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- B. Braun Medical AG

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exciting news
Fachzeitschrift der B. Braun Medical AG für Ärztinnen und Ärzte
Scientific: Wissenswertes zu Polihexanid und seiner Verwendung
News:
News von der 7th Iron Academy in Zürich
Expertise: Stich- und Schnittverletzungen:
Ansteckungsgefahr und Notfallmassnahmen
Exciting: Medizinprodukt versus Arzneimittel und Ausblick Gesetzgebung 2015
Ausgabe 2014
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser
Nach 7 Jahren halten Sie heute exciting news im neuen, moderneren Layout in den Händen. Die bewährte 4-KategorienEinteilung, in der wir Sie über News, Scientific, Expertise und
Exciting informieren, ist unverändert.
Der B. Braun Konzern feierte dieses Jahr sein 175-jähriges
Jubiläum und ist noch immer ein Familienunternehmen, mehr
dazu auf den Seiten 18 – 19. Mit der weltweiten Entwicklung ist auch der Standort Schweiz stark gewachsen, der vor
40 Jahren in Escholzmatt gegründet wurde. Heute stehen in
der Schweiz 3 Produktions-Standorte: in Escholzmatt (LU),
­Sempach (LU) und Crissier (VD).
Bekenntnis zum Standort Schweiz
Für Sempach ist die Erweiterung des Fertigungsgebäudes zur
Umsetzung freigegeben und die Bauarbeiten haben begonnen. Auf insgesamt 6500 Quadratmetern sollen mehr Kapazität, mehr Flexibilität und mehr Chancen für das Center of Excellence (CoE) Infection Control in Sempach entstehen – das
weltweite Kompetenz-Zentrum für Forschung, Entwicklung
und Herstellung für Pflege-, Reinigungs- und Desinfektionsprodukte für Haut, Hände und Wunde sowie für Instrumente
und Flächen.
Die hohe Produktqualität und die innovativen Entwicklungen
haben in den letzten 13 Jahren zu einem enormen Wachstum
des CoE Infection Control geführt. Die Erweiterung des Vertriebs von 10 auf 50 Länder und eine Steigerung von 5 Mio.
auf 18 Mio. produzierten Gebinden pro Jahr zeigen den
­beachtlichen Wachstumstrend. Die Kapazitätsgrenze der be-
2
stehenden Ressourcen ist 2016 erreicht, was ein Blick in das
bestehende Produktionsgebäude bestätigt. Aufgrund dieser
Situation wurde das Projekt N.I.C.E. (New Infection Control
Expansion) ins Leben gerufen. Durch den Erweiterungsbau
wird die Produktion flexibler gestaltet, neue Technologien implementiert und Kapazitäten erhöht. Die erhöhte Flexibilität
wird es erlauben, auf die rasanten Veränderungen im Markt
zu reagieren und Kundenbedürfnisse effizienter umzusetzen.
Gleichzeitig bedeutet dies ein klares Bekenntnis der Familie
Braun, des Vorstands und des Verwaltungsrats zum Produktions-Standort Schweiz.
Gerne berichten wir Ihnen in den nächsten Ausgaben über
die Entwicklung der Standorte Sempach und Escholzmatt und
hoffen, wir können Sie genauso begeistern wie es die 890
Mitarbeitenden der B. Braun Schweiz sind.
Nun wünschen wir Ihnen viel Spass bei der Lektüre und ­freuen
uns über Ihre Rückmeldung.
Ihr B. Braun Team
Regula C. Müller
Division Manager Hospital & Out Patient Market
Inhaltsverzeichnis
Rubriken
News
Wissensvorsprung
Mit Kompetenz die Zukunft erobern 4
Voller Einsatz für unsere Kunden!
5
Scientific
News von der 7th Iron Academy in Zürich Wissenswertes zu Polihexanid
und seiner Verwendung Impressum:
exciting news – Fachzeitschrift für
Ärztinnen und Ärzte
Herausgeber:
B. Braun Medical AG
Seesatz 17
6204 Sempach
Redaktion:
Giovanna Gasperetti, Lea Fleischlin
Division Hospital & Out Patient Market
Telefon: 0848 83 00 33
exciting_news.ch@bbraun.com
Layout, Satz:
Corporate Communications
B. Braun Medical AG, Sempach
Druck:
Druckerei Ebikon, Ebikon
Auflage: 4000, de / fr
6–7
8 – 10
Expertise
Wie lange ist ein Desinfektions- und
Reinigungsmittel nach Öffnung eigentlich haltbar?
11
Wundversorgung in der Praxis:
eine besondere Herausforderung
12 – 13
Stich- und Schnittverletzungen:
Ansteckungsgefahr und Notfallmassnahmen
14 – 17
Von der Apotheke zum Weltkonzern
18 – 19
Eine Frau für alle (Wund)-Fälle
20 – 21
Die Blutentnahme
Praktische Tipps, Tricks und wie Sie typische
Fallen vermeiden
22 – 25
Die Systemlösung für Ihren Erfolg
26 – 27
Exciting
Medizinprodukt versus Arzneimittel
und Ausblick Gesetzgebung 2015
28 – 29
30 – 31
Produkt-Informationen
Die in dieser Broschüre verwendeten männlichen
Bezeichnungen dienen ausschliesslich der besseren
Lesbarkeit und gelten für beide Geschlechter.
3
Wissensvorsprung
Mit Kompetenz die Zukunft erobern
Die Aesculap Akademie steht für das Trainings-Konzept des Qualität steht an erster Stelle
B. Braun-Konzerns und reflektiert die Antwort auf den wach- Das Selbstverständnis der Aesculap Akademie setzt die uneinsenden Fortbildungsbedarf in der Medizinbranche.
geschränkte Qualität der Veranstaltungen voraus. Um diese zu
sichern, arbeitet die Aesculap Akademie eng mit FachverbänDie Aesculap Akademie ist in über 30 Ländern für Fort-und Wei- den, nationalen und internationalen Gesellschaften, Kliniken
terbildungen vertreten. In der Schweiz hat sich die Aesculap und akademischen Institutionen zusammen. Die wissenschaftAkademie als bedeutendes Forum für medizinisches Training liche Leitung der Aesculap Akademie Kurse wird von kompeund Weiterbildung etabliert. Die akkreditierten Kurse umfas- tenten und erfahrenen Fachspezialisten geführt, damit sich die
sen praktische Workshops, Managementseminare und interna- Seminar-Teilnehmer in guten Händen wissen.
tionale Symposien. Dafür wurde die Aesculap Akademie mit
dem Frost & Sullivan Award als «Global Medical Professional Finden Sie die passende Weiterbildung für Ihre Bedürfnisse:
Education Institute» mehrfach ausgezeichnet.
www.aesculap-akademie.ch
Programm
Auszug der nächsten Aesculap-Trainings:
Ort
Kurssprache
Bezeichnung
Zielperson
Fortbildungspunkte
19.02.2015
Sempach
Deutsch
Sicherheit gewinnen
bei Wunden in der
Praxis
Mediziner
3.5 Credits
t
der Praxistätigkei
Wundverschluss in
Hands-on Training
2015
Programm
Rorschach
Deutsch
Wundverschluss in
der Praxistätigkeit
Mediziner
3.5 Credits
07.05.2015
Olten
Deutsch
Wundverschluss in
der Praxistätigkeit
Mediziner
3.5 Credits
11.06.2015
Yverdonles-Bains
Französisch
Wundverschluss in
der Praxistätigkeit
Mediziner
3.5 Credits
25.06.2015
Zürich
Deutsch
Wundverschluss in
der Praxistätigkeit
Mediziner
3.5 Credits
05.11.2015
Zürich
Deutsch
Sicherheit gewinnen
bei Wunden in der
Praxis
Mediziner
3.5 Credits
Sicherheit gewinnen bei
Wunden
in der Praxis
2015
AK1622_09.2014
26.03.2015
AK2126_10.2014
4
Datum
News
Voller Einsatz für unsere Kunden!
Das B. Braun Team beim «Guetzle»
Um unseren Kunden leckere, selbst­
gemachte Guetzli zu schenken, verwandelten wir uns einen Nachmittag in
­Bäckermeisterinnen und Bäckermeister.
Dazu fuhren wir
zur bekannten
Bäckerei Zumbach nach Unterägeri,
dem
wahren Guetzlikönig.
mit und so dauerte es nicht allzu lange,
bis alle Bleche gefüllt waren. Und das, obwohl jeder zwischendurch auch ein Guetzli probieren musste.
schlussendlich auch dieser letzte Schritt,
so dass wir sage und schreibe 500 Geschenksäckli für unsere Kunden bereit
hatten!
Wir wünschen unseren Kunden auch dieNach dem Ausstechen kamen ses Jahr eine genussvolle Adventszeit!
alle Guetzli einige Minuten in
Sarah Köpfli, Sales & Marketing Assistant,
einen grossen Backofen. In der
B. Braun Medical AG
Zwischenzeit hatten wir die
Gelegenheit, die Bäckerei mit
der traditionellen Teigmaschine zu bestaunen. BäckermeisKaum angekomter Zumbach erklärte, wie er
men, ging es
seine hausgemachten Brote
schon um die Hyund Pralinen mit viel Sorgfalt
gienevorschrifund dem aus Generationen
ten, mit denen
überlieferten Fachwissen herwir ja gut vertraut sind. Dazu gehörten stellt und sich so von der grossen Konkurgründliches Händewaschen, Mütze auf- renz abhebt.
setzen und Schürze anziehen.
Nachdem die Guetzli erkaltet waren, ging
In der Backstube erklärte uns der Bäcker- es ans Einpacken und Verzieren der
meister, worauf wir Acht geben müssen ­Süssigkeiten.
und zeigte uns die verschiedenen Teige: Einige B. Braun-Mitarbeitende stellten
Mailänderli, Zimtsterne und Brunsli. sich geschickter an, andere hatten weniAlle halfen beim Ausstechen tatkräftig ger Geduld. Dank Teamarbeit gelang uns
5
News von der
7th Iron Academy
in Zürich
Noch immer wird der Eisenmangel
viel zu häufig unterdiagnostiziert
Zürich-Oerlikon – Ein oft übersehener
Risikofaktor ist der Eisenmangel, der noch
immer zu selten diagnostiziert und adäquat behandelt wird. An der 7th Iron
­Academy* wurde erneut deutlich, dass
auch in der Geriatrie und bei prämenopausalen Frauen das Eisendefizit mit und
ohne Anämie ein Thema ist. Die Iron
­Academy ist ein jährlich stattfindendes
Symposium, an dem die verschiedensten
Aspekte des Eisenmangels interdisziplinär
und praxisorientiert diskutiert werden.
licher Behandlung. Professor Dr. Donat
Spahn, Zürich, unterstrich die Bedeutung
der Grundversorger beim präoperativen
Patient Blood Management (PBM). Eine
Studie mit 227’425 Patienten hat gezeigt,
Die Expertenvorträge haben gezeigt, dass
speziell in der Geriatrie noch zu viele Unterlassungssünden im Zusammenhang
mit der Anämiekorrektur beobachtet werden. Als ebenfalls gravierend und folgenschwer hat sich die nicht erkannte präoperative Anämie erwiesen. Das wird bei
Patienten deutlich, die sich elektiven
Routineeingriffen, beispielsweise in der
Orthopädie, unterziehen und aufgrund
der Eisenmangel-Anämie eine erheblich
höhere Morbidität und Mortalität auf- dass präoperativ bei 30.4 % eine Anämie
weisen als Kontrollen mit Korrektur des besteht, die selbst bei milden Formen mit
Eisenmangels.
einer erhöhten Morbidität und Mortalität einhergeht. Bluttransfusionen stellen
Nachfolgend die interessantesten Infor- keine Alternative zum PBM dar, da diese
mationen im Fokus:
ihrerseits ebenfalls die Morbidität und
Mortalität erhöhen1. Besteht eine nicht
Präoperativer Eisenmangel
korrigierte Anämie (Hb < 120 g / L bei
Die meisten Patienten mit bevorstehen- Frauen bzw. < 130 g / L bei Männern), sind
dem elektivem Eingriff sind in hausärzt- elektive Eingriffe kontraindiziert, so Prof.
