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Die aktuelle Ausgabe vom 10. Februar 2015 als PDF

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Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 165
Seite 2
Die Region Stuttgart
stärken
• Neue Instrumente:
Planungsgebot, regionale
Gewerbegebiete, Masterplan
• Stuttgart allein ist zu klein
• Probleme gemeinsam lösen
Liebe Leser !
Stuttgart und das Umland stehen blendend da, in Deutschland wie in Europa. Bezüglich
Wirtschaftskraft, Forschungsstärke, Arbeitslosigkeit, Kultur und Freizeitwert spielen wir im Konzert der
Regionen ganz weit vorne mit.
Aber: Wer aufhört, besser zu werden, hört auf, gut zu sein. Vor über
20 Jahren waren wir mit der Region Stuttgart Vorreiter, jetzt müssen
wir sie endlich weiterentwickeln. Wir brauchen einen Masterplan für die
ganze Region, regionale Gewerbegebiete, ein Planungsgebot für Logistikflächen, neue Instrumente der Verteilung von Steuereinnahmen und vieles mehr.
Einzelhandel
• Stuttgart auf Platz zwei
Seite 3
Gewa-Tower
• Tiefgründung beendet
• 38 Wohnungen verkauft
Seite 5
Königsbaupassagen
• Als Bürostandort
neu positioniert
• Leerstand abgebaut
• Großes Atrium, helle Räume
Seite 6
Daimler mietet
• 30 400 m2 in Böblingen
• Vermieter Aurelis
Seite 7
Hengstenberg-Areal
• Konservenhersteller
kehrt zurück
• Markthalle und
Brauereigaststätte
• Neubau von Südwestmetall
LBBW Immobilien
• Nagel folgt Hille
Seite 9
Camilli is back
• Vom Makler
zum Privatinvestor
• Mit Grundstücken eingedeckt
10.02.2015
All das ist eine gigantische Herausforderung. Aber eine Reform ist wohl –
um ein Lieblingswort unserer Kanzlerin zu verwenden – alternativlos. Ihr
Immobilienbrief Stuttgart hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.
Es ist richtig, dass die Diskussion um die Bebauung der frei werdenden Gleisflächen von Stuttgart 21 rechtzeitig einsetzt. Ebenso
wichtig ist es, die Bürger daran zu beteiligen. Fatal und kurzsichtig hingegen ist es, wenn jetzt
ebenso reflexhaft wie unreflektiert die sogenannten „anonymen Großinvestoren“ verunglimpft
werden. Die im Übrigen gar nicht anonym sind, sondern namentlich bekannt und sich größtenteils seit
Jahrzehnten in der Landeshauptstadt engagieren.
Es mag ja sein, dass Baugemeinschaften das Salz in der Suppe sind und
gegen sie hat ja auch niemand etwas. Im Gegenteil. Aber für den Eintopf
– um im Bilde zu bleiben – braucht es immer noch Bauträger und institutionelle Investoren. Es ist naiv anzunehmen, dass 50 Hektar Nettobauland
allein von Baugemeinschaften und Stuttgarter Familien, die sich ein Zinshaus
errichten, bebaut werden können.
Dass das Rosensteinquartier kleinteiliger als das (gelungene!) Europaviertel entwickelt werden sollte, steht ebenfalls außer Diskussion. Doch ein Bauträger kann
auch zehn Zehnfamilienhäuser errichten. Am Ende des Tages unterliegt ein großer Investor den gleichen Zwängen wie ein kleiner und auch eine Baugemein- 50 Hektar müssen bebaut werden
schaft. Politik und Stadtgesellschaft wären gut beraten, die unsinnige
Verbalkonfrontation aufzugeben und die Immobilienbranche zu integrieren. Wir sollten Stuttgart
miteinander gestalten, nicht gegeneinander, und den Rahmen dafür gemeinsam diskutieren und entwickeln.
Ihr Immobilienbrief Stuttgart ist bekanntermaßen ein Medium der deutlichen Worte. Trotzdem
halten wir das Lebensmotto unseres verstorbenen Bundespräsidenten Johannes Rau in Ehren:
Versöhnen statt spalten.
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich
Ihr
Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
Quelle: Stuttgart
Inhaltsverzeichnis
www.immobilienbrief-stuttgart.de
STANDORT
Einzelhandel:
Stuttgart Platz zwei
Stuttgart ist zusammen mit Frankfurt der zweitattraktivste Einzelhandelsstandort in Deutschland. Beide
erreichen 91 von 100 Punkten beim
Cityranking von Comfort. Auf Rang
eins liegen Hamburg und München
mit 93 Punkten. Auf Platz drei folgt
Berlin, auf Platz vier Düsseldorf und
Köln. Die baden-württembergischen
Städte Freiburg und Mannheim sieht
Comfort auf Platz sieben, Karlsruhe
auf Platz zehn, Ulm auf Rang zwölf,
Heidelberg auf Platz 14 und Konstanz
auf Platz 15. In das Rating werden
35 Parameter einbezogen, die ein
methodisch fundiertes Benchmarking
des Einzelhandels beziehungsweise
der Einzelhandelsimmobilien in den
Innenstädten ermöglichen sollen.
