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ahrgang / 2 Euro
Nr.. 6 / 62. JJahrgang
Freitag, 06. FFebruar
ebruar 2015
Nettetal: Der Sitzungskarneval ist in vollem
Gange. ab Seite 9
Brüggen: Matinee für Ehrenbürger Wildor
Hollmann. Seite 14
Sport: VVV-Venlo will in der Liga weiter
klettern.
Seite 19
Anzeige_90x55-Viersen.ai 1 04.02.2014 16:47:00
Bald 1.000 Flüchtlinge in Elmpt?
Noch keine Entscheidung gefallen
Notdienstpraxis in Lobberich
wird geschlossen
Kosten, Einkommen und Belastung der
Ärzte spielen eine Rolle
Die aktuelle rtv
VON BIRGIT EICKENBERG
Was passiert mit den Javelin Barracks? Gewerbegebiet oder Flüchtlings-Unterkünfte?
Foto: Heike Ahlen
VON HEIKE AHLEN
Elmpt. „Die Regierungspräsidentin hat mir versichert, dass noch keine Entscheidung gefallen ist und
alles ergebnisoffen behandelt wird“, sagt Niederkrüchtens Bürgermeister
Herbert Winzen am Dienstagabend nach einem zweistündigen Gespräch mit Regierungspräsidentin Anne
Lüttges und Landrat Peter
Ottmann.
Thema war die mögliche
Erstaufnahmeeinrichtung
für Flüchtlinge auf dem Gelände der Javelin Barracks.
Als Gerücht geisterte die
schon längere Zeit durch den
Ort. Ende vergangener Woche nahm es konkretere Formen an. Eine Nachfrage bei
der Bezirksregierung am
Montag ergab: „Die Bezirksregierung Düsseldorf prüft
derzeit verschiedene Möglichkeiten für die Erstaufnahme von Flüchtlingen im gesamten Regierungsbezirk.
Dies gilt auch für das von
Ihnen in Ihrer Anfrage benannte ehemalige Militärgelände in Niederkrüchten
und schließt regionalplanerische Perspektiven mit ein.
Derzeit liegen allerdings
hinsichtlich dieses Objektes
keine konkreten Ergebnisse
oder Planungen vor.“
Auf Nachfrage bestätigte
ein Sprecher der Bezirksregierung allerdings, dass es
ein sehr ernsthaftes Interesse an dem Gelände gebe.
In der Niederkrüchtener
Politik überwog klar das
Entsetzen über diese Idee.
Ihre Argumente umfassen in
der Hauptsache drei Bereiche: Die Frage, ob es menschenwürdig ist, Flüchtlinge in Baracken und hinter
Stacheldraht unterzubringen. Die Überlegung, ob ein
Ort mit 5.000 Einwohnern in
der Lage ist, plötzlich 1.000
Flüchtlinge aufzunehmen, ob
die Gesellschaft damit überfordert ist oder nicht. Und
das Entsetzen darüber, dass
damit mit einem Federstrich
zehn Jahre Planung zunichte gemacht werden.
Noch am vergangenen
Montag hatte es im Viersener Kreishaus eine Vorstellung des Regionalplanentwurfs gegeben. Da war noch
klar: Auf dem Gelände der
Javelin Barracks sollen ab
September, wenn die Briten
weg sind, ein Gewerbegebiet mit großflächigem und
kleinteiligen Gewerbe und
ein Energiepark für regenerative Energien entstehen. Mit
keinem Wort wurde der Gedanke an eine Flüchtlingsunterkunft erwähnt. Gleichwohl
muss es ihn aber da schon
gegeben haben. Denn die ersten Politiker hörten bereits
am nächsten Tag davon.
Die Niederkrüchtener Politik - zumindest die Parteien, die für eine erste Stellungnahme erreichbar waren - ist sich einig: Das kann
so nicht sein. 50 Jahre lang
habe man den Fluglärm ertragen, sei vom Land vertröstet worden, dass es als
eine Art Entschädigung später auch viel Unterstützung
für eine für die Gemeinde
positive Entwicklung auf
diesem Gelände gebe.
Man hätte schon stutzig
werden können, als das Baugebiet Malerviertel entstand. Hier hatten vorher
Wohnblocks der Briten gestanden - und eigentlich sollte die Umwidmung für die
Gemeinde ohne Kosten verlaufen. Letztlich mussten die
Niederkrüchtener Steuerzahler aber doch fast drei
Millionen Euro aufbringen,
weil das Land nicht alles
übernahm.
Lesen Sie weiter auf Seite 2
Grenzland. Die geplante
Schließung der Notarztpraxis in Lobberich erzürnt die
Gemüter der dort lebenden
Menschen. Doch scheint kein
Weg daran vorbei zu gehen.
Grund ist die Notdienstreform, über die am 11. Februar in einer Vertreterversammlung - das Ärzteparlament der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) - beraten
meisten Ärzte würden den
ärztlichen Notdienst in bestehender Form nicht mehr
wollen, begründet die
KVNO. Gerade die Ärzte auf
dem Land sollen entlastet
werden. 45 Millionen Euro
erhielten laut der KVNO niedergelassene Ärzte für Leistungen im Notdienst, bei 1,3
Millionen Behandlungsfällen. Das macht pro Fall einen
Betrag von knapp 35 Euro.
„Die Ärzte zahlen den
Notdienst selber“, teilte
Die Notdienstpraxis im Lobbericher Krankenhaus.
Foto: Frank Hohnen
wird, wie Dr. Heiko Schmitz
den GN mitteilte.
Die Reform ist schon lange
im Gespräch und allen Verantwortlichen lange bekannt, bereits Ende November 2012 wurden erste Eckpunkte beschlossen. Die
Werner Peters, kaufmännischer Leiter des Gesundheitsnetz Viersen, mit. „Alles, was der Notdienst kostet, fällt aus der Gesamtumlage der Krankenkassen
heraus.
Lesen Sie weiter auf Seite 2
Grenzland
Seite 2
Fortsetzung der Titelseite
wollen die Möglichkeit haben,
sich auch um die Menschen zu
kümmern, sie zu integrieren.
Und das sei bei dieser großen
Zahl nicht möglich. Die Unterbringung in Baracken und hinter Stacheldraht erinnerte Marianne Lipp (Grüne) an Bilder
aus einer Zeit, die vergangen
sei und sich nie wiederholen
dürfe.
Wie es jetzt weitergeht? Mitarbeiter von Bezirksregierung,
Kreis und Gemeinde werden
einen Katalog mit Pro- und
Contra-Argumenten in Sachen Erstaufnahmeeinrichtung in Elmpt erstellen. Bürgermeister Herbert Winzen
hat der Regierungspräsidentin viele Argumente bereits in
dem Gespräch vorgetragen.
Der Katalog soll dann „objektiv geprüft“ werden, so habe
es die Regierungspräsidentin
versprochen, erklärt der Bürgermeister. Das letzte Wort hat
dann der Innenminister.
Lesen Sie auf Seite 3: Wichtige Fragen und Antworten
zur Unterbringung von
Flüchtlingen.
Achtung
Radarkontrolle
Foto der Woche
Bald 1.000 Flüchtlinge
in Elmpt?
Aber die Planungen, die in
den Regionalplan einflossen auch die blieben nicht ohne
Kosten - liefen zunächst im
Sinne der Gemeinde. Alle Abstimmungen waren erfolgt.
Der Regionalplan wird gerade
neu aufgestellt, er sollte diese
Planungen enthalten.
Die Bezirksregierung muss
da jetzt abwägen, was ihr
wichtiger ist: Das Gewerbegebiet samt wirtschaftlicher Entwicklung oder die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Hinter vorgehaltener Hand
war auch schon zu hören, man
könne doch beides tun, Gewerbe und Flüchtlinge ansiedeln.
Hier sagt Bennet Gielen (CDU),
dass das nicht funktionieren
werde. „Ob das gerechtfertigt
ist oder nicht - aber es wird
sich niemand mit seinem Unternehmen ansiedeln, wenn
nebenan die Erstaufnahmeeinrichtung ist.“
Niemand aus der Politik will
falsch verstanden werden. Alle
sind bereit, Flüchtlinge in Niederkrüchten aufzunehmen.
Auch mehr als jetzt. Aber sie
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Kreis Viersen. Auf den Straßen des Kreises Viersen misst
das Kreisordnungsamt von
Montag bis Samstag, 9. bis 13.
Februar, die Geschwindigkeit.
Geblitzt wird in Tempo-Zonen mit 30, 50 und 70 Stundenkilometern. Montag und Mittwoch finden Kontrollen in Tönisvorst, Kempen, Schwalmtal, Niederkrüchten und Brüggen statt. Am Dienstag ist in
Brüggen, Nettetal, Willich und
Grefrath Vorsicht geboten. Am
Donnerstag und Samstag steht
der Radarwagen in Nettetal,
Brüggen, Tönisvorst und
Kempen. Samstag heißt es in
Brüggen, Nettetal, Tönisvorst
und Kempen „Fuß vom Gas“.
www.kreis-viersen.de
Grenzland. An dieser
Stelle präsentieren die
Grenzland Nachrichten
das „Foto der Woche“. Jeder kann dabei mitmachen.
Und so geht es: Ein querformatiges Bild mit einem
schönen Grenzland-Motiv
aussuchen, es in einer Größe zwischen einem und
zwei Megabyte an eine
Email anhängen, diese an
j.vandervelden@rmp.de schikken und kurz dazu schreiben, wo das Bild aufgenommen wurde und warum dieses Bild für sie „typisch
Grenzland“ ist. Es muss sicher gestellt sein, dass Sie das
Bild selbst gemacht haben
und - falls Menschen darauf
zu sehen sind - diese mit einer
möglichen Veröffentlichung
einverstanden sind. Unter
allen Bildern, die jeweils bis
Dienstag, 18 Uhr, eingesandt
werden, wählt die Redaktion das „Foto der Woche“
aus und veröffentlicht es
freitags an dieser Stelle mit
Namensnennung.
Das Foto der Woche stammt
diesmal von GN-Leser Elmar
Storch, der dieses romantische
Foto am Tantelbruch in Brüggen machte.
Karneval im Freilichtmuseum
Jetzt anmelden zum Mitmachprogramm am 8. Februar
Fortsetzung der Titelseite
Notdienstpraxis in Lobberich
wird geschlossen
Pro Patienten gibt es eine
Pauschale für den Notdienst.
Was im Notdienst ausgegeben wird, fällt aber aus den
Erstattungen für die Patientenversorgung heraus.“ Die
KVNO beschreibt, dass auf
dem Land praktizierende
Ärzte „häufiger ran“ müssten, um die Versorgung
außerhalb der Sprechstundenzeiten sicherzustellen
und von Schwierigkeiten,
junge Ärzte für ländliche
Bereiche zu begeistern. Im
Versorgungsreport
der
KVNO ist von einem zukünftigen Mangel an Hausärzten
die Rede. Hintergründe werden sicherlich auch die im
neuen Gesetz zur Stärkung
der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung zu findenden gefühlten
Einschränkungen (Wirtschaftlichkeitsprüfung, Abschaffungen von Wartezeiten durch einzurichtende
Terminservicestellen, Flexibilisierung für die Tätigkeit
in der vertragsärztlichen
Versorgung) sein.
In ersten Gesprächen 2012
ging es um Notdienstbezirke, in denen jeweils mehr als
eine Million Menschen leben
würden, damit ein Arzt zu
höchstens drei Fahrdiensten
und maximal acht Sitzdien-
sten (in der Notfallpraxis)
pro Jahr eingeteilt werden
solle. Peters spricht von einer aktuell von der KVNO
gewünschten Bezirksgröße
von mindestens 300.000 Einwohnern, für die eine Notfallpraxis dann zuständig
sein soll. „Wir haben überlegt, was hier gemacht werden kann“, so Peters. „Kempen, St. Tönis und Willich
würden in ein Konzept mit
eingegliedert werden. Wir
haben mit dem Westkreis
gesprochen, wollen sich alle
eingliedern, erreichen wir
die gewünschte Bevölkerungsgröße von 300.000 Einwohnern. Damit hoffen wir,
dass wir für die Bevölkerung
eine relativ nahe Versorgung
gewährleisten können.“ Die
zwei 2008 eingeführten Praxen nannte Peters Luxus.
„Laut der KVNO soll es nur
eine Praxis sein.“ Seinen
Angaben nach wurden lediglich im Schnitt 500 Patienten im Monat in der Lobbericher Praxis versorgt.
„Sie war nicht besonders
ausgelastet, darum hatten
wir die Öffnungszeiten auf
Mittwochs und an den Wochenenden beschränkt“, erklärt Werner Peters.
Die Öffnungszeiten der
Notdienstpraxis in Dülken -
Grefrath. In bunter Verkleidung ins Niederrheinische
Freilichtmuseum: Am Sonntag, 8. Februar, beginnt die fünfte Jahreszeit um 14 Uhr auf
dem Museumsgelände in Grefrath, Am Freilichtmuseum 1.
Familien mit Kindern sind eingeladen, mitzufeiern und etwas über die Fastnachtsbräuche vor 150 Jahren am Niederrhein zu erfahren.
Im Mittelpunkt des etwa
zweistündigen Programms
steht der historische „Romelspott“. Damit machten
vor allem die Kinder auf den
damals üblichen Heischezügen Lärm. Jeder Teilnehmer
kann am Aktionstag seinen
eigenen Romelspott basteln.
„Der Romelspott bestand aus
einer getrockneten Schweinsblase, die zusammen mit einem Hölzchen über ein Gefäß
aus Steingut gespannt wurde“, erklärt Museumspädagoge Kevin Gröwig. „Reibt man
mit den Fingern über das Hölzchen, entsteht ein tiefer brummender Ton.“
Bei einem Kostümwettbewerb wird die schönste Verkleidung gekürt. Der Gewinner darf sich auf einen Preis
freuen. Für Verpflegung ist
gesorgt: Passend zu Karneval gibt es kostenlose Berliner Ballen und Erfrischungsgetränke.
Anmeldung für das Kar-
nevalsprogramm unter Telefon 02158/91730. Die Teilnahme ist auf 20 Personen
begrenzt. Pro Romelspott fallen Materialkosten von drei
Euro an. Der Museumseintritt
für Kinder und Jugendliche ist
kostenlos, Erwachsene bezah-
mittig im Versorgungsgebiet liegend - sollen unverändert bleiben und die Lobbericher Ärzte jetzt auch
Dienst in Dülken mitmachen. Es gibt ein Fahrzeug
für den Fahrdienst, wenn
ein Patient nicht in die Praxis kommen kann. Der
Dienst vor Ort soll von 22
Uhr bis 8 Uhr morgens
durch zwei Ärzte abgedeckt
sein, freitags, samstags und
sonntags sind teilweise bis
len den regulären Museumseintritt von 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
www.niederrheinischesfreilichtmuseum.de
www.facebook.de/niederrheinisches-freilichtmuseum
Ein Romelspott: Dieses Lärminstrument basteln Teilnehmer
des Karneval-Programms im Niederrheinischen
Freilichtmuseum. Foto: Kevin Gröwig
vier Ärzte und ein Kinderarzt zuständig. „Für Brüche oder alles, was blutet
sind natürlich weiterhin die
Ambulanzen der Krankenhäuser zuständig“, erinnert
Peters.
Grenzland
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 3
Menschen im Grenzland:
Sonntags sendet Michael Houben Gute-Laune-Musik
Notdienst an den
Karnevalstagen
Der Brachter gehört zum Moderatoren-Team des Internet-Radios „Zwiebel“
Kreis Viersen und Einrichtungen feiern:
Öffnungszeiten zur fünften Jahreszeit
VON BRUNO SCHÜTTLER
Bracht. Eine freundlich lächelnde Zwiebel strahlt dem
Betrachter von der InternetSeite entgegen. Ein Headset
trägt sie und stellt im Untertitel fest: „echt vielschichtig“. Es handelt sich um die
Web-Site von Radio Zwiebel.
„So ist es“, bestätigt der
Brachter Michael Houben,
wir sind echt vielseitig. Unsere Moderatorinnen und
Moderatoren stellen ein abwechslungsreiches Programm zusammen - das sind
radiobegeisterte Menschen
in ganz Deutschland. Im
Laufe der Woche kommen
Beiträge aus verschiedenen
Orten, so aus Köln, Hamburg, München oder Berlin
und natürlich aus dem
Grenzland. Sehr regional ist
Moderator Rusty aufgestellt. Er berichtet aus und
für Niederkrüchten, Brüggen und das Umland.
Michael Houben öffnet regelmäßig am Sonntagabend
von 19 bis 21 Uhr Houbys
Musikkiste. Dann gibt es
Sonntags öffnet er „Houbys Musikkiste“ und sendet Musik in
die Welt. Foto: privat
Musik aus allen Genres, außer Volksmusik. Der Moderator stellt im Vorfeld seine
Beiträge sorgfältig zusammen. Die Philosophie von
Radio Zwiebel ist, ein gutes
und kreatives Radioprogramm zu liefern. Die coolen
DJs, wie sie in den Discos ar-
beiten, eignen sich nicht für
unser Internetradio. „Unsere Hörerschaft liegt etwa bei
den 30- bis 50-Jährigen“, erzählt er.
Gesendet wird 24 Stunden
am Tag. Die Sendezeiten
ohne Moderatoren werden
durch eine Jukebox abge-
deckt. Moderator Houby ist
von der Zwiebel restlos begeistert und schwärmt: „Es
ist mein viertes Internetradio und endlich ist es so, wie
ich es mir immer gewünscht
habe.“ Im „Teamspeak“, einmal wöchentlich, stimme
man die Sendungen ab. Jeder
sei für seinen Beitrag verantwortlich. Vor allem
drängt
Radiobetreiber
Achim Breuer nicht, immer
mehr Sendungen zu produzieren.
Ein gemeinsames Programm von verschiedenen
Orten aus zu liefern, erfordert eine Software, die es den
Moderatoren ermöglicht,
das Signal in einen EchtzeitAudio-Stream umzuwandeln, damit es über das Internet übertragen werden kann.
Wer Lust hat, Sendezeiten zu
übernehmen, kann sich gerne bei Radio Zwiebel bewerben. Die Moderatoren entscheiden gemeinsam darüber, ob der Bewerber zum
Team und zum Programm
passt. Weitere Informationen
findet man auf der Seite:
www.radio-zwiebel.de
Was man zu Erstaufnahmeeinrichtungen wissen muss
Einblick in komplizierte Regelungen für Flüchtlinge
Was in Zukunft in den Javelin Barracks passiert, ist im Moment in der Schwebe.
Foto: Heike Ahlen
Elmpt (hei). In Elmpt wird
eifrig das Für und Wider einer
Erstaufnahmeeinrichtung für
etwa 1.000 Flüchtlinge auf dem
Gelände der Javelin Barracks
diskutiert. Immer wieder fällt
dabei auf, dass das bislang unbekannte Thema die Menschen
zu mehr Fragen als Antworten
bringt. Wir versuchen zu klären.
Das Argument: Eine Erstaufnahmeeinrichtung ist für
die Gemeinde finanziell günstiger als die Zuweisung von
Flüchtlingen.
Der Hintergrund: Grundsätzlich gilt, dass für eine Landeseinrichtung - und eine solche wäre es - zu 100 Prozent
das Land aufkommt. Werden
Flüchtlinge der Gemeinde
zugewiesen, dann geht in diesem Moment die Verpflichtung, für Unterkunft, Lebens-
unterhalt, Arztbesuche, Kindertageseinrichtungen und
Bildung zu sorgen, komplett
auf die Gemeinde über.
Auf den ersten Blick ist es
also tatsächlich billiger. Aber
viele Politiker, unter anderem
die parteilose BürgermeisterKandidatin Yvonne Jeurißen,
halten dagegen. Sollte die Erstaufnahmeeinrichtung kommen, hätte das, so die Argumentation, blieben andere
Einnahmequellen, die im Zusammenhang mit dem geplanten Gewerbegebiet erschlossen werden sollten, auf
der Strecke. Der Vorteil durch
die geringere Belastung bei
den Kosten für die Asylbewerber-Zuweisung könne
das nicht auffangen.
Das Argument: Flüchtlinge werden willkürlich verteilt. Überproportional viele
landen am Niederrhein.
Der Hintergrund: In NRW
gibt es aktuell 24 Kommunen,
in denen Landeseinrichtungen untergebracht sind. Am
Niederrhein ist gerade Willich hinzugekommen. Für das
ehemalige JHQ in Mönchengladbach existiert bereits ein
Mietvertrag, auch in Wegberg, in der ehemaligen
Wohnanlage für britische
Streitkräfte Petersholz werden
bald Flüchtlinge erwartet. Die
anderen Standorte liegen in
anderen Landesteilen.
Verteilt werden Flüchtlinge
nach dem Königssteiner
Schlüssel. Der berücksichtigt
Steueraufkommen und Einwohnerzahlen. Nach diesem
Schlüssel kommen etwa 20 Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge nach
NRW. Dort werden sie den 396
Kommunen zugewiesen - auch
nach Einwohnerzahl.
Das Argument: Man kann
doch Menschen nicht hinter
Zaun und Stacheldraht unterbringen. Das ist unmenschlich.
Der Hintergrund: Ein Zaun
als Einfriedung gehöre standardmäßig zu den Erstaufnahmeeinrichtungen, erklärt
Christoph Söbbeler von der
zuständigen Bezirksregierung Arnsberg. Es sei nötig,
eine Pforte zu haben, an der
ein Überblick geschaffen werde, wer gerade in der Einrichtung sei und wer unterwegs.
Von Einsperren könne keine
Rede sei. „Ein Asylbewerber
ist ein freier Mensch wie jeder
andere auch“, betont der Sprecher. Der Überblick sei notwendig, weil gerade in den
ersten Tagen nach der Ankunft
viele Formalien erfüllt werden müssen, unter anderem
die Fahrt zur Behörde, um einen Asylantrag zu stellen.
Das Argument: In einer
Erstaufnahmeeinrichtung
kann die Bevölkerung keine
Kontakte knüpfen, Hilfe ist
nicht gefragt.
Der Hintergrund: Das ehrenamtliche Engagement sei
auch aus Erstaufnahmeeinrichtungen nicht wegzudenken, so Söbbeler. Es seien zwar
keine Hilfe bei Behördengängen, Deutschunterricht oder
freie Mitgliedschaft im Sportverein gefragt, aber eine Kleiderkammer, eine Spielzeugausgabe oder auch Sportangebote könnten große Hilfen
darstellen.
Kreis Viersen. Während
der „fünften Jahreszeit“ gelten beim Kreis Viersen und
seinen Einrichtungen veränderte Öffnungszeiten: Die
Kreisverwaltung am Rathausmarkt 3 in Viersen ist
am
Altweiberdonnerstag,12. Februar, ab 12.30 Uhr
für Besucher geschlossen.
Am Freitag vor dem Karnevalswochenende ist das
Kreishaus regulär geöffnet.
Betriebsferien sind am Rosenmontag, 16. Februar. Ab
Veilchendienstag, 17. Februar, geht alles seinen gewohnten Gang.
Für Notfälle ist an Altweiber sowie Rosenmontag eine
Rufbereitschaft eingerichtet.
Bei einem Umweltalarm
oder einem Unfall mit umweltgefährdenden Stoffen ist
die Kreisleitstelle in Viersen
über Telefon 02162/8195100
zu benachrichtigen. Das
Kreis-Gesundheitsamt ist
ebenfalls über die Kreisleitstelle erreichbar.
Die Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes haben
unter Telefon 02162/391309
einen Notdienst hinterlegt.
Wenn das Wohl des Kindes
gefährdet ist, ist das KreisJugendamt über die Polizei
zu informieren. Bürger, die
Fragen zu Dienstleistungen,
Angeboten und Formularen
haben, können die Servicenummer 115 nutzen.
Das Straßenverkehrsamt
in Viersen und die Nebenstelle in Kempen haben
Altweiber bereits ab 12 Uhr
geschlossen. Am Freitag, 13.
Februar, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zulassungsstelle an
der Heinrich-Horten-Straße 4B in Kempen ihren Kunden wieder von 7.30 bis 16
Uhr zur Verfügung. Die Zulassungsstelle im Kreishaus
ist geöffnet von 7.30 bis 12
Uhr.
Das Kreisarchiv ist an Altweiberdonnerstag von 9 bis
18 Uhr und Freitag vor Karneval von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Rosenmontag bleibt das
Archiv in der Kempener
Burg geschlossen.
Kurse und Unterricht der
Kreisvolkshochschule und
der Kreismusikschule finden
am Donnerstag und Freitag
wie gewohnt statt. Die Geschäftsstellen der Kreismusikschule und der KreisVolkshochschule bleiben
Rosenmontag und Veilchendienstag geschlossen. An diesen Tagen findet kein Unterricht statt.
Das Niederrheinische Freilichtmuseum ist regulär geöffnet: Altweiber und Freitag von 10 bis 16 Uhr; montags ist Ruhetag.
Die Sprechstunde der
AIDS-Beratung in Viersen
fällt Altweiber aus.
www.kreis-viersen.de
Grenzland
Seite 4
Großes Interesse am
Erben und Vererben
Nettetal (hws). Ein solch
großes Interesse hatte die
Senioren-Union für den
Vortag über Erben und
Vererben nicht erwartet.
Wie formulierte es ein
Gast zu Beginn der Veranstallung: „He jefft et vüel
tu vererve!“ Genau 203
Anwesende zählte Geschäftsführer Heinz Clemens anhand der besetzten Stühle und der „Stehplätze“ in der Brücke.
Vorsitzende Greta van
der Beek-Optendrenk leitete das Thema mit einem
kleinen Ausflug in die Geschichte ein. „Zu allen Zeiten haben sich die meisten
Menschen Gedanken um
das Erben und Vererben
gemacht. Neben ihrem
Seelenheil war ihnen wichtig, was aus dem materiellen Ertrag ihres Lebens
wurde. Und sie warteten
oft sehr lange mit der Entscheidung“, erläuterte sie
am Erbvertrag eines alten
Hinsbecker Bauernhofes,
dessen 250 Jahre alte Ur-
der und Rechtsanwalt
Jürgen Boyxen an vielen
Beispielen nicht nur „Basics“, wie Testament oder
Erbvertrag, sondern die
vielen Varianten der möglichen letztwilligen Verfügungen: Vermächtnis,
Auflagen, Teilungsanordnung, Testamentsvollstreckung, Vor-, Nacherbfolge. Dass man auch Verbindlichkeiten
erben
kann, führe oft zu Streit
und Auseinandersetzungen vor Gericht. „Weil die
Menschen heute immer älter werden und somit auch
der Erbfall oft sehr spät
eintritt, werden häufig
schon zu Lebzeiten Schenkungen gemacht. Wenn
Eltern dann zum Pflegefall werden, gibt es nach
neuerer Rechtsprechung
auch schon mal Zugriff auf
das verschenkte Vermögen“, erklärte er lebhaft
und ohne Mikrofon den
mucksmäuschenstillen
Mitgliedern und Gästen.
Die systematischen und
Greta van der Beek-Optdendrenk, Referent Jürgen Boyen, Dr.
Theo Optendrenk (v.r.).
Foto: privat
kunde sich im Besitz der
Lobbericher Familie Strötges befindet.
Dann erklärte CDUStadtverbandsvorsitzen-
lebensnah verständlich
vorgetragenen Informationen wurden von den Zuhörerinnen und Zuhörern
dankbar aufgenommen.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Schlossgärten Arcen in den Startblöcken
Saisonstart ist im März
Alle Veranstaltungen sind im Eintrittspreis bereits enthalten. Foto: Kasteeltuinen Arcen
Arcen. Dem Wintereinbruch der kommenden Tage
zum Trotz bereiten sich die
Schlossgärten Arcen auf den
Frühling vor. In den Gärten
des Schlossparks wird eifrig
gearbeitet und letzte Hand
an das Veranstaltungsprogramm der kommenden
Gartensaison gelegt. Am 28.
März startet die Saison in
Arcen. Die Gärten im Schlosspark Arcen erstrecken sich
auf einer Fläche von 32 Hektar mit abwechslungsreichen
Themen, Routen und in üppiger Blumen- und Pflanzenpracht. Am 28. März öffnen
sich die Tore der Schlossgärten Arcen und laden die ersten Frühjahrsblüher zu einem Spaziergang im Schlosspark und im Schloss ein.
Frühlings-Explosion: Die
Gartensaison startet mit einer Frühlings-Explosion, einer Präsentation der ersten
Frühjahrsblüher. Diese Präsentation wird regelmäßig
mit frischen Pflanzen erneuert und kann bis zum 10. Mai
im Park bewundert werden.
Zahlreiche Züchter aus den
Niederlanden zeigen traditionsgemäß ihre Blumenzwiebel-Beete mit vielen ex-
gärten erzählt Highlights
durch die Augen von Chrit
Heuvelmans, einem festen
Besucher der Schlossgärten.
Panorama Limburg ist eine
Ausstellung professioneller
Panoramafotos von Jaques
Peeters, der bereits seit vielen Jahren für Stiftung Het
Limburgs Landschap fotografiert. Ebenfalls werden
die gewinnenden Fotografien des Fotowettbewerbs,
den die Stiftung Het Limburgs Landschap im vergangenen Jahr unter dem Motto
Frei organisierte, ausgestellt.
Ostern 2015: Ritter, Normannen & Wikinger
Am Osterwochenende (4.,
5. und 6. April) verwandelt
sich der Schlosspark wieder
in einen mittelalterlichen
Tummelplatz mit Rittern,
Normannen, einem Wikinger-Dorf, Ritterzelten und
einem richtigen Wikingerschiff. Ritter, Söldner, Bogenschützen, Edelfrauen und
Knechte
aus
Belgien,
Deutschland, Frankreich
und der Niederlande haben
sich für das Spektakel in den
Schlossgärten Arcen zusammengeschlossen. Auch die
Kellergewölbe des Schlosses
werden in Gebrauch genommen. Auf dem Turnierfeld
finden verschiedene mittelalterliche Demonstrationen
statt.
klusiven Sorten. Auf der auf- benfrohe Blumenkomposifallend gestalteten „Narzis- tionen
zum
senparade“ werden die Frühlingsbegrüβen
schönsten Neuheiten der ein. Diese BlumenpräsentaZüchtung präsentiert. Zahl- tionen werden vom niederreiche Blumenkompositio- ländischen Blumenzwiebelnen in den verschiedenen sektor ermöglicht, die hier
historisch eingerichteten mit den schönsten FrühRäumen im Schloss zeigen jahrsblühern ihre AufwarArbeiten bekannter nieder- tung machen.
Fotoausstellung
im
ländischer Arrangeurs und
Schloss: Am 28. März starFloristen.
Farbenfrohe Gärten: Ei- tet im Schloss Arcen ebengentlich bestimmt die Na- falls eine dreiteilige Fotoaustur, wann die über zehntau- stellung. 25 Jahre Schlosssenden Blumenzwiebeln im kommenden Frühjahr
mit ihren Blüten
erste Farbtupfer
in die winterlich
grau-grüne Landschaft zaubern.
Davon lassen sich
die Schlossgärten
Arcen aber nicht
beeindrucken. Der
Schlosshof wird
wie in vergangenen Jahren bereits
vorher mit beeindruckenden Blumenmosaiken
ausgeschmückt
und im Schlos- Die verwinkelte Parkanlage bietet Ruhe, aber auch Unterhaltung. Foto:
spark laden far- Kasteeltuinen Arcen
Kreisrinderzuchtverein tagte in Grefrath
In der Rückschau sehr zufrieden
VON MANFRED BAUM
Kreis Viersen. Der Kreisrinderzuchtverein ViersenKrefeld-Ruhrgroßstädte
tagte am vergangenen Freitag im Saal der Grefrather
Gaststätte „Zum Nordkanal“ unter der Leitung des
Vorsitzenden Willi Achten.
Rund 80 der 150 Mitglieder
waren der Einladung gefolgt.
150 Mitglieder stehen unter
der Milchkontrolle. 60 davon sind Herdbuchzüchter.
Kreistierzuchtberater Theo
Lenzen sprach in seinem
Geschäftsbericht für das
Jahr 2013/14 von einem
„wirtschaftlich sehr guten
Jahr“, denn der Milchpreisrückgang erfolgte erst nach
dem 30. September.
Bemerkbar gemacht haben sich bei den Milchbauern und Rinderzüchtern die
Sanktionen gegen Russland
(Ukraine-Krise) und die
Zurückhaltung aus China.
„Unsere Rinderzüchter sind
aktiv wie eh und je und es
wird bei uns hier eine Rinderzucht und Rinderhaltung
auf hohem Niveau betrieben“, so Lenzen weiter. Er
stellte ebenso fest, dass sich
die landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten Jahren
„gut entwickelt“ haben und
jeder Milchviehhalter rund
90 Kühe im Stall stehen habe.
Lenzen schlug den Versammlungsteilnehmern
vor, sich mit ihren Tätigkei-
ten mehr in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für ihn
stehen eine verbesserte artgerechte Tierhaltung und
somit eine höhere Lebenserwartung dieser im Vordergrund. In den letzten 25 Jahren sei die Alterserwartung
„um rund 20 Prozent gestiegen.“, obendrein lobte er die
„wachsenden Ställe“. Ebenso habe sich das Futterangebot für die Tiere „deutlich
verbessert.“ Lenzen weiter:
„Wir haben absolute Kuhprofis, das sind ganz ausgezeichnete Fachleute.“
Höchst erfreulich sei die
Tatsache, dass es bei den Rinderzüchtern „keine Nachwuchssorgen“ gebe. Joachim
Braunleder vom Landeskon-
trollverband
berichtete
über die guten Ergebnisse der
Milchleistungsprüfung.
Nach der Grünen Woche in
Berlin meldete sich nun Referentin Dr. Bianca Lind (Geschäftsführerin, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter) auf der Versammlung in Grefrath zu
Wort. Sie informierte die
Landwirte und Züchter
über die „Zukünftigen Herausforderungen an die Rinderhalter“, aber auch an ihre
Interessenvertretung.
Der Vorstand wurde entlastet und Franz-Josef Ophoves aus Grefrath wurde
wieder in den Vorstand gewählt. Groß war die Zahl
der Geehrten. Von der Rin-
der-Union West erhielten
Urkunden für 100.000 Liter
Lebensleistung folgende Betriebe: Stefan Erkes (Viersen),
Ferdinand Ingmanns (Willich), Funkenhof GbR (Grefrath), Franz-Josef Giebelen
(Nettetal) und Frank Schönkes (Viersen). Eine Urkunde
erhielt weiter der Betrieb
Weyers KG in Nettetal für
die Elite I - Kuhfamilie, für
die Lancelottochter Johanna
und ihre Nachkommen. Für
besondere Herdenleistungen kombiniert mit Milchqualitätskriterien, sowie
züchterische Faktoren gingen Ehrenpreise des Kreisrinderzuchtverein an folgende Betriebe: Heinz-Hubert
Warder (Viersen), Tenhaef
GbR (Grefrath), Franz-Josef
Meuskens (Kempen), Weyers KG (Nettetal), Franz-Josef Giebelen (Nettetal), Heinrich Driehsen (Tönisvorst),
Reiner Geurden (Krefeld)
und Matthias Stapper
(Schwalmtal).
Hocherfreut war Tierzuchtberater Lenzen, dass
er der Versammlung die
Mitteilung machen konnte,
dass es in diesem Jahr auf
dem Mengelshof in Kempen
am 21. Juni wieder eine Kreistierschau geben wird. Sie
wird ab 10.30 Uhr für Besucher geöffnet sein. Lenzen
rechnet mit 60 bis 70 Kühen,
rund 100 Pferden und Kleintieren. Es wird auch ein Rahmenprogramm geben.