6
Spahn. Die Hausärzte sollten im Rahmen
des PBM dafür sorgen, dass Patienten mit
geplantem elektivem Eingriff rechtzeitig
abgeklärt und behandelt werden.
Anämie in der Geriatrie
Bei älteren Patienten besteht häufig eine
Anämie, die bei etwa der Hälfte einfach
zu behandeln ist - und behandelt werden
sollte, da sie schwerwiegende negative
Konsequenzen nach sich zieht, erläuterte Professor Dr. med. André Tichelli, Basel. Anämische Senioren weisen eine reduzierte Mobilität, mehr Stürze,
verminderte kognitive Leistungen, mehr
Scientific
8th Iron Academy
depressive Symptome und eine schlechtere Lebensqualität auf als junge Anämiepatienten. Auch kommt es zu einem
Anstieg der Mortalität, erklärte Prof.
­Tichelli. Durch die gezielte Korrektur der
Anämie kann es gelingen, dass Ältere länger selbständig und mobil bleiben – ein
lohnendes Ziel, so Prof. Tichelli.
Eisen­mangel. Dieser wird in erster ­Linie
durch die Menstruationsblutung, eine vegetarische / vegane Ernährung, eine verminderte Eisenresorption und intestinale
­Mikroblutungen begünstigt. Eine Eisen­
substitution wird ab einem Ferritin
< 40 µg / L auch ohne Anämie empfohlen.
Eine Verbesserung macht sich ab einem
Ferritin von 50 – 60 µg / L bemerkbar,
Prämenopausale Frauen im Fokus
­sagte Prof. Keller Lang. Wenn ein rascher
Für ein Anämie-Screening während der Effekt angestrebt wird, kann Eisen i.v. geSchwangerschaft und eine adäquate geben werden (unter Beachtung des
Supplementierung mit Eisen plädierte Antidoping-Gesetzes).
Professor Dr. Irene Hösli, Basel. Von einer
postpartalen Anämie ist bei einem * Sponsoren: B. Braun Medical AG,
Hb < 100 g / L (48-h-Wert) auszugehen,
labormedizinisches Zentrum Dr. Risch,
erklärte die Gynäkologin. Da die Rate
Sysmex Suisse, Vifor AG
postpartaler Blutungen angestiegen ist
und der Blutverlust rasch ausgeglichen 1 Musallam, KM et al., Preoperative
werden muss, ist die postpartale i.v.-Ei- anaemia and postoperative outcomes
sengabe ratsam, um schwerwiegende in non-cardiac surgery: a retrospective
Komplikationen zu vermeiden.
cohort study. Lancet 2011; 378:
1396-1407
Über ihre Erfahrungen mit sportlichen
jungen Frauen mit
Leistungsknick berichtete Professor
Dr. med. Dagmar
Keller Lang, Zürich.
Eine häufige Ur­
sache für die Müdigkeit bei Sport­
lerinnen ist der
Die Iron Academy findet bereits zum
8. Mal statt und hat sich als professionelle Plattform für Spezialisten
wie Allgemeinpraktiker schweizweit
etabliert.
Nebst Referaten und Beiträgen
ausgewiesener Fachpersonen
erwarten Sie interessante Workshops
rund um das Thema Eisenmangel.
Anerkannte Experten werden diese
Fortbildungsveranstaltungen als
Chairmen begleiten. Halten Sie also
bereits heute folgende Daten fest:
Lausanne, Congrès Beaulieu
Donnerstag, 23. April 2015
ganztags
Sprache: französisch
Zürich-Oerlikon, Swissôtel
Donnerstag, 30. April 2015
ganztags
Sprache: deutsch
Lugano, Hotel Parco Paradiso
Donnerstag, 28. Mai 2015
halbtags
Sprache: italienisch
B. Braun Medical AG ist offizieller
Sponsor der Iron Academy und der
Workshops.
Mehr Informationen auf
www.ironacademy.ch
7
Wissenswertes zu Polihexanid
In der Vergangenheit wurde schon über
polihexanidhaltige Produkte wie Pront­
Oral®, Prontoderm®, Prontosan® oder Lavasept® berichtet. Der vorliegende Artikel
soll sich mit Polihexanid selbst befassen,
die Eigenschaften erklären und das Verständnis dafür erhöhen, warum gerade
diese Substanz von Meinungsbildnern und
in der Fachliteratur als Mittel der Wahl
für die Anwendung auf Haut, Schleimhaut, jedoch vor allem auf Wunden zitiert
wird.
Als Vertreter der Biguanide gehört Poli- im Folgenden auf dieses Thema näher
hexanid zur gleichen Klasse wie das tra- eingegangen werden. Als in vitro-Modelditionelle Chlorhexidin, weist jedoch eine le werden häufig die therapeutische BreiReihe von Vorteilen auf. Zum einen ist die te, der Biokompatibilitätsindex und die
Zytotoxizität von
Polihexanid erWirkstoff
therapeutische
Biokompatibilitätsheblich niedriger,
Breite [5]
index [6*]
was zu einer besS. aureus P. aerugi- S. aureus E. coli
seren Verträgnosa
lichkeit in der
Polihexanid 25‘000
500
1.3 – 1.4 1.5
­klinischen Praxis
führt. Und anders
Povidon Iod 500
4‘000
0.7 – 1.0 0.7 – 1.0
als bei ChlorhexiOctenidin
3.2
3.2
2.0 – 2.1 1.6 – 1.7
Polihexanid ist genau genommen gar kei- din werden für
Chlorhexidin 0.9
0.9
0.7 – 1.0 0.8
ne individuelle Substanz, sondern ein Ge- die Dauer der
Tabelle 1
*Die Werte für den Biokompatibilitätsindex entstammen
misch aus mehreren Oligomeren mit einer Haltbarkeit keine
verschiedenen Fachvorträgen von A. Kramer (Greifswald)
mittleren molekularen Masse von ca. toxischen Ab3’000 g / mol. Die Grösse der Oligomere bauprodukte wie
zusammen mit dem ausgeprägten katio- p-Chloranilin gebildet.
nischen Charakter sind dann auch die UrZytotoxizität gem. EN 10993-5 diskutiert.
sache dafür, dass Polihexanid vom Körper Das antimikrobielle Prinzip basiert auf der Das von Paul Ehrlich etablierte Modell der
nicht resorbiert wird.
Reaktion des Poly­
kations mit sauren therapeutischen Breite 3, 4 setzt die orale
Phospholipiden der Zellmem- Toxizität zur minimal wirksamen Dosis
bran. Bei der antimikrobiellen (bei antimikrobiellen Wirkstoffen ist das
Aktivität zählt Polihexanid si- die Mindestkonzentration antimikrobielNH
NH
cher nicht zu den schnellsten. ler Aktivität) ins Verhältnis, woraus ein
X
X
Aber dafür wird die umfas- Nutzen-Risikoverhältnis resultiert. Je höN
N
N
sende Wirksamkeit gegenüber her der Wert, um so besser geeignet der
H
H
H
Bakterien und Pilzen mit ei- Wirkstoff 5. Der von Kramer und Müller
n
ner ausserordentlichen Ver- eingeführte Biokompatibilitätsindex 6 ist
n = 8 - 12
träglichkeit kombiniert. We- ähnlich aufgebaut, setzt aber die Zytotogen dieser Verträglichkeit xizität ins Verhältnis zur WirkstoffkonAbbildung 1: Strukturformel von Polihexanid
wurde Polihexanid in der Kon- zentration, bei der unter extrem hoher
Eigentlich ist Polihexanid (auch als Poly- sensusempfehlung zur Auswahl von Belastung ein Reduktionsfaktor grösser
hexamethylenbiguanid bezeichnet) be- Wirkstoffen für die Wundantiseptik als 3 log Stufen erreicht wird. Werte von 1
reits länger bekannt. Eine breitere Anwen- Mittel der Wahl zur Behandlung chroni- oder höher gehen von einer Eignung des
dung in der Medizin wurde jedoch erst scher Wunden benannt 2.
Wirkstoffs aus. Die Werte aus therapeumöglich, seit es eine besonders reine Form
tischer Breite und Biokompatibilitätsingibt, welche die hohen Anforderungen für Gerade zum Thema Verträglichkeit gibt es dex liefern zum Teil recht unterschiedliArzneimittel und Medizinprodukte erfüllt. verschiedene Veröffentlichungen und In- che Aussagen. Wobei auffällt, dass
Die Grundanforderungen sind in der DAC terpretationen, die teilweise mehr Fragen Polihexanid in beiden ­Modellen sehr poMonographie 2006 1 beschrieben.
aufwerfen als beantworten. Deshalb soll sitiv abschneidet (siehe Tabelle 1).
8
Scientific
und seiner Verwendung
Eine Schwäche bei der Bewertung der
therapeutischen Breite ist die Frage, welche Aussagekraft der oralen Toxizität zukommt, wenn der Wirkstoff nicht oral,
sondern äusserlich auf Wunden angewandt wird. Beim Biokompatibilitäts­
index andererseits fällt auf, dass das
­Ergebnis stark durch die aufgestellten
Rahmenbedingungen, wie die organische
Belastung, beeinflussbar ist. Oxidativ wirkende Stoffe wie Povidon Iod schneiden
beim Biokompatibilitätsindex logischer-
weise schlechter ab, obwohl Povidon Iod häufig zu einer Inaktivierung der Zellen.
als das Mittel der Wahl zur Anwendung Daraus ergibt sich die Frage, wie sich Anam empfindlichen Auge gilt.
wendung und Verträglichkeit antimikrobieller Wirkstoffe wie Polihexanid am
Der Bewertung der Zytotoxizität in vitro besten darstellen lässt. Die Antwort liegt
in Analogie zur Norm EN 10993-5 kommt auf der Hand. Mit Daten aus der klininur eine begrenzte Aussage zu, da diese schen Praxis bzw. solchen, die sich stark
Zellmodelle empfindlich genug sein müs- an dieser orientieren. In einer kontrolliersen, um z.B. die Eignung von Kunststof- ten Studie am Schwein konnte die schnelfen für Medizinprodukte nachzuweisen. lere Heilung von Wunden demonstriert
Beim Kontakt mit potenten antimikrobi- werden, welche mit Polihexanid behanellen Wirkstoffen kommt es dagegen delt wurden (siehe Tabelle 2) 7.
9
Produkt
Polihexanid (0.04 %)
Octenidin (0.1 %)
Ringer (Kontrolle)
Tag nach Wunde / Wundgrösse (mm2)
Tag 1
338 mm2
357 mm2
353 mm2
Tag 9
171 mm2
243 mm2
163 mm2
Tag 18
23 mm2
99 mm2
30 mm2
Dauer bis zum Wundverschluss
(Tage)
Tag 28
0 mm2
45 mm2
34 mm2
Tabelle 2
Eine von Valenzuela und Perucho durchgeführte kontrollierte Studie an Patienten konnte positive Effekte von Polihexanid und gute Heilungsverläufe bei
8
.
chronischen Wunden demonstrieren Aktuelle Ergebnisse und Publikationen
belegen den positiven Einfluss der polihexanidhaltigen Wundspüllösung Prontosan® in Kombination mit der von KCI
etablierten NPWT Instillations-Therapie.
