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Bericht - Heide Kurier

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Sonntag, 15. Februar 2015
Seite 3
heide kurier
Heiligenstadt lobt „JOBwärts“
Dein neues Lächeln!
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Niedersächsische Kultusministerin informiert sich über KGS-Projekt
IDINGEN/SCHNEVERDINGEN (mk). Eine „dickes Lob“ richtete Niedersachsens Kultusministerin zum Abschluß an die Neuntkläßler der Hauptschule der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Schneverdingen und alle
am Projekt „JOBwärts“ Beteiligten. „Ohne das starke persönliche Engagement wäre das Programm sicher nicht so weit, wie es jetzt ist“, betonte Frauke Heiligenstadt. Zuvor hatte sie im Jugendhof Idingen im Rahmen einer knapp einstündigen Präsentation Einblicke in das mehrfach
ausgezeichnete Berufsorientierungsprojekt der KGS erhalten. Dabei konnte sie feststellen, daß auch der aktuelle „JOBwärts“-Durchgang erfolgreich war. Etliche der teilnehmenden Hauptschüler hatten vormittags Bewerbungsgespräche. 17 Jugendliche haben einen Ausbildungsplatz in
Aussicht gestellt bekommen, vier weitere können eventuell eine Lehre
machen. Neun der Neuntkläßler machen eine schulische Ausbildung und
16 werden in die zehnte Klasse gehen, um den Realschulabschluß in Angriff zu nehmen. „Das ist aber nur ein Zwischenstand, wir haben ja noch
ein halbes Jahr Zeit“, betonte KGS-Lehrer und Jahrgangstutor Roger Wieneke, der durch die Präsentation führte.
Neben der Kultusministerin waren
zahlreiche weitere Gäste zum Jugendhof in Idingen gekommen, um
sich über das „JOBwärts“-Programm
zu informieren. KGS-Schulleiter Mani
Taghi-Khani sprach bei der Begrüßung von einem „Who is who der
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“. SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil war ebenso unter
den Gästen wie Landrat Manfred
Ostermann, Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens,
Eberhard Brandt, niedersächsischer
Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW, Marianne Assenheimer, Dezernentin der Landesschulbehörde, Günther Rübsam von
der Bundesagentur für Arbeit in Hannover, Renate Peters vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen, Professor Dr. Kurt
Czerwenka von der Leuphana Universiät Lüneburg sowie Kreistagsabgeordnete, Schulvertreter und Unternehmer.
Rund 3.000 allgemeinbildende
Schulen gibt es in Niedersachsen. Da
ist es ziemlich unwahrscheinlich, daß
die Kultusministerin ein und diesel-
be innerhalb einer Legislatur gleich
zweimal besucht. Doch Ausnahmen
bestätigen bekanntlich die Regel.
„JOBwärts hat mich bei meinem
ersten Besuch neugierig gemacht“,
erklärte Heiligenstadt. Es handele
sich um ein Projekt, das dazu beitrage, „daß Schüler eine Berufs- und
Lebensperspektive bekommen.“ Es
sei allerdings eines von vielen Berufsorientierungsprojekten in Niedersachsen - „und auch andere möchten unterstützt werden.“ Die
Verbesserung des Übergangs von
der Schule in den Beruf sei ihr, betonte die Kultusministerin, „ein wichtiges Anliegen“. Im „Bündnis Duale
Berufsausbildung“, das die niedersächsische Landesregierung initiiert
habe, befasse sich eine von mehreren Arbeitsgruppen „intensiv mit dem
Thema Berufsorientierung.“ Diese
nehme sämtliche Einzelprojekte unter
die Lupe, um sie dann auf Landesebene in die Diskussion zu bringen.
„Ich hoffe, daß es uns gelingt, den
Übergang von der Schule in den
Beruf im Interesse der Schülerinnen
und Schüler insgesamt weiterzuentwickeln“, so die Ministerin.
Während auf politischer Ebene also
noch einige „Hausaufgaben“ zu erledigen sind, beginnt für einige der
KGS-Hauptschüler in wenigen
Monaten der Start ins Berufsleben.
