close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

März 2015 - Bildungsportal NRW

EinbettenHerunterladen
Adressen und Ansprechpartner
Pfarrer Gerhard Schäfer
Hans‑Iwand‑Str. 6, 53113 Bonn
Tel.: 33 888 080 / Fax: 33 888 089
g.schaefer@kreuzkirche-bonn.de
Sprechstunde:
Di 9-10 Uhr / Do 17-18 Uhr / n.V.
Pfarrer Rüdiger Petrat
Hans-Iwand-Str. 6, 53113 Bonn
Tel.: 33 888 030 / Fax: 33 888 039
r.petrat@kreuzkirche-bonn.de
Sprechstunde:
Mo 18-19 Uhr / n.V.
Gemeindebüro
Adenauerallee 37, 53113 Bonn
Sabine Hennes
Tel.: 68 80 426 / Fax: 68 80 9426
s.hennes@evib.org
Küster/Hausmeisterin AdeK
Viktor Hermann
Hans‑Iwand‑Str. 6, 53113 Bonn
Tel.:22 38 09 oder 33 888 070
Kirchenmusik
Stefan Horz, Organist
Tel.: 24 23 730
s.horz@kreuzkirche-bonn.de
KMD Karin Freist‑Wissing, Kantorin
Tel.: 48 34 47 / Fax: 43 16 51
karin.freist‑wissing@gmx.de
Christoph Bube,
Kinder- u. Posaunenchor
Tel.: 33 629 048
ChristophBube@web.de
Hans Martin Giesler, Freundeskreis
Tel.: 18 418 58
hm.giesler@worktogether.net
Rosemarie Backhaus
An der Evang. Kirche 6, 53113 Bonn
Tel.: 33 888 00
Kinder‑, Jugend- und Seniorenarbeit
Margret Benner, Leiterin
An der Evang. Kirche 6, 53113 Bonn
Tel.: 33 888 010 / Fax: 33 888 019
m.benner@kreuzkirche-bonn.de
Montessori-Kinderhaus
Wittelsbacherring 20, 53115 Bonn
Katrin Jasper, Leiterin
Tel.: 63 34 22
wbpaenz@bonn-evangelisch.de
Mirijam Tachilzik, Förderverein
m.tachil@hotmail.de
Das Spendenkonto der Kreuzkirchengemeinde ist jetzt:
Kontonummer 1011 35 1014
Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) Dortmund (BLZ 350 601 90)
IBAN: DE32 3506 0190 1011 3510 14
BIC: GENODED1DKD
2
Inhalt
Adressen und Ansprechpartner.......................................................... 2
Inhalt................................................................................................... 3
Editorial............................................................................................... 4
Impressum........................................................................................... 5
Andacht............................................................................................... 6
Aus dem Gemeindeleben.................................................................... 8
Gedenktage 2014.............................................................................. 10
Neues von KreuzkircheAktiv.............................................................. 13
Nachrichten aus dem Kinderhaus..................................................... 14
Kinderkirche...................................................................................... 15
Infobox: KindergottesdiensthelferInnen dringend gesucht!......... 15
Kinder- und Jugendzentrum AdEK..................................................... 16
mittendrin......................................................................................... 18
Alpha Kurs......................................................................................... 20
Seniorinnen und Senioren................................................................. 22
Vorankündigung: Adventsfeier mit Basar am 03.12.2014........... 22
Töpferkreis im AdEK........................................................................... 23
Computerkurs.................................................................................... 23
Ökumene........................................................................................... 24
Leserbrief: „Offenes Singen“ besteht 3 Jahre............................... 24
Ökumenischer Arbeitskreis St. Petersburg........................................ 25
Kreuzkirche unterwegs...................................................................... 26
Wir sind Ehrenamt in der Gemeinde................................................. 27
Konzerte und Gottesdienste.............................................................. 28
Infobox: Abraham........................................................................ 30
Anzeige: Freundeskreis Musik in der Kreuzkirche........................ 33
Aus den Kirchenbüchern................................................................... 34
Gottesdienstplan............................................................................... 35
Offene Kreuzkirche............................................................................ 36
Heraustrennbare Übersicht aller regelmäßigen Termine der
Gruppen und Kreise unserer Gemeinde in der Mitte des Heftes
3
Editorial
Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindebriefes,
© Ulrike Brzóska
„Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe
schmücken es aus.“ Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wegen der Sommerferien und der Fussballweltmeisterschaft
beging der Kirchenpavillon-Neubau vor der Kreuzkirche Mitte Juli
sein Richtfest. Für wenige Tage war ein kleiner Richtbaum auf seinem Dach zu sehen. Das bei Richtfesten obligatorische Schnapsglas
wurde allerdings noch nicht geworfen und wartet immer noch auf
seine Bestimmung. Möge es, wenn
es soweit ist, in tausend Stücke zerspringen und dem Vorhaben Glück
bringen!
Das „Haus“ Europa schaut in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf
eine Reihe sehr ernster Gedenktage: z.B. am 1. August auf den 100.
Jahrestag des Ausbruchs des 1. Weltkriegs. Dazu gibt es am Beispiel
von Bonns jüngstem Kriegstoten in diesem Gemeindebrief eine sehr
bewegende Recherche (S. 10f.). Dann, am 1. September, auf den 75.
Jahrestag des Kriegsausbruch des 2. Weltkriegs. (Dazu empfehle ich,
bei einem Besuch unserer Kirche die Bronzetafel neben dem rechten
Seiteneingang zu lesen.) Schließlich schaut Bonn auf den 70. Jahrestag des schweren Bombenangriffs, am 18. Oktober 1934, zurück,
der innerhalb weniger Minuten die gesamte damalige Innenstadt in
Schutt und Asche legte und auch die Kreuzkirche schwer beschädigte. Dazu kündigen wir in diesem Gemeindebrief eine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Bonn am 17.10. in der Kreuzkirche an,
mit der Möglichkeit der Besichtigung der originalen Luftschutzräume
unter der Kirche (S. 12).
Vielleicht zeigen uns diese Gedenktage, wie wichtig der Geist ist,
der im Haus Europa herrscht, und wie dankbar wir für den Frieden
4
sein können. Umso schmerzlicher erleben wir die derzeitigen kriegerischen Konflikte, z.B. in Israel und im Gazastreifen sowie in der
Ostukraine. Die zahlreichen offiziellen Tage des Dankens und Gedenkens im Kirchen- wie im säkularen Jahr (Erntedankfest, Volkstrauertag, Buß- und Bettag) geben uns viele Gelegenheiten, dies in unsere
Gebete mit einzubeziehen.
