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10 Jahre HelpAge Politik Gesellschaft

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Politik
Gesellschaft
Tagung
Männer. Frauen. Krieg.
Krieg und Frieden –
eine Frage des Geschlechts?
Inhalt
Politik
127 Colloquium Dritte Welt –
Umwelt und Entwicklung
128 Internationale Kriege und
Krisen
132Aktuelle Politik
133Erinnern jenseits von
Ritual und Schlussstrich
136 Philosophie I Religion
Inklusion
136Gemeins­am leben
Ihre inhaltlichen Fragen beantwortet:
Politik I Gesellschaft
Dr. Carl-Heinrich Bösling
Tel.: 05 41 / 323 – 21 97
E-Mail:
boesling@vhs-os.de
Inklusion –
Gemeinsam Leben
Astrid Dinter
Tel.: 05 41 / 323 – 21 96
E-Mail:
dinter@vhs-os.de
Wissen im Alltag
Marion Beier
Tel.: 05 41 / 323 – 42 40
E-Mail:
beier@vhs-os.de
VHS
VHSOSNABRÜCK
OSNABRÜCK20
2015–I
15–I
Tagung
14B7000 S
Veranstalter: Volkshochschule Osnabrück
und Erich Maria Remarque-Gesellschaft in
Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Mit Marcel Pott/Nataly Jung-Hwa Han/
Lioba Meyer/ Dr. Jana Mikota/Hamideh
Mohagheghi/Prof. Dr. Reinhold
Mok­rosch/Prof. Dr. Joachim Paech/
PD Dr. Chri­toph Rass/Hiltrud Schäfer/
Najem Wali/Maria von Welser/ Prof. em.
Dr. Tilman Westphalen/Tsukasa Yajima/
Oberstarzt Privatdozent Dr. med. Peter
Zimmermann
VHS, Bergstraße 8
Fr. – So., 9. – 11. Jan., 35 € / 20 €
(incl. Verpflegung, zzgl. Theaterbesuch)
Der Fall des Eisernen Vorhangs und das vermeintliche Ende der Blockkonfrontation zwischen Ost und West weckten viele Hoffnun­
gen auf eine friedlichere Welt. Doch eine
rasante Verflechtung von Ökonomien und
Gesell­schaften, der Aufstieg von industriellen
Schwellenländern und der Beginn einer Ver­
schiebung der ökonomischen und politischen Machtzentren haben begonnen, die
Welt nachhaltig zu verändern. Friedlicher ist
sie nicht geworden. Die Tagung thematisiert
die Rollen von Männern und Frauen für die
Entstehung und Entwicklung von Krieg und
Frieden.
Die Tagung wird sich dem Thema aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven
– Geschichte, Pädagogik, Politik, Kunst
und Literatur – nähern. Wie haben sich die
Geschlechterrollen in Kriegszeiten im Laufe
der Geschichte verändert, wie wird die Gen­
derfrage in der Friedenspädagogik diskutiert
und kann man zum Frieden erziehen?
Ein besonderes Augenmerk gilt der Rolle von
Kunst und Literatur. Können sie Einfluss nehmen auf Klischeebildungen von Geschlech­
ter­rollen und deren Auswirkungen auf Krieg
und Frieden?
6 5 4 3 2 1
Info
FB7
7
Colloquium
Dritte Welt –
Umwelt und
Entwicklung
Das Colloquium arbeitet seit über 30 Jahren
als Veranstaltergemeinschaft.
Veranstalter in diesem Semester ist die
Volkshochschule der Stadt Osnabrück
in Kooperation mit
■■ Aktionszentrum Dritte Welt
■■ Terre des Hommes
■■ Universität Osnabrück
■■ help age
Gefördert durch Brot für die Welt – Evange­
li­schen Entwicklungsdienst (EED) und die
Niedersächsische Bingo-Umwelt­stiftung
Nach der
Bevölkerungsexplosion
Krieg ist den Kulturen fremd, und Kriege
in demalt
Augenblick
Wennbrechen
die Jungen
werden aus,
wenn die Kulturen zum Schweigen
gebracht worden sind
Faraj Sarkuhi
10 Jahre HelpAge
Betrug die durchschnittliche Lebenserwar­
tung weltweit im Jahre 1964 noch 55 Jahre,
so ist sie aktuell auf 71 Jahre gestiegen. Wie
können angesichts einer weltweiten Alte­
rung der Gesellschaften die Rechte und
Ansprüche heutiger und zukünftiger Gene­
ra­tionen in Ein­klang gebracht werden, ohne
die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit
zu gefährden und ohne den oft beschworenen ‚Krieg der Gene­rationen‘ Wirklichkeit
werden zu lassen? Wie können Regierungen
und Nichtre­gie­rungs­organisa­tionen darauf
vorausschauend rea­gieren, dass es 2015
weltweit mehr Alte als Kinder geben wird?
Wel­che Folgen haben die Ver­änderungen in
der Bevölke­rungsstruktur für die Entwick­
lungs­­zusam­menarbeit? Im Sep­tem­ber 2015
wird die UN-Vollversamm­lung eine neue
Entwick­lungsagenda für die kommenden
15 Jahre verabschieden. Diese sollen erstmals nachhaltige Entwicklungsziele für die
Entwick­lungs- und Schwellenländer wie
auch für die Industrieländer formulieren.
Hiermit ist ein Paradigmenwechsel hin zu
einer tiefgreifenden Transformation von
Wirtschaft und Gesell­schaft im Norden und
Süden verbunden. Mit dieser Vortragsreihe
sollen Hintergründe, Problematiken und
Visionen dieses Themas skizziert werden.
127
Info
1 2 3 4 5 6
7
betroffen. Auf der anderen Seite gibt es aber
vielversprechende Ansätze für eine tatsächliche Ent­wicklung. In diesem Kurs wollen wir
den widersprüchlichen Entwick­lun­gen nach­
gehen.
Die ausführlichen Informationen
zu den Veranstaltungen der Reihe
finden Sie im Themenschwerpunkt
am Anfang des Heftes ab Seite 10!
Frauen in Indien:
Selbstbewusstsein und Vielfalt
Die Welt altert und hat
einen Jugendüberhang
Fotoausstellung
15A7100 A
VHS, Bergstraße 8
9. März – 30. April, Eintritt frei!
Globalisierung und Dritte Welt
Frauenhandel, Vergewaltigungen – auch in
Indien werden diese Probleme zunehmend
thematisiert. In den letzten Jahren ist es zu
Protesten gekommen, die weit über die
Frauenbewegung hinausgingen. Trotz der
schwierigen Situation zeigen in Indien gerade
die ärmsten unter den Frauen oft ein erstaunliches Selbstbewusstsein. Der Berliner Foto­
graf Nicolaus Schmidt zeigt in seinen Foto­
grafien den Alltag indischer Frauen in
abge­­legenen Dörfern wie auch in den
Armen­vierteln der Millionenstädte; seine
Porträtserien reflektieren ihre Situation zwischen Tradition, Religion und Moderne.
Nicolaus Schmidt war Vorsitzender von terre
des hommes Deutsch­land und hat in zwei
längeren Reisen durch Zentral- und NordIndien etliche lokale Fraueninitiativen
besucht. Zusammen mit der indischen Jour­
nalistin Priyanka Dubey hat Nicolaus Schmidt
das Fotobuch »Indian Women! veröffentlicht,
aus dem die ausgestellten Fotografien stammen.
Kurs
15A7109 K
Franz Wirtz
Aktionszentrum Dritte Welt, Bierstraße 29
Do., ab 19. Febr., 20.15 – 22.00 Uhr
17 Termine, gebührenfrei!
Vortrag
15A0100 V
Prof. Dr. Thomas Büttner
VHS, Bergstraße 8
Di., 17. Febr., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Sind wir denn das Weltsozialamt?
Vortrag
15A0101 V
Walter Riester
VHS, Bergstraße 8
Di., 10. März, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Indiens verdrängte Wahrheit
Vortrag
15A0102 V
Georg Blume
VHS, Bergstraße 8
Di., 24. März, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Menschenrechte für alle
Vortrag
15A0103 V
Dr. Claudia Mahler
VHS, Bergstraße 8
Di., 21. April, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Smartphone, Schule, Ziegenhüten
Wie Kinder und Jugendliche in Afrika
sich die Zukunft vorstellen
Vortrag
15A0104 V
Claudia Berker/Dr. Jeannett Martin,
VHS, Bergstraße 8
Di., 26. Mai, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Was heißt Generationen­gerechtig­
keit für die Entwicklungs­
zusammen­arbeit?
