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Ausgabe 02/2015 - Evangelischer Presseverband für Bayern

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KIRCHE & KOMMUNIKATION
Newsletter mit bundesweitem Fernseh- und Radioprogramm
02/2015
Liebe Leserinnen und Leser,
Informationen
um die Kraft der christlichen Botschaft wieder in die Gesellschaft und zu
den Menschen zu bringen, hat der bayerische Landesbischof Heinrich
Bedford-Strohm eine geistliche Erweckungsbewegung angeregt. In
diesem Sinne hat die Evangelische Wochenzeitung für Bayern,
„Sonntagsblatt“, einen neuen Glaubenskurs gestartet. Woche für Woche
wird eine prägende Figur der Bibel ins Blickfeld der Leserschaft und der
bayerischen Gemeinden gerückt. Dazu kommen noch einordnende
Artikel zu wichtigen theologischen Fragen. Mehr über den Glaubenskurs
lesen Sie in dieser Ausgabe. Meldungen
Buchtipp
Kurzmeldungen
Meinung
Personalien
Termine
EAM-Kolumne
Einen eigenen Beitrag zum Interreligiösen Dialog will die Universität
Erlangen leisten. Ein neuer Studiengang „Medienethik Islam“ soll dazu
beitragen, dass Medienprofis ein tieferes Verständnis für Religionen
bekommen. Außerdem berichtet „Kirche und Kommunikation“ über
einen „Internetbegleiter“ für Senioren und die Ausschreibungen für den
Argula-von-Grumbach-Preis und den Geisendörfer Preis. Und wie
immer finden sich dazu noch Kurzmeldungen, Personalien, Termine
und Glossen.
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Programminfos
Radiotipps
Fernsehtipps
Eine anregende Lektüre wünscht
Ihre k&kom-Redaktion
Kirche & Kommunikation (ehemals Kirche & Neue Medien) erscheint im Evangelischen Presseverband für Bayern.
Herausgeber: Dr. Roland Gertz . Redaktion: Achim Schmid (verantwortlich), Dirk Johnen, Hans Deyerl, Gerd Geier (beratend)
Birkerstraße 22, 80636 München, Telefon 089/121 72-117, Fax 089/121 72-179, E-Mail: epdbayern@epv.de, www.epv.de
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KIRCHE & KOMMUNIKATION
INFORMATIONEN
02/2015
Mit biblischen Figuren theologische Grundlagen vermitteln - „Sonntagsblatt“ startet Glaubenskurs
(k&kom). Die prägenden Figuren der Bibel will die Evangelische Wochenzeitung für Bayern,
„Sonntagsblatt“, neu ins Blickfeld der bayerischen Gemeinden rücken. Das ganze Jahr 2015 über
erscheinen Woche für Woche ausführliche Porträts biblischer Gestalten - von Abraham bis zu den
neutestamentlichen Evangelisten. Die Porträts werden ergänzt durch einordnende HintergrundArtikel zu wichtigen theologischen Themen des Alten und Neuen Testaments, wie Schöpfung,
Evangelium, Gnade, Glaube, Mission und Offenbarung.
Die neue „Sonntagsblatt“-Serie vermittelt nach Einschätzung von Landesbischof Heinrich BedfordStrohm Anregung und Impulse für das eigene Leben. Die biblischen Figuren könnten ein Vorbild
sein für den Glauben der einzelnen Menschen, „nicht weil sie perfekt gewesen wären, sondern weil
sie in ihrem Leben letztlich auf Gott vertraut haben“, betont der Bischof als Schirmherr des
Glaubenskurses. Bedford-Strohm gehört neben „Sonntagsblatt“-Chefredakteur Helmut Frank, dem
Theologen und Publizisten Uwe Birnstein, der Religionspädagogin Sonja Poppe und Pfarrer
Michael Wolf, Referent für Hauskreisarbeit im Amt für Gemeindedienst, zu den Autoren der Reihe.
Der Glaubenskurs im „Sonntagblatt“ wendet sich auch an die Gesprächs- und Bibelkreise in den
Gemeinden. Die Reihe verstehe sich, so das „Sonntagsblatt“, als Angebot für Gemeindegruppen,
die die Serie als wöchentliche Gesprächsanregung nehmen und die dargestellten Themen
diskutieren wollen. Hauskreise, die sich im Rahmen der Reihe neu bilden, werden unterstützt vom
Amt für Gemeindedienst in Nürnberg. Wie Roland Gertz, als Direktor des Evangelischen
Presseverbands für Bayern (EPV) auch Verleger des „Sonntagsblatts“, hervorhob, soll die Serie mit
journalistischen Mitteln neue Zugänge zur Bibel eröffnen. „Die Porträts der biblischen Personen
sind nicht nur spannend zu lesen, sondern vermitteln auch die theologischen Grundlagen, auf
denen unser Glaube steht“, sagte Gertz.
„Glaube mit Bodenhaftung“: ein Porträt des Kirchenkreises Bayreuth auf DVD
(k&kom). Wenn von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Rede ist, fällt bisweilen der
nicht allzu streng gemeinte Begriff „Gottes Bodenpersonal“. Dass dieses „Bodenpersonal“sich
gerade im Frankenland auf einem festen Grund bewegt, macht der Titel der soeben erschienenen
DVD deutlich, die ein facettenreiches Porträt des Kirchenkreises Bayreuth zeichnet.
Die CVJM-Pfingsttagung in Bobengrün, der Motorradgottesdienst in Kasendorf, die Kantorei der
Bamberger St.-Stephans-Kirche: Das sind nur drei Schlaglichter aus dem gut halbstündigen Film
„Glaube mit Bodenhaftung“. In kurzweiligen und einprägsamen Szenen sind charakteristische und
traditionelle, historische und aktuelle Beispiele evangelischen Lebens im Kirchenkreis - er umfasst
neben Oberfranken auch kleine Teile Unterfrankens und der Oberpfalz - zu einem bunten
Bilderbogen zusammengefügt. Der Streifzug durch die 16 Dekanate macht spürbar, welche Kraft
die Menschen aus ihrem Glauben schöpfen und sich in ihren Gemeinden und für ihre Mitmenschen
engagieren.
Es ist diese „gesunde Bodenständigkeit des kirchlichen Lebens in unserem Kirchenkreis“, für die
sich die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner immer wieder aufs neue begeistert. Es
habe seinen Sitz „mitten im Dorf, mitten in der Stadt und zusammen mit den Menschen - das ist
ein großer Schatz“, schreibt sie im Begleitheft zur DVD. Das Porträt, das der versierte Filmemacher
Axel Mölkner-Kappl mit seinem Team im Auftrag der Regionalbischöfin realisiert hat, zeigt nach
ihren Worten darüber hinaus auch „etwas davon, wie Gott zu den Menschen kommt, von seiner
'Bodenhaftung'„.
Produziert wurde der Fim von der Evangelischen Medienagentur (ema) im Evangelischen
Presseverband für Bayern (EPV). Die DVD enthält verschiedene Versionen des Films: die
vollständige Fassung, eine Kurzversion und eine Schulversion, zusätzlich einen Bilderreigen der
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INFORMATIONEN
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Dekanatskirchen und anderer Gebäude. Zur Schulversion wurde begleitendes Unterrichtsmaterial
erarbeitet.