Damit sind wir bei der Mahnung zur Toleranz. Dies wird der Schwerpunkt unserer Kirchenmusik im November sein - mit der großen Aufführung der Oper „Abraham“. Lesen sie dazu die sehr interessanten
Vorabinformationen (S. 30ff.). Nach einem Sommer, der uns Bilder
des Krieges und der Zerstörung über die Medien in die Wohnzimmer
brachte wie lange nicht mehr, ein spannender Gegenpol: Abraham
als Integrationsfigur der drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Was kann die Figur des Abraham für Frieden, Toleranz und Miteinander leisten? Dazu soll auch die folgende Andacht
einen Impuls geben.
Ich hoffe, ich habe Ihr Interesse für unsere Veranstaltungen geweckt.
Auf jeden Fall grüße ich Sie sehr herzlich im Namen des Presbyteriums,
Ihr Pfarrer Gerhard Schäfer, Vorsitzender des Presbyteriums
Impressum
Herausgeber: Presbyterium der Ev. Kreuzkirchengemeinde Bonn, Vorsitzender Pfarrer Gerhard Schäfer, Hans‑Iwand‑Str. 6, 53113 Bonn
Redaktion:
Tobias Bergmann-Brzóska (tbb), Ulrike Brzóska, Rüdiger Petrat,
Gerhard Schäfer
gemeindebrief@brzoska-online.de
Layout: Tobias Bergmann-Brzóska
Druck:
Gemeindebriefdruckerei, Groß Oesingen
Auflage:
4.400 Exemplare
Titelbild:
Ulrike Brzóska
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung
des Presbyteriums oder des Öffentlichkeitsausschusses wieder, sondern stellen die
persönliche Ansicht der Autorin bzw. des Autors dar.
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 19.10.2014
5
andacht
„Und richte unsere Füße
auf den Weg des Friedens“ - Lk 1,79
Schalom, „Friede sei mit Euch“, so lautet der Gruß, mit
dem Jesus den Seinen gegenüber tritt. Dieser Gruß gehörte schon
immer in den Alltag des Volkes Israel. Schalom umfasst dabei den
Frieden mit Gott wie auch den Frieden der Menschen untereinander
sowie den Frieden mit und innerhalb der gesamten Schöpfung.
Allerdings leben wir in einer Welt, in der dieser Schalom noch nicht
vollendet ist. Zum Teil tragen wir sogar selbst dazu bei. Umso wichtiger ist es, die Füße auf den Weg des Friedens auszurichten. Doch wie
kann dies geschehen?
Juden, Christen und Muslime könnten beispielsweise gemeinsam
auf die Figur des Abraham blicken. Abraham, so sagt man, ist der
Vater dieser drei Religionen. Abraham verbindet Juden, Christen und
Muslime. Man spricht deshalb auch von den drei abrahamitischen
Religionen. Wo finden wir in der Tradition des Abraham das, was
unsere Füße ausrichtet auf den Weg des Friedens? Und wo liegen
Missverständnisse und Abweichungen von dem, was Abraham uns
hinterlassen hat?
Für mich persönlich ist Abraham kein religiöser Eiferer, sondern er
folgt treu und unbeirrbar seinem Glauben an Gott, ohne diesen
anderen aufzwingen zu wollen. Abraham polemisiert nirgends gegen
die Gottesvorstellungen, die er in seiner neuen Heimat Kanaan
vorfindet. Er zeigt auch keine Überlegenheitsgefühle, die andere
verletzen könnten. Vielmehr geht Abraham seinen Weg, ohne die
Menschen, die ihm begegnen, mit ihren religiösen Überzeugungen
verachten oder verdrängen zu wollen.
Und als das Land für Abraham und seinen Neffen Lot zu klein wird,
da lässt er diesem den Vortritt. Lot erwählt sich daraufhin das besonders fruchtbare Tal des Jordan, während sich Abraham mit dem
kahlen Bergland begnügt (1. Mose 13). Abrahams besondere Berufung begründet keinen Anspruch, an erster Stelle stehen zu wollen,
6
© commons.wikimedia.org
sondern offenbart die Bereitschaft, loszulassen und zu teilen. Nur
ein einziges Mal wird Abraham in eine kriegerische Handlung verstrickt; die allerdings in einer Befreiungsaktion für seinen verschleppten
Neffen ihre Ursache findet (1. Mose
14).
Für die Offenheit und Liberalität
Abrahams spricht auch eine andere
Episode. Als Gottes Strafgericht über
Sodom und Gomorra droht, tritt
Abraham nicht als selbstgerechter
Moralist auf, sondern als FürspreAbraham feilscht mit Gott, damit
cher für die schuldig gewordenen
möglichst viele Menschen in Sodom
Menschen (1. Mose 18).
und Gomorra verschont werden.
Die biblischen Schriften kennen keinen selbstsüchtigen oder gewalttätigen Abraham. Sie zeigen auch keinen Vorkämpfer einer exklusiven Gemeinschaft von Auserwählten. Sie zeigen Treue im Glauben,
die aber gerade zur Toleranz und zur Friedfertigkeit gegenüber anderen führt. In Abraham, so heißt es, sollen alle Geschlechter der Erde
gesegnet sein (1. Mose 12,3). Das setzt dann allerdings voraus, dass
alle Menschen und Völker wie Abraham tolerant und friedliebend
werden; und sich gegenseitig in kultureller und religiöser Verschiedenheit als gleichwertige Partner anerkennen.
Doch man kann die Nachkommenschaft Abrahams auch verlieren.
Schon Jesus warnte davor (Joh 8,39). Es geht also darum, das zu finden, was - so wie Abraham es uns vorgelebt hat - die Füße auf den
Weg des Friedens ausrichtet. Und das ist meines Erachtens, Gott zu
lieben, ohne andere zu verachten. Wenn das die Beschäftigung mit
der Figur des Abraham leisten kann, wäre das schon sehr viel. Möge
das Abraham-Projekt in der Kreuzkirche dazu beitragen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen; auch im Namen
meines Kollegen Rüdiger Petrat, Ihr Pfr. Gerhard Schäfer
7
Aus dem Gemeindeleben
Gemeindeversammlung am 02.11.2014
© Ulrike Brzóska
Am Sonntag, den 2. November, findet die diesjährige
Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst (ca. 11:15 Uhr) statt. Berichtet wird über die Arbeit des Presbyteriums im zurückliegenden Jahr, über die Finanzen, die derzeitigen Bauprojekte und -vorhaben sowie aus den Arbeitsbereichen der
Gemeinde. Hier erhalten sie Informationen aus erster Hand! Außerdem ist Gelegenheit gegeben, Rückfragen zu stellen und Anregungen
zu geben. Das Presbyterium lädt Sie sehr herzlich dazu ein!
Pfr. Gerhard Schäfer, Vorsitzender des Presbyteriums
Ehrenamtsgottesdienst am 09.11.2014
Den 1. Ehrenamtsgottesdienst unserer Gemeinde feiern wir am
Sonntag, den 9. November, und laden Sie alle dazu herzlich ein.
