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B E K A N N T M A C H U N G Einbeziehung

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NOVEMBER 2014 | www.ihk-koblenz.de | Postfach 20 08 62, 56008 Koblenz
NACHRICHTEN DER INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER KOBLENZ
IHK-JOURNAL
DAS REGIONALE WIRTSCHAFTSMAGAZIN
No 11
AUFRÜCKEN AUF PLATZ 1: WIE DIE UNTERNEHMENSNACHFOLGE GELINGT
„Made in Germany“:
Produkte richtig schützen
Hingehört: Warum Firmen
Mitarbeiter über 50 gut finden
Geschenke global:
Achtung, Fettnäpfchen
„Vielseitigkeitist
meineBerufung“
2011 habe ich meine Ausbildung bei Dornbach
abgeschlossen und bin im Anschluss gerne im
Unternehmen geblieben. Als Assistentin der
Geschäftsführung sind meine Aufgaben breit gefächert.
Postbearbeitung,
Terminplanung,
Vorarbeit und Disposition von Meetings und
Mandanten-Events sowie Präsentationen und
Statistiken sind dabei mein Tagesgeschäft. Die
Arbeit bei Dornbach ist vielseitig und abwechslungsreich. Es gibt stets neue Herausforderungen. Dank des kollegialen Miteinanders wird
aber immer alles pünktlich zur Zufriedenheit
unserer Mandanten erledigt und es bleibt noch
Zeit für einen Kaffee zwischendurch.
Nach Feierabend geht es dann ab ins Fitnessstudio oder zum Tanzen.
J. Meyer
Assistentin der Geschäftsführung
60JahreDornbach.
Ein guter Grund um Danke zu sagen. Unseren
Mandanten, für Ihr Vertrauen und unseren Mitarbeitern für Ihren Einsatz.
Wir werden auch in Zukunft an Ihrer Seite sein.
Die Geschäftsführung der
DORNBACH GmbH
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www.dornbach.de
STANDPUNKT
DIE WIRTSCHAFT BRAUCHT
IMPULSE!
Manfred Sattler ist Präsident der Industrieund Handelskammer (IHK) Koblenz.
DA IST SIE NUN, DIE KONJUNKTURELLE ABKÜHLUNG. DIE WIRTSCHAFTLICHE
DYNAMIK IM LAND LÄSST NACH, DIE ERWARTUNGEN AN DIE KOMMENDEN
MONATE TRÜBEN SICH EIN. Gleichwohl befindet sich die rheinland-pfälzische Wirtschaft weiter in einer guten Verfassung, branchenweit. Es besteht also kein Anlass,
eine Krise herbeizureden.
Unser Bundeswirtschaftsminister hat vor diesem Hintergrund also durchaus recht,
wenn er meint, eine konjunkturelle Delle sei keine Naturkatastrophe. Er hat mit
diesem Vergleich aber auch recht, weil Naturkatastrophen üblicherweise ohne Vorwarnung über die Betroffenen hereinbrechen. Eine Möglichkeit, sich darauf einzustellen, gibt es zumeist nicht.
Im Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung sieht die Sache anders aus:
Dass auf Aufschwung und Boom immer auch Phasen wirtschaftlicher Abschwächung folgen, ist eigentlich Allgemeinwissen. Darauf kann die Politik sich einstellen,
gerade in Zeiten von Rekordsteuereinnahmen. Dass sie es dennoch bislang nicht
getan hat, ist jenseits aller Diskussion um einzelne Gesetze ihr schwerstes
Versäumnis.
Und nun? Die Wirtschaft braucht Impulse anstatt weiterer Belastungen. Konkret:
Her mit der degressiven Abschreibung und Finger weg von zusätzlichen Berichtspflichten, weiterer Arbeitsmarktregulierung und Unsinn wie der Anti-Stress-Verordnung. Dass weniger manchmal mehr sein kann, ist schließlich auch Allgemeinwissen.
3
INHALTSVERZEICHNIS
4
12
IHK INFORMIERT
In eigener Sache 06
Kurz und kompakt 07
Konjunktur verliert an Schwung 10
TITELTHEMA
Wie eine Unternehmens-
nachfolge funktionieren kann 12
FOTO: PRIVAT
WIRTSCHAFT IN ZAHLEN
Wenn der Chefsessel frei wird: Die Unternehmensnachfolge ist für viele Unternehmer eine Herausforderung. Drei
Unternehmer, die sie gemeistert haben, stellen wir in
unserem Titelthema vor. Außerdem zeigen wir, welche
Regelungen Ihnen bei der Nachfolge helfen.
POLITIK AKTUELL
Neues aus Berlin und Brüssel 18
Neues aus Rheinland-Pfalz 19
Hingehört: 50plus: Warum sind Mitarbeiter wichtig für Ihr Unternehmen? 20
Zur Sache
Die Brücke muss endlich her 21
26
WIRTSCHAFTSTRENDS
Pflege als Herausforderung
22
Innovationen und Marken schützen 26
IHK-Journal 11/2014
Weihnachts-
geschenke gehen um die Welt 28
Das Label „Made in Germany“ steht nach wie vor für Qualität, Zuverlässigkeit, Effizienz und Sicherheit. Doch
listige Nachahmer nutzen den Innvationsgeist aus und
verdienen sich mit Plagiaten eine goldene Nase. Wie sich
Unternehmen vor Innovationsklau und ihre Marken schützen können, lesen Sie auf der Seite 26.
INHALTSVERZEICHNIS
WIRTSCHAFT IN DER REGION
34Ahrweiler
35Altenkirchen
28
36 Bad Kreuznach
37Birkenfeld
38Cochem-Zell
40Koblenz-Stadt
41Mayen-Koblenz
42Neuwied
43Rhein-Hunsrück
FOTO: FOTOLIA
44Rhein-Lahn
Die Weihnachtszeit und damit die Zeit für Geschenke rückt immer
näher. Wie Unternehmen ihren Geschäftspartnern in aller Herren
Länder eine Freude machen, ohne dabei ins Fettnäpfchen zu treten,
erfahren Sie auf Seite 28.
45Westerwald
RECHT UND STEUERN
46 Verjährungsfrist läuft ab
NACHGEFRAGT BEI ...
48 Eckart von Hirschhausen
48
FOTO: FRANK EIDEL
SERVICE
49 Ihre IHK stellt sich vor
ZU GUTER LETZT
50 Karikatur | Glosse
RUBRIKEN
30Veranstaltungsvorschau
49Impressum
Titelfoto: Fotolia
Er ist der Komiker, dem die nicht nur die Frauen vertrauen: Arzt und Medizin-Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen setzt ganz auf Lachen als
beste Medizin. Warum das funktioniert, hat er uns im Interview verraten.
5
6
IHK INFORMIERT
In eigener Sache
431 „sehr gute“ Absolventen bei Bestenehrung ausgezeichnet
Zukunft. Sattler dankte deshalb auch den ausgezeichneten
Unternehmen, die zu den Leistungen der Auszubildenden
beigetragen haben.
FOTO: MATTHIAS BRAND
Für ihre Glanzleistungen sind im Oktober 431 Absolventen
aus der Aus- und Fortbildung in der Koblenzer Rhein-MoselHalle bei der „Bestenehrung“ ausgezeichnet worden. Mehr
als 1.300 Gäste, darunter auch Verantwortliche der Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen, folgten der Einladung
der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz. Im Bezirk
der IHK Koblenz wurden in diesem Jahr über 6.800 IHKAbschlussprüfungen in 155 anerkannten Ausbildungsberufen
abgelegt. Die bei der „Bestenehrung“ ausgezeichneten
Absolventen haben ihre Prüfung alle mit einem „Sehr gut“
abgeschlossen oder sind die Berufsbesten. Zehn von ihnen
gehörten sogar zu den Bundesbesten, die im Dezember zu
einem Festakt in Berlin eingeladen worden sind. Bei der
„Bestenehrung“ sind ebenfalls die 53 besten Absolventen der
Fortbildungsprüfungen geehrt worden. „Sie alle haben einen
richtigen und Erfolg versprechenden Weg eingeschlagen“,
sagte IHK-Präsident Manfred Sattler eingangs. Die berufliche
Aus- und Weiterbildung sei ein sicheres Karrieremodell und
gleichwertig zur akademischen Bildung. Zudem sicherten
bestens ausgebildete Fachkräfte den Unternehmen die
IHK-Präsident Manfred Sattler (rechts) lobte bei der
Bestenehrung die ausgezeichneten Absolventen.
Leinen los: 1.000 Prüfer legten ab
Kraft, um den Nachwuchs an Fach- und
Führungskräften zu prüfen. Dieser
Nachwuchs ist der Garant für die Zukunft
der Menschen in unserer Region“, sagte
IHK-Präsident Manfred Sattler, der den
Gästen seinen besonderen Dank aussprach. Durch ihren Einsatz an Zeit,
Kompetenz, Erfahrung und dem
Fingerspitzengefühl würden sich die
Prüfer gewinnbringend für die Fachkräftesicherung im Land einsetzen. Insgesamt sind rund 3.500 Prüfer in den
Ausschüssen der IHK Koblenz tätig, die
jährlich rund 6.000 Abschlussprüfungen
und fast genauso viele Zwischenprüfungen abnehmen.
IHK-Journal 11/2014
FOTO: THOMAS FREY
Zum Ende der laufenden Berufungsperiode hatte die IHK Koblenz alle ehrenamtlichen Prüfer in der beruflichen Ausund Weiterbildung sowie die IHK-Lotsen
zur „Dankeschön“-Veranstaltung auf
eine Bootstour eingeladen. Mit der
MS RheinEnergie legten sie ab. „Alle
Prüferinnen und Prüfer opfern Zeit und
IHK INFORMIERT
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Berufswahl für Jugendliche erleichtern
Im Abschlussjahr müssen sich Schüler bilder und Sparten gibt es auch Leitfäden
mit ihrer beruflichen Zukunft auseinan- zur Berufsfindung oder Bewerbungen.
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Handelskammer (IHK) Koblenz
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Seiten starken Heft „Schule –
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und was dann?“ erhalten
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Der richtige Weg
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ildung, Beruf und
mehr ...
Wettbewerb für „Gesunde Betriebe“ startet
Die Vorteile einer betrieblichen Gesundheitsförderung liegen auf der Hand: sinkende Fehlzeiten, gesteigerte Produktivität, die Verbesserung des Betriebsklimas
oder die Bindung der Beschäftigten an
das eigene Unternehmen. Um engagierte
Betriebe zu würdigen, hat der Fachbeirat
der IHK und Handwerkskammer Koblenz
einen Wettbewerb ausgerufen: Teilnehmen können Unternehmen, die sich
schon eine längere Zeit mit betrieblicher
Gesundheitsförderung beschäftigen,
ebenso wie Betriebe, die gerade erst
damit beginnen. Die Bewerbungsphase
läuft vom 1. Dezember bis zum 28. Februar 2015. Ab Dezember können die entsprechenden Unterlagen auf www.ihkkoblenz.de heruntergeladen werden.
Kontakt:
Kerstin Wiertalla
0261 106-267
wiertalla@koblenz.ihk.de
Freie Maschinenkapazitäten zu vergeben
Mit der Maschinenkapazitäten-Börse
bietet die IHK Koblenz den ansässigen
Unternehmen eine Möglichkeit an, freie
Kapazitäten vorhandener Maschinen und
Anlagen über das Internet bekannt zu
geben. In Unternehmen ergeben sich
immer wieder Fälle, in denen dringend
freie Maschinenkapazitäten gesucht
werden. Vielleicht ist die eigene Maschine belegt oder durch einen Schaden
Ihr Büro
kurzfristig ausgefallen. Auf der anderen
Seite stehen teure Maschinen nicht ausgelastet in Unternehmen, was wirtschaftlich betrachtet nicht sinnvoll ist. Diesem
Wechsel von Angebot und Nachfrage soll
die Maschinenkapazitäten-Börse dienen. Die Maschinenkapazitäten-Börse
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8
IHK INFORMIERT
Jetzt GRW-Förderung beantragen
Gewerbesteuer ausrechnen
Die „Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ist
zum Start der neuen EU-Förderperiode neu aufgelegt worden.
Seit dem 1. Oktober können Unternehmen von den Fördermitteln für ihre Investitionen profitieren und bei der Investitionsund Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ihre Anträge stellen.
Bewerben können sich Unternehmen, die Errichtungs-, Erweiterungs- und Diversifizierungsmaßnahmen ergreifen. Das
Fördergebiet umfasst im Bezirk der IHK Koblenz die Landkreise Birkenfeld, Bad Kreuznach und Cochem-Zell. Die Fördersätze richten sich nach dem Standort und der Unternehmensgröße. Die Förderung setzt in der Regel die Schaffung
von Arbeitsplätzen voraus.
Weil über 60 Prozent der Kommunen im nördlichen Rheinland-Pfalz Anfang des Jahres ihre Gewerbesteuer erhöht haben,
entstehen für Unternehmen zusätzliche Belastungen. Die Höhe
der Steuern können Unternehmen jetzt ganz einfach mit dem
Gewerbesteuerrechner ausrechnen.
Das Online-Tool vergleicht auch, in welchen Gemeinden oder
Städten sich gegebenenfalls günstigere Standortbedingungen
bieten. Der Gewerbesteuerrechner ist unter www.ihk-koblenz.
de, Dok.-Nr. 115370, zu finden.
Mehr Informationen:
www.mwkel.rlp.de
Einblicke: IHK-Vollversammlung
für Firmen offen
IHK-zugehörige Unternehmen können nach vorheriger Anmeldung an den internen Sitzungen der IHK-Vollversammlung
teilnehmen. Die nächste Sitzung ist für Mittwoch, 3. Dezember 2014, von 15 bis 17:30 Uhr in der IHK Koblenz, Schlossstraße 2, angesetzt. Interessenten wenden sich bitte bis Freitag,
21. November 2014, schriftlich an die IHK Koblenz, Yvonne
Steininger, Schlossstraße 2, 56068 Koblenz, oder per E-Mail
an steininger@koblenz.ihk.de.
Auswärtiges Amt informiert IHKs
Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes, Berlin,
wird sofort aktiv, wenn in der Welt sich etwas ereignet, wovon
Deutsche betroffen sein könnten. Das können Entführungen,
Bürgerkriege, Flugzeugabstürze oder Naturkatastrophen sein.
Ab sofort erhalten die Industrie- und Handelskammern für
deren Unternehmen vom Krisenstab des Auswärtigen Amtes
Informationen in „Echtzeit“ über die Krisensituation.
Zu den Aufgaben des Auswärtigen Amtes zählen neben dem
Umgang mit akuten Krisenfällen auch die Vorsorge des Krisenzentrums. Dazu gehören zum Beispiel die Reise- und Sicherheitshinweise. Das Auswärtige Amt verfügt aber auch über
Informationen, die nicht die breite Masse und vor allem nicht
das Internet erreichen sollen. Den Kammern werden diese
Informationen nun allerdings für ihre Unternehmen zur Verfügung gestellt.
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IHK-Journal 11/2014
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WIRTSCHAFT IN ZAHLEN
So steht es um die Konjunktur
Die Konjunktur im nördlichen Rheinland-Pfalz hat zuletzt
deutlich an Schwung verloren, die Investitionsneigung der
heimischen Unternehmen sinkt. Das geht aus der aktuellen
IHK-Konjunkturumfrage unter mehr als 2.000 Mitgliedsunternehmen hervor. Die Betriebe beurteilen ihre aktuelle
Geschäftslage im Vergleich zum Frühjahr zurückhaltender
– und zwar branchenübergreifend. Waren es in der
Vorumfrage noch 44 Prozent, die von einer guten wirtschaftlichen Situation berichteten, so gilt das in diesem
Herbst nur noch für ein Drittel. Auch mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten macht sich
zunehmend Ernüchterung breit. Erstmals seit zwei Jahren
erwarten die Unternehmen unterm Strich eine Verschlechterung ihrer Geschäfte.
Konjunkturdaten Herbst 2014
Unternehmensantworten in Prozent; Saldo als Differenz von „gut/besser“ und „schlecht/schlechter“
schlecht /schlechter
befriedigend /gleichbleibend
gut / besser
Industrie
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
11
54
27
Investitionsneigung
Saldo +/–
57
26
Beschäftigungsneigung
Exporterwartungen
–11
16
50
14
+24
35
–2
24
69
+3
17
15
57
+13
28
Handel
Geschäftslage
Geschäftserwartungen
11
28
53
46
26
+5
22
26
Investitionsneigung
Beschäftigungsneigung
61
59
–9
19
+2
28
15
–11
34
+25
Dienstleistung
Geschäftslage
9
Geschäftserwartungen
20
Investitionsneigung
26
Beschäftigungsneigung
14
57
67
56
77
–7
13
–8
18
9
–5
Erwartungen fallen deutlich – trotz weiterhin guter Geschäftslage
WIRTSCHAFT IN ZAHLEN
Was die Unternehmer
schreckt …
Die konjunkturelle Entwicklung wird durch eine Reihe ökonomischer und politischer
Unsicherheiten sowie die zurückliegenden wirtschaftspolitischen Entscheidungen im
Inland gehemmt. Die weitere Entwicklung des Inlandsabsatzes ist mittlerweile Risikofaktor Nummer 1.
(Frage: „Wo sehen Sie die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres
Unternehmens?“; Unternehmensantworten in Prozent; Veränderung zur Vorumfrage in
Klammern)
Auslandsabsatz
Arbeitskosten
28
(+4)
35
Energie- und
Rohstoffpreise
(–12)
40
Wirtschaftspolitische
Rahmenbedingungen
(–11)
44
Inlandsabsatz
(+5)
58
Fachkräftemangel
(+13)
37
(–2)
Parallelen zu 2011
Der aktuelle konjunkturelle Trend verläuft analog zur Entwicklung
in 2011: Auf den Einbruch der Geschäfts- und Exporterwartungen
in der konjunkturbestimmenden Industrie zum Frühsommer 2011
folgte eine reale Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Statt weiterem Wachstum gab es in der Folgezeit eine
konjunkturelle Seitwärtsbewegung. Dieses Szenario ist auch
Industriekonjunktur im Zeitverlauf
Geschäftslage
jetzt wahrscheinlich. Beruhigend dabei: Das nachlassende
Wachstum hatte 2011 keine nennenswerten Auswirkungen auf
den Arbeitsmarkt. Weil die Wirtschaft um die zunehmende Fachkräfteproblematik weiß, scheint auch aktuell nicht die Gefahr
deutlicher Beschäftigungskorrekturen zu bestehen.
Geschäftserwartungen
Exporterwartungen
60
40
20
0
–20
– 40
– 60
III/2010
I/2011
II/2011
III/2011
I/2012
II/2012
III/2012
I/2013
II/2013
III/2013
I/2014
II/2014
III/2014
11
12
TITELTHEMA
DIE NÄCHSTE
GENERATION
AM START
Wie die Unternehmensnachfolge gelingt
Autorin: Frauke Blech
Fotos: Fotolia / privat
IHK-Journal 11/2014
DER NÄCHSTE BITTE:
WENN ES UM DIE SUCHE NACH EINEM NACHFOLGER GEHT,
SCHIEBEN GERADE EINIGE UNTERNEHMEN DIE ENTSCHEIDUNG AUF DIE LANGE BANK. DABEI IST EINE GUTE
VORBEREITUNG DAS A UND O.
Irgendwann stellt sich in jedem Familienunternehmen die
Frage, wer die Nachfolge antritt. Doch so einfach lässt
sie sich meist nicht beantworten, da mit einer Unternehmensnachfolge nicht nur die emotionale, sondern auch die
organisatorische und betriebswirtschaftliche Seite gelöst
werden muss. Für viele deshalb eine unangenehme Mammut-Aufgabe, die auf die lange Bank geschoben wird.
