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Ausgabe 3374 / 12.2. (Page 1) - Alster

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Nachrichten für Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel, Bergstedt, Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt – Tel. 601 77 99
Die Weltreisende
Birgit Schuppe entführt ihre Zuschauer
nach Äthiopien
Seite 2
Jazz-Gottesdienst,
Henne-Burg, Spende für SCP und
Diakonie-Helfer
Seiten 9 - 11
Ausgabe 3374 — 69. Jahrgang
Auflage 31.900
Interessantes und
Spannendes über
unsere vierbeinigen Freunde
Seiten 16 - 17
Donnerstag, 12. Februar 2015
„Lütt Henneberg“ lehrt
die „Lütten“ Plattdüütsch
(bs) „Gewachsen ist die Idee,
Kindern spielend Plattdeutsch
beizubringen, im Vorstand der
Henneberg Bühne. Zum einen ist
die plattdeutsche Sprache ein
Teil unserer Kultur und Identität,
zum anderen hegen wir die leise
Hoffnung, dass Kinder, die die
Sprache lernen, vielleicht eines
Tages in unserem niederdeutschen Theater mitspielen könnten“, so Hella Ahrendtsen. 2003
ging das kostenlose Angebot an
den Start, und dank des damali-
gen Schulleiters der Schule Schulberggredder, Rainer Hoffmann,
gab es nicht nur Räumlichkeiten
für den Plattdeutsch-Unterricht,
sondern auch gleich einige Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren,
die sich an den Dialekt heranwagten. „Nein, ich lehre nur
in Ausnahmefällen. Der Plattdüütsch-Kinderkurs wird von
unserer Lehrerin Gerda Stolzenberger geleitet“, erzählt Hella
Ahrendtsen, die es sehr bedauert,
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Plattkinder von Seite 4
erst einmal auf Gerda verzichten
zu müssen, da diese stürzte und
sich einen Armbruch zuzog.
„Gerda Stolzenberger war Lehrerin
an der Schule Wildschwanbrook.
Sie spricht und schreibt nicht nur
Platt, sie hat auch ein Händchen
lesen hören.“ Der Unterricht soll
den Kindern Freude bereiten,
deshalb werden kleine Rätsel
gelöst, Lieder gesungen, getanzt
sowie
kleine
Theaterstücke
geschrieben und einstudiert.
Außerdem - wie Gerda Stolzenberger so schön sagt - soll der
sagen: Plattdeutsch ist die
Mutter vom Englischen.“ Kleine
Reime, bei denen immer das letzte Wort ergänzt werden muss,
werden gelesen. Die vorsichtigen,
leisen Stimmen werden von Reim
zu Reim lauter - Hella Ahrendtsen
nimmt den Mädchen nicht nur
die Scheu, sie ermuntert Kathrine
und Helene, die Aussprache einfach zu versuchen, denn kleene
zurück - wie Tina Schumann.
„Tina hat bei uns Plattdeutsch
gelernt und sich die Liebe zur
Sprache erhalten. Als es ihre Zeit
zuließ, fand sie den Weg zur Henneberg Bühne und hat in unserem Stück „De kloke Anna“ eine
wunderbare Bauers-tochter hingelegt.“ Aber Theaterspielen ist
kein Muss. „Wenn wir mit den lütten Hennebergern eine kleine
Bärbel Simonsen und Hella Ahrendtsen
für Kinder und für das spielerische
Lernen“,
weiß
Hella
Ahrendtsen. Regelmäßig einmal
in der Woche finden vier bis
sechs Kinder den Weg ins Hospital zum Heiligen Geist, denn dorthin konnte der Kinder-Kurs in
das großzügige Terrassenzimmer
umziehen. „Leider haben wir eine
hohe Fluktuation, die der Ganztagsschule geschuldet ist. Gleich
nach der Schule noch eine Stunde freiwillig lernen, das ist für
manche Kinder einfach zuviel.
