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Nachhaltige Mobilität
im Tourismus
Leitfaden
www.bmwfw.gv.at
Der vorliegende Leitfaden wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft im Rahmen einer Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und einer Kooperation
mit der ÖBB-Personenverkehr AG erstellt. Er bietet eine Einführung in das Thema
„Nachhaltige Mobilität im Tourismus‟, stellt das bestehende Verkehrsangebot dar
und informiert über Beratungs- und Fördermöglichkeiten. Abschließend laden
erfolgreiche Beispiele aus der Praxis zum Nachahmen ein. Im Anhang findet sich
eine Kartensammlung.
Vorworte
1 Warum die Mobilitätsfrage im Tourismus zunehmend wichtig wird
2 Erfordernisse einer modernen Tourismusmobilität Herausgeber:
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
www.bmwfw.gv.at
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
www.bmlfuw.gv.at
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
www.bmvit.gv.at
ÖBB-Personenverkehr AG
www.oebb.at
Gesamtkoordination und Projektbetreuung im BMWFW:
Dr. Monika Wallergraber, Tourismus-Servicestelle
Projektbetreuung im BMLFUW:
Dr. Veronika Holzer, MBA, Abteilung Mobilität, Verkehr, Lärm
Projektbetreuung im BMVIT:
DI Ernst Lung, Abteilung Wege- und externe Kosten, Maut, Verkehr und Umwelt
Projektbetreuung bei der ÖBB-Personenverkehr AG:
MMag. Bernhard Frank, Nah- und Regionalverkehr, Raphael Zeissler, Marketing & Kommunikation
Layout: Simone Leonhartsberger, KOMO Wien - Büro für visuelle Angelegenheiten
Titelfoto: ÖBB, © Harald Eisenberger
Druck: Grasl Druck & Neue Medien GmbH, Bad Vöslau
14
3 Lösungsansätze zur Schaffung einer modernen Tourismusmobilität 16
IMPRESSUM
9
3.1 Tourismusmobilität ZUM und VOM Urlaubsort 3.2 Tourismusmobilität AM Urlaubsort 3.3 Nachhaltige Tourismusmobilität strategisch verankern 16
18
19
4 Auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität im Tourismus 21
4.1 Beratungs- und Förderprogramm klimaaktiv mobil 21
4.1.1 Beratungsprogramm 21
4.1.2 Förderprogramm
22
4.2 EU-Förderprogramme 24
5 Verkehrsangebote in Österreich - wichtige Partner im Tourismus 25
5.1 Die österreichische Verkehrswirtschaft 5.2 Flugverkehr 5.3 Die Österreichischen Bundesbahnen - „Alles auf Schiene‟ 5.3.1 Schnell und einfach zum richtigen Ticket 5.3.2 Unterwegs am Urlaubsort 5.4 Privatbahnen in Österreich und ihre Bedeutung für den Tourismus 5.5 ASFINAG - der Autobahnbetreiber in Österreich 5.6 Elektromobilität 6 Beispiele für modernes Mobilitätsmanagement im Tourismus
und gelungene Kooperationen
zwischen Tourismus, Umwelt und Verkehr 6.1 Beispiele auf Bundesebene 6.2 Beispiele auf Landesebene 6.3 Beispiele aus Regionen 6.4 Beispiele aus Gemeinden 6.5 Beispiele aus Nachbarstaaten 25
27
28
31
33
36
46
49
51
51
55
60
73
76
Erscheinungsort: Wien
Anhang
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Kartensammlung
Dieses Produkt
entspricht dem
Österreichischen
Umweltzeichen für
schadstoffarme
Druckprodukte
2
PEFC/06-39-10
Das Papier dieses
Produktes stammt
aus nachhaltig
bewirtschafteten
Wäldern und
kontrollierten Quellen
3
VORWORTE
VORWORTE
Mit der Tourismusstrategie „Neue Wege im Tourismus‟
haben wir 2010 eine neue Richtung im österreichischen
Tourismus eingeschlagen. Besondere Aufmerksamkeit
widmen wir den Themen Mobilität, Infrastruktur
und Erreichbarkeit, denn diese nehmen für die
Weiterentwicklung des Tourismusstandortes Österreich
eine zentrale Rolle ein und sind mitentscheidend für den
Erfolg unserer Destinationen.
Mit über 36 Millionen Gästen im Jahr 2013, davon über
24 Millionen aus dem Ausland, zählt Österreich zu den
beliebtesten Urlaubszielen. Österreich profitiert dabei
von seiner zentralen Lage in Europa, jedoch stoßen mehrere Verkehrslösungen
schon heute an ihre Grenzen. Die angestrebte Internationalisierung des
heimischen Tourismus, verstärkte Nachfrage von Gästen aus Osteuropa und den
außereuropäischen Märkten, aber auch der Trend zu Kurzreisen und saisonale
Spitzen verschärfen die Herausforderungen an die Verkehrsinfrastruktur.
Dabei geht es sowohl um die Mobilität zum beziehungsweise vom Tourismusort als
auch um die Mobilität am Urlaubsort selbst. Maßgeschneiderte Mobilitätsangebote,
die sich an den Bedürfnissen der Gäste orientieren, leistbar und kundenfreundlich
sind, sind daher ein wesentlicher Standortvorteil für eine Region. Auch die
Tourismusbetriebe selbst können durch Hinweise auf Buchungsportale nationaler
und internationaler Verkehrsträger ihren Gästen wertvolle Zusatzinformationen
bieten.
Die vorliegende Broschüre soll das Bewusstsein für die zunehmende Bedeutung
des Themas sowohl für die Verkehrswirtschaft als auch für die touristischen
Leistungsträger stärken. Sie gibt Beispiele für modernes Mobilitätsmanagement im
Tourismus und liefert eine Sammlung von erfolgreichen Praxisbeispielen aus den
Bundesländern und den einzelnen Destinationen.
Nur wenn alle politischen Ebenen und Leistungsträger gemeinsam, abgestimmt
und koordiniert handeln, wird es gelingen, die Herausforderung Tourismusmobilität
erfolgreich und nachhaltig zu bewältigen.
Dr. Reinhold Mitterlehner
Vizekanzler und
Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
5
VORWORTE
VORWORTE
Ich verfolge ein klares Ziel: ein lebenswertes Österreich.
Reine Luft, vielfältige Natur, sauberes Wasser und
qualitativ hochwertige Lebensmittel machen Österreich
lebenswert und ziehen viele Gäste an. Umweltfreundlicher Tourismus ist ein Top-Qualitätsprodukt und bietet
für Österreich enorme wirtschaftliche Chancen. Dank
unserer Naturschönheiten, der kulturellen Schätze
und der regionalen Vielfalt haben wir hervorragende
Ausgangspositionen. Allerdings stellen Lärm und
Abgase des Verkehrs und die Beeinträchtigung der
Landschaft durch Verkehrsinfrastruktur eine Störung
für unsere Urlauberinnen und Urlauber dar. Tourismus
braucht aber Mobilität. Wir müssen daher gerade im Tourismus umweltfreundliche
Verkehrslösungen forcieren und verstärkt klimafreundliche Mobilitätsalternativen
anbieten, etwa durch Elektromobilität vor Ort oder Anreise per Bahn.
Mit dem klimaaktiv mobil Programm und mit dem Österreichischen Umweltzeichen
unterstützen wir Tourismusorte und Regionen, Tourismusorganisationen und
Betriebe bei der Planung und Realisierung solcher klimafreundlichen Projekte.
Ich freue mich, dass sich bereits 62 % der österreichischen Tourismusregionen
als klimaaktiv mobil Projektpartner für umweltfreundliche Mobilität im Tourismus
engagieren und einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jährlich sparen
540 klimaaktiv mobil Tourismusprojekte rund 75.000 t CO2 ein.
Tourismusregionen und Tourismuswirtschaft werden von den klimaaktiv mobil
Förderangeboten bei ihren Investitionen in Elektromobilität, in den Ausbau des
Radverkehrs und in innovative touristische Mobilitätsangebote unterstützt. Bisher
haben wir touristische Mobilitätsprojekte mit 5 Mio. Euro unterstützt und damit
Investitionen von 18,5 Mio. Euro in sanfte touristische Mobilität ausgelöst. Unsere
Förderungen für klimafreundliche Mobilität kommen aber nicht nur den Gästen und
dem Tourismus zu Gute, sie nützen allen Bürgerinnen und Bürgern und verbessern
die Lebensqualität in den Gemeinden.
Der vorliegende Leitfaden ist das Ergebnis der guten Zusammenarbeit auf Ebene
der drei berührten Ressorts – dem Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium
– für umweltfreundliche Mobilität im Tourismus. Die Broschüre stellt einige der
gelungenen Beispiele dar und gibt wertvolle Tipps. Sie soll damit Mut machen,
weitere umweltfreundliche Mobilitätsprojekte umzusetzen.
Im Jahr 2013 verzeichnete der österreichische
Tourismus 132,6 Millionen Nächtigungen. Die An- und
Abreisen der Urlaubsgäste summieren sich auf 73,6
Mio. Personenwege, dazu kommen noch Ausflüge in
der Ferienregion und Tagesausflüge. Diese Zahlen
machen deutlich, welchen Stellenwert umwelt- und
sozial verträgliche Angebote im Tourismus auch für die
Verkehrspolitik haben.
Die in diesem Leitfaden vorgestellten „Good Practice‟Beispiele für nachhaltig verträgliche Mobilität im
Tourismus zeigen aber auch, dass es durchaus realistisch
ist, den Anteil des „Umweltverbundes‟ – Bahn, Bus, Rufbusse und Anrufsammeltaxis,
Elektro-Fahrzeuge, Fahrräder und Gehen – deutlich zu erhöhen, wenn attraktive
Alternativen zum eigenen Pkw geboten werden.
Das bmvit hat im Dezember 2012 den Gesamtverkehrsplan Österreich
veröffentlicht, der Leitlinien zusammenfasst, wie man Mobilität sozialer, sicherer,
umweltfreundlicher und effizienter organisieren kann. Konzepte und vor allem die
Umsetzung von Maßnahmen zu einer nachhaltig verträglichen touristischen Mobilität
entsprechen diesen Leitlinien. Erfolge bei der Umsetzung von Maßnahmen setzen
die konstruktive Zusammenarbeit aller verantwortlichen Stellen voraus.
Erlauben Sie mir abschließend noch auf drei wesentliche Vorteile attraktiver,
nachhaltiger Lösungen für die touristische Mobilität hinzuweisen: Gute Alternativen
zum eigenen Auto für Urlaubsgäste tragen vor allem in ländlichen Regionen oft
dazu bei, die Mobilitätssituation der einheimischen Bevölkerung zu verbessern.
Für Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel bedeutet die touristische Nachfrage
eine gleichmäßigere Auslastung auch außerhalb der Verkehrsspitzen des
Schüler- und Berufspendelverkehrs sowie in den Schulferien und ist daher auch
betriebswirtschaftlich betrachtet vorteilhaft. Erfahrungen zeigen, dass man im
Urlaub entspannter und aufgeschlossener für Neues als im Alltag ist. Positive
Mobilitätserfahrungen im Urlaub können Menschen motivieren, auch im Alltag
vermehrt vom Pkw zum Umweltverbund zu wechseln.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Entwicklung und Umsetzung weiterer guter
Lösungen für die touristische Mobilität und hoffe, unser Leitfaden bietet Ihnen dazu
so manche interessante Anregung!
Ich danke allen, die sich für einen klimafreundlichen Tourismus engagieren, und
hoffe, dass der Leitfaden viele Anregungen für weitere umweltfreundliche Projekte
enthält.
Alois Stöger
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie
DI Andrä Rupprechter
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
6
7
VORWORTE
KAPITEL 1
Reisen mit der Bahn liegt im Trend und gewinnt
zunehmen an Bedeutung, so auch im Tourismus.
Touristen nutzen immer öfter öffentliche Verkehrsmittel
für eine entspannte und umweltfreundliche An- und
Abreise. Der vorliegende Leitfaden bietet Ihnen einen
Überblick der attraktiven ÖBB-Angebote für den Urlaub.
So können Sie Ihre Gäste, Kundinnen und Kunden
über die bequemen, sicheren und stressfreien An- und
Abreisemöglichkeiten mit den ÖBB informieren. Durch
eine umfassende Information Ihrer Gäste schaffen Sie
einen Mehrwert für Ihre Kundinnen und Kunden und
die Umwelt. Unsere freundlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im ÖBB Kundenservice unter der Telefonnummer 05-1717 geben Ihnen
jederzeit gerne Auskunft über die Angebote der ÖBB.
Birgit Wagner
Mitglied des Vorstands der ÖBB-Personenverkehr AG
Nachhaltigkeit wird im Tourismus immer wichtiger
und damit auch das Thema „sanfte Mobilität‟. Immer
mehr Menschen wollen klimaschonend reisen, weshalb
im Rahmen sanft-mobiler Tourismusprojekte die
Gästeansprüche an den autofreien Urlaub erfüllt werden
müssen. Unser Land hat hier auch schon einiges
vorzuweisen und muss sich keinesfalls verstecken.
Beim Thema Mobilität und Nachhaltigkeit geht es um
die Schonung einer der wichtigsten Grundlage des
Tourismus – der Natur. Neben dieser ökologischen
Dimension gilt es aber auch die soziale und die
ökonomische Dimension zu berücksichtigen, um mittelund langfristig erfolgreiche Angebote entwickeln zu
können. Diese Broschüre leistet hier sicherlich einen wertvollen Beitrag für die
Weiterentwicklung des österreichischen Tourismus.
Dr. Petra Stolba
Geschäftsführerin Österreich Werbung
Warum die Mobilitätsfrage im
Tourismus zunehmend wichtig wird
1
Der Tourismus trägt mit über 7 % zur gesamtösterreichischen Wirtschaftsleistung
bei. Die Wertschöpfung des österreichischen Tourismus erreichte 2013 23,1 Mrd.
Euro und machte damit 7,3 % des österreichischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.
Im Kalenderjahr 2013 lag die Anzahl der Nächtigungen laut Statistik Austria bei
insgesamt rund 132,6 Millionen. Damit wurde der bisherige Rekordwert aus dem
Vorjahr (131 Mio.) um 1,2 % oder 1,6 Mio. übertroffen. Die Zahl der Nächtigungen
ausländischer Gäste konnte um 1,9 % auf 96,9 Mio. (+1,8 Mio. gegenüber dem
Vorjahr) zulegen, nach 1991 (99,6 Mio.) und 1992 (99,8 Mio.) war dies der drittbeste
Wert.
Nach Herkunftsländern betrachtet zeigt sich, dass im Vergleich zu 2012 die
Nächtigungen von Gästen aus Deutschland um 2,5 % (+1,2 Mio.) auf 50,8 Mio.
anstiegen, während jene aus dem zweitwichtigsten Herkunftsland Niederlande um
2,7 % auf 9,1 Mio. abnahmen.
2014 erwartet die UNWTO ein Wachstum der internationalen Ankünfte von 4 bis
4,5 % weltweit und von 3 bis 4 % in Europa. Für das Jahr 2030 wird mit rund 150
Millionen Gästenächtigungen in Österreich zu rechnen sein, was einer jährlichen
Zunahme von durchschnittlich 1 % entsprechen würde.1
Befragungen ergaben, dass rund 75 % aller Urlauberinnen und Urlauber in Österreich
den Pkw als Verkehrsmittel für die An- und Abreise bevorzugen. Und der Trend geht
weiterhin in Richtung Pkw für Nahreisen und in Richtung Flugzeug für Fernreisen.2
Laut UNWTO werden bereits heute rund 5 % der globalen CO2-Emissionen vom
Tourismus verursacht.3 Die Fahrt zum Urlaubsziel und die Wege vor Ort machen
75 % der tourismusbedingten CO2-Emissionen aus, die restlichen 25 % entfallen
auf die Unterkunft und die Aktivitäten vor Ort.4
Das erhöhte Gästeaufkommen, die steigende Internationalisierung des Reiseverkehrs
und stärker werdender Wettbewerbsdruck erfordern daher adäquate, nachhaltige
Mobilitätslösungen in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, sowohl im Hinblick
auf die Erreichbarkeit der Destinationen als auch auf die Mobilität vor Ort. Schon
jetzt erkennen immer mehr Destinationen den Wert umweltfreundlicher Mobilität
– indem ökologische Effekte mit ökonomischen Vorteilen verbunden werden –
und auch immer mehr Touristen und Ausflügler sind klimasensitiver und wollen
im Urlaub unabhängig von einem eigenen (motorisierten) Fahrzeug mobil sein.
Eines ist allerdings klar: Nachhaltige Mobilitätslösungen für den Freizeit- und
Tourismussektor sind nur möglich, wenn die Bereiche Tourismus, Umwelt und
Verkehr auf allen Ebenen intensiv zusammenarbeiten. Eine enge Kooperation der
ZECH, S. et al: Studie Tourismusmobilität, im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft,
(BMWFW), Wien 2013
2
T-Mona, Sommer 2011, Winter 2011/12
3
S. UNWTO-UNEP-WTO (2008)
4
S. GÖSSLING S. (2011) Carbon Management in Tourism. Mitigating the impacts of climate change, Oxon und PEETERS P. et al. (2007)
1
8
9
KAPITEL 1
KAPITEL 1
zuständigen Bundesministerien – BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft,
BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie BM für
Verkehr, Innovation und Technologie – ist daher wichtig.
Politisch-strategischer Hintergrund
Die beteiligten Ressorts tragen mit ihren Maßnahmen zur Erreichung politischstrategischer Ziele bei. Diese sind in verschiedenen Dokumenten verankert, wie
zum Beispiel in der Tourismusstrategie, der Klima- und Energiestrategie, dem
Klimaschutzgesetz, dem Gesamtverkehrsplan für Österreich, dem Masterplan
Radfahren oder dem Umsetzungsplan für E-Mobilität in und aus Österreich.
Aus Sicht des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
sind adäquate Mobilitätslösungen in der österreichischen Tourismus- und
Freizeitwirtschaft unabdingbar, sei es im Hinblick auf die Erreichbarkeit der
Destinationen oder die Mobilität vor Ort. Ziel ist es daher, kundenfreundliche
Mobilitätsangebote für Touristen und Einheimische zu entwickeln, und zwar
unter besonderer Berücksichtigung nachhaltiger Mobilitätsformen, innovativer
Kooperationsmodelle und internationaler Anbindungen.
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
hat zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele die Klimaschutzinitiative
klimaaktiv und das klimaaktiv mobil Beratungs- und Förderprogramm ins
Leben gerufen. Ein eigenes Beratungsprogramm befasst sich dabei mit dem
„Mobilitätsmanagement für Tourismus, Freizeit und Jugend‟ (Beratungsprogramm
siehe Kapitel 4.1.1). Seit dem Start dieses Programmes 2006 konnten rund 500
Projekte im Tourismus- und Freizeitbereich realisiert und rund 380 dieser Projekte
durch das klimaaktiv mobil Förderprogramm unterstützt werden (Förderprogramm
siehe Kapitel 4.1.2 und beispielhafte Projekte siehe Beispielsammlung im Kapitel 6).
Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hat sich zum
Ziel gesetzt, gemeinsam mit Partnern das Verkehrssystem in Österreich sozial
verträglich, sicher, umweltfreundlich und effizient zu gestalten. Nachhaltige
Mobilitätslösungen im Tourismus basieren auf einer Verlagerung vom Pkw auf
den „Umweltverbund‟ (ÖV, Bahn, Bus, Anrufsammeltaxi, Fahrrad, E-Fahrzeuge).
Im Flugverkehr kommt der technischen Entwicklung, der Optimierung von
Flugrouten, Start- und Landevorgängen und der umweltfreundlichen Mobilität der
Fluggäste in der Zielregion große Bedeutung zu. In das Bahnnetz werden aktuell
von 2013 bis 2018 jährlich rund 2 Milliarden Euro investiert.5 Dazu kommen noch
Bundesmittel, die preisgünstige Fahrkarten für bestimmte Zielgruppen ermöglichen.
Hervorzuheben sind die vom bmvit über den Klima- und Energiefonds finanzierten
Maßnahmen (z. B. Elektromobilität, „Mikro-ÖV‟, Anrufsammeltaxi für die letzte
Meile, Verkehrsauskunft Österreich). Die Fördermöglichkeiten für interdisziplinäre
Pilotprojekte zur nachhaltigen Tourismusmobilität (z. B. Alpine Pearls,
TRANSDANUBE, Access2Mountain, AlpInfoNet etc.) im Rahmen der Europäischen
Territorialen Zusammenarbeit haben sich bewährt.
5
10
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DEN TOURISMUS
Raum und Ressourcen
Die österreichische Tourismusstrategie setzt auf die drei Alleinstellungsmerkmale
„Alpen‟, „Donau/Seen‟ und „Städte/Kultur‟. Während Alpen und Donau nicht
nur international bekannt, sondern auch Ausdruck der einzigartigen Naturräume
Österreichs sind, bilden Städte und Kultur von Menschen geschaffene Werte ab.
Diese USP gehen einher mit ganz spezifischen Herausforderungen für die heimische
Tourismuswirtschaft:
» beengter Raum für Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung sowie
Sensibilität der Landschaft und der natürlichen Ressourcen,
» zunehmender Nutzungsdruck und zunehmende Sensibilität
der Bewohner/-innen und Gäste gegenüber Veränderungen,
» Engpässe und Belastungen aus dem Urlaubs- und Ausflugsverkehr,
» Stärkung und Belebung der Stadt- und Ortskerne,
» Verkehrs- und Tarifverbünde zwischen Stadt und Land,
„Cards‟ als Mobilitätsschlüssel für alle Mobilitätsangebote,
» verbesserte Anbindung der Flughäfen an die städtischen/regionalen Verkehrsnetze,
» Reduktion der Luftschadstoffbelastungen und der Lärmbelastungen
in sensiblen Gebieten.
Gesellschaftlicher Wandel
Die europäischen Länder sind alle von ähnlichen demografischen Trends geprägt:
» allgemeine Alterung der Gesellschaft („ageing society‟),
» Verkleinerung der Haushalte (Zunahme der Einpersonen und kinderlosen Haushalte) und
» Zunahme der Personen mit Migrationshintergrund.
Gesellschaftlicher
Wandel
Neben diesen gesellschaftlichen Entwicklungen zeichnet sich ein Wertewandel
ab, hin zu Individualisierung, Flexibilisierung und neuen Milieu- und Lebensstilen.
Auch gewinnen Erlebnisfaktoren und/oder der Naturerhalt („Zurück zur Natur‟) an
Bedeutung. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und bedingen einander. Dazu zählen:
» Arbeitsbedingungen,
» räumliche und zeitliche Flexibilisierung,
» veränderte Geschlechterrollen,
» weltweite Verknüpfungen von Informationsnetzen und die sozialen Netzwerke etc.
Mobilitätsverhalten
Generell ist seit vielen Jahren ein Trend zu Kurzurlauben zu verzeichnen, sowohl
bei Österreicher/-innen als auch bei ausländischen Gästen. Die Mehrheit der Gäste
reist mit dem eigenen Pkw an. Dies gilt vor allem für die Nahmärkte Deutschland
Gesamtverkehrsplan für Österreich
11
KAPITEL 1
KAPITEL 1
und die Niederlande sowie für den Inlandsmarkt – die drei Hauptherkunftsmärkte
des heimischen Tourismus.
Im Winter reisen 76 % der Gäste mit dem Auto an. 9 % der Gäste nutzen das
Flugzeug, jeweils 7 % die Bahn und den Bus.
Auch die Mehrheit der Sommerurlauber/-innen, nämlich 74 %, verreist mit dem
Auto. Mit 7 % liegt die Bahn als Transportmittel an zweiter Stelle. Jeweils 6 % der
Gäste reisen hauptsächlich mit dem Bus oder dem Flugzeug ins Urlaubsziel. Das
Wohnmobil oder der Wohnwagen wird von 5 % und das Motorrad von 2 % der
Sommerurlauber in Anspruch genommen.
Die Anreisearten sind im langfristigen Vergleich relativ stabil, allerdings geht der
Trend Richtung Pkw und Flugzeug.
Darüber hinaus zeichnet sich die Tendenz ab, die weg vom Besitzen hin zum
Teilen von materiellen Gegenständen geht. Dies zeigt sich beispielsweise am
Erfolg von Carsharing-, Carpooling- und Ridesharing-Modellen. Letztere sind
Mobilitätskonzepte, welche auf ohnehin stattfindenden Fahrten in einem privaten
Fahrzeug basieren. Fahrer/-innen und Mitfahrer/-innen planen ihr gemeinsames
Fahren entweder längerfristig (z. B. via Internetportal) oder spontan durch
z. B. Autostoppen (mit teilweise sozialer Kontrolle etwa durch Apps) oder über
Smartphone Applikationen (z. B. flinc).