Die Gemeindearbeit wird neben den Hauptamtlichen durch zahlreiche engagierte Ehrenamtliche mitgetragen. An diesem Tag möchten
wir mit Ihnen gemeinsam Dank sagen, für das, was uns wichtig ist.
Bei der Gestaltung des Gottesdienstes möchten
wir die Ehrenamtlichen aktiv einbeziehen.
Nutzen Sie die Gelegenheit, mit den Ehrenamtlichen der verschiedenen Kreise ins Gespräch zu
kommen. Vielleicht ergibt sich auch eine interessante Aufgabe für Sie.
Es freuen sich auf den gemeinsamen Gottesdienst,
Pfr. Gerhard Schäfer und Pfr. Rüdiger Petrat,
Ulrike Brzóska und Anke Zielinski, Ehrenamtskoordinatorinnen
8
Ab sofort können Menschen mit GlutenUnverträglichkeit bei den Abendmahlsgottesdiensten in der Kreuzkirche auch
Kaum
zu
unterscheiden:
glutenfreie Oblaten erhalten.
Rechts die etwas dünnere, hel‑
Bitte geben Sie den diensttuenden Pres- lere glutenfreie Oblate, links
bytern ein entsprechendes Zeichen, denn die übliche mit Weizenmehl.
die Oblaten werden getrennt von den anderen Oblaten auf einem separaten Abendmahlsteller aufbewahrt und Ihnen dann gereicht.
Die glutenfreien Oblaten beinhalten kein Weizenmehl, sondern sind
aus Wasser, Reis-, Mais- und Kartoffelmehl. Pfr. Gerhard Schäfer
© Gerhard Schäfer
Glutenfreie Oblaten
beim Abendmahl
In den letzten Stunden des Konfirmationsunterrichts vor den Sommerferien töpferten die Konfirmandinnen und Konfirmanden von Pfarrer
Gerhard Schäfer unter der sachkundigen Anleitung von Frau Unsöld eigene kleine Abendmahlskelche, die
sie künftig zur Feier des Abendmahls
im Gottesdienst auch benutzen dürfen. Jesus Christus spricht: „ Ich
bin der Weinstock, ihr seid die Reben!“ (Joh 15,5)
© Gerhard Schäfer
Abendmahlskelche für Konfis
Frau Roth sendet uns - rückblickend auf ihre Ordination - den folgenden Gruß aus ihrer neuen Gemeinde:
„Sie haben am 22. Juni mit mir gemeinsam meine Ordination gefei‑
ert. Dass Sie daran so zahlreich An‑
teil genommen haben, hat mich sehr
berührt. Durch Ihr Dabei-Sein und
Zu-Tun, durch Ihre lieben Worte und
guten Wünsche haben Sie diesen Tag
zu einem ganz besonderen gemacht!
Dafür danke ich von ganzem Herzen.
Ihre Pfarrerin Denise Roth“
© Denise Roth
Ordination von Denise Roth
9
Gedenktage 2014
Jüngster Bonner Kriegstote im 1. Weltkrieg kam aus der
Kreuzkirchengemeinde - Bericht über ein Einzelschicksal
Die Frage nach dem Schicksal dieses Jungen ließ mich daraufhin
nicht mehr los. Weitere Recherchen in den Archiven ergaben, dass
er Obertertianer, also noch ein Schüler, war. Doch im 1. Weltkrieg
gab es noch kein rücksichtsloses „Verheizen“ von Jugendlichen
und Kindern, wie unter den Nationalsozialisten beim sogenannten
„Volkssturms“ gegen Ende des 2. Weltkrieges. Für einen militärischen Einsatz zu jung, stellte sich mir die Frage, wie dieser Junge
starb und wieso er auf der Gefallenenliste geführt wird.
Nach weiteren Recherchen, auch durch tatkräftige Hilfe des Bonner Stadtarchivars Dr. Hans-Pierre Bothien, habe ich die Geschichte
dieses Jungen herausgefunden. Die Todesanzeige, die seine Eltern
am 21. Oktober 1917 veröffentlicht hatten, erklärt das Schicksal des
15-Jährigen:
„Gestern erhielten wir die tiefbetrübende Nachricht, dass unser
einziger, herzensguter Junge, Bruder und Enkel, der Obertertianer
Erich Beiersdorf, im Alter von 15 Jah‑
ren, nach überstandener Krankheit im
Feldlazarett zu Launois unerwartet, an
Herzschwäche sanft entschlafen ist.
Auch er wollte dem Vaterlande mit
seinen schwachen Kräften dienen
und zog freudig mit seinen Mitschü‑
lern vor 8 Wochen zur Obsternte nach
Frankreich, von wo er nicht mehr zu‑
rückkehren sollte.“
10
© Archiv der Bundesstadt Bonn
Am 01.08.2014 jährte sich der Ausbruch des 1. Weltkriegs zum 100.
Mal. Bei meinen Recherchen zu diesem Gedenktag stieß ich auf
etwas Ungewöhnliches: Auf der Gefallenenliste der Mitglieder der
damaligen Evangelischen Gemeinde Bonn befindet sich unter den
insgesamt 653 Toten auch der 15-jährige „Erich Beiersdorf“. Er trägt
keinen militärischen Rang, sondern wird als „Jungmann“ bezeichnet.
Die Geschichte geht aber noch weiter, worauf
ich durch die auf der Todesanzeige angegebene
Adresse, Kaiserplatz 12, aufmerksam wurde.
Durch frühere Besuche bei Frau Annemarie
Hassemer (verstorben 2008), der Nachbewohnerin der Wohnung der Familie Beiersdorf, weiß
ich nämlich: Die Mutter litt nach dem Tod ihres
Sohnes so sehr unter Depressionen, dass ihr
Mann sie mit einem Erker an der Fassade des
Hauses aufmuntern wollte. Dies war nach damaligem Baurecht verboten und stieß zunächst Steinernes Gedenken
an den jüngsten Kriegs‑
auf Ablehnung bei den zuständigen Behörden.
toten des 1. Weltkrieg
Erst nach langem Hin und Her wurde der Erker
in Bonn und an die
Trauer seiner Eltern.
genehmigt. So konnte der Vater seiner Frau
etwas Ablenkung von ihrer Trauer ermöglichen, in dem sie tagsüber
im Erker am Fenster sitzen und das geschäftige Treiben auf dem
Kaiserplatz beobachten konnte. Bis heute ist es das einzige Haus am
Kaiserplatz mit einem Erker geblieben.
