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Interview mit - Vontobel Zertifikate

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Das Vontobel-Monatsmagazin für strukturierte Produkte
Zinsen unter Wasser
Markt im Fokus, Seite 6
»Die Schweizerische
Nationalbank hat genau
richtig gehandelt.«
Interview, Seite 10
Bonitätsanleihen:
Wege aus der Tiefzinsfalle
Know-how, Seite 14
Februar 2015 – Ausgabe Deutschland
2
mehrwert Februar 2015
Inhaltsverzeichnis
3
Editorial
4
Marktbericht
Aktuelle Entwicklungen an den
Kapitalmärkten
6
Markt im Fokus
Zinsen unter Wasser
10 Interview
Mit Professor Otmar Issing
12 Charts des Monats
Deutsche Lufthansa und Tesla Motors
im Fokus
13 Hebel-Kolumne
Tesla – Break-Even im Jahr 2020?
14 Know-how
Bonitätsanleihen: Wege aus
der Tiefzinsfalle
16 Rohstoff-Kolumne
Edelmetalle drehen ins Plus
17 Antworten auf Ihre Fragen
Eignen sich Faktor-Zertifikate auch in
Seitwärtsmärkten?
18 Wussten Sie, dass …
19 News und Tipps
»Solange die führenden Notenbanken
an ihrer Nullzinspolitik festhalten, wird
sich an der aktuellen Situation nichts
Wesentliches ändern.«
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Otmar Issing,
Präsident des Center for Financial Studies, Frankfurt am Main
3
mehrwert Februar 2015
Editorial
Liebe mehrwert-Leserinnen und -Leser,
Heiko Geiger
Head of Public Distribution
Deutschland und Österreich
die Schweizerische Nationalbank hat ihre Mindestkurspolitik aufgegeben und so
eine weitere Verschärfung des Zinsumfeldes bewirkt. Am 22. Januar 2015 war es
dann auch in Frankfurt soweit. Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, ihre
geld­politischen Maßnahmen zu intensivieren und Staatsanleihen für mehrere Hundert
Milliarden Euro zu kaufen. Eine deutliche Abschwächung des Euros sowie eine
fort­gesetzte Erosion des Zinsniveaus waren die unmittelbaren Folgen. Wie Sie dem
Zinsdilemma entfliehen könnten, zeigen wir Ihnen im »Markt im Fokus« ab Seite 6.
Doch zurück zur Notenbankpolitik: »Die Schweizerische Nationalbank hat genau
richtig gehandelt«, sagt Professor Otmar Issing. So sei die SNB schon seit einiger Zeit
vor der Frage gestanden, wie lange sie an der Fixierung des Franken-Mindestkurses
zum Euro festhalten kann. Issing gilt als Vater des geldpolitischen Strategieentwurfes
der Europäischen Zentralbank. Was er über das aktuelle Zinsumfeld, den
SNB-Entscheid oder die Geldpolitik der Notenbanken denkt, entnehmen Sie dem
Interview auf Seite 10.
Bonitätsanleihen gehören zu den Anlagemöglichkeiten, die im aktuellen Umfeld
einen attraktiven Renditebeitrag liefern könnten. Weshalb dies so ist und welche
weiteren Chancen die Produktgattung bieten kann, erfahren Sie in der Rubrik
»Know-how« auf Seite 14.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und erfolgreiche Anlageideen.
Mit freundlichen Grüßen
Heiko Geiger
Financial Products/Public Distribution,
Vontobel Frankfurt am Main
Wir freuen uns auf Ihre
Kommentare und Ihr Feedback zum
»mehrwert«. Senden Sie uns eine
E-Mail an zertifikate@vontobel.de.
In der Rubrik »Antworten auf Ihre
Fragen« werden unsere Spezialisten
Stellung nehmen.
4
mehrwert Februar 2015
Marktbericht
Aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten
Aktienmärkte
EURO STOXX 50®
3.600
9.000
3.100
7.000
5.000
2010
DAX
1.300
2.600
2.100
2011
2012
2013
2014
2015
1.200
1.100
1.000
900
800
1.600
3.000
®
MSCI® Emerging Markets Index
Indexpunkte
11.000
Indexpunkte
Indexpunkte
DAX®
2010
2011
EURO STOXX 50
2012
®
2013
2014
2015
2010
2011
2012
2013
2014
2015
MSCI® Emerging Markets Index
Quelle: Bloomberg; Stand am 27.01.2015.
Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die
Rendite aus.
USA1
In den US-Indizes ging es zu Beginn des Januars volatil zu. Der
Dow Jones rutschte am 06.01. unter 17.400 Punkte, überwand zwei
Tage später kurz die 17.900-Punkte-Marke und gab anschließend
nach, um nach dem 15. Januar bei knapp über 17.300 Punkten nach
oben zu drehen. Der S&P 500® fiel seinerseits am 15.01. unter die
Schwelle von 2.000 Punkten. Hintergrund der Jahrestiefststände war
der überraschende Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB)
am 15.01., die Euro-Franken-Grenze aufzuheben. Der amerikanische
Markt beendete diesen Tag mit einem leichten Minus bei Standardwerten und deutlicheren Abschlägen im Technologiebereich. Der
Intraday-Verlauf dieses Tages wurde geradezu als ruhig bezeichnet:
Knapp über wichtigen kurzfristigen Unterstützungen gingen die
US-Indizes aus dem Handel. Am 22.01. wurde es nochmals spannend:
Die Aussicht auf ein groß angelegtes Quantitative-Easing-Programm
in Europa zog die Kurse an der New Yorker Wall Street bereits zur
Wochenmitte in die Gewinnzone. Anleger spekulierten auf ein
Anleihen-Kaufprogramm der EZB – und lagen damit richtig.
Deutschland2
Im DAX® ging es ab dem 06.01. aufwärts, befeuert durch die Hoffnung
auf Konjunkturhilfen durch die EZB. Die Sorgen um Griechenland und der
Ölpreisverfall dämpften den Kurs jedoch. Auffällig waren die Schwankungen
von über 200 Punkten zu Monatsbeginn. Nach dem Entscheid der SNB, die
Franken-Euro-Anbindung zu kippen, stürzte die Schweizer Börse um mehr als
12 %. Auch der DAX® sank kurzfristig, intraday bis auf 9.953 Punkte, erholte
sich dann aber wieder. Zum Wochenschluss explodierte der deutsche Leitindex, erreichte ein neues Allzeithoch und ging mit einem Schlussstand von
10.168 Punkten und einem Wochengewinn von 5 % ins Wochenende. In der
darauffolgenden Woche zog der DAX® weiter nach oben und erreichte neue
Allzeithochs. Warteten die Anleger in den Tagen vor dem EZB-Entscheid mit
ihren Käufen erst einmal ab, so kannten sie nach der EZB-Ratssitzung am
Donnerstag, den 22.01. kein Halten mehr. Nach der Bekanntgabe der EZB,
mit monatlichen Anleihekäufen in Höhe von 60 Milliarden Euro die Inflation
in Gang bringen zu wollen, stieg der DAX® innerhalb weniger Tage auf ein
neues Allzeithoch bei 10.672 Punkten.
Wichtiger Hinweis
2
Dieser Beitrag wurde von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)
erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel)
weiter­gegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die angegebene Drittquelle
verantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicher
Interessenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu ent­
nehmen. Vontobel übernimmt für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die in diesem Dokument
enthaltenen Informationen dienen nur Informationszwecken und sind kein
Angebot und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder zur Zeichnung, zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Sie werden außerhalb einer
etwaigen Vertragsbeziehung mitgeteilt, begründen zu keinem Zeitpunkt
ein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis und beinhalten keine
Anlage-, Steuer- oder sonstige Beratung. Die in diesem Dokument enthaltenen
Informationen sind keine »Finanzanalysen« im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung
der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegen keinem Verbot
des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Sie können von den
von Vontobel bzw. von Unternehmen der Vontobel-Gruppe veröffentlichten
Analysen abweichen.
mehrwert Februar 2015
Marktbericht
Währungen
JPMCCI Aggregate
Euro-Bund-Future
EUR/USD – EUR/CHF
165
550
155
Prozentpunkte
600
500
450
400
350
300
Absoluter Wert (in EUR/USD)
Zinsen
Indexpunkte
Rohstoffmärkte
145
135
125
115
2010
2011
JPMCCI Aggregate
2012
2013
2014
2015
2010
2011
2012
2013
2014
2015
Euro-Bund-Future
1,60
1,60
1,50
1,40
1,40
1,30
1,20
1,20
1,10
1,00
1,00
2010
EUR/USD
2011
2012
2013
2014
2015
Absoluter Wert (in EUR/CHF)
5
EUR/CHF
Quelle: Bloomberg; Stand am 27.01.2015.
Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die
Rendite aus.
Europa2
Im EURO STOXX® war es schon zu Beginn des Monats Januar aufwärts gegangen, doch einen besonders kräftigen Schub bekam der Index
nach dem 15. Januar, Tag der Freigabe des Euro-Franken-Kurses durch die SNB. So zog er von unter 3.000 Punkten zum Jahreswechsel bis
Ende des Monats auf knapp unter 3.400 Punkte. Ein ähnliches Bild bot sich im CAC 40 ®, wenngleich dort der Anstieg noch steiler ausfiel:
Der Index verbesserte sich seit Jahresbeginn um 400 auf rund 4.650 Zähler. Auch der FTSE 100 setzte alles daran, wieder sein Allzeithoch bei
6.877 Punkten vom Herbst 2014 zu erreichen. Der Effekt der QE-Geldschwemme der EZB zeigte sich prägnant im DAX®: Am Freitag nach dem
EZB-Beschluss hatte der Index einen neuen Rekord nach dem anderen erreicht; auf Wochensicht fuhr er ein Plus von 4,7 % ein. Doch nach der
Griechenlandwahl am 25. Januar wurden die Karten neu gemischt. Der DAX® verlor zu Handelsbeginn 0,5 % und der EURO STOXX® gab um
0,7 % nach. Die Anleger aufmerken ließen Berichte über das am 26. Januar anstehende Treffen der Finanzminister der Eurozone in Brüssel,
auf dem neben dem Wahlausgang in Griechenland Medienberichten zufolge auch die Einigung auf die Einführung einer aus dem Blick geratenen
Finanztransaktionssteuer Thema sein soll.
Emerging Markets1
Das fundamentale Bild bleibt unverändert. Eine
moderate Wachstumsverlangsamung, rückläufige
Leistungsbilanzdefizite und steigende Realzinsen
machen Schwellenländeranleihen im Tiefzinsumfeld
der Industrieländer attraktiv. Dies erklärt auch das
beeindruckende Comeback seit Mitte Dezember.
Die Vontobel-Experten halten an ihrem konstruktiven
Ausblick für Währungen und Anleihen – insbesondere
für Investoren mit den Anlagewährungen Schweizer
Franken und Euro – fest. Beide Referenzwährungen
sollten 2015 schwächer tendieren. Allerdings könnte
die Bodenbildung bei den Rohstoffpreisen noch nicht
ganz abgeschlossen sein. Die Analysten raten zur
Selektion. Indien – ein Profiteur des niedrigen Ölpreises
– bleibt Favorit. Auf der Aktienseite setzen die Experten
weiter auf chinesische Titel. Der Reformprozess in
Kombination mit einer »graduellen« Wachstums­
verlangsamung stimmt hier optimistisch.
Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 2
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sorgte am Morgen des 15. Januar
mit einem geldpolitischen Paukenschlag weltweit für Aufsehen: SNB-Chef
Thomas Jordan gab bekannt, den Franken-Mindestkurs zum Euro nicht mehr
zu verteidigen. Daraufhin stürzte die Schweizer Börse ab und weltweit fuhren
Devisenhändler teils spektakuläre Verluste ein. Gegenüber der heftigen Kritik
rechtfertigte sich die SNB damit, dass der Mindestkurs zu teuer geworden sei;
in den Tagen vor dem Entscheid waren die Interventionsbeträge immer größer
geworden: »Hochgerechnet auf einen Monat hätten wir alleine im Januar
für CHF 100 Milliarden intervenieren müssen«, rechnete SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg vor. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar fiel im
Januar durch einen beschleunigten Abwärtstrend auf. Während Wirtschafts­
indikatoren aus den USA auf einen deutlich verbesserten Konjunkturverlauf
hinwiesen, zeigten sich in der Eurozone deflationäre Tendenzen. Der absehbare
Beginn eines QE-Programms veranlasste die SNB, den Euro-FrankenMindeskurs freizugeben, woraufhin der Euro sichtlich abwertete. Diese
Tendenz wurde vom EZB-Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen nochmals
kräftig verstärkt. Notierte EUR/USD am 1. Januar noch bei 1,20, fiel der Kurs
am 23. Januar auf 1,10 – ein Elfjahrestief.
1
2
Beitrag von Vontobel Research
Beitrag von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)
6
mehrwert Februar 2015
Markt im Fokus
Zinsen unter Wasser
Das Zinsumfeld verschärft sich und im Hinblick auf eingeführte Negativzinsen sorgen sich Investoren
um ihr Erspartes. Dabei gibt es möglicherweise Auswege aus dem Zinsdilemma: beispielsweise über
Floored Floater mit Referenzschuldner, Aktienanleihen oder ein Dividendenkonzept.
Den Jahresauftakt 2015 vollzog die Schweize­
rische Nationalbank mit einer währungspoli­
tischen Kehrtwende und gab entgegen aller
Erwartungen den Mindestkurs von CHF 1,20
zum Euro auf. Gleichzeitig beschloss sie eine
weitere überraschende Zinssenkung auf Sichteinlagen von Banken. Nach Angaben der SNB
liegt der Bankenfreibetrag zwar bis auf weiteres auf dem Zwanzigfachen der jeweiligen
Mindestreserve. Für darüber hinausgehende
Einlagen zog die Schweizer Notenbank den
Zinssatz jedoch deutlich tiefer ins Minus – von
– 0,25 % auf – 0,75 %. Den drastischen Schritt
erklärte die SNB folgendermaßen: »Der Franken
bleibt zwar hoch bewertet, jedoch hat sich die
Überbewertung seit Einführung des Mindestkurses insgesamt reduziert. Die Wirtschaft
konnte diese Phase nutzen, um sich auf die
neue Situation einzustellen.«
Markt antizipierte Euro-Flutung
Für das plötzliche Ende der dreieinhalbjährigen SNB-Mindestkurspolitik könnte das sogenannte »quantitative Lockerungsprogramm«,
das von der Europäischen Zentralbank (EZB)
nur gut eine Woche später beschlossen wurde,
einen maßgeblichen Einfluss gehabt haben.
Denn bereits im Vorfeld der EZB-Entscheidung antizipierten zahlreiche Marktakteure
eine Flutung der EU-Märkte mit mindestens
EUR 500 Milliarden. Die enorme Geldspritze
der Europäischen Zentralbank hätte es der
SNB sicherlich erschwert oder sogar unmöglich gemacht, den Euro-Franken-Mindestkurs
zu halten.
Mit ihrem unerwarteten Paukenschlag schaffte
die Schweizerische Nationalbank die Untergrenze schließlich gänzlich ab, was massive
Währungsschwankungen auslöste. Vorüber­­
gehend fiel der Kurs des Franken gegenüber dem Euro um 30 % – von 1,20 im
Morgen­
handel auf 0,85 (Quelle: Bloomberg,
15.01.2015). Dies hatte wiederum einen hefti­
gen Einfluss auf den Schweizer Aktienmarkt.
Ins­besondere die Kurse von Unternehmen mit
einem hohen Anteil an Exporteinnahmen aus
der Eurozone und Produktionskosten in der
Schweiz verzeichneten große Verluste. Der
Schweizer Leitindex SMI® fiel innerhalb von
nur zwei Stunden um mehr als 14 % (Quelle:
Bloomberg; 15.01.2015).
Ein Ende mit Schrecken und
kein Schrecken ohne Ende
Nicht nur wegen der entstandenen Turbulenzen am Aktienmarkt wurde die SNB heftig
kritisiert. Auch die drohenden ökonomischen
Konsequenzen, die der währungspolitische
»U-Turn« noch mit sich bringen könnte, brachten so manchen Ökonomen dazu, die künftige
Glaubwürdigkeit von Notenbanken generell
in Frage zu stellen. Andere argumentierten
hingegen, der Schweizerischen National­bank
wäre letztlich gar keine andere Wahl geblieben
und sie habe gemäß der Devise »lieber ein Ende
mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende«
gehandelt. Die Notenbank hätte sich so
oder so aus ihrer Mindestkurs-Zwangsjacke
befreien und einer Minuszinspolitik zuwenden
müssen.
Rückblickend wirkt es nun wie eine Vorbereitung auf etwas, das für die meisten dann doch
überraschend kam: Mit den Negativzinsen
von zunächst – 0,25 % und der gleichzeitigen
Einführung eines Multiplikators hatte die
Schweizer Nationalbank bereits Ende 2014
gleich zwei Instrumente ins Spiel gebracht,
um den Aufwertungsdruck des Frankens
gegenüber dem Euro zu dämpfen. Der negative Ertragseffekt auf die Schweizer Inlandsbanken ist dank des hoch angesetzten Multiplikators und der damit verbundenen großen
Freibeträge marginal geblieben, denn mithilfe
des Strafzinses sollte in erster Linie der Nachfragesog auf den Schweizer Franken von Seiten des Auslandes entschärft werden.
Negativzins bald für Privatkunden?
Nur den ausländischen Spekulanten sollten
so »finanzielle Schmerzen« auferlegt werden,
wie es Ökonomen gerne bildhaft beschreiben. Doch ob die nochmalige Zinsabsenkung
ausreichen wird, um dem Erstarken des Franken
dauerhaft entgegenzuwirken, wird sich erst
herausstellen. So wird die Europäische Zentral­
bank definitiv weiter billiges Geld – über eine
Billion Euro ab März 2015 – in den Markt
pumpen (EZB; 22.01.2015) und dies wird den
Franken aller Voraussicht nach unter erneuten
Aufwertungsdruck setzen.
Welche Maßnahmen könnte die eidgenös­
sische Notenbank also ergreifen, um Herr der
Lage zu werden? Zum einen könnte sie die
Zinsen noch tiefer ins Minus ziehen. Andererseits könnte sie aber auch die Freibeträge
für die Inlandsbanken über eine Absenkung
des Multiplikators verkleinern und diese Maßnahme würde einen relativ starken negativen
Ertragseffekt auf die Sichtguthaben von
Banken auslösen (Vontobel Credit Research;
07.01.2015).
»Solange die führenden Notenbanken
an ihrer Nullzinspolitik festhalten,
wird sich an der aktuellen Situation
nichts Wesentliches ändern.«
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Otmar Issing,
Präsident des Center for Financial Studies,
Frankfurt am Main
Interview auf Seite 10
Wenn es um das Anheben von Kredit- oder
das Absenken von Guthabenzinssätzen für
Privatkunden geht, reagieren Banken üblicher­
weise schnell auf Zentralbankentscheide. Eine
Tendenz dazu zeigt sich einmal wieder, denn
institutionelle Schweizer Kunden setzen sich
bereits mit dem Thema »Negativzins« aus­
einander: Am 22.01.2015 haben Credit Suisse,
UBS sowie die Zürcher Kantonalbank angekündigt, die Einlagen ihrer institutionellen
Kunden mit einem Negativzins zu belasten
oder dies zumindest in Erwägung zu ziehen.
Zudem haben gewisse Privatbanken damit
begonnen, die Cash-Bestände ihrer Privatkunden von mehr als CHF 100.000 mit einem
Negativzins zu belasten (Bloomberg).
Auch wenn es zurzeit (noch) nicht danach aussieht, die Negativzinsen könnten theoretisch
auch an Kleinanleger weitergegeben werden –
wenn zum Beispiel der negative Ertrags­effekt
7
mehrwert Februar 2015
Markt im Fokus
auf die Sichteinlagen der Banken stärker
wird. Welche Steuerungsmaßnahme die SNB
künftig wählen wird – eine weitere Absenkung der Zinsen oder eine Verkleinerung der
noch großzügigen Bankenfreibeträge –, lässt
sich nicht abschätzen.
Auf der Suche nach Auswegen
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Tiefzinsumfeldes und der möglichen Weitergabe
des Negativzinses an Privatkunden suchen
Anleger nach geeigneten Möglichkeiten, neue
Renditequellen zu erschließen. Gibt es überhaupt noch Anlagen, die als nahezu sicher
gelten? Staatsanleihen von Schuldnern mit
ehemals erstklassiger Bonität wie jene Frankreichs galten vor nicht allzu langer Zeit noch
als quasi sicher – dies hat sich geändert.
Weitere EU-Länder wie Spanien und Portugal
– die aktuellen Sorgenkinder der Europä­
ischen Union – haben zusätzlich vor Augen
geführt, dass die (vermeintliche) Sicherheit
von Staatsanleihen auch ins Wanken kommen
kann. Hinzu kommt, dass Staatsanleihen von
Schuldnern mit nach wie vor guter Bonität
im Umfeld historisch tiefer Zinsen zurzeit nur
wenig oder gar keine Renditen in Aussicht
stellen. Die Rendite von zehnjährigen deutschen Staatsanleihen beträgt derzeit 0,5 %,
die der Schweizer Pendants liegt mit – 0,25 %
sogar im negativen Bereich (Quelle: Bloomberg,
22.01.2015).
Interessant könnte daher eine Anlage sein,
die im aktuellen Umfeld einerseits relativ gute
Renditechancen bietet und andererseits die
Möglichkeit offen lässt, an einem Zinsanstieg
in der Zukunft teilzu­haben.
Mit Mindestkupon –
und Potenzial nach oben
Abhilfe schaffen könnten Floored Floater mit
Referenzschuldner und Mindestverzinsung.
Bei ihnen handelt es sich um strukturierte Produkte, die während der Laufzeit – in meist
vierteljährlichen Zeitabständen – variable
Kupons zahlen. Ihre Höhe ist grundsätzlich
an die Entwicklung eines kurzfristigen Referenzzinses – beispielsweise die des 3-MonatsEURIBOR-Satzes – gekoppelt; sie wird jeweils
vor dem Start einer Zinsperiode fixiert und entspricht mindestens dem Mindestverzing (Floor).
Dadurch liegt der Kupon jeweils über den üblichen Geldmarktkonditionen. Die Mindestverzinsung könnte insbesondere für Anleger interessant sein, die davon ausgehen, dass ein Ende
der Tiefzinsperiode erst einmal nicht absehbar
ist. Die Rückzahlung zu 100 % des Nennbetrages am Laufzeitende ist primär davon
abhängig, dass bis zum Laufzeitende kein
Kreditereignis in Bezug auf den Refrenzschuldener eintritt. Anleger tragen also das Ausfallrisiko dieses Referenzschuldners. Bei Vontobel
ist das Emittentenrisiko hingegen bei allen
Referenzschuldner-Produkten mittels COSI®
nahezu eliminiert. Deswegen beinhalten Vontobel-Produkte mit Referenzschuldner – im
Gegensatz zu herkömmlichen Bonitätsanleihen – nur ein Schuld­ner­risiko.
