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HamburghatdieWahl - Hamburger Abendblatt

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14. FEBRUAR 2015
NR. 110
WANDSBEK
DIE WOCHE
Die kostenlose Zeitung zum Wochenende
Hamburg hat die Wahl
Täglich
bis
18 Uhr.
Erstmals können auch 16- und 17-Jährige über die Zusammensetzung der Bürgerschaft abstimmen
SVEN KU MMEREINCKE
HAMBUR G ::
Eine gute
Nachricht gleich vorweg: Bei
der Bürgerschaftswahl am
Sonntag wird es für die Wähler
deutlich übersichtlicher als vor
vier Jahren. Das liegt aber nicht
am Wahlrecht – das ist unverändert –, sondern an der Trennung von Bürgerschafts- und
Bezirkswahl. Und so ist der Packen mit den Wahlzetteln nur
halb so dick. Und es sind nur
zehn Stimmen statt 20, die jeder Wähler vergeben kann.
Gleichwohl ist das 2009 beschlossene Wahlrecht hoch umstritten. Die Befürworter loben
die weitreichenden Einflussmöglichkeiten der Wähler, die
Gegner halten es für zu kompliziert. Einige Daten der Wahl
2011 scheinen ihnen recht zu
geben: Die Zahl der ungültigen
Stimmen war mit drei Prozent
sehr hoch. Die Anhänger hoffen
nun auf einen Lern- und Gewöhnungseffekt bei den Wählern. Sollte dieser ausbleiben,
dürfte das die Debatte um eine
Wahlrechtsreform befeuern.
Einen negativen Trend gibt
es auch bei der Wahlbeteiligung. 2011 sank sie auf einen
Tiefstand von 57,3 Prozent. Damit setzte sich ein langjähriger
Trend fort. 2001 gingen noch
71 Prozent an die Urnen, 2004
waren es 68,7 und 2008 noch
63,5 Prozent.
Neu ist diesmal, dass auch
die 16- und 17-Jährigen wählen
dürfen. Damit steigt die Zahl
der Wahlberechtigten von
1.254.638 auf 1.306.976. Davon
sind 27.128 erst 16 oder 17 Jahre
alt. Insgesamt sind es 70.143
Hamburger, die zum ersten Mal
an einer Bürgerschaftswahl
teilnehmen dürfen.
Montag bis Samstag ab 9 und am
Sonntag (Schautag) ab 11 Uhr.
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drei gute Gründe und eine beste
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Chance für Hamburg
Seite 12
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Heute für Sie im
Hamburger Abendblatt – DIE WOCHE
Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflagen bei.
Wall Street
Valentinskamp
Die Bildkombo in den Parteifarben zeigt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sowie – im Uhrzeigersinn –
die Spitzenkandidaten Dietrich Wersich (CDU), Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen),
Jörn Kruse (AfD), Dora Heyenn (Die Linke) und Katja Suding (FDP) Illustration: Thorsten Ahlf
Dass viele das Wahlrecht
eher skeptisch betrachten,
hängt sicherlich auch mit zwei
sperrigen Begriffen zusammen:
Panaschieren und Kumulieren.
Der Vorteil des Panaschierens
Telefon: 040 - 33 39 11 12 (täglich 6 - 20 Uhr)
ist, dass man eben nicht nur eine Partei oder eine Person wählen kann, sondern mehrere. Kumulieren oder Anhäufen bedeutet nichts anderes, als dass
man mehrere Stimmen einer
Zustellung: 040 - 34 72 67 11
E-Mail: woche@abendblatt.de
Partei oder Person geben kann.
Das gilt für die Kandidaten auf
einer der Landeslisten genauso
wie für die auf den Wahlkreislisten.
>> >> Seite 4
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Internet: www.abendblatt.de/diewoche
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für
Deutschland
DIE WOCHE
SEITE 2
Nachrichten aus der Nachbarschaft
A L ST E R D O R F
N E U STA DT
H A RV ESTE H U D E
Flüchtlinge ziehen um
:: Die Sozialbehörde reagiert
Raub vor Geldautomat
:: Ein 24-Jähriger ist nachts
Millionenaufträge
:: Für den Umbau des ehema-
um kurz vor 3 Uhr in der Neustadt von drei Männern ausgeraubt worden. Zuvor war das
Opfer mit ihnen ins Gespräch
gekommen und wollte mit ihnen essen gehen. An einem
Geldautomaten an der Poststraße hob der 24-Jährige
200 Euro ab. Daraufhin schlug
ihm einer der Räuber ins Gesicht, während ein zweiter das
Geld nahm. Die Täter konnten
gefasst werden. (ant)
A LTO NA-NORD
Warnstreik des Sicherheitspersonals
sorgt für Chaos: Polizei sperrt Flughafen
H A M B U RG
Rekordumschlag
:: Mit 145,7 Millionen Ton-
nen wurde der bisherige Rekord
aus dem Jahr 2008 übertroffen:
Der Hamburger Hafen hat im
vergangenen Jahr so viele Güter umgeschlagen wie noch nie.
Das Wachstum betrug 4,8 Prozent gegenüber 2013. Das teilte
die Marketing-Gesellschaft des
Hafens mit. Der Containerumschlag legte um 5,1 Prozent auf
9,73 Millionen Standardcontainer (TEU) zu. (HA)
H A M B U RG
Weniger Wohnungen
:: Hamburgs Wohnungsbau-
genossenschaften haben ihr
selbst gestecktes Ziel beim Bau
von Wohnungen deutlich verfehlt. 2014 sind 624 Wohnungen fertiggestellt, nur 228 Wohnungen öffentlich gefördert
worden. 900 geförderte Wohnungen sollten es sein. (os)
ligen Kreiswehrersatzamtes an
der Sophienterrasse zu einer
Flüchtlingsunterkunft, für den
das Verwaltungsgericht einen
Baustopp verhängte, hat das
städtische Unternehmen Fördern & Wohnen bereits Aufträge in Höhe von mehr als 2,3 Millionen Euro vergeben. Das geht
aus der Senatsantwort auf eine
Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Roland
Heintze und Andreas Wankum
hervor. (ug)
Polizeibeamte lassen niemand mehr in die Terminals Foto: dpa
:: Um 7.45 Uhr wurde das Gedränge so beängstigend, dass
die Polizei anrückte: Zum ersten Mal in der 103-jährigen Geschichte des Hamburger Flughafens ist der Airport am Montag wegen Überfüllung geschlossen worden. Rund zwei
Stunden lang wurde niemand
mehr in das Gebäude gelassen.
Grund für den Ausnahmezustand war ein 24-stündiger
Warnstreik des Sicherheitspersonals, der die Abfertigung fast
komplett lahmlegte. In den Terminals 1 und 2 drängelten sich
mehr als 5000 Menschen in
endlosen Schlangen. (HA)
BA R M B E K-SÜD
WINTERHUDE
Ausgezeichnete Schule
88-Jährige betrogen
:: „Internet-Abc-Schule“ –
über diese Auszeichnung darf
sich die Adolph-SchönfelderSchule in Barmbek-Süd freuen.
Mit der Verleihung des Zertifikats gehört die Schule zu den
ersten 18 Grundschulen, die an
dem Projekt teilgenommen haben. Ziel ist es, Schülern spielerisch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet
beizubringen. (gen)
:: Eine 88 Jahre alte Frau ist
in Winterhude Opfer von zwei
Trickbetrügern geworden. Unter dem Vorwand, er müsse wegen eines Wasserrohrbruchs
die Anschlüsse überprüfen, verschaffte sich ein Mann Zutritt
zur Wohnung der Rentnerin an
der Sierichstraße. Sein Komplize lenkte die Frau ab. Die Täter
entkamen mit Schmuck und einer Geldkassette. (ant)
Messerstich ins Auge
:: Bei einem Streit zwischen
drei Männern vor dem S-Bahnhof Holstenstraße ist ein 26Jähriger schwer verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten
besteht die Gefahr, dass er sein
Auge verliert. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Auseinandersetzung eigentlich schon beendet war, als einer der Kontrahenten zurückkehrte und den
26-Jährigen mit einem Messer
attackierte. (bem)
BRAMFELD
Verschwunden
:: Aus Hamburg sind offenbar
mehrere kriminelle minderjährige unbegleitete Flüchtlinge
verschwunden. Die Polizei
wollte zwei junge Marokkaner
und zwei Algerier in einer Unterkunft an der Haldesdorfer
Straße in Bramfeld überprüfen,
es ging um den Verdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei und
um Einbrüche. Doch die Jugendlichen waren nicht aufzufinden. (HA)
ST. PAU L I
Verletzter muss in Haft
:: Ein per Haftbefehl gesuch-
ter Mann hat Mitarbeiter des
Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn attackiert. Sie hatten den 54-Jährigen am frühen
Morgen mit einer blutenden
Kopfverletzung in der S-BahnHaltestelle Reeperbahn entdeckt und Hilfe angeboten. Daraufhin griff sie der Betrunkene
mit Schlägen und Fußtritten an.
