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Diagnose: - Wirtschaftskammer Steiermark

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Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Teure
Diagnose:
P.b.b. 02Z032267 M Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8010 Graz Retouren an „Postfach 555, 1008 Wien“
Wirtschaft macht
gegen ungleiche
Behandlung im
Gesundheitswesen
mobil.
S. 16–17
Online-Portal gegen
den Amtsschimmel
Der „Wutlöffel“ hat das Fass
zum Überlaufen gebracht: Jetzt
kämpfen Unternehmer auch im
Netz gegen die Bürokratie.
Seiten 4–5
Weniger Arbeit für
Gerichtsvollzieher
Knapp 150.000 Mal klopfte der
„Kuckuck“ 2014 an steirische
Türen: Das ist ein Minus von immerhin 5,5 Prozent.
Seiten 6–7
Neue Perspektiven
für die Murtalbahn
Die Murtalbahn soll bis 2023
auf neue Beine – und auf ein
Normalspurgleis – gestellt
werden: Die Pläne im Detail.
Seite 10
Das Handelsabkommen mit
den USA ist umstritten: Was
die Kritikpunkte taugen und
Jörg Leichtfried darüber denkt.
Seiten 18–20
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Faktencheck für das
TTIP-Abkommen
Nr. 6 · 13. Februar 2015
2 · Steirische Wirtschaft
Magazin
Inhalt
Themen der Woche
Editorial
‣ 4–12
Foto: Haas
Fasching: Unsere Unternehmer wissen, wie
der Krapfen gebacken, gefüllt und vor allem
herzhaft verspeist wird. ‣ 8–9
Amtsschimmel: Schuhhändler Baumgartner darf nach 30 Jahren keine Warenkörbe
mehr in der Annenstraße aufstellen. ‣ 12
Service
‣ 13–15
Förderungen: Für welche Projekte es neue
Fördertöpfe gibt, wie man sie beantragt und
wo man Hilfe bekommt. ‣ 13–15
Branchen
‣ 21–25
Ein (Holz-)Brett vorm Behördenkopf
Von Chefredakteur Mario Lugger
Unglaublich, aber wahr: Stolze 110.000 na­
tionale und europäische Vorschriften gel­
ten derzeit in unserem Land. Da sollte man
doch meinen, jeder noch so kleine Winkel
unseres Lebens sei genauestens normiert
und zertifiziert. Doch weit gefehlt. Wenn’s
ans berühmte „Eing’machte“ geht, dann
gibt’s auf einmal wieder jede Menge In­
terpretationsspielraum. So wie im Fall der
Grazer Bio-Pionierin Ushij Matzer. Weil
diese sich standhaft weigert, in ihrer Küche
Plastik statt Holz zu verwenden, wurde
sie von der Behörde zu einer Geldstrafe
verdonnert. Doch die will die „Überzeu­
gungstäterin“ auf gar keinen Fall berap­
pen, sie will lieber die Ersatzfreiheitsstrafe
antreten und hat jetzt – mit Hilfe der WKO
– außerordentliche Revision beim Verwal­
tungsgerichtshof eingereicht (siehe Story
S. 4/5). Nun könnte man der Meinung sein,
ein Holzlöffel-Streit habe nichts vor einem
Höchstgericht zu suchen, wenn es sich hier
nicht auch um eine noch viel wichtigere
Frage handeln würde. Nämlich: Leben
wir in einem Rechtsstaat oder nicht? Das
Vorgehen der Behörden lässt in diesem
Fall berechtigte Zweifel aufkommen. Denn
auf der einen Seite behauptet man in offi­
ziellen Aussendungen, Frau Matzer ihre
Holzutensilien gar nie verboten zu haben.
Sie müsse sie halt nur in Ordnung halten.
Auf die (schriftliche) Nachfrage „Wie?“ ver­
schweigt man sich allerdings – und ordnet
neue Kontrollen an. Böse Zunge würden so
etwas Willkür nennen ...
Techniker: Industrie und Gewerbe locken
mit der Initiative „Technical Experts“ Maturanten in zwei Lehrberufe.
‣ 22–23
Handel: Die Berufsinformationswoche des
steirischen Handels lockte 1.200 Schüler in
die Steinhalle Lannach.
‣ 25
Unternehmer
‣ 30–33
Foto: Fischer
Blutdruck: Der Schlosser Armin Lackner
hat einen Spezialzaun entwickelt, der alle
Stückerln spielt.
‣ 30–31
Menschen34–35
Foto: Fischer
Feine Gesellschaft. Die „Tischgesellschaft
der Oberlandler z’Graz“ lud wieder zum Ball
– und viel Prominenz ist gekommen. ‣ 34
Impressum
‣ 33
Charmanter Besuch zum Valentinstag: Blumenkönigin Eva I. überreichte Blumengrüße.
Herzliche Blumengrüße für das Präsidium
Die frisch gekrönte Blumenkönigin Eva I.
sagt’s – wie könnte es anders sein – zum
Valentinstag durch die Blume: Kürzlich
überreichte sie gemeinsam mit Bundesin­
nungsmeister Rudolf Hajek, Floristin An­
drea Rauch und Geschäftsführerin Franziska
Hahn-Reichl dem WKO-Steiermark-Präsidi­
um rund um Josef Herk, Benedikt Bittmann
und Jürgen Roth sowie Direktor Karl-Heinz
Dernoscheg florale Grüße. Die diesjährige
Valentinsaktion der Arbeitsgemeinschaft
der Gärtner und Floristen steht übrigens
ganz im Zeichen der Meinungs- und Presse­
freiheit: Nach den tragischen Ereignissen in
Frankreich überreichen die Branchenvertre­
ter Blumengrüße an 100 steirische Journa­
listen – als Zeichen der Wertschätzung ihrer
täglichen Arbeit. ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Magazin · 3
Zahl der Woche
Fotos: Georges Biard; Fotolia; Shankbone; Wikipädia
15
Millionen Euro werden in der Steiermark quer durch alle
Branchen anlässlich des Fests der Liebe – dem Valentinstag am 14. Februar – ausgegeben. Österreichweit lassen
die Kunden dafür 105 Millionen Euro in den Kassen.
Die Woche in 64 Zeilen
‣‣Nationalhymne:
„Land der
Berge“ wird in Vail/Beaver
Creek schön langsam zum ech­
ten Gassenhauer. Die ÖSV-SkiAsse trumpften bei der alpinen
Ski-WM auf und holten bis
Redaktionsschluss vier Golde­
ne, zweimal Silber und einmal
Bronze in sieben Bewerben.
‣‣Nur wenige Stunden war die
Meldung alt, Australien dürfe
beim Song Contest als Special
Guest im Finale mitträllern,
schon suchen die Aussis nach
dem idealen Kandidaten. Hoch
im Kurs ist Kylie Minogue.
‣‣Nach 54 Jahren wurde jetzt das
seit 3. April 1961 in den Anden
verschollene Flugzeug mit acht
Spielern einer chilenischen Na­
tionalmannschaft an Bord im
Bergmassiv entdeckt. Die „Flug
21“-Katastrophe ereignete sich
zwölf Jahre vor dem als „Wun­
der in den Anden“ bekannten
Unglück. Dort überlebten 16
Verunglückte 72 Tage auf 4.000
Metern bei minus 30 Grad.
‣‣Noch schlimmer als erwartet
zeigt sich das aktuelle Flücht­
lingsdrama vor Lampedusa.
Zu Wochenbeginn waren 29
Flüchtlinge erforen. Laut UNOAngaben sollen allerdings drei
vollbesetzte Boote unterwegs
gewesen sein. Man befürchtet
nun 300 tote Flüchtlinge.
‣‣Nein, er war nicht direkt als
Reporter in Kampfhandlungen
im Irak verwickelt – das muss­
te einer der prominentesten
US-Nachrichtenmoderatoren,
Brian Williams, nun eingeste­
hen. Mit seiner Flunker-Story
hatte er jahrelang um Auf­
merksamkeit gebuhlt, nun hat
ihn das seine Star-Karriere bei
Sender NBC gekostet.
‣‣Noch keine konkrete Spur gibt
es zu den drei Räubern, die bei
einem Edeljuwelier in der Gra­
zer Herrengasse zugeschlagen
haben. Die mit einem Blumen­
strauß „getarnten“ Täter sollen
angeblich zur berüchtigten
Pink-Panther-Bande gehören.
‣‣Nazigeld: Die griechische Re­
gierung muss die leeren Geld­
töpfe füllen. Nun fordert man
die Zwangsanleihe von 1942 an
Nazi-Deutschland in der Höhe
von 476 Millionen Reichsmark
zurück. Berlin wehrt ab, die
Reparation sei abgeschlossen.
Cross Industries steigt beim
steirischen Autocluster ACstyria ein
Die Unternehmensgruppe „Cross
Industries“ rund um Stefan
Pierer wird neuer Gesellschaf­
ter beim steirischen Autocluster
ACstyria – sehr zur Freude von
Wirtschaftslandesrat Christian
Buchmann und ACstyria-CEO
Franz Lückler. Der 1995 gegrün­
dete Cluster hat mittlerweile
180 Mitglieder. Cross Industries
(mit Betrieben wie KTM und
Pankl Racing) hält künftig 12,33
Prozent – genau so viel wie AVL,
Magna Steyr, Krenhof, TCM und
voestalpine. Den größten Anteil
hält die SFG mit 26 Prozent.■
Wieder ein
Großauftrag
für die Andritz
AG
Foto: Jokesch
Andritz AG zieht Großauftrag für
Gezeitenkraftwerk in Wales an Land
Christian Buchmann, Franz
Lückler und
Stefan Pierer
(v.l.)
Foto: BIG SHOT/Kanizaj
Grund zur Freude für die Andritz
AG: Das Grazer Industrie-Flagschiff
hat in Wales einen 250 Millionen
schweren Auftrag buchstäblich
an Land gezogen. In der SwanseaBucht soll das erste Gezeitenkraft­
werk in einer Meeresbucht entste­
hen. Ein Projekt der Superlative, zu
dem das Grazer Unternehmen die
elektromechanische Ausrüstung
liefern soll. Insgesamt soll das
Kraftwerk 320 Megawatt Strom
liefern – das reicht für 155.000
Haushalte. ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
4 · Steirische Wirtschaft
Thema
Interview
… mit Rechtsanwalt Rainer Frank
In den
Wirren
Fotos: Fischer (2)
Ist Holz in der Küche nun
verboten oder nicht?
Frank: Offenbar stützt sich die
Behörde auf die Hygieneleitlinie für Großküchen. Dort
steht, dass Holz nicht erlaubt
ist. Daraus ergeben sich aber
zwei Fragen: Ist diese „Leitlinie“ nun eine „Vorschrift“ oder
nur eine „Empfehlung“? Und
wenn ja: Fällt Frau Matzers
Küche, in der zwei Menschen
arbeiten, darunter?
Wie geht es jetzt weiter?
Frank: Zunächst muss das
Landesverwaltungsgericht
über die von uns beantragte
aufschiebende Wirkung der
Revision hinsichtlich der Strafe entscheiden. Danach geht
der Akt an den Verwaltungsgerichtshof, der beurteilen
muss, ob ein Einzelfall oder
eine allgemeine Rechtsfrage
vorliegt.
Rainer Frank ist Rechtsanwalt in Graz.
der Bürokratie
Foto: Michael Burrell - Fotolia
Worauf stützt sich die Revision im Wesentlichen?
Frank: Es liegt keine ausreichende Grundlage zur Bestrafung vor. Frau Matzer wurde
dafür bestraft, dass sie Holzküchenhelfer verwendet hat,
obwohl die Behörde ihr dies
angeblich untersagt hätte.
Dem ist aber nicht so: Im
Bescheid der Behörde steht
nur, dass sie hygienische und
zur Desinfektion geeignete
Küchenhilfen zu verwenden
habe. Holz kommt da mit keinem Wort vor.
Nächste Runde im Fall des steirischen „Wutlöffels“: Bioladen-Pionierin
Ushji Matzer zieht mit Unterstützung der WKO vors Höchstgericht.
Zum einen, um zu klären, ob Holzutensilien in einer Küche erlaubt
sind, zum anderen, um festzulegen, ob Unternehmer das Recht auf klare
gesetzliche Spielregeln haben. Eine neue Online-Plattform soll helfen.
Es war der berühmte Tropfen, der
das Fass zum Überlaufen gebracht
hat: Mit ihrer Ankündigung, eine
Strafzahlung in der Höhe von 550
Euro zu verweigern und stattdessen 2,5 Tage in „Ersatzarrest“ zu
gehen, hat die Grazer Biopionierin
Ushij Matzer eine breite Bürokratie-Debatte ausgelöst. Eine
Debatte, die sogar in Deutschland
für Schlagzeilen gesorgt hat und
in der nun das nächste Kapitel
aufgeschlagen wurde. Aber alles
der Reihe nach.
Anlassfall war und ist die Verwendung von Holzkochlöffeln
und -brettern in einer (Bio-)Küche.
Diese und weitere „Missstände“,
wie zum Beispiel fehlende Deckel
auf den Mistkübeln sowie Mängel
bei der Personalschulung und
Dokumentation, haben die Behörden zu einem Strafverfahren
veranlasst, an dessen Ende nun
ein (abgemildertes) Urteil steht:
Matzer soll nur mehr 280 Euro
Strafe zahlen beziehungsweise 24
Stunden ersatzweise ins Gefängnis gehen. Doch daran denkt die
Bio-Pionierin nicht. Sie hat – mit
Unterstützung der WKO – eine
außerordentliche Revision beim
Verwaltungsgerichtshof eingebracht (siehe Interview links):
„Nicht der Strafe wegen, sondern
um eine Grundsatzfrage zu klären: Ist Holz nun erlaubt oder
nicht?“ Bis dato hat Matzer hier
nämlich höchst unterschiedliche
Antworten erhalten. Einerseits
beteuert die Stadt Graz in offiziellen Aussendungen, Holz nie
grundsätzlich verboten zu haben,
nur müssten die Utensilien in
Ordnung gehalten werden. Wie?
Darüber schweigt sich die Behörde allerdings aus. Mehr noch:
Man verweigert die schriftliche
Auskunft – und schreitet zu neuen
Kontrollen. „Über die Weihnachtsfeiertage hatte ich zwei Kontrollen im Laden“, berichtet Matzer.
WKO startet Plattform
Schluss mit Schikanen
Für WKO-Steiermark-Präsident
Josef Herk ist damit eine rote
Linie überschritten: „Was hier
passiert, ist behördliche Willkür
und keinesfalls akzeptabel. Wir
leben in einem Rechtsstaat, und
das Minimum, auf das sich jede
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Thema · 5
Aus der Statistik
110.000
nationale und europäische Vorschriften
gilt es in Summe zu beachten. Eine
Zahl, die wohl selbst den versiertesten
Juristen maßlos überfordern würde.
Staatliche Schikanen
mit Steuereinnahmen
Unternehmerin und jeder Unternehmer verlassen können muss,
ist die Rechtssicherheit. Darum
unterstützen wir auch Frau Matzer bei dieser Revision, hier geht
es um wichtige Grundsatzfragen.“
Fragen, die angesichts des ausufernden Bürokratie-Wildwuchses
mit mehr als 110.000 nationalen
und europäischen Vorschriften
immer öfter gestellt werden (siehe
auch Story rechts). Herk: „Wir stellen quer durch alle Branchen eine
enorme Steigerung fest. Allein im
Bereich der Betriebsanlagengenehmigung bzw. Betriebsanlagenprüfung haben die Anfragen innerhalb von nur drei Jahren um mehr
als 20 Prozent zugenommen.“ Aus
diesem Grund hat die WKO Steiermark nun eine neue Online-Platt-
form (www.wko.at/stmk/schlussmitschikanen) ins Leben gerufen.
Diese soll betroffenen Unternehmern die Möglichkeit geben, ihr
persönliches Bürokratie-Erlebnis
ihrer Interessenvertretung auf
niederschwelligste Art und Weise
mitzuteilen. „Wir werden jeden Fall
anschauen und dort, wo es notwendig und möglich ist, Reformen
malu■
einfordern“, so Herk.
Online-Portal
Unternehmer-Plattform
gegen
Bürokratie:
http://tinyurl.
com/pooqmxt
Über Jahre hinweg wurden Großveranstaltungen nur durch die
unentgeltliche Arbeit unzähliger
freiwilliger Helfer erst zu solchen
aufgebaut. Mittlerweile haben
die Behörden ganze Arbeit geleistet. Nachdem die Finanzpolizei
in den letzten Jahren verstärkt
kontrolliert hat, sind die Freiwilligen weg: Jeder einzelne Helfer
am Gelände muss angemeldet
sein. So auch am Kulm, wie Organisator Hubert Neuper erzählt.
„Im Schnitt sorgen bis zu 1.200
Personen für einen reibungslosen Ablauf an einem solchen
Veranstaltungswochenende. Wir
müssen mittlerweile aber zum
Beispiel Pensionisten, die uns seit
Jahren gerne und freiwillig helfen,
nach Hause schicken, weil sie in
der Pension nichts dazuverdienen
dürfen – und alle anderen anstellen. Das hat die Kosten um knapp
25 Prozent nach oben getrieben“,
klagt Neuper. Seit Jahren hätten sich die Rahmenbedingungen
auch für den Mega-Event am
Kulm verschlechtert. „Wir sind an
einem Punkt angekommen, wo
man sich um solche Großveranstaltungen Sorgen machen muss“,
sagt Neuper. Und das, obwohl die
Fernsehbilder unbezahlbar sind
und das Skifliegen für Millionen
Euro an Umwegrentabilität sorgt.
Nicht zuletzt der Staat schneidet
sich an dieser jahrelang mühsam
aufgebauten Veranstaltung ein
ordentliches Stück an Zusatzeinnahmen ab. Das bringt Neuper in
Rage. „Damit mich niemand falsch
versteht: Wir respektieren selbstverständlich die Gesetze. Aber
wenn der Staat, der an solchen
Veranstaltungen wie dem Kulm
zusätzliches Geld einnimmt, diese
Steuern dann einsetzt, um uns
damit das Leben schwer zu machen, ist das für mich der Punkt,
wo man aufstehen muss. Im
letzten Jahr haben wir bei der Veranstaltung ein Großaufgebot der
Finanzpolizei zu Besuch gehabt.
Das grenzt für mich an Schikane.