Grenzland
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
„Willst Du mit uns durchs Feuer gehen?“
Nettetal. „Willst Du mit
uns durchs Feuer gehen?“ So
lautet die Mitgliederwerbekampagne der Feuerwehr
Nettetal. Der erste gemeinschaftliche Auftritt aller
Löschzüge und der Jugendfeuerwehr im Rahmen dieser Kampagne fand im letzten Oktober auf dem Ferkesmarkt in Nettetal-Lobberich
statt. Dort wurde bereits
großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern geweckt, aber man kam auch
zu der Erkenntnis, dass noch
weitere Initiativen notwendig sind. Nicht nur die einheitliche Präsentation soll
die Aufmerksamkeit wekken, sondern auch wiederkehrende Auftritte zu verschieden Anlässen werden
in diesem Jahr folgen.
In den Planungen der Mitgliederkampagne entstand
die Idee, einen Imagefilm zu
erstellen, welcher an exponierten Stellen gezeigt werden soll. Die Umsetzung ließ
nicht lange auf sich warten.
Das Organisationsteam, bestehend aus Jochen Meiners,
Hartwig Janßen, Niklas Albers und Marvin Schwanitz,
stellte ein Team aus 25 aktiven Mitgliedern aller Löschzüge zusammen, die sich an
dem Projekt Imagefilm be-
Der neue Image-Film der Feuerwehr überzeugte auch Wehrführer Leo Thoenissen (Dritter von
rechts). Foto: Stadt Nettetal
teiligten. Das gemeinschaftlich erarbeitete kleine Drehbuch fand seine Umsetzung
überwiegend an der ehemaligen Hauptschule Lobberich
und in den Gerätehäusern.
Die Filmarbeit nahm 20
Stunden in Anspruch und
weitere 24 Stunden waren
für den Schnitt nötig. Allein
die Aufnahmen für den Part
technische Hilfeleistung und
die Rettung einer Person aus
einem brennenden Gebäude, nahmen schon acht Stunden in Anspruch.
Aus letztlich 60 Minuten
Rohmaterial blieben 3:08
Minuten über, die ab sofort
zu sehen sind. Vom Ergebnis
überzeugten sich einige Mitglieder und Führungskräfte
in einer kleinen exklusiven
Kurzvorstellung im CorsoFilm Casino. Wehrführer
Leo Thoenissen zeigte sich
mehr als zufrieden mit dem
Ergebnis. „Dafür, dass dieser Film aus eigenen Mitteln, ohne Kosten und Mitwirkung professioneller
Kräfte erstellt wurde, ist es
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Joyful Voices singen
Popcornhits und Gospels
Brüggen. „Let`s go to the
movies - Popcornhits & Gospels“, so heißt das Programm der Joyful Voices bei
der diesjährigen Brüggenale. Sonntag, 8. März wird der
Niederkrüchtener Gospelchor um 17 Uhr in der Burggemeindehalle am Kreuzherrenplatz 2 in Brüggen
gemeinsam mit den Gospelkids und dem Trio panta rhei
auftreten. Unter der Leitung
von Volker Mertens werden
die Voices Songs aus verschiedenen Filmen singen.
Natürlich darf in einem Gospelkonzert mit Filmmusik
auch nicht „Sister Act“ fehlen, für viele sicherlich der
Gospelfilm schlechthin. Das
Konzert richtet sich an die
ganze Familie.
Karten gibt es zum Preis
von 12,50 Euro (Erwachsene) beziehungsweise fünf
Euro (Minderjährige) im Vorverkauf bei der TouristenInformation in der Burg Brüggen, Burgwall 4, 41379 Brüggen, Telefon 02163/5701164.
Weitere Informationen stehen auch im Internet:
www.brueggen.de. Die Brüggenale findet zum zweiten Mal
statt. Sie beschäftigt sich in
diesem Jahr mit der Filmmusik. Musikbegeisterte können
vom 28. Februar bis zum 21.
März fünf unterschiedliche
Konzerte an verschiedenen
Orten besuchen.
ein hervorragendes und sehenswertes Ergebnis geworden. Ein besonderer
Dank gilt Helmut Töpfer,
der mit seiner Unterstützung und Sachverstand
dem Film den entsprechenden Schliff gab“, so Leo
Thoenissen bei der Vorstellung des Films. Zurzeit
wird der Spot vor jedem
Film im Corso-Film Casino
gezeigt und ist auch im
Internet unter
www.youtube.com/
watch?v=v_hqtkiaFsk zu sehen.
Gute Stimmung beim Prinzenbiwak der BKG
Mit ihrem Schwung begeistert der Niederkrüchtener Chor
seine Zuhörer. Foto: Joyful Voices
Zuspruch der Brüggener könnte besser sein
Die Hinsbecker Jüüte traten mit ihrem Nachwuchs auf. Foto: Birgit Eickenberg
Brüggen (bei). Beim Prinzenbiwak der Brüggener
Karnevalsgesellschaft (BKG)
trafen sich die befreundeten
Karnevalsvereine in der
Burggemeindehalle. Jede
Gesellschaft trug etwas zum
bunten Bühnenprogramm
bei und so war es ein jeckes
Kommen und Gehen. Leider
fand die Veranstaltung bei
den Brüggener Bürgern
scheinbar keinen großen
Anklang. Trotz freiem Eintritt und guter Stimmung
fanden sich nur wenige Bürger zum Biwak ein.
Bereits um 14.11 Uhr begann das närrische Treffen.
Die KG Merbeck, die Funkengarde der KG Mönchengladbach Stadtmitte, die Tanzgarde der KV de Üüle, alle
Dülkener Vereine samt Prin-
zenpaar, die Ratheimer
Wenk, die Tanzgarden der
Blau-Weißen Funken aus
Nettetal, die KG Hinsbecker
Jüüte, das Kanevals-Komitee Hinsbeck, die Tanzgarde
Krefeld Stahldorf, die KG
Flöck Op Wegberg mitsamt
Prinz, der Festausschuss
Süchteln mit Prinzenpaar,
die Brachter Wasserratten,
die Prinzengarde St. Tönis
mit Prinzenpaar, die Prinzengarde Erkelenz mit ihrem
Dreigestirn, die Prinzengarde Willich mit Prinzenpaar
und die Funkengarde
Schöpp Op aus Mönchengladbach-Eicken
gaben
Prinz Karl I. die Ehre.
Bürgermeister Frank Gellen, Udo Rosowski und Claudia Wolters wurden aus
Anlass des 66. Jubiläums der
BKG zu Mitgliedern ernannt.
Gellen erhielt wie versprochen die Mitgliedsnummer
111. Geehrt wurden für ihre
über 60-jährige Ehrenmitgliedschaft Karl-Heinz Mesterom, Trus Jansen - die 1962
Prinzessin war - und HansWilhelm Bonsels. Horst Remané, Klaus Schmitz und
Heinz Rantowski haben den
Verein 1993 wiederbelebt und
wurden für jecke 2 x 11 Jahre
geehrt. Zum neuen Senator
wurde Klaus Wolf ernannt.
Wohnungsbrand war
brennende Mülltonne
Overhetfeld (hei). Gegen 5.40 Uhr am Mittwochmorgen
heulten in Elmpt und Overhetfeld die Sirenen. Die Feuerwehr wurde zu einem Wohnungsbrand gerufen. Am Einsatzort an der Enzianstraße in Overhetfeld angekommen,
stellte sich heraus, dass es sich um eine brennende braune
Mülltonne handelte. Ein aufmerksamer Zeitungszusteller
hatte den Brandgeruch bemerkt, die Feuerwehr - die mit 22
Mann ausrückte - gerufen und so Schlimmeres verhindert. Die
Wehrleute konnten löschen, bevor die Flammen auf das direkt
daneben liegende Gartenhäuschen übergreifen konnten.
WERNER GÖTZKES
REINERSSTR. 15 41334 NETTETAL (Lobberich) TEL.: 02153/2468 FAX: 02153/4283
FENSTER
TÜREN
TORE
TORANTRIEBE
MARKISEN
E-mail: werner.goetzkes@freenet.de • Internet: www.werner-goetzkes.de
Eine Brücke von Schule zu Schule
Lobberich. In der vergangenen Woche eröffnete Bürgermeister Christian Wagner die Ausstellung „Eine
Brücke verbindet: Länder Menschen - zwei Schulen“
im Nettetaler Rathaus. „Diese Ausstellung ist etwas
ganz Besonderes, dieses Mal
haben nicht nur zwei Schulen zusammen gearbeitet
und eine Brücke gebaut, dieses Mal wurde eine Brücke
von Schule zu Schule über
Ländergrenzen hinweg gebaut“, so Bürgermeister
Wagner.
Die Lambertus-Schule
aus Nettetal ist mit der Basisschool De Klingerberg
aus Blerick eine Partnerschaft eingegangen. Nach
einem ersten Treffen im September, zu dem die Schülerinnen und Schüler der
Lambertus-Schule Brükkenbilder gemalt hatten,
wurden in Gruppen von je
zwei deutschen und zwei
niederländischen Kindern
Brücken aus Alltagsmaterialien erstellt. Mit diesem Pro-
jekt wollen die Schülerinnen
und Schüler zeigen, dass
scheinbar noch existierende
Grenzen wohl nur in den
Köpfen bestehen und unterschiedliche Sprachen kein
Hindernis für eine friedliche
Verständigung sein müssen.
Im Juni dieses Jahres erfolgt der Gegenbesuch, dann
wird die Klasse 3a der Lambertus-Schule die Schülerinnen und Schüler der niederländischen group 5 besuchen.
Die Ausstellung kann bis
zum 20. Februar während der
Öffnungszeiten
des Rathauses
besucht werden: Montags
und donnerstags von 8 bis
18 Uhr, dienstags und mittwochs von 8 bis
16.30 Uhr sowie
freitags von 8
bis 12 Uhr und Die Lambertus-Schule aus Nettetal und die Basisschool De Klingerberg aus
samstags von Blerick zeigen, dass Grenzen scheinbar nur noch in den Köpfen bestehen.
Foto: Stadt Nettetal
10 bis 12 Uhr.
Grenzland
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Apotheken-Taler für die Palliativstation
Sebastian-Apotheke sammelt Spenden in Höhe von 6.500 Euro
Lobberich. Das Sparschwein der Sebastian-Apotheke wurde bereits zum
siebten Mal zugunsten der
Palliativstation des Nettetaler Krankenhauses geschlachtet. So darf sich der
Förderverein des Städtischen Krankenhauses über
6.500 Euro freuen, die an das
Palliativteam weitergeleitet
werden.
„Wir sind begeistert, dass
so viele unserer Kunden soziales Engagement zeigen
und die Arbeit auf der Palliativstation im Nettetaler
Krankenhaus auch unterstützen wollen“, sagt Barbara Picksak-Christmann,
Inhaberin der Sebastian
Apotheke. Kunden können
ihre Sebastian-Taler schon
seit Jahren in das „PalliativSchwein“ werfen und somit
dem Team auf der Palliativstation und letzten Endes vor
allem den Patienten eine große Hilfe sein. Die Spendengelder werden genutzt, um
Angebote und Ausstattung
im Bereich der Palliativmedizin zu verbessern. So wird
beispielsweise der Bau eines
Balkons auf der Station geprüft. Patienten könnte
dann ein direkter Zugang
nach draußen an die frische
Luft ermöglicht werden.
„Uns ist es wichtig, auf die
Bedürfnisse unserer Patienten eingehen zu können“, so
Elsbeth Steinfort, ärztliche
Leiterin der Palliativstation.
Und ein besonderer Wunsch
von vielen sei es, gerade bei
schönem Wetter, nach draußen kommen zu können.
Ein wichtiges Ziel des Palliativteams ist die Unterstützung der Patienten und
deren Angehörige. Die Therapie erfolgt ganzheitlich
und berücksichtigt stets die
Bedürfnisse des Einzelnen.
So stehen die Linderung von
belastenden körperlichen
Beschwerden wie Luftnot
und Übelkeit genauso im
Zentrum der Arbeit wie die
psychosoziale und spirituelle Begleitung.
Die Palliativstation des
Nettetaler Hauses besteht
seit September 2007. Insgesamt stehen den schwerstkranken Patienten sieben
Betten in hellen, freundlichen
Räumen zur Verfügung.
Elsbeth Steinfort freut sich über die Spende für die Palliativstation, überreicht durch Barbara
Picksak-Christmann, Inhaberin der Sebastian-Apotheke. Foto: privat
Rund zwei Millionen Übernachtungen
Niederrhein Tourismus: Positiver Trend setzte sich im vergangenen Jahr fort
Niederrhein. Nachdem
das Jahr 2013 schon für
Bestmarken in der Touris-
musbilanz des Niederrheins gesorgt hatte, erweist sich die Region auch
2014 als unverändert begehrtes Reiseziel. Noch
liegen die endgültigen
Ein beliebtes Ausflugsziel am Niederrhein ist das Schloss Wissen im Kreis Kleve.
Foto: Agentur Bern
Zahlen für die vergangenen zwölf Monate nicht
vor. Doch schon jetzt steht
fest, dass erneut rund zwei
Millionen Menschen im
Gebiet des Niederrhein
Tourismus übernachteten. Die Niederrhein Tourismus GmbH umfasst die
Kreise Kleve, Viersen und
Wesel.
Zwischen Januar und
November 2014 übernachteten 1,8 Millionen
Urlauber in der Region.
„In der Bilanz fehlt noch
der Monat Dezember mit
den
beliebten
Weihnachtsmärkten am Niederrhein“, sagt Martina
Baumgärtner, Geschäftsführerin des Niederrhein
Tourismus.
„In den vergangenen
Jahren hat sich gerade dieser Monat als besucherstark erwiesen.“
Gründe für die Fortsetzung des positiven Trends
gibt es viele. Die Trümpfe
Radfahren und Wandern
stechen ebenso wie das besondere Ambiente des
Niederrheins mit seinen
Burgen und Schlössern,
Museen und der grenzenlosen Natur, wie zum Beispiel
im
Naturpark
Schwalm-Nette oder im
Naturpark Hohe MarkWestmünsterland. Baumgärtner nennt aber noch
einen weiteren wichtigen
Aspekt: „Die Zusammenarbeit mit unseren Betrieben und den einzelnen
Kommunen verläuft sehr
harmonisch und konstruktiv. Das wirkt sich
natürlich positiv auf unsere Marketingaktionen,
Projekte und Pauschalen
aus.“
Die Bilanz wird durch
die Erfolge des Verleihsystems NiederrheinRad bestätigt. Mit über 18.000
Vermiettagen in der Radsaison zwischen März und
Oktober 2014 zeigt sich,
dass sich der Niederrhein
als Ferien- und FreizeitAlternative etabliert hat.
Karneval für die Kids
Amern. Die beliebte Kinder- und Jugend Karnevals Disco
findet auch dieses Jahr wieder in der „Brücke“ in Amern
statt. Und zwar geschlagene sechs Stunden lang. Von
14.11 Uhr bis 20.11 Uhr können Kids ab sechs Jahren
abtanzen und zu gängigen Hits „ihren“ Karneval feiern.
Die besten Kostüme werden prämiert. Der Eintritt beträgt lediglich ein Euro, alle Getränke - getreu dem Motto
„Ohne Alkohol geht’s auch“ - kosten 50 Cent. Veranstalter sind die St. Magdalena Schützenbruderschaft und St.
Pankratius Schützenbruderschaft.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Grenzland
Auszüge aus einem Erbvertrag - Pootenhof und Berendal
Greta van der Beek-Optendrenk sucht alte Dokumente
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Nettetal. Bei der Veranstaltung der Nettetaler Senioren Union zu Thema Erben und Vererben gab es
auch einen historischen Teil,
den Greta van der Beek-Optendrenk vortrug. Sie wies
darauf hin, dass es zu allen
Zeiten den Menschen wichtig gewesen sei, was aus ihrer Lebensleistung werden
würde. „Deshalb war es für
unsere Vorfahren ganz
selbstverständlich, Testamente, Erb- oder Übergabeverträge zu hinterlassen. Ein
besonders eindrucksvolles
Beispiel liefert die Familie
Pooten/Dammer in Hinsbeck
mit einer Urkunde von 1767.
Es handelt sich um den Pootenhof in Hinsbeck aus der
Erblinie Birker-Dammer.“
Sie ging auf die Urkunde
ein, die die Hofübergabe an
den Sohn Jan Damme regele
und zahlreiche Anordnungen enthalte über die Abfindung der Eltern und der drei
weichenden Geschwister.
„Zu diesem Zweck waren
am 28. Februar 1767 vor dem
Landschreiber De Bruin der
bisherige Hofbesitzer Henrijk Pooten, genannt Dammer, und seine Ehefrau Grietgen mit ihren Kindern erschienen. Kinder waren die
Töchter mit ihren Ehemännern Peter Cox und Joannes
Hillen, der volljährige Sohn
Jan und der 20-jährige Sohn
Peter. Durch die ungeteilte
Übergabe an eines der Kin-
Die Luftaufnahme zeigt den Hof Berendahl am Schlibecker Berg in den 1970er Jahren.
Wolle und für die Mutter
zwei Hemden und zwei
Schürzen, dazu, solange beide leben, 30 Reichstaler.
Drittens legten sie fest, dass
die unverheirateten Söhne
Jan und Peter im Falle ihrer
Hochzeit eine Aussteuer erhalten sollten, bestehend aus
einem Bett, zwei Kissen, gefüllt mit achtzehn Pfund
neuer Gänsefedern, zwei
Bettlaken und eine einfache
Bettdecke aus blauer Bahn,
ebenso zwei schlichte Bettkissendecken, zwei Kissendecken mit Stricken, ein
Nicht alle Beteiligten von 1767 konnten schreiben. Die beiden
Schwestern Beelcken und Botzcken Dammer setzten ein
Kreuzchen, das der Landschreiber beglaubigte. Fotos: privat
der sollte der Hof als wirtschaftliche Einheit bestehen
bleiben.“
Greta van der Beek-Optendrenk wies auf einen Auszug aus dem Vertrag hin,
der von ihr aus der niederländischen Amtsschrift in
heute
verständliches
Deutsch übertragen wurde:
„Erstens soll der volljährige
Sohn Jan als Hoferbe Gut und
Gerätschaften mit allen Lasten zu seinem Eigentum erhalten. Zweitens reservieren
sich die Eltern lebenslänglich die Schlafkammer mit
Möbeln, ebenso Leinen und
Handtuch mit Stricken, einen Stulpen und ein flachsenes Bettlaken, acht flachsene
Hemden, ebenso zwei Stück
weißes Flachstuch, jedes von
zwölf Ellen, und ein Stück
Gewebe von zwölf Ellen,
ebenso einen neue eichene
Kleiderkiste, ebenso für die
schwarzen oder genauso für
die Braut-Kleider vierzehn
Reichstaler in Geld, welches
die Eltern zahlen.
Viertens soll der Sohn Peter, solange er ledig ist, bei
Krankheit jederzeit beim
Hoferben freien Eingang haben bis zu vier Wochen; ihm
ist Schlafen, Essen und Trinken zu gewähren; für die
übrige Zeit soll er Vergütung
erhalten. Fünftens soll der
Hoferbe den Eltern bei deren
Tod ein ehrenvolles Begräbnis geben, drei Jahre SeelenMessen lesen lassen und für
jeden einen Malter Roggen
für die öffentlichen Armen
spenden. Bei Ableben beider
Eltern sollen die von ihnen
reservierten Möbel und die
leinenen und wollenen Kleider der Mutter zwischen den
beiden Töchtern aufgeteilt
werden. Alles Weitere soll
dem Hoferben gehören.“
Dies alles hätten die Eltern,
wie es im Vertrag heißt,
„ohne die mindeste Arg und
List getan.“ Zur Urkunde unterzeichneten die Parteien
dies neben dem Landschreiber zu Hinsbeck am 28. Februar 1767. Vorgesorgt
wurde also für den Lebensunterhalt, auch im Alter und
bei Krankheit. Wichtig waren aber auch das ehrenvolle Begräbnis und die Messen
für das eigene Seelenheil.
Laut Familienangaben heiratete Jan Dammer am 10.
November 1767 Agnetis
Mahr aus Lobberich, so dass
der Zeitpunkt des Hofübergabevertrages in diesem
Zusammenhang zu sehen
ist.
Der Name Dammer blieb
auf dem Pootenhof zwei
weitere Generationen erhalten. Dann heiratete 1834 Peter Matthias Birker die Hoferbin Anna Margareta. Deren Sohn Peter Johann Birker heiratete die Erbin des
Berendalhofes am Schlibekker Berg, auf dem die alte
Urkunde bis heute aufbewahrt wird. 1952 wechselte
dort der Familienname mit
der Einheirat von Josef Strötges auf den Namen der heutigen Eigentümerfamilie. Alte
Dokumente erzählen Geschichten. Greta van der BeekOptendrenk, die gemeinsam
mit ihrem Ehemann Dr. Theo
Optendrenk das neue Lobberich-Buch „Land und Leute“
herausgebracht hat und
selbst von einem alten Lobbericher Bauernhof stammt,
ist auch weiterhin an solchen
Dokumenten der Althöfe interessiert.
Amern feiert schnell Karten sichern
Amern. Auch in diesem
Jahr richten die Schwesterbruderschaften St. Pankratius, Amern St. Anton und
St. Magdalena, Amern Schier
wieder gemeinsam die Karnevalsveranstaltungen im
Pfarrzentrum „Die Brücke“
in Schwalmtal-Amern aus.
Los geht es am Altweiberdonnerstag um 20.11 Uhr
mit der Fässchenparty „Op
Kölsch“. DJ Schumi wird für
stimmungsvolle Musik sorgen und alle Gäste sind, bei
freiem Eintritt, herzlich willkommen.
Karnevalsamstag steigt
dann, ebenfalls um 20.11
Uhr, die große Kostümfete
„Kumm loss mer fiere“, zu
der erneut die Tanzband
„Abstrakt“
verpflichtet
werden konnte. Der Eintritt
beträgt sechs Euro im Vorverkauf und acht Euro an
der Abendkasse, wobei dringend empfohlen wird, sich
rechtzeitig Karten im Vorverkauf zu besorgen, denn
in den letzten Jahren war
diese Veranstaltung immer
ausverkauft. Die Vorverkaufsstellen sind die Aral
Tankstelle Gisbertz, das
Sportlerheim Amern, die
Gaststätte „Zur Schier“ und
das Bistro „Ferne Welten“.
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Spurensuche nach Gott
Jahrbuch 2014 der PhilosophischTheologischen Hochschule Sankt Augustin
Kreis Viersen (hws). Im
heutigen durch und durch
säkularisierten Alltag hat
Gott wenig Platz. Dennoch
ist „die Welt Gottes so voll“,
wie der Jesuit Alfred Delp
1944 schrieb. Wie aber lässt
sich Gott in der modernen
Welt überhaupt wahrnehmen? Wie können Menschen
- ob gläubig oder nicht - über
ihn ins Gespräch kommen?
Diesen Fragen gehen die Autoren im Jahrbuch 2014 der
Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Augustin (PTH) nach. Es trägt den
Titel „Gott verehren - Gott
bezeugen in der Welt von
heute“ und ist jetzt im EOSVerlag erschienen.
Die Aufsätze, die von Lehrenden der PTH verfasst
wurden, befassen sich ganz
konkret mit den Möglichkeiten spiritueller und religiöser Erfahrungen etwa im Religionsunterricht oder im
Umgang mit Erwachsenen,
blicken aber zum Teil weit
über den Tellerrand katholischer Theologie hinaus. So
finden sich beispielsweise
auch Themen aus der Kolonisations- und Rechtsgeschichte, Einblicke in andere
Religionen wie Buddhismus
und Islam sowie ein Beitrag
zur aktuellen Debatte über
die Sterbehilfe. Darüber hinaus enthält das Jahrbuch einen Text zu Ansätzen einer
interreligiösen Sozialethik
von Privatdozent Dr. Hansjörg Schmid. Er ist Träger
des Preises „Begegnung der
Kulturen“, den die PTH 2013
erstmals verliehen hatte.
Gemeinsam ist allen Texten des Buches die Überzeugung, dass Gott überall und
von jedem entdeckt werden
kann. Die Autoren des Jahrbuchs laden ihre Leser zu
einer Suche ein, indem sie
ihnen einen Streifzug durch
verschiedene theologischen
Disziplinen und Blickwinkel
anbieten. „Der Schwerpunkt
unserer Fakultät heißt ‚Mission, Kulturen und Religionen‘. Dieser wirkt sich aus in
der komplexen und sehr differenzierten Spurensuche,
wie sie sich in diesem Jahrbuch findet“, erklärt Professor Dr. Bernd Werle, Rektor
der Hochschule. So gibt die
Aufsatzsammlung auch einen guten Überblick über die
aktuelle Forschungs- und
Lehrtätigkeit an der Hochschule der Steyler Missionare in St. Augustin.
Das Jahrbuch 2014 „Gott
verehren - Gott bezeugen in
der Welt von heute“ der PTH
St. Augustin ist im Buchhandel erhältlich. Herausgegeben von Patrik C. Höring,
Clemens Dölken und Polykarp Ulin Agan im Auftrag
der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St.
Augustin, ISBN-Nummer
978-3-8306-7703-1, 18 Euro.
Manöverball mit den
Wallensteinern
Dilkrath (fjc). Der Zug der Wallensteiner, bekannt und
berüchtigt bei Dilkraths Schützenfesten („Wenn Wallis
reiten, zu Kirmeszeiten…!“), veranstaltet zu Karneval einen Manöverball im Vereinesheim der DJK Fortuna am
Volksbankstadion in Dilkrath-Heidend. Am Samstag, 14.
Februar, soll dort ab 20 Uhr die Karnevalsparty steigen. Als
Motto steht über der Veranstaltung: „De eene so, un de
angere so“, jeder ist herzlich willkommen.
Eine Umlage von 25 Euro ist für Getränke und Snacks zu
entrichten. Bitte umgehend anmelden bei Ferdi Buffen, Genend 2c, Schwalmtal-Dilkrath.
Die Wallensteiner beim letzten Schützenfest in Dilkrath. Foto:
Franz-Josef Cohnen
BlaulichtReport
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Diebstahl aus
Einfamilienhaus
Bracht. Während die Bewohner sich am Samstag gegen
15.40 Uhr im Wohnzimmer ihres Einfamilienhauses an der
Kaldenkirchener Straße aufhielten, nutzten Diebe eine unverschlossene Terrassentür, um ins Haus zu gelangen. Sie
erbeuteten eine Handtasche, die sie im Garten des Anwesens wegwarfen. Aus der Tasche fehlen zwei Geldbörsen
mit Ausweisen, persönlichen Unterlagen und Debitkarten.
Aufmerksam geworden waren die Einbruchsopfer, weil ihr
Hund anschlug. Verdächtige Personen haben sie nicht beobachtet. Hinweise erbittet die Kripo Nettetal unter der
Rufnummer 02162/377-0.
Verkehrsunfall mit schwer
verletzter Fußgängerin
Süchteln. Bei einem Verkehrsunfall auf der Düsseldorfer Straße zog sich eine Fußgängerin schwere Verletzungen zu. Eine 21jährige Nettetalerin fuhr am Dienstagmorgen um 7.25 Uhr, mit
ihrem Pkw Fiat auf der Düsseldorfer Straße in Richtung Westring. Beim Einfahren in den Westring übersah sie eine 44-jährige
Süchtelnerin die den Westring aus Richtung Düsseldorfer Straße in Richtung Hochstraße überquerte. Beim Zusammenstoß
mit dem Pkw verletzte sich die Fußgängerin schwer. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab, dass die Fußgängerin
erheblich alkoholisiert war. Ein Rettungswagen brachte sie zur
stationären Behandlung ins Krankenhaus. Die Pkw-Fahrerin
blieb unverletzt, das Fahrzeug unbeschädigt.
Einbruch in
Juweliergeschäft
Viersen. Bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft erbeuteten Unbekannte diversen Schmuck. Am Montagmorgen, 2. Februar, vermutlich kurz vor 5.40 Uhr, schlugen
Unbekannte mit einem Hammer oder einem ähnlichen Gegenstand ein 50 mal 50 Zentimeter großes Loch in die
Panzerglasscheibe eines Juweliergeschäfts an der Hauptstraße. So stahlen sie aus der Auslage mehrere Schmuckstücke. Sie entkamen mit ihrer Beute unerkannt.
Hinweise von möglichen Zeugen, die verdächtige Personen
oder Geräusche im Bereich der Hauptstraße wahrgenommen
haben, oder Angaben zu einem möglicherweise von den Tatverdächtigen benutzten Fahrzeug machen können, werden
gebeten, sich unter der Rufnummer 02162/377-0 zu melden.
Einbruch in Optik-Geschäft
Lobberich. In der Zeit zwischen Samstag 14.15 Uhr und
Sonntag 11.45 Uhr hebelten bislang unbekannte Täter die
Eingangstüre eines Optik-Geschäftes in Nettetal-Lobberich auf der Marktstraße auf. Aus dem Verkaufsraum wurden die Kasse und mehrere Hundert Brillengestelle gestohlen. Hinweise werden an die Kriminalpolizei unter der
Rufnummer 02162-377 0 erbeten.
Geschäftseinbruch Fernseher erbeutet
Lobberich. Bei einem Einbruch in ein Elektro-Geschäft an
der Hochstraße erbeuteten Unbekannte zwei große LED-Fernseher. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch letzter Woche,
vermutlich gegen 2.30 Uhr, warfen Unbekannte mit zwei
Pflastersteinen einen Flügel einer Glastür zu dem Ladenlokal
ein. Aus der Auslage entwendeten sie zwei große LED-Fernseher, darunter einen recht auffälligen sogenannten 55 Zoll
Curved-TV. Mit den gestohlenen Fernsehern entfernten sie
sich wahrscheinlich in Richtung Kirche St.-Sebastian.
Das Kriminalkommissariat 2 hofft, dass die Fußgänger
mit den großen LED-Fernsehern aufgefallen sein könnten
und bittet mögliche Zeugen, die Hinweise auf die Tatverdächtigen oder den Tathergang geben können, sich unter
der Rufnummer 02162/377-0 zu melden.
Pkw entzog sich einer Polizeikontrolle
Kaldenkirchen. Ein Pkw
mit zwei Insassen entzogt
sich einer Polizeikontrolle
und wurde später nach einem Unfall aufgefunden. Am
Montag um 19.10 Uhr versuchten Polizeibeamte bei
einer Verkehrskontrolle auf
der Steyler Straße einen in
Richtung Niederlande fahrenden Audi anzuhalten.
Dieser wendete und entzog
sich der Kontrolle in Richtung Kaldenkirchen. Die Be-
amten fuhren hinter dem
Pkw her, verloren ihn aber
kurzzeitig aus dem Auge.
In Höhe der Einmündung
zur Breslauer Straße fanden
sie dann den inzwischen
verlassenen Audi. Der Fahrer hatte nach Zeugenangaben beim Abbiegen von der
Steyler in die Breslauer Straße die Gewalt über sein Auto
verloren, war über den Gehweg in einen Zaun gerutscht.
Aus dem Auto flüchteten
Mutmaßlicher Seriendieb
in Haft
Kaldenkirchen. In diesen
Tagen nahmen Beamte der
Polizeiwache Nettetal einen
25-jährigen Kaldenkirchener fest. Gegen den Mann lag
ein Haftbefehl vor, da er beschuldigt wird, seit dem Sommer diesen Jahres fortgesetzt
Leergutdiebstähle, Fahrraddiebstähle, Diebstähle aus
Schuppen, Gartenhäusern
und Garagen begangen zu
haben. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Bereits im September war der drogenabhängige Mann in Nettetal
wegen Verdachts des fortgesetzten Leergutdiebstahls
und Fahrraddiebstahls vorläufig festgenommen worden.
Die Festnahme und anschließenden Ermittlungen
allerdings hatten nicht dazu
geführt, dass der 25-Jährige
sein Verhalten geändert hätte.
Der einschlägig polizeibe-
kannte Mann, so der Vorwurf
der Kripo Nettetal, beging
weiterhin zahlreiche Straftaten, um mit dem Erlös seiner
Beute seine Amphetaminabhängigkeit zu finanzieren. Bei
einigen der ihm zur Last gelegten Straftaten fiel der Kaldenkirchener auf, da er seine Beute
im Internet zum Kauf angeboten hatte.
Aufgrund der auffälligen
Steigerungsraten beim Fahrraddiebstahl in den vergangenen Wochen in Nettetal sowie
der bisherigen Ermittlungsergebnisse geht die Polizei davon aus, dass sich der Tatvorwurf auf einige zig Fahrraddiebstähle und zahlreiche
weitere Straftaten ausweiten
könnte. Um dem Mann, der bei
der Polizei keine Aussage
machte, diese Taten nachweisen zu können, sind weitere
Ermittlungen erforderlich.
Nur kurz aus dem Haus Bargeld weg
Kaldenkirchen. Unbekannte nutzten am Dienstagnachmittag die Abwesenheit der Hausbewohner für einen Einbruch aus. Als der Bewohner eines Hauses an der Buschstraße nach einer kurzen Abwesenheit (zwischen 17 Uhr
und 18.20 Uhr) wieder nach Hause kam, musste er feststellen, dass man in der Zwischenzeit in sein Haus eingebrochen war. Die Tatverdächtigen waren über den Zaun geklettert und hatten ein Wohnzimmerfenster aufgehebelt.
Sie stahlen eine Wetterjacke von der Garderobe und Bargeld
aus einer Küchenschublade. Einen offensichtlich für den
Abtransport bereitgestellten Laptop ließen sie an der Garderobe zurück. Sachdienliche Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 2 unter der bekannten Rufnummer 02162/
377-0 entgegen.
Diebstahl einer
Sattelzugmaschine
Dülken. In der Zeit von Samstag 23 Uhr bis Sonntag 14
Uhr koppelten bislang unbekannte Täter auf dem Gewerbering in Viersen-Dülken eine weiße Sattelzugmaschine der
Marke Volvo vom Auflieger ab. Mit der entwendeten Zugmaschine, amtliches Kennzeichen D-DS1088, fuhren die
Diebe zunächst zur Technologiestraße, entfernten das GPSGerät und tauschten offensichtlich das Steuerungsgerät
aus. Die Diebesfahrt ging dann weiter in unbekannte Richtung. Hinweise werden an die Kriminalpolizei unter der
Rufnummer 02162-377 0 erbeten.
zwei etwa 25 bis 30 Jahre
alte, dunkel gekleidete Männer in Richtung Gewerbegebiet „Am Pannesschopp/
Bürdestraße“.
Der Audi war auf die Straße zurückgerollt und stand
auf der Fahrbahn der Steyler Straße. Eine Fahndung
der Polizei nach den beiden
Flüchtigen blieb ohne Erfolg.
Das Fahrzeug stellten die
Beamten sicher. Nur wenig
später, um 19.34 Uhr, erstat-
tete der Halter des Fahrzeugs,
ein 60-jähriger Nettetaler
Anzeige bei der Polizei und
teilte mit, dass Unbekannte
den Schlüssel des Audis entwendet hätten und das Fahrzeug verschwunden sei. Zeugen, die Angaben zu den beiden Personen aus dem Pkw
oder zu deren Aufenthalt
machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02162/377-0 zu
melden.
Einbruch in Raiffeisenmarkt
Bracht. Am Sonntag gegen 6.07 Uhr wurde durch zwei
bislang unbekannte männliche Personen das Schiebeelement der linken Eingangstüre des Raiffeisenmarktes in Brüggen-Bracht auf der Straße Boerholz aufgehebelt. Im Verkaufsraum des Marktes befindet sich eine Agentur der
deutschen Post. Hier wurden eine Kassenschublade aus
einem Beistellschrank und die Jalousie eines Rollschrankes
aufgebrochen.
Nach ersten Erkenntnissen wurden Bargeld und Postwertzeichen in bislang unbekannter Höhe entwendet. Vermutlich entfernten die Täter sich in Richtung NettetalSchaag. Eine Personenbeschreibung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Hinweise werden an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162-377 0 erbeten.
