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HamburghatdieWahl - Hamburger Abendblatt

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14. FEBRUAR 2015
NR. 110
HAMBURG-MITTE
DIE WOCHE
Die kostenlose Zeitung zum Wochenende
Hamburg hat die Wahl
Täglich
bis
18 Uhr.
Erstmals können auch 16- und 17-Jährige über die Zusammensetzung der Bürgerschaft abstimmen
SVEN KU MMEREINCKE
HAMBUR G ::
Eine gute
Nachricht gleich vorweg: Bei
der Bürgerschaftswahl am
Sonntag wird es für die Wähler
deutlich übersichtlicher als vor
vier Jahren. Das liegt aber nicht
am Wahlrecht – das ist unverändert –, sondern an der Trennung von Bürgerschafts- und
Bezirkswahl. Und so ist der Packen mit den Wahlzetteln nur
halb so dick. Und es sind nur
zehn Stimmen statt 20, die jeder Wähler vergeben kann.
Gleichwohl ist das 2009 beschlossene Wahlrecht hoch umstritten. Die Befürworter loben
die weitreichenden Einflussmöglichkeiten der Wähler, die
Gegner halten es für zu kompliziert. Einige Daten der Wahl
2011 scheinen ihnen recht zu
geben: Die Zahl der ungültigen
Stimmen war mit drei Prozent
sehr hoch. Die Anhänger hoffen
nun auf einen Lern- und Gewöhnungseffekt bei den Wählern. Sollte dieser ausbleiben,
dürfte das die Debatte um eine
Wahlrechtsreform befeuern.
Einen negativen Trend gibt
es auch bei der Wahlbeteiligung. 2011 sank sie auf einen
Tiefstand von 57,3 Prozent. Damit setzte sich ein langjähriger
Trend fort. 2001 gingen noch
71 Prozent an die Urnen, 2004
waren es 68,7 und 2008 noch
63,5 Prozent.
Neu ist diesmal, dass auch
die 16- und 17-Jährigen wählen
dürfen. Damit steigt die Zahl
der Wahlberechtigten von
1.254.638 auf 1.306.976. Davon
sind 27.128 erst 16 oder 17 Jahre
alt. Insgesamt sind es 70.143
Hamburger, die zum ersten Mal
an einer Bürgerschaftswahl
teilnehmen dürfen.
Montag bis Samstag ab 9 und am
Sonntag (Schautag) ab 11 Uhr.
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drei gute Gründe und eine beste
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20537 Hamburg (City)
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Heute für Sie im
Hamburger Abendblatt – DIE WOCHE
Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflagen bei.
Wall Street
Valentinskamp
Die Bildkombo in den Parteifarben zeigt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sowie – im Uhrzeigersinn –
die Spitzenkandidaten Dietrich Wersich (CDU), Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen),
Jörn Kruse (AfD), Dora Heyenn (Die Linke) und Katja Suding (FDP) Illustration: Thorsten Ahlf
Dass viele das Wahlrecht
eher skeptisch betrachten,
hängt sicherlich auch mit zwei
sperrigen Begriffen zusammen:
Panaschieren und Kumulieren.
Der Vorteil des Panaschierens
Telefon: 040 - 33 39 11 12 (täglich 6 - 20 Uhr)
ist, dass man eben nicht nur eine Partei oder eine Person wählen kann, sondern mehrere. Kumulieren oder Anhäufen bedeutet nichts anderes, als dass
man mehrere Stimmen einer
Zustellung: 040 - 34 72 67 11
E-Mail: woche@abendblatt.de
Partei oder Person geben kann.
Das gilt für die Kandidaten auf
einer der Landeslisten genauso
wie für die auf den Wahlkreislisten.
>> >> Seite 4
Anzeigen: 040 - 35 10 11
RDDV 1995
Internet: www.abendblatt.de/diewoche
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für
Deutschland
DIE WOCHE
Nachrichten aus der Nachbarschaft
A L ST E R D O R F
ST. PAU L I
Flüchtlinge ziehen um
:: Die Sozialbehörde reagiert
Verletzter muss in Haft
:: Ein per Haftbefehl gesuch-
auf die Straftaten und Übergriffe, die von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aus
der Unterkunft an der Feuerbergstraße ausgehen: Das Heim
wird als Flüchtlingsunterkunft
aufgelöst und künftig wieder
nur noch als Zuflucht der Kinder- und Jugendnothilfe betrieben. Laut Behörde werden die
derzeit 120 jungen Flüchtlinge
aus der Feuerbergstraße bis
Mitte 2015 auf andere Heime in
der Stadt verteilt. Die laut Polizei kriminell auffällig Gewordenen werden in zwei kleine Heime umquartiert: die Jugendlichen kommen nach Hammerbrook, die unter 14-Jährigen
nach Bramfeld. (axö)
ter Mann hat Mitarbeiter des
Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn attackiert. Sie hatten den 54-Jährigen am frühen
Morgen mit einer blutenden
Kopfverletzung in der S-BahnHaltestelle Reeperbahn entdeckt und Hilfe angeboten. Daraufhin griff sie der Betrunkene
mit Schlägen und Fußtritten an.
Bundespolizisten fanden heraus: Er wird seit Juli 2014 per
Haftbefehl gesucht. Er hatte
570 Euro Strafe nicht gezahlt.
Jetzt muss der Mann für 22 Tage ins Gefängnis. (lno)
Warnstreik des Sicherheitspersonals
sorgt für Chaos: Polizei sperrt Flughafen
H A M B U RG
Rekordumschlag
:: Mit 145,7 Millionen Ton-
nen wurde der bisherige Rekord
aus dem Jahr 2008 übertroffen:
Der Hamburger Hafen hat im
vergangenen Jahr so viele Güter umgeschlagen wie noch nie.
Das Wachstum betrug 4,8 Prozent gegenüber 2013. Das teilte
die Marketing-Gesellschaft des
Hafens mit. Der Containerumschlag legte um 5,1 Prozent auf
9,73 Millionen Standardcontainer (TEU) zu. (HA)
Polizeibeamte lassen niemand mehr in die Terminals Foto: dpa
:: Um 7.45 Uhr wurde das Gedränge so beängstigend, dass
die Polizei anrückte: Zum ersten Mal in der 103-jährigen Geschichte des Hamburger Flughafens ist der Airport am Montag wegen Überfüllung geschlossen worden. Rund zwei
Stunden lang wurde niemand
Weniger Wohnungen
:: Hamburgs Wohnungsbau-
genossenschaften haben ihr
selbst gestecktes Ziel beim Bau
von Wohnungen deutlich verfehlt. 2014 sind 624 Wohnungen fertiggestellt, nur 228 Wohnungen öffentlich gefördert
worden. 900 geförderte Wohnungen sollten es sein. (os)
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88-Jährige betrogen
:: Eine 88 Jahre alte Frau ist
in Winterhude Opfer von zwei
Trickbetrügern geworden. Unter dem Vorwand, er müsse wegen eines Wasserrohrbruchs
die Anschlüsse überprüfen, verschaffte sich ein Mann Zutritt
zur Wohnung der Rentnerin an
der Sierichstraße. Sein Komplize lenkte die Frau ab. Die Täter
entkamen mit Schmuck und einer Geldkassette. (ant)
H A RV ESTE H U D E
N E U STADT
Raub vor Geldautomat
H A M B U RG
mehr in das Gebäude gelassen.
Grund für den Ausnahmezustand war ein 24-stündiger
Warnstreik des Sicherheitspersonals, der die Abfertigung fast
komplett lahmlegte. In den Terminals 1 und 2 drängelten sich
mehr als 5000 Menschen in
endlosen Schlangen. (HA)
WINTERHUDE
:: Er hatte gerade Geld an ei-
nem Bankautomaten abgehoben, da wurden ihm die Scheine
auch schon wieder abgenommen. Ein 24-Jähriger ist nachts
um kurz vor 3 Uhr in der Neustadt von drei Männern ausgeraubt worden. Zuvor war das
Opfer mit ihnen ins Gespräch
gekommen und wollte mit ihnen essen gehen. An einem
Geldautomaten an der Post-
straße hob der 24-Jährige
200 Euro ab. Daraufhin schlug
ihm einer der Räuber ins Gesicht, während ein zweiter das
Geld nahm. Die Täter konnten
gefasst werden. (ant)
A LTO NA-NORD
Messerstich ins Auge
:: Bei einem Streit zwischen
drei Männern vor dem S-Bahnhof Holstenstraße ist ein 26Jähriger schwer verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten
besteht die Gefahr, dass er sein
Auge verliert. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Auseinandersetzung eigentlich schon beendet war, als einer der Kontrahenten zurückkehrte und den
26-Jährigen mit einem Messer
attackierte. (bem)
Millionenaufträge
:: Für den Umbau des ehema-
ligen Kreiswehrersatzamtes an
der Sophienterrasse zu einer
Flüchtlingsunterkunft mit 220
Plätzen, für den das Verwaltungsgericht einen Baustopp
verhängte, hat das städtische
Unternehmen Fördern & Wohnen bereits Aufträge in Höhe
von mehr als 2,3 Millionen Euro
vergeben. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Anfrage
der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Roland Heintze und
Andreas Wankum hervor. Das
Bezirksamt Eimsbüttel hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt.
