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LPD
Landvolk-PresseDienst
Herausgegeben vom
Landvolk Niedersachsen – Landesbauernverband e.V.
Warmbüchenstraße 3 - 30159 Hannover
Nr. 15 – 23. Februar 2015
Genossenschaftsidee EU-weit bekannt
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Niedersachsens Fleischrinderzucht ist bunt
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Neuer Agrarschwerpunkt in Vechta
4
Ergänzende Informationen geben wir Ihnen gern unter
Telefon 05 11/3 67 04-30, -31, -34 und -76 Telefax 05 11/3 67 04 68 oder
per E-Mail pressestelle@landvolk.org
- Nr. 15
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23. Februar 2015
Genossenschaftsidee EU-weit bekannt
Deutsche Agrargenossenschaften auf Rang 2 nach Frankreich
L P D - Sie wurde aus der Not geboren, hat sich mittlerweile aber weit über Deutschland
hinaus in Europa etabliert: Die Genossenschaftsidee. Die deutschen Genossenschaften behaupten sich im EU-weiten Vergleich mehr als 150 Jahre nach der ersten Genossenschaftsgründung 1864 in Weyerbusch im Westerwald immer noch gut. Dies geht nach Mitteilung
des Landvolk-Pressedienstes aus einer aktuellen Umfrage des EU-Ausschusses der ländlichen Genossenschaften Cogeca hervor. Bei einem Jahresumsatz von 67,5 Mrd. Euro wurden
die deutschen Agrargenossenschaften nur von den französischen Coopérative übertroffen,
die es auf 84,35 Mrd. Euro brachten. Auf Platz 3 folgen die italienischen Cooperativa mit
34,36 Mrd. Euro. Im Ranking der 100 umsatzstärksten Agrargenossenschaften steht die
süddeutsche Baywa auf Platz 1, gefolgt von Agravis auf Rang 6 und dem Deutschen Milchkontor auf Rang 10.
Genossenschaften sind in Deutschland nach Angaben des Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes weit verbreitet. Praktisch jeder Landwirt ist Mitglied einer oder mehrerer Genossenschaften. Aber auch zwei von drei Handwerkern sind in Ein- oder Verkaufsgenossenschaften organisiert, 75 Prozent aller Einzelhandelskaufleute, 90 Prozent aller Bäcker und
Metzger sowie über 65 Prozent aller selbständigen Steuerberater sind Mitglieder einer Genossenschaft. Wohnungsbaugenossenschaften zählen rund 3,2 Mio. Mitglieder und bewirtschaften fast jede zehnte Mietwohnung in Deutschland. Sie sind allerdings in eigenen Verbänden organisiert. Die Genossenschaftsorganisation bietet bundesweit rund 600.000 Menschen einen Arbeitsplatz und stellt ca. 35.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung. In jüngster
Zeit hat die Genossenschaftsidee durch Energiegenossenschaften oder im Betrieb von Freiund Hallenbädern bewiesen, dass sie sehr modern und breit anwendbar ist.
- Nr. 15
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23. Februar 2015
Niedersachsens Fleischrinderzucht ist bunt
Mutterkühe werden auch gerne in der Landschaftspflege eingesetzt
L P D - Niedersachsens Fleischrinderzüchter stehen für einen kleineren Bereich der Tierhaltung, dafür herrscht auf ihren Weiden und in ihren Ställen eine recht große Vielfalt. Das
betrifft nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes die große Zahl der verschiedenen Rassen. Einige Züchter haben sich für die französischen Rassen Limousin oder Charolais entschieden. Damit halten sie Tiere, die gut Fleisch ansetzen und sich in idealer Weise für die
Bullenmast eignen. Andere Halter bevorzugen Deutsche oder Aberdeen Angus, die Tiere
werden als freundlich und unkompliziert beschrieben und sind bei Kunden wegen ihres
Qualitätsfleisches beliebt. Als kleine Gruppe mit Allroundtalent setzt das aus Bayern nach
Norden gekommene Fleckvieh helle Flecken in die ansonsten vorwiegend schwarzbunt geprägte Rinderlandschaft Niedersachsens. Und schließlich haben sich die robusten Galloways
mit ihrem etwas lockigen Fell sowie dem schon fast wildartigen Fleisch bei Haltern wie
Kunden Freunde erworben, ähnliches gilt für die Highlands mit ihren typischen großen
Hörnern. Diese Rassen werden von Landwirten gern in der Landschaftspflege genutzt. Dort
sind anspruchslose und robuste Tiere gefragt, die auch mit kargen Weiden zurechtkommen
und lediglich Schutzhütten für die ganzjährige Weidehaltung benötigen.
