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Nr
ahrgang / 2 Euro
Nr.. 7 / 62. JJahrgang
Freitag, 13. FFebruar
ebruar 2015
Nettetal: Pfarrer Georg K.
zu sechs Jahren Haft verurteilt. Seite 9
Niederkrüchten: Der EGC übernimmt
den Elmpter Golfplatz. Seite 16
Sport: VVV-Venlo mit
Rückenwind nach Almere. Seite 19
„Ein Hoch auf uns“
Die Narren sind los
Die aktuelle rtv
VON EINER JECKEN
Grenzland. Der Karneval
biegt auf die Zielgerade ein.
Wir haben tolle Sitzungen
im Grenzland erlebt, Helau,
Maak möt, Lott Jonn und
viele andere Schlachtrufe
gebrüllt. Haben Höchstleistungen der tanzenden Garden in allen Farben gesehen.
Das war der Saal-Karneval
2015.
Jetzt geht es raus auf die
Straße. Und so ganz schrecklich scheint es Petrus auch
mit den Narren nicht zu
meinen. Gestern sind die
Rathäuser gestürmt worden, das Grenzland war für
einen Tag in holder weiblicher Hand. Und jetzt lösen
alle Jecken die Handbremse
und geben für die letzten
Tage des Straßenkarnevals
richtig Gas.
Feiern, schunkeln und bützen ist angesagt. Nette Menschen treffen - solche, mit
denen man gern unterwegs
ist, solche, die man ewig
nicht gesehen hat, und vielleicht auch solche, denen
man noch nie vorher begegnet ist.
Alle Züge sehen, jedes Fest
besuchen - einfach unmöglich bei der riesigen Auswahl
im Grenzland. Deshalb wird
unser Reporterteam aus-
Am Donnerstag beginnt ...
schwärmen, sich aufteilen
und überall mitfeiern, wo es
nur geht. Das Ergebnis sehen Sie dann nächste Woche
hier. Wir versprechen für
unseren großen Karnevalsrückblick alle Züge, die Rathausstürme und so manches
andere karnevalistische
Schmankerl. Und jetzt hin-
ein ins Getümmel! Wenn Sie
uns begegnen, dann winken
Sie ruhig freundlich in die
Kamera, denn wir wollen
strahlende Jecken zeigen.
Und bitte immer ein Lied
auf den Lippen haben. Wir
halten es da mit dem Motto
der Höhner und sagen:
„Steh auf, mach laut“. Die
wirkliche Hymne der Session, die in allen Sälen zu
hören war und die sich die
Narren am Straßenrand
zurufen werden, stammt
aber aus dem Sommer, genauer gesagt: Aus der Zeit
der Fußball-WM. Andreas
Bouranis „Hoch auf uns“
hat den Karneval erobert,
weil er nicht nur Weltmeister, sondern auch die Narren überall feiert und feiern
lässt.
Züge im Grenzland
Karnevalsfreitag
Schulzug Hinsbeck 10.45 Uhr
Schulzug Born 10 Uhr
Nelkensamstag
Lötsch 14.11 Uhr
Bracht 14.11 Uhr
Oedt 14.11 Uhr
Lüttelforst 15.11 Uhr
Tulpensonntag
Dilkrath 11 Uhr
Rintgen 11.11 Uhr
Vogelsrath 11.11 Uhr
Grefrath 11.11 Uhr
Hinsbeck 11.11 Uhr
Kaldenkirchen 13.11 Uhr
Niederkrüchten 14.11 Uhr
Viersen 14.11 Uhr
... auch im Grenzland der Straßenkarneval. Archiv-Fotos: Frank Hohnen
Rosenmontag
Süchteln 10.11 Uhr
Overhetfeld 11.11 Uhr
Dülken 14.11 Uhr
Grenzland
Seite 2
Jevehrlick
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Foto der Woche
Weä van öch jätt van Fußball versteht,
deä wet ooch jenau, wie öt bej enne Freistoß so jeht.
No en Faul, also no son kleen Attentat,
lägg enne Spezialist sich datt Leär paraat
on son Stöck äff sääß Jeechner
bilde mött örre Körper en Mu-er,
doabej kieken die dann Waal ärch su-er,
weil se nämlich Ängs habbe,
dänn bej sonne stramme Schött
krett dän Eene off dän Angere all änz jätt mött.
Drömm hoone die sich die Häng bej desse Jopp
vörr öt edelste Köperdeel, mar datt eß net de Kopp!
Born to be wild !
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Grenzland. An dieser Stelle präsentieren die Grenzland Nachrichten das „Foto der Woche“.
Jeder kann dabei mitmachen. Und so geht es: Ein querformatiges Bild mit einem schönen
Grenzland-Motiv aussuchen, es in einer Größe zwischen einem und zwei Megabyte an eine
Email anhängen, diese an j.vandervelden@rmp.de schicken und kurz dazu schreiben, wo
das Bild aufgenommen wurde und warum dieses Bild für sie „typisch Grenzland“ ist. Es muss
sicher gestellt sein, dass Sie das Bild selbst gemacht haben und - falls Menschen darauf zu
sehen sind - diese mit einer möglichen Veröffentlichung einverstanden sind. Unter allen
Bildern, die jeweils bis Dienstag, 18 Uhr, eingesandt werden, wählt die Redaktion das „Foto
der Woche“ aus und veröffentlicht es freitags an dieser Stelle mit Namensnennung.
Das Foto der Woche stammt diesmal von der GN-Mitarbeiterin Birgit Eickenberg, die beim
Hundetag im Natur- und Tierpark in Brüggen dieses Erdmännchen fotografierte, welches
sich unter der Heizsonne sehr wohl fühlte.
Flüchtlinge in Elmpt?
Mögliche Erstaufnahme-Einrichtung in den Javelin Barracks
Elmpt (hei). Die Nachricht
hat für Unruhe in Niederkrüchten gesorgt: Die Bezirksregierung denkt darüber
nach, nach dem Abzug der
Briten gegen Ende dieses Jahres auf dem Gelände der Javelin Barracks in Elmpt eine
Erstaufnahme-Einrichtung
für Flüchtlinge, die nach
NRW kommen, entstehen zu
lassen.
Von Seiten der Politik
kommt dazu massiver Widerstand. Denn seit zehn Jahren laufen die Planungen,
dort nach dem Abzug ein
Gewerbegebiet für großflä-
chiges und kleinteiliges Gewerbe sowie einen Energiepark zu errichten.
Diese Planungen sehen
nicht nur Bürgermeister
und Kommunalpolitiker
durch eine mögliche Erstaufnahme-Einrichtung gefährdet. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk hat bereits an die
zuständige Regierungspräsidentin Anne Lütkes geschrieben, um sie daran zu
erinnern, dass sie vor wenigen Wochen noch versichert
hat, wie wichtig dieses neue
Gewerbeprojekt sei - das ein-
zige im Bereich des neuen
Regionalplans. Er forderte sie
auf, sich als Regierungspräsidentin „ganz persönlich
dafür einzusetzen, dass dieses Gewerbegebiet nicht nur
im Regionalplan dargestellt,
sondern auch praktisch
umgesetzt werden kann“.
Eine Nutzung als Erstaufnahme-Einrichtung sei mit
der Entwicklung eines Gewerbegebiets für großflächiges Gewerbe und Logistik
nicht vereinbar.
Lütkes hat in einem Gespräch mit Bürgermeister
Herbert Winzen im Rathaus
versichert, es sei noch keine
Entscheidung gefallen. Man
sei am Standort Elmpt sehr
interessiert, aber auch bereit, die Gegenargumente der
Gemeinde intensiv und objektiv zu prüfen. Vertreter
von Gemeinde und Kreis
Viersen erstellen zurzeit die
Liste mit den Punkten, die
gegen die Einrichtung in
Elmpt sprechen. Eine Entscheidung muss am Ende
Landes-Innenminister Ralf
Jäger treffen. Damit wird im
Frühjahr gerechnet.
Inzwischen hat am Dienstagabend der Rat der Ge-
Wie wird die Zukunft der Javelin Barracks aussehen? Gewerbegebiet oder Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge? Foto: Heike Ahlen
meinde Niederkrüchten getagt. Und der sollte am
Dienstagabend - bei Redaktionsschluss lag das Ergebnis noch nicht vor - den Bebauungsplan „Elm-123 Militärgelände Elmpt“ per Einleitungsbeschluss auf den
Weg bringen. Darin will die
Gemeinde ihre Planung für
das Gelände, an der seit zehn
Jahren entwickelt und gearbeitet wird, darstellen: Den
Energiepark für regenerative Energien, und das zweigeteilte Gewerbegebiet - für
großflächiges und kleinteiliges Gewerbe.
Kämmerer Klaus Blech hat
am Dienstag keinen Zweifel
daran gelassen, dass die Gemeinde bereit ist, diese Pläne zu verteidigen, auch mit
juristischen Mitteln.
Auch Schwalmtal sieht
sich - allerdings jenseits der
Gemeindegrenze - mit deutlich mehr Flüchtlingen konfrontiert, als man es ursprünglich erwartet hatte,
als bekannt wurde, dass für
Teile des JHQ in Mönchengladbach bereits ein Vertrag
geschlossen wurde, um dort
eine solche ErstaufnahmeEinrichtung zu installieren.
Der Vertrag läuft für zunächst zehn Jahre, es gibt
darin eine Option für weitere fünf Jahre. Mit einem
Schreiben vom 5. Februar
hat die Bezirksregierung die
Gemeinde unterrichtet, dass
dort die Unterbringung von
bis zu 1.000 Flüchtlingen
geplant sei.
Grenzland
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Seite 3
Menschen im Grenzland: David Koebele rockt mit dem Cello
Mehr als nur klassische Musik
VON SUSANNE PETERS
Niederkrüchten. Seit seinem siebten Lebensjahr ist
das Cello David Koebeles
vertrauter Begleiter. Dass
man mit dem Cello weit
mehr machen kann, als klassische Musik zu spielen, entdeckte der gebürtige Niederkrüchtener bereits früh
für sich. „In meiner Jugend
hörte ich mir immer wieder
meine Lieblingslieder mit
dem mp3-Player an und bekam bereits ein Gefühl dafür, diese direkt in CelloMelodien umsetzen zu können“, erzählt er.
Als er 13 Jahre alt war,
musste er seine musikalische
Leidenschaft fast aufgeben,
da er permanent Schmerzen
in der Schulter hatte. „Das
war die Folge eines Haltungsschadens beim Üben“,
erinnert er sich. Grundsätzlich habe er eine Stunde am
Tag geübt, zur Vorbereitung
für „Jugend musiziert“ sogar drei bis vier Stunden.
„Schließlich haben wir eine
Lehrerin in Dortmund gefunden, bei der ich von der
Picke auf noch mal ganz von
vorne mit der Tonleiter begann und eine stabile Haltung fand, so dass meine
Schmerzen im Laufe der Zeit
verschwanden.“
Bei „Jugend musiziert“
gewann er einmal den 1. und
einmal den 2. Bundespreis.
Später fand er während eines Workshops Freunde, die
klassische
Instrumente
spielten, und man nahm sich
vor, die Jury von „Jugend
musiziert“ auf die Schippe
zu nehmen. Gesagt, getan.
„Wir spielten „One“ von
Metallica, mit Verstärker
und Sonnenbrillen auf der
Nase“, erzählt er grinsend.
Die Jury war derart beeindruckt, dass sie das Ensemble zum Kammermusikkurs
auf Schloss Krickenbeck
schickte, wo es sich auf den
Bundeswettbewerb vorbereitete. Dort belegten die vier
jungen Männer schließlich
den 3. Platz.
Bis heute hegt der 29-jährige Mönchengladbacher eine
besondere Leidenschaft für
das klassische Instrument
und unterrichtet mit viel
Herz junge Nachwuchsmusiker. „Die Entwicklungen der
jungen Cellisten sind unterschiedlich. Viele bewegen sich
im klassischen Bereich. Dort
werden meine Schüler auch
erst mal unterrichtet. Ich hole
sie dort ab, wo sie stehen.“
Später könne man dann auch
zu populärer Musik überge-
hen. „Die Bandbreite ist riesig“, schwärmt er, „grundsätzlich kann man mit dem
Cello alles spielen.“ Das entdeckte er im Alter von 18 Jahren für sich, als er sich die
Improvisation autodidaktisch aneignete. Seine Leidenschaft gilt nicht nur dem Cello, sondern auch der Leitung
des Sinfonischen Rockorchesters, einer bunt zusammen
gewürfelten Truppe, die eben
die Liebe zur Musik der etwas anderen Art teile, so Koebele.
Intensiv geprobt wird vor
allem vor den Konzerten.
„Da gibt es dann spezielle
Workshops, bei denen wir
uns gezielt auf die Auftritte
vorbereiten“, ergänzt der
passionierte Cellist. Das Sinfonische
Rockorchester
überzeugt durch ausgefeilte
und akzentuierte alternati-
ve Arrangements aus Rock/
Pop bis hin zu Apocalyptica.
Die von seinem Orchester
dargebotenen populären
Stücke hat er selbst interpretiert und dazu in mühsamer Handarbeit die Noten
aufgeschrieben. Außerdem
ist er sehr ehrgeizig: „Die
Noten müssen absolut sauber klingen, sonst hört es sich
einfach nicht gut an.“
Ab Mai wird das Sinfonische Rockorchester regelmäßig im Gymnasium St. Wolfhelm in Waldniel proben.
Wer mindestens acht Jahre
alt ist, ein klassisches Instrument spielt, wie zum Beispiel Geige, Bratsche, Kontrabass oder eben Cello, sich
aber auch in anderen Musikrichtungen austoben möchten findet auf der Seite
www.davidkoebele.de weitere Informationen.
David Koebele schätzt die
besondere musikalisch Bandbreite, die das Cellospiel ermöglicht. Foto: Susanne Peters
im BOD (Books on Demand,
Norderstedt) Verlag erschienen und in allen Buchhand-
lungen sowie im Internet
erhältlich. Ein E-Book gibt es
ebenfalls.
„Navigation zur Lebensfreude“
Die innere Balance wieder finden
Mit ihren Büchern Hilfe zur
Selbsthilfe zu unterstützen,
das liegt Gudrun Heiß sehr am
Herzen. Foto: Susanne Peters
VON SUSANNE PETERS
Grefrath. Gudrun Heiß
wurde in Duisburg geboren
und lebt seit vielen Jahren
mit ihrem Mann Rüdiger in
Grefrath. Zunächst im kaufmännischen Bereich tätig,
später als Hausfrau und
Mutter, entdeckte sie im Jahr
1994 die Naturheilkunde für
sich. Sie habe damals Möglichkeiten gesucht, sich selbst
und anderen zu helfen. Seit
17 Jahren bietet sie bei der
Kreisvolkshochschule Viersen Autogenes Training und
Progressive Muskelrelaxation an. „In der Naturheilkunde habe ich meine wahre
Berufung
gefunden“,
schwärmt die Heilpraktikerin, die auch eine Weiterbil-
dung zum Master of NLP
(Neuro-Linguistisches Programmieren) absolviert hat.
„NLP bedeutet, dass unser
Nervensystem über unsere
Sprache programmiert und
beeinflusst wird“, erklärt sie.
Nun hat sie ein Buch geschrieben, sehr anschaulich
und leicht verständlich, auf
der Lehre des NLP basierend.
„Im November letzten Jahres habe ich „Navigation zur
Lebensfreude“ als Hardcover mit glänzendem Fotopapier veröffentlicht. In den
letzten Monaten habe ich das
Werk um 30 weitere Seiten
ergänzt, weitere NLP-Elemente und Fotos kamen hinzu“, berichtet sie. Dieses neue
Buch ist als Taschenbuch,
ebenfalls mit glänzendem
Einband, erschienen. Die Fotos in den Büchern, die die
Thematik der einzelnen Kapital perfekt ergänzen, hat
ihr Mann beigesteuert.
„Mir liegt es am Herzen,
den Menschen etwas in die
Hand zu geben, dass ihnen
hilft, sich selbst zu helfen“,
fasst sie lächelnd zusammen. Es gebe viele sich wiederholende Stressfaktoren
im Alltag, wie beruflicher
Druck, Zeitdruck und Herausforderungen in der Familie; auch brauche der
Mensch Momente, um zur
Ruhe zu kommen. „Mein
Buch ist zum einen für meine
Kursteilnehmer geeignet sowie für alle Menschen, die
Möglichkeiten der Entspannung suchen“, fasst sie zusammen. Man könne es Kapitel für Kapitel lesen oder
auch querbeet, es sei nicht
im Besonderen strukturiert.
„Die Texte bieten Denkanregungen, man kann sie auch
in aller Stille auf sich wirken
lassen sowie entspannt im
Anblick der Bilder versinken“, beschreibt sie.
„Die Themen meines Buches zielen durchweg auf die
Ausbildung eines persönlichen positiven Weges ab. Aus
dem Negativ mit bestimmten Problemen und Erfahrungen umzugehen, hilft
nicht weiter“, erläutert sie.
Es handele sich um meditative Übungen, Denkanregungen und Gedichte, um Mut
zu fassen, offen sowie ehrlich zu selbst zu sein, um
neue Wege zu beschreiten
und neue Lebensfreude zu
entdecken. Die Sprache ist
anschaulich und leicht verständlich. Die Autorin erklärt, was Stress ist und wie
dieser sich auf das menschliche Befinden auswirkt. Dazu
zeigt sie Möglichkeiten auf,
um das innere Gleichgewicht wiederzufinden, mit
der Natur im Einklang zu
sein und die innere Balance
wieder finden. „Wichtig ist
es, gute Gefühle zu veran-
„Nu Of Nooit - jetzt oder nie!“
Limburg. Nu Of Nooit,
jetzt oder nie! Die Vorrunden des Nachwuchswettbewerbs für Popmusik der
Provinz Limburg sind gelaufen. Aus 92 Bewerbungen aus der Provinz Limburg wurden 25 Popacts
ausgewählt, die verteilt über
fünf Vorrunden in den Gemeinden Roermond, Heerlen, Venlo, Maastricht und
Sittard-Geleen, um einen
Platz im Finale am Samstag,
21. Februar 2015, im Muziekcentrum de Bosuil in Weert
streiten. Der Gewinner darf
sich ein Jahr lang am mei-
sten vielversprechender
Popact von Limburg nennen.
Neben persönlichem Coaching, Studiozeit und verschiedenen Auftritten darf
der Sieger beim größten und
berühmtesten Popfestival
der Niederlande auftreten:
Pinkpop!
kern“, weiß sie. Die Bücher
unter dem Titel „Navigation zur Lebensfreude“ sind
Grenzland
Seite 4
Maastricht: Kunst
auf höchstem Niveau
Vom 13. bis 22. März können Sie das vielseitige Angebot während der TEFAF
entdecken: Kunst, Theater,
Tanz, Musik und mehr. Zehn
Tage lang hochwertige (inter-)nationale Produktionen und Veranstaltungen
mit großen und neuen Namen, ausgewählten inspirierenden Vorstellungen,
außergewöhnlichen Ausstellungen, Premieren, besonderen Festivalaufführungen und aufsehenerregenden
Veranstaltungen. Das Angebot
beinhaltet Tanz,
klassische Musik,
Oper, Jazz, Theater, Ausstellungen und Performances. Alle Informationen zu
den einzelnen
Veranstaltungen finden Sie auf
der Internetseite
www.vvvmaastricht.nl/
de/during-tefaf/
programm.html
Foto: VVV Maastricht
Maastricht. Während der
weltweit führenden Kunstund
Antiquitätenmesse
„The European Fine Art Fair“
(TEFAF) im MECC Maastricht, die dieses Jahr zum
28. Mal stattfindet, warten
die Stadt und die Euregio
ebenfalls mit beeindruckenden Ausstellungen, Theaterund Musikproduktionen,
Tanzvorstellungen und speziellen Veranstaltungen auf.
Die GN jetzt auch auf Facebook
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
Kinderwagen-Flachrennen
in Vogelsrath
Vogelsrath (fjc). Angefangen hatte in Vogelsrath alles
schon vor Jahrzehnten: Damals schnappten sich einige
junge Leute zu Karneval einen alten Kinderwagen,
stellten einen Kasten Bier
hinein und zogen durch Vogelsrath. Und weil ihnen das
eine Menge Spaß machte,
wiederholten sie es im nächsten Jahr, andere schlossen
sich ihnen an und zogen mit.
Da nun alles, was am Niederrhein schon zwei Mal
stattgefunden hat, eine gewisse Tradition in sich birgt,
wurde dieses „Kinderwagen-Flachrennen“ schnell in
Vogelsrath als Tradition
anerkannt und als fester Bestandteil in das kulturelle
Jahresprogramm aufge-
nommen. Wichtig ist dabei:
Alles bewegt sich mehr oder
weniger gezogen und geschoben durch die Sektion,
Zugmaschinen sind verpönt! So wird sich auch in
diesem Jahr am Karnevalssonntag, 15. Februar, wieder der närrische Zug in
Vogelsrath formieren und
durch die Sektion bewegen.
Start ist um 11.11 Uhr am
ehemaligen Kindergarten.
Dann zieht man auf der Vogelsrather „Hauptstraße“ in
Richtung Süden. Nach einem
Abstecher in das Smetsend
geht es bis zum Kapellchen
und wieder zurück bis zur
Gaststätte Wassenberg. Hier
löst sich der Zug auf und hier
wird noch zünftig der Ausklang gefeiert.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Leader - schafft es die Region?
Bewerbung von Schwalmtal, Brüggen und Niederkrüchten ist unterwegs
Optimismus pur - viele Menschen haben Projektideen für „Leader“ eingereicht. Sie warten jetzt auf das Ergebnis. Foto: Heike Ahlen
Schwalmtal/Brüggen/
Niederkrüchten (hei). Wenn
übermorgen auch in Düsseldorf Rosenmontag gefeiert
wird, dann läuft im Narrentreiben auch eine Frist ab nämlich die, in der sich Regionen aus NRW darum bewerben können, für die nächsten Jahre „Leader-Region“
in Europa zu sein.
Die drei Schwalm-Gemeinden Brüggen, Schwalmtal
und Niederkrüchten haben
eine 120 Seiten starke Bewerbung eingereicht, um als Region „Schwalm - Mittlerer
Niederrhein“ dabei zu sein.
Gerechnet wird mit 45 Bewerbungen, 20 bis 25 Regionen erhalten den Zuschlag.
Für die drei Gemeinden im
Westkreis würde ein Erfolg
der Bewerbung bedeuten,
dass sie bis zum Jahr 2020
mit EU-Fördermitteln in
Höhe von etwa 2,3 Millionen
Euro rechnen können - für
Projekte, die die ländliche
Region stärken sollen. Seit der
Auftakt-Veranstaltung für
das Bewerbungsverfahren
im September haben mehr
als 420 Menschen die verschiedensten Workshops besucht und ihre Ideen eingebracht. Zahlreiche weitere
Ideen kamen über ein Internet-Vorschlags-Portal. So
sind gut 130 Projektideen entstanden, von denen ein Teil
verwirklicht werden könnte. Wichtig bei diesen Ideen
ist, dass ihre Ausführung vor
allem mit ehrenamtlichem
Engagement aus Liebe zur
Region und ihren Menschen
umgesetzt werden soll.
Anfang Februar haben
noch einmal gut 100 Menschen die Abschlussveranstaltung für die Bewerbung
besucht und dort an Beispielen erfahren, welche Projekte
realisiert werden könnten.
Ein Beispiel ist „A.G.T.I.V.“
- das steht für Alter, Gesundheit, Treffpunkt, Information
und Versorgung. Dieses Projekt zielt auf die hausärztliche Versorgung in der Region. Schon jetzt haben viele,
vor allem ältere, Menschen
Schwierigkeiten, zu einer
entsprechenden Praxis zu
kommen. Bis zum Jahr 2030
wird die Zahl der Menschen
über 65 Jahren drastisch ansteigen. Aber schon in den
nächsten paar Jahren könnte
sich die Situation der hausärztlichen Versorgung überproportional verschlechtern,
wie Johann-Heinrich Arens
vom Hausarztzentrum Brüggen ausgerechnet hat. Von
den 27 Hausärzten der Region seien 13 schon 62 Jahre
oder älter.
Die Idee ist nun, leerstehende Räumlichkeiten als Begegnungsstätten zu beleben. Hier
sollen geschulte Ehrenamtler Vermittler in medizinischen Grundfragen sein,
Fahrdienste zu Ärzten organisieren und Hilfe, die durch-
aus im Sinne der Nachbarschaftlichkeit da sein könnte,
koordinieren.
Auch die Schwalm als verbindendes Element der drei
Gemeinden spielt eine große
Rolle in der Bewerbung - mit
gleich mehreren Projektideen. Dort könnte unter anderem am „Drei-GemeindenEck“ ein Infopunkt unter dem
Motto „Alles im Fluss“ entstehen, an dem man viel zur
Geschichte des Wasserbaus,
der energetischen Nutzung
des Flusses schon vor fast
1000 Jahren mit Mühlrädern
erfahren und auch selbst Experimente machen kann.
Ob es die Region „Schwalm
- Mittlerer Niederrhein“
wirklich schafft, Leader-Region zu werden, wird im Mai
oder Juni bekannt gegeben.
Dann könnte ein Verein gegründet werden, Ende des
Jahres könnten die ersten
Projekte in Angriff genommen werden.
Matthäus-Passion in Tegelen
Nettetal (hws). In Tegelen
gibt es am Sonntag, 15. März
ein Sonderkonzert. Das Meisterwerk von Bach, die Matthäus-Passion wird in der
Sankt Martinuskirche aufgeführt. Es ist keine normale
Version, sondern eine Version, wie Bach sie beabsichtigt
hat. Kein Chor mit 80 oder
mehr Sängern, sondern es
gibt einen „DDQ Chor.“
DDQ bedeutet DoppeltDoppelt-Quartett. Also nur
16 Sängerinnen und Sänger.
Die acht gefundenen Partituren aus Bachs Zeit machen
es wahrscheinlich, dass bei
Bach
auch
nur
16
Sänger(innen) waren: Zwei
Sänger, die eine Partitur teilten, weil sie handgeschrieben war, also auch damals
sehr teuer. Solisten in Tege-
len sind fünf junge Sänger
und Sängerinnen, die vor
kurzem den Master-Abschluss am Konservatorium
erhielten. Das Barockorchester Collegium Instrumental Eindhoven besorgt die
Instrumentalbegleitung.
Das Orchester besteht aus
professionellen Musikern
mit historischen Instrumenten. Dirigent is Jacques Wij-
nen. Auf der Website
www.tegula-cultura.nl findet
man Hintergrundinformationen und es können Tikkets bestellt werden. Wie bei
allen Veranstaltungen der
Stiftung Tegula Cultura
wird auch dieses Konzert für
einen guten Zweck organisiert: die Aufnahme von
Obdachlosen von Emmaus
Feniks Tegelen.
Zur Firmung anmelden
Mit Muskelkraft geht es beim „Kinderwagen-Flachrennen“
durch Vogelsrath. Foto: Franz-Josef Cohnen
Schwalmtal (fjc). Die Pfarrei St. Matthias Schwalmtal
wird auch in diesem Jahr das
Sakrament der Firmung anbieten, und zwar voraussichtlich vom 5. bis 7. November. Es ist das Sakrament
der Mündigwerdung des
Christen und zum Beispiel
auch Voraussetzung, wenn
man Pate werden möchte.
Die Vorbereitung mit verpflichtenden Veranstaltun-
gen beginnt bereits im Frühjahr.
Eingeladen zur Firmung
und entsprechenden Vorbereitung sind in diesem Jahr
die Jugendlichen des Geburtsjahrganges 1. Juli 1998
bis 31. Oktober 1999, was
der Klasse 10 entspricht (oder
wer zum Zeitpunkt der Firmung mindestens 16 Jahre
alt ist). Wer bisher keine Einladung erhalten hat, müsste
sich umgehend im Pfarrbüro Waldniel (Telefon 94540)
melden. Die Anmeldungen
zur Vorbereitung sollten
dann Mittwoch, 18. Februar, oder Freitag, 20. Februar,
jeweils in der Zeit von 17 bis
19 Uhr im Pfarrhaus Waldniel, Niederstraße 31 persönlich erfolgen. Hier werden
Pastor Thorsten Aymanns
und weitere Mitarbeiter zur
Verfügung stehen, um die
Anmeldungen entgegenzunehmen und mögliche Fragen zu beantworten. Für
Materialien und eine gemeinsame Jugendfahrt wird
ein Kostenbeitrag von 35
Euro erhoben.
Der gemeinsame Weg der
Firmvorbereitung beginnt
mit einem Eröffnungsgottesdienst Samstag, 14. März,
18.30 Uhr in St. Michael
Waldniel.
Grenzland
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Seite 5
Charity-Turnier für Marvin
Alle Dartspieler können mitmachen
Hinsbeck (bei). Es gibt
Menschen, die trifft das
Schicksal mit aller Macht. Die
Hinsbeckerin Birgit Wehr ist
eine von den Personen, bei
denen das Schicksal keine
Nachsicht gezeigt hat. Die
45-Jährige hat einen querschnittsgelähmten Sohn, einen teilweise geistig behinderten Sohn und eine Tochter.
Marvin Wehr ist von Geburt an querschnittsgelähmt, er wurde bereits über
20 mal operiert. Der 19-Jährige und sein 26-jähriger
Bruder arbeiten beide im
Heilpädagogischen Zentrum. Der Malteser Hilfsdienst unterstützt die Familie, indem Transporte möglich gemacht werden. „Einen spontanen Besuch bei
Freunden kann Marvin aber
nicht machen, uns fehlt eine
Rampe zum Auto“, erzählt
Birgit Wehr, „Termine müssen ein paar Tage vorher
angemeldet werden.“ Sie
selbst fährt einen Kia Carnival, welcher aber nicht behindertengerecht ist. Aufgrund der Rückenprobleme
der Mutter und einer fehlenden Rampe, ist der Wagen
aber keine Option mehr für
die Transporte des zu hundert Prozent behinderten
Jungen. „Und ich würde
auch Marvin gerne den Gefallen tun, so wie ich meine
Tochter zu Freunden bringe,
ihn auch mal zu seinen Kollegen zu einem Treffen bringen.“ Die Mutter hat etwas
Geld gespart, es reicht aber
nicht für ein behindertengerechtes Fahrzeug. Alle Autohäuser der Umgebung hat
sie nach einem guten Gebrauchten schon abgeklappert. Roland Böckmann, der
Freund der alleinerziehenden Mutter, die seit einem
Bandscheibenvorfall nicht
mehr arbeiten kann, wollte
sie überraschen und meldete sie zur Sendung „Mein
neuer alter“ von RTL2 an.
Mit viel Herz und Humor
hilft Kfz-Experte Det Müller
in dieser Sendung Menschen
mit wenig Budget bei der
Suche nach dem richtigen
Gebrauchtwagen. Birgit
Wehr kam mit ihrem „Fall“
in die engere Auswahl. Die
Familie hoffte so sehr auf
Unterstützung durch die
Sendung. Jedoch entschied
die Redaktion nach einem
Probedreh gegen sie, da sie
„zu viele Schicksalsschläge
vereint, das wollen die Leute nicht sehen“, so sei ihr
mitgeteilt worden. Vorab
hatte man sie aber gefragt,
Birgit und Marvin Wehr hoffen auf ein behindertengerechtes Fahrzeug. Foto: Frank Hohnen
was sie sich selber sich vorstellen könne mit dem Moderator zu machen, um zusätzlich zu ihrem Ersparten
etwas Geld generieren zu
können. Daraufhin sprach
Birgit Wehr mit dem DartClub Lucky-Loser’s aus Krefeld, die öfter Spendenaktionen für Menschen initiieren,
die Hilfe benötigen. Birgit
Wehr spielt Darts selbst seit
zehn Jahren und der Verein
sagte zu, ein Charity-Event
zu veranstalten. Im Palm’s
Checkpoint in Schaag wird
außerdem das Trinkgeld für
Marvin gesammelt, dort treffen sich ebenfalls die DartSpieler. Trotz der Absage
von RTL2 will man am Charity-Turnier der Krefelder
festhalten.
Am 28. Februar startet das
Turnier um 16 Uhr im „Zum
alten Wasserturm“ in Grefrath-Oedt, Johannes-Girmes-Straße 51. Die Startgebühr beträgt zehn Euro, zwei
Euro davon sind für die MitFinanzierung eines behindertengerechten Fahrzeugs
für Marvin Wehr bestimmt.
Die drei Erstplatzierten des
Turniers können schöne
Preise gewinnen. Die Gaststätte hilft ebenfalls, es wird
gegrillt und ein Anteil des
Erlöses der verkauften Getränke wird gespendet. Beim
Turnier kann jeder mitmachen, man muss keinem Verein angehören. Anmeldungen sind möglich unter der
Telefonnummer 0177 30 21
881. Infos gibt es auch bei
Facebook in der Gruppe
„Lucky-Losers helfen“.
Kunst mit Spalten und Kanten
Gert Kampendonk hat sich der Bildhauerei verschrieben
Noch immer beliebt in Kaldenkirchen: Gert Kampendonk
VON JOACHIM BURGHARDT
Grenzland. Anfassen ist
unerwünscht: „Vorsicht,
bitte nicht berühren!“ steht
auf einem kleinen Zettel am
Sockel der gläsernen Skulptur - Glaskanten können
scharf sein, Fingerabdrücke
die Lichtwirkung stören.
Der Bildhauer hat’s mit Materialien, die sich auf den
ersten Blick gar nicht dazu
eignen scheinen, ihnen eine
abstrakte Form zu geben.
Mit Glas zum Beispiel arbeitet Gert Kampendonk besonders gern, den in Kaldenkirchen viele noch als
ehemaligen Realschullehrer
schätzen. Dick und dicht ist
dieses Glas, Blicke dringen
erst gar nicht durch. Licht
bricht sich an gläsernen
Spalten und Kanten, lässt
das Gebilde grünlich schimmern. „Das Glas ist mehrfach bearbeitet, geschmolzen, gebrochen, neu zusammengefügt“, deutet Kampendonk an. Seine Skulptur,
einer erstarrten Wassersäule ähnlich, ist typisch für
den Künstler: Abstraktes
schafft er, das doch irgendwie überraschend figürlich
wirkt. Ächzen, stöhnen,
schwitzen: Kampendonk
muss sich anstrengen, die
nicht einmal große Skulptur hochzuwuchten.
Ganz schön gewichtig das
Glaskonstrukt, ihr Schöpfer schlank, aber drahtig.