Sollte es zum endgültigen Baustopp kommen, müsste die
Stadt trotzdem Zahlungen an
die Firmen leisten. (ug)
ZWISCHENRUF
Sinnvoll
verschwendet
EINE GLOSSE VON
JÖRN LAUTERB ACH
:: Es geht ja noch ganz
freundlich los auf dem Aushang, der an der Eingangstür
des neuen asiatischen Restaurants in Hoheluft hängt:
„Lassen Sie einfach die Seele
baumeln und genießen Sie in
aller Ruhe unser vielfältiges
Angebot“.
Aber das gilt nur für jene,
die die Betriebsanleitung des
Lokals verinnerlicht haben.
Bei dem „All-You-Can-Eat“Angebot könne man demnach
Runde für Runde „immer wieder neue Genussvariationen
zusammenstellen und auch
bisher Unbekanntes probieren.“
Bisher unbekannt ist allerdings auch das weitere Vorgehen – zunächst darf man
maximal fünf Speisen ordern,
dann in der nächsten Runde
nur noch drei, „damit Lebensmittel nicht sinnlos verschwendet werden“.
Nun gut. Aber dann: Für
georderte, aber nicht berührte
Speisen werde ein Euro extra
berechnet, quasi als Strafe für
das maßlose Bestellen.
Aus der Nummer käme der
Gast aber auch auf anderem
Wege nicht mehr raus, denn:
„Selbstverständlich können
Speisen auch nicht mitgenommen oder mit anderen Gästen
geteilt werden, die kein ‚AllYou-Can-Eat‘ bestellt haben –
das gilt auch für Kinder.“ Ein
freundliches Lokal, in dem
Kinder weder verspeist noch
mit anderen Gästen geteilt
werden dürfen, sollte man
meinen.
Aber irgendwie stört gegen
Ende des Informationsblattes
doch der etwas strenge Unterton: „Auch das Probieren werden wir mit dem vollen ‚AllYou-Can-Eat-Preis‘ berechnen.“
Wer übrigens nach Einhaltung aller Vorschriften
seinen leeren Magen statt
seiner Seele baumeln lässt,
darf den Kellner mit dann
jedenfalls nicht mehr sinnlos
verschwendeten Lebensmitteln bewerfen.
BRAMFELD
BA R M B E K-S ÜD
Ausgezeichnete Schule
:: „Internet-Abc-Schule“ –
über diese Auszeichnung darf
sich die Adolph-SchönfelderSchule in Barmbek-Süd freuen.
Mit der Verleihung des Zertifikats gehört die Schule zu den
ersten 18 Grundschulen, die an
dem Projekt teilgenommen haben. Ziel ist es, Schülern spielerisch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet
beizubringen und die Medienkompetenz von Grundschülern
zu verbessern. (gen)
Verschwunden
:: Aus Hamburg sind offenbar
mehrere kriminelle minderjährige unbegleitete Flüchtlinge
verschwunden. Die Polizei
wollte nach Abendblatt-Informationen zwei junge Marokkaner und zwei Algerier in einer
Unterkunft an der Haldesdorfer Straße in Bramfeld überprüfen, es ging um den Verdacht
der gewerbsmäßigen Hehlerei
und um Einbrüche. Gegen zwei
von ihnen lagen Haftbefehle
vor. Doch die Jugendlichen waren nicht aufzufinden. (HA)
IMPRESSUM
SEITE 2
Hamburger Abendblatt – Die Woche
Chefredakteur: Lars Haider
Redaktion: Hans Wacker (V.i.S.d.P),
Katharina Geßler
Layout: Hans Raczinski, Heinz-J. Jacobs
Verlagsgeschäftsführer: Frank Mahlberg
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Dirk Seidel (V.i.S.d.P.)
Nationale Vermarktung: Axel Springer
Media Impact KG
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Logistik + Zustellung: Volkmar Schink
Marketing und Events: Vivian Hecker
Herstellung: Stefan Wiechert
Anzeigen: Preisliste Nr. 3, gültig
ab 1. Januar 2015; Telefon: 040/35 10 11
E-Mail: anzeigen@abendblatt.de
E-Mail Redaktion: woche@abendblatt.de
Hotline: 040 / 33 39 11 12 (täglich 6–20 Uhr)
Druck: Axel Springer Offsetdruckerei
Ahrensburg GmbH & Co. KG
Verlag: Zeitungsgruppe Hamburg GmbH,
Axel-Springer-Platz 1, 20355 Hamburg
Auflage: 760.804 Exemplare
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
Hamburgs neue Speicherstadt
Auf einer elf Hektar großen Fläche in Rothenburgsort sollen bis zu 4000 Arbeitsplätze entstehen
DA N I E L A S T Ü R M L I N G E R
FRIEDERIKE ULRICH
R O T H E N B U R G S O RT
Hier geht es
nicht nur
um die Wurst
„Der Feinschmecker“
wählt Hamburgs
beste Imbisse
:: Of-
fensive für Hamburgs Wirtschaft: Auf dem elf Hektar großen Gelände zwischen Billhorner Brückenstraße und dem SBahnhof Rothenburgsort plant
die Stadt ein modernes Gewerbegebiet mit dem Namen „Billebogen“. Anders als in vielen
anderen Ecken Hamburgs, in
denen die Wirtschaft ansässig
ist, soll das neue Gebiet, das auf
dem bisherigen Huckepackbahnhof entstehen wird, mit
vielen neuen Straßen urbanes
Flair bieten. Bis zu 4000 Arbeitsplätze könnten am Ende
entstehen.
Der neue Plan definiert die
Schwerpunkte der Stadtentwicklung in Hamburgs Osten
bis 2030 in elf Fokusräumen.
„Dabei bildet der Billebogen
den zentralen Eingang zu den
Gewerbestandorten in Rothenburgsort und Billbrook mit bislang 855 Betrieben und 11.500
Beschäftigten“, so Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Auf der Fläche des früheren Huckepackbahnhofs entstehen 160.000 bis 180.000
Quadratmeter Bruttogeschossfläche für gewerbliche Nutzungen. Darunter sind 19.800 Quadratmeter, die für den Fundus
und die Werkstätten der Staatsoper reserviert sind.
Die neuen Flächen, die nur
2,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt liegen und mit
S- Bahn und Bus in wenigen
Stationen zu erreichen sind,
bieten, so der Senator, Chancen
für strategisches Wachstum in
der inneren Stadt. „Denn für die
Wachstumsdynamik von Städten sind nicht allein Wohnen,
Kultur und Dienstleistungen
ausschlaggebend, sondern auch
ein umfassendes und attraktives Angebot für Produktion und
Gewerbe. Mit der Speicherstadt
des 21. Jahrhunderts können
wir hier ein Modell für Produktionsformen von morgen schaffen.“ Die kommenden Unternehmen hätten den Vorteil,
dass sie sich auch mit den Hamburger Universitäten und
SEITE 3
Grün, gepflegt und viele neue Straßen: So soll das neue Hamburger Gewerbegebiet mit zahlreichen
noch zu bauenden Gebäuden aussehen Illustration: Henn Architekten
Hochschulen bei der Entwicklung innovativer Projekte vernetzen könnten. Für den Produktionsstandort Hamburg bilden laut Horch die neuen Gebäude den Prototyp für künftige
Gewerbeflächen. Architektonisch wird sich das Areal stark
von den alteingesessenen Gewerbegebieten unterscheiden.
Ähnlich wie die Lagerhäuser in
der Speicherstadt, die von einem tiefer liegenden Fleet und
von der Straße aus zugänglich
sind, soll ein Geschoss mit
Raumhöhen von 4,80 bis acht
Meter konzipiert werden, das
von einer tiefer liegenden Anlieferstraße ebenso zugänglich
ist wie von einem höher liegenden Gewerbeboulevard. Die
Raumnutzung bleibt flexibel.
Auch Produktions- und Werkshallen sollen gebaut werden.
In der Straßenplanung
wurde berücksichtigt, dass das
Gebiet für Fußgänger und Radfahrer leicht erreichbar und attraktiv ist – so verläuft der Alster-Elbe-Grünzug künftig quer
durch das Areal. Zudem sollen
Gastronomie und Einzelhandelsgeschäfte integriert werden, um den urbanen Charakter
und die Verflechtung mit der
Nachbarschaft zu intensivieren. „Der vorliegende Entwurf
für den sogenannten neuen
Huckepackbahnhof zeigt ein
schlüssiges Gesamtkonzept für
Gewerbe in der Stadt von morgen. Die Hochlage der zentralen
Der Billebogen bildet
den zentralen
Eingang zu den
Gewerbestandorten.
Frank Horch,
Wirtschaftssenator
Erschließung führt zu einem
urbanen und lebendigen Straßenraum, gleichzeitig wird die
Anlieferung logistisch effizient
und stadtraumverträglich organisiert“, sagte Oberbaudirektor
Jörn Walter.
Bereits 2018 könnte der
Bau des ersten Gewerbebaus
beginnen. Die städtischen Gebäude werden vermietet, die
Kosten für die Erschließung des
Gebietes, das der Stadt gehört,
wurden noch nicht genannt.
Die vorbereitenden Baumaßnahmen für die Erschließung
des Huckepackbahnhofs haben
bereits begonnen. Für die gesamte Entwicklung des Fokusraums Billebogen wurde die
städtische Gesellschaft HafenCity Hamburg beauftragt, die
erfolgreich Europas größtes innerstädtisches Entwicklungsprojekt am Wasser, die HafenCity, vorantreibt.