Gleiches gilt für den Umgang
mit Sponsoren, die kriminalisiert
werden, wenn sie jemanden zum
Besuch der Veranstaltung einladen“, sagt Neuper.■
Foto: GEPA
WKO Steiermark Präsident Josef
Herk beim Besuch im Bioladen
Matzer.
Kulm-Organisator Hubert
Neuper sieht mittlerweile
Großereignisse bedroht
und kritisiert Vorgehen
der Behörden massiv.
Neuper: „Man muss sich um
Großveranstaltungen sorgen“.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
6 · Steirische Wirtschaft
Steiermark
Foto: Geopho
Der Gerichtsvollzieher rückte
vergangenes Jahr
2.564 Mal aus.
Der „Kuckuck“ wird zur Mangelware
Fast 366 Millionen Euro
wurden im Vorjahr in der
Steiermark zur Fahrnisexe­
kution (FEX) angemeldet –
Tendenz weiter sinkend.
Von Michael Neumayr
michael.neumayr@wkstmk.at
Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt, heißt das meist nichts Gutes.
Dann nämlich gibt es oft keinen
Ausweg mehr aus der Schuldenmisere. 365,7 Millionen Euro
standen in der Steiermark 2014
zur Exekution an – das sind um
mehr als 20 Millionen Euro we-
niger als im Vorjahr. Damit sinkt
die Forderungssumme bereits das
zweite Jahr in Folge. Lediglich die
Zahl der tatsächlichen Pfändungen (2.564) ist gestiegen.
Das zeigt die aktuelle Gerichtsvollzieherstatistik
des
Oberlandesgerichts Graz, die der
„Steirischen Wirtschaft“ exklusiv
vorliegt. Eine positive Bilanz mit
einem großen Wermutstropfen.
Denn gerade im Wirtschaftsmotor
Graz steigen die gemeldeten Forderungen deutlich an. „Im Vorjahr
hatten wir in Graz noch rund 138
Millionen Euro an Forderungen,
im Jahr 2014 waren es schon 154,8
Millionen“, erklärt Bernhard Juch,
Regionalverantwortlicher bei der
FEX-Einheit. Es sei aber nur eine
Momentaufnahme, denn viele
Exe­kutionen und Schuldner würden noch in der Warteschleife
stecken. „Der Andrang bei den
Schuldnerberatungen ist derzeit
groß, es ist daher schwer zu sagen,
ob hier nicht bald noch mehr auf
uns zukommt“, so Juch.
Kaum Pfändungserfolg
Wirklich erfolgreich sind Pfändungen aber nur noch selten. „Oft
ist nichts mehr zu holen“, bedauert Juch. Dabei waren die Gerichtsvollzieher mit Verkaufserlösen
von insgesamt 251.295 Euro
deutlich erfolgreicher als 2013.
Angesichts der enorm hohen Forderungssumme bleibt es trotzdem
beim berühmten Tropfen auf den
heißen Stein.
Hinsichtlich der konjunkturellen Lage kann man mit den
sinkenden Exekutionszahlen laut
Juch allerdings keine Schlüsse
ziehen: „Diese Zahlen können sich
schnell und innerhalb von nur
wenigen Monaten ändern.“ Außerdem würden die Unternehmen
oft lange versuchen, auf anderem
Weg ihre Schulden einzutreiben,
und so erst gar keine Exekutionen
mehr anmelden. ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Steiermark · 7
„Man hat meist nur drei Jahre Zeit, bis eine Forderung verjährt. Werden Ansprüche gerichtlich zuerkannt, hat man weitere 30 Jahre, bis die Forderung
endgültig zu lange her ist.“
Peter Egger, WKO-Referent für Wirtschaftsrecht
Die FEX-Bilanz
‣‣149.619 Exekutionen
weist die FEX-Einheit des
Oberlandesgerichts Graz
für 2014 aus (–5,5 Prozent).
‣‣365,7 Millionen Euro Forderungen wurden angemeldet (–5,4 Prozent).
‣‣2.564 Mal rückten die Gerichtsvollzieher zur Pfändung aus (+10,9 Prozent).
‣‣251.295 Euro konnten
durch den Verkauf von
gepfändeten Gegenständen erzielt werden (+77,7
Prozent).
‣‣1.422 Räumungen wurden
durchgeführt, praktisch
gleich viele wie im Vorjahr
(+0,6 Prozent).
Foto: Fischer
Kaum Exekutionen ohne Mahnklage
Der Weg zur Exekution
ist lang. Oft sind die For­
derungen Jahre alt, weiß
man im Rechtsservice der
WKO Steiermark.
„Der Exekutor steht nicht von
heute auf morgen vor der Tür“,
bestätigt Peter Egger, Referent für
Wirtschaftsrecht der WKO Steiermark. Der Weg zur Exekution
ist nämlich lange. Alles beginnt
in der Regel mit der Mahnklage
und einem bedingten Zahlungsbefehl. „Erst wenn man diesen
ignoriert, wird er rechtskräftig
und vollstreckbar. Dann dauert
es meist noch einige Monate,
bis es tatsächlich zur Exekution
kommt“, so Egger. Den größten
Teil stellen dann nach wie vor
sogenannte Fahrnisexekutionen
auf bewegliche Güter dar. „Forderungsexekutionen werden aber
immer häufiger, da gebrauchte
Gegenstände heutzutage immer
schwerer verwertbar sind“, bemerkt Egger. Nur ein Bruchteil
der Forderungen kann auch tatsächlich durch Fahrnisexekutionen getilgt werden (siehe links).
Fristen sind zu beachten
Besonders wichtig ist es aber, schon
vor der Exekution auf die Fristen zu
achten. „Die meisten Forderun-
gen verjähren bereits nach drei
Jahren. Vorausgesetzt, sie werden
bis dahin nicht eingeklagt“, warnt
Egger. Wer also zu lange mit einer
gerichtlichen Durchsetzung wartet, könnte letztendlich auf seiner
Forderung sitzen bleiben. Eine kritische Sache, denn viele Unternehmer schrecken vor diesem Schritt
zurück, um eventuelle Kunden
nicht zu vergraulen. Verfügt man
einmal über ein rechtskräftiges Urteil, kann man sich etwas mehr Zeit
lassen. „Eingeklagte Forderungen
verjähren grundsätzlich erst nach
30 Jahren. Hier kann man sich dann
mit der Exekution gedulden und
ist auf der sicheren Seite“, erklärt
Peter Egger. ■
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
8 · Steiermark · Steirische Wirtschaft
Närrischer Fasching
als Umsatz-Turbo
Der Fasching spült 130
Millionen Euro in die
Kassen der Wirtschaft.
Handel, Gastronomie und
Dienstleister profitieren.
Ob Faschingskrapfen, Kostüme
oder ausgiebige Lokalbesuche:
Wenn die „fünfte Jahreszeit“
anbricht, freuen sich Handel,
Gastronomie, Konditoren, Kostümverleiher, aber auch Dienstleister wie Friseure oder Taxiunternehmen über steigende Umsätze. 130 Millionen Euro sind es
bundesweit insgesamt. Die wohl
größte steirische Bäckerei – der
Spar-„Frische-Bäcker“ – produziert in der Faschingszeit täglich 10.000 Krapfen – allein für
die zwölf Interspar-Märkte, die
zusätzlich von regionalen Bäcke-
reien beliefert werden, sagt Leiter Johann Pilz: „Am Faschingsdienstag sind es sogar 20.000
Stück.“ Zigtausende Krapfen
werden allein in Graz verspeist,
wo der große Faschingsumzug
über die Bühne geht. Die Innenstadt verwandelt sich dabei in
einen veritablen Hexenkessel.
„Ein solches Event hat einen unbezahlbaren Werbewert für die
Stadt“, so City-Manager Heimo
Maieritsch. Kritik gebe es aber,
weil so mancher Handelsbetrieb
am Faschingsdienstag geschlossen hat: „Damit signalisiert die
Stadt nicht unbedingt Offenheit.“ Handelsspartenobmann
Gerhard Wohlmuth kontert:
„Das muss jeder Betrieb für sich
entscheiden. Viele machen am
Nachmittag zu, damit auch die
Mitarbeiter feiern können.“ ■
Dem süßen
Einblicke in ein „fettes“
Geschäft: Wir haben Kon­
ditor Willi Klescher beim
Krapfenbacken über die
Schulter blicken dürfen.
Von Karin Sattler
karin.sattler@wkstmk.at
Klassisch und vor allem
regional produziert
Luftschlangen und Girlanden gehören zu Fasching wie der Duft
frisch gebackener Krapfen. Dieser
steigt einem in die Nase, sobald
man die Konditorei von Willi Klescher in Graz-Eggenberg betritt.
Allein das Schild „Frische Krapfen“ lotst einen förmlich in den
Traditionsbetrieb, bei dem neben
Was die Narrenzeit der Wirtschaft bringt
■ Nein ■ Ja
Blitzumfrage unter 100 Unternehmern; Quelle WKO
70%
Karin Polzhofer, Kapo und Neue
Wiener Werkstätte: „Beim KrapfenEssen ist es wie bei unseren Fenstern und Möbeln. Auf die guten
Zutaten kommt es an und dass sie
regional produziert werden. Deshalb mag ich auch die klassischen
Krapfen mit Zucker und Marillenmarmelade. Leider schaffe ich es
selten, sie zu essen, ohne mich zu
bekleckern. Aber das ist egal, in
erster Linie zählt der Genuss.“ ■
58%
42%
78%
62%
38%
Foto: KAPO
30%
Kurbelt der
­Fasching die
­Wirtschaft an?
22%
Verkleiden Sie
Schenken Sie
Ihren Mitarbeitern sich zu
einen Krapfen?
Fasching?
Dürfen sich Ihre
Mitarbeiter
verkleiden?
Apfel-Zimt schmeckt
im Krapfen bestimmt
Genuss mit Krapfen
und Messeschlagrollen
Ries Bouwman, CEO Omi’s Apfelstrudel: „Als gebürtiger Holländer
ist mir Käse mit Löchern vertraut.
Ähnlich ist es beim Krapfen. Da
beiße ich zuerst beim Loch hi­
nein, damit die Marmelade dort
hinkommt, wo sie hin soll. Dazu
trinke ich einen Schluck Omi’s
Apfelstrudel. Mit der Zimtnote
passt das Getränk wunderbar zu
den leckeren Krapfen. Kann ich
nur weiterempfehlen.“ ■
Armin Egger, Vorstand Messe Congress Graz: „Der Faschingskrapfen
war für mich schon in der Kindheit
etwas Besonderes, weil es ihn nur
in der Faschingszeit gegeben hat.
Am Schulweg lag eine Bäckerei
und man hat sofort gemerkt, wenn
es so weit war. Dann hieß es immer
genüsslich hineinbeißen. Das gilt
übrigens auch für die Messeschlagrollen. Die gibt es auch nur
zur Messezeit.“ ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Steiermark · 9
Krapfen sind
Chefsache:
Wenn Willi Klescher bei den
Krapfen Hand
anlegt, ist das
Ergebnis – einfach köstlich.
Fotos: Haas (6)
Geheimnis auf der Spur
Tiramisu- und Kardinalschnitten
jetzt kugelrunde Versuchungen
mit dem markanten „Randerl“
Hochsaison haben.
In der Faschingszeit geht es
hier buchstäblich rund – vor
allem in der Backstube, wo sich
das 14-köpfige Team für den
Faschings­
höhepunkt rüstet: den
Faschingsdienstag. „Da verkaufen wir bis zu 4.500 Krapfen an
einem Tag“, sagt der Konditormeister, der den Betrieb mit seiner Schwester Andrea seit 1999
leitet. Schon nach Weihnachten
steige die Nachfrage nach den
Kalorienbomben, sagt Klescher.
So gehen seit seit Anfang Jänner
jeden Sonntag rund 1.000 Krapfen
über den Ladentisch. Und trotz des
Hochbetriebs nahm sich Firmenchef Klescher Zeit, um der „Steirischen Wirtschaft“ Einblicke in das
süße Geschäft zu gewähren.
Schon um fünf Uhr morgens
herrscht Tagwache in der Backstube. Wenn nicht der Chef selbst
Hand anlegt (siehe Fotos oben),
ist Konditormeister Erich Habit
Herr über die Krapfen: Wenn das
Dampfl – die Basis für den Krapfenteig – zubereitet ist, muss die
Germ „gehen“. Es heißt also warten, bis Butter, Zucker, Eier und Zitronenschale unter die schaumige
Masse gerührt werden.
Danach ist aber keine Zeit mehr
zu verlieren: die Krapfen dürfen
auf jeder Seite je drei Minuten bei
exakt 165 Grad gebacken werden,
bevor sie mit Marmelade oder Vanillecreme gefüllt und mit Staubzucker bestreut werden. Um Punkt
sieben Uhr kommen die frischen
Krapfen dann aus der Backstube.
Und finden genug Abnehmer:
Mit 100 Millionen Krapfen wird
der jährliche Krapfen-Konsum der
Österreicher beziffert – die „fünfte
Jahreszeit“ ist generell ein wichtiger Wirtschaftsfaktor (siehe Beitrag links). Auch Willi Klescher ist
nach all den Jahren noch immer
ein bekennender Krapfen-Fan:
„Drei bis vier Stück sind es schon,
die ich jeden Tag esse. Am liebsten
mit zusätzlicher Butter drin.“ Dass
der Krapfengenuss eine Kunst für
sich ist, beweisen auch so manche
Firmenchefs beim Biss in die kugelrunde Nascherei (siehe unten).
Wie eine Blitzumfrage zeigt,
finden die süßen Versuchungen in
den Betrieben reißenden Absatz:
Fast jeder Dritte verschenkt Krapfen an seine Mitarbeiter (siehe
Grafik links), so auch der Logistiker Knapp mit Sitz in Hart bei
Graz. „Schon seit Jahren versüßen
wir unseren Mitarbeitern den
Fasching mit Gratiskrapfen“,
sagt
Knapp-Finanzchef
Christian Grabner. Ehrensache, hat Knapp
doch in den 1960ern
auch die Krapfenbefüllung revolutioniert – mit der
ersten industriellen Füllanlage.■
Am Ende muss die
Performance passen
Krapfen nie ohne eine
Tasse guten Kaffee
Heimo
Haidmayer,
Direktor
Schoel­lerbank: „Jedes Jahr gilt es,
sich der Herausforderung mit den
Krapfen zu stellen. Die Frage ist,
wo man beim Krapfen anfangen
muss, um schnell an die Marmelade zu kommen. Dafür verwende
ich eine erprobte Strategie. Ich
fange beim Marmelade-Einstich
an. Am Ende muss die Performance
passen, daher koste ich mich sukzessive ins Innere vor.“ ■
Johannes Hornig, Geschäftsführer
J. Hornig: „Beim Krapfenessen
kann man ruhig etwas riskieren.
Deswegen fange ich sehr gern an
der gegenüberliegenden Seite des
Marmelade-Lochs an. Zum Krapfen dazu gehört für mich immer
eine Tasse Kaffee, am liebsten
ein Verlängerter ohne Milch und
Zucker. Das ergibt nämlich den
idealen geschmacklichen Kon­
trast zum süßen Krapfen.“ ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
10 · Regionen · Steirische Wirtschaft
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Wirtschaft“ am iPad
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In Kürze
Logistik-Kongress in
Kapfenberg
Foto: Andrey Kiselev - Fotolia
Bruck-Mürzzuschlag. Am
14. April laden unter dem Titel
„Supply Management 2015“
der Verein Netzwerk Logistik
und das Institut Industrial
Management der FH Joanneum
zum Logistik-Kongress an der
Fachhochschule in Kapfenberg.
Experten aus der Wirtschaft
diskutieren Fehler, Hürden und
Erfolgsfaktoren der Lieferkette.
Neue Chefin führt
Hotel Tauernblick
Liezen. Im Schladminger Hotel
Tauernblick soll Claudia Gassner
für frischen Wind sorgen. „Wir
wollen besonders im Sommer
neue Zielgruppen ansprechen“,
erklärt die neue Hotelchefin.
Dabei setzt sie auf die Schladming-Dachstein-Sommercard.
Raika Leibnitz unter
neuer Führung
Leibnitz. Andreas Draxler wird
Eugen Roth als Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Leibnitz
nachfolgen. Draxler leitet gemeinsam mit Peter Wippel die
Bank. Mit mehr als 60 Mitarbeitern ist das Institut der führende Finanzdienstleister der
Südsteiermark.
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MESSEGELÄNDE KLAGENFURT
Die Murtalbahn braucht dringend eine Verbreiterung auf Normalspur, um mithalten zu können.
Regionaler Schulterschluss
für Umspurung im Murtal
Ohne Umspurung der
Murtalbahn bleibt die
Region verkehrspolitisch
auf der Strecke, sind sich
Experten einig.
Murau. Wie kann man die Infrastruktur und so die Lebensqualität
einer Region nachhaltig stärken?
Im Bezirk Murau führt hier kein
Weg an der Verbesserung der Murtalbahn vorbei, sind sich die Experten bei einer Enquete der WKO
Steiermark in Murau einig. Ohne
Begleitmaßnahmen wird der Intercityverkehr im Murtal nämlich
in Zukunft massiv zurückgehen.
Grund dafür ist der Koralmtunnel,
der viel Bahnverkehr aus dem Murtal abziehen wird. „Offenbar wurde
in Brüssel nicht berücksichtigt,
welche Nebenwirkungen Verkehrsgroßprojekte für manche Regionen
haben“, erklärt Verkehrsexperte
Helmut Adelsberger. Hier brauche
es Alternativen. So fordern die
Teilnehmer der Enquete einen
durchgängigen Ausbau der S-Bahn
Richtung Murau, in dem die Murtalbahn auf eine normale Spurbreite umgebaut wird. Damit könnte
die Erreichbarkeit der Region für
den internationalen Bahnverkehr
in den kommenden Jahrzehnten sichergestellt werden. Die Reisezeit
würde sich durch die direkte Durchfahrtsmöglichkeit nach Bruck deutlich reduzieren. „Auch der wichtige
Güterverkehr würde profitieren“,
bestätigt Helmut Wittmann, Geschäftsführer der Steiermärkischen
Landesbahnen.