Bundespolizisten fanden heraus: Er wird seit Juli 2014 per
Haftbefehl gesucht. Jetzt muss
der Mann für 22 Tage ins Gefängnis. (lno)
IMPRESSUM
auf die Straftaten und Übergriffe, die von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aus
der Unterkunft an der Feuerbergstraße ausgehen: Das Heim
wird als Flüchtlingsunterkunft
aufgelöst und künftig wieder
nur noch als Zuflucht der Kinder- und Jugendnothilfe betrieben. Laut Behörde werden die
derzeit 120 jungen Flüchtlinge
aus der Feuerbergstraße bis
Mitte 2015 auf andere Heime in
der Stadt verteilt. Die laut Polizei kriminell auffällig Gewordenen werden in zwei kleine Heime umquartiert: die Jugendlichen kommen nach Hammerbrook, die unter 14-Jährigen
nach Bramfeld. (axö)
Hamburger Abendblatt – Die Woche
Chefredakteur: Lars Haider
Redaktion: Hans Wacker (V.i.S.d.P),
Katharina Geßler
Layout: Hans Raczinski, Heinz-J. Jacobs
Verlagsgeschäftsführer: Frank Mahlberg
Gesamtleiter Vermarktung:
Dirk Seidel (V.i.S.d.P.)
Nationale Vermarktung: Axel Springer
Media Impact KG
Vertriebsleiter: Benjamin Frank
Logistik + Zustellung: Volkmar Schink
Marketing und Events: Vivian Hecker
Herstellung: Stefan Wiechert
Anzeigen: Preisliste Nr. 3, gültig
ab 1. Januar 2015; Telefon: 040/35 10 11
E-Mail: anzeigen@abendblatt.de
E-Mail Redaktion: woche@abendblatt.de
Hotline: 040 / 33 39 11 12 (täglich 6–20 Uhr)
Druck: Axel Springer Offsetdruckerei
Ahrensburg GmbH & Co. KG
Verlag: Zeitungsgruppe Hamburg GmbH,
Axel-Springer-Platz 1, 20355 Hamburg
Auflage: 760.804 Exemplare
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Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
SEITE 3
„Wir müssen
den Zeitzeugen
zuhören“
Esther Bejarano,
Überlebende von
Auschwitz, in Bergstedt
B E R G S T E D T ::
So still ist es
in der Stadtteilschule Bergstedt
selten: Mit gespannter Aufmerksamkeit lauschten am
Sonntag mehr als 400 Schüler
und Erwachsene den Worten
der 90 Jahre alten AuschwitzÜberlebenden Esther Bejarano.
Auf Einladung der Bergstedter
SPD las sie im Rahmen der
11. Sozialdemokratischen Bildungsveranstaltung aus ihrem
neuen Buch „Erinnerungen.
Vom Mädchenorchester in
Auschwitz zur Rap-Band gegen
Rechts“. In Bergstedt stand das
Wort, die Erinnerung an ihr
persönlich Erlebtes, im Mittelpunkt. Alt-Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) sagte in
einer persönlichen Einführung,
angesichts der „Sünden der Väter“ sollten die nachfolgenden
Generationen die überlebenden Opfer der Schreckensherrschaft „verehren und ihnen zuhören“.
Eindringlich schilderte Esther Bejarano, wie sie 1943 mit
Tausenden von anderen Juden
nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Wie sie als 18Jährige in einem Mädchenorchester spielen musste, während andere zur Schwerstarbeit
auf den Feldern gezwungen
wurden. „Meine christliche
Großmutter hat mir das Leben
gerettet, weil ich durch sie aus
Auschwitz rausgekommen bin“,
sagt sie schließlich. Stattdessen
kam sie in das KZ Ravensbrück
und konnte später bei einem
Todesmarsch fliehen. (esh)
Esther Bejarano mit einem Buch
aus ihrer Kindheit Foto: Laible
Sigrid Schwer (v. l.), Bettina Vollgraf, Hanife Azcan und Marta Kulus vom Wandsbeker Frauenhaus Foto: Jürgen Joost
Wandsbeker Frauenhaus wird saniert
Im Neubau entstehen Gemeinschaftsküchen, Spielflächen und Zimmer. Kosten: 6,5 Millionen Euro
GENEVIÈVE WO OD
Christine
::
(Name geändert) ist Mitte 20
und hat so viel Unterdrückung
und Gewalt zu Hause erlebt,
dass sie irgendwann beschloss,
ihren gewalttätigen Freund zu
verlassen. Ihren dreijährigen
Sohn nahm sie mit. Bis sie zu
diesem Schritt bereit war, vergingen allerdings Jahre. Ihr
Freund hatte sie eingesperrt,
selbst ihr Kind hat sie allein zu
Hause in der Badewanne zur
Welt bringen müssen, weil sie
zu keinem Frauenarzt, in keine
Klinik durfte.
Christine kommt aus dem
Umland, in Wandsbek hat sie
mit ihrem Sohn im zweiten
Hamburger Frauenhaus Zuflucht gefunden. Ein Zuhause
auf Zeit. Seit einem halben Jahr
lebt die junge Frau dort mit
mehreren Bewohnerinnen zusammen. Weil diese Zuflucht
stark sanierungsbedürftig ist,
hat die Bürgerschaft die dringend erforderliche Sanierung
beschlossen. Vier Jahre lang ha-
WA N D S B E K
ben die Planungen gedauert,
auch weil Nachbarn Einwände
hatten. Jetzt können das denkmalgeschützte Vorderhaus und
das Hinterhaus saniert und ein
Anbau an das Vorderhaus errichtet werden.
Dass wir das in der
Bürgerschaft
beschlossen haben, ist
absolut grandios.
Detlef Scheele,
Sozialsenator
„Dass wir das in der Bürgerschaft beschlossen haben, ist
absolut grandios“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD).
6,5 Millionen Euro werden Sanierung und Neubau kosten, die
Finanzierung übernehmen die
Stadt und der Vermieter der
Immobilie.
Die Frauen bekommen mit
dem Neubau des dreigeschossigen Anbaus unter anderem drei
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besteht die Möglichkeit in die separate
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Info-Material und Vermietung der Service-Wohnungen: Tel. 602 16 73
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Kleinanzeigen
040/35 10 11
Abendblatt-Ticket
040/30 30 98 98
Leserreisen
040/32 02 71 11
Zentrale
040/3 47-00
Gemeinschaftsküchen, moderne zwölf Quadratmeter große
Zimmer und mehr Spielflächen
für die Kinder der Frauen.
43 Betten stehen den Frauen
dort zur Verfügung, momentan
leben 28 Frauen mit elf Kindern in dem Frauenhaus. Zwei
davon sind Rollstuhlfahrerinnen, die in den Zimmern mehr
Platz brauchen. Daher ist das
Haus zurzeit belegt. Mehr Betten entstehen durch den Neubau nicht. Architektin Ingrid
Spengler hofft, dass Ende 2016
alles fertig ist.
Die Nachfrage ist meist höher als das Angebot: „Viele
Frauen müssen abgewiesen
werden“, sagt Sozialpädagogin
Bettina Vollgraf. Die Plätze seien ständig belegt. Die fünf Frauenhäuser mit ihren 194 Plätzen
waren im vergangenen Jahr zu
95 Prozent ausgelastet.
Zum Schutz der Frauen
sind die Standorte geheim. Renovierungsbedürftig sind alle
Häuser. In den anderen Unterkünften sollen Fenster, Türen
und Fußböden modernisiert
werden.
Christine ist auf gutem Weg
und sucht nun eine Wohnung in
Hamburg. Zurück aufs Land
möchte sie nicht, weil die Großstadt mehr Schutz und Anonymität bietet.
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DIE WOCHE
SEITE 4
Was Sie vor
der Stimmabgabe
wissen sollten
Die wichtigsten Fragen und Antworten
zur Bürgerschaftswahl am Sonntag
Wie viele Stimmen habe ich?
Zehn: fünf Parteistimmen (auf
den gelben Zetteln) und fünf
Wahlkreisstimmen (auf den rosa Zetteln).
Sind alle zehn Stimmen gleich
wichtig?
Man kann sagen, dass sie unterschiedliche Bedeutung haben.
Die fünf Parteistimmen sind
vergleichbar mit der Zweitstimme bei der Bundestagswahl –
sie allein sind entscheidend für
die Stärke der Fraktionen im
Parlament. Die fünf Wahlkreisstimmen entsprechen der Erststimme bei Bundestagswahlen,
sie sind entscheidend für die
Frage, welche Personen ins Parlament kommen.
Werden alle 121 Abgeordneten
über die Wahlkreisstimmen gewählt?
Nein. 50 Mandate werden, je
nach Abschneiden der Parteien,
über die Landeslisten vergeben,
die auf den gelben Zetteln stehen. 71 Mandate werden über
die insgesamt 17 Wahlkreise
(rosa Zettel) verteilt.
