM), Kinoprogrammpreise als Auszeichnung der Kinos für ein kulturell herausragendes Jahresfilmprogramm.
In der Würdigung von Monika Grütters vor zahlreichen Vertretern der Filmund Kinobranche hieß es unter anderem:
»Es sind die Betreiber kleiner Programmkinos und die Filmkunstverleiher, die
uns immer wieder mit ihrem künstlerisch wertvollen Programm begeistern.
Und nicht nur ein intellektuell anspruchsvolles Publikum freut sich, wenn
damit so manchem Kunstwerk zum Erfolg verholfen wird. Man muss schon
‘Überzeugungstäter‘ sein, um dem Zeitgeist die Stirn und der Filmkunst eine
Bühne – oder besser: eine Leinwand – zu
bieten! Ohne solche Enthusiasten wie Sie
wäre es schlecht bestellt um die Viel-
falt der Kino- und Filmlandschaft in
Deutschland. Wir brauchen Sie mehr
denn je. Sie tragen maßgeblich dazu bei,
dass der Film nicht nur als Wirtschaftsgut, sondern vor allem als Kulturgut eine
Zukunft hat!«
Die Kinoprogrammpreise umfassen
alljährlich auch Sonderpreise für Kinderund Jugendfilmprogramme sowie Preise
für ein gutes Dokumentar- und Kurzfilmprogramm. Mit den Preisen soll dazu beigetragen werden, dass die kulturell reiche Film- und Kinolandschaft in Deutschland erhalten bleibt. In den letzten Jahren sind besonders die kleineren und
mittleren gewerblichen Filmkunst- und
Programmkinos durch den vom Multiplexboom ausgelösten Verdrängungswettbewerb in ihrer Existenz gefährdet.
Um diese wichtigen Spielstätten anspruchsvoller Filmkunst zu unterstützen, hat die BKM die Mittel für den Kinoprogrammpreis in den letzten Jahren
mehr als verdoppelt. Sie betragen nun
jährlich insgesamt 1,5 Millionen Euro.
(Bun./M.M.)
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WAH L U N D E H R U N G
Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Dresden
haben im Rahmen ihrer jährlichen Mitgliederversammlung am 1. Dezember
2014 ihren neuen Vorstand gewählt.
Christian Wolff (35), Senior Manager bei
der T-Systems Multimedia Solutions
GmbH, wird den Kreis als Kreissprecher
im Jubiläumsjahr 2015 vertreten. Christian Wolff: »25 Jahre Wirtschaftsjunioren
in Dresden. Darauf können wir stolz sein.
Mit den Erfahrungen gilt es, 2015 den Erfolgskurs mit unseren Themen und Projekten auszubauen und die Eckpfeiler für
die nächsten Jahre zu verankern.«
Wolff engagierte sich im letzten Jahr
über den Kreis hinaus als Geschäftsführer der JCI Weltkongress 2014 GmbH in
Foto: WJDD
Neuer Vorstand bei den
WJ Dresden
Der erweiterte Vorstand 2015 (v.l.): Karoline Bünker, Christian Wolff, Sabine Pinisch, Gunnar Stary,
Manuel Lenk, Carsten Hösel, Maria Keck, Alexandra Rogner, Nadine Meier.
Leipzig, welche den Weltkongress des
internationalen Unternehmerverbandes
JCI, dem die Wirtschaftsjunioren angehören, im November 2014 ausrichtete
und dabei über 3.500 Unternehmer aus
aller Welt in der Messestadt begrüßen
konnte. Für ihr Engagement und ihre
Verdienste um den Verein wurde Annett
Fendler am Clubabend die Goldene Juniorennadel verliehen.
(L.F.)
A NZE I G E
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
37
wirtschaft und region dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge
W INTER PAUSE
Investitionen in
Modernisierung
und Sicherheit
Die Salzgitter Mannesmann
Rohr Sachsen GmbH investierte in diesem Winter knapp
3,7 Mio. Euro in ihr Zeithainer
Werk. Aus diesem Grund
standen die Anlagen von Mitte Dezember bis Mitte Januar
still. Während dieses Großstillstandes wurden nicht nur
neue Investitionen realisiert,
sondern die gesamten Anla-
Die Maschinen machen eine Winterpause – ein neuer Stoßbankmotor
mit einem Gewicht von 28 Tonnen
wird gesetzt.
A N Z EIG E
Vermögen professionell
von Experten managen lassen
Wer seine berufliche Existenz in die eigenen Hände nimmt, trägt eine große
Verantwortung. Unternehmer, Freiberufler sowie Handel und Gewerbetreibende müssen neben ihrer eigentlichen
Geschäftstätigkeit viele weitere Aspekte
im Auge behalten, um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Betriebsplanung, Auftragslage, Liquiditätsmanagement, Finanzierungen, Kosteneffizienz, konjunkturelle Entwicklungen
und steuerliche Rahmenbedingungen –
all das muss berücksichtigt werden.
Aber auch die Vermögensanlage spielt
eine wichtige Rolle. Selbstständige, die
langfristig freies Vermögen im Unternehmen zur Verfügung haben, sollten
nicht dabei zusehen, wie dieses aufgrund von aktuellem Zinstief und Inflation auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten an Kaufkraft verliert und
schrumpft. Ziel sollte vielmehr sein,
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Vermögen zu sichern oder zu vermehren. Experten raten daher, zumindest
einen Teil des Vermögens in Wertpapieren anzulegen. Angesichts von Kapitalmärkten, die ständig in Bewegung sind,
fehlt insbesondere Selbstständigen oft
die Zeit, sich regelmäßig um ihre Geldanlage zu kümmern. Eine Alternative
ist, dies einem Spezialisten zu überlassen. Selbstständige können beispielsweise mit dem professionellen Ver-
mögensmanagement der Commerzbank bereits ab kleinen Anlagesummen
auf die Expertise und das Know-how erfahrener Anlagespezialisten zurückgreifen. Diese kümmern sich laufend
darum, dass die Vermögensanlage
bestmöglich strukturiert und optimal
investiert ist. Grundlage dafür sind das
persönliche Anlageziel und die individuelle Risikoneigung. So können Ertragschancen aus verschiedenen
Anlageformen genutzt und Risiken reduziert werden. Selbstständige haben
so mehr Zeit, sich um ihr Unternehmen zu kümmern.
Weitere Informationen unter
www.commerzbank.de/geschaeftskunden
gen mit erheblichen Instandhaltungsmitteln stabilisiert
und erneuert. Dabei mussten
sich auch alle Hauptaggregate einer Revision unterziehen.
Ein großer Teil der Investitionen floss in die Erneuerung des Automatisierungssystems der Trennanlage. In
der 1996 gebauten Anlage
werden Rohrstränge entsprechend den Kundenaufträgen
in Längen von vier bis 22 Meter geschnitten. Die Modernisierung in dieser Anlage
nahm rund 2,6 Mio. Euro in
Anspruch. Dabei wurden die
Antriebselektronik erneuert
und die Steuerungs- und Automatisierungstechnik modernisiert. Schließlich konnte auch der Arbeitsschutz
durch das Einhausen der An-
lage mit Sicherheitszäunen
sowie einer speziellen Sicherheitssteuerung deutlich verbessert werden. Allein die
Modernisierung der Antriebstechnik für das Streck-Reduzier-Walzwerk kostete rund
850.000 Euro. Des Weiteren
erhielt ein Hallenkran eine
neue Windwerkskatze sowie eine Modernisierung der
Sicherheitstechnik und der
Elektrik.
Die Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH
erzielte nach eigenen Angaben in 2014 mit etwa 180.000
Tonnen Walzleistung das
zweitbeste Ergebnis in der
Geschichte der Rohrstoßbank. Auch beim Versand
von Rohren bilanziert sich
das Unternehmen das gleiche gute Ergebnis, obwohl im
Foto: Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH
dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge wirtschaft und region
Das Automatisierungssystem der Trennanlage wurde erneuert. In der Anlage können Rohrstränge von vier bis 22 Meter geschnitten werden.
letzten Quartal ein leichter
Buchungsrückgang zu verzeichnen war. Der Automobilbereich ist die tragende
Säule des Unternehmens. Die
weiteren Sparten Industrie
und Energie schlugen in 2014
relativ schwach zu Buche.
Das Werk in Zeithain beschäftigt zurzeit rund 425 Mitarbeiter und 25 Auszubildende.
(P.S.)
A NZE I G E
Rente mit 63 falsches Signal
Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Jahr
2015?
Auch in diesem Jahr wird der positive Trend
der vergangenen Jahre anhalten. Insgesamt
dürfte die Beschäftigung weiter steigen und
die Arbeitslosigkeit sinken. Wir nutzen
diese Rahmenbedingungen und tun alles
dafür, freie Arbeitsstellen gut zu besetzen
und Menschen wieder in Lohn und Brot zu
bringen.
Interview mit Dr. Klaus Schuberth
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Regionaldirektion Sachsen
der Bundesagentur für Arbeit
Was sind Ihre Schwerpunktthemen in diesem Jahr?
Wir werden uns verstärkt um die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und Schwerbehinderten kümmern. Diese Frauen und
Männer sind bei der Jobsuche leider vielen
Vorurteilen ausgesetzt. Dabei sind Sie motiviert und haben oft einen Berufsabschluss –
sind also Fachkräfte! Zusätzlich wollen wir
in diesem Jahr den Jugendlichen einen
guten Übergang in eine Berufsausbildung
ermöglichen. Dazu werden wir die Berufsorientierung ausbauen und Nachhilfe für
Azubis bezahlen.
Wie wirkt sich die Rente mit 63 aus?
Rente mit 63 ist aus dem Blickwinkel der
steigenden Fachkräftebedarfe infolge der
Alterung der Bevölkerung ein falsches Signal. Denn bis zum Jahr 2025 nimmt die Zahl
der 15- bis 65-Jährigen um über 400.000
Menschen ab. Insbesondere die älteren
Mitarbeiter sind erfahrene Leistungsträger, die wertvolle Berufserfahrung mitbringen.
Haben Sie einen Tipp für Unternehmer?
Personalentscheider sind gut beraten,
wenn sie die Rahmenbedingungen für ältere Beschäftigte auf die persönlichen Lebensverhältnisse anpassen. Denn es spricht
nichts dagegen, über das 63. Lebensjahr hinaus zu arbeiten. Beispielsweise durch Teilzeitarbeit, Minijobs oder Mentoringprojekte
lässt sich das Know-how der Älteren mittelfristig sichern.
Welche Konsequenzen erwarten Sie durch
den Mindestlohn?
Ich erwarte wegen des Mindestlohns keinen
spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Sicher kann es in einigen Branchen und Regionen Probleme geben, jedoch trägt der
Mindestlohn auch zu einem Stück Fairness
am Arbeitsmarkt bei. Außerdem hat der
Mindestlohn zwei Seiten, eine Kostenseite
und eine Kaufkraftseite. Entscheidend ist,
ob auf der Kaufkraftseite die Einführung des
Mindestlohns nachfragesteigernd wirkt.
Was bieten Arbeitsagenturen und Jobcenter
der sächsischen Wirtschaft?
Die Vermittler aus dem gemeinsamen Arbeitgeberservice unterstützen die Unternehmer mit Rat und Tat, von der Beratung
zur Stellenbesetzung, über die Bewerbervorauswahl bis hin zur finanziellen Unterstützung durch Lohnkostenzuschüsse.
Zusätzlich gibt es in jeder Agentur Qualifizierungsberater. Sie prüfen die Alters- und
Bildungsstruktur der Beschäftigten und zeigen Wege auf, wie Fachkräfte entwickelt und
gehalten werden können.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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wirtschaft und region dresden · meißen · sächsische schweiz-osterzgebirge
Foto: WJDD
Christian Wewezow, 2014 Bundesvorsitzender
der Wirtschaftsjunioren, verleiht die Senatorenwürde an Götz von Waldeyer-Hartz.
AU SZ E ICH N U N G F ÜR WI RTS C HA FTSJUNI O REN
Ein Senator für Dresden
Für die Dresdner Wirtschaftsjunioren ist
es ein Höhepunkt in ihrer rund 25-jährigen Geschichte: Mit Götz von WaldeyerHartz erhielt erstmals ein Dresdner Ju-
nior die höchste internationale Auszeichnung des Verbandes, die Senatoren-Würde. Die Dresdner Kreissprecherin Alexandra Rogner ist begeistert:
»Ich bin sehr stolz, ist dies doch auch
eine Auszeichnung für den Kreis insgesamt.« Daniel Senf, Landesvorsitzender
in Sachsen und frisch gewählter Bundesvorsitzender 2015, ergänzt: »Das trifft den
Richtigen! Ich kenne keinen, der sich
über so eine lange Zeit so engagiert für
unseren Verband eingesetzt hat und so
vielen jungen Talenten zu ihrem Durchbruch verhalf wie unser Götz«.
Die Senatoren-Würde wird als höchste Ehrung vom internationalen Dachverband Junior Chamber International (JCI)
verliehen und beinhaltet eine lebenslange Ehrenmitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren. Senatoren haben sich
mit starkem überregionalen und internationalen Engagement verdient gemacht
und sind den Aktiven Vorbilder, Mentoren und Ratgeber zugleich.
(L.F.)
I N VEST IT IO N
Die Dr. Doerr Feinkost GmbH & Co. KG in
Dresden hat Anfang Dezember 2014 eine
neue Abfüllanlage in Betrieb genommen.
Sie ermöglicht den schnellen Wechsel
zwischen verschiedenen Sorten und
macht so auch die Produktion kleinerer
Mengen eines Produkts rentabel, heißt es
aus der Firmenleitung. Möglich ist dies
durch ein besonders schnelles Reinigungssystem, erklärt Christian Doerr, der
das Familienunternehmen in dritter Generation führt: »Zwischen jedem Sortenwechsel muss die Abfüllanlage komplett
gereinigt werden, um Rückstände auszuschließen. Die neue Anlage benötigt hierfür nur fünf Minuten. Das ist gerade einmal ein Viertel der üblichen Reinigungszeit. Dadurch können wir mehr Sorten an einem Tag produzieren und neue
Sorten in kleineren Mengen herstellen.
40
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Das gibt uns mehr Spielraum, unseren Kunden
neue Ideen und Rezepte anzubieten.« Insgesamt ermöglicht die Anlage eine
Kapazitätserweiterung um
20 Prozent. Die Investition
in die neue Abfüllanlage sei Eine neue Abfüllanlage mit besonders schnellem Reinigungssystem
notwendig gewesen, um macht einen zügigen Sortenwechsel möglich. Die Herstellung kleinerer Mengen wird bei der Dr. Doerr Feinkost GmbH nun rentabler.
die steigende Nachfrage am
Markt bedienen zu können.
Wie bereits in den vergangenen Jah- Kundschaft gekauft. Insgesamt flossen
ren investierte Dr. Doerr Feinkost nach seit der Gründung 1991 rund 14 Millionen
eigenen Angaben auch 2014 umfassend Euro in den Ausbau des Unternehmens.
in neue Technologien. Neben der Abfüll- Für 2014 erwartet Dr. Doerr ein Umsatzanlage wurden eine Maschine zur auto- wachstum von 3,5 Prozent. Aktuell zählen
matisierten Etikettierung für Großgebinde über 150 Produkte zum Sortiment. Sie
sowie Spritzgusswerkzeuge für die Her- werden insbesondere in Sachsen, Sachstellung von Kunststoffbechern ange- sen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg
schafft und neue Lkw zur Belieferung der angeboten.
(Kloß./M.M.)
Foto: Dr. Doerr
Effiziente Abfüllanlage macht
kleine Mengen rentabel
Fotos: Teigwaren Riesa
wirtschaft und region
V ERAN STA LT U N GST IPP
Das Netzwerktreffen findet diesmal in der Teigwaren Riesa GmbH statt.
Branchen-Netzwerk
trifft sich in Riesa
Das Netzwerk Ernährungsgewerbe Sachsen und die Teigwaren Riesa GmbH laden
am 24. Februar ab 16 Uhr unter dem
Thema »Qualitätsmanagement in der Ernährungswirtschaft« zum Fach- und Erfahrungsaustausch nach Riesa ein. Auf
dem Programm steht auch ein Betriebsrundgang in dem traditionsreichen Unternehmen und natürlich werden leckere
Nudelspezialitäten nicht fehlen. Interessierte Unternehmen der Branche sind
herzlich eingeladen, in diesem Kreis mitzuwirken und sich aktiv in das Netzwerk
einzubringen.
Das Netzwerk hat sich 2013 als offener Verein gegründet und führt erfolgreich Unternehmen des Ernährungsgewerbes und Dienstleister der Branche zusammen. Ziel ist die Vertretung gemein-
Ein Rundgang durch die gläserne Produktion ist
interessant für Groß und Klein.
samer Interessen nach innen und außen,
die Erhaltung vorhandener sowie die
Schaffung neuer Arbeitsplätze. Erreicht
werden soll dies unter anderem durch:
die Förderung des Informationsaustausches und der gegenseitigen Kooperation,
die gemeinsame Organisation und
Teilnahme an Messen sowie die
Durchführung von Workshops und
Veranstaltungen,
die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen und
gemeinsame Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung sowie gemeinsame
Qualifikations- und Weiterbildungs
maßnahmen.
Das Vereinslogo – die Ernährungspyramide – ist ein Zeichen dafür, dass das
Netzwerk offen für alle Unternehmen aus
dem Bereich Ernährungsgewerbe ist,
vom Direktvermarkter über das Lebensmittelhandwerk bis zum Industriebetrieb. Auf der Internationalen Grünen
Woche im Januar in Berlin hat sich das
Netzwerk Ernährungsgewerbe Sachsen
am Gemeinschaftsstand der MarketingGesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien
mbH (MGO) mit Produkten und Dienstleistungen präsentiert.
(R.L./H.K.)
Ihr Ansprechpartner
Ronald Lampel
Tel. 03591 3513-03
lampel.ronald@dresden.ihk.de
A NZE I G E
Suchen. Finden. Verbinden.
Firmen in Sachsen finden: Mit der Firmendatenbank „FiS“
der Sächsischen Industrie- und Handelskammern.
■
gezielte Suche nach Geschäftspartnern
■
kostenfreie Präsentation von Unternehmensprofilen
■
branchenspezifische sowie -übergreifende
Unternehmensrecherchen
■
rund 54.000 registrierte Unternehmen aus ganz Sachsen
www.firmen-in-sachsen.de
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
41
Fotos: IHK Dresden
Foto: fotogestoeber | fotolia
bildung und zukunft
BERUFSAUSBILDUNG MIT PRÄDIKAT
Auszeichnung für vorbildliche
Ausbildungsbetriebe
Die IHK Dresden verlieh Ende 2014 sechs ausgewählten Firmen das Prädikat
»Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb« für ihre wegweisenden Aktivitäten bei der
Nachwuchsgewinnung und -förderung.