„Der neue Huckepackbahnhof wird mit Gewerbenetzwerken, innovativen Serviceangeboten, als Ausbildungsort, aber auch mit attraktiven Freiräumen und Wegeverbindungen wichtige Impulse
für die gewerbliche Entwicklung Hamburgs setzen. Das
Spektrum der Nutzungen kann
dabei von innovativer kleinindustrieller Fertigung und modernem Handwerk über Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und IT bis hin zu Firmen
mit Forschung und Entwicklung reichen“, so Giselher
Schultz-Berndt, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg Gesellschaft. Die Gründung einer
Entwicklungsgesellschaft ist in
Vorbereitung.
Ob in der InHAMBUR G ::
nenstadt, auf dem Kiez oder in
Altona: Wenn es um den besten
Imbiss der Stadt geht, hat jeder
Hamburger seinen eigenen Geheimtipp. Ein wenig Orientierung bietet da nun die Hamburger Zeitschrift „Der Feinschmecker“. In ihrer aktuellen Ausgabe geht sie auf die Suche nach
den
besten
Imbissbuden
Deutschlands und hat 250
Adressen abgeklappert. Mit dabei sind auch einige Hamburger
Fast-Food-Lokale.
So empfiehlt „Der Feinschmecker“ in der Hansestadt
vor allem das Edelcurry in der
Innenstadt. „Besonders auffällig bei unseren Tests waren allerdings die guten Burger-Läden in Hamburg“, sagte „Feinschmecker“-Redakteur Kersten
Wetenkamp dem Abendblatt.
Deshalb erhielten die BurgerRestaurants Dieter Sanchez in
Langenhorn, die Better Burger
Company in der Innenstadt, das
El Chanti Deli in HoheluftWest, Hans im Glück in Eimsbüttel, The Burger Lab in Altona sowie Dulf’s Burger in Winterhude Bestnoten. Aber auch
kleinere Lokale wie die TapasBar Spießerei und das Restaurant Küchenfreunde im Grindelhof überzeugten die Tester.
Wichtigstes Kriterium bei
den Tests war der Geschmack
der Speisen – vor allem das
Fleisch für Wurst und Burger
musste im Geschmack überzeugen. Viele Burger-Bistros zeichneten sich dadurch aus, dass
Bio-Fleisch angeboten und die
Herkunft des Fleisches nachgewiesen wurde. Anlass für die
Veröffentlichung in der MärzAusgabe waren die vielen Neugründungen von edlen Burgerund Currywurst-Läden, aber
auch neue Konzepte für hochwertiges Mittagessen oder
Abend-Imbiss, mit Bio-Lebensmitteln sowie rein vegetarischen Angeboten. (wal)
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Hamburgs beliebteste Kliniken
Gewinner der Krankenkassen-Umfrage sind kleine und spezialisierte Häuser
::
Die kleinen
Krankenhäuser und die Spezialkliniken werden in Hamburg
von den Patienten am besten
benotet. Die Endo-Klinik in Altona, die Klinik Dr. Guth (Klein
Flottbek) sowie das Blankeneser Krankenhaus Tabea erhalten die meisten Weiterempfehlungen. Das ergab eine groß angelegte Befragung im Auftrag
der Krankenkassen AOK, der
Barmer GEK, der hkk und der
HAMBUR G
„Weissen Liste“, die dem Hamburger Abendblatt vorliegt.
Auch das Bundeswehrkrankenhaus, die Facharztklinik in
Eppendorf und das Israelitische Krankenhaus (Alsterdorf ) befinden sich in dieser
Hitliste der Patienten mit 90
oder mehr Prozent Zufriedenheit. Schlusslicht bei den Weiterempfehlungen unter 25
Häusern ist die Asklepios Klinik in Harburg (64 Prozent).
In der Untersuchung wurden Patienten befragt, die zwischen 18 und 80 Jahre alt sind
und mindestens zwei Nächte in
dem Haus verbracht haben. Die
Patienten sollten die ärztliche
Versorgung, die Pflege und den
Service beurteilen. Für jedes getestete Krankenhaus wurden
zwischen 110 und 998 ausführliche Bewertungen abgegeben.
Matthias Mohrmann, Vorstand der AOK Rheinland/
Hamburg, sagte: „Die Hamburgerinnen und Hamburger
scheinen grundsätzlich mit ihren Kliniken sehr zufrieden.
Die verteilten Noten liegen insgesamt im Bundesdurchschnitt,
also bei rund 82 Prozent, das
entspricht in etwa der Schulnote zwei.“ Es gebe aber große Unterschiede zwischen einzelnen
Kliniken. „So liegt rund die
Hälfte sogar über dem Bundesdurchschnitt. (ryb)
DIE WOCHE
SEITE 4
Was Sie vor
der Stimmabgabe
wissen sollten
Die wichtigsten Fragen und Antworten
zur Bürgerschaftswahl am Sonntag
Wie viele Stimmen habe ich?
Zehn: fünf Parteistimmen (auf
den gelben Zetteln) und fünf
Wahlkreisstimmen (auf den rosa Zetteln).
Sind alle zehn Stimmen gleich
wichtig?
Man kann sagen, dass sie unterschiedliche Bedeutung haben.
Die fünf Parteistimmen sind
vergleichbar mit der Zweitstimme bei der Bundestagswahl –
sie allein sind entscheidend für
die Stärke der Fraktionen im
Parlament. Die fünf Wahlkreisstimmen entsprechen der Erststimme bei Bundestagswahlen,
sie sind entscheidend für die
Frage, welche Personen ins Parlament kommen.
Werden alle 121 Abgeordneten
über die Wahlkreisstimmen gewählt?
Nein. 50 Mandate werden, je
nach Abschneiden der Parteien,
über die Landeslisten vergeben,
die auf den gelben Zetteln stehen. 71 Mandate werden über
die insgesamt 17 Wahlkreise
(rosa Zettel) verteilt.
Welchen Einfluss haben die
Wahlkreisstimmen auf die Sitzverteilung im Parlament?
Fast keine.
Kann ein Direktkandidat in die
Hamburgische Bürgerschaft einziehen, auch wenn seine Partei
an der Fünfprozenthürde scheitert?
Ja. Ein direkt gewählter Kandidat zieht auf jeden Fall ins Parlament ein. Wenn seine Partei
scheitert, wird das Parlament
allerdings größer, und es
kommt zu Ausgleichsmandaten. Denn normalerweise gibt
es 121 Sitze, ein direkt gewählter, fraktionsloser Kandidat ist
der 122. Weil die Zahl der Sitze
aber ungerade sein muss (um
ein Patt zu verhindern), bekäme
eine der Fraktionen ein Ausgleichsmandat.
Ist es erlaubt, alle Landeslistenstimmen ausschließlich einer
Partei zu geben, im Wahlkreis
aber Kandidaten anderer Parteien zu wählen?
Selbstverständlich – die Stimmvergabe muss keiner vermeintlichen parteipolitischen Logik
folgen.
Sind meine Stimmen verschenkt,
wenn ich nur Kandidaten ankreuze, die ganz unten auf der Landesliste stehen?
Keineswegs. Jede Stimme zählt
für die Partei, die Sie gewählt
haben. Und es liegt in der Macht
der Wähler, Kandidaten auf
hinteren Plätzen nach vorne zu
bringen. Oder eben die Vorgabe
der Parteien zu akzeptieren.
Wenn ich alle fünf Stimmen einer
Parteiliste gegeben habe – kann
ich dann noch Bewerber auf der
Parteiliste ankreuzen?
Nein, dann wäre Ihre Stimme
ungültig. Es dürfen nicht mehr
als fünf Stimmen für die Parteilisten abgegeben werden.
Wenn auf den Parteilisten sechs
Kreuze gemacht wurden, bei den
Wahlkreiskandidaten aber nur
fünf – sind dann alle Stimmen
ungültig oder nur die Parteistimmen?
Ungültig ist der Stimmzettel,
auf dem mehr als fünf Kreuze
sind, im Beispiel also der gelbe
Landeslisten-Stimmzettel. Der
rote Wahlkreislisten-Stimmzettel mit den fünf Kreuzen
bleibt gültig.
Wie erfahre ich etwas über die
Position meines Wahlkreiskandidaten. Was hat er vor, worum will
er sich kümmern?
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Was kann ich tun, wenn ich versehentlich ein Kreuz zu viel gemacht habe?
Ein gutes Instrument ist der
Kandidatencheck von Abend-
HAMBURG GESCHÄFTLICH
Informationen aus dem Wirtschaftsleben der Hansestadt
Ein Küchenstudio, das anders ist
Unter dem Namen KüchenFab planen und realisieren Andrea Freitag
und Marcus Wech Design-Küchen
unsere eigenen Marken, weswegen die Preise auch vergleichsweise günstig sind“, erklärt
Wech. „Aber der Anspruch, Küchendesign bezahlbar zu machen, ist nur ein Aspekt. Wir
pflegen überdies auch einen
etwas anderen Umgang mit unseren Kunden. Wir planen zum
Beispiel nicht stundenlang mit
Wenn ich einem Kandidaten oder
einer Partei beispielsweise zwei
Stimmen geben will – ist es dann
egal, in welchen der fünf Kreise
ich das tue? Oder muss ich immer von links nach rechts ankreuzen?
