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PFARREIBLATT
Nr. 4/2015
SURSEE
16. Februar bis 1. März 2015
Prinzessin und König am PensioniertenFasnachtsball in der Stadthalle Sursee.
16. Februar bis 1. März 2015
Pfarrei aktuell
Fastenopfer-Unterlagen
Am Aschermittwoch, 18. Februar, starten
die diesjährige Kampagne und die Sammlung für das Fastenopfer 2015. In der
nächsten Pfarreiblattausgabe werden wir
ausführlich berichten und Ihnen einen
Einzahlungsschein für Direktzahlungen
an das Fastenopfer-Pfarreiprojekt beilegen. Zudem werden wir am Palmsonntag
in allen Gottesdiensten das Fastenopfer
aufnehmen, das wir Ihnen schon heute
ans Herz legen.
Ganz besonders empfehlen wir Ihnen den
persönlichen Fastenkalender 2015 – es
sind tägliche Razionen und Rezepte fürs
Leben und Überleben. Der Fastenkalender und alle weiteren Unterlagen zum
diesjährigen Fastenopfer liegen ab
Aschermittwoch hinten in der Pfarrkirche
St. Georg in Sursee, in der Kapelle Namen
Jesu in Schenkon, in der Kapelle Mariazell, in der Kapelle im Alterszentrum St.
Martin und in der Kapelle Mauensee auf.
Bitte bedienen Sie sich! Wir laden Sie gern
auch ein, jemandem die Unterlagen nach
Hause zu bringen. Für Ihre Mithilfe herzlichen Dank.
Aschenausteilung
am Aschermittwoch
Brot-Aktion: Brot zum Teilen. Für das
Recht auf Nahrung
Passend zum Fastenopfer-Motto «Weniger für uns. Genug für alle…» läuft wieder die vom Fastenopfer/Brot für alle lancierte Brot-Aktion. Auch Bäckereien in
Sursee machen mit. Und wir von der Pfarrei St. Georg wollen diese Idee in diesem
Jahr besonders bewerben. Von mit Fähnli gekennzeichneten Brötli fliesst ein Teil
der Einnahmen zugunsten armer Länder.
Achten Sie auf die ausgehängten Plakate
und unterstützen Sie ein tolles Projekt!
Am Aschermittwoch, 18. Februar wird
in beiden Gottesdiensten am Morgen
um 10.00 Uhr und am Abend um 19.30
Uhr in der Pfarrkirche St. Georg Sursee die Asche gesegnet und aufgelegt.
Wir laden Sie alle herzlich ein, das
Aschenkreuz zu empfangen und mit
uns die Fastenzeit zu beginnen. Die
vierzig Tage bereiten uns auf die Feier des Ostergeheimnisses vor. Das
Aschenkreuz wird nur am Aschermittwoch aufgelegt. Deshalb laden wir Sie
herzlich zur Feier der beiden Aschermittwochsgottesdienste ein. Zur
Bedeutung des Aschenkreuzes lesen
Sie das Editorial nebenan auf Seite 3.
Senioren-Mittagstisch
Die Seniorinnen und Senioren von Sursee
treffen sich am Mittwoch, 18. Februar, 12
Uhr, zum gemeinsamen Essen im Alterszentrum St. Martin. Anmeldungen für den
Mittagstisch nimmt das Café St. Martin
gerne bis 17. Februar unter Telefon 041
925 07 07 (9 bis 17 Uhr) entgegen.
Katholische Kirchgemeinde Sursee
Zwei offene Stellen
Zur Zeit ist eine offene Stelle für
eine/einen Pastoralassistentin oder
Pastoralassistenten (50 bis 80 Prozent) und eine offene Stelle für eine/
einen Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter (50 bis 80 Prozent) ausgeschrieben. Die beiden Stelleninserate können auf der Pfarrei-Homepage www.pfarrei-sursee.ch eingesehen werden. Die Bewerbungsfrist
läuft bis 5. April 2015. Weitere Auskünfte geben gern Anton Kaufmann,
Kirchenratspräsident (Telefon 041
921 56 58) und Claudio Tomassini,
Pfarreileiter (Telefon Pfarramt Sursee, Telefon 041 926 80 60).
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie
die beiden Stellenbesetzungen mit
Ihrem Gebet begleiten.
Seelsorgeteam und Kirchenrat
2
ChoralSingen für Männer
Folgendes Angebot richtet sich an Männer, welche Erfahrungen mit dem Singen
und dem gregorianischen Choral machen
möchten. Noten und eine CD, auf welcher
die Gesänge zur Vorbereitung eingespielt
sind, werden zur Verfügung gestellt. Die
Teilnahme ist unentgeltlich.
Projektbeschrieb: Männer singen und
proben im Kloster Sursee (Geuenseestrasse 2a) im speziell für den Choralgesang gebauten, akustisch und optisch
sehr schönen Choralraum. Das Singen der
wunderbaren Gesänge ist faszinierend
und wirkt wie eine Meditation. Der gregorianische Choral ist die älteste schriftlich überlieferte Musik des Abendlandes,
wie wir sie aus den Klöstern kennen. Eingeladen für dieses Projekt sind sowohl
Chorsänger wie auch Jugendliche und
Erwachsene, die keine Chorerfahrung
oder spezielle Vorkenntnisse haben.
Unter der Leitung von Peter Meyer ent-
decken wir die Stimme und erlernen
Gesänge, welche wir am Hohen Donnerstag auf der Empore der Pfarrkirche St.
Georg, zusammen mit geübten Choralsängern, musizieren.
Anmeldung bis 22. Februar an Peter Meyer, Natel 079 750 15 29, E-Mail: peterme@gmx.ch oder Peter Meyer, JosephFrei-Weg 3, Sursee.
Daten: Freitag, 6. März, 19.30 – 21 Uhr;
Donnerstag, 19. März, 19.30 – 20.15 Uhr;
Donnerstag, 26. März, 19.30 – 20.15 Uhr;
Hoher Donnerstag, 2. April, 19.15 Uhr.
Film und Gespräch mit Luke Gasser
Am Mittwoch, 4. März, findet im Stadttheater Sursee eine Vorabpremiere des
neuesten Films von Luke Gasser statt. Der
Film «Rabbuni – Die Perle im Acker» ist
die Fortsetzungen seines erfolgreichen
Films «The Making Of Jesus Christ» aus
dem Jahr 2012 und folgt den Spuren der
Apostel und ersten Christen. Der Autor
und Regisseur aus Obwalden wird im
Anschluss an die Filmvorführungen zum
Gespräch anwesend sein. Vorstellungen
um 14 Uhr und 19.30 Uhr, jeweils im
Stadttheater Sursee.
Editorial
«Aschermittwoch, alles ist vorbei!»
– aber die «Alte Fasnacht»?
Wer die vergangenen Tage der Fasnachtszeit voll ausgeschöpft hat (mit der Tagwache
und dem Narrenlaufen am «Schmotzigen Donnerstag», der Narrenmesse am Fasnachtssonntag und des grossen Umzugs der Zunft Heini von Uri am Dienstag), wird am Aschermittwoch all dem nachtrauern und sagen: «Schade, alles ist vorbei».
Der Aschermittwoch hat seinen Namen vom Aschenkreuz
Der Aschermittwoch ist aber kein Endpunkt. An diesem Tag fängt etwas ganz Neues an.
Wir bereiten uns auf das Osterfest vor. Die Asche, die uns heute aufgelegt wird, ist Zeichen der inneren Einkehr und Umkehr. Dies helfe uns, den Weg der nächsten 40 Tage so
zu gehen, dass wir Ostern von ganzem Herzen feiern können.
Und die «Alte Fasnacht»?
Ehrlich gesagt, für mich und unsere Familie war der Übergang vom Fasnachtsdienstag
auf Mittwoch zu radikal. Zum Glück tröstete der Vater uns Kinder: «Vergesst nicht, am
nächsten Sonntag ist kein Fastentag, dann gibt es zu Mittag ein besseres Essen, wir Eltern
trinken ein Glas Wein und zum Dessert einen Kaffee.» Wie tröstlich war das für uns!
Tatsächlich, an diesem ersten Sonntag durften wir am Abend auch die Fasnachtskostüme anziehen und maskiert zu unseren Bekannten und Verwandten gehen, um noch einmal zu intrigieren «Gell, könnsch mech ned»; denn es war ja die «Alte Fasnacht.» Ist dies
unchristlich?
