close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

lesen - Wiener Städtische Versicherungsverein

EinbettenHerunterladen
Serbien
Stadt als regionaler Kontext für Architektur
18. Februar bis 2. April 2015
Kuratoren:
Adolph Stiller, Bojan Kova7evi5
Ausstellungsort:
Ausstellungszentrum im Ringturm
1010 Wien, Schottenring 30
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9:00 bis 18:00 Uhr, freier Eintritt
Presseführung:
Dienstag, 17. Februar 2015, 11:00 Uhr
Am Podium:
Adolph Stiller, Bojan Kova7evi5
Eröffnung:
Dienstag, 17. Februar 2015, 18:30 Uhr (Einlass nur mit Einladung)
Rückfragen an:
Silvia Polan
T: +43 (0)50 390-21064
F: +43 (0)50 390 99-21064
E-Mail: presse@wst-versicherungsverein.at
WIENER STÄDTISCHE WECHSELSEITIGER VERSICHERUNGSVEREIN, HAUPTAKTIONÄR DER VIENNA INSURANCE GROUP
VIENNA INSURANCE GROUP: Wiener Städtische (AT) • Donau (AT) • s Versicherung Gruppe (AT, CZ, HR, HU, RO, SK) • Intersig (AL) • Sigma Interalbanian (AL)
Bulstrad (BG) • Bulstrad Life (BG) • Wiener Osiguranje (BIH) • Kupala (BY) • Kooperativa (CZ) • 6PP (CZ) • VIG RE (CZ) • InterRisk (DE) • Compensa Life (EE, LT, LV)
GPIH (GE) • IRAO (GE) • Wiener osiguranje (HR) • Union Biztosító (HU) • Vienna Life Biztosító (HU) • Vienna-Life (LI) • Donaris (MD) • Wiener Städtische Podgorica (ME)
Winner (MK) • Winner Life (MK) • Makedonija (MK) • Compensa (PL) • InterRisk (PL) • Benefia (PL) • Polisa (PL) • Skandia (PL) • Omniasig (RO) • Asirom (RO)
Wiener Städtische Beograd (RS) • Kooperativa (SK) • Komunálna pois[ovOa (SK) • Ray Sigorta (TR) • Kniazha (UA) • Globus (UA) • Jupiter (UA) • UIG (UA)
Zweigniederlassungen: Donau (IT), Wiener Städtische (IT), Wiener Städtische (SI)
DVR: 0688533
Die neue Ausstellung der Reihe Architektur im Ringturm des Wiener Städtischen
Versicherungsvereins führt in den Südosten von Zentral- und Osteuropa, nach Serbien.
Geografisch gesehen gliedert sich Serbien in zwei Landschaftstypen, die durch die Sava-Donau-Linie
geteilt werden. Der Norden ist geprägt vom Flachland, der Süden besticht durch seine
abwechslungsreichen, gebirgigen Landschaften mit Hochebenen, Becken und Flüssen. Aus dem
Nord-Süd-Verlauf ergeben sich im gemäßigten Kontinentalklima unterschiedliche, mikroklimatische
Verhältnisse, die sich auch im Bauen als Kontext niederschlagen. Die Schau spannt einen Bogen von
den Wegbereitern moderner Architektur in den 1920er und 1930er Jahren bis hin zur Bauproduktion
zwischen 1945 und 1980 – einer Epoche, in der die Moderne als „staatstragende Stilrichtung“
etabliert wurde. Die baulichen Spezifika im sozialistischen Jugoslawien werden anhand zahlreicher
Architekturbeispiele und Personenportraits herausgearbeitet, einige Beispiele der zeitgenössischen
Szene stellen die Verbindung zur Gegenwart her.
Stadt als regionaler Kontext für Architektur
Architektur im akademischen Sinne entwickelte sich in Serbien im Zusammenhang mit der
Industrialisierung, die in diesem Land gegen Ende der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
einsetzte. Damit einher ging eine Urbanisierung, die insbesondere im sogenannten
zentralserbischen Industriegürtel – sehr stark durch österreichische und deutsche Unternehmen
geprägt – die Städte anwachsen ließ. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Hochkultur im
Allgemeinen und die Baukultur im Speziellen von den Klöstern getragen. Das Fehlen einer
städtischen Tradition hatte zur Folge, dass es vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert keine
Hauptstadt gab. Der wechselnde Aufenthaltsort des Königs stellte jeweils für die Dauer seiner
Anwesenheit vorübergehend die Hauptstadt dar.