Doch weshalb können diese Produkte einen
höheren Renditebeitrag leisten? Dies begründet sich in der Referenzanleihe, welche mit dem
Produkt verknüpft ist. Es handelt sich um eine
Anleihe, die vom Referenzschuldner begeben
wird. Die Attraktivität des Floored Floaters
wird also signifikant von der Bonitätsein­
stufung des Referenzschuldners beeinflusst:
Eine schlechtere Schuldnerbonität manifestiert sich in einer höheren Mindestverzinsung
und umgekehrt.
Lesen Sie in der Rubrik »Know-how« auf Seite
14 mehr über die generellen Chancen und
Möglichkeiten, die Bonitätsanleihen bieten.
Die »bessere Aktie« in Seitwärtsphasen
Eine andere Möglichkeit, dem aktuellen Tiefzinsumfeld zu entfliehen, sind Anlagen in
Aktien. Sie weisen allerdings viel höhere
Floored Floater mit Mindestkupon: kein Währungs­
risiko durch die verknüpfte Referenzanleihe.
Verlustrisiken auf als die konservative Geldmarktanlage oder Anleihen. Die Direktanlage
in Aktien ist daher grundsätzlich nicht für
Investoren geeignet, die sich während ihres
gewünschten Anlagehorizontes zumindest
bis zu einem gewissen Niveau vor Kursverlusten schützen möchten. Hinzu kommt, dass
– wenn man einmal von möglichen Dividendenausschüttungen absieht – klassische Anlagen in Aktien nur dann Gewinne erzielen,
Produkteckdaten
Floored Floater auf EUR-3-Monats-EURIBOR-Zinssatz mit Referenzschuldner
Referenzzinssatz
EUR-3M-EURIBOR
WKN / ISIN
VZ8UAF / DE000VZ8UAF3
Handelswährung
EUR
Ausgabepreis
100 % des Nennbetrages
Ausgabetag
04.03.2015
Fälligkeitstag 11.03.2020
Referenzschuldner
ArcelorMittal, Luxemburg
Variabler Zinssatz
Der variable Zinssatz entspricht dem Referenzzinssatz, mindestens jedoch dem
Floor; Zinssatzformel: max (Referenzzinssatz; Floor)
Referenzzinssatz
EUR-3-Monats-EURIBOR-Zinssatz am jeweiligen Zinsfestlegungstag
Floor
2,00 % p. a.
Zinsperioden Vierteljährlich
Zeichnungsfrist
bis 04.03.2015 (12:00 Uhr Ortszeit Frankfurt am Main)
Strukturierte Produkte mit Referenzschuldner sind komplexe Finanzprodukte. Zusätzlich zu den üblichen Risiken
wie Markt- und Emittentenrisiko (letzteres wird durch die COSI®-Pfandbesicherung mini­miert) trägt der Anleger das
Kreditrisiko des Referenzschuldners. Bei Eintritt eines Kreditereignisses in Bezug auf den Referenzschuldner, erlischt
die Verpflichtung des Emittenten zur Rückzahlung des Nennbetrags am Laufzeitende. Zusätzlich erhält der Anleger
keine weiteren Zinszahlungen mehr. Stattdessen kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung eines Barausgleichsbetrages, der in der Regel deutlich unter dem Nennbetrag liegt. In diesem Fall droht dem Anleger ein Geldverlust bis
hin zum Totalverlust. COSI® Collateral Secured Instruments – Investor Protection engineered by SIX.
8
mehrwert Februar 2015
Markt im Fokus
wenn die Kurse steigen. Bei seitwärts tendierenden Kursen kann es daher passieren, dass
das eingegangene höhere Risiko nicht mehr
in adäquatem Verhältnis zu den realisierten
Renditen steht.
Protect Multi Aktienanleihen könnten vor diesem Hintergrund Aktieninvestments optimieren. Sie bieten interessante Renditen, wenn
die Kurse seitwärts tendieren oder nur leicht
steigen oder fallen. Anleger profitieren mit
einer Protect Multi Aktienanleihe von einem
vorab definierten, unabhängig von der Tilgung
gezahlten Kupon, der deutlich über dem
aktuellen Marktzins liegt. Im Gegenzug tragen
Investoren aber das Risiko der zugrunde
liegen­den Aktien, was konkret bedeutet: Die
Rückzahlung am Laufzeitende ist abhängig von der Kursentwicklung der zugrunde
liegenden Aktien.
Kupons und Absicherung
Beim gezahlten Kupon handelt es sich gleichzeitig um eine Ertragsbegrenzung. Sollte die
durchschnittliche Kursentwicklung der Aktien
stark ansteigen (prozentual gesehen über den
Kaufpreis zuzüglich Kupon hinaus), würde die
Direktanlage in die Aktien letztlich eine höhere
Rendite abwerfen. Die eingebaute Barriere
der Protect Multi Aktienanleihe schützt bis
zu einem gewissen Grad vor Kursverlusten
der Aktie. Die Höhe der Barriere definiert die
Größe des Puffers und damit auch das Maß
der Abfederung von möglichen Kursverlusten.
In Zeiten großer Aktienkursschwankungen
könnten Anleger Protect Multi Aktienanleihen auf historisch eher defensive Titel sowie
Produkteckdaten mit großzügigen Abständen zur Barriere wählen, die vor moderaten Verlusten schützen
könnten.
Bei Protect Multi Aktienanleihen wird eine
für Anleger interessante Produktausstattung
– möglichst hohe Kupons oder ein großzügiger Abstand zur Barriere – von der Wahl des
Basiswertes beeinflusst. Größere Ertrags­
chancen müssen wie bei allen Geldanlagen
grundsätzlich mit höheren Risiken erkauft
werden und umgekehrt, was bedeutet: Verzeichnen die zugrunde liegenden Aktien eine
höhere Volatilität und sind sie deshalb auch
mit höheren Risiken behaftet, so fällt entweder Kupon höher aus oder die Barriere liegt
tiefer. Mit der Wahl eines Produktes, das mit
einer tieferen Barriere ausgestattet ist, lässt
sich das Verlustrisiko reduzieren, was in Zeiten
starker Kursschwankungen für defensiv ausgerichtete Investoren eine gute Alternative
sein könnte. Die Produkteckdaten von interessanten Protect Multi Aktienanleihen in
Zeichnung finden Sie in der unten eingefügten
Tabelle. Eine große Auswahl an Produkten mit
tiefer Barriere im Sekundärmarkt finden Sie
auf unserer Webseite.
Dividenden: Auf die Auslese kommt es an
Dividendenzahlungen sind eine wichtige und
gleichzeitig traditionelle Ertragsquelle. Viele
Unternehmen haben sich in der letzten Zeit
als spendabel erwiesen und die neue »Dividendensaison« steht auch schon vor der Tür.
Aktienanlegern kommt der warme Geld­
regen im aktuellen Tiefzinsumfeld gerade
recht. Grundsätzlich sind Dividendenerträge
Protect Multi Aktienanleihe auf Bayer AG, Daimler AG,
Deutsche Telekom AG, Deutsche Lufthansa AG
Funktionsweise – Rückzahlungsprofil einer
Protect Multi Aktienanleihe am Laufzeitende
• Wenn die Kurse der Basiswerte während der
Beobachtungszeit niemals die Barriere berühren
oder unterschreiten, wird mit dem Kupon auch der
Nennbetrag zurückgezahlt.
• Berührt oder unterschreitet mind. ein Basiswert
jedoch während der Barrierenbeobachtung die
Barriere, erfolgt die Auszahlung wie folgt:
1.Es wird der Kupon ausgezahlt.
2.Rückzahlung:
a) Wenn der Schlusskurs aller Basiswerte
mindestens auf dem Basispreis
(Kurs des Basiswertes bei Anfangsfixierung)
liegt, wird der Nennbetrag zurückgezahlt.
b)Wenn der Schlusskurs des schwächsten
Basis­wertes unter dem Basispreis liegt, erfolgt
die physische Lieferung dieses schwächsten
Basiswertes oder ein Barausgleich, der dem
Schlusskurs dieses Basiswertes multi­pliziert mit
dem Bezugsverhältnis entspricht.
nicht zu unterschätzen: Laut den Berech­
nungen von Allianz GIobal Investors erreichte
der MSCI® Europa zwischen 1970 und 2012
eine jährliche Rendite von 9,8 %. Während davon 5,7 % auf Kursgewinne zurückzuführen waren, steuerten die Dividenden
der Indexmitglieder 4,1 Prozentpunkte zur
annualisierten Gesamtperformance bei (»Divi­
denden­strategien in Zeiten der finan­ziellen
Repres­sion«; März 2013).
Ein »blindes Kaufen« von Aktien mit hohen
Dividendenrenditen macht jedoch sicherlich
keinen Sinn, denn in Zeiten großer Kursschwankungen können Dividenden auch
schnell wieder von Kursverlusten aufgezehrt
werden. Bei der Titelauswahl sollte man
Protect Multi Aktienanleihe auf BNP Paribas,
Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Banco Santander SA
WKN / ISIN
VZ819B / DE000VZ819B6
VZ819A / DE000VZ819A8
Nennbetrag
EUR 1.000,00
EUR 1.000,00
Basispreis *
100,00 % des Schlusskurses des Basiswertes am Ausgabetag
100,00 % des Schlusskurses des Basiswertes am Ausgabetag
Barriere *
55,00 % des Schlusskurses des Basiswertes am Ausgabetag
50,00 % des Schlusskurses des Basiswertes am Ausgabetag
Ausgabepreis
100 % des Nennbetrages
100 % des Nennbetrages
Ausgabetag / Bewertungstag
27.02.2015 / 18.03.2016
27.02.2015 / 18.03.2016
Kupon p.a.
5,50 %
6,00 %
Zeichnungsfrist
bis 27.02.2015, 16:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)
bis 27.02.2015, 16:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)
In Zeichnung bis 27.02.
2015
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen. Das Produkt ist nicht kapital­geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust
des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten,
dass vergangene Wert­entwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. * Stand am 29.01.2015.
9
mehrwert Februar 2015
Markt im Fokus
deshalb Sorgfalt walten lassen und systematisch vorgehen. Treffen Investoren den Auswahlprozess selbst, ist damit allerdings viel
Aufwand und Zeit verbunden.
Neuartige Dividendenstrategie
Vor diesem Hintergrund wurde von der
Solactive AG der »Solactive European High
Dividend Low Volatility Index« lanciert. Der
innovative Dividendenindex verfolgt eine
neuartige und intelligente Strategie auf europäische Aktien: Im Fokus stehen die Titel von
jenen Unternehmen, die eine hohe Dividendenrendite aufweisen und auch künftig in
der Lage sein dürften, eine nachhaltig stabile
Dividendenpolitik zu betreiben. Die Aktienkurse müssen zusätzlich eine vergleichsweise geringe Volatilität aufweisen. Mit dem
Open End Partizipations-Zertifikat auf den
»Solactive European High Dividend Low Volatility Index« partizipieren Anleger nahezu
1:1 an dieser Indexstrategie. Die Dividenden
werden in den Index reinvestiert (Grafik 1 und
Tabelle Produkteckdaten).
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in
dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen.
Das Produkt ist nicht kapitalgeschützt, im
ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten
droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger
sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator
für künftige Wertentwicklungen sind.
Weitere Informationen: Der Emittent dieser
Produkte ist die Vontobel Financial Products GmbH,
Frankfurt am Main, Garant ist die Vontobel Holding AG,
Zürich. Listing im Freiverkehr der Börse Frankfurt
Zertifikate Premium und EUWAX® (Stuttgart).
