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Nr.3 Oktober 2014
Trittsiegel
Der Wildwege e.V. Newsletter
RÜCKBLICK
Habitatpflege Auerhuhn
Auch dieses Jahr haben wir das
Wohnzimmer des Auerhuhns
wieder verschönert und gepflegt.
Mit Unterstützung der Heinz
Sielmann Stiftung hat Wildwege
e.V. in Forbach, Königsfeld und
Aitern
Maßnahmen
zur
Habitatpflege durchgeführt.
Es sind noch zwei weitere Habitatpflegetage geplant. Der erste wird
am 18.10. im Martinskapellenwald
in Zusammenarbeit mit den
Kandelfliegern stattfinden. Wer
Lust hat kann am zweiten Termin
am 25.10. am Hummelberg selbst
mit anpacken! Mehr Infos unter:
info@wildwege.de
Rothirschtage
Wieder einmal war Wildwege e.V.
mit einem Infostand zum Thema
Wildtiere in der Kulturlandschaft
bei den Rothirschtagen in Häusern
einen Tag lang vertreten.
LUST AKTIV ZU WERDEN?
In Kürze findet die jährliche
Mitgliederversammlung
von
Wildwege e.V. statt. Habt ihr
Ideen wie Wildwege sich in
Zukunft weiterentwickeln kann?
Möchtet ihr euch für eine
unserer Initiativen engagieren?
Dann
kommt
zu
unserer
diesjährigen Hauptversammlung!
Termin & Ort werden noch auf
der Homepage bekannt gegeben
Wildwege e.V. freut sich auch
immer über schöne Bilder von
Wildtieren & unseren Events!
Schickt gelungene Aufnahmen
gerne an: info@wildwege.de
Im Zeichen des Wolfes
...steht eine neue Ausstellung im WaldHaus Freiburg die unter Mitwirkung des Vereins
Wildwege entstanden ist. Eine gute Gelegenheit, wie wir finden, um diese Ausgabe von
Trittsiegel auch ganz im Zeichen des Wolfes zu gestalten.
Isegrim, Graubart, Giermund, wir alle kennen ihn, viele fasziniert er und manchen bereitet er
Unbehagen. Kalt lässt er fast keinen, aber tatsächlich erlebt haben ihn wohl nur die wenigsten.
Ist das überhaupt möglich, wo gibt es Wölfe und kann es sie auch bei uns in BadenWürttemberg wieder geben? Auf diese Fragen und andere möchten wir in dieser Ausgabe von
Trittsiegel eine Antwort geben. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen!
Neue Wolfsausstellung eröffnet im WaldHaus Freiburg
„…und wenn der Wolf kommt? – Alte Mythen und neue Erfahrungen“
lautet der Titel der
neuen Wolfsausstellung, die seit dem 28.09.14 ein Jahr lang kostenfrei im WaldHaus Freiburg
zu sehen sein wird.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, dem 28.09., erschienen eine Menge interessierte
Menschen. Nach eröffnenden Grußworten, unter anderem von Bürgermeisterin Gerda Stuchlik,
begeisterte auch das Fräulein Brehm wieder mit ihrem lehrreichen Vortragstheater, passend zur
Eröffnung über den Wolf: Canis lupus. Im Anschluss an dieses Kurzprogramm wurde die
Ausstellung offiziell eröffnet. Interessierten Besuchern bat sich die Möglichkeit sich vom
Ausstellungsteam genau erklären zu lassen, welche Gedanken hinter Texten, Bildern, der
Sinneswand oder der Leseecke stecken. Verköstigt wurden alle Teilnehmer der Eröffnungsfeier
vom WaldHaus-Team und – passend zum Thema - den Spenden der Winzergenossenschaft
Wolfenweiler.
Die Wolfsausstellung begeisterte bereits am ersten Tag viele Besucher, lud zum Ausprobieren,
Lesen, Riechen und Hören ein. Einige der Besucher planten bereits vor Ort ihren nächsten
Besuch um sich erneut in Ruhe den vielfältigen Elementen der Ausstellung widmen zu können.
Die Stiftung WaldHaus Freiburg gestaltete diese Ausstellung gemeinsam mit Wildwege e.V. und
der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und mit
Unterstützung des Naturparks Südschwarzwald, dem WWF, ForstBW und der AG Luchs und
Wolf Baden-Württemberg.
Wildwege e.V. aktiv unterstützen? Mehr zu einer Mitgliedschaft im Verein unter
www.wildwege.de
Wildwege e.V., Postfach 5848, 79026 Freiburg im Breisgau
Telefon 0761/ 7680486 oder 0176/63161168
email: info@wildwege.de Internet: www.wildwege.de
GLS Gemeinschaftsbank IBAN: DE92430609677900062700
Den Wolf erleben
…in freier Wildbahn:
Wölfe in freier Wildbahn zu erleben ist sehr schwer. Eine Menge Glück ist gefragt, wenn man
sich gezielt in Wolfsgebiete begibt um die scheuen Tiere beobachten zu können.