S
echs Unternehmen im Kammerbezirk Dresden, die mit ihrem besonderen Wirken im Bereich der Ausbildung beispielhaft vorangehen, erhielten die Auszeichnung »Vorbildlicher
Ausbildungsbetrieb 2014« der IHK Dresden. Der Präsident der Kammer, Dr.
Günter Bruntsch, und der IHK-Geschäftsführer Bildung, Torsten Köhler, überreichten die Ernennungsurkunden an die
Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH/
Werk Riesa, die Pulverturm GmbH & Co.
KG in Dresden, die Lidl Vertriebs-GmbH
& Co. KG in Lampertswalde, die Strabag
Rail GmbH/Bereich Ost in Freital, das
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werk-
42
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
stoffforschung Dresden und die Spinner
Lauenstein GmbH in Lauenstein.
Der Prädikatsvergabe ging ein umfangreiches Auswahlverfahren voran, bei
dem die Firmen-Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung in den vergangenen
zehn Jahren betrachtet wurden. Dabei
wird unter anderem bewertet, wie es den
Unternehmen gelingt, junge Menschen
für eine duale Berufsausbildung zu gewinnen und gemeinsam mit ihnen den
Übergang von der Schule in die Ausbildung zu gestalten, sie an die Fachthemen
und den Berufsalltag heranzuführen und
sie zu befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Die Ausbildung der zukünftigen
Fachkräfte ist ein Gesamtprozess, der
nicht von heute auf morgen gelingt, und
bei dem das Mitwirken aller Mitarbeiter
in den Ausbildungsbetrieben gefragt ist.
Deshalb fließt in die Bewertung auch ein,
wie gut die am Ausbildungsprozess beteiligten Firmenmitarbeiter vorbereitet
und geschult sind. Zudem wird berücksichtigt, ob sie für Tätigkeiten im Ehrenamt freigestellt werden, zum Beispiel für
Aufgaben in einem Prüfungs- oder Schlichtungsausschuss. Die Entscheidung zur
Auszeichnung als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb traf maßgeblich der Berufsbildungsausschuss der IHK Dresden.
(B.J./M.M.)
bildung und zukunft
VO R B I L D L ICH E R AU SBI L DU NGS BETRI EB 20 14
Azubis führen eine Filiale
Foto: Lidl
Maria Ulbricht
(li.) und Lisa
Hempel lernen
im ersten Lehrjahr bei Lidl.
Das Unternehmen bietet jungen Leuten
eine Ausbildung mit guten
Entwicklungsmöglichkeiten.
führen eine Filiale«. Hier übernehmen
die heranwachsenden Fachkräfte des
zweiten und dritten Lehrjahres in Eigenregie eine von der Geschäftsführung ausgewählte Lidl-Filiale. Sie tragen in dieser
Zeit die gesamte Verantwortung für die
Filiale, so zum Beispiel für die Tresorführung, die bedarfsgerechte Disposition,
die Arbeitsplanerstellung sowie für die
Schichtführung. Insbesondere die Auszubildenden des dritten Lehrjahres werden auch an Führungsaufgaben heran-
Foto: IHK Dresden
Die Regionalgesellschaft Lidl VertriebsGmbH & Co.KG in Lampertswalde betreibt
insgesamt 97 Filialen im Raum Dresden,
der Oberlausitz, in Südbrandenburg sowie in Chemnitz mit rund 1.900 Beschäftigten. Innerhalb der vergangenen 14 Jahre wurden hier 247 Azubis ausgebildet.
Bundesweit gehören zu Lidl 39 rechtlich
selbstständige Regionalgesellschaften mit
rund 3.300 Filialen und über 70.000 Mitarbeitern.
Der Erfolg des Handelsunternehmens
gründet sich zu großen Stücken auf sein
vielseitiges Engagement bei der Gewinnung des Fachkräftenachwuchses. Das
gelingt mit einer abwechslungsreichen
und spannenden Ausbildungszeit, in der
die jungen Menschen gefördert und gefordert werden. Ausbilder, Ausbildungsleiterin und Auszubildende stehen im regelmäßigen Dialog, sprechen über die
Ausbildungsziele, Probleme und Wünsche. Die Auszubildenden haben neben
dem regulären Alltag auch die Möglichkeit der Teilnahme an besonderen Wettbewerben.
Ein ganz besonderer Höhepunkt der
Ausbildungszeit ist das Projekt »Azubis
geführt. Sie werden während des Projektes von der zuständigen Filialleiterin, der
zuständigen Verkaufsleiterin und der
Ausbildungsleiterin unterstützt. »Unsere
Auszubildenden kommen mit einem
neuen Selbstverständnis aus dem Projekt in ihre Heimatfilialen, bringen frische Ideen und Anregungen mit und
sind auch als Persönlichkeit ein ganzes
Stück gewachsen«, resümiert Ausbildungsleiterin Ina Thieme.
Auch die Ausbildungsverantwortlichen bei Lidl lernen nie aus: In besonderen Schulungen werden sie regelmäßig
fit gemacht für die sich wandelnden Aufgaben des Ausbildungsalltages. Darüber
hinaus stehen sie im regen Erfahrungsaustausch, um die Entwicklung ihrer
Schützlinge nah zu begleiten.
Lidl ist mit seinen Märkten und seinen Möglichkeiten für berufliche Perspektiven in Sachsen hervorragend aufgestellt. Dafür wird auch viel getan.
Selbst nach der Ausbildung steht die Mitarbeiterentwicklung der jungen Nachwuchskräfte im Fokus. Bisher konnten
34 Azubis zum stellvertretenden Filialleiter und fünf zum Filialleiter weiterentwickelt werden. Zwei Absolventen der
Ausbildung qualifizierten sich für das
Studium Handel/Konsumgüterhandel.
Sie haben später die Möglichkeit, als
Verkaufsleiter oder Fuhrparkleiter die
Regionalgesellschaft zu verstärken.
(Thi./M.M.)
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
43
bildung und zukunft
VO R B IL D L ICH E R AUSBI L DUNGS BETRI EB 20 14
Foto: Dunlop
Von der Ausbildung bis ins Management
Gemeinsam Aufgaben lösen und Hindernisse meistern – das lernen die Azubis der Goodyear Dunlop
Tires Germany GmbH in Erlebniscamps im Rahmen ihrer Ausbildung.
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Dunlop. Zum Portfolio des Konzerns mit
Sitz in Hanau gehören die Marken Goodyear, Dunlop, Fulda, Sava und Debica.
Produktionsorte in Deutschland sind in
Fürstenwalde, Fulda, Hanau, Philippsburg, Riesa und Wittlich.
Der Firmenstandort Riesa kann auch
auf eine weit zurückreichende Tradition
der Ausbildung zurückschauen. Aktuell
werden 26 Azubis in den Berufen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und
Kautschuktechnik, Maschinen- und Anlagenführer, Elektroniker für Automati-
Foto: IHK Dresden
Rund 16.500 Reifen verlassen täglich die
Produktionshallen der Goodyear Dunlop
Tires Germany GmbH in Riesa. Im VierSchicht-System produzieren rund 630
Mitarbeiter Sommer- und Winterreifen
für Pkw zwischen 14 und 18 Zoll. Um die
Jahresproduktion von rund fünf Millionen Reifen weiter zu steigern, investierte
das Unternehmen in den vergangenen
Jahren sukzessive in neue Anlagen und
die Ausbildung der Mitarbeiter.
Der Reifenhersteller musste in Riesa
jedoch nicht bei Null anfangen. Die Tradition des Standortes bot ein gewaltiges
Potenzial. Seit 1946 werden in der Elbestadt Reifen produziert. Ab 1979 rollten
hier die ersten Stahlgürtelreifen aus den
Werkhallen. Eine Zäsur folgte, als das
Pneumant-Werk ab 1990 von der Treuhand liquidiert wurde. Es entstand mit
den Pneumant Reifen & Gummi Werken
eine Ausgründung, die 1995 ein Tochterunternehmen der Dunlop/Sumitomo
wurde. 1999 wechselte das Unternehmen
dann in die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH – ein weltweites Joint Venture zwischen Goodyear und Sumitomo/
sierungstechnik und Industriemechaniker ausgebildet. Nahezu alle Auszubildenden werden ins Unternehmen übernommen. Mit dem selbst ausgebildeten
Nachwuchs sichern sich die Riesaer patente Fachkräfte und zukünftige Führungskräfte. Werksleiter Bruno Kihm
bringt es auf den Punkt: »Es war bei uns
schon immer so: Das Management ist
aus früheren Azubis erwachsen. Drei
Werke des Unternehmens – in Fürstenwalde, Riesa und Wittlich – werden
heute von ehemaligen Azubis geleitet.«
Die Ausbildung im eigenen Haus und die
Übernahme bringt nach Ansicht des
Werksleiters entscheidende Vorteile:
»Wer mit einer Ausbildung bei uns startet, erwirbt das technische und praktische Verständnis für den Produktionsprozess und hat damit beste Grundlagen
für eine weitere berufliche Karriere.«
Über den Lehrplan hinaus bietet der
Reifenhersteller zusätzliche Trainings
an, um fachliche und persönliche Kompetenzen zu entwickeln. Jeder Auszubildende lernt den kompletten Herstellungsprozess eines Reifens kennen.
Dazu gehört auch ein Tagesausflug in die
Mischerei im Schwesterwerk Fürstenwalde. Neben dem Fachlichen steht bei
Goodyear Dunlop auch die Entwicklung
der Persönlichkeit im Mittelpunkt. Vor
allem Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
werden in verschiedenen Workshops
von Anfang an in den Fokus gerückt. Bevor die Ausbildungszeit überhaupt beginnt, können die neuen Azubis in einem
Camp in der Nähe von Berlin erleben,
wie wichtig und zielführend Zusammenarbeit ist. Zu den Aufgaben dabei gehört
es unter anderem, ein Floß zu bauen und
Hindernisse gemeinsam zu überwinden.
Das schult, als Team und unter Einhaltung vorher abgesprochener Regeln gemeinsame Ziele zu erreichen. Frühere
Auszubildende wirken dabei als Mentoren mit. Ein nachhaltiger Kreislauf entsteht, bei dem Wissen und Erfahrung
weitergegeben werden. Das gehört zur
gelebten Firmenphilosophie und macht
die Ausbildung in Riesa so erfolgreich.
(Smo./Göö./M.M.)
bildung und zukunft
VO RB I L D L ICH E R AU SBI L DUNGS BETRI EB 20 14
Teamarbeit in Beruf und Freizeit
Foto: Pulverturm
Foto: IHK Dresden
Qualitätsarbeit und guter Umgang im Team – das sind wichtige Maxime der Ausbildung im Restaurant
Pulverturm.
Der »Pulverturm an der Frauenkirche«
wird von Kennern gern als eines der
schönsten Gewölberestaurants Dresdens
gelobt. Einst wurde hier das Schießpulver der Stadt gelagert. Mit seinem barocken Ambiente wird seit nunmehr über
14 Jahren erfolgreich Erlebnisgastronomie zelebriert. In den verschiedenen Gewölben wie dem Marschall de Saxe-Zimmer oder dem türkischen Gewölbe, die
Episoden aus der Militärgeschichte des
berühmten Kurfürsten zeigen, finden bis
zu 420 Gäste Platz. Im Hauptraum, dem
eigentlichen Turm, kann man noch historische Fragmente bewundern und den
Köchen beim Brutzeln von Spanferkel,
Haxen und anderen Köstlichkeiten über
die Schulter sehen. Zum Haus gehört eine Terrasse mit 100 Sitzplätzen.
Die »Hofbäckerei« verbreitet stets einen verführerischen Duft. »Neben Köchen und Restaurantfachleuten bilden
wir auch Bäcker aus«, sagt die Geschäftsführerin des Pulverturms, Steffi Kalz.
»Auf den Mund gefallen sollte man aber
dabei nicht sein, denn in unserer offenen
Bäckerei, wo frisches Brot, verschiedene
Kuchen, Strudel und andere Leckereien
entstehen, bleiben oft Gäste stehen, fragen nach Rezepten oder bestaunen einfach die Handwerkskunst«.
Im Pulverturm sorgen rund 60 Mitarbeiter, davon 13 Auszubildende, für das
Wohl der Gäste. »Natürlich wird es auch
für uns immer schwerer, junge Leute für
die spannende Ausbildung in der Gastronomie zu begeistern. Aber wer den lebendigen Umgang im Team und mit interessanten Menschen schätzt, hat nach
einer qualitativ hochwertigen Ausbildung bei uns beste Berufschancen«, sagt
die Restaurantchefin. Die dreijährige
Ausbildung für Restaurantfachleute und
Köche ist sehr anspruchsvoll. Erlernt
werden neben der Zubereitung von
Cocktails, dem Flambieren und Tranchieren, dem fachgerechten Eindecken
und Gestalten von Banketten sowie Festtafeln auch verschiedene Tragetechniken und das Kassieren. Hinzu kommen
die Anwendung küchentechnischer Verfahren sowie die Planung und Kalkulation von Menüfolgen, die Erarbeitung
von Menüvorschlägen, die Beratung von
Gästen. Nicht zuletzt lernen die Azubis
viel Wissenswertes über Lebensmittel,
Allergien und Unverträglichkeiten.
»Die Ausbildung bei uns startet stets
mit einem erlebnisreichen Stadtrundgang. Denn schließlich gehört es für unser Personal einfach dazu, wissbegierigen Gästen Auskunft geben zu können,
wo sich besondere Sehenswürdigkeiten
der Stadt befinden und wann sie geöffnet
sind«, erläutert Steffi Kalz. Im Ausbildungsalltag lernen die angehenden Gastronomen, schnell selbstständig zu arbeiten, sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen und das Lokal
auf Empfängen oder Messen zu präsentieren. Außerdem haben die Azubis die
Möglichkeit, sich bei Wettbewerben wie
dem Lößnitz-Pokal mit anderen zu messen. Zusätzliche Schulungen bei Partnern wie der Radeberger Brauerei, der
Dührrrörsdorfer Fleischerei, der SonderBAR oder dem Weingut Schloss Wackerbarth schärfen den Blick über den Tellerrand.
Neben der Arbeit haben die Mitarbeiter des Pulverturms in einem Personalblog im Internet die Möglichkeit, sich
über Persönliches oder Probleme auszutauschen. »Und wer sportlichen Ausgleich zur Arbeit benötigt, kann sich unseren Laufteams anschließen oder auch
in unserer Fußballmannschaft auspowern«, umreißt Geschäftsführerin Steffi
Kalz die vielseitige Unternehmenskultur
des Restaurants, die für Auszubildende
und Mitarbeiter ideale Lern- und Arbeitsbedingungen bereithält. (Kal./M.M.)
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bildung und zukunft
Foto: Spinner
Die Spinner Lauenstein GmbH ist besonders
aktiv bei der Nachwuchsgewinnung. In der
eigenen Lehrwerkstatt zeigt Ausbildungsleiter
André Schwenke den Jugendlichen beim
Schnuppertag verschiedene Projektarbeiten
aus dem Ausbildungsalltag.
VO R B IL D L ICH E R AUSBI L DUNGS BETRI EB 20 14
Projektarbeiten machen fit für den Job
Die Spinner Lauenstein GmbH wurde
1991 als eine hundertprozentige Tochter
der Spinner GmbH mit Hauptsitz in München gegründet. Das unternehmen produziert hauptsächlich Präzisionskomponenten für die Hochfrequenztechnik
wie konfektionierte Kabel, Baugruppen
sowie oberflächenveredelte Einzelteile.
Die Herstellung von hoch präzisen Teilen
hat in Lauenstein eine längere Tradition.
Die Ursprünge des Unternehmens liegen
in einer 1925 erfolgten Produktionsausgliederung zeichnungsgebundener Einzelteile aus der Uhrenfabrik Lange &
Söhne in Glashütte. Nach Stilllegung der
Fertigung nach dem Kriegsende und einer Neugründung 1949 als staatlicher
Betrieb begann die Herstellung von Einzelteilen für Messgeräte, Fahrzeugteile
und Steckverbinder. 1969 wurde der Betrieb in das Kombinat »Elektronische
Bauelemente« übernommen und zur
Produktion von Hochfrequenz-Steckverbindern genutzt. 1990 gründete sich die
»Koaxtechnik Lauenstein« und ging ein
Jahr später in Spinner auf.
Das Lauensteiner Unternehmen beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Aktuell lernen vier junge Leute den Beruf des Industriemechanikers. Für die Ausbildung nutzt
die Firma seit 1995 eine eigene Lehrwerkstatt. Sie ist im Werkzeugbau der Firma
A N Z EIG E
Praxisfall aus der Anwaltskanzlei
Inkasso vom Spezialisten: Geduld zahlt sich aus
Im folgenden Fall trieb Rechtsanwalt Jens Hänsch eine Geldforderung seines Mandanten nach mehr als zehn Jahren ein.
Hartnäckigkeit und Geduld zahlten sich in diesem Fall aus. Für manch anderen Anwalt enden Aktivitäten, sobald eine
Klärung vor Gericht da ist – egal, ob der Mandant sein Geld bekam oder nicht.
Jens Hänsch
Rechtsanwalt, Dresden
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Eine aus dem Jahr 2002 (!) stammende Geldforderung über
ursprünglich 92 Euro trieb die Anwaltskanzlei Hänsch im vergangenen Jahr durch Zwangsvollstreckung im Auftrag eines
Arztes ein. Der Schuldner, ein Zerspanungsfacharbeiter aus
Dresden, war diesen Betrag für eine sogenannte freiwillige
Leistung seinerzeit einem Urologen schuldig geblieben, dessen Ausdauer nun belohnt wurde. Inkasso-Spezialist und
Rechtsanwalt Jens Hänsch hatte sich den Vorgang in regelmäßigen Abständen mehrfach wieder zur Prüfung auf den Tisch
legen lassen, bis der Zahlungspreller kürzlich insgesamt rund
450 Euro für Anwalt, Gerichtsvollzieher, Zinsen usw. überwies.
Dabei hatte sich Facharbeiter Klaus M. (*) lange frech »geziert«. Auf noch 2002 vom Urologen an ihn gesandte Mahnungen reagierte er bereits nicht. Auch in den Folgejahren
ignorierte der Mann stoisch jede Zahlungsaufforderung. Im
Auftrag von Anwalt Hänsch versuchte 2006 ein Gerichtsvollzieher, das Geld per Zwangsvollstreckung einzuziehen. Doch
auch daraus wurde nichts, da sich Klaus M. als mittellos per
»EV« (Eidesstattliche Versicherung) erklären ließ. Selbst die
damit verbundene umfassende Vermögensauskunft gegenüber dem Gerichtsvollzieher war nur dadurch zu erzwingen,
dass der Anwalt im November 2006 einen Haftbefehl bei Gericht ausstellen ließ. Erst als diese massive Drohung gegen
ihn »im Raume stand«, erschien der Mann zum geforderten
Termin.