Weitere Informationen sowie den allein maßgeblichen
Wertpapierprospekt zum Produkt finden Sie unter
www.vontobel-zertifikate.de.
Grafik 1: »Solactive European High Dividend Low Volatility Index« – Auswahlprozess
Auswahlpool
der 500 größten
Unternehmen Europas
Selektion von
40 Unternehmen
Zentrale Kriterien:
• Kein negativer Ertrag
pro Aktie während der
letzten 12 Monate
• Positives jährliches
Dividendenwachstum
während der letzten
5 Jahre
Kriterium:
• Höchste erwartete
Dividendenrendite
Selektion von
30 Unternehmen
Kriterium:
• Höchstes durchschnitt­
liches Dividendenwachstum während der
letzten 5 Jahre
Selektion von
20 Unternehmen
Finales Kriterium:
• Tiefste Volatilität
Quelle: Vontobel
Produkteckdaten
Open End Partizipations-Zertifikat auf den
»Solactive European High Dividend Low Volatility Index«
Basiswert
»Solactive European High Dividend Low Volatility Index«
WKN / ISIN
VZ7HDL / DE000VZ7HDL4
Startkurs des Basiswertes EUR 100,00
Bezugsverhältnis
1 : 1
Basispreis
EUR 100,00
Festlegungstag
05.12.2014
Laufzeit
Open End
Aktueller Briefkurs *
EUR 109,90
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen. Das Produkt ist
nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall
beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für
künftige Wertentwicklungen sind. * Stand am 05.02.2015.
Kompakt
Das sich verschärfende Zinsumfeld stellt Investoren vor immer neue Herausforderungen.
Welche Optionen bleiben? Durch Floored Floater mit Referenzschuldner, Protect Multi
Aktienanleihen mit tiefer Barriere sowie eine neuartige Dividendenstrategie könnten
Anleger interessante Renditequellen erschließen.
10
mehrwert Februar 2015
Interview
»Die Schweizerische Nationalbank hat
genau richtig gehandelt.«
mehrwert: Was war Ihr erster Gedanke,
als Sie von der Aufhebung des FrankenMindestkurses zum Euro erfuhren?
Ehrlich gesagt – ich habe an unseren
traditio­nellen Sommerurlaub in der Schweiz
gedacht. Wir haben schon einmal erlebt, dass
sich der Aufenthalt wegen der stetigen Aufwertung des Frankens merklich verteuert hat.
mehrwert: Nur zehn Tage vor diesem Schritt
hatte die SNB den Mindestkurs als probates
Mittel der Geldpolitik verteidigt. Was
bedeutet dieser abrupte Sinneswandel
für die künftige Glaubwürdigkeit von
Notenbanken generell?
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Otmar Issing
Präsident des Center for Financial
Studies, Frankfurt am Main
Otmar Issing war von 1998 bis 2006 Chefvolkswirt und Mitglied des Direktoriums der
Europäischen Zentralbank (EZB). Davor war
er seit 1990 Mitglied des Direktoriums der
Deutschen Bundesbank. Professor Issing gilt als
Vater des geldpolitischen Strategieentwurfes
der EZB. Von 1967 bis 1973 lehrte und
forschte er als Professor an der Universität
Erlangen-Nürnberg, von 1973 bis 1990 an der
Universität Würzburg.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen
veröffentlichte er die Lehrbücher »Einführung
in die Geldtheorie« und »Einführung in
die Geldpolitik«, die mittlerweile in der 15.
beziehungsweise in der 6. Auflage vorliegen.
Sein Buch »Der Euro – Geburt, Erfolg,
Zukunft« erschien 2008.
Mit der Finanzkrise im Jahr 2008 wurde
Otmar Issing Vorsitzender der von Bundeskanzlerin Angela Merkel berufenen Expertenkommission für eine neue Finanzarchitektur
und Mitglied der High Level Group der
Europäischen Kommission unter dem Vorsitz
von J. De Larosière.
Otmar Issing hat bedeutende Ehrungen und
wissenschaftliche Preise erhalten, darunter das
Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland.
Man kann wohl kaum von einem abrupten
Sinneswandel sprechen. Die SNB stand schon
seit einiger Zeit vor der Frage, wie lange sie
an der Fixierung des Wechselkurses festhalten
kann beziehungsweise soll. Es ist nun einmal
ein unvermeidliches Element eines Festkurssystems, dass Änderungen ohne Vorankündi­
gung, also überraschend, erfolgen müssen.
Insofern hat die SNB genau richtig gehandelt.
mehrwert: Hat die SNB-Entscheidung
Auswirkungen auf die Geldpolitik der
Europäischen Zentralbank?
Es ist eher andersherum. Durch die expansive
Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
ist der Franken immer stärker unter Aufwertungsdruck geraten. Die Erwartung auf
Anleihekäufe durch die EZB hat die Situation
weiter verschärft. Die Abwertung des Euro
gegenüber dem Schweizer Franken setzt
einen weiteren Impuls für die Exporte des
Euroraumes und spielt der EZB in die Karten.
mehrwert: Anleger klagen bereits schon seit
längerem über niedrige Zinsen. Wie lange
wird die Tiefzinsphase Ihrer Meinung nach
noch andauern?
Wer wollte hier nach den Erfahrungen der
Vergangenheit noch eine Prognose riskieren?
Wie oft haben sich etwa die Erwartungen auf
eine Zinserhöhung durch die Fed nach hinten
verschoben? Wegen der führenden Rolle der
amerikanischen Notenbank wird die Zinsentwicklung in der Welt entscheidend von deren
Kurs abhängen.
mehrwert: Müssen sich Investoren darauf
einstellen, für die Aufbewahrung ihrer
Gelder bei Banken über längere Zeit
»Gebühren« in Form von Negativzinsen
zu zahlen?
Das kann ich mir generell schwer vorstellen.
Negative Einlagenzinsen sind vor allem ein
Instrument zur Abwehr von Geldzuflüssen
aus dem Ausland.
mehrwert: Können Spar- und Termineinlagen
sowie klassische Anleihen in Zukunft
überhaupt noch als adäquate Renditequellen
fungieren?
Der gegenwärtige Ausnahmezustand wird
nicht ewig anhalten. Solange aber die
führenden Notenbanken an ihrer Nullzins­
politik festhalten, wird sich an der aktuellen
Situation nichts Wesentliches ändern.
Die Frage wird sein, inwieweit sich die
Struktur der Finanzmärkte in der Zwischenzeit
gewandelt hat.
11
mehrwert Februar 2015
Interview
Professor Issing verbringt seine Sommerferien gerne in der Schweiz. Sein erster Gedanke in Bezug auf die Aufhebung des Franken-Mindestkurses war: »Wir haben schon
einmal erlebt, wie sich der Aufenthalt wegen der stetigen Franken-Aufwertung merklich verteuert hat.«
mehrwert: Lohnt sich der Negativzins
überhaupt? Damit soll ja eigentlich das
Wirtschaftswachstum angekurbelt werden.
Ist dies der Fall?
mehrwert: Glauben Sie, dass die Eurozone
die Reformen durchführen und so gestärkt
aus der gegenwärtigen Krise hervorgehen
kann?
mehrwert: Die Märkte setzen auf einen
Anstieg der Leitzinsen in den USA.
Welche Auswirkungen hätte dies auf den
Euro und den Schweizer Franken?
Ein leicht negativer Zins hat so gut wie
keinen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.
Das ist auch den Notenbanken bewusst.
Sie machen von diesem Instrument
Gebrauch, um die Banken von Einlagen bei
der Notenbank abzuhalten und stattdessen
Kredite an die Wirtschaft zu vergeben.
Von einem durchschlagenden Erfolg dieser
Maßnahme wird man aber kaum sprechen
können.
Unter dem Druck der Auflagen haben Länder
wie Spanien und Portugal tiefgreifende
Reformen durchgeführt. Das gilt nicht zuletzt
auch für Griechenland, wo der Reformbedarf
aber auch gewaltig ist. Frankreich und Italien
bleiben die großen Sorgenkinder in der
Eurozone.
Die Erwartung auf steigende Zinsen in den
USA im Vergleich zum Euroraum hat längst
ihre Spuren hinterlassen und zur Abwertung
des Euro beigetragen. Inwieweit das hohe
Vertrauen der Anleger in den Schweizer
Franken dieser Tendenz entgegenwirkt,
ist schwer abzuschätzen.
mehrwert: Schaffen die Negativzinsen nicht
lediglich einen kurzfristigen Stimulus?
Und sind es im Fall von Europa nicht eher
Strukturreformen, die gebraucht werden?
Ein merklicher Impuls ist nicht festzustellen.
Schon gar nicht sind negative Zinsen ein
Ersatz für die dringend erforderlichen
strukturellen Reformen.
mehrwert: Welche langfristige Stellung
sehen Sie für den Euro innerhalb des
globalen Währungsgefüges? Wird sich der
Euro gegen den US-Dollar oder gar den
chinesischen Renminbi behaupten können?
Der Euro wird auf absehbare Zeit seine
Rolle als nach dem US-Dollar zweitwichtigste
Währung in der Welt behaupten. Die
chinesische Währung sollte weiter an Boden
gewinnen, doch bleibt abzuwarten, ob und
wie schnell der Renminbi sein Potenzial
entfalten kann.
12
Charts des Monats
mehrwert Februar 2015
Deutsche Lufthansa und Tesla Motors im Fokus
Kursverlauf vom 28.12.2009 bis 06.02.2015
EUR
20.000
18.000
16.000
14,32
14,12
13,88
14.000
12.000
10.000
8.000
09
10
Deutsche Lufthansa
11
12
13
14
15
gleitender Durchschnitt (50 Tage)
gleitender Durchschnitt (200 Tage)
Kursstand: EUR 13,88; Stand am 06.02.2015.
Bonus Cap-Zertifikat 1 auf Deutsche Lufthansa AG
WKN
Bonus­
Abstand
zur Barriere 2 rendite 2
Laufzeit
Aktueller
Briefkurs 2
VZ768N
12,98 %
26,16 %
18.09.2015
EUR 15,04
VZ768K
16,49 %
21,43 %
18.12.2015
EUR 13,99
VZ7FGR
20,04 %
21,54 %
18.12.2015
EUR 14,82
VZ7FGS
20,02 %
19,30 %
18.12.2015
EUR 14,26
Kursverlauf vom 28.06.2010 – 06.02.2015
USD
300,00
200,00
220,99
220,36
132,76
100,00
0,00
10
Tesla Motors
11
12
13
14
15
gleitender Durchschnitt (50 Tage)
gleitender Durchschnitt (200 Tage)
Kursstand: USD 220,99; Stand am 06.02.2015.
Bonus Cap-Zertifikat 1 auf Tesla Motors Inc.
WKN
Bonus­
Abstand
zur Barriere 2 rendite 2
Laufzeit
Aktueller
Briefkurs 2
VZ7TSM
26,37 %
7,44 %
19.06.2015
EUR 195,08
VZ76DW 30,95 %
10,10 %
18.09.2015
EUR 174,57
VZ76DU
40,16 %
8,45 %
18.09.2015
EUR 193,31
VZ76DR
40,16 %
11,02 %
18.12.2015
EUR 172,95
Deutsche Lufthansa –
Ausbruch in Richtung EUR 17,50
Der langfristige Aufwärtstrend der LufthansaAktie wurde im Juni 2014 beendet; die
anschließende Abwärtsbewegung fand ihr
Tief im Oktober 2014. Von diesem Punkt aus
entwickelte sich eine rasche aufwärts weisende
Gegenbewegung. Mit dem Ausbruch über
EUR 14,90 konnte ein wichtiger Widerstand
überwunden werden, was den Weg für ein
Kursziel bei rund EUR 17,50 bereitet. In diesem
Bereich befindet sich das Jahreshoch 2011,
das im Sommer 2014 erneut angelaufen
wurde, aber als Widerstand wirkend zum
Abprall des Kurses führte. Gelingt auch der
Durchbruch über die 17,50-Euro-Hürde, so
wären Notierungen um EUR 20,00 möglich.