22.9 d
28.3* d
24.1* d
*Unterschied zu Polihexanid p < 0.05
Somit zeigt die erfolgreiche Anwendung
polihexanidhaltiger Präparate gerade bei
Patienten mit Problemwunden und schwierigen Heilungsverläufen, dass Polihexanid
als effektives und exzellent verträgliches
Mittel der Wahl auch künftig seinen f­ esten
Platz im medizinischen Bereich behaupten
wird.
Andreas Arndt, Leiter Produktentwicklung CoE
Infection Control, B. Braun Medical AG
Behandlung einer Verbrennung II. Grades mit Lavasept®
Literatur:
[1] DAC Monographie P-152
Polyhexanid-Lösung 20 % (2006)
[2] Zeitschrift für Wundheilung ZfW
Nr. 3 / 04, 110 – 120
[3] www.paul-ehrlich.de/Links/
Nachr_ehrlich.pdf
[4] //de.wikipedia.org/wiki/
Therapeutische_Breite
[5] Kramer A., Adrian V., Lokale
Antiinfektiva als Alternative zu
systemischen Antiinfektiva mit
Ergebnissen zur Gewebeverträglichkeit im Explantationstest als
einem weiterentwickelten
In-vitro-Prüfmodell, In: Topische
In­fek­tions­therapie und
Prophylaxe. Aktueller Stellenwert
von PVP-Iod, 19 – 23 G.
Hierholzer et al, Thieme Verlag,
1996
[6] Müller G., Kramer A., Biocompati­
bility index of antiseptic agents
by parallel assessment of
antimicrobial activity and cellular
cytotoxicity, J. Antimicr.
Chemother. 2008; 61(5) 1281-7.
[7] Kramer et al., Influence of the
antiseptic agents polihexanide
and octenidine on FL-cells and
on healing of experimental
superficial aseptic wounds in
piglets. A double-blind,
randomised, stratified, controlled,
parallel-group study. Skin
Pharmacol Physiol 2004; 17:
141-146
[8] Valenzuela AR., Perucho NS.,
The effectiveness of a 0.1 %
polyhexanide gel, Rev Enferm.
2008 Apr, 31(4):7-12 (Publikation
in spanischer Sprache)
10
Expertise
Wie lange ist ein
Desinfektions- und
­Reinigungsmittel nach
Öffnung eigentlich
haltbar?
Häufig entstehen Fragen nach der Haltbarkeit unserer Desinfektionsmittel, Wasch- und Pflegelotionen, nachdem diese geöffnet wurden.
Da es aufgrund der unterschiedlichen Produkteigenschaften
keine allgemein gültige Regel gibt, haben wir für Sie eine Übersicht der jeweiligen Produktgruppen und Haltbarkeit nach Anbruch zusammengestellt.
Bei der Entnahme von alkoholischen Händedesinfektionsmitteln aus Spendern in Hochrisikobereichen, z. B. Intensivsta­
tion / OPs, empfehlen wir aus Gründen der präventiven Sicherheit, die Produkte innerhalb von drei Monaten nach der ersten
Öffnung zu verbrauchen.
Produkte, die kein Datum für die Anbruchstabilität auf dem Gebinde tragen, können bis zum Verfallsdatum auf der Etikette
Folgende Voraussetzungen für die Anbruchstabilität der verwendet werden. Da Lagerbedingungen sich im Laufe ver­unten genannten B. Braun-Produkte müssen gewährleistet schiedener Monate ändern können, empfehlen wir unverbindsein:
lich, die Produkte innerhalb von 12 Monaten zu verbrauchen.
■ d
ie Entnahme des Produkts erfolgt unter hygienisch
einwandfreien Bedingungen
Sichtbar verschmutzte Gebinde, bei denen eine ordnungsge■ d
ie Gebinde werden unmittelbar nach der Entnahme des
mässe Entnahme des Produkts ohne das Risiko einer KontamiProdukts wieder ordnungsgemäss verschlossen
nation nicht mehr gewährleistet sowie eine äusserliche Reini■ b
ei der Entnahme des Produkts aus einem Spendersystem
gung nicht mehr möglich ist, sind in jedem Fall zu verwerfen
muss ein unkontrolliertes Verdunsten der Inhaltsstoffe
bzw. einer geordneten Entsorgung zuzuführen.
vermieden werden
Giovanna Gasperetti, Marketing Manager, B. Braun Medical AG
■ d
ie Gebinde weisen nach dem Öffnen keine Beschä­
digungen auf
Produktgruppe
Haltbarkeit im Anbruchgebinde
alkoholische Händedesinfektionsmittel
12 Monate
Waschlotionen
12 Monate
Pflegelotionen
12 Monate
alkoholische Hautdesinfektionsmittel
12 Monate
wässrige PVP-Iod-haltige Haut- und Schleimhaut­
desinfektionsmittel
Wundantiseptik
Ausnahme: Lavasept® steriles Konzentrat
Ausnahme: Lavasept® Lösung
bis Verfallsdatum auf Etikett
bis Verfallsdatum auf Etikett
28 Tage
6 Wochen
Flächendesinfektionsmittel
Ausnahme. Meliseptol® Wipes sensitive
Ausnahme: Meliseptol® HBV-Tücher
bis Verfallsdatum auf Etikett
8 Wochen
8 Wochen
Instrumentenreiniger
bis Verfallsdatum auf Etikett
Instrumentendesinfektionsmittel
bis Verfallsdatum auf Etikett
11
Wundversorgung in der Praxis:
eine besondere Herausforderung
Alle praktisch tätigen Ärzte haben einmal gelernt, mittels
Einzelknopfnähten eine Wundversorgung durchzuführen. Sei
dies als Student am Schweinefuss, als Unterassistent auf der
Notfallstation oder als Assistenzarzt im Operationssaal. Dabei
konnte man von einer mehr, aber manchmal auch weniger
guten Instruktion profitieren. Nichtsdestotrotz ist bei vielen ein
grosses Interesse geblieben, Wundversorgungen durchzuführen,
einen guten Heilungsverlauf mitzuverfolgen und nach einer
­gewissen Zeit – auch mit ein wenig Stolz – die fein aneinandergereihten Fäden wieder zu entfernen. Die Wundversorgung
bleibt trotz zunehmenden Anforderungen und Zeitdruck eine
verantwortungsvolle Tätigkeit. Fehleinschätzungen können
weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.
Viele niedergelassene Kollegen wünschen sich ein Update in
Sachen Wundversorgung. Die einen sehen sich nach einem
Stellenwechsel plötzlich wieder mit dem Thema Wundversorgungen konfrontiert, andere möchten ihr Wissen überprüfen
und sich auf den neusten Stand bringen. Die Aesculap Akade-
12
mie, ein bedeutendes Forum für medizinisches Training und
Weiterbildung in der Schweiz, hat einen Basiskurs entwickelt,
welcher sich seit Einführung vor rund 5 Jahren grosser Beliebt­
heit erfreut. Dabei wurde von den Teilnehmenden mehrfach der
Wunsch nach einem Fortgeschrittenen-Kurs geäussert, welcher
neu entwickelt und im Mai 2014 am Firmenhauptsitz in Sempach erstmals durchgeführt wurde.
Dieser Fortgeschrittenen-Kurs sucht seinesgleichen in der
Sch­weiz und soll, wie auch der Basis-Kurs, in Zukunft in verschiedenen Kantons- und Universitätsspitälern aller Sprach­
regionen angeboten werden. Er ist geeignet für Kollegen,
welche regelmässig Wundversorgungen durchführen und
idealer­weise den Basis-Kurs besucht haben. Wir gehen dabei
interaktiv auf die Themen Wundbeurteilung, Wundbehandlung
und Nachsorge ein und vertiefen diese anhand von vielen praktischen, fotodokumentierten Beispielen aus dem Alltag. Diese
werden lebhaft zusammen diskutiert, so entsteht ein frucht­
bares Klima für Wissenszuwachs für die Teilnehmenden.
Expertise
Spezielles Gewicht haben wir Handverletzungen beigemessen,
denn diese sind häufig und Funktionseinschränkungen der
Hände haben einen enormen Einfluss auf die Alltagsbewältigung. Keine Körperregion vereint so viele verschiedene Gewebearten wie Knochen, Muskeln, Sehnen, Gefässe und Nerven
auf so engem Raum wie die Hand. Nur durch gute Kenntnisse
der Anatomie lassen sich die richtigen Rückschlüsse auf die Art
und das Ausmass der Verletzung ziehen. Denn nur wer die richtige Diagnose stellt, kann auch korrekt handeln und behandeln.
Sie möchten Ihr Wissen im Bereich Wundverschluss auffrischen oder vertiefen? Im Schulungs-Angebot der A
­ esculap
Akademie finden Sie die ideale Fortbildung, zugeschnitten
auf Ihre persönlichen Bedürfnisse. Melden Sie sich jetzt für
den nächsten Basis- oder Fortgeschrittenen-Kurs an über
www.aesculap-akademie.ch
Dr. med. Rik Osinga, Assistenzarzt
Klinik für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische Chirurgie und
­Handchirurgie, Universitätsspital Basel
Beispielhaft zeigt Abbildung 1 das Resultat eines Anschlagens
des linken Handrückens an einer scharfen Blechspitze. Wer
schlechte Kenntnis der Anatomie hat, könnte die Verletzung für
eine oberflächliche Hautverletzung halten, welche mit Einzel­
knopfnähten in Regionalanästhesie versorgt werden könnte.
Dabei würde die vollständige Strecksehnenverletzung des
Ringfingers übersehen und eine möglicherweise lebenslange
Funktionseinschränkung in Kauf genommen werden. Darum
gehen wir nicht nur auf die Verletzungen und die entsprechenden Behandlungen ein, sondern wir zeigen auch auf, wann die
Indikation zum Miteinbezug fachspezialisierter Zentren sinnvoll ist.
Abbildung 1: Vor wenigen Stunden an scharfer Blechspitze
angeschlagener linker Handrücken
Abbildung 2: Intraoperativer Befund nach Erweiterung des Hautschnitts
mit vollständig durchtrennter Strecksehne des linken Ringfingers
13
Stich- und Schnittverletzungen:
Ansteckungsgefahr und Notfallmassnahmen
Definitionen
Stich- und Schnittverletzungen entstehen durch scharfe Gegenstände und
Materialien wie z.B. Kanülen, Lanzetten
oder Skalpelle, mit denen im medizinischen Umfeld versehentlich die Haut
punktiert wird 1, 2.
14
Nadelstichverletzungen sind gemäss Definition unbeabsichtigte Stichwunden,
die durch den Gebrauch von Hohlnadeln,
wie Injektions- oder Blutentnahmekanülen, Venenverweilkanülen oder anderen
im Zusammenhang mit der Zu- und Vorbereitung einer Infusion verwendeten
Kanülen verursacht werden 1, 3, 4.
Risiken
Sie als Ärztin / Arzt sowie Ihre Mitarbeitenden sind im Arbeitsalltag einem hohen Kontaktrisiko mit Blut und Körperflüssigkeiten ausgesetzt. Bei einer
solchen Exposition kann es zur Übertragung von Krankheitserregern mit einer
möglichen Ansteckung und dadurch verursachten schweren Gesundheitsschäden kommen 5, 6.
