close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ausgabe 2015/1 - Pädagogische Hochschule Zürich

EinbettenHerunterladen
Sekundarstufe II
Berufsbildung
www.phzh.ch/sek2
news februar 2015
Liebe Ehemalige, liebe Kolleginnen und Kollegen
Das «Jahr der Berufsbildung» ist passé. Zahlreiche Initiativen und Veranstaltungen
boten 2014 Gelegenheit, einem breiteren Publikum die helle Seite der Berufsbildung zu präsentieren. So wurden die schweizerischen Berufsmeisterschaften erstmals am selben Ort durchgeführt: siebzig Meisterschaften, tausend Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, hundertfünfzigtausend begeisterte Besucherinnen und
Besucher auf dem Bernexpo-Areal.
Inzwischen sind die Fanfaren verstummt, die Berufsbildung ist wieder etwas in
den Hintergrund gerückt. Aber sie wird weiter Thema bleiben, nicht zuletzt, weil
in einigen Branchen, darunter zukunftsmächtigen Wirtschaftszweigen wie Technik,
Informatik, Pflege, in naher Zukunft ein Fachkräftemangel droht oder schon Tatsache ist. Nach Jahren der Lehrstellenknappheit können nicht mehr alle Lehrstellen
mit geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten besetzt werden. Vor allem die leistungsstarken Jugendlichen kommen den Betrieben zunehmend abhanden, viele
entscheiden sich für den gymnasialen Weg.
So stehen Bildungspolitik und -forschung vor neuen Herausforderungen: Welche Reformen sind unabdingbar, damit das schweizerische Berufsbildungssystem
attraktiv bleibt und auch die Aufgaben der Zukunft meistern kann? Wie lassen sich
die Übergänge zwischen obligatorischer Schule und Berufsbildung, wie liesse sich
der Einstieg in die Arbeitswelt noch besser gestalten? Welche Möglichkeiten gibt es
für Erwachsene, die ohne Sekundarstufe-II-Abschluss im Arbeitsleben stehen, eine
solche Qualifikation nachträglich zu erwerben?
Über Berufsbildung wurde und wird also mehr diskutiert als auch schon. In all den
Debatten — und so weit wir sehen, auch in der Forschung — ist eine Seite aber
bisher kaum angemessen zu Wort gekommen: die Lehrpersonen und Ausbildner/
innen an allen drei Lernorten. Als Institution, die Berufsbildungsverantwortliche
ausbildet, sehen wir auch darin für uns durchaus eine Aufgabe: Nicht nur Studien-
Gerne weisen wir einmal mehr auf den gut eingeführten Newsletter von Manfred Pfiffner mit TV-Tipps für ABU-Lehrpersonen hin, der seit 2014 über die
Kanäle der PH Zürich vertrieben wird.
Abonnieren können Sie die monatlichen ABU-TV-News hier …
gänge und Weiterbildungen mit Tiefgang anzubieten und unsere Angebote stetig
zu verbessern, unter anderem durch Forschung auf diesem Gebiet. Sondern eben
auch die Leistung, die von Berufsbildungsverantwortlichen im Dienste des Systems
erbracht werden, zu würdigen.
Das ist das Ziel eines Buches, das im kommenden Mai erscheinen soll: ein Band
mit Interviews, in denen 16 Berufsbildungsverantwortliche aller drei Lernorte ausführlich zu Wort kommen.
Wir hoffen, wir haben Ihre Neugier geweckt … Mehr zu diesem Buch in der
nächs­ten Ausgabe der news .
Und was enthält die aktuelle Ausgabe der news ? In unseren Rubriken finden Sie
wie immer Hinweise auf Veranstaltungen, interna , tipps zur Lektüre usw. Und
in der Rubrik schwerpunkt diskutieren wir diesmal die Möglichkeiten von E-Portfolios, die sich in unseren BK-Studiengängen schon seit einer Weile durchgesetzt
haben.
Wie immer freuen wir uns auf Ihr kritisches Feedback und Ihre Anregungen.
Für die Teams der Abteilung Sekundarstufe II/Berufsbildung und die Redaktion dieser news: christoph.gassmann@phzh.ch
2
interna Ein bisschen Statistik
Die Abteilung Sekundarstufe II/Berufsbildung der PH Zürich ist in den vergangenen
Jahren stetig gewachsen. Mit 485 immatrikulierten Studierenden haben wir inzwischen eine respektable Grösse erreicht, auch im Vergleich zu andern Abteilungen
innerhalb des Prorektorats Ausbildung der PH Zürich.