Im Dezember 2006 war Klaus M. arbeitslos, steht in Hänschs
Akte. Und 2009 war, laut Gerichtsvollzieher, bei ihm wieder
nichts zu holen.
Doch die Dresdner Kanzlei von Jens Hänsch hat reichlich Erfahrung auch mit hartnäckigen Fällen. Ihm langjährig treue
Mandanten wissen, so schnell fällt in dieser Kanzlei kein
dreister Schuldner durchs Raster... 2014 forderte die Kanzlei
Klaus M. nun erneut zur Abgabe einer Vermögensauskunft
auf. Ist der Schuldner noch immer »mittellos« und kann beispielsweise Schuld-Titel nicht begleichen, so findet die entsprechende Mitteilung unter anderem ihren Weg zum Schuldnerverzeichnis beim Amtsgericht sowie zur »Schufa«. Und da
will bekanntlich niemand »ohne Not« wegen eingeschränkter
Kreditfähigkeit mit gravierenden Folgen registriert sein...
Als Anwalt Jens Hänsch den Gerichtsvollzieher im Vorjahr wieder »in die Spur schickte«, damit klar stellte, die Schulden
sind nicht vergessen, ich bleibe dran, fühlte sich Klaus M. offenkundig so unter Druck, dass er nunmehr zahlte – und zwar
die gesamte Forderung des Anwalts, bis auf den letzten Cent.
Es ist genau diese Hartnäckigkeit und der »Biss« des Anwalts,
den Mandanten von Jens Hänsch zu schätzen wissen.
(* Name vom Autor geändert)
Harald Eichhorn
bildung und zukunft
meinsam. Alle Bewertungen fließen
in eine Halbjahresauswertung ein.
Zusammen mit dem Halbjahresbericht bildet sie die Grundlage für eine
leistungsabhängige Zusatzprämie.
Diese motiviert die Azubis zusätzlich«, erklärt Schwenke das gut funktionierende Ausbildungsmanagement im Unternehmen.
Die Suche nach Fachkräftenachwuchs läuft auch bei der Spinner
Lauenstein in der heutigen Zeit
nicht ohne größere Anstrengungen.
Das Unternehmen unterstützt regelmäßig Elternabende zur Berufsorientierung in der Mittelschule Bad Gottleuba
und Tage der Berufsorientierung in der
Mittelschule Schmiedeberg, bietet Schülerpraktika und Ferienarbeit, präsentiert
sich als Ausbildungsunternehmen auf
Messen und Aktionstagen und ist aktiv
im Prüfungsausschuss der IHK Dresden
sowie im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft.
(Schw./M.M.)
Foto: IHK Dresden
implementiert. Die Azubis profitieren so vom Wissen und den Fertigkeiten der Kollegen in diesem
Bereich, denn sie werden dabei frühzeitig in das Team und in die Herstellung firmeneigener Betriebsmittel und Sondermaschinen einbezogen. Außerdem durchlaufen die
künftigen Facharbeiter Produktionspraktika in den einzelnen Produktionsbereichen bei Spinner und lernen betriebsspezifische Produkte,
Abläufe und Technologien kennen.
»Eine Besonderheit der Ausbildung bei Spinner sind die selbst entwickelten Projektarbeiten zur Herstellung
der Spinner-Uhr oder des Spinner-Lochers. An diesen erlernen und festigen
unsere Azubis zahlreiche Fähigkeiten und
Fertigkeiten. Gleichzeitig lernen sie die
zur Herstellung benötigten Maschinen mit
ihren unterschiedlichen Möglichkeiten
und Funktionsweisen kennen«, erläutert
Ausbildungsleiter André Schwenke. Die
Notwendigkeit, auf die Qualität der Einzelteile zu achten, werde den Azubis
schließlich bei der funktionsgerechten
Montage zum Endprodukt deutlich. »Zur
Schulung ihrer Auftragskompetenz und
zur Erlangung eines hohen Qualitätsbewusstseins prüfen und bewerten die Azubis grundsätzlich alle Teile, Baugruppen
und Projekte in erster Instanz selbst. Die
Auswertung erfolgt dann regelmäßig ge-
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Foto: IHK Dresden
bildung und zukunft
VO R B IL D L ICH E R AUSBI L DUNGS BETRI EB 20 14
Stark im Verbund mit Partnern
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
dukte. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehen Funktionswerkstoffe,
die eine Schlüsselposition in vielen Ein-
Foto: Leibniz-Institut
Das Leibniz-Institut für Festkörper- und
Werkstoffforschung Dresden – kurz IFW
Dresden e.V. – ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut und Mitglied der
Leibniz-Gemeinschaft. Diese verbindet
bundesweit insgesamt 89 selbstständige
Forschungseinrichtungen (Leibniz-Institute), die gesellschaftlich, ökonomisch
und ökologisch relevante Fragestellungen bearbeiten. Die Leibniz-Institute beschäftigen zusammen rund 17.500 Mitarbeiter, darunter 8.800 Wissenschaftler.
Der Gesamtetat der Leibniz-Institute liegt
bei 1,5 Milliarden Euro.
Das Leibniz-Institut IFW Dresden ist
aus dem größten Materialforschungszentrum der DDR hervorgegangen, das
schon zu dieser Zeit internationales Ansehen genoss. Es wurde 1992 gegründet.
Inzwischen hat sich das IFW Dresden zu
einem der größten Institute der LeibnizGemeinschaft entwickelt. Es betreibt
moderne Werkstoffwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage und
spannt dabei den Bogen vom Erkenntnisfortschritt auf den Gebieten Physik
und Chemie bis zur technologischen
Vorbereitung neuer Materialien und Pro-
In Laboren und Reinräumen erforscht das Leibniz-Institut unter anderem Schichtsysteme und
Nanostrukturen.
satzfeldern einnehmen: Supraleiter, Magnetwerkstoffe, Schichtsysteme und Nanostrukturen, kristalline und amorphe
Materialien. Am IFW sind regelmäßig
mehr als 500 Wissenschaftler und wissenschaftlich unterstützendes Personal
beschäftigt, darunter mehr als 100 Doktoranden.
Eine wichtige Aufgabe des Instituts
ist es, den wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses zu fördern. Am
IFW können junge Erwachsene verschiedene Ausbildungsberufe erlernen wie
Elektroniker für Betriebswirtschaft, Industriemechaniker Feingerätebau, Kaufmann für Büromanagement, Physik- und
Chemielaborant sowie Technischer Produktionsdesigner und Fachangestellter
für Medien- und Informationsdienste/
Bibliothek. Durchschnittlich sind rund
20 Auszubildende am IFW Dresden beschäftigt.
Im Bereich der dualen Ausbildung arbeitet das Institut eng mit Praxispartnern
– auch international zur Realisierung
von Auslandspraktika (Großbritannien,
China, Frankreich) – zusammen. Zu diesen gehören die FH Zittau/Görlitz und
die Berufsakademien (BA) in Riesa, Glauchau, Bautzen und Dresden. Zwischen
dem IFW Dresden und der Technischen
Universität Dresden wurde 2012 erstmalig
ein Ausbildungsverbund für die berufspraktische Ausbildung einer Verwaltungsangestellten im Bereich der Finanzbuchhaltung geschlossen. Das LeibnizInstitut ist auch Partner im Dresden-concept e.V. Im Rahmen der Aktivitäten des
Vereins entstehen neue Kooperationen:
So treten seit diesem Jahr die darin vereinten führenden Wissenschafts- und
Kultureinrichtungen mit einem gemeinsamen Stand auf der Messe KarriereStart
zum Ausbildungsmarketing auf.
Das Engagement des Instituts im Bereich der dualen Ausbildung wurde in
den zurückliegenden Jahren schon mehrfach belohnt: 2007 und 2013 mit der IHKEhrung als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb sowie einer DIHK-Auszeichnung 2013 für den bundesbesten
Prüfungsteilnehmer als Physiklaborant.
Im dualen Studiengang Maschinenbau
der BA Riesa konnte das IFW Dresden
eine Ehrung für den Jahrgangsbesten in
2012 entgegennehmen. (Bac./M.M.)
bildung und zukunft
VO R B I L D L ICH E R AU SBI L DU NGS BETRI EB 20 14
Mit Weiterbildung beruflich vorankommen
Die Strabag Rail GmbH in Freital gehört
zum österreichischen Strabag-Konzern.
Mit rund 350 Mitarbeitern und 64 Mio.
Euro Jahresleistung steht der Freitaler
Standort an der Spitze der Strabag Bahnbau in Deutschland. Ausgebildet werden
derzeit 35 Azubis in vier verschiedenen
Ausbildungsberufen. Neben der kaufmännischen Ausbildung zur Fachkraft
für Büromanagement stehen vor allem
die gewerblichen Ausbildungsberufe im
Vordergrund. In zwei Jahren Ausbildungszeit erreichen diese ihren Facharbeiter in den Bereichen Tiefbau beziehungsweise Hochbau. Nach dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung schließt
sich eine einjährige Weiterqualifizierung
zum Kanalbauer, Gleisbauer oder Betonbauer an.
Vor allem im ersten Lehrjahr werden
die gewerblichen Lehrlinge in den überbetrieblichen Bildungseinrichtungen für
das Baugewerbe (ÜAZ) und auf der Baustelle praktisch geschult. Zusatzqualifikationen wie die Teilnahme an den Baugeräteschulungen beim Berufsförderungswerk Bau Sachsen e.V. sind ausbildungsbegleitend möglich. Für die kaufmänni-
schen Azubis steht im hessischen Bebra
das konzerneigene, kaufmännische Ausbildungszentrum zur Verfügung.
Während ihrer Ausbildung werden
die jungen Leute umfassend betreut. Die
Ausbilder stehen im ständigen und engen Kontakt mit den Baustellen, dem
ÜAZ und den Azubis. Der Ausbildungsverantwortliche des Unternehmens, Uwe
Becker, ist zudem Mitglied im Prüfungsausschuss Gleisbau der IHK Dresden und
hat damit einen besonderen Blick für die
Geschicke seiner Schützlinge. Alle Aus-
bilder werden fortlaufend in speziellen
Schulungen weitergebildet, um das von
ihnen zu vermittelnde Wissen auf dem
neusten Stand zu halten.
Im Anschluss an die Ausbildung haben die Jungfacharbeiter die Möglichkeit
zur Weiterbildung. In der hauseigenen
Konzernakademie können sie verschiedene Schulungen besuchen, um beispielsweise ihre Computerkenntnisse zu
vertiefen oder Praxiswissen im Bereich
Recht zu erweitern. Auch die Qualifizierung zum Werkpolier oder geprüften Polier ist im Anschluss an die gewerbliche
Ausbildung möglich. Die Auszubildenden erhalten damit eine Vielzahl an Angeboten, um ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen und
anzuwenden und somit ihre berufliche
Laufbahn selbst zu gestalten.
Um junge Menschen als Nachwuchs
für das Unternehmen zu interessieren
und ihnen berufliche Perspektiven aufzuzeigen, nutzt Strabag Rail den Aktionstag Bildung der IHK sowie verschiedene Schulmessen und bietet regelmäßig Schülerpraktika an. (Sei./M.M.)
Foto: IHK Dresden
Foto: Strabag
Gleisbaustelle in Radebeul – Hauptauftraggeber
der Strabag Rail GmbH Bereich Ost ist die
Deutsche Bahn. Aber auch für Privatbahnen wie
beispielsweise die Harzer Schmalspurbahn
wurden bereits Aufträge ausgeführt.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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bildung und zukunft
IHK-Unternehmen
bilden wieder mehr aus
In den letzten Jahren nahm die Anzahl
der abgeschlossenen neuen Ausbildungsverträge ständig ab. Ursachen dafür waren einerseits die gesunkenen Zahlen an
Schulabgängern und andererseits der
wachsende Trend zum Berufseinstieg via
Studium oder Schule. Erstmals konnte im
Jahr 2014 diese Entwicklung aufgehalten
und umgekehrt werden. So stieg die Zahl
der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Landesdirektionsbezirk Dresden von 4.309 (2013) auf 4.454 (2014). Davon sind allein 4.023 Ausbildungsverträge in den Ausbildungsunternehmen selbst geschlossen worden. Zusätzlich sind 131 betriebliche von insgesamt
616 Umschulungen begonnen worden.
Die positive Entwicklung zeigt, dass
zunehmend wieder Fachkräfte mit Facharbeiterabschluss in Unternehmen gebraucht und ausgebildet werden. Gleichbedeutend ist auch die Anzahl der
Absolventen der höheren beruflichen Bildung zu sehen, die mit 4.246 seit Jahren
auf einem hohen Niveau ist und stetig ansteigt. Diese Fakten machen deutlich, dass
Fachkräfte, die mit einer dualen, betrieblichen Ausbildung ins Berufsleben starten
und sich dann beruflich weiterqualifizieren, in den Mitgliedsunternehmen der IHK
Dresden überaus geschätzt sind.
An dieser Stelle gilt es, einmal ausdrücklich Dank zu sagen für das unermüdliche Engagement von knapp 7.000
ausbildungsberechtigten Unternehmen,
insbesondere ihren Firmenchefs, Ausbildern und Prüfern, die sich vorbildlich für
die Ausbildung und Qualifizierung von
jungen Menschen und Erwachsenen einsetzen. Für das Jahr 2015 werden schon
jetzt 846 freie Lehrstellen im Landesdirektionsbezirk Dresden in allen Branchen
der Industrie, des Handels und der
Dienstleistung angeboten. Das macht Mut
für ein »Weiter so«, damit die duale Berufsausbildung mit all ihren Vorteilen für
Unternehmen und Belegschaft auch in
Zukunft weiter gestärkt werden kann.
(T.K./M.M.)
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Torsten Köhler, Geschäftsführer Bildung der IHK
(li.), und Karl-Heinz Herfort, Hauptabteilungsleiter Bildung der HWK, moderierten das Treffen der
Berufsbildungsausschüsse beider Kammern.
EX PERTENTR EFFEN
Balance der
Bildungswege
Die Berufsbildungsausschüsse der Industrie- und Handelskammer Dresden und
der Handwerkskammer Dresden trafen
sich am 24. November 2014 zu ihrer jährlichen Initiativveranstaltung, um über besondere Fragen der beruflichen Bildung
zu beraten. Mit dem Schwerpunktthema
»Fachkräftesicherung braucht ein starkes
Bündnis aller Bildungsbereiche« stand
die Zusammenkunft im engen Kontext der
bereits im August veranstalteten Fachtagung, die sich mit dem Thema »Fachkräftesicherung durch berufliche Ausbildung.
Wollen wir die duale Ausbildung noch?«
intensiv beschäftigte. Eingeladen waren
Vertreter des Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK), des Sächsischen
Staatsministerium für Wissenschaft und
Kunst (SMWK), der Wirtschaft und des
Handwerks sowie Elternvertretungen.
Angesichts der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge und unbesetzten Ausbildungsstellen in Industrie
und Handwerk, der Anzahl der weiterhin
gestiegenen Hochschulzugangsberechtigten und dem zu verzeichnenden Akademisierungstrend stellten sich die Referenten und Anwesenden die Frage, wie in
Die Teilnehmer der
Veranstaltung zur
Zukunft beruflicher und
akademischer Bildung.
Eine Balance zwischen
beiden Wegen sichert
die Interessen von Wirtschaft und Gesellschaft.
Sachsen die Balance zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter
gestaltet werden kann.
Professor Hanno Hortsch von der
Technischen Universität Dresden skizzierte einen Überblick über die veränderten Organisationen in der materiellen
Produktion und die damit verbundenen
neuen Anforderungen an die in den Wertschöpfungsprozess integrierten Mitarbeiter. Jan Kluge, Mitarbeiter der Dresdner
Niederlassung des ifo-Instituts, stellte anhand statistisch erhobenen Zahlenmaterials den Bedarf an zukünftigen Fachkräften sowohl im Bereich der beruflich als
auch akademisch Qualifizierten dar. Er
hob hervor, dass die Nachfrage nach beruflich Qualifizierten weitaus höher ist.
Dr. Ronald Werner aus dem SMWK verwies darauf, dass es in Sachsen gelungen
sei, die Kapazitäten an den Hochschulen
trotz gesunkener Geburtenzahlen durch
Zuzug aus anderen Bundesländern zu
halten. Die künftigen Studienabsolventen
sollten als Fachkräftepotenzial von der
sächsischen Wirtschaft erkannt, erschlossen und gebunden werden.
Über die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Berufsorientierungsprozesses an den Oberschulen und Gymnasien
sprach Annett Grundmann, stellvertretende Vorsitzende des Landeselternrates
Sachsen. Während sie mehr Unterstützung bei der Berufsorientierung forderte,
mahnte Gerold Heinze vom SMK mehr
Aufklärung und Diskussion über die
Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit von
dualer und akademischer Bildung an. In
der anschließenden Debatte waren sich
die Teilnehmer einig, dass die geforderte
Balance zwischen der beruflichen und
akademischen Bildung nur zur erreichen
ist, wenn sie als eine systemische Prozessentwicklung verstanden wird, bei der alle
Beteiligten ihre Interessen gleichberechtigt einbringen können.
(B.J.)
Fotos: Oheimb
AU S B IL D U N G SZ A H L EN
Die sächsischen Berufsschulleiter diskutierten die
Herausforderungen des
kommenden Jahres und
zogen ihr Resümee zu 2014.
BERU F SS CH U LL E IT E R-TREF F EN
Gemeinschaftliches Handeln für berufliche Bildung
Auf Einladung der IHK Dresden und der
Handwerkskammer Dresden trafen sich
am 1. Dezember 2014 nahezu alle Leiter
der sächsischen Berufsschulen in der
»Dresdner Aussicht« auf der Südhöhe, um
sowohl einen Blick auf das ausgehende
Jahr zu werfen, als auch die Herausforderungen in 2015 zu besprechen. Die Kammern haben diese Gelegenheit auch genutzt, um ihren Dank für die bisherige
gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen, insbesondere die Abstimmung über
die anstehenden Aufgaben im Rahmen
der dualen Berufsausbildung, zum Ausdruck zu bringen.
In ihren Ausführungen thematisierten
die Geschäftsführer Bildung von HWK
und IHK, Karl-Heinz Herfort und Torsten
Köhler, die weiteren Ergebnisse aus der
Ifo-Studie vom Jahresanfang, die Schulnetzplanung sowie die Aussagen aus den
bildungspolitischen Papieren der Landesregierung. Die Standpunkte der BSZ-Leiter in der Diskussion zeigten deutlich die
Brisanz der Themen für die Zukunft einer
soliden beruflichen Bildung.