Das ist gleichgültig – es muss
nur klar erkennbar sein, wie
viele Stimmen abgegeben wurden. Von links nach rechts anzukreuzen kann aber die Auszählung etwas erleichtern.
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„Viele Küchenanbieter sind nicht
nah genug am Kunden und seinen Wünschen“, sagt Marcus
Wech. Diese Einschätzung, die er
im Verlauf seiner jahrelangen
Tätigkeit in der Küchenvermarktung in Möbelhäusern und Küchenstudios gewann, hat ihn
dazu veranlasst, sich selbstständig zu machen – zunächst in
Stuttgart, seit 2013 auch wieder
in seiner alten Heimat Hamburg.
Unter dem Motto „Wir wollen es
anders machen“ hat er zusammen mit seiner Ehefrau, der Architektin Andrea Freitag, im
VALVO Park an der Essener
Straße unter dem Namen KüchenFab einen Showroom eröffnet. Wie wird dort das Motto
umgesetzt, was ist dort anders?
„Wir entwickeln und verkaufen
blatt.de und Abgeordnetenwatch. Unter www.abendblatt.de/kandidaten-check brauchen Sie nur Ihre Postleitzahl
einzugeben, dann erfahren Sie,
welche Kandidaten welche Positionen vertreten.
ihnen am PC, sondern machen
eine lockere Bedarfsermittlung
und schicken ihnen dann unsere
visualisierten Ideen." Zum besonderen Umgang mit den Kunden gehören auch verschiedene
Aktivitäten im Internet. Auf der
Internetseite gibt es einen Blog
und einen Live-Chat mit einem
Mitarbeiter, bei Facebook postet
KüchenFab regelmäßig News
und Fotos. Zu dieser modernen
und lockeren Kommunikation
gesellt sich soziales Engagement. „Wir sind jetzt auch aktives Fördermitglied von Viva
con Agua und sammeln mit
dem Verkauf unserer Küchen
Geld für ein Brunnenbauprojekt
in Äthiopien“, sagt Wech nicht
ohne Stolz. Und das zu Recht.
www.kuechenfab.de
Kein Problem. Stimmzettel zerreißen und von dem Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel
geben lassen. Den zerrissenen
Stimmzettel wegen des Wahlgeheimnisses bitte außerhalb des
Wahllokals entsorgen.
Kann man auch mit den Briefwahlunterlagen ins Wahllokal
gehen?
Ja, das ist möglich. Sie müssen
die Unterlagen dann dem Wahlvorstand vorlegen, bei dem Sie
in diesem Fall ja als Briefwähler
in den Listen eingetragen sind.
Entscheidend ist, dass Sie nicht
zweimal wählen können. Man
muss sich aber neue Stimmzettel geben lassen. Einen roten
Wahlbrief mit ausgefüllten
Stimmzetteln darf ein Wahlvorstand nicht annehmen. Wer
noch am Wahlsonntag seinen
roten Wahlbrief abgeben möchte, muss dies bei der Bezirkswahlleitung tun (die Anschrift
ist auf dem Umschlag angegeben). Dort muss der Wahlbrief
bis 18 Uhr eingegangen sein.
Sie dürfen ...
... bis zu zehn Stimmen abgeben:
bis zu fünf für die Landeslisten
der Parteien und bis zu fünf für
die Bezirkskandidaten.
... fünf verschiedene Parteien
wählen, wenn Sie jeder eine
Stimme geben.
... einer Partei alle fünf Stimmen
geben – oder auch der einen
drei und einer anderen zwei.
... auch nur eine einzige Stimme
abgeben.
... mit allen fünf Stimmen eine
oder mehrere Parteilisten wählen und auf Ihre fünf Stimmen
für die Wahlkreis-Kandidaten
verzichten.
Sie dürfen nicht ...
... mehr als zehn Stimmen abge-
ben.
... mehr als fünf Stimmen für
Parteilisten oder mehr als fünf
für Wahlkreiskandidaten abgeben.
... Kommentare, Zeichnungen
oder Ähnliches auf den Stimmzetteln hinterlassen.
... mit fünf Kreuzen für die Ge-
samtliste fünf Stimmen einer
Partei geben und mit einem
weiteren Kreuz eine Stimme einer anderen Partei geben – weil
es zusammen dann sechs wären.
... ein Kreuz so groß machen,
dass es zwei oder mehr der vorgesehenen Kreisflächen berührt.
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
SEITE 5
77 Prozent mehr Falschgeld in Hamburg
Erstmals mehr 20-Euro-Blüten als nachgemachte 50er. Weiteres Plus in diesem Jahr erwartet
DENIS FENGLER
:: In Hamburg
tauchen immer häufiger gefälschte Geldscheine auf. Im
vergangenen Jahr stellten
Fahnder mehr als 2600-mal
Falschgeld sicher. Damit stieg
die Zahl der gefälschten Scheine nach Angaben aus Behördenkreisen um 77 Prozent. Das
ist deutlich stärker als bundesweit, wo es im Schnitt ein Plus
von 66 Prozent gab.
Eine weitere Auffälligkeit:
„In Hamburg waren immer die
gefälschten 50-Euro-Noten on
top“, sagt Thorsten Witt, Sachgebietsleiter und Experte für
Falschgeld im Landeskriminalamt Hamburg. „Im Vorjahr
wurden sie erstmals von gefälschten 20ern abgelöst.“
Zwei Gründe dafür nennt
Witt: In Kürze soll ein neuer
20-Euro-Schein
vorgestellt
werden. Möglicherweise wollen
Geldfälscher die auf alte Scheine zugeschnittene Fälscherausrüstung ausreizen, bevor der
neue kommt. Zudem sei der
20-Euro-Schein die für Fälscher lukrativste Banknote,
weil sie in Geschäften kaum
HAMBURG
kontrolliert wird – im Gegensatz zur 50-Euro-Note.
Die
Informationshoheit
zum Thema Falschgeld liegt bei
der Bundesbank in Frankfurt.
Zu sensibel ist das Thema, zu
politisch wichtig, als dass man
Zweifel an der Sicherheit des
Euro und der Euro-Noten aufkommen lassen will. Entsprechend knapp und vor allem
standardisiert sind die Informationen, die die Bundesbank
herausgibt.
Trotz auffällig vieler „Blüten“ gilt Hamburg aber nicht als
Hochburg für Falschgeld. Vor
dem Hintergrund von deutschlandweit 63.000 Falschgeldfunden wird deutlich, dass die Hansestadt nicht zu den bevorzugten Absatzmärkten der Geldfälscher gehört.
Gefälschte 100-, 50- und
20-Euro-Scheine machen rund
90 Prozent des in Deutschland
entdeckten Falschgelds aus.
Vergleicht man die Zahl der Sicherstellungen über Jahre, entspricht sie einer Wellenbewegung. Den letzten Gipfel hatte
man 2010 erreicht. Monatlich
wurden damals mehr als 400
Falschgeldfunde gezählt. In den
Jahren darauf sanken die Funde
auf knapp 120 im Monat (2012),
dann stiegen sie wieder. Experten nehmen an, dass 2015 ein
neues Hoch an Falschgeldfunden droht.
Wer Falschgeld in seinem
Portemonnaie entdeckt, hat
keine Chance auf Ersatz. Strafbar ist der Besitz nicht, er sollte
aber schnellstmöglich der Polizei angezeigt werden. Nur eines
sollte man nicht tun: versuchen,
den falschen Geldschein selbst
wieder einzulösen. Kann dem
Besitzer Vorsatz nachgewiesen
werden, wird es eng.
Hierzulande gibt es ein gut
funktionierendes Kontrollnetz:
So werden Geldscheinbestände
nicht nur von Banken, sondern
auch von Werttransportfirmen
kontrolliert, die etwa Tageseinnahmen der Discounter nach
Erhalt prüfen. Verschmutzte
und beschädigte Scheine werden aussortiert und sind nicht
so lange wie in anderen Ländern in Umlauf.
Und: Bankautomaten werden nur mit geprüften Geldnoten gefüllt. Hier eine Blüte zu
ziehen, ist nahezu unmöglich,
sagen Experten.
Falschgeld erkennen
Nicht nur eines, sondern immer
mehrere Sicherheitsmerkmale
sollten Sie überprüfen. Bei echten Euro-Scheinen sind die
Schriftzeichen am oberen Rand
(BCE, ECB, EZB, EKT, EKP)
deutlich fühlbar. Um das zu
überprüfen, sollte man mit dem
Daumen über die Schriftzeichen fahren.
Achten Sie auf die Hologramme,
die sowohl auf der Vorder- als
auch auf der Rückseite zu finden sind. Durch Kippen des
Scheins werden sie sichtbar.
Durch den Glanzstreifen an der
Seite wandern dann Regenbogenfarben. Hält man den
Schein gegen das Licht, wird auf
dem weißen Feld an der Seite
ein Wasserzeichen sichtbar.
