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Februar / März 2015

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1
Nummer
2
Neues aus
Epiphanien
18. Jahrgang
2015
Februar
März
Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Epiphanien in Berlin–Charlottenburg
Aus dem Inhalt:
Kunstausstellung
Weltgebetstag
Musik / Konzerte
Aus dem Konfirmandenunterricht
Entdeckerwochen
1
Fastenaktion
Seite
Seite
Seiten
Seite
Seite
Seite
4
5
6-7
8
10
20
2
Geleitwort
Warum musste Jesus leiden und sterben?
Betrachtungen zur Passionszeit
Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen…
Liebe Gemeinde,
in den Monaten Februar und März
werden wir die Passionszeit begehen.
Sieben Wochen lang gehen wir auf
Karfreitag zu und bedenken in unseren
Gottesdiensten, vielleicht aber auch in
unserem Alltag die Frage „Warum musste
Jesus leiden und sterben?“ Mir ist diese
Frage immer eine der schwierigsten
gewesen.
Das Sterben macht doch keinen Sinn.
dass ein Mensch leiden muss, ist doch
nicht richtig.
stehen an einer Übergangsstelle der
Gedanken des Dichters Paul Gerhardt:
Vom Nachdenken über das Leiden und
Sterben Jesu kommt der Dichter zum
Nachdenken über das eigene Sterben.
Die siebte Strophe setzt das Leiden
Christi in direkten Bezug zum Leben des
Dichters,- ja, jedes Menschen, der dieses
Lied mitsingt. In Christi Leiden liegt unser
Wohl gegründet. Zweimal innerhalb
dieser einen Strophe ist von meinem
Wohl die Rede, ja sogar von der Freude
darüber, den gestorbenen Christus in den
Arm und Schoß zu nehmen,- so knüpft
die siebte an die sechste Strophe an.
Der Versuch, eine Antwort zu finden, fällt
schwer. Sie wird immer wieder unterschiedlich ausfallen, ist im
Laufe der Theologiegeschichte
immer
wieder
Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl,
unterschiedlich ausgefallen.
wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll.
Ich lade Sie ein, eine
Ach, möcht' ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier
Antwort auf die Frage nach
mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir!
dem Sinn des Leidens und
des Todes Jesu aus einem
Ich danke dir von Herzen, O Jesu, liebster Freund,
alten Kirchenlied zu hören.
für deines Todes Schmerzen, da du's so gut gemeint.
Gedichtet hat es der uns
Ach gib, dass ich mich halte zu dir und deiner Treu'
wohl vertrauteste Liederund, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei!
macher unseres Gesangbuches: Paul Gerhardt. Er
schrieb sein Lied "O Haupt
Christus musste leiden, damit ich das Heil
voll Blut und Wunden" im Jahr 1656, nur
erlangen kann.
acht Jahre nach dem Ende des
Ohne
den bitteren Kreuzestod Jesu
Dreißigjährigen Krieges, der wie kein
wären wir verloren. Das Leiden Jesu hat
anderer Not, Leid und Tod über Europa
einen Sinn, auch wenn sein Tod uns nicht
gebracht hatte.
anders als sinnlos erscheint. Der Sinn
Das ganze Lied finden Sie unter der
Jesu Kreuzestod liegt darin, dass ich
Nummer 85 im Gesangbuch.
leben kann, auch wenn ich sterben muss.
Betrachten möchte ich mit Ihnen die
Der Dichter geht in seinen Gedanken
siebte und achte Strophe des Liedes. Sie
sogar so weit, dass er die Vorstellung
Geleitwort
formuliert, seinen eigenen Tod eben da
am Kreuz zu sterben.
Unser Sterben und das Sterben Jesu am
Kreuz stehen in einer unmittelbaren
Beziehung. Im Tod Jesu wird eine neue
Lebendigkeit schon mitgedacht. Ohne es
auszusprechen, leuchten in der siebten
Strophe
die
Morgenstrahlen
des
Ostertages auf.
Darum auch kann die achte Strophe vom
Dank singen. Liebster Jesu, ich danke dir
für deine Todesschmerzen. Du bist nicht
nur der, der den Tod erleidet, sondern
der, der den Tod überwinden wird.
Und wenn ich einstmals sterben muss,
„erkalte“, wie es in der Sprache des
Liedes heißt, dann sei mein Ende in dir,
weil es eben nicht grad das Ende ist.
Jesus musste leiden und sterben, damit
wir leben können.
Diesen Gedanken bewegt das Lied „O
Haupt voll Blut und Wunden“.
Schwer, viel zu schwer wäre das
Nachdenken über Jesu Tod auszuhalten,
wenn mit dem Tod Jesu alles vorbei
wäre. Dann wäre sein Tod sinnlos, die
Welt verloren. Aushaltbar wird unser
Nachdenken in dieser Passionszeit mit
dem Wissen um den Ostertag.
Ich könnte keinen Gedanken über das
Leiden und Sterben aushalten, wenn ich
nicht wüsste, dass am Ende dieses
Leidens eben nicht das Ende, sondern
der neue Anfang Gottes mit seinen
Menschen im Osterfest liegt.
Die Auferstehung ist Grund unserer
Freude und unseres Dankes an den
leidenden Christus.
So höre ich es auch aus dem Lied Paul
Gerhardts und so singe ich es gerne mit
ihm!
So können wir nachdenklich und fröhlich
zugleich durch die Passionszeit gehen,
beides fest im Blick: das Leiden Jesu mit
aller Betroffenheit, die es in uns auslöst,
und seine Auferstehung, die wir an
Ostern fröhlich feiern werden. Doch dazu
mehr im nächsten Gemeindebrief!
Ich wünsche Ihnen
Passionszeit!
Ihr Pfarrer Thilo Haak
eine
gesegnete
3
4
Kunst in der Kirche
Halbzwölf
Sabine Dietrich stellt in der Epiphaniengemeinde aus
Vom 14. Februar bis in den Mai 2015
hinein werden wir eine Ausstellung der
Künstlerin Sabine Dietrich in unserer
Gemeinde zu Gast haben.
Sabine Dietrich malt mit Acrylfarben auf
Blech: eine ganz besondere Technik auf
einem sehr eigenen Material. Durch die
Prozesse des sich durch Rosten
verändernden Untergrunds sind auch die
Bilder weiteren Veränderungen ausgesetzt. Wunderschöne Effekte entstehen,
die den Bildern von Sabine Dietrich den
Weg in die dritte Dimension ermöglichen.