Landesweit halten in Niedersachsen gut 22.000 Landwirte Rindvieh, knapp die Hälfte davon hat sich für Milchvieh entschieden. 2,65 Millionen Kopf Rindvieh werden über alle Altersklassen gehalten. Als echte Bullenmäster gelten nur noch wenige Landwirte, einige kaufen Mastkälber aus Süddeutschland zu. Einige wenige betreiben die Rinderhaltung als sogenannte Mutterkuhhaltung eher extensiv in der Landschaftspflege, sie haben heute häufig
Probleme, ausreichende Flächen zu bekommen. Etwa 60.000 Mutterkühe in 4.000 Betrieben
gibt es nach Schätzungen der Masterrind in Verden. Sie ist Ansprechpartner für alle Halter
von Fleischrindern und organisiert monatliche Auktionen. Hier werden im Jahr knapp 7.000
Tiere verkauft, die bei Landwirten aus dem norddeutschen Raum, aber auch von Händlern
aus Italien oder Hessen gefragt sind. Die etwa neun Monate alten Jungtiere mit einem Gewicht von um die 300 Kilogramm kosten von 2.000 bis zu 6.400 Euro für Spitzentiere. Für
den 5. März ab 9.30 Uhr hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu einem Fachgespräch Rindermast in die Niedersachsenhalle nach Verden eingeladen. Dort stellt unter anderem ein Landwirt aus dem Raum Hohenhameln seinen neuen Stall vor. Er hat sich in einer Kooperation mit dem Namen Ackerkrume in einer typischen Ackerbauregion für die
Rindermast entschieden.
- Nr. 15
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23. Februar 2015
Neuer Agrarschwerpunkt in Vechta
L P D - Im agrarisch geprägten Südoldenburger Raum bietet die Justus-von-Liebig-Schule
in Vechta mit diesem Schuljahr in der Fachoberschule erstmals einen Schwerpunkt Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie an. Mit 30 Schülerinnen und Schülern in den
Klassen 11 und 12 ist diese Schulform zum Schuljahr 2014/15 an den Start gegangen. Das
neue Angebot steht allen interessierten Jugendlichen offen und ist vor allem für Kinder aus
Familien konzipiert, die der Landwirtschaft nahe stehen. Mit dem erfolgreichen Ab-schluss,
der Fachhochschulreife, dem sogenannten Fachabi, ist ein Studium aller Fachrich-tungen an
Fachhochschulen möglich. Darüber hinaus können Absolventen ein Studium in den einschlägigen Fachrichtungen wie Agrarwirtschaft, Biologie und Umwelttechnologie auch an
Universtäten –ausgenommen Bayern und Sachsen - beginnen. In der Klasse 11 erhalten die
Schülerinnen und Schüler Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern und erwerben an
drei Tagen zusätzliche Kenntnisse in einem Praktikumsbetrieb. Die Klasse 12 ist als Vollzeitschulbetrieb organsiert, neben den allgemeinbildenden Fächern stehen berufsspezifische Fächer wie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Informationsverarbeitung,
Naturwissenschaft sowie Agrar- und Umwelttechnologie auf dem Lehrplan. Zugangsvoraussetzung für die neue Fachoberschule ist der Sekundarschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand für die Klasse 11, für die Klasse 12 muss zusätzlich der Nachweis
über eine zweijährige Berufsausbildung in einem adäquaten Fach nachgewiesen werden.
Für das Schuljahr 2015/16 werden aktuell noch Anmeldungen angenommen. Mehr Informationen zu dem neuen Angebot sowie allen Bewerbungsvoraussetzungen stehen im
Menupunkt Bildungsangebote, Fachbereich Agrarwirtschaft unter www.bbs-vechta.de.
Herausgeber:
Redaktion:
Landvolk Niedersachsen - Landesbauernverband e.V.,
Warmbüchenstr. 3, 30159 Hannover
Gabi von der Brelie (Chefredakteurin)
Wiebke Molsen
Anschrift der Redaktion: Warmbüchenstr. 3, 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 3 67 04-30, -31, -34; -76
E-Mail: pressestelle@landvolk.org
Der Landvolk-Pressedienst erscheint zweimal wöchentlich.
Abdruck honorarfrei; Quellenangabe erwünscht; Belegexemplare erbeten
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