Podiumsdiskussion
15A0105 V
PodiumsteilnehmerInnen: Renate Bähr/
Michael Bünte/Albert Recknagel
Moderation: Dr. Hans Dembowski
VHS, Bergstraße 8
Di., 30. Juni, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
128
politik i gesellschaft
Eine Ausstellung von terre des hommes
mit aktuellen Fotografien von Nicolaus
Schmidt
Arbeitskreis Colloquium Dritte
Welt, Umwelt und Entwicklung
Kurs
15A7107 K
DozentInnenteam des A3W
Aktionszentrum Dritte Welt, Bierstraße 29
Mo., ab 2. Febr., 14.00 – 17.00 Uhr
20 Termine, gebührenfrei!
Der Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen
Abständen, um aktuelle Entwicklungen in
den Ländern der Dritten Welt zu analysieren.
Umwelt und Entwicklung
Kurs
15A7108 K
Dr. Uwe Rolf/DozentInnenteam
Aktionszentrum Dritte Welt, Bierstraße 29
Do., ab 12. Febr., 16.00 – 18.15 Uhr
20 Termine, gebührenfrei!
Auch wenn es manchmal nicht so scheint:
Die Dritte Welt muss auf der Tagesordnung
ganz oben stehen! Nach Jahrzehnten der
Entwicklungshilfe und dem Versuch, eine
selbst­tragende Entwicklung in Gang zu
­brin­gen, sind viele Länder schlimmer denn je
von Armut, Gewalt und Hoffnungs­losigkeit
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
Der Weg unserer Nahrungsmittel
und Gebrauchsgüter
Hunger, »Unterent­wicklung« in der soge­­
nannten Dritten Welt sowie Überfluss und
Überschuss­pro­duktion und »Struktur­wan­
del« in der Landwirtschaft bei uns sind zwei
Sei­ten einer Medaille – mit Betroffenen auf
beiden Seiten, den ErzeugerInnen und Ver­
braucherInnen von Lebensmitteln hier und in
der sogenannten Dritten Welt.
In diesem Kurs wollen wir u. a. unsere Nah­
rungsmittel und Gebrauchsgüter und
Be­stand­­­teile unserer Lebensweise verfolgen,
die Produktionsbe­dingungen kennenlernen
und transparenter machen und ­Betroffene,
ErzeugerInnen wie Verbraucher­Innen, in die
Erfahrungsprozesse mit einbeziehen.
Internationale
Kriege und Krisen
Bundeswehreinsätze in
der Sahelregion
Menschenrechtliche Verantwortung
oder Neokolonialismus?
Kooperation mit dem Colloquium Dritte
Welt, Umwelt & Entwicklung
Vortrag
14B7105 V
Prof. Dr. Andreas Mehler, GIGA Institut für
Afrika-Studien, Hamburg
VHS, Bergstraße 8
Di., 13. Jan., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Auch fernab von Afghanistan sind deutsche
Soldaten und Polizisten in Afrika längst im
Einsatz. In der veröffentlichten Meinung gibt
es aber weiterhin mehr Zweifel als Zustim­
mung: Reichen die schmerzhaften Erfahrun­
gen in Afghanistan nicht aus, um ein neues
Abenteuer gar nicht erst zu beginnen?
Müssten Bundeswehrsoldaten nicht auf Kin­
dersoldaten schießen und was bedeutet das
gesellschaftlich für uns? Haben wir Vertrauen
in einen französischen Partner, der in Afrika
eine so ganz andere Außenpolitik betreibt als
Berlin?
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Prof. Dr. Andreas Mehler ist Direktor des
GIGA Instituts für Afrika-Studien und Hono­
rarprofessor an der Freien Universität Berlin
sowie Mitherausgeber von Africa Yearbook
und Africa Spectrum. Er gilt als einer der am
besten informierten Experten für die Länder
der Sahelregion. Seine Forschungs­schwer­
punkte sind gewaltsame Konflikte, Krisen­
prävention, Staat und Staatlichkeit, Demo­
kratisierungsprozesse sowie deutsche und
französische Afrikapolitik.
Eine Wahrheits- und Versöhnungs­
kommission für Israel und
Palästina? Eine Vision!
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen
und der Deutsch-Palästinensischen
Gesellschaft Osnabrück
Podiumsdiskussion
14B7226 V
PodiumsteilnehmerInnen:
Prof. Dr. Albrecht Weber
Prof. Dr. Roland Czada
Dr. Walter Aschmoneit
Moderation:
Prof. Dr. Reinhold Mokrosch
VHS, Bergstraße 8
Di., 20. Jan., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Afghanistan: eine Zwischenbilanz
Kooperation mit dem Colloquium Dritte
Welt, Umwelt & Entwicklung
Vortrag
14B7106 V
Thomas Ruttig, AAN Afghanistan Analysts
Network, Kabul/Berlin
VHS, Bergstraße 8
Di., 27. Jan., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Es besteht kein Zweifel daran, dass sich
Afgha­­nistan auch nach dem massiven Einsatz
aus­ländischer Truppen nach wie vor in einem
prekären Zustand befindet. Die Institutionen
sind schwach, die demokratischen Strukturen
angesichts von Korruption und Vettern­wirt­
schaft wenig gefestigt und die Taliban haben
in vielen Regionen des Landes weiter großen
Einfluss. Gleichzeitig läuft der Truppenabzug
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
6 5 4 3 2 1
aus Afghanistan und die Bundeswehr will ihr
Kontingent im Rahmen einer neuen NATO»Ausbildungsmission« auf 600 bis 800 Mann
verkleinern. Die USA dagegen bekräftigten
ihre Absicht, Truppen zur Bekämpfung der
militanten Extremisten im Land zu lassen.
Die afghanischen Sicherheitskräfte sind groß,
teuer und unzuverlässig. Das Land ist wirtschaftlich in hohem Maße von internationalen Hilfsgeldern abhängig und der Drogenan­
bau blüht. Welches also sind die Perspektiven
des Landes?
Thomas Ruttig hat über zehn Jahre in Afgha­
nistan gelebt und gilt als einer der besten
Ken­ner des Landes in Deutschland. Er
begann als Diplomat im Dienst der DDR, die
ihn kurz vor der Wende nach Kabul schickte.
Ab 2000 arbeitete er für die UN als stellvertretender EU-Sondergesandter und an der deutschen Botschaft in Kabul sowie für die Stif­
tung Wissenschaft und Politik in Berlin.
nicht so sehr der Differenz zum »normalen«
Islam als vielmehr der Ähnlichkeit. Was sollen
die Muslime tun? Wie sollen sie mit Radikalen
aus den eigenen Reihen umgehen? Ahmad Mansour ist palästinensischer Israeli
und arbeitet in unterschiedlichen Projekten
gegen Islamismus und Radikalisierung sowie
Anti­semitismus in der muslimischen Gemein­
schaft. Während seiner Schulzeit kam
Man­­sour in Kontakt mit einem fundamenta­
listi­schen Imam, sein Psychologie­stu­dium in
Tel Aviv half ihm, sich vom Islamismus wieder
zu lösen. Nachdem er einen Anschlag miterlebt hatte, ging er 2004 nach Deutschland
und setzte sein Studium in Berlin fort. Heute
arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Zentrum für demokratische Kultur in Ber­
lin, ist Berater bei »The European Foun­da­tion
for Democracy« und arbeitet als Grup­pen­
leiter bei »Heroes« gegen die Unterdrü­ckung
im Namen der Ehre.
Der Nahe Osten am Abgrund
Sie konnten mich nicht töten
Perspektiven einer gescheiterten Region
Als Afghanin im Einsatz für die
Bundeswehr
Kooperation mit Buchhandlung zur Heide
Vortrag
15A7200 V
Prof. Dr. Udo Steinbach
VHS, Bergstraße 8
Di., 3. Febr., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Der Protest der arabischen Massen im Früh­
jahr 2011 hat scheinbar fest zementierte
Struk­turen ins Wanken gebracht und alte
Diktaturen zerstört. Was in Tunesien begann
wurde zu einem politischen Erdbeben. Aber
die Hoffnung auf den Beginn eines demokratischen Zeitalters im arabischen Raum endete
vielfach in Gewalt, Bürgerkrieg und dem Zer­
fall staatlicher Strukturen. Die erschreckende
Expansion des sogenannten Islamischen
Staates ist eines dieser Phänomene. Muss die
Hoffnung auf Demokratie und stabile politische Verhältnisse aufgegeben werden – Zeit
für eine Zwischenbilanz!
Prof. Dr. Udo Steinbach war Direktor des
Deutschen Orient-Instituts, Hamburg, und
Direktor des GIGA-Instituts für Nahoststu­
dien. Seit 2012 ist er Leiter des Governance
Center Middle East/North Africa an der Hum­
boldt-Viadrina School of Governance, Berlin.