In der Tourismus- und Freizeitwirtschaft könnte dieses Potenzial für
gemeinsame An- bzw. Abreisen sowie Ausflugsfahrten und Tagesreisen
künftig stärker ausgeschöpft werden, z. B. zielgruppenspezifisch. Viele
Tourismusgemeinden setzen derzeit eher noch auf einen Angebots-Mix aus
konventionellen öffentlichen Verkehrsmitteln, alternativen Verkehrsmitteln
mit Fun-Faktor, wie Elektro Mountainbikes, Elektro-Dreiräder u.v.m. sowie
auf kostenlose Shuttles, z. B. vor und nach Veranstaltungen.
Angebots-Mix in
der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft
Verkehrsmittelwahl der Urlaubsgäste in Österreich
Sommergäste
Wintergäste
74 %
76 %
Auto
Motorrad
Wohnwagen / Wohnmobil
Anreisearten –
Trend Richtung
Pkw und Flugzeug
Bus
Flugzeug
Bahn
Sonstiges
2%
0%
5%
1%
6%
7%
6%
9%
7%
7%
1%
0%
Quelle T-MONA Gästebefragung 2011/12 zur Frage:
„Wie sind Sie zu Ihrem Übernachtungsort
hauptsächlich angereist?‟
All dies zeigt, dass Mobilität eine der ganz großen Herausforderungen für den
Tourismusstandort und die Verkehrsinfrastruktur ist.
Der Mobilitätslifestyle ist davon geprägt, dass jene Mobilitätsangebote flexibel
genutzt werden, die im konkreten Bedarfsfall am vorteilhaftesten erscheinen und
die den persönlichen Vorlieben entsprechen.
12
13
KAPITEL 2
2
KAPITEL 2
Erfordernisse einer modernen
Tourismusmobilität
6
Die Verkehrsinfrastruktur ist in der Regel nicht speziell für Tourismusmobilität
ausgelegt, sondern umfasst alle Wegzwecke. Spezielle Infrastrukturen für die
Tourismusmobilität liegen nicht im Fokus des öffentlichen Interesses.
Die individuelle, möglichst rasche sowie kostengünstige, einfache Erreichbarkeit und
die gegebenenfalls ökologisch verträgliche Erreichbarkeit von Urlaubsdestinationen
spielen eine wichtige Rolle bei der Verkehrsmittelwahl von Reisenden. Die Gewichtung
der einzelnen Faktoren ist allerdings für jeden Gast unterschiedlich.
Der Pkw ist das beliebteste Verkehrsmittel. Das Bedürfnis nach Bequemlichkeit,
Komfort und möglichst schneller Plan- sowie Durchführbarkeit der Reisetätigkeit
inländischer und ausländischer Gäste lässt den öffentlichen Personenverkehr in den
Hintergrund rücken. Der Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) zum
öffentlichen Verkehr (ÖV) scheitert oft an der Information über die Angebote, an
der intransparenten Preisgestaltung, an fehlenden Tür-zu-Tür-Angeboten oder am
Gepäcktransport. Das betrifft vor allem Tourismusgebiete in peripheren Lagen, wo
es an benutzer- und umweltfreundlichen alternativen Mobilitätsangeboten mangelt.
Tourismusdestinationen sind auf gute Fern- und Naherreichbarkeit angewiesen.
Dabei gilt es, die Verkehrsbelastung nicht nur in den Destinationen selbst, sondern
auch in den Transitregionen gering zu halten. Die Herausforderung besteht darin,
nachhaltige Angebote für die bequeme Erreichbarkeit der Tourismusdestinationen
und für die Mobilität vor Ort zu schaffen, die angenommen und auch finanziert
werden können.
An- und Abreise
Flughäfen Wien
Salzburg,
Innsbruck und
Graz wichtige
„Entry Points‟
Die wichtigsten „Entry Points‟ der kommerziellen Luftfahrt sind in Österreich neben
dem Flughafen Wien, die Flughäfen Salzburg, Innsbruck sowie Graz.
Die rund 7 % der Gäste, die mit der Bahn in ihre Urlaubsdestination anreisen,
verkehren vor allem in den Reisezügen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).
Die meisten Reisezüge fahren in Österreich auf der Westbahnstrecke sowie in Wien
und Wien-Umgebung mit mehr als 150 Zügen pro Tag. Ebenfalls stark frequentiert
sind das Inntal, das Rheintal, die Südbahn (zwischen Wien und Graz) sowie die
Zentralräume Salzburg und Villach - Klagenfurt (100 - 150 Züge pro Tag). Schlecht
bzw. nicht direkt erreichbar sind hingegen zahlreiche inneralpine Tourismusregionen.
Besonders bei internationalen Zugverbindungen mangelt es an Direktverbindungen
in österreichische Urlaubsdestinationen. So fehlen zahlreiche Direktverbindungen
vom deutschen, vor allem dem nord-östlichen Raum, und von den Benelux-Staaten
in Richtung Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Kärnten. Bei Gästen aus
den osteuropäischen Nachbarstaaten mindert das unzureichende Bahnangebot die
Bereitschaft zur Anreise mit der Bahn.
6
14
„Tourismusmobilität in Österreich 2030‟, Studie der TU-Wien im Auftrag des BMWFW, November 2013
Eine alternative Anreise mit der Bahn oder die Nutzung des ÖV vor Ort kommt für
viele Urlauber/-innen derzeit noch nicht in Frage, weil das vorhandene Angebot
als zu teuer, unflexibel, unzuverlässig und nicht ausreichend vernetzt empfunden
wird. Hier liegen die Chancen für Reiseveranstalter/-innen, Bahngesellschaften und
Träger/-innen des ÖV, dem Auto gegenüber konkurrenzfähige, umweltfreundliche
und preislich attraktive Angebote zu kreieren.
Mobilität vor Ort
Die Mobilität vor Ort scheint für die Gesamt-Tourismusmobilität und deren negative
Folgen weniger relevant zu sein als die An- und Abreise.7 In der Verkehrsprognose, die
für Österreich für den Zeithorizont 2025+ erstellt wurde, wird davon ausgegangen,
dass lediglich 3,2 % des Verkehrsaufkommens durch den Urlauber/-innenLokalverkehr produziert werden. Allerdings führt dieser geringe Anteil durch das
Anreisen zu und das Abfahren von touristischen Zielen zu temporär auftretenden
Überlastungserscheinungen.
Insgesamt bedürfte es einer für Tourist/-innen, für die ortsansässige Bevölkerung
und die dort arbeitenden Menschen zufriedenstellenden Angebotsstruktur, wodurch
auch die notwendige kritische Masse für öffentliche Verkehrssysteme geschaffen
werden könnte.
In den Bundesländern gibt es zwar regionale Tourismuskarten, Bundesländer
übergreifend bedarf es jedoch weiterer kombinierbarer Angebote, um den Anreiz
für öffentliche Verkehrsmittel zu erhöhen. Hier gilt es, die Zusammenarbeit von
Tourismusverbänden und Verkehrsverbünden länderüberschreitend zu vertiefen.
Bewusstseinsbildung und Information
Bewusstseinsbildende Maßnahmen und Projekte, die eine ökologisch verträglichere
Angebotsstruktur forcieren, werden bereits von verschiedenen Seiten gesetzt, zum
Beispiel von:
HERAUSFORDERUNG:
Erreichbarkeit der
Destinationen,
Mobilität vor Ort
» der Österreich Werbung und den Landestourismusorganisationen,
» zahlreichen Regionen und Gemeinden,
» dem Beratungs- und Förderprogramm klimaaktiv mobil des BMLFUW,
» weiteren Institutionen und internationalen Organisationen
(z. B. Tourismus Community Austria, Österreichischer Alpenverein,
Nationalparks, in- und ausländische Universitäten und Fachhochschulen),
» Projekten (z. B. STARTER, Bergsteigerdörfer,
Alpine Pearls, TRANSDANUBE, Access2Mountain, AlpInfoNet).
Der Verkehrsverbund Vorarlberg bietet neben dem ÖV-Angebot Informationen zu
unterschiedlichen Mobilitätsangeboten, wie Fahrradverleihsysteme und CarsharingDienste sowie eine Onlinevermittlung für Mitfahrgelegenheiten (Compano) an (siehe
Beispielsammlung im Kapitel 6, S. 56).
7
„Tourismusmobilität in Österreich 2030‟, Studie der TU-Wien im Auftrag des BMWFW, November 2013
15
KAPITEL 2
Umweltfreundliche
Reise in die Berge
3
KAPITEL 3
Bei Veranstaltungen wird zunehmend auf die An- und Abreise mit öffentlichen
Verkehrsmitteln Wert gelegt und zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert. So
hat zum Beispiel der Österreichische Alpenverein mit dem Aktivierungsprogramm
„Umweltfreundliche Reise in die Berge‟ eine Initiative gesetzt, um seine Mitglieder
für das Thema „Sanfte Mobilität‟ zu sensibilisieren. Es ist wichtig, dass die vielfältigen
Angebotsstrukturen von allen Seiten und auf allen Ebenen verstärkt kommuniziert
werden.
Es sind die Schnittstellen zwischen der An- und Abreise und der Vor-Ort-Mobilität, die
für die Verkehrsmittelwahl zunehmend relevant sind. Lückenlose Verbindungen von
von der Haustür zur Hoteltür und zu den Mobilitätsangeboten in der Urlaubsregion
sind unabdingbare Voraussetzungen dafür, dass eine Reise ohne den eigenen Pkw
möglich und seitens der Gäste auch realisiert wird. Es gilt daher, verstärkt die
Schnittstellen entlang der gesamten touristischen Mobilitätskette zu optimieren.
Die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ist eine Verkehrsmittel übergreifende
gemeinsame Verkehrsauskunft für ganz Österreich, die das gesamte
Verkehrsgeschehen abdeckt. Es werden Routinginformationen und sonstige
Informationsinhalte für die meisten Verkehrsmittel und deren Verknüpfungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, wie z. B. Pkw-Routing, ÖV-Routing, FahrradRouting, Bike & Ride, Park & Ride, Leihfahrräder, Carsharing usw. Eine erste Version
ist unter www.verkehrsauskunft.at seit Mitte 2014 online (siehe auch S. 53).
Die „erste Meile‟ (Start in den Urlaub von zu Hause und Rückkehr nach Hause) und
die „letzten Meile‟ (Erreichen der Unterkunft und Abreise von dort) bestimmen die
Wahl des Verkehrsmittels mit.
„Erste und letzte Meile‟
Lösungsansätze zur Schaffung
einer modernen Tourismusmobilität 8
Im Rahmen der vom BMWFW beauftragten Studie wurden in Experten-Workshops
Zukunftsbilder entwickelt, Trends aufgezeigt und Analysen durchgeführt. Die daraus
gewonnenen Erkenntnisse für eine moderne Tourismusmobilität werden in der Folge
dargestellt.
3.1 TOURISMUSMOBILITÄT ZUM UND VOM URLAUBSORT
Lückenlose Reisekette
Ausschlaggebend für die Wahl eines bestimmen Verkehrsmittels sind Faktoren,
wie:
» Angebot (lückenlose Verbindungen),
» Erreichbarkeit (Abholung am Zielbahnhof oder Zielflughafen),
» Reisedauer und Reisezeit (günstige Abfahrts- und Ankunftszeiten),
» Bequemlichkeit und Komfort (Gepäcktransport),
»Pünktlichkeit,
»Preis,
»Flexibilität,
» geringer Planungsaufwand und lückenlose Information,
» Umweltfreundlichkeit und
»Image.
8
16
»
»
Um die Hürden bei der „Meile am Wohnort‟ zu nehmen und den Zugang zu einer vergleichbar komfortablen und leistbaren Mobilitätskette zu begünstigen, ist eine übergeordnete Strategie
der Hauptverkehrsträger (Bahn- und Fluggesellschaften, Taxiunternehmen) erforderlich.
Die „Meile am Urlaubsort‟ ist von der lokalen und regionalen Tourismuspolitik steuerbar. Hier können Kooperationen von
Tourismus- und Mobilitätsanbietern initiiert und Angebote umgesetzt
(Shuttles, Carsharing, Mobilitätscards) werden. Ein Mehrfachnutzen
ergibt sich dadurch, dass diese Angebote auch für die Alltagsmobilität der Wohn- und Arbeitsbevölkerung genutzt werden können.
Generell wäre es wichtig, ein differenziertes Wissen darüber aufzubauen, wie Gäste
an- und abreisen. Zudem wären die gesamte Reise und die Zugangsmöglichkeiten
zu unterschiedlichen Verkehrsmitteln zu betrachten. Die Zielgruppen und
die Erwartungen der Reisenden wären zu analysieren. Schließlich hätte die
Bewusstseinsbildung zu einer nachhaltigen Verkehrsmittelwahl breit anzusetzen –
bei den Reisenden, in der Tourismusbranche und bei den Mobilitätsanbietern.
Tagestourismus
Tagesgäste haben andere Erwartungen und Mobilitätsbedürfnisse als Personen
mit längerer Aufenthaltsdauer. Die Wechselwirkungen von Tagestourismus und
Mobilität wären gemeinsam von Tourismus- und Verkehrsverantwortlichen zu
erarbeiten. Kurz- und Tagesausflüge könnten zusammen gestaltet und vermarktet
werden. Bei saisonbedingten Überlastungen in bestimmten Zielregionen könnten
Limitierungen und Besucherlenkungen vorgenommen werden. So wird zum Beispiel
im Skigebiet Arlberg bei drohender Überlastung der Verkauf von Tagesskipässen für
jene eingeschränkt, die mit dem privaten Pkw anreisen. Tagesreisende mit einem
Kombiticket (Bahn + Piste) sind davon nicht betroffen.
Belegungs- und Verkehrssteuerung
Zur Umsetzung einer effizienten Belegungs- und Verkehrssteuerung bedarf es einer
konstruktiven Kooperation von Tourismus, Verkehr und Wirtschaft mit Unterstützung
auf Bundes- und Landesebene. Bei Spitzenbelastungen der Verkehrsinfrastruktur
braucht es neben Stauwarnungen auch automatische Umleitsysteme. Im
Tagesskitourismus wären Gruppenanreisen zu favorisieren, welche sich mit
„Tourismusmobilität in Österreich 2030‟, Studie der TU-Wien im Auftrag des BMWFW, November 2013
17
KAPITEL 3
KAPITEL 3
entsprechenden Organisationstools managen lassen (Online-Plattformen). Die
verstärkte Nutzung von „Mitfahrbörsen‟ (z. B. Kleingruppen in Pkw) oder die
Gruppenanreise per Bahn oder Bus wären weitere Steuerungsmöglichkeiten zur
Entflechtung von Reiseströmen und ein möglicher Schritt zum Ausgleich saisonaler
Schwankungen.
3.2 TOURISMUSMOBILITÄT AM URLAUBSORT
Erweiterung der regional vernetzten Mobilitätsangebote
In der Angebotsplanung und aktiven Vermarktung von Mobilitätsangeboten
sind sowohl die Bedürfnisse der Gäste als auch der einheimischen Bevölkerung
einzubeziehen. Das hebt die Akzeptanz vor Ort, erhöht die Auslastung und steigert
die Synergieeffekte mit der lokalen Ökonomie.
»
Mobilitätsangebote
für Touristen/-innen
»
Nachhaltige Mobilität kann bei besserer Kenntnis der Reisebedürfnisse
durch abgestimmte Fahrpläne und alternative Angebote, d. h. flexible,
allgemein zugängliche Verkehrsangebote vor Ort (Car- und Ridesharing,
Shuttle und Micro-ÖV-Systeme) optimiert werden. Gäste sehen
kleinräumige Mobilitätslösungen als Teil des Ferienerlebnisses.
Sie bewegen sich insbesondere in ländlichen, naturgeprägten Regionen
gerne umweltfreundlich und werten ein alternatives Verkehrsangebot
als Komfortbonus.
Anwenderfreundliche Lösungen bei der Tarif- und Buchungslogistik, wenige und komfortable Schnittstellen zwischen unterschiedlichen
Mobilitätsformen und entsprechende zielgruppenspezifische
Informations- und Marketingmaßnahmen können wesentlich zu einer
finanzierbaren, umweltfreundlichen Mobilität beitragen.
Bessere Informationsangebote für Tourist/-innen
Die Verfügbarkeit von Informationen über das Mobilitätsangebot am Urlaubsort ist
mitentscheidend für die Verkehrsmittelwahl. Dem Gast muss klar ersichtlich sein, wie
er oder sie vor Ort bestmöglich und einfach mit vorhandenen Verkehrsverbindungen
und Mobilitätsangeboten touristische Zielpunkte in der Urlaubsregion erreicht.
Maßnahmen dazu wären:
»
»
»
»
„Eigenverortung‟ der Tourismusunternehmen auf einer umfassenden
Mobilitätslandkarte (also nicht nur der Straßenkarte);
entsprechende Fortbildung der Ansprechpersonen für Tourist/-innen;
aktive, direkte Weitergabe von Informationen an den Gast;
Einbindung von Tourismusvertretern bei der Gestaltung von Informationsbroschüren zum Verkehrsangebot.
3.3NACHHALTIGE TOURISMUSMOBILITÄT
STRATEGISCH VERANKERN
Tourismusmobilität auf Bundesebene
Politische Agenda
Noch findet die Verknüpfung der Themen Tourismus, Mobilität und Umwelt in
Österreich zu wenig statt. Die Kompetenzen bei der Querschnittsmaterie Tourismusmobilität sind auf Bundesebene in verschiedenen Ministerien angesiedelt. Eine
gezielte Abstimmung der Bedürfnisse von Tourismus- und Mobilitätsverantwortlichen
wurde im Rahmen der Workshops zur Studie gefordert:
»
»
»
Bewusstsein schaffen
Es liegt im Verantwortungsbereich des Bundes, das Thema nachhaltige
Tourismusmobilität für nachgeordnete Gebietskörperschaften aufzubereiten und
zu kommunizieren. Eine breite Wahrnehmung wird dazu führen, dass nachhaltige
Tourismusmobilität Gegenstand strategischer Überlegungen in den Landesstellen
und Institutionen wird. Um die Sensibilisierung der Expert/-innen aus den
Bereichen Verkehr, Tourismus, Umwelt, Raumplanung und Regionalentwicklung
voranzutreiben, sind
» zum einen wissenschaftliche Vernetzungen im Rahmen
eines Expert/-innen-Pools anzustreben,
» zum anderen Leuchtturmprojekte zu initiieren.
Tourismusmobilität auf Landesebene
Die Länder haben eine wichtige Drehscheibenfunktion, weil sie in engem Kontakt mit
den nachgeordneten Ebenen und Institutionen stehen. Sie sind zudem zuständig für
wesentliche räumliche Rahmenbedingungen des Tourismus. Als Aufsichtsbehörde
übernehmen sie eine wichtige „Trägerfunktion‟ bei der Etablierung nachhaltiger
Tourismusmobilität. Den Ländern, insbesondere deren Verkehrs-, Umwelt-,
Raumordnungs- und Wirtschaftsabteilungen, kommen wichtige Aufgaben zu:
18
strategische Verankerung der nachhaltigen Tourismusmobilität
und periodische Evaluierung, um Fortschritte sichtbar sowie
Nachtjustierungen möglich zu machen;
Aufnahme von nachhaltiger Tourismusmobilität als Teil des
Regierungsprogramms (das bedeutet auch: Thematisierung im Rahmen der ÖROK sowie Abstimmung mit den Landesstrategien
und Programmen);
Berücksichtigung der Klima- und Energiestrategie, des Klimaschutzgesetzes, des Gesamtverkehrsplanes für Österreich,
des Masterplanes Radfahren und/oder des Umsetzungsplanes für E-Mobilität in und aus Österreich.
» Rahmensetzung durch räumliche Leitbilder und Verkehrskonzepte;
» Abstimmung zwischen den lokalen/regionalen Ansprechpartner/-innen;
» überschreitende Koordination von Ländergrenzen;
19
KAPITEL 3
KAPITEL 4
»
»
»
»
fachliche Unterstützung und Information;
Förderung innovativer Maßnahmen und Kooperationen;
Sicherstellung der Angebote des öffentlichen Nahverkehrs;
Nutzbarmachung von Wissen und Erfahrungswerten von „vor Ort‟
für Länder und Bund.
Auf dem Weg zu nachhaltiger
Mobilität im Tourismus
4
Tourismusmobilität auf örtlicher und regionaler Ebene
Der Erfolg von Umsetzungen zur nachhaltigen Tourismusmobilität wird
schlussendlich „vor Ort‟ – in den Regionen und Gemeinden – sichtbar. Das Bündel
von Maßnahmen, das von den Gemeinden, Verbänden, Tourismusbetrieben und
Mobilitätsanbietern gesetzt wird, leistet einen wesentlichen Beitrag. Im Rahmen der
örtlichen Entwicklungsplanung haben Gemeinden die Möglichkeit, die räumlichen
Rahmenbedingungen für eine funktionierende nachhaltige Tourismusmobilität zu
gestalten.
UMWELT
4.1 BERATUNGS- UND FÖRDERPROGRAMM KLIMAAKTIV MOBIL
Wirtschafts- und
Tourismusabteilungen
der Länder
Fachverbände
Verkehr
Mobilitäts-/
TourismusMobilitätsVerkehrsbüros
zentralen
TourismusUnternehmen
betriebe
Infrastrukturträger
Tourismusregionen
Destinationen
Tourist/innen
Interessengruppen*
Regionale
Wirtschaft
?
Das klimaaktiv mobil Beratungs- und Förderprogramm „Mobilitätsmanagement
für Tourismus, Freizeit und Jugend‟ wurde vom Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ins Leben gerufen, um Initiativen
im Bereich umwelt- und klimafreundlicher Mobilität in Freizeit und Tourismus zu
motivieren und zu unterstützen.
Verkehrsabteilungen
der Länder
Wirtschaftskammer
Fachverbände
Tourismus
?
Verkehrsverbünde
4.1.1BERATUNGSPROGRAMM
Ziel des Programms ist es, nachhaltige Lösungsansätze zur Reduktion von CO2Emissionen im Bereich der Mobilität zu schaffen und zu erproben. Die wirksamsten
Hebel sind dabei in erster Linie eine Verlagerung vom Pkw zum öffentlichen Verkehr
und energieeffiziente Technologien, wie z. B. der Einsatz von Elektro-Fahrzeugen.
Autofahrer- /
Mobilitätsclubs
Kleinregionen
Regionalmanagements
LEADER
(Tourismus-)Gemeinden
BMWFW
Raumordnungsabteilungen
der Länder
BMLFUW
BMVIT
ÖROK / Europäische Union / Alpenkonvention
RAUMPLANUNG / REGIONALENTWICKLUNG
Grundsätzlich geht nachhaltige Tourismusmobilität alle an: Reisende - Betriebe Verbände - Institutionen - Gemeinden - Regionen - Länder - Bund. Nur wenn die
Vertreter/-innen aller Ebenen und alle Leistungsträger gemeinsam abgestimmt
und koordiniert handeln, wird es gelingen, die tourismus-, umwelt- und verkehrspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich und nachhaltig zu
bewältigen.
20
Vorbildliche Praxisbeispiele setzen sowohl Maßnahmen bei der Anreise als auch bei der
sanften Mobilität vor Ort. Am erfolgreichsten sind jene Beispiele, die den Gästen ein
integriertes und umfassendes Maßnahmenbündel „aus einem Guss‟ anbieten können.
Die Bandbreite an Projekten reicht von Tourismusregionen bis zu Festivals, vom
einzelnen Radverleih bis zur Verbesserung der sanft-mobilen Anreise zu Ausflugszielen.
Das klimaaktiv mobil Beratungsprogramm „Mobilitätsmanagement für Tourismus,
Freizeit und Jugend‟ bietet folgende, kostenfreie Serviceleistungen:
»
»
»
Beratung bei der Suche nach geeigneten klimafreundlichen Mobilitätsmaßnahmen im Tourismus-, Freizeit- und Jugendbereich,
Unterstützung bei der Maßnahmenumsetzung durch Abschluss einer Zielvereinbarung und einer klimaaktiv mobil Projektpartnerschaft,
Unterstützung bei der Projekteinreichung im klimaaktiv mobil 21
KAPITEL 4
KAPITEL 4
Förderprogramm durch Berechnung des CO2-Effekts und Aufbereitung der Einreichdokumente,
» Unterstützung durch das klimaaktiv mobil Bewusstseinsbildungsprogramm,
» Vernetzung mit klimaaktiv mobil Projektpartnern in der Region.
sonstige unternehmerisch tätige Organisationen, Gebietskörperschaften, Vereine
und konfessionelle Einrichtungen, die CO2-relevante Maßnahmen für ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten innerhalb ihres Verantwortungsbereiches ergreifen.
