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Aktuelles Pfarreiblatt - Katholische Kirchgemeinde Horw

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4/2015 16. bis 28. Februar Pastoralraum Horw
Die Ökumenische Kampagne 2015
Weniger für uns. Genug für alle.
2
Pastoralraum Horw
Aus dem
Pastoralraum
Fastenopfer 2015
Weniger für uns. Genug für alle.
Aschermittwoch, 18. Februar
09.30 Pfarrkirche
19.30 Kastanienbaum
Eucharistiefeier mit Auflegung
der Asche
Foto: www.dioezese-linzold.at
Im Kirchenjahr gibt es noch zwei
Fast- und Abstinenztage. Am Aschermittwoch und am Karfreitag sind
wir speziell eingeladen, bewusst auf
Fleisch zu verzichten und wenig zu
essen.
Am Aschermittwoch, dem Beginn
der österlichen Busszeit, können wir
uns im Gottesdienst das Aschenkreuz auflegen lassen als Zeichen
und Stärkung unserer Buss- und
Umkehrbereitschaft. Besonders in
der Fastenzeit sind wir eingeladen,
bewusst nachzudenken, wie wir leben und was wir in unserem Leben
als wesentlich gewichten.
Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten!
B
edenke, Mensch,
dass du Staub bist
und wieder
zu Staub zurückkehrst.
«Genug ist nicht genug, genug kann
nie genügen», so sang der Liedermacher Konstantin Wecker in den 80erJahren gegen die falsche Bescheidenheit an. Dreissig Jahre später ist es
nicht länger die Genügsamkeit, sondern die Masslosigkeit, die uns herausfordert. Der masslose Konsum in
den wohlhabenden Regionen dieser
Erde ist das Problem. Er verstärkt
den globalen Klimawandel, von dem
die ärmsten Menschen am stärksten
betroffen sind.
Genug kann nie genügen? Doch, genug kann genügen. Es geht um das
rechte Mass. Um den Kurswechsel,
ökologisch und sozial, zu schaffen,
braucht es nicht nur eine neue Klima- und Wirtschaftspolitik, sondern
auch eine andere Grundhaltung: Es
braucht eine Ethik des Genug.
Unter dem Motto «Weniger für uns.
Genug für alle.» laden Fastenopfer,
Brot für alle und Partner sein zu dieser grundlegenden Richtungsänderung ein.
Die Ökumenische Kampagne 2015
will Mut machen, einfacher und solidarischer zu leben, damit andere
einfach überleben. Danke für Ihr Mittun!
Vielfältige Informationen erhalten Sie
durch die Fastenopferunterlagen, die
Ihnen zu Beginn der Fastenzeit per
Post zugestellt wurden.
Im Namen des Seelsorgeteams
Romeo Zanini, Diakon
Pastoralraum Horw
Hungertuch
Damit alle leben können
3
Was brauchen wir? Was brauchen
die benachteiligten Menschen in den
Ländern des Südens? Was braucht
die Schöpfung heute von uns? Diese
Fragen werden in der diesjährigen
Kampagne mit dem Slogan «Weniger
für uns. Genug für alle.» neu gestellt.
Das Meditationsheft will Sie inspirieren, sich diesen Fragen zu stellen.
Sie finden dieses Heftchen ebenfalls
in den Fastenopferunterlagen.
Guten Morgen
in der Fastenoase
Jeweils Montag, 23. Februar,
2./9./16./23. März, 06.30–07.00,
Gebetsecke in der Pfarrkirche
Die Ökumenische Kampagne 2015
von Fastenopfer, Brot für alle und
Partner sein wird begleitet vom Hungertuch des nigerianischen Künstlers
Toni Nwachukwu.
Unter dem Titel «Die Schöpfung bewahren – damit alle leben können»
lädt es ein zur Auseinandersetzung
mit unserer Verantwortung für die
bedrohte Schöpfung.
Eröffnung der Fastenopferkampagne
Ökumenische Gottesdienste
Freitag, 20. Februar
09.30 Kirchfeld
Samstag, 21. Februar
16.30 Blindenheim
18.00 Steinmattli
Sonntag, 22. Februar
09.00 Kastanienbaum
10.30 Pfarrkirche
Die gemeinsame Fastenkampagne
von Fastenopfer, Brot für alle und
Partner sein eröffnen wir in allen
Sonntagsgottesdiensten vom ersten
Fastensonntag ökumenisch.
Unter dem Motto «Dummes Volk –
verständiges Volk» haben wir uns
in der ökumenischen Vorbereitungsgruppe Gedanken gemacht, wovon
wir in unserem Leben weniger und
wovon wir mehr brauchen, damit am
Ende «Genug für alle» da ist.
Welchen Tonfall braucht es, um uns
zum Hinhören zu bringen: Anklage
oder Ermutigung? Drohung oder Verheissung?
Bäuerin präsentiert ihre Hühner.
Foto: Fastenopfer/Jean-Claude Gadmer
Zum Wochenbeginn laden wir Sie
ein, sich mit uns eine halbe Stunde um die Mitte zu versammeln,
die uns eint. Die einzelnen Bildausschnitte des Hungertuchs helfen uns, über unser Zusammenleben «im Garten der Schöpfung»
nachzudenken, zu schweigen und
um das «Weniger für uns. Genug
für alle.» zu beten.
4
Pastoralraum Horw
Unser Fastenopferprojekt in Nepal
Karnali:
Recht auf Nahrung
Auch dieses Jahr möchten wir ein ganz konkretes Projekt
während der Fastenopferaktion unterstützen. Wir haben
uns für ein Projekt in Nepal entschieden.
Karnali: Recht auf Nahrung
Seit Jahrzehnten ist die Region Karnali von Reisimporten abhängig. Die Bauernfamilien werden ermutigt und
gefördert, durch eine nachhaltige Landwirtschaft ihre
Selbstversorgung zu erhöhen. Auf politischer Ebene engagiert sich Fastenopfer, Alternativen zum teuren Importreis aufzuzeigen.
Weitere Informationen dazu im nächsten Pfarreiblatt!
Hauptzweck ist die Förderung der Selbstversorgung
in dieser Region. Foto: Fastenopfer
Agathafeier der Feuerwehr Horw
Samstag, 28. Februar, 18.00 Pfarrkirche
Am ersten Jahrestag des Todes der
heiligen Agatha soll der Ätna ausgebrochen sein. Die Leute trugen der
sich ergiessenden Lava den Schleier
Agathas entgegen, brachten damit
die Lava zum Stillstand und retteten
dadurch die Stadt Catania. Deshalb
ist die heilige Agatha auch die Patronin der Feuerwehr.
Aus diesem Grunde feiern wir mit
der Feuerwehr Horw Gottesdienst in
der Pfarrkirche. Und dazu laden wir
die Bevölkerung von Horw und Kastanienbaum ganz herzlich ein.
Wir wollen gemeinsam Gott danken
für den erhaltenen Segen im Jahre
2014 und bitten Gott und die heilige
Agatha, unsere Dörfer und die Bevölkerung, unser Hab und Gut auch in
diesem Jahr zu schützen.
