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29. Jahrgang I Nr. 45 I 2. November 2014 I Woche der Religionen
I 3 Ein Tag wie eine Insel
Tagung für Erstkommunikanten und ihre Eltern in Wislikofen
I 4 Was isst ein Schweizergardist?
Päpstliche Wachtruppe gibt eigenes Kochbuch heraus
I 7 Anderssprachigenseelsorge
Übersicht zu den Seelsorgestellen
Pfarrblatt Aargau I Baden / Wettingen
Horizonte
Horizonte geht
mit grossen Schritten
einer Veränderung
entgegen.
Ab Januar 2015 erscheint
das Pfarrblatt
zweiwöchentlich und in
neuem Gewand.
Schauen Sie hin,
sagen Sie uns Ihre
Meinung und begleiten
Sie uns auf dem Weg zum
neuen Horizonte.
f Leseraufruf Seite 2
Foto: Roger Wehrli
Vorbote der Neuerung
ist ein Farbtest in dieser
Ausgabe.
I2
fokus
Horizonte | 2. November 2014
Sagen Sie uns Ihre Meinung
In dieser Ausgabe testet Horizonte zwei neue Farben
im Pfarreiteil erstrahlen in sattem Gelb oder sogar
Mit grossen Schritten nähern wir uns der Adin Gold – je nachdem, welche Regionalausgabe Sie
vents- und Weihnachtszeit. Die Zeit der Erwarin Händen halten.
tung ist dieses Jahr für die Horizonte-Macher
Die elf Regionalausgaben des Pfarrblatts Horidoppelt spannend: Das neue Layout des Pfarrzonte werden in zwei verschiedenen Betrieben geblatts ist in Entstehung. Ab dem 1. Januar 2015
druckt. Die Kasimir Meyer AG
wird das Aargauer Pfarrblatt
in Wohlen druckt die AusgaHorizonte alle zwei Wochen in
ben Aarau, Bremgarten, Brugg,
gedruckter Form erscheinen.
Lenzburg, Menziken, Muri,
Mit dem Rhythmuswechsel legt
Je nach Regionalausgabe.
Wohlen und Zofingen. Die Drusich Horizonte auch ein neues
ckerei Bürli in Döttingen ist zuständig für die AusGewand zu. In den kommenden Wochen werden
gaben Baden/Wettingen, Fricktal und Zurzach. Je
Sie immer wieder spannende Geschichten rund
nach Region kommen Sie also in den Genuss eines
um die Veränderung lesen können.
satteren Gelbs mit höherem Magenta-Anteil als
Erster Schritt auf dem Weg der Erneuerung ist
bisher oder in den Genuss jener Farbmischung,
ein Farbtest. Die farbigen Elemente in Horizonte
die Gold am nächsten kommt.
werden jeweils in der liturgischen Farbe des komNun sind Sie gefragt! Merken Sie einen Untermenden Sonntags gedruckt. Grün, violett, rot
schied? Gefällt Ihnen das neue Gelb? Können Sie
oder gelb. Das Gelb ersetzt dabei das liturgische
die goldenen Buchstaben entziffern? Nutzen Sie
Weiss. Nun haben Sie, liebe Leserinnen und Ledie Gelegenheit, das neue Horizonte mitzugestalser, es vielleicht schon bemerkt: Die vorliegende
ten, indem Sie uns Ihre Meinung mitteilen. Wir
Horizonte-Ausgabe ist farblich leicht anders als
freuen uns auf eine kurze Nachricht per SMS an
gewohnt. Mit dem aktuellen Horizonte-Exemplar
die Nummer 079 823 83 96. Wichtig: Erwähnen
führen wir einen Farbtest durch. Damit soll die
Sie das Stichwort «Gelb» oder «Gold», damit wir
Lesbarkeit der gelben Ausgaben verbessert werIhre Rückmeldung der richtigen Farbe zuordnen
den. Logo, Bildbalken und Infokästen im Mantelkönnen. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! mca
teil sowie die mit Farbe unterlegten Mitteilungen
Gelb oder Gold.
Sandra Ruppli
Jugend- und Familienseelsorgerin, Bremgarten,
Hermetschwil und Zufikon
Du besch oises Läbe
Gerne möchte ich mit Ihnen ein etwas anderes (Eis-)
Feld betreten: Theologie und Eishockey. In der Fansprache finden sich viele ans Christentum angelehnte Ausdrücke wie «Hockeygott», «Jesus of Hockey»,
«Judas», «im Abschluss sündigen». Oft fällt auch das
Wort «Glaube»: Glauben an die Mannschaft, an den
Trainer; daran, das Spiel noch zu wenden. Dies, obwohl der Glaube an den Trainer oft schon zum Verstoss
gegen das 8. Gebot (Du sollst nicht lügen) geführt hat.
Nur schon eine Stunde nach einer solchen «Glaubensbekundung» wird manchmal eine Pressekonferenz anberaumt, an der die Entlassung des Trainers bekannt
gegeben wird.
Mit der Ökumene hapert’s auch ziemlich im Eishockey.
Da liebt man seinen Verein, die anderen Klubs werden im besten Fall toleriert. Zum Glück werden wir als
Vorsteher/-innen eines Gottesdienstes nicht ausgepfiffen, wenn wir eine «Fehlentscheidung» treffen, den
Schiedsrichtern blüht dieses Schicksal allerdings schon.
«Du besch oises Läbe.» Ja, so ein «Fan-Credo» hat
schon was. Können Sie sich erinnern, wann Sie das
letzte Mal ein mit solcher Inbrunst gebetetes Glaubensbekenntnis gehört haben? Was ich mir für diese
(zumeist jungen) Fans wünsche: Dass sie Gemeinschaftsgefühl nicht nur im Stadion, sondern auch in
der Kirche erleben und im Gottesdienst den besten
Spieler aller Zeiten – Gott – feiern können.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Woche,
möge ihr Lieblingsklub gewinnen, vor allem natürlich
dann, wenn es sich um den EV Zug handelt …
KURZMELDUNGEN
In der Woche vom 3.
bis 8. November 2014
sind junge Engel im
Aargau unterwegs.