Vernissage am Samstag,
14.02.2015 um 19:00 Uhr
Epiphanienkirche
Knobelsdorffstraße 72
Ausstellungsdauer bis Mai 2015
Dazu schreibt uns die Künstlerin:
„Die Kunst oder die künstlerische Form
sich auszudrücken entsteht immer aus
einer inneren Spannung heraus, aus
einem Widerspruch, aus einer Eruption
des Hinausdrängenden.
Die Art des Malens und des sich
Entäußerns ist ein Prozess, der zunächst
formlos in der Künstlerin als etwas
Amorphes entsteht, das förmlich einer
Fassung, eines Ausdrucks bedarf; dies
kann eine Stimmung sein, eine
Befindlichkeit oder auch eine Vision, die
sich ihren Ausdruck erst noch suchen
müssen und die, erst im Prozess der
künstlerischen Produktion sozusagen,
diese oder jene Form annehmen, die
letztlich das Bild werden und entstehen
lassen.“
Herzliche Einladung zur Vernissage!
Die Laudatio hält Klaus Bothe. Den
musikalischen Rahmen – mit Flügel und
Flöte – verantwortet Anna Lusikov,
unsere Kirchenmusikerin.
In bewährter Weise wird auch für das
leibliche Wohl gesorgt sein.
Weltgebetstag
5
Weltgebetstag 2015
Begreift ihr meine Liebe?
Traumstrände, Korallenriffe, glasklares
Wasser: das bieten die 700 Inseln der
Bahamas. Sie machen den Inselstaat
zwischen den USA, Kuba und Haiti zu
einem touristischen Sehnsuchtsziel. Die
Bahamas sind das reichste karibische
Land und haben eine lebendige Vielfalt
christlicher Konfessionen. Aber das
Paradies hat mit Problemen zu kämpfen:
extreme Abhängigkeit vom Ausland,
Arbeitslosigkeit
und
erschreckend
verbreitete häusliche und sexuelle Gewalt
gegen Frauen und Kinder.
Sonnen- und Schattenseiten ihrer Heimat
- beides greifen Frauen der Bahamas in
ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag
2015 auf. In dessen Zentrum steht die
Lesung aus dem Johannesevangelium
(13,1-17), in der Jesus seinen Jüngern
die Füße wäscht. Hier wird für die Frauen
der Bahamas Gottes Liebe erfahrbar,
denn gerade in einem Alltag, der von
Armut und Gewalt geprägt ist, braucht es
tatkräftige Nächstenliebe auf den Spuren
Jesu Christi.
Rund um den Erdball gestalten Frauen
am Freitag, den 6. März 2015 Gottesdienste zum Weltgebetstag. Frauen,
Männer, Kinder und Jugendliche sind
dazu herzlich eingeladen. Alle erfahren
beim Weltgebetstag von den Bahamas,
wie wichtig es ist, Kirche immer wieder
neu als lebendige und solidarische
Gemeinschaft zu leben. Ein Zeichen
dafür setzen die Gottesdienstkollekten,
die Projekte für Frauen und Mädchen auf
der ganzen Welt unterstützen. Darunter
ist auch eine Medienkampagne des
Frauenrechtszentrums „Bahamas Crisis
Center“ (BCC), die sexuelle Gewalt
gegen Mädchen bekämpft.
(Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen –
Deutsches Komitee e.V.)
Unser Gottesdienst findet am 6. März
15:30 Uhr in der St. Canisius Kirche,
Witzlebenstraße 30 statt.
Im Anschluss sind die Besucherinnen
und Besucher zum Nachgespräch und
zum Kosten von landestypischen
Spezialitäten eingeladen.
Frauen des Weltgebetstags-Komitees von den Bahamas
(Foto: Wellington-Chea)
6
Musik in der Kirche
Neues von der Kirchenmusik
Liebe Epiphaniengemeinde,
die schöne Weihnachtszeit ist nun vorbei,
das neue Jahr bringt neue Vorhaben und
Ideen. Auch die Kirchenmusik in unserer
Gemeinde macht sich auf den Weg:
Musikalische Gottesdienste, ein Konzert
zur Passionszeit, Musik von der
Gemeinde für die Gemeinde.
Eine große Neuerung ist die
Umbenennung des Gemeindechores von
Charlottenchor in Epiphanienkantorei. Es
war uns ein Anliegen, auch mit unserem
Namen zu zeigen, dass wir uns als
Kirchenchor verstehen und dass wir zur
Epiphaniengemeinde gehören, in deren
gottesdienstlichen Feiern wir einen festen
Platz einnehmen möchten.
Auch im Februar und März wird es
musikalische Gottesdienste geben: Am
22. Februar, dem ersten Sonntag der
Passionszeit, hören Sie Musik für Violine
und Orgel. Auf der Geige hören Sie einen
Musiker der Berliner Philharmoniker, der
sich jetzt im Ruhestand befindet und
gerne bei uns im Gottesdienst spielt. Am
Palmsonntag, dem 29. März, können Sie
eine Mezzosopranistin aus dem
Opernchor der Deutschen Oper hören.
Am selben Tag findet abends um
18:00 Uhr eine Passionsmusik mit alter
Musik in unserer Kirche statt, die ich Ihnen
gerne ans Herz legen möchte.
Alle Termine finden Sie noch einmal im
Kalender des Gemeindebriefs.
Wie immer lade ich alle ein, die mittun mögen. Die Kantorei freut sich über Mitsängerinnen
und -sänger in allen Stimmgruppen. Auch ein Flötenkreis soll wieder entstehen.
Sprechen Sie mich an.
