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7. Jahrgang · 10/2014
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
Die Gießen 46ers
Ein Sonderheft zum SaisonStart des wichtigsten
Sportvereins der Stadt.
EDITORIAL
In Gießen regiert
König Basketball
Dass »König Fußball« allerorts die
Sportwelt regiert, ist unbestritten.
Bloß in Gießen ist das ein wenig
anders. Hier regiert der Basketball
– oder wie sie in der Osthalle singen: »Hier regiert der MTV.« Daran hat sich auch durch den Abstieg aus der Bundesliga nach der
Saison 2012/13 nichts, aber auch
gar nichts verändert. Ganz im Gegenteil. Nach etlichen Jahren, die
durch Abstiegskampf, Niederlagen, außersportliche Skandale und finanzielle Eskapaden geprägt waren, hat sich an der
Lahn durch den durchweg angenehm vollzogenen Neuanfang in der Pro A eine neue Lust
auf die 46ers eingestellt. Die Zuschauer pilgern weiterhin zu den Heimspielen – bloß
jetzt strahlen ihre Gesichter auf dem Weg
nach Hause immer noch, selbst wenn natürlich auch in der 2. Liga nicht jede Partie gewonnen werden konnte. Auch wir vom streifzug freuen uns über die neuen 46ers. Eine
Nummer kleiner, eine Nummer authentischer, wesentlich nahbarer und absolut sympathisch – vom Trainer über die Spieler, den
Geschäftsführer, den Pressesprecher bis zum
Grafiker. Deswegen haben wir uns dazu ent-
schlossen, dem »König Basketball« und natürlich hauptsächlich
unserem sportlichen Aushängeschild diese komplette Ausgabe zu
widmen. Unterstützt hat uns dabei unser Mitarbeiter Martin Vogel, der seit 2006 für die Gießener
Allgemeine Zeitung über die
46ers berichtet. Er hat sich an eine
Saisonprognose herangewagt und
stellt die Spieler vor. Dabei verrät
er, dass ein Profi der 46ers im
Sommer in seiner Heimat Bier durch die Gegend karrt. Außerdem bieten wir Fakten, die
ein Osthallen-Besucher kennen sollte. Alte
Helden kommen genauso zu Wort wie der
Kapitän oder ein ehemaliger Spielführer, den
man heute eher als Kanzler der Universität
kennt. Wir haben einen Profi aus Wettenberg
in England besucht und werfen einen Blick
auf den Kooperationspartner nach Lich.
Selbst NBA-Star Dirk Nowitzki und seine
Verbindungen nach Gießen spielen eine
Rolle. Wir legen uns fest, ohne einen Basketballer aus unserer Stadt hätte er es nie in die
NBA geschafft. Und da wundern Sie sich
noch, dass »König Fußball« in Gießen keine
Chancen hat?
Marc Schäfer
Das Ziel sind die
Playoffs
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ine spannende Saison liegt vor den
Gießen 46ers: Das zweite Jahr in der
2. Basketball-Bundesliga Pro A. Erneut
sind die Playoffs das große Ziel – vielleicht
sogar ein wenig mehr als in der vergangenen Saison, als die Mannschaft von Trainer
Denis Wucherer erst im Halbfinale gegen
den späteren Champion BG Göttingen die
Segel streichen musste.
Vor der ersten Saison in dieser Liga hatte es
in der Basketball-Hochburg an der Lahn
einige Fragezeichen gegeben. Was kann der
Trainer? Was kann die Liga? Wen interessiert
Zweitliga-Basketball überhaupt? All diese
Unsicherheiten ließen sich sehr schnell positiv beantworteten. Die vergangene Spielzeit
machte endlich wieder Spaß, auch nach 46
Jahren in der 1. Liga. Zuletzt hatte der Spaßfaktor durch ständigen Abstiegskampf und
einige Eskapaden abseits des Courts gelitten.
Doch Wucherer war es gelungen, eine
Mannschaft zusammenzustellen, die mit
Herz und Leidenschaft den Basketball spielte, den man in Gießen sehen will:
ehrlich, kämpferisch – und erfolgreich.
Wurde zu Beginn der Spielzeit noch ein
Platz zwischen 6 und 10 als Ziel ausgegeben, erspielten sich die 46ers mit dem
vierten Rang nach der Hauptrunde sogar
Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gegen
Jena und zeigten eine packende Fünf-SpieleSerie gegen die Thüringer um den ungeliebten Ex-Coach Björn Harmsen. Das Aus
kam erst im Halbfinale gegen den großen
Favoriten aus Göttingen. Vielleicht war das
sogar ein Glücksfall, denn so mussten sich
die Verantwortlichen um Wucherer und
Manager Heiko Schelberg nicht mit einem
eventuellen Aufstieg befassen, der finanziell
für die sich in der Konsolidierung befindlichen 46ers wohl nicht zu stemmen, vor allem aber nicht klug gewesen wäre.
Für die neue Saison gelang es, mit dem
Langgönser Benjamin Lischka, Forward
Thierno Agne und dem Herzstück des
Teams, Flügelspieler Anthony »TJ« DiLeo,
gleich drei deutsche Spieler, zeitgleich Stützen des Teams, auch für 2014/2015 unter
Vertrag zu nehmen. Das war vor allem Gold
wert, da in der Liga jederzeit mindestens
zwei einheimische Spieler auf dem Feld
stehen müssen.
Einen Rückschlag gab es trotzdem: Trotz
Vertrag kam Agne nicht nach Gießen zurück. Nach langen Wochen des Wartens
gab der 25 Jahre alte Forward bekannt, dass
er seine Karriere aus persönlichen Gründen
zumindest bis auf Weiteres beendet. Ein
herber Verlust für Gießen, war Agne doch
einer der Anker der 46ers-Defensive, der mit
seiner Cleverness größeren Einfluss auf das
Spiel hatte, als man anhand der Zahlen vermuten würde.
Allerdings kommt der Ersatz, den die Verantwortlichen aus dem Hut zauberten, aus
dem Premiumsegment: In Johannes Lischka
kehrt der Bruder von Benjamin zurück an
seine alte Wirkungsstätte. Er ist 13-facher
Nationalspieler, 2012 BBL-Allstar gewesen
und hat das Zeug zur Identifikationsfigur,
das er aus der Region stammt. Der 27-Jährige, bei dem im November 2013 ein Gehirntumor entfernt wurde, will in Gießen an
seine alte Stärke anknüpfen. Auch Pro AErfahrung bringt er mit, im Trikot von Lich
wurde er als Doppellizenzspieler 2009
Topscorer der Liga und als »Youngster des
Auf Super-Verteidiger
Polas Bartolo aus Kuba
können sich Fans freuen
Jahres« ausgezeichnet. »Das Karriereende
von Thierno war ein herber Rückschlag,
den wir erst mal verkraften mussten. Aber
es läuft halt nicht immer alles rund«, kommentierte Wucherer cool. Dem Trainer ist
jedoch anzumerken, dass er Agne gerne
weiterhin im 46ers-Dress gesehen hätte.
Einen echten Coup landete Gießen mit der
Verpflichtung von Forward Yorman Polas
Bartolo. Auf den Kubaner können sich die
Fans freuen. Mit Crailsheim gelang ihm der
Aufstieg in die Bundesliga. Vom Portal
Eurobasket wurde er zum besten Verteidiger
der Liga gekürt. »Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, die wieder einen
guten Charakter hat; Spieler, die hart arbeiten, und gut miteinander auskommen.
Letzte Saison war die Chemie ein wichtiger
Faktor für unseren Erfolg. Wir sind wieder
auf einem guten Weg dahin«, sagt Wucherer, der sein Team mit Andre Marhold,
letztes Jahr in Österreich aktiv, und der
Vertragsverlängerung des jungen Centers
Jonathan Malu weiter gestaltete. Der gebürtige Wiesbadener Malu wurde zudem mit
einer Doppellizenz für Drittligist Licher
BasketBären ausgestattet, was die Wiederbelebung der Kooperation bedeutet. Neu
dabei im 46ers- Kader sind zudem Pointguard Cameron Wells, ehemals in der
Bundesliga für Tübingen aktiv. Er sollte als
Leader die Fäden auf dem Feld ziehen.
Hinter ihm in der Rotation taucht der ehemalige Juniorennationalspieler Besnik
Bekteshi (ebenfalls mit Doppellizenz für
Lich) auf. Er war der beste deutsche Scorer
bei der U17-Weltmeisterschaft 2010 und
will sich in Gießen ebenfalls nach einer
Verletzung zurückkämpfen. Mit Eric James
»EJ« Palm aus Chemnitz wurde die Riege
auf den kleinen Positionen komplettiert. Er
ist ein gefährlicher Schütze von außen und
sehr athletisch. Das letzte Puzzlestück fand
sich in Björn Schoo: Der 2,13 Meter große
Center soll die nötige Härte unter dem
Ex-BBL-Profi Cameron
Wells soll die 46ers
in die Playoffs führen.
10/2014 streifzug 5
46eRS-SoNDeRHeFT
Korb, Erfahrung und vor allem Länge mitbringen, die letzte Runde noch vermisst wurde. »In der vergangenen Saison war die Last
auf wenige Schultern verteilt, jetzt
haben wir mehr Tiefe, mehr Spieler, die
explodieren und zweistellig punkten können«, sagt Wucherer. Er weiß aber auch,
dass die Stars Myles Hesson und Joshiko Saibou sein Team in der Vergangenheit oft zum
Sieg getragen hatten.
Das Team steht also, doch was kommt in der
neuen Runde auf die 46ers zu? Mit den
Baskets Würzburg und Rasta Vechta sind
zwei starke Teams aus der Bundesliga abgestiegen, die im Rennen um den Aufstieg ein
Wörtchen mitreden wollen. Vor allem
die Würzburger haben viel
Geld in die Hand genommen und sich einen
starken Kader zusammengekauft, der einzig
den Wiederaufstieg im
Blick hat. Ebenso wie
Göttingen zuletzt sind
die Würzburger damit
der eine große Topfavorit,
der als Gejagter in die
Spielzeit geht. Wucherer
sagt: »Sie sind tiefer besetzt
als Göttingen. Wo die acht
Spieler hatten, die auf hohem
Niveau gespielt haben, hat Würzburg zwölf, mit allem was man sich
wünscht als Trainer. Sie sind der große Favorit.«
Die Niedersachsen aus Vechta haben
sich mit Donald Lawson (Chemnitz),
dem Ex-Gießener Chase Griffin (Gotha)
und Ahmad Smith (Nürnberg) drei starke
US-Importe mit ProA-Erfahrung geholt,
doch Cheftrainer Stephen Arigbabu muss erst
zeigen, was er aus diesem Kader herausholen kann.
Ebenfalls auf Einkaufstour war Nürnberg,
holte Robert Oehle und Josh Young von
BBL-Club Tübingen, vor allem aber Ralph
Junge: Der Trainer war das Aushängeschild
von Ligakonkurrent Ehingen, einem der profiliertesten Nachwuchsprogramme der Nation. Nun ist er Trainer der Franken, bleibt
zeitgleich aber auch Sportdirektor in Ehingen, da beide Teams kooperieren – obwohl
sie in der gleichen Liga spielen. Offiziell
startet die Kooperation zwar erst mit dem
kurz- bis mittelfristig angepeilten Aufstieg
Nürnbergs, ein fader Beigeschmack wird allerdings trotzdem die Saison begleiten. Vor
allem ein eventuelles Playoffduell der beiden
Clubs wäre ein GAU für die Ligaleitung.
Dennoch: Mit Junge an der Seitenlinie wird
auf die Nürnberger mehr als nur ein Auge
gerichtet sein, gilt der Trainer doch als
6 streifzug 10/2014
absoluter Fachmann, der viel aus seinen
Spielern herauskitzeln kann.
Welches Team kämpft neben Gießen um den
Einzug in die Playoffs? ETB Baskets Essen,
zuletzt eines der Überraschungsteams, wird
Wucherer rechnet mit
einer schweren Saison und
höheren Erwartungen
sich sicher auch an der Spitze festsetzen
können. Heidelberg, verstärkt mit Coach
Branislav Ignatovic und dem Ex-Leverkusener Jack Eggleston geht mit Ambitionen an
den Start. Das gilt auch für das umgebaute
Team aus Jena, mit den zwei neuen Litauern
Jokubas Gintvainis und Mantas Virbalas. Eine
spannende Frage ist auch, ob das WildcardTeam Hamburg Towers doch alle Erwartungen übertrifft.
Mit diesen Clubs bewegen sich die 46ers auf
Augenhöhe. »Es ist gut, dass wir schon ein
Jahr in der Liga hinter uns haben. Ich kenne
die ProA jetzt besser, darum habe ich das
Team auch so zusammengestellt«, sagt Wucherer. Das zweite Jahr sei schwieriger, da
die Erwartungen höher und die Konkurrenz
stärker geworden sind. »Nürnberg, Gotha,
Essen, Heidelberg sind, zumindest auf dem
Papier, tiefer und besser. Hinter Würzburg
sehe ich einige Teams, wahrscheinlich auch
uns. Aber es wird in dieser Saison schwieriger sein, die Playoffs zu erreichen, als zuletzt
das Heimrecht zu sichern«, glaubt der
Cheftrainer.
Damit es trotzdem klappt, wird Wucherer
seinem Stil treu bleiben. Die langjährige
Zusammenarbeit mit Erfolgscoach Dirk
Bauermann kann Wucherer nicht verleugnen. Zwar sagte er bei seiner Vorstellung im
Sommer 2013, dass derjenige gewinnt, der
einen Punkt mehr als der Gegner macht, am
Ende waren die Gießener aber doch das
zweitbeste Defensivteam der Liga. Auch in
der neuen Saison werden Ballgewinne, Stops
und gegnerische Wurfquoten einen Blick
wert sein, denn mit DiLeo und Polas Bartolo
steht die wahrscheinlich beste Defensiv-Flügelzange der Liga im Kader. In der Offensive
könnten sich die Fans auf mehr spektakuläre
Würfe von außen freuen: Die schwachen
32,7 Prozent von der Dreierlinie kann EJ
Palm (für Chemnitz knapp 40 Prozent von
außen) alleine aufwerten.
Der Boden ist bereitet für eine abwechslungsreiche Saison, die erneut Spaß machen
soll. Ein Besuch in der Osthalle lohnt sich
wieder – dank mitreißendem Basketball,
Herz und Willen – nicht erst kurz vor Weihnachten, wenn der Außenseiter der Übermannschaft aus Würzburg ein Bein stellen
will (20. 12., 20 Uhr). Ebenfalls zum Vormerken: Am 8. Februar (17 Uhr) gibt sich der
Rekordmeister aus Leverkusen die Ehre. Auf
die 46ers-Fans und solche, die es werden
wollen, warten attraktive Gegner, ein spannendes Team und die Aussicht, im zweiten
Jahr nacheinander Playoff-Basketball zu spielen – und in der Zukunft kann dann gerne
auch wieder mit der Bundesliga geliebäugelt
werden.
Martin Vogel
EJ Palm kam aus Chemnitz nach Gießen.
Er hat gelernt, sich durchzubeißen.
Osthallen-Zubehör
Wer eine Partie der 46ers standesgemäß erleben will,
stellt sich in der Osthalle am besten hinter den (richtigen) Korb
und hat mindestens drei der folgenden Accessoires dabei –
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Nummer:
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Verein 2013/2014:
Gießen 46ers
Der Lokalmatator: Nach der Jugendzeit zog es Lischka
zunächst nach Baden-Württemberg, ehe er letzten Sommer
zurückkehrte an die Lahn. »Benni« kann aus der Mitteldistanz
und von der Dreierlinie treffen, muss aber noch mehr Konstanz
in sein Spiel bringen. Deutete Anfang des Jahres an, was in ihm
steckt – wenn er es dauerhaft abruft, kann er seinen Bruder in
Gießen überflügeln.
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10/2014
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Nummer:
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Verein 2013/2014:
Chemnitz 99ers (ProA)
Der Bierfahrer: Schoss Gießen am zweiten Spieltag der letzten
Saison mit 27 Punkten ab und spielte sich so auf den Notizzettel
von Coach Wucherer. Vor dem Engagement in Chemnitz arbeitete sich Palm über die Niederungen der 2. isländischen Liga
hoch, vergangenes Jahr gab’s dann 15,8 Punkte im Schnitt bei
fast 40 Prozent von der Dreierlinie. Jobbt im Sommer in seiner
Heimat als Ausfahrer für Budweiser-Bier.
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Der Rekonvaleszent: 2010 Topscorer der U17-Nationalmannschaft bei der WM, wurde der im Kosovo geborene und in
Schwaben aufgewachsene Guard 2013 durch einen Kreuzbandriss ausgebremst. Bis dahin war Bekteshi auf dem besten Wege
in die Bundesliga, wo er bereits mit 17 Jahren debütierte. In
Gießen soll er wieder Fuß fassen und zurück auf diesen Weg
finden.
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10/2014
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Position:
Headcoach
Größe:
190 cm
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Geburtsdatum:
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Geburtsort:
Mainz
Nationalität:
GER
Nummer:
–
Verein 2013/2014:
Gießen 46ers
Der Cheftrainer: Seit einem Jahr an der Seitenlinie, stellte sich
der 123-fache Nationalspieler als echter Glücksfall heraus. Mit
einer der besten Verteidigungsmannschaften der Liga zeigte er in
seiner Premierensaison als Cheftrainer, dass sich knallharte Defense und attraktiver Basketball nicht ausschließen müssen. Dieses Jahr will er beweisen, dass der Erfolg keine Eintagsfliege war.
Die Vorbereitung lässt erahnen, dass er auf einem guten Weg ist.
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streifzug 11
Wucherers
Kapitän
TJ DiLeo hat sich mit einer beeindruckenden Rookie-Saison in die Herzen der 46ers-Fans
gespielt. In der neuen Saison führt er die Mannschaft von Coach Denis Wucherer als Spielführer aufs Feld. Der Deutschamerikaner stammt aus einer Basketball-Familie. Vater Tony war
Coach in der NBA, Mutter Anna Nationalspielerin. Beide haben dem Absolvent der Temple
University in Philadelphia das mitgegeben, was ihn zu einem der besten Verteidiger der Liga
macht. Mit 10,2 Punkten pro Spiel ist der 24-Jährige zudem ein verlässlicher Punktesammler.
Im streifzug spricht DiLeo nun als Wucheres Kapitän.
12 streifzug
10/2014
46ERS-SONDERHEFT
In der vergangenen Saison haben Sie es
bis ins Halbfinale geschafft. Was waren aus
Ihrer Sicht die Erfolgsgeheimnisse der
46ers 13/14?
Ich denke, am Wichtigsten war, dass wir
Wege gefunden haben, um zu gewinnen.
Das war nicht immer schön, aber wir wollten gewinnen, hatten diesen Siegeswillen.
Und wir wussten, wie man zusammenspielt, und das ist immer wichtig für ein
Team.
Ihr letztjähriger Teamkollege Thierno Agne
hat seine Karriere beendet. Wussten Sie
von der Entscheidung? Wie haben Sie die
Entscheidung aufgenommen?
Ich wusste, dass er darüber nachdachte,
aber ich will in erster Linie, dass er glücklich ist, denn: Er ist zunächst ein Freund,
dann ein Mitspieler. Was ihn glücklich
macht, macht mich glücklich.
Wo sind die Unterschiede zwischen dem
letztjährigen und dem neuen Team?
Diese Saison haben wir mehr Erfahrung,
mehr Leute, die schon in der Liga gespielt
haben, ein paar ältere Spieler und etwas
mehr Tiefe. Das wird uns auf dem Feld sicher weiterhelfen. Wir können uns im Spiel
etwas besser auf Dinge einstellen, die passieren – solche Sachen sind anders.
Im Sommer haben Sie an Ihren Wurf gearbeitet. Haben Sie in der Vorbereitung gemerkt, dass die Arbeit etwas gebracht hat?
Es ist anders, wenn man ins Spiel kommt.
Manchmal fühlt es sich besser an im Spiel,
manchmal ist ein Training besser als ein anderes. Aber ich muss in meinen Rhythmus
kommen, wenn die Beine müde sind und
nur noch vom Adrenalin getragen werden.
TJ DiLeo, Sie sind in der kommenden Spielzeit der Kapitän der Gießen 46ers. Wie
würden Sie selbst Ihre Rolle im Team
beschreiben?