Welchen Einfluss haben die
Wahlkreisstimmen auf die Sitzverteilung im Parlament?
Fast keine.
Kann ein Direktkandidat in die
Hamburgische Bürgerschaft einziehen, auch wenn seine Partei
an der Fünfprozenthürde scheitert?
Ja. Ein direkt gewählter Kandidat zieht auf jeden Fall ins Parlament ein. Wenn seine Partei
scheitert, wird das Parlament
allerdings größer, und es
kommt zu Ausgleichsmandaten. Denn normalerweise gibt
es 121 Sitze, ein direkt gewählter, fraktionsloser Kandidat ist
der 122. Weil die Zahl der Sitze
aber ungerade sein muss (um
ein Patt zu verhindern), bekäme
eine der Fraktionen ein Ausgleichsmandat.
Ist es erlaubt, alle Landeslistenstimmen ausschließlich einer
Partei zu geben, im Wahlkreis
aber Kandidaten anderer Parteien zu wählen?
Selbstverständlich – die Stimmvergabe muss keiner vermeintlichen parteipolitischen Logik
folgen.
Sind meine Stimmen verschenkt,
wenn ich nur Kandidaten ankreuze, die ganz unten auf der Landesliste stehen?
Keineswegs. Jede Stimme zählt
für die Partei, die Sie gewählt
haben. Und es liegt in der Macht
der Wähler, Kandidaten auf
hinteren Plätzen nach vorne zu
bringen. Oder eben die Vorgabe
der Parteien zu akzeptieren.
Wenn ich alle fünf Stimmen einer
Parteiliste gegeben habe – kann
ich dann noch Bewerber auf der
Parteiliste ankreuzen?
Nein, dann wäre Ihre Stimme
ungültig. Es dürfen nicht mehr
als fünf Stimmen für die Parteilisten abgegeben werden.
Wenn auf den Parteilisten sechs
Kreuze gemacht wurden, bei den
Wahlkreiskandidaten aber nur
fünf – sind dann alle Stimmen
ungültig oder nur die Parteistimmen?
Ungültig ist der Stimmzettel,
auf dem mehr als fünf Kreuze
sind, im Beispiel also der gelbe
Landeslisten-Stimmzettel. Der
rote Wahlkreislisten-Stimmzettel mit den fünf Kreuzen
bleibt gültig.
Wie erfahre ich etwas über die
Position meines Wahlkreiskandidaten. Was hat er vor, worum will
er sich kümmern?
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Was kann ich tun, wenn ich versehentlich ein Kreuz zu viel gemacht habe?
Ein gutes Instrument ist der
Kandidatencheck von Abend-
HAMBURG GESCHÄFTLICH
Informationen aus dem Wirtschaftsleben der Hansestadt
Ein Küchenstudio, das anders ist
Unter dem Namen KüchenFab planen und realisieren Andrea Freitag
und Marcus Wech Design-Küchen
unsere eigenen Marken, weswegen die Preise auch vergleichsweise günstig sind“, erklärt
Wech. „Aber der Anspruch, Küchendesign bezahlbar zu machen, ist nur ein Aspekt. Wir
pflegen überdies auch einen
etwas anderen Umgang mit unseren Kunden. Wir planen zum
Beispiel nicht stundenlang mit
Wenn ich einem Kandidaten oder
einer Partei beispielsweise zwei
Stimmen geben will – ist es dann
egal, in welchen der fünf Kreise
ich das tue? Oder muss ich immer von links nach rechts ankreuzen?
Das ist gleichgültig – es muss
nur klar erkennbar sein, wie
viele Stimmen abgegeben wurden. Von links nach rechts anzukreuzen kann aber die Auszählung etwas erleichtern.
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„Viele Küchenanbieter sind nicht
nah genug am Kunden und seinen Wünschen“, sagt Marcus
Wech. Diese Einschätzung, die er
im Verlauf seiner jahrelangen
Tätigkeit in der Küchenvermarktung in Möbelhäusern und Küchenstudios gewann, hat ihn
dazu veranlasst, sich selbstständig zu machen – zunächst in
Stuttgart, seit 2013 auch wieder
in seiner alten Heimat Hamburg.
Unter dem Motto „Wir wollen es
anders machen“ hat er zusammen mit seiner Ehefrau, der Architektin Andrea Freitag, im
VALVO Park an der Essener
Straße unter dem Namen KüchenFab einen Showroom eröffnet. Wie wird dort das Motto
umgesetzt, was ist dort anders?
„Wir entwickeln und verkaufen
blatt.de und Abgeordnetenwatch. Unter www.abendblatt.de/kandidaten-check brauchen Sie nur Ihre Postleitzahl
einzugeben, dann erfahren Sie,
welche Kandidaten welche Positionen vertreten.
ihnen am PC, sondern machen
eine lockere Bedarfsermittlung
und schicken ihnen dann unsere
visualisierten Ideen." Zum besonderen Umgang mit den Kunden gehören auch verschiedene
Aktivitäten im Internet. Auf der
Internetseite gibt es einen Blog
und einen Live-Chat mit einem
Mitarbeiter, bei Facebook postet
KüchenFab regelmäßig News
und Fotos. Zu dieser modernen
und lockeren Kommunikation
gesellt sich soziales Engagement. „Wir sind jetzt auch aktives Fördermitglied von Viva
con Agua und sammeln mit
dem Verkauf unserer Küchen
Geld für ein Brunnenbauprojekt
in Äthiopien“, sagt Wech nicht
ohne Stolz. Und das zu Recht.
www.kuechenfab.de
Kein Problem. Stimmzettel zerreißen und von dem Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel
geben lassen. Den zerrissenen
Stimmzettel wegen des Wahlgeheimnisses bitte außerhalb des
Wahllokals entsorgen.
Kann man auch mit den Briefwahlunterlagen ins Wahllokal
gehen?
Ja, das ist möglich. Sie müssen
die Unterlagen dann dem Wahlvorstand vorlegen, bei dem Sie
in diesem Fall ja als Briefwähler
in den Listen eingetragen sind.
Entscheidend ist, dass Sie nicht
zweimal wählen können. Man
muss sich aber neue Stimmzettel geben lassen. Einen roten
Wahlbrief mit ausgefüllten
Stimmzetteln darf ein Wahlvorstand nicht annehmen. Wer
noch am Wahlsonntag seinen
roten Wahlbrief abgeben möchte, muss dies bei der Bezirkswahlleitung tun (die Anschrift
ist auf dem Umschlag angegeben). Dort muss der Wahlbrief
bis 18 Uhr eingegangen sein.
Sie dürfen ...
... bis zu zehn Stimmen abgeben:
bis zu fünf für die Landeslisten
der Parteien und bis zu fünf für
die Bezirkskandidaten.
... fünf verschiedene Parteien
wählen, wenn Sie jeder eine
Stimme geben.
... einer Partei alle fünf Stimmen
geben – oder auch der einen
drei und einer anderen zwei.
... auch nur eine einzige Stimme
abgeben.
... mit allen fünf Stimmen eine
oder mehrere Parteilisten wählen und auf Ihre fünf Stimmen
für die Wahlkreis-Kandidaten
verzichten.
Sie dürfen nicht ...
... mehr als zehn Stimmen abge-
ben.
... mehr als fünf Stimmen für
Parteilisten oder mehr als fünf
für Wahlkreiskandidaten abgeben.
... Kommentare, Zeichnungen
oder Ähnliches auf den Stimmzetteln hinterlassen.
... mit fünf Kreuzen für die Ge-
samtliste fünf Stimmen einer
Partei geben und mit einem
weiteren Kreuz eine Stimme einer anderen Partei geben – weil
es zusammen dann sechs wären.
... ein Kreuz so groß machen,
dass es zwei oder mehr der vorgesehenen Kreisflächen berührt.
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
SEITE 5
77 Prozent mehr Falschgeld in Hamburg
Erstmals mehr 20-Euro-Blüten als nachgemachte 50er. Weiteres Plus in diesem Jahr erwartet
DENIS FENGLER
:: In Hamburg
tauchen immer häufiger gefälschte Geldscheine auf. Im
vergangenen Jahr stellten
Fahnder mehr als 2600-mal
Falschgeld sicher. Damit stieg
die Zahl der gefälschten Scheine nach Angaben aus Behördenkreisen um 77 Prozent. Das
ist deutlich stärker als bundesweit, wo es im Schnitt ein Plus
von 66 Prozent gab.
Eine weitere Auffälligkeit:
„In Hamburg waren immer die
gefälschten 50-Euro-Noten on
top“, sagt Thorsten Witt, Sachgebietsleiter und Experte für
Falschgeld im Landeskriminalamt Hamburg. „Im Vorjahr
wurden sie erstmals von gefälschten 20ern abgelöst.“
Zwei Gründe dafür nennt
Witt: In Kürze soll ein neuer
20-Euro-Schein
vorgestellt
werden. Möglicherweise wollen
Geldfälscher die auf alte Scheine zugeschnittene Fälscherausrüstung ausreizen, bevor der
neue kommt. Zudem sei der
20-Euro-Schein die für Fälscher lukrativste Banknote,
weil sie in Geschäften kaum
HAMBURG
kontrolliert wird – im Gegensatz zur 50-Euro-Note.