Romeo Zanini, Diakon
Unterwegs durch
die Jahreszeiten
Spaziergang für alle
Donnerstag, 26. Februar, 13.30
Treffpunkt vor der Pfarrkirche
Foto: zvg Feuerwehr Horw
Findet bei jedem Wetter statt.
Der Weg und das Tempo werden
dem Wetter und den Spaziergängerinnen angepasst.
Dauer: ca. 1½ Stunden.
Thema
5
Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle: Unsere Ernährung erhitzt das Klima
So schnell und so viel wie möglich
Als Hauptverursacherin des Klimawandels gefährdet die industrielle
Landwirtschaft die globale Ernährungssicherheit. Mit ökologischen
Methoden und kleinbäuerlichen Betrieben könnte die Landwirtschaft
vermehrt zu Lösungen beitragen.
Pflanzen brauchen zum Wachsen
fruchtbaren Boden, Wasser und Sonne – und das alles im rechten Mass
und zur richtigen Zeit. Dieses Gefüge
bringt der Klimawandel durcheinander. Es ist zu heiss, zu trocken, dann
wieder regnet es zu viel, zu heftig und
zum falschen Zeitpunkt. Auf den
Anbau von Grundnahrungsmitteln
wie Reis, Weizen und Mais wirkt sich
das dramatisch aus. Die Weizenernte
droht weltweit um fast die Hälfte
zurückzugehen. Die globale Ernährungssicherheit ist in Gefahr.
Die Landwirtschaft ist Opfer des Klimawandels. Doch sie ist auch «Täter»: Über 30 Prozent der menschengemachten Treibhausgase gehen auf
ihr Konto. Einen Grossteil dieser
Emissionen wiederum verursacht die
Fleischproduktion.
Schutzlos ausgeliefert
Noch immer werden rund 70 Prozent
der Lebensmittel weltweit von Bäuerinnen und Bauern in Handarbeit
und mit traditionellem Wissen hergestellt, für den lokalen Markt und
Bäuerinnen und Bauern in Burkina Faso: Sie spüren die Folgen des Klimawandels bereits heute.
Bild: Fastenopfer/Annette Boutellier
die eigene Versorgung. Solche Kleinbetriebe sind den Folgen des Klimawandels oft schutzlos ausgeliefert. In
Entwicklungsländern kommen weder Staat noch private Versicherungen für den Ernteverlust durch Dürre
oder Überschwemmungen auf.
pflanzen Obstbäume, die gleichzeitig
Schatten spenden und den Boden
vor Erosion und Austrocknen schützen. Das Pflegen des fruchtbaren
Bodens ist das A und O einer klimafreundlichen Landwirtschaft.
Wirksame Alternativen
Heute fördern die Rahmenbedingungen eine Landwirtschaft, die so
schnell und so viel wie möglich mit
möglichst wenig Arbeit produziert.
Dafür werden natürliche Kreisläufe
in Einzelteile zerlegt, rationalisiert
und einer industriellen Logik unterworfen. Soll hier etwas ändern, muss
auch die Handelspolitik der Staaten,
die Preispolitik von Lebensmittelkonzernen und die Einkaufspolitik
der Supermärkte sowie unser Konsumverhalten ändern. Nur dann können bäuerliche Betriebe gesunde
Lebensmittel herstellen, die Artenvielfalt erhalten und dem Klimawandel entgegenwirken.
Tina Goethe, Brot für alle
Um sich gegen die Risiken des Klimawandels zu wappnen, schöpfen
viele Kleinbetriebe aus dem reichen
Fundus der ökologischen Landwirtschaft. Sie experimentieren mit lokalen Saatgutsorten, die sie an die veränderten Regenzeiten anpassen. Sie
Petition von Fastenopfer und Brot für alle
Die Folgen des Klimawandels bedrohen Millionen von
Menschen. Brot für alle und Fastenopfer fordern in einer Petition an Bundesrätin Leuthard, dass die Schweiz
ihre Treibhausgase stärker reduziert und sich an Klimaschutzmassnahmen im Süden finanziell beteiligt.
www.sehen-und-handeln.ch/klimapetition
Konsumverhalten ändern
6
Pastoralraum Horw
Gottesdienste
6. Sonntag im Jahreskreis
Lesungen: Lev 13,1–2.43–46;
1 Kor 10,31–11,1; Mk 1,40–45
Predigt: Romeo Zanini
Kollekte: Kollegium St-Charles
in Pruntrut
Samstag, 14. Februar
16.30 Wortgottesdienst
mit Kommunionfeier
im Blindenheim.
18.00 Wortgottesdienst
mit Kommunionfeier
im Steinmattli.
Sonntag, 15. Februar
09.00 Wortgottesdienst
mit Kommunionfeier
in Kastanienbaum.
10.30 Wortgottesdienst
mit Kommunionfeier
in der Pfarrkirche, mitgestaltet von der Guuggenmusig Sumpfrochle.
Freitag, 20. Februar
09.30 Ökumenischer Wortgottesdienst zur Eröffnung der
Fastenzeit im Kirchfeld.
18.10 Kreuzweg und Rosenkranz
in der Zentrumskapelle.
19.30 Eucharistiefeier
in der Zentrumskapelle.
Samstag, 21. Februar
08.00 Eucharistiefeier
im Längacher.
09.30 Eucharistiefeier
in der Pfarrkirche.
Sonntag, 22. Februar
09.00 Ökumen. Wortgottesdienst
zur Eröffnung der Fastenzeit in Kastanienbaum.
10.30 Ökumen. Wortgottesdienst
zur Eröffnung der Fastenzeit in der reformierten
Kirche.
Anschl. Apéro für alle.
Montag, 23. Februar
06.30 Morgengedanken
in der Fastenoase
in der Pfarrkirche.
Dienstag, 24. Februar
Matthias
09.30 Eucharistiefeier
in der Zentrumskapelle.
Jeden Tag wächst
die Menge der Dinge,
die ich nicht brauche.
Sokrates
Dienstag, 17. Februar
09.30 Eucharistiefeier
in der Zentrumskapelle.
1. Fastensonntag
Lesungen: Gen 9,8–15;
1 Petr 3,18–22; Mk 1,12–15
Kollekte: Fastenopfer und
Brot für alle
Aschermittwoch, 18. Februar
09.30 Eucharistiefeier
mit Auflegung der Asche
in der Pfarrkirche.
19.30 Eucharistiefeier
mit Auflegung der Asche
in Kastanienbaum.
Samstag, 21. Februar
16.30 Ökumenischer Wortgottesdienst zur Eröffnung der
Fastenzeit im Blindenheim.
18.00 Ökumenischer Wortgottesdienst zur Eröffnung der
Fastenzeit im Steinmattli.
Öffnungszeiten Pfarramt
Während der Fasnachtsferien 7.–21. Februar 2015
Montag–Freitag:
08.00–11.30
Donnerstag:
13.30–17.30
Schmutziger Donnerstag, 12. Februar und Güdismontag, 16. Februar
geschlossen.
Telefonisch sind wir immer erreichbar. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.
