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Befreie Deinen Duft und die Liebe_1-16_1[...]

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Selma Gienger
Befreie Deinen
Duft und die Liebe
Wie Dein EigenDuft steuert, wen und was Du anziehst
Selma Gienger
Befreie Deinen
Duft und die Liebe
Wer dies alles wohl erfasst
weiß weshalb er liebt und hasst:
Menschenliebe ist nur Phrase,
zu entscheiden hat die Nase.
M. Reymond
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Für Wolf
in großer Verehrung und Liebe
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Selma Gienger
Befreie Deinen
Duft und die Liebe
Wie Dein EigenDuft steuert wen und was Du anziehst
Ein Ratgeber in Krimi-Form
Selma Gienger Verlag
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© 2015, 1. Auflage, Selma Gienger Verlg, Hauptstr. 11, 75428 Illingen-Schützingen
Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, Übersetzung, Entnahme von Abbildungen, Wiedergabe auf
photomechanischem oder ähnlichem Wege, Speicherung in DV-Systemen oder auf elektronischen Datenträgern
sowie die Bereitstellung der Inhalte im Internet oder anderen Kommunikationsdiensten ist ohne vorherige schriftliche
Genehmigung Selma Giengers auch bei nur auszugsweiser Verwertung strafbar.
Die Ratschläge und Empfehlungen dieses Buches wurden sorgfältig geprüft. Dennoch kann eine Garantie nicht
übernommen werden. Eine Haftung des Autors für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ist ausgeschlossen.
Sofern in diesem Buch eingetragene Warenzeichen, Handelsnamen und Gebrauchsnamen verwendet werden,
auch wenn diese nicht als solche gekennzeichnet sind, gelten die entsprechenden Schutzbestimmungen.
Hinweis: Ich gestatte nur Jugendlichen ab 16 Jahren dieses Buch zu lesen!
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Deine Seele, Dein Geist und Dein Körper
Dein EigenDuft als Anziehungskraft und Grundvoraussetzung für Beziehungen
Deine Anziehungskraft und die Steuerung, wen und was Du anziehst
Was die Form Deines Körpers und Dein Aussehen mit Duft zu tun haben
Die Selbstliebe als Bedingung für gute Partnerschaften
Die Haare - Das Duftorgan
Die Nase und das Riechhirn
Das Jakobson‘sche Organ in der Nase
Der Duft unserer Gedanken und Gefühle
Wie man eine eingeschlafene Sexualbeziehung leicht wieder beleben kann
Dein Duft als Prinzip der Anziehung und Abstoßung - Sympathie und Antipathie
Die Duftstoffe der Liebe - Pheromone/Anthropine/Moschus
Der unterschiedliche Duft von Männer und Frauen
Der Duft der Emanzipation und der unterschiedlichen Lebensphasen
Die Duftkorrespondenz der Liebe - Ich atme Dich ein und Du atmest mich ein.
Der Körperduft in unterschiedlichen Bekleidungsfasern - Tier-/Pflanzen-/Chemiestoffe
Parfum, künstliche Haarfarben und Ihre Aus-Wirkungen
Schmeckt mir mein Partner wirklich? - Untrüglicher Partnerduftcheck mit einer simplen Weinprobe
Neuer Wind und neues Glück für Ihre Partnerschaft
Der Duft von Sex - Die 7 goldenen Regeln für glücklichen Sex
Das revolutionäre „Parfum Nr. 7“ - Homöopathische Haarduftkügelchen und ihre Wirkung
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Wer bist Du?
Wie ein Tiger im Käfig lebst Du hinter Deiner Maske.
Warum versteckst Du Deine eigene Farbe und Deinen eigenen Duft?
Wovor hast Du Angst?
Du sagst, Du willst endlich so geliebt werden wie Du bist.
Dann zeige Dein echtes und wahres Wesen!
Erschließe das Geheimnis Deiner Anziehungskraft in Dir.
Dein Duft ist Dein Wesen, Deine Seele, Deine Form und Deine Einzigartigkeit.
Nehme Deine Masken ab.
Schau in Deine Augen und Dein Herz. Du bist einzigartig und schön.
Liebe Dich selbst und Du wirst geliebt werden.
Dein Duft ist Deine Anziehungskraft. Dein Duft ist Liebe.
Komm und lasse Dein ganzes Potential frei!