Neues Mobilitätskonzept
für die Region Murtal
Begleitend zur technischen Erneuerung der Bahnstrecke und
einem neuen Taktfahrplan müssen
aber auch die Zugangswege und die
Verknüpfung mit den Seitentälern
optimiert werden. „Entscheidend
sind aber auch Regionalfaktoren
wie Marketing und Kundennähe“,
erläutert Harald Frey vom Institut
für Verkehrsplanung an der TU
Wien. Offen bleibt die Frage der
Finanzierung. In einem ersten
Schritt sollten die Umspurung bis
Murau und die Elektrifizierung der
Bahnstrecke in Angriff genommen
werden. Kostenpunkt: rund 74 Millionen Euro. „Wenn alle an einem
Strang ziehen, dann kann diese
Summe auch verfügbar gemacht
werden“, ist Fritz Hinterschweiger,
Vorsitzender des wirtschaftspolitischen Beirates der WKO Steiermark, überzeugt. Das zeigen auch
andere Projekte, die im Zuge der
regionalen Zusammenarbeit über
die Bühne gebracht wurden, etwa
das Straßenprojekt „Ortsumfahrung Preding-Weiz“. ■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· 11
Landeswappen für Beerenfrost Kühlhaus GmbH
Foto: Land Steiermark
Graz-Umgebung. Seit 1993 lagert die Beerenfrost Kühlhaus
GmbH steirischen Edelholunder
im zweitgrößten Kühlhaus Ös-
terreichs. Von hier aus wird in 40
Länder exportiert. Nun wurde dem
Unternehmen für seine Leistungen das Landeswappen verliehen.
Gemeinsam an einem Strang ziehen
punkte liegen in den Bereichen
Ökologie, Lebensmittelproduktion und Holzverarbeitung, so
der Grundtenor. Als gemeinsame
Ziele für die Zukunft wurden der
Bau der Umfahrung Hartberg und
die Einrichtung einer Fachhochschule formuliert. ■
Die neue
Kommission
des Tourismusverbands
Bad Waltersdorf
Foto: TV Bad Waltersdorf
Hartberg-Fürstenfeld.
Bei
der Impulsveranstaltung „Politik
trifft Wirtschaft“ im Schloss Hartberg beschäftigten sich Politiker
und zahlreiche Unternehmer mit
der Zukunft der Region. Die Wirtschaftsregion Hartberg verfügt
über großes Potenzial, Schwer-
Tourismusverband neu aufgestellt
Hartberg-Fürstenfeld. Beim
Tourismusverband Bad Waltersdorf wurden die Kommissionsmitglieder und der Vorsitzende neu
bestellt. Ziel der Tourismusregion
ist es, innerhalb von drei Jahren
600.000 Nächtigungen zu erreichen. Schon jetzt zählt die Ther-
REO-Vorsitzender Hubert
Lang im Kreis
der Referenten
menregion Bad Waltersdorf zu
den nächtigungsstärksten Regionen in der Steiermark. 2014 konnten bereits 550.000 Nächtigungen
verzeichnet werden. Vor allem im
November und Dezember konnte man als wetterunabhängiges
Thermenangebot punkten. ■
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
12 · Regionen · Steirische Wirtschaft
Interview mit …
Foto: Fischer
… Harald Hrubisek
– Straßenamt Graz
Wo dürfen Geschäftsleute ihre Waren aufstellen?
Bis 80 Zentimeter von der
Hausmauer entfernt können Waren gebührenfrei im
Freien platziert werden. Eine
Ausnahme gibt es in Graz
nur in der Sporgasse. Anders
ist die Regelung bei Gastgärten.
Könnte man über die
Gastgärten einen Spielraum finden?
Nein, denn es ist klar definiert, was ein Gastgarten ist.
Hier gibt es kaum Spielraum.
Auch wenn niemand
­gefährdet wird?
Wir müssen als Beamte
jeden gleich behandeln.
Wenn es individuelle Sonderlösungen gäbe, würde Tür
und Tor für einen Wildwuchs
geöffnet. Denn dann kommt
ein anderes Unternehmen
und will eine ähnliche Lösung.
Rudolf Baumgartner zeigt die
kritisierte Verkaufsfläche vor
seinem Geschäft.
Viel Ärger um einen Schirm
Traditionshändler Rudolf
Baumgartner liegt mit
der Behörde im Clinch.
Es geht auch um das Gesprächsklima.
Von Michael Neumayr
michael.neumayr@wkstmk.at
Graz. Für Wirbel unter Grazer Geschäftsleuten sorgte der Streit um
die Warenkörbe des Traditionsschuhhändlers Rudolf Baumgartner am Beginn der Annenstraße.
„Seit 30 Jahren stehen hier unsere
Schuhe vor dem Geschäft. Und das
will man uns jetzt verbieten“, kri-
Darf´s ein
Achtel
mehr sein?
Februar-Aktion
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Infos und Buchung: 0664/4671012
tisiert Rudolf Baumgartner. Dabei
würde der Händler die Körbe brauchen, um Kunden anzulocken. „Wir
gehören zu den letzten, die am
Anfang der Annenstraße noch Frequenz bringen“, so Baumgartner.
Der Konflikt währt nun schon
seit Jahren, und die Fronten scheinen verhärtet. „2012 gab es eine
Aussprache beim Straßenamt und
bis vor kurzem noch eine Vereinbarung mit der Stadt aus dem Jahr
1985. Doch seit etwa drei Monaten
hagelt es wieder Anzeigen“, sagt
Baumgartner.
Das will Harald Hrubisek, Leiter
des Straßenamtes der Stadt Graz, so
nicht gelten lassen: „Es gab dieses
Gespräch, und dort wurde über die
geltenden Regeln aufgeklärt.“ An
diese habe sich Baumgartner aber
immer noch nicht gehalten. „Uns
geht es nur noch um ein konstruktives Gesprächsklima, damit wir eine
Lösung finden“, sagt Baumgartner
und hofft auf einen Termin mit
dem zuständigen Stadtrat Mario
Eustacchio. Dieser sei jedoch trotz
mehrmaligen Bemühungen noch
nicht zustande gekommen. „Da
investiert man Millionen in die
Erneuerung der Annenstraße und
lässt uns bei diesen Fragen hängen“, bedauert Baumgartner. Inzwischen könnte die Sache sogar
vor Gericht landen. ■
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Erfolg ist buchbar.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Service
· Service · 13
Welchen Inhalt muss ein
Dienstzeugnis haben?
Ihre Servicenummer für alle Fragen
im Unternehmen: 0316/601-601
Roswitha
LacknerMetzler
Förderung 1: In die Zukunft wachsen
Klein- und Mittelbetrieben (weniger als 250 Mitarbeiter), die in
die Zukunft wachsen möchten,
steht ein neuer Fördertopf offen,
aus dem Geld für Bauprojekte,
den Ankauf von Maschinen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung, aber auch von Patenten geschöpft werden kann.
Doris Url vom „Zentralen
Förderungsservice“ über die
Details: „Zugriff haben nur
Unternehmer aus Gewerbe,
Industrie sowie unternehmensbezogene Dienstleistungsbetriebe,
die bereits fünf Jahre am Markt
tätig sind.“ Das Gesamtinvestitionsvolumen muss mindestens
150.000 Euro betragen. Die Höhe
der Förderung beträgt für kleinste
und kleine Unternehmen (maximal 50 Beschäftigte) 15 Prozent,
für mittlere Unternehmen (51 bis
250 Mitarbeiter) zehn Prozent der
anrechenbaren Projektkosten. Url
macht interessierte Firmenchefs
darauf aufmerksam, „dass Anträge unbedingt vor Projektbeginn,
sprich vor der ersten Bestellung,
gestellt werden müssen“. Mindestens 25 Prozent des förderbaren
Projektvolumens müssen in
Form von Eigenmitteln bzw.
nicht geförderten Fremdmitteln eingebracht werden.
Infos: Doris Url, Tel. 0316/601626, oder bei den BW-Referenten
in den Regionalstellen. www.
foerderungsservice.at (QR-Code),
www.sfg.at.■
Foto: freshidea - Fotolia
Expansionsfreudige
KMU dürfen sich freuen.
„Wachstums!Schritt“ heißt
die neue Förderoffensive
der sfg, die Investitionen
in die Zukunft mitträgt.
Ein Fördertopf sorgt für
einen Wachstumsschub
in erfolgreichen KMU.
Förderung 2: Andocken ans Breitbandinternet
Foto: A_Bruno - Fotolia
Alle steirischen Unternehmen können am Breitbandinternet andocken.
Das garantiert der Fördertopf „Highway 2020“.
Breitbandinternet: Für beste Verbindungen in die ganze Welt
Ob KMU oder Großbetrieb, bis
2020 geht es rasant in Richtung
Datenhighway. Das garantiert der
geförderte Anschluss an das Breitbandinternet. Finanzielle Unterstützung gibt es für die externen
Kosten im Zuge der Errichtung
der Infrastruktur von der Vermitt-
lungsstelle bis zum Unternehmensanschluss („Last Mile“).
Die Breitbandversorgung kann
entweder durch ein Lichtwellenleiter-/Glasfasernetz oder eine
(Richt-)Funklösung erfolgen, sofern das Unternehmen noch keine
Versorgungsleistung von zumindest 30 Mbit/s besitzt.
Doris Url vom Zentralen Förderungsservice: „Das Mindestinvestitionsvolumen ist mit 5.000 Euro
festgelegt, maximal 50 Prozent
werden gefördert.“ Nicht gefördert
werden laut Url unter anderem
Kosten für den Grundstückskauf,
Eigenleistungen
(insbesondere
Personalkosten), Lizenzgebühren
oder Kosten für die Investi­
tion
in nicht netzwerktechnische Leitungselemente (z. B. Endkundengeräte) und die dafür notwendige
Software.
Alle Infos über den Fördertopf:
Doris Url, Tel. 0316/601-626, bei
den BW-Referenten in den Regionalstellen oder bei der Steirischen
Wirtschaftsförderung (sfg). www.
foerderungsservice.at, www.sfg.
at.■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
14 · Service · Steirische Wirtschaft
Rat & Tat: Praxistipps für Unternehmen
Ich habe gehört, dass die
umfassende Durchbrechung des Abflussprinzips geändert wird.
Dazu Petra Kühberger: Ja,
das stimmt. Alte Rechtslage:
2012 kam es beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner zur
Durchbrechung des Abflussprinzips. Die Anschaffungsund Herstellungskosten von
Gebäuden und gewissen
Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens, die keinem
regelmäßigen Wertverzehr
unterliegen, konnten seither nur mehr bei deren
Ausscheiden als Betriebsausgabe abgesetzt werden.
Betroffen waren davon Grund
und Boden, Gebäude, Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, aber auch Edelsteine, Schmucksteine und
Antiquitäten, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten 5.000 Euro überstiegen
haben. Neue Rechtslage: Bei
Zugehörigkeit zum Umlaufvermögen sind nur mehr bei
Grund und Boden, Gebäuden
und bei Gold, Silber, Platin
und Palladium (wenn sie
nicht unmittelbar weiterverarbeitet werden) die Anschaffungs- und Herstellungskosten erst bei Ausscheiden
aus dem Betriebsvermögen
abzusetzen. Diese Regelung
gilt erstmalig für das Jahr
2014 (rückwirkend). Bei der
Steuererklärung 2014 von
dieser Nachholung Gebrauch
machen!
Weitere Infos
Petra Kühberger
WKO-Rechtsservice
Tel. 0316/601-601
Wenn der Einkauf
nicht mehr gefällt
Viele Kunden pochen auf
ein Rückgaberecht, wenn
gekaufte Ware nicht gefällt oder passt. Einen gesetzlichen Anspruch gibt
es allerdings nicht.
Der Irrglaube ist weit verbreitet,
aber er stimmt einfach nicht. Es
gibt kein gesetzlich verankertes
Umtausch- und Rückgaberecht.
Grundsätzlich sind aber fast alle
Unternehmer dazu bereit, Waren
zurückzunehmen beziehungsweise diese umzutauschen.
Was ist bei einem
Umtausch zu beachten
Cornelia Schöllauf, Expertin
im WKO-Rechtsservice, klärt auf:
„Meistens stehen die Bedingungen
für einen Umtausch auf der Rechnung, oder sie werden beim Kauf
individuell vereinbart.“ So kann
der Umtausch zum Beispiel mit
Bekanntgabe der Adresse und mit
einer Unterschrift verknüpft sein.
Voraussetzung für eine Rückgabe
ist bei fast allen Geschäften, dass
man mittels Kassenbon den Kauf
nachweisen kann.
Die Expertin macht auch darauf
aufmerksam, dass der Verkäufer
darauf bestehen kann, die Ware
unversehrt und auch original verpackt retour zu bekommen. Der
Zeitraum für den Umtausch kann
variieren und ist meist zeitlich
begrenzt. Es geht dabei um Zeitspannen von sieben Tagen bis zu
mehreren Monaten.
Geld oder Gutschein,
das ist die Frage
Es gibt aber auch Unternehmen, die ein zeitlich unbegrenztes
Umtauschrecht vereinbaren. Die
Vereinbarung kann entweder den
Umtausch einer Ware gegen eine
andere Ware, Geld zurück oder bei
Rückgabe die Ausstellung eines
Gutscheins bedeuten. Dies wird
von jedem Unternehmen unterschiedlich gehandhabt.
Nicht zum Verwechseln ist der
Umtausch mit der Gewährleistung
bei mangelhaften Waren. Schöllauf: „Hier besteht ein gesetzlicher
Gewährleistungsanspruch.
Das
„Es gibt kein
gesetzlich verankertes
Umtausch- und
Rückgaberecht.“
Cornelia Schöllauf,
WKO-Rechtsexpertin
heißt, der Käufer hat das Recht, eine
einwandfreie Ware zu erhalten.“
Wichtig ist, zu beachten, dass
bei Vorliegen von Mängeln der
Käufer Anspruch auf Verbesserung beziehungsweise Austausch
gegen eine gleichartige, mangel-
Förderung 3: Praktikumsplätze
für Schüler werden jetzt vergeben
Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
fördert auch 2015 wieder 1.500
technisch-naturwissenschaftliche
Praktikumsplätze für Schüler mit
je 1.000 Euro.
Für Praktikumsplatzanbieter
besteht der Mehrwert – neben
dem finanziellen Anreiz – darin,
dass Unternehmen erste Kontakte
mit künftigen Nachwuchskräften
knüpfen können. Interessierte
Schüler erleben durch aktive Mitarbeit in einem Praktikum, was
Technik und Naturwissenschaft
„on the job“ bedeutet. Besondere Aufmerksamkeit gilt heuer
Jugendlichen ohne technische
Vorkenntnisse. Mindestens 50
Prozent der Praktikumsplätze sind
an Schüler von nicht-technischen
Schulen zu vergeben. Die Praktikabörse bringt Unternehmer und
Schüler zusammen. Dauer: mindestens vier Wochen zwischen
Juni und September, mindestens
28,5 Wochenstunden und 700
Euro brutto monatlich. Infos:
www.ffg.at/praktikaboerse oder
www.ff.at/praktika2015.■
Foto: goodluz - Fotolia
Das Abflussprinzip
im Umlaufvermögen
Praktikumsplätze für Schüler sind
für beide Seiten ein Gewinn.
Im WKO-Service­team für Sie da:
Karin Weißenbacher
Tel. 0316/601-601
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Service · 15
Foto:Mittermueller - Fotolia
Arbeiten über die
Grenzen hinaus
freie Sache hat. Nur wenn eine
Verbesserung bzw. ein Austausch
nicht zielführend oder dem Käufer
nicht zumutbar ist, besteht der Anspruch auf einen Rücktritt vom Vertrag. Schöllauf ergänzt noch, dass
bei geringfügigen, unbehebbaren
Mängeln nur ein Anspruch auf
Preisminderung besteht. In jedem
Fall ist der Umtausch von Waren
immer Vereinbarungssache, ein
gesetzlicher Anspruch besteht in
keinem Fall. Daher ist es ratsam, zu
prüfen, was man kauft.■
Kompetente Hilfe
Tel. 0316/ 601-601,
E-Mail rechtsservice@
wkstmk.at, www.wko.at/
stmk/rs
Förderung 4: Die Weiterbildung
Wissenszuwachs im Bereich Internationalisierung und Unternehmensentwicklung wird in KMU
unterstützt. Neu: zehn
Prozent EPU-Bonus.
Welche Voraussetzungen sind zu
erfüllen? Die Weiterbildung, zum
Beispiel im Bereich Fertigungskosten, Sprachen oder Buchhaltung, muss in einer zertifizierten
Erwachsenenbildungseinrichtung
absolviert werden. Sie muss in
unmittelbarem Zusammenhang
mit der derzeitigen oder künftigen
Tätigkeit des zu Qualifizierenden
im Unternehmen stehen, und
allgemein verwertbare, auch auf
andere Unternehmen übertragbare Inhalte umfassen. Doris Url
vom Zentralen Förderungsservice: „Der Kurs muss mindestens
24 Stunden dauern.“ Förderhöhe:
Maximal 50 Prozent Zuschuss
bzw. maximal 1.800 Euro der externen Weiterbildungskosten; 30
Prozent Zuschuss für die externen
Schulungen; zehn Prozent Grün-
dungsbonus für Unternehmen,
die vor längstens fünf Jahren
gegründet haben; zehn ProzentBonus für EPU (Ein-PersonenUnternehmen). Die anrechenbaren Qualifizierungskosten sind
auf 900 Euro pro Tag begrenzt.
Unternehmen können zweimal
pro Kalenderjahr die Förderung
in Anspruch nehmen. Wichtig:
Antrag vor Kursanmeldung.
Infos: Doris Url, Tel. 0316/601626, oder bei den BW-Referenten
in den Regionalstellen. www.foerderungsservice.at, www.sfg.at.■
Wie viele Stunden darf
mein Mitarbeiter im Betrieb eigentlich arbeiten?
Dazu Sabrina Pirker: Die
tägliche Normalarbeitszeit
darf acht Stunden, die wöchentliche Normalarbeitszeit
darf 40 Stunden nicht überschreiten. Wird die tägliche
oder die wöchentliche Normalarbeitszeit überschritten,
fallen Überstunden an. Bei
Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfes kann die Arbeitszeit um die Dauer von
fünf Überstunden in der
einzelnen Woche und darüber hinaus um höchstens 60
Überstunden innerhalb eines
Kalenderjahres
verlängert
werden. Die Tagesarbeitszeit
darf inklusive Überstunden
grundsätzlich zehn Stunden
und die Wochenarbeitszeit 50
Stunden nicht überschreiten.