Industrialisierung begünstigt Stadtentwicklung
Städte entwickelten sich in Serbien im Nordteil aus großen Dörfern. Südlich der Sava-Donau-Linie
gingen sie hingegen kulturhistorisch aus der osmanischen 6aršija, dem Markt im Zentrum der
Siedlungen, hervor. Die Entwicklung der größeren Städte wurde vor allem durch die zweite
industrielle Revolution begünstigt. Durch die einsetzende Mechanisierung begann die Landflucht.
Während der Industrialisierung zwischen 1945 und 1965 verließen über 9 Millionen Menschen ihr
dörfliches Umfeld. Durch die Binnenwanderung wurden sowohl die Stadt als auch das Dorf zu
kulturellen Hybriden und die Transformation der Stadt, in der es sich ländlich lebte, war das
Ergebnis.
Brilliante Persönlichkeiten der Moderne
Neben Nikola Dobrovi5 zählten vor allem Dragiša Brašovan (1887–1965), Branislav Koji5
(1899–1987) und Milan Zlokovi5 (1898–1965) zu den herausragenden Persönlichkeiten der
damaligen, serbischen Architekturszene. Sie formten nicht nur die Entwicklung der Architektur in der
Hauptstadt seit den 1930er Jahren, sondern waren auch als Hochschullehrer und Intellektuelle mit
ihrem Werk bis in die 1960er Jahre im ganzen Land für mehrere Generationen prägend. Zlokovi5 war
einer der Gründerväter der „Gruppe der Architekten moderner Richtung“, die bei der Idee der
modernen Architektur im neuen Staat der 1920er und 1930er Jahre eine bedeutende Rolle spielte. Er
zeichnete sich durch seine Herkunft, Mehrsprachigkeit und Ausbildung aus und seine Belgrader
Bauten zählen zu den außergewöhnlichen Architekturbeispielen, die bis heute bestehen und als
begehbare Zeugen noch immer einen wichtigen Bezugspunkt darstellen.
Die architektonische Handschrift bedeutender Serben
Als einer der wichtigsten Protagonisten der modernen Architektursprache in Novi Sad galt Djordje
Tabakovi5 (1897–1971). Von ihm stammen neben vielen kleineren Privatbauten stadtbildprägende
Gebäude (mehrgeschossiges Gebäude Dr. Rudolf Klein und Wohnhaus Dr. Jovanovi5, beide 1932,
oder Tanurdžicev-Gebäude mit seiner signifikanten Eckrundung, alle im Zentrum der Stadt, 1934).
2
Zu den wichtigsten Vertretern der darauf folgenden Generation von Architekten zählen Ivo Anti5
(Museum zeitgenössischer Kunst, Belgrad, 1965), Aleksej Brki5 (das Büro- und Geschäftshaus
Hempro, 1953, Sozialversicherungsgebäude, 1957; beide in Belgrad), Milorad Matsura
(Druckereigebäude der Armee in Belgrad, 1948–1950) und Bogdan Bogdanovi5 (1922–2010).
Bogdanovi5, der beinahe 20 Jahre in Wien im Exil gelebt hat, leistete mit seinen Denkmälern und
Zeichnungen, der Gestaltung des jüdischen Friedhofs in Belgrad sowie seiner originellen „Dorfschule
der Architektur“ in Mali Popovic einen eigenwilligen und doch tiefgründigen Beitrag zur
architektonischen Kultur Serbiens. Als Ältester der Architekturszene Serbiens lebt und publiziert
immer noch der 1921 in 6a5ak geborene Mihajlo Mitrovi5 (Wohnbauten in Niš; Wohnbau im
Stadtzentrum Belgrads, 1964, Genex Center, 1970–1980).