Die
Informationshoheit
zum Thema Falschgeld liegt bei
der Bundesbank in Frankfurt.
Zu sensibel ist das Thema, zu
politisch wichtig, als dass man
Zweifel an der Sicherheit des
Euro und der Euro-Noten aufkommen lassen will. Entsprechend knapp und vor allem
standardisiert sind die Informationen, die die Bundesbank
herausgibt.
Trotz auffällig vieler „Blüten“ gilt Hamburg aber nicht als
Hochburg für Falschgeld. Vor
dem Hintergrund von deutschlandweit 63.000 Falschgeldfunden wird deutlich, dass die Hansestadt nicht zu den bevorzugten Absatzmärkten der Geldfälscher gehört.
Gefälschte 100-, 50- und
20-Euro-Scheine machen rund
90 Prozent des in Deutschland
entdeckten Falschgelds aus.
Vergleicht man die Zahl der Sicherstellungen über Jahre, entspricht sie einer Wellenbewegung. Den letzten Gipfel hatte
man 2010 erreicht. Monatlich
wurden damals mehr als 400
Falschgeldfunde gezählt. In den
Jahren darauf sanken die Funde
auf knapp 120 im Monat (2012),
dann stiegen sie wieder. Experten nehmen an, dass 2015 ein
neues Hoch an Falschgeldfunden droht.
Wer Falschgeld in seinem
Portemonnaie entdeckt, hat
keine Chance auf Ersatz. Strafbar ist der Besitz nicht, er sollte
aber schnellstmöglich der Polizei angezeigt werden. Nur eines
sollte man nicht tun: versuchen,
den falschen Geldschein selbst
wieder einzulösen. Kann dem
Besitzer Vorsatz nachgewiesen
werden, wird es eng.
Hierzulande gibt es ein gut
funktionierendes Kontrollnetz:
So werden Geldscheinbestände
nicht nur von Banken, sondern
auch von Werttransportfirmen
kontrolliert, die etwa Tageseinnahmen der Discounter nach
Erhalt prüfen. Verschmutzte
und beschädigte Scheine werden aussortiert und sind nicht
so lange wie in anderen Ländern in Umlauf.
Und: Bankautomaten werden nur mit geprüften Geldnoten gefüllt. Hier eine Blüte zu
ziehen, ist nahezu unmöglich,
sagen Experten.
Falschgeld erkennen
Nicht nur eines, sondern immer
mehrere Sicherheitsmerkmale
sollten Sie überprüfen. Bei echten Euro-Scheinen sind die
Schriftzeichen am oberen Rand
(BCE, ECB, EZB, EKT, EKP)
deutlich fühlbar. Um das zu
überprüfen, sollte man mit dem
Daumen über die Schriftzeichen fahren.
Achten Sie auf die Hologramme,
die sowohl auf der Vorder- als
auch auf der Rückseite zu finden sind. Durch Kippen des
Scheins werden sie sichtbar.
Durch den Glanzstreifen an der
Seite wandern dann Regenbogenfarben. Hält man den
Schein gegen das Licht, wird auf
dem weißen Feld an der Seite
ein Wasserzeichen sichtbar.
Martin Goetze von der
Bundesbank-Filiale in Hamburg
zeigt Falschgeld. Mithilfe einer
UV-Lampe lassen sich Blüten
leicht erkennen Foto: Fabricius
Echte Euro-Scheine sind aus
Baumwolle und fühlen sich fest
und griffig an. Bringen Sie
Scheine im Zweifel zur Bank,
um sie prüfen zu lassen. (ant)
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Wohnen und Leben
Maßanzug für Wände
Kalkweiße Wände waren gestern. Heute können Sie Ihre
Wohnung mit edlen Paneelen
zum Schmuckstück machen.
Hier lesen Sie alles über den
neuen Trend
Gerade noch waren sie der
letzte Schrei – doch jetzt bekommen die gemusterten, farbenfrohen Tapeten schon wieder Konkurrenz. Denn ein neuer Trend
erobert unsere Wohnzimmer:
Paneele in allen Variationen. Die
Wandverkleidungen kommen mal
schrill und bunt, mal in eleganter
Holzoptik oder mit dreidimensionalem Reliefmuster daher.
Die Nachfrage steigt rasant –
Deutschland macht die Wände
schön!
Da war doch was in den
70ern... möglich, dass sich die
etwas Älteren beim Wort Paneele
ein wenig gruseln. Die erinnern
sich an die Sünden der 70erJahre, als billige Wandverkleidungen der Renner waren.
Da wurden bevorzugt in
Neubauten Styroporplatten unter
die Decken und an die Wände gepappt, um die gute Stube heimeliger zu machen. Das misslang
meist gründlich: Oft quoll sogar
noch gelblich-brauner Klebstoff
aus den Fugen zwischen den
Plastikelementen hervor. Kein
schöner Anblick.
Doch damit haben moderne
Wandverkleidungen rein gar
nichts mehr gemeinsam. Paneele
sind so etwas wie edle Maßanzüge für unsere Wände. Ob
aus Stein, Gips, Holz, Naturfasern aus Zuckerrohr oder aus
hochwertigen Kunststoffen – sie
passen wie angegossen, sind
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weder auf die Größe
der Wohnung noch auf
die des Zimmers an. „Paneele können grundsätzlich jeden
Raum schmücken“, erklärt die
Hamburger Innenarchitektin Ines
Wrusch. Wichtig sei jedoch die
genaue Planung. „Das beginnt
mit der Auswahl des richtigen
Paneels und endet beim Beleuchtungskonzept für die neu zu
gestaltende Wand.“ Denn gerade
Paneele mit 3-D-Oberfläche
wirken erst richtig, wenn sie
mittels Licht richtig in Szene gesetzt werden. Der Schattenwurf
von dreidimensionalen Wellen,
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Konzert Von Steinen und Elefanten
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zu machen, reicht
Mark Lanegan ein
Telefon. Natürlich
muss der Sänger aus
Kalifornien für die
finalen Aufnahmen
und die Abmischung
ins Studio, doch
Soundideen entwirft
er auf einer App mit
dem Namen Funk
Box. Nachdem sein
großartiges Comeback-Album „Blues Funeral“ 2012 eine düstere und
schwere Bluesrock-Platte geworden war, ist
der Nachfolger „Phantom Radio“ weBsentlich vom Sound der 80er-Jahre
Uebel &
beeinflusst worden. Man hört LaneGefährlich
gans Liebe zu Krautrock. (oeh)
Mark Lanegan Band, Duke Garwood
Mo 18.2., 21.00, Uebel & Gefährlich (U Feldstraße),
Feldstraße 66, Karten zu 29,90 im Vorverkauf;
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zu 15,- Ak.
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Montag Mehr als zehn Jahre lang war der Sänger und
Songschreiber Chima aus Frankfurt in der Szene unterwegs, bis er mit „Stille“ den ersten Hit landen konnte. Der
Künstler mit den nigerianischen Wurzeln verbindet Pop,
Electro und auch ein wenig HipHop in seiner Musik,
seine Texte singt er auf Deutsch. „Von Steinen und Elefanten“ heißt sein aktuelles Werk,
mit dem er am 16. Februar im
Knust gastiert. (oeh)
er an
Weinmesse die Hamburg e Center Altona,
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(Bus 111/Bus 383),
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Konzert Po
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Fotos: FKP Scorpio, Isabel Schiffler, WineStyle, Watergate Booking, Sven Sindt
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Schulterblatt“ Di 17.
2., 20.00,
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Tuxedo (DJ-Se
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Wandalenweg 7,
Brigitte (Isabelle Huppert) und
ihr Mann Xavier (Jean-Pierre
Darroussin) Foto: Wild Bunch
der aus Paris zu einer Party im
Nachbarhaus der Lecanus angereist ist. Stan (Pio Marmai)
fühlt sich eine Spur zu alt für
das Publikum, das dort feiert,
und macht Brigitte vergnügt
Avancen.
Unter dem Vorwand, in der
Hauptstadt einen Hautspezialisten wegen ihres hartnäckigen
Ausschlags zu konsultieren,
reist Brigitte ihm kurzentschlossen hinterher. Das sogleich arrangierte Rendezvous
verläuft indes anders als geplant. Glücklicherweise ist in
Brigittes Hotel ein attraktiver
Zahnarzt aus Dänemark (Michael Nyquist) abgestiegen, der
ihr weitaus formvollendeter
den Hof macht. Derweil ist Xavier misstrauisch geworden
und folgt seiner Frau nach Paris. Er findet seine Eifersucht
bestätigt, zieht sich aber diskret
zurück. Nach der Eskapade
wird ihre Ehe nicht mehr so
sein wie zuvor.