Im Kapitel 6 sind ausgewählte Projekte angeführt, die im Rahmen von klimaaktiv
mobil gefördert wurden.
» Investitionen in Systeme für den öffentlichen Verkehr (z. B. Einrichtung
von bedarfsorientierten Verkehrssystemen, wie Wanderbusse,
Shuttle-Verkehr und der damit verbundenen Haltestellen, Informationssysteme), in Mobilitätszentralen, in Radverkehrsanlagen
(z. B. Rad und Fußgängerverkehrsanlagen, Verleihsysteme, Radabstellanlagen, Informationssysteme etc.), in die Umrüstung von Fuhrparks (alternative Antriebe und Elektromobilität) sowie in Bewusstseinsbildungsmaßnahmen;
» Betriebskosten der ersten drei Jahre (Lohn,- Miet-, und Transportkosten) beispielsweise für den Betrieb von Mobilitätszentralen oder von Radverleihen;
» Kosten von extern erbrachten immateriellen Leistungen,
z. B. für Mobilitäts- oder Bewusstseinsbildungskonzepte;
» Der Fördersatz kann für Gemeinden bis zu maximal 50 % und für Unternehmen bis zu maximal 30 % der förderfähigen Kosten
betragen, in Abhängigkeit der umgesetzten Maßnahmen und erzielten CO2-Emissionseinsparung.
KONTAKT
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Abteilung für Mobilität, Verkehr, Lärm
Stubenbastei 5, 1010 Wien
Dr. Veronika Holzer, MBA
Tel.: +43(0)1/515 22-1210
E-Mail: veronika.holzer@bmfluw.gv.at
www.bmlfuw.gv.at
komobile w7 GmbH
Beratungsprogramm klimaaktiv mobil für Tourismus, Freizeit und Jugend
Schottenfeldgasse 51/17, 1070 Wien
DI Dr. Romain Molitor; DI David Knapp, MA; DI Christine Zehetgruber
Tel.: +43(0)1/89 00 681
E-Mail: freizeit.mobil@komobile.at
www.freizeitmobil.klimaaktiv.at
Dazu gehören Maßnahmen, wie:
Fördervoraussetzungen
4.1.2 FÖRDERPROGRAMM
Bares Geld für neue, innovative Wege
Begleitend zu den klimaaktiv mobil Beratungsprogrammen – wie dem
Beratungsprogramm für Tourismus, Freizeit und Jugend – und ergänzend zur
Förderschiene „Betriebliche Verkehrsmaßnahmen‟ im Rahmen der Umweltförderung
im Inland (UFI) bietet das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft mit dem klimaaktiv mobil Förderprogramm attraktive
finanzielle Anreize für klimaschonendes Mobilitätsmanagement unter anderem
für die Umsetzung von innovativen bedarfsorientierten Lösungen im öffentlichen
Verkehr (z. B. Wander- und Shuttlebusse), von Radverkehrsmaßnahmen sowie
für die Einrichtung von Mobilitätszentralen, für die Umrüstung von Fuhrparks aber
auch für bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Förderung der An- und Abreise mit
öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Abwicklung der Förderung erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Landund Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft durch die Kommunalkredit Public
Consulting GmbH. Weitere Informationen unter: www.publicconsulting.at.
Wer und was werden gefördert?
Die klimaaktiv mobil Förderung im Rahmen des Beratungsprogramms für
Tourismus, Freizeit und Jugend richtet sich an Betriebe, Tourismusorganisationen,
22
»
»
»
»
»
Das Förderansuchen muss vor Projektbeginn bei der Förderstelle Kommunalkredit Public Consulting GmbH einlangen.
Der Eigenmittelanteil von Gebietskörperschaften für die zur Förderung beantragten Maßnahmen muss mindestens 25 % betragen.
Ein Verkehrs- oder Mobilitätskonzept ist vorzulegen, in dem sich die zur Förderung beantragten Maßnahmen wiederfinden.
Es müssen fundierte Angaben zu den erwarteten CO2-Einsparungen aufgrund der geplanten Maßnahmen gemacht werden.
Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen ist sicherzustellen.
Schritte zur Förderung
» Nehmen Sie Kontakt mit den Berater/-innen der klimaaktiv mobil Programme auf (siehe Kontakte)!
» Finden Sie gemeinsam mit den Berater/-innen attraktive Mobilitätsmaßnahmen und entwickeln Sie Ideen zur CO2-Reduktion!
» Werden Sie aktive/r Partner/-innen im Klimaschutz in einer klimaaktiv
mobil Partnerschaft mit dem BMLFUW!
» Reichen Sie Ihr Förderansuchen bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH ein. Die klimaaktiv mobil Berater/-innen helfen
Ihnen dabei!
23
KAPITEL 4
KAPITEL 5
KONTAKT ZUR KLIMAAKTIV MOBIL FÖRDERUNG
Kommunalkredit Public Consulting GmbH
Serviceteam Verkehr und Mobilität
Tel.: +43(0)1/316 31-716
E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at
www.publicconsulting.at
www.umweltfoerderung.at
EU
4.2 EU-FÖRDERPROGRAMME
Im Rahmen transnationaler Förderprogramme der Europäischen Territorialen
Zusammenarbeit (ETZ) konnten in den vergangenen Förderperioden wichtige
Impulse in Österreichischen Tourismusregionen gesetzt werden:
So wurden bereits vor rund 10 Jahren auf Initiative des BMLFUW und in enger
Zusammenarbeit mit dem BMWFW und dem BMVIT die „Alpine Pearls‟ (www.alpinepearls.com) im Zuge der EU-Projekte „Alps Mobility‟ und „Alps Mobility II – Alpine
Pearls‟ entwickelt. Im Projekt „Access2Mountain‟ (www.access2mountain.eu)
wurde beispielsweise die Mobilitätsplattform GSEISPUR (Siehe Kapitel 6) aufgebaut.
Und im Rahmen des Projektes TRANSDANUBE (www.transdanube.eu) wurden die
Weichen für den Lückenschluss der Radwege im Dreiländereck Burgenland/ Slowakei/
Ungarn gestellt sowie neue, zusätzliche Angebote und Bahnverbindungen für den
Radtourismus geschaffen. In einem weiteren europäischen Projekt „AlpInfoNet‟ wird
bis 2015 gemeinsam mit den Ländern Frankreich, Deutschland, Italien, Slowenien
und der Schweiz als Beobachterin ein Informationssystem für sanfte Mobilität und
Tourismus entwickelt. Die beiden Pilotregionen in Österreich sind Vorarlberg und
Osttirol.
Auch für die Förderprogrammperiode 2014 – 2020 kann davon ausgegangen
werden, dass nachhaltige Mobilitätsprojekte im Tourismus gefördert werden. Nähere
Informationen über die neuen ETZ-Förderprogramme finden Sie unter: www.oerok.
gv.at/contact-point
Verkehrsangebote in Österreich wichtige Partner im Tourismus 9
5
5.1 DIE ÖSTERREICHISCHE VERKEHRSWIRTSCHAFT
Nachhaltige Verkehrslösungen
Die heimische Verkehrswirtschaft ist um nachhaltige Verkehrslösungen bemüht.
Ganz egal, ob mit dem Flugzeug, dem Bus oder der Bahn. Mobilität ist ein wichtiger
Bestandteil unseres Lebens. Der öffentliche Verkehr gewinnt zunehmend als
Erfolgsfaktor an Bedeutung, auch im Tourismus. Durch laufende Verbesserung des
Serviceangebotes, der Technik und durch Weiterbildung der Mitarbeiter steigern
die österreichischen Personenbeförderer die Attraktivität des Angebots für den
Urlaubsgast. Nachhaltige Mobilitätslösungen im Hinblick auf die gute Erreichbarkeit
der Tourismusdestinationen oder auf die Mobilität vor Ort tragen zum gelungenen
Urlaub bei.
Intelligente Verkehrslösungen ermöglichen stressfreie An- und Abreise
Tourismusregionen können wesentlich zur erfolgreichen Weiterentwicklung nachhaltiger
Mobilität beitragen, zum Beispiel ganz einfach indem sie ihre Gäste über die öffentlichen
(bequem, sicher, stressfrei) An-, Abreise- und Ausflugsmöglichkeiten informieren.
Nachhaltige Mobilitätsangebote im Ort und in der Region schaffen einen Mehrwert
für Mensch und Umwelt. In Zukunft müssen daher die Information und die
Kommunikation über öffentliche Verkehrsanbindungen im Tourismusmarketing
noch stärker berücksichtigt werden. Von einer engen Zusammenarbeit und der
Optimierung von Schnittstellen können alle Partner nachhaltig profitieren.
Ein schöner Urlaub beginnt mit einer reibungslosen Anreise. Attraktive
Mobilitätsangebote vor Ort, um die Naturschönheiten zu entdecken oder Land und
Leute kennenzulernen, sind weitere Kriterien für einen entspannten Erholungsurlaub.
Der öffentliche Verkehr und intelligente Mobilitätslösungen gewinnen zunehmend
als Erfolgsfaktor für einen gelungenen Urlaub an Bedeutung. Die Angebote und
Kombinationen aus Mobilitätspaketen sind vielfältig: Car-Sharing, Regionalnetzkarte,
Mietfahrzeuge, Elektrofahrrad, etc. Es wird laufend in das öffentliche Verkehrsnetz
und moderne Fahrzeuge investiert.
Barrierefreie Mobilität
Attraktive Angebote
vor Ort
Auch die Adaptierung öffentlicher Verkehrsmittel mit barrierefreien Zugängen
schreitet zügig voran. Es werden Investitionen in barrierefreie Verkehrsmittel
(Niederflurwagen, mobile Rampen, behindertengerechte Seilbahngondeln etc.)
getätigt und bauliche Maßnahmen (Rampen, Lifte, Verkehrsleitsysteme) für
Menschen mit eingeschränkter Mobilität, mit Seh- oder Hörbehinderung gesetzt.
Mit der Schaffung von barrierefreien Mono-Skigebieten ist Menschen mit
eingeschränkter Mobilität auch der Zugang zum Schneesport möglich. Dank
moderner, behindertengerechter Liftanlagen, hilfsbereiter Mitarbeiter und Abfahrten
in jeder Schwierigkeitsstufe ist uneingeschränkter Pistenspaß auch für Mono9
24
Beitrag der Bundesparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich
25
KAPITEL 5
KAPITEL 5
Skifahrer möglich. Die Region Kaunertal wurde für ihr ganzjähriges barrierefreies
Aktiv-Urlaubsangebot mehrfach ausgezeichnet (z. B. Wandern, Mono-Ski,
barrierefreie Loipenstrecken, Schlittenlanglauf).
5.2 FLUGVERKEHR 10
Österreichs Verkehrsunternehmen
Österreichs Verkehrsunternehmen bieten vielfältige Leistungen auf hohem Niveau.
Jahr für Jahr steigt die Zahl der Reisenden, die öffentliche Verkehrsmittel nützen,
um komfortabel, stressfrei und umweltfreundlich ans Ferienziel in Österreich zu
kommen. Sie entgehen damit Staus, trotzen wetterbedingten Verzögerungen und
genießen stattdessen eine entspannte Reise in modernen Fahrzeugen.
Hinzu kommen Ausflugsfahrten mit nostalgischen Fahrzeugen, vorbei an pittoresken
Landschaften. Speziell für Liebhaber von historischen Schienenfahrzeugen gibt
es ein weitreichendes Angebot an Nostalgie- und Eventfahrten, wobei man hier
die Fahrzeuge je nach Wunsch selbst wählen und teilweise die Fahrtroute selbst
bestimmen kann. Heimische Seilbahnen erschließen im Winter und Sommer die
heimische Bergwelt.
Egal, ob im nächsten Urlaub Bahn, Seilbahn, Bus, Taxi oder Mietwagen, Flugzeug oder
gar Ballon benutzt werden – öffentliche Verkehrsmittel erfreuen sich zunehmender
Beliebtheit und sind die bessere Wahl.
Die heimische Verkehrswirtschaft im Überblick
Verkehrsmittel
Unternehmen
Personenbeförderungen Fahrzeugbestand
Luftfahrt
~330
26,3 Mio.
326 [nur Flugzeuge ab 5700 kg MTOM]
Schifffahrt
~400
2,9 Mio.
100
Zug
91
275 Mio.
2.287
Bus, Reisebus
~1.180
[nur Personenwägen]
600 Mio., 50 Mio. Fahrgäste
~9.500
Taxi/Mietwagen10.276
k.A.
~27.500
Seilbahnen
605 Mio.
~ 2.950 Anlagen
634
Quellen: Mitgliederstatistik WKO, Statistik Austria
Erläuterung zur Luftfahrt: Es gibt 330 Luftfahrtunternehmen (Paragleiter, Ballonfahrt-, Flughafenunternehmen), davon 88
Airline-Unternehmen, wobei auch ausländische Airlines, die in Österreich eine Niederlassung haben, mitgezählt werden.
Erläuterung zur Schifffahrt: In der Statistik werden auch Häfen und teilweise Segelschulen und Anlegestellen in der Statistik
mitgezählt. Beim Fahrzeugbestand von 100 werden nur gewerbliche Boote gezählt, keine Sportboote oder Schwimmkörper.
NIKI Luftfahrt, Ernst Kainerstrofer
Die Luftfahrt ist ein ganz wesentlicher Faktor für den Tourismus. Ein beachtlicher
Anteil der Touristen reist mit dem Flugzeug an, das dadurch über die letzten
Jahrzehnte zu einem Massenverkehrsmittel wurde. Weltweit wählen über die
Hälfte der jährlich einer Milliarde Reisenden das Flugzeug, um an ihr Urlaubsziel zu
kommen. Laut Prognosen wird diese Zahl jedes Jahr um weitere 5 % zulegen.
Durch Innovationen der Luftfahrtindustrie kommen laufend immer effizientere
Flugzeuge auf den Markt. Sie weisen einen geringeren Treibstoffausstoß auf und
benötigen weniger Sprit. Zudem wird die Entwicklung alternativer Flugkraftstoffe,
die aus verschiedenen Rohstoffen, wie z. B. Energiepflanzen, die nicht in
Nahrungsmittelkonkurrenz stehen, u. a. Jatropha, Leindotter, Algen, forciert (z. B.
Lufthansa Projekte burnFAIR, Pure Sky, AIREG). Die Attraktivität des Angebotes
wird ständig erhöht, sei es durch neue Möglichkeiten im Bereich des In-FlightEntertainments, der Internetnutzung, des gastronomischen Angebots oder durch
Duschen im Premium-Segment bei Langstreckenflügen.
In Europa kämpft die Luftfahrt mit verschiedensten Problemen: Wettbewerbsverzerrungen im Vergleich zu anderen Anbietern aus Drittstaaten durch teilweise
staatliche Förderungen, Protektionismus, etc. erschweren die Möglichkeiten und
Konditionen für die europäischen Airlines. Deshalb stagniert der Flugverkehr in
Europa kurzfristig. Besonders schwierig ist die Situation für die Luftfahrt durch
den Alleingang der Europäischen Union im Bereich des Emissionshandels für die
Luftfahrt. Hier gibt es derzeit keine Einigung mit Drittstaaten. Bis 2016 soll es
eine Entscheidung für eine weltweite Lösung geben, die dann bis 2020 umgesetzt
werden soll.
E
2011 wurde in Österreich die Flugabgabe eingeführt. Österreich ist eines der wenigen
Länder (auch D, GB), das diese Steuer einheben muss. Damit werden empfindliche
Wettbewerbsnachteile geschaffen. Durch die Flugabgabe werden speziell die
österreichischen Regionalflughäfen, die ohnedies mit ihren Rahmenbedingungen zu
kämpfen haben, gefährdet: Ein Ausweichen auf Flughäfen ins benachbarte Ausland
und damit ein Wechsel der Urlaubsdestination ins Ausland stehen im Raum. Dies
bedeutet somit auch eine direkte Gefährdung für die Tourismuswirtschaft. Die
Abschaffung der heimischen Flugabgabe würde gemäß einer Studie von Oxford
Economics Österreich einen Passagierzuwachs von 1,1 Millionen Passagieren, einen
10
26
B777-mit Tower, Austrian Airlines Group
Beitrag der Berufsgruppe Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich
27
KAPITEL 5
KAPITEL 5
zusätzlichen BIP-Beitrag von 229 Millionen Euro und 3.360 zusätzliche Arbeitsplätze
pro Jahr bringen.
Die Luftfahrt verursacht rund 2 % des Schadstoffausstoßes im Verkehr. Obwohl
sich absehbar kurzfristig keine Alternative zu Kerosin als Treibstoff abzeichnet,
werden die Luftfahrzeuge immer umweltfreundlicher und reduzieren ihren Treibstoffverbrauch durch technologische Optimierung vorbildhaft.
Ein wichtiger Schritt in Richtung Optimierung und Effizienz wäre auch die
Umsetzung des von der EU projektierten „Single European Sky‟: Durch die Reduzierung der derzeit 38 europäischen Luftkontrollräume könnten rund 5 Mrd. Euro
pro Jahr eingespart, die Flugstrecken um ca. 50 km pro Flug reduziert und damit
der Schadstoffausstoß um weitere 10 % gedrosselt werden.
Start frei in die schönsten Wochen des Jahres
Auch die Intermodalität, die gerade für den Tourismus in Österreich besondere
Bedeutung hat, spielt hier eine wichtige Rolle: Das Zusammenspiel von Luftfahrt,
Bahn und Bus ermöglicht optimale und nachhaltige, schonende Reisevarianten.
5.3 DIE ÖSTERREICHISCHEN BUNDESBAHNEN „ALLES AUF SCHIENE‟ 11
Ein perfekter Urlaub sollte möglichst früh beginnen – am besten bereits während der
Anreise. Um dies zu erreichen, stimmen die ÖBB ihre Angebote in ganz Österreich
optimal aufeinander ab und garantieren so möglichst angenehme Reise- und
Umsteigezeiten.
Mit railjet, InterCity (IC), EuroCity (EC), ICE und EuroNight sind im ÖBB-Fernverkehr fünf schnelle und komfortable Zugtypen unterwegs. Sie verkehren zwischen
den größten Städten der Nachbarländer und Österreich und bieten attraktive
Direktverbindungen an, z. B. aus Hamburg, Berlin, Hannover, Stuttgart, München,
Zürich, Verona, Prag, Budapest, Warschau, Ljubljana und Zagreb.
Auch im Nah- und Regionalverkehr kommt eine ganze Reihe unterschiedlicher
Fahrzeuge zum Einsatz – zum Beispiel Doppelstockzüge oder Talent-Triebwagen.
Der ÖBB-Postbus wiederum übernimmt die Aufgabe, die Fahrgäste die letzten Meter
vom Bahnhof zum eigentlichen Urlaubsziel zu bringen. Dafür, dass den Urlaubern
auch vor Ort nie langweilig wird, sorgen schließlich die Dampf-, Erlebnis- und
Radlerzüge der ÖBB und ihrer Partner.
Scotty – der mobile Fahrplan für ganz Österreich
ÖBB - Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Österreichweite Tür-zu-Tür-Auskunft für öffentliche Verkehrsmittel, komfortabel per
Mausklick oder App – das bietet Scotty, der elektronische Routenplaner der ÖBB.
Die Suche ist dabei entweder über Eingabe von Adresse oder Haltestelle oder über
eine Österreichkarte möglich. Scotty ist ein intelligentes Service, das auch immer
mehr Hotels nutzen, um ihre Gäste bei der Planung von An-/Abreise und Ausflügen
zu unterstützen. Wenn auch Sie Scotty auf Ihrer Homepage einbetten wollen,
finden Sie alle notwendigen Infos dazu unter www.oebb.at/de/Reiseplanung/
Fahrplanauskunft.
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 469 Millionen
Fahrgäste und 109,3 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms
Einfach, bequem und kostengünstig: Reisen mit Bahn und Rad
stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehören
„Regio-Biking‟ ist der Überbegriff für die Mitnahme von Fahrrädern im Nah- und
Regionalverkehr. Die Verladung der Räder muss dabei durch die Fahrgäste selbst
erfolgen, das Stellplatz-Kontingent pro Zug ist limitiert. Bei EURegio-Tickets nach
Tschechien, Ungarn oder in die Slowakei ist die Fahrradbeförderung bei Zügen mit
Radfahrsymbol im Fahrplan im Fahrkartenpreis inkludiert.
mit 95,9 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen
39.513 Mitarbeiter/-innen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.761 Lehrlinge) dafür, dass täglich
rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns
ist die ÖBB-Holding AG.
11
28
Beitrag der ÖBB-Personenverkehr AG, Marketing & Kommunikation
29
KAPITEL 5
KAPITEL 5
Keine Sorgen mit dem Gepäck
Das Angebot der ÖBB rund um den Gepäcktransport kann sich sehen lassen:
Kofferkulis erleichtern auf den meisten Bahnhöfen den Transport des Gepäcks zum
Zug. Bei Buchung eines „BahnTaxis‟ bringt es der Fahrer sogar direkt zum Waggon.
Und beim „Haus-Haus-Gepäck PLUS‟ wird das Gepäck direkt zuhause abgeholt und
reist schon voraus an den Urlaubsort.
Ein reservierter Sitzplatz zahlt
sich aus
Die Reservierung eines Sitzplatzes
gibt es ab € 3,- pro Person/Richtung.
Buchung am Fahrkartenschalter,
im Internet oder beim ÖBBKundenservice 05-1717. Mit der
„VORTEILSCARD Family‟ erhalten
Eltern für bis zu zwei kostenlos
mitreisende Kinder (bis 15 Jahre)
eine
Gratis-Sitzplatzreservierung,
ebenso Gruppen ab 10 Personen
und „ÖSTERREICHCARD‟-Besitzer.
Das „Einfach-Raus-Radticket‟ ist ein Gruppenticket für zwei bis fünf Personen und
ihre Fahrräder. Es gilt in den Zügen des Nah- und Regionalverkehrs der ÖBB und
der Raaberbahn am gewählten Tag (Mo-Fr 9 bis 3 Uhr des Folgetages. Sa/So/FT
ganztägig bis 3 Uhr des Folgetages). Mehr Infos unter www.oebb.at.
Im Fernverkehr ermöglicht „Intercity Biking‟ die Fahrradmitnahme in vielen Zügen
auch im grenzüberschreitenden Verkehr, wobei eine Platzreservierung sowie ein
Ticket für Intercity-Biking erforderlich sind.
Reisende mit besonderen Bedürfnissen
Um den besonderen Bedürfnissen von Fahrgästen mit Mobilitätseinschränkung
so weit wie möglich entgegenzukommen, haben die ÖBB auf den Bahnhöfen wie
auch in den Zügen eine Reihe von Hilfestellungen vorgesehen. Speziell geschulte
Mitarbeiter/-innen unterstützen vor Ort und auf Wunsch auch bereits im Vorfeld bei
der Planung der Reise. Mehr Infos beim ÖBB-Kundenservice 05-1717.
Wenn auch Auto/Motorrad
mit in den Urlaub wollen …
Unabhängigkeit von Wetter und schlechten Straßen:
Mit dem Autoreisezug reist man gemütlich und sicher
mit dem Zug ins Urlaubsdomizil und hat Auto oder
Motorrad trotzdem vor Ort zur Verfügung. Während
der Sommerreisezeit bieten die ÖBB zusätzlich zu
den täglichen Verbindungen innerhalb Österreichs
und nach Deutschland auch Autoreisezüge nach
Italien an.
Schlafend durch die Nacht reisen
Ob für einen City-Trip, eine Urlaubsreise oder auch einen Tagesausflug – im Schlafoder Liegewagen reist man nicht nur sicher durch die Nacht – man kommt vor allem
am Morgen auch ausgeruht und fit am Ziel an. So kann man gleich richtig in den
Urlaub starten!
30
Abheben mit den Airport Shuttles
In einigen Bundesländern bieten die ÖBB schnelle S-Bahn-Verbindungen zwischen
der Landeshauptstadt und den entsprechenden Airports – zum Beispiel in Wien,
Klagenfurt oder auch Graz.