Ausgabe 165
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Die Region Stuttgart muss weiterentwickelt werden
Planungsgebot, regionale
Gewerbegebiete und ein Masterplan
Die Region Stuttgart muss gestärkt werden, im Sinne der Einwohner wie der Wirtschaft. Die
großen Probleme – Raum für Wohnungsbau, Industrie, Gewerbe und Logistik sowie Verkehrsinfrastruktur – können die Städte und Gemeinden nur gemeinsam lösen.
DEALS
Halle Kreidler-Areal
Im Kreidler-Areal in Kornwestheim
wurde eine Mehrzweckhalle mit
1300 m² Nutzfläche von einer Firma
aus Bad Homburg verkauft. Erworben wurde sie durch ein vor Ort ansässiges Unternehmen für 850 000
Euro. Die Kreissparkasse Ludwigsburg vermittelte.
Jürgen R. Herrmann
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Seite 2
Quelle: Colliers International
Immobilienbrief
STUTTGART
So schön Stuttgart auch ist, gemeinsam mit der Region geht es besser
Die Bündelung der Kräfte der Region ist schon lange ein Herzensthema des Immobilienbrief
Stuttgart. Wir leben in einem Europa der Regionen, die Wirtschaft denkt und handelt sowieso nicht in
kommunalen Grenzen. Auch die Menschen sind mobiler denn je. Wohnen im Remstal, arbeiten in Esslingen, einkaufen in Stuttgart, nach Ludwigsburg ins Konzert – so kann die Realität aussehen.
Dem jedoch werden Politik und Verwaltung längst nicht mehr gerecht. Der Verband Region Stuttgart wurde 1973 als Regionalverband Mittlerer Neckar gegründet, seit 1994 existiert er in seiner heutigen Form mit dem Regionalparlament und der Verantwortung für die Regionalplanung. In diesen über
20 Jahren wurde ohne Frage viel erreicht und ohne den Verband und seine Instrumente würden wir
weitaus schlechter dastehen. Aber seitdem ist viel passiert, jetzt müssen die nächsten Schritte zur
Stärkung der Region erfolgen. Nachstehend einige Gedanken, sie entstammen aus einem Vortrag,
den wir Ende November beim Symposium „Die produktive Stadt“ im Stuttgarter Rathaus halten durften:
Einzigartig: Stuttgart mit einem Kranz von Kreisstädten
Stuttgart ist die einzige Metropole in Deutschland, die von einem Kranz starker Mittelstädte umschlossen
wird und mit ihnen zu großen Teilen einen Verflechtungsraum bildet. Die Stuttgarter Gemarkungsfläche ist aufgrund der weitgehend ausgebliebenen Eingemeindungen besonders klein, aufgrund der
Topografie steht zudem besonders wenig Siedlungsfläche zur Verfügung.
Stuttgart allein geht im Konzert der Regionen unter
Think big! Es mag ungerecht sein, aber Stuttgart allein ist schon aufgrund seiner Einwohnerzahl
von zirka 600 000 nicht im Fokus vieler Investoren und taucht in vielen Rankings und Marktberichten gar nicht auf. Dabei hat die Region mit 2,7 Millionen Menschen genauso viele Einwohner wie
die Planungsregion München, eine Million mehr als Hamburg und nur 700 000 weniger als Berlin. Die
Immobilienbrief
STUTTGART
DEALS
Produktionshalle Sachsenheim
In Sachsenheim wurde eine Produktionshalle mit 2000 m² Nutzfläche
von einem Betrieb an einen Hamburger Investor für 1,45 Millionen Euro
verkauft. Vermittelnd tätig war die
Kreissparkasse Ludwigsburg.
PROJEKTE
BB Wohnbau Böblingen
mit ersten Projekten
2013 gründeten Immobilien Service
Bärbel Bahr und Riker Wohnbau + Immobilien den Bauträger BB Wohnbau
Böblingen. Jetzt wurden in Böblingen die ersten drei Einfamilienhäuser
übergeben. 21 Eigentumswohnungen
zu Preisen von 249 000 bis 449 000
Euro sind ebenfalls in Böblingen, im
Herdweg/Plöckensteinstraße, im Bau.
Weitere Einfamilienhäuser sind in Sindelfingen in Planung.
Gewa-Tower wächst
Die Tiefgründungsarbeiten für den Gewa-Tower in Fellbach sind beendet, ab
April soll er in die Höhe wachsen, Anfang 2016 soll der Rohbau fertig sein.
Bislang sind 38 von 65 Wohnungen
verkauft, zwei weitere Notartermine
sind vereinbart. Im Januar hat zudem
der Aushub auf dem Nachbargrundstück begonnen, hier errichtet Weisenburger etwa 140 Mietwohnungen.
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Metropolregion Stuttgart ist mit 5,3 Millionen Menschen bedeutender als das Ruhrgebiet und
wäre im Konzert der großen europäischen Regionen ganz vorne mit dabei.
Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, zumindest die Region stärker zu vermarkten und nach außen geschlossen aufzutreten. Doch wie sieht die Realität aus? Auf der Expo Real beispielsweise buhlen
die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart, der Region Stuttgart, die Kreiswirtschaftsförderer und die Wirtschaftsförderer einzelner Städte getrennt um Investoren. Jeder hat seine eigenen
Prospekte dabei, jeder hat sein eigenes CI.