Kunst hat offensichtlich
auch mit Arbeit und Ausdauer zu tun, will man widerspenstigen Materialien
eine Form abgewinnen: „Ich
werke gern mit Glas, Metall, Beton, Holz.“
Kampendonk - der Name
ist bekannt in der Region:
„Viele kennen noch meinen
Vater Hermann Kampendonk“, weiß der Spross der
alteingesessenen rheinischen Künstlerfamilie Campendonk, so die frühere
Schreibweise. Die Gemälde
seines Vaters Hermann, der
1994 starb, galten und gelten was nicht nur in Kempen und Kaldenkirchen,
Krefeld und Umgebung.
Gert hingegen hat sich der
Bildhauerei verschrieben,
sein Sohn Nils der Fotogra-
fie. Die Bildhauerei verschafft Gert Kampendonk
Anerkennung in Künstlerkreisen, einem breiten Publikum ist er noch nicht so
bekannt. „Ich hatte ja nur
wenig Zeit, mich zum Beispiel um Ausstellungen zu
kümmern“, nennt er als
Grund. Früh schon fertigte
er Zeichnungen und Skulpturen, studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie;
alte Aufnahmen zeigen ihn
zusammen mit dem niederrheinischen Kunstguru Joseph Beuys.
Doch der bescheidene junge Künstler setzte damals
nicht auf eine Karriere als
Freischaffender, sondern
ging als Familienvater auf
Nummer sicher: „Ich nahm
die Anstellung als Kunstlehrer an der Realschule Kaldenkirchen an.“
Als Lehrer für Kunst und
Technik bewies Kampendonk, dass Kreativität nicht
nur in eigenen Werken zum
Tragen kommt: „Ich glaube,
ich konnte manchen was
vermitteln, kriege noch immer Rückmeldungen von
Schülern, die heute in kreativen Berufen arbeiten.“
Dann der Drang, mehr Zeit
fürs eigene künstlerische
WERNER GÖTZKES
REINERSSTR. 15 41334 NETTETAL (Lobberich) TEL.: 02153/2468 FAX: 02153/4283
FENSTER
TÜREN
TORE
TORANTRIEBE
MARKISEN
E-mail: werner.goetzkes@freenet.de • Internet: www.werner-goetzkes.de
Schaffen zu haben - Altersteilzeit, Ruhestand, Ausstellungen etwa im Atelier van
Eyck in Leuth. Ende letzten
Jahren zeigte er seine Arbeiten in der Alten Fabrik in
Kaldenkirchen, „Fünf“ hieß
die Ausstellung, weil Werke
von fünf Künstlern aus Kaldenkirchen zu sehen waren:
Kampendonk gilt eben immer noch als Kaldenkirchener - und erhielt viel Lob für
seine Werke: „Darüber freue
ich mich“, gibt der 65-Jährige zu, der ländlich abgeschieden nahe der Abtei Mariendonk kanpp hinter der Stadtgrenze Kempens wohnt und
werkelt.
Mit Glas bildhauert Gert Kampendonk besonders gern. Fotos:
Joachim Burghardt
Grenzland
Seite 6
Einladung
zum Expertenvortrag
Robert Karadjian. Foto: Städt.
Krankenhaus Nettetal
Nettetal. Zu einem Expertenvortrag zum Thema „Erkrankungen und Verschleiß
im Schultergelenk“ lädt das
Städtische Krankenhaus
Nettetal, Sassenfelder Kirchweg 1 in Nettetal-Lobberich
Mittwoch, 18. Februar, ein.
Robert Karadjian, der sich
auf Schultergelenke spezialisiert hat, informiert über
Diagnose- und Therapieverfahren, gibt Anregungen für
ein Leben mit einem künstlichen Gelenk und geht auch
auf die optimale Nachbehandlung ein.
Die Veranstaltung beginnt
im 15 Uhr in den Seminarräumen des Krankenhauses.
Der Eintritt ist kostenfrei. Im
Anschluss an seinen Fachvortrag steht Robert Karadjian den Teilnehmern für
Fragen zur Verfügung.
Kassenärztliche Vereinigung:
Kompromiss angestrebt
Brüggen. In einem Brief an
den Landrat des Kreises
Viersen, an die Bürgermeister und die Bundes- und
Landtagsabgeordneten des
Kreises drückt Bürgermeister Frank Gellen seine Bedenken zur geplanten Zentralisierung der HNO-Notdienste durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV)
aus. Danach sollen die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Viersen und Kleve einem zentralen, den Helios-Kliniken angebundenen Notdienst in
Krefeld zugeordnet werden.
„Die Verlagerung des
HNO-Notdienstes ist ein
weiterer Schritt, der insbesondere die Bevölkerung in
ländlich geprägten Strukturen hart trifft. In einer Zeit,
in der notwendige Maßnahmen und Entscheidungen
immer häufiger unter dem
Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit stehen, muss die
Frage erlaubt sein, ob dies
auch für die medizinische
Grundversorgung zehntausender Menschen gelten
kann und ob mit der vorliegenden Planung die Aufgabe der Kassenärztlichen
Vereinigung, eine medizinische Grundversorgung sicherzustellen, als berücksichtigt bezeichnet werden
kann“, so Gellen in seinem
Schreiben. „Eine Zentralisierung in Krefeld koppelt
insbesondere die Bevölkerung im westlichen Bereich
des Kreises Viersen infrastrukturell ab. Die dort vorhandenen Bus- und Bahnverbindungen machen die
Erreichbarkeit der geplanten HNO-Notdienstzentrale in Krefeld äußerst schwierig.“ Gellen bittet die Empfänger des Schreibens um
ihre Unterstützung bei dem
Versuch, mit der KV einen
Kompromiss anzustreben,
der die Interessen der HNONotfallpatienten stärker
berücksichtigt.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Alle feierten mit Barbara Bruns
Hinsbeck (hk). Seit 25 Jahren ist die Hinsbecker Kirchenmusikerin
Barbara
Bruns geborene Hintzen an
der Pfarrkirche St. Peter beschäftigt, vom 1. Februar
1990 stammt ihr erster Vertrag. Dieses Jubiläum wurde
auf ihren Wunsch hin am
vergangenen Sonntagmorgen gemeinsam mit allen von
ihr geleiteten Hinsbecker
Chören mit einer Festmesse
in der Hinsbecker Pfarrkirche gefeiert. Der Kirchenvorstand hatte anschließend zu
einem Empfang im Jugendheim eingeladen, wo sich
zahlreiche Gratulanten eingefunden hatten.
Unter der Leitung von Barbara Bruns wurde von den
drei Hinsbecker Kirchenchören (Kirchenchor, Jugendund Kinderchor), unterstützt von den Musikern
Hugo Graw (Gitarre) und
Uwe Gebauer (Tenorhorn)
sowie den drei Töchtern Klara (Geige), Valeria und Eva
(beide Querflöte), die Festmesse in der Hinsbecker
Pfarrkirche gestaltet. Es war
eine musikalisch vielseitige
Messe mit Musik der Altmeister Mozart und Haydn, aber
auch jüngerer Musik wie
Jazz-Motetten und Liedern
in englischer Sprache, die die
Vielseitigkeit der Chöre und
den altersgemäßen Geschmack zeigte. Lang anhaltender Applaus nach der
Messe zeigte die Anerkennung der Besucher.
Pfarrer Günter Wiegandt
schloss beim Empfang in seine Dankesworte einen Brief
des neuen Aachener Generalvikars Dr. Andreas Frick
mit ein, der der Jubilarin
ebenfalls seinen Dank und
seine Anerkennung für ihre
Verdienste aussprach. Barbara Bruns dankte ihrerseits
für das ihr in guten wie in
schwierigen Zeiten entgegen gebrachte Vertrauen.
Sie betonte, dass sie und ihre
Kinder heute ihre Wurzeln
in Hinsbeck hätten, hier
Nach der Messe trafen sich viele Wegbegleiter und Chormitglieder im Pfarrheim Hinsbeck, um
mit Barbara Bruns zu feiern. Auf dem Bild v.l.: Margarete Mertens, Martina Kall, Pfarrer Günter
Wiegandt, Barbara Bruns, Ralf Schröder, Rainer Klingen. Foto: Frank Hohnen
wären ihre Freunde und Bekannten, hier würden sie
sich wohlfühlen. Margarete
Mertens, Vorsitzende des
Kirchenvorstandes, erzählte über die damaligen Einstellungsgespräche. Barbara Bruns habe damals alle
überzeugt, so dass sie einstimmig gewählt wurde.
„Und“, schloss sie, „unser
damaliger Eindruck hat uns
nicht getäuscht. Wir sind
froh, dass wir eine so engagierte und kompetente Kraft
haben.“
Der Vorsitzende des Pfarreirats Ralf Schröder ließ es
sich ebenfalls nicht nehmen,
ihr herzlich zu danken. Er
sei mit ihr gleichaltrig und
hätte sich schon öfter geärgert, dass er bis 67 Jahre arbeiten müsse. „Doch in diesem Fall freue ich mich, denn
so müsse die Jubilarin länger in Hinsbeck aktiv bleiben.“
Abschließend dankte ihr
der Vorsitzende des Kirchenchores Rainer Klingen
für die vielen Jahre intensiven Einsatzes. Was sie musikalisch und zwischenmenschlich aus und im Chor
geleistet habe, dafür danke
ihr jeder Sänger. Für ihre
Verdienste um die Kirchenmusik überreichte er der
überraschten Barbara Bruns
die Verdienstnadel des Allgemeinen Cäcilien Verban-
des Deutschland mit Urkunde. Dem folgten noch zahlreiche Ehrungen und Danksagungen ihrer drei Chöre,
der Chormitglieder sowie
bekannter und befreundeter
Vereine.
Hohe Auszeichnungen
in Oberkrüchten
Oberkrüchten (bn). Gleich zwei hohe Auszeichnungen hatte
Leo Hönig (links) als Vorsitzender der St. Agatha-Bruderschaft
Oberkrüchten zu verleihen: Engelbert Smets (Mitte) erhielt das
St. Sebastianus-Ehrenkreuz und Erwin Walter den hohen
Bruderschaftsorden.
BlaulichtReport
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Seite 7
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Ignoranz als Unfallursache?
Fahrer verliert die Kontrolle
Erstmals über 8.000 Unfälle im Kreis in 2014
Schwalmtal. Letzten Freitag um 9.46 Uhr war ein 38jähriger Dülkener mit seinem Pkw Audi auf der Renneper
Straße aus Richtung Eicken in Richtung Amerner Weg unterwegs. Vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme
verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach
rechts von der Fahrbahn ab. In einem angrenzenden Feld
blieb sein Auto unbeschädigt stehen. Eine zufällig vorbeikommende Krankenschwester kümmerte sich bis zum Eintreffen des Rettungswagens um den Fahrer. Der Rettungswagen brachte den 38-Jährigen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus.
VON HEIKE AHLEN
Kreis Viersen. „Unfälle
passieren nicht, Unfälle werden verursacht“, sagt Manfred Krüchten, Abteilungsleiter Polizei in Viersen mit
Nachdruck. Vor ihm liegt
eine Jahres-Unfall-Statistik,
die es in sich hat. 8.046 Unfälle im vergangenen Jahr das ist nicht nur eine noch
nie erreichte Zahl, das liegt
deutlich über dem Zehn-Jahres-Schnitt - und auch um
261 Unfälle höher als im Jahr
davor.
Es sei „scheinbar in die
Beliebigkeit jedes Einzelnen
gestellt, ob er sich an Verkehrsregeln hält“, beobachtet Krüchten. Jeder entscheide spontan, ob er es nun gerade für geboten halte, beim
Abbiegen zu blinken, die
vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten
oder an einem Stopp-Schild
anzuhalten. Und damit, dass
man sich selbst falsch verhalte, nehme man anderen
Verkehrsteilnehmern die
Chance, ihrerseits vorausschauend zu fahren. Das sei
ein Gesamtgesellschaftliches Phänomen: „Der Wertewandel ist im Straßenverkehr angekommen.“ Die Polizei könne unterstützen,
aber Grundlagen müssten
schon in den Elternhäusern
gelegt werden - „das kann
die Polizei nicht ersetzen“.
Mit den steigenden Unfallzahlen liegt der Kreis Viersen im Landestrend - allerdings ist dieser Negativtrend im Kreis noch deutlicher als im gesamten Land.
Die Zahl der Verletzten ist
gestiegen - einzig die Zahl
der Toten ist gesunken.
Sieben Menschen starben
bei Unfällen auf den Straßen
des Kreises im vergangenen
Jahr. 2013 waren es noch
neun gewesen, der Zehn-Jahres-Schnitt liegt sogar bei
zwölf Toten.
Auffällig ist eine Parallele
zwischen 2014 und dem laufenden Jahr. Denn im vergangenen Jahr hatte es bis
Anfang Februar, bis zur Be-
Familienstreit ruft
Polizei auf den Plan
Einer der tödlichen Unfälle im Kreis im Jahr 2014 - in Süchteln starb im Oktober ein junger
Motorradfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw. Archiv-Foto: Heike Ahlen
kanntgabe der Unfallzahlen
des Vorjahres, bereits zwei
Menschen gestorben, bis
Ende März waren es schon
fünf.
Auch in diesem Jahr hofft
man darauf, dass das Jahr
nicht so weitergeht, wie es
begonnen hat, denn bislang
gibt es kreisweit bereits drei
Unfalltote.
Besonders stark sind die
Zahlen der Unfälle mit Radund Kradfahrern gestiegen.
Beide Werte liegen deutlich
über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Der
Kampf gegen die Unfälle mit
Rad fahrenden Kindern gehört für die Kreispolizeibehörde schon länger zu den
Schwerpunkten der Arbeit.
Im vergangenen Sommer
hatte es mehrer Wochen lang
Sondereinsätze im Bereich
der Schulwegsicherung gegeben. Und Peter Opdensteinen, Leiter der Direktion V,
bleibt auch angesichts der
schlechten Zahlen optimistisch: „Wir werden einen
langen Atem zeigen, das
weiterhin verfolgen.“ Autofahrer, die nicht genügend
auf radelnde Kinder achten,
wurden bei den Einsätzen
ebenso zurecht gewiesen
wie junge Radler, deren Rä-
der nicht verkehrssicher
waren oder die Fahrfehler
machten.
Kein eigenes Thema sind
im Kreis Viersen Unfälle mit
E-Bikes. Diese Fahrzeuge
werden vor allem von Senioren genutzt. Unter den 78
älteren Menschen, die als
Radfahrer im Jahr 2014 verunglückten, waren aber nur
wenige E-Bike-Fahrer.
Die von Abteilungsleiter
Manfred Krüchten schon
angesprochene Beliebigkeit,
Sorglosigkeit und das NichtBereitsein, für eigene Fehler
einzustehen, zeigen sich
auch in der Zahl der Unfallfluchten. 1.785 Mal ließ im
vergangenen Jahr ein Unfallfahrer das Opfer im Regen
stehen. In den allermeisten
Fällen handelte es sich um
Unfälle, bei denen Sachschaden entstand, Personenschaden ist sehr selten. 40,8
Prozent der angezeigten Fälle wurden im vergangenen
Jahr aufgeklärt. Hier dankt
die Polizei aufmerksamen
Passanten, die die Unfälle
beobachtet hatten und ihre
Beobachtungen der Polizei
mitteilten.
Sechs Unfallhäufungsstellen verzeichnet die Statistik
für 2014 im Kreis. Drei da-
von waren bereits im Jahr
2014 als Unfallhäufungsstellen bekannt. Für eine Unfallhäufungsstelle ist nicht
wichtig, dass es dort „gefühlt“ häufig kracht. Die
Unfälle müssen auch von
gleicher Art und in bestimmte Kategorien einzuordnen
sein. Unter den Unfallhäufungsstellen, die schon 2013
da waren sind auch die Kreuzung B221/A61, Leuther
Straße/An der Landwehr in
Nettetal und die Ecke Freiheitsstraße/Kölnische Straße/Ernst-Moritz-ArndtStraße in Viersen. Die dritte
Stelle liegt in Kempen. Neu
hinzugekommen ist neben
einer weiteren Kempener
Kreuzung der Bereich Lindenstraße/Burgstraße in
Viersen, direkt an der Polizeiwache. Im Oktober ist
dort ein Mini-Kreisel entstanden, der bislang das Problem aber noch nicht gelöst
hat. Ebenfalls neu dabei ist
mit sechs Unfällen die Kreuzung L371/L3 an der Waldnieler Heide in Schwalmtal,
die besonders für Kradfahrer gefährlich zu sein scheint.
Unter den insgesamt fünf
Verletzten waren zwei
schwer- und ein leichtverletzter Kradfahrer.
Alkoholisierter Autofahrer ohne Führerschein
mäht Warnbaken um
Brüggen. So ziemlich alles, was ein Autofahrer falsch
machen kann, muss sich ein
63-jähriger Brüggener vorwerfen lassen. Montag, 19.58
Uhr, bog der 63-jährige Brüggener von der Straße „An
der Kreuzstraße“ nach links
in die Boisheimer Straße ab,
um in Richtung Brüggen
weiterzufahren.
Beim
Durchfahren einer Fahrbahnverengung verlor er die
Kontrolle über seinen Pkw
und kam nach links von der
Fahrbahn ab. Er überfuhr die
Insel der Fahrbahnverengung für die Gegenrichtung
und riss mit seinem Fahrzeug zwei große Warnbaken samt Haltemasten aus
der Verankerung. Auf die-
sen Baken kam sein Auto
schließlich zum Stillstand.
Der Fahrer blieb bei dem
Unfall unverletzt.
Die Polizisten, die den Unfall aufnahmen, stellten einen deutlichen Alkoholgeruch bei dem 63-Jährigen fest.
Ein freiwilliger Alkoholtest
ergab eine Alkoholkonzentration von mehr als zwei
Promille. Auf richterliche
Anordnung musste sich der
Brüggener im Krankenhaus
einer Blutprobe unterziehen.
Einen Führerschein kann er
nicht vorweisen, da er, wie
sich herausstellte gar keine
Fahrerlaubnis besitzt. Das
Fahrzeug und die Autoschlüssel des Unfallfahrers
wurden sichergestellt.
Ungerath (hei). Anwohner wunderten sich in der Nacht
zu Montag in Ungerath über starke Polizeikräfte, Rettungsdienst und Hundeführer, die an einem Haus in Ungerath
standen. Die Ursache war ein Familienstreit. Zunächst war
angenommen worden, der Mann könne im Besitz einer
scharfen Schusswaffe sein - deshalb das große Aufgebot.
Später stellte sich die Annahme als falsch heraus, in den
Morgenstunden konnte der Mann widerstandslos festgenommen werden.
Wohnungsbrand Polizei ermittelt
Dülken. In der Nacht zu Sonntag musste die Feuerwehr
gegen 3.10 Uhr zur Otto-Hahn-Straße ausrücken. Anwohner hatten Rauchentwicklung in einem Treppenhaus gemeldet. Am Ende brannte eine Wohnung aus. Die Polizei hat
den Brandort beschlagnahmt, ein Brandsachverständiger
hat die Arbeit aufgenommen. Bis Redaktionsschluss lag
noch kein Ergebnis vor.
BlaulichtReport
Seite 8
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Unbekannte griffen
in die Kasse
Breyell. Bei einem Einbruch in eine Gaststätte erbeuteten
Unbekannte Bargeld und eine Jacke. In der Nacht von Sonntag zu Montag, zwischen 23.45 Uhr und 7.25 Uhr, schlugen
bislang unbekannte Einbrecher ein Loch in ein Fenster
neben der Eingangstür einer Gaststätte an der Straße Bieth
und entriegelten durch das entstandene Loch den Fensterflügel. Im Inneren der Gaststätte öffneten sie die Kassenschublade und entnahmen den Kasseneinsatz mit Bargeld.
In einem weiteren Gastraum öffneten sie ebenfalls eine
Schublade und stahlen eine Jacke. Sie verließen die Gaststätte auf dem gleichen Weg, auf dem sie eingestiegen waren.
Hinweise von Zeugen, die den Einbruch selbst, oder verdächtige Personen, die sich auffällig für die Gaststätte interessierten, bemerkt haben, werden gebeten, sich mit dem
Kriminalkommissariat 2 in Verbindung zu setzen.
Geschäftseinbruch
Viersen. Hochwertige Bekleidungsstücke, deren Wert noch
nicht fest steht, erbeuteten bislang unbekannte Einbrecher in
einem Modegeschäft auf dem Remigiusplatz. Der Alarm lief
am Montag, um 2.15 Uhr, auf. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Seitentür von der Dülkener Straße aus aufgehebelt worden war. Es ist zu vermuten, dass die Einbrecher
mit einem Fahrzeug zum Tatort kamen. Hinweise auf verdächtige Beobachtungen rund um das Modegeschäft nimmt
das KK 2 unter der Rufnummer 02162/377-0 entgegen.
Tatverdächtiger nach
versuchtem Raub flüchtig
Kaldenkirchen. Am Samstag, gegen 0.20 Uhr, befand sich
ein 68-jähriger Kaldenkirchener auf dem Heimweg nach
einem Gaststättenbesuch. Hinter dem Sportplatz bog er
von der Buschstraße nach rechts in die Uhlandstraße ein.
Noch vor der Günther-Hinnenthal-Straße, in Höhe der
rechtsseitig gelegenen Garagen kam ihm eine männliche
Person entgegen und verlangte Geld und sein Handy. Als
der Geschädigte nicht sofort reagierte schlug der Täter ihm
ohne Ankündigung mit der Faust ins Gesicht. Der 68-Jährige
strauchelte kurz und schrie den Täter anschließend lautstark an. Daraufhin ergriff dieser die Flucht über die Buschstraße in Richtung Innenstadt.
Der Täter wird wie folgt beschrieben, etwa 30 bis 35 Jahre
alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß, normale Statur, nicht ganz
dunkel gekleidet. Der Geschädigte erlittt Verletzungen an
Ober- und Unterlippe, sowie an der Nase. Hinweise auf den
Täter bitte an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer
02162/377-0.
Überfall auf Geldboten
Kaldenkirchen. Zwei Mitarbeiter eines Lebensmittelmarktes begaben sich Samstag, 7. Februar, gegen 17.12 Uhr zum
Nachttresor der Volksbank auf der Klostergasse. In den geöffneten Nachttresor hatte ein Mitarbeiter bereits eine Geldbombe eingeworfen, als sich eine Person im Laufschritt näherte.
Der unbekannte Täter schlug den Mitarbeiter von hinten auf
den Kopf und schubste ihn gegen die Metallabdeckung des
Nachttresors. Der Täter entriss den Mitarbeitern einen neutralen braunen Leinenbeutel, indem sich weitere Geldbomben
befanden. Er flüchtete zu Fuß in Richtung Innenstadt, Kehrstraße Fußgängerzone. Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß, stämmige Figur, bekleidet mit
einer schwarzen Jacke mit Kapuze. Bei der Tatausführung
hatte er sein Gesicht mit einem hellen Schall verdeckt. Hinweise auf den Täter nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162/377-0. entgegen.
Verblüffende Ähnlichkeit
Hat der Bankräuber von Schaag noch einmal zugeschlagen?
Schaag/Wuppertal (hei).
Mütze und Brille mit dicken
Gläsern scheinen zum Markenzeichen von Bankräubern zu werden. Ist es immer ein und derselbe Täter?
Ist es eine Gruppe, die so die
Ermittler zu verwirren versucht? Oder macht hier einer den anderen nach?
Das sind Fragen, die sich
Ermittler in einigen Orten in
NRW und Rheinland-Pfalz
stellen. Denn am Montagmorgen hat schon wieder ein
Bankräuber mit einem Winterkäppi mit Ohrenklappen
und einer sehr markanten
Brille ein Geldinstitut überfallen. Diesmal in Wuppertal. Gegen 9.30 Uhr war er in
den Schalterraum gekommen, hatte eine Schusswaffe
in der Hand und forderte
Geld. Mit seiner Beute flüchtete er zu Fuß.
Die Vorgehensweise war
die gleiche, als in Schaag am
Montag, 19. Januar, die Sparkasse in Schaag überfallen
Ähnlich oder nicht? Der
Sparkassenräuber
von
Schaag...
...und der Mann, der am Montag
ein Geldinstitut in Wuppertal
überfiel. Fotos: Polizei
Warburg-Ossendorf in Ostwestfalen zutage.
Die mit den Fällen befassten Polizei-Beamten tauschen sich untereinander
aus, bislang gibt es aber noch
kein abschließendes Ergebnis, ob es sich um denselben
Täter handeln soll oder nicht.
Jetzt kommt auch noch
Wuppertal zu. Auch hier
bestätigt Polizeisprecherin
Antje Heymanns, dass es
Ähnlichkeiten gebe, man sei
über den Fall informiert und
tausche Informationen aus.
Ein Ergebnis gibt es aber auch
hier noch nicht.
Grenzen des zivilen Ungehorsams an den närrischen Tagen
Kein Schnaps für Jugendliche
Kreis Viersen. Die Kreispolizeibehörde
Viersen
macht ihre Einsatztaktik für
die tollen Tage deutlich und
appelliert an die Narren, die
aufgestellten Regeln zu respektieren: Der rheinische
Straßenkarneval hat seine
Ursprünge in der Auflehnung gegen die französische
Besatzung im frühen 19.
Jahrhundert. Daher hat gewisser humoristischer „ziviler Ungehorsam“ Tradition und verlangt beim polizeilichen Einsatz entsprechendes Fingerspitzenge-
fühl. Unser Grundsatz an
den tollen Tagen: „Die Polizei im Kreis Viersen versteht
Spaß, aber auch Spaß hat
seine Grenzen!“ Die Polizei
im Kreis Viersen stellt sicher,
dass die Bürgerinnen und
Bürger ungestört feiern können. Unser Grundsatz an den
tollen Tagen: „Die Polizei
passt auf, drückt aber bei
kleineren Ordnungsstörungen auch mal ein Auge zu!“
Gegen Narren, die die Anonymität in der Masse oder
das polizeiliche Entgegenkommen ausnutzen, um an-
deren zu schaden, Ordnungswidrigkeiten oder
Straftaten zu begehen, wird
mit allen rechtlich zulässigen und taktisch möglichen
Mitteln vorgegangen. Unser
Grundsatz an den tollen Tagen: „Wer mit Flaschen
wirft, feiert nicht mehr mit!“
Erkannte anreisende Störergruppen werden aufgehalten und zurückgewiesen.
Unser Grundsatz an den tollen Tagen: „Wer Krawall
will, gehört nicht dazu!“ Bei
jugendschutz- oder gewerberechtlichen Verstößen
werden wir die zuständigen
Behörden unmittelbar einschalten. Sofortige gefahrenabwehrende Maßnahmen
trifft die Polizei mit Konsequenz. Unser Grundsatz an
den tollen Tagen: „Jugendliche führen keine Schnapsflaschen mit!“ Null Toleranz
gilt bei Alkohol und Drogenfahrten. Unser Grundsatz:
„Wer fährt, trinkt nicht. Wer
trinkt, fährt nicht!“ Die Polizei ist für die jecken Tage
gerüstet und wünscht allen
Narren fröhliches, friedliches und sicheres Feiern!
Ehefrau überfahren - tot
Tragischer Unfall im Rahser
Viersen-Rahser. Bei einem
tragischen Verkehrsunfall
überfuhr ein Pkw-Fahrer seine eigene Ehefrau. Letzten
Freitag, 13.05 Uhr, ereignete
sich auf einem Weg zwischen
der Sittarder Straße und der
Clörather Straße ein tragischer Verkehrsunfall. Ein 80jähriger Willicher fuhr mit
seiner 81-jährigen Ehefrau in
Auto brennt völlig aus
Vinkrath. Um kurz nach 3 Uhr in der Nacht zu Montag
wurde die Feuerwehr zu einem Fahrzeugbrand an der
Straße An der Paas gerufen. Auf dem Parkplatz eines Campingplatzes war ein PKW in Flammen aufgegangen und
brannte vollständig aus. Die Ermittler gehen von einem
technischen Defekt aus.
hatte. Dabei hatte er nur
wenige hundert Euro Beute
machen können und war zu
Fuß geflohen. Auch an ihm
waren die dicke Brille und
die Käppi, über die er noch
eine Sweatshirt-Kapuze gezogen hatte aufgefallen.
Nur zwei Tage später gab
es einen ähnlichen Überfall
in Neersen, auch hier floh
der Täter mit einem geringen Bargeldbetrag. In diesen beiden Fällen hatte die
Polizei sehr schnell mitgeteilt, dass sie davon ausgeht,
dass es sich um denselben
Mann handelt. Am Tag darauf schlug dann ein Räuber
in
MönchengladbachHockstein zu. Von diesem
Überfall gibt es genau wie
von dem in Schaag Bilder
einer Überwachungskamera. Und sehr schnell fiel die
Ähnlichkeit auf. Recherchen
im Internet förderten noch
weitere Bilder und Beschreibungen von Überfällen, beispielsweise in Unna oder
einem Pkw VW aus Richtung Clörather Straße über
eine relativ schmale Zufahrt
in Richtung des Parkplatzes
eines Gewerbeparks an der
Sittarder Straße, um bei einem Optik-Geschäft eine
Brille abzuholen. Nachdem
er die Brille abgeholt hatte,
wollte er das Grundstück
zunächst in Richtung Sittar-
der Straße verlassen, dort
war zu diesem Zeitpunkt allerdings die Durchfahrt versperrt. Also setzte er zurück
in Richtung Clörather Straße. Da er hier eine längere
Wegstrecke rückwärts über
eine schmale Zufahrt zurücklegen musste, stieg seine
Ehefrau aus und wies ihn
beim Rückwärtsfahren ein.
Kurz vor der Clörather Straße geriet seine Frau unter das
Auto. Der 80-Jährige überrollte sie komplett. Die 81jährige Willicherin zog sich
dabei lebensgefährliche Verletzungen zu und musste mit
dem Rettungswagen ins
Krankenhaus gebracht werden, wo sie wenig später verstarb.
Einbruch in Lottogeschäft
Schaag. In der Zeit von
Samstag 13.30 Uhr bis
Sonntag 8.50 Uhr hebelten
bislang unbekannte Täter
die Eingangstüre eines Lot-
togeschäftes mit Postdienstleistungen auf der
Annastraße in Nettetal-Schaag auf. Die Kassen wurden nach Bargeld durch-
sucht sowie ein Rollschrank und eine Schublade aufgebrochen.
Nach ersten Erkenntnissen wurden Brief- und Pa-
ketmarken gestohlen. Hinweise werden an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162-377 0 erbeten.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Lokales
Sechs Jahre Haft für Georg K.
Gericht geht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus.
VON HEIKE AHLEN
Nettetal/Krefeld. Der frühere Nettetaler Pfarrer Georg K. muss für sechs Jahre in
Haft. Dieses Urteil hat das
Landgericht Krefeld am Freitagvormittag gefällt. Die
Staatsanwaltschaft hatte
fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Der Anwalt der beiden
Opfer hatte diese Forderung
als Minimum angesehen.
Verteidiger Wilhelm Helms
hatte sich nicht auf ein Strafmaß festgelegt, allerdings
beantragte er die Aussetzung
des Haftbefehls und Haftverschonung für seinen Mandanten. Diesem Antrag kam
das Gericht nicht nach.
Richter Helmut Luczak
ging in seiner mündlichen
Urteilsbegründung bewusst
nicht auf Details ein, ließ aber
keinen Zweifel daran, dass
die Kammer die Aussagen der
beiden jungen Männer als
absolut glaubwürdig einstufte. Staatsanwältin Sabine
Grüter hatte in ihrem Plädoyer ausgeführt, warum das
so zu sehen sei. Sie hätten in
ihren Aussagen keinerlei Belastungstendenzen gezeigt,
sondern im Gegenteil noch
entlastende Momente für den
Angeklagten vorgebracht,
ihn als ansonsten „guten
Menschen“ geschildert. Auch
seien ihre Aussagen über die
Jahre der Ermittlungen konstant geblieben.
Sie griff den Angeklagten
danach noch scharf an. Er
habe eine zweifache Chance
verpasst, indem er kein umfassendes Geständnis abgelegt habe. Zum einen habe er
sich eine mögliche Strafmilderung, die ein Geständnis
normalerweise nach sich ziehe, verscherzt. Zum anderen
habe er es verpasst, Reue zu
zeigen. Im Gegenteil, er habe
über seinen Verteidiger noch
Der frühere Nettetaler PFarrer Georg K. vor der Urteilsverkündung mit seinem Anwalt Wilhelm Helms. Foto: Heike
Ahlen
erklären lassen, dass nur die
Hälfte der Vorwürfe so zutreffe, habe sich selbst als
Opfer dargestellt und Tatsachen verdreht. „Er hat sich
entschlossen, die Taten zu
begehen, dann muss er jetzt
mit den Konsequenzen leben“, sagte sie. Besonders
schwer wog für die Staatsanwältin die Tatsache, dass
der Pfarrer das Vertrauensverhältnis ausgenutzt und
so den Jungen „einen erheblichen Teil ihrer Jugend gestohlen“ habe.
Verteidiger
Wilhelm
Helms versuchte noch einmal, um Verständnis für seinen Mandanten zu werben.
Einen erheblichen Teil der
Taten hätte er gestehen können, aber eben nicht alle. Ein
Geständnis, das den Opfern
die Aussage erspart hätte,
hätte aber seines Erachtens
alle Anklagepunkte umfassen müssen, sonst wäre es
doch zu Nachfragen gekommen. Beide Opfer hätten auf
ihn einen „stabilen, gefassten Eindruck“ gemacht.
Der Aufbruch nach Südaf-
Gedenkgottesdienst
in der Alten Kirche
Lobberich (sp). Am 19.
Februar 1945 explodierte auf
der Unteren Hochstraße eine
defekte V-1 Bombe und zerstörte vier Häuser völlig.
Mindestens 35 Menschen
kamen dabei um. Deshalb
findet am 70. Jahrestag un-
ter Mitwirkung des VVV ein
ökumenischer Gedenkgottesdienst unter der gemeinsamen Leitung von Pfarrer
Dr. Engelke und Pfarrer Günter Wienandt statt, am Donnerstag, 19. Februar, in der
Alten Kirche Lobberich.
rika sei keine Flucht gewesen, sondern habe schon immer zu K.s Lebensplanung
gehört und sei für ihn auch
die Gelegenheit gewesen, sich
von den Opfern zu trennen.
Er habe „bestimmt Neigungen, die nicht ertragen werden können“, habe aber in
Südafrika eine Therapie gemacht, an deren Ende die Therapeutin - die man ja auch zu
Gericht noch laden könne bestätigt, dass er „sich und
seine Neigungen beherrsche“.
Der südafrikanische Ermittler habe „K.s Skalp an
seinem Gürtel hängen sehen“ wollen. Was passiert
sei, sei schlimm, aber - in Anspielung auf die immer wieder kritisierten Medien - es
sei nur so „hochgehoben“
worden, weil es in das Bild
passe, „dass die Kirche solche Täter schützt“. Wichtig
sei ihm, dass seinem Mandanten eine Chance gegeben
werde, ins Leben zurückzukehren.