ZU SAT ZQ UA L IFIK AT ION
Weinberater für sächsischen Wein
erhalten ihre Zeugnisse
Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth
bot am 12. Januar nun bereits zum fünften
Mal den würdigen Rahmen, um den diesjährigen 36 »Botschaftern sächsischer
Weinkultur« die Abschlusszeugnisse zu
überreichen. Nach der Ausbildung zur Zusatzqualifikation »Weinberater in Gastronomie und Handel – Schwerpunkt Sächsischer Wein« und einer anspruchsvollen
Prüfung vor der IHK Dresden halten die
Absolventen nun auch den Beleg in den
Händen, fach- und sachkundig die Qualität dieser begehrten regionalen Spezialität
in alle Welt tragen zu dürfen.
Durch die Feier führte Wiebke Wagner,
im Schloss Wackerbarth für die Weinakademie und den Gästeservice verantwortlich. Die Festrede hielt Dr. Günter Bruntsch,
Präsident der IHK Dresden. Der Dozent,
Prüfer und Chefverkoster Konrad Scheerbaum ließ es sich nicht nehmen, über Erlebnisse der Ausbildung zu berichten und
an viele schöne Momente dieser Zeit zu erinnern. Diesen Worten schloss sich Sara
Zach als Lehrgangsvertreterin an. Eingeladene Ehrengäste wie die Winzer aus der
Region und Prüfer verdeutlichten den Stellenwert dieser Zusatzqualifikation.
Das Schulleitertreffen machte deutlich,
dass Abstimmung und gemeinschaftliches
Handeln die Wege zum Erfolg sind. Eine
wichtige Basis dafür ist die aktive Beteiligung der Berufsschullehrer in den Prüfungsausschüssen. Regina Hörnig von der
HWK Dresden berichtete von der Neuberufung der Prüfer in diesem Jahr und
dankte für die engagierte Beteiligung in
den Prüfungsgremien. Die Neuberufung
der Prüfer bei der IHK Dresden steht im
Sommer 2015 an, wofür um tatkräftige Unterstützung durch die Berufsschulzentren
(BSZ) geworben wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch das System der bundeseinheitlichen Prüfungen und des
IHK-Leitkammer-Systems angesprochen.
Traditionell nutzten die beiden Kammern
die Gelegenheit, die Absolventen-Statistiken aus dem Jahr 2014 vorzustellen und
über die Bestenehrungen in diesem Jahr
zu informieren.
(S.B./M.M.)
Ihr Ansprechpartner
Steffen Bloßfeld
Tel. 0351 2802-690
blossfeld.steffen@dresden.ihk.de
Die feierliche Zeugnisübergabe wird
die zunächst letzte sein, da aufgrund unklarer Förderbedingungen leider in 2015
kein neuer Kurs zusammengekommen ist.
Alle Bemühungen richten sich aber auf
eine Fortführung der erfolgreichen Zusatzausbildung.
(S.B.)
Foto: Oheimb
Foto: IHK Dresden
bildung und zukunft
IHK-Präsident Dr. Günter Bruntsch gratuliert den
Absolventen der Zusatzqualifikation zum Weinberater für sächsischen Wein im Schloss Wackerbarth.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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Bild: shutterstock.com / pixelio.de / Montage: IHK Dresden
märkte und trends
WELTHANDEL
Herausforderungen für
deutsche Exporteure
Der Welthandel verliert an Schwung. Kann der deutsche Export in den nächsten
Jahren seine übliche Rolle als Wachstumstreiber weiter erfüllen?
Dr. Heiko Peters, Economist bei Deutsche Bank Research, widmet sein Einstiegsreferat auf der Auftaktveranstaltung der Sächsischen Außenwirtschaftswoche am
9. März in Dresden diesem aktuellen Thema.
N
ach dem Einbruch des Welthandels während der Wirtschaftsund Finanzkrise im Jahr 2009 erholte sich dieser in den Jahren 2010/11
relativ kräftig. Seit dem Jahr 2012 dümpelt der Welthandel aber vor sich hin
und wuchs sogar schwächer als das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dies
stand im klaren Gegensatz zu der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte –
der Welthandel expandierte von 1970 bis
2013 mit durchschnittlich 5,6 Prozent
deutlich stärker als das globale BIP (3,6
52
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Prozent). Zudem war die schwache Handelsentwicklung ein Hauptgrund für die
enttäuschende Entwicklung der Weltwirtschaft in den vergangenen drei Jahren, in denen das globale BIP nur um
etwa drei Prozent expandierte. Strukturelle Veränderungen sprechen dafür,
dass sich der Welthandel auch in den
nächsten Jahren relativ schwach entwickeln und nur unwesentlich stärker als
das globale BIP expandieren dürfte.
Dies hätte weitreichende Folgen für
die offene deutsche Volkswirtschaft, de-
ren Exporte in den vergangenen Jahrzehnten etwa im Gleichlauf mit dem globalen Handelswachstum expandierten.
Die Effekte einer schwächeren Entwicklung des Welthandels zeigen sich bereits
seit 2012 in weniger dynamischen deutschen Exporten. Für Deutschland stellt
sich daher die folgende Frage: Kann der
Export in den nächsten Jahren seine übliche Rolle als Wachstumstreiber erfüllen?
In den vergangenen Jahrzehnten
konnte Deutschland seine Position als
einer der weltweit größten Exporteure
märkte und trends
Foto: Joppen
eindrucksvoll verteidigen und profitierte
damit deutlich stärker als andere Länder
von der zunehmenden Globalisierung.
Die Haupttreiber hinter dem kräftigen Anstieg des Handels waren die Integration der Schwellenländer, allen voran
China und Indien mit einer Bevölkerung
von insgesamt 2,6 Mrd. oder fast 40 Prozent der Weltbevölkerung, in die internationale Arbeitsteilung. Vorausgegangen
waren politische Reformen, zum Teil Revolutionen, die, unterstützt von weitreichenden Handelsabkommen, den raschen Aufholprozess vorantrieben. Zudem ermöglichten die Fortschritte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, Tätigkeiten zu automatisieren oder Wertschöpfungsketten
über verschiedene Stufen und Länder
hinweg aufzuspalten (Basar-Ökonomie).
Dies löste grundlegende Veränderungen
der Organisation der Arbeit und Produktionsmethoden aus und senkte die Handelskosten deutlich. Deutschland kam
aufgrund der geografischen Nähe die
Öffnung der osteuropäischen Länder besonders zugute. Die deutsche Wirtschaft
nutzte – dank der deutlich niedrigeren
Lohnkosten – die Möglichkeiten der Auslagerung von Teilen der Wertschöp-
Dr. Heiko Peters, Economist bei Deutsche
Bank Research und Autor dieses Textes,
analysiert die Entwicklung des Welthandels
und geht der Frage nach, ob der deutsche
Export weiterhin als Wachstumsgarant
seine Bedeutung behalten wird. Er spricht
auch auf der Auftaktveranstaltung der
Sächsischen Außenwirtschaftswoche am
9. März in Dresden.
fungskette intensiv, und dies nicht nur
in Richtung Osteuropa, sondern insbesondere nach Asien. Außerdem bewirkte
vor allem der europäische Integrationsprozess, der mit der Gründung der Europäischen Währungsunion den Höhepunkt erreichte, tiefgreifende Veränderungen.
Nach der Erholung der deutschen Exporte in den Jahren 2010/11 schwächte
sich das Exportwachstum ab, und auch
im Jahr 2014, in dem das Wachstum der
realen Exporte bei rund vier Prozent liegen dürfte, kam es zu keiner nachhaltigen Belebung. Dies dürfte aber immer
noch etwas stärker als das Wachstum
des Welthandels sein, so dass Deutschland seine internationale Position sogar
leicht ausgebaut haben könnte.
Temporär dämpfend wirkt vor allem
die schwache globale Investitionsentwicklung, die aufgrund der hohen Handelsintensität relativ zu anderen BIPKomponenten den Welthandel überproportional bremst. Die schwache Investitionsentwicklung geht auf globale Überkapazitäten, eine schwache Rohstoffpreisentwicklung, erhöhte geopolitische Risiken und eine hohe Unsicherheit über den
globalen Ausblick zurück. In Folge der
US-getriebenen Erholung der Weltwirtschaft (2015P: 3,6 Prozent, 2016P: 3,8 Prozent) wird mit dem langsamen Auslaufen
der zyklischen Schwäche der Investitionen und der Exporte zu rechnen sein.
Dauerhaft könnten strukturelle Veränderungen für eine weniger dynamische Entwicklung der Exporte sorgen.
Der Aufbau globaler Wertschöpfungsketten ist weit fortgeschritten und dürfte
sich vorerst nur langsam fortsetzen. Die
stärkere Binnenfokussierung und die
moderateren Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft werden dem Welthandel wohl nur geringe Impulse liefern,
was vor allem den deutschen Maschinenund Anlagebau belasten könnte. Darüber
hinaus gestalten sich die Verhandlungen
neuer großer Handelsabkommen zunehmend schwieriger. Zudem wurden von
den G-20-Ländern neue restriktive Handelsmaßnahmen erlassen.
Es ist anzunehmen, dass das deutsche Exportwachstum – relativ zum kräftigen Exportwachstum von durchschnittlich über fünf Prozent in den vergange-
Sächsische Außenwirtschaftswoche
vom 9. bis 13. März
9. März in Dresden:
Auftaktveranstaltung »Erfolg
im globalen Wettbewerb –
Wachstum durch Export«
10. März in Dresden:
Sicherheit auf Geschäftsreisen
im Ausland
10. März in Leipzig:
Exportleiterforum: Förderung,
Finanzierung und Absicherung
im Außenhandel
11. März in Dresden:
MOE-Fachtagung 2015:
Markteintritt und Markterweiterung in Tschechien, Polen,
der Slowakei und Ungarn
11. März in Chemnitz:
Internationale Marktanalyse
und -erschließung
12. März in Dresden:
Fachforum Handwerk weltweit.
Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften
12. März in Chemnitz:
Forum: Rechtsfragen im
internationalen Geschäft
13. März in Leipzig:
Exportseminar – Zoll für
Einsteiger
Alle Veranstaltungen der Sächsischen
Außenwirtschaftswoche sind entgeltfrei. Mehr zum Programm, weitere
Informationen und zur Anmeldung:
www.aussenwirtschaftswoche.de.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
53
märkte und trends
nen Jahrzehnten – auch in den kommenden Jahren relativ verhalten sein wird.
Der Vergleich der tatsächlichen Entwicklung mit der mit unserem Handelsmodell
geschätzten, deutet darauf hin, dass die
geringere Elastizität bezüglich des globalen Wachstums struktureller Natur ist
und es eine Niveauverschiebung gegeben haben dürfte. Wir rechnen daher mit
einem Wachstum der realen Exporte im
unteren Bereich des Korridors von vier
bis sechs Prozent im Zeitraum von 2014
bis 2019, das auch durch eine Abwertung
des Euro gestützt werden könnte.1)
Erwartet wird, dass der Kostendruck
auf die Löhne in Deutschland aber weiter
anhält. Die großen Schwellenländer,
werden weiter alles daran setzen, die
Wertschöpfungsketten weiter hinaufzuklettern und damit einen immer stärkeren Lohndruck auch auf höher-qualifizierte Beschäftigte ausüben. Zudem
dürfte die Verlagerung der vor allem unter dem Einsatz gering-qualifizierter Arbeitskräfte hergestellten Teile der Produktion in die Schwellenländer mit den
geringsten Lohnkosten anhalten.
Für die Bewahrung der hohen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und damit der Verteidigung
der weltweiten Marktanteile sowie ihrer Technologieführerschaft ist es daher
wichtig, dass die Unternehmen ihre Effizienz weiter kontinuierlich erhöhen, innovativ sind und in die Zukunft investieren. Voraussetzung hierfür ist aber vor
allem ein heimisch günstiges Umfeld.
Die Reformen der großen Koalition –
Mindestlohn, Rentenpaket, die falsch
konstruierte Energiewende – verursachen eher Sorgenfalten und verringern
die Attraktivität des Standorts Deutschland.
(Autor: Dr. Heiko Peters)
1)
Siehe für ausführliche Analysen: Peters, H.;
Schneider, S. (2014) Sluggish global trade –
cyclical or structural?, Global Economic Perspectives, 25. November 2014, Deutsche Bank
Research und Peters, H.; Schneider, S. (2014)
Schleppende deutsche Exportentwicklung:
Zyklisch oder strukturell?, Ausblick Deutschland,
2. Dezember 2014, Deutsche Bank Research.
54
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
IHK-UMFRAGE GOING INTERNATIONAL
Russlandgeschäft bricht ein
Die Einschätzungen deutscher Firmen zu ihren Aktivitäten in Osteuropa
werden maßgeblich von der Situation in Russland und der Ukraine geprägt.
Die Erwartungen der befragten Unternehmen insbesondere an ihre Geschäfte
in Russland erleben einen bisher nicht gekannten Absturz.
F
ür 37 Prozent der 2.000 Exportbetriebe, die an der IHK-Umfrage
Going International teilnahmen, ist
das Russlandgeschäft wichtig oder sogar
sehr wichtig. Jeder dritte dieser Betriebe
ist von den EU-Sanktionen oder den Gegenmaßnahmen betroffen. Diese Unternehmen erwarten entweder weitere Einbußen beim Export oder beim Umsatz
ihrer Niederlassungen vor Ort. 40 Prozent der Exporteure gehen davon aus,
dass sich ihre Verkäufe um bis zu zehn
Prozent reduzieren werden. Fast ein
Viertel rechnet sogar mit einem Rückgang der Verkäufe um zehn bis 25 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Unternehmen mit Direktinvestitionen in Russland
aus. Mehr als die Hälfte erwartet ein
Schrumpfen der Umsätze vor Ort um null
bis zehn Prozent. Für weitere 18 Prozent
der Investoren dürften sich sogar Einbrüche von zehn bis 25 Prozent ergeben. Hin-
zu kommt die ohnehin schwache russische Konjunktur. Gleichzeitig ist die russische Zentralbank angesichts der Kapitalabflüsse und der steigenden Importpreise gezwungen, mit höheren Zinsen
gegenzusteuern. Das schwächte die Investitionstätigkeit weiter. Der Verfall des
Ölpreises belastet den Staatshaushalt
merklich. Zudem erschwert der Rubelverfall die Geschäfte deutscher Lieferanten.
Die Lage der russischen Wirtschaft
Für die russische Wirtschaft wird 2015
mit einer Rezession zu rechnen sein. Viel
wird von der Entwicklung des Ölpreises
abhängen. Sollte sich der Preis für ein
Fass bei rund 60 US-Dollar einpendeln,
könnte selbst die aktuelle Prognose der
russischen Notenbank mit rund einem
Prozent minus für das Jahr 2015 noch zu
optimistisch sein. Erdöl und Erdgas stel-
A NZE I G E N
Fotos: Arthur Bargan | 123RF, cherezoff | fotolia; Montage: friebelwv
märkte und trends
len fast 70 Prozent der russischen Exporte. Nimmt man metallische und
nicht-metallische Rohstoffe hinzu, sind
es sogar 80 Prozent. Insgesamt hatte
Russland im Jahr 2013 Waren im Wert
von 410 Milliarden Euro exportiert –
Deutschland fast 1,1 Billionen Euro. Der
Bestand ausländischer Direktinvestitionen lag in Russland bei 123 Milliarden
US-Dollar (2013), in Deutschland bei 1,1
Billionen US-Dollar. Die Verschuldung
des russischen Staates ist mit rund 13
Prozent vom BIP (2013/Deutschland fast
80 Prozent) relativ gering. Angesichts
massiver Kapitalabflüsse (rund 100 Mrd.
US-Dollar 2014), eines schwächelnden
Rubelkurses und niedriger Rohstoffpreise wird diese Quote in diesem Jahr
sicher stark steigen.
Abhängigkeit vom Energiemarkt
Der Energiesektor generiert 55 Prozent
des Staatshaushalts. Dabei stehen die
Einnahmen aus dem Ölsektor für fast 50
Prozent und sind bedeutend wichtiger
als die Einnahmen aus dem Gasgeschäft!
Gas wird im Inland günstig zur Verfügung gestellt. Das Inlandsgeschäft muss
durch die Exporterlöse in der Regel quersubventioniert werden.
80 Prozent der Gasexporte Russlands
gehen in die EU, das sind etwa 150 bis
160 Milliarden Kubikmeter. Die Hälfte
dieses Gases wird über die Ukraine geleitet. Alternativen zur Ukraine sind die
Nord Stream-Gasleitung mit 55 Milliarden Kubikmetern Kapazität und die Jamal durch Belarus mit 33 Milliarden Kubikmetern. Ein weiterer großer Abnehmer ist die Türkei mit 16 Milliarden Kubikmetern.
Deutschland verbraucht 90 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr. 35 Prozent davon kommen aus Russland.
Deutschlands Abhängigkeit ist demnach
hoch und mit 39 Prozent beim Öl noch
etwas höher (EU: 30 und 35). Jedoch beträgt der Anteil des Erdgases am Primärenergieverbrauch zum Beispiel 21 Prozent. Das heißt, der Anteil russischen
Gases am deutschen Primärenergieverbrauch beträgt zwischen sieben und acht
Prozent. Allerdings: Die Hälfte der deutschen Haushalte wird mit Erdgas beheizt.
Die Hallenbauer präsentieren sich:
Hallen- und Stahlbau GmbH
Tel. 09 61/3 9163-0 · Fax -33
www.hallenbau-merkl.de
HALLEN FÜR INDUSTRIE,
HANDWERK UND GEWERBE
Die Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen
Deutschland hat 2013 Waren im Wert von
über 36 Mrd. Euro nach Russland verkauft. Dazu gehörten insbesondere Maschinen (23,7 Prozent), Kfz und Kfz-Teile
(19,8 Prozent) sowie Produkte der chemischen Industrie (15,8 Prozent). In den
ersten neun Monaten 2014 sind die Ausfuhren nach Russland im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 16 Prozent gesunken. Die Importe im Wert von rund
44 Mrd. Euro (2013) setzen sich insbesondere aus Erdöl (56,5 Prozent) und Erdgas
(27,8 Prozent) zusammen. Russland war
damit auf Rang elf bei den wichtigsten
Exportdestinationen und sogar auf Platz
sieben bei den bedeutendsten Einfuhrländern.
Auch und gerade für sächsische Firmen kommen die Folgen der EU-Sanktionen und des wirtschaftlichen Rückgangs
in Russland mit einem Exportrückgang
von 16 Prozent per September 2014 deutlich zur Wirkung.
Auf einer Auswertungsveranstaltung
zu Russlandprojekten der Wirtschaftsförderung Sachsen im vergangenen Dezember bekräftigten jedoch viele Firmen
ihre Absicht, weiterhin auf dem Markt
präsent zu bleiben und die Kontakte zu
Kunden und Partnern nicht abbrechen
zu lassen. Auch die IHK Dresden hält
2015 wieder Veranstaltungsangebote zu
Russland bereit.