Notwendig: Ein Masterplan für die ganze Region
Stuttgart hat schon lange kaum mehr Flächen, ebenso die allermeisten anderen großen Kommunen in der Region. In einem Masterplan für die gesamte Region müsste erhoben werden, wo die
Menschen wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen wollen. Und es müsste untersucht werden, wo
für diese Bedürfnisse noch Flächenpotenziale zur Verfügung stehen.
Nicht nur vorhabenbezogene Bebauungspläne
Es besteht der Eindruck, dass viele Stadtplanungsämter in der Region überwiegend mit vorhabenbezogenen Bebauungsplänen arbeiten. Steht ein Investor auf der Matte oder will sich ein Unternehmen
vergrößern, dann wird ein solcher aufgestellt – oder auch nicht. Dabei ist es originäre Aufgabe der
Stadtplanung, selbstständig und stadtweit zu untersuchen, ob die alten Bebauungspläne noch
ausreichen oder ob durch ein neues Planungsrecht nachverdichtet werden kann. Dies ist auch deswegen
wichtig, weil in der Region möglichst viel Wald-, Acker und Naturflächen erhalten werden sollen.
Planungsgebot und interkommunale Gewerbegebiete
Der Verband Region Stuttgart weist immer wieder Flächen für bestimmte Nutzungen aus. Die Umsetzung,
das heißt die Aufstellung von Bebauungsplänen, bleibt aber den Kommunen überlassen. Insbesondere
für die Nutzungen Industrie und Logistik kommt es regelmäßig vor, dass zwar die Region ausweist, die Gemeindeparlamente sich aber verweigern. In der Folge müssen neue, oft suboptimale
Standorte gesucht werden, wertvolle Jahre vergehen.
Es kann nicht sein, dass einzelne Gemeinden die Entwicklung der gesamten Region blockieren.
Ein Beispiel ist Kornwestheim, das sich seit vielen Jahren weigert, Flächen für ein dringend benötigtes
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Immobilienbrief
STUTTGART
PROJEKTE
Bahnhofsareal Ditzingen
Ditzingen entwickelt am Bahnhof
ein 4 Hektar großes Areal. Im ersten
Bauabschnitt realisiert die Allgäuer
Immobilien Holding für geschätzte
15 Millionen Euro ein Einkaufszentrum, Hauptmieter sind Takko, Deichmann, Lidl, Drogerie Müller, ferner
die Bäckerei Sehne. Damit soll auch
der Kaufkraftabfluss von 70 Prozent
gebremst werden. Ferner baut die
Stadt einen neuen Busbahnhof. Sind
beide Maßnahmen abgeschlossen,
sollen im zweiten Bauabschnitt zirka
4000 m2 Büro- und Einzelhandelsfläche entstehen.
Contracting
der Stadtwerke
Die Stadtwerke Stuttgart haben ein
neu errichtetes Wohngebäude mit
35 Wohneinheiten im Stuttgarter
Norden mit der Kombination eines
Blockheizkraftwerks und einer Solarstromanlage ausgestattet. Die Anlagen erzeugen die Wärmeenergie für
Heizung und Warmwasser, produzieren Strom und liefern beides an die Bewohner des Gebäudes. Das bedeutet
laut Stadtwerke niedrigere Strom- und
Heizkosten sowie eine deutlich geringere CO2-Belastung der Umwelt. Realisiert wurde das Projekt in der Form
des Contracting.
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Güterverkehrszentrum auszuweisen. Hier muss die Region in wichtigen Fällen durchregieren können.
Entweder stellt sie den Bebauungsplan auf oder es wird ein Planungsgebot erlassen. Klar ist aber auch:
Gemeinden, die besondere Lasten auf sich nehmen und beispielsweise ein GVZ oder Logistik ansiedeln, sollten einen Ausgleich erhalten, das können lukrative Ansiedlungen sein oder Gewerbesteuerzuweisungen.
Interkommunale oder regionale Gewerbegebiete
Insbesondere die großen Städte in der Region befinden sich im Zwiespalt. Einerseits sind sie als Wohnstandorte gefragt und können längst nicht alle Zuzugswilligen aufnehmen. Andererseits wollen sie auch
auf Gewerbesteuereinnahmen nicht verzichten und Industrie und Gewerbe halten. Wenn Flächen frei
werden, gibt es daher regelmäßig Diskussionen um die künftige Nutzung, in Stuttgart beispielsweise beim Hansa-Areal und beim Güterbahnhof in Bad Cannstatt.
Hier stellen sich mehrere Fragen. Sollten innerhalb gewachsener Siedlungsstrukturen nicht vorrangig
Wohnungen geschaffen werden? Sind Gewerbe, Industrie und Logistik nicht vorwiegend im Umland
oder in Randgemeinden mit mehr Siedlungsfläche besser aufgehoben?