Expertise
Typische Hochrisiko-Situationen der be- rung der klinischen Massnahme. Zu den
rufsbedingten Exposition mit einer mög- Zwischenfällen kam es vor oder während
lichen Übertragung von Blut und Kör- der Entsorgung (siehe Abbildung 1) 8.
perflüssigkeiten sind 5, 6, 7:
1. Stich- und Schnittverletzungen
2. Kontakt mit Schleimhaut
3. K
ontakt über nicht intakte
­Hautoberflächen
Während der Verwendung eines Arbeitsgeräts
Nach der Verwendung eines Arbeitsgeräts, aber vor dessen Entsorgung
Während oder in Zusammenhang mit der Entsorgung
Während das Arbeitsgerät wieder verschlossen wird (Recapping)
Abbildung 1: Wann entstehen
Nadelstichverletzungen?
Studien belegen, dass bei Handeln unter
Zeitdruck, Ärger, Ablenkung und nach
mehrfach gescheiterten Versuchen der
Ausführung einer Aufgabe das Verletzungsrisiko erhöht ist. Weitere Faktoren
mit nachteiligen Auswirkungen auf die
sichere Handhabung sind Übermüdung
des Mitarbeiters, mangelnde Kooperation des Patienten oder personelle Unterbesetzung des Teams.
Wo Sicherheits-Produkte und Sicher­
heits-Standards noch nicht etabliert
sind, stellen perkutane Verletzungen die
höchste Mitarbeitergefährdung dar.
Stich- und Schnittverletzungen können
durch Objekte wie Kanülen oder chirurgische Instrumente verursacht werden. 5, 7
Ursachen von Stich- und
Schnittverletzungen
Die Ursachen von Nadelstichverletzungen sind meist einfache, vermeidbare
Fehler bei der Handhabung eines spitzen
medizinischen Arbeitsgeräts 1, 4.
Laut den Daten der EPINet-Surveillance
entstanden 60 % der berichteten Nadelstichverletzungen nach der Durchfüh-
k ein geregeltes Verfahren bei der
­Meldung von Stich- und Schnitt­
verletzungen
■ kein Bewusstsein für Arbeitsschutz­
gefährdungen
■ m
angelndes Training für Mitarbeitende
■ personelle Unterbesetzung
■ Wiederaufsetzen der Kanülenkappe
(Recapping) auf gebrauchte Kanülen
■ k
eine sofortige Entsorgung spitzer und
scharfer Objekte in Sicherheitsbehälter
■ nicht vorhersehbare medizinische
­Zwischenfälle
■ unerwartete Reaktionen des
Patienten
■
Folgen: Ansteckungsgefahr
Das Gefährdungspotenzial einer Nadelstichverletzung liegt nicht so sehr in der
Verletzung selbst, sondern in der perkutanen Exposition gegenüber Infektionserregern, die im Blut und in den Körperflüssigkeiten des Patienten vorhanden
sein können. 9
Bei einer Nadelstichverletzung können
Pathogene übertragen werden. Nachweislich kam es bei Ärzten und PflegeperGemäss des Centers for Disease Control sonal infolge von Nadelstichverletzungen
and Prevention (CDC) sind die häufigsten zur Ansteckung durch min­destens 20 unUrsachen 1, 4:
terschiedliche Krankheitserreger (Viren,
Bakterien, Pilze, siehe Tabelle 1). 1, 4
■ fehlende Schutzausrüstung für die
Mitarbeitenden, fehlende Sicherheits- Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung
Produkte sowie fehlende und nicht
nach einer Nadelstichverletzung wird
unmittelbar zugängliche Sicherheitsdurch mehrere voneinander unabhängige
Entsorgungsbehälter für spitze und
Faktoren bedingt: Erregerkonzentration
scharfe Objekte
im Blut und in Körperflüssigkeiten,
Hepatitis B
Malaria
Toxoplasmose
Hepatitis C
Syphilis
Brucellose
HIV / AIDS
Tuberkulose
Herpes
Diphtherie
Blastomykose
Dengue-Virusinfektion
Rocky Mountain-Fleckfieber
Tabelle 1: Erkrankungen, die durch Nadelstichverletzungen auf Mitarbeitende im Gesundheitswesen
übertragen wurden 9, 10
15
Ein besonders hohes Risiko einer Berufsunfähigkeit entsteht durch eine Infektion mit den Krankheitserregern HBV, HCV
und HIV, die durch Patientenblut übertragen werden. In diesen Fällen ist von
Von entscheidender Wichtigkeit sind einer hohen Komplikationsrate aufgrund
ausser­dem auch die Serokonversionsrate des Schweregrads der Erkrankung ausund die Verfügbarkeit von Impfstoffen zugehen (siehe Tabelle 2). 12
oder Postexpositions-Massnahmen, weil
eine infizierte Person durch eine akute
oder chronische Erkrankung mit möglicherweise sogar tödlichem Ausgang bedroht ist. 11
Wundtiefe, Blutvolumen und über­
tragene Erregermenge sowie die Infektionsphase, in der sich der Pathogenträger
befindet.
Hepatitis B-Virus (HBV)
Erkrankung
Epidemiologie
Virusinfektion der Leber
Inzidenzrate
Valide Zahlen zu den Inzidenzraten von
Nadelstichverletzungen gibt es nur begrenzt. Sie sind generell unzureichend,
insbesondere hinsichtlich nationaler
bzw. weltweiter Häufigkeiten. Die Gründe hierfür sind insbesondere, dass die
Angaben nicht umfassend sind, weil in
vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens entsprechende Überwachungsund Meldesysteme fehlen. 12
Hepatitis C-Virus (HCV)
Virusinfektion der Leber
Inzidenz:
Inzidenz:
n 170 Millionen Infizierte
2 Milliarden Infizierte
n P
n ro Jahr 10 – 30 Millionen
Pro Jahr 3 – 4 Millionen
Neuinfektionen
Neuinfektionen, Anzahl steigt an
Prävalenz:
n 350 Millionen Menschen leben mit der
chronischen Infektion
n
Inkubationszeit
n
Virulenz
n
Folgen für den Infizierten
n
Impfstoff
n
Postexpositions-Prophylaxe
(PEP)
30 – 180 Tage (im Mittel 90 Tage)
3 0 % Risiko der Serokonversion nach
perkutaner Exposition gegenüber
positiver Quelle
n 5.9 % aller Infektionen sind durch
Nadelstichverletzungen ausgelöst
ach Schätzungen sterben 600‘000
N
Menschen pro Jahr an den akuten und
chronischen Folgen
n Bei 5 – 10 % der Infizierten wird die
Infektion chronisch
n Bei chronischer Infektion besteht ein
lebenslanges Risiko von circa 20 % für
Tod infolge Zirrhose bzw. 6 % für Tod
infolge Leberkarzinom
n In Regionen mit hoher HBV-Endemie
können die assoziierten Risiken bis zu
40 % betragen
verfügbar
S ofortige klinische HBV-Behandlung ist
möglich und meist wirksam
n Die Postexpositions-Prophylaxe (PEP)
sollte innerhalb von 24 Stunden nach
der Exposition eingeleitet werden
n
n
42 – 70 Tage
3 % Risiko der Serokonversion nach
perkutaner Exposition gegenüber
positiver Quelle
n Infektionsrisiko durch HCV-infiziertes
Blut bei einer Nadelstichverletzung
= 1.8 %
n
ei 75 – 80 % der Patienten wird die
B
Infektion chronisch
n Bei 60 – 70 % der chronisch Infizierten
entsteht eine aktive Lebererkrankung
n Bei 10 – 20 % der chronisch Infizierten
mit aktiver Lebererkrankung entsteht
eine Zirrhose, bei 1 – 5 % ein Leber­
karzinom
n
Humanes Immundefizienz-Virus (HIV)
Virusinfektion des Immunsystems
Inzidenz:
n 33.4 Millionen Menschen leben mit HIV
n Pro Jahr 2.7 Millionen Neuinfektionen
n
14 – 28 Tage
0 .3 % Risiko der Serokonversion nach
perkutaner Exposition gegenüber
positiver Quelle
n 2001 gab es in den USA bei Mitar­
beitenden im Gesundheitswesen
57 bestätigte und 140 mögliche Fälle
der HIV-Ansteckung nach Nadelstichverletzungen
n
s chwere, persistierende zellimmunologische Schädigung assoziiert mit
Immunschwäche, bezeichnet als AIDS
n 2008 verstarben weltweit 2.0 Millionen
Menschen an AIDS
n
n
kein Impfstoff verfügbar
n
n
Bisher keine wirksame PEP verfügbar
n
kein Impfstoff verfügbar
S o rasch wie möglich PEP durch
­antivirale Therapie innerhalb von
72 Stunden; Wirksamkeit ungewiss,
viele Nebenwirkungen
Tabelle 2: Viren mit dem höchsten Risiko der Übertragung bei Stich- und Schnittverletzungen und Nadelstichverletzungen
Quelle: B. Braun Medical, Broschüre Stich- und Schnittverletzungen, Stand 06 / 2012, Seite 7
16
Expertise
Ein weiterer Faktor ist, wie zahlreiche
Studien belegen, die immer noch viel zu
seltene Meldung solcher Zwischenfälle.13
Wicker beispielsweise legte Ergebnisse
vor, nach denen lediglich 28.7 % der Klinikmitarbeitenden eine Nadelstichverletzung meldeten, während 50.4 % dies
nicht taten und 20.9 % nur gelegentlich
eine Nadelstichverletzung meldeten
oder aber den Meldebogen nicht zurücksandten. 14 In den USA ist durch ausführliche Erhebungen belegt, dass in 58 %
der Fälle von Nadelstichverletzungen
keine Meldung erfolgte. 15 Andere Studien ergaben, dass wahr­scheinlich sogar
mehr als 90 % aller Nadelstichverletzungen nicht gemeldet wurden. 16
Autsch - Massnahmen bei Stich- und
Schnittverletzungen
Tritt der Fall von Stich- oder Schnittwunden ein, ist eine schnelle Reaktion
gefragt.
Die Postexpositions-Prophylaxe hat
das Ziel, eine Ansteckung mit dem exponierten Erreger zu vermeiden. Die Mass­
nahmen beinhalten topische und / oder
systemische Behandlungen.
In der nachfolgenden Grafik sehen Sie
einen Leitfaden für den Notfall, dessen
Beachtung Unsicherheiten in dieser Situation verringern kann:
Stich- und Schnittverletzungen durch Instrumente/Medizinprodukte, die
mit Patientenmaterial (z.B. Blut, Gewebereste, …) kontaminiert sind
Erstversorgung sofort!
➊
➋
Bluten lassen, Blutfluss durch Druck auf das umliegende Gewebe fördern (≥ 1 Min.),
nicht zusätzlich traumatisieren
Anschliessend mit Antiseptikum (PVP-Iod-Präparat, z.B. Braunol®, alternativ
alkoholisches Hautdesinfektionsmittel, z.B. Softasept ® N) satt benetztem Tupfer
über der Verletzung fixieren (≥ 10 Min.)
Dokumentation – wichtige Fragen:
➊
➋
Dokumentation im Verbandbuch
 Wo oder bei wem ist es passiert? ➡ Verletzungsquelle, Name…
 Wie ist es passiert?
➡ z.B. beim Aufräumen, bei der Blutentnahme…
Aus welchem Bereich stammt
der verletzende Gegenstand?
➡ z.B. aus dem Müllsack, zwischen Zellstoff
bzw. Verbänden versteckt, auf dem
Instrumententisch liegend
Wenn möglich Blutabnahme beim Betroffenen und ggf. beim Index-Patienten
Nachsorge unverzüglich!
Festlegung der weiteren Vorgehensweise (Folgeuntersuchungen / Postexpositionsprophylaxe)
Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitenden gute Gesundheit und eine glückliche Hand bei allen Tätigkeiten, die Sie
Tag für Tag durchführen!