Seine inoffizielle Vorpremiere hatte der Film als Rohfassung bei der Tagung der Landessynode im
April 2014 in Bayreuth erlebt. Zusammen mit dem traditionellen Weihnachtsbrief der
Regionalbischöfin ging die DVD im Dezember als Geschenk unter anderem an die hauptamtlich
Mitarbeitenden im Kirchenkreis.
Ausschreibung für Geisendörfer-Preis gestartet - Einreichungen bis zum 25. Februar
(k&kom). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zum 32. Mal den Wettbewerb für den
Robert Geisendörfer Preis gestartet. Ausgezeichnet würden Sendungen aus allen
Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, zum
guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern sowie zur gegenseitigen Achtung der
Geschlechter beitragen und eine christliche Orientierung vertiefen, teilte das Gemeinschaftswerk
der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main mit.
Mit dem Medienpreis werden jährlich in der Kategorie „Allgemeine Programme“ vier Fernseh- und
zwei Hörfunkproduktionen ausgezeichnet. Zusätzlich vergibt die Jury einen Sonderpreis für
exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen. Seit 2004 werden auch
Kindersendungen mit dem Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Die Jury „Kinderprogramme“ vergibt
zwei Preise für Fernsehsendungen für Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren. Gestiftet werden die
Kinderpreise von der Gerda und Wolfgang Mann Stiftung - Medien für Kinder. Seit 2013 werden sie
auch von der Evangelischen Akademie Tutzing unterstützt.
Bewerben können sich öffentlich-rechtliche und private Sender, es sind nur Einreichungen durch
die Sender möglich. Einsendeschluss für den Geisendörfer-Preis 2015 ist der 25. Februar. Die
Auszeichnungen sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert, die Preisverleihung findet am 18.
September beim RBB in Berlin statt.
Träger des Preises sind neben der EKD die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die
Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland und die Konföderation Evangelischer Kirchen
in Niedersachsen. Die Auszeichnung wird seit 1983 jährlich im Gedenken an den christlichen
Publizisten und bayerischen Pfarrer Robert Geisendörfer (1910-1976) verliehen. Der in Würzburg
geborene Theologe war zunächst Direktor des Evangelischen Presseverbandes für Bayern (EPV)
mit Sitz in München und gründete im Juli 1973 das Gemeinschaftswerk der Evangelischen
Publizistik in Frankfurt am Main.
Internet: www.geisendoerfer-preis.de
Uni Erlangen führt Studiengang zu Medienethik Islam
(k&kom). Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg startet einen neuen
Studiengang im Bereich „Medienethik Islam“. „Die Gesellschaft braucht Medienschaffende, die
sich mit dem Islam auskennen“, erklärte die Islamwissenschaftlerin Maha El Kaisy-Friemuth. Das
Masterstudium richte sich an Studierende, die in der Medienbranche arbeiten wollen und sich für
Islam interessieren.
Der neue Studiengang sei eine Ergänzung des bereits im Fachbereich evangelische Theologie
bestehenden Masterstudiengangs „Medien-Ethik-Religion“. Dieser Studiengang wird vor allem von
Politik-, Wirtschafts- und Jurastudenten, Kommunikations- und Medienwissenschaftlern besucht,
die später im Bereich der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, der PR-Arbeit oder im
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Medienbereich arbeiten wollen. „Wir wollen Medienprofis ausbilden, die ein tieferes Verständnis
von den Religionen haben“, betonte El Kaisy-Friemuth.
Bereits seit Herbst 2014 kann das Fach „Islamisch-Religiöse Studien“ an der Erlanger Universität
auch als Nebenfach studiert werden. Der Zwei-Fach-Bachelor richte sich an Studierende, die „sich
für Islam interessieren, später aber nicht unbedingt in einer islamischen Gemeinde oder
Einrichtung arbeiten wollen“, erläuterte El Kaisy-Friemuth. Die Studierenden bekommen Einblick
in die verschiedenen Schulen des Islams, lernen den Koran kennen sowie religiöse Praktiken und
Lebensstile. Außerdem bekommen sie Grundkenntnisse der arabischen Sprache vermittelt.
Argula-von-Grumbach-Preis der bayerischen Landeskirche ausgeschrieben
(k&kom). Die Argula-von-Grumbach Stiftung und die Frauengleichstellungsstelle der bayerischen
Landeskirche schreiben zum vierten Mal den Argula-von-Grumbach-Preis aus. Die mit insgesamt
5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige künstlerische Werke und Texte, die sich mit dem
Thema „Kirche - ein Frauenraum“ beschäftigen, teilte die Landeskirche mit. Die Arbeiten in beiden
Kategorien werden getrennt prämiert. Schirmherrin ist Beatrice von Weizsäcker, die Tochter des
ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.
Von Weizsäcker erinnert im Ausschreibungstext daran, dass der Platz für Frauen in der Kirche
jahrhundertlang eingeschränkt war. „Männer definierten und füllten den Lebensraum,
Glaubensraum, Denk-Raum, Diskussions-Raum ihrer Zeit.“ Doch „Frauen entwickelten Nischen
mit eigenständigem Charakter, von den Nonnenklöstern des Mittelalters bis zu den FrauenDiensten der Neuzeit“. Von Weizsäcker prämiert mit einem Sonderpreis kurze lyrische Texte und
Gebete.
Die Leiterin der Frauengleichstellungsstelle, Johanna Beyer, betonte, dass besonders junge
Erwachsene in Schulen, Universitäten, Frauen- und Männergruppen, Studienkreise oder Werkund Projektgruppen zur Teilnahme eingeladen seien. Einsendeschluss ist der 31. Oktober. Der
Preis erinnert an die Luther-Anhängerin Argula von Grumbach (1492-1568) und dient der
Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau.
Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2015. Die Ausschreibungsunterlagen im Internet unter:
handlungsfelder.bayern-evangelisch.de/gleichstellungsarbeit.php oder bei der
Frauengleichstellungsstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (E-Mail: mfgs@elkb.de
Telefon 089 – 5595-422)
Fortbildung zum „Internetbegleiter“ für Senioren
(k&kom). Den Beipackzettel im Internet finden, über Videokonferenz mit dem Enkel telefonieren
oder einen Blog schreiben: Für Senioren eröffnet das Internet neue Kommunikations- und
Informationsmöglichkeiten. Mit einer Fortbildung zum „mobilen Internetbegleiter“ will das
Evangelische Bildungswerk München (EBW) nun Haupt- und Ehrenamtliche dazu befähigen, ihre
Kenntnisse wiederum für Senioren nutzbar zu machen.
„Mobile Internetbegleiter besuchen ältere Menschen und leisten ihnen Gesellschaft. Mit einem
Leih-Tablet begleiten sie die Senioren ins Internet und öffnen diesen damit ein 'digitales Fenster'
zur Welt“, erklärte Medienpädagogin Annette Hüsken-Brüggemann vom Bildungswerk das
Fortbildungsprogramm. Bei dem zehnteiligen Kurs lernen die „mobilen Internetbegleiter“ den
Umgang mit dem Tablet und werden auf besonders hilfreiche Angebote für Senioren aufmerksam
gemacht. Mit diesem Wissen können sie dann in die Seniorenheime gehen und ältere Menschen
unterstützen.