Spitzenbauten der serbischen Architektur
Der politischen Strategie des langjährigen Staatschefs Tito ist es zu verdanken, was noch heute an
erstaunlich hochwertigen und internationalen Beispielen serbischer Bauproduktion aus jener Zeit
vorhanden ist. Die Ikonen der Wohn- und Verwaltungsbauten und der kulturellen Einrichtungen
stammen fast alle aus der Zeit zwischen 1945 und 1980. Sie basieren zwar durchwegs auf der
klassischen Moderne, die als repräsentative Architektursprache von oben gewünscht war, wurden
jedoch eigenständig entwickelt. Die Entscheidung der Machthaber, die Architektur der Moderne zur
„staatstragenden Stilrichtung“ zu erklären, ist der wesentlichste Unterschied der Baukultur Jugoslawiens
und damit Serbiens zur Entwicklung in den Ländern des sogenannten Ostblocks.
In Serbien haben aber auch viele Architekten
aus dem gesamten damaligen Bundesgebiet
Jugoslawiens gebaut, denn die großen
Bauaufgaben waren fast durchwegs über
landesweit offene Architektur-Wettbewerbe
ausgeschrieben.
Das Museum für Luftfahrt in Belgrad von Ivan Štraus
© Adolph Stiller
Das heute leer stehende Gesamtjugoslawische Parlament (Mihailo Jankovi5, Antun Ulrich, Vladimir
Poto7njak, Zlatko Najman, Dragica Perak, 1947–1961), das Museum für Luftfahrt, (Ivan Štraus,
1969–1989), das Museum der Nationalen Revolution in Novi Sad (Ivan Viti5, 1959–1963) oder der
Wohnblock 28 in Novi Beograd (Ilija Anautovi5, 1971) sind Beispiele solcher Wettbewerbserfolge von
Architekten aus anderen Bundesstaaten. Seinerzeit sollten Ausschreibungen wie diese zur Belebung
des Wissenstransfers innerhalb der Grenzen Serbiens ebenso wie zur Identitätsstiftung in
Gesamtjugoslawien beitragen. Diese Praxis führte zu einem anhaltend hohen Qualitätsbewusstsein,
welches durch regelmäßige, theoretische Beiträge in der in Belgrad erscheinenden Zeitschrift
Arhitektura i urbanizam gepflegt und weitergetragen wurde.
3
Metamorphose – ein Stadtteil in Veränderung
Spezielle Aufmerksamkeit verdient das bereits in den späten 1930er Jahren angedachte und ab den
1950er Jahren entstandene Novi Beograd, ein kompletter Stadtteil mit zahlreichen
Einzelarchitekturen. Auf den städtebaulichen Grundlagen von Nikola Dobrovi5, Miloš Sombarski und
mehreren Städteplanern des Instituts für Urbanismus für Belgrad ist es in der Ebene am linken SaveUfer, die im 18. Jahrhundert noch Sumpfgebiet war, entstanden. An dieser Neustadt wird unter
permanenter Veränderung beziehungsweise Anpassung der idealplanerischen Vorgaben in
wechselnder Qualität bis heute gebaut. Sie gilt in ihrer architektonischen Gesamtheit als gelungenes
Beispiel einer geplanten Stadterweiterung der Spätmoderne unter starkem Einfluss der Charta von
Athen. Bei den stark durchgrünten Wohnvierteln ist die besonders angenehme Weitläufigkeit
auffallend.
Schauplatz der Geschichte
Eine wenig bekannte Anlage, die sich durch
herausragende Gesamtplanung auszeichnet,
stellt der Trg partizana (Platz des Partisanen) in
Užice dar. In sensiblem Umgang mit der
vorgefundenen Topografie hat der, unter
anderem in Rom ausgebildete, Architekt Stanko
Mandi5 eine raumbildende Einheit von Gebäuden
und Plätzen geschaffen, die in Funktion,
Maßstab, Wegführung und Blickrichtungen bis
heute nichts von ihrer Atmosphäre eingebüßt hat,
auch wenn die ursprüngliche Komposition leicht
erodiert ist.
Partisanenplatz, Schauplatz der Geschichte, von Stanko Mandi5
© Stadtarchiv Užice
Das Postgebäude wurde im Jahr 1999 durch NATO-Bomben zerstört und die, am Platz als wichtigster
Bezugspunkt aufgestellte, Tito-Statue gestürzt.
