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Kapitalmarkt Kompakt - Sparkasse Goslar/Harz

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Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 6 - 7. Woche 2015
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
AKTIEN EUROLAND
DAX
10.846
+1,42%*
MDAX
18.992
+2,14%*
TecDAX
1.507
+0,69%*
Euro
EuroStoxx50
3.398
+1,39%*
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
AKTIEN INTERNATIONAL
MSCI World
1.721
+2,56%*
Dow Jones
17.824
+3,84%*
Nikkei 225
17.649
-0,15%*
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
Ungeachtet der Hängepartie um Griechenland und der immer weiter eskalierenden Russland-/Ukraine-Krise konnte der DAX zunächst mit 10.985 Punkten
ein neues Allzeit-Hoch erreichen. Gute Wirtschaftsdaten aus Deutschland (Auftragseingang und Industrieproduktion) und der Euro-Zone (Einzelhandelsumsätze) sowie Spekulationen auf eine über das im März beginnende Aufkaufprogramm der EZB hinausgehende geldpolitische Lockerung sorgten für Rückenwind. Das Festhalten der neuen griechischen Regierung an ihrem Konfrontationskurs zur EU brachte dann jedoch einen ersten Dämpfer. Nachdem die EZB
den Banken in Griechenland die Refinanzierung bei der Notenbank erschwert
hat und die Regierung unter Führung des Linksbündnisses Syriza das Sparund Reformprogramm ablehnt und teilweise bereits rückgängig gemacht hat,
spitzt sich die finanzielle Lage in dem Land zu. Eine Sondersitzung der EUFinanzminister wird sich am Mittwoch mit der Situation beschäftigen – Lösungsansätze sind aber bisher nicht in Sicht. Auch der andere politische Krisenherd, Russland/Ukraine, ist trotz intensiver diplomatischer Bemühungen
weiter denn je von einer Deeskalation entfernt. Vor diesem Hintergrund dürfte
Verunsicherung und Vorsicht das Anlegerverhalten in der kommenden Woche
prägen. Gewinnmitnahmen nach den rasanten Kursanstiegen zu Beginn des
Jahres könnten eine Konsolidierungsphase einleiten, in deren Verlauf der DAX
im negativsten Szenario sogar bis auf 10.400 Punkte zurückgehen könnte. Im
Fokus stehen dabei nach wie vor die politischen Ereignisse um Griechenland
und die Ukraine. Als Stütze für den Markt sehen wir die in den nächsten Tagen
zur Veröffentlichung anstehenden Unternehmensberichte und vor allem die
ultra-expansive Geldpolitik der EZB. Sie sollten das Korrekturpotential an den
Börsen begrenzen und dafür sorgen, dass die Indizes im weiteren Jahresverlauf wieder Auftrieb erhalten.
Von großer Bedeutung für die globalen Aktienmärkte sollten in dieser Woche
die Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen sein. Trotz der Schwäche im
Vormonat scheint aber offenbar bereits eine nochmals relativ negative Entwicklung eingepreist zu werden. Optimisten könnten daher sogar schon einen
gewissen Raum für positive Überraschungen sehen. Erschwert wird die Lage
noch dadurch, dass es zu umfangreichen Revisionen der für den Vormonat
gemeldeten Daten kommen könnte. Dies könnte die Interpretation der aktuellen Entwicklungen natürlich erschweren. Zudem ist zu bedenken, dass die
Schwäche im Dezember 2014 maßgeblich – neben den rückläufigen Umsätzen
an Tankstellen – durch Probleme bei der Saisonbereinigung ausgelöst worden
sein dürfte. Grundsätzlich glaubt der Aktienmarkt aber wohl auch weiterhin
daran, dass der US-Konsument eine verlässliche Stütze der Weltwirtschaft bleiben sollte. Für diese Sichtweise der Dinge sprechen vor allem der niedrige
Ölpreis, die Aufwertungstendenz beim US-Dollar, die anhaltende Aufhellung
der Beschäftigungssituation und die sukzessive Verbesserung der Lage am
Immobilienmarkt des Landes.
