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inside your business. today.
15. JG. NO. 1923
¤ 4,–
freitag/samstag/sonntag, 13.– 15. februar 2015
TREVISION
visual solutions visual solutions
a Trevision Holding Company
Das Märchen vom Mehrwert von Social Media
(Effizienztrainer Martin Geiger) Seite 4/5
nur Schönfärberei
Kammerwahlen/Fachgruppe Werbung:
Das „Team Werbung Wien“ Seite 8
© ABB/A. Pattenden
Nur zeitverschwendung
© Gewista/A. Tischler
© Business Village
www.trevision.at
nur ein automat
Mit YuMi präsentiert ABB auf der Hannover
Messe einen „kollaborativen Roboter“ Seite 50
Zukunft des Bezahlens Das mobile Geldbörsl kommt – flächendeckender Rollout noch heuer
www.plakativ-werbetechnik.at
„Amazon und Paypal
sind keine Konkurrenz“
www.bellutti.at
inhalt
prime news & market watch
> Vorschau: das Kommunalwirtschaftsforum 2015 3
> Gastkommentar: „Deppert
sterben lassen“, W. Lusak 6
> Fokus auf Orientierung und
Markttransparenz: DMVÖ 10
© Rohgenuss, Michaela & Jochen Russmann
retail
> Raw, Baby – Rohkost auf
dem harten Weg zum Hit 14
> Kontroversen: Auch Bio
Austria warnt vor TTIP 15
© card complete/APA-Fotoservice/Schedl; Michael Kappeler/EPA/picturedesk.com 9
© Christian Ecker
marketing & media
> ÖWA: 50 Prozent Plus
für meinbezirk.at Mobile Wallets made in Austria Die Testphase ist beendet, die Akzeptanz für die
NFC-Technologie laut PSA-Chef Rainer Schamberger hoch. Card Complete-Boss
Heimo Hackel (Bild) ortet keine Bedrohung für die Plastikkarten-Anbieter. Seite 2
business weekend
© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.
Ein erfolgreicher Tag beginnt mit dem richtigen Hotel.
Buchen Sie jetzt Zimmer, zentral in der Mozartstadt.
> Experten: Ausgaben für
Gesundheit steigen stark 38
> 2015 soll das Jahr der
Brennstoffzelle werden 56
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02Z030468 T
„medianet“ Verlag AG, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien
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C OV E R
2 – medianet
Freitag, 13. Februar 2015
mehr be zahl forme n
© card complete/Jansenberger Fotografie
card complete-Vorstand
Heimo Hackel (re., hier bei der
Präsentation der ersten JCBKarte mit JCB-Direktor Ryuji
Shinzawa): „Meine früheste
Erinnerung an Gespräche mit
Mobilfunkern zum Thema ,Mobile Wallet‘ geht auf das Jahr
2000 zurück. Es ist positiv,
dass es heute eine Vielzahl
an Bezahlmöglichkeiten gibt.
Wichtig ist, dass es einfache,
aber klare Regeln gibt, an die
sich alle halten müssen, und
die Daten- und TransaktionsSicherheit gewährleistet ist.”
Bezahldienste Entwickler des Mobile Payment preisen Vorzüge an: praktisches, effizientes, rasches Bezahlen; plus hohe Transparenz
Mobiler Rollout: „Im zweiten
Halbjahr könnte es so weit sein“
Der Markt für Zahlungsdienste wird – zumindest in Übersee – zusehends bunter. Aber: Nicht jedes System wird sich durchsetzen.
linda kappel
Wien. Smartphone mit dem QRCode zum Lesegerät halten, Scan
abwarten, einchecken – weltweit
schon ein üblicher Vorgang. Mobile
Bordkarte nennt sich das; und mobilen Anwendungen scheinen keine
Grenzen gesetzt. So soll das Mobile Payment, also das Bezahlen mit
dem Handy, in Europa auch bald
seinen Siegeszug antreten. Apple
machte ja Ende 2014 mit seinem
Bezahldienst in den USA Furore.
Seit Ende 2013 arbeiten auch in
Österreich führende Unternehmen
aus der Banken-, Kreditkarten-,
Kartenpersonalisierungs- und der
IKT-Industrie wie Austria Card,
card complete, Drei, Erste Bank,
MasterCard, Nexperts, PayLife,
T-Mobile und Visa an der mobilen Brieftasche. Bis zum flächendeckenden Rollout dauert es wohl
nicht mehr lang.
Mobile Brieftasche noch 2015
„Im zweiten Halbjahr könnte
es so weit sein“, ist Kurt Schmid,
CEO der Nexperts GmbH, die die
Software entwickelt, überzeugt.
„Die Technologie-Versuchsphase
ist planmäßig zu Ende gegangen.
Die beteiligten Unternehmen können nun die Wirtschaftlichkeit der
Markteinführung prüfen“, sagt Igor
Pejic von der Austria Card GmbH.
„Voraussetzung an den BezahlTerminals der Händler sind NFCModule. Sie werden à la longue in
ganz Österreich von Unternehmen
wie uns, Card Complete oder PayLife damit ausgestattet“, heißt es
beim Komplettanbieter bargeldloser Zahlungssysteme, Hobex AG.
Gemeint ist damit die Near Field
Communication, der internationale Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten per
Funktechnik; die mobilen Geräte
card complete Als Erster in Europa mit JCB-Premium EMV-Karte
Erweitertes Kartenportfolio
Wien. card complete hat zum 30-Jahr-Jubiläum eine neue Karte im Programm: Als Erster in
Europa gibt das Unternehmen eine JCB-Premium EMV-Karte für Österreicher aus. Das Japan Credit Bureau, die internationale Zahlungskartenmarke japanischer Herkunft, hat vor
einigen Jahren begonnen, in den asiatischen Raum zu expandieren und schickt sich nun an,
den europäischen Markt zu bearbeiten. „Mehr als 70 Prozent der Händler akzeptieren die
JCB-Karte“, sagt card complete-Vorstand Heimo Hackel. Co-Vorstand Walter Schlögl erklärt
die Premium-Features: „Umfassende Reise- und erweiterte Reise-Storno-Versicherung, PINFirst-Funktion (i.e. Authentifizierung mit PIN statt Unterschrift) und, ganz neu, die ShoppingVersicherung für mit der JCB-Karte gekaufte Waren im Wert von bis zu 1.000 Euro, gegen
Raub und Diebstahl“.
Zusatz-Features können dann noch etwa das Sixt Gold- oder ein exklusives Bonuspunktesowie ein „Wellness unlimited“-Programm sein – dieses inkludiert kostenfreie Nächtigung bei
Bezahlung des Halbpension-Tarifs in Partner-Hotels mit attraktiven Wellness-Angeboten.
Viel Potenzial biete auch die Kooperation mit China UnionPay, so Hackel.
benötigen spezielle Chips dafür.
Die Akzeptanz in Österreich dafür
sei hoch, berichtet Rainer Schamberger, Geschäftsführer von Payment Services Austria, der BankenTochterfirma für die Abwicklung
des Bankomatkartengeschäfts. Die
Nutzung des kontaktlosen Bezahlens habe sich allein von Jänner
bis Dezember 2014 mehr als vervierfacht, das Transaktionsvolumen im selben Zeitraum sei um das
Fünffache gestiegen.
Austro-Antwort auf Apple?
Ist die „Mobile Wallet Initiative Austria“ also die „AustroAntwort auf Apple Pay”? Schmid:
„Nicht ganz. Der Unterschied: Bei
Apple Pay sind die SicherheitsFeatures im Handy lokalisiert,
bei uns in der SIM-Karte.“ Apples
Bezahldienst hat zwar in den USA
bereits die meisten großen Kredit- und Debitkartenfirmen unter Vertrag. Und die Nutzer von
Alipay, dem Bezahlservice der
potenten chinesischen Handelsplattform Alibaba, können sich
für ihre Konten am iPhone bereits
mittels Fingerabdruck authentifizieren; was zeigt, dass es mehr
als nur Anbandeln der beiden ist.
So schnell wird sich Apple Pay
aber in Europa nicht durchsetzen,
dazu müsste der Internet-Gigant
Europas Banken bei den Gebühren
viel mehr entgegenkommen. Diesen
sind ja wegen einer EU-Verordnung
zu bargeldlosem Zahlungsverkehr
die Hände stark gebunden. Es
wurden in Österreich aber bereits
andere Systeme entwickelt, die
teils schon in Betrieb sind, etwa
das mobile Bezahlen per Bluetooth
oder via Barcode. „Jede weitere
Form der Transaktionsgenerierung
stellt für uns keine Bedrohung dar,
sondern eine Erweiterung unserer
Möglichkeiten“, kommentiert card
complete-Vorstand Heimo Hackel
die Entwicklungen. „Es macht aber
keinen Sinn, wenn es unterschiedliche Wallets gibt – sprich eine
für Kreditkarten und eine andere
für Maestro-Karten. Eine ,WhiteLabel‘-Lösung, die jede Bank unter
der eigenen Marke vertreiben kann,
ist wünschenswert; ebenso, dass
die Technologie Mobilfunk-Anbieter-unabhängig ist.“ „Es wird sich
jenes System durchsetzen, das die
Banken unterstützen und dessen
Handling am problemlosesten ist
– und das ist NFC“, meint Schmid.
Inklusion als gangbarer Weg
Daneben hat Google in den USA
schon vor zwei Jahren die Google
Wallet eingeführt. Online-Shoppern
machen es Amazon, PayPal und sogar auch Twitter schon sehr, sehr
leicht – die Internet-Umsätze ziehen weiter wie eine Rakete hinauf.
Dass dies große Konkurrenz sein
könnte, glaubt Hackel nicht, denn
das Bankgeschäft ist heikel und impliziert zahlreiche aufsichtsrechtliche Erfordernisse, „es wird daher
zu Kooperationen kommen”.
Pr i m e N e ws
Freitag, 13. Februar 2015
medianet – 3
Kommunalwirtschaftsform 2015 Das diesjährige Forum setzt sich mit modernen und ästhetischen Investitionen und Finanzierungen auseinander
„Leere Taschen, volle Kassen“
Wien. Für das 5. Kommunalwirtschaftsforum am 16. und 17. März
im Wiener Rathaus haben die Initiatoren Deloitte Österreich, Porr
Bau, Raiffeisen-Leasing, Siemens
AG Österreich und Vasko+Partner
mit „Leere Taschen, volle Kassen
– modern und ästhetisch investieren und finanzieren“, ein Thema
gewählt, das kleine Gemeinden
und große Städte berührt. „Die Gemeinden sind in Summe die größten
– öffentlichen – Investoren in Österreich“, erzählt Alexander Hohendanner von Deloitte Österreich.
Doch mit Investitionsentscheidungen allein sei es nicht getan.
„Investitionen müssen nachhaltig
gemanagt werden“, sagt Hohendanner, „und Folgekosten berücksichtigt werden – Stichwort ‚Life-CycleAnalyse‘.“ Vor allem das Instrument
einer mittelfristigen Finanzplanung
könne, „wenn es ernsthaft betrieben
wird“, Planungssicherheit schaffen.
Schließlich sollte sich die Gemeinde auf ihre Kernkompetenzen
konzentrieren, meint Hohendanner.
Diese lägen nicht im Aufbau von
Hardware, sondern in der „Bedienung der Software“: „Die Gemeinden sind als sozialer Kitt unserer
Gesellschaft für den hohen Lebensstandard in unserem Land verantwortlich.“ Um diesen Standard zu
erhalten, gebe es viel Potenzial,
etwa mithilfe von PPP-Lösungen
(Public-Private-Partnerships, Anm.)
effizient und gesamtwirtschaftlich
sinnvoll zu arbeiten. Hohendanner:
„All das erfordert Information und
Wissen; hier kann der Berater die
Gemeinde bzw. Stadt unterstützen,
um mit den vorhandenen Mitteln
das Optimum zu erreichen.“
„Not macht erfinderisch“
„Die Errichtung von kommunaler
Infrastruktur ist für die gesamte
Bauwirtschaft von sehr, sehr großer Bedeutung“, so Josef Pein von
Porr Bau, „da diese einen wesentlichen Teil der gesamten Bauproduktion darstellt.“ Die dafür notwendige Finanzierung stelle die
Gemeinden vor immer größere
Herausforderungen, „wobei be-
kanntlich erst die wirkliche Not
erfinderisch macht“. Neben den
notwendigen Reformschritten in
nahezu allen öffentlichen Verwaltungseinheiten, so Pein, würden
im Besonderen private Investoren
über entsprechende Beteiligungsmodelle „eine wesentliche Rolle für
künftige Infrastrukturinvestitionen
spielen“. Pein: „Wir hoffen, dass
alternative Finanzierungsformen
auch ein entsprechendes Interesse
seitens der Kommunen geschenkt
wird, damit auch in Zukunft die
Weiterentwicklung der Kommunen
sowie die Versorgung der Gesellschaft und damit der Lebensstandard gesichert werden.“ (red)
© KWF (2)
Hohendanner: „Mit Investitionsentscheidungen allein ist es nicht getan.“
A. Hohendanner, Partner Deloitte Österreich: Investitionen nachhaltig managen.
Josef Pein, Geschäftsführer Porr GmbH:
Fokus auf alternative Finanzierungen.
KWF 2015
Das Kommunalwirtschaftsforum 2015
findet am 16. und 17. März 2015 im Wiener
Rathaus statt. Unter dem Thema „Leere Taschen, volle Kassen – modern und ästhetisch
investieren und finanzieren“ liefern die Initiatoren des KWF einen weiteren Anstoß, das
Miteinander der öffentlichen Hand mit Privaten zu forcieren und gemeinsam Lösungsansätze für anstehende Probleme, Fragestellung und neue Strukturen von Kommunen zu
finden. www.kommunalwirtschaftsforum.at
durchblicker.at Personalie
Neuer CMO
Wien. Alexander LeopoldingerHaiden ist neuer Chief Marketing
Officer beim Tarifvergleichsportal
durchblicker.at. In dieser Position
soll der frühere CMO von KochAbo laut Aussendung von durchblicker.at „besonderes Augenmerk
auf Markenstrategie, Digitalmarketing und Social Media setzen“.
Seit 2012 ist Leopoldinger-Haiden
auch Lektor am Institut für Unternehmensführung der FHWien für
die Bereiche Marketing und Human Resources. (red)
csr
6.
jahrgan
DAS ÖSTERREICHISCHE
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• 33 Best Practice-Beispiele aus Österreich
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• Interviews und Diskussionen mit führenden Politikern und Experten: Was 2015 für CSR bringt
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durchblicker.at wächst weiter: Alexander
Leopoldinger-Haiden ist neuer CMO.
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Mag. Erich Danneberg, MAS
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Inside Your Business. Today.
f e atu r e
4 – medianet
Freitag, 13. Februar 2015
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M A r t i n g e ig e r
Effizienztrainer und Autor;
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Martin Geiger
S
ocial Media bergen nicht nur
ein hohes Suchtpotenzial, sie
bringen auch kaum nennenswerte oder gar messbare Vorteile.
Abgesehen vielleicht von der Befriedigung des Voyeurismus, wenn
man die belanglosen Statusmeldungen anderer Leute liest oder der
Illusion von Bedeutung, wenn die
eigenen Kommentare mit „Gefällt
mir“ versehen werden. Natürlich
wird es Stimmen geben, die dem
laut widersprechen. Doch hierbei
handelt es sich mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit
um Unternehmer, deren Geschäftszweck meist mit irgendeiner Form
von Social-Media-Nutzung mittelbar oder unmittelbar zusammenhängt und deren Umsatz somit
mit jedem Social-Media-Verfechter
und -User steigt. Dies dürfte für
rund 95 Prozent aller Unternehmer
jedoch nie der Fall sein.
10–20h Social Media/Woche
Nach Empfehlung der US-amerikanischen Autorin Beth Kanter und verschiedener deutscher
Social-Media-Experten sollte jeder
Unternehmer zwischen zehn und
zwanzig Stunden pro Woche für
Social Media aufbringen. Was das
effektiv bringen soll, bleibt allerdings offen. Denn ob die Leute tatsächlich auf „Gefällt mir“ klicken
oder nicht, wird für einen Großteil
der Unternehmer etwa in Bezug auf
den Umsatz keine nennenswerte
Relevanz besitzen. Laut einer 2012
veröffentlichten Studie von Forrester Research beeinflusst Social
Media weniger als ein Prozent der
Kaufentscheidungen im Internet.
Für den Wert eines FacebookFans fehlt bislang jeglicher Beleg;
Gleiches gilt für Xing, LinkedIn,
Twitter oder Google+. Die Masse
der Nutzer, die sich dort befinden,
wird für Unternehmer nur marginal zu deren Ergebnis beitragen.
Wenn es Sie also nicht bei der
Kundengewinnung unterstützt:
Welches Argument bleibt Ihnen
dann noch, das es rechtfertigen
würde, als Unternehmer täglich drei Stunden auf Facebook
zu verbringen? Dass Imagekampagnen von Großkonzernen wie
McDonald’s & Co. ein völlig anderes Ziel verfolgen, steht außer
Frage. Aber die Strategie für KMU
muss es sein, sich über die wichtigsten eigenen Ziele klar zu werden. Um sich dann kritisch mit der
Frage auseinanderzusetzen, inwiefern man in der Zeit, die man online
in Sozialen Netzwerken verbringt,
sich von diesen eher entfernt, anstatt ihnen näher zu kommen.
Ersatz für die Kaffeeküche?
Social-Media-Junkies verlieren im Laufe der Zeit außerdem
die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche fokussieren zu können.
Man kämpft – always online und
simultan – auf verschiedenen
Kanälen mit einer modernen Form
von ADS (AufmerksamkeitsdefizitSyndrom).
Kindern werden in solchen Fällen gerne Psychopharmaka verordnet, erwachsene Unternehmer
bezahlen dafür „nur“ mit sinkender Arbeitsleistung; der Prozess
vollzieht sich dabei schleichend
und bleibt somit meist lange unbemerkt.
Hier mal eben bei Facebook die
Mails der virtuellen Freunde gelesen, da mal kurz in Xing nach ein
paar Kontakten gestöbert, dann
nur schnell bei YouTube nach
einem Video gesucht und dabei
noch eben über zwei besonders
gut gemachte Clips gestolpert, die
man rasch an Freunde versendet. Das alles natürlich unter dem
Deckmantel der Entspannung. Social Media als Ersatz für den Gang
zur Kaffeeküche, nur weit zeitraubender. Aus dem einen und anderen kurzen Viertelstündchen summieren sich im Laufe der Arbeitswoche leicht mehrere Stunden.
Wir scheinen die Ablenkung zu
brauchen, weil wir nicht mehr in
der Lage sind, über einen längeren
Zeitraum, und seien es auch nur 25
Minuten am Stück, konzentriert zu
arbeiten. Mit diesem Wissen lässt
sich unsere Aufmerksamkeit gerade im Internet wunderbar steuern. Was für das Fernsehen die
Werbepause leistet, ist im Netz
längst dauerhaft präsent. Hier ein
blinkender Banner, dort ein Link.
Schnell ist eine Stunde vergangen;
eine Stunde, in der wir unserem
Ziel nicht näher gekommen sind,
sondern von dem wir uns – im
Gegenteil – immer weiter entfernt
­haben.
davon einer unter sechzig Jahren?
Herzlichen Glückwunsch: Sie sind
auch betroffen!
Neukunden über Facebook
Nach Empfehlung der USamerikanischen
Autorin Beth
Kanter und einiger deutscher
Social-MediaExperten sollte
jeder Unternehmer zwischen
10 und 20h/Woche für Social
Media aufbringen. Was das
effektiv bringen
soll, bleibt aber
offen. Denn ob
die Leute ‚gefällt mir‘ klicken, wird für
den Großteil der
Unternehmer
etwa in Bezug
auf den Umsatz
keine nennenswerte Relevanz
­besitzen.“
Eine Website, die ich Ihnen
wärmstens ans Herz legen möchte, wenn Sie von dem geschilderten Problem betroffen sind, weil
Sie sich genau damit auseinandersetzt, lautet: www.nowdothis.
com. Dort finden Sie nach Eingabe der zu erledigen Aufgaben
einen leeren Bildschirm, auf dem
sich nichts anderes befindet als
ebendiese Aufgabe. Jedwede Ablenkung ist ausgeschaltet. Nicht
einmal blinkende Banner können
Sie jetzt noch aufhalten. Sie sind
davon nicht betroffen? Hm? Haben
Sie Mitarbeiter? Mehr als zwei und
Wie viele neue Kunden haben Sie
schon über Facebook gewonnen?
Ein befreundeter Inhaber einer
größeren Steuerberaterkanzlei ist
quasi rund um die Uhr online. Das
Schöne ist: Man kann sich nahezu
jederzeit mit ihm zum Tennis verabreden, denn via Facebook-Chat
erreicht ihn jede Nachricht quasi
unmittelbar. Seine Social-MediaKompetenz wird auch von der
Branche als besonders innovativ
gelobt. Schließlich kann er sich
unter dem Überbegriff „Beziehungspflege“ mit bestehenden
Mandanten vernetzen. Aber gewinnt er als Steuerberater neue
Mandanten auf Facebook? Nein.
Denn viele Soziale Netzwerke, allen voran Facebook, sind in allererster Linie eine Community von
Gewinnspielinteressenten und Ablenkungssüchtigen, die jedoch auf
diesem Weg kaum Geld im Netz
ausgeben. Kostenloser Content?
Gern.
Produktivitätsgrab Xing
Natürlich dürfen auch Sie eine
Fanpage für Ihr Unternehmen unterhalten und selbstverständlich
kann dies zu Imagezwecken sinnvoll sein. Aber Hand aufs Herz:
Inwiefern dient die Beschäftigung
damit in Ihrem Fall in allererster
Linie Ihrer eigenen Ablenkung?
Was die geschäftliche Relevanz betrifft, kommt erschwerend hinzu,
dass von Facebook zuletzt sogar
die Reichweite der Fanpages willkürlich beschnitten wurde. Jetzt
muss ein Unternehmer also per
Anzeige dafür bezahlen, dass diejenigen, denen seine Seite gefällt,
seine Meldungen überhaupt sehen.
Und wie messen Sie den Returnon-Invest für Ihre Credibility?
Ich unterstelle einmal, dass sich
niemand am Ende seines Lebens
wünschen wird: „Hätte ich nur
mehr Zeit auf Facebook verbracht!“
Solange Sie kein Filmstar sind, ist
das Posten irrelevanter Statusmeldungen kein Gradmesser für gesellschaftliche Bedeutung, ist die
Pflege virtueller Freundschaften
keine Ausrede für die Vernach-
lässigung realer Beziehungen und
steht die Häufigkeit der Klicks auf
„Gefällt mir“ nicht in unmittelbarer
Relation zum Empfinden echter
Lebensfreude – im Gegenteil.
Ein mindestens ebenso großes
Produktivitätsgrab ist Xing. Entweder befinden sich darin Nutzer,
die den ganzen Tag nichts anderes
zu tun haben, als ihren Status zu
aktualisieren, Beiträge in Foren
zu verfassen (was zugegebenermaßen auch eine wirksame Vermarktungsstrategie sein kann)
und Mails zu schreiben.
Oder es befindet sich darin ein
Kundenkreis, den man zwar auf diversen Netzwerkveranstaltungen
antrifft, der darüber hinaus jedoch
meist nicht allzu erfolgreich agiert.
Kein Wunder: Wenn diese Leute
ihre eigene Zeit gering schätzen,
können sie natürlich auch keine
nennenswerten Erträge aus ihrer
Zeitverwendung erzielen. Tun Sie
das nicht!
Etwas besser verhält es sich mit
Weblogs. Dort kann regelmäßiger
Content durchaus den eigenen
Expertenstatus ausbauen, das
Suchmaschinen-Ranking verbessern und somit Besucher auf die
eigene Website bringen. Aber Achtung: Die Rede ist hier vom Betreiben eines eigenen Weblogs, nicht
vom stundenlangen Herumsurfen
in der Blogsphäre unter dem Deckmantel der Recherche.
Wer nicht drin ist, ist out?
Zugegeben: Ohne Facebook, Xing
und Co. scheint es, nach dem Motto
„Wer nicht drin ist, ist out“, heute
kaum noch zu gehen. Vielleicht ist
dies alles ja Ihrem Geschäft zuträglich? Dann sollten Sie jemanden dafür einstellen. Denn in diesem Fall
stellt sich nicht die Frage: Soll ich
oder soll ich nicht? Sondern: Übertrage ich diese Aufgaben wie in jedem größeren Unternehmen auch
nicht besser jemand anderem?
Unternehmen, die so vielversprechende Bezeichnungen wie „SocialMedia-Management“ tragen, gibt
es viele. Dort sind Leute aktiv, die
ohnehin den ganzen Tag im Netz
verbringen und so aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht haben. Bei
diesen sind Ihre Social-Media-Aktivitäten in besten Händen – und Sie
haben Ihre Hände wieder frei für
Ihre eigentliche Arbeit.
Entweder Sie sind online – Ent-Täuschung „Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich damit unbeliebt mache, behaupte ich: Der Großteil der Zeit, die wir mit Social
­Media verbringen, ist reine Zeitverschwendung.“ Das sagt Effizienztrainer ­Martin Geiger. Nach Jahren höchst intensiver Recherche durch
­exzessive eigene Nutzung zieht er ein ernüchterndes Resümee, spricht
von ­einer „riesengroßen Illusion“ und meint: „Es bedarf einer schonungslosen Abrechnung mit dem Märchen vom Mehrwert von Social Media.“
Freitag, 13. Februar 2015
f e atu r e
medianet – 5
© Panthermedia.net/Jesús Sanz
oder Sie sind erfolgreich
th e opi n i on
6 – medianet
Swissleaks, Austrianlocks Seit fünf Jahren
kursiert eine Liste mit möglichen Steuersündern, die beim Schweiz-Ableger
der HSBC-Bank Konten hatten. Jetzt
hat sich auch die österreichische Finanz ein Herz gefasst und will sich die
Daten besorgen. Am Mittwoch wurde
also ein entsprechendes Amtshilfeersuchen verschickt.
Der Hintergrund: Von der Unterzeichnung des Übereinkommens mit
der Schweiz im April 2012 bis zum
Inkrafttreten zu Jahresbeginn 2013
konnten Steuerpflichtige ihr Vermögen noch schnell aus der Eidgenossenschaft abziehen und in ein anderes
Steuerhinterziehungsparadies transferieren. Also sollen – auf Basis der EUAmtshilferichtlinie – die französischen
Steuerbehörden, die schon seit ein paar
Jahren Zugang zu dem Datenmaterial
haben, uns bitteschön jene Daten aushändigen, die Österreich betreffen. Die
Schweiz hatte zuvor eine diesbezügliche Anfrage des heimischen Finanzministers bereits abgelehnt.
Das Bizarre an der transeuropäischen Fragerunde ist: Das meiste
m a ke r S n e t w o r k
medianet
Leitartikel
Geld
macht reich
Welche Halunken es sind, die ihr Geld von der ­Schweizer
HSBC ins Steuerhinterziehungsparadies Österreich
­verschoben haben, das erfragen wir in Frankreich.
sabine bretschneider
Geld, das da herumgeschoben wurde,
ist nicht auf einer anderen Schweizer Bank gelandet und auch nicht bei
einem zwielichtigen französischen Institut, sondern in Österreich. Und hier
ist das Ende der Fahnenstange in Sachen Auskunftspflicht erreicht. Bankgeheimnis halt. Und egal, wie viele Mil-
lionen uns dadurch entgehen – laut seriösen Schätzungen geht es insgesamt
um etwa zehn Milliarden Euro, für die
ein neues Plätzchen gesucht wurde:
Sobald die Legende vom alten Mütterchen und dessen Sparbuch auftaucht,
schließen sich die rot-weiß-roten Reihen. Dass die Steuereinnahmen, die
durch die originellen Schiebereien dem
Staat entgehen, ja von irgendjemandem
kompensiert werden müssen und dieser Irgendjemand sie dann per Einkommens- und Mehrwertsteuer zahlt – oder
schlimmstenfalls eh das „GroßmutterSparbuch“ (©: Faymann) dran glauben
muss, ist ned so relevant.
Selber schuld
Detail am Rande: Die Kunden der
Schweizer HSBC sind überdurchschnittlich oft „Hausfrauen“, „ohne Beruf“
oder Studenten, berichtet das Journalistenkonsortium ICIJ, das gut 100.000
gestohlene Datensätze („Swiss Leaks“)
ausgewertet hat. Das bestätigt wiederum die Aussage von Bestseller-Ökonom
Thomas Piketty: Mit Geld lässt sich viel
mehr Geld verdienen als mit Arbeit.
Gastkommentar „Gehörnte“ Ehepartner, ahnungslose Sparer …
Einfach deppert
sterben lassen
zitat des ta ge s
Helmut Kramer, ehem. Wifo-Chef
Wollen Parteien wirklich gebildete Wähler?
„Wir freuen
uns, dass
wir im aktu­
ellen ­kununu
Ranking
als einziges Industrie­
unternehmen in den
Top10 liegen.“
© OÖN/Weihbold
franz chalupecky,
a b b Öst erreich , s . 5 0
„Es geht da­
rum, freie
Denkräume
zu schaffen,
wo Menschen
an schwierigen Aufga­
ben arbeiten können.“
Br uno Buchberge r ,
S o f t warepark H a ge n b e rg , s. 68
© medianet/Katharina Schiffl
© ABB
heute im
business weekend
mail to
s.bretschneider
@medianet.at
IMPRESSUM
Medieninhaber:
„medianet“ Verlag AG
1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG
http://www.medianet.at
Gründungsherausgeber: Chris Radda
Herausgeber: Germanos Athanasiadis,
Mag. Oliver Jonke
Vorstand: Markus Bauer
Verlagsleiter: Bernhard Gily
Doppelt deppert Wenn alle Verwandten und Freunde außer dem „gehörnten“ Ehepartner
vom „Fremdgehen“ seines Partners wissen, wenn bei einem Hauskauf der Verkäufer den
Käufer nicht über einen sehr wichtigen, aber kaum nachweisbaren Mangel des Gebäudes informiert hat, dann gibt es in Österreich dafür den harten, aber treffenden Ausdruck, man habe die jeweils nicht Aufgeklärten „deppert sterben lassen“.
Auch wenn mit Wissensvorsprung und Macht ausgestattete Menschen immer schon
gern andere in Unklarheit und Unwissenheit belassen haben: In unserer globalisierten
Welt erreicht diese Methode gerade eine unfassbare Blütezeit. Zu vielen der an der Spitze der Gesellschaft Stehenden – sei es in Wirtschaft, Politik oder Religionen – ist es kein
Anliegen, aufgeklärte Menschen, mündige Konsumenten oder Mitwirkende mit echtem
Überblick aufkommen zu lassen.
Hochentwickelte, aber skrupellose Globalbanken haben die Ahnungslosigkeit von Millionen Sparern, Anlegern, Leistungsträgern, aber auch die Naivität ganzer, jetzt hochverschuldeter Staaten für sich ausgenutzt. Auch Internet-Imperien, welche ihre User
um Geld und Daten über deren persönliche Gewohnheiten
bringen und den Blick hinter ihre Kulissen verwehren, lassen uns deppert sterben. Raffinierte Werbestrategien von
„Die einen freuten sich
Konzernen und Massenproduktanbietern haben die Menschen verführt, Dinge zu kaufen, die sie kaum brauchen,
auf neue, sozial bedürfaber unsere fortschreitende Klimakatastrophe befeuern.
So nebenbei wird auch unsere Sprachkultur zerstört:
tige Wählerschichten,
Was heißt z.B. „So muss Technik“?
Wer den Wolf
fürchtet, soll
nicht in den
Wald. Wer sich
vor ­Oligarchen
fürchtet, soll
nicht nach
­Russland.
Freitag, 13. Februar 2015
die anderen wollten
billige Arbeitskräfte.“
Sozialistische Parteien drücken Ansprüche an Ausbildungsstandards, Disziplin, Prüfungen und Notengebung
wolfgang Lusak, Lobby-Coach
deshalb so gern, damit sie letztlich viele Ungebildete, Arund unternehmensberater
beitslose, Motivationslose, also „sozial Schwache“ haben,
die sie als Wähler und im Kampf gegen „die Reichen“ für
sich gewinnen können; sie lassen sie deppert sterben. Konservative Parteien wiederum neigen dazu, rein auf Effizienz ausgerichtete, mit Zugangskriterien versehene Bildungseinrichtungen zu schaffen, aus denen sie gut funktionierenden Nachwuchs für die Wirtschaft und sich selbst rekrutieren können.
Was die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund in demokratisch-westliche Werte und Bildung betrifft, waren sich bisher
beide „Klassenkampf“-Seiten einig: Die einen freuten sich auf neue,
sozial bedürftige Wählerschichten, die anderen wollten – vor allem
als diese noch als Gastarbeiter kamen – billige Arbeitskräfte. Und so
haben sie viel zu lange zugesehen, wie unaufgeklärte Parallelgesellschaften und letztlich auch Brutstätten des Terrors entstanden sind.
Höchste Zeit, allen Jugendlichen wieder Freude an Schule und
Lernen zu geben. Höchste Zeit, den wahren Leistungsträgern im Mittelstand das Know-how für ein Lobbying
in die Hand zu geben, mit dem sie sich ganz sauber
gegen die Dominanz der Großlobbys aus Kapitalismus, Konzernen und Gewerkschaften wehren
können. Höchste Zeit, alle Gesellschaftsschichten
in einen großen Dialog über ein gemeinsames Entwicklungs- und Bildungsprogramm einzuschließen – aber bitte nicht unter dem Slogan
„So muss B
­ ildung!“
Wolfgang Lusak, Unternehmensberater und LobbyCoach, www.lobbydermitte.at und www.lusak.at
Die abgedruckten Gastkommentare geben aus­
schließlich die Meinung des Verfassers wieder.
Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
Chefredakteurin und Leiterin des Redaktionsteams: Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli
Kontakt:
Tel.: +43-1/919 20-0
office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231
Fotoredaktion: fotored@medianet.at
Abo, Zustellungs- und
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freitag, 13. februar 2015 – 7
© meinbezirk.at
Digital
ÖWA weist im Jänner ein Plus von 50%
für meinbezirk.at aus Seite 9
© Christian Ecker
marketing & media
Nachwuchs
Präsentation
Marketing Natives präsentieren Programm
von Workshop bis Tour Seite 10
CSR-Jahrbuch 2015 im
Ministerium vorgestellt Seite 12
© medianet/APA-Fotoservice/Preiss
Kammerwahlen 2015:
Denn wer zuletzt lacht …
© Christian Ecker
short
Anton Jenzer, Präsident des
Dialog Marketing Verband
DMVÖ, präsentierte bei einem
Pressegespräch die Pläne des
Branchenverbands für 2015.
So setzt man für Mitglieder
und Dialogmarketer ganz auf
Orientierung und Markttransparenz. Dazu schafft man u.a.
einige Workshops zu aktuell
diskutierten Branchenthemen.
Außerdem organisiert der
DMVÖ seine Events neu: Die
Inside Arena und der Columbus Award werden im heurigen Jahr erstmals zusammengelegt.
Seite 10
© marketagent
Auftakt Von 24. bis
26.2. sind die Kammermitglieder aufgerufen, ihre Berufsgruppenvertreter zu
wählen, auch in der
Sparte Werbung &
Markt­kommunikation.
medianet bat zum
Auftakt das „Team
Werbung Wien“
(­Sozialdemokratischer
Wirt­schafts­verband),
derzeit in Opposition
zur Schwarz/Grünen
Führung, zumTalk.
Seite 8
© Gewista/Andreas Tischler
Thomas Schwabl, Geschäftsführer des Markt- und Meinungsforschers Marketagent.com,
untersuchte gemeinsam mit
den Kollegen von Telemark
Marketing den Zustand der eigenen Branche. Das Ergebnis:
Die Meinungsforscher haben
ein Imageproblem. Zwar haben
die heimischen Meinungsforscher immerhin kein negatives
Image, die Befragung ergab
aber, dass man eher gar kein
bestimmtes Image habe. Es
gelte nun, mit speziellen Initiativen an der Außendarstellung zu arbeiten.
Seite 11
Der neue medianet
Sonderthemenplan
2015 ist
jetzt abrufbar!
Auszeichnung ORF-Journalist von Magazin ausgezeichnet
Wehrschütz „Journalist des Jahres“
(www.
medianet.at)
© APA/Herbert Pfarrhofer
© Thjnk
medianet tv heute
Thjnk realisiert den neuen Haribo-Spot, erstmals mit „Bully“
Herbig solo als Testimonial.
Karl Javurek will mit seinem
„Team Werbung Wien“ wieder die
Fachgruppenführung erobern.
Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz ist „Journalist des Jahres“.
Wien. Das Branchenmagazin Der
Österreichische Journalist hat am
Mittwoch die „Journalisten des
Jahres“ ausgezeichnet. Christian
Wehrschütz, Ukraine-Korrespondent des ORF, wurde als „Journalist des Jahres“ geehrt, der frühere
Kurier-Chefredakteur und ORFChefkommentator Hugo Portisch
für sein Lebenswerk ausgezeichnet; die Die Presse erhielt den Titel
„Redaktion des Jahres“.
Der Anfang Jänner an Krebs
verstorbene News-Aufdecker Kurt
Kuch gewann in der Kategorie
„Investigation“ und erhielt einen
Sonderpreis für sein Engagement
gegen den Krebs. (APA)
Das größte Außenwerbenetz Österreichs:
Plakat, Citylight,
Posterlight, Bigboard
Quelle: EPAMEDIA, 27.190 OSA Medien Q4/2014
TEL: +43/1/534 07-0
www.epamedia.at
c ov e r
8 – medianet
Freitag, 13. Februar 2015
Zielgruppe Vor allem die EPU und deren Bedürfnisse hat das „Team Werbung Wien“ als Zielgruppe bei den anstehenen Kammerwahlen ausgemacht
Jetzige Führung: „Schlafpille,
die vor der Wahl aktiv wird“
Die Kammerwahlen stehen vor der Tür – und die Fraktionen bringen sich in Stellung. So auch das rote „Team Werbung Wien“.
dinko fejzuli
Wien. Vom 24. bis zum 26. Februar
sind die heimischen Kammermitglieder aufgerufen, ihre Berufsgruppenvertretung zu wählen. Also auch jene der Sparte Werbung
und Marktkommunikation in der
WKO – und wer in der sogenannten
Fachgruppe Werbung Wien künftig
im Chefsessel sitzt, wird sich also
in wenigen Tagen entscheiden. Für
die aktuell auslaufende Legislaturperiode tat dies Birgit Kraft-Kinz
in einer Koalition mit den Grünen
den schwarzen Wirtschaftsbund.
Geht es nach Gewista-Generaldirektor Karl Javurek, soll sich
dies (wieder) ändern, denn die Periode davor war der sozialdemokratische Wirtschaftsverband am
Ruder und, so sein Wunsch, soll es
auch für die nächsten fünf Jahre
wieder werden.
Zum „Wahl-Gespräch“ trifft
medianet Javurek nicht allein.
Es ist ein Doppel-Interview mit
Markus Arige, Gesellschafter der
Agentur „halle34 | Og für zeitgenössische kommunikation“, denn
die beiden bilden die Doppelspitze der roten Fraktion, die bei den
Kammerwahlen seit Jahren unter
dem Namen „Team Werbung Wien“
antritt.
„Wie verzweifelt muss
man sein, wenn man
die erfolgreiche Marke
eines Mitbewerbers
bewusst für sich selbst
in Anspruch nimmt.“
karl javurek
team werbung wien
Und hier gibt es schon den ersten
Konflikt, denn: Im Zuge der kommenden Wirtschaftskammerwahl
kandidiert der ÖVP-Wirtschaftsbund/Fachgruppe Werbung Wien
plötzlich ebenfalls unter der Marke „Team Werbung Wien“. Dies ist
jedoch genau jene Bezeichnung,
unter welcher die Fraktion des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands wie erwähnt seit Jahren
kommuniziert und auftritt.
© fej
„Wollen Erster werden“
Wahlgespräch: Gewista-CEO Karl Javurek und Agenturchef Marcus Arige (Halle34) wollen die Fachgruppenführung vom schwarzen Wirtschaftsbund wieder zurückholen.
den Markteilnehmern aufs Heftigste abgelehnt wird.“
Arige, Listenzweiter des originalen Team Werbung Wien, ergänzt: „Wie verzweifelt muss man
sein, wenn man die erfolgreiche
Marke eines Mitbewerbers bewusst für sich selbst in Anspruch
nimmt, nur um an der Macht zu
bleiben? Auch wenn der ÖVPWirtschaftsbund seine Felle schon
davonschwimmen sieht, so gibt es
ethische und moralische, aber auch
juristische Grenzen. Diese wurden
hier eindeutig überschritten.“Doch
auch ohne den Markenraub sind
die beiden auf die FachgruppenObfrau nicht wirklich gut zu sprechen. Die Liste der Kritikpunkte
ist lang, allen voran jene, dass
Anträge der roten Opposition aus
„fadenscheinigen“ Gründen über
Jahre in den Gremien stets blockiert wurden. Gerade wenn es um
die Anliegen der EPU ginge, die
die überwältigende Mehrheit der
Mitglieder stellen, habe Kraft-Kinz
stets „blockiert“.
„Warum gibt es nicht
einen einheitlichen Ge­
werbeschein für unsere
Branche? Hier herrscht
Causa „Markenraub“
noch ein streng zünfti­
Listenführer Javurek zur Namens-Malaise: „Seit 2008 ist ‚Team
Werbung Wien‘ die Bezeichnung
unserer Fraktion. Bei der vergangenen Wirtschaftskammerwahl
haben wir ebenfalls unter dieser
Marke kandidiert, und auch unsere Arbeit der letzten fünf Jahre lief
unter dieser Marke. Der nunmehrige Versuch des ÖVP-Wirtschaftsbunds, unter unserer Bezeichnung
zu kandidieren, ist der eindeutige
Versuch einer Wählertäuschung
und darüber hinaus etwas, das
man in unserer Branche als ‚Markenraub‘ bezeichnet und was von
sches Denken vor.“
marcus arige
team werbung wien
Nur sei die Branche im Wandel,
und gerade diese Zielgruppe von
den Veränderungen besonders betroffen, ohne dass die Fachgruppen-Spitze entsprechend darauf
reagiert hätte. Noch schlimmer,
so Javurek: „Die Obfrau hat mit
irreführenden Behauptungen, die
Branche sei im Wachsen, lediglich
Schönfärberei betrieben. Jene, die
neue Mitglieder geworden sind,
waren zum großen Teil gar keine
echten Neugründungen, sondern
EPU, die meist schon in der Branche gearbeitet hatten, nur eben als
Angestellte in Agenturen“.
Eine statt 14 Berufsgruppen
Weiterer Kritikpunkt: Die Untereinteilung der Fachgruppe in
insgesamt 14 Berufsgruppen entspräche längst nicht mehr der
Realität. Hier habe man vorgeschlagen, diese auf eine zu reduzieren; als Gegenvorschlag sei von
Kraft-Kinz eine Fünfer-Einteilung
gekommen; welche (neuen) Berufsgruppen dies sein sollen, „diese Antwort blieb Kraft-Kinz aber
schuldig“, so Arige.
Dies sei vor allem deshalb ärgerlich, da ja jeder, der außerhalb seiner angestammten Branche weitere
Dienstleistungen anbieten wolle,
jedes Mal einen zusätzlichen, kostenpflichtigen Gewerbeschein
lösen müsse.
Auch der Umstand, dass die
Fachgruppe ihren eigenen Kommunikationsetat ausgeschrieben habe
und dabei EPU, also einen Großteil
der eigenen, zahlenden, Mitglieder vom Pitch ausdrücklich ausgeschlossen habe, zeige, so Arige,
dass die Fachgruppenführung im
Grunde die Interesse der Ein-Personen-Unternehmen nicht auf der
Agenda habe: „Das Ganze war eine
Farce.“
Und grundsätzlich: „Ein Kommunikationsberater muss heute vom
Konzept über die Grafik bis hin zu
digital alles beherrschen, da passt
die aktuelle Berufsgruppeneinteilung schon längst nicht mehr“, so
Javurek. „Warum gibt es nicht einen einheitlichen Gewerbeschein
für unsere Branche? Eine weitere
Ausdifferenzierung kann ja intern
dann durchaus via Berufsgruppensprecher erfolgen, aber ohne
finanziellen Schaden für die EinPersonenunternehmen“, so Arige
ergänzend. „Hier herrscht noch ein
streng zünftisches Denken vor.“
Aber selbst wenn Kraft-Kinz
Initiativen gesetzt hätte, dann seien
diese aus Mangel an konsequenter
Weiterverfolgung „verpufft“. Hier
nennen Javurek und Arige u.a. die
Aktion „Gegen schwarze Schafe“,
„Es ist viel Geld vor­
handen. Die Fach­
gruppe sitzt auf einem
Polster von 1,5 Mio.
Euro, die von der Kam­
mer verwaltet werden.“
karl javurek
die einfach „abgewürgt“ worden
sei. Besonders ärgert sich Javurek
über den Umstand, dass die Fachgruppen-Obfrau die Interessen des
schwarzen Wirtschaftsbunds über
die Interessen der Wiener Unternehmen stelle.
Konkret spricht Javurek hier den
ausschließlich in Wien gültigen
Kollektivvertrag an, wodurch den
Wiener Unternehmen in der direkten Konkurrenz mit etwa niederösterreichischen Agenturen ein
Wettbewerbsnachteil entstehe, da
diese billiger anbieten könnten.
Hier schaffe es die Obfrau nicht,
die eigenen Partei auf Linie zu
bringen, um den Kollektivvertrag
bundesweit einzuführen. „Es wird
immer nur abgelehnt, abgelehnt,
abgelehnt“, so Javurek wütend.
Generell sei Kraft-Kinz beim
Thema Lobbying für die eigene
Berufsgruppe „nicht immer am aktuellen Stand“.
Um die Interessen der eigenen
Mitglieder nachdrücklich zu vertreten, bedürfe es mehr als nur
einer ex post-Begutachtung von
Gesetzesvorschlägen, sondern man
sollte bereits in den Entstehungsprozess eingebunden sein.
Nachsatz Javurek: „Aber die Obfrau hatte gar keine Ahnung, was
hier seitens des Gesetzgebers etwa
in Sachen Lobbying-Gesetz oder
Festplattenabgabe in Vorbereitung
war.“ Und: „Viele Dinge, die gesellschaftspolitische Relevanz hätten,
wie etwa Steuern, die SVA oder
eben ein bundesweit umgesetzter
Kollektivvertrag, werden von unserer Fachgruppenführung einfach
nicht angegangen oder sogar ignoriert.“
Javurek: Beiträge senken
Bei einem Punkt zeigt sich Javurek besonders kritisch und zwar,
wenn es um das Budget der Fachgruppe geht: „Es ist viel Geld vorhanden. Die Fachgruppe sitzt auf
einem Polster von 1,5 Mio. Euro,
die von der Kammer verwaltet werden.“ Er sei nicht gegen Rücklagen,
„aber in diesem Ausmaß?“
„Die Beiträge müssen für EPUs
von 95 auf 50 Euro pro Mitglied
und Jahr sinken. Das wäre etwas,
was ihnen sofort helfen würde,
da manche ja zum Teil im System der regelrechten Selbstausbeutung leben.“ „Vier Millionen
Euro wurden in der vergangenen
Legislaturperiode von der Fachgruppe ausgegeben. Ich bin der
Meinung, die Leistung der Fachgruppe war für dieses Geld zu
wenig.“
Javurek weiter: „Die jetzige
Fachgruppenführung unter KraftKinz ist eine Schlafpille, die kurz
vor der Wahl plötzlich aktiv wird,
deren Arbeit bisher aber an den
wirklichen Interessen der eigenen
Mitglieder vorbeigegangen ist. Es
ist Zeit, dass ein neuer Schwung in
die Kammer kommt“.
Anmerkung der Redaktion: Die
Reaktion von Fachgruppen-Obfrau Birgit Kraft-Kinz auf die Kritik von Javurek und Arige bzw.
welche Schwerpunkte sie in der
kommenden Legislaturperiode
setzen möchte, lesen Sie in der
kommenden Freitag-Ausgabe der
medianet.
fa c ts & ba c k gr ou n d s
Freitag, 13. Februar 2015
medianet – 9
Auf Erfolgskurs meinbezirk.at startet erfolgreich in das neue Jahr 2015 – und knüpft somit an die Erfolge des vergangenen Jahres an
ÖWA: 50% plus für meinbezirk.at
Wien. Die aktuellen Zahlen der
ÖWA Basic-Erhebung zeigen deutliche Erfolge der einzelnen Medienunternehmen. Insbesondere
meinbezirk.at konnte seine Zahlen
um bis zu 50% erhöhen.
Mehr als drei Millionen Visits
und über zwei Millionen Unique
Clients – diese erfreulichen Zugriffszahlen weist die ÖWA der
Regionalmedien Austria im Jänner aus. Somit setzt sich die bisherige positive Entwicklung auch
2015 fort, denn auch vergangenes
Jahr verzeichnete meinbezirk.at
eine deutliche Steigerung der Nutzungsdaten.
te. Besonders positiv sind die Werte des oe24-Netzwerks in der mobilen Ausweisung: Sie erreichten
ein plus von über satten 1.600%
gegenüber dem Vorjahr. Damit
liegt oe24 bei den mobilen Unique
Clients bereits vor dem ORF, der
mobil auf etwa 1,8 Millionen
kommt.
Ebenfalls einen Erfolg konnte Österreichs größtes regionales
Nachrichten- und Serviceportal für
sich erzielen: Erstmals seit der Erhebung der Österreichischen Web
Analyse kann vol.at über 1,2 Millionen Unique Clients verzeichnen.
„Der Wetterbericht gehört online
zu den meist gefragten Informati-
onen; die vol.at App liefert topaktuell einen Wetterbericht für die
direkte Umgebung, der ein unverzichtbares Tool für die Freizeitplanung ist“, so CR Mark Springer.
Auf Erfolgskurs
Wie die aktuelle ÖWA-Erhebung
bestätigt, hat Goldbach Audience
Austria die Reichweite seines
ausgewiesenen Vermarktungsangebots stark ausgebaut: auf rund
80 Millionen Visits und 4,6 Millionen Pageimpressions monatlich.
Des Weiteren konnten die digitalen Angebote von Heute.at bereits im Vorjahr seitens der ÖWA
zum Wachstumssieger des Jahres
ausgewiesen werden; auch die aktuellen Werte bestätigen den weiteren Erfolgskurs von Heute.at. Das
zum Dachangebot gehörende größte österreichische Gesundheitsportal darf sich ebenso über einen
neuen Besucherrekord freuen.
„Diese erfreulichen Ergebnisse
sind ein eindrucksvoller Beweis
für unsere stark zunehmende Bedeutung im Online-Bereich. Damit
sind wir – so wie in Print – auch in
diesem Bereich ein wichtiger Partner für unsere Werbekunden“, so
Heute-Herausgeberin Eva Dichand
und Netdoktor-Geschäftsführerin
Ursula Gastinger.
© meinbezirk.at
Die Ergebnisse aus der ÖWA Basic-Erhebung von Jänner 2015 zeigen erfreuliche Ergebnisse.
meinbezirk.at besonders erfolgreich
bei der diesjährigen ÖWA (01/2015).
„Wir haben 2014 vor
allem im digitalen
Segment zahlreiche
Maßnahmen gesetzt.“
stefan lassnig, rma
„Wir haben 2014 vor allem im
digitalen Segment zahlreiche Maßnahmen gesetzt – von der Produktentwicklung bis hin zur Erweiterung des internen Aus- und
Weiterbildungsangebots im Rahmen unserer RMA Akademie. Diese Maßnahmen haben sowohl am
User- wie auch am Werbemarkt
zum erwarteten Erfolg geführt”, so
der ressortverantwortliche RMAVorstand Stefan Lassnig. Auch für
2015 hat die RMA viel vor, wobei
der für heuer geplante Relaunch
der Website sicherlich die wichtigste Neuerung darstellt.
Nicht nur meinbezirk.at erfreut
sich über Rekordwerte, auch das
oe24-Netzwerk erreicht in den
Unique Clients einen neuen Rekordwert. Mit über vier Millionen
Unique Clients kommt oe24 auf
den besten Wert seiner Geschich-
Karriere Marketing Natives
Next Generation
Wien. Welches Rüstzeug brauchen
junge Menschen, um in einer dynamischen Branche wie dem Marketingbereich erfolgreich bestehen
zu können? Marketing-Kampagnen
fallen oft dem Sparstift zum Opfer
– spätestens seit Beginn der Wirtschaftskrise ist dies spürbare Realität. Die Marketing Natives haben es sich zur Aufgabe gemacht,
jungen Menschen mit Interesse an
einem Beruf in der Marketing-Welt
Orientierung und Beratung hinsichtlich ihres zukünftigen Karrierewegs zu bieten.
Die vier der fünf Speakter der
Veranstaltung: Julian Schmid, Eva
Fischer, Alex Packham, Susanna
Liechtenecker. (red)
Digitale Kommunikation mit
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Geschichten, die zu Content werden. Relevant, interessant und aufregend. Vom ersten bis zum letzten Pixel, vom Konzept bis zur
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10 – medianet
Freitag, 13. Februar 2015
Jahrespläne Dialog Marketing Verband Österreich setzt im Jahr 2015 besonders auf die Themen Orientierung und Markttransparenz
DMVÖ mit kombiniertem Event
und zahlreichen Schwerpunkten
DMVÖ Inside Arena und Columbus Award zusammengeführt; Partner beim Staatspreis; Workshop-Reihe für die Branche.
der Dialogschmiede-Geschäftsführer und DMVÖ-Vizepräsident
Jürgen Polterauer die Zusammenlegung der beiden Branchenevents.
Mit der Veranstaltung, die am
15. Oktober in der Burg Perchtoldsdorf über die Bühne gehen wird,
möchte der Verband ein starkes
Zeichen für den Markt setzen und
Alexandra Damms
Wien. Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) präsentierte im Rahmen eines Pressegesprächs die Arbeits- und Themenschwerpunkte des Jahres
2015 sowie die bevorstehenden
Initiativen und Events. Der DM-
„Die digitale Trans-
neben dem Walk of
formation im Gesell-
Fame vier Keynotes
schafts- und Wirt-
von internationalem
schaftsleben ist gerade
Format bieten.“
voll im Gange.“
Jürgen Polterauer
Anton Jenzer
VÖ hat sich fünf Schwerpunktthemen gesetzt, die auch während sogenannter Schwerpunktwochen und bei einer neuen Workshopserie im Mittelpunkt stehen
sollen: CRM, Customer Journey,
Content, Analytics und Digitaldruck.
Zudem hat der Verband seine
Veranstaltungsreihe einem kompletten Relaunch unterzogen und
freut sich, dass die DMVÖ Insight
Arena und der Columbus Award
erstmals an einem Tag über die
Bühne gehen werden. Was 2015
unverändert bleibt: Auch heuer ist
der DMVÖ wieder Kooperationspartner von zahlreichen Events,
wie zum Beispiel des Staatspreis
Marketing oder dem Dialog der
Wissen schaf(f)t. Die junge Community des DMVÖ, die Marketing
Natives – immerhin machen diese die Hälfte der Mitglieder aus
© Christian Ecker (3)
„Der neue Event wird
Jürgen Polterauer und Anton Jenzer zu den Plänen des DMVÖ.
– starten ab März mit ihrer Veranstaltungsreihe und fahnden nach
„Uni-Botschaftern“.
DMVÖ Columbus 0.15
Unter dem Namen „Columbus
0.15“ werden erstmals die DMVÖ
Inside Arena und der Columbus
Award zusammengeführt, mit dem
Vorteil, dass die ausgezeichneten
Arbeiten auch in angemessener
Weise präsentiert werden können.
Der vom DMVÖ konzipierte
Award unter dem Namen ‚DMVÖ
Columbus 0.14‘ war im vergangenen Jahr laut den Machern „ein
großer Erfolg“. Erstmals wurde bei
den eingereichten Arbeiten nicht
nur der kreative Aspekt beurteilt,
sondern auch der wirtschaftliche
Erfolg der Kampagnen mitbewertet. Das bietet folglich Anreiz für
viele neue Einreicher. Neu ist auch,
dass der Call for Entry erst im
2. Quartal 2015 stattfinden wird
und deshalb auch Kampagnen des
1. Quartals zugelassen werden.
„Der neue Event wird neben dem
‚Walk of Fame‘ mit den besten Arbeiten des Landes und der Auszeichnung der Columbus-Preisträger auch vier Keynotes von internationalem Format bieten“, erklärt
mit konkreten Erfolgsrezepten und
zukunftsweisenden Vorträgen Orientierung schaffen; stolz ist man
auch darauf, namhafte internationale Keynote-Speaker gewonnen
zu haben. Welche, werde man erst
später bekannt geben.
Staatspreis Marketing
Der Dialog Marketing Verband
Österreich wird auch heuer beim
zweijährig stattfindenen Staatspreis Marketing den „Sonderpreis
für Dialogmarketing“ vergeben.
Die Auszeichnungen werden im
Rahmen des Marketingtags am
15. Juni in der Aula der Wissenschaften von Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner verliehen.
Die Einreichfrist läuft noch bis
14. April. DMVÖ-Präsident Anton
Jenzer bemüht sich intensiv darum, dass der Sonderpreis Dialog-
marketing künftig zu einem eigenen Staatspreis wird. Jenzer zeigt
sich sehr zufrieden mit dem Dialog zwischen den Mitgliedern und
der Branche. „Wir sind aber noch
längst nicht am Ziel angekommen
und werden daher heuer mit fünf
Schwerpunktthemen Orientierung geben und Markttransparenz
schaffen, wovon neben Agenturen
und Dienstleistern vor allem auch
Auftraggeber profitieren sollen.“
Er ist überzeugt, dass „die digitale Transformation im Gesellschafts- und Wirtschaftsleben gerade voll im Gange ist; dem werden
wir nachhaltig Rechnung tragen.“
Zu den fünf Themenbereichen wird
es eigene Schwerpunktwochen mit
einer Reihe von Aktivitäten rund
um das jeweilige Thema geben:
„Wir möchten mit einem Mix aus
seit Jahren bewährten Veranstaltungen und innovativen, neuen Formaten sowie vier praxisrelevanten
Advanced-Workshops – exklusiv
für DMVÖ Mitglieder – punkten“,
so Anton Jenzer abschließend.
DMVö termine
Dialog der Wissen schaf(f)t 12. Mai 2015
in der WU Wien
Workshops
Cross-Media-Produktion: 10. März 2015
Customer Journey: 19. Mai 2015
Eye-Tracking: 22. September 2015
B2B: 10. November 2015
Staatspreis Marketing 15. Juni 2015 in der
Aula der Wissenschaften
DMVÖ Columbus 0.15 15. Oktober 2015
auf der Burg Perchtoldsdorf
Marketing Natives Workshops – WU
Wien
War for Talents: 15. März 2015
Superfans & Superhaters: 21. Mai 2015
Weitere Workshops und Termine auf:
www.marketingnatives.at
Nachwuchs Einblicke in die Branche mit Workshops und Agenturbesuchen
Dialog Marketing Wissenschaft trifft auf Wirtschaft
Marketing Natives drehen auf
Was Wissen schaf(f)t
Wien. Mehr als 500 Marketingund Kommunikationsstudenten in
Österreich sind Mitglieder der
Marketing Natives. Seit ihrer
Gründung vor vier Jahren haben
sich diese zu einer der größten
Plattform junger Marketeers im
deutschsprachigen Raum entwickelt – „eine extrem erfolgreiche
Initiative“, so die ­Macher.
„Die junge Community des
DMVÖ trifft sich sechs Mal im
Wien. Gemeinsam mit der Österreichischen Werbewissenschaftlichen
Gesellschaft (WWG) veranstaltet
die DMVÖ den Dialog der Wissen
schaf[f]t. Ziel ist es, die Forschung
und Wissenschaft mit der Wirtschaft zu relevanten Themen zusammenzubringen.
Der Ganztages-Event am 12. Mai
an der WU Wien widmet sich drei
großen Themen: „Data-Driven Marketing & Business Intelligence“,
Jahr bei spannenden Events mit
nationalen und internationalen
Speakern und ist richtungsweisend
für neue Business-Trends“, sagt
Monika Thomasberger, Leiterin der
Marketing Natives und Communications Manager bei T-Systems.
Trendthemen behandeln
Auch heuer ermöglichen die
Marketing Natives ihren Mitglie-
dern tiefe Einblicke in die Branche
und widmen sich Themen wie User
Generated Marketing, Eventmarketing, Buzz Marketing und Social
Media. Darüber hinaus werden
Projekte wie #geileworkshops oder
die Agency Tour weitergeführt. Erfolgreich gestaltet sich das Marketing Natives Mentoring-Programm,
wo sich erfahrene Mentoren der
Werbebranche junger Kommunikationsstudenten für ein Jahr
annehmen und ihre Erfahrungen
teilen. Selbiges bietet nicht nur
persönliche Unterstützung, sondern oft auch Entscheidungshilfen
hinsichtlich beruflicher Wege, die
eingeschlagen werden.
„Customer Journey & Erlebniswelten“ sowie „Low Budget – High
Impact“. DMVÖ-Geschäftsführer
Martin Wilfing kündigt dazu hochkarätige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft an.
Als Neuerung wird es Round
Tables geben: Die Referenten sollen
alle 20 Minuten den Tisch wechseln, somit können die Teilnehmer
sehr gezielt ihre Fragen stellen und
in den Dialog treten.
(ald)
Uni-Botschafter gesucht
Monika Thomasberger, Leiterin der Marketing Natives, sucht Uni-Botschafter.
Für das Sommersemester 2015
suchen die Marketing Natives
noch Studenten, die an den Unis
und Fachhochschulen als Uni-Botschafter agieren; bewerben können
sich Marketing-Nachwuchstalente,
die dann als Schnittstelle zwischen
den Marketing Natives und den
Universitäten bzw. den Fachhochschulen agieren sollen.
(ald)
Martin Wilfing, DMVÖ-Geschäftsführer, bringt Wissen- und Wirtschaft zusammen.
Freitag, 13. Februar 2015
Fa c ts & Ba c k gr ou n d s
medianet – 11
Marktforschung Marketagent.com und Telemark Marketing forschten über den Stellenwert und das Image der Marktforschung in Österreich
Eine Branche auf Imagesuche
Alexandra Damms
Wien. Die Marktforschungsinstitute
Marketagent.com und Telemark
Marketing präsentierten am Mittwoch eine Marktforschung über
ihre eigene Branche in Österreich.
Erhoben wurden, quasi in eigener Sache, Stellenwert und Image.
Im Rahmen einer „360 Grad Studie“
wurden erstmals sowohl Umfrageteilnehmer als auch Kommunikationsexperten und Marktforscher
zu ihrer Branchenwahrnehmung
befragt. Das Fazit: Die Meinungsforscher haben ein Imageproblem.
Die gute Nachricht: Sie haben
kein schlechtes Image. Die weniger
gute: Sie haben gar keines. Immerhin bescheinigen 85% der Umfrageteilnehmer der Marktforschung,
dass die erhobenen Daten wichtig
für heimische Unternehmen sind.
Und die Marktforscher selbst sind
mit ihrer beruflichen Tätigkeit in
Summe recht zufrieden.
Nachholbedarf: 40% des weltweiten Jahresumsatzes von 35,41
Mrd. Euro fallen auf Europa;
in Österreich werden aber nur 3,7%
der Marketingausgaben in Marktforschung investiert. Damit liegt
Österreich klar abgeschlagen hinter größeren Märkten wie Großbritannien (20%), Frankreich (16,1%)
und Deutschland (13,9%).
„Für Großkonzerne ist der österreichische Markt oft zu klein und
unbedeutend bzw. gut mit dem
deutschen vergleichbar, weshalb
aus Kostengründen die deutschen
Daten auf den Austro-Markt umgelegt werden“, so Marketagent.com
GF Schwabl.
Auch auf Arbeitnehmer-Seite hat
die Branche ein Imageproblem. Die
meisten Marktforscher geben an,
nur zufällig zu diesem Beruf gekommen zu sein, allerdings haben
84% der online Befragten angegeben, mit ihrem Job sehr oder eher
zufrieden zu sein.
Wunsch: höheres Ansehen
64,7% wünschen sich jedoch ein
höheres Ansehen in der Gesellschaft. Ein Zufriedenheitsvergleich
mit Journalisten fällt eindeutig
zugunsten der Marktforscher aus,
nur jeder zweite Journalist würde
seinen Beruf an interessierte, junge
Menschen weiterempfehlen.
Der Auftrag an die Marktforschungsbranche heißt nun: am
Image arbeiten. Initiativen dazu
gibt es schon, der Verband der
Marktforscher Österreichs hat eine PR-Gruppe installiert, die an
Vorschlägen zur besseren Kommunikation arbeitet. „Hier gilt es,
in der Kommunikation nach außen
anzusetzen, um die Vertrauenswürdigkeit als auch Bedeutsamkeit
marktforscherischer Daten besser
und stärker zu vermitteln. Die
Markt- und Meinungsforschung ist
das Sprachrohr der Kunden. Diese
sollten dieses Instrument auch
vermehrt nutzen!“ so Sobotka.
© marketagent
In Sachen Ansehen hat die heimische Markt- und Meinungsforschungsbranche Nachholbedarf.
Thomas Schwabl, GF der auf Online-Umfragen spezialisierten Marketagent.com
Handlungsbedarf geortet
Thomas Schwabl, Geschäftsführer der auf Online-Umfragen spezialisierten Marketagent.com, und
Robert Sobotka, Geschäftsführer
der auf Telefonumfragen spezialisierten Telemark Marketing, orten
einiges an Handlungsbedarf in
der heimischen Markt- und Meinungsforschung. 43% der UmfrageTeilnehmer sehen das Image der
Branche neutral, bei den Kommunikationsexperten bescheinigen
immerhin 43,1% der Befragten ein
eher gutes Image. Das Vertrauen in
Marktforschungsergebnisse ist bei
den Kommunikationsexperten mit
53,8% um einiges größer als bei den
Umfrageteilnehmern mit 31,2%.
Bei den Kommunikationsexperten wurden sowohl Marketingleiter in Unternehmen als auch Agenturen befragt. Vor allem auf Agentur-Seite wird die Branche etwas
zurückhaltender bewertet. Werber
sehen in der Marktforschung häufig einen Kreativitätskiller. Gut jeder Vierte in dieser Gruppe glaubt
außerdem, dass die Ergebnisse
meist nur „nice to have“ sind, dann
aber in den Schubladen „verstauben“.
Für die Mehrheit der Kommunikationsexperten sind die Marktforscher dann auch eher die Zahlenlieferanten, während, wenn es an
die strategischen Entscheidungen
geht, eher die Unternehmensberater als passende Ansprechpartner
angesehen werden.
Was den Umsatz in der Branche angeht, besteht in Österreich
Info
Keyfacts der 360° Studie:
• Kleiner MaFo-Markt in Österreich: 3,7%
der Marketingausgaben
• Mittelmäßige Image-Bewertung in der
Gesamt-Bevölkerung: Mittelwert 2,8
• Konsumenten nehmen hohen Stellenwert
der MaFo-Daten für Unternehmen wahr
• Kommunikationsexperten bescheinigen
Demoskopen vergleichsweise gutes Image
• Vertrauensdefizite auf Agenturseite – Stichwort „Marktforschung als Kreativitätskiller“
• Marktforscher im Vergleich zu Unternehmensberater: Zahlenlieferant vs. Berater
• Hohe Job-Zufriedenheit unter den Marktforschern: Top-2-Box 84%
• Zufriedenheitsvergleich mit Journalisten
fällt eindeutig zugunsten der Marktforschung aus
• Hohe Weiterempfehlungsabsicht des Berufs unter Marktforschern: Top-2-Box 82%
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einreichfrist bis 09. März
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Bi z-ta l k C LA S SI C
12 – medianet
Freitag, 13. Februar 2015
6. csr jahrbuch
4
3
1
6
7
5
8
9
10
1. Harald Mahrer (Staatssekretär),
Bundesminister Andrä Rupprechter,
Ursula Simacek (respACT-Präsidentin)
und CSR-Herausgeber Michael Fembek; 2. Peter Buocz (Schick Hotels) mit
Germanos Athanasiadis (medianet);
3. Thomas Schenk (WineAid); 4. Maria
Kirchmayr (Jugend Eine Welt) mit Tina
Macho und Erich Schönleitner
(Pfeiffer Holding); 5. Willy
Lehmann (GF Willy Lehmann
Markenagentur); 6. Barbara und Andreas Reinisch
(Golden Hill) mit Martina
Aigner (Biotop); 7. Ralf
Kunzmann (AWS) und
Michael Stein (medianet);
8. Helmut Naumann
(Wirtschaftskammer
Wien) und Juliette Bendele (GenussRegionen
Marketing); 9. Gabriele
Stanek (wienlive look)
und Robert Otto (Electric
Church); 10. Daniela Knieling
(respACT) und Tanja DietrichHübner (Rewe).