Das Arbeitszeitgesetz sowie
diverse
Kollektivverträge
sehen verschiedene flexible
Arbeitszeitmodelle vor, wie
beispielsweise die Viertagewoche, Gleitzeit, Einarbeiten
in Verbindung mit Feiertagen
oder eine durchrechenbare
Arbeitszeit, bei denen eine
Ausdehnung der täglichen
Normalarbeitszeit über acht
Stunden und der wöchentlichen Normalarbeitszeit über
40 Stunden hinaus möglich
ist. Regelmäßige Voraussetzung dafür: Die anfallenden
Gutstunden müssen innerhalb bestimmter Fristen wieder ausgeglichen werden.
Weitere Infos
Sabrina Pirker
WKO-Rechtsservice
Tel. 0316/601-601
Nr. 6 · 13. Februar 2015
16 · Steirische Wirtschaft
Österreich
Weniger Meldepflicht,
weniger Bürokratie
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MESSEGELÄNDE KLAGENFURT
Diskriminierung
von Selbständigen
muss weg
Foto: BilderBox
Die Wirtschaftskammer konnte
bürokratische Entlastungen bei
den Meldepflichten erreichen,
die vor allem KMU zugute kommen: Mit Jahresbeginn trat eine
Novelle der Handelsstatistikverordnung in Kraft. Damit wurde
die Meldeschwelle, unterhalb
derer Unternehmen von einer
Meldung im Rahmen des innergemeinschaftlichen Warenverkehrs (Intrastat) befreit sind, von
550.000 Euro auf 750.000 Euro
erhöht. Das entlastet rund 2.000
bisher Intrastat-meldepflichtige
Unternehmen.
Eine weitere bürokratische
Entlastung wurde bereits vergangenen Herbst realisiert:
Durch eine Novelle der Leistungs- und StrukturstatistikVerordnung wurde die Erhebung statistischer Informationen über Struktur, Tätigkeit,
Wettbewerbsfähigkeit
und
Leistung der österreichischen
Unternehmen neu aufgestellt.
Durch die Anpassung der
Meldeschwellen und die stärkere Nutzung von verfügbaren
Verwaltungsdaten werden rund
2.500 Unternehmen in den Bereichen Produktion und Bau sowie
1.000 Dienstleistungsunternehmen entlastet. Dazu kommt, dass
die Datenübermittlung künftig
verstärkt elektronisch erfolgen
soll, wodurch auch der Aufwand
für die weiterhin meldepflichtigen Unternehmen minimiert
wird.
Kein Aufwind in der Alpenrepublik
Trüb sind die Wachstumsprognosen für Österreich.
Das schwache Wirtschaftswachstum 2014 und hohe
Unsicherheiten dämpfen
die Erholungschancen.
deutlich heruntergeschraubt: Für
2015 wird nur mehr ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent
prognostiziert, das ist nur Rang
25 in der EU. Im November wurden noch 1,2 Prozent Wachstum
erwartet.
Österreich hat seinen Wachstumsvorsprung eingebüßt und
wächst nun langsamer als der EUDurchschnitt und als Deutschland,
zeigt die aktuelle EU-Wirtschaftsprognose. Die EU-Kommission
hat die Wachstumsaussichten
für Österreich gegenüber Herbst
Investitionen brauchen
stabile Bedingungen
Für EU und Eurozone sieht die
Kommission heuer eine leichte
Verbesserung: 1,7 Prozent soll das
Plus in der EU betragen und 1,3
Prozent in der Eurozone. Positiv
könnten dabei der niedrige Ölpreis und der schwache Euro wirken. 2016 soll es mit 2,1 Prozent
für die EU bzw. 1,9 Prozent für die
Eurozone weiter aufwärts gehen.
„Es ist bedenklich, dass die EU
insgesamt beim Wachstum weiter
zulegt, die Prognosen für Österreich aber nach unten revidiert
wurden“, sagt WKÖ-Präsident
Christoph Leitl. Dringend notwendig seien Investitionsanreize
und stabile, vorhersehbare Rahmenbedingungen. Deshalb müsse
man endlich überfällige Reformen
angehen.■
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Österreich · 17
Zahl der Woche
Die Steuerreform muss
endlich auch eine Gleichbehandlung von unselbständig Beschäftigten und
Selbständigen bringen,
fordert die SVA.
das nicht nur niedrig verdienende
Arbeitnehmer einbeziehen.“ Auch
Unternehmer müssten davon profitieren können.
Ein Angestellter mit einem Einkommen von monatlich 440
Euro zahlt insgesamt 837 Euro
jährlich für seine Sozialversicherung. Wäre derselbe Mensch
ein Selbständiger, würde ihn
seine Absicherung 2.340 Euro im
Jahr kosten. „Diese Diskriminierung muss weg“, fordert deshalb
WKÖ-Präsident und SVA-Obmann
Christoph Leitl. „Wir brauchen
eine Gleichbehandlung von Selbständigen und Unselbständigen
bezüglich der Sozialversicherungsbeiträge. Wir wollen für die
Wirtschaft keine Privilegien, aber
auch keine Diskriminierungen“,
betonte Leitl in einer Pressekonferenz der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft.
Gemeinsam mit seinen beiden Vize-Obmännern Alexander Herzog
und Wilhelm Turecek forderte er
deshalb von der Regierung: „Wenn
im Zuge der Steuerreform von
der Kaufkraftstützung der Niedrigverdiener die Rede ist, so darf
Überhaupt gebe es in der sozialen Absicherung der heimischen
Unternehmer noch viel zu tun.
„Wir können den Selbständigen
das wirtschaftliche Risiko nicht abnehmen – das soziale aber schon“,
sagte Leitl. Er verwies dabei auf
wichtige Verbesserungen der letzten Jahre: So wurde etwa das Wochengeld für selbständige Mütter
verdoppelt, die Betriebshilfe auf
ganz Österreich ausgedehnt und
in der SVA ein modernes Vorsorgesystem geschaffen. „Das wurde
hervorragend angenommen und
wir haben damit erstmals in Ös-
Vorsorgemodell wurde
sehr gut angenommen
terreich aus einer Kranken- eine
Vorsorgeversicherung gemacht.“
Dennoch gebe es noch vieles zu
tun: Ganz oben auf der Liste steht
für die SVA künftig die rückwirkende Auszahlung des Krankengeldes ab dem ersten Tag, falls ein
Selbständiger mehr als 42 Tage
krankheitsbedingt ausfällt. Das
würde monatlich knapp 900 Euro
bringen. Auch eine Abschaffung
der Beitragspflicht zur Pensionsversicherung für Pensionisten, die
nach dem Erreichen des Pensionsalters weiter tätig sind, will man
erreichen.
Insgesamt könne die SVA eine
sehr gute Leistungsbilanz vorlegen, betonte Leitl und verwies
auf eine Studie der Universität
Bremen, die ergeben hat, dass
Selbständige nirgendwo in Europa
so gut abgesichert sind wie in Österreich.■
Foto: SVA
Foto: Syda Productions - Fotolia
Der „E-Day:15“ bringt spielend neue
Komponenten in jedes Unternehmen
Spielerisch weiterentwickeln mit
„Gamification“
news
Ihre Beratungsqualität
als Motor für Wachstum
und Wohlstand!
Die wirtschaftlichen Aussichten
sind fordernd. Umso wichtiger
ist es, die Treiber für Wachstum
und Wohlstand zu stärken und in
den Mittelpunkt zu stellen. Die
Besten der Beratungsbranche
zeigen:
Mit ausgezeichneter Beratungsqualität sind auch in schwierigen
Zeiten beeindruckende Erfolgsgeschichten möglich. IT-BeraterInnen, UnternehmensberaterInnen und BuchhalterInnen sorgen
mit ihrem Know-how dafür, dass
Wirtschaftskraft und Wohlstand
in unserem Land Zukunft haben.
Erstklassige Weiterbildung durch
die Qualitätsakademie incite
liefert dafür tatkräftige Unterstützung. Und der Constantinus
Award bietet eine attraktive
Bühne für ausgezeichnete Beratungsleistungen.
Bereits zum elften Mal rückt er
die besten Projekte ins mediale
Rampenlicht. IT- und Beratungsunternehmen
können
Ihre besten Projekte zum
Constantinus Award jetzt einreichen.
Alexander Herzog, Christoph
Leitl und Wilhelm Turecek
(v. l.)
Der Trend zum Einsatz spieltypischer Elemente in einem spielfremden Kontext – „Gamification“
genannt – steht im Mittelpunkt
des „E-Days“ am 5. März 2015.
Der „E-Day:15“ präsentiert
heuer unter dem Motto „Mehr
Spielraum für Unternehmen“
fünf Programme: „E-Business Innovation“ und „E-Technologie“
stellen aktuelle Entwicklungen
im E-Business vor, während
sich „E-Trends und Games“ mit
den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Gamification
auseinandersetzt. Das Programm
ubit
„E-Learning und Arbeit“ widmet
sich der Arbeitswelt von morgen
und bei „E-Praxis und Recht“ liegt
der Schwerpunkt auf praktischer
Hilfestellung zu E-Business-Basisthemen. Ergänzt wird das
Programm durch eine Fachausstellung sowie Workshops der
E-Day-Partner.
Der E-Day:15 findet am Donnerstag, 5. März 2015, ab 9 Uhr bei
freiem Eintritt im Haus der Wirtschaft in Wien statt. Er wird auch
über fünf parallele Livestreams
aus allen Sälen übertragen. Nähere Infos: http://goo.gl/nn4k1v.■
Ihre Fachgruppe UBIT Stmk. fördert die Teilnahme pro Projekt
mit 50 % der Einreichgebühr!
Infos dazu finden Sie unter www.
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Wirtschaftskammer Steiermark
Fachgruppe UBIT
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Entgeltliche Einschaltung
5.500
Selbständige könnten jährlich davon profitieren, wenn SVA-Versicherte bei längerer
Krankheit künftig rückwirkend bereits ab dem
ersten Tag Krankengeld beantragen könnten.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
18 · Steirische Wirtschaft
International
Atlantische Freihandelszone
Das Handelsabkommen
zwischen den USA und
der EU – „TTIP“ – wird
sehr emotional diskutiert:
ein Realitätscheck.
Von Klaus Krainer
klaus.krainer@wkstmk.at
Die zwei größten Wirtschaftsräume der Welt – USA und EU – feilen
derzeit an einem Freihandelsabkommen: Unter dem Kürzel
„TTIP“, „Transatlantic Trade and
Investment Partnership“, hat man
sich beiderseits des Atlantiks
das Ziel gesetzt, den Handel mit
Waren, Dienstleistungen und In-
„Tribunale ersetzen die Gerichte“
Heftig umstritten ist die „Investitionsschutzklausel“,
die in den dutzenden bestehenden Handelsabkommen
Österreichs (und der EU) bislang kaum für Aufregung
sorgte: Fühlen sich Investoren durch Gesetzesänderungen ungerecht in ihrem Kapital geschädigt,
können sie ein internationales Schiedsgericht einberufen, das die Einhaltung der vereinbarten Regeln
zwischen Staaten und Investoren – also im Grunde die
Vertragstreue – prüft. Es geht dabei etwa um Diskriminierungen gegenüber anderen Investoren oder Brüche
von Zusagen durch den Gastgeberstaat. Klagt ein Investor wegen Gewinnrückgangs infolge beispielsweise
einer strengeren Vorschrift für Lebensmittelzusatzstoffe, kann eine Entschädigung nicht allein aufgrund
dieser Tatsache erfolgen. Vielmehr müsste eben eine
Verletzung der Investitionsschutzbestimmungen,
etwa eine Diskriminierung gegenüber anderen Inves­
toren, nachgewiesen werden.
Die Schiedssprüche können den Gesetzgeber nicht
zwingen, Gesetze zurückzunehmen. Seit den 50erJahren gibt es weltweit rund 3.400 Investitionsschutzverträge, insgesamt gab es bislang 274 abgeschlossene
Verfahren. In 43 Prozent der Fälle wurde zugunsten der
Staaten entschiden, in 31 Prozent zugunsten der Inves­
toren. 26 Prozent konnten gütlich beigelegt werden.
vestitionen zu erleichtern, den
Marktzugang gerade für kleine
und mittlere Unternehmen zu
ermöglichen und die geltenden
Handelsregeln zu stärken. Dabei
geht es nicht nur um die Reduktion bzw. den Abbau von Zöllen,
sondern auch um die Beseitigung
von anderen Handelshemmnissen,
beispielsweise unterschiedliche
technische Vorschriften, nötige
Doppelzertifizierungen und unterschiedliche Regulierungen bei
Umwelt-, Gesundheits-, Konsumenten- oder Tier- und Pflanzenschutzbestimmungen.
Während die EU-Kommission
versichert, dass nur jene Berei-
„Das Abkommen nützt nur Multis“
Rund 98 Prozent der Unternehmen in Österreich – und
auch in der gesamten EU – sind Klein- und Mittelunternehmen (KMU, weniger als 250 Mitarbeiter). Gerade sie
würden wohl zu den Gewinnern eines Freihandelsabkommens mit den USA zählen: Zölle, unnötige bürokratische
Hürden, unterschiedliche Regulierungen und Standards
halten nämlich gerade die „Kleineren“ vom Export ab, weil
sie die Kosten zur Erledigung dieser Aufgaben überproportional belasten. Damit rechnet sich der Export für viele
KMU nicht. Kann man diese hauptsächlich nicht-tarifären
Handelshemmnisse eindämmen, erleichtert man KMU
den Einstieg in einen neuen, großen, kaufkräftigen Markt.
„Chlorhuhn ersetzt Bio-Backhendl“
Die Angst vor Chlorhühnern, Hormonfleisch und gentechnisch modifizierten Lebensmitteln geht um. TTIP
werde diese Produkte in europäische Regale bringen, so
der Vorwurf. Dabei spielen beispielsweise die Chlorhühner gar keine Rolle im Vertrag: Es ist ein Beispiel für unterschiedliche „Schutzniveaus“. Die EU-Kommission hat
eine Lockerung der Gentechnik-Regeln ausgeschlossen,
auch das Importverbot für Chlorhühner bleibt aufrecht.
Übrigens: Die Amerikaner fürchten sich auch vor unserem Geflügel – wegen der Antibiotikabelastung.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
825
· International · 19
Millionen Menschen leben insgesamt in den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union.
Sie erwirtschafteten 2013 gemeinsam 34.171,3 Milliarden
US-Dollar (BIP nominal; EU: 17.371,6; USA: 16.799,7).
ist keine „Chlorhuhnjagd“
che verhandelt werden sollen,
in denen es Regeln gibt, die
in ihren Schutzzielen hüben
wie drüben gleichwertig sind,
befürchten Kritiker ein Aufweichen europäischer Standards in
verschiedenen Bereichen und
sogar eine Unterwanderung
der Rechtsstaatlichkeit und De-
mokratie. Quer durch Europa
diskutieren die Stammtische
derzeit durchaus auch emotional über „Chlorhühner“ und
„Konzerntribunale“. Die „Steirische Wirtschaft“ hat deshalb die
wichtigsten Kritikpunkte einem
Realitätscheck unterzogen –
siehe Boxen unten.■
TTIP
Eine Analyse des geplanten
Abkommens und ausführliche Informationen dazu
gibt es im Internet unter
http://goo.gl/596jZY und
via QR-Code links.
„Die europäischen Standards sinken“
Technische Sicherheit, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenschutz würden im TTIP gesenkt werden – sagen Kritiker. Das
Verhandlungsmandat der EU schreibt allerdings unmissverständlich und eindeutig fest, dass europäische Standards nicht gesenkt
werden und die Vertragsparteien nach wie vor zur Festlegung ihrer
eigenen Standards, dem sogenannten „Right to regulate“, berechtigt sind. Verhandelt werden sollen lediglich Bereiche, in denen
sowohl in den USA als auch der EU gleichwertige Standards gelten.
Hier können etwa gegenseitige Anerkennungen Erleichterungen
bringen, beispielsweise in der Autoindustrie. Eine wichtige Frage
sind jedoch Festlegungen von Standards für die Zukunft.
„USA haben dann alle Daten“
Besonders emotional wird auch die Datenschutzdebatte geführt. Tatsache ist, dass die EU ganz
unabhängig vom TTIP seit mehreren Jahren mit
den USA über stärkeren Datenaustausch verhandelt (Flugdaten, sichere Häfen etc.). Im Rahmen
des TTIP geht es ausschließlich um jene Daten,
die für den gemeinsamen Handel erforderlich
sind: Man muss Rahmenbedingungen festlegen,
die den notwendigen Austausch (etwa für Zollanmeldungen, Anträge, Niederlassungsgründungen etc.) und Schutz unternehmerischer Daten
gewährleisten.
„Die EU tut, was sie will“
„Wasser ist weg, Schiefergas da“
Beim Wasser verstehen die Österreicher keinen Spaß. Viele
sorgen sich, dass unser Wasser durch TTIP schon bald zur
Handelsware werden könnte. Rechtlich ist es allerdings ausgeschlossen, dass die EU diesen Punkt überhaupt „angreift“:
Da die Wasserversorgung eine öffentliche Daseinsvorsorge
ist und laut Vertrag von Lissabon ausschließlich die nationalen Regierungen – also Österreich – beschließen könnten,
die Wasserversorgung zu privatisieren, kann dieser Punkt gar
nicht Teil eines Freihandelsabkommens auf EU-Ebene sein.
Gleiches gilt für die Zulassung von „Fracking“: Auch das ist
ausschließlich eine Entscheidung der Nationalstaaten.
FotoS: Unclesam - Fotolia; treenabeena - Fotolia
Diesen Satz hört man häufig, und mit der
„EU“ ist dabei letztlich meist die Kommission gemeint. Richtig ist, dass die Kommission
die Verhandlungsteams bestellt und die
Marschrichtung vorgibt. Nicht richtig ist jedoch, dass sie tun kann, was sie will: In jedem
Fall muss ein mögliches Abkommen von den
zuständigen (Wirtschafts-)Ministern sowie
vom Europäischen Parlament beschlossen
werden (siehe dazu auch das aufschlussreiche Interview mit dem EU-Abgeordneten
Jörg Leichtfried auf S. 20). Je nach Inhalt des
Abkommens müssten auch die nationalen
Parlamente befragt werden.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
20 · International · Steirische Wirtschaft
Investitionsschutz ist der Stolperstein
Der Europaparlamentarier Jörg Leichtfried schätzt das
TTIP-Abkommen als realisierbar ein – vorausgesetzt,
dass man bei europäischen Standards hart bleibt und die
umstrittene Investitionsschutzklausel gestrichen wird.