Die Aktion «AngelForce» macht deutlich, dass Jugendliche sozial interessiert und engagiert sind. Organisiert wird die
Aktion von den kantonalen Fachstellen für Jugendseelsorge in den
teilnehmenden neun Kantonen. Im
Aargau engagieren sich rund 300
Jugendliche in verschiedenen Projekten. Sie sammeln Abfall, verteilen Selbstgebackenes und besuchen
Altersheime. «Diese Woche ist für
Jugendliche und Erwachsene lehrreich», sagt Willy Deck, Mitarbeiter
der Fachstelle Jugendseelsorge Aargau und Medienverantwortlicher
von AngelForce, «die Jugendlichen
erfahren, wie gut es tut, Gutes zu
tun, die Menschen können lernen,
einfach anzunehmen.»
www.angelforce.ch
Woche der Religionen. Vom 2. bis
8. November 2014 findet landesweit
die «Woche der Religionen» statt,
die der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sowie solchen ohne
Religionszugehörigkeit dient. Koordiniert wird die Woche der Religionen von der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz, Iras
Cotis. Der Schwerpunkt der diesjährigen Aktivitäten liegt auf dem Thema «Kinder». Am Samstag, 1. November 2014, findet in Liestal die
Eröffnung der Woche der Religionen
statt. Ort: Landratssaal, Regierungsgebäude, Rathausstrasse 2.
Zeit: 19 bis 21.30 Uhr. In Gebenstorf
findet anlässlich dieser interreligiösen Woche eine fünfteilige musikalische Reise durch die Religionen
statt. Ab 23. Oktober jeweils donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr. Detailliertes Programm unter
www.iras-cotis/woche-religionen
Revision. Den drei Aargauer Landeskirchen soll der Zugang zur Spitalseelsorge wieder erleichtert werden. Die Seelsorgenden sollen wie
früher automatisch den Namen eines Patienten erfahren, wenn dieser
im Spital liegt. Patienten sollen die
Weitergabe der Daten jedoch ablehnen können. Eine entsprechende
Revision des Gesundheitsgesetzes
soll auf Anfang 2016 in Kraft treten.
Der Grosse Rat setzt damit eine Forderung des Parlamentes und der
drei Landeskirchen um. Die Pfarrämter erhalten gemäss dem seit
2010 geltenden Gesundheitsgesetz
die Namen von Patienten nur noch
mitgeteilt, wenn diese das ausdrücklich wünschen. Das Gesetz
brachte damals den Wechsel vom
Widerspruchsprinzip zum Zustimmungsprinzip. Dies würde mit der
neuerlichen Gesetzesrevision nun
wieder geändert.
aargau
Horizonte | 2. November 2014
3I
Ein Tag wie eine Insel
Tagung für Erstkommunikanten und ihre Eltern in Wislikofen
Erstkommuniontagung
Foto: Roger Wehrli
Sa, 17. Januar, oder So, 18. Januar 2015,
Propstei Wislikofen. Erwachsene 70 Franken / Elternpaar 120 Franken / Kinder 35
Franken. Anmeldung bis 9. Januar 2015
an: AKF-Geschäftsstelle, Claudia BurkardTheiler, Hofstattächer 37, 5642 Mühlau,
T 056 668 26 42. info@frauenbund-aargau.ch
Weitsicht: Caroline Küng blickt über den Jahreswechsel hinaus. Sie leitet das Vorbereitungsteam der Erstkommuniontagung vom 17. und 18. Januar 2015 in Wislikofen. Kinder, die im kommenden Frühling ihre Erstkommunion
feiern, sind zusammen mit ihren Eltern herzlich dazu eingeladen.
Seit wann es die Erstkommuniontagung in der
nuar 2015, der sich an die Eltern richtet. Denn
Propstei Wislikofen gibt, weiss Caroline Küng
Schritte auf dem Weg zur Erstkommunion sind
nicht genau. «Ich schätze, dass es mehr als
auch für die Eltern Schritte in ihrem Glaudreissig Jahre sind», sagt sie.
ben, betont Caroline Küng.
Die Katechetin aus Wittnau
«Auch die Mütter und Väter
ist seit zwölf Jahren in der
nehmen etwas mit von diedort unten im Keller.
Tagungsleitung dabei und
sem Tag und gehen gestärkt
leitet das fünfköpfige Team,
nach Hause.» Albert Blum,
das den Anlass «Eltern und Kinder auf dem
Seelsorger in Strengelbach und Mitleiter der TaWeg zur Erstkommunion» vorbereitet. Ideell
gung, trifft sich mit den Eltern im Propsteikeller.
und finanziell getragen wird die Tagung vom
«Es bricht vieles auf, dort unten im Keller», weiss
Aargauischen Katholischen Frauenbund, AKF,
Caroline Küng aus Erfahrung.
der auch die Administration erledigt.
Insel. Die Tagung in Wislikofen entstand in
Stimmiger Rahmen. Seit eh und je findet
den frühen 1980er-Jahren aus dem Gedanken
die Erstkommuniontagung in der Propstei
heraus, Kinder und Eltern aus Pfarreien ohne
Wislikofen statt. «Der Ort hat einen besondeErstkommunionvorbereitung ein Stück zu beren Charme», sagt Caroline Küng. Auch bietet
gleiten und zu stärken. Heute hat jede Pfarrei
sich hier die Gelegenheit, verschiedene Räume
ihren Unti und altersgerechte Angebote auf
zu nutzen, was den Organisatoren sehr entgedem Weg zum «Weissen Sonntag». Trotzdem
genkommt. Die Kirche, der Propsteikeller und
behielt die Erstkommuniontagung ihren Wert:
die Turnhalle im Dorf bieten den Rahmen für
Die Tagung ist für die Neunjährigen und ihre
bleibende Erlebnisse.
Väter und Mütter eine Insel im oft hektischen
Stärkung. Wer das Programm der ErstkomAlltag. Caroline Küng hat den Anlass früher
muniontagung aufmerksam liest, entdeckt, dass
auch in der Rolle der teilnehmenden Mutter
Kinder und Eltern Teile davon separat absolvieerlebt: «Der Tag ist eine Art Stopp, ein Zurückren. «Vertraue deinem Weg» heisst ein Punkt
kommen auf die tiefen Fragen des Lebens und
im diesjährigen Programm vom 17. oder 18. Jades Glaubens.»
Vieles bricht auf,
Wirkungsvoll. Im September gelangt der
Brief des AKF mit der Einladung und den Anmeldeunterlagen an die Aargauer Pfarrämter.
Am wirkungsvollsten erlebt Caroline Küng
aber die mündliche Werbung:«Es gibt immer
wieder Eltern, die Mühe bekunden mit der offiziellen Kirche und ihren Feiern. Diese Eltern
haben aber die Türe nicht ganz geschlossen.