Herausgeber Michael Fembek präsentiert sein neuestes CSR Jahrbuch
CSR Guide 2015 ist da!
Veröffentlichung Am Mittwoch stand der Marmorsaal des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) ganz im Zeichen von unternehmerischer Verantwortung. Herausgeber Michael Fembek präsentierte sein 6. CSR-Jahrbuch
und lud zum anschließenden Feiern und Networken. Bundesminister Andrä
Rupprechter, Staatssekretär Harald Mahrer und respACT-Präsidentin Ursula
Simacek diskutierten gemeinsam mit dem Gastgeber über politischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung unternehmerischer Verantwortung in
Österreich und die Weichenstellungen der Bundesregierung.
Gerade in Zeiten stagnierender CSR-Aktivitäten möchte Fembek mit seinem
im medianet Verlag erschienenen Handbuch deren Wichtigkeit hervorheben.
„In Österreich hat sich ein Kreis von 400 bis 500 Unternehmen der CSR-relevanten Themen fix angenommen; die Mehrzahl der Unternehmen hat mit CSR,
Verantwortung und Nachhaltigkeit jedoch auch weiterhin überhaupt nichts am
Hut“, so Fembek. Unter den Gästen: Erich Schönleitner und Tina Macho (Pfeiffer
Holding), Beate Appinger-Ziegler (Leykam), Harald Hauke (Austria Glas Recycling
GmbH), Peter Buocz (Schick Hotels), Willy Lehmann, Margarete Reichstaler (Genuss Regionen Marketing), Gabriele Stanek (Wienlive Zeitschriften GmbH), Walter
Schönthaler (TÜV Austria) und Germanos Athanasiadis (Herausgeber). (nn)
medianet Branchenkalender
18.
19.
ESC 2015: PK „Eurovision Song Contest erstmals
als Green Event“
10 Uhr, TU Wien
Jour fixe EU XXL Film, Dachverband der Öster­reichischen
Filmschaffenden „Scheinselbstständigkeit
– wie kommen wir da raus?“
18 Uhr, mica (Wien)
24.
Eurovision Song Contest 2015: Start der ÖsterreichVorausscheidung
20:15 Uhr, Stadthalle Wien
23.
Preisverleihung Verband Österreichischer Zeitungen
(VÖZ) „VÖZ-Förderpreis Medienforschung 2014“
18 Uhr, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung
und Wirtschaft (Wien)
23.
Vortrag Marketing Club Österreich, Henkel CEE: „Der
wahre Point of Sale liegt in den Köpfen der Kunden“
18:30, Henkel CEE (Wien)
23.
Vortrag und Diskussion Marketing Natives:
„Event#6: The next Generation“
19 Uhr, T-Center (Wien)
Lukas Lechner
Himmelhoch PR
PK Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK)
„Auflagenzahlen 2. Halbjahr 2014“
11 Uhr, Hollmann Salon (Wien)
Zuwachs Lukas Lechner verstärkt als Consultant das Team
der Agentur von Eva Mandl und
wird künftig Kunden aus der IT-,
Multimedia-, Wirtschafts- und
Baubranche betreuen. Seine Aufgabenfelder bei Himmelhoch PR
reichen von der Kundenberatung
und Konzepterstellung
bis hin zum
Verfassen
von Pressetexten.
26.ORF-Publikumsrat
10 Uhr, ORF-Zentrum (Wien)
27.
Gründungsversammlung Verband der Gebührenzahler
und Gebührenzahlerinnen
18 Uhr, Literaturhaus (Wien)
20.
Karriere
tipp des tages
Veranstaltung Ö1 „Hörspiel-Gala“ mit Präsentation
„Hörspiel des Jahres 2014“; Ehrung Petra Morze als
„Schauspielerin des Jahres“
19 Uhr, ORF RadioKulturhaus (Wien)
März
5.ORF-Stiftungsrat
10 Uhr, ORF-Zentrum (Wien)
5.
Preisverleihung Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft: „Staatspreis Multimedia
und eBusiness 2015“ (Anmeldung erforderlich)
19 Uhr, WKO (Wien)
Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@
medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.
© Droemer Knaur Verlag
Februar
16.
Verleger Germanos Athanasiadis und Herausgeber Michael
Fembek freuen sich über eine
gelungene Präsentation.
Vom Mauerfall
Helmut Kohl schreibt in seinem
Buch Erinnerungen an den deutschen Einigungsprozess nieder,
durch welche man beim Lesen
zurück in die Jahre 1989/90 katapultiert wird. Kohl zeigt dabei die
vielen Einzelaspekte jener Tage
auf; diese reichen von westeuropäischer Zögerlichkeit bis hin zu den
existenziellen Fragen der vollen
Souveränität. Erschienen in Droemer Knaur Verlag, 20,60 €. ISBN:
978-3-426-27655-6.
© Himmelhoch
© medianet/APA-Fotoservice/Preiss (10); Warda Network (1)
2
retail
medianet
Freitag, 13. Februar 2015 – 13
V-Day Special
Eau de Cartier Vètiver
Bleu, all i need,
De’Longhi Wasserkocher
Seite 17
Unwohl mit tierwohl
vERPACKUNGSINDUSTRIE
EU-Abgeordnete fordern mehr Transparenz
auch bei Fertigprodukten Seite 16
Holländer und Dänen sind vom deutschen
Tierwohl-Programm ausgeschlossen Seite 16
Heinz Rüegg wird neuer
Technischer Direktor bei Tetra Pak Seite 18
© Tetra Pak
was ist in der Lasagne?
© APA/dpa
© foodwatch
© Cartier/Amelie Garreau
inside your business. today. Raw, Baby – Rohkost auf
dem harten Weg zum Hit
© APA/dpa
short
© Whitebox/David Koessl
© Rohgenuss, Michaela & Jochen Russmann
Warnung Der Biobauernverband Bio Austria nimmt eine
aktuelle Studie zum geplanten
EU-Freihandelsabkommen mit
den USA – vulgo: TTIP – zum
Anlass, um vor dem Pakt zu
warnen. Dieser berge die Gefahr, dass europäische Standards im Besonderen für Konsumenten- und Umweltschutz
aufgeweicht würden. Seite 15
Mystery-Shopping Daniela
Höllerbauer von der Marktforschungsagentur Whitebox
GmbH (3. von li.) erklärt das
Prinzip von Mystery-Shopping.
Die Auftraggeber wollen vor
allem eines: Kundenzufriedenheit und damit Verkaufszahlen
steigern.
Seite 16
Ernährung Rohkost – das ist mehr als Karotten-Sticks. In ihrer BioWerkstatt
zaubert Geschäftsführerin und Autorin Michaela Russmann kreative, rohe
Gerichte, von denen man auch garantiert satt wird. Seite 14
Zalando Operativer Gewinn stieg auf 62 Mio. Euro, Umsatz legte auf 2,21 Mrd. Euro zu
Berlin. Der seit Herbst an der
Börse notierte deutsche OnlineModehändler Zalando hat das
vergangene Jahr erstmals mit
schwarzen Zahlen im operativen
Geschäft abgeschlossen. Vor Zinsen und Steuern verdiente Zalando
62 Mio. €; 2013 hatte es auf dieser
Basis noch ein Minus von 114 Mio.
€ gegeben. Der Umsatz stieg um 26
Prozent auf 2,21 Mrd. €. Das Berliner Unternehmen hatte ein Plus
von bis zu 25 Prozent und einen
operativen Gewinn bereits angekündigt. Vor Zinsen, Steuern und
Sonderfaktoren betrug der Gewinn
im vergangenen Jahr 82 Mio. €,
© APA/EPA/Arne Dedert
Erstmals im schwarzen Bereich
Zalando-Vorstand Rubin Ritter: Die
weitere Expansion steht im Fokus.
2013 hatte hier noch ein Minus
von 109 Mio. € gestanden. Genaue
Angaben zum Ergebnis, das unterm Strich erzielt wurde, machte
der Online-Händler am Donnerstag noch nicht, Vorstandsmitglied
Rubin Ritter stellte aber auch
hier schwarze Zahlen in Aussicht.
Die ausführliche Bilanz soll am
5. März veröffentlicht werden.
Nach neun Monaten hatte Zalando
noch einen Verlust von 365.000 €
ausgewiesen. Ritter betonte aber,
dass nicht die Steigerung der Rendite in den kommenden Jahren im
Fokus stünde, sondern die weitere
Expansion. (APA)
Das neue
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ti te l s tor y
14 – medianet retail
Freitag, 13. Februar 2015
BioWerkstatt Ein hauptsächlich österreichisches Sortiment, 100% bio, darunter Produkte von Sonnentor, Zotter und Joseph Brot vom Pheinsten
Warum dem Schnitzelland eine
Portion Rohkost nicht schadet
Autorin Michaela Russmann über vegane Ernährung und die gesellschaftlichen Herausforderungen für den Lebensmittelhandel.
Händler auf die Fahne schreiben,
in der BioWerkstatt sind sie gelebte Realität. „Essen bedeutet für
mich vor allem Genuss. Aber der
zweite wichtige Faktor ist Gesundheit“, kommentiert die Expertin.
Nahrungsmittel, die Russmann
nicht bei sich bekommt, kauft sie
eben in anderen Bioläden ein. Man
muss nicht immer alles und von
allem viel haben. „Wir sind nicht
vollgepackt, sondern wollen den
Kunden sozusagen erziehen, dass
das letzte Päckchen im Regal auch
ein Frisches ist. Wir haben auch
kein Lager, deshalb bleibt auch
nichts übrig.“ Vor allem gegen die
für den österreichischen Lebensmittelhandel typischen Multipackaktionen (z.B.:1+1 Gratis) hat
Russmann etwas – diese würden
nämlich eines begünstigen: die Lebensmittelverschwendung.
Daniela Prugger
Wien. Wer die BioWerkstatt in der
Biberstraße 22 im ersten Wiener
Gemeindebezirk betritt, fühlt sich
ein bisschen wie in Skandinavien:
Wiener Altbau trifft auf schwedischen Landhaus-Stil, das Interieur im schlichten, fast dezenten
Design, das sich auf den zweiten
Blick doch als raffiniert entpuppt;
alles wirkt sehr cool und doch
herzlich-familiär. Die BioWerkstatt lässt sich wohl am besten
als eine Mischung aus Marktplatz,
Nischen-Supermarkt und Imbiss
beschreiben. Man findet hier Produkte von Sonnentor, Zotter und
Joseph Brot vom Pheinsten. Die
Regale sind nicht vollgepackt, wie
in herkömmlichen Supermärkten
üblich. Und es gibt noch eine Besonderheit: Viele der Speisen für
den Mittagstisch sind roh.
Keine leeren Worte
Ökologie trifft Soziologie
Mit der BioWerkstatt will Russmann mit gutem Beispiel vorangehen und gründete 2013 den
ersten „FairTeiler“ Österreichs in
Kooperation mit der Wiener Tafel
und dem Lebensministerium. Im
öffentlich zugänglichen Kühlraum
können Privatpersonen Lebensmittel lagern, die sie nicht mehr
brauchen, sie stellen die Infos ins
Netz und wer will, holt das Essen
kostenlos ab. „Wichtig ist aber
auch, zu verstehen, dass man mit
den Resten, die man daheim hat,
noch etwas anfangen kann. Aber
nein – man versteht unter Kochen
jetzt tatsächlich auch Fertignahrung.“ Die Verführung zum Ungesunden und zum Überfluss lastet
Russmann vor allem der Werbung
an. Der Handel und die Hersteller
haben die Macht, das werde auch
Das notwendige Know-how für
Kochen, Konzept und Geschäftsphilosophie bringen die beiden
Gründerinnen Michaela Russmann
und Sandra Kirch mit: Kirch studierte Ökologie, Russmann Soziologie. 80 bis 100 Personen besuchen
das Lokal täglich zur Mittagszeit,
90 Prozent sind Stammkunden. Der
Standort sei gut wegen der umliegenden Büros, aber hierhin „verirren“ würde sich keiner. „Wir haben
uns an die Kundschaft, die zu uns
kommt, angepasst. Was wir nicht
haben, ist Laufkundschaft“, so Geschäftsführerin Russmann und erklärt, warum die BioWerkstatt nur
von Montag bis Freitag geöffnet
hat: „Es ist hier einfach alles leer
am Wochenende.“
Das Angebot, welches sich auf
der 110 m2 großen Verkaufsfläche
erstreckt, umfasst ein hauptsäch-
„Ungesunde Dinge
sollten nicht als ge-
mich vor allem Ge-
sund verkauft werden
nuss. Aber der zweite
dürfen. Da muss etwas
wichtige Faktor ist
Gesundheit.“
Michaela Russmann
lich österreichisches Sortiment
aus 100% biologischer Herkunft,
darunter eine große Auswahl an
täglich frischem Obst und Gemüse, Brot sowie diversen Käsesorten.
„Alles, was wir anbieten, haben wir
selber probiert“, verspricht Russmann, die auch Workshops, Seminare und Coachings anbietet.
42 Grad, nicht heißer
In ihren Büchern verfolgt die
Autorin das Prinzip der Einfachheit, wie sie es selber nennt: Die
Zubereitung soll nicht allzu lange
dauern, keine außergewöhnlichen
Zutaten und Hightech-Küchengeräte erfordern. Das neueste Russmannsche Buch mit dem Titel
„Rohgenuss“ gibt sich ganz den
vier Jahreszeiten hin und zeigt,
© Rohgenuss, Michaela & Jochen Russmann
„Essen bedeutet für
von der politischen
Seite her passieren.“
Michaela Russmann
dass Rohkost mehr kann als Karotten-Sticks. Doch warum überhaupt roh? Schließlich sehen sich
die meisten Menschen vor allem
während der Winterzeit nach Wärme – von außen wie von innen. Dazu fällt einem viel ein, aber nicht
unbedingt Rohkost. Dass das Wort
„furchtbar“ klingt, gibt Russmann
selber zu. Doch im Gegensatz zu
Gerichten, die über 42 Grad erhitzt
werden, bleiben die Vitamine bei
Rohkost vollständig erhalten. Realistischerweise müsse man aber
auch sagen, dass Österreich ein
Schnitzelland sei – diesen Status
werden weder Vegan noch Rohkost
je erreichen.
Hungrig steht man vom Rohkost-Tisch nicht auf , versichert die
Expertin. „Rohkost sättigt wunderbar, weil man eben nicht nur beim
Salat bleibt oder beim Obstteller.
Und gerade das Kreative ist mir ja
auch wichtig – das Auge isst mit.“
Nur Salat essen, das sei nicht das
Richtige für den Körper. Klar. Sich
selber ernährt Russmann schon
länger vegan und versichert auch
gleich allen, die an der Umsetzbarkeit des veganen Lebensstils zweifeln: „Da kommt man mit der Zeit
rein. Außerdem gibt es mittlerweile bei jedem Bäcker etwas Veganes,
man muss sich nur ein wenig umschauen.“
„Man wird auch satt davon“
„Vegan“ ist für Russmann vor
allem ein Umdenkprozess, jede Ernährungsform sei letztlich auch
Gewohnheitssache – und dass die
Angst vor dem „Tofu-Monster“
Mich ael a Russm ann
Raw, Baby.
Für ihr 8. Kochbuch „Rohgenuss – die vier
Jahreszeiten“ setzte Michaela Russmann
ihre Gerichte in der Natur in Szene. In den
Kapiteln Frühlingserwachen, Sommerfrische, Herbstfarben und Wintermärchen
präsentiert die Autorin über 100 unterschiedliche Rezepte – davon sind auch
viele „garantiert kindertauglich“.
unbegründet sei, habe man mittlerweile – davon ist sie überzeugt
– auch in den letzten Winkeln der
Peripherie verstanden. Trotzdem
müsse man sich nicht auf Fleischersatzprodukte stürzen – „es
gibt eine wahnsinnig gute Gemüseküche“. Und dieses Gemüse muss
bei Russmann regional, saisonal,
bio sein. Prinzipien, die sich viele
weiterhin so bleiben, glaubt die
studierte Soziologin. Aber „ungesunde Dinge, die nur aus Zucker bestehen, wie so mancher Smoothie,
sollen nicht als gesund verkauft
werden dürfen. Da sollte etwas von
der politischen Seite her passieren.“ Trotzdem bemerkt Russmann
auch, dass sich ein neues Bewusstsein für Qualität, Gesundheit und
Bewegung vor allem bei den jungen
Menschen breitmacht. „Biologisch
und natürlich gelten heute nicht
mehr als spießig oder haben diesen grünen Schimmer von früher.“
In Wien merke man das auch an
der relativ großen Anzahl an Fastfood-Anbietern, die in der veganen
Küche verankert sind und auf natürliche und biologische Zutaten
achten. „Auch so kann Fast Food
aussehen.“
Freitag, 13. Februar 2015
Th e m a : Bi o & We l l n es s
medianet retail – 15
Bio + Freihandelsabkommen Laut Studie des CIEL werden existente Vorschriften auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zusammengekürzt
Auch Bio Austria warnt vor TTIP
Wien. Der Biobauernverband Bio
Austria nimmt eine aktuelle Studie
des CIEL (Center for International Environmental Law) zum geplanten EU-Freihandelsabkommen
mit den USA – vulgo: TTIP – zum
Anlass, um neuerlich vor dem Pakt
zu warnen. Dieser berge nämlich
die Gefahr, dass europäische Standards im Besonderen für Konsumenten- und Umweltschutz aufgeweicht würden.
Dabei geht es in der Studie weniger um das bereits mehrfach
durch die Medien gescheuchte Chlorhuhn, sondern vielmehr
darum, dass es durch TTIP in
der EU zu einem Mehreinsatz an
umwelt- und auch gesundheitsgefährdenden Pestiziden kommen könnte. Dies alarmiert naturgemäß Bio Austria. „Freihandel darf nicht auf Kosten des
Gemeinwohls gehen; wir fordern
daher, strenge Schutzbestimmungen auf Basis des in Europa
Gewaltig 6,3 Mio. € Umsatz
Bio vom Berg
Innsbruck. Die Tiroler Marke „Bio
vom Berg“ hat 2014 ihren Umsatz
um zwölf Prozent gesteigert. Die
Genossenschaft ist somit im Sog
der steigenden Nachfrage nach
Bioprodukten beachtlich gewachsen: 2002 startete das Projekt mit
einem Umsatz von 500.000 €, im
vergangenen Jahr waren es bereits
6,3 Mio. €.
Bis zu 52% des Umsatzes erzielt
die Marke mit Milch und Käseprodukten; dahinter folgen Obst und
Gemüse mit 25%, Eier (13%) und
Fleisch und Wurstwaren (6%). Vor
allem in Deutschland entwickle sich das Geschäft mit Bioprodukten aus Tirol positiv: Rund
zehn Prozent der Waren werden
dort abgesetzt. Größter Handelspartner ist derzeit der Tiroler Einzelhändler MPreis.
(red)
geltenden Vorsorgeprinzips in
allfälligen Freihandelsabkommen zu verankern“, warnt Rudolf
Vierbauch, Obmann des Biobauern-Zusammenschlusses.
Strenge Regeln irritieren
In der Untersuchung der NichtRegierungsorganisation CIEL wird
die Hauptsorge geäußert, dass
derzeit existente Vorschriften auf
beiden Kontinenten jeweils auf
den kleinsten gemeinsamen Nenner zusammengestutzt werden
könnten. Strengere Vorschriften
auf „einer der beiden Seiten des
Ozeans“ würden somit im Sinne
der einwandfrei funktionierenden
Handelsbeziehung durchaus als
„Irritation“ begriffen, die es zu eliminieren gilt. Erleichtert würde
dieser (Eliminations)Prozess letztlich dadurch, dass PestizidlobbyOrganisationen für Monsanto oder
BASF auf beiden Seiten des Atlantiks aktiv seien.
CIEL wurde 1989 gegründet,
sitzt in Washington und Genf und
setzt sich laut eigenen Angaben
für die Stärkung der Stimme der
Zivilgesellschaft weltweit ein. Gesucht werde nach Lösungen für
Umweltprobleme, versucht werde
unter anderem die Stärkung von
Umweltrechtssystemen. (red)
© APA/dpa
Rudolf Vierbauch: „Freihandel darf nicht auf Kosten des Gemeinwohls gehen.“
Die TTIP-Kritik erhält neue Nahrung: eine aktuelle Studie von CIEL legt nahe,
dass das Freihandelsabkommen mit Amerika laschere Bio-Regeln bringen wird.
Ganz ehrlich:
Granny‘s
Sport
macht Sie
nicht zum
Spitzensportler.
Aber es erfrischt
Sie spitzenmäßig.
u
e
n
Ja! Natürlich Werbelinie
Gutes Schweindl
Is
Wien. Im Rahmen des Ökosozialen
Forums gab es eine Diskussion
mit Ja! Natürlich-Chefin Martina
Hörmer, deren fröhliches, für die
Marke werbendes Schweinderl
kritisiert wurde. Hörmer dazu: Es
sei „normal, zu überzeichnen“ und
pointierte Botschaften zu senden.
„Zielgruppen müssen erreicht werden“, meint Hörmer. Das umstrittene sprechende Schweinderl in
der Werbung sei „Symbol für die
biologische Landwirtschaft“ und
komme gut an.
(red)
ni
oto
sch
Apfelsaft aus saftigen Äpfeln
aus Österreich, mit stillem Wasser
und praktischem Sportverschluss.
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Ja! Natürlich-Chefin Martina Hörmer:
Werbung darf schon mal überzeichnen.
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r e ta i l & pr odu c e r s
16 – medianet retail
short
© APA/Luke Vanderberg
Staatsanwalt stellt die
Causa Stiefelkönig ein
Freitag, 13. Februar 2015
Mystery-Shopping Immer mehr Unternehmen setzen Mystery-Shopper ein, um Mitarbeiter unter die Lupe zu nehmen
Wie anonyme Testkunden
Servicequalitäten prüfen
Daniela Höllerbauer von der Marktforschungsagentur Whitebox erklärt, wie Mystery-Shopping funktioniert.
Berlin. Der Online-Modehändler
Zalando konnte Gewinn und
Umsatz im Weihnachtsquartal
kräftig steigern – und damit im
Gesamtjahr erstmals schwarze
Zahlen schreiben. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBIT)
habe sich im vierten Quartal im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 66 Mio. € rund verfünffacht. Der Konzernumsatz
sei um 21 Prozent auf 666 Mio.
€ gestiegen. Für das Gesamtjahr ergibt sich somit ein Plus
im Erlös von 26 Prozent auf
rd. 2,2 Mrd. €.
(APA)
Naturkosmetik knackt
die Milliardengrenze
Nürnberg. In Deutschland hat die
Naturkosmetikbranche 2014
die Milliarden-Schallmauer im
Umsatz geknackt – mit 1,009
Mrd., was einem Plus von zehn
Prozent entspricht. Damit sollte
die Naturkosmetik zur Selbstverständlichkeit im Kosmetikregal der Händler avanciert
sein. In Nürnberg findet derzeit
die Öko-Messe „Biofach“ statt,
gleichzeitig mit der Naturkosmetikmesse „Vivaness“.
(red)
© Mondelez
Mondelez-Gewinn um
zwei Drittel geschrumpft
Mondelez mit starker Gewinnein­
buße und 6,9% Rückgang im Erlös.
Northfield (Illinois). Der USLebensmittelkonzern Mondelez
hat zum Jahresende Gewinneinbußen hinnehmen müssen: Der Überschuss sank im
Schlussquartal im Vergleich
zum Vorjahr um mehr als zwei
Drittel auf 500 Mio. USD (442,6
Mio. €). Allerdings hatte Mondelez im Vorjahr nach einem Streit
um abgepackten Kaffee mit
Starbucks von einer milliardenschweren Entschädigung profitiert. Der Umsatz schrumpfte
zuletzt um 6,9 Prozent auf 8,8
Mrd. USD (7,76 Mrd. €). (APA)
Daniela Höllerbauer (4. von links) und ihr Team sind seit 13 Jahren Experten auf dem Gebiet Mystery-Shopping.
Tageslicht, die man eventuell nicht
ansprechen würde“, weiß Höllerbauer. „Aber genau diese Kleinigkeiten sind immer sehr interessant
und auch relevant. Es sind oft die
kleinen Dinge und Aufmerksamkeiten, die uns zu einer Kaufentenscheidung bewegen oder womöglich davon abhalten. Man kann
also sehr viele wertvolle Infos und
viele Schlüsse zur Kundenorientierung und Verkaufsförderung daraus gewinnen.“
Blick für die kleinen Dinge
Geachtet wird vor allem auf Warenpräsentation, Produktplatzierung, Ambiente und Sauberkeit,
Freundlichkeit und Engagement
der Mitarbeiter sowie deren Beratungskompetenz. Die Erfahrungen,
die die Tester in den Filialen machen, werden anschließend in einen „Erlebnisbericht“ und einem
vorab definierten Fragebogen
festgehalten. Im Erlebnisbericht
kommen „viele Kleinigkeiten ans
Quer durch alle Branchen
„So sorgen wir für schnellstmögliche, valide Ergebnisse“, erklärt
Höllerbauer. Nach jedem durchgeführten Auftrag werden die Tester
zusätzlich im Rahmen eines inter-
ping ist das ideale Werkzeug, um
sich einfach und preiswert objektives Kundenfeedback einzuholen
– vor allem im Handel ein nicht
mehr wegzudenkendes Werkzeug
zur Qualitätssicherung“, konstatiert Höllerbauer abschließend.
nen Bewertungsschemas beurteilt.
„Dadurch garantieren wir, dass
nur die besten Tester zum Einsatz
kommen.“
Das Kundenportfolio ist sehr
breit gefächert und umfasst viele
unterschiedliche Branchen und
Kundenstrukturen: Vom Lebensmittel-, Textil- und Elektrohandel
über Auto- und Möbelhäuser, Drogeriehandel, Immobilienbüros und
Banken bis zu Tageszeitungen und
Magazinen sind alle dabei. ,,Einer
unserer Schwerpunkte ist zudem
die Gastronomie und die Hotellerie“, so die Geschäftsführerin.
Als akkreditiertes Unternehmen
beim Fachverband Hotellerie der
WKO ist Whitebox berechtigt, Mystery-Guest-Analysen für Hotels
durchzuführen. „Mystery-Shop-
Facts
Whitebox wurde vor 13 Jahren gegründet
und ist im gesamten deutschsprachigen
Raum tätig sowie seit 2013 auch in Ungarn,
Italien, Kroatien und Slowenien. Dem Marktforschungsunternehmen stehen insgesamt
18.000 Testpersonen zur Verfügung, 13.000
aus Österreich. Kunden: WKO, L’Oréal,
Casinos Austria, dm, Asfinag, Burger King,
Palmers, DHL, Nestlé, Tom Tailor, Vöslauer,
Re/Max, Tlapa, Nissan, u.v.m.
Herkunftsangaben Recht der Verbraucher auf Deklaration
Ausschluss Dänische und holländische Züchter rebellieren
Hamburg. Verbraucher sollen nach
dem Willen des Europaparlaments
bei Fertigprodukten wie Lasagne erkennen dürfen, woher das
Fleisch kommt. Am vergangenen
Mittwoch stimmten in Straßburg
die Abgeordneten für ein Papier
zum Thema, in dem sie die EUKommission auffordern, einen entsprechenden Gesetzesvorschlag
vorzulegen. Die Einschränkung
zur Aktion: Die Brüsseler Behörde
muss dies nicht tun.
Derzeit muss in der Europäischen Union die Herkunft nur bei
frischem Rindfleisch und Rindfleischprodukten ausgewiesen
werden. Diese Regelung gilt nach
dem Ausbruch der Rinderseuche
BSE seit 2002. Ab April werden
Herkunftsangaben für unverarbeitetes Fleisch von Schwein, Schaf,
Ziege und Geflügel Pflicht. Mit ihrem Vorstoß wollen die Abgeordneten Konsequenzen aus dem Pferdefleischskandal vor zwei Jahren
ziehen.
Die Verbraucherorganisation
Foodwatch betont in diesem Kontext, eine bessere Herkunftskennzeichnung sei überfällig – wiewohl
sie einen solchen Skandal nicht
Brüssel/Berlin. Der Initiative Tierwohl droht möglicherweise Ärger
aus Brüssel: Branchenverbände
der niederländischen und dänischen Schweinezüchter haben
bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt: Sie sehen sich durch
das deutsche Tierwohl-Projekt
diskriminiert, weil es ausländische
Fleischproduzenten von der Teilnahme ausschließt.
Lasagne soll transparent werden
verhindern könne: „Es sei daran
erinnert, dass auch zu Zeiten des
Pferdefleischskandals eine korrekte
Kennzeichnung der verwendeten
Fleischsorten Pflicht war; dennoch
kam es zum massenhaften Betrug.“
Zur aktuellen TTIP-Diskussion
meint deren Chef Thilo Bode u.a.:
„Warum sollten in Zukunft zum
Beispiel unsere Standards für den
Tierschutz von der Zustimmung
eines Handelspartners abhängen?
Das wäre doch absurd.“
(red)
Foodwatch-Chef Thilo Bode: „Täuschung im Supermarkt ist die Regel.“
Tierwohl macht Holländer unwohl
Programm ausgeschlossen werden
dürften.
Tierwohl ist ein branchenübergreifendes Bündnis aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und LEH.
Die teilnehmenden Händler zahlen
vier Cent je Kilo Fleisch in einen
Fonds ein. Schweinefleischproduzenten, die von der Initiative vorgeschriebene Qualitätsstandards
erfüllen, können aus dem Fonds einen Bonus zwischen drei und neun
Euro pro Tier abrufen.
(red)
Beschwerdeschreiben
In einem Schreiben an die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager beschweren sich
die holländischen und dänischen
Schweinefleischproduzenten über
den Ausschluss aus dem Programm. Sie verweisen darauf, dass
von den rd. 50 Mio. in Deutschland geschlachteten Schweinen
zehn Mio. als Ferkel aus Holland
und Dänemark eingeführt wurden;
weitere 4,4 Mio. kämen als
Schlachtschweine aus den Niederlanden.
Bis dato haben die deutschen
Behörden aber lediglich festgehalten, dass ausländische Produzenten nicht langfristig von dem
© APA/dpa
Zalando erwirtschaftete
2014 erstmals Gewinn
© foodwatch/Dominik Butzmann
Wien/Graz. Nach mehr als sieben
Jahren hat die Staatsanwaltschaft Wien ein Bawag-Kapitel
geschlossen und die Causa Stiefelkönig eingestellt. Stiefelkönig war von 2003 bis 2011 eine
Tochter der Bawag – seit 2007
liefen Ermittlungen u.a. gegen
Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner
und frühere Bawag-Vorstände.
Dabei ging es um den Verdacht
der Untreue bzw. um Beihilfe
zur Untreue.
(APA)
Linz. Testkäufer, sogenannte Mystery-Shopper, werden zum immer
beliebteren Tool, um Kundenzufriedenheit und Servicequalität eines
Unternehmens zu evaluieren. Dabei
geht es darum, in realen Kundensituationen verschiedene Aspekte
wie Beratungs-, Bedienungs- und
Servicequalität zu ermitteln.
Ein Unternehmen, das seit 13
Jahren genau darauf spezialisiert
ist, ist die Linzer Whitebox GmbH.
Geschäftsführerin Daniela Höllerbauer erklärt das Geschäftsmodell:
„Unternehmen beauftragen uns,
in ihrem Betrieb anonyme Testbesuche durchzuführen, um dadurch ein objektives Feedback
über ihre Kundensituation zu bekommen.“
Nachdem zu Beginn die Ziele definiert wurden, die laut Höllerbauer meistens dieselben sind (Erhöhung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und Steigerung der
Verkaufszahlen), wird ein detailliertes „und vor allem realistisches
Testszenario“ erarbeitet. Danach
wählt das Marktforschungsunternehmen, dank firmeneigener
Datenbank, aus einem Pool von
18.000 Testern den oder die Geeignetsten für den Auftrag aus.
© Whitebox/David Koessl
Nataša nikolić
Stiefelkönig war von 2003 bis 2011
eine Tochter der Bawag.
Wohlfühlen vor der Schlachtung
­aufgrund der Initiative Tierwohl.
pr odu c t n e ws
Freitag, 13. Februar 2015
medianet retail – 17
V-Day-Special mit Krimskrams,
Drinks, Duft und Geheimtipp
Product News Eau de Cartier Vètiver Bleu, all i need, De’Longhi Wasserkocher.
Die Duftkomposition „Eau de Cartier Vétiver Bleu“ soll
ehrlich und unkompliziert wirken, um derart echte Freiheit
zu vermitteln. Die beinah androgyne, moderne Komposition
verifiziert schon beim ersten Auftragen eine belebende
Frische, die den Körper sanft kühlt und durch die Nase den
Gedanken ein weites Feld eröffnet. Vétiver ist dabei als
Graswurzel der Inbegriff erdig-holziger Noten.
Launch
Eau de Cartier Vétiver Bleu
UVP 53 €
50 ml
Albrecht & Dill Cosmetics GmbH
Marionnaud
www.cartier.de
Kategorie
Produkt
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Vertrieb
Distribution
Info
© Cartier/Amelie Garreau; all i need; De’Longhi
Kategorie
Produkt
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Vertrieb
Distribution
Info
all i need ist ein ganzheitliches, kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk auf Grüntee-Basis ohne Zuckerzusatz. Alle
Inhaltsstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau
und werden unter fairen Bedingungen gehandelt. Die Marke
soll ein selbstbewusstes Lebensgefühl transportieren – und
eignet sich bestens als kleines, feines Kompliment zum
Valentinstag.
Launch
all i need
0,25 l MW Glas
all i need beverage GmbH
Gastronomie (Flasche), LEH (Dose)
www.allineed.at
WENN
shoppiNg
Die Farbe der Liebe regiert die Welt. Speziell
am 14. Februar ist Rot die Farbe der Wahl,
wenn es um Herzens- und ähnlich heiße Angelegenheiten geht. De’Longhi hält das gesamte
Couleur-Spektrum der Leidenschaft bereit. Unsere Wahl fiel auf den Icona Wasserkocher KBO
2001.R, der – so die Presseinfo – die Liebste
„nach allen Regeln der Kunst einkocht“.
Kategorie
Produkt
Preis
Distribution
Info
Launch
De’Longhi Wasserkocher
KBO 2001.R
UVP 89.99 €
Fachhandel, Elektrohandel
www.delonghi.at
Auktioneum 1a-Adresse
Liebespräsent
Wien. Unser Spezialtipp zum Valentinstag: Romantik kombiniert
sich bekanntlich mit Schmuck besonders geschmeidig, und die reelle Chance, einen der schönsten
aller Liebesbeweise aufzustöbern,
findet sich im Auktioneum in der
Wiener Spiegelgasse im 1. Bezirk.
Eines der aktuellen, besonders
augenfälligen Schnäppchen wäre
zum Beispiel ein 14 Karat Gelbgold
Collier mit ca. 260-karätigem Amethyst, Gesamtgewicht 74,5g, zum
Preis von 7.600 €.
(red)
DEiNE WELT isT,
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Die PReMiuM GuiDes von
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Das Auktioneum in der Wiener Spiegelgasse ist eine Fundgrube für Pretiosen.
weitere informationen und Bestellung
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sh op ta l k
18 – medianet retail
Freitag, 13. Februar 2015
na dann, prost!
© Stiegl/Kolarik
gregor glanz & friends
1
© Markus Kaltenböck
Eli Gershkovich (Steamworks) und Robert Schraml (Stiegl-Geschäftsführer)
­feiern die gelungene Neueröffnung des Getränkeshops gemeinsam mit den
beiden Stiegl-Eigentümern Heinrich Dieter und Alessandra Kiener.
Stiegl eröffnet neuen Getränkeshop in Salzburg Maxglan
2
3
4
1. Tony Christie, Marika Lichter und Dave Kaufmann; 2. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer mit
Elisabeth Gürtler und Karl Schranz; 3. Aaron und Mark Keller; 4. Dancingstars Melanie Binder und Willi Gabalier
Der Seefelder Kristallzauber zog 2015 zahlreiche Promis an
Glanz & Glamour
Winterzauber Entertainer Gregor Glanz weiß, wie man feiert: Bereits das
fünfte Jahr in Folge lud er zum Seefelder Kristallzauber, und die Stars
und Sternchen ließen sich nicht zweimal bitten. Was als Winter Open
Air-Konzert begann, nimmt jedes Jahr neue, größere Dimensionen an.
Einige der illustren Gäste waren Karl Schranz, Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, die beiden Dancing Stars Willi Gabalier und
Melanie Binder, Künstler Trevor Jackson und Kochprofi Mike Süssen.
Den rund 3.000 Gäste machten die winterlichen Temperaturen nichts
aus, denn sie wurden von Gregor Meyle, Mark Keller, Nik P., Mungo
Jerry und Dave Kaufmann eingeheizt. Auch Gastgeber Glanz ließ es
sich nicht nehmen, zum Mikro zu greifen und mit seinen Gästen einige
Songs zu trällern. Für große Begeisterung sorgte der Auftritt von
Tony Christie, der den Event trotz drei gebrochener Rippen nicht
verpassen wollte. Zwei Tage vor der großen Party organisierte Glanz
in Innsbruck ein spaßiges Promi Jux Go Kart-Rennen, bei dem Aaron Keller, Sohn von TV-Star Mark Keller, siegen konnte. (nn)
Gregor Glanz hostete
den Seefelder
Kristall­zauber
zum 5. Mal.
Information & Invitations gerne an: Nataša Nikolić n.nikolic@medianet.at
1
Inside
sines
s
d
die finstere brille
Das nächste
große Ding
Natalie Oberhollenzer
S
© Mazbani
© TetraPak/fotografieschmitz.de
Durstlöscher Nach einer dreiwöchigen Umbauphase wurde der neue
Stiegl-Getränkeshop in Salzburg Maxglan nun offiziell eröffnet. Aus
diesem Anlass wurden namhafte Kreativ-Bierbauern eingeladen, die
sich sofort von der geglückten Kombination aus Design und Funktionalität beeindruckt zeigten. Der kanadische Bierbauer Eli Gershkovich bewunderte das neue Ladenkonzept gemeinsam mit der Handelsdelegierten der kanadischen Botschaft in Wien, Verena Wasenegger. Unter den Eröffnungsgästen waren außerdem Reinhold Barta
vom Brauhaus Gusswerk, Axel Kiesbye vom Bierkulturhaus sowie
die ÖFB-Stars Christoph Leitgeb und Marcel Sabitzer. Shop-Leiterin
Claudia Scheucher freut sich über die gelungene Eröffnung:
„Unser neuer Getränkeshop
spielt alle Stückl.“ Der neue
Shop in der Kendlerstraße
2 bietet ab sofort sämtliche
Stiegl-Haus- und Saisonbiere
sowie internationale CraftBiere an. In einem perfekt
Die 102. Rudolfina Redoute
temperierten, begehbaren
findet am Faschingsmontag,
Kühlschrank haben Kunden die
16.02., in der Wiener Hofburg
Qual der Wahl unter mehr als
statt. Einlass ist ab 20 Uhr. Ein80 unterschiedlichen Bierspetritts- und Tischkarten unter:
zialitäten aus vielen Ländern
sowie alkoholfreien Getränken,
www.rudolfina-redoute.at
Weinen und Spirituosen. (nn)
Produkt des tages
Kopf des Tages
Heinz Rüegg
verantwortet als neuer
Technischer
Direktor bei
Tetra Pak
Deutschland,
Österreich und
der Schweiz ab
sofort alle technischen ServiceAktivitäten der Marktgesellschaft. Rüegg ist schon seit
1985 beim führenden Anbieter
von Verarbeitungs- und Verpackungssystemen für Lebensmittel. Nach verschiedenen Stationen im Technischen Support
leitete er vier Jahre lang als
Technical Director Packaging
das komplette Wartungs- und
Anlagenmanagement sowie
den Technischen Kundendienst
der Tetra Pak Schweiz AG. Von
2007 bis 2012 war er in gleicher
Funktion für Tetra Pak Balkans
d.o.o in Belgrad tätig.
Die besten Biere
unter einem Dach
Glänzend Der Valentinstag steht vor der Tür, und Mazbani hat einige funkelnde Geschenksideen parat. Die wertvollen Ringe aus der „High Jewellery Collection“ lassen mit Sicherheit alle Frauenherzen höher schlagen.
„Unsere Kreationen entstehen in unserer Schmuckwerkstatt noch maßgeschneidert und in Handarbeit“, erklärt Geschäftsführerin Talar Mazbanian und fügt hinzu, dass ihre Goldschmiedemeister auch individuelle
Wünsche erfüllen. Qualität hat ja bekanntlich ihren Preis, und so kosten
die 18k Weiß- und Roségold-Ringe mit Brillanten (Tansanit, Turmalin
oder Aquamarin) zwischen 2.300 und 2.800 €.
www.mazbani.at
ie gelten als rücksichtlos, cholerisch und äußerst geschäftstüchtig: Die Samwer-Brüder Marc, Oliver und Alexander sind
bekannt dafür, Ideen von Internet-Start-ups ganz dreist und
meistens auch noch schlecht zu kopieren. Dann machen sie die Seiten groß, kassieren ab und verkaufen sie wieder. Die Berliner sind
mit den nervigen Klingeltönen von Jamba reich geworden, haben
Anteile am Modeversender Zalando und dem Möbelonlinehändler
Home24. Sie betreiben die Wohnbörse Nestpick, den Kreditvermittler Zencap, die Putzhilfen-App Helpling und noch vieles mehr. Jetzt
knöpfen sie sich das Geschäft mit der Essenslieferung vor. Denn Essen ist das nächste große Ding im Netz, sagen die Samwer-Brüder.
Über ihre Firma Rocket Internet haben sie sich mit einer halben Milliarde Euro an der Plattform Delivery Hero beteiligt – die wiederum
auch hierzulande mit den Seiten Mjam und Willessen groß mitmischt. Dabei sollen sie von den Restaurants bei jeder Lieferung
über zehn Prozent Provision mitkassieren. Ein schöner Batzen, den
die Samwers vom Umsatzkuchen runterfressen! Bevor sie noch
mehr Hunger kriegen, wollen wir eines wissen: Was ist das übernächste große Ding?
n.oberhollenzer@medianet.at
Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen
Ungleichheit Laut Oxfam wird 2016 nur 1% der Bevölkerung
mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammen.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.freitag, 13. februar 2015 – 19
finessen aus österreich
signal zum rückzug
FC Chladek Drastil GmbH liefert Finanzdaten für neue Anlegergeneration Seite 21
Die RBI will nach harten Zeiten in Polen,
Slowenien, USA und Asien sparen Seite 23
© RBI
© Martina Draper
financenet
erste bank
„optionen“
in ungarn
© Erste Bank/Andi Bruckner
„Sichern Sie jetzt die
niedrigen Zinsen ab!“
ATX
4.–11. Februar 2015
ATX (Schluss 11.2.)
Wochentop Wochenflop 2.321,24 3,04%
RBI
WOL
15,36%
-4,05%
Top 5 ATX Prime
Raiffeisen Bank International 15,36%
Erste Group Bank
8,76%
Do&Co4,80%
Voestalpine4,63%
AMAG Austria Metall
3,44%
© Immoinvest Immobilien & Finanzierungen GmbH/tinefoto.com/Martin Steinthaler; panthermedia.net/marcoscisetti
Flop 5 ATX Prime
Wolford-4,05%
Agrana-2,95%
Vienna Insurance Group
-2,55%
Warimpex-2,86%
Uniqa Insurance Group
-1,42%
DAX
4.–11. Februar 2015
Wochentop Wochenflop 10.752,11-1,46%
LXS
DPW
2,37%
-5,89%
Top 5 DAX
Lanxess2,37%
HeidelbergCement1,28%
Commerzbank0,94%
Deutsche Börse
0,92%
K+S0,75%
Kredit-Ausblick So niedrig wie jetzt waren Zinsen noch nie. Wolfgang Maurer,
Geschäftsführer von creditnet.at, sprach mit medianet über die aktuelle
Kreditlandschaft, erzielbare Konditionen, die Situation für Unternehmer und die
beste Strategie. Sein Rat an Kreditnehmer: „Jetzt langfristig absichern!“ Seite 20
Flop 5 DAX
Deutsche Post
-5,89%
Deutsche Lufthansa
-5,42%
Bayer-4,70%
Henkel-2,59%
Fresenius-2,33%
UniCredit Interesse an polnischer Raiffeisen-Tochter
inhalt
Finance:Cover
> Ölpreis am Boden –
Tanken bleibt billiger VKB-Bank Wechsel an der Führungsspitze nach Unfall
Noch hängen die Trauben zu hoch
20
Banking/Insurance:Watch
> UniCredit punktet bei
Euromoney 23
> OOE Versicherung rät:
Basis-Risiko versichern! 24
> Deutsche Berater-Studie:
Zunahme bei Kompetenz 24
© UniCredit
Fonds:Park
> Weltweite Fondsindustrie
verwaltet 30.050 Mrd. USD22
>W
ie aktiv ist aktives
­Fonds-Management? 22
> Fidelity räumt bei Fund
Awards ab 22
Luigi Lovaglio, Chef der polnischen
UniCredit-Tochter Bank Pekao SA.
Mailand/Wien/Warschau. Kaum hat
die Raiffeisen Bank International
(RBI) ihre polnische Tochter Polbank zum Verkauf gestellt, heben
bereits die ersten potenziellen Käufer die Hand. Mit dieser und anderen Maßnahmen will Raiffeisen
die ausgedünnte Kapitaldecke aufpolstern (siehe Story auf Seite 23).
Die UniCredit-Tochter Pekao habe
Interesse, sagte Institutschef Luigi
Lovaglio. Der Preis, den Raiffeisen
für die Tochter verlange, sei jedoch
zu hoch. „Es entspricht nicht unserer Strategie, mehr als den Buchwert zu bezahlen“, sagte Lovaglio.
Eigenkapital der Polbank: rund
1,4 Mrd. Euro. (APA/red)
Christoph Wurm ist neuer General
© VKB BANK/Florian Stöllinger
DAX (Schluss 11.2.)
Der neue VKB-General Christoph Wurm
ist schon seit 1997 in der Bank tätig.
Wien. Nach dem tragischen Bergunfall des bisherigen VKB-Generaldirektors Albert Wagner – er war im
Vorjahr in Peru von einem Steinschlag getroffen worden – und weil
seine Rückkehr nicht absehbar ist,
sah sich der Aufsichtsrat nun gezwungen, einen neuen Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor
zu bestellen. Es ist dies Christoph
Wurm, der seit dem Ausfall Wagners sowohl intern als auch extern die Rolle des leitenden Bankmanagers gemeinsam mit seinem
Vorstandskollegen Adam Schwebl
übernommen hatte. Ein dritter Vorstandsdirektor für die VKB-Bank
wird noch gesucht.
(red)
f i n a n c e : c ov e r
20 – financenet
Freitag, 13. Februar 2015
Kredit-Überblick Die gewerbliche Finanzierung verläuft seitwärts – Banken zeigen sich jetzt etwas freigebiger
kolumne
„Niedrige Zinsen sichern!“
Das Hack’l
ins Kreuz
Kreditexperte Wolfgang Maurer: „Für Unternehmen an Geld zu kommen, ist generell schon schwierig.“
Wien. Einen Kredit zu bekommen,
war während der Krise alles andere als ein Kinderspiel. Besonders
bei Unternehmen machten Banken
gern ihr Börsel zu. Auch wenn es
eine Kreditklemme offiziell nicht
gibt, klagen doch immer mehr
Unternehmer über einen deutlich
erschwerten Zugang zu frischem
Geld.
medianet sprach mit dem Geschäftsführer von creditnet.at
(vom VKI als österreichischer Immobilienfinanzierungs-Bestbieter
bestätigt; Anm.), Wolfgang Maurer,
über die aktuelle Situation, laufende Kreditkonditionen und welchen
Weg Kreditnehmer für die Zukunft
einschlagen sollten, um auf der
sicheren Seite zu landen.
reinhard krémer
F
ast jeder hat das schon
einmal erlebt: Es geht
einem ohnehin schon
schlecht – und dann kommt
noch ein „guter Freund“ und
haut einem das Hack’l ins
Kreuz. Julius Cäsar hätte davon ein trauriges Lied singen
können, wenn nicht – na, Sie
wissen schon.
Jetzt jedenfalls kann auch
die EU, aufgerieben in der
Entscheidung, ob RusslandSanktionen oder nicht, in den
Chor einstimmen: Nach endlos
quälenden Verhandlungen mit
den Griechen wurde endlich
ein Rettungspaket geschnürt
– und jetzt kommt einer daher, wirft ein Hack´l, will seine
Wahlversprechen halten und
macht alles kaputt. Unverständnis macht sich breit – wie
kann er nur? Alle haben doch
versucht, zu helfen. Dabei hätte
jeder, der ein wenig Gefühl für
Menschen hat, sehen können,
dass das nicht ewig gut gehen
kann: Niemand lässt sich ewig
knechten. Eine Arbeitslosenrate
von mehr als 25 Prozent und
eine grassierende Armut waren eindeutige Alarmsignale.
Jetzt jedenfalls geht´s an den
Märkten rund: Der deutsche
DAX pendelt zwischen Agonie
und Euphorie, und ganz Europa macht´s ihm nach. Ganz je
nachdem, welche Nachrichten
gerade aus dem griechischen
Parlament kommen; die Athener Börse hat ohnehin schon
jegliche Vernunft über Bord geworfen. Gewinner? Die Zocker
– die reiben sich die Hände ...
medianet: Wie lief die Kreditvergabe in den letzten zwölf Monaten? Sind Banken eher zäh oder
freigebig?
Wolfgang Maurer: Eine gewisse
Freigebigkeit der Banken ist merkbar, besonders im privaten Wohnbau läuft die Finanzierung sehr
gut. Auch die gewerbliche Finanzierung ist im letzten Jahr gut gelaufen.
medianet: Sind die Kreditvolumina in Ihrem Bereich gestiegen
oder gefallen? Kann man Zahlen
nennen?
Maurer: Die Kreditvolumina im
privaten Wohnbau sind leicht gestiegen, laut österreichischer Nationalbank wurden geschätzte 11,5
Milliarden umgesetzt. Die gewerbliche Finanzierung verläuft seitwärts – das genaue Volumen ist
leider unbekannt, es dürfte aber
nach unseren Beobachtungen weder gefallen noch gestiegen sein.
medianet: Welche Art von Finanzierungen ist aktuell besonders
gefragt?
Maurer: Die beliebteste Finanzierung ist die zweifellos variable,
voest 9-Monats-Bilanz
gefolgt vom Fixzins und der variablen Verzinsung mit Zins-Cap
– diese bietet eine sehr gute Möglichkeit um die aktuellen niedrigen
Zinsen abzusichern. Bauspardarlehen hingegen werden kaum mehr
abgeschlossen.
medianet: Wie läuft die Kreditvergabe für Unternehmen? Ist hier
eine Kreditklemme zu bemerken?
Maurer: Bei der Unternehmensfinanzierung ja, uns fehlen aber
genaue Werte, weil wir uns nicht
mit Unternehmensfinanzierungen
beschäftigen, sondern nur mit Immobilienfinanzierungen. Für Unternehmen an Geld zu kommen,
ist aber generell schon schwierig.
Bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung existiert definitiv
keine Kreditklemme.
medianet: Gibt es Auffälligkeiten?
Maurer: Ja einige. Die größte Auffälligkeit ist, dass Banken explizit
in den Kreditverträgen darauf hinweisen, dass Negativzinsen nicht
an Kunden weitergegeben werden.
Bei gewerblichen Immobilien-
finanzierungen zu vereinbarten
Margen ist auffällig, dass immer
wieder Liquiditätsaufschläge hinzukommen.
Der Durchrechnungszins hingegen sinkt laufend. Das ist jener
Zins, den sich der Kunde auch
über die gesamte Laufzeit leisten können muss – der sinkt also.
Wir waren vor zehn Jahren noch
bei sechs Prozent – jetzt liegt er
nur noch bei drei Prozent.
Die Spreads – also der Abstand
vom günstigsten zum schlechtesten – werden immer größer.
Die günstigste Marge im privaten
Wohnbau liegt bei uns bei 0,770
Prozent. Die höchste Marge im privaten Wohnbau bewegt sich bei
1,875 Prozent.
medianet: Ist die Nachfrage nach
Euro-Finanzierungen in den letzten Wochen nach der SNB-Entscheidung gestiegen?
Maurer: Nein, interessanterweise
hat sich da nichts getan. Möglicherweise sind alle, die umsteigen
wollten, schon vorher in den Euro
gewechselt.
Öl Preis für „Schwarzes Gold“ liegt 50% unter seinem Zwischenhoch aus dem Sommer
Stahlhart gehts
nach oben
Tanken bleibt weniger peinlich
Wien. Der Verfall des Ölpreises
bringt für leidgeprüfte Autofahrer
etwas Entspannung an der Zapfsäule.
Zwar haben die Preise dort den
prozentuellen Abschwung beim
Basisprodukt – die qualitativ hochstehende Klasse Brent fiel von 120
US-Dollar pro Fass im März 2012
auf aktuell rund 56 US-Dollar –
wegen des Dollaranstiegs nicht
mitgemacht, doch rund ein Viertel
billiger wurde tanken trotzdem.
Damit stellen sich Viele die bange
Frage: Wie geht’s weiter?
Schieferöl und Konjunktur
Die Auguren sehen die Preise
weiter am Boden: Einerseits hat
sich die Schieferöl-Produktion der
USA zu einem wichtigen Faktor
im Ölpoker entwickelt. Zwar ist
die Produktion nicht billig, doch
© dpa/C3754 Sebastian Widmann
Wien. Obwohl sich die weltweite Konjunkturentwicklung
2014 sehr uneinheitlich zeigte
und nach einem eher optimistischen Start seit dem Sommer
wieder durch zunehmende Ernüchterung geprägt war, konnte der stahlbasierte Technologie- und Industriegüterkonzern
voestalpine in den ersten drei
Quartalen des Geschäftsjahres
2014/15 (vom 1. April bis 31.
Dezember 2014, Anm.) einen
deutlichen Ergebnisanstieg
verzeichnen, meldet das Unternehmen.
Der Umsatz war mit 8,26 Mrd.
Euro stabil (Vorjahr: 8,27 Mrd.
Euro); das operative Ergebnis
(EBITDA) ist um 8,8% auf 1,09
Mrd. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit
627 Mio. Euro um 10,2% über
dem Vorjahreswert.
Die Ergebnisse in den ersten
neun Monaten 2014/15 wurden
außerdem noch durch Einmaleffekte von 67 Mio. Euro (EBITDA) und 45 Mio. Euro (EBIT)
positiv beeinflusst.
(red)
© Immoinvest Immobilien & Finanzierungen GmbH/tinefoto.com/Martin Steinthaler
Reinhard Krémer
Öl als „Fieberthermometer der Weltwirtschaft“: Preise sollen weiter im Keller bleiben.
man kann damit rasch auf allfällige Preisschwankungen reagieren.
Bisher war das nur Saudi-Arabien
möglich. Andererseits dürfte die
schwache Weltwirtschaft auch
weiterhin ordentlich auf den Ölpreis drücken: Insgesamt werde
die Nachfrage nach Rohöl längst
nicht so stark wachsen, wie noch
vor Jahren prognostiziert wurde,
ließ die Internationale Energieagentur (IEA) verlauten.
Von einer Überschreitung des
lange Zeit propagierten „Peak Oil“,
also des globale Ölfördermaximums, ist ohnehin schon lange
keine Rede mehr. Die Entspannung
an der Zapfsäule könnte jedenfalls
noch ein Weilchen anhalten, meinen Chefvolkswirt Eric Chaney
und leitender Volkswirt Manolis
Davradakis von AXA IM: SaudiArabien habe seine Strategie deutlich gemacht: „Es will seine weltweiten Marktanteile behalten, wird
aber nicht die Marktpreise stützen.“ Das ist nach Ansicht der beiden Volkswirte nur vernünftig und
der Grund dafür, dass der Ölpreis
voraussichtlich noch lange niedrig
bleibt. (rk)
Wolfgang Maurer, creditnet.at:
Bestkondition aktuell 0,825%
bei variabler Verzinsung.
medianet: Wie sehen die aktuellen
Konditionen/Zinssätze bei Krediten in Euro aus?
Maurer: 0,825 Prozent ist die aktuelle Bestkondition bei variabler
Verzinsung. Fixzinssätze liegen
bei einer Laufzeit von zehn Jahren
bei 1,725 Prozent, mit 15jähriger
Laufzeit bei 2,025 und für 20 Jahre
schließlich bei 2,450 Prozent.
medianet: Was ist Ihnen im Zusammenhang mit Krediten und
Konditionen noch wichtig?
Maurer: Die derzeit günstigste Variante ist eine variable mit einem
Cap; hier genießt man den niedrigen Zins, ist aber auf Risiken
eines Zinsanstiegs gut abgesichert.
Denn es geht jetzt darum, die niedrigen Zinsen unbedingt langfristig
abzusichern, um nicht letztendlich
von einer Währungsproblematik
2015 in eine Zinsproblematik 2025
zu schlittern. Das ist mein dringender Rat an alle Kreditnehmer.
Andritz Gezeitenkraftwerk
Großauftrag aus
Großbritannien
Wien. Internationaler Erfolg für
heimischen Maschinenbauer:
Nach einem länderübergreifenden Ausschreibungsverfahren hat
Tidal Lagoon Swansea Bay plc. das
Konsortium GE/Andritz Hydro als
bevorzugten Anbieter für die Lieferung der elektromechanischen
Ausrüstung für das weltweit erste
Gezeitenlagunen-Wasserkraftwerksprojekt in der SwanseaBucht, Wales, ausgewählt.
Eine Vereinbarung über die
Durchführung von Vorarbeiten
wurde nun unterzeichnet. Das
Ausschreibungsvolumen für das
Konsortium beträgt rund 400 Mio.
Euro. Der auf Andritz Hydro entfallende Anteil beläuft sich auf
etwa 250 Mio. Euro – mit einem
wesentlichen Anteil an britischer
Wertschöpfung.
Das Inkrafttreten des Hauptauftrags für die Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung ist
– nach Erfüllung aller Erfordernisse – bereits im Laufe des heurigen Jahres geplant, der Start des
kommerziellen Betriebs dann für
das Jahr 2019.
(red)
Freitag, 13. Februar 2015
f i n a n z : di e n stl e i ste r
financenet – 21
Finanzdaten im Internet Auf gleich mehreren Plattformen liefert die FC Chladek Drastil GmbH Finanzdaten als Schnittmenge zwischen B2B und B2C
Fintech-Finessen aus Österreich
Wien. Aktive Kapitalmarktteilnehmer oder auch „nur” am globalen
Finanzgeschehen Interessierte
sind ziemlich sicher im Internet
schon über die Sites www.boersesocial.com oder www.photaq.com
gestolpert. Der Macher dahinter:
die FC Chladek Drastil GmbH.
Die neue Anlegergeneration
Geschäftsführer Christian Drastil ist Börseversierten kein Unbekannter: Der Ex-Erste Bank-Mitarbeiter und langjährige Geschäftsführer des zur Styria Mediengruppe gehörenden Info-Dienstleisters
Börse-Express hat mit seinem
IT-Partner Josef Chladek sukzessive Webseiten aufgebaut, deren
Zweck es ist, die Finanz-Community rasch mit wertvollen Infos zu
beliefern, im Versuch, „an die neue
Generation der Anleger heranzukommen“.
Dies beginnt bei der Homepage,
die seinen eigenen Namen trägt,
www.christian-drastil.com, und
die als „Blog of Blogs“ zu verstehen sei – hier tummeln sich Finanz-Experten, die selbst keinen
Blog betreiben wollen – und endet
(wahrscheinlich noch lange nicht)
bei www.runplugged.com.
Der Computer schreibt auch
Beim Zusammentragen und Auswerten von Daten scheut Drastil
nicht vor in Journalisten-Kreisen
umstrittenen computergenerierten
Artikeln zurück. „Die Texte sind
auf jeden Fall so gekennzeichnet.
Der Computer erstellt eine ,Shortlist‘ der Unmenge an BörsenEvents und -Statistiken, die abfallen, und deckt auch interessante
finanzmathematische Bezüge auf,
die nach menschlichem Ermessen
unmöglich wären, auszurechercieren. Nach dem Gegencheck und mit
einem von Menschenhand versehenen Titel ist gutes Material auf
Knopfdruck in einer Geschwindigkeit lieferbar, wie das sonst nicht
machbar wäre.“
sorgt automatisch für mehr ,Traffic‘ aus diversen Ecken der Welt;
dies ist wichtig für die Positionierung im Web“, erklärt Drastil.
Infos per „Runplugged“
Auf seiner Website www.boersesocial.com stellt Drastil „social
feeds“ sowie zahlreiche Finanzdaten, z.B. in Kooperation mit TeleTrader, zur Verfügung. Daneben
kann man die „Useletter“ „Morning
Xpresso“ und „Evening Xtrakt“
abonnieren. Unter dem Menüpunkt „wikifolio whispers“ findet
der User aktuelle Kommentare
aus dem wikifolio-Universum mit
Links zu den jeweiligen wikifolioDepots.
Drastil, selbst begeisterter Jogger, beliefert die Community auch
anderweitig: „Bei der App ,runplugged‘ geht es um die Kombination von Geo und Audio“, wobei man
nicht zwangsläufig wirklich laufen
müsse, beruhigt er. „Run steht hier
für alle, die Wege zurückzulegen
haben – ob sportlich oder einfach
in der Bahn oder im Auto zur Arbeit; es funktioniert aber auch beim
Einsatz auf dem Schreibtisch. Das
,Plugged‘ wiederum kann ebenfalls
vieles bedeuten: Gute Musik hören,
mixen und/oder interessante Informationen inhalieren“.
(lk)
© Martina Draper
Von „Useletter“ über Visual Blogging bis hin zu Audio-News für Jogger.
Drastil: „Auch im Finanzjournalismus findet eine gewisse Industrialisierung statt.“
Inside Your Business. Today.
medianet – Österreichs führende
B2B Wirtschaftsplattform
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
14. JG.
NO. 1884
¤ 4,–
FREITAG/SAMSTAG/SONNTAG, 7.– 9. NOVEMBER 2014
TREVISION
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www.trevision.at
Konferenz in Graz 1.000 Delegierte, 170 Speaker, Regierungsvertreter und Experten aus 50 Ländern
Können die Städte
den Planeten retten?
INHALT
> Interview: Cradle-to-CradlePionier Michael Braungart 5
> Feature: Burgerking
– oder doch Veganista? 6/7
> made2matter: MarkenPositionierung in Echtzeit 13
retail
> Klarna untersucht das
Online-Kaufverhalten
19
© Geoff Caddick/EPA/picturedesk.com
© made2matter
marketing & media
> Innsbrucker Agentur P8
jetzt mit viertem Standort 11
Einer der Keynote-Speaker in Graz ist der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone.
Smart Citys Die „Urban Future Global Conference“ am 18. und 19. November 2014
in Graz ist die größte Konferenz für nachhaltige Stadtentwicklung in Mitteleuropa.
Die Mega-Veranstaltung wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft der Städte.
Seite 4
© Stefan Joham
Aber auch auf dem Gebiet des
Visual Bloggings ist Drastil aktiv
(Anmerkung: Visual Blogging ist
eine Form des Content-Bloggings,
bei der die Nutzer in erster Linie
mit visuellen Inhalten wie Bildern,
Infografiken, Mini-Grafiken, etc.
bedient werden).
So wurde aus der Domain www.
finanzmarktfoto.at in Anlehnung
an die größte elektronische Börse
in den USA www.photaq.at. Die
Assoziation mit der Nasdaq ist
freilich gewollt, und diese stellt jede mit dem globalen Finanzmarktgeschehen vertraute Person sofort
her. „Ein gut beschriftetes Foto
> Start: Solidaritätskampagne
„Nimm dir ein Herz!“
22
business weekend
© panthermedia.net/Andres Rodriguez
Visual Blogging
© M. Braungart
prime news & market watch
AFTERWORK
Steak
200 g
eak
Huftst
Beilage
> Allergieverordnung: Wirte
sind wenig vorbereitet
24
> Zinsschritt in USA rückt
näher, anders in Europa 40
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Visual Blogging; Drastil ist Erfinder der
Number One und des Smeil-Awards.
Die neuen Mediadaten und
den Sonderthemenplan
2015 finden Sie hier:
f on d s : pa r k
22 – financenet
Freitag, 13. Februar 2015
Weltweite Fondsindustrie Das global verwaltete Vermögen in Offenen Fonds und deren Zahl sind auf Rekordstand
short
Höchstmarke: 30.050 Mrd.
Initiator Lloyd wird zum
Schifffahrtskonzern
© dpa/A3390 Kay Nietfeld
Wels. Das weltweit verwaltete Vermögen in Offenen Investmentfonds
erreichte schon 2013 die neue
Höchstmarke von 30.000 Mrd. USDollar (26.500 Mrd. Euro). Dies berichtet die TradeCom Finanzinvest
SE in ihrem aktuellen Newsletter
unter Bezugnahme auf den Datenanbieter statista.com. Die Anzahl der offenen Investmentfonds
stieg von 73.229 in 2012 auf die nie
zuvor gekannte Höhe von 76.200
Fonds. Daten für 2014 liegen offenbar von den internationalen
Fondsverbänden noch nicht vor.
Aktienfonds bilden die bei Weitem stärkste Assetklasse – mit
einem Volumen von 14.000 Mrd.
US-Dollar sind sie fast doppelt so
stark wie Rentenfonds. Weiteres
offenes Geheimnis: In den USA ist
das verwaltete Vermögen in Offenen Fonds nahezu doppelt so hoch
wie in Europa. „Während die USAmerikaner nahezu 11.000 Mrd.
US-Dollar in Investmentfonds hal-
Lloyd Fonds will nun elf Einzelschiffsfonds zusammenlegen.
Frankfurt. Das Hamburger Investmenthaus Lloyd Fonds
zieht Konsequenzen aus der
Dauerkrise in der Schifffahrt.
Das Unternehmen will elf Einzelschiffsfonds (KG-Fonds)
zusammenlegen, die es selbst
aufgelegt hatte. Ein Schiff ist
schwerer zu vermarkten und zu
finanzieren als ein Flottenverbund, weil dort die Risiken auf
mehrere Frachter verteilt sind.
Der Vorstoß sei einmalig in
der Branche und könne Signalwirkungen haben, sagte ein
Lloyd-Sprecher. Die Hamburger Firma wird dadurch von
einem Emissionshaus zu einem
Schifffahrtsunternehmen.
Vor der Finanzkrise haben
sich viele Privatanleger – auch
in Österreich – über sogenannte
KG-Fonds an der Finanzierung
von Frachtern beteiligt, die
lange Zeit hohe Renditen abwarfen und steuerbegünstigt
waren. Als die Schifffahrt dann
wegen Überkapazitäten und
des mauen Welthandels in eine
tiefe Krise schlitterte, mussten
viele Schiffsfonds, die zumeist
nur ein einziges Schiff besaßen,
Insolvenz anmelden.
(APA)
ten, sind es in Deutschland gerade
einmal 700 Mrd. USD“, sagen die
Experten von TradeCom.
Weiters: In den USA macht das
Fondsvermögen fast 65% des BIP
aus, in Frankreich sind es 41%, in
UK 35% und in Deutschland rund
20%. Während in den USA das in
Investmentfonds veranlagte Vermögen zugenommen hat und auch
in Großbritannien, ist es in den
wichtigsten Ländern der Eurozone,
nämlich Deutschland und Frankreich, gefallen.