„Unternehmen sind oftmals nicht vorbereitet“, weiß Martin
Neudecker, Geschäftsführer Unternehmensgründung und
-förderung der IHK Koblenz. Gerade kleine und mittlere
Unternehmen seien seiner Einschätzung nach schlecht
aufgestellt. Durchschnittlich stehen in Deutschland jedes
Jahr etwa 22.000 Unternehmensnachfolgen an, wie eine
aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung
Bonn (IfM) zeigt. In Rheinland-Pfalz entspricht das etwa
einem Anteil von 1.000 pro Jahr. Mit 86 Prozent führt das
Alter den Grund für eine Nachfolge an, gefolgt von Tod
(zehn Prozent) und Krankheit (vier Prozent). Dabei bleiben 54 Prozent der Unternehmen in Familienhand, für
29 Prozent der Firmen wird eine externe Lösung gefunden,
in 17 Prozent der Fälle wird die Nachfolge unternehmensintern gelöst. Von einer Unternehmensnachfolge sind pro
Jahr in Deutschland etwa 60.000 Beschäftigte betroffen.
„Deshalb ist eine frühzeitige Regelung für den Notfall so
wichtig, um Verlust von Unternehmen und damit auch existenzgefährdende Arbeitsplatzverluste zu vermeiden“, sagt
Neudecker.
Wird sich nicht rechtzeitig um eine Nachfolge gekümmert,
steht nicht nur die eigene Altersvorsorge auf der Kippe,
auch Arbeitsplätze und das Unternehmen selbst mit seiner
Wertschöpfung für die Region sind dann gefährdet. Doch
soweit muss es gar nicht erst kommen. Wer die Nachfolge
rechtzeitig plant und angeht, kann den Staffelstab beruhigt
an die nächste Generation übergeben.
Magengrummeln bereitet vielen Unternehmern die Suche
nach dem geeigneten Nachfolger. Im Zuge des demografischen Wandels ist es nicht mehr selbstverständlich, das
Unternehmen in die Hände des Nachwuchses zu übergeben. Wenn das Unternehmen nicht in der Familie bleibt,
kommt nur eine externe Lösung infrage. Das kann auch
TITELTHEMA
Fahrplan Unternehmensnachfolge:
mit einer Existenzgründung einhergehen. Neudecker
empfiehlt auch wegen des Zeitaufwandes mindestens drei
bis fünf Jahre für die Nachfolge einzuplanen, damit es am
Schluss nicht zu übereilten Lösungen kommt und damit das
Unternehmen nicht in Gefahr gerät.
Hilfestellung gibt die IHK Koblenz mit einem breiten Beratungsangebot. Erste Orientierung kann in einem persönlichen Gespräch gegeben werden. Auch über eine Existenzgründung berät die IHK Koblenz. Für den Eigenbedarf
stehen im Internet zudem Checklisten zum Download
bereit. Unternehmer können in der Unternehmensbörse ihr
Angebot unterbreiten. Das Notfall-Handbuch bietet nicht
nur in schwierigen Zeiten einen Leitfaden für die Unternehmensnachfolge an.
Kontakt:
Claudia Nebendahl
0261 106-262
nebendahl@koblenz.ihk.de
1. Vorbereitung
Etwa drei bis zehn Jahre vor der geplanten
Übergabe sollte der Inhaber sein Unternehmen
fit für die nächste Generation machen.
2. Nachfolger finden
Spätestens drei Jahre vor der absehbaren
Übergabe sollte mit der Suche nach einem
Übernehmer begonnen werden.
3. Unternehmen übergeben
Spätestens zwölf Monate vor Abschluss der
Nachfolge muss der Prozess der Übergabe
beginnen.
4. „Stunde null“
Nach Übergabe des Unternehmens muss das
Spannungsfeld der Interessen aller Beteiligten gelöst sein.
Die Vorkehrungen sollten schon weit im Voraus geregelt sein
(siehe 1.).
13
14
TITELTHEMA
Drei Generationen (von links): Hans-Joachim Klein (Vater), Manfred Klein (Großvater) und Unternehmensnachfolgerin
Johanna-Josephin Klein bei ihrem Foto-Shooting für das Betriebsfamilienalbum.
Frisch im Grillhähnchen-Business
Über Grillhähnchen hat sich Johanna-Josephin Klein in ihrem
erziehungswissenschaftlichen Studium keine Gedanken
gemacht. Das hat sich aber vor drei Jahren geändert, als die
27-Jährige, zunächst mit einem Home-Office, langsam in den
Familienbetrieb Gaumenschmaus eingestiegen ist. Jetzt tritt
sie immer weiter in die Fußstapfen ihres Vaters Hans-Joachim
Klein, der das Unternehmen mit über 186 Frischgrillstationen
jetzt in zweiter Generation führt.
Für die 27-Jährige lag der Betrieb in weiter Ferne und die Pläne
von Johanna-Josephin Klein waren im Studium noch ganz
anders. „Eigentlich wollte ich in der Psychiatrie arbeiten“, blickt
sie zurück. Doch vor drei Jahren beschäftigte sie sich mit der
Nachfolge des in Oberhonnefeld ansässigen Familienunternehmens Gaumenschmaus. „Ich habe den Anspruch, langsam alles
zu übergeben“, sagt Vater Hans-Joachim Klein. Denn in zehn
Jahren möchte er sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Neben ihrem Studium stieg die 27-Jährige vor drei Jahren
dann zunächst langsam von zu Hause aus in den Betrieb ein.
„Ich habe die Vielfältigkeit im Betrieb gemocht, und es hat mir
viel Spaß gemacht. Im Home-Office kam mir der Betrieb dann
näher“, sagt sie. Der Entschluss, das Familienunternehmen in dritter Generation
zu übernehmen, festigte
sich. „Ich wollte die Verantwortung mit Bedacht wählen“, sagt sie. Klein absolvierte letztes Jahr trotzdem
ihren Master als Erziehungswissenschaftlerin und bereitete sich in den Wochen
danach auf ihr Orientierungsjahr, wie sie es selbst nennt, vor.
Ähnlich einem Trainee durchlief sie alle Abteilungen im Betrieb.
„Das Jahr hat mir gezeigt, dass es für mich die richtige Entscheidung war“, sagt sie.
Die zwölf Monate waren für sie ein realistischer Zeitraum, um
alles zu lernen und zu sehen. Aber es kamen auch Fragen auf.
„Ich bin in den ersten vier Monaten mit Dingen konfrontiert
worden, von denen ich noch nie etwas gehört habe“, sagt sie.
Sie ließ sich alles erklären und abends setzte sie sich zu Hause
an den Schreibtisch und arbeitete Wissen auf. Jetzt legt sie den
Betriebswirt mittels Fernstudium noch nach. Mit der neuen
Aufgabenstellung sei sie auch gegenüber Geschäftspartnern
oder der Bank offen umgegangen. „Ich habe mich nicht verstellt
und jeder hatte Geduld“, sagt sie. Aber auch persönliche Belange beschäftigten die Unternehmernachfolgerin. Da sie als
Scheidungskind aufgewachsen war, machte sie sich Gedanken
über die Zusammenarbeit mit ihrem Vater. „Ich wusste nicht,
ob das mit meinem Vater im Betrieb funktionieren würde“, sagt
sie. Jetzt ist das Vertrauensverhältnis so groß, dass sie sich die
beiden ohne Worte verstehen.
Auch wenn sich Hans-Joachim Klein zurückziehen will, ist er für
seine Tochter immer noch ein Fels in der Brandung. „Ich weiß,
dass sie Fehler machen wird und stolpern wird, ich helfe ihr
dann aber wieder auf“, sagt der 54-Jährige. Bis zu seinem Rückzug in zehn Jahren sieht er sich selbst als Stütze am Baum, der
irgendwann alleine wachsen muss. „Mein Ansporn ist es, ihr ein
gutes Rüstzeug an die Hand zu geben“, sagt er. Eine kurzfristige
Unternehmensnachfolge käme für ihn deshalb auch nicht in
Frage. „Das wär dem Unternehmen nicht gerecht geworden“,
sagt er. So haben Vater und Tochter die optimale für sich
gefunden.
TITELTHEMA
Jung-Unternehmerin Claudia Schrod an einer alten Tiegel-Maschine in ihrer Druckerei.
Die 25-Jährige hat den Betrieb vor anderthalb Jahren übernommen.
Mit 23 Jahren durchgestartet
Stampfende Maschinen, Druckfarben, Papierbögen: Schon
seit Kindesbeinen an ist Claudia Schrod mit dem Innenleben
einer Druckerei vertraut. Seit etwa anderthalb Jahren ist die
25-Jährige selbst Inhaberin einer Druckerei. Allerdings hat
sie nicht den elterlichen Betrieb im Hunsrück übernommen,
sondern trat mit 23 Jahren die Nachfolge der seit 85 Jahren
bestehenden Druckerei Seyl in Koblenz in vierter Generation
an.
„Es hat schon immer Spaß gemacht“, blickt Claudia Schrod
zurück. Bereits von klein auf habe sie in der Druckerei ihrer
Eltern alle Abteilungen kennengelernt und mitgeholfen. „Ich
bin da reingewachsen“, sagt die 25-Jährige. Als sich Druckerei-Inhaber Udo Seyl, der die Druckerei in dritter Generation
führte, dann vor anderthalb Jahren in Rente verabschieden
wollte, schaute er sich nach einem Nachfolger um, weil seine
Kinder den Betrieb nicht übernehmen wollten. Er bot zunächst
den Eltern von Schrod die Druckerei an. „Er wollte für seinen
Betrieb sorgen“, erzählt Schrod. Kunden und Mitarbeiter
sollten versorgt sein. „Wir haben viel überlegt, aber ich sehe
es als große Chance, die man nicht immer bekommt“, sagt
Schrod, die nach ihrem Studium zur Wirtschaftsingenieurin in
den Betrieb einstieg. Sie und ihre Eltern setzten sich mit Seyl
an einen Tisch und führten Gespräche über die Übernahme.
„Es hat einfach gepasst“, sagt sie. Passend war auch, dass die
Kapazität der beiden Druckereien ähnlich ist.
Weil Claudia Schrod schon Erfahrung aus der elterlichen Druckerei mitbrachte, sei ihr die Übernahme leichter gefallen.
Selbst die Hürden Kredit und Bürokratie seien ihr nicht so
schwer vorgekommen, weil sie ihre Eltern im Rücken hatte.
„Es kommt schon viel auf einen zu, aber weil meine Eltern den
Betrieb haben, konnte ich das anders einschätzen“, sagt sie.
Zudem führte der Vorbesitzer sie fünf Monate in den Betrieb
ein. „Es war alles sehr fließend“, beschreibt sie.
Fraglich war zum Zeitpunkt der Übernahme für die Wirtschaftsingenieurin, wie die Kunden auf die neue Besitzerin
reagieren. „Aber es hat hier gut geklappt“, erklärt Schrod. Mit
den fünf Mitarbeitern, die mit der Übernahme geblieben sind,
sei es ebenfalls reibungslos gelaufen. „Ich wurde gut angenommen, bestimmt auch, weil ich schon Erfahrung habe“, sagt
Schrod. Auf die im Gewerbe schwierige Situation habe sie sich
eingestellt. Neben den gängigen Produkten wie Flyern, Broschüren, Blocks, Briefbögen sowie Visitenkarten biete die
Druckerei auch Nischenprodukte an. Den Vorteil sieht sie
auch darin, dass im Haus alle Vorgänge, von der Vorstufe bis
zur Weiterverarbeitung, angeboten werden könnten. Mit Blick
in die Zukunft will Schrod den Digitaldruck-Bereich noch weiter ausbauen, damit auch Kleinauflagen angeboten werden
können. Auch wenn es Situationen gibt, die für die junge Inhaberin neu waren und sind, sieht sie die als Herausforderung,
um ihr Wissen zu erweitern. „Es ist jeden Tag ein neues Erlebnis“, sagt die 25-Jährige.
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16
TITELTHEMA
Werner Schweinsberg hat sich nach seiner 25-jährigen Karriere für ein eigenes Unternehmen
entschieden. Den passenden Betrieb hat er über die Unternehmensbörse gefunden.
IHK-Journal 11/2014
Drum prüfe, wer sich ewig bindet
Was tun, wenn man in seinem Beruf so ziemlich alles erreicht
hat? Ein Unternehmen kaufen. Das hat jedenfalls Diplom-Ingenieur Werner Schweinsberg gemacht. Im Juli letzten Jahres
übernahm er die Firma AKMA Gebr. Schwarz mit Sitz in Altenkirchen im Westerwald. Es war Liebe auf den ersten Blick.
„Nach 25 Jahren intensiver Arbeit, auch im Top-Management,
versuche ich es mit meinem eigenen Betrieb“, fasst Werner
Schweinsberg zusammen. Der diplomierte Ingenieur war
nach seinem Studium im Maschinen- und Anlagenbau in verschiedenen Positionen tätig. „Ich habe es nach dem Studium
verpasst, mich selbstständig zu machen“, erzählt er. Dann
kam der Punkt, dass Schweinsberg nach den unterschiedlichen Stationen schließlich keine Perspektive mehr in seinem
Beruf sah. Ein Freund im ähnlichen Alter und in ähnlicher
Position wechselte wegen eines befristeten Arbeitsvertrages
in die Unternehmensberatung. Für Schweinsberg keine Option. Der eigene Betrieb wurde für ihn wieder interessant.
Immer wieder schaute sich der Diplom-Ingenieur in der
nexxt-change Unternehmensbörse nach einem passenden
mittelständischen Betrieb
um. Seine intensive Suche
begann zwischen 2008 und
2009. „Ich war auch wählerisch“, gesteht er. Denn
Schweinsberg suchte etwas
in der Nähe und in seinem
Metier. Ein Angebot kam,
das sei aber nicht das Richtige gewesen. Dann entdeckte er das mittelstän-
dische Maschinen- und Anlageunternehmen in Altenkirchen.
„Ich habe mich gleich verliebt, als ich den Laden das erste Mal
gesehen habe“, schwärmt er.
Nicht nur das Äußere stimmte, auch die inneren Werte des
Betriebes AKMA Gebr. Schwarz sagten ihm zu. „Die Firma
machte einen ordentlichen Eindruck, und die Umstände waren
nachvollziehbar, warum die Altgesellschafter abgeben
wollten“, berichtet Schweinsberg. Für ihn war es nach dem
Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann“ genau der richtige Zeitpunkt. Trotz seiner gesammelten Erfahrungen wollte sich
Schweinsberg bei der Übernahme nicht auf sich selbst verlassen. Er suchte den Kontakt zur Industrie- und Handelskammer
Koblenz, um sich unter anderem zu Existenzgründung und
Business-Plan beraten zu lassen. „Das gab mir Sicherheit“,
sagt er. Die Kreditaufnahme ging seinem Eindruck nach reibungslos. Trotzdem musste er sich noch fachlich von Holz auf
Kunststoff umstellen. „Das habe ich mir einfacher vorgestellt“,
gesteht er. Anfangs sei es mit den Alt-Kunden auch nicht einfach gewesen, das Vertrauen baute Schweinsberg aber wieder auf. „Wir haben uns gut präsentiert und unsere Kunden
behalten“, sagt er.
Nach gut einem Jahr ist der Eigentümerwechsel jetzt vollbracht. Aus der AKMA Gebr. Schwarz hat Schweinsberg die
AKMA Technology GmbH gemacht und sich auf die aufgabenspezifische Kundenberatung und Anlagenplanung für die
Kunststoffverabeitung sowie artverwandte Prozesslinien
spezialisiert. Das Betriebsnetz wird stetig erweitert. „Wir
haben Anfragen und konnten uns am Markt positionieren“,
sagt er. Derzeit beschäftigt Schweinberg sechs Angestellte.
Tendenz steigend.
TITELTHEMA
Verschiedene IHK-Angebote zur Unternehmensnachfolge
Für den Fall der Fälle kann vorgesorgt werden: Das Notfall-Handbuch gibt Orientierung und Anregungen und ist zugleich Werkzeug für wichtige Regelungen.
Zusammentreffen neue Angebote entwickelt werden. Nähere
Informationen und das elektronische Anmeldeformular sind auf
www.ihk-koblenz.de, Dok.-Nr.124752, zu finden.
Insbesondere folgende Punkte sollten geregelt sein:
Kontakt:
Claudia Nebendahl
0261 106-262
nebendahl@koblenz.ihk.de
•
eine geregelte Stellvertretung
•
Vollmachten für alle Konten
•Unternehmertestament
•
Liste der wichtigsten Lieferanten und Kunden
•
Anweisung für wichtige Projekte
•
Passwörter, Codes und PINs für Computer,
Online-Banking
•
Wo finden sich die wichtigen Unterlagen,
Schlüssel usw. des Unternehmens?
Das Notfall-Handbuch der IHK steht im Internet unter www.ihkkoblenz.de unter der Dok.-Nr 2478 bereit. Es wird aber auf
Wunsch auch per Post an Sie geschickt.
Info-Veranstaltung im November
Die IHK Koblenz hat sich mit den Kammern der Rechtsanwälte,
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zusammengeschlossen, um
am Donnerstag, 27. November, 17 Uhr, bei einer Impulsveranstaltung über das Thema Unternehmensnachfolge umfassend zu
informieren. Es stehen Praxisberichte von Unternehmensübergaben und die damit verbundenen notwendigen Regelungen im Vordergrund. Familiäre Hürden, wie die Entscheidung über eine
betriebsinterne oder externe Nachfolge, sollen beleuchtet werden. Auch die Regelungen des letzten Willens, der Schutz vor
unnötigen Steuerbelastungen und eine faire Verteilung sollen
thematisiert werden. Nach der Veranstaltung sollen aus dem
Martin Neudecker
0261 106-309
neudecker@koblenz.ihk.de
Nachfolgesuche im Netz
Kann das Unternehmen aus verschiedenen Gründen nicht innerhalb der Familie weitergeführt werden, bietet sich eine externe
Lösung an. Die nexxt-change Unternehmensbörse hilft Anbietern, aber auch Suchenden gleichermaßen weiter.
Wer sein Unternehmen zum Kauf anbieten will, kann es mit einem
kostenlosen Inserat in der Börse veröffentlichen. Ziel der
nexxt-change Unternehmensbörse ist es, verkaufswillige Unternehmer und Existenzgründer zusammenzubringen. Auf Hilfe müssen Inserenten dabei nicht verzichten: Die nexxt-Regionalpartner
betreuen die Veröffentlichung der Anzeigen und vermitteln zwischen den Nutzern. Die IHK Koblenz ist für Mitgliedsunternehmen gerne als Regionalpartner tätig.
Kontakt:
Renate Diehl
0261 106-167
diehl@koblenz.ihk.de
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18
POLITIK AKTUELL
DIHK: Neues aus Berlin und Brüssel
Informationspflicht verhindert
BRÜSSEL. Die Informationspflichten bei den neuen EU-Finanzierungsinstrumenten
konnten eingedämmt werden. Das konnten DIHK, ZDH, KfW, europäischer Bankenverband und die Deutsche Kreditwirtschaft jetzt gemeinsam erreichen. Außerdem
wurde die Veröffentlichung von Kreditdaten für den Großteil der Unternehmen mit
dem Hinweis auf den besonderen Vertrauensschutz verhindert. Zunächst waren
zusätzliche Informationspflichten geplant, damit Betriebe über den Ursprung der
Fördermittel, die sie über ihre Hausbanken, Förder- und Bürgschaftsbanken erhalten, genau informiert sind. Zusätzlich sollten Informationen über die geförderten
Kredite im Internet veröffentlicht werden.
Jahressteuergesetz
stößt auf Kritik
Familienpflegezeit:
Belastung für Betriebe
Nachweisführung
aufgehoben
BERLIN. Teile des geplanten Jahressteuergesetzes kritisieren der DIHK und
andere führende Wirtschaftsverbände
in einer Stellungnahme. Der vorgesehene Schnellreaktionsmechanismus in
der Umsatzsteuer, der es dem Finanzministerium ermöglicht, für einzelne Waren
die Steuerschuldnerschaft kurzfristig
vom Lieferanten auf den Abnehmer zu
ändern, würde zu erheblicher Rechtsunsicherheit und steigenden Bürokratiekosten bei den Unternehmen führen.
Auch bei der lohnsteuerlichen Behandlung sehen die Verbände Nachbesserungsbedarf. So ist geplant, den steuerfreien Betrag von 110 Euro auf 150 Euro
anzuheben – das sei zwar grundsätzlich
richtig, aber noch viel zu niedrig.