Lesung
15A7203 V
Soraya Alekozei
VHS, Bergstraße 8
Di., 24. Febr., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bun­
deswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer
verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei
war die 1979 aus Afghanistan Geflo­hene
gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden.
Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie
dolmetscht für die Generäle, kümmert sich
Soraya Alekozei I Foto: Sebastian Wilke
Wahrheits- und Versöhnungskommissionen
hat es in Süd-Afrika, Chile, Kambodscha,
Guatemala, Timor-Indonesien und mehreren
anderen Staaten gegeben, allerdings erst
nach dem Ende der dortigen Regime und
Gewaltkonflikte. Wäre eine solche Einrich­
tung auch für Israel-Palästina denkbar? Erst
nach Beendigung des Konflikts oder schon
währenddessen? Zentral oder dezentralisiert?
In Israel-Palästina oder im Ausland? Die
Deutsch-Israelische und die Deutsch-Paläs­ti­
nensische Gesellschaft Osnabrück wagen
Visionen. Das Publikum ist aufgerufen, an
diesen Visionen mitzuwirken.
7
Info
politik i gesellschaft
Wie kann eine Präventionsarbeit
gegen Islamismus aussehen?
Vortrag
15A7201 V
Ahmad Mansour
VHS, Bergstraße 8
Di., 10. Febr., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Muslime sollten ihre Religion reformieren.
Der moderate Islam ist der radikalen Ausle­
gung des Glaubens zu ähnlich. Ihre Gefähr­
lichkeit verdanken die radikalen Strömungen
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
129
Info
1 2 3 4 5 6
Nigeria im politischen und
wirtschaftlichen Umbruch
Herausforderung Boko Haram
Vortrag
15A7204 V
Prof. Dr. Robert Kappel
VHS, Bergstraße 8
Mi., 4. März, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Nigeria, inzwischen die größte Volkswirt­
schaft auf dem afrikanischen Kontinent, ist
zwar in einem wirtschaftlichen Auf­schwung
begriffen, andererseits sind die sozialen Pro­
bleme sehr groß. Ca. 70 Prozent der Bevölke­
rung gelten als arm, das Land spaltet sich in
einen relativ entwickelten Süden und einen
unterentwickelten Norden. Hier lebt eine
weitgehend muslimische Bevölkerung, die
seit einigen Jahren durch den Terror­kampf
von Boko Haram gelähmt wird. Der nigerianischen Regierung ist es bislang nicht gelungen, Boko Haram auszuschalten und dem
Norden wieder wirtschaftliche und soziale
Perspektiven zu eröffnen.
Prof. Dr. Robert Kappel, Wirtschafts­wissen­
schaftler und Politologe, war als Professor an
den Universitäten Bremen, Leipzig und Ham­
burg tätig und ist am GIGA German Institute
of Global and Area Studies (Leibniz-Institut
für globale und regionale Studien) nach wie
vor als Forschungsprofessor tätig. Er beschäftigt sich mit afrikanischen Umbrüchen und
dem Aufstieg der neuen regionalen Füh­
rungs­­mächte in der globalen Wirtschaft.
Kappel hat die meisten afrikanischen Länder
besucht, u. a. auch mehrfach Nigeria.
Ulrich Kraetzer I Foto: Xavier Bonnin
um Waisenkinder. In ihrem Buch erzählt sie
von ihrem bewegenden Leben. Wie sie behütet und in Wohlstand aufwuchs, die russische
Invasion sie entwurzelte und sie schließlich
als Vermittlerin zwischen den Kulturen heimkehrte. 2005 kommt sie als deutsche Soldatin
zurück. Erst als Modera­torin des BundeswehrSenders »Stimme der Freiheit« (Sada-eAzadi), dann als Dolmet­scherin der ISAFKommandeure. In jeder freien Minute
küm­mert sie sich um ihre Schützlinge:
Frauen, deren Flucht vor häuslicher Gewalt
sie ins Gefängnis brachte, kranke Kinder,
Kriegswaisen. Bis in ihrem sechsten Einsatz
bei einer Sicherheitskonferenz am 28. Mai
2011 ihr Schicksal eine tragische Wendung
nimmt. Aus der tatkräftigen Frau wird eine
kriegsversehrte Veteranin. Dennoch bleiben
ihr Mut, ihre Loyalität und Menschenliebe
ungebrochen.
130
politik i gesellschaft
7
Die Kurden – Ein Volk ohne Staat
im Kampf gegen den IS- Terror
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft
Vortrag
15A7206 V
Mohammad Miro Hasinyani
VHS, Bergstraße 8
Di., 31. März 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Salafisten – Eine Bedrohung
für Deutschland?
Kooperation mit Buchhandlung zur Heide
Lesung/Diskussion
15A7205 V
Ulrich Kraetzer
VHS, Bergstraße 8
Di., 17. März, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Ulrich Kraetzer hat für sein Grundlagenbuch
unzählige Ansprachen salafistischer Prediger
analysiert und lange Gespräche mit den
Wort­führern der Bewegung und ihren
Anhängern geführt. Er bringt die Grundzüge
der am schnellsten wachsenden Strömung
innerhalb des radikalen Islam auf den Punkt.
Dabei bedient er nicht das Zerrbild von bärtigen Männern mit Häkelkäppi, die sich bei der
erstbesten Gelegenheit in die Luft sprengen.
Er erklärt die Wurzeln, die Gemein­samkeiten,
aber auch die Unterschiede salafistischer
Strömungen in Deutschland. Darüber hinaus
nennt er Gründe für die Faszination am
Salafismus, dem derzeit in Deutschland ca.
6.000 Menschen angehören. Kraetzer verdeutlicht, dass der Staat im Kampf gegen
Gewalt und Terror einen differenzierten
Umgang mit salafistischen Wort­führern entwickeln muss und mit einigen von ihnen
sogar zusammenarbeiten kann.
Ulrich Kraetzer, Politologe und Journalist,
produzierte TV-Beiträge über salafistische
Prediger, als der Begriff noch weitgehend
unbekannt war und arbeitete als Experte für
Extremismus im Investigativ­ressort von dapd.
Seit 2013 ist er Autor und Redakteur beim
Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
Die Geschichte der Kurden ist geprägt von
Leid und Unterdrückung, sie wurden über
100 Jahre lang unterdrückt, ihre Kultur wurde
niedergewalzt und ihre Sprache verboten.
Nach dem zweiten Golfkrieg konnten sich
Kurden im Irak selbst verwalten und dort den
»Föderalen Teilstaat Kurdistan« ausrufen. Im
Rahmen der Veränderungen während des
Arabischen Frühlings ist es den Kurden in
Syrien trotz des Bürgerkriegs gelungen, ihre
Gebiete zu schützen und selbst zu verwalten.
Die bislang einigermaßen friedliche KurdenEnklave in Syrien und die Autonome Region
Kurdistan-Irak wurden zum Zufluchtsort von
Unterdrückten und Andersgläubigen.
Mitte 2014 begannen die ISIS- Milizen das
kurdische Volk im Irak und in Syrien anzugreifen. Die Kämpfe haben hunderttausende
Menschen zur Flucht gezwungen.
Mohammad Miro Hasinyani studierte in
Bonn Kommunikation- und Politikwissen­
schaf­ten. Er ist Medienbeauftragter des kurdischen Zentrums für Studien & Juristische
Beratung – YASA.
Aufwachsen in Palästina
Kooperation mit der DeutschPalästinensischen Gesellschaft
Vortrag
15A7207 V
Dr. Doris Hess-Diebäcker
VHS, Bergstraße 8
Di., 14. April, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Der langanhaltende israelisch-palästinensische Konflikt betrifft Kinder und Jugendliche
in besonderer Weise: Ihre Entwicklung wird
durch die alltäglichen gewalttätigen Ausein­
an­dersetzun­gen massiv eingeschränkt. Kin­
der können in dieser Situation ihr Men­
schen­recht auf Wohnung, auf körperliche
Unver­sehrtheit und Schutz vor Gewalt,
auf Erziehung und Bildung, Nahrung und
Gesund­­heit nicht angemessen einlösen
und leiden unter post-traumatischen StressSymptomen. Der über Jahrzehnte nicht
gelöste politische Konflikt erschwert für
Jugendliche die Entwicklung zukunftsfähiger
Pers­pek­tiven, die auch für die Entwicklung
zivil­gesellschaftlicher Struk­turen in Palästina
nötig wären.
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Dr. Doris Hess-Diebäcker, Münster, ist systemische Familientherapeutin und engagiert
sich für zivilgesellschaftliche Initiativen und
Begegnungen zwischen Deutschen und
Palästinensern. Außerdem ist sie Vorstands­
mitglied von »Begegnung. Stiftung deutschpalästinensisches Jugendwerk«.
