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Ausgabe 5/2015 vom 2. Februar 2015

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Ausgabe 5 | 02. 02. 2015
Newsletter
Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Wochenanfang erhalten Sie wie gewohnt unseren Newsletter mit den
wichtigsten Meldungen und Terminen aus dem NRW-Gesundheitswesen.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Arbeitswoche.
Günter van Aalst
Leiter der TK-Landesvertretung NRW
Nachrichten
Termine
Depressionen
Hygiene 2
Ärzte 1
Gesundheitsausschuss
Kliniken
Hygiene 3
Ärzte 2
rehaKIND
Hygiene 1
Kinder- und
Jugendgesundheit
Symposium
Nachrichten
Depressionsatlas: Große regionale Unterschiede in NRW
In Nordrhein-Westfalen (NRW) war jeder Erwerbstätige in 2013 durchschnittlich 1,1 Tage wegen einer Depression
krankgeschrieben - bei Frauen (1,4 Tage) lag die Dauer 56 Prozent höher als bei Männern (0,9 Tage). Auffallend sind
die erheblichen regionalen Unterschiede: Während die Herforder nur 0,7 Tage arbeitsunfähig waren, lag die Quote in
Gelsenkirchen mit 1,7 Tagen mehr als doppelt so hoch. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres
aktuellen Depressionsatlas mit. Insgesamt herrscht im Ruhrgebiet trübe Stimmung, deutlich besser sieht es in
ländlichen Gebieten wie Sauerland, Siegen-Wittgenstein und dem Bergischen Land aus. Statistisch gesehen waren
2013 zwar nur 1,6 von 100 Erwerbstätigen von einer depressionsbedingten Krankschreibung betroffen. Diese dauerte
aber im Schnitt 64 Tage und damit etwa viermal so lange wie eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit (15 Tage).
Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW: "Das hat auch volkswirtschaftliche Auswirkungen.
Beschäftigt ein Unternehmen beispielsweise 350 Mitarbeiter bleibt ein ganzer Arbeitsplatz jährlich allein wegen
Depressionen unbesetzt." Knapp 108 Euro je Erwerbsperson kosten Arbeitsausfälle bei Depressionen. Hochgerechnet
auf 8,07 Millionen Arbeitnehmer in NRW sind das über 870 Millionen Euro Verluste für die Wirtschaft. Hinzu kommt noch
der finanzielle Aufwand für medizinische Versorgung und Krankengeld. Die meisten Fehlzeiten gibt es bei Beschäftigten
in Call-Centern sowie in der Altenpflege, die wenigsten bei Mitarbeitern in der Softwareentwicklung oder in der
Hochschullehre. Der TK-Depressionsatlas zeigt, dass bestimmte Berufsgruppen – vorrangig im gesundheitlichen oder
sozialen Bereich – deutlich stärker von Depressionen betroffen sind, als eher technisch und akademisch orientierte
Berufe. Für ihren Depressionsatlas hat die TK die Krankenstandsdaten der bei ihr versicherten 4,11 Millionen
Erwerbspersonen analysiert. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Arbeitslosengeld-IEmpfänger. Für NRW wurden die Daten von rund einer Million TK-Versicherten ausgewertet.
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Kliniken: Günter van Aalst fordert einheitliche Qualitätsstandards und mehr Transparenz
Mehr Qualität und Transparenz in der Gesundheitsversorgung forderte der Leiter der TK-Landesvertretung NRW Günter
van Aalst auf dem 3. Management-Kongress in Münster: "Patienten benötigen laienverständliche, gesicherte
Informationen, sowohl über die Qualität der Leistungserbringung als auch über Chancen und Risiken verschiedener
Therapieansätze." Objektive und so verständlich wie möglich gehaltene Informationen sollten den Patienten
beispielsweise bei planbaren Behandlungen in Krankenhäusern eine geeignete Grundlage für eine fundierte, eigene
Entscheidung liefern. Dazu sei auch ein akzeptiertes Qualitätsbild nötig, das auf bundesweit einheitlichen Standards
beruhe. "Mit der Transparenz darüber, wo gute medizinische Qualität geleistet wird, werden die Krankenhäuser in einen
zunehmenden Wettbewerb geraten. Diese Vergleichsmöglichkeit wird im Interesse der Patienten die Qualität der
Behandlungen insgesamt verbessern", sagte van Aalst in seinem Vortrag.
