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LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
16. Wahlperiode
Drucksache
16/7223
04.11.2014
Antwort
der Landesregierung
auf die Kleine Anfrage 2740 vom 29. September 2014
der Abgeordneten Serap Güler CDU
Drucksache 16/6940
PCB-Belastung von Gebäuden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Hat der BLB
einen strukturierten und langfristigen Plan zur Sanierung der Gebäude?
Der Finanzminister hat die Kleine Anfrage 2740 mit Schreiben vom 4. November 2014 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung und
dem Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz beantwortet.
Vorbemerkung der Kleinen Anfrage
An mehreren nordrhein-westfälischen Universitäten ist die Belastung von Gebäuden durch
Bauschadstoffe, insbesondere durch Polychlorierten Biphynelen (PCB), evident. Der Bauund Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) ist für die Gebäude und deren
Instandhaltung verantwortlich. Sanierungen, Mustersanierungstests, Interimslösungen und
Umzüge in Bürocontainerkomplexe (Modulgebäude) belasten die Universität Düsseldorf, ihre
Mitarbeiter und ihre Studierenden. Bei den notwendigen und angegangenen Sanierungsmaßnahmen wird die schwierige Situation durch ein ‒ aus Sicht der Betroffenen ‒ unstrukturiertes Vorgehen weiter verschärft. In Gebäudeteilen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf werden seit einiger Zeit massive Sanierungsarbeiten vorgenommen. Zu Jahresbeginn konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Sozialwissenschaften einen über Monate hin aufwendig kernsanierten Teilgebäudetrakt
(23.02.02.41-46) nach ständigen Verzögerungen beziehen. Neue Einrichtungsgegenstände
und die kommunikative Infrastruktur wurden eigens, passgenau und speziell abgestimmt für
diesen Komplex angeschafft. Wenige Monate später, mit Schreiben vom 30.06.2014, ergab
sich eine neue Sachlage: Der Gebäudetrakt soll 2016 wieder verlassen werden, es ist sogar
die Rede vom Gesamtabriss des Gebäudes.
Datum des Originals: 04.11.2014/Ausgegeben: 07.11.2014
Die Veröffentlichungen des Landtags Nordrhein-Westfalen sind einzeln gegen eine Schutzgebühr beim Archiv des
Landtags Nordrhein-Westfalen, 40002 Düsseldorf, Postfach 10 11 43, Telefon (0211) 884 - 2439, zu beziehen. Der
kostenfreie Abruf ist auch möglich über das Internet-Angebot des Landtags Nordrhein-Westfalen unter
www.landtag.nrw.de
LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 16. Wahlperiode
1.
Drucksache 16/7223
Welche Maßnahmen sieht der BLB NRW bei der Beseitigung von PCBBelastungen in den kommenden Jahren an der Heinrich-Heine-Universität für
den Gebäudebereich 23.02 vor?
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in den Räumen untergebracht sind, in denen nach
der Primärquellenentfernung der Sanierungszielwert von 300 ng/m³ PCB in der Raumluft
(nach PCB-Richtlinie NRW) nicht erreicht wurde, werden bis zum Jahresende 2016 in freiwerdende Bestandsflächen der Fachhochschule Düsseldorf auf dem Universitätscampus
umziehen. In diesen Räumen werden anschließend sämtliche noch verbliebenen Sekundärquellen entfernt oder durch Beschichtung vom Kontakt mit der Raumluft abgekoppelt. Ziel ist
auch hier, Raumluftwerte unter 300 ng/m³ PCB zu erreichen.
2.
Trifft es zu, dass die Nutzer des kernsanierten Teilgebäudekomplexes
23.02.02.41-46 das Gebäude bis Ende 2016 wieder verlassen müssen (wenn ja,
bitte begründen)?
Nein.
3.
Wo werden die Nutzer des Gebäudes 23.02.02.41-46 im Anschluss untergebracht?
Ein Auszug aus dem Gebäude ist, auch im Anschluss, nicht erforderlich.
4.
Ist mit einem Gesamtabriss des sanierten Gebäudekomplexes 23.02 für das Ende
2016 zu rechnen?
Derzeit wird nicht von einem Gesamtabriss des Gebäudekomplexes 23.02 ausgegangen.
5.
SQB Mustersanierung, Neubau und Interimslösung – Wie erfolgt die Abstimmung der verschiedenen Instanzen bei der Umsetzung der Sanierungsarbeiten?
Jeder Schritt wird, ebenso wie das Gesamtkonzept, eng zwischen der Hochschule und dem
BLB NRW abgestimmt. Bei wesentlichen Richtungsentscheidungen erfolgt zusätzlich eine
Beteiligung des Verwaltungsrats des BLB NRW, sowie des Finanzministeriums und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung.
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Bildung
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