Liebe und lebe DICH
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Prolog
Der alte Holzfußboden knarrte unter ihren Füßen.
«Psst!» sagte der schwarzhaarige, ca. 30 Jahre alte, verdammt gut aussehende Mann im kurzärmligen, weißen Hemd,
blieb stehen und hielt die Frau für einen kurzen Moment gebannt am Oberarm fest. Mit angehaltenem Atem lauschten sie
beide, ganz ruhig verharrend, fast wie eingefroren. Von weitem waren Schritte zu hören, die sich näherten, dann fiel eine
Türe ins Schloss. Sie blickten sich an. Die Schritte entfernten sich und es wurde wieder ganz still. «Puuh, nochmal Glück
gehabt!» flüsterte die Frau, welche in ihrem rückenfreien, roten Oberteil und ihrer weißen, kurzen Hose in dem doch recht
kühlen Raum leicht fröstelte. Sie war Mitte 40, trug lange, etwas ungebändigt hochgesteckte Haare und hatte noch ihre
Sonnenbrille in der Hand.
«Sie wissen ganz genau, dass ich sie Ihnen eigentlich nicht geben darf», sagte er leise und zog seine schwarzen Augenbrauen dabei hoch und blickte sie an. «Aber ich muss sie Ihnen einfach geben!» - «Ja, ich weiß, aber es ist die einzige
Möglichkeit herauszufinden, was es mit dem Menschenduft aus abgeschnittenen Haaren wirklich auf sich hat und was
Liebe wirklich ist!», flüsterte sie zurück. «Ihre Geschichte ist wirklich unglaublich! So unglaublich, dass ich total die Zeit
vergessen habe!» «Sie haben mich ganz schön deprimiert, als Sie mir am Telefon sagten, dass Sie nur eine Viertelstunde für
mich haben!» - «Ja, aber meine Urlaubskoffer packen sich schließlich nicht von alleine. Heute ist hier mein letzter Tag. - Ihr
Glück. - Nach mir die Sintflut. Nach meinem Urlaub werde ich nicht mehr hier sein.»
Er holte einen rostigen Schlüssel aus der Tasche seiner eleganten, schwarzen Hose und steckte ihn in das Schloss einer
alten Glasvitrine. Sein Blick huschte währenddessen kurz durch das Fenster, hinab zum Innenhof, in dem die Mittagshitze
flirrte und nur der rote Sonnenschirm angenehmen Schatten über zwei Gartenstühle und einen alten Gartentisch warf, an
dem sie eben noch gesessen hatten, als wollte er noch mal sicherstellen, dass niemand kommt. Moos bedeckte das alte
Kopfsteinpflaster, neben dem großen, runden Steinbrunnen und den alten Mauern, welche einen romantischen Garten
begrenzten, in dem rote Rosen und allerhand duftende Kräuter wuchsen.
Mit einem kleinen «Klack» rastete das Schloss aus seiner Verankerung und gab die Türe frei. Sein Blick suchte Regalboden
um Regalboden ab, zog vorüber an alten Knochen, Reagenzgläsern mit Chemikalien, Flüssigkeiten mit Präparaten bestückt,
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eingerahmte alte Bilder, welche altehrwürdige Herren mit Lockenperücken in wallenden Gewändern zeigten.
«Hier! Das müssen sie sein!» - Er hob den rechten Arm und griff in den obersten Regalboden nach einem kleinen Gefäß.
«Ja. Das sind sie!», sagte er erfreut. Sie roch seinen Schweiß, während er seine Achselhöhle freigab.
«Darf ich mal sehn?», fragte sie erwartungsvoll. Drei kleine Glasröhrchen, verschlossen mit kleinen Korkstopfen, Glas und
Kork fest umklebt, mit einer vergilbten, alten Papierbanderole. «Sie sind noch völlig unberührt, niemand hat bislang etwas
entnommen», stellte der Mann fest. «Oh mein Gott, ich kann es kaum glauben. Es ist wie ein Wunder für mich!», entgegnete
die Frau und vergrub das Gesicht in ihren Händen, so dass man nur noch ihre Augen sah.