„Sehnsucht nach Paris“ F 2014,
98 Min., ab 6 J., R: Marc Fitoussi,
D: Isabelle Huppert, Jean-Pierre
Darroussin, Michael Nyqvist, täglich im
3001 Kino (OmU), Holi, Passage;
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HAMBURG IM FERNSEHEN
So haben die Hamburger gewählt
:: Wenn Sie am Sonntag den
Fernseher einschalten, so gegen
17.45 Uhr, und Ihnen auffällt,
dass in gleich drei Programmen
über die politische Zukunft
Hamburgs gesprochen wird,
und Sie darüber hinaus das
dumpfe Gefühl nicht loswerden, irgendetwas vergessen zu
haben: Dann sollten Sie sich beeilen! Eine Viertelstunde haben
Sie noch, um wählen zu gehen.
Das sollte reichen, falls Ihr
Wahllokal nicht allzu weit entfernt ist. Und wenn Sie dann
leicht verschwitzt auf dem Sofa
sitzen, können Sie fröhlich zwischen der ARD, dem ZDF und
dem NDR hin und her zappen,
um möglichst schnell mitzubekommen, wie sich Ihre Stimme
auf die Zusammensetzung der
Bürgerschaft ausgewirkt hat.
„Bürgerschaftswahl Hamburg“,
So. 15.2., 17.45 Uhr, ARD, ZDF, NDR
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kelschwarz, Tiefschwarz. Soll
es ja alles geben. Tatsächlich
gibt es Tiefschwarz in der
RAL-Farbennorm mit der
Farbennummer 9005. Entsprechend passend war 2001
der Albumtitel „ral 9005“ des
DJ- und Produzentenduos
Tiefschwarz. Dabei ist der
Klangkosmos der Gebrüder
Ali und Basti
Schwarz gar
nicht düster.
St. Pauli
Es wird dunkelbunt im Villa Nova. (tl)
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Ab 4 J., Hamburger Puppentheater (Bramfelder Straße 9), 11:00, 15:00
Theater: Der kleine Prinz Ab 4 J., Jenisch
Haus (Baron-Voght-Straße 50), 15:00
Theater: Die kleinen Leute von Swabedoo Ab 4 J., Theater Zeppelin (KaiserFriedrich-Ufer 27), 11:00
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zuletzt 2013 im CCH zu Gast, heißt „Khayelitsha“. Das meint „Unsere
neue Heimat“ und ist der Name des größten Townships bei Kapstadt, soll
aber auch unser Klischee von (Süd-)Afrika mit spielender Leichtigkeit
karikieren. Wie so oft bei „Mother Africa“ zeigen die besten Nachwuchsartisten des Kontinents die Vielfalt der aktuellen und traditionellen
Ausdrucksformen der Kulturen, ohne die Wurzeln zu vergessen. Der
Sound ist ein Mix aus coolen Grooves und traditioneller Musik, Breakund Zulu-Dance. (str)
Konzert Die dunkelbunte Klangpalette
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St. Pauli, Messehallen B2-B4 St. Petersburger Straße 1, 8:00-17:00
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Mehr Termine täglich
im Hamburger Abendblatt
Tanz Afrika zu Gast in Hamburg
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Haus (Baron-Voght-Straße 50), 15:00
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:: Charolaisrinder werden
nicht nur gerühmt für das fettarme Fleisch, das sie liefern.
Züchter schätzen sie auch wegen ihrer ruhigen Wesensart.
Xavier Lecanu hat mit seinen
Rindern schon zahlreiche Preise gewonnen. Sie tragen so
prächtige Namen wie Ben-Hur,
die zwar ihrer trägen Natur widersprechen, sie aber zugleich
als geborene Sieger ausweisen.
Es besteht kein Anlass zu vermuten, dass sich Xavier nicht
prächtig mit ihnen versteht.
Auch zu Beginn von „Sehnsucht nach Paris“ bereitet Xavier (Jean-Pierre Darroussin)
einen Schützling auf den Sieg
beim alljährlichen Wettbewerb
vor. Zärtlich bürsten er und seine Frau Brigitte (Isabelle Huppert) das Tier. Sie würde ihm
gern noch ein Diadem aufsetzen, aber das geht ihrem Gatten
zu weit. Als sie dann mit ihrem
Rind für das Siegerfoto posieren, setzt sie sich verschmitzt
den Schmuck selbst auf. Ein Abgrund tut sich dabei nicht auf,
aber ein leiser Zwiespalt ist in
diesem Moment eröffnet. Darroussin und Huppert sind ein
verblüffendes, durchaus glaubwürdiges Paar. Er ist ein versierter Darsteller heroischer
Genügsamkeit. Sie wiederum
glänzt traditionell in Rollen, in
denen sie Frauen eindringlich
Gestalt verleiht, die von einem
aufregenderen, erfüllteren Leben träumen und oft ihre bürgerliche Existenz um der Liebe
willen aufs Spiel setzen.
Tatsächlich tritt bald ein
junger Verehrer auf den Plan,
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rnes Stück „Der Entertainer“ ist fast 60 Jahre
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rk ins Heute übertragen. Im Zentrum ste
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Viet Cong & Absolutely Free, Hafenklang,
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St. Georg, 20:30, 8,Bourbon Skiffle Company Cotton Club,
20:30, 12,Diagrams Molotow, 20:00
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Hoffmanns moderne
Kunst für
moderne Menschen
:: Seit acht Jahren kennt und
schätzt Birgit Schimming den
Künstler Julian Hoffmann.
Jetzt bat die Galeristin zum
fünften Mal zur Ausstellungseröffnung mit seinen Arbeiten in
ihre Galerieräume (Heimhuder
Straße 57). Die Vernissage stellte der Hamburger, Jahrgang
1974, unter das Thema „Modern
Art for modern People“. Hoffmanns widmet sich der Malerei,
Fotografie, Skulptur und Installation. Neben Hinterglasmalerei, Acryl auf Holz und Malerei
auf Leinwand sorgen vor allem
seine amüsanten Holzskulpturen aus ausrangierten Fundstücken für Furore.
Galeristin Birgit Schimming und
Künstler Julian Hoffmann
Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein und Ehemann
Nikolaus Broschek, Theresita
Lieben-Seutter, Librettistin
Mechtild und Reiner Brüggestraat, Vorstandssprecher der HHVolksbank, mit Gesa Engelschall (r.), Hamburgische Kulturstiftung
Komponist Tan Dun und Rolf
Beck, Dirigent Fotos: J. Joost
Wasser trifft Musik
:: 17 gläserne, von unten beleuchtete Wasserschalen, Instrumentalisten, Gesangssolisten und die Chorakademie Lübeck: Mit der besonderen Inszenierung „Water Passion“ hat
der chinesische Komponist und
Dirigent Tan Dun für einen
strahlenden Auftakt von „Lux
aeterna“ gesorgt – und für begeisterten Applaus des Publikums. Das einmonatige Festival
für geistliche und spirituelle
Musik wurde 2013 von Elbphilharmonie Konzerte ins Leben
gerufen. Nun findet „Lux aeterna“ (28 Konzerte auf diversen
Bühnen) zum dritten Mal in
Hamburg statt. Mit 600 Besuchern war das Eröffnungskonzert in der Hauptkirche St. Katharinen ausverkauft. Anschließend ließen die Gäste, dick eingepackt in ihre Winterjacken,
den Festivalabend im kühlen
Kirchengebäude bei Wein und
rustikalem Buffet ausklingen.
FRAGEBOGEN
:: Die Spitzenkandidaten der
Parteien haben vor der Wahl einen persönlichen Fragebogen
ausgefüllt – ihre Antworten am
Sonnabend im Abendblatt.
Hamburger
Filmbrunch mit
mehr als 600 Gästen
:: Mehr als 600 Gäste kamen
zum Hamburger Filmbrunch
im Rahmen der 65. Filmfestspiele in Berlin. Der jährliche
Empfang gehört zu einem der
beliebtesten Treffpunkte währen des Festivals. Gastgerinnen
sind Eva Hubert, Geschäftsführerin Filmförderung Hamburg
Schleswig-Holstein, und Kultursenatorin Barbara Kisseler.
„Es ist der netteste und schönste Empfang, auf den sich alle
freuen, wie mir immer versichert wird“, sagt Eva Hubert.
ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG
Hausbau
Grundstück Sorgfältige Überprüfung vor dem Kauf
H
Wäschesack
„Verankert in Hamburg“
äuslebauer, die bei der
Verwirklichung ihres
neuen Eigenheims keine
bösen Überraschungen erleben
wollen, sollten beim Bauplatzkauf neben Kriterien wie Preis,
Lage und Infrastruktur noch
einige weitere wichtige Punkte
berücksichtigen. Denn in der
Hausbau-Euphorie gerät der
Grundstückskauf selbst nur allzu
gerne zum Randaspekt. Bevor
der passende Bauplatz überhaupt gefunden wurde, sind viele Bauherren gedanklich schon
bei der Grundrissplanung oder
dem Fliesenmuster im Badezimmer angekommen.