Ich mache die kleinen Dinge, um dem
Coach zu helfen. Ich rede mit allen Jungs,
stelle sicher, dass wir alle am gleichen Strang
ziehen und sorge dafür, dass ich in der Kabine gehört werde. Nach ein paar Wochen in
der Vorbereitung kam der Trainer zu mir und
sagte mir, dass ich jetzt Kapitän bin. Ich war
glücklich und bin sehr stolz darauf, denn es
bedeutet mir sehr viel.
Sie haben U20-Nationalmannschaft gespielt und letztes Jahr eine starke RookieSaison. Gab es Bestrebungen, Sie im
Sommer für die A2-Nationalmannschaft zu
nominieren? Finden Sie, Sie hätten das
verdient gehabt?
Im Jahr nach der U20 war ich für ein paar
Wochen bei der A2, letzten Sommer haben
wir telefoniert, aber da ich schon wusste,
dass ich das ganze Jahr über in Deutschland sein werde, wollte ich den Sommer
noch bei meiner Familie sein. Aber ich werde mich wieder voll konzentrieren und hart
arbeiten, dann sehen wir, was nächsten
Sommer passiert.
Sie sind in Düsseldorf geboren worden, in
den USA aufgewachsen und jetzt seit einem Jahr wieder in Deutschland. Was an
Ihnen ist deutsch, was ist amerikanisch?
Hmm... Deutsch... fangen wir erst mal mit
den amerikanischen Sachen an: Ich denke,
von meiner kulturellen Prägung her bin ich
sehr amerikanisch. Im Basketball in
Deutschland sind die Deutschen oftmals
sehr amerikanisch geprägt. Ich habe aber
diese Liebe für Deutschland. Es ist mein
zweites Zuhause. Ich bin schon ein bisschen stolz auf Deutschland.
Wie haben Sie das bei der Fußball-WM
gemacht, als Deutschland gegen die USA
gespielt hat?
Es war wirklich hart! Ich war für die USA,
aber das war das einzige Spiel, in dem ich
nicht für Deutschland war. Es war eine coole Sache, die USA haben einen tollen
Kampf abgeliefert, und es hat viel Spaß gemacht, den Deutschen in dem Turnier zuzusehen. Sami Khedira hat toll gespielt.
Haben Sie den neuen Spielern schon Tipps
gegeben, was man in Gießen so machen
kann? Oder überlassen Sie das den gebürtigen Gießenern?
Nein, als Mannschaft haben wir gerade am
Anfang viel zusammen gemacht. Aber klar,
die Leute finden dann auch für sich selbst
Sachen heraus, und Benjamin Lischka, der
von hier kommt, hilft natürlich viel, genauso wie sein Bruder Johannes, damit sich alle in der Stadt zurechtfinden.
Wo kann man Sie in Gießen außerhalb der
Sporthalle Ost antreffen?
Wir kamen noch nicht wirklich dazu, aber
letztes Jahr sind wir nachmittags oft in verschiedene Cafés gegangen und haben uns
entspannt, für eine Stunde oder zwei. Als
Basketballer hast du so viel Zeit zwischen
den Trainings, da musst du irgendetwas machen. (lacht)
Was sind die Ziele der Gießen 46ers in der
kommenden Saison?
Das Primärziel ist: Wir wollen in die Playoffs, mit einer guten Platzierung, am liebsten wieder unter den besten vier Mannschaften, um erneut den Heimvorteil zu
sichern. Danach muss man von Serie zu
Serie denken. Du kannst nicht gleich sagen:
Wir wollen ins Finale. Natürlich will man
das, aber du musst dich auf die aktuelle
Serie konzentrieren. Davor musst du dich
erst mal darauf konzentrieren, in die Playoffs zu kommen. Ehrlich gesagt. Für uns
heißt das erste Ziel: Hamburg im ersten
Spiel schlagen. Klar, im Hinterkopf haben
wir natürlich auch Ziele für die ganze Saison, aber der Fokus muss immer auf den
aktuellen Aufgaben liegen.
Martin Vogel
10/2014
streifzug 13
46ERS-SONDERHEFT
Das ABC der
Avitos, Computerversand aus Linden. Anfang des
Jahrtausends sicherte sich das Unternehmen das
Namenssponsoring des Teams. Statt im Rot-Weiß
desMTV 1846 Gießen liefen die Gießener Basketballer für drei Jahre in Schwarz-Gelb auf. Seit 2003
wird unter dem Namen 46ers gespielt.
BBL: Eliteklasse im deutschen Basketball. Satte
46 Jahre lang mischte Gießen im deutschen Oberhaus mit, so lange wie sonst niemand. Da man
Gründungsmitglied und bis 2013 nie abgestiegen
war, waren die 46ers auch alsDinosaurier bekannt.
Coach: Auch: Übungsleiter, Trainer, Teamchef. Seit
2013 ist Ex-Nationalspieler Denis Wucherer der
Chef an der Seitenlinie in Gießen. Der 41-Jährige
stammt aus einer Basketballfamilie, sein Vater Jochen
wurde 1967 mit demMTV 1846 Gießen deutscher
Meister, Bruder Nicolas spielte Anfang der 1990er
ebenfalls zwei Jahre für die Männerturner.
Dinosaurier: Urzeittier. Kennt man im Fußball etwa
aus Hamburg. Spitzname auch lange für Gießens Basketballer wegen der schier ewigen Verweildauer in
derBBL. Leider irgendwann ausgestorben. Auch in
Hamburg ein heikles Thema.
Einlaufmusik: Musikstück, das beim Einmarsch der
Heimmannschaft abgespielt wird. Hat nichts mit der
akustischen Untermalung des medizinischen Verfahrens zu tun. Bis heute unerreicht für diesen Zweck:
»Sirius« von The Alan Parsons Project.
Fanclub: Zusammenschluss von Anhängern eines
Sportvereins oder einer Persönlichkeit. In Gießen
nicht (mehr) vorhanden, wer Stimmung machen
will, gehthinter den Korb.
Gießener Jungs: Junge, männliche Bewohner einer
Universitätsstadt an der Lahn. Sind wir laut einem
Fangesang alle.
Hinter dem Korb: Bereich hinter der Grundlinie auf
der Spielfeldabgewandten Seite. In Gießen da, wo
die Stimmung herkommt. Wer sein Team gerne lautstark anfeuert, ist hier herzlich willkommen.
Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit. Jene drohte den Basketballern schon das ein oder andere Mal, ehe im
Dezember 2012 die Reißlinie gezogen wurde. Seitdem werden fleißigVerbindlichkeiten abgebaut.
Justus-Liebig-Universität: 1607 gegründet, zweitgrößte hessische Hochschule. Da Basketball viele
Jahre als Studentensport galt, rekrutierten sich viele
Spieler für denMTV 1846 Gießen aus Reihen der
Studierenden. Wer nicht von der Uni kam, kam von
derUS Army in den Kader.
Kooperationspartner: Teilnehmer an einer Zusammenarbeit. Die 46ers arbeiten auf dem Spitzenniveau
mit den Licher BasketBären zusammen, mehrere
Spieler haben eine Doppellizenz und können so für
beide Mannschaften auf Korbjagd gehen.
Legende: überragende Persönlichkeiten. Aufgrund der
langen Zeit in derOsthalle häufiger anzutreffen,
darum hier nur kurz ein paar Namen, die man kennen sollte: Klaus »Dschang« Jungnickel, Hans Heß,
Ernie Butler, Holger Geschwindner, »U« Strack, Jan
Villwock, »Vladi« Bogojevic, »Mike« Koch, Henning
Harnisch, Chuck Eidson… und noch viele mehr.
MTV 1846 Gießen: Sportverein mit diversen Abteilungen in Gießen. Die Basketballabteilung des
MTV, der aus einer Fusion des Männerturnvereins
und des TV 1846 Gießen entstand, ist die Keimzelle
der 46ers, die aufgrund des wirtschaftlichen Risikos
in eine GmbH ausgelagert wurden. Heute haben
die Zweitligabasketballer mit dem MTV nur noch
wenig zu tun, dennoch wird vor allem vonhinter
dem Korb gerne festgestellt, dass in derOsthalle
der MTV regiert.
46ERS-SONDERHEFT
Gießen 46ers
Nationalspieler: Auswahlspieler für ein Land. Für Gießen und den DBB standen unter anderem Akteure wie
Michael Koch (140 Spiele), Henning Harnisch (169
Spiele), Matthias Strauss (116 Partien), Vladimir Bogojevic (57 Einsätze), Gerrit Terdenge (82 Spiele) auf dem
Feld. Letzter Nationalspieler war 2009 Rückkehrer Johannes Lischka. Aber: Mit 123 Spielen im DBB-Trikot
istCoach Denis Wucherer eine echteLegende.
Osthalle: Große Sporthalle der Gesamtschule
Gießen Ost. Seit 1969 Heimstätte der 46ers und
ihrer Vorgängerteams. Nach Renovierung 2005 mit
einer maximalen Kapazität von 4003 Zuschauern.
Playoffs: Ausscheidungsrunde. Jeder will dabei sein.
Obwohl es doch eine urlaubsverkürzende Maßnahme für Basketballer ist. Sind dieses Jahr das Saisonziel für die Gießen 46ers.
Quote: Anteilige Zahl. In derzweiten BasketballBundesliga müssen jederzeit zwei der fünf Spieler,
die eine Mannschaft auf dem Feld hat, einen
Deutschen Pass besitzen. Zu erkennen sind die Deutschen an kleinen, schwarz-rot-goldenen Fähnchen auf
dem Trikot. Kann ein Team wegen Fouls oder Verletzungen keine zwei Deutschen mehr aufbieten, muss
mit entsprechend weniger Spielern gespielt werden.
Rekorde: Unerreichte Werte. So wurde der FC
Bayern München nach einem Sieg mit 90 (!) Punkten Differenz wieder an die Isar geschickt. Zugegebenermaßen im Jahr 1973. Hans Heß trägt sich
dagegen mit 299 Partien im MTV-Trikot als Rekordspieler in die Bücher ein und gilt somit unzweifelhaft alsLegende.
Siegquote: Verhältnis von Siegen zu Niederlagen.
Für Gießen knapp positiv: In derBBL stehen
683 Siege 682 verlorenen Partien gegenüber. In
derzweiten Basketball-Bundesliga vor Saisonstart
21 gewonnene und 17 verlorene Spiele.
Titelträger: Gewinner eines Wettbewerbes. Waren
die Gießener Basketballer oftmals: Fünf deutsche
Meisterschaften und drei Pokalsiege stehen auf
der Habenseite – der letzte Titel ist allerdings der
Pokalsieg 1979.
US Army: Heer der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.
Die US-Garnison in Gießen war über viele Jahre zuverlässiger Lieferant von Importspielern. Jack Williams
absolvierte 1966 die Saisonvorbereitung im Gießener
Trikot, ehe er den Marschbefehl nach Vietnam erhielt,
von wo aus er nicht zurückkehren sollte. William
»Bill« Provinse dagegen spielte für Gießen im Europacup gegen Real Madrid, zog 1969 in den Krieg, kehrte
ein Jahr später zurück und wurde Dritter in derBBL.
Verbindlichkeiten: Auch Schulden genannt. In
Gießen über lange Zeit stetiger Wegbegleiter des
immer am Abgrund taumelnden Clubs.
Wiederaufstieg: Rückkehr aus derzweiten
Basketball-Bundesliga in dieBBL. Wird in
Gießen kurz- bis mittelfristig angepeilt.
X-Faktor: Das Überraschungselement im Spiel.
Denn Basketball ist mehr als Mathematik und Physik. In Gießen dank der Fans immer wieder die
Stimmung in derOsthalle.
Yorman: männlicher Vorname. Wurde auch an
46ers-Neuzugang Yorman Polas Bartolo vergeben.
Wenn der Kubaner dem Team über die Saison hinweg nur halb so viele Punkte einbringt, wie Gießener Fans in Zukunft bei Stadt–Land-Fluss, ist er eine
echte Topverpflichtung (weitere Tipps: das schwedische Ystad, der österreichische Fluss Ybbs, der
Yemen.)
Zweite Basketball-Bundesliga: Nach dem Abstieg, der
sich einige Zeit angebahnt hatte und noch länger hinausgezögert werden konnte, inzwischen die Heimat
der Gießen 46ers. Das Unterhaus derBBL.
mv
46ERS-SONDERHEFT
00er: Florian Hartenstein
Er gehörte zum Inventar des Gießener Basketballs, als er doch noch mal weiterzog:
2001 kam Florian Hartenstein nach vier
Jahren an der University of Oregon an die
Lahn, zu Avitos Gießen, so hießen die
46ers bis 2003 der heutige Name geboren
wurde. Als Mann für die Sachen, die nicht
in der Statistik stehen, rackerte sich der
2,05-Meter-Riese in 237 Spielen (Rang 7
der ewigen Liste) bis 2009 unter den Körben der Osthalle ab. Dann warb ihn ExCoach Thorsten Leibenath ab und Hartenstein ging mitsamt Familie zu den Artland
Dragons, wo er bis 2012 spielte. Seit dem
Ende seiner Karriere arbeitet er erfolgreich
als Jugendtrainer.
Florian Hartenstein, was hat den Gießener
Basketball in den 2000ern ausgemacht?
Vor allem die Fans, die immer da waren,
egal, was passiert ist.
Sie haben erlebt, wie der Spielermarkt für
Ausländer komplett geöffnet worden ist,
und wie nach und nach die Quote für
Deutsche eingeführt wurde. Wie haben Sie
diese Zeit erlebt?
Mit mehr Amerikanern hat sich der Basketball hier beschleunigt. Ich habe aber auch
gespielt, als es nur zwei Amerikaner pro
Team gab. Wenn die ihre Leistung nicht gebracht haben, kamen schnelle neue Amis.
Heute sind es mehr, aber die sind nicht immer hochwertig. Damals wurden viele
deutsche Spieler verdrängt. Inzwischen
muss man wieder Deutsche im Team haben, das ist ein Vorteil für den deutschen
Basketball. Mehr Spielzeit ist ganz wichtig.
Sie waren lange Kapitän. Wie wichtig war
Ihnen dieser Titel?
Der Titel ist nicht wichtig. Aber du bist eine
Vertrauensperson für Trainer und Spieler,
beide Seiten müssen Vertrauen haben. Dei-
16 streifzug
10/2014
BLICK
IN DIE
HISTORIE
Foto:
Was ist ihre Lieblingsgeschichte aus dem
Gießener Basketball?
Das Jahr mit Chuck Eidson, als wir unter
den besten vier Mannschaften waren, das
war ein gutes Jahr. Die Mannschaftszusammenstellung hat gepasst. Anton Gavel und
Heiko Schaffartzik waren die Clowns. Man
wusste nie, was passiert. Die haben Schuhe
versteckt oder standen vor der Haustür und
haben Lieder gesungen. Daran denke ich
gerne zurück.
ne Aufgabe ist es, alle zufriedenzustellen:
auch mal zum Trainer zu gehen, wenn ein
Spieler das gefühl hat, dass der Trainer ihn
nicht mag. Ein Team ist eine große Familie,
alle sollen sich wohlfühlen.
Sie haben Artland zuletzt zum Titel in der
U16-Bundesliga geführt. Wie haben Sie es
in dieser ländlichen Gegend geschafft, so
ein gutes Team zusammenzustellen?
Mit guter Vorbereitung. Es war ein Drei-Jahres-Plan. Ich habe in meiner letzten Profisaison den Eltern mein Konzept vorgestellt
und habe die Spieler bekommen, die ich
haben wollte. Dazu haben wir ein familienbasiertes Leben angeboten: Spieler, die von
weiter weg kommen, konnten in Gastfamilien wohnen. Wir haben viel gemeinsam
trainiert, auch individuell. Wir haben tolle
Trainingsmöglichkeiten. Das Team war gut
zusammengestellt. Ein Pointguard braucht
zum Beispiel einen großen Spieler, ein großer Spieler braucht einen Pointguard um
sich zu entwickeln.
Ihr Sohn Isiaiah ist vielleicht weltweit eines
der größten Talente seiner Altersklasse. Sie
haben mit ihm schon zusammen gespielt.
Das hat sehr viel Spaß gemacht – auch mir
als Vater. Die Chance, im Spiel zusammen
auf dem Feld zu stehen, ist ja selten. Es ist
auf jeden Fall witzig, wenn man von seinem Sohn einen Pass zum Dunking bekommt oder seinem Sohn einen Pass zum
Dunking gibt.
Haben Sie im Eins-gegen-Eins Chancen?
Nein! Er ist definitiv besser als ich. Er kann
mich zwar unter dem Korb nicht wegschieben, aber ansonsten ist er in allem besser.
Darüber bin ich sehr froh.
Wie sähe Ihre Gießener Starting Five aus?
Anton Gavel, Heiko Schaffartzik, Chuck
Eidson, Adam Chubb auf der Vier und Souleymane Wane auf der Fünf. Den fitten
Soul, nicht den verletzten. Wenn ich aufs
Feld käme, ginge nur die Wurfquote runter
(lacht).
mv
46ERS-SONDERHEFT
90er: Vladi Bogojevic
Durch den Krieg auf dem Balkan nach
Mittelhessen gekommen, schließt sich
Vladimir Bogojevic Anfang der 1990er
Jahre dem MTV Gießen an, holt in der U18
(1993) und der U20 (1995) Deutsche Meistertitel an die Lahn. Als 17-Jähriger debütiert er in der Bundesliga – und markiert
gleich elf Punkte. Er wird Nationalspieler,
spielt ab 1997 für Teams wie ALBA Berlin,
mit denen er dreimal Meister wird, oder
Partizan Belgrad, in Italien, Spanien,
Griechenland und Tschechien. Nach einem
Jahr als Coach in der 2. Liga bei Kaiserslautern kehrt er 2008 zurück nach Gießen,
wird erst Sportdirektor und dann auch
Cheftrainer. 2011 wird er entlassen. Heute
lebt Bogojevic wieder in Berlin.
Vladimir Bogojevic, was hat den Gießener
Basketball in den 90ern ausgemacht?
Ich denke gerne an die Blaskapelle im
Fanblock zurück. Die haben es immer
geschafft, mich in eine Stimmung zu versetzen, in der alles intensiver wurde. Wenn
ich an die Mannschaft denke, an Thomas
und Armin Andres, Jacek Duda, Jan Villwock – das war ehrlicher Basketball; positive Energie und Kampf. Da gab es Leute,
die waren doppelt so alt wie ich, aber
trotzdem waren wir ein echtes Team. Wir
haben nicht jeden Abend miteinander
gebechert, aber es war ein Zusammengehörigkeitsgefühl da.
Was ist Ihre Lieblingsgeschichte aus dem
Gießener Basketball?
Eine Fahrt nach Ludwigsburg. Das war
abenteuerlich: Der Bus stand in einer Vollsperrung. Wir sind zu fünft über die Leitplanke und die Böschung runter und in ein
fremdes Auto, das wir angehalten haben.
Dann haben wir Super getankt statt Diesel,
sodass wir die letzten zwei Kilometer zur
Halle joggen mussten. Das Spiel haben wir
gewonnen, aber am Ende dann doch am
grünen Tisch verloren, weil wir zu spät waren. Aber die Geschichte ist nicht schlecht
(lacht). Das Top4 in Gießen 1997 war für
mich auch ein Highlight. Das war der Vorreiter für die großen Events von heute, da
kam Stimmung auf. Wir haben es ins Finale
geschafft. Wir haben nach einer bescheidenen Saison dagegengehalten. Und ich habe
an dem Wochenende insgesamt 70 Punkte
oder so gemacht. Jeder Wurf ging irgendwie
ins Ziel.
BLI CK
IN DIE
HISTORIE
In den 90ern beschleunigte sich der Abstieg des Gießener Bundesliga-Basketballs.
Haben Sie eine Idee, wieso?
An meinem Gehalt hat es nicht gelegen
(lacht). Ich glaube, dass es mit stiefmütterlicher Betreuung der Jugend zu tun hat. Wie
gewirtschaftet wurde, weiß ich nicht. Ich
war damals zu grün hinter den Ohren, aber
wenn ich mich recht erinnere, habe ich in
Gießen öfter Playoffs gespielt als nicht.
Nach der Bosman-Entscheidung, die falsch
verstanden wurde, hat man sich gar nicht
mehr um den Nachwuchs gekümmert.
Wenn eine so basketballverrückte Region
nur alle zehn, 15 Jahre einen Spieler hervorbringt, dann ist das zu wenig. Vielleicht
fehlte auch Weitblick, man hat sich darauf
verlassen, dass es immer so weitergeht.