Serbiens Architekturschulen
Im Jahr 1846 wurde die einzige Architekturschule Serbiens in Belgrad gegründet. Heute existieren
mehrere Ausbildungsstätten in der Hauptstadt, eine zweite Architekturschule in Niš und ein Lehrgang
in Novi Sad. Berichterstattung und Auseinandersetzung über Architektur hat in der Belgrader
Tageszeitung Politika Tradition: Seit über 50 Jahren erscheint hier eine Kolumne, meist von Mihajlo
Mitrovi5 verfasst, in dessen Fußstapfen Bojan Kova7evi5 zu treten beginnt. Seit 1960 (und heute
unter veränderter Herausgeberschaft) erscheint monatlich die Fachzeitschrift Arhitektura i urbanizam.
Seit kurzem geben auch die Architektenvereine Niš und Novi Sad eine Zeitschrift heraus (Arhitekt
bzw. Dans). Seit 2003 wird in Niš neben einem jährlichen Architekturtag eine Architektur-Triennale
organisiert. Die jüngsten Vertreter der serbischen Architekturszene versuchen heutzutage eigene
Wege zu gehen. Dank der obengenannten Schulen existiert eine lebendige Szene, welche die
tragfähigen Bauten der Moderne vor Augen hat. Ein Bewusstsein für deren qualitätsvolle Erhaltung ist
im Entstehen.
Katalog
Architektur im Ringturm XXXIX, Serbien - Stadt als regionaler Kontext für Architektur. Adolph Stiller
(Hg.), ca. 204 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Beiträgen von Bojan Kova7evi5, Rifat
Kulenovi5, Duško Kuzovi5, Adolph Stiller, Vladimir Vukovi5.
Preis: 28 Euro
4
Serbia
City as a regional context for architecture
From 18 February until 2 April 2015
Concept:
Adolph Stiller, Bojan Kovačević
Exhibition venue:
Exhibition Centre in the Ringturm
1010 Vienna, Schottenring 30
Opening hours:
Monday to Friday: 9 am to 6 pm, free admission
Press tour:
Tuesday, 17 February 2015, 11.00 am
Speakers:
Adolph Stiller, Bojan Kovačević
Official Opening:
Tuesday, 17 February 2015, 6.30 pm (by invitation only)
Enquiries to:
Silvia Polan
T: +43 (0)50 390-21064
F: +43 (0)50 390 99-21064
E-Mail: presse@wst-versicherungsverein.at
WIENER STÄDTISCHE WECHSELSEITIGER VERSICHERUNGSVEREIN, MAIN SHAREHOLDER OF VIENNA INSURANCE GROUP
VIENNA INSURANCE GROUP: Wiener Städtische (AT) • Donau (AT) • s Versicherung Gruppe (AT, CZ, HR, HU, RO, SK) • Intersig (AL) • Sigma Interalbanian (AL)
Bulstrad (BG) • Bulstrad Life (BG) • Wiener Osiguranje (BIH) • Kupala (BY) • Kooperativa (CZ) • ČPP (CZ) • VIG RE (CZ) • InterRisk (DE) • Compensa Life (EE, LT, LV)
GPIH (GE) • IRAO (GE) • Wiener osiguranje (HR) • Union Biztosító (HU) • Vienna Life Biztosító (HU) • Vienna-Life (LI) • Donaris (MD) • Wiener Städtische Podgorica (ME)
Winner (MK) • Winner Life (MK) • Makedonija (MK) • Compensa (PL) • InterRisk (PL) • Benefia (PL) • Polisa (PL) • Skandia (PL) • Omniasig (RO) • Asirom (RO)
Wiener Städtische Beograd (RS) • Kooperativa (SK) • Komunálna pois ov a (SK) • Ray Sigorta (TR) • Kniazha (UA) • Globus (UA) • Jupiter (UA) • UIG (UA)
Branches: Donau (IT), Wiener Städtische (IT), Wiener Städtische (SI)
DVR: 0688533
The latest exhibition in Wiener Städtische Versicherungsverein’s Architektur im Ringturm series takes
visitors to Serbia in Southeastern Europe.