Biblische Archäologie –
eine politische Frage!?
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft
Vortrag
15A7208 V
Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Uni Bochum
VHS, Bergstraße 8
Di. 28. April, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Die Bauwerke des Herodes des Großen sind
Ausdruck der politischen, religiösen und kulturellen Situation in der antiken Welt und
eine wichtige Quelle eines Klientelkönigs von
Rom. Die Gestalt und die Bauten des Herodes
zeigen ihren Einfluss bis in die Gegenwart.
Für die einen ist es der wissenschaftliche
Beweis eines antiken jüdischen Staates, für
andere ist es der Versuch, Geschichte für
ideologische Zwecke einzusetzen.
Deutschland in Afghanistan
Kooperation mit Buchhandlung zur Heide
Lesung
15A7209 V
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Daxner
VHS, Bergstraße 8
Di., 5. Mai, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001
kämpfen die USA in Afghanistan den längsten Krieg ihrer Geschichte, und auch
Deutschland ist länger am Hindukusch engagiert als man jemals denken mochte: Seit
mehr als zehn Jahren stehen deutsche Solda­
ten in Afghanistan. Deutschland in Afghanis­
tan und Afghanistan in Deutschland: die
Geschichte einer spannungsreichen Bezie­
hung, arm an Hoffnungen und reich an Ent­
täuschungen. Die Fragen »Was machen wir
dort? Was macht das mit uns?« versucht
Michael Daxner zu beantworten.
Michael Daxner war Professor für Hochschul­
didaktik an der Universität Osnabrück, Präsi­
dent der Universität Oldenburg und hatte
eine Professur für Soziologie und Jüdische
Studien inne. Am Sonder­for­schungs­bereich
der FU Berlin leitet er das Teilprojekt »C9 –
Sicherheit und Entwicklung in NordostAfgha­nistan«.
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Solidarität mit Israel und Palästina?
Kooperation mit der DeutschPalästinensischen Gesellschaft
Vortrag
15A7211 V
Dr. Martin Breidert
VHS, Bergstraße 8
Di., 19. Mai 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Seit 47 Jahren sind die von Israel 1967 eroberten palästinensischen Gebiete besetzt oder
abgeriegelt. 20 Jahre lang setzte die internationale Gemeinschaft auf Friedensverhand­
lun­gen mit dem Ziel einer Zwei-StaatenLösung. Während Israel den Siedlungsbau
unvermindert forciert, rückt ein Frieden in
immer weitere Ferne. Zivilgesellschaftliche
palästinensische Gruppen rufen zu Boykott,
Deinvestment und Sanktionen auf. Vorbild ist
die Kampagne gegen das Apart­heidregime in
Südafrika. Inzwischen haben skandinavische
Banken, niederländische Pen­sions­fonds
sowie Kirchen in Großbri­tan­nien und in den
USA ihre Investments aus Israel abgezogen.
Auch die katholische Friedens­organi­sa­tion
Pax Christi appelliert an die Verbraucher,
keine Produkte zu kaufen, die aus israelischen
Siedlungen stammen könnten.
Dr. Martin Breidert, Bad Honnef, pensionierter Dozent und Pfarrer, besuchte in den letzten Jahren das von Israel besetzte Westjor­
danland.
Kampf um Palästina
Was wollen Hamas und Fatah?
Kooperation mit der DeutschPalästinensischen Gesellschaft
Vortrag
15A7212 V
Prof. Dr. Helga Baumgarten
VHS, Bergstraße 8
Di., 2. Juni, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Die Hamas ist über Palästina hinaus zu einem
der wichtigsten Machtfaktoren im Nahen und
Mittleren Osten geworden. Sie entstand 1987
zu Beginn der palästinensischen Intifada und
7
6 5 4 3 2 1
Info
politik i gesellschaft
trat von Beginn an in Gegensatz zur PLO: Sie
lehnte das Existenzrecht Israels ab und vertritt bis heute offiziell das Recht auf den
bewaffneten Widerstand. Die Nahostexpertin
Helga Baum­garten gibt einen Einblick in
Geschichte, Struk­tur und politisches Pro­
gramm der Orga­nisation und zum Dauer­
brenn­punkt Hamas und Fatah. Wer steckt
dahinter und was sind die Ziele? Stimmt
unser Bild von den säkularen, friedens- und
verhandlungsbereiten Palästinen­sern der
Fatah und den »radikalislamischen«
Terroristen der Hamas? Kooperation oder
Konfrontation – wie lautet die Option des
Westens?
Prof. Dr. Helga Baumgarten lehrt Politikwis­
senschaft an der Universität Birzeit bei
Ramallah. ­Sie hat in Tübingen, New York, Lon­
don, Beirut und Göttingen studiert und in
Berlin an der FU promoviert. Lehre an der
AUB in Beirut, Libanon, an der Universität
Göttingen und an der FU Berlin. Sie hat international zum Nahostkonflikt, zum palästinensischen Nationalismus und zum Politischen
Islam publiziert.
Heiliger Krieg – heiliger Profit:
Afrika als neues Schlachtfeld des
internationalen Terrorismus
Kooperation mit der Buchhandlung zur
Heide
Vortrag
15A7213 V
Marc Engelhardt, Genf
VHS, Bergstraße 8
Di., 16. Juni, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Afrikanische Terroristen machen weltweit
Schlagzeilen und die EU warnt vor einer
Bedro­hung für Europa. Auch die Bundeswehr
ist bereits vor Ort. Woher kommen diese
Terroris­ten, warum sind sie so erfolgreich –
und wie finanzieren sie sich? Marc Engelhardt
weist nach, dass Ideologie und Religion oft
zweitrangig sind. Söldnertum gehört ebenso
zu den Geschäf­ten der Ter­ro­risten wie Pirate­
rie, Drogen- und Menschen­handel oder Kid­
napping. Eine neue Form der organisierten
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
131
Info
1 2 3 4 5 6
7
Judentum und Zionismus
Kooperation mit der DeutschPalästinensischen Gesellschaft
Vortrag
15A7214 V
Prof. Dr. Rolf Verleger
VHS, Bergstraße 8
Di., 23. Juni 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Vor 100 Jahren war die Bewegung zur Grün­
dung eines eigenen Staates (Zionismus) eine
kleine Minderheit im Judentum. Heute unterstützt eine Mehrheit zumindest der europäischen Juden die Positionen Israels. Was hat
sich geändert? Und was bedeutet der Gleich­
klang von Judentum und Zionismus für die
Einstellungen anderer gegenüber Juden? Diesen Fragen wird der Vortrag nachgehen,
durch Versuche der Begriffsklärung, durch
Skizzierung der innerjüdischen Diskussionen
über den Zionismus und durch Darstellung
von Studienergebnissen. Prof. Dr. Rolf Verleger, Psychologe an der
Universität Lübeck, hat sich für die Gründung
der Jüdischen Gemeinde eingesetzt, deren
Vorstand er angehörte. Er war Delegierter im
Zentralrat der Juden in Deutschland und
enga­giert sich gegen Israels Palästinapolitik. 50 Jahre Deutsch-Israelische
Beziehungen
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft
Vortrag
15A7215 V
Rogel Rachman, Botschaft des Staates
Israel
VHS, Bergstraße 8
Mi., 1. Juli, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Vor 50 Jahren wurden 1965 erstmals diplomatische Beziehungen zwischen dem Staat
Israel und der Bundesrepublik Deutschland
aufgenommen. Aus den schwierigen Anfän­
gen sind enge politische und wirtschaftliche
Verbindungen erwachsen. Aber auch jenseits
von Politik und Wirtschaft stehen weit über
100 Städtepartnerschaften für eine enge
Verbindung der Staaten und Völker.
132
Umweltschutz in Israel
Kooperation mit der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft
Vortrag
15A7216 V
Dr. Shaul Chorev, Geschäftsführer JNF- KKL
Deutschland
VHS, Bergstraße 8
Mi., 8. Juli, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Bereits 1901 gegründet ist der JNF-KKL heute
die größte Umweltschutzorganisation Israels.
Am bekanntesten sind die Aufforstungsak­
tionen, die auch in Deutschland von vielen
Gruppierungen, Parteien und Ländern unterstützt werden. Neben dem aktiven Umwelt­
schutz betreibt die Organisation aktive
Umwelt­erziehung und hat seit einiger Zeit
ein Young Leadership Programm mit dem
Bundesumweltministerium. JNF-KKL ist auch
in der Förderung umweltschonender Land­
wirtschaftstechniken und im Management
knapper Wasserressourcen führend.