Freitag, 27. Februar
09.30 Eucharistiefeier
im Kirchfeld.
18.10 Kreuzweg und Rosenkranz
in der Zentrumskapelle.
19.30 Eucharistiefeier
in der Zentrumskapelle.
Samstag, 28. Februar
08.00 Eucharistiefeier
im Längacher.
09.30 Eucharistiefeier
in der Pfarrkirche.
2. Fastensonntag – Krankensonntag – Tag des Judentums
Lesungen: Gen 22,1–2.9–18;
Röm 8,31–34; Mk 9,2–10
Predigt: P. August Brändle
Kollekte: Zentralschweizerische
Diabetesgesellschaft ZSDG
Samstag, 28. Februar
16.30 Eucharistiefeier
im Blindenheim.
18.00 Eucharistiefeier
mit Agathafeier der Feuerwehr in der Pfarrkirche.
Predigt: Romeo Zanini
kein Gottesdienst im Steinmattli.
18.30 Gottesdienst der Griechen
in der Zentrumskapelle.
Pastoralraum Horw
7
Gedächtnisse
Wir danken für Kollekten
Aus dem Leben der Pfarrei
Dienstag, 17. Februar
09.30 Jzt. für Severin Buholzer und
Josef und Elisabeth Buholzer-Heer,
Hinterberg.
18.01. Ökumenische Kollekte
zur Einheitswoche
Strassenkinder Haiti 458.40
25.01. Regionale
Caritas-Stellen
1009.60
Taufen
Samstag, 21. Februar
09.30 1. Jgd. für Anni und Peter
Haas-Stocker, Kirchfeld. Jgd. für Hans
Schacher-Haas, Dörfli; Geschlecht
Haas; Peter Studhalter-Frei, Krienserstrasse 27; Geschlecht Studhalter;
Werner Bortis-Ochsner, Bachstr. 6e.
1. Jzt. für Margrith Feierabend-Studhalter und Jzt. für Adolf Feierabend-Studhalter, Unterbächen; Johann und Theresia Buholzer-Kaufmann, Hofrüti; Leo und Elisabeth
Renggli-Bossardt und Familie, Wegmattstrasse 58; Isidor und Hedwig
Bucheli-Kneubühler und Familie,
Dornrösli.
18.00 Steinmattli Jgd. für Hans Georg
Haefeli-Lischer, Neumattstrasse 3.
Kirchenmusik
Kirchenchor St. Katharina
Raffaele Massimino Stia, Sohn
von Paolo und Luzia Stia-Maissen,
Gemeindehausplatz 2.
Wir wünschen den Eltern und ihrem
Kind eine gesegnete Zukunft.
Verstorben
Donnerstag, 26. Febr., 19.30, Probe.
Helmuth Distel-Roth,
Altsagenring 7, 78 Jahre.
Kirchenchor Kastanienbaum
Johann (Hans) Lampart-Steiner,
Kirchfeld, 91 Jahre.
Montag, 23. Februar, Probe.
Lilli Waser-Kammermann,
Kirchfeld, 95 Jahre.
Der Herr schenke ihnen seinen
Frieden.
Samstag, 28. Februar
09.30 1. Jgd. für Maria Fedier-Muff,
Bachstrasse 11. 1. Jzt. für Theo Niederberger-Waser und Jzt. für Klärli
Niederberger-Waser und Familie,
Mattli, Kastanienbaum; Jakob Niederberger und Familie, Los Angeles;
Leonce und Elsa Marclay-Rölli und
Familien.
18.00 Pfarrkirche Jzt. für lebende und
verstorbene Mitglieder der Brandkorpsbruderschaft.
S
Die Gaben der Schöpfung feiern.
Foto: Fastenopfer
(Mayazeremonie © T. Goethe)
chöpfer allen Lebens,
schenke uns Zeit an diesem Sonntag,
ein wenig Musse in der Fastenzeit.
Lass uns aufatmen mit all deinen Geschöpfen.
Anhalten, innehalten und uns zu dir wenden.
Wandle uns, wende uns hin zu neuem Leben.
Bewege uns – durch Christus.
Klimawandel – Lebenswandel
8
Pastoralraum Horw
Jahrestagung des Pastoralraumrats am 17. Januar 2015 auf Berg Sion
Gemeinsam
Was ist der Pastoralraumrat?
Kurz nach der Errichtung des Pastoralraums Horw im November
2011 hat sich der Pastoralraumrat
PRR konstituiert. Er trat an die
Stelle des bisherigen Pfarreirates.
Gemäss Pastoralraumkonzept ist
der PRR jenes notwendige Gremium, das die Aufgabe hat, das
Seelsorgeteam in seiner Arbeit
umfassend zu beraten und zu unterstützen.
Aufgaben:
Die Hauptaufgabe des PRR ist
es an der Umsetzung des Pastoralraumkonzeptes mitzuwirken.
Dazu ist es notwendig, die Sorgen und Anliegen der Menschen
im Pastoralraum Horw, in der
Kirche und in der Gesellschaft
aufmerksam zu beobachten, feinfühlig wahrzunehmen und aufzunehmen.
Mitglieder:
Der PRR besteht laut Statuten aus
zwölf Frauen und Männern verschiedenen Alters und aus den
verschiedenen Wohnquartieren
sowie dem Pastoralraumleiter, einem weiteren Mitglied des Seelsorgeteams und einem Mitglied
aus dem Kirchenrat. Im Moment
besteht der PRR aus acht Mitgliedern.
Ressorts:
Die Arbeit erfolgt einerseits im
Gesamt-PRR, andererseits in den
Ressorts Diakonie, Gemeinschaft,
Glaubensbildung, Jugend und Liturgie.
Einmal im Jahr trifft sich der Pastoralraumrat gemäss seinen Statuten, zusammen mit dem gesamten Seelsorgeteam, zur Standortbestimmung und
Evaluation der bisherigen Arbeit. Wie in den letzten Jahren durften wir für
dieses Treffen im Januar auch in diesem Jahr wieder die Gastfreundschaft
der Schönstattpatres auf Berg Sion geniessen.
Der Pastoralraumrat, vordere Reihe von links nach rechts: Iris Durrer, Gabriela
Krucker, Enzo Savignano, Carmen Diebold, Marcel Köpfli.
Hintere Reihe von links nach rechts: Romeo Zanini, Wolfgang Arnold, Hilmar
Weibel, Monika Zumbühl, Gabriele Berz, Lukas Nielen.
Gemeinsames Wegstück
Mit der Einrichtung des Pastoralraumrates PRR haben wir uns gemeinsam auf einen Weg gemacht,
der nicht immer einfach ist, denn die
Kirche befindet sich in einem starken Wandel. Neben der Arbeit im Gesamtrat, der im vergangenen Jahr viermal zusammenkam, haben wir in
einzelnen Ressorts zu vielen Fragen
und Themen eifrig diskutiert. Vieles
wurde abgeklärt, geplant und gearbeitet und manches durchgeführt.