Geographically speaking, the country is split in two by the Sava-Danube line. The landscapes of
northern Serbia are mainly lowlands, while the south stands out for its diverse, mountainous scenery
dotted with plateaus, basins and rivers. With the country extending mainly from North to South, its
moderate continental climate gives way to numerous microclimates, which are also reflected in
approaches to construction. Starting with the emergence of the pioneers of modern architecture in the
1920s and 1930s, the show goes on to spotlight buildings constructed between 1945 and 1980, when
modernism became firmly established as the architectural style that “represented the interests of the
state”. The building techniques adopted under socialism in Yugoslavia are presented using a number
of architectural examples and personal portraits, while a selection of contemporary constructions
provide a link to the present day.
City as a regional context for architecture
The academic study of architecture in Serbia was a by-product of the country’s industrialisation,
which began in the late 19th century. This also sparked a process of urbanisation and the growth of
cities, especially in central Serbia’s industrial belt, which were strongly influenced by a significant
number of Austrian and German companies. Until this time, high culture in general and architecture
in particular had been the preserve of monasteries. The lack of traditional urban centres meant that
the country did not even have a capital from the Middle Ages until the 18th century. Instead,
temporary capitals were set up wherever the king chose to take up residence for a period of time.
Industrialisation paves the way for urban development
The cities in northern Serbia originated from large villages. By contrast, urban centres south of the
Sava-Danube line grew out of a cultural inheritance from the Ottoman Empire – the čaršija or
market found in the heart of a settlement. The growth of major cities was mainly fostered by the
Second Industrial Revolution – the onset of mechanisation prompted an exodus from rural areas,
and over nine million people left their villages between 1945 and 1965. This internal migration
transformed towns and villages into cultural hybrids, resulting in cities where the lifestyle had a
distinctly rural flavour.
Leading lights of modernism
Besides Nikola Dobrović, the outstanding personalities on the Serbian architectural scene in the early
modernist era were Dragiša Brašovan (1887–1965), Branislav Kojić (1899–1987) and Milan Zloković
(1898–1965). They shaped the architectural development of the capital from the 1930s onwards, and
as university lecturers and intellectuals their designs left an indelible mark on the entire country for
generations through to the 1960s. Zloković was one of the founding fathers of the Group of Architects
of the Modern Movement, which played a decisive role in establishing modernist architecture in the
newly-founded state in the 1920s and 1930s. Zloković’s origins, education and fluency in several
languages set him apart, and the buildings he designed in Belgrade are among the exceptional pieces
of architecture that survive to this day, serving as reference points and testaments to that period.
The architectural signature of prominent Serbs
One of the standard-bearers of modernist architectural language in Novi Sad was Djordje Tabaković
(1897–1971). In addition to a number of small, private constructions, he designed several structures
that shape the fabric of the city (including the multi-storey Dr Rudolf Klein building and the Dr
Jovanović residential property – both built in 1932 – as well as the Tanurdžicev building with its
distinctive rounded corners, finished in 1934; all of these properties are located in central Novi Sad).
2
The most important figures among subsequent generations of architects included Ivo Antić (Museum
of Contemporary Art, Belgrade, 1965), Aleksej Brkić (Hempro office and commercial building, 1953,
and Social Insurance Fund offices, 1957; both in Belgrade), Milorad Matsura (army printworks,
Belgrade, 1948-1950) and Bogdan Bogdanović (1922-2010). Bogdanović, who spent almost 20 years
in exile in Vienna, left an individualistic yet profound mark on Serbia’s architectural culture with his
monuments and sketches, his design for the Belgrade’s Jewish cemetery and his groundbreaking
village school of architecture in Mali Popovic. Born in 1921 in Čaćak, Mihajlo Mitrović, the elder
statesman of the Serbian architectural milieu, continues to publish his work to this day (his designs
include residential constructions in Niš; a residential property in central Belgrade, 1964; and the
Genex Center, 1970-1980).