Die Entwicklung des Vermögens
der privaten Haushalte rechtfertige die Investitionsentscheidungen
für die Anlageklassen, bricht die
Welser Fondsboutique eine Lanze für die Aktienanlage, denn das
Wachstum der Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte beruhe
vor allem auf die Wertpapieranlagen. Detail am Rande: Die Aktienquote im TradeCom FondsTrader
liegt aktuell bei 71%.
(lk)
Wie aktiv ist aktives Fonds-Management?
Mit dem AS im Factsheet kann sich der Anleger ein besseres Bild machen.
London. Wenn Fondsmanager behaupten, aktiv zu managen, also
unabhängig vom Vergleichsindex,
ist der Anleger noch lange nicht
im Bilde, was dies bedeutet. Nach
Neptune Investment Management hat nun auch die hierzulande bekanntere Fondsgesellschaft
Threadneedle angekündigt, ab
sofort eine Kennzahl zu veröffentlichen, mit der Anleger das überprüfen können.
Der sogenannte Active Share (AS)
für 30 der Threadneedle-Aktienfonds wird in den Factsheets für
professionelle Investoren zu finden
sein und in den Fondsinformationen für Privatanleger, wie FTSE
Global Markets berichtet. Der AS
gibt an, welcher Anteil des Portfolios nicht dem Vergleichsindex
14 erste Plätze Lebenszyklusfonds zusehends gefragt
iShares Fonds setzt auf Aktien-Rückkäufe in den USA
Kronberg im Taunus. Bei den Euro Fund Awards 2015 belegten
Fonds von Fidelity 14mal den ersten Platz. Ausgezeichnet wurden
die Fidelity Target Fonds mit den
Zieldaten 2035 und 2040. Daneben
errangen Fidelity-Fonds zahlreiche
weitere Top-3-Platzierungen über
alle Anlageklassen und Regionen
hinweg. Bereits zuvor war das
Fondshaus bei den FERI EuroRating Awards 2015 und beim Deutschen Fondspreis mit Top-Noten
aufgefallen.
Fidelity sieht sich als Pionier bei
Lebenszyklusfonds, in Deutschland habe man die „Target Funds”
2003 eingeführt. Derartige Fonds
eigneten sich ideal für die private
und betriebliche Altersvorsorge.
Die Kapitalanlage des Lebenszyklusmodells orientiert sich am
Lebensalter des Anlegers, aus
dem sich die Anlagedauer – meist
bis zum Rentenbeginn – ableitet. Je weiter in der Zukunft der
gewünschte Renteneintritt liegt,
desto länger investiert der Fonds
in wachstumsorientierte Investments, beispielsweise Aktien. Etwa 20 Jahre vor dem Zielzeitpunkt
beginnt der Fondsmanager sukzes-
London/Frankfurt. BlackRock hat
sein Angebot an Aktien- und Anleihenfonds um zwei börsenotierte
Indexfonds (ETFs) erweitert. Sie
bieten Zugang zu ganz speziellen
Segmenten. So ist der iShares Euro Corporate Bond BBB-BB UCITS
ETF der erste ETF in Europa, der
Zugang zu Euro-Unternehmensanleihen mit Bonitäten in den Bereichen Investmentgrade und SubInvestmentgrade bietet. Er strebt
ein durchschnittliches monatliches
Rating von BBB- an, indem er in
Papiere mit BBB und BB investiert.
Die Papiere im zugrundeliegenden
Index sind ihren Marktkapitalisierungen entsprechend gewichtet,
wobei kein Emittent mehr als 5%
des Index ausmachen darf.
Der iShares US Equity Buyback
Achievers UCITS ETF investiert
in Konzerne, die an der Nasdaq
oder der NYSE gelistet sind und
Aktienrückkauf-Programme fahren. Unternehmer machen dies
häufig, weil sie denken, dass die
Aktien unterbewertet sind oder um
die Kapitalstruktur zu optimieren.
Voraussetzung für die Aufnahme
in den zugrundeliegenden Index
ist, dass die Unternehmen in den
Mannheim. Die ethisch-ökologische Kapitalanlagegesellschaft Ökoworld hat 2013 ihren
Ökoworld Ökotrust von einem
Dachfonds-Konzept auf einen
aktiv gemanagten Mischfonds
umgestellt; dies berichtet der
Branchendienst fondsprofessionell.de. Eine gute Kapitalanlage müsse sich wie ein Chamäleon an das Umfeld anpassen,
so die Begründung des Portfoliomanagers Felix Schnella. Der
Fonds habe sich seither recht
gut entwickelt und über ein
Jahr rund 7,8% Rendite erzielt.
© Threadneedle
Gebühren-Diskussion
Die Diskussion um die Offenlegung dieses Werts wird vor allem
im angelsächsischen Raum rege
geführt; Knackpunkt sind dabei die
Gebühren, denn für einen (wenn
auch nur vorgeblich) aktiveren
Ansatz lassen sich freilich höhere
Fees verlangen. In Deutschland
weist Allianz Global Investors in
den Factsheets den AS aus. (red)
sive mit der Beimischung schwankungsärmerer Anlagen.
Für betriebliche Vorsorge
,,Immer mehr deutsche Unternehmenskunden setzen auf die
Lebenszyklusfonds in ihren Pensionsplänen; dazu zählen DAX30-Konzerne ebenso wie Mittelständler“, sagt Klaus Mössle, Leiter
des institutionellen Geschäfts bei
Fidelity in Deutschland.
(lk)
Klaus Mössle, Institutional Sales: „Private
unterschätzen die Target Fonds noch.“
letzten 12 Monaten mindestens 5%
ihrer Aktien zurückgekauft haben;
zudem müssen sich ihre Finanzen
„als stabil erweisen“. Die Aktien im
Index werden anhand der Rückkauf-Quoten gewichtet. Das Gewicht eines einzelnen Werts darf
nur maximal 5% betragen.
Tom Fekete, Leiter Produktentwicklung: „Anleger nutzen ETFs
zunehmend, um präzisen Zugang
zu Segmenten zu erhalten, die zuvor
schwer zugänglich waren.“ (lk)
© Blackrock
Im
Ökotrust
wird in
Firmen
angelegt
wie etwa
Coworld
Co.
entspricht. Gänzlich Benchmarkunabhängige Fonds kommen demnach auf einen Wert von 100, bei
ETFs freilich liegt der Wert zumeist im niedrigen einstelligen Bereich. Die meisten der Threadneedle-Aktienfonds hätten einen AS von
70, wie es heißt.
Fidelity räumt bei Fund Awards ab ETFs für absolute Spezialsegmente
© Fidelity
© Coway Malaysia
Ökoworld: Dachfonds
wurde zum Mischfonds
Das Wertpapiervermögen entscheidet über arm oder reich, meint man bei TradeCom.
Mehr Transparenz Gleich mehrere Fondshäuser wollen mit einer Kennzahl die Benchmark-Unabhängigkeit aufzeigen
Blackrock erweitert
iShares-Vertriebsteam
Frankfurt. BlackRock erweitert
sein Führungsteam im deutschen Vertrieb bei iShares,
führender Anbieter im Bereich
Exchange Traded Funds (ETFs):
Ab sofort verantwortet Hamed
Mustafa den Vertrieb bei institutionellen Kunden. David
Wenicker übernimmt diese Position für den Bereich Wealth
und Retail in Deutschland.
Beide berichten an Peter Scharl,
Vertriebsleiter bei iShares in
Deutschland, Österreich, CEE.
© Panthermedia.net/Pakhnyushchyy
Das in den USA in Fonds veranlagte Vermögen hat weiter zu-, in Deutschland dagegen abgenommen.
Fekete: „Marktmeinungen mit ETFs
schnell und kostengünstig umsetzen“.
ba n k i n g
Freitag, 13. Februar 2015
financenet – 23
EBRD und Staat Die Sorgen-Tochter im Nachbarland wurde jetzt mit Partner-Einstieg auf neue Beine gestellt
Magyarische, umstrittene Bankensteuer soll in zwei Schritten deutlich zurückgefahren werden.
Wien/Budapest. Die börsenotierte
Erste Group schlägt in Ungarn einen neuen Kurs ein: Sie nimmt in
ihrer ungarischen Tochterbank
den ungarischen Staat sowie die
Osteuropabank EBRD als Minderheitsaktionäre an Bord; es geht um
jeweils bis zu 15 Prozent. Das haben die Spitzen von Erster, Regierung und EBRD am Montagnachmittag in Budapest fixiert. Ungarn
kommt den Banken bei der Bankensteuer entgegen und schwört
Mehrheitsübernahmen von Kreditinstituten ab.
Spar- und Kredittrends
in Österreich 2015
© Erste Group/Daniel Hinterramskogler
Erste Group beginnt neue
Banken-Ära in Ungarn
short
Erste-Vorstand Peter Bosek: KESt
stört Österreicher bei Niedrigzins.
Wien. Die Österreicherinnen
und Österreicher planen in den
kommenden zwölf Monaten,
5.100 Euro neu oder wieder
zu veranlagen. Das sind 400
Euro mehr als vor einem Jahr.
Dabei bleibt das Sparbuch mit
61% auf Platz 1, 53% (-1) legen
mittels Bausparvertrag an, und
38% (-1) wollen eine Lebensversicherung abschließen. Am
deutlichsten zulegen konnte die
Pensionsvorsorge, 36% (+3) haben vor, 2015 ihr Geld so anzulegen. Immobilien wollen 16%
(+1) kaufen, und Wertpapiere
sind unverändert für 24% die
Anlagenform ihrer Wahl. Insgesamt sind es nur 16% (-1), die
heuer keine Geldanlage planen.
Das sind die Ergebnisse einer
Umfrage im Auftrag der Erste
Bank. Die durchschnittliche
Kreditsumme ist auf 74.400
(+6.200 Euro) angestiegen. Derzeit sind Leitzinsen historisch
niedrig, 64% der Österreicher
sind der Meinung, man sollte
die KESt daher aussetzen. (red)
Erste Group-Chef Andreas Treichl und Ungarns Premier Viktor Orban: Früher wurde gestritten, jetzt steigt Ungarn ein.
je einem nichtgeschäftsführenden
Vorstand beschicken und werden
auch im Aufsichtsrat vertreten
sein. Die EBRD plant nach Worten
ihres Präsidenten Suma Chakrabarti ein stärkeres Engagement
im ungarischen Finanzsektor. Die
Erste hat am Montag angekündigt,
über die nächsten drei Jahre neue
Kreditmittel über rund 550 Mio.
Euro in Ungarn aufzulegen, und
zwar spezielle Programme für Beschäftigte des öffentlichen Sektors,
für Energieeffizenzprogramme und
für Agrarinvestitionen.
In einer Absichtserklärung hat
sich die ungarische Regierung heute verpflichtet, von 2016 bis 2019
die von den Banken als besonders
hoch kritisierte Bankensteuer „substanziell” zu senken; außerdem
Wo gespart wird Polen, Slowenien, USA und Asien
sollen Differenzen um notleidende
Kredite nach internationalen Gepflogenheiten beigelegt werden.
In dem Dokument verpflichtete
sich die Regierung unter Viktor
Orban zudem, dass sie nicht beabsichtige, Mehrheitsbeteiligungen
an systemrelevanten lokalen Banken zu übernehmen. Zudem sagte
die Regierung zu, „alle derzeit von
ihr an lokalen Banken direkt oder
indirekt gehaltenen Mehrheitsbeteiligungen innerhalb der nächsten
drei Jahre an den Privatsektor zu
übertragen.”
er mehr als halbiert, die Rede ist
zunächst von 60 Mrd. Forint (umgerechnet knapp 196 Mio. Euro).
Als Basis dient dann zudem die
Bilanzsumme von 2014 und nicht
mehr der Wert von 2009. Die österreichischen Großbanken haben
unter der Bankensteuer besonders
gestöhnt. Für die Erste Group bedeutet die Entwicklung, dass sich
die Bankensteuerlast daraus von
50 auf 10 Millionen Euro im Jahr
reduziert, rechnete die Bank aus.
Ungarns Premier Orban sprach von
einem neuen Kapitel in der Bankengeschichte seines Landes. Die
Bankenabgabe sei als Krisensteuer
in der schweren Zeit nach der Finanzkrise eingeführt worden. Trotz
ihrer Kritik hätten sich die Banken
korrekt verhalten.
(red/APA)
Die Bankensteuer
Die Bankensteuer soll ab 2016 in
Schritten zurückgefahren werden:
In zwei Etappen wird die Steu-
UniCredit punktet bei „Euromoney“
Wien. Die Raiffeisen Bank International (RBI) plant harte Schnitte:
Sie fährt Risikogeschäfte zurück
und zieht sich aus einzelnen Märkten ganz zurück. So wurden die
Banktöchter in Polen und Slowenien offiziell zum Verkauf gestellt.
Auch die Direktbank Zuno wird
verkauft.
Wien. Das UniCredit Private Banking darf sich erneut über breite
Anerkennung seiner Services durch
die Fachpublikation Euromoney
freuen. So gewinnt die Division
in der Private Banking Survey
2015 des Euromoney-Magazins
insgesamt 14 Auszeichnungen in
diversen regionalen und lokalen
Kategorien. Darunter ist etwa die
Kategorie „Super Affluent Clients“
(1-4 Mio. USD) in Zentral- und Osteuropa. Auch die besten Private
Banking Services in Kroatien, Ungarn u.a. werden von Euromoney
bei der UniCredit verortet.
Selektiv vorgehen
und bezieht über 60 Länder ein.
Jan Tronicek, Head of Private
Banking in Zentral- und Osteuropa (CEE) bei UniCredit, meint dazu: „Diese 14 Awards betrachten
wir als sichtbares Zeichen dafür,
dass unsere unabhängige Anlagestrategie, die von UniCredit Global
Investments (GIS) ausgearbeitet
wurde, 2014 für eine starke Performance gesorgt hat, und dass unsere Kunden von unserem Service
profitiert haben.“ (red)
RBI-Chef Karl Sevelda: In Russland
und Ungarn will die Bank bleiben.
Der Euromoney Private Banking
Survey kommt einmal im Jahr mit
einer qualitativen und quantitativen Bewertung des besten Serviceangebots in verschiedenen geografischen und fachspezifischen
Kategorien des Private Banking
heraus. Die Umfrage kombiniert
Analysen der von den Banken bereitgestellten Daten mit einer Peer
Review. Sie umfasst mehr als 35
verschiedene regionale und lokale
Produkt- und Kundenkategorien
© UniCredit
Das Ranking
© RBI
In Russland will die Bank verbleiben, hier wird das Risiko bis
Ende 2017 aber um 20 Prozent zurückgefahren. Die „risikogewichteten Aktiva”/RWA lagen in dem
Land Ende 2014 bei 8,4 Mrd. Euro. In der Bilanz 2014 wurde der
Firmenwert der Russlandtochter
schon abgeschrieben. In der Ukraine werden die Bilanzrisikopositionen bis 2017 sogar um 30 Prozent
abgebaut; hier lagen die entsprechenden RWA zuletzt bei 3 Mrd.
Euro.
In Ungarn ist von „Optimierungen” die Rede. Bis Ende 2017
werden zudem die Geschäftsaktivitäten in Asien und bis Ende 2016
in den USA signifikant zurückgefahren oder ganz aufgegeben.
Salzburg. Die österreichische Onlinebank direktanlage.at bringt
ein kostenloses Studentenkonto; inbegriffen seien alle Buchungsposten, Mobile Banking,
Daueraufträge und eine Bankomatkarte. Eine Paylife GoldKreditkarte ist nach drei Monaten Beobachtungszeitraum
möglich. Die Bank bietet auch
schon ein Online-Gehaltskonto
bzw. Online-Pensionskonto
nach ähnlichem Muster. (red)
14 Auszeichnungen Für bestes Private Banking
RBI legt das Sparprogramm fest
Ihren Jahresverlust hat die RBI
2014 mit 493 Mio. Euro ganz knapp
unter der selber vorgegebenen
Höchstgrenze von 500 Millionen
gehalten, eine Dividende auf das
Aktienkapital entfällt deshalb. Mit
den drastischen Kürzungen im Geschäft will die Bank ihre Kapitalquoten aufbessern. Als neues Ziel
wurde heute eine harte Kernkapitalquote (CET1 Ratio/„fully loaded”) von 12 Prozent bis Ende 2017
definiert.
(red/ag)
Studenten: Gratiskonto
bei direktanlage.at
Für Zentral- und Osteuropa ausgezeichnet: Private Banking der UniCredit.
Wirbel um Schweizer
Konten der HSBC
© panthermedia.net/Peter Wey
Der Deal soll innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen
sein. Zur Ermittlung des Kaufpreises werden – nach einer DueDiligence-Prüfung – externe Berater beigezogen. Die designierten
neuen Minderheitsaktionäre werden aber nur auf Zeit an Bord bleiben: Jedenfalls vonseiten der EBRD
wird in einer Aussendung auf eine
Behaltefrist und vorfixierte „ExitBedingungen” verwiesen. Wie lang
diese Behaltefrist läuft, ist noch
Gegenstand von Verhandlungen.
Die EBRD wird sich wieder zurückziehen, sobald die Erste-Tochter in
Ungarn wieder auf entsprechend
dynamisches Geschäft in dem
Land verweisen kann. In den Jahren bis dahin wird die EBRD durch
ihre Beteiligung die Partnerschaft
zwischen Erster und ungarischer
Regierung unterstützen, wie es im
Kommunique heißt.
Erste-Chef Andreas Treichl betont, dass die Erste Bank Hungary
„im mehrheitlichen Eigentum der
Erste Group bleiben” und weiter
nach dem Reglement der Erste geführt und kontrolliert werde. Die
Regierung in Budapest und die
EBRD können die Ungarn-Bank mit
© APA/EPA/Zoltan Mathe
Nur auf Zeit
Bern: Die Schweizer HSBCTochter sorgt für Wirbel.
Bern. Ein Bankmitarbeiter hat
von der Schweizer Tochter
der HSBC die Daten von rund
100.000 Konten gestohlen (aus
den Jahren 1988 bis 2007).
Daran anschließende Steuerermittlungen haben zu Nachund Strafzahlungen von über
einer Mrd. Euro geführt. Zahlreiche Kontoinhaber wurden
namentlich geoutet, darunter
internationale Spitzensportler,
Schauspieler und Industrielle.
Auch viele bekannte Namen aus
Österreich (ca. 400) sind dabei.
Das Aufdeckerkonsortium ICIJ
erinnert daran, dass nicht jedes
Geld auf einem Schweizer Konto Schwarzgeld ist.
(APA)
ba n k i n g/ i n su r a n c e : watc h
24 – financenet
Freitag, 13. Februar 2015
Oberösterreichische Versicherung Neues Produkt soll sich Bedürfnissen je nach Lebensphase anpassen
short
Basis-Risiko versichern
© Christophe Karaba/EPA/picturedesk.com
Eiopa klagt heftig
über zu wenig Budget
Linz. Mit der „ExistenzKasko“ stellt
die Oberösterreichische eine neue
Basis-Risiko-Vorsorge vor: Zwischen dem 18. und dem 40. Lebensjahr ist viel in Bewegung: Partnerschaft, Familiengründung, die
Schaffung von Wohnungseigentum, berufliche Weiterentwicklung
oder der Sprung in die Selbstständigkeit. Unvorhergesehene Schicksalsschläge seien in dieser Zeit besonders schwer zu verkraften und
zumeist mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten verbunden.
Die europäische Versicherungs­
aufsicht spart sogar bei Solvency II.
Frankfurt. Die europäische
Aufsichtsbehörde für das
Versicherungswesen und die
betriebliche Altersversorgung
(Eiopa) muss 2015 mit einem
um 7,6 Prozent oder 1,7 Mio.
Euro reduzierten Budget auskommen; daher wird gespart.
Felder wie Finanzstabilität
oder Konsumentenschutz, aber
auch Investitionen in die Infrastruktur wurden zurückgestuft.
„Höchste Priorität“ werde 2015
das neue Regelwerk „Solvency
II“ genießen; selbst hier werde
es aber Einschnitte geben, etwa
beim Ausbildungsprogramm
für Aufseher oder im ITBereich.
(red/ag)
fügbare Einkommen zumeist noch
eher schmal ist“, so Generaldirektor Josef Stockinger. Erstmalig auf
dem österreichischen Versicherungsmarkt würden die drei größten Risiken für junge Menschen
– Unfall mit schweren Dauerfolgen,
vorzeitiges Ableben und vor allem
die Berufsunfähigkeit – in einem
Bündel gegen eine leistbare Prämie
abgesichert, meint Stockinger.
Bei Berufsunfähigkeit während
der Versicherungsdauer werde
einmalig ein Betrag von 6.000 Euro
sowie ab Beginn der Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente von
600 Euro ausbezahlt (maximal 60
Monate). Dies soll die berufliche
Neuorientierung unterstützen und
den Einkommensausfall abfedern.
Bei Invalidität bzw. Todesfall werden 60.000 bis 120.000 Euro ausbezahlt. Die monatliche Prämie
bemesse sich nach dem Eintrittsalter und liege zwischen 15,66 und
23,24 Euro.
(red)
Die neuen Polizzen
Die Oberösterreichische betrete
Neuland auf dem österreichischen
Versicherungsmarkt und stelle mit
der ExistenzKasko nun erstmals eine leistbare Basis-Risiko-Vorsorge
für genau diese Zielgruppe und ihre
Lebenswirklichkeiten vor. Man hole „junge Menschen in der Aufbauphase ihres Lebens ab, wo das ver-
Oberösterreichische-Vorstände Othmar Nagl, Josef Stockinger: Neueinführung.
Nach europäischen auch US-Institute Neue Regeln für Bankenabwicklung könnten zwei Ratingstufen kosten
Versicherungen als
Arbeitgeber im Ranking
S&P sieht Ratings bei Banken unter Druck
New York. Laut US-Ratingagentur
Standard & Poor’s (S&P) droht
auch den global systemrelevanten
US-Banken eine Abstufung ihrer
Ratings um bis zu zwei Stufen.
S&P teilte dies am Wochenende
mit, nachdem sie in der Vorwoche
neben den drei größten österreichischen Instituten auch britische,
deutsche und eine Schweizer Bank
auf ihre Watchlist gesetzt bzw.
teilweise auch abgestuft hatte.
Im Anschluss an diese Ankündigung habe man mehrere Anfragen
von Marktteilnehmern erhalten,
die über die Rating-Aussichten der
global systemrelevanten und wichtigen US-Banken (G-SIBs) Bescheid
wissen wollten, erklärte die Ratingagentur, die sich in der Vorwoche
gerade mit der US-Regierung auf
Systemrelevante Banken wurden von der Agentur S&P auf die Watchlist gesetzt.
Neue Regierung Private und Firmen heben lieber ab
Zunahme Bei Kompetenz
Kritik Unfallversicherung
Athen. Die Geldeinlagen der Griechen sind nach Angaben aus der
Bankenbranche in Athen auf den
niedrigsten Stand seit Ausbruch
der schweren Finanzkrise gefallen.
Aus Angst vor einer schlagartigen
Verschlechterung der Finanzlage
hätten zahlreiche Unternehmen,
aber auch einzelne Bürger ihre
Geldeinlagen auf das geringste
notwendige Maß verringert, so
Bankkreise. Die Zeitung Kathimerini hatte berichtet, die Geldeinlagen
Frankfurt. Kompetenz allein reicht
nicht aus, um Kunden auch gut zu
beraten – es gehört auch ein verstärktes Eingehen auf die Situation
des Kunden dazu. Das ergab ein
Test von Vermittlern von 15 Versicherungsunternehmen, den das
Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv durchführte. Trotz der
fachlich versierten Berater wurde
die finanzielle Situation sowie der
persönliche Versicherungsbedarf
des Kunden bei den Beratungen
häufig zu wenig berücksichtigt,
heißt es. Im Vergleich zur Vorstudie konnten sich die Versicherungsvermittler allerdings bei der
Beratungskompetenz leicht verbessern. Sie erreichten 2015 im Schnitt
78,2 Punkte, im Jahr 2013 waren es
erst 76,2 Punkte gewesen.
Grundsätzlich seien Versicherungen für die Privatkunden oft
komplexe und schwer verständliche Produkte, und nicht jede Versicherung mache auch für jeden
Sinn, heißt es dabei; hier müsse
der Vermittler Hilfe bieten. Eine
gute Beratung sei entscheidend,
um die richtigen Prioritäten zu setzen.
(red)
Wien. Das Vergleichsportal durchblicker.at ortet große Unterschiede
bei Unfallversicherungen: Schwere Unfälle beim Skifahren, Snowboarden und Rodeln passieren
regelmäßig, Invalidität oder Berufsunfähigkeit können die Folge
sein. Private Unfallversicherungen
springen mit Einmalleistungen
und Unfallrenten ein. Doch bei
vergleichbarer Leistung können
bis zu rund 70 Prozent der Prämie
gespart werden, heißt es.
(red)
Griechische Geldeinlagen sinken
Die Schweizer Großbank UBS
erhöht das verwaltete Vermögen.
Basel. Die Schweizer Großbank
UBS plant für 2014 die Ausschüttung einer auf 0,50 Franken (ca. 0,48 Euro) verdoppelten
Dividende; dazu soll es eine
einmalige Zusatzdividende von
25 Rappen (ca. 0,24 Euro) je Aktie geben. Der Konzerngewinn
stieg um 13% auf 3,6 Mrd. Franken (ca. 3,46 Mrd. Euro). Das
verwaltete Vermögen stieg auf
2.734 Mrd. Franken.(red/ag)
seien erstmals seit Ausbruch der
Finanzkrise auf 147 Mrd. Euro gefallen; der bisher niedrigste Stand
der Geldeinlagen war im Juni 2012
mit etwa 150 Mrd. Euro, hieß es.
Nach den Wahlen am 25. Jänner
hatte Griechenlands linker Regierungschef Alexis Tsipras das
Rettungsprogramm für beendet
erklärt und in mehreren europäischen Hauptstädten für den Kurswechsel geworben – wie berichtet
mit wenig Zustimmung.
(APA)
© APA/EPA/Yannis Kolesidis
Sozialversicherung:
Buch bietet Überblick
Nervosität in Griechenland: Unternehmen und Bürger bringen ihr Geld in Sicherheit.
Berater-Studie
Viel einzusparen
© dpa/Julian Stratenschulte
© APA/EPA/Alessandro Della Bella
Schweizer UBS steigert
Gewinn um 13 Prozent
einen Vergleich wegen geschönter
Kreditratings geeinigt hat.
Die Ratingagentur weist darauf
hin, dass sie bereits 2013 den Ausblick für die acht in den USA beheimateten Holdings dieser wichtigen G-SIBs auf negativ revidiert
hatte, falls er nicht schon negativ
gesetzt war. Der Grund sei, dass
die Erwartungen für staatliche Unterstützungen für diese Banken am
Verschwinden sei, weil die Gesetzgeber eine neue Regelung zur Bankenabwicklung einführen wollen.
Dadurch versuchten sie die Belastungen für die Steuerzahler zu minimieren. Die negativen Ausblicke
zeigten an, dass S&P ein bis zwei
Stufen der in das Rating einkalkulierten staatlichen Unterstützung
wegnehmen könnte.
(red/APA)
© Justin Lane/EPA/picturedesk.com
Wien. Das von der Xing AG
betriebene Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu hat auf
Basis von knapp 76.000 Bewertungen von Bewerbern, Lehrlingen und Mitarbeitern die „Top
Ten der beliebtesten Arbeitgeber Österreichs“ 2015 ermittelt.
Dabei liegt die Generali Österreich bei den Versicherern auf
Platz 1 (3,99 Punkte, Gesamtrang 7); knapp dahinter folgt
die Allianz (3,83 Punkte). (red)
Wien. Das Buch „Sozialversicherung 2015“ aus dem dbv-Verlag
bietet auf 232 Seiten Zahlen
und Fakten zum Thema. Enthalten ist eine Kurzfassung
der gesetzlichen Neuerungen
2014/2015, weiters die systematische Darstellung des Beitragsrechts nach ASVG, GSVG
und BSVG, die Betrachtung
spezieller Berufsgruppen zum
Beispiel GmbH-Gesellschafter,
Gesellschafter von Personengesellschaften.
(red)
© Oberösterreichische Versicherung
Die „ExistenzKasko“ deckt Unfall mit Dauerfolgen, vorzeitiges Ableben und Berufsunfähigkeit ab.
Unfallschutz im Wintersport: große
Unterschiede bei den Prämien.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 13. Februar 2015 – 25
www.ehl.at
Investorenkuss erfrischt Markt
Alles fertig, alles gut
Soravia Capital meint: Wien profitiert vom allgemeinen
Run institutioneller Investoren auf Europa Seite 27
Die Österreicher können mit Fertighäusern
gut leben, stellt Marketagent.com fest 4.–11. Februar 2015
223,16
Wir leben
Immobilien.
Seite 28
Tech Gate: Home-Base
für die Innovativen
IMMO-AGS
IATX (Schluss 11.2.)
© Elk
© Josef Müllek
real:estate
Das
Investment
für Ihre Zukunft!
1,17%
Wochentop CWI
1,70%
Wochenflop WXF -2,86%
conwert1,70%
Buwog1,51%
CA Immobilien Anlagen
1,30%
Immofinanz1,25%
Atrium-0,39%
S Immo
-1,36%
Warimpex-2,86%
IMMO-FONDS
1-Monats-Performance (per 11.2.)
Monatstop iShares Eur.Prop.Y13,09%
Monatsflop DBXT CSI300 R.E-9,22%
Flop 5 Immofonds
DBXT CSI300 R.E.1C
-9,22%
Schroder ISF As.Pac.Pr.Sec.A -5,46%
Robeco Property Equities F -1,90%
Morgan Stanl. US Prop.B USD -1,63%
iShares US Prop.Yd.UCITS ETF-1,36%
4.–11. Februar 2015
CERX (Schluss 11.2.)
337,97 -3,14%
© Tech Gate Vienna/H.Farkas
Top 5 Immofonds
iShares Eur.Prop.Y. UCITS ETF13,09%
SSgA Eur. ex UK Ind.R.E. I EUR12,99%
CS (Lux) Eur. Prop. Equ. Fd.IB12,92%
ComStage STX.Eu.600 R.E.NR12,67%
iShares STOXX Eu.600 Re. Es.12,65%
Evolution Unter diesem Motto steht Wiens größter Wissenschafts- und
Technologiepark beim Re-Branding, erzählt Tech Gate-Geschäftsführerin Carola
Lindenbauer beim Gespräch mit medianet. Wenn es um Kleinflächen, Mietdauer
und persönlichen Kontakt zum Mieter geht, hat man die Nase vorn. Seite 26
Immobilien-Boom Immer weniger Zwangsversteigerungen wegen hoher Nachfrage
© Panthermedia.net/Sebastian Duda
Der Kuckuck hat weniger zu tun
Die Zahl der Zwangsversteigerungen
ging im Vorjahr um 14 Prozent zurück.
Wien. Seit 2010 geht die Zahl der
Zwangsversteigerungen zurück
– auch 2014. Zurückzuführen ist
diese Entwicklung allerdings auf
die hohe Nachfrage nach Immobilien, nicht auf eine Aufhellung
der wirtschaftlichen Lage: „Notleidende Objekte“ werden nämlich
oft schon vor einer Zwangsversteigerung verkauft. Im Vorjahr ging
der durchschnittlich erzielte Erlös
der zwangsversteigerten Immobilien um knapp 13 Prozent gegenüber
dem Höchststand 2013 erstmals
seit sieben Jahren zurück, so Monika Konvicka, Geschäftsführerin der SmartFacts Data Services
GmbH. 2014 habe es über 2.220
Versteigerungstermine gegeben,
um 311 (14 Prozent) weniger als im
Jahr davor, so die SmartFacts Data. Dabei seien Objekte mit einem
Schätzwert von insgesamt 415 Mio.
Euro angeboten worden, um gut 38
Mio. Euro (8,4 Prozent) weniger
als 2013. Außer in Tirol (Plus von
9 Prozent) ist die Zahl der Zwangsversteigerungen in allen Bundesländern zurückgegangen. Spitzenreiter war 2014 Niederösterreich,
(26,8 Prozent der Objekte), gefolgt
von der Steiermark (15,5 Prozent),
Kärnten (12,2 Prozent) und Tirol
(11,5 Prozent).
(APA)
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26 – financenetreal:estate
Freitag,13. Februar 2015
Tech Gate Konzentration von Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen soll Synergien ermöglichen
short
„Motto beim Re-Branding:
Evolution statt Revolution“
© CA Immo/Gregor Ecker
CA Immo: Anleihe und
neuer Kernaktionär
Carola Lindenbauer: „Das Tech Gate steht seit jeher für persönliche Betreuung und Ansprache.“
CA Immo-CEO Bruno Ettenauer füllt
Unternehmenskassen mit Anleihe.
Wien. Die CA Immobilien Anlagen AG begibt eine fix verzinsliche Unternehmensanleihe mit
einem Volumen von 175 Mio. €
und einer Laufzeit von sieben
Jahren. Der Kupon liegt bei
2,75%, die Stückelung bei 500 €.
Die Zeichnungsfrist für private
Anleger läuft noch bis 16. Februar 2015 (vorbehaltlich vorzeitigem Zeichnungsschluss).
Zeichnungen nehmen österreichische Kreditinstitute entgegen. Als Joint-Lead Manager
wurden Erste Group Bank AG
und UniCredit Bank Austria AG
mandatiert. Die CA Immo will
den Emissionserlös der Anleihe
auch für mögliche Akquisitionen verwenden.
Das Unternehmen hat einen
neuen Kernaktionär: Die zypriotische O1 Group Ltd. verfügt
nun über insgesamt 25.690.163
Inhaber- und vier Namensaktien, das entspreche einem
Anteil am gesamten Grundkapital und den Stimmrechten
der CA Immo von rund 26 Prozent, heißt es.
(red)
medianet: Welche Schwerpunkte
gibt es beim Marken-Relaunch?
Carola Lindenbauer: Nachdem
ich im Mai 2014 die Geschäftsführung übernommen habe und wir
über Internal Branding-Maßnahmen – Branding, Wahrnehmung
und Positionierung ist uns wichtig
– nachgedacht haben, entschlossen wir uns zum Re-Branding.
Und zwar als Evolution statt als
Revolution. Der Fokus liegt auf
der klaren Kommunikation, dass
unsere Gebäudeteile, nämlich
Tower und Flachbau = Gate, zusammengehören. Das findet sich
auch in unserem neuen Markenauftritt wieder. Zudem wollen wir uns
auch interessanter für Branchen
machen, die im Kern nicht in der
Wissenschaft bzw. Forschung tätig
sind. Wir wollen Start-ups, Agenturen, Dienstleister aller Branchen
ansprechen. Das neue Logo wird
dieser Positionierung gerecht und
entsprechend aufgefrischt.
medianet: Welche Rolle spielt
Flexibilität bei Tech Gate?
Lindenbauer: Seit jeher steht das
Tech Gate für persönliche Betreuung und Ansprache. Die Eigentümer (s. Fact Box) bzw. Betreiber
sitzen vor Ort und unterstützen
die Mieter, damit sie ihr Business
erfolgreich machen können. Wir
übergeben nicht nur einfach einen
Schlüssel bei der Mietvertragsunterzeichung, sondern unterstützen.
Deutlich wird das dadurch, dass
wir viele Mieter schon seit Beginn
(15 Jahre; Anm.) hier im Haus haben. Und mit uns kann man auch
wachsen, das heißt, dass wir Mie-
© APA/EPA/Orestis Panagiotou
Athen stoppt weitere
Großinvestitionen
© Tech Gate Vienna/H.Farkas
Wien. Tech Gate ist Wiens größter
Wissenschafts- und Technologiepark. medianet sprach mit Geschäftsführerin Carola Lindenbauer über Relaunch und Ausrichtung.
Carola Lindenbauer, Tech Gate: Absolutes Alleinstellungsmerkmal Kleinflächen, Mietdauer und persönlicher Kontakt zum Mieter.
ter haben, die mit einer kleinen
Mietfläche angefangen haben und
heute mehrere Hundert m2 nutzen;
Kleinflächen gibt es ab 30 m2.
medianet: Wie lange müssen die
Mietverträge laufen?
Lindenbauer: Mit uns sind Mietdauern ab zwölf Monaten möglich,
dennoch ist es im Zuge von Verhandlungen möglich, auch kürzer
(mind. sechs Monate) zu mieten.
Wenn uns die Idee und mögliches
Potenzial von neuen Mietern überzeugt, finden wir einen Weg für
eine gemeinsame Zukunft. Die Tatsache der Kleinflächen, der Mietdauer und des persönlichen Kontakts zum Mieter sind ein absolutes
Alleinstellungsmerkmal.
medianet: Gibt´s Highlights?
Lindenbauer: Unser Mieter zahlt
nur das, was er braucht. Das heißt,
er zahlt seine Büromiete und wenn
er mal einen Besprechungsraum
oder eine Eventlocation braucht, so
kann er die sehr günstig anlassbezogen anmieten – eben dann, wenn
er sie braucht. Darüber hinaus
richtet das Tech Gate Vienna die
alljährliche Mieter-MitarbeiterWeihnachtsfeier aus, wo bis zu
300 Personen in unserer Sky-Stage,
der Eventlocation im 19. Stock, feiern. Das muss uns erst mal jemand
nachmachen. Und last but not
least schaffen wir auch für unsere
Mieter zwei Mal im Jahr im Rahmen unserer Talk Gate-Reihe eine
Plattform, um sich präsentieren
und netzwerken zu können. Unser
nächstes Talk Gate findet am 12.3.
zum Thema Bildung & Forschung
statt, hochkarätig besetzt unter anderem mit Hannes Androsch und
Staatssekretär Harald Mahrer. Ein
paar Plätze sind noch verfügbar. Infos unter marketing@techgate.at(rk)
Tech gate
Gesellschafter WSV Immoholding GmbH:
100%ige Tochtergesellschaft der Wiener
Städtische Versicherung AG, Vienna Insurance Group | Hauptgesellschafter; FFG
– Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH: 100%ige Tochter des
Bundes; Wien Holding GmbH: 100%ige
Tochter der Stadt Wien.
Premier Alexis Tsipras: der neue
„Gottseibeiuns“ der Investoren?
Neue Regeln Wohnfonds bei Koops informieren, „Schwarze Liste“ mit Ausschluss
Jetzt wird’s dann streng in Wien
Wien. Der Anstieg der Preise bei
Grundstücken und Wohnungen in
der Bundeshauptstadt war steil
– und ein Ende der Aufwärtsbewegung ist noch nicht in Sicht (siehe
auch Story zum Thema Wien Investments auf Seite 27 oben).
Mit der Finanzkrise sind vor
allem auch die Preise für Grund
und Boden in Wien kometenhaft
gestiegen. Um diesem Anstieg vor
allem im geförderten Wohnbau
entgegenzuwirken, hat die Stadt
nun strengere Regeln beschlossen.
So muss etwa ab sofort bei einer
Kooperation mehrerer Bauträger
im Vorfeld der Wiener Wohnfonds
informiert werden, um eine Konkurrenz bei Ankauf- oder Bietverfahren zu verhindern
Die neuen Richtlinien greifen,
sobald mehr als 300 Wohneinheiten errichtet werden, war aus
dem Büro von Wohnbaustadtrat
© Ismail Gökmen/PID
Athen. Die Regierung unter
Premier Alexis Tsipras macht
weiter ernst: Sie will umgehend
zwei weitere große Privatisierungs- und Investitionsprojekte
stoppen. So will man juristisch
gegen die geplante Goldmine
Skouries im Norden des Landes vorgehen. Zudem werde
die Regierung den Verkauf des
alten Athener Flughafens Hellenikon prüfen – mit dem Ziel,
das Geschäft zu verhindern,
ließ Energieminister Panagiotis
Lafazanis verlauten.
Die von der Eldorado Gold
betriebene Mine war das Vorzeigeinvestitionsprojekt der
alten Regierung. Die Kanadier
hatten das Bergwerk 2012 übernommen und wollte eine Mrd.
US-Dollar über fünf Jahre einbringen; die Fertigstellung war
eigentlich für 2016 geplant.
Die neue Regierung in Athen
hatte bereits eine Reihe von
Privatisierungen abgeblasen,
darunter den Verkauf des
Hafens von Piräus und eines
Energieversorgers (medianet
berichtete). Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport erklärte,
er erwarte jedoch weithin den
Vollzug eines geplanten milliardenschweren Kaufs von 14 griechischen Regionalflughäfen.(ag)
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: Preisauftrieb im geförderten Wohnbau stoppen.
Michael Ludwig zu vernehmen.
Vorgesehen ist außerdem, dass
drei wirtschaftlich nicht verbundene Bauträger beteiligt sein müssen sowie eine dementsprechende
Anzahl von Architekten.
Höchstens 200 Einheiten
Pro Bauträger dürfen höchstens
200 geförderte Wohneinheiten
errichtet werden. Zudem behält
sich die Stadt vor, Themenschwerpunkte wie etwa Energieeffizienz
und Mehr-Generationen-Wohnen
zu setzen. Die Beurteilung erfolgt
durch eine Jury. Werden diese Regeln nicht eingehalten, sollen auch
keine Wohnbauförderungsmittel
ausgeschüttet werden, betonte ein
Sprecher des Wiener Stadtrats.
Auch können die Bauträger auf
einer schwarzen Liste landen und
von weiteren Projekten und Wettbewerben ausgeschlossen werden – wenn nötig, auch jahrelang.
Zwar war bereits bisher ab 300
Wohneinheiten ein Wettbewerb
verpflichtend. Haben jedoch mehrere Bauträger kooperiert, war eine
Umgehung möglich.
(APA/red)
Schweiz Immo-Markt
Unbeeindruckt
von SNB-Politik
Bern. Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat
den Schweizer Immobilienmarkt
bisher kaum beeinflusst; das zeigt
der neueste Index der Internetplattform ImmoScout24.
Im ersten Monat des neuen Jahres weist der Immobilienindex
bei den Angebotspreisen für Einfamilienhäuser ein Minus von 0,5
Prozent aus. Im gleichen Zeitraum
sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent
gestiegen. Auf Jahresbasis haben
die Preise allerdings sowohl bei
Einfamilienhäusern wie auch bei
Eigentumswohnungen zugelegt.
Der Immobilienmarkt habe noch
nicht auf den Zinsentscheid der
SNB sowie die Aufgabe des Euromindestkurses reagiert, heißt es in
einer Mitteilung.
Martin Waeber, Direktor von
Immoscout24, rechnet allerdings
damit, dass sich dies ändern wird.
Zurzeit sei es aber schwierig, eine
exakte Prognose zu geben, wird er
in der Mitteilung zitiert; erst die
kommenden Wochen würden Klarheit bringen. (red/APA)
i m m o: m a r k e ts
Freitag, 13. Februar 2015
financenetreal:estate – 27
Soravia Capital Wiens Bevölkerung soll in den nächsten 15 Jahren auf über zwei Millionen Einwohner wachsen – langfristige Nachfrage garantiert
Investorenkuss erfrischt Markt
Wien. Österreichs Hauptstadt rückt
verstärkt in den Fokus ausländischer Investoren: Die Melange
aus Bevölkerungswachstum, moderat steigenden Immobilienpreisen und dynamischer Stadtentwicklung treibt den Immobilienmarkt an.
„Wir beobachten nicht nur eine
zunehmende Nachfrage von Anlegern aus dem süddeutschen Raum,
die sich wegen der besonders in
München stark gestiegenen Preise für Wohnimmobilien neu orientieren. Wien profitiert ebenso
vom allgemeinen Run institutioneller Investoren auf Europa“, sagt
Marc K. Thiel, Geschäftsführer der
Soravia Capital GmbH.
„Die Nachfrage übersteigt das
Angebot. Die Wiener Bevölkerung
wächst aktuell um rund 20.000
bis 25.000 Einwohner jährlich.
Gleichzeitig werden lediglich 7.000
Wohneinheiten pro Jahr fertiggestellt.“ Als Katalysator und gleich-
Linz-Ost Umfahrung
Trasse ist fix
Linz. Die Korridoruntersuchung zur
geplanten Linzer Ostumfahrung
ist abgeschlossen. Die nach zehn
Regionskonferenzen ausgewählte Trasse verläuft stadtnah von
Ebelsberg nach Treffling. Einen
konkreten Realisierungszeitpunkt
gibt es noch nicht, heißt es aus
der Landesregierung. Nach dem
Knoten Ebelsberg soll die Straße in einen Tunnel abtauchen. In
einem langen Rechtsbogen werden
Traun und Westbahnstrecke sowie
Umfahrung Ebelsberg überquert,
bevor die Trasse links des Flusses
verläuft. Im Bereich der Traunmündung wird die Donau gequert
und Steyregg östlich passiert. Die
Mühlkreisautobahn soll östlich
von Mittertreffling mit der Ostumfahrung in einem Knoten Treffling
verbunden werden. (APA)
zeitiger Sicherheitspuffer erweist
sich laut Soravia das Bevölkerungswachstum, das in Wien von
1992 bis 2012 bei 12,8 Prozent und
damit über dem Münchens lag, wo
die Bevölkerung um circa 9 Prozent
zulegte.
Zahl der Haushalte wächst
Prognosen zufolge soll die Bevölkerung in Wien von aktuell 1,8
Millionen bereits bis 2029 auf über
zwei Millionen wachsen. Nach
Berechnungen wird die Zahl der
Haushalte ebenfalls deutlich steigen. Noch heuer soll es mehr als eine halbe Million Single-Haushalte
geben. Auch die Wirtschaft entwickelt sich solide. Das Bruttoregionalprodukt macht mit mehr als 82
Mrd. Euro rund 26 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts aus.
Die jährliche Kaufkraft pro Einwohner liegt in Wien mit 22.187
Euro mehr als zehn Prozent über
der Kaufkraft Berlins. Diese Dynamik schlägt sich direkt auf dem
Wiener Immobilienmarkt nieder.
„Die Angebote für Topimmobilien
in Bestlagen verknappen sich; hier
sehen wir einen Preisanstieg auf
Spitzenpreise von 10.000 bis hin
zu 29.000 Euro je Quadratmeter“,
meint Marc K. Thiel. (red)
© Panthermedia.net/Josef Müllek
Wien profitiert vom allgemeinen Run institutioneller Investoren auf Europa.
Wien überzeugt Einwohner und Investoren mit seinem Flair, meint auch Soravia Capital.
Das Hotel Beau Rivage Pineta
Jesolo. In der ruhigsten und grünsten Gegend von Lido di Jesolo, im Herzen der veträumten Pineta, in
einer Pinienoase mit 13.000 m² Grundfläche direkt am Meer, liegt das Hotel Beau Rivage Pineta. Die Gäste
des Hauses fühlen sich in diesem familiengeführten Hotel so wohl, dass sie sich gleich zuhause fühlen.
Die meisten sind seit vielen Jahren Stammgäste. Mit einer Bewertung von 5,2 von 6 Punkten und einer
Weiterempfehlungsrate von 87% (Stand Saisonabschluss 2014) liegt das Beau Rivage im Spitzenfeld in der
Gästezufriedenheit bei Holidaycheck. Auch Tripadvisor hat dem Haus das Zertifkat für Exzellenz verliehen.
Wahrzeichen Donauturm
Zu verkaufen
Wien. Ein besonderes Angebot hat
derzeit die Bank Austria in ihrem
Portfolio: Der 252 Meter hohe Wiener Donauturm soll nun seinen Eigentümer wechseln. Der Verkaufsprozess für das Einzelobjekt wurde bereits gestartet, so die Bank
Austria. Der Donauturm wurde am
16. April 1964 anlässlich der Internationalen Gartenschau eröffnet.
Er gehört zu 95 Prozent der Bank
Austria – diese Anteile werden verkauft – und zu 5 Prozent der Brau
Union. (APA/red)
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Bieterverfahren eröffnet: Der Wiener
Donauturm soll verkauft werden.
i m m o: m a r k e ts
28 – financenetreal:estate
Freitag, 13. Februar 2015
Marketagent.com Für rund 50 Prozent der Österreicher ist Erwerb eines werkseitig vorgefertigten Hauses denkbar
short
Österreicher können mit
Fertighäusern gut leben
CA Immo AG: RCB
erhöht das Kursziel
Wien. Die Wertpapierexperten
der Raiffeisen Centrobank
(RCB) haben für die CA ImmoAktie einerseits ihr Kursziel
von 17,50 auf 19,45 Euro
erhöht und andererseits ihr
Anlagevotum von „Buy“ auf
„Hold“ gesenkt. Bei der Dividendenschätzung je Titel erwarten die RCB-Analysten 0,45
Euro für 2014 sowie 0,50 Euro
für 2015 bzw. 0,55 Euro für
2016. Außerdem wird auf eine
Sonderdividende von 0,25 bis
zu 0,30 Euro spekuliert. (APA)
Wer mit Fertighausunternehmen baut, hofft auf einen Fixpreis, um vor Überraschungen gefeit zu sein.
Fritz Haslinger
Wien. Was denken die Österreicher
über Fertighäuser, wo informiert
man sich über sein Traumhaus
und welche Fertighaus-Anbieter
sind am besten? Diesen Fragen ist
das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.
com in der repräsentativen Studie
„Fertighaus Markenmonitor“ auf
den Grund gegangen. Dazu wurden
rund 2.000 Personen zwischen 20
und 65 Jahren zu diesem Thema
umfassend befragt.
Neues Hallenbad für
Klagenfurt geplant
Für etwa die Hälfte der Österreicher würde grundsätzlich ein
Fertighaus infrage kommen, wobei
etwa sechs von zehn der Fertighausbauern die schlüsselfertige
Variante bevorzugen. Für rund 73
Prozent wäre eine Passivbauweise
interessant, und bei der Auswahl
eines Fertighaus-Anbieters schätzen die Bauinvolvierten vor allem
ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, eine langjährige Garantie auf
das Fertighaus sowie eine Möglichkeit der Besichtigung von Musterhäusern.
Klagenfurt hofft auf ein Ende der
­Debatten und erwartet Baubeginn.
Klagenfurt/Wien. Seit Jahren
wird in Klagenfurt über eine
Erneuerung des desolaten Hallenbads debattiert. Projekte
kamen und gingen, nun sollen
die Stadtwerke Klagenfurt ein
neues Bad planen und bauen.
„Wir werden das Projekt selbst
finanzieren“, sagt StadtwerkeVorstand Romed Karre. Das
Unternehmen sei finanzstark
genug dafür, zudem seien die
Zinsen historisch niedrig
Karre meinte, er habe schon
einen Standort „im Kopf“, werde ihn aber derzeit nicht nennen, um erneute Debatten zu
vermeiden.
Er rechnet damit, dass das
neue Hallenbad rund 50 Mio.
Euro kosten wird und 2018 in
Betrieb gehen könnte. Bei der
Finanzierung will er ohne Subventionen auskommen. „Das
Projekt muss sich rechnen“,
meinte Karre.
(APA)
„Elk“ ist am bekanntesten
Schließlich ging es in der Studie auch um die Bekanntheit und
Image-Wahrnehmung der Fertighaus-Anbieter. Was die Bekanntheit der Fertighaus-Anbieter betrifft, so gibt es einen ganz klaren
Sieger: Die Marke „Elk Fertighaus“
(gestützte Bekanntheit: 77,3%)
weist den größten Bekanntheitsgrad auf und steht somit ganz oben
am Podest. Dahinter und somit auf
Platz zwei folgt die Marke „Hartl
Haus“ (62,8 Prozent), gefolgt von
„Hanlo Häuser“ mit 50,5 Prozent.
© Elk
© APA/Barbara Gindl
Schlüsselfertig bevorzugt
„Elk Fertighaus“ ist bekannteste Marke (77,3%), gefolgt von „Hartl Haus“ (62,8%) und „Hanlo Häuser“ mit 50,5% an dritter Stelle.
„Herrschte früher zwischen Fertigbauweise und Massivbauweise
eine gewisse Kluft, so scheint sich
heutzutage die weit verbreitete
Meinung zugunsten der Fertighäuser geändert zu haben“, erklärt
Dominique Ertl, Studienleiterin
von Marketagent.com.
Ein wesentlicher Vorteil bei
Fertighäusern ist die Möglichkeit,
zwischen den einzelnen Baustufen
– Rohbauhaus, belagsfertiges oder
schlüsselfertiges Haus – wählen zu
können.
Rohbauhaus wenig gefragt
Bei der Ausbaustufe Rohbauhaus ist noch sehr viel Muskelkraft
erforderlich und daher auch wenig
überraschend, dass nur 7,1 Prozent
der Fertighaus-Errichter diese Variante bevorzugen. Beim belagsfertigen Haus kann der Eigentümer
selbst auf vorbereitete Untergründe die Wand- und Bodenbeläge
aufbringen.
Die deutliche Mehrheit (56,9%)
bevorzugt jedoch lieber gleich,
Fertighaus für fast 50% ok
Angenommen man würde ein
Haus bauen, so würde für 45,8
Prozent der Österreicher ein Fertighaus eher infrage kommen, etwas
mehr als ein Drittel (36,9%) scheint
hinsichtlich Fertighäusern unentschlossen zu sein, und für lediglich
17,3 Prozent stünde ein Fertighaus
(eher) nicht zur Wahl, so die Ergebnisse der aktuellen Studie.
zu wohnen anstatt zu bauen und
wählt daher das schlüsselfertige
Eigenheim.
Trend zu Energieeffizienz
Ein großer Trend beim Fertighaus ist jener der Energieeffizienz,
und die Häuser lassen sich inzwischen seriell als energieeffiziente
Gebäudekonzepte errichten. Sieben von zehn der Bauinvolvierten
empfinden die Passivbauweise bei
Fertighäusern interessant, die wesentlich zur Erreichung eines energieeffizienten Wohnens beiträgt.
Wer mit einem Fertighausunternehmen baut, hofft auch auf die
Nennung eines Fixpreises (57,9%),
um sich unangenehme Überraschungen zu ersparen.
Baukonzern Strabag Nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland wird gebaut
Magdeburg-Kaserne Für 19,5 Millionen Euro zu haben
Konkurrenzkampf um BBT-Los
Heer verkauft offiziell
Rom/Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag, der bereits zwei
Lose des Brennerbasistunnels bearbeitet, zeigt großes Interesse an
den weiteren Abschnitten des BBT.
In den nächsten Wochen wird die
Ausschreibung für den nächsten
Abschnitt in Südtirol in einer Größenordnung von rund einer Mrd.
Euro erwartet.
Strabag arbeitet mit dem italienischen Partner Salini-Impregilo
bereits an der Errichtung des
Loses „Eisackunterquerung“ auf
italienischer Seite und am Baulos
Tulfes-Pfons auf österreichischer
Seite.
Die Fertigstellung der Bauarbeiten für den gesamten Brennerbasistunnel wird frühestens in zehn
Jahren erfolgen.
Klosterneuburg. Eine Teilfläche der
Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg ist laut derstandard.at offiziell zum Verkauf ausgeschrieben.
Die Bundes-Maklergesellschaft
Sivbeg – eine Gesellschaft im Eigentum von Verteidigungsministerium und Bundesimmobiliengesellschaft – verlangt dafür mindestens
9,15 Mio. Euro. Verbindliche Angebote nimmt sie noch bis 24. April
entgegen.
Tunnel- und Autobahntrassen sowie
Brücken im Fokus der Bauarbeiten.
weiteres Los B1 wird im Sommer
2015 fertiggestellt. Die Ed. Züblin
AG, eine Tochtergesellschaft der
Strabag SE, hat von der Berliner
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Auftrag
für Bauabschnitt 16, Los 4, der innerstädtischen Autobahn A 100 in
Berlin erhalten.
Auch in Berlin aktiv
Er folgt auf den Zuschlag für Los
2/3, der 2014 ebenfalls an Züblin
ging. Der Auftragswert für den
neuen Autobahnabschnitt beträgt
rund 44 Mio. Euro.
„Für die Ausführung kommen
uns unsere Erfahrungen aus Los
2/3 in Sachen Schlitzwanderstellung und Zusammenspiel von Planung und Ausführung zugute“, erläutert Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag SE.
Los 4 beinhaltet neben der Erstellung der 650 m langen Trogstrecke in offener Baugrube mit
rückverankerten Schlitzwänden
auch die Errichtung einer Brücke
über die spätere Autobahntrasse,
so das Unternehmen. (fh)
© APA/Herbert Neubauer
„Strabag und Salini-Impregilo
zählen zu den erfolgreichsten Unternehmen der Baubranche, trotzdem wird die Ausschreibung einem
harten Konkurrenzkampf unterliegen“ sagte Marina Humitsch,
die als Vorstand der Strabag AG
© tmn/dpa-Zentralbild/Z5328 Jens Wolf
Begehrte Aufträge
für Italien zuständig ist, zur APA.
Strabag ist in Italien nicht nur
mit dem Brennerbasistunnel beschäftigt, sondern ist auch im
Autobahnprojekt „Pedemontana
Lombarda“, dem zurzeit größten
Straßeninfrastrukturprojekt Europas, Konsortialführerin mit italienischen Partnern
Vor Kurzem wurde mit dem
Verkehrsknotenpunkt „Lomazzo“
ein kleines Teilstück eröffnet. Ein
Kaserne dient aktuell als willkommene
Unterbringung für syrische Flüchtlinge.
Sivbeg-Geschäftsführer Stephan
Weninger rechnet laut Aussendung
mit großem Interesse, „da es sich
um eine hoch interessante Lage in
unmittelbarer Nähe von Wien handelt“.
Hochinteressante Lage
Das Gelände sei aktuell als
„Bauland – Sondergebiet Kaserne“
gewidmet. Der Verkauf einer weiteren Teilfläche der Kaserne von
circa 2,3 Hektar wird derzeit mit
der Stadtgemeinde Klosterneuburg
verhandelt. Die rund 6,8 Hektar
große Liegenschaft befindet sich
in der Magdeburggasse/Donaustraße am östlichen Stadtrand von
Klosterneuburg, in unmittelbarer
Nähe der Donau. Das Grundstück
ist mit Mannschafts-, Büro-, Werkstätten- und Lagergebäuden mit einer Nettogeschoßfläche von insgesamt rund 26.000 Quadratmetern
bebaut.
Eine mögliche Kontamination des
Geländes sorgte kürzlich für Aufregung; Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager betont jedoch, dass
keinerlei Gefährdung besteht. (fh)
i m m o: se r v i c e / i m m o: m a rke t s
Freitag, 13. Februar 2015
financenetreal:estate – 29
Normen Zwei neue Standards des ASI legen fest, welche Qualifikationen Mitarbeiter von Maklern benötigen
short
Makler: hohe Ansprüche,
auch an die Mitarbeiter
linda kappel
Vereinzelt mag es schwarze
Schafe, wie in jeder Branche, geben. Zwei neue Standards des Austrian Standards Institute (ASI, vormals Österreichisches Normungsinstitut) legen jedoch streng fest,
welche Qualifikationen Mitarbeiter
von Maklern benötigen. Die Neufassung der zweiteiligen ONR zu
Anforderungen an die Qualifikation ist Anfang 2015 erschienen und
kann beim ASI bezogen werden
(http://bit.ly/1CLaAjC).
„Bei Immobilientransaktionen
ist oft viel Geld im Spiel, mitunter
geht es dabei um einen erklecklichen Vermögensanteil der Geschäftspartner. Am Zustandekommen von Dokumenten und Ver-
Amsterdam. Nicht nur in Wien
werden ehemaliger Büroflächen
wegen des herausfordernden
Büromarkts einer neuen Nutzung zugeführt; IG Immobilien
setzt dies auch den Niederlanden um: Nach der Umwandlung
des Bürogebäudes Teleport
N2 „Orly Centre“ in ein Apartmenthotel zur Kurzzeitmiete in
2012 und dem erfolgreichen
Betrieb der „City Identity
Apartments“ wurden nun im
Februar weitere 38 Wohneinheiten an den Betreiber übergeben. (red)
Förderungsinitiative
„Bau auf Burgenland“
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). „Als Auftragnehmer
beider Vertragsparteien müssen
sie nicht nur über Gesetzgebung
und Rechtsprechung bestens Bescheid wissen, sie verfügen auch
über umfangreiche Marktkenntnisse und immobilienspezifisches
Fachwissen. Diese hohen Ansprüche müssen auch die Mitarbeiter,
die ja direkten Kundenkontakt haben, erfüllen und daher benötigen
auch diese eine angemessene Qualifizierung.“
trägen sind meist Mitarbeiter von
Immobilienmaklern beteiligt. Die
Anforderungen an ihre Qualifikation sind in der zweiteiligen ONR
43001 genau beschrieben“, heißt es
beim ASI.
Nicht immer drehe es sich bei
Immobilientransaktionen gleich
um ganze Einkaufszentren oder
Großprojekte. Der durchschnittliche Objektverkauf in Österreich
habe ein Volumen von ca. 200.000
Euro, der Median der monatlichen
Mietkosten liege bei etwa 462 Euro. Unabhängig vom Volumen
sollte jede Transaktion mit besonderer Sorgfalt betreut werden.
„Die Anforderungen an Immobilienmakler werden immer anspruchsvoller“, weiß Ursula Pernica vom Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Nachweis der Kompetenz
Nach den „Besonderen Standesregeln für Immobilienmakler“
des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
sind Makler auch verpflichtet, ihre
GREET Vienna Heuer vom 20. bis 21. Mai im Palais NÖ
Wien. Die börsenotierte Warimpex
hat zwei an Gazprom vermietete
Bürotürme in der Airport City in St.
Petersburg nach mehrmonatigen
Verhandlungen im November 2014
an einen russischen Pensionsfonds
verkauft. Der Verkauf der Bürogebäude Jupiter 1 und 2 mit einem
Volumen von 70 Mio. Euro droht
nun zu scheitern, zitiert das WirtschaftsBlatt Warimpex-Chef Franz
Jurkowitsch: „Es stimmt, dass der
Verkauf durch Übernahme der Pro-
Standortfragen
jektfinanzierung beim derzeitigen
Rubelkurs technische Probleme
bereitet; das Management arbeitet
daran, diese Probleme zu lösen.“
Es fehlte nur mehr das Closing,
die finale Unterschrift unter dem
Kaufvertrag. Der Rubelkurs hat
sich seit Beginn der Verkaufsverhandlungen aber fast halbiert. Der
Pensionsfonds erzielt seine Einnahmen in Rubel, möchte aber die
Finanzierung in Euro übernehmen,
das rechne sich nun nicht. (ag/lk)
© sxc/Ann Key
© wikimedia/Gugerell
Ein Highlight im Palais NÖ: Verleihung
der Zertifikate von ÖGNI nach DGNB.
Burgenland: Baustelle
erhitzt die Gemüter
Russland: Warimpex-Deals wackeln
land, die sich in Zentral-, Ost- und
Südosteuropa nach lukrativen Projekten umsehen, auch in Österreich.
Die Projekte stammen aus allen
Marktsegmenten der Immobilienbranche, darunter auch Shopping
Center und Handelsimmobilien,
Wohn- und Büroimmobilien, Hotelimmobilien, etc.
Auf der GREET Vienna werden
dieses Jahr auch Standortfragen
aus verschiedenen Blickwinkeln
beleuchtet und diskutiert: aus der
Sicht der Industriebetriebe, der
Gemeinden, der Betreiber von Einkaufszentren oder Hotels oder aus
der Sicht von Infrastruktur- und
Logistikunternehmen. Standortfragen seien mit der benötigten Infrastruktur gekoppelt und betreffen somit nicht nur die Immobilienwirtschaft allein, sondern viele
andere Branchen und Interessensgruppen, so die Veranstalter.
Die Kooperation mit der ÖGNI,
der Österreichischen Gesellschaft
für nachhaltige Immobilienwirtschaft, werde heuer verstärkt. (lk)
Mitarbeiter entsprechend aus- und
weiterbilden zu lassen.
Die Anforderungen beschreibt
die ONR 43001 Dienstleistungen
der Immobilienwirtschaft in ihrer
aktuellen Form. Während der erste
Teil sich der Qualifikationsstufe
Immobilienmakler-Assistent widmet, definiert Teil zwei die Anforderungen an Immobilienberater.
Die Neuauflage beinhaltet einen
überarbeiteten Katalog der erforderlichen Kompetenzen, Kenntnisse und Fähigkeiten.
Darüber hinaus legt die ONR
nun einen Mindestumfang der
Ausbildung fest und beschreibt,
wie der entsprechende Nachweis
darüber zu erbringen ist. Der erweiterte Anhang beinhaltet jetzt
zudem auch repräsentative Prüfungsfragen.
Rubelverfall Verkauf von Bürogebäuden vor Problemen
Gewerbe- und Investment-Treff
Wien. Vom 20. bis 21. Mai findet
heuer – bereits zum dritten Mal
– die GREET Vienna, „Global Real Estate and Economy Talks“, die
internationale Plattform für Gewerbeimmobilien und Investments
– mit speziellem Fokus auf Zentral-, Ost- und Südosteuropa (CEE
& SEE) – statt. Veranstaltungsort
ist das Palais Niederösterreich in
Wien.
Im Mittelpunkt stehen dabei
Investoren aus dem In- und Aus-
Wien. Die burgenländische
Wohnbauförderung will in
Zeiten schwieriger Wirtschaftslage und hoher Arbeitslosigkeit
konjunkturbewegende Maßnahmen setzen. Allein für das Jahr
2015 stünden 124 Mio. Euro
bereit, wie es heißt.
Es wurde die Initiative „Bau
auf Burgenland“ ins Leben gerufen, die für Fairness am Arbeitsmarkt sorgen und die Position burgenländischer Betriebe
stärken soll. Vor allem auch
öffentliche Auftraggeber – wie
Gemeinden und Institutionen –
sollen dazu motiviert werden,
bei der Vergabe von Bauaufträgen bewusst den Schwerpunkt
auf burgenländische Anbieter
zu legen und damit mit gutem
Beispiel vorangehen.
(red)
Auch Mitarbeiter von Maklern benötigen eine angemessen Qualifizierung – und die hat es in sich: Paragrafen über Paragrafen.
Die Russland-Probleme ließen den Kurs der Warimpex-Aktie absacken.
© Wikimedia/Moser
Zwei neue Standards
3. Bauphase des Projekts „City Identity Apartments“ ist abgeschlossen.
© panthermedia.net/Auremar
Wien. Wer Dienstleistungen der
Immobilienwirtschaft in Anspruch
nimmt, möchte sicher sein, dass er
jederzeit kompetent beraten wird.
Die wenigsten Menschen wissen,
welch hohe Anforderungen an
den Beruf des ImmobilienmaklerAssistenten oder Immobilienberater gestellt werden. Stattdessen
sind Vertreter der Branche immer
noch mit einem Negativimage behaftet oder werden sogar auch medial verunglimpft – so geschehen
in einem Bericht das Magazins
Format vom Oktober 2014, in dem
eine Umfrage veröffentlicht wurde
mit dem Grundtenor, dass Makler
„im besten Fall noch als notwendiges Übel, im schlimmsten Fall
als Halsabschneider oder Wucherer bezeichnet“ worden seien. Die
Hauptkritikpunkte seien: „Ungerechtfertigt hohe Provisionen, unprofessionelle Makler und schlechte Betreuung bei der Wohnungsoder Häusersuche“.
© IG Immobilien
Besondere Standesregeln gelten für Immobilienmakler, es gibt aber auch die Weiterbildungspflicht.
IG Immobilien übergibt
38 neue Apartments
Großbaustelle im Nordburgenland:
noch ohne Bauplakette.
Müllendorf. Auf einer Großbaustelle im nordburgenländischen
Müllendorf seien nicht nur fast
ausnahmslos ungarische Firmen tätig, es lägen dort auch
eine Reihe von Gesetzesübertretungen vor. „Wir werden
eine Sachverhaltsdarstellung
samt Fotodokumentation bei
der zuständigen Bezirkshauptmannschaft zur Anzeige bringen“, kündigt der Präsident der
Wirtschaftskammer Burgenland, Peter Nemeth, an.
Konkret sei auf der Baustelle
noch keine Bauplakette ausgestellt worden, weil zu Baubeginn gar keine Gewerbeberechtigung vorgelegen habe; ebenso
fehle die Befugnis für die
Elektroinstallationsarbeiten.
Und die angeführte „kft“ habe
weder eine Gewerbeberechtigung noch eine Eintragung im
Dienstleisterregister.