Lukas Rosenberger, Vorerst geht‘s uns noch gold …
Frisch pensioniert
Richard Schmid-Leupi bei der Buchvernissage der Berufskunde-«Fachdidaktik-Bibel», Mai 2013
Ein Dozent mit vielen Verdiensten um die Ausbildungen der PH Zürich im Bereich
der Berufsbildung geht dieser Tage in Pension: Richard Schmid-Leupi. Ihm ist wesentlich zu verdanken, dass 2013 die neue Fachdidaktik-Bibel unseres Berufskundler-Teams nach mancherlei Irrungen und Wirrungen publiziert werden konnte.
Kolleginnen und Kollegen haben für Richi mit ihren Texten der Anerkennung und
des Dankes einen Blumenstrauss gebunden.
Blumen für Richard Schmid-Leupi …
Fachdidaktik-Studiengänge: «Schulsprache Deutsch» und «Naturwissenschaften»
Kernauftrag der Abteilung Sekundarstufe II/Berufsbildung ist zwar die Ausbildung
von Berufsbildungsverantwortlichen. Eine zusätzliche Aufgabe, die der Abteilung
3
von der Hochschulleitung der PH Zürich übertragen wurde, ist die Ausbildung des
Nachwuchses an Dozierenden und Forschenden für pädagogische Hochschulen in
der Schweiz in den sogenannten Masterstudiengängen in Fachdidaktik.
Michael Prusse, der für diese Studiengänge die Verantwortung trägt, hat einige
Hintergründe und aktuelle Informationen zu diesem Angebot der PH (und der beiden anderen Zürcher Hochschulen) zusammengetragen.
Mehr …
Winter-Diplomfeier
Winter-Diplomfeier 2014
Am 21. Januar fand die diesjährige Winter-Abschlussfeier statt. Aus der Hand der
Studienleiter/innen Christoph Städeli, Daniela Plüss, Petra Skrobala und Karin Hauser
und des Prüfungsleiters Erich Stutz durften die erfolgreichen Absolvent/innen unserer Studiengänge ihre Diplome entgegennehmen. Im Wintersemester 2014 haben
insgesamt 21 Studierende den Studiengang «Allgemeinbildender Unterricht» (ABU)
abgeschlossen, für den Unterricht in der Berufsmaturität (BM) waren es elf, für
den nebenberuflichen Unterricht an höheren Fachschulen (HF) zwei und für die KVFächerkombination «Wirtschaft und Gesellschaft» (W&G) ein Studierender.
Wie gewohnt, wurden die Diplomandinnen und Diplomanden von Prof. Dr. Philipp Gonon begrüsst, dem Inhaber des Lehrstuhls für Berufsbildung an der Universität Zürich. In seiner Rede warnte Gonon davor, Ausbildungen allein dem Gedanken
der Nützlichkeit zu unterwerfen, wichtiger, auch in der Berufswelt, sei vielleicht,
Neugier zu wecken und lebendig zu erhalten.
Dr. Daniela Plüss unterhielt sich mit der Diplomandin Fleur Steiner über ihren
Werdegang und ihre Erfahrungen im Studium. Frau Steiner ist nicht nur ABU-Lehrerin in Interlaken, sondern arbeitet im Teilzeitpensum auch als Konditionstrainerin
von Eishockey-Spielern und SkifahrerInnen — mit ihrer reichen und verzweigten
Biografie ist sie nachgerade typisch für die vielfältige Zunft der BerufsfachschulLehrpersonen.
Zur Begrüssungsrede von Philipp Gonon …
Zur Aufzeichnung des Interviews mit Fleur Steiner …
Die Namen der Diplomierten finden Sie hier …
Bilder von der Diplomfeier finden sich hier …
4
Professuren
Die Entwicklung der Berufsbildung ist zurzeit in der internationalen Zusammenarbeit ein grosses Thema. Dies gilt im Falle der Schweiz besonders auch für die
Zusammenarbeit mit Staaten Osteuropas. Markus Maurer hat in diesem Zusammenhang eine Review von drei DEZA-Projekten in Bosnien und der Herzegowina
durchgeführt, die auf die Senkung der enorm hohen Jugendarbeitslosigkeit im Land
abzielen. Im Zentrum der Projekte stehen die Förderung praktisch ausgerichteter
Ausbildungen, die Verbesserung der Beratung junger Arbeitslosen sowie die Wirtschaftsförderung in Branchen mit grossem Beschäftigungspotenzial. Maurers Aufgabe war es, Hinweise darauf zu geben, wie die Wirkung der drei Projekte verbessert
werden kann.
Die Review wurde auf der Grundlage eines einwöchigen Aufenthalts verfasst.
Dabei führte Markus Maurer, in Zusammenarbeit mit einer lokalen Expertin, zahlreiche Gespräche mit den Projekten und Projektpartnern durch, zum Beispiel Vertretern des Bildungs- und Arbeitsministeriums, von Berufsschulen und NGOs.