Mit den besten Wünschen für das Jahr 2015
Ihre Kirchenmusikerin Anna Lusikov
Konzerte in der Kirche
7
Vielfältiges Konzertangebot
Sonntag, 15. Februar, 17:00 Uhr
Musik mit Flöte und Orgel,
gewidmet der 97. Feier der Litauischen Unabhängigkeit
J.S. Bach: "Präludium und Fuge c-moll", BWV 456, F. Kuhlau:
"Divertissement", Op. 68, No. 6, L. Vierne: "Clair de Lune" und
"Hymn au Soleil", H. Wilke: "Drei Studien für Holzbläser",
M. Natalevičius: "LA" (gewidmet den Opfern der Sowjetischen
Aggression am 13.01.1991 in Vilnius),
A. Kalejs: "Toccata", "Allein Gott in der Höh sei Ehr"
Jurate Landsbergyte, Orgel und Vytautas Oskinis, Flöte
Jurate Landsbergyte
und Vytautas Oskinis
Sonntag, 22. Februar, 17:00 Uhr
“Golden Six plus“ - Das Saxophon-Ensemble der Musikschule
Spandau stellt sich vor (6 Saxophone plus Klarinette + Percussion)
M. Prätorius / J.S. Bach: "Nun bitten wir den Heilgen Geist",
P. Hofhaymer: "Ade mit Leid", M. Prätorius: "Oh Heiland reiss die
Himmel auf", J.S. Bach: "Mit Herz und Tat und Mund und Leben",
G. Klier: "Einmal Gospel hin und zurück", B. Timmons: "Moanin'",
J. Coltraine: "Equinox", G. Klier: "Blue Birthday Tango", Crusaders:
"My Mama told me so", G. Klier: "Crossover-Choral", tibetische
Nationalhymne, J. Krieger: "Bluesett den Herrn" (Lobe den Herrn),
G. Ammons: "Blue Hymne", G. Gershwin: "Andantino"
(aus "Rhapsody in Blue"), G. Klier: "Trouble and Soul", "Birthday
Reggae", E. Jackson: "Good Morning Gospel - 5‘11“
GOLDEN SIX PLUS:
Fiona Kerlin: Es.Klar, Franziska Teubert: as, Fabian Kerlin: as / bari,
Vincent Bodenstein: as, Uli Marquardt: ts, Wolfgang Steinmetz: ts,
Gottfried Klier: bari / ss, Matthias Griese: Percussion,
Arrangements: Gottfried Klier
Golden Six Plus
Gottfried Klier
Sonntag, 8. März, 18:00 Uhr
ir|re|a|li|tät
duoUNRUH spielt Werke von Märchen und Konstruktionen
A. Pärt: "Fratres", M. Bruch: "Kol Nidrai", E. Bloch: "Drei Sketches
aus dem jüdischen Leben", L. Janacek: "Pohadka", P. Hindemith:
"A frog he went a-courting", A. Schnittke: "Cellosonate"
Dina Bolshakova, Cello und Katharina Polivaeva, Klavier
Katharina Polivaeva und
Dina Bolshakova
Für alle Konzerte gilt, falls nicht anders angegeben: Eintritt: frei, Spende willkommen
Ein Teil der Konzerte wird finanziell unterstützt vom Kirchenmusik-Zentrum Epiphanien e.V.
Falls Sie die Konzertübersichten und Einladungen zu den einzelnen Veranstaltungen per E-Mail
erhalten möchten, senden Sie bitte eine kurze Info an Horst Peter Wilke (hopewi@yahoo.de)
8
Konfirmanden
Konfirmandenunterricht in der Epiphaniengemeinde
Zwölf junge, hoffnungsvolle Menschen in Konfirmandenunterricht
Foto aus "gemeindebrief.de"
Seit einem knappen Jahr bin ich nun
Pfarrer in der Epiphaniengemeinde. Die
Zeit vor meinem Ankommen war in der
Gemeinde leider von Konflikten und
vielen Brüchen geprägt, so kam es auch
dazu, dass es keinen Konfirmandenunterricht mehr gab.
In solch einer Situation steht alles auf
Neuanfang. Mittlerweile schauen wir auf
ein erstes Vierteljahr des Konfirmandenunterrichts zurück. Gerne berichte ich hier
darüber, wie die Sache "Konfa in Epi" neu
ihren Lauf nahm und wo wir nun stehen:
Da der Einzugsbereich der Gemeinde im
wesentlich durch ältere Gemeindeglieder
geprägt ist, waren es laut Gemeindegliederverzeichnis gerade 32 Menschen
im Konfirmandenalter, die persönlich
eingeladen wurden, im Herbst 2014 als
Konfirmandenunterrichtsgruppe in die
Gemeinde zu kommen. Zusätzlich
veröffentlichten wir einen Artikel im
Gemeindebrief. Wir luden auch in den
Nachbargemeinden ein, da diese für den
Herbst 2014 keine Kapazitäten hatten,
einen neuen Konfirmandenjahrgang zu
beginnen.
Mittlerweile haben sich 12 junge,
hoffnungsvolle Menschen zur Konfirmandengruppe zusammengefunden.
Bezogen auf die absolute Zahl von
evangelischen Jugendlichen, das heißt
die, die getauft sind oder bei denen
mindestens ein Elternteil Kirchenmitglied
ist, bedeutet das eine Erfolgsquote von
mehr als einem Drittel, worüber sich
manch andere, auch größere Gemeinde,
sicher sehr freuen würde.
Konfirmanden
Und so begannen wir dann mit unserem
Unterricht,
Wir fanden als Gruppe zusammen und
lernten einander kennen.
Das ist immer das Wichtigste, wenn der
Unterricht beginnt. Danach ging es ans
Kennenlernen des gottesdienstlichen
Lebens der Gemeinde. Liturgie und
Kirchenjahr waren die Themen.
Am ersten Advent 2014 stellten sich die
neuen Konfirmanden mit einem kleinen
Anspiel der Gemeinde im Gottesdienst
vor. Es tut gut, dass hier auch wieder
junge Menschen aktiv sind. Die positiven
Auswirkungen sind deutlich zu spüren.
Die neuen Konfis sind ganz wunderbare,
interessierte und liebenswerte Menschen.
Vielleicht haben Sie sie auch schon als
Helfende bei den Diensten rund um
unsere Gottesdienste erlebt. Ohne den
Einsatz unserer Konfirmanden beim
Verteilen von Liedblättern, Einladungen
und Gemeindebrief zu Beginn und beim
Einsammeln der Kollekte am Schluss
wären
unsere
Gottesdienste
am
Heiligabend kaum möglich gewesen.
Dafür danke ich sehr herzlich!
In den nächsten Monaten bis zur
Konfirmation im Frühjahr 2016 werden wir
lernen, was es heißt, in unserer Zeit als
Christ zu leben. Bis Ostern wird uns
Jesus aus Nazareth beschäftigen: Wie
hat der Mann gelebt, auf den sich unser
Glaube bezieht? Wie ist er mit anderen
Menschen umgegangen? Welche Geschichten hat er erzählt und wie ist seine
Botschaft?