Luczak stellte in der Urteilsbegründung dagegen
unmissverständlich klar,
dass es nur um die Verfehlungen selbst gehe. „Hier
steht nicht Homosexualität
am Pranger, hier steht nicht
die Kirche am Pranger, sondern die persönliche Schuld“,
sagte er. Die Kammer belegte
etliche der insgesamt 25 Einzeltaten - zwei der 26 Anklagepunkte waren zusammengefasst worden - mit deutlich höheren Einzelstrafen als
die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Und dabei habe
die Kammer, das betonte
Richter Luczak ausdrücklich, noch strafmildernd gewertet, dass K. zwar kein Geständnis abgelegt, den Vorwürfen aber auch nicht entgegen sei. „Wenn er es bestritten hätte, wäre die Strafe höher ausgefallen“, so der
Richter.
K. selbst hatte in seinem
letzten Wort noch einmal
seine Selbstanzeige aus dem
Frühjahr 2010 verlesen. Er
habe niemals jemanden verletzten oder jemandem Schaden zufügen wollen. An die
Opfer und ihre Eltern gerichtet sagte er: „Es tut mir aufrichtig leid.“
Richter Luczak erklärte
dazu, er habe nach Überzeugung des Gerichts tatsächlich die Jungen für sich einnehmen wollen, auch für seine Art des Geschlechtslebens,
habe gewollt, dass die Jugend
Gefallen daran finden sollten, um sie sich als Sexualpartner „heranzuziehen“.
Dass ausgerechnet er ein
Mensch sein müsse, dem das
geistige und seelische Wohlergehen aller Menschen am
Herzen liegt, habe er völlig
ausgeblendet, um seinen
Neigungen nachgehen zu
können.
Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig, K. kann Revision einlegen.
Verkauf von Fundsachen
Lobberich. Samstag, 28.
Februar findet in der Zeit
von 10 bis 12 Uhr im Bürgerservice der Verkauf von
Fundsachen statt. Während
der normalen Öffnungszeiten können die Fundgegenstände erworben werden,
die nach sechs Monaten
nicht an den Verlierer zurückgegeben werden konnten und vom Finder nicht
beansprucht werden. Der
Verkauf findet im Eingangsbereich des Rathauses, Doerkesplatz 11, statt. Um Missverständnisse vorzubeugen,
wird darauf hingewiesen,
dass die Fundsachen in dem
Zustand verkauft werden,
wie sie aufgefunden wurden.
Die Gegenstände sind weder
auf Funktion überprüft,
noch gereinigt oder repariert.
Es wird keinerlei Garantie
gewährt und die Sachen können nach dem Erwerb nicht
umgetauscht oder zurückgegeben werden.
Seite 9
Neuer Service läuft
noch im Testbetrieb
VON JOACHIM BURGHARDT
Nettetal.
Gelb
auf
Schwarz leuchtet die Schrift
auf der elektronischen Anzeigentafel, die neuerdings
an der Haltestelle „Kaldenkirchen Markt“ steht: In 14
Minuten soll er kommen, der
Bus der Linie 74 nach Süchteln. Doch Vorsicht - noch ist
die Anzeige nicht verbindlich, wie ein Hinweis erläutert: „…momentan im Testbetrieb…“ Trotzdem loben
jetzt schon die wartenden
Fahrgäste den neuen Service.
„Das ist voll okay, in Bracht
am Westwall steht ja auch
schon so ein Ding“, kommentiert Schüler Silvio aus Schaag. Seine Mitschüler stimmen ihm zu: „Guter Service!“ Solcher Service indes
wird in Nettetal nur noch in
Lobberich am Doerkesplatz
geboten.
Fahrgast-Service durch so
genannte Dynamische Fahrgastinformationen, kurz
DFI, und zwar konkret „42
Anzeigen an 28 Haltestellen,
19 davon in Krefeld, neun im
Kreis Viersen“. Beim VRR
wisse man von Anzeigetafeln beispielsweise in Neersen, Willich oder in Bracht
am Westwall. Welche davon
freilich schon in Betrieb seien, so Pickert, da habe man
„wohl in Krefeld eher den
Durchblick“. Und zwar bei
den Stadtwerken (SWK); die
SWK mobil GmbH, so die
offizielle Bezeichnung, ist ein
Verkehrsunternehmen im
VRR. Dort muss man sich
aufgrund der Anfrage „erst
sachkundig machen“.
Das Ergebnis der Sachkunde hinsichtlich der elektronischen Anzeige in Kaldenkirchen: „In der Tat hat die
SWK diese dort errichten
Schüler bestaunen die Anzeige an der Haltestelle Kaldenkirchen
Markt. Foto: Joachim Burghardt
Wer aber überhaupt die
Tafeln aufstellen ließ und ob
weitere in Nettetal vorgesehen sind, davon hat bei der
Stadt offensichtlich niemand
Kenntnis: „Wir wissen nur,
dass da elektronische Anzeigen errichtet wurden“, gibt
Roswitha Karallus von der
NetteZentrale im Rathaus
zu. Der Service für Kunden
im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im
Stadtgebiet sei zwar zu begrüßen, aber man wolle auch
wissen, wer dahinter stecke:
„Das versuchen wir noch
abzuklären.“
Auch sonst große Verwirrung um die kleinen Anzeigetafeln: Der Verkehrsverbund RheinRuhr (VRR) in
Gelsenkirchen verweist auf
andere Zuständigkeiten:
„Die Stadtwerke Krefeld haben 2009 bei uns Fördermittel zur Finanzierung von
Dynamischen Fahrgastinformations-Anzeigen beantragt“, erläutert Kristina Pikkert vom VRR.
Der VRR nämlich fördert
laut Pickert mit Landesmitteln die Verbesserung des
lassen“, teilt Sprecher Dirk
Höstermann mit und ergänzt: „Gleiches gilt für die
Haltestelle Doerkesplatz in
Lobberich, wo wir parallel
ebenfalls eine DFI haben aufstellen lassen.“ Kostenpunkt
für die DFI Kaldenkirchen
Markt laut Höstermann „ca.
35.000 Euro, wovon jedoch
der VRR den Großteil, nämlich 85 Prozent, übernommen hat“. Sechs Jahre nach
Antragstellung auf Fördermittel also profitieren in
Nettetal die Fahrgäste in Kaldenkirchen und Lobberich
davon - aber auch nur sie:
„Die Ausstattung weiterer
Haltestellen im Kreis Viersen ist in absehbarer Zeit
durch uns nicht mehr vorgesehen“, sagt Höstermann.
DFI sei eben nur an „Haltestellen sinnvoll, die von verschiedenen Buslinien angefahren werden und die entsprechend von vielen Menschen frequentiert werden“.
Die meisten Fahrgäste nutzten eher ein Smartphone, informierten sich mit entsprechenden Apps über Abfahrtzeiten.
Nettetal
Seite 10
Jugendamt sucht
Tagespflegepersonen
Nettetal. Das Jugendamt
der Stadt Nettetal sucht tatkräftige Unterstützung bei
der Kindertagespflege. Bei
der Tätigkeit als Tagespflegeperson handelt es sich um
ein professionelles Betreuungs- und Bildungsangebot. Diese verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe setzt Freude im Umgang
mit Kindern, pädagogisches
Geschick und Einfühlungsvermögen voraus. In einem
Qualifizierungslehrgang,
der rund 160 Stunden dauert, werden Interessenten
auf Ihre Tätigkeit bestens
vorbereitet und haben
durch die Arbeit als Tagespflegeperson die Möglichkeit Beruf und Familie zu
vereinbaren.
Weitere Informationen
sind beim Jugendamt der
Stadt Nettetal, Doerkesplatz
11 in Nettetal-Lobberich
unter der Telefonnummer
02153/8985117 oder 02153/
8985110 erhältlich.
Im Kindter Eck ist
immer etwas los
Schaag (ww). Der Donnerstag, 19. Februar beginnt im
Kindter Eck um 10.30 Uhr mit dem Angebot Yoga. Ein
gemeinsames Mittagessen ist um 12 Uhr eingeplant. Ab
13.30 Uhr ist dann der Spielnachmittag und um 14.30 Uhr
öffnet Manuela ihr Nähstübchen. Das Mutter-Kind-Café
lädt ab 15.15 Uhr ein. Der Freitag, 20. Februar beginnt um
13.30 Uhr mit dem Offenen Treff und anschließendem Spielenachmittag. Und Samstag, 21. Februar ist um 11 Uhr
wieder die beliebte Märchenstunde für Kinder bis zu 12
Jahren. Hierzu sind interessierte Mädchen und Jungen herzlich willkommen.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Viel närrischer Spaß bei den „Medis“
Lobberich (sp). Am vergangenen Samstag fand in
der Arche die traditionelle
Karnevalssitzung der Lobbericher Messdiener mit
kunterbuntem närrischen
Treiben statt. „Alle haben
richtig Gas gegeben und die
Hütte tobte“, freut sich einer
der Organisatoren, Thomas
Schlottbohm. Jede einzelne
Gruppe hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen
und sorgte für den Zuschauern in dem zum Platzen gefüllten Jugendheim für viel
Heiterkeit. Musikalisch gab
es ebenfalls richtig was auf
die Ohren: Die Medi-Band
„Lobbericher Jungs“ (Benedikt Prümen, Maximilian
Timmermanns, Michael Eikelpasch und Simon Kölsch)
sorgte mit Schlagzeug, Keyboard und Gitarre für ordentliche Parystimmung
und trat in diesem Jahr ebenfalls auf den Sitzungen des
KKL auf. Auch als Bütten-
Auch bei den Messdienern gab es am vergangenen Wochenende ausgelassenes närrisches
Treiben. Foto: privat
redner sorgte der 13-jährige
Benedikt Prümen für viele
Lacher und bekam tosenden
Beifall. Zum Schluss traten
die Gruppenleiter als „Mario und Luigi“ zum „Feiern
Am Nelkensamstag ist in Lötsch was los
Lötsch (fh). Der diesjährige
Valentinstag ist ein ganz besonderer Tag für die, die den
Karneval lieben oder die Hoffnung haben, an Karneval die
oder den Richtigen zu finden.
Denn in Lötsch findet am 14.
Februar, gleichzeitig auch Nelkensamstag, ab 14 Uhr der all-
Öffnungszeiten zu Karneval
Lobberich. An den närrischen Tagen gelten für die
Dienststellen der Stadt Nettetal wieder folgende Öffnungszeiten: Am Altweiberdonnerstag, 12. Februar, hat die gesamte Stadtverwaltung ab 12.30 Uhr geschlossen. Das Standesamt
verlegt für diesen Tag die
Sprechstunden vom Nachmittag auf den Vormittag
(8.30 Uhr bis 12 Uhr).
Die Bücherei in Breyell hat
vormittags wie gewohnt
von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Nachmittags bleiben sowohl die Bücherei in Breyell
als auch deren Zweigstelle
in Kaldenkirchen geschlossen. Am Rosenmontag bleiben alle Dienststellen geschlossen. Am Freitag nach
Altweiber und Veilchendienstag gelten die normalen Öffnungszeiten.
ROKAL-Freunde treffen sich
Lobberich (sp). Der erste Stammtisch im Jahr 2015 der
ROKAL-Modelleienbahnfreunde Lobberich findet am Samstag, 21. Februar, ab 17 Uhr im Hotel-Stadt Lobberich, Hochstraße 37, statt. Schwerpunkt: Fahren von Zügen auf einer
Modulanlage und Vorbereitungen zur TT Börse am 15. März
im Niederrheinischem Freilichtmuseum in Grefrath. Interessierte Besucher sind wie immer herzlich willkommen.
ZWAR-Wohngruppe
trifft sich
Lobberich. Die ZWAR-Wohngruppe trifft sich Mittwoch,
18. Februar, 18 Uhr im Generationentreff „Doerkesstuben“,
An St. Sebastian 37. Interessierte sind herzlich willkommen.
Die Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema generationenübergreifendes Wohnen und mit neuen Wohnformen (seniorengerechte- und barrierefreie Wohnungen). In den vergangenen Jahren haben die Angehörigen der Gruppe sehr viele
Informationen und Erfahrungen gesammelt, die sie auch
gerne weitergeben möchten. Auch ganz spezielle Fragen zu
diesen Themen beantworten Gruppenmitglieder.
Abend der Ostergeschichten
Breyell. Am Mittwoch, 4. März, um 20 Uhr, im Regenbogensaal, am Kastell 5, lädt der der Bibelkreis herzlich zu
„Chrisuslegenden zum Ostergeheimnis“ ein, vorgestellt
von Bernd Napolowski. Musikalisch begleitet wird der
Abend von Dr. Peter Feyerabend.
auf der Überholspur“ auf
und sorgten mit ihrem spaßigen Tanz für viel Applaus.
Im letzten Jahr tanzten die Lötscher Narren auch zu afrikanischen Klängen. Foto: Frank Hohnen
Anzeige
Lobberich (sp). Als Versicherungsmakler arbeitet
Versicherungen Janßen UG
mit einer Vielzahl von Versicherungsgesellschaften
zusammen, um ihren Kunden den jeweils passenden
Tarif anbieten zu können.
Kurt Janßen ist seit 1973 in
der Versicherungsbranche
tätig und arbeitete für
namhafte Versicherungs-
jährliche Karnevalsumzug
statt. Wie bereits im letzten
Jahr beginnt das närrische
Treiben mit der Verurteilung
und dem Verdonnern des
Fränzchens. Dieser wird im
Anschluss durch ganz Lötsch
gefahren, ihm folgen die Karnevalisten der KG De molveren Dei sowie anderer Vereine
und Freundeskreise. Schon auf
dem kurzen Zugweg wird gefeiert, geschunkelt und getanzt. Nach dem Überqueren
der Bundesstraße geht es dann
zur anschließenden Party im
Zelt auf dem Sportplatz. Dort
sorgt ein DJ für die richtige
Musik und gute Stimmung. Die
KG De molveren Dei lädt herzlich zum Nelkensamstagsumzug und zur anschließenden
Party ein. Besonders bei Kindern und Familien sorgt die
familiäre Atmosphäre alljährlich für Begeisterung.
Seit über 26 Jahren in Nettetal
konzerne in den Bereichen
Kranken-, Lebens- und Sachversicherungen. Seit 1988 ist
er als selbstständiger Versicherungsmakler in Nettetal
ansässig. Aus der Einzelunternehmung entwickelte
sich im Jahr 2009 mit der
Übernahme der Geschäftsführung durch die Tochter
Karolin Ververs ein familiengeführtes Unternehmen.
Vor ihren neuen Räumlichkeiten auf der Breyeller Straße 7:
Karolin Ververs mit ihrem Vater Kurt Janßen. Foto: privat
Das Unternehmen ist Anfang Februar umgezogen
und befindet sich nunmehr
auf der Breyeller Straße 7 in
Lobberich.
Informationen sind unter
der Rufnummer 02153/
401720 und auf der Seite
www.diefamilienversicherer.de
erhältlich. Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, von 9
bis 13 Uhr sowie von 15 bis
18 Uhr und nach Vereinbarung.
Nettetal
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Schon über 10.000 Klicks
Schaager Karnevals-Splitter
Neuer Imagefilm der Feuerwehr begeistert im Netz
VON HEIKE AHLEN
Schaag (ww). Der Elferrats
der SKG Schaag trifft sich
am Altweiber-Donnerstag
erst um 10.30 Uhr im Geschäft Golden-Goal, Kindter
Straße 1. Der Kindergarten
und die Hubertusschule
werden nicht besucht. Anschließend geht es zur Volksbank und danach zur Sparkasse. Um 13 Uhr ist gemeinsames Mittagessen am
Sportplatz um sich ausgiebig zu stärken für den Altweibersturm im Rathaus.
Zu einer zünftigen Karnevalsparty lädt der Behindertenverein „Die Mutigen“
Samstag, 14. Februar, 15 Uhr
in das Freizeitheim Moubisstraße 17 ein. Hierzu werden
gegen 17 Uhr der Elferrat und
die Funkenmariechen der
Schaager-Karnevals-Gesellschaft erwartet. Am Tulpensonntag steigt ab 15 Uhr auf
dem Hubertusplatz die Große After-Zug-Party. Dazu
haben die Schaager extra ein
großes beheiztes Narrenzelt
errichtet. Der Eintritt kostet
närrische 2,99 Euro. Nach
der Einstimmung tritt dann
ab 17 Uhr die Live-Band
Funtime aus Mönchengladbach auf.
Schollzoch in Hinsbeck
Der neue Image-Film der Feuerwehr-Nettetal wird gerne angeklickt. Quelle: You Tube
Kräfte. Aber die Einsatzzahlen, die in die Statistik eingehen, sind in den letzten Jahren gestiegen. Am Tage werden bei bestimmten Einsatzstichworten mehrere Löschzüge alarmiert, weil viele Feuerwehrleute außerhalb der
Stadt arbeiten und so am Tage
nicht zu Einsätzen kommen
können.
Und die Mentalität der
Menschen hat sich verändert
- was sich überall in der Gesellschaft feststellen lässt,
merkt auch die Feuerwehr.
„Bei uns waren noch Väter
und Opas in der Feuerwehr,
und wir sind damit aufgewachsen“, erzählt Hartwig
Janßen und sieht Meiners an.
Heute kämen neue Mitglieder auch darüber hinzu, dass
sie von Freunden, die bereits
in der Feuerwehr seien, mitgebracht würden.
„Wir möchten den ersten
Kontakt zu uns erleichtern“,
sagt Feuerwehr-Pressesprecher Dirk Heussen. „Wenn
jemand zur Feuerwehr kommen möchte, soll er uns einfach ansprechen können.“
Und im Film sieht man viele Menschen verschiedenen
Alters, die nicht nur eindrucksvoll einen Einblick in
ihre Arbeit geben, sondern
auch vor der Kamera ihre
ganz persönliche Motivation, sich bei der Feuerwehr zu
engagieren, erklären. Klare
Worte, die in keinem Drehbuch standen, wie Meiners
versichert. Ursprünglich
habe es zwar einmal die Idee
eines solchen Drehbuchs gegeben, aber jeder habe selbst
instinktiv die richtigen Worte gefunden.
Vier Drehtage gab es - noch
länger dauerte das Schneiden, um aus gut einer Stunde
Material die richtigen drei
Minuten und sieben Sekunden auszusuchen. Hinter der
Kamera stand Helmut Töpfer, der alles ehrenamtlich
gemacht hat. „Das Budget
betrug genau 45,34 Euro“,
sagt Meiners mit einem Lächeln. „Für Verpflegung.“
Die Gruppe derer, die an
dem Film mitgewirkt haben,
kam aus allen Löschzügen.
Und für sie hat es sich auch
schon wegen der Kameradschaft gelohnt. „Wir hatten
Spaß, es war etwas ganz Neues, woran wir uns gewagt
haben“, sagt Janßen. Und es
hat auch schon Nachtreffen
gegeben - unter anderem, um
die Szenen noch einmal anzusehen, die es aus den verschiedensten Gründen nicht
in den Film geschafft haben.
Schon bei dem Gedanken
daran huscht den beiden Beteiligten ein Lächeln übers
Gesicht.
Wer den Film sehen möchte, kann bei You Tube einfach
den Suchbegriff „Nettetal“
eingeben, im Moment ist der
Image-Film dann das TopVideo. Man kann aber auch
einfach ins Kino gehen. Im
Corso-Filmcasino wird er vor
jedem Film gezeigt.
Jahreabschlüsse liegen aus
Karnevalsparty für Jung und Alt
Leuth. Die vom Kirchenvorstand festgestellten Jahresabschlüsse mit dem uneingeschränkten Prüfungsbericht der
katholischen Kirchengemeinde Sankt Lambertus Leuth (2012
und 2013) liegen ab sofort bis Sonntag, 22. Februar im Haus
der Familie Dellen, Johann-Finken-Straße 27, täglich in der
Zeit von 11 bis 15 Uhr zur Einsicht aus, ebenfalls die vom
Kirchenvorstand erstellten und vom Generalvikariat genehmigten Budgetentwürfe 2014 und 2015.
Hinsbeck. Jung und Alt sind am heutigen KarnevalsFreitag ab 20.11 Uhr zu „Kolping Rockt Karneval“ im Hinsbecker Jugendheim willkommen. Die Karnevalsveranstaltung der Hinsbecker Kolpingsfamilie mit einem Mix aus
Karnevals-, Party- und Rockmusik hat sich zu einem echten
Highlight gemausert und ist ein „Muss“ für jeden, der mal
wieder richtig abfeiern und tanzen möchte. Auch für das
leibliche Wohl ist gesorgt.
Hinsbeck (hk). Am Freitagmorgen vor dem Karnevalswochenende findet in
Hinsbeck bereits seit über 30
Jahren der „Schoolzoch“
statt. Zunächst treffen sich
die Kinder, wie alle anderen
Beteiligten kostümiert, in
ihren jeweiligen Schulen/
Kindergärten. Hier wird,
unterstützt von den beiden
Hinsbecker Karnevalsvereinen, mit Sketchen und karnevalistischen Liedern vorgefeiert. Um 10.45 Uhr startet dann der „Schoolzoch“,
gemeinsam veranstaltet von
der Grundschule, der früheren Comeniusschule und
den beiden Kindergärten.
Bei diesem Umzug sind
die Rollen getauscht: Die Besucher am Rand werfen Süßigkeiten in den von etwa
370 Kindern gebildeten Zug,
was natürlich helle Aufregung und hektisches Suchen
ergibt. Die Kinder sind
kaum zu bremsen, die Aufsicht hat viel zu tun. Und
auch dieser Karnevalszug
zeigt, dass die Bewohner des
Marienheim nicht ausgegrenzt, sondern mit in das
Ortsleben einbezogen werden: Man zieht hier extra
langsam vorbei, was den
alten Menschen viel Freude
macht, wie ihr intensives
Werfen zeigt.
Gemeinsam Brücken
geschlagen
Nettetal. „Eine Brücke
verbindet: Länder - Menschen - zwei Schulen“, unter diesem Motto trafen sich
Schüler der LambertusSchule Breyell und der niederländischen Basisschool
De Klingerberg Blerick und
bauten gemeinsam Brücken
aus Alltags-Materialien. Die
Ergebnisse dieser partnerschaftlichen Zusammenar-
beit sind nun im Nettetaler
Rathaus in Lobberich zu
sehen. Zur Ausstellungseröffnung waren neben Bürgermeister Christian Wagner auch die Schüler und
Lehrer der beiden Schulen
anwesend und freuten sich
über die Wertschätzung ihrer Arbeit. Die Ausstellung
ist noch bis zum 12. März
geöffnet.
Foto: privat
Nettetal. „Feuerwehr bedeutet Zusammenhalt - und
Teamwork.“ Das sagt Martin, Feuerwehrmann aus
Nettetal, im neuen Imagefilm
der Nettetaler Wehr. Er ist
einer von insgesamt 25 Akteuren, die diesen Film gemeinsam auf die Beine gestellt haben.
Drei Minuten und sieben
Sekunden lang ist der Film,
und er wurde bei You Tube in
den ersten drei Wochen nach
seinem Erscheinen schon
über 10.000 Mal angeklickt.
Die Grundidee stammt vom
Leuther Löschzugführer Jochen Meiners. Er gehört gemeinsam mit Hartwig Janßen, Niklas Albers und Marvin Schwanitz zu einer Organisationsgruppe für Öffentlichkeitsarbeit. Sie wurde gegründet, als Mitte letzten Jahres die Idee, verstärkt
Mitgliederwerbung zu betreiben, Gestalt annahm. Da
spielte der Gedanke an einen
eigenen Film zunächst eine
untergeordnete Rolle. „Wichtig war uns, uns breit aufzustellen, in der Öffentlichkeit
präsent zu sein und auf viele
verschiedene Arten Menschen anzusprechen“, erzählt Meiners.
So haben sich alle Löschzüge der Stadt auf dem Ferkesmarkt präsentiert, neue
Flyer über die Arbeit der Feuerwehr sind entstanden und
entstehen noch und auch einige weitere Ideen hat die
Gruppe entwickelt.
Es ist nicht so, dass der
Nettetaler Wehr akut Einsatzkräfte fehlen würden. Seit
Jahren bewegt sich ihre Zahl
rund um etwa 200 aktive
Seite 11
Strandrestaurant Quellensee versteigert
Lin Garten läuft nach wie vor wie gewohnt weiter
Breyell (hws). Am Donnerstag der vergangenen
Woche hatten sich im Amtsgericht in Nettetal Interessenten im Zusammenhang
mit dem Zwangsversteigerungstermin der Restauration Quellensee eingefunden.
Vorweg das Ergebnis: Egon
Schuld, ein Niederländer,
der in Hinsbeck wohnt, ersteigerte das Anwesen.
Karl-Heinz Girkes, bis vor
zwei Jahren Betreiber der
Gaststätte Quellensee mit
Hotelbetrieb, war nicht anwesend. Er hatte den Betrieb, den seine Eltern Josef
und Josefine Girkes 1954
dort errichtet hatten, im Jahr
1976 übernommen. Vor
zwei Jahren übernahm Xu
Lin den Betrieb. Das Hotel
wurde anderweitig unabhängig davon übernommen, funktioniert heute
nicht mehr als Hotel, aber
läuft als Beherbergungsbetrieb.
Seit zwei Jahren betreibt
Xu Lin die Gastronomie Am
Quellensee 1 als „ Lin Garten China Restaurant“ und
legt Wert darauf, mit dem
Zwangsversteigerungsverfahren nichts zu tun zu ha-
ben. Xu Lin lebt sei 1988 in
Deutschland, beobachtete
einen gastronomischen Betrieb seiner Eltern in Kevelaer und hat eine Gastronomie in Düsseldorf selbständig betrieben. Er ist auch in
Nettetal zufrieden, ist nach
wie vor Pächter und zwar
jetzt mit einem Zehnjahresvertrag. „Das Restaurant
war nie geschlossen, ich
habe nie eine Insolvenz gehabt,“ betont er. Täglich sei
das Restaurant geöffnet. Er
bietet Mittagsbuffet von 12
bis 14 Uhr (sonn- und feiertags von 12 bis 15 Uhr)
Abend-Buffet und „mongolisches Barbecue“ täglich
von 18 bis 22 Uhr sowie
„Happy hour“ sonntags von
15 bis 17 Uhr an. Kegelbahnen sind noch frei.
Karl-Heinz Girkes erklärte den Grenzland-Nachrichten auf Anfrage: „Aktuell in
Bezug auf den Zwangsversteigerungstermin hätte es
nicht besser laufen können.
Für den Pächter Lin ändert
sich im Grunde nichts.“ Zu
vorangegangenen
Geschäftsvorgängen und partnern wolle er sich lieber
nicht äußern.
Generationentreff
im Neyenhof
Leuth. Der Generationentreff Leuth lädt ein am Dienstag,
24. Februar ab 9 Uhr zum Frühstück in den Neyenhof. Der
Kostenbeitrag beträgt drei Euro pro Person. Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 0172/1735267.
Nettetal
Seite 12
Heilfastenwoche
im Brigittenheim
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Kinderkarneval in Hinsbeck
Auftritte „wie die Großen“
Kaldenkirchen (hws). In Kooperation mit dem katholischen Familienzentrum Brigittenheim bietet Ute Sauels ein
Seminar mit Begleitung zum Heilfasten für Einsteiger und
Fortgeschrittene vom 7. bis 14. März an. Kostenbeitrag 25
Euro. Die Termine während der Halbfastenwoche: 8., 9., 11.
und 13. März. Ein Informationsabend findet statt am Montag, 2. März um 20 Uhr im Convent. Anmeldungen nimmt
Ute Sauels entgegen: Telefon 02157/812576, e-mail:
ute.sauels@web.de.
Ökumenische Andachten
Kaldenkirchen (hws). Die ökumenischen Andachten zur
Fasten- und Passionszeit ersetzen fünf Wochen das dienstägliche ökumenische Friedensgebet, finden allerdings eine
halbe Stunde später statt, und zwar um 19.30 Uhr in der
evangelischen Kirche. Hier die Daten mit Themen: 24. Februar „Die Erschaffung des Menschen“, 3. März „Die Bindung
des Isaak“, 10. März „Der Jakobstraum“, 17. März „Der
Engelssturz“, 24.März „Die gelbe Kreuzigung“.
Meisterbetrieb
im GlaserGlas & Spiegel Handwerk
seit 1908
www.glaserei-van-kessel.de - 02153/911505
• Reparaturverglasung
24 Std.-Notdienst
• Ganzglasanlagen
• Glasduschen
• Küchenrückwände
Keine Gottesdienste
Kaldenkirchen (hws). Am Rosenmontag und Veilchendienstag finden in der katholischen Pfarrkirche keine Gottesdienste statt. Das Pfarrbüro bleibt an diesen beiden
Tagen geschlossen.
Erste Hilfe bei Kindern
Kaldenkirchen (hws) Erste Hilfe bei Kindern, dieser Kurs
wird in Kooperation mit der Pfarre Sankt Klemens angeboten am Montag, 2. März im Haus Spitalstraße 8. Die Leitung
hat Annette van Leuck. Anmeldungen sind möglich bei
Angela Müller, Pfarrbüro, Telefon 02157/811796 oder Petras Hauser, Telefon 02157/5934.
Peter Thissen verstorben
Kaldenkirchen (hws). Im
Alter von 74 Jahren verstarb
Peter Thissen. Er arbeitete in
der Spedition und bei der
Firma Trienekens. Länger als
ein halbes Jahrhundert gehörte er der Kolpingfamilie
Kaldenkirchen an, viele Jahre war er in der Bütt, zum
ersten Mal im Jahr 1959. Mit
Karl Peters bildete er ein Duo
sowohl als Tünnes und Schäl,
als auch als Stadtarbeiter
mit viel Lokalkolorit. Aus
Slowenien meldete sich dazu
Hans-Willi Curvers, ebenfalls Jahrzehnte erfolgreich
im Kolpingkarneval und erinnerte daran, dass er ihm
einen Platz auf der Tribüne
beim Kölner Karnevalszug
ermöglicht habe, der mit einem Empfang im Rathaus
verbunden gewesen sei.
Im Jahr 1986 hätten sie für
den Diözesanverband der
Kolpingfamilie am Katholikentag in Aachen teilgenommen und dort zugesagt, sich
um die Altkleidersammlung
für Indien in Kaldenkirchen
zu bemühen, was mit weiteren Kolpingsöhnen erfolgreich gelungen sei. Jetzt beklage er den Tod seines Kolpingbruders Peter Thissen,
seines langjährigen CDURats- und Vorstandskollegen Walter Karnatz und seines Klassenkameraden in
der Realschule, Hans-Theo
Fiß - die GN berichteten. Peter Thissen, der Ehefrau,
Sohn und Tochter mit Ehepartnern und drei Enkel hinterlässt, wurde am Donnerstag nach dem Gottesdienst
in der Pfarrkirche beerdigt.
Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft Hinsbecker Jüüten. Foto: Koch
Hinsbeck (hk). Vor leider
nicht voll besetzten Reihen
machte die Karnevalsgesellschaft Hinsbecker Jüüten
(KGH) beim Kinderkarneval
im Hinsbecker Jugendheim
den Kindern und Erwachsenen einen lustigen Nachmittag. Der Dank der Präsidentin des KGH und Moderatorin Margret Hendrix
galt dem Präsidenten der befreundeten Kinder-Karnevalsgesellschaft „Brachter
Wasserratten“ Bastian Fü-
sers, der an Stelle der
stimmgeschädigten Hendrix größtenteils die Moderation übernahm. Dank seiner guten und erfolgreichen
Nachwuchsarbeit konnte
die KGH nur mit eigenen
Kräften - und Besuchen befreundeter Karnevalsgesellschaften - ein tolles Programm zeigen.
Zum Start zogen die 18
Kinder der KGH-Tanzgarde ein und zeigten mit Gruppen- sowie Solotänzen der
Mariechen Alina und Arabella ihr Können. Der Trainerin Ramona Wellmanns
sah man den Stolz für die
geleistete Arbeit an. Es folgte der Auftritt der Kinderprinzessin Ceren I. von den
„Dölker Crazy Kids“ mit
großer Begleitung sowie
Showtänzen der „Jekken
Dröpkes“ sowie der Tanzgarde. Auch das Nettetaler
Prinzenpaar Hans Gerd I.
und Susanne I. hatten sich
für diese Veranstaltung
Zeit genommen und mussten gemeinsam - Einspruch
von Hans Gerd I.: „Ich bin
doch Tanz-Legastheniker“
- einen Tanz zu einem Kinderlied mit urkomischen
Bewegungen absolvieren.
Dass auch die Kleinsten
keine Angst vor der großen
Bühne haben, zeigte die vierjährige Johanna bei ihrem
Gesangsauftritt, die als Pippi Langstrumpf auftrat und
deren Lied live sang. Es folgte das Kinder-Prinzenpaar
der Brachter Wasserratten
mit deren Karnevalslied der
Saison sowie Tanzvorführungen.
Großen Erfolg hatte dann
der sechsjährige Giorgios
aus Bracht mit seiner Michael Jackson-Imitation, die
mit einer Rakete belohnt
wurde. Die Kinder der KGHTanzgarde zeigten in der
Folge, was sie können. Sie
präsentierten einen Roboter- sowie den Kekse-Tanz,
zogen das Publikum mit ein
in den Piratentanz und Melissa und Carolin führten
ihre Solotänze vor, mit denen sie bei zahlreichen Veranstaltungen auftraten.
Zum Abschluss trafen sich
dann alle Teilnehmer sowie
die Kinder aus dem Publikum auf der Bühne und bildeten ein buntes Bild beim
Abschlusstanz.
Hinsbecker Senioren feierten Karneval
Hinsbeck (hk). Im voll besetzten Jugendheim veranstaltete am vergangenen
Sonntagmittag die Karnevalsgesellschaft Hinsbecker
Jüüten (KGH) gemeinsam
mit dem Parkstübchen ihren Seniorenkarnevalsmittag. Hierzu bot die Gesellschaft neben eigenen Kräften auch Gruppen befreundeter Karnevals- oder Müttervereine auf. Die Moderationübernahmen die Präsidentin Margret Hendrix und
die Leiterin des Parkstübchens Isolde BöttrichHalim.
Den ersten Auftritt hatte
eine Gruppe des Parkstübchens, bei denen ein Arzt
mit einem neuartigen Gerät
angeblich die verschiedensten Krankheiten beseitigen
konnte, was aber misslang,
da die Krankheiten nur
übertragen wurden und der
letzte alles hatte. Ihnen folgte das „Prinzenpaar mit den
Funkenmarias“ des Müttervereins Kaldenkirchen. In
Reimform berichteten sie
über die neuen Kleider des
größenmäßig sehr unterschiedlichen Prinzenpaares, bei denen die Maße für
Prinz und Prinzessin vertauscht wurden und sie daher ihre Rollen wechseln
mussten, was beispielsweise auf der Toilette schon zu
Problemen führte. Schön
dann auch der Tanz der „rei-
feren Marias“, die trotz fortgeschrittenen Alters ihre
Beine noch schwingen konnten. Nach einer stimmungsvollen Tanzshow einer
Tanzgruppe der Schaager
Karnevalsgesellschaft (eine
der Damen ist Trainerin der
KGH-Tanzgarde) zu „Tausend und einer Nacht“ trat
Gerta Fenkes als „Hinsbekker Joggerin“ auf und berichtete über das Alter,
Krankheiten und Gesundheit.