(red)
pe opl e & Date s
30 – financenetreal:estate
short
Helvetia Österreich hat
neuen Personalchef
Freitag, 13. Februar 2015
Österreichs größte Baumesse Mehr als 550 in- und ausländische Aussteller zeigen Produkte und Dienstleistungen
Bauen & Energie Wien ist
noch bis Sonntag geöffnet
© Foto Weinwurm
Geboten werden geballte Information, Live-Vorführungen zu einem breit gefächerten Themenkreis.
Wien. Bernd Allmer ist seit Jänner Leiter der Abteilung Human Resources & Services und
damit Personalchef der rund
900 Helvetia-Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Weiters fallen
in seine Zuständigkeiten die
Bereiche Recht, Unternehmensentwicklung und Unternehmenskommunikation.
„Ich lege viel Wert auf die
zwischenmenschlichen Aspekte, denn vor allem diese
prägen die Unternehmenskultur. Eine gut funktionierende
Administration und gemeinsam
gelebte Werte sind wichtig und
die Basis für den nachhaltigen
Erfolg eines Unternehmens“,
sagt Allmer. (fh)
Verbund mit Eco-Home
aktuell auf der Messe
Wien. Der rasche Ausbau der
Erneuerbaren Energien bietet
speziell für Hauseigentümer
interessante Perspektiven und
Möglichkeiten, Energie effizienter zu nutzen, unabhängiger
zu werden und Kosten zu sparen. Verbund stellt speziell für
Eigenheime maßgeschneiderte
Eco-Pakete vor: Mit der Kombination von Photovoltaik-Anlage
plus Batteriespeicher mit Wärmepumpe wird selbst erzeugte
Energie einfach, effizient und
günstig genutzt. Die neue EcoHome Lösung macht die Energieflüsse von der Photovoltaik-Anlage bis zum einzelnen
Stromverbraucher sichtbar. (fh)
© Haus der Barmherzigkeit/APA-Fotoservice/Schedl
Valida unterstützt Haus
der Barmherzigkeit
Wien. Bis einschließlich Sonntag
präsentieren mehr als 550 Aussteller aus dem In- und Ausland
auf 45.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf Österreichs
größter Baumesse, der „Bauen &
Energie Wien“ ihre Produkte und
Dienstleistungen.
In den Hallen A, B und C dreht
sich alles um die Themen Hausbau, Renovieren und Sanieren.
Dabei werden die Messebesucher
mit geballter Information, Workshops, Vorträgen und Live-Vorführungen von mehr als 60 Bau-Profis
versorgt. Damit ist die Bauen &
Energie Wien nicht nur die größte
Baumesse im Osten Österreichs,
sondern wohl auch die beratungsintensivste ihrer Art.
Expertenwissen teilen
Und genau darauf kommt es an,
wie Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Reed Exhibitions Messe
Wien, weiß: „Neben dem umfangreichen Angebot unserer Aussteller punktet die ‚Bauen & Energie
Wien‘ vor allem durch die schiere
Anzahl an fachkundiger Information, die eins zu eins von den Experten vor Ort an die Messebesucher
weitergegeben wird. Das ist in dieser Form einzigartig und, was man
aus den Jahren zuvor weiß, wird
dies auch bestens vom Messepublikum angenommen.“
Alles rund um Bauen, Wohnen, Finanzierung, Erneuerbare Energien, Elektromobilität und Sonderthemen auf der Baumesse, Wien.
ren gesundes, sicheres und leistbares Wohnen.
Nicht zu kurz kommt auch der
Bereich der Erneuerbaren Energien, wo Messebesucher gespannt
sein dürfen auf die Innovationen
dieser Branche. So zum Beispiel
sind Unternehmen vor Ort, die zeigen, wie man Energie aus Sonnenkraft selbst gewinnt und nutzt, den
Überschuss der Eigenproduktion
dem Stromnetz wieder zu Verfügung stellt und dafür sogar Geld
bekommt.
Motto „Besser Leben”
„Besser leben“ lautet das Motto
der Bauen & Energie Wien 2015.
Gemeint sind damit hilfreiche Praxistipps und Lösungen der Aussteller, Berater und Vortragenden,
wie man sein Heim und die eigenen
vier Wände verbessert. Dazu gehö-
Devise „Am Ball bleiben”
„Immer am Ball bleiben – das gilt
nicht nur für uns als Veranstalter
der Bauen & Energie Wien, sondern auch für die auf der Messe
Neben „Alles rund ums Neubauen“ und die passende Finanzierung
gibt es dazu jede Menge Produkte
und Lösungen für Aus- und Umbau. Was hier vorgestellt und präsentiert wird, besticht durch schonenden Umgang mit wertvollen
Ressourcen und Nachhaltigkeit.
Gezeigt werden Dämmungen und
Hausbau Neue ÖNORM B 3692 nun veröffentlicht
Linz/Wels/Wien. Das „Fenster der
Zukunft“ steht am 25. Februar im
Mittelpunkt der European Smart
Windows Conference in Wels.
Diese Veranstaltung findet im
Rahmen der World Sustainable
Energy Days (WSED) – einer der
größten jährlichen Konferenzen zu
den Themen Energieeffizienz und
Nachhaltigkeit in Europa – statt.
Wien. Die Hälfte aller Bauschäden
entsteht durch Wassereintritt. Die
„Problemzonen“ von Bauwerken
sind dabei Dächer, Balkone oder
Bauteile, die mit der Erde in Berührung stehen. Das Institut für
Bauschadensforschung nennt als
Schadensursache in zwei Dritteln
der Fälle Planungs- und Ausführungsfehler.
Während der Standard für Dachabdichtungen (Önorm B 3691) bereits seit 2012 existiert, wurde die
Önorm B 3692 zu Bauwerksabdichtungen nun erstmals publiziert.
Zusammen beschreiben die beiden
Standards die erforderlichen Abdichtungen für die gesamte Gebäudehülle.
rigstenergie-Gebäude“ in Europa
stark ansteigen.
Gemäß der EU-Gebäuderichtlinie
müssen spätestens 2020 alle neuen
Gebäude Niedrigstenergie-Gebäude sein.
Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa entfallen auf
das Konto von Gebäuden. Intelligente Fenster und Fassaden, die
Energie effizienter nutzen, können
einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.
(APA/fh)
Experten aus aller Welt
Seit über 20 Jahren versammeln
sich einmal im Jahr Energieexperten aus der ganzen Welt in Oberösterreich. 2015 werden mehr als
750 Experten und Entscheidungsträger aus über 60 Ländern erwartet.
Veranstaltet wird die Konferenz
vom OÖ Energiesparverband, einer
Einrichtung des Landes Oberösterreich. Dabei ist Oberösterreich als
Konferenzort besonders geeignet: Bis 2030 sollen Raumwärmeund Stromverbrauch zu 100% aus
Erneuerbaren Energien gedeckt
werden. Schon heute ist die Region
bei Energie-Effizienz und Ökoenergie führend. In den kommenden
Jahren wird die Zahl der „Nied-
Wasserschäden effektiv verhindern
für erdberührte Bauteile enthält
die Önorm B 3692 Bestimmungen
für Abdichtungen auf Rohbauebene in Feuchträumen und für abgedichtete Behälter.
Sie beschreibt den geeigneten
Untergrund, macht Angaben zu
An- und Abschlüssen sowie zu
den Anforderungen für die Ausbildung von Fugen und einzelnen
Funktionsschichten (Voranstrich,
Abdichtung, Schutzschicht, Wärmedämmung).
(fh)
Bessere Rechtssicherheit
© wsed.at
Wien. Spenden statt Geschenke
– nach diesem Motto hat
sich der Vorstand der Valida
Vorsorge Management dazu
entschlossen, zugunsten karitativer Zwecke auf Präsente für
Kunden und Partner zu verzichten. Stattdessen unterstützt
das Kompetenzzentrum für
betriebliche Vorsorge mit 3.000
€ erstmals eine gemeinnützige
Organisation im Bereich Langzeitpflege, nämlich das Haus
der Barmherzigkeit.
„Ich bin überzeugt, dass unsere finanzielle Unterstützung
hier im Sinne der Nachhaltigkeitsorientierung der ‚Valida‘
einen tatsächlichen Mehrwert
schafft“, meint der ValidaVorstandsvorsitzende Andreas
Zakostelsky.
(fh)
Breit gefächertes Spektrum
Region Oberösterreich Bei Energie-Effizienz führend
„Fenster der Zukunft“ tagt in Wels
Institutsdirektor Christoph Gisinger,
Valida-CEO Andreas Zakostelsky (r.).
Isolierungen aus reinen Naturmaterialien.
Bei der Sonderausstellung Elektromobilität erfahren die Messe-besucher in Form einer interaktiven
Ausstellung alles rund ums Fahren
und Laden und lernen zugleich,
was bei der Wahl eines E-Fahrzeugmodells zu beachten ist.
Aber auch die Stadt Wien ist mit
der MA 20, MA 25, MA 37 und MA
50 vertreten und bietet Tipps und
Informationen zu Bau-, Energieund Gebäudetechnik, barrierefreiem Planen, Bauen und Wohnen,
Wohnbauförderung sowie baupolizeiliche Belange.
Auch die Bereiche Sicherheit,
Feng Shui, Licht & Farbe sowie Erlebnisgarten, Heizen & Co. werden
den Besuchern nähergebracht.
vorgestellten Neuheiten und die
Inhalte der zahlreichen Vorträge. Diese Aktualität im Thema ist
wichtig, und ich bin sehr stolz darauf, dass wir es 2015 wieder geschafft haben, eine moderne und
zeitgemäße Baumesse auf die Beine gestellt zu haben“, sagt Messeleiter Max Poringer.
„Fenster der Zukunft“ versammelt 750
Experten und Entscheidungsträger.
Gerade bei erdberührten Bauteilen ist die Sanierung von Bauschäden oft aufwendig und meist mit
sehr hohen Kosten verbunden.
Als solide Grundlage für die Ausschreibung und Vergabe der notwendigen Leistungen verbessert
das Regelwerk die Rechtssicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer. Neben den Anforderungen
© panthermedia.net/pics
B. Allmer: „Zwischenmenschliche
Aspekte prägen das Unternehmen.“
© Reed Exhibitions/Christian Husar
Fritz Haslinger
Planung genau nach der Norm schützt
Bauherren vor späterem Bau-Schaden.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 13. FEBRUAR 2015 – 31
advisory
BDO Austria und Dorda Brugger Jordis
liefern Know-how für den Spin-off Seite 34
TELKOS BRAUCHEN CDOS
© Strategy&
© BDO Austria
Beratung für Porr & UBM
Strategy&-Partner Hölbling: „Chief Digital
Officers in the Telecom Industry“ Seite 35
KARL GLADT
Graf & PITKOWITZ
Rechtsanwälte
© Graf & Pitkowitz Rechtsanwälte
PM kann auch Ihre
Gesundheit gefährden
short
Steuerreform – geht
sich März-Termin aus?
Wien. Bei der Registrierkassenpflicht für Betriebe scheint
jetzt eine Einigung zwischen
ÖVP und SPÖ möglich.
Unabhängige Steuerexperten
sehen hier ein beachtliches
Einnahmenpotenzial von rund
einer Milliarde Euro.
(red)
© panthermedia.net/Jakub Krechowicz
Privacy Day am 24.2.:
Big Deals mit Big Data
EU-weit ringt man um Datenschutz,
Grundrechte und Privatsphäre.
Wien. Am Privacy Day 2015
geht es um provokante
Fragen wie z.B.: Sind Informationsfreiheit und Datenschutz
vereinbar? Vor welche Herausforderungen stellt uns
Cybercrime im Zeitalter von
Big Data?
Zu den Vortragenden bzw.
Diskutanten zählen Rechtsexperten wie Daniel Ennöckl
und Top-Manager wie
ÖBB-CIO Peter Lenz.
(pj)
www.privacy-day.at
Wien. Der neue Band „Zivilprozessgesetze” (Fasching/
Konecny, Manz) arbeitet zwölf
Jahre Gesetzgebung, Lehre
und Rechtsprechung seit der
Vorauflage ein.
Zahlreiche – vielfach tiefgreifende – Novellen der ZPO
sind ebenso berücksichtigt wie
das Vorabentscheidungsverfahren vor dem EuGH.
(red)
primenews
marketing & media
retail
© pma
Aktuelle Neuerungen
zum Verfahrensrecht
Alarmsignal Bei Projektmanagern treten Burnout-Symptome deutlich häufiger
auf als bei Mitarbeitern in anderen Berufen. pma-Vorstandsvorsitzende Brigitte
Schaden (oben): 40% der Projektmanager fühlen sich „ausgebrannt“, mehr als
50% sind mindestens einmal im Monat „ausgelaugt von ihrer Arbeit“.
Seite 32
advisory Sonderthemen 2015
Steuerrecht
27. Februar
Bau-/Immobilien- und Vergaberecht
27. März
technology
Compliance
24. April
industrialtechnology
Energierecht
22. Mai
Familienrecht
10. Juli
Stiftungsrecht und Vermögensweitergabe
18. September
destination
Schiedrecht/Mediation
16. Oktober
careernetwork
Strafrecht
20. November
healtheconomy
automotivebusiness
financenet
real:estate
advisory
Weitere Informationen unter:
Tel.: +43 1 919 20 - 2214
o.jonke@medianet.at
www.medianet.at
Die neuen Mediadaten und
den Sonderthemenplan 2015
finden Sie hier:
A DV I SOR Y: TOPTR E N D S
32 – advisory
gastkommentar
Freitag, 13. Februar 2015
Überforderung Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen leiden Projektmanager besonders unter Arbeitsstress
Projektmanager sind
stark Burnout-gefährdet
Big Data vs.
Big Story
HELMUT WEITZER, CROSSDESIGN
Z
ahlen – ganz egal, ob in
der Mathematik, der Statistik oder in der Marktforschung – haben eine ganz
eigene Magie.
So führt etwa die beliebte
Sonntagsumfrage regelmäßig
zu euphorischen oder beschwichtigenden Reaktionen
in der jeweiligen Parteizentrale
– wiewohl alle am Spiel Beteiligten betonen, es wären
ja nur Umfragewerte, nix
Fixes.
Auch die Welt der Werbung
ist voll mit Zahlen. Neben der
Marktforschung und sämtlichen Zahlen aus Kassen- und
CRM-Systemen stellen Google
und Facebook große Mengen
an Statistiken über das Userverhalten bereit.
Dazu gesellen sich neue
Schlagworte wie verhaltensbasiertes Marketing und Big
Data (Analyse, Prognose).
Es scheint, als wäre die Zukunft berechenbar.
Jetzt kaufen!
Ein wenig wie bei Hase und
Igel, entsteht ein Wettbewerb:
Wer mehr Zahlen über seine
Kunden hat, kann besser voraussagen, welche Handlungen
er als nächstes setzen wird.
Doch wie passt folgender
Einkaufsklassiker in dieses
Bild: Sie gehen einkaufen, wissen genau was Sie wollen und
… kommen mit etwas ganz anderem nach Hause? Was jetzt?
Beginnt die schöne neue Welt
der Daten durch ein einzelnes
Ereignis zu schwanken?
Wien. Gefährden Projekte die Gesundheit? Die Technische Universität München (Centrum für
Disease Management) hat mit Unterstützung der heimischen Projektmanagement-Vereinigung pma
im Auftrag des deutschen Projektmanagement-Verbands gpm die
Burnout-Gefährdung von Projektmanagern in der D-A-CH-Region
untersucht. Fast 1.000 Projektmanager – großteils aus Deutschland
und Österreich – nahmen an der
Studie teil. „Es gibt durchaus ein
Risikobewusstsein für Burnout in
unserer Branche“, sagt die pmaVorstandsvorsitzende Brigitte
Schaden. „Aber wir wollten wissen:
Wie hoch ist die Gefahr wirklich?
Und bei welchen Faktoren ist es
sinnvoll, präventiv anzusetzen?“
sind als ihre deutschen Kollegen.
Das liegt zum einen an den äußeren Bedingungen; so haben signifikant mehr Österreicher als Deutsche Führungsverantwortung (80,3
vs. 70,3%) und damit signifikant
öfter Handlungsspielräume, was
wiederum mit einer geringeren
Burnout-Gefährdung einhergeht.
Der deutliche Unterschied liegt
aber auch an den „inneren“ Faktoren bzw. Persönlichkeitseigenschaften.
So stellen z.B. deutlich mehr
Deutsche als Österreicher höchste
Anforderungen an sich (83,5 vs.
74,2%), signifikant mehr Deutsche
als Österreicher geben Schwierigkeiten an, von der Arbeit abschalten zu können (59,2 zu 54,4%), bei
signifikant mehr Deutschen steht
die Arbeit im Leben an erster Stelle (41,2 vs. 30,7%) und signifikant
mehr Deutsche als Österreicher
tendieren dazu, die Dinge schwer
zu nehmen (49,5 vs. 40,3%).
Zwei Fünftel „ausgebrannt“
Die Ergebnisse wurden kürzlich
von Studienleiterin Tatjana Reichhart – Oberärztin an der Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie der
Technischen Universität München
– im Rahmen einer pma-Veranstaltung in Wien präsentiert.
Reichhart verglich die Resultate
auch mit anderen Burnout-Studien.
Dabei zeigte sich, dass BurnoutSymptome bei Projektmanagern
deutlich häufiger auftreten als
bei Mitarbeitern in anderen Berufen. Demnach haben bereits 35%
der Befragten den Cut-off-Score
für Burnout erreicht. (Studien aus
anderen Berufen zeigen Erschöpfungs- und Burnout-Raten von 17
bis 34%.) 40% fühlen sich von ihrer
Arbeit ausgebrannt, mehr als 50%
sind mindestens einmal im Monat
ausgelaugt von ihrer Arbeit. „Die
Untersuchungsergebnisse zeigen
jedoch auch, dass es nicht nur die
beruflichen Anforderungen und die
äußeren Risikofaktoren sind, die
Tipps und Tricks
© pma
© privat
Für rund ein Drittel ist die Arbeit die Nummer 1 im Leben, 26% fühlen sich „erschöpft“.
Oberärztin Tatjana Reichhart (l.) und die pma-Vorstandsvorsitzende Brigitte Schaden.
überfordern“, erklärt Reichhart.
„Vielmehr sind es häufig auch die
zu hohen Erwartungen und zu hohe
Leistungsansprüche an sich selbst,
die auf Dauer krank machen können.“ So stimmten 90% der Studienteilnehmer der Aussage „Ich bin
erst dann mit mir zufrieden, wenn
ich mein Bestes gegeben habe“ zu.
Was besonders belastet
Von zu geringer Wertschätzung
fühlen sich 90% belastet, von zu
hoher Arbeitsbelastung 89%, vom
fehlenden Sinn ihrer Arbeit 85%
und von der Informationsflut bzw.
von den Multitasking-Anforderungen 57%.
Es gibt aber auch eine gute
Nachricht, denn die Studie scheint
einen Mythos aufgedeckt zu haben:
Die ständige Erreichbarkeit wird
von Projektmanageren nicht als
massive Belastung und BurnoutRisikofaktor empfunden. Lediglich
21% der Befragten geben an, häufig
in der Freizeit kontaktiert zu werden – und nur 57% fühlen sich davon belastet.
Doch „Insel der Seligen“?
Und noch ein Resultat der Studie
fällt besonders auf: Im Ländervergleich wird deutlich, dass österreichische Projektmanager wesentlich weniger Burnout-gefährdet
1 + 1 = 3?
Analyse Die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken wird immer schwieriger
Keine Angst. Big Data zerteilt
Ihre Zielgruppen einfach deutlich stärker und in einer dieser
heute „granularen“ Gruppe
sollten auch Sie sich wiederfinden – ganz egl, wie irrational
Sie sich beim Kauf verhalten.
Die einzige Voraussetzung
wäre, dass sich bereits ein anderer Käufer ähnlich verhalten
hat wie Sie. Denn das Erfinden
neuer Zielgruppen (und somit
neuer Verhaltensmuster) ist
nicht gerade die Stärke von
Big Data.
Auch wenn verhaltensbasiertes Marketing, vereint mit Big
Data, ein wenig wie Zauberei
wirkt, und Sie damit den Nutzen für Ihre Kunden deutlich
erhöhen können, bleibt doch
die eine große Aufgabe bei uns
Menschen: die wahre Magie
eines Produkts, einer Dienstleistung lässt sich nur durch
große Ideen vermitteln.
Und die sind rar. So rar,
dass David Ogilvy behauptet
hat, er hatte vielleicht eine
Handvoll davon. Aber es lohnt
sich, diese zu suchen. Ogilvy
hat daraus immerhin ein
weltweites Agentur-Netzwerk
gezimmert und viele seiner
Kunden erfolgreich gemacht!
Risikomanagement im Trend
ninger und Eva Steininger von
Austrian Standards, Klaus Köstner
(ÖAMTC), Edgar Scharon (ISS), Gerhard Sirucek (Uniqa) und Jürgen
Günther (antares).
Beispiel Kapsch TrafficCom
Wie Risikomanagement funktionieren kann, zeigen Verena
Stingl (Risk and Opportunity Manager bei Kapsch TrafficCom AG)
und Theodor Demut (Director im
Bereich Risk & Compliance der
KPMG Advisory GmbH) in einem
zweitägigen Praxisworkshop am
23. und 24.2. in Wien. Das Seminar
bietet einen umfassenden Einblick
in gängige Risikomanagementinstrumente und -methoden und
zeigt die Anwendung anhand von
Praxisberichten & Fallbeispielen
der Kapsch TrafficCom AG.(pj)
http://bit.ly/1z9LKDQ
© Risk Management Association
Wien. Verschärfte gesetzliche Bestimmungen für Organe, allgemeiner regulatorischer Druck sowie
diverse Anlassfälle verstärken das
Bedürfnis nach der Etablierung
eines wirksamen Risikomanagement-Systems.
Vor Kurzem fand in der Bundeshauptstadt die Regionalkonferenz
der Risk Management Association
(RMA) statt. Die Vorträge behandelten z.B. Risiken in der Außenwirtschaft, in der Supply-Chain,
bei Veränderungsprozessen, den
Umgang mit Compliance und immateriellen Risiken sowie Spezialsoftware. Konferenz-Organisatorin
und RMA-Regionaldirektorin Brigitta John: „Wir wollten die vielfältigen Risiken aufzeigen, mit denen
Firmen im internationalen Wettbewerb konfrontiert sind.“
Unter den rund 40 Gästen befanden sich u.a. GrECo International
Vorstand Andreas Krebs, RiskExperts-GF Gerhart Ebner, Andreas
Knabl (OeKB-Versicherung), Ulrich Schulze (KDM Sicherheitsconsulting), Roberto Fuster Canales
von Boehringer Ingelheim, Birgit
Krammer (Ardex), Wolfgang Krin-
Brigitta John mit Ulrich Schulze, Gerhart Ebner, Andreas Knabl, Jürgen Günther (v.l.).
Um Burnout zu vermeiden, sind
sowohl Veränderungen auf der
Organisationsebene (Verhältnisprävention) als auch auf der individuellen Ebene (Verhaltensprävention)
notwendig, rät Reichhart. Neben
der Sensibilisierung und Schulung
von Entscheidungs- und Führungskräften seien häufig auch strukturelle und kulturelle Veränderungen
in Firmen und Organisationen
notwendig.
Die Projektmanager selbst sind
aber auch gefordert. Reichharts
Empfehlungen: „Regelmäßige Pausen einhalten, Entspannungstechniken lernen, innere Antreiber anpassen, auf Schlafhygiene achten,
soziale Kontakte pflegen und Sport
bzw. Bewegung in den Alltag einbauen.“
(pj)
Auswahl Verfahrensrichter
Wer könnte die
Hypo richten?
Wien. Der Hypo-Untersuchungsausschuss wirft seine Schatten
voraus: Nach der neuen Verfahrensordnung für parlamentarische
Untersuchungsausschüsse hat der
amtierende Nationalratspräsident
eine ständige Liste von Personen
zu führen, die für die Funktion des
Verfahrensrichters bzw. des Verfahrensanwalts infrage kommen.
Bis 6.2. konnten interessierte
Juristen „Bewerbungen” abgeben.
Gemeldet haben sich zwei Dutzend
Personen, davon haben sich 21
konkret für die Funktion des Verfahrensrichters oder -anwalts bzw.
für beide Funktionen beworben.
Die Liste bildet die Basis für
die Wahl für den Hypo-Untersuchungsausschuss. Gewählt werden die beiden Personen vom Geschäftsordnungsausschuss des
Hohen Hauses auf Basis eines Vorschlags von Nationalratspräsidentin Doris Bures. Sowohl die nächste Präsidialkonferenz als auch die
nächste Sitzung des GO-Ausschusses sind für nächsten Donnerstag
(19.2.) anberaumt.
(red)
www.parlament.gv.at
A dv i sor y: I T- C O N S U LTI N G
Freitag, 13. Februar 2015
advisory – 33
2015 – im Jahr der Cloud 35% aller Unternehmen verfügen nicht über die Kompetenzen und das IT-Wissen, um wichtige Geschäftsziele zu erreichen
Die IT soll bitte ins Management!
PETER KRIST
Wien. Österreichische Unternehmen sehen die IT immer stärker
im Management angesiedelt. „Wir
sehen uns auch immer mehr als
strategischer Partner und betreuen
Entscheidungsträger in ihren
technischen Möglichkeiten“, kommentiert Stefan Trondl, Country
Manager von EMC Österreich, die
Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von EMC.
Grundsätzlich fällt die skeptische Einstellung der österreichischen Befragten in Bezug auf
die zukünftige Relevanz der IT
und den Nutzen neuer Technologien auf, jedoch wandelt sich laut
Trondl der Fokus: „Schon 46% der
heimischen Top-Manager (CXOs)
messen der IT-Abteilung eine strategische Bedeutung für das Unternehmenswachstum bei – zwar ein
allgemein geringer Wert im internationalen Vergleich, hierzulande
dennoch ein Anstieg!“
In Frankreich und Großbritannien glauben dies nämlich 81%
bzw. 71% der CXOs. Immerhin 55%
der österreichischen Unternehmen
erwarten, dass ihnen die IT-Megatrends Cloud Computing, Big Data,
Social und Mobile Wettbewerbsvorteile bringen – weltweit sind es
im Schnitt jedoch 77%.
Auch der Hybrid-Cloud stehen
die österreichischen IT-Entscheider kritisch gegenüber: Während
sich weltweit 64% der Befragten
mehr Agilität und IT-Sicherheit
von der Kombination aus Private
und Hybrid Cloud versprechen,
sind es in Österreich derzeit erst
41% – in Deutschland gar nur 30%.
• Seit 2013 nahm die Zahl der Hybrid Clouds um 9% zu – mehr als
das Dreifache des Anstiegs der
globalen IT-Ausgaben, die im
gleichen Zeitraum um 2,8% wuchsen. In Österreich glauben 41%
der Befragten, dass eine hybride
Cloud-Lösung mehr Agilität und
Sicherheit bringt.
Weltweit nutzen durchschnittlich 27% diesen Service. In Europa sind Großbritannien und
die Niederlande bei der Einführung von Hybrid Clouds führend
(jeweils 36% der Befragten nutzen
schon entsprechende Lösungen).
• Weltweit gaben 74% der IT-Entscheider an, dass sie automati-
sierte IT-Prozesse wie Softwaredefined Storage als entscheidenden Wachstumsfaktor für ihr
Geschäft sehen.
Vorteile dank Hybrid Cloud
• Auch wenn Organisationen zunehmend IT-Ressourcen via Internet beziehen, sind global nur
16% bereit, jede Anwendung in
die Public Cloud zu geben.
• Keinesfalls in die Public Cloud
migrieren möchten Firmen Anwendungen für Finanzplanung
(39%), das Personal-Management
(35%) und die UnternehmensRessourcenplanung (32%).
Stefan Trondl: „Österreicher sehen die IT
verstärkt im Management angesiedelt.“
ÖSTERREICH
www.top-service-oesterreich.at
t
t
i
n
h
c
s
h
c
r
u
D
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t
h
c
i
n
t
h
c
i
den
re
Ein Blick in die Welt
IT-Verantwortliche in 33 Ländern wollen derzeit ihre Organisation zu einem Broker für OnDemand-Services umbauen, um
die Geschäftsentwicklung besser
unterstützen zu können. Rund
zwei Drittel von ihnen bevorzugen
hybride Cloud-Architekturen, um
ihre Infrastruktur agiler und sicherer zu machen – mehr als ein Viertel setzt bereits eine solche Kombination aus Public und Private
Cloud ein. Weltweit ist der Einsatz
von Hybrid Clouds seit 2013 um
neun Prozent gestiegen.
Das sind die zentralen Ergebnisse der globalen Studie von EMC
unter mehr als 10.000 IT-Entscheidern. „Das Ziel der Studie war es, zu
ermitteln, wie sich die Rolle der IT
angesichts der digitalen Transformation verändert“, erklärt Trondl.
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Tel: 022
Zu wenig IT-Kenntnisse
71% der Befragten weltweit befürworten eine strategische Rolle
der IT als hausinterner Broker von
On-Demand-Services. Gleichzeitig
weisen die Ergebnisse der Studie
darauf hin, dass es derzeit Zweifel
an der Fähigkeit der IT gibt, das
Unternehmenswachstum zu fördern:
• 35% gaben an, dass ihre Organisation nicht über die Kompetenzen und das IT-Wissen verfügt, um wichtige Geschäftsziele
zu erreichen.
• 69% sind der Meinung, dass es in
den nächsten ein bis zwei Jahren
eine Herausforderung sein wird,
den IT-Mitarbeitern die nötigen
Kenntnisse zu den Megatrends
Cloud, Mobile, Social und Big
Data zu vermitteln.
• Entwickelte Märkte mit fortschrittlicher IT-Wirtschaft sind
führend bei Cloud-Lösungen,
während Firmen in Schwellenländern diese weniger nutzen
und risikoscheuer sind.
• Die Befragten aus Schwellenländern sehen IT-Megatrends und
Hybrid Cloud jedoch positiver als
ihre Pendants in den entwickelten Märkten: 79% erwarten Wettbewerbsvorteile von Cloud Computing, Mobile, Social und Big
Data (gegenüber 75%); 67% glauben, Public und Private Cloud
werde zur Verbesserung von Sicherheit und Agilität beitragen
(gegenüber 60%). www.emc2.at
© EMC
Schon 46% der heimischen Top-Manager (CXOs) messen der IT eine strategische Bedeutung bei.
Eine Initiative von
emotion banking
®
ANALYTIK. BerATuNg. INNovATIves MArKeTINg.
Inside Your Business. Today.
A dv i sor y: M A R K E T S
34 – advisory
Verschmelzung PIAG und UBM sollen in der zweiten Februarhälfte zum „europäischen Developer“ UBM neu werden
short
Know-how für Porr & UBM
Die 6. Ausgabe des
CSR-Jahrbuchs ist da
Wien. Am 11.2. lud Herausgeber
Michael Fembek zur Präsentation der 6. Ausgabe des CSRJahrbuchs und zur Diskussion
der politischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung
unternehmerischer Verantwortung in Österreich mit Bundesminister Rupprechter, Staatssekretär Mahrer und respACTPräsidentin Simacek.
Erstmals gibt es im aktuellen
CSR-Jahrbuch eine Anleitung
für den ersten Nachhaltigkeitsbericht, das Wichtigste über
GRI-Kennzahlen sowie eine
Übersicht über alle Zertifizierungen von Immobilien. (red)
BDO Austria und Dorda Brugger Jordis beraten Karl-Heinz Strauss beim Spin-off-Deal.
© Austria Glas Recycling
Wie der Deal weitergeht
Im zweiten Schritt werden nun
aufgrund der Aktionärsbeschlüsse
vom Jänner 2015 die PIAG und die
UBM zu einem neuen Developer
„von europäischem Format“ verschmolzen. Der Vollzug dieser Verschmelzung zur „UBM neu“ wird
jetzt in der zweiten Februar-Hälfte
erwartet. Eiter: „Es ist uns ein Anliegen, unsere Kunden aktiv und
erfolgreich bei Kapitalmarkttransaktionen zu betreuen und damit
sicherzustellen, dass Unternehmen
sowie deren Aktionären ein echter
Mehrwert zuteil wird. In Zusammenarbeit mit Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte konnten wir das
Unternehmen Porr bei seinem Vorhaben erfolgreich begleiten.“ (red)
Klemens Eiter: „Seit Dezember 2014 notiert die PIAG-Aktie an der Wiener Börse.“
Wunschkonzert KWT-Präsident Klaus Hübner: Kosten der Steueradministration sollen um ein Drittel sinken
Harald Hauke, Geschäftsführer der
Austria Glas Recycling GmbH (agr).
© Kammer der Wirtschaftstreuhänder/Robert Herbst
Die Ideen der Wirtschaftstreuhänder
KWT-Präs. Hübner verlangt „Entlastung
durch qualitative Steuerreform“.
© Vavrovsky Heine Marth/Harald Eisenberger
VHM berät beim Kauf
des Forum Schönbrunn
näre beschlossen, und seit Dezember 2014 notiert die PIAG-Aktie
im Standard Market Auction der
Wiener Börse.
© BDO Austria
Wien. BDO Austria hat dem Baukonzern Porr beim großen strategischen Spin-off unter die Arme gegriffen: Mit der außerordentlichen
Hauptversammlung der UBM am
14.1. und der einen Tag später einberufenen außerordentlichen HV
der Porr-Immobilientochter PIAG
wurde die angestrebte Verschmelzung der PIAG Immobilien AG und
UBM Realitätenentwicklung AG
beschlossen.
Klemens Eiter, Geschäftsführer und Partner der BDO Austria
GmbH: „Unser Part bestand darin,
die für den Spin-off notwendigen Immobilientransaktionen der
Strauss & Partner Immobilienentwickler und der UBM in eine neue
börsenotierte Gesellschaft, die
PIAG Immobilien AG, zu begleiten
und die Gesellschaft bei Steuerthemen und Fragen der Financials zu
unterstützen. Die Spaltung wurde bereits im Oktober 2014 mit
100%iger Zustimmung aller Aktio-
Heinisch-Hosek spricht
beim 2. Glas ReCircle
Wien. Die agr kommuniziert
mit vielen Zielgruppen, um die
Bedeutung von qualitätsvollem
Glasrecycling zu vermitteln.
„Eine besondere Zielgruppe dabei sind Kinder – sie haben die
Welt von morgen in der Hand“,
sagt agr-GF Harald Hauke.
Bundesministerin Gabriele
Heinisch-Hosek ist deshalb am
5.3. zu Gast beim 2. Austria
Glas ReCircle und wird über
die Notwendigkeit referieren,
den Grundstein für umweltbewusstes Verhalten schon
im Kindesalter zu legen. (red)
www.agr.at
Freitag, 13. Februar 2015
Wien. Die Steuerreform möge sich
nicht in einer Veränderung der
Steuertarife erschöpfen, verlangt
Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder:
„Das Steuerrecht ist kaum noch zu
administrieren. Eine Vereinfachung
wirkt sich genau so positiv aus wie
eine Reduzierung der Steuertarife.“
Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder hat die wichtigsten
Forderungen einer qualitativen
Steuerreform aufgelistet:
• Zusammenfassung aller steuerlichen Änderungen in jeweils nur
einem Jahressteuergesetz
• Neukodifizierung des Einkommensteuergesetzes
• Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen für Sozialversicherung und Lohnsteuer
• Zusammenfassung von Dienstgeberbeitrag, Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag & Kommunalsteuer
zu einer Dienstgeberabgabe, Einhebung durch eine Behörde
• Reduzierung der derzeit fast 500
Beitragsgruppen in der Lohnverrechnung auf drei
• Reduzierung der Meldeverpflichtungen der Arbeitgeber
• Wegfall der Veröffentlichungspflicht in der Wiener Zeitung
• Zusammenfassung der Sozialversicherungsträger.
Den Wildwuchs im österreichischen Steuersystem macht Hübner
am Beispiel des Einkommensteuergesetzes deutlich, das in 26 Jahren
140 Mal novelliert wurde. Derzeit
gibt es für die Steuerpflichtigen
mehr als 260 Inkrafttretens- und
Übergangsbestimmungen zu beachten. Zur Erläuterung benötigt
die Finanzverwaltung bereits über
2.000 Seiten.
Hübner: „Diese Vielzahl an kaum
mehr administrierbaren Regelungen und Ausnahmetatbeständen führt zu Intransparenz und
hohem bürokratischem Aufwand.
Nach internationalen Studien
braucht ein österreichisches Unternehmen im Durchschnitt 166
Stunden, um seinen Steuerpflichten nachzukommen.“
Das Ziel sollte daher sein, zumindest ein Drittel der Erhebungskosten auf Staats- und auf Unternehmensebene einzusparen. Darüber
hinaus sollte es auch eine Reform
und Reduzierung der Lohnnebenkosten geben, fordert Hübner.(pj)
CSR-Aktivitäten Einreichungen noch bis 5. März möglich
Center-Transaktion Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati
Wien. Auch 2015 werden Firmen für
ihr Engagement im Bereich CSR
und nachhaltiges Wirtschaften mit
dem Trigos auszeichnet.
Eine aktuelle Umfrage unter rund
155 Teilnehmern des Trigos 2014
ergab: Eine Einreichung ermöglicht die Evaluierung der eigenen
CSR-Aktivitäten sowie die Positionierung als nachhaltiges Unternehmen. Bei der Frage, welchen
Nutzen Corporate Social Responsibility bringt, stehen zwei Faktoren
Wien/Budapest. Die CA Immo setzt
den strategischen Rückzug aus
nicht zum Kerngeschäft gehörigen
Märkten und Segmenten fort: Seit
2012 fokussiert das Unternehmen
sein Bestandsportfolio auf großflächige Büroimmobilien in den strategischen Kernmärkten Österreich,
Deutschland und CEE. CEO Bruno Ettenauer, CEO von CA Immo:
„Damit erhöhen wir kontinuierlich
Effizienz und Ertragsqualität unseres Bestandsportfolios.“
Der Trigos bewährt sich auch 2015 Guter Rat für den CA Immo-Deal
Christian Marth, Partner Vavrovsky
Heine Marth Rechtsanwälte.
UBIT-Obmann Alfred Harl: „Die Einreichfrist für den Trigos läuft noch bis 5.3.“
© CHSH
Den hohen Nutzen der CSRAktivitäten bestätigt auch der
langjährige Trigos-Partner und
Fachverbandsobmann der UBIT,
Alfred Harl: „Ganzheitliche CSRStrategien, redliche Geschäftsführung und ethisches Handeln sind
das Fundament für nachhaltigen
Erfolg. Mit sozialen, ökologischen
und ökonomischen Beiträgen für
unsere Wirtschaft ergreifen Unternehmen die Chance, soziale Verantwortung zu übernehmen und
aktiv einen Beitrag für Mensch und
Umwelt zu leisten.“
(pj)
www.trigos.at
Daher kam es vor Kurzem zum
Verkauf des zentral in Budapest
gelegenen Bürogebäudes „Buda
Business Center“ mit rund 6.400
m 2 Bürofläche. Käufer ist ein
2014 eröffneter, von Diófa Fund
Management verwalteter Immobilienfonds, der überwiegend in
Handels- und Büroimmobilien investiert und über die Filialen des
ungarischen Sparkassensektors
vertrieben wird.
Immobilien-Expertise
Nachhaltige Erfolge
© Astrid Bartl
Wien. Vavrovsky Heine Marth
RA hat die Immo Kapitalanlage
AG beim Ankauf des Bürogebäudes Forum Schönbrunn –
Bauteil 1 von der Credit Suisse
Asset Management Immobilien
KAG beraten. Die Transaktion
über die Liegenschaft mit über
10.000 m2 Grundfläche, auf der
sich ein moderner BusinessKomplex mit rund 15.400 m2
vermietbarer Fläche befindet,
wurde im Zuge eines Asset
Deals realisiert. Die Immo Kapitalanlage AG erwarb die Liegenschaft treuhändig für den
„immofonds 1“.
Das Immobilien-Team der
Kanzlei wurde geleitet von
Christian Marth, dessen Team
u.a. auf die Beratung von Immobilien-Fonds nach ImmoInvFG spezialisiert ist.
Für die Durchführung der
Legal Due Diligence-Prüfung
war Kanzleipartnerin Daniela
Kager verantwortlich. (pj)
www.vhm-law.at
ex aequo an erster Stelle: jeweils
56% der Befragten profitieren von
ihren CSR-Aktivitäten, da sie sich
positiv auf die Festigung der Unternehmenskultur auswirkt sowie
eine Imageverbesserung bzw. eine
verbesserte Positionierung in der
Öffentlichkeit bedeutet.
Auch die Positionierung als verantwortungsbewusster Arbeitgeber (50%) sowie ein verbessertes
Verhältnis zu den eigenen Anspruchsgruppen spielen eine Rolle.
Partner M. Krenn: Für CHSH war es der
erste Deal an der Seite von CA Immo.
CHSH hat die CA Immo bei der
Veräußerung des Centers beraten.
Das CHSH-Team bestand dabei
aus Mark Krenn (Partner, Wien,
Leiter der CEE Real Estate &
Construction Practise Group), Wilhelm Stettner (Partner, Budapest)
sowie der Rechtsanwalt György
Molnár (Budapest).
„Mit dieser Transaktion unterstreichen wir die länderübergreifende Expertise unserer Immobilienpraxis”, erklärt Krenn.
Auf Verkäuferseite war weiters
das Immobilienconsulting-Unternehmen Colliers International
Hungary beratend tätig.
(red)
a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L
Freitag, 13. Februar 2015
advisory – 35
Strategy&-Analyse Erst 26% aller europäischen Telekom-Anbieter treiben Digitalisierung auch personell voran
Klaus Hölbling: CDOs bei Telekomunternehmen brauchen Kompetenzen & Entscheidungsfreiräume.
Wien. Mit dem Boom der Smartphones und mobilen Endgeräte
ist das Datenvolumen und damit
der Bandbreitenbedarf in Mobilfunknetzen in den vergangenen
Jahren förmlich explodiert.
Allerdings ist es den Mobilfunknetzbetreibern trotz dieser
Entwicklung kaum gelungen, die
eigene Wertschöpfung und Profitabilität im gleichen Maße zu steigern. Um im zukunftskritischen
Bereich der mobilen Digitalisierung des täglichen Lebens und
aller Geschäftsprozesse mitzuverdienen, gehört die digitale Transformation der eigenen Dienstleistungen über die reine Infrastruktur hinaus daher ganz oben auf die
strategische Agenda der Telekommunikationsindustrie.
Raum sieht die Lage kaum anders aus; hier besitzen viele CDOs
einen Marketing-Hintergrund.
Strategy&-Partner Klaus Hölbling:
„Chief Digital Officer benötigen natürlich ein profundes Wissen über
technische Zusammenhänge. Genauso wichtig ist aber, den Markt
zu verstehen: Welche Dienste, Produkte und Erfahrungen wünschen
die Kunden – auch in Zukunft.
In amerikanischen Firmen übernehmen häufig Chief Information
Officer diese Aufgabe zusätzlich
zu ihren IT-Aufgaben.
CIOs europäischer Telekomunternehmen denken hierfür aber oft
zu technisch. Zum Ausgleich brauchen die Europäer deshalb marketingerfahrene CDOs.“
Region
Europa
26%
Asien-Pazifik
23%
Nordamerika
21%
Süd- und Lateinamerika
12%
Globaler Durchschnitt21%
Quelle: „Chief Digital Officers in the Telecom Industry“, Strategy&
© Strategy&
K. Hölbling: „CDOs brauchen profundes Wissen über technische Zusammenhänge.“
Wandel verantwortliche Führungskraft beschäftigen – unabhängig
von der internen Positionsbezeichnung.
ten für europäische Netzbetreiber, 27% im asiatisch-pazifischen
Raum, 14% der digitalen Vorstände sitzen jeweils in nordamerikanischen und in süd- bzw. lateinamerikanischen Unternehmen.
Das sind die zentralen Ergebnisse der globalen Studie „Chief
Digital Officers in the Telecom
Industry“ der internationalen
Managementberatung Strategy&
(ehemals Booz & Company). Im
Rahmen der Untersuchung wurden
mehr als 100 Telekomunternehmen
rund um den Globus daraufhin untersucht, ob sie für den digitalen
Viel Marketing-Know-how
Der berufliche Werdegang vieler
CDOs überrascht zum Teil: Weniger als ein Viertel (23%) arbeitete
zuvor in den Bereichen Technologie und IT; 40% kommen aus dem
Produktmanagement, 27% aus den
Bereichen Strategie und Geschäftsentwicklung. Bei Telekomunternehmen im deutschsprachigem
Data Discovery Finanz- und Vertriebs-Controlling
„Futurecongress“ für die Logistik
Darmstadt. Neben der Messe für
Entscheider aus der IT- und Medienbranche findet heuer am 19.2. im
Darmstadtium erstmals auch ein
großer „Futurecongress“ mit acht
Schwerpunktthemen statt.
Ein Future-Themencluster beschäftigt sich ausschließlich mit
Fragen der IT, des Projektmanagements und den Zukunftsfragen der
Logistik- und Transportbranche.
„Fast keine andere Branche ist
einem so starken Wandel unterle-
© Spreeforum International
© Meyer&Meyer/Detlef Heese
Kostentransparenz und schnelle PlanIst-Analysen für die Fashion-Logistik.
aus QlikView und der PlanungsSoftware Corporate Planner des
Qlik Solution Providers Corporate
Planning AG konnte in allen für
Meyer & Meyer wesentlichen Aspekten punkten – etwa mit der
Möglichkeit der vollständigen Systemintegration über alle Abteilungen und Tochterunternehmen.
„Mit ‚QlikView‘ können Anwendungen zur Datenanalyse innerhalb weniger Tage aufgebaut werden, wohingegen andere BusinessIntelligence- oder OLAP-Tools
Wochen oder Monate dafür benötigen“, sagt Lars Wölfing, Leitung
Controlling bei Meyer & Meyer.
„Die Lösung ermöglicht Analysen
bis auf Detailebene bzw. den einzelnen Buchungsbeleg – darin sehen wir einen der Hauptvorteile.
Außerdem sind wir in der Lage,
kurzfristig Abweichungen zu erkennen und direkt entsprechende
Maßnahmen zu ergreifen, was mit
traditionellen, starren ReportingTools nicht möglich ist.“
QlikView soll künftig im Finanz- und Vertriebs-Controlling
noch weiter ausgebaut und für bis
zu 150 Anwender zur Verfügung
gestellt werden.
(red)
Mehr als zwei Drittel (68%) aller CDOs stehen in der internen
Hierarchie auf Vorstands- oder
Direktorenebene; in über einem
Viertel (27%) der Unternehmen entsprechen die Positionen der CDOs
jedoch nur der eines Abteilungsleiters.
„Telekomunternehmen sind gut
beraten, ihrem Chief Digital Officer die Kompetenzen und Entscheidungsfreiräume zu geben, die sie
für ihre Arbeit benötigen. Für Unternehmen in diesem hochdynamischen Marktumfeld entscheidet
der Digitalisierungsprozess
schließlich über zukünftigen Misserfolg oder Erfolg“, sagt Hölbling.
„Nur einem CDO mit weitreichenden Befugnissen wird es gelingen, überkommene Organisationsstrukturen, erstarrte Prozesse
und IT-Altlasten zu entsorgen und
den Kunden beim Digitalisierungsprozess in den Mittelpunkt zu stellen.“
(red)
www.strategyand.pwc.com
Zukunftsfragen Projektmanagement für den Transport
Fashion-Logistik-Frühwarnsystem
Düsseldorf. Im Zuge einer neuen
Business Intelligence-Strategie
sollte für den Fashion-LogistikSpezialisten Meyer & Meyer
Holding GmbH & Co. KG eine
leistungsstarke, gruppenweite
BI-Lösung zur Steuerung der Unternehmergruppe implementiert
werden – mit integrierten Planungs-, Analyse- und ReportingFunktionalitäten. Im Rahmen einer
Ausschreibung wurden einige Anbieter evaluiert. Die Kombination
Wien. Der Fast-Fashion Einzelhändler Forever 21 nutzt Oracle
Retail Merchandise Planning
and Optimization, um zu
checken, welche Stile, Farben,
Größen und Accessoires in der
jeweils anstehenden Saison
nachgefragt werden.
Forever 21 will in den nächsten drei Jahren weltweit 600
neue Geschäfte zu eröffnen
und kann mit Hilfe der OracleLösungen dieses Wachstum
unterstützen, indem Prozesse
schlank und effizient gehalten
werden. Dazu nutzt das System Variable wie z.B. Form des
Ausschnitts, Preis und Material. Um die Umsetzung zu beschleunigen und den Aufwand
bei Upgrades möglichst gering
zu halten, galt für die Einführung das Motto „Keep it simple“: Auf spezielle Anpassungen
wurde verzichtet und man entschied sich für die Nutzung der
vorhandenen Funktionalitäten
Die Modekette Forever 21 ist
das fünftgrößte Fachhandelsunternehmen in den USA und
mit zwei Filialen in Wien vertreten.
(pj)
www.oracle.com
Projektmanagerin Cornelia Kiel wird den
Futurecongress am 19.2. moderieren.
gen wie jene der Mobilität und Logistik“, erklärt Projektmanagerin
und Moderatorin Cornelia Kiel, die
auch zu den Top 100-Trainern im
deutschsprachigen Raum gehört.
Entscheidungsfreiräume
Steigende Anforderungen an die
Vernetzung der Logistiker und
Transporteure untereinander mit
teilweise völlig anderen bzw. neuen Verkehrsmitteln und der ständig steigende Kostendruck fasst
Kiel die aktuellen Topthemen zusammen. „Die Vernetzung ist das A
und O der Zukunftsbranche Logistik, die den Blutkreislauf der globalen Wirtschaft am Leben hält.“
Waren und Güter sollen möglichst umweltschonend, just-intime, ohne Risiko, jederzeit und zu
einem günstigen Preis verfügbar
sein. „Das erfordert Höchstleistungen in Sachen IT und Vernetzung
und erklärt, weswegen gerade bei
solchen Unternehmen Projekte und
deren Management ganz oben auf
der Agenda stehen“, verdeutlicht
die Expertin. Projekterfolge und
-performance seien hier Überlebensfragen.
(pj)
EMEA-Top-Position
bei A.T. Kearney
© A.T. Kearney
TE LE KOMBETREIBER M I T C DO
Forever 21 implementierte die
Lösung mit Oracle und Veltio.
„Weitreichende Befugnisse“
Digital-Expertise muss sein
Dafür benötigen die Anbieter vor
allem im Topmanagement Führungspersonal mit ausgewiesener
Digital-Expertise. Offensichtlich
ist diese Erkenntnis in Europa immerhin noch am stärksten durchgedrungen, denn 26% aller europäischen Telekomunternehmen
beschäftigen einen eigenen Chief
Digital Officer (CDO) und damit einen Hauptverantwortlichen für die
Digitalisierung ihrer Angebote.
Betrachtet man umgekehrt, welche Unternehmen Chief Digital Officer beschäftigen, wird das Bild
noch deutlicher: 45% aller in der
Studie identifizierten CDOs arbei-
Forever 21 expandiert
mit Oracle Retail
© STR/EPA/picturedesk.com
Den Telkos fehlts global
an der CDO-Präsenz
short
Mirko Warschun übernimmt den
Beratungsbereich für EMEA-Region.
Düsseldorf. Mirko Warschun,
Partner und bisher Chef des
Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in der
D-A-CH-Region, wurde bei A.T.
Kearney zum Leiter des Beratungsbereichs für die EMEARegion (Europa. Mittlerer Osten, Afrika) ernannt.
Warschun ist Partner und
Geschäftsführer und außerdem
Leiter des A.T. Kearney-Büros
in München. Er hat mehr als
zwei Jahrzehnte Beratungsund Industrieerfahrung mit Fokus auf Wachstumsstrategien,
Transformation und Restrukturierung sowie Operations
Excellence. Er berät Handelsunternehmen und Konsumgüterhersteller weltweit und ist
in mehreren Beiräten von Startup-Unternehmen vertreten.
Nach seinem Studium der
Betriebswirtschaftslehre an
der Universität Köln und einem
Master in International Management an der Stockholm
School of Economics promovierte Warschun an der Universität Oldenburg im Bereich
Beschaffungsmanagement
im Handel, bevor er ins internationale Top-ManagementConsulting eingestiegen ist.(pj)
A dv i sor y: ta l k
36 – advisory
Freitag, 13. Februar 2015
Roter Teppich für Junge Kunst Jarolim Flitsch feierten ihre Kanzleierweiterung mit einer Kunstausstellung
short
Vom Recht auf gute Kunst
So werden Kartelle in
der EU sanktioniert
Ein weiteres Stockwerk
Wien. Laut OECD-Schätzungen
verursachen Kartelle weltweit
jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehreren
Milliarden US-Dollar.
„Kartellsanktionierung –
Recht und Praxis in Österreich
und der EU” von Cathrine
Konopatsch vergleicht das europäische und österreichische
Sanktionenregime gegen Kartelle unter Gesichtspunkten der
Effektivität und Rechtsstaatlichkeit und zeigt diverse Verbesserungsmöglichkeiten. (red)
Die Bundesminister Wolfgang
Brandstetter (Justiz) und Josef
Ostermayer (Kunst) eröffneten gemeinsam mit den nun fünf Partnern der Kanzlei die Feierlichkeiten in den um ein Stockwerk
erweiterten Räumlichkeiten der
Kanzlei in der Volksgartenstraße.
Eine prominente Runde aus
Wirtschaft und Justiz feierte mit,
so etwa OGH-Präsident Ratz, VfGHVizepräsidentin Bierlein und
der Generaldirektor der VIG/Wr.
Städtischen, Peter Hagen.
Für die beiden Seniorpartner
der Kanzlei, Martina Flitsch und
Die wichtige Forderung
der Schuldnerberater
Die beiden Minister Brandstetter und Ostermayer in der Kanzlei Jarolim Flitsch.
Work-Life-Balance Positives Denken als Erfolgsrezept
Neues LL.M.-Programm Top-Experten als Vortragende
Linz. „Dein Denken kann aus der
Hölle einen Himmel und aus dem
Himmel eine Hölle machen“, stellte der englische Diplomat und
Krems. Für den Master of Laws in
„International Dispute Resolution“
konnte die Donau-Universität
Krems namhafte Experten aus
Schriftsteller John Milton bereits
im 17. Jahrhundert fest.
Dass diese Aussage aktueller
denn je ist, zeigte der Abend „Erfolg durch positives Denken“, zu
dem die Odörfer Haustechnik
GmbH am 5.2. lud: Mehr als 100
oberösterreichische Installateurpartner überzeugten sich dabei
von der Macht der Gedanken, die
Glückstrainer Manfred Rauchensteiner vor Augen führte.
„Die Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeitsalltag stellt uns
immer wieder vor neue Herausforderungen. Ziele zu erreichen, die
Familie sowie die eigenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen,
das ist oftmals eine Gratwanderung“, zeigte Rauchensteiner auf,
wie Prägungen unsere Gedanken
und Gefühle beeinflussen.
(pj)
Wien. asb-GF Hans Grohs fordert die Abschaffung der Mindestquote von 10% beim Privatkonkurs, weil diese „oft nicht
aufzubringen“ ist. Im Vorjahr
wurden rund 60.000 Menschen
von den staatlich anerkannten
Schuldenberatungen unterstützt – 2.000 mehr als 2013.
2014 wurden 8.600 Privatkonkurse eröffnet, laut aktuellem
Sozialbericht leben 42% in verschuldeten Haushalten.
(pj)
www.schuldenberatung.at
© Odörfer
Hans W. Grohs, Geschäftsführer
der Schuldenberatungen (asb).
Glückstrainer Manfred Rauchensteiner
referierte über positives Denken.
ZWEI „NEUE“ bei den WEB-CONSULTERN
International Dispute Resolution
© Konrad & Partners
© asb/Helga Tscherner
Wenn der Glückstrainer berät …
Thomas Ratka, Donau-Uni Krems (l.),
Christian W. Konrad, Konrad & Partners.
Wissenschaft und Praxis auf dem
Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit gewinnen: den langjährigen
Generalsekretär der United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL), Jernej
Sekolec, sowie die renommierten
Schiedsrechtsprofessoren Alan
Uzelac und Radu-Bogdan Bobei.
Aus Österreich werden neben
Rechtsanwalt Christian W. Konrad (Gründungspartner der Kanzlei Konrad & Partners) auch Manfred Heider, Generalsekretär des
Schiedsgerichts der Wirtschaftskammer, sowie RA Christoph Liebscher, Experte in Dispute Management, vortragen.
Das viersemestrige berufsbegleitende Weiterbildungsstudium
startet im März.(red)
www.donau-uni.ac.at/dispute
Menschen, über die man spricht
Karl Gladt verstärkt das Team von Graf & Pitkowitz
Seit Kurzem sind Dimitar Rupov (37) als Developer und Claudia Augdoppler
(22) als Junior Designerin bei der Wiener Digitalagentur Zensations tätig.
Rupov, der 2012 an der Wiener WU promovierte, konnte schon in den
letzten Jahren Agenturerfahrung sammeln. „Ausrichtung und Kultur des
Unternehmens, die agilen Prozesse sowie der Einsatz von State of the
Art-Technologien entsprechen genau meinen Vorstellungen”, begründet
der Open-Source-Spezialist seinen Wechsel zu Zensations. Augdoppler
beendete 2014 erfolgreich das Studium Medientechnik und -design an
der FH Hagenberg und hat ebenfalls mehrjährige Agenturerfahrung auf.
Zensations berät und unterstützt bei der Umsetzung digitaler Strategien, der Realisierung von komplexen Webprojekten sowie plattformübergreifender Kommunikation im Online- und Offline-Bereich. Zu den
Kunden zählen u.a. Flughafen Wien,
Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, OSCE, ÖAMTC,
Vegane Gesellschaft Österreich, Wienerwald Tourismus, Webster University
Vienna und World Vision.
(red)
© Zensations Web & Communications
© Binder Grösswang
Wien. Karl Gladt (35) studierte Rechtswissenschaften an der Universität
Wien und hat im Rahmen eines Post-graduate-Studiums den akademischen Grad eines Masters of Arts in European Political and
Administrative Studies (College of Europe, Brügge) erworben.
Er hat weitreichende Erfahrungen in internationalen Anwaltsfirmen, internationalen Institutionen sowie im öffentlichen
Sektor.
Bei Graf & Pitkowitz betreut Gladt Mandate in den
­Bereichen der internationalen Prozessführung und des allgemeinen Unternehmensrechts sowie des öffentlichen Wirtschaftsrechts (z.B. Datenschutzrecht, Arzneimittelrecht,
Umwelt- und Energierecht).
(pj)
PA RT N E RI N
BEI BINDER
Christine Dietz (42) wurde
zur Partnerin bei Binder
Grösswang ernannt.
Sie berät im Competition-Team vorrangig
zu europarechtlichen Fragen. Einer ihrer
Hauptschwerpunkte liegt in der Beratung und
Vertretung bei Fusionskontrollverfahren – zu
ihren Mandanten zählten hier zuletzt u.a. die
ÖBB-Infrastruktur AG sowie Unternehmen des
voestalpine-Konzerns. Einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt von Dietz stellt die Beratung
zu kartellrechtlichen Fragen (speziell im Banken- und Finanzbereich) dar.
NEUER CCO B EI
W IKIFOLIO.COM
Stefan Kainz (42) ist neuer
Chief Commercial Officer
bei wikifolio.com und
übernimmt die Management-Verantwortung
für die Themen Marketing, Market Operations
sowie Finance & Risk. Der passionierte Segler
startete seine Karriere als Unternehmensberater bei KPMG und Accenture und war u.a. GF
der Bawag PSK Invest. Der geborene Salzburger studierte Internationale Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck, Thailand sowie den
USA und ist CFA Charterholder im Rahmen
des Chartered Financial Analyst-Programms.
© Graf & Pitkowitz Rechtsanwälte
© JKU/Fotostudio Eder
Deutsches Schienenkartell: deutlich
überhöhte Preise für Bahnschienen.
Hannes Jarolim, steht die Förderung junger Talente im Vordergrund, sowohl bei der Kanzleierweiterung durch Aufnahme der
jungen Kollegen Irena Gogl-Hassanin (35, bei J|F für Banken-, Finanzierungsrecht und internationale
Projekte zuständig), Stefan Rust
(Immobilientransaktionen, Mietund Wohnungseigentums- sowie
Bau- und Grundbuchsrecht) und
Dieter Altenburger (38, schwerpunktmäßig im öffentlichen Bauund Umweltrecht tätig) in die Partnerschaft als auch bei der Gestaltung des Rahmenprogramms der
Kanzleifeierlichkeit. So vermittelte
der Kunstpreis „Roter Teppich für
junge Kunst“ 50 Exponate junger
Künstler, darunter Florian Nitsch,
Mercedes Helnwein, Manuel Gras,
Naomi Devil, Alex Kießling u.a. Kulinarisch holte man sich die Unterstützung des prämierten Jungwinzers Michael Auer aus Höflein. (pj)
www.jarolim.at
© wikifolio.com
© Voestalpine
Wien. Jarolim Flitsch Rechtsanwälte feierten vor Kurzem die personelle und räumliche Vergrößerung ihrer Kanzlei mit einem Open
House und einer Vernissage junger
Künstler des Projekts Kunstpreis
„Roter Teppich für Junge Kunst“.
© Josef Hubmayer
Auch Justiz- und Kunstminister fanden sich zu den Feierlichkeiten in der Volksgartenstraße ein.
J URIST W IRD
J KU-REKTOR
Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät,
Meinhard Lukas, wurde
vom Unirat zum neuen Rektor der Johannes
Kepler Universität (JKU) Linz und damit zum
Nachfolger von Richard Hagelauer gewählt.
Seit 2001 hat Lukas über seine Forschungsverwertungsgesellschaft DMLG in mehr als
100 Causen Rechtsgutachten verfasst und in
einer Reihe öfentlichkeitswirksamer Fälle
(Eurofighter, WEB-Skandal, Swap Linz, etc.)
beraten. Er publiziert regelmäßig zum Privatsowie zum internationalen Wirtschaftsrecht.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 13. Februar 2015 – 37
Neue Antibiotika-Gefahr
Was Pharmaindustrie kann
Studie analysiert, wie Antibiotika in der
Tiermast auf die Gesundheit wirken Seite 40
Merck und Wirtschaftskammer diskutierten
über die Pharma-Zukunft Seite 42
© Merck
© panthermedia.net
healtheconomy
Gesunde Hilfe
Arzt führt
Team STronach
© Team Stronach für Österreich
Experten: Ausgaben für
Gesundheit steigen stark
© Österr. Heilbäder- und Kurorteverband
short
© sanofi/krischanz.zeiller
Studie Kuranstalten und
Heilbäder haben eine große,
bisweilen unterschätzte Bedeutung für Wertschöpfung
und sichere Arbeitsplätze in
ländlichen Regionen. Dies
ergibt eine vom Wirtschafts­
professor Gottfried Haber
(Donau-Universität Krems)
erstmals durchgeführte Analyse über regionalökonomische
Effekte des Kurwesens, die
bei einer Pressekonferenz des
Öster­reichischen Heilbäderund Kurorteverbands (ÖHKV)
präsentiert wurde. Demnach
lassen sich 116 private Kur­
betriebe mit 13.115 Betten
dem Kurwesen zuordnen.
Seite 38
© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.
Interview Die Österreichtochter
des Gesundheitsunternehmens
Sanofi konnte im Vorjahr die
Umsätze um 3,1 Prozent auf
136 Mio. € steigern. Das Unternehmen liegt damit laut
eigener Angaben auf Platz 4
im heimischen Pharmamarkt.
„Wir sind in unseren therapeutischen Kernbereichen wie
Diabetes gut gewachsen und
konnten auch in der Onkologie
zulegen; in der Thromboseprophylaxe gelang es, den
Marktanteil zu halten“, sagt
Geschäftsführerin Sabine Radl
(Bild) und sieht das Ergebnis
als Trendwende nach Jahren
der Rückgänge.
Seite 40
Gesundheitsreform Der Streit um höhere Gehälter für Spitalsärzte und neue
­Arzneimittel treibt die Gesundheitsausgaben heuer nach oben. Umgekehrt gehen
die Einnahmen aufgrund der Wirtschaftsflaute der Kassen zurück. Seite 38
Übernahme US-Konzern gibt 14,9 Mrd. € für Hospira aus
inhalt
© Pfizer
Pharmareport und Lifescience
> AstraZeneca kauft
Actavis für 600 Mio. € 39
> Intercell-Nachfolger
Valneva holt frisches Geld 40
> Sanofi sucht weiter nach
neuem Konzern-Chef 40
Pfizer beginnt das Jahr mit einer neuen
Übernahme; weitere könnten folgen.
Wien/NewYork. Das Jahr ist noch
jung, und zahlreiche Konzerne haben bereits ihre Besitzer gewechselt. Auch in der Pharmabranche
gibt es die nächste Milliardenübernahme: Nach intensiven Verhandlungen hat sich der US-amerikanische Konzern Pfizer mit dem
Konkurrenten Hospira auf einen
Kauf verständigt. Der Kaufpreis
beträgt umgerechnet 14,9 Mrd. €
Hospira gilt als Spezialist für injizierbare Medikamente und Infusionstechnologien und stellt außerdem sogenannte Biosimilars her,
Folgepräparate von Biopharmazeutika, deren Patent abgelaufen
ist.
Seite 39
© panthermedia.net/Medical Pill Reminder
Pharmadeal: Pfizer kauft wieder ein Studie analysiert Gesundheits-Apps
Healthcare
> Kommentar: Was hinter der
Ärztegewerkschaft steckt 38
Medizintechnik und eHealth
>M
ietwäsche: Barcode
gegen RFID-Chips 41
> Licht im Test als
Therapie gegen Burnout 41
> Siemens forscht an
Analyse-Chips 41
Hintergrund Für Nutzer sind Angebote schwer prüfbar
Bereits Tausende Apps gibt es mit
Gesundheitsfunktionen.
Graz/Villach. Die Research Center Pharmaceutical Engineering
GmbH in Graz, Infineon Technologies Austrias AG und die evolaris
next level GmbH haben im Rahmen
eines Projekts am Markt bestehende Gesundheits-Apps anhand verschiedener Bewertungskriterien
miteinander verglichen und ihre
Funktionen gegenübergestellt. Für
die meisten Anwender sei es bei
der Vielzahl an Apps schwer, einen Überblick zu behalten über die
Funktionen und Vor- und Nachteile
der einzelnen Apps. Am besten abgeschnitten hat bei der Bewertung
die App „Medhelper Pill Reminder“.
Seite 41
c ov e r
38 – healtheconomy
Freitag, 13. Februar 2015
Gesundheitsreform Gleich mehrere Faktoren führen heuer zu einer negativen Dynamik, die Kassen bluten lässt
Kommentar
Ärzte, Arbeitslose und
Arzneien belasten Kassen
Ärztekammer
unter Druck
Gesundheitsexperten fordern rasche und breitere Umsetzung der geplanten Strukturreformen.
E
s wurde hier bereits
gesagt: Die neue Ärztegewerkschaft Asklepios,
die von unzufriedenen Spitalsärzten gegründet wurde,
setzt die Ärztekammer massiv
unter Druck. Offenbar sind
immer weniger Ärzte mit dem
Kurs ihrer Kammer zufrieden – nicht zuletzt, weil diese
die Regeln im Spital und im
niedergelassenen Bereich bestimmt, die Realität sich aber
zunehmend ändert.
So gibt es etwa in Wien bereits mehr Wahlärzte ohne Kassenvertrag als niedergelassene
Ärzte mit Vertrag. Umgekehrt
ist ein Kassenvertrag beinahe
eine Art Pragmatisierung für
eigentlich freiberufliche Ärzte.
Die Kammer agiert damit
selbst wie eine Gewerkschaft
und versucht, lange Erworbenes zu sichern. Hier wird ein
Widerspruch sichtbar, der den
Kern des Problems bildet: Ist
die Ärztekammer eine Standesvertretung oder doch eine
Gewerkschaft?
Deutlich wurde das dieser
Tage durch eine Solidaritätsbekundung des Hausärzteverbands für die neue
Gewerkschaft Asklepios. Der
Hausärzteverband wünscht
einen Austausch und sieht
die wachsende Bürokratie als
Problem, das man gemeinsam
bekämpfen müssen. Stellt sich
die Frage: Als was sehen sich
die Hausärzte – als Freiberufler
und damit Unternehmer oder
lieber als quasi Angestellte der
Krankenkassen?