Informationen zu den einzelnen Projekten finden sich auf dem Internet:
zu Projekt 1 (Market Makers) auf der Website des EDA und der Helvetas …
zu Projekt 2 (Skills for Jobs) auf der Website des EDA …
zu Projekt 3 (Youth Employment Project YEP) auf der Website des EDA …
Im Rahmen ihrer Tätigkeit übernehmen auch unsere beiden Fachdidaktik-Professuren Beratungsmandate. Claudio Caduff begleitet derzeit zum Beispiel an der Berufsbildungsschule Winterthur (BBW) die Umsetzung der neuen Bestimmungen zum
«Interdisziplinären Arbeiten in den Fächern» der Berufsmaturitäts-Bildungsgänge.
Bekanntlich sind laut BM-Rahmenlehrplan 10 Prozent des BM-Unterrichts dem
interdisziplinären Arbeiten gewidmet. Einerseits haben die Lernenden gegen Ende
des Bildungsgangs eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) zu verfassen, anderseits soll das interdisziplinäre Arbeiten in den Fächern (IDAF) ab Schuljahr 2015/16
neu den Aufbau methodischer Kompetenzen fördern und die Lernenden im Problemlösen schulen. Das IDAF wird als eigene Note (Erfahrungsnote) im Maturazeugnis ausgewiesen, dazu braucht es zwei Semesterzeugnisnoten.
An der BM in der BBW ist man derzeit dabei zu bestimmen, welche überfachlichen Kompetenzen und welche Inhalte Gegenstand des IDAF sein sollen. In einem
zweiten Schritt werden dann die Unterrichtsgefässe und die beteiligten Fächer
definiert.
Die wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des interdisziplinären Arbeitens wird in den nächsten drei bis vier Jahren mit qualitativen und quantitativen
Erhebungsmethoden die Umsetzung und die Lernwirksamkeit überprüfen. Damit
soll einerseits die BM an der BBW schnell Rückmeldungen zu ihrer Umsetzung des
IDAF erhalten, und anderseits können die Ergebnisse auch allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse zum interdisziplinären Arbeiten in der BM generieren.
5
schwerpunkt e-portfolio
Innovationspreis für Sandra Flurys E-Portfolio
Mit den Studienpreisen der Stiftung Pestalozzianum werden jedes Jahr herausragende Leistungen von Studierenden in der Aus- und Weiterbildung an der PH
Zürich ausgezeichnet. Damit würdigen die Stiftung und die PH Zürich nicht nur
Engagement und besondere Fähigkeiten von Studierenden. Sie lassen Interessierte
an wichtigen Prozessen und Ergebnissen eines PH-Studiums teilhaben und leisten
damit einen Beitrag zum Dialog zwischen Hochschule und Öffentlichkeit.
Die Vergabe der Studienpreise erfolgt in vier Kategorien: Dialogpreis; Forschungspreis; Professionspreis und Innovationspreis. Prämiert werden Portfolios,
Masterarbeiten, MAS-Arbeiten, Bachelorarbeiten, Leistungsnachweise aus Studienschwerpunkten und einzelnen Modulen bzw. Lehrgängen.
Auch 2014 wurde das Portfolio einer Studierenden des BK-Studiengangs mit
einem der Preise ausgezeichnet. Nach Anita Schuler, die im Vorjahr den Professionspreis errang, wurde im vergangenen Herbst Sandra Flury für ihr Entwicklungs-EPortfolio der Innovationspreis zugesprochen.
Aus der Begründung der Jury: «Das umfangreiche Portfolio dokumentiert eine
persönlich und fachlich tief gehende Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernprozess und zentralen Themen aus Praxis und Ausbildung. Nicht zuletzt stellt es
einen Beleg dar für die Kompetenz zur ästhetischen Gestaltung und die Kreativität
von Frau Flury.»
Zur Website der Stiftung Pestalozzianum …
Die Preisverleihung an Sandra Flury bot uns Gelegenheit für ein Gespräch mit Andreas Sägesser zu Eigenheiten und Möglichkeiten des E-Portfolios.
Zur Aufzeichnung des Gesprächs …
Youtube-Film der PH Zürich zu E-Portfolios
Zu den Chancen und Möglichkeiten von E-Portfolios und zu den Instrumenten, die
dafür zur Verfügung stehen, ist in Zusammenarbeit mit dem Digital Learning Center der PH Zürich ein Film entstanden, der auf Youtube zur Verfügung steht. Neben
Andreas Sägesser, Fachdidaktik-Dozent im BK-Studiengang, äussern sich darin auch
Anita Fischer und Ulrich Hofmann, zwei ehemalige BK Studierende.