(DIHK/R.R.)
info@goesta.de
www.goesta-hallenbau.de
GöSta Hallenbau GmbH • Artesgrün 14 • 92702 Kohlberg
Tel.: 09608-92344-0 • Fax: 92344-49
HALLEN
Industrie- und Gewerbehallen
von der Planung und Produktion bis zur
schlüsselfertigen Halle
Wolf System GmbH
94486 Osterhofen
Tel. 09932/37-0
gbi@wolfsystem.de
www.wolfsystem.de
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
55
märkte und trends
A B S OF O RT IN FA R BE
Neues Layout für die Sächsischen Außenwirtschaftsnachrichten
Die »Sächsischen Außenwirtschaftsnachrichten« (AWN) präsentieren sich mit der
Ausgabe 1-2/2015 in einem farbigen Gewand. Dazu entschlossen sich die drei
sächsischen IHKs und die Wirtschaftsförderung Sachsen als gemeinsame Herausgeber. Ziel ist es, die Attraktivität und Lesefreundlichkeit zu erhöhen.
Die Zeitschrift »Außenwirtschaftsnachrichten« erscheint seit 1991 und gilt
als wichtige Informationsquelle für sächsische Unternehmen zu außenwirtschaftlich relevanten Themen. Sie bietet zum
Beispiel aktuelle Länderinformationen,
Hinweise zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht sowie Informationen zur Außenwirtschaftsförderung, zu Messen und
Sachsen global
Markt- und Länderveranstaltungenn
Mittel- und Osteuropa – Gute Märkte „vor der Haustürr“
Außenwirtscc hafts-
Slowakei: Anlagen für inndustrielle Recyclingprozesse
Ungarn: Logistik, insbessondere innerbetriebliche Logistikprozesse
NACHRICHTEN
Darüber hinaus sind einnzelne Absatzund Kooperationsprojektee in den MOEMärkten für Unternehm
men aus den
Schwerpunktbranchen deer sächsischen
Wirtschaft geplant.
Einen guten Überblick bieetet die ganztägige MOE-Fachtagung am 11. März
2015, die die WFS im Rahm
men der Sächsischen Außenwirtschaaftswoche organisiert. Die Themen sindd: Markteintritt
und Markterweiterung inn Tschechien,
Polen, der Slowakei und U
Ungarn.
Footo: XXX
Teeilnehmer der MOE-Fachtagung 2012
Die Zusammenarbeit mit Partnern, die
man lange und gut kennt, hat einen besonderen Stellenwert. Das gilt auch für
den Bereich der sächsischen Außenwirtschaft. Die EU-Mitgliedstaaten bleiben
aus diesem Grund im Jahr 2015 wichtige Auslandsmärkte für kleine und mittlere Unternehmen aus Sachsen, auch
wenn Staaten wie China an Bedeutung
gewinnen. Eine besondere Rolle spielen
unsere Nachbarn Polen und Tschechien
sowie weitere MOE-Staaten aufgrund
ihrer Nähe und der historischen Verbundenheit zum Freistaat.
Strategie und Praxis
P
fürs Auslandsgeschäft
uslandsgeschäft
0 02/2015
01
Die Wirtschaftsförderung Sachsen
GmbH (WFS) führt im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMW
WA)
A
sowie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
(SMUL) auch im Jahr 2015 nachhaltige
Absatz- und Kooperationsprojekte zu
ausgewählten thematischen Schwerpunkten im MOE-Bereich durch. Dabei
kann sie auf Unterstützung der WFSBeauftragten in den Ländern Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn
zählen.
Ab Februar/März starten diese Projekt-
2
paketee und laufen wie in den Vorjahren
auch bbis Dezember. Sie bestehen aus
(Bausteine), die
mehrerren Teilprojekten
e
von den sächsischen Unternehmen vollständigg oder auch nur teilweise genutzt
werdenn können.
Die wicchtigsten Bausteine sind:
à Inforrmationsveranstaltungen,
à Markktanalysen im Zielland mit Einschäätzung der spezifischen Marktchanncen der Teeilnehmerr,
à Strattegieberatung,
à Gescchäftspartnersuche,
à Gescchäftsanbahnung zu potenziellen
Kundden und Kooperationspartnern,
à Workkshops und Unternehmensbesuche im Zielland sowie Gegenbesuche
in Saachsen.
Messebesuche gehören zum Repertoire,
wie auuch mit weiteren bilateralen Projekten kombinierte Maßnahmen.
Die im Zweijahres
Zweijahres-Rhyth
Rhythhmus stattfindende MOE-Fachtagung vermittelt Impulse in Kombination m
mit konkreten
Strategieansätzen für diee Bearbeitung
von Märkten in Mittel- und Osteuropa.
Im Fokus stehen der Aufbau und die Erweiterung von Absatz- uund Kooperationsbeziehungen. Die Beaauftragten der
WFS aus Prag, Breslau, B
Bratislava und
Budapest werden gemeinsam mit Fachexperten Rede und Anntwort stehen.
Nach einem Plenarteil runnden individuelle Gespräche das Prograamm ab.
Für alle Fragen rund um ddie MOE-Staaten stehen Ihnen unseree zuständigen
WFS-Projektleiter gern zur Verfügung.
Tschechien/Ungarn/Slow
wakei:
Peter Szenassy,
0351 2138-132,
Telefon:
e
E-Mail: Peter.Szenassy@w
wfs.saxony.de
Die Prrojektpakete 2015 richten den
Fokus auf folgende Themen:
Polen:
Kerstin Leisering,
0351 2138-139,
Telefon:
e
E-Mail: Kerstin.Leisering@
@wfs.saxony.de
Lösungen
Tschecchien: Technologische
e
für die innerstädtische Ökologie
Polen: Neue Materialien, insbesondere
im Bereich Kunststoffe
Darüber hinaus finden Sie Informationen
zu Messen und Veranstaltungen im Jahr
2015 im Veranstaltungsskalender der
WFS unter www.wfs.sachsen.de
Zoll- und Außenwirrtschaftsrecht
à Ein Drittel der Aussteller will Messe-Etats erhöhen
à Für viele Aussteller stehen Messen im Zentrum der Marktkommunikation
* repräsentative Umfrage von TNS Emnid m Auftrag des AUMA
unter 500 Unternehmen, die auf fachbesuucherorientierten Messen
ausstellen: November 2014; an 100 fehlende Prozente: k. A.
Wie die Ausstellerbefragung weiter ergab, wird die Zahl der Messebeteiligungen weitgehend gleich bleiben. Jew
weils 19 Prozent der Unternehmen planen mehr oder weniger Beteiligungen im Inland, 59 Prozent wollen die Zahl ihrer Messeestände stabil halten. Im Ausland setzen deutlich mehr Firmen auf Kontinuität: Drei Viertel planen 2015/2016 gleich viele Beeteiligungen
im Vergleich zu 2013/2014; jeweils 12 Prozent wollen mehr oder weniger Messestände realisieren. Angesichtss der zunehmenden Zahl internationaler Krisenherde und mancher
maancher Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung auch im
m Inland war
dieses Ergebnis nicht unbedingt zu erwarten, so der AUMA-Vorsitzende. „Offensichtlich setzen viele Firmen geraade in unsicheren Zeiten auf den direkten Dialog mit dem Kunden, der ja Kern jeder Messebeteiligung ist.“
Starke Messe-Position im Marketing-Mix
Die Position des Instruments Messe im Marketing-Mix hat sich wieder
verbessert: 81 Prozent der befragten Aussteller (Vorjahr 79 Prozent) betrachten Messen als wichtig oder sehr wichtig in ihrer B-to-B-KKommuni
o
kation. Nur die eigene Website wird als permanente Basiskom
mmunikation
noch wichtiger eingeschätzt (88 Prozent). Den Außendiensst betrachten
76 Prozent als wichtig oder sehr wichtig, das Direct Mailiing nur noch
47 Prozent (Vorjahr 53 Prozent). Werbung in der Fachpressse und firmeneigene Events liegen mit jeweils 40 Prozent gleich auf, wiee im Vorjahr.
rt Messen in
* repräsentative Umfrage von TNS Emnid m Auftrag des AUMA unter 500 Unternehmen, die auf fachbesucher- Erstmals gefragt wurde, welchen generellen Stellenwer
orientierten Messen ausstellen: November 2014
der Marktkommunikation der Unternehmen haben. Im
mmerhin ein
Viertel erklärte, das Messen im Zentrum ihrer Maarktkommunikation stehen; weitere knapp 50 Prozent sehen Messen auf einer Stufe mit anderen wichtigen Instrumenten. Nur
N gut 25 Prozent sehen Messen als Ergänzungsinstrument.
Das vollständige Interview ist zu finden unter: XXXX
(Quuelle: AUMA)
Alle Messeinformationen im Internet
®
®
®
®
International
®
International
®
International
®
Veranstaltungskalender
Außenwirtschaftsnachrichten 01-02/2015
Russland
Dubai
Vor allem größere Unternehmen wollen mehr in Messen investieren. So wollen fast 40 Prozent der Aussteller mit
m über 125
Mio. Euro Umsatz ihre Messe-Etats erhöhen, nur 7 Prozent wollen weniger ausgeben. Dazu der AUMA-Vorsitzeende: „Wenn
größere Unternehmen stärker auf das Medium Messe setzen, ist das ein wichtiges positives Signal an die kleinereen Unternehmen“. Wer Messebudgets erhöhe, wolle mehr Wahrnehmung beim Kunden erreichen, einerseits durch mehr Beeteiligungen,
andererseits durch bessere Beteiligungen, etwa durch höhere Investitionen in Standbau und Standgestaltung.
www.chemnitz.ihk.de
www.dresden.ihk.de
www.leipzig.ihk.de
www.wfs.saxony.de
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht | Fort- und Weiterbildung
Messen (OID 504)
Messen (docID D4524)
Messen
9
Veranstaltungen, aber auch Kooperationsangebote ausländischer Firmen. Mit
zehn Ausgaben pro Jahr und für Mitglieder der sächsischen IHKs kostenfrei,
können sich außenwirtschaftlich interessierte Unternehmen regelmäßig und umfassend informieren. Weitere Abonnement-Wünsche nimmt die IHK Dresden
gern entgegen.
(C.H.)
USA – EU
Zollservice auch über Smartwatches
Carnet TIR bis 28.2. verlängert
Mehr Transparenz bei TTIP
Das Dienstleistungsspektrum des Zolls von Dubai ist demnächst
auch über Smartwatches abrufbarr. Schon bisher ist das Online-Dienstleistungsangebot umfassend gestaltet unnd über PC,
Laptop und Taablets abrufbar. So sind Informationen zum Ablauf
von Zollerklärungen, -inspektionen, -rückerstattungeen und Registrierungsanträgen jederzeit abrufbarr. Mit der Optimierung
für Smartwatches will die Regierung ihrem Ziel näher kommen, Dubai zur „schlauesten Stadt der Welt“ zu machen. Laut
Dubais Premierminister sei eine „erfolgreiche Regierung jene,
die auf die Menschen zugeht und nicht darauf wartet, dass die
Menschen zu ihr kommen“. Dubai Customs ist erreichbar über
http://www.dubaicustoms.gov.ae/en/ > smart watch
gtai, 19.11.2014 c/w.r.
Die Anwendbarkeit des Carnet TIR im gewerblichhen Warenverkehr mit der Russischen Föderation ist erneut – jetzt bis zum
28.2.2015 – verlängert worden.
Unternehmen, die beabsichtigen, Warentransporrte im Rahmen
des TIR-Versandes in die Russische Föderation durchzuführen,
d
sollten sich vorabb bei den regional zuständigen ruussischen Zolldienststellen, über die nachstehend aufgeführtenn Internetseiten
und ggf. bei denn national bürgenden Verbänden AIST e. V. und
BGL e. V. über diee russischen Vorgaben informierren:
Siehe auch http://www.iru.org/
gtai, 01.12.2014, c/w.r.
Eine breitere Information der Öffentlichkeit will die EU-K
Koommission in Sachen Trransatlantic Trrade Investment and Partnership
Seeychellen
Korea
Merkblatt für gewerbliche Wareneinfuhren
WTO-Beitritt zum
m 1. Januar 2015
Das Merkblatt für gewerbliche Wareneinfuhren nach Korea
(Südkorea) ist überarbeitet worden. Germany Trrade and Invest
(GTTAI)
A hat es mit Stand November 2014 neu veröffentlicht. Zum
Herunterladen ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.
Alternativ kann es bei die IHK angefordert werden.
gtai, 27.11.2014, c/w.r.)
Die Seychellen sind zum Jahresbeginn 2015 der Welthandelsorganisationn WTO beigetreten (161. Mitglied). Im Bereich
nichttarifärer Haandelshemmnisse in Form von SStandards und
Zertifizierungen sowie sanitären und phytosanitäären Beschränkungen wird es eeine Übergangsfrist bis Dezembeer 2015 geben.
gtai, 11.12.2014, c/w.r.
USA
Elektronisches Abfertigungssystem ACE bis 2016
Bis zum 1.10.2016 wird die US-Zollbehörde Customs and Border
Protection (CBP) schrittweise obligatorische Nutzung des neuen
Zollportals „Automated Commercial Environment“ (ACE) einführen. Das System dient der Bearbeitung ein- und ausfuhrrelevanter Daten (zum Beispiel die beim „Importeur Security Fixing“
vorab übermittelten zehn Datenelemente), deren Prüfung durch
die verantwortlichen Behörden, der Bearbeitung von Einfuhranmeldungen und der damit verknüpften post-entre Prozesse. Es
gibt einen zentralen Zugangspunkt für die Kontaktaufnahme
o
mit
der Zollbehörde und ihren Partnerbehörden ((Secure Data Portal).)
Ab dem 1.5.2015 ist ACE für die elektronische Übermittlung von
Daten des Lademanifestes zu verwenden. Zum 01.11.2015 muss
die elektronische Freigabe von Waaren und die damit verbundene
Geschäftsverbindungen
LÄNDERINFORMATIONEN
LÄNDERINFORMATIONEN
AUMA-Herbst-Pressegespräch
Ein Drittel der ausstellenden Unternehmen in Deutschland will in den nächsten zwei Jahren
mehr Geld in Messebeteiligungen investieren als 2013/2014, nur 14 Prozent wenigerr. Gut die
Hälfte plant konstante Ausgaben. Dies ergab eine Befragung von 500 repräsentativ ausgewählten Firmen durch TNS Infratest im November 2014 im Auftrag des AUMA. „Die Aussteller gehen
offensichtlich mit Optimismus in ihre nächsten Messebeteiligungen“, betonte der AUMA-Vorsitzende Walter Mennekes, im Herbst-Pressegespräch des Verbandes am 2. Dezember 2014 in Kööln.
Übermittlung derr Zollanmeldung (Entry Summary)) über ACE beantragt werden und schließlich ist ab 01.10.2016: ddie Nutzung für
alle weiteren elektronischen Vorgänge
o
des Ein- unnd Ausfuhrprozesses vorgeschrrieben. Die Vorgängersysteme ACS, Air AMS und
AES sollen ab Ende 2016 durch ACE vollständig errsetzt werden.
Die CBP erwarteet durch die Vereinheitlichung undd Automatisierung von Einfuhhrprozessen unter ACE weniger „Papierkrieg“
und eine effizienntere Umsetzung der US-Zollvorsschriften durch
die beteiligten H
Handelspartner. Viele US-Importeeure, Zollagenten und Spediteeure nutzen das ACE derzeit bbereits für bestimmte Monitorring-Prozesse, die Übermittlung von ManifestDaten und einiggge Arten von Zollanmeldungen. Informationen
zu ACE hat die CBP unter http://www.cbp.govv/trade/automated veröffenttlicht.
gtai, 07.11.2014, c/w.r.
FORT- UND WEITERBILDUNG
Neuerungen beim Zoll und der Exportkontrolle 2015
Thema:
à Übersicht zu Neuerungen und Änderungen für Auslandsgeschäfte 2015
à Globalisierung der Exportkontrolle – aktuelle Anforderungen an das Exportkontrollmanagement im Unternehmen
à Zollmanagement im Unternehmen mit Blick auf den neuen Unions-Zollkodex
à Neuerungen im Ursprungs- und Präferenzrecht – Konsequenzen für die Nachweisführung und den Umgang mit
Präferenzdokumenten
duktion und die Kommerzialisierung von thermischen Plasmageneratoren und dazugehörigen Öfen und Reaktoren
bietet Lizenzvereinbarung, sucht Vertriebsunterstützung
und möchte als exklusiver Lieferant dieser Teechnologie für
internationale Umweltakteure auftreten, die diese Innovation in ihre Umweltaktivitäten aufnehmen möchten. Interesse an einem Joint Venture mit einem künftigen Partner
vorhanden, um an Ausschreibungen teilzuhaben. Die Produkte werden bei der Behandlung gefährlicher Abfälle, der
Reduzierung niedrig und niedrigst radioaktiven Abfalls, der
Optimierung thermischer Prozesse in der Stahl- und Metallindustrie sowie der Hochtemperaturvergasung von Biomasse eingesetzt.
Korresp.: engl., frz.
Schlauchnetze für Muschelzucht gesucht
Chiffre-Nrr. DD-A-14-88_EEN
à Neuerungen bei der Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft
Entgelt:
140,00 EUR
IHK Chemnitz,
Ort:
Straße der Nationen 25, 09111 Chemnitz
Termin:
e
10. Februar 2015
Anmeldung: Dr. Steffi Schaal, Teel.: 0371 6900-1413,
E-Mail: steffi.schaal@chemnitz.ihk.de
(c/b.v.)
Französischer Netzhersteller ist auf der Suche nach Herstellern von Schlauchnetzen für die Muschelzucht. Es handelt sich um Netze aus Polyethylen mit bestimmten Eigenschaften bzgl. der Maschenweite, Farbe und Gewicht sowie
der Elastizität der Netze. Beim Zustandekommen einer Geschäftsbeziehung können weitere Felder der Kooperation
in Frage kommen (Obst und Gemüse, Meeresfrüchteverpackung etc.). Das Unternehmen ist bereits seit 1957 am französischen Markt.
Korresp.: engl., frz.
Zollseminar für Exporteinsteiger
Thema:
à Grober Überblick über das europäische Zollrecht
à Überblick über den europäischen Zolltarif (EZT)
à Atlas-Verfahren der Zollverwaltung
à Zollspezifische Anforderungen an die betriebliche Buchführung
à Aufbewahrungspflichten zollrelevanter Unterlagen
à Praktische Fälle zur Im- und Exportabwicklung
à Aufzeigen von Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten
Großbritannien
Entgelt:
140,00 EUR
Ort:
IHK Chemnitz,
Straße der Nationen 25, 09111 Chemnitz
23. Februar 2015
Dr. Steffi Schaal, Teel.: 0371 6900-1413,
E-Mail: steffi.schaal@chemnitz.ihk.de
(c/b.v.)