Es müsste darüber nachgedacht werden, ob interkommunale oder regionale Industrie- und Gewerbegebiete ein sinnvolles Instrument sind. Durch die Clusterbildung könnten auch Synergien gewonnen und weniger Fläche benötigt werden sowie das Verkehrsaufkommen reduziert werden. Ein Gewerbesteuerhebesatz für die ganze Region könnte sinnvoll sein. Es müsste darüber nachgedacht werden,
wie dann Gewerbesteuereinnahmen und Einkommensteuerzuweisungen neu verteilt werden.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Innerhalb von Stuttgart beispielsweise funktioniert das ja alles, Bad Cannstatt und Vaihingen beispielsweise machen sich schon lange keine Konkurrenz mehr, beide Bezirke sind eben schon lange genug
eingemeindet. Jetzt ist es höchste Zeit, dass die Situation in der Region der Lebenswirklichkeit
angepasst wird, damit alle Kommunen profitieren und die Wirtschaft nicht Schaden nimmt. Wie heißt
es doch so passend: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. n
Wie ist Ihre Meinung zu den genannten Thesen? Was müsste sich in der Region noch ändern?
Gerne geben wir die Lesermeinungen in der nächsten Ausgabe wieder, schreiben Sie uns unter
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Immobilienbrief
STUTTGART
PROJEKTE
Kultur auf Behr-Areal
In Feuerbach soll das Projekt „Im Werk
8“ auf dem ehemaligen Behr-Areal
entstehen. In dem Gewerbegebiet
können neben Bäckereien, Werkstätten, Büros auch kulturelle Nutzungen,
insbesondere Ateliers, Ausstellungs-,
Veranstaltungs- und Proberäume eingerichtet werden. Die Stadt Stuttgart
hat dazu mit den Eigentümern einen
städtebaulichen Vertrag geschlossen,
der „Anlagen für kulturelle Zwecke“
bis zunächst Ende 2020 zulässt.
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Königsbaupassagen als Büroimmobilie neu positioniert
Mieter profitieren vom Einkaufscenter
Auch als Büroimmobilie wurden die Königsbaupassagen die vergangenen Monate neu
positioniert. Doch während der neue Food Court viel beachtet wird, ging dies selbst in der
Immobilienbranche unter.
VERMIETUNGEN
Greenality im Scala
Der Online-Fair-Trade-Modehändler
Greenality eröffnet seinen ersten Laden und mietet dazu 115 m2 im Scala
in der Fürstenstraße 5 in Stuttgart-Mitte. Der Vermieter ist ein institutioneller
Eigentümer, das Bankhaus Ellwanger
& Geiger vermittelte.
Quelle: ECE
Schulungsflächen Neckartor
Das Land Baden-Württemberg mietet für sein Justizverwaltung zirka
1020 m² Büro- und Schulungsfläche
und somit das gesamte Gebäude
Neckarstraße 88. Vermieter ist eine
Stuttgarter Grundstücksgesellschaft,
vermittelt hat Lutz-Finanz Stuttgart.
Nach außen dominiert das Einkaufszentrum, doch reichlich Bürofläche gehört dazu
Fast 18 000 Quadratmeter Bürofläche befinden sich über den drei Verkaufsebenen in zentraler Stuttgarter
Citylage. „Es war erschreckend, wie viele Makler die Flächen nicht kannten“, sagt Michael Rieger,
Mitarbeiter im Bereich Landlord Representation von JLL, der zusammen mit dem Center Manager ECE die
Neupositionierung verantwortete.
Großes Atrium und Blick zum Schlossplatz
Die Büros verteilen sich über zwei Riegel, dazwischen befindet sich ein riesiges verglastes Atrium. Vom
Einkaufslärm unten dringt nichts nach oben, dafür bieten sich Blickbezüge zum Schlossplatz und den
Stuttgarter Hängen. Von einer „Premiumlage“ schwärmt Caroline Krampe, bei der ECE zuständig für
die Bürovermietung in den Königsbaupassagen. Die Verkehrslage sei erstklassig, zudem profitierten die
Büroflächen vom Food Court. Rieger lobt zudem die Flächeneffizienz.
Leerstand auf 1700 Quadratmeter abgebaut
2013 waren 6400 Quadratmeter Bürofläche gekündigt beziehungsweise die Mietverträge liefen aus. Allein die LBBW und die Deutsche Bank räumten zusammen 4500 Quadratmeter. Das war für die ECE der
Anlass, die Zusammenarbeit mit JLL einzugehen. JLL suchte daraufhin den Kontakt zu den Maklern und
stellte die Immobilie vor. Das Ergebnis: Ende 2014 waren noch 1700 Quadratmeter oder 9 Prozent zu
vermieten. Insbesondere Ellwanger & Geiger, aber auch Steege Immobilien & Marketing und JLL selbst
brachten Nutzer. „Wir haben tolle Mieter bekommen“, freut sich Rieger. „Und wir sind jetzt mit allen
Maklern gut vernetzt“, ergänzt Krampe.
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Büromieter profitieren vom Center Management
und der Haustechnik
Die Neuvermietung war kleinteiliger, insbesondere das Segment 400 bis 500 Quadratmeter
wurde gut abgedeckt. Mieter sind beispielsweise automobilnahe Dienstleister, Unternehmensberater,
IT-Dienstleister, ein Kieferorthopäde mit fast 900 Quadratmetern und die Stadtwerke auf inzwischen
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STUTTGART
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VERMIETUNGEN
Daimler mietet in Böblingen
Fast 30 400 m2 Büro- und Werkstattfläche mietet Daimler von Aurelis in
der Herrenberger Straße in Böblingen. Daimler will Funktionen aus dem
Mercedes-Benz-Werk in das erst im
vorigen Sommer von Aurelis erworbene und nun vollvermietete Gebäude
verlagern. JLL Stuttgart und die Kreissparkasse Böblingen haben Aurelis
den Mieter vermittelt.