E-Portfolios für alle! …
6
tipps & links Christoph Städeli und Claudio Caduff
Die fünf Phasen im kompetenzorientierten Unterricht – Das AVIVA-Modell
Planung und Ablauf von Unterricht haben wesentlichen Einfluss auf die Art und
Weise, wie in der Schule gelernt wird. Nicht zuletzt braucht es eine gute Balance
zwischen Steuerung durch die Lehrperson und Elementen selbstregulierten Lernens. — AVIVA, entwickelt von Christoph Städeli, Andreas Grassi, Willy Obrist und
Katy Rhiner, ist ein Fünfphasen-Modell für wirkungsvollen Unterricht. Gestützt auf
AVIVA, lassen sich gezielt Ressourcen aufbauen und Situationen schaffen, in denen
die Lernenden sich als kompetent Handelnde erfahren. Das Modell wird inzwischen
auch in Deutschland breit rezipiert.
Christoph Städeli und Claudio Caduff haben es kürzlich im Journal für Lehrerbildung
in komprimierter Form vorgestellt …
«Didaktische Hausapotheke»
Im vergangenen Herbst ist der erste Band unserer neuen Reihe «Didaktische Hausapotheke» erschienen, ein
Leitfaden zur Verwendung von E-Lehrmitteln im Unterricht. Gallus Zahno, Redaktor Berufsbildung bei educa.
ch, hat Mitverfasser Christoph Aerni, Lehrer an der Gewerblich-Industriellen Berufschule Bern (GIBB), zu seinem professionellen Werdegang, den Hintergründen der
Publikation und den neuen Möglichkeiten befragt, die
E-Lehrmittel im Unterricht bieten.
Zum Interview mit Christoph Aerni …
Mehr zur «Didaktischen Hausapotheke» eLehrmittel …
Der zweite Band der «Didaktischen Hausapotheke» erscheint in Kürze:
Daniela Plüss und Saskia Sterel
Sprache und Kommunikation an der Berufsfachschule
Unterrichtsmaske und Sprachspeicher
Mehr dazu …
John Hattie – Harry Potter der Schulpädagogik
Ein Gespenst geht um in der Bildungslandschaft: die Hattie-Studie. Aufgrund von
mehr als 800 Metaanalysen, die 50 000 Einzelstudien zusammenfassen, hat der
neuseeländische Bildungsforscher John Hattie untersucht, was guten Unterricht
ausmacht. «Visible Learning» (2008, deutsch unter dem Titel «Lernen sichtbar machen» 2013 beim Schneider-Verlag Hohengehren erschienen) liefert die bisher umfangreichste Darstellung weltweiter Unterrichtsforschung.
7
Zumindest im deutschen Sprachraum ist das Echo nach wie vor überwältigend.
Das hat vielleicht damit zu tun, dass Hattie die heute zuweilen angezweifelte Bedeutung der Lehrperson — auf allen Stufen — für den Lernerfolg wieder ins Licht
gerückt hat.
Martin Spiewak zu Hattie, « Zeit» vom 14.1.2013 …
«Spiegel»-Interview mit John Hattie, 22.4.2013 …
Inzwischen gibt es auch mehrere deutschsprachige Websites zu «Visible Learning».
Empfehlenswert scheint uns die von visible-learning.org mit Interviews, Buchtipps
(auch für die Unterrichtspraxis), Veranstaltungshinweisen, aber auch kritischen
Stimmen.
Zur Website visible-learning.org
Bei Klett-Kallmeyer ist kürzlich ein von Ewald Terhard herausgegebener Sammelband erschienen, der Befunde und Botschaften der Hattie-Studie einer kritischen
Prüfung unterzieht.
Mehr …
Hilbert Meyer
Unterrichtsentwicklung
Wie kann man Unterricht sinnvoll weiterentwickeln? Welche Rolle spielen dabei die
Lehrkräfte selbst? In gewohnt praktischer Art zeigt Hilbert Meyer den Forschungsstand zum Thema «Grundformen des Unterrichts und deren Lernwirksamkeit» auf.
Dabei hilft er mit persönlichen Entwicklungsaufgaben, die eigene Arbeit zu professionalisieren.
Zur Verlagswebsite …
Michèle Hofmann, Lukas Boser, Anna Bütikofer und Evelyne Wannack (Hrsg.)
Lehrbuch Pädagogik
Eine Einführung in grundlegende Themenfelder
Dieses Lehrbuch behandelt wesentliche Themenfelder der Pädagogik (Entwicklung
und Erziehung; Familie; Schule und Bildungsgerechtigkeit; Grundfragen der Erziehung) unter ganz verschiedenen Blickwinkeln, etwa aus soziologischer, psychologischer oder sozialhistorischer Perspektive.