Da ist zum Beispiel die 16jährige
Charleen, die Köchin werden will. In
einem Film, den die Verantwortlichen
über das „JOBwärts“-Projekt
gedreht haben und am Mittwoch in
Idingen den Gästen präsentierten, ist
die Schülerin bei ihrem Bewerbungsgespräch im Hotel Camp Reinsehlen zu sehen. Ihr Auftritt hat ein
„Happy-End“. Als sie nach dem Vorstellungsgespräch die Tür des Hotels
hinter sich schließt, ruft sie freudestrahlend in die Kamera: „Ich habe
einen Ausbildungsplatz - Yeah“. Was
sie bereits gemeistert hat, stand vielen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler am vergangenen Mittwoch
noch bevor. Die betreuenden Lehrer
sammelten sie schon in den frühen
Morgenstunden ein und brachten sie
zu ihren Vorstellungsgesprächen,
von denen einige bereits um 8 Uhr
auf dem Plan standen.
Von ihren Erlebnissen berichteten
die Schülerinnen und Schüler der
Kultusministerin und den anderen
Zuhörern. „Das Bewerbungsgespräch ist super gelaufen“, meinte
etwa ein Schüler, der eine Ausbildung
zum Kfz-Mechatroniker beginnen
kann, wenn er sich zuvor in einem
Praktikum in dem Autohaus bewährt.
Ähnlich äußerte sich der 17jährige
Dennis, der eine Lehre als Landmaschinenmechaniker in Aussicht
gestellt bekommen hat. Gleich zwei
Zusagen von landwirtschaftlichen
Betrieben hatte der 16jährige Martin
bekommen, der Landwirt werden
möchte. Weitere Schüler peilen zum
Beispiel eine Lehre als Dachdecker,
Tiefbauer, Elektrotechniker sowie in
der Gastronomie an.
Die Schülerinnen und Schüler hätten sich für Berufe entschieden, in
denen Unternehmer zunehmend auf
der Suche nach Arbeitnehmern
seien, meinte Heiligenstadt im
Anschluß an die Präsentation: „Ihr
habt eine gute Berufsperspektive. Ihr
werdet ge-braucht - und diese Botschaft ist ganz wichtig.“
Zum „JOBwärts“-Projekt für die
Neuntkläßler der Hauptschule gehören ein Berufscoaching mit Bewerbungstraining sowie ein viertägiges
Kompaktseminar in Idingen zur Vorbereitung auf die Bewerbungsgespräche. Ein besonders wichtiger
Baustein ist der Praxistag in den
Berufsbildenden Schulen in Soltau.
Die BBS sind Kooperationspartner
und sorgen dafür, daß die HauptNiedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und GEW-Lan- schüler das ganze Jahr über einmal
desvorsitzender Eberhard Brandt.
in der Woche Fachpraxis in ver-
schiedenen Berufsfeldern sammeln.
Den Kooperationsvertrag haben KGS
und BBS Soltau am vergangenen
Mittwoch vorzeitig verlängert (siehe
Bericht rechts). Nicht minder wichtig
ist die schulische Nachbetreuung
durch KGS-Lehrer, die auch nach
Beginn der Ausbildung Kontakt zu
den Schülern, Betrieben, zur Berufsschule und den Eltern halten und bei
etwaigen Problemen vermitteln.
Was den letzten Punkt angeht, so
war Mitte Mai vergangenen Jahres
Sand in Getriebe geraten: Die KGS
hatte Probleme, die schulische Nachbetreuung aufrecht zu erhalten. Das
Projekt „JOBwärts“ war gefährdet,
schien, so Taghi-Khani, „keine Perspektive zu haben.“ Damals gab es
Unterstützung von Kultusministerin
Heiligenstadt, die der KGS für die
schulische Nachbetreuung jeweils
fünf Anrechnungsstunden für das
laufende und folgende Schuljahr
gewährte. Dafür sprach ihr TaghiKhani seinen Dank aus. Welch hohen
Stellenwert die schulische Nachbetreuung hat, verdeutlichte ein Zitat
von Axel Witt von den Unternehmerverbänden Niedersachsen, das im
Verlauf des Abends auf der Leinwand
zu lesen war: „JOBwärts-Schüler der
KGS Schneverdingen sind dank der
Nachbetreuung Azubis mit Garantie.“
„Die Nachbetreuung ist das A und
O“, meinte denn auch Schneverdingens Bürgermeisterin Meike MoogSteffens. Sie zeigte sich beeindruckt,
„wie hier alle an einem Strang ziehen.“
Lobende Worte für das Projekt gab
es auch von GEW-Landesvorsitzenden Eberhard Brandt, von Renate
Peters vom Arbeitgeberverband
Lüneburg-Nordostniedersachsen,
der „JOBwärts“ mit einem Arbeitgeberpreis ausgezeichnet hatte, von
Landrat Manfred Ostermann („Ich bin
ein JOBwärts-Fan von Anfang an“)
sowie vom früheren Unternehmer und
langjährigen Unterstützer des Projektes Michael Holz aus Neuenkirchen: „Das JOBwärts-Team ist mit
Herzblut dabei.“ Elternvertreterin Tatjana Bautsch erinnerte daran, daß es
bei einigen Betrieben und Unternehmen zum Start des Projektes noch
eine gewisse Skepsis gegeben habe.
