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EUROPÄISCHE FORSCHUNGSVEREINIGUNG INNOVATIVE TEXTILPFLEGE E.V.
Erster Arbeitskreis zum neuen EFIT-Projekt
Erste Schritte zur Überprüfung des
Verhaltens von FC-freien Imprägnierungen
bei der Pflege eingeleitet
Das Thema „Fluorcarbonfreie Imprägnierung in der Textilindustrie beziehungsweise Reinigung“ ist offensichtlich in der gesamten textilen Kette von großem Interesse. So fanden sich zum
ersten Arbeitskreis des neuen EFIT-Projekts „Verhalten FC-freier
Ausrüstungen in der Textilindustrie beziehungsweise Reinigung“
35 Teilnehmer beim Gastgeber Hugo Boss in Metzingen ein. Textilreiniger, Bekleidungs- und Chemikalienhersteller, Forscher, Ver-
steht also ein Technologiewechsel bevor: „C-Null“ ist das Ziel. Darauf
haben natürlich die Chemikalienhersteller bereits reagiert. Einige FCfreie Alternativen stehen schon zur Verfügung, die es zu testen gilt.
bandsvertreter, etc. kamen zusammen und tauschten bisherige Erfahrungen aus, diskutierten angeregt und legten die ersten Schritte
zur Prüfung der möglichen Alternativen fest.
wichtig ist es zu wissen, wie sich vder Endkunde verhält, um Entwicklungen in die richtige Richtung zu betreiben. Es wurde zum Beispiel
eruiert, welche Anforderungen der Konsument an wasserabweisend
ausgerüstete Outdoor-Jacken stellt, wie er sie einsetzt, im Normalfall
pflegt und wie überhaupt der Wissensstand in Bezug auf die richtige
Pflege ist. Die Onlinebefragung sagt unter anderem aus, dass der Endverbraucher Outdoor-Jacken vielfach multifunktional nutzt und ihm
definitiv Informationen zur sachgerechten Pflege fehlen. Weiter wurde der It-Stand der derzeit verwendeten Imprägnierungen hinsichtlich der Pflege in den verschiedenen organischen Lösemitteln (PER;
KWL, Dibutoxymethan und Cyclosiloxan) dargestellt. Dazu wurden
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auch die kurzkettigen PFCs
(Perfluorcarbonsäuren), die derzeitig als Alternative für die sogenannten C8-Imprägnierungen eingesetzt werden, keine dauerhafte
Lösung darstellen, um Textilien wasserabweisend auszurüsten. Diese
Stoffe werden - wie auch die C8-Imprägnierungen - als umwelt- und
gesundheitsgefährdend eingestuft, auch wenn das Anreicherungspotential gegenüber den langkettigen PFCs schon reduziert ist. Es
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Zu Beginn des Arbeitskreises wurden zunächst von der Geschäftsführerin des Bundesverbandes der deutschen Sportartikel-Industrie
(BSI) interessante Ergebnisse aus Marktstudien vorgestellt. Denn
www.wrp-textilpflege.de
EUROPÄISCHE FORSCHUNGSVEREINIGUNG INNOVATIVE TEXTILPFLEGE E.V.
im Hause Hugo Boss diverse imprägnierte Stoffproben vor und nach
der Pflege in Bezug auf die Wasserabweisung untersucht und die
Ergebnisse ausgewertet. Die Basis für die Prüfung bildete der so genannte Sprüh- oder Spraytest gemäß ISO 4920.
Die Ergebnisse bilden einen erste Ansatz für den späteren Vergleich mit
dem Verhalten alternativer, FC-freier Imprägnierungen und gaben somit auch den Anstoß zu Überlegungen, wie erste Versuche im Projekt
durchgeführt werden können. So ist auch bei den FC-freien Imprägnierungen zunächst zu untersuchen, inwiefern sich die Wasserabweisung
durch die Pflegebehandlung verändert. Weiter ist dann zu prüfen, wie
die Imprägnierungen gegebenenfalls reaktiviert beziehungsweise die
Textilie nachimprägniert werden können. Diskutiert wurde in dem Zusammenhang natürlich auch, dass an die Nachimprägnierung andere
Anforderungen gestellt werden, als an die Erstimprägnierung einer Meterware. Denn zum einem ist das konfektionierte Teil dreidimensional
und zum anderen sind verschiedene Materialien miteinander verbunden. Die Funktionen der Einzelteile dürfen durch die Nachimprägnierung nicht merkbar eingeschränkt werden.