Termin:
e
Anmeldung:
Spezialfälle der Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft
Thema:
à Umsatzbesteuerung im Auslandsgeschäft
à Innergemeinschaftliche Reihengeschäfte
à Innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte
à Reihengeschäfte im Handel mit Drittstaaten
à Unternehmensinternes Verbringen – steuerrechtliche
Beurteilung
à Werklieferungen und Werkleistungen
Außenwirtschaftsnachrichten 01-02/2015
16
Agreement (TTIP) umsetzen. Auf der Internetseite der Generaldirektion Handel (TTrrade) bietet die EU daher umfassende Informationen an: http://ec.europa.eu/trade/policy/ (linke Spalte) TTIP
gtai, 24.11.2015, c/w.rr.
Entgelt:
System zur Früherkennung von Fahrradfahrern
Chiffre-Nrr. EG1214 UK05
Britisches Unternehmen bietet ein System mit Stimmalarm
an, das es großen Fahrzeugen erlaubt, Fahrradfahrer frühzeitig zu erkennen. Die Firma sucht nach Distributoren und
Handelsvertretern. Das Unternehmen plant weitere Systeme
dieser Art für die Automobilindustrie und den Trransportsektorr.
Korresp.: engl.
takten in den Elektrik- und Beleuchtungsmarkt. Angeboten wird ein innovatives Leuchtensortiment mit „plug-undplay“-Anschlüssen.
Korresp.: engl.
Indonesien
Garne/Textilien
Chiffre-Nr. C/Z-01/01/15
Indonesische Garn- und Textilhersteller
e
mit langjährigen Erfahrungen suchen Interessenten bzw. Käufer für einige spezielle Produkte aus ihrem Gesamtprogramm:
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à Recycle-Polyester Staple Fiber (R-PSF)
à Gardinen
à Frotteeartikel
Korresp.: dt.
Irland
Innovative Bau- und Fassadenprodukte gesucht
Chiffre-Nr. DD-A-15-3_EEN
Irisches Architekturbüro ist auf der Suche nach Herstellern innovativer Bau- und Fassadenprodukte zur Einführung
auf dem britischen Markt. Tyypische gefragte Produkte sind
u. a.: Regenhäute, Fassadenbekleidungen, Vorhangfassaden
(Feuer- und Explosionsschutz, Sicherheit), Innenabtrennungen, Sonnendächerr, Tür
ü - und Fenstersysteme. Das Unternehmen ist seit 2011 am Markt und kann auf die Expertise
von 25 Jahren Branchen- und Markterfahrung zugreifen.
Korresp.: engl.
Kosovo
Hersteller von Stromwandlern sucht Vertriebspartner
Chiffre-Nr. DD-A-14-91
Kommerzielle und industrielle LED-Beleuchtung
Chiffre-Nrr. L-15-004
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17
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und Spanien, die Job-Profis für die Niederlande rekrutieren
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24
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bleibt erhalten, doch der Innenteil wird durch
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Anzeigenschluss für die März-Ausgabe: 12. Februar 2015
56
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Aktuelles
im Steuerrecht
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Die Textbeiträge in diesem Special wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.
Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen
www.sbk-sachsen.de
HONESTAS, JANA FOCKE, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
www.honestas-stb.de
SGK Künzel Schmidt & Partner, Steuerberatungsgesellschaft
www.sgk-dresden.de
MERKURA, Steuerberatungsgesellschaft mbH
www.merkura-steuerberatung.de
Zeh-Fauser, Steuerberatungsgesellschaft mbH
www.zf-stb.de
BSKP DR. BROLL SCHMITT KAUFMANN & Partner
www.bskp.de
RBS roever broenner susat
www.rbs-partner.de
MOOG PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT mbB
www.moogpartner.de
Seite
58
Seite
58
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58
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58
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58
Seite
59
Seite
60
Seite
61
Verlagssonderveröffentlichung - Werbespecial:
Endriß & Schnitzer Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH
01809 Heidenau, August-Bebel-Straße 26
Verlagsspecial:
Anzeigenseite 58:
Aktuelles im Steuerrecht < < <
Steuertipps
für Unternehmer
Neues Jahr – neue Steuerregelungen:
Was Firmen und Selbstständige für 2015 beachten müssen,
hat Sachsens Steuerberaterkammer zusammengefasst.
Kurzfristige Betreuungsleistungen, die eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ermöglichen, sind bis zu einem
Wert von 600 Euro pro Jahr steuerfrei. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers wird gewährt, wenn der Arbeitnehmer aus zwingenden beruflichen Gründen verhindert ist und
seine Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen nicht
selbst betreuen kann. “Das ist beispielsweise der Fall, wenn
der Arbeitnehmer eine berufliche Fortbildung macht”, erläutert Steffi Müller, Präsidentin der Steuerberaterkammer des
Freistaates Sachsen.
Neue Regelungen gibt es auch bei Betriebsveranstaltungen.
Seit diesem Jahr gilt statt der bisherigen Freigrenze ein Freibetrag von 110 Euro. Darin einbezogen werden aber auch die Kosten für Begleitpersonen des Arbeitnehmers. Zudem spielt es
keine Rolle mehr, ob die Kosten einzelnen Arbeitnehmern individuell zurechenbar sind oder ob es sich um einen rechnerischen Anteil an den Gemeinkosten der Betriebsveranstaltung
handelt. Der Freibetrag gilt weiterhin jeweils für bis zu zwei Veranstaltungen pro Jahr.
Bisher lag der Grenzbetrag für nicht lohnsteuerpflichtige
Sachzuwendungen bei 40 Euro. Diese Aufmerksamkeiten, die
dem Mitarbeiter oder seinen Angehörigen aus besonderem
Anlass zugute kommen, sind nun bis 60 Euro steuerfrei. Wichtig ist, dass Geldzuwendungen auch innerhalb der 60-EURGrenze weiterhin steuer- und beitragspflichtig sind. Die
Freigrenze für Arbeitsessen wurde ebenfalls von 40 auf 60
Euro angehoben.
Hingegen haben es Steuersünder seit Jahresanfang schwerer.
Die Regelungen zur strafbefreienden Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung wurden spürbar verschärft. “Wer hier Handlungsbedarf sieht, sollte schnellstens das Gespräch mit
seinem Steuerberater suchen“, empfiehlt Kammerpräsidentin
Steffi Müller.
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Verlagsspecial:
Anzeigenseite 60:
Aktuelles im Steuerrecht < < <
Unternehmensnachfolge jetzt,
Steuervorteile nur noch 2015 sicher!
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 17.12.2014 sind die bestehenden Steuerbegünstigungen für
Schenkung oder Vererbung von Unternehmen zu günstig. Der Gesetzgeber muss das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz
(ErbStG) daher zum Nachteil der Unternehmer und ihrer Nachfolger ändern. In ihrer ersten Reaktion hat die Bundesregierung
eine Anpassung des ErbStG zu Ende 2015 angekündigt.
In folgenden Punkten muss das Gesetz aus unternehmerischer Sicht verschlechtert werden, damit es den Vorgaben des BVerfG
entspricht:
1. Die Bindung der Steuervorteile an den mehrjährigen Erhalt von
Arbeitsplätzen muss ausgeweitet werden. Bisher betraf diese
Anforderung nur Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern.
Künftig wird nur bei Unternehmen mit deutlich weniger als 10
Mitarbeitern von einer Bindung an den Erhalt der Arbeitsplätze
abgesehen werden können.
2. Die Möglichkeit, bis zu 50 Prozent Verwaltungsvermögen (vereinfacht: nicht betriebsnotwendiges Vermögen) mitbegünstigt
zu übertragen, muss gemindert werden. Künftig muss die Grenze
des zulässigen Verwaltungsvermögens, das begünstigt mitübertragen werden kann, deutlich geringer sein. Ein Grenzwert um
20 Prozent herum ist durchaus zu befürchten.
3. Bei der Übertragung großer Unternehmen dürfen die Steuervorteile nicht mehr ohne Bedürfnisprüfung gewährt werden. Bislang werden die Steuervorteile gewährt, auch wenn der Erwerber
anderes Vermögen hat oder zusammen mit dem Unternehmen
erwirbt. Künftig wird der Erwerber großer Unternehmen nachweisen müssen, dass ihn die Zahlung der Erbschaft- und Schenkungsteuer in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt oder zum
Abbau von Arbeitsplätzen im Unternehmen führen wird.
Unternehmerfamilien, bei denen eine Nachfolge in den nächsten Jahren ansteht, sollten sich Gedanken darüber machen, ob
es unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und familiären
Aspekte sinnvoll ist, die Nachfolge ggf. zumindest teilweise
vorzuziehen, um von den aktuellen Steuervorteilen zu profitieren.
Autor
Bernd Schult,
Rechtsanwalt, Steuerberater, Partner bei RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, Lehrbeauftragter für Unternehmensnachfolge an der FU Berlin und der Viadrina Frankfurt/Oder
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Verlagsspecial:
Anzeigenseite 61:
Aktuelles im Steuerrecht < < <
Update Mindestlohn
Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland erstmals
ein allgemeiner flächendeckender Mindestlohn. Jetzt
gibt es bereits erste Änderungen hierzu.
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TINO KUPRAT
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Rechtsanwältin
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KÄSTNER
Fachanwältin
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Arbeitsrecht
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
1. Erleichterungen bei der Aufzeichnungspflicht ab bestimmter Einkommensgröße
Arbeitgeber müssen gemäß Mindestlohngesetz (MiLoG) Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit für alle geringfügig Beschäftigten (branchenunabhängig) aufzeichnen. In bestimmten Branchen (z. B. Baugewerbe, Hotel- und
Gaststättengewerbe) muss der Arbeitgeber auch für alle anderen Beschäftigten entsprechende Aufzeichnungen vornehmen. Mit einer neuen Verordnung wurde nunmehr geregelt, dass diese Aufzeichnungspflicht entfällt für Beschäftigte
mit verstetigtem regelmäßigem Monatsentgelt von mehr als 2.958,00 EUR brutto, wenn bislang den Aufzeichnungspflichten aus dem Arbeitszeitgesetz hinsichtlich Überstunden nachgekommen wird.
2. Entlastung bei ausschließlich mobiler Tätigkeit
Bei solchen Beschäftigten, die keinen Vorgaben zur konkreten Arbeitszeit unterliegen und die sich ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich einteilen, muss der Arbeitgeber nur die Dauer aufzeichnen, nicht aber Beginn und Ende der Arbeitszeit. Es empfiehlt sich die Delegation der Aufzeichnungspflicht an die Arbeitnehmer, soweit auch kontrolliert wird, ob
diese die Aufzeichnungspflicht einhalten.
3. Verpflichtungserklärungen gegenüber Auftraggebern
Aufgrund der möglichen Haftung von Auftraggebern für Lohnforderungen von Arbeitnehmern, die bei Auftragnehmern oder
deren Subunternehmen angestellt sind, empfiehlt sich eine Absicherung. Häufig sehen diese Erklärungen neben der Versicherung, Mindestlohn zu zahlen, Freistellungserklärungen, Vertragsstrafen usw. vor. Eine Pflicht zur Unterzeichnung besteht nicht, aber gegebenenfalls ist man dann auch den Auftrag los. Es sollte also stets mit Augenmaß vorgegangen werden
und gegebenenfalls eine eigene Erklärung zur Nutzung gegenüber Vertragspartnern geschaffen werden.
4. Anpassung von Arbeitsverträgen
Das MiLoG ist eine gute Gelegenheit, die eigenen Arbeitsverträge auf den Prüfstand zu stellen bzw. Beschäftigten unter
Hinweis auf das MiLoG komplett überarbeitete Verträge vorzulegen, wobei Überlegungen zu folgenden Themen einfließen
sollten:
- Aufteilung des Entgelts in festen und variablen Teil/Zulagen/Boni mit Vorbehaltsregelungen für "schlechte Zeiten"
- Flexibilisierung von Arbeitszeiten/Jahresarbeitszeitkonten
- Prüfung von Urlaubsregelungen, Ausschlussfristen etc.
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in eigener sache
Die Industrie- und Handelskammer Dresden gibt bekannt:
Wirtschaftssatzung für das Geschäftsjahr 2015
Die Vollversammlung hat in ihrer Sitzung am 3. Dezember
2014 gemäß den §§ 3 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern
(IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften vom 25. Juli 2013 (BGBl. I, S. 2749) und der Beitragsordnung (BO) der Industrie- und Handelskammer Dresden vom
3. März 2004 in der jeweils gültigen Fassung, folgende Wirtschaftssatzung für das Geschäftsjahr 2015 beschlossen:
I. Wirtschaftsplan
Der Wirtschaftsplan wird festgestellt:
1. im Erfolgsplan
– mit der Summe der Erträge1 in Höhe von
– mit der Summe der Aufwendungen2
in Höhe von
– mit einem Jahresergebnis in Höhe von
– mit einem Ergebnisvortrag3 in Höhe von
– mit einer Rücklagenentnahme
2. im Finanzplan
– mit einem Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von
– mit einem Cashflow aus
Investitionstätigkeit in Höhe von
– mit der Summe der
Investitionseinzahlungen in Höhe von
– mit der Summe der
Investitionsauszahlungen in Höhe von
Euro
14.188.000
15.958.000
-1.770.000
525.996
1.244.004
-1.795.680
-138.000
2.000.000
2.138.000
II. Beitragsfreistellung/Beitragsbefreiung/
Beitragsermäßigung
Nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Personen
und Personengesellschaften und eingetragene Vereine,
wenn nach Art oder Umfang ein in kaufmännischer Weise
eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht erforderlich ist, deren
Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb
5.200 Euro nicht übersteigt, sind vom Beitrag freigestellt.
62
triebseröffnung und im darauf folgenden Jahr von Grundund Umlagebeitrag sowie für das dritte und vierte Jahr vom
Umlagebeitrag befreit.
III. Als Grundbeiträge sind zu erheben von:
A) Kammerzugehörigen, die nicht im Handelsregister oder
im Genossenschaftsregister eingetragen sind und deren Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert,
mit einem Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb
1. von über
2. von über
3. von über
5.200
24.500
49.000
bis
bis
24.500 Euro
49.000 Euro
25 Euro
50 Euro
130 Euro
B) Kammerzugehörigen, die im Handelsregister oder Genossenschaftsregister eingetragen sind oder deren Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer
Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert:
4. mit einem Verlust oder einem Gewerbeertrag/hilfsweise
Gewinn aus Gewerbebetrieb bis 49.000 Euro 130 Euro
5. mit einem Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb von über 49.000 Euro
360 Euro
C) Kammerzugehörigen (die nicht nach Ziff. II vom Beitrag
befreit sind), die mindestens zwei der drei nachfolgenden
Größenmerkmale erfüllen:
6. – mehr als 100 Arbeitnehmer
– mehr als 10 Mio. Euro Umsatz
– mehr als 5 Mio. Euro Bilanzsumme
7. – mehr als 250 Arbeitnehmer
– mehr als 22 Mio. Euro Umsatz
– mehr als 11 Mio. Euro Bilanzsumme
770 Euro
5.110 Euro
D) Die Ermäßigung des Grundbeitrages für Kammerzugehörige im Sinne von § 14 BO (Komplementär/Tochtergesellschaften) beträgt 50 Euro.
IV. Umlage
Nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Personen,
deren Gewerbeanzeige nach dem 31. Dezember 2003 erfolgte
und die Existenzgründer im Sinne von § 5 Abs. 2 BO sind
und deren Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbetrieb 25.000 Euro nicht übersteigt, sind im Jahr ihrer Be-
Als Umlage ist zu erheben 0,09 Prozent des Gewerbeertrages/hilfsweise Gewinns aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von 15.340
Euro für das Unternehmen zu kürzen.
1 Betriebserträge zzgl. Finanzerträge
2 Betriebsaufwand zzgl. Finanzaufwendungen und Steuern
3 vorbehaltlich eines entsprechenden Ergebnisverwendungsbeschlusses der
Vollversammlung
V. Bemessungsjahr
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Bemessungsjahr für den Grundbeitrag und die Umlage ist das
Jahr 2015. Für die Feststellung der Größenmerkmale nach
in eigener sache
ZUM BESCHLUSS DER VOLLVER SAMMLUNG
Buchstabe C) gilt der 31. Dezember 2015 bzw. bei einem abweichenden Geschäftsjahr des Kammerzugehörigen der
letzte Tag des im Jahr 2015 abgeschlossenen Geschäftsjahres.
VI. Vorauszahlungen
Soweit ein Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb des Bemessungsjahres nicht bekannt ist, wird eine
Vorauszahlung des Grundbeitrages und der Umlage auf
Grundlage des letzten der Kammer durch die Finanzbehörden übermittelten Gewerbeertrages/hilfsweise Gewinns aus
Gewerbebetrieb erhoben.
Soweit der Kammer kein Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn
aus Gewerbebetrieb vorliegt, der Kammerzugehörige seinen
Gewerbeertrag/hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb –
auch eines voraussichtlichen – der Kammer mitgeteilt hat,
wird eine Vorauszahlung des Grundbeitrages und der Umlage auf der Grundlage des mitgeteilten Betrages erhoben.
Soweit von einem Kammerzugehörigen, der im Handelsregister oder Genossenschaftsregister eingetragen ist oder dessen Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert,
noch keine Bemessungsgrundlage vorliegt, wird eine Vorauszahlung des Grundbeitrages gem. Ziff. III. B), 4. erhoben.
Eine Vorauszahlung des Grundbeitrages gem. III, C.) 6. und
7. erfolgt auf der Grundlage des letzten erstellten Jahresabschlusses. Hat der Kammerzugehörige die Anfrage der Kammer nach den Größenmerkmalen nicht beantwortet, wird
eine Vorauszahlung des Grundbeitrages gem. Ziff. III. C.) 6.
und 7. erhoben, wenn mindestens ein Größenmerkmal in einem der vorangegangenen drei Jahre erfüllt wird oder die
Gesamtbetrachtung des Kammerzugehörigen die Erfüllung
von mindestens einem Größenmerkmal vermuten lässt.
VII. Mindererträge
Bei Mindererträgen in den Beiträgen wird die Industrie- und
Handelskammer Dresden ermächtigt, zur Deckung der geplanten Aufwendungen auf die Liquiditätsrücklage und andere Rücklagen zurückzugreifen.
Die vorstehende Wirtschaftssatzung wird hiermit ausgefertigt und in der Kammerzeitschrift veröffentlicht.
Dresden, am 3. Dezember 2014
Geplante Erträge und Aufwendungen
im Wirtschaftsjahr 2015
Mit der Beschlussfassung zur Wirtschaftssatzung hat sich die
IHK-Vollversammlung für eine Beibehaltung des in den vergangenen Jahren erreichten niedrigen Beitragsniveaus ausgesprochen. Somit gilt auch für das Jahr 2015 ein Hebesatz für den Umlagebeitrag von 0,09 Prozent. Mit dieser Entscheidung und dem
damit verbundenen geplanten Jahresfehlbetrag in 2015 setzt die
IHK Dresden den Weg des weiteren Rücklagenabbaus mit Augenmaß auch im neuen Jahr fort.
