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Bericht... - und Jugendhilfe Westuffeln

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WA
20.02.2015 WERL
LOKAL
4 SO_WERL_HP_
20.02.15 13:56:05
WERL 3
FREITAG
20. FEBRUAR 2015
Prima gelesen
LESERBRIEF
Wo wohnen
die spielenden
Kinder?
Kreisentscheid im Vorlesewettbewerb
WERL 쐍 Der Kreisentscheid im
Vorlesewettbewerb für den
Kreis Soest fand in diesem
Jahr wieder in Werl statt. Neben den bisherigen Schulformen und den neuen Sekundarschulen haben auch diesmal die Sieger der Realschulen und der Gymnasien an
der Ausscheidungsrunde in
der Overbergschule teilgenommen. Dadurch gab es
zwölf Jungen und Mädchen,
die gestern vor der Jury ihr
Bestes gaben.
Dabei waren: Meret Hagedorn (Lippetalschule), Irem Il-
Mit dem MehrgenerationenSpielplatz an der VHS befasst
sich nachfolgender Brief:
Die Stadt Werl hat kein
Geld. Kein Geld für die Stadtbücherei, fürs Museum, für
die VHS. Aber für den bisherigen Spielplatz am Rykenberg
wird sie 45 000 Euro ausgeben. Es soll ein Mehrgenerationenspielplatz gebaut werden. Was ist das? Wer wird
das nutzen?
Hat die Verwaltung mal die
Anwohner befragt? Oder die
Verantwortlichen der VHS,
die ihren eigenen Grund und
Boden jetzt mit einem hohen
Metallzaun vor Vandalismus
schützen? Oder die Verantwortlichen für das Museum,
die direkte Nachbarn des
Platzes sind?
Ich wohne seit 13 Jahren
„Am Rykenberg“, in vielen
Sommern war ich bei der Polizei schon bekannt, um
nächtliche Ruhestörung anzuzeigen und um Abhilfe zu
bitten. Im Sommer 2014 war
das nicht in einer Nacht nötig
... da waren ja auch alle Anlagen so zerstört (und nicht von
spielenden Kindern), dass ein
Aufenthalt für Jugendliche
zum essen, trinken, Wasserpfeife rauchen und krakeelen
nicht mehr attraktiv war.
Oder einfacher: es gibt keine
Sitzgelegenheiten mehr. Die
sollen aber jetzt „mit und
ohne Rückenlehne“ neu angeschafft werden.
Es sollen auch neue Spielgeräte angeschafft werden...
aber wo wohnen die spielenden Kinder? An den Wochenenden konnte man mal
Kirchgänger beobachten, die
sich mit Kindern die Zeit auf
dem Spielplatz vertrieben.
Ansonsten waren es Jugendliche, die sich meist bemühten, den Zustand der Spielgeräte auf Widerstand gegen
Gewalt zu testen.
Hat man mal die Mitarbeiter des Kommunalbetriebes
gefragt, die regelmäßig die
Hinterlassenschaften eines
Wochenendes zu beseitigen
hatten? Flaschen, Pizzadeckel, Spritzen... alles, was
nicht über das Mäuerchen
vor die Kellerfenster der VHS
geworfen wurde. Aber sicher
werden jetzt neue Müllbehälter angeschafft, die dann
auch nicht benutzt werden.
Und für die ältere Generation? Sollen sich die Senioren
von der Musik auf den mitgeführten Handys und Playern
unterhalten lassen?
Warum lässt man nicht –
wie zum Beispiel mit dem
Platz in der „Bunten Kuh“ geschehen – Gras über den Platz
wachsen... dann sind auch die
Hundebesitzer froh, die ein
großes Hundeklo vorfinden
würden.