Sie lassen sich von anderen Eltern, die schon
einmal dabei waren, überreden und sind am
Schluss des Tages berührt.» Wer die Tagung
erlebt hat, schwärmt davon, wie gut es tut, sich
einen Tag Zeit zu nehmen und sich ganz auf
sein Kind einzulassen.
Roter Faden. Die Tagung lebt von Menschen,
die mit Kopf, Herz und Hand dabei sind. Sei
es in der Vorbereitung oder als Teilnehmende.
Im Vorbereitungsteam arbeiten neben Caroline Küng und Albert Blum auch die beiden
Katechetinnen Regina Duss und Isabelle Hitz
sowie die Musikerin Margret Sohn mit. Die erfahrene Chorleiterin übt mit den Kindern die
Lieder so ein, dass es sich gar nicht nach Üben
anfühlt, sondern wie ein klangvolles, kurzweiliges Spiel. Auch das farbenfrohe Bewegen in
der Turnhalle gehört fest zum Programm. Als
roter Faden zieht sich jeweils eine biblische Geschichte durch die Tagung.
Rezept. Das Gerüst des Programms ist über
die letzten Jahre gleich geblieben. Es hat sich
bewährt, weil sowohl Aktion als auch Besinnung Platz haben. Trotzdem findet Caroline
Küng es wichtig, dass die Leitung offen für
Neues bleibt: «Wir wollen nicht festfahren,
deshalb nehmen wir Kritik ernst.» Dank dieses
Rezepts schafft die Erstkommuniontagung seit
über dreissig Jahren bleibende Erlebnisse für
Kinder und Eltern. Marie-Christine Andres
I4
impuls
Horizonte | 2. November 2014
Was isst ein Schweizergardist?
Päpstliche Wachtruppe gibt eigenes Kochbuch heraus
Grundlage. Dass die Verpflegung für die
Über Schweizergardisten kann man ziemlich viel
Schweizergarde ganz und gar nicht nebensächin Reiseführern nachlesen: Dass ihre bunte Unilich ist, machte ihr Kommandant Daniel Anrig
form nicht von Michelangelo stammt etwa, oder
gleich zu Anfang der Präsentation deutlich: «Eidass man mindestens 1,74 Meter sein muss, um
nes ist klar, ein Soldat kann nur kämpfen und
in der Wachtruppe Dienst zu tun. Doch was so
Krieg führen, wenn er vorher ordentlich gegessen
ein Schweizergardist gerne isst, darüber war bishat.» Das gelte auch für die Schweizergarde. Wer
lang so gut wie nichts bekannt. Man konnte alfünf Stunden in der Sonne Wachdienst schieben
lenfalls vermuten, dass jemand, der fünf Stunden
müsse, der brauche vorher
mit einer schweren Hellebarde
ein kräftiges Frühstück. So
in der Hand unter der römigesehen behandle das Kochschen Sonne still stehen muss,
dass Petrus in Rom gestorben ist.
buch ein Thema, das für die
eine solide Grundlage braucht.
Schweizergarde «fundamenDiese Wissenslücke wird nun
tal» sei, sagte Daniel Anrig. Das Werk wolle nicht
gefüllt. Das Kochbuch mit dem Titel «Buon Apnur eine Rezeptesammlung sein, sondern wolle
petito», das am Dienstagabend im Vatikan vorgeauch die Schweizergarde und ihren Dienst vorstellt wurde, bietet dem Leser die Lieblingsgerichstellen, erklärte der Kommandant. Er verwies
te von Offizieren der Schweizergarde sowie die
auf die Informationen über den Alltag der Garde
Rezepte von alltäglichen Speisen aus der Kantine
ausserhalb der Kantine, die zwischen den Rezepder Wachtruppe. Auch Prominente im Vatikan
ten eingeschoben sind.
wurden nach ihren kulinarischen Vorlieben ge«Gnocchi al Vaticano.» Eine Kostprobe von
fragt; Erzbischof Georg Gänswein, KardinalSeite 57: «Gnocchi al Vaticano.» Man nehme
staatssekretär Pietro Parolin und der Schweizer
für die Gnocchi 600 Gramm blaue Kartoffeln,
Kardinal Kurt Koch.
Fotos: Anne Jablonowski
Es ist gut,
Gleich, ob schweizerische oder italienische Küche: ohne gute Grundlage kann kein Schweizergardist einen
guten Dienst leisten.
zwei Eier, zwei Eigelbe, 200 Gramm Weissmehl.
Dazu 80 Gramm geriebenen Parmesankäse und
80 Gramm weiche Butter. Ein selbst gemachtes
Basilikumpesto und eine Sosse mit Speckwürfeln und Zwiebeln, deren Herstellung ebenfalls
beschrieben wird, ergeben das vatikanische Aroma. Das Gericht steht unter dem Namen von
Pietro Parolin. Der aus Norditalien stammende
Kardinalstaatssekretär hatte angegeben, dass
er gerne Gnocchi esse. Das spezielle Rezept hat
sich dann allerdings einer der drei Herausgeber
des Buchs, der Schweizergardist David Geisser,
überlegt. Der in Zürich geborene David Geisser
hat in seiner Heimat eine Kochlehre absolviert
und bereits mit einigem Erfolg zwei Kochbücher
veröffentlicht.
Geschmäcker. Georg Gänswein bekennt sich
übrigens ebenfalls zur italienischen Küche: Der
Privatsekretär von Benedikt XVI. gab Saltimbocca alla Romana als Lieblingsessen an, Kalbsschnitzel mit luftgetrocknetem Schinken und
Salbei. Kurt Koch hingegen outete sich als Wiener-Schnitzel-Fan. Doch was isst der normale
Gardist tagein tagaus? Auffallend wenig heimatliche Gerichte, dafür umso mehr Italienisches:
Rezepte für Minestrone und vor allem für Nudeln in allen Variationen, aber auch geschmorter
Schweinehals und Kabeljau werden in der Rubrik
«Alltag in der Schweizergarde» aufgeführt.