GRAFIK DER WOCHE
K RE BS I N Ö S T E R R E IC H
Auf je 100.000 Personen*
Frauen
nner
Krebs generell
1
11
1
0
010
0 0**
davon Lungenkrebs
01
1
1
0
010
1
1
0 0**
* Altersstandardisierte Raten (bereinigt um steigende
Zahl an Erkrankungen bei steigendem Alter)
** 2030: Prognose
Quelle: APA/Statistik Austria; Grafik: R. Appl
Wien. Die Krankenkassen erwarten
für 2015 und 2016 wieder rote Zahlen. Dabei galten sie eigentlich als
saniert. Die Rahmenbedingungen
sind aber alles andere als rosig:
Seit der zweiten Jahreshälfte des
Vorjahrs sind die Medikamentenkosten um acht Prozent gestiegen,
rechnen die Kassen vor. Einer der
Gründe sind neue und sehr teure
Medikamente. Moderne Krebstherapien etwa kosten oft mehrere
Zehntausend Euro, ebenso Produkte gegen Rheuma oder Hepatitis
C. Damit schwingt das Pendel der
jüngsten Einsparungen zurück.
Gerade die Pharmaindustrie hat
in den vergangenen Jahren viel
zur Kassensanierung beigetragen
– unfreiwillig. Weil Patente abliefen, kam es zu Preisverfällen, von
denen in den vergangenen Jahren
vor allem die Krankenkassen profitierten, denn die Pharmabranche hatte sich vertan und konnte
nur wenige neue Produkte auf den
Markt bringen, die ihre Verluste
durch die Patentabläufe ausgleichen konnten; die Branche selbst
sprach sogar von einer „Patentklippe“. Jetzt scheint es, als stünden
die Kassen wieder am Abgrund.
Kassenpräsident Peter McDonald erwartet für heuer wieder steigende Defizite bei den Kassen; das Umfeld ist denkbar ungünstig.
ausschließlich an den Löhnen und
Gehältern hängen.
Dazu kommen regionale Unterschiede: Bundesländer mit einem
hohen Einkommensniveau – etwa
durch viele Industriearbeitsplätze – tun sich leichter als Länder
mit einem hohen Anteil an Pensionisten. So stiegen etwa für die
VGKK die Beitragseinnahmen zwischen 1999 und 2013 um 69,5%.
Die WGKK verzeichnet hingegen nur ein Plus von 55,1% weil
viele Industriearbeitsplätze aus
der Bundeshauptstadt abgezogen
worden sind. „Zudem wurden den
Kassen rund 100.000 Vertragsbedienstete per Gesetz weggenommen und zur Beamtenversicherung
verschoben“, sagt WGKK-Obfrau
Ingrid Reischl. Die BVA wurde so
Einnahmen gedämpft
Was so dramatisch klingt, ist
es für sich allein aber noch nicht.
Immerhin sind die Kassen ja dazu da, neue Produkte zu bezahlen
und Patienten zu helfen. Sie haben aber aktuell ein weit größeres
Problem: Die Einnahmen sinken,
weil sich die Gesamtwirtschaft
schleppend entwickelt. Das geringe Wirtschaftswachstum und
die nicht zuletzt dadurch bedingte
steigende Arbeitslosigkeit dämpfen die Einnahmen der Kassen, die
saniert und hatte ein Beitragsplus
von 79,7%.
Mit den jüngsten Debatten
über höhere Gehälter und kürzere
Arbeitszeiten für Spitalsärzte
könnte sich die Situation weiters
verschärfen, schätzt die Gesundheitsökonomin Maria Hofmarcher.
„Auch mit den geplanten Umschichtungen wird es netto mehr kosten
und damit werden die gesamten
Gesaundheitsausgaben steigen.“
Strukturreformen fehlen
Die aktuellen Verhandlungen
seien im Gegensatz zu den steigenden Arzneimitelkosten in den
Planungen nämlich noch nicht
eingepreist, so Hofmarcher. Ab
Mitte des jahres dürften somit die
Gesundheitsausgaben stark steigen und auch den in der Reform fixierten Kostendämpfungspfad, der
die Ausgaben am BIP-Wachstum
orientieren soll, verlassen. „Die Gesundheitsausgaben in dieser Situation ans BIP-Wachstum heranführen zu wollen, ist eine Farce. Wir
haben ja kein BIP-Wachstum.“
Umgekehrt würden die gesetzten Ziele, wie eine Verlagerung von
Ambulanzbesuchen zu niedergelassenen Ärzten, nur zögerlich kommen. So lange es keine Alternativen
gebe, werde die Versorgung der
Patienten weiterhin in den Krankenhäusern stattfinden. Durch die
Erhöhung der Ärztegehälter würde es sogar wieder attraktiver für
Mediziner, in Kliniken zu arbeiten,
statt eine Praxis zu eröffnen.
Wirtschaftsanalyse 116 private Kurbetriebe lieferen Bruttowertschöpfung von 419 Mio. € pro Jahr
Studie: Kurwesen ist Wirtschaftsfaktor
Wien. Kuranstalten und Heilbäder
haben eine große, bisweilen unterschätzte Bedeutung für Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze in
ländlichen Regionen. Dies ergibt
eine vom Wirtschaftsprofessor
Gottfried Haber (Donau-Universität Krems) erstmals durchgeführte
Analyse über Regionalökonomische
Effekte des Kurwesens, die bei einer Pressekonferenz des Österreichischen Heilbäder- und Kurorteverbands (ÖHKV) präsentiert
wurde. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs wird durch die Herausgabe eines neuen Handbuchs
über „Natürliche Heilvorkommen
und Kurorte in Österreich“ unterstrichen, das ebenfalls der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit dem
neuen „Bäderbuch“ liegt erstmals
seit 30 Jahren wieder ein aktueller
Überblick über aller Einrichtungen
des Sektors vor.
Wie Haber in seiner Studie hervorhebt, profitieren viele Branchen
von den durch die Kurbetriebe
hervorgerufenen Wertschöpfungseffekten, wovon vor allem die lokale Wirtschaft der betreffenden Regionen profitiert. Weitere positive
Folgeeffekte betreffen Infrastruktur, Image und Standortqualität.
„Investitionen in diesen Sektor
zahlen sich sowohl regional als
auch gesamtwirtschaftlich aus“,
betont Haber. Ausdrücklich unterstreicht der Studienautor die positiven Aussichten des Gesundheitstourismus und das Potenzial der
Kurbetriebe. „Diese haben einen
Leuchtturmeffekt und können als
Leitbetriebe im Ort viel bewirken.“
Nach den strengen Auswahlkriterien der Studie lassen sich 116
private Kurbetriebe mit 13.115
Betten dem Kurwesen zuordnen;
ihr Beitrag zum heimischen Bruttosozialprodukt summiert sich
auf 419 Mio. €. 2013 wurden 3,45
Mio. Nächtigungen in diesen Betrieben erzielt, von denen 97,4%
auf inländische Gäste entfielen.
Im Einzelnen ergibt die in Zusammenarbeit mit dem ÖHKV im
Zeitraum Jänner bis Oktober 2014
durchgeführte Untersuchung, dass
im Kurwesen je 100 Betten 39 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die
direkte Wertschöpfung je Bett liegt
bei 16.100 €; durch Folgeeffekte erhöht sich dieser Betrag auf 33.140
€. Je 1.000 Übernachtungen werden 59.000 € (direkt) beziehungsweise 121.000 € (durch Folgeeffekte) erzielt.
Transparenz fehlte
© Österr. Heilbäder- und Kurorteverband
Martin Rümmele
© SVA
Martin RÜmmele
Präsentierten Studie zum Kurwesen: Kaufmann, Weber, Marktl, Haber (v.li.)
Der letzte umfassende Überblick
über das heimische Kurangebot
stammte aus dem Jahr 1985. Im ersten Teil des nun vorliegenden
Buchs werden die natürlichen Heilvorkommen und Kurorte detailliert
angeführt, während der zweite Teil
Beiträge über die Geschichte der
Kur, die gesetzliche Regelung des
Kurwesens sowie die Grundlagen
der medizinischen Kur enthält. Wie
der wissenschaftliche Leiter der
Fibel, Wolfgang Marktl, erklärte,
soll mit dem Werk der besondere
Stellenwert der Kur im heimischen
Gesundheitswesen unterstrichen
werden. (red)
H E A LTH : C A R E
Freitag, 13. Februar 2015
healtheconomy – 39
Akquisition Übernahme von Infusionsspezialist Hospira ist in der Pharmabranche der nächste Großdeal – weitere werden erwartet
Pfizer kauft für 14,9 Mrd. € ein
Unter dem Pfizer-Dach soll die weltweite Vermarktung der Hospira-Produkte angekurbelt werden.
New York. Das Jahr ist noch jung,
und zahlreiche Konzerne haben
bereits ihre Besitzer gewechselt.
Auch in der Pharmabranche gibt es
die nächste Milliardenübernahme.
Nach intensiven Verhandlungen
hat sich der US-amerikanische
Konzern Pfizer mit dem Konkurrenten Hospira auf einen Kauf verständigt.
Hospira gilt als Spezialist für
injizierbare Medikamente und
Infusionstechnologien und stellt
außerdem sogenannte Biosimilars
her, Folgepräparate von Biopharmazeutika, deren Patent abgelaufen ist. Zurzeit beschäftigt das
Unternehmen mit Sitz in Lake Forest im US-Bundesstaat Illinois
rund 19.000 Mitarbeiter.
Rund 17 Mrd. USD (14,85 Mrd.
€) lässt sich Pfizer die Übernahme kosten, die in der zweiten Jahreshälfte unter Dach und Fach
Expansion AstraZeneca
Starker Zukauf
London. Im vergangenen Jahr hatte
der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca ein 118 Mrd.
USD schweres Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Pfizer
ausgeschlagen. Mit dem Kauf des
US-Rivalen Actavis schlägt das in
London ansässige Unternehmen
nun gleich mehrere Fliegen mit
einer Klappe. Mit dem Zukauf sichern sich die Briten die weltweiten Rechte für Inhalationsmedikamente mit einem Wirkstoff zur
Erweiterung der Atemwege und
stärken damit eines der Kerngebiete des Konzerns in der Arzneiforschung. Außerdem erhofft sich
AstraZeneca-Chef Pascal Soriot eine Wachstumssteigerung durch die
Übernahme der Actavis-Sparte.
Im vierten Quartal 2014 waren
die Erlöse um 2% auf 6,68 Mrd.
USD gesunken und verfehlten damit die Markterwartungen. Im
laufenden Geschäftsjahr rechnet
AstraZeneca mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen
Prozentbereich.
Unternehmen mit Zukunft
600 Mio. USD ließ sich AstraZeneca den Kauf von Actavis bisher
kosten. Wenn sich beide Seiten
auf Änderungen der bestehenden
Kooperationsverträge einigen,
sollen noch einmal 100 Mio. USD
fließen. Der Zukauf kann auch
als Zeichen gewertet werden,
dass ­AstraZeneca als eigenständiges Unternehmen eine Zukunft
hat.
(neu)
zeptpflichtigen Medikamente für
den ärztlichen und klinischen
Einsatz bilden die breiteste Säule
von Pfizer. Zu den medizinischen
Schwerpunkten zählen die Bereiche Herz-Kreislauf- und Infektionskrankheiten, Schmerz, Rheuma,
Diabetes, Krebserkrankungen und
Erkrankungen des Nervensystems
wie etwa Alzheimer und Depressionen. Als Forschungsgebiete mit
großem Zukunftspotenzial schätzt
Pfizer den Bereich Impfstoffe und
Biopharmazeutika ein.
Pfizer fuhr im Geschäftsjahr
2013 weltweit einen Umsatz von
51,6 Mrd. USD ein. Der Pharmariese investiert in Forschung und
gebracht werden soll. Der USPharmariese bietet 90 USD pro
Aktie, die der Verwaltungsrat von
Hospira den Anteilseignern anzunehmen empfiehlt – unter der
Voraussetzung, dass die Wettbewerbsbehörden zustimmen.
Pfizer rechnet damit, dass Hospira schon im ersten Jahr zu einer
Gewinnsteigerung beitragen wird.
Bis 2018 sollen die Kostenvorteile
durch den Zusammenschluss bei
jährlich 800 Mio. USD liegen.
Pfizer bedient die drei Geschäftsfelder rezeptfreie Medikamente, verschreibungspflichtige
Medikamente und Tiergesundheit. Die Produktpalette der re-
Entwicklung jährlich 7,0 Mrd. USD
und beschäftigt rund 80.000 Mitarbeiter in 80 Ländern.
Geschichte von Hospira
Hospira entstand 2004 durch
die Abtrennung von dem US-amerikanischen Unternehmen Abbott
Laboratories. Das Unternehmen
produzierte bis 2011 als einziger
Hersteller in den USA das Narkosemittel Natrium-Thiopental, das
unter dem Handelsnamen Pentothal vertrieben wurde und mit
zwei anderen Bestandteilen für den
Giftcocktail für Hinrichtungen mit
der Giftspritze verwendet wurde.
WEnn
HUnDE
© Pfizer
judith neunteufl
Pfizer rechnet mit der Amortisierung der
17 Mrd. Dollar für Injektionsspezialisten.
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AstraZeneca stärkt mit Zukauf von Actavis sein Geschäft mit Atemwegsmitteln.
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Ph a r m a : r e p or t
40 – healtheconomy
Celesio wächst
wieder kräftiger
Stuttgart. Der Pharmahändler
Celesio hat seinen Umsatz im
vergangenen Jahr gesteigert.
Nach vorläufigen Zahlen wuchs
das Geschäft um 4,2% auf 22,3
Mrd. €, wie das im MDAX notierte Unternehmen mitteilte.
Die Gewinnzahlen werden
erst mit dem Jahresabschluss
im März veröffentlicht. Der
vom US-Konzern McKesson
übernommene Pharmahändler
kämpfte im vergangenen Jahr
mit einbrechenden Gewinnen
vor allem wegen der Rabattschlacht in Deutschland. In den
ersten neun Monaten brach das
EBIT um knapp 43% ein.
© YoanValat-EPA/picturedesk.com
Chefsuche bei Sanofi
geht ins Finale
Sanofi hat im Oktober überraschend die Spitze getauscht.
Paris. Der französische PharmaRiese Sanofi will nach monatelanger Suche in den kommenden Wochen einen neuen Chef
präsentieren. „Die Bekanntgabe
wird vor Ende des ersten Quartals erfolgen“, kündigte der
Verwaltungsratsvorsitzende
Serge Weinberg an, der den
Konzern interimsweise leitet.
Weinberg hatte Ende Oktober
den von Investoren geschätzten Unternehmenschef Chris
Viehbacher abrupt vor die Tür
gesetzt. Er begründete dies mit
einer schwachen Amtsführung
und mangelnder Kommunikation mit dem Verwaltungsrat. Die
Suche nach einem Nachfolger
erwies sich als ausgesprochen
mühsam. Weinberg erhielt offenbar von mehreren hochrangigen Kandidaten Absagen.
Interview Sanofi Österreich-Geschäftsführerin Sabine Radl fordert Gesamtkostenbetrachtung im Gesundheitswesen
Sanofi will eine integrierte
Versorgung anbieten
Pharmakonzern sieht Kernbereiche wie Diabetes und Innovationen als Motor für Wachstum.
Martin Rümmele
Wien. Die Österreichtochter des
Gesundheitsunternehmens Sanofi
konnte im Vorjahr die Umsätze um
3,1 Prozent auf 136 Mio. € steigern.
Das Unternehmen liegt damit laut
eigener Angaben auf Platz 4 im
heimischen Pharmamarkt. „Wir
sind in unseren therapeutischen
Kernbereichen wie Diabetes gut
gewachsen und konnten auch
in der Onkologie zulegen. In der
Thromboseprophylaxe gelang es,
den Marktanteil zu halten“, sagt
Geschäftsführerin Sabine Radl und
sieht das Ergebnis als Trendwende
nach Jahren der Rückgänge.
Geholfen haben dabei klare strategische Konzepte und der Fokus
auf die Mitarbeiterentwicklung.
So wurde Sanofi Österreich für die
Umsetzung seiner Strategie nicht
nur mit dem European Change
Communication Award in der Kategorie Strategie, sondern auch
als bester Arbeitgeber Wiens ausgezeichnet. Radl: „Das trägt dem
Rechnung, dass wir unseren Mitarbeitern viel bieten – von Angeboten
für die Gesundheit bis zur Weiterbildung.“
Neues Diabetesprodukt
Für heuer will Radl weiterhin vor
allem in den Kernbereichen wachsen. In der Diabetestherapie soll
ein neues Insulinpräparat auf den
Markt kommen, das noch besser
hilft, das Risiko nächtlicher Unterzuckerung zu senken. Für 2016 ist
ein neuer Lipidsenker in der Entwicklung. „Die Ergebnisse aus den
Studien sind wirklich eindrucksvoll. Mit dem Präparat ist eine zusätzliche 60%ige LDL-C Reduktion
möglich. Damit können wir Ärzten
und Patienten wirklich etwas bieten, um Krankheitsrisiken zu mi-
Börse Intercell-Nachfolger will kräftig zukaufen
© sanofi/krischanz.zeiller
short
Freitag, 13. Februar 2015
Sanofi Österreich-Geschäftsführerin Sabine Radl pocht auf eine Debatte darüber, wie Patienten optimal versorgt werden können.
gressen ins Netz stellen, um ihnen
neue Erkenntnisse breiter zur Verfügung zu stellen.“
nimieren.“ Sanofi will aber weiter
gehen und Patienten eine integrierte Versorgung anbieten. „Wir
wollen neben einer breiteren Medizinpräsenz verstärkt auch in die
digitalisierte Welt gehen, um die
dortigen Möglichkeiten zu nutzen“,
erklärt die Österreich-Geschäftsführerin. Sanofi wolle Patienten
über die Produkte hinaus eine integrierte Versorgung zur Verfügung
stellen, um sie in ihrer Therapie
besser zu unterstützen; ein Beispiel
sei etwa die Diabetes-App mySugr.
Die geplanten Konzepte würden
aber darüber hinaus gehen. Gleichzeitig sei geplant, auch Ärzten die
aktuellsten Informationen anzubieten. „Wir wollen etwa für Ärzte
Kurzzusammenfassungen von Kon-
Optimale Versorgung
Parallel setzt Radl darauf, im
Gesundheitswesen die Aufmerksamkeit etwa für Diabetes zu erhöhen. „Hier fehlt es häufig noch an
Sensibilität. Viele Patienten sind
nicht diagnostiziert, 50% erreichen
die Zielwerte nicht. Es gibt auch
viele Menschen, die ihre Therapie
abbrechen.“ Hier brauche es neue
Konzepte, die man gemeinsam mit
der Politik und den Krankennkassen erarbeiten wolle.
Auch der Stellenwert von medikamentösen Therapien müsse in
der öffentlichen Wahrnehmung
und bei den Zahlern im Gesundheitssystem verbessert werden.
Radl: „Es gibt eine neue Studie
von Joanneum Research, wonach
bei den Krankheitskosten von Diabetes Medikamente in Relation
zu den Gesamtkosten minimal
sind. Während etwa Spätkomplikationen mehr als 50% der Gesundheitsausgaben ausmachen,
liegen die Arzneimittelkosten bei
knapp 7%.“
Die Debatte darüber, wie eine Gesamtversorgung aussehen könne,
sei also längt überfällig, kritisiert
die Pharmamanagerin. Eine optimale Versorgung sei gleichermaßen
ein Gewinn für Patienten und das
Gesundheitswesen.
Forschung Sowohl Tierzucht wie auch Humanmedizin erzeugen Resistenzen
Valneva holt sich Geld Studie: Antibiotika als Gefahr
Valneva holt mit Kapitalerhöhung rund 42 Mio. Euro für weitere Expansion.
Wien/London. Eine Verbindung zur
Verwendung von Antibiotika und
dem Auftauchen von resistenten
Keimen ist bei Mensch und Tier
gegeben. Zu diesem Schluss kommen die federführenden Expertengremien der EU in einem neuen
gemeinsamen Bericht.
Verbindung steht. Heftig diskutiert
wird die Frage, ob die Verwendung
von Antibiotika in der Tierzucht
auch auf Resistenzen beim Menschen durchschlägt. Die Experten
in ihrem Bericht: „Insgesamt wurde ein Zusammenhang zwischen
der Verwendung von Antibiotika in
der Tierzucht und dem Auftauchen
von Resistenzen bei den meisten
verwendeten Kombinationen beobachtet.“
E. Coli-Keime treten auf
Die Europäische Zentrale für
Krankheitskontrolle, die Europäische Lebensmittelbehörde und
die EU-Arzneimittelagentur haben
erstmals gemeinsam die Situation in Europa untersucht; dazu
wurden vorhandene Daten aus
Agrarindustrie und Medizin analysiert. Demnach wurden von jedem Menschen in der EU im Jahr
2012 durchschnittlich 116,4 Milligramm Antibiotika pro Kilogramm
Körpergewicht „konsumiert“. Die
Nutztiere aus der Lebensmittelproduktion kamen hier mit im
Durchschnitt 144 Milligramm pro
Kilogramm Biomasse schlechter
weg. Seit Langem ist bekannt, dass
Antibiotikagebrauch mit dem Auftauchen von resistenten Keimen in
Am stärksten sei das bei Escherichia coli-Bakterien von Tieren
gewesen, so die Experten; das hätte aber auch für Salmonellen und
Campylobacter gegolten. Umgekehrt wurde beim Menschen gezeigt, dass speziell die Verwendung
von bestimmten Antibiotika mit
dem Auftauchen von resistenten
E. coli-Keimen in Verbindung stehen dürfte, ebenso bei bestimmten
Salmonellenarten.
(iks)
© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.
dar. Der Zeichnungspreis betrug
laut einer Unternehmensmitteilung
2,47 € je Aktie. Die Zeichnungsquote lag bei 180%, der Bruttoerlös
lag bei 45 Mio. €. Nach Abschluss
der Bezugsrechtsemission und
Erfüllung ihrer Zeichnungspflichten halten die Groupe Grimaud la
Corbière, Bpifrance Participations,
Capital Ventures International
und Athyrium Anteile von jeweils
16,2%, 10,0%, 3,0% bzw. 2,1%. (iks)
© Archiv
Wien/Paris. Die börsenotierte Biotechfirma Valneva, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis
entstanden, gab den Abschluss
ihrer Kapitalerhöhung bekannt.
Aus der Ausgabe von 18,2 Mio.
Stammaktien wird demnach ein
Nettoerlös von 42 Mio. € erwartet.
Dies stelle einen wichtigen Schritt
für den Abschluss des Erwerbs von
Crucell Sweden AB und Dukoral
Resistente Keime vor allem in Spitälern werden zunehmend zum Problem.
M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h
Freitag, 13. Februar 2015
healtheconomy – 41
Analyse RCPE GmbH, Infineon Technologies und evolaris next level GmbH verglichen Gesundheits-Apps
short
Gesundheits-Apps im
Test: Hilfe für Patienten
Abfallentsorgung
durch Vakuumierung
Wien. 75% des Abfallaufkommens in Pflegeheimen entfallen
auf Inkontinenzartikel. Umfragen zufolge ist in Pflegeheimen
die Geruchsbelästigung für
das Pflegepersonal ein wesentlicher Einflussfaktor auf
die Arbeitsunzufriedenheit.
Das Vakuumiersystem „Vacura Pro“ ist die professionelle
Lösung der Abfallentsorgung
in Gesundheitseinrichtungen,
insbesondere in Pflegeheimen,
Krankenhäusern und Labors.
Gesundheitlich bedenkliche
und riechende Abfälle werden
durch das neuartige Vakuumiersystem geruchsfrei und
hygienisch beseitigt; auch Bakterien und Viren werden durch
den eingebauten HEPA-Filter
herausgefiltert.
Angebote und Funktionen sind für die meisten Anwender nur schwer zu überblicken, sagen Experten.
Ina Schriebl
Wien/Graz. Die Research Center Pharmaceutical Engineering
GmbH in Graz, Infineon Technologies Austrias AG und die evolaris
next level GmbH haben im Rahmen
eines Projekts am Markt bestehende Gesundheits-Apps anhand verschiedener Bewertungskriterien
miteinander verglichen und ihre
Funktionen gegenübergestellt. Für
die meisten Anwender sei es bei
der Vielzahl an Apps schwer, einen Überblick zu behalten über die
Funktionen und Vor- und Nachteile
der einzelnen Apps.
Siemens forscht
in der Analyse
© Siemens
Im Rahmen einer Evaluierung
wurden bereits am Markt verfügbare Gesundheits-Apps für Patienten, die zur Unterstützung bei
der Medikation oder zum Management von krankheitsbezogenen
Daten genutzt werden, in einer Bewertungsmatrix einander gegenübergestellt. Die verwendeten Apps
wurden aus den Bereichen Medizin und Gesundheit sowie Fitness
aus dem Google Play Store ausgewählt. Die Auswahl erfolgte aufgrund ihrer Eignung zur Medikationsunterstützung von Patienten
beziehungsweise aufgrund ihrer
Eignung für das Management von
krankheitsbezogenen Daten. Dabei
wurden im Speziellen solche Apps
gewählt, die für die Unterstützung
von Patienten ausgelegt sind, die
unter zu hohen Cholesterin, Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ
2 oder an Schmerzen leiden.
Am besten abgeschnitten hat bei
der Bewertung die App „Medhelper
Pill Reminder“, die 17 der insgesamt 24 angewandten Kriterien
erfüllen konnte. Sie reichten von
Protokollierung und Dokumenta-
© panthermedia.net/Medical Pill Reminder
Verschiedene Kriterien
Gerade bei der Arzneieinnahme für ältere und chronisch Kranke können spezielle Gesundheits-Apps durchaus hilfreich sein.
tion über eine Erinnerungshilfe,
Inventarmanagement, Kommunikationsmöglichkeiten mit Angehörigen, Informationssuche, Datenexport per E-Mail, Spezialfeatures
bis zur Therapieeignung.
„Einige der betrachteten Apps
verfügen über Funktionen, die besonders ältere Menschen bei deren
Therapie unterstützen können“, so
die Studienautoren. Zwei dieser
Funktionen stellt die App „MediSafe“ zur Verfügung. Sie bietet Nutzern die Möglichkeit, bei der Erinnerung an eine Medikamenteneinnahme diese durch das Schütteln
des Smartphones zu bestätigen.
„Diese Funktion könnte für ältere
Menschen vorteilhaft sein, da die
Bestätigung sehr einfach ist und
der Einnahme von Arzneimitteln
und von Vitaldaten dar. Bei der
Unterkategorie „Medikamenteneinnahme“ wurde darauf geachtet, ob
es möglich ist, einzunehmende Medikamente im App zu hinterlegen.
Alle der betrachteten Apps bieten
diese Funktion, jedoch ist diese bei
zwei der Apps auf das Medikament
Insulin beschränkt.
das Öffnen der App nicht notwendig ist.“ Zudem kann die virtuelle
Pillenschachtel bei MediSafe mit
denen von anderen Personen synchronisiert werden. Somit haben
Familienmitglieder oder Pfleger
immer den Überblick über die
Medikamenteneinnahme des Patienten und können diesen erinnern,
wenn er ein Arzneimittel vergessen
hat. Eine weitere Funktion stellt
das Einscannen von Arzneimitteln
mittels Barcode dar, wodurch die
manuelle Eingabe wegfällt; das
wird von den Apps „Apotheken und
Medikamente“ und „CatchMyPain“
angeboten.
Ein wesentlicher Punkt bei der
Bewertung der Apps stellte die Protokollierung und Dokumentation
Hilfe für Arzneieinnahme
Ein Großteil der Apps bietet zudem die Möglichkeit neben dem
Eintrag des Arzneimittels auch den
geplanten Zeitpunkt der Einnahme
anzugeben; dies ist vor allem bei
der regelmäßigen Einnahme eines
Medikaments wichtig.
Eine neue Plattform misst Zell­
reaktionen direkt am Computerchip.
Wien. Forscher von Siemens
Österreich haben in Zusammenarbeit mit dem Austrian
Institute of Technology (AIT)
eine Analyseplattform entwickelt, die Zellreaktionen direkt
am Chip misst. Dafür werden
Zellen lebend isoliert und auf
einem Chip ausgesät. So kann
man Therapien im Kleinen
ausprobieren und daraus
Rückschlüsse ziehen, was am
besten im Körper eines Patienten wirkt. Das Besondere am
System ist, dass lediglich 100
bis 500 Zellen benötigt werden
– eine Anzahl, die man mit einer einfachen Biopsie entnehmen kann.
Mietwäsche Salesianer noch skeptisch zu RFID-Chips
Licht hilft gegen Burnout
Barcode gegen RFID
Graz. Bis zu 90% des Tages verbringen arbeitende Menschen in Innenräumen. Die dadurch reduzierten
Lichtmengen können sich negativ
auf Wohlbefinden und Gemüt bis
hin zu psychischen Erkrankungen
auswirken. Zur Behandlung verschiedener Formen der Depression
wird die Lichttherapie eingesetzt;
an der Uni Graz wird nun erforscht, ob sie auch zur Linderung
von Burnout wirken könnte.
Wien. Automatisierung und Beschleunigung der Arbeitsabläufe
sowie optimale Qualitätssicherung
sind der wichtigste Motor für Innovationen im industriellen Textilmanagement. Immer öfter wird
versucht, in dieser Hinsicht durch
den Einsatz von Speicherchips
(RFID) weitere Verbesserungen zu
erzielen. Die praktische Umsetzung
zeigt aber, dass diese Technologie
noch keineswegs so ausgereift ist,
© dpa/dpaweb/dpa/A3542 Karl-Josef Hildenbrand
Vor allem in den Wintermonaten, wenn die Tage grauer werden, fehlt es an Licht, das weitreichenden Einfluss auf Körper und
Gemüt hat: Unter Einfluss von
Sonnenlicht produziert der Körper
verstärkt Endorphine und schüttet vermehrt den stimmungsaufhellenden Botenstoff Serotonin
aus. Bei Dunkelheit wird hingegen
das Hormon Melatonin vermehrt
gebildet, das den Schlaf-Wach-
Die positive Wirkung von Licht auf die Gesundheit ist größer als gedacht.
Rhythmus des Körpers beeinflusst
und auf die Stimmung drückt.
„Dies kann auch der Auslöser für
eine Herbst-Winter-Depression
sein“, schildert Elisabeth Weiss
vom Institut für Psychologie der
Universität Graz in einer Mitteilung
dieser Universität.
Für diese saisonal abhängige Depression (SAD) gibt es mittlerweile
gute Daten zur Wirksamkeit von
Lichttherapie. Nun hegt man die
Vermutung, dass eine zusätzliche
Lichtexposition auch bei Burnout
nützlich sein könnte. Burnout lasse sich, so die Expertin, nur schwer
von einer Depression unterscheiden – daher sei es naheliegend,
auch hier eine ähnliche Therapieform einzusetzen.
Untersucht wird die Wirksamkeit einer dreiwöchigen Lichttherapie mit Lampen mit 10.000
Lux – das entspricht dem Licht
eines bewölkten Tages – auf Stimmung, Kognition und Symptomatik
von Burnout-Betroffenen; dabei
habe sich gezeigt, dass sich die regelmäßigen Licht-Sitzungen positiv auf die Stimmung und den Erschöpfungszustand auswirkt. (iks)
© Salesianer Mieettex
Forschung Grazer Wissenschafter analysierten Ursachen von Depressionen
Salesianer Miettex setzt RFID-Chips nur
in Spitälern ein und sonst Barcodes.
dass sie als Standardlösung die bewährten Barcodesysteme ersetzen
kann, ist man bei der Firma Salesianer Miettex überzeugt.
Verschiedene Kriterien
Positive Erfahrungen mit dem
Einsatz von RFID-Chips gebe es in
erster Linie in geschlossenen Systemen, etwa der automatisierten und
personalisierten Aus- und Rückgabe von Bekleidung in Spitälern.
Dabei werden die Wäscheteile in
Großautomaten mit Lesestationen
eingeworfen beziehungsweise aus
diesen entnommen. Salesianer Miettex könne in diesem Bereich auf
exzellente Erfahrungen in österreichischen Großkrankenhäusern
verweisen, so das Unternehmen.
In den meisten anderen Bereichen
sind Barcodesysteme weiter im
Vorteil; sie punkten mit niedrigeren
Anschaffungskosten, Langlebigkeit
und minimaler Fehlerrate beim
Einlesen der Daten. Die Arbeitskosten für das Handling sind hier kein
relevanter Kostenfaktor, zudem fallen sie in der Praxis auch beim Einsatz von Chips an. (red)
M E N SC H E N & KA R R I ER E N
42 – healtheconomy
short
Bayer-Preise in
Feldkirch überreicht
Freitag, 13. Februar 2015
Expertengespräch Nationale und Internationale Experten diskutierten den Stellenwert der Pharmaindustrie in der EU
Basis für den Fortschritt
lung Sozial- und Gesundheitspolitik in der WKO vor. SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach,
Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
des Europäischen Parlaments, betonte, dass es ihr darum geht, wie
die Regeln und Aufgaben der Industrie gestaltet werden. „Mit der
Lebenserwartung steigen auch die
Herausforderungen an geeignete
Arzneimittel; der Impfschutz wird
immer wichtiger. Entscheidend ist
ein Höchstmaß an Sicherheit.“
Merck investiere jährlich weltweit 1,2 Mrd. € in die Forschung,
mit Schwerpunkt auf Onkologie
und Immuno-Onkologie. „Entwicklung und Zulassung von Medikamenten werden immer schwieriger und langwieriger; umso mehr
brauchen wir stabile Rahmenbedingungen vonseiten der Politik“,
erläutert Hubert Thole, Head of
Medical Affairs, Europe, Merck.
Ina Schriebl
Feldkirch. Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen
Schlaganfall-Gesellschaft
(ÖGSF) in Feldkirch wurde zum
mittlerweile fünften Mal der
Wissenschaftspreis verliehen.
Der von Bayer Austria gestiftete Forschungspreis geht an
Barbara Rantner von der Medizinischen Universität Innsbruck und an Thomas Gattringer von der Medizinischen
Universität Graz. Die Preise
wurden von Hans-Peter Haring,
Präsident der ÖGSF, überreicht.
© Malteser Care-Ring/Kristina Brandstetter
Hausbau am Tag der
Kinderhospizarbeit
Auszeichnung Platz 1 der Branche in Sachen Recruiting
Diskussion Pharma Marketing Club traf sich heuer erstmals
Wien. Zum fünften Mal in Folge
wurde Roche in Österreich (Roche
Austria und Roche Diagnostics) als
„Best Recruiter“ vom Karriereführer Career ausgezeichnet: Roche
hat somit wieder den 1. Platz in der
Branche Pharma & Biotechnologie
und den 28. Gesamtplatz – von insgesamt 519 getesteten Unternehmen – belegt.
„Bei Roche tun wir alles dafür,
dass sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen – und das beginnt schon in
der Bewerbungssituation“, erläutert Michael Walzek, HR-Leiter
von Roche Austria. Gordon Löwe,
Personalchef und Leiter Kommunikation bei Roche Diagnostics,
ergänzt: „Es freut uns sehr, dass
dieses Engagement anerkannt wird
und unser Recruiting-Einsatz ausgezeichnet wurde.“
Wien. Der erste PMCA-Impuls des
Jahres widmete sich dem Thema
Ökonomie und VerschreibungsVerhalten im Gesundheitswesen.
Im ‚SAAL’ der Labstelle, der neuen
Location der PMCA Impuls-Veranstaltungen, wurde über ökonomische Komponenten diskutiert,
die Strukturen, Abläufe und Entscheidungen im Gesundheitswesen
beeinflussen.
Hanns Kratzer (Peri Consulting)
eröffnete den Abend mit einem
kurzen Querschnitt der Materie:
Sowohl im extra- als auch intramuralen Bereich gelten bei Kassenrezepten und Patientenentlassungen
für Ärzte strenge ökonomischen
Regeln. Ernest G. Pichlbauer, Mediziner und unabhängiger Experte, beleuchtete das Thema aus der
Meta-Ebene. Erwin Rehandl, Prä-
Roche punktet in Pharmabranche
Amstetten. Die Malteser Kinderhilfe schafft mit dem Bau des
„Hilde Umdasch Hauses“ in
Amstetten zehn neue stationäre
Pflegeplätze für schwer kranke
Kinder und Jugendliche. „Wir
helfen nicht nur dem Kind,
sondern kümmern uns um die
ganze Familie“, erklärt Natalie
Lottersberger, Geschäftsführerin der Malteser Kinderhilfe
GmbH, anlässlich des Tages der
Kinderhospizarbeit. Das neue
Haus wird im Herbst eröffnet.
Gesamtsieger und damit bester
Recruiter Österreichs quer durch
alle Branchen ist PwC Österreich
geworden.
(red)
© GPK/APA-Fotoservice/Schedl
Die Malteser Kinderhilfe bekommt
ein neues Zentrum in Amstetten.
Analysierten Branche: Gross, Gleitsmann, Prchla, Zielinski, Kadenbach, Thole.
Hohe Anerkennung für Pharma­
unternehmen Roche in Österreich.
Festakt Wiener Ordensspital feiert Jubiläumsjahr
Von der hohen Politik in die Praxis
sident „AM Plus“, betrachtete das
Verschreibungsverhalten aus dem
Blickwinkel des medizinischen
Alltags.
(red)
© Katharina Schiffl
Auszeichnung für Barbara Rantner
und Thomas Gattringer (2.v.re).
Wien. Indikatoren belegen, dass die
Pharmaindustrie der USA jener der
EU an Innovationskraft den Rang
abläuft. So stammen derzeit fast
60% aller neuen Wirkstoffe aus den
USA. Die Anzahl klinischer Studien
in der EU ist rückläufig. Nationale und internationale Experten
diskutierten zuletzt deshalb über
die Rolle der Pharmaindustrie in
einem stagnierenden Europa. Gastgeber waren die Österreichtochter
des Pharmakonzerns Merck und
die Wirtschaftskammer.
„Die Gesundheitswirtschaft leistet einen entscheidenden Beitrag
zu Wachstum und ist ein starker
Wachstumsmotor. Die jährliche
Brutto-Wertschöpfung aufgrund
pharmazeutischer Produkte liegt
bei 3,06%, das ist die höchste Rate im gesamten Kernbereich der
Gesundheitswirtschaft“, rechnete
Martin Gleitsmann von der Abtei-
© Merck
© Bayer Austria/APA-Fotoservice/Mathis
Merck und WKO luden zur Diskussion: „Braucht Europa Pharma, braucht Pharma Europa?“
Diskutierten Reformen: Kratzer,
Rebhandl und Pichlbauer (v.l.).
Menschen, über die man spricht
Jubiläum für Hartmannspital
präsentiert. Die Pflege kranker
Menschen aus christlicher Motivation war 1857 Anlass zur Gründung der Ordensgemeinschaft
„Franziskanerinnen von der christlichen Liebe“ im ehemaligen Wiedner Krankenhaus. 1865 erfüllte
sich der Wunsch nach einem eigenen Spital: Die Schwesterngemeinschaft konnte in der Hartmanngasse zwei entsprechende Häuser als
Kloster und Krankenhaus einrichten; die Hartmanngasse wurde im
Volksmund namensgebend. (red)
Wolfgang Auer soll Team Stronach entsäuern
A rne v o n
­B o nin ,
­V o rstan d
A f f iris A G
Arne von Bonin (50)
übernimmt als Vorstand zusammen mit Oliver
Siegel (49), der bereits im Juli 2014 als Chief
Operating Officer in den Vorstand berufen
wurde, die Geschäftsführung der Affiris AG. Elf
Jahre nach der Firmengründung ziehen sich
die beiden Gründer Walter Schmidt und Frank
Mattner aus der operativen Geschäftsführung
der Affiris AG zurück und werden zukünftig
stattdessen ihr Mandat im Aufsichtsrat wahrnehmen.
Ruper t J esen­
ko, Or t hopäde
Privat kl inik
Vi l l ach
Der Klagenfurter Rupert
Jesenko (52) erweitert seit 1. Februar die ärztliche Kompetenz in der Orthopädie an der Privatklinik Villach. Zuvor war er jahrelang leitender Oberarzt der Orthopädie am ElisabethinenKrankenhaus in Klagenfurt. Die Schwerpunkte
seiner Tätigkeit liegen im künstlichen Ersatz
großer Gelenke, wie Hüfte oder Knie, inklusive
Revisionseingriffe und arthroskopische Operationen ebenso wie in der Fußchirurgie auch
mit komplexen Korrekturoperationen.
© Med Uni Graz
© Hartmannspital GmbH/APA-Fotoservice/Schedl
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser gratulierte Andreas Achrainer.
Wien. Wolfgang Auer (52) soll das Team Stronach heilen und Kathrin Nachbaurs
Platz als Vize-Chefin der Partei übernehmen. Einen Namen hat sich der Steirer
mit Präparaten gegen Übersäuerung gemacht, was ihm den Spitznamen
„Basen-Auer“ eingebracht hat. In seinem nunmehrigen Heimatort Neumarkt ist er kein Unbekannter. 1992 hatte er dort – nachdem er fünf
Jahre zuvor an der Grazer Karl-Franzens Universität zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert hatte – seine Praxis eröffnet. Neben einer
Ausbildung zum Psychotherapeuten beschäftigte sich Auer vor allem
mit Naturheilkunde und absolvierte die Konzessionsprüfung für den
Pharmagroßhandel. Mehrere Präparate brachte Auer auf den Markt,
darunter das „Basenpulver nach Dr. Auer“.
(red)
© Humanomed
© Team Stronach für Österreich
© Photo Bergmeister
Wien. „150 Jahre Hartmannspital
geben Anlass zu feiern, zurückzublicken und unsere Visionen für
die Zukunft vorzustellen“, freute
sich kürzlich HartmannspitalGeschäftsführer Andreas Achrainer bei der Auftaktveranstaltung
des Jubiläumsjahres.
Eine mobile Jubiläumsausstellung bildet die bewegte Geschichte
starker Ordensfrauen und vielfältiger medizinischer und pflegerischer Leistungen ab und wurde
anlässlich des Festakts feierlich
H ans Pe t er
Dimai, Vi ze­
rek t or
Meduni Graz
Hans Peter Dimai, Vizerektor für Studium und Lehre, Endokrinologe
sowie Experte für Knochenerkrankungen an
der Med Uni Graz, wurde vom renommierten
Fachmagazin Osteoporosis International
eingeladen, dem Editorial Board beizutreten.
Damit ist Dimai der einzige Österreicher, der
dem Editorial Board dieses Top-Journals im
Fachbereich der Orthopädie angehört. Als
international ausgewiesener OsteoporoseExperte verstärkt er nun das Top-Journal.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 13. Februar 2015 – 43
Eye-Tracking-System erlaubt die Durch­
führung von Blickrichtungsstudien Seite 45
mehr ddos-angriffe
Akamai ortet einen rapiden Angriff von
DDoS-Angriffen auf Unternehmen Seite 47
PRAXISTEST
nokia lumia 535:
handlich & schnell
© Microsoft
© Ergoneers
ins auge geblickt
© Akamai Technologies
technology
Mobilität steigert die
Projektperformance
© Acer/Angela Pfeiffer
short
© A1/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Wien. Einfache Geschäftsabwicklung bei größerem
Portfolio und Unterstützung
im Ladenbau: Das sind die
drei Maßnahmen, die Acer
seit Ende 2014 seinen Acer
Point-Partnern anbietet. „Wir
möchten mit dem neuen Acer
Point-Programm die Wettbewerbsfähigkeit unserer Acer
Point-Partner stärken“, sagt
Michael Stuhr (Bild), Country
Manager bei Acer Computer.
Das Acer Point-Programm
adressiert Fachhändler mit Ladengeschäft, „eine Zielgruppe,
die andere Anforderungen hat
als klassische Systemhäuser“.
www.acer.com
© panthermedia.net/iakov
Wien. Rund ein Prozent der
Gebäude in Österreich befindet
sich außerhalb der A1 Kommunikationsinfrastruktur – ihnen
bietet A1 Sat-Internet ab sofort
Zugang zu schnellem Internet
über Satellitenverbindung an.
„A1 Sat-Internet ist als Ergänzung zu unseren bestehenden
Netzen zu sehen. Wir werden
sowohl das Fest- als auch das
Mobilnetz weiterhin massiv
ausbauen. Dennoch werden
wir einige exponierte Standorte
nicht auf diesen Wegen mit
Breitband-Internet erreichen.
Mit A1 Sat-Internet können wir
diese Versorgungswünsche erfüllen“, sagt Marcus Grausam
(Bild), A1 Vorstand Technik.
www.a1.net/sat-internet
Der Arbeitsplatz als Entscheidungskriterium Laut einer Studie des Markt­
forschers techconsult wird der Themenkreis „Enterprise Mobility“ in Zukunft
stark an Bedeutung für die HR-Abteilungen gewinnen. Seite 44
EU Das Projekt „BigDataEurope“ soll Unternehmen helfen
© Fraunhofer IAIS
Sören Auer, Lead Scientist und Projektkoordinator am Fraunhofer IAIS.
Wien. Um ihren Einsatz in den relevanten Fachgebieten voranzutreiben, fördert die Europäische Union
im Projekt „BigDataEurope“ den
interdisziplinären Austausch zur
Nutzung von Datentechnologien.
Ein Konsortium entwickelt eine
Plattform, die den Zugang zu BigData-Anwendungen und deren Integration in Arbeitsabläufe erleichtert. „Mit unserer Plattform stellen
wir Unternehmen und Institutionen
eine an die jeweiligen Bedürfnisse
angepasste Palette an Big-DataAnwendungen zur Verfügung“, sagt
Sören Auer, Lead Scientist und Koordinator am Fraunhofer IAIS.
www.big-data-europe.eu
© Sharp
Neue Big Data-Plattform für Europa Vertriebsaktivitäten neu gebündelt
© Devolo
Wien. Mit über 25 Millionen
ausgelieferten dLAN-Adaptern
setzt der Powerline-Spezialist
devolo einen kleinen Meilenstein im Powerline-Segment
und baut zugleich seine Position als weltweiter Marktführer
weiter aus. dLAN-Produkte
verbinden über die vorhandenen Stromleitung alle digitalen Bereiche des Hauses
– von Computern über Unterhaltungselektronik bis hin zu
smarter Haustechnik.
www.devolo.com
Sharp „Visual Solutions Reseller Programm“ gestartet
Sid Stanley, European Sales Director,
Visual Solutions, Shart Europe.
Amsterdam/Wien. Sharp hat den
Start seines neuen Reseller-Programms für den Bereich Visual
Solutions angekündigt. „In den
vergangenen sechs Monaten haben
wir unsere Vertriebsaktivitäten zu
einem offiziellen Programm gebündelt – dem Visual Solutions Reseller Programm“, beschreibt Sid
Stanley, European Sales Director,
Visual Solutions, Sharp Europe,
die Pläne des Unternehmens. „Wir
sehen das Programm als ein zentrales Element für unser Wachstum, aber auch für das Wachstum
der ausgewählten Vertriebspartner, die zur Teilnehme ausgewählt
werden.“ www.sharp.eu
C ov e r
44 – medianet technology
Freitag, 13. Februar 2015
techconsult Der Themenkreis Enterprise Mobility wird laut einer aktuellen Studie zur zentralen Rolle in HR-Abteilungen
kommentar
Enterprise-Mobilität bringt
mehr Projekt-Effizienz
Vieles liegt noch
im Dunkeln
Flexibles Arbeiten wird für immer mehr Fachkräfte zum entscheidenden Faktor bei der Arbeitgeberwahl.
Wien. HR-Verantwortliche sehen
zu 67 Prozent Mobility als elementaren Faktor für eine gesteigerte
Projektperformance an. Das ist
das zentrale Ergebnis einer Studie
des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens techconsult,
in der ein detaillierter Blick auf
das Thema Enterprise Mobility
und auf die damit verbundenen
Prozesse in Unternehmen ab 250
PC-Arbeitsplätzen geworfen wurde. Laut Max Schulze, Analyst vom
durchführenden Marktforschungsinstitut techconsult, wird der Themenkomplex Enterprise Mobility
zunehmend eine zentrale Rolle
für HR-Abteilungen spielen. „Dies
zeigt sich auch anhand des in der
Studie ermittelten Meinungsbilds
hinsichtlich der Einführung einer
umfassenden Enterprise MobilityStrategie. Schon jetzt verbinden
61% der befragten HR-Fachbereichsverantwortlichen mit dem
Einsatz von Enterprise MobilityLösungen eine deutliche Effizienzsteigerung ihrer Arbeitsabläufe.“
Laut den Ergebnissen der Studie
„Enterprise Mobility 2015 in HR-
chris haderer
© techconsult/Fotostudio Bildsucht
Ü
ber die Zukunft des Fernsehens wird viel gegrübelt
und gemunkelt – aber
wenn wir uns ehrlich sind:
Etwas Genaues wissen wir
nicht. Herstellerseitig wird aus
naheliegenden Gründen die eigene Technologie als zukunftsweisend empfunden. Bei den
3D-Fernsehern ist der Plan bis
heute nicht aufgegangen (weil
kurz darauf jeder Fernsehkonsument angehalten wurde, sich
ein HD-Gerät zuzulegen). Auch
bei den 4K-Geräten ist der Absatz noch recht zögerlich. Auch
der Weg, den das Fernsehbild
ins Wohnzimmer nimmt, ist
noch nicht hundertprozentig
abgesteckt: Kommt es via DVB
aus dem Äther, via Satellit von
oben, aus dem Kabel im Boden
oder – der letzte Schrei – aus
der LTE-Mediabox? Einigkeit
herrscht nur darüber, dass TV
auf dem IP-Protokoll basieren
wird, und eigentlich ist das
schon recht viel. Was auch noch
nicht ausdiskutiert wurde, ist:
Wann wollen wir eigentlich
Fernsehen und was? Wollen wir
im Kabel jede Navy CIS-Folge
sechsmal hinter einander sehen
oder lieber die komplette erste
Staffel von „Sleepy Hollow“ en
bloc an einem Tag? Auch Philosophen sind gefragt: Wäre die
Peter Alexander Show jemals so
erfolgreich gewesen, wenn man
sie ständig hätte sehen können
und nicht nur einmal im Jahr?
Dafür, dass Fernsehen aus hellen, satten Bildern besteht, liegt
seine Zukunft erstaunlich weit
im Finsteren.
Max Schulze, Analyst bei techconsult.
LG Zwei Auszeichnungen
Knapp die Hälfte der HR-Mitarbeiter in Unternehmen kann bereits mobil auf viele ihrer Desktop-Anwendungen zugreifen.
Abteilungen“ glauben 64% der befragten HR-Verantwortlichen, dass
weniger Aufgaben bzw. Projekte
scheitern würden, wenn Mitarbeiter mobiler arbeiten könnten bzw.
die entsprechenden Arbeitsbedingungen diesbezüglich vorhanden wären. Darüber hinaus wird
deutlich, dass aus Sicht der HRVerantwortlichen die Möglichkeit,
tägliche Arbeitsprozesse ortsunabhängig und effizient bewältigen zu
können, zu einem entscheidenden
Vorteil bei der Arbeitsplatzwahl
wird.
Des Weiteren sehen 66% der HRMitarbeiter flexibles Arbeiten als
nachhaltigen Vorteil an und sind
der Überzeugung, dass die Mitarbeiter in ihren Unternehmen zufriedener wären, wenn sie mobiler
arbeiten könnten; 67% der HRMitarbeiter sehen Mobility sogar
als elementaren Faktor dafür an,
Aufgaben und Projekte schneller
abzuschließen, sofern mobiles
Arbeiten durch ihr Unternehmen
ermöglicht wird. Die erkannten
Vorteile durch den Einsatz von
Enterprise Mobility versuchen die
HR-Verantwortlichen für ihre täglichen Aufgaben zu nutzen: Knapp
die Hälfte der befragten HR-Mitarbeiter kann schon heute mobil auf
viele Anwendungen zugreifen, die
nötig sind, um relevante Aufgaben
im Arbeitsalltag zu bewältigen.
Ortsunabhängig arbeiten
Aber: Gerade der mobile Zugriff
auf elementar wichtige Anwendungen wie ERP-Systeme wurde
bislang nur in rund 22% der HRAbteilungen umgesetzt und findet
somit, gemessen an der hohen Relevanz für HR-Mitarbeiter, noch
eine erschreckend geringe Verbrei-
tung. Diese bestehende MobilityZurückhaltung hindert die HRAbteilungen aktuell noch daran,
vollkommen ortsunabhängig und
somit auch flexibel zu arbeiten.
Klassische Arbeiten der Personalabteilung, wie die Stammdatenverwaltung, Personalberichterstattung, Personalplanung oder auch
Arbeitszeitermittlung, sind ohne
mobile Applikation von unterwegs
nur umständlich realisierbar.
„Allerdings haben die HR-Verantwortlichen diesen Mangel in ihren
Unternehmen erkannt und planen
zukünftig deutlich stärkere Investitionen in Mobility-Lösungen“,
folgert Max Schulze. „Insbesondere
die ERP-Anwendungen werden zukünftig mobil erreichbar sein; sie
nehmen die Spitzenstellung unter
den Anwendungen ein, die zukünftig ortsunabhängig erreichbar sein
werden.“ www.techconsult.de
Netflix Der Video-Streaming-Provider will eine praktisch weltweite Präsenz in den nächsten zwei Jahren erreichen
Lob und Preise
Online-Videothek wächst stärker als erwartet
© lg.com
Wien. Seit seinem Einstieg ins
Video-Streaming-Geschäft im Jahr
2007 ist das ursprünglich als DVDund BluRay-Verleih gegründete
Unternehmen zum weltweit größten Online-Anbieter gewachsen.
Seit dem Vorjahr ist Netflix auch in
Österreich aktiv und streamt sein
Programm via Internet in Richtung
Desktop, Smart-TV oder heimatliches Tablet. Das Hauptaugenmerk
von Netflix liegt dabei auf Serien,
die sich gleich blockweise konsu-
© APA/EPA/Bernd von Jutrczenka
Nachhaltigkeitspreis: LG Electronics.
Wien. LG Electronics (LG) wurde
von zwei Forschungsorganisationen zu einem der weltweit
nachhaltigsten Unternehmen ernannt und erntete Lob in der Kategorie „Industrie“, sowohl beim
2015 Global 100 Most Sustainable Corporations in the World
Index von Corporate Knight als
auch beim 2015 Sustainability Yearbook von RobecoSAM.
„Wir glauben fest daran, unseren ökologischen Fußabdruck
so klein wie möglich zu halten,
wenn wir Lifestyle-Lösungen
für Konsumenten entwickeln“,
sagt Choong-hak Lee, Executive
Vice President bei LG. „Wir fühlen uns geehrt, diese Auszeichnungen für unsere Bemühungen
zu erhalten.“ www.lg.com
© panthermedia.net/pansiriphoto
christoph fellmer
mieren lassen. Damit verfolgt das
Unternehmen ein Konzept, das
offenbar in der aktuellen FernsehLandschaft recht gut funktioniert:
Im vierten Quartal 2014 ist die
Zahl der Netflix-Abonennten auf
immerhin 57,4 Mio. weltweit gestiegen (außerhalb der USA konnte
der Streaming-Anbieter 2,43 Mio.
Abonnenten dazugewinnen). Für
das aktuelle Quartal geht das Unternehmen von einer weiteren Steigerung auf 61,4 Mio. Nutzer weltweit aus. Innerhalb der nächsten
zwei Jahre soll Netflix laut den
Unternehmensplänen in mehr als
200 Ländern verfügbar sein – was
tatsächlich eine weltweite Präsenz
bedeutet. Ein weltweit einheitliches
Programm bietet Netflix allerdings
nicht: Dieses variiert je nach Land,
in dem sich der Abonnent befindet.
Viele Originalserien
Netflix-Mitgründer & CEO Reed Hastings.
Netflix ist mit über 57 Mio.
Mitgliedern in mehr als 40 Ländern, die jeden Monat Filme und
TV-Serien – darunter auch NetflixOriginalserien wie beispielsweise die preisgekrönte Serie „House
of Cards“ oder „Orange is the new
Black“ – mit einer Länge von insgesamt einer Mrd. Stunden abrufen,
der größte Video-on-Demand-Anbieter weltweit. Auch „From Dusk
Till Dawn“, eine Serie, die auf der
Story und den Charakteren des
namensgebenden Kult-Klassikers
aufbaut, sowie die PsychothrillerHitserie „Penny Dreadful“ sind im
Oevre enthalten. Für eine Flatrate
(ab 7,99 €/Monat, ein Internet-Zugang muss vorhanden sein) können Netflix-Mitglieder Filme und
Serien jederzeit, überall und mit
fast jedem beliebigen internetfähigen Endgerät streamen, ohne
dauerhafte Verpflichtungen einzugehen. Die Wiedergabe kann jederzeit gestartet, unterbrochen und
fortgesetzt werden und ist komplett werbefrei. www.netflix.com
I dee & str ate gie
Freitag, 13. Februar 2015
medianet technology – 45
Ergoneers Der Entwickler hat vor Kurzem die „Professional“-Variante seines Eye-Tracking-Systems für Blickrichtungserfassungs-Studien vorgestellt
Kunden tief in die Augen schauen
christoph fellmer
Wien. „Eye-Tracking“ ist in den
letzten Jahren zu einem wichtigen
Instrument etwa in der Automobilindustrie, in der Marktforschung
oder im Sport geworden. Dabei
werden Bewegung und Blickrichtung der Augen eines Probanden
neben weiteren Daten aufgezeichnet. Die Auswertung dieser Informationen lässt dann Rückschlüsse
auf die Funktionsfähigkeit oder
Ergonomie von Produkten zu.
Ergoneers, ein Entwickler und
Hersteller von Mess- und Analysesystemen, hat nun die neue
Professional-Variante seines Blick­
erfassungs­systems Dikablis vorgestellt, mit der sich Blickstudien mit
hoher Messgenauigkeit und standardisierter Kennwertberechung
durchführen lassen.
Neben einer Szenenkamera mit
einer 1.080p-Auflösung (Full-HD)
bietet das neue Modell mit TitanGestell zwei individuell einstellbare Eye-Tracking-Kameras, die
eine unabhängige Erfassung der
Augenbewegungen beider Augen
mit 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. „Das neue Professional-Modell kann außerdem über jegliche
Art von Brille getragen werden“,
sagt Martin Wohlfarter, Chief
Technical Officer bei Ergoneers.
igkeit beträgt zwischen 0,1 Grad
und 0,3 Grad. Dikablis Professional ist ebenso wie das wirtschaftlichere Blickerfassungssystem
Dikablis Essential direkt in D-Lab
integriert, die 360-Grad-Lösung
von Ergoneers zur Erfassung und
automatischen Analyse von Messwerten aus unterschiedlichsten
Quellen.
Auch mit Sonnenbrille
Mit der Szenenkamera werden
Aufnahmen von dem Blickfeld der
Testperson aus gemacht. Sie ist in
der Mitte des Eye-Trackers angebracht und bietet Aufnahmen in
Full-HD-Auflösung (1.920x1.080
Pixel); die Kamera hat einen Öffnungswinkel von 40 bis 90 Grad.
Dikablis Professional kann über
normale Brillen, Shutter-Brillen,
jede Art von polarisierten Brillen
und über viele Virtual-Reality-Brillen getragen werden. Durch dieses
spezielle Design können auch Brillenträger an Studien teilnehmen,
was bei herkömmlichen Eye-Tracking-Geräten nicht möglich ist.
Zudem kann Dikablis Professional
Pupillenbewegungen durch dunkle Sonnenbrillengläser hindurch
erfassen, wodurch die Testperson
in bei Sonnenlicht nicht geblendet
wird. www.ergoneers.com
© Ergoneers (2)
Mögliche Einsatzbereiche sind etwa Sport, Marktforschung und Automotive.
Die „Professional“-Variante des Eye-Tracking-Systems des Entwicklers Ergoneers.
Es geht nie um
die Technologie.
Es geht darum,
was sie Menschen
ermöglicht.
Binokulare Erfassung
„Früher fand Verhaltens- und
Ergonomieforschung hauptsächlich im Labor statt“, sagt Wohlfarter. „Präzise und mobile TrackingGeräte wie ‚Dikablis Professional‘
erlauben es uns nun, verstärkt in
die echte Welt hinauszugehen und
dort Forschung unter realen Bedingungen zu betreiben.
Pro Stunde produziert Dikablis
acht Gigabyte an Daten. Aufgrund
dieser hohen Genauigkeit bei der
Messdatenerfassung können Organisationen aller Art damit das
Verhalten von Menschen in der Interaktion mit ihrer Umgebung oder
mit Maschinen analysieren und
dabei gleichzeitig laborbedingte
Anomalien ausschließen.“
Das neue Professional-Modell
aus der Dikablis-Serie ermöglicht eine binokulare Erfassung der
Pupillenbewegungen. Die beiden
individuell einstellbaren Schwenkarme, in die die beiden TrackingKameras integriert sind, erlauben
eine passgenaue Kameraeinstellung zur präzisen Erfassung der
Pupillenbewegungen.
Die Kameras arbeiten mit einer
Frequenz von je 60 Hertz und bieten eine Auflösung von 648x488
Pixel. Bei der Genauigkeit der Pupillenverfolgung erreichen die Kameras einen Blickwinkel von 0,05
Grad. Die Blickrichtungs-Genau-
Technologie macht so vieles möglich. An der Schnittstelle zwischen Mensch
und Maschine im Kontext der Arbeitswelt orientiert sich Ricoh an den
Bedürfnissen der Menschen. Denn Technologie ist nie Selbstzweck, auch
wenn es heute manchmal fast so scheint. Sie muss die Arbeit der Menschen
erleichtern – Freiräume schaffen für Kreativität, für die wichtigen Dinge
www.ricoh.at
im Leben. Wie den Kontakt mit den Menschen, die uns nahestehen.
Martin Wohlfarter, CTO bei Ergoneers.
ricoh_image-AZ_Medianet_216x288_iso_newspaper_ssp.indd 1
10.12.14 12:16
Fa c ts & f i gu r e s
46 – medianet technology
Freitag, 13. Februar 2015
Dimension Data Der Service-Anbieter hat mit Cisco eine UCC-Lösung für Unternehmen bis 150 Mitarbeiter vorgestellt
short
All-in-one-Kommunikation
für kleinere Unternehmen
© Axis Communications
Zertifizierungsprogramm
für IP-Video-Kompetenz
UCC ersetzt die herkömmliche Telefonanlage und integriert Video- und Datenkommunikation via IP.
Wien. Mit der „Cisco Business Edition 6000 small“ (BE6000s) haben
Dimension Data und Cisco Systems
erstmals in Österreich eine neue
„All-in-one“-Kommunikationslösung speziell für Unternehmen
bis 150 Mitarbeiter vorgestellt.
Heimische Klein- und Mittelunternehmen sollen damit künftig
geschäftliche Kommunikationsund Arbeitsprozesse über eine
einzige Unified CommunicationsPlattform abwickeln können: „Vor
allem kleine und mittelständische
Betriebe agieren heutzutage verstärkt in einem internationalen
Umfeld und müssen sich mit Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern im In- und Ausland vernetzen“, sagt Margarete Schramböck,
CEO von Dimension Data Austria.
„Um wettbewerbsfähig zu bleiben,
benötigen sie daher so gute und
verlässliche Kommunikationstools
wie die großen Unternehmen.“
Ismaning/Wien. Im Jänner 2014
hat Axis Communications ein
Zertifizierungsprogramm eingeführt, in dessen Rahmen sich
Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie
in den Benelux-Staaten ihre
Fachkompetenz für IP-Video
bescheinigen lassen konnten.
Seit dem Start des Programms
vor einem Jahr wurden in der
Region Middle Europe über
160 Partner zertifiziert, davon
87 in Deutschland, 26 in der
Schweiz und 15 in Österreich
(Stand Mitte Jänner 2015). „Wir
hatten nicht damit gerechnet,
dass sich das Zertifizierungsprogramm so schnell in der
Branche etablieren wird und
so gut von unseren Partnern
angenommen wird“, sagt Tanja
Hilpert, Sales Director Middle
Europe bei Axis Communications. www.axis.com
Optimierung der Prozesse
„Mit der Business Edition 6000s
bieten wir eine wirtschaftlich attraktive und anwenderfreundliche
Plattform, die auf die steigenden
Anforderungen der neuen Arbeitswelt – mobile Mitarbeiter, flexible
Arbeitszeiten, Zusammenarbeit mit
Partnern und in Teams über große
Wien. Das Ekahau Real-Time
Location System (RTLS) verschafft in Echtzeit einen
Überblick über den Standort,
Zustand und Status von Gegenständen, Personen und Arbeitsabläufen. Die Lösungen des finnischen RTLS-Spezialisten sind
weltweit in über 300 Krankenhäusern und Fortune-500-Unternehmen unterschiedlichster
Branchen im Einsatz. In Österreich setzt der Hersteller jetzt
auf eine Partnerschaft mit dem
Bechtle IT-Systemhaus, wobei
Bechtle in erster Linie den Bereich Healthcare fokussiert.
www.bechtle.com
© Cisco
Finnischer Hersteller
kooperiert mit Bechtle
Die BE6000 small ermöglicht Video
Conferencing mit guter Qualität.
Franz Ziegerhofer (Channel Partner Manager Cisco Systems Austria), Pat Romzek (Vice President Worldwide
Market Development and Collaboration Cisco Systems), Margarete Schramböck (CEO Dimension Data Austria; v.l.n.r).
Distanzen – abgestimmt ist“, sagt
Franz Ziegerhofer, Channel Partner
Manager von Cisco Systems Austria. Ausgerichtet ist die Enterprise-Lösung für Unternehmen ab 25
Mitarbeitern mit fixen und mobilen
Angestellten und unterschiedlichen
nationalen und internationalen
Standorten. „Durch die Optimierung der Arbeits- und Kommunikationsprozesse wollen wir KMU
in Österreich dabei unterstützen,
ihre Kosten zu senken, die Effizienz und Flexibilität zu erhöhen
und zusätzliche Geschäftschancen
zu nützen“, sagt Schramböck. „Wie
ein Schweizer Messer bündelt die
Cisco Business Edition 6000s unterschiedliche Kommunikationsanwendungen – von Sprachtelefonie
und Voicemail über Instant Mes-
saging und Chat bis hin zu Video
Conferencing oder Paging – in einer
zukunftssicheren Plattform.“ Herzstück dieser „Office in the box“Lösung ist ein Cisco ISR 2921-Router, über den sich alle Collaboration und Networking Services managen lassen und eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte wie Laptop
oder Smartphones mit überschaubarem Aufwand integriert werden
kann.
Anlage wächst mit
Die Cisco BE6000s ersetzt die
herkömmliche Telefonanlage und
realisiert die gesamte Sprach-,
Video- und Datenkommunikation via IP. „Eine separate Telefonleitung ist damit überflüssig und
hohe Telefonkosten gehören der
Vergangenheit an. Anrufe werden
von der Plattform automatisch an
alle fixen und mobilen Endgeräte
weitergeleitet. Für Unternehmen
ist es heute wichtig, flexibel und
jederzeit über verschiedene Kanäle
erreichbar zu sein, damit sie rasch
auf Anfragen reagieren können
und ihnen kein Geschäft entgeht“,
sagt Schramböck. „Mit der Cisco
BE6000s begleiten wir wachstumsorientierte Unternehmen in die Zukunft der Business-Kommunikation
und schaffen eine neue, moderne
Qualität des Arbeitens. Unternehmen können so langfristig ihre Produktivität erhöhen und gewinnen
an Attraktivität im Wettbewerb um
die besten Arbeitskräfte.“
www.dimensiondata.com
Simple SMS Das Unternehmen schafft mit verteilten Rechenzentren und professioneller Software ein datensicheres Umfeld
Intel engagiert sich für
vernetzte Smart-homes
„Datensicherheit ist ein zentrales Thema“
© intel.com
Wien. Seit mehr als neun Jahren
bietet Simple SMS Dienstleistungen
im Bereich der mobilen Kommunikation mit eigener Messaging-Plattform. Seit seiner Gründung fährt
das Unternehmen ein jährliches
Umsatz-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich ein, wobei das
Jahr 2013 das erfolgreichste Jahr
in der Unternehmensgeschichte
darstellt. Simple SMS verfügt derzeit über mehr als 1.500 Geschäftskunden weltweit.