Auch zu dieser Veranstaltung trat dann das Nettetaler Prinzenpaar Hans Gerd
I. und Susanne I. mit großem
Gefolge auf, um ihre Untertanen zu grüßen. Sie hatten
von der Spielgemeinschaft
Kolping Karneval Kaldenkirchen die „Kolping-Mäuse“ mitgebracht, die ihren
Tanz aufführten.
Ihnen folgte die 18-köpfige Tanzgarde des KGH mit
ihrem Showtanz sowie den
Solotänzen ihrer beiden
Tanzmariechen.
Stimmungsvoll auch der Auftritt
von „Hiltrud und Karl
Heinz“ vom Mütterverein
Kaldenkirchen über das
wahre Leben. Zum Tod ihres Verwandten meinten
sie, „er musste ja nicht lange leiden, er war ja nicht so
lange verheiratet.“ Anschließend wurde es ruhiger, als die 11-jährige Lara
sang, die ohne Zugabe nicht
von der Bühne kam. Auch
Sketch von Mitgliedern des Parkstübchens. Foto: Heinz Koch
der „Henker vom Galgenberg“ alias Rainer Klingen
ließ es sich nicht nehmen,
die Nettetaler und Weltpolitik des vergangenen Jahres zu kommentieren. Nach
den Auftritten der beiden
Tanzmariechen der KGH
Melissa und Carolin hatte
die vierjährige Johanna ihren großen Auftritt. Als Pippi Langstrumpf verkleidet
sang sie dieses Lied im Playback und wurde anschließend mit Beifall überhäuft.
Angelehnt an die Show
„Dinner for one“ feierten
dann Wendy und Thomas
den 90. Geburtstag „auf Jüütenart“ mit Gulaschsuppe,
Fisch und Geflügel, dazu
Korn, Pils, Sekt und Genever. Die nicht anwesenden
Gäste am Tisch wurden als
Heinrich Ophoves, Konrad
Steger, Heinz Koch und Rainer Klingen vorgestellt, die
es sich natürlich nicht nehmen ließen, zu jedem Anstoßen auf der Bühne im Zuschauerraum mit zu trinken. Nach dem „doppelgesichtigen“ Auftritt des
Clowns Anni Kempkens
(vorne und hinten mit Gesicht und passender Kleidung) zu kölschen Liedern
traten dann zum Schluss
noch einmal alle Mitwirkenden auf die Bühne, um einem gelungenen Nachmittag ein festliches Ende zu
geben.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Nettetal
Rieser: Büttenabende mit viel Stimmung
Leuther Karnevalisten überzeugten im Saal Dückers
Die Funkenmariechen der Löther Rieser bildeten die stimmungsvollen Start der beiden Büttenabende. Foto: Frank Hohnen
Leuth (bei). Die beiden
Büttenabende der KG Löther
Rieser wurden im Saal Dükkers komplett aus eigenen
Reihen gestaltet. Die bunte
Mischung aus Musik, Tanz
und jecken Redebeiträgen
kam beim Publikum an.
Nach dem Einmarsch begleitet vom Pfarrorche-
ster - sorgten „Walburga
Knickebein“ (Renate Bein)
und „Piet van Palme“ (Alexander Heymann) für Stimmung.
Der Sketch „Der Anrufbeantworter“ und das Männerballett amüsierten das
Publikum hervorragend.
Niedlich die Minifunken-
mariechen anzusehen und
auch die großen Funkenmariechen begeisterten.
Die Showtanzgruppe der
KG Löther Rieser trat zum
elften Mal auf und damit leider auch zum letzten Mal.
Wie jedes Jahr durften die
Schüler der vierten Klasse
der Grundschule einen Bei-
Seite 13
Altweiberbrauchtum in
Leuth lebt wieder auf
Leuth (bei). Der Leuther
Altweiber war vor Jahren
noch weit über die Ortsgrenzen hin bekannt. Busseweise kamen hauptsächlich jüngere Erwachsene, um in
Leuth das vorgezogene Altweiberfest zu feiern. Doch
mit steigenden Veranstaltungskosten, höheren Sicherheitsauflagen und sinkenden Besucherzahlen
drohte diese traditionelle
Veranstaltung zu verschwinden. Die KG Löther
Rieser 1954 hatte dieses Jahr
den Entschluss gefasst, dieses Leuther Brauchtum wieder zu beleben.
„Wir wurden immer wieder angesprochen, dass es
ja eigentlich schade ist, dass
es kein Zelt mehr gibt“ berichtete Renate Bein, erste
Vorsitzende der KG Löther
Rieser 1954. „Daher haben
wir uns im letzten Jahr ein
neues Konzept überlegt.“
Ein kleineres Zelt wurde in
Leuth aufgebaut, ein DJ
sorgte für die musikalische
Gestaltung, Eintritt wurde
nicht erhoben. „Einige Spen-
den haben wir auch erhalten und darum wurde der
neue Versuch, ein Zelt zu
Altweiber, gestartet“, so
Renate Bein. Und es hat sich
gelohnt.
Die Löther Rieser waren
überwältigt vom Zuspruch
durch die Leuther Bürger,
bei denen sie sich gerne dafür herzlich bedanken. Leider blieben die Möhnen aus,
doch dem Dorfleben hat das
Event gut getan und die Aussichten auf eine Wiederholung in ähnlicher Form sind
gut. Entschieden wird darüber auf der kommenden
Generalversammlung.
Die Stimmung im voll besetzten Zelt war großartig,
der Besuch des Nettetaler
Stadtprinzenpaares war das
Highlight des Abends. Gefeiert wurde bis zum Ende
der verlängerten Sperrstunde. Danach ging es aber in
den Kneipen weiter bis in die
Morgenstunden. „Die diesjährige Aktion hat gezeigt,
es war genau richtig, so wie
wir es gemacht haben“, freut
sich die Vorsitzende.
trag auf der Bühne zeigen,
worauf sie sich schon lange
gefreut hatten. Livemusik
kam von der aus dem Pfarrorchester gewachsenen
Gruppe „Der Blechschaden“. Das traditionelle Leuther Lied beendete beim großen Finale den kurzweiligen Abend.
Auch ohne Livemusik feierten die Leuther bis tief in die Nacht.
Foto: KG Löther Rieser
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Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Seite 14
Schüler besuchen
den ME-InfoTruck
Brüggen (bei). Der riesige
InfoTruck der Metall- und
Elektro-Industrie, der letzten Dienstag Schülern der
Gesamtschule Einblick in
diverse Berufe in diesem Bereich gab, war schon ein eindrucksvolles Gefährt. Mit
modernster Technik ausgestattet konnten die Schüler
im unteren Bereich des doppelstöckigen Busses an einer computergesteuerten
Werkzeugmaschine Frästeile erstellen. Die Beziehung
zwischen Exponat und dem
Beruf wurde hergestellt.
Ob es nun beispielsweise
das Betätigungsfeld eines
Zerspanungsmechanikers
oder Werkzeugmechanikers
ist, wurde durch die Berater Axel Schneider und Lutz
Klemkow erklärt. „Uns ist
wichtig, die technischen Berufe auch den Mädchen vorzustellen.
Frauen sollen ebenfalls in
diese qualifizierten Tätigkeiten eingebunden werden“, so das Statement von
Lutz Klemkow, der gerade
den Schülern die Arbeit mit
dem Koordinatensystem
für diese Werkzeugmaschine demonstrierte.
„So stellen wir den technischen Bezug zwischen
dem Schulwissen und der
Berufswelt her. Dann wissen die Schüler, wofür sie
bestimmte Bereiche in
Mathe erlernen.“
Aus vier Klassen ab der
Jahrgangsstufe acht konnten jeweils 16 Schüler den
Bus besuchen. Aufgeteilt in
jeweils zwei Gruppen, wurden im oberen Teil des Busses Informationen vermittelt und im unteren Teil die
praktischen Anwendungen
aufgeführt.
Eine virtuelle Fabrik ließ
sich über ein Touch-Table,
einen großen Tisch mit Computerfunktionen, aufrufen.
Die in dieser Firma vorkom-
menden Berufe wurden herausgezogen und die dazu gehörenden Berufsbeschreibungen konnten abgerufen
werden und Übungsaufgaben angezeigt werden. Auch
Kontaktadresse und Ansprechpartner für Praktika
wurden vermittelt. „Wir
können Berufe zeigen, die die
Schüler im Alltag nicht
wahrnehmen können und
Verknüpfungen zwischen
der Schule und der Arbeitswelt herstellen“, beschreibt
Klemkow.
In der Industrie sei dank
guter Bezahlung die Not
nicht so groß, passende Auszubildende zu finden. Doch
der demographische Wandel zeigt jetzt schon den
Weg, dass zukünftig mehr
um Auszubildende geworben wird und versucht
wird, das Interesse für einen Berufszweig zu wecken.
„Unsere Schule ist sehr
dankbar für die Möglichkeit,
den Bus hier zu nutzen. Berufsorientierung ist für unsere Schüler sehr wichtig
und wir wollen den Schülern zeigen, dass es viele neue
Ausbildungsberufe gibt, die
ihre Eltern so gar nicht kennen“, so Beatrice Mack-Lillig, Abteilungsleiterin der
Jahrgangsstufen sieben und
acht.
„Wir wollen die Kinder in
die Selbständigkeit bringen,
zeigen, warum gute Zeugnisnoten wichtig und notwendig sind und vermitteln, was dann mit einem
guten Zeugnis umsetzbar
ist.“
Dieses Angebot ist keine
KAoA-Maßnahme („Kein
Abschluss
ohne
Anschluss“). Es ist eine Initiative des Arbeitgeberverbandes. Über die Beiträge der
angeschlossenen Mitgliedsbetriebe werden die bundesweit zehn neuen Fahrzeuge und deren Mitarbeiter finanziert. Das Land
NRW hat mit dem Erlass
zur Berufs- und Studienorientierung die Weichen gestellt und ist an die Schulen
herangetreten, dass diese
Projekte zur Berufsorientierung anbieten. Weitere Informationen inklusive einer
Ausbildungsplatzbörse
über die Internetseite
www.meberufe.info.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Lummerland in Born
4 x 11 Jahre Karneval des Kirchenchores
VON FRANZ-JOSEF COHNEN
Born. Was beim närrischen
Jubiläum im Borner Pfarrheim von den 15 Aktivisten
des Kirchenchores und
Freunden auf die Bühne gebracht wurde, war wirklich
Karneval vom Feinsten. Moderator Jürgen Stevens führte gekonnt durch die Sitzungen - wie jetzt schon seit 11
Jahren. Am Freitagabend
konnte er neben Pastor Frank
Schürkens auch Bürgermeister Frank Gellen mit Vertretern der Politik begrüßen.
Getreu dem Motto „Helden der Kindheit“ gab es
zunächst ein buntes Potpourri von Liedern aus Kindertagen über Pippi Langstrumpf bis hin zur Biene
Maja. Als diesjähriger
Schlachtruf durfte nicht fehlen „Ja, wir Borner, wir sind
pfiffig, ja wir Borner, wir
sind schlau; denn wir feiern
gerne lustig, mit Tam Tam
und mit Radau!“
Dann stieg als „Eisbrecher“
ein Holländer (Heinz-Arno
Mundfortz) in die Bütt, der
gekonnt im niederländischen Slang seine grenzüberschreitenden Erlebnisse
schilderte. Mit gebührendem Applaus empfing man
anschließend die Wasserratten aus Bracht mit ihrem
Prinzenpaar und der Tanzgarde. Es folgte ein Sketch
„Borner Gezwitscher“, bei
dem eine Ornithologin sprechende Vögel wie Uhu und
Dohle entdeckte, die mit ihr
die neuesten lokalen Ereignisse austauschten (Martina Kehrbusch, Steffi Del
Quarto und Ellen Jansen).
Die Lacher auf seiner Seite
hatte Jörg Weinmann als zu
gereister Norddeutscher,
der das Verhalten der Niederrheiner zwischen Weingeist und Schützenfest analysierte. Es folgte ein musikalischer Auftritt von Martina Kehrbusch, Claudia
Weinig, Birga Clephas, Steffi
Del Quarto und Barbara
Wirtz bei Schwarzlichteffekt. Friedhelm Leven brillierte dann in seiner Büttenrede als Funkemariechen mit
geschickt eingebauten loka-
Wie bei Loriot: Das alte Ehepaar streitet sich übers
Fernsehrprogramm. Foto: Franz-Josef Cohnen
Bürgermeisterwahl in Lummerland - und ein Denkmal für den
Scheidenden! Foto: Franz-Josef Cohnen
len Ereignissen. Den Abschluss des ersten Teils bildete ein Rückblick auf die
vergangenen 4 x 11 Jahre, bei
dem auch Gründungsmitglieder Erinnerungen an die
ersten Stunden wach riefen.
Nach der Pause marschierte der Spielmannszug
der St. Antoniusschützen
gemeinsam mit den Akteuren auf die Bühne, bevor Stefan Terkatz mit hoher Fistelstimme seine Erlebnisse als
Schüler schilderte. Schmissig und amüsant danach die
Gesangsnummer mit Walter Giza als Freddy mit dem
Staubsauger im Milieu von
„Desperate Housewives“.
Als eine wirkliche Glanznummer kann man die Parodie auf Loriots Fernsehabend ansehen, bei dem
Friedhelm Leven und Jörg
Weinmann als altes Ehepaar
über ein eigenes Borner Fernsehprogramm nachdachten.
Finaler Höhepunkt war
dann der Auftritt aller 15
Beteiligten zum Bühnenbild
„Ein neuer Bürgermeister für
Lummerland“. Die „Borner
Puppenkiste“ entdeckte dabei viele Parallelen zwischen Kinderland und dem
wirklichen Leben. Dem scheidenden Bürgermeister „Gott
Lummerwald“ wurde auf
der Bühne ein Denkmal für
seine segensreichen Taten
gesetzt, neu gewählt wurde
„mit gellendem Applaus“
der Räuber Hotzenplotz.
Nach einem Schlusswort
des Moderators und einem
Dank für die musikalische
Leitung durch Tobias Schaeben, die Bühnenbilder (Steffi
del Quarto), die Technik und
an alle Mitwirkenden, zu denen noch Petra Lankes, HeinzJosef Meuser und Roswitha
Paschmanns gehörten, klang
der Abend mit dem gemeinsamen Lied „Ein Hoch auf
unser Leben“ aus. Insgesamt
ein fernsehreifer Abend, wie
man ihn sich nur wünschen
kann, mit Gesang und Lokalkolorit, das auch von Auswärtigen verstanden wurde. Ein
Hoch auf den Borner Karneval - macht weiter so!
„Splitter“: MachART-Ausstellung im Kultursaal der Burg Brüggen
Zur Vernissage sind alle Kunstinteressierten eingeladen
Brüggen. Vom 22. Februar bis zum 12. April präsentiert die Künstlergruppe
MachART ihre Jahresausstellung „Splitter“ im Kultursaal der Burg Brüggen. Die
Gruppe MachART ist ein Zusammenschluss von Künstlern der verschiedensten
Kunstrichtungen vom linken
Niederrhein, wobei einige
auch in Brüggen arbeiten und
wohnen. Jedes Jahr organisiert die Gruppe mindestens
eine Ausstellung unter einem
gemeinsamen Thema. Die
Künstler der Gruppe haben
sich mehr als ein Jahr lang
mit dem Ausstellungsthema
intensiv auseinander gesetzt
und ihre unterschiedlichen,
künstlerischen Interpretationen des Begriffes in Form
von Acryl- und Ölbildern,
Zeichnungen und Fotografien zu einer abwechslungsreichen Ausstellung im Kultursaal der Brüggener Burg
zusammengestellt. Zur Vernissage am Sonntag, den 22.
Februar um 11 Uhr im Kultursaal der Burg Brüggen
sind alle interessierten Besucher recht herzlich eingeladen. Nach der Begrüßung der
Gäste durch die Vorsitzende
des Kulturausschusses, Frau
Marita Offermanns, spricht
Frau Dr. Antje Hambitzer
einführende Worte. Die
Künstler der Gruppe MachART freuen sich auf viele interessierte Besucher. Öffnungszeiten im Februar:
Dienstag bis Freitag und
Sonntag, von 10 bis 16 Uhr,
ab März: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr.
Kinderlesungen in der Gemeindebücherei
Rechtzeitig zu den Terminen anmelden
Gespannt verfolgten die Schüler, wie die Fräsmaschine arbeitet.
Foto: Birgit Eickenberg
Brüggen. Ab Februar starten die Lesungen für Kinder
in der Gemeindebücherei
Brüggen. Gemeinsam mit
fünf Lesepatinnen haben die
Mitarbeiterinnen der Gemeindebücherei diesmal
drei Lesungen für Kindergartenkinder und fünf Lesungen für Schulkinder von
sechs bis acht Jahren vorbereitet, entweder donnerstags von 16 bis 17 Uhr oder
neu; samstags von 11 bis 12
Uhr. Folgende Lesungen finden statt: Donnerstag, 19. Februar: Drachenkunde für
Kinder ab sechs Jahren;
Samstag, 28. Februar: Hexe
Lilli Bücher für Kinder ab
sechs Jahren; Donnerstag, 5.
März: Opa Jan Bücher für
Kinder ab drei Jahren, Donnerstag, 12. März: Der Grüffelo für Kinder ab drei Jahren; Donnerstag 19. März: Die
drei??? Geschichten für Kinder ab sieben Jahren; Samstag, 28. März: Reisegeschichten, für Kinder ab drei Jahren; Donnerstag, 16. April:
Sternenschweif- Bücher für
Kinder ab sechs Jahren und
Samstag, 25. April: Magic
Girls-Bücher, für Kinder ab
sechs Jahren. Die Bücher werden jeweils von einer Lesepatin vorgelesen. Zu jedem
Thema wird gemeinsam mit
den Kindern etwas gebastelt
oder gemalt, deshalb bitte
Schere und Kleber mitbringen. Die Teilnahme an den
Lesungen ist kostenlos. Allerdings sollte man sich unbedingt vorher anmelden, da
die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Anmeldung in der
Gemeindebücherei unter
der Telefonnummer 02163/
5701555 oder per E-Mail an
buecherei@brueggen.de.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Den Bürger noch nicht erreicht
Aschermittwoch
in Schwalmtal
Schwalmtaler Haushalt ist auf dem Weg
VON HEIKE AHLEN
Schwalmtal. Man kann
den Haushalt der Gemeinde
Schwalmtal für das laufende Jahr mit wenigen Worten
zusammenfassen: Alle müssen tiefer in die Tasche greifen. Die schmerzhaften Einschnitte treffen Hausbesitzer und Mieter über die Erhöhung der Grundsteuer B
auf 480 Prozentpunkte. Sie
treffen erwachsene Sportler,
weil die Hallennutzungsgebühren für sie erhöht werden, Hundehalter über die
Hundesteuer, OGS-Eltern
über höhere Gebühren - und
auch Spielautomatenbetreiber, für die eine höhere Vergnügungssteuer gilt.
In der Politik hatte es eine
Konsolidierungsgruppe aus
allen Fraktionen gegeben, in
der die Sparvorschläge ausgearbeitet wurden. Die Verwaltung hatte mit einem
Bürgerhaushalt noch versucht, die Bürger mit ihren
Ideen mit ins Boot zu holen die Reaktionen darauf sind
aber mit „bescheiden“ noch
vornehm umschrieben.
Als dann die Sparvorschläge öffentlich gemacht
wurden, ließen die Reaktionen auf der Straße und in
sozialen Netzwerken nicht
lange auf sich warten. „Wir
müssen feststellen, dass wir
die Bürger noch nicht erreicht haben“, sagte GrünenFraktionschef Jürgen Heinen.
Wer sich bei Facebook umschaue, müsse zu diesem
Schluss kommen. „Hätten
wir diese Einschnitte nicht
gemacht, wäre es zu einem
Haushaltssicherungskonzept gekommen, und das
würde das, was wir jetzt
beschließen, noch bei Weitem übertreffen.“ In Kommunen mit dem Sicherungskonzept sei eine Grundsteuer B auch schon einmal bei
800 Prozentpunkten.
Ausgeschert war die FDP.
Deren Fraktionschef Hans-
Dieter Heinrichs
hatte sich bei der
Abstimmung im
Hauptausschuss
in der vergangenen Woche enthalten. Seiner
Fraktion sei ihren
Wahlversprechen treu geblieben, nämlich
die Grundsteuer
nicht erhöhen zu
wollen. Im Gegensatz zu den
anderen Fraktionen glaube man
nicht daran, dass
auf Dauer ein
Haushaltssicherungskonzept
für Schwalmtal Der Haushalt für das Jahr 2015 in Schwalmvermieden wer- tal sieht massive Mehr-Belastungen für
den könne. Es die Bürger vor - sonst wäre ein Hausmüssten grund- haltssicherungskonzept erforderlich
sätzlich andere gewesen. Archiv-Foto: Heike Ahlen
Finanzierungskonzepte für die Gemeinden den sollte, war bei Redaktiher. Die Ratssitzung, in der onsschluss noch nicht beendgültig entschieden wer- endet.
Hilfe kann gebraucht werden
Information zur aktuellen Asylberatung in Schwalmtal
Schwalmtal (fjc). Immer
wieder wird die Frage gestellt, wie man den Asyl suchenden Menschen helfen
könnte. Auch viele Bewohner Schwalmtals möchten
gerne Sachspenden an
Flüchtlinge abgeben. Das direkte Hingehen in die Asylantenunterkünfte ist wenig
sinnvoll: Es würde sicher zu
einer ungleichen Verteilung
führen. Deshalb soll an dieser Stelle auf die Kleiderstuben der Kirchengemeinde
und auf die Kinder- und Jugend-Boutique „Wie neu“
aufmerksam machen, die
viele sicher kennen. Die Kleiderstuben nehmen gut erhaltene Bekleidung, Schuhe
und Bettwäsche an. Die Kinder- und Jugend Boutique
„Wie neu“ nimmt neben
Kleidung, Schuhen, Spielsachen und Büchern auch Kinderwagen und Schultornister an. Diese Einrichtungen
werden auch von Flüchtlingen genutzt.
Hier die Öffnungszeiten
der einzelnen Einrichtungen: Kleiderstube St. Michael, Waldniel, Schulstraße 13,
Öffnungszeiten: mittwochs
10 bis 11 Uhr und 15 bis 17
Uhr. Kleiderstube Amern,
Waldnieler Straße 18, Öffnungszeiten: dienstags 15
bis 16 Uhr. Kinder- und Jugend-Boutique „Wie neu“,
Ungerather Straße 27, Öffnungszeiten: montags 10 bis
13 Uhr, mittwochs 10 bis 13
Uhr und 15 bis 18 Uhr, freitags 15 bis 18 Uhr.
Die Gemeindeverwaltung
Schwalmtal nimmt nach
Absprache gut erhaltenes
Geschirr, Töpfe und Möbel
an, welche dann an die
Flüchtlinge weitergegeben
werden. Ansprechpartner
ist Michael Wilms (Telefon:
Seite 15
02163/946-194). Darüber
werden weiterhin gemeinsam mit dem Asylkreis Übersetzer gesucht, die Flüchtlinge im Alltag etwa bei Behördengängen oder zu Arztbesuchen begleiten und unterstützen. Sollten Sie Interesse
haben und nähere Informationen wünschen, steht Ihnen gerne die sozialpädagogische Mitarbeiterin der Asylberatung, Melanie Genz, für
ein Gespräch zur Verfügung,
zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0172/7284663
oder
per
E-Mail
an
asylberatung.kkgschwalmtal@gmx.de.
Stefan Vahlhaus neues „Ungerather Original“
Ungerath (hei). Seit einigen Jahren verleihen die
Ungerather
Karnevalsfreunde UKF den Orden
„Ungerather Original“ an
Menschen, die sich um Ungerath und das Ungerather
Brauchtum verdient gemacht haben.
In diesem Jahr hat Stefan
Vahlhaus diesen Orden bekommen - als „der Mann,
der nicht Nein sagen kann“
unterstützt er die UKF seit
vielen Jahren mit Rat und
Tat, egal zu welcher Tagesoder Nachtzeit.
Präsident Peter Maaßen
(2.v.r.) überreicht Stefan
Vahlhaus (2.v.l.) den hohen
Orden der UKF. Links im Bild
Hoppeditz Stefan Knüppel,
rechts Kaplan Matthias
Goldammer.
Foto: Heike Ahlen
Schwalmtal (fjc). Zu Beginn
der Fasten- oder österlichen
Bußzeit laden die katholischen Gemeinden zum Empfang des Aschenkreuzes ein.
Hiermit soll zum Ausdruck
kommen, dass unser Leben
immer wieder eine Besinnung braucht, und dass besonders jetzt nach den turbulenten Fastnachtstagen
eine Umkehr angesagt ist und
man daran erinnert wird,
dass alles vergänglich ist.
In der Pfarrei St. Matthias
Schwalmtal sind die Gottesdienste mit Austeilung des
Aschenkreuzes am Aschermittwoch, 18. Februar, wie
folgt: 8 Uhr in St. Michael als
Schulgottesdienst besonders
für die Kinder des 3. und 4.
Schuljahres der Grundschu-
le Waldniel; 8.30 Uhr in St.
Anton als Schulgottesdienst
besonders für die Kinder der
Schule an der Schwalm; um
9 Uhr in St. Mariae Himmelfahrt in der Gemeinschaftsmesse der Frauen, um 16.30
Uhr im Altenheim, heilige
Messen in Waldniel; um
18.30 Uhr in der Kapelle von
Bethanien; um 19 Uhr in St.
Anton und auch in St. Gertrud, St. Michael (Bußgottesdienst) und St. Mariä Himmelfahrt (als Abendmeditation „Aus-Zeit“).
Dann wird noch einmal
das Aschenkreuz ausgeteilt
am Donnerstag, 19. Februar,
um 8.15 Uhr in St. Georg im
Schulgottesdienst besonders
für die Kinder der Grundschule Amern.
Heiter in den Kirchen
Schwalmtal (fjc). Die Pfarrei St. Matthias lädt alle Närrinnen und Narren Schwalmtals herzlich zu den Gottesdiensten der Freude am Karnevalssonntag, 15. Februar,
ein. Zunächst gibt es um 9
Uhr in St. Michael, Waldniel,
eine Messfeier zusammen mit
der Landjugend. Einen weiteren heiteren Wortgottesdienst gibt es am Karnevalssonntag, 10 Uhr in St. Gertrud in Dilkrath. Anschließend
zieht hier der närrische Zug
durch den Ort. Alle, ob groß
oder klein, sind eingeladen,
im Kostüm zu erscheinen.
Masken und Pistolen sollten
aber draußen bleiben. Die Gottesdienste stehen nach einem
Satz aus dem Johannesevangelium unter dem Motto „Dies
habe ich euch gesagt, damit
meine Freude in euch ist und
damit eure Freude vollkommen wird“ (Joh 15,11). Noch
ein Hinweis der Pfarrei St.
Matthias Schwalmtal: An den
Heiter darf es zu Karneval auch
in den Kirchen zugehen. Foto:
Franz-Josef Cohnen
Karnevalstagen - Rosenmontag und Veilchendienstag bleiben die Pfarrbüros in
Amern und Waldniel geschlossen. Die heilige Messe
am Veilchendienstag, 17. Februar, 19 Uhr in St. Gertrud
Dilkrath fällt aus.
Matthiaspatrozinium
Schwalmtal
Schwalmtal (fjc). Die katholische Pfarrgemeinde St.
Matthias Schwalmtal begeht ihr Patrozinium in diesem Jahr bereits am Sonntag, 22. Februar (1. Fastensonntag). An diesem Sonntagmorgen gibt es nur eine
festliche heilige Messe um
10.30 Uhr in St. Georg,
Amern, musikalisch mitgestaltet von der Chorgemeinschaft Amern/Dilkrath und
dem Kirchenchor Waldniel
(Teile der „Orgelsolomesse“
von W.A. Mozart, das „Ave
Verum“ von C.Saint-Saens
und „Wohl mir, dass ich Jesus habe“ von J.S. Bach),
dazu auch Gemeindelieder,
begleitet von einem kleinen
Streichorchester. Alle anderen Gottesdienste in den
Schwalmtaler Kirchen fallen an diesem Morgen aus.
Die Vorabendmessen am
Samstagabend finden wie
gewohnt statt, ebenso der
Gottesdienst im Altenheim
am Sonntagmorgen um
10.30 Uhr und die DekanatsAbendmesse am Sonntag um
19 Uhr in St. Anton, Amern.
Apostel Matthias, Statue des
Schwalmtaler Pfarrpatrons in
Amern St. Anton. Foto: FranzJosef Cohnen
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Seite 16
Arbeitsplätze in Gefahr
Die CDU sieht die Entwicklung des geplanten
Gewerbegebietes in Gefahr.
Foto: CDU Niederkrüchten
Niederkrüchten. Anlässlich der aktuellen Situation
trafen sich der Vorsitzende
des Regionalrates, Hans-Jürgen Petrauschke, der Vorsitzende der CDU-Niederkrüchten und Bürgermeisterkandidat Bennet Gielen,
zu einem Gespräch. Thema
waren die überraschenden
Pläne der rot-grünen Landesregierung zur Errichtung
eines Flüchtlingslagers für
1.000 Personen in Niederkrüchten-Elmpt.
Der Regionalrat ist zuständig für den Regionalplan. In diesem Plan ist das
Gelände des ehemaligen
Flugplatzesteilweise auch
als Gewerbegebiet vorgese-
hen. Die Nutzung der ehemaligen Mannschaftsunterkünfte als Flüchtlingsheime würde die seit zehn
Jahren andauernden Planungen von Gemeinde, Kreis
und auch der Bezirksregierungüber den Haufen werfen. Die für die Entwicklung
der Gemeinde dringend benötigten Flächen wären auf
Jahre hinaus blockiert. Kein
Investor würde sich hier
ansiedeln wollen; keine der
geschätzten 2.500 neuen Arbeitsplätze würden entstehen. Stattdessen kämen auf
Niederkrüchten unabsehbare Folgen dieser Landesplanung zu.
„Die zweifelsohne unserer
Hilfe bedürftigen Flüchtlinge wären mit einer, auch sozial, unhaltbaren Situation
konfrontiert. Um helfen zu
können, muss der Helfer
dazu auch in der Lage sein“,
so Bennet Gielen. Petrauschke, der auch Landrat des
Rhein-Kreis-Neuss ist, unterstützt daher Niederkrüchten in seinem Bemühen, die im Regionalplan vorgesehene Planung einer Gewerbeentwicklung umzusetzen.
Super-Stimmung beim
Biwak von Maak Möt
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
EGC übernimmt den Golfplatz
Schnupperkurse möglich
VON HEIKE AHLEN
Elmpt. 76 Hektar Fläche ein 18-Loch-Golfplatz mitten in der Natur des Elmpter
Waldes mit altem Baumbestand und vielen Vögeln,
dazu eine gepflegte Fläche
auf sandigem Boden, auf der
sich besonders gut Golf spielen lässt.
Schon Prinz Charles soll
gelegentlich nach Elmpt gekommen sein, um dort ein
paar Bälle zu schlagen. Lange Zeit war die Zukunft des
Golfplatzes auf dem Gelände der Javelin Barracks unklar. Denn gegen Jahresende
verlassen die letzten Briten
den Standort Elmpt. Inzwischen ist aber klar, dass die
neue Regionalplanung vorsieht, den Platz zu erhalten.
Und auch die letzte Hürde,
nämlich, wer den Platz denn
dann betreiben soll, ist jetzt
genommen.
Der Europäische Golfclub
Elmpter Wald (EGC) hat auf
seiner jüngsten Mitgliederversammlung beschlossen,
diese Verantwortung zu
übernehmen. Ein Pachtvertrag mit der Bundesanstalt
für Immobilienmanagement
Bima ist bereits ausgehandelt. 15 Jahre lang soll das
Gelände zunächst zur Pacht
zur Verfügung stehen.
Wenn im Dezember die
offizielle Übergabe erfolgt,
muss einiges schon vollzogen sein. Weil der Abzug der
Briten stufenweise vonstat-
Auch im Winter ist der Golfplatz im Elmpter Wald bespielbar - ideal für Bewegung an der
frischen Luft. Foto: Heike Ahlen
ten geht, muss der EGC das
Personal bereits zum 1. Juni
übernehmen. Denn dann ist
der West Thine Golfclub, der
bisher Betreiber ist, Geschichte. Und das Grün muss
bis zur offiziellen Übergabe
weiter gepflegt werden.
Der EGC hat sich immer
schon als der „etwas andere
Golfclub“ verstanden. Er
will den Platz in der britischen Tradition erhalten und
dabei auch seine eigenen
Grundsätze pflegen. „In
Großbritannien ist Golf ein
Volkssport - etwas für je-
dermann“, sagt Präsident
Dr. Helmut Küster. In
Deutschland werde Golf immer noch als eher elitäre
Sportart angesehen. Das ist
im EGC nicht so. Hier soll
jeder Freude an der Bewegung in der Natur haben.
Auch den sonst oftmals ausgetragenen Kampf zwischen
Golfern und Naturschützern gibt es hier nicht. Küster selbst ist Mitglied im
Nabu. Die „ökologisch-naturschutzorientierte“ Ausrichtung steht in den Statuten des Clubs und wird
durch enge Zusammenarbeit mit dem Nabu untermauert. Bislang zählt der
Club rund 450 Mitglieder.
Das Ziel in mittelfristiger
Zukunft sind 600 Mitglieder.
Wer sich für den Golfsport
interessiert, kann Schnupperstunden buchen. Das geht
über die Volkshochschule
oder direkt. Neue Mitglieder
sind immer willkommen.
Wer sich informieren will,
kann das auf der Internetseite golf-in-elmpt.eu tun oder
unter der Telefonnummer
02163/4996131 anrufen.
Kinderkirche Elmpt beschreitet neue Wege
Geschichten aus dem Leben von Jesus
Niederkrüchten (hei). Eine volle Begegnungsstätte, in der
sich mehr als sechs Stunden lang die befreundeten Garden die
Klinke in die Hand gaben, tolle Tanzdarbietungen - das
Biwak von Maak Möt am vergangenen Samstag bildete einen
gelungenen Auftakt für die letzte Woche vor dem Tulpensonntagszug, dem Sessionshöhepunkt für Prinzessin Natascha I.
und ihr Gefolge.