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Ein Pilotprogramm mit der Fortbildung startet im Februar in der Diakonie Hasenbergl. Der
„Schnupperabend“ zur Fortbildung ist am 5. Februar um 17 Uhr. Die Kurse beginnen im März.
Anmeldung zum Kurs und zum Schnupperabend bei Nicole Schmitt, 089/37064435,
nicole.schmitt@diakonie-hasenbergl.de
Internet: www.ebw-muenchen.de
Kinderhilfswerk fordert Gründung einer „Stiftung Medienkompetenz“
(k&kom). Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Bund und Länder zur Gründung einer „Stiftung
Medienkompetenz“ aufgefordert, um den Jugendmedienschutz in Deutschland zu verbessern.
„Bund und Länder stehlen sich derzeit bei der Förderung von Medienkompetenz aus der
Verantwortung“, sagte Kinderhilfswerk-Präsident Thomas Krüger der „Leipziger Volkszeitung“
Er beklagte insbesondere die regional völlig unterschiedliche medienpädagogische Arbeit. „In
manchen Regionen herrscht heute immer noch medienpädagogisches Ödland“, sagte Krüger.
Zudem würden beim Thema Jugendmedienschutz „die Perspektiven der Nutzer, also von Kindern
und Jugendlichen beziehungsweise ihren Eltern, an zu vielen Stellen systematisch vernachlässigt“.
An einer „Stiftung Medienkompetenz“ sollten sich neben dem Bund auch Landesmedienanstalten,
freie Träger und Unternehmen beteiligen, erklärte Krüger. Finanziell müsse die Einrichtung so
ausgestattet sein, „dass der hohe jährliche Bedarf an Projekten und Programmen gedeckt werden
kann, die Stiftung bundesweit wahrnehmbar wird und Gestaltungsfähigkeit entwickelt.
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Buchtipp:
Deutsche Kaufleute in Russland - Nancy Aris' Logbuch einer Reise
(k&kom). Das erste deutsche Kaufhaus stand nicht in Deutschland - sondern im fernen
Wladiwostok. Die Waren kamen zum größten Teil aus Hamburg. 130 Tage dauerte damals – 1884
– die Warenbeförderung per Schiff. Der Geschäftsführer des imposanten Kaufhauses war Adolph
Dattan. Auf den Spuren deutscher Kaufleute in Wladiwostok wandelte die Historikerin Nancy Aris.
In dem Roman über ihre Recherche-Reise machte sie die bewegte Zeit, in der Dattan die Hauptrolle
spielt, lebendig.
Dattan wuchs als das jüngste Kind eines Pastors aus Weimar in bescheidenen Verhältnissen auf,
zu Beginn des Jahres 1914 wurde er samt Frau und Kindern vom Zaren in den erblichen russischen
Adel erhoben. Doch bald folgte der Abstieg. Die Geheimpolizei verdächtigte ihn der Spionage und
schickte ihn in die Verbannung. Erst viele Jahre später konnte er zu seiner Familie nach
Deutschland zurückkehren.
Das Schicksal des deutschen Kaufmanns ergründete die Autorin mit detektivischem Spürsinn und
erzählt die Geschichte mit Charme und Munterkeit. Besser als in diesem Bändchen kann man
Spurensuche wohl kaum betreiben. Natürlich berichtet die Autorin über ihre 15 Tage in
Wladiwostok aus ihrer Sicht. Aber dies macht den schmalen Band besonders lesbar, wenn sie in für
uns befremdende Situationen gerät. Auch merkt immer wieder, dass die Russen anders denken als
die Deutschen. So haben die Russen ein ganz spezielles Strandverhalten. Gibt es eine Promenade,
sitzt kaum jemand im Sand. „Diejenigen, die sich dennoch für den 'wilden Strand' entscheiden,
sind entweder die Picknicker, die essen und trinken und alles was übrig bleibt liegen lassen oder
die, die so aussehen, als ob sie auf eine dreiwöchige Exkursion gehen“, meint sie.
In Akten liest sie, dass Dattan Mitglied des Ältesten-Rates ist, und sogar beim Zaren vorsprechen
sollte. „Im Nachhinein wirkt es fast komisch, wie Ausländer sich einsetzten, um russische
Interessen zu wahren, und wie sie versuchten, die russische Region zu stärken - gegen die
mächtigen Nachbarn – Japan, China und die Mandschurei.“ Was für ein Unterschied zu den vielen
Glücksrittern in fremden Ländern, bei denen der Eigennutz eine größere Rolle spielt. Dass Dattan
dann so verleumdet wurde, wirkt bitter.
Auch manche Vergleiche sind nachdenkenswert. Ihr zeitweiser Begleiter Dimitri sagt „Ihr in
Deutschland habt den Hitler in euch nach dem Krieg komplett ausgerottet. Stalin hat Metastasen
gebildet, er ist überall sichtbar.“ Deshalb verrät das Logbuch der kurzen Reise in knappen Sätzen
viel von dem Verhältnis der Deutschen zu den Russen und vermittelt trotz oder gerade wegen aller
persönlicher Perspektiven viel von der russischen Lebensart und dem Unterschied zu den
Deutschen.
Buchhinweis: Nancy Aris : Passierschein, bitte ,Mitteldeutscher Verlag : Halle Saale 2014
Eckhard Krause
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KURZMELDUNGEN
Ein neues Heft der medienethischen
Zeitschrift „Communicatio Socialis“
beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der
Bildethik. Behandelt werden unter anderem
der Umgang der Pressefotografie mit
Krisensituationen, und die Verantwortung
der Rezipienten, die gerade in den sozialen
Netzwerken und Onlineplattformen darüber
entscheiden, welche Bildinhalte sie nutzen
wollen.
10 Prozent der Menschen ab 65 Jahren
nutzen Tablet-Computer. Dies hat eine
Umfrage im Auftrag des Digitalverbands
BITKOM ergeben. Tablets seien gerade für
Menschen mit geringer PC- und InternetErfahrung ein niederschwelliges Angebot, da
sie sich intuitiv bedienen lassen. Am
häufigsten nutzen Senioren ihr Tablet, um im
Internet zu surfen (84 Prozent), private Fotos
oder Videos anzuschauen (77 Prozent) oder
um E-Mails zu lesen und zu schreiben (76
Prozent).
Zeitzeugnisse über die Verfolgung und
Ermordung von Juden während der NS-Zeit
werden auf einem neuen Internetportal
zugänglich gemacht. Das Portal
www.holocaust-unterrichtsmaterialien.de
veröffentlicht Texte und Fotos von jüdischen
Verfolgten, aber auch von Zuschauern und
Tätern und soll gezielt den Schulunterricht
unterstützen. Es wird vom Fritz-BauerInstitut und dem Jüdische Museum in
Frankfurt am Main verantwortet.
Insbesondere werden Texte und Fotos
präsentiert, in denen Jugendliche über
Lebenssituationen in der Verfolgungszeit
erzählen. Das Portal biete Schülern ab der
Klassenstufe neun, Lehrkräften und jungen
Erwachsenen Materialien für eine
zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem
Thema, um eigene Fragen entwickeln und
kontrovers diskutieren zu können.
