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B 3 1417
JANUAR/FEBRUAR 2015
I S S N 09 3 1 -4 6 7 9
3 1 . JA H R G A N G
IM HANDWERK
Fachmagazin für Bauhaupt- und Baunebengewerbe
Modernes Telefonieren
für das Handwerk:
Die Telefonanlage
aus der Cloud
www.nfon.com/de
IN DIESER AUSGABE:
Gesetze: Neues
für Unternehmer
BIM: Revolutionierung
des Bauwesens
Schnelle Netze:
Was ist Vectoring?
Apps: Gezielt
auswählen
Nutzfahrzeuge:
Schön & praktisch
auf vier Rädern
BUILT FOR BUSINESS
KOSTENLO
FÜR 2 WOC S
HEN*
TESTEN:
GALAXYTabA
cti
samsung.deve@
Zuverlässige Performance auch
unter widrigen Einsatzbedingungen.
• Robustes Tablet mit IP67-Zertifizierung und dank Schutzhülle bis zu 1,2 m Anti-Schock nach MIL-STD 810G2
• Auswechselbarer Akku für eine lange Nutzung
• Pogo-Pin-Unterstützung für komfortable Batterieladung
• 3,1 Megapixel-Kamera für z. B. Barcode-Scanning
• C-Pen für einfache Inhaltseingabe auch mit
Arbeitshandschuhen
• Samsung KNOX: Die sichere Enterprise Mobility Plattform
für Android
* Die Aktion gilt ausschließlich für Geschäftskunden.
INHALT
H A U S M I T T E I LU N G
TITELBILD/ANZEIGE
CeBIT 2015
d!conomy ist das Hauptthema auf der
diesjährigen CeBIT vom 16.-20. März in
Hannover. Unter d!conomy versteht man die
umfassende Digitalisierung aller Daten und
die Vernetzung von allem mit allem. Siehe
dazu unter anderem unser Thema über BIM
(Building Information Modeling) auf Seite
11. Wer sich herstellerneutral informieren
möchte, kann dies während der CeBIT in
Halle 9 auf dem Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) tun und/oder in Halle
5 in der Mittelstandslounge.
UNSERE ZEITSCHRIFT
IM NEUEN LAYOUT ...
Über die vergangenen Jahre haben sich die
Lesegewohnheiten verändert, deshalb gestalten wir unsere Computern im Handwerk
von nun an offener und leserfreundlicher.
So können Sie noch schneller genau die aktuellen Informationen finden, die Sie suchen.
Dabei sind wir unserem seit 30 Jahren
geschätzten Konzept des „portionierten
Wissentransfers“ treu geblieben – schließlich
muß man ja auch die Zeit finden, sich aktuell
zu informieren, ohne stundenlang lesen und
nach wichtigen Informationen suchen zu
müssen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dieser
neuen Ausgabe und freuen uns auf Ihre
Meinung. Wenn Sie Anregungen oder redaktionelle Wünsche haben, senden Sie uns diese
gern an redaktion@cv-verlag.de
NFON AG
Leonrodstraße 68
80636 München
Eine Cloud-basierte Telefonanlage ist die zukunftssichere
Investition. NFON bietet Unternehmen mit 2 bis 249.000
Mitarbeitern die beste Lösung am Markt. Mit über 160 HighEnd-Features, Ausfallsicherheit, Kostenersparnis, Einfachheit
und elementaren Sicherheits­features ist die NFON AG weltweit
führender Anbieter und in 12 Ländern Europas vertreten.
Siehe Seite 4 …
GUT ZU WISSEN
Digitalisierung: BIM in der Praxis
Win 7: Sicherheitsupdates noch bis 2020
Wieviel wird in Deutschland gebaut? 4
WIRTSCHAFT
Garantien und Sicherungen: Am Ende wertlos?
5
Neues Jahr, neues Glück – auch bei kaufmännischen Pflichten
6
Neue Energien: EU-Energy Star® für energieeffiziente Bürogeräte
9
SPECIAL
BIM – Building Information Modeling:
Innovation im Bauwesen 11
Schnelle Netze: Was ist Vectoring?
14
INTERNET
MESSEN
CeBIT-Vorschau: Vom Micro-PC bis zur
Cloud-Lösung
16
TECHNIKEN
Smarthome-System von RWE: Schnelle und sichere Automatisierung 20
Apps im Handwerk: Die Auswahl macht’s
22
N U T Z FA H R Z E U G E
Schön und praktisch auf vier Rädern 25
Zukunftstrend Mobilität: Paradigmenwechsel in der Unternehmens-IT
29
S O F T WA R E
Ihre Elke Neureuther
Redaktion Computern im Handwerk
Impressum
30
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
3
GUT ZU WISSEN
D I G I TA L I S I E R U N G
ZUM TITELBILD
Building Information Modeling in der Praxis
Auf der Weltleitmesse BAU in München feierte das serienreife „Parametric System“
von Schüco (www.schueco.de) Premiere. Mit dem Programm-System wird die Realisierung einer 3D-Freiformfassade von der Planung bis zur Fertigung und Montage
vereinfacht. Von zentraler Bedeutung ist dabei die durchgehende Digitalisierung
der gesamten Wertschöpfungskette, vom ersten Entwurf über die konkretisie-
Modernes Telefonieren für das
Handwerk: Die Telefonanlage
aus der Cloud / www.nfon.com
Die NFON-Telefonanlage kommt aus der Cloud,
und klassische Telefonie-Funktionen, die im Büroalltag oder auch zum Beispiel im Außeneinsatz
benötigt werden, sind jederzeit verfügbar. Das
Konzept ist denkbar einfach:
Die NFON-Telefonanlage ist nicht lokal im Unternehmen installiert, sondern wird in externen
Hochsicherheits-Rechenzentren mit Standort
in Deutschland für Sie betrieben. Mit NFON
erhalten kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch gerade das Handwerk, Zugang zu
Funktionen einer professionellen Telefonanlage,
welche bisher nur teuren und veralteten Lösungen
vorbehalten waren – nur einfacher, schneller und
besser. Wenn Handwerks-Unternehmen aller
rende Planung bis zur Realisierung in der Produktion und auf der Baustelle. Die
Größen und Branchen ihre Telefonanlage in die
enthaltene Bibliothek stellt darin „intelligente“ Fassadenmodule als Plug-Ins für
Cloud verlagern, sollten sie sich
CAD-Programme bereit. Diese Bibliothek-Elemente können in der
z.B. folgende Fragen stellen: Will
Entwurfsphase beliebig kombiniert und parametrisch gestaltet werden.
MESSETERMINE
ich sparen und nur für NebenstelDie Erstprüfung der technischen Machbarkeit erfolgt parallel schon
len bezahlen, die ich tatsächlich
in den ersten Entwurfsschritten.
(Auswahl)
nutze? Will ich eine ausfallsichere
18.02. - 19.02.
Lösung und TelefonanlagenfunkW I N D OW S 7
Nürnberg, FeuerTRUTZ
tionen auch auf dem Smartphone
Sicherheitsupdates noch bis 2020
18.02. - 20.02.
mobil nutzen, um jederzeit für
Dortmund, elektrotechnik
Kunden erreichbar zu sein und
Microsoft stellte die Weiterentwicklung für Windows 7 am 13.Januar
19.02. - 22.02.
über die Möglichkeit verfügen,
2015 ein, so berichtet der Düsseldorfer Computer-Info-Dienst. Anders
Gießen, BAUExpo
monatlich zu kündigen? Mit der
als bei Windows XP können Nutzer von Windows 7 das BetriebssyCloud-basierten Telefonanlage
stem mit allen Sicherheitsupdates noch fünf Jahre nutzen, denn bis
19.02. - 22.02.
lassen sich sofort drei elementare
zum 14.Januar 2020 stellt Microsoft kostenlose Sicherheitspatches zur
Karlsruhe, INVENTA
Ziele für Ihr Unternehmen erreiVerfügung. Nutzer sollten darauf achten, daß die Programmversion
24.02. - 26.02.
chen: bis zu 50 % Kostenreduziemit installiertem Service Pack 1 läuft. Das wenig verbreitete Vista
Nürnberg, embedded world
rung, Flexibilität und Sicherheit.
stellt Microsoft in zwei Jahren, also im April 2017, endgültig ein.
24.02. - 27.02.
Als Nachfolge-Betriebssystem entwickelt Microsoft gerade das neue
Leipzig, Intec
Die NFON AG hält sich strikt
Windows 10, das im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen und
24.02. - 28.02.
an das Qualitätsleitbild ‚Made in
dann die bestehenden Windows-Betriebssysteme ablösen soll.
Stuttgart, R+T
Germany’. Ausnahmslos erfolgen
die Entwicklung sowie alle SerB A U VO LU M E N
25.02. - 26.02.
viceleistungen von Deutschland
Dortmund,
maintenance
Wieviel wird in Deutschland gebaut?
aus. Das Headquarter befindet
Instandhaltung
sich in Deutschland, die NFON
Ebenfalls auf der BAU in München hat der Bundesverband des deut10.03. - 14.03.
AG unterliegt ausschließlich der
schen Baustoff-Fachhandels (Jahresumsatz der Mitglieder 14,5 Mrd.
Frankfurt/Main,
strengen deutschen DatenschutzEuro) Zahlen zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Baugewerbes
ISH - Weltleitmesse
gesetzgebung und hält sich auch
veröffentlicht. Demnach betrug 2014 das Bauvolumen 325 Mrd.
11.03. - 17.03.
daran. Mehr Informationen unter:
Euro. Im Vergleich: die deutsche Automobilindustrie erwirtschaftete
München, IHM
nfon.com
im gleichen Zeitraum 365 Mrd. Euro, und die Staatsausgaben des
16.03. - 20.03.
Bundes betrugen 2012 insgesamt 311,6 Mrd. Euro. Diese Zahlen
Hannover, CeBIT
unterstreichen die Bedeutung der Bauwirtschaft besonders, da der
18.03. - 20.03.
größte Teil des Umsatzes im Inland erwirtschaftet wurde.
Stuttgart, eltefa - Elektrotechnik & Elektronik
4
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
(ohne Gewähr)
WIRTSCHAFT
Garantien und Sicherungen:
Am Ende wertlos?
Geld verschwindet,
Geld kommt zurück
(Pink Floyd, Money)
Alle Garantien, in deren Sicherheit man sich wiegt, haben keinen absoluten Wert
Denn entscheidend ist die Frage nach den Bedingungen, dem gesetzlichen Rahmen
dafür, der politischen Rechtssicherheit sowie dem wirtschaftlichen Ausfall­risiko des
Garantiegebers … von Dr. Johannes Fiala und Peter A. Schramm
Garantiezertifikate | Die Suche nach „Total-Re-
turn-Investments“, bei denen man am Ende 100%
seines Investments zurückbekommt, bedeutet 40800 Seiten Emissionsbedingungen lesen zu müssen,
was auch so gut wie kein Berater vor dem Verkauf
geleistet hatte. Erst am Ende der Laufzeit reibt sich
der Anleger die Augen, wenn neben bis zu mehr als
8% Vertriebs- und laufenden Verwaltungskosten
auch noch Einkommensteuer auf die Rückzahlung
anfällt, und das Investment von Anfang an nach
seinem Inhalt nahezu sichere Verluste brachte. Unter
Garantie hatte der Anleger etwas anderes verstanden.
Garantiert gutes Ranking-Marketing der Vermögensverwalter | Bankiers lassen sich Jahr für
Bild oben: Dr. Johannes
Fiala, Rechtsanwalt, MBA
Finanzdienstleistungen
(Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), Lehrbeauftragter für Bürgerliches- und
Versicherungsrecht (Univ.),
Bankkaufmann
(www.fiala.de)
Bild unten: Dipl.-Math.
Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt),
Aktuar DAV, öffentlich
bestellt und vereidigt von
der IHK Frankfurt/M. für
Versicherungsmathematik
in der priv. Krankenvers.
(www.pkv-gutachter.de).
Jahr zu den besten Vermögensverwaltern küren.
Erst eine genaue Analyse der Konditionen und
Geschäftsmodelle läßt erahnen, wo mehr Schein
als Sein dahintersteckt. Die Fachpresse läßt sich
das Ranking un- oder mittelbar durch Abnahme
von Sonderdrucken oder Inserate bezahlen – ein
garantiert übliches Vorgehen, und kein Einzelfall.
Die dem Leser garantierte Mühelosigkeit für die
sorgenfreie Auswahl eines Bankhauses oder Vermögensverwalters erweist sich später als Irrtum, sobald
die eine oder andere dubiose Duftspur ruchbar wird.
Garantiert zu wenig Eigenkapital | Angeblich
aus Wettbewerbsgründen wurden die Vorschriften
zur Solvabilität gelockert und eine notwendige
Verschärfung von der EU ausgesetzt. Somit trägt
der Kunde das Risiko, daß seine Bank in Form von
Spekulationsverlusten eingetretene Risiken nicht aus
eigener Kraft ausgleichen kann. Die Möglichkeit,
sich von einer Bank in eine Spielbank zu verwandeln,
war Mitte 2002 durch das „Gesetz zur weiteren
Fortentwicklung des Finanzplatzes Deutschland“
möglich geworden (BGH, Urteil vom 15.01.2013,
Az. II ZR 90/11).
Einlagensicherung der Privatbanken ohne
Wert | Im Nachgang zur Pleite der deutschen
Tochtergesellschaft der Lehman-Brothers-Bank
stellte das Landgericht Berlin (Az. 10 O 360/09) mit
Urteil vom 15.06.2010 fest „für Bankkunden besteht
grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Leistungen
aus dem Einlagensicherungsfonds der privaten
Banken“. Soweit die gesetzliche Einlagensicherung
eingetreten ist, zeigt sich am Fall „Phoenix Kapitaldienst GmbH“, daß sich die Abwicklung praktisch
über Jahre hinziehen kann – ohne Erstattung entgangener Zinsen, deklarierter Scheingewinne und
außergerichtlicher Kosten. Die gute Absicht des
Gesetzgebers besagt, daß seit Mitte 2009 die Auszahlung auf 30 Tage befristet wurde. Garantiert wird
kein Bankenverband darüber Auskunft geben, wo
sich denn der sogenannte Garantiefonds befindet,
um wieviel Geld es sich handelt, und wie es derzeit
angelegt ist.
Keine Gewährsträgerhaftung oder Anstaltslast
| Insbesondere im Bereich der Sparkassen garantiert
der Staat seit Jahren nicht mehr für ausreichendes
Eigenkapital. Die freiwillige gegenseitige Haftung
innerhalb auch dieser Bankengruppe verbessert die
Chance, von Insolvenzen nicht betroffen zu sein,
denn nötigenfalls wird ein marodes Institut mit
einem anderen zur Abwicklung verschmolzen.