5.3.1 SCHNELL UND EINFACH ZUM RICHTIGEN TICKET
Bahntickets gibt es bei Personenkassen, Fahrkartenautomaten sowie bei manchen
Bahnhöfen auch in BahnStores – hier erhält man zusätzlich auch Getränke, Snacks
und Produkte des täglichen Bedarfs. Die 17 Reisebüros am Bahnhof in ganz
Österreich bieten Pauschalreisen aller Reiseveranstalter sowie eine große Auswahl
an kompletten Bahnreisepackages. Die exklusiven ÖBB Lounges in sieben Bahnhöfen
österreichweit ermöglichen mit einem 1.-Klasse-Ticket entspanntes Warten bei
Kaffee und Zeitung bis zur Abfahrt.
Elektronischer Ticketverkauf
Die Buchung von Online-Tickets ist via www.oebb.at, SMS Handy-Ticket oder über
die ÖBB-Ticket App möglich. Telefonisch können Tickets über das ÖBB-Kundenservice 05-1717 gebucht werden, die Abholung des bestellten Tickets kann dann
bequem vor der Abfahrt z. B. am Fahrkartenautomaten erfolgen.
Ticketverkauf im Zug
Auf Selbstbedienungsstrecken im Nahverkehr muss man Tickets grundsätzlich vor
dem Einstieg kaufen. In Fernverkehrszügen ist der Kauf mit einem kleinen Aufpreis
von € 3,- auch im Zug beim Zugbegleiter möglich. In Bussen ist das Ticket beim/
31
KAPITEL 5
KAPITEL 5
bei der Fahrer/-in erhältlich. Für Gruppenreisen ab 15 Personen helfen die ÖBBKundenberater/-innen als persönliche Ansprechpartner/-innen.
Bahnhof „in the City‟
In immer mehr Bundesländern gibt es den „Bahnhof in der City‟. Er bietet in den
Zentren der Orte ÖBB-Services, Beratung und Ticketverkauf durch ÖBB-Partner.
Auch ausgewählte Reisebüros und ÖBB-Partner offerieren ÖBB-Angebote.
Mehr Service für Senioren
Unter dem Titel „Senior Mobil‟ bieten in
mehreren Bundesländern speziell geschulte
ÖBB-Seniorenmobilitätsberater/-innen
älteren Personen Rat und Hilfe bei allen
Fragen rund um die Reise mit den ÖBB – vom
Ticketkauf am ÖBB-Fahrkartenautomaten
bis zum Finden der besten Bahnverbindung.
ÖBB SparSchiene Österreich
Mit der „ÖBB SparSchiene Österreich‟ ab nur € 9,- staufrei, stresslos und
umweltfreundlich ganz Österreich entdecken. Einfach auf www.oebb.at auf „Ticket
buchen‟ klicken, Verbindung abfragen und schon sieht man, ob noch „SparSchieneTickets‟ verfügbar sind.
ÖBB EURegio Ticket
Unser Beitrag zur Völkerverständigung: Die „ÖBB EURegio-Angebote‟ eignen sich
ideal für kleine Ausflüge über die Grenze in die Nachbarländer Tschechien, Ungarn
und Slowakei – bequem mit Rückfahrt und Fahrradmitnahme. Mehr Infos unter
www.oebb.at.
ÖBB Einfach-Raus-Ticket
Das ideale Gruppen-Ticket für Ausflüge: Gültig für 2 - 5 Personen in den Zügen des
Nah- und Regionalverkehrs der ÖBB und der Raaberbahn am gewählten Tag (Mo-Fr
9 bis 3 Uhr des Folgetages. Sa/So/FT ganztägig bis 3 Uhr des Folgetages). Mehr
Infos unter www.oebb.at.
ÖBB Kombiticket
Die Kombitickets von ÖBB Rail Tours
verbinden zum besonders günstigen
Fixpreis eine Bahnfahrt mit einem
Veranstaltungsangebot vor Ort – zum
Beispiel einer Eintrittskarte zu einem
Kultur- oder Sportevent. Mehr Infos unter
www.oebb.at/kombitickets.
5.3.2UNTERWEGS AM URLAUBSORT
ÖBB-Personenverkehr AG
Die ÖBB-Personenverkehr AG ist Österreichs größter Mobilitätsdienstleister. Rund
2.900 Mitarbeiter/-innen in 4.000 Zügen und 30.000 Buskursen sorgen mit ihrer
Arbeit rund um die Uhr und bei jedem Wetter dafür, dass über eine Million Fahrgäste
pro Tag sicher und verlässlich an ihr Ziel kommen.
ÖBB VORTEILSCARD
Ein ganzes Jahr lang schnell, bequem und
günstig reisen mit der VORTEILSCARD.
Sie garantiert bis zu 50 % Ermäßigung
auf ÖBB-Tickets und ist in ganz Österreich
unabhängig von Zuggattung oder Wagenklasse gültig. Das inkludierte RAILPLUS
bietet zusätzlich 25 % Ersparnis auch bei
Bahnreisen ins Ausland. Mehr Infos unter
www.oebb.at/vorteilscard.
ÖBB ÖSTERREICHCARD
Einfach in den nächsten Zug steigen und
losfahren. So oft man möchte und ohne
ein Ticket zu kaufen – ein ganzes Jahr lang
unterwegs mit der Bahn ab nur € 4,50/Tag,
für alle unter 26 sogar für nur € 2,80/Tag.
Die ÖSTERREICHCARD gibt es für die 1.
oder 2. Klasse und ist in allen Zügen der
ÖBB sowie auf einigen österreichischen
Privatbahnen gültig. Mehr Infos unter www.
vorteilscard.oebb.at.
32
ÖBB-Postbus
Die ÖBB-Postbus GmbH ist mit knapp 3.900 Mitarbeiter/-innen und fast 240 Mio.
Fahrgästen pro Jahr Marktführer im öffentlichen Regionalverkehr auf Österreichs
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KAPITEL 5
Straßen. Das Unternehmen betreibt 2.100 moderne Busse, die flächendeckend auf
mehr als 1.000 Linien rund 30.000 Kurse bedienen.
ÖBB ErlebnisBahn
Als der führende Spezialist für Ausflugszüge bringt die „ÖBB ErlebnisBahn‟ ihre
Fahrgäste rund ums Jahr zu den schönsten Plätzen Österreichs. Im regelmäßigen
Fahrbetrieb wie auch als Charterfahrzeuge stehen Nostalgie- und Dampfzüge sowie
viele weitere Raritäten zur Verfügung. Mehr Infos unter www.erlebnisbahn.oebb.at.
Tourismuskarten-Kooperationen
Das Urlaubs-Auto wartet: CarSharing/Zipcar (W, NÖ, OÖ, S, St, K, T, V)
So einfach und bequem war umsteigen noch nie! Mit dem österreichweiten Netz
von „CarSharing/Zipcar‟ ist man völlig unabhängig vom privaten Pkw und hat
dennoch jederzeit bei Bedarf ein Fahrzeug zur Verfügung. Einfach vorbuchen und
gemütlich mit der Bahn zum Zielort fahren - am gewählten Standort wartet bereits
das reservierte CarSharing-Fahrzeug. Mehr Infos unter www.carsharing.at.
Übrigens:
Eine VORTEILSCARD Mobil bzw. ÖSTERREICHCARD
fungiert als elektronischer Schlüssel zu den CarSharing-Fahrzeugen.
In vielen Regionen Österreichs bestehen enge Kooperationen der ÖBB mit
regionalen und lokalen Tourismuspartner/-innen – so z. B. bei der Neusiedler See
Card, der Kärnten Card, dem Tennengauticket oder der Bregenzerwald Gäste-Card.
Urlaubszeit sparen mit der Autoschleuse Tauernbahn
Die kürzeste Verbindung zwischen Salzburg und Kärnten ist die Autoschleuse
Tauernbahn der ÖBB. Sie verbindet im Stundentakt das Gasteinertal mit dem Mölltal
und ist eine perfekte Alternative zur Tauernautobahn. Mehr Infos unter www.oebb.at.
Beste Verbindungen zwischen Kärnten und Italien
Die MICOTRA-Züge verbinden Kärnten mit Friaul-Julisch-Venetien. Sie bieten bis zu
150 Fahrgästen Platz, verfügen über einen Waggon für den Radtransport und sind
deshalb eine beliebte Ergänzung zum Ciclovia Alpe Adria Radweg. Mehr Infos unter
www.kärnten.oebb.at.
Wien am Rad entdecken
Bequem direkt an den Wiener Bahnhöfen warten die bekannten Citybikes auf
sportliche Wien-Besucher/-innen. Einmal im Internet anmelden und schon kann
man das Bike an jeder der mehr als 110 Bike-Stationen beliebig ausleihen und
zurückgeben.
Zusätzlicher Anreiz:
Die erste Stunde ist immer gratis!
Mehr Infos unter www.citybikewien.at
Die Bahn auf der Straße
Die ÖBB Intercitybusse bieten mit 1. und 2. Klasse, WC und Klimaanlage den
Komfort der Bahn im Bus und garantieren so eine rundum entspannte Reise. Sie
verkehren mehrmals täglich zwischen Graz und Klagenfurt, Klagenfurt und Venedig
sowie Venedig und Lido di Jesolo. Mehr Infos unter www.intercitybus.oebb.at.
Gemeinsam stark in den Regionen
Bereits lange Tradition haben viele Kooperationen von Privatbahnen mit den ÖBB
in ganz Österreich. Ob die bekannte Zillertalbahn, die Wiener Lokalbahnen oder
auch die Montafonerbahn – sie und noch viele mehr sind seit langen Jahren Partner
im Bemühen der ÖBB, den Fahrgästen ein möglichst umfassendes Bahnnetz zur
Verfügung stellen zu können.
Österreich sportlich entdecken mit nextbike
Die beste Kombination von Schiene und Wadeln: nextbike bietet in Kooperation mit
den ÖBB Fahrrad-Vergnügen für nur € 1,- pro Stunde bzw. € 8,- für 24 Stunden.
Fahrrad-Verleihstellen gibt es in Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich,
Salzburg und Vorarlberg. Mehr Infos unter Tel. 02742-229901 oder www.nextbike.at.
Tipp:
Mit der ÖBB VORTEILSCARD ist die erste Stunde gratis!
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KAPITEL 5
KAPITEL 5
PRIVAT
5.4PRIVATBAHNEN IN ÖSTERREICH UND
IHRE BEDEUTUNG FÜR DEN TOURISMUS 12
Der Begriff Privatbahnen ist als Bezeichnung für Eisenbahnen außer den ÖBB
historisch gewachsen. Viele der sogenannten Privatbahnen sind aber zum Teil oder
zur Gänze im Eigentum von Gebietskörperschaften. 13
MARIAZELLER BAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)2742/360 990-99
E-Mail: info@noevog.at
www.noevog.at/mariazellerbahn
Fotos: noevog/weinfranz.at
In die rund 85 km lange Schmalspurbahn (760 mm Spurweite) von St. Pölten in den Wallfahrtsort Mariazell wurde in jüngster Zeit viel investiert. Neun neue Niederflur-Elektrotriebwagenzüge, genannt die
Himmelstreppe, wurden beschafft, im Juni 2014 wurden Panoramawagen dazu ausgeliefert. Es wurde
aber auch in die Strecke und in die Sicherheitstechnik investiert, um kürzere Fahrzeiten zu erreichen.
Außerdem wurde ein neues Fahrgastinformationssystem installiert. Zudem wird der Ticketverkauf auch
BURGENLAND
im Internet angeboten. Für den Nostalgieverkehr bleiben die alten Waggons der „Ötscherbärgarnitur‟,
abwechselnd gezogen von einer mehr als 100 Jahre alten E-Lok bzw. Dampflok erhalten. Mostviertel
Tourismus bietet gemeinsam mit der Mariazellerbahn Packages zur Niederösterreichischen Landesausstellung an, die für 2015 gebucht werden können. Touristische Packages werden aber auch auf der NÖVOG-Homepage bzw. im Ticketshop angeboten.
RAABER BAHN (GYSEV)
Kontakt
Tel.: +43(0)2687/622 24-125
E-Mail: office@raaberbahn.at
www.raaberbahn.at
Foto: www.raaberbahn.at
Die Raaberbahn ist sowohl in Westungarn als auch in Ostösterreich tätig und betreibt ein ca. 511 km langes
und laufend modernisiertes Eisenbahnnetz. Auf der Strecke der Neusiedler Seebahn zwischen Neusiedl am See
und Fertőszentmiklós ist die Raaberbahn AG ebenfalls betriebsführendes Unternehmen. Die Leistungen der
Raaberbahn im Personenverkehr sind sowohl für den Alltagsverkehr als auch für den Radtourismus bedeutend.
In Ungarn verkehren Reisezüge der Raaberbahn bis Budapest und Szentgotthárd. In Österreich bedient sich die
Raaberbahn bei ihren bis Wien verkehrenden Zügen (noch) den Reisezuggarnituren der ÖBB. Tariflich sind die
österreichischen Strecken der Raaberbahn in den Verkehrsverbund Ostregion (VOR) und in das Fahrkartenangebot der ÖBB integriert. So gelten unter anderem auch die ÖBB-Vorteilscard, das Einfach-Raus-Ticket sowie das
Einfach-Raus-Radticket.
Tipp: Für Urlaubsgäste in der Region Neusiedler See besonders vorteilhaft ist die Neusiedler See Card:
Diese kostenlose Gästekarte schließt die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Region, darunter
der Neusiedler Seebahn ein: www.neusiedlersee.com/de/service/nsc/oeffentlicherverkehr/1
NIEDERÖSTERREICH
Eine touristisch interessante Kombination stellen der Traisentalradweg und die Mariazellerbahn dar: In
den neuen Triebwagen können je nach Ausführung 12 oder 27 Fahrräder mitgenommen werden. Eine
Reservierung von Fahrradplätzen ist ebenfalls im Internet möglich und wird empfohlen. Die Gästekarte
des Mostviertels „Wilde Wunder Card‟ bietet einmalig auf der Mariazeller Bahn 50 %, die Niederösterreichcard 20 % Ermäßigung.
REBLAUS-EXPRESS: RETZ – DROSENDORF
Kontakt
Tel.: +43(0)2742 /360 990-99
E-Mail: info@noevog.at
www.noevog.at/reblausexpress
Fotos: noevog/Werner Prokop
Der Reblaus-Express verkehrt an Samstagen, Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis 26. Oktober und
verbindet Retz im Weinviertel mit dem rund 40 km entfernten Drosendorf im Waldviertel. Die Fahrradmitnahme im Zug ist gratis (bitte Gruppen über acht Radler/-innen anmelden). Im renovierten Heurigenwaggon werden neben Wein und alkoholfreien Getränken auch regionale Schmankerl angeboten. Wer
die guten Weine sorglos genießen will, sollte in der Region nächtigen oder mit den Taktzügen aus Wien
(Fahrzeit nach Retz eine gute Stunde) anreisen.
NIEDERÖSTERREICHISCHE VERKEHRSORGANISATIONSGESELLSCHAFT (NÖVOG)
Kontakt
Tel.: +43(0)2742/360 990-99
E-Mail: info@noevog.at
www.noevog.at
Das Land Niederösterreich hat im Jahr 2010 insgesamt rund 620 km Regionalbahnen von den ÖBB übernommen. Während die Einstellung einiger Strecken, u. a. der Ybbstalbahn, der Thayatalbahn und des alltäglichen
Bahnverkehrs in der Wachau von Bürgerinitiativen und vielen Fachleuten kritisch beurteilt wird, gibt es auf den
nachfolgend vorgestellten Strecken der NÖVOG attraktive touristische Angebote.
Beitrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, Abteilung Wege- und externe Kosten,
Maut, Verkehr und Umwelt, DI Ernst Lung
siehe auch www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/privatbahnen/betriebe/index.html
SCHNEEBERGBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)2742/360 990-99
E-Mail: office@schneebergbahn.at
www.schneebergbahn.at
Fotos: noevog/Werner Prokop, noevog/Weinfranz.at
Die meterspurige Zahnradbahn überwindet auf ihrer 9,85 km langen Strecke von Puchberg auf den Hochschnee-
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KAPITEL 5
KAPITEL 5
OBERÖSTERREICH
berg 1219 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 197 Promille. Die Bergstation liegt auf rund 1800
Meter See­höhe und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wan­de­rungen. Die Dampfloks (Baujahre 1896 – 1900)
stammen aus der Eröffnungszeit der Bahn, die Gesamtstrecke wurde im Sep­
tember 1897 eröffnet. Im Jahr
1999 wurden, um der starken Nachfrage zu begegnen, mo­derne Diesel-Triebwagenzüge beschafft. Die Schnee­
bergbahn ist in der Regel von Ende April bis Ende Oktober täglich in Betrieb.
WACHAUBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)2742/360 990-99
E-Mail: info@noevog.at
www.noevog.at/wachaubahn
Foto: noevog/Schendl
Zwischen uraltem Mauerwerk, Weingärten und blühenden Böschungen hat sich die Wachau ihr Wesen bewahrt.
Die Wachaubahn verkehrt hier schon seit 1909 – und verbindet heute Krems mit Emmersdorf (gegenüber von
Melk, Streckenlänge ca. 36 km). Durch die Trassierung in Hanglage ergeben sich tolle Ausblicke in die Weltkulturerbelandschaft. Die Wachaubahn verkehrt mit drei Zügen je Richtung an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
von April bis zum 26. Oktober sowie täglich von Ende Juni bis Ende September. In der Wachaubahn werden
Fahrräder kostenlos mitgenommen, für Gruppen ab fünf Personen wird eine kostenlose Reservierung empfohlen.
Die Wachaubahn bietet auch touristische Packages an, beispielsweise Kombitickets mit Bahn & Schiff.
SCHAFBERGBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)6138/22 32-0
E-Mail: berg.schiff@schafbergbahn.at
www.schafbergbahn.at
Die Zahnradbahn ist seit 1893 in Betrieb und wird von Dampfloks aus
den Jahren 1893, 1894 und vier modernen Nachbau Dampf-Loko- Foto: www.schafbergbahn.at
motiven aus 1992 und 1995, zwei Dieseltriebwagen aus 1964 und einer dieselelektrischen Lokomotive (Baujahr
2010) befahren. Auf einer Streckenlänge von 5,85 km wird ein Höhenunterschied von 1190 Metern bewältigt,
die maximale Steigung beträgt 26 %. Die Bergstation liegt auf nahezu 1800 Meter Seehöhe. Die Schafbergbahn
ist von Ende April bis 26. Oktober täglich in Betrieb, grundsätzlich wird mit Dampf gefahren, Dieselzüge werden
als Verstärker eingesetzt. Die Schafbergbahn arbeitet eng mit der Wolfgangsee-Schifffahrt zusammen, beide
sind Unternehmen der Salzburger Lokalbahnen. Daher werden auch attraktive Kombitickets für Bahn und Schiff
angeboten, wobei eine Nächtigung am Schafberg ein traditionelles Highlight ist. Montags ist Senioren/-innen-Tag
und freitags Familientag mit erheblichen Ermäßigungen.
STERN & HAFFERL VERKEHRSGESELLSCHAFT
Kontakt
Tel.: +43(0)7612/795 200-0
E-Mail: service@stern-verkehr.at
www.stern-verkehr.at
WALDVIERTELBAHN
Foto: Fa. Vossloh/www.stern-verkehr.at
Kontakt
Tel.: +43(0)2742/360 990-99
E-Mail: info@noevog.at
www.noevog.at/waldviertelbahn
Foto: noevog/Knipserl.at
Im oberen Waldviertel steht ein ganzes Netz von 760 mm Schmalspurbahnen dem touristischen Verkehr zur
Verfügung. Der 43 km lange südliche Teil der Waldviertelbahn führt von Gmünd über Weitra, den Waldviertler Semmering nach Groß Gerungs. Der nördliche Streckenabschnitt führt von Gmünd über rund 25 km nach
Litschau, in Altnagelberg zweigt die 13 km lange Strecke nach Heidenreichstein ab. Die Bahnen verkehren von Mai bis Oktober, auf der Strecke nach Heidenreichstein von Juli bis September.
Die Fahrradmitnahme in den Zügen der Waldviertelbahn ist kostenlos. Es werden auch Dampffahrten zu
speziellen Terminen angeboten.
Tipp zu den Bahnen der NÖVOG:
Die Niederösterreich-Card (siehe www.niederoesterreich-card.at/) um € 54,- pro Jahr, Verlängerung
€ 49,-, bietet 20 % Ermäßigung auf der Mariazellerbahn sowie eine einmalige Freifahrt pro NÖ-Card
und Jahr mit den Dieselzügen der Schneebergbahn, der Waldviertelbahn, der Wachaubahn und mit dem
Reblaus Express.
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Die Privatfirma Stern & Hafferl betreibt folgende Bahnen:
• Linzer Lokalbahn (LILO): Linz – Eferding- Niederspaching – Peuerbach/ Neumarkt-Kalham,
Länge insgesamt ca. 59 km
• Lokalbahn Lambach – Vorchdorf-Eggenberg (Vorchdorfer Bahn), ca. 15 km
• Lokalbahn Gmunden Seebahnhof – Vorchdorf-Eggenberg (Traunseebahn), Länge ca. 15 km
• Lokalbahn Vöcklamarkt – Attersee (Attergaubahn), ca. 14 km
• Gmundner Straßenbahn, ca. 2,32 km: die „kleinste Straßenbahn‟ der Welt - wird in einem
aktuellen Projekt mit der Lokalbahn Vorchdorf – Gmunden zu einer modernen Stadt-Regio Tram
zusammengelegt, die 2017 den Betrieb aufnehmen soll.
Alle Bahnen von Stern & Hafferl werden elektrisch betrieben und haben sowohl Bedeutung für den Schul- und
Berufspendelverkehr als auch für den touristischen Verkehr. Auf der Linzer Lokalbahn und auf der Traunseebahn
Gmunden – Vorchdorf werden Niederflurfahrzeuge eingesetzt. Außerdem gibt es für Eisenbahnfreunde/-innen
gut erhaltene Nostalgiefahrzeuge. Im Planverkehr gelten die Tarife des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes, siehe www.ooevv.at/
Die Fahrradmitnahme nach Maßgabe des verfügbaren Platzes ist zum Preis von derzeit € 1,50 je Richtung
möglich: LILO: max. acht Räder: Voranmeldung erbeten, Lokalbahn Vöcklamarkt – Attersee: vier Räder pro
Zug, nach Voranmeldung bis zu zehn, Gmunden – Vorchdorf: max. vier Räder in den Multifunktionsabteilen der
aktuell eingesetzten Niederflurfahrzeuge, Lambach – Vorchdorf nach Voranmeldung sechs Fahrräder.
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KAPITEL 5
KAPITEL 5
Hervorzuheben sind originelle touristische Angebote, unter anderem:
• Bratlzug auf der Traunseebahn, mit der Bahn zum Bier
• Hobbylokführer
• Mit Mariculix zu den Kelten
• Schiff-Bummelzug-Nostalgie, Erlebnisfahrt mit Schiff & Attergaubahn
• Nostalgiefahrten mit der kleinsten Straßenbahn der Welt
Neben diesen Angeboten für Individualtourist/-innen gibt es zusätzliche Angebote für Gruppen. Für einzelne Angebote z. B. Bahn-Schiff-Rundreise am Attersee gibt es mit der Salzkammergut–Card Ermäßigungen.
Das Unternehmen Stern & Hafferl betreibt auch Buslinien- und Stadtverkehre, ein Busreiseunternehmen mit
mehreren Reisebüros sowie die Attersee-Schifffahrt (www.atterseeschifffahrt.at) und die Altaussee-Schifffahrt
(www.altausseeschifffahrt.at).
Ostermiething in Bau, die im Dezember 2014 in Betrieb genommen wird. Die Netzlänge beträgt nach Fertigstellung der Verlängerung ca. 35 km. Die Salzburger Lokalbahn ist eine moderne S-Bahn mit 30 Minuten Taktverkehr. Zum Teil wurden in die Elektrotriebwagen Niederflurmittelteile eingebaut.
Für den Tourismus interessant sind vor allem Nostalgiezüge sowie die Städte Oberndorf und Laufen an der
Salzach. Die Fahrradmitnahme ist möglich, wenn im Zug genügend Platz vorhanden ist (Preis € 1,30).