„Die Sicherheit der sensiblen
Daten unserer Kunden ist für uns
ein verantwortungsvolles und
wichtiges Thema“, sagt Christoph Holubar, Geschäftsführer
der Simple SMS GmbH. „Gemeinsam mit unseren Partnern, der fi-
© Simple SMS
Der Prozessorhersteller Intel hat
kürzlich Lantiq erworben.
München/Wien. „Die Intel Corporation hat eine Vereinbarung zum Erwerb von Lantiq,
einem führenden Hersteller
von Breitbandzugangs- und
Heimnetzwerk-Technologien,
unterzeichnet. Der Kauf wird in
rund 90 Tagen abgeschlossen
sein. Weitere Details wurden
nicht bekannt gegeben. „Die
Kombination unseres Kabelmodemgeschäfts mit der Technologie und dem Talent von
Lantiq kann dabei helfen, die
Vorteile eines smarteren und
vernetzen Zuhauses zu nutzen“,
sagt Kirk Skaugen, Senior Vice
President und General Manager
der C
­ lient Computing Group
bei Intel. www.intel.com
© Dimension Data/APA/Tanzer
christoph fellmer
Vorbereitung auf die IP-Video-­
Zertifizierungsprüfung von Axis.
Christoph Holubar (li.), CEO der Simple SMS GmbH, und Sven Kellputt, filoo GmbH.
loo GmbH und der Thomas-Krenn
AG, sorgen wir dafür, dass die
Daten unserer Kunden auf zwei
Hochverfügbarkeitsservern mittels Geo-Redundanz gesichert
werden und wir so eine höchstmögliche Verfügbarkeit bieten.“
Technische Levels
„Das Rechenzentrum der filoo
GmbH erfüllt höchste Ansprüche
an Sicherheit und Verfügbarkeit“,
sagt Sven Kellputt, Vertriebsleiter
der filoo GmbH. „Eine Klima- und
Stromverfügbarkeit von 99,99%
sowie vollredundante Notstromversorgung mit hoher Neztunabhängigkeit sichern den Betrieb
auch bei länger andauernden Störungen. Eine Intergen-Löschanlage, die von über 17.000 Sensoren
mit Daten versorgt wird, schützt
zuverlässig vor Bränden. Außerdem hat das Rechenzentrum in
Frankfurt/Main ein ISO 27001-Zertifikat zu bieten und das sekundäre Rechenzentrum im Saarland
ein TÜV-Zertifikat.“
Simple SMS investiert dabei
kräftig in das Thema Daten- und
Ausfallsicherheit. „Wir setzen auch
in Zukunft alles daran, auf diesem
enorm hohen technischen Level
unsere Dienste für unsere Kunden
anzubieten und stets weiter zu verbessern“, sagt Holubar.
Kunden aus verschiedenen Branchen nutzen die sichere Umgebung
für A2P und 2-Factor Authentifizierungsdienste mittels SMS-Lösung.
Insbesondere bei diesen Anwendungen muss es eine durchgängige
Sicherheitsstruktur geben, damit
die dahinter angebotenen Dienste
der Kunden auch wirklich sicher
bleiben und nicht am Weg der SMS
ein Code abgefangen werden kann.
„Geo-Redundanz, gekoppelt mit
hervorragenden RechenzentrenStandorten und unserer Software,
ergibt somit ein ausgezeichnetes,
sicheres SMS-Produkt, auf welches
wir sehr stolz sind“, sagt Holubar.
„Durch die zunehmend sensiblen
Sicherheitsthemen in der Öffentlichkeit durch die diversen Datenleckaffären oder Sicherheitslecks
ist es uns umso mehr ein Anliegen,
dass unsere Kunden ganz klar über
das Thema bei uns aufgeklärt werden.“ www.simplesms.at
Fa c t s & f i gu r e s
Freitag, 13. Februar 2015
medianet technology – 47
Akamai Technologies Im „State of the Internet“-Report Q4 wird dramatischer Anstieg von DDoS-Attacken festgestellt
Ein beträchtlicher Teil der DDoS-Angriffe stammt immer noch aus den USA, China und aus Westeuropa.
Baltic-Highway
© Data Logistics Center
Anzahl der Angriffe aus
dem Internet steigt weiter
UAB Daten-Verbindung
Juozas Rumbutis, Data Logistics:
„Der Wettbewerb verschärft sich“.
John Summers, Vice President
der Cloud Security Business Unit
bei Akamai Technologies, ortet
Ansteigen von DDoS-Attacken.
christoph fellmer
Wien. „Im vierten Quartal haben
wir eine unglaublich große Zahl
von DDoS-Angriffen gemessen,
nahezu doppelt so viele wie im
gleichen Vorjahreszeitraum“, sagt
John Summers, Vice President der
Cloud Security Business Unit bei
Akamai Technologies. Das Unternehmen hat kürzlich den „Q4 2014
State of the Internet – Security
Report“ vorgestellt, der durch das
Prolexic Security Engineering and
Research Team (PLXsert) von Akamai erstellt wird. Der aktuelle PLXsert-Quartalsbericht bietet eine
ausführliche Analyse und umfang-
Wien. Ende Jänner startete der
Baltic Highway, ein Datenübertragungsnetz, das Tallinn (Estlanda) und Frankfurt (Deutschland) über Riga (Lettland),
Vilnius (Litauen), Warschau
(Polen) and Berlin (Deutschland)
miteinander verbindet, offiziell.
Das 3.000 km lange Glasfasernetz zeichnet sich durch seine
Zuverlässigkeit, geringe Latenz
von nur 35 Millisekunden, eine
Kapazität von 100G pro Kanal
und einen Gesamtdurchsatz von
9,6 Tbit/s aus. Das Projekt Baltic
Highway wurde von drei Partnern umgesetzt – Data Logistics Center (Litauen), Latvenergo
(Lettland) and Televork (Estland). Die Entwicklung des Datennetzes dauerte über fünf Jahre und erforderte Investitionen
in Höhe von mehr als 1,5 Mio. €.
of-Service-Angriffe
sagt Summers. „Fast 40 Prozent
aller DDoS-Angriffe verwendeten Reflection-Technologien. Sie
nutzen dazu Internetprotokolle,
die mit mehr Traffic antworten,
als sie empfangen. Zudem muss
ein Angreifer dabei noch nicht
einmal die Kontrolle über einen
Server oder ein Device erlangen.“
Die allgemeine Verfügbarkeit von
DDoS-Mietlösungen ermöglicht
selbst technisch wenig versierten
Angreifern, DDoS-Verfahren einzusetzen. Darüber hinaus hat die
Ausweitung des DDoS-Mietmarkts
zu einer Verbreitung von MultiVektor-Kampagnen geführt – auch
hier fördert der Wettbewerb Innovationen in den Attacken.
sind nicht auf eine
USA und China
einzelne Branche be-
Im vierten Quartal 2014 gab es
84% mehr Multi-Vektor-Angriffe als
im vierten Quartal 2013. Bei mehr
als 44% aller Attacken handelte es
sich um Multi-Vektor-Angriffe. Die
Zeiten, zu denen DDoS-Angriffe erfolgten, waren gleichmäßiger über
das vierte Quartal verteilt; eine
mögliche Ursache dafür ist die potenziell größere Zahl von Angriffszielen in zuvor unterrepräsentierten Gebieten. Zudem haben sich
auch die Herkunftsländer der Angriffe geändert: Ein beträchtlicher
Teil der DDoS-Angriffe stammt
nach wie vor aus den USA und China. Aber während die BRIC-Staaten
(Brasilien, Russland, Indien und
China) im dritten Quartal 2014
dominierten, kamen sehr viele Angriffe im vierten Quartal 2014 aus
den USA, China und Westeuropa.
stateoftheinternet.com
„Das Netz ist für Big-DataBetreiber sowie Finanzorganisationen und Banken höchst
relevant, da für sie ein schnellerer Datenaustausch wichtig
ist; es ist entscheidend für die
Mega-Datacenter von Microsoft,
Google und Yandex, die in Finnland eingerichtet wurden, denn
bis heute verwendeten sie 10GDatenübertragungsnetze. Baltic
Highway ist wie eine Schnellstraße nach Frankfurt, aber ohne Kreuzungen und Grenzkontrollen“, sagt Juozas Rumbutis,
Leiter der Vertriebsabteilung
von Data Logistics Center. UAB
Data Logistics Center, Teil der
Unternehmensgruppe Lietuvos
energija, ist einer der größten
Betreiber in den Staaten des Baltikums. www.datalogistics.lt/en
Sage Laut einer aktuellen Umfrage setzen viele Unternehmen keine passenden HR-Werkzeuge im Geschäftsalltag ein
Allied Telesis Gründung
„Sogenannte Denial-
teilen sich auf viele.“
John Summer, Akami Techn.
reiche Einblicke in die weltweite
DDoS-Bedrohungslandschaft, einschließlich von DDoS-Angriffen
im PLXrouted-Netzwerk. „Denialof-Service-Angriffe sind bei einer
Vielzahl von Unternehmen anzutreffen“, sagt Summers. „Sie sind
nicht auf eine einzelne Branche
beschränkt wie die Cyber-Angriffe
auf Online-Entertainment-Anbieter
im Dezember, sondern verteilen
sich auf viele Branchen.“
Akamai beobachtete im vierten
© Akamai Technologies
schränkt, sondern ver-
DDoS-Angriff nicht standhalten.
DDoS-Angriffe sind daher heute
weitverbreitet, und alle Unternehmen mit einer Online-Präsenz müssen sie in einer Risikobewertung
berücksichtigen.
Quartal 2014 bei der durchschnittlichen Spitzenbandbreite der
DDoS-Angriffe eine Zunahme um
52% gegenüber dem vierten Quartal 2013. Eine große Menge unerwünschten Datenverkehrs kann
sehr schnell die Möglichkeiten
eines Unternehmens beeinträchtigen, auf legitime Anfragen von
Kunden zu antworten, und führt
im Ergebnis zu einem Ausfall der
Webseite. Die meisten nicht geschützten Webseiten können einem
Niedrige Kosten
„Aufgrund der niedrigen Investitionskosten nutzen DDoSMietlösungen kreativ ReflectionTechniken für DDoS-Angriffe“,
„Straße nach Frankfurt“
Neuer Bereich
Eingeschränkte Nutzung
Die eingesetzten HR-Module zeigen klar, dass Software-Lösungen
fast ausschließlich zur Personalverwaltung genutzt werden. Als
Top 3 wurden Lohnverrechnung
(91%), Zeiterfassung (71%) und Urlaubsanträge (70%) genannt, gefolgt mit etwas Abstand von der
Reisekostenabrechnung (47%).
Benigna Prochaska, Geschäfts-
führerin von Sage Österreich und
für den Bereich HR-Lösungen
weltweit verantwortlich, sieht
den Unterschied zwischen Praxis
und Theorie bestätigt: „Die strategischen Produkte wie Mitarbeitergespräche, Performance- oder
Skills Management sind alle noch
sehr schwach besetzt, die Antworten spiegeln das Gesamtbild wider.
Theoretisch weiß man, wie wichtig
es für den Erfolg des Unternehmens ist, Talente zu finden und
die besten Köpfe an sich zu binden.
Aber in der Praxis tun sich die Unternehmen mit dem Umsetzen noch
schwer, und das sieht man in der
Umfrage an den fehlenden Tools.
Software könnte strategische HR
unterstützen, damit das gelebt
wird.“
Die wesentliche Eigenschaft
beim Einsatz einer HR-Software
ist mit 88% der Nennungen die
einfache Verwendung, also die
Benutzerfreundlichkeit; danach
kommen mit 58% Datensicherheit
und mit 47% Stabilität, ein Kriterium, auf das Benigna Prochaska besonderes Augenmerk legt:
„Stabilität bedeutet nicht nur, das
Programm muss immer verfügbar
sein, sondern auch, es soll möglichst gleich aussehen. In Studien
wurde bei Anwendern beobachtet, wie nach einem Update deren
Blutdruck steigt, weil ein EingabeFeld woanders steht oder gestern
etwas ging und heute nicht. In der
Produktentwicklung müssen wir
daher darauf achten, dass nicht
ständig alles neu sein soll. Diesen
Aspekt darf man nicht unterschätzen, vor allem in der klassischen
Personalverrechnung, die stark automatisiert ist, um die Prozesskosten schlank zu halten.“
Einfache Integrationsmöglichkeiten wurden dagegen mit 29%
überraschend gering eingestuft.
www.sagehr-online.com
© mediendienst.com/Foto Wilke
Wien. Die Frage, welche HR-Themen die Unternehmen in nächster Zeit am meisten beschäftigen
werden, stand im Mittelpunkt des
„HCM-Survey 2014“, einer Umfrage
der Sage-Gruppe. Demnach dominieren heute klassische Module für
Personalverwaltung wie Lohnverrechnung, Zeiterfassung und Urlaubsverwaltung. Die Zukunft soll
allerdings anders aussehen: Jedes
zweite Unternehmen plant, in strategische Module wie Personalakt,
Training, Recruitment bis Performance Management zu investieren. Und diese Lösungen sollen
verstärkt online, als Software as a
Service, bezogen werden.
Benigna Prochaska, CEO von Sage Österreich und für HR-Lösungen verantwortlich.
© alliedtelesis.de
Strategische HR-Lösungen in der Minderzahl
Ein neuer Geschäftsbereich soll die
Marktpositon weiter ausbauen.
Wien. Allied Telesis, ein Anbieter von IP/Ethernet-SwitchingLösungen, hat die Gründung des
neuen Unternehmensbereichs
Alied Telesis Wireless bekannt
gegeben. Die neue Geschäftseinheit umfasst das ehemalige
Extricom-Team sowie die zugehörigen Unternehmenswerte,
inklusive des geistigen Eigentums, der Technologien, des
Produktportfolios sowie des
Kundenstamms. Allied Telesis
Wireless wurde geschaffen, um
das bestehende Produktangebot
an LAN- und WLAN-Lösungen
zu erweitern und die Position als Branchenführer bei IPTriple-Play-Netzwerken weiter
auszubauen. alliedtelesis.de
Tool s & ser v i c es
48 – medianet technology
Freitag, 13. Februar 2015
Test Das Lumia 535 ist das erste Gerät, bei dem Microsoft auf Nokia im Namen verzichtet und den eigenen Brand verwendet
short
Solides Einsteigermodell
im unteren Preissegment
Neue Flash-Speicher
für kleine Unternehmen
© dell.com
Die Möglichkeit der umfassenden Speichererweiterung unterscheidet das Handy von Android-Modellen.
chen Auflösung und Pixeldichte für
fast jede Lichtlage aus.
Stichwort Fotohandy: Das Gerät ist mit zwei fünf MegapixelKameras bestückt (die Hauptkamera auch mit einem LED-Blitz), die
bei guten Lichtverhältnissen dem
Preis-/Leistungsverhältnis entsprechende Aufnahmen machen.
Bei schlechtem Licht hingegen
beginnen die Aufnahmen schnell
zu rauschen, und auch der Blitz
hinterlässt eher verschleierte Bilder. Auch was Videoaufnahmen
angeht, gehören die Kameras mit
einer Auflösung von 864x480 Pixel
leider eher zur unteren Liga.
Chris haderer
Wien. Vergessen Sie Nokia: das
Microsoft Lumia 535 ist das erste
Smartphone, das die Redmonder
unter ihrem eigenen Brand veröffentlichen. Mit einem Preis von
knapp 128 € ist es im Einstiegssegment angesiedelt – und obwohl
es im Gegensatz zu seinem Vorläufer mit einem 5-Zoll-Display ausgestattet ist, kann es diesen Eindruck
im Detail nicht verleugnen.
Flash-Speicherlösung für den
kosten­effizienten Einstieg.
Wien. Mit zwei ab sofort verfügbaren Konfigurationen
des SC4020 All-Flash-Array
ermöglicht Dell Unternehmen
einen kosteneffizienten Start
bei Flashspeichern. Die SingleTier-Konfiguration des Dell
Storage SC4020 Entry-Level AllFlash-Array besteht aus sechs
480 GB großen, leseintensiven
SSDs mit einer Bruttokapazität von 2 TB. Die Multi-TierKonfiguration des Dell Storage
SC4020 Flash-optimierten
Array bietet bei einer weiteren
Kostenoptimierung eine höhere
Leistung. Sie enthält sechs 480
GB große, leseintensive SSDs
plus weitere sechs 200 GB SSDs
und bringt es auf eine Bruttokapazität von 4 TB.
www.dell.com
Kein Foto-Handy
Das Display ist zwar besser als
beim Nokia 530, wartet aber nicht
mit HD auf, sondern bringt es
auf ‚nur‘ 960x540 Pixel – das entspricht im Alltag ausreichenden
220ppi. Und da es sich beim Microsoft Lumia 535 genau genommen
um kein Foto-Handy handelt, rei-
Vorinstallierte Apps
Dass der 1,2 GHz Quad-CoreChip kein Sprinter ist, gehört
nicht zum Geheimwissen. Allerdings bringt das Windows-Betriebssystem eine etwas bessere Ressourcenverteilung mit als
Android-Geräte mit den gleichen
Leistungsdaten, sodass Anwendungen flüssig geöffnet werden
können. Leichte Ruckeleffekte treten gelegentlich auf, denn das Gerät „aufgeräumt“ werden sollte …
Stichwort Anwendungen: Mit an
Bord ist eine vorinstallierte Office
Suite. Damit können Word-, Excel-,
PowerPoint-Dateien sowie OneNote-Notizen von überall eingesehen,
bearbeitet und geteilt werden. Für
das Sichern und Synchronisieren von Fotos, Videos und OfficeDokumenten stehen bei OneDrive
kostenlos 15 GB Online-Speicher
zur Verfügung. Insgesamt eine
recht nette Gesamtausstattung,
die in ihrer Preisklasse durchaus
punkten kann. Die Akkuleistung,
die bei intensiver Testnutzung bei
knapp über neun Stunden Lebensdauer lag, ist nicht berühmt, liegt
aber im Durchschnitt. Was die Da-
© Chris Haderer
Finale Verfügbarkeit
von Office für Android
Portiert: Microsoft-Office läuft
jetzt auch auf Android-Tablets.
Wien. Microsoft Office ist nun
auch für Android-Tablets final
verfügbar. Word, Excel, PowerPoint sowie eine neue Outlook
App sind ab sofort für jeden
Gerätetyp von PC und Notebook, Tablets und Smartphones
mit Windows Phone, iOS und
Android erhältlich. Microsoft
hat sich für die Entwicklung
von Office für Android Feedback aus der Community geholt. Die Preview-Version in
33 Sprachen haben mehr als
250.000 Nutzer heruntergeladen. Für die Tests der App hat
Microsoft insgesamt 3.000 Android-Varianten auf mehr als
500 Gerätemodellen genutzt.
www.microsoft.com
Eine Office-Suite von Microsoft
ist vorinstalliert mit an Bord.
tenübertragung angeht, wird LTE
ausgeklammert – eine Version für
das schnelle Datennetz ist nicht
verfügbar. Gegenüber ähnlichen
Geräten auf Android-Basis hat das
mit acht Gigabyte internem Speicher ausgerüstete Lumia 535 aber
dennoch einen technischen Vorteil:
Apps können problemlos auf einer
SD-Karte installiert werden – was
beim Lumia einer potenziell möglichen Speichererweiterung auf 132
Gigabyte entspricht. Insgesamt
bekommt man ein – trotz Kunststoffverarbeitung – solide aufgebautes Smartphone, das für Kommunikationszwecke mehr als ausreichend ist.
Facts & figures
Die wichtigsten Key-Features des Microsoft Lumia 535 im schnellen Vorlauf:
• Betriebssystem Windows Phone 8.1 mit
Lumia Denim
• Navigation Kostenlos weltweit Here Maps
und Here Drive+ nutzen, Here Transit
kostenlos im Store verfügbar
• Display 5-Zoll-qHD 960x540 Display
für gute Lesbarkeit auch bei Sonnenlicht,
Gorilla Glass 3
• Akku Bis zu 23 Tage Standby, 13 Stunden
3G Gesprächszeit. Akku-Kapazität: 1.905
mAh
• Prozessor 1,2 GHz Quad-Core Qualcomm
Snapdragon 200
• Hauptkamera 5 Megapixel mit LED-Blitz
und Lumia Camera Software, FWVGA
848x480 für Videoaufnahmen
• Front-Kamera 5 Megapixel, Weitwinkel,
FWVGA 848x480 für Videoaufnahmen
• Speicher 1 GB RAM, 8 GB interner Speicher, mit Micro-SD-Karten um bis zu 128
GB erweiterbar, 15 GB kostenloser OneDrive
Cloud-Speicher
• Preis ab 128 € (ohne Vertrag)
www.microsoft.com
ELO Der ECM-Hersteller wird seine Produktpalette im Rahmen der Messe CeBit unter dem Motto „d!conomy“ vorstellen
Erhöhte Effizienz und optimierte Prozesse
Wien. d!conomy lautet das Motto
der diesjährigen CeBit. Es widmet
sich der im privaten wie beruflichen Umfeld allgegenwärtigen
Digitalisierung – und der damit
einhergehenden Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Fertigungsprozesse und Produkte. EnterpriseContent-Management (ECM) leistet
hier grundlegende Dienste. In Hannover vertreten ist daher wie jedes
Jahr die ELO Digital Office GmbH.
Der Hersteller von ECM-Systemen
verschreibt sich einer erhöhten
Effizienz, optimierten Geschäftsprozessen sowie einer vereinfachten Integration.
gefeilten Technologie, dank derer
die ELO-Lösungen zu den effizientesten am Markt zählen und die
Wettbewerbsfähigkeit der Kunden
stärken.“ So stellen die Stuttgarter
in Halle 3, Stand F30, das Release
9.1 ihrer ECM-Suite vor. Präsentiert werden außerdem die aktuellen Versionen der App „ELO for
Mobile Devices“, jeweils für Apple
iOS, Blackberry sowie Android.
Mit von der Partie sind auch der
ELO DMS Desktop, der die ELOSoftware nahtlos mit der Microsoft
Office-Welt verzahnt, sowie der
ELO Business Logic Provider (BLP)
in seiner Version 5. Mithilfe dieser
intelligenten Middleware lassen
sich ohne großen Programmieraufwand Drittapplikationen mit
Das Portfolio
Im Herbst wurde ELO zum zweiten Mal in Folge vom Beratungsunternehmen Pentadoc Consulting
AG der Titel „ECM-Hersteller des
Jahres“ verliehen. Auf der CeBit
zeigt sich das Unternehmen entsprechend unter dem Leitmotiv
„ELO makes the difference“. Der
„kleine, aber feine Unterschied
liegt“, so ELO-Geschäftsführer
Karl Heinz Mosbach, „in der aus-
© ELO
Wien. Der Virtualisierungs- und
Cloud-Experte VMware kündigt mit VMware vSphere 6 die
neueste Version der Virtualisierungslösung für die Hybrid
Cloud und die Basis für das
Software-Defined Data Center
an. Mit mehr als 650 neuen
Features und Innovationen bietet VMware vSphere 6 seinen
Anwendern eine belastbare OnDemand Cloud-Infrastruktur,
auf der jede Anwendung in
einer sicheren Umgebung betrieben und verwaltet wird.
VMware vSphere 6 wird ergänzt durch die neuesten Versionen von VMware vCloud
Suite 6, VMware vSphere with
Operations Management 6 und
VMware Virtual SAN 6.
www.vmware.com
© Microsoft (2)
Virtualisierungslösung
für die Hybrid Cloud
Trotz seines Plastik-Bodies hinterlässt das Microsoft Lumia 535 einen durchaus
soliden Eindruck; zum Wechseln sind verschiedene Farbcovers erhältlich.
Karl Heinz Mosbach, Geschäftsführer von ELO: „Die Feinheiten liegen im Detail.“
der ELO-Welt verbinden. Das Release 5 zeichnet sich durch einen
neuen visuellen GeschäftsprozessDesigner aus.
Partner an Bord
Die Neuerungen bei den Flaggschiffprodukten für den Mittelstand bzw. für Großunternehmen
ELOprofessional und ELOenterprise beziehen sich u.a. auf den
Dokumenten-Feed, der einen verzögerungsfreien Diskussionsaustausch über Dokumente und Inhalte ermöglicht. Zudem haben der
Web-Client sowie der Java-Client
eine grundlegende Überarbeitung
erfahren. Auch 2015 führen zertifizierte ELO Business-Partner ihre praxiserprobten Lösungen vor:
Actiware GmbH, applied international informatics GmbH, BCIS
IT-Systeme GmbH, EDV-Beratung
Rainer Krebs, id-netsolutions
GmbH, Konica Minolta Business
Solutions Deutschland GmbH, medialine AG, Nord West Business
Consult, SideStep Business Solutions e.K. sowie SoftMate GmbH.
www.elo.com
medianet
inside your business. today.
freitag, 13. februar 2015 – 49
ÖKO-Treibstoff
Forscher entwickeln neue Möglichkeit, um
Störungen frühzeitig zu erkennen Seite 51
© obs/UFOP
© Bosch
Big Data-Plattform
Produktionspotenzial in der EU ist deutlich
höher als bisher angenommen Seite 54
go west
SGS fokussiert
auf amerika
© SGS
industrialtechnology
„Künstlicher Arbeiter“
einer neuen Generation
Verpackung Koffer - Flightcase
www.vsl.at
Tel: +43 2236 615 72 0
© APA/Georg Hochmuth
short
© Jerich International/Oliver Wolf
© ABB/A. Pattenden
Wien. Eine internationale Fachjury hat aus den zahlreichen
Einreichungen für die Prototypenförderung „Prize“
13 erfolgversprechende Projekte zur Förderung vorgeschlagen, deren Umsetzung an
den einzelnen Universitäten
jetzt startet.
„Insgesamt stellen wir erneut mehr als 1,44 Millionen
Euro für die Entwicklung
patentfähiger Prototypen
zur Verfügung. Damit wird
der Wissenstransfer und die
Kooperation von Universitäten und Forschungseinrichtungen“, so Minister Reinhold
Mitterlehner (Bild).
www.bmwfw.gv.at
Internationaler Wettbewerb James Dyson Award 2015
Gösser Abschluss des Öko-Investitionsprogramms
Firmenchef James Dyson: Award
ist Sprungbrett für kreative Köpfe.
Wien. James Dyson sucht auch heuer wieder innovative Ideen. Noch
bis zum 2. Juli können Studenten
der Fachgebiete Produktdesign,
Industriedesign oder Ingenieurwissenschaften aus insgesamt 20
Ländern sowie Personen, die ein
solches Studium vor nicht länger
als vier Jahren abgeschlossen haben, ihre Ideen beim James Dyson
Award einreichen.
Der internationale Gewinner erhält 30.000 £ (ca. 40.000 €), um seine Erfindung weiterzuentwickeln,
und weitere 5.000 £ (ca. 6.700 €)
gehen an den zuständigen Fachbereich der Universität.
www.jamesdysonaward.org
Erste grüne Großbrauerei der Welt
© Brau Union Österreich/Armin Russold
Neue Problemlösungskonzepte
© dpa/Maurizio Gambarini
Pirching bei Gleisdorf. Anlässlich
des 45jährigen Firmenjubiläums hat sich die international
tätige Transportlogistikgruppe
Jerich International selbst
reich beschenkt und zwar mit
45 neuen Mercedes-Benz
Actros.
Alle Fahrzeuge sind serienmäßig mit Fleetboard, dem
Ausstattungspaket Economy
Top und umweltfreundlichen
Euro 6-Motoren zum optimierten Einsatz auf allen internationalen Transportwegen
ausgestattet. Laut der Firmenchefs Herbert und Herbert
Jerich wolle man mit dieser
Großanschaffung die Weichen
für eine erfolgreiche Zukunft
stellen. Das Familienunternehmen, das in acht europäischen
Ländern sowie in den USA und
Kanada präsent ist, erzielte
2014 mit 675 Mitarbeitern
einen Umsatz von rund
200 Mio. Euro.
www.jerich.com
Teamwork Mit YuMi präsentiert ABB auf der Hannover Messe einen neuartigen
kollaborativen Roboter. „Damit stehen wir am Beginn einer neuen Phase der
­industriellen Automation“, so Robotik-Chef Per-Vegard Nerseth. Seite 50
E. Ahn (BDI), A. Werner (Brau Union
Österreich), H. Stockinger (BDI; v.l.).
Göss/Leoben. „Brewing a better
Future” nennt sich Heinekens
Nachhaltigkeits-Initiative. Eine
Schlüsselrolle bei der Umsetzung
spielt dabei der steirischen Anlagenbauer BDI AG, der in der Brauerei Göss eine Biertrebervergärungsanlage installiert, mit der die
bisher gesetzten Umwelt-Maßnahmen, wie etwa Biomasse-Fernwärme und Solarthermie, vervollständigt werden.
„Unser finales Ziel war die Umwandlung in einen gänzlich CO2neutralen Betrieb – dieses wird
nun erreicht”, erklärt Andreas
Werner, Braumeister von Göss.
www.wiencont.com
c ov e r
50 – industrialtechnology
kommentar
Viel Geld für
neue Roboter
Freitag, 13. Februar 2015
ABB-Neuheit Auf der Hannover Messe wird ein neuartiger kollaborativer Roboter erstmals präsentiert
YuMi soll eine neue Ära
in der Robotik einleiten
Sein Konzept eröffnet zahlreiche neue Potenziale für Anwendungen in der Industrieautomation.
„Viele Annahmen über Fertigungsverfahren und Industrieprozesse wird man dank YuMi
neu überdenken müssen“, ist PerVegard Nerseth, Leiter des globalen Geschäftsbereichs Robotik,
überzeugt. „YuMi wird zahllose
neue Einsatzmöglichkeiten bieten,
womit wir am Beginn einer neuen
Phase der industriellen Automation stehen.“
„Yumi ist ein weiteres Highlight
in unserer innovativen RoboterSparte“, meint auch Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender
britta biron
KMU Chancen nutzen
© Inside M2M
Workshop 4.0
Intelligente Maschinen sind auch für
kleine Unternehmen interessant.
Hannover. Mit Robotern kommunizieren, Anlagen aus der Ferne
warten und Maschinen intelligent vernetzen – Industrie 4.0
macht all das möglich. Profitieren können davon nicht nur
große Konzerne, sondern auch
kleine und mittlere Unternehmen. Welche Möglichkeiten die
neuen Technologien konkret
bieten, zeigt das Produktionstechnische Zentrum Hannover
(PZH) bei dem kostenlosen Anwenderworkshop „Industrie 4.0
– Chancen für den Mittelstand
durch intelligente Datenkommunikationslösungen für industrielle Applikationen” am 4. und
5. März. www.inside-m2m.de
„YuMi benötigt wenig
„Wir freuen uns,
Platz und kann an Ar­
dass wir im aktuellen
beitsplätzen installiert
­‚kununu‘-Ranking als
werden, die bisher nur
einziges Industrie­
für Menschen vor­
© ABB
F
orschung & Entwicklung
brauchen Geld. Je mehr,
desto besser. Aber das ist
in vielen Industrieländern aktuell bekanntlich recht knapp.
Anders sieht es da in den Vereinigten Arabischen Emiraten
aus – schließlich sprudeln
dort nach wie vor die Öl- und
damit auch die Einnahmequellen. Dass dies aber nicht bis in
alle Ewigkeit so bleiben wird,
ist den Ölprinzen durchaus
bewusst, zudem motiviert der
Koran ja auch zu Mildtätigkeit
und verdammt den Geiz.
Ob jetzt religiös oder eher
wirtschaftlich motiviert,
wichtig ist, dass die Scheichs
weiterhin die Spendierhosen
anhaben und gleich im Anschluss an den Wettbewerb
„Drones for Good” (Drohnen
für gute Zwecke), bei dem ein
Preisgeld von einer Million
US-Dollar an die Erfinder einer kollisionssicheren Drohne
vergeben wurde, den internationalen Wettbewerb „AI and
Robotics Award for Good”
(Künstliche Intelligenz und
Roboter für gute Zwecke) gestartet haben. Auch dieser ist
mit einer ­Million US-Dollar dotiert; gesucht werden diesmal
Roboter für die Bereiche Bildung, G
­ esundheit und Social
Services.
Bewertet werden die eingereichten Projekte von einer
hochkarätigen Fachjury, zu
der (keine Rede von Diskriminierung) auch etliche Frauen
gehören. Da weht ja ein frischer Wind in der Wüste!
Zürich/Wien. 1974 präsentierte ABB
den weltweit ersten, vollelektrischen und mikroprozessorgesteuerten Industrieroboter. Trotz
wachsender Konkurrenz in diesem
hoch innovativen Bereich zählt der
Schweizer Konzern nach wie vor
zu den führenden Anbietern und
hat bisher über 250.000 Roboter
installiert.
Ein wichtiger Grund für die gute Positionierung am Weltmarkt
– trotz der schwierigen Rahmenbe-
YuMi ermöglicht die gefahrlose enge Zusammenarbeit von Mensch und Roboter
gesehen waren.“
ell für die schnellen und flexiblen
Fertigungsanforderungen in der
Elektronikindustrie und ist daher
ebenso präzise wie vielseitig. YuMi
kann unterschiedlichste Teile handeln und etwa auch einen Faden
durch ein Nadelöhr fädeln.
Per-Vegard Nerseth
Leiter Robotik bei ABB
dingungen konnten im 4. Quartal
2014 Auftragseingang und Umsatz
in diesem Segment stabil gehalten
werden – sind Innovationen: Allein im Vorjahr hat ABB zehn Neuheiten auf den Markt gebracht.
Und auf der kommenden Hannover
Messe wird man eine weitere Innovation vorstellen, die eine neue Ära
in der Mensch-Maschine-Kollaboration (einem der derzeit heißesten
Themen in der Automatisierungsbranche) einleiten soll.
Entwickelt wurde YuMi (der Name steht für „you and me“) spezi-
Eröffnet neue Möglichkeiten
Der Roboter wird nach und nach
auch in anderen Branchen zum
Einsatz kommen und hat alle bisherigen Praxistests sowohl bei ausgewählten Blue Chip-Unternehmen
als auch ABB-intern mit Erfolg bestanden. YuMi-Roboter waren im
Team mit menschlichen Kollegen
beispielsweise bereits in der Endmontage und der Verpackung tätig
sowie in einer Fertigung in einem
ABB-Niederspannungsbereich.
Von den kollaborativen Robotern, die es bereits am Markt
gibt, unterscheidet sich YuMi vor
allem durch das Gesamtpaket für
die Kleinteilmontage. Dieses umfasst neben dem Roboter auch
tauschbare Greifhände, ein Teilezuführsystem, Force Control-Sensorik, ein Kamerasystem, Software
und die Steuerung. Auch sein Design (es wurde bereits mit einem
Red Dot ausgezeichnet) macht
den Roboter einzigartig. Die Roboterarme sind gut gepolstert, die
menschenähnlichen Proportionen
vermitteln auch optisch ein Gefühl
der Sicherheit, das durch die Zertifizierungen durch den TÜV Süd
auch mit harten Fakten untermauert wird.
unternehmen in den
Top10 liegen.“
franz chalupecky
vorst.vors. ABB Österreich
von ABB in Österreich, der sich
aktuell über einen Erfolg abseits
technischer Innovationen freuen
kann: „Im neuen ‚kununu-Ranking‘
der beliebtesten Arbeitgeber Österreichs liegt ABB als einziges Industrieunternehmen in den Top10.
Dieses Ergebnis unterstreicht,
dass wir mit unseren Employer
Branding-Maßnahmen auch im
Social Media-Bereich, wie dem aktiven Management unseres Arbeitgeberprofils auf kununu, auf dem
­richtigen Weg sind.“
www.abb.com
Smart Labs Carinthia Eröffnung der 3D-Druck- und Prototyping-Labore an Alpen Adria-Universität und FH Kärnten
Vorbereitung für die Industrie der Zukunft
Klagenfurt/Villach. Die beiden Smart
Labs sind Kompetenzzentren und
Forschungslabore, mit denen die
Alpen Adria Universität und die FH
Kärnten gemeinsam neue Innovationsräume für Studierende, Lehrende und Unternehmen (insbesondere
Start-up-Unternehmen) für die drei
Zukunftsthemen 3D-Druck, Rapid
Prototyping und Industrie 4.0 bieten. In den neuen Laboren können
Studenten, Forscher und Unternehmen ihre Konzepte von der Idee
über den Prototyp bis zur Vermarktung umsetzen. Im Klagenfurter Labor kommen auch 3D-Drucker zum
Einsatz, die neben kommerziellen
Produktteilen auch selbst entworfene und gedruckte Teile enthalten.
Gut für den Standort
Siegfried Spanz, GF der FH
Kärnten: „Das Thema Industrie 4.0
ist für die Kärntner Hochschulen
ein wichtiges Thema, insbesondere auch deshalb, weil es eine hohe
Relevanz für das wirtschaftliche
Umfeld in der Region besitzt. Das
‚Smart Lab Carinthia‘ ist da ein
wichtiger Baustein.“
liefert die Erkenntnisse, von denen
wir alle profitieren. Wir haben in
Österreich kein Öl außer Kernöl
und wir werden keine großen Goldreserven in den Hohen Tauern fin-
„Der Start des ‚Smart
Labs Carinthia‘ ist
ein wissenschaft­
licher Meilenstein für
© AAU
britta biron
Oliver Vitouch (Rektor AAU), Siegfried Spanz (Geschäftsführer FH Kärnten),
Gaby Schaunig (LHStv.in Kärnten) und Harald Mahrer (Staatssekretär BMWFW).
Oliver Vitouch, Rektor der AAU
Klagenfurt, betont die positiven
Effekte für den Standort: „Kärnten
ist ein Bundesland im Wandel.
Die Entwicklungen hin zu einer
technologieaffinen, innovationsstarken, nachhaltig agierenden
Region sind bereits viel weiter
gediehen als gemeinhin wahrgenommen. Das Smart Lab Carinthia
ist eine weitere konkrete Keimzel-
le dieser Entwicklung: Es vereint
Forschung, Next Generation Innovation, Industrie 4.0 und Entrepreneurship auf besonders günstige
und zugleich niederschwellige
Weise und ist damit Impulsgeber
für weitere Innovation.“
Harald Mahrer, WissenschaftsStaatssekretär, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung
und Wirtschaft: „Die Wissenschaft
das Innovationsland
Kärnten.“
Harald Mahrer
staatssekretär
den. Wir haben die Schätze nicht
im Boden, sondern in den Köpfen
der Menschen, und diese wollen
wir bestmöglich fördern und fordern.” www.uni-klu.ac.at
www.fh-kaernten.at
i n n ovati on & u n te r n e hm e n
Freitag, 13. Februar 2015
industrialtechnology – 51
Trübe Aussichten Hohe Abgaben und Bürokratie verschärfen die Lage der Unternehmen noch zusätzlich
short
Konjunkturbarometer
zeigt weiter nach unten
SGS erweitert das
Amerika-Geschäft
© SGS
Mit Ausnahme weniger Teilindikatoren geht die Industrie von einer weiteren Verschlechterung aus.
punkte mehr als zuletzt – verzeichnen eine sinkende Produktion, und
53% rechnen mit einer „etwa gleich
bleibenden“ Lage, was insgesamt
gesehen einer leichten Verschlechterung dieses Indikators gleich­
kommt.
Auch in Kärnten hat sich die Einschätzung der Geschäftslage verschlechtert: Während im 3. Quartal
noch 51% der befragten Betriebe
sie als „gut“ bezeichneten, waren
es zum Jahresende nur noch 36%.
Auftragslage und Produktionstätigkeit konnten das Niveau annähernd halten, bemängelt wird aber
die schwache Dynamik.
britta biron
Wien. Laut dem jüngsten IV-Konjunkturbarometer geht es mit
der österreichischen Wirtschaft
weiter bergab. Die Frage, ob man
sich dabei nach der klassischen
Definition bereits in einer Rezession befinde oder nicht, sei, so IVChefsekretär Christoph Neumayer, nicht relevant. „Fakt ist, dass
die Wirtschaftsleistung gegenüber
der gleichen Periode des Vorjahreszeitraums schrumpft, wir mit der
Bürde eines erheblichen Wachstumsrückstands in das Jahr 2015
hineingegangen sind und auch eine
Wende zum Besseren derzeit nicht
in Sicht ist.”
Trübe Aussichten also, die im
Wesentlichen von den Detaildaten
aus den Bundesländern bestätigt
werden.
So beurteilt die Mehrheit NÖUnternehmen sowohl die aktuelle
als auch die zukünftige Ertragslage wie schon im Vorquartal kritisch. Sind im Vorquartal 10% der
Unternehmen von einer mittelfristigen Verbesserung ausgegangen,
glaubt jetzt keines mehr daran.
Gleichzeitig ist der Anteil der Pessimisten, die mit einer weiteren
Verschlechterung der Ertragslage
rechnen, von 26 auf 32% gestiegen.
„Im Moment sehen wir keine
Anzeichen, dass sich die Konjunkturlage in den nächsten Monaten
spürbar verbessert. Alle Zukunftsindikatoren liegen nach wie vor im
negativen Bereich“, betont Michaela Roither, GF der IV NÖ.
Werner Griesmaier, Gründer der
SGS Industrial Services GmbH.
Dorf an der Pram. Werner Griesmaier, Gründer und Miteigentürmer der SGS Industrial
Services GmbH, sieht seine
„Go West-Strategie“ für den US
Amerika-Standort bestätigt.
Für den Holzwerkstoffanlagenbauer Dieffenbacher wird man
in diesem Frühjahr die erste
MDF-Produktionsfabrik in Mexiko installieren, zudem konnte
man vom 2013 gegründeten
Standort in Atlanta wichtige
Aufträge in Alabama und Louisiana in der Holzwerkstoffindustrie an Land ziehen.
„Aktuell laufen die abschließenden Verhandlungen zu
größeren Südamerikaprojekten
aus dem Umwelttechnikbereich
sowie für zwei Rauchgasentschwefelungsanlagen in Chile.
Unterstützt vom Wirtschaftswachstum in Amerika, dem
niedrigen Ölpreis und neuen
ambitionierten Umweltschutzzielen, stehen die Ampeln auf
grün, um weitere zukünftige
Großprojekte in Übersee zu
gewinnen“, ist Griesmaier überzeugt. www.sgs-industrial.com
Auch nach Meinung der Salzburger Unternehmen werden sich Produktionstätigkeit, Verkaufspreise
und Ertragssituation weiter verschlechtern; nur noch 7% erwarten
eine „steigende“ Produktion. Fast
ein Viertel prognostiziert einen
Rückgang.
Für IV-Salzburg-Präsident
Rudolf Zrost liegen die Ursachen
nicht nur im scharfen weltwirtschaftlichen Wettbewerb, sondern
vor allem auch im eigenen Land:
„Das Vertrauen in den Standort
hat sich verschlechtert. Investiert
wird nur wenig, und jene, die investieren wollen, sind mit langen
und immer komplexeren Verfahren konfrontiert.” So habe sich etwa das Bewilligungsverfahren für
einen Hallenneubau zwischen 2008
und 2014 von 11 auf 20 Monate
fast verdoppelt.
Im Burgenland zeigt sich eine
leichte Besserung: 10% der Betriebe
(gegenüber 0 Prozent im Vorquartal) rechnen mit einer steigenden
Geschäftslage; vor allem im Export
sieht man Chancen. 23% (11%) beurteilen die Auslandsaufträge als
Standortschwächen
Eine leichte Verbesserung orten die Tiroler Industriebetriebe;
insgesamt 23% der befragten stufen die Entwicklung als „steigend“
ein. 24% – das sind um 19 Prozent-
© Jürg Christandl
Hohe Bürokratie
IV-Generalsekretär Christoph Neumayer: „Brauchen tiefgreifende Strukturreformen“.
besser und 14% (20%) als schlechter.
Optimistischer als im 3. Quartal
ist die Vorarlberger Industrie: Die
Geschäftslage in sechs Monaten
wird von 32% als günstiger eingeschätzt, und nur 6% rechnen mit
einem Rückgang. Zum Teil große
Unterschiede zeigen sich zwischen
den einzelnen Branchen. In der
Elektro- und Elektronik-Industrie
spricht kein Unternehmen von einer schlechten Geschäftslage, in
der Nahrungsmittelbranche dagegen erwarten 73% der befragten
Unternehmen eine Verschlechterung der Ertragssituation.
Recht dramatische Auswirkungen der schwachen Konjunktur
zeigen sich im Industrieland OÖ:
Immerhin 30% der Betriebe gaben
an, ihren Mitarbeiterstand redu-
zieren zu wollen. Es ist dies zudem
einer der wenigen Punkte, in dem
sich quer durch die Branchen eine
eindeutige Tendenz abzeichnet. Bei
allen übrigen Umfragewerten variieren die Ergebnisse zwischen den
einzelnen Branchen ungewöhnlich
stark, von sehr positiven (Maschinenbau) bis sehr negativen Einschätzungen (Chemieindustrie).
Wenig Grund zum Optimismus
sieht man auch in der Steiermark:
Für die kommenden drei Monate
schätzt ein gutes Viertel (26%) der
Umfrageteilnemer die Produktionstätigkeit als abnehmend ein,
16% gehen von einer Steigerung aus
(Saldo –10). Auch der Ausblick bis
zum Sommer fällt negativ aus: Der
Saldo der erwarteten Geschäftslage
fällt von –1 auf –15. www.iv-net.at
Hightech-Konzern
zeigt weiter Stärke
Unterpremstätten. Der Sensorhersteller ams konnte den Konzernjahresumsatz 2014 um 23%
auf 464,4 Mio. und das EBIT
um 65% auf 105,4 Mio. Euro
steigern. Auch die weltweite
Kundenbasis konnte deutlich
erweitert und insbesondere in
Asien zahlreiche neue Kunden
gewonnen werden.
Entgegen der typischen
Saisonalität wird für das
1. Quartal 2015 mit einer weiteren Umsatzsteigerung auf
145-150 Mio. Euro gerechnet.
www.ams.com
Forschungsprojekt Neue Plattform für effizienteres Störungsmanagement in produzierenden Unternehmen
Big Data soll Störungen vermeiden helfen
wird dann zur Entwicklung einer
Mustererkennung genutzt.
Im Falle einer Störung wird ein
Abbild der aktuellen Datenkonstellation (Datenmuster) gespeichert
und der Störung zugeordnet.
Sollte sich später eine ähnliche
oder gleiche Datenkonstellation
ergeben, erkennt das System diese
und weist auf die bereits hinterlegte Störung hin.
So können Mitarbeitern proaktiv auf Störungen reagieren, noch
bevor diese tatsächlich eingetreten
sind.
„Unsere BigPro-Lösungslogik
kann beispielsweise eingesetzt
werden, um Produktionsmitarbeiter bei drohenden Maschinenausfällen via E-Mail direkt zu informieren und ihnen Maßnahmen zur
Störungsbehebung vorzuschlagen”,
Gemeinsam mit Partnern aus der
IKT-Branche und Anwendungsunternehmen, darunter Robert
Bosch GmbH, i2solutions, Software AG oder C. Grossmann Stahlguss, will man eine branchenunabhängige Big-Data-Plattform
entwickeln, mit deren Hilfe Unternehmen mögliche Störungen in
der Produktion bereits vor deren
Eintreten erkennen und so besser
darauf reagieren können.
Der besondere Ansatz besteht
darin, die für die Produktion relevanten Daten um jene zu den
Rückmeldungen der Produktionsmitarbeiter im Störungsfall zu ergänzen. Die Gesamtheit der Daten
© Bosch
Laufende Erweiterung
Mitarbeiter können Produktionsstörungen noch vor deren Eintreten erkennen.
Neuer Großauftrag
für Andritz Hydro
„Unsere Zielsetzung
ist es, eine bestmögliche Unterstützung der
Entscheidungs­ebene
im Management ­
© Tidal Electric
Aachen. Die Ursache für zeit- und
kostenintensive Produktionsausfälle liegt meist in der fehlenden
Transparenz im Produktionsgeschehen. Hier setzt das Ende letzten Jahres gestartete und noch bis
August 2017 laufende Projekt des
Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen
an.
zu erreichen.“
In der walisischen Tidal Bay wird
ein Gezeitenkraftwerk errichtet.
Felix Jordan
Projektleiter am FIR
Graz. Nach einem internationalen Ausschreibungsverfahren
hat Tidal Lagoon Swansea
Bay plc. das Konsortium GE/
Andritz Hydro als bevorzugten
Anbieter für die Lieferung der
elektromechanischen Ausrüstung für das weltweit erste
Gezeitenlagunen-Wasserkraftwerksprojekt in der SwanseaBucht, Wales, ausgewählt. Das
Ausschreibungsvolumen beträgt rund 400 Mio. Euro;
auf Andritz Hydro enfallen
etwa 250 Mio. Euro.
www.andritz.com
erklärt der FIR-Wissenschaftler
Felix Jordan.
Die Gegenmaßnahmen sind in
einem dynamischen Störungskatalog hinterlegt, der stets erweitert
wird. Sie werden kontinuierlich
auf ihre Effektivität analysiert
und bewertet, sodass etwa fehlgeschlagene Maßnahmen erkannt,
überprüft und wiederum optimiert
werden können.
www.fir.rwth-aachen.de
tr a n spor t & logi s t i k
52 – industrialtechnology
Freitag, 13. Februar 2015
Inverto-Umfrage Markttransparenz und Wettbewerb sind die wichtigsten Mittel zur Senkung der Transportkosten
short
Kundenwünsche führen
zu höherer Komplexität
© obs/Deutsche Messe Hannover
CeMat stärkt den
Verpackungsbereich
Zum Einsatz kommen jedoch nicht die Maßnahmen mit dem höchsten Einsparpotenzial.
nahmen zur Kosten­
Theorie vs. Praxis
Wirksame Maßnahmen zur Senkung der Transportkosten stehen hoch im Kurs.
senkung sind die
„In allen befragten Unternehmen
wurden bereits Maßnahmen zur
Reduktion der Transportkosten
umgesetzt”, so Studienautor und
Inverto-Prinzipal Jan Müller-Gödeke. Die Suche nach neuen, besser
geeigneten Dienstleistern ist mit
48% am häufigsten. Regelmäßige
Preisanfragen und Preisvergleiche
sowie eine intensivere Kooperation mit Lieferanten, Kunden oder
Forschungsstellen sind mit jeweils
40% ebenfalls oft eingesetzte Maßnahmen. Die Zusammenarbeit mit
Wettbewerbern oder branchenfremden Unternehmen ist noch
nicht etabliert.
Obwohl man die elektronische
Anbindung der Logistikdienstleister als wesentlichen Kostensenkungsfaktor ansieht, wurde das
bisher aber nur in einem Drittel
der Unternehmen auch umgesetzt.
Auch bei 3 PL/4PL-Konzepten ist
Köln. Dass die Komplexität in der
Logistik steigt, darf als Tatsache
angesehen werden. Im Vorfeld der
aktuell laufenden LogiMat, die das
Thema heuer zum Messemotto erklärt hat, befragte vor einigen Monate das Beratungsunternehmen
Inverto die Teilnehmer des 31. BVL
Logistikkongresses dazu, welche
Faktoren als wesentlich erachtet
werden und welche Maßnahmen
Hannover. Vertreter der Deutschen Messe unterzeichneten
mit der Easyfairs Deutschland
GmbH eine weitreichende
strategische Partnerschaft und
vereinbarten, die „Empack“ und
„Label&Print“ künftig im Rahmen der CeMat zu organisieren,
erstmals vom 31. Mai bis zum
3. Juni 2016 in Hannover.
„Mit dieser Kooperation bauen wir den Bereich Verpackung
auf der ‚CeMat‘ als der weltweit führenden Intralogistikmesse sinnvoll aus. Wir werden
so zusätzliche Aussteller- und
Besuchergruppen erreichen“, so
Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen
Messe AG. „Das eröffnet unseren Kunden neue Möglichkeiten, sich im Rahmen einer
erfolgreichen und etablierten
internationalen IntralogistikMesse zu präsentieren”, ergänzt Martina Hofmann, Event
Director D-A-CH der
Easyfairs Deutschland GmbH.
In ungerade Jahren werden die
„Empack“ und „Label&Print“
als eigenständige Messen stattfinden. www.cemat.de
Suche nach besseren
Dienstleistern und
Preis­vergleiche.“
Jan müller-gödeke
prinzipal inverto AG
© Panthermedia.net/Ivan Kruk
„Die häufigsten Maß­
konzepte sowie die Steuerung der
Lieferkette machen jeweils 28% für
die steigende Komplexität verantwortlich.
Regelmäßige Preisanfragen werden dabei weiterhin als das erfolgversprechendste Mittel angesehen.
Das größtes Potenzial für das eigene Unternehmen sieht man in der
elektronische Anbindung der Logistikdienstleister sowie der Nutzung
von Synergieeffekten. Der Umsetzung von 3PL/4PL- Konzepten, alternativen Logistikkonzepten sowie
dem Aufbau von Know-how werden ebenfalls hohe Einsparungsmöglichkeiten zugesprochen.
britta biron
Heuer werden erstmals die Empack
und die Label&Print integriert.
die Kluft zwischen Theorie und
Praxis groß: Nur 16% der befragten
Unternehmen gaben an, diese
Maßnahme geprüft bzw. schon
umgesetzt zu haben.
Beim Einsatz alternativer Logistikkonzepte wie z.B. Intermodal, ist
die Gruppe jener, die solche bereits
nutzt, ebenfalls deutlich kleiner als
jene, die glaubt, dass sich damit
die Kosten senken lassen (12% vs.
40%). www.inverto.com
am geeignetsten erscheinen bzw.
derzeit eingesetzt werden, um die
steigende Komplexität durch Kostenreduktionen auszugleichen.
Die Ergebnisse liegen jetzt vor
und zeigen, dass vor allem die
sehr unterschiedlichen Kundenwünsche eine exakte Planungen
zunehmend erschweren; immerhin 64% der Befragten nannten
dies als Hauptgrund. Hohe Ansprüche der Kunden, z.B. enge Zeitfenster, liegen mit 40% auf Platz
2, gefolgt von Nicht-durchgängigen IT-Systemen und fehlender
Datentransparenz (32%). Wechselnde Lieferanten und Anliefer-
© Middlesex University London/Richard Bailey
Master für Supply
Chain Management
Deutschsprachige Fernstudien bietet
die Middlesex University seit 2011.
Wien. Im April startet wieder
ein Lehrgang nach dem vom
BMÖ – Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und
­Logistik in Österreich ent­
wickelten Konzept.
Das duale Programm – Fernstudium an der Middlesex
University, eine der führenden
Fernlehruniversitäten Europa
und 18 Tage Präsenz an der
BMÖ Akademie – richtet sich
sowohl an High Potentials aus
Einkauf & Supply Chain Management, aber auch an Quereinsteiger und schließt mit dem
Master of Business Admini­
stration (MBA) ab.
www.bmoe.at
Branchentrends Fokus auf Europa & Digitalisierung
Aktuelle Studie Kostspielig und wenig wirksam
Bremen. Laut einer aktuellen BVLUmfrage gehen 57% der Logistikunternehmen davon aus, dass
Russland und die GUS-Staaten
heuer an Bedeutung verlieren werden; weniger Bedeutung wird auch
den USA sowie den asiatischen und
südamerikanischen Märkten zugemessen.
Die Hoffnungen der Logistiker
ruhen vor allem auf West- und
Nordeuropa, speziell auf Deutschland.
Wien. Dass die heimische Transportbranche einer flächendeckenden Lkw-Maut wenig abgewinnen kann, liegt auf der Hand.
Und eine aktuelle Studie des Instituts für Transportwirtschaft und
Logistik der WU Wien hat jetzt
auch berechnet, dass eine solche
Maßnahme wenig Positives bringen würde.
Studienautor Sebastian Kummer dazu: „Ländliche Regionen
würden im Wettbewerb massiv
geschwächt, wenn auch auf Landes- und Gemeindestraßen eine
Lkw-Maut anfiele. ”
Die Top-Themen in der Logistik
Neben der Einschätzung zu den
einzelnen Märkten ging es bei
der Befragung auch um die TopThemen für 2015; oberste Priorität (31%) hat demnach die Digitalisierung und damit verbunden
IT-Projekte.
Im Fokus stehen weiters Compliance, Prozesse & Organisation
sowie das Risikomanagement im
Hinblick auf politische Umbrüche und sich verändernde Warenströme. www.bvl.de
Neuer Stoff für Maut-Diskussion
chende Geräte eingebaut werden,
die mindestens 150 Euro pro Stück
kosten, der Einbau kostet nochmal
250 bis 300 Euro. Dazu kommen
weitere Ausgaben für die Errichtung eines Satelliten-Erfassungssystems und die bei einem flächendeckenden System sehr aufwendige
Kontrolle. Daher rechnen wir in
Summe mit Aufwendungen von 350
Millionen Euro; das ist sehr hoch
im Vergleich zu den möglichen Einnahmen.“ www.wu.ac.at/itl
Vor allem in West- und Nordeuropa rechnen die Logistiker heuer mit mehr Geschäft..
Nachteile würden sich auch für
international tätige Unternehmen
ergeben, da diese ganz besonders
in ihrer Konkurrenzfähigkeit geschwächt würden. „Zudem wären
die Systemkosten hoch, und den
Ländern würde wenig von den Einnahmen übrig bleiben“, so Kummer. Seinen Berechnungen zufolge
würden die Mauteinnahmen nur
282 Mio. Euro ausmachen. Grund:
die hohen Einrichtungskosten.
„In jedes Kfz müssten entspre-
© Mediendienst.com/Foto Wilke
© dpa/Christian Charisius
Hohe Systemkosten
Sebastian Kummer: Neue Maut würde
ländliche Regionen stark schwächen.
tr a n spor t & logi st i k
Freitag, 13. Februar 2015
MCI Innovation hilft beim Ausrichten von Kranlasten
Drehkreisel
für Container
© Juice Images/Fotolia.com
Kürzere Verladezeiten, mehr Kosteneffizienz.
Der neuartige Lastdrehkreisel verkürzt das exakte Ausrichten des Containers
herbert strasser
Innsbruck. Wenn ein Container an
einem Kranhaken hängt, dreht er
sich durch Wind oder leichte Stöße
und muss vor dem Absetzen wieder wieder exakt ausgerichtet werden. Dabei geht wertvolle Zeit beim
Verladen verloren, zudem steigt
das Gefahrenrisko im Umfeld des
Containers. Abhilfe schafft hier der
am MCI Management Center Innsbruck entwickelte Lastdrehkreisel.
Es nutzt ein einfaches physikalisches Prinzip, das jeder aus dem
Alltag kennt: Sitzt man ohne Fußkontakt auf einem Drehstuhl und
bewegt die ausgestreckten Arme
nach rechts, dann dreht sich der
Stuhl nach links.
Um Gewicht zu sparen, wird der
Kreisel als intelligente Schwung-
masse ausgeführt, die einen Motor, Akkus und Elektronik enthält.
Spezielle Lagesensoren und eine
Energierückgewinnung – wie beim
Bremsen von Elektroautos – vervollständigen das Konzept, das
bereits zum Patent angemeldet
wurde und als funktionsfähiger
Prototyp in unterschiedlichen
Anwendungen erprobt wurde.
Kooperationspartner
„Nun sind wir auf der Suche
nach Unternehmenspartnern zur
Weiterentwicklung in Richtung
Serienreife und Vermarktung“, so
MCI-Rektor Andreas Altmann.
Von Interesse ist der Lastdrehkreisel nicht nur für Kranhersteller, sondern auch als Technologie.
www.mci.edu
Syskron Krones-Tochter übernimmt SAP-Spezialisten
Vorbereitung auf Industrie 4.0
auf die künftige Entwicklung von
Geschäftsmodellen im Bereich „Industrie 4.0“ als wichtiges Asset.
Triacos GmbH mit Sitz in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz)
erwirtschaftete im Geschäftsjahr
2014 einen Umsatz von rund 2,0
Mio. Euro.
Bei Triacos arbeiten 22 SAP-Spezialisten, die schwerpunktmäßig
Projekte für mittelständische Kunden in Deutschland realisieren.
www.krones.com
© Krones
Neutraubling. Die Syskron Holding
GmbH, das im Bereich Intralogistik tätige Tochterunternehmen der
Krones AG, hat 100% der Triacos
GmbH gekauft.
Durch den Zukauf – der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich – kann die
Krones-Tochter neben den eigenen Softwareprodukten jetzt auch
SAP-Standardlösungen für die
Getränkeindustrie anbieten. Dies
sieht man vor allem im Hinblick
Die Krones-Tochter erweitert durch den Zukauf ihr Leistungsspektrum.
industrialtechnology – 53
e n e r gi e & r e s sou r c e n
54 – industrialtechnology
Freitag, 13. Februar 2015
Aktuelle Studie Sechs Prozent der Ackerflächen können bis 2020 13% des Ökotreibstoffbedarfs der EU liefern
short
Potenzial für Biokraftstoffe
längst nicht ausgenutzt
© Klimafonds/Ringhofer
Kompakte Infos rund
um die Energiewende
Europäische Hersteller fühlen sich aber durch die aktuelle EU-Energiepolitik benachteiligt.
Utrecht/Berlin. Wissenschaftler der
Universität Utrecht kommen in
einer neuen Studie für die niederländische Regierung zu dem Ergebnis, dass in der Europäischen
Union (EU) ein großes Rohstoffpotenzial für Biodiesel und Bioethanol
besteht.
Durch Ertragssteigerungen oder
die Nutzung von wenig bewirtschafteten Flächen lassen sich
deutlich mehr Rohstoffe für Biokraftstoffe nachhaltig und ohne
unerwünschte Nebeneffekte produzieren, als bisher angenommen.
Bereits im Jahr 2020 könnten
13 Prozent des Erneuerbaren Energiebedarfs im Verkehrssektor
mit Biokraftstoffen gedeckt werden, die einzig aus den drei untersuchten Modellregionen in Polen,
Ungarn und Rumänien stammen,
eine Fläche, die nur sechs Prozent
der gesamten Ackerfläche in der
EU entspricht.
Ingar Höbarth, GF Klima- und Energiefonds: Bieten fundierte Fakten
Wien. Der Klima- und Energiefonds hat ein umfassendes
Nachschlagwerk zu Fragen
rund um die Energiewende
veröffentlicht. Neben aktuellen
Informationen zu Technologien
und Marktdaten werden internationale Vorgaben, nationale
Pläne und globale Energieentwicklungen präsentiert; abrufbar ist das Nachschlagewerk
unter www.klimafonds.gv.at/
service/broschueren.
„Unser Ziel ist es, dass diese
Faktensammlung von einer
breiten Öffentlichkeit aktiv als
Nachschlagewerk genutzt wird.
Denn es gibt genug Fehlinformationen zu diesem Thema“,
so Klima- und Energiefonds-GF
Ingmar Höbarth.
www.klimafonds.gv.at
© obs/UFOP
herbert strasser
Aktuelle EU-Klima- und Energiepolitik berücksichtigt nach Meinung der Biotreibstoff-Hersteller ihre Branche zu wenig.
Kein Plus bei CO2
Leuchtstoffröhren als
Rohstofflieferanten
Auch die oft in Zusammenhang
mit Biokraftstoff geäußerte Kritik,
dass die Treibhausgasbilanz von
Biodiesel und Bioethanol aufgrund
von indirekten Landnutzungsänderungen schlechter als die von
fossilen Kraftstoffen sei, konnten
die Wissenschaftler insofern widerlegen, als sich die Effekte mit
höheren Produktivität und effizienteren Nutzung der Ressourcen
vermeiden lassen.
„Unser nachhaltig produzierter
Biodiesel aus Raps ist aktuell rund
60 Prozent klimafreundlicher als
fossiler Kraftstoff”, kommentiert
Robert Figgener, Präsident des
Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), die Studienergebnisse. „Die Politik sollte die
© TU Freiburg
Freiburg. Ein neues Verfahren
ermöglicht es, strategisch wichtige Metalle aus Leuchtstoffabfällen zurückzugewinnen.
Es wurde von der TU Bergakademie Freiberg in Zusammenarbeit mit der Firma FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH
und der Firma Narva Lichtquellen GmbH & Co. KG entwickelt.
www.tu-freiberg.de
Gesetzliche Hürden
Dem Thema widmete sich auch
der internationalen Fachkongress
„Kraftstoffe der Zukunft“, der vor
Kurzem in Berlin stattfand. Mehr
als 500 Teilnehmer aus über 30
Nationen waren der Einladung
von fünf Verbänden der deutschen
Bioenergiebranche gefolgt, um
sich über Markentwicklungen zu
informieren, politische Rahmenbedingungen und Mobilitätsperspektiven zu diskutieren und sich
Analyse des RohstoffMarkts in Brasilien
etablierten Biodiesel und Bioethanol bedeuten, während nach 2020
künftig verstärkt auf Technologien
gesetzt werden soll, die noch nicht
verfügbar sind und für deren Aufbau neue Investitionen in Milliardenhöhe getätigt werden müssten“,
kritisiert Helmut Lamp, Vorsitzender des BBE, und warnt weiter:
„Den Verkauf von zertifizierten
und in Europa hergestellten Biokraftstoffen zu begrenzen oder
gar zu reduzieren, wäre ein fatales
Signal für die ganze Bioökonomie.”
Auch nach 2020 müsse es einen
technologieoffenen Wettbewerb
geben, in dem Biodiesel und Bioethanol Teil der europäischen Biokraftstoffstrategie als Beitrag
zum Klima- und Ressourcenschutz
sind. www.bioenergie.de
über die Nachhaltigkeitszertifizierung von Biokraftstoffen auszutauschen.
Sorge bereitet der Branche die
fehlende Planungssicherheit im
Zusammenhang mit der den im
Juni 2014 beschlossenen Vorschlägen der EU-Kommission zur
Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (2009/28/EG) und
der Kraftstoffqualitätsrichtlinie
(2009/30/EG). Zudem hält man es
für kontraproduktiv, dass in dem
vom EU-Rat beschlossenen Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 Biokraftstoffe nicht
expliziter Bestandteil der Treibhausgasminderungspolitik sind.
„Eine Umsetzung der vorliegenden Vorschläge würde eine Benachteiligung von dem im Markt
Wiener Netze Keine Einsparungen durch Energieferien
CO2-Zertifikate Forscher fordern Mindestpreise
Wien. Dass die Energieferien einen
positiven Effekt haben, ist klar:
Der Tourismus wird angekurbelt
und vor allem Schüler und Lehrer
freuen sich über die zusätzliche
Pause.
Potsdam. Nach einer aktuellen Analyse des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung (PIK) erfüllen die aktuellen CO2-Zertifikate,
die Unternehmen zur Reduktion
ihrer Emissionen motivieren sollen, ihren Zweck nicht. Grund sei
vor allem, dass der Preis für die
Papiere viel zu niedrig ist. Daher
schlagen die PIK-Autoren nun die
Einführung eines Mindestpreises
für den Ausstoß von CO2 vor.
Nur Verlagerung des Verbrauchs
Mitglieder des Forschungsteam der
TU Bergakademie Freiberg.
Nur 2,4% Ersparnis
Den ursprünglichen Grund für
die Einführung dieser zusätzlichen
Ferien kennen viele heute nicht
mehr und genau genommen hat er
mittlerweile auch keine Bedeutung
mehr.
Ein von der Wiener Netze GmbH
durchgeführter Vergleich mit einer
durchschnittlichen Februarwoche
zeigt, dass an einem Ferienwerktag die Stromersparnis gerade mal
2,4% beträgt, am Ferienwochenende sogar noch weniger. Der Gasverbrauch sinkt um sieben bis zehn
Prozent. Zudem verlagert sich der
Energieverbrauch auf die Skipisten
und Hotels. www.wienernetze.at
Wenig Motivation zur Reduktion
Forschung und Entwicklung umfassen“, so die Forscher. Allerdings
sei eine reine Ökoförderung nicht
zielführend: „Wenn die Politik sich
darauf beschränkt, ausschließlich
die Erneuerbaren Energien auf den
Markt zu bringen – so wie derzeit
in Deutschland –, wird weniger
Gas genutzt, während die Nutzung
von billiger, aber schmutziger Kohle unverändert hoch bleibt oder
sogar zunimmt.“
www.pik-potsdam.de
Der ursprüngliche Zweck der Energieferien hat heute keine Bedeutung mehr.
Weil dies allein politisch heikel
wäre, sei zudem auch ein „neuartiges Politikpaket” nötig.