Aktuelle Politik
Überwachung total. Wie wir in
Zukunft unsere Daten schützen
Kooperation mit der Buchhandlung zur
Heide
Lesung und Diskussion 15A7220 V
Peter Schaar
VHS, Bergstraße 8
Mi., 18. Febr., 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Das Internet, entstanden als Plattform für den
ungehinderten Informationsaustausch und
als Forum freier Meinungsbildung, degeneriert zunehmend zu einem globalen Über­
wachungsnetz, wobei sich die verschiedenen
staatlichen Akteure um die lohnendsten
Fisch­gründe streiten. Peter Schaar zeigt auf,
dass es ohne Datenschutz keine Meinungs­
freiheit gibt und wie der Ausstieg aus der globalen Überwachungsspirale gelingen kann.
Edward Snowden war nur der Bote:
Geheimdienste haben seit den Terroran­schlä­
gen von 2001 das Internet so umfassend
unterwandert, dass selbst Verschwörungs­
theoretiker erblassen. Weltweit wird alles
durchgerastert, was das digitale Netz hergibt.
Im Visier stehen nicht nur Terroristen oder
Kriminelle sondern wir alle. Im Blickfeld der
Datenfischer stehen persönliche Informatio­
nen, Staats-, Betriebs- und Geschäftsgeheim­
nisse – je mehr desto besser. Das Sicherheits­
versprechen der westlichen Welt droht in ein
totalüberwachtes Internet zu führen. Peter
Schaar zeigt auf, dass dieser Prozess nur
durch radikales Umsteuern gestoppt werden
kann, denn ohne den umfassenden Schutz
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
Peter Schaar I Foto: privat
Kriminalität ist entstanden. Er verbindet
eigene Recherchen mit Exper­ten­interviews
und Analysen, sein Über­blick reicht von der
Boko-Haram-Bewegung in Nigeria über den
Narkostaat Guinea-Bissau bis zur millionenschweren Schmuggelindus­trie von al-Shabaab in Somalia.
Marc Engelhardt berichtet seit mehr als zehn
Jahren für Hörfunk, Fernsehen und zahlreiche
Zeitungen aus Afrika. Er hat Geographie,
Meeresbiologie, Jura und Philosophie studiert und mehrere Bücher über Afrika
geschrie­ben.
politik i gesellschaft
unserer Daten gibt es keine Demokratie im
Informationszeitalter.
Peter Schaar, Diplom-Volkswirt, ist seit gut
25 Jahren in verschiedenen Funktionen im
Bereich des Datenschutzes beschäftigt, u. a.
war er Bundesbeauftragter für den
Datenschutz und die Informationsfreiheit.
Der Weg zur deutschen Einheit
Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur und des
Auswärtigen Amts
Ausstellung
15A7221 A
VHS, Bergstraße 8
18. Mai – 17. Juli, Eintritt frei!
Tausende DDR-Bürger nutzen 1989 die Som­
merferien, um über Ungarn sowie die Bot­
schaften der Bundesrepublik in den Ost­
block­staaten einen Weg in den Westen zu
finden. Derweil formiert sich in der DDR die
Opposi­tion. Mit dem Mauerfall rückt die Wie­
derver­ei­nigung auf die Tages­ord­nung der
deutschen und internationalen Politik. Nach
den ersten und letzten freien Volkskammer­
wah­len bildet sich eine große Koalition, die
mit der Bundesrepublik Ver­handlungen über
eine rasche Wiederver­eini­gung aufnimmt.
Doch in Fragen, die Deutsch­land als Ganzes
betreffen, haben sich die vier Siegermächte
des Zweiten Weltkriegs 1945 das letzte Wort
vorbehalten. Es ist die Stunde der Diplomatie.
Im Rah­men der »Zwei-Plus-Vier-Gespräche«
gelingt es, die strittigen Fragen zu klären
und die Zustim­mung zur Wiedervereinigung
zu erhalten. Die USA haben diesen Weg
von Beginn an unterstützt. Am 23. August
1990 beschließt die DDR-Volkskammer den
Beitritt der DDR zur Bundesrepublik, der in
der Nacht zum 3. Oktober vollzogen wird. Die
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Revolu­tio­nen gegen die kommunistischen
Diktatu­ren im Jahr 1989 waren nicht nur die
Voraus­setzung für die deutsche Vereinigung,
son­dern auch für die fortschreitende europäische Integration, die 2004 mit dem Beitritt
von acht ostmitteleuropäischen Staaten
einen Höhepunkt erlebt.
Die Ausstellung der Bundesstiftung Aufar­
beitung und des Auswärtigen Amts erzählt
anschaulich, wie »Der Weg zur deutschen
Einheit« in den beiden Deutschlands sowie
auf internationalem Parkett 1989/90 beschritten worden ist. Besitzer internetfähiger
Mobil­­telefone können in der Ausstellung mittels QR-Codes auf 18 Videopodcasts zugreifen, in denen Zeit­zeugen auf die ereignisreiche Entwick­lung im Jahr 1990 zurückblicken.
Offener Gesprächskreis
zu politischen Themen
»Das einzig Beständige ist die
Veränderung« (Heraklid von Ephesus)
Kurs
15A7222 K
Dr. Željko Dragić
VHS, Bergstraße 8
Mi., ab 18. Febr., 16.30 – 18.00 Uhr
10 Termine, 14-täglich, gebührenfrei!
Tel. Anmeldung erbeten!
Aktuelle Politik ist oft eine undurchsichtige
Sache. In diesem Gesprächskreis sollen Hin­
tergründe beleuchtet und kontroverse Mei­
nungen bewertet werden. Unter der Leitung
von Željko Dragić werden Fragen und Ant­
worten zu politischen Ereignissen erörtert.
Aktuelle und fortdauernde Themen wie die
Entwicklungen in der Ukraine und Russland
oder der Nahost- und Syrienkonflikt werden
in Diskussionen unter der Fragestellung:
»Und was geht uns das an?« analysiert.
Einladung zum Dialog
im Nordwesten
Kurs
15A7223 K
Anke Winkler
VHS, Bergstraße 8
Do., ab 5. März, 19.00 – 21.30 Uhr, jeden
1. Donnerstag im Monat, gebührenfrei!
Im Dialog üben wir Kern­fähigkeiten einer
Form der Kommuni­kation, in der das miteinander Reden, Denken und Verstehen eine
andere Qualität erhält. Sie sind herzlich eingeladen zu unserer offenen Dialogrunde.
Schauen Sie doch einfach vorbei – Probe­be­
such und Neuein­stieg jederzeit möglich!
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Erinnern jenseits von
Ritual und Schlussstrich
Kooperation mit: Gedenk­stätte Augus­ta­
schacht, Kultur­ge­schicht­liches Museum/
Felix-Nussbaum-Haus, Gedenkstätte
Gesta­pokeller
Viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Welt­
krieges und der Befreiung vom National­so­zi­
alismus wird in zahlreichen Veran­stal­tun­gen
an diese historischen Ereig­nisse erinnert. In
der Region und der Friedens­stadt Osnabrück
gibt es Gedenkstätten, eine Viel­zahl von
Initiativen, Vereinen und Institu­tionen, die
das Verdrängen und Ver­ges­sen verhindern
wollen und eine aktive Erinne­­rungs­kultur fördern. Besonders wichtig waren in diesem
Kon­text immer wieder Zeit­zeugen, die aus
der Zeit des NS-Terrors berichten konnten.
Neben öffentlichen Ver­anstaltungen waren
es vor allem Schulen, die das Gespräch mit
Zeitzeugen suchten. Solche Begeg­nun­gen
werden auch im Rah­men dieser Veranstal­
tungsreihe wieder möglich sein. Interessierte
Schulen, die Zeitzeugen ein­la­den möchten,
wenden sich bitte an:
Dr. Carl-Heinrich Bösling, VHS Osnabrück,
Tel.: 05 41/323 – 21 97 und
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augusta­
schacht, Tel.: 0 54 05/8 95 92 70
Arbeitskreis:
Geschichte des National­­­sozialismus
in der Region Osnabrück
7
6 5 4 3 2 1
Info
politik i gesellschaft
Erzählte Geschichte – Unsere Eltern
und Großeltern in der Nazizeit
... und hat das überhaupt noch etwas mit
uns zu tun?
Seminar
15A7231 S
Sakino Mathilde Sternberg
Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, Hasbergen-Ohrbeck
Sa., 21. Febr., 14.00 – 18.00 Uhr, gebührenfrei!