Plan 2015
Euro
9.138.000
2.689.000
524.000
1.400
1.660.600
Erträge aus IHK-Beiträgen
Erträge aus Gebühren
Erträge aus Entgelten
Bestandsveränderungen
Sonstige Betriebliche Erträge
Betriebserträge (Summe)
14.013.000
Materialaufwand
a) für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe
b) für bezogene Leistungen
Personalaufwand
a) Gehälter
b) soziale Abgaben/Aufwendungen
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2.211.000
521.000
1.690.000
8.129.000
6.585.500
1.543.500
755.000
4.839.000
Betriebsaufwand (Summe)
15.934.000
Betriebsergebnis
-1.921.000
Finanzerträge
Finanzaufwendungen
Finanzergebnis
175.000
0
175.000
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-1.746.000
Sonstige Steuern
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Ergebnisvortrag aus Vorjahren
Entnahme aus Rücklagen
-24.000
-1.770.000
525.996
1.244.004
Bilanzgewinn/-verlust
0
Der mit dem niedrigen Beitragssatz geplante Jahresfehlbetrag
wird durch den Ergebnisvortrag aus Vorjahren und die Entnahme aus Rücklagen ausgeglichen. Interessierte Mitgliedsunternehmen können den vollständigen Wirtschaftsplan im Monat März in der IHK Dresden einsehen.
(D.H.)
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Präsident
Dr. Detlef Hamann
Hauptgeschäftsführer
Dr. Petra Ruben
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
63
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Trotz aller Sorgfalt kann es bei den Anzeigen hier im Börsenteil vorkommen, dass auch sogenannte »schwarze Schafe« mit Angeboten/Gesuchen
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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im Raum Dresden sucht kompetente Beteiligung mit Option zur späteren Übernahme.
Betriebsgelände mit ca. 5.000
qm. Angeschlossene Weiterverarbeitung (Einwegpaletten, Zaunmaterial u.ä.) und
Holzhandel. Guter KundenChiffre-Nr.: U 159/14
stamm.
Gutgehende Gaststätte direkt an der B6 günstig zu verkaufen. Die Gaststätte mit
Haus ist 2011/2012 vollständig
saniert worden und hat eine
hervorragende Lage in Dresden direkt an der B 6 mit großem Parkplatz, Ein-und Ausfahrt auf die B 6. Das Grundstück ist ca. 2.700 qm groß,
davon Haus mit Biergarten
und großer Garage ca. 700
qm, der Rest ist Parkplatz. Der
Biergarten hat 62 Plätze, die
Gaststätte 40. Die Sanierung
wurde wie folgt gemacht:
Dach mit Klempner neu, BioKläranlage mit Anschluss an
das öffentliche Abwasser und
großem Fettabscheider neu,
Heizungsanlage neu, Küche
neu, Gastraum neu und Toilettenanlage je 2 Plätze D/H neu,
alle 4 Pensionszimmer mit einer Nasszelle ausgestattet und
neu möbliert. Keller: Lebensmittellager und Bierkühlzelle,
weiterer Lagerraum. Erdgeschoss: Gastraum mit Tresen
ca. 81 qm, Küche 23 qm, Toilettenanlage und Hausflur.
1.OG: 4 Pensionszimmer mit
je 16 qm, Büro 11 qm und Flur
(welcher als Gem.-Raum genutzt wird) 12 qm. DG: Perso-
nal WE mit eigener Nasszelle,
30 qm Nutzfläche und LagerChiffre-Nr.: U 163/14
fläche.
Hauswirtschafts- und Kinderbetreuung sucht zuverlässigen Nachfolger. Ich suche
für ein seit 10 Jahren bestehendes Unternehmen für
Hauswirtschafts- und Kinderbetreuung einen zuverlässigen Nachfolger. Ich habe viele
Stammkunden (vor allem Privathaushalte). Der Nachfolger
benötigt keine spezielle Ausbildung, sollte aber Erfahrung
im Umgang mit Menschen haben und dabei zuverlässig,
vertrauenswürdig sowie korrekt und tolerant sein. Durch
die Übergabe möchte ich andere private Ziele erreichen.
Ich strebe eine stufenweise
Übergabe an. Chiffre-Nr.: U 164/14
Nachfolger für Restaurant
mit Wohnraum gesucht. Das
traditionsreiche Restaurant in
einer reizvollen Berg- und
Waldlage ist ein beliebtes
Ausflugsziel – bspw. für Wanderer – und hat einen hervorragenden Ruf und großen
Stammkundenkreis. Reservierungsbuch für das laufende
und kommende Jahr gut gefüllt. 3 Gasträume mit ca. 110
Plätzen, Waldbiergarten mit
mind. 50 Plätzen, gepflegtes
Restaurantgebäude mit 204
qm Gewerbe-/Wohnfläche,
gepflegtes Grundstück mit
1.242 qm inkl. Grünanlage.
Das Restaurant ist komplett
eingerichtet und sofort weiter
nutzbar, fließender Geschäftsübergang gewünscht. Zudem:
Einfamilienhaus mit 79 qm
Wohnfläche. Standort: Sachsen, Oberlausitz, Umgebung
von Bautzen. Chiffre-Nr.: U 165/14
Biete Beteiligung an. Wir
suchen private Investoren
mit Industrie- oder HandelBackround, seriös und mit
langfristiger Strategie. Gegebenenfalls ist auch eine
schrittweise Betriebsübertragung bei einer anfänglichen
Tätigkeit im Bereich der Geschäftsführung denkbar, weitere Alternativen sind je nach
Vorschlag verhandelbar. Unser junges Unternehmen erzielt gegenwärtig 1.500.000
Euro Umsatz und kann besonders im Bereich des B2BGeschäfts auf zweistellige
Wachstumsraten verweisen.
Insbesondere für die nächsten
Expansionsschritte sind wir
an einer Zusammenarbeit mit
privaten Investoren interesChiffre-Nr.: U 167/14
siert.
Maklerunternehmen sucht
Nachfolger. Seit 20 Jahren bestehendes, gut eingeführtes
Maklerunternehmen (Verkauf
und Vermietung von Immobilien) mit besten Kontakten
sucht Übernehmer. Hochmotiviertes, qualifiziertes Personal. 3 feste und 5 freie Mitarbeiter. Unternehmensbewertung durch Wirtschaftsprüfer
liegt vor. Vertraulichkeitsvereinbarung erforderlich.
Chiffre-Nr.: U 168/14
Online-Versand sucht Nachfolger. Mein-Balkonkasten.de
ist ein Online-Versand für fertig bepflanzte Balkonkästen
und Pflanzschalen mit Stil.
Das Unternehmen möchte
deutschlandweit vor allem
Pflanzenfreunde ansprechen,
die keinen grünen Daumen
haben oder denen die Zeit
zum Gärtnern fehlt. Das saisonal variierende Angebot
im Online-Shop www.meinbalkonkasten.de bietet eine
große Auswahl blühender
Pflanzen, Kräuter sowie dazugehörigem Zubehör. Die konfigurierbaren Artikel bieten
eine Eigenschaftenauswahl
(z.B. Kastengröße, Farbe, Innen-/Außeneinsatz) und sind
börse | in eigener sache
für den Kunden individuell
zusammenstellbar. Das Ziel
der Übergabe ist eine Weiterführung der Unternehmensidee des seit 2012 in Dresden
gegründeten Unternehmens
durch den/die Nachfolger.
Aus beruflichen Gründen können die 4 Gründer die Erweiterung des Produktportfolios
sowie den Ausbau des Kundenstamms nicht mehr bewerkstelligen und suchen daher einen Nachfolger.
Chiffre-Nr.: U 169/14
Eiscafe zu verkaufen. Verkauf eines Eiscafe‘s in Radebeul, voll eingerichtet auf
zwei Ebenen mit 50 Innenplätzen und zwei Terrassen mit 50
Außenplätzen. Chiffre-Nr.: U 1/15
Bekleidungsfachgeschäft
sucht Nachfolger. Das eingeführte Bekleidungsfachgeschäft DOB/HAKA in zentraler
Lage sucht Nachfolger. Das
Mietobjekt umfasst 160 qm.
Erwünscht ist auch eine Übernahme der Ladeneinrichtung.
Chiffre-Nr.: U 2/15
Holzhandlung im Raum
Bautzen zu verkaufen. Holzhandlung im Raum Bautzen
mit Grundstückserwerb oder
Grundstückspacht zu verkaufen. Sehr gute Verkehrsanbindung. Große Freilagerfläche,
ca. 1.700 qm überdachte Lagerfläche, ca. 500 qm Verkaufshalle. Kundenstruktur
Einzelhandel und gewerblicher Handel = 40:60.
Chiffre-Nr.: U 3/15
Nachfolger für Modegeschäft gesucht. Gut eingeführtes Modegeschäft (Damenmode, Fest- und Brautmode,
Änderungsservice) in guter
Lage in ostsächsischer Kleinstadt altershalber an einen
Nachfolger zu verpachten/zu
verkaufen. Eigene Geschäfts-
immobilie mit 2 Wohneinheiten kann optional erworben
Chiffre-Nr.: U 4/15
werden.
Gesuche
Unternehmen in der Oberlausitz gesucht. Gestandene
Diplom-Kauffrau mit langjähriger Erfahrung in Kundenbetreuung und Rechnungswesen/Controlling sucht Unternehmen zum Kauf oder zur tätigen Beteiligung, gerne im
Rahmen einer Altersnachfolgeregelung, bevorzugt in der
Oberlausitz. Keine Gastronomie, Einzelhandel, VersicheChiffre-Nr. U 148/14
rung.
Suche Unternehmen der
Holzindustrie in Dresden oder
Umfeld. Ingenieur der Holztechnik (FH) sucht geeignetes
Unternehmen der Holzbranche zur Nachfolge. Langjährige internationale Tätigkeit
im internationalen Umfeld
und einschlägige Kenntnisse
im produktiven Unternehmensmanagement, Betriebsorganisation und Personalführung. Gewünscht ist eine
perspektivisch ausgerichtete
Unternehmensnachfolge und
Einarbeitungszeit in einem soliden und gut aufgestellten
Unternehmen. Chiffre-Nr. U 152/14
Pension oder kleines Hotel
gesucht. Suche etablierte Pension/kleines Hotel in Dresden
oder näherer Umgebung. Eine
aktive Unternehmensnachfolge mit gleitendem Übergang ist bevorzugt. Mehrheitsbeteiligung bzw. vollständige
Übernahme sind je nach Unternehmensstruktur ebenfalls
möglich. Wesentliche Aspekte
sind ein qualifizierter Mitarbeiterstamm, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens
und die Zukunftsperspektive.
Die IHK Dresden gibt bekannt:
Änderung der Prüfungsordnung
»Finanzanlagenfachmann/-frau«
Die Vollversammlung der IHK Dresden hat auf ihrer Sitzung
am 3. Dezember 2014 beschlossen, die Prüfungsordnung
für die Sachkundeprüfung »Geprüfter Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK)« vom 10. Oktober 2012, gemäß §§ 1 und 4
des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern in der im Bundesgesetzblatt
Teil III, Gliederungsnummer 701-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Art. 17 des Gesetzes
vom 25. Juli 2013 (BGBl. I, S. 2749), und den § 34h Abs. 1
Satz 4, § 34f Abs. 2 Nr. 4 sowie § 34g Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 der
Gewerbeordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom
22. Februar 1999 (BGBl. I S. 202), zuletzt geändert durch
Art. 11 des Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I, S. 1348),
in Verbindung mit § 2 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) vom 2. Mai 2012 (BGBl. I S.1006), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. Juli
2014 (BGBl. I S. 1205), wie folgt zu ändern:
1.) Änderungen der Prüfungsordnung
a. In § 1 werden nach den Worten »§ 34f Abs. 2 Nr. 4 GewO«
die Worte »auch in Verbindung mit § 34h Abs.1 S.4 GewO«
eingefügt.
b. § 4 Abs. 2 Bst. a.) erhält folgende Fassung: »ob die Prüfung auf einzelne Kategorien von Finanzanlagen nach
§ 34f Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 (offene Investmentvermögen),
Nr. 2 (geschlossene Investmentvermögen) oder Nr. 3
(Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Abs.2 des Vermögensanlagengesetzes) der Gewerbeordnung beschränkt
werden soll;«
c. In § 4 Abs. 2 Bst. b.) Satz 2 werden die Worte »oder
durch Vorlage des (beschränkten) Sachkundenachweises
nach § 34f GewO« durch die Worte »oder durch Vorlage
einer auf einzelne Kategorien von Finanzanlagen beschränkten Erlaubnis nach § 34f GewO oder § 34h
GewO« ersetzt.
d. In § 9 Abs. 4 Bst. b.) wird vor dem Wort »Investmentvermögen« das Wort »offene« eingefügt.
e. In § 9 Abs. 4 Bst. c.) wird das Wort »Fonds« durch das
Wort »Investmentvermögen« ersetzt.
f. In § 9 Abs. 4 d.) wird das Wort »sonstige« gestrichen.
2.) In-Kraft-Treten
Die Änderungen treten am 1. August 2014 in Kraft.
Dresden, den 3. Dezember 2014
Dr. Günter Bruntsch
Präsident
Dr. Detlef Hamann
Hauptgeschäftsführer
Chiffre-Nr. U 155/14
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
65
börse
bundesweit, die ihr Angebotsspektrum damit erweitern
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möchten.
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Verzeichnis der bestellten und vereidigten Sachverständigen – www.svv.ihk.de
Recyclingbörse – www.ihk-recyclingboerse.de
Sachse komm zurück - Fachkräfte für Sachsen – www.sachsekommzurueck.de
Bundesweite Börse für Unternehmensnachfolge – www.nexxt-change.org
Lehrstellenbörse – www.dresden.ihk.de/azubi
Kooperationsbörse
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Angelika Müller
mueller.angelika
@dresden.ihk.de
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ihk-kooperationsboerse.de
Heizungsbauer gesucht. Wir
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
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Festbrennstoffheizungen zu
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Investmentpools oder -gesellschaften haben. Wir können
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Kundenbeziehungen und Investmentbeständen sichert
sowie eine geordnete, kundenfreundliche und verantwortungsvolle Weiterbetreuung
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Tschechischen Republik. Umfangreiche Erfahrungen (Standortsuche, Verfahrensschritte,
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(deutsch sprechenden) Rechtsanwälten/Steuerberatern, Umweltinstituten und Gutachtern
sind vorhanden.
Chiffre-Nr.: 144-2791
Chiffre-Nr.: 144-2740
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Lernmittel entwickelt, die inzwischen in Schulen erfolgreich eingesetzt werden. Wir
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Chiffre-Nr.: K 1/2015
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Kooperation mit Kollegen, die
z.B. das Feld der psychischen
Gefährdungsbeurteilung abdecken oder sich auf einen
anderen Schwerpunkt in der
Gesundheitsförderung spezialisiert haben. Ich könnte mir
folgende Berufsgruppen/Institutionen vorstellen: Fitnesstrainer, Psychologen, Oecotrophologen/Ernährungsberater,
Personalabteilungen in UnterChiffre-Nr.: 144-2836
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Geschäftspartner für den bundesweiten Aufbau seines Verkaufsnetzes im Sonderpostengeschäft mit Lederwaren.
Auch geeignet zur Sortimentserweiterung, als zweites Standbein und für den Export.
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Jahren standard- und sicherheitsgerichtete Automatisierungs-Komponenten für Maschinen und Anlagen aller
Branchen entwickelt und
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Wachstum, basierend auf umsichtigen Planungen und Produkten mit patentgeschützten Leistungsmerkmalen. Bei
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den Produkten handelt es sich
um Positions-Schalter, sicherheitsgerichtete Schalter, Zuhaltungen und Sensoren,
Sicherheits-Relais und Steuerungen. Neben langfristigen
Verträgen bieten wir einen
umfangreichen Support, Unterstützung und Demo-Equipment sowie interessante Ver-
provisionierungssätze. Weiterhin sind auch Geschäfte in
der Distribution mit selbstständiger Kalkulation möglich. Sie sollten sich in der Industrieautomation bewegen
und Kenntnisse in der Elektrotechnik und dem Maschinenbau mitbringen.
Chiffre-Nr.: K 3/2015
Die IHK Dresden gibt bekannt:
Einigungsstelle 2015
Die Einigungsstellen zur Beilegung von bürgerlichen
Rechtsstreitigkeiten sind Einrichtungen der Landesregierungen bei den Industrie- und Handelskammern. Die
Einigungsstelle bei der IHK Dresden wurde aufgrund des
§ 15 UWG und durch Verordnung der Sächsischen Staatsregierung vom 30. April 1992 errichtet. Sie hat die Aufgabe,
in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten eine gütliche Einigung
anzustreben. Sie soll es ermöglichen, ohne Inanspruchnahme der Gerichte solche Streitigkeiten einfach und
kostensparend beizulegen.
Die Einigungsstelle zur Beilegung von Wettbewerbsstreitigkeiten bei der IHK Dresden gibt für das Kalenderjahr 2015
nachstehend abgedruckte Liste bekannt:
Vorsitzende:
RA Dr. Norbert Götzke,
Dr. Götzke, Rechtsanwälte, Dresden;
RA Thomas Zeeh,
Zeeh & Collegen, Rechtsanwälte, Dresden;
Nicolaus Eckardt, Dipl. jur., Dresden
Beisitzer:
Dr. Ursula Andrich, Verbraucherberaterin a.D., Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Dresden. Carmen Salzsieder, Persönlichkeitstrainerin, Dresden. Lutz Kuschel, Prokurist, SMT &
Hybrid GmbH, Dresden. Dietmar Lischke, Mechanikermeister, Dresden. RA Hubertus Nelleßen, Geschäftsführer Recht
und Soziales, Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Dresden. Klaus Reinhardt, Prokurist, PTV Planung
Transport Verkehr AG, NL Dresden. Lutz Knobloch, Assekuranzmakler, Dresden. Günter Schmiechen, Vorstandsmitglied a.D., Konsum Dresden e.G., Dresden. Michael
Ihr AnsprechVoigt, Industriemeister
partner
Gas- und WasserinstallaMartina Langhof
tion, Dresden. Werner
Engemann, HandlungsbeTel. 0351 2802-194
vollmächtigter des Lutz Enlanghof.martina
gemann, TV-Hifi-Video-SAT@dresden.ihk.de
PC-Meisterbetrieb, Löbau.