„Deutsche Sparer müssen sich keine Sorgen machen“, versicherte ein Sparkassen-Präsident. Das ist
etwa so, wie wenn der schwerkranke Patient zum
Arzt geht und meint „sagten Sie nicht vor 12 Monaten, ich müßte mir über meine Gesundheit keine
Sorgen machen?“ – worauf der Arzt antwortet „da
war das ja auch noch so.“
Keine Garantieleistung in der Lebensver­
sicherung | Es gibt zahleiche Möglichkeiten, um
bei Verschlechterung der Finanzlage des Lebensversicherers (ggf. auch in Kombination) die Leistungen
herabzusetzen:
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
5
Herabsetzung der künftigen laufenden Überschußbeteiligung (Wirkung auf Verminderung von Ablaufleistungen aus
Überschüssen, Überschußrenten und auf nicht garantierte
Prämienhöhe, soweit mit Überschüssen verrechnet)
n
Neues Jahr, neues
Kürzung der noch nicht verbindlich zugesagten Schlußüberschüsse
n
Auflösung stiller Reserven (Bewertungsreserven) mit der
Folge der Verminderung der gesetzlichen Beteiligung an den
Bewertungsreserven sowie Verminderung der Zinsüberschüsse,
Zusätzliche Rückversicherung zur Erzielung erfolgswirksamer
Rückversicherungsprovisionen, mit negativem Effekt auf künftige Kostenüberschüsse
n
Prämienerhöhungen (auch der garantierten Prämie) bzw.
Herabsetzung künftiger und laufender garantierter Leistungen,
soweit gesetzl. vorgesehen und vertraglich nicht ausgeschlossen
n
Auf ein Jahr befristete Herabsetzung auch der garantierten
Rückkaufswerte
n
Übertragung von Teilen oder allen Versicherungsbeständen
auf einen anderen Versicherer
n
Übertragung der Versicherungsbestände auf Protektor,
notfalls unter Kürzung der garantierten Leistungen um bis
zu 5% (Voraussetzung: sofern überhaupt durch die Branche
finanzierbar)
n
Vorläufiges Zahlungsverbot auf Anordnung der Aufsichtsbehörde
n
Herabsetzung auch der garantierten Versicherungsleistungen
durch die Aufsichtsbehörde im erforderlichen Umfang, entsprechend dem noch zur Verfügung stehenden Deckungskapital §
89 II VAG zur Vermeidung einer Insolvenz
n
Insolvenz mit ggf. Beendigung der Versicherungsverträge und
Auszahlung der jeweils noch vorhandenen Deckungsmittel.
n
Einen Run auf Lebensversicherer müssen diese nicht fürchten,
weil diese ja sofort zur Abwehr die Rückkaufswerte beliebig
und je für ein Jahr befristet per Vorstandsbeschluß ohne die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) herabsetzen können.
Keine Garantie betrieblicher Altersversorgung über den
Pensionssicherungsverein (PSVaG) | Normale Arbeitneh-
mer werden damit beruhigt, daß der PSVaG bei einer Insolvenz
des Arbeitgebers einspringt. Wer die Details der Leistungen
studiert, stellt überrascht fest, daß ab einem Sicherungsfall
der Mitarbeiter nicht mehr an Überschüssen bzw. Wertsteigerungen partizipiert – damit können bis zu mehr als 50% der
Leistungen eingebüßt werden. Sollte das Vermögen hingegen
bei einem Träger der Altersversorgung wegen dessen Insolvenz
verlorengehen, so leistet der PSVaG schlicht gar nichts.
Teil 2 dieses Beitrags lesen Sie im nächsten Heft …
6
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Eckhard Schwarzer ist seit 2014 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DATEV eG und verantwortet das Ressort
Service und Vertrieb. Dem Vorstand gehört er seit 2008 an.
Zur DATEV kam der studierte Diplom-Volkswirt 1985 als
Direktionsassistent für den Unternehmensbereich Personal/
Controlling/Unternehmensorganisation. Über die Jahre war
er in verschiedenen Führungspositionen innerhalb des
Unternehmens tätig.
WIRTSCHAFT
Eckhard Schwarzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DATEV eG
Glück – auch bei kaufmännischen Pflichten
Mit dem Jahreswechsel müssen sich Unternehmer traditionell auf Gesetzesänderungen
einstellen. Eckhard Schwarzer, Vorstandsmitglied der DATEV eG, erklärt, was das neue Jahr
an Vorschriften mitbringt, und welche Entwicklungen Ihnen das Leben erleichtern können …
Was sind die wichtigsten Neuerungen, die Handwerksunternehmer berücksichtigen müssen?
Ein weiteres aktuelles Stichwort ist der Mindestlohn. Was gilt es da zu beachten?
Die gravierendsten Auswirkungen auf die
Unternehmen haben sicherlich die Grundsätze zur
ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung
von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in
elektronischer Form sowie zum Datenzugriff – kurz
GoBD –, die seit Jahresbeginn gelten. In diesem
Regelwerk wird konkret beschrieben, wie sich die
Finanzverwaltung die Buchführung und die sonstigen Aufzeichnungen vorstellt, wenn diese mit
Hilfe von Software erstellt wurden. So schreibt es
etwa vor, daß Geschäftsvorfälle in den Grund(buch)
aufzeichnungen nun zeitgerecht erfaßt und geordnet
werden müssen. Als Richtlinie soll eine Acht-TagesOrientierung angestrebt werden, zehn Tage gelten
immerhin als „unbedenklich“.
Der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn
gilt seit Jahresbeginn in Deutschland. Arbeitnehmern steht nun ein Brutto-Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro zu. Für die Unternehmen ist damit
die Verpflichtung verbunden, zu prüfen, für welche
ihrer Arbeitnehmer dadurch Änderungen notwendig
werden. Die Zollverwaltung und die Sozialversicherungsprüfer werden intensiv kontrollieren, ob die
Anforderungen eingehalten werden. Neben Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen drohen
bei Verstößen Geldbußen bis zu 500.000 Euro.
Außerdem dürfen Aufzeichnungen mit Belegcharakter oder in Grundbüchern, zum Beispiel in Eingangs- und Ausgangsbüchern, nicht mehr nachträglich korrigiert werden. Einmal erfaßt, gelten sie als
unveränderbar. Die buchungstechnische Erfassung
und deren Unveränderbarkeit – als Festschreibung
bezeichnet – unterliegt somit erstmals konkreten
Fristen, die sich am Termin der UmsatzsteuerVoranmeldung orientieren. Darüber hinaus müssen
im Unternehmen entstandene oder dort in digitaler
Form eingegangene aufzeichnungs- und aufbewahrungspflichtige Daten, Datensätze und elektronische Dokumente unverändert aufbewahrt und für
Zwecke des maschinellen Datenzugriffs durch die
Finanzverwaltung vorgehalten werden. Das bezieht
sich auch auf Daten aus Vor- und Nebensystemen
der Finanzbuchführung, wie etwa für die Material- und Warenwirtschaft, Lohnabrechnung und
Zeiterfassung. Dabei ist es mit einfachem Ablegen
in einem Dateisystem nicht getan. Auf viele Unternehmer kommt also eine große Herausforderung
zu, da kaufmännische Prozesse verändert werden
müssen. Deshalb sollten sie zu den GoBD unbedingt
ihre Steuerberater ansprechen.
Gilt der Mindestlohn auch für Minijobber?
Ja, Minijobber bilden bei dieser Regelung keine
Ausnahme. Vielmehr tut sich bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen eine zusätzliche
Problematik auf. Hier hat die Einführung des
Mindestlohns nämlich auch Auswirkungen auf die
maximal zulässige Arbeitszeit. Um nicht ungeplant
in die Sozialversicherungspflicht zu gleiten, dürfen
Minijobber nun im Monat regelmäßig maximal
52,9 Stunden arbeiten. Diese maximale Stundenzahl
gilt allerdings nur solange, wie dem Arbeitnehmer
keine Sonderzuwendungen gezahlt werden. Erhält
der Beschäftigte auch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld,
Prämien oder sonstige Gehalts-Extras, müssen diese
dem Arbeitsentgelt hinzugerechnet werden.
… in der GoBD wird
konkret beschrieben,
wie sich die Finanz­
verwaltung die
Buchführung und die
sonstigen Aufzeichnungen vorstellt, wenn sie
mit Hilfe von Software
erstellt wurden … deshalb sollten sie hierzu
unbedingt Ihren Steuerberater ansprechen.
Das klingt, als müßten Unternehmer bei den Minijobs besonders gut aufpassen …
Auf jeden Fall. Zumal parallel zum Mindestlohn
noch eine stärkere Nachweispflicht der Arbeitszeiten bei Minijobbern und kurzfristig Beschäftigten
in Kraft getreten ist. Beginn, Ende und Dauer der
Arbeitszeit müssen für diese Mitarbeiter nun täglich
schriftlich dokumentiert werden. Diese Dokumentation ist für mindestens zwei Jahre aufzubewahren.
Haben Unternehmen geringfügig Beschäftigte im
Einsatz, müssen sie also prüfen, ob bereits
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
7
WIRTSCHAFT
eine entsprechende Zeiterfassung erfolgt und
die Dokumentation gegebenenfalls einführen oder
anpassen.
Das klingt nach noch mehr Bürokratie,
die den Unternehmer trifft …
Um nicht ungeplant
in die Sozialversicherungspflicht zu gleiten,
dürfen Minijobber nun
im Monat regelmäßig
maximal 52,9 Stunden
arbeiten.
Die Anforderungen an die Unternehmen steigen
ohne Zweifel, aber glücklicherweise werden andererseits die technischen Möglichkeiten immer besser,
um für schlankere Abläufe und schnellere Ergebnisse
zu sorgen. Das gilt auch bei den kaufmännischen
Aufgaben. Im Wesentlichen geht es um die konsequente Digitalisierung der Geschäftsprozesse, also
schlicht darum, daß Daten, die einmal erfaßt sind,
mehr oder weniger automatisiert digital weiterverarbeitet werden. Ein gutes Beispiel dafür, wie sich
Aufwand im geschäftlichen Alltag durch Automatisierung verringern läßt, sind die Prozesse rund um
die Rechnungsbearbeitung.
Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?
Die DATEV eG in Nürnberg ist
eines der größten Softwarehäuser in Europa: mit über
40.000 Mitgliedern, mehr als
6.800 Mitarbeitern und einem
Umsatz von über 800 Millionen Euro.
8
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Wenn Rechnungen digitalisiert werden, führt
dies in der Regel zu einem Effizienzgewinn. Deshalb empfiehlt es sich, Papierbelege einzuscannen,
um sie elektronisch weiterverarbeiten zu können.
Aus den eingescannten Rechnungen lassen sich
beispielsweise mittels entsprechender Software, die
über Texterkennung verfügt, die Zahlungsinformationen direkt in den Zahlungsverkehr übernehmen.
Aber auch weitere Daten können automatisch in
andere Programme eingespielt und entsprechend
weiterbearbeitet werden. So stehen die Belegdaten
etwa gleich für die Buchführung zur Verfügung.
Was allerdings auch bei einem solchen Vorgehen
immer noch Aufwand bedeutet, ist die zusätzliche
Archivierung der Papier-Originale. Wenn diese nicht
mehr archiviert werden, sondern die elektronischen
Kopien als vollwertiger Ersatz dienen, spricht man
vom Ersetzenden Scannen. Damit läßt sich die
Ablage verschlanken und bares Geld sparen, da
Archivflächen und Kosten für betriebliche Abläufe
reduziert werden. Der Schlüssel dazu sind sauber
dokumentierte Scanprozesse.
Unternehmen können sich also die Archivierung
sparen, wenn sie alle ihre Belege einfach scannen?
Archiviert werden muß auf jeden Fall. Doch
die Archivierung von Daten bedeutet viel weniger
Aufwand als das Aufheben von Papier. Neben dem
Scanprozeß muß allerdings auch die Aufbewahrung nachvollziehbar sein, um den gesetzlichen
Anforderungen genügen zu können. Unternehmer
sollten hierzu ihren Steuerberater ansprechen, der
mit einer von DATEV bereitgestellten Arbeitshilfe
die individuelle Verfahrensdokumentation dafür
erstellen kann.
Lohnt sich das Ausdrucken und Versenden einer
Rechnung auf Papier überhaupt noch, wenn der
Empfänger den Beleg dann wieder digitalisiert?
Die Papier-Rechnung ist zwar ein Auslaufmodell, aber einige Jahre wird sie uns sicher noch
begleiten. Wir können aber bereits heute auch
einwandfreie durchgängige elektronische Prozesse
im Rechnungswesen darstellen. Mit dem neuen
ZUGFeRD-Verfahren werden beispielsweise die
relevanten Inhalte der Rechnungsdaten – dazu
zählen Geschäftspartnername, Rechnungsnummer,
Datum, Betrag und IBAN – als XML-Code an ein
äußerlich gewöhnliches PDF-Dokument angehängt.
Kaufmännische Softwarelösungen können diese
Daten automatisch auslesen und für die Finanzbuchführung, für die Zahlung und für die Archivierung
von Belegen weiterverwenden.
Und das funktioniert heute schon?
Noch nicht in jedem Programm, aber das Format
findet zunehmend Verbreitung in den einschlägigen
Lösungen der Software-Hersteller. Die DATEV, die
im Forum elektronische Rechnung Deutschland
(FeRD) an der Erstellung des Standards mitgewirkt
hat, hat die Verarbeitung von ZUGFeRD-Rechnungen bereits im Herbst in ihre relevanten Programme
für die Belegverwaltung, die digitale Dokumenten­
ablage und das Dokumentenmanagement integriert.
NEUE ENERGIEN
EU-ENERGY STAR® für
energieeffiziente Bürogeräte
Wer in seinem Unternehmen die richtige Hardware einsetzt, kann Stromkosten sparen. Damit
IT-Verantwortliche besonders energieeffiziente Bürogeräte besser identifizieren können, gibt es das
freiwillige EU-ENERGY STAR®-Label. Welche Anforderungen Produkte hierfür erfüllen müssen, wird
in regelmäßigen Abständen neu festgelegt. Außer für Computer, Monitore und bildgebende Geräte gibt
es die Kennzeichnung bald auch für Server, Speicher, unter­brechungsfreie Stromversorgung und
Netzwerk-Komponenten. Von Annegret-Cl. Agricola und Dr. Karsten Lindloff
F
ür viele IT-Verantwortliche ist der EU-ENERGY STAR® ein
verläßliches Kriterium, um bei der Anschaffung neuer Bürogeräte
den Energieverbrauch im Blick zu behalten. Denn alle vom Hersteller entsprechend gekennzeichneten Produkte müssen fest definierten
Energieeffizienz-Anforderungen genügen. Das führt nicht nur zu geringeren Betriebskosten, auch energie- und klimapolitischen Ziele lassen
sich so besser erreichen. In Europa können Computer, Monitore und
bildgebende Geräten wie Drucker, Scanner oder Faxstationen seit 2002
mit dem ENERGY STAR® gekennzeichnet werden. Grundlage ist ein
europäisches Abkommen mit den Vereinigten Staaten. In Kooperation
mit der US-Umweltbehörde EPA legt die EU-Kommission zusammen
mit Wirtschaftsvertretern und weiteren Experten alle drei bis fünf Jahre
neue Kriterien fest, die gekennzeichnete Produkte erfüllen müssen.
Das Label gibt IT-Einkäufern in Unternehmen somit die Sicherheit,
daß neu angeschaffte Produkte auch beim Stromverbrauch den jeweils
aktuellen technischen Möglichkeiten entsprechen.
Hilfe bei der Computer-Beschaffung
Ist ein großer Teil der Mitarbeiter im Außendienst unterwegs, spielen
oft auch mobile Endgeräte eine wichtige Rolle bei der IT-Ausstattung.