Martin Goetze von der
Bundesbank-Filiale in Hamburg
zeigt Falschgeld. Mithilfe einer
UV-Lampe lassen sich Blüten
leicht erkennen Foto: Fabricius
Echte Euro-Scheine sind aus
Baumwolle und fühlen sich fest
und griffig an. Bringen Sie
Scheine im Zweifel zur Bank,
um sie prüfen zu lassen. (ant)
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Konzert Von Steinen und Elefanten
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AltonaAltstadt
Montag Um Musik
zu machen, reicht
Mark Lanegan ein
Telefon. Natürlich
muss der Sänger aus
Kalifornien für die
finalen Aufnahmen
und die Abmischung
ins Studio, doch
Soundideen entwirft
er auf einer App mit
dem Namen Funk
Box. Nachdem sein
großartiges Comeback-Album „Blues Funeral“ 2012 eine düstere und
schwere Bluesrock-Platte geworden war, ist
der Nachfolger „Phantom Radio“ weBsentlich vom Sound der 80er-Jahre
Uebel &
beeinflusst worden. Man hört LaneGefährlich
gans Liebe zu Krautrock. (oeh)
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Molobahn), Nobist
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Montag Mehr als zehn Jahre lang war der Sänger und
Songschreiber Chima aus Frankfurt in der Szene unterwegs, bis er mit „Stille“ den ersten Hit landen konnte. Der
Künstler mit den nigerianischen Wurzeln verbindet Pop,
Electro und auch ein wenig HipHop in seiner Musik,
seine Texte singt er auf Deutsch. „Von Steinen und Elefanten“ heißt sein aktuelles Werk,
mit dem er am 16. Februar im
Knust gastiert. (oeh)
er an
Weinmesse die Hamburg e Center Altona,
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Konzert Po
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Fotos: FKP Scorpio, Isabel Schiffler, WineStyle, Watergate Booking, Sven Sindt
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Wandalenweg 7,
Brigitte (Isabelle Huppert) und
ihr Mann Xavier (Jean-Pierre
Darroussin) Foto: Wild Bunch
der aus Paris zu einer Party im
Nachbarhaus der Lecanus angereist ist. Stan (Pio Marmai)
fühlt sich eine Spur zu alt für
das Publikum, das dort feiert,
und macht Brigitte vergnügt
Avancen.
Unter dem Vorwand, in der
Hauptstadt einen Hautspezialisten wegen ihres hartnäckigen
Ausschlags zu konsultieren,
reist Brigitte ihm kurzentschlossen hinterher. Das sogleich arrangierte Rendezvous
verläuft indes anders als geplant. Glücklicherweise ist in
Brigittes Hotel ein attraktiver
Zahnarzt aus Dänemark (Michael Nyquist) abgestiegen, der
ihr weitaus formvollendeter
den Hof macht. Derweil ist Xavier misstrauisch geworden
und folgt seiner Frau nach Paris. Er findet seine Eifersucht
bestätigt, zieht sich aber diskret
zurück. Nach der Eskapade
wird ihre Ehe nicht mehr so
sein wie zuvor.
„Sehnsucht nach Paris“ F 2014,
98 Min., ab 6 J., R: Marc Fitoussi,
D: Isabelle Huppert, Jean-Pierre
Darroussin, Michael Nyqvist, täglich im
3001 Kino (OmU), Holi, Passage;
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HAMBURG IM FERNSEHEN
So haben die Hamburger gewählt
:: Wenn Sie am Sonntag den
Fernseher einschalten, so gegen
17.45 Uhr, und Ihnen auffällt,
dass in gleich drei Programmen
über die politische Zukunft
Hamburgs gesprochen wird,
und Sie darüber hinaus das
dumpfe Gefühl nicht loswerden, irgendetwas vergessen zu
haben: Dann sollten Sie sich beeilen! Eine Viertelstunde haben
Sie noch, um wählen zu gehen.
Das sollte reichen, falls Ihr
Wahllokal nicht allzu weit entfernt ist. Und wenn Sie dann
leicht verschwitzt auf dem Sofa
sitzen, können Sie fröhlich zwischen der ARD, dem ZDF und
dem NDR hin und her zappen,
um möglichst schnell mitzubekommen, wie sich Ihre Stimme
auf die Zusammensetzung der
Bürgerschaft ausgewirkt hat.
„Bürgerschaftswahl Hamburg“,
So. 15.2., 17.45 Uhr, ARD, ZDF, NDR
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kelschwarz, Tiefschwarz. Soll
es ja alles geben. Tatsächlich
gibt es Tiefschwarz in der
RAL-Farbennorm mit der
Farbennummer 9005. Entsprechend passend war 2001
der Albumtitel „ral 9005“ des
DJ- und Produzentenduos
Tiefschwarz. Dabei ist der
Klangkosmos der Gebrüder
Ali und Basti
Schwarz gar
nicht düster.
St. Pauli
Es wird dunkelbunt im Villa Nova. (tl)
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Musik: Die kleine Zauberflöte Ab 5 Jahren, Theater für Kinder, 15:00, 16,Theater: Der kleine Drache Kokosnuss
Ab 4 J., Hamburger Puppentheater (Bramfelder Straße 9), 11:00, 15:00
Theater: Der kleine Prinz Ab 4 J., Jenisch
Haus (Baron-Voght-Straße 50), 15:00
Theater: Die kleinen Leute von Swabedoo Ab 4 J., Theater Zeppelin (KaiserFriedrich-Ufer 27), 11:00
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Büchermarkt Wichernkirche Hamm (Wichernsweg 16), 12:00-18:00
auch online lesen:
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zuletzt 2013 im CCH zu Gast, heißt „Khayelitsha“. Das meint „Unsere
neue Heimat“ und ist der Name des größten Townships bei Kapstadt, soll
aber auch unser Klischee von (Süd-)Afrika mit spielender Leichtigkeit
karikieren. Wie so oft bei „Mother Africa“ zeigen die besten Nachwuchsartisten des Kontinents die Vielfalt der aktuellen und traditionellen
Ausdrucksformen der Kulturen, ohne die Wurzeln zu vergessen. Der
Sound ist ein Mix aus coolen Grooves und traditioneller Musik, Breakund Zulu-Dance. (str)
Konzert Die dunkelbunte Klangpalette
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St. Pauli, Messehallen B2-B4 St. Petersburger Straße 1, 8:00-17:00
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Theater: Der kleine Prinz Ab 4 J., Jenisch
Haus (Baron-Voght-Straße 50), 15:00
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PAULI
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:: Charolaisrinder werden
nicht nur gerühmt für das fettarme Fleisch, das sie liefern.
Züchter schätzen sie auch wegen ihrer ruhigen Wesensart.
Xavier Lecanu hat mit seinen
Rindern schon zahlreiche Preise gewonnen. Sie tragen so
prächtige Namen wie Ben-Hur,
die zwar ihrer trägen Natur widersprechen, sie aber zugleich
als geborene Sieger ausweisen.
Es besteht kein Anlass zu vermuten, dass sich Xavier nicht
prächtig mit ihnen versteht.
Auch zu Beginn von „Sehnsucht nach Paris“ bereitet Xavier (Jean-Pierre Darroussin)
einen Schützling auf den Sieg
beim alljährlichen Wettbewerb
vor. Zärtlich bürsten er und seine Frau Brigitte (Isabelle Huppert) das Tier. Sie würde ihm
gern noch ein Diadem aufsetzen, aber das geht ihrem Gatten
zu weit. Als sie dann mit ihrem
Rind für das Siegerfoto posieren, setzt sie sich verschmitzt
den Schmuck selbst auf. Ein Abgrund tut sich dabei nicht auf,
aber ein leiser Zwiespalt ist in
diesem Moment eröffnet. Darroussin und Huppert sind ein
verblüffendes, durchaus glaubwürdiges Paar. Er ist ein versierter Darsteller heroischer
Genügsamkeit. Sie wiederum
glänzt traditionell in Rollen, in
denen sie Frauen eindringlich
Gestalt verleiht, die von einem
aufregenderen, erfüllteren Leben träumen und oft ihre bürgerliche Existenz um der Liebe
willen aufs Spiel setzen.
Tatsächlich tritt bald ein
junger Verehrer auf den Plan,
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Bahrenfeld, Lutherhaus: Floh- und Trödelmarkt Lutherhöhe 22, 11:00-17:00
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Faina Freymann (Klavier), Werke von Bach,
Beethoven, Kreuzkirche Barmbek, 16:00,
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Ansgarkirche Ottensen, 17:00
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(U/S Hbf.), Kirchenallee 39,
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Paddy, Discofamily, Herr Bademeister Trillerpfeife u.a., 21:00, 10,Docks Cirque Du Son, mit Butch, Mikah,
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Fabrik Gay Factory, 22:00, 10,Golden Pudel Club RvdS, 22:00
Gruenspan Badda Badda, 23:59
Grüner Jäger Revolver Club, 23:00, 4,Kampnagel Kick-Ass Queereeoke, 22:00
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Golden Pudel Club George Fitzgerald,
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rnes Stück „Der Entertainer“ ist fast 60 Jahre
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n der Suez-Krise in
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rk ins Heute übertragen. Im Zentrum ste
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Hinschenfelde, 16:00, Spende
Schanzonetten Goldbekhaus, 19:00
Tom Gaebel Gruenspan, 19:00
Viet Cong & Absolutely Free, Hafenklang,
21:30
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ROCK/POP
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St. Georg, 20:30, 8,Bourbon Skiffle Company Cotton Club,
20:30, 12,Diagrams Molotow, 20:00
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Kunst für
moderne Menschen
:: Seit acht Jahren kennt und
schätzt Birgit Schimming den
Künstler Julian Hoffmann.
