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Berliner Morgenpost

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Berliner
**
Redaktionsschluss: 0.05 Uhr | H | Nr. 39 / 7. W.
M O N TA G , 9 . F E B R U A R 2 0 1 5
Preis 1,10 Euro
DPA/BRITTA PEDERSEN
Berlinale-Paar: Christian Bale und Natalie Portman
Die beiden Hollywood-Stars präsentieren Terrence Malicks Werk „Knight of Cups“. Sie strahlen, aber der Film kommt nicht so gut weg. Seite 18
Neue Serie:
Steuern 2014
Gipfeltreffen zur
Ukraine-Krise am
Mittwoch in Minsk
eine Friedenslösung in der Ukraine: Zur
Beilegung des Konflikts wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und
der französische Präsident François Hollande am Mittwoch in Minsk mit den
Staatschefs der Ukraine und Russlands,
Petro Poroschenko und Wladimir Putin,
treffen. Darauf verständigten sich die vier
Politiker bei einem Telefonat am Sonntag, wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mitteilte. Die Staats- und
Regierungschefs vereinbarten zudem,
dass die Arbeiten an einem „Maßnahmenpaket“ zur Beilegung der UkraineKrise am Montag in Berlin fortgesetzt
werden sollen. Dies soll auf Ebene der politischen Direktoren geschehen, wie aus
dem Pariser Außenministerium verlautete. Am vergangenen Donnerstag hatten
Merkel und Hollande überraschend eine
neue diplomatische Initiative gestartet.
In Kiew sprachen sie mit Poroschenko,
am Freitag in Moskau mit Putin. Seite 4
treiber des hauptstädtischen S-Bahnverkehrs setzen die Berliner Grünen auf einen
Neuanfang. In einem Beschlussantrag fordern sie den Senat auf, die Ausschreibung
des S-Bahnteilnetzes komplett neu zu
starten. Mit dem Aussteigen des letzten
Mitbewerbers der Deutschen Bahn sei die
Ausschreibung des Teilnetzes Ring „faktisch gescheitert“, heißt es in der Begründung des Antrags. Wie berichtet, war im
Oktober vorigen Jahres das englische Unternehmen National Express als möglicherweise letzter Mitbewerber der Deutschen Bahn aus dem europaweit geführten
Wettbewerbsverfahren ausgestiegen. Die
Grünen befürchten, dass die zum Bahnkonzern gehörende S-Bahn GmbH als einziger verbliebener Anbieter dem Land seine Bedingungen diktieren wird. Der Senat
will hingegen das seit 2013 laufende Wettbewerbsverfahren nicht stoppen und hofft
weiter auf mehrere Angebote.
Seite 9
SPD entdeckt die
„arbeitende Mitte“
als neue Zielgruppe
NAUEN – Die SPD will als Antwort auf ihr
Umfragetief neue Teilzeitmodelle für die
„gehetzte Generation“ der 30- bis 50-Jährigen erarbeiten. „Wir wollen stärker die
arbeitende Mitte in den Blick nehmen“,
sagte Generalsekretärin Yasmin Fahimi.
Parteichef Sigmar Gabriel sprach zum
Auftakt einer Klausur der SPD-Spitze im
brandenburgischen Nauen von einer
„großen Baustelle“. Laut SPD wird dabei
über neue steuerfinanzierte Modelle
nachgedacht, mit denen Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren können und damit
mehr Zeit für ihre Kinder haben. Familienministerin Manuela Schwesig betonte,
die Anforderungen im Beruf würden bei
vielen immer heftiger – es gehe um mehr
Angebote für die Generation der 30- bis
50-Jährigen. „Sie spüren, dass sie in der
Rush Hour des Lebens immer stärker unter Druck geraten.“ Fahimi sagte, es gehe
um die „Menschen, die hart arbeiten, die
eine Familie gründen – in deren Leben
viel gleichzeitig passiert“ .
Seite 2
Werder Bremen –
Bayer Leverkusen
2:1
2:2
..................................................................................
FC Augsburg –
Eintracht Frankfurt
..................................................................................
Weitere Berichte auf den Seiten 21 und 22
morgenpost.de
Nachrichten rund um die Uhr
INNENMINISTER
Skepsis über Bleiberecht
für junge Flüchtlinge
Für den Olympiawettstreit gibt
Berlin 2,5 Millionen Euro aus
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich skeptisch zu Forderungen
nach einem besseren Bleiberecht für
junge Flüchtlinge in Berufsausbildung
geäußert. Mit gesteuerter Zuwanderung
habe dies nichts zu tun, sagte der CDUPolitiker im Deutschlandfunk. Es könne
zu Problemen führen, wenn es dann in
Familien nur einen gebe, der eine Ausbildung mache. Zudem seien falsche
Anreize zu befürchten. „Wenn man darauf setzen kann, dass man einfach eine
Weile hierbleibt und jung und kräftig ist,
dann ist das etwas, was sich blitzschnell
rumspricht.“ De Maizière zeigte sich aber
gesprächsbereit, auch mit Blick auf die
Situation minderjähriger Flüchtlinge vor
einem Schulabschluss.