«Grittibänz.» Wenn die Speisen tatsächlich
auch nur annähernd so appetitlich angerichtet
auf den Kantinentisch kommen, wie sie in dem
Kochbuch nach mehrstündigem Fotoshooting
optisch präsentiert werden, müsste man sagen:
Davon könnten sich die meisten Betriebskantinen eine Scheibe abschneiden. Die alltägliche
Verpflegung der Garde liegt allerdings nicht
mehr in italienischen Händen, sondern ist von
fünf polnischen Ordensschwestern übernommen worden. Eine typische Schweizer Spezialität
mit einem ebenso typischen Namen gibt es aber
doch in dem Kochbuch: die sogenannten «Grittibänz». Insgesamt bestätigt der Speiseplan der
Schweizergardisten dennoch die Einschätzung
von Wachtmeister Erwin Niederberger, einem
der Herausgeber des Buches: «Es ist gut, dass der
heilige Petrus in Rom gestorben ist und nicht irgendwo anders.» kipa/aj
zoom
Horizonte | 2. November 2014
5I
Ein Papst logiert in Laufenburg
Vor 100 Jahren begann das Konzil von Konstanz
Foto: Konzilstadt Konstanz
Bei der Einberufung des Konzils von Konstanz im Dezember 1413 galt Johannes XXIII.
aus Pisa noch als Kronfavorit von König Sigismund von Luxemburg, dem römischdeutschen König und Initianten des Konzils.
Doch schon kurz nach der Konzilseröffnung
wendete sich das Blatt. Die Konzilsväter wollten einen Neubeginn. Alle drei Päpste sollten abdanken und Platz für einen neuen, von
früheren Machtkämpfen unbelasteten Papst
machen. Denn seit 1378 war die römisch-katholische Kirche gespalten. Zur Zeit des Konzils von Konstanz erhoben drei Kontrahenten
Anspruch auf den Stuhl Petri.
Schlechte Omen. Johannes XXIII., von König Sigismund zum Konzilspapst ernannt,
beschlich im Hinblick auf das bevorstehende
Konzil schon früh ein schlechtes Gefühl. Dies
jedenfalls hielt Konzilschronist Ulrich von Richental fest. Bei der Hinreise stürzte die Kutsche und Johannes soll geschrien haben: «Hier
liege ich in Teufels Namen!» Beim Anblick der
Türme von Konstanz soll ihm entfahren sein:
«So sieht eine Falle aus, mit der man Füchse
fängt.» Dennoch zog er mit seinem Begleittross
Das Konklave wählte den neuen Papst Martin V. am 11. November 1417 im Konstanzer Warenhaus, dem
von 600 Personen feierlich in Konstanz ein und
bedeutendsten Warenhaus im süddeutschen Raum. Heute wird das Warenhaus «Konzilgebäude» genannt.
eröffnet am 1. November 1414 das Konzil, das
erste nördlich der Alpen. Ziel war es, die ChrisMit diesem Entscheid liess er den Eidgenossen
ten wieder unter einem Papst zu vereinen. Nicht
Herzog Friedrich IV. verhalf dem bedrängten
freie Hand, die habsburgischen Nachbargebiete
ohne Kalkül, denn Sigismund wollte Kaiser
Konzilspapst zur Flucht, wohl in der Absicht,
zu erobern. Die Eroberung des Aargaus (ohne
werden, und die Kaiserkrone konnte nur vom
den König zu schwächen. Tatsächlich verliessen
das Fricktal) durch die Eidgenossen war damit
Papst verliehen werden.
nach Bekanntwerden der Flucht viele Besucher
eine direkte Folge des Konstanzer Konzils.
Hoch gepokert. Zusammen mit Johannes
die Stadt; das Konzil drohte zu scheitern.
Neue Einheit. Am 11. November 1417 wählXXIII. hatte König Sigismund dem Konzil eine
Überstürzte Flucht. Als Knappe verkleidet,
te das Konzil einen neuen Papst: Martin V.
Geschäftsordnung aufgezwungen, in der nicht
entwich Johannes XXIII. mit Herzog Friedrich
Das sogenannte abendländische Schisma, die
nach Köpfen, sondern nach Nationen abgeIV. in der Nacht vom 20. auf den 21. März 1415
Kirchenteilung, war damit beendet. Der neu
stimmt werden sollte. Auf diese Weise wollte
aus der Stadt. Sie eilten dem Rhein entlang nach
gewählte Papst begnadigte seinen Vorgänger
Sigismund seinen Machtanspruch durchsetzen
Laufenburg, wo sie drei Tage im Hotel Pfauund ernannte ihn zum Kardinalsbischof von
und die vielen italienischen Bischöfe ausbooten.
en logierten. Weiter ging es nach Freiburg im
Florenz. Doch der gescheiterte Papst lebte nicht
Johannes XXIII. geriet
Breisgau. Am 27. Apmehr lange; er starb 1419. Sigismund dagegen
zwischen die Fronten,
ril 1415 jedoch lieferte
musste sich noch bis 1433 gedulden, bis er zum
seine Macht schwand.
Friedrich IV. seinen
als Folge des Konzils.
Kaiser gekrönt wurde. Das zweite Konzil nördUm sich zu retten, kolSchützling in Breisach
lich der Alpen, das Konzil von Basel, hatte zu
laborierte er mit Herden königlichen Trupdiesem Zeitpunkt bereits begonnen.
zog Friedrich IV. von Habsburg, einem Rivalen
pen aus. Johannes XXIII. wurde in die OstSigismunds. Friedrich IV. regierte das Tirol und
Cornelia Thürlemann
schweiz gebracht und in der Burg Gottlieben
Vorderösterreich, darunter den Thurgau und
gefangen gehalten, Wand an Wand mit dem
die Stammlande der Habsburger, also auch den
Reformator Jan Hus, dem am Konzil der ProAargau. Friedrichs Vater hatte bei der Schlacht
zess gemacht wurde.
von Sempach die entscheidende Niederlage geReichsacht. Johannes’ Fluchthelfer Friedrich
gen die Eidgenossen erlitten. Kurz vor KonzilsIV. musste seine Untreue teuer bezahlen. König
beginn hatten die Eidgenossen und Habsburger
Sigismund verhängte am 5. Mai 1415 die Reichsjedoch einen 50-jährigen Frieden geschlossen.
acht über ihn und entzog ihm so seinen Schutz.
Eroberung des Aargau
I6
medien
Horizonte | 2. November 2014
Foto: www.outnow.ch
Film-Tipp
Liebe und Zufall
Familiengeschichten sind dramatisch.
Fredi M. Murer nimmt die Spur von
Elise und Paul auf, einem Paar in seinen Siebzigern. Er ist Architekt und sie
eine unentdeckte Schriftstellerin. Weil
er für ihre Manuskripte kein Interesse
hat, wirft sie alles weg, bis auf ein kleines Buch mit Titel «Eigentlich habe ich
nichts erlebt», das von einer Jugendliebe
erzählt. Einem Theatermacher, der einen
authentischen Stoff und eine Schauspielerin für seine nächste Produktion sucht,
fällt es zufälligerweise in die Hände.