Unsere Umwelt – Gottes gute Schöpfung,
das Bekenntnis unseres Glaubens, die
Zehn Gebote, Diakonie, Sterben-TodTrauer, Taufe, Abendmahl werden die
weiteren Themen heißen, denen wir im
Konfa begegnen. Und das nicht nur in
einer
frontalen
Unterrichtssituation,
sondern lebendig redend, spielend, im
Kreis und auf keinen Fall so wie in der
Schule. Denn das ist das wichtigste:
Konfirmandenunterricht soll und darf sich
nicht so anfühlen wie Schule.
Bleibt, Gott zu bitten, dass die Arbeit
gelingt und aus dem Neuanfang wieder
ein Regelangebot in unserer Gemeinde
wird.
Pfarrer Thilo Haak
9
10
Entdeckerwochen
NEUSTART DER
"ENTDECKERWOCHEN"
Villa
Oppenheim
Manche EpiphanierInnen erinnern sich noch
an die „Entdeckerwochen“ der vergangenen
Jahre. Diese Tradition wollen wir wieder
aufleben lassen und beginnen mit nur drei
Terminen an Orten im Kiez, die wir zu
kennen glauben.
Der Treffpunkt ist jeweils um 14.00 Uhr an
den angegebenen Orten:
Schloss
Charlottenburg
Privatgemach
im Schloss
Rigpa-Zentrum
Schreinraum im
Rigpa-Zentrum
28.02.:
Villa Oppenheim, Heimat-Museum,
Schlossstr. 55
Die neue Dauerausstellung zur Geschichte
des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
Anschließendes Kaffee-Tee-Trinken bei der
„Bäckerin“ in der Villa Oppenheim.
14.03.:
Schloss Charlottenburg
Die renovierten Flügel mit den königlichen
Privatgemächern
Anschließendes Kaffee-Tee-Trinken bei der
„Bäckerin“ in der Villa Oppenheim.
28.03.
Das buddhistische Rigpa-Zentrum in der
Soorstr. 85
mit Führung und anschließendem
Teetrinken.
Auf zahlreiches Kommen und weitere
Anregungen freuen sich:
Karola Dykiert,
Monika Roßteuscher,
Heike Thulmann
Seniorengymnastik / Glaubenskurs
SENIORENGYMNASTIK
Wir haben wieder Plätze frei!
Wir treffen uns immer donnerstags
von 9.15 Uhr – 10.15 Uhr im
Gemeindesaal der Epiphaniengemeinde.
Der Kostenbeitrag pro Monat liegt bei 10,- €.
Wenn Sie Interesse haben oder weitere
Informationen wünschen, melden Sie sich gerne in
unserer Küsterei.
HERZLICHE EINLADUNG ZUM GLAUBENSKURS
Was ist ein Glaubenskurs?
Dieser Glaubenskurs ist eine Gesprächsreihe für Interessierte und Suchende.
Muss ich irgendwelche Voraussetzungen erfüllen?
Nein - dieser Glaubenskurs ist offen für alle, die gerne wissen möchten, was Glauben ist.
Muss ich mich anmelden?
Nein - dieser Glaubenskurs ist offen. Aber für unsere Vorbereitung hilft eine Anmeldung.
Termine & Themen:
immer donnerstags von 19:00 bis 21:00 Uhr
12.02.2015
Jesus - ein faszinierendes Leben
19.02.2015
Sie werden beGEISTert sein
26.02.2015
Bibel - Bibliothek des Glaubens
05.03.2015
Gemeinsam unterwegs
Ansprechpartner:
Pfarrer Thilo Haak, Bettina Schmaling, Cornelia und Martin Burghoff
11
12
Kinderseite
Kreuzworträtsel
Wenn ihr die richtigen
Wörter eingesetzt habt,
erhaltet ihr senkrecht in
den markierten Feldern
den Namen eines Baumes.
Kinderseite
Dein grünes Kreuz
Lege zwei frisch geschnittene
Weidenzweige einen Tag lang in
Wasser ein. Dann binde sie mit
Bast zu einem Kreuz zusammen.
Stecke das Kreuz tief in die Erde
eines Blumentopfes. Gieße jeden
Tag reichlich! Schon nach wenigen
Tagen zeigen sich grüne Spitzen!
13
14
Epiphanienkalender
Februar 2015
So
01.02.
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl, Pfr Thilo Haak
Mo
02.02.
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
09:15 Uhr
Do
05.02.
Fr
06.02.
15:30 Uhr
Seniorengymnastik im Saal (s.S.11)
Seniorennachmittag: "Ärzte ohne Grenzen", Berichte von der
aktuellen Situation, mit Dr. Marie-Luise Linderer
Gedächtnistraining
So
08.02.
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Pfr. Thilo Haak
17:30 Uhr
Mo
09.02.
09:15 Uhr
Epiphanienkantorei
Montagsrunde: Als Mummereyen und Schwelgereyen verboten
waren - Fastenbräuche
Seniorengymnastik im Saal (s.S.11)
Do
12.02..
15:00 Uhr
Seniorennachmittag: Weiberfastnacht
19:00 Uhr
Glaubenskurs: Jesus – ein faszinierendes Leben (s.S.11)
15:00 Uhr
Seniorengeburtstagscafé
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Pfrn. Claudia Wüstenhagen
17:00 Uhr
Konzert zur 97. Feier der Litauischen Unabhängigkeit (s. S. 7)
15:00 Uhr
19:30 Uhr
Fr
13.02.
So
15.02.
Mo
16.02.
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
Mi
18.02.
18:00 Uhr
Gottesdienst zur Eröffnung der Fastenaktion (s.S.20)
09:15 Uhr
Seniorengymnastik im Saal(s.S. 11)
15:00 Uhr
Halbtagesausflug
19:00 Uhr
Glaubenskurs: Sie werden beGEISTert sein (s.S.11)
16:00 Uhr
Volksliedersingen
15:30 Uhr
17:00 Uhr
Gedächtnistraining
Musikalischer Gottesdienst mit Pfr. i. R. Arnold Löwenbrück
Musik für Violine und Orgel, (s.S.6)
Konzert “Golden Six plus“ (s.S.7)
19:30 Uhr
Montagsrunde: Schiffra und Pua – Zwei biblische Heldinnen
17:30 Uhr
09:15 Uhr
Epiphanienkantorei
Literaturkreis: “Naturfreund sein heißt Mensch sein” von Bruno K.