Diese sei gewichen, „aber es brauchte einen langen Atem.“
Taghi-Khani machte deutlich, daß
das „JOBwärts“-Projekt in dieser
Form nur möglich sei, weil es Unterstützung vom Landkreis, der Bundesagentur für Arbeit und der Stadt
Schneverdingen gebe. Seinen
Schülern sprach er ein großes Lob
aus: „Ihr habt die Schule heute authentisch und sympathisch nach
außen vertreten. Das war ganz
großes Kino.“
Verdächtige gesucht Burgwal im Radio
Zwei Männer haben Mädchen angesprochen
SCHNEVERDINGEN. Die Polizei in
Schneverdingen sucht jetzt mit Phantombildern nach zwei Männern, die
sowohl im November als auch im Dezember vergangenen Jahres in der
Heideblütenstadt
zwei
junge
Mädchen angesprochen haben. „Das
Geschehen ereignete sich jeweils an
einem Wochenende in den frühen
Abendstunden“, berichtet Polizeisprecher Olaf Rothardt.
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Er war dunkel gekleidet, Hose und
Jacke waren eventuell aus Leder.
Der zweite Verdächtige wird beschrieben als zwischen 30 und 40
Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, etwas dickerer Bauch, runder Kopf,
leicht abstehende kurze, dunkle Haare, dickere, dunkle Augenbrauen und
dicke Lippen. Er trug ein helleres TShirt mit Strichen (kariert), eine dunkle Stoffhose und dunkle Jacke, möglicherweise aus Leder.
Der erste Verdächtige soll etwa 30
Hinweise zu den Tätern nehmen
Jahre alt sein und zirka 1,70 Meter
groß, dünn, mit nach hinten gekämm- der Zentrale Kriminaldienst in Soltau
ten, kurzen, dunklen, glatten Haaren, unter Ruf (05191) 93800 oder jede
dunklen Augen und schmalen Lippen. andere Polizeidienststelle entgegen.
+94,++,5;
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Unfallzeugen gesucht
SOLTAU. Die Polizei sucht Zeugen
eines Verkehrsunfalls, der sich am
Freitag, den 6. Februar, gegen 14.55
Uhr in der Winsener Straße in Soltau
ereignet hat. Zu diesem Zeitpunkt
herrschte in der Bömestadt aufgrund
eines Unfalls auf der Autobahn ein
erhöhtes Verkehrsaufkommen. In
Höhe der Hausnummer 45 fuhr ein
blauer Kombi auf einen dunkelblauen Fiat Freemont auf und flüchtete
anschließend rasant weiter in Rich-
tung Stadtmitte. „Das verursachende Fahrzeug mit dem Kennzeichenfragment WL... wurde durch den Unfall im Frontbereich stark beschädigt“, berichtet Polizeisprecher Olaf
Rothardt. Zeugen zufolge soll der
Wagen mit fünf Personen besetzt.
gewesen sein Am Pkw des Geschädigten entstand ein Schaden von
rund 1.500 Euro. Hinweise erbittet
die Polizei in Soltau unter Ruf (05191)
93800.
Vertrag unterzeichnet
KGS und BBS Soltau kooperieren weiter
Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung: KGS-Leiter Mani TaghiKhani und BBS-Leiterin Gaby Tinnemeier.
IDINGEN/SCHNEVERDINGEN
(mk). Vor rund eineinhalb Jahren
begann die Kooperation zwischen
der Kooperativen Gesamtschule
(KGS) Schneverdingen und den
Berufsbildenden Schulen Soltau.