Der EU-ENERGY STAR® kennzeichnet nicht nur energieeffiziente
Desktop-Computer, sondern auch Notebooks und künftig auch Tablet
PCs. Alle Geräte mit dem Label genügen besonderen Anforderungen an
die Stromversorgung und das Power-Management. Bei der Ermittlung
der Energieeffizienz werden alle Betriebszustände sowie die unterschiedliche Leistungsfähigkeit und der variierende Ausstattungsumfang der
auf dem Markt befindlichen Modelle berücksichtigt.
Energieeffiziente Monitore und Displays
Unterschiedliche Bildschirmgrößen, Pixeldichten und Zusatzfunktionalitäten wie eine automatische Helligkeitsanpassung oder WIFI-Fähigkeit haben Einfluß auf den Energieverbrauch der jeweiligen
Geräte. Das macht die Auswahl oft kompliziert. Im ENERGY STAR®Kennzeichnungsverfahren wurden diese Faktoren deshalb bereits
berücksichtigt. Damit die Produkte überhaupt mit dem Label gekennzeichnet werden können, darf der Verbrauch im ausgeschalteten Zustand höchstens 0,5 Watt betragen. Auch während des Betriebs und im
Stand-by-Modus müssen die Geräte entsprechende Vorgaben erfüllen.
Drucker, Scanner, Kopierer und Faxe
Bildgebende Geräte wie Drucker, Scanner, Kopierer oder Fax-Stationen
bilden die dritte Produktgruppe. Mit Einführung neuer Spezifikationen, die in Kürze erwartet werden, werden in der EU anspruchsvollere
Anforderungen für den Stand-by-Verbrauch, das Powermanagement,
die Netzteile und die Energieeffizienz entsprechend gekennzeichneter
Produkte gelten. Wie hoch die Anforderungen an das jeweilige Gerät
sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Die unterstützten Medienformate fallen hier genauso ins Gewicht wie die Druckgeschwindigkeit
oder die Fähigkeit zur Farbdarstellung. Im Stand-by-Modus gilt eine
Obergrenze von 0,5 W für die Leistungsaufnahme.
Ausweitung des Programms auf weitere Produktgruppen
Die EU-Kommission plant, das Kennzeichnungsprogramm auf vier
weitere Produktgruppen auszuweiten, die in den USA bereits erfolgreich integriert worden sind. Zukünftig ist eine Kennzeichnung
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
9
WIRTSCHAFT
auch von Servern, Speichern, der unterbrechungsfreien Stromversorgung und Netzwerk-Komponenten
vorgesehen.
elementen bestehen. Künftig weiterhin ausgeschlossen
sind Produkte, die in einem anderen Gerät verbaut sind,
für industrielle oder mobile Zwecke eingesetzt werden
oder den UL Safety Standards entsprechen.
Computer-Server
In vielen Unternehmen kommen heute Server zum
Einsatz, die zentrale Dienste für verschiedene Clients
zur Verfügung stellen und Netzwerkressourcen managen. Damit die Auswahl von Blade-, Multinode- und
weiteren Server-Lösungen leichter wird, sollen auch
diese Geräte künftig als besonders energieeffizient ausweisbar sein. Gekennzeichnete Produkte müssen dann
Vorgaben beim Powermanagement und hinsichtlich der
Energieeffizienz in verschiedenen Betriebszuständen
erfüllen.
Speicher in Rechenzentren
Für Speichersysteme in Rechenzentren ist eine Kennzeichnung für alle Geräte vorgesehen, die nach dem
SINA Emerald Klassifizierungssystem in die Katego-
Kleine Netzwerkgeräte
Kleine Netzwerkgeräte (Small Network Equipment),
die für den Einsatz in kleineren IT-Infrastrukturen
mit maximal elf Kabelanschlüssen konzipiert wurden,
bilden die letzte der vier neuen Produktkategorien. Zu
dieser Produktgruppe gehören Geräte, deren Hauptaufgabe darin besteht, IP-Datenverkehr durch mehrere
Netzwerkanschlüsse oder Ports zu leiten, beispielsweise
Breitband-Modems, Router, Switches oder AccessPoints. Darüber hinaus können bald auch optische
Netzwerkabschlüsse und integrierte Zugriffsgeräte
mit einem ENERGY STAR® gekennzeichnet werden.
Für Komponenten, die in größeren Netzwerken zum
Einsatz kommen (Large Network Equipment) soll
künftig eine eigene Produktgruppe geschaffen werden.
Ausblick
rie Online 2, 3 oder 4 fallen. Ein RAID-Controller,
Block-I/O-Unterstützung sowie die Fähigkeit zur
zentralisierten oder controllerverteilten Speicherung
sind weitere notwendige Kriterien, damit besonders
energieeffiziente Produkte mit dem Label ausgezeichnet
werden können.
Bilder: dena
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
10
Die Produktgruppe Unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) umfaßt Geräte, die im kommerziellen
Bereich zur Sicherung der Netzwerk- und IT-Technik
bzw. im privaten Bereich zur Sicherung von PCs und
Unterhaltungselektronik eingesetzt werden. Ein UPSSystem kann aus Wandlern, Schaltern und Speicher-
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Der Energieverbrauch von Bürogeräten und generell
der IT ist für viele Unternehmen ein relevanter Kostenfaktor. Es kann daher lohnend sein, das genutzte
Equipment regelmäßig zu überprüfen und dieses auf
energieeffiziente Technologien umzustellen. Dabei
sollten stets nicht nur einzelne Geräte, sondern auch die
grundsätzliche Architektur der IT eines Unternehmens
energetisch optimiert werden. Client-Lösungen und
der Einsatz ausgelagerter Dienstleistungen (Rechzentrumsleistungen, Clouds) stellen in vielen Fällen eine
zukunftsorientierte und energieeffiziente Lösung für
Unternehmen dar, die neben der Energieeffizienz auch
andere betriebliche Vorteile mit sich bringen. Da es
sich um ein weltweit etabliertes Kennzeichnungssystem
handelt, sind die ENERGY STAR®-Spezifikationen
für die Industrie ein wichtiger Benchmark und haben
dazu geführt, daß die Energieeffizienz sich fortwährend
deutlich verbessert hat. Die EU-ENERGY STAR®Anforderungen stellen bei Beschaffungen der öffentlichen Hand in der Regel eine Mindestanforderung
dar und können auch von Unternehmen im Rahmen
der Beschaffungsverläufe genutzt werden. Im Rahmen
der InitiativeEnergieEffizienz der dena werden weitere
Hilfestellungen für Unternehmen und die öffentliche
Hand bei der Beschaffung von IT angeboten: http://
www.stromeffizienz.de/dienstleister-oeffentlichehand/handlungsfelder/green-it.html
Noch Fragen?
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3D-Druck auf der Grundlage von 3-dimensionalen
Objektdaten
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Nie war die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung ein so vieldiskutiertes Thema wie heute. Auch die digitalen Strategien für das
Bauhandwerk und den Baumittelstand von heute sowie der Zukunft
beschäftigen viele Fachleute. Die Ergebnisse von vielen Marktforschungen sagen gravierende Änderungen des gesamten Bauwesens,
der Architektur und der Verwaltung voraus. Die Anforderungen an
Bauprojekte in heutiger Zeit steigen stetig, und ihre Realisierung muß
mit hoher Qualität kostengünstig, schnell und unter immer komplexeren Bedingungen erfolgen. Es wird nach neuen Wegen gesucht. Unser
Jahrhundert ist das Zeitalter der Kommunikation, und unsere Vernetzung wird immer größer und komplexer … von Dipl.-Ing. Johann Kott
Was ist BIM (Building Information
Modeling)?
BIM (Building Information Modeling = Gebäudedatenmodellierung) verbindet ein 3-dimensionales
virtuelles Computer-Modell mit allen relevanten
Daten zu einem ganzheitlichen Gesamtmodell.
BIM ist als Grundlagentechnologie die komplexe
Verbindung aller Bestandteile der Bauindustrie,
des gesamten Bauwesens, der Architektur, der
Verwaltung und das Bindeglied aller Bestandteile
des Baubereiches in den Prozeß der Digitalisierung
der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft – eine
nachhaltige Chance für das Bauhandwerk und
den Baumittelstand. Nicht nur die Erstellung des
Objektes durch Bauleistungen, sondern auch der
spätere Betrieb und die Instandhaltung als ein Teil
der gesamten Wertschöpfungskette gewinnen immer
mehr an Bedeutung. BIM wird für viele Unternehmen eine Chance für die Zukunft sein. Jene, die es
verstanden haben, daß wir mitten im Wandel sind,
und ein Erfolg nur mit „altbewährten Methoden“
nicht mehr möglich ist, werden sich auf dem Markt
von morgen erfolgreich positionieren.
Warum ist BIM für das Handwerk
unverzichtbar?
Bereits heute werden die meisten Informationen
(Zeichnungen, Gesetzestexte, technische Beschrei-
B I M – B U I L D I N G I N FO R M AT I O N M O D E L I N G
Innovative
Kommunikation und
Zusammenarbeit
im Bauwesen
bungen, Kalkulationsunterlagen, Produktbeschreibungen, Vermessungsdaten etc.) in digitaler Form
erstellt und in der Praxis verwendet. Ihre jeweilige
individuelle Erstellung bedeutet jedoch auch mögliche Fehler und Unklarheiten. Oft werden im Alltag
Geschäftsunterlagen, unvollständige Planungen und
ungenaue Kalkulationsgrundlagen geliefert, die zu
unzureichenden Kostenberechnungen und Angeboten führen. Durch BIM und die modellbasierte
Vernetzung einzelner Prozesse sind alle Daten für
alle Beteiligten jederzeit übersichtlich, direkt und
kontinuierlich verfügbar. Alle Projektbeteiligten
haben Zugriff auf die gleiche Datenbasis, alle
Entwicklungen und Änderungen können durch
die Verknüpfung einzelner Elemente und Daten in
Echtzeit verfolgt und koordiniert werden.
Ein BIM Modell stellt die hierarchische Struktur
eines Bauvorhaben in einer transparenten Form
dar, vom Gesamtmodel sind alle Bauangaben in
verbindlicher Form jederzeit abrufbar. Die Komplexität eines BIM Modells mit seinem gewerkeüberbegreifenden Überblick schafft die Möglichkeiten
kontinuierlicher Information und zahlreicher Kontrollfunktionen. Die ganze Kette der beteiligten
Planer und der ausführenden Firmen wird im BIM
Modell ganzheitlich zusammengefügt und so dargestellt, daß das Bauhandwerk und der Baumittelstand
ausreichend informiert sind und eine koordinierte
Planung erhalten.
BIM (Building Information Modeling)
verbindet 3D-Geometrie mit alpha­
numerischen Daten
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
11
SPECIAL
BIM ist ein fester Bestandteil
der Digitalisierung unserer Gesellschaft
und Wirtschaft
3-dimensionale Darstellung eines
Decken- und Fußbodenaufbaus
Die Digitalisierung ist als gesamtgesellschaftlicher
und wirtschaftlicher Entwicklungsprozeß ein
entscheidender Faktor für künftige Arbeit und
Wohlstand. BIM ist nicht nur die Basis des digitalen
Planens und Bauens, sondern auch eine innovative
methodische Strategie und ein neuer ganzheitlicher
Denkansatz, um unsere wirtschaftliche Entwicklung zu sichern. Das Erschaffen und Instandhalten
unserer Lebensumwelt und Infrastruktur ist eine
wichtige und unerläßliche Notwendigkeit, um die
Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung unseres
Landes zu gewährleisten.
BIM in allen Bereichen
des öffentlichen Lebens
Der öffentliche Sektor hat die große Aufgabe,
unsere Infrastruktur unablässig zu erneuern und
zu erweitern und ist als Investor wichtiger Faktor
unserer Konjunktur. Auch für die öffentliche Hand
und Verwaltung ist BIM ein neuer Weg zur Bewältigung ihrer zukünftigen Aufgaben. Durchgängige
Digitalisierung von Verwaltungsprozessen mit
Einbindung des Bürgers erfordert den Einsatz der
neuesten Technologien. Die Veröffentlichung von
Daten erhöht die Transparenz, modellbezogene
Datenprozesse schaffen neue Verwaltungsmethoden
wie eine digitale Bauakte, Bauanträge per BIM Modell, automatisierte Prüfverfahren für das Baurecht
usw. Die Digitalisierung der Vermessung und Kartographie durch den Einsatz moderner Methoden
führt zu einem modellbasierten, ganzheitlichen
Geoinformationssystem. Die 3D Modell Navigation
bietet Unterstützung bei Katastrophenschutz (wie
z.B. Flut, Feuerwehreinsätze), Verkehrsoptimierung,
Analysen und Simulationen von Energieverbrauch
und dem Einsatz mobiler Endgeräte.
Innovative 3D-Scanning-Technologie
ermöglicht neue Arbeitsmethoden und
unterstützt die 3D-Modellierung
12
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Die Bedeutung der Bürgerbeteiligung bei der
Planung und Ausführung von Bauvorhaben der
öffentlichen Hand steigt stetig und bedarf der Entwicklung neuer Kommunikationswege zum Aufbau
eines frühzeitigen gemeinsamen Dialogs mit den
Bürgern. 3D-Modelle und BIM können eine höhere
Anzahl von Bügerbeteiligungen bei öffentlichen
Bauprojekten durch frühzeitige und kontinuierliche
Einbindung der Bürger ermöglichen. Die Qualität
der Informationen als Grundlage für die wegweisende Entscheidungsfindung des umfangreichen direkt
demokratischen Prozesses wird gesteigert. Somit
gewinnt die Bauindustrie mehr Informationsdaten
und Planungsmöglichkeiten.
Welche Vorteile bringt BIM für das Handwerk, welche für die Bauindustrie?
Durch BIM können im Bauhandwerk typische
Geschäftsprozesse deutlich optimiert werden. Durch
die Vernetzung der modellbasierten Planungsdaten
mit Zeitwerten, Kosten und Preisen können die
Angebotserstellung der Leistungen, die organisatorische und logistische Abwicklung des Bauauftrages und seine Abrechnung deutlich vereinfacht
werden. Der Einsatz von BIM steigert nachhaltig
die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), und bereitet
sie auf die Bewältigung zukünftiger Aufgaben und
Herausforderungen vor. Die digitale Baustelle mit
modernem Logistikkonzept, computergestützter
Simulation des Bauablaufs, Automatisierung der
Bauausführung und mobilen digitalen Tools steigert
die Produktivität, die Rohstoff- und Energieeffizienz
der Bauproduktion und verbindet das Bauwesen
mit „Industrie 4.0“. BIM Modell bezogene Prozesse
schaffen neue Dienstleistungen und Absatzmärkte
der Bauindustrie im In- und Ausland und sichern
unsere Wettbewerbsfähigkeit
Welchen Nutzen von BIM
haben Architekten/Planer?