Der Zweite Weltkrieg und die Nazizeit sind
seit über 60 Jahren zu Ende. Dennoch sind
die Folgen dieser Zeit nicht vorbei. Die Ver­
brechen der Täter haben immer noch Aus­wir­
kungen auf die Opfer und deren Nachkom­
men. Ebenso wirken sie auf die Nachkommen
der Täter. Traumata werden (mindestens) bis
in die dritte Generation weitergegeben, denn
in den meisten Familien – sowohl auf Opferals auch auf Täterseite – wurde über diese
Zeit geschwiegen, das Erlebte, Getane, Gese­
hene nicht durch- und nicht verarbeitet. Der
Workshop soll die Möglichkeit bieten, das
sogenannte »Storytelling«, das Erzählen der
Lebensgeschichte, kennenzulernen. Nach
einer Einführung erhalten Sie die Gelegen­
heit, in einer strukturierten Weise praktische
Erfahrungen in dieser Methode zu machen.
Es wird Raum für Fragen, Diskussion und
Miteinander geben.
Sakino Mathilde Sternberg ist Mitbegründe­
rin und Vorsitzende des Vereins »Dan Bar On
– International Dialogue Center«, der sich mit
Dialog- und Friedensprozessen beschäftigt
(www.conflict-dialogue.org).
Kurs
15A7230 K
Dr. Michael Gander
Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, Hasbergen-Ohrbeck
Di., ab 17. Febr., 16.45 – 19.00 Uhr
15 Termine, gebührenfrei!
Die unbekannten Zeitzeugen
von Krieg und Holocaust
Der Arbeitskreis diskutiert die bekannten und
unbekannten Seiten des National­sozia­lis­mus
und seiner Opfer in der Region Osna­brück.
Weiterhin werden die regionalen Hin­ter­las­
sen­­­schaften und Folgen von Krieg und Natio­
nal­sozialismus erörtert. Eine Teilnahme ist nur
nach vorheriger Anmel­­dung bei Dr. Michael
Gander möglich,
Tel.: 0 54 05/8 95 92 70
In Osnabrück leben seit rund 20 Jahren Über­
lebende der nationalsozialistischen Vernich­
tung der Juden in der früheren Sowjetunion
und jüdische Veteranen des sowjetischen
Militärs. Sie erlebten Evakuie­rungen nach
Asien, Ghettos und Massenerschießungen.
Sie überlebten die Blockade von Lenin­grad
oder kämpften als sowjetische Soldaten
gegen die Armee des nationalsozialistischen
Deutschlands. Ihre Erfahrungen von Krieg
und Verfolgung sind bislang nur wenig in
Osnabrück bekannt. Zeitzeugen aus Osna­
brück sind zum Gespräch in Schulen bereit.
Schulbesuche sind nach Vereinbarung möglich – Anmeldung bei:
■■ Dr. Carl-Heinrich Bösling, VHS
Tel.: 05 41 / 323 – 21 97 oder
■■ Dr. Michael Gander, Gedenkstätte
Tel.: 05 40 5 / 89 59 270
Zeitzeugengespräche mit jüdischen
Einwanderern in Osnabrück
Vorträge für Schulen
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
15A7232 V
133
Info
1 2 3 4 5 6
7
Ich bin der Jude Sally!
Ich war der Hitlerjunge Salomon
Vortrag/Gespräch
15A7233 V
Sally Perel
Sally Perel hält sich im Frühjahr voraussichtlich erneut in Osnabrück auf und spricht auf
Ein­la­dung der VHS an Osnabrü­cker Schulen.
1925 wird Salomon Perel im niedersächsischen Peine geboren. Als Zehnjähriger weicht
er mit seiner Familie der braunen Gefahr und
zieht nach Lodz. Nach dem Ein­marsch der
deutschen Truppen in Polen flieht er mit seinem Bruder nach Russland. Die Eltern bleiben
im Ghetto zurück, wo sie um­kommen. Bei
Beginn des Blitzkrieges gegen Russland fällt
er in die Hände der deutschen Wehrmacht.
Den sicheren Tod vor Augen, erklärt er: »Ich
bin Volksdeut­scher«. So wurde aus Sally Perel
Josef Perjell.
Das Buch »Ich war der Hitlerjunge Salomon«
ist die autorisierte Autobiografie des Sally
Perel, der hier über die Schilderung seiner
aberwitzigen Erlebnisse hinaus auch seine
Gedanken und Gefühle offenlegt, seine
Zerissenheit beschreibt, den inneren Kampf
mit dem Hitlerjungen Jupp, der er wirklich
war. Aus der Distanz von mehr als 60 Jahren
versucht er, die Ereignisse zu reflektieren und
zu bewerten.
Auschwitz: Häftlingsnummer 50462
Gedenken zum 70. Jahrestag der
Auflösung des Arbeitserziehungs­
lagers Ohrbeck
Vortrag
15A7238 V
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, Hasbergen-Ohrbeck
So., 12. April, 15.00 Uhr, Eintritt frei!
Am 1. April 1945 endete nach den grundlegenden Forschungen von Dr. Volker Issmer
die Herrschaft der Osnabrücker Gestapo über
die meisten Häftlinge des Arbeitserziehungs­
lagers Ohrbeck. 15 Monate nach seiner Grün­
dung im Januar 1944 lösten die Verantwort­
lichen das Straflager vor den nahenden
alliierten Truppen auf. Insgesamt fielen mindestens 100 der insgesamt 2.000 Häftlinge
aus 17 Nationen den katastrophalen hygienischen Verhältnissen, der organisierten Unter­
ernährung und den Gewalttaten des Lager­
personals zum Opfer. Das Ende des Lagers
bedeutete noch kein Überleben für alle
Häftlinge, aber für viele war es die Rettung.
Das Gedenken an den 1. April 1945 eröffnet
somit den Blick auf die Geschichte und die
Nachwirkungen des »KZ der Gestapo«, wie
dieser Lagertyp in der Geschichtswissen­
schaft inzwischen bezeichnet wird, in der
Region Osnabrück.
Schultermine
Goebbels, »Hitlerjunge Quex«
und die UFA.
Vortrag/Gespräch
15A7234 V
Erna de Vries
Erna de Vries hält sich am 18./19. März und
12./13. Mai erneut in Osnabrück auf
Anmeldung von Schulterminen:
Dr. Carl-Heinrich Bösling, VHS,
Tel.: 05 41/323 – 21 97 oder
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht, Tel.: 0 54 05/8 95 92 70
Die Film- und Kino-Welt der
NS-Propaganda
Erna Korn, die heute Erna de Vries heißt,
wur­­de 1923 in Kaiserslautern als einziges
Kind einer Unternehmerfamilie geboren.
Ihre Mutter war Jüdin, der Vater Protes­tant.
Mit der Machtübernahme durch die NSDAP
verschlechterten sich die Lebensbe­din­gun­
gen der Familie und die Firma musste verkauft werden. In der Reichs­pog­romnacht im
Novem­ber 1938 tobte sich ein aufgestachelter Mob auch im Haus der Familie Korn aus,
zerschlug alle Möbel und hinterließ eine völlig zerstör­te Wohnung. 1943 schließlich folgte
die Deportation in das Todeslager Auschwitz
gemeinsam mit ihrer Mutter, die dort ermordet wurde. Erna de Vries selbst erlebte auf
einem Todesmarsch vom KZ Ravensbrück im
April 1945 die Befreiung durch amerikanische
Soldaten.
134
politik i gesellschaft
Vortrag
15A7239 V
Lars-Gerrit Miosga
Kulturgeschichtliches Museum,
Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27
Do., 5. März, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Zwischen 1933 und 1945 entstanden in
Deutschland 1.150 Spielfilme. Jeder zehnte
davon kann als direkte NS-Propaganda klassifiziert werden. Ihre Feindbilder waren die
Weimarer Republik, die Demokratie, linke,
aber auch bürgerliche Parteien und immer
wieder die Juden. Antisemitismus und Milita­
rismus prägten das Bild der Wochenschauen
wie das der UFA-Filme. Selbst als gegen Ende
des Zweiten Welt­krie­ges viele der Kinos und
Filmtheater bereits in Trümmern lagen,
wurde in den Filmateliers noch gearbeitet
und mit »Kolberg« der teuerste Propagandaund Durchhaltefilm des »Dritten Reiches«
gedreht.
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
Die Topografien des
Terrors in Osnabrück
Präsentation der neuen Publikation
zur Osnabrücker Geschichte des
Nationalsozialismus
Vortrag
15A7240 V
Dr. Thorsten Heese
Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliches Museum, Lotter Straße 2
Fr., 8. Mai, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Anlässlich der 70. Wiederkehr der Befreiung
vom Nationalsozialismus wird der Öffent­lich­
keit im Felix-Nussbaum-Haus/Kulturge­
schicht­lichen Museum die erste umfassende
Publikation zur Geschichte des Nationalsozia­
lismus in Osnabrück vorgestellt. An dem Pro­
jekt haben namhafte HistorikerInnen mitgewirkt, die in den vergangenen Jahren zu
dieser Geschichte recherchiert haben. Damit
wird einem seit langem bestehenden Deside­
rat der regionalen Forschung abgeholfen.