Das Werk enthält Beiträge namhafter Fachleute — etwa Fritz Osterwalder, Carola
Groppe, Winfried Kronig, Claudia M. Robers, Walter Herzog, Rebekka Horlacher, Ulrich
Binder oder François Höpflinger.
Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, Fachmittelschulen
und Berufsmaturitätsschulen, die sich auf die Berufsfelder Pädagogik und Soziale
Arbeit vorbereiten, an Bildungsfachpersonen sowie an Leserinnen und Leser, die
sich im Selbststudium mit pädagogischen Fragen auseinandersetzen wollen.
Mehr …
8
Zwei der Protagonisten der TV-Dokuserie «Mini Lehr und ich». Freizeit-Model Luanda Krasniqi
verdankt der Reihe eine Schlagzeile im «Blick», einen Platz unter den «Maxim Hot 100» und
einen Auftritt vor tausend Berufsfachschullehrerinnen und -lehrern im Albisgüetli. Und der Geleisebauer Tobias Schubiger verdankt ihr eine junge Liebe. Bilder: SRF-Website.
«Mini Lehr und ich»
In der Dokuserie «Mini Lehr und ich» von SRF (vgl. News 2-2014) werden fünf Jugendliche aus unterschiedlichen Branchen bei der Arbeit, im Unterricht und in der
Freizeit begleitet. Die vier Filmepisoden bieten einen aufschlussreichen, zuweilen
auch berührenden Einblick in diese wichtige Lebensphase der porträtierten Jugendlichen. — In den beiden Nachfolgesendungen vom Januar 2015 gibt es ein Wiedersehen mit den fünf, die inzwischen ihre LAP erfolgreich bestanden haben. Wir
begegnen zwei andern Lernenden im ersten Lehrjahr und fiebern mit, wenn Bäcker
Philipp Müller bei den SwissSkills um den Titel eines Schweizermeisters kämpft.
Alle Sendungen von «Mini Lehr und ich» auf SRF …
Symposium Berufsbildung
Am fünften Symposium Berufsbildung Ost, das am 28. November 2014 in St. Gallen
stattfand, nahmen über 400 Personen teil. Sie erhielten einen vielseitigen Einblick
in das Tagungsthema «Jugend von heute — und ihre Werte». Neben Referentinnen
und Referenten kamen auch das Publikum und Jugendliche zu Wort.
Präsentationen und Materialien zum Symposium finden Sie hier …
Berufliche Nachqualifizierung
Dass die Nach- und Höherqualifizierung von Erwachsenen aus wirtschafts-, gesellschafts- und sozialpolitischer Sicht von grösster Bedeutung ist, wird kaum mehr
bestritten. 2014 hat der Bund dazu unter dem Titel «Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene» einen Bericht publiziert.
Zum Papier des SBFI …
Auf der Website von Berufsbildungsprojekte Wettstein ist eine regelmässig ergänzte
Zusammenstellung von Projekten, Arbeiten, Publikationen zum Thema zu finden
bbprojekte.ch/zc-aktuell/
9
Berufsbildung international
Mag sein, dass die Berufsbildung in der Schweiz selbst etwas schwächelt — gleichzeitig ist das duale Modell schon seit einiger Zeit zum «Exportschlager» avanciert
und stösst weltweit auf Interesse, namentlich in Osteuropa. Das System steht heute
nicht nur für gelingenden Übergang ins Erwerbsleben und tiefe Jugendarbeitslosenraten, sondern auch für Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolg.
Der Bund hat im vergangenen November einen strategischen Grundlagenbericht zur
internationalen Berufsbildungszusammenarbeit veröffentlicht …
Ein Artikel zum Thema im Tages-Anzeiger vom 4. Januar 2015 findet sich hier …
Dass das Modell weltweit auf Interesse stösst, kam auch am ersten internationalen
Berufsbildungskongress in Winterthur im September 2014 zum Ausdruck.
Pressemitteilung des SBFI vom 18. September 2014 …
Weitere Meldungen dazu auf der Website des Bundes und auf der von
«Greater Zurich Area» …
Auch das Eidgenössische Departement des Äusseren präsentiert das duale System
auf seiner Website www.swissworld.org mit einigem Stolz:
Mehr …
Umstritten ist allerdings die Frage, ob und wieweit sich das System überhaupt «exportieren» lässt. Zu diesem Themenbereich ist kürzlich eine von Markus Maurer zusammen mit Philipp Gonon herausgegebene Buchpublikation in englischer Sprache
erschienen:
Markus Maurer, Philipp Gonon
The Challenges of Policy Transfer in Vocational Skills Development
National Qualifications Frameworks and the Dual Model of Vocational Training in International Cooperation
Mehr Informationen zum Buch (in englischer Sprache) auf der Verlagswebsite …
… und hier eine Besprechung des Buches …
Folio Berufsbildung Schweiz
Gerne machen wir wieder einmal aufmerksam auf «Folio», die Zeitschrift des Berufsfachschul-Lehrpersonen-Verbandes Berufsbildung Schweiz (BCH).