Die Möglichkeiten zur Nachimprägnierung wurden wie folgt dargestellt:
Vom „händischen“ Aufsprühen des Imprägniermittels, über die Behandlung in der Haushaltswaschmaschine bis zur professionellen Nachimprägnierung in der Textilreinigung im Sprühverfahren bei der Trockenreinigung sowie im Badverfahren bei der Nassreinigung. Letztere zwei
Verfahren sollen hauptsächlich im Projekt eingesetzt werden. Diskutiert
wurde über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden und es
wurde auch vielfach noch gewisse Aufklärungsarbeit im Teilnehmerkreis
betrieben. Denn offensichtlich war, dass zum Beispiel die Möglichkeiten,
die das Nassreinigungsverfahren in der Textilreinigung bietet, in der Bekleidungsbranche bisher noch sehr wenig wahrgenommen werden.
Schlussendlich blicken alle Teilnehmer auf einen sehr informativen,
diskussionsreichen Tag zurück und an einige wurden auch erste Aufgaben verteilt: So werden Bekleidungshersteller zahlreiche Meterwaren zur Verfügung stellen, die dann von Chemikalienherstellern mit
der entsprechenden FC-freien Imprägnierung ausgerüstet werden.
Die Muster werden anschließend einer Textilpflegebehandlung nach
genormten Verfahren ausgesetzt. Vor und nach der Textilpflege in den
verschiedenen organischen Lösemitteln sowie in der Nassreinigung
wird der Spraytest durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet.
Wenn genau abzusehen ist, wann die Ergebnisse vorliegen, wird zum
nächsten Arbeitskreis geladen. Die Erkenntnisse werden dann vorgestellt, weiter diskutiert und die nächsten Schritte festgelegt. Derzeit
wird davon ausgegangen, dass das nächste Treffen im Januar 2015
stattfindet. Die Firma CHT R. Beitlich in Tübingen hat sich bereits
jetzt als Gastgeber zur Verfügung gestellt. Weitere Projektpartner sind
jederzeit willkommen.
Für nähere Informationen steht Projektleiterin Dipl.-Ing. Birgit Jussen
zur Verfügung.
B.jussen@fashioncare.de oder unter Telefon +49-211-24860750.
www.wrp-textilpflege.de
EFIT-Arbeitskreis „Neue Lösungsmittel“: Abschlussmeeting des
Projektes
Wie bereits im letzten Heft angekündigt, lädt EFIT zu dem Abschlussmeeting des Projektes „Untersuchung des Verhaltens neuer Lösemittel
für die professionelle Textilpflege im Vergleich zu den herkömmlichen
Lösemitteln PER und KWL“ ein.
18 Monate lang wurden eine Menge Energie und Arbeit in dieses Projekt
investiert, viele Versuche gemacht, Ergebnisse zusammen getragen und
ausgewertet. Die daraus zu ziehenden interessanten Rückschlüsse über
das Verhalten von Dibutoxymethan (DBM) und Cyclosiloxan werden
nun vorstellt, um gemeinsam Folgendes zu diskutieren:
- Sind die Ergebnisse für den Textilreiniger bei der Einführung bzw.
beim Einsatz der neuen Lösemittel hilfreich?
- Ist die Textil-und Bekleidungsbranche durch die Ergebnisse in Bezug auf die neuen Möglichkeiten in der professionellen Textilpflege
ausreichend informiert?
- Können die neuen Lösemittel aufgrund der vorliegenden Ergebnisse in die bestehende Pflegekennzeichnung integriert werden?
Das Meeting findet bei der Böwe Textile Cleaning in Sasbach am
Westrand des Schwarzwaldes statt. Böwe empfängt die Teilnehmer im neuen Showroom, der mit diversen PER- und MultiSolvent Textilreinigungsmaschinen sowie Nassreinigungsmaschinen
ausgestattet ist und somit das perfekt Ambiente für die Thematik
bietet.
Datum: Montag, 20. Oktober 2014
Uhrzeit: 10 bis ca. 15.30 Uhr
Ort: Böwe Textile Cleaning GmbH, Lochmatt 1 a, D - 77880 Sasbach
Weitere Details zum Tagesablauf, Hotelinfos und das Anmeldeformular über die Projektleitung: Birgit Jussen, B.jussen@fashioncare.de
oder unter Telefon +49-211-24860750.
Checkpoint EFIT in Langenthal
EFIT lädt am 19. November 2014, bei der Création Baumann AG in Langenthal (Schweiz), zu einer ganztägigen Tagung zum Thema „Checkpoint - Schadensfälle in der Textilreinigung“ ein. Die Vortragsthemen
decken das Spektrum von der professionellen Warenannahme, über
die Textilprüfung bis hin zur Schadensfall-Schnelldiagnose und -abwicklung ab. Das vollständige Programm steht auf www.efit-textilpflege.de unter Schulungen & Seminare. Die Teilnahmegebühr beträgt 80
Euro und 20 Euro für Textilpflege-Lehrlinge in Begleitung eines Vollzahlers. Eine verbindliche Voranmeldung wird bis zum 03. November
erbeten. Per Mail (m.bischoff@fashioncare.de bzw. info@fashioncare.
de) oder per Fax: +49(0)711-97658-30.
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