Projekt Frühlingsmarkt
So ist der PRR auf dem Frühlingsmarkt mit einem Stand «Kirchenbau-
stelle» aufgetreten, bei dem wir manche Gespräche mit Marktbesuchern/
-innen führen konnten. Dieses Projekt war eine gute Möglichkeit, vielen
Dorfbewohnern/-innen den PRR vorzustellen.
Arbeit in den Ressorts
Das Ressort Gemeinschaftsbildung
war für die Organisation von Sonntagsapéros und Kirchenkaffees in
Kastanienbaum und der Pfarrkirche
besorgt und hat sich mit der Frage
nach der Anerkennung von Freiwilligenarbeit auseinandergesetzt.
Das Ressort Jugend suchte nach
Ideen, wie Jugendliche nach der Fir-
Pastoralraum Horw
mung weiterhin von der Kirche im
Pastoralraum angesprochen werden
können.
Vom Ressort Liturgie wurde ein Austauschabend zur Frage nach der Zukunft des Gottesdienstfeierns durchgeführt (Formen, Zeiten, Orte usw.),
zu dem Vertretungen jener Gruppierungen eingeladen waren, die bei
der Gottesdienstgestaltung aktiv mitwirken.
Selbstverständnis des PRR
Der Pastoralraumrat versteht sich
als eine Gemeinschaft von Frauen
und Männern, die aus der Überzeugung heraus, dass wir alle Kirche sind, die Mitverantwortung
aller für die Weitergabe des Glaubens sichtbar machen.
Der Pastoralraumrat teilt und feiert zusammen den Glauben an
das angebrochene Reich Gottes.
Er sorgt dafür, dass im Leben des
Pastoralraumes und der Welt das
Wirken des Geistes Gottes wahrgenommen und Jesus Christus
als gegenwärtig erfahren werden
kann.
Aus den Statuten des PRR Horw
Gemeinsame
Herausforderungen
Wohin geht die Pastoralraumreise?
Für den PRR als Ganzes stellt sich
nach den ersten Jahren der Zusammenarbeit und des Zusammenfindens die Frage nach der grundsätzlichen Ausrichtung: Wohin bewegt
sich die Kirche in unserem Pastoralraum? Welchen Beitrag können wir
als PRR und welchen Beitrag können
andere Gruppierungen und Vereine
leisten, um den Glauben im Alltag
zu leben und weiterzutragen? Welche konkreten Angebote und Projekte könnten dabei hilfreich sein? Was
braucht es, damit die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im Pasto-
ralraum ihre Freude am Glauben
leben und ausdrücken können? Wie
können wir diese Aufgaben gemeinsam bewältigen?
Situation Kastanienbaum
und Steinmattli
Unser Pastoralraum besteht aus verschiedenen Quartieren, die in unterschiedlichen Räumen und Orten
zusammenkommen und feiern. Deshalb beschäftigt uns die Frage, wie
wir miteinander Gemeinschaft leben
und erleben – einerseits in Begegnungen und Gruppierungen im Alltag, andererseits auch im gottesdienstlichen Feiern.
Im Hinblick auf die Situation in Kastanienbaum, im Steinmattli und in
der Pfarrkirche ist es deshalb eine
grosse Herausforderung für den PRR,
herauszufinden, zu welchen Zeiten,
an welchen Orten, in welchen Formen in Zukunft Gemeinschaft gelebt
und Gottesdienst gefeiert wird. Dabei
geht es darum, einerseits die Bedürfnisse der Menschen nach Sinngebung zu stillen, und andererseits
den bleibenden Auftrag Jesu Christi
zu erfüllen, in seinem Namen zusammenzukommen, zu beten und zu
feiern.
Gemeinsame Schritte
in die Zukunft
Im Hinblick auf die Zukunft haben
wir uns zwei konkrete Aufgaben für
das kommende Jahr gestellt:
«Zukunftswerkstatt»
Die Frage, wie es mit der Kirche Kastanienbaum und der Kapelle Steinmattli weitergeht, muss dringend
gestellt werden. Dazu möchten wir
allen interessierten Pastoralraummitgliedern aus allen Quartieren in
Form einer Zukunftswerkstatt in der
zweiten Jahreshälfte die Möglichkeit
geben, ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen. Es geht nicht darum, Gottesdiensträume zu schliessen oder zu füllen. Die Frage ist, wie
9
es auch in Zukunft möglich werden
kann, als lebendige Gemeinschaft
den Glauben zu feiern.
200 Jahre Pfarrkirche St. Katharina
Der 200. Geburtstag der Pfarrkirche
im Jahr 2015 soll Anlass sein, die
Gemeinschaft des Pastoralraums auf
verschiedene Weise miteinander zu
erleben und zu feiern. Dazu haben
die einzelnen Ressorts den Auftrag
mitgenommen, nach Ideen, Anlässen und Projekten Ausschau zu halten, die bei der nächsten Sitzung im
März im Gesamtrat zusammengetragen werden.
Auf der Suche nach gemeinsam gehbaren Wegen für unseren Pastoralraum sind wir dankbar für jedes Mitdenken, jede Anregung, jede Unterstützung und jede Mithilfe. Dafür
stehen wir Mitglieder, die Präsidentin
Gabriela Krucker, 041 340 36 62 und
das Seelsorgeteam gerne zur Verfügung.
Alle gemeinsam können wir als
christliche Gemeinschaft das Evangelium leben, uns dem Wandel stellen und von Gottes Geist beflügelt
Neues entstehen lassen!
Für den Pastoralraumrat:
Carmen Diebold, Gabriele Berz
Zweck des PRR
Der Pastoralraumrat versucht, die
Zeichen der Zeit (gesellschaftliche und religiöse Entwicklungen)
zu verstehen und auf eine erneuernde, experimentierfreudige Art
und Weise zu reagieren. Er sorgt
zusammen mit den Seelsorgenden
für die Umsetzung des Pastoralkonzeptes. Er ist offen für die Anliegen der Menschen im Pastoralraum und bringt sie zur Sprache.