„Architektonische Symmetrie“
in der Gemeindebibliothek
Elmpt. Seit Dienstag, 10.
Februar, sind Werke von
Thorsten Vöhrs zum Thema
„Architektonische Symmetrie“ in der Gemeindebibliothek Niederkrüchten am
Elmpter Laurentiusmarkt
zu bewundern.
Er selbst sagt zu seinen
Fotos: „Der Begriff der Symmetrie scheint mir wie kein
zweiter geeignet zu sein,
nicht nur eine Brücke zwischen Architektur und Kunst
zu schlagen, sondern beide
unter einem gemeinsamen
Dach zu vereinen. Denn
nimmt man Symmetrie als
ein Kriterium von Schönheit,
wie es die antiken und neuzeitlichen Kunstlehren getan
haben, dann erscheint im
Streben in der Architektur
nach Symmetrie die gleiche
Suche nach Schönheit wie in
der Kunst. Und diese Schönheit/Kunst in der Architektur versuche in meinen Bilder wiederzugeben.“
Bis zum 10. März haben
Besucher während der Öffnungszeiten der Bibliothek
die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.
Elmpt. Noch ein paar Wochen bis Ostern … für die
Besucher der Kinderkirche
genug Zeit, um sich mit dem
Leben Jesu zu befassen. „Jesus im Haus des Vaters“, ist
das Thema der nächsten
Kinderkirche, Sonntag, 22.
Februar, 11.30 Uhr in St.
Laurentius Elmpt. Die Kinder können leicht nachvollziehen, wie verzweifelt Eltern sein müssen, wenn das
eigene Kind verloren gegangen ist.
Doch für Jesus war es
selbstverständlich im Haus
seines Vaters, im Hause Gottes, zu verweilen. Was
brauchst Du, um Dich wohl
zu fühlen? Was benötigst Du,
um Dich wie zu Hause zu
fühlen? Mit solchen und
ähnlichen kindgerechten
Fragen leitet Simone Cüsters (Mutter von drei Kindern und Religionslehrerin)
die Kinder durch den etwa
30-minütigen Kleinkindergottesdienst. Unterstützt
wird sie vom Team der Kinderkirche, bestehend aus
zehn Frauen, die auch in Eigenregie für die musikalische Begleitung sorgen.
Diese Wortgottesfeier bildet in diesem Jahr den Auftakt, weiter geht es Oster-
Zum Kaiser in
Oberkrüchten gekrönt
Oberkrüchten (bn). Traditionell beginnt für die
Oberkrüchtener St. Agatha-Bruderschaft das Schützenjahr
mit der Krönungsmesse, der Agathafeier, in der Pfarrkirche St.
Martin. Vom Nieselregen und der Kälte ließen sich die vielen
Schützenbrüder nicht von der Teilnahme an der Messe
abhalten. Angeführt vom Musikverein „Frei-Weg“
Oberkrüchten zog man feierlich zur Kirche. Zum Ende des
Gottesdienstes legte Vorsitzender Leo Hönig dem neuen
Schützenkaiser Willi Anderstiegen (Mitte) die Insignien des
Amtes an. Den Ministern Josef Henkel (rechts) und HansWilli „Pele“ Theloy wurden die Ministerketten umgelegt.
montag (6. April, 11.30 Uhr
an der Elmpter Kapelle in
Overhetfeld). Dann feiern
die Kinder das Ostergeschehen, indem sie sich in einer
Prozession durch den Park
auf den Weg nach Emmaus
begeben. Die weiteren Themen der Kinderkirche in
Elmpt sind „Zachäus“, „Der
barmherzige Samariter“
und „Der verlorene Sohn“.
Ein Besuch lohnt sich und es
verwundert jedes Mal wie
30 bis 40 Kinder ganz still
und leise sein können. Zum
Schluss bekommen alle Kinder von ihren Eltern den
Kuschelsegen.
Diesen und weitere Termine finden sie auch im GdG
Flyer „Kleinkinderwortgottesdienste“ für das erste
Halbjahr 2015 für die Pfarren Niederkrüchten-Oberkrüchten-Elmpt-BrüggenBorn-Bracht, der bereits am
Heiligen Abend erstmalig
und druckfrisch verteilt
wurde. Ein gemeinsamer
Flyer für Familien. Ansprechpartner für die Kinderkirche von St. Laurentius Elmpt, Annette Beckers,
Dorfstraße 68, 41372 Niederkrüchten, Telefonnummer 02163/579390, E-Mail:
FamilieBeckers@t-online.de
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Grefrath
Die Renaissance des Grefrather Sitzungskarnevals
Über 300 Besucher im Mooren-Bau erlebten eine kurzweilige Sitzung
VON MANFRED BAUM
Oedt. Was für eine Renaissance am ersten Samstag im
Februar im „Gürzenich der
Niersgemeinde“, auch Mooren-Halle genannt. Dort, wo
einst mehr als fünf Jahrzehnte die Oedter Kolpingfamilie
den närrischen Ton angab,
war am Samstag der rote
Teppich vor gut 300 bunt
kostümierten Narren ausgelegt, die einfach nur begeistert waren und die vierstündige Sitzung in vollen
Zügen genossen. Eine Karnevalssitzung, die es in dieser Qualität auf der Bühne
der Albert-Mooren-Halle
noch nicht gegeben hat.
Eine Sitzung, die dem Karneval an der Niers gut tat,
die ihm vielleicht sogar ein
„paar närrische Flügel“ verliehen hat. Da war auch der
dem Brauchtum stets sehr
aufgeschlossene Bürgermeister Manfred Lommetz „aus
dem Bergdorf Hinsbeck
kommend“, aber mit dem
„Grierschen Hätz“ versehen,
restlos begeistert, stand auf
und spendete immer wieder
Beifall.
Darauf kann Mooren-Hallen-Wirt Christian Karpenkiel mit den vier Vereinen
(Vitusschützen, Kolping
Oedt, Borussia Oedt und
Feuerwehr Löschzug Oedt)
ganz sicher aufbauen. Diese
Der absolute Knaller in Oedt: Die High Energy Showtanzformation aus Euskirchen Foto: Baum
vier Vereine sind nicht nur
Träger des Karnevalsballes
am kommenden Nelkensamstag, sondern sie zeichneten am Samstag auch für
den Elferrat verantwortlich.
Gekonnt und präzise die
Präsidentschaft von Helmut
Reinke im Elferrat. Einladend dekoriert waren Saal
und Bühne. Stimmungsvoll
und beifallsfreudig das Publikum. Hinzu kam schon
früh das „närrische MoorenBau-Beben“, welches deutlich machte, dass das Publi-
Stewardess Marina war ein Hit auf der Mooren-Bühne. Foto:
Manfred Baum
kum hoch zufrieden war mit
dem Programm.
Das Programm hatte viele Höhepunkte. Gleichwohl
ragte eine Darbietung dabei
heraus. Es war gegen 22.30
Uhr, als die High-EnergyShowtanztruppe in atemberaubenden Kostümen
und mit ganz viel Beifall
bedacht die Bühne betrat
und 25 Minuten lang für ein
tänzerisches Feuerwerk auf
der Bühne sorgte, mit klassischen Pyramiden und Hebefiguren, mit artistischen
Einlagen und tänzerischer
Eleganz. Der fünffache Deutsche Meister aus Euskirchen
durfte erst nach drei Zugaben und stehenden Ovationen Bühne und Saal verlassen.
Jung, hübsch, auf die Besucher zugehend und mit „eigenem Flugzeug“ auf dem
Niershorst gelandet, ein neuer Stern am Narrenhimmel,
die „Stewardess Marina“,
auch „fliegende Holländerin“ genannt. Sie machte den
Saal zu einem „närrischen
Passagierraum einer Boeing
747“ und servierte sogleich
statt Getränken und Häppchen einen turbulenten und
unterhaltsamen Start. Sie
ging unter die Zuschauer,
fand Anklang und setzte
närrische Pointen gleich im
halben Dutzend. Rudi Wilmen, gebürtiger Kempener
aus der Kempener Altstadt,
jetzt in Nettetal lebend sorgte mit seinen „Fründen“ mit
Musik und Gesang für beste
Unterhaltung.
Fast 80 Jahre ist sie alt, die
Tanzgarde Blau und Weiß
der KG Fidele Heide aus Lobberich. Eine stattliche Garde
unter dem Kommando von
Willibald Antwerpen in original „Friderizianischen
Uniformen.“ Die „Schwergewichtler“ aus der Seenstadt Lobberich überzeugten. Aber auch Frank Bühler
aus der Narrenherrlichkeit
Viersen, seit mehr als drei
Jahrzehnten Rintger Buur
und als „Müllmann“ in ganz
NRW on Tour in der fünften
Jahreszeit. Er hatte als Müllmann vorausschauend gedacht und seine weiße Tonne für Schnee mit auf die
Mooren-Bühne gebracht.
Zum Einsatz kam sie jedoch
nicht, denn das Dach der
Mooren-Halle ist wieder
dicht.
Gelungene Renovierung am Markt
Grefrath (maba). Rund einen Monat lang war das von
Vlado Hendak am Markt
betriebene Bistro und Eiscafé Fiume am Markt wegen
Renovierungsarbeiten geschlossen. Der Blick in das
Café macht jetzt deutlich,
dass sich die Schließung gelohnt hat, denn es wirkt
weitaus heller, anziehender
und farbenfroher. Die Bestuhlung wurde erneuert,
neue Lampen bringen mehr
Licht, der Bereich der Theke
wirkt attraktiver, wie auch
der kleine offene Raum für
den Verkauf von Eis im Sommer mit dem großen Fenster.
Das Bistro ist täglich geöffnet und bietet auch kleine
Speisen und Frühstück an.
Seite 17
In Grefrath geht die Post ab
VON SUSANNE PETERS
Grefrath/Oedt. Christian
Karpenkiel, Pächter der Albert-Mooren-Halle seit dem
Jahr 2011, freut sich schon
sehr auf Karneval: „Im ganzen Ort geht dann karnevalistisch die Post ab. Grefrath
freut sich über viel bunte
Narretei und auch Oedt steht
Kopf.“
In der Albert-MoorenHalle gibt es am 7. Februar
eine Karnevalssitzung unter dem Motto „Vier Vereine
unter einem Hut“, am 11.
Februar findet die Frauensitzung der KFD statt, am 14.
Februar lädt ein Kostümball
nach dem Nelkensamstagszug ein und am 15. Februar
dürfen sich die Jüngeren auf
eine Kinderkarnevalssitzung freuen.
In Grefrath selbst gibt es
unter anderem ebenfalls eine
Frauensitzung und einen
Altweiberball im Zelt sowie
einen Tulpensonntagszug. In
der Grefrather Gaststätte
„Zum Nordkanal“ wird eine
vor allem immer darauf, ein
besonders breites Programm anzubieten, so dass
für jeden Geschmack etwas
dabei ist.“ Anfangs habe man
sich grundsätzlich selbst um
die Künstler bemüht, nun
treten die Managements sogar ihrerseits an ihn und sein
Team heran, wie zum Beispiel das von Rüdiger Hoffmann und von Markus
Krebs. So sind also auch in
diesem Jahr wieder viele
hochwertige Künstler zu erwarten. Markus-Maria Profitlich war bereits im Januar
in der Albert-Mooren-Halle
zu Gast. Am 7. März, wird es
eine Pop-Nacht geben, bei
der unter anderem Michael
Wendler auftritt. Auch auf
das Konzert der „Brings“,
die die Halle am 11. September zum Toben bringen werden, freut sich Karpenkiel
sehr.
Zu der Karnevalssitzung
„Vier Vereine unter einem
Hut“ hat Karpenkiel die hiesigen Karnevalsvereine eingeladen. Vertreter bilden
Christian Karpenkiel freut sich auf viel jecke Narretei in der
Albert-Mooren-Halle und drum herum. Foto: Susanne Peters
große Blau-Weiße Nacht
veranstaltet. Durch Oedt
wird sich ein Zug mit 37
Gruppen, davon 30 Wagen
und 7 Fußgruppen, bewegen,
die aus allen Grefrather Ortsteilen stammen. Rund 4.000
bis 5.000 Zuschauer werden
erwartet. Der Zug, der nunmehr sein fünftes Jahr erlebt, startete anfangs in Oedt;
in diesem Jahr hat er zum
zweiten Mal seinen Ausgangspunkt in Mühlhausen,
weil er von Jahr zu Jahr
wächst.
Christian
Karpenkiel
sorgt nicht nur zu Karneval,
sondern das ganze Jahr über
für ein kunterbuntes hochwertiges Programm. „Natürlich trifft jeder Künstler
den Geschmack einer gewissen Zielgruppe. Wir achten
den Elferrat und schauen mit
viel Spaß an der Freud’ zu.
Um die auftretenden Künstler hat der Pächter der Halle
sich selbst gekümmert, auch
Technik und Musik unterliegen seiner Verantwortung.
Sitzungspräsident Helmut
Reinke, stellvertretend für
alle Vereine, moderiert die
Veranstaltung. „Die Veranstaltungen sind immer mit
ein bisschen Adrenalin verbunden“, schmunzelt Karpenkiel, „klappt alles? Sind
die Künstler pünktlich? Es
soll ja möglichst alles glatt
laufen.“ Doch so schnell lässt
er sich nicht aus der Ruhe
bringen und mit ein bisschen
unauffälliger Improvisation
habe immer noch alles reibungslos funktioniert, versichert er lächelnd.
Neuer Gehweg soll kommen
Das „neue Bistro Eiscafe Fiume“ am
Markt in Grefrath Foto: Manfred Baum
Grefrath (maba). Nach
mehr als einem Jahrzehnt soll
in Grefrath an der südlichen
Seite der Hinsbecker Straße
ein neuer Gehweg gebaut
werden, wobei auch jetzt noch
der genaue Zeitpunkt offen
steht. Er soll an der Hinsbekker Straße die Lücke schließen
für die Bürger zwischen der
Freventstraße und dem Neubaugebiet Diekerhof. Die Schaffung dieses neuen Gehweges
ist jedoch für die Anlieger nach
dem Kommunalabgabengesetz beitragspflichtig.
Hier soll der neue Gehweg
entstehen. Foto: Manfred Baum
Viersen
Seite 18
Förderverein engagiert
sich seit über 25 Jahren
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
DGB-Kreisgruppe wieder aktiv
Ehrenamtler erledigen Arbeit
VON MANFRED BAUM
Die neue Knieschiene wird einem Patienten angelegt. Foto:
Manfred Baum
Süchteln (maba). Die Rheinische Klinik für Orthopädie in Süchteln gehört schon
seit geraumer Zeit zu den
besten Kliniken in Deutschland. Sicherlich ein Verdienst von Professor Dr. Dietmar Pierre König und seinem Team. Ein kleines Stück
zum Erfolg hat ebenso der
Förderverein der Klink beigetragen mit der ehemaligen Süchtelner Ortsbürgermeisterin Margret Maier an
der Spitze. Seit mehr als 25
Jahren engagiert sich der
Verein und hat jetzt erneut
rund 22.000 Euro in verschiedene Projekte investiert, die
der Verein zusammen mit
Professor König in der Klink
jetzt vorstellte. So ist die Klinik froh über eine neue Motorschiene für das Knie eines
Patienten (siehe Foto), die die
Arbeit für die Therapeuten
erleichtert, wie auch für die
Patienten. Sie ist leichter im
Transport und kann ohne
Umbau rechts und links an
den Beinen eingesetzt werden. Während der Anwen-
dung kann der Patient die
Bewegungsrange selbst verstellen. Ferner wurden angeschafft eine Funktionsstemme und ein Hüftpendel.
Diese neuen Geräte sind für
die Patienten nach einer endoprothetischen Operation
viel besser geeignet, da sie
ihnen durch einen verbesserten Einstieg und durch die
Verstellbarkeit mehr Sicherheit und eine einfache Handhabung gewährleisten.
Angeschafft wurden weiter für die Klinik 30 Sets zur
MRSA-Prophylaxe (Keime).
Auf diesem Gebiet arbeitet
die Klinik seit geraumer Zeit
mit dem Robert-Koch-Institut in Berlin sehr gut zusammen. Sehr gut angenommen
wird der Indoor-Geh- und
Therapiegarten. Der kommunale Träger der Klinik, so
Professor König „kann nicht
alles allein stemmen.“ Die
Klinik ist stets bemüht, die
Patienten möglichst „realitätsnah nach Hause zu entlassen“, so Professor König
abschließend.
Der neue Indoor-Geh-und Therapiegarten. Foto: Manfred Baum
Elternseminar
„Der rote Faden“
Dülken. Im Familienzentrum Heesstraße, Dülken,
Heesstraße 57, beginnt am
Montag, 23. Februar, ein fünfteiliges Seminar für Väter
und Mütter von Kindern im
Alter zwischen zwei und
acht Jahren. „Der rote Faden“
widmet sich den im Familienleben immer wiederkehrenden Situationen wie etwa
aufräumen und trödeln, die
zu endlosen Streitereien und
Machtkämpfen führen. In
der Elternveranstaltung sollen die Grundvoraussetzun-
gen für stressfreie Erziehung
ohne Machtkämpfe vermittelt werden. Die fünf Abende
finden jeweils montags von
20 bis 22.15 Uhr statt. Veranstalter sind das Familienzentrum und das Forum, die
katholische Familienbildungsstätte Krefeld/Viersen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Ansprechpartnerin für Informationen und Anmeldungen im Familienzentrum
ist Maria-Elisabeth Eschweiler, Telefonnummer 02162/
4490.
Kreis Viersen. Die Zeiten
der Hauptamtlichen auf
Kreisebene sind Geschichte,
Ehrenamtler erledigen die
Arbeit vor Ort. Die übergeordnete Vertretung des
Deutschen Gewerkschaftsbundes (mit Hauptamtlern)
auf Regionsebene ist in diesem Fall die Region Düsseldorf-Bergisches Land. Ansprechpartner für den neuen DGB-Kreisverband mit
rund 17.000 Mitgliedern ist
Gewerkschaftssekretär
Thomas Ziegler. Neuer Vorsitzender ist der 47-jährige
Thomas Högel aus Kempen,
der im Vorstand der IGBCEOrtsgruppe Krefeld arbeitet.
Högel ist ausgebildeter Chemikant und Schichtmeister
bei der Bayer AG und der
Lanxess Deutschland in Uerdingen. Seit über zehn Jahren ist er freigestelltes Betriebsratsmitglied bei der
Lanxess Deutschland GmbH
in Uerdingen sowie stellvertretender Vorsitzender des
Betriebsrates. Seine Gattin
Silvia ist stellvertretende
Vorsitzende des neuen
Kreisverbandes.
Ebenso ist Andreas Kloss
stellvertretender Vorsitzender (IG Metall). Neun Mitglieder hat der Vorstand. Bei
Thomas Högel und Thomas Ziegler (von links) vom DGB. Foto:
Manfred Baum
der Vorstellung am Freitag
im Wintergarten des Restaurant „Zur eisernen Hand“ in
Viersen (das ist auch der
zukünftige Treffpunkt) fasste Högel zusammen: „Wir
verstehen uns als politisches
Sprachrohr der DGB-Gewerkschaften und ihren
knapp 17.000 Mitgliedern im
Kreis Viersen. Wir geben der
Interessenvertretung der
Arbeitnehmer im Kreis Viersen Stimme und Gesicht.“
Die neue Kreisgruppe
möchte nicht nur Veranstaltungen organisieren, sondern auch Streikaktionen der
Gewerkschaften unterstüt-
zen und „ den Finger in die
Wunde legen“, wenn dies
notwendig sein sollte. Als
Themenfelder nannte Högel
unter anderem: Hartz IV,
Sozialabbau, Bildungsmisere, drohende Privatisierungen sowie das Aufblühen
des Rechtsextremismus.
Man wolle sich weiter aktiv
gegen „neoliberale Entwicklungen“ und die „ungebremsten Auswüchse der Globalisierungen“ engagieren.
Bereits im Januar gab es
für Pendler am Bahnhof in
Kempen eine Aktion zum
Mindestlohn gegeben. Am
vergangenen Freitag mach-
te der DGB-Kreisverband
deutlich, dass es auch im
Kreis Viersen über 5.500 Kinder gibt, die von Hartz IV
leben. „Wir fordern Aktionsprogramme für arme Familien“, so Högel. Und weiter: „
Die Armut der Kinder wird
oft beklagt, aber wenn es
darum geht, sie zu bekämpfen, dann passiert doch wenig. Das passt einfach nicht
zusammen.“ Diese gut 5500
Kinder stellten 14,3 Prozent
aller im Kreis Viersen Kinder unter 15 Jahre dar. Im
Kreis Viersen seien 43,7 Prozent der erwerbsfähigen
Hartz-IV-Bezieher vier Jahre oder länger im Hilfsbezug.
Der DGB Kreis Viersen fordert ein Aktionsprogramm
und empfiehlt dem Bund die
Hälfte seiner Mehreinnahmen infolge der Einführung
des Mindestlohnes für diesen
Zweck einzusetzen. Für den
Monat März lädt der neue
Kreisverband zu einer Diskussionsveranstaltung in das
Restaurant „Zur eisernen
Hand“, An der eisernen Hand
1, in Viersen ein. Thema: „
Freihandelsabkommen Fluch oder Segen?“ Die Referentin ist Dr. Sabine Stephan
vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf.
Schöppenmarkt am Aschermittwoch
Dülken. Während für den
Karneval „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ gilt,
geht es an diesem Tag in
Dülken richtig los: 365 oder
mehr Händler werden zum
Schöppenmarkt erwartet,
der 1847 zum ersten Mal
stattfand. Die Stadt Viersen,
die diesen Markt veranstaltet, rechnet mit weit mehr
als 100.000 Besucherinnen
und Besuchern. Der Warenverkauf beginnt um 8 Uhr
am Morgen, Ende des Marktes ist um 20 Uhr.
Aufgrund der Größe des
Marktes und der Vielzahl der
Gäste muss bereits ab Dienstagvormittag, 17. Februar,
mit erheblichen Einschrän-
kungen für den Straßenverkehr im Dülkener Ortskern
gerechnet werden. Nicht nur
im Bereich des Marktes
selbst, sondern auch auf den
Zufahrtsstraßen werden
Halteverbotszonen eingerichtet. Da die Rettungswege aus Sicherheitsgründen
zwingend freigehalten werden müssen, wird in diesem
Teil Dülkens verstärkt kontrolliert. Fahrzeuge, die trotz
des Verbots auf diesen Wegen parken, werden kostenpflichtig abgeschleppt. Auf
der fast vier Kilometer langen Verkaufsmeile gibt es
nichts, was es nicht gibt:
Gläser und Geschirr, Blumendünger, Gardinen, Bü-
cher, Haushaltsreiniger aller Art, Kräuterbonbons,
Miederwaren, Holzschnitzereien, Töpfe und Pfannen,
Fußball-Fanartikel, Trachtenmoden, Tiernahrung,
fernöstliche Geschenkartikel, Autoscheibenwischer,
Fellreste und vieles mehr.
Hinzu kommen Imbissstände mit Spezialitäten aus aller Welt. Selbstverständlich
sind am Aschermittwoch
Fischspezialitäten im Angebot.
Die Stände werden aufgebaut auf Schulstraße und
Gewandhausstraße, Wilhelm-Cornelißen-Platz,
Kreuzherrenstraße, Alter
Markt, Börsen- und Blauen-
steinstraße, Lange Straße und
Eligiusplatz. Der gesamte Bereich des Marktes ist für den
Fahrzeugverkehr gesperrt.
Der Dülkener Wochenmarkt
findet an diesem Tag nicht
statt. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre empfiehlt die Stadt Viersen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die
zur Verfügung stehenden
Parkplätze sind meist schnell
belegt. Vom Dülkener Busbahnhof ist der Markt mit
wenigen Schritten erreicht.
Vom Bahnhof Dülken, der
stündlich von Regionalzügen
bedient wird, sind es nur einige Minuten Fußweg ins
Dülkener Zentrum.
Viersener Schüler besuchten Reichstag
Viersen/Berlin. Eine Gruppe von Schülerinnen und
Schülern des Erasmus-vonRotterdam-Gymnasiums
Viersen besuchte unter der
Leitung ihres Sozialwissenschaften-Lehrers Christian
Wolters den Bundestagsab-
Foto: privat
NRW IST SCHÖN!
Damit das so bleibt, fördern wir seit
über 25 Jahren den ehrenamtlichen
Einsatz für Natur und Kultur in unserer
Heimat NRW. Schützen auch Sie, was
Sie lieben, und werden Sie Mitglied im
Förderverein der NRW-Stiftung!
Interessiert? www.nrw-stiftung.de
geordneten Udo Schiefner im
Berliner Reichstagsgebäude.
Die angehenden Abiturien-
ten diskutierten mit Schiefner unter anderem über das
Freihandelsabkommen
TTIP, Fremdenfeindlichkeit
und Waffenlieferungen in
Bürgerkriegsgebiete.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Sport
VVV: Sieg gegen Oss - jetzt nach Almere
Fußball/Venlo (op). Mit
drei Punkten aus dem Heimspiel gegen TOP Oss im Gepäck fährt VVV Venlo am
Freitag zum Tabellennachbarn Almere City. Gegen Oss,
das Team des früheren Venloer Trainers Wiel Boessen,
drehten die Venloer die Partie vor 3.800 Zuschauern in
De Koel erst in den letzten
zwanzig Minuten. Zweimal
traf Stürmer Abdelazziz
Khalouta innerhalb von drei
Minuten.
Oss war in der 36. Minute
nach einem Missverständnis
in der Venloer Hintermannschaft in Führung gegangen.
Dabei hätten die Gastgeber
durch Mittelstürmer Melvin
Platje früh das 1:0 erzielen
können, wenn nicht der
Schiedsrichter zu Unrecht auf
Abseits entschieden hätte.
Durch den Sieg hat die Elf von
Maurice Steijn jetzt nur noch
einen Punkt Rückstand auf
Rang sieben. Und das, obwohl das Freitagsspiel bei De
Graafschaap in Doetichem
wegen Unbespielbarkeit des
VVV-Stürmer Melvin Platje traf am Montag gegen Oss, sein Tor wurde jedoch zum Unmut der
Hausherren aberkannt. Foto: Jungblut Images
Platzes ausgefallen war und
nunmehr am 17. Februar
(Veilchendienstag) nachgeholt wird. Doch zunächst
steht die Begegnung in Almere auf dem Programm, wo
der frühere VVVer Jason Oost
Mannschaftskapitän und
Stürmer einer sonst sehr jungen Mannschaft ist. Almere,
das früher unter dem Namen
Omniworld antrat, besiegte
zuletzt den Dritten, FC Eindhoven, etwas überraschend
mit 2:1 und steht auf Tabellenplatz acht. Ein Gegner also,
der auf keinen Fall zu unterschätzen ist.
Start der Winterlaufserie des LC Nettetal
Teilnehmer erlitt im Vorfeld einen Herzinfarkt
Laufsport/Hinsbeck (hk).
Nach der wetterbedingten
Absage des ersten Teiles der
Winterlaufserie des LC Nettetal im Januar startete am
vergangenen Wochenende
der erste Lauf der nunmehr
nur noch aus zwei Läufen
bestehenden Serie. Angesetzt waren hierfür die gleichen Streckenlängen, wie sie
für den ersten Lauf geplant
waren. Eine Verzögerung
des 10.000 Meter Laufes gab
es, als ein Teilnehmer aus
Kleve noch vor dem Start
einen Herzinfarkt erlitt. Da
sich im Umfeld des Starts
einige Personen befanden,
die ihm noch vor dem Eintreffen des Rettungswagens
fachgerecht helfen konnten,
hatte er noch Glück im Unglück. Der Mann wurde in
das AKH-Viersen gebracht
und befindet sich wohl nicht
mehr in Lebensgefahr. Da
sich der Krankenwagen
während der Behandlung im
Startbereich befand, verzögerte sich der Start um etwa
25 Minuten.
Sieger des ersten Laufes der
Altersklasse M/
W8 bis M/W10
über 1.000 Meter,
zu dem 15 Aktive
antraten,
wurde überlegen
Jonas
Krumm (M10Waldniel) in 3:42
Minuten
vor
Jonny Max Helder (M10-Elmpt)
in 3:54 Minuten.
Schnellstes
Mädchen wurde
Viktoria-Lynn
Start zum 1.000- Meter-Lauf. Foto: Heinz Koch
Klee (W10-Waldniel) in 4:03 Minuten. Den zweiten Lauf wann überlegen der 25jähri- Minuten. Schnellste Frau war
über 2.000 Meter für die ge ehemalige 10-Kilometer- die 51jährige Alexandra
zwölf- bis 15-jährigen mit Nordrheinmeister und Lan- Schwartze (W50-Waldniel)
47 Teilnehmern gewann mit desverbands-Crosslaufmei- in 39:34 Minuten. Bester eingroßem Vorsprung Nick ster Tobias Hibbe (HK- heimischer Läufer war auf
Kämpken (M14-Süchteln) in Aachen) in 32:08 Minuten vor Platz 3 Sebastian Risko in
6:27 Minuten vor Alexan- dem beim Hinsbecker Lauf 34:23 Minuten vor Kai Weyder Kaffka (MJB-Alpen) in erfolgreichen Sebastian Ro- ers (beide MG) in 34:46 Minu6:54 Minuten und dem senberg (HK-Moers) in 33:53 ten auf dem 6. Platz.
schnellsten Mädchen LisaSophie Klee (W15-Mönchengladbach) in 6:58 Minuten.
Beim anschließenden Lauf
7)2-!#(%.)(2%+³#(%
der Bambinis über 300 Meter traten 10 Läufer an. Es
siegte Charlotte Lange
(Waldniel) in 1:07 Minuten
vor Raf Lucker (Blerik) in
1:15 Minuten.
Den Hauptlauf über 10.000
Meter mit 612 Aktiven ge-
Seite 19
Lobberichs
Personalsorgen wachsen
Handball/Oberliga (tz). TV
Lobberich - DJK Unitas Haan
20:33 (10:17). Die Verletzungsproblematik der Oberligahandballer des TV Lobberich
ist nicht mehr zu kompensieren, so dass der TVL mit der
20:33-Heimniederlage gegen
die DJK Unitas Haan die vierte
Niederlage in Folge kassiert.
Dadurch rutscht das Team
von Jurek Tomasik auf den
fünften Tabellenplatz ab und
hat den Anschluss an die
Zweitplatzierte Borussia aus
Mönchengladbach, die zum
Jahresauftakt noch mit 27:28Toren bezwungen wurde,
längst verloren.
Es war ein wahrlich erfolgreicher Saisonverlauf für die
Handballer des TV Lobberich, doch seit dem Jahreswechsel läuft fast alles gegen
die Tomasik-Sieben. Zahlreiche verletzte Spieler lassen
sowohl einen ordnungsgemäßen Trainingsbetrieb als
auch eine organisierte Matchstrategie kaum noch zu. Der
Trainer der Rot-Weißen
muss mit dem Spielermaterial arbeiten, dass ihm noch
zur Verfügung steht. Und
dann kam am vergangenen
Wochenende mit der DJK
Unitas Haan zwar ein Team
aus dem Tabellenkeller in die
Werner-Jaeger-Sporthalle.
Doch das im Vorfeld der
Saison bereits hochgehandelte Team hat sich nach einer
verkorksten Hinrunde inzwischen gefangen und eilt
von Sieg zu Sieg. So vermochten auch die letzten Aufrechten aus dem Lager der Lobbe-
TVL-Coach Jurek Tomasik.
Archiv-Foto: Josef Rütten
richer die Gäste nicht aufzuhalten. Im Gegenteil - bereits
im ersten Durchgang bekam
der TVL deutlich aufgezeigt,
dass an diesem Sonntagmorgen nichts Zählbares in Nettetal bleiben sollte. Die Defensive bekam den durchschlagkräftigen Angriff Haans nicht
in den Griff, welcher den Zuschauern bereits in der Anfangsphase erfolgreich den
Kempa-Trick präsentierte.
Dazu gesellte sich eine Offensive, die einfach zu sehr auf
die beiden Liedtke-Brüder,
die 16 der 20 Lobbericher
Treffer erzielten, ausgelegt
war. Folglich setzte sich die
Unitas bis zum Seitenwechsel bereits auf 10:17-Tore ab
und fuhr am Ende einen ungefährdeten 20:33-Erfolg ein.
Nun gilt es für den TVL
über die Karnevalspause die
Wunden zu lecken und beim
Auswärtsspiel gegen den TV
Jahn Hiesfeld einen neuen
Versuch auf den zweiten Sieg
in der Rückrunde zu starten.
Tore: C. Liedtke 11, B.
Liedtke 5, Welzel 2, Schellekens, Mähler je 1.
Geschäftsführerwechsel
beim KSB
Kreis Viersen (hws). Die
Mitglieder des Vorstandes
des Kreissportbundes Viersen treffen sich am Donnerstag, 19. Februar, um 19 Uhr
im Kreishaus. Fünf weitere
Vereine aus dem Kreis Viersen sollen in die Dachorganisation des Sports aufgenommen werden. Es gilt, die
Agenda 2015 zu beschließen.
Seit dem 1. Februar fungiert
die Diplom-Sportlehrerin
Klaudia Schleuter als Geschäftsführerin des Kreissportbundes. Heinz-Willi
Schmitz, mehr als 50 Jahre
ehrenamtlicher Geschaftsführer, wird weiterhin Beauftragter für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit bleiben. Zudem soll eine neue
Geschäftsordnung
beschlossen werden. Der Vorstand wird die Jahreshauptversammlung vorbereiten,
bei der der erste Vorsitzende Kurt Heinrich nicht mehr
kandidieren wird. Nach Josef Ringendahl, dem Gründungsvorsitzenden aus dem
Jahr 1963 und Karl Rieger
sowie Kurt Heinrich gilt es,
nunmehr den vierten Vorsitzenden des Kreissportbundes zu wählen. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Angelika Feller wird
kandidieren. Es wäre dann
eine der beiden Stellvertreterfunktionen
- der andere Stellvertreter
ist Gisbert Cornelißen - zu
besetzen. Für das Projekt
„Sport für Flüchtlinge“ des
Landessportbundes haben
zehn Vereine aus dem Kreis
Viersen Förderanträge gestellt, die der Kreissportbund befürwortend an den
Landessportbund weitergegeben hat.
Sport
Seite 20
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Hüller-Sieben dominiert Wedau
Hervorragende erste Hälfte sichert souveränen Erfolg
B1 mit Kantersieg und
Derby-Erfolg für die D1
Jugendfußball/Nettetal.
Am vergangenen Wochenende endete für die meisten
Jugendmannschaften des SC
Union die Winterpause im
Ligabetrieb. In der Kreisklasse gewann die D2 gegen die
jahrgangsältere Mannschaft
des SC Waldniel mit 4:3 und
setzte damit ihre positive
Entwicklung fort.