Mehr als die Hälfte des Geldes steuern private Unternehmen bei. Umfrage Ende Februar entscheidet
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T VON J. ANKER UND T. FÜLLING
BERLIN – Den Kampf um Olympia
lässt sich Berlin einen Millionenbetrag
kosten. Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus Senatskreisen
gibt die Stadt in der ersten Phase der
Bewerbung 2,5 Millionen Euro aus, um
2024 oder 2028 Olympische und Paralympische Spiele austragen zu dürfen.
Rund eine Million Euro will der Senat
demnach für die Bewerbung aus Landesmitteln bereitstellen, sie stammen
aus dem Etat der Stadtimage-Kampagne „Be Berlin“. Weitere 1,5 Millionen
Euro wollen private Unternehmen aus
dem Wirtschaftsverbund Berlin-Partner beisteuern. Zusätzliches Geld aus
dem Haushalt werde in der ersten Bewerbungsphase nicht benötigt, hieß
es. Am 21. März will der Deutsche
Olympische Sportbund (DOSB) offiziell bekannt geben, ob er sich mit Berlin oder Hamburg um die Spiele bewerben will.
Aus den 2,5 Millionen Euro hat der
Senat unter anderem die vom Deutschen
Olympischen
Sportbund
(DOSB) geforderte Interessenbekundung finanziert, in der erste Eckdaten
über die mögliche Austragung, die
Wettkampfstätten und die Kosten
dargestellt wurden. Aber auch die der-
ge der Linken hervorgeht. 138.520 Euro kostete demnach allein die Entwicklung des Leitmotivs „Wir wollen
die Spiele“, 60.400 Euro zahlte der Senat zudem für eine Antwortbroschüre
zu den Fragen des DOSB. Weitere Ausgaben in Höhe von 166.000 Euro sind
bereits fest eingeplant. „Das Versprechen, Olympische Spiele bescheiden
und transparent gestalten zu wollen,
wird nicht einzuhalten sein“, kritisierte die Linken-Abgeordnete Gabriele
Hiller. Dies alles geschehe zudem an
den Haushaltsgremien des Abgeordnetenhauses vorbei.
zeitigen „Olympischen Wochen“ werden aus diesem Etat bestritten. In den
kommenden Wochen soll eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen, darunter auch Bürgerdiskussionen, dafür
sorgen, dass bei den Berlinern der
Funke der Begeisterung für Olympia
überspringt.
Doch schon in den vergangenen Tagen hat Berlin zahlreiche WerbeEvents für Olympia erlebt. Dafür hat
die Stadt aus verschiedenen Einzeletats bereits rund 234.000 Euro ausgegeben, wie aus einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfra-
Neue Olympia-Botschafter
Die Stadt Berlin
hat zwei neue
namhafte Unterstützer für seine
Olympia-Bewerbung gewonnen.
Wie die Berliner
Morgenpost
erfuhr, werden der einstige Trainer
der Fußball-Nationalmannschaft
Jürgen Klinsmann („WM-Sommermärchen 2006“, l.) und der
Berliner Unterhaltungskünstler
Friedrich
Liechtenstein
(r.) für die Austragung in der
Hauptstadt
werben. Zuvor
haben bereits elf
Prominente, darunter TV-Moderator Günther Jauch,
Dirigent Daniel Barenboim, HockeyOlympiasiegerin Natascha Keller und
Paralympic-Siegerin Daniela Schulte
Unterstützung zugesagt.
Die privaten Unternehmen Wall
und Ströer haben Werbeflächen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch
Busse der landeseigenen Verkehrsbetriebe (BVG) und Fahrzeuge der Stadtreinigung BSR sind, ohne dass es den
Landesetat direkt belastet, mit Olympia-Werbung unterwegs. Der Flughafen Tegel und die Fluggesellschaft Air
Berlin werben ebenfalls mit dem Slogan „Wir wollen die Spiele“. Spots laufen dazu im Radio sowie auf U- und SBahnhöfen. Auch im Sportunterricht
und in den Sportvereinen, bei Events
wie Bundesligaspielen sowie in den
sozialen Netzwerken soll Stimmung
für Olympia gemacht werden.