Giovanna Gasperetti, Marketing Manager,
B. Braun Medical AG
Literatur
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Sharps Injury Prevention Program. 2008 www.cdc.
gov/sharpssafety/pdf/sharpsworkbook_2008.pdf
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astella A, Vallino A, Argentero PA, Zotti CM. Preventability of percutaneous injuries in healthcare
workers: a year-long survey in Italy. J Hosp Infect
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(NIOSH). NIOSH Alert: Preventing Needlestick Injuries in Health Care Settings, 1999, Publication No.
2000-108. (www.cdc.gov/niosh/2000-108.html)
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Global Burden of Disease attributable to Contaminated Sharps Injuries Among Health-Care Workers.
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in Health Care Workers. Part II. Ann Intern Med.
1996;125:917–928
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Fluid Exposures to Skin and Mucous Membranes.
Adv Exposure Prev. 1995;1(2):1-9.
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Percutaneous Injury Rates. Advances in Exposure
Prevention 2003;7:42-45
  [9] Canadian Center for Occupational Health and
­S afety (CCOHS) Needlestick injuries. 2000. ­
(www.ccohs.ca/oshanswers/diseases/needlestick_
injuries.html)
[10] Hepatitis B Foundation. Hepatitis B Fast Facts
­Everything you need to know in 2 minutes or less!
http://www.hepb.org/pdf/hepb_fast_facts.pdf.
­Accessed January 2011.
[11] Wilburn S. Needlestick and Sharps Injury Prevention.
Online Journal of Issues in Nursing. Vol. 9 No. 3,
Manuscript 4. (www.nursingworld.org/MainMenuCategories/ANAMarketplace/ANAPeriodicals/OJIN/
TableofContents/Volume9200/No3Sept04/Injury
Prevention.aspx)
[12] Rapiti E, Prüss-Üstün A, Hutin Y. Sharps injuries: assessing the burden of disease from sharps injuries to
health-care workers at national and local levels.
Geneva, World Health Organization, 2005. (WHO
Environmental Burden of Disease Series, No. 11).
[13] P erry J, Jagger J. Healthcare Worker Blood Exposure
Risk: Correcting Some Outdated Statistics. Advances in Exposure Prevention. 2003;6(3)28-31
[14] W
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HF. Prevalence and prevention of needlestick injuries among health care workers in a German university hospital. Int Arch Occup Environ Health
2008;81: 347-354.
[15] A
lvarado F, Panlilio A, Cardo D, NaSH Surveillance
Group. Percutaneous injury reporting in U.S. hospitals, 1998. In: Program and Abstracts of the 4th Decennial International Conference on Nosocomial
and Healthcare-Associated Infections. Atlanta, GA:
Centers for Disease Control and Prevention. Abstract P-S2-38.
[16] T rim JC, Elliott TSJ. A review of sharp injuries and preventative strategies. J Hosp Infect 2003;53:237-242
17
Von der Apotheke zum
Vor 175 Jahren, am 23. Juni 1839, kaufte
der junge Apotheker Julius Wilhelm
Braun für 14‘000 Taler die Rosen-Apotheke in Melsungen / Deutsch­land. Damit
legte er den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des B. Braun-Konzerns, der noch
heute komplett in Familienbesitz ist.
Braunüle®, eine Venenverweilkanüle, die
noch heute aus dem Arbeitsalltag im
Spital nicht mehr wegzudenken ist.
B. Braun ist später vor allem unter der
Leitung von Prof. Ludwig Georg Braun
enorm gewachsen. Er leitete den Konzern
rund 34 Jahre. Mit seinem Ruhestand
Der Apotheke angeschlossen war ein älte- 2011 trat sein Sohn Otto Philipp Braun in
res, aber gut ausgestattetes Labor, wo – der 6. Generation der Familie in den Vorwie zu dieser Zeit üblich – Medikamente stand des Konzerns ein.
direkt nach einem vom Arzt ausgestellten Rezept hergestellt wurden.
In den Anfängen von Prof. Braun zählte
das Unternehmen etwa 3‘000 MitarbeiSchon kurze Zeit nach dem Kauf der tende und erzielte einen Umsatz von
Rosen-Apotheke gründete Julius Wil- rund 517 Millionen Deutsche Mark. Heu­
helm Braun einen Versandhandel, der te erzielt das Familienunternehmen eidazu diente, heimische Heil­kräuter ge- nen Umsatz von über 5 Milliarden Euro,
trocknet an Grosskunden in ganz hat Niederlassungen in 61 Ländern und
Deutsch­land zu verschicken.
zählt 50‘000 Mitarbeitende.
1908 begann sein Enkel Carl Braun mit
der industriellen Produktion von sterilem, resorbierbarem Nahtmaterial und
markierte damit den Schritt von der
Apotheke zum Industrie-Unternehmen.
Weitere Innovationen folgten – wie die
Durch die für die nächsten Jahre geplanten Investitionen von über 100 Mio.
Franken an den Produktions- und EntB. Braun ist seit 1973 – also 41 Jahren wicklungsstandorten Escholzmatt und
– in der Schweiz ansässig. An den vier Sempach bekennt sich das Unternehmen
Standorten Crissier, Escholzmatt, Sem- weiterhin klar zum Standort Schweiz.
pach und Luzern sind heute rund 890
Irène Abegglen, Team Leader
Mitarbeitende in Forschung, EntwickCommunication Services, B. Braun Medical AG
lung, Produktion und Vertrieb tätig. 2013
1839 – Kauf der Rosen-Apotheke in Melsungen / Deutschland
18
wurde ein Umsatz von CHF 326.1 Millionen erwirtschaftet.
1930 – Start der Produktion
von Sterofundin®
1962 – Markteinführung der Braunüle®
Expertise
Weltkonzern
1973 – Erste Produktionsstätte in der Schweiz
1997 – Einführung des innovativen
Behälters Ecoflac ® plus (für Infusionslösungen), der die Vorteile von
Glas- und Kunststoffflasche vereint.
Vorstandswechsel
2011 – Dr. Heinz- Walter Große übernimmt den
Vorstandsvorsitz. Mit Otto Philipp Braun tritt die sechste
Generation der Familie Braun in den Vorstand ein.
19
Eine Frau für alle (Wund)-Fälle
Seit 13 Jahren führt Barbara Seitzinger erfolgreich ihre eigene
Wundpraxis. Mit grosser Leidenschaft erzählt sie über die
grössten Herausforderungen im Praxis-Alltag, aber auch über
Ängste und Sorgen seitens der Patienten. Barbara Seitzinger
weiss, dass eine einfühlsame Begleitung mit Fingerspitzengefühl genau so wichtig ist wie eine qualifizierte Wundversorgung.
Eine Hürde stellen auch Widerstände seitens der Patienten dar.
Einige sehen nicht ein oder verstehen nicht, warum sie ihren
Lebensstil ändern müssen.
Leider ist auch die finanzielle Situation für die Wundambulatorien sehr unbefriedigend. Die Abrechnung erfolgt ohne Berücksichtigung der Erfahrung und Qualität der geleisteten
Arbeit. Im Alltag heisst das, dass die Leistungsentschädigung
für eine FAGE-Schülerin die gleiche ist, wie für eine diplo­
mierte Pflegefachfrau mit 30-jähriger Erfahrung und ZusatzWas fasziniert Sie an der Tätigkeit einer Wundexpertin?
Mich fasziniert die direkte, unmittelbare Zusammenarbeit mit ausbildung zur Wundexpertin. Es besteht keine Anpassung der
den Patienten. Ich habe die Möglichkeit innerhalb meiner Leistungsentschädigung, weder durch Dienstjahre noch ZuKompetenz sofort Unterstützung anzubieten, mein Fachwis- satzausbildung.
sen einzubringen und meine Arbeit führt so schnell zu positiven Ergebnissen. Zudem ist «Wundmanagement» ein sehr Zudem besteht ein grosser Bedarf für Hausbesuche. Die Koskomplexes und spannendes Thema, das sich mit dem ganzen ten für die Fahrt und Administration sind durch die Krankenkassen jedoch nicht gedeckt. Wir sind bereit, unentgeltlich zu
Menschen befasst.
Patienten in einem Radius von 15 – 20 Kilometer zu fahren.
Wir sind noch immer auf der Suche nach einer Lösung, damit
Wie sieht der Alltag einer Wundexpertin aus?
auch Schwerkranke und deren Angehörige unsere Dienste verWas ist Pflicht, was ist Kür?
Pflicht sind all die administrativen Arbeiten, wie Verlaufsbe- mehrt nutzen können.
richte und Kennzahlen, die generiert werden müssen, sowie
Wie äussern sich Widerstände seitens der Patienten?
Stellungnahmen gegenüber den Krankenkassen.
Einige Patienten haben einfach verschiedene Prioritäten im
Die Kür ist die Arbeit mit meinen Patienten und natürlich mit Leben und eine andere Vorstellung der Lebensqualität. Ein
meinem Team. Das Erfassen der Gesamtsituation und die ge- ­Paradebeispiel sind Diabetiker mit einer Neuropathie: Für einimeinsame Zielsetzung mit dem Patienten fordern uns heraus. ge ist es absolut kein Problem, dass sie ihre Füsse nicht mehr
Die Lösungen werden mit viel Erfahrung und Kreativität indi- spüren. Mit viel Information und Geduld muss den Patienten
viduell erarbeitet. Im Team werden komplexe Wundsituationen aufgezeigt werden, dass das zu schwerwiegenden Komplika­
besprochen und unter Berücksichtigung der sozialen, psycho- tionen führen kann und es sich lohnt, etwas mehr Geld für
logischen und körperlichen Aspekte der Patienten neue Thera- ­Diabetiker-Schuhe auszugeben.
Ich habe dafür eigens eine Orthopädie-Sprechstunde in meipieansätze gefunden.
ner Praxis eingerichtet. Ein Orthopädie-Techniker berät beWo sehen Sie die grössten Herausforderungen respektive troffene Patienten zum Thema Druck- und Entlastungsmöglichkeiten und zeigt, dass Diabetiker-Schuhe durchaus auch
die Hürden im Alltag?
Die grösste Herausforderung ist, dem Patienten, aber auch attraktiv aussehen können.
dem Zuweiser klar aufzuzeigen, dass sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme lohnt. Gerade kürzlich kam eine Diabetikerin zu Und wie äussern sich diese Ängste bzw. Sorgen der Patienten?
mir mit einem stark infizierten Zeh. Bedauerlicherweise war Wenn ein Patient zu uns kommt, hat er viele (auch schrecklider Infekt so weit fortgeschritten, dass der Zeh amputiert wer- che!) Vorstellungen, was ihn alles erwarten könnte. Man hat in
den musste. Wäre die Patientin nur einige Tage früher zu mir Untersuchungen festgestellt, dass viele Patienten mit chronigekommen, hätte man den Zeh noch retten können… solche schen Wunden mit dem schlimmsten rechnen und glauben,
Situationen machen mich sehr betroffen und stimmen mich dass ihr Bein oder Fuss nun amputiert werden muss.
nachdenklich.
20
Expertise
Und was machen Sie dagegen? Wie bauen Sie Vertrauen
auf?
Wir nehmen die Ängste der Patienten sehr ernst, sprechen sie
aktiv an. Wir nehmen uns im Erstgespräch viel Zeit für den
Patienten und die Angehörigen und hören genau hin. Wir informieren und beraten, egal ob es sich um Schmerzen handelt,
der Verband drückt oder den Patienten Zukunftsängste p­ lagen.
würde. Der Junge war sehr zufrieden und die Wunde heilte
auch bald wieder ab. Geblieben ist, dass wir seitdem diese
Wundauflage nur noch «Spider-Pflaster» nennen.
Und zum Schluss: Was würden Sie sich für die Zukunft
wünschen?