Lampasiak, – der Autor liest aus seinem Werk (s.S.16)
Seniorennachmittag: "Begreift ihr meine Liebe?", Weltgebetstag
2015 von den Bahamas, mit Heike Thulmann (s.S.5)
Seniorengymnastik im Saal (s.S.11)
19:00 Uhr
Glaubenskurs: Bibel – Bibliothek des Glaubens (s.S.11)
14:00 Uhr
"Entdeckerwochen": Villa Oppenheim (s.S.10)
Do
19.02.
Fr
20.02..
So
22.02.
Mo
23.02.
Mi
25.02.
10:00 Uhr
19:30 Uhr
15:00 Uhr
Do
Sa
26.02.
28.02.
Blutspende-Termine in Epiphanien:
Do 19.2. und Do 19.03., jeweils 16-19 Uhr
Epiphanienkalender
März 2015
So
01.03.
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl, Pfr. Thilo Haak
Mo
02.03.
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
09:15 Uhr
Seniorengymnastik im Saal (s.S. 11)
Do
05.03.
15:00 Uhr
Internationale Chansons, gesungen von Hanna Tiné
19:00 Uhr
Glaubenskurs: Gemeinsam unterwegs (s.S. 11)
Fr
06.03.
15:30 Uhr
Gottesdienst zum Weltgebetstag in St. Canisius, (s.S. 5)
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Pfr. Thilo Haak
18:00 Uhr
Konzert: ir|re|a|li|tät mit dem duoUNRUH (s.S. 7)
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
19:30 Uhr
Montagsrunde: Bilder aus Prag – Die goldene Staddt
09:15 Uhr
So
08.03.
Mo
09.03.
Do
12.03.
Sa
14.03.
14:00 Uhr
Seniorengymnastik im Saal(s.S. 11)
Seniorennachmittag: "Der Mann mit dem roten Schal",- der
ehemalige Berliner Bürgermeister Walter Momper erzählt
"Entdeckerwochen": Schloss Charlottenburg (s.S. 10)
So
15.03.
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Pfr. Thilo Haak
Mo
16.03.
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
09:15 Uhr
Do
19.03.
Fr
20.03.
16:00 Uhr
Seniorengymnastik im Saal(s.S. 11)
Seniorennachmittag: "Die Berliner Waschküche",- Spurensuche
nach den Köpenicker Wäscherinnen, mit Claudia von Gélieu
Volksliedersingen
So
22.03.
10:00 Uhr
Gottesdienst mit Pfr. i.R. Arnold Löwenbrück
Mo
23.03.
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
19:30 Uhr
Mi
25.03.
18:00 Uhr
Montagsrunde: Wer ist schuld am Tode Jesu? – Ein Kriminalspiel
Literaturkreis: „Was vom Tage übrig blieb“, von Kazuo Ishiguro,–
Liebesgeschichte und Charakterstudie über verzerrte Wahrnehmung, vorgestellt von Diana Richter und Pfr. Christian Witting
Seniorengymnastik im Saal(s.S. 11)
Seniorennachmittag: "Unvollendete Freundschaft - oder war es
Liebe?"- über die Beziehung von Marlene Dietrich und
Erich Maria Remarque, Vortrag von Monika Bienert
"Entdeckerwochen": Rigpa-Zentrum (s.S. 10)
Musikalischer Gottesdienst zum Palmsonntag mit Pfr. Thilo Haak
und einer Mezzosopranistin (s.S. 6)
Passionsmusik z. Palmsonntag, Werke alter Meister (s.S. 6)
17:30 Uhr
Epiphanienkantorei
15:00 Uhr
15:00 Uhr
19:30 Uhr
09:15 Uhr
Do
26.03.
Sa
28.03.
So
29.03.
Mo
30.03.
15:00 Uhr
14:00 Uhr
10:00 Uhr
Kindergottesdienst:
Der Kindergottesdienst findet sonntags (außerhalb der Ferienzeiten)
um 10:00 Uhr in der Gemeinde am Lietzensee statt (Herbartstraße 4-6)
15
16
Literaturkreis
"Naturfreund sein heißt Mensch sein"
Widerstand der Naturfreunde 1933-1945
25.02.2015, 19:30 Uhr:
Literaturkreis im Clubraum
Bruno K. Lampasiak liest aus seinem Buch
2013 jährte sich das Verbot der
Naturfreunde durch die Faschisten
und die Stürmung und Beschlagnahme der Naturfreundehäuser und
Einrichtungen durch SA, HJ und den
Nazistaat in Deutschland zum
80. Mal.
Die meisten Naturfreunde-Mitglieder
standen dem neuen System zwar
kritisch gegenüber, verhielten sich
jedoch unauffällig. Es gab aber auch
eine beachtliche Zahl von
Naturfreunden, die sich mit dem
nationalsozialistischen Gewaltsystem
nicht abfinden wollten. Die
Naturfreunde wissen um das
Schicksal und den Mut von
Hunderten, die als Naturfreunde und
auch als Mitglieder von
sozialistischen oder
kommunistischen Gruppierungen
Widerstand geleistet haben.
Der Autor Bruno Klaus Lampasiak
hat mit der Unterstützung vieler
Naturfreunde einen Teil des
vorhandenen Wissens um
Lebenserinnerungen,
Gedenkschriften und
Dokumentationen
zusammengetragen. Dabei ist ein
Lesebuch entstanden, in dem
einzelne Schicksale stellvertretend
für die Gesamtheit des NaturfreundeWiderstands geschildert werden. Es
ist eine Mahnung alles zu tun, dass
sich eine solche Zeit niemals
wiederholen kann.
Aus der Synode
Berliner Kirchensynode hat neue Präsidentin
Sigrun Neuwerth zur Präses gewählt
Der Berliner Bischof Markus Dröge mit Präses Sigrun Neuwerth
(Bild: rbb online)
Zum dritten Mal in wenigen Monaten hat
die Synode der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, ein Mitglied der Kirchenleitung
abgewählt.