Herr Abgeordneter, sind Sie
für oder gegen das Handelsabkommen mit den USA?
Leichtfried: Das kann man so nicht
beantworten, weil es am Inhalt
hängt. Ich habe für die Aufnahme
von Verhandlungen gestimmt.
Jetzt hängt es davon ab, was am
Ende drinnenstehen wird. Was
ich bisher höre, macht mich skeptisch, ob man diesem Abkommen
zustimmen kann.
Was sind die wesentlichen
Kritikpunkte?
Leichtfried: Formal ist es ärgerlich,
dass wir keinen Zugriff auf alle
Unterlagen haben. Wir bekommen
dann das fertige Abkommen und
müssen es in relativ kurzer Zeit
durcharbeiten, das ist nicht optimal. Inhaltlich sehe ich Herausforderungen bei den gemeinsamen
Standards, etwa was Lebensmittel,
Konsumenten, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Umweltschutz und noch
einige mehr betrifft. Was passiert
mit bestehenden Standards? Werden sie angeglichen? Akzeptiert
man sie gegenseitig? Darüber muss
man ausführlich reden, aber ich
glaube, dass man da noch zu einer
Lösung kommen kann. Das berühmte Chlorhuhn zum Beispiel ist
in Wirklichkeit kein Stolperstein:
Wir wollen keine chlorbehandelten
Hühner, und die Amerikaner wollen
unsere Hühner auch nicht. Das lässt
sich also einfach ausklammern.
Interessanter wird es bei hormonbehandeltem Fleisch oder gentechnisch veränderten Pflanzen.
Die Kommission sagt, dass
die europäischen Standards
nicht gesenkt werden sollen.
Glauben Sie ihr nicht?
Leichtfried: Das Problem dabei sind
zukünftige
Standardsetzungen.
Zum Beispiel ist es in der Luftfahrtindustrie so, dass die Amerikaner
Boeing zertifizieren und die Europäer Airbus. Beide erkennen die
gegenseitigen Zertifizierungen an,
deshalb können beide Flugzeuge
in der EU und in den USA verkauft
werden. Wenn man so ein System
mit gegenseitiger Anerkennung
auch im Medikamentenbereich
nimmt, wird es kritisch: In Europa
haben wir das Vorsorgeprinzip, wir
testen also Medikamente ausführlich, bevor sie auf den Markt kommen. Die USA haben ein „Trial and
Error“-Prinzip, also sie öffnen den
Markt sofort und ziehen zurück,
wenn es Probleme gibt.
Kann man den Bereich nicht
einfach aus dem Abkommen
ausklammern?
Leichtfried: Ich trete für den umgekehrten Weg ein: Man sollte nicht
festlegen, wofür das Abkommen
nicht gilt, sondern genau definieren, wofür es schon gilt. Man weiß
ja nicht, was es in Zukunft
alles geben wird, und
geht man den ersten Weg, wäre Zukünftiges automatisch Teil des
Abkommens.
Aber
auch
hier glaube
ich, dass man sich noch vernünftig
einigen wird.
Sie sind offenbar zuversichtlich. Woran könnte das
­Abkommen dann scheitern?
Leichtfried: Der Knackpunkt ist die
Investitionsschutzklausel, präziser gesagt diese außerstaatlichen
Tribunale, diese Schiedsgerichte.
Die Entscheidung, ob das Abkommen in Kraft tritt, trifft letztlich das
Europäische Parlament. Und dort
sind die Mehrheiten diesbezüglich
schon relativ stabil: Liberale und
Konservative werden größtenteils
dafür stimmen, Grüne, Kommunisten und Rechte dagegen. Das
macht die Sozialdemokraten zum
Zünglein an der Waage: Wo wir uns
hinbewegen, ist die Mehrheit. Und
wir werden dem Abkommen nicht
zustimmen, wenn die Investitionsschutzklausel im Vertrag steht.
Diese Klausel steht in fast
allen derartigen Abkommen.
Warum soll sie diesmal nicht
drinnenstehen?
Leichtfried: Die Klausel hat Sinn,
wenn hochentwickelte Länder mit
weniger hochentwickelten Staaten
Abkommen schließen. Da braucht
es diese Absicherung. Aber wir
reden hier von den wahrscheinlich
am höchsten entwickelten rechtsstaatlichen Demokratien der Welt,
da brauchen wir keine dubiosen
Schlichtungsstellen, die aus hochbezahlten Anwälten bestehen.
Was passiert, wenn die
Verhandler auf so einem
Schiedsgericht beharren?
Leichtfried: Entweder findet man
einen rechtsstaatlichen Weg oder
das Abkommen wird daran scheitern. Ein Ausweg könnte sein, dass
man das Schiedsgericht der WTO
wählt – oder dieses gleich auf die
Ebene eines internationalen Handelsgerichtshofes hebt. Das wäre
dann ein richtiges Gericht, und
das wäre eine akzeptable Lösung
in dieser Frage.
Das TTIP-Abkommen wird
in breiten Bevölkerungsschichten diskutiert, und
das manchmal mehr
emotional als sachlich.
Stört Sie das?
Leichtfried: Politik ist nicht
immer nur ein Austausch
sachlicher Argumente, da
darf es ruhig auch einmal emotional zugehen. Ich
würde mir wünschen, dass
die Europapolitik immer so intensiv von der Bevölkerung diskutiert
wird.■
Interview:
Klaus
Krainer
Jörg Leichtfried ist seit 2004
Mitglied des Europäischen Parlaments und seit 2009 SPÖ-Delegationsleiter. Er ist im Ausschuss
für internationalen Handel und
Experte für derartige Abkommen. Das Interview entstand am
Rande einer Diskussionsveranstaltung in der WKO Steiermark.
Foto: Fischer
Zur Person
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Branchen
· Banken · 21
Die „Steirische
Wirtschaft“ am iPad
Jetzt kostenlos im AppStore downloaden.
Vieles ist neu bei den
Förderungen. WKO Steiermark und Raiffeisen informierten über die wichtigsten Entwicklungen.
wurde auf fünf Jahre ausgeweitet
und eine eigene Onlineplattform
vereinfacht Abläufe beim För­
derantrag. Interessante Neue­
rungen gibt es auch bei der
Steirischen Wirtschaftsförderung
(SFG). „Mit einem neuen För­
derungprogramm stehen steiri­
schen KMU sechs Millionen Euro
zur Verfügung“, erklärt Michael
Kerschbaumer.
Für allgemeine Innovationstä­
tigkeiten bis 10.000 Euro sind 50
Prozent Förderungen möglich. Für
Produktentwicklungen in einer
Höhe von 150.000 Euro winkt ein
Die Förderungsperiode bis 2020
bringt für die steirischen Betriebe
zahlreiche neue Rahmenbedin­
gungen. So bietet das die Aus­
tria Wirtschaftsservice (AWS) ein
Garantieprogramm für Überbrü­
ckungsfinanzierungen. Ein wei­
terer Schwerpunkt sind Gründer­
förderungen. Der Gründerstatus
40-prozentiger Förder­
satz. Auch internatio­
nale Vorhaben unterstützt die
SFG. Deshalb hat die RaiffeisenLandesbank Steiermark gemein­
sam mit der WKO Steiermark
zu einem Informationsnachmit­
tag geladen. „Förderungen haben
gerade für KMU eine große
Bedeutung, denn sie geben der
Konjunktur den wichtigen Schub
nach vorne“, betont Spartenge­
schäftsführer ­Andreas Fössl. Für
RLB-Bereichsleiter Hannes Meix­
ner geht es vor allem um eine gute
Beratung: „Wir finden für unsere
Foto: Fotolia
Mit Informationen durch
den Förder-Dschungel
Experten gaben
Tipps zu Förderungen und
informierten über Neuerungen in
der Förderlandschaft.
Kunden den richtigen Fördermix
und begleiten sie bis zur Abrech­
nung.“ Nähere Informationen
auch unter den Servicehotlines
der WKO 0316/601-601 und
0316/601-626■
Oberösterreichische Versicherung
setzt auf neues Produkt für Jüngere
Mehr als 30 Paar Ski pro Tag wurden in der Wintersai­
son 2013 auf Österreichs Pisten gestohlen. Und auch
heuer werden es wohl wieder so viele sein. Der Versi­
cherungsverband präsentierte daher gemeinsam mit
dem Bundeskriminalamt einfache Maßnahmen, um
sich vor Dieben zu schützen. So
raten die Versicherer, die Sportge­
räte mit Schlössern an Skiständern
festzumachen. Außerdem sollten
die Ski nicht gemeinsam als Paar,
sondern getrennt voneinander ab­
gestellt werden. Kein Dieb hat Zeit,
die richtigen Ski zu suchen. In der
Unterkunft gilt es, die versperrba­
ren Skikeller zu nutzen. ■ Ski sind begehrtes Diebesgut.
„Besonders die Jüngeren sind oft
schlecht versichert“, befürchtet
Othmar Nagl, Vorstandsdirektor
der Oberösterreichischen Versi­
cherung. Grund dafür ist auch die
geringe staatliche Unterstützung,
die im Fall der Berufsunfähigkeit
am Beginn der Karriere gewährt
wird.
„Deshalb ist mit unserem neuen
Produkt ‚Existenzkasko‘ die Ziel­
gruppe zwischen 18 und 40 Jahren
alt“, führt der steirische Landesdi­
rektor Otmar Lankmaier aus. Mit
einem bisher einzigartigen Kom­
Foto: Fotolia
Versicherungsverband
warnt vor Skidieben
biprodukt aus Unfall-, Berufsun­
fähigkeits- und Ablebensversiche­
rung soll die Versicherungslücke
geschlossen werden. ■
Nagl (links) und Lankmaier
Nr. 6 · 13. Februar 2015
22 · Industrie · Steirische Wirtschaft
Wollsdorf Leder holt sich
drei neue Aufträge an Bord
Mit drei neuen Aufträgen im Be­
reich Flugzeugleder hebt Wolls­
dorf Leder im wahrsten Sinne
des Wortes ab. „Es sind Aufträge
für eine Golf-Airline, eine mittel­
europäische und eine Fluglinie
aus der ehemaligen Sowjetuni­
on“, erzählt CEO Andreas Kin­
dermann. Eine konkrete Summe
will er nicht nennen, doch 2.000
Lederkopfstützen, 6.000 Scho­
ner inkl. Logoprägung und 300
Sitzbezüge sowie die Planung
und Fertigung für Leder-Interi­
orteile für insgesamt 13 weitere
Flugzeuge sorgen sicherlich für
ordentlich Arbeit in der Oststei­
ermark. „Wir haben unsere Ent­
wicklungsabteilung ausgebaut
und können jetzt erstmals ganze
Bauteile – also von der Planung
bis hin zum genähten Stück –
anbieten, nicht wie bislang nur
,Flächenleder‘. Diese Aufträge
sind die ersten Früchte, die wir
beginnen zu ernten“, ist Kinder­
mann stolz. Es sei ein Schritt zu
weiterer Tiefe im Produktions­
angebot, der sich auch bei den
Mitarbeitern auswirken werde:
„Es schafft zusätzliche Arbeits­
plätze. Wir werden dadurch den
Abbau, der in Weiz notwendig
wurde, gering halten.“
Mit
Flugzeugausstattung
kennt sich das im Vorjahr zur
weltbesten Gerberei gekürte Un­
ternehmen seit über zwei Jahr­
zehnten bestens aus: Zigtausend
Flugzeugsitze rund um den Glo­
bus wuden längst mit Leder von
Wollsdorf bezogen – seit drei Jah­
ren auch mit einem einzigartigen
Produkt: „Unser Leichtleder hat
um bis zu 40 Prozent weniger Ge­
wicht als herkömmliches Leder.
Das kann einer Fluglinie 30.000
Dollar an Treibstoffkosten sparen.
Kunden wie AUA oder Lufthansa
setzen es bereits ein.“■
Karriere mit
Industrie und Gewerbe suchen unter Maturanten und
Uniabbrechern die „Technical Experts“. Denn zu viel
Potenzial bleibt ungenutzt.
Von Veronika Pranger
veronika.pranger@wko.at
Ein Blick auf die aktuelle Lehr­
berufestatistik zeigt, dass sowohl
bei den jungen Frauen als auch
bei den Herren eine Berufsausbil­
dung ganz besonders gefragt ist:
die Metalltechnik. Mit Platz eins
bei den Jungs und in den Top Ten
bei den Mädchen sind insgesamt
2.082 Metalltechniker hierzulan­
de in den Industrie- bzw. Gewer­
bebetrieben in Ausbildung – dazu
Wollsdorf Leder hebt mit
Spezialanfertigungen ab.
Foto: Wollsdorf Leder
kommen noch 323 MechatronikLehrlinge. Doch das ist noch zu
wenig, wie die Branchenvertreter
unterstreichen. „Trotz steigen­
der Arbeitslosenzahlen werden in
diesen hochkomplexen Berufen
händeringend qualifizierte Kräfte
gesucht“, so Herbert Brunner,
Innungsmeister der Mechatro­
niker, und Erich Mayer, Fachver­
tretungsvorsitzender der Fahr­
zeugindustrie, unisono. Obwohl
eine Ausbildung hier ein Karrie­
resprungbrett mit Jobgarantie ist,
fehlt es an Fachkräften.
Genau hier setzt die Initiative
„Technical Experts“ an. Diese wen­
det sich speziell an Maturanten
und Studienabbrecher, die dank
einer verkürzten Fachausbildung
zum Mechatroniker bzw. Metall­
In Kürze
Branchentreffen
Gießereiindustrie
Workshop/Führung
Destillerie Bauer
IT-Forum Automotive Exportpreis 2015
„Digital Collaboration
Grenzgänger gesucht
Die Fachvertretung lädt zum
Branchentreffen und zur Aus­
schusssitzung aller Mitglieder
der Gießereiindustrie am 23. Fe­
bruar 2015 um 9 Uhr zur Austria
Druckguss GmbH nach Gleisdorf.
Neben einer Führung durch den
Betrieb stehen Informationen zu
Projekten und Aktivitäten der
Fachvertretung auf dem Pro­
gramm. Um Anmeldung wird bis
zum 18 Februar unter fggroeck@
wkstmk.at gebeten.
Die Nahrungs- und Genussmit­
telindustrie, das Lebensmittelge­
werbe und die Gastronomie laden
zum Workshop „Bier, Schnaps,
Essig, lebensmit­
telrechtlich be­
trachtet“ mit einer Betriebsfüh­
rung durch die Franz Bauer GmbH
am 31. März 2015 um 12.30 Uhr
in Graz ein. Achtung, begrenzte
Teilnehmerzahl. Anmeldungen
und alle wei­teren Informationen
unter fggroeck@wkstmk.at oder
Tel. 0316/601525.
Am 3. März veranstaltet der AC
Styria gemeinsam mit der FH Joan­
neum Kapfenberg von 10 bis 16.30
Uhr ein IT-Forum zum Thema „Di­
gital Collaboration“ im Audimax
der Fachhochschule. Themen wie
digitale Kommunikation von Mit­
arbeitern, Kunden und Lieferanten
stehen ebenso im Expertenfokus
wie virtuelle Forschung und Ent­
wicklung oder auch vernetzte Pro­
duktionsprozesse. Details unter
www.acstyria.at
Alle exportorientierten österrei­
chischen Industrieunternehmen
sind eingeladen, sich noch rasch
online auf http://wko.at/export­
preis für die Kategorie Industrie
des „Österreichischen Exportprei­
ses 2015“ zu bewerben. Die
Ausschreibungsfrist endet am
1. März 2015. Der von der WKÖ
gemeinsam mit dem Wirtschafts­
ministerium vergebene Award
wartet auf die Preisträger am 30.
Juni in Wien.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Gewerbe · 23
Meisterbonus wird verlängert
Fotos: Zukunft Industrie
Der Meisterbonus geht in die
Verlängerung: Wer die Meis­
ter- bzw. Befähigungsprüfung
zwischen 1. November 2011
und 30. Juni 2015 in Österreich
positiv abschließt, kann unter
meisterbonus@bmwfw.gv.at um
eine Förderung ansuchen. Für
„Heavy Metal“
techniker ausgebildet werden. „Es
ist die Chance auf eine technisch
anspruchsvolle Ausbildung, noch
bevor ein einziges Studienjahr
verloren ist“, betont IndustrieSpartenobmann Angelika Kresch.
Metall auf Schultour
Wie hoch das hier vorhandene
Potenzial ist, zeigt ein Vergleich mit
Deutschland. Dort nutzten im Vor­
jahr bereits ein Viertel aller Lehr­
anfänger die Variante „Lehre nach
der Matura“. In der Steiermark liegt
dieser Prozentsatz noch bei rund
4,5 Prozent, aber: Tendenz steigend.
Freie Jobs für „Späteinsteiger“ sind
reichlich vorhanden. Alleine für
die Initiative „Technical Experts“
haben sich bereits 35 heimische Un­
ternehmen registriert und suchen
so für den Ausbildungsstart Herbst
2015 nach potenziellen Fachkräf­
ten von morgen. „Deshalb auch
unser großer Bewerbungsaufruf
an den Schulen“, berichten Mayer
und Brunner. In Kooperation mit
dem Landesschulrat startet dieser
Tage am BORG Deutschlandsberg
die steiermarkweite Technical-Ex­
perts-Schultour.■
das erste Halbjahr 2015 stehen
dafür 240.000 Euro zur Verfü­
gung. Das Wirtschaftsministeri­
um übernimmt damit ein Drittel
der Prüfungsgebühren für Meis­
ter- und Befähigungsprüfungen
– eine Maßnahme gegen den
Fachkräftemangel. ■
Meisterhaftes
Handwerk: Für
die Prüfung
gibt’s Förderungen.
Foto: Lamm
NXP setzt Zeichen für den Standort
Beim
Halbleiter-Spezialisten
NXP aus Gratkorn stehen die
Zeichen weiter auf Wachstum:
Am Standort wird weiter kräftig
investiert – die Rede ist von
Investitionen in Millionenhöhe,
allein für heuer sind 70 neue
Arbeitsplätze geplant. Bis April
soll ein neues Bürogebäude
mit 130 Arbeitsplätzen stehen
– unterm Strich beläuft sich die
Investition seit 2013 auf vier
Millionen Euro. In Gratkorn
befindet sich das Kompetenzzen­
trum des international tätigen
NXP-Konzerns für kontaktlose
Identifikationssysteme, etwa für
Reisepässe oder Bankkarten. ■
Technical Experts
Sämtliche Informationen
zur Initiative gibt
es online auf
www.technicalexperts.at.