Jetzt bat die Galeristin zum
fünften Mal zur Ausstellungseröffnung mit seinen Arbeiten in
ihre Galerieräume (Heimhuder
Straße 57). Die Vernissage stellte der Hamburger, Jahrgang
1974, unter das Thema „Modern
Art for modern People“. Hoffmanns widmet sich der Malerei,
Fotografie, Skulptur und Installation. Neben Hinterglasmalerei, Acryl auf Holz und Malerei
auf Leinwand sorgen vor allem
seine amüsanten Holzskulpturen aus ausrangierten Fundstücken für Furore.
Galeristin Birgit Schimming und
Künstler Julian Hoffmann
Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein und Ehemann
Nikolaus Broschek, Theresita
Lieben-Seutter, Librettistin
Mechtild und Reiner Brüggestraat, Vorstandssprecher der HHVolksbank, mit Gesa Engelschall (r.), Hamburgische Kulturstiftung
Komponist Tan Dun und Rolf
Beck, Dirigent Fotos: J. Joost
Wasser trifft Musik
:: 17 gläserne, von unten beleuchtete Wasserschalen, Instrumentalisten, Gesangssolisten und die Chorakademie Lübeck: Mit der besonderen Inszenierung „Water Passion“ hat
der chinesische Komponist und
Dirigent Tan Dun für einen
strahlenden Auftakt von „Lux
aeterna“ gesorgt – und für begeisterten Applaus des Publikums. Das einmonatige Festival
für geistliche und spirituelle
Musik wurde 2013 von Elbphilharmonie Konzerte ins Leben
gerufen. Nun findet „Lux aeterna“ (28 Konzerte auf diversen
Bühnen) zum dritten Mal in
Hamburg statt. Mit 600 Besuchern war das Eröffnungskonzert in der Hauptkirche St. Katharinen ausverkauft. Anschließend ließen die Gäste, dick eingepackt in ihre Winterjacken,
den Festivalabend im kühlen
Kirchengebäude bei Wein und
rustikalem Buffet ausklingen.
FRAGEBOGEN
:: Die Spitzenkandidaten der
Parteien haben vor der Wahl einen persönlichen Fragebogen
ausgefüllt – ihre Antworten am
Sonnabend im Abendblatt.
Hamburger
Filmbrunch mit
mehr als 600 Gästen
:: Mehr als 600 Gäste kamen
zum Hamburger Filmbrunch
im Rahmen der 65. Filmfestspiele in Berlin. Der jährliche
Empfang gehört zu einem der
beliebtesten Treffpunkte währen des Festivals. Gastgerinnen
sind Eva Hubert, Geschäftsführerin Filmförderung Hamburg
Schleswig-Holstein, und Kultursenatorin Barbara Kisseler.
„Es ist der netteste und schönste Empfang, auf den sich alle
freuen, wie mir immer versichert wird“, sagt Eva Hubert.
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mehrerer Schwerpunkteinsätze
gegen Einbrecher, bei denen
Tausende Polizisten eingesetzt
wurden, ist die Zahl der Einbrüche in der Hansestadt im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Allerdings hat die Polizei
deutlich mehr Fälle als in den
Vorjahren aufklären können,
insgesamt jede zehnte Einbruchstat. Das ist die höchste
Aufklärungsquote seit fünf Jahren. Allein im letzten Quartal
2014 hatte die Polizei mehr als
310 Einbrecher festnehmen
können.
17.151 Fälle schwerer Einbruchskriminalität registrierte
die Polizei in 2014. Das entspricht einer Steigerung von
3,9 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Damals waren 16.506
Taten aufgenommen worden.
Absolut waren es 645 Taten
mehr. Im Mehrjahresvergleich
liegen die aktuellen Fallzahlen
allerdings noch unter denen
von 2012. Vor drei Jahren mussten von der Polizei 17.339 Fälle
schwerer Einbruchskriminalität bearbeitet werden.
Diese Zahlen erfuhr das
Abendblatt aus Polizeikreisen.
Das Deliktsfeld „schwere Einbruchskriminalität“
umfasst
nicht nur den für den Bürger
äußerst sensiblen Bereich des
Haus- und Wohnungseinbruchs, sondern auch verschieHAMBURG
dene Arten von Einbruchsdiebstahl, etwa aus Büros oder Kellerräumen.
Die Fallzahlen im Bereich
des Wohnungseinbruchs sollen
ähnlich stark gestiegen sein.
Aber auch hier soll die Aufklärungsquote, die 2014 bei der
schweren Einbruchskriminalität von 8,4 auf 9,9 Prozent stieg
(insgesamt gab es 304 mehr
aufgeklärte Fälle), ein Mehrjahreshoch erreicht haben.
17.151 Fälle schwerer
Einbruchskriminalität
registrierte die Polizei
im vergangenen Jahr.
Deutlich mehr Einbrüche
verzeichnete die Polizei in den
Bezirken Altona (plus 12,2 Prozent), Bergedorf (10,7) und in
Mitte (9,2) – wobei letzterer Bezirk, mit 4411 Taten insgesamt,
die höchsten Fallzahlen aufweist. Positiv sind die Rückgänge insbesondere in Eimsbüttel
(minus 109 Taten) und Nord
(minus 47). Bemerkenswert ist,
dass 36,4 Prozent aller Taten im
Versuchsstadium blieben und
Einbrüche in 6237 Fällen nicht
zu Ende geführt wurden. Den
Grund dafür sieht die Polizei im
immer besseren Einbruchsschutz bei Wohnungen und
Häusern.
„Es ist richtig, dass wir eine
Fallzahlsteigerung im Bereich
Was Sie mitbringen sollten
• Sie verfügen über langjährige Erfahrungen im Vertrieb (Innen- oder Außendienst)
• Sie verfügen idealerweise über Kenntnisse des Baugewerbes
• Sie haben ein sicheres Auftreten
• Sie verfügen über sehr gute Kommunikationsfähigkeiten, Beharrlichkeit
und Durchsetzungsvermögen sowie Abschlussstärke
der Einbruchskriminalität haben. Damit sind wir natürlich
nicht zufrieden, deshalb werden wir auch nicht nachlassen,
das Phänomen intensiv zu bekämpfen“, sagte Polizeisprecher Mirko Streiber. „Dass wir
aber auch mit unserer Arbeit
Erfolge erzielt haben, zeigt der
deutliche Anstieg bei der Aufklärungsquote.“
Während der „Herbstoffensive 2014“, von Oktober bis Ende Dezember, bei der 8100 Beamte im Einsatz waren, sei die
Polizei mit einem täterorientierten Ansatz gezielt gegen potenzielle Einbrecher vorgegangen. „Dadurch konnten wir
nicht nur den sonst üblichen
starken Anstieg der Einbruchskriminalität in der dunklen
Jahreszeit abmildern“, sagte
Streiber, es habe auch fast doppelt so viele Festnahmen wie im
Vorjahreszeitraum gegeben. Er
betonte, wie wichtig die Unterstützung aus der Bevölkerung
sei. In sehr vielen Fällen hatten
Täter nach Alarmierungen von
Anwohnern und anderen Zeugen festgenommen werden
können.
Einige der Einbrecher gehören zu internationalen Tätergruppen. Polizeisprecher Mirko
Streiber: „Bei solchen reisenden Tätern ist eine Aufklärung
der Taten besonders schwierig,
da sie kaum Spuren hinterlassen und nur kurz in Hamburg
verweilen.“
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DIE WOCHE
S E I T E 10
Vielfalt gibt bei Verdi den Ton an
Allein die Standard-Speisekarte im Ristorante an der Rothenbaumchaussee listet 25 Gerichte auf
D I ET E R B R A ATZ
Ristorante Verdi
:: Über Beliebtheit und Er-
folg der unzähligen italienischen „Ristorantes“ entscheidet meist die Persönlichkeit des
Patrons. Das zeigt sich gerade
im Verdi an der Rothenbaum-
Adresse: Rothenbaumchaussee 63, Tel. 21 00 66 60
Küchenzeiten: täglich von
12 bis 23 Uhr
GOURMETSPITZEN
Sitzplätze: 65 Plätze im
Restaurant, 40 Plätze auf der
Terrasse
Dieter Braatz testet
Hamburger
Restaurants
Heute: Verdi
chaussee, wo Salvatore Battaglia nach zweijähriger Auszeit in
Italien die Regie wieder übernommen hat.
Den Tipp, wieder einmal im
Verdi vorbeizuschauen, bekamen wir von einer Leserin, die
ausdrücklich den Mittagstisch
lobte. Also machen wir uns mit-
Service: sehr freundlich und
sehr engagiert
Fazit: nicht innovativ, aber
gute Weine und gute Produkte,
weitgehend authentisch
zubereitet
Die Mannschaft vom italienischen Restaurant Verdi an der Rothenbaumchaussee
tags auf, Salvatore Battaglias
Küche im schmalen Restaurant
zu testen. Beim Blick in die Kar-
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Sie erreichen uns unter:
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Reggiano (8,90 Euro). Dazu
stellt der Patron eigenes Olivenöl aus Sizilien und hausgemachtes warmes Brot auf den
Tisch. Pasta als Hauptgericht,
warum nicht? Mein Kollege hat
„Maltagliate con Salmone“ gewählt, dünne Teigscheiben mit
frisch zubereitetem Lachsfilet
und Tomaten-Sugo: die Maltagliate noch ein bisschen al dente,
der Fisch saftig in sanfter
Soße (12 Euro). Von der Schiefertafel habe ich mir Kalbsleber
„alla Veneziana“ ausgesucht
(12,50 Euro). Die Leber ist in
Stücke geschnitten, sorgsam
geputzt und nicht zu scharf gebraten, die Zwiebelsoße ange-
nehm reichlich. Dazu gibt es gedünsteten Mangold und kleine
Kartoffelwürfel. Das passt!