Aus den Statuten des PRR Horw
10
Pastoralraum Horw
Adressen
Seelsorge
Pfarramt St. Katharina
Neumattstr. 3, 6048 Horw
Tel. 041 349 00 60
Fax 041 349 00 61
info@kathhorw.ch
www.kathhorw.ch
KatechetInnen
Sandra Boog-Vogel
Gemeindehausplatz 20
041 340 62 16
Dave Büttler
Amlehnstrasse 37
6010 Kriens
041 310 43 75
Bernadette Hagmann
Brunnmattstrasse 14
041 340 41 92
Sekretariat
Astrid Bächler Schwegler
Christina Kleeb-Portmann
Anita Staubli-Renggli
Stefan Ludin
Juchweg 12
6012 Obernau
041 260 55 14
Gemeindeleitung
Romeo Zanini-Schubnell
Diakon
Privat: 041 349 00 70
Bernadette RennerAschwanden
St.-Niklausen-Strasse 73
6047 Kastanienbaum
041 340 10 51
Leitender Priester
P. August Brändle
Berg Sion
041 349 50 33
Pastoralraumrat
Pastoralassistentin
Gabriele Berz-Albert
Brunnmattstrasse 16
041 340 55 82
Pfarrei-Sozialdienst Horw
Heidi Odermatt Häberli
041 349 00 69
MO-Nachmittag,
MI und DO ganzer Tag
Katechese und
Jugendseelsorge
Peter Gallati
Eichbiel, Bergstrasse 24
6074 Giswil
041 750 22 81
Jonas Hochstrasser
Neumattstrasse 3
041 349 00 72
Katechese
Verantwortliche
für Religionsunterricht
Denise Häfliger-Meichtry
Schützenmatte B 12
6362 Stansstad
041 610 78 85
Präsidentin
Gabriela Krucker
041 340 36 62
Pfarreiratsgruppe
Steinmattli
Ursula Häfliger-Staffelbach
Ober-Kuonimattweg 12
6010 Kriens
041 340 29 01
Jugendverbände
ScharleiterInnen
Blauring/Jungwacht
Rebekka Müller
041 340 29 76
Flavia Stalder
041 340 85 19
Johannes Berz
Brunnmattstr. 16
041 340 55 82
Yvan Kalbermatten
Wegmattstr. 25 a
041 340 61 73
Simon Wehrle
Zumhofstr. 21
041 340 74 14
Pfadi
Luca Brauchli
076 282 33 43
Reto Kleiner
079 289 39 33
Kirchenmusik
Hauptverantwortung
Martin Heini
Stirnrütistrasse 30
041 342 08 29
Chorleiter Horw
Alexei Kholodov
Neumattstrasse 15
041 340 66 28
Chorleiterin
Kastanienbaum
Katarina Rychla
St.-Niklausen-Strasse 70
6047 Kastanienbaum
079 674 60 49
Jugendchorleiterin
Gabi Koller
Dornimatte 11
6047 Kastanienbaum
041 340 81 92
Organisten
Martin Heini
Stirnrütistrasse 30
041 342 08 29
Bernadette InauenWehrmüller
Geissmattstrasse 16
6004 Luzern
041 240 30 29
Diakonische
Dienste
Begleitgruppe für schwerkranke und sterbende
Menschen Horw
Anfragen für Begleiteinsätze
und Infos:
079 931 88 72
Babysitter-Dienst
Vermittlung:
Wir junge Eltern
Claudia Merz
041 340 05 70
Tagesfamilien Horw
Tagesmütter-Vermittlung
Yvonne Mühlebach
041 349 12 49
079 707 44 96
Räumlichkeiten
Sakristei
Pfarrkirche:
041 349 00 82
Kastanienbaum:
041 340 12 80
Sakristane
Pfarrkirche
und Kastanienbaum:
Dölf Fischer
041 340 10 94
Steinmattli-Kapelle,
Bodenmattstrasse:
Dölf Fischer
041 340 10 94
Aushilfssakristan:
Bruno Lauper
076 565 47 63
Steinmattli-Pavillon:
Bruno Lauper
076 565 47 63
Kastanienbaum
Saalverantwortung:
Daniel Marty
076 490 02 30
Pfarreizentrum
Daniel Zopp
Zumhofstrasse 2
041 349 00 84
Kirchgemeinde
Präsident
der Kirchgemeinde
Michael Bussmann
Wegmattring 9
041 340 96 18
Kirchgemeindeamt
(Reservationen Pfarreizentrum,
Pavillon Steinmattli und
Saal Kastanienbaum)
MO–FR 09.00–11.00
und 13.30–16.00
MI-Nachmittag geschlossen
Irène Denier-Vogel
Renata Schelbert
Sandra Sutter
Zumhofstrasse 2
Tel. 041 349 00 88
Fax 041 349 00 87
kirchgemeindeamt@kathhorw.ch
Pastoralraum Horw
Dienste und
Gemeinschaften
Mütter- und Väterberatung
Gemeindehausprovisorium,
Pavillon 4, Zimmer 44: Mittwoch,
18. und Montag, 23. Februar,
nachmittags mit Anmeldung.
Barbara Wicki, Mütter- und Väterberatung, 041 208 73 43,
barbara.wicki@stadtluzern.ch
www.muetterberatung-luzern.ch
Kinderhort ab Säuglingsalter
Montag:
08.30–11.30 Pavillon Allmend
Dienstag:
13.30–16.30 Pavillon Steinmattli
Freitag:
14.00–17.00 Pavillon Allmend
Schulferien geschlossen!
Freizeitwerkstatt
Dienstag
19.00–22.00
Donnerstag
19.00–22.00
Samstag
14.00–17.00
Auskunft: F. Heer, 041 340 32 25
Schulferien geschlossen!
Frauengemeinschaft
Dienstag, 24. Februar, Wir junge
Eltern: 14.30–17.00 Zwärgekafi im
Pfarreizentrum, Raum Nr. 3.
Donnerstag, 26. Februar, 13.30:
Unterwegs durch die Jahreszeiten,
siehe Seite 4.
Voranzeige:
Freitag, 20. März, 16.00–18.00,
Schoggizauber bei Richemont
Luzern. Kosten: Fr. 50.–, inkl.
Bäcker-Apéro. Nähere Angaben
im nächsten Pfarreiblatt.
Jugendchor «Nha Fala»
Willkommen auf Berg Sion
Proben in der Schulzeit jeweils
Montag/Donnerstag.
Auskunft: Gabi Koller, 041 340 81 92.
Frauenensemble «Pace»
Gesangsensemble, singt auf Wunsch
bei Beerdigungen. Musikalische Leitung: Lotti Delb. Auskunft: Verena
Studhalter, 041 340 18 65.
Monatswallfahrt nach Sarnen
Montag, 16. Februar
18.50 Rosenkranz
19.30 Eucharistiefeier
Donnerstag, 19. Februar, beim Sarner
Jesuskind, Klosterkirche St. Andreas:
13.45 Rosenkranzgebet
Beichtgelegenheit
14.30 Eucharistiefeier
15.30 Vesper oder Kaffeepause
Kapuzinerkirche beim hl. Antonius:
16.20 Rosenkranzgebet und Segen.
Dienstag, 17. Februar
07.00 Eucharistiefeier
Wir beten hauptsächlich für den
Weltfrieden.
Samstag, 21. Februar
08.00 Eucharistiefeier in der
Längacherkapelle
Aktives Alter
Sonntag, 22. Februar
Nachmittag: Anbetung
17.00 Eucharistiefeier
Mittagessen
Mittwoch, 25. Februar, 11.30
Kirchmättlistube, mit Anmeldung,
041 349 11 11.
Senioren-Chor
Freitag, 27. Februar, 15.15 Singsaal
Hofmatt: Probe.
Jass-Nachmittag
Dienstag, 24. Februar, 14.00, Kirchmättlistube (ohne Anmeldung).
Sehen und handeln.