Aber die Infrastruktur hat sich nicht weiterentwickelt. Vom Standort, der als Erster eine
Halle nur für die Jugend hatte, ist man zu
einem derLetzten geworden, der keine
Trainingshalle für die Profis hat.
Gibt es aus Ihrer Sicht ein Rezept, Gießen
wieder nach oben zu führen?
Stand heute hat man keine Chance, sich
demnächst mit Bamberg, Oldenburg, Ulm,
oder Bonn zu messen. Ich wüsste nicht, wer
in der Region so viel Geld ausgeben würde,
wie nötig ist. Man bräuchte eine Spielstätte,
eine eigene Trainingshalle... Wenn die richtigen Leute sich treffen und den BasketballWahnsinn bündeln, kann man das aufbauen, aber vorher müssen grundlegende
Dinge geändert werden.
Könnte ein 17-Jähriger heute noch so
einschlagen, wie Sie es damals taten?
Absolut. Man muss das Bewusstsein ändern
und Mut haben. Vielleicht klappt das nicht
in Berlin oder München, aber die ProA
müsste von solchen Jungs getragen werden.
Baunach ist mit einer sehr jungen Truppe in
die ProA aufgestiegen. Das zeigt: Die Jungs
müssen eine Chance bekommen.
Wie sieht Ihre All-Time-Starting-Five aus
Gießen aus?
Das kann ich nicht sagen. Aber mein Team
würde disqualifiziert werden, weil wir uns
nicht einigen könnten, wer startet.
mv
10/2014
streifzug 17
46ERS-SONDERHEFT
80er: Mike Koch
Der erfolgreichste deutsche Basketballer
kommt nicht aus Würzburg und heißt auch
nicht Dirk – er heißt Michael, wird oft
»Mike« genannt und stammt aus Lich:
Michael Koch. Vom TV Lich kam der Aufbauspieler 1983 zum MTV 1946 Gießen,
wo er bis 1987 Regie führte und zu einem
der Toptalente heranwuchs. Nachdem er
zu Steiner Bayreuth wechselte, wurde er
erstmals Meister und gewann zweimal den
DBB-Pokal, ehe ab 1991 bei Bayer Leverkusen fünf weitere Meistertitel und zwei
Pokalsiege folgten. Danach zog es den
Europameister von 1993 zum griechischen
Topclub Panathinaikos Athen, wo er mehrfach Meister und 2000 sogar EuroleagueChampion wurde. Nachdem er seine Karriere beim Zweitligisten Rhöndorf ausklingen
ließ, war Koch ab 2005 Cheftrainer der
Telekom Baskets Bonn, mit denen er
zweimal das Finale um die Meisterschaft
erreichte. Seit 2014 ist er zurück an seiner
alten Wirkungsstätte Bayreuth, diesmal als
Headcoach. Er führte die Franken zum
Klassenerhalt in der BBL und will nun
angreifen.
Michael Koch, was hat den Gießener
Basketball in den 1980ern ausgemacht?
Die Rekrutierung von Talenten aus dem
Gießener Umfeld. Da waren Spieler dabei
wie ich, Henning Harnisch, Jan Villwock,
der zwar kein Gießener Junge war, aber als
junger Spieler dazukam, die Stracks, die
Froeses, das sind alles Namen, die in
Gießen groß geworden sind und den
Basketball sehr stark beeinflusst haben. Damals gab es nur einen oder zwei Ausländer
pro Team, also musste man aus der eigenen
Jugend oder dem Umfeld gut rekrutieren
und das hat Gießen sehr stark gemacht.
Was ist Ihre Lieblingsgeschichte aus dem
Gießener Basketball?
Sehr kurios waren die Auswärtsspiele in
Berlin: Da sind wir nach dem Spiel in eine
Kneipe, die »Zum Töppi« hieß und haben
mit den Berliner Spielern gefeiert, bevor es
mit dem Bus zurückging. Das war schon
eine Verbindung, die es sonst zu keinem
anderen Verein gab. Einige Berliner waren
vorher in Gießen, zum Beispiel Matzi
Strauss. Das waren dann richtige Events,
wenn wir nach Berlin kamen, nicht nur das
Spiel, sondern auch feiern – das war etwas
ganz Besonderes.
18 streifzug
10/2014
BLICK
IN DIE
HISTORIE
Sie sind seit fast zehn Jahren BundesligaCoach. Wie schwer ist es Ihnen gefallen, an
die Seitenlinie zu wechseln?
Es war nicht schwierig, aber es war auch
glücklich. Ich wusste nicht genau, ob das
was wird als Trainer. Es war eine Sache, die
ich mir gut vorstellen konnte, aber ich habe
in Bonn zuerst mal als Co-Trainer unterschrieben, um zu testen, wie das funktioniert. Dass ich dann nach 85 Tagen plötzlich
Headcoach war und das auch gut funktioniert hat, ist ein bisschen Glück gewesen.
Mittlerweile glaube ich schon, dass das eine
gute Wahl für mich war.
Anfang des Jahrtausends kam ein Großteil
der Bundesliga-Trainer aus dem Ausland,
heute setzen viele Teams auf heimische
Coachs. Gibt es so etwas wie eine deutsche
Basketball-Schule?
Ja, ich denke, dass gerade meine Generation,
die als Spieler sehr erfolgreich war, im Juniorenbereich schon, und dann 1993 bei der
Nationalmannschaft den Riesenerfolg Europameister in München gefeiert haben – das
hat einen Schub gegeben. Viele von damals
sind im Basketball involviert geblieben:
Harnisch in Berlin, Henrik Rödl in Trier, ich
in Bayreuth, Stephan Beack in Köln. Zu dieser Zeit hat man gemerkt, dass man mit Basketball in Deutschland auch sein Geld verdienen kann und eine Perspektive hat.
Zudem wird die Trainerausbildung gefördert.
Vereine haben kapiert, dass man mit Deutschen Erfolg haben kann.
Die BBL möchte bis 2020 die beste Liga Europas sein. Ist das realistisch?
Das ist durchaus möglich. Das hat die jüngste Entwicklung gezeigt. Allerdings müssten
die Steuergesetze in Europa vereinheitlicht
werden, sonst wird Deutschland immer hinterher sein. In Südeuropa wird anders versteuert, also ist mehr Geld da, um die Spieler
zu bezahlen. Die Infrastruktur verbessert
sich, aber um die stärkste Liga zu sein, muss
man auch die finanzkräftigste werden.
Wie sähe Ihre All-Time-Starting-Five aus
Gießener Mitspielern aus?
Pointguard »U« Strack, Shootingguard Michael Koch, Smallforward Henning Harnisch,
auf der Vier Christoph Seifert und Patrick
Elzie als Center.
mv
46ERS-SONDERHEFT
70er: Hans Heß
Mit 299 Bundesliga-Spielen ist der Guard
der Rekordhalter, kein anderer trug öfter
das Gießener Trikot – und die 300er-Marke
wäre ohne Zweifel geknackt worden, hätte
sich Heß nicht 1975 beim Aussteigen aus
dem Mannschaftsbus so verletzt, dass er
den Rest der Saison ausfiel. Später führte er
gemeinsam mit Günther Lindenstruth als
Coach den MTV noch bis ins Pokalfinale
und trainierte Toptalente wie Michael Koch
und Henning Harnisch. Mit drei Pokalsiegen (1969, 1973, 1979) und zwei Meisterschaften (1975, 1978) ist er zudem einer der
erfolgreichsten Gießener Basketballer. Heute führt er eine Versicherungsagentur in
Langgöns.
Hans Heß, was hat den Gießener Basketball in den 1970ern ausgemacht?
Dass wir fast immer gewonnen haben
(lacht). Anfang des Jahrzehnts war es etwas
schwieriger, weil einige Leute weggingen,
zum Beispiel Trainer Laszlo Lakfalvi, dann
gab es einen Umbruch im Team, viele junge Spieler kamen – aber dann ging es nur
noch nach oben.
Was ist Ihre Lieblingsgeschichte aus dem
Gießener Basketball?
Das war 1975, als wir vor Saisonbeginn unter »ferner liefen« eingestuft und am Ende
Deutscher Meister wurden. Das war die
schönste Weise. Wir haben damals in Göttingen ein Vorbereitungsspiel gespielt. Die
Göttinger haben damals nach dem Spiel gesagt: Bei euch wird’s wohl gegen den Abstieg gehen – und am Ende waren wir
Meister.
Sie waren 1975 und 1978 Teil des MTVTeams, das zum – bis jetzt – letzten Mal
die Meisterschaft nach Gießen holen
konnte. Wie muss man sich eine Gießener
Meisterfeier vorstellen?
Das war schon was Besonderes. 1975 war
nach dem Spiel in Heidelberg auf dem Feld
die Hölle los, weil die Fans alle das Feld
gestürmt haben. Dann ging es mit dem Bus
zurück nach Hause und es gab einen Einzug in die Jahnhalle am MTV-Sportplatz.
Die Nacht haben wir dann durchgemacht –
das war anstrengend, fast anstrengender als
das Spiel (lacht). Wir haben dann von der
Stadt diverse Ehrungen erhalten. Der damalige Oberbürgermeister Bernd Schneider
hat uns viel unterstützt. Die Stadt hat da-
BLICK
IN DIE
HISTORIE
mals schon gewürdigt, dass wir Gießen
repräsentiert haben.
Hat es Ihnen wehgetan, den Abstieg des
Gießener Basketballs mitzuerleben?
Berührt hat mich das immer. Wenn man dabei war, als in Gießen erfolgreich gespielt
wurde... Wir hatten damals im Finale in der
alten Osthalle schon über 4000 Zuschauer.
Es wurde viel in den Sand gesetzt. Es gab
keine Kontinuität und kein Konzept. Das tat
weh, aber man hat mehr Abstand – wer
kennt uns denn noch? Klar, wer mal in die
Geschichtsbücher guckt, aber wer ich,
Bernd Röder oder Dschang Jungnickel
sind... Das wissen die jungen Leute nicht.
Hätte man den Abstieg aufhalten können?
Auf der einen Seite ist die Region nicht so
finanzstark, auf der anderen Seite hat man
eine Menge Geld falsch eingesetzt. Es gab
nie eine funktionierende Kontrolle mit Ahnung vom Basketball, sondern viele Leute
mit Pseudoahnung, die Entscheidungen mit
finanziellen Auswirkungen getroffen haben.
Trainer Joe Whelton hat in einer Saison fast
zwei Mannschaften gekauft und das wurde
abgenickt. Das habe ich kritisch gesehen.
Wir werden nie wieder da hinkommen, wo
wir mal waren, es sei denn, es gibt einen
Multimillionär, der sein Vermögen da reinstecken will.
Wie viele Punkte würde der Hans Heß von
1975 (17,5) heute erzielen? Wo hätten Sie
Defizite, wo wären Sie überlegen?
Das kann man nicht vergleichen. Ich wäre
sicher auf dem Niveau von guten deutschen
Spielern. Aber ich hätte ein physisches Defizit. Ich konnte zwar einen Dunk, aber
nicht wie die Jungs heute. 10 bis 15 Punkte
wären drin.
Wie würde Ihre All-Time-Starting-Five aus
Gießen aussehen?
Holger Geschwindner, Dschang Jungnickel,
Tony Koski, Leon Wood, der hat auch in der
NBA gespielt, und Bernd Röder. Er war jahrelang Kapitän und hat viel für die Jugend
geleistet. Und Ernie Butler. Der war die
Gallionsfigur. Und ich würde bei denen
auch mitspielen wollen (lacht).
mv
10/2014
streifzug 19
46ERS-SONDERHEFT
60er: Bernd Röder
Bernd Röder (Foto/links) ist eine Legende.
Auch wenn man das im ersten Moment nicht
spürt. Denn der 72-Jährige ist bescheiden,
zurückhaltend, ein ruhiger und sehr angenehmer Gesprächspartner. Als die Gießen
46ers 1965 noch als MTV 1846 den ersten
Deutschen Meistertitel an die Lahn holten,
war er der Kapitän. In seiner aktiven Zeit
zwischen 1958 und 1971 gewann er mit
Gießen dreimal den DM-Titel. Er war Nationalspieler und später sogar fünf Jahre lang
Nationaltrainer. Bis 2003 arbeitete Röder
später als Nachwuchstrainer beim DBB und
hatte spätere Größen wie Detlef Schrempf,
Uwe Blab, Mike Koch und Dirk Nowitzki
unter seinen Fittichen. Als Deutschland 1993
sensationell den Europameistertitel gewann,
saß Röder neben Cheftrainer Svetislav Pesic
als Assistent auf der Bank. Auch heute ist
Röder noch rund um den Basketball aktiv,
den 46ers steht er mit Rat und Tat zur Seite.
Er lebt in Großen-Linden.
Herr Röder, was hat den Gießener Basketball in den 1960ern ausgemacht?
Die Begeisterung der Gießener Jungs für den
Basketball. Entfacht wurde die durch echte
Pioniere. Lehrer an Gießener Schulen. Einen
zusätzlichen Schub bekam das Ganze dann
durch den Amerikaner Ernie Butler. Er war
Lehrer an der US-Highschool. Durch ihn
kam ein Aufschwung. Er hat uns alle mit dem
Basketball-Virus infiziert. So war es möglich,
dass wir aus der vierten Liga in kürzester Zeit
Deutscher Meister werden konnten. Auch die
Menschen in Gießen waren begeistert. Angefangen haben wir in der Pestalozzischule vor
zwei Zuschauern. Zur Eröffnung der Osthalle
später kamen 4000.
Was ist Ihre Lieblingsgeschichte aus dem
Gießener Basketball?
Es gibt etliche. Natürlich zählt auch der Gewinn der ersten Meisterschaft dazu. Nach
Heidelberg hatten uns damals 600 Fans begleitet. Auf einem Bankett nach einem Europapokalspiel in Mailand erzählte uns deren
Amerikaner im Team, dass er mal US-Präsident werden will. Wir dachten, das ist ein
Spinner. Er hieß Bill Bradley – und 1992 hat
er wirklich gegen Bill Clinton kandidiert
(Foto/r.). Prägend war allerdings unsere Europapokalreise nach Israel. Anlässlich des
Spiels gegen Maccabi Tel Aviv wurden wir
eine Woche eingeladen, um Land und Leute
kennenzulernen. Als Deutscher wurde man
da natürlich auch mit schweren Momenten
20 streifzug
10/2014
BLIC K
IN DIE
HISTORIE
konfrontiert, wenn Menschen begonnen haben, zu erzählen. An einem Tag haben wir in
Tel Aviv am Strand Fußball gespielt und
konnten einen Israeli vor dem Ertrinken
retten.
von alten Helden zu sehen sind oder Trikots
unter die Decke gehängt werden, war das in
Gießen nie der Fall gewesen. Das haben wir
schon bedauert.
Sie waren 1965 beim ersten Titelgewinn Kapitän. Hatten Sie es damals leichter als die
Spielführer heutzutage?
Das glaube ich schon. Heute besteht eine
Mannschaft aus Gastarbeitern. Wir waren ja
alles Gießener Buben mit einem Amerikaner
– und schon deswegen waren wir eine Einheit. Nach der Schule sind wir jeden Tag zusammen in die Miller Hall und haben dort
gegen die Amerikaner Basketball gespielt.
Offiziell hatten wir nur ein- oder zweimal
pro Woche Training, aber eigentlich haben
wir täglich trainiert. Das hat uns geholfen.
Hätten Sie gerne die Chance, in der heutigen Zeit Basketballer zu sein?
Was Spaß, Begeisterung und Zusammenhalt
angeht, bin ich sehr froh, dass ich meine Zeit
in den 60er Jahren hatte. Unter finanziellen
Aspekten würde ich lieber heute spielen
(lacht). Für uns war Basketball ein Lebensinhalt. Wenn wir gewonnen hatten, gab es
vielleicht mal ein Schnitzel mit Pommes und
Salat – oder auch mal eine Runde Freibier.
Bei der aktuellen Truppe ist die Begeisterung
aber wieder zu sehen. Und auch die Fans
kommen wieder mit glücklichen Gesichtern
zu den Spielen.
Gehen Sie denn heute immer noch zu den
Spielen in die Osthalle?
Na klar. Der Verein lädt jetzt im zweiten Jahr
alle ehemaligen Meisterspieler zu den Heimspielen ein. Man hat sich besonnen. Das finden wir sehr nett. Während anderswo Bilder
Wie würde Ihre All-Time-Starting-Five aus
Gießen aussehen?
Da bin ich überfragt. Aber Huntley, Butler,
Geschwindner, Jungnickel, Ampt, Peters,
Koski, Heß und Strack haben alle Gießener
Basketball-Geschichte geschrieben.
mac
Der Ex-Gießener Holger Geschwindner
hat aus Dirk Nowitzki einen Superstar
geformt
Fotos: dpa
46ERS-SONDERHEFT
Ein Stück Gießen im
großen Blonden
2,13 Meter steht in seinem Pass. Aber Dirk Nowitzki ist viel größer. Der sportbegeisterte
Junge aus dem beschaulichen Würzburg hat sich in der glamourösen Parallelwelt NBA
durchgesetzt und dort sogar den Titel gewonnen. In dem großen Blonden steckt auch ein
Stück Gießen. Eine Spurensuche.
Der große Blonde kennt seine Stärken: »Ich
kann relativ gut einen Ball in ein Körbchen
reinschmeißen.« Stimmt. Doch er kennt auch
seine Schwächen: »Ich tue mich mit öffentlichen Auftritten schwer.« Stimmt ebenfalls.
Wenn es jetzt nicht unbedingt in kurzen Hosen vor 20 000 Zuschauern in der American
Airlines Arena ist. Nein, so ganz überzeugt
scheint Dirk Nowitzki nicht, als er mit seinem Wagen durch die Straßen von Dallas
fährt. Seit fast 17 Jahren ist er hier zu Hause.
»Ich gehe in die Halle und spiele Basketball
und danach gehe ich wieder nach Hause,
schlafe und esse.« Eigentlich will er seine
Ruhe. Dann hat er sich trotzdem überreden
lassen, die Filmleute in sein Auto zu lassen.
Und in sein Leben.
Es ist entsprechend ein echtes Verdienst von
Regisseur Sebastian Dehnhardt, dass das Leben und die Karriere von Deutschlands bestem Basketballer und einem der wenigen
deutschen Sportler mit Weltruhm nun gewürdigt wird. Seit einigen Wochen läuft »Nowitzki – der perfekte Wurf« nun im Kino. In
106 Minuten zeichnet der Film den Werdegang Nowitzkis nach: Der sportbegeisterte
Junge aus dem beschaulichen Würzburg
wird zur Sportikone in der glamourösen
Parallelwelt NBA. Spätestens 2011. Mit dem
Titel.
In seinem Auto auf den Straßen von Dallas
wurde für »Nowitzki – der große Wurf« gedreht. In Berlin beim Gastspiel der Mavericks
gegen Alba ebenfalls. In einer Turnhalle in
Rattelsdorf sowieso. Hier bereitet sich Nowitzki regelmäßig auf die neue Saison vor. In
10/2014
streifzug 21
46ERS-SONDERHEFT
22 streifzug
10/2014
trainieren. Wenn du aber einer der Besten der
Welt werden möchtest, komm mit mir in die
Halle.« Geschwindner nimmt Kontakt zur
Familie auf und schafft es, die Nowitzkis
davon zu überzeugen, dass ihr Sohnemann
unter seiner Leitung ein ganz Großer werden
kann. Er hat seinen Schützling gefunden und
denkt bei seinen Methoden oftmals an Ernie
Butler und den Jazz zurück. Die glorreichen
Gießener Zeiten. Und so kommt es in den
kommenden Jahren nicht selten vor, dass in
der Turnhalle in Rattelsdorf, in der der verrückte Professor – so nennen sie Geschwindner vor allem in den USA – und der große
Blonde Sommer für Sommer ihr ganz eigenes
Programm durchziehen, ein weißhaariger Saxofonspieler am Rand sitzt: Ernie Butler, der
zum Aufwärmprogramm das Saxofon spielt.
Viele runzeln noch heute die Stirn, wenn sie
Nowitzki in der Turnhalle unter Geschwindners Anleitung Froschsprünge machen sehen.