Gründlich informieren
„Die meisten kaufen ein Grundstück nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch. Die beste
Empfehlung, die ich geben kann,
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lautet daher: Augen auf!“, betont
Heinrich Stüven, Vorsitzender
vom Grundeigentümer-Verband
Hamburg. Denn: „Wer sich
gründlich informiert und auch
jenseits des gewohnten Umfelds
guckt, was sich auf dem Immobilienmarkt so tut, sammelt
nicht nur Erfahrung in puncto
Preise und Angebot, sondern
stößt vielleicht auch auf Möglichkeiten, an die er zunächst
einmal gar nicht gedacht hat“,
so der Experte. Bei einem potenziellen Traumgrundstück rät der
Jurist, vor Kaufabschluss einen
Blick in den Bebauungsplan und
das Baulastenverzeichnis bei
der zuständigen Gemeinde oder
Kommune sowie in das Grundbuch zu werfen. Erst damit nämlich lässt sich klären, ob sich ein
Bauprojekt überhaupt realisieren
lässt oder ob Rechte Dritter,
öffentlich-rechtliche Verträge
oder Belastungen bestehen, die
den Handlungsspielraum erheblich einschränken können. „Im
Baulastenverzeichnis steht zum
Beispiel, ob bei der Bebauung
weitere Abstandsflächen zum
Nachbarn einzuhalten sind.
Solche Vorgaben können dann
etwa einen späteren Anbau unmöglich machen“, so Stüven.
Beratungsgespräch nutzen
Um sich einen ersten Überblick
zu verschaffen, sei es ratsam,
vor Kaufabschluss ein Beratungsgespräch in Anspruch
zu nehmen, so der Vorsitzende vom GrundeigentümerVerband. „Unser Haus bietet
solche Termine kostenlos allen
Mitgliedern an.“ Aber auch
die Verbraucherzentrale oder
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SEITE 9
Zahl der Einbrüche in Hamburg steigt wieder
17.151 Fälle registrierte die Polizei in 2014 – 3,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Aufklärungsquote liegt bei zehn Prozent
DENIS FENGLER
H A M B U R G ::
Ungeachtet
mehrerer Schwerpunkteinsätze
gegen Einbrecher, bei denen
Tausende Polizisten eingesetzt
wurden, ist die Zahl der Einbrüche in der Hansestadt im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Allerdings hat die Polizei
deutlich mehr Fälle als in den
Vorjahren aufklären können,
insgesamt jede zehnte Einbruchstat. Das ist die höchste
Aufklärungsquote seit fünf Jahren. Allein im letzten Quartal
2014 hatte die Polizei mehr als
310 Einbrecher festnehmen
können.
17.151 Fälle schwerer Einbruchskriminalität registrierte
die Polizei in 2014. Das entspricht einer Steigerung von
3,9 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Damals waren 16.506
Taten aufgenommen worden.
Absolut waren es 645 Taten
mehr. Im Mehrjahresvergleich
liegen die aktuellen Fallzahlen
allerdings noch unter denen
von 2012. Vor drei Jahren mussten von der Polizei 17.339 Fälle
schwerer Einbruchskriminalität bearbeitet werden.
Diese Zahlen erfuhr das
Abendblatt aus Polizeikreisen.
Das Deliktsfeld „schwere Einbruchskriminalität“
umfasst
nicht nur den für den Bürger
äußerst sensiblen Bereich des
Haus- und Wohnungseinbruchs, sondern auch verschiedene Arten von Einbruchsdiebstahl, etwa aus Büros oder Kellerräumen.
Die Fallzahlen im Bereich
des Wohnungseinbruchs sollen
ähnlich stark gestiegen sein.
Aber auch hier soll die Aufklärungsquote, die 2014 bei der
schweren Einbruchskriminalität von 8,4 auf 9,9 Prozent stieg
(insgesamt gab es 304 mehr
aufgeklärte Fälle), ein Mehrjahreshoch erreicht haben.
Deutlich mehr Einbrüche
verzeichnete die Polizei in den
Bezirken Altona (plus 12,2 Prozent), Bergedorf (10,7) und in
Mitte (9,2) – wobei letzterer Be-
Die meisten Einbrecher gelangen durch ein aufgehebeltes Fenster
in die Wohnung Foto: picture alliance
zirk, mit 4411 Taten insgesamt,
die höchsten Fallzahlen aufweist. Positiv sind die Rückgänge insbesondere in Eimsbüttel
(minus 109 Taten) und Nord
(minus 47). Bemerkenswert ist,
dass 36,4 Prozent aller Taten im
Versuchsstadium blieben und
Einbrüche in 6237 Fällen nicht
zu Ende geführt wurden. Den
Grund dafür sieht die Polizei im
immer besseren Einbruchsschutz bei Wohnungen und
Häusern. „Es ist richtig, dass
wir eine Fallzahlsteigerung im
Bereich der Einbruchskriminalität haben. Damit sind wir natürlich nicht zufrieden, deshalb
werden wir auch nicht nachlassen, das Phänomen intensiv zu
bekämpfen“, sagte Polizeisprecher Mirko Streiber. „Dass wir
aber auch mit unserer Arbeit
Erfolge erzielt haben, zeigt der
deutliche Anstieg bei der Aufklärungsquote.“
Während der „Herbstoffensive 2014“, von Oktober bis Ende Dezember, bei der 8100 Beamte im Einsatz waren, sei die
Polizei mit einem täterorientierten Ansatz gezielt gegen potenzielle Einbrecher vorgegangen. „Dadurch konnten wir
nicht nur den sonst üblichen
starken Anstieg der Einbruchskriminalität in der dunklen
Jahreszeit abmildern“, sagte
Streiber, es habe auch fast doppelt so viele Festnahmen wie im
Vorjahreszeitraum gegeben. Er
betonte, wie wichtig die Unterstützung aus der Bevölkerung
sei. In sehr vielen Fällen hatten
Täter nach Alarmierungen von
Anwohnern und anderen Zeugen festgenommen werden
können.
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„Medienmacher“ arbeiten bei FUNKE. In Deutschland gibt das Unternehmen Tageszeitungen in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen heraus,
darunter „Berliner Morgenpost“, „Hamburger Abendblatt“, „Braunschweiger Zeitung“,
„Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und „Thüringer Allgemeine“. Im Magazinbereich
gehört FUNKE zu den größten Anbietern. Zum Portfolio zählen Titel wie „Hörzu“, „Gong“,
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DIE WOCHE
S E I T E 10
Vielfalt gibt bei Verdi den Ton an
Allein die Standard-Speisekarte im Ristorante an der Rothenbaumchaussee listet 25 Gerichte auf
D I ET E R B R A ATZ
Ristorante Verdi
:: Über Beliebtheit und Er-
folg der unzähligen italienischen „Ristorantes“ entscheidet meist die Persönlichkeit des
Patrons. Das zeigt sich gerade
im Verdi an der Rothenbaum-
Adresse: Rothenbaumchaussee 63, Tel. 21 00 66 60
Küchenzeiten: täglich von
12 bis 23 Uhr
GOURMETSPITZEN
Sitzplätze: 65 Plätze im
Restaurant, 40 Plätze auf der
Terrasse
Dieter Braatz testet
Hamburger
Restaurants
Heute: Verdi
chaussee, wo Salvatore Battaglia nach zweijähriger Auszeit in
Italien die Regie wieder übernommen hat.
Den Tipp, wieder einmal im
Verdi vorbeizuschauen, bekamen wir von einer Leserin, die
ausdrücklich den Mittagstisch
lobte. Also machen wir uns mit-
Service: sehr freundlich und
sehr engagiert
Fazit: nicht innovativ, aber
gute Weine und gute Produkte,
weitgehend authentisch
zubereitet
Die Mannschaft vom italienischen Restaurant Verdi an der Rothenbaumchaussee
tags auf, Salvatore Battaglias
Küche im schmalen Restaurant
zu testen. Beim Blick in die Kar-
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Machen Sie Appetit auf Ihr Angebot!
Sie erreichen uns unter:
040/347 22533
Reggiano (8,90 Euro). Dazu
stellt der Patron eigenes Olivenöl aus Sizilien und hausgemachtes warmes Brot auf den
Tisch. Pasta als Hauptgericht,
warum nicht? Mein Kollege hat
„Maltagliate con Salmone“ gewählt, dünne Teigscheiben mit
frisch zubereitetem Lachsfilet
und Tomaten-Sugo: die Maltagliate noch ein bisschen al dente,
der Fisch saftig in sanfter
Soße (12 Euro). Von der Schiefertafel habe ich mir Kalbsleber
„alla Veneziana“ ausgesucht
(12,50 Euro). Die Leber ist in
Stücke geschnitten, sorgsam
geputzt und nicht zu scharf gebraten, die Zwiebelsoße ange-
nehm reichlich. Dazu gibt es gedünsteten Mangold und kleine
Kartoffelwürfel. Das passt!