BIM als moderne Cloud-basierte Arbeitsmethode
ermöglicht kollaborative, teamorientierte Arbeitsweise, Reduzierung der Planungs- und Ausführungszeit,
Verminderung der Planungsfehler, Variantenbildung
und steigert die Qualität und Kreativität. Planen mit
digitalen Modellen (Smart Design) bildet das Fundament für Smart Construction, Smart City und deren
Versorgung über Smart Grids. Durch BIM entsteht
von der ersten Initialisierung bis zur Betriebsphase
von Projekten kontinuierliche Prozeßverbesserung
des gesamten Projektzyklus. Den Planern wird
eine direkte interaktive Zusammenarbeit mit der
Bauindustrie und den Herstellern ermöglicht. Die
Methoden von BIM haben eine interdisziplinäre und
Fachgrenzen überschreitende Bedeutung.
Welchen Nutzen von BIM hat der private
Sektor?
Strukturwandel, energetische Anforderungen,
bezahlbarer Wohnraum in Ballungszentren, altersgerechte Wohn- und Pflegeformen, innovative
Bau- und Vermarktungskonzepte sind Themen
der Immobilienwirtschaft von heute und morgen.
Qualitativ hohe, kostenoptimierte und energieeffiziente Immobilienprojekte erfordern adäquate
und zeitgemäße Arbeitsmethoden. BIM bildet die
Grundlage für frühe Kostensicherheit, Reduzierung
der Herstellungs- und Betriebskosten, Energieeffi-
SPECIAL
CIH 1-2/15
zienz, Risikoreduzierung und vorhersehbare Planung.
Ein BIM Modell bietet einen nachhaltigen Nutzen
über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie und
unterstützt bei der Instandhaltung und der gesamten
Verwertungsphase. Unsere Wertschöpfungsketten werden durch BIM erneuert.
Gesellschaft. Diese gesellschaftspolitische Aufgabe ist
Herausforderung und Chance zugleich, die Vorteile der
Digitalisierung zu nutzen und die Risiken zu vermeiden.
BIM als neue Basistechnologie und wichtiger Faktor
digitaler Standortpolitik unterstützt die Umsetzung der
wirtschaftspolitischen Ziele der Digitalisierung. Neue
Ganzheitliches GeoinformationsStrategien und Programme fördern die wirtschaftliche
system durch Digitalisierung der
BIM als weitere rasante Entwicklung
und gesellschaftliche Nutzung von BIM und verknüpfen
Vermessung und Kartographie
in der Softwareindustrie
digitale Technologien branchenübergreifend. Implemenals Grundlage für Planung und
Ausführung mit einem 3D-BIM
tierung von BIM verfestigt die ordnungspolitische KomDer Hightech-Standort Bayern sowie die Softwareindu- Modell
petenz bei der unumkehrbaren und zukunftsweisenden
strie in Gesamtdeutschland bildet als „Werkzeuglieferant“
Digitalisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft.
die tragende Säule unserer Digitalisierung. Sie ist ein wichtiger Antrieb
Die Politik kann mit diesem innovativen Instrument durch entspreunserer wirtschaftlichen Entwicklung und starker Impulsgeber für neues
chende Zukunftsplanungen den reellen Bedürfnissen der komplexen
Wachstum auch im Exportbereich. Neue Basistechnologien wie BIM
Gesellschaft entgegenkommen. Für die politische Koordination der
sind Quelle zahlreicher Existenzgründungen und neuer Arbeitsplätze.
neuen Aufgaben sind auch im politischen System entsprechende neue
Durch eine erfolgreiche Einführung von BIM entstehen auch bei
Strukturen erforderlich.
Anwendern neue Berufe mit digitalem Hintergrund für erfolgreichen
Praxiseinsatz der Software.
Welche Vorteile von BIM haben wir alle als Bürger?
Welchen Nutzen von BIM hat die Politik?
Digitalisierung ist die „Industrielle Revolution“ des 21. Jahrhunderts
und globaler Antrieb der zukünftigen Entwicklung der Wirtschaft und
Unsere Gesellschaft entwickelt sich rasant und fordert immer schnellere,
flexiblere und komplexere Lösungen bei Gestaltung unserer gebauten
Umwelt. Individuelle Bedürfnisse von Einzelnen oder Gruppen sollen
maßgeschneidert und zielgerichtet in kurzer Zeit umgesetzt
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COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
13
INTERNET
SERIE SCHNELLE NETZE
Durch eine Datenbrille
verschmelzen die reale
und die virtuelle Welt
von BIM (Building
Information Modeling).
Bei der Bauteilmontage
sieht der Handwerker
durch die Datenbrille
einerseits die reale Bausituation und andererseits
die virtuell animierten
Werkzeuge, Bauteile,
Montageanweisungen
oder Markierungen.
Was ist Vectoring?
Es tut sich etwas in Deutschland! Wo man hinsieht buddeln Bagger in Bau­
werden. Entwicklung nachhaltiger Lebensweise, Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und die Weiterentwicklung unserer
Wirtschaft verlangen neue Methoden und Wege
zum Erreichen unserer Ziele. 3D BIM schafft
durch seine verbindende Art eine neue Kommunikationsplattform für zahlreiche Lebensbereiche. Die Smart City und Smart Landscape
von morgen sind digital vernetzt, Smart Grids
steuern und optimieren unsere Mobilität und
Versorgung, BIM ist hier ein wichtiger Kern
des gesamten Betriebssystems.
gruben, auf Baustellenschildern liest man von „Glasfaser“, auf Werbeplakaten
von „schnellem Internet“. Die Medien berichten von neuen Ausbaugebieten, von
Technologien wie VDSL und LTE und neuerdings auch von „Vectoring“…
Digitalisierung ist entscheidender Faktor
der zukünftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung national und global.
Kybernetik automatisiert körperliche Arbeit,
„Industrie 4.0“ dezentralisiert Industrieproduktion, digitale Revolution transformiert geistige
Arbeit in digitale Prozesse. Virtuelle Realität
wird Schaltzentrale wichtiger politischer und
wirtschaftlicher Entscheidungen und neue
Technologien wie Datenbrille, 3D Powerwall,
Holographie, Hybrid Reality, Holodeck mit
Gedankensteuerung erweitern die Möglichkeiten enorm. Künstliche Intelligenz ist der
nächste Quantensprung unserer vernetzten
Welt mit weitreichenden wirtschaftlichen und
politischen Folgen, die Gestaltung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird
zur zentralen gesellschaftspolitischen Aufgabe.
Dipl.-Ing. Johann Kott
beschäftigt sich als
Architekt mit 3D-CADAnwendungen, Building
Information Modeling,
dem parametrischen Design und den zahlreichen
Anwendungsmöglichkeiten der digitalen Tools in
der täglichen Praxis des
Planens und Bauens.
14
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Bilder: NetCologne
Vision und Ausblick auf unsere Welt von
morgen
Patrick Helmes, Prokurist
bei NetCologne: „Vectoring
ist quasi ein Turbo, der die
Kupfer-Landstraße zur
Datenautobahn macht…“
I
n diesem Dschungel von Angeboten, Fachbegriffen und Technologien ist es schwer, den Durchblick zu behalten. Häufig stellt
man sich die Frage: „was brauche ich davon, und was muß ich
verstehen?“ … Heute nehmen wir uns einen Begriff vor, der immer
häufiger fällt: Vectoring.
Um Vectoring zu verstehen, muß man sich zuerst vor Augen führen,
was gerade in Deutschland passiert: Überall wird schnelles Internet
ausgebaut. Mal unterirdisch, wenn Glasfaserkabel in die Erde verlegt
werden, mal überirdisch, wenn neue Funkmasten für LTE aufgestellt
werden. Es gibt verschiedene Technologien, die aber unterm Strich
alle eines gemeinsam haben: Sie in der Fläche auszubauen kostet
Zeit. Und genau die haben wir nicht, wenn der Datenhunger immer
größer wird und für zahlreiche neue Anwendungen immer höhere
Bandbreiten benötigt werden – sowohl privat, als auch beruflich.
Und hier kommt die neue Technologie Vectoring ins Spiel: Sie soll
den Ausbau von schnellen Internetanschlüssen beschleunigen, weil
sie mit dem arbeitet, was wir schon haben: Kupferkabel.
Rechtsanwalt Patrick Helmes ist Prokurist beim regionalen
Telekommunikationsanbieter NetCologne und leitet dort den
Bereich Kommunikation und Recht. Er hat uns erklärt, was
Vectoring genau ist:
Warum sind Internetverbindungen vielerorts noch langsam?
Viele Haushalte sind heute noch über die klassische Kupferleitung mit Telefon und Internet versorgt. Doch die Leistungsfähigkeit
von Kupfer ist leider sehr begrenzt. Je länger die Leitung ist, umso
langsamer wird die Internetverbindung.
Was kann man dagegen tun?
Man muß sich Kupferleitungen wie eine Landstraße vorstellen,
über die die Datenpakete nur mit beschränkter Geschwindigkeit
fahren können. Dem gegenüber stehen Datenautobahnen aus
Glasfaser. Je näher die Glasfaserleitungen zu den Haushalten gebracht werden, umso schneller können Daten transportiert werden.
Deshalb investieren wir in den Ausbau von Glasfaser. Die Krux
ist, daß dieser Ausbau Millionen kostet und lange dauert. Deshalb
versuchen wir als Telekommunikationsanbieter aktuell einen Mix
aus Glasfaserausbau und Verbesserung der vorhandenen Kupferleitungen durch neue Technologien.
Und da kommt Vectoring ins Spiel?
Richtig! Vectoring ist quasi ein Turbo, der die Kupfer-Landstraße zur Datenautobahn macht. Zunächst werden Glasfaserleitungen
bis zu den Kabelverzweigern, das sind die grauen Schaltkästen am
Straßenrand, verlegt. In einem zweiten Schritt wird dann eine
sogenannte Vectoring-Baugruppe, also ein mini Rechner, direkt in
diese Kästen eingebaut. Damit sind auch über die letzte Kupfermeile
Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s möglich.
Was genau ist Vectoring also?
Vereinfacht gesagt, ist es eine neue Technologie, die bei der
Datenübertragung dafür sorgt, daß sich die Kupferdrähte in einem
Kabel untereinander nicht stören. Kupferkabel haben leider die Eigenschaft, daß sie bei der Datenübertragung Störsignale abstrahlen,
genauer: elektromagnetische Wellen. Diese Wellen behindern
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
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sich gegenseitig und sorgen dafür, daß die Datengeschwindigkeit
abnimmt. Beim Vectoring setzt man einen kleinen Rechner ein,
der alle Störsignale mißt und sie in Echtzeit korrigiert. Dadurch
können die Daten sauber und vor allem schneller durchfließen.
Können denn alle Anbieter den Datenturbo für ihre Kunden
einsetzen?
Theoretisch ja, allerdings nicht gleichzeitig. Diese Technik
kann immer nur von einem Anbieter pro Schaltkasten eingesetzt werden. Um die Störsignale komplett auszugleichen, muß
der Miniprozessor auch alle Störsignale kennen. Wenn jeder
Anbieter nur seine eigenen Störsignale korrigiert, bleibt der
positive Effekt aus.
Der 12 Gramm leichte
G-tag von Gigaset sendet
permanent per Bluetooth
seine Kennung. (Foto: Gigaset)
Wer trifft die Entscheidung, welcher Anbieter die hohen Bandbreiten anbieten darf und wer leerausgeht?
Die Bundesnetzagentur hat hier klare Richtlinien gesteckt.
Der Anbieter, der den Schaltkasten am schnellsten mit Glasfaser
erschlossen hat, darf hier auch Vectoring einsetzen. Dadurch ist
in vielen Gebieten eine Art Windhundrennen entstanden…
… was für die Politik doch sicherlich erfreulich ist?
Natürlich! Das war ein kluger Schachzug, der den Breitbandzielen der Bundesregierung eindeutig in die Karten spielt.
Denn durch diesen künstlich geschaffenen Wettbewerb wird
der Ausbau gerade in vielen Gebieten vorangetrieben – aus
eigenem Motor und ohne daß die Regierung Zuschüsse zahlen
müßte. Anbieter werden dadurch gezwungen, viel schneller zu
investieren.
Kann ich als Verbraucher dann nur noch einen einzigen Anbieter
wählen, wenn ich schnelles Internet haben möchte?
Nein, der Verbraucher hat weiterhin die Wahl. Es kann
zwar immer nur ein Anbieter Vectoring einsetzen, dieser ist
aber gesetzlich dazu verpflichtet, die Leitung an alle anderen
Anbieter zu vermieten.
Sind wir mit Vectoring in Deutschland für die Zukunft gerüstet?
Kurzfristig werden 50 bis 100 Mbit/s sicherlich ausreichen.
Wir schaffen mit dieser Infrastruktur eine Basis, auf der wir
später aufbauen können. Denn langfristig kann nur der Glasfaseranschluß bis in die Keller der Gebäude dem steigenden
Breitbandbedarf gerechtwerden. Der Einsatz von Vectoring
ist ein Anfang – eine sinnvolle Übergangstechnologie auf dem
Weg in die Zukunft, die uns Zeit verschafft, das Glasfasernetz
für morgen zu bauen.
16
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
A
uch dieses Jahr war das Presseforum in München quasi der erste
Auftakt für CeBIT-Themen. Die ganztägige Veranstaltung für
Fachjournalisten aus Süddeutschland fand am 15. Januar in
München mit mehr als 60 Teilnehmern statt. Und in der darauffolgenden Woche gab es ebenfalls in München wieder traditionell die Preview
mit einer kleinen Ausstellung und weiteren interessanten Vorträgen –
inklusive Live-Vorführung einer SMS-Fälschung.
Frank Riemensperger von n Accenture und Präsidiumsmitglied des
BITKOM referierte im Eröffnungsvortrag des Presseforums über die
immer stärker voranschreitende Verquickung von Technologien für
Mobility, Cloud Computing, Analytics und Social Media. Eines seiner
Beispiele behandelte Studien aus dem Gesundheitsbereich, die mit Hilfe
der automatischen Körperzustandsüberwachung auf Basis von Wearable
Komponenten Herzinfarkte vorhersagen können. Auch der Automobilbereich verdeutlicht seiner Ansicht nach die rasante IT-Entwicklung.
So benötigt etwa der aktuelle eBeetle von VW Betriebssoftware mit
mehr als 100 Millionen Code-Zeilen, und die Bordsoftware macht
inzwischen 35 Prozent der Wertschöpfung dieses Autos. Da braucht
es auch nicht zu verwundern, daß sich beispielsweise Google intensiv
um die Entwicklung selbstfahrender Autos bemüht, und sich Daimler
mit dem Kauf von „myTaxi“ einen interessanten Einstieg in die KfzMiet-Branche verschaffte.
Oliver Herzig von n Sage stellte in einem weiteren Vortrag eine neue
Cloud-Lösung für den Mittelstand vor. Die im letzten Jahr eingeführte
Buchhaltungslösung Sage One für Gründer und kleine Unternehmen
bis 20 Mitarbeiter wird weltweit bereits von 86.000 Kunden genutzt.