Und so verweben sich vier Schicksale auf
wundersame Weise. Der Film mit autobiografischen Zügen bezaubert. Es ist
ein echter «Murer-Film» geworden und
könnte ein filmisches Vermächtnis sein.
chm
Radio
Samstag, 1. November
Zwischenhalt: Mit Themen aus Kirche und
Religion und den Glocken der ev.-ref. Kirche Sta.
Maria, GR. Radio SRF 1, 18.30 Uhr
Sonntag, 2. November
Perspektiven. Gloria a Dios! Die röm.-kath.
Kirche in den USA wird immer hispanischer.
Gleichzeitig wenden sich immer mehr Hispanics von der röm.-kath. Kirche ab. Was hat
es mit diesem Widerspruch auf sich? Radio
SRF 2 Kultur, 8.30 Uhr
Röm.-kath. Gottesdienst zu Allerseelen aus der
kath. Kirche St. Mauritius Zermatt. Predigt: Pfarrer Stefan Roth. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr
Montag, 3. November
Tandem. Bestattungen heute. Die meisten
Menschen lassen sich post mortem verbrennen,
40 Prozent bevorzugen eine anonyme Bestattung
auf Streufeldern, Wäldern oder im Meer. Gone with
the wind. Warum? Benötigt der moderne Mensch
keine bleibende Grabstätte mehr? SWR2, 19.20 Uhr
Donnerstag, 6. November
Wissen. Heloise und Abaelard. Gibt es so etwas
wie die absolute Liebe zwischen Mann und Frau?
Antworten darauf finden sich in dem berühmten Briefwechsel zwischen Abaelard und Heloise.
Er entstand vor über 800 Jahren und zählt zu den
wichtigsten Werken der französischen Literatur.
SWR2, 8.30 Uhr
Freitag, 7. November
Passage. Marianne Birthler war Revolutionärin,
Ministerin, Chefin von Bündnis 90/Die Grünen
und Bundesbeauftragte für die Aufarbeitung der
Stasi-Unterlagen. In ihrem Buch «Halbes Land.
Ganzes Land. Ganzes Leben» erzählt sie von ihrer
Biografie in zwei Systemen. Ein Gespräch. Radio
SRF 2 Kultur, 20 Uhr
Fernsehen
Samstag, 1. November
Habt keine Angst – Johannes Paul II. Dokumentation. 3sat, 8.15 Uhr
Wort zum Sonntag. Sibylle Forrer, reformierte
Pfarrerin. SRF 1, 20 Uhr
Sonntag, 2. November
Menschen unter uns. Sterben für Allah? Mit
dem Vorwand, er wolle auf die Hochzeit eines
Freundes, verlässt der 16-jährige Enes das Haus.
Am nächsten Tag schickt er seiner Mutter eine
SMS: Er sei auf dem Weg nach Syrien, um zu
kämpfen. Keine drei Monate später stirbt er
dort. Was bringt junge Menschen dazu, in einem fremden Land für Allah sterben zu wollen?
SWR, 8.15 Uhr
Katholischer Gottesdienst aus der Basilika
St. Laurentius in Wuppertal. ZDF, 9.30 Uhr
Sternstunde Religion. Ev.-ref. Gottesdienst aus
Genf. SRF 1, 10 Uhr
Sternstunde Philosophie. Eva Illouz – Ware Liebe und wahre Liebe. SRF 1, 11 Uhr
François Truffaut – Vom Kino besessen. Eine
Dokumentation über den Regisseur der Nouvelle
Vague. Arte, 22.20 Uhr
Dienstag, 4. November
Leben zwischen Grabsteinen. Der Friedhof als
letzte Ruhestätte wird für Hinterbliebene oft zu
einem Lebensraum und zu einem Bestandteil des
Alltags. Die Dokumentation versucht, den Friedhof als Schnittstelle zwischen Diesseits und Jenseits zu zeigen. 3sat, 11.45 Uhr
Mittwoch, 5. November
stationen. Aus himmlischen Höhen. Neu und
ungewöhnlich sind die Perspektiven, die eine
«fliegende Kamera» im Inneren von Kirchen aufzeichnen kann. Geleitet von architektonischen
und kunsthistorischen Beschreibungen, inspiriert
durch klassische Musik kann man ganz entspannt
diese aussergewöhnliche wie anspruchsvolle
Fernsehproduktion geniessen. BR, 19 Uhr
CH: Filmszene. Neue Kurzfilme. SRF 1, 00.20 Uhr
Donnerstag, 6. November
Wie wir sterben. Die Wissenschaftsdokumentation
beschäftigt sich mit dem Sterbeprozess des menschlichen Organismus. Wie fühlt sich Sterben an? Ist es
möglich, den Vorgang als Aussenstehender mit einiger Gewissheit zu beschreiben? 3sat, 20.15 Uhr
Die Taube (L'Oiseau). Spielfilm (F 2011). Anne
lebt alleine, ohne Familie, Liebhaber oder Freunde.
Sie lässt keine Emotionen zu und verbietet sich jede
Sexualität. Ihre Arbeit in der Kantine eines Krankenhauses erledigt sie mechanisch, danach kehrt sie
einsam in ihre Wohnung zurück – bis sich ein Vogel
in ihrer Wand einnistet. Der Eindringling zwingt sie,
ihre tragische Familiengeschichte zu verarbeiten und
wieder ins Leben zurückzukehren. Arte, 23.35 Uhr
Liturgie
Sonntag, 2. November
31. Sonntag im Jahreskreis
(Farbe Weiss – Lesejahr A)
Erste Lesung: Weish 3,1–9
Zweite Lesung: Röm 8,14–23
Evangelium: Joh 5,24–29
Horizonte-Abo
Horizonte ist eine Dienstleistung Ihrer Pfarrei. Änderungen zu Ihrem
Abonnement melden Sie darum direkt dem Pfarramt Ihres Wohnortes.
Sie finden die entsprechenden Angaben ab Seite 8.
Änderungen bei ausserkantonalen Abos nimmt die Binkert Buag AG,
Postfach, 5080 Laufenburg, entgegen.