Die deutschen Zeitungen und Zeitschriften
kämpfen weiter mit Auflageneinbußen. Im
vierten Quartal 2014 verloren die
Tageszeitungen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum rund fünf Prozent ihrer
insgesamt verkauften Auflage. Die
Publikumszeitschriften verzeichneten ein
etwas geringeres Minus von 3,7 Prozent.
Die Deutsche Kinderhilfe hat ein
Computerspiel zum Thema
Medienkompetenz entwickelt. Auf diese
Weise sollen Kinder spielerisch potenzielle
Möglichkeiten und Gefahren im Internet
kennenlernen. Das Spiel „Luca und ein
verhängnisvoller Sommer“ erzählt die
Geschichte einer Gruppe von Kindern, die im
Rahmen einer spannenden
Detektivgeschichte die Vor- und Nachteile
von Smartphones und Laptops entdecken.
Das Spiel kann unter www.kindervertreter.de
heruntergeladen werden.
Immer mehr Internet-Nutzer sind einer
Umfrage zufolge bereit, für journalistische
Inhalte im Netz zu bezahlen. Jeder dritte
User (34 Prozent) gab im vergangenen Jahr
für redaktionelle Online-Angebote wie
Nachrichten, Berichte oder Reportagen Geld
aus, Noch 2012 traf dies erst auf ein Viertel
zu. Am höchsten ist die Zahlungsbereitschaft
der Leser für aufwendige journalistische
Formate wie Reportagen, Hintergrundbericht
und längere Interviews.
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Der Fasching der Wörter
Wer Schreiben und Lesen gelernt hat, weiß, dass man Wörter wörtlich nehmen kann und hinter
jedem Wort eine Bedeutung steht. Ein Wort, das man nicht beim Wort nehmen kann, ist nichts
wert. Man kann die Wörter wie Ostereier öffnen und nach ihrer Füllung suchen. Fremdwörter
machen Schwierigkeiten, weil sie nicht ohne Weiteres erklären, was sie eigentlich sagen wollen. Sie
provozieren in aller Unschuld Missverständnisse.
Wörter dienen dazu, dass man verstehen kann, was jemand sagen will, vorausgesetzt, er versteht es
selbst. Denn zwischen Sagen und Verstehen ist eine Gemeinsamkeit nötig, und sei es nur der gute
Wille. Der wird seit mehreren Jahren, soweit es um Wörtliches geht, über die Maßen beansprucht,
und man muss sich wundern, wie gut das in der Massengesellschaft geht. Wenn nicht, bleibt die
Bildung am Boden. Reden wir also hier über die globalen Wörter und wie ernst sie zu nehmen sind.
Gemeint ist nicht der „Small-Talk“, obwohl schon dieser geläüfige Begriff nicht leicht zu begreifen
ist. Soll das „small“ eine beiläufige Konversation mit kleinen Wörtern ohne Tiefgang bezeichnen
oder in der digitalen Technik eine „objektorientierte Programmsprache“? Ist dabei der Moderator
ein „Mäßiger“ oder Mode-Berater oder eine Fastenbiermarke?
Wirkt ein „Computer“ tatsächlich nur als ein Zusammensetzer? Wer „online“ sein will, muss auf
Draht sein. Was das „display“ mit Spielen zu tun hat, ist unerfindlich, man könnte einfach
„Fenster“ sagen, aber das trifft nicht das englische „Zeigen“. Der „Monitor“ ist kein Mahner,
sondern ein Endgerät zur Bildschirmdarstellung aller Art. Ein „Browser“ dient der Realisierung
von Webseiten im Weltweiten www-Netz , meint aber im Süddeutschen einfach den Wasserstrahl
in der Baddusche oder ein Getränk in der Flasche mit schäumender Flüssigkeit.
Das „Smartphone“ ist wörtlich genommen ein „Klugsprechapparat“. „Flatrates“ sind alles andere,
als flach, sollen aber flächendeckend funktionieren. Das Wort „Cyber“ wirkt wie ein Schreibfehler,
ist aber ein Kunstwort für etwas, das einen Namen brauchte. Der Namen des digitalen Suchsystems
„Google“ ist ein Diebstahl aus der bayerischen Mundart, womit man seit dem Mittelalter die
Kapuze eines Mantels und das dreieckige Kopftuch der Frauen statt „Kugel“ die „Gugel“ nennt.
Die „Black Box“ wäre wörtlich eine schwarze „Schachtel“ und erhält ihre Berechtigung in unserem
Kulturleben nur, weil wir nicht gern in einer „Dunkelkammer“ Vorträge oder Musik anhören. Ein
„Beamer“ müsste eigentlich der Mann aus Biem oder Biemien sein, doch gibt es diesen Ort und das
Land nicht. Das adaequate Wort im Deutschen wäre „Strahler“, wenn es nicht seit Jahrhunderten
für den Sucher seltener Mineralien im Gebirge gälte. Soll am Ende dieser Tour der Wörter der
„Coffee to go“ den Trinker treiben wie die Hefe den Kuchenteig, oder will der Kaffee selbst gehen
und man muss ihm folgen?
Wie der Fasching in der Mode ist der verbale Carneval eine lustige Maskerade als internationales
Gesellschaftsspiel geworden. Es bleibt erheiternd, wenn man mit Sachen lebt, die man ebenso
wenig versteht wie ihre bezeichnenden Wörter, doch das macht das moderne Leben so interessant.
Fazit: Die Medien-Welt ist nicht leicht zu begreifen. Man muss Humor haben und Latein können,
wenn man etwas werden will.
Gerhard Bogner
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INFORMATIONEN
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PERSONALIEN
 Die promovierte Theologin Elke Rutzenhöfer ist seit Jahresbeginn neue Geschäftsführerin
der Lutherischen Verlagshaus Hannover GmbH. Die 55-Jährige bleibt gleichzeitig
Geschäftsführerin des Berliner Wichern-Verlags. Rutzenhöfer werde ihren Dienst am 1.
Juli aufnehmen, teilte das Verlagshaus in Hannover mit. Die hannoversche Landeskirche
hatte zum 31. Dezember 2014 ihre gesamten Anteile am Lutherischen Verlagshaus an die
Evangelische Presseverband in Norddeutschland GmbH in Kiel abgegeben.
Die aus dem bayerischen Nördlingen stammende Elke Rutzenhöfer war nach ihrem
Studium der Evangelischen Theologie und Germanistik zunächst Lektorin im Calwer
Verlag in Stuttgart. 1994 wechselt sie zum Wichern-Verlag, dessen Hauptgesellschafter die
Evangelische Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist. 2001 übernahm
sie dort die Geschäftsführung. Von 2007 an war Rutzenhöfer außerdem im
Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik in Frankfurt/Main tätig, unter anderem als
Programmleiterin der „edition chrismon“ im Hansischen Druck- und Verlagshaus.
 Hans Jürgen Luibl, Leiter der evangelischen Stadtakademie in Erlangen, Hans Jürgen
Luibl, ist zum Honorarprofessor ernannt worden. Wie die Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen mitteilte, wird der evangelische Pfarrer Professor für Christliche Publizistik am
Fachbereich Theologie der Hochschule.