Oft verharrt man Stunden bis Tage, um am Ende doch, ohne Erfolg gehabt zu haben, wieder von
Dannen zu ziehen. Hat man doch das Glück und kann einen Blick auf einen Wolf erhaschen, ist
eine Begegnung ungefährlich. Man sollte den Moment genießen und sich dann ruhig entfernen,
wenn der Wolf nicht sowieso schon zuerst reiß aus genommen hat.
Eine bequemere Variante die deutschen Wölfe zu beobachten sind Filme. Die Produktionen
„Wölfe in der Lausitz“ und „Deutschlands wilde Wölfe – wie sie wirklich sind“ des Tierfilmers
Sebastian Körner bieten Zusammenschnitte von tollem Bildmaterial und faszinierende
Dokumentationen über die Wölfe in der sächsischen Lausitz.
Mehr Informationen zu den Filmen gibt es unter www.lupovision.de
Eine tolle Alternative…
…zur direkten Begegnung bietet aber die brandneue Wolfsaustellung im Freiburger WaldHaus!
Mit der neuen Schau will das Waldhaus umfassend über den Wolf aufklären, dessen Rückkehr
in den Südwesten für Biologen nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Ausstellung kann während
der Öffnungszeiten des WaldHauses kostenfrei besucht werden: Dienstag bis Freitag 10 – 17
Uhr und Sonntag 14 – 17 Uhr.
Baden-Württemberg gilt seit Jahren als „Wolfserwartungsland“ und ist mittlerweile das letzte
Bundesland, in dem noch kein Wolf sicher nachgewiesen wurde. Seit der Rückkehr im Jahr 1996
leben in Deutschland mittlerweile wieder über 30 Rudel. Auch in den Vogesen und in der Schweiz
häufen sich die Meldungen: Der strenge Schutz der Wölfe zeigt Wirkung, sie kehren zurück.
Wie tief der Wolf aber trotz jahrhundertelanger Abwesenheit durch die Sprache noch in unserem
Bewusstsein verankert ist, erfahren Besucher bereits auf dem Weg in die Ausstellung. Dann
beleuchten deckenhohe Illustrationen die Begegnungen und Beziehungen von Wölfen und
Menschen von der Steinzeit bis heute. Wolfsangel, Tellereisen und eine historische Feuerwaffe
stehen für die jahrhundertelange Verfolgung durch den Menschen bis zur Ausrottung der
„letzten“ Wölfe im 19. Jahrhundert.
TERMINE
25.10.2014
Habitatpflegetag Auerhuhn
Am Hummelberg
Mehr Infos unter:
info@wildwege.de
06.11.2014
Vortrag: Fuchs, Dachs & Co. als
neue Nachbarn.
WaldHaus Freiburg
19:00 Uhr; 3€
09.11.2014
Fräulein Brehms Tierleben im
WaldHaus Freiburg: 14 & 16 Uhr
Canis lupus – Der Wolf
Ursus arctos – Der Bär
27.11.2014
Lichtbildvortrag: Und wenn der
Wolf kommt?.
WaldHaus Freiburg
19:00 Uhr; 3€
07.12.2014
Fräulein Brehms Tierleben im
WaldHaus Freiburg: 14 & 16 Uhr
Canis lupus – Der Wolf
Lynx lynx – Der Luchs
Insgesamt legt die Ausstellung Wert darauf, weder die mit der Rückkehr des Wolfes verbundenen
Herausforderungen zu verharmlosen noch alte Vorstellungen vom „bösen Wolf“ zu bedienen, wo
aktuelle Forschungen ein anderes Bild zeichnen. Sie will aufzeigen, wie ein Zusammenleben von
Mensch und Wolf in der heutigen Kulturlandschaft aussehen kann!
Im Rahmen der Ausstellung werden in den kommenden Monaten verschiedenste
Sonderveranstaltungen im WaldHaus stattfinden. Informationen gibt’s online beim WaldHaus.
Nachrichten & Co
In Rheinland-Pfalz soll der Luchs wieder angesiedelt werden. Ein groß angelegtes Projekt mit
jahrelanger Vorbereitungszeit soll den Beutegreifer wieder in den Pfälzer Wald bringen:
Luchs in Rheinland-Pfalz
In Baden-Württemberg hingegen scheint eine aktive Wiederansiedlung der heimlichen Jäger erst
einmal auf unbestimmte Zeit vom Tisch zu sein:
Luchs in Baden-Württemberg
Wer oder was ist
eigentlich dieses
Fräulein Brehm?
In diesem Clip
erfahrt ihr mehr!
Der Wolf hier im Süden?
Wildwege im Gespräch mit dem Wolfsexperten
Dr. Micha Herdtfelder von der FVA Freiburg
©F.Böcker
Herr Herdtfelder, wann kommt denn nun der Wolf nach BadenWürttemberg?
Der Wolf könnte jederzeit bei uns auftauchen. Die ein- bis zweijährigen
Tiere, die von ihren Eltern abwandern, können innerhalb eines Tages bis
zu 70 km zurücklegen. Dass es mittlerweile in der Schweiz und in den
Vogesen reproduzierende Wölfe gibt, erhöht die Chance, dass ein Wolf
bis nach Baden-Württemberg läuft. Vielleicht ist sogar schon ein Wolf
durch den Schwarzwald gezogen oder hält sich unentdeckt auf der
Schwäbischen Alb auf.