Sie ermöglicht eine einfache Rechnungserstellung mit Verquickung
von Lagerhaltung und kann auch per Tablet abfotografierte Belege in
die Buchhaltung einbinden. Ab der CeBIT gibt es die Sage One-App
für Smartphones. Erstmals vorgestellt wurde Sage Office Online als
KMU-Lösung für Firmen ab 10 Mitarbeitern. Die mehrplatzfähige
Lösung enthält auch ein Berechtigungskonzept für Finanzbuchhaltung,
Advertorial
CEBIT-VORSCHAU:
Vom Micro-PC bis zur
Cloud-Lösung
Die kleinsten mit der längsten Laufzeit:
Wenn am 16. März die CeBIT in Hannover wieder ihre Pforten
Die 2,5 AhAkkus von Bosch
für 10,8 VoltProfigeräte
öffnet, dann dürfte die Fachwelt, wie jedes Jahr, viele Innovationen zu Gesicht bekommen. CiH Fachautor Peter Pernsteiner
hat sich im Vorfeld auf zwei großen IT-Pressetagen umgesehen
und berichtet über einige seiner Eindrücke ...
Kleine, aber kraftvolle Geräte mit möglichst
langer Laufzeit – das wünschen sich Profis,
wenn es um Geräte mit 10,8 V geht. Bosch
bietet Handwerkern in dieser Klasse jetzt erstmals 2,5 Ah-Akkus mit 25 % längerer Laufzeit
und hebt sich damit vom Wettbewerb ab. Die
neuen 2,5 Ah-Akkus verfügen über die längste
Laufzeit aller 10,8 V Akkus im Markt. Sie haben gleichzeitig die höchste Energiedichte im
Verhältnis zum Eigengewicht: Sie sind gleich
groß wie die bisherigen 2,0 Ah-Akkus und
wiegen mit 185 g nahezu daßelbe. Das macht
sie zu den leistungsstärksten und kompaktesten
Akkus ihrer Klasse.
Auftragswesen und Steuerberater, Einkaufs- und Lagerfunktionalität, Reporting, Finanzbuchhaltung und mehr.
Eckhard Schwarzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der n DATEV, berichtete über die betriebliche
Digitalisierung. Er bekräftigte, daß diese nicht umkehrbar ist und auf der CeBIT ein echter Megatrend
sein wird. Viele Unternehmer empfinden die Buchhaltung
als überflüssiges Übel, mit dem man sich arrangieren muß. Dabei
gibt es die Diskrepanz, daß zwar immer mehr Unternehmer ihre
Buchhaltung auslagern wollen und offen für die Cloud sind, aber die
zuständigen Steuerberater die entsprechende Software bei sich vor Ort
haben wollen. Schwarzer erläuterte, daß das ersetzende Scannen die
zehnjährige Aufbewahrungspflicht ab Zeitpunkt der Steuererklärung
deutlich vereinfache. Allerdings müssen die Unternehmen hierzu
entsprechende Verfahren nach festen Regeln einführen. Die DATEV
hat deshalb gemeinsam mit dem Bund der Steuerberater eine MusterVerfahrensdokumentation entwickelt. Außerdem hat sie ihre Lösung
Unternehmen Online kürzlich zertifizieren lassen. Eines von vielen
weiteren DATEV-CeBIT-Themen ist die elektronische Rechnung.
Fabasoft bekräftigte auf dem Presseforum, daß man bei der Datenspeicherung keinem amerikanischen Unternehmen trauen darf. Den
besten Schutz vor Datenmißbrauch haben Unternehmen, wenn sie
eine eigene unabhängige Private-Cloud-Plattform nutzen, die flexibel
konfigurierbar ist. Hierzu bietet das Unternehmen demnächst die neue
Lösung Fabasoft Cloud Appliance. Sie ermöglicht auch, daß Unternehmenspartner plattformunabhängig und mobil zusammenarbeiten
können.
n
Beispiele für die Steigerung der
Laufleistung durch 2,5 Ah
Tablet-PC Xwi.10.
twin, Dual-SIMSmartphone SPX-34
und Fitness-Armband FBT-60 von
Pearl.
Der Securitiy-Lösungsspezialist n Kobil stellte unter anderem eine mit
n ING-DiBa entwickelte App vor, die Konto-Informationen nur in
Verbindung mit einer App-Installation auf einem vorher festgelegten
Endgerät und mit einer definierten PIN ermöglicht und zudem
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Die Stichsäge GST 10,8 V-LI Professional
schneidet mit einem 2,5 Ah-Akku beispielsweise bis zu 7,5 m in 24 mm dickes Weichholz.
Die Schnittlänge mit einem 2,0 Ah-Akku liegt
bei maximal 6 m. Der Akku-Schrauber GSR
10,8 V-EC TE Professional dreht bis zu 1.200
Schrauben mit einer Abmessung von 3,5 x
35 mm in Weichholz ein. Mit 2,0 Ah-Akku
sind es knapp 1.000. Für Tischler, Parkettleger und andere Gewerke im Innenausbau,
die bei der Holzbearbeitung handliche und
leichte Werkzeuge mit 10,8 V bevorzugen,
bedeutet der Einsatz von 2,5 Ah-Akkus eine
deutliche Steigerung ihrer Produktivität: Sie
können pro Akku-Ladung länger arbeiten und
sparen gleichzeitig Lade- und Rüstzeiten ein.
Darüber hinaus begünstigen die leichten und
kompakten Akkus ermüdungsarmes Arbeiten
im Dauereinsatz.
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17
MESSEN
Das doppelseitige Werbedisplay DH55IC von
BenQ ist 25 mm flach.
(Foto: BenQ)
eine echte End-to-End-Verschlüsselung beinhaltet.
Kobil stellte auch eine Smart Hospitality-Lösung vor,
die nicht nur einen Hotel-Check-in per Smartphone
ermöglicht, sondern das Smartphone zum digitalem
Zimmerschlüssel macht. Dabei sind sogar Zweitschlüssel für Smartphones von Familienangehörigen
definierbar.
Auch auf der Vorschau am 22. Januar gab es interessante Vorträge – beispielsweise von den Anti-VirenSpezialisten n ESET und n Trend Micro. Zudem
demonstrierte Sebastian Schreiber von n Syss ein
paar eindrucksvolle Live-Hacks. In Echtzeit zeigte er
mit Hilfe seiner Unternehmenszentrale in Stuttgart,
daß man bei Apple-Mail derzeit nicht sicher sein
kann, ob eine E-Mail tatsächlich von einem guten
Freund kommt, weil sich wegen einer Sicherheitslücke im Apple-Netz der Absender fälschen läßt.
Ebenso demonstrierte Schreiber vor versammelter
Mannschaft, wie einer meiner Kollegen eine SMS
scheinbar von meiner Handynummer erhielt, obwohl mein Handy gar keine SMS an ihn verschickt
hatte. Darüber hinaus gab es auf der Preview aber
auch viele interessante Produktvorstellungen.
In einem Vortrag des Cloud-Telefonie-Anbieters n
NFON freute sich dieser, daß sein Unternehmen
2014 den Umsatz fast verdoppelte. Inzwischen
gehören das Deutsche Forschungsnetz mit fast
einer Million Nutzern, Haniel und R&V zu den
Kunden von NFON. Ein Schlüssel für den weiteren Unternehmenserfolg dürfte die neue die
Ncloudbox+ für die Cloud-basierte Telefonie sein.
Diese kleine Adapterbox dient als Bindeglied zwischen konventionellen Systemtelefonen und dem
Inhaus-Ethernet-Anschluß. Sie eignet sich auch
ideal für den IP-Telefonie-Umstieg kleiner und
mittlerer Handwerksbetriebe. Zudem hat sie eine
Bluetooth-Schnittstelle und ermöglicht dadurch die
gleichzeitige Einbindung von bis zu vier Mobilgeräten. Dadurch kann auch per Tischtelefon auf das
Smartphone-Telefonbuch zugegriffen werden. n
Gigaset präsentierte den 12 Gramm leichten G-tag.
Dieser jetzt erhältliche 37x37x9,2 mm kleine Schlüsselanhänger arbeitet auf Basis von Bluetooth 4.0 mit
einer Sende-Reichweite von 30 Metern. Mehrmals
pro Sekunde strahlt er seine weltweit einmalige
Identität ab. Die wechselbare Lithium-Batterie soll
für ein Jahr reichen. So kann der G-tag als Schlüsselfinder genutzt werden oder dabei helfen, daß man
18
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
beim Verlassen des Hauses seinen Werkzeugkoffer
nicht vergißt. Eine dazugehörige App für Android
oder iOS speichert zudem automatisch die letzten
GPS-Koordinaten des Smartphones beim Verlassen
der Reichweite des G-tags, damit man etwa sein
Auto in einer fremden Stadt leichter wiederfindet.
Auch Lösungen zur automatischen Arbeitszeiterfassung oder für elektronische Schließanlagen sind
auf dieser Basis denkbar, und an einer Kombination
mit den Gigaset-Telefonsystemen sowie der Gigaset
elements-Familie wird gearbeitet. Den g-Tag gibt es
einzeln für knapp 20 Euro, im 3er-Set für 50 Euro
und im 5er-Set für 80 Euro.
Der Elektronikversender n Pearl zeigte ebenfalls
interessante Neuheiten. Mit der CASAControl
WiFi-Funksteckdose PX-1810 kommt demnächst
für nur 30 Euro eine per WLAN und Tablet schaltbare Steckdose. Eine dazugehörige Gratis-App für
iOS und Android soll die direkte Ansteuerung und
eine Timer-Steuerung ermöglichen. Mit dem DualSIM-Smartphone SPX-34 kommt für 270 Euro ein
OctaCore-Handy (1,7 GHz) mit 5-Zoll-MultitouchDisplay (1280x720 Pixel) und Android 4.4. Für nur
10 Euro mehr will Pearl den Tablet-PC XWi.10.twin
liefern. Er basiert auf einem 10 mm flachen Tablet
mit 10,1-Zoll-IPS-Touchscreen (1280x800 Pixel)
und einer andockbaren Tastatur. Der Akku ist mit
6000 mAh üppig dimensioniert, und Windows 8.1
gehört zum Lieferumfang. Für den Ausgleichssport
nach Feierabend eignet sich schließlich das für nur 50
Euro angekündigte wasserdichte Fitness-Armband
FBT-60 mit Bluetooth und integriertem Pulsmesser.
Mit dem DH55IC präsentierte n BenQ das erste
doppelseitige Werbedisplay für den Dauereinsatz.
Das Dual-Sided-Hochformat-Display hat eine Diagonale von 55 Zoll und ist dabei nur 25 mm dick.
Dennoch kann jedes der beiden Full-HD-Displays
Blick auf die
CeBIT 2014.
(Foto: Deutsche Messe AG)
mit einer Helligkeit von 700 cd/m2 glänzen. Auch bei
den Arbeitsplatz-Monitoren gibt es Neuheiten. Mit
dem BL2711U wird das Portfolio um ein weiteres
UHD-Display mit 4K-Auflösung von 3840 x 2160
Pixeln ergänzt. Der IPS-Monitor zum UVP von 799
Euro hat eine Diagonale von 68,6 cm und eignet sich
dank seiner Detailtiefe und Farbtreue vor allem für
professionelle Anwender in den Einsatzbereichen
Animation, Video- und Bildbearbeitung. Für höhere Produktivität sorgt die von BenQ entwickelte
DisplayPilot-Software mit Funktionen wie Auto Pivot, Desktop Partition und OSD Steuerung. Damit
läßt sich der Bildschirm je nach Anforderung flexibel
aufteilen und Inhalte unterschiedlicher Quellen
direkt miteinander vergleichen.
Auch n Hannspree präsentierte in München einige
Business-Monitore. Zudem zeigte das Unternehmen Tablets und Smartphones sowie den 23-ZollMonitor HT231HPB mit 10-Punkt-MultitouchFunktionalität, der demnächst in Verbindung mit
der ebenfalls vorgestellten Android-Box SNNPB73B
zum Paketpreis von 299 Euro als All-in-OneAndroid-Monitor angeboten werden soll. Ein
Preview-Highlight war schließlich die Vorführung
des neuen 38 Gramm leichten und 9,8 mm flachen
Micro PC von Hannspree. Der 111x38 mm kleine
Stick zum UVP von 219 Euro hat einen QuadCore
Intel Atom-Prozessor mit bis zu 1,83 GHz Taktrate,
2 GB RAM, 32 GB SSD, WLAN 802.11bgn und
Bluetooth 4.0 und wird bereits mit Windows 8.1
ausgeliefert. Via HDMI wird er mit einem Monitor
verbunden, und zur Erweiterung hat er einen USB
2.0-Port sowie einen MicroSD-Slot für bis zu 128
GB. Den Stick gibt es auch als Bundle mit dem oben
erwähnten 23-Zoll-Touchscreen zum UVP von 369
Euro. Dieses Paket könnte sich als Präsentationstool
in einem Verkaufsraum eignen.
Der Micro PC von
Hannspree ist 38 g
leicht und hat dennoch
einen QuadCore-AtomProzessor von Intel an
Bord. Ideal zum Micro
PC paßt der 23-ZollTouchscreen von Hannspree. (Foto: Hannspree)
Die Ncloudbox+
von NFON dient als
Bindeglied zwischen
Systemtelefonen und
dem Netzwerk.
(Foto: NFON)
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ds_Anz_58x250+3_RZ.indd 1
18.12.14 15:04
TECHNIKEN
S M A R T H O M E - SY S T E M VO N R W E :
Schnelle und sichere
Automatisierung
Ein Tochterunternehmen von RWE vermarktet bereits seit
einiger Zeit eine pfiffige eigene SmartHome-Lösung zur Heimautomatisierung ... von Peter Pernsteiner
B
illige Heimautomatisierungen funken bei
434 MHz und arbeiten unidirektional ohne
Rückbestätigung. Wesentlich sicherer gegen
Störungen ist der 868 MHz-Bereich. Noch sicherer
ist es, wenn Zentrale und Komponenten bidirektional kommunizieren. Allerdings verschlüsseln nur
wenige Systeme die Datenkommunikation, weil es
dann je nach System bis zu zwei Sekunden dauert,
bis sich auf einen Tastendruck das Licht einschaltet.
CIH-Testurteil
SEHR GUT
Bei RWE SmartHome der RWE Effizienz GmbH
ist dies anders. Hier wurde im Hinblick auf die
Verschlüsselung ein schnelles Funkverfahren und
ein anderes Kommunikationsprinzip gewählt. Normal werden Befehle erst zur Zentrale gesendet, um
von dort den Aktor auszulösen. Die SmartHomeZentrale konfiguriert aber ihre Komponenten so,
daß wichtige Aktionen blitzschnell direkt auslösen.
Parallel dazu registriert die Zentrale den Schaltbefehl
und die Rückmeldung des Aktors. Deshalb kann
man selbst dann das Licht schalten, wenn die Zentrale defekt sein sollte oder nach einem Stromausfall
Systembezeichnung
Starterpaket Lieferumfang
Laufende Kosten für App und Software
Mobiler Zugriff via Internet
Benachrichtigung an Smartphone
SMS-Benachrichtigung
Bedienung (Web / Smartphone / PC)
Programmierung + Komponentenanmeldung
Abmessungen Basisstation (BxHxT)
Aufstellarten
Kopplung mit Internet-Router
Leistungsaufnahme Zentrale mit Funksystem
Bootzeit bis zur Betriebsbereitschaft
Funkstandard in Grundausstattung
Aktuell unterstützte Sensoren/Aktoren
Weitere Informationen zum System
20
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Bild oben: Beispiel einer Testinstallation, darunter
Beispiel eines Heizkörper-Programms
neu booten muß. Bei der RWE-Zentrale dauert der
Bootvorgang moderate 85 Sekunden – es gibt aber
Systeme, bei denen dies fünf oder mehr Minuten
dauert.