© Gerhard Schäfer
Alle Eltern, die selbst Kinder in diesem Alter haben oder gehabt
haben, können den Schmerz der Familie über den Tod ihres Jungen
nachvollziehen. Dieser Schmerz ist auch viele Jahrzehnte später immer noch durch die Zeilen hindurch zu spüren. Erich Beiersdorf war
kein Soldat, aber er wurde auf allen offiziellen Gefallenenlisten wie
ein solcher geführt (und seine Todesanzeige zeigt auch das typische
Eiserne Kreuz), weil der Erntehelfereinsatz damals als Kriegseinsatz
galt. Vielleicht war es darüber hinaus auch der verzweifelte Versuch
der Eltern, dem Tod ihres Kindes irgendeinen Sinn zu geben.
Es ist eine Geschichte, die bewegt und zum Frieden mahnt. So werde
ich künftig immer an Erich Beiersdorf denken, wenn ich am Kaiserplatz vorbei komme oder in der dortigen Eisdiele ein Eis esse und
mein Blick auf den Erker am Haus Nr. 12 fällt. Und ich werde daran
denken, wie wichtig der Einsatz für den Frieden ist und dafür, dass
Menschen - gerade auch Kinder und Jugendliche - nicht mehr durch
Pfr. Gerhard Schäfer
Krieg sterben dürfen. 11
Gedenken an den Bombenangriff auf Bonn vor 70 Jahren
Zur Gedenkfeier hat der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sein
Kommen zugesagt. Der Bonner Stadtarchivar Dr. Hans-Pierre Bothien wird einen
historischen Vortrag über die Erlebnisse
Schutt und Trümmer: Die und Erfahrungen vor 70 Jahren halten.
Kreuzkirche wurde am 18.10.
und 21.12.1944 durch Luftan‑ Die Veranstalgriffe schwer beschädigt.
tung wird von
der Kirchenmusik der Kreuzkirche unter
Leitung von Karin Freist-Wissing sowie
dem Organisten der Kreuzkirche, Stefan
Horz, gestaltet. Im Anschluss können die
Räume unter der Kreuzkirche besichtigt
werden. Pfr. Gerhard Schäfer Blick in die Luftschutzräume
12
© Gerhard Schäfer
© Archiv der Bundesstadt Bonn
Am Freitag, den 17.10.2014, erinnert die Stadt mit einer Gedenkstunde in der Kreuzkirche an den schweren Bombenangriff 1944 auf
Bonn vor 70 Jahren. Etwa 400 Tote, vor allem im Bonner Zentrum
sowie in Beuel waren zu beklagen, Tausende wurden ausgebombt.
Die Luftschutzräume unter der Kreuzkirche gehören zu den letzten noch weitgehend original erhaltenen Räume dieser
Art in der Bonner Innenstadt. In ihnen
hatten hunderte Menschen Zuflucht gefunden und wie durch ein Wunder überlebt, obwohl die Kirche darüber schwer
getroffen wurde.
Im Gemeindebrief Nr. 147 hatten wir gefragt, ob
Ihnen bereits unsere Stellwand von KreuzkircheAktiv
aufgefallen war. Dass, das so ist, merken wir an Ihren
Rückmeldungen, über die wir uns sehr freuen.
Nun interessiert Sie sicherlich, was inzwischen geschehen ist! Dafür
sprechen am besten folgende Beispiele:
• Frauchen und Herrchen von Hund Sammy* sind
beide gehbehindert und sehr erleichtert, dass wir
Sammy regelmäßig wöchentlich an zwei Nachmittagen
zu einem längeren Spaziergang abholen. * Name von der
© commons.wikimedia.org /
Airridi
Neues von KreuzkircheAktiv
Redaktion geändert, auch Hunde haben Persönlichkeitsrechte, die wir wahren.
• Wir helfen einer Rollstuhlfahrerin beim Überwinden von Hindernissen und begleiten sie beim Arztbesuch.
• Nach den Sommerferien werden wir Kinder vom Kindergarten abholen und betreuen, bis Mutter oder Vater nach Hause kommen.
Wir sind z.Zt. mit unserem Kinderhaus im Gespräch.
Das könnte Sie - einzeln oder als Gruppe - auch interessieren:
• Information über die Neuregelung zur Besteuerung von Renten
• Hilfe beim Entziffern alter Texte, die noch in Sütterlin/DeutscherSchrift verfasst sind (z.B. Briefe, Urkunden, Tagebücher)
• Individuelle Arbeit mit Autoren bei der Überarbeitung ihrer Texte
• Bildung einer Theatergruppe: Wer hat Lust am Theaterspielen und
am Gestalten? Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig ist
die Freude am Darstellen.
Wenn Sie Interesse haben, erreichen Sie uns über die Formulare der
Stellwand in der Turmhalle, per E-Mail unter KrAktiv@aol.de oder
über unser Gemeindebüro (Kontaktdaten: S. 2).
Wir freuen uns über weiteres reges Interesse und Anregungen.
„Wir“ sind übrigens neun Personen, die sich in regelmäßig treffen,
um die neuen Anfragen und Angebote miteinander zu verbinden.
Da wir ehrenamtlich arbeiten, erwarten wir dies auch von anderen;
entgeltliche Leistungen vermitteln wir nicht. Team KreuzkircheAktiv
13
Nachrichten aus dem Kinderhaus
Nein, es ist noch nicht Weihnachten! Aber genauso
regelmäßig wie Weihnachten kommt, machen sich
auch die „Wittelsbacher
Pänz“ aus ihrem Kinderhaus
am Wittelsbacherring zur
Kreuzkirche auf, um dort
Gottesdienst zu feiern.
In diesem Jahr war es Ende
Juni wieder so weit. 67 Kinder zwischen drei und sechs
Jahren und alle Erwachsenen zogen in einer langen
Kolonne zur Kirche, an der
Pfarrer Schäfer sie schon
erwartete.
© Katrin Jasper
Gemeinsam betrachteten alle die schönen Fenster unserer Kirche
und die Kinder ließen sich die Bedeutung der Bilder von Pfarrer
Schäfer erklären.
Für die Vorschulkinder
war es der letzte Gottesdienst in ihrer Kinderhauszeit, denn nach den
Ferien führt ihr Weg sie
in die Schule. Ihnen allen
sprach Pfarrer Schäfer
einzeln Gottes Segen zu.
Und auf unserem Rückweg unterhielten wir uns
schon darüber, dass wir spätestens zu unserem Weihnachtsgottesdienst wieder in der Kreuzkirche sind und vielleicht auch schon zum
Kinderbibelnachmittag am 22. November?
Katrin Jasper
14
© Katrin Jasper
Alle Jahre wieder ...
Kinderkirche
Krabbelgottesdienst
Kindergottesdienst
Parallel zum Gemeindegottesdienst
können die Kinder zweimal im MoImmer ein fröhliches Miteinan‑
nat ihren eigenen Kindergottesdienst der: Pfr. Schäfer und Frau Benner
basteln mit Kindern und Eltern
feiern, der nach dem gemeinsamen
Noahs Regenbogen.