Die D1 freute sich über einen 2:0-Sieg beim Nachbarn
in Dilkrath. Anders als zunächst erwartet behauptete
sich Union in diesem Spiel als
völlig überlegener Gegner
und ließ in der gesamten
Spielzeit keinen einzigen
Torschuss auf das eigene Gehäuse zu. Der SCU erspielte
sich gute Möglichkeiten, welche vor der Pause dann auch
zum verdienten 1:0-Halbzeitstand durch Nils Kaiser
führten. Nach der Pause das
selbe Bild mit dem Spiel auf
ein Tor. Kurz vor dem Schlusspfiff konnte Union dann das
Dilkrather Bollwerk mit einem schönen Pass in die Tiefe
überwinden, welcher von
Marvin Glünz zum 2:0-Endstand verwertet wurde. Erfreulich zu bemerken sei noch,
dass die Trainer beider Mannschaften nach dem Schlusspfiff sehr fair miteinander
umgingen und allen zeigten,
dass die sportliche Akzeptanz über emotionalen Dingen stehen sollte.
Die C2 zeigte in der Kreisleistungsklasse im Heim-
spiel gegen den Hülser SV
ebenfalls eine gute Vorstellung und musste sich am
Ende nur knapp mit 0:1 geschlagen geben. Einen Auftakt nach Maß erwischte
hingegen die B1 beim Auswärtsspiel in Anrath. Gegen
einen direkten Konkurrenten um den Qualiplatz landete das Team von Benni
Weeks und Lutz Krienen auf
dem dortigen Aschenplatz
einen starken 8:2-Kantersieg
und hatte das Spiel bereits
zur Pause entschieden, ehe
man im zweiten Durchgang
die Partie nur noch verwaltete. Oli Plenkers (3) und
Henri Tophoven (2) trafen
am Sonntag mehrfach, die
restlichen Tore steuerten
Tim Caspers, Berad Yildiz
und Sven Keller bei.
Nettetals A-Jugend kam
hingegen zuhause gegen Thomasstadt Kempen nicht über
ein 1:1-Unentschieden hinaus. Die ersatzgeschwächte
Kluge-Elf lag dabei sogar in
Rückstand und schaffte erst
in der Schlussphase durch
Calvin Bunte den Ausgleich.
Neben dem Freiluft-Start
waren aber auch in der Halle
noch einige Union-Mannschaften am Wochenende im
Einsatz. Zusätzlich zur E2 und
F2 erreichte nun auch die F1
die Endrunde der Hallenkreismeisterschaften. Somit sind
drei von vier gestarteten Union-Teams am Finaltag (15.
März in St. Tönis) vertreten.
Ehrungen bei Borussia Oedt
Oedt. Im Rahmen der harmonischen Mitgliederversammlung von Borussia
Oedt wurden am vergangenen Freitag im Clubheim an
der Nierskampfbahn mit der
goldenen Vereinsnadel und
Urkunde(40 Jahre Mitglied)
und der goldenen Nadel und
Urkunde des Fußballverbandes Niederrhein (25 Jahre
Tätigkeit im Vorstand) Andreas Marach und Burkhard
Lileike ausgezeichnet, durch
den ersten Vorsitzenden Philipp Werner (Bildmitte).
Andreas Marach und Burkhard Lileike wurden von Philipp
Werner ausgezeichnet. Foto: Baum
Handball/Oberliga (tz).
ETuS Wedau - TV Lobberich 20:28 (8:17). Die Oberligahandballerinnen erringen
beim Drittletzten ETuS Wedau einen ungefährdeten
20:28-Auswärtserfolg. Gegen die Duisburgerinnen ist
erneut die offensiv ausgerichtete Abwehrformation
Trumpf.
Trainer Holger Hüller
kann mit der Entwicklung
seiner Mannschaft wahrlich
zufrieden sein. Nachdem es
zu Beginn der Spielzeit doch
einige ernüchternde Auftritte des jungen Lobbericher
Teams gab, hat sich seine
Mannschaft nun stabilisiert
und kann mit konzentrierten Auftritten jedem Team
in der Liga gefährlich werden. Dies bekamen auch die
seit acht Spieltagen sieglosen Spielerinnen des ETuS
Wedau zu spüren.
Zwar bot der TV Lobberich insgesamt keine überragende Leistung und dennoch hatten die Gäste den
ETuS zu jedem Zeitpunkt
unter Kontrolle. Dabei verzweifelten die Gastgeberinnen vorwiegend an der offensiven Abwehrreihe des
Svenja Rottwinkel erzielte am Wochenende neun Tore. Archiv-Foto: Josef Rütten
TVL und produzierten im
ersten Durchgang eine Vielzahl von technischen Fehlern. Dies führte zu einer klaren 8:17-Pausenführung, die
bereits eine Vorentscheidung bedeuten sollte. Im
zweiten Spielabschnitt gestaltete sich im Anschluss
eine ausgeglichene Begeg-
nung, bei dem Wedau jedoch
nicht mehr gefährlich aufschließen konnte. So stand
nach sechzig Spielminuten
ein souveräner 20:28-Sieg
auf der Anzeigetafel, der den
elften Tabellenplatz endgültig festigte und für fünf Zähler Vorsprung auf den
Zwölften Mettmann Sport
sorgte. Am nächsten Spieltag steigt mit dem Heimspiel
gegen die Turnerschaft St.
Tönis das nächste Grenzland-Derby für den TV Lobberich.
Tore: Rottwinkel 9, R.
Weisz 6/3, Krause 6, R. Brüggemann 4, S. Weisz 2, F. Brüggemann 1.
Kaldenkirchen überrascht gegen Anrath
Lobberich II verliert gegen Lank II
Handball/Landesliga
Frauen (tz). TuS Treudeutsch
Lank II - TV Lobberich II
30:26 (13:11). Spiele zwischen
dem TuS Treudeutsch Lank
und dem TV Lobberich sind
immer etwas Besonderes und
häufig emotionsgeladene
Angelegenheiten mit überraschenden Spielausgängen. Da
spielt es auch kaum eine Rolle, ob die ersten oder zweiten
Mannschaften gegeneinander spielen. Die Partie sollte
letztlich halten, was der
Name versprach.
Die Reservemannschaft
der Lankerinnen, die sich
über lange Phasen der Saison mit erheblichen Verletzungsproblemen herumschlagen musste, trat mit
Unterstützung aus dem
Oberligateam an und setzte
den Tabellenzweiten aus
Lobberich gehörig unter
Druck. Die 13:11-Halbzeitführung war eine logische
Konsequenz und dennoch
befanden sich die Gäste in
einer aussichtsreichen Position, um die Partie möglicherweise noch zu drehen.
So entwickelte sich auch im
zweiten Spielabschnitt ein
munteres Spielchen mit vielen Treffern, bei dem sich letzten Endes jedoch die Gastgeberinnen mit 30:26-Toren
durchsetzen und Lobberich
damit den Kontakt zu Spitzenreiter Adler Königshof
nicht halten konnte.
Nun gilt es, am kommenden Wochenende gegen das
formstarke Team der Tur-
nerschaft Grefrath auf jeden
Fall wieder zu punkten um
den Anschluss an den Tabellenführer nicht komplett zu
verlieren.
Turnerschaft Grefrath DJK Adler Königshof 21:25
(11:16). Denn Königshof entledigte sich seiner Aufgabe
gegen das formstarke Team
der Turnerschaft Grefrath
äußerst souverän. Bereits im
ersten Durchgang warfen
sich die Spielerinnen der Adler einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus und konnten
mit einem beruhigenden
11:16-Halbzeitstand die Seiten wechseln. Doch Grefrath
hatte sich nach zuletzt sechs
Siegen in Serie noch nicht
aufgegeben und hielt im zweiten Durchgang nach Kräften
dagegen. Es sollte aber nichts
nutzen und Königshof nahm
durch den 21:25-Auswärtserfolg beide Punkte mit in die
Seidenstadt.
ATV Biesel - SC Waldniel
29:25 (15:13). Der ATV Biesel
liegt aktuell zwar auf dem
vorletzten Tabellenplatz, das
Team ist im Kampf um den
Klassenerhalt aber immer für
eine Überraschung gut. Dieses Mal überlistete das ATVTeam mit einer sehr starken
Offensivleistung den Sportclub aus Waldniel und hält
durch den 29:25-Heimerfolg
den Kontakt zum ersten
Nichtabstiegsplatz, den die
ebenfalls siegreichen Lankerinnen momentan belegen.
Damit gehen die wechselhaften Wochen des SCW in eine
weitere Runde. Durch die
Niederlage in Biesel konnte
der Sportclub bereits seit acht
Spieltagen keine zwei Siege
in Folge feiern. Die logische
Konsequent daraus ist, dass
der Kontakt zur Spitze mit
sechs Punkten Rückstand bei
noch acht ausstehenden Spielen bereits beträchtlich ist.
Nun geht es am kommenden
Sonntag gegen den Tabellenneunten Borussia Mönchengladbach.
ASV Süchteln II - Welfia
Mönchengladbach 30:13
(16:6). Die zweite Damenmannschaft des ASV Süchteln feiert gegen das Schlusslicht Welfia Mönchengladbach einen überzeugenden
30:13-Heimerfolg und schießt
das noch sieglose Schlusslicht
mit einer konsequenten Leistung förmlich aus der Halle.
Während sich Süchteln somit auf dem achten Platz stabilisiert hat, dürfte es für das
Team aus Mönchengladbach
am Ende der Spielzeit direkt
wieder zurück in die Bezirksliga gehen.
TSV Kaldenkirchen - TV
Anrath 27:22 (13:8). Die Handballerinnen des TSV Kaldenkirchen sind immer für eine
Überraschung gut. Nach der
Niederlage gegen Süchteln II
vor Wochenfrist siegten die
Gastgeberinnen am vergangenen Spieltag mit einer geschlossenen Teamleistung
gegen den starken Aufsteiger
TV Anrath mit 27:22-Toren.
Den Grundstein für den Erfolg legte der TSV dabei bereits vor dem Pausenpfiff.
Dort erspielte sich Kaldenkirchen bereits einen 13:8Vorsprung, den das Team im
zweiten Durchgang auch
nach Hause brachte. Damit
zeigen sich die TSV-Spielerinnen gut gerüstet für das
Aufeinandertreffen mit Spitzenreiter Königshof.
Handball/Bezirksliga (tz).
TV Lobberich III - Turnerschaft Grefrath II 15:14 (5:8).
Wann platzt der Knoten bei
den Handballerinnen der
Turnerschaft Grefrath II endlich? Im Derby bei der dritten
Mannschaft des TV Lobberich sah es insbesondere im
ersten Durchgang lange nach
dem erhofften Befreiungsschlag aus. Diesen entschied
das punktlose Tabellenschlusslicht mit 5:8-Toren für
sich. Die Hoffnung auf die ersten Zähler war groß, doch
sie sollte mal wieder zerschlagen werden. Lobberich
wehrte sich im zweiten Spielabschnitt nach Kräften und
drehte die Partie doch noch
zu seinen Gunsten. Am Ende
stand ein hauchdünner
15:14-Erfolg für den Tabellendritten. Grefrath tritt am
kommenden Wochenende
nun gegen den Fünften TV
Burgfried Linn an, während
der TVL sich mit der ersten
Mannschaft der VT Kempen
messen muss.
Sport
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Seite 21
Heimniederlagen für Verbandsligisten
René Olbrich bester Turaner
Süchteln besiegt das Schlusslicht
Laufen/Grenzland. Nachdem der erste Lauf beim LC
Nettetal wegen Sturmwarnung abgesagt werden musste,
begaben sich am Wochenende bei gutem Wetter insgesamt
612 Läufer auf die 10-Kilometer-Strecke.
Bester Turaner war wieder René Olbrich, der mit 40:48
Min. in der Gruppe M-35 den sechsten Platz erreichte.
Weitere Ergebnisse der Brüggener Teilnehmer: Michael
Willemse 43:03 Min., 23. Platz, M-45, Heinz-Gerd Blank
44:40 Min., 6./M-60, Carmen Aust 48:16 Min. 10./W-35, Dr.
Antje Hamblitzer 50:43 Min, 4./W-55.
Handball/Verbandsliga
(tz). TSV Kaldenkirchen HSG Mülheim 19:24 (9:12).
Eine schwierige Aufgabe
hatte der TSV Kaldenkirchen in seinem Heimspiel
gegen den Dritten der Tabellen, die HSG Mülheim,
vor der Brust. Dies war dem
Team des scheidenden Trainers Dirk Rahmel wohl bekannt, denn bereits im Hinspiel hatten die Gäste kurzen Prozess mit dem TSV
gemacht und die Partie mit
33:24-Toren für sich entschieden. Das Rückspiel
verlief für die Gastgeber
nur bedingt besser, Mülheim siegte am Ende mit
19:24-Treffern.
SG Dülken - TV Oppum
25:27 (9:13). Der TV Oppum
hat sich gegen die SG Dülken mit einer Rumpftruppe
gerade so noch ins Ziel gerettet. Während die Gastgeber dem Spitzenteam
über sechzig Spielminuten
einen großen Kampf lieferten und selbst einen VierTore-Rückstand zur Halbzeit noch fast wett machen
konnten, musste der TVO
dagegen mit seinen Kräften
haushalten. Denn Trainer
Cutura geht allmählich das
Spielerpotential aus, in dieser Partie mussten sogar
drei A-Jugendspieler einge-
TVL: B1 dreht nach
dem Wechsel auf
Auch Kaldenkirchens Joachim Rinsch (Nr. 5) konnte die Niederlage nicht vermeiden. Foto: Josef Rütten
setzt werden. Dennoch
reichte es am Ende für einen
knappen 25:27-Auswärtserfolg und die SGD hat eine
weitere gute Chance auf
den ersten Punktgewinn
der Saison vergeben.
Handball/Landesliga
(tz). ASV Süchteln - Neusser HV II 30:25 (18:12). Einen richtungsweisenden
Sieg feierten die Handballer des ASV Süchteln gegen
den designierten Absteiger
Neusser HV II. Mit 30:25Toren wurde das punktlose Tabellenschlusslicht
nach einer starken ersten
Hälfte, die mit 18:12-Treffer dominant gestaltet werden konnte, bezwungen
und der Vorsprung auf den
ersten Nichtabstiegsplatz
auf Grund des Sieges von
Bayer Uerdingen konstant
gehalten. Eben jene Uerdingener sind auch der nächste Gegner des ASV nach
Karneval. Während Süch-
teln hier im Hinspiel noch
mit 32:27-Toren die Oberhand behalten konnte, dürfte es in dieser kommenden
Partie unlängst schwerer
werden. Denn Bayer hat
sich den unbedingten Klassenerhalt als Ziel gesetzt
und wartet in den verbleibenden Begegnungen mit
zahlreichen Altstars, wie
dem ehemaligen Bundesligaspieler und aktuellen
Trainer der HSG Krefeld
Olaf Mast, auf.
Lobberich II siegt in letzter Sekunde
Grefrath unterliegt in Linn
Handball/Bezirksliga (tz).
TV Burgfried Linn - Turnerschaft Grefrath II 22:20
(13:9). Die Lage der zweiten
Mannschaft der Turnerschaft Grefrath spitzt sich
momentan von Woche zu
Woche zu. Nach der Niederlage gegen den Vorletzten aus
Süchteln, musste sich der
aktuelle Drittletzte auch am
vergangenen Wochenende
gegen das Tabellenschlusslicht TV Burgfried Linn geschlagen geben. Die Krefelder feierten mit dem 22:20Erfolg ihren ersten Saisonsieg in der laufenden Spielzeit und profitierten insbesondere von der deutlichen
Abschlussschwäche der
TSG. Diese führte dazu, dass
Linn bereits beim Seitenwechsel mit 13:9-Treffern in
Front lag. Diesen Vorsprung
verteidigte der Tabellenletzte mit Leibeskräften und sicherte sich letztlich am vierzehnten Spieltag den ersten
doppelten Punktgewinn der
Serie. Damit gerät Grefrath
II weiter unter Druck und
sollte am nächsten Spieltag
zu Hause gegen den SV Straelen II unbedingt wieder einen Erfolg einfahren.
ASV Süchteln II - Turnerschaft Grefrath 19:40 (11:18).
Eine Halbzeit lang hatte der
Spitzenreiter mit dem zuletzt erstarkten ASV Süchteln II ein wenig Mühe, doch
spätestens mit der Disqualifikation ihres Abwehrchefs
kurz vor der Pause hatte der
Tabellenvorletzte nichts
mehr entgegenzusetzen. So
steuerte die TSG nach einer
11:18-Halbzeitführung im
zweiten Durchgang einem
ungefährdeten Erfolg entgegen. Da Süchteln immer
mehr auseinanderfiel wurde es sogar noch ein Kantersieg. Grefrath bezwang den
ASV mit 19:40-Toren und
durfte sich zusätzlich noch
über einen unerwarteten
Punktverlust des ärgsten
Verfolgers aus Lank freuen.
Treudeutsch kam überraschenderweise nicht über ein
29:29-Unentschieden
in
Kempen hinaus. Damit
wächst der Vorsprung der
Grefrather an der Tabellenspitze auf drei Punkte an.
TV Lobberich II - TV Vorst
II 29:28 (17:14). Einen kuriosen 29:28-Heimsieg feierte
die zweite Mannschaft des
TV Lobberich im Heimspiel
am späten Sonntagabend
über das vermeintlich favorisierte Team des TV Vorst
II. Doch bereits vor Spielbeginn konnte auf Seiten der
Gäste beobachtet werden,
dass sie mit erheblichem
Personalmangel zu kämpfen
hatten. Gerade einmal acht
Feldspieler hatte Gästetrainer Heino Jakobs zur Verfügung, diese boten dem TVL
jedoch einen spannenden
Kampf bis zum Schlusspfiff.
Der TVL begann die Partie
recht vielversprechend. Die
Vorster Defensive fand gegen den wurfstarken Rückraum der Gastgeber kaum
ein Mittel, so dass Lobberich
immer wieder zu einfachen
Torerfolgen aus der zweiten
Reihe kam. Da die Offensive
der Gäste aber ebenfalls
recht ordentlich funktioniert, konnten sich die RotWeißen nur bedingt absetzen. Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte gelang es einen etwas größeren
Vorsprung von drei Treffern
herauszuspielen.
Beim
Stand von 17:14-Toren wurden die Seiten gewechselt.
Der Auftakt in den zweiten Durchgang glich dem
Bild der ersten Halbzeit. Die
Rückraumspieler dominierten das Spielgeschehen und
trafen erst einmal wieder
nach Belieben. Doch im Verlauf der zweiten Hälfte
machten sich erstaunlicherweise bei der besser besetzten Lobbericher Mannschaft
erste konditionelle Schwä-
chen bemerkbar. Diese nutzten die Gäste mit gutem Tempospiel konsequent aus und
waren plötzlich wieder auf
Augenhöhe. So ging es Kopf
an Kopf in eine kuriose
Schlussphase, in der die Vorster die Lobbericher Führung zum 28:27-Zwischenstand rund zehn Sekunden
vor Ende egalisierten. Den
schnellen Anwurf unterband in der Folge drei Sekunden vor Spielende Gästespieler Magnus Schuffelen und kassierte folgerichtig eine Disqualifikation mit
Bericht. Doch damit schien
zumindest das Unentschieden für den TVV gesichert.
Doch Lobberich schaffte es
tatsächlich mit einem letzten Kraftakt in einer undurchsichtigen Situation,
doch noch den überraschenden 29:28-Siegtreffer zu erzielen. Die Meinungen über
die Regelkonformität des
Tores gingen in der Folge
auseinander, doch die
Schiedsrichter erkannten
den Treffer an und Vorst
akzeptierte die knappe Niederlage. Damit macht Lobberich einen wichtigen
Schritt aus dem Tabellenkeller in Richtung Mittelfeld
und kann jetzt entspannt in
die Partie beim TV Schiefbahn gehen.
Jugendhandball/Lobberich. HSG Rheydt/Geistenbeck - Weibliche B1-Jugend
14:31 (7:14). Nach krankheitsbedingten Absagen von
Nele Rottwinkel und Lea
Blümke mussten die Lobbericher Mädels teilweise auf
ungewohnten Positionen
spielen, wodurch der Motor
zu Spielbeginn dann auch
etwas stotterte. Es wurden
zwar schöne Torchancen
herausgespielt, doch zu viele wurden vergeben. Trotzdem konnte die Führung bis
zur Pause auf 14:7 ausgebaut
werden. In der zweiten Halbzeit lief es dann deutlich bes-
ser für die Gäste. Die Abwehr stand jetzt besser und
das Umschaltspiel klappte
hervorragend. Mit vielen
Tempogegenstößen konnte
die Führung kontinuierlich
ausgebaut werden. Immer
wieder wurde Kyra Mannheim glänzend angespielt,
die am Kreis eine starke Leistung zeigte und alleine
zwölf Tore erzielte. Am Ende
stand ein deutlicher und nie
gefährdeter 31:14-Sieg.
Weitere Tore: Johanna Perau (5), Anna Koessl (4), Pia
Klein, Isabelle Inkmann, Jana
Klein, Carolin Baaken (je 2),
Chiara Rosati, Anna Cremers.
Die GN jetzt auch auf
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
TSV-Mädels verlieren
beim Schlusslicht
Jugendhandball/Kaldenkirchen. TV Boisheim - Weibliche A-Jugend 19:11 (10:4).
Das Tabellenschlusslicht erwies sich für den TSV überraschend als eine Nummer
zu groß. Von Beginn an fehlte
es an Einsatzwillen, Kampf
und Überzeugung. Schnell
lagen die TSVerinnen mit 6:2
zurück und bis zur Pause war
klar, dass es in dieser Partie
keine entscheidende Wende
mehr geben würde. Auch im
zweiten Durchgang änderte
sich nicht mehr viel und die
Gastgeberinnen gewannen
am Ende verdient.
Tore: Elisabeth Panus (6),
Marie Färvers, Louisa Druselmann (je 2), Eva Heyer.
Oberliga. Männliche CJugend - Bergischer HC
25:28 (15:13). In einem spannenden und interessanten
Oberligaspiel mussten sowohl die Gäste aus Solingen
als auch der TSV Ausfälle
und angeschlagene Spieler
verkraften. Dass dann der
TSV nach schneller 0:1-Führung das Spielgeschehen in
der ersten Halbzeit bestimmte, überraschte allerdings sowohl Trainer als
auch die zahlreichen Zuschauer. Geschickt wurde
das Spieltempo variiert und
der Vorsprung von zwi-
schenzeitlich vier Toren
wurde bis zum 15:13-Pausenstand gehalten. Nach
dem Wechsel wurde die Luft
für den TSV dünner, denn es
galt den Vorsprung gegen
den Tabellenzweiten zu verteidigen. Der BHC nutzte
dann auch eine unkonzentrierte Phase der Gastgeber
und drehte mit fünf Toren in
Folge das Spiel. Aber die Kaldenkirchener gaben nicht
auf. Es wurde weiter um jedes Tor gekämpft und bis 2
Minuten vor Spielende hielten sie beim 24:26 und einem
Siebenmeter für den TSV die
Chance auf einen Punktgewinn aufrecht. Leider wurde sie nicht genutzt, während der BHC einen Siebenmeter verwandelte. Damit
bleibt die Bergischen im Rennen um die zwei begehrten
Plätze zur Ausspielung der
Westdeutschen Meisterschaft. Doch die Kaldenkirchener können ebenso zufrieden sein, hielten sie doch
lange gut mit und zeigten
gegen den Bundesliga-Nachwuchs des Bergischen HC
ein tolles Spiel.
Tore: Nils Coenen, Mathis
Coenen (je 5), Timo Stephany, Vincent Winkels (je 4),
Yannick Pielen (3), Mika
Kamps (2), Leon Martinelli,
Noel Schirm.
Grenzland
Seite 22
MGV Liederkranz plant
erstmalig Kneipensingen
Grefrath (maba). Mit jetzt
146 Jahren gehört der MGV
Liederkranz Grefrath zu den
ältesten Chören in der Niersgemeinde. Das hindert ihn
jedoch nicht daran, auch im
„hohen Alter“ noch neue
musikalische Ideen zu entwickeln. Das wurde am Freitag auf der Jahreshauptversammlung im Clubheim des
SV Grefrath (auch Probenlokal) rasch deutlich.
In diesem Jahr will der
Chor, der viele Jahre auch
als Menskeschor mehrfach
im Fernsehen zu sehen war,
mit dem „Kneipensingen“
eine neue Form des Chorgesanges „unters Volk bringen“. Erste Gespräche mit
Wirten haben bereits stattgefunden und fanden eine
breite Zustimmung. Am ersten Adventsonntag dieses
Jahres findet ein Konzert des
Liederkranz in der Grefrather Laurentiuskirche
statt. Eine Rheintour ist
ebenso geplant, wie eine
Radtour. Doch auch bei verschiedenen Anlässen und
Festen ist der Liederkranz
in der Niersgemeinde aktiv.
So auch im vergangenen
Jahr, wo der Chor unter anderem im Oedter Altenzentrum zu Gast war, bei einem Benefizkonzert in
Süchteln-Vorst, am Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof in Mülhausen sang
Unterstützen Sie die
Naturschutzprojekte der
Deutschen Otter Stiftung!
Informationen unter:
und sein eigenes Konzert in
der ausverkauften AlbertMooren-Halle im Mai veranstaltete.
Der erste Vorsitzende des
Chores Hugo Bellgardt war
sehr zufrieden mit dem Probenbesuch. 38 Aktive hat der
Chor derzeit. 30 waren am
Freitag zur Jahreshauptversammlung erschienen. Sie
wurden über die Kassenlage
von Schatzmeister Günter
Kremers informiert. Der
Vorstand wurde einstimmig
von den Mitgliedern entlastet. Vorstandswahlen standen nicht an. Ende des vergangenen Jahres kam noch
St. Nikolaus traditionell zu
den Liederkranzsängern
und der singende Steinmetzmeister Hans-Willi Brinkhoff (Bariton) war vom Chorverband Niederrhein mit
der silbernen Ehrennadel
ausgezeichnet worden für
eine 25-jährige aktive Tätigkeit als Chorsänger. Langsam aber sicher geht der
Männergesangverein Liederkranz, der sich früher
Quartettverein Liederkranz
nannte, auf einen außergewöhnlichen Geburtstag zu,
denn im Jahr 2019 wird er
runde 150 Jahre alt und ist
damit nach dem Grefrather
Kirchenchor von St. Laurentius der zweitälteste Chor in
der Sport- und Freizeitgemeinde.
Deutsche Otter Stiftung
OTTER-ZENTRUM
29386 Hankensbüttel
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
Kto. 16 312 530, BLZ 269 513 11
www.deutsche-otter-stiftung.de
Neue Attraktion im
Freizeitpark Toverland
Venlo. Im Frühjahr 2015
eröffnet der Freizeitpark Toverland wieder eine neue
Attraktion. Die ersten Testfahrten werden Ende März
stattfinden. In der Geschichte hinter der neuen Bobbahn
steht eine Person im Mittelpunkt: Maximus Müller, ein
eigenartiger österreichischer Erfinder, der sich selbst
als einen der besten Erfinder
der Welt sieht.
Man kennt Maximus Müller im Toverland schon seit
langer Zeit. Er hat vor Kurzem beschlossen, Österreich
zu verlassen, um seine neueste Erfindung,,den schnellsten elektrischen Bob aller
Zeiten’, in Freizeitpark Toverland zu erproben. Maximus Müller hat sich direkt
neben der Villa Fiasko ein
Chalet gebaut und hofft, mit
seiner neuen Bobbahn endlich den Geschwindigkeitsrekord brechen zu können.
Ob ihm das tatsächlich gelingen wird, hängt zum größ-
ten Teil von den Parkgästen
ab. Sie werden die neue Bobbahn immerhin für ihn testen.
Die neue Attraktion gehört
zum österreichischen Themengebiet, das das Gesamtbild im Magic Forest (zweite
überdachte Halle) stark prägen wird. Die Thematisierung wird angepasst und es
wird ein Biergarten errichtet. Einige bestehende Attraktionen bekommen einen
neuen, passenden Namen,
beispielsweise Wirbelbaum
und Karussell. Der Name der
neuen Bobbahn ist mittlerweile auch bekannt: Maximus’ Blitz Bahn. Auch das
Außengebiet der neuen Attraktion erhält eine österreichische Note, die Gäste werden sich also sowohl drinnen als auch im Freien wie in
Österreich fühlen. Nähere
Informationen zu Maximus
Müller finden Sie unter
www.toverland.de/maximus-muller.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Große Ziele und wegweisende Zufälle
Professor Doktor Wildor Hollmann im Gespräch
VON BIRGIT EICKENBERG
Brüggen. Professor Doktor Wildor Hollmann feierte
am 30. Januar seinen 90. Geburtstag. Nach seinen Aussagen ist vieles, was er im
Leben erreicht hat, dem „Zufall“ zu verdanken. Für „Zufall“ hat er seine ganz eigene
Definition.
„Zufall ist der Schnittpunkt zweier Koordinaten
im Raum, deren Vorhandensein uns vorher nicht bekannt war“, so der Ehrenbürger der Burggemeinde.
Die GN wollten wissen, wie
sein Werdegang sich entwikkelt hat, der 1925 in Menden
geborene Arzt und Forscher
wuchs schließlich in einer
schwierigen Zeit auf. „Als
ich 15 Jahre alt war, hatte ich
zwei Wünsche. Ich wollte auf
jeden Fall Arzt werden und
dabei auch Forscher sein“,
erzählt er. „Mein Großvater
meinte direkt ‚schlag dir das
aus dem Kopf, für uns Kleinstädter ist das unmöglich‘,
doch ich habe das Ziel nie
aus den Augen verloren.“
Zwei Jahre diente er als
Pilot der deutschen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg. „Es
gab viele Situationen, wo ich
mein Ende befürchtet habe
und gedacht habe ‚hier
kommst du nicht mehr
raus‘“, blickt Hollmann zurück. Es folgten eine Fallschirmjäger-Kurzausbildung, drei Verwundungen,
davon eine sehr ernste. „Es
gab immer Zufälle, die mich
am Leben hielten.“ Ein Zufall, der richtungsweisend
sein sollte, war die vorzeitige Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft. „In England
herrschte in einigen Teilen
Hunger, alle überflüssigen
Mäuler wurden weggeschickt. Alle deutschen Gefangenen, die nicht hundertprozentig körperlich fit waren, wurden entlassen“, beschreibt der 90-Jährige. „Ich
war jedoch knallgesund und
Professor Doktor Wildor Hollmann haben wichtige Zufälle
durch sein ganzes Leben begleitet. Foto: Birgit Eickenberg
hochleistungsfähig.“ Hollmann entschloss sich, sein
durch einen Knallgranatensplitter verletztes Knie so
sehr durch einseitige Kniebeugen zu belasten, bis es
doppelt so dick angeschwollen war und er dadurch nach
Hause konnte. Die Prognose
eines Arztes, er könne das
Kniegelenk nie wieder bewegen, bewies sich zum Glück
als falsch.
Nun konnte er seinen Plan,
Arzt zu werden, weiterverfolgen. Doch von 17 Universitäten, wo er sich beworben hatte, bekam er nur Absagen. Eine gute Freundin
wies ihn darauf hin, dass er
sich auch in Köln an einer
Universität, die er nur als
Handelsuniversität kannte,
bewerben könne und sorgte
durch Charme und Glück
dafür, dass er dort immatrikulieren konnte. „Ich habe
Zufälle erkannt und genutzt“, ist sich Hollmann
rückblickend sicher. Nach
dem medizinischen Staatsexamen bekam er eine unbezahlte Assistentenstelle in
Köln. „Wir waren damals in
Deutschland die einzige Klinik, die zur Beurteilung von
speziellen Krankheiten Drehkurbel-Ergometer-Untersuchungen durchführten. Da-
bei wollte ich gerne Blutdruck messen. In der Bibliothek habe ich Bücher dazu
gesucht und festgestellt, es
gab weltweit keine Untersuchungen zu Blutdruckmessungen unter kontrollierter Bewegung.“
Der „Zufall“ sorgte dafür,
dass Hollmann während einer Bahnfahrt E. A. Müller
kennenlernte und mit ihm
ins Gespräch kam. Müller
hatte Fahrradergometer erfunden und bot Hollmann
an, diese zu nutzen. Einer
von zwölf in Deutschland
existierenden Fahrradergometern bekam Hollmann
geliehen. Nun konnte man
bei der Bewegung den Arm
still halten und Blutdruck
messen. Allerdings war das
Geräusch der Fahrradkette
so laut, dass es die Messergebnisse beeinflusste.
Aber Hollmann kannte jemanden, der ihm zur Lösung
des Problems frequenzbegrenzte Mikrofone empfahl.
„Nun konnten wir sie in der
Ellenbeuge anbringen und
siehe da, das klappte“,
strahlt Hollmann. „Dadurch
war es zum ersten Mal in der
Medizin möglich, den Blutdruck bei physikalisch exakt dosierter Arbeit zu messen. Solche Zufälle haben
mich durch mein ganzes Leben begleitet.“ Durch seine
guten Kontakte bekam er einen bevorzugten Forschungsplatz. Zum Glück
hatte er auch nebenbei Chemie studiert und man begann Stoffwechseluntersuchungen durchzuführen.
„14 Stunden täglich habe ich
gearbeitet, tagsüber mit den
Patienten, nachts im Labor“,
erinnert sich Professor Doktor Wildor Hollmann.
Seine Untersuchungen zur
Behandlung von Herzinfarktpatienten brachten für
die damalige Zeit erstaunliche und signifikante Ergebnisse. Moderate Bewegung
statt Bettruhe - eine Revolution in der Behandlung.
„Durch Zufall war ich das
Kamel, das an die richtige
Tränke gekommen war“,
lacht Hollmann. Die Vorläufergesellschaft der NASA
kam nach Köln und war an
seinen Untersuchungen interessiert, was mit gesunden Menschen passiert, die
ans Bett gefesselt sind - speziell in Bezug auf die Schwerelosigkeit im Weltraum. Es
flossen Forschungsgelder
und von da an ging es immer
weiter stets nach vorne. Sein
höchstes akademisches Ziel
erreichte er mit einem offiziellen Lehrstuhl für Kardiologie. Seine Erkenntniss waren wegweisend für die Bedeutung körperlicher Aktivität zur Gesunderhaltung
des Menschen.
Seit 1985 ist der doppelte
Urgroßvater in der Hirnforschung tätig. Auch heute hält
er sich mit Bewegung fit,
nutzt die 30 Treppenstufen
in seinem Haus täglich etwa
15 Mal. Trotz aller Ehrungen, Auszeichnungen und
Errungenschaften ist er bodenständig
geblieben,
freundlich und interessiert
an den Dingen, die die Welt
bewegt. Beispielsweise die
Quantenphysik. Einfach ein
wacher Geist unserer Zeit.