Aber es wird nicht nur für
45 000 Euro angeschafft, es
soll auch etwas abgeschafft
werden: zwei Pkw-Stellplätze
und zwei gesunde Bäume...
das wird mir sicher jemand
erklären können. Eigentlich
können wir in der Innenstadt
Stellplätze für Kunden der
Fußgängerzone und Bäume
fürs Gesamtbild gut gebrauchen.
Die Stadt Werl hat kein
Geld... aber ich habe viele Fragen.
Barbara Rinsche
Werl
Wir freuen uns über jeden
Leserbrief, müssen uns
allerdings Kürzungen vorbehalten. Außerdem weisen wir darauf
hin, dass Leserbriefe ausschließlich die Meinung der Einsender
wiedergeben. Bitte versehen Sie
Ihre Leserbriefe mit Ihrer Adresse
und Telefonnummer. Abgedruckt
wird die komplette Anschrift aber
nicht. Sie erreichen uns per Mail
an lokales-werl
@soester-anzeiger.de.
Der Kreisentscheid im Vorlesewettbewerb fand gestern in der Overbergschule statt. 쐍 Foto: Tomicek
han (Conrad-von-Ense-Schule), Büsra Inanli (Sekundarschule Wickede), Jana Kampmann (Ursulinengymnasium
Werl), Eva Katharina Kamps
(Sälzer-Sekundarschule
Werl), Marie-Christine Kramer (Städt. Conrad von SoestGymnasium), Eileen Krüger
(Städt.
Archigymnasium
Soest), Leon Schellewald
(Hannah-Arendt Gesamtschule Soest), Marius Säcker (Möhnesee Sekundarschule) Kilian
Trüten (Städt. Aldegrever
Gymnasium Soest), Lara Welter (Mariengymnasium Werl).
Schützen übernehmen zehn Stolpersteine
Schützenchef Hans-Joachim Billecke: „Wir tragen den wichtigen Gedanken der Erinnerungskultur mit“
Zehn StolperWERL 쐍 „In diesem Punkt hat es
steine will die
keine Diskussionen gegeben.“
St.-SebastiaFür Hans-Joachim Billecke unternus-Schützenstreicht die große Bereitschaft
bruderschaft
auch die Verantwortung, die
Werl spendieWerls Schützenschwestern und
ren. Alle fünf
-brüder immer wieder in und für
Kompanien –
die Stadt übernehmen. „Wir
Steinerhofe,
werden uns an der Aktion ‘StolNeuerhofe,
persteine’ beteiligen“, freut sich
der Brudermeister über die gro- Hans-Joachim Sälzerhofe,
Melsterhofe
ße Unterstützung.
Billecke
und die PetriSollte das Projekt in der Hell- hofe – haben ihre Bereitwegstadt realisiert werden, schaft zur Patenschaft für eikann er für den immerhin nen Stolperstein beschlossen,
1000 Mitglieder zählenden zudem werden sich die amVerein verkünden: „In den tierenden Majestäten – das
Kompanien, unseren Abtei- Königspaar Jens und Victoria
lungen und auch dem Spiel- Kahl und das Kaiserpaar Hans
mannszug tragen wir den und Maria Schobernd – beteiwichtigen Gedanken der Er- ligen, und auch die Schießgruppe, die Avantgarde, die
innerungskultur mit.“
Karnevalisten und der Spielmannszug schließen sich
dem Projekt an. „Wir stehen
mit unserer mehr als 520-jährigen Tradition sicherlich
auch in manchen Bereichen
nicht ohne Schuld da“, betont Billecke: „Wir können
aber Geschehenes nicht rückgängig machen, jedoch für
die stete Erinnerung an Gräueltaten, Ungerechtigkeit, Vertreibung und Mord sorgen
und uns von ganzem Herzen
und mit ganzer Kraft dafür
einsetzen, dass sich diese Zeiten nicht wiederholen.“
Für den Vorstand der Werler
Schützen ist es ein besonders
gutes Zeichen, dass sich sämtliche Kompanien und Gruppierungen der Bruderschaft
an der Aktion beteiligen. „Da-
durch wird der notwendige
Gedanke einer schlüssigen
Erinnerungskultur in unserer
Stadt nicht nur durch das
Führungsgremium initiiert,
sondern dieses wichtige Signal bis in alle Ebenen hinein
mitgetragen“, unterstreicht
der Brudermeister, der mit
den Werler Schützen für ein
friedvolles und verständnisvolles Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen eintritt. Die Schützen unterstreichen ihr Selbstverständnis:
„Wir bekräftigen mit dieser
Initiative unsere Verantwortung für unsere Stadt, ihre
Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft. Wir
stehen ein für unsere möglichen Fehler, signalisieren
aber auch deutlich unseren
Standpunkt für Gerechtigkeit
und Frieden.“ Denn eingebunden in die 1494 gegründete Tradition des Werler Schützenwesens hat sich der Gedanken des schützenden, helfenden und engagierten Bürgers bis heute in der Bruderschaft verfestigt.