Herzstück des Systems ist eine 28 mm flache, schick
gestylte SmartHome-Zentrale, die per Ethernet
mit einem Router verbunden wird. Ein 49x28 mm
großes Statusdisplay mit dezenter Beleuchtung zeigt
neben Uhrzeit oder Datum auch wichtige Symbole
und Warnhinweise zum Ausfall von Komponenten
bzw. Internet. Dennoch braucht die Zentrale lediglich 1,6 Watt (14 kWh pro
Jahr). Sie ist sehr vielfältig
RWE SmartHome
programmierbar. So läßt
319 € (inkl. MwSt.)
sich der BewegungssenZentrale, 2 Heizkörper-Thermostate, 1 Wandtaster, 1 Steckdose
kostenlos
sor mit integrierter Hel14,95 € / Jahr (erste 24 Monate kostenlos)
ligkeitsmessung für eine
E-Mail-/SMS-Paket einmalig 19,95 € (inkl. 25 SMS)
Treppenhausautomatik mit
100 SMS 14,95 €
individueller Nachlaufzeit
Per App, Web-Oberfläche oder PC-Programm
konfigurieren. Die Heiznur per Web-Oberfläche und PC-Programm
18,5 x 13,7 x 2,8 cm
körper-Thermostatköpfe
Wand oder Tisch
können auch die RaumNetzwerkkabel
feuchtigkeit messen und
1,6 W
eine Feuchtigkeitsschwelle
85 sek (Grundfunktionen ohne Zentrale möglich)
als Schimmel-Alarm definieEigener Firmenstandard
19 RWE + u.a. Philips hue, Miele-Geräte, Buderus-Heizung
ren. Für einzelne oder mehwww.rwe-smarthome.de
rere Wochentage lassen sich
ADVERTORIAL
bis zu acht Zeitpunkte als Sollwerte programmieren. Zudem kann man jedem Heizkörper
eine Minimal- bzw. Maximaltemperatur
geben und festlegen, ob auf dessen Display die
Meßtemperatur oder der Sollwert steht. Die
derzeit als 3er-Set für nur 99 Euro lieferbaren
Rauchmelder lassen sich miteinander für den
Rauchalarm vernetzen und können zudem
etwa in Verbindung mit Fensterkontakten bei
Einbruchsversuchen pfeifen.
Die Programmierung und auch die Erstellung
logischer Verknüpfungen erfolgt per Browser
oder über ein kostenloses PC-Programm.
Dabei lassen sich neue Sensoren fast vollautomatisch einlernen. Alle Sensoren und
Aktoren werden übersichtlich grafisch symbolisiert und Räumen zugewiesen. Wenn
man Dimmer bzw. Heizkörper verstellen will,
müssen lediglich die Icons per Maus oder
Fingerwischer vertikal verschoben werden.
Zur reinen Bedienung sowie zur Anzeige von
Temperaturwerten etc. steht es eine kostenlose
Smartphone-/Tablet-App zur Verfügung.
Das RWE SmartHome gibt es unter anderem
in einem Starterpaket für 319 Euro. Neben der
Zentrale enthält es zwei Heizkörperthermostate, eine Funksteckdose und einen flachen
Wandsender mit zwei Tasten. Einen Nachteil
darf man aber nicht verschweigen. Obwohl
die Komponenten von eQ3 produziert werden
und teils denen von Conrad, ELV oder der Qivicon-Plattform ähneln, sind sie wegen des abweichenden Funkprotokolls nicht kompatibel,
und bislang gibt es nur knapp 20 verschiedene
Aktoren/Sensoren. Allerdings befinden sich an
der Zentrale zwei USB-Buchsen, an denen sich
beispielsweise ein Smartmeter-Interface oder
eine Schnittstelle zu einer Solaranlage anstecken läßt. Und zudem kann die Zentrale via
Heim-Router auch mit anderen intelligenten
Heim-Lösungen kommunizieren. So gibt es
zur Ansteuerung der Philips-Hue-Farbleuchten für nur 3,99 Euro eine entsprechende App
und eine kostenlose App zur Ansteuerung von
Miele-Waschmaschinen etc.
FA Z I T :
Das RWE SmartHome erwies sich im
Test nicht nur als sehr zuverlässig und
betriebssicher, sondern ist auch einfach
bedienbar und äußerst flexibel programmierbar.
NEUE SHARP-SERIE
Drucken, kopieren,
scannen, faxen und mehr …
Multifunktionsgeräte sind aus Handwerksbüros nicht mehr wegzudenken. Größere Unternehmen greifen meist auf eine Mischung aus A4- und
A3-Geräten zurück, während kleine und mittlere Betriebe häufig mit A4Geräten auskommen. Sharp hat seine A4-Multifunktions-Serie deshalb
um einen Alleskönner erweitert.
D
er neue MX-C301W mit Touch-Display
überzeugt u.a. durch seine kompakte Größe und Cloud-Fähigkeit. Serienmäßig mit
W-LAN ausgestattet, kann er drucken, kopieren,
scannen und faxen im Netzwerk. Um hochqualitative, komplexe Arbeiten schnell zu managen, verfügt der MX-C301W standardmäßig über einen
3-GB-Speicher. Zum Speichern von Druckdaten
steht eine interne 250-GB-Festplatte zur Verfügung – das größte Laufwerk, das Sharp je in einem
A4-Gerät geboten hat. Über das 17,7 cm große
Farb-Touch-Display kann das Gerät mit CloudAnwendungen wie z. B. dem kollaborativen Speicher- und Workflow-Dienst Cloud Portal Office
von Sharp verbunden werden. Außerdem lassen
sich Dokumente von Wi-Fi-fähigen Geräten aus,
einschließlich Smartphones und Tablets, ad hoc
sicher drucken. Mit seinen implementierten Sicherheitsfunktionen, inklusive des verschlüsselten
Scannens und des vertraulichen Druckes, ist der
MX-C301W gut für Umgebungen mit sensiblen
Daten geeignet. Dokumente lassen sich mit fünfstelligen Authentifizierungscodes und sicheren
Netzwerkschnittstellen schützen.Schnelle Geschwindigkeit, doppelseitiger Druck und brillante
Ausgabequalität erleichtern das tägliche Drucken.
Zur besonderen Kopierfunktionalität zählt die
Möglichkeit, die Vorder- und Rückseite eines Personalausweises auf die gleiche
Seite eines einzelnen Blattes zu kopieren. Das Scannen beinhaltet die Möglichkeit,
alle für gewöhnlich verwendeten Scan-Ziele, wie Scan-to-E-Mail, FTP-Server,
Netzwerkordner (SMB) und USB-Speicher zu verwalten. Alle Funktionen werden
über das kippbare Touch-Display gesteuert.
Zur Multifunktions-Serie gehören der MX-C250F und 300W – beide ohne TouchDisplay, sowie der neue MX-C301W mit Touch-Display und W-LAN. Wer nur
einen Drucker benötigt, findet dazu in der Serie den MX-C300P. Entscheidend
ist das Konzept der Sharp-Serie: Es kam dabei nicht darauf an, den billigsten
Hardwarepreis anzubieten, sondern mit einem günstigen Seitenpreis die Kosten
über die Laufzeit gering zu halten. Sharp ist in der Regel nach wenigen Monaten
Laufzeit günstiger als die meisten Wettbewerber.
Noch Fragen? www.sharpbusiness.de
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
21
TECHNIKEN
A P P S I M H A N DW E R K
Die Auswahl macht’s …
Besonders Smartphones und Tablets sollten schnell einsatzbereit sein.
Genauso wie die installierten Apps zügig die benötigten Daten anzeigen oder
auf Eingaben reagieren sollten. Dazu braucht es ein Gerät mit ausreichendem
Speicherplatz und guter Akkuleistung. Beides wird aber von Sozialen Medien,
Streaming, Echtzeit-News und vorinstallierten Apps belastet, so der Android
App Trend Tracker Report von AVG. Ebenso belastet Google die Geräte: Vier
der Top 10 der in den letzten sechs Monaten analysierten Tools stammen von
Google. Dazu gehören etwa Google Now / Search, Google Text-to-Speech und
Google Translate. Googles Chrome Browser für Mobilgeräte findet sich da­
rüber hinaus unter den Funktionen, die den meisten Speicherplatz belegen.
Neben den gängigen Tools zur besseren Nutzung der Ressourcen spielt auch
die Auswahl der passenden Apps eine Rolle … von Elke Neureuther
I N T E G R I E R T E Z E I T E R FA S S U N G
Die B Mobile & Time-Systems-GmbH hat mit dem n ZEBAU System
als einer der ersten Hersteller mobile Arbeitszeiterfassung auf Baustellen
angeboten. ZEBAU wurde ständig weiterentwickelt und bietet neben
dem eigens für Baustellen entwickelten Berührungsleser (mittlerweile
die 4. Generation), auch eine eigene Zeiterfassungs-APP auf Smartphones (Android, iOS und BlackBerry) an. Im stationären Bereich
wird mit „tiamo-3020“ein neues intelligentes Terminal mit Farbdisplay und Touchscreen angeboten. Das Portfolio beinhaltet ein GPSFahrtdatenerfassungssystem. Alle Systeme sind in ZEBAU integriert,
die Software bietet neben dem Standard auch eine WEB-Lösung und
eine Personaleinsatzplanung. Der Zeiterfassungsanbieter,
der seit mehr als 30 Jahren Zeiterfassungs-Hard- und
Softwaresysteme für den weltweiten Einsatz entwickelt,
hat den Firmensitz von Wuppertal nach Sprockhövel
verlegt. Mitte 2014 wurde der in Sprockhövel errichtete
Neubau bezogen und damit der alte Standort in Wuppertal aufgegeben.
konkrete Information hilft auch bei der Planung: Vorausschauend kann
der Fachmann mehrere Einsätze koordinieren, die Anfahrt optimieren,
gleich die benötigten Ersatzteile mitbringen und den Endkunden über
eine Störung informieren, noch bevor dieser sie bemerkt. Geht es um
die Einstellungen an der Heizungsanlage, so könnte diese in bestimmten
Fällen aus der Ferne vorgenommen werden – das spart die An- und
Abfahrtszeiten.
Voraussetzung für die Anwendung ist, daß die Heizungsanlage an
einen Router angeschlossen ist und über eine Internetverbindung verfügt – entweder über das Gateway Logamatic web KM200 oder mit
einer serienmäßig integrierten Internetschnittstelle wie beim neuen
Öl-Brennwertkessel Logano plus GB145 oder bei den Gas-Brennwertgeräten Logamax plus GB162 und Logano plus GB212. Über das
Gateway können Buderus Heizungsanlagen, die mit dem Regelsystem
Logamatic EMS oder EMS plus und der Systembedieneinheit RC30/35
oder RC300 ausgestattet sind, mit EasyControlPRO gesteuert werden.
So sind bereits heute mehr als 700.000 Buderus Heizungsanlagen in
Deutschland internetfähig. Zusätzlich ist für alle alten einstufigen
Buderus Heizkessel ohne EMS-Regelung ein Umrüst-Set erhältlich.
M O N I TO R I N G U N D PA R A M E T R I E R U N G VO N H E I Z SY S T E M E N
K U N D E N : H E I Z U N G S - S T E U E R U N G F Ü R W I N D OW S P H O N E
Handwerker haben mit der neuen App n EasyControlPRO von
Buderus auf ihrem Smartphone oder Tablet stets den Überblick über
alle in der App hinterlegten Heizungsanlagen bei ihren Kunden. So
können aus der Ferne Betriebswerte abgerufen und das System angepaßt werden. Außerdem ist ersichtlich, welches System läuft, wo eine
Störung aufgetreten ist oder wo demnächst ein Wartungstermin ansteht.
Treten Fehlermeldungen auf, werden diese automatisch direkt an das
Smartphone gesendet. Laut Hersteller werden diese Daten verschlüsselt
übertragen. Zusätzlich erfolgt der Zugang via Login und Passwort.
Mit Hilfe der App kann der genaue Status der Heizungsanlage, bei
einer Fehlermeldung über einen Code sogar die mögliche Fehlerursache
und somit auch die Dringlichkeit eines Einsatzes ermittelt werden. Die
22
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
Das Münchner Unternehmen tado° hat nun auch die n Heizungs-App
für Windows Phone verfügbar. tado° ist der erste smarte Thermostat,
der sich an den Tagesablauf der Bewohner anpaßt. Die tado° App auf
dem Smartphone erkennt, wenn der letzte Bewohner das Haus verläßt
und regelt die Heizung automatisch herunter. Sobald sich der Erste auf
den Heimweg macht, reagiert tado° sofort und wärmt langsam auf, so
daß es schön warm ist, wenn er zuhause ankommt. Dies ist für die Anwender nicht nur angenehm, sondern spart außerdem Heizkosten. Zum
Marktstart 2012 war die Heizungs-App erstmals für iOS und Android
verfügbar. Nun kann die tado° App auch kostenlos im Windows Phone
Store heruntergeladen werden und ist ab Windows Phone 8.1 verfügbar.
Mit der App EasyControlPRO
von Buderus haben Handwerkr
auf dem Smartphone oder
Tablet stets den Überblick über
alle hinterlegten Heizungs­
anlagen bei ihren Kunden.
MOBIL UND JUST-IN-TIME
Als Ergänzung für die n bisoft PZE/BDE aus dem
Hause gbo datacomp GmbH, Augsburg, wurde
eine App zur Personalzeiterfassung und Betriebsdatenerfassung entwickelt. Damit können Anwesenheits- und Auftragszeit-Buchungen, von wo
auch immer, erfaßt werden. Diese werden dann mit
bisoft PZE/BDE (ab Version 158) weiterverarbeitet – die Dokumentation von Fahrzeiten inklusive.
Besonders eignet sich die App für Montagearbeiten
beim Kunden, auf Baustellen und für Außendienstmitarbeiter. Die
Mitarbeiter lassen sich in der Software frei wählen, sowie Einzel- oder
Kolonnenbuchungen eintragen. Nach der Datenübertragung in die
angebundene bisoft-Lösung stehen die Daten zur Lohn- und Gehaltsabrechnung und Auswertung in diversen Berichten zur Verfügung. Die
App gibt in der Zentrale einen Überblick über den Stand der Aufträge
auf Baustellen und bei Kunden.
tado° ist der erste
smarte Thermostat,
der sich an den Tagesablauf der Bewohner
anpaßt.
Ebenso ermöglichen die bisoft mobil-Apps die Visualisierung von Produktionskennzahlen, wie beispielsweise
der OEE-Kennzahl (OEE = Verfügbarkeit x Leistung x
Qualität). Visualisierte Kennzahlen sowie Arbeits- und Auftragszeiten können über den Browser von mobilen Geräten
(wie BlackBerry, iPhone oder anderen Handys) mit GPRS,
UMTS oder WiFi empfangen und dargestellt werden.