Einbruch in Kiosk
Viersen. Eine Frühaufsteherin wird Zeugin eines KioskEinbruchs. Am Montagmorgen beobachtet eine Zeugin kurz
vor 5 Uhr zwei unbekannte Männer auf der Straße Junkershütte auf dem Weg zu einem Kiosk. Nach einem kurzen
klackenden Geräusch sieht sie, wie die Männer in dem Kiosk
verschwinden. Etwa zwei bis drei Minuten später verlassen die Unbekannten den Kiosk und entfernen sich in Richtung Neuwerker Straße. Ob die Tatverdächtigen aus dem
Kiosk etwas entwendeten steht derzeit noch nicht fest.
Die Zeugin beschreibt. die beiden Männer wie folgt: Der
erste war etwa 1,80 Meter groß und 25 bis 30 Jahre alt. Er trug
eine schwarze Lederjacke und Jeans. Der zweite war kleiner,
etwa 1,75 Meter groß und trug ein helles Kapuzenshirt und
ebenfalls Jeans. Sie führten eine große dunkle Sporttasche
mit sich. Hinweise von weiteren Zeugen nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162/377-0 entgegen.
Rempeltrick erfolgreich Geld weg
Viersen.
Opfer
von
Trickdieben wurde am Mittwoch vergangener Woche eine
75-jährige Viersenerin im Drogeriediscounter Rossmann an
der Hauptstraße in Viersen. Die
Seniorin hatte ihre Handtasche
mit Geldbörse in ihren Einkaufswagen gelegt und sich
kurz einer Auslage zugewandt.
Dabei wurde sie von zwei jungen Frauen angerempelt. Als
die Rentnerin zu ihrem Einkaufswagen zurückkehrte, war
ihre Handtasche geöffnet und
das Bargeld aus dem Portemonnaie gestohlen. Als Tatverdächtige dürften die beiden
rempelnden Frauen in Frage
kommen, die etwa 20 Jahre alt
und ungefähr 1,60 Meter groß
waren. Sie hatten schwarze
schulterlange Haare und waren dunkel gekleidet.
Die Polizei bittet um Hinweise unter der Rufnummer 02162/
377-0 und wiederholt ihren Appell:
Lassen Sie niemals Ihre Wertgegenstände unbeaufsichtigt. Am
besten verstauen Sie Wertsachen
in den Innentaschen Ihrer Kleidung.
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Lokales
Heute Urteil im Fall Pfarrer K.
Bis zu zehn Jahren Haft wegen Missbrauch möglich
Nettetal/Krefeld (hei).
Heute fällt im Landgericht
Krefeld das Urteil im Fall des
früheren Nettetaler Pfarrers
Georg K. Dem Pfarrer, der
Anfang 2007 von Nettetal
aus nach Südafrika ging und
im vergangenen Sommer
nach Deutschland ausgeliefert wurde, wird sexueller
Missbrauch in 26 Fällen vorgeworfen.
Bisher hat er selbst sich zu
den Vorwürfen nicht geäußert. Im Jahr 2010 hatte er
von Südafrika aus eine
„Selbstanzeige“ zur Staatsanwaltschaft nach Deutschland geschickt, in der recht
pauschal stand, die Vorwürfe, die zu dieser Zeit öffentlich gegen ihn erhoben würden, seien größtenteils zutreffend.
K.s Verteidiger hatte während des Verfahrens erklärt,
sein Mandant wolle sich
noch nicht zu den einzelnen
Anklagepunkten äußern, da
er etwa die Hälfte der Vorfälle anders in Erinnerung
Seite 9
Kein Glas am
Altweiberdonnerstag
Nettetal. Am Altweiberdonnerstag dürfen wieder ab 13
Uhr keine Glasbehälter in den Bereich des Doerkesplatzes
mitgebracht werden. Flaschen, Trinkgläser und ähnliches
haben dann aus Sicherheitsgründen dort nichts verloren.
„Ohne Glas macht`s doppelt Spaß!“ am Doerkesplatz und
der unmittelbaren Umgebung. Wer sich nicht an das Verbot hält, dem bringen Scherben kein Glück: Die Stadt wird
Verwarnungsgelder erheben.
habe als die Opfer. Er kündigte an, K. werde in seinem
Schlusswort Stellung beziehen.
Vorher aber werden die
Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und
Verteidigung
erwartet.
Nach einer Pause soll dann
das Urteil verkündet werden. Dem Pfarrer drohen bis
zu zehn Jahre Haft.
Ehemaliger Leiter der Hauptschule Breyell verstorben
Walter Karnatz gehörte 34 Jahre dem Rat an
Walter Karnatz wurde 79
Jahre alt. Foto: privat
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Nettetal Wie ein Lauffeuer
verbreitete sich am Wochenende die Nachricht: Walter
Karnatz ist am Samstagnachmittag im Krankenhaus
in Süchteln verstorben. Er
wurde 76 Jahre alt.
In Rheydt geboren studierte er in Wuppertal und kam
1962 an die Grundschule in
Breyell-Schellberg, 1970
wurde er Konrektor und als
Nachfolger von Alois Beckmann 1989 Leiter der Hauptschule in Breyell, ehe er 1996
in den Ruhestand ging, als
die Hautpschule zur Gesamtschule wurde. Sein Lieblingsfach war Deutsch. Daran hatte sein Deutschlehrer
in Rheydt großen Anteil.
„Es war die Indianerzeit,
ich war etwas zwölf Jahre
alt“, formulierte Walter Kar-
natz, als er vor zwei Jahren
seinen Gedichtband „Begegnungen“ herausgab. „Ich las
damals 30 Karl May Bücher,
obwohl ich kein einziges besaß und fing mit der Reimerei an.“ Bis zuletzt las er sehr
viel. Seine Verse legte er Ehefrau Doris vor, die er 1959
kennenlernte und mit der er
das Fest der goldenen Hochzeit feiern konnte. Sie musste lesen, ob es sich lohne,
dann tippte sie die Verse, die
im Verlauf von 30 Jahren
entstanden.
Ein wichtiges Betätigungsfeld war die Politik. Man kann
Walter Karnatz durchaus als
einen Mann der ersten Stunde
in Nettetal bezeichnen. Beim
Neujahrsempfang der CDU in
diesem Jahr wäre er für fünfzigjährige Mitgliedschaft geehrt worden, aber er war schon
erkrankt. Er war bei der kommunalen Neugliederung 1970
Vorsitzender der CDU Nettetal, viele Jahre auch Pressesprecher, gewann stets den
„schwierigen Wahlbezirk“
(Speckerfeld, Lötsch).
Dem Rat gehörte er bis
2004 an. Er kümmerte sich
im Rat ganz besonders um
die Kulturpolitik, stand dem
Kulturausschuss vor und
war zum Teil Mitgründer
und Förderer auch der Partnerschaften mit Fenland und
Rochlitz. Intensiv kümmerte er sich um den Neubau der
Bibliothek in Breyell vor 25
Jahren, auch um die Einrichtung des Kindergartens in
Lötsch. Zu seinen Hobbies
gehörte die Reiterei, er war
Mitglied des Ponyclubs Nettetal, aber auch Ehrenmitglied des Kleingartenvereins
und in der Nachbarschaftsgemeinschaft aktiv.
Walter Karnatz hinterlässt Ehefrau, Tochter und
Sohn mit Ehepartnern und
zwei Enkel. Die Trauerfeier
ist am Freitag, 6. Februar um
14 Uhr in der Friedhofskapelle zu Breyell, anschließend
die Beisetzung von der Ka-
pelle aus. Anstelle von
Kranz- oder Blumenspenden
wird um eine Zuwendung
für die „Löwenkinder“ zur
Unterstützung krebskranker Kinder gebeten.
Seinem Buch „Begegnungen“ entnehmen wir: „Lass
mich Dein Herz mitnehmen,
wenn ich gehen muss. Lass
es mich bei mir haben, wenn
es dunkelt. Lass mich seinen
Schlag spüren, wenn ich einsam bin. Lass mich Dein
Herz bei mir haben, wenn
ich gehen muss und es dunkelt.“
Die GN jetzt auch auf Facebook
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Nettetal
Seite 10
Reservistenkameradschaft
trifft sich
Nettetal (hws). Die Mitgliederversammlung der Reservistenkameradschaft Nettetal findet Dienstag, 10. Februar,
19.30 Uhr in der Gaststätte „Alter Braukeller“ in 41334
Nettetal-Schaag, Kindt 17 statt. Besprochen werden die
kommenden Vorhaben (Ausbildungsbiwak Straelen im
März, Schießen in Geilenkirchen, Simulatorausbildung in
Köln-Wahn), sowie Termine, Aktuelles und Verschiedenes.
Gedenkgottesdienst
in der Alten Kirche
Lobberich (sp). Am 19. Februar 1945 explodierte auf der
Unteren Hochstraße eine defekte V-1 Bombe und zerstörte
vier Häuser völlig. Mindestens 35 Menschen kamen dabei
um. Deshalb findet am 70. Jahrestag unter Mitwirkung des
VVV ein ökumenischer Gedenkgottesdienst unter der gemeinsamen Leitung von Pfarrer Dr. Engelke und Pfarrer
Günter Wienandt statt, am Donnerstag, 19. Februar, in der
Alten Kirche Lobberich.
Öffnungszeiten zu Karneval
Lobberich. An den närrischen Tagen gelten für die Dienststellen der Stadt Nettetal wieder folgende Öffnungszeiten:
Am Altweiberdonnerstag, 12. Februar, hat die gesamte
Stadtverwaltung ab 12.30 Uhr geschlossen. Das Standesamt verlegt für diesen Tag die Sprechstunden vom Nachmittag auf den Vormittag (8.30 Uhr bis 12 Uhr). Die Bücherei
in Breyell hat vormittags wie gewohnt von 10 bis 13 Uhr
geöffnet. Nachmittags bleiben sowohl die Bücherei in Breyell
als auch deren Zweigstelle in Kaldenkirchen geschlossen.
Am Rosenmontag bleiben alle Dienststellen geschlossen.
Am Freitag nach Altweiber und Veilchendienstag gelten die
normalen Öffnungszeiten.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
„Das große Zelt, es war einmal...“
Nacktheit war Trumpf bei der Wölese-Sitzung
VON SUSANNE PETERS
Breyell. Am 31. Januar
fand die erste Sitzung der
Breyeller Kolpingschar De
Wölese statt. 19 Jahre lang
war das Zelt ihre Heimat,
nunmehr kehrte die Karnevalsgesellschaft wieder in
den Saal Kreuels zurück. „Im
Zelt haben wir mit unseren
Gästen zahlreiche schöne
und unterhaltsame Stunden
erlebt, wie zum Beispiel unser 100-jähriges und 111jähriges Bestehen“, fasst
Paul Lienen (1. Vorsitzender) mit einem lachenden
und einem weinenden Auge
zusammen. Während der
letzten Vorstellung im Zelt
hatte der Präsident obendrein sein Zepter nach 28jähriger Tätigkeit an Jürgen
Ucher und Peter Nisters
weiter gereicht.
Unter dem Motto „Das
große Zelt, es war einmal,
märchenhaft wird’s jetzt im
Saal“ gab es zum Brüllen
komische Unterhaltung und
viel Applaus. Ucher und Nisters stellten mit gespieltem
Erstaunen fest: „Nach 20 Jahren wieder hier - wir haben
alles wiedererkannt, nichts
hat sich verändert.“ Gegenseitig stellten sich die neuen
Präsidenten vor, indem sie
Karten als Gedächtnisstütze benutzten. „Er ist charmant und gut aussehend“,
verlas Nisters über Ucher,
nachdem er seine Karte aus
der Tasche gezogen hatte,
„ach nee, falsche Jacke!“, flugs
wurden die Jacken getauscht.
Als nächstes wirbelte die
Showtanzgruppe Lollipop
über die Bühne und beeindruckte durch tänzerische
Akrobatik und wunderbare
Kostüme. In einem atemberaubenden Tempo führte
Paul Lienen schließlich als
Kopf der KG Rubbeldidupp
Schämen sich ihrer Nacktheit nicht: Dr. Klöbner (Felix Schrievers) und Herr Müller-Lüdenscheid
(Andreas Bayer) im „Zwiegespräch“. Foto: Susanne Peters
vor, wie man in elf Minuten
und elf Sekunden eine komplette Karnevalssitzung
durchexerzieren kann, tobte wie ein Wirbelwind über
die Bühne und kündigte im
Stakkato Sensationen an.
„Damit wollen wir ins Guinness Buch der Rekorde!“,
scherzte Peter Nisters.
Für besonderen Unterhaltungswert sorgte ebenso
das klassische „Zwiegespräch“, präsentiert von
Andreas Bayer und Felix
Schriever. Sie interpretierten Loriots BadewannenKammerspiel und scheuten
sich auch nicht, komplett die
Hüllen fallen zu lassen. „ich
möchte nicht unhöflich sein,
aber ich wäre jetzt gerne allein“, forderte Herr MüllerLüdenscheid, alias Andreas
Bayer, und möchte wissen,
warum Dr. Klöbner (Felix
Schrievers) in seiner Badewanne sitzt.“Ich kam vom
Ping-Pong-Keller und habe
mich in der Zimmernummer
geirrt“, lautete die Antwort.
„Wenn sie die Ente herein
lassen, lasse ich das Wasser
heraus!“, drohte Müller-Lüdenscheid und das Publikum
brüllte vor Lachen, als sich
die streitenden Badewannenkapitäne bedrohlich in
ihrer „Nacktheit“ erhoben.
Auch das orientalische
Karnevalsprinzenpaar Susanne I. (Hauser-Glitz) und
Hans-Gerd I. (Hauser) machte seine Aufwartung und
landete, zumindest gedanklich, mit seinem schwebenden Teppich im Saal. „Wenn
es um das Hübsche geht, ist
der 1. Vorsitzende immer
noch dabei!“, quittierte Jürgen Ucher grinsend, als Paul
Lienen der holden Lieblichkeit Susanne I. einen Blumenstrauß überreichte. „Der
schönste Prinz, den Nettetal
zur Zeit zu bieten hat und
die schönste Prinzessin jenseits des Jordans!“, begrüßte
Peter Nisters ebenfalls die
Tollitäten.
Nacktheit stand offensichtlich ganz im Fokus des
närrischen Abends. Kilian
Wirtz und Martin Bruckes
mischten so richtig den Saal
auf, indem sie, nur mit Handtüchern bekleidet, einen atemberaubenden ungarischen
Tanz aufs Parkett legten. Die
gebannt zuschauenden Närrinnen gerieten vollends aus
dem Häuschen, angesichts so
viel versprühter männlicher
Erotik auf der Bühne. Aber
auch die musikalische Unterhaltung kam nicht zu kurz.
So sorgten unter andem de
Bläcke Höhner Föös dank
schwungvoller Medleys für
stimmungsvolle musikalische Unterhaltung, ausgelassenes Geschunkel und fröhliches Geschmetter.
Weitere Sitzungstermine der
Wölese: Heute und morgen, ab
20 Uhr im Saal Kreuels, Lobbericher Straße 15 in Breyell.
Dank an die Unterstützer und Gönner
Lobberich (sp). Vor seinem
diesjährigen
„Bunten
Abend“ am vergangenen
Samstag lud das Karnevals
Komitee Lobberich (KKL)
alle seine Gönner und Unterstützer zu einer geselligen Runde in den kleinen
Seerosensaal ein. Zum Dank
für die langjährige Treue
zum Komitee und zum
Brauchtum Karneval wur-
de fröhlich und entspannt
gefeiert.
Thomas Timmermanns,
Präsident des Karnevals Komitee Lobberich, begrüßte
rund 70 Gäste augenzwinkernd: „Leider fehlen heute
ein paar. Denen die sich für
Fußball interessieren sei gesagt: Die Borussia führt mit
1:0. Ich freue mich auf einen
tollen Nachmittag und ei-
nen mindestens so tollen
„Bunten Abend“! Für die
Organisation bedankte sich
der Präsident des Komittee
bei Michael Zillekens, den er
scherzhaft als „Öffentlichkeitsausschussvorsitzenden“ bezeichnete. Auch
für das leibliche Wohl war
gesorgt, die Mitglieder des
KKL bewirteten die Gäste
mit Getränken und Snacks.
Das Karnevals Komittee Lobberich bedankt sich bei seinen Gönnern. Foto: Susanne Peters
„Der Austausch in dieser
netten Runde macht Spaß“,
schwärmten Irmgard und
Jürgen Mangold, „wir freuen uns immer über nette
Gespräche, auch darüber,
neue Kontakte zu knüpfen.“
Ebenso sehe man bei dieser
Gelegenheit wieder, wie das
Komitee im Lobbericher
Karneval seine Aufgaben
mit Herzblut und Begeisterung angehe. So mache es
Freude, auch weiterhin mit
tatkräftiger Unterstützung
etwas beizutragen.
Gegen 18 Uhr endete der
farbenfrohe Nachmittag
und ging nahtlos in den
„Bunten Abend“ über, zu
dem zahlreiche Gäste erschienen.
Auch den an diesem Nachmittag leider verhinderten
Gönnern spricht das KKL auf
diesem Wege nochmals seinen herzlichen Dank für die
langjährige Treue und Unterstützung aus.
Nettetal
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 11
Sturm der Begeisterung im Narrenzelt
Karnevalistischer Frauennachmittag in Schaag
Nettetaler Stadtpinzenpaares ging es dann etwas
fromm zu. „Die Divas mit
dem Gottesfieber“ schritten auf die Bühne. Zuerst
sangen sie gesittet, in Anlehnung an das Musical
„Sister Act“, wie es sich für
Nonnen gehört. Dann aber
rockte sie die Bühne. Songs,
angefangen aus den Fünfziger Jahren, über Wolfgang Petry bis zu Helene
Fischer, wurden zum Besten gegeben. Hier zeigte
fast die Hälfte der Elferratsfrauen, mit Hilfe aus dem
Bekanntenkreis, dass sie
auch schauspielerisches
Talent besitzen.
Die zweite Halbzeit begann
mit dem Funkentanz der
SKG-Funkenmariechen. Ihnen folgten, in entsprechendem Outfit, die DancefloorGirls mit einem Abba-Medley. Wer noch nicht wusste,
wie unterschiedlich Frauen und Männer duschen, der
konnte das, unter großem Gelächter, von den Frauen aus
dem Jägerzug II, erfahren.
Asye (Hannelore Minkner)
suchte auf dem Krammarkt
in Schaag verzweifelt nach
einem Geschenk für ihren tür-
Beste Stimmung herrschte Beim Frauennachmittag im Schaager Zelt. Foto: Susanne Peters
Schaag. Während der
Sturm mächtig am Narrenzelt der Schaager
Karnevals Gesellschaft
(SKG) rüttelte, brachen
drinnen, beim Karnevalistischen Frauennachmittag, wahre Begeisterungsstürme los. Roland Zetzen,
der die musikalische Leitung hatte, heizte gleich am
Anfang tüchtig ein. Die beiden Tanzgarden der SKG,
die Mäuse- sowie die Piccologarde, wirbelten in ihren
hübschen Kostümen über
die närrische Bühne. Es war
eine Augenweide, dem SKGNachwuchs zuzusehen.
Über den Ehealltag im
Allgemeinen und über die
Auswirkungen von Zwiebelkuchen mit neuem Wein
insbesondere, wusste Käthe Poethen sehr eindrucksvoll zu berichten.
Wie sich die Sparmaßnahmen im Gerichtssaal
auswirken, musste der verdutzte Angeklagte (Claudia
Knops) von der Richterin
(Birgit-Stieger-Becker) erfahren. Er wurde nach dem
Zufallsprinzip aus dem Telefonbuch ermittelt. Sehr
zur Erheiterung des närrischen Publikums demonstrierten Gisela Hoffmann
und Conny Völker wie es in
einer hochmodernen, mit
Computer ausgestatteten,
öffentlichen Toilette zugehen kann. Die erste Rakete
des Nachmittags war fällig.
Nach dem Besuch des
Die scheidende Präsidentin Monika Schüller am Mikrofon.
Foto: privat
kischen Ehemann. Das kleine
Mobilee, das ihr ihre Freundin Sulan empfahl, war auch
keine große Hilfe.
Mit ihrem „Fliegenden
Teppich“ landeten Berta und
Nettchen (Annette Ottow
und Gisela Flüggen) direkt
im Schaager Narrenzelt.
Über die WM in Brasilien
wussten sie ebenso zu berichten wie über die engere Heimat. Boisheim, Lobberich und Breyell bekamen ihr Fett weg. Aber
auch die Schaager blieben
von ihren Kommentaren
nicht verschont. Orientalisch ging es dann bei den
SKG-Funken in ihrem
Showtanz zu. Als Mann für
alle Fälle sorgte Tim van
Overbrüggen für einen reibungslosen Ablauf auf und
hinter der Bühne.
Abschließend sangen alle
beim Finale die Schaager
Hymne
„St Anna lacht“. Dann gab
es noch einmal tosenden
Applaus, als Dankeschön für
Sitzungspräsidentin Monika Schüller, die nach 15 Jahren zum letzten Mal durch
das Programm führte.
Mit viel Spaß an der Freud’
Farbenfrohes närrisches Treiben im Seerosensaal
Fröhlich singend begrüßte das Nettetaler Prinzenpaar, Susanne
I. und Hans-Gerd I. das Publikum im Seerosensaal, Präsident
Thomas Timmermanns (rechts) hält gernde das Mikrofon.
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Sehr feierlich
wurde es direkt zu Beginn
des Bunten Abends im
komplett ausverkauften
Seerosensaal:
Thomas
Timmermanns
(Karnevalskomitee Lobberich)
wurde für sein 20-jähriges
Jubiläum als Präsident geehrt. Timmermanns freut
sich: „Karneval lag mir
schon immer sehr am Herzen. Seit jeher wurde bei
uns eine Woche früher Altweiber gefeiert, auch da
war ich in meiner Jugend
schon mit viel Spaß an der
Freud’ dabei“, erzählt der
Leuther, der früher ebenfalls bei den Löther Rieser
auf der Bühne stand.
Das Karnevals Komitee
war 1959 gegründet worden, im Jahr 1990 trat Timmermanns bei und ist der
fünfte Präsident innerhalb
von 55 Jahren. Im Jahr 1996
traten er und seine Frau
als Nettetaler Prinzenpaar
auf. „Wir erinnern uns
immer wieder gerne daran
zurück und erleben dies ja
auch jedes Jahr mit jedem
neuen Prinzenpaar: Bei allen Sitzungen und Veranstaltungen wird man von
lächelnden Gesichtern sehr
herzlich begrüßt.“
Auch das amtierende
Prinzenpaar, Susanne I.
und Hans-Gerd I., gastierte am vergangenen Samstag selbstverständlich im
Seerosensaal. Nicht nur sie
begrüßte der Präsident,
sondern ebenso ihre Gefolgschaft sowie „den
kleinsten größten Präsidenten Willi Tempels“,
scherzte er schelmisch. „In
diesem Jahr gibt es keinen
Stromausfall, alles läuft
glatt“, stellte der Karnevalsprinz
augenzwin-
kernd fest und spielte damit auf den Bunten Abend
vom vergangenen Jahr an,
bei dem kurzfristig die
Technik versagt hatte.
Wie bei jeder weiteren
Veranstaltung ließen die
Tollitäten auch im Seerosensaal ihre Spardosen
herum reichen, mit denen
Geld für die FlüchtlingsSprachkurse gesammelt
werden.
Für beste musikalische
Unterhaltung sorgte unter
anderem der im Jahr 2013
als bester Schlagerstar
ausgezeichnerte Rheinländer Pascal Krieger, der mit
närrischen Evergreens wie
„Schatzi schenk’ mir ein
Foto“,
„Heut’ ist so ein schöner
Tag“, aber auch „Atemlos“
von Helene Fischer - zur
Zeit in aller Munde - rich-
tig Schwung in die „Hütte“ brachte. Das Publikum
bildete spontan Polonaisen
und der Künstler tanzte
mitten im Saal auf dem
Tisch.
Für urkomische Unterhaltung und viel Applaus
sorgte Bauchredner Jens
Meyers mit seinem Hund
Heinz:
„Ich habe ihn gesehen,
den BH, da im Publikum.
Ein katholischer.“ Meyers
staunte: „Was bitte ist ein
katholischer BH?“
Heinz weiß selbstverständlich Bescheid: „Wenn
Du hinten aufmachst, gehen vorne zwei in die
Knie!“ Auch Manni der
Rocker kalauerte munter
drauf los: „Ich hab’ ‚ne Domina geschlagen. Zum
Glück hab‘ ich drei Zeugen, dass sie angefangen
hat.“ Auch von der Oma
wusste er Aufregendes zu
berichten: „Sie hat einen
neuen Herzschrittmacher
gekriegt, es geht ihr auch
ganz gut.
Nur jedesmal wenn Oma
hustet, geht beim Nachbarn das Garagentor auf.“
Neben den einzelnen Unterhaltungskünstlern gab
es natürlich wieder kunterbunten närrischen Tanz
und aufregende Akrobatik:
Nicht nur die kleinen und
großen Mädels der Tanzgarde des KKL wirbelten
über die Bühne, auch die
Showtanzformation aus
Moers beeindruckte durch
eine rasante Mischung aus
akrobatischen Hebefiguren, Tanzelementen aus
dem Formations- und Jazztanz.
Fotos: Susanne Peters
Kindter Eck feiert Karneval
Schaag (ww). Der DRKGenerationentreff Kindter
Eck lädt herzlich zu seinen
Karnevalsfeiern ein, wozu
alle eingeladen sind. So findet am Mittwoch, 11. Februar ab 14.11 Uhr eine Karnevalsfeier der Seniorengruppe statt mit Teilnehmern der
ehemaligen Altenstube. Ab
18 Uhr wird ein gemeinsames Abendessen eingenommen. Altweiber-Donnerstag
wird man das Pfarrheim um
9.11 Uhr besuchen zum Möhnenfrühstück und ab 13.30
Uhr ist Buntes Treiben in
allen Räumen des Kindter
Eck. Dieser Mittag ist aber
nicht nur für Möhnen gedacht. Der Freitag, 13. Februar steht ganz im Zeichen eines Närrischen Kaffeetrinkens mit „vielen bunten Tassen“, ab 14.11 Uhr. Beschließen wird man die Karnevalssession 2015 am Aschermittwoch, 18. Februar um
9.30 Uhr mit einem Aschermittwoch-Frühstück. Zu allen Veranstaltungen werden gerne Voranmeldungen
entgegen genommen unter
der Telefon-Nummer 02153
/ 72133. Auskünfte erteilt die
Leiterin Frau Eva Abels.
Kirchencafé geöffnet
Die Bühne reichte ihm nicht, Pascal Krieger sang und tanzte
fröhlich inmitten der Närrinnen und Narren auf dem Tisch.
Schaag (ww). Der Pfadfinderstamm Noah öffnet am Sonntag, 8. Februar, ab 10.30 Uhr im Pfarrheim An der Kirche
wieder das traditionelle Kirchencafé. Bei frischem Kaffee
und Brötchen sowie auch Kuchen kann man sich hier in
froher Runde austauschen. Es besteht auch die Möglichkeit,
sich für den Nachmittag Kuchen mit nach Hause nehmen zu
können.
Nettetal
Seite 12
Klassentreffen der
Jahrgänge 1940/41
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seit 25 Jahren Kirchenmusikerin in Hinsbeck
VON HEINZ KOCH
Hinsbeck/Lobberich (hws). Das Organisationskomitée
des Schülertreffens der Jahrgänge 1940/41 - sechszig Jahre
nach der Schulentlassung - möchte allen Ehemaligen die
Gelegenheit geben, sich den Termin freizuhalten: Samstag,
18. April, um 10 Uhr, Treffen in der Pfarrkirche Sankt Peter
in Hinsbeck. „Damals gab es die Evangelische und Katholische Schule, aber wir haben bei den Klassentreffen immer
auch die evangelischen Schüler eingeladen, die sich darüber
sehr freuten,“ schildert Herbert Skirde die Situation. Nach
dem Gottesdienst geht es in das Landcafé „Zum Mühlenberg“, dort wird gefrühstückt und später auch Kaffee getrunken.
Förderverein unterstützt
die Hinsbecker Schule
Hinsbeck (hk). Seit der vergangenen Woche können sich
die Kinder der Katholischen Grundschule Hinsbeck (KGS)
verstärkt auf die Pausen und die Nachmittagsbetreuung
freuen: Die Vorsitzende des Fördervereins der KGS Christine Dellen überreichte den Kindern im Beisein der Schulleiterin Anke Paukovic Material für das Spielehaus im Wert
von 500 Euro aus ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Hierfür wurden Fußbälle, Tischtennisschläger und -bälle,
Seilchen, Pferdeleinen, Gummitwist und Twister gekauft.
Die Freude der Kinder war riesig, da nun wieder neue
Spielgeräte in der Pause ausgeliehen werden können.
Übergabe der neuen Spielsachen durch Christine Dellen (rechts).
Foto: Heinz Koch
Meisterbetrieb
im GlaserGlas & Spiegel Handwerk
seit 1908
www.glaserei-van-kessel.de - 02153/911505
• Reparaturverglasung
24 Std.-Notdienst
• Ganzglasanlagen
• Glasduschen
• Küchenrückwände
Hinsbeck. Das Jahr 2015
ist für die Hinsbecker Kirchenmusikerin
Barbara
Bruns ein ganz besonderes
Jahr mit gleich drei großen
Festen: Sie ist seit 25 Jahren
Kirchenmusikerin in Hinsbeck, kann ihren 50. Geburtstag feiern und der von ihr
geleitete Kirchenchor wird
175 Jahre alt. Das erste Fest,
25 Jahre Kirchenmusikerin
in Hinsbeck, wird auf ihren
Wunsch hin am 8. Februar
um 9.30 Uhr mit einer Festmesse in der Hinsbecker
Pfarrkirche St. Peter gemeinsam mit allen von ihr geleiteten Chören veranstaltet.
Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand alle Freunde
und Bekannte zu einem
Empfang im Jugendheim ein.
Barbara Bruns wurde am
20. Oktober 1965 in Oberhausen geboren. Ihr Vater
Hans Hintzen und ihre Mutter Brunhilde spielten beide
keine Instrumente. Barbara
war jedoch von Kindheit an
in der dortigen Jugendarbeit
verwurzelt, wo sie Spaß an
der Musik bekam und viele
Flöteninstrumente erlernte.
Bereits mit 16 Jahren beschloss sie, Kirchenmusikerin zu werden, obwohl sie
bis dahin kein Klavier oder
Orgel spielen konnte. Daher
kauften ihr die Eltern ein Klavier, das sie nun intensiv
erlernte. Nach dem Abitur
1985 machte sie eine Ausbildung in Essen zur nebenberuflichen Katholischen Kirchenmusikerin mit C-Examen. Bereits ein Jahr vor
dem Ende der dreijährigen
Ausbildung legte sie 1987 die
Prüfung ab. Noch im gleichen Jahr bestand sie die
Aufnahmeprüfung zur Katholischen Hochschule für
Karneval in Hinsbeck
Hinsbeck (hk). Am Samstag geht der Karneval in
Hinsbeck nach den Vorstellungen des Karnevals Komitees Hinsbeck im Zirkuszelt
in die zweite Runde. Im Jugendheim findet am 7. Februar um 14 Uhr eine KinderKarnevalssitzung der KG
Hinsbecker Jüüten statt. Gestaltet wird das Programm
mit Sketchen sowie Tanzund Gesangsdarbietungen
ausschließlich vom eigenen
Nachwuchs. Außerdem werden die Kinderprinzenpaare
aus Bracht und Dülken mit
Gefolge erwartet. Hierzu sind
alle Kinder mit Eltern und
Großeltern herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Zur vierten Seniorensitzung unter dem Motto „Hokus, Pokus, Fidibus - mit 66
ist noch lange nicht Schluss“,
gemeinsam organisiert von
der Gesellschaft und dem
Parkstübchen, wird am
Sonntag, 8. Februar, um 14.30
Uhr, ins Jugendheim eingeladen. Für das Programm sind
Kolping rockt Karneval. Foto: Heinz Koch
an diesem Tag die Gesellschaft und das Parkstübchen
verantwortlich. Die Verzehrkarte (Imbiss) im Wert von 6
Euro berechtigt zum Eintritt
und ist im Vorverkauf erhältlich in der Postfiliale Markt 8
sowie im Parkstübchen Parkstraße 13. Infos unter Telefon
02157/128 929.
Unter dem Motto „Kolping
rockt Karneval“ lädt die Kolping-Familie am Freitag, 13.
Februar ab 20.11 Uhr in das
Jugendheim ein. Viele spricht
diese Mischung aus Karnevals- und Rockmusik an, hinzu kommen die moderaten
Getränkepreise. Über kostümierte Jecken würden
sich die Mitglieder der Hinsbecker Kolpingfamilie sehr
freuen. Karten sind bei allen
Kolping-Mitgliedern im
Vorverkauf erhältlich. Für
spontane Karnevalsfreunde
gibt es Restkarten an der
Abendkasse.
Drei besondere Feste gibt es in diesem Jahr für Barbara Bruns.
Foto: Heinz Koch
Kirchenmusik St. Gregorius
in Aachen, wo sie im Sommer
1990 wiederum ein Jahr vor
dem Ende der Ausbildungszeit ihr B-Examen ablegte.
Bereits am 1. Februar 1990
hatte sie eine Anstellung an
der Pfarre Hinsbeck erhalten. Das halbe Jahr Doppelbelastung bis zum Examen
in Aachen pendelte sie zwischen den beiden Städten.
Von 1991 bis 2012 wohnte
sie mit ihren drei Töchtern
Eva, Klara und Valeria in der
ehemaligen Kaplanei auf der
Oberstraße. In Hinsbeck war
sie als Kirchenmusikerin für
die Pfarrkirche und zu-
nächst auch für das Marienheim sowie als Leiterin des
Kinder-, Jugend- und Kirchenchores angestellt, wobei diese Anstellung als 78
Prozent-Stelle
gewertet
wurde. Nach zahlreichen
Änderungen und Anpassungen ist ihre Stelle in Hinsbeck heute nur noch mit 31
Prozent bewertet, durch die
zusätzliche Kirchenmusik in
der Lobbericher Kirche sowie mit den drei dortigen
Chören kommt sie auf eine
91 Prozent-Stelle. Um da eine
sinnvolle Arbeit durchführen zu können, ist viel Idealismus gefragt …
Von 2005 bis 2009 war sie
neben den Hinsbecker Aufgaben auch für den Kirchenchor Leuth und den Kinderchor Schaag zuständig. Im
Jahre 2009 wurden die Stellen der Nettetaler Pfarren
neu aufgeteilt. Seitdem ist sie
neben den Hinsbecker Aufgaben auch für die Messen in
der Lobbericher Pfarrkirche
St. Sebastian sowie die kirchlichen Chöre „Tonscherben“
- Chor der alten Kirche mit
modernem,
geistlichem
Liedgut - und dem Kinderund Jugendchor „Klangfarben“ zuständig. Im November 2012 übernahm sie zusätzlich den Lobbericher
Kirchenchor. Ihre Arbeit mit
den verschiedenen Chören
bezieht sich dabei nicht nur
auf kirchliche Bereiche. Daneben ist sie mit ihren Chören beispielsweise auch aktiv im Nettetaler Karnevalszug, bastelt und macht Ausflüge mit den Kindern und
gestaltet alle zwei Jahre ein
Adventssingen sowie ein
Musical mit Auftritten in
Hinsbeck und Lobberich.
Die Kirchenmusik ist ihr
Leben geworden, Hinsbeck
ihre Heimat. Hier ist sie in
der Gemeinde, der Pfarre und
in ihren Chören verwurzelt,
wo sich zahlreiche intensive
Freundschaften entwickelten, die auch in schwierigen
Zeiten hielten. Im Jahre 2012
erwarb sie ein Haus auf der
Schloßstraße, wo sie seitdem
mit ihren Töchtern lebt.
Eva Cappel tritt Nachfolge
von Erich von Rauchhaupt an
Hinsbeck (hk). Seit Mitte
Januar steht Eva Cappel als
Nachfolgerin des in den Ruhestand gegangenen bisherigen
Leiters des Jugendheimes St.