Neben der Musik (Verdi!)
liegt Battaglia der Wein am Herzen, auf seiner Karte (130 Positionen!) stehen vor allem sizilianische Weine, etliche offen
ausgeschenkt. Zu unseren Menüs gefallen ein schlichter
2013er Grillo aus Sizilien
(0,2 Liter 7,90 Euro) und der
2013er Sauvignon blanc von
Pierpaolo Pecorari aus dem Friaul (0,2 Liter, 8 Euro).
Dieter Braatz ist
stellvertretender Chefredakteur
der Zeitschrift „Der Feinschmecker“
SCHWEDENRÄTSEL
von Stefan Heine
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SUDOKU
te fällt zunächst die große Auswahl auf, allein die Standardkarte listet 25 Gerichte auf.
Hinzu kommt eine Pizza-Abteilung mit sieben Varianten, die
Mittagskarte inklusive Überraschungsmenü sowie – auf einer
Schiefertafel – Angebote nach
Tageseinkauf.
Wir entscheiden uns für einen leichten Lunch quer durch
das Angebotene. Vitello tonnato (11 Euro), ganz traditionell
und sehr ordentlich zubereitet.
Den Rucola serviert Salvatore
Battaglia auch zu den gut gebratenen Streifen vom FassonaRinderfilet, gewürzt mit gehobelten Spänen von Parmigiano
2
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Männername
4
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Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
Abschalten auf Hiddensee
M AT Z T I P P T
Kleine Fluchten Hotel Godewind in Vitte bietet gemütliche Zimmer und ein uriges Restaurant
groß und von einfach möblierten für den schmalen Geldbeutel bis zu höherpreisigen Apartments. Auch stilistisch ist von
traditioneller Einrichtung über
rustikal bis modern alles vorhanden. Nach dem Motto „einmal Gast, immer Gast“ hat der
beliebte familiengeführte Betrieb mittlerweile 80 Prozent
Stammgäste.
MICHAEL PA SDZIOR
:: Schon lange ist Hiddensee,
die kleine Schwester Rügens,
kein Geheimtipp mehr. Aber
noch immer ist „dat sönken
Länneken“ (das süße Ländchen) ein Reiseziel für Individualisten. Die Insel lockt seit jeher mit viel Ruhe und Einsamkeit, was für die Hauptsaison allerdings eingeschränkt gilt.
Dann wird es angesichts der
vielen Tagesgäste doch manchmal etwas voll.
Hotelsilos, Kurpromenade,
Diskotheken und Zeltplätze
wird man hier vergeblich suchen. Die abgeschirmte Insellage hat vieles ursprünglich und
beschaulich erhalten. So wird
die Insel von Salzwiesen, Heidelandschaft, feinem Natursandstrand und einem hohen
Kliff bestimmt und gehört damit zu einer der wenigen noch
intakten
Naturlandschaften
Mitteleuropas.
Die Ruhe und Schönheit
der Insel zog viele Künstler an
Lange Zeit waren die Bewohner auf der kargen Insel
sehr arm. Deshalb war der aufkeimende Fremdenverkehr gegen Ende des 19. Jahrhunderts
für die Bevölkerung ein Segen.
Schon bald vermieteten viele
Einheimische ihre Häuser an
die Fremden, während sie
selbst auf Hausböden und Stallräume auswichen. Vor allem
Künstler fühlten sich von der
Einsamkeit und Schönheit angezogen. Und so wurde sie
schnell zur Lieblingsinsel von
Dichtern, Musikern, Malern
und Schauspielern. Die Liste
berühmter Namen ist lang: Albert Einstein gehört dazu wie
auch Sigmund Freud, und natürlich Gerhart Hauptmann,
der hier ein Haus besaß.
Mit der Fähre von Schaprode auf Rügen erreicht man in
40 Minuten Vitte, den Verwaltungsort der Insel. Der Name
weist auf die Bedeutung des
Fischfangs hin, denn die Fischhandelsplätze werden als „Vitten“ bezeichnet. Der Fischfang
war für lange Zeit die Haupternährungsquelle der Insel. Auch
heute noch bildet der Hafen das
gesellschaftliche Zentrum des
Dorfes. Zum Hotel Godewind
ist es nur ein kurzer Spazier-
Erkundungstouren nur zu Fuß,
mit dem Rad oder der Kutsche
Das Hotel Godewind hat das ganze Jahr über Saison.
Seine Gaststätte hat keine Sprerrstunde und gilt als Szenetreff
gang. Am eher schmucklosen
Hauptgebäude fällt vor allem
der Gastrobereich auf. Dieser
ist urgemütlich, und die Speisekarte bietet Gerichte in guter
pommerscher Tradition mit
mediterranem Einschlag. Für
die gleichbleibende Qualität
sorgt ein eingespieltes Küchenteam, dessen Chef schon seit
zwei Jahrzehnten an dieser
Stelle tätig ist. Zur Philosophie
des Hauses gehört auch, dass es
keine Sperrstunde gibt und
auch keine Saison, denn es ist
ganzjährig geöffnet. Als „Szenetreffpunkt“ ist die im Jahr 1910
gegründete Gaststätte in dem
kleinen Ort nach wie vor angesagt.
Dies liegt nicht nur, aber
auch vor allem an Andreas
Meinhof, der allabendlich seine
Runde durchs Restaurant
macht, dabei jeden Gast begrüßt und sich nach dem Befinden erkundigt. Mit seinem trockenen Humor verbreitet er immer gute Laune. Beliebt sind
insbesondere die Anekdoten
und Witze aus der DDR-Zeit.
Zusammen mit seinem Bruder
Thomas hat er die beliebte
Gaststätte Godewind 1991 übernommen und erweitert. Zehn
Jahre zuvor kam er als Saisonkellner auf die Insel und blieb
Hotel Godewind
Adresse: Hotel Godewind,
Süderende 53, 18565 Insel
Hiddensee, Tel. 038300/66 00,
godewind@hotelgodewind.de,
www.hotelgodewind.de
Preise: Einzelzimmer mit Frühstück 39 bis 85 Euro, Doppelzimmer mit Frühstück 59 bis
135 Euro, einige Zimmer sind
mit Etagendusche, Apartment
69 bis 95 Euro, Ferienwohnung
59 bis 185 Euro, das Hotel ist
ganzjährig geöffnet.
HIDDENSEE
Altbessin
Ostsee
Dornbusch
Vitte
Hotel
Godewind
Neuendorf
Bug
Insel
Rügen
Schaprode
Grafik: fh/cs
2 km
hier, „weil diese Insel eine gute
Alternative zur DDR war“, wie
er sagt.
Heute befinden sich fünf
weitere Gebäude auf dem hinteren Teil des Grundstücks, in denen 19 Ferienwohnungen und
ebenso viele Zimmer untergebracht sind. So hat der Gast eine
große Auswahl an Unterkünften. Sie reichen von klein bis
S E I T E 11
Da die Insel autofrei ist,
müssen die Besucher die vielfältige Natur zu Fuß, mit dem
Fahrrad oder mit der Pferdekutsche erkunden. Dabei gehört eine Wanderung auf den
72 Meter hohen Dornbusch mit
seinem weithin sichtbaren
Leuchtturm unbedingt dazu.
Einzigartig ist von hier der
Rundblick auf Meer und Inseln.
Ein besonderes Erlebnis ist der
Spaziergang im Frühjahr, wenn
der Ginster seine ganze Blütenpracht entfaltet. Bei gutem
Wetter und klarer Sicht kann
man die Südküste Dänemarks
sehen. Wer nicht nur auf den
bekannten touristischen Hochpfaden wandern will, sollte
auch einmal den weitestgehend
unberührten Süden der Insel
erkunden. Hier hat sich der unter Denkmalschutz stehende
Ort Neuendorf mit seinen weiß
getünchten Häusern sein Aussehen als Fischerdorf bewahrt.
Drei Stück
für den HSV
D I ET E R M ATZ
:: Das wird
ein Spieltag
für die Favoriten. Die Bayern machen es mit dem HSV
gnädig, wenige Tage vor der
Champions League hält der
Rekordmeister nur drei Stück
für die Hamburger Zinnbauer
bereit. Die Wölfe aus der Autostadt bleiben auf VerfolgerKurs, denn sie bezwingen den
Werksclub im Spitzenspiel in
Leverkusen 2:1. Im stets brisanten Westderby beißen die
Geißböcke die Fohlen mit 1:0
weg, Werder Bremen setzt den
Aufwärtstrend fort und holt
gegen die Sensations-Mannschaft aus Augsburg immerhin
ein 1:1. Ganz unten bekommen
Freiburg, Stuttgart und auch
Paderborn immer größere
Probleme.