Nur wenige Städte können mit einer vergleichbaren Veröffentlichung aufwarten.
Vom »Kaukasus« bis zum Hüggel –
Annäherungen an die Wachleute des
Arbeitserziehungslagers Ohrbeck
Vortrag
15A7241 V
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, Hasbergen-Ohrbeck
So., 31. Mai, 15.00 Uhr, Eintritt frei!
Im Arbeitserziehungslager Ohrbeck starben
unter dem Kommando der Gestapo Osna­
brück von 2.000 Häftlingen aus 17 Nationen
mindestens 100 Gefangene. Als Bewachung
dieses Lagers dienten osteuropäische Män­
ner in Uniformen des Sicherheitsdienstes
»SD«, der SS und Mitarbeiter des Werkschut­
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Führung durch die Gedenkstätte
Augustaschacht
Führung
15A7243 S
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte
Augustaschacht e. V.
Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, Hasbergen-Ohrbeck
So., 21. Juni, 14.00 – 16.15 Uhr
3 € (zahlbar vor Ort)
zes des Klöckner-Werkes in Georgsmarien­
hütte. Wer waren diese Männer und wie
haben sie sich gegenüber den Gefangenen
verhalten? Diese Fragen sind Bestandteil der
Annäherung an eine bislang schwer zu erforschende Geschichte.
Tagesfahrt zur KZ-Gedenkstätte
Vught und einem regionalen
Erinnerungsort in Noord-Brabant
Tagesfahrt
15A7242 F
Dr. Michael Gander/Patricia in ‘t Groen,
Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
VHS, Bergstraße 8
Sa., 13. Juni, Abfahrt: 8.00 Uhr
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr, 50 €
Anmeldeschluss: 29. Mai
In den Niederlanden gibt es auch außerhalb
von Amsterdam wichtige Gedenkstätten und
eindrucksvolle Erinnerungsorte an die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Die
Gedenkstätte Vught befindet sich auf einem
Teil des historischen Geländes des ehemaligen SS-Konzen­trationslagers Herzogenbusch,
auch bekannt unter der Bezeichnung Kamp
Vught, das von Januar 1943 bis September
1944 bestand. Bei einer deutschsprachigen
Führung werden die erst im November 2013
zugänglich gemachte letzte erhaltene Bara­
cke des ehemaligen Kon­zentrationslagers
und das frühere Krema­torium besichtigt.
Noch näher kommen die Teilnehmer der regionalen niederländischen Geschichte bei
einem Besuch der ehemaligen M.A.St. (Muni­
tions-Aufschlag-Stelle), dem zweiten Ziel der
Tagesfahrt. Unter fachkundiger Begleitung
besuchen wir ein Natur­schutz­gebiet, das im
Krieg eine ganz andere Bedeutung bekam.
Selbst viele Menschen in der Umgebung kennen die Geschichte der M.A.St. nicht, und das
macht diesen Ort so besonders.
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
7
6 5 4 3 2 1
Tagesfahrt zum Anne Frank Haus
und zum Widerstandsmuseum
nach Amsterdam
Tagesfahrt
15A7245 F
Patricia in ‘t Groen, Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
VHS, Bergstraße 8
Sa., 11. Juli, Abfahrt: 8.00 Uhr
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr, 61 €
Anmeldeschluss: 26. Juni
Die Gedenkstätte Augustaschacht erinnert
am Ort des ehemaligen Arbeitserziehungs­
lagers Ohrbeck an die Opfer und die Zeit des
Nationalsozialismus im Osnabrücker Land.
Das denkmalgeschützte ehemalige Lager­
gebäude, der Augustaschacht, ist Zeugnis
schwerster Verbrechen. Das Arbeitserzie­
hungs­lager Ohrbeck wird in der Geschichts­
schreibung als »KZ der Gestapo« bezeichnet.
Insgesamt waren dort mehr als 2.000 Jugend­
­­liche und Männer zwischen Januar 1944 und
April 1945 inhaftiert. Sie kamen aus 17 Län­
dern, insbesondere den Niederlanden, der
damaligen Sowjetunion, Italien und Polen.
Mindestens 100 von ihnen überlebten die
durchschnittlich auf acht Wochen begrenzten unmenschlichen Arbeits- und Haftbedin­
gun­gen nicht. Diese in der Region Osnabrück
einzigartige Geschichte des Augusta­schach­
tes und ihre steinernen Spuren erleichtern in
besonderer Weise Annäherungen an das
Leben und Handeln der Menschen im Zwei­
ten Welt­krieg.
Amsterdam war im Zweiten Weltkrieg das
Zentrum der Judenverfolgung in den Nieder­
landen. Viele Geschichten von Verfolgten
kommen aus Amsterdam. Eine der bekannsten ist die Geschichte von Anne Frank im
Versteck im Hinterhaus. Ihr Tagebuch ist in
der ganzen Welt bekannt und 70 Jahre nach
ihrem Tod ist das Anne Frank Haus ein häufig
besuchtes Museum. Vor dem individuellen
Besuch des Anne Frank Hauses erwartet Sie
eine Einführung durch Mitarbeiter des Muse­
ums. Diese Tagesfahrt zeigt zudem ein in
Deutschland weniger bekanntes, aber für die
deutsche Besatzung der Niederlande weiteres wichtiges Museum in Amsterdam. In den
Niederlanden leistete ein Teil der Bevölke­
rung Widerstand gegen die Besetzung und
Judenverfolgung. Im Widerstandsmuseum
können Sie die Geschichte des Krieges und
des Widerstandes in den Niederlanden kennenlernen.
Neonazismus und Geschlecht
Rattenfänger – Über Verführung
und Verführbarkeit junger
Menschen in NS und Neonazismus
Vortrag
15A7244 V
Dieter Beck
Kulturgeschichtliches Museum,
Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27
Do., 2. Juli, 19.30 Uhr, Eintritt frei!
Trotz der bekannten zerstörerischen Folgen
des Dritten Reiches und seiner Ideologie lassen sich noch heute Menschen vom National­
sozialismus faszinieren. Nicht erst der Film
»Die Kriegerin« und die NSU-Terroristin Beate
Zschäpe haben offen gelegt, dass die Neo­
nazi-Szene keinesfalls nur aus Männern
besteht. Die Veranstaltung setzt sich mit der
Frage auseinander, in welcher Weise die
Kategorie »Gender« heute eine besondere
Rolle für die gesamte rechtsextremistische
Szene spielt. Was zeichnet den männlichen
»Neonazi« bzw. Rechtsextremen aus, was
charakterisiert die neonazistische/rechtsex­
treme Frau? Welche Rolle spielen Frauen in
dieser Szene?
Info
politik i gesellschaft
15A7246 V
Auf Anfrage können Schulklassen oder
Jugendgruppen eine Veranstaltung mit
Dieter Beck buchen. Dieser diskutiert nach
einem Impuls­re­ferat gemeinsam mit Zeit­
zeugInnen und Schüler­Innen am Beispiel des
National­sozia­lismus und des Neonazismus
über Ursa­chen und Folgen ideologischer
Verführung.
Anfragen an:
Dr. Thorsten Heese
Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück/
Felix-Nussbaum-Haus
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
05 41 / 323 – 44 35
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
135
Info
1 2 3 4 5 6
7
Philosophie I Religion
Philosophie – Eine Anleitung
zum guten Leben? (IV)
Eine Einführung in die Philosophie am
Leitfaden von Luc Ferry
Kurs
15A7250 K
Dr. phil. Ulrike Kuhlmann
VHS, Bergstraße 8
Fr., ab 20. Febr., 18.15 – 19.45 Uhr
8 Termine, 58 € / 37 €
Der französische Autor Luc Ferry vertritt in
seinem Bestseller »Leben lernen – Eine philosophische Gebrauchsanweisung« die These,
dass nicht Erkenntnistheorie und kritische
Reflektion das Hauptverdienst der Philoso­
phie darstellen, sondern die Orientierung in
der Sinnsuche des Menschen angesichts der
Endlichkeit seiner Existenz. Dies verfolgt er
durch alle Epochen der Philosophie an ausgewählten Beispielen. In diesem Semester geht
es um die Situation der Philosophie in der
Gegenwart. Ferry stellt die Frage, ob sie noch
einmal ein neues Sinnangebot aufzustellen
vermag oder sich mit kritischen Analysen
zufriedengeben muss. Martin Heidegger
kommt dabei eine Schlüsselrolle zu und wir
werden einige Texte von ihm kennenlernen,
aber auch andere Positionen heranziehen.