Mit den „Olympischen Wochen“
will der Senat die Berliner positiv für
Olympische Spiele einstimmen. In der
letzten Februarwoche lässt der DOSB
in den beiden Bewerberstädten die
Stimmung in der Bevölkerung von einem Meinungsforschungsinstitut abfragen. Das Ergebnis soll maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung
haben, mit wem Deutschland in das
Rennen um die Spiele 2024 oder 2028
geht – und dann mit Rom und Boston
konkurriert. Es wird zudem damit gerechnet, dass sich auch die Hauptstadt
Katars, Doha, um die Austragung bewirbt.
Seite 11
Bibbern um den Arbeitsplatz
T VON HANS WACKER
NÜRNBERG – Die deutsche Wirt-
schaft kann sich eisige Kälte im Winter nicht mehr leisten. Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung haben überraschend
herausgefunden, dass Temperaturen
Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit
haben. Jedes Grad Celsius weniger bedeutet im Januar 15.000 Arbeitslose
mehr. Eine ein Zentimeter höhere
Schneedecke im Februar sorgt für
INHALT
Wissen
Wetter
Berlin
Brandenburg
Kultur
Gegen Leverkusen hat Werder Bremen
den vierten Sieg in Serie gefeiert. Augsburg verspielte einen Zwei-Tore-Vorsprung gegen Frankfurt.
PA/DPA/BREUEL-BILD/ABB
BERLIN – Bei der Suche nach einem Be-
Bremens Siegesserie
GETTY IMAGES/KEVIN C. COX
Grüne fordern für
S-Bahn-Ausschreibung
einen Neustart
FUSSBALL-BUNDESLIGA
Im ersten Teil erfahren
Sie, was sich geändert hat
und wie Sie sich Ihr Geld
vom Finanzamt zurück
Seite 6
holen können.
BERLIN/MÜNCHEN – Neue Hoffnung auf
BELGIEN € 1,90 / DÄNEMARK DKK 14,50 / GRIECHENLAND
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PLZ 8,00 / SCHWEIZ CHF 2,40 / SPANIEN € 1,90 /
SLOWAKEI € 1,90 / TÜRKEI TL 4,60 / UNGARN FT 570
Morgenpost
Seite 7
8
9-12
13
15
Berlinale
18-20
Sport
21-22
Leserbriefe
23
Rätsel/Horoskop
23
TV-Programm
24
land komplett zu isolieren.“ Gewerkschaften fordern die Verstärkung des
Treibhauseffekts: „Das ist im Sinne
der Vollbeschäftigung der Beschäftigten und Beschäftigtinnen.“
Der CDU-Finanzminister plant bereits eine Wärmesteuer. Sie gilt sowohl für Verkäufer, die Produkte
wärmstens empfehlen, als auch für
Menschen in sozialen Berufen, die
Wärme ausstrahlen. Die SPD wirbt:
„Mit bürokratischen Maßnahmen sorgen wir für einen Klimawandel.
3400 zusätzliche Arbeitslose. Bleibt
die weiße Pracht jedoch aus, sinkt die
Zahl der Menschen ohne Beschäftigung um 15.000 Personen.
Die Studie aus Nürnberg hat eine
hitzige Debatte ausgelöst: Ist die Erderwärmung eine Jobmaschine? Die
Industrie sieht darin einen Segen für
die Konjunktur: „Jetzt zeigt sich, dass
es sinnvoll ist, Dreck in die Luft zu
pusten.“ Die Arbeitgeberverbände setzen sich für die Abschaffung des Winters ein: „Am besten ist es, Deutsch-
WETTER Gelegentlich Regen
KONTAKT
Heute ist es stark bewölkt,
gelegentlich fällt etwas Regen
oder Sprühregen bei Höchstwerten um vier Grad. Die
kommende Nacht bleibt frostfrei.
Seite 8
Anschrift: Kurfürstendamm 21-22, 10874 Berlin
E-Mail: redaktion@morgenpost.de
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Kasupke sagt...
...wie es ist
Na, jeht doch. Hertha kann also wieda
jewinnen. Ob det nu an dem neuen Trainer liecht? Is schon lustich, wie oft die
olle Binse „Neue Besen kehr’n jut“
stimmt. Bayans Millionentruppe hat ooch
mal jesiecht und Dortmund ebenfalls. Da
is doch die Fußballwelt wieda in Ordnung. Ick hab mir ja schon jefraacht, ob
irjendwelche kosmischen Strahlen dazwischenfunken und dafür sorjen, det ick
mit meenen Tips imma danebenlieje. Is
nich schön, wenn eenen die Kollejen am
Montachmorjen beim Käffchen am Kiosk
dauand anfrotzeln. Ick bin sowieso bedrippt, ick komm’ mir janz fremd vor in
meena Stadt. Ick seh übaall nur BerlinaleFans, aba ick hab wieda keene Zeit.
Kasupke@morgenpost.de
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