Das Fünfjahreshoch bei EUR 20,29 wurde am
7. April 2014 notiert, wobei diese Marke bei
weitem nicht das Allzeithoch definiert, denn
dieses wurde 1998 mit EUR 28,71 gehandelt.
Die aktuelle Sequenz von steigenden Hochund Tiefpunkten wäre hingegen beendet,
wenn der Aktienkurs unter EUR 13,46 zurücksetzt. Die nächste Unterstützung für diesen
Fall liegt bei etwa EUR 11,37.
Tesla Motors –
der langfristige Aufwärtstrend ist gefährdet
Das Allzeithoch des Tesla-Aktienkurses wurde
im September 2014 bei USD 291,42 markiert.
Seither entwickelte sich eine Sequenz aus
fallenden Hoch- und fallenden Tiefpunkten.
Ein Abwärtstrendkanal umschließt das aktuell
gültige Korrekturmuster. Während der letzten
Aufwärtsbewegung wurde regelmäßig die für
200 Tage (bzw. 40 Wochen) gültige Durchschnittslinie angelaufen und als Unterstützung
genutzt, doch im Dezember 2014 brach der
Kurs eindeutig durch dieses Sicherheitsnetz.
Ein Rücklauf an den 200-Tage-Durchschnitt
und die obere abwärts geneigte Trendkanallinie
wäre plausibel, wobei erst ein Ausbruch mit
Kursen über USD 228,50 als trendfolgendes
Kaufsignal gelten kann. In diesem Fall ist
als nächster Widerstand die Marke um
USD 265,00 zu beachten und ein Durchbruch
über das Allzeithoch bei USD 291,42 wäre ein
weiteres Signal neuer Käuferstärke. Sollte sich
die Korrektur hingegen unter USD 177,20
ausdehnen, einem markanten Tiefpunkt von
2014, so wäre mit weiteren Verkaufswellen
zu rechnen. In diesem Falle wären angesichts
des starken Kursanstiegs von rund USD 40,00
bis etwa USD 200,00 im Jahr 2013 auch
kräftigere Abwärtsbewegungen möglich. Bei
USD 116,10 befindet sich eine markante
Unterstützung.
Beitrag von BörseGo AG (www.boerse-go.de)
Wichtige Hinweise
Die hierin enthaltene Analyse wurde von BörseGo AG (www.boerse-go.de) erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel) weitergegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die
angegebene Drittquelle verantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu entnehmen. Vontobel übernimmt
für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die in diesem Dokument
enthaltenen Informationen dienen nur Informationszwecken und sind kein Angebot und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder zur Zeichnung, zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Sie
werden außerhalb einer etwaigen Vertragsbeziehung mitgeteilt, begründen zu keinem Zeitpunkt ein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis und beinhalten keine Anlage-, Steuer- oder sonstige
Beratung. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind keine »Finanzanalysen« im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung
der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegen keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Sie können von den von Vontobel bzw. von Unternehmen der
Vontobel-Gruppe veröffentlichten Analysen abweichen.
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital­geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals
möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungs­fähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt.
Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.
2 Stand am 04.02.2015.
1 13
mehrwert Februar 2015
Hebel-Kolumne
Tesla – Break-Even im Jahr 2020?
Tesla-Chef Elon Musk verkündete auf der
Automesse in Detroit letzte Woche, dass der
US-Elektroautohersteller bis ins Jahr 2020
profitabel werden und dann insgesamt in die
schwarzen Zahlen rutschen soll. Derzeit ist
das noch ein ambitioniertes Ziel, denn das
amerikanische Unternehmen befindet sich
aufgrund des hohen Investitionsvolumens
weiterhin in der Verlustzone. Bis im besagten
Jahr will man dann auch mit einem neuen
Modell einen breiteren Markt ansprechen. Die
Rede ist hier vom geplanten Tesla-Modell 3,
das die bisherige Palette ergänzen soll. Für
das vergangene Jahr erwarten die Analysten
einen Absatz von 33.000 E-Autos und ein
Gesamtumsatzwachstum von 52 %. Weiter
prognostizieren sie für das Jahr 2015 insgesamt eine Verbesserung bei den Margen von
Tesla aufgrund von Kostensenkungen in der
Produktion und Effizienzsteigerungen durch
eine höhere Produktion des »Model S«.
Zurzeit wird nur das »Model S«, eine rein
elektrische Limousine, verkauft, das sich mit
einem Startpreis von 70.000 Dollar jedoch im
Premiumsegment bewegt. Im zweiten Halbjahr 2015 soll nach unternehmensinternen
Angaben dann das »Model X« lanciert werden,
das als sportlicher Geländewagen positioniert
werden soll und sich im gleichen Preissegment
wie die Limousine befinden wird. Eine preisgünstigere und für den Massenmarkt taugliche Alternative ist nach Branchenexperten
somit mehr als fällig, um die fokussierten
Gewinnziele zu erreichen. Tesla Motor stellt
die Markteinführung des neuen Modell 3 für
das Jahr 2017 in Aussicht. Die Kosten sollen
nach Schätzungen von Experten zwischen
USD 30.000 und USD 40.000 liegen, weshalb
das Modell 3 laut Medienberichten in
direkter Konkurrenz zum für dasselbe Jahr
angekündigten Elektroauto-Modell »Chevrolet
Bolt« von General Motors stehen wird. Der
Jahresabsatz könnte dann gemäß Musk bis
Handelspartner
2020 auf 500.000 gesteigert werden und
Tesla Motors zum Break-Even führen.
Insgesamt wurden in Deutschland 2014 ca.
8.500 Elektrofahrzeuge zugelassen. Das ebenfalls von Elon Musk angekündigte deutsche
Absatzziel von 1.000 Verkäufen pro Monat
verfehlte das US-Unternehmen laut Medienberichten. Die Neuwagenzulassungen von
Tesla lagen mit 817 im Gesamtjahr 2014 weit
unter den Erwartungen, was auf Verzögerungen beim Aufbau des Vertriebssystems
zurückzuführen sei. Weiterhin problematisch
bleibt das lückenhafte E-Tankstellen-Netz,
dem aufgrund der begrenzten Reichweite von
batteriebetriebenen Fahrzeugen ein großer
Stellenwert zukommt. Meldungen aus dem
Bundesverkehrsministerium könnten hier aber
für Optimismus sorgen: Man will bis zum Jahr
2017 an allen deutschen Autobahnraststätten
E-Tankstellen einrichten und somit der Ambition der Bundesregierung, die Anzahl an
Elektrofahrzeugen auf Deutschlands Straßen
bis 2020 deutlich auszuweiten, einen Schritt
näher kommen.
Neben dem deutschen und amerikanischen
Markt steht natürlich auch das Auto-BoomLand China im Fokus, wo Tesla aber besonders im Q4 2014 unerwartet schlechte Zahlen
verzeichnete. Als Erklärungsversuch nennt das
Unternehmen den chinesischen Autokäufer,
der Bedenken und ein gewisses Misstrauen
bezüglich des Aufladens des Elektrofahrzeugs
äußert. Hier ist gemäß Unternehmensangaben
die Corporate Communication gefordert, um
die Missverständnisse aus dem Weg zu räumen
und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das
E-Tankstellen-Netz weiter ausgebaut wird.
Laut Medienberichten hat die chinesische
Regierung letztes Jahr 19.000 Ladestationen
in ganz China errichtet und somit ihren Teil
dazu beigetragen.
Die Tesla-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch
im September 2014 deutlich korrigiert. Für
Anleger, die nun von einem stabilen Trend
bei der Tesla-Aktie ausgehen und mit Hebelprodukten an dieser Entwicklung partizipieren möchten, könnten Faktor-Zertifikate
eine interessante Anlagemöglichkeit sein. Im
Gegensatz zu Optionsscheinen haben sie eine
unbegrenzte Laufzeit und die Volatilität des
Basiswertes übt währenddessen keinen Einfluss auf ihre Preisfindung aus. Auch bleibt
ihr Hebel – der Faktor – über die Laufzeit
konstant; damit heben sich Faktor-Zertifikate
ebenfalls von Knock-out-Produkten ab. Und
der Anleger muss bei seiner Investition keine
Knock-out-Barriere beachten. Selbstverständlich stehen überproportionalen Gewinnmöglichkeiten immer auch überproportionale Verlustrisiken gegenüber.
Faktor-Zertifikate 1 auf Tesla Motors Inc.
WKN
Faktor Typ
Währung
Aktueller Briefkurs 2
VZ4FC3
5,00 Long
EUR
EUR 2,72
VZ4FC1
4,00 Long
EUR
EUR 4,69
VZ4FCZ
3,00 Long
EUR
EUR 6,80
VZ4FCX
2,00 Long
EUR
EUR 8,46
VZ4FCY
– 2,00 Short
EUR
EUR 5,41
VZ4FC0
– 3,00 Short
EUR
EUR 3,52
VZ4FC2
– 4,00 Short
EUR
EUR 2,02
VZ4FC4
– 5,00 Short
EUR
EUR 1,03
1
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese
Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall
ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.
Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten. Darüber
hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten
einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten
zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten um
besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt. Frühere Wertentwicklungen und
Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für
die künftige Wertentwicklung, Steuern und etwaige
Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.
2
Stand am 04.02.2015.
14
mehrwert Februar 2015
Know-how
Bonitätsanleihen: Wege aus der Tiefzinsfalle
Bei Bonitätsanleihen generieren Referenzschuldner die Rendite. Die Motive für den Einsatz dieser
Produkte sind unterschiedlicher Natur. Über die Anlageklasse »Credit« könnten Anleger ihr Depot
diversifizieren und zusätzliche Renditechancen wahrnehmen. Ein wichtiges Augenmerk sollte
allerdings nicht nur auf der Qualität, sondern auch auf der Anzahl an Schuldnern in der Bonitäts­
anleihe liegen.
Gläubiger und Schuldner
In der Rechtsform unterscheiden sich Anlagezertifikate nicht grundlegend von Anleihen,
die beispielsweise von Unternehmen begeben
werden: Der Käufer eines Zertifikats ist ein
Gläubiger und der Emittent ein Schuldner.
Diese Gläubiger-Schuldner-Konstellation kann
einen bedeutenden Einfluss auf den Erfolg der
Geldanlage haben. So ist die Rückzahlung bei
einem gewöhnlichen Anlagezertifikat nicht nur
von der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes abhängig, sondern auch von
der Zahlungsfähigkeit des Emittenten. Mit der
jüngsten Leitzinsänderung der Europä­
ischen
Zentralbank (EZB) wird es für Anleger noch
schwieriger, mit festverzinslichen Papieren
Geld zu verdienen. Alternativen finden Anleger derzeit in der Produktgattung Bonitäts­
an­
leihen. Der Deutsche Derivate Verband
(DDV) verzeichnete im Segment Bonitätsanleihen im November 2014 ein Wachstum von
1,9 % auf 4,4 Mrd. Euro. Dies ist für 2014 ein
Anstieg im Marktvolumen von 5,5 % auf 6 %
(siehe Grafik 1).