Der 58-jährige Theologe ist Autor zahlreicher Publikationen, Rundfunkprediger und
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erwachsenenbildung. In den
vergangenen Jahren hat er als Dozent der Christlichen Publizistik mit Seminaren zu
Ikonen, religiösem Kitsch oder zuletzt zu „Stigmata und Tattoos“ für Aufmerksamkeit
gesorgt.

Lissy Eichert wird neue Sprecherin des „Worts zum Sonntag“. Die katholische
Pastoralreferentin aus dem Sauerland ist am 28. Februar zum ersten Mal in der Sendereihe
zu sehen. In den vergangenen Jahren arbeitete Eichert in der Seelsorge der Pfarrei St.
Christopherus in Berlin-Neukölln. Sie gehört der ordensähnlichen Pallotinischen
Gemeinschaft an, die auf den italienischen Pfarrer Vincenzo Pallotti zurückgeht und sich
schwerpunktmäßig der Jugend- und Armenseelsorge widmet.
Eichert wird beim „Wort zum Sonntag“ Nachfolgerin des Stuttgarter Pfarrers Michael
Broch, der Ende des vergangenen Jahres verabschiedet wurde. Zu der Sendreihe gehören
acht Sprecherinnen und Sprecher, die abwechselnd vor die Kamera treten. „Das Wort zum
Sonntag“ ist samstags nach den „Tagesthemen“ zu sehen und gehört zu den ältesten
Sendungen im deutschen Fernsehen. im vergangenen Jahr feierte Die Reihe ihr 60-jähriges
Bestehen.

Die Theologin und Journalistin Claudia Maier verstärkt seit Anfang Januar 2015 als
stellvertretende Pressesprecherin die Pressestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland
in Hannover. Nach einem Theologiestudium in Göttingen und Berlin absolvierte Claudia
Maier ein Vikariat in Berlin-Marienfelde. Ihre journalistische Ausbildung erhielt sie unter
anderem an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin.
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INFORMATIONEN
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TERMINVORSCHAU Februar 2015
10. Februar
Safer Internet Day
10. Februar
Tagung: In-Game-Folter ohne mich? - „Moralische“ Entscheidungen in
Computerspielen in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
(BLM) in München
12. -13. Februar
Zukunft des Journalismus - Jahrestagung des Netzwerks Medienethik in
München, Hochschule für Philosophie
www.netzwerk-medienethik.de
19. – 20. Februar
Gesamttreffen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (EKD) in Hannover
19. – 21. Februar
Tagung: „Medien – Sprache – Geschlecht“ an der Katholischen
Universität Eichstätt
www.dgpuk.de
23. Februar – 1. März
25. Bamberger Kurzfilmtage
www.bambergerkurzfilmtage.de
23. Februar
Social Media Week in Hamburg
www.socialmediaweek.org/hamburg
24. – 28. Februar
Didacta 2015 – Die Bildungsmesse in Hannover
www.didacta-hannover.de
27. Februar
Privatsphäre und Öffentlichkeit in der digitalen Welt
Tagung der Evangelischen Akadmie Bad Boll in Stuttgart
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02/2015
INFORMATIONEN
- Kolumne
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Februar 2015
Von „Har(t)z“ bedrohte Stars im Dschungel Australiens
Am 16. Januar startete die elfte Staffel des RTL-Erfolgsformates „Hilfe ich bin ein Star - holt mich
hier raus“ mit elf sogenannten „Stars“, die kaum einer kennt. Scheinbar gehen auch RTL so
allmählich die B- und C-Promis aus und man behilft sich mit Kandidaten aus „Deutschland sucht
den Superstar“, „Germany’s Next Topmodel“, „Der Bachelor“. Doch auch wenn die drei genannten
Sendungen quotentechnisch gut funktionieren, kann man sich bei der Fülle an Kandidaten und
Kandidatinnen nicht immer an alle erinnern, und das gilt auch für die Hardcore-Fans dieser
Formate. Somit müssen die Zuschauerin/der Zuschauer ein diffuses Sammelsurium von
gescheiterten Existenzen – oder wie es Moderator Daniel Hartwich in der Sendung ausdrückte, „die
Stars sind alle irgendwie von Har(t)z bedroht“ (einer Kandidatin musste Baumharz vom Kopf
entfernt werden) - dabei beobachten, wie sie an ihrer „Karriere“ im australischen Dschungel
arbeiten.
So erfährt man zum Beispiel, dass die Tochter von Roberto Blanco, sich neu erfinden will, als
Phoenix aus der Asche steigen will, unklar bleibt jedoch, wie sie das anstellen möchte. Oder man
sieht den ehemaligen Moderator Walter Freiwald, wie er fast schon verzweifelt nach einem
geeigneten Job für sich selbst bettelt. Er selbst hält sich für ein „Idol“ der jungen Generation, die
mit Sicherheit noch nie etwas von der Sendung „Der Preis ist heiß“ gehört hat und auch nicht zur
Klientel der Teleshopping-Sender gehört. Aber gekonnt setzt er sich immer wieder in Szene, scheut
auch keine peinlichen Auftritte und lässt zu, dass die Kandidaten in einer Folge langanhaltend
darüber fantasieren, ob die Zuschauer nun „Walters Pullermann“ gesehen haben oder nicht. So
kann man auch einen Toilettengang eine ganze Folge zelebrieren. Das versetzt die Zuschauer
zurück in die Zeiten, als man in der sechsten Klasse im Skilager war.
Die Gespräche der Kandidaten untereinander bewegen sich alle auf einem extrem hohen geistigen
Niveau, „ich komme mir grade in den Kopf gefickt vor“ bis zu „entschuldige, ich habe Dir gerade
nicht zugehört, ich hab‘ auf Tanjas Möpse geguckt“. Bis auf ein paar Heulszenen und ein bisschen
Gezicke ist bisher auch noch nichts wirklich Spannendes passiert. Kein Wunder also, dass die
Quote nach zwei Tagen deutlich sank. Hatte man doch mehr „Action“, insbesondere von den
beiden Playboy-Mädels, erwartet.
Auch die „Prüfungen“ bieten nichts Neues, wie gehabt müssen die Kandidaten sich mit Reptilien
und Ungeziefer herumschlagen, es gibt bislang keine neuen Herausforderungen. So bleiben den
Zuschauern nur der voyeuristische Ekel und die Schadenfreude, wenn Tanja die Anleitung bei der
Schatzsuche nicht richtig lesen und verstehen kann oder Angelina aus Versehen ein Reptil berührt.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich lästern wie gewohnt über die Kandidaten, prangern ihre
Schwächen an und machen sich über ihre Aussagen, Gespräche, Kommentare und Kümmernisse
lustig. Tatsächlich ist dies das einzige unterhaltende Element in dieser Sendung, die ansonsten vor
Langeweile strotzt. Dieses Bloßstellen der Kandidaten muss man aber mögen, sonst ist auch hier
kein Unterhaltungsfaktor gegeben.
Die Zuschauer entscheiden, wer in der ersten Woche alles eine Prüfung ablegen muss und
verdienen mit viel Glück auch 5000 Euro damit, wenn sie gemäß der Mehrheit für den Richtigen
abgestimmt haben. Und es sind sicherlich nicht Einzelne oder gar nur Jugendliche, die hier anrufen
oder simsen!