Römergalerie Leonberg
Der Eigentümer Balandis Real Estate
unterzeichnete für das Einkaufszentrum Römergalerie in Leonberg drei
neue Mietverträge: 210 m2 mit einem
Frauenarzt, knapp 300 m2 mit einem
Heimbeatmungsservice und 1100 m2
mit der Fitnessstudiokette Clever Fit.
Den Heimbeatmungsservice hat LutzFinanz vermittelt.
Verband Deutscher
Privatschulen
Rund 150 m2 mietet der Verband
Deutscher Privatschulen Landesverband Baden-Württemberg von privat
im Stuttgarter Gerichtsviertel, Uhlandstraße 14. Vermittelt hat Immoraum
Real Estate Advisors.
Quelle (3): ECE
Film- und Tonproduktion
Die Film- & Tonproduktionen Sonido
Motion mietet 133 m2 Studiofläche in
der Arminstraße in Stuttgart-Süd. Vermieter ist ein institutioneller Bestandshalter, vermittelnd tätig war Engel &
Völkers Commercial Stuttgart.
Selbst viele Makler kannten die Flächen und ihre Qualitäten nicht
1100 Quadratmetern. „Wir konnten sie über den Service gewinnen und mussten dies nicht über den Preis
tun“, freut sich Rieger. So könnten sich die Mieter jederzeit an das Center Management wenden und
profitierten davon, dass ständig Techniker im Haus seien.
Büromiete zirka 17 bis 19 Euro
Mit zur Mietergewinnung habe auch die werbliche, gestalterische Neupositionierung der Königsbaupassagen beigetragen und deren Weiterentwicklung als Marke, meint Christian Langsdorff, der zum Jahreswechsel ausgeschiedene Center Manager. Die Eingänge zu den Büros wurden optisch hervorgehoben,
Mieterschilder an den Eingängen und der Fassade angebracht sowie die Beschilderung im Mieterbereich
der Tiefgarage geändert.
Vier Einheiten frei: 390 bis 500 Quadratmeter
Die jetzt noch vier freien Mietbereiche sind zwischen 390 und 500 Quadratmeter groß und werden für
zirka 17 bis 19 Euro angeboten. „Es sind gute Flächen und so hell, da braucht man eine Sonnenbrille“, schmunzelt Langsdorff. n
Aus gutem Grund
ein attraktiver Standort!
Das Gewerbegebiet „Am Wall“ ist die 1. Adresse für innovative Unternehmen wie STAR Deutschland
oder Hydrobar. Bald einziehen werden die Schweizer KISTLER Gruppe, die MBtech Group und weitere
Dienstleistungsunternehmen. Mehr Informationen über den attraktiven Standort mit interessanten
Nachbarn finden Sie auf:
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Immobilienbrief
STUTTGART
VERMIETUNGEN
Bosch-Siemens-Hausgeräte
Bosch-Siemens-Hausgeräte sind mit
ihrem Serviceladen von der Eberhardstraße in die Schlossstraße 73 in den
Stuttgarter Westen umgezogen. Die
Mietfläche von 202 m² befindet sich
im Eigentum einer Versicherungsgesellschaft, die Vermittlung erfolgte
durch Lutz-Finanz Stuttgart.
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Hengstenberg-Areal in der Esslinger Weststadt
Der Sauerkonservenhersteller
kehrt zurück
Rund 11,5 Millionen Euro investiert die EWB Esslinger Wohnungsbau in den aktuellen Bauabschnitt des Hengstenberg-Areals in der Esslinger Weststadt. Mai 2016 soll er fertig sein. Eine
der wichtigsten Nachrichten für EWB-Geschäftsführer Hagen Schröter: Das Traditionsunternehmen Hengstenberg kehrt an seinen Stammsitz zurück.
PERSONEN
TERMINE
Projektentwicklertag
Heilbronn
Am 4. März von 9.30 bis 14.45 Uhr
findet in den Räumen der Kreissparkasse Heilbronn, Am Wollhaus
14, der 6. Projektentwicklertag im
Wirtschaftsraum Heilbronn statt.
Vorgestellt werden aktuelle Projekte
in der Stadt und im Landkreis Heilbronn, weitere Themen sind die
„Bedeutung der Gebäudetechnik im
energetischen Gesamtkonzept“ und
„Energiewende durch Windstrom
und Wasserstoff“. Anmeldung an
anmeldung@wfgheilbronn.de.
Quelle: SPRINGMANN ARCHITEKTUR GmbH
LBBW Immo: Nagel folgt Hille
Michael Nagel ist seit Jahresbeginn
Vorsitzender der Geschäftsführung
der LBBW Immobilien Management. Er
tritt die Nachfolge von Gerd Hille an,
der in den Ruhestand getreten ist. Nagel gehört der Holding-Geschäftsführung der LBBW-Immobilien-Gruppe
seit fünf Jahren an und verantwortet
das Asset Management, Real Estate
Services sowie die Zentralbereiche.
Weiterer Geschäftsführer der Holding
ist seit einem Jahr Frank Berlepp.