Letztlich soll es darum gehen, einen eigenen
Standort in der Diskussion zu entwickeln. –
Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Was Sie schon immer über das
Judentum wissen wollten
Kurs
15A7251 K
Rabbiner Radbil
Jüdische Gemeinde Osnabrück, In der
Barlage 41 - 43
Di., ab 24. Febr., 18.00 – 19.30 Uhr
3 Termine, 15 €
Vorherige Anmeldung erforderlich!
Woran glauben die Juden? Worin unterscheidet sich das Judentum von anderen Religio­
nen? Warum darf ein Jude am Samstag kein
Auto fahren? Was gehört zu jüdischen Speise­
vorschriften? Welche Feiertage feiern die
Juden und wie sieht der jüdische Kalender
aus? Kann man zum Judentum übertreten?
Das und vieles mehr erfahren Sie vom Rabbi­
ner der jüdischen Gemeinde Osnabrück.
Rabbiner Radbil, 1984 in der Ukraine geboren, hat in Deutschland, England, USA und
Israel studiert und erhielt seine Smicha von
Dayan Ehrentreu in Deutschland. Er schreibt
regelmäßig zu jüdischen The­men in deutschund russischsprachigen Zeitun­gen in
Deutsch­­land und im Ausland.
136
politik i gesellschaft
Inklusion:
Gemeins­am leben
Ein Veranstaltungsangebot
für Menschen mit und
ohne Behinderung
Kooperation des Bildungs- und Freizeit­
werks der Heilpädagogischen Hilfe Osna­
brück gGmbH und der VHS Osnabrück
Auf dem Weg zur Inklusion
Das Übereinkommen der Rechte von Men­
schen mit Behinderung der Vereinten Natio­
nen (UN Konvention) räumt Menschen mit
Behinderung die gleichen Chancen zur
Erwachsenenbildung ein wie allen anderen
Menschen.
In diesem Programmteil wollen wir den
Bestim­mungen weitgehend entsprechen und
uns auf den Weg machen, das Recht auf
gesell­schaftliche Teilhabe für Men­schen mit
Behinderung umzusetzen. Bereits vorhandene Strukturen sollen ausgebaut werden, so
dass Menschen mit Behinderung in der VHS
einen selbstverständlichen Platz zum Lernen
finden.
Das Bildungs- und Freizeitwerk Osnabrück
und die VHS Osnabrück möchten damit Bar­
rieren abbauen und Bildungs­angebote erweitern, die auf die Bedürfnisse von Men­schen
mit Behinderung so zugeschnitten sind, dass
sie diese Angebote ohne Hinder­­nisse nutzen
können. Außerdem steht das gemein­same
Miteinander von Men­schen mit und ohne
Behinderung im Fokus dieser Angebote.
Weitere Informationen:
Heilpädagogische Hilfe gGmbH,
Bildungs- und Freizeitwerk Osnabrück
Große Gildewart 14, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541/58 05 40 – 10
Personen mit Hilfebedarf
benötigen bei
VHS-Veranstaltungen
eine Assistenz!
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
Snoezelen: Ein Weg zur Entspannung
Kurs
15A7300 K
Marlies Aulf
Snoezelen-Zentrum Sutthausen,
Industriestraße 17
Do., 16. April, 21. Mai, 18. Juni
17.30 – 19.00 Uhr, 28 € (incl. 10 € Miete)
Mit allen Sinnen wahrnehmen in einer Umge­
bung, die alle Sinne anregt und zum Träumen
verführt, das bietet Ihnen dieser Kurs. Hier
finden Sie Musik zum Träumen, begleitet von
Fantasiereisen und märchenhaften Geschich­
ten, die den Alltagsstress vergessen lassen.
Lassen Sie sich einfach überraschen!
M.E.T. – eine sanfte Methode
für einen gesunden Körper
Workshop
15A7301 S
Petra Jokuszies-Bülter, Sozialarbeiterin,
zertifizierte M.E.T.-Therapeutin nach
Franke®
VHS, Bergstraße 8
Fr., 19. Juni, 15.00 – 18.00 Uhr, 23 €
M.E.T. bedeutet: Meridian-Energie-Techniken.
Bei M.E.T. klopft man auf bestimmte Punkte
am Körper. Das nennt man auch KlopfMethode.
M.E.T. kann zum Beispiel helfen bei
■■ Ängsten
■■ Allgemeinen Problemen
■■ Stress
M.E.T. kann das Körper-Gefühl und die
Gesundheit verbessern. In diesem Workshop
wird M.E.T. vorgestellt und ausprobiert.
Autogenes Training
Kurs
15A7302 K
Isa Jovita Villegas Solizar
Horst-Kösling-Schule, Ernst-Sievers-Straße,
Sporthalle
Do., 12./26. März, 9./23. April, 7. Mai,
4./18. Juni, 2. Juli, 17.00 – 18.00 Uhr
36 € / 25 €
Mit Vorstellungs-Kraft entspannen wir uns.
Wir können mit autogenem Training ruhiger
werden und uns entspannen. Und uns besser
konzentrieren.
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
7
6 5 4 3 2 1
Info
politik i gesellschaft
Facebook & Co – Der Stammtisch
im Internet
Gefilzte Ostereier
Trauern erlaubt: Du fehlst mir!
Seminar
15A7303 S
Marianne Ganseforth/Elisabeth Grünberg
Werkstatt Sutthausen, Industriestraße 17
So., 1./22. März, 12. April, 10. Mai
10.00 – 16.00 Uhr, 97 € / 65 €
(incl. 5 € Miete)
Dies ist ein Angebot für alle, die einen lieben
Menschen verloren haben. Ob durch Tod
oder Trennung. Wir erinnern uns mit Fotos
und Erzählungen an die, um die wir trauern.
Wir malen und machen Gestecke und
Erinnerungssteine.
Offener Kunst-Raum
Seminar
15A7304 S
Christoph Peter Seidel
Werkstatt Sutthausen, Industriestr. 17,
KunstContainer
Sa., 28. März, 25. April, 30. Mai, 27. Juni
10.00 – 16.00 Uhr
20 € (zzgl. Eintritt, Fahrtkosten bei Exkur­
sionen)
Sie können in unserem KunstContainer viel
ausprobieren: malen, zeichnen, schauen und
sich austauschen. Auch Exkursionen sind
geplant.
Workshop
15A7305 S
Anni Brockmeier/Katrin Hunke
VHS, Bergstraße 8
So., 22. März, 14.30 – 17.30 Uhr, 15 €
In diesem Workshop filzen Sie nach Vorliebe
Ihre Ostereier. Die individuell gestalteten
Ostereier können im Anschluss eine Aufhän­
gung erhalten, so dass man sie an den
Osterstrauch hängen kann.
Teelichter flechten
Workshop
15A7306 S
Anni Brockmeier/Katrin Hunke
VHS, Bergstraße 8
Sa., 20. Juni, 14.00 – 17.45 Uhr, 20 €
Aus Peddingrohr flechten wir schöne Tee­
lichthalter. Sie sind eine Dekoration für
Wohnung, Balkon und Garten.
Erste Schritte im Internet
Anfänger
Seminar
15A7307 S
Lennard Eichler/Jonas Igelbrink
VHS, Bergstraße 8
Sa., 21. März, 9.00 – 17.00 Uhr
38 € / 25 €
Sie lernen, sich im Internet zu bewegen. Wie
können Sie gezielt nach Dingen suchen? Sie
lernen den Umgang mit Google. Sie erhalten
eine eigene E-Mail-Adresse und lernen
E-Mails schreiben.
Bitte mitbringen: Verpflegung
VHS OSNABRÜCK 20 15–I
Seminar
15A7308 S
Lennard Eichler/Jonas Igelbrink
VHS, Bergstraße 8
Sa., 20. Juni, 9.00 – 17.00 Uhr
38 € / 25 €
Sie lernen die Möglichkeiten von Facebook
kennen. Gerade im Internet passieren auch
fiese Dinge. Gegen die kann man sich schon
mit kleinen Tricks wehren.
Bitte mitbringen: Verpflegung
Wäre auch das etwas für Sie?!
Seminar
Tablets und Smartphones –
Eine Einführung am PC
Sa., 20. Juni
Siehe Nr. 15A5816
Wissen im Alltag
Sie vermissen an dieser Stelle die Veran­
staltungen zu Wissen im Alltag?
Wegen unseres aktuellen Semester­schwer­
punktes finden Sie diesmal die Vorträge und
Seminare zu den Themen
■■ Gut leben im Alter
■■ Freiwilligenarbeit
am Anfang des Heftes ab Seite 10
Alle Veranstaltungen zum Thema
■■ Leben mit Tieren
befindet sich im Bereich »Fit und Gesund«
ab Seite 45
Info & Anmeldung: Telefon 05 41 | 323 – 22 43
137
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