»Ich habe nie verstanden, was sie da machen«, sagt zum Beispiel Michael Finley,
Nowitzkis langjähriger Teamkollege bei den
Mavericks, über die Methoden. Auch Mark
Cuban, Klubbesitzer der Mavericks, hält Geschwindner für – nun ja – außergewöhnlich:
»Holger trägt immer die gleichen drei Hemden und Hosen.« Doch Nowitzki meint:
»Wenn ich ihn mit 15 oder 16 Jahren nicht
getroffen hätte, wäre ich vielleicht nie in die
NBA gekommen. Dann hätte ich vielleicht
sogar mit Basketball aufgehört und hätte weiter Handball oder Tennis gespielt.«
Regisseur Sebastian Dehnhardt stellt die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Nowitzki und
Geschwindner ganz bewusst in den Mittel-
Holger Geschwindner hat laut
Dallas-Boss Mark Cuban
nur drei Hemden im Schrank.
punkt seines Filmes, der daher nicht nur ein
Porträt Nowitzkis, sondern auch eines von
Geschwindner ist. Dabei klammert er in »Nowitzki – der perfekte Wurf« auch für beide
unangenehme Bereiche nicht aus. Die Zeit,
in der Nowitzkis damalige Verlobte Crystal
Taylor als Trickbetrügerin entlarvt und in dessen Haus verhaftet wird, wird ebenso thematisiert wie Geschwindners Probleme mit dem
Fiskus.
Was in dem Film fehlt ist Nowitzkis Zeit in
der Nationalmannschaft. Dabei gehören diese Auftritte genauso zu seiner Karriere. EMSilber 2005, WM-Bronze 2003 und Fahnenträger bei den Olympischen Spielen 2008 in
Peking. Dabei erklärt der große Blonde mit
Blick nach vorn sogar: »Olympia 2016 Rio ist
natürlich weiter ein Fernziel. Dass die EM
jetzt auch in Berlin stattfindet, ist eine Riesensache. Von daher ist das schon mein Plan.«
Eine Bereicherung wäre der große Blonde
zweifelsfrei. Auch Geschwindner scheint zuversichtlich, hänge Nowitzkis Spiel doch
nicht allzu sehr von dessen physischen Fähigkeiten ab: »Er kann nicht wie verrückt springen, so schnell rennen wie andere. Deshalb
glaube ich, dass er, wenn er sich nicht ernsthaft verletzt, locker noch drei oder vier Jahre
spielen kann.«
Viele, die mit Geschwindner gespielt haben,
meinen in Nowitzkis Bewegungen, seinem
Schuss, seiner Spielauffassung den früheren
Mannschaftskameraden wiederzuerkennen.
Ernie Butler würde es wohl als Jazz zusammenfassen. Egal. Ob nun Körper oder Gefühl:
Ein Stück Gießen steckt so oder so im großen
Blonden.
Lukas Becker/Lars Reinefeld
Fotos: bf
Gießen dagegen wurde nicht gedreht. Und
trotzdem flimmern Bilder aus Mittelhessen
über die Leinwand. Ein bisschen verwackelt
sind sie. Und schwarz-weiß natürlich. Die
alte Doppelturnhalle der Liebigschule ist zu
sehen, in der vor einem halben Jahrhundert
großer Basketball zu sehen war. Dann zeigt
»Nowitzki – der große Wurf« einen großen
schwarzen Mann, das Saxofon in den Händen. Ernie Butler war Schütze des Wurfes zur
ersten deutschen Meisterschaft der Gießener.
1965 war das. In seiner Heimat war er gleichzeitig Spieler in drei Mannschaften. »Ich hatte jeden Tag ein Spiel, manchmal sogar zwei.
Oder ich spielte in einer Halbzeit für eine, in
der nächsten für eine andere Mannschaft«,
soll er mal gesagt haben. Eine Legende.
Und: Ein Lehrmeister.
Zeitsprung. Es ist das Jahr 1891, als James
Naismith den Basketballsport erfindet. Nach
den Wirren des Zweiten Weltkrieges landet
der erste Basketball in Laubach. In den
Händen von Theo Clausen. Auch Holger
Geschwindner, geboren in Bad Nauheim,
wächst hier auf. In einer von Clausen angeleierten Internatstalentschmiede reift der zu
einem Basketballer heran, der sich 1964 dem
MTV Gießen anschließt, bald wichtiger Bestandteil der Mannschaft von 1965 wird. In
Mittelhessen trifft er auf einen großen
schwarzen Mann: Ernie Butler. Gemeinsam
fahren die beiden nicht nur die Meisterschaft
ein, sondern philosophieren auch über den
Basketball an sich. Butler erläutert – mit einer
Stimme wie Louis Armstrong – dem nur
»Hotsch« genannten Geschwindner seine
Sicht des Sports und zieht – vornehmlich zu
vorgerückter Stunde – den Vergleich zum
Jazz. An einen Großen möglichst.
Es wurden dann 2,13 Meter. In »Nowitzki –
der perfekte Wurf« ist irgendwann er an der
Reihe. Unangenhem. Es läuft einfach nicht:
Der Mann mit dem besonderen Gefühl in
den Fingern wird beim Bowling zur Lachnummer. »Ruf Holger an«, rät dem Superstar
einer seiner Freunde. Nowitzki reagiert mit
einem gespielten Lächeln, fast schon gequält.
Bei seinem Privatvergnügen kann er gut auf
die Ratschläge des Mentors verzichten. Holger Geschwindner ist für den Basketball verantwortlich. Auch heute noch: »Wenn er lange weg ist, schleichen sich manchmal kleine
Fehler ein, die ich selber nicht korrigieren
kann«, erklärt Nowitzki die Zusammenarbeit.
»Kleine Hinweise können zum Beispiel
›Nimm den Ball etwas höher‹ sein.«
1995 treffen sie sich zum ersten Mal. Bei
einem Turnier in Schweinfurt fällt Geschwindner dieser große Blonde auf. Zum
großen Blonden soll er einmal gesagt haben:
»Wenn du der beste Basketballer Deutschlands werden willst, kannst du aufhören zu
Spielplan
27. 9. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: Hamburg Towers
3. 10. 2014, 17.00 Uhr
Bayer Giants Leverkusen
: Gießen 46ers
5. 10. 2014, 16.30 Uhr
Science City Jena
: Gießen 46ers
11. 10. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: BV Chemnitz 99
18. 10. 2014,19.30 Uhr
VfL Kirchheim Knights
: Gießen 46ers
25. 10. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: Cuxhaven BasCats
31. 10. 2014, 19.30 Uhr
Erdgas Ehingen/Urspringschule
: Gießen 46ers
2. 11. 2014, 17.00 Uhr
Gießen 46ers
: Bike-Cafe Messingschl. Baunach
8. 11. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: RASTA Vechta
15. 11. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: ETB Wohnbau Baskets Essen
23. 11. 2014, 17.00 Uhr
rent4office Nürnberg
: Gießen 46ers
29. 11. 2014, 19.30 Uhr
finke baskets
:
6. 12. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: MLP Academics Heidelberg
13. 12. 2014, 19.00 Uhr
OeTTINGER Rockets Gotha
: Gießen 46ers
20. 12. 2014, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: s.Oliver Baskets Würzburg
Gießen 46ers
10/2014
streifzug 23
GIESSEN 46ERS vor dem Start in die Pro A (hinten, v. l.): Dirk Lösel (Physiotherapeut), Fabius (Maskottchen), Jonathan Malu, Be
vorne (v. l.): Lukas Lai (Physiotherapeut), Dr. Wolfgang Leutheuser (Mannschaftsarzt), Deon McDuffie, Cameron Wells, Eric Jam
enjamin Lischka, Björn Schoo, Johannes Lischka, Andre Marhold, Yorman Polas Bartolo, Sören Beck (Team-Manager);
mes Palm, Anthony DiLeo, Niklas Bilski, Besnik Bekteshi, Denis Wucherer (Cheftrainer), Liam Flynn (Sportlicher Berater).
(Foto: Marco Kessler | Mediashots)
46ERS-SONDERHEFT
Spielplan
3. 1. 2015, 19.00 Uhr
BV Chemnitz 99
: Gießen 46ers
11. 1. 2015, 17.00 Uhr
Gießen 46ers
: VfL Kirchheim Knights
17. 1. 2015, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: OeTTINGER Rockets Gotha
24. 1. 2015 18.00 Uhr
Cuxhaven BasCats
: Gießen 46ers
31. 1. 2015, 19.30 Uhr
ETB Wohnbau Baskets Essen
: Gießen 46ers
08. 2. 2015, 17.00 Uhr
Gießen 46ers
: Bayer Giants Leverkusen
14. 2. 2015, 19.00 Uhr
s.Oliver Baskets Würzburg
: Gießen 46ers
21. 2. 2015, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: Erdgas Ehingen/Urspringschule
27. 2. 2015, 19.30 Uhr
MLP Academics Heidelberg
: Gießen 46ers
1. 3. 2015, 17.00 Uhr
Gießen 46ers
: rent4office Nürnberg
8. 3. 2015, 17.00 Uhr
Hamburg Towers
: Gießen 46ers
13. 3. 2015, 20.00 Uhr
RASTA Vechta
: Gießen 46ers
15. 3. 2015, 17.00 Uhr
Gießen 46ers
: Science City Jena
21.03. 2015, 20.00 Uhr
Gießen 46ers
: finke baskets
28.03. 2015, 19.30 Uhr
Bike-Cafe Messingschl. Baunach : Gießen 46ers
26 streifzug
10/2014
46ERS-SONDERHEFT
Die Basketball-Region
Basketball findet in Mittelhessen nicht nur bei den Gießen 46ers auf dem höchsten
Niveau statt. Wo man sich in der Region sonst noch gepflegt einen Korb abholen
kann, verrät der streifzug hier:
VfB 1900 Gießen (Regionalliga Südwest):
Die Nummer zwei in der Stadt hatte sich
zwischenzeitlich bis in die ProB hochgekämpft und in der ersten Saison am Aufstieg
in die ProA geschnuppert. In dieser Saison
besonders spannend: Nachdem der langjährige Coach Dejan Kostic in Richtung Langen abwanderte, gibt es
bei den 1900ern einen Neuanfang.
Sporthalle der Theodor-Litt-Schule, Gießen (500 Plätze)
www.giessen-pointers.de
Licher BasketBären
(ProB Süd/dritte Basketball-Bundesliga):
Die Bären aus der Bierstadt sind die am zweithöchsten spielende Herrenmannschaft in der
Region und gehen in der 3. Liga (ProB) an den
Start. Nach einigen Jahren des Herumdümpelns
im Mittelfeld soll sich der Club als Kooperationspartner der 46ers
nun um die Nachwuchsförderung verdient machen: Mit Jonathan
Malu und Besnik Bekteshi haben zwei 46ers-Spieler eine Doppellizenz und können auch für Lich spielen.
Dietrich-Bonhoeffer-Halle Lich (1200 Plätze)
www.basketbaeren.de
Bender Baskets Grünberg
(2. Damen-Basketball-Bundesliga Nord):
Noch ein Zweitligist in der Region? Dazu noch
einer, der reihenweise Mitglieder von JuniorenNationalmannschaften in seinen Reihen weiß?
Die Bender Baskets sind einer der EliteStützpunkte im deutschen Frauenbasketball. Das angeschlossene Teilzeitinternat bietet jungen Mädchen aus ganz Deutschland die
Chance, Talent und Ausbildung zu verbinden. Im letzten Jahr reichte
es mit einem Kader, in dem keine Spielerin älter als 23 Jahre war, in
der 2. Liga Nord immerhin für die Playoff-Qualifikation.
Sporthalle der Theo-Koch-Schule, Grünberg (900 Plätze)
www.bender-baskets.de
BC Marburg (Damen-Basketball-Bundesliga):
Was Gießen für Lich ist, ist Marburg für Grünberg. Seit
zwei Jahrzehnten gehen die Damen aus der Universitätsstadt in der Damen-Basketball-Bundesliga an den
Start, wurden 2003 sogar Deutscher Meister. Auch bei
Marburg und Grünberg gibt es Doppellizenzen, um
jungen Talenten Bundesliga-Spielzeit zu geben.
Halle am Georg-Gaßmann-Stadion, Marburg (1000 Plätze)
www.bc-marburg.de
RSV Lahn-Dill (Rollstuhl-Basketball-Bundesliga):
In Wetzlar verbinden viele Fans Basketball
nicht mit Dunkings – denn hier sitzt einer der
erfolgreichsten Rollstuhl-BasketballVereine der Welt. Im Trophäenschrank ist angesichts von
vielen Meisterschaften,
Pokal- und sogar Europapokalsiegen kaum noch Platz, auf dem
Feld spielen sich Weltklassespieler die
Bälle zu.
August-Bebel-Halle, Wetzlar (1800 Plätze)
www.rsvlahndill.de
B3
A45
Marburg
B3
Gießen
A5
Grünberg
Wetzlar
Lich
10/2014
streifzug 27
Auf der
Karriereleiter
46ERS-SONDERHEFT
Nach fünf Jahren im Basketball-Mutterland USA ist Profi Patrick Horstmann nach
Europa zurückgekehrt. Der 26 Jahre alte Wettenberger nutzte die große Chance
und verbindet in England nun Sport und Beruf.
Manager Brian Chapman war klar, dass sein
Weg nach Sheffield führen würde.
Auf die erste Saison 2013/2014 auf der Insel
blickt Patrick Horstmann nicht ganz zufrieden zurück. Am Ende der regulären Runde
landeten die Sharks auf dem zweiten Rang
und stießen bis ins Halbfinale in Cup, Throphy und Playoffs vor. Ein Titel war der Mannschaft jedoch verwährt geblieben. »Das war
ärgerlich. Aber es hat uns eine Menge Motivation für die neue Saison gegeben. Vor allem, da sich das Gesicht der Mannschaft bis
auf zwei Spieler nicht verändert hat«, kommentiert Horstmann. Bei den Sharks gehört
er zu den Startern auf der Position des Smallforwards und des Powerforwards. In der vergangenen Spielzeit gelangen ihm im Schnitt
knapp zehn Punkte und 7,5 Rebounds pro
Spiel. »Da ist noch Luft nach oben«, sagt
Patrick Horstmann selbstkritisch.
Abseits des Courts habe es kaum besser laufen können, meint er. Nachdem er bei dem
Pharma- und Medizinbedarfsunternehmen
mit einem Praktikum in der Marketing-Abteilung angefangen hat, ist er mittlerweile
längst in andere Projekte eingebunden. »So
langsam bekomme ich einen Überblick in
das große und sehr vielfältige Familienunternehmen«, sagt er stolz.
Besonders am Herzen liegt ihm sein eigenes
Projekt »B. Healthy – B. Braun«. Das hat er
in seiner Zeit, die ihm neben dem Basketball
bleibt, gemeinsam mit der Marketing-Abteilung entwickelt. »Es passt perfekt in die
Firmenphilosophie, denn es zielt darauf ab,
Kinder dazu zu inspieren, dass sie aktiver
und gesünder leben«, erklärt Patrick Horstmann. Seit dem Start des Programms hat der
Wettenberger mit über 10000 Kindern an 80
Schulen in South Yorkshire gearbeitet.
Der Wechsel vom Leben im Paradies von
West Palm Beach in Florida in die englische
550 000-Einwohner-Stadt im Zentrum der
Insel ist Patrick Horstmann genauso gelungen wie der Sprung vom Basketball-Trikot in
den Business-Anzug. Auch hinter dem
Schreibtisch macht er eine gute Figur. »Das
war natürlich ein großer Schritt., der mir
aber Dank des wunderbaren Empfangs der
Menschen im Basketball-Club und des Unternehmens sehr leicht gemacht worden ist.
Angesichts der einzigartigen Chance, Sport
und Karriere in so einer Firma zu kombinieren, komme ich derzeit auch mit weniger
Sonnenschein klar«, sagt Patrick Horstmann
und grinst. Zumindest für einige Zeit, will er
sich mit dem englische Wetter engagieren.
In Zukunft sehe er sich aber definitiv wieder
an einem wärmeren und sonnigeren Ort.
Patrick Horstmann hat für diesen Plan ein
ideales Sprungbrett gefunden.
Marc Schäfer
Fotos: bf
Diese Möglichkeit wollte sich Patrick Horstmann nicht entgehen lassen. »Dass ich auf
der einen Seite für eines der erfolgreichsten
Projekte im englischen Basketball spielen
konnte und dabei zeitgleich meine berufliche Karriere in einem globalen Unternehmen aus Deutschland unter der Führung
eines deutschen Geschäftsführers starten
konnte, schien mir auf den ersten Blick zu
gut, um wahr zu sein«, sagt Patrick Horstmann heute. Als das Angebot der Sheffield
Sharks in Verbindung mit Hauptsponsor
B. Braun aus Melsungen in Nordhessen
kam, war dem Basketballer schnell
klar, dass es sich um eine recht einmalige Offerte handelte. »Es ermöglichte mir in der Tat, gleich zwei Träume
auf einmal zu leben.«
Nach einer sportlich erfolgreichen Zeit in
den USA machte Patrick Horstmann im
August des vergangenen Jahres an der
Northwood University in Florida seinen
MBA. Der Sport hatte ihn über das New Jersey Institute of Technology in Newark in der
Nähe von New York City – seine erste Auslandsstation als Basketballer – nach Florida
geführt. Zweimal kam er mit der Uni-Mannschaft in den folgenden vier Jahren bis ins
Final Four das »National Tournament«.
»Dank unseres Coachs Rollie Massimino,
der eine Legende in den USA ist, hatten wir
die Chance, gegen die größten BasketballProgramme des Landes aus Pittsburgh,
Kentucky, Michigan oder Maryland anzutreten. Das waren unvergessliche Momente«,
erzählt Patrick Horstmann. Doch auch er
hatte einiges zu bieten: In seiner Zeit an der
Northwood University ging er in die Geschichtsbücher ein – als bester Rebounder
aller Zeiten und zweitbester Punktesammler.
Trotz anderer Angebote aus den USA und
dem europäischen Ausland, entschloss sich
Patrick Horstmann nach dem Studium die
Anfrage aus England anzunehmen. »Schon
während des Bachelors und vor allem während des Masters habe ich mich immer mehr
für meine berufliche Laufbahn interessiert.
Als sich meine Zeit an der Uni dem Ende
zuneigte, war mein Interesse groß, sowohl
meinen Lebenstraum Basketballprofi zu werden, zu erfüllen, als auch die Möglichkeit,
mein neu gewonnenes Wissen von der Theorie in die Praxis umsetzen zu können«, erklärt der Forward. Nach Gesprächen mit
B.Braun-UK-CEO Hans Hux und General-
Auch am Schreibtisch immer am Ball:
Hans Hux und Patrick Horstmann (r.)
10/2014
streifzug 29
Kooperation statt Rivalität
Diesmal soll die Kooperation zwischen den Nachbarn Gießen 46ers und Licher BasketBären endlich auch gelebt werden. Nach einigen gescheiterten Annäherungsveruschen
gelten die beiden Trainer nun als Hoffnungsträger. Die Vorteile liegen auf der Hand.
In Mittelhessen ist und bleibt die BasketballSaison 1999/2000 unvergessen. Damals
spielten die Licher BasketBären und die
Gießen 46ers (damals unter dem Namen
Gießen Flippers) für eine Saison gleichzeitig
in der Bundesliga und lieferten sich zwei
umjubelte Derbys. Seit Jahrzehnten schon
sind die beiden benachbarten Mannschaften
(früher als TV Lich und MTV 1846 Gießen)
die zwei besten Basketballteams der Region.
30 streifzug
10/2014
Natürlich ist es unvermeidlich, dass zwischen beiden Vereinen eine gesunde Portion
Konkurrenz besteht. Seit dieser Saison gehen
die BasketBären und die 46ers neue Wege:
Die einstigen Rivalen beginnen zu dieser
Saison eine enge Kooperation, von der beide
Vereine profitieren sollen. Versuche in diese
Richtung hatte es immer mal wieder gegeben, doch: »Dieses Mal wird die Kooperation wirklich gelebt, und das Miteinander
macht bereits viel Freude. Diesmal sind es
keine leeren Worthülsen«, bekräftigte
Gießens Geschäftsführer Heiko Schelberg
jüngst, dass die 46ers und die Bären die Zusammenarbeit ernst nehmen und mit großer
Motivation vorantreiben. Jetzt soll alles anders werden als vor wenigen Jahren, als beide Vereine schon einmal eine Kooperation
eingingen, die allerdings nur auf dem Papier
exisiterte.