Beginn mit den Erwachsenen in der
Kreuzkirche im Gemeindehaus mit Singen, Beten, Geschichten-Hören oder Basteln weitergeht. Für die Kindergarten- und die Schulkinder gibt es jeweils eine eigene Gruppe.
07.09./21.09./05.10./19.10./02.11./16.11.2014 ab 10:00 Uhr
© O. Restemeyer
Eltern und Kinder von 0 bis 5 Jahren feiern in
einfacher Form miteinander Gottesdienst. Anschließend ist
bei Tee, Kaffee oder Saft Gelegenheit
zum Plaudern.
06.09./25.10.2014 ab 16:00 Uhr,
Krypta der Kreuzkirche
Weitere Informationen zu allen Angeboten der Kinderkirche bei
Pfr. G. Schäfer (Kontaktdaten: S. 2).
KindergottesdiensthelferInnen dringend gesucht!
Der Kindergottesdienst unserer Gemeinde findet bisher in der Regel
zweimal im Monat und zusätzlich an hohen Fest- und Feiertagen statt.
Damit wir diese Arbeit - nach dem Weggang unserer Vikarin und einiger anderer HelferInnen - so weiterführen können, brauchen wir
neue, vor allem auch volljährige Helferinnen und Helfer.
Darum möchte ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser, bitten, uns bei dieser Arbeit zu helfen. Idealerweise haben Sie natürlich schon Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. Bitte sprechen Sie mich gerne an, falls
Sie Interesse haben oder weitere Informationen wünschen!
Ihr Pfr. Gerhard Schäfer
15
Kinderbibelnachmittag zur biblischen Figur „Abraham“
Wer war Abraham und was hat er erlebt? Gemeinsam begeben wir
uns auf eine Entdeckungsreise, wie er Gottes Auftrag folgte und sich
auf eine lange Reise begab und dabei von Gott mit seinem Segen
geschützt und begleitet wurde.
Zum Abschluss des Nachmittags zeigen wir mit einer kleinen Aufführung im Wochenschlussgottesdienst, was wir alles über Abraham
erfahren haben.
Der Kinderbibelnachmittag ist ein gemeinsames Projekt von Kinderkirche und Kinderhaus. Weitere Informationen und Anmeldung bei
K. Jasper, M. Benner und Pfr. G. Schäfer (Kontaktdaten: S. 2).
Samstag, 22.11.2014, 14:00 Uhr - 19:00 Uhr
Kinder- und Jugendzentrum AdEK
Krabbelgruppe für 0- bis 3-Jährige
Mütter und Väter treffen sich im AdEK und gestalten
zusammen den Vormittag. Das Singen am Ende ist
neben Butterkeksen und der Tasse Kaffee ein wichtiger Bestandteil.
Alle interessierten Eltern mit Babys und Kindern bis zum Kindergartenalter sind herzlich eingeladen.
dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr
Teenzone für Teens ab dem 5. Schuljahr
Quatschen, Albern, Toben und Spielen macht am meisten Spaß mit
vielen! So wird das AdEK zur Kocharena oder die Disco zum Kino, es
wird ein Nagelstudio eröffnet oder ein Tischtennis- und Kickerturnier
gestartet. Kommt doch einfach mal vorbei. Wir freuen uns auf euch!
donnerstags ab 17:00 Uhr
Offener Jugendtreff für Jugendliche
Hier seid ihr gefragt! Wir bieten euch Raum und Möglichkeiten, eure
Freizeit selber zu gestalten. Schaut doch mal rein!
dienstags ab 14:00 Uhr
16
Selbstbehauptungskurs „Stopp! Ich will das nicht!“
für Mädchen und Jungen ab dem 3. Schuljahr
In diesem Kurs erhalten die Kinder Impulse, mit denen sie bewusster
wahrnehmen und Selbstbewusstsein entwickeln können, um sich bei
Konflikten zu behaupten. Vermittelt werden diese Kompetenzen u.a.
durch spielerische Wahrnehmungsübungen und Rollenspiele, wobei
die Förderung der Kommunikationsfähigkeit und die Entwicklung
alternativer Handlungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen.
Dieser Kurs eignet sich für Kinder, die schon einmal an einem anderen Kurs teilgenommen haben, wobei das keine Voraussetzung ist.
(Kosten: 40 € / Anmeldung bis 05.09.)
Kursleitung: Michael Schindewolf (Sportwissenschaftler
& Selbstbehauptungstrainer)
Samstag, 13.09.2014, von 11:00 bis 14:30 Uhr
Sonntag, 14.09.2014, von 11:30 bis 14:30 Uhr
Reiterfreizeit auf dem Ferienhof Rietbrock 2014
Schon zum achten Mal machten wir uns auf zum Ferienhof Rietbrock
in Berge im Osnabrücker Land - dieses Mal waren 13 Mädchen dabei.
Vier von ihnen waren älter
als 14 Jahre und kannten
sich auf dem Hof schon
bestens aus, so dass sie
die „Neuen“ gut einführen
© www.ferienhof-rietbrock.de
konnten. (An dieser Stelle
noch einmal herzlichen Dank an Mieke, Tiziana, Anna und Elena.)
Neben dem Reiten blieb noch viel Zeit, sich mit den Pferden und Ponys zu beschäftigen. Aber auch die drei Hunde suchten immer unsere
Nähe. Wenn es mal wieder zu heiß war, bot der kleine Pool eine Abkühlung. Ein breites kreatives Angebot und zwei Kutschfahrten rundeten die Woche ab.
Es war eine schöne Zeit mit vielen Erlebnissen und teilweise auch ein
paar Tränen beim Abschied. Margret Benner
Weitere Informationen und Anmeldung zu allen Veranstaltungen im
Kinder- und Jugendzentrum AdEK bei M. Benner (Kontaktdaten: S. 2).
17
mittendrin
- Offener Kreis für junge Erwachsene
© Birgit Schmitz
In den Sommermonaten stand bei mittendrin (fast)
alles unter dem Motto „Hauptsache draußen“, ob
Wandern im Ahrtal, ein Vogelstimmenspaziergang im Melbtal, ein
Biergartenbesuch am Alten Zoll, Wikingerschach im Hofgarten, ein
Besuch des Bonner Sommerkinos oder die mittlerweile 9. Auflage
der Radtour zu Fronleichnam, die diesmal entlang der Wasserburgenroute führt.
Dabei konnten wir auf dem ersten Tourabschnitt auf 18 Kilometern vier Wasserburgen ansteuern - die eine verwunschen und
als umrankte Ruine mitten im Wald, eine
andere als schön gepflegter Privatbesitz
mit Obstbäumen und Rosen im ehemaligen Wassergraben, eine weitere schon fast
Rast am Waldrand
schlossähnlich mit kleinem See, feinem
Restaurant im Nebengebäude und einem urigen Biergarten in der
Scheune.