Die
Parlamentarier
wählten
am
Donnerstag, 22.01.2015 in Berlin die
Agrarwissenschaftlerin Sigrun Neuwerth
zur neuen Präses. Die 58-jährige
Referatsleiterin
im
Bundeslandwirtschaftsministerium setzte sich mit 55 zu
53 Stimmen gegen den langjährigen
Synodenpräsidenten Andreas
Böer
durch. Sie hatte ihre Kandidatur erst
kurz vor der Wahl bekanntgegeben.
Im vergangenen April hatte die Synode
dem Verwaltungsleiter der Kirche,
Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann,
eine weitere Amtszeit verweigert.
Im November ereilte Pröpstin Friederike
von Kirchbach das gleiche Schicksal.
Der Synode, die sich neu konstituiert
hatte, gehören 114 Persönlichkeiten an.
Sie vertreten rund eine Million
Protestanten in Berlin, Brandenburg und
Ostsachsen. Ihre Amtszeit beträgt sechs
Jahre.
Sigrun Neuwerth wurde 1956 in Unna in
Westfalen geboren. Sie studierte in
München Agrarwissenschaften und
arbeitete anschließend als Wirtschaftsjournalistin unter anderem in Brüssel
und Hamburg. 1998 wechselte sie als
Pressesprecherin ins Bundeslandwirtschaftsministerium. 2004 übernahm sie
im Berliner Kirchenkreis Pankow und
später im neuen Kirchenkreis Nordost
bis 2014 das Präsesamt.
Mit ihrer Lebenspartnerin ist Neuwerth
seit 2012 in einer eingetragenen
Partnerschaft verbunden.
epd/GB
17
18
Aus dem Kirchenkreis
www.cw-evangelisch.de/
Ein Jahr Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf
Kanzeltausch am Sonntag, dem 15. Februar
Nun gibt es den neuen Kirchenkreis
Charlottenburg-Wilmersdorf
schon
über ein Jahr.
Zum 31. Dezember 2013 hatten sich
die beiden Alt-Kirchenkreise Wilmersdorf und Charlottenburg aufgelöst.
Zum 1. Januar 2014 ist der neue
Kirchenkreis
gegründet
worden.
Seitdem
sind
wir
gemeinsam
unterwegs. Zwei Synoden haben
schon getagt. In diesem Frühjahr wird
die dritte zusammenkommen.
Gebäudebewirtschaftung und Verwaltung wollen vereinheitlicht werden. Die
Frage der zukünftigen Gestaltung der
Kitaträgerschaft ist in der Diskussion.
Dazu tagen vielen Menschen in vielen
verschiedenen Gremien und machen
sich auf, das Beste für den neuen
Kirchenkreis zu suchen.
Viele
menschliche
Begegnungen
haben bereits stattgefunden.
Vieles Gemeinsame ist schon auf dem
Weg: Im neuen großen Kirchenkreis
gibt es ein Leitungsgremium, eine
Superintendentur. Verschiedene Einrichtungen, zum Beispiel die Arbeitsstelle für Jugendarbeit oder Familienbildungsstätte, sind zusammengeführt
und arbeiten auf dem Campus Daniel,
einem kreiskirchlichen Zentrum an der
Brandenburgischen
Straße
in
Charlottenburg-Wilmersdorf.
Vielleicht waren Sie dabei, als wir aus
Epiphanien gemeinsam mit den zwei
Gemeinden Grunewald und Aue aus
Wilmersdorf am 9. November 2014 an
der Ballonaktion zum 25. Jubiläum des
Mauerfalls beteiligt waren? Oder
waren Sie am 1. Januar 2015 dabei,
als Gemeindeglieder
aus allen
Charlottenburg-Wilmersdorfer
Gemeinden zum zentralen Gottesdienst
zum neuen Jahr und zum einjährigen
Jubiläum
in
der
Luisenkirche
zusammen kamen?
Anderes ist noch offen und muss auf
den Weg gebracht werden: Über
Gemeindegrenzen
hinweg
und
gemeinsam soll im Kirchenkreis die
kirchenmusikalische Arbeit verantwortet
werden.
Finanzwirtschaft,
Zur weiteren Begegnung gibt es die
Einrichtung des Kanzeltauschs. Am
Sonntag, den 15. Februar werden die
Gottesdienste in den Gemeinden des
Altkirchenkreises Wilmersdorf von
Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem
Aus dem Kirchenkreis
Altkirchenkreis Charlottenburg verantwortet und umgekehrt.
So wird in unserer Gemeinde Pfarrerin
Claudia Wüstenhagen aus der
Gemeinde am Hohenzollernplatz zu
Gast sein und ich gehe im Gegenzug
in die Gemeinde Alt-Schmargendorf.
Auf beides freue ich mich sehr: auf die
gastierende Predigerin und auf
meine Gastpredigt bei den AltSchmargendorfern. Schließen Sie sich
dieser Freude an und würdigen Sie
den Aufbruch ins Neue durch Ihre
Neugierde und kommen Sie zahlreich
in den Gottesdienst!
Pfarrerin Claudia
Wüstenhagen
Ihr Pfarrer Thilo Haak
Die Mitglieder des Kreiskirchenrates. Foto: Stephanie Walter
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20
Fastenaktion 2015
Du bist schön! 7 Wochen ohne Runtermachen
Die Fastenaktion der Gemeinschaftswerks Evangelische Publizistik
„Du bist schön, auch wenn Du weinst“,
so heißt das Lied der Maria aus dem
bekannten Musical "Linie 1" des Berliner
Grips-Theaters. Mir ist es als ein
gefühlsstarkes und berührendes Lied in
Erinnerung:
Das einfache Mädchen Maria, dessen
Leben ganz und gar durch Unglück und
Elend geprägt ist, begegnet in der
U-Bahn dem Mädchen aus dem reichen
Westdeutschland, das aufgebrochen
war, in Berlin ihr Glück zu suchen. Mit
der Glückssuche hat es nicht geklappt.
So weint die eine, und die andere spricht
sie an. Wertschätzend und positiv,
bestärkend und liebevoll, so singt Maria.
In ihrem Lied ist keine Häme, kein
Vorwurf, kein „Du bist doch selber
schuld an deiner Situation, so blöd wie
du bist, muss man erstmals sein!
In dieser U-Bahn-Szene wird auf
wunderbare Weise gezeigt, worum es
bei der diesjährigen Fastenaktion geht.
Als Gott sein Schöpfungswerk beendet
hatte, sagte er „Siehe, es war sehr gut“
(1. Mose 1, 31).