BERLIN. In seiner Stellungnahme zum
Pflegevereinbarungsgesetz hat der
DIHK den vorgesehenen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit scharf
kritisiert. Dieser berücksichtige die
betrieblichen Belange nicht ausreichend
und stelle eine erhebliche zusätzliche
Belastung der Unternehmen dar. Hieran
ändere auch eine Ausnahme für Betriebe
bis 15 Beschäftigte wenig. Aus Sicht des
DIHK sind freiwillige, individuelle Vereinbarungen zwischen Betrieben und
Beschäftigten der bessere Ansatz, um
eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflegeaufgaben zu erreichen.
BRÜSSEL. Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie hat einen Entwurf für die Anpassung der erst ein Jahr
alten Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung vorgelegt. Wie vom DIHK
gefordert, werden damit unklare und in
sich teilweise widersprüchliche Anforderungen an die Nachweisführung
behoben. Allerdings kann der Vollzug
der Verordnung für Unternehmen und
Behörden wesentlich einfacher ausgestaltet werden, ohne das Ziel der Effizienzsteigerung zu konterkarieren. Darauf
weist der DIHK hin. Zu den DIHK-Vorschlägen gehören die Möglichkeit der
internen Auditierung für KMU sowie die
Anerkennung der dreijährigen Gültigkeit
der DIN EN ISO 50001-Zertifikate bzw.
EMAS-Registrierungsbescheide.
IHK-Journal 11/2014
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POLITIK AKTUELL
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Neues aus Rheinland-Pfalz
Wer sind die TOP-Arbeitgeber im Land?
Erstmals hat die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz die
beschäftigungsstärksten Arbeitgeber bundesweit in einer
Unternehmensumfrage ermittelt. Die 120 Unternehmen mit
mehr als 500 Beschäftigten wurden gebündelt in einer Broschüre veröffentlicht. Die Daten basieren auf freiwilligen
Angaben der Betriebe.
Aus der Erhebung geht hervor, dass die 120 Unternehmen in
Rheinland-Pfalz zusammen mehr als 193.000 Menschen
beschäftigen. Die Größenordnung reicht dabei von 500 (APL
Automobil-Prüftechnik Landau GmbH) bis hin zu 35.000
(BASF SE) Beschäftigten. „Wir möchten mit unserem Bericht
auf die Beschäftigungswirkung und die gesamtwirtschaftliche
Bedeutung der Unternehmen aus Industrie, Handel und
Dienstleistungen aufmerksam machen“, erklärt Robert Lippmann, Federführer Standortpolitik der IHK-Arbeitsgemeinschaft.
In den erfassten Großbetrieben sind laut des Berichts rund
15 Prozent der landesweit 1,29 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten tätig. Unter den größten Arbeitgebern hat die Industrie mit 78 Unternehmen einen bedeutenden
Anteil. Hohe Beschäftigtenzahlen gibt es vor allem bei den
Automobilzulieferern, dem Maschinen- und Fahrzeugbau
sowie den Herstellern von Chemie-, Kunststoff- und Pharmaprodukten.
Nationalpark: Realistische Kostenschätzung nötig
Anlässlich der Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen
Rheinland-Pfalz und dem Saarland zur Errichtung des „Hunsrück-Hochwald“-Nationalparks fordern die Industrie- und
Handelskammern (IHKs) Koblenz, Trier und Saarland erneut
eine realistische Einschätzung der Kosten und Folgen. „Die in
den Gesetzesentwürfen genannten Belastungen von 1,75 Millionen Euro jährlich für Rheinland-Pfalz sind aus Sicht der
regionalen Wirtschaft deutlich zu niedrig angesetzt“, sagt
Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.
Fachleute hatten die Kosten mit drei bis sechs Millionen Euro,
insbesondere in der Startphase, deutlich höher angesetzt,
fügte Rössel hinzu. Deshalb fordern die IHKs die Landesregierung dazu auf, die Kosten genau zu prüfen. „Wir sehen im
touristischen Bereich Chancen für eine positive Entwicklung
durch den Nationalpark“, sagt Rössel. Deshalb sei es notwendig, den Nationalpark als touristisches Alleinstellungsmerkmal zu positionieren und dafür die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.
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Wir schaffen die Verbindungen.
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POLITIK AKTUELL
Hingehört
Nachwuchs:
50plus: Warum sind Mitarbeiter über 50
wichtig für Ihr Unternehmen?
Mehr als ein Viertel der rheinland-pfälzischen Bevölkerung wird in 15 Jahren 65 Jahre und älter sein. In der Wirtschaft wird
sich dann eine klaffende Lücke an Fachkräften auftun. Jedoch muss die Generation 50plus mit Vorurteilen kämpfen, weil sie
als unfit, unproduktiv und unflexibel abgestempelt wird. Deshalb haben wir uns bei den Unternehmen umgehört, die sich an
der von der IHK Koblenz initiierten Imagekampagne 50plus beteiligt haben, warum sie auf ihre 50plus-Mitarbeiter Wert
legen.
EVA ANDREA BÖHM, KAUFMÄNNISCHE LEITUNG, ZIPPERT SPEDITION
„Als Arbeitgeber müssen wir uns heute der Realität des Arbeitnehmermarktes stellen. Kein Unternehmen kann es sich leisten, einzelne Arbeitnehmergruppen auszuschließen. Die Generation 50+ wurde lange Zeit mit vielen Vorurteilen belegt, die
den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwerten. In unserer täglichen Praxis zeigt sich
jedoch, dass die über 50-Jährigen mit Engagement, Zuverlässigkeit und der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor sind. Wer
dauerhaft ein erfolgreiches Team führen möchte, wird nicht auf die Lebens- und
Berufserfahrung der Generation 50+ verzichten können.“
IHK-Journal 11/2014
STEFAN SCHWADERLAPP, GESCHÄFTSFÜHRER EXEC SOFTWARE TEAM GMBH
„Unsere Mitarbeiterin Marianne Spang war 1997 die erste Frau bei EXEC. Ihre Aufgabe
war es, das damals noch junge Unternehmen mit jungen engagierten Informatikern
optimal zu organisieren. Frau Spang kennt sich deshalb mit den Prozessen in unserem
Hause bestens aus. Für ihre jungen Kollegen ist sie heute in allen Belangen eine wertvolle Ansprechpartnerin, eben weil sie zudem über eine ausgeprägte Sozialkompetenz
verfügt – eine Kompetenz, die von Jahr zu Jahr gewachsen ist. Auch die Geschäftsleitung
zählt sie zu ihren wichtigsten Vertrauten. In unserer Branche muss man täglich bereit sein, aktiv Neues zu erlernen. Junggebliebene Menschen über 50 – wie Marianne
Spang – bringen dazu allemal die nötige Lernbereitschaft, -fähigkeit und Neugier mit.
Vermutlich liegt das bei Frau Spang am täglichen Umgang mit jungen Softwareentwicklern. Zusammengefasst: langjährige Erfahrung, Lernbereitschaft, gepaart mit ausgeprägter sozialer Kompetenz. Ein wichtiger Trumpf fürs ganze Unternehmen.“
CHANTAL HOLZKNECHT, VERKAUFSLEITUNG, BUCHHANDLUNG REUFFEL
„Das Alter sollte kein Einstellungskriterium sein. Was zählt, sind das Können, die
Freude an der Arbeit und die Leistungsbereitschaft. Von der bereits gesammelten
Lebenserfahrung und dem Fachwissen profitieren nicht nur die jüngeren Mitarbeiter, sondern auch unsere Kunden. Erfahrenere Mitarbeiter strahlen ein gewisses
Maß an Ruhe und Gelassenheit aus und schaffen damit die notwendige Balance.
Wenn es einmal ,unruhig‘ wird, behalten sie durch ihren Erfahrungsschatz den Überblick. Daher ist es wichtig, einen gesunden Mix aus jüngeren und älteren Mitarbeitern zu haben, um auch ein ,Füreinander‘ zu entwickeln. Teams, die sich durch
unterschiedliche Persönlichkeiten, Altersklassen und Erfahrungen auszeichnen,
sind erfolgreicher und können so den unterschiedlichsten Kunden ein schönes Einkaufserlebnis bereiten.“
POLITIK AKTUELL
Zur Sache
DIE BRÜCKE MUSS ENDLICH HER
Da ist sie wieder – die Diskussion zur Brücke über den Mittelrhein. Man brauche die feste Querung unbedingt, sie sei
unverzichtbar und überhaupt – sagen derzeit wichtige Landespolitiker bei jeder Gelegenheit. Selbst wer nicht auf den Kalender schaut, kann hieran gut erkennen, dass der Wahlkampf zur
Landtagswahl 2016 schon jetzt begonnen hat. Nun ist es ja
gut, dass das Thema wieder prominent auf die Tagesordnung
gesetzt wurde – wäre da nicht der fade Beigeschmack nach
der letzten Wahl 2011. Man erinnere sich:
Landauf, landab – in der Region zumal – wurde 2010 und 2011
von nahezu allen Parteien die Unverzichtbarkeit einer Mittelrheinbrücke bei St. Goar–St. Goarshausen fast schon in Stein
gemeißelt. Die Brücke müsse her und daran führe kein Weg
vorbei. Das sieht die heimische Wirtschaft im Übrigen ganz
genauso.
Doch dann kam’s anders: Wahl vorbei – Thema erledigt. Man
versteckte sich hinter Koalitionszwängen – und schob das
Thema beiseite. Da spielte es auch keine Rolle, dass eine überwältigende Mehrheit in der Region dieses Bauwerk bis heute
herbeisehnt. Man könnte meinen: Basisdemokratie gibt’s nur
dann, wenn es gerade passt. Wirklich gefragt waren damals
Meinung und Wunsch der Region dann doch nicht.
Stattdessen bestimmen ideologische Gräben und ein vermeintlich gefährdeter Welterbestatus, wohin der Weg für alle
anderen hinzugehen hat. Der Kollateralschaden solcher Politik wurde billigend in Kauf genommen. So stehen sich bei der
Mittelrheinbrücke Politikverdrossenheit und Machterhalt,
Bürgerwille und Koalitionsgeschacher gegenüber.
Und jetzt, gut drei Jahre später? Wird das gleiche Spielchen
nochmals auf dem Rücken der Bürger und Unternehmen in der
Region ausgetragen? Mag es nach den Erfahrungen aus der
Vergangenheit auch schwerfallen: So darf man nicht
denken.
Der preisgekrönte deutsche Schriftsteller Paul Mommertz
hat es einmal so formuliert: „Wer sich verrannt hat, braucht
Brücken, nicht Mauern.“ Der Wille der Menschen wird sich am
Ende doch durchsetzen, denn er hat im Zweifel einen längeren
Atem als eine Legislaturperiode. Ob der Brückenbau doch
erfolgt, werden wir vielleicht schon am Wahlabend im Frühjahr
2016 erfahren. Bis dahin gilt es, sich weiter für die Mittelrheinbrücke einzusetzen, wachsam zu sein und am Ende die Politik
beim Wort zu nehmen. Entmutigen lassen gilt nicht!
Richard Hover
02602 1563-12
hover@koblenz.ihk.de
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WIRTSCHAFTSTRENDS
WER SOLL SICH
BLOSS UM MUTTER
KÜMMERN?
IHK-Journal 11/2014
WENN ES UM DIE VEREINBARKEIT VON FAMILIE
UND BERUF GEHT, WIRD IN DEN KOMMENDEN
JAHREN AUCH DAS THEMA PFLEGE EINE IMMER
GRÖSSERE ROLLE SPIELEN. UNTERNEHMEN
MÜSSEN SICH DARAUF EINSTELLEN, DASS IHRE
MITABREITER ANGEHÖRIGE PFLEGEN. ABER WIE?
Die Zahl macht nachdenklich: Acht Jahre – so lange dauert
eine Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen im Schnitt.
Acht Jahre, in denen auch die Angehörigen gefordert sind.
Manchmal ist es nur ein Einkauf oder die Fahrt zum Arzt,
manchmal braucht es Betreuung und Hilfe zu allen Tageszeiten. „Die Pflege kann für Erwerbstätige ein zweiter Job
nach dem Job sein“, sagt Sophie Geisel vom Netzwerkbüro
„Erfolgsfaktor Familie“, das beim Deutschen Industrie- und
Handelskammertag (DIHK) in Berlin angesiedelt ist. Gerade
für Erwerbstätige kann die Pflege ihrer Angehörigen damit
zur Belastung werden. Im Schnitt bringen sie 25 Stunden in
der Woche für die Pflegetätigkeit auf.
Man muss kein Demografie-Experte sein, um zu begreifen,
dass es in Zukunft immer mehr Menschen geben wird, die
sich um ihre Angehörigen werden kümmern müssen. Auch
die Wirtschaft muss sich darauf einstellen, denn wer – beispielsweise die eigenen Eltern – pflegt, ist häufig im besten
Alter, im Unternehmen gut positioniert – und damit als Fachkraft wichtig.
Doch viele Betriebe haben sich bisher mit dem Thema eher
am Rande auseinandergesetzt. Vereinbarkeit von Familie
und Beruf – da denken die allermeisten erst einmal an die
Kinderbetreuung. Und dort engagieren sich auch viele
Unternehmen, professionalisieren ihre Personalpolitik entsprechend. Kürzlich hat der erste Mittelständler in Rheinland-Pfalz eine firmeneigene Kita eröffnet (lesen Sie den
Bericht auf Seite 42). Doch auch bei unseren Recherchen in
der Region reagierten viele zurückhaltend: „Pflege? Kein
Thema bei uns.“
WIRTSCHAFTSTRENDS
Dennoch zeigt das IHK-Unternehmensbarometer: Jedes zweite Unternehmen unterstützt seine Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Praxis macht’s: Spätestens
dann, wenn ein Mitarbeiter wegen eines Pflegefalls Unterstützung sucht, müssen Lösungen her. Sophie Geisel weiß: „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen beginnen dann,
sich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn sie persönlich
betroffen sind.“
Globus schreitet vorweg
Geradezu vorbildlich ist die Handelskette Globus auf dem
Gebiet schon seit einigen Jahren unterwegs. Globus wurde
bereits mehrfach mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und
Privatleben ausgezeichnet – individuelle Lösungen für die Mitarbeiter gehören zur gelebten Unternehmenskultur. „Ein Pflegefall ist nicht planbar, das kann auch den Personaler an seine
Grenze bringen. Da sind Hilflosigkeit und Betroffenheit mitunter auch groß“, sagt Petra Kannengießer, Bereichsleiterin bei
der Warenhauskette. Deshalb entschied man sich bei Globus,
das Ganze professionell aufzustellen. So bietet das Unternehmen seinen mehr als 25.000 Mitarbeitern in Deutschland inzwischen
eine Hotline, einen „Pflegenavigator“, der die wichtigsten Antworten
rund um das Thema bietet, eine NotMillionen Pflegefallmappe – und vor allem: individubedürftige gibt es in
elle Beratung und flexible ArbeitsDeutschland.
zeitmodelle, die auch einzelne Pflegesituationen berücksichtigt. Mehr
2,5
als zwei Drittel der Beschäftigten bei Globus sind weiblich –
und die Frauen sind im Schnitt 43 Jahre alt, in einem Alter also,
in dem vielleicht Pflegefälle in der Familie auftreten.
Petra Kannengießer ist überzeugt, dass es sich für Unternehmen lohnt, ihnen dann zur Seite zu stehen: „Wir haben die
Erfahrung gemacht, dass unsere Mitarbeiter nur dann Bestleistungen erbringen können, wenn es ihnen auch im privaten
Umfeld gut geht.“ So gehörte Globus auch zu einem der Ersten,
der in Deutschland die Familienpflegezeit für seine Mitarbeiter anbot – eine freiwillige Leistung auf Basis des Familienpflegezeitgesetzes.
Dabei können Beschäftigte ihre Arbeitszeit für maximal zwei
Jahre auf bis zu 15 Stunden Wochenarbeitszeit reduzieren,
der Arbeitgeber gewährt einen Lohnvorschuss, der nach der
Pflegezeit wieder ausgeglichen wird. „Leider ist die Nachfrage vergleichsweise gering, da viele Familien durchgehend
auf das volle Gehalt angewiesen sind“, schildert Petra
Kannengießer.
Kritik an der Pflegezeit
Diese Lücke will die Bundesregierung nach Möglichkeit schließen – Angehörige von Pflegebedürftigen sollen einen Rechtsanspruch bekommen, bis zu 24 Monaten ihre Arbeitszeit zu
reduzieren, ein zinsloses Darlehen soll ihnen in dieser Zeit
helfen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Petra Kannengießer von Globus sieht in der „neuen“ Familienpflegezeit einen
klaren Vorteil für die Mitarbeiter: die soziale und finanzielle
Absicherung. Für sie ist die Pflegezeit die „beste Lösung, die
es gibt“.
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24
WIRTSCHAFTSTRENDS
Die IHK Koblenz begrüßt die Bemühungen, die Vereinbarkeit
von Familie, Pflege und Beruf zu verbessern. Gleichzeitig sieht
IHK-Expertin Kerstin Wiertalla die Pläne zur neuen Familienpflegezeit kritisch: „Der vorgesehene Rechtsanspruch belastet die Unternehmen, besonders kleine und mittlere Betriebe
stünden dadurch vor erheblichen organisatorischen und bürokratischen Herausforderungen.“ Gerade diese bemühten sich
aber zunehmend um passgenaue Angebote. „Ein starrer
Rechtsanspruch steht individuellen und kreativen Lösungen
in den Unternehmen entgegen.“ Überdies sei die Bereitschaft,
die Pflegezeit freiwillig anzubieten, in den Unternehmen
durchaus gegeben – wenn es ihnen denn eben möglich ist.
Eine Untersuchung des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik der Universität Münster zeigt, dass es
sich lohnt, sich mit den Möglichkeiten zumindest intensiv
auseinanderzusetzen. Die Wissenschaftler gehen davon, dass
die betrieblichen Folgekosten einer mangelnden Verein-
Linktipps zum Thema:
www.erfolgsfaktor-familie.de
www.familien-pflege-zeit.de
www.carersatwork.tu-dortmund.de
www.beruf-und-familie.de
barkeit von Beruf und Familie mit mehr als 14.000 Euro zu
Buche schlagen – pro Beschäftigtem mit Pflegeaufgaben, je
Jahr. Auch so eine Zahl, die nachdenklich macht.
Kontakt:
Kerstin Wiertalla
0261 106-267
wiertalla@koblenz.ihk.de
VEREINBARKEIT HÄLT GESUND
SOPHIE GEISEL LEITET DAS BERLINER NETZWERK-BÜRO „ERFOLGSFAKTOR FAMILIE“. DIE EINRICHTUNG IST ANSPRECHPARTNER RUND UM FAMILIENFREUNLICHE PERSONALPOLITIK. SIE APPELLIERT
AN DIE BETRIEBE, SICH MIT DEM THEMA PFLEGE
AUSEINANDERZUSETZEN.
Mehr als zwei Millionen Beschäftigte kümmern sich
um ihre kranken Angehörigen. Am Arbeitsplatz ist
„Pflege“ aber kaum ein Thema. Warum?
Nicht alle müssen jeden Tag Intensivpflege leisten. Das heißt,
ihr Stresspegel ist nicht so hoch, dass dies auch am Arbeitsplatz
ein Thema wäre. Doch immerhin 25 Stunden wenden Pflegende, die Vollzeit arbeiten, in der Woche auf. Viele möchten
darüber nicht sprechen, weil es ihnen unangenehm ist oder sie
fürchten, stigmatisiert zu werden. Pflege ist leider in Teilen
immer noch ein Tabu-Thema.
IHK-Journal 11/2014
Dagegen ist bei der Vereinbarkeit von Familie und
Beruf die Kinderbetreuung ein Dauerbrenner. Warum
wurde das Thema Pflege so
lange vernachlässigt?
Die Einführung der Elternzeit und
des Elterngeldes hat dem Thema
Kinderbetreuung einen großen
Schub gegeben. Frauen steigen wieder schneller in den Beruf ein, das
hat einen gewissen Handlungsdruck
erzeugt – bei der Infrastruktur für die
U3-Betreuung und auch in der
25
Stunden
verbringen
Vollzeit-Arbeitende
pro Woche mit der
Pflege ihrer
Angehörigen.
Sophie Geisel
Wirtschaft, die auch durch den Fachkräftemangel das Erwerbspotenzial von Frauen ausschöpfen muss. Mit Blick auf die
Pflege waren, insbesondere im Westen, lange Zeit Frauen
zuerst für die Erziehungsarbeit und dann auch für die Pflege
zuständig. Diese Frauen waren oft nicht erwerbstätig, und so
ist das Thema auf dem Arbeitsmarkt nicht weiter aufgefallen.