Outstanding examples of Serbian architecture
Thanks to the political strategy of long-time head of state Josip Broz Tito, numerous stunning, highquality and internationally renowned Serbian constructions built between 1945 and 1980 still exist
today. Almost all of the country’s iconic residential and administrative buildings and cultural facilities
date back to that period. And all are based on the principles of classic modernism, which was the
architectural language dictated by the powers that be, although developers were given a free hand in
the design. The decision of those in power to declare modernist architecture as “representing the
interests of the state” is the most significant contrast between Yugoslavia’s and Serbia’s architectural
culture and that of other Eastern bloc countries.
Many architects from other parts of Yugoslavia
developed properties in Serbia, as almost all
large-scale projects were put out for tender by
means of national, open architectural
competitions.
Aeronautical Museum in Belgrade by Ivan Štraus
© Adolph Stiller
The now vacant Yugoslavian parliament (Mihailo Janković, Antun Ulrich, Vladimir Potočnjak, Zlatko
Najman and Dragica Perak, 1947-1961), the Aeronautical Museum (Ivan Štraus, 1969-1989), the
Museum of the National Revolution in Novi Sad (Ivan Vitić, 1959-1963) and Apartment Block 28 in
Novi Beograd (Ilija Anautović, 1971) are examples of commissions awarded to architects from outside
Serbia. Tenders such as these were designed to stimulate the transfer of knowledge within Serbia
and the creation of a sense of identity for Yugoslavia as a whole. The practice gave rise to a
consistently high awareness of quality, which was nurtured and disseminated through regular
theoretical articles in Arhitektura i urbanizam, a magazine published in Belgrade.
3
Metamorphosis – a district in transition
Novi Beograd, a brand new district featuring numerous unique pieces of architecture, deserves
special attention. Originally planned in the late 1930s, construction work began in the 1950s. Based
on principles proposed by Nikola Dobrović, Miloš Sombarski and several members of the Urban
Planning Institute of Belgrade, the district was built on a plain on the left bank of the River Sava,
which had still been swampland as late as the 18th century. Construction work – of varying quality –
continues to this day, in line with the ongoing changes and adaptations to planning ideals. Viewed in
its entirety, Novi Beograd is seen as an example of a successfully planned, late modernist urban
expansion, strongly influenced by the Athens Charter. The extensively greened residential areas
stand out for their pleasant, wide open spaces.
A historic setting
A less well-known development and another
example of outstanding master planning is Trg
partizana (Partisans Square) in Užice. Architect
Stanko Mandić, whose training included a spell in
Rome, adopted a sensitive approach to the
location’s topography, creating an ensemble of
buildings and squares that form a unified space.
In terms of function, scale, orientation and
sightlines, the site has lost none of its unique feel,
even though the original composition has become
slightly run down.
Partisans Square, a historic setting, by Stanko Mandić
© Užice City Archive
In 1999, the post office building was destroyed during NATO bombing raids and the statue of Tito –
the most important point of reference on the square – was toppled.
Serbia’s architectural schools
Serbia’s first architectural school was set up in Belgrade in 1846. Today there are several institutions
in the capital, another school in Niš and an architecture course is offered in Novi Sad. Reports and
debates on architecture have a long tradition in Belgrade daily newspaper Politika: the paper has run
a column for over 50 years, usually written by Mihajlo Mitrović, with Bojan Kovačević now starting to
follow in his footsteps. First published in 1960 (and now with a new publisher), Arhitektura i urbanizam
is a specialist monthly architecture magazine which was recently joined by Arhitekt and Dans, journals
published by the architectural associations of Niš and Novi Sad respectively. Niš has staged an
annual architecture day and the Triennial of Architecture since 2003. The new generation of Serbian
architects is breaking out in different directions. The country’s architectural schools and colleges have
helped to create a lively scene that takes its cue from Serbia’s durable modernist constructions. There
is also a growing awareness of the need for high-quality preservation of these buildings.
Catalogue
Architektur im Ringturm XXXIX, Serbia - City as a regional context for architecture. Adolph Stiller
(ed.); approx. 204 pages; fully illustrated, with contributions from Bojan Kovačević, Rifat Kulenović,
Duško Kuzović, Adolph Stiller and Vladimir Vuković.
Price: EUR 28
4
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
14
Dateigröße
553 KB
Tags
1/--Seiten
melden