STEIERMARK
GRAZ-KÖFLACHER BAHN UND BUSBETRIEB GMBH (GKB)
SALZBURG
Kontakt
Tel.: +43(0)316/59 87-0
E-Mail: office@gkb.at
www.gkb.at
PINZGAUER LOKALBAHN
Foto: www.gkb.at/HP Paschinger
Kontakt
Tel.: +43(0)6542/575 005 952
E-Mail:pinzgauerlokalbahn@salzburg-ag.at
www.pinzgauer-lokalbahn.info
Fotos: www.pinzgauer-lokalbahn.info
Die rund 54 km lange Schmalspurbahn
(760 mm Spurweite) verbindet Zell am See mit Krimml und erschließt zahlreiche bedeutende Tourismusdestinationen (Nationalpark Hohe Tauern mit Besucherzentrum in Mittersill, Krimmler Wasserfälle, Wildkogel
u. a.). Die Bahn wurde 1898 eröffnet und nach schweren Hochwasserschäden im Jahr 2005 im Abschnitt
Mittersill – Krimml abschnittsweise neu errichtet. Im Juli 2008 wurde die Bahn vom Land Salzburg von den
ÖBB übernommen, die Betriebsführung erfolgt durch die Salzburger Lokalbahn. Die Bahn stellt sich heute als
modernes Regionalverkehrsunternehmen mit Taktfahrplan und Niederflurfahrzeugen in vielen Zügen dar und
bietet in Zell am See gute Anschlüsse zur Westbahn.
Die Pinzgauer Lokalbahn ist in bestimmten Abschnitten mit Skipässen kostenlos benutzbar, es gibt preisgünstige
Wochenendtickets für bis zu drei Personen und Angebote im Rahmen von Gästepässen. Fahrräder werden nach
Voranmeldung mitgenommen (derzeitiger Preis € 2,50 je Richtung, Fahrrad-Tageskarte € 4,-). Eine touristische
Attraktion sind Dampf- und Diesel-Nostalgiezüge in der Sommersaison (Dampf: dienstags und donnerstags).
SALZBURGER LOKALBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)662/448 015 00
E-Mail: kundenservice.verkehr@salzburg-ag.at
www.salzburg-ag.at/verkehr/salzburger-lokalbahnen
Die Salzburger Lokalbahn verbindet die Landeshauptstadt Salzburg mit Foto: www.salzburg-ag.at
Lamprechtshausen und Trimmelkam. Derzeit ist eine rund 3 km lange Neubaustrecke von Trimmelkam nach
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Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH betreibt die Bahnstrecken Graz – Lieboch – Köflach, ca. 40 km und Lieboch – Wies-Eibiswald, ca. 50 km. Beschleunigte Züge verkehren an Werktagen auf dem schon fertiggestellten Teil der Koralmbahn und verkürzen die Fahrzeit von Graz nach
Deutschlandsberg um bis zu 20 Minuten. Für den touristischen Verkehr sind vor allem Ausflüge in die Weststeiermark interessant. Die Region setzt auf den Fahrradtourismus und ist für ihre kulinarischen Spezialitäten und
die Schilcher Weine bekannt. Das Lipizzaner Gestüt Piber ist ein beliebtes touristisches Ziel nahe Köflach. Mit
der GKB erreicht man auch den Bahnhof Preding – Wieselsdorf, den Ausgangspunkt der Museumsbahn Stainzer
Flascherlzug. Die GKB befördert Fahrräder kostenlos.
STEIERMÄRKISCHE LANDESBAHNEN (STLB)
Kontakt
Tel.: +43(0)316/812 581-0
E-Mail: office@stlb.at
www.stlb.at
Foto: STLB/Gößler (Dampfzug) Foto: STLB, Tom Lamm
(Stadler-Niederflurtriebwagen)
Die STLB betreiben folgende Bahnlinien mit regelmäßigem Personenverkehr:
• Peggau-Deutsch Feistritz – Übelbach: S11 der steirischen S-Bahn mit durchgehenden Zügen nach Graz Hbf, Streckenlänge 10,25 km, elektrischer Betrieb, überwiegend mit modernen
Niederflurtriebwagen;
• Gleisdorf – Weiz: S31 der steirischen S-Bahn mit durchgehenden Zügen nach Graz, Streckenlänge 15,2 km, Dieselbetrieb, vor allem im Alltagsverkehr, aber auch als Zubringer zur Feistritztal Nostalgiebahn bedeutend;
• Feldbach – Bad Gleichenberg: Die elektrisch betriebene Normalspurstrecke ist landschaftlich reizvoll
und wurde erst 1931 eröffnet. Auf ihrer Streckenlänge von 21 km überwindet sie Steigungen bis zu
42 Promille. Sie ist damit nicht nur steiler als die Semmeringbahn, sondern zählt zu den steilsten
Adhäsionsstrecken in den Alpenländern. Gemeinsam mit angrenzenden Rad- und Wanderwegen ist
sie für den Ausflugstourismus interessant.
• Murtalbahn Unzmarkt – Murau – Tamsweg (Salzburg): Die Schmalspurbahn mit 760 mm Spurweite 41
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KAPITEL 5
•
und rund 65 km Streckenlänge (davon rund 50 km in der Steiermark) verbindet die Südbahn mit
dem Salzburger Lungau. Neben dem Planverkehr mit Dieseltriebwagen, die u. a. für die Anreise in
die Tourismusdestinationen Murau-Kreischberg und den Lungau gut geeignet sind, werden während
der Sommersaison an Dienstagen und Donnerstagen planmäßige Dampfzugfahrten von Murau nach
Tamsweg und zurück angeboten. Die Züge nehmen auch Fahrräder mit und erleichtern dadurch
Radausflüge am beliebten Murradweg. Sie kann auch mit der Steiermark Card einmalig benützt
werden: www.steiermark-card.net.
Weiz – Oberfeistritz – Birkfeld (Feistritztalbahn): Diese Schmalspurbahn (760 mm Spurweite) wird
von Nostalgiezügen von Mai bis September weiter bis Birkfeld befahren (Streckenlänge insgesamt
23,9 km). Siehe www.tourismus-weiz.at/feistritztal-bahn.html. Sie kann auch mit der Steiermark
Card gratis benützt werden: www.steiermark-card.net.
Tipp: Der Steiermärkische Verkehrsverbund bietet auf seiner Webseite Freizeittipps mit der Benutzung
öffentlicher Verkehrsmittel an http://verbundlinie.at/freizeit. Für den Freizeit- und Tourismusverkehr interessant sind die „Radlertickets‟ für die Bereiche West, Ost und Nord in der Steiermark. Die Tickets gelten
als Tagesnetzkarte für eine Person und ein Fahrrad und kosten € 16,-. Sie gelten in allen Nahverkehrszügen mit Fahrradmitnahme und sogar in bestimmten Bussen. In den Sommerferien der Schulen wird für
die gesamte Steiermark das „Freizeitticket‟ angeboten. Die Tages-Netzkarte für die ganze Steiermark
gilt wahlweise an Samstagen oder Sonn- und Feiertagen für bis zu zwei erwachsene Personen, außerdem
können bis zur vier Kinder (bis zum vollendeten 15. Geburtstag) gratis mitfahren. www.verbundlinie.
at/tarif/ Mobil-Zentral Graz bietet alle Informationen zu öffentlichen Verkehrsmittel in der Steiermark:
Tel. 050-678910, E-Mail: service@mobilzentral.at
TIROL
Innsbrucker Niederflur-Straßenbahngarnituren. In der Stubaitalbahn gelten die Tarife des Tiroler Verkehrsverbundes, die Fahrradmitnahme ist kostenlos.
ZILLERTALBAHN ZILLERTALER VERKEHRSBETRIEBE AG (ZVB)
Kontakt
Tel.: +43(0)5244/60 60-0
E-Mail: office@zillertalbahn.at
www.zillertalbahn.at
Zillertal Aktiv Card
www.zillertal.at/de/sommer/bergsommer/zillertal-activcard
Foto: Zillertaler Verkehrsbetriebe
Die rund 32 km lange Zillertalbahn (Spurweite 760 mm) verbindet Jenbach mit Mayrhofen im Zillertal. In jüngster Zeit wurden erhebliche Investitionen in die Strecke (abschnittsweiser zweigleisiger Ausbau und Bahnhofsverbesserungen) sowie in das rollende Material (Niederflurfahrzeuge) getätigt. Die Zillertalbahn bietet tagsüber
einen Halbstundentakt (mit geringfügigen Abweichungen) an, der noch durch einzelne Buskurse ergänzt wird.
Fahrräder werden kostenlos befördert. Bei den besetzen Bahnhöfen können auch Fahrräder gemietet werden.
Für den touristischen Verkehr fahren in der Sommersaison (Juni bis September) und auch in den Weihnachtsferien Dampfzüge, auch mit Angeboten für Hobbylokführer/-innen. Eine besondere Attraktion ist der Kristallwaggon, der mit 62.000 Kristallen geschmückt ist und als Barwagen im Dampfzug eingesetzt wird, aber auch
gemietet werden kann.
Für den planmäßigen Verkehr gelten die Tarifangebote des Verkehrsverbund Tirol, siehe www.vvt.at/page.cfm?vpath=tickets/ticketinfo/tarifberechnung. In der Sommersaison (von Ende Mai bis Mitte Oktober) wird die Zillertal Activcard für sechs, neun oder zwölf Tage angeboten (Preis 2014 ab € 57,-). www.zillertal.at/de/sommer/
bergsommer/zillertal-activcard/ Mit der Zillertal-Aktivcard können auch die Zillertalbahn (mit Ausnahme der
Dampfzüge) und die Busse der ZVB sowie Seilbahnen gratis benützt werden.
ACHENSEEBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)524/462 243
E-Mail: info@achenseebahn.at
www.achenseebahn.at
VORARLBERG
Die meterspurige Zahnradbahn wurde 1889 eröffnet und verbindet Foto: Achensee Tourismus
Jenbach mit dem Achensee, wo Bus- und Schiffsanschlüsse bestehen. Es gibt auch langfristige Überlegungen die
Bahn zu elektrifizieren. Die Achenseebahn ist von 1. Mai bis 2. November in Betrieb.
MONTAFONERBAHN
Kontakt
Tel.: +43(0)555 690 00
E-Mail: info@montafonerbahn.at
www.montafonerbahn.at
STUBAITALBAHN
Kontakt
Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH
Tel.: +43(0)512/53 07-0
E-Mail: office@ivb.at
www.ivb.at
Foto: TVB Stubai Tirol
Die Stubaitalbahn verbindet Innsbruck mit Fulpmes im Stubaital und hat eine Länge von ca. 18,2 km. Sie ist
in das Netz der Innsbrucker Straßenbahn integriert. Auf der meterspurigen Bahn fahren seit einigen Jahren
42
Foto: Christian Tscharre
Die 13 km lange Normalspurbahn verbindet Bludenz mit Schruns im Montafon. Das Montafon ist eine beliebte
Ferienregion. Einige Züge der Montafonerbahn fahren über das ÖBB-Netz bis Bregenz und Lindau. Die Montafonerbahn betreibt auch zwölf Buslinien und eine Nachtbuslinie. Die Fahrradmitnahme ist in allen Zügen möglich. Eine Fahrradtageskarte für den Nahverkehr in Vorarlberg kostet € 1,60, für Gruppen wird eine Anmeldung
empfohlen.
43
KAPITEL 5
KAPITEL 5
TIPPS
Tipp: Der Vorarlberger Verkehrsverbund bietet insbesondere für Familien preiswerte Tageskarten an,
Voraussetzung: ÖBB Vorteilscard Familie oder Vorarlberger Familienpass, siehe
www.vmobil.at/index.php?menuid=90
WIEN
WIENER LOKALBAHNEN (WLB)
Foto: WLB/Zinner
Die Wiener Lokalbahnen betreiben die Bahnlinie Wien Oper – Baden Josefsplatz (Badnerbahn) sowie Regionalbusse im Süden und südlichen Umland von Wien. Die Badner Bahn verbindet
auf 30,4 km Wien und die Kurstadt Baden und wird gerne als Ausflugsbahn in die Thermen- und Heurigenregion
genutzt. Beliebte Ziele wie der Anninger im Wienerwald, die Natur-Badeseen in Wiener Neudorf oder das Badner
Rosarium sind ideal mit der Bahn zu erreichen. Für Aktivurlauber stehen an vielen Haltestellen Leihräder von
nextbike zur Verfügung. Besonders attraktiv ist die Badner Bahn auch als komfortabler Zubringer zur Shopping
City Süd, einem der größten Einkaufszentren Europas.
Auf Bestellung führen die Wiener Lokalbahnen darüber hinaus Sonderfahrten im gesamten österreichischen
Bahnnetz durch.
Besonders günstig reist man mit der Badner Bahn als Gruppe. Ab 6 Personen sind spezielle Tickets an den
Kassastellen Baden Josefsplatz, Traiskirchen, Guntramsdorf, Wiener Neudorf und Wien Oper erhältlich.
WESTBAHN AG (IC-ZÜGE WIEN – SALZBURG)
Hilfreiche
Tipps!
Im Zug ist die Reise mit Kindern viel entspannter als im Auto. Das Ferienabenteuer
beginnt am Bahnhof, nicht erst am Urlaubsort. Die Eltern haben Zeit für die Kinder,
brauchen sich nicht auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Sie lesen den Kindern
etwas vor, erfinden Geschichten oder spielen. Ältere Kinder nehmen gerne ihre
iPods oder Smartphones zur Hand. Vielen Kindern wird oft schlecht im Auto. Im
Zug schauen sie aus dem Fenster und träumen. In Momenten, in denen sie unruhig
werden, haben sie vielleicht Hunger oder brauchen eine Ablenkung. Im Zug können
sich Kinder bewegen und sitzen nicht stundenlang immobil. So vergeht die Zeit im
Nu. Folgende Tipps werden von Familien gegeben, die diese selbst erprobt haben:
»
»
»
»
»
»
»
»
Die Kinder wählen selber eine Spielsache und ein Buch für die Reise aus.
Gesunde, kleine Häppchen fördern das Wohlbefinden.
Entspannte Reise
Hausschuhe im ÖV vermeiden Stress bei Füßen auf dem Polster.
mit Kindern
Geschichtsträchtiges vom Ferienort erzählen: die Kinder lieben es!
Umgebung spielerisch einbinden: „Wo ist das rote Auto?‟,
„Ich sehe was, was du nicht siehst.‟
Kunstwerke malen, Rätselbücher und Witze sind sehr beliebt.
Mit Märchen und anderen CDs können Kinder abschalten.
Gepäck: nicht mehr als zwei Tramper-Rucksäcke, so bleiben Hände für Kinder frei.
Tourismusmitarbeiter/-innen informieren ihre Gäste
Fotos: Ernst Lung
Für den touristischen Verkehr auf der Achse Wien – Linz – Salzburg punktet die WESTbahn durch den einfachen
Zugang zu den Tickets, diese sind zuschlagsfrei im Zug von den Stewards/-essen erhältlich. Zudem:
• preisgünstige Sonderangebote im Internet und in den Tabak-Trafiken, insbesondere für
Senior/-innen,
• Packageangebote mit touristischen Partnern, vor allem Städtereisen, siehe
https://westbahn.at/angebote/westtravel-angebote/.
Die WESTbahn bietet in allen Zügen auch Fahrradmitnahmemöglichkeiten, bei Voranmeldung im Internet um
€ 5,- (ohne Voranmeldung € 10,-) je Richtung. Das Bahnangebot wird durch Buslinien von WESTbus und
Partnern ergänzt.
44
Die meisten Privatbahnen bieten durchgehende Vollpreisfahrkarten und
Vorteilstickets mit den ÖBB an. Auch von den ÖBB Personenkarten und bei den
Fahrkartenautomaten können für die meisten Privatbahnen durchgehende Fahrkarten
für die Streckenabschnitte der ÖBB und der Privatbahnen gekauft werden. Voll
integriert in den ÖBB-Internet-Ticketverkauf sind die Montafoner Bahn und die
Raaber Bahn. In einigen Fällen ist es jedoch preiswerter, zuggebundene InternetTickets (Sparschiene Österreich) der ÖBB zu nutzen und dann regionale Tickets der
Verkehrsverbünde, vor allem preiswerte, attraktive Netzkarten zu nützen.
Reise mit Kindern im Zug
Kontakt
Tel.: +43(0)1/ 90 444
E-Mail: wlb.office@wlb.at
www.wlb.at
Kontakt
Tel.: +43(0)1/899 00
E-Mail: meinenachricht@westbahn.at
https://westbahn.at/
Fahrkartenkauf
In Zukunft wird es immer wichtiger, dass von Seiten der Tourismusbetriebe den
Gästen aktiv Auskunft über die Angebote im öffentlichen Verkehr wird. So kann
zum Beispiel bereits bei der Buchungsanfrage am Telefon auf die Möglichkeit der
autofreien Anreise aufmerksam gemacht und im Informationsmaterial sowie auf der
Homepage des Hotels hingewiesen werden. Die Mitarbeiter/-innen können Gäste
über alternative Mobilitätsangebote, wie z. B. Lokalbahn, Almexpress, Wanderbus,
Ski-Shuttle, informieren. Viele Ausflüge in die nähere Umgebung lassen sich mit
dem Fahrrad machen. Zahlreiche Hotels stellen Fahrräder und Kartenmaterial über
die Radwege zur Verfügung.
45
KAPITEL 5
KAPITEL 5
5.5 ASFINAG – DER AUTOBAHNBETREIBER IN ÖSTERREICH 14
Die ASFINAG bietet 2.178 Kilometer gut ausgebaute und bestens servicierte
Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich an. Das Unternehmen ist nutzerfinanziert – das heißt, alle Einnahmen aus der Pkw- und Lkw-Maut werden wieder
in den Bau, in den Betrieb und in die Sicherheit des hochrangigen Straßennetzes
investiert.
Pkw, Motorräder und Wohnmobile unter 3,5 t hzG (höchstzulässiges Gesamtgewicht)
brauchen in Österreich verpflichtend eine Vignette. Fahrzeuge über 3,5 t hzG eine
sogenannte GO-Box.
VIGNETTE
Motorräder < 3,5 t hzG
PKW, Trike, Quad < 3,5 t hzG
Leichte Wohnmobile < 3,5 hzG
Besorgung der Vignette
Folgende Vignetten sind an unseren zahlreichen Vignettenvertriebsstellen erhältlich:
» Jahresvignetten
» 2-Monatsvignetten
» 10-Tages-Vignetten
Vignettenanbringung
Die Vignette muss nach dem vollständigen Ablösen der Trägerfolie gut sichtbar auf
der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht werden, bevor das mautpflichtige
Straßennetz befahren wird. Bei Motorrädern ist die Vignette auf einen Teil, der nicht
oder nur mit Werkzeug entfernt werden kann, zu kleben.
Prüfung der Gültigkeit
Die Jahresvignette gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis einschl. 31. Jänner
des Folgejahres. 2-Monats- und 10-Tages-Vignetten werden an der Verkaufsstelle
gelocht. Die Lochung der 10-Tages- und der 2-Monats-Vignette erfolgt entsprechend
der Wünsche, daher sollte immer der erste Tag der Reise als Lochungstag angegeben
werden. Nicht gelochte sowie nicht korrekt geklebte Vignetten sind ungültig!
Sondermaut
Sondermautstrecken befinden sich auf der A 9, A 10, A 11, A 13 und S 16. Die
Sondermauttickets können entweder direkt an der jeweiligen Mautstelle bezahlt oder
vorab mit dem Kauf einer Videomautkarte entrichtet werden. Nähere Informationen
dazu erhalten Sie unter www.videomaut.at.
Informationen über Strecken, Tickets und Tarife siehe www.asfinag.at
14
46
Beitrag der ASFINAG SERVICE CENTER, ASFINAG MAUT SERVICE GMBH
47
KAPITEL 5
KAPITEL 5
5.6 ELEKTROMOBILITÄT
GO-BOX
schwere Wohnmobile < 3,5 t hzG
Busse> 3,5 t hzG
LKW, LKW mit Anhänger > 3,5 hzG
Mittlerweile bieten nahezu alle Fahrzeughersteller elektrifizierte Fahrzeuge an. Rund
150 verschiedene Modelle von 2-spurigen E-Fahrzeugen sind derzeit am Markt
erhältlich, in nächster Zukunft sollen weitere Modelle dazukommen. Die Nachfrage
nach einspurigen E-Fahrzeugen nimmt stetig zu. Das Verkaufsvolumen für Fahrräder
mit elektrischer Antriebsunterstützung lag 2012 bei 45.000 Stück.
Besorgung der GO-Box
Was sind E-Fahrzeuge?
Bevor mit einem Fahrzeug über 3,5 t hzG das mautpflichtige Straßennetz befahren
wird, ist eine GO-Box an einer der zahlreichen GO Vertriebsstellen zu besorgen.
Direkt vor Ort kann Mautguthaben auf die GO-Box gebucht werden (Pre-Pay) oder
durch Bekanntgabe einer gültigen Kreditkarte oder Tankkarte ist eine Abrechnung
im Nachhinein möglich (Post-Pay). Verfügt das Fahrzeug bereits über eine GO-Box,
sollte an der GO Vertriebsstelle sichergestellt werden, dass die GO-Box für das
Kennzeichen zugelassen ist.
Generell werden unter dem Begriff „Elektromobilität‟ sämtliche Fahrzeugarten
und -typen zusammengefasst, die zumindest eine gleichberechtigte elektrische
Antriebskomponente haben und extern mit elektrischer Energie geladen werden
können. Man unterscheidet teil- und vollelektrisch betriebene
» mehrspurige Fahrzeuge, wie Pkw (rein batteriebetriebene Fahrzeuge
mit Reichweitenverlängerer und Plug-In-Hybride), Nutzfahrzeuge, Busse und Bahnen sowie
» einspurige Elektrofahrzeuge wie Pedelecs, E-Fahrräder, E-Scooter und E-Motorräder.
Montage der GO-Box
Die GO-Box wird mittels Klettverschluss-Klebestreifen an der Innenseite der
Windschutzscheibe angebracht, wobei darauf geachtet werden muss, dass sie vom
Scheibenwischer in Ruhestellung nicht überdeckt wird.
Ladeinfrastruktur
Prüfung der Funktionsfähigkeit
Vor Fahrtantritt sollte durch kurzes Drücken des Tasters die Funktionsfähigkeit der
GO-Box überprüft und die korrekte Achsanzahl eingestellt werden.
Während der Fahrt ist auf die unterschiedlichen Signaltöne der GO-Box zu achten.
Einen ausführlichen GO-Box Guide gibt es an jeder GO Vertriebsstelle.
Für weitere Auskünfte stehen die ASFINAG Service Center
DEN
telefonisch unter 0800 400 12 400 (aus AT, DE, CH –
TUN R SIE
S
4
2
FÜ
ICE
kostenlos) bzw. unter
SER
Tel.: +43 (0)1/955 12 66 (aus allen anderen Ländern)
rund um die Uhr zur Verfügung.
t
ag.a
E-Mail: info@asfinag.at
asfin
@
o
inf
www.asfinag.at
400
0
0
08 400
12
Alle Informationen rund ums Laden finden Sie im „Kompass: Elektromobilität in
Österreich‟, unter http://oek.ove.at/info/kompass.html.
Zum Laden von E-Fahrzeugen bietet der Markt verschiedene Möglichkeiten. Um die
passende Lösung zu finden, müssen folgende Fragen geklärt werden:
»
»
»
Welche Fahrzeuge sollen geladen werden
(einspurige, mehrspurige)?
Sollen etwaige Zugangsbeschränkungen
zur installierten Infrastruktur vorhanden sein?
Soll die genutzte elektrische Ladeenergie
separat erfasst werden?
Die Anforderungen für E-Fahrräder bzw. Pedelecs an
die Ladeinfrastruktur sind relativ gering, weshalb eine
haushaltstypische CEE-Steckdose mit einer Absicherung
von sechs Ampere ausreichend ist. Bei E-Motorrädern ist
eine höhere Absicherung notwendig. Bei mehrspurigen Fahrzeugen sind aufgrund
der größeren Strommengen auch die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur
dementsprechend höher.
15
48
15
Beitrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Abteilung für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
49
KAPITEL 5
KAPITEL 6
Merkmale von Steckdosen und ihre Eignung zum Laden
Beispiele für modernes
Mobilitätsmanagement im Tourismus
und gelungene Kooperationen zwischen
Tourismus, Umwelt und Verkehr
6
6.1 BEISPIELE AUF BUNDESEBENE
Reisen im Takt
Integrierter Taktfahrplan an einem Taktknoten
Je nach Ladeinfrastruktur und deren generellen und spezifischen Anforderungen
differieren auch die Investitionskosten. Jedenfalls sollte die Installation der
Ladeinfrastruktur ausschließlich durch ein konzessioniertes Elektrotechnikunternehmen durchgeführt werden. Insbesondere im Fall der Ladeinfrastruktur
für mehrspurige Fahrzeuge empfiehlt es sich, auch den Verteilnetzbetreiber zu
informieren.
Phase 1: Zufahrt
Die Züge kommen
aus allen Richtungen
im Taktknoten an.