In den Neubau (Bildmitte) wird das Traditionsunternehmen Hengstenberg einziehen
Am östlichen Ende des Areals baut die EWB bereits am neuen Verwaltungssitz des Sauerkonservenherstellers. Etwa 80 Mitarbeiter der Verwaltung sollen auf 2250 Quadratmetern unterkommen. Dass das
Projekt über ein Jahr aus dem Zeitplan ist, liegt vor allem an der Rückkehr von Hengstenberg auf das
alte Werksgelände. Es musste komplett umgeplant und bestehende Verträge mussten geändert werden
(Immobilienbrief Stuttgart Nr. 117 vom 4. Dezember 2012).
Markthalle, Fitnessstudio und Brauereigaststätte
In dem Gebäudekomplex mit 6000 Quadratmetern Nutzfläche werden außerdem eine Markthalle
unter Regie der Metzgerei Häfele, das Fitness- und Gesundheitsstudio In Shape und eine Brauereigaststätte der Wichtel-Brauerei unterkommen. Oberbürgermeister Jürgen Zieger, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der EWB, lobt den Nutzungsmix: „Das Hengstenberg-Areal ist als Teil der Neuen Weststadt jetzt ein kompletter Mikrokosmos der modernen Stadt, der Bildung, Arbeit, Wohnen und
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Immobilienbrief
STUTTGART
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Der Altbau war vom Essig über die Jahrzehnte zerfressen
Das von den Esslinger Architekten Springmann Architektur geplante Gebäude lehnt sich in der Fassadengestaltung an die historischen Gebäude an, deren Substanz einen kompletten Erhalt nicht erlaubte, da
die alte Bausubstanz vom Essig regelrecht zerfressen war. Im Süden wird daher der Bestandsbau rekonstruiert. Eingefügt in ein Ensemble
zwischen altem Turm und der 1895
erbauten Hengstenberg-Villa entsteht
ein Neubau, in den die HengstenbergZentrale einzieht.
MARKT
Mehrfamilienhäuser
für 310 Millionen Euro
13,7 Milliarden Euro wurden 2013
in den 50 einwohnerstärksten deutschen Städte in Mehrfamilienhäuser
investiert, meldet der Maklerverband
IVD nach dem Vorliegen der Zahlen
der Gutachterausschüsse. Liquidester
Markt war Berlin mit 4,71 Milliarden
Euro, mit weitem Abstand folgen
Hamburg mit 1,19 Milliarden Euro
und München mit 920 Millionen
Euro. Stuttgart liegt auf Rang neun
mit 310 Millionen Euro. Beim durchschnittlichen Kaufpreis pro Zinshaus
liegt München mit 5,7 Millionen Euro
ganz weit vorne, es folgen Hamburg
mit 2,89 Millionen Euro und Berlin
mit 2,63 Millionen Euro. Stuttgart
liegt mit 1,26 Millionen Euro auf
Platz zehn.
Quelle: SPRINGMANN ARCHITEKTUR GmbH
TERMINE
Immobilienrechtskongress
Am 19. Februar veranstaltet der IVD
Süd einen ganztägigen Immobilienrechtskongress im Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt. Themen sind unter anderem das Widerrufsrecht, das
Geldwäschegesetz, die EnEV 2014, die
Modernisierung in der Wohnungseigentümergemeinschaft und aktuelle Fragen zum Mietrecht. www.ivd-sued.net
Herzstück wird die Markthalle
mit zirka 800 Quadratmetern und
Außengastronomie. Neben einem
Stand von Häfele kommen sieben
weitere Verkaufsstände anderer Anbieter unter. Angeboten werden sollen regionale und frische Produkte,
jeder Stand hält auch ein gastronomisches Angebot vor. Ein ähnliches Konzept hat Häfele mit der Markthalle in Winnenden realisiert.
Synergien sieht Seniorchef Werner Häfele mit der Wichtel-Brauerei, die bislang an drei Standorten in der Region, darunter der Motorworld auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen, vertreten ist.
Ihr Braukessel erstreckt sich über zwei Etagen und ist Teil der Markthalle. Die Brauerei hat
250 Innen- und 250 Außenplätze auf einer Terrasse am Kanal Rossneckar.
Auch Südwestmetall hat mit seinem Neubau begonnen
In der Nachbarschaft befinden sich die Volkshochschule, ein fertiges und ein im Bau befindliches Studentenwohnheim. Ferner errichtet Südwestmetall bis September 2016 für 10 Millionen Euro seine Zentrale
für den Bezirk Neckar-Fils am westlichen Ende des Hengstenberg-Areals, hier wollte einst Bülow Büros mit
Weinbergblick errichten. Auf die angrenzende Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs sollen zudem Teile
der Hochschule verlagert werden. Und die RVI baut dort rund 600 Wohnungen und ein Hotel. Von all dem
sollen auch die Markthalle, die Wichtel-Brauerei und das Fitnessstudio profitieren. n
UNTERNEHMEN
Seyler + Pärssinen
Projektpartner
Christoph Seyler und Markus Pärssinen haben zum Jahresbeginn das
Unternehmen Seyler + Pärssinen Projektpartner gegründet. Sie decken
die Dienstleistungspalette von der
Projektvorbereitung, -planung und
-ausführung bis zur Vermarktung
ab und wollen bis zur Jahresmitte
auf fünf Mitarbeiter wachsen. Seyler
und Pärssinen haben zuvor die Stuttgarter Niederlassung von Alba Bauprojektmanagement geleitet und
waren dabei für Projekte zuständig
wie das Citygate, das AzenbergAreal, Look 21 sowie die Villa Berg
und den IBM-Campus, die beiden
letztgenannten Projekte betreuen
sie im weiter.