46ERS-SONDERHEFT
Der Unterschied diesmal: Die beiden Cheftrainer Denis Wucherer aus Gießen und
Steven Key aus Lich kennen und schätzen
sich schon seit ihren gemeinsamen Zeiten
als aktive Spieler in der Bundesliga. Sie wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Beide schulen ihre Teams in den gleichen Spielsystemen. Dies ermöglicht gemeinsames
Training – die Grundlage einer erfolgreichen
Kooperation. So trainieren die Nachbarvereine dienstags und donnerstags gemeinsam,
und auch an den übrigen Tagen steht den Licher Spielern, die außer Basketball keinen
weiteren Beruf ausüben, die Möglichkeit offen, sich den 46ers anzuschließen.
Die Vorteile des gemeinschaftlichen Spielens
liegen auf der Hand: »Durch die Zusammenarbeit mit Gießen haben wir im Training
eine hohe Intensität und ein hohes Niveau.
Das ist für uns sehr wichtig, um auf die Liga
vorbereitet zu sein«, erläutert Lichs neuer
Trainer Key, der auch schon mal bei den
46ers in der Verantwortung war.
Auch Gießen profitiert natürlich von diesen
Trainings, denn dank der Licher Spieler kann
Wucherer seine Jungs besser in den Systemen schulen: »Das ist etwas, was wir im
vergangenen Jahr nicht hatten. Jetzt können
wir mit 15, 16 qualitativ guten Spielern trainieren, können Fünf-gegen-Fünf spielen –
das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen«,
meint Wucherer.
Einige Akteure unterschrieben für diese Saison überhaupt erst in Lich, weil die professionelle Zusammenarbeit mit den eine Liga
höher spielenden 46ers verlockend war. »Sie
haben die Chance, jede Woche zu sehen,
wie in der Pro A gearbeitet wird«, erklärt
Lichs Coach Stephen Key
ist ein starker Befürworter der
neuen Kooperation.
Key, dass die Kooperation ideal für junge Talente ist, um an höhere Spielklassen herangeführt zu werden. Hochklassiges Training
mit den Gießenern einerseits, viel Einsatzzeit und Spielpraxis in Lich andererseits.
Gleich drei Sportler dürfen sich mit einer
Doppellizenz sowohl das Trikot Gießens als
auch das der Bären überstreifen. Aufbauspieler Besnik Bekteshi und Center Jonathan Malu gehören überwiegend zum Kader der
46ers, können aber Erfahrung in Lich sammeln und den Bären in der Liga helfen. Umgekehrt gehört der 21-jährige Aufbauspieler
Deon McDuffie in erster Linie zum Licher
Team, darf aber Pro-A-Luft schnuppern.
Die Weichen zu dieser Kooperation wurden
bereits im Januar gestellt: »Wir haben in
Lich erkannt, dass wir kein Potenzial haben,
um aufzusteigen«, erläutert Bären-Gesellschafter Prof. Harald Hungenberg. »Aber wir
wollen weiter attraktiven Basketball bieten
und junge Spieler entwickeln. Die Kooperation ist eine Chance.«
Und wenn die Kooperation weiterhin so gut
verläuft, wie sich dies in der Vorbereitung
bereits andeutete, haben alle etwas davon:
Die Gießen 46ers und die Licher BasketBären
als Vereine, und natürlich auch die Spieler,
die ihre Fähigkeiten verbessern können.
Jan Sommerlad
Viktor Klassen: Seine 16. Saison
Auch bei einem bodenständigen Club wie den Licher BasketBären ist eine Karriere wie die
von Viktor Klassen (Foto) einmalig. Der Shootingguard geht in diesem Herbst in seine 16.
Saison in der ersten Mannschaft seines Heimatvereins. Schon 1999 war er dabei, als die
Licher sensationell den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatten. 2014 zählt Klassen immer noch zu den Leistungsträgern. Mit 33 Jahren ist er noch kein Methusalem. Er ist vielmehr ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch im Profisport eine gute Nachwuchsarbeit auszahlt. Klassen durchlief schon die Jugendteams der Licher, später kämpfte er sich über die
zweite Mannschaft nach oben. Der Aufstieg damals war ein Höhepunkt seiner Karriere,
natürlich erlebte er aber auch den Abstieg in die 2. Liga mit – und auch den Niedergang in
die Pro B. Immer, wenn Lich ein neues Kapitel begann, war Klassen an Bord und half dabei, die Mannschaft zu formen. Entsprechend war es eine Selbstverständlichkeit, dass das
Licher Urgestein auch den Kapitänsposten übernahm, als sein Vorgänger Rolf Scholz seine
Laufbahn beendete. Die Identifikationsfigur leitet mit viel Erfahrung weiterhin den Spielaufbau und ist immer noch ein brandgefährlicher Dreierschütze. Selbst wenn Lich nicht um
den Titel spielen sollte, zumindest in Sachen Beständigkeit genießt der Club dank Klassen
in der schnelllebigen Welt des bezahlten Basketballs ein Alleinstellungsmerkmal.
lad
10/2014
streifzug 31
Fotos: Schepp
Boni kann es noch
Studenten kennen ihn vor allem als Kanzler der Justus-Liebig-Universität. Nur die
wenigsten von ihnen wissen: Dr. Michael Breitbach führte die Gießener Basketballer
1975 als Mannschaftskapitän zur deutschen Meisterschaft. Im Interview erklärt
er die Verbindung zwischen Sport und Hochschule, kritisiert den Legionärsbetrieb
Basketball und verrät, wie Beethoven in den Tourbus passte.
46ERS-SONDERHEFT
Sieht man Sie noch hin und wieder in der
Osthalle? Leider zu selten. Die berufliche Belastung war in der Vergangenheit oft so hoch,
dass ich die Wochenenden zur Regeneration
brauchte. Aber ich habe natürlich verfolgt,
was die Gießen 46ers gemacht haben. Oder
wie sie eben gerade hießen. Zuletzt habe ich
auch mitgelitten.
Inwiefern ist der Basketball von heute vergleichbar mit dem aus Ihrer aktiven Zeit?
Vergleichen kann man alles, aber in diesem
Fall nicht gleichsetzen. Es ist ein anderer
Sport. Die Athletik hat zugekommen. Auch
die technischen Fertigkeiten. Die Taktik wurde
darauf aufbauend angepasst. Aber: Weil ich
auch Trainer war, schaue ich mir gerne an,
wie sich Mannschaften organisieren, um
Überraschungsmomente zu kreieren. Da gibt
es durchaus Kontinuität. Aber das, was die
Spieler heute leisten, das konnte damals kaum
jemand.
In der Meistermannschaft von 1975 war kein
Spieler über zwei Meter dabei. Deswegen titelte die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«
damals auch: »Die Kessen aus Hessen.« Wir
waren klein und auch nicht insofern die beste
Mannschaft, als dass wir die besten Spieler
versammelt hatten. Viele andere, Leverkusen
oder Heidelberg, haben uns daher wohl unterschätzt. Wir waren als Gemeinschaft gut,
lebten vom Kampfgeist und guter Verteidigung, vom Schnellangriff und guten Würfen
aus der Distanz.
Selbst unter dem Korb maß in der Meistermannschaft kein Spieler mehr als zwei Meter.
Im heutigen Profibasketball fast unvorstellbar.
Mit Dennis Curran war damals jedoch ein
US-Amerikaner verpflichtet worden, der beim
Flug über den Atlantik in Richtung Gießen
scheinbar schrumpfte. Wie so oft in einer Zeit
ohne echtes Scouting, ohne Videoaufzeichnungen und Internet.
Welche Erinnerung haben Sie an die Finalspiele? Es war ungeheuer knapp, wir haben
aber glaube ich auch verdient gewonnen. Die
ganze Saison ist mir übrigens sehr bewusst in
Erinnerung, die Erfahrungen haben sich letztlich auch auf meine berufliche Entwicklung
ausgewirkt. Damals habe ich gelernt, zu
respektieren, dass andere besser sein können.
Und trotzdem muss man zusehen, so gut wie
möglich präpariert zu sein, denn erst am Ende wird abgerechnet. Es braucht Selbstvertrauen in Balance. Den Glauben an sich
selbst muss man haben, aber er darf nicht
überschwappen, Selbstherrlichkeit ist gefährlich. Diese Erkenntnis hat mir bis heute viel
gebracht.
Die Mannschaft von 1975 wird als »Wohl
fühl-Team« bezeichnet. Was bedeutet das?
Der Begriff ist nicht glücklich. Es gibt zwei
Philosophien, wie sie im Sport vorankommen. Das eine ist ein irrsinniger Konkurrenzund Verdrängungswettbewerb innerhalb der
Mannschaft. Damit kann man weit kommen.
Den hatten wir aber nicht. Wir galten ja ohnehin schon als chancenlos, weil wir vor der
Saison einen ziemlichen Aderlass zu verzeichnen hatten, viele Leistungsträger hatten
die Mannschaft verlassen. Bei uns stand also
die Solidaritätskomponente im Mittelpunkt.
Wenn Sie das als Grundlage für »WohlfühlTeam« nehmen wollen, dann ist das okay.
Dazu muss es auch menschlich passen in einer Mannschaft. Natürlich. Nach jedem Training ging die Mannschaft quasi geschlossen
in die Kneipe. Das war fast Pflicht, aber eine,
die wir gerne erfüllt haben. Auch ins Training
sind wir grundsätzlich früher gegangen, haben miteinander gespielt, sobald die Halle offen war, noch lange bevor das offizielle Training losging. Weil es uns Spaß gemacht hat.
In der Tat war das auch der Grund, warum
ich als Frankfurter überhaupt nach Gießen
gekommen bin. Die Mannschaft kannte ich
und wusste so, dass das menschlich passen
wird. Anlass war, dass ich für den Basketball
auf diesem Niveau in Frankfurt keine Perspektive mehr gesehen habe. Die Strukturen
stimmten nicht. Durch die Kommerzialisierung hat sich das später wieder verändert.
Welche Rolle hat die Justus-Liebig-Universität gespielt, als Sie kurz vor dem Wechsel
standen? Mein erstes Staatsexamen hatte ich
bereits gemacht. Die Beschäftigung mit den
Rechtswissenschaften war wichtig für mich.
Entsprechend war Gießen letztlich ein
Glücksfall für mich, weil ich hier auf Juristen
getroffen bin, die mich sehr geprägt haben.
Wie lebte ein Basketballer 1975 in Gießen?
In finanzieller Hinsicht gab es eine Aufwandsentschädigung. Davon habe ich Bücher
und Platten gekauft. Ich bin ein großer Fan
klassischer Musik, konnte aber nicht in die
Oper gehen und Konzerte besuchen. Da war
ja Training. Ob als Spieler oder als Trainer –
auch für die Junioren – musste ich dort hin.
Viele Fahrten zu den Spielen habe ich zur
Lektüre genutzt.
Wären Sie damit heute ein Außenseiter im
Mannschaftsbus? Damals nicht. Ab und zu
habe ich mich auf Fahrten im Bus zurückgezogen, aber ich habe schon auch Doppelkopf
und Würfeln bis zum Abwinken mitgespielt.
Sie dürfen nicht vergessen, dass ich Kapitän
der Mannschaft war.
Heute aber ist das schwer vorstellbar mit
Bach, Beethoven und Brahms. Dazu kenne
ich mich zu wenig aus. Aber auch nach meiner aktiven Zeit, habe ich zur Kenntnis genommen, dass es kulturell und gesellschaftspolitisch interessierte Köpfe in der
Mannschaft gab. Henning Harnisch war so
einer. Inwieweit das repräsentativ ist, kann
ich nicht beurteilen. Aber schauen Sie sich
den Basketball an: Es ist eine Art Legionärsbetrieb geworden, den ein globaler Spielermarkt hervorgebracht hat. Wenn die Spieler
heute in Polen sind, morgen in Frankreich
und dann in Deutschland, dann weiß man,
dass sie wenig von der Welt mitbekommen.
Sie kommen viel rum, aber haben kaum
Möglichkeiten, sich wirklich in ein weiteres
gesellschaftliches Umfeld einzufinden. Daher
sind die sozialen Voraussetzungen des kommerzialisierten Sports anders, als es früher
der Fall war.
Auch Breitbachs Spitzname Boni geht auf die
Literatur zurück: Als sich die Schwangerschaft
von Jochen Wucherers Frau verzögerte, bot er
ihnen zur Ablenkung einige seiner Krimis von
Arthur Upfield an. Der Spitzname des Titelhelden: Boni.
Damals bestand die Mannschaft fast komplett aus Studenten. Über Jahrzehnte hinweg.
Sie konnten sich einleben in einer Stadt und
in einer Kultur. Wie es heute ist, kann ich
nicht abschließend sagen, da würde ich einigen Spielern vielleicht nicht gerecht werden,
aber ich habe Eindrücke.
Hat der Universitätsstandort dazu beigetragen, dass Gießen eine Basketballhochburg
wurde? Gewiss, ich glaube nicht, dass das
ein Zufall ist. Gießen ist ja kein Einzelfall.
Denken Sie an Heidelberg, Aachen, Frankfurt
zu dieser Zeit. Für das Management war es
natürlich auch wichtig, dass es Spielern anbieten konnte, hier zu studieren, und die
Universität dafür gewann, Zulassungen so
weit wie möglich zu unterstützen.
Ist das heute noch denkbar? Wir können natürlich nichts machen, was rechtswidrig ist.
Aber gelegentlich gibt es Ermessensspielräume. Ich weiß allerdings von keinem Profibasketballer aus Gießen, der an der Justus-Liebig-Universität eingeschrieben ist.
Womit wir wieder nah am Legionärsbetrieb
sind. Der Alltag im Sport ist natürlich ein anderer, aber auch die Studienbedingungen. Sie
haben eine andere Qualität von universitären
Verpflichtungen. Andererseits ermöglichen
wir auch Leuten ein Studium, die berufstätig
sind. Wenn es einen Spieler gäbe, der Interes-
10/2014
streifzug 33
46ERS-SONDERHEFT
se an einem Studium hätte, könnte ich mir
vorstellen, dass sich etwas machen lässt.
Kann man das, was Sie aus Ihrer Zeit beschrieben haben, das Ermöglichen von Studienplätzen, als Stipendienprogramm bezeichnen? Nein. Die Spieler brauchten neben der
Aufwandsentschädigung eine Geldquelle.
Studenten werden von den Eltern finanziert
oder können Bafög bekommen. Entsprechend
war eine Einbindung in die Universität wichtig, Basketball war ja nicht der Hauptberuf.
Deshalb war es wichtig, Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten und berufliche Perspektiven zu unterstützen.
Gelebt haben Sie aber nicht von Ihrer Aufwandsentschädigung als Basketballer? Nein,
ich habe einen Professor gefragt, ob er einen
Job für mich hat. Gelebt habe ich dann von
meinem Gehalt als Hiwi. Das war wenig
Geld. Heute würden Berufssportler darüber
lachen.
Das ließ sich zeitlich vereinbaren? Irgendwann, als ich eine volle Stelle an der Uni
hatte, musste ich auch meinen Job als Trainer
aufgeben. Aber die Verhältnisse waren damals andere: Wir haben höchstens viermal
pro Woche trainiert, dazu ein Spiel.
Trotzdem haben Sie Ihre aktive Karriere beendet, als Sie noch keine 30 Jahre alt waren.
Das hat tatsächlich viele im Management
überrascht. Aber es war eine Befreiung für
mich. Ich hatte alles erreicht, und es fiel mir
immer schwerer, mich im harten Sommertraining zu motivieren. Plötzlich hatte ich ganz
neue Freiräume, um mich in den Rechtswissenschaften einzubringen. Das war eine Befreiung, ohne im Zorn zurückzublicken. Die
Zitrone »Basketball« war restlos ausgedrückt.
Was waren Ihre Stärken damals als Spieler?
Für die Organisation unseres Spiels trug ich
gerne Verantwortung. Das taktische Verständnis war als Spielmacher sicherlich eine meiner Stärken. Auch in der Verteidigung hatte
ich häufig das Vergnügen, gegen starke Spieler gestellt zu werden, obwohl ich nicht die
größte Schnelligkeit hatte. Oft musste ich beispielsweise auch Holger Geschwindner decken. Der war allerdings kaum richtig zu verteidigen. Freilich, für mich galt stets: Nicht
aufgeben, kämpfen bis zur letzten Spielsekunde – erst dann wird abgerechnet!
Gerade die Organisation ist auch heute Teil
Ihres Berufs. Hilft die Erfahrung von damals?
Ja. Das ist mir aber erst später klar geworden.
Der strategische Blick auf Spiele, den ich
auch als Trainer brauchte, hat mir sicherlich
geholfen. Ich habe mir immer die Frage vorgelegt, welche Faktoren aus deiner Umwelt
sind wichtig und sollte ich in mein Handlungskonzept integrieren? Das ist eine Frage,
die mich bereits im Sport geprägt hat. Davon
profitiere ich noch heute. Es gibt aber noch
einen anderen Faktor. Häufiger schon kamen
Mitarbeiter nach Workshops auf mich zu und
sagten: »Sie waren sicherlich Sportler und
auch Trainer.« In meinem Beruf bekomme ich
ansonsten relativ wenig Rückmeldung und
Ansprache. Irgendwie haben Mitarbeiter gemerkt, dass es mir wichtig ist, andere zu motivieren, deren Potenziale zu erkennen und
entsprechend zu fördern. Gerade als Trainer
der Jugend war das wichtig für mich und es
hat mich gefreut, zu sehen, wenn Spieler
wieder einen Schritt vorangehen.
Ist der Umgang mit Niederlagen ein weiterer
Aspekt, der bis ins Berufsleben nachwirkt?
Ja, dies gilt freilich nicht nur für Niederlagen
als Mannschaft. Ich hatte auch schwere persönliche Formkrisen durchzustehen. Ich erin-
Eine Karriere als Berufstrainer war keine Option? Eigentlich nicht. Ich war Rechtswissenschaftler mit Enthusiasmus, hatte ein tolles
Umfeld,
xxx bis zum heutigen Tag übrigens. Das
war so bereichernd, dass es diese Frage eigentlich nie gab.
Heute sprechen Sie von einem Legionärsbetrieb. Wie war 1975 die Identifikation zwischen Fans und Spielern? Klar wurde ich seinerzeit in Gießen auf der Straße und in den
Kneipen vielfach angesprochen. Auch heute
noch werde ich gelegentlich von Leuten angesprochen, die mich damals als Zuschauer
erlebt haben. Ob das im Finanzamt ist oder
im Seltersweg. Es gehört zum Wesen der Erinnerung, dass sie mancherlei verklärt. Trotzdem freue ich mich über die Gespräche, weil
sie positive Gefühle ausdrücken.
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Ein kluger Kopf auf dem Spielfeld
und am Schreibtisch.
nere mich noch sehr gut, dass ich zu meinem
Mitspieler Hansi Heß einmal gesagt habe:
»Ich weiß nicht mehr, ob der Ball rund oder
quadratisch ist.« Das war eine furchtbare
Phase für mich. An einfachsten Korblegern
bin ich gescheitert, weil ich zutiefst verunsichert war. Und mir ist damals durchaus auch
bewusst geworden, dass ich in diese Situation
durch das Führungsverhalten meines Trainers
geraten war, der mir keinerlei Vertrauen mehr
schenken konnte. Auch das war für mich eine
wichtige Erfahrung. Für den Beruf bedeutet
das: Vertrauen geben. Das ist eine wesentliche Erfolgsbedingung für jeden Spieler und
jeden Mitarbeiter.
Im besten Fall profitieren heute Ihre Mitarbeiter davon. Das müssen Sie die fragen.
Aber ich habe gelernt: Misserfolge sind keine
Katastrophe, man muss sich nur wieder herausarbeiten. Das hat mir in den kritischen Situationen meiner Amtszeit sehr geholfen.
In seinem Büro: Jede Menge Bücher, ein
Klavier, an dem Breitbach regelmäßig sitzt,
und ein Basketball. »Den hat mir meine
Mannschaft geschenkt«, verrät Michael Breitbach. Nicht die Basketballer von 1975 meint
er, sondern die Kollegen und Mitarbeiter.
Sportler bleibt eben Sportler.
Ihre Amtszeit endet im November. Sieht man
Sie danach häufiger in der Osthalle? Das habe ich mir vorgenommen. Aber das Wochenende bietet eben auch viel in Sachen Kultur.
Der Musik möchte ich mich vermehrt widmen. Tatsächlich hatte ich auch einmal überlegt, Musik zu studieren. Ein kluger Mensch
riet mir allerdings davon ab mit dem Verweis:
»Musik sollte Hobby bleiben.« Auch zu den
Rechtswissenschaften werde ich wieder zurückkehren, da wartet bereits eine Aufgabe
auf mich.