NXP ist Spezialist für Halbleiter-Lösungen.
Foto: Fotolia
In Kürze
Kunsthandwerke
Fachgruppentagung
Die Fachgruppentagung der Lan­
desinnung Kunsthandwerke findet
am 17. März 2015 um 16 Uhr in der
Wirtschaftskammer Steiermark
Graz (Körblergasse 111–113, 8010
Graz), 3. Stock, Rieckh-Zimmer, Nr.
324, statt. Tagesordnung: 1. Eröff­
nung und Begrüßung durch den
Landesinnungsmeister; 2. Feststel­
lung der Beschlussfähigkeit und
Genehmigung der Tagesordnung;
3. Beschlussfassung über die
Grundumlage 2016 und Folge­
jahre; 4. Delegierungsbeschlüsse
der Fachgruppentagung an den
Landesinnungsausschuss gem. §
65 WKG; Beschlussfassung über
grundsätzliche Angelegenheiten
des eigenen Wirkungsbereiches
der Landesinnung; Beschlussfas­
sung über die Erlassung der Ge­
schäftsordnung nach Maßgabe des
§ 58 Abs. 3 WKG; Beschlussfassung
über Gebühren und Sonderleis­
tungen, über den Voranschlag und
Rechnungsabschluss; Beschluss­
fassung über Angelegenheiten, die
eine über den Voranschlag hinaus­
gehende Belastung des Haushalts
nach sich ziehen. 5. Allfälliges.
Friseure
Fachgruppentagung
Die Fachgruppentagung der Lan­
desinnung Friseure findet am
Montag, dem 9. März 2015,
mit Beginn um 12 Uhr in der
Wirtschaftskammer Steiermark,
Spartenzimmer 1, Körblergasse
111–113, 8010 Graz, statt. Ta­
gesordnung: 1. Eröffnung und
Begrüßung durch die Landesin­
nungsmeisterin; 2. Feststellung
der Beschlussfähigkeit und Ge­
nehmigung der Tagesordnung;
3. Beschlussfassung über die
Grundumlage 2016 und Folge­
jahre; 4. Delegierungsbeschlüsse
der Fachgruppentagung an den
Landesinnungsausschuss gem. §
65 WKG; Beschlussfassung über
grundsätzliche Angelegenheiten
des eigenen Wirkungsbereiches
der Landesinnung, über die Er­
lassung der Geschäftsordnung
nach Maßgabe des § 58 Abs 3
WKG, über Gebühren für Sonder­
leistungen, über den Voranschlag
und Rechnungsabschluss, über
Angelegenheiten, die eine über
den Voranschlag hinausgehende
Belastung des Haushalts nach
sich ziehen. 5. Allfälliges.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
24 · Verkehr · Steirische Wirtschaft
Busse: Mehr Gewicht auf der Waage
Die WKO hat Druck gemacht: Im Herbst soll das
Gesamtgewicht für zweiachsige Busse auf 19,5
Tonnen erhöht werden.
Noch heuer soll die lang gehegte
Forderung der mehr als 1.300 ös­
terreichischen Busunternehmer,
die Gesamtgewichtsgrenze für
zweiachsige Busse von 18 Tonnen
auf 19,5 Tonnen zu erhöhen, EUweit gesetzlich verankert werden.
Martin Horvath, Sprecher der
rot-weiß-roten Busunternehmer
in der WKÖ, spricht von einem
wiegen einfach schwerer, was in
Folge die Belademenge reduziert.
Horvath über die Konsequenzen:
„Die Passagierzahl von 50 Reisen­
den kann unter Umständen nicht
mehr ausgeschöpft werden, auch
Frachtgut – vor allem Gepäck­
stücke – muss reduziert werden,
um bei Kontrollen keine Strafen
wegen Überladung zu riskieren.“
Bis Herbst hofft Horvath, dass
das Gesetz unter Dach und Fach ist
und damit endlich ein Fleckerltep­
pich der Vergangenheit angehört:
„Zur Zeit variieren die Achslasten
und das Gesamtgewicht in Europa
von 18 Tonnen bis 21,5 Tonnen.“
Martin
Horvath
Foto: Schwarz
Meilenstein, der den Komfort der
Flotte mit rund 9.000 Bussen in
der Alpenrepublik entscheidend
verbessern wird.
Die Gründe liegen auf der
Hand. Innovative Sicherheitsein­
richtungen – vom Motor bis zu
den Sitzen – in modernsten Bus­
sen, die längst auf ein höheres
Gesamtgewicht ausgerichtet sind,
Auch Kurt Matzer, steirischer
Obmann der Fachgruppe Bus-LuftSchiff, spricht von einem Sensati­
onserfolg: „Nur dank des engen
Schulterschlusses mit Partner­
verbänden in Deutschland, Skan­
dinavien und anderen Ländern
ist es uns gemeinsam gelungen,
unsere Forderung durch den Euro­
päischen Rat, die Kommission und
durch das Parlament zu boxen.“
Ein bürokratischer Hürdenlauf,
der am grünen Tisch nur schwer
nachzuvollziehen sei, bilanziert
Matzer den erfolgreichen Feldzug
der WKO-Verantwortlichen gegen
ein völlig veraltetes Gesetz.■
Foto: Antrey - Fotolia
Moderne Busse dürfen ab
Herbst mehr
Gewicht auf die
Straße bringen.
Ohne dabei
Passagiere und
Gepäck zu „verlieren“.
In Kürze
Einreichen zum Staatspreis Mo­
bilität 2015. Das Motto lautet
„vernetzt und serviceorientiert“.
Ausgezeichnet werden innovative
Konzepte, Produkte und Lösun­
gen, die neue Wege für ein zu­
kunftsfähiges Mobilitätssystem
aufzeigen. Der Staatspreis des
bmvit wird in vier Kategorien ver­
geben: 1. Forschen. Entwickeln.
Neue Wegen weisen. 2. Beschäfti­
gung sichern. Wirtschaft stärken.
3. Planen. Bauen. Betreiben sowie
4. Ausbilden. Bewusstsein schaf­
fen. Einreichungen können bis
te Zug wird über Komfortsitze
verfügen, die auf Basis der Ergeb­
nisse von Fahrgast-Befragungen
(ÖBB-Sitztest) gefertigt werden.
Jeder Sitzplatz wird mit Leselam­
pe, Steckdose und ausklappbarem
Laptop-Tisch ausgestattet sein.
Zur Fahrgastinformation wird
31. März vorgenommen werden:
http://www.bmvit.gv.at/ministe­
rium/staatspreis/mobilitaet2015/
index.html.
Neue Generation
Ende des Jahres werden 100 neue
Nahverkehrszüge im S-Bahn- und
Regionalverkehr in Wien, Nieder­
österreich, Oberösterreich und der
Steiermark ihre Fahrt aufnehmen.
Unter dem Namen „ÖBB cityjet“
setzen die heimischen Bundes­
bahnen auf modernste Technik,
exklusiven Fahrgastkomfort und
edles Design. Der vollklimatisier­
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Staatspreis Mobilität
Formschön und komfortabel
der ÖBB cityjet mit bis zu 26 Zoll
großen Info-Screens ausgestattet,
die die Fahrgäste mit aktuellen
Informationen versorgen.
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„Supply Chain Management“
nennt sich ein Buch, das tief bli­
cken lässt, wie sich Lieferketten
optimieren lassen. Ernst Kurz­
mann und Erwin Langmann zei­
gen in kurzen Kapiteln, wie man
sich diesem komplexen und in­
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Handel · 25
In Kürze
Energiehandel
Mineralölprodukte
Der Fachverband des Energie­
handels informiert, dass für
Lieferungen im Monat Feb­
ruar 2015 die Gegenüberstel­
lung des Zeitraums Jänner
2015 gegenüber Dezember
2014 die nachfolgende Ver­
änderung der internationalen
Durchschnittsnotierungen
ergibt:
Normalbenzin – 51,57
Eurosuper – 51,57
Diesel – 63,41
Gasöl (0,1) – 59,88
Modehandel
Modeabend Lannach
Jedes Jahr aufs Neue das Highlight der Berufsinfowoche für 1.200 Schüler: das Handelsquiz.
Schüler stürmen den Handel
1.200 Schüler, 150 Branchenvertreter und jede
Menge Spaß – das war die
Berufsinfowoche des steirischen Handels in Lannach.
Was der Red-Bull-Chef kann, das
kann ich auch, dachte sich wohl der
eine oder andere steirische Schüler
vergangene Woche in der Lan­
nacher Steinhalle. Denn wenn sich
selbst Didi Mateschitz seine unter­
nehmerischen Sporen im Handel
verdient hat, dann sollte das doch
Grund genug sein, hier von einem
echten Karrieresprungbrett zu spre­
chen – darin waren sich die rund
1.200 Schüler aus 45 steirischen
Schulen einig. Sie alle waren vom
heimischen Handel eingeladen,
sich eine Woche lang über die Kar­
rieremöglichkeiten einer Lehre zu
informieren. 150 Branchenvertre­
ter bzw. deren Mitarbeiter waren im
Einsatz und haben in realitätsnahen
Verkaufssituationen mit den po­
tenziellen Lehrlingen persönliche
Eignungen getestet. „Es ist wichtig
zu wissen, welche Talente man hat.
Nur so können die Jugendlichen
auch die richtige Berufswahl tref­
fen“, weiß Isabella SchachenreiterKollerics von der WKO.
Und hier hält der Handel als
drittgrößter Lehrlingsausbilder im
Land jede Menge an unterschied­
lichsten Möglichkeiten bereit.
Kai Jäckel präsentiert am 10.
März in der Steinhalle Lan­
nach die Modetrends „Früh­
jahr/Sommer 2015“, die Bran­
chenvertreter Harald Scherz,
Franz Rattenegger und Ger­
traud Hubmann informieren
über aktuelle Themen aus
dem Modehandel. Das Lan­
desgremium des Handels mit
Mode und Freizeitartikeln
lädt zu diesem modischen In­
formationsabend ein. Anmel­
dungen dazu sind noch bis
zum 3. März unter www.wko.
at/stmk/308 oder per E-Mail
308@wkstmk.at möglich.
„Aktuell werden im steirischen
Handel 2.248 junge Menschen in
46 verschiedenen Fachbereichen
ausgebildet“, so SchachenreiterKollerics. Und das sei weit mehr
als „nur“ fundierte Berufsausbil­
dung, ergänzt SpartenobmannStv. Susanne Aigner-Haas: „Eine
Lehrausbildung ist oft die Basis für
berufliche Selbstverwirklichung.
Viele erfolgreiche Unternehmer
haben mit einer Handelslehre be­
gonnen.“■
Handel allgemein
Online-Strategien
Mehr zum
Thema auf
wko.tv
2.700 junge Menschen werden bei
Spar Österreich ausgebildet, jedes
Jahr werden 900 „Frischlinge“ aufgenommen. In der Steiermark und
dem südlichen Burgenland sind es
150 Lehrplätze in zwölf Berufen,
die für die Youngsters bereitstehen.
„Bewerbungen sind ab sofort möglich“, so Spar-Lehrlingsverantwortliche Eva-Maria Wimmer.
Foto: SPAR
150 Lehrlinge für
Spar Steiermark
Vorträge, Diskussionen und
Workshops widmen sich
am E-Day 2015 (5. März
2015, Wien, Haus der ös­
terreichischen
Wirtschaft)
den Schwerpunkten OnlineMarketing und Mobiles
Marketing, E-Learning und
Online-Mitarbeitersuche und
erweitern die Themenberei­
che E-Business-Trends und
IT-Sicherheit. Ergänzt wird
das Programm durch eine
Fachausstellung sowie Work­
shops. Der Eintritt zum Kon­
gress ist frei. Informationen
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
26 · Steirische Wirtschaft
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
30 · Steirische Wirtschaft
Unternehmer
Innovation am Zaun
Quergefragt
Fotos: Fischer
Person, die mich inspiriert…
Mir imponieren Menschen, die Mut be­
weisen, um Visionen umzusetzen – wie
Didi Mateschitz.
Erfindung, die perfekt ist…
Die Büroklammer ist eine der besten Er­
findungen. Jeder benutzt sie nach wie vor,
trotz digitaler Revolution.
Erholung finde ich…
… wenn ich Zeit mit der Familie verbringe.
Weitere Infos: www.armin-lackner.com
Saubermacher sichert sich den
Marktführer im Batterie-Recycling
Eine feine Auswahl an Luxussafes und High-EndTimemovern der Manufaktur Buben & Zörweg (Gröb­
ming) wird noch bis Ende des Monats in einer Popup-Ausstellung im Londoner Edel-Kaufhaus Harrods
ausgestellt. „Wir arbeiten mit Harrods seit Jahren eng
zusammen. Die Ausstellung bei
Harrods ist für uns eine wunder­
volle Möglichkeit, zu zeigen, wie
eindrucksvoll unsere exklusiven
Objekte im Raum wirken“, so Chris­
tian Zörweg. Das Unternehmen
ist im Luxus-Segment mit Uhren­
bewegern und Spezialsafes (die
gleichzeitig auch Humidor und Bar Im Fine Watch Room bei Harrods
sein können) erfolgreich. ■ ist Steirer-Know-how zu sehen.
Einen „weiteren Schritt in die Re­cyc­
ling-Branche“ hat Saubermacher
mit der mehrheitlichen Übernahme
des deutschen Batterie-Recyclers
Redux GmbH getan. Das 1997 ge­
gründete Unternehmen setzt pro
Jahr rund zehn Millionen Euro im
Bereich der Sortierung, Aufberei­
tung und Verwertung von Batterien
um. 55 Prozent der Anteile hat sich
der steirische Entsorgungsspezi­
alist Saubermacher nun am euro­
päischen Marktführer in der Bat­
terie-Aufbereitung gesichert und
kündigt in diesem Zusammenhang
auch an, dass man noch weitere
Beteiligungen im Bereich hoch­
technologischer Recycling-Verfah­
ren als Teil der Neuausrichtung
des Konzerns anstrebe. ■
Foto: Saubermacher/APA
Foto: Buben & Zörweg
Buben & Zörweg drehen
die Uhren auch bei Harrods
Saubermacher sammelt und verwertet Batterien mit Redux.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Unternehmer · 31
Spannender Ideenwettbewerb mit Salbeiduft
Gesucht werden Ideen von der
Kräuterpflege bis zum Gastropro­
jekt. Infos: www.thescenteddrop.
eu (Frühbucherbonus bis 28. 2.)
Innovative
Geister
Armin Lackner ist ein
echter „Daniel Düsentrieb“.
Der Feldkirchener Schlosser hat einen Zaun, der alle
Stückeln spielt, erfunden.
Serie
Von Veronika Pranger
veronika.pranger@wko.at
das Gelenk ist gleichzeitig inte­
grierter Diebstahlschutz für die
Absperranlagen“.
Doch das ist nicht die einzige
Erfindung, die sich Lackner be­
reits patentrechtlich hat schützen
lassen. So werden im Zaunpfosten
auch integrierte Photovoltaik und
Pufferbatterien für Strom sor­
gen – um beispielsweise Handy
oder Akkuschrauber aufladen zu
können. „Oft fehlt ja der Strom auf
den Baustellen“, weiß Lackner aus
Erfahrung. Und diese Stromquelle
im Zaun könne man auch vielsei­
tig nutzen, denkt Lackner seine
Innovation weiter: „Warum keine
Videowall am Zaun anbringen –
für Beleuchtung, Sicherheit und
Werbung in einem.“ Einen Produ­
zenten für besonders dünne sowie
wind- und wettertaugliche Bild­
schirme habe er bereits gefunden,
erzählt der Erfinder, der aktuell
auf Investorensuche für die Proto­
typenherstellung ist. Lackner: „Bis
zum Ende des Sommers wird der
erste Zaun fertig sein, dann geht es
an die Umsetzung am Markt.“■
Wenn etwas nicht passt, dann wird
es eben passend gemacht. Punkt.
So sieht das der Feldkirchener
Schlosser Armin Lackner. Und
weil er diesem Motto folgt, hat
er jetzt für eine kleine Revolution
beim Baustellenzaun gesorgt, die
schon bald für mehr Sicherheit,
einfachere Montage und zusätz­
lich Power sorgen soll. „Ich habe
eine Zaunanlage entworfen, die
dank eines patentierten Gelenkes
adjustierbar ist. Zu lange habe ich
mich geärgert, wenn Anlagen nicht
gepasst haben und man ewig her­
umtricksen musste, damit diese
stabil stehen“, erklärt der passio­
nierte Tüftler. Sein Geheimnis: Ein
weltweit einzigartiges Zaunge­
lenk, das es erstmals erlaubt, Teile
in Höhe und Länge auszugleichen
und Absperrungen sogar „um
die Kurve“ errichten zu können.
Und: „Diebe sollten gleich eine
Flex mitnehmen“, erzählt Lackner
mit einem Augenzwinkern, „denn
Foto: Anton Ignatenco - Fotolia
Das Jobticket macht
jetzt Firmen „mobil“
Im Vorjahr haben steirische Un­
ternehmen mehr als 3.500 Jobti­
ckets – vergünstigte Öffikarten
für Mitarbeiter – gelöst. Tendenz
steigend. Denn: Nicht nur die
Mitarbeiter kommen so günstig
voran, auch das Unternehmen
profitiert von dieser steuerbe­
günstigten Fortbewegung. Doch
damit nicht genug. Jetzt haben
alle Unternehmen gleich noch
einen Vorteil, wenn sie ihre Mit­
arbeiter zum Fahren mit den Öffis
durch Jobtickets motivieren. Da­
niel Maas, Marketing ÖBB:
„Jeder Betrieb, der seit 1. Februar
bis zum 30. April 2015 Jobtickets
kauft, nimmt automatisch an
einem Wettbewerb teil, bei dem
Preise im Wert von insgesamt
20.000 Euro ausgespielt werden.“
Was genau es zu gewinnen gibt?
Maas: „Zug-, Bus- und Straßen­
bahnteilbeklebungen, aber auch
Betriebsausflüge, etwa mit dem
Bummelzug der Murtalbahn oder
eine Reise mit dem Cabrio Bus.“
Alle Infos: steiermark.oebb.at■
Foto: Eisenberger
Der Salbei ist die Duftpflanze des
Jahres 2015 – und wird den Wett­
bewerb „The Scented Drop“ zu ei­
nem duftenden Erlebnis machen.