1. BUNDESLIGA
Borussia Dortmund – Mainz 05
Bayern München – HSV
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln
Werder Bremen – FC Augsburg
Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg
1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt – Schalke 04
Hertha BSC – SC Freiburg
Hannover 96 – SC Paderborn
2:0
3:0
0:1
1:1
1:2
3:2
2:1
2:1
2:0
Die HSV-Kolumne „Matz ab“ finden Sie täglich
im Internet auf www.abendblatt.de/matz-ab.
Und immer freitags im Hamburger Abendblatt
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DIE WOCHE
S E I T E 12
D
ie Zahl der Unterstützer für Hamburgs
Olympiabewerbung
wird täglich größer.
Zurückhaltung gibt es bislang
bei den älteren Hamburgerinnen und Hamburgern. Wie sollte die Stadt den Zweiflern begegnen? Mit Michael Otto, 71,
Hamburger Ehrenbürger und
Aufsichtsratsvorsitzender der
Otto Group, sprach Oliver
Schirg.
Welche Argumente sprechen aus Ihrer
Sicht für Olympische Sommerspiele in Hamburg?
Michael Otto: Olympia ist für
Hamburg eine bedeutende Investition in die Zukunft, denn
es bringt der Stadt viele Vorteile. So wird die Verkehrsinfrastruktur deutlich verbessert,
und zwar sehr viel zügiger, als es
sonst erfolgen würde. Dann
werden unsere bestehenden
Sportstätten saniert. Letztlich
entsteht auf dem Kleinen Grasbrook ein neuer Stadtteil mit
mindestens 3000 Wohnungen.
1000 davon werden staatlich
gefördert sein, also günstige
Mieten haben. Ferner wird ein
Sportpark geschaffen. Und das
alles auf einem Gelände, das
heute industriell genutzt wird,
also versiegelt ist.
Hamburger Abendblatt:
Das wird eine Menge Geld kosten.
Otto: Das ist richtig. Aber vergessen Sie nicht: Ein großer
Teil der Investitionen wird,
sollte Hamburg als Deutschlands Bewerber erfolgreich
sein, vom Bund und dem IOC
übernommen.
Sind Olympische Spiele ein Motor für die Stadtentwicklung?
Otto:
Zumindest
würden
Olympische Spiele die Umsetzung vieler Infrastrukturprojekte, die ohnehin verwirklicht
werden müssten, vorantreiben. Der Weiterbau der UBahn in Richtung Süden bekäme sicher einen Schub. Hamburg würde durch ein so großes Sportereignis für die nächste Generation modern aufgestellt.
Kritiker beklagen, Hamburg
könne sich Olympische Spiele
nicht leisten.
Otto: Die Idee, Olympische
Sommerspiele in Hamburg zu
veranstalten, hat sehr viel mit
Nachhaltigkeit zu tun. Hier
würden ja keine gigantischen
Neubauten entstehen, die
nach den Wettkämpfen dann
nutzlos herumständen. Olympische Spiele würden notwendige Arbeiten und sinnvolle Investitionen lediglich beschleunigen, und am Ende würde
Hamburg dafür sogar Zuschüsse in Milliardenhöhe
vom Bund und vom Internationalen Olympischen Komitee erhalten.
Olympia:
„Ein Milliardengrab darf
und wird es nicht geben“
Michael Otto ist davon überzeugt, dass die Hamburger nur nachhaltig
vorbereitete und durchgeführte Sommerspiele in der Stadt akzeptieren werden
Läge ein positiver Nebeneffekt
auch darin, dass der Druck auf
die Politik, in die Infrastruktur
der Stadt zu investieren, stärker
würde?
Otto: Der Druck auf die Politik
würde garantiert wachsen.
Wenn man so einen konkreten
Termin hat, muss entsprechend geplant und umgesetzt
werden.
Kann Hamburg beweisen, dass
auch ein demokratisch verfasstes Land heute noch ein sportliches Großereignis organisieren kann?
Otto: Das ist in der Tat die große Chance für Hamburg. Wir
können anderen Städten zeigen, dass Olympische Spiele
nachhaltig und sozial gerecht
organisiert werden können –
also ohne Gigantomanie und
Milliardenverlust.
Wir schauen immer auf Hamburg. Was hätte der Norden von
Olympischen Spielen in der
Hansestadt?
Otto: Das neu zu errichtende
Olympiastadion bliebe uns
nach den Spielen erhalten und
würde als neues Leichtathletikstadion auf den ganzen Norden ausstrahlen. Zudem lenken Olympische Spiele das Interesse der Welt ja nicht nur
auf die Stadt, sondern auf die
gesamte Region; einmal davon
abgesehen, dass auch einige
Wettkämpfe dort ausgetragen
würden. Das, was für Hamburg
gilt, gilt auch für die Region:
Beide würden in der Welt bekannter werden und könnten
mit ihrer Attraktivität werben.
Am Ende kommen nicht nur
mehr Touristen nach Norddeutschland, sondern vor
allem auch Talente und Unternehmen. Damit verbunden
entstehen auch mehr Arbeitsplätze.
Es fällt auf, dass jüngere Menschen von der Idee, Olympische
Spiele in Hamburg auszutragen, eher begeistert sind als ältere Menschen. Was könnte aus
Ihrer Sicht ältere Menschen
umstimmen?
Otto: Ich habe Verständnis dafür, dass ältere Menschen
skeptisch sind, dass sie sich vor
den jahrelangen Bauarbeiten
sorgen und fragen: Was haben
wir davon? Aber Hamburg hat
traditionell immer über Generationen hinaus gedacht. Auch
heute müssen wir die Weichen
für künftige Generationen
stellen.
Ein wichtiges Thema bei Olympia ist inzwischen Nachhaltigkeit. Auch beim IOC verändert
sich in diesem Punkt gerade
etwas. Was kann Hamburg in
dieser Hinsicht leisten?
Otto: Es ist höchst ehrenwert
und wichtig, dass IOC-Präsident Thomas Bach dieses Thema in den Vordergrund gerückt hat. Man muss wegkommen von Gigantomanie und
hinkommen zu nachhaltigen
Olympischen Spielen. Das wiederum ist entscheidend für
Gäste setzt Hamburg auf den
öffentlichen Personennahverkehr. Dazu gehören wegen der
Hafennähe vermehrt Schiffe.
Viele Sportstätten sind zudem
zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Beim Bauen von Unterkünften und Sportstätten
achten wir nicht nur darauf,
dass umweltfreundliche Materialien verwendet, sondern
dass auch die Sozialstandards
eingehalten werden. In Hamburg, dessen können Sie sich
sicher sein, werden faire Löhne gezahlt werden.
Kritiker trauen dem IOC nicht
über den Weg und fürchten,
dass es am Ende die Konzepte
der Bewerber ignoriert. Wo ist
die Grenze, die Hamburg nicht
überschreiten darf ?
Otto: Ich kenne den IOC-Präsidenten Herrn Bach seit
Hamburgs
Olympiabewerbung 2003 und habe großes
Zutrauen zu ihm. Er wird die
Reform umsetzen. Aber klar ist
auch, dass Hamburg nur für
nachhaltige Olympische Spiele
zur Verfügung steht.
Sie haben bereits auf das Nachhaltigkeitsteam hingewiesen.
Wie wird es in die Hamburger
Olympiabewerbung integriert?
Otto: Das Team ist bereits integriert. Das ist im Übrigen
eine Stärke der Hamburger
Bewerbung. Von Anfang an
wurden alle Beteiligten eingebunden. Zudem wurden die
Ideen online gestellt, und Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich. Wir wollen am Ende
ein Konzept haben, das transparent ist und hinter dem alle
stehen.
Michael Otto ist Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und
Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg Foto: Marcelo Hernandez
Hamburgs Bewerbung. Die
Bürgerinnen und Bürger der
Hansestadt werden nur nachhaltig vorbereitete und durchgeführte Olympische Spiele
akzeptieren.
Macht Hamburg dafür bereits
genug?
Otto: Gemeinsam mit der Stadt
organisieren wir einen Nachhaltigkeitsdialog mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, der Zivilgesellschaft, der Kirchen, der Sportverbände und der Wirtschaft.
Dabei geht es uns nicht nur um
eine Diskussion über Nachhaltigkeit. Wir müssen darauf
achten, dass die in dem Dialog
gefundenen Kompromisse in
der Hamburger Bewerbung
auch zu 100 Prozent umgesetzt
werden.
Gibt es schon Ergebnisse?
Otto: Wir würden Olympische
Spiele der kurzen Wege bekommen. Vom Olympiazentrum sind alle Sportstätten in
weniger als 30 Minuten zu erreichen. Beim Transport der
Wie kann jeder Einzelne, der
Olympia in Hamburg will,
die Bewerbung der Stadt unterstützen?
Otto: Sollte man bei der für die
letzte Februarwoche geplanten Umfrage des Deutschen
Olympischen Sportbunds angerufen werden, dann sollte
man natürlich für Olympia in
Hamburg stimmen. Wir konkurrieren ja mit Berlin, und die
Sportfunktionäre werden sich
für die Metropole entscheiden,
in der die größere Mehrheit
hinter einer Bewerbung steht.
Bis dahin kann jeder sich nicht
nur informieren, sondern sollte in seinem Bekanntenkreis
auch für Olympia in Hamburg
werben.
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