Huhn frisst Soja. Und Soja frisst Regenwald –
die Lebensgrundlage vieler Menschen.
sehen-und-handeln.ch
11
Mittwoch, 18. Februar
07.00 Aschenweihe und
Eucharistiefeier
DO/FR, 19./20. Februar
07.00 Eucharistiefeier
Montag, 23. Februar
18.50 Rosenkranz
19.30 Eucharistiefeier
DI–FR, 24.–27. Februar
07.00 Eucharistiefeier
Samstag, 28. Februar
08.00 Eucharistiefeier in der
Längacherkapelle
12
Thema
Ein Zwischenruf zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen
Nachdenken über den Islam und uns
Anschläge in Paris, IS-Terror in Syrien, Boko Haram in Nigeria. Bei uns
Guantanamo, Drohnenkrieg, Minarett-Initiative und Pegida. Was ist los
mit «dem» Islam? Und mit uns?
Muslime gehören zu Europa. Sie leben in Frankreich, Bosnien und in
der Schweiz. Sie sind ein Teil von uns.
Daran führt kein Weg vorbei. Und wir
haben Religionsfreiheit. Was nicht
Freiheit von Religion bedeutet, sondern Freiheit zu Religion, auch wenn
sie als Minarett Gestalt annimmt.
Ebenso klar muss sein, dass auch
Christen in Saudi-Arabien eines Tages ihre Religion frei leben können.
Keinem Muslim soll der Besuch im
Petersdom zu Rom verwehrt werden
– aber auch jeder Christ oder Hindu
muss sich frei nach Mekka begeben
können. Solche Ziele dürfen wir in
unserem Denken niemals aufgeben.
Gläubige oder Terroristen?
Warum sorgt der Islam für so viele
negative Schlagzeilen? Und welcher
Islam überhaupt? Handelten die
Mörder von Paris, Nigeria oder Syrien
als gläubige Menschen? Oder sehen
Weltreligion Islam
Die etwa 1,5 Mrd. Muslime weltweit leben grösstenteils in Asien,
auf der Arabischen Halbinsel, im
Nahen Osten und in Nordafrika.
Die höchsten muslimischen Bevölkerungszahlen weisen Indonesien, Pakistan und Bangladesch auf.
In der Schweiz leben gut 300 000
Muslime, knapp fünf Prozent der
Einwohner. Die meisten sind europäische Muslime aus Bosnien, Mazedonien und dem Kosovo.
Die Kalligrafie lautet übersetzt: «Im Namen des barmherzigen und gnädigen
Gottes». Diese Formel eröffnet nahezu alle Suren im Koran. Bild: pfarrbriefservice.de
wir einfach Terroristen am Werk, ein
aufgebrachter Mob, dem jeder Vorwand recht ist, sich austoben zu können? Warum sind es immer junge
Menschen? Müssen wir unterscheiden zwischen religiösem Islam und
politischem Islam? Viele Muslime jedenfalls beunruhigt der Missbrauch
ihrer Religion. Und immer mehr stehen auf und sagen es auch.
Heilsame Säkularisierung
In allen Religionen schlummert ein
Gewaltpotenzial. Die Bibel wie auch
der Koran enthalten Texte, die mehr
oder weniger gewalttätig missinterpretiert werden können. Der Aufklärer Voltaire schreibt: «Die schlecht
aufgefasste Religion gleicht einem
Fieber, das bei der geringsten Gelegenheit in Raserei ausartet.»
Das gibt uns ein wichtiges Stichwort:
Die Aufklärung. Das Christentum
hat, anders als der Islam, die Aufklärung, die Säkularisierung, die Religionskritik von Feuerbach bis Freud
als heilsame Entwicklung durchlaufen dürfen. Diese Prozesse reinigten
das Christentum. Weltliche Macht
ging verloren. Das Gewaltmonopol
liegt allein beim Staat. Die Theologie
entschied sich, die Heilige Schrift genauer, historisch-kritisch zu beleuchten. Sie zeigte, wie sich der ewige Gott
in je zeitbedingtem menschlichem
Wort ausdrückt, so dass der Glaube
nicht am Buchstaben kleben muss.
Gott ist Buch geworden
Damit hat der Koran grosse Mühe.
Nach christlicher Vorstellung ist die
Bibel deshalb Heilige Schrift, weil sie
die vorgängige Offenbarung Gottes
in seinem Sohn Jesus Christus reflektiert. Gemäss islamischer Vorstellung
ist der Koran hingegen die Offenbarung Gottes selbst, «seine unwandelbare Botschaft», wie Joachim Gnilka
im Buch «Bibel und Koran» schreibt.
Gott ist gewissermassen Buch geworden. Die Abkehr vom wortwörtlichen
Verständnis des Korans fällt daher
Thema / Veranstaltungen
schwerer. Ist aber auf Dauer nicht weniger notwendig.
Immenser Klärungsbedarf
Überhaupt wird der Islam nicht umhinkönnen, sein Verhältnis zur Gewalt, etwa zum Heiligen Krieg (als
Kampf gegen das Böse in sich) und
sein Verhältnis zur Religionsfreiheit
(auch in der Familie) eindeutig zu
klären. Und er muss aus der beleidigten Opferrolle kommen. Der Islam ist
weder Opfer westlicher Meinungsfreiheit noch der Geschichte.
Der Politologe Olivier Roy erklärt im
Buch «Heilige Einfalt: Über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen», dass es Osama bin Laden gelang, den Islam seiner orientalischen
Herkunftskultur zu entziehen. Aus
einer Religion ohne kulturellen Boden entstünde Fundamentalismus.
In der Tat – wer denkt heute beim
Islam noch an orientalische Werte
wie Gastfreundschaft, Kinderfreundlichkeit und Zusammenhalt? Roy
analysiert, dass Fundamentalisten
wie Rechtspopulisten gleichermassen nur hohle Identitäten anbieten,
Folklore ohne substanzielle Kultur.
Werte und kulturelle Substanz
Der Islam ist gefordert, theologisch
aufzuholen. Gefragt sind die Gelehrten an den grossen islamischen Universitäten. Gefragt sind alle islamischen Zentren in der Schweiz. Gefragt sind positive, unsere Gesellschaft bereichernde Werte. Der Islam
hätte sie zu bieten.
Deshalb brauchen wir ein differenziertes Nachdenken über den Islam,
angstfrei. Von der Angst leben nur die
Täter. Und wir brauchen Gespräche
über die Substanz der eigenen Identität. Papst Franziskus hat vor dem Europaparlament in Strassburg auf die
kulturelle Qualität Europas hingewiesen: Freiheit, Recht, Menschenwürde.
An diese Werte müssen sich Muslime
anschliessen können. Christen übrigens auch.
Andreas Wissmiller
13
Treffpunkte
Studiengang Theologie für Gasthörer
Ab März zwei Fächer in Luzern
Zu den Vorlesungen im «Studiengang
Theologie» sind auch 2015 wieder
Gasthörerinnen und Gasthörer herzlich willkommen. Im Fach «Neues
Testament 1» stehen die vier Evangelien im Zentrum. Im Fach «Praktische Theologie» geht es um die Praxis
der Seelsorge und grundlegend um
die theologische Ausrichtung kirchlichen Handelns auf allen Ebenen.
Pro Fach 15 Abendvorlesungen an der hsl,
Abendweg 1, 6006 Luzern, jeweils 19–20.45.