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Durch künftige Bauabschnitte weitere Flächen möglich.
Immobilienbrief
STUTTGART
LOB & PREIS
„Best Property Award“
für Bahr
Zum neunten Mal in Folge wurde Bärbel Bahr Immobilienservice mit dem
„Best Property Award“ des Immobilienmagazins Bellevue ausgezeichnet. Böblingens Oberbürgermeister
Wolfgang Lützner überreichte den
Award an Inhaberin Bärbel Bahr im
Rahmen des Neujahrsempfangs des
Maklerunternehmens.
MARKTBERICHTE
JLL-Report Lager und Logistik
Das „Industrial Market Profile Region
Stuttgart 4. Quartal“ von JLL beschäftigt sich auf drei Seiten mit dem Markt
für Lager- und Logistikflächen in den
Regionen Stuttgart und Heilbronn.
Es ist auf der Homepage des Immobilienbrief Stuttgart eingestellt unter
www.immobilienverlag-stuttgart.de/
logistikundgewerbe.html .
Colliers: Büro, Investment,
Einzelhandel, Logistik
Auf zwölf Seiten befasst sich der
Marktbericht „Bürovermietung, Investment, Einzelhandel, Industrie/Logistik
Stuttgart 2014/2015“ von Colliers mit
dem Marktgeschehen 2014. Neben
zahlreichen Grafiken, Tabellen und Informationen rundet ein Interview mit
Christian Riethmüller, geschäftsführender Gesellschafter der Osianderschen Buchhandlung, den Report ab.
Er ist auf der Homepage des Immobilienbrief Stuttgart eingestellt unter
www.immobilienverlag-stuttgart.de/
bueroundinvestment.html .
Ausgabe 165
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Seite 9
„Rechtzeitig mit Grundstücken eingedeckt“
Sandro Camilli:
Vom Makler zum Privatinvestor
Zwei Jahre lang war es still um Sandro Camilli, den ehemaligen Stuttgarter Niederlassungsleiter
von JLL. Jetzt ist er zurück. Als Privatinvestor. Für knapp 14 Millionen Euro hat er voriges Jahr
Immobilien in Stuttgart veräußert, 14,5 Millionen Euro hat er investiert.
Konversion ist das neue Betätigungsfeld von Camilli. Rechtzeitig habe er sich mit Grundstücken
eingedeckt. Die Zeiten als Immobilienmakler sind für ihn vorbei, nochmals klein anzufangen reizt
ihn nach eigenen Worten nicht. Zwölf Jahre lang war Camilli bei DTZ Zadelhoff Tie Leung, zuletzt als Geschäftsführer bundesweit für die Bürovermietung zuständig, bevor er 2003 zusammen mit Alexander
Veiel das Büro Camilli Veiel Gewerbeimmobilien gründete. Dieses haben die beiden 2007 an JLL verkauft und bauten die Niederlassung von vier auf 21 Mitarbeiter aus, bis Herbst 2012 war Camilli Niederlassungsleiter. Der Abgang erfolgte nicht ganz im Einvernehmen, Scharmützel vor dem Arbeitsgericht zeugen
davon (Immobilienbrief Stuttgart Nr. 111 vom 11. September 2012 und Nr. 129 vom 18. Juni 2013).
Für Camilli ist das vorbei. Die Projektentwicklung auf eigene Rechnung ist für ihn die logische Weiterentwicklung. Schon zu JLL-Zeiten hat er 2011 das Bürogebäude Wilhelmshöhe in Stuttgart-Degerloch
realisiert. Jetzt kommen noch einige weitere Projekte dazu.
Projekte in Stuttgart-Feuerbach, Pforzheim und Nürtingen
„Mein Fokus ist auf die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region sowie aufstrebende Mittelzentren in
Baden-Württemberg gerichtet“, sagt er. In Pforzheim hat er ein zirka 13 000 Quadratmeter großes
Areal mit einem Busbahnhof erworben. Dort baut er in Kürze für seinen Mieter eine Werkstatthalle.
In Feuerbach, direkt gegenüber dem Bosch-Werk, erstand er einen Parkplatz. Hier hat Camilli ebenfalls
klassische Projektentwicklung betrieben. Seit einigen Wochen ist dort das Apartmenthaus Feuerbach
für rund 10 Millionen Euro im Bau. Generalmieter der 78 Einheiten ist die Robert Bosch Wohnungsgesellschaft.