Florian Dörr
UNTERWEGS
… in Sachen Hexerei
Tickets für Hirschhausen gewinnen
Dr. Eckart von Hirschhausen kommt nach Wetzlar. Mit seinem neuen Programm »Wunderheiler« geht er zurück an seine Wurzeln: Medizin und Magie. Denn was viele nicht wissen: Bevor
der Entertainer mit medizinischem Kabarett bekannt wurde, stand er bereits als Zauberkünstler
auf der Bühne. Zeit, diese Fähigkeiten miteinander zu verbinden und zu klären, wie sich das
Unerklärliche erklärt. In der Show darf man staunen, querdenken und vor allem lachen. Wie er
sein Publikum dazu bringt, lernte Hirschhausen schon früh: «Ich habe als Kind schon Witze gesammelt und kleine Witzbücher für meine Eltern herausgebracht», ließ er sich vor Kurzem in
der »Gießener Allgemeinen Zeitung« zitieren. Nun bringt er praktische Hilfe für Hexerei im
Alltag. Zu erleben ist die Show am 22. Oktober in der Rittal-Arena in Wetzlar. Karten gibt es
unter anderem bei www.giessen-tickets.de. Und: 3x 2 Tickets verlost auch der »Streifzug«. Zuschriften mit dem Kennwort »Hirschhausen« bis 12. Oktober an den Streifzug, Marburger Str.
20, 35390 Gießen oder per Mail an streifzug@giessener-allgemeine.de.
… in Sachen Geschichte
Ausstellung zum Aufnahmelager
Seit über 65 Jahren ist das Aufnahmelager im Meisenbornweg Durchgangsort für Flüchtlinge. Seit 1991 nimmt es Asylbewerber auf. Zuvor war es die erste Anlaufstelle für
»Übersiedler« aus der DDR. Für etwa ein Drittel der vier Millionen Menschen, die bis
zur Auflösung des ostdeutschen Staates in die Bundesrepublik kamen, waren die Gebäude buchstäblich die erste Adresse. Warum verließen diese Menschen ihre alte Heimat? Welche Erinnerungen sind ihnen geblieben? Wie haben sie die ersten Tage hier erlebt? Das sind einige der Fragen, die eine mobile Ausstellung unter dem Titel
»Grenzfahrt ... endlich drüben?« aufgreift. Sie will Zeitgeschichte mit ganz persönlichen
Erfahrungen verbinden und über Texte, Fotografien, Alltagsgegenstände, Audioinstallationen anschaulich machen. Zu sehen bis 7. Oktober am Berliner Platz, dann am Wilhelm-Liebknecht-Haus im Leimenkauter Weg, ab 14. Oktober am Nordstadtzentrum
und schließlich zwischen 21. und 26. Oktober am Kirchenplatz.
… in Sachen Techno
Dr. Motte kommt ins MuK
Vor einem Vierteljahrhundert hatte Matthias Roeingh eine Idee. Elektronische Musik wollte er auf den Straßen Berlins spielen. Die Loveparade wurde zu einer Millionenveranstaltung, Matthias Roeingh als Dr. Motte ein Volksheld. Lange vor der Katastrophe in Duisburg sprang er ab, kümmerte sich fortan um seine eigene Musik. Am 2. Oktober legt er
neben anderen im Gießener MuK auf. Anlass: Das Downtown feiert Geburtstag. An die
erste Loveparade erinnert sich Dr. Motte noch heute: »Das hatte eine Vorgeschichte. In
England wurden damals oft Partys von der Polizei aufgelöst, indem man den Organisatoren die Anlage konfiszierte. Die Leute tanzten aber einfach, zu Musik aus Ghettoblastern,
auf der Straße weiter. Das Bild hat mich fasziniert, und ich habe überlegt: Wie bekommen
wir so etwas in Deutschland hin? Dann kam mir an einem Morgen vor einem Berliner
Club die Idee. Kurz darauf habe ich eine Demonstration für ›Friede, Freude, Eierkuchen‹
angemeldet. Musik war unser Medium der Kommunikation«, sagte er jüngst der »Gießener Allgemeinen Zeitung«. Am 2. Oktober zum Geburtstag des Download neben Matthias
Roeingh auch im MuK: Gabriel le Mar, Alex Dior, Max Scumdog und viele weitere.
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streifzug 35
AUSLESE
Von Weibern und Teufeln
Das Stadttheater zeigt »Der Weibsteufel« von Karl Schönherr auf der
taT-Studiobühne. Seit sechs Jahren sind Mann und Weib verheiratet,
als Schmugglerpaar leben sie kinderlos in einer Hütte in den Bergen
und träumen vom sozialen Aufstieg. Es fehlt nicht mehr viel Geld und
noch eine letzte Hehlerei, dann können sie sich das Haus am Marktplatz leisten. Doch ein junger Grenzjäger hat es auf die beiden abgesehen und will die Frau in sich verliebt machen, bis sie ihm die kriminellen Machenschaften gesteht. Ihr Mann ist allerdings gewarnt
worden und überredet seine Frau, selbst den Lockvogel für den Jäger
zu spielen. Es beginnt ein doppeltes Spiel aus Täuschung und Verführung. In »Der Weibsteufel« von 1914 spinnt Karl Schönherr ein
sprachlich und emotional explosives Drama, in dem bald ein Funke
reicht, um die Figuren und ihre Welt in Brand zu setzen. Auf der
taT-Studiobühne zu sehen ab dem 30. Oktober.
GLANZLICHTER
DES MONATS
Rock und Röcke
Feiern über der Stadt
Eine Party über Gießens Dächern können Feierwillige am 15. Oktober
genießen. Dann nämlich steht im Dachcafé ab 21 Uhr das höchstgelegene Event der Universitätsstadt auf dem Programm: Die Lounge des
Dachcafés wird zum Club, hier heizen DJ Firbman und DJ Seggo den
Gästen ein. Doch es
geht noch höher hinaus, wenn die Feierwilligen denn möchten:
Denn das Dach ist der
zweite Floor, auf dem
Phil Simon für Musik
und Tanzstimmung
über den Lichtern
Gießens sorgt.
Die Frauen-Rockband Calamity
Jane mit ihrem
männlichen
Schlagzeuger tritt
am 17. Oktober
im Scarabée auf.
Drei junge Damen und ihr kraftvoller Drummer
bieten harte Rockbeats: Mit Headbangpotenzial,
wie Anhänger sagen. Charakteristisch sind eingängige Riffs und Soli aus der Feder von Gitarristin Nadja. Die
Rhythmusfraktion aus Bassistin Kyra und Drummer Dirk sorgt
für das nötige Fundament. Darauf baut die kraftvolle Stimme
von Sängerin Oana auf. Unterstützt werden die Gießener
von der ebenfalls aus Mittelhessen stammenden Rock-Band
Cor Blimey um Frontfrau Anna Daum. Konzertbeginn ist um
22 Uhr. Und auch nach den Live-Acts ist der Abend noch
nicht vorbei: Dann legte das Scarabée mit seiner gewohnten
wie erprobten Rock-Party los.
Kölsche Nacht am See
Da hat Party-Macher Markus Strasser ganze Arbeit geleistet: Pünktlich zur fünften Jahreszeit
stellt das Anker-Team am Dutenhofener See eine Kölsche Nacht auf die Beine. Mit dabei sind
der legendäre Entertainer Bruce Kapusta, die Band Botzedresse und – als Höhepunkt des
Abends – Brings, die für Hits wie »Superjeilezick« und »Kölsche Jung« verantwortlich zeichnen. Das Ganze findet am 7. November vor der malerischen Kulisse des Sees statt, die sich zur
angesagten Location gemausert hat. Stehplatz-Tickets gibt es für 24,80 Euro; außerdem gibt es
die Option, einen Tisch oder eine »Klüngelbox« für zwei Euro pro Person zu reservieren. Anmeldung: Unter info@dutenhofenersee.de zzgl. Bearbeitungsgebühr von einem Euro pro Karte
oder samstags und sonntags zwischen 13 und 15 Uhr beim »Anker« am See.
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AUSLESE
534. Gallusmarkt
Der Gallusmarkt in Grünberg, auch als »Oberhessisches Oktoberfest« bekannt, ist
einer der ältesten Jahrmärkte des Bundeslandes. Benannt nach dem heiligen Gallus,
dessen Namenstag am 16. Oktober gefeiert wird. Und bereits zum 534. Mal veranstaltet »Grimmich« in diesem Jahr seinen Markt. In diesem Jahr vom 11. bis zum 19.
Oktober. Zahlreiche Programmpunkte wie der verkaufsoffene Sonntag, Laternenumzüge, Bunjee-Jumping, das Sauhoingk-Essen, das Festzelt, das Mega-Giganten-Feuerwerk, die Nutztierschau, der Krämermarkt, Livemusik, der Frühschoppen, die PlanetRadio-Club-Nacht, das Kinderfest, die Mallorca-Party mit DJ Vollgas und die
Kunstausstellung sollen auch in diesem Jahr jeden Geschmack bedienen und keine
Wünsche offen lassen.
Badesalz-Tour
Leichen unterwegs
»Pappa?« »Was dann, mein Bub?« Diesen
Dialog sollte in Hessen jeder kennen. Seit
20 Jahren prägen Badesalz die hessische
Humorszene, seitdem haben sie zahllose
Klassiker fabriziert. Doch ans Aufhören
denkt das Duo Henni Nachtsheim und
Gerd Knebel, das sich einst nach dem
Krieg im russischen Staatsballett oder auf
einer holländischen BrauereipferdeAuktion oder beim Tag der offenen Tür
der Hessischen Weltraumbehörde zum
schwerelosen Sauerkrautstampfen kennengelernt hatte, noch lange nicht. »Dö
Chefs« heißt das neue Programm, mit
dem die Hessen nun in ganz Deutschland
Werbung für das schönste Bundesland der
Republik machen. Am 13. Oktober machen sie auch in Gießen Station, nämlich
um 20 Uhr in der Kongresshalle. Dort
kann man den Blonden mit Haaren und
den Blonden ohne Haare dann live
bewundern.
1996 schockte der Anatom Gunther von
Hagens die Republik, als er mit seiner
kontroversen Tour »Körperwelten« begann, echte menschliche Körper auf
kunstvolle und anatomisch aufschlussreiche Weise auszustellen. Ein Aufreger ist
eine Leichenausstellung mittlerweile vielleicht nicht mehr, aber nach wie vor große Geschmackssache. Auch in Gießen
macht ab dem 17. Oktober mit »Echte
Körper on Tour« ein Pendant zu Körperwelten halt. Bis zum 21. Oktober können
Besucher in den Hessenhallen »von den
Toten lernen« und sich rund 200 Austellungsstücke an konservierten menschlichen Körpern, Organen und Moulagen
anschauen. Die Geschichte derartiger
Leichenschauen ist übrigens bereits 500
Jahre alt und geht auf den Anatomen Andreas Vesalius zurück.
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streifzug 37
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
Ihre Veranstaltungen in der
Kongresshalle Gießen
04.10. | Samstag | 19.00 Uhr
Shanty Live
Marine-Verein 1892 Gießen e. V.
06.10. | Montag | 9.30 Uhr
Erstsemesterbegrüßung THM
10.10. | Freitag | 20 Uhr
Queen II
11.10. | Samstag | 10 Uhr
1. Giessener Seniorenmesse
ab 14 Uhr Senioren-Tanznachmittag
12.10. | Sonntag | 10-15 Uhr
Modellbahnbörse
13./14.10. | Mo./Di. | 20 Uhr
Badesalz »Dö Chefs!«
Veranstaltungen
1 MI
AUSSTELLUNGEN
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Gießen
Grenzfahrt ...endlich
drüben?
Eine mobile Ausstellung
zum Gießener Aufnahmelager (bis 5. 10 Berliner Platz; 7. bis 12. 10.
Wilhelm-LiebknechtHaus; 14. bis 19. 10.
Nordstadtzentrum, 21.
bis 26.10. Kirchenplatz)
9.00 Berliner Platz
Briefmarken- und Ansichtskartenausstellung
Sammler zeigen
verschiedene Exponate
ihres Hobbys
10.00 Volksbank
Mittelhessen,
Goethestraße 7
Orient und Okzident
Eine Entgrenzung.
Ausstellungseröffnung
19.00 Kornboden
DreiFünf
15.10. | Mittwoch | 16-20 Uhr
BÜHNE
Schulmesse – Übergang 4./5. Klasse und
Sekundarstufe I/II
Gießen
16.10. | Donnerstag | 19 Uhr
Chinesischer Staatscircus Guangxi
25.10. | Samstag | 20 Uhr
Magie der Travestie
01.11. | Samstag | 18 Uhr
Das Moskauer Katzentheater Kucklachev
06.11. | Donnerstag | 20 Uhr
Blickfang »Costa Rica in 3D«
07.11. | Freitag | 20 Uhr
Caveman – »Du sammeln, ich jagen«
09.11. | Sonntag | 19 Uhr
Vince Ebert »Evolution«
Hier spricht:
Edgar Wallace
Krimifestival. Motown
Theater mit einem
Krimiklassiker
20.00 Alten Schloss,
Netanya-Saal
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Kultmittwoch
21.00 Haarlem
Ersti Nacht I
22.00 Monkeys
KONZERTE
Gießen
Jazz-Fusion
Jazzinitiative Gießen
20.30 Ulenspiegel
MÄRKTE/MESSEN
Alsfeld
Alsfelder Energietage
Energetische
Ertüchtigung denkmalgeschützter Fassaden
19.00 Stadthalle
10/2014
DISCO/PARTY
Gießen
Kwer-Beat
Tanzvergnügen
21.30 Ulenspiegel
23 Jahre Downtown
Zeitreise durch
die elektronische
Tanzmusik
22.00 MuK
Black Sushi
22.00 Admiral
Ersti Nacht II
22.00 Monkeys
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
FESTE/FESTIVAL
Alsfeld
13. Alsfelder Bierfest
Mit Holiday und
No-reason, Wahl der
Dirndlkönigin
20.00 Hessenhalle
Lich
BarockFestLich
Musikfestival mit einer
großen Bandbreite von
Werken aus der Zeit
des Barocks, meist auf
Originalinstrumenten
gespielt
20.00 Marienstiftskirche
Pohlheim
Altbierfest
Mit den Bands Fab3
plus Her & Take It Easy
20.00 Gasthaus
Zur Krone
Reiskirchen
Oktoberfest
10.30 Am Weiher
Bersrod
KONZERTE
VORTRÄGE
Gießen
Gießen
Daisy and her Farm
Harfenpop mit
Cordula Poos
19.30 Johanneskirche
M´n´M
RockPop
21.00 Irish Pub
Unterwegs zum
Paradies
Forum Pankratius.
Vortrag von Prof.
Friedel Kriechbaum
19.30 Johanneskirche
38 streifzug
2 DO
Mücke
Stefan Haus &
Stefan Düppers
Deutschsprachige
Liedermacher und internationale Loungemusik
18.30 Kunstcafé am
Windhainer See
Voodoo you Love!?
22.00 Scarabée
Gib dem Affen Zucker
22.00 Monkeys
FESTE/FESTIVAL
Lich
Herbstmesse
Familientag.
Halbe Preise
14.00 Messeplatz
Kürbisfest
10.00 Johanneshof
Langsdorf
BarockFestLich
Musikfestival mit
Originalinstrumenten
11.00 Marienstiftskirche
VORTRÄGE
Wetzlar
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Gießen
Montanindustrie im
Ruhrgebiet
Strukturwandel in
Essen: Welterbe Zeche
Zollverein. Lichtbildervortrag von
Dr. Birgitta Hübner
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Grünberg
Die Hyäne
Krimifestival. Bestellerautor Daniel Holbe
mit einem neuen Fall
für Kultkommisarin
Julia Durant
20.00 Sporthotel
Lollar
Tote Hunde beißen
nicht
Krimifestival. Dietrich
Faber mit seinem Soloprogramm zum
dritten Fall für ProvinzKommissar Henning
Bröhmann
20.00 ClemensBrentano-Schule
3 FR
BÜHNE
Oktoberfest
Mit Mariazellern &
Friends
und Musikzug Bicken
19.30 Dutenhofener
See
FÜHRUNGEN
Pohlheim
Limeswanderung
Mit Abschlussfest in der
Kulturellen Mitte
10.00 Kult. Mitte
KONZERTE
Gießen
Isbushka
Osteuropäische
Folklore und Klezmer
19.30 Johanneskirche
LieBigBand
Allstar Ensemble
21.00 Irish Pub
Grünberg
iHuepa
Jazzkonzert
20.30 Zum Bahnhof
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Krämermarkt
Mit Französischem und
Thüringer Markt
11.00 Innenstadt
Gießen
SONSTIGES
I wanna be lovend
by you
Marilyn. Das Kind in
der Frau. Musiktheater
19.30 Stadttheater
Tschick
Wiederaufnahme
20.00 taT-studiobühne
Gießen
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire´s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Mord und Totlach
Krimifestival.
Ralf Kramp mit leckeren
Mördchen zum Kaffee
und Kuchen
16.00 Netanya-Saal
4 SA
BÜHNE
Gießen
Doris und die Amsel
16.00 Kleine Bühne
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
Die Ratten
Tragikomödie
19.30 Stadttheater
Die Wanze
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.00 Astaire’s
Karaoke
Mit Andy Pfälzer
21.00 Irish Pub
90er Party
21.00 Haarlem
Tanzbar special
21.30 Ulenspiegel
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Zooo
We Mix the 00’s
22.00 Monkeys
Under the Ground
Drum’n’Bass
23.00 MuK
FESTE/FESTIVAL
Lich
Kürbisfest
10.00 Johanneshof
Langsdorf
BarockFestLich
Musikfestival auf
Originalinstrumenten
18.00 Marienstiftskirche
Wetzlar
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Krämermarkt
11.00 Innenstadt
Alsfeld
28. Bundesrasseschau
der Highland-Cattle
8.30 Hessenhalle
SONSTIGES
Gießen
Mitmach-Kunstaktionen
11.00 Kirchenplatz
Tattoo-Kunst
Tätowierer Daniel
Kraus stellt sich vor
16.00 Neustädter Tor
5 SO
BÜHNE
Gießen
Gießen
Lich
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Kürbisfest
10.00 Johanneshof
Langsdorf
BarockFestLich
Musikfestival mit
Originalinstrumenten
17.00 Marienstiftskirche
Pilze am Oberhof
Naturschutzwanderung
16.00 Parkplatz
Oberhof
KONZERTE
Gießen
Shanty-Konzert
Mit dem Marine-Verein
Gießen
19.00 Kongresshalle
Cellokonzert in h-Moll
20.00 Uni-Aula
Lich
Bei Kerzenschein
Musik des 17. Jhd. für
Gesang und Laute
20.00 Marienstiftskirche
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Krämermarkt
Verkaufsoffener Sonntag
11.00 Innenstadt
Buseck
Modellbaubörse
10.00 Sammler- und
Hobbywelt
SONSTIGES
6 MO
FESTE/FESTIVAL
Linden
Nach uns die Sintflut
Kindermusical
mit dem Kinderchor der
Johanneskirche
17.00 Johanneskirche
DISCO/PARTY
FLOHMÄRKTE
FÜHRUNGEN
Gießen
Grünberg
Discofox-Party
20.30 Astaire´s
Happy Sunday
21.00 Haarlem
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
KONZERTE
Im Satz des Pythagoras
Vorgestellt. Tanzstück
11.00 Stadttheater
Doris und die Amsel
16.00 Kleine Bühne
Die Entführung aus
dem Serail
19.30 Stadttheater
Die bitteren Tränen der
Petra von Kant
20.00 taT-studiobühne
Oktoberfest
Mit Mariazellern &
Friends
und Musikzug Bicken
19.30 Dutenhofener
See
Buseck
mit allen Sinnen. Referentin: Anja Böhme
15.00 Kloster Schiffenberg
Gießen
Reiskirchen
Weinfest
10.00 Alter Pfarrhof
Wetzlar
Oktoberfest
Mit der Münchholzhäuser Blaskapelle
11.00 Dutenhofener
See
FLOHMÄRKTE
Gießen
Antik & Trödelmarkt
8.00 Hessenhallen
FÜHRUNGEN
Gießen
Herbstzeit
Erleben der heimischen
Gehölze und Kräuter
Mord im Kurhotel
Krimifestival. Opulentes
Dinner & Krimimusical
19.30 Sporthotel
VORTRÄGE
Gießen
Keltenzorn
Eine(r) liest. Lesung mit
Uli Aechtner
11.30 Marktlauben
Pandora’s Box
Kinoreihe Anders blicken! Für Menschen
mit und ohne Demenz
20.00 Kino-Center
VORTRÄGE
Gießen
Das Falsche in mir
Krimifestival.