Die chinesischen Handelszahlen vom Sonntag haben derweil die asiatischen
Aktienmärkte zum Wochenstart zunächst in Mollstimmung versetzt. Trotz des
durch die Zollbehörden gemeldeten Rekordüberschusses muss von einem
Fehlstart in das Jahr 2015 gesprochen werden. Der drastische Rückgang bei
den Einfuhren lässt Zweifel an der Binnenaktivität im Reich der Mitte aufkommen. Auch die Ausfuhren geben gewissen Anlass zur Sorge: So scheinen die
Exporte in den Euroraum unter der aktuellen Schwäche der Gemeinschaftswährung zu leiden. In diesem Umfeld nimmt allerdings die Wahrscheinlichkeit eines wachstumsfreundlichen Kurses Pekings wieder zu. Nachdem die PBOC
vergangene Woche die Mindestreserveanforderungen für Banken gesenkt hat,
rechnet das Gros der Marktteilnehmer mit weiteren Stimuli. In Japan profitierte
der Aktienmarkt einmal mehr vom schwächeren Yen. Bei den Parlamentswahlen in Neu-Delhi deutet sich unterdessen eine Wahlniederlage für die Partei
von Premier Modi an. Unter dem Eindruck, dass die wirtschaftsfreundliche Regierung dadurch geschwächt werden könnte kamen die Dividendenpapiere in
Indien Druck.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
Seite 1
Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 6 - 7. Woche 2015
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Ø-Rendite
Öffentl. Anl.
0,26%
(0,28%)*
* Wert Vorwoche
Quelle: Deutsche Bundesbank
Die neue griechische Regierung versuchte in den vergangenen Tagen weiterhin, eine Lösung für die Schuldenproblematik und die Abkehr von der bisher
strengen Austeritätspolitik zu finden. Während sich Ministerpräsident Tsipras
mit einigen europäischen Regierungschefs sowie EU-Kommissionspräsident
Juncker traf, besuchte der griechische Finanzminister Varoufakis einige seiner
Amtskollegen sowie EZB-Präsident Draghi. Dabei verstörten Marktbeobachter
jedoch die sich immer wieder ändernden Forderungen und Lösungsansätze. So
wurde bspw. nicht mehr von einem „Schuldenschnitt“ gesprochen, sondern
eine „Umschuldung“ ins Spiel gebracht, bei der endlos laufende Anleihen
und/oder Anleihen, deren Verzinsung an das Wirtschaftswachstum Griechenlands gekoppelt ist, verwendet werden könnten. Am Mittwoch werden sich nun
die Finanzminister der Eurogruppe zu einer Sondersitzung treffen, bei der
endlich verwertbare Vorschläge erwartet werden. Bisher wurde zwar teilweise
ein Entgegenkommen bspw. eine Reform der Troika signalisiert, generell konnten die griechischen Vorschläge jedoch nicht überzeugen. Unterdessen beendete die EZB am Mittwochabend – nach dem Treffen von Varoufakis und Draghi
– die Sonderregelungen für die Akzeptanz griechischer Staatsanleihen als Sicherheiten, da nicht mehr von einer erfolgreichen Überprüfung des Anpassungsprogramms ausgegangen werde. Ab 11. Februar können die Papiere
nicht mehr bei der Zentralbank hinterlegt werden, da sie die Ratinganforderungen nicht erfüllen. Dennoch stehen griechischen Banken die –höher verzinsten – Notfallkredite (ELA; Emergency Liquidity Assistance) zur Verfügung.