Und wenn es soweit ist, wo wird er leben und wie viele Wölfe
wird/kann es geben?
Wölfe hier in Baden-Württemberg? Wildwege e.V. hat
Wölfe leben dort, wo es genügend Nahrung gibt und die Tiere
beim Wolfsexperten Dr. Micha Herdtfelder nachgefragt!
Rückzugsraum finden. Diese Bedingungen sind in mehreren Regionen
Baden-Württembergs gegeben, besonders natürlich im Schwarzwald, im Schwäbisch-Fränkischen Wald, im Odenwald oder auf der
Schwäbischen Alb. Auch die großen Truppenübungsplätze wurden in Deutschland schon von vielen Wolfsrudeln besiedelt. Sie
scheinen ganz hervorragende Wolfslebensräume zu sein. Wie viele Wölfe bei uns Platz finden, darüber lässt sich lediglich spekulieren.
Verschiedene Wissenschaftler haben sich bereits mit dieser Frage beschäftigt und durch Modellrechnungen eine mögliche
Rudelanzahl zwischen 150 und 1800 für Deutschland ermittelt. Es wird deutlich, dass Voraussagen für dieses Thema fast nicht möglich
sind.
Werden es mit der Zeit immer mehr Wölfe werden?
Wenn ein Rudel sich erstmal niedergelassen hat und territorial ist, dann werden abwandernde Jungtiere möglicherweise im nahen
Umfeld ihr eigenes Territorium begründen. Der Raum auf dem Wölfe leben wird damit wachsen. Die Wolfsdichte wird allerdings kaum
zunehmen, da ein bestimmtes Areal immer nur von einer Wolfsfamilie besetzt ist. Auf dieser Fläche leben also immer die Eltern mit
den Welpen aus zwei Jahren, bis die ältesten Welpen abwandern.
Kann ich den Wolf dann irgendwo sehen?
Wölfe in freier Natur zu beobachten ist sehr schwer. Mit viel Glück entdecken wenige Menschen die Tiere durch Zufall. Das sind dann
auch die Meldungen, die an uns weitergegeben und untersucht werden. Möchte man Wölfe hautnah erleben, dann sind die Chancen
in einem Tierpark deutlich besser. Hinweise auf Wölfe nehmen wir an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt BadenWürttemberg jederzeit unter 0761 / 4018-274 entgegen.
Kann der Wolf mir oder Haustieren wie meinem Hund gefährlich werden?
Wir brauchen keine Angst vor Wölfen zu haben, aber wir sollten ihnen wie allen wehrhaften Wildtieren mit Respekt begegnen und bei
einer seltenen Begegnung Abstand wahren. Wilde Wölfe sind dem Menschen gegenüber extrem scheu und ziehen sich in aller Regel
zurück bevor wir sie überhaupt wahrgenommen haben. Es ist aber schon vorgekommen, dass neugierige Jungtiere Spaziergängern
hinterhergelaufen sind. Da sie im Alter von 10 Monaten schon so groß wie erwachsene Wölfe sind, kann das natürlich verunsichern.
Sie sind aber nicht auf Beute aus und durch lautes Klatschen und Rufen kann man sie in aller Regel vertreiben. Falls es dazu kommen
würde, dass ein erwachsener Wolf seine Scheu vor dem Menschen verlieren würde, so gibt es im "Handlungsleitfaden für die
Rückkehr einzelner Wölfe nach Baden-Württemberg" klare Vorgaben, wie damit umgegangen wird - bis hin zum Entfernen des Tieres.
Die Sicherheit des Menschen steht hier an oberster Stelle.
Begegnet man mit einem Hund einem Wolf, so sollte man den Hund zu sich holen und anleinen - für Wölfe sind Hunde Artgenossen
die als Eindringlinge in das eigene Revier angegriffen werden können, wenn sie sich dem Wolf nähern.
Muss ich etwas tun um meine Haustiere vor dem Wolf zu schützen?
Wer Schafe oder Ziegen außerhalb von Siedlungen hält muss diese über kurz oder lang vor Wolfsangriffen schützen, wenn die
Rückkehr eines oder mehrerer Wölfe nachgewiesen ist. In aller Regel reichen hierfür korrekt aufgestellte Elektrozäune, wie sie auch
heute schon in der Schafhaltung häufig eingesetzt werden. Einen Herdenschutzhund sollte sich nur zulegen, wer sich intensiv mit
dem Thema auseinandergesetzt hat oder sich gut beraten lässt. Wir vermitteln hier auch gerne die entsprechenden Kontakte.
Herr Herdtfelder, wir danken Ihnen für das Gespräch!
Wolf hin oder her: Ein paar Regeln die man besser im Gepäck haben
sollte, wenn man sich in der Natur bewegt, bietet unsere Initiative
bewusst wild im Internet unter
www.bewusstwild.de
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Seele and Geist
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