Bestsellerautorin Christa
von Bernuth liest ihren
aktuellen Psychothriller
20.30 Gießener
Anzeiger
8 MI
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire´s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Kultmittwoch
21.00 Haarlem
Medizinernacht
22.00 Monkeys
Tru Grooves
22.00 Scarabée
SONSTIGES
Independant tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Poetry-Slam
20.00 Jokus
VORTRÄGE
Gießen
Die Kunst zu Sterben
Krimifestival.
20.00 Mathematikum
7 DI
DISCO/PARTY
Gießen
Affenkammer Welcome
22.00 Monkeys
SONSTIGES
Gießen
Der Weg zum super
Gedächtnis
Gedächtnistraining mit
Gregor Staub
19.00 Sophie-SchollSchule
COELAN Balkon- und Terrassenbeschichtung
Raum- und Fassadengestaltung
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im Maler- und
Lackiererhandwerk
FÜHRUNGEN
DISCO/PARTY
SONSTIGES
Maler- und Lackierermeister
Gießen
Gießen
Gießen
Dirk Großhaus
VORTRÄGE
Gießen
Umgelegt
Krimifestival.
Herzhafter Krimispaß
mit den Krimi Corps aus
Düsseldorf
20.00 Polizeipräsidium Mittelhessen
9 DO
DISCO/PARTY
Gießen
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Telefon 06 41/3 83 06
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Meine (erste) Uniparty
22.00 Monkeys
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
KONZERTE
Gießen
Niklas Bohnert & Attila
Reißmann
Acoustic-IndieDeutschrock
21.00 Irish Pub
10/2014
streifzug 39
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
VORTRÄGE
FESTE/FESTIVAL
Heuchelheim
Alsfeld
Geistige Ruhe und
heilsame Aktivität
Einführung in die
buddhistische Lehre
und Meditation
19.30 Buddhistisches
Zentrum
Oktoberfest
Mit der Damenband
Midnight-Ladies
18.00 Stadthalle
Hüttenberg
(Un)heimliches Gießen
Von Kröten, Kerkern
und Kuppelei im alten
Gießen. Referentin:
Dr. Jutta Failing
19.15 Stadtkirchenturm
Best of Eberhofer
Krimifestival.
Bestellerautorin Rita
Falk mit Geschichten
vom Eberhofer Franz
20.00 Ev. Gemeindezentrum
10 FR
FÜHRUNGEN
Gießen
KONZERTE
Gießen
Boice
19.00 Vitos-Kapelle
BÜHNE
Queen II
Magic tribute Tour
20.00 Kongresshalle
Hick Chick
Acoustic Country
21.00 Irish Pub
Gießen
Tschick
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
Grünberg
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
90er & 2000er Party
22.00 Scarabée
Gib dem Affen Zucker
3,2,1 Banane
22.00 Monkeys
Sternstunde
Mit Markus Kavka
23.00 MuK
Peter Glessing
Swingtett
20.30 Zum Bahnhof
VORTRÄGE
Alsfeld
Der Vulkan lässt lesen
Die Märchentante,
der Sultan, mein Harem
und ich. Märchenhafte
Lebensreise mit
Helge Timmerberg
20.00 Autohaus Roth
streifzug
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
IMPRESSUM
Herausgeber:
Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel
Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr
E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de
Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co.
KG, Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch
ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen), Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRA 4409;
PhG: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRB
8053, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel (Gießen), Dr. Max
Rempel (Gießen); Alleiniger Kommanditist: Mittelhessische
Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRB 43, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel
(Gießen), Dr.Max Rempel (Gießen).
Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der
»Gießener Allgemeinen Zeitung«, »Alsfelder Allgemeinen
Zeitung« sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten Auslagestellen. Auflage: 40 000 Exemplare
Anzeigenleitung: Jens Trabusch
Anzeigenverkaufsleitung:
Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-2 24, Anschrift siehe oben
Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 62 vom 1. Januar 2014
streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
Titelbild: Fotolia
Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die
erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder unter Telefon 0 30/28 49 30, Presse-Monitor Deutschland GmbH
& Co. KG. © Streifzug, Gießen
40 streifzug
10/2014
11 SA
BÜHNE
Gießen
Frau Holle
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Crazy Broadway 2
Musical-Hommage
19.00 Astaire’s
Tschick
20.00 taT-studiobühne
Garden of Delight
Celtic-Folk-Rock-Party
21.00 Irish Pub
Laubach
Marion Seibert
Sängerin, Gitarristin,
Liedermacherin
20.00 Im Büro
MÄRKTE/MESSEN
Grünberg
534. Gallusmarkt
Bockbierabend
20.00 Festplatz
Buseck
Marburg
Komödie & Bunter
Abend
Ein Wochenende voller
Zärtlichkeiten und den
Schrägen Tönen
20.00 Willy-CzechHalle, Beuern
Elisabethmarkt
10.00 Innenstadt
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.00 Astaire´s
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Apexplosion
Du bist der DJ
22.00 Monkeys
Hard to Beat
22.00 MuK
FESTE/FESTIVAL
Fernwald
Kelterfest
11.00 Am Bürgerhaus
FLOHMÄRKTE
Gießen
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Lollar
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
KONZERTE
Gießen
Brassband Hessen
Benefizkonzert für
die Renovierung der
Johanneskirche
19.00 Johanneskirche
Konzert der
HR-Bigband
Flamenco-Jazz
20.00 Stadttheater
Marburg Jazz
Connection
Musik bei Vitos. Swing,
Bebop, Bossa Nova,
Blues & Jazzballaden
20.00 Vitos-Kapelle
Mate Power &
Saxophonics
Deutscher Rock
20.30 Ulenspiegel
SPORT
Gießen
24-h-Schwimmen
14.00 Westbad
SONSTIGES
Gießen
Sicher und stark
Selbstbehauptung für
Jungen (13 bis 15 J.)
10.00 Jokus
Sebastian 23 – Popcorn
im Kopfkino
Poetry-Slam
19.00 Jokus
Mord an Mord, Mylord!
Dinner Krimi
19.30 Hotel Köhler
VORTRÄGE
Gießen
Ostfriesenfeuer
Krimifestival.
Bestsellerautor
Klaus-Peter Wolf
und Gäste mit
ostfriesischem KrimiFeuerwerk
20.00 Mathematikum
Laubach
Stirbwohl
Krimifestival.
Petra Soltau mit
einem kriminellen Beziehungsratgeber
19.30 Engel-Apotheke
12 SO
BÜHNE
Gießen
Wie Ida einen Schatz
versteckte und Jakob
keinen findet
11.00 taT
Frau Holle
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Im Satz des Pythagoras
Tanzstück
19.30 Stadttheater
Erklärt Pereira
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
VORTRÄGE
Gießen
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Happy Sunday
21.00 Haarlem
Depp gesucht! – das
wäre mal eine ehrliche
Stellenausschreibung
Lesung mit
Martin Wehrle
11.00 Kinopolis
In Memoriam: Die
zehn Gebote
Krimifestival.
Schauspieler Harald
Pfeiffer mit Kurzkrimis
zum Leben und
Sterben
15.30 St. Thomas
Morus-Kirche
Kopflos im Kofferraum
Krimifestival.
Schwarzhumorigschräge Crime Story
von und mit
Markus Niebios
20.00 Klimbim
FESTE/FESTIVAL
Staufenberg
Oktoberfest
mit Musikzug
Staufenberg
11.00 Stadthalle
FÜHRUNGEN
Gießen
Farbige Ahornvielfalt
11.15 Botanischer
Garten
Das Mathematikum
14.00 Mathematikum
Gießen historisch
Referentin: Brigitte Tripp
15.00 Kirchenplatz
KONZERTE
Gießen
Eric Fish & Friends
20.00 Jokus
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Modellbahnbörse
10.00 Kongresshalle
Alsfeld
Basar der schönen
Dinge
11.00 Autohaus Roth
Buseck
Antik- u. Sammlermarkt
9.00 Sammler- und
Hobbywelt
Grünberg
534. Gallusmarkt
10.00 Festplatz
Marburg
Elisabethmarkt
10.00 Innenstadt
SONSTIGES
Gießen
Großer Familientag
Kindervorlesung,
Experimente und mehr
10.00 Mathematikum
Sicher und stark
Selbstbehauptung für
Jungen (13 bis 15 J.)
10.00 Jokus
Flamenco für Kinder
Workshop mit Alma Gitana von 14 bis 16 Uhr
(6- bis 10-Jährige) und
16 bis 17.30 Uhr (10bis 17-Jährige)
ab 14.00 MuK
Lich
Gospel Mass von
Robert Ray
Neues Chorprojekt von
Michael Harry Poths
10.30 kath. Kirche
Sankt Paulus
Mücke
Der Vulkan lässt lesen
Der ehemalige Bundesarbeitsminister
Norbert Blüm liest aus
seinem Buch Einspruch!
18.00 aquariohm
13 MO
BÜHNE
Gießen
Wie Ida einen Schatz
versteckte und Jakob
keinen findet
10.00 taT
Badesalz
Hessische Comedy mit
Dö Chefs
20.00 Kongresshalle
DISCO/PARTY
Gießen
Karaoke
Mit Andy Pfälzer
21.00 Irish Pub
Independant tanzbar
21.30 Ulenspiegel
14 DI
BÜHNE
Gießen
Badesalz
Hessische Comedy mit
Dö Chefs
20.00 Kongresshalle
Someone is going to
come
Kostprobe. Oper
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
Gießen
Affenkammer
22.00 Monkeys
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
MÄRKTE/MESSEN
VORTRÄGE
Grünberg
Laubach
534. Gallusmarkt
Laternenumzug,
Musik mit Antje & die
Melody Boys,
Mega-Giganten-Feuerwerk
18.00 Marktplatz/
Festplatz Gallushalle
Hendelmord
Krimifestival.
Herzhaft-bajuwarische
Lesung mit Autorin
Ida Ding zum Tod eines
Imbissbudenverkäufers
20.00 Landhotel
Waldhaus
VORTRÄGE
Gießen
Süß schmeckt der Tod
Krimifestival.
Schauspielerduo
Barbara Stollhans und
Christian Lugerth
mit Stor aus mörderisch
süßen Zutaten
20.00 Art & Office
15 MI
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Kultmittwoch
21.00 Haarlem
2. SkyBeatz-Party
auf zwei Floors
1. Floor (Club):
DJ Firbman & DJ Seggo
2. Floors (Dach):
Phil Simon
21.00 Dachcafé
Die erste Erstiparty
Fachschaft Lehramt
20.00 Audimax im
Phil II
KONZERTE
Gießen
Nives Onori
Folk, Country, Blues
20.00 Café Améli
MÄRKTE/MESSEN
Gießen
Schulmesse
Für Schüler am
Übergang von der
4. zur 5. Klasse
18.00 Kongresshalle
Grünberg
534. Gallusmarkt
Nutztierschau,
Krämermarkt,
Musik mit den
Zwoa Spitzbuam
9.00 Festplatz/
Reitplatz In der Au
SONSTIGES
Gießen
Sicher im Team
Workshop
9.00 Jokus
Musik und Mathematik
Vortragsreihe mit Musikbeispielen
19.30 Mathematikum
evolution
Hungen
Schrott
Krimifestival.
Autor Klaus Strickelbroeck mit einem brandneuen Hartmann-Krimi
zur Käseplatte
19.30 Käsescheune
vince ebert
22.10. wetzlar Rittal Arena 09.11. giessen Kongresshalle
16 DO 17 FR
BÜHNE
Gießen
Die drei ??? werden 50
Krimifestival. Ein Kriminalklassiker für Jung
und Alt, stillvoll
präsentiert vom
Motown Theater
20.00 Spielwaren
Fuhr
DISCO/PARTY
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Echte Körper on Tour
von den Toten lernen.
Anatomische Ausstellung von konservierten
menschlichen Körpern.
11.00 Hessenhallen
Made in Gießen
Werke Gießener
Künstler
15.00 MuK
Gießen
BÜHNE
College Night
And Beerpong Contest
22.00 Monkeys
Gießen
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
KONZERTE
Gießen
Allerlei vom Horn
Mittagskonzert
13.00 Rathaus,
Konzertsaal
Chris König
21.00 Irish Pub
MÄRKTE/MESSEN
Grünberg
534. Gallusmarkt
Krämermarkt, Original
Grünberger Wurzelbürger-Büsterei, Musik
mit der Partyband
9.00 Festplatz
Gallushalle
SONSTIGES
Die Entführung aus
dem Serail
Singspiel
19.30 Stadttheater
Knowing: Not knowing
Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
Die Wirrnis der Pinguine
Tanzstück
20.00 taT-studiobühne
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Naive Melodies
80er Party
22.00 MuK
Gib dem Affen Zucker
Hamsternacht
22.00 Monkeys
Rock-Party
23.30 Scarabée
KONZERTE
Gießen
Unbekanntes
Griechenland
Lichtbildervortrag von
Prof. Siemer Oppermann
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Idil Baydar
12.12. wetzlar Rittal Arena 14.12. giessen Kongresshalle
urban priol
bodo bach
14.01.15 wetzlar Stadthalle
18.01.15 giessen Kongresshalle
ehrlich brothers
ingmar stadelmann
u-bahn kontrollöre
dieter nuhr
martin rütter
olaf schubert
michl m ü ller
ingo appelt
18.01.15 wetzlar Rittal Arena
24.01.15 giessen Kongresshalle
12.02.15 alsfeld Hessenhalle
23.01.15 giessen Kongresshalle
31.01.15 wetzlar Rittal Arena
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DISCO/PARTY
Gießen
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Cynthia & Friends und
Gruenschnabel
Mühlleitners
Liedermacherreihe
20.00 Café Amélie
Ton 3
Pop-Rock-Chansons auf
Deutsch
21.00 Irish Pub
Calamity Jane
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10/2014
streifzug 41
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
Grünberg
Doris Theimann
Quartett
Jazzkonzert
20.30 Gaststätte Zum
Bahnhof, Gewölbe
Marburg
Yngve & The Innocent
Folk Rock
21.00 Molly Malones
Homberg/Ohm
BIG Äppler Discoparty
21.00 Stadthalle
FLOHMÄRKTE
Gießen
MÄRKTE/MESSEN
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Grünberg
534. Gallusmarkt
Wild Clubbing
mit Kosta Minor von
Planet Radio
21.00 Festplatz
Gallushalle
Alsfeld
Antik- und Trödelmarkt
9.00 Hessenhalle
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
SONSTIGES
Gießen
SinnSTIFTen durch
FlipchartPräsentationen
Workshop
10.00 Jokus
KONZERTE
Gießen
The Roadfool & his
Strange Brothers
Blues, Rock, Folk
21.00 Irish Pub
VORTRÄGE
Gießen
Bahnwärter Thiel
Foyer um fünf.
Gelesen von
Harald Pfeiffer
17.00 Stadttheater,
Foyer
Bitterböse Morde charmant serviert
Krimifestival.
TV-Star Julia Stemberger
mit kleinen feinen
Mordgeschichten
20.00 Autohaus
Michel
18 SA
Hungen
Cherchez la femme
Belle Mélange mit Klassikern aus Jazz, Chanson und Schlager
19.00 Ev. Kirche
MÄRKTE/MESSEN
Grünberg
534. Gallusmarkt
Familientag,
Kinderdisco,
Mallorca-Party mit
DJ Vollgas
20.00 Festplatz
Gallushalle
SONSTIGES
Gießen
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Echte Körper on Tour
11.00 Hessenhallen
BÜHNE
Gießen
Rumpelstilzchen
Premiere. Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Die Schmachtigallen in
Spiel des Lebens
19.30 Stadttheater
Die bitteren Tränen der
Petra von Kant
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
Gießen
Die ???-Party
Bis zum 10. Oktober
kann das Motto gevotet
werden
20.00 Astaire’s
Rock of Ages
22.00 Scarabée
42 streifzug
Die große 90er Party
22.00 Monkeys
Lach & Krach
Technoveranstaltung
23.00 MuK
Shojo-Mangas zeichnen
Workshop für
Mädchen zwischen
12 und 14
9.00 Jokus
Chablis
Krimifestival.
Opulentes Menü zum
prickelnden Krimi
von Ulrike Dömkes
19.00 Jacques’
Wein Depot
VORTRÄGE
Gießen
Geheimcodes
Kindervorlesung
11.00 Mathematikum
19 SO
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Echte Körper on Tour
11.00 Hessenhallen
10/2014
BÜHNE
Gießen
Rumpelstilzchen
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Die Ratten
19.30 Stadttheater
Da kommt noch wer
Premiere. Oper
20.00 taT-studiobühne
DISCO/PARTY
Gießen
Discofox-Party
20.30 Astaire’s
Happy Sunday
21.00 Haarlem
FLOHMÄRKTE
Alsfeld
Antik-, Sammler- und
Trödelmarkt
9.00 Hessenhalle
KONZERTE
Staufenberg
Die Schmachtigallen
Konzert und Workshop
17.00 Stadthalle
MÄRKTE/MESSEN
Grünberg
534. Gallusmarkt
11.00 Marktplatz/
Festplatz Gallushalle
SONSTIGES
Gießen
Shojo-Mangas
zeichnen
Workshop für
Mädchen zwischen 12
und 14 Jahren
10.00 Jokus
Dark-Dinner
Essen in völliger
Dunkelheit
17.30 Jhrings
SPORT
Laubach
Ramsberglauf
5 km, 10 km, 7 km
10.00 Schlosspark
VORTRÄGE
Gießen
Nimm reichlich...
Krimifestival.
Schauspielerin
Petra Soltau mit
herzhaft-tödlichen
Rezepturen
11.00 LiebigMuseum
Endstation Gießen
Krimifestival.
Sascha Gutzeit mit
neuen Fällen
des legendären
Kommissar Engelmann
20.00 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Laubach
Tortentod
Krimifestival.
Storys vom Absahnen
und sich verkrümeln
mit Schauspieler
Harald Pfeiffer
15.30 Schlosshotel
Bunter Hund
20 MO
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Echte Körper on Tour
11.00 Hessenhallen
BÜHNE
Laubach
Leichen, Lieder &
Lachsalven
Krimifestival.
Mörderische Revue mit
Sacha Gutzeit und
Kommissar Engelmann
20.00 Wirtshaus
am Park
DISCO/PARTY
Gießen
Independant tanzbar
21.30 Ulenspiegel
SONSTIGES
Gießen
Sneak Preview:
Wir waren Könige
Krimifestival.
Polizei-Thriller als
Preview mit
anwesenden Darstellern
20.00 Kinopolis
Pub Quiz
21.00 Irish Pub
SONSTIGES
Gießen
Bastelworkshop
14.00 Mathematikum
VORTRÄGE
Gießen
Beutelspachers Sofa
Gast: Prof. Christof
Schreiber (Grundschuldidaktiker)
19.30 Mathematikum
Club der
jungen Dichter
Natalie Harapat mit einem Auszug aus ihrem
Roman Entzweit, Daniel Schneider und Anna
Mense mit Kurzprosa
sowie Tanasgol Sabbath
mit Lyrik
20.00 Ulenspiegel
Kommen Sie in
schwarz....
Krimifestival.
Mörderische Storys und
mörderisch gute Musik
mit Kai Engelke und
Helm van Harm
20.00 Bestattungshaus Kümmel
Affenkammer
22.00 Monkeys
FÜHRUNGEN
Gießen
Märchen erleben in
Gießen
Referentin: Melanie
Kühlmann
11.00 Kirchenplatz
KONZERTE
Gießen
Mantar
Black Metal, Doom
Punk
20.00 MuK
Semester Kick-Off
Night
22.00 Monkeys
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
FLOHMÄRKTE
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
KONZERTE
Gießen
Gießen
DISCO/PARTY
Bastelworkshop
14.00 Mathematikum
Gießen
VORTRÄGE
DISCO/PARTY
Gießen
Wunderheiler
Hirschhausen auf Tour
19.00 Rittal-Arena
BÜHNE
AUSSTELLUNGEN
Gießen
Der Weibsteufel
Kostprobe
20.00 taT-studiobühneDISCO/PARTY
Wetzlar
22 MI
21 DI
Echte Körper on Tour
11.00 Hessenhallen
BÜHNE
Gießen
Klang & Wort
Musik bei Vitos.