Es hat deshalb etwas gedauert, bis man es in allen Konsequenzen erfasst hat. Auch der demografische Wandel spielt
natürlich eine Rolle.
Warum, denken Sie, sollten sich Unternehmen
mit dem Thema befassen?
Weil die Zahl der Pflegebedürftigen immer weiter steigt. Schon
2020 werden wir 2,9 Millionen Pflegebedürftige, aber nur noch
1,9 Millionen Kinder unter 3 Jahren haben. Außerdem nimmt
auch die Demenzversorgung für Angehörige zu, weil die Menschen immer älter werden. Zugleich haben wir immer weniger
Mütter, die sich ausschließlich den Familienaufgaben widmen.
WIRTSCHAFTSTRENDS
Damit wird auch das Thema Pflege stärker in die Zeit des
Erwerbslebens fallen. Unternehmen sollten sich heute schon
rüsten und bereits am Einzelfall üben, was in Zukunft noch viel
stärker auf sie zukommen wird.
Wer die Verantwortung, Pflege und Beruf zu vereinbaren, beim Beschäftigten allein sieht, denkt falsch?
Wir wissen heute, wie wichtig gesunde Beschäftigte sind. Dabei
ist auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein echter Faktor, der die Leute gesund erhält. Denn umgekehrt ist es ein
großer Stressfaktor, wenn die Vereinbarkeit nicht funktioniert.
Das kann eine sehr belastende Situation für den Beschäftigten
sein – und wirkt sich auf Leistungsfähigkeit, Motivation und
auch Loyalität aus.
Was können Unternehmen tun?
Pflegende haben unterschiedliche Bedarfe. Wichtig ist, diese
zu erkennen. Betriebe können rund um Pflege Informationsangebote schaffen: Wo bekomme ich Unterstützung? Wie kann
ich Pflege finanzieren? Einige Unternehmen engagieren dazu
sogar Dienstleister, die die Beschäftigten beraten. Aber auch
schon Zeit für die Informationsbeschaffung kann dem Pflegenden helfen. Eine flexible Arbeitszeitgestaltung ist generell
wichtig für sie. Eine Haltung, die akzeptiert, dass Mitarbeiter
pflegen, eine pflegesensible Unternehmenskultur – darauf
kommt es an. Beschäftigte können bis zu 10 Tage unbezahlten
Urlaub nehmen, um Angehörige zu pflegen. Es macht da schon
einen Unterschied, ob ein Beschäftigter darum kämpfen muss
oder der Betrieb es vielleicht sogar selbst vorschlägt.
Was denken Sie: Werden künftig viele Beschäftigte
die gesetzliche Pflegezeit in Anspruch nehmen?
Es gibt da unterschiedliche Regelungen. Jedem stehen bis zu
10 Tage unbezahlter Urlaub für Pflegesituationen zu. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigen können Beschäftigte bis zu
sechs Monate Pflegezeit nehmen – unbezahlt. Das wissen viele
Leute nicht, und oft können sie es sich auch nicht leisten. Das
Problem der Bezahlung ist ein großes. Die 2012 eingeführte
Familienpflegezeit sollte dem etwas entgegenkommen.
Beschäftigte können dabei ihre Arbeitszeit maximal zwei Jahre
lang auf bis zu 15 Stunden in der Woche reduzieren, der Arbeitgeber zahlt einen Lohnvorschuss, den die Beschäftigten nach
der Pflegephase zurückzahlen. So etwas ist aber rein freiwillig
und wurde selten gemacht, auch weil es kompliziert ist. Wichtig
wäre, dass die Pflegezeit tatsächlich wie jetzt geplant öffentlich
finanziert wird, damit die Leute es sich finanziell erlauben können, diese Zeit zu nehmen.
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WIRTSCHAFTSTRENDS
IHK-Journal 11/2014
MEINE IDEE GEHÖRT MIR:
PRODUKTE VOR NACHAHMERN SCHÜTZEN
Nach wie vor steht das Siegel „Made in Germany“ im Ausland
für Qualität. Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, Effizienz und
Sicherheit sind die Schlagwörter, mit denen so ausgezeichnete Produkte verbunden werden. Das bestätigt auch der in
Idar-Oberstein ansässige Kochgeschirr-Hersteller Fissler.
„,Made in Germany‘ ist gleichbedeutend mit besten Materialien, nachhaltiger Herstellung, hochwertiger Verarbeitung
und langer Lebensdauer. Diese Aspekte geben Fissler-Produkten insbesondere auch in Asien einen hohen Stellenwert,
da Kochen in den asiatischen Ländern eine große Bedeutung
hat“, teilt Unternehmenssprecherin Astrid Gerhard mit. 80 bis
90 Prozent der Produkte stellt Fissler ins Deutschland her, seit
1845 wird hier produziert und in die ganze Welt geliefert.
Fissler vermarktet seine Produkte mit dem Siegel ganz
bewusst. „Für den Handel hat ‚Made in Germany‘ den Vorteil,
dass die Konsumenten sofort sehen, dass es sich um ein Qualitätsprodukt handelt“, erklärt die Unternehmenssprecherin.
Dem stimmen die allermeisten Betriebe zu: 86 Prozent der
Unternehmen wünschen sich, dass das Label „Made in Germany“, wie es gerade ist, erhalten bleibt. Das zeigt die repräsentative Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität und
des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Dafür wurden
1.214 deutsche Unternehmen in Industrie und Dienstleistung
befragt. Demnach sieht eine große Mehrheit (78 Prozent) der
Unternehmen das Label immer noch als Indiz für Qualität an.
Deshalb wünscht sich auch rund jedes neunte Unternehmen
(84 Prozent), dass „Made in Germany“ gestärkt und geschützt
wird.
Bedroht ist der Pioniergeist allerdings durch gewiefte Nachahmer: Sie bedienen sich an den innovativen Ideen, verkaufen
diese dann als ihre eigenen und verschaffen sich damit ein
dickes Plus auf dem Konto. Dabei gilt geistiges Eigentum
(Intellectual Property – IP) inzwischen allgemein als wichtiger
Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
„Unternehmen können gegensteuern“, sagt Dr.-Ing. Norbert
Strompen, Referent Innovation, Technologie bei der Industrieund Handelskammer Koblenz. Denn es gibt verschiedene
Möglichkeiten, die eigene Idee und den damit geschaffenen
Markt langfristig zu sichern. „Neben den gewerblichen
Schutzrechten bieten sich auch technische und organisatorische Möglichkeiten zum Schutz der Produktentwicklung an“,
erklärt Strompen weiter. Diese erbringen dann den Nachweis
der Originalität und machen so Plagiat von Original unterscheidbar.
Eine Möglichkeit, sein Produkt vor Fälschungen zu schützen,
bieten beispielsweise holografische Streifen, die auf den
Waren sichtbar angebracht werden. Hologramme, ähnlich wie
auf den ec-Karten, können auch Sicherheit vor Nachahmungen
bieten. Ganz anders funktionieren thermosensitive Farben:
Wenn die Beschriftung einer Verpackung damit bedruckt ist,
reagiert die Farbe auf Körpertemperatur und verfärbt sich.
Kunden erhalten mit diesen Vorkehrungen Sicherheit, ein Original erworben zu haben. Für alle gängigen Materialien bietet
Verschiedene Regelungen
Orientierung zur Waren-Kennzeichnung bietet das bereits 1891
verabschiedete Madrider Abkommen über die internationale
Registrierung von Marken, kurz Madrider Markenabkommen, das
bis heute in überarbeiteten Versionen noch gültig ist. Diese
rechtliche Vereinbarung untersagt im Prinzip eine „falsche oder
irreführende Kennzeichnung“. Was darunter zu verstehen ist,
steht in der Vorschriftensammlung der Bundesfinanzverwaltung
und im Artikel 24 des Zollkodex. Weltweit sieht die Regelung für
Warenmarkierungen mit „Made in“ ganz unterschiedlich aus.
Zahlreiche Staaten schreiben allerdings eine Markierung vor.
Sollte sie fehlen, reagieren die entsprechenden ausländischen
Zollverwaltungen auch mit uneinheitlichen Maßnahmen: Das
reicht von einer Geldbuße bis hin zur Forderung von Nachetikettierung und der damit erst anschließenden Freigabe der Waren.
Wiederholungstätern droht sogar ein Einfuhrverbot. Die Bezeichnung „Made in EU“ wird in einigen Staaten wie Ecuador, Katar,
Mexiko, Saudi-Arabien, Syrien, USA, Venezuela und der Ukraine
gar nicht anerkannt.
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) regelt auf
nationaler Ebene diesen Bereich. Für irreführende Angaben über
den Ursprung der Waren können Unternehmen zur Unterlassung
verpflichtet werden. Auch können sie sich schadensersatzpflichtig machen und zur Gewinnabschöpfung verpflichtet werden.
WIRTSCHAFTSTRENDS
sich zur Sicherung auch eine Mikro-Farbcodierung mithilfe
von Farbpartikeln an. Wie bei einem genetischen Fingerabdruck lässt sich anhand des Farbcodes die Echtheit von Produkt und Marke zweifelsfrei identifizieren.
Die IHK Koblenz bietet zum Thema Produktsicherung die Informationsveranstaltung „Made in Germany – Innovationssicherung im globalisierten Wettbewerb“ am Donnerstag,
13. November, von 13 bis 18 Uhr in der IHK Koblenz,
Schlossstraße 2, an. Die insgesamt neun Referenten zeigen
„Made in Germany“
kommt unterschiedlich an
Hans-Peter Hüssen von Germany Trade & Invest informiert bei
der Veranstaltung „Made in Germany – Innovationssicherung
im globalisierten Wettbewerb“ über die Marke „Made in
Germany“.
Herr Hüssen, warum sind deutsche Produkte
im Ausland so beliebt?
Mit deutschen Produkten und dem Label „Made in Germany“
werden beste Qualität, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, Effizienz
und Sicherheit – also zahlreiche positive Eigenschaften
verbunden.
Reicht die Bezeichnung „Made in Germany“
alleine aus?
Nein. Ein Unternehmen muss dem Kunden mehr bieten und es
muss dies auch professionell darstellen. Neben Produktqualität muss beispielsweise schnelle und verlässliche Lieferfähigkeit, exzellenter Service und Aftersales-Service geboten
werden.
Wo gibt es für Unternehmen Schwierigkeiten,
wenn sie ihre Waren mit „Made in Germany“
kennzeichnen?
Beispielsweise in den USA: Dort werden Hinweise auf die deutsche Herkunft je nach Marktumfeld, Unternehmensgröße und
Produkt sehr unterschiedlich eingesetzt. Akteure wie Siemens
oder der Werkzeugfabrikant Stihl legen Wert darauf, auch als
amerikanisch wahrgenommen zu werden.
Sollten „Made in Germany“-Produkte, die im Ausland
gefertigt wurden und dann auch im Ausland vertrieben
werden, auch das Label tragen?
In diesem Falle ist bei der Verwendung des Gütesiegels Vorsicht geboten. In Japan ist bei Top-Produkten, für die Top-Preise verlangt werden, der Nachweis einer Fertigung in Deutschland wesentlich. In Kasachstan stoßen im Ausland, zum Beispiel in der VR China, produzierte Produkte deutscher Firmen,
zumindest in bestimmten Bereichen auf eine gewisse Zurückhaltung. Deutsche Hersteller von Medizintechnik berichten,
dass kasachische Kunden in diesem Fall einen Preisnachlass
fordern.
dabei unterschiedliche Möglichkeiten auf, wie Unternehmen
ihre Marken schützen können. Der Thementag richtet sich an
die Unternehmensbereiche Geschäftsführung, Entwicklung/
Konstruktion als auch Einkauf und Verkauf.
Kontakt:
Frauke Gutmann
0261 106-263
gutmann@koblenz.ihk.de
Produktpiraterie gefährdet
Wettbewerbsfähigkeit
Die Schattenseite von „Made in Germany“ sind detailgetreue Nachahmungen, mit denen sich Produktpiraten ein
dickes Plus auf dem Konto auf Kosten der Ideengeber verdienen. In der Produktpalette bleibt dabei nichts verschont: Ob Medikamente, Kinderspielzeug, Kosmetika,
Lebensmittel, Werkzeuge, Zubehör für Autos oder Maschinen, von allem gibt es Plagiate.
Der Zoll hat Produktfälschungen in den letzten Jahren auch
stärker ins Visier genommen. Die Jahresbilanz der Zollbehörden für 2013 belegt, dass die Einfuhr von über 3,9 Millionen (2012: 3,2 Millionen) gefälschten Waren im Wert von
134 Millionen Euro (2012: 127 Millionen Euro) verhindert
wurden. Davon stammten rund drei Viertel aus der VR
China und Hongkong.
Die stattliche Sammlung des Plagiarius Museums in Solingen zeigt anhand von mehr als 250 Objekten aus den unterschiedlichsten Branchen, wie kreativ Plagiatoren sein
können. Im direkten Vergleich, Original und Plagiat, sind
die Stücke dort zu sehen. Initiator Prof. Rido Busse hatte
den Plagiarius-Preis, einen schwarzen Gartenzwerg mit
goldener Nase, Ende der Siebzigerjahre aus der Taufe
gehoben, weil ihm bei einer Ausstellung ein exaktes Plagiat
in die Hände geraten war. Um für die Produkt- und Markenpiraterie und dessen negativen wirtschaftlichen Folgen zu
sensibilisieren, wird seitdem jährlich der Negativ-Preis
vergeben. Im Museum werden besondere Stücke gesammelt.
Einige davon kommen in die IHK Koblenz:
35 Produktpaare
sind vom 6. bis
20. November
in der
IHK Koblenz,
Schlossstraße 2,
zu den Öffnungszeiten zu sehen.
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WIRTSCHAFTSTRENDS
WEIHNACHTSGESCHENKE
GEHEN UM DIE WELT
Das deutsche Sprichwort „Kleine Geschenke erhalten die
Freundschaft“ gilt nicht nur im Privatleben, auch Geschäftsleute beherzigen diese Weisheit. Gerade zu Weihnachten wird
gerne etwas verschenkt. Dann geht das ein oder andere
Geschenk auch über die Landesgrenzen an ausländische
Geschäftspartner. Doch dass dann auch etwas schiefgehen
kann, daran denken viele nicht. Das sorgfältig ausgesuchte
Präsent kann sich nämlich als Fettnäpfchen entpuppen.
Während in Deutschland die Flasche Wein ein gängiges Mitbringsel ist, kommt das etwa in den Arabischen Emiraten
überhaupt nicht gut an. Auch wer zu tief in die Tasche greift,
kann damit den Beschenkten in eine unangenehme Lage versetzen. Die kulturellen Unterschiede können groß sein. Die Deutschen
Auslandshandelskammern zeigen, was
ankommt und was nicht.
USA
VER EIN IGT E ARA BISCHE EM IRATE
IHK-Journal 11/2014
„Jingle bells“ in den USA:
Nach Thanksgiving ist für die Amerikaner Weihnachten ein bedeutendes Fest und
wird dementsprechend groß gefeiert. Ob Weihnachtsgeschenke verschenkt werden, hängt von den
Geschäftspartnern ab, berichtet die Deutsch-Amerikanische Handelskammer. „Häufig werden aber
zumindest Karten oder E-Mails zu Weihnachten verschickt“, sagt Merle Köpp, Rechtsassessorin bei
der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York. Bei dem Versand von Grußkarten
sollte aber jeglicher religiöser Bezug vermieden werden, da in den USA aufgrund der Multikulturalität großer Wert auf politische Korrektheit gelegt wird. Statt „Merry Christmas“ heißt es dann
besser „Seasons Greetings“ oder „Happy Holidays“. Wer seinen Geschäftspartnern mit einem
Präsent etwas Gutes tun will, könne auf deutsche Lebensmittel-Spezialitäten wie Lebkuchen
oder Christstollen zurückgreifen. Jedoch müssen dann möglicherweise besondere Regeln
beachtet werden. Bei anderen Geschenken sollte möglichst ein starker religiöser Bezug vermieden werden, weil wie bei den Karten auch hier Wert auf politische Korrektheit gelegt
wird. Auch sollten die Präsente wegen ihres hohen Wertes nicht den Anschein eines Bestechungsversuches verbreiten. Geschenksendungen mit einem Gesamtwert von bis zu
100 Dollar können grundsätzlich zoll- und abgabenfrei in die USA verschickt werden. Insbesondere beim Versand von Lebensmitteln und Getränken müssen besondere Regulierungen beachtet werden. Einige müssen vorher bei der amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde angemeldet werden, besonders dann, wenn es sich beim Absender um
ein Unternehmen handelt. Da in jedem Staat unterschiedliche Regelungen zu Alkohol gelten, sollten Absender sich vorher mit den entsprechenden Alkoholgesetzen der Staaten
vertraut machen, empfiehlt die Deutsch-Amerikanische Handelskammer.
Wer seinen Geschäftspartnern in den Vereinigten Arabischen
Emiraten zum Weihnachtsfest etwas Gutes tun will, sollte es besser
lassen, rät Yasmin Fürstman, AHK-Deutschland-Repräsentantin Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Oman und Katar. „Weihnachten
ist für die arabische Welt völlig irrelevant“, sagt sie. Denn Weihnachten wird dort aufgrund des islamischen Glaubens schlichtweg nicht
gefeiert. Auch Weihnachtskarten mit entsprechenden Bildern seien
nicht gern gesehen. „Einen Gruß zu schicken, wäre fast vermessen“,
warnt sie. Man solle sich besser an die örtlichen Feste wie Ramadan
oder das Opferfest halten. Dann können auch Süßes wie Schokolade
oder Pralinen verschickt werden. Beliebt sind laut Fürstmann
Geschenke aus der heimatlichen Region. „Ein Bezug zu Autos ist
immer gut“, sagt sie.
Bei kulinarischen Geschenken könnten Geschäftspartner allerdings
in den arabischen Ländern auch ins Fettnäpfchen treten: Alkohol ist
aufgrund des Glaubens verboten und deshalb nicht erwünscht. Ebenfalls alles, was mit Schweinen zu tun hat, sei es das für uns obligatorische „Glücksschwein“ oder Abbildungen des Tieres, haben in der
arabischen Welt nichts zu suchen. Geschenke werden generell lieber
persönlich übergeben, statt sie zu verschicken.
WIRTSCHAFTSTRENDS
CHINA
Wie in den Arabischen Emiraten feiern die Chinesen eigentlich kein Weihnachtsfest. Geschenke
werden somit nicht gemacht. Dennoch beobachtet Mike Hofmann, Geschäftsführer der German
Industry & Commerce Greater China in Beijing, einen Trend gerade bei den Jüngeren: „Weihnachtsgeschenke sind in China nicht üblich. Allerdings gewinnt das Fest an Bedeutung bei jungen, hippen Leuten, die aus Spaß an der Sache Geschenke austauschen. Die Restaurants sind an
Weihnachten besonders voll.“ Das ist auf das zunehmende Interesse an dem westlichen Brauch
und auf gewiefte Marketingstrategien zurückzuführen.
„Geschäftspartner geben sich keine Geschenke an Weihnachten, sondern in der Tat zum Chinesischen Neujahrsfest/Chinese New Year (CNY)“, erklärt Hofmann. Weitere Feiertage sind das
Drachenbootfest und Midautmnfestival. „Zu diesen Anlässen werden ebenfalls Geschenke verteilt“, ergänzt er.
Ob nun hippe Weihnachten oder das Chinesische Neujahrsfest: Bei der Geschenkauswahl ist
jedoch einiges zu beachten, da das falsche Präsent auch missverstanden werden kann. So gelten
Uhren in China als Vorboten des Todes, weil die Zeit abläuft. Messer hingegen deuten an, dass
eine Beziehung zerschnitten wird. Allerdings mögen Chinesen deutsche Qualitätsprodukte sehr
gerne und bringen sich von ihren Deutschlandaufenthalten selbst gerne Küchenprodukte, auch
Messer, mit. Wer auf Nummer sicher gehen will, sucht lieber Alternativen zu Uhren und Messern. Geschenke mit lokalem Bezug kommen generell gut an: Das kann der Bierkrug, die Kuckucksuhr oder der Nussknacker sein. Beliebte Mitbringsel von Chinesen für Chinesen sind
auch deutsche Kosmetikprodukte, Markenkleidung oder alkoholische Getränke wie Rotwein.