Als Theologe muss ich heute sagen, diese Haltung meiner Eltern war völlig richtig. Denn
in der alten Römischen Kirche wurde an den Sonntagen der Fastenzeit grundsätzlich nicht
gefastet, da die Fastenzeit ja nur 40 Tage dauert. Wenn wir nämlich die Tage vom Aschermittwoch bis Ostern zählen, dann sind dies bekanntlich 46 Tage. Rechnen wir deshalb die
Fastensonntage ab, so ergibt sich die Zahl 40.
Aschenausteilung nur am Aschermittwoch
Wir möchten Sie deshalb herzlich einladen, die Fastenzeit wirklich am Aschermittwoch
mit uns zu begehen, um das Aschenkreuz zu empfangen. Wir bieten in der Pfarrkirche
St. Georg am Mittwoch, 18. Februar, zwei Gottesdienste an: Am Morgen um 10 Uhr und
am Abend um 19.30 Uhr. Manche werden vielleicht über diese Erneuerung erstaunt sein.
Aber diese Regelung macht durchaus Sinn:
Damit kehren wir wieder zur ursprünglichen Bedeutung der Sonntage in der Fastenzeit
zurück: Am Sonntag wird grundsätzlich nicht gefastet!
Dr. theol. Walter Bühlmann, Vierherr
3
Reformen brauchen mehr als Zeichen – es braucht vor allem Verbündete
Der dornige Weg des Franziskus
Dr. Thomas Seiterich – seit über dreissig Jahren Redaktor von Publik Forum,
der kritischen, unabhängigen, christlichen Zeitschrift – ist profunder Kenner
der katholischen Kirche und des Vatikans. Er schrieb in der ersten Nummer
des neuen Jahrgangs einenbemerkenswerten Kommentar zum Wirken des
neuen Papstes. Gewisse Ähnlichkeiten
mit der Zeit von Johannes XXIII und der
Einberufung des Konzils sind unübersehbar – trotz der ganz anderen Zeiten
und Personen. Der Text schliesst mit
der Feststellung: Wo bleiben die aufgeschlossenen Bischöfe und Christen in
Deutschland, der Schweiz, Westeuropa
und Nordamerika? Viele, allzu viele,
schauen dem dornigen, an Widerständen reichen Weg des Franziskus bloss
abwartend zu.
Bei Christen und Nichtchristen – insbesondere bei den Medien – ist der herzliche, bescheidene und leutselige Papst
äusserst beliebt. Sicher, es gibt berechtigte Anfragen und kritische Kommentare zu seiner Amtsführung. Vieles ist
unklar, nur Zeichen reichen nicht. Am
Ende des dynamischen ersten Gesamtjahres als Kapitän des römischen Schiffes geisselte Franziskus den Klerikalismus, die «fünfzehn geistlichen Krankheiten der Kurie» – so etwa «geistlichen
Alzheimer», Doppelleben, Eitelkeit. So
scharf tat das noch nie ein Papst.
Franziskus ist der erste Papst aus dem
erneuerungsfreudigen Orden
der Jesuiten, er verändert die
Kirche im Laufschritt, steuert
mit hohem Tempo einen risikoreichen Kurs. Doch vor den
nötigen Veränderungen in
der Lehre schreckt er zurück.
Er setzt auf eine neue, menschennahe Praxis der barmherzigen
Seelsorge. Das kommt bei
der Öffentlichkeit an,
innerhalb und ausserhalb
der Kirche. Die neuen
Kardinalsernennungen
beenden die Vormacht
4
konservativer Italiener im Kardinalskollegium, die unter seinem Vorgänger
Benedikt verstärkt wurden. Unter den
fünfzehn neuen, wahlberechtigten Kardinälen stammt nur einer aus der Kurie,
der loyale Aussenpolitik-Bischof Dominique Mamberti. Daneben sind es vierzehn Ortsbischöfe aus den Armenkirchen Myanmar, Panama und Tonga sowie aus Europas Krisenregionen, wie
zum Beispiel der sizilianischen MafiaHochburg Arigent. Wenn es so weitergeht, dann kippt er in Kürze die Mehrheit in einem zukünftigen Konklave zur
sogenannten Dritten Welt. Seine Personalpolitik ist zielstrebig, durchaus auch
Machtpolitik. Alte Kardinalsposten wie
die Grossbistümer Venedig oder Turin
wurden übergangen, denn sie werden
von Konservativen aus der Ära Benedikt
geleitet. Franziskus erneuert die Kirche
von den Rändern her, besetzt Bischofsstühle mit Männern, denen er zutraut,
den kreativen Geist des Aufbruchs zu
verwirklichen. Er bevorzugt dem Heute
zugewandte Hirten, nicht doktrinäre
Hardliner, die die Tradition betonen.
Franziskus setzt Zeichen. Politisch unkorrekt betet er in Bethlehem an der is raelischen Sperrmauer, vermittelt zwischen Kuba und den USA. Er besucht
Länder, um die Benedikt einen Bogen
machte, weil sie Heimat uralter asiatischer Grossreligionen sind und das
Christentum dort eine spätgekommene
Minderheit bildet: Südkorea und Sri
Lanka. Der Papst sucht die Zukunft jenseits der Alten Welt. Viele Posten an den
Spitzen der vatikanischen Kongregationen und Ämtern wurden neu besetzt.
Günstlinge der Vorgängerpäpste wurden aufs Abstellgeleise manövriert. Fast
lautlos hat Franziskus eine erste Reform
der Vatikanfinanzen durchgesetzt. Ein
altes, zum Teil kriminelles Beziehungsgeflecht, das die Glaubwürdigkeit der
römischen Kirche aufs Schwerste beschädigte, wurde zerschnitten.
Doch interne Widerstände häufen sich.
Bei der ordentlichen Familiensynode im
Herbst wollen die Franziskus-Gegner
den Abstimmungsmodus punkt für
Punkt durchsetzen. Dann genügt – etwa
bei den wiederverheirateten Geschiedenen – ein Drittel und eine Stimme, um
die Familienlehre-Reform des Papstes
zu sabotieren. Dicke Luft herrscht nach
der deutlichen Abrechnung mit der
römischen Kurie, verdächtige Stille. Reformer sind begeistert, aber die Gegner
halten den 78-Jährigen für einen Getriebenen oder gar einen Effekthascher und
Populisten. Viele Traditionalisten fürchten seinen möglichen Rücktritt noch
mehr als seine Amtsführung. Ein Amtsverzicht nach dem Vorbild Benedikts,
würde das Papst-Amt vollends entmystifizieren. In dieser bedrängten
Lage benötigt Franziskus in der
Kirche entschiedene Unterstützer,
ja Freunde seiner menschlichen Art, Papst zu sein. Gewiss,
die Jesuiten unterstützen ihn
als einen der Ihren. Doch das
genügt nicht. Wo bleiben
die aufgeschlossenen Bischöfe
und Christen? Bislang schauen
viel zu viele dem dornigen und
widerstandsreichen Weg
des Franziskus bloss
abwartend zu. (HPB)
Katholische Kirchgemeinde und Pfarrei St. Georg Sursee
Verabschiedung von Pastoralassistent
Winfried Bader
Lieber Winfried
Über sechs Jahre hast du bei uns in der
Pfarrei St. Georg Sursee als Pastoralassistent und Bibeltheologe gearbeitet
– wie du es am liebsten nennst. Deine
Begeisterung, Liebe und Treue zu den
biblischen Texten war in deinen Predigten, Kolumnen im Pfarreiblatt, in
vielen Gesprächen und Bibelabenden
lebendig spürbar. Du hast dein reiches
Wissen mit uns geteilt und uns für die
Botschaft der Bibel die Augen, Ohren
und das Herz geöffnet. Du hast als Seelsorger viele Menschen in schwierigen
Momenten begleitet. Auch für kritische
Menschen, die mit der Kirche auf
Distanz sind oder ihre liebe Mühe
haben, hattest du ein offenes Ohr.
Der Pfarreiteil in Schenkon, für den du
verantwortlich warst, lag dir besonders am Herzen.
Du hast dort viele Schulgottesdienste
gefeiert, Krippenspiele für Weihnachten selber geschrieben, die Erstkommunionkinder begleitet und im Männerchor gesungen. Als passionierter
Töfffahrer hast du am Auffahrtstag in
Mauensee zur Töff-Segnung eingeladen und warst Kontaktperson zur Feuerwehr.