Mein grösstes Anliegen ist es, dass die Patienten früher in die
Wund-Praxis kommen und so unnötige Komplikationen und
Spätfolgen vermindert oder gar vermieden werden können.
Aus wirtschaftlicher Sicht würde ich es begrüssen, dass unser
Fachwissen und unsere Erfahrung angemessen honoriert wird.
Auch wünsche ich mir, dass das gut funktionierende Netzwerk
weiter ausgebaut wird. Es macht Spass, so viel zu bewegen
und Gutes zu tun!
Wie muss man sich denn konkret die Zusammenarbeit mit
der zuweisenden Ärztin, dem zuweisenden Arzt vorstellen?
Generell gilt: Patienten mit Wunden können sich direkt bei mir
melden oder werden durch ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt an uns überwiesen.
Nach der Erstkonsultation erstelle ich eine Fotodokumenta­
tion, verfasse einen ausführlichen Bericht zur Wund-Situation
Frau Seitzinger, herzlichen Dank für das Gespräch.
und mache Vorschläge zum weiteren Prozedere.
Spielt die Wundart eine Rolle oder welche Voraussetzungen müssen für eine Behandlung erfüllt sein?
Da kann ich nur sagen: «Der Kunde ist König». Wenn ein Patient Unterstützung braucht, erhält er diese auch. Solange
­meine Arbeit wirtschaftlich und zweckmässig ist, werden die
Kosten von der Krankenkasse übernommen. Bei Patienten aus
dem Ausland oder neuen Behandlungsmethoden muss die
­Finanzierung im Vorfeld geklärt werden. Aber grundsätzlich
gibt es keine Einschränkung.
Und was für Arten von Wunden behandeln Sie in Ihrer
Praxis?
Ich behandle Menschen mit Durchblutungsstörungen arterieller oder venöser Art. Am häufigsten kommen Patienten mit
einer chronisch venösen Insuffizienz zu mir. Am zweithäufigsten behandle ich Menschen mit diabetischem Fuss-Syndrom
und peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Ich behandle
aber auch immer wieder Patienten mit Problemen nach Operationen oder Unfällen sowie Tumorwunden – unsere Erfahrung
stellen wir allen Wund-Patienten zur Verfügung.
Gibt es eine besondere Anekdote, die Sie in Ihrer Praxis
erlebt haben?
(…lacht) Ich hatte vor ein paar Jahren einen 5-jährigen Jungen
in Behandlung. Der Kleine war sehr verängstigt und traute mir
nicht so recht. Um Vertrauen aufzubauen, durfte er selber seinen Verband lösen. Bevor ich die neue Wundauflage applizieren wollte, realisierte ich, dass der Junge ein Spiderman-Shirt
trug. Da die Wundauflage, die ich ihm applizieren wollte, über
eine Speichenapplikations-Schicht verfügte (sieht wie ein
Spinnennetz aus), sagte ich, dass ich ihm nun eine spezielle
Spiderman-Wundauflage mit besonderer Heilkraft applizieren
Bettina Tanner, Product Manager,
B. Braun Medical AG
Die Interviewpartnerin:
Barbara Seitzinger (52) ist ausgebildete Pflegefachfrau HF
mit Weiterbildung zur Wundexpertin SAfW. Seit 2001
­arbeitet sie selbständig in der Wund-Praxis. Die Praxis hat
14 Mitarbeitende und bietet neben der Wundbehandlung
medizinische Fusspflege und eine Orthopädie-Sprechstunde an. Barbara Seitzinger ist Dozentin bei H+ und Vorstandsmitglied der Interessengruppe Wundprojekte
­(Schweiz). Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne
und lebt im Raum Basel. Ihr Lebensmotto lautet: «Gehe
nicht nur die glatten Strassen, gehe Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur
Staub» (Antoine de Saint-Exupéry). Weitere Informationen
zu ihrer Tätigkeit finden Sie unter www.wund-praxis.ch.
21
Die Blutentnahme
Praktische Tipps, Tricks und wie Sie typische Fallen vermeiden
Zu den Grundsäulen der medizinischen Diagnostik zur Analyse
von venösem Blut gehört es, einfach und sicher Blut zu entnehmen. Zur Erzielung optimaler Ergebnisse bedarf es nicht
nur einer pflegetechnischen Praxis bei der korrekten Entnahme selber, sondern auch der Beachtung vieler präanalytischer
Fallstricke, um optimale Analyseergebnisse zu erzielen.
Präanalytik
Präanalytik umfasst alle vor der Labortür, also vor der eigent­
lichen Laboranalyse ablaufenden Schritte der Blutunter­
suchung. Potenzielle Fehlerquellen gefährden die Verwert­
barkeit der späteren Untersuchungsergebnisse: Fehler z.B. bei
der Abnahme, beim Transport oder bei der Patientenvorbereitung können zu massiven Abweichungen des zu bestimmenden Laborwertes führen. Folgende Punkte zeigen dies auf:
Ablauf
Risiken
Korrekte Identifikation des Patienten, unmittelbar vor der
Entnahme
n Name, evtl. Geburtsdatum
Verwechslung des Patienten oder der Analyse
Korrekte Identifikation der Entnahme-Röhrchen
(Aspirationssystem z.B. Monovette, Unterdrucksystem
z.B. Vacutainer, etc.)
n Etikettierung vorher
n evtl. obligatorischen Barcode zur sicheren
Patientenidentifikation
n Name, Vorname, Geburtsdatum
Verwechslung der Entnahme-Röhrchen, falsche Beschriftung
Spezielles bei der Etikettierung
G
ewährleistung einer freien Sicht auf den Inhalt
n Möglichkeit der Kontrolle des Füllstands
n ungehinderte Entfernbarkeit von Schraubverschlüssen
n kein Verklemmen oder Verkleben der Röhrchen und Etikette
in der Zentrifuge
n
Analyseformular vollständig ausfüllen
n Entnahmezeit und evtl. Lokalisation
n Name des Auftraggebers inkl. Telefonnummer
bei Rückfragen
22
U
nklarheiten bei gewünschten Untersuchungen
u nleserliche Schrift
n f
alsche Untersuchungen (z.B. Prostata-Phosphatase bei
einer weiblichen Patientin)
n z
u geringe Menge an Probenmaterial und somit die
­Begrenzung auf die wichtigsten Analysen
n
n
Expertise
Innenarm
Vena cephalica
Die venöse Blutentnahme
Die venöse Blutentnahme findet meist dann Anwendung,
wenn entweder grössere Probenmengen für die Labordiagnostik benötigt werden oder andere Gründe gegen eine Kapillarblutentnahme sprechen. Das Blut kann hierbei entweder aus
einem liegenden, zentralen Katheter / Port-à-Cath oder durch
direkte Punktion einer Vene gewonnen werden.
In der Regel werden zur Blutentnahme industriell hergestellte
Entnahme-Röhrchen verwendet, welche für unterschiedliche
Laboranalysen mit verschiedenen Additiven präpariert sind.
Um eine Kontamination der Blutproben mit unerwünschten
Zusätzen zu verhindern, sind die Herstellerempfehlungen zu
beachten. Deshalb ist die Reihenfolge der Abnahme immer
Entnahme-Röhrchen ohne Zusatz vor den Entnahme-Röhrchen mit Zusatz.
Vena basilica
Vena mediana cubiti
Die Auswahl der Punktionsstelle
Der Stauschlauch wird ca. 5 – 10 cm proximal der Punktionsstelle angelegt und festgezogen, um die zu punktierende Vene
auszuwählen. Alle oberflächlich liegenden Venen der Ellenbeuge, des Unterarms und des Handrückens können punktiert
werden. Besonders eignen sich die drei starken Venen der Ellenbeuge: V. cephalica, V. mediana cubiti und V. basilica.
Ist nach sorgfältigem Abtasten keine pralle elastische Vene
auffindbar, Arm nach unten hängen lassen, massieren oder
Punktionsgebiet leicht und vorsichtig abklopfen (ggf. warmer
Armwickel). Achtung: «Pumpen» mit der Faust führt durch
Muskelaktivität zu einem Anstieg von K+ und Mg2+ in der Blutprobe; eine zu lange Stauung führt zu einer Veränderung von
Parametern.
Handrücken
Arcus
dorsalis
23
Durchführung
Hier wird ein möglicher Standardvorgang der Venenpunktion geschildert:
Arbeitsfläche desinfizieren
keimfreie Arbeitsfläche
Hände desinfizieren
Indikation: vor sauberen, aseptischen Handlungen
Sicherheitskanüle oder Butterfly-Systeme,
z.B. Venofix® Safety, vorbereiten
Der Durchmesser der Kanüle wird je nach zu entnehmender Blutmenge ausgewählt.
Diese entspricht in der Regel zwischen 18 G – und 21 G (Gauge). Eine zu dünne Nadel kann zu
Hämolyse führen.
Butterfly-Systeme können mittels Klebeband vor akzidenteller Dislokation schützen.
Entnahme-Röhrchen bereitlegen
Reihenfolge beachten: 1. ohne Zusätze, 2. mit Zusätzen
Stauschlauch ca. eine Handbreit oberhalb der
Punktionsstelle anlegen
angezogener Stauschlauch darf max. 2 Minuten stauen
Stauung: diese soll maximal bis zum diastolischen Blutdruck durchgeführt werden (evtl. eine
Blutdruckmanschette anlegen)
geeignete Punktionsstelle suchen
beide Arme für einen geeigneten Punktionsort anschauen
siehe Auswahl der Punktionsstelle, evtl. nochmals Stauung lösen
Hautdesinfektion
Wischdesinfektion und mind. 15 – 30 Sekunden einwirken lassen oder bis zur optischen Trocknung. Wichtig: nicht mehr nachtasten
unsterile Untersuchungs-Handschuhe anziehen
spätestens hier, somit optimale Wirkung des Hautdesinfektionsmittels
(kann in der Zwischenzeit trocknen)
kein Verbiegen der Punktionsnadel
es kann zu Lumenänderungen kommen und somit Zellen schädigen (Hämolyse)
Haut mit der freien Hand spannen
kein «Verrutschen» der Vene
Sicherheitskanüle mit geschliffener Öffnung nach oben
halten, in einem Winkel von 20 – 30° durch die Haut
stechen und Vene punktieren
Patienten über den zu erwartenden «Pieks» informieren
CAVE: Der Eintritt in die Vene ist meist nicht zu spüren und je nach System ist es auch nicht
sichtbar, ob man in der Vene ist. Wichtig: Sicherheitskanüle gut fixieren, damit es kein Verrutschen in der Vene gibt – Durchstechen
Blut entnehmen
Reihenfolge der Entnahme-Röhrchen beachten
Proben gut mischen und nicht schütteln, führt zu Hämolyse
bei Blutfluss Stauschlauch lockern oder lösen
Tupfer auf die Punktionsstelle legen, Sicherheitsmecha- ca. 2 Minuten komprimieren (lassen)
nismus der Sicherheitskanüle aktivieren und sofort im
Anschluss den Tupfer auf die Einstichstelle pressen
gebrauchte Sicherheitskanüle in die vorgesehene
Entsorgungsbox entsorgen
Heftpflaster oder einen einfachen Druckverband anlegen
Nachkontrolle
n genügend Blut in den Entnahme-Röhrchen?
n bildet sich ein Hämatom?
n Nachblutung aus Punktionsstelle?
n Befinden des Patienten
n gebrauchtes Material sachgerecht entsorgen oder
desinfizieren (Flächendesinfektionsmittel)
n Transport der Blutproben ins Labor sichern
Handschuhe ausziehen, Hände desinfizieren
24
Rekapping ist verboten
Expertise
Auszug möglicher Probleme und Risiken
bei der Blutentnahme
Die Rollvene
Hierbei handelt es sich um eine Vene, die nicht ausreichend im
umgebenden Bindegewebe fixiert ist. Es empfiehlt sich die
gute Fixation der Vene mittels Anspannen der Haut im
Längsverlauf.