Musik und Märchen
mit Michael Stoeckel
und Christian MayerGlauninger
(Märchenerzähler)
20.00 Vitos-Kapell
Miller & Heath
Rock, Pop,
Hessendreck’s
21.00 Irish Pub
Tanz-Party
20.30 Astaire´s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Kultmittwoch
21.00 Haarlem
Gießen
23 DO
Gießen
Lernen mit Trauma
Vortrag von Tanja
Kessler (Zentrum für
Traumapädagogik
Hanau)
18.00 MargareteBieber-Saal
Grünberg
Nur ein gewöhnlicher
Mord
Krimifestival.
Autor Jürgen Ehlers mit
seinem brandneuen
Hamburg-Krimi
20.00 Seminarhotel
Jakobsberg
Lauterbach
Der Vulkan lässt lesen
Dietrich Faber – Tote
Hunde beißen nicht
20.00 Sparkasse
Oberhessen
SONSTIGES
VORTRÄGE
Heuchelheim
Geistige Ruhe und
heilsame Aktivität
19.30 Buddhistisches
Zentrum
Hungen
Einen Tod musst du
sterben
Krimifestival.
Mit Susanne Mischke
20.00 Schloss
24 FR
BÜHNE
Gießen
Tschick
19.30 Stadttheater
Knowing:
Not knowing
Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
VERANSTALTUNGEN IM OKTOBER
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Gib dem Affen Zucker
Geburtstagsnacht
Charts, Pop, House,
HipHop
22.00 Monkeys
Tru Grooves
Funky Beats
22.00 Scarabée
Eurodance
90er Party
22.00 MuK
FESTE/FESTIVAL
Rock of Ages
Rock, Metal
22.00 Scarabée
Indie Fresse Party
Indie, Alternative, Electro
22.00 Monkeys
Bunkermusik
Technoparty auf 2
Floors
23.00 MuK
FESTE/FESTIVAL
Alsfeld
FLOHMÄRKTE
Feuer & Eis Festival
Indoor-Festival mit
Berserker, Crematory,
Enorm, Ex-Plizit,
KrawallBrüder,
Maerzfeld,
Thekenproleten,
Toxpack, Unherz, Varg,
Wilde Jungs,
Wilder Hagen
12.30 Stadthalle
Lollar
Staufenberg
Staufenberg
3. Papalala-Festival
Völkerball mit
XXL-Pyroshow, Denim
Demons, Eternity for
minutes
19.00 Sport- und
Kulturhalle Treis
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
KONZERTE
Gießen
Gelon
Electric, Acoustic, Rock
21.00 Irish Pub
Rainstick Cowbell
Acoustic Guitar
21.00 Café Amélie
Grünberg
Martin Michel Trio
Jazzkonzert
20.30 Gaststätte Zum
Bahnhof, Gewölbe
Laubach
Maxim Kowalew
Don Kosaken
Musikalisches Erbe der
Kosaken
19.00 Stadtkirche
25 SA
BÜHNE
Gießen
Rumpelstilzchen
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Im Satz des Pythagoras
Tanzstück
19.30 Stadttheater
Knowing: Not knowing
Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
Frech-Frivole Revue
Magie der Travestie –
Die Nacht der Illusionen
20.00 Kongresshalle
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.00 Astaire’s
3. Papalala-Festival
Spider Murphy Gang,
Jonas Werner & Band,
Frau Müller
19.00 Sport- und
Kulturhalle Treis
FLOHMÄRKTE
Gießen
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Lollar
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
FÜHRUNGEN
Gießen
Das Mathematikum
11.00 Mathematikum
KONZERTE
Gießen
Trio Adorno
Klassik-Konzert
20.00 Rathaus,
Konzertsaal
Sundown
Classic & Modern Rock
21.00 Irish Pub
Hungen
Andreas Fulterer &
Band
Deutsch-italienische
Musik- & Videoshow
20.30 Stadthalle
MÄRKTE/MESSEN
Alsfeld
Bulldog-Messe
Oldtimer, Traktoren,
Lkw und
Nutzfahrzeuge
10.00 Hessenhalle
SONSTIGES
MÄRKTE/MESSEN
SONSTIGES
Gießen
Alsfeld
Gießen
Shojo-Mangas zeichnen
Workshop für Jungen
zwischen 12 und 14
10.00 Jokus
20 Jahre
FrauenKulturZentrum
10:30 FrauenKulturZentrum
Bulldog-Messe
Oldtimer, Traktoren,
Lkw und Nutzfahrzeuge
10.00 Hessenhalle
Bastelworkshop
14.00 Mathematikum
SONSTIGES
Gießen
Sport
Gießen
Basketball Pro A
Gießen 46ers –
Cuxhaven BasCats
20.00 Sporthalle Ost
26 SO
BÜHNE
Gießen
Der große Gatsby
Vorgestellt
11.00 Stadttheater
Wie Ida einen Schatz
versteckte und
Jakob keinen findet
11.00 taT-studiobühne
Die Entführung aus
dem Serail
Singspiel
15.00 Stadttheater
Rumpelstilzchen
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Der Hund der
Baskervilles
Abschlussveranstaltung
Krimifestival.hr3-Moderatoren in einem fulminanten Live-Hörspiel
20.00 Rathaus,
Konzertsaal
Pohlheim
Jetzt oder nie
Mit der Theatergruppe
Langgöns und
Garbenteich
19.30 Sport- und
Kulturhalle
Garbenteich
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire´s
Happy Sunday
21.00 Haarlem
FLOHMÄRKTE
Gießen
Flohmarkt
Zugunsten der Tieroase
Heuchelheim
10.00 Gießener
Straße 19
KONZERTE
Stadtallendorf
Amigos
Volksmusik aus
Mittelhessen
18.00 Stadthalle
Gießen
Shojo-Mangas zeichnen
Workshop für Jungen
zwischen 12 und 14
10.00 Jokus
VORTRÄGE
Gießen
Mordsdichter
Krimifestival.
Die Siegerehrung
zum Krimischreibwettbewerb
11.00 Gießener
Allgemeine
Mücke
Der Vulkan lässt lesen
Die neun Leben des
Herrn F. –
Herbert Feuerstein liest
18.00 aquariohm
27 MO
DISCO/PARTY
Gießen
Karaoke
Mit Andy Pfälzer
21.00 Irish Pub
Independant tanzbar
21.30 Ulenspiegel
VORTRÄGE
Alsfeld
Der Vulkan lässt lesen
Die neun Leben des
Herrn F. –
Herbert Feuerstein liest
20.00 Autohaus Roth
28 DI
DISCO/PARTY
Gießen
Affenkammer
22.00 Monkeys
SONSTIGES
31 FR
BÜHNE
Gießen
VORTRÄGE
Die Schmachtigallen in
Spiel des Lebens
19.30 Stadttheater
Knowing: Not knowing
19.30 Kleine Bühne
Da kommt noch wer
Oper
20.00 taT-studiobühne
Lesebühneabend
Mit Ahne, der Zweite
19.30 Universitätsbibliothek
30 DO
BÜHNE
DISCO/PARTY
Gießen
Gießen
Der Weibsteufel
Premiere
20.00 taT-studiobühne
Tanz-Party
20.30 Astaire’s
Birthday Party
21.00 Haarlem
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Halloween-Special
22.00 Scarabée
Nightmare Night
22.00 Monkeys
Bassmusik Marburg
Alles außer Techno
23.00 MuK
DISCO/PARTY
Gießen
Halloween-Party
21.00 Haarlem
Student Cocktail Night
22.00 Monkeys
Elektro.House.EDM.
23.00 Scarabée
FLOHMÄRKTE
FLOHMÄRKTE
Lollar
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
KONZERTE
KONZERTE
Gießen
Gießen
L´Aupaire
Singer-Songwriter. Multiinstrumentalist
20.30 Ulenspiegel
Tobi Wessel
Acoustic-Rock, Blues &
Balladen
21.00 Irish Pub
VORTRÄGE
Maths and the moon
Alternative/Rock/Psychedelic/Drone aus
England
20.00 MuK
Miller & Heath
Rock, Pop und
Hessendreck´s
21.00 Irish Pub
Gießen
Grünberg
Infoveranstaltung
Das neue Programm des
Musiktheaters mit Christian Schröder (Musikdramaturg am Stadttheater)
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Red Cat
20.30 Zum Bahnhof
Pohlheim
30 Jahre vocale
Sängerkranz
19.30 Volkshalle
Gießen
Bastelworkshop
14.00 Mathematikum
29 MI
DISCO/PARTY
Gießen
Tanz-Party
20.30 Astaire´s
Kultmittwoch
21.00 Haarlem
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
streifzug
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
NOVEMBER-AUSGABE
› Erscheinungstermin: 30. Oktober 2014
› Anzeigenschluss: 17. Oktober 2014
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10/2014
streifzug 43
WEIN DES MONATS
Vinothek
in
Wedes
Monats
Pagos de Familia
»Lesegut«, Vino Tinto,
Valdepusa, 2011,
14 Prozent Alkohol,
8,95 Euro, Bezug via Internet
Die Ausnahme
de Grinon gehört
Wer sich an den Sehtest beim Augenarzt erund damit zur ersinnert, kennt den Ursprung dieses Etiketts:
ten Garde der spaniwahllos aneinandergereihte schwarze
schen WeinproduZiffernkolonnen, die nach unten hin immer
zenten. Seinen
kleiner werden. Doch vier Ziffern sind hier
»Lesegut« hat er
rot. Sie ergeben den Jahrgang: 2011. Ganz
eigens für den deutschen
unten steht der Name des Gewächses: »LeMarkt kreiert.
segut«. Im Regelfall rate ich von Weinen
mit spaßigen Aufklebern ab. Die VermarkIm Glas rubinrot mit lila Reflexen; in der
tung ist originell, der Inhalt nicht der Rede
Nase Kirschen, Blaubeeren, Tinte. Am
wert. Heute ist die Ausnahme dieser Regel.
Gaumen trotz 14 Prozent Alkohol weder
fett noch aufdringlich, sondern
Der rote »Lesegut« von Carlos Falco
kommt aus Spanien, aus
elegant und aromatisch, mit reidem Anbaugebiet Valdefen Früchten (Schwarzkirschen,
pusa, die Cuvee beinhalCassis), kecker Würze, dezenter
tet die drei französischen
Pfeffernote, jugendlichem Tannin
Paraderebsorten Syrah,
und einer frischen Säure. Der
Petit Verdot und Cabernet
zehnmonatige Ausbau in franzöSauvignon. Herausgesischer Allier-Eiche rundet den
kommen ist eine kühle MiWein auf der Zunge zedernWeinautor
schung vollreifer Früchte –
holzig ab, macht ihn zu einem
Manfred Merz
sie sollen per Hand
komplexen Ereignis. Das würzig-fruchtige Finish hat eine solide Länge.
gelesen worden sein, damit
der Name »Lesegut« seine inhaltliche
Der »Lesegut« treibt auf dem Etikett
Berechtigung hat.
Augenwischerei, im Glas ist er ein stolzer
Winzer Carlos Falco – und das steht nicht
Spanier von Format. Er schmeckt zu
mal im brillenverdächtig Kleinstgedruckten
deftigen Fleischgerichten, Hartkäse oder
auf der Rückseite des Etiketts – besitzt das
einfach so. Der Besuch eines Augenarztes
Weingut Pagos de Familia, das zu Marques
ist nach dem Genuss nicht vonnöten.
sik
Muzum
Zum spanischen Wein spanische Musik. Der Gassenhauer
»Entre dos tierras« der Héroes del
Silencio schmeckt nach mehr. Bei 14
Prozent Alkohol darf er ein bisschen lauter
aus den Boxen – die Helden der Stille können
es vertragen.
mm
Wein
Schreiben Sie an
Manfred Merz:
vinothek@mdv-online.de
SPERRSITZ
Sex on the Beach
Eine etwas andere britische Komödie – Start: 30. Oktober – Kinopolis
Die »Pussy Patrol« ist wieder zurück! Die
fantastischen vier aus »Sex on the Beach« –
Will (Simon Bird), Jay (James Buckley), Simon (Joe Thomas) und Neil (Blake Harrison) – wollen es wieder krachen lassen,
diesmal im fernen Australien.
Doch statt es in »Down Under« – soweit
der Plan – wie die Koalabären zu treiben,
schlittern die vier besten Freunde erneut
von einer Katastrophe zur nächsten. Hintergrund: Jay verbringt ein Auslandsjahr in
Australien und schwärmt von Sydney als
größter und bester Sex-Metropole der Welt.
Seine Kumpels zögern also nicht lange und
buchen sofort den Trip ans andere Ende der
Welt. Die Realität hat allerdings rein gar
nichts mit Jays Beschreibungen zu tun. Er
arbeitet zwar in einem Club, jedoch nicht
als DJ – sondern als Klomann.
Doch das lässt die Jungs keineswegs die
Hoffnung verlieren. Gemeinsam machen
sie sich auf nach Norden, genauer gesagt
in das Backpacker-Mekka Byron Bay, um
dort Traumfrauen, Partys und natürlich jede
Menge heißen Sex zu finden. Ob die »Pussy Patrol« erfolgreich ist? Man wird sehen.
GEWINNSPIEL
Der streifzug verlost mit den Gießener Kinos 3x 2 Tickets für die erste
Vorstellung des Films »Sex on the
Beach« am 30. Oktober. Wer den
Film sehen möchte, sollte bis zum
20. Oktober eine Karte mit dem
Kennwort »Kino« an streifzug,
Marburger Straße 20, 35390 Gießen
oder eine Mail an streifzug@
giessener-allgemeine.de senden.
10/2014
streifzug 45
SPERRSITZ
Neu im
Gießen
Kinocenter Gießen
Bahnhofstraße 34, Telefon 06 41/7 21 08
Kinopolis Gießen
Ostanlage 43–45, Telefon 06 41/5 65 57 89
Kommunales Kino Jokus
Ostanlage 25 a, Telefon 06 41/3 06-24 95
Grünberg
Kino
Mutant Ninja Turtles
Bismarckstraße 10, Telefon 0 64 01/68 69
Rückkehr der Kampfschildkröten – Start: 16. Oktober – Kinopolis
Lich
Kino »Traumstern«
Gießener Straße 15, Telefon 0 64 04/38 10
Weitere Kino-Tipps
finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine
Zeitung oder auf unserer Internetseite unter
www.giessener-allgemeine.de/kino.
Vorhang auf
in den Gießener Kinos!
KINOCENTER Gießen
KINOSAISON
27.10.2014 | 20:15 Uhr
Verdi: I due Foscari
26.11.2014 | 20:15 Uhr
Donizetti: L‘elisir d‘amore
Mehr Infos und alle Termine unter
www.royalope rahousekino.de
Life Reimagine d Werbekampagne. Bilder
11.10.2014 | 19:00 Uhr Verdi: Macbeth
18.10.2014 | 19:00 Uhr Mozart: Le Nozze di Figaro
01.11.2014 | 18:00 Uhr Bizet: Carmen
22.11.2014 | 19:00 Uhr Rossini: Il Barbiere di Siviglia
13.12.2014 | 18:00 Uhr Wagner:
Die Meistersinger von Nürnberg
Photo: Anne Deniau / Metropolitan Opera
KINOPOLIS Gießen
Mehr Infos unter www.kinopolis.de und unter www.metimkino.de
KINOPOLIS
Ostanlage 43-45 • 35390 Gießen
Kinocenter • Bahnhofstraße 34 • 35390 Gießen
Roxy • Ludwigsplatz 4 • 35390 Gießen
Kinocenter
Heli
• Frankfurterstraße
34 • 35390
Gießen
Bahnhofstraße
34 • 35390
Gießen
Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de
www.kinopolis.de
46 streifzug
10/2014
Die TV-Reporterin April O’Neal ist in ihrem Job bei den Kanal-Sechs-Nachrichten
unterfordert und darf mit ihrem Kameramann Vernon Fenwick (Will Arnett) nur
marginale Beiträge produzieren. Daher
verfolgt die furchtlose Journalistin ohne
Auftrag die Spur der mysteriösen Armee
der Fußsoldaten, die mit ihren kriminellen
Machenschaften eine Bedrohung für ganz
New York darstellen. Eines Nachts wird
sie dabei Zeugin, wie ein vermummtes
Wesen die Gangster auf eigene Faust aufmischt – doch die Story will ihr im Sender
unter der Leitung von Bernadette Thompson (Whoopi Goldberg) natürlich nie-
mand glauben. Als sie die Spur weiterverfolgt, lernt sie die humanoiden
Schildkröten Leonardo (Pete Ploszek), Michelangelo (Noel Fisher), Raphael (Alan
Ritchson) und Donatello (Jeremy Howard)
kennen. Sie wurden von ihrem Meister,
der humanoiden Ratte Splinter (Danny
Woodburn) als bewaffnete Ninjas ausgebildet. Doch ihre Energie im Kampf beziehen sie darüber hinaus durch ihren
Witz, ihre tiefe brüderliche Verbundenheit
sowie einem enormen Verzehr ihrer Lieblingsspeise: Pizza. Damit ziehen die
furchtlosen Turtles in den harten Kampf
gegen die Fußsoldaten.
SPERRSITZ
Hin und Weg
Die letzte Reise – Start: 23. Oktober – Kinocenter
In jedem Jahr unternehmen Hannes (Florian David Fitz), seine
Frau Kiki (Julia Koschitz), das befreundete Paar Dominik (Johannes
Allmayer) und Mareike (Victoria Mayer) sowie der Womanizer
Michael (Jürgen Vogel) eine längere Fahrradtour. Das Ziel ist immer ein anderes und darf pro Ausflug von einem anderen Mitglied der Gruppe bestimmt werden. In diesem Jahr ist Hannes an
der Reihe und wählt Belgien aus, was keine Begeisterung bei den
anderen hervorruft. Allerdings offenbart er ihnen erst nach einiger
The Equalizer
Actionheld im Baumarkt – Start: 9. Oktober – Kinopolis
Zeit den Grund für seine Wahl: Aufgrund einer unheilbaren Nervenkrankheit und der in Sachen Sterbehilfe liberaleren Gesetzgebung im Nachbarland will er die Radtour zu seiner letzten Reise
überhaupt werden lassen. Die Freunde sind geschockt, können
Hannes aber nicht umstimmen. So macht sich die Gruppe auf
den Weg – und erfährt viel über den Wert des Lebens.
Robert McCall (Denzel Washington) führt als Angestellter in einem
Baumarkt ein unscheinbares Leben. Was niemand weiß und wissen
soll: McCall ist ein ehemaliger Agent eines Spezialkommandos, hat
seinen eigenen Tod vorgetäuscht und versucht nun, seine neue
Identität und sein relativ friedliches Leben in Boston vor den Schatten der Vergangenheit zu schützen. Doch seine zurückgezogene
Lebensweise, seine Ernsthaftigkeit und seine Liebe zur Gerechtigkeit machen ihn zu einem ausgezeichneten Ermittler – und so
kommt es, wie es kommen muss: Als die junge Prostituierte Teri
(Chloe Moretz) von ihrem Zuhälter Slavi (David Meunier) verprügelt wird, greift McCall ein. Es gibt Tote und bald ist die Russenmafia in Gestalt des furchteinflößenden Teddy (Martin Csokas) hinter
ihm her. McCalls Vergangenheit als »Equalizer« droht ihn
einzuholen.
Pride
Gemeinsam gegen Margaret Thatcher – Start: 30. Oktober – Kinocenter
Margaret Thatcher, auch bekannt als die »eiserne Lady«, führt im Sommer 1984 einen erbitterten Kampf gegen die Gewerkschaft der
Minenarbeiter, die gegen die Privatisierung
und Schließung der Minen streiken. Da
kommt Hilfe von unerwarteter Seite. Die Initiative »Lesbians and Gays Support the Miners« sammelt Geld, um die Streikkasse zu
unterstützen. Doch die Nationale Union der
Minenarbeiter ist mit allerlei Vorurteilen gespickt und will davon nichts wissen. Daraufhin entschließt sich eine kleine Gruppe, angeführt von Buchhändler Mike (Joseph
Gilgun) und dem Aktivisten Mark (Ben
Schnetzer), direkt in ein walisisches Dorf zu
fahren, um dort die Spenden zu übergeben.
Hier ist der lokale Anführer der Streikenden,
Dai (Paddy Considine) begeistert.
10/2014
streifzug 47
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Seele and Geist
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