Du kannst einfach auch das Leben
geniessen und bist ein guter Koch – das
haben die Firmbegleiterinnen und
Firmbegleiter bei dir zuhause immer
wieder erleben dürfen.
Auch wenn wir uns Ende Februar von
dir verabschieden, wirst du Mitte März
in Sursee noch den Firmweg abschliessen und den Firmgottesdienst mitfeiern.
Eine ganz besondere Freude haben wir
erst kürzlich mit dir teilen dürfen – du
bist am 26. Januar Grossvater geworden! Dazu gratulieren wir dir von gan-
Pastoralassistent Winfried Bader während des Gottesdienstes in der Kapelle Namen
Jesu in Schenkon.
Foto: Werner Mathis
zem Herzen und wünschen der kleinen
Lotta auf diesem Weg: «Dass Erde und
Himmel dir blühen, dass Freude sei
grösser als Mühen, dass Zeit auch für
Wunder dir bleib und Frieden an Seele und Leib!“ – das Segenslied singen
und wünschen wir auch dir, lieber Winfried und Sängerfreund.
Abschiedsgottesdienste
Winfried Bader feiert die Abschiedsgottesdienste am Samstag, 28. Februar um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche
St. Georg in Sursee und am Sonntag,
1. März um 9.15 Uhr in der Namen
Jesu Kapelle in Schenkon. Am Sonntag singt der Männerchor Schenkon.
Nach beiden Gottesdiensten sind alle
herzlich zum Pfarrei-Apéro eingeladen.
So kommt neues Leben auch für dich!
Ein Traum hat sich erfüllt, dass du in
der Stadt Luzern arbeiten und wirken
kannst. Diese Gelegenheit hast du beim
Schopf gepackt, und du beginnst am 1.
März deine neue Aufgabe als Pastoralassistent in der Pfarrei St. Maria zur
Franziskanern in Luzern.
Für dein Wirken und Dasein in unserer Pfarrei danken wir dir sehr herzlich und binden viele gute Wünsche
hinten auf deinen Töff. Wir wünschen
dir für deinen Start in Luzern eine flotte Fahrt, immer das richtige Benzin im
Tank, wie auf den Bildern von Chagalle für dich irgendwo versteckt immer
ein Schutzengel – und ganz besonders
viel Freude bei deinen neuen Aufgaben
als Seelsorger und Grossvater. Gute
Weiterreise – dankbar und herzlich:
Seelsorgeteam und Kirchenrat
5
Die Heinifamilie zu Gast in der Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Georg Sursee
Fasnachtsfürst mit royaler Unterstützung
der Familie
Die Zunft Heini von Uri Sursee hat den
neuen Heinivater Roland Rüegg,
wohnhaft in Knutwil, zum «König» der
Fasnacht 2015 gewählt. Traditionell
werden die Zunft Heini von Uri und die
Heinifamilie am Sonntag in der Fasnachtszeit an der Narrenmesse in der
katholischen Kirche teilnehmen. Der
Heinivater verrät dem Pfarreiblatt,
was er von der Fasnachtszeit erwartet.
Pfarreiblatt: Roland Rüegg, waren Sie
von der Wahl zum Heinivater überrascht?
Heinivater: Ja und wie. Aber zum Glück
ist dies etwas, das man ähnlich dem Wetter nicht planen kann. Wie jedes Jahr
hatten wir Skiferien gebucht. Somit war
die Überraschung gross, und wir freuen
uns auf eine rüüdig schöne Fasnacht.
Pfarreiblatt: Sie sind während der fünften Jahreszeit, der Fasnacht, der höchste Surseer. Was möchten Sie da bewirken?
Heinivater: Leute dazu bewegen, mit
uns viel Freude an der fünften Jahreszeit zu haben. Das ist eines der wenigen
Güter, das, wenn man gibt, noch grösser
wird.
Pfarreiblatt: Sie werden von Ihrer Familie, der Heinimama Barbara und den
Heinikindern Timo, Siri, Fernanda und
Gregory, während der Fasnacht unterstützt. Hat sich auch Ihre Familie an der
Wahl gefreut?
Heinivater: Es war ein Entscheid der
Heinimama und mir, zu etwas Verrücktem Ja zu sagen. Bekanntlich kann man
nur mit der royalen Unterstützung seiner Familie sowohl der Zunft als auch
der Surseer Bevölkerung ein guter Fasnachtsfürst sein. Ohne diese Unterstützung geht gar nichts.
Pfarreiblatt: Sie wählten das Motto
«Eifach Royal». Werden Sie in Sursee
königlich einziehen?
Heinivater: Der Heini ist der «Eifache
6
Teil» des Mottos. Das
Royale überlassen wir
den Mädels. Das Motto hat zwei Sinne.
Erstens: Es lebt vom
Gegensatz der beiden
Wörter «eifach – royal». Und zweitens:
Was ich bis jetzt erlebt
habe, «esch ‘Eifach
Royal’ gsi». Nach dem
Amtsjahr will ich
sagen können: Es
esch «Eifach Royal»
gsi! Als Tatsache
gegeben, ein Wortspiel. Darum muss es
auch
Schweizerdeutsch und nicht
Hochdeutsch
geschrieben sein.
Pfarreiblatt:
Am
Sonntag in der Fasnachtsszeit werden
sie in der Narrenmesse Gast sein. Wie werden Sie die Fasnacht Die Heinivamilie (v.l.n.r.): Timo, Fernanda, Heinimamma
in die Kirche bringen. Barbara und Heinivater Roland Rüegg, Siri und Gregory.
Heinivater:
Eifach
Fröid ha! Für uns ist
wichtig, dass die Leute spüren, dass wir nen. Es ist immer das ganze Gefolge der
Freude an dieser Würde, an der Fas- Zunft mit dabei, was die Bedeutung dienacht haben. Dies möchten wir weiter- ser Anlässe innerhalb unserer Brauchgeben. Es ist unser grosses Hobby. Der tumszunft unterstreicht. Wir dürfen den
Heinivater wird sicher keine Belehrun- Heimbewohnern immer ein kleines
gen abgeben.
Geschenksäckli übergeben. An dieser
Stelle herzlichen Dank all jenen Firmen,
Pfarreiblatt: Als Heinivater werden sie die uns in diesem Engagement unterauch soziale Institutionen wie das stützen.
Alterszentrum St. Martin in Sursee undsoweiter besuchen. Was bedeuten Ihnen Pfarreiblatt: Für dieses Interview danund der Heinimama dieses Engage- ken wir Heinivater Roland Rüegg ganz
ment?
herzlich. Wir freuen uns auf Ihren
Heinivater: Dies ist ein sehr wichtiges Besuch an der Narrenmesse am SonnEngagement. Es macht Freude zu sehen, tag, 15. Februar, 10.30 Uhr, in der Pfarrwie wir mit den Besuchsfahrten jenen kirche St. Georg in Sursee und wünschen
Menschen, welche nicht am fasnächtli- Ihnen und Ihrer Familie eine frohe, närchen Treiben teilnehmen können, ein rische und royale Fasnachtszeit.
wenig Freude aufs Gesicht zaubern könInterview: Werner Mathis
Kirche – Welt – Politik
Blick in die Weltkirche
Hansruedi Huber ist neuer Sprecher
von Bischof Gmür
Wer ist Hansruedi Huber, der neue
Kommunikationsverantwortliche des
Bistums Basel? Im Interview mit
kath.ch verrät Huber, dass er früher in
der Kommunikation grosser Firmen
tätig war, aber Mühe mit der ständigen
Gewinnmaximierung bekam. Von seiner neuen Aufgabe für die Kirche
erhofft er sich mehr Werteorientierung. Der Nachfolger von Adrienne
Suvada ist Mitglied der Fokolarbewegung und beginnt seinen Job als Sprecher von Bischof Felix Gmür am 1. März
2015.
Die Kirchen zeigen an der MUBA
Vielfalt und Mut
«Eden – hier darf ich sein». Die Kirchen
an der MUBA 2015 wagen es, mitten im
Trubel einen Raum anzubieten, der
eine andere Dimension einführt. Und
sie zeigen wie bisher ihre vielfältige
Arbeit. Was machen die Kirchen überhaupt an der MUBA? Die Frage stellt
sich nach den letzten drei Jahren nicht
mehr. Der «Kirchgarten» hat sich auf
allen Seiten etabliert. Mit der Auffrischung wurde am Erfolgskonzept festgehalten: Jeden Tag soll sich eine andere kirchliche Institution vorstellen können. Und die Kirche als Ganzes soll zeigen, was sie drauf hat.