Kirche & Kommunikation, Birkerstr. 22, 80636 München, Fon 089/121 72-140, Fax 089/121 72 179, E-Mail: epdbayern@epv.de
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KIRCHE & KOMMUNIKATION
INFORMATIONEN
02/2015
„Hilfe ich bin ein Star - holt mich hier raus“ gibt es nun schon seit elf Jahren und es finden sich
immer noch über sieben Millionen Zuschauer, die die Sendung fast täglich mit verfolgen. Aber
nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Medien selbst bleiben der Sendung treu. So kann man
fast täglich – nicht nur in den Boulevardmedien – sondern auch im Spiegel u.a. sowie im Hörfunk
– auch im öffentlich-rechtlichen – den neusten Klatsch und Tratsch aus dem Dschungelcamp
erfahren. Zwei Wochen lang wird man täglich über das Treiben der „Stars“ informiert, ob man
jedoch - trotz dieser massenmedialen Gehirnwäsche - dann noch in einem Monat weiß, wer alles
im Camp dabei war, ist fraglich. Wissen Sie noch, wer der erste Dschungelkönig war? Vielleicht,
den kannte man ja schon zuvor, hatte ihn vielleicht nur (gerne)vergessen.
Und wenn es mit der Karriere der „Stars“ nicht klappt, dann bleiben zumindest die auf DVD
gespeicherten Erinnerungen sowie die nicht unerhebliche Gage und Aufwandsentschädigung nach
Bekanntheitsgrad. Fragt sich nur, was dem Zuschauer bleibt, aber man hätte ja nicht einschalten
müssen!
Sabine Jörk, EAM-Vorsitzende
Impressum: Deutscher Evangelischer Frauenbund, Landesverband Bayern e.V. Redaktion: Dietlinde
Kunad (V.i.S.d. P. für Beiträge des Dt. Ev. Frauenbundes und EAM-Rundbrief) Geschäftsstelle
Kufsteiner Platz 1, 81679 München, Tel. 089/98 105 788, Fax. -789 www.evangelischer-frauenbund.de
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02/2015
RADIO-PROGRAMM FEBRUAR
KIRCHE & KOMMUNIKATION
Radiotipps
Sonntag 1. Februar
06.05 Bayern 5
B5 am Sonntag: Religion und Kirche (Wh. 20.05 Uhr) (jeden Sonntag)
08.05 Bayern 2
Katholische Welt. Aufarbeitung oder Verdrängung? Fünf Jahre nach dem
Missbrauchsskandal. Von Irene Esmann
Vor fünf Jahren - Ende Januar 2010 trat Jesuitenpater Klaus Mertes vor die Presse und verkündete
Schockierendes: In zahlreichen Jesuitenschulen seien junge Männer sexuell missbraucht worden.
Kurze Zeit später wurden in den Bistümern und in anderen Ordensschulen ähnliche Vorwürfe
bekannt. Eine Diskussion über Leitlinien wie die katholische Kirche mit diesen Fällen in den
eigenen Reihen umgeht, die Frage, ob ausreichend mit den staatlichen Behörden zusammengearbeitet wurde, begann. Auch ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs entwickelte sich - der Ruf
nach mehr Prävention in kirchlichen und auch weltlichen Einrichtungen wurde laut. Nach wie vor
aber muss sich die katholische Kirche vorwerfen lassen, dass sich an den Strukturen, die die
Vertuschung von Missbrauch begünstigten, noch zu wenig geändert habe, trotz diverser Forschungsprojekte und Gremien, die in den nationalen Kirchen aber auch im Vatikan gegründet wurden.
Irene Esmann zieht Bilanz und fragt nach - wie glaubwürdig und konsequent die katholische
Kirche den Missbrauchsskandal in den vergangenen Jahren tatsächlich aufgearbeitet hat.
08.30 Bayern 2
Evangelische Perspektiven. „Ubuntu“. Südafrika und seine uralte
Philosophie der Verbundenheit. Von Geseko von Lüpke
Als 1994, vor genau zwanzig Jahren, die brutale Rassenpolitik der südafrikanischen Apartheid
abgeschafft wurde, befürchtete die Welt ein Blutbad der Rache. Niemand konnte wirklich
verstehen, warum die schwarze Mehrheit nach Jahrzehnten der Erniedrigung, Folter und
Rechtlosigkeit der weißen Minderheit mit offenen Armen so entgegentrat, dass die Weltpresse vom
„Wunder Südafrika“ sprach. Die Grundlage dieser erstaunlichen friedlichen Transformation war
die alte Philosophie des „Ubuntu“ im südlichen Afrika. „Ubuntu“ umschreibt die Essenz
afrikanischer Lebensphilosophie und Spiritualität, benennt die Schnittmenge aus Menschlichkeit,
Nächstenliebe und Gemeinsinn, aber auch Gnade und Freiheit. Es geht um die Erfahrung und das
Bewusstsein, dass jeder Teil eines Ganzen ist. Diese Philosophie wird in einem Südafrika der
Postapartheid immer mehr zum Fundament einer modernen afrikanischen Sozialethik und könnte
in Zeiten weltweiter Konflikte und Kriege auch global als Vorbild für ein friedliches respektvolles
Miteinander der Kulturen dienen.
10.05 Bayern 1
Evangelische Morgenfeier. Dekanin Hanna Wirth, Rosenheim
10.35 Bayern 1
Katholische Morgenfeier. Pfarrer Christoph Seidl, Regensburg
Montag, 2. Februar
21.05 Bayern 2
Theo.Logik – Über Gott und die Welt. (jeden Montag)
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KIRCHE & KOMMUNIKATION
RADIO-PROGRAMM FERBUAR
02/2015
Freitag, 6. Februar
15.05 Bayern 2
Schalom. Jüdischer Glaube – Jüdisches Leben (jeden Freitag)
Sonntag, 8. Februar
08.05 Bayern 2
Katholische Welt. Damit kein Kind verloren geht. Das bayernweit
beispielhafte Schulmodell Kempten. Von Christoph Thoma
„Lasst die Kinder zu mir kommen… ihnen gehört das Reich Gottes!“ So heißt es bei Markus,
Kapitel 10.13. Achtung vor religiöser Überzeugung und Erziehung im Sinne christlichabendländischer Werte ist in Bayern Verfassungsziel. In Kempten, kreisfreie Stadt in Schwaben,
arbeiten Schulberatung und Jugendhilfe intensiv zusammen, um Kinder und Jugendliche am
Rande der Regelbeschulbarkeit aufzufangen. Das Konzept „Zukunft bringt's“ ist ein Modell: Damit
kein Kind verloren geht! Am Sonderpädagogischen Förderzentrum der Stadt Kempten sind
Diagnostik, Förderung, Erziehung und Unterricht, Beratung und Hilfe feste Bestandteile
pädagogischer Arbeit. Die Agnes-Wyssach-Schule versteht sich als moderne und lebendige Schule,
die Inklusion ernst nimmt und sich dem schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrag in einer
immer komplexer werdenden und sich wandelnden Gesellschaft stellt. Dabei haben es
Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer mit einer zunehmenden Zahl
vernachlässigter, auffälliger und oft massiv traumatisierter Kinder zu tun.