Mit NRW-Geldspritze komfortabel wohnen
Kreisbauamt: Günstige Landesdarlehn nutzen
Kreis Viersen. Auch in
Grefrath, Viersen und Nettetal ist wieder Neubau-Ei-
gentumsförderung möglich.
Darauf weist der Kreis Viersen mit Blick auf das Wohn-
raum-Förderungsprogramm des Landes hin. „Das
NRW-Programm stellt für
2015 wieder zinsgünstige Darlehn
bei Eigentumsund Mietwohnungen bereit“,
sagt Abteilungsleiter HermannJosef Neunzig
vom Bauamt des
Kreises. Die Förderbestimmungen hat NRW gegenüber
dem
Vorjahr kaum
geändert. Interessant, so HerWer im Kreis Viersen neu baut - hier das Kempener Neubaugebiet „An der
mann-Josef
Kreuzkapelle -, darf auf Unterstützung des Landes rechnen. Das
Neunzig, ist auch
Kreisbauamt hilft gerne weiter. Foto: Axel Küppers
das Programm
für bauliche Maßnahmen im
Wohnungsbestand. „Hier
sind unter anderem die Einrichtung von barrierefreien
Bädern oder Maßnahmen
zur Verbesserung der Energieeffizienz beispielsweise in
Eigenheimen sowie für den
Denkmalbereich hervorzuheben.“ Die Förderung erfolgt ebenfalls über zinsgünstige Darlehn. Generell darf
mit den geplanten Maßnahmen erst begonnen werden,
wenn der Bewilligungsbescheid aus Viersen im Briefkasten ist. Bei Fragen hilft
die Abteilung Wohnbauförderung des Kreisbauamtes
unter der Telefonnummer
02162/391115 oder 391125
gerne weiter.
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Grenzland
Neubau der Volksbank eröffnet
Krefeld. Pünktlich zum
berechneten Übergabetermin konnte das neue Gebäude der Volksbank Krefeld
nach 20 Monaten Bauzeit
und einer Investitionssumme von 27 Millionen Euro
seiner Bestimmung übergeben werden.
Vor rund 200 Vertretern
aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Verwaltung nannte der Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Krefeld, Dr. Michael Gehlen, den
Neubau „Repräsentativ,
aber zum Charakter der
Volksbank passend“.
Bürgermeister
Frank
Meyer sprach von einem
„echten Highlight“, welches
das Erscheinungsbild der
Innenstadt deutlich bereichere. Der Volksbank-Neubau sei neben dem OstwallCarree der zweite „Big
Point“ der Stadt.
Architekt Gerber erläuterte in seinem Grußwort,
dass die Öffnung zur Kirche
programmatisch sei - die
Dominanz des Gotteshauses werde gewahrt.
Klaus Geurden, Vorstandsvorsitzender
der
Volksbank Krefeld, nannte
das Konzept des Neubaus
„optisch bemerkenswert,
aber nicht marktschreierisch“. Er wies ebenfalls darauf hin, dass die Entscheidung für den Standort be-
Jugendhilfe richtet Gruppe
für junge Flüchtlinge ein
200 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kirche kamen zur offiziellen Eröffnung.
Foto: Volksbank Viersen
wusst getroffen wurde,
„schließlich haben wir in
Krefelds Innenstadt noch
das eine oder andere Potenzial zu heben“. Insgesamt
150 Mitarbeiter arbeiten
nun an dem neuen Standtort.
Im Jahre 2006 hat der Aufsichtsrat der Volksbank
Krefeld eG beschlossen, das
leerstehende Papst-Johannes-Haus zu erwerben mit
der Absicht, den anstehenden Neubau der Hauptver-
waltung dort zu errichten.
Mit den Abrissarbeiten
wurde 2011 begonnen. Am
16. April 2013 konnte der
Vorstand der Volksbank
Krefeld eG dann bereits zur
Grundsteinlegung einladen.
Mit der Einweihung und
Inbetriebnahme der neuen
Hauptverwaltung ist auch
ein letzter wichtiger Schritt
in der Zusammenführung
der beiden fusionierten
Volksbanken in Brüggen-
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Nettetal und Krefeld vollzogen. Mit der bewussten
Entscheidung für den
Standort an der Dionysiuskirche bekräftigt die Volksbank Krefeld eG den Anspruch, als regionale Bank
für ihre Mitglieder und Kunden erreichbar zu sein. Die
Entscheidung unterstreicht
die Verantwortung für die
Region, denn fast alle Arbeiten für den Bau wurden
von Firmen aus Krefeld und
Umgebung erbracht.
Dilborn (bei). Die Jugendhilfe Schloss Dilborn hat ab
1. Februar in der neuen
Wohngruppe „Noah“ neun
unbegleitete, minderjährige
Flüchtlinge aufgenommen.
Bereits seit geraumer Weile
sind acht jugendliche Flüchtlinge in den bestehenden
Gruppen untergebracht. Die
neue Wohngruppe auf dem
Hauptgelände soll speziell
auf die besonderen Bedürfnisse der Asylsuchenden
eingehen können. Die jungen
Männer kommen aus Afrika, dem nahen Osten und
Asien. Sie bekommen einen
Vormund gestellt.
Einrichtungsleiter Guido
Royé stellte letzte Woche den
neuen Gruppenleiter Dr. Kamil Gönüleglendiren vor.
Der promovierte Diplompädagoge hat seine Doktorarbeit zum Thema Erziehung im Islam geschrieben.
„Die Jugendlichen müssen
erst mal ankommen. Sie haben einen enormen Leidensweg hinter sich“, sagt er. Den
jugendlichen Männern von
14 bis 18 Jahren soll Ruhe
und Sicherheit vermittelt
Jugendämter für den Ort, wo
die Jugendlichen aufgegriffen wurden.
In 2014 kamen im Bereich
der Stadt Aachen beispielsweise 670 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge an,
man rechne aber laut Royé
mit einer großen Dunkelziffer. „Dies hat die Not deutlich gemacht, dass es für diese jungen Menschen der adäquaten Hilfe bedarf“, betonte der Einrichtungsleiter.
„Wir verstehen uns als
christliches Unternehmen
und sehen uns darum in der
Pflicht, Unterkunft zu bieten.“ Bereits im Vorfeld wurde darüber gesprochen, wer
für welche Belange verantwortlich ist. Gefallen ist die
Entscheidung im Dezember.
Zum Glück gab es auf dem
Hauptgelände leer stehende
Räume, die nun bereit gestellt werden konnten. Brüggener Bürger haben bereits
in den Gottesdiensten von
Pastor Frank Schürkens von
der Problematik erfahren
und Geld, Sachspenden und
Möbel für die Einrichtung
eines „Wohnzimmers“ ge-
Das Hinsbecker Original Vonke Vaat
VON HEINZ KOCH
meinde Lobberich-Hinsbeck
zehn Jahre als Gemeindebote und als Hilfspolizist angeHinsbeck. Beim Februarstellt. Vielen der AnwesenTreffen des Mundartkreises
den war noch bekannt, dass
„Hänsbäcker Jüüte vertälle“
er nach einer Schlachtung
erzählten Dieter Snyders
mit der Schelle durch den
und Ralf Hendrix vor fast 30
Ort zog und bekannt gab,
Besuchern über Hänsbäker
dass auf dem Ardenhof das
Originale. Sie hatten sich für
Fleisch verkauft würde. Den
diesen Abend den Metzger
Euter nahm er für sich selbst.
Servatius Funken ausgeAls er einmal vergaß, ihn
sucht, von allen nur Vonke
mitzunehmen, musste sein
Vaat genannt.
Sohn noch einmal zurück
Zunächst stellte Hendrix
gehen und sollte sagen, er
seine Lebensdaten vor. Er
müsse „Frauenstolz“ holen.
wurde 1880 als drittes von
Wenn Vaat schlachtete,
elf Kindern des Ehepaares
machte er sich häufig einen
Karl Funken und Maria, geSpaß daraus, Kinder und Juborene Vallen, in Hinsbeckgendliche zu ärgern, ganz
Oirlich geboren und erlernnach Jüüte Manier. Als er
te den Beruf des Metzgers.
eines Tages bei Jansen Cle1905 heiratete er die Dienstmens schlachtete, fragte er
magd Anna Maria Janßen
dessen Magd, ob sie ihm helaus Hinsbeck. Deren Eltern
fen könne. Sie
solle ganz kräftig am Schwanz
des geschlachteten Schweines
drehen, damit
das Blut nicht
gerinnt. Sie fing
an zu drehen,
immer schneller
und schneller.
Und sie drehte
und
drehte,
während Clemens und sein
Knecht im Stall
standen
und
sich vor Lachen
Familie Funken vor dem Haus auf der Bergstraße, v.l.: Karl, Mutter Anna,
den Bauch hielLene, Hund Dulu, Vetter Arnold, Vater Servatius. Repro: Heinz Koch
ten.
waren Peter Janßen und Josepha geborene Lehnen, im
Dorf nach dem Namen der
Mutter nur Liene Pit und
Liene Seef genannt. Das Paar
hatte drei Kinder: Karl Funken, der im Krieg seinen linken Arm verlor, Katharina
verheiratet mit Theo Winkels und die noch lebende
Helene „Lene“ Jakobs.
Über sein Leben und seine
Anekdoten erzählte dann
Dieter Snyders in Plattdeutsch. Das Ehepaar wohnte ab 1919 in dem kleinen
Haus auf der Bergstraße, wo
später Heringsmriiche (Heringsmariechen - heute Kindergarten) ihr Geschäft hatte. Hier betrieben sie eine
Metzgerei und einen kleinen
Kolonialwarenladen. Daneben war er in der Amtsge-
Stolz war er auf seinen
klugen Schäferhund „Dulu“.
Dieser brachte beispielsweise der Tochter Lene jeden
Morgen ihr Brot zur Schule,
und wenn das einmal vergessen wurde, erinnerte der
Hund ihn daran. Im Alter
zogen sie zur Hauptstraße
16 (Einfahrt Frisör Heimann), doch er blieb der Jüüt.
So erzählte Snyders, dass
Vaat in seinem Sessel für die
Kinder Eier legte, und war
dabei sehr glaubhaft.
Vaat war auch stark im
Hinsbecker Vereinsleben
engagiert. Lange Jahre war
er Feuerwehrmann. Mit 230
Pfund war er ein stattlicher
Mann, in seine Koppel passten drei Personen herein.
Daneben war er Mitglied der
St. Antonius-Schützenbruderschaft.
Im September 1955 feierte
das Paar noch ihre Goldhochzeit. Drei Wochen später verstarb Vaat ganz
plötzlich im Alter von 76
Jahren. Er hatte immer gesagt: „Ich werde im Sommer sterben. Die Sargträger
sollen noch was von mir
haben“. Dies trat auch ein.
Bei der Einsargung ging der
Sarg kaum zu und durch
Vaats Gewicht brachen
noch zwei Füße des Sarges
ab. Bei der Beisetzung mussten die Sargträger richtig
schwitzen. Seine Ehefrau
Anna überlebte ihn um sieben Jahre und starb 1962.
(vlnr.) Bürgermeister Frank Gellen, Pfarrer Frank Schürkens,
Bereichsleiter Sven Werny, Einrichtungsleiter Guido Royé, Dr.
Kamil Gönüleglendiren und Anja Tiskens (Sozialamt) im
Wohnzimmer der Gruppe Noah. Foto: Eickenberg
werden und eine Tagesstruktur geboten werden. Die
nächsten Schritte sind ein
Sprachkurs, der Schulbesuch, Beratung im Asylverfahren, die Anbindung an
Sportvereine und kulturelle
Angebote.
„Die
Grenzregionen
Aachen, der Kreis Kleve und
die Gebiete um die Flughäfen Köln-Düsseldorf sind von
der Thematik sehr stark betroffen“, gibt Royé zu bedenken. „Es gibt eine steigende
Anzahl an Flüchtlingen, die
nach Deutschland einreisen
wollen. Darum hat die Jugendhilfe Schloss Dilborn beschlossen, sich auf diesem
Gebiet zu spezialisieren.“
Nach der Altersfeststellung
durch die Biografien und einer Altersschätzung bei einer Notaufnahme, greift das
Kinder- und Jugendrecht. Die
Minderjährigen haben sofort Anspruch auf Leistungen zur Erziehung. Die Organisation dieser Hilfen bedingt die Einbeziehung auch
der Gemeindeverwaltung
und der Kirche. Meist greift
der Bundesgrenzschutz die
Flüchtlinge auf. Zuständig
für die Zuteilung sind die
spendet. „Wir begleiten die
jungen Menschen bis zur
Volljährigkeit und hoffen
auch das Ausländerrechtsverfahren bis zur Volljährigkeit mit Hilfe der hauseigenen Rechtsabteilung zu
klären. Wenn der Status der
Jugendlichen feststeht, haben wir gute Möglichkeiten,
ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen“, ist sich Royé sicher. Bürgermeister Frank
Gellen wies darauf hin, dass
Jugendliche, die 18 werden,
in die Zuteilungsquote fallen. Er war von der Gesamtidee direkt angetan, allerdings müsse die Organisation gut besprochen werden.
Anja Tiskens ist zuständige
Sachbearbeiterin für das Sozialwesen bei der Gemeinde. „Wir sind da sehr gut
verzahnt und können uns
gegenseitig unterstützen“,
bestätigt sie. Dr. Kamil Gönüleglendiren: „Wir haben bereits Gespräche mit dem Direktor der Europaschule und
der Realschule in Niederkrüchten geführt. In der Europaschule gibt es zwei Klassen mit Deutsch als Fremdsprache, wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.“
Grenzland
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Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Gute Ideen von motivierten Bürgern
Angebote in den einzelnen Arbeitsgruppen werden koordiniert
Kommunionkinder
auf dem Weg
Grenzland (fjc). Überall in
den katholischen Gemeinden
hat die Vorbereitung der neuen Kommunionkinder begonnen. Wenn ihnen an den
Sonntagen nach Ostern zum
ersten Mal der Leib Christi
gereicht wird, darf es nicht
nur ein schönes Fest sein, sondern die Kinder sollen auch
über ein religiöses Grundwissen verfügen. Meist werden
sie in kleinen Gruppen in die
biblische Geschichte und die
wichtigsten Glaubensinhalte eingeführt. Das geschieht
nicht nur mit Buch und Stift
am „grünen Tisch“, sondern
wird auch an praktischen
Beispielen geübt. Die Kommunionkinder von St. Gertrud in Dilkrath hatten sich
in der vergangenen Woche in
der Kirche eingefunden, um
etwas über den Kreuzweg zu
erfahren. Gemeinsam mit
Diakon Franz-Josef Cohnen
gingen sie die einzelnen „Stationen“ ab, um so den Leidensweg Christi nach zu gehen. Nach der Erstbeichte
machten sie dann noch eine
kleine „Wallfahrt“ zur Johanneskapelle.
Die Dilkrather Erstkommuniongruppe beim Kreuzweg in der
Dilkrather Kirche. Foto: Franz-Josef Cohnen
Karneval in Alst
Alst. Der Karneval im
Brachter Ortsteil Alst hat
eine lange Tradition. In den
Nachkriegsjahren bis Anfang der 80. Jahre wurde in
Alst unter dem Motto „Wenn
et Jrals flött, det alles mött“
der weit über die Ortsteilsgrenzen bekannte „Altweiberball“ am Karnevalsdienstag gefeiert. Nach einigen Jahren der Abstinenz
trat der „Bunte Abend“ mit
karnevalistischen Einlagen
am Karnevalssonntag die
Nachfolge an. Viele Jahre
war diese Veranstaltung ein
Geheimtipp für zahlreiche
Karnevalsfreunde aus dem
Umkreis.
In den letzten Jahren ist es
allerdings ruhig geworden
um das Karnevalstreiben in
Alst. Der FC Staubwolke
Alst will diese Veranstaltung und die damit verbundene Tradition zusammen
mit dem Vereinswirt Dirk
Optenplatz jetzt zu neuem
Leben erwecken. Karnevalssonntag, 15. Februar
gibt es wieder ein buntes
Programm. Karnevalistische Darbietungen, der Besuch der „Brachter Wasserratten“ mit dem Kinderprinzenpaar und dem Auftritt namhafter Künstler der
aktuellen Musikwelt versprechen einen kurzweiligen Abend, etwas Abseits
der eingefahrenen Veranstaltungen. Für die musikalische Unterhaltung sorgen
Markus Vogel mit seiner
Disco „Dohlen - Event“ und
die Schlagerstars „ToBi“,
„Buddy“ und das Trio „Alpenkölsch“ darunter ihre
aktuellen Titel „Dicke Mädchen“, „Ab in den Süden“
und „Scheissegal“.
Für 2 x 11 Euro (25 Euro an
der Abendkasse) kann man
ein Ticket für Eintritt, inklusive aller üblicher Getränke
bei den Mitgliedern der
Staubwolke oder in der Gaststätte Optenplatz in Alst erwerben. Gäste mit vermeintlich weniger Durst können
stattdessen aber auch einzelne Getränkemarken erwerben.
Brüggen (bei). Die Gemeinde hat sehr engagierte
Bürger, die sich in der
Flüchtlingshilfe einsetzen
möchten. Entstanden sind
aus dem „Runden Tisch“
der Verwaltung mehrere
Gruppen, die zu verschiedenen Themen jeweils Hilfsangebote für die bereits hier
lebenden und noch ankommenden Flüchtlinge koordinieren wollen. Die ersten
Gruppen haben sich bereits
getroffen, weitere Termine
folgen.
Unter der Moderation von
Joachim Müllers, Leiter des
Amtes für Soziales und Senioren und Anja Tiskens,
ebenfalls vom Sozialamt,
wurde über die Angebote
der Teilnehmer gesprochen.
In der ersten Gruppe ging es
um eine persönliche Betreuung der Asylbewerber. Die
Frage, die sich viele stellten:
Wie kommt man am besten
mit den Flüchtlingen in
Kontakt, ohne sie zu „überfallen“. Die Sorge einiger
Teilnehmer bezog sich auf
fehlende Sprachkenntnisse,
so dass es schwierig sei, mitzuteilen, was man gerne anbieten möchte. Festgehalten
wurde, dass ein Kontakt direkt bei Zuzug in die Gemeinde am sinnvollsten sei.
Müllers machte darauf
aufmerksam, dass sicher
auch viele, die schon länger
hier leben würden, jegliche
Hilfe ablehnen könnten. Von
einer gemeinsamen Feier
war die Rede, zu der man
alle Flüchtlinge einladen
könnte. Dabei könnten sich
Gespräche entwickeln. „Mir
Angebote zur Flüchtlingshilfe werden thematisch gebündelt und koordiniert. Foto: Birgit
Eickenberg
persönlich wäre das unangenehm, einfach zu den Unterkünften zu gehen und zu
schauen, wer wohnt da“,
drückte es eine Teilnehmerin aus. Auch kam der
Wunsch, die Angebote der
fünf Hilfsgruppen zu koordinieren und sich untereinander auszutauschen, da es
sonst ein „heilloses Durcheinander“ geben könnte. Als
Koordinatoren und Ansprechpartner dieser Gruppe kristallisierten sich Anni
Terporten und Thomas Hinz
heraus. Mit ihnen wird die
Verwaltung in Kontakt treten, wenn Hilfe von Seiten
der Flüchtlinge erwünscht
ist, dann können die beiden
Koordinatoren in ihre Gruppe diese Infos weitergeben.
In der zweiten Gruppe
ging es um die Sprachförderung. In der KAB Bracht gibt
es bereits Unterrichtsgruppen, jedoch fehlen weitere
Menschen, die sich zutrauen Unterricht zu geben. Das
Bundesamt für Integration
antwortete auf eine Anfrage der KAB, dass nur dann
Gelder für einen Sprachkurs
freigegeben werden können,
wenn das Asylverfahren
abgeschlossen ist. Darum ist
die KAB auch auf finanzielle
Hilfe angewiesen. Einige
Lehrbücher wurden angeschafft, doch gibt es mehr
Menschen, die Unterricht
haben wollen, als momentan angeboten wird. Einige
Flüchtlinge fahren bis Lobberich, wo ebenfalls Unter-
richt erteilt wird. Die KAB
wird nun die Angebote der
Teilnehmer dieser Gruppe
koordinieren. Einige möchten lieber in kleinen Gruppen Unterricht geben, andere würden gerne assistieren oder bei Hausaufgaben
helfen.
Zur Freude der KAB gab
es ein Angebot des DRK-Kindergartens an der Gartenstraße, dass dort Räume genutzt werden könnten.
Weitere Gruppen tagen
im großen Sitzungssaal der
Gemeinde Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr („Kita/Schule“) und Donnerstag, 19. Februar, 18 Uhr („Spenden für
Flüchtlinge“). Alle Gruppen
sind auch jetzt noch offen
für Teilnehmer.
Zur Mutter Gottes nach Lourdes
Schwalmtal (fjc). Zur Wallfahrt nach Lourdes lädt die
Pfarrgemeinde St. Matthias
Schwalmtal vom 3. bis 7. September ein. Pastor Wilhelm
Kursawa übernimmt die
geistliche Leitung. Bei Unterbringung im Doppelzimmer
beträgt der Preis für die Flugreise 738 Euro pro Person einschließlich Flug und Vollpension. Bei Einzelzimmer wer-
den 140 Euro Zuschlag erhoben. Die Unterbringung erfolgt im Hotel „Florida“, nur
weniger Minuten vom Pilgerzentrum entfernt. Weitere
Auskünfte und Anmeldung
im Pfarrbüro Amern, Dorfstraße 31, unter der Telefonnummer 02163/2255 oder per
E-Mail an pfarramt.amern@kkgschwalmtal.de zu den Bürozeiten.
KK: Reservierung ist möglich
Wunschkennzeichen können vorgemerkt werden
Kreis Viersen. Ab dem 2.
März können Fahrzeuge für
alle Bürgerinnen und Bür-
ger aus dem Kreisgebiet neben VIE auch mit KK zugelassen werden. Bereits seit
Montagnachmittag, 9. Februar, können Interessierte sich ihr
Wunschkennzeichen reservieren lassen. „Ab
dann ist freigeschaltet“, sagt
Heidrun Steinwartz vom Amt
für Ordnung und
Straßenverkehr
Kreis Viersen.
Der Lack der 70er-Jahre ist fast ab, aber
U n t e r
in Kürze gibt es frische Altkennzeichen: w w w . k r e i s Ab 2. März 2015 sind wieder KK- viersen.de haben
Autoschilder im Kreis Viersen möglich. Autofahrer die
Foto: Kreis Viersen
Möglichkeit,
nach Angabe von Namen
und Anschrift ein KK-Kennzeichen für drei Monate zu
reservieren.
„Für Reservierungen über
andere Internetseiten kann
nicht garantiert werden,
dass das funktioniert - insbesondere in den ersten Tagen.“ Bis 22. Februar ist eine
Reservierung von Wunschkennzeichen ausschließlich
über die Internetseite des
Kreises möglich. Anschließend werden auch telefonische Anfragen unter 02162/
391566 und 02152/20520 von
den Zulassungsstellen in
Viersen und in Kempen bearbeitet.
Um Missbrauch zu vermeiden, werden bei der Zu-
lassung und Umkennzeichnung von Fahrzeugen nur
Reservierungen akzeptiert,
die auf den Namen und die
Anschrift des künftigen
Halters erfolgen. Die Kosten
für die Umkennzeichnung
eines schon zugelassenen
Fahrzeuges liegen je nach
Fallkonstellation zwischen
45 und 55 Euro.
Darin eingerechnet ist die
Ausstellung einer neuen
Feinstaubplakette. Zusätzlich fallen Kosten für die
Schilder an. Wer ein Fahrzeug auf sich zulassen möchte, zahlt bei KK die gleiche
Gebühr wie bisher für ein
Wunschkennzeichen VIE.
www.kreis-viersen.de/
wunschkennzeichen
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Grenzland
FranceMobil war zu Gast in der Liebfrauenschule
Unterhaltsame und heitere Schulstunden
Seite 25
Zweite Brüggenale
mit exklusivem Programm
VON MANFRED BAUM
VON BIRGIT EICKENBERG
Mülhausen. Nicht alltäglichen Besuch hatte jetzt die
Mülhausener Liebfrauenschule, denn das kleine französische Kulturinstitut auf
Rädern, das „Francemobil“
hatte den wohl kleinsten
Schulstandort in NRW angesteuert und war vor dem
Zugang zur Verwaltung eigentlich auch kaum zu übersehen. Doch das Francemobil war eigentlich „nur das
Verkehrsmittel“. Der „Inhalt“ war weitaus wichtiger, lebendiger, frischer und
unterhaltsamer.
Es war die Referentin des
Tages Marie-Lyne Rousse,
die zusammen mit Morgan
Ringot für NRW zuständig
ist. Die aus einer kleinen
Stadt in der Nähe von Montreal in Quebec stammende
Marie-Lyne war glücklich,
die Frankophonie vertreten
und den Reichtum und die
Vielfalt der französischen
Sprache vermitteln zu dürfen. Sie tat dies vor den Schülern, die in einer Klasse in
der zweiten Etage im Halbkreis saßen mit Charme, mit
Können, aber auch spielerisch unterhaltsam. Damit
fand sie sogleich Zugang zu
den Schülern, auch wenn
diese ab und an noch ein
paar Schwierigkeiten mit
Brüggen. „Wir haben kein
typisches Publikum“, teilten
die Musiker des „Trio panta
rhei“ und der Bariton Volker
Mertens mit. Die Pianistin
Julia Vaisberg, die Geigerin
Gudrun Pagel und die Cellistin Sonja Asselhofen organisieren gemeinsam mit dem
Leiter des Niederkrüchtener
Chores „Joyful voices“ die
„Brüggenale 2015“ unter
dem Motto „Film ab! Die Töne
der Bilder“.
Sie versprechen spannende, unterhaltsame Veranstaltungen, teils für die ganze
Familie. Aber immer mit ansprechender Moderation.
„Uns liegt sehr viel daran, die
klassische Musik an die Leute
zu bringen. Es ist ein Kulturgut, welches droht auszusterben“, glaubt Sonja Asselhofen. „Der Staat zieht sich
mehr und mehr aus der Verantwortung, wir hoffen auf
private Sponsoren.“ Die Gemeinde Brüggen stellt für
Veranstaltungen den Kultursaal zur Verfügung und übernimmt größtenteils die Öffentlichkeitsarbeit.
Die erste Brüggenale letztes Jahr ist schon sehr gut
beim Publikum angekommen, die zweite Veranstaltung beinhaltet ein extra für
das Publikum hier zusammengestelltes Programm.
„Klassische Musik ist etwas,
was jeder mögen kann“, ist
sich Sonja Asselhofen sicher.
Die Musiker treibt ein hoher
Idealismus an, zu sehr moderaten Preisen exklusive Arrangements anzubieten.
Das Eröffnungskonzert
„Lichtspielklänge“ findet
Samstag, 28. Februar, 20 Uhr
im Kultursaal statt. Viele
Melodien aus Kinofilmen haben sich in die Herzen der
Zuschauer geschmuggelt,
ohne dass diesen bewusst
wurde, dass es sich um klassische Musik handelt. So finden sich bei diesem Konzert
auch speziell für Filme wie
„Harry Potter“ oder „Die
Hexen von Eastwick“ geschriebene Stücke wieder.
Karten sind in der TouristInfo der Burg Brüggen zum
Preis von 15 Euro erhältlich.
Kinder bis 18 Jahren zahlen
fünf Euro.
Ein klassisches Familienkonzert ist die Aufführung
„Let’s go tot he movies“ Popcorn und Kinohits. Die
Joyful Voices und die Gospelkids laden Sonntag, 8. März,
17 Uhr in die Burggemeindehalle ein. Das Trio panta rhei
begleitet den Gesang auf untypische Weise, die klangliche Überraschungen verspricht, die das Publikum
begeistern werden. Bekannte Melodien aus Disneyfilmen
und anderen Kinoproduktionen werden den Rhythmus
im Blut wecken. Songs aus
„Sister Act“ dürfen dabei
natürlich nicht fehlen. Karten sind zum Preis von 12,50
Heitere Franzöischstune in der Liebfrauenschule. Foto: Manfred Baum
der Weltsprache „Französisch“ hatten. Zu Gute kam
ihr in der Liebfrauenschule
ebenso, dass sie ein Studium der Theaterwissenschaften absolviert hatte.
Ihre Devise: „Kreativität
und Fantasie kennen keine
Grenzen.“
Recht schnell gaben die
Schüler ihre Zurückhaltung
auf und fassten immer wieder gerne in den blauen Beutel, aus dem sie kleine Kärtchen fischten, worauf stand,
was sie den Mitschülern
vorspielen sollten. Mal waren es Tiere, die mal Menschen, die auf Französisch
benannt werden sollten. Die
Stimmung war ausgelassen,
denn so konnten die Schüler
zugleich ihre verborgenen
schauspielerischen Fähigkeiten abrufen und auch ihr
Französisch mutig ausprobieren.
Längst sind die fahrenden
Kulturinstitute (in Deutschland und Frankreich) ein Er-
folg. Das Programm des
Francemobil wurde vor 13
Jahren von der Robert Bosch
Stiftung und der Botschaft
Frankreichs in Berlin ins Leben gerufen.
Die Renault Deutschland
AG stellt die Fahrzeuge zur
Verfügung, sodass in Mülhausen auch eine neuer
Kangoo zu sehen war. Nicht
nur Gymnasien werden
angesteuert, sondern auch
Kindergärten, Grund- und
Berufsschulen.
Joborientierung für Schüler „Kein Abschluss ohne Anschluss“
Unternehmen für Berufsfelderkundungen gesucht
Kreis Viersen. Welcher
Beruf passt zu mir? Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“
(KAoA) hilft Schülern, diese
Frage zu beantworten. Für
die Aktion im Kreis Viersen
können sich Unternehmen
melden, die Schülern am 23.
April und 15./16. Juni Tätigkeiten ihres Unternehmens
vorstellen möchten. Meldungen sind möglich vom 1. bis
28. Februar über ein eigens
eingerichtetes Online-Portal
unter www.fachkräfte-fürmorgen.de.
„Von der Teilnahme an der
Aktion ‚Berufsfelderkundungen‘ profitieren Schüler
wie Unternehmer gleichermaßen“, sagen Sarah Werth
und Kathrin Kirchhoff von
der kommunalen Koordinierungsstelle im Kreis Viersen.
Für Schüler wird der betriebliche Alltag erlebbar,
Unternehmer lernen potenziellen Nachwuchs kennen
und können sich als attraktiver Arbeitgeber oder Ausbildungsbetrieb präsentieren.
Das
Landesvorhaben
KAoA beginnt in der achten
Klasse. Im Kreis Viersen
machen in diesem Schuljahr
17 Schulen - von Hauptschu-
le bis Gymnasium - mit. Die
Initiative sieht vor, dass jeder Schüler drei verschiedene Berufsfelder in der Praxis erkunden soll.
„In den Schulen werden
diese Tage vor- und nachbereitet. Die Schnupperpraktika sind Schulveranstaltungen und eine Teilnahme daher verpflichtend“, sagt Sarah Werth. Bei
den Berufsfelderkundungen zeigt ein Auszubildender oder Mitarbeiter des
Unternehmens für die Dauer eines Schultages Einzelschülern oder Gruppen Tätigkeiten des jeweiligen Berufsfeldes. Mitmachaktionen sollen die Schüler einbinden.
„Für diese Erkundungen
suchen wir noch Unternehmen, die den Schülern Einblicke bieten und Berufe begreifbar machen“, sagt Kathrin Kirchhoff.
Ziel der Schnuppertage:
Schüler erfahren früher betrieblichen Alltag und können orientierter die nächsten Schritte der Berufsorientierung angehen, wie zum
Beispiel das Betriebspraktikum in Klasse 9.
Interessierte erhalten Informationen in der kommunalen Koordinierungsstelle
unter Telefon 02162/39 1479 oder -1584 oder per EMail an
kommunale.koordinierung@
kreis-viersen.de.
Langjähriges Kreistagsmitglied Karl Voßdahls verstorben
Kreis Viersen. Der frühere
stellvertretende Landrat
Karl Voßdahls ist am 2. Februar im Alter von 87 Jahren
verstorben. Der gebürtige
Kempener saß für die SPD
von 1971 bis 1989 im Kreistag. Ab 1975 war er 14 Jahre
lang Stellvertreter von Landrat Hanns Backes. Vor seiner
Zeit im Kreistag war Voß-
dahls ab 1960 Mitglied des
Kempener Stadtrates (zunächst als sachkundiger
Bürger, ab 1964 als Stadtverordneter).
Voßdahls war bis zu seiner Pensionierung Technischer Angestellter in der
Kempener Druckerei te Neues, wo er auch Betriebsratsvorsitzender war. Am Ver-
waltungsgericht Düsseldorf
war er ehrenamtlicher Richter. Ferner war er im Kreisvorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für
Kommunalpolitik (SGK).
Voßdahls engagierte sich
im Verein „Freunde der
Grafschaft Cambridge“, dessen stellvertretender Vorsitzender er war. Der Kreis Vier-
sen unterhält seit 32 Jahren
eine Partnerschaft mit der
englischen Grafschaft. Stellvertretender Vorsitzender
war der Kempener zudem
im Förderverein der Kreismusikschule. Der Verstorbene war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
und 1. Klasse. www.kreisviersen.de
Euro für Erwachsene und fünf
Euro für Minderjährige auch
schon jetzt erhältlich.
Der 25 Sänger starke Kammerchor Cantelia unterstützt das Trio panta rhei
Samstag, 14. März, 20 Uhr in
der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Brüggen. „In diesem
Konzert wird deutsche Lyrik aus 600 Jahren mit vielen
Stilelementen sehr unterhaltsam verbunden“, verspricht Mertens. Die Akustik
und die Atmosphäre der Kirche geben ihr Übriges dazu,
dass dieses Konzert mit dem
Titel „Sonne, Mond und Sterne“ in andere Sphären entführt. Die Karten kosten 12,50
Euro für Erwachsene, Kinder
bis 18 Jahren zahlen fünf Euro.
Im Kultursaal findet das
Kinderkonzert „Goldmond“
Sonntag, 15. März, 12 Uhr
statt. Das musikalische Märchen entspringt der Geschichte „Many Moons“ und
handelt von einem Vater, der
alles tun würde um seine
Tochter die Prinzessin, wieder gesunden zu lassen. Sie
ist nicht ernsthaft krank, hat
lediglich zu viele Himbeertörtchen gegessen und glaubt,
nur durch den Mond wieder
gesund werden zu können.
Der Eintrittspreis beträgt
zehn Euro für Erwachsene
und fünf Euro für Kinder und
Jugendliche bis 18 Jahren.