Dazu gehörten unter anderem
eine bessere Förderung Erneuerbarer Energien, ein Verzicht auf
den Bau neuer Kohlekraftwerke
sowie neue Anstrengungen bei der
umstrittenen Technik zur unterirdischen Abscheidung von Kohlenstoff (CCS).
Die Förderung neuer Techniken
könne verschiedene Formen annehmen: Einspeisetarife, Quoten
oder Steuererleichterungen für
sauberen Strom. „Sie kann aber
auch die direkte Förderung von
© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Neue Fördermaßnahmen
© dpa/Bernd Thissen
Berlin/Sao Palo. Brasilien ist
eines der bedeutendsten Länder für die globale Rohstoffwirtschaft und wird seine
Stellung in diesem Bereich
voraussichtlich noch steigern.
Der nationale Branchenverband
IBRAM geht davon aus, dass
bis 2018 Investitionen von rund
47 Mrd. Euro in neue Vorhaben
und die Ausweitung bestehender Anlagen fließen werden.
Entsprechend gute Chancen
bieten sich daher für Anbieter
von Bergbauausrüstung und
-dienstleistungen.
Die von der Germany Trade
& Invest (GTAI) zusammen mit
der Deutsch-Brasilianischen
Industrie- und Handelskammer
São Paulo und der Deutschen
Rohstoffagentur erstellte Studie liefert einen detaillierten
Überblick über Investitionsprojekte, aktuelle Rohstoffsituation, konkrete Geschäftsmöglichkeiten, aber auch landestypische Risiken. www.gtai.de
in der Studie dargestellten Chancen nutzen: Europäische Biokraftstoffe können auch nach 2020 fossiles Erdöl ersetzen, ohne negative
Landnutzungseffekte-Effekte hervorzurufen.”
Zu günstige CO2-Zertifikate bieten
wenig Anreiz für nötige Einsparungen.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 13. Februar 2015 – 55
best cars 2015
effizienz-steigerung
Leserwahl: auto motor und sport zeichnet
beliebteste Autos 2015 aus Seite 59
Toyota will mit Siliziumkarbid-Halbleitern
Energieverluste minimieren Seite 60
© Toyota
© Opel
automotivebusiness
ix35 fcev
Hyundai gibt
mit wasser gas
© Hyundai
2015 soll das Jahr der
Brennstoffzelle werden
© Panthermedia.net/Blazej Lyjak
short
Wien. Nachdem das vergangene
Autojahr dem heimischen
Markt ein Minus von rund fünf
Prozent bescherte, verlief auch
der Start ins neue Jahr alles
andere als zufriedenstellend:
Laut aktuellen Zahlen der
Statistik Austria wurden im
Jänner um 2,3 Prozent weniger Pkw verkauft, als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Bei den Neuzulassungen von
Sattelzugfahrzeugen (plus 64,9
Prozent) und Lkw der Kl. N2
(plus 135,7 Prozent) gab es hingegen Zuwächse.
www.statistik.at
© dpa/Stephanie Pilick
Mobilität 2015
In einer aktuellen
­Untersuchung haben die Analysten
von Frost & Sullivan
die Trends des
Autojahres 2015
unter die Lupe genommen. Neben
Ridesharing und
intelligenter Mobilität steht dabei vor
allem die Brennstoffzelle im Fokus.
Seite 56
© APA/EPA/Joerg Carstensen
© Panthermedia.net/Yuliya Golovin
Clermont-Ferrand. Der französische Reifenhersteller Michelin musste 2014 trotz eines
Absatzplus von 0,7 Prozent
einen Umsatzrückgang von 3,4
Prozent auf 19,55 Mrd. Euro
hinnehmen. Auch das Nettoergebnis sank: Um 8,5 Prozent
auf rund eine Mrd. Euro. Damit blieb der Konzern deutlich
unter den Analystenerwartungen. Um die Trendumkehr
zu schaffen, hat Michelin nun
seinen Sparkurs verschärft
und weitere Kostensenkungen
von 200 Mio. Euro angekündigt. www.michelin.com
General Motors Hersteller trotzt den Rückrufaktionen
Daimler Der Autobauer will in China zweistellig wachsen
GM: Rückrufkosten von 2,89 Mrd. USD
(2,55 Mrd. Euro) drückten den Gewinn.
Detroit. Im Vorjahr musste General
Motors 30 Mio. Fahrzeuge zurück
in die Werkstätten rufen und sah
sich mit anhaltenden Verlusten
in seinem Europa-Geschäft konfrontiert; trotzdem konnte der USAutobauer einen Milliardenerlös
erzielen. Nach eigenen Angaben
verdiente das Unternehmen im
Vorjahr 2,8 Mrd. USD (2,5 Mrd.
Euro) – der Gewinnrückgang von
26,3 Prozent gegenüber 2013 fiel
weit weniger stark aus als erwartet. Grund dafür sei vor allem das
erfolgreiche vierte Quartal, in dem
das Unternehmen 1,1 Mrd. USD
(970 Mio. Euro) Gewinn machte.
www.gm.com
© Daimler
Detroit/Peking. Der US-Elektroautobauer Tesla hat Insidern
zufolge seinen Managern in
China mit Entlassung gedroht. Grund dafür seien die
überraschend schwachen
Verkaufszahlen, Tesla habe im
Jänner in China nur 120 Wagen losschlagen können; das
ist insofern doppelt bitter, als
Tesla-Chef Elon Musk (Bild) bei
seiner ambitionierten Wachstumsstrategie neben dem USvor allem auch auf den chinesischen Markt setzt. Bis 2020
will Tesla seine Produktion von
50.000 Autos verzehnfachen.
www.teslamotors.com
© APA/EPA/Jeff Kowalsky
US-Autoriese mit Milliardengewinn Ambitionierte Zielsetzung in Fernost
Daimlers China-Vorstand Hubertus Troska setzt voll auf weiteres Wachstum.
Stuttgart. Im Kampf um die Krone
im Premiumsegment setzt Daimler
voll auf den chinesischen Markt.
Der China-Vorstand des deutschen
Autobauers, Hubertus Troska, erwartet bei einem prognostizierten
Marktwachstum von acht Prozent
ein Plus von mindestens zehn Prozent. „Wir werden noch schneller
als der Markt wachsen.“ Mit zusätzlichen, in China gefertigten
Modellen wolle sich das Unternehmen außerdem breiter aufstellen. Zudem will Daimler seinen
Vertrieb in China weiter stärken.
Troska: „Wir wollen die Lücken
in unserem Händlernetz weiter
schließen.“ www.daimler.com
C ov e r
56 – automotivebusiness
Freitag, 13. Februar 2015
Frost & Sullivan Das Beratungsunternehmen hat in einer Studie die Trends der Autoindustrie zusammengefasst
Kommentar
2015 wird zum großen
Jahr der Brennstoffzelle
Leistung triumphiert
in Genf über Elektro
Im Fokus liegen dabei speziell auf die Wünsche und Vorstellungen von Frauen zugeschnittene Modelle.
Jürgen Zacharias
N
och dauert es einige
Wochen, bis am 5. März
mit dem Genfer Automobilsalon die erste große
europäische Automesse des
Jahres ihre Pforten öffnet;
aber schon jetzt ist klar: PSUnderstatement und dezente
Fahrzeugoptik sind Schnee von
gestern. Den niedrigen Treibstoffpreisen sei Dank drängen
Sportler, SUVs und Co die
Elektroautos, Plug-in-Hybride,
Kleinwagen und Sparlimousinen vermehrt in den Hintergrund und feiern fröhliche
Urständ. Dieses Comeback der
PS-Potenz hat sich zwar zum
Jahresstart auch schon auf der
Detroit Auto Show angekündigt, erfährt nun aber gewissermaßen seine Bestätigung
– freilich nach allen Regeln der
Downsizing-Kunst. Beispielhaft
wird das am neuen Ferrari 488
GTB, der statt eines großvolumigen Saugmotors mit einem
kleinen 3,9-Liter-Triebwerk daherkommt und den fehlenden
Hubraum mit Turboaufladung
kompensiert. Trotz 492 kW/670
PS Leistung soll der Normverbrauch nur 11,4 Liter betragen,
der um 100 PS schwächere Vorgänger 458 Italia verbrauchte
noch zwei Liter mehr. Der
Italiener zeigt aber nur exemplarisch die Strategie der Hersteller: Es wird downgesized,
was geht. Zwar sind dabei
Elektro- und Hybrid noch nicht
ganz außen vor, so im Rampenlicht wie zuletzt stehen die
Antriebsalternativen in Genf
aber definitiv nicht mehr.
Frauen als Zielgruppe
Im laufenden Jahr soll dieses
substanzielle Wachstum einer
aktuellen Frost & Sullivan-Studie zufolge anhalten; erstmals
könnten damit weltweit mehr als
90 Mio. Autos innerhalb eines Jahres verkauft werden. Die großen
Trends dabei: Ridesharing, intelligente Mobilität und Big DataAnalysen; die Hersteller setzen
zudem wieder auf Potenz in der
Motorisierung und im Design
und vermehrt auch auf speziell
auf Frauen zugeschnittene Fahrzeuge.
© Panthermedia.net/Alexey Popov
Wien. Haben die Autohersteller ihre Strategie in den vergangenen
Jahren ganz auf die Schwellenländer ausgerichtet, war zuletzt
eine Trendumkehr zu beobachten:
Angetrieben von den niedrigen
Treibstoffpreisen und der sich erholenden Weltwirtschaft, legten
die Verkaufszahlen in den USA und
in Westeuropa kräftig zu, während
sie in den Schwellenländern etwas
ins Stocken gerieten.
Jürgen Zacharias
Erstmals könnten laut Angaben von Frost & Sullivan im laufenden Jahr weltweit mehr als 90 Millionen Autos verkauft werden.
„OEMS wie Fiat, Renault, Jaguar
und Porsche haben begonnen, ihre
wichtigsten Fahrzeugmodelle für
weibliche Fahrer auszurichten“,
sagt Frost & Sullivan Senior Partner Sarwant Singh. „Dieser Trend
startete mit kleinen Stadtwagen,
schwappt nun allerdings auch auf
die traditionell eher männlichen
Kategorien der Luxusfahrzeuge als
auch auf Komfort-Geländewagen
über. Ende dieses Jahres werden
die zehn wichtigsten OEMs vier
oder fünf Fahrzeugmodelle auf
den Markt bringen, die konkret auf
Frauen ausgerichtet sind.“
„OEMs wie Renault,
Fiat, Jaguar & Porsche
haben begonnen, ihre
wichtigsten Fahrzeugmodelle für weibliche
Fahrer auszurichten.“
Großes Potenzial sieht das Beratungsunternehmen in der Brennstoffzellentechnologie.
Die Frost & Sullivan Lead-Analystin Shwetha Surender, die an der
präsentierten Weltstudie maßgeblich beteiligt war, sieht darüber
hinaus aber auch einen Trend zu
alternativen Antrieben. Anders als
vermutet, werden dabei aber nicht
Elektroautos und Plug-in-Hybride
im Mittelpunkt stehen (ein Trend,
der sich im Übrigen auch am Genfer Automobilsalon abzeichnet,
siehe Kommentar links), Surender
sieht das Jahr 2015 vielmehr als
Deutsche OEMs Studie
Fiat Chrysler Automobiles Erfreuliches Bilanzergebnis
Volkswagen Kosten sollen um 5 Mrd. Euro gesenkt werden
Für BMW & Co wird der chinesische
Automobilmarkt immer wichtiger.
Turin/London. Der italo-amerikanische Fiat Chrysler-Konzern darf
sich über ein höchst erfolgreiches
Jahr 2014 freuen. Laut den vor wenigen Tagen veröffentlichten Zahlen konnte der Autobauer seinen
Fahrzeugabsatz im vergangenen
Jahr um sechs Prozent auf 4,6 Mio.
weltweit steigern, der Umsatz legte
um 11 Prozent auf 96,1 Mrd. Euro
zu, und beim operativen Ergebnis
Wolfsburg. Volkswagen möchte in
den kommenden Jahren die Kosten
seiner Hauptmarke laut offiziellen
Angaben um fünf Mrd. Euro senken. Insidern zufolge sollen die
Ausgaben über alle zwölf Marken
hinweg sogar um zehn Mrd. Euro
gedrückt werden. Teil des Sparprogramms sollen laut VW-Chef
Martin Winterkorn allerdings
ausdrücklich keine Werksschlie-
© panthermedia.net/hfng
Brennstoffzelle im Fokus
China-abhängig
das Jahr der Brennstoffzelle: „Toyota wird mit der Lancierung
des Mirai und der gemeinsamen
Nutzung von 5.600 WasserstoffPatenten den Weg ebnen”, so ihre
Einschätzung. www.frost.com
Plus bei Absatz, Umsatz & Ergebnis Hersteller will Ausgaben reduzieren
ßungen sein. Vielmehr möchte der
Konzern vermehrt die Arbeit von
Menschen durch Roboter ersetzen; insbesondere körperlich anstrengende Aufgaben sollten von
Maschinen übernommen werden,
sagte Personalvorstand Horst Neumann. Angst, dadurch seinen Job
zu verlieren, brauche allerdings
kein Mitarbeiter zu haben.
www.volkswagen.com
© APA/EPA/Peter Steffen
ergab sich ein Plus von 7 Prozent
auf 3,223 Mrd. Euro. Der Nettogewinn betrug demnach 632 Mio.
Euro, die Nettoverschuldung betrug 7,7 Mrd. Euro. Im laufenden
Geschäftsjahr soll es nun in ähnlicher Tonart weitergehen; Konzernchef Sergio Marchionne will
die Verkaufszahlen auf mehr als
5 Mio. Fahrzeuge steigern.
www.fiatchryslerautomobiles.com
© FCA Group
© APA/EPA/Lukas Barth
Berlin. Es war eigentlich nur
noch eine Frage der Zeit, im laufenden Jahr dürfte es aber nun
so weit sein: Für die deutschen
Autobauer wird China noch vor
der EU zum wichtigsten Absatzmarkt überhaupt. Laut aktuellen Zahlen des Beratungsunternehmens Ernst & Young
verkauften BMW, Daimler und
der VW-Konzern im vergangenen Jahr zusammen schon jeden dritten Wagen im Reich der
Mitte; 2009 lag der China-Anteil
bei gerade einmal einem knappen Fünftel (18 Prozent). Der
Marktanteil der drei deutschen
Hersteller in China liegt bei 22,5
Prozent – um 0,8 Prozent höher
als noch 2013. www.ey.com
Sarwant singh
frost & Sullivan
Im Vorjahr lag der Fiat Chrysler-Absatz bei 4,6 Mio. Autos, heuer sollen es 5 Mio. sein.
VW-Chef Martin Winterkorn will die Kosten des deutschen Herstellers weiter drücken.
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58 – automotivebusiness
Freitag, 13. Februar 2015
Hyundai ix35 FCEV Meine Freundin, die Brennstoffzelle. Oder: Wie Hyundai das Thema Zukunft aufrollt
short
Hyundai stofft mit Wasser
im Tank in die Zukunft
Porsche mit neuem
Mittelmotor-Sportler
© Porsche
Mit dem ix35 FCEV bringt Hyundai das erste Serienfahrzeug, dessen Tank bloß Wasserstoff schluckt.
Wien. Zunächst die Facts: Angetrieben wird der Wasserstoff-Hyundai
von einem normalen E-Motor. Dessen Energiebedarf wird allerdings
nicht aus sich bekanntermaßen
schnell entleerenden Akkumulatoren gespeist, sondern von einer
Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Elektrizität erzeugt. Getankt
wird also Wasserstoff, derlei wird
aktuell von einer einzigen Tankstelle in Österreich feilgeboten, die
praktischerweise in Wien-Transdanubien zu finden ist. Und idealerweise auf das Vorbeikommen
vorzubereiten ist, will man dann
vor Ort nicht mit der bösen Überraschung konfrontiert werden,
dass grad nicht genug Wasserstoff
vorhanden ist. Weiters erweist
sich der Tankvorgang als insofern
problematisch, als der Kraftstoff
im Tank unter Hochdruck steht
(700 bar), welcher freilich auch
während des Wiederbefüllens aufrechterhalten werden muss. Dies
erfordert eine gewisse Choreografie, die 13 Schritte des Tankmenüs gehen aber schnell von der
Hand, wenn man einmal in der
Groove ist.
Wien. Ob der große Cayenne
oder der offene Boxster, Porsche baut durch und durch
sportliche Fahrzeuge. Im hochsportlichen Segment hatte der
475 PS starke 911 GT3 jedoch
bisher eine Alleinstellung; das
soll sich mit dem neuen Sproß
aus Zuffenhausen, dem Cayman GT4, nun ändern.
Ab Ende März heißt der 3,8
Liter-Boxermotor mit 385 PS
nicht nur den Mitbewerbern,
sondern dem hauseigenen
Fuhrpark kräftig ein. Die Karosserie wurde um 30 Millimeter gesenkt, das Fahrwerk
stammt teilweise vom großen
Bruder GT3. 4,4 Sekunden vergehen beim Sprint von Null auf
100, die Endgeschwindigkeit
liegt bei 295 km/h. Die Nürburgring-Nordschleife hat der
GT4 in 7 Minuten 40 Sekunden
gemeistert. Erkennbar machen
ihn die großen Lufteinlässe
im vorderen Bereich und der
mächtige, starre Heckspoiler.
Innen halten Sportsitze aus
Leder und Alcantara die Insassen sicher fest, auf Wunsch
sind Keramikbremsen und Vollschalensitze aus kohlefaserverstärktem Kunststoff erhältlich.
Ab Ende März findet man den
neuen Porsche Cayman GT4 bei
den Händlern, zu Preisen ab
109.726 Euro. www.porsche.at
Wir kommen weiter
Der große Vorteil gegenüber
all den Steckdosen-Stromern: bedeutend mehr Reichweite. Mit
einem vollen Wasserstoff-Tank
kommt man ganze 500 Kilometer
weit, da hält nicht mal der tolle
Tesla mit. Der so betriebene
E-Murl leistet 136 PS und liefert
100 Nm Drehmoment über das gesamte Drehzahlband. Das reicht
für zwar nicht spritzigen, aber
mehr als ansprechenden Vortrieb:
In 12,5 Sekunden erreicht man die
100 km/h-Marke, bei 165 Spitze ist
Vierte Generation des
VW Caddy ab Juni
© Hyundai
franz j. sauer
Der neue Porsche Cayman GT4 orientiert sich am großen Bruder GT3.
Mit dem Hyundai ix35 FCEV bringt Hyundai Pionieriges auf heimische Straßen und das kostet: 78.000 Euro trotz keiner NoVA.
allerdings Schluss. Kosten­seitig
werden für 100 Kilometer Reichweite 1 kg Wasserstoff à 9 Euro
fällig, mit 5,64 Kilogramm Gesamtvermögen kostet einmal Volltanken
also knapp 50 Euro.
E-Folklore
Das Faszinierende daran ist die
– zumindest am Gerät – völlige
Emissionsfreiheit, die hier irgendwie noch deutlicher zur Geltung
kommt, als beim reinen Stromauto. Auch die restliche E-Folklore
findet statt: Rollt man dahin oder
bremst man, wird rekuperiert,
Start-Stopp ist sowieso klar, und
je weniger hart man aufs „Gas“
steigt, beziehungsweise, je weniger
weitere elektrische Verbraucher
(Heizung, Radio, Bluetooth-Tele-
fon) man in Betrieb hat, desto weiter kommt man. Ans VerbrauchMessen in Kilo pro 100 Kilometer
müssen wir uns noch ebenso gewöhnen wie an die Tatsache, dass
man nach dem Abdrehen der Fuhre noch 15 Sekunden warten muss,
bis das System herunterfährt.
Noch ein Vorteil gegenüber reinen
Stromern: Beim Energieerzeugen
per Brennstoffzelle wird Wärme
frei, die zum Beheizen des Innenraums genutzt wird. Cosy, jetzt im
tiefen Winter.
Minus-resistent
Der den Alltagstest mit dem
FCEV gleich mal verschärft. Zwar
wird herstellerseits friktionsfreier
Betrieb bis minus 25 Grad Celsius Außentemperatur versprochen,
ab minus 10 wird aber dennoch
das Parkieren in der Garage empfohlen. Weiters bringen Schneestürme wie die aktuellen stetigen
Vollbetrieb von Energiefressern
wie Scheibenwischer oder Heckscheiben-Heizung, was einen im
Autobahn-Stau von Wiener Neustadt Richtung Wien doch recht
nervös auf die Reichweitenanzeige starren lässt. Bis jetzt ist sich
alles ausgegangen, können wir
an dieser Stelle vermelden. Und:
E-Antriebe sind pedalseits wahnsinnig gut dosierbar, was einen
völlig ohne Durchdrehen aus massiven Schneehaufen hebt. Der Allradantrieb ist beim FCEV nämlich
differentialseits dem auf der Hinterachse liegenden WasserstoffTank zum Opfer gefallen.
www.hyundai.at
© Volkswagen
Infiniti Q70 Nissans Nobelabteilung frischt den Q70 auf und nimmt die obere Mittelklasse noch stärker ins Visier
Ungeschliffener Diamant in der Mittelklasse
Der neue Caddy will an den Erfolg
des Vorgängers anknüpfen
Wien. Wer Infiniti fährt, befindet
sich in einem elitären Kreis, 2014
wurden hierzulande bloß 32 Modelle der japanischen Luxusmarke
verkauft. Da wirkt Ferrari mit 46
Stück fast wie ein Massenprodukt.
Vielleicht liegt es am gesättigten
Markt, vielleicht an der Scheu vor
Neuem. Denn unkonventionell sind
die Modelle von Nissans Nobelabteilung allemal: Kaum jemand baut
so konsequent aggressiv puncto
Design wie Infiniti. Die Frontpartie wird dominiert von tief runtergezogenen Lichtern und dem trapezförmigen Kühlergrill, seit dem
Facelift noch kantiger gezeichnet.
Das Heck wurde ebenfalls leicht
umgestaltet, wieder sind es die
Lichter, die schärfer geschnitten wurden. Die coupéhafte Linie
wurde beibehalten, das kommt
zwar dem Erscheinungsbild zugute, schränkt jedoch die Sicht nach
© Nissan
Wien. Nach elf Jahren ist es
endlich so weit: Das Lasttier
aus Wolfsburg, der VW Caddy,
wird neu aufgelegt. Das Ziel
ist klar, der neue Caddy soll
an den Erfolg des Vorgängers
anknüpfen, der sich weltweit
rund 1,5 Mio. Mal verkaufte.
Der Grund liegt auf der Hand:
Üppiger Laderaum trifft auf
unkomplizierte Bedienung.
Zusätzlich erfüllen alle Motoren, vier Diesel von 75 bis
150 PS und drei Benziner von
84 bis 125 PS, die Euro-6-Norm
und sollen ausgesprochen
sparsam sein. Eine Erdgasvariante wird es ebenfalls geben.
Sicherheit wird auch im Caddy
groß geschrieben; serienmäßig
enthalten sind bereits die Multikollisionsbremse, die CityNotbremsfunktion oder ein
Front-Kollisionswarner.
Der Vorverkauf für den neuen
Caddy startet bereits im März.
Die Preise stehen noch nicht
fest, man kann sich jedoch am
aktuellen Modell orientieren,
der bei 17.400 Euro beginnt.
Der Infiniti Q70 ist ab sofort mit einem Diesel-Motor ab 46.289 Euro erhältlich.
hinten ein. Bisher war die Motorenpalette recht überschaubar:
306 PS in der Hybridvariante und
320 PS im reinen V6-Benziner waren bisher das höchste der Gefühle.
Und wahrscheinlich waren es die
beiden einzigen Antriebe, die den
Siegeszug des Q70 im oberen Mittelklasse-Segment bremsten. Das
hat mit dem neuen 2,2 Liter Diesel
ein Ende. Der Vierzylinder, wie die
beiden Benziner an ein SiebengangAutomatikgetriebe gekoppelt, verfügt über 170 PS und 400 Nm und
schafft einen Werksverbrauch von
4,9 Liter auf 100 Kilometer. In der
Realität kann man trotz serienmäßigem Start-Stopp-System gern 2
bis 3 Liter hinzurechnen. An die Beschleunigungen der beiden V6 (Hybrid in 5,3 und V6 in 6,2 Sekunden)
kommt der Diesel nicht ran, die 8,9
Sekunden auf 100 reichen jedoch
vollkommen aus. Die Fahrdynamik ist dank des Heckantriebs und
trotz des relativ hohen Gewichts
von über 1,8 Tonnen bei allen gegeben. Der neue Motor macht den
Q70 endlich stimmig. Der drehmomentstarke Selbstzünder liefert
genügend Kraft auch bei niedrigen
Drehzahlen. Dank des geringen
Verbrauchs wird der Infiniti zu
einem echt Langstreckenfahrzeug.
Viel Raum und gute Mitgift
Während der ausgedehnten
Fahrt finden bis zu fünf Passagiere
viel Platz – der Fond brilliert durch
eine große Knie- und Kopffreiheit, die auch Großgewachsene zu
schätzen wissen. Der Q70 startet
bei 46.289 Euro. Was anfangs nach
viel klingt, relativiert sich beim
Blick auf die Serienausstattung:
sechs Airbags, Berganfahrhilfe,
LED-Scheinwerfer, schlüsselloser
Zugang, elektrisch verstellbare
Vordersitze oder 18-Zoll-Leichtmetallräder sind bereits in der
Basis enthalten. Optional lässt der
Q70 keine Wünsche offen. Natürlich findet sich Lederinterieur in
der Mehrausstattungsliste, auch
eine Bose-Soundanlage mit wuchtigen zehn Lautsprechern wird
auf Wunsch verbaut. Jetzt ist das
Q70-Paket stimmig und es würde
nicht überraschen, wenn sich die
Verkaufszahlen heuer nach oben
schrauben. www.infiniti.at
I n n ovati on & U m we lt
Freitag, 13. Februar 2015
automotivebusiness – 59
auto motor und sport Die Leser der Fachzeitschrift haben – schon traditionell – auch 2015 ihre „Best Cars“ gewählt
short
Beliebteste Autos 2015
schon jetzt ausgezeichnet
IIHS-Studie: SUVs
„besonders sicher“
© Porsche
Am Siegertreppchen landeten u.a. der Opel Adam, der Audi A1, der Skoda Octavia und das Tesla Model S.
Moritz Kolar
Audi A4 Quattro: Laut IIHS-Studie
das sicherste Fahrzeug in den USA.
Stuttgart. Die Fachzeitschrift auto,
motor und sport hat vor wenigen
Tagen in Stuttgart die Sieger seiner
mittlerweile bereits 39. Internationalen Leserwahl in 15 Ländern mit
der Auszeichnung „Best Cars 2015“
geehrt. In der Kategorie „Kleinstwagen“ gewann der Opel Adam, die
Importwertung entschied das Mini
Coupé für sich, bei den Kleinwagen
sicherten sich der Audi A1 und der
Mini den ersten Platz; in der Kompaktklasse waren es der Volkswagen Golf und der Skoda Octavia.
Washington. Dass Autos sicherheitsbedingt Unterschiede
aufweisen, ist klar – wie groß
diese Unterschiede tatsächlich
sind, zeigt eine Studie aus den
USA. Das Insurance Institute
for Highway Safety (IIHS) hat
das Todesrisiko in neueren
Autos analysiert und dazu
Unfalldaten häufig gekaufter
US-Autos der Modelljahre 2008
bis 2011 auf jeweils eine Mio.
zugelassener Fahrzeuge hochgerechnet. Demnach schützen
über alle Klassen hinweg SUVs
ihre Insassen am besten und ist
das Risikio, in Kleinwagen bei
einem Unfall getötet zu werden, deutlich höher. Die Liste
der sichersten Autos wird vom
Audi A4 Quattro angeführt; auf
den Plätzen landen der Honda Odyssey, der Kia Sorento
2WD, der Lexus RX 350 und die
Mercedes GL-Klasse. Laut IIHSStudie unsicherstes Auto ist der
Kia Rio mit hochgerechneten
149 Todesopfern pro einer Mio.
registrierter Autos.
www.iihs.org
Insgesamt waren 386 Fahrzeuge
in elf Kategorien im Voting vertreten, 112.471 Teilnehmer gaben
ihre Stimme ab. Weitere Preisträger waren in der Mittelklasse der
Mercedes-Benz C und der Jaguar
XE (noch vor der Markteinführung), in der oberen Mittelklasse
der BMW 5er und der Jaguar XF.
Die Mercedes-Benz S-Klasse und
das Tesla Model S hatten in der
Luxusklasse die Nase vorn, bei den
Sportwagen und den Cabrios wa-
© Opel
S-Klasse gelingt großer Wurf
Überlegener Sieger: In der Kategorie Kleinstwagen „Mini Cars“ ging der Sieg mit 29,8 Prozent der Stimmen an den Opel Adam.
ren es jeweils der Porsche 911 und
der Jaguar F-Type.
Der Audi Q3 und der Range Rover Evoque lagen bei den kleinen
Geländewagen vorn, der Porsche
Macan und der Range Rover Sport
bei den größeren Fahrzeugen. In
der Van-Klasse siegte bereits zum
zwölften Mal der VW Multivan,
Importsieger wurde der Renault
Espace.
www.auto-motor-und-sport.de
Mit 19,9 Prozent der Stimmen triumphiert die Mercedes S-Klasse im Luxussegment.
Der beliebteste Sportwagen bleibt der Porsche 911, gefolgt vom Mercedes AMG GT.
Public-M@RS Mercedes-Benz Classic präsentiert unter diesem Kürzel Informationen zu historischen Sternenfahrzeugen
Guter Stern: Internet-Portal für Klassiker
Stuttgart. „Faszinierende Geschichte besteht aus spannenden Geschichten. Das gilt in besonderem
Maße für die Historie der Daimler
AG, die zurückreicht bis zur Erfindung des Automobils durch Carl
Benz und Gottlieb Daimler im Jahr
1886. Daran wollen wir die breite
Öffentlichkeit noch stärker als bisher teilhaben lassen“, sagt Michael
Bock, Leiter von Mercedes-Benz
Classic und Kundencenter. „Mit
Public-M@RS stellen wir daher
nun Informationen aus unserer
einzigartigen Marken-, Unternehmens- und Technologiegeschichte
als umfangreiche Datenbank zur
Verfügung.“
können. Diese von der Fachöffentlichkeit intensiv genutzte Datenbank ist auch der Ausgangspunkt
für die Entwicklung des neuen
Public-M@RS gewesen, das seit
wenigen Tagen online ist und ohne
Anmeldung jedem Interessierten
frei zur Verfügung steht.
Inhalte werden ausgebaut
© Daimler
Zahlreiche Informationen
Das Kürzel „M@RS“ steht für Multimedia-Archiv- und Recherchesystem. Unter diesem Namen hat
Mercedes-Benz Classic bereits vor
15 Jahren ein Internet-Portal mit
Infos aus den Archiven entwickelt,
in dem registrierte Fachjournalisten und Forscher Details und
Hintergründe zur vielfältigen Geschichte von Daimler recherchieren
© Goodyear Dunlop
© Daimler
© Porsche
Neue Top-Labelwerte
in zwölf Dimensionen
Back to the future – seiner Zeit voraus: der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen.
Schwerpunkt des neuen Portals
in seiner ersten Entwicklungsstufe
ist der Themenbereich Personenwagen; die entsprechenden Fahrzeugporträts, technischen Daten
und Abbildungen sind in fünf historische Kapitel gegliedert (Benz &
Cie. bis 1926, Daimler-Motoren-Gesellschaft und Mercedes bis 1926,
Mercedes-Benz von 1926 bis 1945,
Mercedes-Benz seit 1946 sowie
Maybach seit 2002). Innerhalb dieser Kapitel bilden Fahrzeugklassen
und Baureihen das Gerüst des Portals. So lassen sich Informationen
aus der Produktgeschichte von den
ersten Automobilen des Jahres
1886 bis zu den Vorgängerbaureihen der aktuellen Mercedes-BenzTypen schnell und transparent
finden. Diese zum Startzeitpunkt
verfügbaren Inhalte werden künftig um weitere Themen aus der
Produkt- und Unternehmensgeschichte erweitert.
www.daimler.com
Der Dunlop Sport BluResponse wird
in über 60 Ausführungen angeboten.
Luxemburg. Goodyear Dunlop
optimiert sein Labelportfolio bei
Sommerreifen. Ab sofort sind
der Goodyear EfficientGrip Performance in acht Dimensionen
sowie der Dunlop Sport BluResponse in vier Dimensionen mit
den Bestnoten des Reifenlabels
A sowohl für Nasshaftung als
auch für Rollwiderstand erhältlich. Dabei handelt es sich um
marktrelevante Größen, die Produkte mit einer A-Einstufung
für Nassgrip und B für Rollwiderstand ersetzen. Möglich wurde die Verbesserung durch kontinuierliche Optimierungen bei
der Konstruktion, der Mischung
und den Produktionsprozessen
der Reifen. Das EU-Reifenlabel
wurde 2012 verbindlich eingeführt und informiert über die
drei Kriterien Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und externes
Rollgeräusch. Die ersten beiden
Kategorien werden von A (Bestnote) bis G (schlechteste Note)
bewertet. Der EfficientGrip
Performance wurde für Fahrzeuge der Kompakt-, Mittel- und
Oberklasse entwickelt, der
Dunlop Sport BluResponse, ein
HP-Sommerreifen, für Kompaktund Mittelklassefahrzeuge.
www.goodyear.at
I n n ovati on & U m we lt
60 – automotivebusiness
Freitag, 13. Februar 2015
Toyota Der japanische Autohersteller forscht an neuen Halbleitern aus Siliziumkarbid – groß angelegter Alltagstest in Japan
short
Mehr Effizienz für Hybridund Brennstoffzellenautos
BMW: Sicherheitslücke
wurde geschlossen
© BMW
Die Neuentwicklung verringert elektrischen Widerstand und hilft dadurch, Treibstoff und Energie zu sparen.
Moritz Kolar
Die Automatisierung der ConnectedDrive-Software läuft vollautomatisch.
Tokio. Toyota arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Effizienz seiner Fahrzeuge. In Japan
testet der Automobilhersteller nun
die erstmals im vergangenen Frühjahr vorgestellten Halbleiter aus
Siliziumkarbid. Sie leiten die elektrische Energie weitaus verlustfreier als herkömmliche Halbleiter
und erhöhen so die Reichweite von
Hybrid- und Brennstoffzellenautos.
München. Noch bis vor wenigen
Wochen hat es eine eklatante
Sicherheitslücke in der Software des Autobauers BMW
gegeben. Autodiebe hätten per
Mobilfunk unter Umständen
die Türen von Millionen BMWFahrzeugen öffnen können,
erklärte der deutsche Autoclub
ADAC. Techniker des Clubs
stießen demnach per Zufall auf
das Sicherheitsproblem.
BMW teilte mit, die Lücke bis
zum 31. Jänner bei allen Fahrzeugen geschlossen zu haben.
Nach BMW-Angaben betraf die
Sicherheitslücke die sogenannte Connected-Drive-Software,
die der Autobauer zur Vernetzung vieler seiner Fahrzeuge
verwendet.
Laut ADAC hätten geübte Hacker Türen per Handy in Minutenschnelle öffnen können, ohne Spuren zu hinterlassen. Von
der Sicherheitslücke betroffen
gewesen seien neben der Kernmarke BMW auch Fahrzeuge
der BMW-Töchter Mini und
Rolls-Royce.
www.bmwgroup.com
Fokus auf Leistungsregelung
Die Halbleiter kommen in der
Leistungsregelung von Fahrzeugen mit Elektromotor zum Einsatz. Sie regeln den Energiefluss
von der Batterie an den E-Motor
und wieder zurück, wenn der Autofahrer abbremst. Während des
Vorgangs wird ein Teil der elektrischen Energie in nutzlose Wärme
umgewandelt und geht so dem Antrieb verloren. Halbleiter zeichnen
bislang für rund 20 Prozent dieser
Verluste verantwortlich.
Anstelle der üblichen SiliziumHalbleiter hat Toyota nun gemeinsam mit anderen zum japanischen
Automobilkonzern gehörenden Unternehmen hochwertige Halbleiter
aus Siliziumkarbid entwickelt; sie
haben einen geringeren elektrischen Widerstand, sodass die Energie verlustfreier fließt. So steigt
die Systemeffizienz, und damit
kann der Kraftstoffverbrauch von
Hybridfahrzeugen um bis zu zehn
Prozent gemäß dem japanischen
Testzyklus JC08 reduziert werden.
Durch die verbesserte Effizienz
kann auch der Kühler des Systems
künftig deutlich verkleinert werden.
© APA/dpa
Ford forscht rund um neue Mobilitätskonzepte und autonomes Fahren.
© Toyota (2)
Höhere Systemeffizienz
Amerikaner setzen neue
Forschungsinitiativen
Ein Blick unter die Motorhaube des Testfahrzeugs auf das Motorsteuergerät.
Die Alltagstauglichkeit der Technik soll nun ein groß angelegter
Praxistest auf japanischen Straßen zeigen: Seit Jahresbeginn ist
bereits der Toyota Brennstoffzellenbus unterwegs, ab Februar rollt
auch der Prototyp eines Toyota
Camry mit Hybridantrieb.
In beiden Modellen kommen
Siliziumkarbid-Halbleiter zum
Einsatz. Der japanische Hersteller beobachtet die Energieströme und die elektrische Spannung
im Motorsteuergerät bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten
und Wetterbedingungen, die Erkenntnisse fließen in die weitere
Entwicklung ein – Ziel ist eine
schnellstmögliche Markteinführung. www.toyota.com
Continental Neu entwickelte Conti.eContact-Reifen erhöhen Aktionsradius von Elektroautos und Hybridfahrzeugen
E-Cars-Spezialpneus senken Rollwiderstand
Hannover. Der deutsche Automobilzulieferer Continental hat zwei
neue Spezialreifen für Elektrofahrzeuge und Hybride im Angebot. Beide werden unter der Mo-
dellbezeichnung Conti.eContact
gefertigt, sie unterscheiden sich
jedoch in ihrer Auslegung auf die
jeweilige Antriebsart. Während der
Conti.eContact in der 20-Zollgröße
für Elektrofahrzeuge (wurde im
„Tall-and-narrow-concept“ entwickelt) mit einem rund 30 Prozent
geringerem Rollwiderstand daherkommt als ein konventioneller
Pneu, ist der Conti.eContact für
Hybride ein Produkt, das zwar
„nur“ 20 Prozent weniger Rollwiderstand bietet, dafür aber auch
an sehr kräftig motorisierten Pkw
und SUV in 17 und 18 Zoll Größe
montiert werden kann. Gleichzeitig liefert der rollwiderstandsoptimierte Spezialreifen überzeugende
Fahrleistungen auf nasser und
trockener Fahrbahn.
Fertigung in Kleinserie
© Continental
Aachen. Ford verstärkt die Forschung rund um Mobilitätskonzepte und autonomes Fahren.
Noch in diesem Monat startet
das Projekt „Personal Mobility Experience Innovation“,
welches das europäische FordForschungszentrum in Aachen
gemeinsam mit der ebenfalls
in Aachen beheimateten
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH)
ins Leben gerufen hat.
Die für eine Dauer von zwei
Jahren vereinbarte Zusammenarbeit soll neue Funktionen, Technologien, Dienstleistungen, Lösungen sowie
Geschäftsmodelle finden, mit
denen die Erwartungen und
Vorlieben der Kunden bezüglich individueller Mobilität
erfüllt werden und für die
Automobilindustrie und den
Mobilitätsbereich nutzbar
gemacht werden können.
Darüber hinaus sollen neue
Ansätze für Car-Sharing und
die Personalisierung von Mobilitätsangeboten erforscht werden.
Ebenfalls noch in diesem
Jahr beteiligt sich Ford an der
„Autodrive“-Initiative in Großbritannien, die untersucht, wie
fahrerlose Autos in den Alltag
integriert werden können.
www.ford.com
Echttest auf japanischen Straßen: So sieht einer der Toyota-Testwagen mit Siliziumkarbid-Halbleitern von außen aus.
Der Conti.eContact für Hybride erhielt bei der EU-Reifenlabeleinstufung beim Rollwiderstand und beim Nassbremsen die Note „A“.
Continental hat mit den neuen
Pneus laut eigenen Angaben „für
die Hersteller von E-Cars Reifen
parat, die den Aktionsradius der
Fahrzeuge rechnerisch um bis zu
sechs Prozent verlängern können“. Reifen der Conti.eContactBaureihe sind bereits von VW und
Renault freigegeben worden, Continental rechnet im Laufe des Jahres mit weiteren Freigaben von
führenden deutschen und europäischen Automobilherstellern.
Continental fertigt beide Reifen in
einer Kleinserie im französischen
Werk in Sarreguemines.
www.conti-online.com
medianet
inside your business. today.
Freitag, 13. Februar 2015 – 61
Mietsystem für hoteliers
Umweltzeichen Tourismus
Hoteleinrichter FurniRent hilft Hoteliers bei
den Renovierungen ihrer Häuser Seite 62
Neue Broschüre „Umweltfreundliche Wiener
Gastlichkeit 2015“ ist erhältlich Seite 66
© MA22
© Furnirent
destination
dachmarke
list hospitality
group am start
© List Hospitality Group/Armin Fauland
Das Heiraten sorgt im
Tourismus für Gewinne
© Rail Tours/Marek Knopp
short
Wien. Mit dem Landgut Edoné
hat Jahn Reisen jetzt ein außergewöhnliches Hotel und
besonderes Kleinod neu im
Programm. Nicht weit von
Taormina entfernt liegt das
historische Landhaus mit
acht Zimmern bei Graniti,
im Naturschutzgebiet Parco
dell‘Etna am Vulkan Ätna.
Auf dem Vier Sterne-Landgut
aus dem 17. Jh. ist man auf
den Spuren Hollywoods unterwegs: Es diente als Drehort für
einige Szenen des Kultklassikers „Der Pate“. Eine Woche im
Doppelzimmer mit Frühstück
und Hin- Und Retourflug ab
Wien ist ab 669 € p.P. buchbar.
www.jahnreisen.at
© Lily Beach Resort & Spa at Huvahendhoo Maldives
© Jahn Reisen Austria
Wien. Eva Buzzi, langjährige
Geschäftsführerin des Bahnreise-Spezialisten ÖBB Rail
Tours, übernimmt ab sofort
zusätzlich auch die Leitung der
ÖBB-Reisebüros und des Bereichs Business Vertrieb in der
ÖBB-Personenverkehr AG.
Sie wird nun auch die österreichweit tätigen ÖBB-Geschäftskundenberater steuern.
Mit diesem Schritt bündelt
die ÖBB-Personenverkehr AG
ihre Kompetenz für Tourismus-Kunden und Business
Reisende in einer Hand. Bei
Geschäftsreisen sieht Buzzi
großes Entwicklungspotenzial.
railtours.oebb.at
Honeymoon Specials Weil frisch verheiratete Paare weniger aufs Geld schauen,
sind sie für die Tourismusveranstalter eine interessante Zielgruppe. Romantische
Premium-Urlaube an sinnlichen Orten sind ein begehrtes Produkt. Seite 62
© Panthermedia.net/Michel Uyttebroeck
Seminar- und Wirtschaftstourismus Seit zehn Jahren verfügt Niederösterreich über zentralen Ansprechpartner
Nassau. Bahamas-Besucher
sparen jetzt Geld. Die Regierung des Inselstaats hat mit
1- Jänner 2015 die Steuer für
Hotelgäste in Höhe von 10%
durch eine 7,5%-Mehrwertsteuer ersetzt, um die Destiantion att. Diese gilt für alle
Hotelunterkünfte u.a. gästebezogene Dienstleistungen. Auf
den Bahamas gibt es 308 Hotels mit 14.233 Zimmern.
www.bahamas.de
St. Pölten. Neben der Lage im Herzen Europas, der damit verbundenen guten Erreichbarkeit und
dem kulturell hochkarätigen und
genussvollen Umfeld, ist es v.a.
die große Palette an Locations, die
Niederösterreich als Destination
für Seminare, Kongresse, Tagungen
und Incentives so attraktiv macht.
„Die Erfüllung strenger Aufnahmekriterien und ein System zur
Qualitätssicherung stellen dabei
sicher, dass nur hochwertige Betriebe weiterempfohlen werden“,
weiß Christoph Madl, Geschäftsführer Niederösterreich-Werbung.
„Mit dem Schloss Persenbeug, dem
historischem Juwel an der Donau,
und dem traditionsreichen EventCaterer Trabitsch sowie dem renovierten Hotel at the Park in Baden
hat das Convention Bureau die
Riege seiner Partner um drei weitere Betriebe verstärken können.“
Wichtig für den Tourismus
Seit bereits zehn Jahren verfügt
das Land Niederösterreich mit dem
Convention Bureau über einen zentralen Ansprechpartner, wenn es
um Incentives, Meetings, Tagungen
und Kongresse geht; der Erfolg
spiegelt sich in der Anzahl seiner
Partner wider. Waren beim Start
im Jahr 2006 insgesamt 31 TopPartner dabei, so stehen mittlerweile schon 47 Betriebe zur Verfügung.
Für Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav
hat das Convention Bureau Niederösterreich eine tragende Rolle für
den niederösterreichischen Tourismus: „Mit der Etablierung des
Convention Bureaus ist die starke
Marktpräsenz im wirtschaftstouristischen Bereich für Niederösterreich ausgebaut worden – ein
Drittel der Nächtigungen entfällt
heute auf Geschäftsreisende.“
www.convention-bureau.at
© Niederösterreich Werbung/Robert Herbst
Convention Bureau Niederösterreich feiert
Convention Bureau Niederösterreich hat
viele passende Locations für Meetings.
c ov e r
62 – medianet destination
Freitag, 13. Februar 2015
Hochzeitsreisen Romantischer Premium-Urlaub an einem außergewöhnlich sinnlichen Ort ist ein begehrtes Produkt
Kommentar
„Honeymoon Specials“ an
außergewöhnlichen Orten
Den Valentinstag
auswärts feiern
Manche Paare kehren an den Ort ihrer Flitterwochen zurück und freuen sich, dass Ehe gehalten hat.
georg biron
Wien. Die größte Hochzeitsmesse
Österreichs fand vom 23. bis 25.
Jänner in Wien statt und dokumentierte, dass das Heiraten trotz
der hohen Scheidungsraten und
dem Trend zur Patchwork-Familie
noch immer nicht aus der Mode
gekommen ist – ganz im Gegenteil:
Die alten Werte kommen zurück.
Und weil die frisch verheirateten
Paare weniger aufs Geld schauen
müssen als die frisch geschiedenen
Menschen, sind sie auch für die
Tourismusveranstalter eine interessante Zielgruppe, für die man
High End-Produkte im In- und
Ausland kreieren kann.
georg biron
D
So gilt z.B. die Toskana als Wiege der Romantik und ist prädestiniert für eine traumhafte Hochzeit
oder unvergessliche Flitterwochen.
Das Hotel Castello del Nero in der
Chianti-Region hat sogar eine eigene Kapelle, in der sich Liebende
das Ja-Wort geben können.
Der Sternekoch Giovanni Luca
Pirro verwöhnt die Hochzeitsgesellschaft mit Gourmet-Menüs. Für eine entspannte Auszeit steht das luxuriöse Spa zur Verfügung, in dem
Paare mit Honeymoon-Packages
verwöhnt werden. Zum Preis von
447 € gibt es eine Paar-Massage,
ein Glas Champagner sowie den
Service eines privaten Butlers.
Auch das Hotel The Mulia in
Nusa Dua auf der Insel Bali lockt
als ein Rückzugsort für Zwei mit
Blick auf den Indischen Ozean
an kilometerlangem Sandstrand.
Das Paket „Romantic Getaway“
verwöhnt Paare mit Champagner
und Kaviar und bietet ein privates
Jacuzzi und ein Dinner im Soleil
Restaurant.
Ruefa Exklusive Hits
FurniRent Hotels können auf Dauer ohne Investitionsdruck qualitätsstarke Zimmer anbieten, wenn sie Möbel mieten
Liebesziele nah und fern
Katalog für
Sport-Reisen
© Lily Beach Resort & Spa at Huvahendhoo Maldives
ie verliebten Pärchen
scheuen offenbar keine
Kosten und Mühen, um
am 14. Feber im Ausland zu
kuscheln. London, Berlin und
Paris stehen ganz oben auf
der Liste der ValentinstagsWunschdestinationen der
Österreicher, fünf deutsche
Städte sind unter den Top 10.
2015 lässt es sich übrigens
besonders günstig in ein romantisches Wochenende fliegen: Die Flugpreise nach Paris
sind im Vergleich zu 2014 um
10% gesunken, nach London
um 28% und nach Hamburg
sogar um 31%. Das zeigt eine
Analyse, die checkfelix.com,
Österreichs Reisesuchmaschine, durchgeführt hat.
Ergebnis: London ist wie
schon im Vorjahr das beliebteste Reiseziel. 2015 hat allerdings
Berlin Paris überholt.
Berlin und Hamburg sind
immer beliebte WochenendReiseziele für die Österreicher.
Mit Köln, Frankfurt und Düsseldorf haben es noch drei
deutsche Städte in die Top 10
der Österreicher geschafft; das
liegt wohl an der für einen
Wochenend-Trip angenehm
kurzen Entfernung und den
niedrigeren Kosten
Stockholm und die ewige
Stadt Rom haben es in diesem
Jahr nicht in die Top 10-Gruppe geschafft; dafür hat sich
Lissabon um sechs Plätze verbessert und ist jetzt auf Platz 9.
Eines scheint klar: So ein
Romantik-Trip bringt neuen
Schwung in eine Beziehung.
Hochzeitsreisen und Honeymoon Specials sind bei fast allen Reiseveranstaltern zu finden und geben verliebten Paaren die Gele­
genheit, auf allen Kontinenten ihre Liebe zu feiern, durch kleine feine Rituale zu festigen und nach ein paar Jahren zu erneuern.
Nach der Eheschließung kommt
einer der wichtigsten Reisen: die
Flitterwochen. Auch beim Veranstalter TUI hat man den Trend
längst erkannt und bietet jede
Menge Hooneymoon Specials: Ein
Frühstück im Bett in der Karibik,
ein langer Spaziergang an einer
einsamen Bucht in Bali oder ein
romantisches Candle-Light-Dinner
am Strand auf den Malediven.
Nicht immer sind stundenlange
Flüge in die Ferne gefragt. Direkt
am Munkmarscher Yachthafen
auf der deutschen Insel Sylt liegt
das Fünf Sterne Superior Hotel
Fährhaus, das Gaumenfreuden im
mit zwei Guide Michelin-Sternen
ausgezeichnete Restaurant bietet. 27 Doppelzimmer und zwölf
Suiten sind ideale Rückzugsorte
für Hochzeitsgäste. Flitterwöchner beginnen den ersten Tag ihrer
gemeinsamen Zukunft mit einem
Spaziergang am Wattenmeer oder
einem ausgiebigen Frühstück auf
der Terrasse.
Profi-Hochzeitsplanung
Ob intime Zeremonie am Strand
oder traditioneller Gottesdienst
in der Kirche des Künstlerdorfs
Altos de Chavon: Das Hotel Casa
de Campo in der DomRep bietet
eine ideale Kulisse zum Heiraten.
Brautpaaren stehen vielseitige
Locations für ihre Gäste zur Verfügung. Geheiratet werden kann
nicht nur am Minitas Beach, son-
Kluges Mietsystem für Hoteleinrichtungen
Wien. „Alte und abgenutzte HotelEinrichtungen schrecken Gäste ab
und bedeuten Einnahmenverluste“,
so Hansjörg Kofler, Geschäftsführer von FurniRent.
Oft kann die Renovierung von
Hotels nicht zeitgerecht durchgeführt werden, vor allem wenn keine Finanzierung durch die Bank
möglich ist.
Das Hotel gerät dadurch in einen finanziellen Teufelskreis. Der
Hotelfinanzierungsspezialist FurniRent hat mit einem neuen Mietsystem einen Ausweg gefunden.
Wien. Mit außergewöhnlichen
Angeboten und individueller
Betreuung antwortet Ruefa
auf das steigende Interesse am
Aktivsport. „Unser SportreisenPortfolio ist in dieser Breite einzigartig am heimischen Markt“,
sagt Walter Krahl, Vertriebschef
der größten österreichischen
Reisebürokette Ruefa.
www.runners-unlimited.com
kommt. Das komplette Projektmanagement wird von Koflers Firma
umgesetzt und entlastet den Hotelier, der sich dadurch primär um
seine Gäste kümmern kann.
Die Umbauzeit bedeutet daher weiterhin Vollbetrieb für das
Hotel, es sind keine Schließzeiten
notwendig.
Damit der Hotelbetrieb auch
wirklich nicht belastet wird, gibt
es eine Fertigstellungsgarantie von
acht Wochen nach Auftragsklarheit; garantiert wird dabei auch
der Preis.
Hotels als auch ‚FurniRent‘ zum
gemeinsamen unternehmerischen
Erfolg“, so Kofler.
Starke Festpreisgarantie
Die Auslastung steigern
„Der Kunde erhält eine Festpreisgarantie; damit ist man ab
Auftragsvergabe bereits vor bösen
finanziellen Überraschungen geschützt. Durch die wirtschaftliche
Partnerschaft kommen sowohl
Mit FurniRent investieren Hoteliers in Rendite-optimierte Hoteleinrichtungen.
„Wir richten die Hotelzimmer so
ein, dass an Unwichtigem gespart
und nur in Wichtiges investiert
wird; dabei lassen wir nur Ware
mit höchster Qualität verbauen.
So können Zimmerpreise erhöht
werden, und die Zimmerauslastung steigt durch die neue Qualität. Aus von uns beauftragten
Umfragen geht hervor, dass Hotels
durch eine neue Hotelzimmereinrichtung die Auslastung sogar bis
zu neun Prozent steigern können“,
sagt Kofler. Zusätzlich spart eine
gemietete Hoteleinrichtung Kosten.
Hotels bekommen bei Kofler über
die gesamte Mietzeit – bis zu 120
Monate – eine Gewährleistung. Auf
Wunsch erneuert FurniRent die
Hoteleinrichtung alle sieben bis
zehn Jahre – ohne Mehrkosten.
www.furnirent.com
„Die Banken finanzieren lieber,
wenn der Hoteleinrichter mit ins
Risiko geht. Wir übernehmen 50
Prozent des Finanzierungsrisikos und bieten Raten, die an die
Liquidität angepasst sind; dadurch
reduziert sich das Risiko für die
Bank“, erklärt Kofler.
Das Prinzip von FurniRent ist,
dass das Hotel sowohl die Finanzierung und Planung als auch die
Lieferung und Montage der Hoteleinrichtung aus einer Hand be-
© Furnirent
© Ruefa
Vollbetrieb für das Hotel
Umfangreichstes Angebot für Aktiv­
sportler und Fans in Österreich.
dern auch in der romantischen
St. Stanislaus Kirche, in einer privaten Villa oder in einem der vielen
Ballsäle im Hotel. Jeder Ort kann
an die Wünsche des Paares angepasst werden – von einer Feier im
Safari Club über ein Candle-LightDinner auf dem Golfplatz bis hin
zu Cocktails am Yachthaften.
Oder Mauritius: In den Veranda Resorts wird der schönste Tag
im Leben von A bis Z organisiert
– mithilfe der Hochzeitsplanerin
Véronique Laurent. Ihre Aufgabe
ist es, den Gästen zu helfen, das
passende Hochzeits-Paket – entweder klassisch oder kreolisch –
ihren Erwartungen entsprechend
auszusuchen.
www.hochzeitfeiern.at
Hansjörg Kofler, Geschäftsführer von FurniRent: „Die Hoteleinrichtung mieten“.
kom m & ble i b
Freitag, 13. Februar 2015
medianet destination – 63
List Hospitality Group Unter neuer Dachmarke finden B2B-Kunden künftig die Top-Betriebe der List Group aus Gastronomie und Tourismus vereint
Breites Portfolio mit Angeboten
Die Hotels und Gastronomiebetriebe bieten Urlaubs- & Seminarmöglichkeiten auf höchstem Niveau.
Wien. „Ein Name bürgt für heimische Qualität und Tradition in
Hotellerie und Tourismus – dafür
steht die List Hospitality Group“,
erklärt Geschäftsführer Gerhard
Messinger den Anspruch der neuen
Dachmarke: „Das Angebot ist vielfältig: Wir bieten prämierte Gastronomie, zahlreiche Urlaubsmöglichkeiten, aber auch ein breites
Angebot für Seminarveranstalter.
So haben Businesspartner genauso
wie Individualgäste die Möglichkeit, aus einem breit gefächerten
Angebot zu wählen und dabei hohe
Qualität garantiert zu wissen.“
bürgt die Dachmarke künftig für
heimische Qualität und Tradition und dient so als Wegweiser
im Tourismus. Zusätzlich wird
die neue Plattform die Möglichkeit zur Nutzung von Synergien
zwischen den Betrieben der List
Hospitality Group verstärken“, so
Messinger.
Flexible Lösungen
Mit ihren Häusern der Vier- und
Fünf-Sterne-Kategorie bietet die
Gruppe ein Höchstmaß an Qualität
für Anfragen zu Meetings, Incentives, Conventions und Events unterschiedlicher Kapazitäten.
Drei der insgesamt sieben Hotelund Gastronomiebetriebe der List
Hospitality Group bieten den idealen Rahmen für erfolgreiche Seminare und unvergessliche Events in
Wien, Tirol und Kärnten.
Für Tagungen und Events
Mit modernster Ausstattung
und flexiblen Angeboten werden
die Hotels Das Triest Wien, das
Parkhotel Pörtschach oder das Hotel Eden in Seefeld allen Ansprüchen von Geschäftsreisenden und
Firmenevents gerecht.
Die Ferienhotels in Kärnten und
Tirol sind auf freizeitorientierte
Gäste und Familien ausgerichtet.
Erholung und Entspannung in den
Wellnessbereichen sowie Kulinarik
auf höchstem Niveau erwartet die
Gäste in den List Ferienhotels.
Hotelbeteiligungen von List
Gemeinsam vorgestellt werden
Betriebe mit regionaler Verwurzelung in ganz Österreich sowie die
drei Beteiligungen der List Group
im Bereich Hotellerie – das Hotel
Park Inn Linz, das Austria Trend
Hotel Europa Graz und das Radisson Blu Style Hotel Wien – auf der
neuen Webseite:
www.listhospitalitygroup.at
© List Hospitality Group/Armin Fauland
dino silvestre
Gerhard Messinger, Geschäftsführer der
österreichischen List Hospitality Group.
Heimische Top-Betriebe
Die List Hospitality Group betreibt Hotels und Gastronomiebetriebe in ganz Österreich. Die
Häuser, die der Unternehmensgruppe eigentümergeführt oder als
Partnerbetriebe angehören, vereint
der Name als Synonym für höchste
Güte, der dem internationalen Vergleich standhält.
Gleichzeitig repräsentieren die
Häuser eine Vielfalt an traditionsreichen, charmanten Top-Betrieben der heimischen Hotel- und
Gastronomiebranche.
„Insbesondere im
B2B-Bereich bürgt die
Dachmarke für heimische Qualität und
Tradition und als Wegweiser im Tourismus.“
Gerhard Messinger
Geschäftsführer
List Hospitality Group
Das Vier Sterne Superior Parkhotel Pörtschach am Wörthersee,
das Vier Sterne Superior Hotel
Eden Seefeld in Tirol, das Hotel
Das Triest in Wien mit dem Haubenlokal Collio, das Simm’s Hotel
in Wien, das Boarding House Singerstraße 21/25 in Wien, die Wiener Conditorei Sluka sowie das
Café Gerstner auf der Kärntnerstraße in Wien, das die List Hospitality Group als Lizenznehmer
betreibt – alle diese Hotels und
Gastronomiebetriebe vereint die
List Hospitality Group ab sofort
unter einer Dachmarke.
Die List Group ist Eigentümer
von Immobilien, Garagen und
Hotelleriebetrieben in Wien und
den angrenzenden CEE-Ländern.
„Insbesondere im B2B-Bereich
WEnn
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SkifahrEn
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iSt daS dEin
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Günter Fritz
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Auch das Hotel Triest beim Wiener
Karlsplatz gehört zur List Hotelgruppe.
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64 – medianet destination
Freitag, 13. Februar 2015
Preferred Hotel Group Anbieter für Verkauf, Marketing und Distribution unabhängiger Hotels ernennt neuen Chef
short
Neue Führung in Europa
Mit Icelandair die
Nordlichter erleben
Philipp Weghmann wohnt in Barcelona und spricht Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch.
sehen als smarter Geschäftsmann
wird ihm bei der Beibehaltung unseres Wachstumskurses in Europa
behilflich sein.“
„Es ist eine Ehre, als Executive Vice President nach Europa
zurückzukehren“, so Weghmann.
„Ich freue mich darauf, den Bekanntheitsgrad der Preferred Hotel
Group als Marke für unabhängige
Luxushotels zu steigern und das
Portfolio zu erweitern.“
michael bär
Icelandair launcht Aurora-BorealisFlugzeug mit Nordlicht-Effekten.
Reykjavík. Das Naturschauspiel
der Nordlichter konnte bisher nur an klaren und kalten
Nächten im hohen Norden beobachtet werden. Mit Icelandair
können Reisende das Schauspiel nun auch dann bestaunen,
wenn die äußeren Bedingungen
es eigentlich nicht zulassen.
Die auf Transatlantikflügen
eingesetzte „Hekla Aurora“
verzaubert künftig den Himmel
mit ihrer Nordlichter-Sonderlackierung. Doch nicht nur ihr
Äußeres bietet den Lichtertanz:
Dank ausgeklügelter Beleuchtung können Passagiere auch
im Inneren Nordlichter durch
das Flugzeug tanzen sehen.
www.icelandair.de
Auf Mallorca, Madeira und den Kana­
ren kann man jetzt Sonne tanken.
Wien. Während die einen Ski
fahren, wollen die anderen
von Kälte nichts mehr wissen
und suchen das Weite. In nur
wenigen Stunden gelangen Sonnenhungrige per Flieger nach
Mallorca, Madeira oder auf die
Kanaren. Auf den Inseln herrschen schon jetzt angenehme
Temperaturen für einen sonnigen Frühlingsurlaub.
Bei Rewe gibt es eine Woche
Mallorca ab 456 €, eine Woche
Madeira ab 723 € oder eine
Woche Kanaren ab 674 € - mit
Flug, HP und im DZ p.P.
www.itsbilla.at
Philipp Weghmann ist neuer Executive Vice President der Preferred Hotel Group.
Wochenend-Pauschale „Heilsame Klänge“
Opatija. Direkt am Meer, mit fantastischem Blick auf die Inselwelt
des Kvarner, verbindet das Adria
Relax Resort Miramar im legendären altösterreichischen Seebad
Opatija (Abbazia) modernen Vier
Sterne-Komfort mit dem Charme
historischer Romantik. Im Frühjahr gibt‘s Special Packages.
© Frank Heuer
Frühling mit k.u.k. Flair
Das Hotel liegt in einer ruhigen Bucht an der Kaiser-Franz-Josef-Meerespromenade.
Im neu erbauten Tanzsaal mit
Meerblick können die Gäste von
23. bis 26. April intensiv das Tanzbein schwingen und sich nebenbei
Tipps von Profis holen: Die österreichischen „Dancing Stars“ Andi
und Kelly Kainz vermitteln Rumba, Salsa, Quickstep oder auch den
langsamen Walzer.
Das Package „Tanzen und Meer“
kostet p. P. ab 460 € und bietet drei
Übernachtungen mit Gourmet-HP,
Superior-DZ, Stadtrundgang, fünf
Tanzstunden sowie BegrüßungsCocktail mit Andy & Kelly Kainz,
Tanzmusik und Unterhaltung in
der Hotelbar sowie einen kroatischen Abend mit Live-Musik.
Das Eintauchen in die Welt der
Herzensmeditationen und der heilsamen Klänge wirkt entspannend
und sorgt für Freude und Wohlbefinden. Vier Nächtigungen mit
Genießer-HP, Wohnen im SuperiorDZ mit Balkon und Meerblick, Teilnahme am Meditationsprogramm
laut Programm bietet das Paket
„Heilsame Klänge“ von 19. bis 22.
März zum Preis ab 345 € p.P.
www.hotel-miramar.info
ICS Travel Group Gleich zu Jahresbeginn erweitert Myanmar sein Hotelportfolio um drei neue exklusive Häuser
Neueste Hoteleröffnungen in Myanmar
Yangon. Die US-Hotelkette Hilton
startet das Jahr 2015 mit ihrer
zweiten Hoteleröffnung in Myanmar, dem Hilton Ngapali Resort &
Spa an der Westküste des Landes
am Indischen Ozean. Das Luxushotel liegt beim Airport und eine kurze Fahrt vom Traumstrand Ngapali entfernt an einem privaten See.
Ngapali ist mit seiner unberührten Küste und seinen feinsandigen Stränden die beliebteste
Stranddestination Myanmars.
Kinderbecken. Er ist bislang der
größte Pool am Ngapali Beach.
Die Managementübernahme
durch Hilton soll einen internationalen Qualitätsstandard etablieren. In Kooperation mit der Eden
Gruppe expandiert Hilton 2016
mit dem Hilton Bagan (220 Zimmer) und dem Hilton Inle Lake (180
Zimmer) weiter.
2017 kommt das Hilton Mandalay mit 300 Zimmern hinzu.
Gerade eröffnet hat das Hotel
Parami in Yangon; das Vier Sterne
Superior-Hotel mit internationalen
Standards mit 108 Nichtraucherzimmern und Suiten in modernem
Design und klaren Linien liegt in
einer noblen Gegend nördlich des
Inya-Sees in der Nähe der Kabar
Aye Pagode.
Zum Flughafen sind es 20 Minuten, ins Stadtzentrum 15 Minuten
Fahrt.
51 Zimmer und Suiten
Das Hilton Ngapali Resort & Spa
wurde in landestypischem Stil mit
großzügiger, offener Architektur
erbaut. Das Hotel offeriert 51 geräumige und hochwertige Gästezimmer und Suiten mit Balkon
oder Terrasse.
Die Villa-Suiten mit Meerblick
verfügen über einen privaten Pool
und ein großes Außendeck mit
Aussicht auf den Indischen Ozean.
Das Angebot wird durch Restaurant, Bar, Spa und Fitnesscenter
vervollständigt. Höhepunkt ist der
Infinity Außenpool mit separatem
Auf dem Dach befindet sich ein
Außenpool mit Aussicht; auch das
Restaurant, die Bar und der Innenpool liegen auf der obersten Etage.
Hotel Parami ist Mitglied der NB
Hotel Group, ein Bereich der Firmengruppe Nay Brothers. Weitere
geplante Hoteleröffnungen in den
nächsten Jahren sind das VierSterne-Deluxe-Hotel Pho Sein, das
Fünf-Sterne-Hotel Embassy Boutique Residence, das Min Nandar
Garden Hotel in Thanlyin und das
Ngwe Saung Beach Resort.
Kinder sind willkommen
© Hilton Ngapali/ICS Travel Group
© Rewe Austria Touristik
Rewe Touristik nimmt
Inseln ins Programm
Während seiner 14-jährigen
Karriere in der Hotellerie hat sich
Weghmann als Kenner der Branche
bewährt und unabhängige Hotelbetreiber bei Verkauf, Marketing
und Unternehmensentwicklung
beraten. 2006 kam er als Regional
Director für Spanien, Portugal und
den Mittelmeerraum zur Preferred
Hotel Group.
www.preferredhotelgroup.com
Adria Relax Resort Miramar Vier Sterne Deluxe-Hotel präsentiert sich als Hotspot für die ersten Frühlingsgefühle
Europas Portal für City
Apartments mit Koop
Berlin. Das Rundfunk-Unternehmen Mediaset beteiligt sich seit
dem 1. Februar 2015 mit einem
Betrag in Höhe von mehreren
Mio. Euro an Wimdu. Mediaset ist die größte private TVSendergruppe Italiens. Durch
das Investment in Form einer
„Media for Equity“-Kooperation
für den italienischen und spanischen Markt wird Wimdu die
TV-Präsenz in Europa stärken.
Wimdu ist Europas größtes
Portal für City Apartments.