In Nürtingen plant Camilli Einzelhandel,
die Stadt will einen Busbahnhof
Mit seinem Nürtinger Projekt war Sandro Camilli schon öfter regional und überregional in den Schlagzeilen
– unfreiwillig. Von Aurelis Real Estate hat er ein rund 7000 Quadratmeter großes Areal am Bahnhof erworben. Ein Bestandsgebäude ist vermietet, der Rest wird als Parkplatz genutzt. Gegenüber der
Innenstadt will Camilli hier Einzelhandel und studentisches Wohnen realisieren. Das Problem: Obwohl die
Stadt seinerzeit auf ihr gesetzliches Vorkaufsrecht verzichtet hat, will sie das Areal jetzt partout als Standort
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Email: K.Krikelis@dic-onsite.de
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Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 165
10.02.2015
Seite 11
Impressum
Immobilienbrief
STUTTGART
ISSN 1866-1289
Herausgeber:
Frank Peter Unterreiner
redaktion@
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Stuttgart GbR
Frank Peter Unterreiner
& Stefan Unterreiner
Urbanstraße 133
D-73730 Esslingen
Telefon 0049/711/3 51 09 10
Telefax 0049/711/3 51 09 13
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Alle früheren Ausgaben des
Immobilienbrief Stuttgart, die
Mediadaten sowie grundsätzliche Informationen befinden
sich im Internet unter www.
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Gastbeiträge geben die Meinung des Autors und nicht
unbedingt die der Redaktion
wieder.
Quelle: Putsch Immobilien
Verlagsleitung:
Stefan Unterreiner
verlag@
immobilienverlag-stuttgart.de
Das Geschäftshaus Wilhelmshöhe ist jetzt verkauft
für den neuen Busbahnhof haben und es Camilli abkaufen. Camilli will entwickeln und nicht verkaufen, zu einem Grundstückstausch ist er aber bereit. Doch so weit scheint die Stadt noch nicht zu sein.
„Ich bin super entspannt“, sagt Camilli mit Blick auf die momentane wirtschaftliche Nutzung seines Areals.
Putsch Immobilien kauft Wilhelmshöhe
Das Geschäftsgebäude Wilhelmshöhe an der Ecke Obere Weinsteige/Jahnstraße mit rund 3400 Quadratmetern BGF hat Camilli zum Jahreswechsel an Putsch Immobilien veräußert. „Die markante Architektur
mit dem spitz zulaufenden Grundriss und die verkehrsgünstige Lage machen das Geschäftshaus
zu einem echten Highlight“, freut sich Tobias Eisenreich, Geschäftsführer von Putsch Immobilien, über
den Erwerb des vollvermieteten Gebäudes. Die Immobiliengesellschaft im Familieneigentum entwickelt
und verwaltet bislang überwiegend Produktions- und Lagergebäude, der Erwerb der Wilhelmshöhe ist ein
Schritt zur Diversifizierung des Portfolios (Immobilienbrief Stuttgart Nr. 130 vom 9. Juli 2013).
Camilli Cucina Provera:
Die Nummer eins in Villingen-Schwenningen
Diese Projekte hat Camilli ohne großes Aufheben vorbereitet und abgewickelt. Publik wurde in Stuttgart bislang nur eines, das er als „ein sehr emotionales und ganz besonderes Projekt“ beschreibt. In
Villingen-Schwenningen hat er vor zwei Jahren das elterliche Lokal zum Restaurant Camilli
Cucina Provera umgebaut. Nicht nur in familiärer Hinsicht hat sich hier der Kreis geschlossen: Vor
den Diplomen als Betriebswirt und Immobilienökonom hat er ein solches als Hotelfachmann an einer
privaten Hotelfachschule am Tegernsee erworben. Mit Erfolg, bei Tripadvisor ist sein Restaurant bereits
die Nummer eins in Villingen-Schwenningen. Fast schade also, dass es sein einziges bleiben soll.
Für die Entwicklung seines Portfolios sucht Camilli vielmehr Grundstücke zur Realisierung von Wohn-,
Einzelhandels- und Gewerbeprojekten. n
… und sie suchen einen Raum in der Herberge …
Immer mehr Flüchtlinge kommen aus den Krisenregionen dieser Welt nach
Stuttgart. Dazu zählen auch Kinder und Jugendliche ohne Eltern, so genannte
minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. All diese jungen Menschen bringen
eine lange und lebensgefährliche Fluchtgeschichte mit.
 Wohnungen / Häuser in der Größe von ca. 300 m2, um jeweils acht unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge in einer Wohngruppe zu betreuen.
 Mietwohnungen in Form von 1- bis 3-Zimmerwohnungen, in denen wir einzelne
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ambulant betreuen.
Sie benötigen einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen können. Einen Ort, an dem
sie gut durch die Jugendhilfe der Evangelischen Gesellschaft (eva) betreut werden.
Wir freuen uns, wenn Sie uns Häuser oder Wohnungen in Stuttgart zur Verfügung
stellen. Damit ermöglichen Sie den jungen Menschen, endlich wieder sicheren
Boden unter den Füßen zu spüren.
Doch der Wohnungsmarkt in Stuttgart ist angespannt, die Möglichkeiten, diese Jugendlichen unterzubringen, sind vollkommen ausgeschöpft. Wir suchen daher dringend
(auch vorübergehend) Wohnraum für die Betreuung dieser jungen Menschen:
Im Dienst.
Am Nächsten.
Seit 1830.
Kommen Sie bitte auf uns zu!
Sie erreichen uns unter Tel. 07 11.20 54-4 84, E-Mail wolfgang.frick@eva-stuttgart.de.
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