Einfuhrbestimmungen
sind unterschiedlich
Bei einem Versand auf dem Postwege können auch Geschenke
den Zoll-Einfuhrbestimmungen eines Landes unterliegen.
Das, was als netter Weihnachtsgruß gedacht war, kann sich
für den Versender dann zum Ärgernis entwickeln. Die Gründe
für die Einfuhr-Einschränkungen oder -Verbote verschiedener
Waren, zu denen auch Geschenke gehören, sind ganz unterschiedlich. Das kann am Außenwirtschaftsrecht, dem Verfassungs-, Umwelt-, Kinder- und Jugendschutz oder am gewerblichen Rechtsschutz liegen.
Alle Waren, die in Nicht-EU-Staaten ausgeführt werden, müssen durch den Zoll. Dabei ist zu beachten, dass vereinzelte
Staatsgebiete der 28 Länder der Europäischen Union (EU)
nicht immer mit dem Zollgebiet der EU identisch sind. So
gehört beispielsweise die Insel Helgoland nicht zum deutschen Zollgebiet. Allerdings zählen das Fürstentum Monaco
und Zypern als Teil des EU-Zollgebiets dazu.
Generell gilt, dass Versender sich vorab über die Einfuhrbestimmungen des Empfängerlandes informieren sollten. Zu
bedenken ist, dass grundsätzlich Geschenke nur an Privatpersonen ausgestellt werden können. Wenn sie an eine bestimmte
Person im Unternehmen gerichtet sind, können Pakete auch
im Geschäftsbereich verschickt werden. Auch der Warenwert
muss auf dem Paket deklariert sein. Die Art der Sendung, ob
nun Buch oder Uhr, sollte ebenfalls mit draufstehen. Wenn
diese Angaben fehlen, schätzt der Zoll den Wert der Ware ein.
Auf der Rechnung muss außerdem unbedingt das Wort
„Geschenk“ aus zolltechnischen Gründen auftauchen.
Um Kosten bei der Einfuhr zu vermeiden, sollte das Paket mit
dem Vermerk „Incoterm DDP (delivery duty paid)“ versehen
sein. In einigen Ländern ist ein Versand ohne diesen Zusatz
sowieso nicht möglich.
Wie in Europa oder den
USA feiern die Australier das Weihnachtsfest ebenfalls mit
viel Schmuck an den Weihnachtsbäumen und dem ganzen
Drumherum. Jedoch gibt es einen großen Unterschied: das
Wetter. Bei Temperaturen zwischen 25 und 38 Grad verbringen die Australier ihr Fest meist am Strand bei einem deftigen Grill-Fest mit der Familie. Wer seinen Geschäftspartnern in Down Under etwas schenken will, kann kaum
etwas falsch machen. Geschenkkörbe mit einer Flasche
Wein und Leckereien werden bei den Einheimischen verschenkt. Wer Essbares verschickt, sollte jedoch auf die
Einfuhrbestimmungen achten. „Zwar dürfen Nüsse und
auch Weihnachtskekse, die Nüsse enthalten, eingeführt
oder versandt werden, solange die Nüsse eingebacken
sind und nicht nachträglich roh hinzugefügt worden
sind“, teilt Birgit Tegethoff von der Deutschen Auslandshandelskammer in Sydney mit. Bei Alkohol gelten
besondere Regeln, sobald der Wert über 1.000 Australischen Dollar (entspricht in etwa 689 Euro) liegt.
AUSTR AL IEN
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VERANSTALTUNGSVORSCHAU
IHK informiert über „Industrie 4.0“
Mit Architektur mehr
Gäste gewinnen
Der Fortschritt von vernetzten, sich
selbst steuernden und optimierten
Maschinen ist nicht aufzuhalten. So
verschmelzen auch in der Produktion
immer mehr physische und digitale
Welten: Die vierte industrielle Revolution „Industrie 4.0“ ist auf dem Vormarsch. Damit das in der Praxis gut
funktionieren kann, müssen unterschiedliche Technologien systemübergreifend integriert und vernetzt sein.
Die IHK Koblenz bietet dazu eine
kostenlose Informationsveranstaltung
an. Ausgewiesene Experten informieren am Dienstag, 11. November, ab
13.30 Uhr in der IHK Koblenz,
Schlossstraße 2, Koblenz, über Einsatzmöglichkeiten, aktuelle Standards und
Immer mehr Touristen beziehen Design
und Gestaltung mit in ihre Reiseentscheidung ein. Das ist vielen Gastgebern
allerdings nicht bewusst und sie nutzen
das hohe innovative Potenzial nicht. Wie
Hotels und Gastgewerbe durch gute
Gestaltung, architektonische Qualität
und touristische Attraktivität überzeugen können, zeigt der von der IHK
Koblenz angebotene Informationsnachmittag am Dienstag, 11. November, von
14.30 bis 17 Uhr, im Kapuzinerkloster
Cochem, Klosterberg 5, Cochem.
Anmeldungen bis zum 4. November
unter www.ihk.koblenz.de, Dok.-Nr.
124607, oder per Fax an 0261 106-294.
Trends. Lösungen für den Mittelstand
werden ebenfalls angeboten. Weitere
Infos unter www.ihk-koblenz.de,
Dok.-Nr. 123984.
Kontakt: Dr. Alexander Kessler
0261 106-258
kessler@koblenz.ihk.de
Lösungen für die ländliche Nahversorgung
Was passiert, wenn die ländliche Nahversorgung mit Lebensmitteln, Dienstleistungen und Ärzten wegbricht? Mit dieser und anderen Fragen beschäftigt sich der
Fachtag „Nahversorgung im ländlichen Raum“ am Montag, 10. November, von 9 bis
15 Uhr, im Hotel Silicium, Schillerstraße 2–4 in Höhr-Grenzhausen. Dabei soll an
praktischen Beispielen aufgezeigt werden, wie nachhaltige Konzepte funktionieren
können und wie sie regional unterstützt werden können. Der Fachtag gibt auch
einen Überblick über die aktuelle Situation. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen im Internet unter www-ihk-koblenz.de, Dok.-Nr. 124483 oder per E-Mail an
hg@koblenz.ihk.de. Anmeldeschluss ist der 5. November.
Änderungen im Gastgewerbe
IHK-Journal 11/2014
Für das Gastgewerbe stehen zum Jahresende einige Änderungen an. Zum einen
regelt ab dem 13. Dezember die neue EU-Lebensmittelverordnung, welche Informationspflichten bei der Lebensmittelabgabe gelten. Des Weiteren wurde das
Mindestlohngesetz vom Bundestag verabschiedet, das am 1. Januar in Kraft tritt.
Dafür bietet die IHK Koblenz kostenlose Informationsveranstaltungen an. Über die
Neuerungen wird am Montag, 24. November, ab 15 Uhr im PK Parkhotel Kurhaus,
Kurhausstraße 28, Bad Kreuznach, informiert. Einen weiteren Termin gibt es am
Mittwoch, 26. November, ab 11 Uhr, im BurgStadt-Hotel Kastellaun, Südstraße 34,
Kastellaun. Die Veranstaltung ebenfalls am Mittwoch, 26. November, im Hotel Lellmann Ludwig in Löf/Mosel ist bereits ausgebucht. Anmeldungen über das Internet
unter www.ihk-koblenz.de.
Forum für Existenzgründer und junge
Unternehmen
Existenzgründer und junge Unternehmer können sich am Samstag, 15. November, von 10 bis 15.30 Uhr in der IHK
Koblenz, Schlossstraße 2, Koblenz,
einen umfangreichen Überblick zu
Businessplan, Finanzierungshilfen,
erfolgreiche Werbung und weitere Themen beim Forum für Existenzgründer
und junge Unternehmen informieren.
Experten stehen beim Info-Markt Rede
und Antwort. Parallel dazu werden verschiedene Workshops angeboten. Die
Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen
bis zum 10. November über www.ihkkoblenz.de, Dok.-Nr. 124265.
VERANSTALTUNGSVORSCHAU
ANZEIGEN
Veranstaltung zu Neuerungen für das
Gastgewerbe zum Jahresende
Ransbach-Baumbach
4. 11.
9 Uhr
Basisseminar für Existenzgründer
Neuwied
4. 11.
14 Uhr
Basisseminar für Existenzgründer
Mayen
5. 11.
14 Uhr
Steuerberatersprechtag
für Existenzgründer
Simmern
7. 11.
13 Uhr
Dem Kunden von morgen auf der Spur
Koblenz
10. 11.
9 Uhr
Fachtagung „Nahversorgung“
Höhr-Grenzhausen
10. 11.
10 Uhr
Innovationsmanagementsystem
Koblenz
11. 11.
11 Uhr
Basisseminar für Existenzgründer
Koblenz
11. 11.
13.30 Uhr
Industrie 4.0 – Standards und Normen
für die vernetzte Produktion
Koblenz
12. 11.
14 Uhr
Basisseminar für Existenzgründer
Bad Neuenahr-Ahrweiler
12. 11.
8.30 Uhr
Basisseminar für Existenzgründer
Bad Kreuznach
12. 11.
12.30 Uhr
Forum Gefahrgut Rhein-Mosel
Koblenz
15. 11.
10 Uhr
Forum für Existenzgründer und junge
Unternehmer
Koblenz
18. 11.
16 Uhr
Neue Medien im Tourismus –
Themenschwerpunkt 3:
Lokale Suchmaschinenoptimierung
Neuwied
18. 11.
15 Uhr
Corporate Think Thanks
Koblenz
18. 11.
18 Uhr
Marken- und Patentschutz
Koblenz
18. 11.
13.30 Uhr
Erfolgreiches Vertragsmanagement
Koblenz
20. 11.
nach
Vereinbarung
Steuerberatersprechtag
für Existenzgründer
Montabaur
21. 11.
15 Uhr
Veranstaltung zu Neuerungen für das
Gastgewerbe zum Jahresende
Bad Kreuznach
24. 11.
15 Uhr
Veranstaltung zu Neuerungen für das
Gastgewerbe zum Jahresende
Bad Kreuznach
26. 11.
11 Uhr
Veranstaltung zu Neuerungen für das
Gastgewerbe zum Jahresende
Kastellaun
26. 11.
15 Uhr
Veranstaltung zu Neuerungen für das
Gastgewerbe zum Jahresende
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Sitzung der IHK-Vollversammlung
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r
de
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de
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Wir arbeiten ausschließlich auf Grundlage der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen, jeweils
(German Forwarders‘ General Terms and Conditions of Trading). These limit in paragraph 23 ADSp the legal liability for damage to
neueste Fassung. Diese beschränken in Ziffer 23 ADSp die gesetzliche Haftung für Güterschäden nach § 431
goods in the case of damage to goods whilst in the care of a forwarder to € 5/kg, in accordance with § 431 of the German CommerHGB, für Schäden im speditionellen Gewahrsam auf 5,– Euro/kg; bei multimodalen Transporten unter EinWe operate
exclusively
inlatest
accordance
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the latestDeutschen
version ofSpediteurbedingungen
the Allgemeinen Deutschen
Spediteurbedingungen – ADSp –
Wir arbeiten
ausschließlich
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der
Deutschen
Spediteurbedingungen,
jeweils
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in accordance
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version oftransport
the Allgemeinen
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Wir arbeiten
ausschließlich
auf Grundlage
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Allgemeinen
Deutschen
Spediteurbedingungen,
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(HGB);
the case
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transports,
including
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plus,
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addition,
schluss einer Seebeförderung auf
2 SZR/kg
sowie darüber
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bzw.
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bzw. jeweils
We operate
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arbeiten ausschließlich
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jeweils
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General
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neueste Fassung.
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(German
Forwarders‘
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Diese
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or 2 SDR/kg
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Paragraph
27 ADSp
2 Mio. Euro oder 2 SZR/kg, je nachdem welcher Betrag höher ist. Ziffer
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ADSp gilt
nicht
als Vereinbarung
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Commer- with § 431 of the German CommerHGB, für Schäden
im speditionellen
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im Sinne
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Übereinkommen.
cial Code (HGB);
in the case ofmaximum
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transports,
including
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plus, in addition,
schluss
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auf 2 SZR/kg
sowie darüber hinaus je Schadenfall bzw. -ereignis auf 1. Mio.
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33
Fotos: Boris
Löffert /
Oscar-PatzeltStiftung
„Großer Preis des Mittelstandes“ geht dreimal in die Region
Er ist heiß begehrt und einer der wichtigsten deutschen Wirtschaftspreise: Bereits zum 20. Mal ist der „Große Preis des Mittelstandes“ von der Oskar-Patzelt-Stiftung in Düsseldorf vergeben worden. Die insgesamt 21 besten Mittelständler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wurden in einer Feierstunde geehrt. Auch drei Unternehmen aus der Region waren
dabei. Auszeichnungen gingen an die Deutsche Fertighaus Holding (Simmern), die Burg Eltz (Münstermaifeld) und die Marketingflotte (Bad Neuenahr-Ahrweiler).
Im vergangenen Jahr noch „Finalist“, dieses Jahr der „Große
Preis des Mittelstandes“: Die in Simmern ansässige Deutsche
Fertighaus Holding (DFH) ist zum zweiten
Mal ausgezeichnet worden. Die DHF ist das
größte Fertighausunternehmen Deutschlands. Fast 2.000 Häuser hat das Unternehmen etwa 2013 erbaut. In der Feierstunde lobte
die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke die DFH für ihre vorbildliche wirtschaftliche Leistung.
Ein Familienunternehmen, das es schon
seit 850 Jahren gibt, ist als „Finalist“ ausgezeichnet worden. Die Burg Eltz ist ihren Werten treu
geblieben: Das Unternehmen zielte nie auf Gewinnmaximierung oder den kurzfristigen Luxus der
jeweiligen Eigentümer ab, sondern auf den langfristigen Erhalt der Burg und der Eltzer Ländereien,
heißt es in der Begründung. Auf der Burg sind derzeit
sechs Vollzeitmitarbeiter sowie rund hundert Teilzeit- und Saisonkräfte tätig. Gelobt wurden das
Engagement in der kontinuierlichen Mitarbeiterförderung sowie der Zusammenhalt von Natur und
Gebäude unter dem bewussten Verzicht der Kommerzialisierung der dazugehörigen Grundstücke.
Die Marketingagentur „Die Marketingflotte“ aus Bad
Neuenahr-Ahrweiler erhielt die Auszeichnung als „Finalist“ für
seine Werteorientierung, stärkenzentriertes Arbeiten und Mitunternehmertum. Die IHK Koblenz und Landrat Jürgen Pföhler
hatten die Agentur für den Preis nominiert. „Die Marketingflotte“ mit rund 40 Mitarbeitern gehört zu den größten Agenturen
in der Region. Mit dualen Weiterbildungs- und Studienprogrammen in einem eigenem Campus sichert sich der Marketingspezialist seinen Nachwuchs.
Preis erreicht seit zwei
Jahrzehnten hohe Resonanz
Mehr als 1.400 Institutionen aus 16 Bundesländern hatten für
das Wettbewerbsjahr 2014 insgesamt 4.555 kleine und mittlere
Unternehmen sowie Banken und Kommunen nominiert. Das war
ein neuer Rekord in der 20-jährigen Wettbewerbsgeschichte.
Nominiert und ausgezeichnet wurden nicht nur die „alten
Hasen“, auch junge Firmen, die erst in den letzten fünf Jahren
gegründet wurden, holten sich den Preis.
Obwohl der „Große Preis des Mittelstandes“ nicht dotiert ist,
erreicht der seit 1994 ausgelobte Preis wie kein anderer Wirtschaftswettbewerb eine so hohe und anhaltende Resonanz. Für
die Unternehmen steht einzig und allein die Ehre, öffentliche
Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen, ohne finanzielle
Anreize, im Vordergrund.
34
AHRWEILER
Jubilare im November
10 Jahre
Gabriele Ernst „Landgasthaus“, Schuld
Mischa Jäger, Bad Breisig
Ulrich-Martin Stelter, Bad Breisig
Wirtschaft trifft sich bei Rhodius
Industriegebiet Brohltal wächst weiter
Das direkt an der Autobahn 61 gelegene Industriegebiet Brohltal Ost/A 61
wird erweitert. Die Erschließung des zweiten Bauabschnittes mit 120.000 Hektar
konnte wegen der frühzeitigen Bewilligung der beantragten EU-Mittel vorzeitig
beginnen. Johannes Bell, Bürgermeister
der Verbandsgemeinde Brohltal und Vorsitzender des Zweckverbandes Brohltal
Ost, freut sich bereits über kaufinteressierte Unternehmen, die mit der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde
Brohltal in Kontakt getreten sind. „Für
mich ein Zeichen, dass die Erfolgsgeschichte des Industriegebietes Brohltal
Ost/A 61 weitergeht. Das Industriegebiet
hat nach nunmehr 14 Jahren eine Dynamik erhalten, die uns für die weitere Entwicklung der ansässigen Unternehmen,
aber auch für den Zweckverband, positiv
stimmt“, sagt er.
Das Industriegebiet ist mit insgesamt
50 Hektar bebauter Fläche das größte in
der Verbandsgemeinde. Vorgaben bei der
Bebauung gibt es dort nicht: weder Branchenspezifisch noch baulich. „Unsere Flexibilität kennt hier keine Grenzen“, sagt
Bell. Auf dem ersten Teil haben sich bereits
16 Unternehmen mit 300 Arbeitsplätzen
angesiedelt.
IHK-Journal 11/2014
Bad Neuenahr-Ahrweiler
setzt auf Online-Präsenz
Auch wenn sich bereits viele Unternehmen mit einem Eintrag im Stadtportal
für Bad Neuenahr-Ahrweiler beteiligt
haben, wünscht sich Frank Mies,
Geschäftsführer der Agentur „shapefruit“, die das Stadtportal technisch
umsetzt noch mehr Teilnehmer. Vor allem
kleine Unternehmen sind gefragt. „Für sie
ist es von Vorteil, es ist kostenlos und sie
werden schneller gefunden“, sagt er.
Herzstück des neuen Internetauftritts
ist eine umfassende Datenbank mit 1.500
Einträgen von Einzelhändlern, Veranstaltungen und Gastronomieangeboten.
Damit soll die Kaufkraft in die Stadt
zurückgeholt werden. Mit dem neuen Portal sollen die Informationen nun gebündelt auf einer Plattform zu finden sein, die
aktuell rund 3.000 Einzelseiten umfasst.
Seit dem Startschuss im April haben
sich die Besucherzahlen von 500 auf
1.000 täglich verdoppelt, berichtet Mies.
„Es ist kein Ende in Sicht“, sagt er. Er verspricht sich von der Suchmaschinenoptimierung weitere Klickzahlen. Denn im
letzten halben Jahr sei das Portal unter
dem Suchbegriff „Bad Neuenahr“ auf die
erste Position bei der Suchmaschine
Google gerückt. Damit seien die Nutzerzahlen auch konstant gestiegen.
Die Online-Plattform, die die Stadtverwaltung Bad Neuenahr–Ahrweiler
zusammen mit den Werbegemeinschaften, dem Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der GrünCard und der Initiative Qualitäts-Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler auf den Weg gebracht hat, ist
zunächst mit einem Drei-Jahres-Plan aufgestellt, aber es soll kontinuierlich daran
weiter gearbeitet werden. „Es kommen
täglich neue Funktionen, wie die Öffnungszeiten-Suche, dazu“, sagt Mies.
Zum Jahresempfang der Wirtschaft
laden die Kreiswirtschaftsförderung Bad
Neuenahr-Ahrweiler, die Industrie- und
Handelskammer Koblenz, die Kreishandwerkerschaft und die Rhein-Zeitung am
Mittwoch, 12. November, ein. Gastgeberin
ist in diesem Jahr Rhodius Mineralquellen
und Getränke GmbH & Co. KG, die vor dem
offiziellem Jahresempfang eine Betriebsbesichtigung anbietet. Nach den Grußworten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler und
Rhodius-Geschäftsführer Dr. Karl Tack
wird der Comedian Johannes Warth unter
dem Motto „Mut tut gut!“ mit seinem Programm die Gäste erheitern. Der Jahresempfang der Wirtschaft ist am Mittwoch,
12. November, Beginn ist um 19 Uhr.
Betriebsbesichtigungen werden ab 17 Uhr
angeboten. Anmeldungen per E-Mail an
peggy.italo@aw-online.de.