Außerdem konkurriert unser
Angebot mit den vielfältigen Freizeitangeboten für Kinder - von
Sport bis Play-Station“, bedauert
Hella Ahrendtsen. Trotzdem
haben in den letzten 12 Jahren
gut 80 Kinder Plattdeutsch
gelernt und ihre Fähigkeiten
beim landesweiten Lesewettbewerb „Jungs un Deerns leest
Platt“ eindrucksvoll unter Beweis
gestellt. „Unsere Kinder“, wie
Hella Ahrendtsen liebevoll sagt,
„haben auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters mitgewirkt und
auch viele Bezirksmeisterschaften gewonnen, sogar bei „Hör
mal beten to“ konnte man sie
einstündige Kurs „lütte Seelen
opboen“. Die Kinder sollen mit
dem Erlernen der Sprache - die
wahrlich nicht jeder kann - ihre
besonderen Fähigkeiten entdecken und daraus Selbstbewusstsein schöpfen. Etwas, was
gelingt, denn wenn die Kinder es
schaffen, sich in einer fremden
Sprache einem Publikum zu präsentieren, dann sind sie schon
„wer“. „Es ist immer wieder
erstaunlich zu sehen, wie die Kinder im Laufe der Zeit mit der
Sprache wachsen. Da werden
stille Mäuschen zu kleinen „Rampensäuen“, wenn sie sich in der
Sprache sicher fühlen.“ Die zehnjährige Kathrine vom Gymnasium
Ohlstedt und die neunjährige
Helene von der Schule Hinsbleek
treten recht schüchtern durch die
Tür. Für beide ist es erst die
zweite Stunde Plattdeutsch. „Die
Frau Stolzenberger ist krank,
deshalb werden wir heute zusammen lesen“, eröffnet sie den beiden Mädchen. Hella Ahrendtsen
lacht: „Anfängerkinder rutschen
gern ins Englische rüber, mal
sehen, ob euch das auch passiert. Nicht umsonst pflege ich zu
Menschen, die wir lieben, bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.
Margrit Bachmann
geb. Saeger
* 23. März 1937
† 7. Februar 2015
Du fehlst uns so sehr.
Birgit, Dieter und Nadine
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. Februar 2015,
um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Hamburg-Bergstedt statt,
Parkmöglichkeit: Osterkampstieg.
Alster-Anzeiger – Nr. 3374– 12. Februar 2015 – Seite 4
Kathrine und Helene fleißig beim Platt-Lernen
Plattdüütsch-Meesters fallen ja
nicht vom Himmel. Wie viele
andere Kinder auch, ist Helene
bei ihrer Oma mit Plattdeutsch in
Berührung
gekommen.
„Ich
möchte so gerne auch Plattdeutsch sprechen, es macht nicht
nur Spaß, sondern ich kann mich
Aufführung mit Musik und
Gesang einstudieren, dann, weil
es den Kindern Spaß macht und
sie gern ihren Eltern und den
Bewohnern des Hospital zum Heiligen Geist zeigen, was sie
gelernt haben.“ Hella Ahrendtsen
fügt hinzu: „Im letzten Jahr
Ein Polizist ist ein „Udel“ – Gerda Stolzenberger entwickelte
dieses Vokabelspiel
dann auch mit meiner Oma
unterhalten“, erzählt sie. Und
Kathrine hegt eine Leidenschaft
für das Theater. „Ich möchte Platt
lernen, um dann vielleicht beim
plattdeutschen Theater mitspielen
zu können“, so die Schülerin. „Ja“,
erzählt Hella Ahrendtsen, „es sind
eher die Mädchen, die zu uns
finden. Jungs in dem Alter haben
mehr Hemmungen.“ Sie lacht:
„Deshalb haben wir immer
Schwierigkeiten, im niederdeutschen Theater jugend-liche Liebhaber zu besetzen. Jungs und
junge Männer wollen nicht so
recht ran an die Sprache.“ Doch
Theaternachwuchs aus „Lütt Henneberg“ findet sich schon das
eine oder andere Mal, denn nach
dem Schulabschluss kommen
junge Erwachsene manchmal
haben die Kinder die Geschichte
eines kleinen Möwenkindes präsentiert und lebhaften Applaus
geerntet.“ „Natürlich dürfen noch
Kinder dazukommen. Schließlich
darf es doch nicht nur Bayerisch
geben. Seien wir ehrlich, es gibt
doch kaum eine Sprache, die so
bodenständig und dicht am Menschen ist wie Plattdeutsch. Ist
„Schietbüddel“ nicht ein liebevolles Wort?“ Unter dem Motto:
„Magst du spelen? Danzt du
gern? Denn kannst du bi uns
Plattdüütsch lehrn“ hoffen Hella
Ahrendtsen und Gerda Stolzenberger, dass weitere Kinder bis
zu 14 Jahren immer donnerstags
um 16.30 Uhr den Weg ins Haus
Iris, Hinsbleek 2 finden.
Weitere Informationen unter
Telefon 602 79 81.
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