Neues Testament: Mo, ab 2.3.–8.6.,
Dozentin: Dr. Marie-Louise Gubler
Praktische Theologie: Do, ab 5.3.–18.6.,
Dozent: Dr. Urs Eigenmann
Kosten: 1 Fach Fr. 500.–, 2 Fächer Fr. 830.–;
Anmeldung bis 22.2.: www.theologiekurse.ch
Forum Kirche und Wirtschaft, Zug
«Mehr-Wert schaffen!» KMUTraining zu Werteorientierung
Der Kurs «Mehr-Wert schaffen!» des
Forums Kirche und Wirtschaft der
katholischen Kirche Zug und der Stiftung Globeethics.net, Genf, bietet ein
praxisnahes KMU-Training für werteorientierte Führung von Unternehmen. In der Ausrichtung auf Werte
liegt der Schlüssel für das langfristige Bestehen von Unternehmen. Die
beiden Kursnachmittage sind auf die
Bedürfnisse von KMUs aller Branchen zugeschnitten.
Do, 26.2. und Do, 19.3., jeweils 13–21 Uhr,
Parkhotel Zug, Industriestr. 14, 6300 Zug,
www.parkhotel.ch; Anmeldung bis 16.2.
bei Forum Kirche und Wirtschaft, Landhausweg 15, 6340 Baar, 041 767 71 36,
christoph.balmer@forum-kirchewirtschaft.ch
Christoph Stückelberger gründete
Globethics.net,
ein globales Ethiknetzwerk mit Sitz
in Genf.
Bild: zvg
Behindertenseelsorge
Miteinander an der Geschichte
des Lebens schreiben
Die katholische Behindertenseelsorge Luzern lädt wieder zum Ferienund Besinnungskurs für Menschen
mit einer körperlichen Behinderung
ein. Unter dem Motto «Geschichten,
die das Leben schrieb», findet der
Kurs vom 30. Mai bis 6. Juni in Delsberg statt.
Das Erzählen von Geschichten hat
eine lange Tradition. «Was wäre unsere Religion, unser Glaube ohne
die Erzähltradition?», heisst es in der
Einladung. Und: «Auch unser Leben
schreibt seine Geschichte – ich schreibe meine Lebensgeschichte jeden
Tag. Auch in Delsberg schreiben wir
miteinander Geschichte!»
Sa–Sa, 30.5.–6.6., Kosten: Fr. 700.–;
Leitungsteam: Gregor Gander-Thür, Behindertenseelsorger, Claire Calcagni-Müller, Sekretariat Behindertenseelsorge, und Annelies
Mehr-Hänsli, Pflegefachfrau; Anmeldeformular verlangen bei: Behindertenseelsorge,
Abendweg 1, Postfach 6656, 6000 Luzern 6,
041 419 48 43, claire.calcagni@lukath.ch.
Anmeldeschluss: 3. März
Lassalle-Haus, derzeit in Menzingen
Exerzitien auf Schneeschuhen
In der Reihe «Exerzitien in der Natur»
bietet das Lassalle-Haus Bad Schönbrunn eine Woche Schneeschuh-Exerzitien an. Die Leiter, Bruno Brantschen SJ, Reto Bühler und Noa Zenger geben der Kurswoche nach Psalm
121 den Titel «Ich schaue auf zu den
Bergen».
So–Fr, 8.3., 18 Uhr, bis 13.3., 13 Uhr;
Kosten: Fr. 325.– plus Pension Fr. 550.–.
Wegen Renovation befindet sich das LassalleHaus derzeit im Kloster Menzingen; Kontakt:
041 757 14 14, www.lassalle-haus.org
14
Luzern – Schweiz – Welt
Aus der Kirche
Luzern
Katholische Dialoge Luzern
Karfreitag: «Kein Blut ist gut»
Der 32. Katholische Dialog im RomeroHaus Luzern befasste sich Ende
Januar mit der Theologie des Karfreitags. Dabei nannte der Luzerner
Theologe Fulbert Steffensky in seinem Vortrag die Sühnetheologie des
Karfreitags eine schwer verständliche Interpretation. Ein Vater, der vom
Sohn das Opfer seines Lebens zur
Vergebung der Sünden verlangt, sei
schwer zu vereinen mit dem Bild des
gütigen Gottes. «Kein Blut ist gut, das
vergossen wird, auch nicht das Blut
jenes Gekreuzigten», sagte Steffensky.
Vielmehr sei «der Gott der Güte in
Christus unsere Wege gegangen und
unsere Tode gestorben.» Die Katholischen Dialoge werden vom Forum
für offene Katholizität und vom Verein tagsatzung.ch gestaltet.
Schweiz
Caritas-Direktor Hugo Fasel
der Sozialhilfe verwenden. «Die zusätzliche Milliarde gehört den Armutsbetroffenen.»
Fasel verwies darauf, dass die Kantone im Steuerwettbewerb sich mit
Anpassungen nach unten überboten
hätten. Tiefere Steuern hätten vor
allem Bestverdienenden und Unternehmen Milliarden gebracht, viele
Kantone verzeichneten heute aber
Defizite. Der Caritas-Chef kritisierte,
dass die Kantone in den Armutsbetroffenen Sündenböcke suchten:
«Die Sozialhilfe-Empfänger, die von
den Steuersenkungen nicht profitiert
hatten, sollen nun verantwortlich dafür sein, dass Sparpakete und Steuererhöhungen notwendig werden.»
terschrieben. Dies sei eine Chance,
sagte der katholische Erzbischof von
Luxemburg, Jean-Claude Hollerich,
im Interview. «Wir sind jetzt als Kirche gezwungen, zu zeigen, wie wir
als deutlich ärmere Kirche in dieser
Gesellschaft das Evangelium verkünden können.» Hollerich wertete es als
Erfolg, dass ein Kulturkampf vermieden werden konnte. Die massivste
Veränderung betrifft den Religionsunterricht an staatlichen Schulen.
Er wird zugunsten eines allgmeinen
Werteunterrichts abgeschafft. In der
Verfassung Luxemburgs werden die
Religionen weiterhin erwähnt.
Chiara Lubich, Mutter der Fokolare
Unterwegs zur Seligsprechung
Schweizer Bischöfe
«Synodengespräche»
zu Ehe und Familie
Letzten Herbst diskutierten in Rom
190 Bischöfe der Weltkirche offen
und kontrovers über Ehe und Familie. Diesen Herbst treffen sie den
Papst erneut zu einer Synode, um
künftige Leitlinien der Ehe- und Familienpastoral festzulegen. Auf dieses Ereignis hin schlagen die Schweizer Bischöfe Vereinen, Seelsorgeeinheiten, Dekanaten und Freiwilligengruppen vor, «Synodengespräche» zu
zehn Themenschwerpunkten zu organisieren. Dabei sollen sich auch
Menschen ausserhalb des katholischen Ideals angesprochen fühlen. Bis
am 15. April erwartet Rom den Synodenbericht als Zusammenfassung
aller Antworten aus der Schweiz.