Feddem und Lidl schließen
Schulpatenschaften
Um die Berufsorientierung zu fördern
und gemeinsam gegen den Fachkräftemangel anzugehen, hat die in Sinzig
ansässige Feddem GmbH & Co. KG eine
Schulpatenschaft mit der BarbarossaRealschule geschlossen. Die Brohltalschule Realschule plus kooperiert zukünftig
mit der Lidl-Vertriebs- GmbH & Co. KG. Die
Schulpatenschaften mit Unterstützung
der IHK Koblenz und dem Arbeitskreis
Schule-Wirtschaft sollen den Schülern
praktische Erfahrungen in den beteiligten Unternehmen vermitteln und sie
dazu anstoßen, sich frühzeitig Gedanken
über ihre berufliche Zukunft zu machen.
Kontakt:
Dr. Bernd Greulich
02641 99074-13
greulich@koblenz.ihk.de
ALTENKIRCHEN
Modulbauweise kommt immer mehr an
Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
schnelle Bauweise, Unabhängigkeit vom
Wetter, eine hohe Präzision der Bauteile
und die Möglichkeit, das fertige Gebäude
einfach zu erweitern oder umzusetzen.
Modulares Bauen wird immer beliebter.
Schaut man einmal genauer hin, sind
Projekt- und Modulbauten sowie mobile
Mietgebäude aus dem öffentlichen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Einen
Trend zu dieser Bauweise bestätigt auch
der Bundesverband Bausysteme e.V. mit
Sitz in Koblenz. „Es gibt eine klare Tendenz nach oben“, berichtet Günter Jösch,
Geschäftsführer des Bundesverbandes
Bausysteme und Leiter des Fachverbandes
Vorgefertigte Bausysteme. Seiner Einschätzung nach habe der Anteil von
Modulbauten gerade in der Vermietung
um 13 Prozent im Jahr 2013 zugenommen.
„Die Gebäude werden immer häufiger
genutzt“, sagt er.
Das modulare Bauen wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Büro- und
Verwaltungsgebäude werden genauso
errichtet wie Kindertagesstätten, Seniorenheime oder Asylbewerberunterkünfte.
Dabei stehe aber laut Jösch nicht unbedingt
der finanzielle Aspekt im Vordergrund,
sondern vielmehr die schnelle Errichtungszeit, die im Vergleich zur konventionellen Bauweise nur die Hälfte ausmache.
Weiterer Vorteil sei die Flexibilität der
Gebäude, denn sie lassen sich problemlos
umbauen, erweitern oder sogar versetzen.
Für eine Zwischennutzung, beispielsweise
bei einer Sanierung, bietet sich außerdem
die Unterbringung in gemieteten Modul-Immobilien an. Auch auf Baustellen werden
Systembauten eingesetzt. In der Industrie
wird das modulare Bauen ebenfalls vermehrt eingesetzt.
Ein in der Region ansässiges Unternehmen, das sich auf Modulbau spezialisiert hat, ist die in Wissen ansässige
Kleusberg GmbH & Co. KG. Aktuell setzt
das Familienunternehmen über 60.000
Quadratmeter Gebäudefläche um. Das
entspricht einer Fläche von achteinhalb
Fußballfeldern. In den vergangenen Jahren hat Kleusberg über 50 Modulgebäude
im Bereich Schulen und Kindertagesstätten errichtet, teilt das Unternehmen mit.
Zudem bietet derzeit Kleusberg 16.500
mobile Mieteinheiten in Deutschland an.
Angefangen mit stationären Unterkünften im Baustellenbereich, produziert auch
die Alho Systembau GmbH mit Sitz in
Friesenhagen im Kreis Altenkirchen seit
50 Jahren modulare Gebäude. Seit Beginn
und der Weiterentwicklung im Systembau hat das Unternehmen 300.000 Module verbaut. Das entspricht einer bebauten
Fläche von 181.000 Quadratmetern pro
Jahr. Das Spektrum reicht von Schulgebäuden und Kindertagesstätten über
Büro- und Verwaltungsgebäude, Immobilien im Gesundheitswesen, bis hin zu
Pflegeheimen und weiteren Möglichkeiten.
Jubilare im November
25 Jahre
Neue Arbeit e. V.,
Altenkirchen (Westerwald)
10 Jahre
EMS Objekttechnik GmbH, Weitefeld
Gerhard Pfeiffer, Heike Pfeiffer GbR,
Eichelhardt
Markus Kemper „Bar- Cafe‘“, Almersbach
Mechthild Jauch „Ernährungsberatung“,
Obererbach (Westerwald)
Michael Steiner „Agrar & Forst Service“,
Burglahr
Thomas Weismüller
„Secondhand-Handel“, Wissen
Röber investiert eine Million Euro
in Ausbau
Das Unternehmen Röber Kunststoffe
GmbH hat eine Million Euro am Standort
Kroppach investiert. Der Hersteller von
Acrylglas-, Polycarbonat- und PET-Tafeln
hat neben der Installtion einer Extrusionsanlage außerdem Kristallisations-, Förder- und Dosieranlagen ausgebaut. Eine
automatische Folienverpackungsmaschine ist für Bodenschutzmatten angeschafft
worden. Darüber hinaus konnte Röber die
Vermahlkapazität aufgrund der neu angeschafften Mühle auf 6.000 Tonnen pro
Jahr hochschrauben.
Forum widmet sich Ausbildung
Beim 7. Forum „Erfolgreich ausbilden“
rücken insbesondere die Themen Personalentwicklung, Schulpatenschaften, Studienaussteiger und Externenprüfung in
den Fokus. Das von der IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen und der Kreissparkasse
Altenkirchen gemeinsam angebotene
Forum findet am Montag, 10. November,
von 16 bis 18 Uhr in der Stadthalle Betzdorf, Hellerstraße 2, Betzdorf, statt.
Kontakt:
Oliver Rohrbach
02681 87897-10
rohrbach@koblenz.ihk.de
35
36
BAD KREUZNACH
Das Gold der Weltmeister
kommt aus Bad Kreuznach
IHK-Journal 11/2014
In der Welt des Fußballs ist die
Pokal-Manufaktur Goly-Fine-Arts längst
nicht mehr unbekannt: Seit mehr als
20 Jahren kommen viele Auszeichnungen
aus Bad Kreuznach und gingen in die
Hände von Weltstars wie Beckenabuer,
Mourinho, Drogba oder Messi. Zuletzt
wanderten Auszeichnungen aus der
Manufaktur nach Kanada zur U-20Frauen-Weltmeisterschaft.
Und auch die Bilder gingen um die
Welt: National-Torhüter Manuel Neuer
streckt neben dem geknickten Fußball-Star
Lionel Messi seine Auszeichnung zum
besten Torhüter der Weltmeisterschaft in
den Himmel. Bevor die Fußball-Stars ihre
Trophäen entgegennahmen, standen die
guten Stücke noch in der Bad Kreuznacher
Werkstatt. Denn Frank Mayer, Inhaber der
Pokal-Manufaktur Goly-Fine-Arts , hat den
goldenen Handschuh und auch den goldenen Fußball-Schuh in seiner Werkstatt
hergestellt.
Schon Monate vor der Weltmeisterschaft im Sommer begann für Mayer die
Arbeit an den Auszeichnungen. „Im Winter
Jubilare im November
25 Jahre
SPO Consulting GmbH,
Softwareberatung, Stromberg
10 Jahre
Hans Joachim Zotzenbach „EnergieKosten-Beratung“, Bad Kreuznach
Michael Frank, Meddersheim
Sven Schäfer, Staudernheim
Messtechnik mit Award ausgezeichnet
sind die Vorlagen eingetroffen“, sagt er. Die
bekommt er direkt vom Sportartikel-Hersteller Adidas, dem Auftraggeber und
Hauptsponsor der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach diesen Vorgaben erstellt
Mayer die Form für den Handschuh und
den Fußball-Schuh. Wenn anschließend
die Oberfläche mit goldener Farbe lackiert
ist, kommt die Feinarbeit. „Die Hervorhebungen der Streifen sind von Hand
aufgetragen“, erklärt er. Knapp zwei
Monate braucht er, um so eine Trophäe anzufertigen. Dass nun gerade
die deutsche Nationalmannschaft
Weltmeister geworden ist, ist für
Mayer das „Tüpfelchen auf dem i“. „Es
ist schon toll“, sagt er bescheiden.
Zuletzt freute er sich über den Weltmeister-Titel der U-20-Frauen. Denn auch
für die U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in
Kanada fertigte er die Auszeichnungen
an.
Mayer selbst hat die Firma vor fünf
Jahren von seinem Vorgänger, dem Bundesliga-Profi Reinhold Wosab, übernommen. Der stellte in seiner Zeit auch den
Kontakt zu Adidas her. Vor drei Jahren
kam schließlich der Auftrag für den goldenen Handschuh dazu. Allerdings
hat sich Mayer nicht nur auf Weltstars fokussiert, er fertigt in seiner
Werkstatt auch ganz „normale“ Auszeichnungen nach individuellen
Wünschen für seine Kunden an.
Das Bad Kreuznacher Unternehmen
Dr. Schneider Messtechnik ist kürzlich mit
dem „MM Award“ der Fachzeitschrift
„MaschinenMarkt“ für seine weiterentwickelte Software „Saphir QD“ auf der AMB
Fachmesse in Stuttgart ausgezeichnet worden. Der Hersteller von optischen und optoelektronischen Messgeräten entwickelte
das hauseigene Messprogramm so weiter,
dass nun mit dem „Saphir QD“ die zu messenden Teile automatisch erkannt und ausgemessen werden. Die Dr. Schneider Messtechnik GmbH ist ein Unternehmen der
Allit-Gruppe.
Kontakt:
Jörg Lenger
0671 84321-12
lenger@koblenz.ihk.de
BIRKENFELD
Intergem fordert aktive Gestaltung
der Messe für die Zukunft
Der Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein, Jochen Müller,
richtete den Blick für die Intergem-Schmuckmesse in die Zukunft: „Lassen Sie uns das Jubiläum zum Denken
nach vorne nutzen“, sagte er und forderte
die nachfolgende Generation auf, das Konzept Intergem 30 plus aktiv zu gestalten.
Er glaubt, die Messe werde unterschätzt:
„Die Intergem ist eine großartige PR-Veranstaltung für Idar-Oberstein und die
Branche, deren Bedeutung größer ist, als
viele meinen“, so Müller.
Die weite Strahlkraft der Messe unterstrich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Jubiläumsempfang: „Die Intergem ist für das Land
Rheinland-Pfalz und die Region ein besonderes Aushängeschild. Die Messe verfügt
wie die Branche über Alleinstellungsmerkmale, die sie zu den ganz Großen
weltweit macht“, sagte sie. Die Branche sei
identitätsstiftend für die Menschen und
die Unternehmen, aber auch für den
37
Jubilare im November
10 Jahre
Tourismus. IHK-Regionalsgeschäftsführer Thomas Wild sieht die Intergem als
wichtige Branchenmesse: „Die Intergem
ist eine sehr gute Gelegenheit für Einkäufer, in wenigen Tagen mit vielen Unternehmen der Edelsteinbranche in unserer
Region in Kontakt zu kommen und sich
einen Überblick darüber zu verschaffen,
was ihnen hier geboten wird.“
Seit 30 Jahren lockt die Spezialmesse
für Edelsteine, Schmuck und Technik
zahlreiche Besucher nach Idar-Oberstein.
In diesem Jahr konnten die Veranstalter
ein Plus von zehn Prozent bei den Besucherzahlen verzeichnen: 3.500 Gäste
kamen am ersten Oktoberwochenende in
die Messehalle, um sich das Angebot der
130 Aussteller anzuschauen. Dabei nahmen einige Messebesucher auch eine
weite Reise in Kauf. „Es kamen mehr Einkäufer, auch aus dem Ausland. Einige
kamen sogar aus den USA und Dubai“,
berichtete der Messevereinsvorsitzende
Dr. Konrad Henn.
Antoni Pawel Golenia, Idar-Oberstein
Precious Products Gems GmbH,
Idar-Oberstein
Stadt Idar-Oberstein will mit
Fragebögen Attraktivität steigern
Rund 1.500 Fragebögen wertet die
Stadt Idar-Oberstein gerade aus. Unter dem
Motto „Lebensraum gestalten und Identität
stärken“ hatte die Stadt das Beratungsunternehmen Egger & Partner beauftragt,
eine repräsentative Umfrage bei Einheimischen, Kunden und Gästen durchzuführen.
Ziel der Umfrage ist es, Wünsche und
Bedürfnisse der Befragten zu erfassen, die
Stadt und lokale Akteure dann gemeinsam
in verschiedene Strategien zur Attraktivitäts- und Wirtschaftskraftsteigerung
umsetzen wollen. IHK-Regionalgeschäftsführer Thomas Wild sieht noch Verbesserungen bei der Infrastruktur: „Das in den
Arbeitsgruppen nicht lösbare Problem der
unzureichenden Verkehrsanbindung an
die Metropolregionen Rhein-Main und
Rhein-Neckar kann jedoch nur durch entsprechende verkehrspolitische Weichenstellungen angegangen werden, die das
Land und der Bund angehen müssen.“
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COCHEM-ZELL
Netzwerk will heimische Wirtschaft stärken
Die Auswirkungen des demografischen Wandels bekommt auch der Landkreis Cochem-Zell deutlich zu spüren: Der
Anteil älterer Menschen steigt und die
Anzahl der Beschäftigten sinkt. Um diesem
Trend entgegenzuwirken, hat sich nun die
„Zukunftsallianz Cochem-Zell“ (ZaC)
gegründet, das die Kreisverwaltung
Cochem-Zell, Bundesagentur für Arbeit,
Industrie- und Handelskammer (IHK)
Koblenz, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und die Berufsbildende Schule Cochem initiiert haben.
Bei der Auftaktveranstaltung trafen sich
120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und
Schulen in der Aula der Berufsbildenden
Schule Cochem.
50 der 120 Gäste haben sich gleich dem
Bündnis angeschlossen und unterzeichneten eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung, in der sie sich verpflichten, die
gemeinsamen Ziele zu unterstützen. Erste
konkrete Projekte sind die Stärkung der
dualen Ausbildung und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bestehende
Unternehmen sollen zudem Unterstützung
bei der Nachfolgeregelung erhalten. Weitere Institutionen und Unternehmer haben
ihre Unterstützung angekündigt. Ziel der
ZaC ist es, den Landkreis attraktiver zu
gestalten, um die heimische Wirtschaft zu
stärken. Gerade die vorhandenen Potenziale des Arbeitsmarktes sollen genutzt und
weiterentwickelt werden, um die Fachkräftelücke zu schließen. „Nur gemeinsam
können wir den Landkreis zukunftsfähig
machen“, betonte Eberhard Noll, Regionalgeschäftsführer der IHK Koblenz in
Cochem-Zell bei der Auftaktveranstaltung.
Landrat Manfred Schnur sieht den
Landkreis vor großen Herausforderungen.
„Wir müssen die bereits vorhandenen Kompetenzen und Stärken in der Region bündeln. Nur so können wir etwas erreichen“,
sagte er.
Jubilare im November
10 Jahre
Francisco Deutschland GmbH, Cochem
INNO Verwaltung GmbH, Düngenheim
Olga Böttcher „Nagelstudio“, Blankenrath
Wajos-Genussmanufaktur
bekommt Bundesehrenpreis
Für die Wajos Genussmanufaktur aus
Dohr ging es Ende September nach Berlin.
Dort nahm der Spirituosen-Produzent seinen vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verliehenen Bundesehrenpreis entgegen. Es ist
die höchste Auszeichnung, die jährlich,
getrennt nach Produktkategorien, an
deutsche Lebensmittelproduzenten verliehen wird. Der Preisträger hatte bei den
Qualitätsprüfungen durch die Deutsche-Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)
herausragende Ergebnisse erzielt. Insgesamt erhielten 22 deutsche Spirituosen-Hersteller den Bundesehrenpreis.
Regionalinitiative Mosel sucht
ausgezeichnete Gastgeber
IHK-Journal 11/2014
Bald ist es wieder soweit: Im Januar
und Februar 2015 steht die nächste Zertifizierungsrunde der Regionalinitiative
Mosel für ausgezeichnete Mosel-Gastgeber
an. Gesucht werden Weingüter, Brennereien und Vinotheken, Übernachtungsund Gastronomiebetriebe sowie Campingplätze, die sich mit dem Gütesiegel „Zertifizierte Qualität Initiative Mosel“ schmücken
wollen. Mehr als 100 Betriebe sind bereits
mit dem Siegel ausgezeichnet worden, die
somit von den Marketingmaßnahmen der
Mosellandtouristik GmbH und weiterer
Akteure profitieren.
Informations- und Anmeldeunterlagen
zur Zertifizierung 2015 gibt es bei der
Mosellandtouristik GmbH, Kordelweg 1,
54470 Bernkastel-Kues.
Kontakt:
Eberhard Noll
02671 9157-96
noll@koblenz.ihk.de
40
KOBLENZ-STADT
In zwei Tagen zum Start-up
IHK-Journal 11/2014
54 Stunden harte Arbeit, sieben zündende Geschäftsmodelle und rundum
zufriedene Teilnehmer – so lautet die
Bilanz der Veranstalter des ersten „Start-up
Weekend Koblenz“, das im Oktober stattfand. Die Teilnehmer standen vor einer
großen Herausforderung, denn die Aufgabe hieß: „In 54 Stunden zum Start-up“. Sieben Arbeitsgruppen wagten sich an die
Aufgabe. Am Sonntag stieg der „AbschlussPitch“ – und die Kreativen präsentierten
der Jury ihre Produkte und Geschäftsmodelle. Die drei besten Teams wurden von
der Jury prämiert.
„Erstaunlich, was aus einer vagen
Idee an einem Wochenende alles wachsen kann“, sagt Markus Maron vom Verein IT.Stadt Koblenz e.V., Hauptorganisator des Weekends. Teilnehmer Nicolai
Westphal pflichtete bei: „Es ist immer
ganz spannend zu sehen, welche Energie
auf so einem Event vorhanden ist. Viele
kreative und begabte Menschen versammeln sich, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. Wir alle konnten eine Menge
lernen und unsere Ideen ein gutes Stück
vorantreiben. Die Ergebnisse haben mich
jedenfalls schon überzeugt.“ Das gilt
auch für die Jury aus Staatssekretärin
Heike Raab aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium, Martin Neudecker, Geschäftsführer Existenzgründung bei der IHK Koblenz, Martin Görlitz
(Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften), Prof. Kaschny (Hochschule Koblenz)
und Jun.-Prof. Schaarschmidt (Uni
Koblenz). Die Preisträger waren schnell
ausgemacht:
Der erste Preis ging an das Team
„dinnr.me“. Die sechs Koblenzer Johannes
Hofmann, Patrick Weirich, Daniel Mies,
Adrian Nitsche, Matthias von Steimker
und Julianne Wawerda entwickelten eine
neue Internetplattform, die Menschen bei
einem gemeinsamen Abendessen zusammenbringt. Auf dinnr.me können Nutzer
als Gastgeber oder Gast zueinanderfinden.
Die Gastgeber stellen ein Gericht online
und bieten es über die Plattform an. Die
Gäste melden sich für ein gemeinsames
Essen an und beteiligen sich an den Kosten
für die Zutaten – oder kochen selbst mit.
Platz zwei ging an Eduard Steinbrenner, Eugen Gretschmann, Tanju Öksüz und
Selcuk Yüksel – vier „Soul shakerz“. Ihr
Produkt: ein Shaker to go, bei dem die
Zutaten schon in vordefinierten Mengen in
einzelnen Kammern im Deckel abgefüllt
sind. Die GamersNearby.com erhielten den
dritten Preis. Das Team aus Martin Tam,
Hai Ngoc Cu, Christian Neubauer und Lari
Syrota möchte Gamer lokal verbinden, um
sich auch in der realen Welt zu treffen und
auszutauschen.