Peter Hinsbeck, Erich von
Rauchhaupt, fest. Seit mehr
als 20 Jahren ist die DiplomSozialpädagogin mit Zusatzausbildung als Diplom-Heilpädagogin und Kunsttherapeutin in der Jugendarbeit tätig. Daneben ist sie Präventionsreferentin zur Schulung von
Mitarbeitern im Bistum
Aachen und zudem Nettetaler
Präventionsfachkraft. Damit
konnte der Katholische Kirchengemeindeverband (KGV)
Nettetal erfreulich schnell die
frei gewordene Stelle besetzen,
womit ein Bruch in der Hinsbecker Jugendarbeit vermieden wurde. Ihre Arbeitszeit
wurde so erweitert, dass sie
nun zusätzlich zu ihrer bisherigen Arbeit in der katholischen
Freizeiteinrichtung „Oase“ in
Breyell zwei Tage in der Hinsbecker Einrichtung ist. Sie wird
dort zunächst mittwochs von
15 bis 21 Uhr und freitags von
17 bis 21 Uhr die offene Jugendarbeit leiten.
Eva Cappel zeigt ein paar
wichtige Eckpunkte aus ihrem
Arbeitsleben auf und ist begeistert von der großen Resonanz:
Eva Cappel wird zukünftig das Hinsbecker Jugendheim leiten.
Foto: Heinz Koch
„Ich bin überrascht, wie viele
sich in Hinsbeck in der offenen
Jugendarbeit engagieren.“ Einen ersten Eindruck von der
Arbeit in Hinsbeck konnte sie
sich bereits verschaffen. Auch
sieht sie Potential, noch „das
ein oder andere Neue auf den
Weg zu bringen“. Hierzu sagte ihr der Jugendausschuss
schon jetzt die uneingeschränkte Unterstützung zu.
Pia Kohnen-Pauw, Mitglied
des Kirchenvorstands und
Vertreterin im KGV, hieß Eva
Cappel herzlich willkommen:
„Wir freuen uns, dass wir mit
Ihnen eine kompetente Fachkraft für unsere Jugendeinrichtung gewinnen konnten. Uns
ist es wichtig, dass die lang-
jährige Arbeit so erst einmal
ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann.“
Zum Schluss bedankte sich
Erich von Rauchhaupt, der
sich weiter ehrenamtlich als
Vorstandsmitglied in die Jugendarbeit einbringt, noch einmal bei allen, die gekommen
waren: „Ihr seid der Garant,
dass die gewachsene Struktur
an Ehrenamtlern Bestand hat
und wir auch zukünftig ein
breites Angebot im Bereich der
offenen Jugendarbeit in Hinsbeck leisten können.“ Danach
nutzten die Jugendlichen und
jungen Erwachsenen die Gelegenheit zum persönlichen
Austausch mit der neuen
Heimleiterin.
Nettetal
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 13
Kolping: Fünf Stunden beste Unterhaltung
Hinweistafel für
ehemaligen Friedhof
Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Kaldenkirchen. Bei der
ersten von drei ausverkauften Karnevalssitzungen
wurde es nicht versäumt, der
Spielgemeinschaft Kolpingkarneval zu ihrem 66-jährigen Jubiläum und dem mit
vielen Höhepunkten gespickten Programm zu gratulieren. Präsident HansBernd Peters wies zurecht
darauf hin: „Noch heute sind
die Namen der „KolpingStars“ der 70er und 80er Jahre vielen ein Begriff. Auch die
heutigen Stars wollen in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches und vergnügliches Programm bieten.“ Es gelang!
Mit 23 Akteuren unter der
Leitung von Sandra Bäckler
wurde die Sitzung „außerirdisch“ gut mit Tanz und
Livegesang eröffnet. Mit dem
von Heike Hendrix auf die
Spielschar getexteten und
sehr schön gesungenen Lied
düste der Elferrat im Sauseschritt auf die Bühne. Anschließend hieß es „Bühne
frei“ für die Jüngsten der
Spielgemeinschaft, den Tanzmariechen. Sie tanzten sich
mit ihrem Gardetanz, den sie
unter der Leitung von Monika Heyer, Andrea Heußen
und Marie Lehnen einstudiert hatten, sehr schnell in
die Herzen der Zuschauer.
Die vom Kaldenkirchener
Nachtwächter Karsten Janz
satirisch sehr gut dargebrachte Rede fand großen
Anklang und aufmerksame
Zuhörer. Lokalkolorit fehlte
nicht, beispielsweise seien
die ABN-Vertreter Statisten
und Minimalisten. Mit einem
Blick auf Venete erläuterte
er, was für ihn Pegida bedeute: Protestierende Einwohner gegen die Industrialisierung des Ackerlandes.
Mit einem Gardetanz
Überzeugten mal wieder als Klempner: René Peters (links) und Michael Janz
stellten die 16 jungen Damen der Kolpingtanzgarde
unter der Leitung von Sandra Bäckler ihr exzellentes
Können unter Beweis. Jasmin Bonnacker und Bettina
Herzogenrath standen als „2
auf Jusch“ zum zweiten Mal
auf der Bühne. Das Publikum belohnte den Auftritt
mit viel Applaus für ihre
gelungene Tanzcomedy. Die
Gruppe Sretep (Hans-Gerd
Peters, Christian Peters,
René Peters) schaffte es wieder einmal, mit einer außergewöhnlichen Darbietung ohne ein Wort zu sagen - das
Publikum zu begeistern.
Mit ihrem Showtanz „Ab
in den Süden“ trafen die Kellergeister in ihren schönen
Kostümen einmal mehr den
Nerv des Publikums. Ein
Garant für beste Unterhaltung im Stile des Colonia
Duett sind Jan und Jonas
(Hans-Bernd Peters und
Hans-Leo Bontenackels), die
beweisen konnten, dass sie
eine Klasse für sich sind. Die
„Kleinstadtrocker“ (André
Gerhards, Christoph Heuss-
sen, Guido und Jörg Simonett und Alexander Vitt)
brachten mit ihren Liedern
und ihrer Musik den Saal bei
ihrem ersten Auftritt in dieser Formation in Kaldenkirchen in Stimmung. Insbesondere die jüngeren Gäste gingen kräftig mit, einigen Älteren war es zu laut.
Von dieser Stimmung getragen wurde das aus den
Reihen der Spielgemeinschaft stammende Nettetaler Prinzenpaar Hans-Gerd
I. und Susanne I. euphorisch
empfangen. Zu ihren Ehren
bereicherten die Kinder des
Prinzenpaares (Anne Cornelissen, Claudia, Julia und Lisa
Glitz sowie Marie, Leo und
Lukas Hauser) durch einen
großartigen Gesangs- und
Tanzvortrag
das
Programm. Nicht mehr wegzudenken sind die beiden
Klempner Michael Janz und
René Peters, die mit ihrem
Gesang und ihren Witzen für
ein weiteres Highlight des
Abends sorgten.
Als die Kolpingtanzgruppe mit ihrem gelungenen
Showtanz zu fetzigen Melodien aus dem Musical Grease auftrat, hatte die Stimmung ein Höchstmaß erreicht. Ein Höhepunkt des
Abends war wieder das Eigengewächs der Spielgemeinschaft, Achnes Kasulke, Putzfrau mit fünf Sternen, die ein Feuerwerk der
guten Laune auf der Bühne
abbrannte, was vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt wurde.
Die darauf folgende Liveund Playbackshow, bei dem
das Prinzenpaar mitwirkte
und Karsten Janz Regie führte, war passend zum Motto
„Nettetal feiert in aller
Pracht tausend und eine
Nacht“, sie spielte im Orient
und war der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Abends, bei dem die
rund 80 Akteure sich zum
Finale eine Stunde nach Mitternacht noch einmal unter
den Klängen des Liedes
„Hoch Kaldenkirchen“ vom
Publikum verabschiedeten.
Aber: Mit 66 Jahren ist noch
lange nicht Schluss!
Kaldenkirchen (hws). Der
Vorstand des Bürgervereins
sprach sich dafür aus, weitere erläuternde Schilder an
verschiedenen Stellen in Kaldenkirchen anzubringen. In
Arbeit befindet sich ein Hinweisschild für das ehemalige Zollamt Heidenend. Weitere sind vorgesehen für den
Bahnhof, die beiden Judenfriedhöfe am Akazienweg
und an der Ecke Frank-/Jahnstraße sowie am Friedhof an
der Grenzwaldstraße. Zugestimmt wurde dem vorgesehenen Text für ein Hinweisschild an der städtischen
Grünanlage am Akazienweg
/ Langwasserstraße:
„Die heutige Grünanlage am
Akazienweg war in der Zeit Ende
der 20er Jahre bis zur Entwidmung
1983 ein städtischer Friedhof. In
dieser Grünanlage befand sich ein
Friedhof, der im Gegensatz zu den
anderemBegräbnisstättendieserZeit
keiner Konfession zugehörte. Hier
wurden, insbesondere während des
„Dritten Reiches“, Verstorbene beigesetzt, die aus den christlichen Kirchen ausgetreten waren.
Außerdem fanden hier
verstorbene Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus den von der deutschen Wehrmacht eroberten
Länder, in der Umgebung
Kaldenkirchens geborgene
Bombenopfer und gefallene
Soldaten des zweiten Weltkrieges sowie Selbstmörder
ihre letzte Ruhe. Nach dem
Krieg übernahm der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ die Pflege der
Anlage, die von der Bevölkerung als „Heldenfriedhof“
oder „Deutscher Friedhof“
bezeichnet, aber wenig beachtet wurde. Etwa 60 Betonkreuze erinnerten an die
einzelnen Toten. Die Gräberreihen wurden durch immergrüne Hecken abgegrenzt. Die
Toten wurden in den Jahren
1953 bis1955 auf größere Soldatenfriedhöfe umgebettet.
Sieben der Gedenksteine befinden sich heute auf den ehemaligen katholischen und
evangelischen Friedhöfen
(Grenzwaldstraße und Zur
Lärche). Anregungen nimmt
der Bürgerverein entgegen:
www.bv-kaldenkirchen.de.
Jecke Termine
in Kaldenkirchen
Kaldenkirchen (hws). Die
Karnevalsgesellschaft „Alles det met“ lädt zum Möhnenball am Altweiberdonnerstag, 12. Februar, um
20.11 Uhr, in den Saal „Zur
Mühle“, Kölner Straße 36, ein.
Der Eintritt kostet acht Euro.
Für Stimmung sorgen bei
der jecken Party die Band
„Change“ und die
Djs „B & Brix“. Eine starke
Beteiligung am Tulpensonntagszug wird derzeit vorbereitet. Den Abschluss bildet
am Rosenmontag, 16. Februar, die JuK-Sitzung für Jugendliche und Kinder. Beginn ist um 14.11 Uhr, der
Eintritt kostet 3 Euro.
Bürgerverein trifft sich
Kaldenkirchen (hws). Der Vorstand des Bürgervereins
Kaldenkirchen legte den Termin für seine Jahreshauptversammlung fest: Mittwoch, 11. März, 19 Uhr im Bürgerhaus.
Langjährige Mitglieder der KFG geehrt
Kaldenkirchen (hws). Viele Mitglieder der KFG St. Clemens Kaldenkirchen nahmen trotz des schlechten
Wetters an der Jahreshauptversammlung im Convent
teil. Teamleiterin Rita Peters
begrüßte die anwesenden
Frauen, Präses Pastor Benedikt Schnitzler und insbesondere die Jubilarinnen.
Wie gewohnt führte sie professionell durch die Tagesordnung. Ein wesentlicher
Punkt war die Ehrung verdienter Mitglieder. In diesem
Jahr wurden insgesamt 22
Frauen geehrt.
Die Jubilarinnen können
auf eine jahrzehntelange
Mitgliedschaft in der Frau-
In Kaldenkirchen wurden die langjährigen Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft
geehrt. Foto: privat
engemeinschaft zurückblikken. Geehrt wurden: Maria
Glitz für 65 Jahre, Anni
Wilms (66), Maria Schouren
(66), Helmi Korsten (66), Greti Fox (67). Gertrud Terstappen wurde geehrt für unschlagbare 71 Jahre. Auf eine
60-jährige Mitgliedschaft
können Änne Stein und Fine
Wolters zurückblicken. Seit
50 Jahren sind Maria Bildstein, Ria Jansen, Marlis
Maesmanns, Marianne Nelißen, Marlies Peters und
Maria Weißmann in der
Frauengemeinschaft. Luise
Blaankaert, Irmgard Färvers, Johanna Gans, Gisela
Knorr und Maria Strick gehören seit 40 Jahren der
Frauengemeinschaft an.
Geehrt wurden auch Hannelore Kall, die seit 25 Jahren und Gertrud Stolzenberg, die seit 30 Jahren als
Helferinnen für die Frauengemeinschaft tätig sind.
Honoriert wurde die langjährige Treue mit einer Urkunde und einem gerahmten Bild mit einem Aquarelldruck von Elvire Kückemanns. Die Teamleiterin Rita
Peters dankte allen herzlich
für ihre geleistete Arbeit.
Pastor Schnitzler schloss
sich den Dankesworten seiner Vorrednerin an.
Beim Vorlegen des Kassenberichts wurde noch einmal
deutlich, wie gut die KFG im
abgelaufenen Jahr gewirtschaftet hat. Verschiedene
Einrichtungen in Nettetal
wurden mit insgesamt 2.000
Euro aus den Mitgliederbeiträgen unterstützt. Der Erlös des Herbstfestes von 670
Euro ging an die Hilfsorganisation Orienthelfer München,
die ein Projekt an der türkischen Grenze zu Syrien für
Flüchtlingskinder leitet.
Im Januar 2015 hatte die
KFG 490 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 6,50 Euro.
In der KFG sind alle Frauen
herzlich willkommen. Almut Kerdels: „Je mehr Frauen in der Frauengemeinschaft sind, desto mehr können wir in unserer Gemeinde bewirken!“
Kinderdisco im Convent
Kaldenkirchen (hws). Das Kinderdisco-Organisationsteam der katholischen Pfarre Sankt Klemens lädt auch in
diesem Jahr zu einem Karnevalsfest am Freitag, 13. Februar
in den Convent ein. Von 18 bis 21 Uhr soll es Spaß und gute
Laune geben.
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Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Bauausschuss berücksichtigt Burggemeinde veranstaltet Matinee für ihren Ehrenbürger
Anwohnerbedarf
Jubilar Professor Doktor Wildor Hollmann hielt einen faszinierenden Vortrag
Verdichtete Bebauung ist erwünscht
Brüggen (bei). Wieder
waren zahlreiche Nachbarn des zukünftigen Mehrfamilienhauses „Am Grasweg“ bei der letzten Bauausschusssitzung anwesend. Mit Spannung verfolgten sie die Diskussion um das
obere Staffelgeschoss, mit
dem sie nicht einverstanden
waren. Sie befürchteten weniger Licht, dafür mehr fremde Blicke in ihre Gärten.
Die Fraktionen hatten sich
zuvor deutlich für eine verdichtete Bebauung im Ortskern ausgesprochen. Jetzt
ging es um Schallemissionen, Gebäudehöhen und
zwei mögliche Varianten
des Staffelgeschosses. Festgestellt wurde durch einen
Geländeschnitt, dass die
Nachbargrundstücke an
der ungünstigsten Stelle
1,56 Meter tiefer als das neue
Gebäude liegen werden. Das
Gebäude liegt zur Hochstraße hin vier Zentimeter höher als notwendig, um Wasser ableiten zu können, erklärte Bauverwaltungsleiter Dieter Dresen.
Das Schallgutachten belegte, dass auf der Hochstraße die befürchteten Geräusche des Autoverkehrs zum
Gebäude hin kaum wahrnehmbar seien und deutlich
unterhalb der Grenzwerte
liegen würde.
Die Optik des Gebäudes
zum Benzenbergweg hin
durch größere Bäume und
einer Begrünung hin zu verbessern, war ein Vorschlag
der CDU-Fraktion.
Sie hielt die neue Lösung,
das Staffelgeschoss statt um
1,10 Meter direkt um zwei
Meter zurückzuziehen, für
eine gute Lösung. Auch die
Grünen wiesen auf den dadurch erhöhten Lichteinfall
für die Gärten der Nachbarn
hin und hofften, dass sich die
Anwohner mit dem neuen
Plan anfreunden könnten.
Alternativ wäre ein zweiter Vorschlag gewesen, ein
schräg verlaufendes Dach
vom östlichen Staffelgeschoss bis zum Rand des
Gebäudes zu ziehen, was
den Ausschussmitgliedern
jedoch überhaupt nicht gefiel. Das würde die Symmetrie des Gebäudes zerstören. Geklärt werde muss in
einem späteren Schritt
noch, ob die Fläche außerhalb der oberen Wohnungen als Dachterrasse genutzt werden dürfe oder
nicht.
Der Ausschuss stimmte
bei drei Gegenstimmen und
fünf Enthaltungen mit 13
Stimmen für die Variante
des zurückgezogenen Staffelgeschosses. Der Rat muss
in der nächsten Sitzung
über diese Beschlussempfehlung befinden.
Der Minikreisel kommt
VON BIRGIT EICKENBERG
Brüggen. Anlässlich des
90. Geburtstages des Ehrenbürgers der Gemeinde Universitätsprofessor multiplex Doktor med. Doktor h.c.
multiplex Wildor Hollmann
richtete die Burggemeinde
eine Matinee im Kultursaal
aus. Dazu fanden sich hiesige Politiker, Verwaltungsmitarbeiter, Freunde und
Familie des Jubilars ein. Die
Laudation hielt Bürgermeister Frank Gellen.
Er ging auf die fünf Punkte
ein, die Wildor Hollmann für
sich und als Empfehlung für
die Menschen, als goldene
Regeln aufgestellt hat: Konstante körperliche Aktivität,
stetige geistige Aktivität,
Einhaltung eines konstant
normalen Körpergewichtes,
eine grundsätzlich positive
Haltung und Denkweise und
Pflege der sozialen Kontakte.
Gellen gestand, bei der Vielfalt der Titel und Leistungen
des Laureaten seine Schwierigkeiten gehabt zu haben,
diese zusammenzufassen.
Er zog einen roten Faden
über die Ausbildung, die Erlangung weltweiten Rufs
durch die „revolutionäre
kardiologische Therapie, die
Hollmann ließ seine Gäste an seinen Gedanken zur Entstehung
der Menschheit teilhaben. Foto: Birgit Eickenberg
Weg zum Spielplatz soll sicher sein
Brüggen (bei). Tief Luft
holen musste Bürgermeister Frank Gellen, da bei der
letzten Bauausschusssitzung über einen Antrag der
FDP-Fraktion beraten wurde. Die FDP fand, dass die
Kosten für den geplanten
Minikreisel am Knotenpunkt Breyeller Straße /
Kahrstraße zu hoch seien
und dem Verkehrsaufkommen nicht gerecht werden
würde. Eine andere Beschilderung würde auch zu einer Verkehrsberuhigung
führen. Ein Dorn im Auge
war vielen Ausschussmitgliedern schon in früheren
Beratungen zudem die Zuleitung der unteren Kahrstraße vor dem Kreisverkehr
und nicht als separate Ausfahrt des Kreisverkehrs.
Der Kreis sieht diesen
Knotenpunkt jedoch nicht
als Unfallschwerpunkt und
eine andere Beschilder, inklusive einer Versetzung
des Ortsschildes, sei mit
dem Kreis laut Gellen „nicht
machbar“. „Man hat den
Verantwortlichen des Dorfentwicklungsplanes zugestanden zu planen. In der
Prioritätenliste stand der
Spielplatz am Nordwall
ganz oben. Wir müssen uns
fragen, ob wir da einen Spiel-
platz realisieren können und
dann nicht für eine Geschwindigkeitsreduzierung stimmen, obwohl wir
wissen, dass dort viel zu
schnell gefahren wird“, appellierte der Bürgermeister
im Hinblick auf einen sicheren Übergang für die Kinder. Die eingeholte Stellungnahme des Kreises sagte
aus, dass die „straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen für die angeregte
Beschilderung nicht genehmigungsfähig“ ist. Der Kreis
favorisiert klar den Kreisverkehr für diesen Kreuzungsbereich.
Die Gemeinde hat einen
Eigenanteil von 80.000 Euro
beim Bau des Minikreisels
zu tragen, die Rolf Gersemann (AWB) für „durchaus
angemessen für den geplanten Kreisverkehr“ hält. „Der
Spielplatz ist das ausschlaggebende Argument für den
Kreisel. Wir stellen uns unglaubwürdig dar, wenn bereits beantragte und genehmigte Mittel zurückgezogen
werden.“ In der anschließenden Abstimmung votierten 13 Ausschussmitglieder für die Ablehnung
des FDP-Antrags, sechs gegen und zwei Mitglieder
enthielten sich.
Treffpunkt der Unternehmer
Brüggen. Der nächste Open Coffee Niederrhein findet 11.
Februar, 8.30 Uhr im Burghof Brüggen, Klosterstraße 33,
statt. Der Kaffeesponsor ist diesmal die Firma In Time Personal-Dienstleistungen GmbH & Co. KG. Der Unternehmensschwerpunkt liegt in den Bereichen Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung von Fach- und Führungskräften sowie ungelernten Kräften. Zu den Kunden
zählen sowohl Konzerne als auch klein- und mittelständische Unternehmen. Tätig ist sie in den Branchen Automobil,
Chemie, Immobilien, Maschinenbau, Elektrotechnik, Logistik, Food und Pflege.
Um sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung als interessanter Kontakt anzubieten empfiehlt sich eine Anmeldung
zum Open Coffee unter www.open-coffee.eu.
Runder Tisch für
Asylsuchende und Flüchtlinge
Brüggen. Zur Koordination von Hilfsangeboten für
Asylsuchende und Flüchtlinge gründete sich Anfang
Januar in Brüggen ein „Runder Tisch“. Aus der Vielzahl
an Hilfsangeboten kristallisierten sich einige Schwerpunktthemen heraus. Nachdem es für die Aufgabenfelder „Begleitung und Betreuung“ und „Sprachförderung“ in dieser Woche bereits erste Treffen gab, ist
jetzt zu weiteren Terminen
eingeladen.
So trifft sich der Arbeitskreis „Freizeit und Integration“ Mittwoch, 11. Februar, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses
Brüggen. Ebenfalls im großen Sitzungssaal tagen Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr,
der Arbeitskreis „Kita/Schule“ und Donnerstag, 19. Februar, 18 Uhr, der Arbeitskreis „Spenden für Flüchtlinge“. Die Veranstaltungen
sind offen. Wer sich beteiligen und helfen will, kann jederzeit noch einsteigen.
Bewegungsmangel als
Risikofaktor für Herzund Kreislauf-Erkrankungen aufdeckte“
und die Erlangung diverser Titel und Auszeichnungen. „Aus
dem Facharzt für Innere Medizin Dr. Wildor Hollmann wurde
im Alter von nur 39
Jahren der Professor
für Kardiologie und
Sportmedizin an der
Deutschen Sporthochschule Köln“, informierte Gellen.
Gellen gelang es, in
unterhaltsamer Weise auf den Jubilaren
einzugehen und lobte Bürgermeister Frank Gellen
Hollmann als „un- überreichte Professor Hollmann im
glaublich nett, natür- Namen der Gemeinde eine Skulptur
lich und sympa- als Geburtstagsgeschenk. Foto: Birgit
thisch“. Da Hollmann Eickenberg
lange Zeit seines Lebens von gekochten Eiern schule Ulrike Härtel hatte
und Schokolade gelebt habe, das Stück „My Way“ von
stellte der Bürgermeister die Frank Sinatra ausgesucht,
Frage „Warum wurden Sie passend zum großen Weg
nicht dick?“ und überreich- von Professor Hollmann.
Der Jubilar selber überte ein eigens für Hollmann
gekochtes Ei und eine Tafel raschte seine Gäste mit eiSchokolade. Als Geburts- nem kurzen Vortrag, einer
tagsgeschenk der Gemeinde Premiere, zum Thema „Die
erhielt der Ehrenbürger eine Realität - Unser neues WeltSkulptur der Künstlerin Lui- bild“ in dessen Mittelpunkt
se Kütt-Gärtner überreicht. der Betrachtungen das ElekDen Start des musikali- tron stand. Er schlug - unterschen Teils übernahm Pia- mauert durch neueste wisnist Daniel Paterok mit Be- senschaftliche Erkenntnisse
gleitung durch den Schlag- - einen Bogen von den Eigenzeuger Sebastian Schnitzler. schaften des Elektrons bis hin
Mit viel Humor nahm er das zur Verfügbarkeit von leStück „Happy Birthday“ bensnotwendigen Schwerunter die Lupe und stellte metallen im menschlichen
fest, dass das musikalische Körper durch den TodesThema von vielen Komponi- kampf einer sterbenden Sonsten aufgegriffen wurde und ne und machte deutlich, dass
präsentierte seine Eindrük- die Wissenschaft - noch ke, die das Publikum sehr nicht alle Fragen zur geistiunterhaltsam fand. Das Flö- gen Vernetzung der Menschtenensemble der Musik- heit beantworten könne.
Theaterwochen in Alst Schützenfest in Boerholz
Alst (bs). Da wird sich
manch einer ungläubig über
die Augen wischen, Schützenfest im März? Nun ja, die
Akteure des großen Theaters
in Alst machen es möglich.
Sie feiern in ihrem Theaterstück ein Schützenfest mit
allem, was dazu gehört. Aber
der aufmerksame Zuschauer wird sehr bald herausfinden, dass dieses Schützenfest
mit dem, was die Boerholzer
Schützengesellschaft alle
zwei Jahre feiert, wenig gemeinsam hat.
Eine Woche vor dem traditionellen Schützenfest trifft
sich der Vorstand im Clubraum der Schützenklause bei
Vereinswirtin Lotti zur Vorbereitung der Feierlichkeiten.
Präsident Willi Zastermann
glaubt, alles im Griff zu haben. Doch da taucht der neue
Gemeindepastor Engel auf,
um dem Vorstand mitzuteilen, dass er einiges anders
haben möchte. Aber nicht
genug damit, denn nun ver-
langen auch noch die Damen
der Damenschießgruppe,
dass sie mit auf den Königsadler schießen zu dürfen. Das
ist für Präsident Zastermann
einfach zu viel und er überlegt mit seinem treu ergebenen Schießmeister Kalle Kreuzer, wie man diesen Traditionsbruch noch verhindern
kann. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wer denn tatsächlich das Rennen um den
Schützenkönig machen wird.
Premiere ist am Samstag,
14. März, um 20 Uhr. Weitere
Aufführungen Sonntag, 15.,
Freitag 20., Samstag 21., Freitag 27., Samstag 28. und Palmsonntag 29. März. Die Sonntagsaufführungen beginnen
um 18 Uhr, alle anderen um
20 Uhr. Gespielt wird in der
Gaststätte Optenplatz, Brüggen, Alst 66. Karten können
ab sofort telefonisch reserviert werden unter 021577810 (Gaststätte Optenplatz).
Die Kartenausgabe erfolgt ab
dem 20. Februar.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Senioren und Youngsters bewiesen, wie Karneval geht
Die erste UKF-Sitzung brachte das Publikum in die richtige Stimmung
Loki und Smoky - eine gelungene Parodie!
Foto: Birgit Eickenberg
Ungerath (bei). Wenn
manche Vereine Nachwuchsschwierigkeiten haben, können die Ungerather
Karnevals Freunde nur lächeln. Neben einem vielversprechenden Nachwuchsballett zeigten auch die
Youngsters bei der ersten
Karnevalssitzung der UKF
letzten Samstag in der
Achim-Besgen-Halle mit ihren Vorträgen, dass die „Profis“ sich warm anziehen
müssen.
Nachdem Hoppediz Stefan Knüppel mit einer kleinen Ansprache seine Lebendigkeit bewies, sorgte erst
einmal das UKF-Trio Christian Schroers, Dirk Wegert
und Sitzungspräsident Peter Maaßen für Stimmung.
Anschließend begann die
Kids-Casting-Show mit der
Sitzungs-Jugendbeauftragten Maria Beerens in der Jury.
Sie beschrieb zunächst bildreich ihre Schwierigkeiten
mit der heutigen Sprache der
Jugend, aber als alte Häsin
war sie prädestiniert als Jurorin der Casting-Show.
„Prinzessin“
Charlotte
Schmitz entlockte dem gut
gelaunten Publikum schon
viel Jubel, einen so perfekt
vorgetragenen Beitrag hatte
niemand erwartet. Zoe Ahlen als Nachkomme von Trude Herr wollte lieber Schokolade und bloß keinen Mann.
Mit spitzen Pointen hatte sie
die Lacher auf ihrer Seite.
Kristina Wegert als leidgeprüftes Skihaserl berichtete
vom Familienausflug in
Plattdeutsch, ebenfalls belohnt mit viel Applaus. Die
erste Rakete des Abends galt
allen drei jecken Talenten.
Für „Loki und Smoky“
(Michael Pongs und Dirk
Wegert) musste erst eine gro-
ße Rauch-Abzugshaube aufgehangen werden. Beide
Kettenraucher gingen auch
auf die Fußball-Weltmeisterschaft ein. Smoky hatte
vier Stunden lang einem Fußballfan die politische Lage
erklärt, da er das fahnengeschmückte Auto für das
Fahrzeug des Bundespräsidenten gehalten hatte. Bei
den Ehegesprächen zwischen Heike (Ahlen) und Stefan (Knüppel) ging es um die
ewige Debatte zwischen dem
Halbmensch Mann und dem
weiblichen Drachen. Doch
am Ende lieben sie sich doch.
In Rico’s Selbsthilfegruppe wurden gleich mehrere
Klischees wunderbar parodiert. Katrin Valhaus
stolperte mit ihren ohne-Alkohol-Problemen mit den
Worten in die sehr gemischte
Gruppe „Bin ich hier richtig
bei der Selbstmordgruppe
Allerlei?“ „Nein, die sind oben
auf dem Dach“, bekam sie zur
Antwort. Die Gruppe therapierte Worte, die Schrecken
auslösten; die Lust auf Füße
in unmöglichen Momenten;
die Bedürfnisse der sexy Russin Olga und die queren Gedanken eines Numismatikers. Rico’s Esssucht und der
Duft einer schlunzigen Hausfrau komplettierten den The-
rapiebedarf.
Peter Maaßen als „Kölsche
Jong“ konnte glatt als zweiter Willy Millowitsch
durchgehen, die modernere
Variante mit Unterstützung
der großartigen Hauskapelle ging allerdings mehr in die
Beine. Die Stimmung des
Publikums war großartig.
Als „Elfriede und Gretchen“
vom Leiter der Antonius
Residenz Michael Heunen
mit Rollatoren auf die Bühne
geleitet wurden, ahnten die
Zuschauer noch nicht, was
sie erwartete. Mario Dritter
und Michael Pongs als mehr
oder weniger rüstige Seniorinnen glaubten, sie wären
zur Seniorensitzung nach
Hehler gebracht worden. Um
dem Saal zu zeigen, wie man
denn richtig Karneval feiert,
wurde sogar mit den Rollatoren getanzt. Ihre Parkbankgespräche ließen zudem die
Lachtränen fließen.
Mit dem Auftritt des großen UKF-Balletts wurde es
fetzig. Beim flotten Rock’n’Roll
flogen sogar Autoreifen über
die Bühne. Die UKF hatte wieder einmal gezeigt, dass sich
ein Sitzungsbesuch jedes Jahr
lohnt und das gesamte Team
großartige Leistungen zeigt.
Die nächste Sitzung ist Samstag, 7. Februar, 19.11 Uhr.
Seite 15
Erster Karnevalszug des
Bethanien Familienzentrums
Waldniel. Am Mittwoch, 11. Februar, startet der erste
Karnevalsumzug des Bethanien Familienzentrums. Die
Kinder der Kindertagesstätte ziehen kostümiert und mit
geschmückten Bollerwagen um 11.11 Uhr am Familienzentrum in der Gangesallee los, laufen über die Allee in Richtung Kaiserpark und wenden auf der Höhe der Hausnummer 12, um zurückzuziehen. Alle Nachbarn sind eingeladen, ihre Häuser zu schmücken. Die Eltern werden auf den
Bordsteinen stehen und Kamelle werfen.
Altweiber - auf einen Blick
Schwalmtal. Am Altweiberdonnerstag soll in
Schwalmtal der Bär los sein.
Die Möhnen - alle „jecken
Weiber“ sind herzlich eingeladen mitzumachen - treffen sich ab 14.11 Uhr in der
Filiale der Volksbank an der
Dülkener Straße in Waldniel. Dort werden auch die Startnummern für die Möhnenprämierung vergeben. Die
Möhnen werden von der
Volksbank zum Rathaus ziehen, wo es gilt, den Rathausschlüssel in Besitz zu nehmen.
Anschließend findet die Möhnenprämierung statt. Für
Stimmung sorgt die Blaskapelle „Patria“ aus Neuwerk.
Um die entsprechenden
Vorbereitungen zu treffen
und die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten
wird die Marktstraße ab Ecke
Lange Straße sowie die
Durchfahrt über den Marktplatz an diesem Tag von 13
bis gegen 18.30 Uhr gesperrt.
Auch im Rathaus gehen die
Uhren zu Karneval anders.
Am Altweiberdonnerstag,
12. Februar, ist es von 8 bis
12 Uhr geöffnet, am Rosenmontag, 16. Februar, bleibt
das Rathaus komplett geschlossen, und am Veilchendienstag, 17. Februar, kann
man die Mitarbeiter von 8
bis 12 Uhr erreichen.
Lachen mit Gott
Schwalmtal (fjc). Was sagt die Bibel zum Humor? Kennen
die Heiligen Schriften und auch die alten Kirchenlehrer
überhaupt heitere Aussagen, oder gibt es überhaupt Schriftstellen, über die man schmunzeln kann oder darf?
Diesem Themenkreis geht die nächste „Mit-neuen-Augen-sehen-Messe“ an kommenden Samstag, 7. Februar, 17
Uhr in St. Mariä Himmelfahrt, Waldnieler Heide, nach. So
steht dieser Gottesdienst ganz im Rahmen der Jahresüberschrift „Was man in der Bibel nicht vermutet“. Die Gruppe
„augen-blicke“ wird wieder die Begleitung des neuen geistlichen Liedgutes übernehmen und mit dazu beitragen, dass
es ein lebendiger, engagierter Gottesdienst wird.
Eine ganz besondere Selbsthilfegruppe, die Stimmung machte. Foto: Birgit Eickenberg
Gerüste im Schwalmtaldom
Reparaturarbeiten in St. Michael Waldniel
Waldniel (fjc). Seit einigen
Wochen stehen Gerüste im
Westteil des Schwalmtaldoms. Um gleich alle Befürchtungen und Zweifel zu
zerstreuen: Nein, es wird in
St. Michael nichts umgebaut
oder verändert, es handelt
sich hier lediglich um eine
Reparaturmaßnahme.
Bei einigen wolkenbruchartigen Regenfällen des letzten Jahres hatten die Dachrinnen die Wassermassen
nicht mehr fassen können,
teils wohl, weil Laub, Äste
und Vogelkot die Abflüsse
verstopft hatten. Hier haben
sicher auch die Tauben und
Dohlen ihren Teil mit dazu
beigetragen, die gerne Zweige und kleine Äste aufnehmen und sich irgendwo in
luftiger Höhe in Nischen und
Rohren damit ihre Nester
bauen. Für diese Vögel ist ein
großes Bauwerk wie ein natürlicher zerklüfteter Berg,
wo sie Schutz und Nistmöglichkeiten finden. Leider
richten die Tiere dabei auch
schwerwiegende Schäden an,
etwa, wenn das Regenwasser
nicht mehr ablaufen kann.
Jedenfalls war an mehre-
ren Stellen das Wasser in das
Mauerwerk eingedrungen
und hatte dann in der Folge
im Innern zu Schäden im
Verputz geführt bis hin zum
Abplatzen desselben. Da
dies in erheblicher Höhe di-
Gerüste im Westteil des Schwalmtaldomes St. Michael Waldniel.