Unter dem Arbeitstitel «Eden - hier darf
ich sein» ist ein mutiger Schritt entstanden: Neben der «Mixed-Zone», bei
der das Gespräch und die Begegnung
im Zentrum stehen, wurde ein
«geschützter Raum» geschaffen, bei
dem ein spirituelles Erlebnis möglich
werden kann.
Mehr Flüchtlinge denn je zuvor
Die Zahl der Vertriebenen weltweit hat
Mitte 2014 laut Uno-Angaben ein neues Rekordhoch erreicht. Nach den
aktuellen und bereinigten Daten lebten
46,3 Millionen Menschen auf der
Flucht, 3,4 Millionen mehr als im Jahr
zuvor, wie das Flüchtlingshilfswerk der
Vereinten Nationen UNHCR in Genf mitteilte. Die Entwicklung signalisiere
einen weiteren Anstieg der Flüchtlingszahl weltweit. Inzwischen stellen Syrer
mit mehr als drei Millionen die weltweit
grösste Flüchtlingspopulation unter
UNHCR-Mandat.
Personalfragen nicht von der Weihe
abhängig machen
Die Reform der Kirche muss nach Meinung von Kardinal Reinhard Marx von
oben und nicht von unten kommen. Die
Schlüsselfrage für Personalentscheidungen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in einem
Interview des US-Jesuiten-Magazins
«America», müsse künftig lauten: «Wer
hat die Fähigkeiten, diese oder jene
Idee nach vorne zu bringen?» Aus dem
Pool so vieler begabter Menschen dürfe man nicht nur Geistliche auswählen
und sagen: «Wer kein Kleriker ist, kann
den Job nicht machen.» Dies schliesse
auch die vatikanische Verwaltung ein.
Besonders betonte Marx die bevorzugte Berücksichtigung von Frauen in
kirchlichen Leitungsfunktionen.
Karfreitag: «Kein Blut ist gut»
Der 32. Katholische Dialog im RomeroHaus Luzern befasste sich Ende Januar mit der Theologie des Karfreitags.
Dabei nannte der Luzerner Theologe
Fulbert Steffensky in seinem Vortrag
die Sühnetheologie des Karfreitags
eine schwer verständliche Interpretation. Ein Vater, der vom Sohn das Opfer
seines Lebens zur Vergebung der Sünden verlangt, sei schwer zu vereinen
mit dem Bild des gütigen Gottes. «Kein
Blut ist gut, das vergossen wird, auch
nicht das Blut jenes Gekreuzigten»,
sagte Steffensky. Vielmehr sei «der Gott
der Güte in Christus unsere Wege
gegangen und unsere Tode gestorben.»
Die Katholischen Dialoge werden vom
Forum für offene Katholizität und vom
Verein tagsatzung.ch gestaltet.
Die Milliarde gehört den Armen
In einem Gastkommentar auf kath.ch
zum Nationalbank-Entscheid, den
Frankenkurs freizugeben, forderte
Caritas-Direktor Hugo Fasel: Die Kantone sollten die eine Milliarde, welche
sie aus den 38 Milliarden Gewinn der
Nationalbank 2014 zusätzlich fordern,
unbedingt für die Rückkehr zu den
ordentlichen Leistungen der Sozialhilfe verwenden. «Die zusätzliche Milliarde gehört den Armutsbetroffenen.»
Fasel verwies darauf, dass die Kantone im Steuerwettbewerb sich mit
Anpassungen nach unten überboten
hätten. Tiefere Steuern hätten vor
allem Bestverdienenden und Unternehmen Milliarden gebracht, viele
Kantone verzeichneten heute aber
Defizite. Der Caritas-Chef kritisierte,
dass die Kantone in den Armutsbetroffenen Sündenböcke suchten: «Die Sozialhilfe-Empfänger, die von den Steuersenkungen nicht profitiert hatten, sollen nun verantwortlich dafür sein, dass
Sparpakete und Steuererhöhungen
notwendig werden.»
«Synodengespräche» zu Ehe
und Familie
Letzten Herbst diskutierten in Rom 190
Bischöfe der Weltkirche offen und kontrovers über Ehe und Familie. Diesen
Herbst treffen sie den Papst erneut zu
einer Synode, um künftige Leitlinien
der Ehe- und Familienpastoral festzulegen. Auf dieses Ereignis hin schlagen
die Schweizer Bischöfe Vereinen, Seelsorgeeinheiten, Dekanaten und Freiwilligengruppen vor, «Synodengespräche» zu zehn Themenschwerpunkten
zu organisieren. Dabei sollen sich auch
Menschen ausserhalb des katholischen
Ideals angesprochen fühlen. Bis am 15.
April erwartet Rom den Synodenbericht als Zusammenfassung aller Antworten aus der Schweiz.
Unterlagen auf www.pastoralkommission.ch.
ZR/ACH
7
16. Februar bis 1. März 2015
Gottesdienste
Pfarrkirche St. Georg
Klosterkirche
Kapelle Namen Jesu Schenkon
Montag, 16. Februar
9.00 Eucharistiefeier
Samstag, 21. Februar
17.00 Eucharistiefeier auf Italienisch
Donnerstag, 19. Februar
9.00 Eucharistiefeier
Mittwoch, 18. Februar
Aschermittwoch
10.00 Eucharistiefeier
mit Aschenauflegung
19.30 Eucharistiefeier
mit Aschenauflegung
Freitag, 27. Februar
17.00 stilles Sitzen
Freitag, 20. Februar
19.00 Eucharistiefeier auf Kroatisch
Samstag, 21. Februar
10.00 Eucharistiefeier
1. Fastensonntag
Kollekte: Insieme
Samstag, 21. Februar (Vorabend)
16.15 Beichtgelegenheit
Thomas Müller
17.30 Wortgottesdienst, Kommunion
Predigt: Silvia Hergöth
Sonntag, 22. Februar
10.30 Eucharistiefeier
Predigt: Silvia Hergöth
19.30 Eucharistiefeier
Predigt: Thomas Müller
Montag, 23. Februar
9.00 Eucharistiefeier
Alterszentrum St. Martin
Mittwoch, 18. Februar
16.45 Eucharistiefeier
mit Aschenauflegung
Freitag, 20. Februar
16.45 Wortgottesdienst, Kommunion
Sonntag, 22. Februar
9.30 Eucharistiefeier
Sonntag, 22. Februar
1. Fastensonntag
Kollekte: Insieme
9.15 Wortgottesdienst, Kommunion
Predigt: Silvia Hergöth
Dienstag, 24. Februar
16.45 Eucharistiefeier
Donnerstag, 26. Februar
9.00 Eucharistiefeier
Freitag, 27. Februar
16.45 Wortgottesdienst, Kommunion
Freitag, 27. Februar
8.10 Wortgottesdienst, Kommunion
Sonntag, 1. März
9.30 Wortgottesdienst, Kommunion
Samstag, 28. Februar
17.00 Eucharistiefeier auf Portugiesisch
Chrüzlikapelle
Mittwoch, 25. Februar
10.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 22. Februar
9.00 Eucharistiefeier auf Spanisch
Samstag, 28. Februar
10.00 Eucharistiefeier
Samstag, 28. Februar
17.00 Eucharistiefeier auf Italienisch
2. Fastensonntag
Kollekte: Schweizerische Flüchtlingshilfe
Samstag, 28. Februar (Vorabend)
16.15 Beichtgelegenheit
Josef Mahnig
17.30 Abschiedsgottesdienst
mit Winfried Bader
anschliessend Pfarrei-Apéro
Sonntag, 1. März
10.30 Eucharistiefeier
Predigt: Josef Mahnig
13.30 Eucharistiefeier auf Albanisch
19.30 Eucharistiefeier
Predigt: Josef Mahnig
Sonntag, 1. März
9.00 Eucharistiefeier auf Spanisch
8
Samstag, 21. Februar
17.00 Eucharistiefeier auf Portugiesisch
Aschenauflegung
19.00 Gedenkgottesdienst
für Florian Thalmann
www.pfarrei-sursee.ch
Unter www.pfarrei-sursee.ch sind auf
der Homepage der Kirchgemeinde und
Pfarrei zahlreiche aktuelle Informationen abrufbar, unter anderem die aktuellen Gottesdienstzeiten, Veranstaltungen sowie die jeweilige aktuelle Ausgabe des Pfarreiblattes Sursee.