Ehrenamtliches
Engagement ist für die Mitglieder
Auftrag und Verpflichtung
gleichermaßen. Davon zeugen zahlreiche Arbeits- und
Hilfseinsätze in der Stadt,
Spendenaktionen und Bene-
fiz-Projekte, die von der St.Sebastianus-Schützenbruderschaft durchgeführt und gefördert werden. Billecke:
„Schütze zu sein heißt auch,
Verantwortung für sich und
andere zu übernehmen. In einer Gemeinschaft, die genau
das – im wahrsten Sinne des
Wortes – auf ihre Fahnen gestickt hat. Auch wenn das in
heutiger Zeit manch einem
nicht mehr modern und zeitgemäß erscheint: Wir sind
da, wenn wir gebraucht werden.“ 쐍 val
Soester Anzeiger 20.02.2015
Westuffeln spendet zwei Stolpersteine
Mitarbeiter und Kinder der zwölf Gruppen wollen an verfolgte Juden in Werl erinnern
WERL 쐍 Doppelt hält besser.
Auch bei der Verankerung im
Boden. Gleich zwei Stolpersteine will die Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln stiften.
Einen wollen die Mitarbeiter
finanzieren, einen die Kinder
der Einrichtungen, sagt Markus Schütter, Gruppenleiter
der Wohngruppe. Die Idee
stammt aus den Reihen einer
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Projektgruppe aus Westuffeln, die sich seit einigen Monaten mit dem „Nationalsozialismus im Dritten Reich“
beschäftigt. Etwa zehn Kinder und zwei Betreuer machen mit. Als dann im Anzeiger zu lesen war, dass in Werl
Stolpersteine vor den Häusern verfolgter Juden im
Zweiten Weltkrieg eingesetzt
werden sollen, da war das Interesse, sich zu beteiligen,
schnell geweckt. Also wurde
die Idee, einen der Steine zu
übernehmen, in die Gruppensprechersitzung der Kinder- und Jugendhilfe eingebracht. „Und danach war
schnell klar, das wir auch
zwei Steine hinbekommen“,
sagt Markus Schütter. Die Zu-
sage steht und ist bei Stadtarchivar Michael Jolk als Ansprechpartner hinterlegt.
Aus der Gruppensprechersitzung, in der alle zwölf Grupen der Kinder- und Jugendhilfe aus Werl und Soest vertreten sind, soll zukünftig übrigens ein Kinder- und Jugendrat werden, so Schütter.
쐍 bus
53 Stolpersteine an 17 Plätzen sind in Werl vorgesehen. Bis Anfang
Februar sind bereits 15 feste Zusagen für „Patenschaften“ – sprich
die Übernahme von 120 Euro pro Stein – bei der Stadt eingegangen. Offiziell grünes Licht für die Stolpersteine soll der Sozialausschuss in seiner Sitzung am 18. März geben. Weitere „Paten“ können sich bei Stadtarchivar Michael Jolk, Tel. 8001018, melden.
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