Die Milliarde gehört den Armen
Unterlagen auf www.pastoralkommission.ch
In einem Gastkommentar auf kath.ch
zum Nationalbank-Entscheid, den
Frankenkurs freizugeben, forderte
Caritas-Direktor Hugo Fasel: Die
Kantone sollten die eine Milliarde,
welche sie aus den 38 Milliarden Gewinn der Nationalbank 2014 zusätzlich fordern, unbedingt für die Rückkehr zu den ordentlichen Leistungen
International
Die Gründerin der christlichen Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, ist
auf dem Weg zur Seligsprechung. Der
Prozess begann am 27. Januar im
Dom von Frascati mit einem Gottesdienst. Der Begriff «focolare» bezeichnet den offenen Herd in norditalienischen Bauernhäusern, der als
Zentrum des Hauses eine hohe emotionale Bedeutung hat. Im Zentrum
steht bei den Fokolaren die Besinnung auf das Evangelium und die Offenheit für andere Christen, Gläubige anderer Religionen und für Nichtglaubende. Die Fokolar-Bewegung
zählt nach eigenen Angaben 120 000
Mitglieder in 194 Ländern.
Erzbistum Luxemburg
Kulturkampf vermieden
Im Grossherzogtum Luxemburg haben die Religionsgemeinschaften und
der Staat Konventionen in Richtung
Trennung von Staat und Kirche un-
Die aus Trient stammende Chiara
Lubich (1920–2008) war eine der
grossen spirituellen Persönlichkeiten
des 20. Jahrhunderts.
Bild: kna
Thema
15
50 Jahre «Lumen Gentium» – die Kirchenkonstitution des Konzils
Ein neues Verständnis ihrer selbst
Kirche, was sagst du von dir selbst?
Auf diese Frage habe das Zweite
Vatikanische Konzil eine Antwort zu
geben, erklärte Papst Paul VI. zur
Eröffnung der zweiten Sitzungsperiode. Im Dokument «Lumen Gentium» beschrieb die Kirche sich neu
als «Volk Gottes».
Das erste Konzil im Vatikan (1869/70)
konnte sich, weil der deutsch-französische Krieg ausbrach, nur noch mit
der höchsten Rechtsgewalt und dem
unfehlbaren Lehramt des Papstes befassen. Was die zentrale Kirchenleitung aus den «Papstdogmen» machte, verschärfte das Bedürfnis, Kirche
nicht nur als Papstkirche zu verstehen und das Verhältnis der Kirche
zur zeitgenössischen Gesellschaft neu
zu bestimmen. Was ein Konzil begonnen hatte, konnte nur ein zweites
weiterführen, ergänzen oder durch
andere Akzentsetzungen korrigieren.
Die Basis brachte Bewegung
Dass das Zweite Vatikanum nicht allzu spät kam, war wesentlich – und
das erscheint mir von grösster Bedeutung für die Umsetzung des Konzils heute! – den verschiedenen Basisbewegungen zu verdanken: Bibelbewegung, Liturgische Bewegung,
Ökumenische Bewegung, Jugendbewegung, Christliche Arbeiterjugend.
Im Zusammenspiel mit den pastoralen Erfahrungen und Sorgen der
Bischöfe sowie den Ergebnissen der
(zu) lange unterdrückten theologischen Forschung ermöglichten sie
den Aufbruch der katholischen Kirche im Zweiten Vatikanum.
Für die Menschen von heute
Die Entstehungsgeschichte von «Lumen Gentium» («Licht der Völker»)
sich selbst konstituiert, sondern eine
Gemeinschaft von Glaubenden, die
sich aufgrund ihrer Erfahrungen von
Gott als Kirche zusammengerufen
findet. Wie das biblische Bundesvolk
ist sie pilgernd unterwegs, indem sie
sich vom Geist führen lässt. Kirche
lebt nicht aus sich selbst, und sie lebt
nicht für sich selbst. Sie ist «Zeichen
und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott und die Einheit der
ganzen Menschheit».
Wer ist Kirche?
«Kirche nicht nur als Papstkirche
verstehen.» Bernd Jochen Hilberath
lehrte als Professor für Dogmatik und
Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen.
Bild: zvg
spiegelt das Ringen zwischen denen,
die in der gewohnten Denk- und
Sprechweise verhaftet blieben und
denen, die das, was Kirche ist, so zum
Ausdruck bringen wollten, dass die
Menschen von heute das verstehen
können. Es ging und geht also darum,
evangeliums- und zeitgemäss zugleich zu sein. Das Konzil musste sich
angesichts des Erbes des Vorgängerkonzils viel mit der Kirche beschäftigen. In «Lumen Gentium» fand es
Antworten auf vier Fragen:
Was ist Kirche?
Die Bischöfe und ihre theologischen
Berater wählten als Schlüsselbegriff
das biblische Bild vom «Volk Gottes».
Darin kam für sie Folgendes zum
Ausdruck: Kirche ist kein Volk, das
Alle Getauften und Gefirmten sind
berufen und gesendet, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden.
Die Unterschiede zwischen den Charismen und Ämtern bilden kein hierarchisches Qualitätsgefälle; an den
«drei Ämtern Christi», dem priesterlichen, prophetischen und hirtlichen
haben alle je auf ihre Weise Anteil.
Wo ist Kirche?
Diese und die folgende Frage sind die
eigentlich (!) wichtigen. Was Papst
Franziskus wieder ins Bewusstsein
bringt, konnte von engagierten Bischöfen wenigstens in Ansätzen in
die Kirchenkonstitution hineingebracht werden: Wie Christus ist die
Kirche berufen, ihren Weg in Armut
und Verfolgung zu gehen; Christus
ist gegenwärtig in «Gemeinden, auch
wenn sie oft klein und arm sind».
Wozu ist die Kirche gut?
Die Christgläubigen sollen den Menschen in erster Linie nicht die Kirche
bringen, sondern Gott, das heisst: mit
ihren Mitmenschen Gott im Leben
entdecken und zur Sprache bringen.
Lumen gentium, Licht der Völker, ist
nicht die Kirche, sondern Christus!
Bernd Jochen Hilberath
AZA 6048 Horw
Zuschriften/Adressänderungen an:
Kath. Pfarramt, 6048 Horw
Vierzehntägliche Erscheinungsweise. Adressänderungen und lokale Hinweise an die Pfarrei. Hinweise für den überpfarreilichen Teil: Kantonales Pfarreiblatt, c/o Kommunikationsstelle der röm.-kath. Landeskirche des Kantons Luzern, Abendweg 1, 6000 Luzern 6, 041 419 48 24/26, info@pfarreiblatt.ch.
Druck und Versand: Brunner AG, Druck und Medien, Telefon 041 318 34 34.
Worte auf den Weg
Bild: Fastenopfer/Brot für alle
D
ie Schriftrolle enthüllt die Jahrhunderte
Die Geschichte Gottes und der Menschheit
Die zerstörerischen Tragödien
Die Schrecken und die Tränen
Die Freuden und das Wiedererstehen
Meinen Platz heute einschreiben ins Buch der Schöpfung
Da, wo ich bin, Sorge tragen zu den Schätzen des Lebens
Zur Würde meiner Mitmenschen
Zur Schönheit der Erde
aus den Meditationen zum Hungertuch, Fastenopferkampagne 2015
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