Nach dieser Stop-and-Go-Etappe kehrten wir in Rheinbach in ein
Eiscafé ein und vertilgten gigantisch große Eisbecher. So gestärkt
ging der zweite Teil der Radtour leicht von der Hand, vor allem da es
dann durch Wiesen und Felder weitestgehend leicht bergab verlief.
So ließen wir die Räder rollen, genossen die sommerlichen Düfte
der Wiesen und Felder und plauderten beim Radeln über dies und
das. Am frühen Abend kamen wir nach einem wunderschönen Tag
wieder in Bonn an.
Seid beim nächsten Mal doch auch dabei. Wir freuen uns immer
über neue Gesichter! Mittendrin trifft sich donnerstags um 19:45
Uhr in der Krypta zur Andacht und anschließend zum Themenabend
im AdEK.
04.09. Bibelarbeit / 11.09. Planungstreffen bei Federweißem und
Flammkuchen / 18.09. Island - ein Reisebericht /
25.09. Unser täglich Brot / 02.10. Die Essensvernichter
18
Mittendrin(plus) ist aus dem mittendrin-Kreis heraus als Angebot
für junge Familien entstanden. Jeden 2. und 4. Montag im Monat
von 16:30 bis 17:30 Uhr treffen sich Elternteile mit ihren Kindern im
AdeK, um sich gemeinsam mit einem Thema zu befassen oder etwas
zu gestalten.
An diesen Treffen nehmen meistens zwischen fünf und zehn Familien mehr oder weniger regelmäßig teil. Das angebotene Programm
stellen die mittendrin(plus)-TeilnehmerInnen selbst auf die Beine.
Da jede bzw. jeder Themen vorschlagen und anbieten kann, ist das
Programm immer sehr abwechslungsreich. Es umfasst u.a. folgende
Themen: Entspannung, Einzelkinder, Inklusion, Schokofondue, Stoffmalerei, Adventliches und Bibelarbeit.
Neben Themen zum Nachdenken und Austauschen steht also auch
Genuss und Besinnung auf dem Plan.
An einigen Nachmittagen können die
(größeren) Kinder aktiv mitmachen,
z.B. wenn gebastelt oder gemalt
wird. An den Tagen, an denen es um
Erwachsenenthemen geht, kommen
die Kinder trotzdem auf ihre Kosten:
Im Gemeindesaal gibt es ausreichend
Platz und Spielsachen zum BeschäfGute Stimmung bei Groß und Klein:
Entspanntes Planen der nächsten
tigen.
© Kathrin Maring
mittendrin(plus) - Offener Kreis für junge Erwachsene
mit ihren Kindern
Treffen von mittendrin(plus)!
Zu mittendrin(plus) sind alle Interessierten herzlich willkommen! Wir
freuen uns stets über Zuwachs unserer Gruppe.
08.09. Bibelarbeit für Groß und Klein / 22.09. Stoffmalerei /
27.10. Inklusion: Was heißt das? / 10.11. Alles was fliegt: Papierflieger, Flughunde, Schmeissfliegen / 24.11. Schokofondue
Weitere Infos und das aktuelle Programm von mittendrin und
mittendrin(plus) sind auch immer unter www.mittendrin-bonn.de zu
finden. Kommt vorbei und seid mittendrin!
Birgit Schmitz und Miriam Simon
19
Alpha Kurs
„Vom Wirken des Heiligen Geistes“
Ein etwas anderer Bericht
über eine Fahrt ins Gnadenthal
Freitagnachmittag im Büro, ich sage zu meinen Kolleginnen: „So,
jetzt fahre ich ins Kloster!“ - „Was, wie lange bleibst du denn weg?“ „Nur übers Wochenende, aber ich brauche das jetzt.“
So fahre ich mit einer gemischten Gruppe aus ganz Bonn - aus dem
Zentrum und aus Ippendorf, aus Godesberg und Plittersdorf - mit
Gläubigen, Nichtgläubigen, Andersgläubigen zur Abschlussfahrt des
Alpha-Glaubenskurses unserer Gemeinde zur Jesus-Bruderschaft
Gnadenthal. Von der Krankenschwester bis zum Nobelpreisträger,
von der jungen berufstätigen Mutter, die mal ausschlafen will, bis
zum Wissenschaftler, der stets Antworten sucht, ist alles dabei. Alle
eint das Bedürfnis, sich einmal Zeit zu nehmen für sich, für Fragen
des Glaubens, für Besinnung und um Gemeinschaft zu erleben.
Über das Wirken des Heiligen Geistes nach der Heiligen Schrift, über
die Gemeinschaft der Heiligen und über christliche Vorbilder im eigenen Lebensentwurf vertiefen wir uns. Zwischen den Zeilen steckt
intensive Auseinandersetzung mit unserer Kirche, mit dem, was uns
trägt, was wir erwarten und uns von Kirche wünschen. Mit Ergebnissen der fünften EKD-Untersuchung zu Kirchenmitgliedschaft im
Hinterkopf gibt es hier beim Zuhören direkte Antworten.
© Ulrike Brzóska
20
Bei allem Arbeiten in der Gruppe besteht immer
die Möglichkeit, auf die eigenen Bedürfnisse zu
achten, sich Zeit für sich zu nehmen. Eine stets
geöffnete Kirchentür lädt zum Verweilen ein. Ein
Hof-Café mit Kasse des Vertrauens gibt durch
moderne, transparente Bauweise den Blick auf
Feld und Wald frei, trotzt Wind und Wetter. Viel
Stille umfängt den Ort. Hin und wieder verweilen
Durchreisende dort. Wer mag, stöbert im Buchladen, nimmt in der farbenfrohen Galerie Platz oder
Zwei Tage nach dem Wochenende gibt es ein Wiedersehen im
Kirchgarten, zum Sommergrillfest am Ende des Alpha-Kurses.
Ist man beim nächsten Kurs wieder dabei? Die Einladung steht!
Ulrike Brzóska, Presbyterin
© Ulrike Brzóska
sieht den Kühen auf dem Biohof zu und probiert die frische Milch.
Wer nicht im Nehemia-Hof nächtigt, tritt nachts den Gang durch
den Wald an, zum Haus der Stille, das seinem Namen gerecht wird.
Zwischen funkelnden Glühwürmchen zieht auf dem Weg voller Finsternis ein Gewitter auf, wie mag es Luther ergangen sein, fragt man
sich fast.
Ein Leben in der Bruderschaft? Wer mag, nimmt an den Tagesriten
teil. Passen Gebete und Kommunitätengesänge, fragt man sich auch.
Am Abend holen wir dann andere Bücher raus. Beim gemeinsamen
Singen neuer geistiger Lieder springt ein Funke über. Es ist schön,
wenn man sich nach Momenten der Besinnung gefüllt hat und nun
auch wieder etwas geben kann. Dann hat sich die kurze Zeit eines
Wochenendes voll gelohnt.