Die Produkte funktionieren wie folgt: Solange
der Referenzschuldner nicht in Schieflage
gerät, d. h. kein Kreditereignis hinsichtlich des
Grafik 1: Marktanteil Bonitätsanleihen
in Deutschland
6,15
5,95
In Prozent
5,75
5,55
5,35
5,15
4,95
09.13
12.13
03.14
07.14
09.14 11.14
Marktvolumen in %
Quelle: Deutscher Derivateverband; Dezember 2014
Referenzschuldners eintritt, zahlt die Bonitätsanleihe einen periodischen Kupon, der über
dem Marktzinsniveau liegt. Ist bis zum Laufzeitende kein Kreditereignis eingetreten, wird
der Nennbetrag zurückgezahlt.
Der Referenzschuldner – ein Produktmerkmal
Dreh- und Angelpunkt bei Bonitätsanleihen
ist der Referenzschuldner, der mit seiner
Bonität letztlich zu einem zusätzlichen Produktmerkmal wird, das der Investor vor dem
Kauf bewusst auswählt. Für die Rückzahlung
der Bonitätsanleihe ist also die Zahlungs­
fähigkeit beziehungsweise das Ausfallrisiko
des Referenzschuldners maßgeblich. Anlegern
steht eine Vielzahl infrage kommender Referenzschuldner unterschiedlichster Bonität zur
Verfügung. Doch bei der Wahl der Bonitätsanleihe ist zusätzlich Vorsicht geboten. Bei
herkömmlichen Bonitätsanleihen holen sich
Anleger nämlich ein doppeltes Schuldner­
risiko – das des Emittenten und das des Referenzschuldners – ins Portfolio. Da man sich
mit jedem weiteren Kauf einer solchen Bonitätsanleihe daher automatisch ein weiteres
Banken- bzw. Emittentenrisiko ins Portfolio
legt, lässt sich das Gesamtausfallrisiko nur
schwer steuern. Mit jeder weiteren Bonitätsanleihe erhöht sich das Ausfallrisiko hinsichtlich des Bankensektors – oder eines einzigen
Emittenten.
Produktelieferant und Service unverändert
Mit Bonitätsanleihen, die gleichzeitig COSI®pfandbesichert sind, gibt es eine Lösung, die
das doppelte Schuldnerrisiko nahezu eliminiert, indem das Emittentenrissiko minimiert
wird. So lässt sich die Emittentenzahl auf ein
Minimum reduzieren – und die Konzentration auf einen einzigen Schuldner oder den
Banken­
sektor vermeiden. Einer steigenden
Komplexität, die durch eine Vielzahl möglicher
Produktelieferanten entsteht, kann man also
aus dem Weg gehen – ohne ein Klumpen­risiko
aufzubauen. Bei Bonitätsanleihen, die von
Vontobel emittiert werden, ist das Emittentenrisiko von Vontobel dank COSI® nahezu
ausgeschlossen, sodass praktisch nur ein einziges Ausfallrisiko – das des gewählten Referenzschuldners – bleibt.
Zusätzliche Renditechancen
Hat es bei einer Bonitätsanleihe bis zum Laufzeitende kein Kreditereignis im Hinblick auf
den Referenzschuldner gegeben, erfolgt die
Rückzahlung am Fälligkeitstermin zum Nennbetrag. Tritt während der Laufzeit hingegen
ein Kreditereignis im Hinblick auf den Referenzschuldner ein, können die Produkte sehr
hohe Verluste bis hin zum Totalverlust generieren. Die Einstufung der Zahlungsfähigkeit
des Referenzschuldners beeinflusst also das
Produktrisiko maßgeblich und Anleger sollten
sich dessen immer bewusst sein. Besteht der
Wunsch eines Investors darin, das Ausfallrisiko seines Portfolios insgesamt zu verringern,
sollte er auch nicht einfach nur über verschiedene Referenzschuldner streuen, sondern bei
der Wahl des Schuldners auf eine möglichst
gute Bonität achten.
Ein höheres Schuldnerrisiko kann bei Referenzschuldner-Produkten zu einem höheren
Renditebeitrag in Form von besseren Produktkonditionen führen. Möglich macht es
die Höhe des »Credit Default Swap«-Spreads
(CDS-Spreads); er gilt als Indikator für die
unmittelbare Einschätzung der Schuldner­
bonität durch den Kapitalmarkt und ein hoher
Satz deutet grundsätzlich auf eine schlechtere Bonität und ein höheres Ausfallrisiko des
Referenzschuldners hin. Ein höherer CDSSpread kann letztlich in Form von besseren
Credit Default Swap (CDS)
Bei einem CDS handelt es sich um einen Kontrakt,
mit dem sich ein Anleihegläubiger gegen das Ausfallrisiko eines Anleihe-Emittenten versichern kann.
Der Verkäufer eines CDS erhält eine Prämie und
verpflichtet sich damit, während einer festgelegten
Frist dem Käufer im Falle des Zahlungsausfalles des
Emittenten eine Ausgleichszahlung zu leisten. Die
Höhe dieser Prämie reflektiert das vom Markt un­
mittelbar eingeschätzte Ausfallrisiko des Emittenten.
15
mehrwert Februar 2015
Know-how
Produktkonditionen »investierbar gemacht«
werden. Viele Anleger stufen eine Reihe von
Schuldnern, bei denen der Markt ein höheres
Ausfallrisiko antizipiert, anhand ihrer eigenen
Analyse und Einschätzung dabei als weiter
investierbar ein. Wichtig ist, dass der Anleger
bei der Anlageentscheidung und im Hinblick
auf den gewählten Zeithorizont von der
Kredit­würdigkeit »seines« Referenzschuldners
überzeugt ist.
Ein Schuldnerrisiko reicht
So erklärt sich, weswegen ein Produkt mit
einer schlechteren Bonität in der Regel höhere
Renditechancen bietet. Der Rendite- bzw.
Risikoaspekt wird aber noch deutlicher, wenn
man zwei Bonitätsanleihen mit einer unterschiedlichen Zahl an Schuldnern einander
gegenüberstellt. Wie bereits erwähnt, gibt
es einerseits die Vontobel-Bonitätsanleihen,
welche nur ein Schuldnerrisiko – das des Referenzschuldners – aufweisen. Das Emittentenrisiko wurde dank COSI®-Pfandbesicherung
minimiert. Marktübliche Bonitätsanleihen hingegen tragen zwei Schuldnerrisiken in sich:
das des Referenzschuldners und das des Emittenten Bei Bonitätsanleihen mit solch einem
zweifachen Schuldnerrisiko ist für die Rückzahlung zum Laufzeitende also die Zahlungsfähigkeit von zwei verschiedenen Schuldnern
– und nicht nur die von einem – maßgeblich
und folglich fällt das gesamte Ausfall- und
Verlustrisiko deutlich höher aus.
Es stellt sich nun die Frage, inwiefern sich dieses
viel höhere Risiko, das aus zwei Schuldner­
risiken resultiert, in besseren Produktkondit­
ionen manifestieren kann. Denn wer höhere
Risiken eingeht, sollte ja mit entsprechend
höheren Renditechancen entschädigt werden.
Ein Vergleich in Zahlen soll Aufschluss geben:
Eine Bonitätsanleihe mit zweifachem Ausfallrisiko trägt beispielsweise das Schuldnerrisiko
des Luftfahrtunternehmens Lufthansa und
das Emittentenrisiko einer durchschnittlichen
Univer­salbank, die in Deutschland regelmäßig
Zertifikate emittiert. Eine zweite Bonitätsanleihe
trägt demgegenüber nur das Ausfallrisiko von
Lufthansa, das Emittentenrisiko der Universalbank ist mittels COSI® nahezu ausgeschlossen
worden. Beide Bonitätsanleihen weisen eine
Laufzeit von fünf Jahren auf. Bei den Auszahlungsstrukturen handelt es sich um Floored
Floater, die mit regelmäßigen Mindest­kupons
ausgestattet sind, welche weit über den
aktuellen Geldmarktkonditionen liegen. Die
genaue Funktionsweise eines Floored Floaters
entnehmen Sie der Rubrik »Markt im Fokus«
auf Seite 7.
Renditequelle »Emittentenrisiko«
Tatsächlich zahlt die Bonitätsanleihe, die mit
zwei Schuldnerrisiken behaftet ist, einen
Mindestkupon von derzeit 2,25 % p. a. Die
pfandbesicherte Bonitätsanleihe, deren Emittentenrisiko über COSI® nahezu ausgeschlossen ist und das nur noch das Ausfallrisiko von
Lufthansa in sich trägt, bietet demgegenüber
einen Kupon von derzeit 0,75 % p. a. – also
1,5 % p. a. weniger. Woher rührt der große
Unterschied in den Produktkonditionen?
Welchen Anteil hat das zusätzliche Ausfallrisiko und wie hoch sind die Kosten für die
Pfandbesicherung? Bei näherem Blick auf die
CDS-Werte stellt man fest, dass der Rendite­
unterschied zum größten Teil dem Emittentenrisiko zuzurechnen ist. Der CDS-Wert des
Referenzschuldners Lufthansa, der für die
Produktberechnung herangezogen wurde,
beläuft sich auf »nur« 0,95 % p. a. Demgegenüber stellt der CDS-Wert des Emittenten
mit 1,40 % p. a. einen echten »Rendite-Kick«
dar. Das Emittentenrisiko fungiert also als
zweite Renditequelle, die bei der pfandbesicherten Bonitätsanleihe fehlt. Die Kosten für
die COSI®-Pfandbesicherung belaufen sich
gleichzeitig auf durchschnittlich 0,10 % p. a.
und haben einen verhältnismäßig geringen
Einfluss auf die Rendite der pfandbesicherten
Bonitätsanleihe (Quellen: Bloomberg, Vontobel;
30.01.2015).
Strukturierte Produkte mit Referenzschuldner
sind komplexe Finanzprodukte. Zusätzlich zu
den üblichen Risiken wie Markt- und Emittentenrisiko (letzteres wird durch die COSI®Pfandbesicherung minimiert) trägt der Anleger das Kreditrisiko des Referenzschuldners.
Bei Eintritt eines Kreditereignisses in Bezug
auf den Referenzschuldner, erlischt die Verpflichtung des Emittenten zur Rückzahlung
des Nennbetrags am Laufzeitende. Zusätzlich erhält der Anleger keine weiteren Zinszahlungen mehr. Stattdessen kommt es zu
einer vorzeitigen Rückzahlung eines Barausgleichsbetrages, der in der Regel deutlich
unter dem Nennbetrag liegt. In diesem Fall
droht dem Anleger ein Geldverlust bis hin
zum Totalverlust. COSI® Collateral Secured
Instruments – Investor Protection engineered
by SIX.
Bonitätsanleihen erschließen Renditequellen – und können noch mehr
Der Mehrwert, den Ihnen Vontobel-Bonitätsanleihen bieten können
Zusätzliche Renditechancen
dank eines höheren »Credit
Spreads«: Viele Schuldner
bleiben auch mit höherem
»Credit Spread« durchaus
investierbar, z. B. viele
Industrieunternehmen.
Verbesserung des
Rendite-/ Risikoverhältnisses
eines Portfolios
Viele Referenzschuldner
unterschiedlichster Branchen
(auch außerhalb des
Finanzsektors) verfügbar.
Hohe Transparenz durch nur
einen Referenzschuldner
Dank COSI®-Pfandbesicherung
transparentes Produkt mit
geringem Klumpenrisiko
Quelle: Vontobel
Kompakt
Bonitätsanleihen sind die neuen Lieblinge der Privatanleger. Die relativ einfache Funktionsweise
führt zu hoher Nachfrage bei zinsaffinen Anlegern. COSI®-Bonitätsanleihen reduzieren das
Schuldnerrisiko und führen zu mehr Transparenz im Depot. In Abhängigkeit von der Bonität
des gewählten Referenzschuldners lassen sich zudem höhere Renditechancen erzielen.