Hier werden Putzschäden infolge von eingedrungenem
Regenwasser ausgebessert. Foto: Franz-Josef Cohnen
rekt unter dem Gewölbe
sichtbar geworden war,
mussten Gerüste aufgestellt
werden, um zunächst zu
prüfen, ob eventuell auch das
Mauerwerk selbst Schaden
genommen hatte. Dies war
aber nicht der Fall. So konnten die schadhaften Putzstellen ausgebessert werden
und einen neuen, angleichenden Farbanstrich erhalten.
Im Bereich des Mittelschiffes musste zu den Arbeiten
das Gerüst im oberen Teil
komplett mit Folie abgeteilt
werden, damit die Orgel in
unmittelbarer Nähe nicht in
Mitleidenschaft gezogen
wurde.
Man hofft, in einigen Wochen mit allen Arbeiten fertig zu sein. Dann werden
auch die Gerüste aus dem
Schwalmtaldom St. Michael
Waldniel
wieder
verschwinden.
In St. Mariä Himmelfahrt, geht man in der Messe am Samstag
dem Humor in der Bibel nach. Foto: Franz-Josef Cohnen
Frauen in die Bruderschaft
Kirspel. Nach einer Beratungszeit von 363 Jahren hat
sich die St. Michael Bruderschaft Kirspel-Waldniel dazu
entschieden, dass zukünftig
auch Frauen Mitglieder der
Bruderschaft werden können.
Mit großer Mehrheit stimmte
die Generalversammlung am
18. Januar der hierzu notwendigen Satzungsänderung zu.
Die ersten drei Frauen wurden dann auch direkt aufgenommen.
Bei der Besetzung der Vorstandsämter hörte man das
bekannte Wort Wiederwahl.
Willi Nooten ist auch die
nächsten vier Jahre Präsident, Dietmar Eisbrüggen
bleibt Brudermeister in
Berg. Kassenprüfer wurden
Heinz-Peter Deutschmann
und Bernhard Siegers.
Nun wird geplant für das
Großereignis in diesem Jahr:
Vom 27. bis 29. August wird
beim
Vogelschuss
in
Schwalmtal-Eicken der neue
Schützenkönig ermittelt. Mit
einem attraktiven Dorfabend am Freitag möchten
die Bruderschaftler vor allem die Einwohner von Kirspel und Umgebung ansprechen. Der genaue Programmablauf wird rechtzeitig bekanntgegeben. Weitere Informationen finden Sie
auch unter www.kirspel.de.
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Seite 16
40 Jahre HKV
Kinder mögen mehr
Bewegung - Eltern auch...
Bewegungsfest für Familien
Niederkrüchten.
Das
Netzwerk Kindergesundheit lädt am 21. Februar von
14.30 Uhr bis 17 Uhr in das
Bürgerhaus Elmpt zu einem
Bewegungsfest ein. Indem
Kinder fühlen, schütteln oder
sich selbst einen Berg hinunter rollen erwerben sie physikalische Kenntnisse. Bewegungsspiele die zum genauen Hinhören oder Hinschauen anregen, aber auch
Gleichgewichtsspiele unterstützen die Aufmerksamkeit. Hüpfen, Rückwärtslaufen, Rhythmus- Klatsch- und
Singspiele fördern die
Sprachentwicklung und
mathematische Fähigkeiten.
In der Sporthalle werden
Gerätekombinationen kindgerecht aufgebaut und mit
viel Engagement ein Phantasierahmen geschaffen, der
die Kinder zu Bewegung
motiviert. Im Bürgerhaus
tauchen wir in diesem Jahr
ab in die „Bunte Unterwasserwelt“. Eltern begleiten
ihre Kinder und erleben einmal selbst, wie es ist einen
Wasserfall hinunterzusausen, ein versunkenes Schiff
zu entdecken, das Korallenriff zu erkunden oder auf dem
Seepferdchen zu reiten. Das
macht Spaß, hält jung und
das gemeinsame Erleben
stärkt das familiäre Beziehungs- und Vertrauensverhältnis. Der Kontakt zum
Sportverein kann der erste
Schritt zu einem sportbegeisterten Leben sein.
Veranstalter
sind
Schwarz-Weiß Elmpt, das
DRK
Familienzentrum
Abenteuerland, das Familienzentrum „Simsalabim“,
der katholische Bewegungskindergarten St. Laurentius
in Kooperation mit dem
Kreis und dem KreisSportBund Viersen. Eingeladen
sind alle Kinder im Vorschul- und Grundschulalter.
Der Eintritt ist frei. Bitte an
sportliche Kleidung und
Sportschuhe denken.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Der Heimatverein ist zum Start in das Jubiläumsjahr gut aufgestellt
Niederkrüchten. Zum
Auftakt des Jubiläumsjahres 2015 veranstaltete der
Heimat- und Kulturverein
Niederkrüchten (HKV) turnusgemäß seine MitgliederJahresversammlung. Der
stellvertretende Vorsitzende Hermann Böken begrüßte
die zahlreich anwesenden
Mitglieder. Nach einem gemeinsamen Gedenken an die
verstorbenen Vereinsmitglieder des vergangenen Jahres wies Böken zu Beginn
seines Geschäftsberichtes
mit Stolz auf die beachtliche
Steigerung der Mitgliederzahl von 310 zu Anfang 2014
auf über 450 zum Ende des
Jahres hin.
Der HKV seit geraumer Zeit
im Internet unter
www.heimatvereinniederkruechten.de mit einer völlig neu gestalteten Homepage
vertreten. Deren Herzstück
bildet die häufig aufgesuchte
und regelmäßig aktualisierte
Online-Vereinszeitung „Niederkrüchtener Heimatpost“ unter anderem mit Berichten
und umfangreichen Foto-Galerien vor allem zu den vielfältigen Vereinsveranstaltungen und -aktivitäten.
Zur allgemeinen Nutzung
neu freigeschaltet auf der
HKV-Internetseite wurde
kürzlich ein großes historisches Foto-Archiv des Heimatvereins mit über 9.000
Bildern zu allen Bereichen
Neue Parkplätze vor dem Solarbad
Bauarbeiten bis kurz nach Karneval
Insgesamt kostet die
Maßnahme 83.000
Euro.
Auch innen gibt es
bald Neues im Solarbad zu entdecken.
Wenn das Bad vom
23. März bis zum 6.
April für die Grundreinigung schließt,
wird eine neue Lüftungsanlage eingebaut. Außerdem werden Dusche und Toiletten saniert.
An den Eintrittspreisen ändert sich
aber nichts - Erwachsene zahlen weiterhin
für eine Einzelkarte
Von links: Eva Mommert, Tiefbauingenieurin der Gemeinde Schwalmtal, 3,40 Euro und für die
Dirk Lankes, Leiter Schwalmtalwerke AöR, Tino Meyendriesch, Zehnerkarte 27 Euro,
Geschäftsführer der ausführenden Firma Meyendriesch, Gerd Klingen, Kinder, Schüler, StuBetriebsleiter des Solarbads. Foto: Heike Ahlen
denten sowie Empfänger von ArbeitsloWaldniel (hei). Vor dem von 2,70 Meter noch sehr sengeld II und GrundsicheWaldnieler Solarbad entste- komfortabel ausgestattet.
rung zahlen die Hälfte.
hen neue Parkplätze. BisEs gibt Schwimmkurse,
In einem zweiten Bauablang gab es dort sieben schnitt wird dann in dem Animation und die MögParkmöglichkeiten. In ei- Bereich, in dem sich jetzt lichkeit, seinen Geburtstag
nem ersten Bauabschnitt die sieben alten Parkplätze im Schwimmbad zu feiern.
entstehen jetzt bis kurz befinden, umgebaut. Am Auch das Programm für Ernach Karneval zusätzliche Ende werden auch dort wachsene ist stetig erweizehn Plätze. Einer davon zwölf Parkplätze sein, zwei tert worden. Aqua Zumba,
wird ein Behindertenpark- davon Behindertenplätze. Aqua Fitness, Aqua Jogging
platz, zwei bekommen als Auch auf Licht muss nie- - das alles findet großen AnFamilienparkplätze auch mand verzichten, moderne klang. Die angebotenen Genoch Sondermaße. Aber LED-Leuchten sorgen wäh- sundheitskurse werden
auch die „normalen“ Plät- rend der Öffnungszeiten von den Krankenkassen
ze werden mit einer Breite des Bades für gute Sicht. unterstützt.
Die zahlreichen Mitglieder des HKV freuen sich über das
Programm im Jubiläumsjahr. Foto: privat
des Gemeindelebens vom
Beginn des vergangenen
Jahrhunderts an bis heute.
Eine repräsentative FotoAuswahl des Archivs kann
zudem jederzeit auf einem
neu angeschafften digitalen
Bilderrahmen im Fenster des
HKV-Domizils in der Mittelstraße 57 betrachtet werden.
Traditionell gehörten zu
den Veranstaltungen des
Heimatvereins wieder Führungen in Kooperation mit
dem örtlichen Handwerk
(Wurstseminar bei Metzger
Gumpert) und der Gemeinde (Besuch des Wasserwer-
kes) sowie die jährliche Tagesbusfahrt, diesmal zur regional einzigartigen Landsynagoge in Issum, die eintägige Radwanderung zum
Golfplatz rund um Haus Bey
in Nettetal und die mehrtägige Radtour entlang des niederrheinischen Jakobsweges bis nach Aachen. Auch
der HKV-Mundartnachmittag fand 2014 wieder im
gewohnt gut besuchten
Rahmen statt. Und schließlich konnten während einer
beeindruckenden Führung
entlang von grenznahen
Überresten vorgeschobener
Westwall-Anlagen aus dem
Zweiten Weltkrieg im Elmpter Wald erfreuliche und
zukünftig ausbaufähige
Kontakte zu den zahlreich
daran teilnehmenden niederländischen Heimatfreunden aus den Nachbargemeinden Roermond und
Roerdalen geknüpft werden.
Der letzte Schwerpunkt
der HKV-Mitgliederversammlung war die Vorstellung des Veranstaltungskalenders 2015 durch das Vorstandsteam. Eine besondere
Bedeutung kommt in diesem
Zusammenhang den beiden
Jubiläumsveranstaltungen
anlässlich des 40-jährigen
Vereinsbestehens zu - dem
ökumenischen Gottesdienst
am 20. März in St. Bartholomäus mit anschließendem
geselligen Beisammensein im
Pfarrheim wie auch einem
feierlichen Festakt in der
Niederkrüchtener Begegnungsstätte unter Mitwirkung der gemeindeansässigen Chöre und Musikvereine am 26. September.
Interessenten finden alle
Veranstaltungen detailliert
samt Anmeldemodalitäten
in einem handlichen Flyer
und auch auf der HKV-Homepage benutzerfreundlich
aufgelistet.
Erste Herrensitzung ein voller Erfolg
Niederkrüchten (hei). Die
erste Herrensitzung des KV
Maak Möt läuft gerade zwei
Stunden. Wer durch den Saal
der Begegnungsstätte will,
muss sich einen Weg bahnen. Keiner der Herren sitzt
auf seinem Platz, alle stehen,
viele sogar auf den Stühlen.
Die Stimmung ist großartig.
Auf der Bühne zieht Victoria
Kern als Helene-FischerDouble die Besucher in ihren
Bann. Das Konzept hat eingeschlagen wie eine Bombe,
der Termin für nächstes Jahr
steht bereits.
Die Idee, ein
solches Angebot zu machen,
stammt vom
Präsidenten
Carsten Scholz.
Sie entstand
während der
vergangenen
Session. Das
Ziel ist, mit Veranstaltungen
von Maak Möt Beste Stimmung bei der ersten Herrensitzung
noch
mehr des KV Maak möt. Fotos: Heike Ahlen
Niederkrüchtener anzusprechen. Und anderem noch Hocker-Roktatsächlich kommen viele Be- ker Markus Krebs, die Mundsucher aus der Gemeinde, vor artband Echte Fründe, Die
allem die Bruderschaften Mennkrather und Mia Julia sind stark vertreten.
bekannt aus Promi-BigSeit Anfang Januar ist der Brother und vom Bierkönig
Saal ausverkauft, und neben auf Mallorca die Stimmung
Victoria Kern bringen unter zum Kochen.
Petition gegen
Edeka-Neubau
Das Helene-Fischer-Double
Victoria Kern bringt den Saal
zum Kochen.
Elmpt (hei). Es gibt eine Petition gegen den Neubau eines
Edeka-Marktes im Elmpter Bachtal, die auf Change.org online unterzeichnet werden kann. Sebastian Polmans hat sie
im Namen einer Gruppe von Bürgern eingestellt. Sie ist
gerichtet an Bürgermeister Herbert Winzen und den Investor des Baus.
Sie hatten schon mit Flugblättern und offenen Briefen
darauf aufmerksam gemacht, dass sie den gewählten Standort für falsch halten. Dort seien Steinkauz und Schwalben
heimisch. Die Verkehrssituation sei selbst vor dem Hintergrund geplanter Umbaumaßnahmen „äußerst heikel“.
Die Versorgung der Bevölkerung sei mit drei Discountern,
einem Drogeriemarkt und zahlreichen Bauernläden gewährleistet, finden die Initiatoren. Sie bitten um Unterschriften zum Erhalt der Vielfalt der Natur.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Grefrath
Verein Älterwerden ist umgezogen
Am kommenden Wochenende beginnt die Gruppenarbeit
gefunden.
Vorsitzender Winfried Hüren ist mächtig stolz und schrieb
an die Tafel: „Einfach
schön.“ Rund drei
Dutzend Mitglieder
haben den ganzen
Monat Januar beim
Umzug und bei der
Winfried Hüren ist glücklich über die Einrichtung geholneue Heimat. Foto: Manfred Baum
fen. „Das hat den Vorstand sehr gefreut“,
so Hüren weiter. Am morgiVON MANFRED BAUM
gen Samstag beginnt die GrupGrefrath/Oedt. Große penarbeit in Oedt, wobei die
Freude beim Verein Älter- Computergruppe bereits am
werden in der Gemeinde 5. Februar die neuen RäumGrefrath. Der Umzug ist ge- lichkeiten aufsuchen wird.
Die offizielle Eröffnung mit
schafft, die letzten Arbeiten
sind beendet, der neue Ein- einem kleinen Festakt findet
gang für den Verein in der am 28. März, um 11 Uhr, in
Oedter GGS am schwarzen der Albert-Mooren-Halle
Graben ist, bis auf ei paar statt; der Tag Der Offenen Tür
Kleinigkeiten, fertig. Der Ver- in den neuen Räumen ist am
ein hat nach 15 Jahren eine gleichen Tag von 13 bis17
neue und viel größere sowie Uhr. Die Gemeinde Grefrath
nicht „fußkalte“ Heimat in hat rund 30.000 Euro invezwei ehemaligen Klassen- stiert. „Doch“, so Hüren
räumen der Oedter Gemein- „auch für uns bedeutet der
schaftsgrundschule und Umzug einen nicht unerhebdem ehemaligen Werkraum lichen Kostenaufwand.“
Froh ist der Verein über rund
80 fast neue Polsterstühle,
die die Gemeinde zur Verfügung stellte. Umgebaut werden muss noch die Rampe
zum neuen Eingang. Auch
diese Kosten trägt der Verein. Das neue Gelände an der
Rampe (Eingang) wird von
der Gemeinde Grefrath erstellt und bezahlt.
Beim kleinen Rundgang
durch die Räumlichkeiten
spricht Hüren von einer „100prozentigen Verbesserung“.
So gibt es zum Beispiel in den
Räumen neue gute Einbauschränke, so dass die Patchwork Gruppe ihre Nähmaschinen nicht mehr mit nach
Hause tragen muss. Zur Oedter Gemeinschafsgrundschule wurde eine Trennungstür im Gebäude eingebaut, damit der Schulbetrieb
nicht gestört wird. Winfried
Hüren: „Alle Gruppensprecher, die die Räume besichtigt haben sind einfach glücklich.“ Der größte Raum, in
dem die Computergruppe
untergebracht ist, hat auch
ein kleines Kameramuseum
mit zwei Vitrinen.
Zufrieden ist Hüren über
zwei weitere Gruppenräume neben dem großen Raum
für die Computergruppe, so
dass stets zwei Gruppen ihre
Stunden abhalten können.
Dem Verein Älterwerden in
der Gemeinde Grefrath gehören inzwischen stattliche
35 Gruppen mit 240 Mitgliedern aus Grefrath und Vinkrath an, 224 Mitglieder aus
Oedt und Mülhausen sowie
60 auswärtige Mitglieder. Am
13. November will der Verein
mit dem „Motor Winfried
Hüren an der Spitze“ sein 15jähriges Bestehen feiern.
Verbessert wurde der Weg
zum Eingang unter anderem
durch die Aufstellung einer
dritten Straßenlaterne. „Die
war notwendig“, so Hüren.
Winfried Hüren resümiert
noch einmal und lobt die
Gemeinde Grefrath: „Es haben alle Beteiligten an einem
Strang gezogen, wir Senioren sind glücklich, froh und
dankbar.“
Der Grefrather Tulpensonntagszug steht
Grefrath (maba). Er steht,
der Grefrather Tulpensonntagszug 2015. Es sah zunächst alles andere als gut
aus, denn die Anmeldungen
kamen nur schleppend. In
den letzten Tagen hat es jedoch noch drei Neuanmeldungen durch die Oedter
Jungschützen der Vitusbruderschaft, dem Vinkrather
Kinderkarnevalsverein und
einer Fußgruppe des Haus
an der Dorenburg gegeben.
Neu ist, dass nicht, wie
zunächst vom GKK geplant,
die Auflösung des Zuges in
Höhe der Hinsbecker /Lobbericher Straße erfolgt, sondern auf Wunsch der Polizei
in der Mitte des Ortskernes
von Grefrath auf der Hohe
Straße, so dass die Hohe Straße doch noch erneut zweimal passiert wird. Ab 11.11
Uhr am Karnevalssonntag
werden 14 bis 15 Zugeinheiten mit rund 450 Teilnehmern durch Grefrath ziehen.
Die Aufstellung erfolgt, wie
früher stets üblich, auf dem
Pastoratshof, ab 10.11 Uhr.
Die Spitze des Zuges steht an
der Bahnstraße, von dort
wird der Zug dann über den
Pastoratshof zur Viersenerund zur Lobbericher Straße
ziehen, damit die Teilnehmer diesen in voller Länge
sehen können. Die letzte
Gruppe des Zuges steht bei
der Aufstellung auf dem
westlichen Teil des Pastoratshof zwischen Elektro
Engels und Möbel Wehnen.
Der weitere Zugweg nach
Passieren der Lobbericher
Straße ist wie folgt: Hohe
Straße, Bergerplatz, Stadionstraße,
Schanzenstraße,
Schulstraße zurück in den
Ortskern. Der Zug zieht
Zahl der Kirchenaustritte
gestiegen
Grefrath (maba). Die Zahl der Mitglieder der Kirchengemeinde St. Benedikt sank von 2013 bis 2014 von 9146 auf
9024. Stark angestiegen ist die Zahl der Kirchenaustritte von 46 auf 80. Es gab weniger Verstorbene, 146 im Jahr 2013,
100 im Jahr 2014. 21 Ehen wurden geschlossen (19 in 2013).
Die Taufen sanken von 70 auf 59 und die Firmungen sanken
von 72 auf 63. Die Zahl der Erstkommunionkinder stieg
leicht von 81 auf 85 an.
Auf den kirchlichen Friedhöfen in Oedt, Mülhausen und
Vinkrath, sind im Gegensatz zum Grefrather Gemeindefriedhof keine anonymen Bestattungen mehr erlaubt. Das
hat Bischof Mussinghoff der Pfarre St. Benedikt mitgeteilt.
Sanierungsmaßnahmen gab es in der Friedhofskapelle in
Mülhausen an der Grasheider Straße. Der alte Fußboden
wurde komplett erneuert. Die Fensterfront zur Grasheider
Straße ebenso und in den beiden Zellen der Leichenhalle
wurden Kühlanlagen eingebaut. Die Vorabendmesse in St.
Heinrich Mülhausen am 21. Februar um 18 Uhr wird eine
Dudelsackband musikalisch mitgestalten.
nicht mehr über die Neuund Vinkrather Straße, unter anderem wegen der Enge
dort.
Nach dem Zug findet die
große „Original After Zugparty“ im Zelt auf dem Deversdonk statt, wo am Altweiberdonnerstag der mit
Abstand größte Altweiberball stattfinden wird. Mit der
Zugparty im Zelt endet der
Straßenkarneval in Grefrath, denn am Rosenmontag und Veilchendienstag
finden keine Veranstaltungen statt. Für den Tulpensonntagszug haben sich angemeldet: Die „alten Handballer“ der Turnerschaft
Grefrath mit einer Fußgruppe, das Trommlercorps der
Freiwilligen Feuerwehr Grefrath, die Pfadfinder aus Grefrath, die Damen-Eishockeymannschaft des GEC 2001,
die Antoniusschützen Grefrath, die Alten Herren Fußballer von SuS Vinkrath, die
Grefrather Landjugend das
GKK mit Wagen und Tanz-
garde, der Kinderkarnevalsverein Vinkrath (mit Wagen)
und der Vorstand des Vinkrather Kinderkarnevalsverein. Der SV Grefrath stellt
mit rund 80 Teilnehmern die
größte Gruppe im Zug, die
Jungschützen der Oedter
Vitusbruderschaft (auch mit
Wagen) und die Fußgruppe
des Haus an der Dorenburg
ziehen ebenfalls mit.
Das GKK macht noch einmal deutlich, dass Musik auf
den Wagen erlaubt und erwünscht ist. Die Zukunft
wird zeigen, ob der Grefrather Straßenkarneval
sich weiter behaupten kann.
Das GKK würde sich über
neue Mitglieder freuen, damit das rheinische Brauchtum Karneval auch an der
Niers in Alt-Grefrath erhalten wird. Wünschenswert
ist auch wieder eine jährlich
stattfindende Sitzung, denn
auch der Sitzungskarneval
an der Niers hat in den letzten Jahren „närrische Federn“ lassen müssen.
Karnevalssitzung in Grefrath
Oedt (maba). Bereits rund 200 Karten sind für die einzige
Grefrather Karnevalssitzung verkauft, so Christian Karpenkiel von der Albert-Mooren-Halle, der die Sitzung mit
vier Vereinen aus Oedt veranstaltet. Sieht man von den
Sitzungen der Frauengemeinschaften in der Niersgemeinde
und dem Kinderkarneval in Oedt einmal ab, dann gibt es
nur diese einzige Sitzung im Karneval in der Gemeinde
Grefrath.
Sie findet am morgigen Samstag, ab 20.11 Uhr, in der
Albert-Mooren-Halle mit einem ganz besonderen Oedter
Elferrat statt, denn der wird aus gleich vier Vereinen gebildet:
Kolping Oedt, Borussia Oedt, Feuerwehr Oedt und Oedter
Vitusschützen. Bekannte Karnevalsgrößen aus der Region
werden auftreten, wie „Deä Müllmann“ aus Viersen, oder
Stewardess Marina aus Viersen, oder die „Drei Fründe.“
Seite 17
Oedter Nettomarkt wächst
Oedt (maba). Endlich wird die Einkaufssituation im Grefrather Ortsteil Oedt entscheidend verbessert. Ab Mai dieses Jahres ist für Oedt ein neuer Discounter geplant, ein
Netto-Markt auf einem Teilstück des ehemaligen Girmesgeländes. Die Bauarbeiten gehen zügig voran, so dass man den
Markt fast täglich wachsen sehen kann. Bisher verfügt Oedt
seit Jahren nur über einen kleinen Tante Emma-Laden in
Sichtweite es Rathauses.
Der neue Netto-Markt in Oedt. Foto: Manfred Baum
Ihre Spende hilft kranken, behinderten
und vernachlässigten Kindern in Bethel.
356
Akteure für die
Kindersitzung gesucht
Kinderkarneval in Albert-Mooren-Halle
Oedt. Die Kolpingfamilie
Oedt veranstaltet bereits seit
1980 regelmäßig am Karnevalssonntag den Kinderkarneval: eine Veranstaltung
von Kindern für Kinder. Da
die Veranstaltung nur 1991
wegen des Golfkriegs ausgefallen ist, öffnet sich der Vorhang aktuell zum 35. Mal.
Die Gründungsväter waren der damalige Senior
(heute würde man Vorsitzende sagen) der Kolpingfamilie Karl Stenmans und der
Sitzungspräsident Heinrich
Hünnekes. Für die Erwachsenen wurde bereits seit vielen Jahren erfolgreich der
Sitzungskarneval in Oedt
angeboten. Da im Sinne
Adolph Kolpings aber immer die ganze Familie in den
Blick zu nehmen ist, war die
Einführung eines Angebots
für Kinder nur konsequent.
Wichtig war und ist es auch
heute noch, trotz erheblich
gestiegener Kosten, die Veranstaltung ohne Eintrittsgeld anzubieten, damit auch
finanziell nicht so gut betuchte Familien problemlos
einen ungezwungenen und
fröhlichen Nachmittag verbringen können.
Gleichzeitig ist die sogenannte Kindersitzung auch
eine optimale Plattform, um
die erfolgreichen Ergebnisse
der Jugendarbeit in Oedt und
Umgebung zu präsentieren.
Viele Kinder und Jugendliche trainieren teilweise das
ganze Jahr über für Tänze
und Aufführungen, der Kindergarten St. Vitus Oedt hat
für seinen Einschulungsjahrgang einen Auftritt im
Kinderkarneval fest in seinem Programm und andere
finden sich aus Schulklassen
oder auch Freundeskreisen
kurz vor Karneval zusammen, um gemeinsam für einen Auftritt zu proben.
Ganz Mutige gehen mit einem Solo-Auftritt, meist in
Form einer Play-Back-Show
an den Start. So unterstützt
die Kolpingfamilie sinnvolle
Freizeitbeschäftigung und
stärkt die Kinder in ihrer
Persönlichkeit, denn selbst
viele Erwachsene trauen
sich nicht, auf einer Bühne
vor mehreren hundert Zuschauern aufzutreten. Besonders beliebt bei den Oedter Kindern ist auch das Amt
des Kinderprinzenpaares.
Im Laufe der Jahre hatte
die Kolpingfamilie eigentlich
immer um die 200 Aktive auf
der Bühne und etwa 500
Gäste im Saal. Als Lohn für
die Aktiven winken Applaus, Orden und Schokolade, den Kindern im Saal kommen reichlich Süßigkeiten zu
Gute und auch die jeweiligen Wirte in der AlbertMooren-Halle haben sich
durch vergünstigte, kindgerechte Angebote all die Jahre
positiv eingebracht. AlbertMooren-Halle ist hier ein
wichtiges Stichwort: als
wetterunabhängige Veranstaltung ist der Oedter Kinderkarneval weit über die
Gemeindegrenzen hinweg
bekannt und hoch geschätzt.
Auch das ist ein wichtiger
Grund zum Erhalt der „guten Stube“ in Oedt, damit die
Tradition des Kinderkarnevals in Oedt aufrecht erhalten bleiben kann.
Wer noch gerne am Sonntagnachmittag, 15. Februar,
auftreten möchte, melde sich
bitte umgehend bei Birgit
Stenmans, Hochstr. 30, Oedt,
unter der Telefonnummer
02158/5705.
Viersen
Seite 18
Umgestaltung Gereonsplatz
läuft auf Hochtouren
Viersen (maba). Die Umgestaltung des Gereonsplatz in
der Viersener Südstadt läuft auf Hochtouren. In den letzten
Jahren wurde dieser vielfach als Feier- und Festplatz im
Rahmen zahlreicher Veranstaltungen genutzt. Jetzt bekommt er ein „neues Gesicht“, wird attraktiver, moderner
und einladender, so dass dann Ambiente sich noch einladender darstellt. Mit dem Gereonsplatz wird auch die Südstadt attraktiver, denn der Festhallenvorplatz strahlt ebenso in neuem Glanz. Auch die Große Bruchstraße ist jetzt
durch den neuen inneren Erschließungsring vom fließenden
Verkehr entlastet.
Der Gereonsplatz wird umgestaltet und damit noch attraktiver.
Foto: Manfred Baum
Der Innere Verkehrsring
wächst
Viersen (maba). Das Viersener Jahrhundertbauwerk, das
man fast vier Jahrzehnte plante, wächst und geht langsam
seiner Vollendung entgegen. Im kommenden Frühjahr ist es
wohl soweit. Derzeit laufen die Arbeiten vor dem Viersener
Bahnhof und die neue Brüsseler Allee ist das letzte Teilstück
des inneren Erschließungsringes. Auf der Brüsseler Allee
fehlt nur noch die letzte Decke, anschließend wird der Anschluss in Richtung Krefelder Straße hergestellt.
Die neue Brüsseler Allee in Viersen. Foto: Manfred Baum
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
„Wir sind Teil der
Gesellschaft“
Rege Diskussion im Forum
Kreis Viersen. Unter dem
Motto „Der Islam - Anspruch
und Wirklichkeit“ hatte die
Senioren-Union, Kreisvereinigung Viersen und Bezirksvereinigung Niederrhein, ins
Forum des Kreishauses mit
der Absicht eingeladen, für
Toleranz und Miteinander
der Religionen und Kulturen zu werben.
Ein wichtiges Unterfangen
gerade vor dem Hintergrund
der Charlie-Hebdo- Morde,
aber auch der Pegida-Demonstrationen. Über achtzig interessierte Zuhörer
waren erschienen, um den
Ausführungen der drei Referentinnen zu folgen. Mit
Cemile Giousouf, Integrationsbeauftrage der CDU/
CSU-Fraktion im Deutschen
Bundestag, Serap Güler,
Sprecherin des Integrationsausschusses und der Islamwissenschaftlerin Patricia
Jessen, konnte Vorsitzender
Reinhard Maly drei fachkundige Referentinnen begrü-
ßen, wobei er deutlich machte, dass jeder Anschlag der
Islamisten auch ein Anschlag
auf den Islam darstellt.
Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Pariser
Anschlages eröffnete Bennet
Gielen, Vorsitzender CDU
Niederkrüchten und Bürgermeisterkandidat, die Fragestunde: „Schließt der Koran
Demokratie aus?“ Hierzu
erklärte Serap Güler als bekennende Muslima, dass
Demokratie und Koran sehr
wohl denkbar sind, denn der
Prophet meint hierzu, man
solle sich des eigenen Verstandes bedienen. Terroristen jedoch missbrauchen
den Islam für ihre eigenen
machtpolitischen Zwecke.
Allerdings ergab es sich in
der weiteren Diskussion, dass
es keinen islamischen Staat
gibt, der eine Demokratie ist.
Hierbei wurde deutlich, dass
sich auch die Türkei von dieser Staatsform entfernt.
„Was muss die Politik tun?“
(vlnr) Bennet Gielen, Cemile Giousouf, SU-Bezirksvorsitzender
Josef Horstmann, Patricia Jessen, Serap Güler, SUKreisvorsitzender Reinhard Maly. Foto: CDU Kreis Viersen
Die Integrationspolitik ist
verschlafen worden, obwohl
Cemile Giousouf sieht, dass
die Bildungschancen für Einwanderer sich verbessert
haben. Das ist auch wichtig,
denn bildungsferne Schichten sind anfällig für Extremismus. „Warum wird in
den Moscheen nicht auf
Deutsch gepredigt und wo
sind die islamischen Gelehrten, die sich gegen den Terror stellen?“ Hier sah Patricia Jessen einen Wandel,
denn inzwischen werden
Imane auch in Deutschland,
so in Münster, ausgebildet.
Wichtig ist auch, dass in den
Schulen Religionsunterricht
stattfindet, denn das ist gut
für Muslime in Deutschland.
So kann verhindert werden,
dass Jugendliche durch das
Internet zu extremen Gruppen kommen. Man muss versuchen, die Gewaltspirale zu
unterbrechen und muss Jugendlichen klar machen,
dass man unterschiedliche
Positionen haben kann, ohne
sich zu hassen. „Was kann
der Islam dazu beitragen,
das Zusammenleben zu verbessern?“ Zu dieser Frage
hatte ein Zuhörer aus Tunesien die versöhnlichste Antwort dieses sehr interessanten Abends: „Wichtig ist,
dass wir keine Gäste sind,
sondern ein Teil dieser Gesellschaft und dass wir zusammen sind und dass wir
eins sind!“
Augen der Kids zum Leuchten gebracht
Die Kinderbibelwoche mit Theaterstück
Süchteln (maba). Viel Spaß
und Unterhaltung gab es bei
der diesjährigen Kinderbibelwoche der evangelischen
Kirchengemeinde in Süchteln. Sie war nicht nur für
rund 70 Kinder ein Erlebnis,
sondern auch für den neuen
Pfarrer Axel Stein, für die Eltern sowie für alle anderen
Beteiligten sowie auch für die
jungen „Schauspieler“, die
den Kindern und ihren Familien die Geschichte von König
David näher brachten.
Am vergangenen Sonntag
beim Familiengottesdienst
mit der Aufführung des
Theaterstückes „Ein Kleiner
Die Geschichte von König David in der Süchtelner Stadtkirche.
Foto: Manfred Baum
kommt ganz groß raus“,
nämlich König David, war
die schmucke, viele hundert
Jahre alte Süchtelner Stadtkirche bis auf den letzten
Platz besetzt. Ein stolzer Tag
für die rund 3000 Seelen zählende lebendige Kirchengemeinde. Unter der Woche
bescherte die Bibelwoche
den Kindern ganz viel Abwechslung. Ob malen, spielen, singen, Kuchen essen,
oder einfach nur „quatschen.“ Die Augen der Kids
leuchteten. Die evangelische
Kirchengemeinde Süchteln
hat ein bemerkenswertes
Zeichen gesetzt.
Der Sitzungskarneval lebt
Gut besuchte Veranstaltungen am vergangenen Wochenende
VON MANFRED BAUM
Viersen. Am vorletzten
Wochenende gab es eine Sitzung der Hoseria im evangelischen Gemeindehaus sowie gleich drei Veranstaltungen des FKV (Fideles
Kränzchen) in der Festhalle.
Das Kränzchen lud ein zur
Stehparty am Freitag, zur
Galasitzung am Samstag
und zur Seniorensitzung am
Sonntag.
Unter dem Motto „OB
Wigwam oder Marterpfahl,
Hoseria feiert Karneval“,
verlieh die Hoseria am Freitag in ihrer Sitzung das begehrte „Goldene Vierscher
Herz.“ Für Stimmung sorgten nach dem Auszug des
Viersener Prinzenpaares
mitsamt Gefolge die Swinging Funtares, die den Saal
so richtig „auf Touren“
brachten. Klasse war ebenso die Showtanztruppe Calypso - ein wahrer Augenschmaus. Die Strossenräuber waren zwar etwas laut,
kamen dennoch sehr gut an.
Das Goldene Vierscher
Herz ging in diesem Jahr an
den Ehrenpräsident der KG
Hamm wer net Bruno Strukken, der sich hoch erfreut
über die seit dem Jahr 1962
von der Hoseria verliehene
Auszeichnung zeigte. Am
Freitag sorgten die Gruppe
Booster in der Festhalle für
richtig
Partystimmung,
auch die Band „Die Landeier“ bot schwungvolle musikalische Unterhaltung. Die
Stehparty hat sich längst etabliert, das Motto bei den drei
Veranstaltungen des Fidelen
Känzchen lautete: „ Wörr loete de Poppe danze.“
Dazu gehörte am vergan-
genen Samstag ebenso der
Auftritt der „Trapp-Familie“, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Galasitzung des FKV ist. Etwas Nettes fürs Auge bot auch die
Fauth Dance Company, die
längst weit über die Grenzen von Viersen hinaus bekannt und beliebt ist. Markus Krebs und Oliver Hoff
sorgten für viel Spaß und
auch das FKV-Männerballett trat als feste urkomische
Größe beim FKV auf. Stattlich präsentierte sich das
Reiter-Korps Jan van Werth
aus der Landeshauptstadt
Düsseldorf und auch das
Prinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen mit Gefolge fehlte selbstverständlich nicht. Edi Tusch und
Bernd Ivangs führten wieder gekonnt durch das Programm.