Einladung zum Alpha-Kurs 2014/2015
Fragen zum christlichen Glauben hat fast jeder. Sie zu beantworten, ist nicht einfach. Besser geht es gemeinsam – egal, ob Sie einer
Kirche angehören oder nicht, egal ob Sie viel oder wenig Wissen
mitbringen!
Bisher treffen sich etwa 30-40 Männer und Frauen im Alter von 2570 Jahren aus sämtlichen Berufen. Wir treffen uns monatlich, bringen auch eigene Themen ein und richten uns an aktuellen Fragen
und der deutschen Theologiegeschichte aus.
Es gibt keine Kursgebühr, lediglich für das Essen wird eine Spende erbeten. Ein- und Aussteigen kann man jederzeit! Kommen Sie einfach
vorbei!
Weitere Informationen bei Pfr. R. Petrat (Kontaktdaten auf S. 2).
02.09./30.09./04.11. von 19:30 bis 22:00 Uhr, Gemeindehaus
21
Seniorinnen und Senioren
Offene Nachmittage
Wir laden Sie ganz herzlich zu unseren nächsten Treffen, mittwochs von 15:00 bis 17:00 Uhr, im Saal des
Gemeindehauses ein. Bei jedem letzten Treffen im Monat werden
auch selbstgemachte Marmeladen verkauft. Weitere Informationen
bei M. Benner, Pfr. R. Petrat oder Pfr. G. Schäfer (Kontaktdaten: S. 2).
03.09. Seniorenzentrum „Haus Rosental“ stellt sich vor R. Schmidt
10.09. Reisebericht: Westukraine und Krakau
Pfr. i.R. Winheller
17.09. Informationen aus unserer Gemeinde
Pfr. Schäfer
- Geburtstagsehrungen 24.09. Die Bonner Tafel
Frau Baldus
01.10. Erntedank – Abendmahl in unserem Kreis
Pfr. Schäfer
(Beginn: 15:30 Uhr)
08.10. „Evangelisch auf unseren Straßen“
Pfr. Petrat
15.10. Überblick über die Geschichte des 19. und 20. Jh. in Bonn
Von der Gründung der Universität bis heute
G. Kirchlinne
22.10. Ausflug
Pfr. Schäfer
29.10. Thomas Müntzer - Reformator und Revolutionär Pfr. Schäfer
05.11. Aus dem Leben eines Schulpfarrers
12.11. Die Geschichte von St. Martin von Tours
19.11. Buß- und Bettag
Gemeinsamer Gottesdienst mit den Katholiken
26.11. Byzanz, Konstantinopel, Istanbul
- zwischen Moslems und Christen heute
Pfr. Petrat
Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
Pfr. Petrat
Vorankündigung: Adventsfeier mit Basar am 03.12.2014
Am 03.12.2014 findet die Adventsfeier im Haus der Evang. Kirche
statt. Bereits am Vormittag beginnt der Basar des Handarbeitskreises, der wieder eine große Auswahl an Wärmendem, Dekorativem
und Wohlschmeckendem hergestellt hat - zu Gunsten der MS-Kranken in Bonn. Freuen Sie sich also auf‘s Stöbern! Herzliche Einladung!
22
Wie schon in einer früheren Ausgabe berichtet,
turnt die Seniorengymnastikgruppe um Frau von
Bremen seit einiger Zeit nicht nur für das eigene
körperliche Wohlbefinden, sondern auch für die
neue Kryptaorgel.
Am 30.06.2014 konnte die stolze Summe von
380,- € an Herrn Horz übergeben werden, der
sich über das Engagement und die „pfiffige Idee“
natürlich besonders freut!
Wer sich der Gymnastik- und Turngruppe für Seniorinnen und Senioren anschließen möchte, ist jederzeit herzlich dazu eingeladen.
Weitere Informationen bei Frau C. von Bremen (Tel.: 69 82 81).
montags von 10:00 bis 11:00 Uhr, Gemeindehaus
© commons.wikimedia.org / 28Yoghatama
Bewegung im Alter
Töpferkreis im AdEK
Wir sind eine kleine Gruppe Erwachsener, die gerne
töpfert, und würden uns über „Zuwachs“ sehr freuen.
Uns verbindet der Spaß am töpferischen Gestalten.
Informationen bei M. Benner (Kontaktdaten: S. 2).
dienstags ab 16:00 Uhr
Computerkurs
für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene
Das Programm ist so angelegt, dass genügend Zeit für
Fragen und Übungen bleibt.
Der Kurs beginnt, sobald sich 5 Personen angemeldet haben.
Dozent: Oliver Hahn / Kosten: 50 €
Informationen und Anmeldung bei M. Benner (Kontaktdaten: S. 2).
dienstags von 18:30 bis 20:00 Uhr
23
Sonntag, 30.11.2014,
10:00 Uhr, Kreuzkirche
Gottesdienst zum 1. Advent
J.S. Bach: „Bereitet die Wege“
• Solisten, VOX BONA und Orchester
• Stefan Horz (Orgel)
Leitung: KMD Karin Freist-Wissing
Abraham - eine geistliche Oper
Nach dem großen Erfolg der szenischen Aufführung von Bachs Johannespassion 2011 wird es im November 2014 wieder ein solches
musikalisches Großprojekt geben. Das neue Projekt greift nun die
Geschichte Abrahams auf, der für die drei großen Weltreligionen
Christentum, Judentum und Islam gleichermaßen Bedeutung hat Abraham der Religionsstifter - Gemeinsamkeiten in der Vielfalt.
Unsere Kirchenmusik ist nicht nur bekannt für ein hohes künstlerisches Niveau, sondern vor allem auch für Aktualität, besondere In-
Abraham - die Geschichte
Das Stück greift ein bekanntes, alttestamentarisches Motiv auf und betrachtet es aus einer neuen Perspektive: Im Mittelpunkt stehen Sarah, die Frau
Abrahams, und ihre Dienerin Hagar. Nachdem dem 75-jährigen Abraham von
Gott offenbart wurde, er solle eine reiche Nachkommenschaft haben, steht
seine unfruchtbare Frau vor einem Dilemma. Sarah – eine entschlossene Frau
– beschließt, ihre Dienerin Hagar zur Verfügung zu stellen, die bald von Abraham schwanger wird. Noch bevor das Kind geboren ist, kommen die Frauen
nicht mehr miteinander aus. Hagar scheut den Konflikt und flieht in die Wüste, wo ein Engel des Herrn ihr rät, zurückzukehren. Sarah nimmt Hagar wieder auf und Ismael, der Urahne des Propheten Mohammed, wird geboren.
Jahre später erneuert Gott seinen Bund mit Abraham und schenkt Sarah ein
Kind. Isaak – „der, der lächelt“ – soll der Vater des israelischen Volkes werden.