16
mehrwert Februar 2015
Rohstoff-Kolumne
Edelmetalle drehen ins Plus
Nachdem der Goldpreis in den ersten
Handels­
t agen 2015 regelrecht nach oben
geschossen war, konsolidierte er den starken
Aufwärtsimpuls auf hohem Niveau aus: Bei
USD 1.307,00 war zunächst der Deckel für
die Bullen drauf. In Euro bilanzierende Goldanleger konnten sich jedoch über doppelte
Gewinne freuen: Die Abwertungsspirale des
Euro zum Dollar führte die Gemeinschaftswährung von 1,20 am 1. Januar auf zuletzt
1,10 – ein Elfjahrestief. Vor allem die jüngste
EZB-Sitzung beschleunigte den Abwärtstrend
des Euros gegenüber dem US-Dollar. Doch
nicht nur der Aspekt des sicheren Hafens lässt
Anleger wieder verstärkt zu Gold greifen, die
Preiserholung hängt auch mit den jüngsten
Signalen der Fed und der Erholung am
US-Arbeitsmarkt zusammen: Auch wenn die
Finanzmärkte die seit vielen Jahren erste Leitzinsanhebung von Seiten der US-Notenbank
für 2015 erwartet hatten, dürften die stagnierenden Löhne in den USA, die allgemeinen Marktunsicherheiten und die weltweiten
Deflationstendenzen die US-Notenbanker um
Fed-Chefin Janet Yellen dazu bewegen, sich
eine Zinswende noch einmal zu überlegen.
Schließlich ist die US-Inflation laut Angaben
des US-Arbeitsministeriums im Dezember
2014 mit 0,8 % auf den tiefsten Stand seit
Oktober 2009 gefallen. Charttechniker gehen
davon aus, dass das jüngste Zwischenhoch
von Gold bei USD 1.307,00 von jetzt an als
prozyklische Kaufmarke dient. Sollte sie überwunden werden, könnte der Goldpreis die
nächsten Trendziele bei USD 1.323,00 und
USD 1.345,28 abarbeiten.
Auch Silber glänzte zu Jahresbeginn mit einer
eindrucksvollen Rally: Der Silberpreis konnte
gleich zwei bedeutende Kaufsignale generieren. Zum einen etablierte er erstmals seit langer
Zeit einen kurzfristigen Aufwärtstrend, indem
nach einem höheren Tief um USD 15,50 auch
ein höheres Hoch über USD 17,31 markiert
wurde. Zum anderen überwand er die Barriere
bei USD 17,80, wodurch sich das Chartbild
noch einmal verbesserte.
Ganz anders bei Öl: Der Preis kippte im
Monatsverlauf unter USD 50,00 und nochmals
gen Süden ging es nach dem Tod des saudiarabischen Königs Abdullah. In einer ersten
Reaktion hatten beide Ölsorten zugelegt,
doch am Freitag nach dem Tod Abdullahs
notierte ein Barrel der Nordseesorte Brent bei
48,81 US-Dollar je Barrel, während die USSorte WTI um 1,48 % auf 45,82 US-Dollar
je Fass nachgab. Der Tod des 91-Jährigen
erhöhte die Unsicherheit über die Ausrichtung
des Ölkartells OPEC, das in den vergangenen
Monaten unter der Federführung SaudiArabiens seine Strategie änderte: Anstatt wie
bisher mit einer Anpassung der Fördermenge
auf Preisveränderungen zu reagieren, hat es
sich auf einen Preiskampf mit den USA eingelassen, um seine Marktanteile zu verteidi­
gen. Da es jedoch offenbar fraglich ist, ob
Saudi-Arabien seine Strategie nach dem Tod
des Königs erneut ändert, tendiert der Ölpreis
weiterhin nach unten.
Fraglich ist auch die weitere Entwicklung der
Kaffeepreise. Hatte das Jahr 2014 die Anleger
beflügelt, steht der Kaffeepreis derzeit am
Scheideweg. Nachdem Kaffee 2014 mit mehr
als 50 % Rendite zu den stärksten Agrarrohstoffen überhaupt zählte, rutschte der Kurs
zuletzt wieder nach unten. Und, egal ob
Anleger noch auf Buchgewinnen sitzen oder
zu spät investiert haben, die Nervosität steigt.
Zuletzt sah das Analysten-Team von Vontobel
Kaffee gar in einem Bärenmarkt. Angesichts
des Kursanstieges 2014 ist dies sicher etwas
pessimistisch, doch einige Marktdaten signali­
sieren, dass Kaffee weiter fallen könnte. Der
Hintergrund ist folgender: Während Anfang
2014 die Dürre im Kaffeeland Brasilien zu
steigenden Kursen führte, regnet es derzeit
auf den meisten Kaffeeplantagen und eine
Dürre wie im vergangenen Jahr wird unrealis­
tisch. Und auch wenn immer mehr Teetrinker
aus Asien Kaffee schätzen lernen, dürfte ein
wieder steigendes Angebot den Kurs belasten. Anleger müssen sich allerdings die Frage
stellen, ob der Kurs diese Entwicklung nicht
bereits eingepreist hat, denn dass sich eine
Dürre wie Anfang 2014 nicht jedes Jahr wiederholt, dürfte klar sein. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Kaffee seine langfristige
Aufwärtstendenz fortsetzt.
Gold: ein sicherer Hafen?
Mini-Futures1 auf Gold (Troy Ounce)
WKN
Basiswert
Typ
Basispreis2 Stop-Loss2 Hebel2
(in USD) (in USD)
VZ6Q8F Gold
Long
1.007,32
1.022,30
4,89
VZ4ZJD
Long
1.110,29
1.126,47
8,12
Gold
VZ47ZW Gold
Short
1.554,22
1.530,99
4,38
VZ47ZU Gold
Short
1.491,50
1.469,23
5,59
Mini-Futures1 auf Coffee Future
WKN
Basiswert
Typ
Basispreis2 Stop-Loss2 Hebel2
(in USD) (in USD)
VZ3AXX Coffee Future Long
1,315
1,356
5,42
VZ3AX0 Coffee Future Long
1,393
1,434
7,35
VZ7BM4 Coffee Future Short
2,179
2,119
2,79
VZ7VW9 Coffee Future Short
2,006
1,941
3,99
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese
Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital­geschützt, im ungünstigsten
Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungs­
fähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten. Darüber
hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten
einem Währungsrisiko ausgesetzt. Anleger sollten
zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten – wie
Mini-Futures – um besonders risikoreiche Instrumente
der Vermögens­
anlage handelt. Frühere Wertentwick­
lungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wert­entwicklung. Steuern und
etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite
aus. 2 Stand am 04.02.2015.
1
Bestellen Sie unsere regelmäßige VontobelRohstoff-Kolumne kostenlos unter
www.vontobel-zertifikate.de/services.
Weitere Informationen zu Chancen und Risiken der
Produkte finden Sie unter www.vontobel-zertifikate.de.
Beitrag von BörseGo AG (www.boerse-go.de)
Bitte beachten Sie den wichtigen Hinweis auf Seite 10.
17
mehrwert Februar 2015
Antworten auf Ihre Fragen
Eignen sich Faktor-Zertifikate auch in Seitwärtsmärkten?
Welche Möglichkeiten bietet eine Investition
in Protect Multi Aktienanleihen im Vergleich
zu einer Investition in eine herkömmliche
Aktienanleihe?
Prinzipiell unterliegt diese Fragestellung der
Markterwartung und der Risikoaffinität eines
Anlegers. Entwickelt sich der Markt gegenläufig zur einer tendenziell positiven Erwartungshaltung des Anlegers, so kommt es in
der Regel zu einer Lieferung der Aktien. Dies
ermöglicht dem Anleger, einen eventuell entstandenen Verlust vorerst nicht zu realisieren
und die Aktien bis auf Weiteres im Depot zu
halten. Das heißt, der Anleger versucht, etwaige Verluste auszusitzen, und hofft auf eine
Erholung der Aktie. Im Fall von Protect Multi
Aktienanleihen erhöht sich die Anzahl der
zugrunde liegenden Basiswerte in der Regel
auf drei Aktien. Der Protect-Mechanismus
baut zusätzlich zum bestehenden Basispreis
eine Barriere bzw. bei mehreren Basiswerten
mehrere Barrieren ein. Einerseits erhöht die
»Multi«-Funktion das Risiko des Anlegers,
andererseits besteht die Chance auf eine
höhere Rendite als bei einer Aktienanleihe,
die sich nur auf einen Basiswert bezieht. Der
Protect-Mechanismus bietet dem Anleger bei
moderat fallenden Kursen einen Puffer, minimiert allerdings auch die Renditechancen.
Die genannte Protect Multi Aktienanleihe ist
eine Kombination all dieser Produktausgestaltungen. Dies bedeutet für den Anleger zum
einen ein erhöhtes Risiko, zum anderen einen
zusätzlichen Puffer in Form der Barriere, bis
zu deren Erreichen er noch die maximal erzielbare Rendite erhält. Je nach Korrelation der
in einer Protect-Multi-Struktur befindlichen
Basiswerte erhöht oder verringert sich die
Wahrscheinlichkeit einer Barrierenverletzung
durch einen der Basiswerte. Handelt es sich
um stark korrelierte Aktien, so ist die Wahr-
scheinlichkeit einer Barrierenverletzung zwar
geringer, doch im Fall einer tatsächlichen
Barrierenverletzung durch einen der Basiswerte steigt die Wahrscheinlichkeit, dass alle
Basiswerte ihre jeweilige Barriere verletzen.
Handelt es sich um wenig korrelierte Basiswerte, so steigt das generelle Risiko einer
Barrierenverletzung, dafür steigt aber auch
die zu erwartende Rendite.
Was passiert bei Hebelprodukten ohne
Laufzeitbegrenzung auf Rohstoff-FutureKontrakte, wenn die zugrunde liegenden
Futures fällig werden?
Hebelprodukte ohne Laufzeitbegrenzung wie
Open-End-Turbo-Optionsscheine und MiniFutures, die einen Rohstoff-Future-Kontrakt
als Basiswert haben, beziehen sich im Normalfall auf den nächstfälligen Kontrakt. Vor der
Fälligkeit wird diese Future-Position aufgelöst
und es wird in den nächsten Kontrakt gerollt.
Da dieser Rollprozess automatisch erfolgt,
müssen Anleger, die unbefristet in Rohstoffe
investieren möchten, nichts weiter unternehmen. Im Zusammenhang mit diesem sogenannten Roll-Over werden die Produktmerkmale wie Basispreis und Knock-Out-Barriere
bzw. Stop-Loss-Schwelle angepasst, und zwar
so, dass der innere Wert des Hebelproduktes
in seiner Höhe nicht beeinflusst wird. Für
den Anleger ist wichtig zu wissen, dass durch
den Rollprozess die Wahrscheinlichkeit eines
Knock-Out-Ereignisses im Hebelprodukt nicht
erhöht oder verringert wird. Sie sollten jedoch
beachten, dass es im Rahmen des Roll-Over zu
Rollverlusten kommt, wenn für den Kauf des
nächstfälligen Future-Kontrakts mehr bezahlt
werden muss als für den fällig werdenden
Future-Kontrakt erzielt werden kann (sog.
Contango). Notiert der nächstfällige Rohstoffkontrakt hingegen unterhalb des fällig
werdenden Future-Kontrakts (sog. Backwardation), kann es auch zu Rollgewinnen für
den Anleger kommen.
Eignen sich Faktor-Zertifikate auch in
Seitwärtsmärkten, also bei abwechselnd
steigender und fallender Kursentwicklung?
