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13.02.2015 Prüferin: Frau Prof. Dr. Grünewald

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Modul Rechtswissenschaftliche Fallbearbeitung
Hausarbeit im Strafrecht
Ausgabe: 13.02.2015
Prüferin: Frau Prof. Dr. Grünewald
Sachverhalt:
X hat Konflikte mit Y und mit Z. Dass sich diese kommunikativ lösen lassen, glaubt er nicht.
Deshalb sucht er andere Wege:
Er nimmt sich vor, eine „zerstörerische Tat“ am Eigenheim des Y zu begehen: er möchte am
Haus des Y eine Fensterscheibe oder die gläserne Balkontür zerschlagen. Im nüchternen
Zustand traut er sich das jedoch nicht zu. Deshalb trinkt X eine erhebliche Menge Alkohol,
bis er vollkommen betrunken ist. Anschließend begibt er sich zum Haus des Y und wirft,
genau wie er es vorhatte, mit ganzer Kraft einen großen Stein gegen die gläserne Balkontür
im Erdgeschoss, die daraufhin zu Bruch geht. X hat zu diesem Zeitpunkt eine BAK von 3,5
Promille. Was X nicht weiß ist, dass es im Innern des Hauses infolge eines
Kabelkurzschlusses brennt. Im Zimmer mit der Balkontür befindet sich der vierjährige J,
Sohn des Y, der zu dieser Zeit alleine zu Hause ist. Erst durch die zerbrochene Balkontür
kann J unverletzt aus dem brennenden Haus flüchten. Hätte X die Balkontür nicht
zerschlagen, wäre J mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ums Leben gekommen.
Denn die Flammen haben ihm den Weg aus dem Zimmer versperrt, und die Balkontür hätte J
aus eigener Kraft nicht öffnen können. X bekommt von alldem aufgrund seiner
Alkoholisierung freilich nichts mit.
Circa drei Wochen später denkt X über eine Lösung seines Konflikts mit Z nach. Erst kürzlich
hat er gehört, dass man andere Menschen in einer Notwehrsituation straffrei verletzen, ja
sogar töten darf, und dieses Wissen möchte er sich nun zunutze machen. Als er Z das nächste
Mal trifft, nennt er ihn „Idiot“. Denn Z ist, wie X weiß, leicht erregbar. Daher rechnet X
damit, dass Z ihm, wie schon des Öfteren in solchen Situationen, Faustschläge verpassen
wird. Tatsächlich attackiert Z den X, nachdem dieser ihn „Idiot“ genannt hat, massiv mit
seinen Fäusten; wobei Z jedoch klar ist, dass X auch ohne die Faustschläge keine weiteren
Schimpfworte mehr äußern würde. Nun zieht X, wie er es vorhatte, ein kleines
Taschenmesser aus seiner Hosentasche und sticht Z in den Oberarm. Da Z dem X körperlich
überlegen ist, geht X zutreffend davon aus, dass er weitere Schläge des Z anders nicht
unterbinden kann. Möglich wäre es X allerdings wegzulaufen. Z hört nach dem Stich in
seinen Oberarm sofort auf mit den Faustschlägen. Er trägt eine mittelschwere Stichverletzung
davon, die sich gut kurieren lässt.
Aufgabe: Prüfen Sie die Strafbarkeit des X nach dem StGB. Gegebenenfalls erforderliche
Strafanträge sind gestellt.
Hinweise:
Abgabetermin: Die Abgabe hat spätestens bis Montag, 13.04.2015, zwischen 10 und 12 Uhr im
Sekretariat des Lehrstuhls von Frau Prof. Grünewald (Altes Palais, Raum 122) oder per Post mit
Poststempel vom 13.04.2015 zu erfolgen (keine Abgabe beim Pförtner!). Anschrift: Prof. Dr. Anette
Grünewald, Juristische Fakultät, Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin.
Formalien: Die Arbeit darf nicht mehr als 20 Druck- bzw. Schreibmaschinenseiten umfassen bei
einem Zeilenabstand 1,5-zeilig, Korrekturrand 1/3 und Schriftgröße Times New Roman 12 (in
Fußnoten: Zeilenabstand einzeilig, Schriftgröße 10). Deckblatt, Gliederung und Literaturverzeichnis
sind bei der Seitenvorgabe nicht zu berücksichtigen. Die Hausarbeit darf auf Bitten des Prüfungsbüros
nicht gebunden werden; möglich sind z. B. Klemmmappen oder Heftungen.
Der Hausarbeit ist eine Schlussversicherung auf einem gesonderten Blatt beizufügen, die wie folgt
abzufassen ist:
„Hiermit versichere ich, dass ich die Arbeit ohne fremde Hilfe und nur mit den von mir angegebenen
Hilfsmitteln angefertigt habe. Sämtliche Quellen, einschließlich Internetquellen, die unverändert oder
abgewandelt wiedergegeben werden, sind als solche kenntlich gemacht. Mir ist bekannt, dass bei
Verstößen gegen diese Grundsätze ein Verfahren wegen Täuschungsversuchs bzw. Täuschung
eingeleitet wird.
Datum/Unterschrift“
Rückgabe: Wenn Sie wünschen, dass Ihre Hausarbeit nur gegen Vorlage Ihres Lichtbildausweises
zurückgegeben wird, kennzeichnen Sie bitte das Deckblatt oben rechts mit einem großen A.
Allgemeine Hinweise zur möglichen Nutzung verfügbarer Online-Informationssysteme:
Bitte nutzen Sie für die Bearbeitung der Aufgabe auch die juristischen Datenbanken und
Fachinformationssysteme [1], die elektronischen Zeitschriften [2] sowie das E-Book-Angebot [3] der
Humboldt-Universität. Die Datenbanken »Beck online« und »jurisWeb« sind ausschließlich in den
Computerpools, Bibliotheken und anderen Räumen der Humboldt-Universität nutzbar; die übrigen
Angebote können über einen VPN-Zugang [4] auch von außerhalb der Universität genutzt werden.
Zusätzlich zum Angebot des drahtlosen Netzwerkzugangs per WLAN [5] besteht an den
Notebookarbeitsplätzen der Zweigbibliothek Rechtswissenschaften die Möglichkeit, nach
Registrierung des Notebooks im Computerpool [6] einen kabelgebundenen Netzwerkzugang zu
nutzen.
[1] http://www.rewi.hu-berlin.de/ri/
[2]http://www.ub.hu-berlin.de/literatur-suchen/zeitschriften/elektronische-zeitschriften1/elektronische-zeitschriften
[3] http://www.ub.hu-berlin.de/literatur-suchen/e-books/elektronische-bucher-ebooks
[4] http://www.cms.hu-berlin.de/dl/netze/vpn/
[5] http://www.cms.hu-berlin.de/dl/netze/wlan/
[6] http://www.rewi.hu-berlin.de/rewi/sik/pool
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