08.30 Bayern 2
Evangelische Perspektiven. Wiedersehen im Paradies? Von Äpfeln,
Schlangen und 72 Jungfrauen - Unser Bild vom Jenseits. Von Antje
Dechert
Ob Eden, Dschanna oder Nirwana: Der Glaube an ein Jenseits steht im Zentrum der großen
Weltreligionen. Ein Ort, wo Milch und Honig fließt, immerwährende Früchte wachsen und
Menschen im höchsten Glückszustand leben: Das Paradies ist immer Sinnbild für eine Existenz
jenseits von Schuld und Leid. Es ist letztes Ziel, Belohnung und Erlösung - eine Verheißung, die
Menschen offenbar seit jeher und ganz unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund brauchen,
um ihr Leben im Hier und Jetzt zu bewältigen und diesem einen Sinn zu geben. Das gilt auch noch
für unsere säkulare, postmoderne Kultur. Die evangelischen Perspektiven über
Paradiesvorstellungen, die gestern wie heute vor allem eines sind: Ein Spiegel höchst irdischer
Sehnsüchte und Wünsche.
10.05 Bayern 1
Evangelische Morgenfeier. Dekan Axel Piper, Weilheim
10.35 Bayern 1
Katholische Morgenfeier. Pastoralreferentin Ruth Huber, München
Sonntag, 15. Februar
08.05 Bayern 2
Katholische Welt. Der Papst und die Frauen. Auf der Suche nach neuen
Perspektiven. Von Corinna Mühlstedt
Im Zentrum der kirchlichen Macht, in Rom, sind Frauen in leitenden Positionen bis heute rar.
Nicht nur das Priester-Amt, auch viele Rechte und Tätigkeiten, die eine gültige Ordination
voraussetzen, sind ihnen verschlossen. Papst Franziskus hat während seines Pontifikats bereits
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02/2015
RADIO-PROGRAMM FEBRUAR
KIRCHE & KOMMUNIKATION
mehrfach die Rolle der Frau in der Kirche angesprochen und damit Aufsehen erregt: „Maria sei
wichtiger als die Apostel“, erklärte Jorge Mario Bergoglio und machte klar, dass er sich mehr
Frauen in wichtigen kirchlichen Positionen wünsche. Dabei gehe es keineswegs nur um Ämter, so
der Papst. In der Kirche brauche man eine neue Wertschätzung, ja, eine „Theologie der Frau“. Die
Impulse treffen bei vielen Frauen, die an päpstlichen Universitäten und in anderen vatikanischen
Einrichtungen schon heute verantwortungsvolle Aufgaben erfüllen, auf offene Ohren. Die meisten
von ihnen sind Theologinnen. Die Autorin hat Frauen rund um den Vatikan nach Ihren Wünschen
an die Kirche gefragt: Wie erleben sie ihre eigene Situation? Welche Schritte seitens des Papstes
wären sinnvoll? Was ist auf allen Seiten zu gewinnen?
08.30 Bayern 2
Evangelische Perspektiven. Spott über Gott. Darf man sich über den
Glauben lustig machen? Von Uwe Birnstein
Gott, Sohn und Heiliger Geist als himmlisch kopulierende Dreieinigkeit, Jesus als gekreuzigter
Frosch, Mohammed als jungfrauenvernaschender Macho: Religion ist Lieblingsthema für
Karikaturisten und Komiker. Mal derb, mal feinsinnig - mal dumpf, mal intelligent nehmen sie die
ihnen seltsam erscheinenden Inhalte des Glaubens auf die Schippe oder kommentieren
Verfehlungen der irdischen Religionsvertreter. Mit ihren Zeichnungen treffen sie oft - präziser als
Worte es tun können - in die Wunden der Religionen. Damit rufen sie zustimmendes Gelächter
hervor, aber auch regelmäßig Unmut bei einigen, denen der Glaube viel bedeutet. Ob
fundamentalistische Christen, orthodoxe Juden oder radikale Muslime: Wird Gott verspottet, ist
für sie die Grenze des Erträglichen überschritten. Schnell erschallt der Ruf nach Verboten. Oder wie am 7. Januar in Paris geschehen - es kommt zu gewalttätiger Vergeltung für solche
feuilletonistischen Kommentare, die dann schlicht und einfach „Gotteslästerung“ genannt werden.
Uwe Birnstein befragt Karikaturisten und Gläubige, wie sie es mit dem Glauben und der Toleranz
halten und bei welcher Art von Spott ihnen das Lachen im Halse stecken bleibt. Und er fragt
Theologen - christliche und muslimische - , wie eine offene Gesellschaft mit dem Problem umgehen
sollte, die gleich zu Beginn des Jahres mit dem schockierenden Attentat islamistischer Terroristen
konfrontiert wurde.
10.05 Bayern 1
Evangelische Morgenfeier. Pfarrerin Elke Eilert, Wolfratshausen
10.35 Bayern 1
Katholische Morgenfeier. Pfarrer Matthias Effhauser, Regensburg
Sonntag, 22. Februar
08.05 Bayern 2
Katholische Welt. Fasten und beten. Zu Gast bei den Schwestern von
Grandchamp. Von Susanne von Schenck
Fasten mit Suppen oder Früchten, Fastenwanderungen oder Sattfasten – der zeitweise Verzicht auf
Nahrung ist „in“, um abzunehmen, den Körper zu reinigen. Gefastet wurde auch schon in der
Bibel: David, Moses, Elias und Jesus zogen sich dazu in die Einsamkeit zurück, sei es zur
Bewusstseinserweiterung, um sich auf etwas vorzubereiten oder um Gott zu begegnen. In der
Schweiz lädt die Communauté de Grandchamps einmal im Jahr zu einer Klausur mit Fasten und
Gebet ein. Zehn Tage kann man dort in Gemeinschaft Wasser, Kräutertees und Gemüsebrühen zu
sich nehmen, begleitet von einer Ärztin und den Gebeten der Schwestern.
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KIRCHE & KOMMUNIKATION
RADIO-PROGRAMM FERBUAR
02/2015
08.30 Bayern 2
Evangelische Perspektiven. Wider die Terrormiliz „Islamischer Staat“.
Muslimische Gelehrte melden sich zu Wort. Von Corinna Mühlstedt
Bis heute fordert man in westlichen Ländern, islamische Gremien müssten sich weltweit gegen den
Extremismus aussprechen, und nimmt selten zur Kenntnis, dass dies längst geschehen ist. In
einem „Offenen Brief“ haben sich im September 2014 mehr als 120 hochrangige Vertreter des Islam
an die Führer und Anhänger des „selbsternannten Islamischen Staates“ gewandt. Dessen brutale,
menschenverachtende Praktiken werden in dem Schreiben, das die Autorität eines
Rechtsgutachtens beansprucht, als Verstöße gegen den Koran verurteilt. In der Liste der
Unterzeichner liest man die Namen international anerkannter islamischer Institutionen und
Gelehrter aus aller Welt. Das Dokument ist von muslimischer Seite eine der wichtigsten aktuellen
Stellungnahmen gegen die Terrormiliz, aber keineswegs die einzige. So rief etwa im Dezember 2014
eine der führenden sunnitischen Lehr-Instanzen, die ägyptische Universität Al-Azar, über 600
muslimische und christliche Repräsentanten aus dem Nahen Osten zusammen, um sich
gemeinsam vom Terror zu distanzieren. Plakative und pauschale Anklagen gegen den Islam sind
deshalb nicht nur unfair, sondern auch gefährlich. Denn sie fördern allenfalls einen Religionskrieg,
aber sicher nicht den Weltfrieden. Internationale christliche Einrichtungen wie der Lutherische
Weltbund oder der Vatikan sind daher bemüht, gemeinsam mit Muslimen nach Auswegen zu
suchen.