Die IHK Dresden gibt bekannt:
Änderung des Gebührentarifs
Die Vollversammlung der IHK Dresden hat auf ihrer Sitzung
am 3. Dezember 2014 beschlossen, den Gebührentarif der
Industrie- und Handelskammer Dresden vom 25. September
2001, zuletzt geändert durch Vollversammlungsbeschluss
vom 10. Oktober 2012, gemäß § 3 Abs. 6 des Gesetzes zur
vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 701-1, veröffentlichten bereinigten Fassung,
zuletzt geändert durch Art. 17 des Gesetzes vom 25. Juli
2013 (BGBl. I, S. 2749), und der §§ 11a und 34h Abs. 1 Satz 4
in Verbindung mit § 34f Abs. 2 Nr. 4 der Gewerbeordnung in
der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Februar 1999
(BGBl. I S. 202), zuletzt geändert durch Art. 11 des Gesetzes
vom 11. August 2014 (BGBl. I, S. 1348), wie folgt zu ändern:
1.) Änderungen in Ziffer 21 des Gebührentarifs
a. Ziffer 21 erhält die Überschrift »Finanzanlagenvermittler
und Honorar-Finanzanlagenberater nach GewO«
b. In Ziffer 21.1 werden nach dem Wort »Finanzanlagenvermittlerregister« die Worte »der Finanzanlagenvermittler
und Honorar-Finanzanlagenberater nach GewO« eingefügt.
c. In Ziffer 21.1.1 werden nach dem Wort »Erlaubnispflichtigen« die Worte »gem. §§ 11a, 34f Abs. 5 GewO, § 34 h
Abs. 1 GewO« eingefügt.
d. In Ziffer 21.1.2 werden nach dem Wort »Erlaubnispflichtigen« die Worte »gem. §§ 11a, 34f Abs. 5 GewO, § 34 h
Abs. 1 GewO« eingefügt.
e. In Ziffer 21.1.3 werden nach dem Wort »Erlaubnispflichtigen« die Worte »gem. §§ 11a, 34f Abs. 5 GewO, § 34 h
Abs. 1 GewO« eingefügt.
f. In Ziffer 21.1.4 werden nach dem Wort »Erlaubnispflichtigen« die Worte »gem. §§ 11a, 34f Abs. 5 GewO, § 34 h
Abs. 1 GewO« eingefügt.
2.) In-Kraft-Treten
Die Änderungen treten am 1. August 2014 rückwirkend mit
dem Gesetz zur Anpassung von Gesetzen auf dem Gebiet
des Finanzmarktes vom 15. Juli 2014 (BGBl. I S. 934) in Kraft.
Dresden, den 3. Dezember 2014
Dr. Günter Bruntsch
Präsident
Dr. Detlef Hamann
Hauptgeschäftsführer
Genehmigt am 6. Januar 2015 durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde.
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
67
börse | in eigener sache
Die IHK Dresden gibt bekannt:
Änderung der Satzung
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer
Dresden hat am 3. Dezember 2014 gemäß § 4 Satz 2 Nr. 1
des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern in der im Bundesgesetzblatt
Teil III, Gliederungsnummer 701-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Art. 17 des Gesetzes
vom 25. Juli 2013 (BGBl. I, S. 2749), beschlossen:
Die Satzung der Industrie- und Handelskammer Dresden
vom 14. September 2005, zuletzt geändert durch Vollversammlungsbeschluss vom 3. November 2011, wird wie folgt
geändert:
In § 5 Satz 2 wird folgender Buchstabe q angefügt:
Gewährung des Ersatzes barer Auslagen (Auslagenersatz)
für ehrenamtliche Tätigkeit. Der Auslagenersatz für den Präsidenten kann auch ganz oder teilweise als Pauschale,
durch Sachmittelgestellung oder durch Verbindung von
Sachmittelgestellung und Pauschale festgesetzt werden;
die Bestimmung der Höhe der Pauschale und des konkret
zu gestellenden Sachmittels kann auf das Präsidium übertragen werden.
Dresden, den 3. Dezember 2014
Dr. Günter Bruntsch
Präsident
Dr. Detlef Hamann
Hauptgeschäftsführer
Genehmigt am 7. Januar 2015 durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde.
Auslandsbörse
Ihr Ansprechpartner
Sandra Hübener
huebener.sandra
@dresden.ihk.de
68
ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Spanischer Hersteller von
Seilen und Fäden sucht Geschäftspartner in Deutschland.
Die Produkte werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt (u.a. Jute, Espartogras,
Raphia) und kommen in unterschiedlichen Industriezweigen zum Einsatz: z.B. Wurstund Fleischwarenproduktion,
maritime Industriebereiche,
Dekoration und Ausstattung
sowie Textilindustrie. Das Unternehmen ist bereits inter-
national erfahren und interessiert an der Ausweitung
der Geschäftstätigkeit nach
Deutschland. Ein erster Kontakt ist in Deutsch möglich.
(dt., span., engl., franz.)
Chiffre-Nr.: DD-A-14-86
Tschechischer Hersteller von
Installationselektronik sucht
Partner. Der tschechische Produzent von Installationselektronik und Lichtsteuerungssystemen ist auf der Suche
nach deutschen Partnern im
Bereich Elektroinstallation
und spezialisierte Großhändler. Bereits seit vielen Jahren
entwickelt und produziert das
Unternehmen in Kooperation
mit namhaften, international
bekannten Firmen wie ABB.
Das Unternehmen wurde 1990
gegründet, ist ISO 9001 zertifiziert und beschäftigt aktuell
knapp 100 Angestellte. (dt.,
tschech.)
Chiffre-Nr.: DD-A-14-87_AHK
Hersteller von Schlauchnetzen für Muschelzucht gesucht.
Ein französischer Netzehersteller ist auf der Suche nach Herstellern von Schlauchnetzen
für die Muschelzucht. Es handelt sich um Netze aus Polyethylen mit bestimmten Eigenschaften bzgl. der Maschenweite, Farbe und Gewicht sowie der Elastizität der Netze.
Beim Zustandekommen einer
Geschäftsbeziehung können
weitere Felder der Kooperation
in Frage kommen (Obst und
Gemüse, Meeresfrüchteverpackung etc.). Das Unternehmen ist bereits seit 1957 am
französischen Markt. (engl.,
franz.) Chiffre-Nr.: DD-A-14-88_EEN
Hersteller von KeramikUrnen für Haustiere gesucht.
Ein norwegischer Hersteller
und Vertreiber von KeramikUrnen für Haustiere möchte
seine Produktion auslagern
und ist auf der Suche nach geeigneten Partnern. Die Urnen
sind glasiert und werden in
zwei unterschiedlichen Größen hergestellt mit jeweils
zwei Varianten für die Gefäßdeckel. Sie werden vorrangig
für die Benutzung im Innenbereich hergestellt. Jährlich
werden ca. 1.000-1.200 Urnen
vertrieben, wobei die Produktion von 500 Stück ausgelagert
werden soll. Das norwegische
KMU ist seit 2007 auf dem
Markt. (engl., norweg.)
Chiffre-Nr.: DD-A-14-89_EEN
Für aufblasbare innovative
Präsentationswand werden
Vertriebspartner gesucht. Das
kleine norwegische Start-Up
hat eine patentierte, aufblasbare Präsentationswand entwickelt und sucht Vertriebspartner und Abnehmer aus
dem Bereich Präsentationstechnik, Druck und Werbung,
Display und Bürolösungen.
Die Präsentationswand ist
leicht und klein im Verhältnis
zu bisheriger Präsentationstechnik, leicht zu transportieren und aufzubauen. Das Unternehmen ist seit 2012 auf
dem Markt. (engl., norweg.,
schwed., dän.)
Chiffre-Nr.: DD-A-14-90_EEN
Kosovarischer Hersteller von
Stromwandlern sucht Partner.
Der Produzent von Stromwandlern sucht Partner für
den Markteinstieg mit seinen
Produkten in Deutschland.
Insbesondere ist er daran interessiert, Schalthäuser und
Stromwandler für den Primärund Sekundärenergiesektor
auf dem deutschen Markt vorzustellen. Alle notwendigen
rechtlichen Bedingungen und
Ressourcen für Produktion
sowie Export liegen vor. Das
Unternehmen ist bereits seit
20 Jahren am Markt und beschäftigt u.a. Deutsch spre-
börse
chendes Personal. Ein erster Kontakt erfolgt über die
Kosovarisch-Deutsche Wirtschaftsvereinigung in Prishtina. (dt., engl., serb.)
Chiffre-Nr.: DD-A-14-91
Freie Kapazitäten im Bereich
Konfektionsarbeiten. Ein tschechisches Unternehmen bietet
freie Kapazitäten im (technischen) Bereich von Konfektionsarbeiten, z.B. reinigen, entgraten, montieren, sortieren,
prüfen, verpacken, etikettieren. Die Logistik sowie die Beschaffung bestimmter Zukauf-
teile und üblicher Normteile
können durch das Unternehmen übernommen werden.
Möglich sind kleine wie auch
große Stückzahlen. Das Unternehmen ist bereits seit 1996 am
Markt und ISO 9001 sowie ISO
13 485 zertifiziert. Ein Kontakt
ist in deutscher Sprache möglich. (dt., tschech., engl., russ.)
Chiffre-Nr.: DD-A-15-1_AHK
Schweizer Großhändler aus
der Elektrobranche sucht Vertriebspartner für den deutschen Markt. Das Unternehmen bietet vielfältige Produkte
und Dienstleistungen für das
Verlegen, Isolieren, Schützen
und Kennzeichnen in diversen
Produktsegmenten an und lagert im eigenen Logistikcenter
mehr als 20.000 Artikel namhafter Hersteller. Gesucht werden Marktpartner in Deutschland, welche ebenfalls im
technischen Handel tätig sind
und das Produktportfolio in
die eigene Palette integrieren
können. (dt., engl., franz., ital.)
Chiffre-Nr.: DD-A-15-2_AHK
Irisches Architekturbüro
sucht Hersteller innovativer
Bau- und Fassadenprodukte
zur Einführung auf dem britischen Markt. Typische gefragte Produkte sind u.a.: Regenhäute, Fassadenbekleidungen, Vorhangfassaden (Feuerund Explosionsschutz, Sicherheit), Innenabtrennungen, Sonnendächer, Tür- und
Fenstersysteme. Das Unternehmen ist seit 2011 am Markt
und kann auf die Expertise
von 25 Jahren Branchen- und
Markterfahrung zugreifen. Die
Kommunikationssprache ist
Englisch. (engl.)
Chiffre-Nr.: DD-A-15-3_EEN
A NZE I G E
Die Reichweiten im Mittelstand (in Prozent)
43,4
IHK-Zeitschriften
20,6
Der Spiegel
17,0
Stern
16,1
Focus
9,6
Creditreform Magazin
8,1
Welt am Sonntag
Die Zeit
7,2
Manager Magazin
6,7
Impulse
5,0
Markt- und Mittelstand
Treffen Sie Ihre B2B-Zielgruppe:
Reichweitensieg
der IHK-Zeitschriften
2,4
Die Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand 2012
beweist: Mit den IHK-Zeitschriften erreichen Sie mit Abstand
die meisten mittelständischen Firmenlenker in Deutschland.
Das sind 1,47 Millionen Leser pro Ausgabe.
Weitere Informationen:
www.ihkzeitschriften.de www.entscheider-mittelstand.de
terminkalender
Veranstaltung
Ort
Termin
Telefon
Gründerabend / Existenzgründervortrag
Kamenz
Riesa
Bautzen
Dresden
Zittau
10. Februar / 10. März
12. Februar / 12. März
24. Februar
24. Februar / 17. März
5. März
03578 3741-00
03525 5140-56
03591 3513-04
0351 2802-123
03583 5022-30
Unternehmerinnenstammtisch
Meißen
10. Februar
03525 5140-56
Regionale Sprechtage
Radeberg
17. Februar / 17. März
03578 3741-12
IHK-Unternehmerstammtisch:
Recht im Unternehmensalltag
Zittau
18. Februar
03583 5022-31
Wirtschaftsverbände im Gespräch
Bautzen
23. Februar
03591 3513-03
Treffen Netzwerk Ernährungsgewerbe
Riesa
24. Februar
03591 3513-03
Folgerichtig-Treff:
Herausforderung Unternehmensnachfolge
Dresden
24. Februar
0351 2802-134
Gesellschafterdarlehen an die GmbH
Dresden
25. Februar
0351 2802-151
Interreg Polen-Sachsen – neue Förderperiode 2014 - 2020
Görlitz
26. Februar
03581 4212-22
4. Wirtschaftstag Landkreis Meißen
Radebeul
3. März
03525 5140-56
Berufemarkt
Kamenz
4. März
03578 3741-12
Patent- und Erfinderberatung
Bautzen
5. März
03591 3513-00
Intensivseminar für Unternehmensnachfolger
Dresden
6. – 7. März
0351 2802-134
Sächsische Außenwirtschaftswoche
Dresden / Leipzig /
Chemnitz
9. – 13. März
0351 2802-224
Treffpunkt Kammer
Dresden
12. März
0351 2802-201
Tourismustag – Marktforschung für die Oberlausitz
Cunewalde
12. März
03583 5022-33
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen stehen unter: www.dresden.ihk.de/veranstaltungen
A N Z EIG E
Nachfolger gesucht!
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht für das Dialogprojekt Kommunale
Nachhaltigkeit 100 junge kommunale Akteure, die nicht älter als 30 Jahre sind. Bewerben
können sich ehren- oder hauptamtliche Kommunalpolitiker/innnen, Mitarbeiter/innen aus
der kommunalen Wirtschaft oder Mitarbeiter/innen aus der Kommunalverwaltung, die
Themen der Nachhaltigkeit interessieren. Bewerbungen online unter:
http://kommunaldialog.nachhaltigkeitsrat.de
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Landessprache
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Riesaer
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Landessprache
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Stadt
an der
Elbe
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Pfeilgift
Familie
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Musikrichtung
europ.
Freihandelszone
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der Verpackung
landwirtschaftliches
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Diesmal werden zwei Gewinner ermittelt. Diese erhalten jeweils »Dreiklang-Abonnements« für
zwei Personen für die Sachsen-Arena in Riesa – und zwar für die Veranstaltungsreihe »Live vom
Balkon«, deren 100. Jubiläumskonzert jetzt am 15. Februar läuft. Viel Spaß bei den drei Veranstaltungen, die die Gewinner individuell auswählen können!
Da die Abo-Karten personalisiert ausgestellt werden, bitten wir diesmal zusätzlich um die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse auf den Zuschriften. Die Gewinner werden per Los aus allen Einsendungen mit dem richtigen Lösungswort ermittelt.
Schicken Sie das Lösungswort bis 28. Februar 2015 an die Redaktion (IHK Dresden, Redaktion
»ihk.wirtschaft«, Langer Weg 4, 01239 Dresden). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Auflösung des Rätsels aus Heft 12/2014
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ausblick
impressum
ihk.wirtschaft
Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer
Dresden
25. Jahrgang · Januar/Februar 2015
titelthema
Herausgeber:
Industrie- und Handelskammer Dresden
Langer Weg 4, 01239 Dresden,
Tel.: 0351 2802-0, Fax: 0351 2802-280
Internet: www.dresden.ihk.de
Pünktlich zum Beginn der sächsischen
Außenwirtschaftswoche greift auch die
Zeitschrift das Thema auf und setzt den
Schwerpunkt auf »gewusst wie«. Die
Themen reichen von A wie Auslandskontakte über E wie Erfahrungen bis zu Z wie
Zollrecht – Wissenswertes für Einsteiger
genauso wie für bereits im Export tätige
Unternehmer.
Redaktion:
Dr. Hannelore Kirsten (verantw. Redakteurin)
Tel.: 0351 2802-231, Fax: 0351 2802-7231
wirtschaft und region
Fotos: istock; Montage: friebelwv
Der Sprung auf
neue Märkte
Wachstum?
Abonnement:
über Verlag und Anzeigenverwaltung; Bezugspreis
von jährlich 16,– Euro einschl. Postgebühren und
Mehrwertsteuer.
Für Verlagsabonnenten verpflichtet der verbilligte
Bezugspreis zur Abnahme eines Jahresabonnements.
Kündigungsmöglichkeit
10 Wochen vor Halbjahres- oder Jahresende.
Einzelpreis 1,60 Euro zuzügl. Versandkosten.
Notfall-Vorsorge
Die ihk.wirtschaft ist das offizielle Organ der IHK
Dresden; kammerzugehörige Unternehmen erhalten
die Zeitschrift im Rahmen der grundsätzlichen
Beitragspflicht als Mitglieder der IHK.
Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge
und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt;
Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Herausgebers
statthaft.
kulturtipp
Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine
Gewähr übernommen. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichung erwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht.
Die Redaktion behält sich Änderungen redaktioneller
Art vor. Mit Namen oder Initialen gezeichnete Beiträge
geben nicht unbedingt die Meinung der Kammer
wieder.
Musikfestspiele
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ihk.wirtschaft dresden 1 – 2/2015
Verleger:
Im Sinne des Postzeitungsdienstes:
IHK Dresden
Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 20
vom Januar 2015.
Druckauflage: 29.880 Exemplare
(3. Quartal 2014)
Ein Unfall, eine plötzlich auftretende schwere Erkrankung – Wie gut sind Sie darauf
vorbereitet? Auch wenn keiner ein solches Szenario wünscht, gefeit davor ist niemand.
Vorsorge tut Not, wenn außer der Familie auch die eigene Firma einen Notfall-Fahrplan
braucht.
Beilagenhinweis:
Der Gesamtausgabe ist ein Supplement »B4B Mittelstand« beigelegt. Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung.
Ihr Ansprechpartner
Foto: Oliver Killig
Die 38. Dresdner Musikfestspiele laden
vom 13. Mai bis 7. Juni zu einer facettenreichen Reise zwischen Feuer und Eis, zu
einem Spiel mit den Temperamenten und
Temperaturen der Musik des Nordens und
des Südens ein. Einer der Höhepunkte
wird die Eröffnungsgala mit Simone
Kermes, der »Königin der Koloratur«, mit
dem Street Dancer Lil Buck und der Community-Dance-Bewegung, bei der Schüler
ihren Auftritt feiern (Foto). Mehr unter
www.musikfestspiele.com.
Druck:
Druckerei Vetters GmbH & Co. KG, Radeburg
Verlag und Anzeigenverwaltung:
Endriß & Schnitzer Werbe- und Verlags-GmbH,
August-Bebel-Straße 26, 01809 Heidenau,
Tel.: 03529 5699-207, Fax: 03529 5699-237
E-Mail: endriss-schnitzer@gmx.de
Internet: www.endriss-schnitzer.com
Anzeigenverwaltung: Manuela Leonhardt
Anzeigenleiter: Wolfrüdiger W. Endriß
Wohin zeigt der Pfeil? Die IHK Dresden veröffentlicht die Ergebnisse der Konjunkturumfrage, die zu Beginn des Jahres im Kammerbezirk durchgeführt wurde. Insgesamt
600 Unternehmen mit 32.000 Beschäftigten nahmen daran teil und gaben ihre Prognosen ab.
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Dr. Hannelore Kirsten
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