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Techniker Krankenkasse fordert Maßnahmenbündel für bessere Klinikhygiene Patientensicherheit oberstes Ziel
Größere Transparenz, eine bundesweit einheitliche Dokumentation und verbindliche Standards - das sind aus Sicht der
TK entscheidende Schlüssel zu besserer Hygiene in Krankenhäusern und damit auch zu mehr Patientensicherheit. In
ihrem aktuellen Positionspapier fordert die TK, die Ergebnisse der Hygienedokumentationen auch den Patienten in
verständlicher Form zugänglich zu machen, damit sie Kliniken einfacher miteinander vergleichen können. Auch für die
Krankenhäuser selbst sei dies hilfreich, um ihre eigenen Ergebnisse einordnen zu können. Infektionen mit
multiresistenten Erregern (MRE) und ihre Behandlung sollten auch im Vergütungssystem für die Kliniken abgebildet
werden. Darüber hinaus müssten MRE-Infektionen verpflichtend gemeldet werden, so die TK; heute bestehe hier für die
Einrichtungen ein zu großer Interpretationsspielraum. In Deutschland kommt es nach Schätzungen des
Bundesgesundheitsministeriums jährlich zu 10.000 bis 15.000 Todesfällen aufgrund von Krankenhausinfektionen.
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Windhorst: Ärzte haben bei Hygiene Vorbildfunktion
Wo Kranke behandelt und alte Menschen gepflegt werden, müssten die Hygienevorschriften penibel befolgt werden,
fordert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst. "Hygienezustände wie im vorletzten
Jahrhundert können wir uns nicht leisten." Hygiene im Krankenhaus und in der ärztlichen Praxis sei ein wichtiger Teil
des Patientenschutzes sowie der Präventionsmedizin. Dabei hätten die Ärzte und das Pflegepersonal eine
Vorbildfunktion. Hygiene sei ein zentrales Element der Qualitätssicherung, die alle Fachkräfte im Krankenhaus
"buchstäblich selbst in der Hand haben", sagte Windhorst. Er reagierte damit auf die Vorfälle am Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein in Kiel, bei denen sich zahlreiche Patienten mit einem eingeschleppten multiresistenten Keim infiziert
hatten.
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Deutsche Gesellschaft für Infektiologie fordert Infektionszentren
Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e. V. (DGI) fordert bundesweit Infektionszentren. In Frage käme dafür die
Mehrzahl der deutschen Universitätskliniken und in der Hälfte aller Kliniken mit Vollversorgung. Dort würde speziell
geschultes Personal die Patienten versorgen; Krankenhaushygieniker und Mikrobiologen sollten die Sicherheit
überwachen. Die Referenzzentren könnten kritische Patienten übernehmen, kleineren Kliniken beratend zur Seite
stehen, den Nachwuchs ausbilden und Forschung vorantreiben. Zudem fordert die DGI mehr Transparenz für Patienten.
Kliniken müssten Strukturkennzahlen veröffentlichen, die darüber informieren, wie viele Infektiologen und HygieneExperten dort arbeiten würden. Eine Refinanzierung der für die Umsetzung des Konzeptes notwendigen Kosten würde
langfristig das Gesundheitssystem entlasten, stellt die DGI fest.
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Rot-Grün in NRW lehnt CDU-Antrag zur hausärztlichen Versorgung ab
Die rot-grüne Regierungskoalition in NRW hat den Antrag der CDU-Fraktion Hausärztliche Versorgung in allen
Landesteilen sicherstellen abgelehnt. Den Antrag hatte die CDU am 11. Juni 2013 in den NRW-Landtag eingebracht.
Darin wird die Landesregierung u. a. dazu aufgefordert, "ihrem Sicherstellungsauftrag nicht nur in Bezug auf die
Krankenhausstrukturen nachzukommen, sondern eine flächendeckende hausärztliche Versorgung der nordrheinwestfälischen Bevölkerung zu gewährleisten". Zwischenzeitlich wurde am 22. Mai 2014 eine Sachverständigenanhörung
zu diesem Themenkomplex durchgeführt. In der Begründung für die Ablehnung verweist Rot-Grün auf ihren eigenen
Entschließungsantrag zur Gesundheitsversorgung in NRW, der über die Forderungen der Opposition hinausgehe.