Mit Faktor-Zertifikaten lässt sich auf einfache
und effiziente Weise an stabilen – steigenden
oder fallenden – Kurstrends partizipieren. In
schwankenden Märkten sind Faktor-Zertifikate hingegen eher ungeeignet. Wir nehmen
an, dass in diesem Szenario der Referenzwert
zu Beginn des Betrachtungszeitraumes (Tag 0)
bei einem Kurswert von EUR 100 startet.
Daraufhin folgt er keiner stabilen Kursrichtung. Kursgewinne und -verluste wechseln
sich auf täglicher Basis ab, der Referenzwert
befindet sich somit in einer Seitwärtsphase
und schwankt immer leicht um seinen Ausgangswert. Die Faktor-Indizes (Long und
Short), die sich auf diesen Referenzwert
beziehen, sind starken Schwankungen unterworfen und weisen abwechselnd starke Kursgewinne und -verluste auf. Je höher der Verlust des Faktor-Index, desto mehr wird eine
potenzielle Kurserholung erschwert, denn sie
startet dann von einem niedrigeren Indexwert
aus. Grundsätzlich gilt: In einer Seitwärtsphase des Referenzwertes können innerhalb
nur weniger Tage hohe Verluste – bis hin zum
Totalverlust – entstehen. Dieses Risiko steigt
mit stärker werdenden Kursschwankungen
und höherem Faktor. Des Weiteren sollte
der Anleger berücksichtigen, dass FaktorZertifikate keine laufenden Erträge wie Zinsen
oder Dividenden erbringen. Ihre Ertragschancen bestehen somit einzig und allein in
der Kursentwicklung des zugrunde liegenden
Faktor-Index.
Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das
Thema Zertifikate. Senden Sie uns eine E-Mail an
zertifikate@vontobel.de oder rufen Sie uns an.
Die Derivate-Spezialisten unseres Financial-Products-Teams stehen Ihnen bei
Fragen rund um Hebelprodukte und Zertifikate zur Verfügung. Sie erreichen
unsere Spezialisten täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr telefonisch oder per E-Mail
unter zertifikate@vontobel.de.
Ihr Vontobel Zertifikate-Team
Bockenheimer Landstraße 24, D-60323 Frankfurt am Main
Hotline 00800 93 00 93 00, Telefax +49 (0)69 69 59 96-290
E-Mail zertifikate@vontobel.de
18
mehrwert Februar 2015
Wissenswertes
Wussten Sie, dass …
Zinsen – das Wort ist abgeleitet vom lateinischen Wort »census« für Vermögensschätzung – waren
schon in der Antike üblich. Sie hatten ein wechselvolles Schicksal und hielten sich über Jahrhunderte
– nicht zuletzt in Form von Naturalabgaben. Ein Blick zurück.
Wussten Sie beispielsweise, dass…
... in der Antike der Zinsfuß meist nicht in
Jahres-, sondern in Monatsprozenten
angegeben wurde?
Daraus erklärt sich auch die gesetzliche
Zinsobergrenze der »centesima« = 1 %
pro Monat = 12 % im Jahr.
... der Einlagezins bei Privatbanken in
Griechenland im 4. Jahrhundert vor
Christus 10 % betrug?
Gewerbedarlehen und See(handels-)­
darlehen wurden in Athen damals mit
10 bis 33 % veranlagt.
... sich Kaiser Justinianus in christlichmoralischem Sinne um 535 nach Christus
erstmals für ein Verbot von Zinseszinsen
aussprach?
Die Wirkung dürfte sich genauso wie bei
entsprechenden Verboten der späteren
Päpste in Grenzen gehalten haben.
... seit dem Frühmittelalter die Pachtund Zinsfristen sowie die Besoldungszeiträume am 11. November begannen
und endeten?
Am 11. November ging das Pachtjahr
zu Ende. Dieser Tag blieb bis in die
Neuzeit ein wichtiger Rechts- und
Wirtschafts­termin.
... zu Zeiten der Naturalwirtschaft Zinsen
unter anderem mit Gänsen und Lämmern
bezahlt wurden?
Am Ende des bäuerlichen Jahres mussten
die Zehnten eingeliefert und die Zinsen
bezahlt werden. Durchaus üblich war
die Begleichung mit sogenanntem
»lebendem Zins«.
... 1139 auf dem Zweiten Laterankonzil
beschlossen wurde, dass keine
Zinsen auf verliehenes Geld erhoben
werden dürfen?
Erst 1830 wurde das Zinsverbot schließlich
in einem Schreiben von Papst Pius VIII.
an den Bischof von Rennes wieder
aufgehoben.
... der französische Hof Einnahmen von
503 Millionen, aber Ausgaben von
620 Millionen Livres (Pfund) hatte,
wovon allein die Hälfte auf Zins
und Tilgung für die enorme Staats­
verschuldung entfiel?
Dies geht aus einer Schrift von Jacques
Necker, Generalkontrolleur der Finanzen,
hervor, der 1781 erstmals die Zahlen
des französischen Staatsbudgets
(»compte rendu«) veröffentlichte.
... die USA täglich 1,23 Milliarden Dollar
Zinsen zahlen müssen, um ihre enormen
Staatsschulden zu finanzieren?
Seit Gründung des Federal Reserve
System (Fed) im Jahr 1913 haben
sich die Staatsschulden der USA
verfünf­tausendfacht.
... die Schweizerische Nationalbank das
erste Mal Ende der 1970er-Jahre zum
Mittel der Negativ­zinsen griff?
Negativzinsen sind ein sehr seltenes
Instrument der Geldpolitik. Auch damals
ging es darum, die Nachfrage nach dem
Schweizer Franken zu bremsen.
... die Bundesrepublik Deutschland 2010
die letzten Zinszahlungen in Höhe von
fast 200 Millionen Euro für Staatsanleihen
leistete, die in den 20er-Jahren aufgelegt
worden waren, um die Entschädigungszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg
zu finanzieren?
92 Jahre nach Kriegsende wurden damit
endgültig die Schulden beglichen, die
1919 im Vertrag von Versailles festgelegt
worden waren.
Zinsen und Tilgung beanspruchten 1781 einen großen Teil der Ausgaben am französischen Hof. Früher war es üblich, einen »lebenden Zins« zu zahlen.
19
mehrwert Februar 2015
News und Tipps
Anlegertag Düsseldorf und
Börsentag München
Vontobel
in Schweden
Am Samstag, den 14. März 2015 findet der
nunmehr dritte Anlegertag in Düsseldorf statt.
In der außergewöhnlichen Location der ClassicRemise ist mit dem umfassenden Informationsangebot durch Aussteller und Vorträge
ein hoher Erlebniswert garantiert. Auch das
Vontobel-Team wird wieder mit einem eigenen
Stand vertreten sein, wir freuen uns auf Ihren
Besuch und stehen Ihnen für alle Fragen rund
um Zertifikate, Aktienanleihen und Hebelprodukte gerne zur Verfügung. Der Vortrag von
Vontobel mit dem Titel »Zertifikate in allen
Marktlagen« beginnnt um 11:00 Uhr auf der
Galerie.
Seit Januar 2015 ist Vontobel in Schweden
aktiv. Mit einer umfassenden Palette von
Faktor-Zertifikaten bietet Vontobel nun auch
schwedischen Anlegern die Möglichkeit, in
diese interessante Produktgruppe zu investieren.
Am 21. März 2015 geht es dann weiter mit
dem Börsentag in München. Die Aussteller
und Referenten stehen im MOC München
wieder an ihren Ständen und in zahlreichen
Vorträgen und Podiumsdiskussionen Rede
und Antwort, wie Anleger die Ziele »Vermögensaufbau« und »Kaufkrafterhalt« weiterhin
in für sie optimaler Weise erreichen können.
Der Vortrag von Vontobel findet von 11:45 Uhr
bis 12:30 Uhr in Raum 3/Atrium 3 statt. Der
Titel lautet: Wege aus der Tiefzinsfalle.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Ihr Vontobel Zertifikate-Team
Aber auch in Deutschland erfreuen sich FaktorZertifikate zunehmender Beliebtheit. Wer eine
klare Marktmeinung hat und eine Auf- oder
Abwärstbewegung des zugrunde liegenden
Basiswerts erwartet, könnte ein Investment
in ein Faktor-Zertifikat – mit einem von der
Risikoneigung abhängigen Hebel des FaktorIndex – in Betracht ziehen, um die Rendite
zu optimieren. Informieren Sie sich jetzt auf
www.vontobel-zertifikate.de
Zu beachten ist jedoch, dass bei großen Kursbewegungen des Referenzwertes in die für den
Faktor-Index unvorteilhafte Richtung die Verluste hoch ausfallen können. Anleger sollten
zudem beachten, dass es sich bei Faktor-Zertifikaten um besonders risikoreiche Instrumente
mit Totalverlustmöglichkeit handelt.
Rechtliche Hinweise
Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner unabhängigen Prüfung unterzogen haben.
Sie wurden von uns nach bestem Wissen zusammengestellt. Diese Publikation ist kein Angebot und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Die in dieser Publikation enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung und keine Finanzanalyse dar, sondern dienen ausschließlich der Information und
genügen daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse. Rechtlich verbindlich sind alleine
die Basisprospekte und die endgültigen Angebotsbedingungen, die beim Emittenten, der Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24,
60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich sind. Vor dem Erwerb eines Wertpapieres sollten Sie den Prospekt zu Chancen und Risiken lesen und etwaige Fragen
mit Ihrem Finanzberater besprechen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben und keine Verpflichtung zur
Richtigstellung etwaiger unzutreffender, unvollständiger oder überholter Angaben. Die Autoren, der Herausgeber und zitierte Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung ihrer Gedanken und Ideen entstehen. Der Leser trifft seine Entscheidungen in jedem Fall auf eigene Gefahr. Im Zusammenhang
mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der von der Vontobel Financial Products GmbH emittierten Produkte können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe
direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z. B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im jeweiligen Produktpreis enthalten.
Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. In der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen basieren, die sich im
Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Die Unternehmen der Vontobel-Gruppe übernehmen daher keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit
der in dieser Publikation getroffenen Aussagen und Bewertungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen einer
früheren Wertentwicklung oder Prognosen einer früheren Wertentwicklung eines Finanzinstrumentes nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die zukünftige
Wertentwicklung zulassen. In dieser Ausgabe dargestellte Wertentwicklungen berücksichtigen keine etwaigen Provisionen, Gebühren und andere Entgelte, welche
sich negativ auf die Rendite auswirken.
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Impressum
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Redaktion: Sandra Chattopadhyay, Torsten Metzner,
Nicole Wittmann
Marketing: Nicole Wittmann
Erscheinungsweise: monatlich
Auflage: 4.500 Exemplare
Layout: E,T&H Werbeagentur AG BSW,
Zürich/Schweiz, www.ethcom.ch
Bestellung: Telefon 00800 93 00 93 00 (kostenlos)
www.vontobel-zertifikate.de
02/15
SC2015012101
Aktienanleihen
Auch an ruhigen Passagen kann
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Anzahl Aktien
Basispreis Bewertungstag
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8,95% BASF SE
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12,50000 €
80,00 18.12.2015 100,23%
10,25% Daimler AG
VZ8142
12,04819 €
83,00 18.12.2015
99,26%
11,20% Deutsche Bank AG
VZ8144
37,03704 €
27,00 18.12.2015
99,70%
VZ815U
10,52632 €
95,00 18.12.2015
99.67%
7,15% Siemens AG
6,66667 € 150,00 18.12.2015
Preis*
98.85%
*Stand am 06.02.2015
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des Garanten (Emittentenrisiko). Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in das
Produkt verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist und
beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe
bereitgehalten wird.
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