Drei Sitzungen an einem Wochenende sorgten in Viersen für viel karnevalistisches Flair. Foto:
Manfred Baum
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Sport
Knappe Niederlage für TVL-Frauen
Erneut starke Leistung gegen ein Spitzenteam
Rabea Brüggemann kurz vor dem Abschluss. Links schaut ihre Schwester Fabienne zu. Foto:
Josef Rütten
Handball/Oberliga (tz).
TV Lobberich - TV WalsumAldenrade 27:29 (13:15). Die
Mannschaft von Holger Hüller lieferte dem Tabellendritten aus Walsum um den ehe-
maligen Lobbericher Trainer
Manfred Wählen einen großen Kampf und unterlag erst in
der Schlussphase ein wenig unglücklich mit 27:29-Toren.
Das junge Team des TV Lob-
berich bestätigt inzwischen
im dritten Spiel gegen ein Topteam in Folge, dass es sich in
der Liga mehr als zu Recht
gefunden hat. Gegen die erfahrenen Spielerinnen des TV
Walsum-Aldenrade spielten
die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte munter mit und
waren beim 8:8-Zwischenstand vollkommen auf Augenhöhe. Erst dann erarbeitete sich
Walsum leichte Vorteile und
erspielte sich die knappe 13:15Pausenführung. Ab diesem
Zeitpunkt schienen die Duisburger Gäste endgültig in der
Spur und bauten ihren Vorsprung zeitweise bis auf sechs
Treffer aus, doch auch die Moral des TVL lässt sich sehen.
Das Team steckte nie auf und
kam noch einmal auf 24:25Tore heran. Am Ende siegte
dennoch das erfahrenere Team
knapp mit zwei Treffern Differenz. Nun gilt es für das Team
von Holger Hüller, diese guten
Leistungen auch gegen ein
Team aus dem Tabellenkeller
abzurufen. Es wartet die Auswärtspartie beim ETuS Wedau auf die Rot-Weißen.
Tore: Rottwinkel 15, Dappen 3, R. Weisz, S. Weisz, K.
Weiss je 2, Künstler, Brüggemann, Liedtke je 1.
Erfolgreicher Fußball-Nachwuchs
Schulsport: Waldnieler Kicker siegen im Finalturnier
Waldniel. Der Sieger der
Kreis Viersener Grundschulmeisterschaften im Hallenfußball steht fest: Die Waldnieler Kicker haben sich als
Gastgeber
gegen
vier
Grundschulmannschaften
aus Schülern, die nicht im
Verein spielen, durchgesetzt.
Auf die Siegermannschaft
der Gemeinschaftsgrundschule Waldniel folgten die
Kicker der Regenbogenschule Kempen. Den dritten
Platz holte die Mannschaft
der Kreuzherrenschule
Brüggen. Der vierte Platz
ging an die Agnes-van-Brakel Schule Viersen. Auf
Erfolgreiche Teilnehmer des Finalturniers im Hallenfußball der Grundschüler aus dem Kreis
Viersen. Foto: Ingo Heisters
Platz fünf landete die Mannschaft der Lambertus-Schule Breyell.
Alle Teilnehmer freuten
sich über Urkunden, Pokale und Fußbälle. Die Spieler
auf den Plätzen eins bis drei
nahmen zusätzlich Medaillen mit nach Hause. Ingo
Heisters vom Ausschuss
für den Schulsport im Kreis
Viersen hatte den Wettkampf organisiert. Heisters
und Alfons Tobrock, Rektor
der Gemeinschaftsgrundschule Waldniel, leiteten das
Turnier. Die Sparkasse Krefeld / Kreis Viersen war Sponsor der Veranstaltung.
www.kreis-viersen.de/
schulsport
Seite 19
Winterlaufserie
mit zwei Läufen
Hinsbeck (hk). Nachdem
der 1. Lauf der Winterlaufserie des LC Nettetal im Januar witterungsbedingt
ausfallen musste, erfolgt die
Serienwertung nun über die
restlichen zwei Läufe am 7.
Februar und am 7. März.
Dabei führen die Hauptläufe
der Altersklassen beim ersten Lauf über 10.000 Meter,
beim zweiten über 15.000
Meter.
Start und Ziel befinden
sich am Strandbad Poelvennsee, weitere Informationen sind im Internet unter
Veranstaltungen.lcnettetal.de zu finden. Bei der
1. Veranstaltung am 7. Februar starten die Schülerklassen M/W 8 bis M/W 10
um 13.45 Uhr über 1.000 m.
Er folgt um 14 Uhr der Lauf
der W 11 bis W 15-Altersklassen über 2.000 m und
um 14.20 Uhr die Bambinis
über 300 m. Die Altersklas-
sen M 11 bis M 15 sowie die
Jugend starten um 14.25 Uhr
über 2.000 m. Die Hauptläufe über 10.000 m starten um
14.45 Uhr mit der Jugend und
den Altersklassen M/W HK
bis M/W 40 bzw. um 15.20
Uhr mit den Altersklassen
M/W 45 bis M/W 75.
Die asphaltierten Laufstrecken durch den Naturpark Schwalm-Nette sind
vom DLV vermessen und
daher auch bestenlistenfähig. Es wird um Meldung im
Internet unter www-lcnettetal.de gebeten, Nachmeldungen sind möglich.
Meldeschluss ist jeweils drei
Tage vor der jeweiligen Veranstaltung. Nur nach dem
zweiten Lauf findet eine Serien-Siegerehrung statt, Urkunden werden beim jeweils
nächsten Lauf ausgegeben.
Die Veranstaltungen sind als
Volks- und Straßenlauf genehmigt.
Wichtige Wochen für VVV
Fußball/Venlo (op). Für
Venloes Trainer sind es
wichtige Wochen. Maurice
Steijn sucht den Anschluss
an Platz sechs der JupilerLeague. Dafür ist das Auswärtsspiel bei De Graafschaap aus Doetichem von großer Bedeutung. Denn die „Superboeren“ aus dem Achterhoek an der niedersächsischen Grenze stehen auf Platz
sieben und sind Tabellennachbarn der Venloer. Gegen das Überraschungsteam
von TOP Oss siegte De Graafschaap am Wochenende 2:1.
VVV zeigte eine gute Leistung
beim 1:1 in Emmen.
Dabei wäre am Ende sogar
ein Dreier für die Gäste von
der Maas drin gewesen. Immerhin überwand Mittelstürmer Melvin Platje in
Emmen nach dem frühen
Rückstand seine Ladehemmung und markierte den
Ausgleich. Die Venloer zeigten wie beim Heimsieg zum
Ende der Winterpause eine
gute Defensivleistung. Offensiv nutzten Randy Wolters
und der für ihn eingewechselte Vito van Crooy aber
gute Chancen nicht. Einen
guten Eindruck hinterließ
Neuzugang Ramon Voorn.
Der Mittelfeldspieler war
bislang Kapitän des Ligarivalen Fortuna Sittard. Der
Tabellenfünfte aus dem Norden, der mit den ehemaligen
Venloern Marcel Seip und
Roland Bergkamp antrat,
zeigte, warum er nach der
Hinrunde direkt hinter den
Spitzenteams steht. Mit
Neuzugang
Gianluca
Nijholt hat VVV jetzt den
Spielgestalter, den sich Maurice Steijn gewünscht hat.
Jetzt fehlen nur noch die
Punkte.
IMMER AM
BALL...
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Sport
Seite 20
Rhenanias Bambini mit
prima Leistung
Jugendfußball/Hinsbeck.
Fußball vom Feinsten zeigte
am letzten Sonntag die Bambini-Mannschaft
von
Rhenania Hinsbeck. Beim
großen Bambini-Turnier des
SV Herongen hatten die Trainer Ralf Schröder Jona Högel
und Jan Herzog vor allem die
Spieler im Kader, die noch
nicht so lange Fußball spielen. Im Zusammenspiel mit
den erfahreneren Spielern
merkte man dies aber kaum.
Mit starken Pässen brachten
sie ein ums andere Mal die
gegnerischen Mannschaften
in Bedrängnis und konnten
am Ende alle einen Urkunde
und einen Pokal in Empfang
nehmen. Neben zahlreichen
begeisterten mitgereisten Eltern, war auch erstmals das
neue Maskottchen, der „Hinsbär“ dabei. Ein Dank gilt an
den SV Herongen für ein hervorragend organisiertes
Turnier. Auf dem Bild von
links nach rechts
Oben: Jona Högel, Hinsbär
mit Betreuerin Elisabeth
Schilden, Johannes Lehnen,
Jakob Schilden, Max Esters,
Manuel Alosnso, Jan Herzog
Unten: Fitte Hippler, Tim
Mikosch, Luis Paschmanns,
Leon Dröttboom, Niko Nelissen. Foto: privat
Erneut zwei Niederlagen
für die Bügler
Bügelsport/Grefrath (maba). Praktisch vom ersten Spieltag im letzten Herbst bis heute schweben beide Teams des
BC Dorenburg in Abstiegsgefahr und haben nur wenige
Begegnungen gewinnen können. Auch am vergangenen
Wochenende gab es erneut zwei Niederlagen.
Die erste Mannschaft war Gast im rund 100 Kilometer
entfernten Hoogeloon und verlor knapp mit 2:3. Noch schlimmer erwischte es die zweite Mannschaft im Heimspiel gegen
Baexem. Glatt mit 1:4 unterlag der BCD. Am Freitag spielt
die erste Mannschaft um 20 Uhr auf dem Strufenhof an der
Ostumgehung gegen Baarlo und am Samstag gastiert die
zweite Mannschaft bereits um 14 Uhr in Loosbroek.
Souveräner Auftritt der Breyeller U12
Die U12 des TV Breyell mit Trainerin Ina Hutmacher-Zeitz.
Basketball/Breyell: TV
Breyell RLU12o - SC Bayer
Leverkusen 72:40 (38:19).
Das Jugend-RegionalligaU12 Team des TV Breyell
empfing am letzten Sonntag
den Tabellennachbarn Bayer Leverkusen. Deshalb durfte man ein spannendes Duell
auf Augenhöhe erwarten. Es
wurde die Devise ausgegeben, von Beginn an eine starke Defense zu spielen und
nach vorne Zug zum Korb
zu zeigen. Bei der Auswahl
der Starting-Five zeigte das
Trainergespann ein glückliches Händchen. Mit Lydia
Sy und Mike Hoang auf den
Flügelpositionen ging das
erste Viertel deutlich mit 20:6
Punkten zu Gunsten der
Gastgeber.
Das zweite Viertel offenbarte, dass Breyell den besseren Tag erwischt hatte. Ein
gut aufgelegter Markus
Schwab war nur durch die
zahlreichen Fouls der Gegner zu stoppen und konnte
an der Freiwurflinie punkten. Leo Nickel gab in diesem
Endrunde im Kreisgebiet
qualifiziert.
Ab 14 Uhr tritt dann ebenfalls in der Lobbericher
Sporthalle eine weitere
Gruppe mit folgenden
Mannschaften an: 1. FC Traar, 2. VfB Uerdingen, 3. TuS
Bösinghoven, 4. Hülser SV,
5. RSG Verberg-Gartenstadt, 6. Anadolu-Türkspor
Krefeld, 7. SC Bayer Uerdingen.
Die erstplatzierte Mannschaft qualifiziert sich für
das Endrundenturnier des
Kreises. Die Turnierleitung
und Betreuung während
des gesamten Turniertages
liegt in den bewährten Händen der Jugendabteilung
von Spiel und Sport Schaag.
Viertel sein überzeugendes
Debüt in der Regionalliga.
Mit einem Halbzeitstand
von 38:19 ging es in die Kabinen, wo Breyells Youngster
eingeschworen wurden,
weiterhin nach vorne offensiv zu spielen, zumal viele
Leverkusener Spieler zu diesem Zeitpunkt bereits drei
persönliche Fouls hatten. Im
dritten Viertel zeigte der
groß gewachsene Kaleb Abbey seine Rebound-Qualitäten und harmonierte hervorragend im Zusammenspiel mit Aufbauspieler
Fynn Nolte. Beide konnten
jeweils sechs Punkte von insgesamt 17 im dritten Viertel
auf ihr Konto buchen.
Mit einer sicheren 55:30Führung startete die U12 ins
letzte Viertel, um den Sieg fest
zu zurren. In den letzten Minuten platzte auch bei Lucy
Gendritzki der Knoten. Sie zog
energisch zum Korb und wurde belohnt mit zwei Punkten,
einem verwerteten Freiwurf
für das beim Korberfolg geahndete Foul und einen Dreipunkt-Erfolg direkt im Anschluss. Mit dieser Aktion setzte sie den Schlusspunkt zum
72:40 Erfolg des TV Breyell.
Das U12-Trainer-Duo Ina
Hutmacher-Zeitz und Thomas Esser zeigte sich nach
dem in der Vorwoche unnötig verlorenen Spiel gegen
SFD Düsseldorf diesmal sehr
zufrieden mit dem Auftritt
der Mannschaft. Lediglich
die Freiwurfquote ließ zu
wünschen übrig, ansonsten
wäre dieser Sieg noch deutlicher ausgefallen.
Es spielten: Mike Hoang
(3), Leo Nickel (2), Fynn Nolte (6), Markus Schwab (5),
Henner Pfülb (2), Lydia Sy
(34), Carolin Terporten (2),
Jonas Kohn (2), Lucy Gendritzki (8), Lisa Ezau, Alexandra Hüren, Kaleb Abbey (8)
Im Spiel gegen Leverkusen gingen die Breyeller als Sieger vom Platz. Fotos: privat
TVB: Gegner der U14 eine Nummer zu groß
gen die zunehmend besser
werdenden Gäste stand die
Abwehr des TV Breyell
recht gut, sodass am Ende
des ersten Viertels gerade
einmal 18 Körbe auf dem
Konto des Favoriten standen.
Die Mannschaft der SG
Herzogenrath/Baesweiler
fand dann zunehmend besser zu Ihrem schnellen si-
F1-Junioren gehen
in die nächste Runde
Jugendfußball/Nettetal
(ww). Im Fußballkreis 6
Kempen-Krefeld finden am
Sonntag, 8. Februar, die
Zwischenrunden der F1-Junioren im Hallenfußball
statt. In der Sporthalle in
Nettetal-Lobberich spielen
ab 9 Uhr folgende Gruppen
gegeneinander:
Gruppe A: 1. TSV Kaldenkirchen, 2. SuS Schaag, 3. SV
Vorst, 4. SV Grefrath
Gruppe B: 1. SC Viktoria
Anrath, 2. SC Rhenania Hinsbeck, 3. TSF Bracht, 4. SV
Niersia Neersen.
Nach Beendigung der
Gruppenspiele wird in einem Endspiel der Gruppenersten die Mannschaft ermittelt, die sich dann für die
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Basketball/Breyell. Am
Sonntag traf die U14-Basketballmannschaft des TV
Breyell in ihrem Heimspiel
auf die Mannschaft von der
SG Herzogenrath/Baesweiler. Die Gäste kamen als
Zweiter der Jugendoberliga 1 U14 nach Breyell und
waren haushoher Favorit.
Im ersten Viertel konnte
das Team des TVB um Trainer Stephan Näß die Partie
noch offen gestalten und
ging zunächst sogar durch
konsequent abgeschlossene
Spielzüge in Führung. Ge-
cheren Passspiel und konnte
ihre zum Teil hochgewachsenen Spieler effektiv einsetzen. Ab dem dritten Viertel
setzte sich das Team dann
doch deutlich ab und gewann verdient mit 98:42. Die
U14 des TV Breyell lieferte
an diesem Sonntag ein gutes
Spiel ab, der Gegner war an
diesem Spieltag aber noch
eine Nummer zu groß.
Die U14 des TV Breyell mit ihrem Trainer Stephan Näß. Fotos: privat
Sport
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 21
Kaldenkirchen unterliegt in Lürrip
TSV: Lockerer Aufgalopp
für die Dritte
Dülken schon fast abgestiegen
Kaldenkirchens Trainer Dirk
Rahmel. Foto: Josef Rütten
Handball/Verbandsliga
(tz). TV Geistenbeck - SG
Dülken 35:23 (20:10). Die SG
Dülken verliert auch die
zweite Partie der Saison ge-
gen den Aufsteiger TV Geistenbeck mit 35:23-Toren
deutlich und taumelt unaufhaltsam dem erneuten Abstieg entgegen. Nachdem die
Konkurrenz in den letzten
Wochen fleißig und regelmäßig Punkte sammelte,
beträgt der Rückstand inzwischen acht Zähler und
lässt bei zehn ausstehenden Partien kaum noch Positives hoffen. Im Spiel gegen den TVG verschlief das
Schlusslicht die gesamte
erste Halbzeit und lag bereits beim Seitenwechsel
mit 20:10-Toren im Rückstand. Die zweite Hälfte
konnte zwar ausgeglichener gestaltet werden, dennoch fehlt weiterhin die
Konstanz über einen längeren Zeitraum. Am kommenden Spieltag wird es
nicht einfacher. Dann ist der
TV Oppum zu Gast, der
jüngst dem Spitzenreiter
aus Homberg die zweite Saisonniederlage beibrachte.
Turnerschaft Lürrip TSV Kaldenkirchen 27:23
(10:7). Der TSV Kaldenkirchen verliert die Partie gegen die Turnerschaft Lürrip mit 27:23-Toren, dabei
hatte sich das Team durch
eine hervorragende Anfangsphase bereits in eine
starke Position gebracht.
Früh führten die Gäste mit
1:5-Toren und schienen die
Partie vermeintlich im Griff
zu haben. Doch dann funktionierte urplötzlich nichts
mehr. Die Defensive von
Lürrip rührte nun Beton an,
so dass die Gastgeber bereits beim 6:6-Zwischenstand den Ausgleich erzie-
len konnten. Und auch in
der Folge fand der Angriff
des TSV kein Mittel mehr
gegen die solide Defensivreihe Lürrips. Die Folge war
ein 10:7-Rückstand zur
Pause. Im zweiten Spielabschnitt war die Partie dann
recht zügig entschieden.
Nach kurzem Aufbäumen
Kaldenkirchens übernahm
die TSL wieder das Kommando und schraubte den
Vorsprung vorentscheidend auf 18:12-Toren.
Letztlich gelang den Gästen
zwar noch ein wenig Ergebniskosmetik, doch mehr
war am Sonntagmorgen in
Mönchengladbach nicht zu
holen.
Tore: Widera 6, Bochwitz,
Rosati je 4, Fabian, Topp je 2,
Moritz, Rinsch, Hesse, Gerits, Langheinrich je 1.
Dritte Niederlage in Folge für TVL
Rumpftruppe bietet Langenfeld aber lange Paroli
Handball/Oberliga (tz).
SG Langenfeld - TV Lobberich 29:25 (15:15). Die SG
Langenfeld ist zurzeit neben
dem souveränen Spitzenreiter aus Aldekerk die Mannschaft der Stunde in der
Oberliga. Dies bekam auch
der starke Aufsteiger aus
Lobberich zu spüren,
wenngleich sich die Tomasik-Sieben trotz großer Personalnot nach Kräften
wehrte. Am Ende revanchierte sich jedoch der Gastgeber für die deutliche Hinspielniederlage und siegte
mit 29:25-Toren.
Jurek Tomasik hatte bereits unter der Woche die
nächste Hiobsbotschaft zu
verkraften. Stefan Pietralla
zog sich beim Training eine
Fraktur der Mittelhand zu
und fällt für die restlichen
Spiele der Saison aus. So
schrumpfte die ohnehin
schon gebeutelte Personaldecke noch weiter zusammen. Dennoch fuhren die
Lobbericher positiv gestimmt gen Langenfeld,
hatten sie das starke Team
von Trainer Leszek Hoft
doch im Hinspiel mit 32:23Toren regelrecht demontiert.
Der Auftakt in die Partie
gestaltete sich ausgeglichen. Kein Team konnte in
der ersten Halbzeit wirklich
davonziehen, nur einmal
baute die SGL den Vorsprung
bis auf drei Treffer aus. Doch
bis zum Seitenwechsel hatten sich die Gäste wieder herangekämpft. Beim Stand von
15:15-Toren wurden schließ-
lich die Seiten
gewechselt.
Und auch im
zweiten Spielabschnitt ließ
sich Lobberich
nicht abschütteln und lag
rund zehn Minuten
vor
Schluss sogar
noch mit einem Treffer TVL-Coach Jurek Tomasik. Foto: Josef Rütten
vorne. Dann
folgte jedoch eine Flut von dem Treffer zum 28:23Zeitstrafen gegen die Gä- Zwischenstand gefallen.
ste, die in den letzten Minu- Dennoch zollte Trainer Toten kaum noch vollzählig masik seinen Spielern Reauf dem Platz standen. Dass spekt für den aufopferungseröffnete Langenfeld alle vollen Kampf und hofft auf
Möglichkeiten, die sie im einen positiveren SpielausStile eines Topteams zur gang im kommenden HeimVorentscheidung nutzten. spiel gegen die DJK Unitas
Diese war spätestens mit Haan.
Handball/Kaldenkirchen. Am Samstagabend besiegte
die dritte Mannschaft des TSV Kaldenkirchen nach langer
Spielpause die Gäste aus Uerdingen mit 36:18. Der Tabellenvorletzte war der willkommene Auftaktgegner, um sich für
das nächste schwere Spiel in Hüls einzuspielen. Ein überragendes Spiel legte Björn Sievers mit zwölf Toren und diversen Assits hin und übertraf den Torrekord von Andre
Coenen (elf Tore) in dieser Saison. Außerdem spielte Carsten
Kreetz am Kreis furios auf. Verzichten musste der TSV auf
Stefan Schulz, Marco Hölter, Karsten Hille, Manfred Aarts
und Jörg Facklam.
Es spielten und trafen: Ronny Voigt, Dirk Besta, Esko Bahn
(5), Thomas Endberg (7), Björn Sievers (12), Carsten Kreetz
(6), Fabian Stumpe (2), Andre Gurrath, Sebastian Stiels (3),
Marco Neuhoff (1)
B-Jugend des TVL
tat sich lange schwer
Jugendhandball/Lobberich. Weibliche B-Jugend Neusser HV 22:13 (10:7). Ein
schwaches B-Jugend-Oberliga Spiel erlebten die Zuschauer beim Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn aus Lobberich und
Neuss. Nach einem zähen
Beginn konnten sich die
TVL-Mädels erst ab Mitte der
ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung erarbeiten,
den Anna Kössl mit einem
direkt verwandelten Freiwurf mit dem Schlusspfiff
auf drei Tore ausbaute.
Allerdings zeigten sich
auch Anfang der zweiten
Hälfte Mängel im Zusammenspiel, zu oft wurde der
Erfolg in Einzelaktionen gesucht, leider zu selten erfolgreich. Das erlaubte dem Gast
bis weit in die zweite Halbzeit hinein, in Schlagdistanz
zu bleiben. Erst in den letz-
ten zehn Minuten warf der
TVL aus einer gut formierten Abwehr heraus über
Tempogegenstöße einen
letztlich ungefährdeten Erfolg heraus.
Haben sich die TVL-Mädchen mit diesem Erfolg wahrscheinlich zumindest den
dritten Tabellenplatz in der
Oberliga gesichert, bedarf es
einer deutlichen Leistungssteigerung in den nächsten
Spielen, um eventuell noch
einen weiteren Platz in der
Tabelle gutmachen zu können.
Für den TVL spielten:
Anna Kössl (7), Isabelle Inkmann (4), Carolin Baaken
(3), Pia Klein, Kyra Mannheim, Johanna Perau (je 2),
Lea Blümke, Anna Cremers
(je 1), Chiara Rosati, Jana
Klein und Laura Klaas. Nele
Rottwinkel musste verletzungsbedingt pausieren.
Die GN jetzt auch auf
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
Lobberich II bleibt an Spitzenreiter dran
Süchteln II bezwingt Kaldenkirchen im Derby
Handball/Landesliga
Frauen (tz). TV Lobberich II
- Borussia Mönchengladbach 19:18 (9:8). Da wäre der
letzte verbliebene Verfolger
des Spitzenreiters DJK Adler
Königshof beinahe gestolpert, doch die zweite Mannschaft des TV Lobberich bekam gegen die Borussia aus
Mönchengladbach gerade so
noch einmal die Kurve und
siegte in einer spannenden
Partie mit 19:18-Toren. Damit bleibt der TVL Verfolger
Nummer eins der Krefelder,
die sich ihrer Aufgabe zu
Hause gegen den TuS Treudeutsch Lank II souverän mit
30:18-Treffern entledigten.
Die Lankerinnen sind auch
der nächste Gegner des TV
Lobberich.
TV Anrath - Turnerschaft
Grefrath 29:32 (17:15). Die
Landesligamannschaft der
Turnerschaft Grefrath befin-
det sich aktuell in richtig guter Verfassung. Dies bekam
am letzten Spieltag auch der
starke Aufsteiger TV Anrath
zu spüren, bei dem die inzwischen auf Platz fünf positionierten Grefratherinnen ihren sechsten Erfolg in Serie
einfuhren. Mit 29:32-Toren
wurden die Gastgeberinnen
dank einer starken zweiten
Hälfte bezwungen, denn beim
Seitenwechsel lag der TVA
noch mit 17:15-Toren in Front.
Im zweiten Spielabschnitt
spiegelte sich jedoch das in
den letzten Wochen erarbeitete Selbstbewusstsein wider
und auf Grund einer deutlichen Steigerung in der Defensive siegte die TSG am Ende
verdient mit drei Treffern Differenz. Am kommenden Spieltag wartet mit dem Heimspiel
gegen den Spitzenreiter aus
Königshof jedoch eine weitere große Aufgabe auf die Tur-
nerschaft, aber in der aktuellen Verfassung scheint alles
möglich zu sein.
Welfia Mönchengladbach
- SC Waldniel 13:25 (5:10).
Die wellenförmigen Ergebnisse des Sportclubs Waldniel gingen auch am vergangenen Spieltag weiter. Seit
dem siebten Spieltag im November wechselten sich jede
Woche Sieg und Niederlage
ab. So sollte es auch an diesem Spieltag sein. Nach der
Niederlage in der Vorwoche
gegen den TV Korschenbroich, bot der SCW gegen
das Schlusslicht Welfia Mönchengladbach eine sehr souveräne Vorstellung. Über den
5:10-Halbzeitstand setzten
sich die Gäste immer weiter
ab und siegten am Ende ungefährdet und sehr deutlich
mit 13:25-Toren. Nun bleibt
abzuwarten, wie sich die
kommende Partie gegen den
vorletzten ATV Biesel gestaltet. Hier sollte dem Club eigentlich die Trendwende gelingen.
ASV Süchteln II - TSV
Kaldenkirchen
26:22
(12:12). Einen wichtigen Sieg
landete die zweite Mannschaft des ASV Süchteln im
Lokalderby gegen den TSV
Kaldenkirchen. Nachdem
das Hinspiel noch mit 21:16Toren an die Gäste gegangen
war, behauptete sich Süchteln im eigenen Heimspiel
und siegte nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdient mit
26:22-Toren. Damit klettert
der ASV in der Tabelle vorbei an Borussia Mönchengladbach auf den achten Tabellenplatz und kann mit
einem Sieg gegen Welfia
Mönchengladbach den Tabellensiebten aus Kaldenkirchen ins Visier nehmen. Die-
se empfangen am Samstagnachmittag den TV Anrath.
Handball/Bezirksliga
Frauen (tz). TV Aldekerk III
- TV Lobberich III 14:19
(7:12). Eine starke erste Halbzeit reichte den Handballerinnen der dritten Mannschaft des TV Lobberich, um
die Auswärtspartie beim
Vorletzten TV Aldekerk III
mit 14:19-Toren für sich zu
entscheiden. Den Fünf-ToreVorsprung erspielten sich die
Gäste dabei bereits vor dem
Pausentee, der beim Stand
von 7:12-Toren eingenommen wurde. Damit behauptet der TVL seinen dritten
Tabellenplatz und schließt
durch die 19:23-Niederlage
des TV Oppum im Spitzenspiel gegen die Turnerschaft
St. Tönis bis auf einen Punkt
zu den Krefeldern auf. Am
kommenden Spieltag steht
das Lokalduell gegen die
Zweitvertretung der Turnerschaft Grefrath an.
Turnerschaft Grefrath II DJK Olympia Fischeln 11:13
(5:4). Die Grefratherinnen
warten allerdings auch nach
dem jüngsten Spieltag weiterhin auf ihr erstes Erfolgserlebnis in dieser Spielzeit.
Zwar hielt das punktlose
Schlusslicht gegen die DJK
Olympia Fischeln auch erneut gut mit und ging sogar
mit einer 5:4-Führung in die
Kabinen. Doch die schwache
Angriffsquote sollte sich
noch in der zweite Spielhälfte rächen. Nur sechs weitere
Treffer waren zu wenig für
einen ersten Punktgewinn.
Fischeln gewann am Ende
mit 11:13-Toren. Da Straelen
als auch Aldekerk ebenfalls
verloren, bleibt das rettende
Ufer mit sechs Punkten Rückstand aber weiterhin in
Reichweite.
Sport
Seite 22
Uerdingen II zu stark
für Lobberichs Zweite
Grefrath I gewinnt kampflos gegen
Königshof III
Handball/Bezirksliga (tz).
Turnerschaft Grefrath II ASV Süchteln II 21:24 (8:12).
Den Zuschauern der Turnerschaft Grefrath sollte erneut
ein runder Heimspieltag mit
Duellen der ersten und zweiten Mannschaft geboten werden. Doch am Ende fand nur
die Partie der zweiten Mannschaft gegen den ASV Süchteln II statt, die Partie des Tabellenführers gegen das dritte Team von Adler Königshof
wurde kurzfristig von den
Krefeldern abgesagt und damit für Grefrath I gewertet.
Das Spiel der Zweitvertretung gegen den ASV Süchteln, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf,
verlief aus Grefrather Sicht
aber ebenfalls nicht wie gewünscht. Die TSG wollte
ursprünglich ein wichtiges
Zeichen setzen und vier
Punkte Differenz zwischen
sich und die Abstiegsränge
bringen. Doch die Gäste des
ASV sollten von Anfang an
deutlich machen, dass ihr
Vorhaben ein ganz anderes
war. So dominierte Süchteln
die erste Hälfte und lag beim
Seitenwechsel mit 8:12-Toren in Führung. Diese behaupteten die Gäste auch im
zweiten Durchgang und sicherten sich durch den 21:24Auswärtssieg nicht nur
zwei wichtige Zähler. Durch
das dritte Spiel in Folge ohne
Niederlage schließt der ASV
Süchteln II punktemäßig zur
TSG auf und hat sogar den
direkten Vergleich auf seiner Seite. Das Hinspiel endete nämlich nur mit 26:28Toren für Grefrath.
SC Bayer Uerdingen II TV Lobberich II 31:26
(16:16). Eine Halbzeit lang
bot der TV Lobberich II dem
Favoriten aus Uerdingen erfolgreich Paroli. Der Lohn
war ein 16:16-Unentschieden beim Seitenwechsel. Im
zweiten
Spielabschnitt
nahm Bayer das Heft des
Handelns jedoch in die Hand
und entschied auch das
Rückspiel für sich.
Gute Leistung beim
Oberliga-Schwergewicht
Jugendhandball/Kaldenkirchen. Männliche C-Jugend Oberliga. TuSEM Essen - TSV Kaldenkirchen
31:21 (13:11). Ersatzgeschwächt mit nur zehn Spielern musste der TSV am frühen Sonntagmorgen zum
Oberliga-Schwergewicht
nach Essen. Die frühe Anwurfzeit hatte der TSV wohl
besser verkraftet, denn über
Führungen von 2:1, 6:4 und
8:7 hielten die Blau-Weißen
mit geringer Fehlerquote
und diszipliniertem Spiel bis
zum 9:9 mit, ehe TuSEM sich
zum Ende des ersten Durchgangs doch leicht absetzen
konnte. Jedoch war der Pausenrückstand mit nur zwei
Toren zu diesem Zeitpunkt
bereits ein beachtlicher Teilerfolg für den TSV.
Die Essener kamen besser
aus der Kabine, deckten offensiver und ballorientierter und nutzten die TSV-Fehler im Angriff bis zum 22:15
insbesondere mit sechs
Tempotoren. Der TSV kam
dann aber wieder in die Spur
und knüpfte an die erste
Halbzeit an. Dies wurde mit
dem Zwischenstand in Unterzahl von 27:21 belohnt.
Leider wurden in den letzten zwei Minuten zu viele
Bälle leichtfertig hergegeben,
sodass Essen mit der
Schlusssirene das vierte Tor
in Folge zum 31:21 nutzte.
Nimmt man diese Phase heraus, war die Partie gegen die
übermächtigen Spieler des
TuSEM aus TSV-Sicht wiederum mehr als erfreulich.
Für den TSV spielten: Fe-
lix Mach (Tor), Mika Kamps
(8/5), Vincent Winkels sowie
Mathis und Nils Coenen (je
3), Timo Stephany (2), Yannick Pielen und Dominik
Dorogi (je 1), Marc Ebus sowie Leon Martinelli.
TSV Kaldenkirchen weibliche A-Jugend - TuS Treudeutsch Lank 16:21 (8:10).
Gegen Lank hatten sich die
TSV-Mädchen vorgenommen, es dem Gegner nicht so
leicht zu machen wie bei der
26:14-Niederlage im Hinspiel. Das gelang dann über
50 Minuten auch recht ansehnlich, weil man kämpferisch gegen halten konnte.
So holte man nach der Pause
einen 10:13-Rückstand wieder auf und hatte danach
mehrfach die Gelegenheit,
das Spiel zu drehen. Doch
schlichen sich immer wieder leichte Fehler ins TSVSpiel ein sowie eine hohe
Fehlwurfquote, die das Gästeteam schließlich auf die
Siegerstraße brachte. Nach
der 21:16-Niederlage müssen sich die Spielerinnen des
TSV dennoch nicht verstekken, da Lank unstrittig das
individuell besser besetzte
Team hat. Auf Seiten des TSV
verdienten sich Julia Rievers
im Tor, Elisabeth Panus für
ihre kompromisslose Abwehrarbeit sowie zum wiederholten Male Marie Färvers Bestnoten.
Es spielten: Julia Rievers
(Tor), Marie Färvers (9), Jill
Stieger (1), Eva Heyer, Julia
Marquardt (1), Elisabeth Panus (2), Marina Gisbertz (2),
Hannah Ortz (1), Alina Mora.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Folgmann ist Vizemeisterin, Nöhles holt Bronze
Taekwondo: Deutsche Meisterschaften in Gummersbach
Taekwondo/Nettetal. Am
Wochenende wurden in
Gummersbach die Deutschen Meisterschaften der
Jugend und der Senioren in
der Schwalbe Arena ausgetragen. Dabei erkämpftem
sich die Kampfer der TG
Jeong Eui Nettetal Silber und
Bronze.
Ricki Nöhles legte am
Samstag vor, da dort die Jugend um den Titel der Deutschen Meisterschaft kämpfte. Nöhles hatte in der Woche vor der Deutschen Meisterschaft die Grippe erwischt, so dass er etwas geschwächt nach Gummersbach reiste. Als amtierender
Deutscher Meister galt er in
seiner Klasse bis 68kg als
heißer Mitfavorit. Leider
verlor Nöhles am Abend vor
seinem Turnier den Kampf
gegen die Waage und musste eine Gewichtsklasse höher starten, die für ihn neu
und mit starken Gegnern
bestückt war.
Nach Freilos in der ersten
Runde zeigte Nöhles in der
für ihn neuen Klasse -73kg
eine gute Leistung und hatte
seinen Gegner im Griff, auch
wenn die Punkte nicht richtig fallen wollten. Am Ende
gewann Nöhles den Kampf
souverän mit 6:1 und zog
damit ins Halbfinale ein.
Dort traf er auf den Favoriten und Weltmeisterschaftsteilnehmer aus dem letzten
Jahr, Andreas Tausch aus
Dachau. Trotz aller Versuche
war der Bayer an diesem Tag
einfach zu stark und Nöhles
unterlag vorzeitig in der dritten Runde. Somit reichte es
zu Bronze für den Nettetaler,
der sich mit seinem Trainer
in der 68kg-Klasse mehr ausgerechnet hatte.