Für Gäste stehen über 300.000
Unterkünfte in mehr als 150
Ländern zur Auswahl. Wimdu
ist eine der führenden Adressen
für authentische Unterkünfte
weltweit und hat sich als komfortable und preiswerte HotelAlternative insbesondere in
Städten etabliert. Privatvermieter können ihre Unterkunft gratis auf dem Portal inserieren.
www.wimdu.de
Internationale Erfahrungen
© Preferred Hotel Group
© Icelandair
München. Die Preferred Hotel Group
ernennt Philipp Weghmann zum
neuen Executive Vice President
für Europa. Weghmann strebt in
dieser Funktion ein Wachstum
des Unternehmens auf dem europäischen Markt an und soll einerseits die Erhaltung von mehr
als 200 Mitgliedshäusern sicherstellen und andererseits auch die
strategische Ausrichtung und
Entwicklung der Firma in Europa
überblicken; des Weiteren ist er
für 35 Mitarbeiter in sechs Städten
verantwortlich.
„In den vergangenen acht Jahren war Weghmann maßgeblich an
großen Erfolgen beteiligt, die allesamt bedeutend für die Entwicklung des Unternehmens waren“,
so Lindsey Ueberroth, Präsidentin
& CEO der Preferred Hotel Group.
„Seine starke Führungspersönlichkeit, Zuverlässigkeit und sein An-
Das Fünf Sterne Hilton Ngapali Resort & Spa bietet Zimmer im regionalen Stil.
20 Minuten vom Flughafen Yangon und in der Nähe des Einkaufszentrums Junction Square eröffnet
Anfang März das Novotel Yangon
Max; das Vier Sterne Hotel hat 366
modern eingerichtete Zimmer und
Suiten in warmen Erdtönen mit
roten Farbakzenten.
Das Haus mit gratis WLAN eignet sich für Touristen und Geschäftsreisende, und es gibt einen
einen Kinderclub für vier verschiedene Altersklassen ab null Jahren.
www.icstravelgroup.com
au f & dav on
Freitag, 13. Februar 2015
medianet destination – 65
Destination Russland Russische Touristiker setzen Zeichen gegen EU-Boykott und wollen mit ihrer Tradition punkten
Moskau war immer teuer, ist aber jetzt durch den Preisverfall für ausländische Gäste sehr interessant.
dino silvestre
Im August unterwegs auf der längsten Eisenbahnstrecke der Welt.
Wien. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Transsibirischen Eisenbahn organisiert
Alliance For Nature gemeinsam
mit Ganesha Reisen vom 7. bis
27. August eine Reise von Moskau nach Peking.
Neben dem Baikalsee wird
entlang der Transsib eine Reihe
von UNESCO-Welterbestätten
besichtigt.
Preis: 3.980 € p.P. inklusive
Economy Flug Wien–Moskau
sowie Peking–Wien mit Austrian Airlines; Anmeldeschluss für
die Tour ist der 1. Juni 2015.
www.ganeshareisen.com
Lufthansa fliegt heuer
im Herbst Panama an
© Panthermedia.net
Moskau. Die russische Hauptstadt
spielt in Sachen Tourismus nicht
in der europäischen Oberliga mit:
2013 wurden gerade mal 14,9 Mio.
Übernachtungen registriert. Im
Vergleich dazu: London hatte rund
45 Mio. Übernachtungen, Paris ca.
35 Mio., Berlin 27 Mio. und Wien
12,7 Mio. Auch wenn die Zahl der
internationalen Ankünfte in Moskau von 3,7 Mio. im Jahr 2009 auf
5,6 Mio. in 2013 angestiegen ist,
erkennt man schnell: Hier ist noch
sehr viel Luft nach oben.
Trotz Geldabwertung, Wirtschaftskrise, EU-Boykott und Desaster in der Ukraine wollen die
Tourismusverantwortlichen in
Moskau nicht aufgeben und ihre
Sehenswürdigkeiten in den Fokus
der internationalen Urlauber rücken, für die die Metropole durch
den massiven Verfall des Rubel
preisgünstig geworden ist.
Die Transsibirische
Eisenbahn ist 100
© Christian Schuhböck/Alliance For Nature
Moskau setzt verstärkt
auf den Kultur-Tourismus
short
Zarenpalast ist renoviert
Der Moskauer Rote Platz mit Basiliuskathedrale: Das russische Machtzentrum hat für Städtetouristen sehr vieles zu bieten.
Rund 2.000 denkmalgeschützte
Bauten zählt Moskau, davon werden 300 derzeit generalsaniert.
Insbesondere auf die Randbezirke
will sich die Stadt bei den Renovierungsarbeiten konzentrieren,
um das Angebot für Touristen zu
erweitern.
„So wurde das Zarenschloss
Kolomenskoje in alter Holzbauweise rekonstruiert und lockt nun täglich 30 bis 40 Reisegruppen“, sagte
Alexander Kibovsky, verantwortlich für Denkmalschutz der Stadt
Moskau, auf der internationalen
Journalistenkonferenz „It‘s Time
for Moscow“ und führte aus: „Im
integrierten Restaurant können
sich bis zu 100 Gäste von der Qualität der modernen original russischen Küche überzeugen.“
Von den Empfangs- und Arbeitsräumen des Zaren bis hin zu Sauna
und Schlafräumen bekommt der
Besucher einen Eindruck von der
Lebensweise des Hofstaats, der
im 17. Jh. zwischen den Monaten
April und Oktober hier residierte.
„Größter Palast der Welt“
Kolomenskoje zählt so wie die
Wiedererrichtung der Erlöserkathedrale und der Wiederaufbau
des Schlosses Zarizyno im Süden der Stadt zu den bleibenden
Marksteinen der Ära des Moskauer Langzeitbürgermeisters Jurij
Luschkow.
Der größte Palast der Stadt ist
jedoch immer noch die Moskauer
Metro (http://engl.mosmetro.ru).
Kibovsky zitiert doch tatsächlich
Josef Stalin, um die Bedeutung der
Metro zu unterstreichen: „Früher
kosteten die Paläste Millionen,
jetzt bauen wir Paläste für Millionen!“ Nachsatz: „Die Metro ist
der größte öffentlich zugängliche
Palast der Welt.“
Frankfurt/M. Lufthansa wird ab
dem 16. November erstmals
Verbindungen nach PanamaStadt ganzjährig anbieten. Ein
Airbus A340-300 wird fünf Mal
pro Woche zwischen Frankfurt
und der mittelamerikanischen
Wirtschaftsmetropole eingesetzt. LH 484 startet jeweils
vormittags um 10:15 Uhr und
erreicht Panama nachmittags
um 16:40 Uhr (Ortszeit) nach
einer Reisezeit von zwölf Stunden und 25 Minuten. Ein Hinund Rückflug nach Panama
kann bereits ab 799 € gebucht
werden.
Lufthansa weitet die Koop
mit der panamaischen Airline
Copa aus. Dann können Lufthansa-Fluggäste 50 Destinationen in Mittel- und Südamerika
sowie in der Karibik erreichen.
Zu den wichtigsten Reisezielen
im Netzwerk von Copa zählen
internationale Airports in
Peru, Ecuador, Costa Rica,
­Nicaragua und Guatemala.
www.LH.com
geöffnet ist aber nur der armenische. Die Auswahl der Produkte
beschränkt sich auf Kunst, Kunsthandwerk und Design.
Winter auf dem Roten Platz
Erstmals hat sich in diesem Jahr
auch der Rote Platz in einen Eislaufplatz verwandelt; daneben finden sich zahlreiche Glühweinstände. Die beleuchteten Kremlmauern
und das alte, überladene Kaufhaus
GUM lassen für ein paar Stunden
die politischen Konflikte zwischen
Europa und Russland vergessen.
Der österreichische Veranstalter Gta-Sky-Ways etwa bietet die
Sechs-Tage-Reise „Moskau & St.
Petersburg“ ab 999 € p.P. an.
www.gta-sky-ways.at
Relikte der Sowjetunion
Eine Reise in die jüngere Vergangenheit bietet der Besuch des
Zentrums VDNCh (http://vvcentre.
ru/eng) bei der gleichnamigen Metro-Station. Im dem vor 75 Jahren
errichteten Ausstellungszentrum
der Volkswirtschaft wurde die Sowjetunion vollständig konserviert.
Die Sowjetrepubliken betrieben hier je einen Pavillon, derzeit
Meier’s Weltreisen 10 Tage mit Flug ab Deutschland
Swiss Mehr Qualität für die Business Class-Passagiere
Salzburg. Mitten im Indischen Ozean liegt ein Juwel: La Réunion,
die kleine Tochter Frankreichs.
Kontrastreicher könnte eine Insel
kaum sein: Imposante Bergwelten,
aktive Vulkane und eine üppige
Vegetation locken Abenteurer und
Gipfelstürmer, während malerische Küsten, duftende Vanillefelder und Sandstrände die Erholungssuchenden bezaubern. Die
Gäste der zehntägigen Mietwagenreise „Vanilleduft und Lavaglut“
von Meier’s Weltreisen erleben intensiv, was La Réunion bietet.
Zürich. Swiss International Air
Lines (Swiss) ist die nationale
Fluggesellschaft der Schweiz. Sie
bedient ab Wien und Graz über
Zürich und Genf weltweit 104 Ziele
in 48 Ländern (Sommerflugplan
2015). Mit einer Flotte von 91 Flugzeugen befördert Swiss jährlich
rund 16 Mio. Passagiere.
Individuelle Rundreise La Réunion Verbessertes Serviceangebot
Die Tour startet in St. Denis
und führt zuerst ins pittoreske
Hell-Bourg; aufgrund seiner kreolischen Holzhäuser und tropischen
Gärten gilt Hell-Bourg als eines der
schönsten Dörfer Frankreichs.
Im eigenen Tempo entdecken die
Urlauber Wälder, Zuckerrohrfelder
und Bananenplantagen. Die „Route
du Vulcan“ führt durch Berglandschaften zum Vulkan „Piton de la
Fournaise“. Abrupt endet die grüne Vegetation und geht nahtlos in
braune, erkaltete Lavaströme über.
© Meier’s Weltreisen
Gewürz- und Parfümgarten
Bei der Reise lassen sich auch ent­
legene Nischen der Insel erkunden.
Essen oder schlafen
Seit Dezember 2014 wird die Europaflotte der A320/321-Familie
umgerüstet. Dank neuer ergonomischer Sitze und eines neuen Kabinen- und Sitzdesigns erhöht sich
der Komfort für die Fluggäste. Ab
Ende März 2015 garantiert man
auf der Europaflotte in der Business Class einen freien Nachbarsitz – für bessere Privatsphäre.
„Unsere Fluggäste können die
neuen Annehmlichkeiten und Vorzüge der Business Class zu einem
attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis genießen“, so Markus Binkert, Chief Commercial Officer.
So ist ein Flug in Swiss Business
von Wien nach Zürich ab 365 €
buchbar, von Graz bereits ab 234 €
und zu weltweiten Zielen ab 1.816 €.
Swiss investiert jetzt auf allen Ebenen in
ihr begehrtes Business Class-Produkt.
TUI Preiswertmarke
mit Golf-Paketen
© TUI
Nicht zuletzt erweitert Swiss das
kulinarische Angebot auf Langstrecken mit einer größeren Auswahl
an Vorspeisen und einem separaten Gang mit Käse.
Passagiere können zwischen
einem Imbiss und einem kompletten Mahlzeitenservice wählen.
Dieses System bietet die Möglichkeit, sich auf Nachtflügen entweder kulinarisch verwöhnen zu lassen oder sich länger auszuruhen.
www.swiss.com
© Swiss International Air Lines
Hier führt die Tour durchs Lavafeld. Die Aussichtspunkte und
Parkbuchten auf dem Weg bieten
grandiose Ausblicke auf das Naturspektakel. Bei einem Besuch
des Gewürz- und Parfümgartens
von St. Philippe genießen die Reisenden die Aromen der Insel mit
all ihren Sinnen. Zwischen den einzelnen Etappen bleibt ausreichend
Zeit für Wander- und Radtouren
durch die Natur – ab 1.849 € p.P.
www.meiers-weltreisen.at
Das Drei Sterne-Hotel Riu Playa Park
liegt direkt an der Playa de Palma.
Wien. 1-2-FLY, die Preiswertmarke der TUI, hat Golf-Hotels
und Golf-Pakete im Programm.
73 Hotels sind für Golfer buchbar. Sie liegen in Marokko,
Tunesien, Ägypten, der Türkei,
Portugal, Teneriffa, Gran Canaria, auf dem spanischen Festland und auf Mallorca.
Mallorca ist bei Golfsportlern
besonders beliebt und sowohl
für Kurztrips als auch für längere Urlaubsreisen geeignet.
Die 23 Golfplätze der Insel
bieten schöne Spielerlebnisse
zwischen Olivenbäumen.
www.1-2-fly.at
ga st & wi r t
66 – medianet destination
Freitag, 13. Februar 2015
Grand Hotel Zell am See Die imperiale Herberge im Salzburgischen bietet idealen Rahmen für elegantes Vergnügen
Gourmet-Corner
Hotel für die Glückskinder
Unter vielen Bewerbern wurde das Haus von Hotelier Wilfried Holleis als Casinostandort ausgewählt.
und die Pioniere des Wintersports
hatten das Bergstädtchen einst als
Reiseziel entdeckt.
Als Erinnerung an diese frühe
Glanzzeit des Tourismus spiegelt
sich nach wie vor die schneeweiße
Fassade des Grand Hotels im grünen Wasser des Zeller Sees.
alice hefner
Zell am See/Wien. Ab 1. Jänner 2016
wird ein Hauch von Glamour und
Luxus in den imperialen Räumen
zu spüren sein, wenn im Grand Hotel Zell am See die Kugel rollt.
Aufgetischt
© Alexander Jakabb
Casino mit Seeblick
Seit zehn Jahren zwei Hauben:
H. Schmidhofer im „Magnolia“.
Graz. In der GenussHauptstadt Graz
gibt es ein facettenreiches kulinarisches
Angebot. Darunter das auf „Formel
1„-Niveau ans Augartenhotel Art &
Design von Helmut Marko angrenzende
und dazugehörige Haubenrestaurant.
Statt Judo entschied sich der Salzburger
Schmidhofer für die Kochlehre, und das
hat sich auch ausgezahlt. Nach Wanderjahren, u.a. im Arlberger Hospiz und
Schloss Mönchstein in Salzburg, ist er
sein eigener Herr und stets auf Erfolgskurs. Seiner eigenwilligen weltoffenen
Küchenlinie bleibt er treu, von regional
bis international; alles ist erlaubt. Hauptsache frisch und beste Qualität. Darüber
freuen sich viele prominente Stammgäste wie Formel 1-Star Sebastian
Vettel oder die Salzburger Fußballelite.
Lunch Menü wählt man nach Lust und
Laune von „Einfach lecker“, 2-gängig,
bis „Business Deluxe“, 4-gängig (von
17 bis 32 €). Demnächst erscheint
übrigens Schmidhofers erstes Kochbuch zum Nachkochen.
Bewertung (1–10; 10 = top):
Genuss:Business
Küche: 8 Kommunikation: 8
Service: 8
Lage/Parkplatz: 9
Getränke: 8
Image/Publikum: 9
Ambiente: 8
Frequenz: 8
Preis: 8
Webinfos: 6
Einst Treffpunkt der mondänen
Welt und des Adels, genießen heute im Vier Sterne Superior Hotel
anspruchsvolle Genießer wohltuende Urlaubstage in eleganten Suiten und großzügigen Zimmern.
Und für besondere Momente des
Wohlfühlens empfiehlt sich das
Grand Spa, eine lichtdurchflutete
Oase in der Penthouse Etage des
Hotels – mit Kräuter- und Panorama-Sauna, türkischem Dampfbad
sowie Sole- und Infrarotkabine,
Bergsalz-Peeling und Öl-Massage.
www.grandhotel-zellamsee.at
Grand Hotel Zell am See: Direktor Paul Vogel (Casino Zell am See), Wilfried Holleis
(Grand Hotel Zell am See) und Karl Stoss (GM Casinos Austria AG; v.l.).
Neue Broschüre Alle 118 mit dem Umweltzeichen Tourismus ausgezeichneten Wiener Betriebe auf einen Blick gratis
„Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit“
Wien. Aktualisiert und neu aufgelegt hat die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 ihre Broschüre
„Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit“. Darin finden sich alle
Kaffeehäuser, Heurigen, Restaurants, Hotels und Cateringbetriebe
sowie ein Campingplatz in Wien,
die mit dem „Umweltzeichen Tourismus“ ausgezeichnet wurden.
„Wien hat die meisten Umweltzeichen-Betriebe österreichweit,
ökologisches Handeln ist in immer mehr Wiener Betrieben eine
Selbstverständlichkeit“, so Umweltstadträtin Ulli Sima.
„Insgesamt gibt es 118 Tourismus- und Gastronomie-Betriebe
mit dem ‚Umweltzeichen Tourismus‘ in Wien, die mit ihren freiwilligen Umweltmaßnahmen we-
© MA22, APA/Herbert Neubauer
Magnolia
Schönaugasse 53, 8010 Graz
Tel: 0316 82 38 35
www.restaurant-magnolia.at
Mo–Fr: 12–14 und 18–22 Uhr
Bergsalz-Peeling im Spa
Rouge oder Noir, Pair oder Impair, das ist dann die Frage. Unter vielen Bewerbern wurde das
prächtige Haus von Hotelier Wilfried Holleis direkt am See als
Standort für das neue Casino der
Casinos Austria AG ausgewählt.
„Das ist ein stilvoller Rahmen
für all jene, die der launischen
Fortuna ein Schnippchen schlagen
wollen“, so Casinos-Generaldirektor Karl Stoss. „Faites vos jeux!“
Bereits im Jahre 1875 kamen die
ersten Sommerfrischler ins Herz
des Salzburger Pinzgaus. Gekrönte
Häupter wie Kaiserin Sisi selbst
© Faistauer
Alexander Jakabb
„Umweltzeichen Tourismus“: Die Betriebe
müssen wichtige Kriterien erfüllen.
niger Energie verbrauchen, Abfall
reduzieren und sich zugleich Betriebskosten einsparen“, so Sima.
„Fünf Sterne-Hotels und First
Class-Restaurants finden sich
ebenso wie die einfache Pension
oder das Wirtshaus um die Ecke.
Denn auch für kleinere Betriebe
lohnt es sich, am Umweltprogramm teilzunehmen“, so Karin
Büchl-Krammerstätter, Leiterin
Wiener Umweltschutzabteilung.
Die kostenlose Broschüre „Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2015“ kann man per Telefon
bei der Umweltschutzabteilung
(01/4000-73420), per E-Mail unter
(uk@m22.magwien.gv.at) oder direkt auf der Seite der Wiener Umweltschutzabteilung anfordern:
www.oeko-gastlichkeit.wien.at
Eingeschenkt
Top-Gastronomie Ab 2. März haben alle Genießer die Möglichkeit, die Nespresso Partner-Restaurants zu besuchen
Nespresso Gourmet Weeks im März 2015
Wien. Als Highlight des Gourmetkalenders 2015 präsentiert Nespresso in Kooperation mit Gault
Millau das siebente Jahr in Folge
die Nespresso Gourmet Weeks.
Durch die starke Partnerschaft
zur österreichischen Top-Gastronomie wird es einem breiten Publikum ermöglicht, sowohl kulinarische Highlights auf höchstem
Niveau zu erleben als auch einen
besonderen Kaffee zu genießen,
denn als Abschluss eines jeden Menüs wird ein Nespresso Grand Cru
Kaffee serviert.
eine feste Größe in der heimischen
Spitzengastronomie. Die bereits
zum siebenten Mal stattfindenden
Gourmet Weeks, in Partnerschaft
mit Gault Millau, erfreuen sich
nicht nur unter Nespresso-Clubmitgliedern größter Beliebtheit,
sondern begeistern Jahr für Jahr
neue Liebhaber des guten Essens.
Botschafter der Nespresso Gourmet Weeks sind Andreas Döllerer
vom drei Hauben Restaurant
Döllerer´s im Salzburger Golling,
Josef und Maria Steffner vom mit
drei Hauben gekrönten Mesnerhaus
in Mauterndorf, Toni Mörwald mit
seinem Restaurant in Feuersbrunn,
ebenfalls drei Hauben, und Erich
Lukas vom zwei Hauben Restaurant Verdi in Linz.
Döllerer, ausgezeichnet mit drei
Gault Millau-Hauben und 18 Punkten: „Mit den ‚Nespresso Gourmet
Weeks‘ können wir Jahr für Jahr
Die Haubenküche begeistert
Nespresso lädt gemeinsam mit
Partner-Restaurants der ein bis
vier Gault Millau Hauben-Kategorie während der Gourmet Weeks
vom 2. bis 29. März dazu ein, Mittags- und Abendmenüs zu besonders attraktiven Preisen zu genießen. Die Preise richten sich nach
der Anzahl der Hauben, die Menüs
kosten von 17 € bis 59 €.
Umgesetzt wurden die Nespresso Gourmet Weeks zum ersten Mal
im Jahr 2009 und bilden seither
© Nespresso
© Weinplanet/Liepe
Loimer Riesling Kamptal DAC
Reserve Seeberg 1. ÖTW 2012
Umsichtig, ruhig und wohlüberlegt
– so wirkt der Langenloiser Top-Winzer
Fred Loimer im persönlichen Gespräch.
Doch hinter dieser besonnenen Fassade
verbirgt sich ein Revolutionär.
Ob mit dem „neuen“ Weinkeller, als
schwarzer Kubus errichtet, oder seinem
frühen Eintreten für die Biodynamie:
Loimer lässt sich von seinem Weg nicht
abbringen.
Mit seinen Rieslingen
zeigt er das Potenzial des
Kamptals mit dieser edlen
Rebsorte auf. Die TopQualitäten werden lagenrein ausgebaut.
13,5%/trocken/Glasverschluss/Ausbau: großes
Holzfass/30,00 €.
Pflanzliche Würze,
Marille, mineralischer
Duft. Röstaromen,
Karamell, Kamille,
ausgeprägte Säure,
feiner Gerbstoff, facettenreich, hat Tiefgang.
Ewig langes Finale.
www.loimer-shop.at
Die erfolgreichen Nespresso Gourmet Weeks finden 2015 bereits zum 7. Mal statt.
neue Gäste gewinnen, die unsere
Küche kennenlernen und auch gern
wieder kommen.“
Highlights der Spitzenklasse
Nespresso Marketing Director
Stefan Trojer über die erfolgreiche
Koop mit Gault Millau: „Der Erfolg
ist auch nach sieben Jahren ungebrochen. Während dieser vier Wochen im März haben alle Genießer
heimischer Spitzengastronomie
die Möglichkeit, das einzigartige
Angebot sowohl mittags als auch
abends zu erleben. Wir freuen uns,
dass die Besucher der Nespresso
Gourmet Weeks die Kombination
eines erlesenen Menüs gemeinsam mit dem krönenden Abschluss
eines Nespresso sehr schätzen“
Auch Gault Millau-Herausgeber
Karl Hohenlohe, seit 2009 Partner
der ersten Stunde, unterstreicht
das Streben nach Qualität: „Wir
freuen uns, diesen außergewöhnlichen Event zu betreuen und die
exzellente österreichische Haubengastronomie für alle Feinschmecker zugänglich zu machen.“
nespresso.com/gourmetweeks
medianet
inside your business. today.
freitag, 13. FEBRUAR 2015 – 67
Überkonfessioneller und transreligiös ausgerichteter Uni-Lehrgang in Krems Seite 69
BIANCA
MEYER
ALLIANZ
SOCIAL MEDIA IM CHECK
Jede dritte Firma hat noch keinen „Neuen“
über Xing oder Facebook eingestellt Seite 71
© Allianz
SPIRITUELLE BEGLEITUNG
© Panthermedia/Novintito
© Donau Uni Krems/Stöckl
careernetwork
Profil Bruno Buch­berger
revolutioniert die
Mathematik und
initiiert seit Jahrzehnten jede Menge
Arbeitsplätze.
Traumjobs Die
Bewertungsplatt­
form kununu.com hat
wieder die beliebtesten
Arbeitgeber Österreichs
ermittelt.
Seite 68
© dpa/Christian Charisius
Visionen für Management,
­Mathematik, Meditation & Musik
JOB-ENGPÄSSE
Die Arbeitslosigkeit in
Österreich steigt weiter an.
Vor allem ältere Menschen
tun sich bei der Jobsuche
immer schwerer. Seite 69
Seite 69
© OÖN/Weihbold
Ideenaustausch Weiterentwicklung „im eigenen Haus“
Family-Support-Elterntrainer
Quester-Akademie
Lehrgänge in ganz Österreich
In fünf Modulen mit 88 Lerneinheiten entwickeln die Teilnehmer
die Kompetenz, um komplette
© M. Gnedt
Wien. „Der Bedarf an gut ausgebildeten Elterntrainern steigt laufend“, sagt Wifi-Österreich-Institutsleiter Michael Landertshammer. „Im Wifi-Lehrgang ‚FamilySupport-Trainer‘ lernen Teilnehmer betont praxisnah, wie sie Eltern leicht umsetzbare Strategien
für ein besseres Miteinander aufzeigen und sie in ihrer natürlichen
Erziehungskompetenz stärken.“
M. Landertshammer: Praxisnahes Knowhow für alle, die mit Kindern arbeiten.
Family-Support-Elternkurse und
-Vorträge selbstständig durchführen zu können. Die Ausbildung
richtet sich insbesondere an Trainer auf der Suche nach neuen Arbeitsfeldern sowie an Lehrer, Erzieher und interessierte Eltern.
Der Lehrgang arbeitet nach dem
Family-Support-Konzept, das von
der Tiroler Psychologin Manuela
Oberlechner speziell für die Altersgruppe zwischen 18 Monaten und
12 Jahren entwickelt wurde.
Neue Lehrgänge starten Ende
Februar bzw. Anfang März an den
Wifis Linz, Salzburg, Dornbirn und
Klagenfurt. (pj)
© Pressedienst/Christian Mikes/Quester
Neue Lehrgänge Zusatzqualifikation zur kompetenten Unterstützung von Familien
Mitarbeiter aus ganz Österreich nahmen
an der Quester-Akademie teil.
Altlengbach. Ende Jänner fand zum
neunten Mal die Quester-Akademie
statt, an der alle Mitarbeiter des
Baustofffachhändlers teilnahmen.
Es gab ein breites Portfolio an
Kursangeboten und ein zweitägiges persönliches Schulungsprogramm für jeden Einzelnen.
Am „Marktplatz“ präsentierten
25 Lieferanten allen Questerianern
– vor allem den Verkaufsberatern
– ihre Produkte und beantworteten
Fragen. In speziellen Fachvorträgen wurden die Quester-Spezialisten über die besonderen Neuheiten unterrichtet. (pj)
www.quester.at
C a r e e r por tr a i t
68 – careernetwork
Freitag, 13. Februar 2015
Mastermind mit M
­ athematik
und Meditation
© OÖN/Weihbold
Bruno Buchberger (72) hat Hagenberg zu einem international renommierten Fachhochschul- und Forschungsstandort geformt,
weit mehr als 1.000 Arbeitsplätze geschaffen und die Gröbner-Basen „erfunden“.
10 Fragen
AN B RUNO B UCH B ER GER
Als Kind wollte ich immer schon …
… Jongleur im Zirkus werden.
Erfolg ist …
… Visionen realisieren.
Für die Karriere ist wichtig …
… nicht über Karriere zu denken,
sondern begeisternde Wünsche zu haben.
Mein Lebensmotto:
Für jeden Tag danken.
Jungen Menschen würde ich raten …
… hören, was die Alten sagen –
und gleich vergessen.
© Brigitte Krenner
Die Bedeutung von Geld ist:
… angenehm über Anderes denken
zu können.
Ein Buch, das mich berührt hat:
… „Bhagavad Gita“ („Der Gesang
Gottes“ – das zentrale Buch der
vedischen Literatur).
Hagenberg. Wird mich der Herr Professor in Sachen Wahrscheinlichkeitsrechnung examinieren? Bange
Befürchtungen in Erinnerung an
die mit äußerster Kraftanstrengung gerade noch geschaffte HAKMatura vor vielen Jahren in Laa an
der Thaya …
Und dann, mit Fortdauer des
medianet-Gesprächs, die zunehmende freudige Gewissheit: Nein,
er wird das nicht tun. So herausragend Bruno Buchbergers internationaler Ruf in Sachen Symbolic
Computation, so groß sein Verständnis und seine Empathie für
die kleinen Sorgen und Nöte für
die Mitmenschen … und so präzise
sein Blick für die situationsbedingt
wirklich wichtigen Dinge im Leben.
KNOW-HOW
Bruno Buchberger offeriert die Seminare
„Die Kunst des Erklärens“ sowie „ Innovative
Systeme durch positives Spannungsmanagement erfinden und umsetzen“.
Buchberger: „Die Kunst des Erklärens gebe
ich seit vielen Jahren in einem von mir entwickelten persönlichen Training weiter und
erhalte dafür oft noch Jahre später von meinen internationalen Doktorats- und Masterstudenten aus aller Welt positives Feedback.“
Beim „Spannungsmanagement“ kondensiert und vermittelt Buchberger in einem
Tages-Seminar seine 40-jährige Erfahrung
als international bekannter Forscher und
Innovationsmanager zu einer praktischen
Anleitung für das Konzipieren, Initiieren, Realisieren und Weiterentwickeln von innovativen
Systemen, vom Punkt null beginnend. „Eine
zentrale Rolle spielt dabei das Management
von Spannung: Für viele ist Spannung als Ursache von Konflikten, Streit und Unbehagen
negativ besetzt. Ich erkläre (und trainiere), wie
aus Spannung positive Energie, Kreativität,
Vielfalt, Innovation und Erfolg wird!“
„Es geht darum, freie Denkräume zu schaffen, wo Menschen
an schwierigen Aufgaben arbeiten können“, wirbt er z.B. für den
Standort Oberösterreich und im
Speziellen für den Softwarepark
Hagenberg, den er 1989 begründet
und lange geleitet hat – weit mehr
als 1.000 Arbeitsplätze sind das
Resultat dieser herausragenden
Leistung.
Am Anfang war die Zahl
Mit 23 Jahren hat Bruno Buchberger mit seiner Theorie der
„Gröbner-Basen“ ein sechs Jahrzehnte lang offenes Problem im
Bereich nicht-linearer Systeme gelöst und damit den Grundstein für
seine akademische Karriere gelegt.
Ab den 1980er-Jahren wandte er
sich der Symbolic Computation zu,
um „den Computer in den ersten
Stock der Mathematik zu holen“,
ihn also eigenständig Argumentationsketten „finden“ lassen, während
es Buchberger – schon wieder einen Schritt weiter – um Fragestellungen geht, die eben noch nicht
automatisierbar sind. „Weltweit
befassen sich rund drei Dutzend
Gruppen mit dem Themengebiet
des automated reasoning.“
Die daraus resultierende Theorema-Software (realisiert gemeinsam
mit Wolfgang Windsteiger u.a. ab
1995) unterstützt bereits den komplexen Erfindungs- und Beweisvorgang bei bestimmten mathematischen Aspekten. Seine Visionen
könnten letztlich u.a. dazu dienen,
auf individuelle Lösungsversuche
von Schülern bei ihren mathematischen Aufgaben einzugehen. (Was
wohl dem medianet-Redakteur
damals in Laa an der Thaya sehr
geholfen hätte …) „Ein kluger Lehrer erkennt die Denkschritte eines
Schülers und gibt ihm einen Rat-
schlag, der für seine konkrete Situation maßgeschneidert ist“, postuliert Buchberger.
Maßgeschneidert wie eben die
Idee zum Softwarepark in Hagenberg: „Damit konnte ich beweisen,
dass man von Null an und unter
schlechtesten Bedingungen mitten
Oberösterreich kommen und nach
ihrem Studium auch in unserem
Land bleiben“, wünscht sich der so
ganz und gar nicht „akademischverstaubte“ Herr Professor. „Die
Leute müssen verstehen, dass
Internationalität für die Zukunft
enorm wichtig ist!“
Aber: In Oberösterreich sei die
Hauptstadt allein dafür zu klein.
„Der Großraum Linz mit Steyr,
Wels, ‚Aist‘ (also Hagenberg und
„Umgebung“) – das ist ein Raum,
der vibrieren könnte, mit einem
dichten Konzentrationspunkt für
die ,Kernreaktion‘ in der Stadtmitte
von Linz.“ Damit meint Buchberger
das „International Graduates Center Linz“, das er vor Kurzem erfolgreich initiiert hat: Die Lounge im
Linzer Kulturquartier soll ausländische Studenten zum „Bleiben im
Lande animieren“.
Apropos Kultur und apropos
„vibrieren“: Der Herr Professor
bläst im Bookie Mountain Jazz Trio
die Klarinette. „Ich kann mich für
alles, was ich mache, begeistern.
Oder ist es doch umgekehrt? Dann
besteht das Erfolgsgeheimnis darin, (fast) alles, was man macht, begeisternd zu finden – und möglichst
sofort umzusetzen!“
www.brunobuchberger.com
„Es lebe die Vielfalt,
die Überraschung
und die persönliche
­Verantwortung!“
BRUNO BUCHBERGER
auf dem Land ein Technologiezentrum aufbauen kann, das in gewissen Bereichen Weltgeltung hat.“
Diese Erfahrung macht Buchberger
sicher, wenn er z.B. ein Seminar
über Spannungsmanagement hält.
„Was ich sage, funktioniert – weil
ich es selbst ausprobiert habe. Diese Erfahrung ist ein großer Wert in
meinem Leben!“
„Ich ermuntere und bestärke
die Lehrer, sich nicht vom zunehmenden Bürokratismus erdrücken
zu lassen, sondern ihren persönlichen Weg der Vermittlung von
Werten, Einsichten und Fähigkeiten im internationalen Austausch
zu entwickeln und umzusetzen.“
Plädoyer für Globalisierung
Und dann kommt der LifestyleHammer. „Nur wenn es uns gelingt,
einen modernen, vibrierenden, jugendlichen, spannenden Lifestyle
zu generieren, werden internationale Studenten in großer Zahl nach
© Bruno Buchberger
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Meditations-Fan Bruno Buchberger
mit seinen Enkelinnen (Zwillinge).
Wohin ich unbedingt reisen
möchte …
Nirgendwohin unbedingt, aber überall
hin mit größtem Interesse.
Woran ich glaube …
An den positiven Fluss der Natur.
In 20 Jahren werde ich …
… „des gibts nit“ schreien.
zur person
Bruno Buchberger (geb. 22.10.1942)
ist u.a. Gesellschafter (25%) der
Linzer Green Danube Cloud GmbH
(Software(entwicklung), Mobile Applikationen) und ordentlicher Professor für
Computer-Mathematik an der Johannes
Kepler Universität (JKU) Linz.
Er ist Erfinder der Theorie der „GröbnerBasen“ (grundlegendes Verfahren für
die Behandlung nicht-linearer Systeme)
und wurde dafür vielfach international
ausgezeichnet, u.a. 2008 in San Francisco „Award for Theory and Practice“
(eine Art „Oskar“ der Informatik); sechs
Ehrendoktorate internationaler Universitäten; 1992 in die Academy of Europe
aufgenommen. Zahlreiche internationale
Gastprofessuren und über 100 Keynotes
bei internationalen wissenschaftlichen
Tagungen in West- und Osteuropa, USA,
Japan, Australien. 2010 „Österreicher
des Jahres“ in der Kategorie Forschung,
2014 „Oberösterreicher des Jahres“ in
der Kategorie Vordenker.
Er ist Gründer und langjähriger Leiter
des RISC (Research Institute for Symbolic Computation) der JKU und des
Softwareparks Hagenberg; Aufbau des
Softwareparks von Null (1987) auf 60
Firmen, 12 Forschungsinstitute sowie
2.500 Mitarbeiter und Studenten.
Initiator zahlreicher Einrichtungen im
Softwarepark wie z.B. der Fachhochschule, des BORG und des Software
Compentence Center Hagenberg.
AU S - & WE I TE R BI L D U N G
Freitag, 13. Februar 2015
careernetwork – 69
Ranking: Arbeitgeber im Check Die besten Firmen kommen überwiegend aus der Informationstechnologie
short
Hier wird gern gearbeitet
SFU hat neuen Campus
im Prater bezogen
DIE BeliebteSTEN
20 bis 49 Bewertungen
1 Kern & Partner GmbH4,68
2 Compuware GmbH Linz4,65
3 Loop New Media GmbH4,58
4 Tirolia Spedition GmbH4,53
5 Internorm International4,52
6 Omicron Electronics GmbH4,52
7 Loxone Electronics4,50
8 elements.at New Media4,45
9 Active Solution4,44
10AboutMedia4,41
Ein neues Zuhause für Sigmund
Freud und „seine“ PrivatUniversität.
Wien. Die Sigmund Freud Privat
Universität hat am Freudplatz
1, 1020 Wien, in unmittelbarer
Nähe des Praters, der WU und
der Messe Wien, ihr neues Universitätsgebäude erbaut und
bereits termingerecht bezogen.
Im künftigen Campus Prater
werden rund 2.000 Personen in
den Fachgebieten Psychologie,
Psychotherapiewissenschaft
und Beratungswissenschaft
studieren. Das Universitätsgebäude wurde von der renommierten Züricher Architektin
Barbara Holzer entworfen, die
Bauausführung wurde durch
die „Werkstatt Grinzing“
überwacht.
Der reguläre Studienbetrieb
beginnt am 1. März.
(red)
www.sfu.ac.at
Ab 50 Bewertungen
1 Catalysts GmbH4,70
2 ePunkt Internet Recruiting4,63
3 Anecon Software Design4,29
4 Microsoft Österreich4,26
5 Frequentis AG4,21
6 ACP-Gruppe4,02
7 Generali-Gruppe Österreich3,99
8 OVB Allfinanzvermittlung3,95
9 BIG Bundesimmobilien3,93
10 ABB AG Österreich3,90
Gesamtnote über die höchste Bewertungsanzahl der Erhebung verfügt; das war heuer bei einer Gesamtnote von 3,29 die A1 Telekom
Austria AG mit 287 Bewertungen.
Weitere Unternehmen, welche
die Kriterien erfüllen, jedoch einen
Rankingplatz in beiden Kategorien
(ab 20 (bis 49) bzw. ab 50 Bewertungen) knapp verpasst haben,
sind Verbund, Allianz Elementar
Vers.AG, rubicon IT GmbH, Gekko
it-solutions, cubido business solutions GmbH und die Canon Austria
GmbH.
(pj)
www.kununu.com
Das Ranking der Lieblinge
Florian Mann: „Die beliebtesten Unternehmen kommen aus der EDV bzw. der IT.“
Einmal jährlich ermittelt kununu
anhand der Erfahrungsberichte
die beliebtesten Arbeitgeber Österreichs. Das Ranking wurde dabei in
zwei Kategorien aufgeteilt: die Top
10 aus Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitgeberbewertungen
und die Top 10 der Unternehmen
mit mehr als 50 Arbeitgeberbewertungen. So werden auch KMUs ausgezeichnet, die z.B. aufgrund ihrer
entsprechenden Mitarbeiteranzahl
wenigere Erfahrungsberichte aufweisen, allerdings in diesen überdurchschnittlich gut bewertet wurden. Durch die positive Beurteilung
der Mitarbeiter kommen so auch
Hidden Champions ins Gespräch.
Unternehmen mit einer hohen Bewertungsanzahl auf kununu haben
somit ihre eigene Kategorie, in der
sie durch einen guten Durchschnitt
der Arbeitgeberbewertungen ihrer
(Ex-)Mitarbeiter glänzen können.
In der aktuellen, branchenübergreifenden Datenauswertung hat
kunuu die beliebtesten Arbeitgeber
auf der Basis von 75.591 Bewertungen aus Österreich erhoben –
mit fünf Punkten als Höchstnote.
Eine Auszeichnung wird darüber
hinaus an jenes Unternehmen vergeben, das neben einer sehr guten
Förderstipendien für
Forum Alpbach 2015
© Congress Centrum Alpbach
© Kununu
Wien. Arbeitgeber-Transparenz
ist ein wichtiges Thema auf dem
Arbeitsmarkt. „Immer mehr verschiebt sich das Machtverhältnis
vom Arbeitgeber hin zu Arbeitnehmern und Bewerbern“, glaubt
kununu-Geschäftsführer Florian
Mann.
Die Mitarbeiter bestimmen, welche Firmen in Österreich als Arbeitgeber vorn mit dabei sind. „Durch
die authentische Bewertungen von
Mitarbeitern, Bewerbern und Lehrlingen bekommen Jobinteressierte
einen tiefen Einblick in die wirkliche Unternehmenskultur“, sagt
Mann. Bereits mehr als 753.000 Bewertungen zu rund 187.000 Unternehmen sind bisher eingegangen.
„‚kununu‘ versteht sich als neutrale
Plattform, wo Lob, aber auch konstruktive Kritik zum Arbeitgeber
geteilt werden kann. Die authentischen Erfahrungsberichte zeigen
potenziellen Bewerbern, was sie in
einem Unternehmen erwartet – eine praktische Orientierungshilfe,
um den passenden Arbeitgeber zu
finden.“
© APA/Sigmund Freud Privatstiftung
Die Bewertungsplattform kununu.com hat die beliebtesten Arbeitgeber Österreichs ermittelt.
Alpbach: ÖIF unterstützt Studierende
mit Migrationshintergrund.
Donau-Uni Krems Überkonfessionelles und transreligiöses Angebot – Bewerbungen nur noch kurze Zeit möglich
Uni-Lehrgang für „Spirituelle Begleitung“
Krems. Am 5. März startet der überkonfessionell und transreligiös
ausgerichtete Universitätslehrgang „Spirituelle Begleitung in der
globalisierten Gesellschaft“ zum
zweiten Mal an der Donau-Universität Krems; Bewerbungen sind bis
Mitte Februar möglich.
Der Universitätslehrgang integriert Beiträge und Einsichten aus
unterschiedlichen spirituellen Traditionen, andererseits erfolgt ein
Austausch über die spezifischen
Zugänge zu spiritueller Begleitung
von verschiedenen Religionsgemeinschaften.
Theoretische Reflexion und Vermittlung von überkonfessionellen
Methoden und praktischen Formen
der spirituellen Begleitung von
Menschen – vor allem in Krisensituationen und an Lebensübergängen – werden verbunden mit
Elementen der Selbsterfahrung
und der Meditation.
Der Lehrgang vertritt das Verständnis, dass die spirituelle Begleitung nicht allein in hervorgehobenen existenziellen Lebensphasen – wie Krankheit, Trauer
und Tod – ansetzt, sondern mitten
im Alltag benötigt wird, und dass
Begleiter gebraucht werden, die
sich selbst mit Spiritualität und
mit ihrem spirituellen Weg auseinandersetzen und sich in diesem
Bereich theoretisch und praktisch
weiterentwickeln. (red)
www.donau-uni.ac.at
▲
▲
Donau-Uni Krems bringt „Spirituelle Begleitung in der globalisierten Gesellschaft“.
börse
Die Auf- und Umsteiger
der Woche im Kurzporträt.
Katharina Gfrerer
Die Wienerin
Katharina
Gfrerer (34),
Chefin des
Stadion Center in Wien
Leopoldstadt sowie der
Center ManagementAbteilung, übernimmt
bei der IG Immobilien
Management GmbH zusätzlich die Centerleitung
der Rosenarcade Tulln.
Michael Grill
Semperit Reifen GmbH
Michael Grill
übernimmt
nach 13 Jahren als Finanzdirektor bei Goodyear/Dunlop Österreich
die Position als FinanzGeschäftsführer bei Semperit und folgt damit Angela Hetzel nach, die nun
in der Konzernzentrale
die M&A-Abteilung leitet.
▲
Bianca Meyer
Allianz
© Allianz
Rosenarcade Tulln
© Semperit
© IG Immobilien/A. Lechner
job
▲
Bianca Meyer
(35) hat die
Leitung der
Allianz LD
Vorarlberg übernommen
und zeichnet damit für
mehr als 100 Mitarbeiter
und Agenturpartner
verantwortlich, die rund
50.000 Kunden mit einem
Prämienvolumen von
­etwa 60 Mio. € betreuen.
Sebastian Spaun
Zementindustrie
© VÖZ
© Donau Uni Krems/Suzy Stöckl
Gleiches Recht für alle
Alpbach. Das Europäische Forum Alpbach findet heuer vom
19.8. bis zum 4.9. zum Thema
„UnGleichheit – InEquality“
statt. Der Österreichische Integrationsfonds vergibt bereits
zum dritten Mal 15 Teilnahmestipendien für Studierende und
Absolventen mit Migrationshintergrund in Höhe von 950 €.
Im Rahmen der dreiwöchigen
Veranstaltung können die Stipendiaten mit internationalen
Experten aus Wissenschaft,
Wirtschaft und Politik aktuelle
Chancen und Herausforderungen unserer Gesellschaft
diskutieren und an zahlreichen
hochkarätigen Veranstaltungen
wie einer ÖIF-Working Group
teilnehmen. Interessierte
können sich ab sofort für
die Stipendien bewerben. (pj)
www.integrationsfonds.at
Sebastian
Spaun (46)
ist neuer Ge­
schäftsführer
der Vereinigung der
­österreichischen Zement­
industrie (VÖZ), wo er
seit 1998 als Leiter der
Abteilung Umwelt &
Technologie und seit
2004 als stellvertretender
Geschäftsführer agierte.
AU S - & WE I TE R BI L DU N G
70 – careernetwork
short
Jobmarket Gesundheit
an FH Campus Wien
Freitag, 13. Februar 2015
Arbeitsmarkt Langzeitarbeitslosigkeit schnellt nach oben, Dauer der Wirtschaftskrise verschärft die aktuelle Situation
Immer mehr sind immer
länger ohne Arbeitsplatz
© FH Campus Wien
Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt an – und auch deren durchschnittliche Dauer wächst weiter.
klärt, dass deutlich weniger, dafür jedoch längere und qualitativ
hochwertigere Schulungen angeboten werden. Das AMS hat seinen Schwerpunkt, wie auch AMSVorstand Johannes Kopf kürzlich
erklärte, verschoben: Großer Wert
wird auf die Reintegration älterer
Arbeitnehmer gelegt, dafür gibt es
weniger Qualifizierungen. Diese
Maßnahmen beginnen auch langsam zu greifen, so Sprenger.
PETER KRIST
Wien. Zum dritten Mal veranstaltet die FH Campus Wien
den Jobmarket Gesundheit.
Im Rahmen der Veranstaltung können sich Bachelor-Studierende im Abschlusssemester
und Absolventen des Departments Gesundheit der FH Campus Wien über ihren Einstieg
ins Berufsleben informieren.
Vertreter der großen Gesundheitsbetriebe des Wiener
KAV sowie der Vinzenz Gruppe
erläutern die Rahmenbedingungen für eine Berufstätigkeit
in ihren Einrichtungen und geben Auskunft über Jobangebote
und -profile. (pj)
www.fh-campuswien.ac.at
12.000 Schüler im
größten Klassenzimmer
Wien. Bei den Lidl Österreich
Roadshows 2014/15 waren insgesamt rund 12.000 Schüler aus
allen Bundesländern mit dabei.
Bei der letzten Station in der
Messe Innsbruck am 5. Februar
erlebten nochmal knapp 1.000
Schüler der Handelsakademien
und Handelsschulen aus Tirol
und Vorarlberg hautnah, wie
Marketing und Werbung in der
Praxis funktionieren.
Insgesamt haben knapp 100
Schulen aus ganz Österreich
teilgenommen; der Höhepunkt
war die zweitägige Roadshow
in der Wiener Stadthalle im
Dezember, als mehr als 5.000
Schüler aus vier Bundesländern
präsent waren. (red)
Smeral wird Professor
an Privatuni Modul
Wien. Arbeitslose in Österreich waren 2014 im Schnitt 104 Tage lang
ohne Job – das ist um eine ganze
Woche mehr, als noch im Jahr davor (97 Tage). Zum Vergleich: 2008,
also noch bevor die Auswirkungen
der Wirtschaftskrise auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu spüren
waren, betrug die Verweildauer im
Schnitt noch „nur“ 88 Tage.
Immerhin findet „der Großteil“
der Arbeitslosen schneller wieder
ins Arbeitsleben zurück – die meisten (69%) innerhalb der ersten drei
Monate, erklärt Beate Sprenger
vom Arbeitsmarktservice (AMS).
Jeder vierte Arbeitslose benötigt
zwischen drei und sechs Monaten.
5x so viele lange ohne Job
Nur knapp 1% fand länger als
365 Tage keinen Job und galt damit
als langzeitarbeitslos; im Jänner
waren das in absoluten Zahlen
20.207 Personen (der Großteil davon männlich). Das klingt zwar
nach relativ wenig, vergleicht man
die Zahl jedoch mit der Vorjahreszahl, ist der Anstieg dramatisch.
Denn die Zahl hat sich mehr als
verdoppelt (+132,5%); sie sei natürlich relativ „hoch“, so Sprenger,
insgesamt seien aber nach wie vor
sehr wenige Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.
Hedwig Lutz vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) will das
so nicht gelten lassen. Denn sobald
ein Arbeitsloser in diesen 365 Tagen an einer Schulung teilnehme,
die länger als 28 Tage dauert oder
vorübergehend eine Stelle findet,
fällt er laut der Arbeitsmarktexpertin aus dieser Definition heraus
und die Zählung beginnt bei Null.
Deshalb seien die Langzeitbeschäftigungslosenzahlen „wesentlich
Je älter, desto schwieriger
Ältere Personen sind von Langzeitarbeitslosigkeit besonders
stark betroffen: 47% der Menschen,
die 2014 länger als zwölf Monate
keinen Job hatten, waren über 50.
Gut jeder zweite Langzeitarbeitslose entstammt der größeren Gruppe
der 25- bis 49-jährigen Arbeitslosen. Ältere Arbeitnehmer verlieren
zwar nicht so schnell ihren Job wie
jüngere, so Lutz – aber wenn, ist es
für sie umso schwieriger, wieder
einen neuen zu bekommen.
Das lässt sich auch an den Zahlen des Sozialministeriums ablesen: Während die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit bei 104 Tagen liegt, sind
über 50-Jährige bereits mindestens 121 Tage auf der Suche; zwischen 55 und 59 Jahren sind es
dann schon 138 Tage.
Auch Lutz glaubt, dass die Maßnahmen, die von Regierung und
AMS für die Gruppe 50 plus gesetzt
wurden, zu greifen beginnen. Dazu
zählt etwa die Eingliederungsbeihilfe, eine Lohnkostensubvention
für Betriebe, die ältere Arbeitslose
einstellen. Die Arbeitslosenquote
der Altersgruppe 50 plus ist zwar
nach wie vor höher als im Durchschnitt aller Altersgruppen, sie ist
aber etwa zuletzt im Jänner etwas
weniger stark gestiegen, so Lutz.
© AMS/Spiola
19.2. von 13 bis 16 Uhr, FH Campus
Wien, Favoritenstraße 226, Festsaal.
Arbeitsmarktexpertin Beate Sprenger (AMS): „Eine Woche länger auf Arbeitssuche.“
aussagekräftiger“. Personen, die
über 365 Tage arbeitslos gemeldet
sind, werden nach AMS-Definition
als langzeitarbeitslos gezählt, Unterbrechungen bis zu 28 Tage bleiben unberücksichtigt. Langzeitbeschäftigungslos sind hingegen
auch jene, die in diesem Zeitraum
an Schulungen teilnehmen oder
vorübergehend einen Job haben.
Und „es zeigt sich, dass es de
facto viel mehr Menschen gibt, die
innerhalb eines Jahres nicht nachhaltig ins Beschäftigungssystem
integriert werden können, als mit
dem Indikator Langzeitarbeitslosigkeit ersichtlich ist“, warnt Lutz.
„Viel mehr“ waren nach der Definition des Begriffs Langzeitbeschäftigungslosigkeit im Jänner 102.784
Personen, also mehr als fünfmal
so viele wie jene, die das AMS als
langzeitarbeitslos bezeichnet.
Auch hier ist der Anstieg gegen-
über Jänner 2013 beträchtlich:
Mehr als 31.340 Personen beträgt
das Plus, das sind fast 44%. Die beiden Arbeitsmarktexpertinnen sehen dafür zwei Gründe: Einerseits
tun sich durch die lange Dauer
der Krise immer mehr Menschen
schwer, in Beschäftigung zurückzufinden. Das treffe insbesondere ältere Erwerbspersonen, deren
Zahl wegen der starken Jahrgangsbesetzungen und wegen des erschwerten Zugangs in vorzeitige
Pensionen steigt. Die Zahl der Arbeitsplätze erhöht sich zwar ebenfalls, aber es kommen auch immer
mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt. „Die einen verdrängen die
anderen“, vor allem bei weniger
gut Qualifizierten, so Lutz.
Zweitens wirkt sich die Tatsache, dass das AMS weniger kurzfristige Schulungen anbietet, auf
die Statistik aus. Sprenger er-
Standort Österreich Praxisnahes Wirtschaftswissen
Trend Neues Fachthema für Gastronomie und Handel
Wien. Die Weiterbildungsreihe
der Austria Presse Agentur, „APACampus“, erweitert ihr Programmangebot um einen Lehrgang im
Bereich Wirtschaft. Das fachspezifische Bildungsangebot startet im
Sommersemester und richtet sich
an Kommunikationsfachleute bzw.
Journalisten mit Wirtschaftsfokus.
An zwei Dutzend Kurstagen erhalten die Teilnehmer durch ausgewiesene Experten aus Praxis und
Wissenschaft profundes Grundwissen, aktuelle Hintergründe und
Zusammenhänge des Wirtschaftsund Finanzmarktes vermittelt.
Unter den Referenten finden sich
Namen wie Wolfgang Mazal (Uni
Wien), Margit SchratzenstallerAltzinger (Wifo), Heinz Zourek (EUKommission) und viele mehr.
Wien. Nach Wein-, Käse- und
Fleisch-Sommelier, Kaffee-Spezialist oder Barkeeper bietet das Wifi
nun eine weitere innovative Ausbildungsschiene für Menschen im
Gastronomiebereich.
„Da es bei Bier eine noch größere Vielfalt gibt als bei anderen
Getränken, ist eine intensive Ausbildung nötig, um in der Praxis gut
empfehlen und servieren zu können“, sagt Kursleiter Sepp Wejwar.
„Der richtige Umgang mit (Craft-)
Bier erfordert Kenntnisse, Fähigkeiten und nicht zuletzt eine gewisse Haltung – all das wird im
Rahmen der Lehrgänge vermittelt.“
Wien. Mit Erreichen des Pensionsalters übergab der seit 1974
am Österreichischen Institut
für Wirtschaftsforschung tätige Tourismusforscher Egon
Smeral seine Wifo-Agenden an
Nachfolger Oliver Fritz.
Smeral wird jedoch weiterhin
auf diesem Gebiet wissenschaftlich arbeiten: Ab März
hat er die Position eines „Full
Professor“ an der Modul Privatuniversität inne. Seine wissenschaftliche Tätigkeit hatte
Smeral u.a. zu Forschungsaufenthalten an Universitäten in
Kalifornien, Colorado und
Wales geführt; weiters übte er
Gastprofessuren (z.B. an der
Wiener WU und an der Universität Innsbruck) aus. (red)
www.modul.ac.at
Green und Master Level
Zeitliche Flexibilität
Die Inhalte werden in fünf Modulen angeboten: Grundlagen, Geldund Finanzmärkte, EU verstehen,
Wirtschaftsstandort Österreich,
Arbeit und Soziales.
Der erste Workshop „Die 20 wichtigsten Wirtschaftsbegriffe“ startet
am 29. April in der APA.
werden“, kritisiert Wejwar.
Das Wifi Wien bietet diese Ausbildung auf zwei Levels an: „Der
Lehrgang BeerKeeper (GreenLevel) ist für interessierte Einsteiger, die Ausbildung zum BeerKeeper (Master Level) wird vermehrt
Führungskräfte ansprechen, vor
allem aber Biersommeliers oder
andere Experten, die noch tiefer in
die Materie eindringen wollen“, erklärt der Kursleiter. (pj)
www.wifiwien.at
Der APA-Campus ist ab sofort um eine
wichtige fachliche Facette reicher.
Die Ausbildung ist für Gastronomie, Hotellerie und den Getränkehandel (Ein- und Verkauf) relevant;
sie bietet gute Grundlagen-Kenntnisse in einem unterschätzten
Fachbereich, der von Konsumenten
und Gästen immer stärker nachgefragt wird. Ein Beispiel? „Beobachtet man die gegenwärtige Praxis in
der heimischen Gastronomie, muss
man leider feststellen, dass gut
80% aller Fassbiere falsch gezapft
© M. Reitler
Der Tourismusexperte Egon Smeral
übernimmt eine Modul-Professur.
Die sich wiederholenden Lehrveranstaltungen können zeitlich
flexibel besucht werden. Unabhängig vom Lehrgang sind die Veranstaltungen auch einzeln buchbar.
„Der APA-Campus Wirtschaftslehrgang ist gezielt für Leute konzipiert, die voll im Beruf stehen“,
sagt dazu Reinhard Christl, der gemeinsam mit Thomas Karabaczek
(Chef des APA-Wirtschaftsressorts)
den Lehrgang leitet. (red)
www.apa-campus.at
© APA
© Wifo/Eric Krügl
APA-Campus mit neuem Lehrgang Neue Ausbildung für BeerKeeper
Das Wifi Wien startet eine neue
Gastro-Ausbildung für BeerKeeper.
Freitag, 13. Februar 2015
AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ PE R SON A L & M A N A G E M E N T
careernetwork – 71
Arbeitsmarktstudie Was Firmen beim professionellen Social Media Recruiting tunlichst beachten sollten
Jede dritte Firma in Österreich hat noch keinen „Neuen“ über Xing, Facebook & Co. eingestellt.
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Die meisten Firmen nutzen Social Media-Portale demnach vor
allem, um Stellenangebote zu bewerben und eine größere Anzahl
an potenziellen Bewerbern zu erreichen: Für 40% der Befragten ist
das der Hauptvorteil. Die aktive
Identifizierung von geeigneten
Kandidaten sieht etwa jeder Fünfte (23%) als größten Pluspunkt.
Und immerhin 15% der heimischen
Firmen schätzt die Möglichkeit, bei
der Auseinandersetzung mit einem
Kandidaten dessen Social MediaProfile überprüfen zu können.
„Das schnelle Aufsetzen eines
Social Media-Unternehmensprofils
und die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Bewerbern in Kontakt
zu treten, lässt nur dem Anschein
nach die Personalsuche einfacher
erscheinen“, meint Sven Hennige,
Senior Managing Director Central
Europe bei Robert Half. „Gerade
Sven Hennige, Robert Half Managing Director Central Europe: „Social Media ist kein Ersatz für den persönlichen Handschlag!“
viele kleine und mittelständische
Unternehmen verfügen oft nicht
über ausreichend personelle Ressourcen, um die große Anzahl an
Bewerbungen zu bewältigen und
gleichzeitig auf den sozialen Kanälen mit Bewerbern zu interagieren.“
Auch können Xing, Facebook,
LinkedIn und Co. laut Hennige
nicht „den letztlich wichtigsten
Entscheidungsfaktor im Rekrutierungsprozess ersetzen: den persönlichen Handschlag. Hier stößt
das Social Media Recruiting an
seine Grenzen und hat ganz klar
einen Nachteil gegenüber herkömmlichen Rekrutierungswegen,
inklusive der Nutzung von Personaldienstleistern“.
Media-Profile pflegt oder ob er
überhaupt dort vertreten ist,
lässt keine Aussage über seine
Eignungen und Fähigkeiten zu!
Nur weil jemand besonders viel
postet, muss das nicht heißen,
dass er auch im Job äußerst engagiert ist.
• Achten Sie auf das Risiko: Der
Blick in die Social Media-Profile
kann Ihren Eindruck bestätigen,
aber auch ins Gegenteil verkehren. Lockere Umgangsformen auf
Xing, LinkedIn oder Facebook
und Selfies sagen noch nichts
darüber aus, wie professionell
ein Kandidat arbeitet! Legen Sie
daher schon im Vorfeld fest, welchen Stellenwert Informationen
aus den Sozialen Medien einnehmen sollen.
• Respektieren Sie die Privatsphäre: Xing und Facebook nutzen
viele primär für private Kontakte.
Bei der proaktiven Suche nach
geeigneten Kandidaten sollten Sie
Die Recruiting-Checkliste
Was Unternehmen beachten
sollten:
• U rteilen Sie nicht zu schnell:
Wie ein Kandidat seine Social
daher Ihre Ansprache vorsichtig
formulieren und einer möglichen
Bitte, von Jobangeboten über
Social Media Abstand zu nehmen, nachkommen.
• Social Media ist kein Ersatz für
den persönlichen Handschlag:
Viele Unternehmen glauben, ihre
bisherigen Recruiting-Maßnahmen durch Social Media ersetzen
zu können. Dabei gehen jedoch
wichtige Informationen verloren
– zum Beispiel, wie potenzielle
Kandidaten auf Stresssituationen
reagieren und ob sie als Persönlichkeit in Ihr Team passen.
• Behalten Sie Ihre Ressourcen im
Blick: Die Kontaktaufnahme mit
potenziellen Kandidaten über
die Sozialen Medien ist verlockend, vor allem die Kontaktpflege kostet aber viel Zeit und Engagement. Stellen Sie sich daher
(auch) die Frage, ob Sie das auch
langfristig leisten können …
www.roberthalf.at
Erwachsenenbildung Angebot für schwierige Zielgruppen
Samstag, 14. März Infos, Erfahrungen und LG Tablets
Linz. Das Projekt „Minikurse“ zeigt
sich in OÖ. als Erfolg – eine Fortführung dieses Bildungsangebots
Minikurse ist somit garantiert.
Im abgelaufenen Kursjahr 2013/14
fanden in Oberösterreich 364 Minikurse statt, an denen 4.579 Personen teilnahmen.
„Sehr erfreulich dabei ist, dass
mit diesen Kursen erstmals sehr
viele Menschen über 40 Jahre erreicht wurden. Bildungsferne und
auch ältere Personen nützen das
Wiener Neustadt. Am 14.3. ist Tag der
offenen Tür an der Fachhochschule.
Das Fußballtalent am „FH WN
Kickomat“ testen, mit Olympiateilnehmern plaudern, dann zum internationalen Brunch und nebenbei
noch ein LG Tablets gewinnen?
Dieses und mehr bietet die erste
Fachhochschule Österreichs am
Campus. Neben individueller Studienberatung in den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport erwarten
Angebot, und mit einer Bewertung
laut Notenskala von 1,16 gibt es
eine sehr hohe Kundenzufriedenheit“, sagt Bildungs-Landesrätin
Doris Hummer.
Zahlreiche Angebote
Seit September 2013 werden von
den 15 Instituten des Erwachsenenbildungsforums OÖ mehr als
500 verschiedene Inhalte mit vielen Kursterminen angeboten. Interessierte können sich zu einer
großen Vielfalt an Themen wie
Sprachen, Persönlichkeit, EDV,
Technik, Kommunikation, Ernährung, Gesundheit, Natur und Garten, etc. – in kurzer Zeit Wissen
und Fertigkeiten aneignen.
Alle Minikurse haben ein klar
definiertes Lernziel, und jeder
Teilnehmer verfügt am Ende über
einen konkreten Lernerfolg. „Vor
allem erreichen wir mit diesem
Angebot auch Menschen, die schon
länger keine Weiterbildung mehr
besucht haben“, meint Hummer.
„Es freut mich sehr, dass sich immer mehr Menschen für lebensbegleitendes Lernen begeistern.“ (pj
www.weiterbilden.at
die Besucher u.a. interaktive Workshops, Vorführungen in modernen
Technik- & Gesundheits-Labors
sowie Vorträge und persönliche
Campusführungen mit Studierenden.
Dieser Tag der offenen Tür ist
daher eine gute Gelegenheit für
Maturanten auf der Suche nach
einem praxisorientierten Studium.
Spannende Informationen gibt es
natürlich auch für alle, die sich für
ein weiterführendes Masterstudium interessieren oder noch das
ideale berufsbegleitende Studium
suchen.
Die Highlights
© fhwn
© Land OÖ
Oberösterreich setzt auf Minikurse Tag der offenen Tür in Wr. Neustadt
Bildungs-Landesrätin Doris Hummer:
für „Generation 40+“ & „Bildungsferne“.
New York. Die United Nations
Alliance of Civilizations
(UNAOC) und EF Education
First (EF) veranstalten nach
dem Erfolg der letzten Jahre
zum dritten Mal ihre Summer
School auf dem EF-Campus
in Tarrytown bei New York.
Vom 13. bis zum 20. Juni
haben junge Menschen aus
aller Welt die Möglichkeit,
voneinander zu lernen, über
globale Herausforderungen zu
diskutieren und den Weg zum
gemeinsamen Handeln und internationalen Frieden zu ebnen.
„Gemeinsam kulturelle und
religiöse Unterschiede zu überwinden, kulturübergreifende
Dialoge anzuregen und das
Verständnis für unterschiedliche Nationen und Religionen
zu forcieren, ist für uns alle
relevant“, erklärt Elisabeth
Sekulin-Kosmath, Country Managerin Austria bei EF Sprachreisen. „Wir würden uns freuen, wenn ein österreichischer
Bewerber einen der begehrten
Plätze für die EF-UNAOC Summer School erhält.“
Junge Erwachsene zwischen
18 und 35 die sich für die Teilnahme interessieren, können
sich bis 9.3. über die Website
bewerben. (pj)
www.unaocefsummerschool
„Taste The Language“, FH Wr. Neustadt:
„Sprachen lernen schmeckt mir.“
• Interdisziplinäre Podiumsdiskussion der Fakultät Gesundheit
• International Brunch & „Taste
the language“
• Ausstellung von technischen Projekten wie Cube Solver oder Segway
• Braingate – Kreativtechniken im
Marketing
• Gewinnchance auf 3LG Tablets
• Olympiateilnehmer beim sportlichen Training beobachten. (pj)
www.fhwn.ac.at
FH Burgenland bestellt
erstmals Aufsichtsrat
© Petra Spiola
Bewerbung als Hauptvorteil
EF & UNAOC: Gemeinsam kulturelle
Gegensätze überwinden.
© Robert Half
Wien. Social Media-Portale wie Xing,
Facebook und LinkedIn sind auch
bei der Personalsuche auf dem
Vormarsch – dennoch haben 32%
der Unternehmen in Österreich
noch nicht erfolgreich über diese
Kanäle rekrutiert, steht in der aktuellen Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half.
Von 100 befragten HR-Managern
konnte nur ein Drittel (30%) einen
neuen Mitarbeiter über Xing gewinnen, und bei Facebook (27%)
und LinkedIn (24%) fällt die Erfolgsquote noch geringer aus. Auch
wenn Social Media das Recruiting
stark verändert hat, lassen die
Studienergebnisse daher darauf
schließen, dass es (noch?) keinen
Ersatz für traditionelle Personalgewinnungsmethoden darstellt.
Mitte Juni: Summer
School in New York
© UNAOC-EF Summer School
Social Media allein reicht
nicht mehr für die Suche
short
AR-Vorsitzende Gabriele Ambros,
Präsidentin der Forschung Austria.
Eisenstadt. Zwar ist die Einrichtung eines Aufsichtsrats
für eine Fachhochschule nicht
gesetzlich vorgesehen, dennoch
sieht die Leitung der FH Burgenland darin ein wichtiges
Element der Qualitätssicherung
für die künftige Weiterentwicklung der Hochschule.
Der Aufsichtsrat soll neben
einer Kontrolltätigkeit auch
Beratungsfunktionen ausüben.
Die fünf Mitglieder nehmen
ihre Aufgabe für vier Jahre
unentgeltlich wahr: Gabriele
Susanne Ambros, Präsidentin
Forschung Austria (Vorsitzende), Alexander Rössler, Senior
Workout Manager Erste Bank
(stv. Vors.), Politikwissenschaftler Herbert Oschep, Inge
Strobl-Zuchtriegl, Vizerektorin
Pädagogische Hochschule,
sowie Josef Tiefenbach, Leiter
der Abteilung Kultur, Wissenschaft und Archiv beim Amt
der Burgenländischen
Landesregierung. (red)
www.fh-burgenland.at
Extrem begehrt!
Die Universitätslehrgänge der WU Executive Academy
›
›
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Werbung & Verkauf
Tourismus- & Eventmanagement
Risiko- & Versicherungsmanagement
Markt- & Meinungsforschung
Universitätsstudium Diplom BetriebswirtIn
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