«Kommen Sie, wir gehen nach hinten. Da sind wir ungestört!» Er verschloss sorgfältig die Türe und steckte den alten
Schlüssel wieder zurück in seine Hosentasche. Über die knarrenden Holzfußböden ging es vorbei an zahlreichen Regalen,
Glaskästen, unzähligen Flaschen und Gefäßen, welche aussahen wie alte Urnen, an Gläsern mit eingelegten Gehirnen,
Skorpionen, Regale mit Knochen und anderem Getier, bis sie in einen großen Raum kamen, mit einem riesigen Tisch in der
Mitte, ebenfalls umgeben von zahlreichen Vitrinen.
«Setzen Sie sich bitte. Ich bin gleich zurück. Ich habe die Glasröhrchen vergessen, um Ihnen die Kügelchen abfüllen zu können und muss noch mal runter in die Apotheke.» Er stellt die Röhrchen auf den Tisch.
Seine Schritte entfernten sich und für einen Moment war sie ganz allein mit dem mehr als 120 Jahre alten Schatz, nach
dem sie so lange gesucht hatte. Jetzt stand er vor ihr und für einen Moment kam ihr der absurde Gedanke, sie einfach alle
zu nehmen und abzuhauen. Sie sah sich mit den Gläschen in Gedanken durch die Gassen der Stadt flüchten. Doch der
Fluchtgedanke wurde unangenehm, als ihre Phantasie ihr einen Streich spielte und sie sich von einer bellenden Hundemeute
verfolgt sah, die ganz speziell auf Haarduft abgerichtet waren. Also verwarf sie den Gedanken wieder.
Eine ganze Weile saß sie da, mit der linken Hand ihren Kopf abgestützt und blickte auf die Röhrchen, die nun endlich real
vor ihr standen. Dann entschloss sie sich eines davon in die Hand zu nehmen. «Nr. 22», las sie auf der vergilbten Banderole
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und ihre Gedanken gingen zurück in die Vergangenheit. Sie dachte an ihren Ururgroßvater, der ihr vor Jahren im Traum
erschienen war und der versprochen hatte ihr zu helfen. Sie sah ihn ganz genau vor sich, wie er auf dem Rücksitz ihres
Autos während der Fahrt plötzlich aufgetaucht war und sie nicht in der Lage gewesen war zwischen Traum und Realität
zu unterscheiden. Mit verschränkten Armen hatte er da gesessen. Völlig entspannt. Er versprach ihr zu helfen und hatte sich
daraufhin in Nebel aufgelöst und verflüchtigte sich durch die hintere Fensterscheibe hindurch. Der Traum hatte sie lange beschäftigt, denn sie wusste nicht, bei was er ihr helfen wollte. Noch nicht.
Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass ihr eigener Ururgroßvater sich mit der Erforschung des menschlichen Eigenduftes
auseinander gesetzt hatte und in diesem nicht nur den Sexualduftstoff, sondern auch den Selbstheilstoff des Menschen
gefunden hatte. Von einer Stuttgarter Apotheke hatte er deshalb homöopathische Kügelchen aus Menschenhaaren herstellen lassen. Sie hatte gehofft die Nr. 7 zu finden, die für Furore gesorgt hatten. Doch insgeheim war ihr auch klar, dass die
Nr. 22 die bessere Wahl sein würde, da diese aus Männerhaaren hergestellt worden waren und deshalb nur bei Frauen
wirkten. Mit der Nr. 7 hätte sie für ihren geplanten Versuch nichts anfangen können, da diese Sorte für Männer gedacht
war, welche unter Erektionsstörungen litten.
Tränen stiegen in ihre Augen und sie fing an zu weinen, so ergriffen war sie, diese Original-Kügelchen von 1879 nun
endlich gefunden zu haben und in ihrer Hand zu halten.
Eine Hand legte sich plötzlich auf ihre Schulter und riss sie aus ihren Gedanken. «Das verstehe ich», sagte der Mann fast
zärtlich, als er unbemerkt wieder gekommen war und sie vor lauter Sinnieren nicht einmal seine Schritte über den knarrenden Holzboden gehört hatte. «Keine Angst», sagte er, und erst jetzt sah sie das riesengroße Fleischermesser, das er in der
Hand hielt. «Es ist sehr scharf, damit müsste es gehen», sagte er und nahm ein Röhrchen nach dem anderen in seine große
Männerhand und schnitt konzentriert und sehr vorsichtig die Banderolen durch, um den Korkstopfen frei zu legen.
«Geschafft!», sagte er schließlich und nahm mit der anderen Hand die leeren Glasröhrchen, die er eben mitgebracht hatte
und füllte vorsichtig einige der Kügelchen jeder Sorte um.