T 062 869 74 74, info@binkertbuag.ch
Impressum
« Horizonte » – Pfarrblatt Aargau, Agenda Silvia Berger
Nägelistrasse 14, 5430 Wettingen
www.horizonte-aargau.ch
T 056 426 59 92, F 056 426 59 91
erscheint wöchentlich
silvia.berger@
Herausgeber
horizonte-aargau.ch
Röm.-kath. Pfarrblattgemeinschaft
Kolumnenfoto Fotostudio Felix Wey
des Kantons Aargau
Bruggerstrasse 37, 5400 Baden
Präsident Beat Niederberger
Grabenstrasse 57, 4814 Bottenwil
Layout Tobias Kramer
T 062 721 12 13
Binkert Buag AG, 5080 Laufenburg
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horizonte-aargau.ch
Für den Text im Pfarreiteil ist das
entsprechende Pfarramt zuständig.
Redaktion
Leitung Andreas C. Müller
Mitarbeitende dieser Nummer:
Aarestrasse 10, 5000 Aarau
Katholische Internationale PresseT 079 823 83 96
agentur Kipa, Bederstrasse 76,
andreas.mueller@
8002 Zürich
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Sandra Ruppli, Pfarrei Sankt Nikolaus,
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Pfarrgasse 4, 5620 Bremgarten
Zentralstrasse 139, 5430 Wettingen
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Rixheimerstr. 33, 4055 Basel
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Am Bogen 4, 5620 Bremgarten
T 079 325 72 37
anne.jablonowski@
horizonte-aargau.ch
kontakt
Horizonte | 2. November 2014
7I
Anderssprachigenseelsorge
Übersicht zu den kantonalen und überregionalen Seelsorgestellen
Albaner: Don Pren Kola, Laurenzenvorstadt 85,
5000 Aarau, T 062 822 84 94, donprenkola@
hotmail.com
Italiener:
Aarau: Don Giuseppe Bressani, Feerstrasse 2,
5000 Aarau 2, T 062 824 57 17, aarau@missioni.
ch
Baden, Wettingen: Don Carlo de Stasio,
Nordstrasse 8, 5430 Wettingen, T 056 426
47 86, wettingen@missioni.ch
Brugg: Don Germano Foddai, Stahlrain 8,
5200 Brugg, T 056 441 58 43, brugg@
missioni.ch
Lenzburg: Don Bruno Danelon, Neumattstrasse 33, 5600 Lenzburg, T 062 891 74 84,
lenzburg@missioni.ch
Wohlen: Don Luigi Talarico, Chilegässli 3,
5610 Wohlen, T 056 622 47 84, wohlen@
missioni.ch
Sozialdienst für Italienischsprachige: Maria
Conte, Bahnhofplatz 1, 3. Stock, 5400
Baden, T 056 222 13 37, maria.conte@
ag.kath.ch (Beratungen in Baden und
Frick); Tamara Schmid, Baslerstrasse 11,
4665 Oftringen, T 079 192 62 27, tamara.
schmid@ag.kath.ch (Beratungen in
Oftringen und Aarau)
Kambodschaner: Jean Bernard Berger, 21
rue Nungesser et Colis, F-93880 Pierrefitte
sur Seine, T 0033 140 100 116
Laoten: Pierre Sikasak, Notre-Dame de Lu-
mières, F-84220 Goult, T 0033 490 722 505
Philippinen: P. Antonio Enerio SVD, Mis-
sionshaus Mariahilf, 6312 Steinhausen,
T 041 749 47 23, onyotenerio@yahoo.com
Polen:
Kaplan Aargau West: Dariusz Bucior, Röm.-
kath. Pfarramt, Chilegass 7, 5085 Sulz,
T 079 892 34 87, darkbe82@gmail.com
Kaplan Aargau Ost : Rafal Lupa, Röm.-kath.
Pfarramt, Dorfstrasse 11, 5442 Fislisbach,
T 056 493 11 66,
rafal.lupa@kathpfarreifislisbach.ch
Portugiesischsprachige: P. Marquiano Pe-
tez, Bruggerstrasse 143, 5400 Baden, T 056
203 00 49, 076 517 19 20, alfa3@sunrise.ch;
Maria Lucia Gomes Mendes (Sekretariat),
T 056 203 00 49
Sozialdienst für Portugiesischsprachige: Socorro Zimmerli, Bahnhofplatz 1, 3. Stock,
5400 Baden, T 056 221 54 94, F 056 221
74 89, socorro.zimmerli@ag.kath.ch (Mo
geschlossen)
Slowaken: P. Frantisek Polak, Brauerstrasse 99, 8004 Zürich, T/F 044 241 50 22,
M 078 828 40 59, franpol@bluewin.ch,
www.slovaci.ch
Koreaner: P. Antonio Lee, Pfarrei St. Peter
und Paul, Werdgässchen 26, 8004 Zürich.
T 044 932 22 91, M 079 204 23 52,
theoantlee@gmail.com
Kroaten: P. Nikica Leutar, Laurenzenvorstadt 71, 5000 Aarau, T 062 822 04 74,
F 062 822 57 75, nleutar@bluewin.ch
Sozialdienst für Kroaten: Valentina Matolic,
Bahnhofplatz 1, 3. Stock, 5400 Baden,
T 056 210 35 80, F 056 210 35 81,
valentina.matolic@ag.kath.ch,
www.hrvatskasocijalnasluzba.ch
Tamilen: Pfarrer A. Dalima Christopar,
Ämtlerstrasse 43, 8003 Zürich, T 044 461
56 43, M 079 648 00 09, F 044 454 81 10,
cadalima@gmail.com, www.jesutamil.ch
Slowenen: P. David Taljat, Naglerwiesen-
strasse 12, 8049 Zürich, T 044 301 31 32,
079 777 39 48, F 044 303 07 88, taljat.
david@bluewin.ch, www.slomisija.ch
Spanischsprachige: P. Luis Reyes; Aleyda
Dohner-Avilés (Sekretariat), Feerstrasse 2,
5000 Aarau, T 062 824 65 19, F 062 842 03
52, mcle@ag.kath.ch, Öffnungszeiten: Do/
Fr 14-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr, www.ag.mcle.ch
Sozialdienst für Spanischsprachige: Carmen
Palmeiro, Bahnhofplatz 1, 3. Stock, 5400
Baden, T 056 222 33 09, F 056 222 55 48,
asistencia-social@ag.kath.ch
Tschechen: P. Antonin Špaek, Brauerstrasse 99, 8004 Zürich, T 044 241 50 25,
spacek.misie.@email.cz
Ukrainer: P. Peter Kostjuk, Rue des Anglais
33, B-4000 Liège, T 0032 42 23 39 10,
F 0032 42 21 16 09, petrokostjuk@euronet.
be, www.ukrainians.ch
Kontakt Schweiz: c/o migratio, Rue des
Alpes 6, 1700 Fribourg, T 026 510 15 05
Ungaren: P. Ferenc Vizauer, Winterthurer-
strasse 135, 8057 Zürich, T 044 362 33 03,
f.vizauer@gmx.ch
Vietnamesen: P. Joseph Pham Minh Van,
Maiholderstrasse 8, 4653 Obergösgen, T
062 295 03 39, F 062 295 04 42, minhvan@
bluewin.ch
Syro-Malabaren: P. Varhese Nadackal,
Buchserstrasse 12, 8157 Dielsdorf, T 044
853 22 80, nadackal@zh.kath.ch
Anderssprachige
Die Anderssprachigenseelsorge ist kantonal durch die Landeskirche oder gesamtschweizerisch durch «migratio» organisiert.