Zur Website des BCH …
In «Folio» publizieren regelmässig auch Dozierende der PH Zürich, in der Dezember-Nummer war zum Beispiel Markus Maurer gleich mit zwei Beiträgen präsent, einem zur Lancierung des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) für die Abschlüsse
der Berufsbildung, und einem über eine Veranstaltung des FoBBIZ zum Thema internationale Anerkennung von Berufsabschlüssen.
10
kleine presseschau Lehre mit BM? Oder doch lieber eine «richtige» Matura?
Gymi oder Lehr? Die Frage sorgt nach wie vor und immer wieder für Emotionen, bei
Eltern, Bildungspolitikern und Medienleuten. Mit dem steigenden Anteil von Akademikern (welche die Güte der Berufslehre nur aus der Theorie kennen) und von Ausländern
(die das Schweizer System vielleicht nicht einmal in der Theorie kennen) steigt aufseiten der Eltern tendenziell der Druck in Richtung Gymnasium.
Der duale Bildungszug ist in der Schweiz jedenfalls nicht nur aus demografischen
Gründen ins Stocken geraten. Vor allem die Zahl der Lehrlinge, die auch eine Berufsmatura erwerben, ist seit einigen Jahren rückläufig, namentlich bei der ausbildungsbegleitenden BM 1. Umgekehrt ist der Drang zur gymnasialen Matur ungebrochen — und
Gymi-Vorbereitungskurse boomen wie noch nie.
Wir haben hier wieder einmal ein paar neuere Zeitungsbeiträge zum Thema zusammengetragen, u. a. ein Interview mit Stefan Wolter von der Uni Bern.
Mehr …
In einem Beitrag in der «Aargauer Zeitung» hat sich auch Margrit Stamm wieder einmal
zu diesem ganzen Fragenkomplex geäussert. In einem Dossier hat sie gezeigt, warum
es, wenn der Gymiandrang gestoppt werden soll, nicht reicht, auf die Qualität und das
internationale Renommee unseres Berufsbildungssystems hinzuweisen, Imagekampagnen für einzelne Berufslehren zu führen und sich stärker um potenzielle Auszubildende
zu bemühen.
Es gelte, meint Stamm, vor allem auch die Eltern als wichtigste Orientierungsinstanz bei der Berufswahl des Nachwuchses zu gewinnen.
Zum Dossier …
Auch Ernst Buschor, ehemaliger Bildungsdirektor des Kantons Zürich, macht sich Gedanken zum «unfruchtbaren Streit zwischen Matura und Berufsbildung» und präsentiert
Alternativen, namentlich die Schaffung «dualer Universitäten», wie sie sich in Deutschland schon seit einiger Zeit etabliert haben.
Zu Buschors Beitrag im «Schweizer Monat» vom September 2014 …
Nicht unproblematisch ist, dass sich Schweizer Ableger von Grosskonzernen mit der
Berufslehre schwertun, namentlich in der IT-Branche — und so die Berufslehre in die
«gewerbliche Ecke» stellen. Dass die Berufsbildung vor allem dann eine Zukunft hat,
wenn sie den Weg auch in Zukunftsbranchen öffnet, liegt auf der Hand.
Das «Echo der Zeit» brachte dazu Ende Dezember 2014 einen längeren Beitrag.
Zum Beitrag im «Echo der Zeit» …
11
termine Weiterbildung für Berufsfachschulen, PH Zürich
Die schulübergreifenden Angebote der «Weiterbildung für Berufsfachschulen»
setzen auf Information und Erfahrungsaustausch in sogenannten «Communities»,
Gruppen von Berufsfachschul-Lehrpersonen, die an speziellen Themen besonders
interessiert sind. Für sie gibt es an der PH Zürich eine Reihe von spezifischen, offenen Gefässen.
Erfa-Tagung bili
Freitag, 27. Februar 2015, 13 – 17 Uhr
Campus PH Zürich
Die bili-Erfa-Tagung bietet Lehrpersonen, die an Berufsfachschulen ihr Fach bilingual unterrichten (möchten), eine Plattform, um sich auszutauschen und weiterzubilden. In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamt
(MBA) wird dieses Jahr das bili-Qualifikationsverfahren am Ende der Lehre thematisiert. Wann ist es sinnvoll? Welche Möglichkeiten gibt es? Lernende, Lehrpersonen
und weitere Experten geben Antwort.