Sonntag, 1. März
2. Fastensonntag
Kollekte: Schweizerische Flüchtlingshilfe
9.15 Abschiedsgottesdienst
mit Winfried Bader
Es singt: Männerchor Schenkon
anschliessend Pfarrei-Apéro
Liturgische Bibeltexte
Sonntag, 22. Februar
1. Fastensonntag
Erste Lesung
Gen 9,8–15
Zweite Lesung
1 Petr 3,18–22
Evangelium
Mk 1,12–15
Sonntag, 1. März
2. Fastensonntag · Krankensonntag
Erste Lesung Gen 22,1–2.9a.10–13.15–18
Zweite Lesung
Röm 8,31b–34
Evangelium
Mk 9,2–10
16. Februar bis 1. März 2015
Gottesdienste
Pfarrkirche
St. Georg
Kapelle Mariazell
Im Dienste der Pfarrei
Montag – Dienstag, 16. – 17. Februar
8.30 Eucharistiefeier
16.00 Rosenkranz
Samstag, 28. Februar
8.00 Rosenkranz
8.30 Eucharistiefeier
Mittwoch, 18. Februar
Aschermittwoch
8.30 Eucharistiefeier mit Aschenweihe
und Aschenauflegung
16.00 Rosenkranz
Sonntag, 1. März
2. Fastensonntag
8.00 Eucharistiefeier, Predigt, Kollekte
16.00 Rosenkranz
Donnerstag, 19. Februar
8.30 Eucharistiefeier
16.00 Rosenkranz
Kapelle Spital und Seeblick Sursee
Freitag, 20. Februar
19.00 Rosenkranz
19.30 Eucharistiefeier mit eucharistischer Anbetung und Segen
Samstag, 21. Februar
8.00 Rosenkranz
8.30 Eucharistiefeier
Sonntag, 22. Februar
1. Fastensonntag
8.00 Eucharistiefeier mit Aschenweihe
und Aschenauflegung
Predigt, Kollekte
16.00 Rosenkranz
Montag, 23. Februar
8.30 Eucharistiefeier
16.00 Rosenkranz
Dienstag, 24. Februar
8.30 Eucharistiefeier
14.00 – 16.00 Gebetsnachmittag
mit Eucharistiefeier und
Beichtgelegenheit
Katholisches Pfarramt St. Georg
Rathausplatz 1, 6210 Sursee
Telefon 041 926 80 60
Fax
041 926 80 61
Mail: sekretariat@pfarrei-sursee.ch
Internet: www.pfarrei-sursee.ch
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag,
8.30 – 11.30 und 14.00 – 17.00 Uhr
Pfarreisekretariat
n Franz Bieri, Leiter
Claudia Andermatt und Doris Buck
Freitag, 27. Februar
9.30 Eucharistiefeier
Seelsorge
n Claudio Tomassini, Seelsorger/Pfarreileiter
041 926 80 60
claudio.tomassini@pfarrei-sursee.ch
n Josef Mahnig, mitarbeitender Priester
mit Pfarrverantwortung
041 280 04 78, j.mahnig@bluewin.ch
n Dr. Winfried Bader, Seelsorger
041 926 80 62
winfried.bader@pfarrei-sursee.ch
n Silvia Hergöth, Seelsorgerin und
Bereichsleiterin Katechese
041 926 80 63
silvia.hergoeth@pfarrei-sursee.ch
n Luzia Häller-Huber,
Alters- und Spitalseelsorgerin
041 921 67 66, l.haeller@bluewin.ch
n Fabrizio Misticoni, Bereichsleiter Jugend
041 926 80 65
fabrizio.misticoni@pfarrei-sursee.ch
n Dr. Walter Bühlmann, Vierherr
041 920 31 46
w_buehlmann@bluewin.ch
n Thomas Müller, Vierherr
041 920 18 04, weber.mueller@bluewin.ch
n Gerold Beck, Kaplan in Mariazell
041 921 12 84
Samstag, 28. Februar
16.00 Eucharistiefeier
Sakristan
n Seppi Arnold, Hauptsakristan
041 926 80 60, seppi.arnold@sunrise.ch
Mittwoch, 18. Februar
Aschermittwoch
10.30 Eucharistiefeier
Weihe und Austeilung der Asche
Freitag, 20. Februar
9.30 Eucharistiefeier
Samstag, 21. Februar
16.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 22. Februar
1. Sonntag der Fastenzeit
9.00 Wort- und Kommunionfeier, Orgel
Opfer: Stiftung Kapelle Spital und
Pflegeheim Seeblick
Mittwoch, 25. Februar
10.30 Eucharistiefeier
Sonntag, 1. März
2. Sonntag der Fastenzeit
9.00 Eucharistiefeier, Orgel
Pfarreirat
n Josef Greter, Pfarreiratspräsident
041 921 51 27, jgreter@solnet.ch
Mittwoch – Donnerstag, 25. – 26. Februar
8.30 Eucharistiefeier
16.00 Rosenkranz
Kirchenrat
n Anton Kaufmann, Kirchenratspräsident
041 921 56 58
anton.kaufmann@pfarrei-sursee.ch
Freitag, 27. Februar
19.00 Rosenkranz
19.30 Eucharistiefeier mit eucharistischer Anbetung und Segen
Kirchenverwaltung
Theaterstrasse 2, 6210 Sursee
Telefon 041 926 80 66
Mail: kirchenverwaltung@pfarrei-sursee.ch
n Hanspeter Wyss, Kirchgemeindeschreiber,
Alice Gut-Broch
9
16. Februar bis 1. März 2015
Pfarreichronik · Jahrzeiten und Gedächtnisse
Taufen
Durch die Taufe haben wir in unsere
christliche Gemeinschaft aufgenommen: Noée Furrer, Wilemattstrasse 41,
Sursee; Marvin Müller, Fähndrichweg
19, Sursee.
Todesfälle
Aus unserer Pfarrei sind verstorben:
René Winterberg, Geuenseestrasse 25,
Sursee; Anton Fuchs-Thürig, Sonnhaldestrasse 14, Sursee; Robert Wyder-Fischer,
Wilemattstrasse 7, Sursee; Iso und Rita
Maissen-Bauser, Chr.-Schnyder-Strasse
45, Sursee; Heidi Schwander-Ulrich,
Strassmatte 6, Sursee; Hedwig SchererMettler, St. Martinsgrund 9, Sursee.
Der Gott der Vollendung schenke den Verstorbenen die ewige Ruhe und den Angehörigen Trost.
Kollekten
Insieme
Am Wochenende vom 21./22. Februar
wird die Kollekte für insieme aufgenommen. Die Elternorganisation insieme
engagiert sich für rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Voraussetzungen, die es Menschen mit
einer geistigen Behinderung erlauben,
ein würdiges Leben zu führen. Das
gemeinsame Ziel von insieme: Menschen mit geistiger Behinderung gehören dazu. Sie leben mitten unter uns –
eigenständig, selbstbestimmt, so normal
wie nur möglich. Die insieme-Vereine
sorgen in den Regionen für eine breite
Palette von Angeboten für Menschen mit
geistiger Behinderung und ihre Angehörigen: Ferien, Bildungs- und Freizeitangebote, Entlastungsmöglichkeiten,
Erfahrungsaustausch gehören dazu.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Schweizerische Flüchtlingshilfe
Am Wochenende vom 28. Februar/
1. März ist die Kollekte für die Schwei10
Kirche St. Georg · 10.00 Uhr
Montag, 16. Februar, 9.00 Uhr
Jahrezeit: Heinrich und Fanny AmlehnZust, Basel.
Samstag, 21. Februar (neu 10.00 Uhr)
1. Jahresgedächtnis: Rita Frei-Meier,
Feldhöflistrasse 11, Oberkirch.
Jahresgedächtnis: Anneliese BaumliBossart, Badrain 3; Franz Rogger-Bachmann, Zopfenberg, Schenkon.
Jahrzeit: Josy Kaufmann und Annelies
Kaufmann, St. Martinsgrund 9; Lisbeth
Kuster, Birkenweg 3; Anna und Konrad
Roos-Kunz, St. Martinsgrund 4; Alois
Zwimpfer-Meier, Münchrütistrasse 3.