Missionen, die mehrere Kantone umfassen,
werden durch die Landeskirchen dieser
Kantone organisiert, wobei eine davon die
Federführung übernimmt. Die pastorale
Verantwortung liegt bei den Bischöfen. Im
Aargau werden die italienischsprachigen
Missionen, die Missionen der Portugiesischund Spanischsprachigen, die Albaner- und
die Kroatenmission von eigenen Seelsorgern
betreut.
f www.kathaargau.ch
f www.migratio.ch
punctum 15 I
Horizonte | 2. November 2014
Prozess der Synode könnte ein Zukunfsmodell sein
Der Freiburger Pastoraltheologe Leo Karrer im Interview
Foto: Anne Jablonowski
Bei Themen wie Ehe und Familie sollte sich die Kirche der
Realität stellen. Dazu kann die Synode ein Modell sein.
Im Abschlussdokument mit 62 Punkten verfehlten die drei Punkte über wiederverheiratete Geschiedene und Homosexualität die
erforderliche Zweidrittelmehrheit. Eine Allianz von afrikanischen Bischöfen, Italienern,
einigen Osteuropäern und Vertretern der
Kurie hat diese offenbar verhindert. Gewisse
Medien sprachen von einem Sieg der Konservativen. Wie beurteilen Sie das?
Es zeigt einfach, wie die Kräfteverhältnisse derzeit
sind. Ich sehe das Ergebnis nicht als Niederlage
der Progressiven. Die drei Punkte haben immerhin eine Mehrheit gefunden. Und ich habe grosse Erwartungen an das gemeinsame Ringen um
Lösungen. Das ist wie in einer Familie. Und wie
gesagt, die Synode ist noch nicht abgeschlossen.
Zwei Wochen haben die Bischöfe im Vatikan
beraten und sich über die Themen Ehe und
Familie ausgetauscht. Der 77-jährige Freiburger Pastoraltheologe Leo Karrer hat über das
bisherige Ergebnis, den Prozess der Synode
und seine Erwartungen gesprochen.
191 Bischöfe verbrachten zwei Wochen in
Rom, um herauszufinden, wie die Kirche auf
die veränderte Lebenswirklichkeit von Familien reagieren soll. Hat sich der Aufwand aus
Ihrer Sicht gelohnt?
Leo Karrer: Allein schon die Tatsache, dass die
Bischöfe über heisse Themen des Lebens und
der Kirche miteinander ins Gespräch kommen,
ist ein Gewinn. Papst Franziskus zeigt mit der
Familiensynode, dass er eine Kirche möchte, die
den Menschen nahe ist. Positiv am Prozess der
Synode ist, dass zum einen im Vorfeld die Basis
befragt wurde. Bislang ist die Kirche in gewissen
Fragen doktrinär vorgegangen und hat die Realität kaum zur Kenntnis genommen. Der Prozess
der Synode könnte ein Modell für die Kirche der
Zukunft sein. Er zeigt exemplarisch, wie sich die
Kirche den Fragen der Gegenwart stellen kann.
Ich bin auch froh darüber, dass der Prozess nicht
abgeschlossen ist.
Es heisst, Papst Franziskus wolle die Bischofssynode stärker zu einem Organ der Kollegialität machen, von dem auch Veränderungen für
die Kirche ausgehen. Welche Zeichen deuten
darauf hin, dass die Kirche diesbezüglich jetzt
auf einem guten Weg ist?
Die unterschiedlichen Positionen, etwa zur
Homosexualität, haben sich aus der Deckung
gewagt. Der Papst hat nie eingegriffen, sondern
die Offenheit der Diskussion geschützt und den
Dialog ermöglicht. Damit hat Franziskus ein
neues Amtsverständnis praktiziert: im Dienste
des Dialogs. Es hat mich überrascht, dass sogar
die Frage der Verhütung thematisiert wurde, die
aus Sicht der Gegner von künstlichen Verhütungsmitteln lehramtlich schon entschieden ist.
Die Grundfrage, die sich angesichts der heissen Eisen stellt, ist nach den Worten von Kardinal Reinhard Marx: Wie soll die Kirche mit
Lebensverhältnissen umgehen, die nicht im
Sinne dessen sind, was wir von der kirchlichen Lehre her eigentlich wollen, die aber – je
nach Situation – auch Werte haben können?
Was empfehlen Sie der Kirche?
Mit ihrem Personal und ihrem seelsorgerlichen
Handeln soll die Kirche die betroffenen Menschen – geschiedene Wiederverheiratete und Homosexuelle etwa – begleiten in der ganzen Spannung zwischen Vision und Realität. Und sie darf
sich nicht verweigern, wenn die Menschen den
Idealvorstellungen nicht entsprechen können,
sondern soll mit ihnen auf den Weg gehen. Wer
hätte sonst eine Chance, wenn man nur immer
am Ideal gemessen würde? Bei all diesen Fragen
besteht die Gefahr, dass man Gott zu klein und
die Kirche zu gross denkt. Als hätten Gott und
der Mensch keine Chance, wenn nicht die Kirche
mit ihrer Doktrin dazwischen tritt! Die Kirche
sollte wiederverheirateten Geschiedenen sagen:
Alle, die Christus in Gestalt von Brot und Wein
begegnen wollen, sind willkommen. Ich finde,
alles andere soll man Gott und den Menschen
überlassen. kipa/aj
I 16 agenda
Horizonte | 2. November 2014
Foto: zvg
kurz notiert
Ausbildungsbeitrag
Der Stipendien-Fonds der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aargau richtet für das
Studienjahr 2014/2015 Ausbildungsbeiträge aus. Bezugsberechtigt sind Studierende mit Wohnsitz
im Kanton Aargau, die sich auf die Mitarbeit im kirchlichen Dienst vorbereiten, wie zum Beispiel:
Theologiestudium, Ausbildung am Religionspädagogischen Institut, Ausbildung an der Akademie
für Kirchenmusik, Ausbildung an der Schule für Sozialarbeit, Ausbildung für Jugendarbeit oder Interdiözesanes Einführungsjahr. Bezugsberechtigte Zusatzausbildungen (bei schwierigen finanziellen Verhältnissen) sind: Ausbildung ForModula, theologiekurse.ch, CPT-Kurse (Clinical Pastoral Training), Ausbildung in Bibliodrama-Leitung etc. Das Gesuch ist bis spätestens 25. November 2014 einzureichen bei der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau,
Feerstrasse 8, 5001 Aarau. Die Stipendien werden im Januar 2015 für das Studienjahr 2014/2015 zugesprochen. Gesuchsformulare entnehmen Sie bitte
direkt der Homepage der Landeskirche: www.kathaargau.ch
Propstei Wislikofen
2. November
Serenade in der Propstei. So 2.11., 17.15 Uhr. Das
Vokalensemble «Cantemus» unter der Leitung
von Judith Flury singt Werke von Heinrich Schütz.