Jede und jeder, alles hat seinen Wert.
Gott hat dich gut gemacht, das gibt dir
Wert, Schönheit und Wichtigkeit. Wir
sind allesamt von Gott gut geschaffene,
geliebte Menschen, unverwechselbar.
Wir Menschen neigen oft dazu, uns
runterzumachen, uns
selbst oder
anderen gegenüber Hässliches zu
sagen und schlecht zu reden. Das
widerspricht dem Bild, als das Gott uns
schuf. Gewiss, berechtigte, sachliche
Kritik darf sein und muss auch geäußert
werden. Sie verliert jedoch den anderen
Fastenaktion 2015
nie aus dem Blick. Sie ist fair und
selbstkritisch und bleibt dabei wertschätzend gegenüber dem anderen.
Keiner von uns ist makellos. Wir tragen
Narben und Verwundungen auf unserer
Haut und unserer Seele. Umso
schlimmer ist es, wenn wir dann noch
aufeinander einhauen oder einander
verletzen, eben einander runtermachen.
Du bist schön. Schluss mit dem
Runtermachen.
So vorurteilsfrei und wertschätzend ist
Jesus auf die Menschen zugegangen.
Auch wenn sie Aussatz haben, wenn sie
sich in ihrem Leben verrannt haben,
wenn sie von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Jesus sieht immer
den ganzen Menschen, nicht nur seine
vielleicht unansehnlichen Seiten. So
sieht er immer als erstes die innere
Schönheit, die Wichtigkeit und Wertigkeit
seines Gegenübers.
Susanne Breit-Kessler schreibt im
Begleitheft zur Fastenaktion:
„Es ist die größte Auszeichnung und
eine kräftige Zumutung zugleich: ‚Gott
schuf den Menschen zu seinem Bilde’.
Ebenbild Gottes sind wir – schön und mit
Talenten versehen, unvollkommen und
eigen. Wir haben den Auftrag, unsere
Gaben und Fähigkeiten zu entfalten.
Das gelingt oft und segensreich.
Zugleich bleiben niemanden Niederlagen und bitteres Scheitern erspart. Wir
brauchen Vergebung und Neuanfänge.
Wir brauchen es, dass Gott uns
persönlich sagt: ‚Du bist schön! Du bist
mein Ebenbild!’ Wer weiß, dass er oder
sie sich Gottes Ebenbild nennen darf,
der besitzt Selbstbewusstsein und
Unabhängigkeit. Der ist frei.
Solchermaßen gestärkt kann man locker
darauf verzichten, andere runterzumachen – und die eigene Unzufriedenheit an ihnen auszulassen.“
21
Als ich das Motto der diesjährigen
Fastenaktion wahrnahm, dachte ich
„Das passt wunderbar in die Epiphaniengemeinde“. Vergangenheit und auch so
manche Gegenwart unserer Gemeinde
zeigen leider, dass wir im Runtermachen
besonders gut sind. Beleidigungen und
verletzende Worte sind viel zu oft noch
Tagesordnung. Davon nehme ich mich
nicht aus.
Wir brauchen eine neue Kultur der
Wertschätzung und der Anerkennung in
unserer Gemeinde.
Sich auf den Weg dorthin zu machen,
dazu lädt das Fastenmotto in diesem
Jahr ein. Darum will ich Sie einladen,
sich an der Fastenaktion zu beteiligen.
Wir werden sie mit einem Gottesdienst
am Aschermittwoch beginnen und bis in
die Karwoche mit einem regelmäßigen
Gesprächsangebot begleiten.
Nehmen wir es uns fest vor: 7 Wochen
ohne Runtermachen! Wir werden
spüren, welchen Gewinn das für unser
Miteinander in der Gemeinde bringt. Und
am Ende könnte stehen, dass wir in
Zukunft ganz ohne Runtermachen
auskommen, ganz so, wie Gott uns
gewollt und gemacht hat.
Ihr Pfarrer Thilo Haak
18. Februar (Aschermittwoch):
18.00 Uhr Gottesdienst zur Eröffnung der
Fastenaktion mit anschließendem
Gespräch zur Einführung und
Information
24. Februar bis 31. März (jeweils dienstags):
19:30 Uhr Gesprächsgruppe zum
Erfahrungsaustausch aller, die
sich an der Aktion beteiligen
22
Gratulationen und Amtshandlungen
GETAUFT WURDEN:
November
Emil Árpád Reiß
Dezember
Harro Johannes Rejewski
WIR GRATULIEREN…
…ALLEN GEBURTSTAGSKINDERN DER MONATE
DEZEMBER UND JANUAR UND WÜNSCHEN IHNEN ALLES
LIEBE, GUTE UND GOTTES SEGEN!