Wer Jobtickets löst, findet seine Werbung bald auf dem ÖBB-Zug.
25-Millionen-Auftrag für Liebocher
Anlagenbauer Zeta Biopharma
Experten zeigen am 25. Februar im Palais Hotel Erz­
herzog Johann in Graz, wie richtige Kommunikations­
strategien zum Gelingen von Infrastrukturprojekten
beitragen können. Denn zahlreiche Unternehmungen
scheitern an Fehlern in der Kommunikation, weiß
Referent Frank Brettscheider von
der Universität Hohenems: „Die
technische Seite ist wichtig, noch
wichtiger aber ist die Frage, wel­
chen Nutzen ein Projekt für die
Gesellschaft hat. Dieser muss im
Mittelpunkt der Kommunikation
stehen.“ Alle Informationen und
Anmeldung zum Seminar unter Kommunikation ist der Schlüssel
www.wikopreventk.com■ zum Projekterfolg.
Über einen der größten Aufträge
in der Firmengeschichte freut sich
der Liebocher Anlagenbauer Zeta
Biopharma. 25 Millionen Euro
fließen von Pharmamulti Roche in
die Steiermark, wo Zeta Biopharma
ein Bioreaktorsystem für Roche
herstellen wird. „Der Auftrag ist
auch als Referenz sehr wichtig für
die Zukunft“, so Andreas Marchler,
geschäftsführender Gesellschafter
der Zeta GmbH. Und: Man inves­
tiert auch in die Erweiterung des
Standortes und schafft 25 neue
Arbeitsplätze. Ein starkes Zeichen
für steirisches Unternehmertum,
das auch Landesrat Christian Buch­
mann betont: „Ich gratuliere zu
diesem wichtigen Erfolg, durch den
Arbeitsplätze gesichert werden.“■
Foto: www.fightersfood.com
Foto: Bilderbox
Projektkommunikation bei
Infrastrukturvorhaben
LR Buchmann gratuliert A. Marchler zum Millionenauftrag (v. l.).
Nr. 6 · 13. Februar 2015
32 · Unternehmer · Steirische Wirtschaft
Die Energie, die vom eigenen Dach kommt: In der
Praxis zählt die optimale
Planung, wenn sich die
Photovoltaik für den Kunden rechnen soll.
„Das Interesse ist nach wie vor
groß, sich den eigenen Strom
zu erzeugen und dabei genau zu
wissen, dass er auf saubere Weise
erzeugt wurde“, weiß Wolfgang
Hager. Die Energiequelle ist
zwar gratis, die Investition dafür
aber nicht unbeachtlich. „Hier
zählt vor allem eine realistische
Einschätzung – und eine wirklich
maßgenaue Dimensionierung.“
Wolfgang Hager kennt den
Markt sehr genau. Er ist Nieder­
lassungsleiter Österreich der in­
ternational tätigen Firma Schlet­
ter, die unter anderem Spezialist
für die Befestigungssysteme von
Photovoltaik- und Solaranlagen
ist. Er kommt selbst aus der Pho­
tovoltaik-Branche. „Nach einiger
Zeit als Montageelektriker habe
ich dann vor allem in der Messund Regeltechnik gearbeitet.“
Der gemeinsame Nenner von
Wunsch und Wirklichkeit lautet:
„Strom produzieren und selbst
verbrauchen.“ Damit das funktio­
niert und sich rechnet, muss man
bei der Planung genau die Last­
profile und das Verbraucherver­
halten analysieren: „Regelsyste­
me und Speichersysteme müssen
dafür sorgen, dass möglichst viel
von der eigenen Produktion auch
selbst genutzt wird.“
Für planende und ausführen­
de Unternehmen liegt also die
entscheidende Kompetenz in der
Beratung der Kunden und in der
Integration der Photovoltaik in
das gesamte Energiesystem. „Da
ist auf Seiten der Techniker viel
Querdenken gefragt!“
Technisches Hintergrundwis­
sen, vernetzte Planung, Modelle
und Methoden zur Berechnung
und Simulation sind darum Inhalt
der Photovoltaikausbildung am
WIFI. Sie richtet sich an Elektro­
techniker und Fachplaner, Gebäu­
detechniker und Architekten.
„Wir beschäftigen uns dabei
nicht nur mit dem aktuellen
Stand der Technik, sondern auch
mit weiteren Trends und Ent­
wicklungslinien“, kündigt Wolf­
gang Hager an – er gehört zum
Lehrbeauftragtenteam am WIFILehrgang Photovoltaiktechniker
und Photovoltaikplaner.
Alle reden von der Energie­
wende, am WIFI geht es bereits
um die praktische Umsetzung:
Damit Profis ihren Kunden die
optimalen Lösungen bieten
können. ■
Foto: Hager
Für hausgemachten
sauberen Strom
Wolfgang Hager: „Photovoltaik ist eine Antwort auf die Energiewende.“
Lehrgang Photovoltaiktechniker und -planer
‣‣Planung, Errichtung und Inbe-
triebnahme von PV-Anlagen
‣‣Richtlinien und Auslegung von
netzgekoppelten und Inselanlagen, Dimensionierung mit
Simulationsprogrammen
‣‣3.–20. 3. 2015, Montag–Don-
nerstag, 9–17 Uhr, WIFI Graz
‣‣Spezialseminar: Grundlagen
der Photovoltaik-Ertragssimulation (EDV-unterstützt):
16.–17. 3. 2015, WIFI Graz
‣‣Informationen: 0316/6021234, www.stmk.wifi.at/technik
Foto: Melbinger
Transparenz schafft klare Vorteile
Oliver Schinnerl: „IFRS setzt sich
international immer mehr durch.“
Börsennotierte Unternehmen sind
schon längst dazu verpflichtet, die
International Financial Reporting
Standards (IFRS) anzuwenden.
Aber hat das auch für Mittelbe­
triebe Sinn? „Da spricht einiges
dafür“, betont Oliver Schinnerl,
Absolvent von drei betriebswis­
senschaftlichen Studien und an
der KF-Uni Graz tätig, der sich
auch in seiner Dissertation mit
dem Thema IFRS im Wettbewerb
beschäftigt hat.
„IFRS erhöht die Informations­
qualität, ist der am schnellsten
wachsende
Rechnungswesen­
standard und geht besonders auf
die Informationsbedürfnisse der
Shareholder ein.“
IFRS hat eine höhere Komple­
xität als traditionelle Standards,
verlangt neue Bewertungspro­
zesse, harmonisiert aber auch
internes und externes Rechnungs­
wesen. „Vor allem die Kapitalgeber
können Unternehmen genauer
einschätzen – und das kann für
Betriebe aller Größen ein ent­
scheidender Vorteil sein.“
Oliver Schinnerl wird das den
Teilnehmern am WIFI-Lehrgang
im Detail verdeutlichen.■
Infos
IFRS-Lehrgang
‣‣International Financial Re-
porting Standards in Berichtswesen und Bilanzierung
‣‣Ein Lehrgang für Profis aus
dem Rechnungswesen
‣‣IFRS für die Praxis
24. 3.–2. 6. 2015, jeweils
Dienstag und Donnerstag,
18–22 Uhr, WIFI Graz
‣‣Termine und Anmeldung:
www.stmk.wifi.at/rechnungswesen
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Unternehmer · 33
Impressum
Medieninhaber, Herausgeber (Verleger)
und Produzent: Wirtschaftskammer Steier­
mark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel.
0316/601-657, Fax DW 308.
Offenlegung: wko.at/stmk/offenlegung
Chefredakteur Mag. Mario L
­ ugger
Redaktion: Mag. Karin Sattler; redaktionelle
Mitarbeiter der WKO|Inhouse GmbH: Veronika
Pranger, Bakk. phil., Mag. (FH) Michael Neu­
mayr, Klaus K
­ rainer.
Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at
Anzeigenverwaltung: TRICOM OG, Körösis­
traße 9, A-8010 Graz, Mobil: 0664 / 467 10 12,
www.tricom.at
Druck: Druck Styria, Graz
Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unse­
rem Archiv. Die in mit „Entgeltliche Einschal­
tung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene
Meinung muss nicht mit jener der Wirtschafts­
kammer Steiermark übereinstimmen. Die
inhaltliche Verantwortung selbiger liegt beim
jeweiligen Auftraggeber.
Verbreitete Aufl. Inland (1. Hj. 2014): 62.336
GAST
22.-24.
märz
www.gast-klagenfurt.info
MESSEGELÄNDE KLAGENFURT
Mitarbeiter müssen sich wohl fühlen
Von Julia Fandler,
GF Ölmühle Fandler GmbH
Öl ist Genuss. Wir wissen, wovon
wir reden, schließlich widmen
wir uns seit 1926 ausschließlich
diesem Thema und allem, was
damit sonst noch zusammenhängt.
Das bedeutet, immer auch über
den eigenen Tellerrand hinaus­
zuschauen. Eine Eigenschaft, die
uns Pöllauern in die Wiege gelegt
scheint. Denn wie ist es sonst
möglich, dass in einer traditionell
kürbiskernölreichen Umgebung
Früchte wie Macadamianüsse,
Sesam, Erdnüsse oder bald auch
Chiasamen verpresst werden?
Mein Vater Robert hat mir das in
beeindruckender Weise vorgelebt.
unseres Hauses müssen wir aber
auch das Feuer weitertragen. Er­
spüren, was Menschen begeistert
und was sie jetzt und in der Zu­
kunft brauchen. Es ist eine schöne
Zeit für Öl. Viele Menschen erken­
nen gerade erst, dass es mehr gibt
als Kürbiskern- und Olivenöl. Es
gibt noch viel zu tun. Eine Tatsa­
che, die uns beruhigt, aber auch
vor immer neue Herausforderun­
gen stellt. Wenn man liebt,
was man tut, dann wird man
jeder dieser Herausforde­
rungen gerecht werden.
Wir freuen uns drauf!
Genießen will eben gelernt sein.
Vielleicht ist das auch der Grund,
warum für unsere rund 35 Mit­
arbeiter täglich gekocht wird. Die
Küche ist überhaupt zentraler Be­
standteil unseres Unternehmens.
Beim Essen entstehen die schöns­
ten Dinge in entspannter Atmo­
sphäre. Die Mitarbeiter sollen sich
in unserem Haus wohl fühlen,
schließlich verbringen sie viel
Zeit mit ihrer Arbeit. Ein
gutes Umfeld drückt sich
nämlich immer auch im
Produkt aus. In unserem
Fall kann man Wohl­
befinden also sogar
schmecken.
Bei allem Respekt
vor der Tradition
Julia Fandler wurde 2012 als TOP of
Styria (3. Rang) in der Kategorie „Dienstleistung Handel Tourismus“ ausgezeichnet. (Foto: Schiffer)
Gewerblicher Dienstleister der Woche
sein Unternehmen „Zei­
chenbüro Pauli“ in Kalten­
brunn/Gleisdorf.
‣‣Das Leistungsspektrum
reicht von Handskizzen bis
zum „Spaziergang“ durch
den virtuellen Raum (4DPlanung).
‣‣Paulis zweites „Standbein“
ist das Metalltechnik-Ge­
werbe.
‣‣Alle Informationen unter
Tel. 0664/12 14 208, Mail:
metall-glasbau@tele2.at
Andreas Herz, Obmann Ge­
werbliche Dienstleister: „Eine
Interessenvertretung
kann
nur so stark sein wie das
Votum, das sie von ihren Mit­
gliedern bekommt. Darum ap­
pelliere ich an alle Unterneh­
mer, von ihrem Stimmrecht
Gebrauch zu machen.“
Was motiviert Sie?
Pauli: Es fasziniert mich jedes Mal
aufs Neue, wenn Projekte Realität
werden. Die Kraft für den Job
hole ich mir in der Familie, in der
Natur und beim Zusammensein
mit Freunden.
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gewerbliche.Dienstleister
Entgeltliche Einschaltung
Spezialaufträge
in Szene gesetzt
‣‣2008 gründete Josef Pauli
Herr Pauli, warum sind Sie
mit einem Zeichenbüro Unternehmer geworden?
Pauli: Nur im eigenen Unterneh­
men hat man die Chance, eine Kul­
tur, eine Marke, eine Organisation
nach eigenen Vorstellungen zu
kreieren und zu etablieren.
Für wen werden Sie kreativ?
Pauli: Die wichtigsten Auftraggeber
sind Bau und Baunebengewerbe,
Industrieanlagen, private Bauvor­
haben. Gemeinsam mit Baumeis­
tern, Architekten und ausführenden
Firmen werden so Visionen real.
Fotos: Fischer; Morgenstern
Josef Pauli hat sich als technischer Zeichner seinen
Unternehmertraum erfüllt
und lässt Kunden virtuell
durch Pläne spazieren.
Foto: vician_petar - Fotolia
Entgeltliche Einschaltung
Neue Trends.
Neue Kontakte.
top of styria: Ideen für die Steiermark
Nr. 6 · 13. Februar 2015
34 · Steirische Wirtschaft
Menschen
Fotos: Fischer
Die Bauern mit ihren Frauen
(links) sorgen für Tanznachwuchs
(ganz oben). Tracht eint: Kohlroser, Wendlinger und Weikhard (v.li)
Ein höchst rasanter Oberlandlerball
Die Oberlandler haben es geschafft, ihren Ball auch textil zu
einem einzigartigen Event zu
machen. Dem strengen Dresscode – nur originales steirisches
Outfit lassen die Trachtenwächter
durchgehen – musste sich auch
der rasante Stargast, Ex Formel-
1-Pilot Karl Wendlinger, beugen. Der bekennende Trachtenmuffel Wendlinger wurde extra
für den 115. Oberlandlerball im
Grazer Congress steirisch eingekleidet. Zur großen Freude von
Ballfestbauer Klaus Weikhard
und Großbauer Michael Kohlro-
ser, die sich auch heuer über einen
ordentlichen Reinerlös freuen
durften, der bedürftigen Menschen in der Steiermark zugute
kommt. Auf der (limitierten) Gästeliste standen WKO-Präsident
Josef Herk mit seiner Valentina, sein Vize Jürgen Roth mit
seiner Frau Anna, Messe-Chef
Armin Egger, Styria-Vorstand
Malte von Trotha oder HoldingVorstand Wolfgang Malik. Sie
– und viele andere – goutierten
die vergrößerte Weinbar, die jungen Trachtenpärchen freuten sich
über die neu justierte Disco.■
Grundners Kulinarium zu Gast im Wirtshaus Dahoam in Bruck/Mur
(Olivenöl, Kürbiskerne geröstet,
Vogerlsalat, Asmontekäse), 1
Tasse geschälter Weizen, Geflügelbrühe, Weißwein, Rahm,
Butter, Asmonte, 2 Jungzwiebel.
Zubereitung: Den Zucchino in
Gefülltes Huchenfilet
von M. Nimmrichter
Zutaten (für vier Personen):
4 Portionen Huchenfilet à 18
dag, 8 Scheiben Vulkanoschinken, hauchdünn, 1/2 Zucchino, 8
Tomatenscheiben, Salz, Pfeffer,
Basilikum, Rosmarin, Zitronenscheibe, einige grob geschnittene
Zwiebelstücke, Vogerlsalatpesto
Grundner und Nimmrichter (v. li.)
Streifen, die Tomate in Scheiben
schneiden. Huchenfilet einschneiden, auseinanderklappen, würzen,
mit dem Gemüse belegen und
etwas Vogerlsalatpesto auftragen.
Dann zusammenklappen, auf zwei
Schinkenscheiben legen und einrollen. Den geschälten Weizen in
Butter anlaufen lassen, mit Weißwein ablöschen, mit Geflügelsuppe aufgießen und ein wenig Rahm
dazugeben. Rühren und immer
wieder aufgießen. Das Huchenfilet mit Kräutern, Zwiebelstücken
und Zitronenscheiben anbraten,
mit der Butter-Olivenölmischung
immer wieder überlöffeln. Im
Rohr bei 90 Grad etwa 10 Minuten
ziehen lassen. Anrichten.
Bewerben Sie sich!
Wollen auch Sie einmal in der
Sendung „Grundners Kulinarium“
vor TV-Publikum die Hauptrolle
spielen? Kein Problem. Alles,
was Sie dafür benötigen, ist die
Mitgliedschaft in der Fachgruppe
Gastronomie und die
Lust auf einen Fernsehauftritt.
Bewerbungen an reinhart.
grundner@orf.at.
Foto: WKO
Im „Wirtshaus dahoam“ in Bruck
an der Mur empfiehlt der kulinarische Weltenbummler Manfred
Nimmrichter gefülltes steirisches
Huchenfilet im Vulkanoschinkenmantel mit Weizen-Jungzwiebelrisotto.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Der Neujahrsempfang seines Verlagshauses hat
schon Tradition. Heuer feierte Wolfgang Hasenhütl
im Grazer Casino auch den 25. Geburtstag seines
Unternehmens, in dem unter anderem die „Wirtschaftsnachrichten Süd“ erscheinen.
Foto: Symbol
· Menschen · 35
dieser
keim
kann gefährlich sein.
Hotelier-Ehepaar kocht
Gäste zu Hause ein
[ methicillin-resistant
staphylococcus aureus ]
Eine neue „Promenade“
der Grazer Gastlichkeit
Sie schaffen es, an allen gastlichen
Stationen beeindruckende Akzente zu setzen: Judith und Gerald
Schwarz, die mit der neuen CaféBar „Promenade“ einen weiteren
Hotspot im Grazer Stadtkern gesetzt haben. Gemeinsam mit CoBesitzer Simon Possegger laden
sie Tages- und Nachtschwärmer
von neun Uhr morgens bis zwei
Uhr früh in einen wahren Dschun-
gel an tierischen Ideen. Das ungewöhnliche Ambiente ließen sich
die Gäste bei der Eröffnung nicht
entgehen, unter ihnen Opernredoute-Chef Bernd Pürcher,
WalGenusshauptstadt-Lady
traud Hutter, Ferdinand mit
Tochter Kathi Paar (Gastro Paar),
Nobel-Coiffeur Harald Gärtner,
Bingo-Mann Dorian Steidl und
Ex-Stadträtin Sonja Grabner. ■
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Bitte „antanzen“
GAST
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22.-24.
märz
www.gast-klagenfurt.info
MESSEGELÄNDE KLAGENFURT
Foto: Fischer
Balltiger aufgepasst. Es stehen im
Februar noch Tuntenball (21.) und
Il ballo di Casanova (28.) im Grazer Congress auf dem Programm.
www.ballkalender.st.