Sobald Sarah ihrem Mann ein rechtmäßiges Kind geschenkt hat, verstößt sie
ihre Dienerin und deren Sohn, die in der Wüste beinahe verdursten, bevor
sie von Gott gerettet werden. Die Geschichte Sarahs erreicht schließlich ihren
dramatischen Höhepunkt, als Gott von Abraham verlangt, seinen Sohn Isaak
zu opfern. Abraham gehorcht, führt Isaak zu einem Berg im Land Moria und
ist kurz davor, seinen Sohn zu töten, als Gott in letzter Sekunde einen Widder
schickt: Abraham hat die Herausforderung bestanden.
Abraham - Aufführungen & Rahmenprogramm
Donnerstag, 20.11.2014,
Samstag, 22.11.2014,
Sonntag, 23.11.2014,
je 20:00 Uhr, Kreuzkirche
Abraham - eine geistliche Oper
• Th. Nelles (Hagar)
• S. Radisic (Sarah)
• M. Schelomianski (Abraham)
• R. Lahoud (Ishmael)
• R. Pauss (Isaak)
• Kantorei der Kreuzkirche Bonn
• Kantorei der Johanneskirche Düsseldorf
Eintritt (Vorverkauf):
• düsseldorf festival! Orchester
35 €/25 €, erm. 30 €/20 €, Leitung: KMD Karin Freist-Wissing
Kinder (bis 12 Jahre): 8 € Regie: Gregor Horres
32
Sonntag, 09.11.,
18-19 Uhr, Kreuzkirche
Interaktive Probe
für Schülerinnen und Schüler
Montag, 03.11.2014,
19:00 Uhr, Kreuzkirche
Eintritt (Vorverkauf):
18 €, erm. 12 €
Ohne Sarah keine Abrahamsgeschichte
• A. Treiger, Rabbinerin, Oldenburg
• S. Farhat-Naser, Schriftstellerin, Paläst.
• H. Ezder, Musl. Fam.bildungswerk, Köln
Freitag, 14.11.2014,
18:00 Uhr, Kreuzkirche
Eintritt frei
„Briefe an Gott“ - Musikal. Event für Kinder und Jugendliche mit offenen Herzen
• Kinder- und Jugendchöre
der ev. Kirche Bonn-Holzlar
Dienstag, 18.11.2014,
19:00 Uhr, Kreuzkirche
Eintritt (Vorverkauf):
18 €, erm. 12 €
Kampf der Religionen oder
Respekt vor dem Anderen
• J. Magonet, London (Judentum)
• K. Kuschel, Tübingen (Christentum)
Freitag, 21.11.2014,
19:00 Uhr, Kreuzkirche
Eintritt (Vorverkauf):
18 €, erm. 12 €
Israel - ein jüdischer Staat oder
ein Staat für die Juden?
• J. Bernstein, Israel
• R. Bernstein, Israel
Aus den Kirchenbüchern...
Sind Sie ein Mitglied der Kreuzkirchengemeinde, wohnen aber nicht
im Einzugsgebiet der Kreuzkirchengemeinde - etwa durch eine Umgemeindung zu uns?
Dann teilen Sie dem Gemeindebüro doch Ihre Adresse mit und Sie
erhalten den Gemeindebrief zukünftig per Post. (Kontaktdaten: S. 2)
34
Gottesdienstplan
September - November 2014
06.09. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst
07.09. 10:00 Uhr 12. Sonntag nach Trinitatis Pfr. Petrat
Pfr. Petrat
N.N.
13.09. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 14.09. 10:00 Uhr 13. Sonntag nach Trinitatis
N.N.
20.09. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 21.09. 10:00 Uhr 14. Sonntag nach Trinitatis 27.09. 18:00 Uhr
28.09. 10:00 Uhr
Präd. Gampp
Präd. Gampp
Wochenschlussgottesdienst
Pfr. Schäfer
15. Sonntag nach Trinitatis
Pfr. Schäfer/
zur Interkulturellen Woche
Pfr. Wallrich
anschließend Einführung zum Abraham-Projekt
04.10. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Prof. Dr. v. Dobbeler
Pfr. Petrat
05.10. 10:00 Uhr 16. Sonntag nach Trinitatis
Erntedankfest
11.10. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst N.N.
12.10. 10:00 Uhr 17. Sonntag nach Trinitatis
N.N.
18.10. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 19.10. 10:00 Uhr 18. Sonntag nach Trinitatis
25.10. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst
26.10. 10:00 Uhr 19. Sonntag nach Trinitatis
Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
31.10. 19:30 Uhr Reformationstag Gen.-Sekr. DEKT Ueberschär
Zentraler Gottesdienst des Kirchenkreises Bonn
01.11. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat
02.11. 10:00 Uhr 20. Sonntag nach Trinitatis Pfr. Petrat
anschließend Gemeindeversammlung
35
08.11. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 09.11. 10:00 Uhr Drittl. So. des Kirchenjahres
Ehrenamtsgottesdienst
Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
15.11. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 16.11. 10:00 Uhr Vorl. So. des Kirchenjahres Pfr. Petrat
Pfr. Petrat
19.11. 18:00 Uhr Buß- und Bettag
Pfr. Petrat
22.11. 18:00 Uhr
23.11. 10:00 Uhr
Wochenschlussgottesdienst
Aufführung Kinderbibelnachmittag
Ewigkeitssonntag
mit Gedenken der Verstorbenen
29.11. 18:00 Uhr Wochenschlussgottesdienst 30.11. 10:00 Uhr 1. Advent Pfr. Schäfer
Pfr. Schäfer
Pfr. Petrat
Pfr. Petrat
Die Wochenschlussgottesdienste finden in der Krypta der Kreuzkirche statt, die Sonn- und Feiertagsgottesdienste mit anschließendem
Kirchenkaffee in der Kreuzkirche.
Abendmahl
Kindergottesdienst
Kurzfristige Änderungen im Gottesdienstplan entnehmen Sie bitte der Internetseite
der Kreuzkirchengemeinde unter www.kreuzkirche-bonn.de.
Offene Kreuzkirche
Die Kreuzkirche ist zur Besinnung und Besichtigung
dienstags bis samstags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und
sonntags von 9:00 Uhr bis 14:30 Uhr geöffnet.
Die Ehrenamtlichen des Kreises „Offene Kreuzkirche“ ermöglichen allen Interessierten, unsere Kirche zu erkunden oder im Alltag kurz inne
zu halten.
Das Team freut sich über weitere ehrenamtliche KirchenwächterInnen. Informationen bei Frau Boitte-Biermann (Tel.: 02241-332510 /
m.boitte-biermann@bonn-evangelisch.de)
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
9
Dateigröße
7 168 KB
Tags
1/--Seiten
melden