Samstag, 28. Februar (neu 10.00 Uhr)
Dreissigster: René Winterberg, Geuenseestrasse 25.
Jahrzeit: Franz und Rosa Amrein-Hellmüller, St. Martinsgrund 3; Alois und Elisabeth Arnold-Müller, Christoph-Schnyder-Str. 25; Helen und Josef Frei-Feierabend, St. Martinsgrund 4; Hans Glanzmann-Stöckli, Zellgrundstrasse 3 und
Niklaus und Ida Glanzmann-Albrecht,
Schnydermatt 4; Familie Franz JostEstermann und Franz Jost-Häfliger,
zerische Flüchtlingshilfe bestimmt. Die
Organisation setzt sich dafür ein, dass
Asylsuchende ein faires Verfahren
erhalten, und dass anerkannte Flüchtlinge chancengleich am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben in
unserem Land teilhaben. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe engagiert sich für
eine offene und solidarische Schweiz
und begleitet Asylsuchende durch den
Dschungel des Schweizer Rechtssystems und recherchiert Analysen über
die Lage in ihren Herkunftsländern.
Flüchtlingen greift sie bei der Integration mit Ausbildungsbeiträgen unter die
Arme und hilft bei der Zusammenführung von Familien, die wegen Flucht und
Verfolgung getrennt wurden.
Vielen Dank für Ihre Spende.
Unterlehn, Schenkon und Barbara und
Hans Jost-Huber, Oberlehn, Gunzwil
und Franz-Josef Jost, Unterlehn, Schenkon und Robert Jost, Unterlehn, Gunzwil; Josy Käch-Stalder, St. Martinsgrund
7; Josef und Franziska Zust-Huber und
Tochter Mathilde Zust, Mühlehof; Maria
Theresia Zust, Mühlehof/Walkeliweg 4.
Samstag, 28. Februar, 17.30 Uhr
Jahrzeit: Marie und Anton BurkardSchmid, Centralstrasse 4.
Kapelle Mariazell · 8.30 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Jahrzeit: Josef Illi-Hinnen; Franz Josef
Wolf, Luzern.
Samstag, 21. Februar
Jahrzeit: Franz Stocker-Krähenbühl
und Eltern Franz und Anna StockerZumbühl, Mariazellweg 5.
Donnerstag, 26. Februar
Jahrzeit: Franz und Martha JostKathriner und Angehörige.
PC Kurs: Ungeahnte Erleichterung
mit dem PC
Der PC bietet ungeahnte Erleichterungen: Lernen Sie Dropbox, Drive, Serienmails, «Google Kalender», Teamviewer
usw. kennen, Termine doodeln, Powerpoint-Präsentation und Umfragen
erstellen. Sie erhalten verständliche
Kursunterlagen.
Leitung:
Pirmin
Lenherr, Webpublisher SIZ, Hitzkirch.
Datum: Mittwoch, 11., 18., 25. März und
1. April, jeweils von 19 – 21.30 Uhr,
Informatikzimmer, EG 02, Schulhaus
Georgette, Sursee. Kosten: Fr. 135, Fr.
145 für Nichtmitglieder (inkl. Kursunterlagen)..
Anmeldung bis 1.März. bei Karin von
Weissenfluh, Telefon 041 920 24 31 oder
www.frauenbund-sursee.ch.
Gebetswoche für die Einheit der Christen
Ein Glas frisches Wasser ist immer ein Genuss
Im Januar riefen der Ökumenische Rat
der Kirchen und der Päpstliche Rat zur
Förderung der Einheit der Christen auf.
Auch in der Reformierten Kirchgemeinde Sursee und in der Katholischen Pfarrei Sursee stand die Gebetswoche für die
Einheit der Christen im Zentrum.
Die Verantwortlichen der beiden Kirchen
nutzten die Gelegenheit für gegenseitige
Besuche in den Gottesdiensten. Vergangenes Wochenende predigte Ulrich Walther, reformierter Pfarrer, in den katholischen Gottesdiensten und in der Woche
zuvor besuchte Claudio Tommassini die
Gottesdienste in der reformierten Kirche.
Das Thema der Einheitswoche war der
Text aus dem Evangelium «Gib mir zu
trinken!» Jesus begegnete auf dem Weg
nach Galiläa am Jakobsbrunnen einer
Samariterin, sie befand sich zum Wasserschöpfen am Brunnen. Jesus bat um Wasser, doch die Frau erwiderte: «Wie kannst
du als Jude mich eine Samariterin um
Wasser bitten?» Damals mieden sich
Samariter und Juden. Als Jesus sich zu
erkennen gab, liess sie ihn trinken.
Wasser aus einem anderen Brunnen
«Die Begegnung zwischen Jesus und der
Frau ermutigt uns dazu, Wasser aus
Josef Mahnig, mitarbeitender Priester mit Pfarrverantwortung (links) und der reformierte Pfarrer Ulrich Walther.
Foto: Werner Mathis
einem anderen Brunnen zu kosten und
Wasser aus dem eigenen Brunnen anzubieten», meinte Ulrich Walther in seinen
Predigtworten. Er betonte, dass die
Gebetswoche für die Einheit der Christen
eine besondere Zeit für das Gebet, die
Begegnung und den Dialog bedeute.
Ulrich Walther gab sich überzeugt: «Wer
Wasser aus dem Brunnen anderer trinkt,
beginnt zu erfahren, wie andere Men-
schen leben. Dies führt zu einem Austausch und bereichert.»
Abschliessend ermunterte er die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes: «Frisches Wasser ist bei uns keine
Mangelware, also ist ein Glas frisches
Wasser immer ein Genuss und bietet Gelegenheit über vieles, auch über unser
Christsein, nachzudenken.»
Werner Mathis
Unter der Leitung von Peter Meyer sang das Vokalensemble Sursee an Lichtmess in der Pfarrkirche in Sursee und in der Kapelle Namen Jesu in Schenkon (Bild) orthodoxe Chormusik von Pjotr Illitsch Tschaikowsky. Das freundliche Licht, welches von der
Musik der Liturgie des St. Chrystostomos ausgeht, passte bestens zum Inhalt der Lichtmess.
Foto: Werner Mathis
11
Stadtpräsident, Heinivater und kirchlich Engagierte waren zum Klostermahl geladen
Geselligkeit und Gemütlichkeit
und gute Kontakte
Zum traditionellen Klostermahl lud der
katholische Kirchenrat Sursee an Lichtmess (2. Februar) ins Kapuzinerkloster
ein. Der Einladung folgten zahlreiche
Gäste aus Politik und Kirche.
Zu Beginn begrüsste Josef Mahnig, mitarbeitender Priester mit Pfarrverantwortung, in der Klosterkirche und wies auf den
heutigen Bibeltext hin, als Josef und Maria
ihren Sohn Jesus in den Tempel brachten.
Hier gab es eindrückliche Begegnungen
mit dem alten Simeon. Bezugnehmend auf
die heutige Zeit betonte Mahnig: «Das
Zusammenleben braucht Kompromisse –
auch in der Politik. Es braucht Visionen,
Gerechtigkeit und vor allem Schutz der
Schwächeren in unserer Gesellschaft.»
Begrüssung der zahlreichen Gäste
Kirchenratspräsident Toni Kaufmann
begrüsste die Gäste, unter ihnen Heinivater Roland Rüegg sowie Stadtpräsident
Beat Leu. Einen besonderen Gruss richte12
te er an die Vertreter der Kapuziner, Bruder Christian Schweizer und Ephrem
Bucher. Er freute sich auch auf die Anwesenheit des reformierten Pfarrers Ulrich
Walther und des reformierten Kirchenratspräsidenten Christian Marti. Weiter
begrüsste er die Vertreter der Kirchgemeinden Geuensee, Knutwil und Nottwil,
die Korporationspräsidenten Sabine
Beck-Pflugshaupt, Mitarbeitende, Kommissionen, Präsidentinnen und Präsidenten von Vereinen und Gruppierungen. Als
besondere Gäste konnte Toni Kaufmann
die LektorInnen und die KommunionspenderInnen begrüssen und ihnen für ihren
treuen kirchlichen Dienst danken.