Weitere Infos und Anmeldung …
SOL live
Jeweils am ersten Montagabend in ungeraden Monaten
Nächster Anlass: Montag, 2. März 2015
«Selbstorganisiertes Lernen in der Berufsbildung» ist eine Community, in der sich
Interessierte regelmässig treffen und Praxiserfahrungen vorstellen, sich austauschen, diskutieren und kreativ und konstruktiv unterstützen. Dies alles geschieht
mit viel Engagement, aber schonendem individuellem Ressourceneinsatz. «SOL
live» ist damit eine wertvolle Inspiration und Unterstützung sowohl für Einsteigende als auch für Erfahrene im Bereich des selbstorganisierten Lernens.
Weitere Infos …
Erfa-Tagung Fachkundige individuelle Begleitung (FiB)
Donnerstag, 25. Juni 2015, 13.30 – 17.30
Campus PH Zürich, Hörsaal LAA-K020
Die erste Erfa-Tagung im Kanton Zürich für Personen, die fachkundig individuell
begleiten (FiB), bietet Informationen aus dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt,
ein Referat zur Fehlerpsychologie von Prof. Dr. Maria Spychiger und Workshops zu
aktuellen, praxisbezogenen Themen. Anmeldung ab Ende Februar möglich.
Weitere Infos und Anmeldung …
12
Erfa-Tagung für Praktikumslehrpersonen
Donnerstag, 3. September 2015, nachmittags
Die erste Erfa-Tagung für Praktikumslehrpersonen, die in der Ausbildung von Berufsfachschul-Lehrpersonen tätig sind. Die Tagung ist offen für weitere Interessierte aus ähnlichen Tätigkeitsfeldern (Q-Beauftragte, Mentorinnen und Mentoren).
Das Referat zur Kompetenzorientierung hält Prof. Dr. Roland Reichenbach, diverse Workshops zu verschiedenen Themen werden von den neuen Professoren der
Abteilung Berufsbildung moderiert.
Infos über Mail: admin-wb-s2@phzh.ch
Iconomix-Tagung 2015
In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbank und der PH Bern führt
die Weiterbildung für Berufsfachschulen der PH Zürich wiederum die bewährte
iconomix-Fachtagung zu einem aktuellen Wirtschaftsthema durch. Die Inhalte der
diesjährigen Veranstaltung sind noch nicht bestimmt, werden jedoch rechtzeitig
auf den Websites der PH Bern, der PH Zürich und von iconomix/Nationalbank publiziert.
Zur Website von iconomix …
Paulus-Akademie
Jugend und Arbeit – So jung und schon IV?
Donnerstag, 19. März 2015, 9 – 15.45 Uhr
aki, Katholisches Akademikerhaus, Foyer für Studierende, Hirschengraben 86,
8001 Zürich
Nicht alle Jugendlichen sind nach der Schule den Anforderungen der Arbeitswelt
gleichermassen gewachsen. Ist, wer sich im Beruf nicht auf Anhieb zurechtfindet,
behindert? Oder dient der Weg «IV» als Ausweg in einer unerträglichen Situation in
der Arbeits- und Beratungswelt? — Eine Fachtagung für Jugendarbeitende, Berufsberatungs- und Sozialberatungsstellen, Berufsbildende u. a.
Details und Anmeldung …
Konfliktklärung – Schwierige Situationen sicher und kompetent ansprechen
Montag und Dienstag, 23. und 24. März 2015
Paulus-Akademie Zürich, Carl-Spitteler-Strasse 38, 8053 Zürich
Der Kurs, der sich vor allem an Personen aus Gesundheits- und Sozialberufen richtet, bietet eine Einführung in die Kommunikations- und Konfliktpsychologie. Geübt
wird vorwiegend anhand eigener Fallbeispiele.
Details und Anmeldung …
13
Berufliche Nachqualifikation – Veranstaltungsreihe der PH Zürich
«Die Nach- und Höherqualifizierung von Erwachsenen ist aus wirtschafts-, gesellschafts- und sozialpolitischer Sicht von grösster Bedeutung», lesen wir in einem
Bericht des SBFI vom Juni 2014 zum Thema «Berufsabschluss und Berufswechsel für
Erwachsene». In der Tat hat jede siebte Person im erwerbsfähigen Alter in der
Schweiz weder eine Lehre noch eine Mittelschule absolviert: Das sind gut 600 000
Personen.