Neben der Musik (Verdi!)
liegt Battaglia der Wein am Herzen, auf seiner Karte (130 Positionen!) stehen vor allem sizilianische Weine, etliche offen
ausgeschenkt. Zu unseren Menüs gefallen ein schlichter
2013er Grillo aus Sizilien
(0,2 Liter 7,90 Euro) und der
2013er Sauvignon blanc von
Pierpaolo Pecorari aus dem Friaul (0,2 Liter, 8 Euro).
Dieter Braatz ist
stellvertretender Chefredakteur
der Zeitschrift „Der Feinschmecker“
SCHWEDENRÄTSEL
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SUDOKU
te fällt zunächst die große Auswahl auf, allein die Standardkarte listet 25 Gerichte auf.
Hinzu kommt eine Pizza-Abteilung mit sieben Varianten, die
Mittagskarte inklusive Überraschungsmenü sowie – auf einer
Schiefertafel – Angebote nach
Tageseinkauf.
Wir entscheiden uns für einen leichten Lunch quer durch
das Angebotene. Vitello tonnato (11 Euro), ganz traditionell
und sehr ordentlich zubereitet.
Den Rucola serviert Salvatore
Battaglia auch zu den gut gebratenen Streifen vom FassonaRinderfilet, gewürzt mit gehobelten Spänen von Parmigiano
2
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polnischer
Männername
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Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
Abschalten auf Hiddensee
M AT Z T I P P T
Kleine Fluchten Hotel Godewind in Vitte bietet gemütliche Zimmer und ein uriges Restaurant
groß und von einfach möblierten für den schmalen Geldbeutel bis zu höherpreisigen Apartments. Auch stilistisch ist von
traditioneller Einrichtung über
rustikal bis modern alles vorhanden. Nach dem Motto „einmal Gast, immer Gast“ hat der
beliebte familiengeführte Betrieb mittlerweile 80 Prozent
Stammgäste.
MICHAEL PA SDZIOR
:: Schon lange ist Hiddensee,
die kleine Schwester Rügens,
kein Geheimtipp mehr. Aber
noch immer ist „dat sönken
Länneken“ (das süße Ländchen) ein Reiseziel für Individualisten. Die Insel lockt seit jeher mit viel Ruhe und Einsamkeit, was für die Hauptsaison allerdings eingeschränkt gilt.
Dann wird es angesichts der
vielen Tagesgäste doch manchmal etwas voll.
Hotelsilos, Kurpromenade,
Diskotheken und Zeltplätze
wird man hier vergeblich suchen. Die abgeschirmte Insellage hat vieles ursprünglich und
beschaulich erhalten. So wird
die Insel von Salzwiesen, Heidelandschaft, feinem Natursandstrand und einem hohen
Kliff bestimmt und gehört damit zu einer der wenigen noch
intakten
Naturlandschaften
Mitteleuropas.
Die Ruhe und Schönheit
der Insel zog viele Künstler an
Lange Zeit waren die Bewohner auf der kargen Insel
sehr arm. Deshalb war der aufkeimende Fremdenverkehr gegen Ende des 19. Jahrhunderts
für die Bevölkerung ein Segen.
Schon bald vermieteten viele
Einheimische ihre Häuser an
die Fremden, während sie
selbst auf Hausböden und Stallräume auswichen. Vor allem
Künstler fühlten sich von der
Einsamkeit und Schönheit angezogen. Und so wurde sie
schnell zur Lieblingsinsel von
Dichtern, Musikern, Malern
und Schauspielern. Die Liste
berühmter Namen ist lang: Albert Einstein gehört dazu wie
auch Sigmund Freud, und natürlich Gerhart Hauptmann,
der hier ein Haus besaß.
Mit der Fähre von Schaprode auf Rügen erreicht man in
40 Minuten Vitte, den Verwaltungsort der Insel. Der Name
weist auf die Bedeutung des
Fischfangs hin, denn die Fischhandelsplätze werden als „Vitten“ bezeichnet. Der Fischfang
war für lange Zeit die Haupternährungsquelle der Insel. Auch
heute noch bildet der Hafen das
gesellschaftliche Zentrum des
Dorfes. Zum Hotel Godewind
ist es nur ein kurzer Spazier-
Erkundungstouren nur zu Fuß,
mit dem Rad oder der Kutsche
Das Hotel Godewind hat das ganze Jahr über Saison.
Seine Gaststätte hat keine Sprerrstunde und gilt als Szenetreff
gang. Am eher schmucklosen
Hauptgebäude fällt vor allem
der Gastrobereich auf. Dieser
ist urgemütlich, und die Speisekarte bietet Gerichte in guter
pommerscher Tradition mit
mediterranem Einschlag. Für
die gleichbleibende Qualität
sorgt ein eingespieltes Küchenteam, dessen Chef schon seit
zwei Jahrzehnten an dieser
Stelle tätig ist. Zur Philosophie
des Hauses gehört auch, dass es
keine Sperrstunde gibt und
auch keine Saison, denn es ist
ganzjährig geöffnet. Als „Szenetreffpunkt“ ist die im Jahr 1910
gegründete Gaststätte in dem
kleinen Ort nach wie vor angesagt.
Dies liegt nicht nur, aber
auch vor allem an Andreas
Meinhof, der allabendlich seine
Runde durchs Restaurant
macht, dabei jeden Gast begrüßt und sich nach dem Befinden erkundigt. Mit seinem trockenen Humor verbreitet er immer gute Laune. Beliebt sind
insbesondere die Anekdoten
und Witze aus der DDR-Zeit.
Zusammen mit seinem Bruder
Thomas hat er die beliebte
Gaststätte Godewind 1991 übernommen und erweitert. Zehn
Jahre zuvor kam er als Saisonkellner auf die Insel und blieb
Hotel Godewind
Adresse: Hotel Godewind,
Süderende 53, 18565 Insel
Hiddensee, Tel. 038300/66 00,
godewind@hotelgodewind.de,
www.hotelgodewind.de
Preise: Einzelzimmer mit Frühstück 39 bis 85 Euro, Doppelzimmer mit Frühstück 59 bis
135 Euro, einige Zimmer sind
mit Etagendusche, Apartment
69 bis 95 Euro, Ferienwohnung
59 bis 185 Euro, das Hotel ist
ganzjährig geöffnet.
HIDDENSEE
Altbessin
Ostsee
Dornbusch
Vitte
Hotel
Godewind
Neuendorf
Bug
Insel
Rügen
Schaprode
Grafik: fh/cs
2 km
hier, „weil diese Insel eine gute
Alternative zur DDR war“, wie
er sagt.
Heute befinden sich fünf
weitere Gebäude auf dem hinteren Teil des Grundstücks, in denen 19 Ferienwohnungen und
ebenso viele Zimmer untergebracht sind. So hat der Gast eine
große Auswahl an Unterkünften. Sie reichen von klein bis
S E I T E 11
Da die Insel autofrei ist,
müssen die Besucher die vielfältige Natur zu Fuß, mit dem
Fahrrad oder mit der Pferdekutsche erkunden. Dabei gehört eine Wanderung auf den
72 Meter hohen Dornbusch mit
seinem weithin sichtbaren
Leuchtturm unbedingt dazu.
Einzigartig ist von hier der
Rundblick auf Meer und Inseln.
Ein besonderes Erlebnis ist der
Spaziergang im Frühjahr, wenn
der Ginster seine ganze Blütenpracht entfaltet. Bei gutem
Wetter und klarer Sicht kann
man die Südküste Dänemarks
sehen. Wer nicht nur auf den
bekannten touristischen Hochpfaden wandern will, sollte
auch einmal den weitestgehend
unberührten Süden der Insel
erkunden. Hier hat sich der unter Denkmalschutz stehende
Ort Neuendorf mit seinen weiß
getünchten Häusern sein Aussehen als Fischerdorf bewahrt.
Drei Stück
für den HSV
D I ET E R M ATZ
:: Das wird
ein Spieltag
für die Favoriten. Die Bayern machen es mit dem HSV
gnädig, wenige Tage vor der
Champions League hält der
Rekordmeister nur drei Stück
für die Hamburger Zinnbauer
bereit. Die Wölfe aus der Autostadt bleiben auf VerfolgerKurs, denn sie bezwingen den
Werksclub im Spitzenspiel in
Leverkusen 2:1. Im stets brisanten Westderby beißen die
Geißböcke die Fohlen mit 1:0
weg, Werder Bremen setzt den
Aufwärtstrend fort und holt
gegen die Sensations-Mannschaft aus Augsburg immerhin
ein 1:1. Ganz unten bekommen
Freiburg, Stuttgart und auch
Paderborn immer größere
Probleme.
1. BUNDESLIGA
Borussia Dortmund – Mainz 05
Bayern München – HSV
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln
Werder Bremen – FC Augsburg
Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg
1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt – Schalke 04
Hertha BSC – SC Freiburg
Hannover 96 – SC Paderborn
2:0
3:0
0:1
1:1
1:2
3:2
2:1
2:1
2:0
Die HSV-Kolumne „Matz ab“ finden Sie täglich
im Internet auf www.abendblatt.de/matz-ab.