Dagegen habe der CDU-Sozialexperte Walter Kern im Landtag kritisiert, dass die Landesregierung zu wenig
unternehme, um die ärztliche Versorgung vor allem auf dem Land zu gewährleisten, berichtet dpa. Obwohl das
Interesse junger Menschen an Medizinstudium und Arztberuf weiter groß sei, zeichne sich ein dramatischer
Medizinermangel auch in NRW ab.
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SPD und Grüne wollen Fehlanreize für Ärzte beseitigen
Damit sich ausreichend Ärzte in strukturschwachen und ländlichen Regionen niederlassen, habe der NRW-Landtag die
Abschaffung von "Fehlanreizen" bei der Vergütung für Ärzte gefordert, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(WAZ). In einem Entschließungsantrag würden SPD und Grüne die höheren Ärztehonorare aus der Privaten
Krankenversicherung dafür verantwortlich machen, dass ein Sog in die strukturstarken Stadtteile mit einem hohen Anteil
privat versicherter Patienten entstehe. Wo in einzelnen Regionen Ärzte fehlten, müssten Kliniken Patienten auch
ambulant behandeln dürfen, zitiert die WAZ den SPD-Abgeordneten Roland Adelmann. Der Bund müsse die Möglichkeit
schaffen, dass auch Ärzte in Pflegeheimen in benachbarten Ortsteilen tätig sein dürften. NRW-Gesundheitsministerin
Barbara Steffens (Grüne) habe zudem vom Bund gefordert, eine gemeinsame Planung für die stationäre und ambulante
Versorgung zu genehmigen.
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Termine
Mittwoch, 4. Februar, Landtag Düsseldorf, 10:00 Uhr und 13:30 Uhr: 65. und 66. Sitzung des
Gesundheitsausschusses
65. Sitzung (öffentlich) des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, TOP: Vorverlegung des Fälligkeitstermins
für Sozialabgaben rückgängig machen - Antrag der Fraktion der FDP. Anschließend 66. Sitzung (öffentlich) des
Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, TOP: Öffentliche Anhörung zur "Zukunft der Geburtshilfe" - Antrag
der Fraktion der FDP. Raum jeweils E 3 - D 01.
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Donnerstag, 5.Februar, Düsseldorf, 11:00 Uhr: rehaKIND-Kongress
Schirmherrin Barbara Steffens (Grüne), Gesundheitsministerin des Landes NRW, eröffnet mit einem Grußwort den 6.
rehaKIND-Kongress. Congress-Center Düsseldorf, CCD / Stadthalle, 1. OG, Stockumer Kirchstraße 61.
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Samstag, 7. Februar, Essen, 13:15 - 16:00 Uhr: Ruhrgebietskongress zur Kinder- und
Jugendgesundheit
Spitzenmedizin für Kinder und Jugendliche: Forschung und Innovation von der Ruhr. Fachforum u. a. mit Prof. Dr. Boris
Zernikow (Chefarzt Deutsches Kinderschmerzzentrum Datteln), Ulrich Adler (Leiter regionales Vertragswesen der TKLandesvertretung NRW) im Rahmen des Ruhrgebietskongresses zur Kinder- und Jugendgesundheit.
Eröffnungsgrußwort von Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-
Westfalen. Veranstalter: MedEcon Ruhr, Veranstaltungsort: Essen, Hotel Franz am Franz-Sales-Haus. Die Teilnahme ist
kostenfrei, eine Anmeldung notwendig.
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Montag, 9. Februar 2015, Düsseldorf, 14:30 - 17:00 Uhr: Symposium
"Gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen", Symposium des Ministeriums für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW und der Ärztekammer Nordrhein. Grußwort: NRWGesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne), Begrüßung und Einführung: Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer
Nordrhein. Großer Saal im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf.
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Die Techniker Krankenkasse ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit
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Unser ausführliches Impressum finden Sie unter folgender URL:
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http://www.tk.de/tk/8014
Herausgeber:
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