In solchen Zahlen steckt nicht nur sozialpolitischer Zunder, denn fehlende berufliche Qualifikationen ist nachweisbar ein Armutsrisiko. Da liegt, angesichts der
heutigen Nachwuchs- und Rekrutierungsprobleme in vielen Branchen, auch viel
Potenzial brach, wie PolitikerInnen, Behörden und Verbände glauben. Es häufen
sich deshalb in letzter Zeit Vorstösse, Massnahmen und auch Berichte zum Thema.
Im Tages-Anzeiger vom 27. September 2014 hat Anja Burri einige der aktuellen Initiativen beschrieben …
Mit unserer Veranstaltungsreihe zur «Beruflichen Nachqualifizierung», die wir 2014
lanciert haben, lagen wir insofern «goldrichtig». Kein Wunder, dass die Reihe ein
voller Erfolg war. Insgesamt haben 102 Personen an den 6 Veranstaltungen teilgenommen und rege mitdiskutiert. Zahlreiche Personen waren mehrmals dabei und
haben die Veranstaltungen nicht zuletzt für die Vernetzung mit andern Personen
aus der Deutschschweiz genutzt, die sich im beruflichen Alltag mit ähnlichen Fragen befassen. Materialien zu den einzelnen Veranstaltungen, vor allem die Präsentationen der Vortragenden und Zusammenfassungen ihrer Referate finden Sie auf
unserer Website …
Mit gutem Grund wird die Reihe also auch im neuen Jahr fortgeführt. Die Veranstaltungen dauern jeweils von 17.15 bis 19 Uhr, mit anschliessendem Apéro.
PH Zürich, Lagerstrasse 2, 8004 Zürich
Gebäude LAA, Raum M021
Die nächsten Veranstaltungen gelten folgenden Themen:
Berufsfachschulunterricht im Rahmen der Berufsbildung für Erwachsene
Mit Martin Klee, Prorektor, KV Business School; Claudia Dietz, Leitung Abteilung Soziale Berufe, Berufsfachschule Winterthur; Sandro Salvetti, Fachbereichsleiter Unterhalt und Allgemeinbildung, Gewerbliche Berufsschule Wetzikon
Donnerstag, 12. März 2015
Modularisierung in der Berufsbildung für Erwachsene
Mit Dieter Euler, Professor am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität
St. Gallen; Cyrille Salort, Directeur du Service de la formation continue,Office pour
l’orientation, la formation professionelle et continue (OFPC), Genf
Dienstag, 19. Mai 2015
14
Migration und Berufsbildung
Mit Guglielmo Bozzolini, Geschäftsleiter ECAP Schweiz; Kaspar Schneider, Leiter
Supported Employment und Nachholbildung, AOZ Zürich
Donnerstag, 2. Juli 2015
Die Sicht der Unternehmer auf die Berufsbildung für Erwachsene
Mit Ruedi Negri, Swisscom; Martin Schönbächler, Rektor, Hotel & Gastro formation,
Weggis
Dienstag, 15. September
Weitere Infos zur Reihe …
Eine Publikation zum Thema von Emil Wettstein und Markus Maurer, den Initianten
und Organisatoren der Reihe, ist in Vorbereitung.
Integrationsprojekte an Schweizer Berufsfachschulen
Donnerstag, 5. März 2015, 9.30 – 11.45 Uhr
Bahnhof Olten, Eingang Bahnhofbuffet, Martin-Saal, 1. Stock
Informationsveranstaltung der Hirschmann-Stifung und der SDK für alle Berufsbildungsverantwortlichen, die an ihrer Schule Integrationsprojekte in Gang bringen
wollen.
Weitere Infos …
Auf den Punkt bringen – Fachtagung Höhere Berufsbildung und Erwachsenenbildung
Donnerstag, 7. Mai, ab 9 Uhr
ZbW, Zentrum für berufliche Weiterbildung, Gaiserwaldstrasse 6, 9015 St. Gallen
Im Zentrum der Fachtagung für die Höhere Berufsbildung in St. Gallen steht ein
Referat von Prof. Martin Lehner, Wien, zum Thema «Viel Stoff – wenig Zeit». In
verschiedenen Workshops und im Forum zum Tagesthema wird der Transfer in die
Bildungs- und Schulleitungspraxis angestrebt.
Weitere Infos und Anmeldung …
Symposium Berufsbildung – Ost
Am Freitag, 27. November 2015 startet mit «Bildungsprofis — die (un)heimlichen Erzieher» der nächste thematische Schwerpunkt.
Mehr Infos im Sommer 2015 auf der Website des Ostschweizer Kompetenzzentrums
für Berufsbildung (OKB) …
15
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
15
Dateigröße
3 580 KB
Tags
1/--Seiten
melden