21./22. November
Hinfallen – aufstehen – Krone richten – weitergehen. Fr 21.11., 17.30 Uhr bis Sa 22.11., 16 Uhr.
Gestärkt aus Krisen hervorgehen. Leitung: Claudia Nothelfer, Theologin; Romy Heuser, Feldenkrais-Lehrerin.
Kontakt: T 056 201 40 40, www.propstei.ch
Bildung Mobil
9. November
Reichsprogromnacht November 1938. So 9.11., 17
bis 18.30 Uhr. Kath. Kirche Peter und Paul, Aarau. Erinnerung an die Opfer der Shoa. Leitung: Bernhard
Lindner. In Zusammenarbeit mit der ChristlichJüdischen Arbeitsgemeinschaft Aargau; Urs Urech,
Soziokultureller Animateur. Ohne Anmeldung.
12. November
Männergeschichten: Für Männer. Mi 12.11., 19.30
bis 22 Uhr. Ref. Kirchgemeindezentrum Wegenstettertal, Hauptstrasse 14, Zuzgen. Unter Männern
wollen wir ins Gespräch kommen. Leitung: Holger
Frehoff, Ref. Pfarrer im Wegenstettertal und Kurt
Adler-Sacher. Anmeldung bis Mi 5.11.
13. November
Eine Kulturgeschichte des Samichlaus. Do 13.11.,
19.45 bis 21.15 Uhr. Pfarreizentrum, Eiken. Der
Abend gibt einen Zugang zu Leben und Verehrung
des heiligen Sankt Nikolaus. Leitung: Bernhard
Lindner. In Zusammenarbeit mit dem Frauenverein
Eiken Münchwilen Sisseln. Anmeldung bis Mo 3.11.
Kontakt: T 056 438 09 40, www.bildung-mobil.ch
Aarg. Kath. Frauenbund
9. November
Verleihung des 18. AKF-Frauenpreises Verein
Netzwerk Asyl Aargau. So, 9.11., 15 Uhr. Kath.
Kirche Suhr. Grussworte: Regierungsrätin Susanne
Hochuli und Gemeinderätin Carmen Suter-Frei.
Musikalische Umrahmung: Chor «Njoy2sing». Anschliessend Apéro.
13. November
Was passiert mit unserem Abfall? Do, 13.11.,
16 Uhr. Besichtigung der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs.
T 056 668 26 42, www.frauenbund-aargau.ch
Kirchenmusik
8./9. November
Klangfest Bach: «Gloria in excelsis Deo.» Sa
8.11., 20.15 Uhr, Stadtkirche Baden und So
9.11., 17.15 Uhr, Verenamünster Bad Zurzach.
Aufführende: Badener Vokalensemble mit Solistinnen und Solisten, Ensemble la Fontaine
unter der Leitung von Konrad Jenny. Tickets:
Erwachsene 35 Franken, Studierende/Lehrlinge und SchülerInnen 25 Franken. Vorverkauf:
www.badener-vokalensemble.ch.
9. November
7. Villmerger Orgelherbst. So 9.11., 17 Uhr. Kirche
St. Peter und Paul, Villmergen. Johannes Strobl spielt
unter dem Motto «Mein junges Leben hat ein Ende»
Werke von Bruhns, Sweelinck, Purcell u.a. Eintritt frei.
Wer traut sich in Tägerig?
Pfarreien
auf www.horizonte-aargau.ch
Offene Stelle
Sakristan/in
Die Röm.-Kath. Kirchgemeinde Fislisbach sucht
per 1.12. oder nach Vereinbarung eine Sakristanin, einen Sakristei 20%. Wenn Sie eine abgeschlossene Sakristanen-Ausbildung haben oder
die Ausbildung gerne machen würden, freuen wir
uns auf Ihre Bewerbung. Bewerbung: Silvère Dagelet, Kirchenpflegepräsident, Bollstrasse 23, 5442
Fislisbach, silvere-dagelet@helvetia.ch
In der Region
Wettingen 31. Oktober
Aufbrechen zu neuer Hoffnung. Fr 31.10., 19.30
Uhr. Saal Heilpädagogische Schule HPS, Staffelstrasse 91, Wettingen. Musik – a Chance for
Change. Aufführende: Theresia Bothe, Liedermacherin; Kinderchor St. Anton. Leitung Käthi Spitteler. Veranstalter: Erwachsenenbildung der Kath.
Kirchgemeinde Wettingen.
Aarburg 3. November
Verweilen mit Mozart. Mo 3.11., 18 Uhr. Mozartraum am Aarequai, Landhausstrasse 5, Aarburg.
«Mozarts Bach-Erlebnis.» Referent: Alois Koch.
Reservation: T/F 062 791 18 36, www. mozartweg.
ch. Unkostenbeitrag: Erwachsene 20 Franken,
Jugendliche 10 Franken.
Weitere Angebote
6. November
Freiwillige Mitarbeitende gesucht. Ab Januar
2015 wird der Caritas-Markt in Baden mit freiwilligen Mitarbeitenden und einem Ladenleiter geführt. Infoabend Do 6.11., 18 bis 20 Uhr im Chorherrenhaus der Kath. Pfarrei Baden, Kirchplatz 12.
Anmeldung: ap@caritas-aargau.ch
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