Bahnhof
Förderungen
In Österreich gibt es mehrere Fördermöglichkeiten für Elektromobilität. Informationen
zu bundesweiten Förderungen gibt es unter anderem auf der Homepage der
Kommunalkredit Public Consulting www.publicconsulting.at/kpc/de/home.
Phase 2: Umsteigen
Die Fahrgäste können in alle
Richtungen umsteigen, ohne
lange warten zu müssen.
Darüber hinaus gibt es auch spezifische Förderungen in den Bundesländern.
Bahnhof
Weiterführende Informationen
» Bundesweite Strategie „Umsetzungsplan für E-Mobilität in und aus Österreich‟: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft www.bmwfw.gv.at/Wirtschaftspolitik/elektromobilitaet;
» Produkte und Services: Austrian Mobile Power
www.austrian-mobile-power.at;
» Modellregionen und technologische Leuchttürmen:
Klima und Energiefonds www.klimafonds.gv.at;
»www.klimaaktiv.at/mobilitaet/elektromobilitaet.html.
50
Phase 3: Weiterfahrt
Die Züge fahren wieder
in alle Richtungen ab.
Bahnhof
51
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Öfter, schneller, komfortabler
Die Bahn ist bereits heute für viele Österreicherinnen und Österreicher willkommene
Alternative zum stetig wachsenden Verkehr auf den Straßen. Mit dem Zielsystem
„Integrierter Taktfahrplan 2025‟ stellen die ÖBB die Weichen dafür, dass der
öffentliche Verkehr in Zukunft noch besser vernetzt und damit noch schneller und
komfortabler für die Reisenden wird.
Integrierter
Taktfahrplan
2025
„Integrierter Taktfahrplan 2025‟ – auf den ersten Blick vielleicht ein etwas
sperriger Begriff, bei näherer Betrachtung aber eine klug durchdachte Strategie
für den öffentlichen Verkehr von morgen. Er wurde von den ÖBB nach Vorgabe
des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) entwickelt
und wird Österreichs öffentlichen Verkehr bis zum Jahr 2025 Schritt für Schritt fit
für die Zukunft machen. Vorbild dabei ist die Schweizer Bundesbahn. Sie hat es
mit ihrem integrierten Taktfahrplan geschafft, in nur zehn Jahren die Anzahl der
gefahrenen Zugkilometer um 30 % zu steigern.
Das richtige „Takt-Gefühl‟
Das Konzept des integrierten Taktfahrplanes ist im Grunde recht einfach: In
ganz Österreich soll jeder Reisende jeden Tag des Jahres exakt im gleichen Takt
reisen können – zumindest im Stundentakt, wo notwendig aber auch halb- oder
viertelstündlich oder noch kürzer. Alles, was er dazu benötigt, ist das Zeitfenster,
in dem alle Züge bei „seinem Bahnhof‟ ankommen und abfahren – ob in den
nächsten Ort oder zum nächsten Verkehrsknoten. Um Wartezeiten beim Umsteigen
zu minimieren, werden die Anschlüsse für eine eventuelle Weiterreise möglichst
optimal verknüpft. Durch forcierten Ausbau der Bahnstrecken werden gleichzeitig
auch die durchschnittlichen Fahrzeiten gesenkt – man kommt also schneller von A
nach B als bisher. Ein ganzes Bündel verschiedener Abstimmungsmaßnahmen, die
nicht nur den Fahrgästen etwas bringen, sondern auch den ÖBB: Sie profitiert von
der besseren Planbarkeit von Fahrplänen, Wagenmaterial und Infrastruktur.
Ganz Österreich ist in Bewegung
Schon heute sind Teilziele des integrierten Taktfahrplanes erreicht. Vor allem
entlang der West/Ost-Achse genießen viele Reisende bereits einfach zu merkende
und vor allem immer gleiche Abfahrts- und Ankunftszeiten, kurze Umsteigzeiten
und kürzere Reisezeiten. In den nächsten Jahren werden immer mehr Strecken
weiter ausgebaut und in den integrierten Taktfahrplan eingebunden. Viele einzelne
Aktivtäten, die 2015 schließlich in einer kompletten Umsetzung des Masterplans
„Integrierter Taktfahrplan 2015‟ enden: Ein Takt für den gesamten öffentlichen
Verkehr Österreichs.
Reisen im Takt
»
»
»
»
»
»
52
leicht merkbare Abfahrtszeiten,
optimale Umsteigemöglichkeiten,
schnellere Verbindungen,
geringere Kosten im Vergleich zum Pkw,
Entspannung im Zug statt Stress im Auto,
Stärkung der österreichischen Wirtschaft,
» Entlastung der öffentlichen Hand durch mehr Fahrgäste,
» Einsparung von CO2-Emissionen,
» Verkehrsauskunft Österreich.
Verkehrsauskunft Österreich
Die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ist eine verkehrsmittelübergreifende,
internetbasierte Verkehrsauskunft für ganz Österreich, die das gesamte
Verkehrsgeschehen abdeckt. Es werden Routinginformationen und sonstige
Informationsinhalte für die meisten Verkehrsmittel und deren Verknüpfungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die VAO ist ein System, in welches alle
Partner – da sie großteils auch Urheber sind – hochqualitative und hochaktuelle
Daten einbringen (z. B. Fahrpläne, Straßennetz, Verkehrsmeldungen, Verkehrslage
inkl. Prognose, Live-Daten zur Verfügbarkeit von Leihrädern). Anfang Juli 2014 hat
die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures die VAO
gemeinsam mit den Projektpartnern der Öffentlichkeit präsentiert.
Die VAO bietet eine diskriminierungsfreie, vollständige Auskunft zu allen
Verkehrsmitteln, es gibt keine Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner
Verkehrsunternehmen. Reisezeit- und Umweltvergleich (CO2-Ausstoß für eine
konkrete Fahrt) sind eine wichtige Voraussetzung für eine vollständig informierte,
freie Entscheidungsfindung zur Verkehrsmittelwahl durch Nutzerinnen und Nutzer.
Die Bedeutung der VAO für eine zweckmäßige intermodale Verknüpfung der
Verkehrsmittel wird durch die nachfolgenden Daten unterstrichen, die VAO enthält:
» 2.476.009 Adressen,
» 8.269 Kilometer Schienen,
» 66.650 Haltestellen,
» 243.185 Kilometer niederrangiges Straßennetz,
» 2.178 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen,
» 3.708 Fahrrad Abstellanlagen,
» 543 Verkehrskameras,
» 986 Park & Ride Anlagen,
» 705 Parkplätze, Parkgaragen und Raststätten.
Durch die Einbeziehung von Verkehrsmeldungen (Stau, Unfall, Glätte, Baustelle)
auf dem Straßennetz in die Auskunft wird ein wertvoller Beitrag zur Sicherheit
geleistet. Die VAO soll zur Verlagerung von Wegen vom Pkw zum öffentlichen
Verkehr beitragen. Dies wird einerseits durch Bewusstseinsbildung, andererseits
durch eine ganzheitliche Auskunft und Gleichstellung aller Verkehrsträger erreicht,
zu der auch realistische Reisezeitvergleiche beitragen (gleiche Datenbasis, aktuelle
Netze, Einbeziehung von Verkehrslage und Parkplatzsuchzeiten – gerade in Städten
und zu Stoßzeiten wichtige Faktoren).
Im VAO-Projektteam sind die für das Autobahn- und Schnellstraßennetz
verantwortliche ASFINAG, die Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen
Verkehrsverbünde, der ÖAMTC oder ITS Vienna Region und ITS Austria West, die
einen starken Fokus auch auf den nicht motorisierten Individualverkehr setzen,
53
KAPITEL 6
KAPITEL 6
vertreten. Auch Länder und Städte (Wien, Graz) sind Konsortialpartner. Die
Entwicklung der VAO wurde vom Klima- und Energiefonds gefördert. Die VAO
bedeutet Effizienzsteigerungen für die Partner: So werden bei den Verkehrsverbünden
Rechenanlagen zusammengelegt und mittelfristig die eigene Auskunftssysteme
bei den Partnern (samt Hardware und Lizenzen) durch die VAO ersetzt. Weitere
Informationen unter www.verkehrsauskunft.at.
Zug in der 1. Klasse und erhalten außerdem freien Zugang zur ÖBB Lounge vor der
Abfahrt am Hauptbahnhof Linz.
Es arbeiten bereits folgende Internet-Anwendungen basierend auf der VAO:
www.asfinag.at/routenplaner, https://maps.oeamtc.at, www.anachb.at,
http://routenplaner.vor.at, http://verkehrsauskunft.salzburg.gv.at.
Ab Dezember 2015 wird das System nochmals beschleunigt: Rund 1:42 wird man
dann von/nach Linz unterwegs sein, von/nach Salzburg wird es 2:49 dauern,
Innsbruck wird in 4:35 erreichbar sein. Ab jenem Zeitpunkt werden inklusive
St. Pölten vier österreichische Landeshauptstädte direkt mit dem Flughafen Wien
verbunden sein. Vor der Fertigstellung der Südachse wird man von Graz aus in rund
drei Stunden mit einmaligem Umsteigen (Wien Hbf) am Wiener Airport sein, aus
Klagenfurt wird es noch ca. 4:18 dauern.
Weitere Anwendungen und Apps folgen.
Mit AIRail reisen Austrian-Gäste beispielsweise ab 179 Euro mit der Bahn von Linz
nach Wien und mit dem Flugzeug weiter nach Mailand. Inkludiert sind ein Sitzplatz
im eigenen Austrian-Bereich sowie alle Servicegebühren und Steuern.
KONTAKT
Verkehrsauskunft Österreich
Europaplatz 3/2, 1150 Wien
E-Mail: info@verkehrsauskunft.at
www.verkehrsauskunft.at
BMVIT, Abteilung II/Infra 4 – Gesamtverkehr
E-Mail: infra4@bmvit.gv.at
AIRail: Eine Kooperation von Austrian Airlines und ÖBB
Zugstrecke und
Austrian Flug
in einem Schritt
buchbar.
Am 14. Dezember 2014 starteten die Austrian Airlines und die Österreichischen
Bundesbahnen unter dem Namen „AIRail‟- (www.oebb.at/de/Reiseplanung/
Reisen_zum_Flughafen_Wien/Austrian_AIRail/index.jsp) eine Kooperation auf
der Strecke Linz Hauptbahnhof – Flughafen Wien – Linz Hauptbahnhof mit bis
zu acht Zugverbindungen täglich. In Kombination mit einem vorangehenden
bzw. anschließenden Austrian Flug können Austrian-Passagiere diese neuen
Verbindungen der ÖBB nutzen, wobei der erste Zug den Airport um 07:56 Uhr und
der letzte um 21:32 Uhr erreichen wird. Seit 2. Juli 2014 ist die neue Zugstrecke
zusammen mit einem Austrian Flug auch bequem in einem Schritt buchbar. Die
Fahrzeit von Linz Hauptbahnhof zum Flughafen Wien beträgt 1 Stunde 47 Minuten.
Ab Dezember 2015 wird die Zugverbindung weiter ausgebaut: ÖBB railjets und IC
(Intercity) Züge werden im 30-Minuten-Takt eingesetzt und die Fahrzeit wird auf
1 Stunde 42 Minuten weiter reduziert. Die Vernetzung von Zug und Flug ist ein
weiterer Schritt in Richtung moderne Mobilität.
6.2 BEISPIELE AUF LANDESEBENE
klimaaktiv mobil Projekt:
Tirol Werbung GmbH - „Tirol auf Schiene‟
Im Tourismus ist die leichte Erreichbarkeit einer Destination
wettbewerbsentscheidend, so auch für die Winter- und
Sommerdestination Tirol. Im Sinne der Nachhaltigkeit spielt
die Anbindung Tirols an das internationale Bahnliniennetz
dabei eine wichtige Rolle, die in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll.
Durch die offensive Bewerbung der An- und Abreise mit der Bahn über das
klimaaktiv mobil Projekt „Tirol auf Schiene‟ soll der Anteil der Bahngäste nach
Tirol bis zum Jahr 2020 auf 10 % (dzt. 6 %) gesteigert werden. Produkte werden
zielgruppengerecht in thematischen Schwerpunkten entwickelt und gemeinsam
mit einer Vielzahl an Kooperationspartnern (z. B. Tiroler Touristiker, DB & ÖBB,
Medien) vermarktet. Darüber hinaus wird auch die Abwicklung der regionalen
Mobilität mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln durch die Kombiangebote
„Weitwandern mit der Bahn‟ und „eBike Tour Tirol‟ gestärkt. Der erwartete Modal
Shift in Richtung Umweltverbund soll einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion
und zur Verminderung der Verkehrsbelastung durch den Pkw im Tourismus- und
Freizeitverkehr leisten.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 8.810,92 t CO2 pro Jahr.
KONTAKT
Parallel zu den Flugverbindungen können Austrian-Passagiere im Rahmen des
Miles & More Programms auch bei AIRail auf der Strecke zwischen Linz und
Wien Meilen sammeln. Darüber hinaus profitieren sie von einer garantierten
Anschlussverbindung, egal ob die Weiterreise mit dem Flugzeug oder mit der Bahn
erfolgt. An den Bahnsteigen in Linz und am Flughafen Wien hilft ein ÖBB Porter
beim Ein- und Ausladen des Gepäcks. Austrian Business-Class Passagiere reisen im
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Tirol Werbung GmbH
6020 Innsbruck
Tel.:+43(0)512/ 5320-0
E-Mail: katleen.johne@tirolwerbung.at
www.tirolwerbung.at
55
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Verkehrsverbund Vorarlberg
Der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) ist ein Unternehmen des Landes Vorarlberg.
Er wurde 1991 gegründet und wird seit Ende 1999 als GmbH geführt. Der VVV
vereinigt sämtliche im Bereich des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) tätige
Unternehmen in Vorarlberg sowie im Fürstentum Liechtenstein und fußt auf einem
vier Säulen Modell:
» Einheitliches Tarifsystem,
» Taktverkehr und Linienschema,
» Corporate Identity,
» Öffentliche Finanzierung.
Die Bestellungen der Dienstleistungen erfolgen entweder durch einzelne Kommunen
oder durch Gemeindeverbände. Unabhängig vom Linienbetreiber sind alle Busse,
Haltestellen etc. im Corporate Design des Verkehrsverbundes Vorarlberg gestaltet,
das regional individuelle Farbvarianten vorsieht. Insgesamt treten 15 Organisationen
bzw. Kommunen als Besteller und 26 Unternehmen als Betreiber von Bus- und
Bahnlinien auf. Die Züge der ÖBB und der Montafonerbahn (mbs) sind in den
Verkehrsverbund Vorarlberg (www.vmobil.at) integriert.
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KAPITEL 6
KAPITEL 6
Skizüge und Skibusse in Vorarlberg
Vorarlberger Skizug- und Skibussystem
Das Land Vorarlberg will mit der im Landesverkehrskonzept u. a. vorgesehenen
intensiven Förderung von ÖPNV und Mobilitätsmanagement eine nachhaltige
Veränderung im Verkehrsverhalten erreichen. Die Maßnahmen sind dabei darauf
ausgerichtet, dass sie beim Modal Split zu einer Verschiebung in Richtung
Umweltverbund führen. Auch in der Vorarlberger Tourismusstrategie 2020 sind
Ziele und Maßnahmen formuliert, die neben einer hochwertigen touristischen
Infrastruktur für die Gäste, als Wettbewerbsfaktor, die langfristige Sicherung der
Landschafts- und Lebensqualität zum Inhalt haben. Ziel Nr. 5 dieser Strategie
sieht vor, dass sich Vorarlberg als Modellregion für umweltfreundliche Mobilität im
Tourismus positioniert.
Mit dem seit Jahren massiv weiter entwickelten ÖV-Angebot des Verkehrsverbundes,
den attraktiven Tarifen sowie der guten Zusammenarbeit mit der Tourismuswirtschaft
und den Liftbetreibern, sind in Vorarlberg beste Voraussetzungen für die Nutzung des
Umweltverbundes auch im Wintertourismus gegeben. Ein seit über zwanzig Jahren
erprobtes, gutes Beispiel ist das Vorarlberger Skizug- und Skibussystem. Wer mit
Bahn und/oder Bus in die Skigebiete anreist, erhält 10 Prozent Ermäßigung auf die
Lift-Tageskarte. Eine Beschilderung leitet z. B. auch deutsche Tagesausflugsgäste
von der Grenze in Hörbranz, von der Autobahn zum Parkplatz des Bahnhofs
Lochau, um sie zum Umsteigen zu bewegen. In einem eigenen Folder sind für jede
Wintersaison alle Skizug- und Skibusangebote zusammengestellt.
Fotos: Land Vorarlberg / Verkehrsverbund Vorarlberg
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KAPITEL 6
KAPITEL 6
6.3 BEISPIELE AUS DEN REGIONEN
klimaaktiv mobil Projekt:
Südburgenland, Ein Stück vom Paradies, E-Radverleihservice
Die Zielsetzung des E-Bike-Projektes war es, Kulinarik mit körperlicher Betätigung
und Kulturerlebnis zu verknüpfen und die Gäste einzuladen, per Pedelecs in die Höfe
und Läden der regionalen Produzenten, Veredler und Weinbauern zu fahren, vorbei
an den schönsten Plätzen des Südburgenlands und mehrerer Genuss-Meilen. Das
bestehende Netzwerk der Genussinitiative „Südburgenland – Ein Stück vom Paradies‟
mit 41 Mitgliedsbetrieben war eine gute Ausgangsbasis für den kooperativen Aufbau
des Projekts und dessen Weiterentwicklung. Neben den Paradiesbetrieben ist auch
das Reisebüro Fox Tours ein weiterer Kooperationspartner.
Nach dem überaus erfolgreichen Projektstart im Jahr 2011 wurde das E-BikeVerleihnetz mittlerweile auf 18 Verleihstationen ausgebaut. Durch regelmäßige
Wartung oder Fuhrparkumstellungen sorgt der Verein dafür, dass die Verleihräder
auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Die Angebote für Gruppenfahrten
sowie touristische Packages werden laufend weiterentwickelt und neuesten Trends
angepasst.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 76,54 t CO2 pro Jahr.
Foto: Reisebuero-FoxTours GmbH
KONTAKT
Nicht zuletzt durch die Bemühungen
des
Vereins
„Südburgenland
–
Ein Stück vom Paradies‟ hat sich
die Region Südburgenland in den
vergangenen Jahren verstärkt als
Naherholungsgebiet und touristischer
Bewegungsraum positioniert. Als wichtiger Aspekt wurde in einem gemeinsamen
Mobilitätskonzept – welches in einer ersten Stufe für den Bezirk Oberwart und in
einer zweiten Stufe für die Bezirke Güssing und Jennersdorf realisiert werden sollte
– die Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs identifiziert. Landschaft
und Topographie der Region laden zum Radfahren ein. Das Südburgenland konnte
außerdem auf ein bereits gut ausgebautes Radwegenetz zurückgreifen. Somit war
klar, dass das Radfahren in der Vermarktung der Region weiter zu fokussieren und
entsprechende Angebote zu entwickeln sind. Als wesentlicher Bestandteil dieses
Konzepts kristallisierte sich ein regionaler Radverleih mit Elektrofahrrädern heraus.
Südburgenland – Ein Stück vom Paradies
7551 Stegersbach
Tel.: +43(0)664/108 58 88
E-Mail: office@ein-stueck-vom-paradies.at
www.ein-stueck-vom-paradies.at
Mit Unterstützung von klimaaktiv mobil und dem Beratungsprogramm für
Tourismus, Freizeit und Jugend startete das E-Bike Paradies Südburgenland im
Jahr 2011 mit 90 Fahrrädern, sieben Verleihstationen und einem 800 Kilometer
langen, beschilderten Radwanderwegenetz, welches Genussradler durch die sanft
hügelige Landschaft des Südburgenlands führt. Im Rahmen des klimaaktiv mobil
Projekts wurden Tarifmodelle und zielgruppengerichtete Angebote und Packages
(z. B. Touristen und die regionale Bevölkerung) entwickelt, des Weiteren werden
wöchentlich geführte Touren zu regionalen Genussevents angeboten. Vermarktet
werden die neuen Angebote über einen eigenen Tourguide-Pool.
60
61
KAPITEL 6
KAPITEL 6
klimaaktiv mobil Projekt:
Kärntner Nationalparkfonds Hohe Tauern – „Wir fahren Sie wandern!‟
Diese Angebote können mit dem „Wanderbus Mobilitätspass‟ während der gesamten
Urlaubszeit genutzt werden. Darüber hinaus kann mit der kostenlosen „Nationalpark
Kärnten Card‟ der Preis des Mobilitätspasses halbiert werden. Die Bilanz für 2010:
Es wurden fast 17.000 Personen mit den Wanderbussen befördert. Im Jahr 2011
konnte die Zahl der Fahrgäste um 38 % auf 23.500 Personen gesteigert und die
Anzahl der verkauften Mobilitätspässe sogar mehr als verdoppelt werden. 2012 und
2013 nutzen jeweils rund 23.000 Gäste das Angebot der Wanderbusse.
Koordiniert werden die Angebote in der neuen Mobilitätszentrale in Mallnitz. Diese
ist auch für die Information der Gäste, der Einheimischen und der Partnerbetriebe
zuständig.
CO2
Foto: Klaus Dapra
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 3.366 t CO2 pro Jahr.
Foto: NP Hohe Tauern
KONTAKT
Die Nationalparkregion Hohe Tauern umfasst die Gemeinden des Kärntner Mölltales
und die Gemeinde Malta. Pro Jahr werden etwa 210.000 Gästeankünfte mit rund
980.000 Nächtigungen gezählt. Um den Anteil der mit dem Auto anreisenden Gäste
langfristig zu senken, wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen in
Richtung sanft-mobilen Tourismus gesetzt.
Das Mobilitätskonzept mit dem Titel „Autofrei zum und durch den Nationalpark Hohe
Tauern‟ setzt auf die Stärkung des öffentlichen Verkehrs zur Anreise in die Region
und zur Fortbewegung vor Ort sowie auf die Einrichtung einer Mobilitätszentrale.
Ziel ist es, den Anteil der mit öffentlichen Verkehrsmitteln – vor allem mit der Bahn –
anreisenden Gäste zu erhöhen, die innerregionale Mobilität mit umweltfreundlichen
Verkehrsmitteln für eine möglichst breite Gästeschicht zu optimieren und so die durch
den touristischen Verkehr verursachten CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.
Hohe Tauern - die Nationalpark-Region in Kärnten
Tourismus GmbH
9844 Heiligenblut
Ansprechpartner: GF Mag. Günter Mussnig
Tel.: +43(0) 4824 / 2700
E-Mail: wanderbus@nationalpark-hohetauern.at
www.nationalpark-hohetauern.at
Konkret wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Ein Shuttle-Service von den ICBahnhöfen Mallnitz-Obervellach und Spittal-Millstättersee bringt die mit der Bahn
angereisten Gäste direkt zu ihren Unterkünften. Dieses Service kann im Rahmen
der Hotelreservierung zu einem Fixpreis mitgebucht werden. Mit diesem ökologisch
orientierten Angebot hat sich die Zahl der Passagiere des Bahnhofshuttles von 2010
auf 2011 auf über 2.000 Personen verdoppelt, gegenüber 2009 sogar versechsfacht.
2013 nutzten 2.500 Gäste dieses Angebot. Ein besonderes Highlight ist die Aufnahme
der Region in das Angebot „Fahrtziel Natur‟ der Deutschen Bahn. Diese Kooperation
der Deutschen Bahn mit den drei großen Umweltverbänden Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) e. V., Naturschutzbund Deutschland (NABU)
e. V. und Verkehrsclub Deutschland (VCD) e. V. engagiert sich bereits seit über zehn
Jahren dafür, durch einen umweltverträglichen Tourismus und die Anreise mit dem
öffentlichen Verkehr das Naturerbe und die Artenvielfalt zu erhalten. Eine weitere
Maßnahme ist der „Nationalpark Wanderbus‟, der Orte bedient, die zuvor nur mit
dem Auto erreichbar waren.
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KAPITEL 6
KAPITEL 6
Mariazeller Bahn/Mostviertel:
Eiserne Bahnen – Wilde Wege. Sanft-mobil durchs Mostviertel
Das Mostviertel setzt seit langem und
in vielen Bereichen auf Nachhaltigkeit.
Sind es im milden Norden vor allem die
regionalen Produkte, die bei Mostbaronen
und Dirndlproduzenten angeboten werden,
so dreht sich im wilden, alpinen Süden der
Region vieles um das Thema der Mobilität.