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«Das merkt niemand», sagte er, als er alle Korkstopfen wieder auf die Röhrchen gemacht hatte und jedes noch mal fachmännisch prüfend vor die Augen hielt. «Der Schnitt ist von weitem nicht zu sehen und es wird keiner auf die Idee kommen so
genau hin zu schauen.»
Kurze Zeit später standen die Röhrchen wieder in der Vitrine an ihrem Platz, als wäre nichts geschehen.
Vielleicht ein bisschen weiter hinten, als zuvor.
Du hast eine Aufgabe zu erfüllen.
Du magst tun was du willst, magst hunderte von
Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung
tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe
nicht erfüllst, wird alle deine Zeit vergeudet sein.
Dschelal ed-Din Rumi (1207 - 1273)
Er trug weiße Socken und Schlappen, eine Jeans, eine alte, schwarze Lederbikerjacke und Lederhandschuhe. Ein braun gebranntes Gesicht mit einem Dreitagebart schaute unter einem blauen Halbschalenhelm hervor, als er rapide abbremste, um
sie, Mitte Zwanzig, mit einem kurzen, grauen Rock und grünem Oberteil bekleidet, vorübergehen zu lassen. Sie bedankte
sich und ging eilig vorbei. «Wahrscheinlich ein Arzt, der Nachtdienst hatte und zu müde war seine Stiefel anzuziehen.»,
ging es ihr durch den Kopf. - Wenn sie gewusst hätte, dass in diesem Augenblick ihre eigentliche Aufgabe begonnen hatte
sichtbar zu werden, hätte sie diesem Moment mehr Beachtung geschenkt. Doch ihre Augen wurden abgelenkt, hinauf zu
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den hunderten von Aaskrähen, welche allgegenwärtig über dem Dach der Klinik und den hohen alten Tannen kreisten
und verdächtig krächzten. «Vielleicht warten sie auf abgeschnittene Blinddärme, oder es sind wieder ein paar gestorben»,
schoss es ihr durch den Kopf. Sie stellte fest, dass die Arbeit im OP für seltsame Gedankengänge sorgte, da sie sich kurz
vorstellte, wie das Fenster des OP’s geöffnet wurde und die OP-Schwester einen Blinddarm in die Luft schleuderte und sich
die Krähen geballt darauf stürzten und um den einzigen, und zudem sehr winzigen, Blinddarm kämpften. - Wie sollte es
auch anders sein, gleich nachher würde dem ersten Patienten das gesamte Bein amputiert werden.
Nichts für schwache Nerven.
Für sie war klar, dass Ärzte und Schwestern eigentlich Amputations-Zulagen bekommen sollten und pro gesehener Amputation hinzu noch einen sechswöchigen Entspannungs-Urlaub. Aber die Verwaltung sah das aus Kostengründen anders. Die
hatten auch nie darüber nachgedacht, dass Ärzte zuhause Probleme damit haben könnten, eine Scheibe Brot mit einem
Messer ab zu schneiden? Und war es nicht zudem ein Wunder, dass ein Arzt überhaupt in der Lage sein konnte eine Erektion zu halten, mit dem Wissen, was sich unter der Haut eines Penisses befindet? Schlecht werden konnte es einem dabei.
Die Verwaltung hatte wirklich von nichts eine Ahnung.
«Haben Sie etwas zu verzollen?» Der Zollbeamte riss sie aus ihren wirren Gedanken. «Nein.» Sie schaute vorsichtshalber
in den Rückspiegel, als wollte sie sichergehen, dass er ihr nicht doch noch folgen würde. Wenn er ihre kleinen, weißen
Kügelchen gefunden hätte, so hätte er diese vielleicht für Drogen gehalten und beschlagnahmt. Und wenn er gewusst
hätte, was sie damit im Sinn hatte, so hätte er sie wahrscheinlich mitsamt den Kügelchen festgenommen und eingesperrt, um
Schlimmeres zu verhindern.
Aber zu spät. Der Versuch und schlussendlich die Versuchung haben stattgefunden und so wird das Buch jetzt geschrieben
werden. Ein Ratgeber in Krimiform, der kein Blatt vor den Mund nehmen wird.
Für alle, welche die Liebe und die mannigfaltige und abenteuerliche Wirkung von Düften wirklich verstehen wollen.
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