Februar:
Ursula Broll (81) Doris Müller (85) Ida Zahn (85) Helmut Schubert
(89) Dr.Peter Walther (80) Karl-Heinz Schoenheit (84) Ruth
Müller (94) Lieselotte Mattishent (93) Ilse Lamberty (81)
Charlotte Mühlbach (86) Hildegard Ebel (90) Eveline vom Hof (85)
Heinz Orzel (87) Marianne Kallies (87) Eberhard Schuster (81)
Helene Debicki (98) Johanna Diestel (90) Ewald Bock (92)
Edelgarde Roschin (86) Marianne Binnenböse (84) Eva Cosso (86)
Elli Pipenhagen (87) Günter Nitze (80) Erna Zech (83) Margot
Wieselhuber (94) Anneliese Legde (89) Ingeborg Bothe (80)
Ellinor Barthel (101) Klaus Gauerke (81) Annemarie Wilke (80)
Ursula Garsch (81) Helmut Röhrig (81) Hildegard Vogel (90)
Christa Deinert (82) Elfriede Krebs (95) Elly Lehmann (95)
Luise Förster (105) Gisela Klaffus (82) Kurt Jochen (85)
Brigitte Fernholz (83) Christa Jordy (88)
März:
Annette Yaker (80) Gerda Krüger (85) Gert Behnke (83)
Gerhard Assmus (88) Helga Kolupa (80) Werner Gransow (80)
Irmgard Jeglinski (90) Heinz Krause (90) Günter Czosseck (82)
Ursula Grunwald (83) Irmgard Ender (85) Irmgard Jungk (89)
Renate Schneidereit (80) Ingeborg Hertel (85) Gerhard Rauert (94)
Ruth Ristau (95) Gretelore Blokesch (87) Robert Manthey (91)
Gratulationen und Amtshandlungen
Evelyn Biller (82) Dora Freitag (85) Eva Röser (92)
Erna Dockendorff (95) Christa Grabietz (81) Inge Kahle (86)
Rosemarie Bogumil (95) Rudi Mochow (88) Gerda Schimpf (102)
Margarete Krause (91) Ursula Maerker (85) Werner Goehle (81)
Ingeborg Seelecke (84) Helga Pluskota (85) Helga Meyer (82)
Ricardo Schneegans Arnuero (84) Rolf Harbort (86) Johanna
Kolkau (86) Hanni Winter (80) Inge Haase (80) Inge Behrendts
(80) Friedrich Witte (80) Brigitte Kaiser (90) Johannes Stolz (82)
Susanne Clemens (92) Dora Pieczkowski (96) Asser Böse (80)
Joachim Schön (81) Ursula Gracz (82) Ursula Wichmann (88)
Katharina Brandt (89) Günter Burgmann (80)
Elfriede Retzlaff (82) Hanne-Lore Mattig (84) Harry Graff (98)
Hartmut Vietzke (80) Anneliese Uetzmann (88)
WIR NEHMEN ABSCHIED
MIT KIRCHLICHEM GELEIT WURDEN BESTATTET:
Dezember:
Erika Hass (88) + Dr. Sonja Dobberphul (91)
Gisela Flögel (84) + Klaus Buchholz (46)
Helga Trappe (86) + Dorothea Lehmann (68)
Januar:
Konrad Schulz (84) + Gisela Buß-Buchholz (94)
Christa Strumpski (53) + Helga Berger (51)
23
24
Inserate
Inserate
Diplom-Kaufmann
Jochen Schwarz
Steuerberater
Wir beraten Sie gern und freuen uns auf Ihren Besuch, speziell: Aktuelle Rentenbesteuerung
Dernburgstraße 59 / Ecke Neue Kantstraße 14057 Berlin
(030) 321 30 79 oder (030) 32131 10 oder 0173 – 212 939 0
www.steuerberatung-schwarz.com
jschwarz@steuerberatung-schwarz.com
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26
Inserate
Kontonummern / Impressum
27
Kontonummern unserer
Gemeinde
Allgemeines Spendenkonto:
KVA Berlin Mitte-West,
Kennwort „Epiphaniengemeinde + Spendenzweck“
Berliner Bank, NL. Deutsche Bank
IBAN: DE81 1007 0848 0528 0003 00,
BIC: DEUTDEDB110
Kirchgeldkonto:
Epiphaniengemeinde
bei Evangelische Bank,
IBAN: DE80 2106 0237 0000 7714 81
BIC: GENODEF1EDG
Förderverein Kirchenmusik-Zentrum Epiphanien e. V.
Berliner Bank, NL. Deutsche Bank
IBAN: DE64 1007 0848 0027 5487 00,
BIC: DEUTDEDB110
Impressum:
Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Epiphanien in Berlin
Ausgabe Nr. 2 - 2015 (Februar – März 2015), Auflage: 1500 Stück
Herausgeber:
Gemeindekirchenrat der Epiphaniengemeinde
Redaktion:
Thilo Haak (ViSdP), Christa Löwenbrück
Inserentenbetreuung:
über die Küsterei
Satz & Grafik:
Christa Löwenbrück
Druck:
Gemeindebriefdruckerei, 29393 Groß Oesingen
Bilder:
Diverse private Quellen und aus gemeindebrief.de, sofern nicht anders
angegeben.
28
ADRESSEN UND GRUPPEN
DIE TERMINE FÜR DIE EINZELNEN VERANSTALTUNGEN FINDEN SIE AUF DEN I NNENSEITEN
KÜSTEREI
Telefon:
Adresse:
Öffnungszeiten:
E-Mail /Homepage:
GEMEINDEKIRCHENRAT
Vorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender
Ann-Katrin Meyerhoff
030-301169-0, Fax: 030-301169-98
Knobelsdorffstraße 72-74, 14059 Berlin
Mo - Di 11:00 - 13:00 Uhr, Do 15:00 - 18:00 Uhr
kontakt@epiphanien.de, www.epiphanien.de
Dr. Martin Heger, Danckelmannstr. 53, 14059 Berlin
Email: martin.heger@rewi.hu-berlin.de
Pfr. Thilo Haak
PFARRER
Telefon / E-Mail:
Adresse:
Sprechstunde:
Thilo Haak
030-32503826, thilo.haak@gmail.com
Ahornallee 3, 14050 Berlin
Mi 15:00 - 16:00 Uhr in der Küsterei
und nach Vereinbarung
HAUSMEISTER
Dieter Standtke, Tel. über Küsterei
KIRCHENMUSIK
Epiphanienkantorei
Volksliedersingen
Kirchenmusikerin Anna Lusikov, Tel. 030-2857107
Email: lusikov.a@web.de
Kirchenmusikzentrum Epiphanien Horst P. Wilke, hopewi@yahoo.de
EV. KINDERTAGESSTÄTTE
Öffnungszeiten:
Knobelsdorffstraße 74, Eingang im Epiphanienweg
030-44722461, kita-epiphanien@gmx.de
Mo - Do 07:00 - 17:00 Uhr, Fr 07:00 – 16:00 Uhr
KINDERGOTTESDIENST
Gemeinde „Am Lietzensee“, Herbartstr. 4-6
FAMILIENBILDUNGSSTÄTTE
Brandenburgische Str. 51, 10707 Berlin,
030-863 90 99 18, buero@fb-cw-evangelisch.de
www.fb-cw-evangelisch.de
MONTAGSRUNDE
Pfarrer Thilo Haak, Kontaktdaten s. oben
LITERATURKREIS
Dr. Freimut Wilborn, Neue Kantstr. 9
030-3211416, f.wilborn@gmx.de
SENIORENNACHMITTAG
Christa Schwencke (Kontakt über die Küsterei)
GYMNASTIK FÜR SENIOREN
Brigitte Halbbauer (Kontakt über die Küsterei)
SENIORENTANZ
Gertraud Matthaei, Tel. 030-3026187
GEDÄCHTNISTRAINING
Christiane Stanko, Tel. 030-3225824
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