Beworben werden diese, gemeinsam mit allen existierenden Mobilitätslösungen in
und zur Region, im neuen Folder „Alles einsteigen‟. Bereits im Winter 2013/14
wurden kostenlose Schibusse zwischen Gaming und Göstling sowie zwischen
Annaberg und Mariazell geschaffen. Die Linie Gaming - Göstling verbindet nicht nur
drei Schigebiete, sie entlastet enorm die bisher stark befahrene Mautstraße auf das
Hochkar. Die Optimierung der Linie Annaberg - Mariazell gestaltet sich schwieriger,
weil hier zwischen zwei Bundesländern koordiniert werden muss.
KONTAKT
Die Berg- und Schluchtenlandschaften
rund um Ötscher, Dürrenstein und Hochkar
laden Einheimische wie Besucher zu
Wander- oder Radtouren, im Sommer
wie im Winter. Umso wichtiger ist es, der
individuellen Pkw-Anreise mit attraktiven
Mobilitätslösungen zur- und innerhalb der
Region entgegen zu wirken.
Mostviertel Tourismus GmbH
3250 Wieselburg
Ansprechpartner: Michael Gansch, M.A.
Tel.: +43(0)7416/521 91
E-Mail: office@mostviertel.at
www.mostviertel.info
Hierbei bildet die Mariazellerbahn eine
wichtige, quer durch die gesamte Region
führende Verkehrsachse, welche durch
weitere Maßnahmen ergänzt wird:
» Naturparkticket in den Naturpark Ötscher- Tormäuer mit
inkludierter Bahnfahrt,
» Verlegung lokaler und regionaler Info-Points an die Bahnhöfe,
» Tourismuspackages mit Bahnanreise – zertifiziert mit dem
Österreichischen Umweltzeichen,
» Gruppenpackages mit Bahnfahrt als Erlebnis,
» Einbindung der Bahn in die NÖ Landesausstellung 2015 –
als Ausstellungsort und Verkehrsmittel zwischen den Standorten,
» Umfeldentwicklung des Pielachtals und des Naturpark Ötscher - Tormäuer.
Im Rahmen eines Gesamt-Mobilitätskonzeptes rund um den Naturpark ÖtscherTormäuer soll das vorhandene Angebot weiter verbessert und ergänzt werden.
Geplant sind:
» die weitere Verbesserung der Vermarktung der Mobilitätsangebote,
» die Sichtbarmachung der Vorteile einer sanft-mobilen Anreise,
» die Weiterentwicklung von sanften, erlebnisorientierten Mobiltätsangeboten,
» vergünstigte Tarife bei nachhaltiger Anreise.
Bereits umgesetzt wurden zwei Naturpark-Shuttledienste, welche gemeinsam
mit der Mariazellerbahn rund zehn zusätzliche Rundwanderungen erschließen.
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65
KAPITEL 6
KAPITEL 6
klimaaktiv mobil Projekt:
Neukirchen am Großvenediger, „Sanft-mobil in der Wildkogel Arena‟
Als ergänzendes Mobilitätsangebot werden drei Wanderbusse angeboten:
»
»
»
Wanderbus „Mühlbachtal‟: Bramberg, Mühlbachtal bis zur Baumgartenalm & retour
Wanderbus „Dürnbachtal‟: Neukirchen, Dürnbachtal bis zur Steineralm & retour
Wanderbus „Obersulzbachtal‟: Dorf - Mühlbach - Bramberg - Neukirchen - Obersulzbachtal bis Parkplatz Hopffeldboden & retour
Unterstützend wird eine Kooperation mit (E-)Fahrradverleihern vorangetrieben:
»
»
Aufbau einer Kooperation mit den örtlichen (E-)Fahrradverleihern zur
Integration des Angebotes in die Wildkogel Card
In den Folgejahren soll der (E-)Fahrradverleih noch intensiviert werden, z. B. durch Betriebskooperationen, Pauschalen, spezielle Veranstaltungen u.v.m.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 222,62 t CO2 pro Jahr.
Foto: Wildkogel-Arena | Neukirchen - Bramberg
Durch ein „sanft-mobiles‟ Maßnahmenpaket soll die „Wildkogel Arena‟, die Region
rund um Neukirchen am Großvenediger und Bramberg am Wildkogel, von den negativen
Auswirkungen des Autoverkehrs entlastet werden. Die bestehenden öffentlichen
Verkehrsverbindungen sollen vermehrt auch von den Gästen der Region zur Anreise
und für Ausflüge innerhalb der Region genutzt werden. Auch neue Zielgruppen will
man durch die Bewerbung der sanft-mobilen Maßnahmen ansprechen.
Das Projekt „Sanft-mobil in der Wildkogel Arena‟ umfasst eine Reihe von innovativen
Maßnahmen, die das Mobilitätsangebot in der Wandersaison (Mai – Oktober)
verbessern.
KONTAKT
Tourismusverband Neukirchen am Großvenediger
5741 Neukirchen am Großvenediger
Ansprechpartnerin: GF Ingrid Maier-Schöppl
Tel.: +43(0)6565/62 56-15
E-Mail: info@neukirchen.at
www.neukirchen.at
Für Gäste werden bestehende und neue „sanft-mobile‟ Services mit der „Wildkogel
Card‟ gebündelt und greifbar gemacht. Die Wildkogel Card ist bei den teilnehmenden
Beherbergungsbetrieben im Übernachtungspreis inbegriffen (Umlageverfahren)
und wird gleich nach dem Check-in an die Gäste ausgehändigt. Sie ist während
des gesamten Aufenthalts inklusive An- und Abreisetag gültig. Dabei werden nicht
nur bestehende Angebote im öffentlichen Verkehr beworben sondern auch neue
bedarfsorientierte Angebote, z. B. Wanderbusse, geschaffen und integriert.
Die Wildkogel Card deckt folgende Mobilitätsangebote ab:
»
»
»
»
»
»
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Gratis Benutzung der Pinzgaubahn (Zell am See – Krimml) – allein die Fahrt mit der wiederaufgebauten „neuen‟ Schmalspurbahn ist ein Erlebnis für sich!
Gratis Benutzung Bus von Krimml – Zell am See, SVV Linie 670
Gratis Benutzung Bus von Krimml – Oberkrimml, SVV Linie 671
Gratis Benutzung Bus Uttendorf – Enzingerboden, SVV Linie 672
Gratis Nutzung der neuen Wanderbusse
Verbilligte Verleihgebühr (E-)Fahrrad
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KAPITEL 6
KAPITEL 6
klimaaktiv mobil Projekt:
Nationalpark Gesäuse - Mobilitätsplattform GSEISPUR
Unterstützung erhält der bedarfsgesteuerte Flächenbetrieb durch eine eigene
Marketing-Website (www.gseispur.at) sowie eine Smartphone-App (Entwicklung im
Rahmen des von der EU-kofinanzierten Projekts „ACCESS2MOUNTAIN‟), welche als
Bestell-, Dispositions- und Kontrolltool fungiert.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 134,84 t CO2 pro Jahr.
KONTAKT
Tourismusverband Alpenregion Nationalpark Gesäuse
8911 Admont
Tel.: +43(0)3613/211 60 10
E-Mail: david.osebik@nationalpark.co.at
www.nationalpark.co.at
Foto: Nationalpark Gesäuse
Foto: Nationalpark Gesäuse
Der Nationalpark Gesäuse hat eine Fläche von 11.054 Hektar und ist der drittgrößte
Nationalpark in Österreich. Zwölf Gemeinden haben sich zusammengeschlossen
und bauen seit einigen Jahren ihr Verkehrskonzept kontinuierlich aus. Zu
den umweltschonenden Maßnahmen zählen beispielsweise ein Tür-zu-Tür
Mobilitätsservice, ein Shuttleservice von und zum Bahnhof Liezen und Schi- und
Langlaufbusse nach Bedarf in der Wintersaison, damit die 62.600 Gäste, die jährlich
hier Urlaub machen, optimal und ohne Pkw im Urlaubsgebiet unterwegs sein können.
Im Jahr 2010 wurde mit der Umsetzung eines Radverleihprojekts in weiten Teilen der
Alpenregion durch den Verein Regionalentwicklung Gesäuse bereits ein erster Schritt
gesetzt. Die Region wies mit den bestehenden Radwegen gute Voraussetzungen für
ein Verleihsystem auf, das sich in der Zwischenzeit gut bewährt hat.
GSEIS + SPUR = GSEISPUR
Das nachhaltige Mobilitätsangebot soll langfristig zu einem integrativen Mobilitätssystem mit einer regionalen Mobilitätsplattform (GSEISPUR) weiterentwickelt werden.
Hinter dieser einfachen Formel steckt die ganze Philosophie der GSEISPUR. Da
jegliche Form der Mobilität mehr oder weniger wünschenswerte Spuren hinterlässt,
sorgt die Mobilitätsplattform GSEISPUR dafür, dass vermehrt sanfte Spuren durch
das Gesäuse gezogen werden und der Nationalpark pur erlebt werden kann.
Kernstück der GSEISPUR ist ein bedarfsgesteuerter Flächenbetrieb (Tür-TürMobilitätsservice) für Gäste und Einheimische der Alpenregion Nationalpark
Gesäuse. Mit diesem sollen die Lücken des für den regionalen Tourismus (Bersteiger,
Abenteuersportler) kaum geeigneten öffentlichen Verkehrs geschlossen bzw.
ausgeglichen werden. Insbesondere auf der Kurzdistanz und der „letzten Meile‟ wird
das geplante Mobilitätssystem Nächtigungs- und Tagesgästen den Umstieg vom
privaten Pkw erheblich erleichtern bzw. neue Gästegruppen anziehen. Logistische
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KAPITEL 6
KAPITEL 6
klimaaktiv mobil Projekt:
Tourismusverband Pitztal – „Regio-Bus-Pitztal‟
Realisiert werden konnte das Projekt nur durch die Zusammenarbeit der wichtigsten
Leistungsträger, wie dem Tourismusverband, der Bergbahnen, der Gemeinden und
der Verkehrsträger. Vor der Einführung des Pitz-Regio-Fahrplanes wurden knapp
133.000 Personen pro Jahr mit dem öffentlichen Verkehr befördert. Diese Anzahl
konnte nach der Einführung um 165 % auf mehr als 350.000 Personen pro Jahr
gesteigert werden. Somit kann von einem großen Erfolg des für die Gäste kostenlosen
Busses gesprochen werden. Auch die Einheimischen nehmen nun vermehrt den Bus
in Anspruch. Eine Kooperation mit der Deutschen Bahn bewirbt im Rahmen von
Online-Kampagnen die Anreise mit der Bahn ins Pitztal. Das Pitztal ist so zu einem
äußerst attraktiven Ziel für umweltbewusste Urlauber/-innen geworden.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 1.710 t CO2 pro Jahr.
KONTAKT
Foto: TVB Pitztal
Foto: TVB Pitztal
Der Tourismusverband Pitztal, bestehend aus den vier Gemeinden Arzl im Pitztal,
Wenns, Jerzens und St. Leonhard im Pitztal, gehört mit jährlich knapp über einer
Million Nächtigungen und knapp 200.000 Gästeankünften zu den tourismusintensiven
Gebieten in Tirol. Das 35 km lange Tal hat zahlreiche Orte, die relativ weit von
den touristischen Anziehungspunkten entfernt liegen. Mit der Umsetzung des
Verkehrskonzeptes Pitztal soll einerseits der Autoverkehr reduziert, andererseits dem
Gast ein attraktives Produkt im öffentlichen Verkehr angeboten werden.
Tourismusverband Pitztal, Pitztaler Gletscherbahnen GmbH & CoKG
6473 Wenns
Ansprechpartner: Gottfried Ennemoser-Hilger
Tel.: +43(0)5414/86 999
E-Mail: enneger@pitztal.com
www.pitztal.com
Durch eine wesentlich bessere Vertaktung der Wander- bzw. Schibusse sollen die
Gäste und Einwohner/-innen animiert werden, auf das Auto zu verzichten. Der
dichtere Takt der Busse erleichtert die Nutzung des öffentlichen Verkehrs für Wege
von und zur Arbeit oder zum Einkaufen sowie zur Talstation oder zum Ausgangspunkt
der Wanderung. Durch den besseren öffentlichen Anschluss an den Bahnhof ImstPitztal können nun Gäste verstärkt mit dem Zug anreisen.
Um das Umsteigen auf die öffentlichen Busse noch attraktiver zu machen,
erhalten alle Gäste beim Vermieter bzw. in den jeweiligen Ortsinformationen des
Tourismusverbandes Pitztal die kostenlosen Regiobus-Fahrscheine für die gesamte
Aufenthaltsdauer. Mit Vouchers, die bereits vor dem Urlaubsantritt zugesendet
werden, können die Gäste schon ab dem Bahnhof Imst-Pitztal den öffentlichen
Verkehr gratis benutzen, um ihr Quartier zu erreichen.
Damit dieses Angebot auch angenommen wird, werden begleitend verschiedene
bewusstseinsbildende sowie öffentlichkeitswirksame Maßnahmen sowohl für die
Vermieter als auch für Gäste und Einheimische durchgeführt. Mit der Mobilitätsgarantie
ohne Auto wird den Gästen nicht nur ein attraktives Angebot gelegt, sondern auch
ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduktion geleistet und die Wettbewerbsfähigkeit der
Urlaubsregion Pitztal im Ganzjahrestourismus nachhaltig gesteigert.
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71
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Wanderbuch: Mit Bahn und Bus in die Wiener Hausberge
Herauszufinden, welche Touren mit Öffis gut machbar sind, erfordert
zeitaufwändiges Recherchieren und Planen. Das stellt ein wesentliches
Hindernis für eine stärkere Öffi-Nutzung im Wander-Freizeitverkehr
dar.
6.4 BEISPIELE AUS GEMEINDEN
klimaaktiv mobil Projekt:
Gemeinde Weißensee – „Entspannter urlauben:
Sanfte Mobilität Weißensee‟
Im neuen Rother-Wanderbuch „Mit Bahn und Bus in die Wiener
Hausberge‟ (1. Auflage Juni 2014, 176 Seiten) beschreibt Peter Bracké
50 Öffi-Wandertouren vom Wienerwald bis ins Gesäuse. Alle Touren
haben den Vorteil, dass die Ausgangs- und Endpunkte an das Bahnund Busnetz angebunden sind.
Das Wanderbuch enthält sämtliche Informationen zu den Abfahrsorten,
-zeiten, zu Umsteigeplätzen und Rückverbindungen. Darüber hinaus
gibt es Wegbeschreibungen, Wanderkarten mit eingezeichnetem
Routenverlauf und Höhenprofile sowie Tipps zu Einkehrmöglichkeiten
und sehenswerten Abstechern. Auch GPS-Tracks stehen zum Download
bereit.
Auf der Rother-Verlagswebseite sind alle Fahrpläne tabellarisch aufbereitet und
besonders nutzerfreundlich. Die Verbindungen werden jeweils zum Fahrplanwechsel
und wenn nötig auch unterjährig aktualisiert.
Vorteile des Öffi-Wanderns
Ein Vorteil ist das bequeme und entspannende An- und vor allem Heimreisen.
Überschreitungen lassen sich ohne großen logistischen Aufwand durchführen.
Zudem ergeben sich auf der Hin- und Rückfahrt nette Gespräche mit anderen
Wanderern, man tauscht Touren- und Materialtipps aus. Dazu gibt es das gute
Gefühl, umweltverträglich unterwegs zu sein.
Ein Beispiel: Bahn-Wander-Erlebnis
von Wien auf den Schneeberg
Vom Bahnhof Meidling über Wiener
Neustadt fährt die Bahn in 1 Stunde 20
Minuten bis nach Puchberg. Von hier
geht es in weiteren 40 Minuten mit der
Salamander-Zahnradbahn zur Bergstation
(1.800 m). Eine leichte, einstündige
Wanderung führt auf den Gipfel des
Schneebergs auf 2.076 m Seehöhe.
72
Foto: Stefan Valthe
Foto: Stefan Valthe
Die Gemeinde Weißensee liegt auf 930 m Seehöhe am 11,6 km langen Weißensee
am Fuß der Gailtaler Alpen im westlichen Teil Kärntens. Die Naturparkgemeinde
Weißensee ist aufgrund ihrer landschaftlichen Besonderheiten sowohl im Winter als
Eislauf-Paradies als auch im Sommer als Wander- und Badeurlaubsziel einzigartig
im Alpenraum. Beinahe 400.000 Nächtigungen pro Jahr bestätigen dies. Der
Großteil der Gäste im Sommer kommt aus Deutschland und Österreich. Im Winter
stammen rund 40 % der Gäste aus den Niederlanden und jeweils je ein Viertel
aus Deutschland und Österreich. Der Weißensee ist aber ebenso ein beliebtes
Ausflugsziel, so frequentieren im Sommer zusätzlich über 150.000 Tagesgäste den
Erlebnisraum Weißensee. Durch diese hohe Zahl an Besucher/-innen ergeben sich
starke Verkehrsbelastungen, die einer positiven Weiterentwicklung der Region im
Weg standen.
Um dem gegenzusteuern, entwickelten Gemeinde, Naturpark und Tourismus
das Konzept „Sanfte Mobilität Weißensee‟. Dabei werden zahlreiche Maßnahmen
gesetzt, um das Verkehrsaufkommen in der Gemeinde zu reduzieren und das Gebiet
zu einem ökologisch orientierten Urlaubs- und Ausflugsziel zu entwickeln.
Die verschiedenen Ideen wurden in Pakete gebündelt und nach und nach
umgesetzt. So wird ab 2014 ein attraktiv gestaltetes Eintrittstor das „Ankommen‟
im Naturpark-Erlebnisraum Weißensee symbolisieren. Der Verkehr wird von diesem
Punkt aus verlangsamt und zum Info-Center mit Sammelparkplatz geleitet. Vom
Info-Center können verschiedenste sanft-mobile Verkehrsmittel zur Weiterfahrt
verwendet werden: ob nun mit dem Naturpark-Shuttle, mit dem Solarboot oder mit
ausleihbaren E-Fahrrädern, Scootern oder Segways.
73
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Der Naturpark-Shuttle kam erstmals in der Sommersaison 2011 mit verbessertem
Angebot zum Einsatz. Im Stundentakt wurden von Juli bis Anfang September 27.400
Fahrgäste transportiert. Eine immense Nachfragesteigerung, denn vor Einführung
des Taktverkehres konnten im Sommer 2010 lediglich 6.000 Fahrgäste verzeichnet
werden. Dieser große Erfolg führte dazu, dass der Shuttlebus auch in der Wintersaison
weitergeführt und gleich von 14.000 Kund/-innen genutzt wurde. Und der Erfolg
geht weiter. Der Naturpark-Shuttle wurde auf die Nebensaison ausgedehnt und in
der Hauptsaison auf einen Halbstundentakt verdichtet. Der Effekt: Allein in der
Sommersaison 2012 nutzten rund 60.000 Gäste und auch Einheimische den Bus.
Geplant ist des Weiteren, einen Shuttle-Bus zu allen Zügen anzubieten, wodurch in
Zukunft das sanft-mobile Angebot in der Gemeinde erweitert werden kann.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 624 t CO2 pro Jahr.
KONTAKT
Gemeinde Weißensee
9762 Weißensee
Tel.: +43(0)4713/2030
E-Mail: johann.weichsler@ktn.gde.at
www.gemeinde-weissensee.at
klimaaktiv mobil Projekt:
Gemeinde Hinterstoder - Sanft-mobil nach Hinterstoder zum Skiweltcup
Die Gemeinde Hinterstoder liegt inmitten des
Toten Gebirges, am Schluss des Stodertals.
Moderne Architektur, der Ski-Weltcup und die
beeindruckenden Berge machen den Ort sowohl
im Sommer als auch im Winter zu einer beliebten
Urlaubsdestination. Mit 130.000 Nächtigungen bei
1.500 Betten zählt die Gemeinde zu den Top-Ten
der oberösterreichischen Tourismusgemeinden. Als
Mitglied der „Alpine Pearls‟, einer Vereinigung von
29 Urlaubsregionen und Urlaubsorten in den Alpen,
werden Klimaschutz und Nachhaltigkeit großgeschrieben. Um den Besucher/-innen
des Ortes den Verzicht auf das eigene Auto zu ermöglichen, wurde eine Vielzahl an
Maßnahmen gesetzt.
So wurden vom örtlichen Sportgeschäft Intersport Pachleitner und seinen
Partnerbetrieben 15 E-Fahrräder erworben, welche Einheimischen und Gästen zum
Verleih angeboten werden. Bei der Anreise kann ebenfalls auf das Auto verzichtet
werden. Gäste, die mit der Bahn anreisen, können bequem mit dem mehrmals
täglich verkehrenden Bus direkt ins Ortszentrum fahren, außerdem bieten die
Beherbergungsbetriebe einen Shuttleservice zwischen dem Bahnhof Hinterstoder
an. Beim Skiweltcup 2011 stand die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr im
Mittelpunkt. Das öffentliche Nahverkehrsangebot mit Bus und Bahn wurde unter dem
Motto „Sanft mobiler Ski-Weltcup 2011 – Hinterstoder‟ an den stark frequentierten
Renntagen deutlich ausgeweitet. Gerade bei einer Großveranstaltung wie dieser
war das besonders wichtig. Rund ein Viertel der täglich 20.000 Zuschauer/-innen
nahm ÖV in Anspruch. Zudem gab es Kombitickets, die den Gästen die Anreise mit
öffentlichen Verkehrsmitteln und den Eintritt zum Event zu besonders günstigen
Konditionen ermöglichten.
Auch während eines längeren Aufenthaltes kann in Hinterstoder gut auf das eigene
Auto verzichtet werden. Gäste als auch Einheimische erreichen mit Shuttle-Services
die Freizeiteinrichtungen, Ausgangspunkte für Wanderungen und die Schilifte.
CO2
Die erwartete Einsparung der CO2-Emissionen aufgrund dieser Maßnahme
beträgt 599 t CO2 pro Jahr.
KONTAKT
Gemeinde Hinterstoder
4573 Hinterstoder
Ansprechpartner: Bgm. Helmut Wallner
Tel.: +43(0)7564/5255
E-Mail: gemeinde@hinterstoder.ooe.gv.at
www.hinterstoder.ooe.gv.at
74
75
KAPITEL 6
KAPITEL 6
6.5 BEISPIELE AUS DEN NACHBARSTAATEN
» 20,5 % Marktanteil für den ÖV im Freizeitverkehr (Anm.: Anteil der Bahn an Wegen über 3 km, gemessen in Personenkilometern).
Schweiz, RailAway AG
Kooperationen
»
»
»
»
über 700 touristische Leistungsträger in der ganzen Schweiz,
rund 120 Partner im Veranstaltungsbereich,
knapp 20 Wirtschafts- und Medienpartner,
3 Marktplatzpartner.
Vertrieb
» Bezug an einem der über 450 Bahnschalter in der ganzen Schweiz,
» an Billet-Automaten der SBB,
» Anruf ins Contact Center in Brig (Tel. 0900 300 300 zu 1,19 SFR/Min),
» bequem und einfach von zu Hause aus über den Online Freizeitshop
sbb.ch/online-kaufen.
Vorteile für die RailAway-Kunden
Die RailAway AG wurde als Tochtergesellschaft der SBB 1999 gegründet und hat
65 Mitarbeitende. Es gibt drei Geschäftsbereiche: Gruppenreisen, Tourismus und
Veranstaltungen. Der Hauptsitz befindet sich in Luzern, weitere Filialen gibt es in
Lausanne und in Lugano. Die RailAway AG wird zu 86 % von den SBB getragen.
Weitere acht Aktionäre halten 14 %.
Was macht RailAway?
»
»
»
»
»
RailAway macht das Reise- und Ferienland Schweiz mit der Bahn, Seilbahn, dem Bus und Schiff über eine Freizeitideen-Fabrik attraktiv und bewirkt damit einen positiven Beitrag für den gesamten öffentlichen Verkehr.
RailAway ist bei der Vermarktung von öffentlichen Verkehrsleistungen
in Kombination mit Ferien- und Freizeit-Primärbedürfnissen Spezialist.
RaiAway macht das Reise- und Ferienland Schweiz mit der Bahn,
Seilbahn, dem Bus und Schiff am Bahnhof, im Internet sowie bei Dritten buchbar und kaufbar.
RailAway generiert im Freizeitmarkt Werbegelder, die zweckgebunden
und nachhaltig in die Vermarktung des öffentlichen Verkehrs reinvestiert werden.
Für touristische Organisationen, Veranstalter und weitere Kunden
ist RailAway ein wichtiger Partner für die Vermarktung von Freizeitangeboten und Kooperationen.
» Kunden sparen Geld dank Rabatten von 10 bis 50 Prozent auf Bahnfahrt
und Freizeitleistung.