Gleich vier Athleten der
TG Nettetal gingen bei der
Deutschen Meisterschaft der
Senioren am Sonntag an den
Start. Allen voran hatte die
amtierende Deutsche Meisterin Madeline Folgmann
Ambitionen auf den Titel,
war sich aber der harten
Konkurrenz in ihrer Klasse
bis 53kg bewusst. In der ersten Runde hatte die Brempterin ein Freilos und marschierte danach im Sauseschritt durch ihr Viertelfinale und bezwang ihre Kontrahentin aus Bayern vor-
Trainer Björn Pistel und die Athleten der TG Jeong Eui Nettetal. Foto: privat
zeitig nach der zweiten Runde mit 26:2. Im folgenden
Halbfinale traf sie die Attendornerin Carolin Jäschke.
Gegen sie konnte sie Anfang
Dezember beim Park Pokal
im Finale bereits siegen. Diesmal ließ Folgmann nichts
anbrennen, gab von Beginn
an Vollgas und siegte auch
diesen Kampf vorzeitig mit
13:1 und zog ins Finale ein.
Folgmann präsentierte sich
extrem motiviert und kämpfte sehr flexibel. „Durch die
seit den letzten Meisterschaften erworbene Sicherheit bei
eingedrehten Techniken ist
Madeline noch unberechenbarer für ihre Gegnerinnen“,
erklärte Trainer Pistel. Im Finale kam es dann zum Showdown der beiden Favoritinnen der 53kg-Klasse zwischen der Nürnbergerin
Roxanna Nothaft, der Nummer eins in dieser Klasse und
Madeline Volkmann, ihrer
Herausforderin Nummer
eins. In der ersten Runde versuchten beide Athletinnen,
die ersten Punkte zu setzen,
beide jedoch ohne Erfolg. Es
war ein Kampf auf hohem
Niveau, der die Blicke der
Zuschauer in der Halle auf
sich zog. In der zweiten Runde wurde Folgmann aggressiver und riskierte mehr,
musste mangels stehender
Deckung aber drei Körpertreffer und einen Kopftreffer
hinnehmen. Diesen Rückstand nahm die Kämpferin
der TG Nettetal mit in die
letzte Runde. Hier versuchte
sie jetzt alles, um wieder
ranzukommen, aber Punkte
auf die Weste wollten trotz
vieler Treffer einfach nicht
fallen. Erst ein spektakulärer Drehtritt an den Kopf von
Nothaft sprengte die Ketten
und brachte Folgmann auf
5:6 wieder heran. Nun schien
die Zeit zu rasen, denn trotz
aller Versuche und einer tollen Energieleistung unterlag
sie knapp nach tollem Fight
mit 7:10 gegen Nothaft, die
an dem Tag das bessere Ende
für sich hatte. Folgmann
kann trotzdem stolz auf ihren Vize-Meistertitel sein,
auch wenn sie mehr wollte.
Für die weiteren Athleten
der TG Nettetal war im Viertelfinale Schluss. Gerade Für
Jens Leewen war es knapp
und sehr ärgerlich. Nach
guter Vorbereitung hatte
sich der Brachter viel vorgenommen und zeigte im ersten Vorrundenkampf gegen
den Baden-Württemberger
Güntner mit einem 11:4-Sieg
wo die Reise hingehen sollte.
Im zweiten Kampf traf Leewen auf einen sehr unangenehmen und sehr schwierig
zu kämpfenden Gegner aus
Baden-Württemberg, Ewald
Glesmann. Am Ende verschenkte Leewen eine Führung und musste sich trotz
spektakulärem Einsatz geschlagen geben. Leewen und
Trainer Pistel ärgerten sich
über diese Niederlage, nehmen aber die positiven Seiten für die Vorbereitung auf
die nächste Turniere mit. Für
Leewen sind das die Swiss
Open Anfang März.
Kai Heyer, der in der Klasse bis 80kg an den Start ging,
zeigte in seinem Vorrundenkampf eine souveräne und
sehr gute konzentrierte Leistung und zog verdient ge-
gen Sachsen in die nächste
Runde ein. Heyer stellt sich
immer besser auf das System
der E-Westen ein und ist
dadurch viel variabler geworden. In seinem Medaillenkampf gegen Bayern
machte er da weiter, wo er
nach dem ersten Kampf aufgehört hatte. Nur sein Gegner stellte sich gut auf den
Hinsbecker ein und war sehr
schwer zu kämpfen. Bis zum
Schluss gab Heyer alles,
musste sich aber dennoch
am Ende geschlagen geben.
Der vierte Starter im Team
der TG Nettetal war Kevin
Mende (-54kg). Er hatte absolutes Lospech und traf
gleich in seinem ersten
Kampf auf Daniel Chiovetta
aus Nürnberg. Gegen den
Olympioniken der Spiele der
Jugend hatte Mende beim
Park Pokal noch sehr deutlich verloren. Diesmal bot der
Nettetaler Chiovetta einen
tollen Fight und zeigte eine
deutlich verbesserte Leistung. Trainer Pistel: „Am
Ende hieß es zwar 8:3 für den
Nürnberger, aber ich war
mit Mendes Leistung sehr
zufrieden. Kevin arbeitet
Schritt für Schritt an seinen
Erfolgen, die zwar bei dieser
Deutschen Meisterschaft
noch nicht sichtbar waren,
aber seine Beharrlichkeit
wird Erfolg bringen.
Unter dem Strich bin ich
mit den Endresultaten natürlich nicht zufrieden, da
hatten wir uns mehr versprochen. Aber die Leistung
eines jeden hat wirklich gestimmt und ich bin auf die
Entwicklung unserer Sportler sehr stolz.“
Grenzland
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 23
Erfolgsautor Frank Schätzing in Grefrath
Sigrid Manstetten
in Bremen verstorben
„Breaking News“ verwebt Geschichte Israels geschickt
mit spannender Handlung im Nahen Osten
VON JÜRGEN KARSTEN
Grefrath. Zwei Stunden
lang konnten die rund 100
Zuhörer in der bis auf den
letzten Stuhl ausverkauften
Grefrather Buchhandlung
von Karl Gross einen Blick in
die Werkstatt eines äußerst
erfolgreichen Bestsellerautors werfen: Mit Frank Schätzing sprach Rolf Tophoven
und befragte ihn nach seiner
Arbeitsweise und seinen
Meinungen zu den Konfliktfeldern vor allem im Nahen
Osten. Der in Grefrath wohnende Terrorismusexperte
und Leiter des Essener Instituts für Krisenprävention,
dessen Rat in diesen Tagen
wegen der in vielen arabischen Ländern sehr angespannten Lage wieder mal
bei vielen Fernseh- und Rundfunkanstalten sehr gefragt ist,
orientierte sich dabei an
Schätzings neuestem Werk,
dem im letzten Frühjahr erschienenen Buch „Breaking
News“, das eine Mischung
aus Politthriller, Doku-Drama und Familiensaga ist.
Schätzing hatte seinen
größten Erfolg, der ihm auch
den internationalen Durchbruch brachte, mit dem Buch
„Der Schwarm“, das eine
Millionenauflage erreichte
und in viele Sprachen übersetzt wurde. Tophoven arbeitete bei „Breaking News“
mit, gab viele hilfreiche Tipps
und brachte den Erfolgsautor letztlich auch dazu, in
Grefrath vor einer für ihn
ungewohnt kleinen Kulisse
aufzutreten. Ansonsten ist
der Bestsellerautor, der so
etwas wie der deutsche Ken
Follett ist, es eher gewohnt,
bei seinen Buchpräsentationen vor großen Häusern
Shows zu inszenieren. Er
weiß sich zu vermarkten,
kommt er doch aus der Werbebranche und war auch
dort schon sehr erfolgreich.
„Breaking News“ ist eine
Rolf Tophoven, Terrorismusexperte aus Grefrath,
Bestsellerautor Frank Schätzing und Karl Gross, der in seinem
kleinen Buchladen wieder einen großen Abend gestaltete. Foto:
Jürgen Karsten
raffinierte Mischung aus Fiktion und Realität. Seinen
Protagonisten Tom Hagen,
einen gefeierten Krisenreporter, der einen bösen Absturz erlebt, sich davon aber
wieder erholt und durch
glückliche Umstände in den
Besitz geheimer Daten des
israelischen Geheimdienstes
gelangt, verbindet der Autor geschickt mit der wahren Geschichte Israels. Eine
große Rolle in dem Roman
spielt der frühere israelische
Regierungschef Ariel Scharon, der als Hardliner galt
und nach Schlaganfall und
langem Koma im letzten Jahr
verstarb. Frank Schätzing
hat vor Ort gründlich recherchiert und detailgetreu
geschrieben, wie Rolf Tophoven in der Gesprächsrunde
herausfilterte. Tophoven
kennt den Nahen Osten wie
seine Westentasche und bescheinigte dem Autor eine
gründliche und fundierte,
dabei immer spannende und
actionreiche Schreibweise.
Schätzing offenbarte vor
seinen Lesern, dass allein die
Vorarbeit zu seinen umfassenden Büchern bis zu einem dreiviertel Jahr dauern
kann. Seine Helden haben
immer auch etwas mit der
eigenen Person zu tun, ansonsten holt er sich Anregungen für Charaktere gerne aus genauen Beobachtungen seiner Mitmenschen.
Wichtig ist ihm, klischeefrei
zu schreiben: Einsame,
Whisky trinkende und frisch
geschiedene Kommissare
gebe es in der Literatur schon
zur Genüge, da wolle er sich
deutlich abheben und authentische Figuren kreieren.
Wie die Nahostkrise, die
von den früheren Kolonialmächten verschuldet sei, die
den zionistischen Staat auf
arabischem Grund gründeten, sich dann aber völlig
zurück zogen und den Konflikt schwelen ließen, zu lösen sei, da habe er auch keine
Patentlösung, antwortete
Schätzing auf eine entsprechende Frage Tophovens. Er
plädierte aber für eine notwendige Zwei-Staaten-Lösung, für eine Teilung der
Stadt Jerusalem und den von
Gläubigen beider Lager als
heilige Stätte für sich reklamierten Tempelberg unter
internationaler Kontrolle.
Zu aktuellen Vorgängen
äußerte sich Schätzing auch:
Zum Attentat von Paris for-
derte er die Freiheit der Kunst
für die Karikatur vor allem
dort, wo Religion zu Politik
werde und die Menschen
drangsaliert und mit Gewalt
bedroht würden. Zu „Pegida“ mahnte er, den Organisatoren nicht zu folgen, mit
ihnen auch nicht das Gespräch zu suchen, mit den
Mitläufern aber sehr wohl
zu diskutieren, um sie zurück zu gewinnen.
Schätzing, charmant, humorvoll und kompetent, gewann die Herzen seiner Zuhörer, genoss offensichtlich
auch die heimelige Atmosphäre im Grefrather Buchladen, zu dem er mit Ehefrau
und Managerin gekommen
war, beantwortete nach der
ausgiebigen Gesprächsrunde, durch die Rolf Tophoven
geschickt führte, bereitwillig viele Fragen und signierte dann auch noch geduldig
viele seiner Werke.
Schätzings Werke
Nach seinen beruflichen
Jahren in Werbeagenturen
der Domstadt schrieb der
Kölner Erfolgsautor Frank
Schätzing in den 1990er Jahren Novellen und Satiren
und veröffentlichte 1995 den
in Köln spielenden Mittelalter-Roman „Tod und Teufel“, der ihn bundesweit bekannt machte. Nach weiteren Bänden machte Schätzing im Jahre 2000 mit dem
Roman „Lautlos“, bei dem
es um den Weltwirtschaftsgipfel ging, auf sich aufmerksam. International brachte
ihm der Öko-Thriller „Der
Schwarm“ den Durchbruch:
Das Buch, 1000 Seiten stark,
wurde 4,5 Millionen Mal verkauft und in 27 Sprachen weltweit übersetzt. 2009 folgte der
Weltraum-Thriller „Limit“,
2014 dann „Breaking News“,
der im Nahen Osten spielt und
dokumentarisch die Geschichte Israels geschickt in
einen spannenden Handlungsstrang verwebt.
Kaldenkirchen (hws). Im
Alter von 82 Jahren verstarb
Sigrid Manstetten-von Mossin. Als sie in den 60er Jahren
mit ihren Eltern und ihrer
Familie von DüsseldorfOberkassel zur Poststraße
nach Kaldenkirchen zog, bemühte sie sich schnell und
intensiv um Kontakte. Insbesondere im Mütterkreis der
evangelischen Kirchengemeinde wirkte sie mit und gehörte viele Jahre dem Redaktionsteam der „Impulse“, einer
auch heute noch erscheinenden Informationsbroschüre
verschiedener evangelischer
Kirchengemeinden, an.
Viele Jahre arbeitete sie im
Vorstand des Bürgervereins
Kaldenkirchen aktiv mit.
Schon im einem der Vorgängervereine, dem Kulturring
Kaldenkirchen, war sie aktiv und gehörte beispielsweise der Laienspielgruppe
an, die im Saal „Holländischer Hof“ den „Meisterlügner“ aufführte. Vorsitzender
des Kulturringes war damals Toni Rütten, Spielleiter
Erhard Porst.
Sigrid Manstetten zog es
nach dem Tod ihres Ehemannes Karl-Heinz nach Bremen. Dort gibt es, wie sie es
formulierte, einen „evangelischen Dom“ und dort
wohnte sie bis zuletzt. Sie
hinterlässt zwei Söhne, eine
Schwiegertochter sowie eine
Enkelin und einen Enkel. Die
Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung ist am
Mittwoch, 11. Februar 2015,
um 14 Uhr, in der Friedhofskapelle, Grenzwaldstraße.
Orden im Wandel der Zeit
Kaldenkirchen (hws). Die Kolpingfamilie Kaldenkirchen
hat zum Jubiläum „66 Jahre Karneval bei Kolping“ einen
dazu passenden Orden herausgegeben (Auf dem Foto ein
Orden aus den Gründerjahren). Hans-Willi Curvers, damals viele Jahre erfolgreich in der Bütt, dazu: „Ich erinnere mich, dass Heinz Franzen (Kirchendreieck) bei der
künstlerischen Gestaltung behilflich war. Malermeister
Heinz van Kempen bemalte Tonorden. Es gab aber auch
welche aus Jagdwurst, den habe ich dann mit meiner
damalige Freundin in der Bar des „Holländischen Hofes“
aufgegessen. Manchmal reichte auch der Trunk des Vereins oder viel Applaus.“
Gedenktag in der LVR-Klinik Süchteln
Am Gedenktag erinnerte man sich an die Menschen, die der Naziherrschaft zum Opfer fielen.
Foto: Manfred Baum
Süchteln (maba). In einer
Gedenkstunde im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes der LVR-Klinik in
Süchteln, auf dem Gelände
der Klinik und in der dort
liegenden Johanniskirche
gedachten am Dienstag, 27.
Januar, genau 70 Jahre nach
der Befreiung aus dem Vernichtungslager Ausschwitz,
gut 100 Bürger und Mitar-
beiter der Millionen Opfer
der Nationalsozialisten.
Vor 20 Jahren hatte Bundespräsident a.D. Roman
Herzog zu diesem Gedenken
aufgerufen, welches auch in
der Klinik in Süchteln inzwischen Tradition hat. Zu den
Opfern gehörten auch viele
Patienten der damaligen
Heil-und Pflegeanstalt Johannistal in Süchteln und
der Zweigstelle in Waldniel-Hostert. Ihnen wurde damals systematisch Nahrung
und Pflege entzogen, sie
wurden wegen ihrer Erkrankung zwangssterilisiert und
viele von ihnen nach Hadamar und nach Osten deportiert. Dort wurden sie in
Gaskammern ermordet. Die
Kinder in Waldniel-Hostert
wurden ausgehungert und
mit Beruhigungsmitteln getötet. Menschen, die in der
Klinik Hilfe, Pflege und Begleitung erwarteten wurden
auf behördliche Weisung
und unter Leitung von Beamten und Ärzten belogen,
entwürdigt, verlassen und
ermordet, so gestern Rainer
Blix vom Initiativkreis 27.
Januar.
Zu dem Gedenktag hatten
der Initiativkreis, die evangelische und katholische Klinikseelsorge, die Lebenshilfe im Kreis Viersen, die Pax
Christi Gruppe Viersen, die
LVR-Klinik und der Sachausschuss Mission, Entwicklung und Frieden der
St. Clemens-Pfarrgemeinde
Süchteln eingeladen. Der Leiter der Klink Dr. Ralf Markgraf war froh, dass die Menschen in so großer Zahl der
Einladung gefolgt waren. Er
sprach sich dafür aus, auch
in Zukunft diesen Gedenktag zu begehen und erinnerte an das Leid und die Trauer
der ermordeten Menschen
und deren Angehörige.
Seit 1999 gibt es den Gedenktag in der Klinik. Vor
der Johanniskirche steht eine
Gedenktafel und seit 2006
gibt es an verschiedenen Stellen im Klinikgelände auch
die Stolpersteine, wie man
sie inzwischen in zahlreichen Städten findet. Nach
den Redebeiträgen im Verwaltungsgebäude zogen die
Menschen durch das Klinikgelände. Erinnert wurde am
Gedenktag an die Menschen,
die der Naziherrschaft zum
Opfer fielen, um ihr Leid zur
Sprache zu bringen und sie
und ihre Angehörigen nicht
zu vergessen, um die Trauer
auszudrücken und wachsam zu sein dafür, wo wir
heute Menschen ausgrenzen.
Die Gedenkstunde fand ihren Ausklange in der Johanniskirche.
Grenzland
Seite 24
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Das erste Jahr als Löschzug
Schaag. Mit dem Rückblick auf das 128. Gründungsjahr, das zwanzigste
Jahr als eigenständige Einheit und das erste als Löschzug begann die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Schaag.
Geschäftsführer Roland
Lenzen verlas die Ergebnisse der letzten Jahreshauptversammlung und den Jahresbericht 2014. Das Einsatzaufkommen blieb mit 17 gegenüber dem Jahr 2013 konstant und Lenzen stellte fest:
„Unabhängig von der Frequenz der Einsätze wird die
Arbeit nicht weniger, denn
die Anforderungen steigen
jährlich und erfordern immer mehr Zeit.“
Der erste und besonders
ungewöhnliche Einsatz ereignete sich bereits in der
Neujahrsnacht nur wenige
Minuten nach Mitternacht,
so berichtete der Geschäftsführer: Gleich neben dem
Gerätehaus brannte ein
Strauch, der fußläufig angesteuert und kurzerhand erfolgreich mit einem Pulverlöscher bewältigt wurde.
Folgende Einsätze gab im
Detail: Ein Großbrand, ein
Mittelbrand, ein Kleinbrand,
drei Verkehrsunfälle, drei
Wassereinsätze, eine technische Hilfeleistung, eine
Person in Not, drei Öleinsätze, ein GSG-Einsatz, ein Fehlalarm, ein sonstiger Einsatz,
woraus sich insgesamt 534
Einsatzstunden ergaben. Die
personelle Ausstattung befindet sich auf gleichbleibendem Niveau: Zur Zeit zählen 24 Aktive, fünf Mitglieder der Ehrenabteilung und
zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr zum Löschzug.
Alterspräsident
Theo
Heyer berichtete über Aktivitäten der Ehrenabteilung,
die vornehmlich in der
Wahrnehmung gesellschaftlicher Anlässe liegen.
Ortsvorsteher Günter Syben freute sich über den anstehenden Geräthausneubau. „Wir befinden uns auf
der Zielgeraden und das
Licht am Ende des Tunnels
ist erkennbar. Der erste Spatenstich lässt sicherlich nicht
mehr lange auf sich warten“,
so fasste er zusammen. Er
hoffe, im kommenden Jahr in
der neuen Unterkunft zur
Jahreshauptversammlung
als Gast dabei sein zu können.
Jürgen Reitz und Volker
Dam sahen sich die Kassenaufzeichnungen von Jens
Stiels an und schlugen vor,
dem Kassierer Entlastung zu
erteilen. Einstimmig sprachen die Anwesenden dem
Kassierer das Vertrauen
aus. Der neu gewählte Kassenprüfer Patrick Lehnen
löst nach zweijähriger Tätigkeit Jürgen Reitz ab.
Im Löschzug Schaag ist es
eine Tradition, Neuan-
Der stellvertretende Löschzugführer Stefan Ververs (rechts) gratulierte den Jubilaren. Von
links: Dirk Küppers, Heinz-Willi Lehnen, Rainer Janßen. Foto: privat
kömmlinge wie Stephan
Klaßes und
Maike Holtappels (nicht
anwesend) offiziell aufzunehmen. Die Ehrung von
Dienstjubiläen verfüge über
einen hohen Stellenwert,
denn es sei wichtig, verdiente Kameraden für ihren wertvollen und unverzichtbaren
Dienst besonders zu würdigen und ihnen für ihren langjährigen Einsatz zu danken.
Geehrt wurden: Rainer
Janßen für 35 Jahre Mitgliedschaft, Dirk Küppers und
Heinz-Willi Lehnen, beide
für 25 Jahre. Die Jubilare erhielten ein Dankeschön-Präsent mit der löschzugeigenen Urkunde.
Platz zum Wohlfühlen für Senioren
Gaby und Marco Tüffers errichten in Schaag altersgerechte
Wohnungen. Foto: Jan van der Velden
Schaag (ww). Wie wir
Ende vergangenen Jahres
schon berichten konnten, ist
die traditionsreiche Gastwirtschaft mit Kegelbahn
„Haus Optenberg“, Schaag,
Riether Straße aufgegeben
worden. Das Gebäude mit
den Freiflächen wurde von
Gaby und Marco Tüffers erworben. Seit einigen Tagen
reiben sich viele Schaager
Bürger die Augen, da der
gesamte Komplex inzwischen abgerissen und dem
Erdboden gleich gemacht
wurde. Ein Stück Schaager
Geschichte geht zu Ende.
Die neuen Investoren
Gaby und Marco Tüffers errichten hier am Standort sieben hochwertige und bar-
rierefreie Wohnungen in einer Größenordnung von 65
bis circa 80 Quadratmetern.
Ein Personenaufzug mit
Notruffunktion ist vorhanden. Wer sich rechtzeitig
entscheidet, kann bei der
Einrichtung von Küche, Bad
und weiteren Ausstattungsmerkmalen
noch
selbst Einfluss nehmen. Die
Eheleute Tüffers bieten außerdem im Rahmen ihrer
Dienstleistungen an, die
Vermarktung einer eventuell vorhandenen Immobilie
zu übernehmen.
Im März wird mit dem
Bau der Wohnungen begonnen, die dann Ende des Jahres 2015 fertig gestellt sein
sollen. Kaufverträge können
allerdings ab sofort abgeschlossen werden. Das Objekt wird nach modernstem
KfW-Effizienzhaus-70Standard gebaut, so dass es
über einen Jahresenergiebedarf von nur 70 Prozent eines vergleichbaren Neubaus verfügt. Die Preise für
die Wohnungen liegen zwischen 157.000 und 198.000
Euro, provisionsfrei direkt
vom Eigentümer. Zu jeder
Wohnung gehört ein überdachter Stellplatz, es werden aber auch zwei Garagen in den Baukörper integriert, die zu einem Zusatzbetrag erworben werden
können.
Wer an einer Gartenparzelle auf dem rückwärtigen
Grundstück als Grünfläche
mit Sondernutzungsrecht
interessiert ist, kann diese
ebenfalls dazu erwerben.
Zudem sind alle Wohnungen neben großen, separaten Abstellräumen im Erdgeschoss mit Balkon oder
Dachterrasse versehen. Für
Waschmaschine und Trockner sowie Fahrräder und
Mülltonnen gibt es ebenfalls
besondere Räume.
Die Investoren sind zu Beginn der Baumaßnahmen
für alle Fragen und Wünsche ansprechbar.
Weitere Informationen
unter www.tpimmobiliencompany.de
oder telefonisch unter
02153/952900.
Würdige Gedenkfeier in der Alten Kirche
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Nettetal Die Gedenkstunde am 27. Januar in der Alten
Kirche in Lobberich gestalteten Schülerinnen und
Schüler des Rhein-Maas-Berufskollegs. Erläuterungen
gab Dr. Antonio Liepold. Er
wies darauf hin, dass die
Schüler vor allem die wirtschaftlichen Auswüchse der
Judenverfolgung und -vernichtung
thematisieren
würden. Viele Täter hätten
sich wirtschaftlich an den
Opfern bereichert. Stellvertretend lasen Schülerinnen
und Schüler Erinnerungen
vor.
Die zeitweise in Kaldenkirchen wohnende Else Heymann, verwitwete Lion, geborene Jaffé, 1909 in Aachen
geboren, besuchte der Autor
dieses Berichtes 1989 in
Wiesbaden, wo Else Heymann unter anderem von der
Ermordung ihres Eheman-
nes Max und Tochter Hedi in
Riga erschüttert berichtete.
„Unsere Kaldenkirchener
Synagoge wurde am 10. November 1938 zerstört. Morgens hatten Parteiangehörige bei meinem Schwiegervater Jakob Lion die Bundeslade abgeholt. Jakob und Bertha Lion waren sehr bekannt
und geachtete Bürger der
Stadt. Mein Schwiegervater
war Vorsteher und Vorbeter unserer israelitischen
Gemeinde. In der derselben
Nacht drangen Angehörige
der SA in unsere Wohnung
ein und verlangten von meinem Schwiegervater die
Herausgabe unserer Heiligen
Schriften. Sie haben den alten Mann geohrfeigt, geschlagen und zu Boden geworfen, hinten am Kragen
wieder hochgezogen und
noch ein paar mal so geschlagen, dass ich mit meinen 29
Jahren dazwischen gesprungen bin und sie anschrie:
„Laßt doch den alten Mann
in Ruhe. Die Bundeslade ist
schon im Bürgermeisteramt’.“
Am 10. Dezember 1941
kam Else Heymann mit einem Transport mit mehreren Kaldenkirchenern nach
Riga. „Aus der ganzen Umgebung wurden die jüdischen Bürger verhaftet, gesammelt und mit dem Zug
nach Düsseldorf zum
Schlachthof gebracht. Ein
Mann namens Goldschmied
aus Dülken hatte sich das
Leben genommen. Als einer
sagte: ‚Der hat sich erhängt‘,
hieß es, ‚Gott sei Dank, ein
Schwein von denen weniger.‘ Unsere Kinder hatten
wir in Tränken der Tiere zum
Schlafen gelegt. Die meisten
Babies und Kinder weinten
die ganze Nacht, wahrscheinlich vor Aufregung
und Kälte. In Riga wurde
unser gesamtes Gepäck nicht
mehr gesehen. Dabei hatten
wir nur die besten und teuersten Sachen eingepackt.
Den Trauring gab ich für ein
halbes Pfund Butter ab.“
Der
stellvertretende
Schulleiter Hans Kettler
wartete zur Begrüßung mit
einigen persönlichen Anmerkungen auf: „Ich bin in
in der Nähe des Konzentrationslagers Bergen Belsen
aufgewachsen. Irgendwann
sickerte durch, dass es nicht
nur den Krieg gegeben hatte,
sondern auch Menschen gezielt getötet worden waren,
Juden waren verfolgt und in
Konzentrationslagern umgebracht worden.“ Bei Nachfragen habe es Schulterzukken gegeben. Hans Kettler
schloss seine aufwühlenden
Anmerkungen: „Wir müssen immer wieder an die
Progrome erinnern, müssen
uns damit auseinandersetzen, damit wir den nachfolgenden Generationen überhaupt die Chance geben, aus
den Verbrechen zu lernen,
hinzugucken, zur Wachsamkeit zu mahnen, der Gefahr der Wiederholung entgegenzuwirken.“
„Wir dürfen dankbar sein,
dass die Delegierten einen
Bundespräsidenten ins Amt
gewählt haben, der vor 19
Jahren den heutigen Tag als
‚Tag des Gedenkens an die
Opfer des Nationalsozialismus‘ festlegte.“ Dr. Matthias Engelke wies auch auf eine
mögliche Kehrseite hin: „Es
ist die Gefahr groß, dass das
Gedenken und das Nachdenken über die Greuel, das
Erforschen ihrer Ursachen
und der Einsatz gegen Ähnliches in heutiger Zeit auf
diesen Tag abgeschoben
wird.“ Und: Matthias Engelke wäre nicht Matthias
Engelke, wenn er es nicht so
formuliert hätte: „Das jüdische Volk erscheint im Verlauf des Jahres nur an diesem Tag in unserem Alltag.
Wie wäre es, wenn im Rat
der Stadt ein Wort vorbereitet wird, in dem jüdische
Menschen in Nettetal willkommen geheißen werden
mit einem Bekenntnis zu
Recht und zum Schutz von
Minderheiten? So dass es
wieder zur Gründung einer
Synagoge in Nettetal kommen kann. Damit die Vielfalt jüdischen Lebens auch
hier in Nettetal wieder ein
zu Hause findet.“
Roman Bonitz und Anna
Hommen begleiteten die Gedenkstunde mit Musik von
Bach und Rieding. Bürgermeister Christian Wagner
bedankte sich bei denjenigen, die die Feierstunde gefühlvoll gestalteten, die Teilnahme zeige eine in die Gegenwart reichende Haltung.
Er bat, ihn bei der Kranzniederlegung am Mahnmal zu
begleiten und lud ein, das
Gedenken mit nach Hause
zu tragen.
Grenzland
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Kreuzwegvertonung mit modernen Klängen
Lobberich (sp). Am 28.
Februar, um 18 Uhr, lädt die
Alte Kirche zu einer Aufführung des Werkes Via Crucis von Franz Liszt ein. Dieses lehnt sich an den
Kreuzweg Jesu an und
passt daher ideal in die ersten Tage der Fastenzeit.
Der entscheidende Punkt
bei Liszt Kreuzwegvertonung ist, dass er keine realistische Darstellung des
Kreuzwegs (der seinerseits
ja auch schon nicht biblisch, sondern tradierte
Interpretation ist) abliefern will, sondern eine sehr
persönliche Interpretation
erschafft, die höchst emotional ist. Der Eintritt an
diesem Abend ist frei. Am
Ausgang wird um eine Kollekte zur Kostendeckung
gebeten.
Den musikalischen Mediationen will der Arbeitskreis der Alten Kirche die
gemalten Kreuzwegbilder
der Alten Kirche, deren
Entstehungsgeschichte einen ganz eigenen Zugang
zum Thema Passion und
Leiden hat, gegenüberstellen. Der im vergangenen
Jahr verstorbene Künstler
Peter Thodam hat diesen
Kreuzweg in einer Gründonnerstagsnacht gemalt.
Liszt schaut auf Jesus und
geht seinen eigenen, sehr
freien künstlerischen Weg,
um dessen Leiden zu würdigen, gleiches könnte man
von Thodams Bildern sagen. Beides zusammen Klänge und Bild - sollen den
Soll ich meines Bruders
Hüter sein?
Gedenkstunde in der evangelischen
Kirche Kaldenkirchen
Der Kammerchor „Fiat Ars“ trägt Liszts Kreuzwegvertonung vor. Foto: privat
Zuhörer in eigene Reflexionen hineinführen.
Ausführend ist der Kammerchor der Hochschulgemeinde in Köln „FIAT ARS“
mit einer außergewöhnlichen Interpretation unter
der Leitung von Jonas
Dickopf. Die ursprünglich
für Orgel geschriebenenen
instrumentalen
Zwischenrufe werden vom EGitarristen David Senz
übernommen.
Jonas
Dickopf findet: „Spätestens
seit den 1960er Jahren ist
dieses Instrument der
Klangkörper der Wahl,
wenn Gefühle unmittelbar
durch den Sound geäußert
werden wollen, wie aber
auch politische Ansichten,
wenn man an Jimi Hendrix
denkt.“
Zwar stehen dem Gitarristen nur sechs Saiten und
nicht hunderte Orgelpfeifen zur Verfügung, dank
der Elektronik könne er jedoch aus einem ansehnlichen
Klangspektrum
schöpfen und daher mindestens genauso gut wie
der Organist differenziert
Emotionen vorstellen und
wecken. Die E-Gitarre ist
überdies, auch hierin der
Orgel ähnlich, ein Instrument der Improvisation.
Und da Liszt seine Via Crucis sehr frei angelegt habe,
erscheine es legitim, sich
diese Freiheit ebenfalls zu
nehmen: Statt jeden einzelnen von Liszt für die Orgel
komponierten Ton 1-zu-1
mit der Gitarre nachzuspielen, werde sich an
Liszts markanten musikalischen Motiven und an
Stimmungen orientiert.
Dr. Bastian Rütten (Koordinator der Alten Kirche)
sagt zum Gesamtkonzept:
„Wir gehen mit Liszt eher
frei um, um unseren eigenen, heutigen Zugang zum
Kreuzweg zu finden - ohne
freilich den Pfad zu verlassen, den Liszt vorgibt. Denn
der ist nicht nur überzeugend, sondern auch einfach
tief ergreifend.“
Wenn kochen so richtig Spaß macht
Elf Schüler lernten im Hotel Josten den Respekt vor Lebensmitteln
In einer professionellen Küche zu arbeiten, war für die Schüler etwas Besonderes.
Foto: Birgit Eickenberg
Hinsbeck (bei). Tonio
Manzillo, Koch im Hotel Josten, hatte mit seiner aktuellen Schülergruppe wieder
richtig Spaß. Die elf Schüler
der zehnten Klasse des Werner-Jaeger-Gymnasiums
lernten hier in einem Kurs
den richtigen Umgang mit
den Lebensmitteln und auch
den Respekt vor diesen. Acht
Mal trafen sich die Jugendlichen in ihrer Freizeit in der
Küche des Hotel Josten, um
innerhalb von je zwei Stunden kochen zu lernen, zum
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reinen Materialkostenpreis.
Es sollte Schluss damit
sein, dass junge Leute nicht
wissen, was sie essen, dachten sich Tonio Manzillo (Manager Restaurant & Küche)
und Sascha Peltzer (Geschäftsführer) im Nettetaler
Hotel Josten und im Hotel und
Restaurant am Krickenbekker See. Auch junge Leute sollten wissen, was bei ihnen auf
dem Teller liegt. Und sie sollten verstehen, warum es
nicht jeden Tag ein Steak geben kann und wie wichtig die
tägliche Portion Gemüse ist.
Und was war noch mal eine
Pastinake? Diese Fragen und
noch viel mehr klärt Manzillo seit dem Sommer letzten
Jahres in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Gourmets“, die
in Zusammenarbeit mit dem
Werner-Jaeger-Gymnasium
in Nettetal ins Leben gerufen
wurde. Neben dem Kochen
stand auch noch das richtige
Benehmen mit auf dem Programm.
Die elf Schüler lernten aktuell, wie man einen Fisch
auseinander nimmt. Liebevoll nannten sie ihn „Willy“.
Und der Schokokuchen bleibt
vielen noch lange in Erinnerung. „Es gab keinen Stress bei
der Zubereitung, wir haben
das alles sehr gerne gemacht“,
meinten die Schüler unisono.
„Ich wollte den Respekt vor
den Produkten vermitteln“, so
Manzillo. „Wenn das Kilogramm Fleisch 1,99 Euro kostet, fehlt auch der Respekt
davor. Dann ist es schwer zu
vermitteln, dass das Fleisch
auch mal Augen hatte.
Auch über die Inhaltsstoffe haben die Schüler etwas
gelernt. Natürlich wollen sie
zu Hause das Erlernte auch
ausprobieren und auch mal
ein Kochbuch zukünftig in
die Hand nehmen. Der 16jährige Oliver kocht sowie
so schon jeden Tag selber zu
Hause, er ist Veganer. Aber
auch darauf wurde im Kurs
Rücksicht genommen. Zum
abschließenden Essen mit
Eltern oder Freunden gab es
ein besonderes Menü aus
Roastbeef am Stück, Chicorée mit Honig und Thymian,
als Dessert wurde warmer
Schokokuchen mit flüssiger
Füllung serviert. Im nächsten Schuljahr soll ein neuer
Kurs angeboten werden.