Kirchenrat hat Einarbeitungsphase
hinter sich
Seit Sommer 2014 habe die Anstellung des
neuen Pfarreileiters Claudio Tomassini
Ruhe, Hoffnung und Aufbruch vermittelt.
Er musste sich für das Klostermahl entschuldigen, da er vor seiner Anstellung die
Ferien mit seienr Familie bereits geplant
hatte. Der mehrheitlich neue Kirchenrat
habe die Einarbeitungsphase hinter sich
und erste Erfahungen gesammelt. Vorgesehen sei die Schaffung von klareren, einfachere Strukturen. Als Primeur konnte
Toni Kaufmann verkünden, dass die Rechnung 2014 erfreulich abschliesst. Demnächst werde über das die Nutzung des
«offenen Pfarrhauses» orientiert. Zur Zeit
würden die Vorarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Pfarreizentrums
Vierherrenplatz den Kirchenrat stark
beanspruchen. Im personellen Bereich
gebe es demnächst eine Neubesetzung des
Hauptorganisten. Zudem werde der Weggang von Pastoralassistent Winfried
Bader mit einem Teilpensum Sozialarbeit
besetzt werden.
Im Anschluss wurde den Gästen das Klostermahls – nicht mehr Schnecken wie in
früheren Jahren – sondern einen feinen
Braten serviert.
Text und Fotos: Georges Achermann
Pensionierten-Fasnachtsball der reformierten und katholischen Kirchgemeinden sowie
der Zunft Heini von Uri
Eine bunte Narrenschschar mit Königinnen,
Prinzessinnen, Hofnarren, Clowns ...
Der Nordsaal der Stadthalle Sursee war
am Dienstag, 3. Februar, farbenfroh-royal geschmückt, als die ersten kostümierten und maskierten Seniorinnen und
Senioren zum Fasnachtsball eintrafen. Zu
sehen war eine bunte Schar von Königen,
Prinzessinnen, Hofnarren, Clowns und
viele mehr. Die Stimmung bei den Pensionierten war bereits fröhlich und ausgelassen, als Annelies Nick vom Vorbereitungsteam der Seniorengruppe das Grusswort
hielt. Sie gab der Freude Ausdruck, dass
dieser Nachmittag, welcher von der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde sowie der Zunft Heini ermöglicht
werde, Freude in den Alltag bringen möge.
Als Vertreterin der katholischen Kirchgemeinde konnte sie Theologin Lucia Häller
und von der reformierten Kirchgemeinde
Pfarrer Ueli Walther (natürlich beide
kostümiert) willkommen heissen..
Das «Duo Alpenflitzer» spielte Schunkellieder und fröhlichen Melodien, sodass viele Pensionierte das Tanzbein schwingen
konnten. Dazwischen traten die Erst- und
Zweitklässler des Schulhauses Neufeld
mit herrlichen Tänzen auf und erfreuten
alle Anwesenden. Und fehlen durfte natürlich nicht der Auftritt der Zunft Heini von
Uri, deren Tross vom Heinivater Roland
Rüegg und Heimimama Barbara angeführt wurde. Der Heinivater freute sich
riesig, hier an der Pensioniertenfasnacht
zu sein und wünschte allen eine super
«eifach royale» Fasnacht.
Text und Fotos: Georges Achermann
13
Ein Zwischenruf zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen
Nachdenken über den Islam und uns
Anschläge in Paris, IS-Terror in Syrien, Boko Haram in Nigeria. Bei uns
Guantanamo, Drohnenkrieg, Minarett-Initiative und Pegida. Was ist los
mit «dem» Islam? Und mit uns?
Muslime gehören zu Europa. Sie leben
in Frankreich, Bosnien und in der
Schweiz. Sie sind ein Teil von uns. Daran führt kein Weg vorbei. Und wir haben
Religionsfreiheit. Was nicht Freiheit
von Religion bedeutet, sondern Freiheit
zu Religion, auch wenn sie als Minarett
Gestalt annimmt. Ebenso klar muss
sein, dass auch Christen in Saudi-Arabien eines Tages ihre Religion frei leben
können. Keinem Muslim soll der Besuch
im Petersdom zu Rom verwehrt werden
– aber auch jeder Christ oder Hindu
muss sich frei nach Mekka begeben
können. Solche Ziele dürfen wir in unserem Denken niemals aufgeben.
Gläubige oder Terroristen?
Warum sorgt der Islam für so viele
negative Schlagzeilen? Und welcher
Islam überhaupt? Handelten die Mörder von Paris, Nigeria oder Syrien als
gläubige Menschen? Oder sehen wir
einfach Terroristen am Werk, ein aufgebrachter Mob, dem jeder Vorwand
recht ist, sich austoben zu können?
Warum sind es immer junge Menschen?
Müssen wir unterscheiden zwischen
religiösem Islam und politischem
Islam? Viele Muslime jedenfalls beunruhigt der Missbrauch ihrer Religion.
Und immer mehr stehen auf und sagen
es auch.
Heilsame Säkularisierung
In allen Religionen schlummert ein
Gewaltpotenzial. Die Bibel wie auch der
Koran enthalten Texte, die mehr oder
weniger gewalttätig missinterpretiert
werden können. Der Aufklärer Voltaire
schreibt: «Die schlecht aufgefasste Religion gleicht einem Fieber, das bei der
geringsten Gelegenheit in Raserei ausartet.»
14
Das gibt uns ein wichtiges Stichwort:
Die Aufklärung. Das Christentum hat,
anders als der Islam, die Aufklärung,
die
Säkularisierung,
die
Religionskritik von Feuerbach bis Freud
als heilsame Entwicklung durchlaufen
dürfen. Diese Prozesse reinigten das
Christentum. Weltliche Macht ging
verloren. Das Gewaltmonopol liegt
allein beim Staat. Die Theologie entschied sich, die Heilige Schrift genauer, historisch-kritisch zu beleuchten.
Sie zeigte, wie sich der ewige Gott in
je zeitbedingtem menschlichem Wort
ausdrückt, so dass der Glaube nicht
am Buchstaben kleben muss.
Gott ist Buch geworden
Damit hat der Koran grosse Mühe.
Nach christlicher Vorstellung ist die
Bibel deshalb Heilige Schrift, weil sie
die vorgängige Offenbarung Gottes
in seinem Sohn Jesus Christus reflektiert. Gemäss islamischer Vorstellung
ist der Koran hingegen die Offenbarung Gottes selbst, «seine unwandelbare Botschaft», wie Joachim Gnilka
im Buch «Bibel und Koran» schreibt.
Gott ist gewissermassen Buch geworden. Die Abkehr vom wortwörtlichen
Verständnis des Korans fällt daher
schwerer. Ist aber auf Dauer nicht
weniger notwendig.
Weltreligion Islam
Die etwa 1,5 Mrd. Muslime weltweit
leben grösstenteils in Asien, auf der
Arabischen Halbinsel, im Nahen
Osten und in Nordafrika. Die höchsten muslimischen Bevölkerungszahlen weisen Indonesien, Pakistan
und Bangladesch auf. In der
Schweiz leben gut 300 000 Muslime,
knapp fünf Prozent der Einwohner.
Die meisten sind europäische Muslime aus Bosnien, Mazedonien und
dem Kosovo.
Immenser Klärungsbedarf
Überhaupt wird der Islam nicht
umhinkönnen, sein Verhältnis zur
Gewalt, etwa zum Heiligen Krieg (als
Kampf gegen das Böse in sich) und sein
Verhältnis zur Religionsfreiheit (auch
in der Familie) eindeutig zu klären.
Und er muss aus der beleidigten
Opferrolle kommen. Der Islam ist
weder Opfer westlicher Meinungsfreiheit noch der Geschichte.
Der Politologe Olivier Roy erklärt im
Buch «Heilige Einfalt: Über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen», dass es Osama bin Laden
gelang, den Islam seiner orientalischen Herkunftskultur zu entziehen.
Aus einer Religion ohne kulturellen
Boden entstünde Fundamentalismus.
In der Tat – wer denkt heute beim
Islam noch an orientalische Werte wie
Gastfreundschaft, Kinderfreundlichkeit und Zusammenhalt? Roy analysiert, dass Fundamentalisten wie
Rechtspopulisten gleichermassen nur
hohle Identitäten anbieten, Folklore
ohne substanzielle Kultur.