Einen Sonderpreis erhielt MarieChristin Anthony für ihre Idee eines
Dienstleistungsunternehmens für eingewanderte Fachkräfte: „StartIn’ – arrival,
services, network“ soll unterschiedlichste
Hilfestellung beim Ankommen in Deutschland geben.
Markus Maron hat das Veranstaltungsformat, das weltweit durchgeführt wird,
zusammen mit dem rheinland-pfälzischen
Innenministerium nach Koblenz geholt.
Als Partner stieg die Wirtschaftsförderung
der Stadt mit ein. Maron ist gespannt, wie
es für die Preisträger jetzt weitergeht: „Nun
werden wir gespannt weiterverfolgen, was
sich aus dem Stopp bei unserem Event
weiterentwickeln wird. Für einige der
Teams heißt es aber mit Sicherheit: Durchstarten!“
Jubilare im November
10 Jahre
Karin Luhr „Spielhalle“, Koblenz
Manfred Kaufmann, Koblenz
Sparkasse ehrt herausragende
Unternehmer aus der Region
Die Sparkasse Koblenz hat erneut
den Regionalen Gründerpreis verliehen.
Geehrt wurden in diesem Jahr: P&S GmbH,
Koblenz (Kategorie Start-up), Reisen Aktuell GmbH, Osterspai (Aufsteiger), Assyx
GmbH, Andernach (Sonderpreis – Kreative
Unternehmensleistung), Compugroup-Vorstandsvorsitzender Frank Gotthardt,
Koblenz (Lebenswerk), sowie das Team
Marktscheune der Julius-Wegeler-Schule,
Koblenz (Schüler). Der Gründerpreis wird
für „vorbildhafte Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen
Geschäftsideen und beim Aufbau neuer
Unternehmen“ verliehen. Partner der Sparkasse sind die IHK Koblenz, die Handwerkskammer, die Rhein-Zeitung, die
Wirtschaftsjunioren Mittelrhein, RPR1.
sowie TV Mittelrhein.
Weitere Informationen:
www.startup-koblenz.de
Kontakt:
Bertram Weirich
0261 106-250
weirich@koblenz.ihk.de
MAYEN-KOBLENZ
Jubilare im November
10 Jahre
Alois Peter Loch, Polch
Jörg Lind „Keramikhandel und Zubehör“,
Mülheim-Kärlich
Paul Gelszus, Mayen
Moltex ausgezeichnet nachhaltig
We will rock you:
Mendig bereitet sich auf RaR vor
Angeblich sollen Hotels und Pensionen im Umkreis längst schon ausgebucht sein,
Gemeinden und Handel planen Aktionen und Events – die Region um Mendig scheint
im Rock-am-Ring-Fieber. 2015 steigt das Musikfestival erstmals am Mendiger Flugplatz. Viele möchten von dem viertägigen Großevent im Juni profitieren. Ulrich Rawert,
Vorsitzender der Mendiger Werbegemeinschaft, ist überzeugt: Das gelingt.
Wie haben die Händler die Nachricht aufgenommen, dass Rock am Ring
nach Mendig kommt?
Sehr, sehr positiv. Alle freuen sich auf das Event. Sie glauben gar nicht, was sich jetzt
schon alles bewegt. Die Werbegemeinschaft und auch die einzelnen Gewerbetreibenden bereiten Aktionen oder Angebote für das Wochenende vor. Jeder macht sich
Gedanken. Die Lebensmittelhändler werden sich zum Beispiel ziemlich sicher in der
Nähe des Flugplatzes mit einem Stand ansiedeln.
Werden Mendig und die Region von Rock am Ring profitieren?
Wenn von den wahrscheinlich 80.000 Festivalbesuchern zehn Prozent Mendig besuchen, hätten wir schon so viele Gäste wie Einwohner. Ob die dann natürlich eine Brille
oder Schmuck kaufen, ist fraglich. Ich denke, alle Einzelhändler müssen sich schon
etwas Spezielles oder Individuelles einfallen lassen – vielleicht auch vor ihren Geschäften. Auf jeden Fall haben wir die Chance, die Umgebung bekannter zu machen, und
davon profitieren wir alle – da ist der Mehrumsatz an dem Wochenende gar nicht so
ausschlaggebend.
Die Mayener Firma Moltex Baby-Hygiene GmbH ist mit dem Ecocare Award
ausgezeichnet worden. Sie erreichte mit
der Produktlinie „Moltex nature no.1“ den
zweiten Platz in der Kategorie Produkt –
gleich hinter der Henkel AG. Der Ecocare
ist ein internationaler Nachhaltigkeitspreis, der von der „Lebensmittel Praxis“
jährlich verliehen wird. Der Preis basiert
auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit:
Ökologie, Ökonomie und Soziales. Voraussetzung für eine Bewerbung: Das Konzept
muss einen bedeutenden Beitrag zum
Kerngeschäft des Unternehmens leisten.
WHU weit vorne
Die WHU – Otto Beisheim School of
Management ist laut der neuen Rangliste
„Financial Times Masters in Management“
die beste deutsche Hochschule. Im weltweiten Vergleich erreichte sie den vierten
Platz. „Wir freuen uns sehr über die erneute herausragende Platzierung in diesem
wichtigen Ranking. Sie bestätigt das Konzept der Hochschule, exzellente Wissenschaft und Lehre mit Internationalität und
Praxisrelevanz zu verknüpfen“, betont
Professor Michael Frenkel, Rektor der
WHU. Die ist vor 30 Jahren auf Initiative
der IHK Koblenz gegründet worden.
Es wird auch über einen verkaufsoffenen Sonntag nachgedacht?
Ja, wir arbeiten noch an einem Konzept. Wenn, dann lohnt sich das wohl eher vormittags, weil nachmittags schon wieder Abreise ist. Im Rahmen des Möglichen werden
wohl viele versuchen, ihre Öffnungszeiten an den Tagen auszudehnen. Vor allem
müssen wir uns aber etwas ausdenken, um die Leute überhaupt nach Mendig zu
locken. Mit der Stadt und der Verbandsgemeinde überlegen wir auch, ob wir beispielsweise auch einen Shuttleservice einrichten können. Vom Flugplatz bis ins Zentrum
sind es schon zwei, drei Kilometer.
Die Fragen stellte Stefanie Helsper.
Kontakt:
Georg Spieske
0261 106-200
spieske@koblenz.ihk.de
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NEUWIED
HB Schutzbekleidung macht es vor:
Kinderbetreuung ist möglich
Vorreiter im Land: Als erster Mittelständler in Rheinland-Pfalz hat HB Schutzbekleidung in Thalhausen (Kreis Neuwied)
offiziell seine firmeneigene Kita eröffnet.
Die neue Kindertagespflegestelle heißt
„Turtelinos“ und ist für bis zu fünf Kinder
ausgelegt. Damit haben 120 Mitarbeiter die
Möglichkeit, ihre Kinder von 6 Monaten bis
6 Jahren mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. „Als Mittelständler mit Firmensitz im
ländlichen Raum wissen wir von HB
Schutzbekleidung, wie wichtig es ist, qualifizierte Fachkräfte zu bekommen und sie
über viele Jahre hinweg im Unternehmen
zu halten“, so Inhaber Klaus Berthold. „Deshalb haben wir uns im Frühjahr entschlossen, mit einer betriebseigenen Kita die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie für
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
weiter zu verbessern.“
HB hat auf dem Firmengelände entsprechend Umbauten vorgenommen. Turtelinos verfügt neben Küche und Toilettenräumen auch über einen Garten mit Spielplatz sowie eine Krabbel- und Kuschelecke
und mehrere Schlafplätze. Die Betreuung
der Kleinen übernehmen zwei festangestellte Tagesmütter. Die Öffnungszeiten der
HB-Kita richten sich nach dem Bedarf der
Mütter und Väter und können flexibel
gestaltet werden. Die Betreuungskosten
übernimmt das Unternehmen. Die Kindertagespflegestelle wurde mit Unterstützung
des Jugendamts Neuwied umgesetzt. Sie
wird gefördert vom Bundesfamilienministerium.
Jubilare im November
10 Jahre
Bernd Ludwig Siegel, Neuwied
Brigitte Katharina Unger, Neuwied
Neuwied Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neuwied
Bundesehrenpreis für Rabenhorst
Die Premium-Saftmarke Rabenhorst
ist zum vierten Mal mit dem Bundesehrenpreis 2014 für Fruchtgetränke des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgezeichnet worden.
Sowohl 2009, 2011 und 2012 konnte sich
Rabenhorst den begehrten Bundesehrenpreis ebenfalls sichern. Das Unternehmen
erhielt die Auszeichnung aus den Händen
von Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im BMEL, und des DLG-Präsidenten Carl-Albrecht Bartmer. Der Preis ist
nach Unternehmensangaben die höchste
Auszeichnung, die ein deutscher Lebensmittelproduzent erreichen kann.
B 256: Ortsumgehung freigegeben
Nach dem Spatenstich 2006 ist jetzt die
Ortsumgehung Rengsdorf freigegeben
worden. Bürgermeister Hans-Werner Breithausen sprach von einem historischen Tag
für Rengsdorf. In den letzten Jahren fuhren
zu Spitzenzeiten über 20.000 Fahrzeuge am
Tag durch Rengsdorf. Durch die neue
Umgehung werden bis zu 60 Prozent des
Verkehrs aus dem Ort geholt und die
Anbindung an die A3 deutlich verbessert.
IHK-Journal 11/2014
Hack AG erfüllt die Quote
Frauen vor: Noch ist die Frauenquote
nicht Gesetz, da hat die Westerwälder
Großbäckerei Hack AG aus Kurtscheid
(Kreis Neuwied) sie schon erfüllt – und
zwar als erste Aktiengesellschaft im
Land. Ab 2016 sollen nach dem Willen der
Bundesregierung 30 Prozent der Aufsichtsräte in Aktiengesellschaften weiblich sein. Das Unternehmen aus dem Kreis
schreitet also vorbildlich voran. So vorbildlich, dass Kanzlerin Angela Merkel
den Aufsichtsrat gar persönlich in Berlin
empfing und gratulierte. Geführt wird der
Aufsichtsrat der Hack AG von Margret
Hack, der Seniorchefin, die bereits seit 54
Jahren im Unternehmen tätig ist. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende,
Rechtsanwältin Petra Korts aus Köln, ist
ebenfalls seit dem Jahr 2000 im Amt. Neue
und dritte Frau im Aufsichtsrat ist die
Schweizerin Dr. Thorid Klantschitsch.
„Wir sind stolz auf diese tolle Besetzung
und die überdurchschnittliche Frauenpower in unserem Unternehmen“, freut
sich Margret Hack. Am Firmensitz in
Kurtscheid beschäftigt das Unternehmen
zurzeit rund 200 Mitarbeiter – davon 110
Frauen.
Kontakt:
Fabian Göttlich
02631 9176-15
goettlich@koblenz.ihk.de
RHEIN-HUNSRÜCK
BurgStadt Hotel Kastellaun hebt ab
Die beiden Piloten drücken in der Flugzeugkabine bei ihrem Routine-Check die
letzten Knöpfe, dann rollt die Maschine los
und hebt in Richtung Mallorca ab. Am Fenster ziehen die Wolken vorbei –, allerdings
virtuell. Heiko Stemmler, Inhaber des
BurgStadt Hotels Kastellaun und selbst
passionierter Flieger, hat das Fliegen auf
den Boden gebracht: Im ehemaligen Wellness-Bereich des Hotels hat er einen Flugsimulator eingebaut. Neben einer Übernachtung im Hotel können Gäste jetzt
nebenan alle Flughäfen der Welt ansteuern. Das Konzept mit dem Namen „iTAKEOFF“ ist einmalig.
„Zuerst wurde ich für verrückt erklärt“,
erzählt Heiko Stemmler, der schon immer
von der Fliegerei begeistert war. Als die
Pächterin des Wellness-Bereichs kündigte,
lagen die Räume brach. Für den Diplom-Ingenieur stellte sich schließlich die Frage:
„Was damit machen?“ Dem Piloten und
Besitzer eines einmotorigen Flugzeuges
kam die zündende Idee: Ein Flugsimulator
muss her. Da Stemmler ebenfalls in der
Flugsimulator-Szene aktiv ist, kannte er
die richtigen Ansprechpartner. Mit der
finanziellen Unterstützung aus dem europäischen Leader-Programm, das die Regionalentwicklung fördert, und viel Eigenleistung, konnte das Projekt umgesetzt
werden.
Der maßstabsgetreue Nachbau eines
Boeing 737-Cockpits inklusive einer
Passagierkabine mit 24 Boeing-Flugzeugsitzen und der Cessna-172-Simulator mit
allen Funktionen des Originals wurden
schließlich eingebaut. Sogar eine Bordküche ist mit „an Bord“. Clou der Flugsimulation sind die nahezu echten Geräusche und
Bewegungen, die von einer Sound-Anlage
und Vibrationsplatten erzeugt werden.
Auch der Blick aus dem Fenster wird originalgetreu nachgebildet: Ob nun das rege
Treiben am Flughafen zu sehen ist oder der
Flügel in den Wolken während des Fluges.
Dabei können Fluggäste selbst zusammen
mit einem Piloten fliegen und weltweit alle
Flughäfen ansteuern. Dabei unterscheidet
sich Stemmlers Angebot von anderen
existierenden auf dem Markt und ist damit
einmalig.
Zwar hatte sich Stemmler anfangs
„extrem viele Gedanken“ gemacht, ob der
Flugsimulator ankommt, aber er war sich
sicher, dass es funktioniert. „Das Konzept,
das wir uns ausgedacht haben, hat
geklappt“, sagt er. So begrüßt Stemmler
nicht nur Gäste im BurgStadt-Hotel Kastellaun, sondern hat auch im Flugsimulator
bereits die unterschiedlichsten Gäste empfangen: vom Ehepaar, das seinen Hochzeitstag feiern wollte, über Gruppen, die ihr
Betriebsfest gefeiert haben, über Piloten,
die darin ihr Training absolvieren.
Mit Blick in die Zukunft will Stemmler
das Angebot noch ausbauen. Ein Flugzeug-Dinner soll kommen. Außerdem plant
er Mallorca-Party-Flüge. Darüber hinaus
liebäugelt der Hotelbesitzer mit einem
Autorenn- und einem Hubschrauber-Simulator. „Es ist zwar eine erhebliche Investition, aber auch ein gutes Marketingsinstrument“, sagt er.
Jubilare im November
10 Jahre
Axel Surinx „Bauabrechnung“, Boppard
Detlef Kiewel „Elektrotechnik“, Perscheid
Rainer Strabel, Boppard
Rhein-Hunsrück ist mit virtueller
Jugendberufsagentur Vorreiter
Anlehnend an das Sesamstraßen-Lied
fragt die kürzlich ans Netz gegangene virtuelle Jugendberufsagentur „Wie, wo, was.
Wer nicht fragt, verpasst.“ Mit der poppig
aufgemachten Internetseite will der RheinHunsrück-Kreis Jugendlichen und jungen
Erwachsenen eine Plattform rund um Fragen zu Ausbildung und Beruf bieten.
Bereits in der Vergangenheit hatten die
Kooperationspartner, bestehend aus der
Kreisverwaltung des Rhein-HunsrückKreises, dem Jobcenter Rhein-Hunsrück,
der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach, der
Schulleiterbesprechung und dem Regionalrat Wirtschaft intensiv an Angeboten
für Berufseinsteiger zusammen gearbeitet.
Mit dem Projekt Jugendberufsagentur
wird die bisherige Zusammenarbeit weiter
ausgebaut. „Wir machen damit den RheinHunsrück-Kreis für die Jugendlichen wieder ein Stück attraktiver und unterstützen
letztendlich die heimische Wirtschaft
mit den Fachkräften von morgen“, sagte
Bertram Fleck, Landrat des RheinHunsrück-Kreises.
Kontakt:
Eberhard Noll
06761 9330-11
noll@koblenz.ihk.de
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RHEIN-LAHN
Jubilare im November
10 Jahre
Beate Hilge, Klingelbach
Daniel Ossowski „Tier- und Landschaftspflege“, Hömberg
Ursula Sturm „Reisebüro“, Lahnstein
Superbrand-Siegel für
Leifheit und Soehnle
Loreley hofft auf dicken Zuschuss
aus Berlin
IHK-Journal 11/2014
Die Verbandsgemeinde Loreley hofft
bei der Umsetzung des noch laufenden
Ideenwettbewerbs zur Attraktivitätssteigerung des Loreley-Plateaus auf einen
dicken Zuschuss aus Berlin. Von den veranschlagten Investitionskosten von rund
sieben Millionen Euro steht jetzt eine
Bezuschussung von bis zu 90 Prozent in
Aussicht. Der Verbandsgemeinderat hat
bei seiner letzten Sitzung einem bereits
gestellten Antrag zugestimmt.
Der Planungsverband Loreley hatte
im Sommer den Ideenwettbewerb zur
Neugestaltung des Loreley-Plateaus ausgerufen. Derzeit arbeiten 28 Planungsbüros an ihren Ausarbeitungen, der Sieger wird im Dezember ermittelt. Ziel des
Wettbewerbs ist es, das UNESCO-Welt-
erbe oberhalb des Loreley-Felsens in einer
Gesamtfläche von 52 Hektar touristisch
attraktiver zu gestalten. Um das Projekt
umzusetzen, sind sieben Millionen Euro
nötig.
Der Bund unterstützt UNESCO-Welterbestätten finanziell in einem Förderprogramm. Für das Loreley-Plateau könnten
zwei Drittel der Kosten aus diesem Fond
fließen. Allerdings gibt es für Gemeinden
mit einem klammen Haushalt Sonderregelungen. Da die Verbandsgemeinde
Loreley am Landes-Entschuldungsfond
teilnimmt, könnte die Umsetzung sogar
mit bis zu 90 Prozent bezuschusst werden.
Die Verbandsgemeinde hofft laut Büroleiter Friedhelm Schneider nun auf ein positives Signal aus Berlin.
Das Unternehmen Leifheit AG mit Sitz
in Nassau/Lahn ist für seine beiden Marken Leifheit und Soehnle mit dem Siegel
„Superbrand 2014/15“ ausgezeichnet worden. Die Organisation „Superbrand“ wählt
seit über 20 Jahren mit einer unabhängigen
Jury die besten und stärksten Marken in 85
Ländern aus. Das Siegel erhalten Marken,
die in fünf verschiedenen Kriterien sehr
gute Bewertungen aufweisen.
Kapp-Chemie schließt
Schulpatenschaft
Besiegelt ist jetzt die Schulpatenschaft
zwischen der Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) in Nastätten und dem Unternehmen Kapp-Chemie GmbH & Co. KG in
Miehlen. Die Patenschaftsvereinbarung
ist kürzlich unterzeichnet worden.
Schirmherren sind die Industrie- und
Handelskammer Koblenz sowie der
Arbeitskreis „Schulewirtschaft“ RheinLahn. Konkrete Projekte wie Schulpraktika, Projektwochen mit chemischen Versuchen und die Vorstellung von Ausstellungsberufen sowie eine Ausbildungsmesse sind in enger Zusammenarbeit von
Schule und Unternehmen geplant.
Kontakt:
Richard Hover
02602 1563-12
hover@koblenz.ihk.de
WESTERWALD
Drei Firmen erhalten Preis
für Familienfreundlichkeit
Jubilare im November
Für ihre besonderen Leistungen im
Wettbewerb „Familienfreundliche Betriebe“ sind drei Firmen beim Westerwälder Wirtschaftsempfang ausgezeichnet
worden. Bewerben konnten sich Unternehmen, die familienfreundliche Strukturen
wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten,
Unterstützung bei der Kinder- und Angehörigenbetreuung anbieten oder auch unkonventionelle Ideen umsetzen. Die Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung des
Westerwaldkreises, Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, die Agentur für
Arbeit, WFG Westerwaldkreis und die
Industrie- und Handelskammer (IHK)
Geschäftsstelle Montabaur haben den
Wettbewerb ins Leben gerufen.
Die erste Platzierung und damit ein
Preisgeld von 1.500 Euro ging an Körting
KG Handel und Transport aus Moschheim.