Kaldenkirchen (hws).
„Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Diese Frage des Kain
an den Herrn, nachdem er seinen Bruder Abel erschlagen
hatte, stellte Pastor Andreas
Grefen am Gedenktag für die
Opfer des Nationalsozialismus anlässlich der Befreiung
des KZ Auschwitz vor 70
Jahren in den Mittelpunkt der
Andacht in der evangelischen
Kirche Kaldenkirchen.
Dienstags findet regelmäßig das Friedensgebet statt.
Diesmal wurde es terminlich
passend als Gedenkstunde
begangen. Die 24 Teilnehmer,
fast identisch mit denen, die
auch sonst zum Friedensgebet kommen, hatten einen Gebets- und Liedzettel in der
Hand, auf dessen Titelseite
das Haupttor von Auschwitz-Birkenau zu sehen war,
die Rückseite des letzten Blattes zeigte ein Foto von Jesus
Christus mit dem Hinweis
„Dreckiger Jude!“ Beschimpfung von Juden sei geläufig,
hoffähig, geworden, stellte
Pastor Grefen fest. Man könne von 15 bis 20 Prozent der
deutschen Bevölkerung ausgehen, die antisemitisch eingestellt sei.
Er schilderte die Darstellung des russischen Kommandanten, als die sowjetische Armee drei Tage nach
dem Fall Krakaus das Lager
Auschwitz erreicht habe.
Skelette von Menschen seien
ihm entgegengekommen.
Es sei gut, so Grefen, dass
der Gedenktag in dieser Form
seit 1996 in Deutschland begangen werde und verwies
auf die unterschiedlichen Formen des Umgangs hinsichtlich dieses Tages in vielen anderen Ländern. Dabei ging er
auch auf die aktuellen Geschehnisse in Frankreich ein,
die unter anderem dazu geführt hätten, dass Tausende
Juden aus Frankreich nach
Israel oder in die USA ausgewandert seien.
Zum Nachdenken rege an,
was ein Journalist erlebt
habe, der sich „als Jude“ auf
die Straßen begeben haben
solle. „Ich wusste nicht, dass
ich der Hüter meines Bruders
sein soll“, zitierte er noch einmal Kain und bejahte diese
Frage mit dem Hinweis, aktuell auf Flüchtlinge zuzugehen.
Bernhard Müller zündete
sechs Gedenkkerzen an. Hannah Senesh, ungarische Jüdin,
wurde im Kampf als Partisanin auf dem Balkan hingerichtet. Ihr hebräisches Hoffnungslied sangen die Teilnehmer der
Gedenkstunde, ehe sie mit einem Gebet die evangelische Kirche nachdenklich verließen:
„Mein Gott, möge es niemals
enden - der Sand und die See,
das Rauschen der Wasserwogen, der Blitz am Himmel, und
das Gebet des Menschen.“
Karneval im
6. Nettetaler Stadtteil
Schaag (ww). Die Bürgerinnen und Bürger im 6. Nettetaler
Stadtteil sind im vollen Gange
dabei, sich auf den Karneval
vorzubereiten. Nach den Büttenabenden der Schaager-Karnevals-Gesellschaft richtet der
Elferrat den Prunkwagen für
den Tulpensonntagszug in Kaldenkirchen her.
Am Altweiber-Donnerstag
treffen sich bereits um 9 Uhr die
Möhnen zum traditionellen
Möhnenfrühstück im Pfarrheim, An der Kirche. Der Vorstand und Elferrat wie auch die
Funkenmariechen werden ab
9.30 Uhr auf dem Hubertusplatz erwartet. Von da aus
werden die örtlichen Geschäfte und Sparkasse sowie Volksbank besucht und auch der Kindergarten und die Hubertusschule. Selbstverständlich
wird man auch beim Rathaussturm in Lobberich dabei sein.
Danach geht es wieder nach
Schaag, wo es in allen offenen
Gaststätten ein Buntes Karnevalstreiben geben wird. In der
Gaststätte „Et Büdchen“ ist
sogar ein beheiztes Zelt errichtet, für die Unterhaltung sorgt
ein DJ. Ein weiterer Höhepunkt
ist der Karnevalssonntag, 15.
Februar, wenn alle Gläubigen
um 9.30 Uhr zur „Messe der
Freude“ in die Pfarrkirche St.
Anna eingeladen sind. Erwartet werden auch Abordnungen aus allen Nettetaler Karnevalsgesellschaften. Zudem
werden alle Kinder erwartet,
die gerne kostümiert die Messe
mitfeiern können.
Nach diesem Auftakt wird
man sich dann auf dem Weg
nach Kaldenkirchen machen,
um den Tulpensonntagszug
hautnah miterleben zu können. Ein besonderes karnevalistisches Highlight wird dann
auf dem Hubertusplatz in Schaag mit der „After-Zug-Party“ geboten. In Zusammenarbeit mit den Schaager TT, SuS
Schaag-Alte Herren, der SKG
und Wir für Schaag findet diese
Party im 300 Quadratmeter
großen, beheizten Narrenzelt
statt. Aufspielen wird die LiveMusik-Band „Funtime-Musik“
aus Mönchengladbach. Der Eintritt beträgt 2.99 Euro.
Rosenmontag ist Jubel, Trubel und Heiterkeit in allen Gaststätten zu erwarten und am
Veilchen-Dienstag und Aschermittwoch lädt der „Alte Braukeller“ zum großen Fischessen
ein. Der Stadtteil Schaag ist für
die Karnevalstage völlig gerüstet und freut sich auf den Besuch vieler Gäste aus den anderen Stadtteilen und auch darüber hinaus.
Grenzland
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
De molveren Dei feiert den Nachwuchs
VON FABIENNE HAMMANS
Lötsch. Am vergangenen
Sonntag bestritt die KG De
molveren Dei Lötsch ihre alljährliche Kinderkarnevalssitzung im Saale Kreuels.
Und erneut präsentierte sich
der karnevalistische Nachwuchs großartig. Das Kinderprinzenpaar der ältesten
Karnevalsgesellschaft Nettetals, Jasper I. und AnnaJolina I., begrüßten mit ihrem Sitzungspräsidenten
Joshua den vollen Saal und
freuten sich sichtlich über
den großen Zuspruch. Ihre
witzige und kindgerechte
Proklamation sorgte für viel
Begeisterung im Publikum.
Auch das Nettetaler Stadtprinzenpaar war angetan
vom gefüllten Saal und den
kleinen Bühnenstars. Prinz
Hans-Gerd I. und Prinzessin
Susanne I. animierten die
Kinder, sangen und tanzten
mit ihnen. Der Schneewalzer von großem und kleinem
Prinzenpaar ist eine langjährige Tradition beim molveren Dei. Stolze Eltern, Omas
und Opas sahen ihre „Kleinen“ Büttenreden halten,
tanzen und Witze erzählen.
Überzeugen konnte wie in
jedem Jahr „Sarinchen“, die
in ihrer Büttenrede von ihrem in der Karnevalszeit keineswegs „stillen Örtchen“
berichtete. „Die Bowle“
wusste besonders auch die
Erwachsenen zum Lachen
zu bringen und auch die Fußballwitze sorgten im Zuge
der Weltmeisterschaft für
viele Lacher.
Die Tanz AG der Gemeinschaftsgrundschule
in
Breyell trat zum ersten Mal
im Rahmen dieser Kinder-
Bei der Lötscher Kindersitzung hatten am Sonntag die kleinsten Jecken ihren großen Auftritt.
Foto: Frank Hohnen
sitzung auf. Mit zwei stimmungsvollen Tänzen konnten die Jungen und Mädchen
alle zum Mitwippen animieren. Eine wahre Augenweide
waren die zwei Gardetänze
der Mini- und Maxifunkenmariechen. Zum krönenden
Abschluss sorgte die Tanzgruppe „Jungle Queens“ für
große Augen und tosenden
Applaus. Mit waghalsigen
Hebefiguren, tollen Kombinationen und einem großen Lächeln im Gesicht jedes Mädchens wusste sie das Publikum zu überzeugen und verlangte nach einer weiteren
Rakete.
Dass die KG De molveren
Dei keine Nachwuchssorgen
hat, konnte sie am Sonntag
wieder einmal beweisen. Und
viele Kinder freuen sich sicherlich schon auf einen tollen
Nachmittag im nächsten Jahr
WIN fordert mehr Transparenz
Wählergemeinschaft fühlt sich gefragter denn je
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Nettetal. Von einem „arbeitsintensiven Jahr“ sprach
der Vorsitzende und Fraktionssprecher der Wählergemeinschaft WIN, Hajo Siemes, im Medi Terra in Lobberich. Als einzige Wählergemeinschaft habe man das
Wahlergebnis beinahe verdoppeln können. Man habe
22.000 Flyer verteilt und alle
Wahlkreise besetzen können. 15 Mitglieder waren anwesend. Man habe neun
neue Mitglieder gewinnen
können, aber auch fünf seien
nicht mehr dabei, zwei davon, weil sie einen ange-
strebten Sitz in einem bestimmten Ausschuss nicht
erhalten hätten.
Die Aussage des Bürgermeisters, Unzufriedene hätten WIN oder deren Bürgermeisterkandidaten gewählt,
halte er nicht für richtig. Die
Unzufriedenen seien die
Hälfte der Wahlberechtigten,
die nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht
hätten. Er denke darüber
nach, ob er einen Antrag für
einen Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde beantragen solle, weil er mit 553
Euro den preiswertesten
Wahlkampf für einen Bürgermeisterkandidaten ge-
führt habe. „Wir sind als
Wählergemeinschaft gefragter denn je. Unsere Trümpfe
sind Sachkompetenz und
Unabhängigkeit,“ formulierte Hajo Siemes.
Die CDU habe verloren,
könne sich aber die Partner
aussuchen, um nicht zu sagen, gegeneinander ausspielen. Die SPD biedere sich an.
Die FDP sei verärgert, weil
sie weniger Sitze geholt habe
als WIN, die Grünen wollten
ihren Klimamanager durchsetzen, man verstehe sich
zwar gut mit ihnen, es gebe
aber Versuche, einen Keil
zwischen die Parteien zu treiben. Bei der AfD stelle er sich
weniger eine Aktivität für
Deutschland als eine solche
für Nettetal vor. Immerhin
habe es eine 33 Sekunden
dauernde Hauhaltsrede gegeben.
Ausführlich behandelte
Hajo Siemes das Thema Werner-Jaeger-Halle. Man habe
den Eindruck, der Sachstand
werde geschönt dargestellt:
„Das Wort „Sanierung“
trifft den Sachverhalt überhaupt nicht. Es geht um Wiederaufbau an gleicher Stelle
mit gleichem Grundriss
oder um einen Neubau
(eventuell an anderer Stelle). Von einem Sanierungsbedarf von mindestens fünf
Millionen sei die Rede, aber
es heiße auch, dass eine Kostensteigerung aufgrund
Alter und Bauform des Gebäudes nicht ausgeschlossen werden kann.“ Schon
jetzt beuge man für den Fall
der Kostensteigerung vor.
WIN wolle eine ergebnisoffene Prüfung, wobei man
jetzt schon vorrechne, dass
eine neue Halle mindestens
acht Millionen Euro koste.
Diese Kosten seien geschätzt.
Hinzu komme noch eine
Million Euro für den Abriss.
Hajo Siemes: „Wenn man
sich andere Hallen anschaut,
kann man auch günstiger
bauen. Die Brüggener haben
es gezeigt.“ Es werde alles
gemacht, um die Fakten zu
verwischen und nur Stimmung für die sogenannte
„Sanierung“ zu machen.
Das können wir als sachorientierte Wählergemeinschaft nicht mittragen.
Ebenso wenig wie eine freihändige Anschlussbeauftragung für einen (geschätzten) Architekten.“ Hier fordere WIN ein transparentes
Vergabe-Verfahren.
Die Kasse wurde ordentlich von Bruno Schmitz geführt, was die Kassenprüfer
ausdrücklich bestätigten.
Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.
Info-Truck „ME“ bei der Gesamtschule Brüggen
Metallindustrie sucht Auszubildende
Brüggen. Für die Schüler
der Gesamtschule Brüggen
steht ein besonderes Ereignis an: Der InfoTruck der
Metall- und Elektro-Industrie (M+E) wird am 10. und
11. Februar auf dem Kreuzherrenplatz in Brüggen vor
der Gesamtschule stehen. Er
setzt ab sofort neue Maßstä-
be in jugendgerechter Berufsinformation. Auf zwei
Etagen mit etwa 80 Quadratmeter Präsentationsfläche
werben die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro- Industrie und seine Mitgliedsunternehmen damit
an Schulen und öffentlichen
Einrichtungen für Nach-
Die GN jetzt auch auf Facebook
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
wuchskräfte im größten Industriezweig Deutschlands.
Der InfoTruck ist das erste
fertiggestellte von zehn baugleichen Informationsfahrzeugen, die von den M+EArbeitgeberverbänden
bundesweit eingesetzt werden. Er ist kürzlich unter
Anwesenheit der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
eingeweiht worden und hat
seinen ersten Einsatz in Brüggen. An den beiden Tagen
werden etwa 120 Schüler der
Jahrgangsstufen 8 und 9 die
Gelegenheit haben, sich über
die Ausbildungsmöglichkeiten in der M+E-Industrie zu
informieren und auch praktisch zu arbeiten.
Mit rund 3,75 Millionen
Beschäftigten - darunter
210.000 Auszubildenden gehört die M+E-Industrie zu
den leistungsstarken, innovativen Industrien des Landes. Doch vor allem M+EUnternehmen abseits der
großen Städte und Ballungsgebiete sowie kleine und
mittelständische Betriebe
haben schon heute Probleme, den passenden Nachwuchs zu finden. Das Institut der deutschen Wirtschaft
Köln erwartet laut seinem
„MINT-Frühjahrsreport
2014“ bis zum Ende dieses
Jahrzehnts in Deutschland
eine Lücke von bis zu 1,4
Millionen fehlender MINTFachkräfte mit Berufsausbil-
dung. Die eigene Ausbildung
besonders von MINT-Fachkräften ist und bleibt daher
der Schwerpunkt in der
Nachwuchssicherung der
Betriebe.
In diesem riesigen Truck haben Schüler die Chance, auch praktische Übungen zu machen. Foto: M+E
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Trauer
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Sehen und gesehen werden
Entfeuchterkissen verhindern beschlagene Autoscheiben
Sehen und gesehen werden: Dieses Prinzip ist in der
kalten Jahreszeit auf den
Straßen besonders wichtig.
Bei Nässe und früh einsetzender Dunkelheit werden
schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder
Radfahrer schnell einmal
übersehen. Mit einer hellen,
möglichst reflektierenden
Kleidung kann man diesen
Gefahren vorbeugen. Aber
auch der Autofahrer ist in
der Verantwortung: Er hat
für eine korrekt eingestellte
Fahrzeugbeleuchtung und
für saubere Autoscheiben zu
sorgen. Doch in den Wintermonaten führt eine allzu
hohe Luftfeuchtigkeit im
Fahrzeug-Innenraum dazu,
dass das kalte Glas direkt
nach dem Motorstart beschlägt. Wer jetzt nur mit
einem kleinen Guckloch in
den Verkehr einfädelt, gefährdet sich selbst und andere.
Entfeuchterkissen ziehen
Wasserdampf aus der Luft
Die Ursache für ständig
beschlagene Scheiben ist einfach erklärt: Die Luft im Fahrzeug enthält Wasserdampf,
der sich an kalten Flächen,
etwa der Windschutzscheibe, niederschlägt. Im Stand
den Motor und das Gebläse
dann auf vollen Touren laufen zu lassen, ist wenig umweltfreundlich - und kann
sogar mit einem Bußgeld geahndet werden. Und auch
das Freiputzen empfiehlt
sich nicht: Dabei entstehen
Streifen auf dem Glas, die
wiederum zu Blend-Effekten
führen können. Die bessere
Sicher auf winterlichen Straßen unterwegs: Entfeuchterkissen schützen vor beschlagenen
Scheiben. Foto: djd/ThoMar
Fresh“ entscheiden. Unter
www.autoentfeuchter.de
gibt es alle weiteren Informationen und Bezugsquellen für die praktischen Entfeuchterkissen.
Gut geschützt ins Winterlager
So manches Hobby muss
in der kalten Jahreszeit ruhen: Boote, Wohnmobile und
Campinganhänger werden
oft für mehrere Monate stillgelegt. Zwar sind die Gefährte von außen gegen Nässe
geschützt - nicht aber im
Inneren. Textilien und Metalle sind feuchtigkeitsempfindlich und reagieren mit
Korrosion, Schimmel und
muffigem Geruch. Die Ursache dafür ist Kondenswasser, das sich durch Sonneneinstrahlung bilden kann.
Ein Luftentfeuchterkissen
verhindert dies, indem es die
relative Luftfeuchtigkeit im
Innenraum reduziert. Unter
www.autoentfeuchter.de
gibt es mehr Informationen
und Bezugsquellen für die
praktischen Kissen. (djd/pt)
Die Entfeuchterkissen nehmen Kondenswasser im Fahrzeug
wirksam auf. Foto: djd/ThoMar
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binden ihn im umweltfreundlichen Granulat. Auf
dem
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www.ratgeberzentrale.de
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zum sicheren Autofahren im
Winter abrufbar.
Klare Sicht und frischer
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Varianten nehmen bis zu 80
Prozent ihres Eigengewichtes an Wasser auf, vermeintlich preisgünstige Modelle
schaffen oft nicht einmal die
Hälfte. Rund 800 Milliliter
Flüssigkeit kann ein hochwertiges Kissen wie beispielsweise „airdry“ vom
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der Luft ziehen und speichern, dann sollte es regeneriert werden. Dazu reicht es
aus, den Entfeuchter nach
etwa drei bis vier Monaten
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Feuchtigkeitsaufnahme.
Wer die Anti-Beschlagwirkung mit einem frischen Duft
für den Fahrzeug-Innenraum
kombinieren möchte, kann
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Hochwertige Entfeuchterkissen können bis zu 800 Milliliter
Flüssigkeit aufnehmen. Foto: djd/ThoMar
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Seite 29
Bescheid wissen - und Bußgelder vermeiden
Sicher durch den Winter
mit richtigem Verhalten und
der passenden Ausrüstung
Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen gegen die
geltende Straßenverkehrsordnung verstößt, muss besonders schnell mit einem
Bußgeld rechnen. Laternenparker, die morgens keine
Lust haben, die vereiste
Frontscheibe komplett freizukratzen und nur für ein
kleines Guckloch sorgen, riskieren beispielsweise zehn
Euro, wenn sie beim Blindflug von der Polizei ertappt
werden. Richtig teuer kann
es werden, wenn es aufgrund
mangelhafter Sicht zu einem
Unfall kommt - dann winken nicht nur 35 Euro Bußgeld, sondern es droht auch
kostspieliger Ärger mit der
Versicherung. Mit Sommerreifen sollte man im Winter
ebenfalls tunlichst nicht
mehr unterwegs sein. Wer
trotz verschneiter Straßen
über keine Winter- oder
Ganzjahresreifen verfügt,
muss mit 40 Euro Geldbuße
und einem Punkt in Flensburg rechnen. Wird infolge
der falschen Bereifung der
Verkehr behindert, drohen
sogar 80 Euro Strafe.
Ohne Schneeketten kann
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komfortable Montage und optimale Traktion überzeugt. Foto: djd/RUD Ketten
es richtig teuer werden
Erheblich teurer noch
kann es werden, wenn man
ins Nachbarland Österreich
ohne Schneeketten reist. Hier
müssen laut ADAC bei winterlichen Straßenverhältnissen grundsätzlich dort Ketten aufgezogen sein, wo dies
auf einem runden Schild mit
blauen Grund und Schnee-
ketten-Symbol angezeigt ist.
Bei Zuwiderhandlungen
werden je nach Schweregrad Bußgelder von bis zu
5.000 Euro fällig. Ist in der
Schweiz eine Strecke mit dem
Zeichen „Schneeketten obligatorisch“ ausgeschildert,
darf man diese ebenfalls nur
mit Ketten befahren. Für Allrad-Pkws können Ausnah-
Nicht nur bei Fahrten in schneereiche Gebiete sollten Schneeketten zur griffbereiten
Grundausstattung von Autofahrern gehören. Foto: djd/RUD Ketten
men gelten. Bei Verstößen
wird ein Bußgeld von 100
Franken (rund 73 Euro) fällig.
„Nicht nur aus finanziellen
Gründen, sondern vor allem aus Gründen der Sicherheit sollte man sein Geld
lieber in einen Satz moderner Schneeketten investieren“, erklärt Oliver Schönfeld vom Verbraucherportal
Ratgeberzentrale.de. (djd/pt)
Schneekettenpflicht in
Italien und Frankreich
Auch in Italien kann eine
Schneekettenpflicht mittels
gesonderter Beschilderung
im Bedarfsfall angeordnet
werden. Die zulässige
Höchstgeschwindigkeit beträgt dann 50 km/h. Verstöße werden mit Bußgeldern
von bis zu 80 Euro geahndet.
In Frankreich kann die Benutzung von Schneeketten
ebenfalls kurzfristig durch
entsprechende Schilder angeordnet werden. Ketten
müssen auf die Räder der
Antriebsachse
montiert
werden. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße von 135 Euro belegt zudem wird die Weiterfahrt
untersagt. Quelle: ADAC
LADA
LADA
Vertragshändl
Servicepartner
AUTO W. FRANKE
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Wochenenddienste
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Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Gottesdienste
Katholische Pfarren
Apotheken-Bereitschaft
Apotheker Tipp
Amern, St. Anton: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 19 Uhr hl. Messe.
Amern, St. Georg: Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Boisheim, St. Peter: Samstag: 18.30 Uhr Wortgottesdienst.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Born, St. Peter: Samstag: keine hl. Messe. Sonntag: 9.45 Uhr
hl. Messe.
Bracht, im Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Bracht, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: kein Gottesdienst.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Breyell, St. Lambertus: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 11 Uhr Familienmesse.
Brüggen, St. Nikolaus: Samstag: 17.30 Uhr hl. Messe. Sonntag: keine hl. Messe.
Dilborn, Kapelle Schloss Dilborn: Samstag: keine hl. Messe.
Dilkrath, St. Gertrudis: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 10 Uhr Wortgottesdienst.
Dornbusch, St. Maria Hilfe der Christen: Sonntag: 9.30 Uhr
hl. Messe.
Dülken, Herz-Jesu: Sonntag: 11 Uhr Sternsingermesse.
Dülken, St. Cornelius: Samstag: 18 Uhr hl. Messe. Sonntag:
10 Uhr hl. Messe.
Dülken, St. Cornelius im Altenheim, Heesstraße 2: Samstag: 16.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Vikarie St. Ulrich: Sonntag: 11 Uhr Familienmesse.
Elmpt, St. Laurentius: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse im
Altenheim. Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Grefrath, St. Laurentius: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10.30 hl. Messe.
Hinsbeck, St. Peter: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Kaldenkirchen, St. Clemens: Samstag: 10.30 Vorabendmesse. Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Leuth, St. Lambertus: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Leutherheide, St. Peter und Paul: Sonntag: 8.15 Uhr hl.
Messe.
Lobberich, St. Sebastian: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, Alte Kirche: Sonntag: 18 Uhr hl.Messe.
Lüttelbracht, St. Maria Helferin: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 8.30 Uhr BBB hl. Messe.
Lüttelforst, St. Jakobus: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, St. Heinrich: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse.
Mülhausen, im Kloster: Sonntag: 8 Uhr hl. Messe.
Niederkrüchten, St. Bartolomäus: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Oberkrüchten, St. Martin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe.
Oedt, Altenheim: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse.
Oedt, St. Vitus: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag:
9.30 Uhr hl. Messe.
Overhetfeld, Kapelle an der Heiden: Samstag: 18.30 Uhr
Vorabendmesse.
Schaag, St. Anna: Samstag: 17.15 Uhr gemeinsame Vorabendmesse. Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln, Johanniskirche: Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst.
Süchteln, St. Clemens: Samstag: 18.15 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 8 Uhr hl. Messe, 10.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln-Vorst, St. Franziskus: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Maria Helferin: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Maria Hilf (Altenheim): Samstag: 9 Uhr hl.
Messe. Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Notburga: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Peter: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Josef: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Remigius: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen-Helenabrunn, St. Helena: Samstag: 17 Uhr Gemeindemesse.
Vinkrath, St. Josef: Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Waldniel, Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Waldniel, St. Michael: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe. Sonntag: 9 Uhr hl. Messe, 11.15 Uhr hl. Messe.
Waldnieler Heide, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: 17 Uhr
Vorabendmesse. Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Nettetal/Brüggen/Niederkrüchten/Schwalmtal dienstbereit jeweils von 9
Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 6. Februar 2015
Neue Grenz-Apotheke
Bahnhofstr. 52, 41334 Nettetal (Kaldenkirchen), 02157 3048
Samstag, 7. Februar 2015
Schwanen-Apotheke
Mittelstr. 56, 41372 Niederkrüchten, 02163/47575
Sonntag, 8. Februar 2015
Burg-Apotheke
Bruchstr. 4, 41379 Brüggen, 02163/7278
Montag, 9. Februar 2015
Elefanten-Apotheke
Hubertusplatz 18, 41334 Nettetal (Schaag), 02153 71040
Dienstag, 10. Februar 2015
Adler-Apotheke
Kehrstr. 77, 41334 Nettetal (Kaldenkirchen), 02157/6046
Mittwoch, 11. Februar 2015
Apotheke am Katharinenhof
Borner Str. 32, 41379 Brüggen, 02163-5749330
Donnerstag, 12. Februar 2015
Regenbogen-Apotheke
Borner Str. 28, 41379 Brüggen, 02163/5780352
Freitag, 13. Februar 2015
Nette-Apotheke
Johannes-Cleven-Str. 4, 41334 Nettetal, 02153/1398485
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen: Süchteln,
Dülken, Viersen, dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 6. Februar 2015
Herz-Apotheke
Lindenallee 13, 41751 Viersen (Dülken), 02162/810454
Samstag, 7. Februar 2015
Apotheke am Lindenplatz
Hochstr. 15, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/70020
Sonntag, 8. Februar 2015
Irmgardis-Apotheke
Tönisvorster Str. 27, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/6517
Montag, 9. Februar 2015
Adler-Apotheke
Hauptstr. 94B, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/13187
Dienstag, 10. Februar 2015
DocMorris-Apotheke im Löhcenter
Löhstraße 21, 41747 Viersen, 02162/503960
Mittwoch, 11. Februar 2015
Höhen-Apotheke
Düsseldorfer Str. 52, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/77001
Donnerstag, 12. Februar 2015
Delphin-Apotheke
Bahnhofstr. 1, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/16861
Freitag, 13. Februar 2015
Schwan-Apotheke
Dülkener Str. 2, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162 21456
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen: Grefrath,
Oedt und Kempen,dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Donnerstag, 12. Februar 2015
Niedertor-Apotheke
Niedertor 3, 47929 Grefrath (Oedt), 02158/6078
Telefonischer Abruf
Weiterhin können auch die bundesweit einheitlichen Notdienstservices der
ABDA genutzt werden: Unter der Nummer 0800 00 22 8 33 sind die
notdiensthabenden Apotheken rund um die Uhr abrufbar. Aus dem Festnetz
ist der Anruf unter Tel. 0800 00 22833 kostenlos, per Mobiltelefon ohne
Vorwahl unter Tel. 22833 kostet jeder Anruf pro Minute sowie jede SMS 69 Cent.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abda.de/notdienst.html.
Krafttraining für die Abwehr
Kirchliche Nachrichten
schen Luft besonders gut.
Tipp: Sport in Maßen
2. Schlaf
Bei ausreichendem Schlaf regeneriert
sich der Körper und bildet Antikörper
gegen Viren schneller.
Tipp: 6 bis 8 Stunden täglich (für
Erwachsene)
3. Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet viel Gemüse und Obst. Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig.
Tipp: Kiwi und Rosenkohl
4. Kein Stress
Dauerhafter Stress schwächt den
Körper und erhöht den Bedarf an
Vitaminen und Mineralstoffen.
Tipp: Entspannung gönnen
5. Genussmittel in Maßen
Konsum von Alkohol und Zigaretten
macht den Körper eventuell anfälliger
für Infektionskrankheiten.
Tipp: Am besten verzichten
Glückwünsche
LOBBERICH
06. Februar: Hans Dickmanns, Bocholter Weg 72, 86 Jahre
07. Februar: Gerhard Smits, Im Loewinkel 6, 82 Jahre
08. Februar: Ingeborg Seehafer, Breyeller Straße 45, 84 Jahre
09. Februar: Ernst Gottschling, Süchtelner Straße 94, 86 Jahre
09. Februar: Kurt Meeners, Windmühlenweg 4, 81 Jahre
KALDENKIRCHEN
06. Februar: Christel Reinhold, An der Quelle 33, 85 Jahre
09. Februar: Günther Tlotzek, Grenzwaldstraße 52, 92 Jahre
12. Februar: Katharina Reimes, Ringstraße 3a, 84 Jahre
HINSBECK
07. Februar: Mechtilde Engels, Voursenbeck 10c, 84 Jahre
08. Februar: Richard Klaes, Landstraße 28, 83 Jahre
BREYELL
07. Februar: Josefine Pauw, Josefstraße 18, 85 Jahre
08. Februar: Maria Mücke, Paul-Therstappen-Straße 66, 80 Jahre
10. Februar: Anna Lamm, Wiesenstraße 18, 85 Jahre
10. Februar: Karl-Heinz Pleunes, Natt 12b, 82 Jahre
11. Februar: Sibylla Seiler, Am Kastell 6, 85 Jahre
SCHAAG
08. Februar: Julius Flüggen, Hubertusstraße 9, 84 Jahre
11. Februar: Hubertine Kamps, Hubertusstraße 3, 80 Jahre
Pfarrbüros geschlossen
Breyell/Schaag (ww). Die Pfarrbüros der Katholischen Pfarrgemeinden St.
Lambertus, Breyell und St. Anna, Schaag bleiben am Rosenmontag, 16.
Februar, geschlossen. Zudem ist das Pfarrbüro in Breyell am Donnerstag, 12.
Februar, nur von 9.30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. In Schaag wird es an diesem
Tag keine Öffnungszeiten geben.
Das Immunsystem hilft unserem Körper, fremde oder schädigende Mikroorganismen wie Viren und Bakterien
abzuwehren oder zu bekämpfen. Ein
funktionierendes Abwehrsystem ist
gerade zum Ende des Winters, wenn
die Erkältungszeit einen neuen Höhepunkt erreicht, besonders wichtig.
Doch ist es möglich, das Immunsystem positiv zu beeinflussen? Und
was kann man aktiv dafür tun?
Hier sind die besten Tipps: An erster
Stelle steht natürlich die Bewegung,
vor allem an der frischen Luft, möglichst mehrmals in der Woche und bei
jedem Wetter. Ein weiterer wichtiger
Faktor ist ausreichend Schlaf. Länger
andauernde Phasen mit schlechtem
oder zu wenig Schlaf beeinträchtigen
das Abwehrsystem nachweislich. Außerdem sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten, um Nährstoffdefizite zu vermeiden. Zudem kann
eine gesunde Darmflora den Körper
bei der Bekämpfung von Krankheiten
sehr gut unterstützen. Darüber hinaus kann die Abwehr durch Temperaturreize wie Saunagänge oder Wechselduschen gestärkt werden. In der
Apotheke finden Sie viele immunstärkende Produkte wie z. B. homöopathische und biochemische Präparate oder
auch Nahrungsergänzungsmittel. Dort
hilft man Ihnen gerne dabei, das für
Ihre Immunstärkung am besten geeignete Mittel zu finden!
Fünf Faktoren zur Stärkung des Immunsystems
1. Bewegung
Wer sich regelmäßig bewegt, kurbelt
seinen Stoffwechsel an - an der fri-
Ärztlicher privater Notdienst Niederrhein
0180 10 19246 oder
0178 88 19246
www.aerztlicher-privater-notdienst.de
Gottesdienste Evangelische Gemeinden
Amern: Sonntag, kein Gottesdienst.
Bracht: Sonntag, kein Gottesdienst.
Breyell: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst.
Brüggen: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst und Kindergottesdienst.
Dülken: Sonntag, 10.45 Uhr Gottesdienst.
Elmpt: Sonntag, 9.15 Uhr Gottesdienst.
Elmpt im Altenheim: kein Gottesdienst.
Grefrath, Friedenskirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Hinsbeck: Sonntag, 10.30 Gottesdienst / Kindergottesdienst mit Abendmahl
(Wein).
Kaldenkirchen: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Lobberich: Sonntag, 12 Uhr Kindergottesdienst.
Niederkrüchten, Sonntag, kein Gottesdienst.
Oedt, Versöhnungskirche: Sonntag, kein Gottesdienst.
Süchteln: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Stadtkirche, 11 Uhr Gottesdienst in der Johanniskirche (Rheinische Kliniken).
Viersen, Kreuzkirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Waldniel: Sonntag, 9.30 Uhr Zentralgottesdienst zum Gemeindetag.
Waldniel, Altenheim (Schillerstr. 28): Samstag kein Gottesdienst.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Magazin
Seite 31
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zeitgeist
Seite 32
Südtirol Reschensee
zeitgeist 119
Urlaubsgedanken an Südtirol
Mit Südtiroler Schützen
Südtirol. Trotz „Bazillus
Karneval“ dürfen die Gedanken bei dem derzeitigen
rheinischen Schmuddelwetter voraus in den Urlaub
gehen. Seit Jahren führt es
uns nach Algund in Südtirol, direkt bei Meran.
Hier hat man viele Möglichkeiten: Vom ruhigen Genießen der Sonne bei Wanderungen auf den meist ebenen Waalwegen bis hin zu
Hochgebirgswanderungen
und alpinen Klettertouren
ist alles in unmittelbarer
Umgebung möglich. Im Kontrast die Nähe zur Kurstadt
Meran mit eleganten Geschäften und seiner modernen Therme. Möchte man es
ruhig haben oder ist es im
Meraner Talkessel zu heiß,
locken Hochplateaus wie
Meran 2000 oder die Seitentäler, etwa das Ultental.
Kulinarisch hat die regionale Küche Einiges zu bieten;
dazu italienische Angebote
bis hin zur internationalen
Küche. Natürlich Weine aus
der Gegend vom Feinsten!
Obst wächst frisch und
schmackhaft gleich vor der
Haustüre.
Direkt über Algund thront
die Landesburg Tirol mit
Ausstellungen von internationalem Rang, in Bozen befindet sich das Özi-Museum;
Reinhold Messner hat gleich
mehrere Museen in der Umgebung zum Thema Bergsteigen ausgestattet. Weitere attraktive Ziele in der
Nähe können die Gärten von
Schloss Trauttmannsdorff
sein, das Schreibmaschinenmuseum in Partschins - man
könnte die Auflistung noch
beliebig weiterführen. Etwas weiter, aber in Tagestouren gut zu bewältigen,
sind Seiser Alm, Dolomiten,
Gardasee oder Metropolen
wie Trient und Verona.
Freitag, 06. Februar 2015 / Nr. 6
Es gibt noch drei gute
Gründe, hier Urlaub zu machen: Einmal das relativ stabile Wetter, dann: Man
spricht Deutsch in Südtirol
und - als besondere Zugabe:
Hier gibt es keine Mücken!
Die Menschen in Südtirol
sind aufgeschlossen und
gastfreundlich, und besonders als Deutsche bekommt
man mit ihnen schnell Kon-
Südtirol Talblick über Meran
takt. Wir haben inzwischen
dort Freunde gefunden, bei
unseren Gastfamilien, in der
Gemeinde und besonders bei
der Algunder Schützenkompanie. Unsere Freunde in
Algund warten schon auf
uns, - und wir haben natürlich längst auf dem Traterhof gebucht!
Text und Bilder: Franz-Josef Cohnen
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