Die unsichtbare oder versteckte Vene
Wenn nach der Stauung keine Venen zu sehen sind, ist nach
den tiefer gelegenen Venen zu suchen oder abzutasten. Diese
Venen fühlen sich prall, federnd und seitlich verschiebbar an.
Ausserdem sind sie leichter staubar als Arterien. Sehnen dagegen sind deutlich härter, unnachgiebiger und verändern sich
bei einer Blutstauung nicht. Sofern vorhanden kann ein Dopplergerät beim Aufspüren grösserer Venen helfen.
Traumatisierung eines Nervs
Die akzidentielle Punktion eines Nervs führt zu einem elektrisierenden Gefühl im Areal. Eine dauerhafte Schädigung ist nur
zu erwarten, wenn ein Hämatom auf den Nerv Druck ausübt
oder wenn ein toxisches Extravasat den Nerv schädigt.
Es sind nur einige Empfehlungen und Hinweise, welche zu
beachten sind und es steht einer sicheren Blutentnahme und
nachfolgenden validen Diagnostik nichts mehr im Weg!
Literatur
Deschka Marc; Einfach und sicher Blut entnehmen; Die
Schwester Der Pfleger 48. Jahrg. 03/09; Seite 236-242
Deschka Marc; Praxis der Blutentnahme – Ein Leitfaden für
medizinisches Fachpersonal; Sarstedt AG
Kölner Interprofessionelles Skills Lab (KIS); venöse Blutentnahme; Universität Köln; Nr. 5/April 2007
Gnädinger Markus; Die periphere venöse Punktion; Teil 1: Die
diagnostische Venenpunktion; Schweiz Med Forum 2013; 13(4):
70 – 74
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI); Anforderungen an die Hygiene bei Punktionen und Injektionen;
Bundesgesundheitsbl 2011 – 54: 1135 – 1144; DOI 10.1007/
s00103-011-1352-8 © Springer-Verlag 2011
Weiterführende Links
www.cdc.gov/HAI/settings/outpatient/checklist/
outpatient-car-checklist.html
CDC Injection Safety Web Materials:
www.cdc.gov/injectionsafty
Vittoria La Rocca, Expertin für Spitalhygiene,
Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil
25
Ecoflac® plus
Transofix ®
Ecoflac® Connect
Mini-Spike
Die Systemlösung für Ihren Erfolg
Die Ansprüche an die medizinische Versorgung und Pflege sind kontinuierlich
gewachsen und auch Ihre Erwartungshaltung gegenüber Produkten für die Infusion hat sich verändert. Ihr Ziel ist es,
Ihre Patienten optimal zu versorgen. Wir
bieten Ihnen die Systemlösung für die
Infusionstherapie mit aufeinander abgestimmten Produkten.
Ist für Sie Sicherheit, Zeit und Wirtschaftlichkeit nebst Effizienz durch optimale Prozesse auch sehr wichtig? Das
B. Braun Sicherheitsportfolio umfasst
von der Infusionslösung bis hin zum peripheren Venenzugang integrale Bestandteile eines Infusionssystems.
Lassen Sie sich von unseren Safety-Produkten für die Infusionstherapie überzeugen, die wir Ihnen nachstehend vorstellen.
Ecoflac® plus
Das stehende Behältnis
für die Standardinfusion
Dieses einfach zu handhabende System
wurde gemeinsam mit Experten aus der
Pflegepraxis konzipiert. Das kollabierende Polyethylen-Behältnis ist ein grosser
Fortschritt in Hygiene und Sicherheit.
Der Ecoflac ® plus ist mit zwei flachen,
identischen, steril verschlossenen Ports
für die Medikamentenzugabe sowie für
die Entnahme der Infusion ausgestattet.
Das komplette Sortiment an Infusions­
26
lösungen steht für Sie bereit und unter- im Ecoflac® Connect kann die Ampulle
stützt Ihre Prozesse zusätzlich mit einem während der Infusion befestigt bleiben,
eindeutigen Etiketten- und Farbkonzept. ohne dass es zu einem Arzneimittelrückfluss kommt. Das heisst, Sie wissen
Nehmen Sie den direkten Weg
immer, welcher Patient welches MedikaDie Zubereitung von Arzneimitteln gehört ment erhält: ein klarer Vorteil bei der Bezu Ihrer täglichen Arbeit. Obwohl Routi- kämpfung von Fehlmedikationen.
ne, ist es eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Ihre ganze Konzentration for- Mini-Spike
dert. Arzneimittel-Zubereitungen müssen Mini-Spike ist der Entnahme- oder Zuunter stressigen Arbeitsbedingungen spritzspike für die Mehrfachentnahme
schnell und möglichst zeitgleich erfolgen. aus Mehrdosenbehältnissen. Die leichte
Benutzen Sie Produkte, die Sie während Entnahme und Zugabe von Arzneimitteln
des Zubereitungsprozesses vor Nadel- sowie der bakteriendichte Belüftungsfilstichverletzungen und Kontamination ter machen zusätzliche Druckausgleichdurch Arzneimittel schützen. Kennen Sie Techniken überflüssig und schützen vor
die entsprechenden Transfersysteme?
Raumluftkontamination. Das Kontaminationsrisiko wird so reduziert.
Transofix ®
Der Mini-Spike ist in verschiedenen VariDer Transferspike für sterile Flüssigkeiten anten erhältlich, mit zusätzlichem Partihat sich für das Auflösen von Lyophilisa- kelfilter, Aerosolfilter, mit Microtip oder
ten und Mischen von Arzneimitteln und mit integriertem Ventil, abhängig von
Lösungen mit optimalem Durchfluss be- der Anwendung und vom Arzneimittel.
währt.
Transofix ® ermöglicht ein zeit- und kos- Intrafix ® SafeSet
teneffizientes Arbeiten mit zusätzlichem Das Infusionsbesteck
Schutz vor Nadelstichverletzungen.
für die Extraportion Sicherheit
Intrafix ® SafeSet ist das Infusionsbesteck
®
Ecoflac connect
für die wirtschaftliche Durchführung
Das nadelfreie, geschlossene System für von Infusionen mit zwei innovativen
die Einzeldosis-Arzneimittelzubereitung, Produktmerkmalen: AirStop und Prime­
abgestimmt auf das Infusionsbehältnis Stop. Damit wird die Komplikationsrate
Ecoflac ® plus, erspart Ihnen einige Hand- gesenkt, Manipulationen werden redulungsschritte bei der Infusions-Vorberei- ziert und die tägliche Anwendung wird
tung. Schluss mit handgeschriebenen entscheidend erleichtert.
Etiketten! Dank des neuartigen Ventils
Expertise
Intrafix ® SafeSet
Venofix ® Safety
Wir machen es Ihnen einfacher
PrimeStop: Die Schutzkappe mit hydrophober Membran macht Schluss mit
austretender Lösung und schützt damit
vor Kontamination. Durch diese Mem­
bran wird ein automatisches Befüllen
ermöglicht und das Intrafix ® SafeSet ist
bis zur Konnektion an den Venenzugang
ein geschlossenes System.
AirStop: Die einzigartige Filtermembran
im Tropfkammerboden schützt auch
nach dem Leerlaufen des Behälters
durch einen konstanten Flüssigkeitsspiegel vor Luftinfusionen und verhindert
das Eindringen grober Partikel.
tivierung des Sicherheits-Mechanismus
durch Drücken der Sicherheitstaste ist
möglich, noch während sich die Kanüle
in der Vene befindet. Die grossen, flexi­
blen Flügel gewährleisten ein bequemes
Handling.
Vasofix ® Safety
Die Sicherheits-Venenverweilkanüle
mit Zuspritzport
Die Vasofix ® Safety Venenverweilkanüle
verfügt über einen selbstaktivierenden
Clip-Mechanismus, der die scharfe Kanülenspitze beim Herausziehen automatisch sichert. Einmal aktiviert, bleibt der
Sicherheitsmechanismus verriegelt und
kann nicht rückgängig gemacht werden
– für kompromisslose Sicherheit.
Intrafix ® SafeSet ist aktuell das einzige
Infusionsbesteck auf dem Markt, welches mit den beiden Sicherheitsfunktionen PrimeStop und AirStop ausgestattet Die beiden Sicherheitskanülen Venofix ®
ist. Profitieren Sie und Ihre Patienten Safety und Vasofix ® Safety sind in verauch bereits von diesen Sicherheiten?
schiedenen Grössen erhältlich. Die
farbliche Kennzeichnung der Flügel und
Detaillierte Angaben sowie verschiedene der Verpackung erleichtern die sichere
Anwender-Tipps zu unserem Intrafix ® und schnelle Identifikation der unterSafeSet finden Sie unter: www.safeset.ch schiedlichen Kanülengrössen.
Venofix ® Safety
Das Sicherheits-Venenpunktions­
besteck mit dem einfachen und
intuitiven Handling
Venofix ® Safety, die Flügelkanüle mit mikrosilikonisierter Präzisionsspitze, erhöht den Komfort für die Patienten und
vereinfacht die Punktion bei schwierigen
Venenverhältnissen. Eine einhändige Ak-
Praxisgerechte Sets für die
Infusionstherapie
Die Optimierung und Standardisierung
von Prozessen erhöht die Sicherheit und
Effizienz. Deshalb haben wir unser Produktsortiment mit zwei neuen, massgeschneiderten Infusions-Sets für Sie erweitert.
Vasofix ® Safety
h
nsecurit y.c
io
s
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n
.i
w
ww
Mit den beiden Set-Varianten – Infusionsset Mini-Spike und Infusionsset Basic – verfügen Sie sofort über alle erforderlichen Komponenten für eine
Infusionstherapie. Die einzelnen Medizinprodukte stehen einsatzbereit zur
Verfügung.
Haben Sie Interesse am detaillierten Inhalt der beiden Infusionssets? Produktinformationen mit allen verfügbaren Infusionssets erhalten Sie unter:
sales-opm.bbmch@bbraun.com
Hinweis: Die Sets können über TARMED,
Position GI-20 abgerechnet werden.
Daniela Krummenacher, Product Mana­ger
B. Braun Medical AG
E-Learning-Tools
Für Anwendende von Infusionssystemen stellen wir zwei E-LearningTools zur Verfügung. Hier werden
weitere Anwendungsempfehlungen
und allgemeine Informationen über
Infusionslösungen und das Anlegen
einer peripheren Venenpunktion
aufgezeigt.
Profitieren Sie von der kostenlosen
Möglichkeit, Ihr Wissen aufzufrischen:
www.bbraun.ch ➞ Rubrik «Wissen»
➞ «Schulung & Weiterbildung»
27
Medizinprodukt versus Arzneimittel
Die wesentlichen Unterschiede
Definition gemäss Heilmittelgesetz
Sowohl beim Medizinprodukt als auch
beim Arzneimittel handelt es sich um
Heilmittel, deren unterschiedliche
Anwendung im Heilmittelgesetz
(HMG) wie folgt definiert ist:
Heilmittel
Medizinprodukt (CE)
■ Produkte einschliesslich Instrumente, Apparate, In-vitroDiagnos­tika, Software und andere
Gegenstände / Stoffe
■ für die medizinische Verwendung
bestimmt / angepriesen und deren
Hauptwirkung nicht durch ein
­Arzneimittel erreicht wird
Zugang zur Sozialversicherung und Rückvergütung
Der grösste Unterschied ist im Z­ugang zur Sozialversicherung sowie der
entsprechenden Rückvergütung zu finden.