10.05 Bayern 1
München
Evangelische Morgenfeier. Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen,
10.35 Bayern 1
Katholische Morgenfeier. Pastoralreferentin Monika Tremel, Nürnberg
Fernsehtipps
Sonntag 1. Februar
09.30 ZDF
Evangelischer Gottesdienst. Übertragung aus der Pauluskirche in Marl
mit Pfarrer Thomas Damm
10.45 ARD alpha
Anschi, Karl-Heinz & Co. Ein himmlisches Magazin
Mittwoch 4. Februar
19.00 BR
stationen.Dokumentation. Wasser, das göttliche Element.
Erstmals zeigt Bernhard Graf anhand bayerischer und österreichischer Gnadenorte Einblicke in die
facettenreiche Welt und Entwicklungsgeschichte der als heilig bezeichneten Quellen und Gewässer:
Wasser als Grundlage der göttlichen Schöpfung, vielschichtiges Sinnbild bei der frühchristlichen
Ganzkörpertaufe, Impuls zur Stiftung mittelalterlicher Benediktinerklöster, Symbol im
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02/2015
FERNSEH-PROGRAMM FEBRUAR
KIRCHE & KOMMUNIKATION
monastischen Alltag der Zisterzienser, Heilmittel bei Hildegard von Bingen, Anreiz
spätmittelalterlicher Pilgerfahrten, „Zankapfel“ während der Reformation, Lichtblick im 30jährigen Krieg, letzte Hoffnung des bayerischen Kurfürstenhofs der Barockzeit, „Opfer“ der
Säkularisation und der Napoleonischen Kriege, Bestandteil der Hydrotherapie des schwäbischen
Priesters Sebastian Kneipp und schwer umkämpfte „Perle“ bayerischer Kurorte. Durch die
lebendige Zusammenschau von Vergangenheit und Gegenwart ergeben sich immer wieder aktuelle
Fragen: Gibt es überhaupt etwas anderes als heiliges Wasser? Sollten kirchliche Quellen überhaupt
kommerzialisiert werden? Was ist, wenn sakrale Brunnen verseucht sind oder kein Tropfen mehr
aus deren Leitungen rinnt? Wird doch Wasser in allen Weltreligionen eine herausragende
Bedeutung zugesprochen.
Sonntag, 8. Februar
09.30 ZDF
Katholischer Gottesdienst. Übertragung aus der Erzabtei St. Ottilien in
Augsburg mit Erzabt Wolfgang Öxler
17.30 ARD
Gott und die Welt. Online zum großen Glück. Partnersuche im Internet.
Film von Oliver Jähnel
Das Internet hat die Partnersuche revolutioniert. Mehr als die Hälfte aller deutschen Singles hat
schon versucht, online den Partner fürs Leben zu finden.Auch Ina, 58, versucht ihr Glück im
Internet, bislang mit wenig Erfolg. Die meisten Männer, die sie online kontaktiert, schreiben nicht
einmal zurück. Und wenn es doch mal zu einem Treffen kommt, muss Ina immer wieder
feststellen, dass die Fotos und Beschreibungen aus dem Internet selten mit dem wirklichen
Zustand der potenziellen Traumpartner übereinstimmen. Doch auch Ina ist nicht ganz ehrlich und
hat bei ihren Angaben bei der Internet-Partnerbörse beim Alter geschummelt. So sind
Enttäuschungen natürlich programmiert.
Mat, 26, ist von der Online-Partnersuche begeistert. Obwohl er viel ausgeht und sogar in einer Band
spielt, hat er bisher alle seine Freundinnen durchs Internet gefunden. Auf seinen aktuellen Eintrag
auf einem Partnersuch-Portal haben sich viele Interessentinnen gemeldet. Doch bis jetzt war noch
keine dabei, die ihm gut genug gefallen hätte. Über eine Handy-Internet-App hat er sich mit einer
jungen Frau verabredet. Wird es diesmal die Richtige sein?
Mittwoch, 11. Februar
19.00 BR
stationen.Magazin
Samstag, 14. Februar
16.15 BR
Anselm Grün. auf Gedankengängen mit Michael Harles
Pater Anselm, Benediktiner-Mönch und studierter Philosoph, lädt die Zuschauer wieder auf einen
Gedankengang ein - ganz wörtlich gemeint. Gemeinsam mit Moderator Michael Harles begibt er
sich auf einen Spaziergang durch beschauliche Natur und in das Denken über spannende Fragen
des Menschseins hinein. Feiern oder Verzichten - darum geht es diesmal.
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KIRCHE & KOMMUNIKATION
FERNSEH-PROGRAMM FERBUAR
02/2015
So ein richtiger Rausch, es mal ordentlich krachen lassen, einfach abfeiern - für viele Menschen ist
das notwendig, um die Mühsal des Alltags gelegentlich hinter sich lassen zu können. Aber auch
ritualisierte Feste wie Weihnachten, Fasching oder Ostern bestimmen und strukturieren noch
immer den Jahresablauf. Feiern und Feste sind ein wichtiger Kitt in den Beziehungen des Einzelnen
zu seinen Mitmenschen. Aber auch das Gegenteil vom Feiern - das Verzichten, das Fasten hat noch
immer einen Platz in unserer Gesellschaft und in fast allen Teilen der Welt, ob im Islam oder in
buddhistischen Ländern. Sind Feiern und Askese vielleicht sogar zwei Seiten ein und derselben
Medaille? Mit seiner einfühlsamen, weltoffenen Art lädt Pater Anselm Grün die Zuschauer nicht
nur zum Mitdenken, sondern zum eigenen Nachdenken ein: zu einem Fest des Denkens sozusagen.
Sonntag, 15. Februar
09.30 ZDF
Katholischer Gottesdienst. Übertragung aus der Pfarrei zum Hl. Florian
in Hanfthal/Niederösterreich mit Pfarrer Lukas Rihs
10.00 BR
Evangelischer Gottesdienst. Live aus St. Lukas in München. Predigt
Pfarrer Helmut Gottschling.
Mittwoch, 18. Februar
19.00 BR
Aschermittwoch der Künstler. Übertragung aus dem Münchner
Liebfrauendom mit Kardinal Reinhard Marx
Sonntag, 22. Februar
09.30 ZDF
ohne“.
Evangelischer Gottesdienst zur Eröffnung der Fastenaktion „7 Wochen
Übertragung aus der Michaeliskirche in Leipzig mit Pfarrer Dr. Ralf
Günther Predigt: Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler
10.00 ARD
Katholischer Gottesdienst zur Eröffnung der Misereor Fastenaktion 2015.
Übertragung aus dem Dom St. Peter in Osnabrück
Mittwoch, 25. Februar
19.00 BR
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stationen.Dokumentation.
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