Und immer freitags im Hamburger Abendblatt
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DIE WOCHE
S E I T E 12
D
ie Zahl der Unterstützer für Hamburgs
Olympiabewerbung
wird täglich größer.
Zurückhaltung gibt es bislang
bei den älteren Hamburgerinnen und Hamburgern. Wie sollte die Stadt den Zweiflern begegnen? Mit Michael Otto, 71,
Hamburger Ehrenbürger und
Aufsichtsratsvorsitzender der
Otto Group, sprach Oliver
Schirg.
Welche Argumente sprechen aus Ihrer
Sicht für Olympische Sommerspiele in Hamburg?
Michael Otto: Olympia ist für
Hamburg eine bedeutende Investition in die Zukunft, denn
es bringt der Stadt viele Vorteile. So wird die Verkehrsinfrastruktur deutlich verbessert,
und zwar sehr viel zügiger, als es
sonst erfolgen würde. Dann
werden unsere bestehenden
Sportstätten saniert. Letztlich
entsteht auf dem Kleinen Grasbrook ein neuer Stadtteil mit
mindestens 3000 Wohnungen.
1000 davon werden staatlich
gefördert sein, also günstige
Mieten haben. Ferner wird ein
Sportpark geschaffen. Und das
alles auf einem Gelände, das
heute industriell genutzt wird,
also versiegelt ist.
Hamburger Abendblatt:
Das wird eine Menge Geld kosten.
Otto: Das ist richtig. Aber vergessen Sie nicht: Ein großer
Teil der Investitionen wird,
sollte Hamburg als Deutschlands Bewerber erfolgreich
sein, vom Bund und dem IOC
übernommen.
Sind Olympische Spiele ein Motor für die Stadtentwicklung?
Otto:
Zumindest
würden
Olympische Spiele die Umsetzung vieler Infrastrukturprojekte, die ohnehin verwirklicht
werden müssten, vorantreiben. Der Weiterbau der UBahn in Richtung Süden bekäme sicher einen Schub. Hamburg würde durch ein so großes Sportereignis für die nächste Generation modern aufgestellt.
Kritiker beklagen, Hamburg
könne sich Olympische Spiele
nicht leisten.
Otto: Die Idee, Olympische
Sommerspiele in Hamburg zu
veranstalten, hat sehr viel mit
Nachhaltigkeit zu tun. Hier
würden ja keine gigantischen
Neubauten entstehen, die
nach den Wettkämpfen dann
nutzlos herumständen. Olympische Spiele würden notwendige Arbeiten und sinnvolle Investitionen lediglich beschleunigen, und am Ende würde
Hamburg dafür sogar Zuschüsse in Milliardenhöhe
vom Bund und vom Internationalen Olympischen Komitee erhalten.
Olympia:
„Ein Milliardengrab darf
und wird es nicht geben“
Michael Otto ist davon überzeugt, dass die Hamburger nur nachhaltig
vorbereitete und durchgeführte Sommerspiele in der Stadt akzeptieren werden
Läge ein positiver Nebeneffekt
auch darin, dass der Druck auf
die Politik, in die Infrastruktur
der Stadt zu investieren, stärker
würde?
Otto: Der Druck auf die Politik
würde garantiert wachsen.
Wenn man so einen konkreten
Termin hat, muss entsprechend geplant und umgesetzt
werden.
Kann Hamburg beweisen, dass
auch ein demokratisch verfasstes Land heute noch ein sportliches Großereignis organisieren kann?
Otto: Das ist in der Tat die große Chance für Hamburg. Wir
können anderen Städten zeigen, dass Olympische Spiele
nachhaltig und sozial gerecht
organisiert werden können –
also ohne Gigantomanie und
Milliardenverlust.
Wir schauen immer auf Hamburg. Was hätte der Norden von
Olympischen Spielen in der
Hansestadt?
Otto: Das neu zu errichtende
Olympiastadion bliebe uns
nach den Spielen erhalten und
würde als neues Leichtathletikstadion auf den ganzen Norden ausstrahlen. Zudem lenken Olympische Spiele das Interesse der Welt ja nicht nur
auf die Stadt, sondern auf die
gesamte Region; einmal davon
abgesehen, dass auch einige
Wettkämpfe dort ausgetragen
würden. Das, was für Hamburg
gilt, gilt auch für die Region:
Beide würden in der Welt bekannter werden und könnten
mit ihrer Attraktivität werben.
Am Ende kommen nicht nur
mehr Touristen nach Norddeutschland, sondern vor
allem auch Talente und Unternehmen. Damit verbunden
entstehen auch mehr Arbeitsplätze.
Es fällt auf, dass jüngere Menschen von der Idee, Olympische
Spiele in Hamburg auszutragen, eher begeistert sind als ältere Menschen. Was könnte aus
Ihrer Sicht ältere Menschen
umstimmen?
Otto: Ich habe Verständnis dafür, dass ältere Menschen
skeptisch sind, dass sie sich vor
den jahrelangen Bauarbeiten
sorgen und fragen: Was haben
wir davon? Aber Hamburg hat
traditionell immer über Generationen hinaus gedacht. Auch
heute müssen wir die Weichen
für künftige Generationen
stellen.
Ein wichtiges Thema bei Olympia ist inzwischen Nachhaltigkeit. Auch beim IOC verändert
sich in diesem Punkt gerade
etwas. Was kann Hamburg in
dieser Hinsicht leisten?
Otto: Es ist höchst ehrenwert
und wichtig, dass IOC-Präsident Thomas Bach dieses Thema in den Vordergrund gerückt hat. Man muss wegkommen von Gigantomanie und
hinkommen zu nachhaltigen
Olympischen Spielen. Das wiederum ist entscheidend für
Gäste setzt Hamburg auf den
öffentlichen Personennahverkehr. Dazu gehören wegen der
Hafennähe vermehrt Schiffe.
Viele Sportstätten sind zudem
zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Beim Bauen von Unterkünften und Sportstätten
achten wir nicht nur darauf,
dass umweltfreundliche Materialien verwendet, sondern
dass auch die Sozialstandards
eingehalten werden. In Hamburg, dessen können Sie sich
sicher sein, werden faire Löhne gezahlt werden.
Kritiker trauen dem IOC nicht
über den Weg und fürchten,
dass es am Ende die Konzepte
der Bewerber ignoriert. Wo ist
die Grenze, die Hamburg nicht
überschreiten darf ?
Otto: Ich kenne den IOC-Präsidenten Herrn Bach seit
Hamburgs
Olympiabewerbung 2003 und habe großes
Zutrauen zu ihm. Er wird die
Reform umsetzen. Aber klar ist
auch, dass Hamburg nur für
nachhaltige Olympische Spiele
zur Verfügung steht.
Sie haben bereits auf das Nachhaltigkeitsteam hingewiesen.
Wie wird es in die Hamburger
Olympiabewerbung integriert?
Otto: Das Team ist bereits integriert. Das ist im Übrigen
eine Stärke der Hamburger
Bewerbung. Von Anfang an
wurden alle Beteiligten eingebunden. Zudem wurden die
Ideen online gestellt, und Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich. Wir wollen am Ende
ein Konzept haben, das transparent ist und hinter dem alle
stehen.
Michael Otto ist Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und
Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg Foto: Marcelo Hernandez
Hamburgs Bewerbung. Die
Bürgerinnen und Bürger der
Hansestadt werden nur nachhaltig vorbereitete und durchgeführte Olympische Spiele
akzeptieren.
Macht Hamburg dafür bereits
genug?
Otto: Gemeinsam mit der Stadt
organisieren wir einen Nachhaltigkeitsdialog mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, der Zivilgesellschaft, der Kirchen, der Sportverbände und der Wirtschaft.
Dabei geht es uns nicht nur um
eine Diskussion über Nachhaltigkeit. Wir müssen darauf
achten, dass die in dem Dialog
gefundenen Kompromisse in
der Hamburger Bewerbung
auch zu 100 Prozent umgesetzt
werden.
Gibt es schon Ergebnisse?
Otto: Wir würden Olympische
Spiele der kurzen Wege bekommen. Vom Olympiazentrum sind alle Sportstätten in
weniger als 30 Minuten zu erreichen. Beim Transport der
Wie kann jeder Einzelne, der
Olympia in Hamburg will,
die Bewerbung der Stadt unterstützen?
Otto: Sollte man bei der für die
letzte Februarwoche geplanten Umfrage des Deutschen
Olympischen Sportbunds angerufen werden, dann sollte
man natürlich für Olympia in
Hamburg stimmen. Wir konkurrieren ja mit Berlin, und die
Sportfunktionäre werden sich
für die Metropole entscheiden,
in der die größere Mehrheit
hinter einer Bewerbung steht.
Bis dahin kann jeder sich nicht
nur informieren, sondern sollte in seinem Bekanntenkreis
auch für Olympia in Hamburg
werben.
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