Medizinprodukt (CE)
Arzneimittel
Ambulanter Sektor
für Medizinprodukte durch
Fachperson angebracht / verwendet inkl. Implantate: Abrechnung
und Rückvergütung erfolgt via
TARMED GI-20 („Generelle Interpretation“) falls Einzelstück teurer
als drei Franken
Ambulanter Sektor
■ auf der Spezialitätenliste (SL)
­figurierende Arzneimittel müssen
von den Krankenkassen übernommen / rückvergütet werden
■
weitere Informationen:
www.fmh.ch ➞ Ambulante Tarife
➞ TARMED Tarif ➞ FAQ ➞
Fragen und Antworten zur Verrechnung von Verbrauchs­material
und Material
Beispiel: Omnican® Penkanüle
Arzneimittel
■ P
rodukte chemischen / ­biologischen
Ursprungs
■ z
ur medizinischen Einwirkung
auf den menschlichen / tierischen
Organismus bestimmt / angepriesen insbeson­dere zur Erkennung,
Verhütung oder Behandlung von
Krankheiten, V
­ erletzungen und
Behinderungen
Beispiel: Braunol®
■
f ür Medizinprodukte durch
­Patienten selber angebracht / verwendet exkl. Implantate: Abrechnung und Rückvergütung
(Höchstvergütungsbetrag) durch
die Mittel- und Gegenstände-­
Liste (MiGeL), sofern die entsprechende Position existiert
weitere Informationen:
www.bag.admin.ch ➞ Themen ➞
Krankenversicherung ➞ Tarife und
Preise ➞ M
­ ittel- und Gegenstände-Liste
Stationärer Sektor
■ inkludiert in den Fallpauschalen
(SwissDRG) mit Ausnahme von
teuren Implantaten / Dialyse [siehe
SwissDRG-Fallpauschalenkatalog
unter Anlage 2 als Zusatzentgelte
(ZE)]
weitere Informationen:
www.swissdrg.org
28
weitere Informationen:
www.spezialitaetenliste.ch
Stationärer Sektor
■ inkludiert in den Fallpauschalen
(SwissDRG) mit Ausnahme von
teuren Arzneimitteln [siehe SwissDRG-Fallpauschalenkatalog unter
Anlage 2 als Zusatzentgelte (ZE)]
weitere Informationen:
www.swissdrg.org
Exciting
und Ausblick Gesetzgebung 2015
Marktzulassung
Auch die Marktzulassung («Inverkehrbringen») erfolgt unterschiedlich: Medizinprodukte erhalten die Marktzulassung durch sogenannte benannte
Stellen («notified bodies») via Konformitätszeichen CE, welches auf dem jeweiligen Medizinprodukt aufgedruckt
ist. Bei den Arzneimitteln ist Swissmedic die zuständige Zulassungsbehörde
respektive befindet sich das Swissmedic-Logo inklusive Abgabekategorie
auf dem jeweiligen Arzneimittel:
Was bringt uns das Jahr 2015?
Arzneimittel sind kein gewöhnliches
Konsumgut: Bei Kostendiskussionen im
Gesundheitswesen erhalten in der Regel
vor allem die Arzneimittelpreise überproportionale Aufmerksamkeit, obwohl
der Anteil der Arzneimittel an den Gesundheitskosten mit 9.2 % tiefer ist als
im Vergleich zu den Nachbarländern.
korbs um Frankreich / Österreich beim
Auslandspreisvergleich, 3-Jahres-Rhyth­
mus bei der Preisüberprüfung kassenpflichtiger Arzneimittel (Spezialitätenliste) und die sofortige Preis­überprüfung
bei Indikationserweiterung.
■ U
m den Generika-Anteil bei den verkauften Arzneimitteln zu erhöhen,
wurde auf März 2011 die sogenannte
Preisabstandsregel angepasst mit neu
fünf Stufen für die Festlegung von Generika-Preisen sowie einem möglichen
differenzierten Selbstbehalt von 20 %.
Mittlerweile kosten die meisten patent­
abgelaufenen Originalpräparate in der
Schweiz gleich viel wie in den Nachbarländern. Generika sind bei uns im Durchschnitt teurer als im vergleich­baren Ausland, die Preisdifferenz hat sich aber
auch hier verringert. Folgende Massnah- Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) plant mit der Teilrevision der
men haben dies erreicht:
Verordnung über die Krankenversiche■ P
er 1. Oktober 2009 hat der Bundesrat rung (KVV) und der Verordnung des EDI
verschiedene Sofortmassnahmen bei über Leistungen in der obligatorischen
den Arzneimitteln beschlossen, um die Krankenpflegeversicherung (KLV) u.a.
Kosten in der Krankenversicherung folgende Massnahmen im Arzneimittelzu entlasten: Erweiterung des Länder- bereich umzusetzen:
z usätzliche Referenzländer für den
Auslandspreisvergleich wie z.B. Belgien, Schweden und Finnland
■ n
eue Gewichtung der beiden Preisbildungskriterien (ausländischer Preisvergleich, therapeutischer Quervergleich)
im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsüberprüfungen
■
Die entsprechenden Anspruchsgruppen
haben ihre Kommentare Ende Juli 2014
eingereicht. Ab Anfang 2015 soll der
Mechanismus zur Preisfestsetzung bei
Arzneimitteln in Kraft treten – gerne
werden wir Sie in der nächsten Ausgabe
von exciting news darüber informieren.
Dominik Straumann, Health Economics
Project Manager, B. Braun Medical AG
29
Auf den nächsten zwei Seiten erhalten Sie Informationen der in exciting news erwähnten Produkte.
Artikel
Einheit
MiGeL
Art.-Nr.
Pharmacode
Prontosan® Wundspüllösung, tensidhaltige Wundspüllösung mit Polihexanid und Betain für die Reinigung und
Dekontamination belegter Wunden. Durchdringt den Biofilm, löst den Wundbelag.
Ampulle
40 ml
24 Stück
99.11.03.00.1
400484
5300132
Flasche
350 ml
1 Stück
99.11.04.00.1
400417
5204931
Flasche
350 ml
10 Stück
Flasche
1000 ml
1 Stück
99.11.04.00.1
400403
5204925
400446
5160599
Lavasept ® Lösung, gebrauchsfertiges Wund-Antiseptikum zur Behandlung infektionsgefährdeter und infizierter
Areale, zur Spül-Saug-Drainage.
Flasche
100 ml
1 Stück
Arzneimittel
881015
1807348
Flasche
250 ml
1 Stück
Arzneimittel
881016
1807354
Flasche
500 ml
1 Stück
Arzneimittel
881017
2838776
Flasche
1000 ml
1 Stück
Arzneimittel
881018
3674325
Prontoderm® Solution, wässrige, gebrauchsfertige Lösung, zur antiseptischen Ganzkörperreinigung und Pflege
gegen MRE.
Ovalflasche
Kanister
500 ml
1 Stück
400102
2964038
5l
1 Stück
400100
2964044
ProntOral® Mundspülung, gebrauchsfertige Mundspüllösung, zur antiseptischen Reinigung des Rachens gegen
MRE.
Rundflasche
250 ml
1 Stück
400700
2964104
4090500
2029114
4090550
4573075
Transofix ®, Transferset für sterile Flüssigkeiten.
Transofix ® für Flaschen bis 100 ml
1 Stück
Ecoflac ® Connect, geschlossenes System für die Einzeldosis-Arzneimittelzubereitung.
Ecoflac ® Connect
1 Stück
Mini-Spike, hygienisch verschliessbare Entnahme- oder Zuspritzspikes zur Mehrfachentnahme aus
­Mehrdosenbehältnissen mit 0.45 µm Belüftungsfilter.
Standardspitze
1 Stück
4550242
1592770
Mini-Spike Filter, Entnahme- oder Zuspritzspikes für die Mehrfachentnahme aus Mehrdosenbehältnissen mit
einem 0.45 µm Belüftungsfilter und einem 5 µm Partikelfilter.
Standardspitze
1 Stück
4550234
1629220
Mini-Spike Chemo, für die Chemotherapie mit einem aerosoldichten 0.2 µm Belüftungsfilter und 5 µm
­Partikelfilter zum Schutz vor toxischen Aerosolen, besonders geeignet für Zytostatika.
Standardspitze
30
1 Stück
4550340
1510915
Artikel
Einheit
MiGeL
Art.-Nr.
Pharmacode
Intrafix ® SafeSet mit AirStop und PrimeStop, das einzige Infusionsgerät, das automatisch entlüftet und vor
Luftinfusionen schützt. Einfache und zeitsparende Infusionsvorbereitung.
Schlauchlänge
180 cm
10 Stück
03.04.01.00.1
4063000
3183337
Schlauchlänge
230 cm
10 Stück
03.04.01.00.1
4063003
5733138
Schlauchlänge
mit Rückschlagventil
180 cm
10 Stück
03.04.01.00.1
4063001
5733144
Schlauchlänge Neutrapur
PVC-frei
180 cm
10 Stück
03.04.01.00.1
4063002
5728114
Venofix ® Safety, die Flügelkanülen mit Sicherheitsmechanismus zur kurzzeitigen Infusion, Injektion, T­ ransfusion
und Blutentnahme. Der Sicherheitsmechanismus kann einhändig aktiviert werden, während die Kanüle noch in
der Vene liegt. Grosse flexible Flügel erleichtern das Punktieren und die Fixierung.
27 G, 0.4 mm
30 cm Schlauch
50 Stück
4056501-01
5539815
25 G, 0.5 mm
30 cm Schlauch
50 Stück
4056502-01
3781587
23 G, 0.65 mm
30 cm Schlauch
50 Stück
4056503-01
3781529
21 G, 0.8 mm
30 cm Schlauch
50 Stück
4056504-01
3781564
21 G, 0.8 mm
18 cm Schlauch
50 Stück
4056506-01
6539821
19 G, 1.1 mm
30 cm Schlauch
50 Stück
4056505-01
4759644
Vasofix® Safety, die Sicherheits-Venenverweilkanüle mit Zuspritzport für eine einfache Punktion in unterschiedlichsten Winkeln. Beim Herausziehen wird die scharfe Kanülenspitze automatisch und permanent durch
einen Clip-Mechanismus gesichert.
24 G, 0.7 x 19 mm
50 Stück
4269071S-01
2712288
22 G, 0.9 x 25 mm
50 Stück
4269098S-01
2712302
20 G, 1.1 x 25 mm
50 Stück
4269217S-01
2712354
20 G, 1.1 x 33 mm
50 Stück
4269110S-01
2712319
18 G, 1.3 x 33 mm
50 Stück
4269330S-01
2712377
18 G, 1.3 x 45 mm
50 Stück
4269136S-01
2712325
17 G, 1.5 x 45 mm
50 Stück
4269152S-01
2712331
16 G, 1.7 x 50 mm
50 Stück
4269179S-01
2712348
14 G, 2.2 x 50 mm
50 Stück
4269225S-01
2712360
22 G, 0.9 x 25 mm
50 Stück
4215095
5614729
20 G, 1.1 x 25 mm
200 Stück
4215117
4117414
Zu Vasofix ® Safety passende Mandrin
20 G, 1.1 x 33 mm
50 Stück
4219104
5614741
18 G, 1.3 x 33 mm
50 Stück
4219139
5614764
18 G, 1.3 x 45 mm
50 Stück
4219120
5614758
17 G, 1.5 x 45 mm
50 Stück
4215150
5614735
16 G, 1.7 x 50 mm
200 Stück
4219171
5614770
14 G, 2.2 x 50 mm
200 Stück
4219201
5739589
31
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