Ein kulinarisches Highlight
wird das Abschlusskonzert
„Farfalle furioso“ im Kultursaal der Burg Brüggen, Sams-
Das Trio panta rhei und der
Bariton Volker Mertens haben
ein Programm zusammengestellt, welches auch
„Klassik-Laien“ begeistern
wird. Foto: Birgit Eickenberg
tag, 21. März, 19.30 Uhr. Denn
zusätzlich zu den musikalischen Genüssen sind im Preis
ein italienisches Buffet und
ein Aperitif inbegriffen. Dazu
Musik von Rossini, Haydn,
Khatchaturian, Piazzolla und
anderen“, macht Sonja Asselhofen neugierig. „Italienische Salonmusik und auch
deutsche Ufa-Musik sind Bestandteile des Abends.“ Erwachsene 25 Euro, Minderjährige 15 Euro Eintritt.
Alle Karten sind jetzt schon
erhältlich. Weitere Informationen und Eindrücke aus dem
vergangenen Jahr sind über die
Internetseite www.youtube.com/
watch?v=zf1256PF09g zu finden.
Traditionelles Fischessen
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Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Warenkunde Fisch und Meeresfrüchte
Forelle
Bei Forellen unterscheidet
man je nach Standort die
Meer- oder Lachsforelle, die
Seeforelle und die Bachforelle. Alle 3 Arten kommen heute fast nur noch in der Zucht
vor. Die beste Forellenzeit ist
in den Monaten von Mai bis
Juli, dann schmeckt das
Fleisch am zartesten. Im
Handel erhält man meistens
die aus Amerika eingebürgerten Regenbogenforellen,
die vom Geschmack her
nicht an die Bachforelle heranreichen. Die Regenbogenforelle erkennt man an dem
rötlichen Streifen längs der
Seitenlinie. Das Forellenfleisch ist hell. Es ist zart und
fein im Geschmack, besonders das von Jungtieren. Forellen werden meist in ButHerzlich willkommen
im Landgasthaus
„Zur Fluchtburg“
Kommen Sie
Aschermittwoch
zum Fischessen
zu uns!
Es erwartet Sie eine
große Fischkarte mit
vielen Spezialitäten.
Auf Ihren Besuch freuen sich
Familie Litzen und Team
Sie finden uns zwischen Grefrath-Mülhausen
und Wachtendonk-Wankum.
Öffnungszeiten:
Dienstag – Samstag ab 12.00 Uhr durchgehend warme Küche,
Sonntag ab 10.00 Uhr, Montag Ruhetag
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ter gebraten, gedünstet oder
gedämpft.
Garnelen
Garnelen sind die am weitesten verbreiteten Krustentiere auf unserem Speiseplan.
Oft werden sie mit Krabben
verwechselt, von denen sie
sich jedoch dadurch unterscheiden, dass sie einen langen Schwanz besitzen, der
sehr wohlschmeckend ist. Da
Garnelen nur kurz haltbar
sind, werden sie meist schon
auf See gekocht. Man erhält
Garnelen aber auch roh, mit
oder ohne Kopf. Kauft man
sie frisch, sollte darauf geachtet werden, dass sie einen festen Panzer besitzen
und einen typischen „Seegeruch“ haben. Bei der Zubereitung ist wichtig den Rükken der Garnele mit einem
Messer aufzuschneiden und
den Darm zu entfernen. Die
bekannteste Garnele in unseren Breiten ist die Nordseekrabbe/-Nordseegarnele.
Heilbutt
Der Heilbutt ist der größte
Fisch aus der Familie der
Plattfische. Er zeichnet sich
durch sein fettarmes, feines
und zartes weißes Fleisch aus
und wird deshalb auch weißer Heilbutt genannt. Er
wird fast ausschließlich portioniert in Form von Fischschnitten frisch oder tiefgekühlt angeboten. Das Fleisch
schmeckt sehr gut, wenn es
gedünstet oder gedämpft
wird. Daneben gibt es noch
den schwarzen Heilbutt,
eine dem weißen Heilbutt
ähnliche Art. Er hat fettreiches, festes und aromatisches Fleisch, das sich hervorragend zum Dünsten,
Schmoren und Braten eignet. Im Handel erhält man es
oft geräuchert.
Hering
Der Hering unterscheidet
sich je nach Saison in seinem
Fett und Eiweißgehalt. Frische Heringe, auch Grüne
Heringe genannt, kommen
von Juli bis Dezember in den
Handel. Der Hering ist ein
Fisch mit festem Fleisch,
kräftigem Geschmack und
vielen kleinen Gräten. Am
besten schmeckt er gebraten, oder wenn er in einem
Kräuter- oder Weinsud gegart wird. Hering wird auch
zu Marinaden (Rollmops,
Bismarckhering, Brathering,
Bratrollmops) verarbeitet.
Beliebt sind auch Heringsfi-
lets in Tomaten- und anderen Saucen. Leicht gesalzene
Heringe, die im Ganzen geräuchert werden bezeichnet
man als Bückling. Als Matjes
bezeichnet man den „jungfräulichen“ Hering, der noch
nicht gelaicht hat. Er wird
von Mai bis Juli gefangen
und ist sehr fettreich.
Kabeljau
Gelangt der Kabeljau als
Jungfisch oder aus der Ostsee
in den Handel heißt er Dorsch.
Meistens wird er als Frischfisch angeboten. Sein Fleisch
ist mit 0,2 % Fett sehr mager,
zart und mild im Geschmack.
Kabeljau ist einer der jodreichsten Seefische. Bereits
mit 125 g deckt man den Tagesbedarf an Jod. Die Zube-
reitungsmöglichkeiten für
Kabeljau sind vielfältig. Man
kann ihn in Butter braten,
grillen oder dünsten. Ausgenommener und getrockneter
Kabeljau ist unter dem Namen Stockfisch erhältlich, ist
er zusätzlich gesalzen nennt
man ihn Klippfisch.
Krabben
Die Krabben sind kurzschwänzige Krebse. Sie werden oft mit den Garnelen
verwechselt, die aber lange
Schwänze besitzen. Im Handel sind verschiedene Arten
von Krebsen erhältlich, zum
Beispiel der 30 cm große Taschenkrebs oder der bis zu
60 cm große Königskrebs.
Wegen ihrer begrenzten
Haltbarkeit werden die
Krabben meistens auf den
Krabbenkuttern gekocht. In
den südlicheren Landesteilen kann man oft nur das
Krabbenfleisch kaufen.
Lachs
Lachs ist silberfarben mit
großen dunklen Flecken und
auch unter dem Namen Salm
bekannt. Der im Handel angebotene Lachs stammt vorwiegend aus der Zucht. Das
Fleisch ist zart rosa bis orange- rot und besitzt einen besonders kräftigen Geschmack.
Generell gehört der Lachs zu
den fettreicheren Fischsorten,
je nach Art schwankt der Fettgehalt zwischen 8 bis 13 %.
Lachssteak eignet sich gut zum
Braten. Ganzer Lachs,
schmeckt sehr gut wenn er
gedünstet oder pochiert oder
in Folie gegart wird. Erhältlich ist Lachs auch in geräucherter Form.
Matjes
Der Hering unterscheidet
sich je nach Saison in seinem
Fett und Eiweißgehalt. Frische Heringe, auch Grüne
Heringe genannt, kommen
von Juli bis Dezember in den
Handel. Der Hering ist ein
Fisch mit festem Fleisch,
kräftigem Geschmack und
vielen kleinen Gräten. Als
Matjes bezeichnet man den
„jungfräulichen“ Hering,
der noch nicht gelaicht hat.
Er wird von Mai bis Juli gefangen und ist sehr fettreich.
Rotbarsch
Der Rotbarsch, ist ein sehr
beliebter Seefisch, der seinen
Namen durch sein leicht rosafarbenes Fleisch erhielt. Das
Fleisch ist fest, fettarm (unter
5 % g), relativ grätenlos und
sehr wohlschmeckend. Im
Durchschnitt wird der Fisch
40 cm lang. In den Handel
gelangt er meist tiefgefroren
und filetiert. Rotbarsch eignet sich hervorragend zum
Braten. Auch gedünstet, gebacken oder geräuchert ist er
sehr schmackhaft.
Scholle
Die Scholle, auch Goldbutt
genannt gehört zu den bekanntesten und meistgekauften Plattfischen. Jung
gefangen wird sie unter dem
Namen „Maischolle“ angeboten. Gut erkennbar ist die
Scholle durch ihre hervorstechenden roten Punkte auf
der braunen Augenseite. Das
Fleisch ist weiß und fein. Es
weist viele Gräten auf, die
sich aber leicht entfernen
lassen. Scholle wird frisch
oder tiefgekühlt, im Ganzen
oder filetiert angeboten. Besonders lecker schmeckt
Scholle, wenn sie goldbraun
in Butter gebraten wird.
(Quelle: Wirths PR)
Traditionelles Fischessen
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Fisch und Meeresfrüchte - bitte zu Tisch!
Zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung gehört auch der regelmäßige
Verzehr von Fisch. Fisch
enthält leicht verdauliches
Eiweiß, wichtige Vitamine,
Mineralstoffe und Spurenelemente und besonders
wertvolle Fischöle.
Vom Fanggewicht her
verzehrten wir 2011 ca. 15,6
kg Fisch pro Jahr, davon
machen Süßwasserfische
nur etwa ein Fünftel und
Krebs- und Weichtiere ein
Zehntel aus. Am beliebtesten ist der Alaska-Seelachs
mit einem Anteil von mehr
als 23 %, gefolgt von Hering,
Lachs, Thunfisch und Kabeljau. Auf diese Fische entfällt etwa zwei Drittel des
Seefischverbrauchs. Bei den
Süßwasserfischen steht die
Forelle in der Beliebtheit
ganz oben - weit vor dem
Karpfen.
Ernährungsphysiologisch betrachtet zählt Fisch
zu den Nahrungsmitteln,
die auf dem Speisezettel
nicht fehlen dürfen: Fisch ist
reich an lebenswichtigem
Eiweiß, das besonders leicht
verdaulich ist und eine hohe
biologische Wertigkeit besitzt. Außerdem ist Seefisch
unsere wichtigste Jodquelle. Süßwasserfische haben
hingegen nur einen geringen Jodgehalt.
Jod ist wichtig für die Bildung der Schilddrüsenhormone und den Energiestoffwechsel. Ein Erwachsener
braucht pro Tag 200 Mikrogramm, Schwangere 230,
Stillende 260 Mikrogramm
pro Tag.
Bei Jodmangel kommt es
zur Kropfbildung (Schilddrüsenvergrößerung). Jodmangel ist in der Bundesrepublik relativ häufig ver-
Calcium und Phosphor
brauchen.
Meeresfrüchte wie z. B.
Krabben und Muscheln enthalten reichlich Eiweiß, Jod
und obendrein noch viel Eisen.
Fisch enthält wichtige
Vitamine der B-Gruppe, wie
z.B. B1, B2, Niacin, B6 und
B12 sowie die fettlöslichen
Vitamine A, D, E und K, wobei deren Vorkommen sehr
stark vom Fettgehalt des jeweiligen Fisches abhängt.
Beim Kauf von Frischfisch
ist auf unbedingte Frische
und gute Kühlung zu achten.
Frischfisch sollte dann so
schnell wie möglich zubereitet werden, da er extrem
empfindlich ist und sich
breitet, insbesondere in Süddeutschland.
Der tägliche Jodbedarf
wird durch eine Portion
Schellfisch, Seelachs oder
Meeräsche bereits zu 100 %
gedeckt, während andere
jodhaltige Nahrungsmittel
wie z. B. Milch auch nicht
annähernd zur Bedarfsdekkung dieses, für die Schilddrüsenfunktion notwendigen Spurenelementes beitragen können.
Aus diesem Grund sollte
man pro Woche zwei bis
drei Portionen Seefisch verzehren und bei der Verwendung von Salz stets Meersalz mit Jod und möglichst
auch noch mit Fluor verwenden.
Auch bei Fettstoffwechselstörungen ist der Verzehr von Fisch sinnvoll. Die
im Fischöl enthaltenen
Omega-3-Fettsäuren haben
eine positive Wirkung auf
den Cholesterinspiegel.
Fisch ist aber auch wichtig
bereitung die drei „S“ merken:
Säubern - unter kaltem
Wasser gründlich abspülen, eventuell Gräten und
Blutreste entfernen, anschließend trocken tupfen.
Säuern - mit Zitronenoder Limonensaft beträufeln oder darin marinieren
dient der Verbesserung des
Geschmacks und der Festigung des Fleisches.
Salzen - sollte erst unmit-
telbar vor dem Braten oder
Dünsten erfolgen, da Salz
dem Fischfleisch Wasser
entzieht.
Große Vorteile bietet Tiefkühlware, die bei Fisch und
Meeresfrüchten immer beliebter wird. Hier wird der
Fang unmittelbar nach dem
Fang noch auf der See im
Fabrikschiff weiterverarbeitet und anschließend
schockgefrostet. (Quelle:
Wirths PR)
Das Team des Restaurants „Alter Braukeller“
wünscht allen Jecken eine närrische Session!
Am Veilchendienstag und Aschermittwoch
traditionelles Fischessen!
für die ausreichende Versorgung mit Vitamin D, das
wir für die Knochenbildung
und für die Aufnahme von
sehr schnell zersetzt. Auch
wenn man Fisch meist küchenfertig vorbereitet kauft,
sollte man sich für die Zu-
Restaurant „Alter Braukeller“
Kindt 17 • 41334 Nettetal • Tel.: 02153 – 72227
www.alter-braukeller.de
Rund ums Haus
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Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Einmal quer durchs Haus
Möbelproduzenten und
Designer bringen jedes Jahr
aufs Neue aktuelle Formen,
Materialien und Farben auf
den Markt. Sie geben Anregungen, wie wir künftig
wohnen und leben können.
In unserem Special geht es
einmal quer durchs Haus wir stellen neue Trends zum
Thema Einrichten vor.
Elegante Designsessel mit
dem patentieren Gleitsystem.
Foto: djd/Ekornes
Wohnzimmer:
Hinsetzen und Wohlfühlen
In den eigenen vier Wänden wollen sich die Menschen wohlfühlen, die Einrichtung ist deshalb heute
so bequem und individuell
wie nie zuvor. Vom norwegischen Möbelhersteller
Ekornes beispielsweise gibt
es ein patentiertes Gleitsystem, das ohne Hebel und
Knöpfe jeder Bewegung folgt
und automatisch immer für
die optimale Sitzposition
sorgt. Das System findet sich
längst auch bei den Sofamodellen.
So erhalten „Vielsitzer“
auch auf der Couch die Entspannung, die die Wirbelsäule nach einem langen
Arbeitstag so dringend
braucht. Mit den Sesselmodellen „City“ und „Metro“
haben die Norweger jetzt
ihre Modellpalette erweitert
und sprechen damit auch
eine jüngere Zielgruppe an.
Informationen gibt es unter
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Foto: © ExQuisine - Fotolia.com
Effektplatten sorgen in
der Einrichtung für einen
neuen Look
Mit der Zeit hat man sich
auch an der schönsten Wohnungseinrichtung satt gesehen. Dann muss aber keineswegs gleich die gesamte
Einrichtung ausgetauscht
werden.
Oft genügen schon einfache Mittel, um der Wohnung
eine frische und trendige
Optik zu verleihen: Selbstklebende Effektplatten etwa
lassen sich einfach verarbeiten und geben der Wohnung im Handumdrehen
einen neuen Look.
Viel handwerkliches Geschick oder gar Vorkenntnisse braucht es dafür nicht:
Die Effektplatten, die in zahlreichen Farben und Oberflächenvarianten erhältlich
sind, werden einfach mit einem Teppichmesser passend zugeschnitten und
dann auf den zuvor gesäuberten Untergrund aufgeklebt - fertig ist der „neue“
Schrank oder die frische
Optik für die Küche. Zu bekommen sind die Effektplatten in vielen Baumärkten Adressen in der Nähe gibt
es unter gutta.com.
Neue Küche:
So gelingt die Planung
Eine große Kochinsel für
das gemeinsame Zubereiten
der Speisen, eine vielseitig
nutzbare Essbar als Treffpunkt und HighboardSchränke als echte Stauraumwunder: Die moderne
Erlebnis- und Genussküche
muss praktikabel und funktional, optisch ansprechend,
zeitlos-hochwertig und
nachhaltig sein.
Bei der Planung sollte man
die richtige Balance zwischen Kochen und Wohnen
sowie Technik und Ästhetik
finden. Einbauküchen von
heute sind deshalb höchst
individuell geplant. Sie nutzen den zur Verfügung stehenden Raum optimal aus.
Besonders angenehm ist es,
wenn die Planung der persönlichen Wunschküche direkt zu Hause erfolgt. Unter
www.kuechen-quelle.de
beispielsweise kann gratis
und unverbindlich ein Küchenberater angefordert
werden.
Kinderzimmer:
Rudi räumt auf
Chaos im Kinderzimmer
- den Zustand kennen wohl
die meisten Eltern. Ein Ordnungssystem, das auch Kinder schnell verstehen, kann
für Abhilfe sorgen. Plastikkisten und Pappkartons
sind eine Möglichkeit, Stauraum zu schaffen. Eine lang-
Das Würfelsystem „Rudi“ sorgt für Ordnung im Kinderzimmer. Foto: djd/Jako-o GmbH
lebigere, vielseitigere und
darüber hinaus schönere
Alternative ist beispielsweise „Rudi“, das durchdachte Würfelsystem aus
stabilem Schichtholz von
Jako-o: Der Grundbaustein
kann beliebig kombiniert
und mit verschiedenen Einsätzen ausgestattet werden.
Zusammen mit den ergänzenden Möbelelementen
lässt sich ein Kinderzimmer
ganz nach Bedarf und Geschmack gestalten.
Badezimmer:
Wellness an jedem Tag
Das Bad ist längst kein reiner Funktionsraum mehr,
sondern soll als private
Wellnessoase dienen. Wenn
das Bad sichtbar in die Jahre gekommen ist, führt deshalb an einer umfassenden
Modernisierung oft kein
Weg mehr vorbei. Die Farben des Bodens und der
Wände prägen wesentlich
die Wohlfühlatmosphäre
eines Raums.
„Aus gutem Grund sind
für das Badezimmer Fliesen
die erste Wahl: Sie sind robust, pflegeleicht und langlebig“, betont Johannes Neisinger vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.
Auch Nässe und Feuchtigkeit können ihnen nichts anhaben.
Im Trend liegen heute
hochwertige Fliesen, die
anderen Materialien zum
Täuschen ähneln - etwa als
Feinsteinzeug in Holzoptik
oder mit Farben und Oberflächen, die an hochwertigen Naturstein erinnern.
Die Auswahl ist groß: So
kann der Heimwerker etwa
bei toom Baumarkt aus
knapp 400 Fliesen auswählen, von hochglänzend über
marmoriert bis angeraut.
Antike Möbel sind schön
und garantiert chemiefrei
Antike Möbel bestehen
zum Großteil aus wertigem
Holz wie Eiche, Nussbaum,
Mahagoni oder Kirschbaum. Dieses Material wurde zur Zeit der Fertigung
noch nicht mit gesundheitsbelastenden Materialien
bearbeitet. Professionelle
Fachhändler wie Georg
Britsch aus Bad Schussenried verwenden auch bei der
Restaurierung ausschließlich Leime, Wachse oder Öle
aus natürlichen Rohstoffen.
Selbst bei der Bekämpfung
von Holzwürmern kommt
keine Chemie zum Einsatz.
Die verfressenen Tierchen
werden einfach per thermischen Verfahren aus den
Möbeln entfernt.
Unter www.britsch.com
gibt es mehr Informationen
dazu. Antiquitäten zahlen
sich im Übrigen nicht nur in
puncto Wohngesundheit,
sondern auch bei der Nachhaltigkeit der Einrichtung
aus. (djd/pt)
Die moderne Küche muss praktisch und funktional sein - aber
auch schön und ästhetisch. Foto: djd/Küchen Quelle GmbH
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Wochenenddienste
Seite 29
Gottesdienste
Katholische Pfarren
Apotheken-Bereitschaft
Apotheker Tipp
Amern, St. Anton: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 19 Uhr hl. Messe.
Aschermittwoch: 8.30 Uhr Schulgottesdienst, 19 Uhr hl. Messe.
Amern, St. Georg: Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Boisheim, St. Peter: Samstag: 18.30 Uhr Wortgottesdienst.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe, 10 Uhr Kinderkirche.
Born, St. Peter: Samstag: keine hl. Messe. Sonntag: 9.45 Uhr hl. Messe.
Bracht, im Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Bracht, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: kein Gottesdienst.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Breyell, St. Lambertus: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 11 Uhr Familienmesse.
Brüggen, St. Nikolaus: Samstag: 17.30 Uhr hl. Messe.
Sonntag: keine hl. Messe.
Dilborn, Kapelle Schloss Dilborn: Samstag: keine hl. Messe.
Aschermittwoch: 18.30 Uhr hl. Messe.
Dilkrath, St. Gertrudis: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10 Uhr Wortgottesdienst. Aschermittwoch: 19 Uhr hl. Messe.
Dornbusch, St. Maria Hilfe der Christen: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Herz-Jesu: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Dülken, St. Cornelius: Samstag: 18 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 11.11 Uhr Messe der Freude mit dem Orpheums Chor.
Dülken, St. Cornelius im Altenheim, Heesstraße 2:
Samstag: 16.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Vikarie St. Ulrich: Sonntag: keine Familienmesse.
Elmpt, St. Laurentius: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse im Altenheim.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Grefrath, St. Laurentius: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: keine hl. Messe. Aschermittwoch: 8.15 Uhr Schulgottesdienst, 9 Uhr
hl. Messe, 10 Uhr Wortgottesdienst der Schule an der Dorenburg, 11.30 Uhr
Wortgottesdienst für die Kindergartenkinder.
Hinsbeck, St. Peter: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Kaldenkirchen, St. Clemens: Samstag: 18.30 Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Leuth, St. Lambertus: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Leutherheide, St. Peter und Paul: Sonntag: 8.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, St. Sebastian: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe. Aschermittwoch: 18.30 hl. Messe.
Lobberich, Alte Kirche: Sonntag: keine Messe.
Lüttelbracht, St. Maria Helferin: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 8.30 Uhr BBB hl. Messe.
Lüttelforst, St. Jakobus: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, St. Heinrich: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse.
Aschermittwoch: 18 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, im Kloster: Sonntag: 8 Uhr hl. Messe.
Niederkrüchten, St. Bartolomäus: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Oberkrüchten, St. Martin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe.
Oedt, Altenheim: Samstag: keine Vorabendmesse.
Aschermittwoch: 11 Uhr Wortgottesdienst.
Oedt, St. Vitus: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Aschermittwoch: 10.30 Uhr Wortgottesdienst in der Aula der Schule, 11.30 Uhr
Wortgottesdienst für die Kindergartenkinder, 19 Uhr hl. Messe.
Overhetfeld, Kapelle an der Heiden:
Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Schaag, St. Anna: Samstag: 17.15 Uhr gemeinsame Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln, Johanniskirche: Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst.
Süchteln, St. Clemens: Samstag: 18.15 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 8 Uhr hl. Messe, 10.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln-Vorst, St. Franziskus: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Maria Helferin: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Maria Hilf (Altenheim): Samstag: 9 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Notburga: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Peter: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Josef: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Remigius: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen-Helenabrunn, St. Helena: Samstag: 17 Uhr Gemeindemesse.
Vinkrath, St. Josef: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe. Aschermittwoch: 12 Uhr Wortgottesdienst für die
Kindergartenkinder, 19 Uhr hl. Messe.
Waldniel, Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Aschermittwoch: 16.30 Uhr hl. Messe.
Waldniel, St. Michael: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe, 11.15 Uhr hl. Messe.
Aschermittwoch: 8 Uhr Schulgottesdienst, 18 Uhr Bußgottesdienst.
Waldnieler Heide, St. Mariä Himmelfahrt:
Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Aschermittwoch: 9 Uhr Gemeinschaftsmesse.
Nettetal/Brüggen/Niederkrüchten/Schwalmtal
dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 13. Februar 2015
Nette-Apotheke
Johannes-Cleven-Str. 4, 41334 Nettetal, 02153/1398485
Samstag, 14. Februar 2015
Glocken-Apotheke
Hauptstr. 14, 41334 Nettetal (Hinsbeck), 02153/2561
Dienstag, 17. Februar 2015
Lamberti-Apotheke
Lambertimarkt 12, 41334 Nettetal (Breyell), 02153/7755
Mittwoch, 18. Februar 2015
Kiependraeger-Apotheke
Lobbericher Str. 3, 41334 Nettetal (Breyell), 02153/971467
Freitag, 20. Februar 2015
Sebastian-Apotheke
Friedenstr. 61, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153 915550
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen:
Süchteln, Dülken, Viersen, dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 13. Februar 2015
Schwan-Apotheke
Dülkener Str. 2, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162 21456
Samstag, 14. Februar 2015
Aesculap-Apotheke
Theodor-Heuss-Platz 10, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/351534
Sonntag, 15. Februar 2015
Remigius-Apotheke
Loehstr. 11-13, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/29060
Dienstag, 17. Februar 2015
Leuken’sche Apotheke
Hochstr. 37, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/6010
Mittwoch, 18. Februar 2015
Windmühlen-Apotheke
Moselstr. 14-16, 41751 Viersen (Dülken), 02162/55674
Donnerstag, 19. Februar 2015
Rosen-Apotheke
Große Bruchstr. 51-53, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/12498
Freitag, 20. Februar 2015
Marcus-Apotheke
Venloer Str. 2-6, 41751 Viersen (Dülken), 02162/266490
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen:
Grefrath, Oedt und Kempen,dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Samstag, 14. Februar 2015
Antonius-Apotheke
Rheinstr. 6, 47906 Kempen (Tönisberg), 02845/8141
Montag, 16. Februar 2015
Marien-Apotheke
Hohe Str. 15, 47929 Grefrath, 02158/2346
Dienstag, 17. Februar 2015
Mühlen-Apotheke
Mülhauser Str. 2-4, 47906 Kempen, 02152/51530
Mittwoch, 18. Februar 2015
Concordien-Apotheke
Concordienplatz 4, 47906 Kempen, 02152/52784
Telefonischer Abruf
Weiterhin können auch die bundesweit einheitlichen Notdienstservices der
ABDA genutzt werden: Unter der Nummer 0800 00 22 8 33 sind die
notdiensthabenden Apotheken rund um die Uhr abrufbar. Aus dem Festnetz
ist der Anruf unter Tel. 0800 00 22833 kostenlos, per Mobiltelefon ohne
Vorwahl unter Tel. 22833 kostet jeder Anruf pro Minute sowie jede SMS 69 Cent.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abda.de/notdienst.html.
0180 10 19246 oder 0178 88 19246
www.aerztlicher-privater-notdienst.de
Sicher durch den Winter
Kirchliche Nachrichten
Anmeldung zum
Besinnungstag
Nettetal (hws). Bis zum 3. März werden Anmeldungen für alle Männer der
Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) zum Besinnungstag am Samstag, 7. März,
erbeten. Kontakt über die Pfarrbüros Breyell, Telefon 02153/71460, oder
Schaag, 02157/71573, auch per E-mail pfarramt-breyell@gmx.de bzw. pfarramt-schaag@web.de. Beginn ist um 14 Uhr. Der Nachmittag endet mit einem
Besuch der gemeinsamen Abendmesse um 17.15 Uhr in Sankt Anna, Schaag.
Die Gemeinden laden unter Leitung von Pfarrer Dr. Peter Dückers zu diesem
Besinnungstag in der Fastenzeit ein.
Winterweiß bereitet vielen Menschen
Freude, sei es beim Wintersport oder
dem gemütlichen Spaziergang. Doch
das kühle Nass birgt auch Gefahren.
Wer Skisport betreibt, kann gar nicht
früh genug damit beginnen, den eigenen Körper darauf vorzubereiten. Statistiken zeigen: Wer das ganze Jahr
Sport treibt, verletzt sich seltener.
Spätestens vier bis sechs Wochen vor
dem geplanten Urlaub sollte man mit
Skigymnastik Muskeln und Gelenke
auf die nicht alltägliche Herausforderung auf der Piste vorbereiten. Am
besten kombiniert man dazu ein Ausdauer- und Krafttraining dreimal pro
Woche für mindestens 20 Minuten.
Auf der Piste sollte man sich stets erst
aufwärmen. Und das nicht nur vor
dem Sport, sondern auch nach Pausen sowie bei großer Kälte immer
wieder zwischendurch.
Neben dem Skifahren lockt weißes
Winterwetter auch zu Spaziergängen
hinaus ins Freie. Experten von der
Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) geben Tipps, wie sich Stürze vermeiden
lassen und sich speziell Senioren auf
die kalte Jahreszeit vorbereiten können.
Damit der Aufenthalt im Freien nicht
mit einem Sturz endet, ist es ratsam,
vorab das eigene Schuhwerk zu prüfen, denn die Sohlen geben nur Halt,
wenn das Profil ausreicht. Sogenannte Spikes können bei extremen winterlichen Bedingungen wie z.B. Glätte den
Halt verbessern. Darüber hinaus gibt
es auch Gehstock-Spikes, die das
Wegrutschen der Gehhilfe verhindern.
Wer sich bei Schnee und Glätte nicht
allein hinaustraut, sollte überlegen
besser zuhause zu bleiben. Alternativ
kann er sich auch einer Begleitperson
anvertrauen, die sich auch bei Winterwetter sicher draußen bewegen kann.
Dann sind auch wichtige Erledigungen möglich.
Vom Radfahren bei Schnee und Glätte
raten die Experten ganz klar ab. Besonders beim Bremsen besteht große
Rutsch- und damit Sturzgefahr.
Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen
fällt, sollte bei starken Schmerzen
oder heftiger Schwellung des betroffenen Körperteils immer einen Arzt
aufsuchen.
Gerade bei Senioren lässt die Knochenstabilität nach und leicht brechen dann Rippen, Oberschenkelhals- oder Handknochen.
Für Stauchungen und Prellungen gilt
die sogenannte PECH-Regel:
Das P steht für Pause und bedeutet:
Bei einer Verletzung sofort mit der
Bewegung aufhören und sich nicht
etwa zum Weitermachen zwingen.
Die verletzte Körperstelle soll möglichst nicht mehr bewegt werden.
Das E steht für Eis und besagt: Die
betroffene Stelle möglichst kühlen,
etwa unter fließend kaltem Wasser,
mittels Cold-Pack aus der Apotheke
oder kalten Umschlägen.
Das C bedeutet Compression und
meint das Anlegen eines Druckverbandes. Sinnvoll ist es, Kühlung und
Verband zu kombinieren.
Der letzte Punkt, das H, meint Hochlagern. Dabei sollte die verletzte Körperregion höher als das Herz liegen.
Dann kann das Blut zum Herzen hinfließen, und die Schwellung lässt nach.
Ihre Apotheke stellt gerne auch ein
Erste-Hilfe-Set zusammen. Damit lassen sich Sturzverletzungen bereits
vor Ort gezielt behandeln.
Ärzte-Bereitschaft
Gottesdienste Evangelische Gemeinden
Amern: Sonntag, 11 Uhr Gottesdienst mit Büttenpredigt und Abendmahl
(Wein), anschl. Kirchenkaffee.
Bracht: Sonntag, kein Gottesdienst.
Breyell: Sonntag, 10.30 Uhr Ringtausch - Gottesdienst.
Brüggen: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst und Kindergottesdienst.
Dülken: Sonntag, 10.45 Uhr Gottesdienst.
Elmpt: Sonntag, 9.15 Uhr Gottesdienst.
Elmpt im Altenheim: kein Gottesdienst.
Grefrath, Friedenskirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Hinsbeck: Sonntag, 10.30 Gottesdienst.
Kaldenkirchen: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Lobberich: Sonntag, 12 Uhr Kindergottesdienst.
Niederkrüchten, Sonntag, kein Gottesdienst.
Oedt, Versöhnungskirche: Sonntag, kein Gottesdienst.
Süchteln: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Stadtkirche, 11 Uhr Gottesdienst in der Johanniskirche (Rheinische Kliniken).
Viersen, Kreuzkirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Waldniel: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst mit Büttenpredigt und Abendmahl
(Saft), anschl. Kirchenkaffee.
Waldniel, Altenheim (Schillerstr. 28): Samstag kein Gottesdienst.
Glückwünsche
LOBBERICH
13. Februar: Renate Schumachers, Fasanenstraße 1, 80 Jahre
15. Februar: Agathi Kiriakidou, Graf-Mirbach-Straße 1, 81 Jahre
KALDENKIRCHEN
13. Februar: Lorenz Teberatz, Vennstraße 15, 82 Jahre
14. Februar: Elfriede Heller, Arnold-Janssen-Straße 20, 80 Jahre
15. Februar: Elisabeth Mayus, Schlangenweg 7, 81 Jahre
BREYELL
16. Februar: Magdalene Hauptmeier, Loirfeld 1, 88 Jahre
19. Februar: Katharina Bruse, Lobbericher Straße 43, 82 Jahre
SCHAAG
16. Februar: Sofia Trienes, Kindt 71, 87 Jahre
17. Februar: Helga Boetzkes, Kindt 58, 80 Jahre
HINSBECK 17. Februar: Matthias Sprünger, Glabbach 32, 81 Jahre
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Trauer
Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
Magazin
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Ihre Spende hilft kranken, behinderten
und vernachlässigten Kindern in Bethel.
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zeitgeist
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Freitag, 13. Februar 2015 / Nr. 7
zeitgeist 120... Automobile Kristalle
Kratzen, schimpfen, frieren - gefrorene Scheiben sind für
Autofahrer ein Gräuel. Wer aber nicht gleich losfahren
muss und etwas Muße hat, der kann sich an einem ungewöhnlichen Anblick erfreuen: Vor allem im Sonnenlicht
strahlt die Eisfläche in bizarren Strukturen.
Eisblumen kennen Ältere eher von dünnen Fensterscheiben, hinter denen ein Ofen drinnen für wohlige Wärme
sorgte, während von draußen klirrende Kälte das Glas
malträtierte und die innere Luftfeuchte an den Scheiben
gefrieren ließ. Was wie ein hübsches Blumenmuster wirkt,
nennen Fachleute hexagonales Kristallsystem. Ob sechsekkiges Kristallsystem oder Eisblume - die optische Wirkung
ist allemal verblüffend schön.
In Zeiten isolierter Fensterscheiben an Häusern sind Eisblumen dort selten. Häufiger treten sie heutzutage an Autoscheiben auf, da allerdings von außen: Ist die Temperatur
im Wagen abgekühlt, gefriert die Feuchte draußen auf den
Scheiben, manchmal gar in mehreren Schichten.
Text + Fotos: Joachim Burghardt
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