Werte und kulturelle Substanz
Der Islam ist gefordert, theologisch
aufzuholen. Gefragt sind die Gelehrten
an den grossen islamischen Universitäten. Gefragt sind alle islamischen
Zentren in der Schweiz. Gefragt sind
positive, unsere Gesellschaft bereichernde Werte. Der Islam hätte sie zu
bieten.
Deshalb brauchen wir ein differenziertes Nachdenken über den Islam,
angstfrei. Von der Angst leben nur die
Täter. Und wir brauchen Gespräche
über die Substanz der eigenen Identität. Papst Franziskus hat vor dem Europaparlament in Strassburg auf die
kulturelle Qualität Europas hingewiesen: Freiheit, Recht, Menschenwürde.
An diese Werte müssen sich Muslime
anschliessen können. Christen übrigens auch.
Andreas Wissmiller
Mit Lotti und Josef Stöckli aus Schenkon filmisch unterwegs in Brasilien
So schnell und so viel wie möglich
In ihren Filmen stellen Josef und Lotti
Stöckli aus Schenkon Menschen vor,
welche nicht auf der Sonnenseite des
Lebens stehen. Ihr neuster Film «Vom
Fluch der Soja» handelt von den Folgen des Sojaanbaus in Brasilien. Der
Streifen wurde kürzlich in Schenkon im
ausverkauften Begegnungszentrum
uraufgeführt.
Lotti und Josef Stöckli schwärmen beide
von Brasilien, von der Vielfalt des Landes, von der Liebenswürdigkeit und
Gastfreundschaft der Menschen – seien
«Vom Fluch der Soja»
In ihrem neuen Dokumentarfilm
erzählen Lotti und Josef Stöckli aus
Schenkon vom Leben der Kleinbauernfamilien inmitten der Sojaplantagen in Matto Grosso. Sie zeigen eindrücklich, wie der Futtermittelanbau
in Brasilien Wald zerstört, Böden vergiftet und Kleinbauern vertreibt.
Gezeigt wird der Film im Rahmen der
Eröffnungsveranstaltung zur Fastenopferkampagne: Freitag, 27. Februar,
Zentrum Maihof, Luzern. Anmeldung
bis 19. Februar, www.ticketino.ch.
Als DVD ist «Vom Fluch der Soja» (Fr.
25.–) erhältlich beim Fastenopfer, 041
227 59 59, www.fastenopfer.ch/shop.
es die Bewohner des Regenwalds am
Amazonas, seien es jene der trockenen
Savanne von Matto Grosso. Neben dem
Reichtum des Landes sehen sie aber
auch die massiven Probleme vieler Menschen. «Die Filme erlauben uns, viel zu
erleben, alle unsere Fragen zu stellen, in
die Tiefe zu gehen», sagt Lotti Stöckli, die
bis zu ihrer Pensionierung Übersetzerin
für Spanisch und Portugiesisch war.
Bevor sie zu filmen beginnen, bleiben sie
deshalb jeweils mehrere Wochen vor Ort,
um Vertrauen zu schaffen. In Matto Grosso, am Südrand von Amazonien, begegneten sie dem Bauern Nilfo Wandscheer,
der ihnen von den existenzbedrohenden
Problemen der verstreut lebenden Bauernfamilien erzählte.
Lotti und Josef Stöckli aus Schenkon.
Giftige Plantagen ringsumher
Auf der einen Seite gibt es riesige,
industriell bebaute Sojafelder, wofür die
Trockensavanne über Hunderte von
Kilometern gerodet wurde. Auf der
andern Seite vertrocknen die Peperoncini und verdorren die Bananenbäume der
Kleinbauern, weil der Wind die Chemikalien, welche jedes Jahr in grossen
Mengen über die Sojapflanzen versprüht
werden, auch auf ihre Felder trägt. Viele Familien sind bereits weggezogen,
weil sie von den Ernten nicht leben können. Andere arbeiten auf den Sojaplantagen mit, oft ungeschützt den Chemikalien ausgesetzt.
Devisen für den Staat
Justiz, Polizei und Regierung unterstützen die Plantagen und halten zusammen,
weil die Sojaexporte sehr profitabel sind
und dem Staat Devisen einbringen. Mit
ihrem Film hoffen Stöcklis, dass mehr
Menschen die Zusammenhänge zwischen
dem Fleisch auf unserem Tisch, dem
industriellen, hochgiftigen Sojaanbau
und der Klimaveränderung verstehen.
«Nur wenn wir unser Konsumverhalten
ändern», so sind Lotti und Josef Stöckli
überzeugt, «wird auch der Sojaanbau ein
umweltverträgliches Ausmass annehmen.» Blanca Steinmann, Fastenopfer
Der Boden in Mato Grosso ist nicht besonders fruchtbar. Die Plantagen brauchen Pestizide, Insektizide – und sehr viel Dünger.
Jährlich werden in Brasilien 950 Tonnen Chemikalien versprüht.
Bild: Fastenopfer/Filmstill Stöckli
15
AZA 6210 Sursee
Erscheint
vierzehntäglich
Redaktionsschluss
Nr. 05/2015
Montag, 16. Februar 2015
Erscheint am
Freitag, 27. Februar 2015
AKTUELL
•
Herausgeberin: Katholische Kirchgemeinde Sursee
Redaktionsteam: Georges Achermann (Leitung),
Werner Mathis, Hanspeter Bisig, Franz Bieri,
Claudio Tomassini, Claudia Andermatt
Zuschriften: Redaktion Pfarreiblatt, Postfach 376,
6210 Sursee, 041 921 55 04, pfarreiblatt@gmx.ch
Bestellungen, Abbestellungen, Adressänderungen:
Katholisches Pfarramt, Rathausplatz 1, 6210 Sursee
041 926 80 60, Mail: sekretariat@pfarrei-sursee.ch
KIRCHGEMEINDE UND PFARREI ST. GEORG SURSEE
Fastenopfer-Unterlagen
Der Fastenkalender und alle
weiteren Unterlagen zum diesjährigen Fastenopfer liegen ab
Aschermittwoch hinten in der
Pfarrkirche St. Georg in Sursee, in
der Kapelle Namen Jesu in Schenkon, in der Kapelle Mariazell,
in der Kapelle im Alterstzentrum
St. Martin und in der Kapelle
Mauensee auf.
Aschenausteilung
am Aschermittwoch
Am Aschermittwoch, 18. Februar,
wird in den Gottesdiensten um
10 Uhr und um 19.30 Uhr in der
Pfarrkirche St. Georg in Sursee die
Asche gesegnet und aufgelegt.
Weitere Aschenauflegungen:
Mittwoch, 18. Februar:
Im Gottesdienst um 16.45 Uhr,
Alterszentrum St. Martin;
im Gottesdienst um 8.30 Uhr,
Kapelle Mariazell;
im Gottesdienst um 10.30 Uhr,
Kapelle Spital und Seeblick.
Abschiedsgott
esdienste
Pastoralassistent
Winfried Bader
feiert die Abschied
sgottesdienste
am Samstag, 28
. Februar, 17 Uhr,
in der Pfarrkirche
St. Georg
in Sursee und am
Sonntag,
1. März, 9.15 Uh
r, in der Namen
Jesu Kapelle in Sc
henkon.
Anschliessend an
beide
Gottesdienste sin
d alle
zum Apéro eingel
aden.
Senioren-Mittagstisch
«Kreativität
und Älterwerd
en»
Impulsveranstaltu
ng der
Pro Senectute Ka
nton Luzern und
Ortsvertretenden
aus der Region
Sursee am Monta
g, 2. März,
14 – 16.30 Uhr,
zum Thema
«Kreativität und
Älterwerden».
Pfarreiheim Surs
ee.
Vortrag von Mon
ika Fischer
aus Reiden. Kein
e Anmeldung
erforderlich.
Film und Gespräch
mit Luke Gasser
Am Mittwoch, 4. März, 14 und
19.30 Uhr, Vorabpremiere des
neusten Films von Luke Gasser
«Rabbuni – Die Perle im Acker».
Autor und Regisseur wird im
Anschluss an die Filmvorführungen
zum Gespräch anwesend sein.
Stadttheater Sursee.
Am Mittwoch, 18. Februar, 12 Uhr,
treffen sich die Seniorinnen und
Senioren von Sursee im
Alterszentrum St. Martin
zum Mittagstisch.
Spatzentreff
Dienstag, 17. Februar: Treffpunkt
um 14.15 Uhr zum Fasnachtsumzug beim Polizeiposten.
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