Hierzu soll der Vergaberahmen für die griechische Zentralbank auf ein Volumen von EUR 59,5 Mrd. ausgeweitet worden sein. Die ELAs werden 14-tägig
überprüft und können vom EZB-Rat mit einer Zweidrittelmehrheit gestoppt
werden. Eine von Varoufakis angefragte Erhöhung des Limits für die Emission
von T-Bills von EUR 15 Mrd. auf EUR 25 Mrd. soll hingegen abgelehnt worden
sein. S&P stufte daher am Freitag aufgrund des enger werdenden Zeitrahmens
das Rating Griechenlands von B auf B- ab. Griechische Papiere erholten sich zu
Beginn der letzten Woche, nachdem zunächst freundlichere Töne aus Athen
kamen, verloren nach der EZB-Entscheidung aber wieder. Im Vergleich zur
Vorwoche verringerte sich die 10Y-Rendite dennoch deutlich um 107bp auf
10,106%. Zehnjährige Bundesanleihen erreichten vergangenen Montag ein
Rendite-Allzeittief bei 0,297%, von dem sie sich seitdem wieder etwas entfernten. Zuletzt notierten die Papiere bei 0,375%, was einem Anstieg zur Vorwoche
um 7bp entspricht. Die Umlaufrendite markierte am Montag mit 0,24% ebenso
ein neues Tief. Bis Freitagmittag stieg sie aber wieder bis auf 0,26% an. Der
Bund Future entfernte sich über den Wochenverlauf vom zuvor erreichten Allzeithoch und ging mit einem Stand von 158,42 in das Wochenende.
Anleihe
Rendite in %
Bund 2 Jahre
-0,20
Bund 5 Jahre
-0,09
Bund 10 Jahre
0,33
Quelle: Thomson Reuters, Stand 06.02.2015
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Redaktionsschluss: 09.02
09.02.2015.
.02.2015. Die Marktvergleiche
Marktvergleiche beziehen sich auf den Zeitraum vom
30.01
30.01.201
.01.2015
.2015 bis 06.0
06.02
.02.2015.
.2015.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
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Disclaimer
Die vorstehende Studie wurde von der Norddeutschen Landesbank Girozentrale ("NORD/LB") erstellt. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank, Kaiserstraße 29, D-60311 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. Soweit Ihnen diese Studie
durch Ihre Sparkasse oder Landesbank überreicht worden ist, unterliegt auch diese Sparkasse oder Landesbank der Aufsicht der BaFin und
ggf. auch der EZB. Eine Überprüfung oder Billigung dieser Studie oder der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die
zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht erfolgt.
Diese Studie richtet sich ausschließlich an Empfänger in Deutschland (nachfolgend als „relevante Personen“ bezeichnet). Die in dieser Studie untersuchten Werte sind nur an die relevanten Personen gerichtet und andere Personen als die relevanten Personen dürfen nicht auf
diese Studie vertrauen. Insbesondere darf weder diese Studie noch eine Kopie hiervon nach Japan, Kanada oder in die Vereinigten Staaten
von Amerika oder in ihre Territorien oder Besitztümer gebracht oder übertragen oder an Mitarbeiter oder an verbundene Gesellschaften in
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Diese Studie und die hierin enthaltenen Informationen wurden ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und werden ausschließlich zu
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Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen sind Quellen entnommen, die von uns für zuverlässig erachtet wurden. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird, können wir keine Gewähr
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in der vorstehenden Studie geäußerten Meinungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile unserer Analysten dar. Veränderungen der Prämissen können einen erheblichen Einfluss auf die dargestellten Entwicklungen haben. Weder die NORD/LB, noch ihre die Organe oder Mitarbeiter können für die Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der Informationen oder für einen Renditeverlust, indirekte Schäden, Folge- oder sonstige Schäden, die Personen entstehen, die auf die Informationen, Aussagen oder Meinungen in dieser Studie vertrauen (unabhängig davon, ob diese Verluste durch Fahrlässigkeit dieser Personen oder auf andere Weise entstanden sind), die Gewähr, Verantwortung oder Haftung übernehmen.
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Diese Studie stellt keine Anlage-, Rechts-, Bilanzierungs- oder Steuerberatung sowie keine Zusicherung dar, dass ein Investment oder eine
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Redaktionsschluss: 10. Februar 2015
Redaktion: NORD/LB Hannover, Research, Thorsten Strauß
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