M O B I L E B E Z A H LU N G F Ü R K L E I N U N T E R N E H M E N
Mit dem n Chip & PIN Kartenleser von iZettle (www.izettle.de) können
Smartphones und Tablets in mobile Bezahlstationen verwandelt werden, die Kartenzahlungen akzeptieren. Die Mobile-Payment-Lösung,
welche seit 2012 in Deutschland verfügbar ist, ist eine beliebte Wahl für
Klein- und Einzelunternehmer, die eine schnelle, sichere und mühelose
Kartenzahlung abwickeln möchten. Das Lesegerät ermöglicht den
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
23
TECHNIKEN
Mit der CEWE FOTOWELT
App können Bilder einfacher
verarbeitet und dann in ein
Fotoprodukt beauftragt werden.
Nutzern, die Kartenzahlung über die Bluetooth-Verbindung mit deren
Smartphones oder Tablets anzunehmen. Der Service besteht dabei aus
einer App und einem Kartenleser, die mit Hilfe einer verschlüsselten
Verbindung die Zahlung ausführen. Der Kartenleser von iZettle ist mit
allen gängigen EC- und Kreditkarten, einschließlich MasterCard, Visa
und American Express kompatibel. Es gibt keine Vertragslaufzeiten oder
Fixkosten. Kunden zahlen nur, wenn sie iZettle tatsächlich nutzen.
Transaktionskosten belaufen sich von 0,95% für EC-Kartenzahlungen
bis 2,75% für Kreditkartenzahlungen. Das System ist unter anderem in
ausgewählten Mediamärkten sowie im Online-Shop erhältlich.
A U F T R AG S V E R WA LT U N G V I A H A N DY
Das Programm n Synagram Tourenplaner (www.synagram.de/Tourenplanung.htm), das App und Web-Anwendung kombiniert, soll Handwerksbetrieben bei der Planung von Terminen und dem kurzfristigen
wege zwischen den Einsätzen minimiert werden. Das spart Zeit und
Benzin. Sollten sich Kundentermine verschieben oderausfallen, wird
dies automatisch auf dem Firmenhandy des Mitarbeiters aktualisiert.
FOTO S A U F D E M S M A R T P H O N E
Umdisponieren helfen. Mit ihr Bild Mitte & rechts: Sollte
O D E R TA B L E T : U N D N U N ?
lassen sich Termine via Handy ver- es zu Engpässen oder Terminänderungen kommen,
walten. Sollte es zu Engpässen oder kann der Einsatzleiter mit
Terminänderungen kommen, kann dem Synagram Tourenplaner Smartphones und Tablets sind alltägliche Begleiter, und
viele Fotos entstehen daher unterwegs. Cewe ermöglicht
der Einsatzleiter dank GPS-Ortung dank GPS-Ortung sofort
auf der Karte sehen, ob sich
es, diese Fotos von unterwegs oder im Büro via Tablet
sofort auf der Karte sehen, ob sich ein anderer Monteur in der
weiterzuverarbeiten. Mit der n CEWE FOTOWELT
ein anderer Monteur in der Nähe Nähe des Kunden befindet
App, die nun mit neuen Features ausgestattet wurde,
des Kunden befindet und ihm den Auftrag übergeben. Auch und ihm den Auftrag übergeben.
können aufgenommene Bilder einfacher verarbeitet
das lästige Führen und Auswerten der Einsatzzeiten gehört
und dann in ein Fotoprodukt, beispielsweise zur Präsentation beim
mit der Tourenplaner-App von Synagram der Vergangenheit an, denn
Kunden, beauftragt werden. Die Möglichkeiten, digitale Bilder zu
sowohl die Einsatzzeiten, als auch die Kundentermine der Mitarbeiter
hochwertigen Liebhaberstücken zum Anfassen zu machen, reichen
werden automatisch erfaßt und protokolliert. Am Ende des Arbeitstages
vom Fotobuch über Smartphone- oder Tablet-Cases, Postkarten und
erhält der Einsatzleiter automatisch eine Übersicht aller Einsatzzeiten
Kalender bis hin zu Fotoabzügen. Auch die neuen Premium Cases
und Kundentermine sämtlicher Mitarbeiter. Die Firma Türenmann,
Matt sind über die CEWE FOTOWELT App gestalt- und bestellbar.
seit 1973 in Stuttgart ansässig, verwendet den Tourenplaner. Der HandDie Produkte können direkt per Post zugeschickt oder in einer der
werksbetrieb bietet eine Palette an Produkten an von Türen, Fenstern
zahlreichen Filialen der Handelspartner von CEWE wie zum Beispiel
über Glas bis hin zum Innenausbau. Teil des Unternehmens mit mehr
dm, Müller, Saturn oder Ringfoto abgeholt werden. Zusätzlich kann
als 40 Mitarbeitern ist auch ein Reparaturdienst, der direkt bei den
mit OPTIMIZE vollautomatisch die Qualität digitaler Fotos verbessert
Kunden vor Ort Wartungs- und Reparaturaufträge durchführt. Nach
werden: Mit wenigen Klicks können Farbe, Helligkeit, Schärfe oder
der Einführung der Synagram Tourenplanung und die Anbindung an
Kontrast bearbeitet werden.
das bestehende CRM-System kann jeder Mitarbeiter nun seine Kundentermine in optimierter Reihenfolge auf seinem Smartphone einsehen.
Die Kundentermine werden dabei automatisch so gelegt, daß die FahrtMit dem Chip & PIN
Kartenleser von iZettle
können Smartphones
und Tablets in mobile
Bezahlstationen verwandelt werden, die Kartenzahlungen akzeptieren.
24
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
NUTZFAHRZEUGE
Schön und praktisch
auf vier Rädern
Opel Vivaro: das mobile Büro
Die zweite Generation des Opel Vivaro (www.opel.
de) kombiniert die Funktionalität eines Nutzfahrzeugs mit den Vorzügen eines mobilen Büros auf vier
Rädern sowie dem Komfort und Design eines Pkw.
Auf der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover wurden
der Vivaro Combi sowie die Kastenwagen-Variante
erstmals gezeigt. Der variantenreiche Transporter
ist in der Länge gewachsen, was Ladekapazitäten
und Kabinenraum zugutekommt. Erst in zwei
Karosserielängen (L1: 4.998 / L2: 5.398 mm) und
zwei Höhen (H1: 1.971 / H2: 2.465 mm), als Kastenwagen, Combi, Doppelkabine und PlattformFahrgestell erhältlich.
Im Innenraum ist der neue Vivaro mit der IntelliLink-Infotainment-Technologie und bedienungsfreundlicher Navigation sowie Details ausgestattet,
die ihn schnell und unkompliziert in ein mobiles
Büro verwandeln. Der Fahrer nimmt auf Wunsch
in längs- und höhenverstellbaren Komfortsitzen
inklusive Lordosenstütze Platz. Dazu zählen praktische Details wie der mittlere Vordersitz, der sich mit
wenigen Handgriffen in einen kleinen Schreibtisch
verwandeln läßt, auf dem ein Laptop Platz findet.
Arbeitsutensilien oder Dinge des täglichen Bedarfs
können oberhalb des Infotainment-Systems auf der
Mittelkonsole abgestellt oder in Schubladen mit bis
zu 42 Liter Fassungsvermögen unter den Beifahrersitzen verstaut werden.
Zwei komplett neue Turbodiesel in vier Leistungsstufen sorgen dafür, daß der Vivaro auch voll beladen kraftvoll anziehen kann. Das Motorenangebot
umfaßt den 1.6 CDTI mit 66 kW/90 PS und 85
kW/115 PS sowie den hochentwickelten 1.6 BiTurbo CDTI mit sequenzieller Aufladung und TwinCooler-System in den Leistungsstufen 88 kW/120
PS und 103 kW/140 PS. Dieser sinkt mit den neuen
Turbodieselaggregaten im kombinierten Zyklus um
mehr als einen Liter, mit dem BiTurbo auf bis zu 5,7
Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß
von 149 Gramm pro Kilometer entspricht. Das 88
kW/120 PS starke BiTurbo-Triebwerk stellt bereits
ab 1.500 min-1 320 Newtonmeter Drehmoment
bereit, die 103 kW/140 PS Version liefert maximal
340 Newtonmeter.
Neben ABS inklusive elektronischer Bremskraftverteilung unterstützen den Fahrer unter anderem
Bremsassistent, Berganfahrassistent, elektronisches
Stabilitätsprogramm ESP mit Traktionskontrolle
und die „Roll Over Mitigation“ Funktion, die das
Risiko eines Fahrzeugüberschlags verringert. Ein auf
130 km/h fix eingestellter Geschwindigkeitsbegrenzer ist genauso erhältlich wie ein Parkpilot, der den
Fahrer beim Rückwärtseinparken unterstützt. Den
optimalen Überblick nach hinten erhält der Fahrer
mit der Rückfahrkamera. Ein weiteres praktisches
und sicherheitsrelevantes Detail ist der große konvex
geformte Spiegel in der Beifahrersonnenblende. Er
läßt sich so positionieren, daß der Fahrer auch den
toten Winkel auf der rechten Fahrzeugseite
Innenansichten des Opel Vivaro
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
25
NUTZFAHRZEUGE
Flüssiggasvariante 1.6 MPI LPG 85. Zum serienmäßigen Sicherheitspaket des Dokker gehören Frontund Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie
das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Die
Länge von 4,36 Metern bildet zusammen mit einem
Radstand von 2,81 Metern und der Höhe von 1,81
Metern die Basis für das Raumangebot des Dokker.
Der Opel Vivaro kombiniert
die Funktionalität eines
Nutzfahrzeugs mit den Vorzügen eines mobilen Büros
sowie dem Komfort und
Design eines Pkws.
überblicken kann und eine bessere Rundum-Sicht
genießt. Darüber hinaus profitieren Vivaro-Kunden
von zweijährigen Service-Intervallen und attraktiven
Service-Programmen wie Opel FlexCare mit verlängerter Garantiedauer, welche die Unterhaltskosten
planbar machen und niedrig halten sollen.
Dacia: Hochdachkombi mit seitlichen
Schiebetüren
Mit dem Hochdachkombi Dokker hat Dacia (www.
dacia.de) seine Produktpalette um die fünfte Baureihe erweitert. Der Fünfsitzer kombiniert Innen-
Der Dokker von Dacia kombiniert Innenraumvariabilität, gutes Platzangebot,
wirtschaftliche zuverlässige
Motoren mit geringen
Betriebskosten, stabilem
Werterhalt und gutem PreisLeistungs-Verhältnis.
Die Liste der Komfortoptionen für den Dokker
umfaßt Details wie den Geschwindigkeitsbegrenzer
und die Einparkhilfe hinten. Darüber hinaus kann
das integrierte Multimedia-System Media-Nav zum
Preis von 430 Euro zugebucht werden. Neben einer
Audioanlage, der Bluetooth®-Schnittstelle sowie
USB- und Klinken-Anschluß zum Anschließen
externer Audioträger umfaßt das Media-Nav ein Navigationssystem mit 7-Zoll-(18-cm-)TouchscreenMonitor. Die Navigation läßt sich in 2-D-Grafik
oder dreidimensional („Birdview“) darstellen. Mit
dem Touchscreen-Monitor oder per Lenkradfernbedienung können außerdem Audioträger wie
zum Beispiel ein Smartphone oder iPod®, die mit
dem Gerät verbunden sind, komfortabel gesteuert
werden.
Aluca: Neue Lade für
Unterbodenschubladen-System
ALUCA, Hersteller von Fahrzeugeinrichtungen aus
Aluminium (www.aluca.de), hat die neue BOXXenSchublade für das Unterboden-Schubladensystem
ALUCA dimension2 vorgestellt. In der neuen
raumvariabilität, gutes Platzangebot, Durchdacht und praktisch: BOXXen-Schublade lassen sich sämtliche
Mitglieder der BOXXen-Familie sicher
wirtschaftliche zuverlässige Motoren Schubladensysteme und
-einsätze von Aluca
verstauen. Die Produktentwickler bei
mit geringen Betriebskosten, stabilem
ALUCA haben dabei das Prinzip der geWerterhalt und gutem Preis-Leistungsschlossenen Schublade durch ein stabiles RahmensyVerhältnis. Der Dokker ist in Deutschland zum
stem ersetzt, das die seitliche Entnahme von Koffern
Einstiegspreis ab 8.990 Euro erhältlich und bietet
oder Sichtlagerkästen erlaubt. Bisher konnte man
ein Kofferraumvolumen von 800 Litern.
Koffer und Kästen nur aufeinander in Schubladen
lagern. Wollte man die unterste Box entnehmen,
Für den geräumigen Hochdachkombi stehen zwei
mußten alle darüber gelagerten Behältnisse erst
Benzinaggregate, darunter der hochmoderne TCe
herausgenommen und zwischengelagert werden. Die
115 mit Direkteinspritzung, sowie zwei sparsame
neue Lösung ermöglicht es nun, ALUCA-BOXXen
Dieselmotoren zur Verfügung. Hinzu kommt die
Fortsetzung auf Seite 28
26
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
ADVERTORIAL
S A M S U N G G A L A X Y TA B ACT I V E
Für die raue
Arbeitswelt
geschaffen
Die meisten Anwender nutzen Tablets, um in ihrer Freizeit mobil zu surfen, zu chatten,
Musik zu hören und Videos anzuschauen. In Arbeitsumgebungen – seien es Baustellen, Fabrikhallen oder unterwegs im Kundendienst – können die eleganten Premium
Geräte allerdings an ihre Grenzen stoßen. Extrembedingungen erfordern robuste
Hardware. Mit dem GALAXY Tab Active präsentiert Samsung sein erstes B2B-Tablet,
das selbst für widrige Bedingungen gewappnet ist und Mitarbeitern ermöglicht, in
rauen Non-office-Umgebungen effizient mobil zu arbeiten.
U
Business-Anforderungen
Akkulaufzeit: Der Akku läuft mit
einer Ladung bis zu elf Stunden
und lässt sich bei Bedarf einfach
und schnell wechseln
Sicherheit: Samsung KNOX
schützt Geschäftsdaten durch
einen passwortgesicherten
Arbeitsbereich
Lesbarkeit: Nutzer können
Inhalte auf dem 400 nit hellen,
entspiegelten Bildschirm auch
im Sonnenlicht erkennen
Konnektivität: Das Tablet unterstützt die 3G/4G-Mobilfunkverbindungen sowie WLAN und NFC
Robustheit: Das GALAXY Tab
Active übersteht Stürze und
Extremtemperaturen von -20 bis
60 °C unbeschadet und ist zudem
staub- und wassergeschützt
nach IP672
nternehmen statten ihre Mitarbeiter immer
häufiger mit Tablets aus, denn sie bieten oft
die gleichen Funktionen wie Notebooks, sind
aber fast so mobil und intuitiv zu bedienen wie ein
Smartphone. Daher wächst der Markt für B2BTablets sehr dynamisch. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wird der Anteil der Tablets, die
sich an Geschäftsanwender richten, von 11 Prozent
im vergangenen Jahr auf 18 Prozent im Jahr 2018
steigen. Verfügen die Geräte über sogenannte Durability Functions, sind sie sogar speziell dafür ausgelegt, Stürzen, Schlägen und widrigen Bedingungen
wie Staub und Wasser standzuhalten. Mit einem
ausdauernden, auswechselbaren Akku ausgestattet,
funktionieren sie einen ganzen Arbeitstag lang ohne
zusätzliches Aufladen zuverlässig.