» Kunden erhalten alles aus einer Hand und lösen Freizeitleistung und
Fahrausweis in einem einzigen Kaufprozess.
» Kunden sparen Zeit dank gebührenfreier Bezugsmöglichkeit über den
Online-Freizeitshop.
» Kunden profitieren generell vom ÖV-Vorteil: bequeme Anreise,
kein Stau, weniger Stress.
KONTAKT
RailAway AG
6002 Luzern
Tel.: +41(0)51/227 24 97
E-Mail: nina.jordi@railaway.ch
www.railaway.ch
Geschäftsergebnis 2013
76
» 73.822 Mio. Schweizer Franken Gesamtumsatz (= rd. 60.760 Mio. EUR),
» 1.688 Mio. verkaufte Arrangements,
77
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Deutschland: Wiederbelebung der Fernbusreisen
Der Trendforscher Matthias Horx konstatiert in seinem Trend-Report 2014 eine
„Busmania‟16: „Während der Bus in den 1980er-Jahren als billiges Transportmittel
galt, werden den Busreisen heute die Image-Attribute günstig, schnell, komfortabel
und umweltfreundlich zugesprochen. Beim Flugzeug denke der Reisende mittlerweile
eher an enge Platzverhältnisse und lästige Kontrollen, die Eisenhahn werde als
„teuer‟ empfunden, das Auto assoziiere man mit „die Luft verpestend‟.‟
Der deutsche Fernbus-Boom schwappt samt heftigem Preiskampf auf Österreich
über 18. Gemeinsam mit FlixBus bietet das österreichische Unternehmen Blaguss
seit 17. Juli 2014 die Linie Wien - Berlin über Prag und Dresden an. Weitere
Verbindungen gibt es über Regensburg, Würzburg und Frankfurt am Main nach
Mainz. Kunden sollen vor allem durch günstige Preise angezogen werden: Die Fahrt
von Wien nach München wird mit fünfeinviertel Stunden ab 25 Euro angeboten (mit
dem Flugzeug bis zum Stadtzentrum muss eine Gesamtreisezeit von vier Stunden
kalkuliert werden). Die Fahrt von Wien nach Berlin kostet ab 29 Euro und dauert
mit bis zu neun Stunden ebenso lang wie die Bahnfahrt. Die Blaguss-Flotte will
mit ihrem deutschen Partner FlixBus binnen weniger Jahre die Zahl der Passagiere
zwischen Berlin und Wien auf 200.000 pro Jahr verzehnfachen. Das Angebot sei
attraktiv: günstiger Preis, kein Umsteigen, reservierter First Class-Sitz und zwei
Gepäckstücke frei, gratis WLAN. Jeder Bus biete Klimaanlage, Bordtoilette, Getränke
und Snacks an Bord seien günstig erhältlich.
Die Aufhebung des Bahnmonopols in Deutschland im Jahr 2013 führte zu einer
Wiederbelebung der Fernbusreisen und brachte eine Revolution im deutschen
Verkehrswesen mit sich.17 Die Zahl der neuen Fernbuslinien in Deutschland sei
mittlerweile auf hundert Destinationen angewachsen, und im ersten Jahr zählte man
fast zehn Millionen Passagiere. Bis zu 200 Millionen Euro würde die Fernbusbranche
in Deutschland im Jahr 2014 umsetzen, 2016 würden es schon 400 Millionen sein,
schätzt der für den Personenverkehr verantwortliche Bahnvorstand Ulrich Homburg
gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Deutsche Bahn rechne mit hohen
Umsatzverlusten, fast jeder zweite Busreisende sei von der Bahn umgestiegen.
Preissenkungen seien keine Lösung. Bei den Kosten könne die Bahn nicht mit dem
Busverkehr mithalten, die Schieneninfrastruktur sei einfach zu teuer. Stattdessen
setzte die Deutsche Bahn auf die Ausweitung des eigenen Busangebotes und
gehöre mit BerlinLinienBus und IC Bus mittlerweile zu den drei größten deutschen
Anbietern hinter Mein Fernbus und FlixBus.
Wiederbelebung
der Fernbusreisen
16
17
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Zukunftsinstitut, Trend-Report 2014, Dezember 2013
Wiener Zeitung, 18. Juli 2014, Seite 13, „Berlin, ohne Umsteigen, ab 29 Euro‟ von Helmut Dité
18
Wiener Zeitung, 18. Juli 2014, Seite 13, „Berlin, ohne Umsteigen, ab 29 Euro‟ von Helmut Dité
79
KAPITEL 6
KAPITEL 6
Südtirol, Genussradfahren
Entladen der Fahrräder führte immer wieder zu Verzögerungen im Fahrplan. Ein
gemeinsames Produkt entstand – die „Bikemobilcard‟. Mit dieser Karte kann der Gast
einen Tag Mobilität inklusive einem Fahrrad mit Rücktransport zum Ausgangspunkt
erwerben. 23.500 Bikemobilcards wurden im Sommer 2013 verkauft.
Ein Preisbeispiel: Eine vierköpfige Familie fährt beim Kauf einer Bikemobilcard für
76 Euro einen Tag Rad inkl. der Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel. Der
Radrücktransport ist im Preis inbegriffen.
„Regio-Radwanderer‟: Für den Großteil der Südtirol-Gäste war das Radfahren
bisher eine Ganz- oder Halbtagsattraktion. Das soll sich ändern, man will nun auch
die Genusswanderer ansprechen. Die Regio-Radwanderer verbringen eine Woche in
einem Gastbetrieb und starten von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und
einem Leihrad los. In Bozen wird es eine zentrale Aus- und Rückgabestelle geben
sowie ein E-Mobilitätscenter. Für Menschen mit Sehbehinderung werden Tandems
angekauft. Auch Herz-Kreislauf- und Diabetes-Patienten werden unterwegs sein
können. Die Guides befinden sich in Ausbildung.
Fahrrad fahren von A nach B in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Das
Best-Practice-Beispiel „Südtiroler Genussradfahren‟ begeistert durch eine lückenlose
Dienstleistungskette. Südtirol ist laut Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC)
eines der beliebtesten Urlaubsziele für Genussradfahrer. Die Attraktivität besteht
in den landschaftlich abwechslungsreichen Talfahrradwegen, der vorzüglichen
Gastronomie und der kombinierten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Südtirol bietet ein einmaliges Netz an Fahrradverleihstationen, die Einwegmieten
ermöglichen. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe und lokale Fahrradverleiher
garantieren einen reibungsfreien Transport. Es handelt sich um ein Angebot, welches
in dieser Dimension in Europa einzigartig ist!
Genussfarhrten in
abwechslungsreicher
Landschaft
Rund 120.000 Gäste, das sind 16 % mehr als im Jahr zuvor, liehen sich im vergangenen
Sommer ein Fahrrad aus und fuhren entlang der 500 Kilometer Fahrradwege
vorwiegend talabwärts. Im Jahr 2000 investierte Südtirol in komfortable Busse und
moderne Züge sowie in architektonisch ansprechende Bahnhöfe.
Einfaches System: 7.000 Fahrräder verschiedener Größe und Bauart, darunter auch
600 Elektroräder, können spontan an einer der Verleihstationen abgegeben werden,
ihre Lenker kehren zu Fuß, per Bus oder Bahn zurück zum Ausgangsort. Mit 22
Fahrradverleihstationen in der Nähe von Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten
sowie dem Verleih von Helmen, Satteltaschen, Kinderanhängern und Kindersitzen
wurde ein beispielhaftes „regionaltouristisches Südtirol-Produkt‟ geschaffen.
Die Einwegmieten sind besonders beliebt. Die Gäste fahren zwischen 30 und 60
Kilometer talauswärts. Die Räder werden von fünf unabhängigen Fahrradverleihern,
die sich auf einheitliche Qualitätskriterien festgelegt haben und miteinander digital
vernetzt sind, an den Ausgangspunkt zurückgebracht.
KONTAKT
Südtirol Rad
39100 Bozen
Ansprechpartner: Dr. Hugo Götsch
Tel.: +39(0)348/516 22 55
E-Mail: mail@suedtirol-rad.com
www.suedtirol-rad.com
www.mobilcard.info/de/bikemobil-card.asp
Kooperation mit Öffis: Die besten Ideen entstehen meistens aus einer Notlage. An
Spitzentagen sind auf den Südtiroler Radwegen tausende Menschen unterwegs. In
den Zügen und Bussen haben jedoch nur maximal 15 Fahrräder Platz. Das Be- und
80
81
NOTIZEN
Anhang
Kartensammlung
Genève 11:55
Dijon 11:40
9:45
Frankfurt
Milano 11:35
Zürich
10:10 Bern
8:00
6:55
Udine
11:10 Firenze
Ljubljana
6:50
12:50 Roma
Sopron
7:55
Zagreb
4:50 Maribor
1:35
0:40
3:45 Graz
1:40
Wien
3:15
St.Pölten
Ostrava 3:40
1:25
3:05
Beograd
12:45
Debrecen 6:05
Košice 6:20
7:50 Kraków
Warszawa 7:55
Budapest
Neusiedl/See
0:40 Bratislava
2:20 Brno
Znojmo
Klagenfurt
5:00
Rijeka 10:35
8:40 Venezia
Bologna 10:30
9:55
Verona
2:25
Linz
4:35
Praha 5:00
3:35 Salzburg
5:20 Innsbruck
Bolzano/Bozen 7:40
Bregenz
München 5:05
9:55 Berlin
Dresden 7:25
Leipzig 9:55
Nürnberg 6:05
7:40 Stuttgart
8:15
10:10 Basel
9:00
Strasbourg
10:00
Saarbrücken
9:45 Köln
10:10 Düsseldorf
9:15 Hannover
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
12:15
Paris
Bruxelles 12:15
Amsterdam 13:10
Hamburg 10:35
Genève 11:30 Dijon 11:15
9:45
Milano 6:30
Zürich
9:45 Bern
Genève 10:20 Dijon 10:05
8:10
Frankfurt
Milano 10:00
Zürich
8:30 Bern
6:20
Udine
10:35 Firenze
11:44 Roma
Rijeka 10:00
Ostrava 3:55
3:30 Graz
7:40
Zagreb
4:25 Maribor
2:15
Sopron
0:25
Wien
Győr
5:40
2:15
3:45
Budapest
1:55 Bratislava
12:00
Beograd
12:00
Beograd
Debrecen 6:30
Košice 7:25
8:05 Kraków
Warszawa 8:10
Budapest
Debrecen 10:15
Košice 11:00
11:30 Kraków
Warszawa 11:35
7:10
5:20 Bratislava
2:35 Brno
2:30
St. Pölten
Ljubljana
6:35
Zagreb
4:30
Znojmo
Klagenfurt
5:15
1:55 Salzburg
0:50
Linz
3:10
Praha 5:15
Dresden 7:40
9:00 Berlin
8:05 Venezia
Bologna 9:25
8:00
Verona
Bolzano/Bozen 6:05
Rijeka 5:30
Ljubljana
2:10
2:55 Maribor
2:00 Graz
4:20
Sopron
3:50
Wien
6:55
4:50
Ostrava 7:20
6:00 Brno
Znojmo
St.Pölten
Klagenfurt
7:45 Roma
3:40 Innsbruck
München 3:30
Bregenz
6:20
Leipzig 7:50
Nürnberg 4:05
6:05 Stuttgart
6:15
8:30 Basel
7:25
Strasbourg
8:20
Saarbrücken
7:40 Köln
8:05 Düsseldorf
6:05 Firenze
7:10 Hannover
Hamburg 8:30
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
11:40
Paris
Bruxelles 10:15
Amsterdam 10:35
303814_Karte_Reisezeiten_Ausschnitt_A4q.indd 4
1:55
Udine
3:40 Venezia
Bologna 5:25
5:10
Verona
Linz 4:30
7:10
Praha 8:40
3:00 Salzburg
4:55 Innsbruck
Bolzano/Bozen 5:35
Bregenz
7:30
München 4:55
11:40 Berlin
Dresden 11:15
Leipzig 10:00
Nürnberg 6:15
7:15 Stuttgart
Frankfurt
8:20
9:45 Basel
8:35
Strasbourg
9:35
Saarbrücken
9:30 Köln
9:55 Düsseldorf
9:45 Hannover
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
12:10
Paris
Bruxelles 11:50
Amsterdam 13:15
Hamburg 11:10
15.09.14 18:41
Genève 9:30
Dijon 9:10
7:25
Frankfurt
Milano 9:10
Zürich
7:40 Bern
Genève 6:20
Dijon 8:05
Düsseldorf
6:00
Frankfurt
Milano 8:00
Zürich
6:30 Bern
8:20 Firenze
9:40 Roma
4:00
Graz
Ljubljana
4:20
6:40
Zagreb
5:15 Maribor
3:55
Sopron
2:20
Wien
4:25
St.Pölten
Klagenfurt
3:05
Rijeka 7:45
5:50 Venezia
Udine 4:05
Bologna 7:05
5:55
Verona
Bolzano/Bozen 4:35
Salzburg
1:05
Linz
3:30
4:35
Győr
4:15
5:40
Budapest
3:50 Bratislava
Beograd
13:55
Debrecen 8:25
Košice 9:35
10:00 Kraków
10:05
Warszawa
12:45
Beograd
Debrecen 7:20
Košice 8:25
8:55 Kraków
Warszawa 9:00
Budapest
5:50 Ostrava
Győr
3:05
2:45 Bratislava
4:30 Brno
Znojmo
1:55
6:20 Praha
České Budějovice
Dresden 7:50
1:40 Innsbruck
München 1:30
Bregenz
4:20
Leipzig 6:40
Nürnberg 2:55
4:00 Stuttgart
5:05
6:30 Basel
5:25
Strasbourg
6:20
Saarbrücken
6:15 Köln
6:40
10:50 Roma
7:45
Zagreb
4:25 Maribor
3:10
Sopron
1:15
3:00 Graz
Ljubljana
5:45
Rijeka 9:10
Berlin 8:05
9:45 Firenze
6:20 Hannover
Hamburg 7:40
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB bzw. DB Intercitybus
8:25
Paris
Bruxelles 8:30
Amsterdam 9:30
303814_Karte_Reisezeiten_Ausschnitt_A4q.indd 5
5:30
Udine
0:50
Wien
3:20
St.Pölten
Ostrava 4:45
3:25 Brno
Znojmo
Klagenfurt
4:30
1:05 Salzburg
Linz
2:10
České Budějovice
Praha 4:55
7:15 Venezia
Bologna 8:35
7:10
Verona
Bolzano/Bozen 5:10
8:05 Berlin
Dresden 6:45
?:??
2:50 Innsbruck
München 2:40
Bregenz
5:30
7:00
Leipzig ??:??
Nürnberg 3:10
5:15 Stuttgart
5:20
7:40 Basel
6:35
Strasbourg
7:30
Saarbrücken
6:50 Köln
7:15 Düsseldorf
6:15 Hannover
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
9:50
Paris
Bruxelles 9:20
Amsterdam 9:40
Hamburg 7:35
15.09.14 18:42
Reisezugnetz der ÖBB
Stand: Dezember 2013
302514_Beilage-Leitfaden-Tourismus.indd 2
13.06.14 13:50
Genève 12:30
Dijon 12:15
Milano 8:55
Zürich
10:40 Bern
Frankfurt
Milano 5:30
Zürich
4:45 Bern
6:10
Udine
6:05 Firenze
7:15 Roma
3:40
8:30
Zagreb
7:10 Maribor
5:50
Graz
5:40
Sopron
4:10
Wien
6:10
Budapest
Győr
6:00
7:35
Budapest
5:40 Bratislava
Beograd
15:45
Debrecen 10:05
Košice 11:35
12:05 Kraków
12:10
Warszawa
11:30
Beograd
Debrecen 8:10
Košice 9:15
10:45 Kraków
Warszawa 10:50
5:25
7:55 Ostrava
3:56
4:00 Bratislava
6:15 Brno
Znojmo
St.Pölten
Ljubljana
6:10
4:50
Klagenfurt
Rijeka 9:30
4:45 Venezia
Bologna 4:40
3:30
Verona
Linz 2:55
5:25
1:40 Salzburg
Innsbruck
Bolzano/Bozen 2:00
Bregenz
2:35
München 1:45
Praha
7:30
4:05
Zagreb
1:00 Maribor
Graz
2:35
Sopron
2:30
Wien
5:10
3:30
Ostrava 6:35
4:15 Brno
Znojmo
St.Pölten
České Budějovice
Dresden 7:55
Berlin 8:40
Leipzig 7:05
Nürnberg 3:20
4:25 Stuttgart
5:30
4:45 Basel
3:35
Strasbourg 6:30
7:10
Saarbrücken
Genève 6:30 Dijon
6:15
Düsseldorf
6:40 Köln
7:00
6:55 Hannover
Hamburg 8:15
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB bzw. DB Intercitybus
7:55
Paris
Bruxelles 9:00
Amsterdam 9:50
303814_Karte_Reisezeiten_Ausschnitt_A4q.indd 2
8:30 Firenze
Rijeka 7:15
3:00
Ljubljana
2:00
Klagenfurt
10:00 Roma
6:00 Venezia
Bologna 7:50
7:30
Verona
3:00
Linz
6:00
Praha 6:55
4:00 Salzburg
Udine 4:15
5:50 Innsbruck
Bolzano/Bozen 8:15
8:30
Bregenz
München 5:55
12:20 Berlin
Dresden 10:20
Leipzig 10:55
Nürnberg 7:10
8:15 Stuttgart
Frankfurt
9:20
10:40 Basel
9:35
Strasbourg
10:25
10:35
Saarbrücken
10:30 Köln
10:55 Düsseldorf
10:45 Hannover
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
12:50
Paris
Bruxelles 13:50
Amsterdam 14:10
Hamburg 12:10
15.09.14 18:41
Genève 4:35 4:40
Dijon
Milano 6:20
Zürich
2:50 Bern
8:40
Frankfurt
Zürich
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
5:45
10:00 Firenze
11:40 Roma
6:40
Zagreb
3:35 Maribor
1:10
Sopron
2:30 Graz
Ljubljana
5:35
Rijeka 9:25
7:30 Venezia
Bologna 9:20
8:30
Verona
Udine
0:25
St.Pölten
Wien
1:30
2:50 Ostrava
Győr
1:10
18:50
Beograd
Debrecen 12:55
Košice 14:30
14:30 Kraków
14:25
Warszawa
2:35
Budapest
Beograd
11:00
Debrecen 5:20
?:??
Košice 6:20
7:00 Kraków
Warszawa 7:10
10:10
Budapest
10:50
Gdynia
Győr
8:40
1:00 Bratislava
1:30 Brno
Znojmo
Klagenfurt
3:50
2:20 Salzburg
1:15
Linz
3:25
České Budějovice
Praha 4:10
11:15
Zagreb
10:00 Maribor
8:20
Sopron
6:50
8:30 Graz
Ljubljana
8:45
9:10 Berlin
Dresden 6:40
4:10 Innsbruck
München 3:55
Bolzano/Bozen 6:30
6:45
Bregenz
Milano 10:25
9:00 Bern
Nürnberg 4:35
6:30 Stuttgart
6:45
Leipzig 8:20
7:40 Hannover
Hamburg 9:00
8:55 Basel
7:50
Strasbourg
8:50
Saarbrücken
8:15 Köln
8:40 Düsseldorf
Genève 10:45
Dijon 10:30
Bruxelles 10:45
Amsterdam 11:05
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB Intercitybus
11:05
Paris
303814_Karte_Reisezeiten_Ausschnitt_A4q.indd 1
9:40 Roma
7:30 Bologna
7:30
6:25
St.Pölten
Wien
8:55
10:20 Ostrava
8:15 Bratislava
9:00 Brno
Znojmo
Klagenfurt
Rijeka 12:10
8:00 Venezia
8:40 Firenze
6:20
Verona
Linz 5:35
7:55
4:25 Salzburg
Udine 9:35
2:35 Innsbruck
Bolzano/Bozen 4:50
Bregenz
2:30 München
7:45
Praha
České Budějovice
Dresden 9:05
Berlin 8:40
Leipzig 7:50
Nürnberg 4:00
3:10 Stuttgart
Frankfurt
4:20
2:45 Basel
1:40
4:25 Strasbourg
5:10
Saarbrücken
5:15 Köln
5:40 Düsseldorf
6:30 Hannover
Fahrplan 2015, Planungsstand September 2014. Die auf 5 Minuten gerundeten
Fahrzeiten beziehen sich auf die schnellste Verbindung, bei Taktverkehren auf die
schnellste im Takt angebotene Verbindung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Fahrzeiten = gerundete Richtzeiten
Direktverbindungen
Umsteigeverbindungen
ÖBB bzw. DB Intercitybus
6:20
Paris
Bruxelles 7:45
Amsterdam 8:05
Hamburg 8:00
15.09.14 18:41
Zipcar Carsharing-Standorte an ÖBB-Haltestellen in Österreich
Wien
Wien Mitte
Wien Meidling
Wien Hütteldorf
Wien Westbahnhof
Wien Gersthof
Wien Heiligenstadt
Wien Handelskai
Wien Liesing
Mödling
Baden
Wr. Neustadt Hbf.
St.Pölten Hbf.
Amstetten NÖ
Linz Hbf.
Wels Hbf.
Graz Hbf.
Klagenfurt Hbf.
Villach Hbf.
Salzburg Hbf.
Innsbruck Hbf.
Feldkirch
Dornbirn
Bregenz
Verleihstationen im Burgenland:
38 (10 davon auf ÖBB-Bahnhöfen)
Verleihstationen in Niederösterreich:
295 (88 davon auf ÖBB-Bahnhöfen)
Wien
Wien Mitte
Wien Meidling
Wien Hütteldorf
Wien Westbahnhof
Wien Gersthof
Wien Heiligenstadt
Wien Handelskai
Wien Liesing
Mödling
Baden
Wr. Neustadt Hbf.
St.Pölten Hbf.
Amstetten NÖ
Linz Hbf.
Wels Hbf.
Graz Hbf.
Klagenfurt Hbf.
Villach Hbf.
Salzburg Hbf.
Innsbruck Hbf.
Feldkirch
Dornbirn
Bregenz
Datengrundlage:
Google Maps
Eigene Erhebungen
Juni 2014
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
1
Zipcar Carsharing-Standorte an ÖBB-Haltestellen in Österreich
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
Juni 2014
Datengrundlage:
Google Maps
Eigene Erhebungen
Reisen ins Ausland – InterRail
Kiruna
Rovaniemi
17:30
Trondheim
Östersund
3:50
6:40
Bergen
9:20
5:15
Turku
Oslo
Aberdeen
Glasgow
2:20
Belfast
5:05
2:15
3:30
4:25
Dublin
3:15
Cork 2:50
Holyhead
Bristol
3:40
1:25
1:40
Rennes
2:55
1:50
Pamplona
2:35
3:20
10:10
Madrid
3:25
Faro
Bordeaux
3:15
Sevilla
2:50
2:55
6:15
Lyon
Montpellier
3:50
Milano
1:40
4:55
Marseille
2:35
Nice
Barcelona
2:25
5:30
València
3:25
Málaga
8:15
5:55
7:30
Bologna
8:10
4:40
4:15
11:20
Wien
2:55
6:50
7:40
6:20
Ancona
Split
0:35
Firenze
1:25
Roma
14:50
7:30
6:15
9:10
15:30
Beograd
9:00
9:35
9:32
Bar Skopje
7:20
12:35
10:55
Thessaloniki
Igoumenitsa
Patras
Athinai
Piraeus
6:30
Quelle: www.oebb.at/__downloads/de/Reisen_ins_Ausland/InterRail_Travel_Time_Map_2013.pdf
Istanbul
5:25
6:00
Catania
Bucureşti
9:25
Sofia
Bari 5:00
Napoli
13:15
9:15
Sarajevo
4:00
1:10
6:35
Zagreb
2:20
Venezia
2:05
Budapest
9:00
6:40 Ljubljana
2:35
1:05
Warszawa
Praha
3:55 München
2:20
5:20
4:45
6:50
Frankfurt
3:00
Berlin
5:50
3:20
Bern
4:20
Lisboa
3:10
1:55
Santiago
11:00
4:25
3:55
4:05
3:05
5:15
Köln
3:55
2:10
Santander
2:40
Bruxelles 1:10
1:25
1:40
6:20
1:55
Paris
København
4:45
Hamburg
Amsterdam
2:15
Porto
11:20
Birmingham
Penzance 5:25 London
5:30
Stockholm
8:40
0:50 Edinburgh
Westport
Helsinki
2:00
6:15
11:50
Rhodes
Heraklion
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
1010 Wien | Stubenring 1 | www.bmwfw.gv.at
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