Speditionskauffrau Stephanie Beuchel
hatte in der Bewerbung geschildert, wie
das Unternehmen sie und die Kollegen
Joachim Herbst, Breitenau
unterstützt. So übernehme die Spedition
beispielsweise die Hälfte der Krippenkosten des Nachwuchses. In der Spielecke
im Büro könnten die Kinder sich aufhalten,
wenn sie doch einmal mit zur Arbeit kommen müssten. In familiären Notsituationen
sei darüber hinaus Heimarbeit möglich.
Nicht nur flexible Arbeitszeit- und
Wiedereinstiegsprogramme bietet die
zweitplatzierte Firma Seuler, ansässig in
Höhr-Grenzhausen, an. Eine betriebliche
Kinderbetreuung und die Möglichkeit,
eine Stelle unter mehreren Mitarbeitern
aufzuteilen, gibt es ebenfalls in dem
Unternehmen in der keramischen Industrie. Dafür erhielt die Firma 1.000 Euro
Preisgeld.
Dass eine gute Vereinbarkeit von
Beruf und Familie auch Männern gelingen soll, zeigt das Forstliche Bildungszentrum in Hachenburg. Das Forstamt erhielt
dafür den dritten Platz und 500 Euro
Preisgeld.
Wäller Wirtschaft tauscht sich beim
Empfang aus
Alle Jahre wieder: Zum 19. „Empfang
der Westerwälder Wirtschaft“ sind Ende
September rund 500 Gäste aus Wirtschaft und Politik auf Einladung der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis, der Wirtschaftsjunioren
Westerwald-Lahn, der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, der Westerwälder Zeitung und der Industrie- und
Handelskammer (IHK) Koblenz Geschäftsstelle Montabaur zum Gedankenaustausch zusammen. Das Zusammentreffen hat in diesem Jahr anlässlich
ihres 25-jährigen Firmenjubiläums Ebener GmbH Fassaden-Profiltechnik in Bad
Marienberg ausgerichtet.
Landrat Achim Schwickert lobte eingangs die wirtschaftliche Stärke der
Region, die auf einem guten Weg sei.
Positiv seien die Ausweitung der dualen
10 Jahre
Bauer Technologies GmbH, Hillscheid
Lothar Gräfling, Höhn
Rene Piltner, Herschbach
Tamara Schürg, Stockhausen-Illfurth
Westerwald braucht sechs Millionen
Euro für Kreisstraßensanierung
Damit der Ausbau der maroden
Kreisstraßen und Brücken im Westerwald
in den nächsten zwei Jahren vorangehen
kann, hat die Kreisverwaltung Kosten von
rund sechs Millionen Euro kalkuliert.
Darüber ist jetzt im Kreisausschuss beraten worden: Mit einem Beschlussvorschlag
empfiehlt nun der Kreisausschuss dem
Kreistag das Geld, abzüglich der Zuschüsse
und nach den Haushaltsberatungen,
bereitzustellen. Mit Blick auf die geplante
Eröffnung des Fashion-Outlet-Centers
(FOC) im kommenden Sommer soll laut des
Beschlussvorschlages der Verkehrsfluss
am Montabaurer ICE-Bahnhof verbessert
werden, da bereits jetzt schon zu Stoßzeiten
die Kreuzungen und Kreisel überlastet
sind. Der Kreisausschuss empfiehlt deshalb eine zeitnahe Umsetzung.
Studiengänge und der Ausbau der
Breitbandversorgung.
Georg Fahrenschon, Präsident des
deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, sprach über den Euro. Er riet
Firmen, die derzeitige Zinssituation zu
nutzen.
Gastgeber Stefan Weber, Geschäftsführer Ebener GmbH Fassadentechnik,
blickte auf die 25-jährige Geschichte des
Unternehmens zurück. Angefangen mit
einem Drei-Mann-Betrieb habe sich der
Anbieter für Fassadenbau zum Marktführer im deutschsprachigen Raum entwickelt. Weber richtete den Blick auch
auf den Nachwuchs: Auszubildende
müssten nicht nur berufsspezifisches
Wissen erhalten, sondern auch demokratisches Verständnis vermittelt bekommen.
Kontakt:
Richard Hover
02602 1563-12
hover@koblenz.ihk.de
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RECHT UND STEUERN
Vorsicht vor Eintritt der Verjährung
Zum Jahresende droht wieder die Verjährung offener Forderungen. Mit Ablauf des 31.12.2014 verjähren offene Zahlungsansprüche aus dem Jahr 2011, die der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren unterliegen. Der Zahlungsanspruch
selber besteht zwar grundsätzlich fort, kann aber nicht mehr
geltend gemacht werden, wenn sich der Geschäftspartner auf
die Einrede der Verjährung beruft. Sie sollten daher Ihre noch
offenen Forderungen vor dem Jahreswechsel auf den drohenden Verjährungseintritt hin überprüfen.
Regelverjährungsfrist
Unter die dreijährige regelmäßige Verjährungsfrist fallen vor
allem Zahlungsansprüche aus Kauf- und Werkverträgen.
Unerheblich ist dabei erstmal, ob Ihr Schuldner Kaufmann
oder Privatperson ist. Die gleiche Frist gilt auch bei Ansprüchen auf wiederkehrende Leistungen, wie beispielsweise
Zinsen. Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt grundsätzlich
mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
Achtung: Eine wichtige Ausnahme von der Regelverjährungsfrist bilden jedoch die kauf- und werkvertraglichen Mängelansprüche, die generell in zwei Jahren verjähren. Hier
beginnt die Verjährungsfrist nicht mit Ablauf des Kalenderjahres, sondern bereits mit Ablieferung des Kaufgegenstandes
bzw. Abnahme des Werks.
Daneben gibt es weitere Verjährungsfristen, je nach Art des
Anspruchs. Eine Übersicht finden Sie auf unserem Merkblatt
zur Verjährung mit der Dok.-Nr. 7974.
Hemmung und Neubeginn der Verjährung
Ihnen stehen verschiedene Wege offen, den Eintritt der Verjährung zu verhindern. Die Verjährung kann insbesondere
durch Rechtsverfolgungsmaßnahmen gehemmt werden.
Hemmung der Verjährung bedeutet, dass mit Eintritt des
Hemmungsgrundes die Verjährung zum Stillstand kommt und
nach dessen Wegfall weiterläuft. Der Zeitraum, währenddessen die Verjährung gehemmt ist, wird
in die Verjährungsfrist nicht
eingerechnet. In Betracht kommen als Hemmungsgründe
z. B. die Erhebung einer Klage oder die Zustellung eines Mahnbescheides. Die bloße Geltendmachung der Forderung gegenüber Ihrem Schuldner genügt hingegen nicht. Die Verjährung
der Ansprüche ist auch gehemmt, solange zwischen den
Beteiligten Verhandlungen über die Bereinigung der Rechtsverhältnisse schweben.
Daneben verjähren Ansprüche auch dann nicht, wenn sie vom
Anspruchsgegner anerkannt werden. In diesem Fall wird die
Verjährung nicht gehemmt, sondern sie beginnt mit dem Anerkenntnis neu zu laufen. Auch im Falle der Nacherfüllung eines
Kaufvertrages durch Lieferung einer neuen Sache liegt ein
Neubeginn der Verjährung.
Zahlung trotz Verjährungseintritt
Es kommt immer wieder vor, dass Schuldner z. B. Zahlungsansprüche begleichen, obwohl diese schon verjährt sind. In
diesem Fall kann die geleistete Geldsumme nicht zurückgefordert werden. Dies gilt selbst dann, wenn der Schuldner von
der Verjährung nicht gewusst hat. Also müssen Sie eingehende Zahlungen, die eigentlich schon verjährt sind, grundsätzlich nicht zurückzahlen.
Kontakt
Ina Redemann
0261 106-170
redemann@koblenz.ihk.de
RECHT UND STEUERN
Kündigungsfristen: Keine
Altersdiskriminierung
Haftungsausschluss muss
unverzüglich eingetragen werden
Die gesetzliche Kündigungsfrist des Arbeitgebers von vier
Wochen verlängert sich bei längerer Betriebszugehörigkeit
der Arbeitnehmer staffelweise. Diese Verlängerung stellt laut
Bundesarbeitsgericht keine mittelbare Diskriminierung jüngerer Arbeitnehmer dar. Sie verfolge vielmehr das rechtmäßige Ziel, betriebstreuen, typischerweise älteren Arbeitnehmern durch längere Kündigungsfristen einen verbesserten
Kündigungsschutz einzuräumen.
Der Erwerber eines Handelsgeschäfts haftet für alle im Betrieb
des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten des früheren
Inhabers, wenn das Geschäft unter der bisherigen Firma im
Kernbereich fortgeführt wird. Diese Haftung kann zwar durch
Eintragung im Handelsregister oder durch Mitteilung an die
Gläubiger ausgeschlossen werden. Ein Haftungsausschluss
kann aber nur dann Außenwirkung haben, wenn die Eintragung
und Bekanntmachung unverzüglich nach dem Wechsel des
Unternehmensträgers vorgenommen wird. Das Risiko einer
verzögerten Eintragung und Bekanntmachung trifft den neuen
Unternehmensträger; es kommt dabei weder auf dessen Verschulden noch auf ein solches des Registergerichts an.
Stammeinlagen: Beweislast
liegt bei Gesellschaftern
Nichtraucherschutz gilt nicht
für Shisha-Bars
Werden Gesellschafter einer GmbH auf Zahlung von
Stammeinlagen in Anspruch genommen, müssen sie darlegen
und beweisen, dass sie ihre Einlagen vollständig erbracht
haben. Das gilt selbst dann, wenn die Einlageleistung bereits
längere Zeit zurückliegt oder die Geschäftsanteile durch die
in Anspruch genommenen Gesellschafter erst später erworben worden sind.
In einem gerichtlichen Verfahren sei es dem Tatrichter allerdings nicht verwehrt, den dem Gesellschafter obliegenden
Nachweis der Einlagezahlung aufgrund einer Gesamtbeurteilung unstreitiger oder erwiesener Indiztatsachen als geführt
anzusehen (so der BGH in einem Beschluss vom 15.4.2014).
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am 24. März 2014
(Az. 19 K 2289/13) entschieden, dass das Nichtraucherschutzgesetz Nordrhein-Westfalen auf eine Gaststätte keine
Anwendung findet, solange und soweit diese nur Wasserpfeifen (Shishas) anbietet, die ausschließlich tabakfrei mit melassebehandelten Dampfsteinen (sog. Shiazo-Steinen) oder
getrockneten Früchten genutzt werden. Das Nichtraucherschutzgesetz Rheinland-Pfalz stellt in § 1 Abs. 1 NRauchSchG
ausdrücklich klar, dass das Gesetz dem Schutz der Bevölkerung vor Belastungen sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Tabakrauch (Passivrauchbelastung) dient. Mit
Blick auf die oben genannte Entscheidung folgt daraus, dass
das Nichtraucherschutzgesetz Rheinland-Pfalz auf eine Gaststätte keine Anwendung findet, solange und soweit ausschließlich tabakfreie Wasserpfeifen angeboten werden.
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NACHGEFRAGT BEI ...
Nachgefragt bei …
Dr. Eckart von Hirschhausen
FOTO: FRANK EIDEL
Er ist wohl Deutschlands bekanntester Arzt, und seine Medizin ist denkbar einfach: Dr. Eckart von Hirschhausen setzt auf die therapeutische Wirkung des Lachens. Dazu tritt er im TV an, mit seinen Bühnenprogrammen – und mit seiner Stiftung „Humor hilft Heilen“, bei der Clowns ein wenig Leichtigkeit und vor
allem Hoffnung in die Krankenhäuser bringen. Dass er als Arzt und als Kabarettist eine ganz ähnliche
Mission verfolgt, hat Eckart von Hirschhausen uns im Interview verraten.
Wie bringt man Sie am besten zum Lachen?
Ich bin großer Loriot-Fan. Es gibt aber unglaublich viele gute
Komiker, die man am besten live auf der Bühne erlebt. Wer in
Deutschland nichts zu lachen hat, ist selber schuld! Positive
Gemeinschaftserlebnisse wie Konzerte, Public Viewing oder
Live-Kabarett erleben eine tolle Renaissance. Wir können uns
halt nicht selber kitzeln. Aber uns gegenseitig anstecken mit
unserer Laune – und am besten mit guter!
Was macht Sie traurig?
Das, was auch die meisten traurig macht: freiwillige und unfreiwillige Trennungen, wenn man merkt, dass etwas nicht mehr
weitergeht, heilt oder zusammenwächst.
Wege entwickelt, um klar zu machen: Viele unserer körperlichen und seelischen Probleme haben mit der Lebensführung
zu tun, und damit, wie wir mit uns und anderen umgehen.
In Ihrem Programm „Wunderheiler“ geht es um die
Wunder des Körpers. Was ist für Sie das größte?
Die unglaublichen Selbstheilungskräfte! Machen Sie doch mal
einen Kratzer in Ihre Haut – drei Tage später ist der verschwunden, und wir müssen nichts dazu tun. Machen Sie einen Kratzer
in das Auto vom Nachbarn – da können Sie lange warten, der
bleibt. Wir bewundern, dass Jesus Wasser zu Wein gemacht hat.
Aber ist es nicht ebenso erstaunlich, dass unser Körper in der
Lage ist, über Nacht aus dem ganzen Wein wieder Wasser zu
machen?
IHK-Journal 11/2014
Was macht einen guten Arzt aus?
Sprache in der Medizin wirkt wie ein Medikament. Ein guter Arzt
ist deswegen auch immer ein guter Kommunikator. Zuhören, die
wichtigen Fragen stellen und dann Klarheit und Hoffnung zu
vermitteln, das ist die Kunst. Sprache ist hierfür das entscheidende Werkzeug. Aber da wird in der Ausbildung so getan, als
ob das jeder könnte – Unsinn! Auch später bekommen Ärzte
leider zu wenig Rückmeldung über ihr Handeln. Das wäre aber
sehr wichtig, um zu überprüfen, wie gut oder eben nicht gut ein
Arzt behandelt.
Haben Sie als Mediziner mal ein echtes Wunder erlebt?
Wieso haben Sie sich für Kabarett statt Klinik entschieden?
Sie sind viel unterwegs, auf Bühnen, im Fernsehen, für
Ihre Stiftung. Wie bleibt man da gesund?
Ich habe mich während meiner Arbeit im Krankenhaus gefragt,
ob ich nicht besser früher ansetze, bevor die Menschen erkranken. Wenn ich auf der Bühne an einem Abend 3.000 Menschen
erreiche, dann ist das inhaltlich gar nicht so viel anderes, als
wenn ich den Patienten in einer Klinik für Psychosomatik etwas
erzählen würde. Und wenn mir heute im Fernsehen Millionen
Menschen zuhören, dann hätte ich für den gleichen Effekt in
der Klinik sehr viele Jahre gebraucht. Ich habe also nur neue
Weil meine Tätigkeit in der Öffentlichkeit stattfindet, entsteht
schnell der Eindruck, ich wäre Tag und Nacht aktiv. Bin ich aber
nicht. Jede Krankenschwester arbeitet mehr als ich. Zudem
empfinde ich das, was ich tue, nicht als Last, weil ich es mir
selber aussuche und es meinen Stärken entspricht und mir
nichts mehr Freude macht, als Menschen zum Lachen und
Nachdenken zu bringen – solange ich das über meine Arbeit
sagen kann, bleibe ich auch gesund.
Ich habe erlebt, wie eine psychogen gelähmte Frau wieder
gehen konnte. Oder wie ein Junge, der wochenlang nicht
gesprochen hatte, wieder anfing zu reden. Es waren die psychischen Prozesse, die entscheidend waren, daher weiß ich auch,
wie durch Gespräch, Gruppenerfahrung oder positive Erwartungen viel in Gang gebracht werden kann. Dies steht auch nicht
im Gegensatz zur Medizin, sondern ist ein Bestandteil guter
Medizin.
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Ein offenes Ohr hat stets das siebenköpfige Team vom Kundenzentrum im Empfangsbereich. Sie sind erster Ansprechpartner für die Anliegen unserer Kunden und
geben auch Erstberatungen. Die Anfragen werden schnell und unkompliziert, aber
immer kompetent, bearbeitet. Sollten doch Fachfragen entstehen, leitet das Team
in die entsprechenden Fachabteilungen weiter. Doch nicht nur am Telefon hilft das
Team vom Kundenzentrum weiter, auch Mitgliedsbestätigungen, Außenwirtschaftsformulare und Ehrenurkunden stellen sie aus. Kunden erhalten hier außerdem die
Digitale Signatur und den Firmenspiegel und können sich Infomaterial zu verschiedenen Themenbereichen zusenden lassen. Nicht zuletzt gibt das siebenköpfige
Team Beratungen zum Weiterbildungsfond und bearbeitet die Anträge. Nicht zuletzt
unterstützen Teamleiterin Diana Michel mit Ulrike Langguth, Anne Tielke, Insa Kattwinkel, Linda Menden, Sara Lindlein und Gabriele Koolhaas alle Fachabteilungen im
Haus.
Herausgeber
Industrie- und Handelskammer Koblenz
Schlossstraße 2, 56068 Koblenz
Redaktion
Stefanie Helsper (v.i.S.d.P.)
Telefon: 0261 106-191
Fax: 0261 106-55191
Frauke Blech
Telefon: 0261 106-133
Fax: 0261 106-55133
redaktion@koblenz.ihk.de
Internet: www.ihk-koblenz.de
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FOTO: BLECH
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Telefon: 02631 95118-100
Fax: 02631 95118-5100
ISSN 0936-4579
Auflage: 43.249 | (Q3/2013)
Haben immer ein offenes Ohr: (vorne v. l.) Diana Michel, Ulrike Langguth und Anne Tielke,
Insa Kattwinkel, Linda Menden, Sara Lindlein sowie Gabriele Koolhaas (hinten v. l.).
Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz und Deutschland
(Basisjahr: 2010 = 100)
Jahr Monat
Rheinland-PfalzDeutschland
2010
100,0
2011
102,1
2012
104,3
2013
105,8
2014Januar
106,1
Februar 106,7
März
106,9
April
106,6
Mai
106,5
Juni
106,9
Juli
107,1
August 107,2
September107,2
100,0
102,1
104,1
105,7
105,9
106,4
106,7
106,5
106,4
106,7
107,0
107,0
107,0
Wirtschaftsdaten können über das Angebot der IHK Koblenz unter der Ad­resse
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49
50
ZU GUTER LETZT
Mikes Feder- Streich
Geschenke-Koller
Hat die Kanzlerin vor lauter sozialpolitischen Geschenken den Mittelstand vergessen? Eine stärker wirtschaftsorientierte Politik würde
der Konjunktur jedenfalls nicht schaden.
Homo oeconomicus
Feiern, feiern, feiern
IHK-Journal 11/2014
Man mag es kaum glauben, aber es ist so: Der Besuch der Weihnachtsfeier ist
gesetzlich nicht geregelt. Deshalb hat ein Mitarbeiter auch keinen Rechtsanspruch
auf eine Einladung zur Weihnachtsfeier, und der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet,
eine auszurichten. Na schön. Die allermeisten tun es dennoch und dann offenbar
freiwillig, auf beiden Seiten. Dann setzen sich die Beteiligten bisweilen lustige Nikolausmützen auf, lauschen der wohlformulierten Ansprache des Chefs, schenken
sich gegenseitig „Schrott“ (auch das mag man kaum glauben) und brillieren beim
Firmenquiz. Und das meist ganz ohne Hochprozentiges. Das Ganze soll tatsächlich
eine Investition ins Betriebsklima sein. Es soll erheblich zur Motivation der Mitarbeiter beitragen. Nun, Millionen von Menschen, die im Dezember die Gaststätten
und Bowlingbahnen im Kollegenkreis bevölkern, können nicht irren. In diesem
Sinne: eine schöne Vorweihnachtszeit! Und vor lauter Weihnachtsfeiern (Firma,
Abteilung, Sportverein) das Durchatmen nicht vergessen.
Vor schau
Steife Brise
In unserer Dezember-Ausgabe schauen wir auf die „maritime Wirtschaft“ an
Rhein, Mosel und Nahe – ja, denn auch
in unseren Gefilden sind Unternehmen
in der Schiffsindustrie tätig. Außerdem stellen wir Ihnen neue Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht vor und schauen auf die Ehrung
der besten Azubis Deutschlands nach
Berlin.
Nicht das
erhoffte Rot?
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Zukunft gestalten. Gemeinsam.
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Seele and Geist
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