Neuntkläßler der Hauptschule der
KGS bekommen seitdem im Rahmen
des KGS-„JOBwärts“-Projektes einmal wöchentlich in Soltau fachpraktischen Unterricht in vier Berufsfeldern. „Diese Zusammenarbeit tut den
Schülern gut“, betonte KGS-Leiter
Mani Taghi-Khani am vergangenen
Mittwoch. Die Zusammenarbeit wird
nun bis zum Schuljahr 2022/23 vorzeitig verlängert. Die entsprechende
Vereinbarung unterzeichneten TaghiKhani und BBS-Leiterin Gaby Tinnemeier am vergangenen Mittwoch.
ist der Bereich Berufsorientierung
sehr wichtig“, so Tinnemeier. Die
„verläßliche Partnerschaft“ mit der
KGS gebe den BBS Soltau „langfristig Planungssicherheit.“ Ein Anliegen der Berufsbildenden Schulen
Soltau sei es, „nicht nur KGSSchülern einen guten Übergang von
der Schule in den Beruf zu bieten.
Wir wollen ein verläßlicher Partner
sein bei der Berufsorientierung für
alle Schulen“, so Tinnemeier. Die
Kooperation mit der KGS beim „JOBwärts“-Projekt sei möglich, „weil wir
zertifizierter Träger sind.“ Die Rezertifizierung sei jüngst erfolgt.
„Die Zusammenarbeit zwischen
BBS und KGS klappt aus meiner
Sicht hervorragend“, meinte KGSLehrer und Jahrgangstutor KarlPro Schuljahr und Schüler fallen im Heinz Christoph: „Es gibt einen stänZuge dieser Zusammenarbeit etwa digen Austausch und den Schülern
100 Euro Materialkosten an, insge- macht es Spaß.“
samt also um die 6.000 Euro jährlich.
„Wir als BBS Soltau verstehen uns
Eine Hälfte der Kosten finanziert die
Stadt Schneverdingen, die andere als Teil der Bildungsregion und pfledie Bundesagentur für Arbeit. Auch gen zahlreiche Kooperationen“,
der Landkreis Heidekreis engagiert meinte stellvertretender BBS-Leiter
sich finanziell. Er übernimmt die Heiko Lüdemann. „JOBwärts“ sei
Fahrtkosten. „Für uns als Kompe- eine davon und „auf jeden Fall ein
tenzzentrum der beruflichen Bildung Aushängeschild.“
Pflegekasse der AOK
Wir starten mit neuen Angeboten:
„Der letzte Weg - Begleitung von
Sterbenden“
Eine Veranstaltung mit dem Hospizdienst „Lebensbrücke“
Pastor Wilko Burgwal geht wieder „auf Sendung“: Bereits zum neunten
Mal spricht der Soltauer Seelsorger plattdeutsche Radioandachten auf
„NDR 1 Niedersachsen“. „Von Montag bis Freitag, jeweils um 14.15 Uhr,
hören etwa 850.000 Leute in ganz Norddeutschland zu, wenn dort evangelische und katholische Geistliche und Ehrenamtliche zu Wort kommen“, erläutert Pastor Burgwal. In der Reihe „Dat kannst mi glööven“ geben sie in zweieinhalb Minuten einen kleinen christlichen Anstoß zum
Nachdenken. Der Pastor der Soltauer Lutherkirchengemeinde hat im Landesfunkhaus Hannover fünf Andachten aufgenommen, die vom 16. bis
20. Februar ausgestrahlt werden. Der gebürtige Ostfriese erzählt darin
unter anderem über das Wirken des Seelsorges Georges Bachimonts im
Soltauer Kriegsgefangenenlager. Am Donnerstag, dem 19. Februar, wird
Burgwal eine Stunde lang telefonisch über das NDR-Hörertelefon erMit diesen Phantombildern sucht die Polzei nach zwei Männern, die in reichbar sein. Interessierte Zuhörer können dann mit ihm weiter über die
Schneverdingen junge Mädchen angesprochen haben sollen.
Andachten sprechen.
Start:
Dienstag, 24.02.2015
1-mal dienstags von 15.30 bis 17.00 Uhr
Ort:
AOK-Servicezentrum
Soltau, Wiesenstraße 2
Interessierte können sich ab sofort bei den AOK-Kundenberatern
oder unter Telefon 05191/973-39391 anmelden.
Die Teilnahme ist auch für Mitglieder
anderer Kassen möglich und kostenfrei.
AOK – ein gutes Gefühl
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