Hart im Nehmen
Samsung hat die Bedingungen in Produktionsumgebungen, in der Logistik und anderen Industriebereichen unter die Lupe genommen und in groß
angelegten Workshops mit Vertretern der Industrie
Feedback eingeholt, um ein Tablet speziell für
solche rauen Arbeitsumgebungen zu entwickeln.
Das GALAXY Tab Active vereint moderne Mobiltechnologie mit einem besonders robusten Design,
das selbst widrige Bedingungen wie Hitze, Kälte,
Staub und Wasser problemlos überlebt. Es trägt
somit dazu bei, dass Mitarbeiter auch in härteren
Arbeitsumgebungen effizient arbeiten können und
sich weniger Sorgen um die Funktionalität ihrer
Hardware machen müssen. Anwender, deren Geräte
hohen Belastungen standhalten müssen, erhalten mit
dem GALAXY Tab Active ein Tablet, das auch bei
-20 Grad oder 60 Grad Celsius einsatzfähig bleibt.
Geschützt durch eine Antischock-Hülle kann dem
Tablet ein Sturz aus bis zu 1,20 m Höhe ebenso
wenig anhaben, wie Staub und Wasser, denn das
GALAXY Tab Active ist darüber hinaus nach IP672
zertifiziert.
Mobiles Werkzeug für den Außeneinsatz
Für Handwerker auf Montage und alle, die unterwegs arbeiten, integriert Samsung einen leistungsfähigen Akku mit einer Laufzeit von bis zu elf Stunden.
Wenn der Akku einmal zur Neige geht oder nach
langjährigem Einsatz ausgetauscht werden muss,
kann er ganz einfach gewechselt werden, sodass mobile Mitarbeiter ohne Unterbrechung produktiv sein
können. Zurück im Büro, lässt sich das GALAXY
Tab Active dank POGO Pin-Anschluss komfortabel
in der Ladestation aufladen. Neben den physischen
Schutzmaßnahmen, die das Tablet für den Einsatz
unter Extrembedingungen wappnen, hilft Samsung
KNOX, ihre Daten zu schützen. Die ganzheitliche
Lösung erlaubt es Mitarbeitern, zwischen einem
privaten und einem passwortgeschützten Arbeitsbereich hin und her zu wechseln. Dadurch ermöglicht
die Sicherheitsplattform Unternehmen, mobile
Lösungen geschützt einzusetzen, und kann zu einer
höheren Produktivität beitragen.
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
27
WIR
MACHEN
SOFTWARE
EINFACH.
Gute Software ist leicht
zu bedienen und führt
schnell zum Erfolg.
entsprechend der Arbeitsanforderungen übereinander anzuordnen und einzeln ergonomisch zu entnehmen.
Die perfekte Lösung
für Ihr Unternehmen.
Bott: Werkzeug und Fahrzeugeinrichtung
Ende Januar präsentierte sich bott (www.bott.de) auf dem
Stand der Berner GmbH bei der AutoZum in Salzburg.
Unter anderem wurde gezeigt, wie praktisch eine bott
vario Fahrzeugeinrichtung den Stauraum im Transporter
organisiert und für ein übersichtliches und systematisches
Platzangebot sorgt. Anhand der Exponate wurde gezeigt,
wie sich Maschinen, Werkzeug und Verbrauchsmaterial von
Berner im Fahrzeug
leicht zugänglich unterbringen und sicher
So praktisch
organisiert eine
verstauen lassen. Verbott vario Fahrbrauchsmaterial kann
zeugeinrichtung
der Handwerker in
den Stauraum
im Transporter
den bottBoxen, die
und sorgt für ein
sich wie Schubladen
übersichtliches
aus dem Regal zieund systematisches Platzanhen lassen und auch
gebot.
leicht ganz entnommen werden können,
verstauen. Damit der Nachschub nicht abbricht, läßt sich
die Bestellung einfach mit dem Berner Scanner Tool über
den Online-Shop abwickeln.
www.hundh.de
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Neuer Mercedes – neues Motto
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Seit kurzem ist der neue Mercedes-Benz Vito im MercedesBenz Handel (www.mbvd.de) erhältlich. „…Als verläßlicher
Partner eignet sich der neue Vito für alle Arbeitseinsätze
und überzeugt durch technische Innovationen“, so Matthias
Hindemith, Leiter Mercedes-Benz Deutschland Vertrieb
Transporter und Vans. Die Markteinführung steht unter
dem Motto „Der neue Vito. Will, kann, macht.“. In
Deutschland ist der neue Mercedes-Benz Vito ab 17.990
Euro (zzgl. MwSt.) erhältlich. Als erster Transporter im MidSize Van-Segment bietet er drei Antriebsarten und darüber
hinaus viele innovative Sicherheits- und Assistenzsysteme.
Im Durchschnitt sinkt der Dieselkonsum beim neuen
Vito im Vergleich zum Vorgänger um rund 20 Prozent.
Besonders sparsam geht der Vito mit BlueEfficiency-Paket
mit dem Kraftstoff um. Das Paket ist für den neuen Vito
mit Hinterradantrieb zu bekommen und serienmäßig für
alle Vito Tourer mit Automatik, Pkw-Zulassung sowie in
Verbindung mit dem stärksten Motor.
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COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
SOFTWARE
Hinter dem Stichwort Enterprise Mobility verbirgt sich ein
Trend, der für den Mittelstand mit wachsenden Unternehmensanforderungen nach Vernetzung und modernen, Cloudbasierten IT-Infrastrukturen an strategischer Bedeutung
gewinnt. Durch die Anbindung mobiler Endgeräte an die
Unternehmens-IT profitieren Betriebe u.a. von mehr Produktivität, besseren Service-Level und durchgängigen Prozessen
ohne Medienbrüche.
Z U K U N F T S T R E N D M O B I L I TÄ T
Paradigmenwechsel in der
Unternehmens-IT
E
insatzbereiche für mobile Anwendungen gibt
es zuhauf. Im Kundendienst können Aufträge etwa auf smarte Weise disponiert und
bereitgestellt werden, Folgeprozesse durchgängig
abgebildet und Wartezeiten vermieden werden. Im
Service erleichtern sie zudem die Fehlerdiagnose und
unterstützen komplexe Wartungsprozesse. Projektleiter sehen auf der Baustelle wichtige Informationen
wie Preise, Eigenschaften, Bau- und Ausführungsbeschreibungen, technische Dokumentationen
oder aktuelle Informationen rund um die komplexe
Materiallogistik auf Baustellen.
Neben den Mobilanwendungen läßt sich aber auch
die Hardware auf den jeweiligen Einsatzzweck
ausrichten. So eignen sich für gelegentlich im Außendienst tätige Mitarbeiter Tablets mit integrierter
PC-Dockingstation, um auf der Baustelle mobil zu
bleiben und im Büro wie gewohnt über einen externen Monitor, Maus und Tastatur zu arbeiten. Über
unterstützende Apps wie etwa Microsoft OneNote
können u.a. Termin-Notizen handschriftlich auf
dem Tablet erfaßt und im Zuge der automatischen
Synchronisation auch auf andere Mobilgeräte übertragen werden, sodaß Handwerker ihr komplettes
„Büro“ dabeihaben und ihre Arbeitsprozesse verkürzen können. Für die Innendienstmitarbeiter stellen
mobile Geräte ebenfalls ganz neue Arten der digitalen Kommunikation bereit. Das Tablet wird zum
Begleiter für Besprechungen und ermöglicht zudem
das uneingeschränkte Arbeiten mit allen Softwareprogrammen optional im Home Office. Um Unternehmen auf dem Weg in die mobile Zukunft zu
unterstützen und einen sicheren, zuverlässigen und
effizienten Einsatz der Mobilgeräte sicherzustellen,
bieten Systemhäuser und IT-Dienstleister heute vielfältige Leistungspakete an – von der Bereitstellung
Cloud-fähiger Mobilanwendungen („Apps“) über
die Integration und Pflege der Softwarelandschaft
bis zum Hosting im Rechenzentrum samt Infrastruktur, Entwicklungsumgebung und dynamischer
Leistungsanpassung. In einer sogenannten „Hybrid
Cloud“ können Unternehmen ihre klassischen
Inhouse-Anwendungen bedarfsgerecht und nach
Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten mit beliebigen
Cloud-Anwendungen kombinieren, um das Beste
beider Welten zu vereinen. So lassen sich durch die
vollständige Integration von Office 365 in die pds
Handwerkersoftware und andere kaufmännische
Lösungen z.B. Auftragsinformationen, Kundendaten
oder Office-Dokumente, E-Mails, Kalender und
Kontakte unabhängig vom Standort und auf allen
Endgeräten abrufen oder ändern. Dokumente können innerhalb des Unternehmens auf einfache Weise
miteinander geteilt und auch gemeinsam bearbeitet
werden. So bleibt jeder Mitarbeiter und auch die
Software-Version dank automatisch installierter
Updates jederzeit auf dem neuesten Stand.
MOBILER UMGANG
M I T U N T E R N E H M E N S D AT E N
„Gerade kleine und mittelständische Unternehmen
sind gut beraten, mit einer „Hands-on-Mentalität“
einfach mal strategisch in die digitalen Prozesse
zu starten,“ so Matthias Böcker, Geschäftsführer
des Spezialisten für Cloud-fähige Handwerkersoftware pds GmbH. „Typischerweise sind
„Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind
gut beraten, mit einer ’Handson-Mentalität’ einfach mal
strategisch in die digitalen
Prozesse zu starten,“ so Matthias Böcker, Geschäftsführer
des Spezialisten für cloudfähige Handwerkersoftware
pds GmbH.
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SOFTWARE
zwei Szenarien zu unterscheiden: Zum einen nutzen die Mitarbeiter ihre
privaten Mobilgeräte auch zu geschäftlichen Zwecken, sei es nur zur EMail-Kommunikation, zum Download benötigter Dokumente, oder zum
Organisieren von Terminen und Aufgaben. Zum anderen tolerieren Unternehmen den Gebrauch privater Endgeräte und erlauben Mitarbeitern den
Zugriff ins Firmennetzwerk oder die Kommunikation mit dem Microsoft
Exchange-Server. In beiden Fällen haben die Unternehmen zunächst keine
Kontrolle über die Datenflüsse, den „Wildwuchs“ bei Apps oder Datenschutzmaßnahmen.“ Grundlegende Fragen, welcher Mitarbeiter welche Daten
auf welchem Gerät benötigt, wie private und
betriebliche Anwendungsfelder abgegrenzt
werden können oder welche Sicherheitslücken
einen Datenabfluß verursachen können, müssen
daher frühzeitig geklärt werden. Um die Risiken
effektiv zu managen und die Potentiale zu kanalisieren, bedarf es daher eines ganzheitlichen
strategischen Ansatzes. Dies schließt nicht nur
Zielerwartungen und technische Fragen ein,
sondern auch die Stärkung des Bewußtseins für
einen verantwortungsvolleren Umgang mit den
Unternehmensdaten.
C LO U D V E R E I N FA C H T D I E U M S E T Z U N G
V O N M O B I L - S T R AT E G I E N
* Prognose
Quelle: Experton Group,
BITKOM 2014
Tatsächlich machen die Cloud und Cloud-fähige Anwendungen heute den Weg zur Enterprise
Mobility sehr einfach. „Die Cloud schafft eine hervorragende infrastrukturelle
Basis, auf der Unternehmen für ihre Mobilstrategie aufsetzen können. Sie
steht heute bereits als Synonym für Mobilität, Skalierbarkeit, Elastizität und
Flexibilität beim IT-Einsatz und macht es denkbar einfach, Anbindungen
und Erweiterungen des Netzwerkes vorzunehmen, die Kapazitäten nach dem
jeweiligen Bedarf exakt zu steuern und Berechtigungen wie auch Endgeräte
bequem zu verwalten“, erklärt Matthias Böcker. Mit dem Betrieb im Rechenzentrum können Unternehmen Betriebs- und Sicherheitsrisiken vollständig an
den Dienstleister abgeben und profitieren von geringen Initialisierungskosten
sowie einem gleichbleibend hohen Kosten-Performance-Verhältnis.
Werden vom Lösungsanbieter bereits branchenspezifische Mobilanwendungen für den Cloud-Einsatz bereitgestellt, können Betriebe ihre mobile
Strategie direkt umsetzen. Mit „pds service“ und „pds zeit“ bietet der Rotenburger Cloud-Spezialist pds und sein bundesweites Partnernetzwerk bereits
fertige mobile, plattformunabhängige End-to-End-Lösungen, die auf die
spezifischen Anforderungen von Handwerksunternehmen zugeschnitten
sind. „Damit konnten wir in Sachen Service-Planung, Echtzeit-Datenzugriff,
Rückkopplung zum Unternehmen und zur Auftragserfassung den Generationswechsel in unserem mobilen Kundendienst schnell und erfolgreich
umsetzen. Unsere Geschäftsprozesse rund um den Kundendienst verlaufen
heute vollständig digital, samt Projekt­akte, Baustellendokumentation und
elektronischer Leistungserfassung“, erläutert André Wefers, Geschäftsführer
des Kölner SHK-Spezialisten Wefers GmbH. Die automatisierte Auftragsdisposition mit Navigationsfunktion und integrierter Zeiterfassung erleichtert
das Auftrags-Handling heute maßgeblich. „All unsere betriebenen Anlagen
werden zudem zu eigenständigen Service-Einheiten, deren Lebenszyklus,
Störungs- und Wartungsintervalle heute genauestens erfaßt und ausgewertet
werden können, was uns wiederum zusätzliche Umsatz-Potentiale eröffnet.“
30
COMPUTERN IM HANDWERK 1-2/15
IMPRESSUM
Computern im Handwerk/
handwerke.de
gegründet 1984, dient als unab­­hän­­gi­ges Fachmagazin für moderne
Kommunikation den Betrieben der
Bauhaupt- und Nebengewerbe im
„portionierten“ Wissens- und
Techno­logie-Transfer.
Herausgeber: Horst Neureuther
© Copyright: CV München
CV Computern-Verlags GmbH
Goethestraße 41, 80336 München
Telefon 0 89/54 46 56-0
Telefax 0 89/53 13 27
Postfach 15 06 05, 80044 München
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Geschäftsleitung:
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Redaktion und redaktionelle
Mitarbeiter in dieser Ausgabe:
Annegret-Cl. Agricola
RA Dr. Johannes Fiala
Dipl.-Ing. Johann Kott
Dr. Karsten Lindloff
Elke Neureuther
Horst Neureuther (verantw.)
Dipl.-Ing. (Univ) Peter Pernsteiner
Dipl.-Math. Peter A. Schramm
Anzeigenleitung:
Dipl.-Vw. Heide Tschinkel-Neureuther
e-mail: anzeigen@cv-verlag.de
Layout:
AD&D Rosenheim, Silvia Romann
Druck: Dierichs Druck und Media
GmbH & Co. KG, Kassel
Druckauflage: 52.500
Tatsächliche Verbreitung:
51.745 (IV/14)
Auflage und Verbreitung kontrolliert.
31. Jahrgang
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ma­tisch um ein Jahr, wenn es nicht
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Zur Zeit gilt die Anzeigenpreisliste
Nr. 32 vom 01.01.2015.
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