Herk, Wesner,
Moretti, Roth
(v.li.)
Alle kamen Botschafterin schau’n
Sie kam und eroberte die Herzen
der steirischen Unternehmerinnen im Sturm: US-Botschafterin
Alexa Wesner, die sich auf
Einladung von Frau in der
Wirtschaft zum Lunch inklusive
Interview mit FiW-Chefin Adel-
heid Irina Moretti in der Wirtschaftskammer einstellte. Da
drängten sich auch erstaunlich
viele Männer in die weibliche
Runde. Unter ihnen WKO-Präsident Josef Herk und sein Vize
Jürgen Roth.■
Die Reinigung von Krankenhäusern und OP-Sälen
erfolgt nach strengsten
Hygienevorschriften.
Nur bestausgebildete
Gebäudereiniger haben das
Know how, diese sensiblen
Bereiche desinfizierend zu
reinigen und damit für die
Sicherheit der Patienten zu
sorgen.
Die Steirischen
Gebäudereiniger.
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Gastgeber für kleine, feine Runden: Ehepaar Reif-Breitwieser
Nach dem
Landhauskeller jetzt das
Café Promenade: Ehepaar
Schwarz mit
Co. S. Poss­
egger
Foto: Fischer
Der Ausstieg aus der Gastlichkeit
war und ist für Bernhard und
Romana Reif-Breitwieser kein
Grund, sich aus der Szene zurückzuziehen. Jetzt wird – nach der
Verpachtung von Hotel (Erzherzog Johann) und Restaurant – in
den eigenen vier Wänden „aufgetischt“. Private Dining nennt das
Ehepaar die neue Schiene, für die
sie sogar ihr Haus in der Aspachgasse in Graz Gösting öffnen. Da
werden Feinschmeckerrunden bis
zu 16 Personen im kleinen, aber
feinen Rahmen vom Hausherren
höchstpersönlich eingekocht. Alle
Infos über Menüs und Procedere:
Tel. 0664/3550230, E-Mail romana.reif@erzherzog-johann.com.
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Deshalb kämpfen wir für Sie gegen die ausufernde Bürokratie. Kämpfen Sie mit, senden Sie uns
Ihr Bürokratie-Erlebnis und unterstützen Sie unsere Bemühungen für die Entlastung der Betriebe.
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-WAHL 2015
KO
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Countdo!
läuft
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Nr. 6 · 13. Februar 2015
Wir
Unternehmer
wählen
Kandidaten
im Überblick
Alle Infos
zur Wahl
Foto: Kurhan - Fotolia
P.b.b. 02Z032267 M Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8010 Graz Retouren an „Postfach 555, 1008 Wien“
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
A
R
24
Nr. 6 · 13. Februar 2015
II · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
Spitzenkandidaten für die
Foto: Schoettl
Was sind Ihre zentralen Anliegen, die Sie für die steirischen Unternehmer in der nächsten Periode umsetzen wollen?
Unsere Kernbotschaft quer durch alle Branchen lautet „EVA“.
Das steht für Entlasten – Vereinfachen – Ankurbeln. Wir treten für
eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten sowie Vereinfachungen im Bereich der Verwaltung und einen rigorosen BürokratieAbbau ein und wollen die Wirtschaft durch sinnvolle Investitionsanreize ankurbeln. Wir haben ein klares Credo: Leistung muss sich
wieder lohnen. Dafür kämpfe ich mit dem besten Team.
Bei der sozialen Absicherung ist die Benachteiligung der Ein-Personen-, Kleinst- und Kleinunternehmer gegenüber den unselbständigen Erwerbstätigen zu beseitigen. Rund ums Thema SVA gehört
daher einiges geändert. Ein Konsumentenschutz auch für Selbständige ist unbedingt notwendig. Die Wirtschaftskammer soll bei
Gewährleistungsstreitigkeiten zwischen Unternehmern gesetzlich
verpflichtet werden, volle juristische Unterstützung zu leisten.
Die Unternehmen klagen über bürokratische Lasten. Wo würden Sie ansetzen?
Der Bürokratie-Abbau war und ist für uns ein ganz zentrales Thema. Wir wehren uns intensiv gegen neue Belastungen und fordern
eine Wirtschaftsverträglichkeitsprüfung für neue Gesetze und
Verordnungen. Angesichts von 110.000 Rechtsvorschriften in unserem Land gilt der Grundsatz „Weniger ist mehr“. Denn dieser bürokratische Wahnsinn lähmt die Wirtschaft! Wir brauchen wieder
mehr Eigenverantwortung und eine Politik mit Handschlagqualität.
Wenn Tankstellenbetreibern wegen des Energieeffizienzgesetzes
empfohlen wird, sich die Prüfung des Luftdrucks im Reifen vom
Kunden bestätigen zu lassen, um dann eventuell einer Strafe zu
entgehen, auch wenn sie nicht weniger Treibstoff verkauft haben,
stimmt gar nichts mehr. Dass die Informationspflicht über allergene Stoffe auch für Vereine gelten soll, anstatt zu versuchen, die Allergenverordnung zu kippen, hat den Wirten sicher nicht geholfen.
Welche Maßnahmen sind zu setzen, um die soziale Absicherung der heimischen Betriebe weiter zu verbessern?
Entlastung, Fairness und Gesundheit sind für uns die Eckpfeiler
der sozialen Sicherheit für Selbständige. Konkret fordern wir einen
Beitragszuschuss zur Sozialversicherung, um die Benachteiligung gegenüber Arbeitnehmern steuerlich auszugleichen. Auch die Unterstützungsleistung für lange Krankheit oder Unfall muss sich verbessern,
wir fordern sie ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit. Und auch
die Beiträge für erwerbstätige Pensionisten gehören abgeschafft.
Der 20%ige Selbstbehalt beim Arztbesuch, die Steuer aufs Kranksein, gehört abgeschafft. Anspruch auf Krankengeld bereits ab dem
vierten Tag – und nicht erst nach sechs Wochen – der Arbeitsunfähigkeit soll es zumindest für Ein-Personen- und Kleinunternehmer
geben, denn deren Betrieb ist in seiner Existenz gefährdet, wenn
der Chef ausfällt. Die SVA-Mindestbeitragsgrundlage ist zu hoch
und auf das Niveau der Geringfügigkeitsgrenze im ASVG zu senken.
Wollen Sie Investitionsanreize für die Wirtschaft schaffen? Wenn ja, welche?
Leider ist die Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren stetig
gesunken. Darum fordern wir die Einführung einer Investitionszuwachsprämie. Der Unternehmer soll zehn Prozent seiner über dem
Durchschnitt der letzten drei Kalenderjahre getätigten Investitionen
vom Staat ersetzt bekommen. Allein in der Steiermark ließe sich das
Investitionsvolumen um 80 Millionen Euro steigern. Unsere Experten beziffern die Positivwirkung mit bis zu 1.000 zusätzlichen Jobs.
Die angedachte Investitionsprämie könnte zwar ein Anreiz sein,
doch mehr als drei Viertel der Unternehmer denken aufgrund
der Unsicherheit bezüglich Wirtschaftslage und Nachfrage nicht
da­ran, Investitionen zu tätigen. Die „Kleinen“ haben mit einer äußerst restriktiven Kreditvergabe der Banken zu kämpfen, wobei ihnen nicht selten sogar die vereinbarte Kontoüberziehung verwehrt
wird, weil unvermittelt eine zusätzliche Besicherung verlangt wird.
Ihre Prognose für die Zukunft: Was sind die größten Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort?
2015 wird ein herausforderndes Jahr. Wir wissen, dass jedes dritte
Unternehmen Mitarbeiter abbauen will. Darum fordern wir Investitionsanreize, um so Wirtschaft und Arbeitsmarkt anzukurbeln. Was
mir dabei besonders am Herzen liegt, ist die Förderung unserer Jugend. Sie ist der wichtigste „Rohstoff“ unseres Landes. Ein Rohstoff,
der aufgrund des demographischen Wandels immer knapper wird.
Darum müssen wir Qualifizierung und Bildung noch weiter stärken.
Unser Bildungssystem gehört grundlegend überarbeitet. Das
Hauptaugenmerk ist auf die Volksschule zu legen, denn dort entscheidet sich, ob man rechnen und sinnerfassend lesen kann. Eine
allfällig zusätzliche Förderung der Kinder muss uneingeschränkt angeboten werden und kostenlos sein. Neben Bildung sind Kommunikation (auch elektronisch) und Infrastruktur (Ausbau des BreitbandInternet) entscheidende Parameter für den Wirtschaftsstandort.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Wahl-Spezial · III
WKO-Wahl im Überblick
Foto: Melbinger
„Wir kämpfen für deinen Erfolg!“ Das ist die zentrale Idee des RfW
Steiermark. Wir haben ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet, das
den Erfolg steirischer Klein- und Mittelunternehmer erleichtern
soll: 1. KMU finanzieren statt Banken retten. 2. Schwachsinnige
Überregulierungen stoppen. 3. Sofortige Steuerreform durch Verwaltungsreformen. 4. Lohnnebenkosten und SV-Beiträge senken.
5. EINE Versicherungspflicht statt vieler Pflichtversicherungen.
Wir wollen alle Krankenkassen zu einer Gesundheitskasse zusammenlegen, um allen Versicherten dieselben Leistungen zu denselben Konditionen zugänglich zu machen. Auf lange Sicht stehen wir
für die Form des integrierten Tarifs, bei dem vor allem kleine Einkommen hinsichtlich der Abgaben entlastet werden. Wir werden
ökologisch und sozial agierende Unternehmen fördern und wir sind
für eine Reform der Grundumlagen und der Gewerbeordnung.
Wenn Unternehmen – zurecht – über die bürokratischen Lasten
klagen, dann klagen sie gleichzeitig über die Politik der letzten
zehn Jahre, der es nicht gelungen ist, Bürokratie und Überregulierungen abzubauen, im Gegenteil. Allergenverordnung, überbordender Konsumentenschutz etc. hemmen den Unternehmer
in seinem täglichen Geschäft. Der RfW will erleichtern und
­vereinfachen!
Zuallererst im eigenen Haus! Gewerbeordnung, Wahlordnung,
Fachgruppenzusammensetzungen und einiges mehr verdienen einen Zugang, der dem 21. Jahrhundert gerecht wird – eine moderne und schlagkräftige Interessensvertretung. Wir wollen uns von
der Abgabenbürokratie verabschieden – eine Steuerreform, die
auch eine transparente und einfache Steuerberechnung ermöglicht, sowie die Vereinfachung der Lohnverrechnung.
Zuerst braucht es eine Kultur des Scheiterns. Wenn ein Unternehmer beim ersten Mal den gewünschten Erfolg nicht erzielt, sollte
man ihn ermutigen, es ein zweites Mal zu versuchen. Steuervereinfachungen und Senkung von SV-Beiträgen wären schon ein erster
Schritt, um soziale Absicherungen gar nicht erst nötig zu machen.
Falls dies doch nötig wird, ist nicht einzusehen, warum Selbständige schlechter gestellt werden als arbeitslose Angestellte.
Wir fordern bereits seit langem das Krankengeld ab dem 14. Tag,
Herabsetzung der Mindestbemessungsgrundlage, keine Nachbemessung der SVA-Beiträge nach dem dritten Jahr, Abschaffung
der Doppelt- und Mehrfachversicherungen und die Zusammenlegung aller Krankenkassen sowie die Abschaffung des 20-ProzentSelbstbehaltes bei Arztbesuchen. Wir fordern eine moderne Gesundheitskasse!
KMU brauchen Investitionsspielraum! Banken, die mit unserem
Steuergeld gerettet wurden, horten das Geld, während kleine Unternehmen oftmals nicht einmal einen Kontorahmen von 50.000
Euro erhalten. Das kann nicht sein! Wir wollen Investitionsanreize
schaffen, indem Banken endlich bereit sind, unternehmerisches
Risiko in der Steiermark mitzutragen. Besser steirische Jungunternehmer fördern, als in Osteuropa spekulieren!
Der Faktor Arbeit gehört unserer Ansicht nach stark entlastet – dafür wollen wir leistungslose Einkommen stärker in die (Abgaben-)
Pflicht nehmen. Wir wollen zukunftssichere Ideen mit geeigneten
Mitteln ausstatten, somit sämtlichen Förderungstöpfen ökologische und soziale Zugangskriterien auferlegen. Die Rahmenbedingungen für Crowdfunding und Crowdinvesting müssen verbessert
werden, die solare Energiewende muss ermöglicht werden.
Was der Steiermark fehlt, ist ein schlüssiges Konzept zur Positionierung des Standortes. Dafür treten wir ein. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen brauchen wir eine Unterstützung für die innovativen Ideen – vor allem der KMU – und damit eine Evaluierung
des Förderungswesens. Wir helfen aber gerne mit: Schaffen wir
Cluster und Schwerpunkte, im Rahmen derer sich die heimischen
Jungunternehmer verwirklichen und erfolgreich werden können.
Bildung statt rein effizienter Ausbildung, Stärkung der Kreativität
und des damit verbundenen Innovationspotentials sind die wesentlichen Grundlagen für unsere wirtschaftliche Zukunft. Wir müssen uns
vom Dogma des stetigen Wirtschaftswachstums langfristig verabschieden, da exponentielles Wachstum auf lange Sicht unmöglich
ist und in stetigen Intervallen Teil- oder sogar Totalausfälle verursacht. Wir müssen aus den Fehlern unserer Vergangenheit lernen.
Nr. 6 · 13. Februar 2015
IV · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
Schön, dass Sie sich für Ihre Branche starkmachen …
… Herr Schlegl. Der
62-Jährige ist Inhaber
einer Spenglerei und
Dachdeckerei und setzt
sich schon seit Jahren für
seine Branche ein.
AU
S
T
davor in der Geschäftsführung
einer Baufirma tätig und so hat
das eine das andere ergeben“,
sagt Schlegl.
Für ihn ist es heuer die dritte
WKO-Wahl, bei der er als Kandidat für das Bauhilfsgewerbe
ins Rennen geht. „Da steckt viel
Friedrich Schlegl hat vor 20 Idealismus dahinter“, erzählt
Jahren die Chance beim Schopf er. „Irgendwer muss sich ja für
gepackt und eine bestehende die Verbesserung der RahmenFirma in Graz übernommen. bedingungen einsetzen – denn
Heute hat er – je nach Saison viele Leute sind zwar unzu– zwischen fünf und 15 Mitar- frieden, tun aber nichts dafür,
beiter, und auch seine Tochter die Situation zu verändern. So
und sein Sohn sind bereits im kämpfe ich gewissermaßen für
Unternehmen tätig.
meine Kollegen mit.“
Der Schritt in die SelbstänSchlegl ist überzeugt davon,
digkeit war für den
dass es noch viel zu
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Absolventen eines
tun gibt, er ärgert
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Kollegs für Hochsich über zu viel
bautechnik
Bürokratie und zu
keine besonders
hohe Steuern und
schwierige Hehohe Nebenkosrausforderung:
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„Ich war schon
am
Herzen
liegt ihm
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VON 14
die Weiterbildung von Chefs
und deren Mitarbeitern: „Die
Voraussetzungen sind im Handwerk zwar schon sehr gut, aber
es gibt laufend Neuerungen,
über die man Bescheid wissen
muss.“ Besonders für kleine
Betriebe mit einem oder zwei
Mitarbeitern sei es oft sehr
schwierig, neben dem Tagesgeschäft fachlich auch noch
immer auf dem neuesten Stand
zu bleiben.
Erfolgserlebnisse
Was bringt ihm sein Engagement persönlich? „Es ist ein
Erfolgserlebnis, wenn viele an
einem Strang ziehen, und eine
persönliche Befriedigung, wenn
man dann etwas erreicht hat“,
sagt Schlegl. Und so engagiert er
sich nicht nur in der WKO, sondern ist auch im Gemeinderat
aktiv.■
Friedrich Schlegl
Letzter Aufruf zur Briefwahl:
Am 21. Februar ist es zu spät!
WKO-Wahlkonfrontation vor Publikum am Campus 02
Die steirischen Wirtschaftstreibenden haben bereits mehr
Wahlkarten angefordert als je
zuvor. Doch nun gilt es auch
noch, seine Stimme rechtzeitig und vor allem gültig
abzugeben: Bis 20. Februar
müssen sämtliche Wahlkarten
bei der Hauptwahlkommission
eingelangt sein. Pro Berechti-
Salon der Kleinen Zeitung lud zum
Schlagabtausch der Kandidaten
Gut zwei Wochen vor der WKOWahl trafen die Spitzenkandidaten der unterschiedlichen
wahlwerbenden Fraktionen im
Salon der Kleinen Zeitung am
Campus 02 zur Diskussion
aufeinander.
Der amtierende Präsident
Josef Herk (WB), Karlheinz
Winkler (SWV), Harald Schenner (Grüne), Erich Schoklitsch
(RfW) und Martin Wörndle
(Unos) brachten – moderiert
von Kleine-WirtschaftsressortLeiter Ernst Sittinger – ihre
Sicht auf die Probleme der
heimischen Wirtschaftstreibenden aufs Tapet.
Der Diskussionsabend wurde
via Livestream übertragen und
ist nach wie vor
unter diesem QRCode im Internet
abrufbar.■
gung gibt es einen Stimmzettel und ein Stimmzettelkuvert.
Ganz wichtig ist es, dass pro
Stimmzettel nur ein Stimmzettelkuvert verwendet wird.
Außerdem muss die Wahlkarte unterschrieben werden.
Die Stimmzettelkuverts werden
dann in die Wahlkarte gesteckt
und in den Postkasten geworfen.
Der Versand ist kostenlos. Die
Wahlkarte muss spätestens am
Freitag, dem 20. Februar 2015,
bei der Hauptwahlkommission
eingelangt sein.
Wahllokal in der Nähe
Ob im Wahllokal oder per Briefwahl: Jede Stimme zählt.
Wer seine Stimme in einem
Wahllokal abgeben möchte,
kann dies natürlich auch tun:
Jeder Unternehmer wird einem
Wahlsprengel (Zweigwahllokal) zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt nach dem
Firmensitz bzw. bei mehreren
Firmensitzen nach der jeweiligen Zusendeadresse. ■
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